Aufrufe
vor 3 Monaten

E_1938_Zeitung_Nr.024

E_1938_Zeitung_Nr.024

wenn die Strassen für

wenn die Strassen für den Fremdenverkehr ausgebaut werden, so doch wohl in der Voraussicht eines vermehrten Autotourismus. Nun haben aber gerade die Automobilisten das grösste Interesse, dass den Radfahrern eigene Bahnen zugewiesen werden, um die Fahrbahn der Autos zu entlasten. Beim Aushau von Strassen ist die beste Gelegenheit, die Anlage von Radfahrwegen oder -streifen miteinzubeziehen. Also her mit den Badfahrwegen. Sie erhöhen die Verkehrssicherheit, vermindern die Unfallgefahlen!» Im Grossen Rat des Kantons Luzern beantwortete Baudirektor Winiker eine Anfrage Zimmermann (Vitznau) betr. den Trottoiranlagen auf schwyzeriscbem Hoheitsgebiet ab luzernischer Kantonsgrenze bei Vitznau gegen Gersau. Während die Trottoiranlage der Seestrasse auf luzernischem Boden bekanntlich eine Breite von 2 m aufweist, soll die Strasse im Anschluss an das Luzerner Teilstück auf schwyzerischem Boden mit einem Trottoir von nur 1,2 m Breite versehen werden. Da die korrektierte Axenstrasse ebenfalls ein Trottoir von 2 m Breite vorsieht, würde sich die Reduktion um 80 cm an der seeufrigen Zufahrtsstrasse zum Gotthard zweifellos als abnormale Erscheinung präsentieren. Diese Kurzsiohtigkeit der Schwyzer ist im Hinblick auf die starke Frequenz der Seeuferstrasse unverständlich und es ist zu hoffen, das« nicht nur im Interesse der Kurorte am See, sondern auch im Hinblick auf die Verkehrssicherheit, der Kanton Schwyz sich zu einem Entgegenkommen entschliesst, um das Trottoir auf eine Breite von, 2 m auszubauen. für die Zulassung 2 m 40 breiter Autobusse auf dem Klausen. Es heisst den Mund nicht voll zu nehmen, wenn man behauptet, die Frage der Zulaesung von mehr als 2 m 20 breiten Cars und Autobussen auf der Klausenstrasse habe ihre Geschichte. Schon 1935 bot sich dem Eidg. Justiz- und Polizeidepartement Anlass. zu dieser umstrittenen Angelegenheit Stellung zu beziehen, wobei es. den vom Urner Regierungsrat vorgebrachten Argumenten folgend, dem Was w i r dazu sagen ? Natürlich sind Bundesrat die Ablehnung der Freigabe der Strasse auch wir Automobilisten an der Erstellung für solche Fahrzeuge empfahl. Aber die Postverwaltung Hess nicht «lugg> und im vergangenen von eigenen Radfahrstreifen unmittelbar interessiert. Dass sie die Verkehrssicherheit Wagen durch. Das genügte wohl für die Glarner Sommer führte sie Versuche mit neuen, breiteren erhöhen, steht ausser Zweifel — sofern die Behörden, der Einsetzung dieser Omnibusse auf dem « Ritter des Stahlrosses > sie auch wirklich Klausen zuzustimmen, nicht dagegen für die Urner. Sie blieben unerbittlich und erwiderten auf benützen. Allein das ist es eben ! Denn dass das neue Gesuch der Post mit einem deutlichen es der Velofahrer noch immer genug gibt, Nein. die anscheinend eine unüberwindliche Abneigung gegen die eigens für sie angelegten In der letzten Sitzung des Urner Landrates näm- Doch die Zeit arbeitete für die Postverwaltung. Wege empfinden, davon wüssten gerade wir lich geschah es, dass die Regierung ihren früheren Automobilisten ein Liedlem zu singen. Nein, Fahrradwege sind nach unsern Informationen im Rahmen des Ausbaus der bernischen Fremdenverkehrsstrassen nicht vorgesehen. Und zwar aus dem zwingenden Grund, weil es an den nötigen Finanzen Knapp zwei Jahre nach dem Inkrafttreten fehlt. Die 2,8 Millionen, welche der Kanton des deutschen Güterfernverkehrsgesetzes hat für die Verwirklichung dieses Projektes aufwendet, reichen leider nicht aus, um im Zuge den Neuordnung