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E_1934_Zeitung_Nr.087

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LUFTFAHR

LUFTFAHR Dampfblasenbildung In Flugzeugbrennstoffanlagen. Von E. L. Bass. Das Vorkommen von Dampfblasen in Flugzeugbrennstoffsystemen ist verhältnismässig selten. Man hat daher hiermit wenig Erfahrung, und es ist möglich, dass infolge Dampfblasenbildung Störungen vorkommen, ohne dass die Hauptursache aufgedeckt und beseitigt werden kann. Zum Beispiel kann beim Fliegen infolge Versagens des Brennstoffzufuhrsystems ein Aussetzen des Motors erfolgen, welches auf Dampfblasenbildung zurückzuführen ist. Nach der Landung können sich die Temperatur- und Druckbedingungen so geändert haben, dass die Dampfblasen teilweise verschwunden sind und dadurch wieder ein fast normaler Brennstoffzufluss vorhanden ist. So ist es möglich, dass der tatsächliche Grund der Störung unerkannt bleibt, wenn nicht ursprünglich durch gewisse charakteristische Symptome Dampfblasenbildung angenommen wurde. Die Bildung von Dampf in einem Brennstoffsystem erfolgt, wenn der Dampfdruck des flüssigen Brennstoffes den äussern Druck übersteigt. Es hängt von dem produzierten Volumen ab, ob der gebildete Dampf Störungen verursacht oder nicht, und davon, ob die Konstruktion des Brennsstoffsystems derart ist, dass der gebildete Dampf leicht entweichen und sich nicht an irgendeiner Stelle ansammeln kann. Es ist daher klar, dass die Neigung zur Dampfblasenbildung eine Funktion des Brennstoffes und der Konstruktion des Brennstoffsystems vom Tank zur Vergaserdüse ist. Auch die Flugbedingungen können in dieser Richtung wirken; z.B. können ein Brennstoff und eine Brennstoffanlage, die in gemässigten Klimata und massigen Höhen befriedigen, in heissen Klimata und/oder grossen Höhen völlig ungeeignet sein. Im nach, stehenden werden die verschiedenen Gesichtspunkte erörtert. Dampfblasen in Brennstoffleltnngen. Die gewöhnlichste Form der Dampfblase kommt in der Rohrleitung selbst vor, die vom Tank zum Vergaser führt. Dampf vom Binder &Richi BahnhoFstrasse 4 St. Gallen Brennstoff kann sich an jeder «Steigung > im Brennstoffsystem sammeln, oder sogar unter einer Verengung, wie einem Brennstoffventil oder einer Brennstoffrohrvereinigung. Unter geeigneten Bedingungen wird die Menge dieses Dampfes beständig zunehmen, bis sie gross genug ist, um das Fliessen des Brennstoffes vollständig zu verhindern Es gibt natürlich ein Zwischenstadium, wo die Brennstoffzufuhr bloss eingeschränkt ist, für die Versorgung des Motorbedarfs mag sie ausreichend sein oder nicht, jedenfalls wird man häufig durch die typischen Anzeichen der Knappheit der Brennstoffzufuhr zum Vergaser vor einer bevorstehenden Dampfblase gewarnt. Besonders leicht können Störungen bei Gruppen von Brennstoffventilen entstehen, die manchmal im Führersitz angebracht sind, um das Umsteilen von einem Brennstofftank auf einen andern zu erleichtern. Diese Ventilgruppen bilden gewöhnlich viele scharfe Winkelbiegungen und Höhenunterschiede der Brennstoffleitungen, die die denkbar schlechtesten Bedingungen für die Vermeidung von Gasblasen darstellen. Dampfblasen bei Brennstoffpumpsystemen. Die Verwendung der vom Motor angetriebenen Brennstoffpumpen bedeutet nicht nur die Möglichkeit von Dampfblasen in der Brenstoffpumpe selbst, sondern kann auch in einer sonst zufriedenstellenden Brennstoffleitungsanlage die Neigung erhöhen. Dampfblasen zu bilden auf Grund der Tatsache, dass auf der Saugseite der Pumpe der Brennstoff einem verringerten Druck unterworfen ist. Es wird weiter unten gezeigt, -dass die