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E_1938_Zeitung_Nr.008

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e AUTOMOBIL-REVUE

e AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 28. JANUAR 1938 ö Ein wenig Fahrtechnik Wie wende ich in enger Strasse? Es braucht dazu manchmal allerhand fahrerisches Können. Und dazu die Gabe, Distanzen sicher und rasch zu schätzen. Zu den schwierigsten Rangierkünsten zählt das Wenden in einer engen, womöglich noch gewölbten Strasse, die vielleicht zum Ueberfluss ausserdem ein starkes Gefälle aufweist. Aber sehen wir mal von dieser er- die Lenkung noch vollständig nach links ein- Haben wir das Manöver richtig schwerenden letzten Möglichkeit ab. Eszuschlagen. braucht auch so allerhand Routine, um in durchgeführt, und verfügt auch der Wagen einer engen, gewölbten Strasse von bei-übespielsweise 7,5 m Breite einen mittleren einen günstigen Lenkradius, so wird Wagen mit bloss einmaligem Rückwärtsfahren zu "wenden — und zwar notabene ohne den Randstein «mitzunehmen» oder auch nur zu berühren. Die hiebei zu beobachtenden «Kunstregeln » seien kurz zusammengefasst: 11 t-1 -I M l-f- 4 H—f 4- H 1. Wir fahren ganz an den rechten Strassenrand und bremsen fast vollständig ab. Nun schalten wir auf den ersten Gang zurück und fahren sachte, sachte an. Sobald der Wagen zu rollen beginnt, schlagen wir das Lenkrad möglichst rasch ganz nach links ein. Im Moment, wo der Wagen die linke Strassenseite hinabzurollen beginnt, bremsen wir leicht, um in einer Distanz von einem guten halben Meter vom Strassenbord bei A das Lenkrad raschmöglichst weit auf die entgegengesetzte Seite zu drehen. 2. Bevor die Vorderräder den Randstein berühren, stoppen wir ab, ziehen die Handbremse, schalten auf den Rückwärtsgang um und fahren wieder vorsichtig an, hiebei das Lenkrad noch ganz nach rechts einschlagend. Nach Überschreiten des höchsten Punktes der Strassenwölbung treten wir wieder auf die Bremsen und beginnen, kurz bevor das Wagenhinterende bei B anlangt, das Steuer entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen. 3. Nun ist die Handbremse anzuziehen, der erste Vorwärtsgang einzuschalten und ganz langsam anzufahren, damit wir Zeit finden, es uns bei einer Strassenbreite von 7,5 m gelingen, ohne abermaliges Retournieren in einem Zuge wegzufahren. In solchen Situationen macht sich die Annehmlichkeit eines engen Lenkradius besonders stark bemerkbar. Handelt es sich um ein Fahrzeug mit langem Radstand und grossem Lenkkreisdurchmesser, so bleibt uns nichts anderes übrig, als wohl oder übel noch ein zweites Mal in gleicher Weise rückwärts zu fahren. Tech 3*« Lampen aus Gummi ? Jawohl, das ist kein Witz. In England werden nach der « Motor- Kritik » sogar schon eine ganze Reihe von Lastwagen serientnässig damit ausgerüstet. Sie sollen sich vorläufig speziell bei Fahrzeugen mit nach vorn gerücktem Führersitz eingeführt haben, wo ihre Lage besonders exponiert ist. Auch als Schlusslampe kommen sie in Frage, da sie dank ihres Gummigehäuses mit Gummibefestigung beim Anstossen nicht gleich zerbrechen. Das Glas ist in einen Falz im Gummigehäuse eingelassen und kann mit grösster Leichtigkeit ersetzt werden. Die Herstellerin liefert gleich von Anfang an Ersatzscheiben mit Neben Scheinwerfern mit