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E_1935_Zeitung_Nr.011

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AUTOMOBIL-REVUE 1035 -

AUTOMOBIL-REVUE 1035 - N° 11 1935 Rekord Strecke oder Zeit km fliegend 25/7/34 Meile fliegend 25/7/34 10000 Meilen stehend 17-23/7/34 3 Tage 4 „ 5 „ REKORD-LISTE (Aufgestellt im 3. Quartal 1934.) Start Datum Ort Fahrer Marke INTERNATIONALE REKORDE Klasse E (von 1500 bis 2000 eem) Montlhery Mrs G. M. Stewart Derby-Miller u Mrs G. M. Stewart Derby-Miller » C. Marchand, Yacco R. Bodecot, Roealie VII R. Fortin, und M-Lecoenr Streeke oder gefahrene Zeit Mittel Std. Min. Sek. 1/100 km/St. 15" 1359 237.845 24"3588 237.845 144 h. 43'14"09 111.203 8,067 km 474 112.048 10,768 km 637 112.173 13,475 km 005 112.292 16,010 km 352 111.183 Morris, dank ihrer durchgreifenden Organisation und spezialisierten Fabrikation, die grösste Automobil-Fabrik Englands, bringt dieses Jahr ganz hervorragende Tourenwagen auf den Markt, die durch die Verwendung von englischen Stählen eine unerhörte Spitzenleistung zu konkurrenzlosen Preisen darstellen. Das Programm 1935 sieht 5 Chassistypen, jede in drei Karosserieausführungen, vor. 6-7-8-10-13 PS 4 und 6 Zylinder, in der Preislage von Fr. 3600.- bis Fr. 9500.-. Morris Eight, 6 PS, 4 Zylinder, Innenlenker, 4 Plätze, 4 Türen, 90 Std.-km, Brennstoffverbrauch 7 Liter pro 100 km. Fr. 4400.—. Cabriolet, SCHWEIZER KONSTRUKTION,4 Plätze,4 Fenster, Morris Eight-Chassis, komplett, fahrbereit. Fr. 5900.—. Hauptsächlichste Vertretungen in der Schweiz: Basel: Fredy Blaettler, Touring-Garage, St. Albananlage 24 Bern : City-Garage A.-G., Hr. Paris, Direktor, Seilerstrasse 3 Genf: Grand Garage Place Ed. Claparede S. A., Ch. Nigg, Administrator Gland: Grand Garage de Gland S. A. Lausanne : Garage H. Terrier, Aldo Hoffmann, Villamont 1 Supsee : Franz Wyder's Erben, Beim untern Tor Zürich : Joh. Hauser, Kreuz-Garage, Zollikerstrasse 9 Klüse F (von 1100 bis 1500 ee.) 1 im stehend 28/8/34 Brooldands Baymond Mays E.R.A. 26"21 137.352 1 Meile stehend 28/8/34 Brooklands Baymond M*ys E. R. A. 37"47 154.620 Klasse G (von 750 bis 1100 ec.) 1 km stehend 28/8/34 Brookluids H.W. Cook E.R..A. 28"05 128.342 1 Meile „. 23/7/34 ,. B. T. Horten M. G. 43"27 133.895 1 Meile „ 28/8/34 m H.W.Cook E.R.A. 40"49 143.088 Klasse H (von 500 bis 750 ee.) 1 km stehend 1/8/34 Brooklands W. G. Everitt M. G. 32"07 112.254 1 Meile stehend 1/8/34 Brooklands W. G. Everitt M. G. 45"07 128.547 Klasse J (bis 350 ee.) 50 km stehend 27/9/34 Brookknds G. B. Gush Vitewie Speciale 25'22"88 118.197 50 Meilen „ „ „ 40'54"94 117.999 100 km „ „ 50'58"87 117.691 200 Meilen „ 17/8/34 „ Biohards u. Selby „ 3 h. 49'05"81 84.297 500 km „ „ „ Biohards, Selby „ 6 h. 00'61"22 83.136 n.Le Croissette 500 Meilen „ „ 10 h. 21'34"93 77.673 1 Std. „ 27/9/34 „ G. B. Gush „ 117 km 543 117.543 3 Std. „ 17/8/34 „ Richards n. Selby „ 249 km 947 83.316 6 Std. „ „ „ Richards, Selby „ 498 km 696 83.116 u. Le Croissette 12 Std. „ „ „. 