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E_1936_Zeitung_Nr.002

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JCiwnte die Jlsychotedwik hetfeft? Fortsetzung von Seife 1. Verkehrssicherheit überhaupt keine Fahrbewilligung erhalten sollten. Die Ausscheidung einer relativ geringen Zahl von Fahrern würde, wie wir oben gesehen haben, von selbst zu einer wesentlichen Verringerung der Unfälle führen. Die Prämien für die verbleibenden Fahrer könnten dadurch reduziert werden. Auf der andern Seite steht (nach H. D.) die Kategorie der Fahrer mit geringer Prämie, bei denen also die freiwillige psychotechnische Prüfung nichts Bedenkliches gezeigt hat, für welche also die Wahrscheinlichkeit, dass sie Unfälle verursachen, gering (aber nicht Null) ist. Zwischen diesen beiden Kategorien steht diejenige der Fahrer mit höherer Prämie, die also auf Grund ihrer Veranlagung eine höhere Unfall-Wahrscheinlichkeit erwarten lassen, ohne dass es gerechtfertigt wäre, ihnen die Fahrbewilligung überhaupt nicht zu erteilen. Diese mittlere Kategorie setzt sich aus drei Gruppen zusammen: 1. Aus solchen Fahrern, bei denen die Motorfahrzeugkontrollen Bedenken hatten, bei denen sich aber auf Grund der psychotechnischen Prüfung eine Verweigerung der Fahrbewilligung nicht rechtfertigte. 2. Aus solchen, die sich freiwillig untersuchen Hessen, die aber auf Grund der Untersuchung nicht der «billigen» Kategorie zugewiesen werden konnten. 3. Aus solchen, die eine Untersuchung scheuten, also offenbar selber Zweifel in ihre Eignung setzten. Die Erfassung der beiden letztgenannten Kategorien ist etwas schwieriger, als diejenige der eigentlichen Unfäller. Das liegt aber weniger an der Prüfmethode als an der Natur der Aufgabe selber: die event. bestehenden negativen Merkmale dieser beiden Kategorien sind weniger ausgeprägt vorhanden, und da jeder Unfall nicht nur von der Veranlagung des Fahrers, sondern auch von der zufälligen Konstellation äusserer Umstände abhängt, so ist es begreiflich, dass bei geringer Unfall-Affinität der Zufall eine grössere Rolle spielt und zudem durch bewusste Vorsicht ein Unfall vermieden werden kann. Es handelt sich bei diesen Prognosen eben immer nur um Wahrscheinlichkeits-Angaben. Das trifft aber im Bereich der Versicherung auch sonst zu, so bei der «Lebenserwartung» der Lebensversicherung. Einzelfehler werden durch die grosse Zahl ausgeglichen. Soweit übrigens gelegentliche Fehlurteile an Unzulänglichkeiten der Methode liegen, so wird mit wachsender Erfahrung die Treffsicherheit immer grösser werden, namentlich wenn der Psychotechniker auch Kontroll-Untersuchungen an Unfällern, die durch die Praxis als solche ausgewiesen sind, vornehmen kann und auch als Experte bei Unfällen, zur Analyse der Unfallsituation zugezogen wird. Nach dieser Einschränkung ist der Deutlichkeit halber zu betonen, dass die Treffsicherheit der Psychotechnik heute schon praktisch durchaus genügend äst und dass gelegentliche Fehlurteile leicht korrigiert werden können, wie ich nachstehend zeige. Praktische Auswirkungen. Ich betrachte der Kürze wegen nur die Aus- Wirkung, welche eine Zuweisung zur mittleren Kategorie haben kann: 1. Eine gewisse Anzahl Fahrer dieser Kategorie würde freiwillig auf das Lenken eines Automobils verzichten, im Bewusstsein des erhöhten Risikos (und der höheren Prämie). 2. Eine zweite Gruppe würde sich, auf gewisse Mängel aufmerksam gemacht, besonders zusammennehmen (z. B. nicht bei Nacht oder nicht in der Stadt fahren). Sie würde so Unfälle vermeiden, indem sie für sie" gefährlichen Situationen aus dem Wege gehen würde. (Wenn diese Leute sich also praktisch als «Nicht-Unfäller» erweisen, so ist das nicht ein Fehlurteil, sondern als positive Wirkung der Aufklärung durch den Psychotechniker zu werten.) 