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E_1934_Zeitung_Nr.098

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LUFTFAH Ein neues

LUFTFAH Ein neues Junkers-Schnellverkehrsflugzeug. Als Weiterentwicklung des letztjährigen Schnellverkehrsflugzeug-Typs « 60 » hat Junkers vor kurzem einen Typ «160» herausgebracht, einen sechsplätzigen Tiefdecker in Metallkonstruktion, der mit einem luftgekühlten 700 PS B.M.W.-Hornet-Motor eine Maximalgeschwindigkeit von 337 km/St, und eine Reisegeschwindigkeit von 297 km/St, erreicht. Die Gesamtdisposition der bemerkenswerten Maschine geht aus den beistehenden Skizzen hervor. Gegenüber dem ersten Schnellflugzeugtyp sind wesentliche Verbesserungen festzustellen. So ist Junkers hier zum erstenmal auch bei den Flügeln von der charakteristischen Wellblechverkleidung abgegangen und hat diese durch eine Das mit Luftfederung und hydraulischen Radbremsen versehene Fahrgestell wird in der neuen Ausführung nach seitlicli irmen hochgeklappt, statt dass die Räder wie bisher senkrecht hochgezogen werden. Die Radgabeln bestehen aus Elektronguss. Die Kabine bietet Raum für 6 Passagiere, von denen jeder neben seinem Lederfauteuil sein eigenes Fenster hat. Das Führerabteil auf der Oberseite des Rumpfes sieht noch einen zweiten Platz für den Hilfspiloten oder Funker vor. Die beiden Sitze sind hier schräg hintereinander angeordnet und auch das im Notfall rasch abwerfbare Glasdach ist unsymmetrisch durchgebildet Das Rumpfgerippe besteht aus vier Längsholmen und Querspannten. Die Stabilitätsflächen sind zum Austrimmen des Flugzeuges im Flug verstellbar. Die Höhensteuerklappen sind aerodynamisch ausgeglichen und haben Massenausgleich. flöTTJMOBIt-REVTJB Der Motor ist mit einem langen N.A.C.A.- Ring verschalt, der gegen hinten nur auf der Unterseite eine Oeffnung aufweist und des- m ROHLUSS DES P ARISER LU FTFAHRT-S ALONS No 9s fit 112.1 Das neue Junkers- Express-Post- und Verkehrsflugzeug Typ «160». Man beachte im Grundriss die ausgeprägte Pfeilanordnung und Trapezfonn der Flügel. tlatte, versenkt-vernietete Duraluminbespannung ersetzt. Am Rumpf wurde eine glatte Bespannung, schon beim Typ 60 angewandt. Die Flügel haben starke Pfeilform, sind mit Junkers-Kugelgelenken an das mit dem Rumpf einteilig durchgebildete Mittelstück angeschlossen und haben an ihrer Hinterkante ausser den äussern Verwindungsklappen Junkers-Hilfsflügel, die, heruntergeklappt, die Landegeschwindigkeit vermindern und den Auftrieb beim Landen und Starten erhöhen. Original- Bremsöl „Loockheed" Pro Bidon a 4,5 kg Fr: 15.—. Rückvergütung für leeres. Bidon Fr. 1.50. 10500 FRANZ AG., ZÜRICH. Zu verkaufen von abgebrochenem CHEVROLET Jahr 1923 5 Räder mit bereits neuen Reifen, Pneus und Einlagen, Radnummer 3OX3K, sowie sämtliche Bestandteile; alles billig, bei B. 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Zwei dieser 20-mm-Maschinenkanonen, mit welchen kleinkalibrige Granaten verfeuert werden können, sind beim oberen Anschluss der Flügelstreben zu erkennen. Die beiden anderen befinden sich über dem Flügelmittelstück vor dem Führersitz und werden im Bild durch die Motorhaube verdeckt. Unten: Im Vordergrund das Bücker-Flugzeug, Typ «Jungmann», mit 80 PS Hirth-Motor, das in Paris als Sanitäsflugzeug ausgestellt wurde. Links hinten das Heinkel-Express-Passagier- und Post- Flug-zeug He. 70, das mit seinem heissgekühlten 650 PS B.M.W -Motor eine Maximalgeschwindigkeit von 360 km/St, erreicht und u. a. gegenwärtig auf der Postlinie Berlin-Madrid eingesetzt ist neueres Modell, 5/7pIätzig, 12—16 HP, in nur gutem Zustand. — 1 LASTWAGEN, lfi T., mit Ladebrücke 4—4,40 m Länge, wenn möglich dopp. bereift. Offerten mit Preisang. unt. Chiffre 65602 an die Automobil-Revue, Bern. 