doppelanmiger um einseitiger Befestigung werden, wie er-unwähnt, auch Rücklichter aus Gummi her- Um die etwas verwirrende Bezeichnung «Brems- eine Leistungsmessung wäre unmöglich. Mit den Bremsen des Fahrzeuges hat dies nichts zu tun. gestellt, -fw- PIS» durch leichtverständlicheren Begriff zu ersetzen, ist schon vorgeschlagen worden, an ihre Tccfan Sjav^disBasal Stelle das Wort Motor-PS treten zu lassen. -fw- Frage 13.241. Soll ich den Motor schon jetzt entrussen? Ist es notwendig, einen obengesteuerten Motor nach 14,000 km Fahrstrecke zu entrussen, wenn anfänglich etwas Obenschmieröl verwendet wurde, und darf ich noch ruhig zufahren? Der Motor hat 9 PS. D. H. in F. Antwort: Solange Sie kein Nachlassen der Leistung bemerken und auch ein Klingeln oder klopfende Verbrennungen bei Benützung des direkten Gangs in Steigungen nicht auftreten, brauchen Sie wegen möglicher Verrussung nicht in Sorge zu sein. Wir wissen nicht, in welchen Mengen oder exakter wie lange Obenschmieröl verwendet wurde. Geschah dies wirklich nur ganz kurze Zeit und ist zudem Ihr Vergaser richtig eingestellt, so sollte es noch möglich sein, Tausende von Kilometern zurückzulegen, bevor Sie erstmals entrussen lassen. Immerhin empfehlen wir, wenigstens das Ventüspiel nachsehen zu lassen, da es sich durch Abnützung der Ventilsitze mit der Zeit verringert. Der Motor wird sich im übrigen schon von selbst in besagter Weise «melden», wenn er vor Ablauf der normalen Zeit entrusst sein will. -b- Frage 13.242. Was versteht man unter den verschiedenen Arten von PS? Ich besitze eine Maschine von 500 ccm Hubraum. Was versteht man nun unter Steuer-PS, Brems-PS, Motor-PS? Obgenannte Maschine hat laut Fahrzeugausweis 2,25 PS. R. J. in S. Antwort: Es ist bekannt, dass man aus einem Motor von soundsoviel ccm Hubraum («Zylinderinhalt») eine bestimmte Leistung in Pferdekräften herausholen kann. Vor langer Zeit, als die Steuerformel herausgeknobelt wurde, waren die Motoren noch lange nicht so leistungsfähig und gaben pro Liter Hubraum also eine bedeutend kleinere Leistung ab. I>a man nun die Höhe der Steuer auf die Motorleistung abstellen woMte und diese andrerseits wieder vom «Zylinderinhalt» der Motoren abhing, setzte man fest, dass man allgemein einen solchen von 1 Liter 5 PS gleichsetzen wollte. Inzwischen entwickelten sich aber die Motoren weiter und ihre Leistungen stiegen. Die «Steuerformel» aber wurde aus Gründen der Bequemlichkeit beibehalten. Die Steuer-PS haben daher heute mit den wirklichen vom Motor geleisteten PS nichts mehr zu tun. Dass man überhaupt noch von Steuer-PS spricht, ist ein «Zopf», den man als sinnwidrig ruhig einmal abschneiden könnte. Es wäre ja gerade so einfach zu sagen, die Motoren zahlen pro 200 ccm Hubraum soundsoviel an Steuern als statt dessen mit dem schleierhaften Steuer^PS zu operieren. Die wirkliche Motorleistung gibt man in Bremsoder Motor-PS an, was das gleiche ist. Denn unter Brems-PS versteht man keineswegs etwa die Leistungsfähigkeit der Bremsen eines Fahrzeuges. Vielmehr entstand dieser Ausdruck daher, dass man die Motoren auf dem Prüfstand mit einer geeigneten Bremse verbinden muss, welche imstande ist, die erzeugte Motorleistung zu «vernichten» Andernfalls würde der Motor ganz einfach durchgehen, Schriftliche Antworten: II. Antwort 13.228. Motor klopft mit normalem Benzin. Zuschrift weitergeleitet. Frage 13.243. Generalvertretung Oelraffinerie- Apparat. Können Sie uns angeben, wer in der Schweiz die Vertretung des durch Sie im Artikel Oelraffinerie en miniature» beschriebenen Apparates inne hat? T. in L. Antwort: Adresse schriftlich mitgeteilt. Frage 13 244. Lehrbuch für Auto-Elektrik. Was für ein Lehrbuch für Auto-Elektrik können Sie mir empfehlen? G. S. in W. Antwort schriftlich mitgeteilt. Frage 13.245. Generalvertretung der Sachs-Aussenbord-Motoren. Können Sie mir die Adresse der Generalvertretung der Sachs-Aussenbord-Motoren bekanntgeben? C. M. in V-M. Antwort: Adresse schriftlich mitgeteilt. |ur.sf. Sp» '««§• Anfrage 693. Fahren ohne Licht. Ich erhielt von der Polizeistation einan bedingten Strafbefehl über Fr. 20.— plus Gebühren, insgesamt Fr. 27.— weil ich ohne Licht durch eine Strasse in B. gefahren sei. Der Tatbestand stimmt und trug sich folgendermasson zu' Vorausschicken möchte ich, dass an meinem Auto die Abblendung durch eine Abwärtsbewegung eim-s Hebels am Lenkrad betätigt wird. Wiederhole ich diese Bewegung ein zweites Mal in der gleichen Richtung, so ist das Licht ganz ausgeschaltet. Als ich nun an dem fraglichen Abend nach B. hineinfuhr, blendete ich gewohnheitsgemäss von du, wo die Strasso beleuchtet ist, ab. Als mir nun in B. zwei Radier entgegenkamen, blendete ich, ohn» etwas zu denken, nochmaJs ab und hatte demzufolge das Licht ausgeschaltet. Durch die gute Beleuchtung der Strasse fiel es mir nicht auf, dass ich ohna Licht fuhr; erst am Ausgang des Ortes bemerkte ich mein Versehen. Nun haben dieses Vorkommnis zwei Fussgängor bemerkt und mich angezeigt. Kann ich gegen die Höbe der Strafe Einspruch erheben mit Aussicht auf Erfolg, und welche Schritte müsste ich in diesem Falle tun? W T. in B. Antwort- Auf dem Strafbofehl ist eine Fri3t angegeben, binnen welcher Sie gesetzliche Behandlung der Angelegenheit verlangen können. Es scheint uns auch, dass es gelingen sollte, die Busse, wenn nicht aufzuheben, so doch wesentlich zu reduzieren. Am einfachsten wäre es wohl, wenn Sie, um nichts zu versäumen, Einsprache gegen den Strafbefehl erheben und gerichtliche Beurteilung verlangen, wobei Sie den Vorfall genau schildern. Gleichzeitig erklären Sie, die Einsprache fallen zu lassen, falls Ihnen unter Würdigung der Umstände die Busse auf Fr. 5.— oder 10.— reduziert würde. * Wer wollte es riskieren sie einem Wagen anzuvertrauen, der nicht ein Maximum an Sicherheit und Zuverlässigkeit böte? Maximale Sicherheit und Zuverlässigkeit, nicht bloss der Reisenden wegen, sondern vor allem, weil diese Vorzüge dem berühmten Zünglein der Bilanzwaage den richtigen Impuls auf die richtige Seite geben! Drei Jahrzehnte Erfahrungen tm schweizerischen Strassentransport und die Gewissenhaftigkeit •schweizerischer Fabrikation finden im Bernawagen vorteilhaftesten Ausdruck. Cors und Omnibusse ffor 8 bis 60 Plätxe. Lastwagen von 800 bit 7000 ko Nutzlast. Motorwagenfabrik Berno A.C. Ölten D. K. W. 2 4pl. 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8 — FB-EIMG. 28. JANUAR 1938 AUTOMOBIL-REVUE M 1. 