3. Eine dritte Gruppe könnte sich ihrer Veranlagung nach praktisch als besser erweisen, als der Psychotechniker voraussah. Aber solche Fehlurteile könnten leicht korrigiert werden, indem man diese Gruppe (wie auch die Gruppe 2) nach einer gewissen «Bewährungsfrist in die nächste Kategorie mit geringerer Prämienhöhe aufrücken Iässt und ihr eventuell auch eine gewisse Rückvergütung gewährt. 4. Eine vierte Gruppe könnte mehr Unfälle verursachen, als der Psychotechniker voraussah. Da Bunte Landstrassen. In England stellt man zur Zeit Versuche an, um diejenige Farbe zu ermitteln, die des Nachts auf den Landstrassen die beste Sicht bietet. In Sheffield wurde eine Strasse auf 800 Meter mit rosa Felssplittern und hellem Kiesel belegt, der bei den photometrischen Prüfungen sich als ausserordentlich leuchtkräftig erwies. Kunstharz für den Kühlerbau. Kürzlich kam ein neues deutsches Patent heraus, das «ein Verfahren zum Zusammenfügen von Kühlerröhrchen aus Reinaluminium oder Aluminiumlegierungen zu Kühlerblöcken für Kraft- und Luftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelteile mittels geeigneter Kunstharze, hergestellt aus Phenolen, Formaldehyd und geeigneten Zusätzen verbunden sind», schützt. Was es nicht alles gibt! Erfolg mit Holzpflasterstrassen. Im deutschen Bezirke Harburg sind bereits gute Erfahrungen mit Holzpflasterstrassen gemacht worden. Zur Zeit wird eine weitere solche Strasse angelegt. Das dazu verwendete Holz wird in Klötze geschnitten, die mit geringen Zwischenräumen in den Strassen* grund eingesetzt werden. Die Hohlräume werden mit Steinsplitt und Basaltmehl ausgefüllt! Die ganze Oberfläche wird dann mit einem besonderen Teerpräparat übergössen. Aus dem Bundesgericht Missachtete Fahrregeln. Gemäss Art. 25 M.F. G. muss der Führer eines Motorfahrzeuges sein Fahrzeug ständig beherrschen und die Geschwindigkeit den gegebenen Strassen- und Verkehrsverhältnissen anpassen; wo sein Fahrzeug Anlass zu Verkehrsstörung bieten kann, hat er den Lauf zu massigen und nötigenfalls anzuhalten. Diese Grundregel, die in Art. 42 der Verordnung noch wiederholt wird, gilt nicht zuletzt auch an der Tankstelle. Am 17. Juni 1935 verursachte die Fahrlässigkeit eines Automobilisten bei einer Tankstelle unterhalb Neu- Frankendorf auf der Strecke Liestal-Basel einen schweren Unfall. Nach dem Tanken wollte der Fahrer R. mit seinem Wagen die Richtung nach Basel einschlagen und querte AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 7. JANUAR 1936 — N ( 2 die ganze mittlere Kategorie, bzw. deren Unfallakten nach dem Vorschlag H.D. im Interesse der Verkehrssicherheit ständig zu überwachen wäre, könnten diese Fahrer noch nachträglich, nach einer psychotechnischen Nachprüfung, aus dem Verkehr genommen werden. (Eine Nachprüfung ist zweckmässig, einmal zur Bereicherung der Erfahrung, vor allem aber, um Leute, die nur zufällig mehrere Unfälle hatten, nicht zu benachteiligen.) Ich fasse zusammen: die Psychotechnik ist bereit und in der Lage, sofort an der Verwirklichung des Vorschlags H. D. mitzuarbeiten. Das Wort haben nun die beteiligten Kreise, vor allem die Motorfahrzeuglenker und die Versicherungsgesellschaften. Dipl.-Ing. Paul Silberer, Psychotechnisches Institut, Zürich. istischer Mit 180 Stundenkilometern in die Kurven! Nach baufachmännischem Urteil sind die Kurven der deutschen Autobahnen so angelegt, dass sie mit Geschwindigkeiten von 150 bis 180 km/St, genommen werden können! Die Sanktionen machen sich in der Autoindustrie fühlbar. Die Automobilfabrik Bugatti in Molsheim soll eine grosse Anzahl Arbeiter entlassen haben, weil grössere Aufträge, die von der italienischen Regierung erteilt worden waren, auf Grund der Sanktionsbestimmungen nicht mehr ausgeführt werden können. zu diesem Zwecke die Strasse von links nach rechts, ohne sich vorher umzusehen, ob andere Fahrzeuge in der Nähe seien. Er geriet auf diese Weise dicht vor einen mit etwa 50 km herannahmenden Lieferungswagen, dessen Führer den Zusammenstoss durch scharfes Abschwenken nach links vermied, dabei aber mit einem von Basel herkommenden