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i N° 98 — 1934 AUTOMOBIL-PEVUE Schweizerische Rundschau Der Steuervogt geht um! In den Kantonen ist man zur Zeit mit der Bereinigung der Budgets für das kommende Jahr beschäftigt. Ueberall wird wegen krisenhaftem Rückgang der Einnahmen und gleichzeitigem Anschwellen der Ansprüche an die Staatskasse nach neuen Einnahmequellen gefahndet. Da erinnert man sich mit Vorliebe des Umstandes, dass die Verkehrsabgaben bisher recht ergiebig waren und glaubt nun, der Finanzmisere am einfachsten dadurch abhelfen zu können, dass auch die Motorfahrzeugsteuern und -gebühren wieder einmal erhöht würden. In einzelnen Kantonen versucht man es gar nicht einmal, die in Aussicht genommene Massnahme irgendwie beschönigen zu wollen. Andernorts wieder will man die bittere Pille entweder mit der Versicherung versüssen, es handle sich um eine « bescheidene » Erhöhung, oder dann glaubt man die Interessenten mit dem Hinweis trösten zu können, dass der betreffende Kanton noch lange nicht die höchsten Steuern in der Eidgenossenschaft habe. In St. Gallen wurde der Reigen im Grossen Rat bei der Behandlung der Staatsrechnung eröffnet. Bern folgte mit seinem Finanzprogramm, das ebenfalls eine Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern vorsieht. In Graubünden möchte man zur Verzinsung der noch zu konsolidierenden Strassenbauschuld die Verkehrsabgaben hinaufsetzen. Nun kommt auch Genf und schlägt eine Revision der jetzigen Besteuerung von Motorfahrzeugen vor. Ueberall errechnet man eine entsprechende Mehreinnahme für den Staat. Aber schon der Rückgang des Motorfahrzeugbestandes in den letzten beiden Jahren, der geringere Ertrag des Benzinzolles ,die immer mehr um sich greifende Betriebseinstellung von Automobilen in der toten Saison sollten wahrlich genügend Anzeichen dafür sein, dass die vorerwähnte Rechnung doch einen Fehler enthalten muss. Die fiskalische Belastung des Motorfahrzeuges hat eben seine obere Grenze fast durchwegs erreicht. Wird sie überschritten, so ist für viele Hunderte von Fahrzeughaltern der Betrieb einfach zu teuer, und es bleibt ihnen nurmehr die Stillegung des Wagens oder dann noch dessen beschränkte Benützung während weniger Monate übrig. Dass auf diese Weise der Fiskus selbst bei erhöhten Ansätzen kein besseres Geschäft macht, Sind die mechanischen Bremsen hart betroffenen einheimischen Lastwagenfndustrie neue Arbeitsgelegenheiten zu vernicht ganz in Ordnung, dann besser nicht zuwarten, bis ein Unfall da ist. Lassen Sie uns einfach Ihren Wagen jetzt durchsehen! Vielleicht fehlt's an der mangelhaften Einstellung der Bremsen, vielleicht muss der abgenützte Bremsbelag ersetzt werden. Auf alle Fälle erfolgt die Reparatur durch erstklassig ausgebildetes Personal unter Verwendung besten Materials in unserer aufs modernste eingerichteten Werkstatt. Rascheste Lieferfrist, zeitgemässe Preise. Wir erwarten Ihren telephonischen Anruf, wann Ihr Wagen abgeholt werden darf. GEBR. MARTI, BERN Auto-mechan. Werkstätten und Service Etgerplat« 2 Tel. 23.941 ist gewiss. Dazu kommt die Schädigung des Autogewerbes, der Minderertrag des Benzinzolles wegen geringerem Brennstoffkonsum und was derlei unerfreuliche Nebenerscheinungen noch mehr sind. Wir scheinen in der Schweiz genau den gleichen Weg einschlagen zu wollen, den man bis zum politischen