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E_1936_Zeitung_Nr.022

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8 AUTOM0BIL-PE\-UE

8 AUTOM0BIL-PE\-UE DIENSTAG, 17. MÄRZ 1936 — N c 22 E im erfahren Sie in der in den nächsten Tagen erscheinenden Eine besondere, durch das ganze 80 Seiten starke Heft geführte Spalte stellt mit ihrer unterhaltsamen Note gleichsam eine zweite Zeitung dar. Mit dem rein technischen Teil der Nummer wechseln auch sonst interessante oder unterhaltende Aufsätze ab, wie: Kraftausdrücke und ihre Folgen Vom Strassenbau der Majas Ruhiges Paris Pt der Der Genfer Salon, die wichtigste Veranstaltung unseres Landes für den Automobilmarkt, zeigt jedes Jahr die neuen Konstruktionstendenzen sowohl des europäischen Kontinents als Amerikas. Für jeden Kaufliebhaber, der wissen will, was er für sein Geld bekommt, ist der Besuch des Genfer Salons deshalb von hohem praktischem Wert. Als Führer für den Salon, zugleich als Nachschlagewerk von dauerndem Wert, bringen wir alljährlich eine Zusammenstellung aller auf dem Markt befindlichen Marken mit den wichtigsten Kennzeichen ihrer Konstruktion heraus. Die Abmessungen und besondern Einzelheiten der verschiedenen Fahrzeugtypen werden nach einheitlichen Richtlinien schematisch dargestellt, zur bessern Veranschaulichung aber auch die Illustrierung in reichem Masse herangezogen, so dass der Leser unserer Jahresschau ein abgeschlossenes Bild sowohl über das bewährte Bestehende als die Neuheiten des heimischen Marktes vor sich hat. Unsere Jahresschau stellt eine unentbehrliche Ergänzung des Genfer Salons dar und erfreut sich aus diesem Grunde, aber auch wegen ihrer hervorragenden graphischen Ausstattung, größter Beliebtheit. Auch der diesjährigen Ausgabe wurde wiederum besondere Sorgfalt zugewendet, die Fülle des zu verarbeitenden Materials ergab wiederum einen stattlichen Band. Er wird u. a. noch folgende Artikel enthalten: Familie Meyer kauft ein Auto. Der Balkan-Strassen-Express. Das Automobil in der Volkswirtschaft. Ausbau der Alpenstrassen. Den Abonnenten der Illustrierten Automobil - Revue wird die Katalognummer unter gleichzeitiger Erhebung des Jahresbezugspreises (nur Fr. 2.—) zugestellt; sie erhalten im Sommer eine weitere Spezialnummer in ähnlichem Umfang. Die Katalognummer ist auch einzeln (bei den Buchhändlern, Kiosken und unsern Geschäftsstellen) zum Preis von Fr. 1.— beziehbar. Sie wird vom Verlag auch einzeln per Nachnahme versandt und ist an "unserem Stand im Salon erhältlich. *) Ich abonniere hiermit die „ILLUSTRIERTE AUTOMOBIL • REVUE" für das Jahr 1936 zum Preise von Fr. 2.—. *) Senden Sie mir sofort nach Erscheinen die Katalognummer 1936 des Genfer Salons zu Fr. 1.—. 1936 Verlag Automobil-Revue Ort: Name: Adresse. BÜCHERZETTEL. *) Das Nichtgestrichene gilt. 9U Aratomoibilwesem ustrierten Automob ei en Nummer Bern Breitenrainstrasse 97 Zürich Löwenstrasse 51 Genf Rue de la Confederation 7 Automobil - Ausstellung GENF Stand 257 • Galerie u übertragen, die nahe an die Bruchbelastung des Gummis heranreichen. Nun hat ine amerikanische Gesellschaft nach langwierigen Versuchen ein spezielles Vulkanisationsverfahren entwickelt, das ohne weieres imstande ist, bruchsichere Verbindungen zwischen Gummi und Metall herzustelen. Wenn eine Gummischeibe, die zwischen wei Metallscheiben