Auto zusammenprallte. Das letztgenannte Auto ging in Flammen auf, und einer seiner Insassen starb an seinen Verletzungen. Während das korrektioneile Gericht Baselland sowohl R. als den Führer des Lieferungswagens schuldig erklärte, hat das Obergericht Baselland nur den R. verurteilt, der zugleich wegen eines Vermögensdeliktes verurteilt war und nun wegen fahrlässiger Körperverletzung und Widerhandlung gegen das M. F. G. eine Zusatzstrafe von zwei Monaten Gefängnis erhielt. Die von R. eingereichte Kassationsbeschwerde ist am 23. Dezember vom bundesgerichtlichen Kassationshof abge- Die A.=&. im Urteil de% £ese* Herr Ins. T. in Z. schreibt uns: «Ich freue mich immer über Ihre guten Artikel, in denen Sie offen von der Leber weg reden. Die Situation im Autogewerbe verschlimmert sich tatsächlich von Woche zu Woche und es ist nicht übertrieben, wenn man sie als « katastrophal > bezeichnet.» lehnt worden, so weit sie sich gegen die Verurteilung gegen Verletzung des M. F. G. richtete; die gestützt auf kantonales Straf recht erfolgte Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung war vom Bundesgericht nicht zu überprüfen. Wenn R. von der Tankstelle weg ohne jede Vorsicht über die Strasse und in die Fahrbahn eines korrekt seine rechte Strassenseite einhaltenden Fahrzeuges fuhr, beging er damit den denkbar schwersten Verstoss gegen die oben erwähnte Grundregel. Wenn ein Fahrzeug bei einem Unfälle beteiligt ist, soll sein Führer gemäss Art. 36 M. F. G. sofort anhalten, Verletzten seinen Beistand anbieten, der nächsten Polizeistelle Meldung machen, seinen Wohnort und Aufenthaltsort angeben; R. hat auch diese Vorschriften verletzt, indem er nach dem von ihm verursachten und wahrgenommenen Unfall davonfuhr. Er hat aber auch gegen Art. 5 gehandelt, wonach nur derjenige ein Motorfahrzeug im Verkehr führen darf, der im Besitz eines Führerausweises ist. Sein Ausweis war ihm nämlich kurz vorher wegen einer Widerhandlung weggenommen worden! Nach Art. 27 M. F. G. muss bei Strassenkreuzungen einem gleichzeitig von rechts kommenden Motorfahrzeug der Vortritt gelassen werden, soweit der von links kommende Fahrer nicht eine als solche gekennzeichnete Hauptstrasse benutzt. Er muss also auch dann zur Einräumung des Vortrittes bereit sein, wenn nur eine schmale Seitenstrasse Grossbritanniens Motorfahrzeugproduktion. Vom 1. Oktober 1934 bis 30. September 1935von rechts einmündet. Aber nicht jedes Gässchen ist eine Seitenstrasse, wie in einem bun- sind in Grossbritannien 311544 Personenwagen gebaut worden. Im Vergleich zum desgerichtlichen Urteil vom 23. Dezember Vorjahre, das eine Gesamtproduktion von festgestellt wurde. 256 866 Einheiten aufzuweisen hatte, ergibt Beim Durchfahren durch ein Dorf überfuhr sich somit eine Produktionszunahme von 21 ein Automobilist einen Knaben, der von rechts Prozent. Die britische Lastautoproduktion her im letzten Augenblick quer über die erhöhte sich hingegen nur um 7fi Prozent, Strasse vor seinen Wagen rannte. Das Aargauer Obergericht verurteilte den Fahrer, der d. h. von 85 633 auf 92176 Wagen. Die Umstellung der grossen Autotransportunternehmungen widerspiegelt sich in der Zunahme noch zu rasch gewesen, da rechts ein Gäss- mit 20—30 km gefahren war; sein Tempo sei der Konzessionsanmeldungen um 17,6 Prozent auf 397 48S Einheiten und bei den schwe- vorbereitet sein musste, dort den Vortritt einchen in die Strasse einmünde und er darauf ren Motorfahrzeugtypen mit Oelmotorantrieb zuräumen. Der bundesgerichtliche Kassationshof hat die Angelegenheit an die Vorinstanz sogar um 1973 Prozent. zurückgewiesen. Seitenstrasse im Sinne des Gesetzes ist nur eine Verkehrsader; der Automobilist behauptet aber in seiner Beschwerde, das erwähnte Gässchen sei nur der Ausgang eines von zwei oder drei Gebäuden umgebenen Hausplatzes. Dies muss vom Obergericht abgeklärt werden, und wenn die Angabe der Beschwerde richtig ist, eine vortrittsberechtigte Seitenstrasse also nicht vorliegt, muss die Bestrafung vom Obergericht aufgehoben werden, weil der Fahrer nicht auf die Einräumung des Vortrittes Bedächt zu nehmen hatte, sein Tempo nicht übersetzt war. Wp. Blumenhölle am Jacinto. Urwalderlebnis. Von Ernst F. Löhndorff. 