der Bestimmungen bekannt- die Regierung den Plan einer durchgreifen- der geplanten Modernisierung auch gleich gegeben, nach denen seit dem Frühjahr 1936 noch die Radfahrwege « mitzunehmen ?, das Problem Schiene-Strasse in Deutschland denn bei der Eigenart unserer Terrainverhältnisse würde eine solch zusätzliche Ver- neuen Entwurfs als Sofortprogramm zur För- gelöst werden sollte. Die Kennzeichnung des besserung beträchtliche Mehrkosten verursachen. Ein-Trost freilich verbleibt uns und wagen macht die Dringlichkeit deutlich, mit derung des Güterfernverkehrs mit Lastkraft- den Radfahrern bei alledem : dass nämlich der die massgebenden Stellen eitre Abänderung der bisherigen Koordinationsmassnah- für den Ausbau der Strasse, besser gesagt des Strässchens Bern-Thun ein Projekt existiert, das die Erstellung von Fahrradstrei- Bekanntlich hat das Güterfernverkehrsgemen durchgeführt sehen möchten. fen in sich schliesst. setz vom 26. Juni 1935 durch weitgehende Gleich am ersten Sitzungstage der 2. ausserordentlichen Wintersession hat übrigens der ber- des gewerblichen Güterkraftverkehrs an die Angleichung der Beförderungsbestimmungen nische Grosse Rat der Vorlage über den Ausbau der Fremdenverkehrsstrassen einhellig seine Zustimmung erteilt. Einmal mehr «genoss> man dabei nisatorischer Zwangsmassnahmen jede freie der Eisenbahnen und durch eine Fülle orga- das unvermeidlich gewordene Schauspiel, wie der Entfaltungsmöglichkeit der Kraftverkehrsunternehmungen für die Zukunft unterbun- lolcalpatriofismtjs seine Blüten trieb. Aus allen Ecken de« Kantons meldeten sich neue Forderungen und Begehren strassenbaulichen Charakters. den. Das Ergebnis war, dass die Zahl der Als ob einerseits die Behörden nicht selbst wüssten, wo es heute überall noch fehlt und was einen sich allein von 1934—36 fast verdoppelt hat- Neuzulassungen von Lastkraftwagen, die Ausbau nötig hat, als ob man anderseits mit der te, in 1937 erstmalig wieder zurückgegangen grossen Kelle schöpfen könnte. Was vcn diesem Feilschen und Markten schliesslich noch ü!>rig ist. Zwar weist die Gesamtziffer der Lastwagenzulassungen für das letzte Jahr noch blieb, war ein Zusatzantrag, der einer Verbesserung auch der Zufahrtsstrassen das Wort redet. einen Zuwachs von 1,3 % aus (gegen 29,5 % und 93,5 % in den vorangegangenen Jahren), doch sind hierbei noch die Dreiradfahrzeuge mitberücksichtigt, die für den Güterferrtverkehr natürlich ausscheiden. Aus Kanf« Dass die massgebenden Stellen die mit Ein Schildbürgerstreich. dem Wirksamwerden des Güterfernverkehrsgesetzes sich ankündigende rückläufige Entwicklung schnellstens abzustoppen bemüht sind, ist naheliegend. Um so überraschender sind die Wege, die sie zur Besserung der gegenwärtigen Lage ins Auge gefasst haben. Die Bindung des Kraftverkehrs an das Organisationsschema der Eisenbahnen soll nämlich keineswegs gelockert, sondern noch befestigt werden. Die Zusammenfassung der Autounternehmungen im Reichskraftwagen- Blatt Im Wind. Von Joe Lederer. 22. Fortsetzung. Er hatte das Kinn in die Hände gestützt. Es sah aus, als würde er lachen. «Ich werde Ihnen eine Ansichtskarte schreiben », sagte er zu Cary. « Bestimmt. Sie sind so schön und europäisch. Ich werde Ihnen zu Weihnachten eine Ansichtskarte mit einem Mistelzweig schicken. Ich werde Ihnen schreiben, ob sich die Inder beschützen lassen. > « Captain », sagte Hubert. « Sie sollen nicht mit meiner Frau flirten.» «Ich flirte nicht. Ich liebe sie. Symbolisch. Sie ist eine arme Europäerin. Ich werde ihr auch zu Neujahr eine Ansichtskarte