Umschwung in Deutschland beschritt. In der Meinung, dass das Automobil ein Steuerobjekt sei, das immer wieder eine neue Drehung der Steuerschraube ertrage und am leichtesten ertrage, türmten sich die Steuern und Abgaben aller Art bis ein geradezu katastrophaler Rückgang der zum Verkehr angemeldeten Fahrzeuge eintrat, dafür aber sich die ausser Betrieb gesetzten Wagen in Garagen und Remisen häuften und der Neuankauf überhaupt praktisch aufhörte. Die staatlichen Einkünfte aus dem Kraftverkehr sanken zusehends, die einheimische Industrie wurde geschwächt, die Arbeitslosigkeit in der Branche nahm zu und der Steuervogt musste dem Betreibungsbeamten Platz machen, aber Geld floss deshalb nicht mehr in die Staatskasse. Das neue Regime hat mit diesem wirtschaftlichen und fiskalischen Unsinn aufgeräumt. Steuererleichterungen aller Art, Unterstützung von Automobil-Industrie und Gewerbe, zweckmässige Aenderung der Verkehrsvorschriften usw. haben Deutschland nun einen geradezu amerikanisch anmutenden Aufschwung des Motorfahrzeugwesens gebracht. Dabei macht der Staat ein besseres Geschäft als früher. Müssen wir in der Schweiz nun wirklich zuerst den nämlichen Leidensweg gehen, bevor unsere Politiker und Behörden einsehen, dass sie mit weiteren Steuern nur die Quellen selbst verstopfen, die dem Fiskus die so notwendigen Einnahmen zufliessen Hessen. Freilich wird sich das Volk da und dort selbst zur Wehr setzen, bevor es so weit ist. St. Gallen hat dies erfahren, als die geplanten Mehrsteuern mit überwältigendem Mehr abgelehnt wurden, die Genfer Finanzkünstler haben kürzlich eine ähnliche Schlappe erlitten. Verkehr, Handel und Gewerbe sind mit Steuern nachgerade tibersättigt. Es muss der Finanzausgleich der Ausgabenseite durch konsequente Angleichung der Ausgaben an die voraussichtlichen Einnahmen erfolgen. Was im allgemeinen für die Steuern überhaupt gilt, trifft im speziellen auch für die Sonderausgaben aus dem Motorfahrzeugverkehr zu. Dort liegen die Verhältnisse für den Staat aber noch um so günstiger, als bei einer Besteuerung, die sich in wirtschaftlich tragbaren Rahmen hält, selbst heute noch sogar mit einer Steigerung der Erträgnisse gerechnet werden kann. Darum Schluss mit dieser kurzsichtigen Politik. Sie schadet mehr als sie auch nur im entferntesten dem Fiskus nützen kann. ß Neue Arbeitsbeschaffung durch Automobilmontage. Es ist in dieser Richtung bereits ein grundlegender Vorstoss unternommen und ein recht erfreuliches Resultat durch die bekannte Montage von Dodge- und Chrysler- Automobilen in den- Werkstätten der Ad. Saurer A.G. in Arbon erzielt worden. Im dortigen Betriebe selbst konnten mehr als hundert Mann dauernde Beschäftigung finden. Im Zusammenhang damit hat auch die Zubehörindustrie eine willkommene Belebung erfahren. Seitdem haben mehrere ausländische Automobilfabriken mit bedeutenderem Absatz in der Schweiz die Möglichkeiten einer Montage in unserem Lande geprüft. Diese waren zum vorneherein recht beschränkt, indem der Bundesratsbeschluss vom 26. Januar 1934 betreffend Förderung der Automobilmontage die zu gewährenden Erleichterungen davon abhängig machte, dass die Montage in einer bereits bestehenden Fabrik oder Konstruktionswerkstätte stattfinde, wie dies aus dem nachfolgenden Text des vorerwähnten Beschlusses hervorgeht: 1. Zwecks Beschaffung von Arbeit wird die Zollverwaltung ermächtigt, 30—50% des Einfuhrzolles von zerlegt eingeführten Chassis für Personenautomobile an bestehende Automobilkonstruktionswerkstätten oder Maschinenfabriken rückzuvergüten, welche die Montage und die Karossierung ganz oder teilweise unter Verwendung von Zubehörteilen schweizerischer Fabrikation besorgen. Der Satz der Rückvergütung wird von der Oberzolldirektion im Verhältnis zur geleisteten Schweizerarbeit und zu den eingebauten Teilen schweizerischer Herkunft bestimmt. Von der Rückvergütung sind Chassis für Lastwagen, Cars und Omnibusse ausgeschlossen; ebenso werden keine Rückvergütungen bewilligt an neu zu gründende Montagewerkstätten. 