22. Fortsetzung. Längsam rudern wir vorbei, und während unsere Augen vergeblich den armen Menschen suchen, der hier haust, führen mich meine Gedanken zurück in jene unferne Zeit, als ich selbst Seringueiros war und « schwarzes Gold » suchte. Und das, was die Erinnerung lebendig in mir auferstehen und mich noch einmal durchkosten Iässt, ist wahrhaft ein Epos ! Das Epos vom schwarzen Golde, vom Kautschuk. Ein Epos, das eines der traurigsten und romantischsten der Menschheit ist, und das ich in allen Phasen • durchlebte. Wenn auch nicht für lange Zeit! Aber der Monat der Seringueiros ist so lang und schwer! Seringueiro! Hört, so war es und so ist es : jeden Morgen, wenn die Sonne über das Sertao brandet, schreiten wir unsere Estrada ab. Pedro geht in dieser Richtung und ich in entgegengesetzter. Denn die Estrada der Gummibäume, die wir nach wochenlangem, mühseligem Suchen gefunden haben, besteht aus vielen hundert Einzelexemplaren, die über eine riesenhafte Fläche verteilt sind. Diese «Fläche» ist Urwald, Sumpf, See, Fluss und Strom und Bach. Ist Dornendickicht, Lianenwirrwarr und nachtdunkle Pflanzenwildnis. Ich schreite, springe, hüpfe, wate und krieche auf dem Bauche meine Estrada ab. Die Flinte auf dem Rücken, ein Bündel mit Eimer und Büchsen dazu und den scharf geschliffenen Machete stets hiebbereit in der Hand. Unerlässlich ist dem Seringueiro der Machete, jenes schwertähnliche Haumesser, wenn er den Pfad des schwarzen Goldes betritt! Und so balanciere ich auf natürlichen Brücken, die gefallene, halb verfaulte Baumstämme über grundlose Sumpfarme bilden. Ich wate durch einzelne Wasserstrecken, die lieblich blau, wie seelenvolle Augen, aus prächtig grünem Grase hervorglänzen. Aber in diesen friedlichen Teichen lauert vielleicht die Hunderte und aber Hunderte zählende Horde der Pjranhas, um mich, ehe ich daß Ufer erreiche, in lauter winzige Fetzen zu zerreissen. Im satten Grase, das ich durchschreite, wimmeln jene Landblutegel, die sich dutzendweise gierig an meine nackten Beine hängen. Im Gebüsch, das im unbeschreiblich farbenreichen Blütenreichtum strotzt, lauert das Heer der Zecken, die zu Hunderttausenden auf mich herabfallen und mich halb wahnsinnig machen, ehe ich sie wieder los bin. Der Giftzahn des «Buschmeisters» und der Korallenotter läutert auf mich, die riesenlange Sucuriju peitscht zischen davon — hätte sie mich angegriffen, so könnte ich dies jetzt nicht erzählen! Das Krokodil wartet unter hängenden Blattpflanzen auf meinen Fehltritt, und das Fieber schüttelt und rüttelt mich tagtäglich. Und so kämpfe ich mich durch Gefahren, dereft Abwehr zur Gewohnheit wird, von Baum zu Baum meiner Estrada. Welch blutiger Höhn liegt in diesem Worte: Strasse! Aber die Seringueiros, gutmütige, sanft dreinschauende Halbindianer oder mit allen Wassern gewaschene, mit allen Hunden gehetzte Abenteurer, sind bekannt für den Galgenhumor, mit dem sie ihr Höllendasein selbst verhöhnen. Unter die Kerben, die meine Machete in die silberweisse Rinde des Kautschukbaumes schlug, hänge Ich kleine, verrostete Konservendosen. Von irgendeinem Abfallhaufen einer Stadt stammen sie, und doch hat der Urwäldhändler, der uns auf Kredit ausrüstete, sie uns mit einer ziemlichen Summe in Mureis berechnet! Am Nachmittag kehre ich stets auf meiner Spur zurück, nachdem ich sämtliche Bäume eines bestimmten Teiles der Estrada besucht habe. Und auf diesem Rückwege, der ein Taumeln, Waten, Kriechen und Hüpfen ist wie der Herweg, leere ich die dicke, weisse Milch, die aus den Wunden der Hevea brasiliensis in die Konservenbüchsen floss, in den grossen Eimer, der in meinem Bündel ist und das spärliche Mittagessen, eine