Dampfblasenbildungstemperatur eines Benzins mit dem Druck sinkt, dem es unterworfen ist. Dampfblasenbildung innerhalb der Pumpe selbst kann leicht vorkommen, wenn die Konstruktion zulässt, dass Gas in den Ventildurchgängen usw. eingeschlossen wird, insbesondere auf der Saugseite. Die Neigung zum Dampfbildung wird gleichfalls sehr erhöht, wenn die Pumpe so gelegen ist, dass sie durch Zuleitung oder Ausstrahlung vom Motor erhitzt wird. Dampfblasen in den Vergaserdüsen. Ein viel seltenerer Ursprung der Dampfblasenbildung liegt in der Vergaserdüse selbst; aber die Möglichkeit eines derartigen Vorkommens verdient Beachtung. Wenn die Bedingungen für die Dampfblasenbildung ünstig sind, wird man im allgemeinen finden, dass sie eher in der Brennstoffleitung selbst als in der Düse vorkommt. Die infolge Wegen vorgerückter Saison weit unter Katalogpreis abzugeben: 10 "' Minerva Spezial-Cabrlolet 8 Z-ylinder, 2 Türen, 4 Fenster, fabrikneu, mit Garantie. — Anfragen unter Chiffre 14594 an die Automobil-Revue, Bern. 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Sobald Dampfblasenbildung in dem Vergaser vorkommt, ist das Laufen des Motors gewöhnlich unregelmässig. Für kurze Zeit läuft der Motor normal, und dann verursacht der verringerte Druck in der Düse Dampfbildung, die wiederum das Mischungsverhältnis beeinträchtigt und damit die Drehzahl. Das Volumen des durch das Saugrohr strömenden Gemisches wird mit der Verringerung der Drehzahl reduziert, so dass das Saugen abnimmt und die daraus entstehende Druckerhöhung in der Düse zeitweilig das Sieden unterbindet und auf diese Weise wieder ein normaler Durchfluss des Brennstoffes stattfindet. Der Motor holt so wieder an Drehzahl auf, aber damit erfolgt eine Verringerung des Druckes auf die Düse, die wieder Dampfbildung verursachen kann, und der ganze Kreislauf wiederholt sich. Um diese Eigenschaft zu untersuchen, wurde von der Firma Ricardo ein besonderes Vergasermodell hergestellt, bei dem die Temperatur des in die Düse einfMessenden Brennstoffes unter genauer Kontrolle stand. Mit diesem Apparat war es möglich, die Eigenschaften, welche die Neigung zur Dampfblasenbildung eines Brennstoffes bestimmen, mit der Bildung von Dampf in dem Vergasermodell in Wechselbeziehung zu bringen. Es war in diesem Apparat interessant zu beobachten, wie in den Anfangsstadien der Dampfbildung ein unregelmässiges und schwankendes Fliessen des Brennstoffes von der Düse erfolgte. Die Häufigkeit dieser Schwankungen stimmte durchaus überein mit denen des unregelmässigen Verhaltens eines Motors während der Anfangsstadien der Dampfblasenbildung im Vergaser. Brennstoffeigenschaften. Die umfassendste Arbeit über Dampfblasenbildung ist von Dr. Oscar Bridgeman und Wirkliche Occasionen! BUICK, Mod. 31, 4/5pl., in Ia. Zustand, wenig gefahren, sehr eleganter Wagen, Fr. 4500.— CHEVROLET, 1929/30, Luxe, 6fach bereift, grosser Koffer, durchrevid., 51000 km gef., Fr. 2250.— «52ia Garage Städeli, üntertor, Chur. Tel. 700. 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Er besteht aus einem Behälter, in welchen eine gemessene Menge Benzin gefüllt wird, die auch einen Luftraum von bestimmter Kapazität zulässt. Ein Druckmesser ist mit dem Behälter verbunden, und der ganze Apparat wird in ein Wasserbad mit einer Temperatur eingesetzt, bei welcher man den Damnfdruek zu beobachten wünscht. Sobald der Apparat lange genug untergetaucht worden ist. um die gewünschte Temperatur zu erreichen, wird der Dampfdruck auf dem Druckmesser vermerkt, jedoch muss eine entsprechende Richtigstellung, wegen der Ausdehnung der Luft in dem