2. Die zur Montage und Teilfabrikation von'Personenautomobilen (Tourenwagen) eingeführten fertigen Chassis- und Karosseridbestandteile werden zum Ansatz des fahrbereiten karossierten Wagens zugelassen. 3. Dieser Beschluss gilt bis Ende 1936. Die Idee war an und für sich richtig, durch die Montage bereits bestehenden Betrieben und vorab der durch die Krise besonders E. KUPFERSCHMID /\uto-Fournituren en BERN Erlaobs t rasse7 Telephon 28.728 gros schaffen. Nun spielt aber für die Aufnahme einer grössern Fabrikation oder Montage die Standortfrage eine ausschlaggebende Rolle, indem Transportspesen, Arbeitslöhne und Lebenskosten selbst innerhalb eines kleinen Landes recht unterschiedlich sind und die Gestehungskosten entscheidend beeinflussen können. Im fernem schien es ratsam, besonders auch auf die durch die Krise am meisten in Mitleidenschaft gezogenen Gebiete Rücksicht zu nehmen und diesen die Ansied- Iung neuer Industrien zu erleichtern. Die ursprünglich gemachte Einschränkung in Bezug auf die Automobilmontage wurde daher fallen gelassen und ein neuer Bundesratsbeschluss vom 29. November 1934 zur Regelung der Materie mit folgendem Wortlaut gefasst : 1. Zwecks Beschaffung von Arbeit wird die Zollverwaltung ermächtigt, 30—50% des Einfuhrzolles von zerlegt eingeführten Chassis für Personenautomobile an Firmen rückzuvergüten, welche die Montage und die Karossierung ganz oder teilweise unter Verwendung von Zubehörteilen schweizerischer Fabrikation besorgen. Der Säte der Rückvergütung wird von der Oberzolldirektion im Verhältnis zur geleisteten Schweizerarbeit und den eingebauten Teilen schweizerischer Herkunft bestimmt. Die Kontrolle durch die Oberzolldirektion bleibt ausdrücklich vorbehalten. Von der Rückvergütung sind besonders Chassis für Lastwagen, Lieferungswagen, Cars und Omnibusse ausgeschlossen. Die Montage von Lastwagen, Lieferungswagen usw mit aus dem Auslande eingeführten Teilen ist während der Dauer dieses Beschlusses untersagt. Auch im Falle des Verzichtes auf die Zollrückvergütung darf ohne Zustimmung des Bundesrates dia Fabrikation von Lastwagen nicht aufgenommen werden. 2. Die zur Montage und Teilfabrikation der unter Ziffer 1 genannten Personenautomobile eingeführten fertigen Chassis- und Karosseriabestandteils werden zum Ansätze des fahrbereiten karossierten Wagens zugelassen. 3. Die Zollrückvergütung kann, pro montierende Firma, auf eine bestimmte Mindest- oder Höchstzahl zu montierender Automobile beschränkt werden. 4. Die Vorschriften über die Beschränkung der Einfuhr bleiben vorbehalten. 5. Dieser Beschluss gilt bis Ende 1939 und tritt an die Stelle des Beschlusses vom 26. Januar 1934. Wie nun in der Zwischenzeit bekannt wurde, ist das Projekt der General Motors der eine Anzahl Marken wie Chevrolet, Buick, Oldsmobile angehören, eine grosse Montageabteilung in der Schweiz aufzunehmen, am weitesten gediehen. Bereits fanden Verhandlungen mit einer Reihe bestehender Fabriken statt, die aber bisher zu keinem Abschluss führten. (Fortsetzung Seite 11.) 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