828 km 228 69.019 24 Std. n „ „ „ 828 km 228 34.509 Grosser Preis von Pau. Die diesjährige internationale Rennsaison wird bereits in zwei Wochen eröffnet. Immerhin wird der Grosse Preis von Pau am 24. Februar zu einem zahmen Auftakt werden, da an dieser Veranstaltung voraussichtlich mir Einzelfahrer vertreten sein dürften. Die führenden Rennfirmen und -stalle werden erst zwei Monate später zum Kampfe antreten. Die Rundstrecke von Pau führt bekanntlich mitten durch den Pyrenäenort und hat eine Länge von 2,7 km. Sie ist sehr kurvenreich und weist verschiedene srtarke Steigungen und Gefälle auf, so dass sie mit Recht mit der Rundstrecke von Monte Carlo verglichen werden kann. Das Rennen führt insgesamt über 80 Runden, demnach über 221,5 km. Zahlreiche Konkurrenten interessieren sich für die Veranstaltung, doch sehen sich die Organisatoren angesichts der Schwierigkeite.n der Strecke dazu gezwungen, die Zahl der zugelassenen Piloten maximal auf 14 zu begrenzen. Aus der grossen Reihe von Anmeldungen werden deshalb die besten Konkurrenten ausgelesen werden. 24-Stundenrermen von Le Mans. Bis zum 31. Januar haben sich für das 24-Stundenrennen von Le Mans bereits 56 Konkurrenten eingeschrieben. Damit ist die Ziffer der bis zum gleichen Zeitpunkt eingelaufenen Anmeldungen der letzten Jahre weit übertroffen. Die Organisatoren haben bekanntlich die Teilnehmerzahl in diesem Jähr auf 60 beschränkt. In der Liste der Anmeldungen dominieren deutlich die Kleinwagen. Bis jetzt haben sich 27 Engländer, 26,Franzosen und je ein Brasilianer, Holländer und Rumäne eingeschrieben. Die restlichen Meldungen werden noch bis zum 28. Februar entgegengenommen. v Die Ausbildung der französischen Nachwuchsfahrer. Parallel mit den Bemühungen um Bau neuer Rennwagen geht in Frankreich, auch die vermehrte Sorge um die Förderung des Nachwuchsfahrertums. Wie man aus Paris vernimmt, findet dort dieser Tage die konstituierende Sitzung einer Vereinigung von Nachwuchsfahrern statt. Nachdem Statutenproiekt haben die Mitglieder eine Einzahlung in bestimmter Höhe zu machen, mit dem die Unterhaltskosten des zur Verfügung gestellten Wagenmaterials, der Brennstoffe usw. bestritten werden sollen. Unter der Leitung von Robert Benoist werden die Fahrer einer Prüfung unterzogen, nach deren Ergebnissen sich die Entscheidung richtet, ob den Aspiranten ein Rennwagen in die Hände gegeben werden darf. Der Nachwuchs soll mit seinen «Leistungen dann das Interesse der Konstrukteure auf sich ziehen. Die Vereinigung wird nur für ranzösische Staatsangehörige offen sein. Die Versuchsfahrten sollen alle in Montlhery vor sich gehen. Die Rennpläne Ton Madame Stewart Die bekannte englische Rennfahrerin Mme Stewart, die sich bis jetzt vor allem auf Rekordfahrten spezialisiert hatte, wird dieses Jahr auch an Automobilrennen teilnehmen. Sie lässt sich gegenwärtig eine 1500-ccm- Spezialmaschine bauen und wird mit dieser nach ihrem Plan den Grossen Preis der Schweiz, den Grand Prix der Picardie und das Avusrennen bestreiten. So bekommt man also unter Umständen In der Schweiz I