1938 Neue Parkordnung in Bern Am 25. Januar sind unter dem Vorsitz von Polizeidirektor Dr. Freimüller die Vertreter der Automobilverbände, der Gassen- und Quartierleiste sowie der Geschäfts- und Ladeninhaberverbände zur Schlussbereinigung der im Wurfe liegenden neuen stadtbernischen Parkordnung zusammengetreten. Der letzte Entwurf ist das Produkt eingehender Beratungen zwischen der städtischen Polizeidirektion und den Automobilverbänden, welche das erste Projekt der Polizeibehörde' in bezug auf die Befristung des Parkens während den Tagesstunden, die rigorose Definition des «Haltens» und der Anlehnung an den unverständlichen Bundesgerichtsentscheid betreffend die Erkundigungspflicht des Automobilisten in allen Strassen und Plätzen ohne wahrnehmbare Signaltafeln, einhellig abgelehnt hatten. Es ist der städtischen Polizeidirektion hoch anzurechnen, dass sie in dieser Situation auf dem Weg direkter Verhandlungen die berechtigten Einwände der Automobilisten in Einklang mit ihrer Verkehrsordnung zu bringen suchte. Von den oben angeführten Differenzen konnten sämtliche im Sinne einer vernünftigen und Auslegung beigelegt Werden. Auffassung Das Parken tagsüber ist in der Regel keiner Befristung unterworfen , eine Ausnahme davon machen lediglich die heute schon mit zeitlicher Begrenzung belegten Strassen und Plätze, welche in jedem Falle auf der Beitafel zum Parksignal durch einen entsprechenden Vermerk gekennzeichnet sein müssen. Der vordem stark eingeschränkte Bogriff des «Haltens», der das kurz dauernde Unterbrechen der Fahrt an Stollen mit Stationierungsvrbot vom Nichtverlassen des Fahrzeuges abhängig machen wollte (der redaktionelle Einfluss des Städtcverhandes ist unverkennbar") konnte glücklicherweise den praktischen Bedürfnissen angepasst werden, so dass nach der neuen Fassung auch der Waeenlenker mitunter beim Aufund Abladen von Waren behilflich sein kann. Was jedoch die Berner Automobilisten bestimmt freuen wird, ist die Tatsache, dass die städtische Polizeidirektion die heutige klare Regelung, welche auf dem Prinzip der Signnlisieningspflicht beruht, grundsätzlich beibehält. Für Bern gilt also die klare Regelung, dass im Stadtzentrum jedes Stationierungsverbot als solches augenfällig signalisiert sein muss und dass, wo kein solches besteht, eben geparkt werden darf, mit anderen Worten: Was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt! Es mag vielleicht verwundern, dass der sehr einschneidenden Bestimmung Ober die Raumungspflicht morgens 4 Uhr in allen Stadtteilen von keiner Seite Opposition bereitet worden ist. Für diesen Entscheid sind indessen ausschliesslich Gründe sachlicher Natur wegleitend gewesen: Die Behörden wollen endlich einmal dem Freiluftgaragen-Unwesen mit der damit verbundenen nächtlichen Ruhestörung zu Leibe rücken und diese Kategorie Automobilisten zwingen, ihre Wagen nachtsüber vorn öffentlichen Grund und Boden zu räumen. Wo hierfür privater Boden benützt wird, findet die neue Verordnung keine Anwendung. Es ist zu beachten, dass eine gesetzliche Vorschrift, die Wagen nachtsüber in einer Garage abzustellen, nicht besteht und die neue Parkordnung in diesser Beziehung nur die Strassen und Plätze vor dauernder Ueberstellung will. Umstritten ist heute noch die Frage des befreien wechselnden Parkens auf bestimmten Einbahnstrassen nach geraden und ungeraden Tagen. Die Strassenverkehrsliga des Kantons Bern hat gegenüber dieser neuen