schicken.» « Einverstanden », sagte Hubert. < Und was ist mit Ostern ? » «Auch zu Ostern >, sagte James. Er grinste nicht mehr. Er sass steif da. « Mrs. Maquardt», sagte er. «Ich würde sehr bedauern, wenn ich Ihnen mit meinen Spässen lästig war. » * «Fangen Sie nicht mit solchem Unsinn an, Captain.» Cary legte einen Moment ihre Hand auf seinen Arm. James schwieg. Er hob den Kopf und Ein «Probejahr» blickte Cary an. Plötzlich stand er auf und sagte Gute Nacht. Der Oberst blickte ihm nach. «Er hätte in England bleiben sollen», sagte er. « Indien macht ihn kaputt, er kann die Geschichte mit dem Bruder nicht vergessen. » Um halb eins stand der Oberst auf und gähnte. « Zeit fürs Bett», sagte er. «Ich wollte, ich könnte in der Badewanne schlafen. » Sie gingen alle drei über das dunkle Deck. Auf der Treppe zu den Kabinen brannten die Lampen, es war hell und heiss. «Gute Nacht», sagte der Oberst. Seine Kabine lag zwei Stockwerke tiefer. Cary und Hubert gingen den Korridor entlang. Die Luft war verbraucht und stickig. « Müde ? » sagte Cary. « Schrecklichen Durst. Vollkommen vertrocknet.» Hubert drehte den Schlüssel um und stiess die Tür auf und ging zum Waschbecken, wo der Whisky und zwei Sodaflaschen eingekühlt waren. Er hob die eine Flasche heraus, das Wasser tropfte glitzernd von ihr ab. «Ziemlich warm», sagte er. Soll ich dir einen Schluck Whisky dazugeben ? Das Soda schmeckt sonst wie Regenwasser.» « Ich lieb Regenwasser », sagte Cary. » < Welcher Jahrgang ?» « 1860 », sagte Hubert. < Der beste Jahrgang. Mit Chlorgeschmack. Wunderbar temperiert > AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 18. MÄHZ 1938 — N°24' Standpunkt verliess und einen Antrag einbrachte, Wagen bis zu 2 m 40 Breite vorläufig probeweise auf ein Jahr zum Verkehr auf der Klausenstrasse zu dulden. Nicht dass nun das Parlament dem Begehren stillschweigend seinen Segen erteilt hätte, denn die Opposition ritt eine wütende Gegenattacke und erst nach hitziger Debatte fand ein Ordnungsantrag Annahme. t' s Verbot der Wagen von über 2 m 20 Breite aufi tzuerhalten, für ein Jahr aber versuchsweise von der Ausfällung von Bussen bei Uebertretungen Umgang zu nehmen. Bis in einem Jahr habe man dann Erfahrungen gesammelt und könne das Verbot entweder aufheben und weiter in Kraft zu belassen. Selbstredend gilt diese Regelung nicht nur für die Postautos, sondern auch für private Autocars. So sehr man einerseits im Interesse des automobilistischen Fremdenverkehrs die Beseitigung der bisherigen restriktiven Vorschriften des Kantons Uri begrüsst, so klar ist es anderseits, dass die Verkehrssicherheit auf der schmalen Klausenstrasse durch die Zulassung « überlebensgrosser » Cars keine Einbusse erleiden darf. Ob die im Urner Landrat nach dieser Richtung hin zutage getretenen Bedenken stichhaltig sind oder nicht, wird indessen das Probejahr lehren. Ein Sofort-Programm für den deutschen Güterkraftverkehr betriebsverband wird erheblich verstärkt, der Befugnisbereich des letzteren entsprechend erweitert. So "wird er in Zukunft mit den ihm angeschlossenen Fuhrbetrieben Beschäftigungsverträge abschliessen und sich seJbst als Unternehmer betätigen. Ihm soll u. a. auch die Sorge für die Beschäftigung der Trampfahrer obliegen, deren Notlage I unter dem Druck der bisherigen Bestimmungen besonders gewachsen war. Das Verbot der Betätigung von Fernverkehrsunternehmungen im Nahverkehr oder in anderen Gewerben ist fallengelassen worden. Hingegen ist Speditionsfirmen in Zukunft die Anmietung von Lastkraftwagen untersagt. Sie müssen, soweit sie nicht ihre