dieses Jahr auch die % schnellste Frau der iWelt» persönlich zu Gesicht Um den Ausbau des Autodroms von Monza. In Italien ist ein Komitee von Fachleuten gebildet worden, das den gegenwärtigen Zustand der Monzabahn genau zu studieren hat und die Frage prüfen wird, ob auf der jetzigen Bahn noch weitere Rennen stattfinden können, und in welcher Weise ein eventueller Ausbau durchzuführen ist. Riesenrennen in Russland. In Russland wird dieses Jahr ein gewaltiges Automobilrennen zur Durchführung kommen, dass den Anspruch darauf erheben kann, über die längste Strecke zu führen. Es handelt sich um ein 11.000 km langes Rennen, das Minimal-Stundenmittel zwischen 55 und 60 km/St, vorschreibt. Auf bestimmten Streckenabschnitten steigt die vorgeschriebene Minimalgeschwindigkeit bis auf 100 km/St, an. Das Rennen soll im Juni beginnen und wird — zwei Monate dauern. Die Riesenveransfaltung wird über folgende Strecke führen: Moskau - Gorki-Samara-Orenburg-Aktubinsk- Irghis-Turkestan-Alma-Ata-Moskau. Im Augenblicke kann die Echtheit dieser Meldung selbstverständlich nicht nachgeprüft werden. Das gleiche gilt auch von dem andern Plan, in diesem Jahre eine grosse Tourenprüfungsfahrt von. Wien nach Moskau durchzuführen. Auch dieser Anlass soll im grössten Stile aufgezogen werden und sowohl für Motorräder, wie Automobile offen sein. Für die westlichen Staaten Europas würde Wien als Startort und für die östlicheren Warschau gelten. Automobilrennen im Wiener Prater ? In Wien bestand bekanntlich jahrelang der Plan, auf der Ringstrasse ein Automobil-Rundstreckenrennen durchzuführen. Die Behörden scheinen jedoch prinzipiell nicht gewillt zu sein, die Zustimmung zu erteilen. Nun ist in letzter Zeit das Projekt aufgetaucht, im Wiener Prater ein grosses Rundstreckenrennen aufzuziehen. Als Rennstrecke käme die aus der schnurgeraden « Hauptallee » und der gewundenen « Rustenschacher-Allee » gebildete Strecke in Frage. Dem Plane stellen sich naturgemäss weniger Hindernisse in den Weg, so dass die Verwirklichung eher möglich erscheint L Rundstreckenrennen von Trlest Die Stadt Triest, die in früheren Jahren jeweils mit grossem Erfolg das Bergrennen Triest- Opicina organisierte, ist nun von dieser Veranstaltung abgekommen und wird am 23. Juni erstmals ein grosses Rundstreckenrennen zur Durchführung bringen. Die Konkurrenz findet im Rahmen des «Giugno Triestino» statt, und für den Besuch haben die italienischen Bahnen eine Ermässigung von 70% bewilligt. Das Rennen führt über eine 28,5 km lange Strecke, demnach insgesamt über 285 km. Gefährliches Training. Bei einer Probefahrt auf dem Eis des Titisees brach kürzlich der Bugatti des Rennfahrers Zimber durch das Eis und versank. Zimber und sein Mitfahrer Paprzycki wurden nach einem kurzen eisigen Bad aus dem Wasser gezogen. Still ruhte der Bugatti auf dem Grunde des Sees. Aber nicht lange. Noch am selben Tage förderte die Feuerwehr den Wagen wieder zutage. Er wurde vollkommen auseinandergenommen, damit er an dem Titisee- Eisrenoen wieder starten kann.

