Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1935_Zeitung_Nr.086

E_1935_Zeitung_Nr.086

6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N° 86 SCHWEIZER WOCHE SCHWEIZER ARBEIT Aktiengesellschaft ADOLPH SAURER Basel Morges Zürich Hobelkasten bis 4 Wochen iefert Ihnen als Spezialität innert drei A. WYSS, Karosserie, WET*IKON Katalog auf Anfrage Beschläge für alle Fahrzeuge Geschmiedete Teile nach Muster oder Zeichnung PAUL KOENIG - ARBON vorm. Fuchs & Co. - Telephon 104 Nur DEWI muss der rQhrige Fahrer hilflos in der Patsche gesessen haben, und er zieht daraus die Lehre, dass ein zuverlässiges, bequemes und billiges (Patent.) ein unentbehrliches Autozubehörteil für jeden seriösen und sichern Autler ist. Gewicht 2 kg, Länge 7,5 m. Bruchfestigkeit 3000 kg. Preis Fr. 12.50. Versand gegen Nachnahme od.Voreinzahlung auf Postcheckkonto Vlllb587 DENZLER Neumarto 19 Telephon 26.593 Winterthur WIRZKIPPEH 100% Schweizerarbeit Gewähr für grösste Zuverlässigkeit und Leistung Für jeden Wagen, neu oder gebraucht E. WIRZ, Kipperfabrik UETIKON a. See Elektro-Sanitär A.-G. St. Gallen Beatusstrasse 3 CARS ALPINS- UND OMNIBUS- KAROSSERIEN patentierter Konstruktion, Leichtmetall- Ausf flh r ung: Eigengewicht 1000 kg Nutzlast 4000 kg Verlangen Sie Offerte und Referenzen Joh. Knupp, St. Gallen-W KONSTRUKTIONS NS-WERKSTÄTTE Telephon 626 Akt.-Ges. R. & E. HUBER, Pfäffikon (Zeh.) vorteilhaft von KAROSSERIEWERKE SEITZ & CO., KREUZUNGEN