eigenen Fahrzeuge benutzen, ihre Transportgüter den Laderaumverteilungsstellen des Betriebsverbandes oder der Eisenbahn zuführen. Durch den Wegfall der Bindungen an bestimmte Transportunternehmungen soll ihnen die freie Wahl des geeignetsten Beförderungsmittels erleichtert werden, jedoch wird ihnen bei Benutzung von Kraftwagen eine «Werbeprämie» ausgesetzt von der eine starke Inanspruchnahme der Transportgelegenheiten des Betriebsverbandes erwartet wird. Hinsichtlich der Beförderungskosten sieht die neue Regelung nunmehr eine völlige Tarifgleichheit zwischen Eisenbahnen und Kraftwagen vor. Den letzteren werden von jetzt an auch die niederen Tarifklassen, die ihnen bisher verschlossen waren, offenstehen, ebenso eine Reihe von Ausnahmetarifen. Mit der hierdurch ermöglichten Erweiterung des Tätigkeitsbereiches des Güterkraftverkehrs verstärkt sich aber zugleich auch seine Bindung an Tarifgrundlagen, die aus den spezifischen Gegebenheiten des Schienenbetrieb entstanden sind, und deren Uebertragung auf den Kraftverkehr jeden Sinn verlieren muss. Die Einbeziehung von Rollgebühren muss. Die Aufgabe, die Eigenart des letzteren zu stärkerer Geltung zu bringen, ist somit durch die geplante Neuordnung, die hier nur in sehr grossen Umrissen angedeutet werden konnte, noch nicht gelöst. Dass diese bestrebt Ist manche Härten früherer Bestimmungen auszugleichen, unterliegt keinem Zweifel. Auch der kürzliche Erlass über die Bewertungsfreiheit von Nutzfahrzeugen, durch die im Wege der Steuervergünstigung der Nutzkraftverkehr gehoben werden soll, spricht für den Ernst der Absicht, die vielen Versäumnisse auf diesem Gebiet gutzumachen. Ob indessen die so komplizierten Methoden, wie sie das Sofortprogramm der Regierung zur Sanierung des Güterfernverkehrs vorsieht, dem erstrebten Ziel näherführen werden, muss die Zukunft zeigen. J. P. K. « Ofenwärme ist das beste für den Achtzehnhundertsechziger. » «Er hat Ofenwärme», sagte Hubert. « Bestimmt. » Er goss das Glas voll und brachte es ihr. Cary sass auf dem Bettrand. Sie trank, das Sodawasser war lau und fad. « Einen Tropfen Whisky ? » « Bitte». « Schmeckt es jetzt besser ? » fragte er. Er setzte sich auf die Bettkante. f Nein. Versuch, es schmeckt scheusslich. Nie im Leben glaub ich, dass es Achtzehnhundertsechziger ist. > Er trank einen langen Zug und behielt das Glas in der Hand. < Bestimmt!» sagte er. f Alles gelogen. Es kann kein Achtzehnhundertsechziger sein. Im Jahr 1860 ist überhaupt kein Regen gefallen.» «Doch >, sagte Hubert und trank den Rest aus. «In Tawi-Tawi hat es geregnet. Vor dem Nationalmuseum. Es war auf der ganzen Welt trocken, nur vor dem Nationalmuseum in Tawi-Tawi war ein Wolkenbruch. » «Dort hat es das Ietztemal am dritten Mai vor Christi Geburt geregnet. » «Das ist falsch», sagte Hubert. «Am dritten Mai hat Columbus die Schlacht bei Issus geschlagen. > < Ich lieb dich so. Du verwechselst Issus mit Minotaurus. Aber ich lieb dich.» Er war stül und blickte sie am Wehrwirtschaft und Automobilindustrie Militärische Kreise, die das Fehlen von Leichtlastwagen schweizerischer Konstruktion bemängeln, seien an die Einflussnahme der ausländischen Militärbehörden auf die resp. Automobilindustrien erinnert. Dort wird die Entwicklung neuer Typen (Geländewagen, Tanke, Spezialfahrzeuge usw.) nicht etwa nur durch Auftragserteilung, sondern sogar finanziell unterstützt! III. Lt. Spahr schlägt im -weitem die Bildung: einer Kommission, bestehend aus Sachverständigen des Eidg. Militärdepartementes, des Finanz- und Zolldepartementes, sowie Vertretern