Behälter, vorgenommen werden, und diese wird natürlich je nach der Ausgangstemperatur schwanken. Normalerweise werden Damnfdrucke in Lbs. pro Ouadratzol! bei einer Temperatur von 100° F bezeichnet. (Fortsetzung folgt.) Ein Flugmotor für 95 Dollar! Wie gemeldet wird, soll auf eine Anfrage der amerikanischen Handelskammer hin Ford sich bereit erklärt haben, einen Motor für das in Amerika seit lnniretn ancrekünd^te VolksfHierzeug zu einem Stückpreis von 95 Dollar herauszubringen, wenn er den Auftrag zum Bau von 10,000 solcher Motoren erhält. Der bis-_ her populärste amerikanische Sportflugzeuf ~ motor, der 36 PS-Zweizylinder « Aeronca *-. kostet daneben immer noch 675 Dollar. Dei neue Fordflugmotor würde aus dem bekannten Ford-Achtzylinder-V-Motor herausentwickelt. Die Meldung ist umso interessanter, als sich Ford bekanntlich schon seit mehreren Jahren nicht mehr mit dem Flugzeugbau beschäftigt hat, obschon er sich auch hier seinerzeit einen recht guten Namen gemacht hatte. -s. Wegen vorgerückter Saison haben wir erstklassige amerikan. 6-Zylinder, 14- und 18-PS-Chassis, mit Schweizer 5plätzig, 4 Fenster letztes Modell, prachtvolle Ausführung, zu sehr vorteilhaften Preisen abzugeben. 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N°87 — 1034 AUTOMOBIL-REVUE 11 Sfrassen und Verkehr Befahrbarkeit der Alpenpässe. — Der Stand der Alpenpässe ist gegenwärtig folgender : Gesperrt sind: Flüela, Klausen, Oberalp, Furka, Qrimsel, Grosser St. Bernhard, Arlberg, Kleiner St. Bernhard. Mit Ketten fahrbar: Stilfserjoch, Umbrail, Ofen, Bernina, Albula, Julier, Lukmanier, Gqtthard, Simplon, Pillon, Forclaz, Montets, ferner die Ibergeregg, alle Jura- und Dolo rnitenpässe. Ohne Ketten fahrbar: Maloja, Splügen, San Bernardino, Lenzerheide, Brünig, Jaun, Mosses, Mont Cenis. ET Die Tessiner melden sich! Der Regierungsrat des Kantons Tessin hat beschlossen, beim eidg. Departement des Innern ein Gesuch einzureichen, in welchem der Ausbau der Lukmanierstrasse verlangt werden soll. Weiterhin soll das Verlangen um eine durchgehende, direkte Nord-Südverbindung durch Bau eines Töditunnels gestellt werden. Strassenbauliches aus Obwalden. Vor kurzem hat die Bürgergemeinde Kerns an einer ausserordentlichen Versammlung den Beschluss gefasst, das oberste Teilstück der Fruttstrasse (Wildistrasse) auszubauen. Das Ausbauprojekt sieht einen Kostenbetrag von 90,000 FT. vor, wofür der Bund eine Subvention von 27,000 Fr., der Kanton eine solche von 12,000 Fr., die beiden Hotels auf der Frutt je 12.500 Fr., die Bürgergemeinde Kerns 20,000 Fr., die Alpverwaltung Kerns 5000 Fr., und die Besitzer der Ferienhäuser zusammen 1000 Fr. zu leisten haben. Der Ausbau des Teilstückes Stöckalp-Aabach wurde vor einigen Jahren vorgenommen, da diese Strecke wegen Absturzgefahren am Brüniehaupt verlegt werden musste, was einen Kostenaufwand von 128,500 Fr. erforderte. Dieses Strassenstück wird in den nächsten Jahren dem Automobilverkehr freigegeben, w -halb auch der nötige Kredit für , das obere Teilstück Aabach-Frutt bewilligt werden musste. Nach dem Ausbau dürfte die Bergstrasse Stöckalp-Frutt zu den schönsten der Innerschweiz gerechnet werden. a Ganzjährige öffntme des Col des JVosses. Dank den seitens der Gemeindebehörde von Chäteau-d'Oex ergriffenen Massnahmen ist es, in Verbindung mit der Oberpostdirektion, möglich, einen durchgehenden Automobilverkehr Chäteau-d'Oex-Les Mosses-Le Sepey- Leysin für den kommenden Winter erstmals durchzuführen. Selbstverständlich wird für diesen Kurs die Postverwaltung SpezialWagen einstellen, wobei vorgesehen ist, täglich zwei Kurse in jeder