Parkierungsweise nicht unberechtigte Zweifel in bezug auf deren Funktionieren zum Ausdruck gebracht und dabei besonders das unbestimmbare Einfühlungsvermögen der auswärtigen Automobilisten in Berücksichtigung gezogen. Doch entschied sich die Versammlung nach überzeugenden Voten des Vertreters des A.C.S., Hrn. Oberst Marbach, mit grosser Mehrheit für den neuen Modus, in der Meinung, dass es sich einstweilen nur um einen Versuch handle, der je nach dem praktischen Ergebnis abgeändert oder sogar wieder fallen gelassen werden kann. Den Geschäftsund Ladeninhabern an der Aarbergergasse, Neuongasse und Schauplatzgasse wird die neue Regelung ohne Zweifel eine willkommene Entlastung in der sonst stets erschwerten Zu- und Wegfahrt bringen. Das ist auch der Zweck dor neuen Parkordnung, welche versucht, die bisher überfüllten Einbahnstrassen in der Innerstadt in geeigneter Weise zu entlasten. Selbstverständlich werden die von Tag zu Tag wechselnden Parkseiten als solche deutlich signalisiert; selbst ein auswärtiger Besucher, dem genaue lokale Kenntnisse nicht zugemutet werden können, wird sich anhand der aufgestellten Verbottafeln jederzeit über das zulässige Abstellen des Fahrzeuges orientieren können. Eine Bussenfalle, wie viele meinen, soll das neue System nicht werden. Alles in allem ist somit der Eindruck, den der objektiv denkende Strassenbenützer von den energischen Anstrengungen der Stadtpolizei zur Sanierung eines brennenden Verkehrsproblems erhält, ein denkbar günstiger. Selbstverständlich fehlt es auch nicht an einer angemessenen Uebergangsperiode zur Einführung der neuen Vorschriften. Bern erhält auf den 1. Februar 1938 eine unmissverständliche Parkordnnng, die gleicherweise dem Fahrzeuglenker wie dem Anstösser dienen will. Hoffen wir, dass sie sich im Laufe des ersten Probejahres bewährt und die von beiden Seiten in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. Auszug aus der Parkordnung. 1. Allgemeines. Die neue Parkordnung gilt für das Gebiet der Innerstadt, d. h. vom Bubenbergdenkmal bis und mit dem Strassenzug Rathaus- Kreuzgasse. In den Aussenquartieren bestehen keine zeitlichen Stationierungsvorschrifton, für diese Gebiete gilt ausschliesslich die Räumungspflicht vom öffentlichen Grund und Boden um 4 Uhr morgens. 4 Bücher für Kaufleute: Französisch für Kaufleute Von Georges Vacheresse Englisch für Kaufleute Von Prof. Dr. A. Lätt Spanisch für Kaufleute Von Prof. Dr. A. Steiger Italienisch für Kaufleute Von Prof. Dr. M. Alani Jedes Werk zerfällt in 5 Hauptteile, wovon der erste in knapper Form die staatliche und wirtschaftliche Einrichtung sowie Handel und Verkehr in den betreffenden Ländern behandelt. Der zweite Teil trägt die Ueberschrift „Handelskorrespondenz und Organisation der Korrespondenzabteilung". Dieses Kapitel ist ein meisterhaftes Abbild der Handelspraxis. 