halbangebratene Affenlende, enthielt. Süss und gut schmeckt diese Milch, aber sie ist ungesund, 'und ich esse nur davon, wenn Verzweiflung und Einsamkeit mich zu verrückt machten. Wenn die Sonne untergeht, wanke ich an den Strom zurück, wo wir eine einfache Hütte erbauten, in der alles feucht und schimmlig ist. Pedro kommt aus einer andern Richtung und bringt vielleicht einen Affen mit, den er« zufällig im Sertao von den Bäumen herabschoss. Stets von neuem packt mich Ekel beim Anblick eines abgehäuteten Affen. Der Mensch gewöhnt sich überraschend schnell an drohenden Tod, Gefahren und Strapazen, jedoch an Dinge, die sein ästhetisches Gefühl beleidigen, selten oder nie! (Fortsetzung Seite 5.)

N° 2 — DIENSTAG, 7. JANUAR 1936 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten XV. Internationale Sternfahrt nach Monte Carlo. 109 Nennungen. Soeben hat der International Sporting Club von Monte Carlo die revidierte Startliste für die XV. Sternfahrt bekanntgegeben. Aus seinem Bulletin geht hervor, dass in zweieinhalb Wochen, nämlich am 25. Januar, total 109 Konkurrenten von 12 verschiedenen Startorten aus die teilweise sehr beschwerliche Ueberlandreise nach Monte Carlo antreten werden. Wir haben schon in unserer vorletzten Ausgabe die Gründe darzulegen versucht, weshalb die letztjährige zahlenmässige Bombenbesetzung nicht erreicht worden ist. Sie sind in allererster Linie in. der veränderten internationalen Lage und weiter in den von verschiedenen Ländern verordneten Devisenbestimmungen zu suchen. Diese haben ihre deutliche Auswirkung nicht nur auf den allgemeinen Touristenverkehr, sondern ebenso sehr auf die sportlichen Veranstaltungen mit internationalem Charakter. Unserer Aufstellung ist zu entnehmen, dass die Vertretungen namentlich von Deutschland und Italien sehr gering sind. Deutschland entsendet nur 5 Equipen nach Monte Carlo, während es in den früheren Jahren bedeutend stärker beteiligt war. Das gleiche ist von Italien zu sagen. Dennoch werden sich in der Hauptstadt von Monaco Vertreter von 17 Nationen einfinden, von denen naturgemäss England mit 33 und Frankreich mit 28 Wagen das Hauptkontingent stellen. Es folgen Holland mit 14, Rumänien mit 6, Dänemark und Deutschland mit je 5, die Tschechoslowakei mit 3, Italien, Norwegen, Portugal, Schweden und Ungarn mit je 2 und Griechenland, Polen, "Me Schweiz, die Türkei und die USA. mit je ,^. »er Anmeldung. 23 Fahrer starten mit Wagen der 2. Kategorie (unter 1500 ccm). Wir werden in einem späteren Artikel Gelegenheit haben, auf Einzelheiten näher einzutreten, wozu uns heute der Platz fehlt. Die Nennliste. Startort Palermo (via Rom-Padua-Ljubljana-Wien-Strassburg-Dijon, *136 km). Start: 25. Januar von 8.05 bis 8.07 Uhr. Nr. 29 F. Chevreton - Th. Mercier, F. (Renault 4085). 52 M. Klinke, D. (B.M.W. 1896) 58 Mme A. de Bourbon-P. Chassonniere. P. (+ Fiat 995) Startort Tallinn {via Kaunas -Warschau - Berlin - Brüssel, 4000 km). Start: 25. Januar von 9.19 bis 9.46 Uhr. 1 Ch. Lahaye-R. Quatresous, F. (Renault 4085) 10 T. G. Moore, G.B. (Lagonda 4453) 11 A. P. Good, G.B. (Lagonda 4453) 28 R. Carriere, F. (Matford 3622) 30 D. H. Murray. G.B. (Frazer-Nash 1911) ^ G. Bakker Schut - H. de Beaufort, NL (Ford 3622) o2 P. Guyard, F (Hotehkiss 3485) 36 H. L. G. Koopman. NL (B.M.W. 1808) 37 G. Maoher, D (+ Auto-Union Sp. 1388) 38 M. Contet-A. Guyot, F (Amllcar 2500) 40 Mlle L. Lamberjack - Mme Petermann, F (C. Dames) (Hotchkiss 3485) 41 Mme L. Schell - L. Schell, F (Delahaye 3600) 42 R. Guyot, F (Renault 4085) 50 Mme J. Marinovitch - Mlle Helle-Nice. F (C. Dames) (Matford 8622) 51 F. P. Berry-Th. E. Kenny USA (Ford 3622) 53 Ph. de Massa - N. Mahd, F (Talbot 2990) 57 A. E Dobell-R. J. Dobell, GB (Lagonda 4467) 60 Dr. J. J. Sprenger van Eiik, NL (Ford 3622) 64 Comt. M. Gawel, PL (+ Fiat 995) 65 Ch. Baiester - H. Trintignant, F (Hudson 4170) 67 S. H. Light, GB (A.C. 1992) 69 Soergel - Tenhoff, D (Hansa 1634) 86 E. Zozma -1. Martinek, H (+ Fiat 995) 88 M. Vasselle, F (Hotchkiss 3830) 90 D. E. Harri?, GB (+ Singer 972) 95 D. M. Healey. GB (Triumph 1990) 99 L. Ohinetti - J. Gastaud. I (Ford 3622) Startort Athen (via Begrad - Wien - Strassburg - Dijon. 