Richtung verkehren zu lassen. Mit der Befahrbarkeit des Passes während den Wintermonaten wird auch den übrigen Automobilisten ein weiterer, dem Winterverkehr geöffneter Alpenpass zur Verfügung stehen. Vor allem wird durch die ^ Oeffnung den Skigebieten in der Nähe der Z Passhöhe ein starker Besuch gesichert, wobei besonders die bekannte Abfahrt nach Chäteau-d'Oex bei einer Höhendifferenz von 900 m locken wird. Graubänden öffnet dem Last- und Gesellschaftswagenverkehr weitere Strassen. In Ausführung der eingegangenen Verpflichtunger) beim Vergleich mit der Aspa vor dem eid£. Justizdepartement hat der Kleine Rat des Kantons Graubünden folgende Verfügungen erlassen : 1. Die Strecke Ragaz-Tardisbrüdke-Chur wird dem 13-t-Lastwagen geöffnet. Der Verkehr mit Anhängern über die Tardisbrücke ist nur mit einer Gesamtlast von 13 t gestattet, derjenige über die Brücke bei Landquart mit einer Gesamtlast von 10 t; 2. Auf der Strecke Flims-Uanz dürfen neben den bisher zugelassenen Gesellschaftswagen nun auch 8-t-Lastwagen zirkulieren; 3. Die Strecke St. Moritz-Castasegna wird nach dem erfolgten Ausbau der Strasse dem 11-t-Lastwagenverkehr freigegeben, wodurch der Rekurs der Gemeinde St. Moritz hinfällig wird; 4. Die Strecke Zuoz-St. Moritz ist den 8-t- Gesellschafts- und Lastwagen geöffnet; 5. Für den Ofenberg wird für den Lastund Gesellschaftswagenverkehr das Einbahnsystem eingeführt, für den Flüela das Einbahnsystem für Gesellschaftswagen; 6. Die Strecke Landquart-Schiers wird den 8-t-Last- und Gesellschaftswagen freigegeben und wird nach erfolgtem Ausbau der Strasse nach Küblis verlängert werden. 1z. Frankreichs Strassenbaubudget. Nach der Budgetvorlage Flandins, dem Minister der öffentlichen Arbeiten, vor der Deputiertenkammer werden für das Jahr 1935 990.938.700 Fr. für Unterhalt und Ausbau des nationalen Strassennetzes benötigt, was gegen den im laufenden Jahre benützten Kredit einem Mehr von 31,5 Mill. Fr. entspricht; im Vergleich zum Strassenbudget des Jahres 1933 aber einem Rückschlag um 417 Mill. Franken gleichkommt. Was nun die einzelnen Posten anbetrifft, so dürfte von Interesse sein, dass im neuen Budget 797,4 Mill. gegenüber 742,7 Mill. Fr. im 1934er-Budget für den ordentli- chen Unterhalt von Strassen und Brücken eben nicht .ins Auge. Würde man aber auch heute eingesetzt sind; 11,8 Mill. Fr. sind für deneinen formschönen Wagen bauen, ist er es dann Unterhalt der Strassen in Paris vorgesehen, nächstes Jahr auch noch? Ein Volkswagen muss aber mindestens vier Jahre ohne Abänderungen hergestellt werden können. Nun müssen sich aber die 8,9 Mill. Fr. (12,1) für Verbesserungsarbeiten an den Routes nationales, 15,9 (16,2) Mill. Automobilfabriken nach den Konsumenten richten Fr. für grössere Reparaturen an Brücken und nicht umgekehrt. Es gibt natürlich eine grosse Zahl Automobilfreundc, die jetzt sagen, von mir aus Lind 144,7 (154) Mill. Fr. sind als Saläre fir muss der Wagen nicht so grossartig sein, aber diese die Strassenwärter in Aussicht gestellt. Zahl ist eben leider immer noch zu klein. Die meisten haben eben immer noch Angst, die Nachbars- Die neue Sirasse von Valtournanche nach Breuil (Breil). In kurzem wird die neuerbaute Strasse Valtournanche-Breuil (Abzweigung des Aostatals), die schnittigen Wagen angefahren kommen. Wie oben leute würden lachen, wenn sie mit einem nicht so für den alpinen Touristikverkehr von grösster Bedeutung ist, dem Automobilverkehr geöffnet werden. enormen Serienfabrikation entstehen. Hätten wir schon erwähnt, kann der Volkswagen nur aus einer Diese grosse Verbindungsstrasse, die die Touristen also