Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1939_Zeitung_Nr.001

E_1939_Zeitung_Nr.001

2 AUTOMOBIL-REVUE

2 AUTOMOBIL-REVUE .DIENSTAG, S. JANUAR 1939 — N° t an, die an jedem Schallstrahl bei seinem Schnitt mit jeder Geschwindigkeitslinie gezeichnet sind. Dieser Geschwindigkeitsanteil in Richtung des Schallstrahls steht seiner keit sind die Geschwindigkeitsschichten keineswegs so sauber voneinander getrennt, wie sich dies konstruieren und zeichnen lässt; deshalb wurden übrigens die Schallstrahlen nicht als gebrochene Linien, sondern als Kurven gezeichnet. Die unmittelbare Folge der Beugung der Schallstrahlen nach aussen ist nun ein Energieentzug der in der Nähe der Achse liegenden Strahlen, d. h., auf den vorliegenden Fall angewendet, es wird die Hörweite des Horns in dieser Richtung nur eine sehr geringe sein. Das allein wäre aber noch nicht gar so schlimm, denn man könnte diesem Umstand etwa durch Vergrösserung der Schallenergie Rechnung tragen. Doch wird sich in den meisten Fällen noch ein anderer Umstand bemerkbar machen, der nämlich, dass die nur theoretisch vorhandene Symmetrie und die senkrechten Schnitte der c- Linien mit der Achse praktisch gar nicht möglich sind. Es wer- , den immer — besonders bei Seitenwind — Kurven entstehen, Fig. 2, Ausbreitungsgeschwindigkeit offenbar entgegen, und zwar äst dieser Betrag jeweils von der Resultierenden aus Schallgeschwindigkeit und Fahrtgeschwindigkeit in Abzug zu bringen. Di© Konstruktion dieser Resultierenden ist durch die zwei konzentrischen Kreise im Abstand von Co = 340 m/Sek. und den exzentrisch dazu gezeichneten Kreis mit einem Mittelpunktsabstand von v = 50 m/Sek. gegeben. Bildet man nun punktweise die geometrischen Summen dieser Geschwindigkeiten, so ergeben sich die in Fig. 2 dargestellten c-Linien gleicher Geschwindigkeit. Ist die Form dieser Linien derart, dass die von der Schallquelle ausgehenden Strahlen die c-Linien nicht unter einem rechten Winkel schneiden, dann werden die Schallstrahlen eine Beugung erfahren, und zwar, wenn der Winkel, in Achsenrichtung gesehen, < 90° ist, nach aussen wie dies Fig. 2 zeigt. Konstruktiv lässt sich die Beugung in der an einem der Schallstrahlen strichliniert dargestellten Weise bestimmen. Allerdings sei bemerkt, dass auch hier eine vereinfachte Anschauung der tatsächlich vorhandenen Verhältnisse benutzt wird, denn in Wirklichtiert angedeutet sind. Diese Kurven bedingen nicht nur, wie die voll gezeichnete Linie, eine Schallschwächung, sondern sogar einen oder zwei Schallschatten, zwischen welchen, günstigsten Falls, ein ganz energiearmer Schallstrahl liegt, der zudem nur bei Symmetrie der c-Linien in bezug auf die Achse in dieser verläuft, andernfalls — wenn er überhaupt durchzudringen vermag — ; irgendwie schräg gerichtet ist. Schluss Seite 8. Stvassen Für eine Rawylstrasse. Es wird damit zwar noch gute Weile haben, denn solange der Ausbau der bestehenden und die Anlage der in das Programm des Bundes aufgenommenen neuen Alpenstrassen nicht rascher voranschreitet als wir es gegenwärtig erleben, wird auch eine Rawylstrasse, wie so manches andere Projekt, das in den letzten Jahren das Licht der Welt erblickte, frommer Wunsch und auf dem Papier stehen bleiben. Und daran vermögen selbst Komitees kaum etwas zu ändern. Auch im Falle Rawylstrasse hat sich vergangenen September in Sitten ein Initiativkomitee aus Vertretern der interessierten Walliser und Berner Regionen gebildet, das sich zur Aufgabe stellte, den Plan so rasch als möglich in die Tat umzusetzen. Heute nun wird in gewissen bernischen Blättern bewegliche Klage geführt, dass die Sache nicht vom Fleck kommen wolle, trotzdem, vom militärischen Standpunkt aus betrachtet, eine Verbindung Bern-Zentralwallis ebens wichtig wäre wie z.B. der Brünig oder d: Sustenstrasse. Aber « militärisch betrachtet % Hesse sich letzten Endes sozusagen jeden* neu auftauchenden Alpenstrassenprojekt irgend ein positives Moment abgewinnen. Wenn's damit getan wäre und wenn es daneben nicht noch so etwas wie eine Finanzierungsfrage gäbe ! Item, sintemalen man sich jetzt im Wallis auf Siders als Ausgangspunkt einer Rawylstrasse geeinigt, wird nunmehr auch auf der Berner