90 Seiten Wörter und Mustersätze bilden den dritten Teil. Dieser Teil bedeudet für den Korrespondenten das nie versiegende Nachschlagewerk, das ihm über alle Klippen hinweghilft. Nicht nur dem Handel, sondern auch dem Bankverkehr ist eingehend Rechnung getragen worden. Der vierte Teil ist betitelt: „Korrespondenz und Handelskunde". Gegen 200 Musterbriefe, die zum grössten Teil Originalbriefe sind, enthält dieses Kapitel. Die Briefe bestehen aus drei Teilen: Der Inhaltsangabe, dem Brief und den Erläuterungen. Diese am Fusse des Briefes angebrachten Erklärungen machen, den Benutzer auf sprachliche und handelsübliche Eigentümlichkeiten aufmerksam. Unsicherheiten im Sprachgebrauch machen einen schlechten Eindruck auf den Empfänger eines Briefes. Aus diesem Grunde legen die Verfasser im Schlusskapitel der Werke ihre Erfahrungen, die sie während ihrer Tätigkeit gemacht haben, nieder. Solche Bücher bedeuten für jeden strebsamen Kaufmann Kapital Verlangen Sie ein Probeheft, das viele Mustersätze aus den genannten Werken enthält. Preis jedes in Ganzleinen gebundenen Bandes Fr. 5.50 VERLAG HALLWAG • BERN A b t e i l u n g S p r a c h w « r k e 2. Begriffe. Die neue Parkordnung unterscheidet zwischen Parken, Halten und Stationierungsverbot. Halten ist die kurz dauernde Unterbrechung der Fahrt zum Ein- und Aussteigen von Personen, zum Bezahlen des Fahrlohnes, zum Auf- und Abladen von Waren oder Umzugsgut. Halten darf man ausnahmsweise auch dort, wo ein Stationierungsverbot besteht, wenn keine andere Möglichkeit vorhanden ist. 3. Parken auf Zweibahnstrassen und Plätzen. a) Tagsüber zeitlich unbeschränkt, wenn nicht durch entsprechende Vermerke auf der Beitafel zur Signaltifel Einschränkungen gemacht werden. b) N'achts* Geparkte Fahrzeuge sind spätestens um 4 Uhr vom öffentlichen Grund und Boden zu entfernen. Lastfahrzeuge und Anhänger oder grosse Omnibusse dürfen über diese Zeit hinaus geparkt werden, wenn eine Bewilligung der Stadtpolizei vorliegt. Bei Grossanlässen ist die städtische Polizeidirektion befugt, die Bäumungspfljcht auf bestimmten Parkplätzen aufzuheben. 4. Parken auf Einbahnstrassen. Für die Aarbergergasse, Neuengasse Und Scbauplatzgasse wird versuchsweise das wechselnde Parken auf einer Strassenseite angeordnet, und zwar an den ungeraden Kalendertagen auf derjenigen Strassenseite mit den ungeraden Hausnummern, und an den geraden Kalendertagen nur auf der Seite mit den geraden Hausnummern, wobei der Wechsel ebenfalls um i Uhr morgens erfolgt. Auf diesen und den übrigen Einbahnstrassen sind geparkte Fahrzeuge spätestens um i Uhr zu entfernen. 5. Neuregelung für die Amthausgasse. Die Amthausgasse Südseite, Seite Nationalbank, wird als Parkplatz erklärt. Die neue Parkordnung tritt mit Wirkung ab 1. Februar 1938 in Kraft. letzte Ifleldiun^en Zwei Millionen für Strassenbau im Kt. Freiburg. Die freibunnsche Regierung sucht beim Grossen Rat um einen Kredit in der Höhe von 2 Millionen Fr. für den Ausbau des Strassennetzes nach. Hitler beschenkt Faruk. Reichskanzler Hitler hat dem König von Aegypten ein Hc-chzeitsgesehenk an Form eines Mercedes-Benz-Sportkabrioletts überreicht. Zum Kongress des CTI. Die Grundzüge des Programms für diesen Kongress der vom 5.—12. Juli in der Schweiz zusammentritt, sind an einer Sitzung vom vergangenen Dienstag festgelegt worden. Die ersten beiden der fünf Tage, welche das Programm umfasst, werden den Kongress in Luzern versammelt sehen, wo sich auch 'die Arbeitssitzungen abwickeln. Mit der Aufstellung der Traktandenliste haben sich die schweizerischen Organisatoren jedoch nicht zu befassen. Am dritten Tag teilt man sich in zwei Gruppen, wovon sich die eine nnch dem Besuch von Zürich und dem Flugplatz Dübendorf im