nun einen hilligen Wagen, so kommt nun der bis zum Fuss des Matterhorns führt, verläuft bis zu Unterhalt. Dieser hängt aber nicht allzusehr von einer Höhe von 2004 Metern und endigt in einer dem Wagen ab, sondern von der Höhe der Fahrgebühren und den Versicherungen. Hier niüsste alpinen Gegend von einzigartiger 'Schönheit, im muschelförmigen Beeken von Breuil. Breuil ist Ausgangspunkt für zahlreiche Bergbesteigungen und war bis jetzt nur auf einem Maultierweg von der Ortschaft Valtournanche aus in ca. 2 Stunden erreichbar. Die faszistische Regierung unterstützte die Finanzierung für diesen Strassenbau mit mehr als einer halben Million Lire. Am 1. Oktober 1931 begonnen, -wird ßie noch vor Beginn dieses Winters, also nach 37 Monaten, wovon aber der Schneeverhältnisse wegen nur während 18 Monaten gearbeitet werden konnte, eröffnet werden. Die Erstellungskoisten belaufen sich total auf 2.500.000 Lire. Die Strasse, erbaut nach allen Regeln der modernsten Strassenbaukunst, besitzt eine Breite van 5 Metern und ein Gefälle von 9%, beginnt in der Ortschaft Valtournanche (1524 m), führt durch die Schluchten von Losanche, Laz und SJnglin, erreicht den Engpass von Bussäiailles (1750 m) und verläuft dann in zwei kühnen Windungen zur Kapelle della Guardia (1842 in) und durch eine senkrechte Felsschlucht über dem Marmore, um zum Schlüsse im Angesicht der grandiosen Kette der Grande Muraille, des Matterhorns und dos Breithorns auf der Ebene von Breuil auszumünden. Andere, zum Teil schon fertige, zum Teil noch im Bau befindliche Ergänzungsstrassen verlaufen nach Planet und Giomein (2098 m). Bereits hat sich eine Aktiengesellschaft konstituiert, die beabsichtigt, aus 'der halbkreisförmigen Ebene von Breuil ein modernes alpines Touristenzentrum ersten Ranges zu machen. Unter anderem steht in ihrem Programm, das sofort zur'Ausführung gelangen soll, der Bau einer Seilbahn, die in zwei Etappen den Teodulpass (3324 m) erreichen soll. Italien wird somit in kurzer Zeit ein alpines Touristikzentrum mehr aufweisen, das von In- und Ausländern viel besucht werden wird. dBra Be. (Ohne verantwortlichkeil der Redaktion.) Automobil-Kontrolle — durch die Polizei oder durch die Automobilisten? Die Anregung des Herrn Dr. M. Volland in No. 82 der A.-R. hat sicher die wohlwollende Beachtung weitester Automobilkreise gefunden. Wenn man der Situation klar in die Augen schaut, so muss man ohne weiteres gestehen, dass es allerhöchste Zeit ist, dass die Automobilisten selbst für bessere Verkehrsdisziplin der Automobilfahrer sorgen. Wird das nicht getan, so haben wir in kurzer Zeit wieder polizeiliche Automobilfallen, welche wohl viele vernünftige Automobilfahrer ganz ungerechterweise schädigen können, welche aber für eine Besserung der Verkehrsdisziplin nur einen ganz geringen! Einfluss haben werden. Die vernünftigen Automobilfahrer selbst haben also das grösste Interesse, dass endlich die unvernünftigen und rücksichtslosen Automobilisten soweit als möglich unschädlich gemacht werden. Damit die Sache unverzüglich an die Hand genommen werden kann, möchten wir folgenden Vorschlag in die Diskussion werfen: Die beiden grossen Automobilisten-Verbände übergeben jedem Mitglied ein oder mehrere vorgedruckte Formulare. Beobachtet nun ein Automobilfahrer einen andern Automobilisten, der die Fahrvorschriften ta grober Weise verletzt, oder der sonst irgendwie • ein rücksichtsloses Benehmen gegenüber den andern Strassenbenützern an den Tag legt, so kann der Betreffende, resp. die Polizeinummer, sofort auf einem solchen Formular notiert und mit entsprechenden Angaben an den nächsten