3868 km). Start am 25. Januar von 10.37 bis 10.58 Uhr. 1 Ch. Lahaye-R. Quatresous. F (Renault 4085) 2 J. Trevoux, F (Hotchkiss 3485) 8 Mme M. Mareuse - Mlle Hustinx, F (C. Dames) (Hotchkiss 3485) 12 H. E. Symons, GB (Wolseley 3485) 16 I. Zarafirescou - P. G. Cristea, R (Ford 3622) 19 A. Gonopissopouloa, GR (Buick 3820) 21 Ch. Ambaud, F (Delahaye 3227) 22 Mme 0. Siko - Mlle S. de Forest, F (C. Dames) (Delahaye 8227) 23 R. Cayla-R. Frontignac, F (Delahaye 3227) 24 J. Paul - J. Foch. F (Delahaye 3553) 25 Th. H. Wisdom - N. Black, GB (Standard 2663) 27 Dr. L. Billon, F (Renault 2384) 28 R. Carriere, F (Matford 8622) 41 Mme L. Schpll - L. Schell, F (Delahaye 3600) 44 J. W. Whalley, GB (Ford 3622) 47 Michel Real - Cora, F (Renault 4085) 54 Z. Pohl, CS (+ Populär 1385) 80 F. Orhan-E. Larue. TR (Ford 3622) 86 E. Zozma -1. Martinek, H (-f Fiat 895) 87 H. Stoffel, F (Peugeot 1901) (+ = Wagen der 2. Kategorie, unter 1500 com). C. Dames = Damenpreis. Hinter den 'Namen folgt jeweilen die Nationalität der Teilnehmer nach den internationalen Erkennungszeichen, also: CH = Schweiz, CS = Tschechoslowakei, D = Deutschland, DK = Dänemark, F = Frankreich, GB = England, H = Ungarn, I = Italien, N = Norwegen, NL = Holland, P = Portugal, PL = Polen, R = Rumänien, S = Schweden, TR = Türkei, USA = Vereinigte Staaten von Nordamerika. 98 Gol. A. Beriescu, R (Ford 3622) 100 Dr. G. Merakovitch-J. Levy, F (Citroen 1628) Startort Bukarest (via Cluj-Kasice-Olomouc-Prag-Frankfurt-Brüssel- Paris, 3844 km). Start: 25. Januar von 17.33 bis 17.39 Uhr. 14 F. Juhan, CS (Ford 3622) 74 Ing. B. Neamtu-V. Frumusnu, R (Ford 3622) 78 F. Thellusson - L. N'arischkine, GB (+ Opel 1300) 82 Ing. P. Moccia, I (Auburn 4480) 83 M. Bondy-J. Hodac. CS (Renault 4085) 98 Col. A. Beriescu, R (Ford 3622) 102 M. Butculesco - G. Ghika, R (Renault 4085) Startort Umea (via Stockholm - Kopenhagen - Hannover - Brüssel, 3812 km). Start: 25. Januar von 11.41 bis 11.49 Uhr. 5 A. C. Scott. GB (Bentley 4398) 68 S. A. Beyer-Claueen, DK (Ford 3622) 70 Mme G. F. Junkers, DK (D.Dame«) (Plymouth 3302) 84 Mlle M. Melin, S (C. Dames) (Ford 3622) 91 Mrs G. Molander, S (C. Dames) (Plymouth 3302) 93 Miss J. Richmond-G. S. Brooks, GB (+Triumph 1232) 94 L. jr. Lauritzen, DK (-f M. T. 1378) 97 W. Heede - Sorensen, DK (Ford 3622) 104 H. Stenfeldt-Hansen, DK (Ford 3622) Startort Stavanger (via Oslo-Kopenhagen-Hannover-Brüesel. 3728 km. Start: 25. Januar von 12.07 bis 12.14 Uhr). 17 B. N. Wilmott, GB (+ Rover 1496) 18 P. Valle"e, F (Bugatti 2280) 26 Mme C Orsini, F (Salmson 1593) 33 G. J. W. Moncreiff, GB (+ Riley 1089) 45 A. G. Grimmond-R; D. Gregory GB (Rafltbn 4168) 71 B. Wist-S. J. Herstad, N (+ Morris 918) 76 G. C. A. Bijlaard - J. A. van Beek Calkoen. NL (Ford 3622) 101 J. Treider -R. Helgerud. N (Renault 5448) Startort John O'Qroats (via. London-Boulogne-Nantes-Pau, 3338 km.) Start: 25. Januar von 23.27 bis 23.43 Uhr. 7 Maj. D. E. M. Douglas Morris, GB (Ford 3622) .9 F. M. Heyn. GB (Lincoln 6900) 15 J. Abbott, GB (Rilay 1663) 35 C. H. Mann - T. G. Mann, GB (Lagonda 4429) 39 F. A. de Moleyns, GB (Daimler 2648) 43 W. P. Maidens, GB (+ Rover 1495) 48 W. L. Innes-Ch. Lewin, GB (+ Riley 1496) 49 Mrs M. J. Cotton, GB (C. Dames) (+ Aston Martin 1495) 55 Lord Patrick Stuart, GB (+ M. G. 1287) 56 J. A. Driskell, GB (Avon Standard 2663) 59 H. T. van Marken, D (Bentley 3669) r -. 