Spezialzug nach Interlaken begibt, währenddem die zweite von Luzern aus Interlaken über den Brünig direkt ansteuert, wobei in Meiringen ein Abstecher nach den Grimselwerken eingeschaltet wird. Am vierten Tag stattet die eine Gruppe dem Jungfraujo^h einen Besuch ab, die zweite fahrt über den Lötschberg nach Zermatt, doch vereinigt der Abend die beiden «Kolonnen» wieder, und zwar in Montreux, wo nuch der fünfte Tag verbracht und der offizielle Teil 'der Tagung geschlossen wird. Die Bundesbahnen haben sich zuvorkommenderweise bereit erklärt, jedem Kongreßteilnehmer ein Generalabonnement 1. und 2. Klasse auszuhändigen. Stfra Ausbau des Col du Bonhomme. Als Antwort auf einen Schritt, den einige französische Parlamentarier in Paris zugunsten eines baldigen Ausbaus der Strasse über den Cal du Bonhomme unternommen hatten, ist den Betreffenden soeben vom Minister der öffentlichen Arbeiten in einem Schreiben u. a. folgendes erwidert worden: «Ich beehre mich, Ihnen mitzuteilen, dass Ich soeben ein Studienprogramm genehmigt und grundsätzlich die Ermächtigunj; zur Ausführung bedeutender Verbesserungearbeiten in den Abschnitten zwischen Saint-Gervais und Les Contamines, Les Chapieux und Bourg-Saint-Maurice für das Jahr 1938 erteilt habe. Ich gebe Ihnen die Versicherung, dass auch die weiteren Arbeiten mit aller möglichen Beschleunigung unternommen werden.» Mit dieser wichtigen Entscheidung ist nun die Zu verkaufen 1 Ford 11 HP, 4 Zyl., Modell 1933, Fr. 600.— 1 Renault 7,5 HP, 6 Zyl., Modell 1931, Fr. 600.— 1 Steyr 7,98 HP, 6 Zyl., Modell 1928, Fr. 600.— 1 Peugeot 7,5 HP, 4 Zyl., Modell 1928, Fr. 500.— Offerten unter Chiffre 4999 an die (8,9 Automobil-Revue, Bern. Fortsetzung der im vergangenen Sommer eingeweihten Strasse über den Col de l'Ieeran von Bourg—Saint-Maurice via Contamines—Saint- Gervais nach Chamonix gesichert. Dieser letztgenannte Platz erhält damit nicht nur die gewünschte direkte Verbindung mit der französischen Riviera durch die bereits «Nice-Mont-Blanc» getaufte neue Alpenroute, sondern auch einen unmittelbaren Zugang zu den norditalienischen Kurund Sportgebieten auf Kosten des schweizerischen Ueberganges Martigny-Grosser St. Bernhard. Durch einen Ausbau des Col de La Forclaz-Passes könnte dem Wallis wenigstens ein entsprechender Anteil an Rundfahrten um den Mont-Blanc gesichert werden. Gewies wird der Bau einer Fahrstrasse über den 2340 m hohen Col du Bonhomme für den Autotourismus grosse Bedeutung haben. Viel grösser aber erscheint uns die militärische Wichtigkeit dieses knapp hinter der französisch-italienischen Grenze verlaufenden Strassenzuges, wird doch durch den Bau der Col du Bonbomme-Strasse die einzig noch bestehende Lücke in der grossen Nord- Südlinie Chamonix - Col du Bonhomme - Col de l'Iseran - Col du Galibier - Briancon - Col d'Izoard - Col de Vare - Col de la Cayolle - Nizza geschlossen, b. Strassenbauten und Autoverkehr. Die nächsten Monate bringen auf Zürcher Boden grosso Strassenbauarbeiten an der LimmattaUUeberlandstrasse von Altstetten bis zur Kantonsgrenze unterhalb Dietikon sowie an der linksufrigen Seestrasse von Wollishofen bis nach Kilchberg. Trotzdem durch Warnungstafeln stets auf die Notwendigkeit der Herabsetzung der Geschwindigkeit beim Passieren duser ausgedehnten Baustellen hingewiesen