Club Anzeige gemächt werden. Hat der gute Automobilist solche Formulare immer zur Hand, eo wird er viel eher bereit sein, ein Vorkommnis zu registrieren und die Anzeige zu machen, als wenn ihm ein solches Formular fehlt. Der Automobil-Club, resp. der Touring-Club, werden ein Register führen, und solche Fahrer, die als unvorsichtig erkannt werden, warnen, und event. der Polizei Anzeige machen. Wir sind uns bewuest, dass viele unnötige Anzeigen gemacht werden, event. auch ungerechtfertigt. Doch ist dies bei der freiwilligen Automobilkontrolle nicht so gravierend, wie wenn die Anzeigen an die Polizei direkt gemacht würden. Automobillenker, welche oft angezeigt werden, sollten zu einer Halboder Ganztags-Fahrprüfung auf eigene Kosten herangezogen werden, wenn sie Anzeige an die Polizei verhüten wollen. Das sind nur einige Gedanken, die wir den Automobil-Verbänden nahe leigen möchten. Wir betonen nochmals,-dass es allerhöchste Zeit ist, dass etwas getan wird. Die Automobil-Verbände hätten hier Gelegenheit, dem Automobilismus einen sehr grossen Dienst zu leisten. Wer fängt an? C. G. in G. Wo bleibt das Volksauto? Antwort eines Fachmannes. Der Vorschlag des Herrn S. in Z. ist wohl gut gemeint, aber er möchte doch einmal Umschau halten, wie viele «Automobilschwärmer» diesen Kinderwagen kaufen würden. Denn um einen Volkswagen herzustellen, muss vor allen Dingen ein sehr guter Absatz gesichert sein. Nur in einer kolossalen Massenfabrikation ist ein so niedriger Preis, wie es ein Volkswagen verlangt, zu erreichen, und nicht durch das, dass man ein Automobil so klein wie möglich macht. Letzteren Weg ist auch die deutsche Automobilindustrie gegangen und hat nun einsehen müssen, dass dieser falsch ist, und für die Schweiz ist er noch viel unmöglicher. Der richtige Volkswagen muss geräumig sein, so dass vier Personen sehr gut Platz haben; auch muss er einen einigermassen guten Motor haben. Wie wollte man mit einem Einzylindermotor und einem besetzten Wagen über unsere Alpen? Wenn man dann schon ein Automobil hat, so will man auch Vergnügungsreisen machen und die Familie mitnehmen. Dass bis jetzt noch kein Volkswagen entstanden ist, fehlt an den Automobilschwärmern, weil eben der Wagen, wie Herr S. schreibt, formschön und schnittig sein muss. Würden sich diese Leute einmal überlegen, wie viel teurer eine schnittige Karosserie kommt; dann werden auch noch alle Schikanen verlangt. Am besten sieht man das an dem sehr langsamen/ Aufkommen der Stromlinienform; so sehr viele grosse Vorteile sie hat, den Leuten passt sie unsere Behörde nun bald einmal zur Einsicht kommen, dass dies ja nicht so weiter gehen kann; diese vergessen leider ganz, dass ein Rückgang unserer Steuer eine Mehrbelebung der Strasse und dadurch Garagen, Gasthofbetriebe wie noch, andere Gebiete einen Aufschwung erfahren würden. Sie zahlen eben lieber Unterstützungen. Ich rate also diesem Herrn S., die Pläne seiner c Montplace > zu begraben, denn dieser wird kaum Wirklichkeit werden, und anderseits den Fehler nicht bei den Automobilfabriken, sondern bei den lieben Autoschwärmern zu suchen. R. K. inM. SEKTION BERN. Morgen Samstag, 27. Oktober, gelangt die von der Sportkommission vorbereitete Auto-Fuchsjagd zur Durchführung. Die Anmeldungen sind in derart erfreulicher Anzahl eingelaufen, dass zwei Fuchsfährten gelegt werden müssen. Die Besammlung der Teilnehmer findet bis 13.30 Uhr auf dem Waisenhausplatz (Nordende) statt. Alsdann erfolgt die gemeinsame Abfahrt zum Schnitzel Nummer 1, von wo die Konkurrenten einzeln auf die gut markierten Fährten gewiesen werden. Trotzdem schon