einvulkanisiert ist, auf Verdrehung beansprucht wird, so verzieht sich ihre Oberfläche in der aus unserem Diagramm ersichtlichen Art. Charakteristisch für eine zuverlässige Verbindung ist, dass sich bei der Verdrehung der Gummi an der Trennfläche selbst nicht verzieht und sich erst in kurzen Abständen von der Metallfläche zu dehnen beginnt. Die Vulkanisation geht folgendennassen vor sich : Dem reinen Gummi werden zur Vergrösserung des Haftvermögens allerhand spezielle Zusätze beigemischt, worauf daraus Blöcke in der benötigten Grosse* hergetellt werden. Die Befestigungsplatten aus einem Spezialstahl müssen eine sehr sorgfältige Vorbehandlung durchmachen. Nach der Entfernung von Fett und Rost überzieht man sie auf elektrolytischem Wege mit einer möglichst gleichmässigen Messingschicht. Die Form der Grundplatten darf nicht beliebig gewählt werden, da es sonst nicht möglich ist, einen Messingiiberzug von sjanz gleichmässiger Stärke zu erhalten. Ein Entscheid, welche Formen zweckmässig sind, muss dem erfahrenen Praktiker überassen werden. ^ Deformation einer zwischen zwei Metallplatten B und G einvulkanisietten Gummischicht A beim Angreifen von Scherkräften in Pfeilrichtung. Nach der Herstellung des Messingüberzuges werden die Metallteile abgespült, getrocknet und im Anschluss daran zum Schütze vor Verschmutzung der Haftfläche mit einer geeigneten Gummilösung besprüht, die gleichzeitig die Hafttätigkeit vergrössert. Vermutlich enthält diese Lösung noch Zusätze, die bei der Vulkanisation eine Härtung des Gummis von der Trennfläche weg bis zu einer gewissen Tiefe bewirken. Die dermassen behandelten Teile dürfen nur einige Stunden in dieser Form aufbewahrt werden. Ueberhaupt hängt die Güte der Verbindung in hohem Masse von der genauen Einhaltung der entsprechenden Vorschriften ab. Z. B. kann schon eine blosse Berührung der trockenen Platten mit der leeren Hand genügen, um die gute Haftung in Frage zu stellen. Nach der Bespritzung mit der erwähnten Gummilösung werden die Gummiblöcke auf die Grundplatten gelegt und hierauf unter möglichst senkrechtem Druck zusammenvulkanisiert. Einige kleinere Nacharbeiten und eine Inspektion, verbunden mit einer intensiven Belastungsprobe, gehören zu den letzten Operationen des Herstellungsganges. Prakt «fae Mi 1 Utrffl Winke Schäden durch Alkoholbeimischung. Man hört vielfach, dass ein Brennstoff mit Alkoholbeimischung die Ventile angreife und verbrenne. Dem ist aber nicht so. Wohl zeigen ausgebaute Ventile einen rötlichen Anflug. Es handelt sich aber dabei lediglich um einen harten, schuppigen Niederschlag, der sich ohne weiteres abkratzen lässt. Das darunterliegende Metall ist im besten Zustande. Wenn verbrannte Stellen gefunden werden, so liegt die Schuld an ungenügenden Oeffnungsquerschnitten, die eine übermässige Drosselung verursachen. Hängenbleiben des Richtungsanzeigers. Beim Einschalten des Winkers ist man gewohnt, dass er gleich ohne Schaltung aus seinem Gehäuse schnellt und aller Welt die Absichten des Fahrers kund gibt, nämlich dass er rechts oder links von seiner Fahrbahn abweichen will. Man ist auf Störungen nicht gefasst. Bleibt aber ein Arm des Richtungsanzeigers doch einmal hängen, so sorgt man im ureigensten Interesse am besten für sofortige Abhilfe. Meist hat er sich irgendwo etwas eingeklemmt oder