N» 11 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 5 Teilzahlung der Motorfahrzeug Steuer Fortsetzung von Seit« 2. zu berappen. Wenn dies nicht der Fall sei, so könne man ja auf Schusters Rappen reisen, wie es M. le bureau auch mache! Eher einer Anzahl von Steuerzahlern das Leben noch schwerer machen und lieber einen grösseren Posten von Fahrzeugabmeldungen (mit entsprechendem Einnahmenausfall) auf Jahresende entgegennehmen, als vom Schema F auch nur fingerbreit abzuweichen. Doch halt! Gar so schlimm steht es scheinbar doch nicht mehr! Aus dem Kanton Aargau kommt die Kunde, dass das Amt für Automobilwesen und Handelspolizei mit Wirkung ab 1. Februar nunmehr auch Teilzahlungen in der Höhe der Halbjahressteuer entgegennehme. Wird in zwei Raten bezahlt, so erfolgt ein Zuschlag von 5% auf die ganze Gebühr, die anlässlich der Entrichtung der ersten Steuerhälfte zu begleichen ist Diese Verteuerung wird man in Kauf nehmen müssen, indem der Verwaltung doch eine gewisse Mehrarbeit entsteht. Ob sie nicht mit einem geringeren Zuschlag auch noch reichlich entschädigt bliebe, sei vorläufig dahingestellt. Die Hauptsache ist, dass endlich einmal wieder eine Instanz den Anschluss an die Verhältnisse in der Praxis gefunden hat und ihnen Rechnung zu tragen gewillt ist. Die Mitteilung wird den Aargauer Fahrzeughaltern gewiss willkommen sein. Das Bedauerliche ist nur, dass es sich eben wieder um eine rein kantonale Regelung handelt, von der alle übrigen Eidgenossen ausserhalb der schwarzblauen Grenzpfähle nicht zu profitieren vermögen. Da zudem meistens mehr Bereitwilligkeit besteht, ein schlechtes Beispiel (etwa die Erhöhung von Steuern) nachzuahmen, so ist kaum anzunehmen, dass nun die übrigen Stände in den nächsten Wochen mit ähnlichen Erlassen folgen werden. Dennoch darf man sich schon darüber freuen, dass mit der starren Vorschrift, die Abgabe sei für das ganze Kalenderjahr zu berechnen, wenigstens an einem Ort einmal abgefahren wird. Vielleicht beginnt es auch rund um den Aargau gelegentlich zu dämmern. Das Verlangen nach Ratenzahlungen ist gewjss nicht unbillig. Der Staat kommt dabei auch gar nicht zu kurz. Im Gegenteil wird doch mancher sein Fahrzeug ein Vierteljahr länger im Verkehr behalten, wenn er eben die Möglichkeit hat, schon nach Einzahlung eines geringeren Betrages mit der Inbetriebnahme zu beginnen. "Finanziell schafft sich also nur der Fiskus einen Vorteil. Der Steuerzahler aber hat wenigstens das befriedigende Gefühl, dass sich auch der Staat den Schwierigkeiten nicht verschliesst, die entstehen, wenn der Bürger allen seinen Verpflichtungen nachkommen muss, und ihnen das nötige Verständnis entgegenbringt. Soviel Dienst am Kunden darf gewiss von ihm erwartet werden, um so mehr, als er ihn nichts kostet ß Dislxusslonsedie Nochmals: « Gegen die Auswüchse im Strassenverkehr,» Unter « Zürcher Notizen » wurde in Nr. 9 vom l. Februar 1935 der « Automobil-Revue » ein Bericht über eine Aussprache der Liga der Verkehrsinteressenten des Kantons Zürich mit Herrn Regierungsrat Pfister in Zürich veröffentlicht Die Ausführungen des Berichterstatters müssen in verschiedener Beziehung richtiggestellt werden. Das Projekt von Verkehrserziehungstagen wurde vom Präsidenten der Sektion Zürich des T. C.S. dem Regierungsrat unterbreitet indem derselbe darauf hinwies, dass der Regierungsrat die Dringlichkeit einer Verkehrssanierung daraus ersehen könne, dass bereits ein umfangreiches Programm für Verkehrstage auf dem Gebiete