66 Miss M. Anderson, GB (G. Dames) (+ Rilej 1089) 72 Miss J. Astbury, GB (+ Singer 1493) 73 Hon. Brian Lewis, GB (S. S. 2663) 96 Capt. F. E. Nord, D (Daimler Benz 1949) 105 I. E. Adams - A. Ross, GB (Humber 4086) 106 R. E. Stokes, GB (+ Ford 1172) Startort Neapel (via Rpm-Padua-Ljubljana-Wien-Strassburg-Dijon, 3300 km.) Start: 26. Januar, 7.02 Uhr. 85 Dr B. Bariffi, CH (Lancia 2972) Startort Valenca (via Lissabon-Sevilla-Madrid-Bayonne, 2978 km.) Start: 26 janvier, von 11.32 bis 11.37 Uhr. 20 F. J. de Ribeiro Ferreira, P (Railton 4168) 34 Mrs A. Gordon-Holmes, GB (+ Standard 1052) 61 Baron J. J. Taets van Amerongen-J.Jarsma, NL (Ford 3622) 75 F. Lecot, F (Citroen 1910) 81 (A. Testers-J. Diepen, NL (Ford 3622) 103 M. Nunes dos Santos, P (Adler 2895) Startort Glasgow (via London-Boulogne-Nantes-Pau, 2714 km.) Start: 26. Januar, 15.13 Uhr. 3 K. W. B. Sanderson, GB (Bentley 3669) Startort Berlin (via Hannover-Brüssel-Lyon, 2098 km.) Start: '- * 27. Januar, 13.20 Uhr. 92 Ing. A. Herascu, R (Ford 3622) Startort Amsterdam (via Brüssel - Dijon - Lyon, 1524 km. Start: 28. Januar von 1.43 bis-1.50 Uhr). 4 Mme A. J. Cornelius-Sybrandy - A. C. Cornelius, NL (+ DKW 684) 6 L, Levie - L. Zeldenrust, NL (Ford 3622) 46 B. H. G. Brinkel, NL (Ford 3622) 62 W. Zweerts de Jong, NL (S. S. 2663) 63 W. L. Tiel, NL (Car Minerva-Kromhout 7000) 77 F. de Boer, NL (Chevrolet 3390) 79 W. Oosten, NL (+ M. G. 847) 89 M. Gatsonides, NL (+.HilIman Minx 11851 Bugatti gewinnt den Grossen Preis von Südafrika. Der Grosse Preis von Südafrika, von dem wir meldeten, dass er des miserablen Wetters "wegen habe verschoben werden müssen, wurde in den Abendstunden des 1. Januar dennoch ausgetragen. Von den 24 eingeschriebenen Bewerbern erreichten nur 6 das Ziel. Leider ereignete sich ein ziemlich schwerer Unfall, dessen Opfer der Alfa- Romeo-Monopostofahrer Shuttleworth wurde.. Man transportierte diesen ins Spital, wo ^festgestellt werden konnte, dass seine Kopfverletzungen nicht lebensgefährlich sind. Zwischen dem Französen Wimille und dem Franco-Marokkaner Dr. Mazzacurati, beide auf einem 3,3-Liter-Bugatti, spielte sich der Hauptkampf des Tages ab. Letzterer konnte aber die verzweifelten Anstrengungen, die sein Markenkollege unternahm, abwehren und einen überzeugenden Sieg Dann warten Sie mit der Neulackierung oder Ausbesserung nicht bis zum Frühling, denn: 1. Jetzt sind kleine Rostflecken noch unbedeutend, während in zwei bis drei Monaten event. grössere Schäden entstanden sind. 2. Der Autoläckierer wird Ihnen danken, wenn er Ihren Auftrag in der jetzigen flauen Saison erhält. 3. Sie können ihm für eine tadellose Arbeit mehr Zeit einräumen und schliesslich: Wird es Sie freuen, am ersten Frühlingstag mit einem wie neu glänzenden Wagen ausfahren zu können. Dass Sie sich für die auszuführenden Arbeiten an den gut eingerichteten Fachmann wenden, ist selbstverständlich, ebenso dass Sie für die Lackierung ECLATIN-Spritzlack verlangen, denn Sie wollen ja das ganze Jahr hindurch eine tadellos gepflegte Carrosserie besitzen. Wenden Sie sich bitte zwecks Beratung und Angabe der Spritzwerkstätten, welche ECLATIN-MATERIALIEN verwenden, an ECLATIN A.-G., SOLOTHURH TELEPHON 139 Janden. Er durchraste die 347 km 544 lange Strecke (18 Runden ä 19 km 308) in 2 :16 : 17, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 150 km/St, entspricht. Unter den ausgeschiedenen Fahrern befand sich auch Earl Howe (Bugatti). Klassement: 1. Mazzacurati auf Bugatti 2. Wimille auf Bugatti 3. Pat Fairfield auf E.R.A. Eyston fährt Rekorde auf der Montlhery- Bahn. Die angekündigten Rekordversuche von Eyston auf der Montlhe"rybahn mussten infolge heftiger Regenfälle vom letzten Donnerstag auf den Samstag verschoben werden. Um 16 Uhr 29 startete Eyston auf seinem mit einem Schweröl-Dieselmotor ausgerüsteten Gefährt zur beabsichtigten Dauerrekordfahrt von 24 Stunden. Nach 3 Stunden musste der Versuch indessen abgebrochen werden, da das rechte Vorderrad plötzlich absprang. Glücklicherweise gelang es Denly, der Eyston nach der dritten Stunde abgelöst hatte, den Wagen abzustoppen, ohne Schaden zu nehmen. Immerhin hatte Eyston in dieser Zeit fünf alte Rekorde geschlagen und drei neue aufgestellt. Verbesserte Rekorde: 50 Kilometer: 18 Min. 53 Sek. 42/100 == 158,811 km/St. (Alter Rekord von Munday: 21 Min. 9 Sek. 37/100). 