leicht verbogen. Da solch ein Arm ein zartes Gebilde ist, soll die Korrektur, d. h. das Zurückbiegen, nicht mit voller Brachialgewalt erfolgen, da er sonst in Trümmer geht. Gipsverband für undichten Köhler. Bei Kleinen Undichtigkeiten am Kühler hilft schliessüch auch ein öfteres «Tanken» am Dorfbrunnen, bis man am Bestimmungsorte angelangt ist. Dagegen sind grosse Kühlerschäden schon bedenklicher. An einer vor kurzer Zeit abgehaltenen Prüfungsfahrt half sich ein Konkurrent damit, dass er an einem vollkommen durchbohrten Kühler einen «Gipsverband» anlegte und damit die Störung soweit behob, dass er unbeschädigt ans Ziel gelangen konnte. Auf Fahrten in unwegsamen Gegenden empfiehlt es sich, in einer luftdicht verschlossenen Büchse immer etwa ein kg Gips für solche Notfälle mitzuführen. Tedin. Si Frage 9762. Entfetten der Bremstrommeln. Die Bremstrommeln meines Wagens sind etwas verfettet. Auf welche Art kann ich sie am besten wieder entfetten? K. in St. Antwort: Wenn durch Auswaschen mit Benzin oder Petrol eine vollständige Reinigung nicht erzielt werden kann, so empfiehlt sich die Verwendung von Trichloraethylen zum Auflösen des Fettansatzes. Diese Flüssigkeit besitzt ein vorzügliches Auflösungsvermögen für Fett Frage 9763. Modelflugmotor. Sie beschrieben vor einiger Zeit einen Modellflugmotor. Würde er sich zum Einbau in ein Modell des Pou du Ciel im Maßstab 1 :3, das 5 kg wiegt, eignen? Antwort: Die Spannweite des Pou du Ciel beträgt 6—7,5 m, so dass also hier mit einer solchen von 2—2,5 m zu rechnen wäre. Diese Grosse ist etwas über dem Leistungsbereich des beschriebenen Motörchens gelegen. Die Adresse der Vertretung jenes Modellmotors und die eines schweizerischen Herstellers von solchen Motoren, der eventuell auch den Bau eines grösseren Modells übernehmen würde, teilen wir Ihnen brieflich mit. Frage 9764. Absinken der Leistung beim Ueberschreiten einer gewissen Motordrehzahl. Warum fällt die Leistung des Motors, sobald eine gewisse Drehzahl überschritten wird, wieder ab? Stimmt es, dass der Verdichtungsdruck und die Drehzahl zusammenhängen? F. G. in M. Antwort: Die Leistung des Motors fällt aus zwei hauptsächlichen Gründen nach Ueberschreiten eines Maximums der Drehzahl wieder ab. Einmal wird der durch die kürzere Oeffnungszeit der Ventile bedingte Unterdruck beim Ansaughub um so grösser, je höher die Drehzahl steigt. Zweitens ist die Verbrenung bei allzuhohen Drehzahlen unvollkommen, so dass ein übermässiger Anteil des Brennstoffes während des Expansionshubes und sogar nach der Oeffnung des Auspuff-Ventils noch weiter brennt. Der Verdichtungsdruck steigt anfänglich mit der Drehzahl, weil während der Kompression bei höheren Tourenzahlen ein geringerer Prozentsatz des Gemisches durch Undichtigkeiten entweicht und hauptsächlich, weil beim allmählichen Oeffnen der Drosselklappe der Unterdruck geringer wird und erst von einer gewissen Drehzahl an wieder wächst. Der Enddruck der Verdichtung steigt und fällt mit dem Ansaugdruck. Frage 9765. Verwendung alter Lichtmaschinen. Ich besitze eine alte Auto-Dynamo, die eine Spannung von 6 Volt liefert. Lässt sich damit ohne Zusammenschaltung mit einer Batterie eine kleine Lichtanlage schaffen? Genügt zum Antrieb eine Turbine von Yi PS? Gibt es überhaupt so kleine Turbinen? A. S. in H. Antwort: Sofern es sich um