wird, lässt sich immer wieder feststellen, dass rücksichtslose Fahrer auf diese Vorschriften pfeifen und so nicht nur sich selbst, sondern auch die andern Strassonbeniitzer und vor allem auch die Bauarbeiter gefährden. Die Strassenbehörden von Kanton und Stddt machen erneut darauf aufmerksam, dass sofern diese selbstverständlichen Vorschriften nicht vermehrte Beachtung finden, die Möglichkeit besteht, die Strassen während der Dauer der Bauarbeiten völlig für den Fahrverkehr zu sperren, was dann zur Folge hätte, dass Automobilisten und Motorradfahrer wesentliche Verkehrsumleitungen in Kauf nehmen müssten, was sich besonders bei der linksufrigßn Seestrasse sehr unangenehm auswirken würde. V Schweizerischer Aero-Kalender, Jahrgang 1938. Herausgegeben von der Segelfluggruppe der Sektion Zürich des Aero-Qlubs der Schweiz, Talstrasse 11, Zürich. Redaktion: Ing. A. Hug und Dr. W. Dollfus. 200 S., geb. Fr. 3.—. Der zum zweitenmal herausgegebene Taschenkalender enthält wiederum eine Fülle wichtiger Listen, Tabellen und Aufsätze aus dem Gesamtgebiet der nationalen Luftfahrt. Nehen den Adressen aller wichtigen Organe unserer Zivilluftfahrt (Luftamt, Aero-Club der Schweiz, Motorfluggruppen, Segelfluggruppen, Modellbaugruppen, Kommissionen, Vertrauensärzte, Aufsichtsorgane etc.) finden wir darin ein Verzeichnis sämtlicher Motorpiloten mit Zivilbrevet, der Segelflieger mit C-Brevet, sowie der Freiballonführer der Schweiz. Der Kalender enthält weiterhin eine Liste der in der Schweiz immatrikulierten Zivilflugzeuge (Motor- und Segelflugzeuge), sämtliche Kunstflugfiguren, technische Angaben über Sportflugzeuge und Motorsegler, die Immatrikulationsabzeichen der Flugzeuge aller wichtigen Länder, Aufsätze über unsere Luftwaffe, über Brenn- und Schmierstoffe. Brevetbedingungen, ferner pinen historischen Kalender mit über 300 Daten. Statistiken, Lieferantenverzeichnis u. a. m. Der Kalender erscheint zweisprachig (deutsch und französisch) und dürfte für Jeden, der sich irgendwie mit der Luftfahrt zu befassen hat, ein schätzenswerter und unentbehrlicher Rateeber sein. CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN SEVA 6. Am 1. Februar soll mit dem Losverkauf der 6. Seva-Emission auf der ganzen Linie begonnen werden. Dabei wird bis zum 5. Mär« ein Gratislos pro geschlossene oder gemischte Zehnlos-Serie (Endzahlen 0 bis 9) abgegeben. Für die Käufer ganzer Serien wird ein besonderer Zugabetreffer von Fr. 50 000 reserviert Der Serienkäufer erhält für jede Serie eine Serienkarte, die an der Auslosung dieses Spezialtreffers von Fr. 50 000 teilnimmt. Indessen bietet die Seva dem Einzelloskäufer grösste Chancen, denn sie schüttet mit 55% wiederum die verhältnismässig höchste Treffersumme aller Lotterien aus. Im Trefferplan ist der Haupttreffer auf Fr. 100 000 belassen worden im Interesse des Ausbaues der mittleren Treffer Dabei bleibt der Lospreis von Fr. 10.— beibehalten. Redaktion : Dr. A. Locher. — Dr. E. Waldmeyer. Dipl.-Ing. F. 0. Weber. Millionen von Franken gehen jedes Jahr durch Oelwechsel verloren! Welchen Anteil trifft es auf Sie? 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Verlangen Sie Prospekte oder Demonstration vollständig unverbindlich durch die Vertreter Nachweis durch Werdmühlestr. 11 Tel. 34.777 ü. 34.778