der Lastwagenindustrie und der schweizerischen Wirtschaft vor, welche durch ein Fabrikationsprogramm den künftigen Lastwagenbau grundsätzlich ordnen sollte. Als hauptsächlichster Programmpunkt ist unbedingt die vorgeschlagene Beschränkung der Produktion auf nurmebr 3—4 Einheitstypen von 1,5—5 t Tragkraft anzusehen. Wer wäre wohl von einer so weitgehenden Konzentration mehr begeistert, als gerade unsere Lastwagenindustrie, die die bisherige Vielzahl der Typen bestimmt nicht zum Vergnügen beibehielt! Wie aber rnüsste die unerbittliche Forderung des Marktes, das heisst die Kundschaft auf eine solche Massnahme reagieren? Voraussetzung auch einer nur bescheidenen Beschränkung der Typenauswahl inländischer Produktion wäre die vollständige Unterbindung der Einfuhr ausländischer Lastwagen durch Staatsmassnahmen. Andernfalls wäre die schweizerische Automobilindustrie recht schnell als konkurrenzunfähig verschrien dürfte die Fabrikr tore schliessen und die Belegschaften entlassen. Ganz so einfach, wie Lt. Spahr sich das vorstellt, dürfte sich dieser Programrrtpunkt jedoch selbst bei weitgehendem diesbezüglichem Eingriff des Staates allerdings kaum verwirklichen lassen. Denn nicht wahr, schliesslich fällt doch auch die Stellungsnahme der schweizerischen Wirtschaft zur Einführung eines solchen Einheitstypes noch etwas in Betracht. In der Theorie sieht so manches recht nett aus; in der Praxis aber erweist es sich als undurchführbar. Ausserdem irrt Lt. Spahr, wenn er die grosse Zahl der fabrizierten Typen als einen nur der schweizerischen Lastwagenindustrie eigenen Nachteil 'ansieht. Um bestehen zu können, fabrizieren beispielsweise die General Motors mit Chevrolet 29, Dodge 20, International 18, Federal 10 und White sogar 31 Lastwagentypen. Selbst in Deutschland, dessen gesamte industrielle Produktion doch nach militärpolitischen Gesichtspunkten funktioniert, bauen allein die Mercedes-Benz-Werke 14 Standardmodelle, wozu dann erst noch die verschiedenen Variationen der einzelnen Modelle kommen. Krupp baut 11 Standard-Lastwagenmodelle. Dies Beispiel dürfte das Primat wirtschaftlicher Bedürfnisse vor rein militärischen Gesichtspunkten zur Genüge dartun. Fortsetzung von Seite 1. (Schluss folgt.) * < Der bekannte Sch'lachtort Minotaurus»,, sagte Cary. « Während das Issus im Ural gefunden wird.» « Liebst du mich wirklich ? » fragte er. c Fragst du im Ernst ? » «Nein », sagte Hubert und sah weg. Aus den offenen •Messingmäulern der Ventilationsröhren sauste stickige Luft heraus. « Noch einen Schluck ! » sagte Cary. « Einen ganz kleinen. > Sie trank und lehnte sich zurück. Sie war benommen von der Hitze. Sie spürte ihr Herz klopfen, mühsam und laut. Im offenen Bullauge stand die schwarze Nacht, mit g^tzernden Sternen. Als Hubert sie kfisste, sank ihr Kopf zurück. Sie fühlte die feuchte Luft über ihr Gesicht fauchen. 3. Kapitel. Bombay, mit seinen scharlachrot blühenden Feuerbäumen, riesigen Hotels, mit seinen dunklen scheuen, schmuckklirrenden Frauen, mit seinen Luxusautos. Ratten und Hochhäusern, mit seinen halbnackten Bettlerhorden, wirbelnder Lichtreklame, Nachtlokalen, verfaulenden Hütten, Kassiablüten, Huren, Flughafen, räudigen Hunden, mit Gärten, aus denen süssester Duft quoll, mit Strassenbahnen, Armut. Reichtum, Gestank, Wollust, Cholerakranken, gefüllten Silos und herrlich breiten Avenuen, Bombay, die Schöne, Unvergleichliche, war zurück geblieben. (Fortsetzung folgtJ