der ganzen Schweiz ausgear« beitet wurde, welches zur Beschlussfassung im Zentralsitz in Genf vorliege (und in der Zwischenzeit auch beschlossen wurde). Herr Regierungsrat Pfister begrüsste diesen Vor* schlag und anerbot sich, denselben einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Die Liga, resp. der Sprecher des A. C. S. Zürich, hat dem Regierungsrat keine positiven Vorschläge für die Verkehrssanierung gemacht, sondern in mehr polemischer Form Kritik an den bestehenden Verhältnissen geübt Dass die Liga eine Verkehrswoche durchzuführen beabsichtige, wurde nicht gesagt Längere Zeit vor der erwähnten Sitzung hat die Sektion Zürich des T. C. S. durch einen Vertrauensmann beim A. C. S. Zürich sondiert, ob eventuell eine Zusammenarbeit beider Clubs für eine Verkehrsaktion möglich wäre. Leider war der Bescheid negativ, und der T. C. S. durfte deshalb eine Verkehrsaktion als seine eigene Sache betrachten. Dass plötzlich ein Projekt A. C.S. Zürich auftaucht, dürfte lediglich auf die Sondierungen des T. C. S. zurückzuführen sein. * Die Autosektion Zürich des T.C. S. lehnt heute die Zusammenarbeit mit der Liga für Verkehrserziehungstage auf dem Gebiete des Kantons Zürich ab. Sie beschloss, im Auf. trage des Zentralsitzes, in den Städten Zürich und Winterthur T. C. S.-Verkehrserziehungstage auf breitester Basis durchzuführen, wozu Herr Regierungsrat Pfister das Protektorat übernommen hat und seine tatkräftige Mitarbeit zusagte. Die Mitarbeit von städtischen Behörden, des Verkehrsvereins Zürich und andern Verbänden ist ebenfalls zugesichert. Das Ehrenpräsidium übernimmt Herr Dr. Henneberg, Zentralpräsident des T.C.S. Die T. C. S.-Verkehrserziehungstage finden im Monat April 1935 statt Autosektion Zürich des T. C. S. Ni«»il £z«n Die « starke Zunahme » der Verkehrsunfälle. wie -sie kurzerhand verallgemeinert wird, trifft auf alle Fälle für die Stadt Basel nicht zu. Dort hat allerdings der Motorfahrzeugbestand eine Zunahme erfahren, die Zahl der Verkehrsunfälle dagegen ging auf dem gesamten Kantonsgebiet um rund 40 auf 1074 zurück. Es ist freilich an diesen noch zuviel, aber man darf mit der absteigenden Bewegung der Unfallkurve unbedingt zufrieden sein. Basel war bekanntlich die erste Stadt in der Schweiz, welche das Signalverbot zur Nachtzeit eingeführt hat, das nunmehr eidgenössisch geordnet ist. Offenbar hat das Signalisieren nicht viel mit Verkehrssicherheit zu tun und es wäre daher nicht uninteressant, auf dem eingeschlagenen Wege weiterzugehen und ähnlich wie in Italien ein durchgehendes Hupverbot einzuführen. Baselstadt ist jedenfalls ein schlagender Gegenbeweis für die Behauptung, mit der «Freigabe » der Geschwindigkeiten habe automatisch auch die Unfallhäufigkeit zugenommen. — Bravo Basel! Dem Strolchenfahrer wird das Handwerk gelegt. Das Basler Strafgericht fackelt nicht lange mit gewohnheitsmässigen Uebe!tätern. Kam ihm da kürzlich ein Dieb vor das Forum, der sich des wiederholten rechtswidrigen Gebrauches von Motorfahrzeugen schuldig gemacht hatte. Um dem Burschen einmal das Klauen e.twas gründlicher abzugewöhnen, wurde er gleich für ein Jahr hinter schwedische Gardinen gesteckt. Hoffentlich erhält er bald, und auf lange Dauer, die Gesellschaft der noch frei herumlaufenden Zunftgenossen! AKTUELLES Die Benzineinfuhr nach der Schweiz ist mengenmässig im Jahre 1934 neuerdings angestiegen und bezifferte sich auf 2,185 Mill. Doppelzentner gegen 1,954 Mill. Doppelzentner 1933. Obwohl das Quantum also nicht