eine spannungsregulierte Lichtmaschine mit Relais handelt, kann man eine Lichtanlage direkt mit der Dynamo speisen. Dagegen müsste eine stromregulierte Lichtmaschine mit einer Batterie parallel geschaltet werden, es sei denn, dass die Turbine eine sehr genaue Regulierung der Drehzahl zulässt, was bei solch kleinen Ausführungen im allgemeinen nicht der Fall ist. Die Batterie muss Schwankungen der Spannung verhindern, auf welche die Glühlampen sehr empfindlich reagieren. Starke Spannungswechsel können sogar zum raschen Ausbrennen der Lampen führen. Am ehesten käme eine kleine Wasserturbine als Antrieb in Betracht, wie sie hie und da in Verbindung mit Ventilatoren anzutreffen sind. Eine Turbine von % PS genügt als Antrieb für Lichtmaschinen von höchstens 250 Watt. Grössere Dynamos sind ja für Autos ohnehin nicht gebräuchlich. Bei Bestellung der Turbine muss die Normaldrehzahl der Dynamo angegeben werden. s»> Frage 581. Unfallschädigung bei teilweiser Invalidität. Bei der Abklärung der Entschädigung an einen Versicherungsnehmer, welcher durch Motorfahrzeugunfall schwer verletzt wurde und eine bleibende teilweise Invalidität davontragen wird, stellt sich die Gesellschaft auf den Standpunkt, dass nur der Verdienst des letzten Jahres als Basis betrachtet werden kann. Zufälligerweise steht durch Stellenwechsel in diesem Jahre der Monatsverdienst um rund Fr. 100.— gegenüber einem frühern 5jährigen Durchschnitt zurück. Es stellt sich somit die Frage, ob die Gesellschaft berechtigt ist, als Rechnungsgrundlage nur den Verdienst des letzten Jahres heranzuziehen oder ob ein Durchschnitt von mehreren Jahren berücksichtigt werden muss. A. K. in 0. Antwort: Nach den Bestimmungen des Kranken- und UnfaJIgesetzes erfolgt die Ausrichtung einer Entschädigung für gänzliche oder teilweise Invalidität gestützt auf den Jahresverdienst im Momente des Unfalles. Diese Vorschrift gilt jedoch nicht, sofern die Entschädigung nach den Bestimmungen des Obligationenrechts oder des Motorfahrzeuggesetzes auszurichten ist. Hier ist vielmehr festzustellen wie die Lohnverhältnisse des Verunfallten sich voraussichtlich für die Zukunft gestaltet hätten. Wenn beispielsweise ein Lehrling teilinvalid wird, so kann natürlich nicht auf den Lohn im Momente des Unfalles abgestellt'•'werden, sondern auf den durchschnittlichen Lohn, der für ausgelernte Kräfte in dieser Berufskategorie bezahlt wird. Bei ausgelernten Arbeitskräften ist der derzeitige Lohn als Grundlage zu betrachten. Daneben hat aber auch Berücksichtigung zu finden, ob voraussichtlich eine Erhöhung des Lohnes eingetreten wäre und in welchem ungefähren Umfange. Gleicherweise hat auch eine Berücksichtigung des früheren Einkommens stattzufinden, sofern die Einkommenssenkung offensichtlich nur vorübergehender Natur ist und nach der allgemeinen Wirtschaftslage mit ziemlicher Sicherheit mit einer späteren Wiedererhöhung des Einkommens hätte gerechnet werden können. Nach einem Entscheide des Bundesgerichts sollen auch momentane Konjunkturschwankungen bei der Berechnung von Renten nicht berücksichtigt werden. Im vorliegenden Fall ist also zu untersuchen, ob die Erhöhung des Einkommens eingetreten wäre, und zwar mindestens im Masse des während fünf Jahre lang bezogenen, und in diesem Falle ist für die Berechnung der Entschädigung dieses höhere und bereits früher bezogene Einkommen masssehend. Q