recht viele Mitglieder ihre Moldungen zum herbstlichen Bummel durchs farbenfrohe Bernbiet abgegeben haben, können bis auf weiteres Nachmel^unsen angenommen werden. Fassen Sie daher die Gelegenheit beim Schopf, um wohlfeil in den Besitz eines schönen Fuchspelzes zu gelangen. Anmeldungen nimmt das Sektionssekretariat bis Samstag 12 Uhr telephonisch entgegen (Telephon 23.813). h. «BW A. C. S. T. C S. Autosektion Aargau. Auto-Fuchsjaed. Am letzten Sonntagnachmittag fand, vom prächtigsten Herbstwetter begünstigt und unter starker Beteiligung, dieser letzte sportliche Anlass der Sektion statt. Um das Hotel zur Krone in Lenzburg gruppierten sich um 2 Uhr drei Füchse und 33 Verfolger, um vom Sportpräsidenten noch eine kurze Orientierung über die Jagd entgegen zu nehmen. Auf die Füchse, die ihre Route mit einer Schnitzelspur zu bezeichnen hatten, setzte auf ein •Startsignal die Jagd der Verfolger ein. Die Jagd vollzog sich im Rayon: Lenzburg,_Suhr, Aarau, Erlinsbach, Rothenfluh, Oberfrick, Gansingeh, Böttstpin, dem linken Aareufer entlang bis Turgi, Dätwil, Fislisbach, Künten, Villmergen, Egliswil, Suhr. - Um Geschfindigkeiteexzessen zwischen Fuchs und Verfolgern vorzubeugen, schrieb das Reglement eine Geschwindigkeit von 60 km/3t. auf offener Strecke im. Maximum vor. So setzte \\m 2.15 Uhr zum allgemeinen Vergnügen der sonntäglichen Landbevölkerung im bezeichneten Sektor die vergnügliche Jagd ,ein. Jeder Verfolger hatte natürlich seine eigene Methode, um dem. Fuchs auf die Fersen zu rücken, um ihm eine vielbegehrte Wimpel abzufangen. So sah man denn im bezeiohneten Abschnitt auf allen Höfen und Waldwegen schnüffelnde. Kühler, auf Fluren und Wiesen dahinfahrende, plötzlich •wendende Wagen emsig an ihrem Verfolgungswerk. Diese konnten den Füchsen, trotz den von diesen gewählten Schlichwegen .bis zum Schluss der Jagd um 4.30 Uhr, alle ihre Wimpeln rauben. Sieger war, wer innerhalb der kürzesten Zeit einem Fuchs eine Wimpel abhängen konnte., Als erste Preisgewinner gingen hervor die Herren. Spörri. Suhr, Leutwyler, Aarau, Schaub, Baden. Zweite Preisgewinner waren die Herren: Amsler, Windisch, Lanzber, Niederlenz und Hausmann, Wildegg. Der herrliche Sonntag, die schöne Landschaft und das vergnügliche Jagen werden den Teilnehmern an der Schnitzeljagd 'des Touringclubs gewiss noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben. Autosektion Waldstätte. Die Auto-Sektiön Zürich veranstaltet am 3./4. November event. 10./11. November 1934 im Züga- Park in Zürich ein grossangelegtes Geschicklichkeitsfahren. .Bei diesem Anlass wird unter denj T. C. S.-3ektionen ein Sektionswetlkampf um die : Schweiz. Meisterschaft ausgetragen. Der Vorstand der Sektion Waldstätte hat beschlossen, an diesem Wettkampf teilzunehmen und eine Gruppe von 3 Mknn zu stellen. Wir ersuchen nun diejenigen Mitglie-der, welche schon mit Erfolg eine Geschiek- Hchkeitsfahrt ausgetragen haben, sich bis spätestens Samstag, den 27. Oktober 1934, punkt 12 Uhr, auf dem Sekretariat. St. Leodegarstrasse 2 (Tel. 24.444), zu melden. Die Gruppe hat kein Nenngeld zu entrichten. Reglement und Anmeldeformulare stehen aiif dem Sekretariat den Interessenten zur Verfügung. Ferner erinnern wir unsere Mitglieder an den am Samstag, den 27 Oktober 1934, 20.15 Uhr, im Hotel Union stattfindenden Familien-Abend. Wir erwarten eine grosse Besucherzahl und bitten Sie höfl., auch Ihre Verwandten und Bekannten mitzubringen. Unser Programm ist « Lachen und Tanzen »; weiter verraten wir Ihnen nichts. Katerbummel: Sonntag, den 28. Oktober 1934, 15 Uhr, nach Vitznau ins Hotel Kreuz. den V«»vB»s»ncB