N° 2i — FREITAG, 18. MÄRZ 1938 AUTOMOBIL-REVUE IN DER SCHWEIZ Sportreglemente 1938 des A. C. S. Die Reglemenie aller nationalen Automobil- Sportveranstaltungen dieses Jahres bereits veröffentlicht. Mit der frühzeitigen Herausgabe der Sportreglemente 1938 welche soeben in einer stattlichen, über 80 Seiten starken Broschüre erschienen sind, kommen der Automobil-Club der Schweiz und die nationale Sportkommission einem auch an dieser Stelle oftmals geäusserten Wunsche um promptere, frühere Orientierung der Interessenten über die Teilnahmebedingungen an den einzelnen Konkurrenzen nach. Diese Broschüre — in deutscher und französischer Sprache gehalten — enthält nicht nur das sog. allgemeine Reglement, dessen Bestimmungen betr. Anmeldung« - Modus, Fahrzeuge, Training, Abnahme der Fahrzeuge und Schlussexamen, Abwicklung der Veranstaltung, Proteste, Reklame, Haftpflicht usw für sämtliche Wettbewerbe Gültigkeit haben, sondern auch schon die Sonderreglemente für alle Veranstaltungen, •welche dieses Jahr auf dem nationalen Sportkalender figurieren, als da sind: Gelände- und Orientierungsfahrt Neuenburg vom 24. April, Geschicklichkeitsprüfung in Baden vom 28. Mai, Berprüfungsfahrt Rheineck-Walzenhausen-Lachen vom 26. Juni, Bergprüfungsfahrt Develier-Les Rangiers vom 10. Juli, Preis vom Bremgarten in Bern vom 20. August und Zuverlässigkeitsfahrt Zürich vom 3./4. September. Den Automobilisten, die sich für diese sportlichen Anlässe interessieren, ist somit die Möglichkeit geboten, eich rechtzeitig für die kommende Sportsaison vorzubereiten und heute schon für alle für sie in Betracht kommenden Veranstaltungen die Anmeldung abzugeben und dadurch die Aufgaben der Organisatoren wesentlich zu erleichtern. Jedem Spezialreglement ist ein offizielles Anmeldeformular beigegeben. Dass in dieser Broschüre ausser dem vollständigen Lizenzreglement und den Bestimmungen über die offiziellen Ausweise für nationale und internationale Sportveranstaltungen auch das Reglement für die schweizerische Automobilmeisterschaft 1938 Aufnahme gefunden hat. versteht sich am Rande. Wie wir vernehmen, ist die in Nr. 7 der «Automobil-Revuft» gemachte Anregung betr. die Veröffentlichung von Zwischenklassementen insofern günstig aufgenommen worden, als beabsichtigt ist, eolche Zwischenbilanzen, welche offiziösen Charakter tragen, nach jeder Veranstaltung bekanntzugeben, und zwar gestützt auf Artikel 11 des Meisterschafts- IN ITALIEN Die Versuchsfahrten der deutschen Fabriken in Monza. Am vergangenen Montag haben auf der Rennbahn von Monza bei denkbar günstigster Witterung die Probefahrten der Daimler-Benz AG. und der Auto-Union mit ihren neuen Rennwagen, die wir auf Seite 1 im Bilde wiedergeben, begonnen. Ueber die technischen Daten der neuen Boliden wird in beiden Lagern nach wie vor strengstes Stillschweigen beobachtet Sowohl bei Mercedes-Benz, als auch bei der Auto-Union werden die Versuchsfahrten mit Sohu- ]ungsfahrten für die Nachwuchsrennfahrer verbunden, die sich voraussichtlich über ungefähr 14 Tage erstrecken dürften. Die DAIMLER-BENZ AG. •will ihren im Herbst 1936 bei den Prüfungsfahrten auf dem Nürburgring «entdeckten» Fahrern Walter Bäumer, Hans Hugo Hartmann und Heinz Brendel, sowie dem jungen Werksangehörigen Erwin Bauer Gelegenheit geben, sich auf den bewährten Grand- Prix-Rennwagen der 750-kg-Formel unter Leibung von Rennleiter Oberingenieur Neubauer weiter auszubilden und ihr Können zu erproben. Der neue, nach der Formel 1938/1940 erbaute Rennwagen ist am Dienstag erstmals auf der Monza- Bahn erschienen und von Ingenieur Uhlenhaut gefahren worden. Was die Spitzenfahrer des Untertürkheimer Stalles, Caracciola, Lang, von Brau- Chitsch