N° 22 — DIENSTAG, 17. MÄRZ 1930 AUTOMOBIL-REVUE Das Auto von heute XII. An sich ist ja der Raum unterhalb des Ar-debeitskolbens, worin das Frischgas angesaugt also genau zentrisch ist, und dass auch die Kur- Hauptlagern unbedingt in einer Flucht liegt, wird, sozusagen eine Füllungepumpe. Sie reicht belzapfen gleichmassig bearbeitet werden. jedoch nicht zur Herbeiführung von Spitzenleistungen aus. da sie den gleichen Hubraum be- einzelnen Stücken zusammengesetzt sind. Eine Es gibt jedoch auch Kurbelwellen, die aus sitzt wie der Zylinder. Man benützt daher bei sinnreiche keilförmige Verzahnung verhindert ein Zweitakt-Motoren vielfach Füllungspumpen, die Verschieben der einzelnen Stücke gegeneinander. einen wesentlich grösseren Hubraum besitzen als Zusammengesetzte Kurbelwellen sind wesentlich der Arbeitszylinder, •worin die Verbrennung des kostspieliger als Kurbelwellen aus einem Stück, Gasgemisches erfolgt. Dieser grössere Hubraum doch bieten sie die Möglichkeit, für sämtliche wird einfach durch die Wahl eines grösseren Zylinderquerschnittes und eines grösseren Kolbens Wälzlager (Kugellager oder Rollenlager) zu ver- Lager an Stelle der sonst üblichen Gleitlager erzielt. Bei einem solchen Zweitakter wird das wenden Eine Zeitlang hat man sich um die Frischgas nicht in das Kurbelgehäuse eingesaugt Möglichkeit, Wälzlager einbauen zu können, sehr — was ohnedies mit einigen Nachteilen verbunden ist —, sondern von der Füllungspumpe, die det. Durch die Verbesserung der üblichen Gleit- bemüht und erhebliche Kosten dafür aufgewen- das Gasgemisch vorverdichtet und im Augenblick der grössten Verdichtung in den Arbeits- keinen Anständen mehr Anlass bieten, ist der lager, die bei genügender Schmierung heute zu zylinder überströmen lässt. Die Freigabe des Anreiz zu der immer mit hohen Kosten verbundenen Verwendung von Wälzlagern fortgefallen. Ueberströmkanals erfolgt, wie wir bereits früher besprochen haben, nicht durch eigene Ventile, sondern durch in den Zylindern angebrachte Schlitze, welche durch die Kolbenoberkante verdeckt oder freigegeben werden. Der Schwlngungsdämpfer. Wenn wir nun annehmen, dass der Inhalt eines Arbeitszylinders 500 ccm beträgt und derwichtsausgleich im Motor kommt für Abgesehen von dem sorgfältigen Ge- des- Hubraum einer Ladepumpe 750 ccm, dann ergibt sich selbst in hohen Drehzahlen, bei welchen mit einem Wirkungsgrad von 60 %> gerechnet werden kann, immerhin eine fast lOOprozentige Füllung des Arbeitszylinders. Die Zahl der Kurbelwellenlager. Der zu verschiedenen Zeiten in den einzelnen Zylindern auftretende Explosionsdruck, der den Kolben mit grosser Wucht nach abwärts schleudert, sowie die kinetische Energie, welche durch die hinund hergehenden Massen entsteht, beanspruchen die Kurbelwelle des Motors auf das höchste. Aus diesem Grund ist es von entscheidender Wichtigkeit, Vibrationen in der Kurbeiwelle durch eine entsprechende Bauart des Motors zu verhindern. Man erreicht dies durch eine sehr sorgfältige Lagerung der Kurbelwelle. Am besten ist es natürlich, zwischen je zwei Zylindern ein Hauptlager einzuordnen, so dass die Kurbelwelle eines Reihen-Achtzylinder-Motors neun oder mit einem weiteren Aussenlager sogar zehn Hauptlager aufweist, die Welle eines Sechszylinder-Motors sieben