50 Meilen: 29 Min. 37 Sek. 18/100 = 162,943 km/St. (Alter Rekord von Munday: 33 Min. 55 Sek. 24/100). 100 Kilometer: 36 Min. 38 Sek. 80/100 = 163,875 km/St. (Alter Rekord von Munday: 42 Min. 10 Sek. 92/100). 100 Meilen: 58 Min. 16 Sek. 79/100 = 165,684 km/St. (Alter Rekord von Munday: 1 Std. 8 Min. 5 Sek. 10/100). 1 Stunde: Durchschnitt: 165.786 km. (Alter Rekord von Munday: 142,018 km/St.X Neue Rekorde: 200 Meilen: 1 Std. 56 Min. 22 Sek. 4/100 = 165,951 km/St. 2 Stunden: 331,948 km (Durchschnitt: 165,947 km/St.). 3 Stunden: 471,424 km (Durchschnitt: 157,141 km/St.). Eyston hofft, die Versuche in einigen Wochen wieder aufnehmen zu können. Der Rennwagenbau in Frankreich gesichert. Nachdem im vergangenen Dezember (siehe «A.-R.» Nr. 102) die französische Kammer einem Gesetzesentwurf zugestimmt hat, demzufolge die Ausstellungsgebühr für den Fahrausweis der Automobilisten um 10 frs. erhöht wird und von den Mehreinnahmen 50 % dem Fonds für den französischen Rennwagen zugewiesen werden sollen, ist dieser Paragraph nun auch vom Senat angenommen worden. Abgeblasene Veranstaltungen. Kaum hat das neue Jahr begonnen und schon sind folgende Rennen aus dem internationalen Sportkalender 1936 zu streichen: Rundrennen della Superba in Genua (19. April). Internationale Sternfahrt nach San Remo (21.-24. Mai). 14. Vogesen-Rundrennen (7. Juni). 21. London-Exeter-Rennen. Die alljährliche Distanzfahrt von London nach Exeter kam am 27. und 28. Dezember zum 21. Maja zur Durchführung. An ihr nahmen 289 Fahrzeuge teil, wovon 48 Motorräder. Das Rennen selbst ging unter ähnlichen Schwierigkeiten J vor sich wie im Jahre 1910, als es zum erstenmal gestartet wurde. Kurz, nachdem sich die Fahrer auf den Weg gemacht hatten, setzte ein Unwetter ein, das die ausgedehntesten Ueberschwemmungen • zur Folge hatte und den Konkurrenten grösste Vorsicht auferlegte.. Ein grosser Teil der zu befahrenden Strecke, die 275 Meilen lang war und von Virginia Water über Basingstoke, Salisbury, Shaftesbury, Exeter, Dorchester nach Blandford führte, glich einer See. AuSserhalb dieser Schwierigkeiten boten auch die Haarnadelkurven bei Fingle Bridge und die Erklimmung von Simms Hill bedeutende Hindernisse, so dass es nicht selten vorkam, dass vor die Motorenpferde noch die Pferde der nahen Bauerngehöfte gespannt werden mussten. Namentlich Simms Hill war für viele eine schwere Prüfung. Als dieses Hindernis zum erstenmal in das London-Exeter-Winterrennen einbezogen wurde, gelang es nur 17 Fahrern, dasselbe zu meistern. Genau das gleiche Resultat brachte das nächste Jahr. Um so mehr kann die 21. Veranstaltung als ein grosser Fortschritt in der Geschichte dieses Rennens vermerkt werden, denn von 289 Konkurrenten bezwangen über 100 ohne den geringsten Zwischenfall den Hügel. Der Wettbewerb endigte gegen Samstagmittag in Blandford bei schönstem Sonnenschein. Von den gestarteten Wagen klassierten sich total 98 für den ausgeschriebenen Preis, worunter 90 Automobile. Prinz «Bira» weiterhin auf E.R.A. Der uns vom letzten internationalen Kleinwagen-Rennen in Bernher bestbekannfe siamesische Prinz Birabonese Bha^ nudef — unter dem Pseudonym «B. Bira» in den Startlisten eingetragen — wird auch im kommenden Jahre wieder auf E.R.A. an allen erösseren Rennen teilnehmen- Vor allem beabsichtigt er, dep kontinentalen Veranstaltungen vermehrte? Interesse zu schenken. Er ist von seinem E.R.A. so beiErejstert, dass er sich ein zweites Exemplar angelegt hat. Das ermöglicht ihm, in der nächsten Saison eine regere Tätigkeit zu entfalten, da er immer einen revidierten Wagen zur Verfügung haben wird, selbst wenn zwischen den einzelnen Rennterminen nur wenis Zeit zur Ueberholune besteht. Auch wird er wenn immer möglich den neuen E.R.A. vorwiegend an den Rennen auf dem Kontinent einsetzen, während er mit dem alten an den englischen Wettbewerben ; teilnimmt.