und Seaman, anbetrifft, so werden sie erst auf Ende der Woche in Monza erwartet. Die AUTO-UNION, •welche durch den Verlust Rosemeyers und von Delius in ihrer Kampfkraft stark geschwächt den kommenden Entscheidungen entgegengeht, ist am vorigen Wochenende mit Rudolf Hasse, Hermann P. Müller und dem Schweizer Christian Kautz in Oberitalien eingetroffen. Auch sie hat, wie gemeldet, einige nach der letzten Formel (der MaximaJgewichtsformel) konstruierte Rennwagen nach Monza mitgenommen, in der Absicht, auf ihnen Nachwuchsfahrerprüfungen durchzuführen. Der Nachwuchs der Auto-Union setzt sich wie folgt zusammen: aus dem Nürnberger Zimmermann, der als ehemaliger Motorradseitenwagenrennfahrer infolge des Verbotes der Seitenwagenrennen in Deutschland von N.S.U. freigeworden ist, ferner aus dem Eisenacher Bobby Kohlrausch, aus dem Werksangehörigen Bigalke und dem Hanomag- Langstreckenfahrer von Hanstein. Alfa-Corse an der Mille Miglla. Der Mailänder Rennstall Alfa-Corse hat für die Teilnahme am Tausendmeilenrennen von Brestsia i 8-Zylinder-Sportwagen von 2900 ccm Zylinderinhalt gemeldet, die von folgenden Equipen gefahren werden: Farina-Meazza. Pintacuda-.Haml)elli, Biondetti-Stefani, Siena-E. Villoresi. | reglementes. Was die weitere Anregung betr. Zulassung von Ausländern zu unseren nationalen Konkurrenzen anbetrifft, so ist sie leider auf taube Ohren geetossen. Auch der Wunsch, man möchte die Anzahl der Wettbewerbe, an denen die Meisterschafteanwärter teilzunehmen haben, von 5 auf 4 herabsetzen, ist unberücksichtigt geblieben, und zwar vor allem deshalb, weil die Schnee-Sternfahrt zum Genfer Salon, die man aus der Reihe der Meisterschaftsveranstaltungen eventuell hätte streichen können, bereits der Vergangenheit angehörte. Die Sportreglemente 1938 können bei den verschiedenen Sektionssekretariaten des A. C. S. sowie bei der Zentralverwaltung des A. C. S. in Bern, Laupenstrasse 2, bezogen werden. Die Nationale Gelände- und Orientierungsfahrt, welche Sonntag, den 24. April, stattfindet, wird von der Sektion Neuenburg des A.C.S. organisiert. Sie bezweckt die Schulung der Fahrer im Gelände und in der Orientierung und ist nur für Fahrzeuge der Touren- und Sportwagen-Kategorien offen. Es gelangen folgende drei Wettbewerbe zum Austrag: a) Nationale Sportveranstaltung, offen für alle Inhaber der vom A.C.S. für das Jahr 1938 ausgestellten internationalen Konkurrenten- oder Fahrerlizenz. Ist der Konkurrent zugleich Fahrer, so muss er sowohl eine Konkurrenten-, als auch eine Fahrerlizenz besitzen. b) Reservierte Sportveranstaltung, offen nur für die Mitglieder der Sektion Neuenburg und die angrenzenden Sektionen des A.C.S. c) Geschlossene Militärveranstaltung, offen nur für die Motorfahreroffiziere der Sektion Westschweiz. Jeder Fahrer kann sich, je nachdem er die obigen Bedingungen erfüllt, an einem, zwei oder allen Wettbewerben teilnehmen, wobei er aber nur einmal startet. Die Anmeldungen sind auf dem offiziellen Anmeldeformular an das Sekretariat der Sektion Neuenburg des A.C.S., Rue du Seyon 4, Neuenburg, zu richten. Anmeldungen zum einfachen Nenngeld (Fr. 10.— für jeden Sport- oder Tourenwagen und für jeden der drei Wettbewerbe) werden bis Donnerstag, den 14. April, 18.00 Uhr, solche zum doppelten Nenngeld (Fr. 20—) bis Montag, den 18. April, 18.00 Uhr, entgeeengenommen. Die Einzahlungen haben auf das Postcheckkonto IV 1679 Neuenburg zu erfolgen. Eine Unterteilung der Fahrzeuge in Tourenimd Sportwagen, sowie nach dem Zylinderinhalt Untere Kolben tlol stanniert Iota dwntt Mttiutn «•rfahm ar 8tbn