oder acht Hauptlager. Diese Ausführung ist allerdings sehr kostspielig und viele Fabriken verwenden daher eine geringere Anzahl von Hauptlagern, beispielsweise beim Vierzylinder-Motor drei Hauptlager, beim Sechszylinder-Motor drei oder vier Hauptlager usw. Durch eine kräftige Ausführung der Kurbelwelle und durch einen besonders sorgfältigen Massenausgleich ist es möglich geworden, auch bei dieser geringeren Anzahl von Hauptlagern einen ausreichend ruhigen Lauf des Motors zu erzielen. Trotzdem muss der Lösung, die eine möglichst grosse Anzahl von Hauptlagern vorsieht, der Vorzug gegeben werden und man kann die Qualität eines Motors meist nicht zu Unrecht auch nach der Zahl der Hauptwellenlager beurteilen. Das Material der Kurbelwelle. Es ist bei uns in Europa bisher üblich gewesen, die Kurbeiwelle aus Stahl zu schmieden, und zwar im Gesenk. In Amerika hingegen finden sich schon seit längerem und mit grossem Erfolg gegossene Kurbelwellen im Gebrauch; sie bestehen aus einem Material, das man seiner Zusammensetzung nach weder als Gusseisen noch als Gußstahl bezeichnen kann. Anfänglich stand man diesen gegossenen Kurbelwellen misstrauisch gegenüber, doch hat es sich gezeigt, dass dieses Material nicht nur allen normalen Ansprüchen gewachsen ist, sondern sen ruhigen Lauf dem "am Ende der Kurbelwelle sitzenden Schwingungsdämpfer eine entscheidende Bedeutung zu. Der Schwingungsdämpfer besteht aus einer grösseren Masse, die nicht starr auf der Kurbelwelle befestigt ist, sondern sich bei Ueberwindung einer einstellbaren Reibung auf der Kurbelwelle drehen lässt. Seine Aufgabe lässt sich dahin umschreiben, dass er das sogenannte «Aufschwingen» der Kurbelwelle verhindern soll. Treten nämlich Schwingungen auf, dann kommt es bei gewissen Drehzahlen vor, dass sie immer grösser werden, weil schon ganz geringe Kräfte genügen, die Schwingungen in einem unerträglichen Mass zu steigern. So können infolge anfänglich ganz kleiner Schwingungen auch die stärksten Kurbelwellen brechen. Selbstverständlich entstehen diese Schwingungen nur bei ganz bestimmten Drehzahlen, doch muss .damit gerechnet werden, dass dem Fahrer das Gefühl dafür fehlt, das Auftreten von Schwingungen zu spüren. Wenn nun Schwingungen in der Kurbelwelle auftreten, so müssten sie den schweren Schwingungsdämpfer mitbewegen; dies ist jedoch wegen der Massenträgheit nicht ohne weiteres möglich und es tritt daher die Friktionskupplung zwischen der Kurbelwelle und der Masse des Schwingungsdämpfers in Wirksamkeit. Die in dieser Kupplung entstehende Reibung erstickt die Schwingungen schon im Keime. Im Gegensatz zur Masse des Schwin- dass es darüber hinaus, im Gegensatz- zum Schmiedestahl, besonders wenig zur Vibration gungsdämpfers sitzt die Masse des neigt, was gerade bei der Kurbelwelle von be-Schwungradessonderer Wichtigkeit ist. zwischen Motor und Getriebe liegende worin fast ausnahmslos die Kupplung untergebracht ist, fest auf der Zusammengesetzte Kurbelwellen. Motorwelle, denn dieser Schwungmasse Im allgemeinen präsentiert sich die Kurbelwelle als ein einziges Stück, währenddem die Ge-Ungleichmässigkeiten der einzelnen Kraft- fällt die Aufgabe zu, den Motor über alle gengewichte aufgeschraubt werden. Die Bearbeituns einer Kurbelwelle erfolgt auf Spezialmaschiimpulse hinweg in möglichst gleichmässigetn Lauf zu