N° 86 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE •überlegenen Geräumigkeit und niedrigen Bauart viel Interesse. Die hohe Preisklasse, der sie hier auf Grund des Einfuhrzolles angehören, bringt sie aber in eine heikle Lage. Immerhin sind die Fahrzeuge von Renault und Citroen die hauptsächlichsten kontinen talen Wagen, die in England Aussicht auf erheblichen Absatz besitzen. Die Firma Hotchkiss, die in ihrem Direktorium mit englischem Blut durchsetzt ist, war mit ungewöhnlich grossem Aufgebot anwesend. Auch auf den Ständen der Karossiers, und nicht nur unter den französischen, sieht man viele Hotchkiss-Wagen. Die langen, ausnehmend tiefen Chassis eignen sich ausgezeichnet für wirkungsvolle Aufbauten. Es verdient vielleicht an dieser Stelle angeführt zu werden, dass einer der bekanntesten englischen Fachjournalisten in seiner Würdigung der Karosserieschönheiten einem Hotchkiss-Wagen die Siegespalme zusprach. Schon bei Anlass des ersten Berichtes wurde auf den. hohen Qualitätsstandard des englischen Produktes hingewiesen. Dieses trifft auch in ganz ausgesprochener Weise für den Karosseriebau zu. Zugegeben, dass das kostbare Leder, welches die Engländer bekanntlich als Polsterbezug mit Vorliebe gebrauchen, diesen Eindruck unterstreicht, indessen mag man nur vergleichsweise einige der volkstümlichen Ausländer heranziehen, um den tatsächlichen Unterschied in der Fertigungsstufe festzustellen. Anderseits ist der Engländer in vielen Dingen von einer bewundernswerten Primitivität. Er begnügt sich noch heute mit einem Koffer, der lediglich dazu dient, das Reserverad aufzunehmen, während die eigentlichen Gepäck- Stücke, zusammen verriemt, auf dem aufgeklappten Deckel ihren Platz finden. Bei moderneren und kostspieligeren Fahrzeugen scheint die Mode aufzukommen, das Reservefad flach unterhalb des Kofferraumes einzuschieben. Natürlich geht bei diesem Verfahren viel Platz verloren, aber der Engländer lehnt den langen Ueberhang ab und nimmt diese Beschränkung auf die Gefahr hin in Kauf, dass er seine schönen Ledertaschen, auf dem aufgeklappten Deckel ruhend, der schlechten Witterung aussetzen muss. Für die praktische Seite des Fahrens hat anderseits der Engländer seit jeher eine besondere Schwäche gehabt. Kleine Annehmlichkeiten, die das Leben erleichtern, stehen in hoher Gunst. Dazu sind in erster Linie ißa-auf-fast-allein Wagen anzutreffenden, festr eingebauten Wagenheber zu zählen. Viele Zylinderkopfpärtie* eines Studebaker-Wagens mit automatischem Zündzeitpunktversteller und thermostatisch geregeltem Vergaser. Die Dubonnet-Vorderradfederung der Chevrolet- Wagen. Firmen, darunter auch Morris, scheuen nicht die grosse Aufgabe des Einbaus von vier hydraulischen Hebern, die vom Führersitz aus betätigt werden können. Andere haben sich dem mechanischen Heber verschrieben, der in >drei Einheiten mitgeschleppt wird. In allen Fällen ist für eine leichte Hubarbeit bei Reifenwechsel oder Wagenwaschen gesorgt. Mit einem Male ist auch das Mitleid für den armen Wagenwascher erwacht, dem die Drahtspeichenräder soviel Kopfschmerzen bereiteten. (Oder wäscht gar der englische Automobilist seinen Wagetl selbst?) Jedenfalls sind die Speichenräder im Aussterben begriffen. An, ihre Stelle treten gepresste Blechräder, wie wir sie von den Meccano- Unterbringung des Reserverades im Heck eines Aston-Martin-Zweiplätzers. Besöndera übersichtliche Anordnung der Bord- * instrumente beim Daimler-Wagen. Baukästen kennen und die sich ganz örheblich besser reinigen lassen. Auch im Innenraum der Karosserie treten einige neue Tendenzen zum Vorschein. Unter den Senkkästen im Wagenboden hat man in den vorigen Jahren genug gelitten. Fussfreiheit ist Trumpf. Trotzdem sind nur wenige englische Wagen mit völlig ebenem Boden vorhanden. Die über dem Rahmen geführte Kardanwelle erzwingt noch den mittleren Tunnel, der aber nicht allzu störend wirkt. Hauptsache, dass der Einstieg nicht durch den Rahmenträger überhöht wird, dann, ist schon viel gewonnen. Auf den'an s]cji naheliegenden Gedanken der versenkten Kardanwelle durch schräggestellten Motor, nt 1321*1 Die Betätigungspumpe der hydraulischen Wagenheber von Austin. Dieser ungewöhnliche TJebergang des Daches in die Seitenwände zeigte eine Brougham-Karosserie aa einem Bentley-Wagen. wie ihn die Franzosen praktizieren, ist man hier noch nicht gekommen. Die Böden englischer Wagen sind denn auch weder so niedrig, noch so glatt wie die der modernen französischen Konstruktionen. Auf diesem Gebiete besitzen die Franzosen einen klaren Vorsprung! Hingegen ist die nach Länge und Neigung veränderliche Steuersäule meines Wissens eine englische Erfindung. Wie denn überhaupt der Engländer seit jeher auf ein schön , und gut geformtes Lenkrad grossen Wert legt. «Eine andere Kleinigkeit, wohl wert der Anführung, ist der Klapptisch in der Rückenlehne der vorderen Sitzbank. Standard hat Die freisinnig-demokratische Partei ist diejenige Partei, die von jeher das grösste Verständnis für jedwelchen Fortschritt auf dem Gebiete der Technik und des Verkehrs gezeigt hat. Nur dank ihrer Einstellung hat sich der Automobilismus zu seinem heutigen hohen Stand entwickeln können. STIMMT DESHALB FREISINNIG! Die Liste der bernischen freisinnig-demokratischen Partei enthält folgende Namen: Graf Otto, Lehrersekretär, Bern (bish.) T. Almen Fritz, Hotelier, Trümmelbach-Scheidegg Bärtschi Ernst, Dr. phil., städt. Schuldirektor, Bern Berger Franz, Kaufmann, Langnau Born Hans, Bankprokurist, Bern Egger Walter, Dr. iur., Red., Bern Feller Albert, Direktor, Laupen Flückiger Hermann, Notar, Biel Hämmerli Fritz, Dir., Langenthal Kasser Walter, Schulinspekt., Spiez Eunz Paul, Redaktor, Thun Lohner Erich, Jugendänw., Thun Müller Hans, Ing., Aärbjerg Baallaub Friedrich, städtischer Finanzdirektor, Bern Schneiter EmiV Fabrikant, Enggistein-bei Worb Steinmann Ernst/ Dr, iur., Schweiz. Parteisekr., Bern Stucki Robert, Dr. med., Arzt, Meiringen Stucki..Walter, Dr. rer. pol., Vorsteher Minister der Handelsabteilung des Eid. Volkswirtschaftsdepartementes, Bern Studer Ernst* Bauunternehmer, Burgdorf v. Waldkirch, Eduard, Professor, Dr. iur., Bern -hätten wir doch GLYSPNTIN eingefüllt!