unwesentliche zugenommen hat ging der Einfuhrwert dennoch zurück und belief sich auf 23,15 Mill. fr., während er 1933 noch 23,815 MJ1L Fr. betrug. Diese Unterlagen beleuchten die aussergewöhnlichen Preisverhältnlsse, welche der schweizerische Benzinmarkt aufwies. Für den Fiskus ist die vermehrte Einfuhr auf alle Fälle ein Geschäft, da der Zoll )a auf dem Gewicht und nicht auf dem Wert basiert Eisenbahn und Auto. In Paris ist der Sonderansschuss « Eisenbahn und Auto » der Internationalen Handelskammer zusammengetreten. Den Vorsjtj führte Professor Dr. Otto Most au» Dutsburg- Ruhrort Die TagrunR führte «um trstenmal Vertreter der Eisenbahna», des Autoverkehrs und der Verfrachter auf internationalem Boden zusammen, um auf Grund eingehender Vorarbeiten die Frage « EUimbahn und Auto» zu läsen. Der Sonderausschuss hatte Gelegenheit, den Standpunkt der beiden Verkehr«mittel und ihre Einstellung «u den Problemen der Staatsintervention, der Verkehrsregelung und der Tarife kennen zu lernen. Diese Beratungen werden als Diskussionsbasis für die Behandlung der gleichen Fraite auf dem 8. Koneress der Internationalen Handelskammer dienen, der Ende Juni in Paris stattfinden wird. Der Kongress wird auf Grund der vom Sonderausschuss gemachten Darstellung zu dieser Frage Stellung nehmen und Beschlüsse fnssen, mit deren Hilfe diese Probleme einer für alle Interessenten befriedigenden Lösung augeführt wprden können. Letzte Sportnachrichten Ausfall des TItlsee-Eisrennens ! Wie wir kurz vor Redaktionsschluss erfahren, muss das Titisee-Eisrennen vom Sonntag wegen des in der ersten Wochenhälfte aufgetretenen Tauwetters abgesagt werden. Hingegen werden sowohl die Deutschlandfahrt wie auch die Hochleistungsprüfung programmgemäss durchgeführt. Für die Deutschlandfahrt haben sich 65 Konkurrenten gemeldet, die sich wie folgt verteilen: 9 Wagen bis 1100 cem, 4 Wagen bis 1500 cem, und 19 Wagen über 1500 cem; ferner 33 Motorräder und Seitenwagen. An bekannteren Fahrern seien genannt: der Berliner Fiat-Fahrer Bigalke der Rennfahrer Simons (Hansa). Karl von Guiüaume (Opel). Engesser (Opel). Gutknecht (Opel),"Von Krohn (Opel), Butenuth (Hanoma?), Ma'or Sander (Wanderer). PaüJ von Guillaume (Adler), Frau Lotte Bahr (Adler), Hasse (Adler) usw. Auch die Rundstrecken-Hochleistungsprüfungsfahrt wird genau nach der Ausschreibung am Samstag auf einer Rundstrecke von 33 km Länge durch die Strassen von Neustadt im Schwarzwald durchgeführt. De\age De SoW Dodge Essex Der Winter hält an und damit auch die Schwierigkeiten beim Anfahren, die so manchen Automobilisten in den Harnisch bringen. Fast immer muss zu allen möglichen Hilfsmitteln gegriffen werden, bis endlich — mit entsprechender Verzögerung — abgefahren werden kann. Sie brauchen nicht das Opfer dieser winterlichen Kälte zu werden 1 Lassen Sie Ihren Wagen ruhig stehen, so lange es nötig ist. Wenn Sie den Motor wieder in Gang bringen wollen, setzen Sie sich einfach ans , Lenkrad, schalten ein, drücken auf den Anlasser * . . und fahren ohne weiteres weg. Ihr Motor wird Sie nie im Stiche lassen, auch wenn er seine normale Arbeitstemperatur noch nicht erreicht hat, und Sie können augenblicklich manöverieren, um die Strasse zu gewinnen, vorausgesetzt, dass er mit einem -Vergaser mit Starter (Typ BF) Montage ausgerüstet ist. überall auf alle Motoren. Generalagentur für die Schweiz: Henri Bachmann Genf Zürich 12b. rue de l'Höpital S.ruedeFribourj Löwenstrasse 31 Tel. 48 42 Tel. 25.641 Tel. 58.824 4B.43 SB.825 4B.44