nen, die volle Gewähr dafür bieten, dass sie bei halten. S€*«ss«»n'%'«&»l««l*i Die Strassenverkehrsunfälle im Kanton St. Gallen erreichten im Jahr 1935 die Zahl von 936. Die Monate August mit 105 und Mai mit 103 erscheinen als die unfallreichsten, währenddem der Februar mit 39 und der März mit 58 die niedrigsten Unfallziffern aufweisen. Auf die Wochentage verteilt, schwingt der Samstag mit 150 obenaus, es folgt der Sonntag mit 145, der Freitag mit 137, dieweil der Dienstag mit 119 das Minimum hält. Nach den Folgen beurteilt, handelt es sich um 27 Unfälle ohne Schadenangabe, 471 nur mit Sachschaden, 298 mit Sachschaden und Personenverletzung und 140 nur mit Personenverletzung. Von den verletzten Personen waren 259 Fahrer, 79 Mitfahrer und 156 Fussgänger, davon 59 Kinder. Getötet wurden 36 Personen, nämlich 20 Fahrer, 3 Mitfahrer und 13 Fussgänger, davon 2 Kinder. Nach Art der beteiligten Objekte überwiegen die Personenwagen mit 674, dann folgen die Fahrräder mit 303, die Lastwagen mit 189 und die Fussgänger mit 177. Fuhrwerke mit Tiergespann waren 59mal beteiligt, Tiere in 36, Strassenbahn in 29 und Omnibus in 26, Taxi in 3, Motorräder in 154 Fällen. Insgesamt sind 1671 beteiligte Objekte aufgeführt. Unter den Unfallursachen, die beim Führer liegen, stehen Unvorsichtigkeit und Kopflosigkeit mit 100 Fällen obenan. Zu schnelles Fahren führte in 98 Fällen, unvorsichtiges Vorfahren in 80 und Fahren auf falscher Strassenseite in 76 Fällen zu einem Unglück. In 38 Fällen lagen die Ursachen beim Fuhrwerk, nämlich 14mal im Scheuwerden oder Durchbrennen von Zug- oder Reittieren, je 7mal im fehlerhaften Bremsen oder unrichtiger Beladung des Fahrzeuges. In 104 Fällen bildete die Ursache der Strassenzustand, bzw. die Witterung, nämlich bei 54 Unfällen verschneite, bzw. vereiste Strasse, in 12 Fällen nasse, glitschige Strasse, in 11 Fällen Hindernisse auf der Fahrbahn, in 9 bei schlechter Uebersicht etc. Fussgänger haben 87 Unfälle auf dem Kerbholz, nämlich 27 durch Hineinlaufen ins Fahrzeug, 26 durch unvorsichtiges, kopfloses Verhalten und 13 durch Springen über die Fahrbahn. Das Spielen von Kindern auf der Strasse führte in 6, Gebrechlichkeiten in 5 und Betrunkenheit sogar in 8 Fällen zu Unfall. Andere Unfallursachen notiert die Statistik 53. -k. erschien nach jahrelangen Versuchen der ersie serienmässig gebaute Heckmolorwagen, die MERCEDES-BENZ 7 Si.-PS Type 130 Damals sagten wir: „Dieser Wagen löst mit einem Schlage vier Probleme des kleinen Wagens, nämlich: Leistung Geräumigkeit Strassenhaltung Federung und Lenkung". haben Tausende von Automobilisten erkannt, dass dieses neue Konstruktionsprinzip die Fahreigenschaften unerhört verbessert hat, und sind allein in der Schweiz anderthalb hundert Automobilisten begeisterte Heckmotorfahrer geworden. haben wir, durch diese Erfolge ermutigt, für den technisch fortschrittlich eingestellten Automobilisten das zweite Modell, die nächsthöhere Klasse des Heckmotors, geschaffen, noch leistungsfähiger noch geräumiger, für Personen und Gepäck noch slrassenfesler in der Form ein klassisches Vorbild für die Linienführung des zukünftigen Autos, wurde aus einem 1,7- Liier -Wagen •ine derartige Leistung herausgeholt ZÜRICH: Badenerstrasse 119, Tel. 51.693 LAUSANNE: 2, Chem. d. 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