Seite gestupft und den Behörden nahegelegt, sich der Angelegenheit anzunehmen. Der Wink mag gut gemeint sein, hat aber bei der gegenwärtigen Finanzlage von Bund und Kantonen wenig Aussicht, jene Instanzen in Bewegung zu bringen, an deren Adresse er gerichtet ist. Verschwindet er endlich — der heimtückische Bahnübergang von Meyriez? wie sie bei der c-Linie für 340 m/Sek. gestrichelt und pwik- Autostrassen auch In Japan. Im Zuge ihres umfassenden Stras«enbauproframms haben die zuständigen japanischen Behörden auch die Anlage einer 1075 km langen Autostrasse von Tokio nach Fukuoka, einer auf der südlichsten Insel des Archipels gelegenen Stadt, beschlossen. Für die Durchführung des Plans soll | ein Kredit von 400 Millionen Yen eröffnet werden. Im vergangenen Oktober forderte der berüchtigte Niveauöibergang von Meyriez am Murtensee, auf der Hauptstrasse Bern-Lausanne, neuerdings ein Opfer. Nicht dass es zum Zusammenstoss mit einem Zug gekommen wäre, Ursache des Unfalls bildete vielmehr lediglich die unglückselige, verzweifelt an eine Sprungschanze gemahnende Anlage der Kreuzung Schiene-Strasse. Wenn die Anzeichen nicht trügen, besteht indessen Hoffnung darauf; dass nun doch endlich Remedur geschaffen wird. Ein Mitglied der Gemeindebehörden von Chambesy hat nämlich an Bundesrat PMet-Golaz, den Chef des Eisenbahndepartements, ein Schreiben gerichtet, worin er ihn beschwört, einzugreifen, um dieses gefährliche Hindernis, das schon mehr als ein Leben gekostet, aus der Welt zu schaffen. Darauf antwortete der eidgenössische Eisenbahnminister, der Kanton Freiburg scheine die Beseitigung des fraglichen Uebergangs beschlossen zu haben. Von der Generaldirektion der SBB sei die Kreisdirektion I ermächtigt worden, an die Kosten einen Beitrag von 127.500 Fr. zu leisten. Unerwartet fast scheint damit der Stein ins Rollen gekommen zu sein, durchaus nicht verfrüht allerdings, denn mehr als 10 Jahre sind durchs Land gegangen, seitdem wir, im Anschluss an ein tödliches Unglück, das Verschwinden dieses Uebergangs forderten. Jedoch — das freiburgische Baudepartement erklärt, Hase zu heissen und nichts von jener Absicht zu wissen, die man ihm zuschreibe. Wie wär's, wenn es gerade darum auf den Gedanken verfiele, eine solche Absicht zu fassen ? Man vergäbe sich bestimmt nichts damit. .Romantisches" Benzin Auch Benzin ist «ein besonderer Saft>, den man ob seiner Wanderung durch Jahrmillionen zutreffend einen Romantiker genannt hat, eine Bezeichnung, die ihm wegen seiner ausschlaggebenden Rolle im modernen Verkehrsleben noch heute zukommt. Seitdem um 1885/86 Gottlieb Daimler und Carl Benz unabhängig voneinander das Automobil noch einmal erfanden, wuchs der Benzinverbrauch ins Ungeheure. Und mit der um 1890 er- • folgten Erfindung des Dieselmotors erschloss sich auch dem Schweröl selbst, dessen Derivat das Benzin darstellt, ein neues Absatzgebiet. Heute verschlingt der Motorenbetrieb der Welt buchstäblich Katarakte von Erdöl und Benzm. Wieviel Fahrzeuge aller Art diesen «aus dem Schoss der Erde geschöpften Stoff» in Kraft und Arbeit umsetzen, das lässt sich tatsächlich auch nicht in Milliarden Pferdekräften, genau abschätzen. In all seinen Formen als Automobil, Motorrad,. 'Schiff, Flugzeug, Triebwagen usw. ist das Motorfahrzeug so senr eine absolute Lebensnotwendigkeit geworden, dass die Behauptung, fast alle Nachkriegskonferenzen und Friedensverträge seien vom «Oelhunger der Völker» diktiert, zutrifft. Wenn die Bedeutung des Benzins und Schweröls auch bereits seit 1900 richtig erkannt worden war, schätzte man dessen Besitz doch erst im Laufe des Weltkrieges voll und ganz ein. Bis ins 19. Jahrhundert galt das Erdöl als ein wertloses, fast lästiges Naturprodukt. Genau am 12. August 1859, ein Datum, das man deshalb als den Beginn des Erdölzeitalters bezeichnen kann, erfolgte in dieser Einstellung eine Wendung, als in Titusville, einer bis dahin völlig unbekannten Ortschaft Pennsylvaniens, der ehemalige Eisenbahnbeamte Edwin L. Drake, im Begriff, einen artesischen Brunnen herzustellen, nach 50—60 m tiefen Bohrversuchen ein Bohrloch blossgelegt hatte, aus welchem plötzlich eine «tinkenae Flut> Erdöl in geradezu unwahrscheinlichen Mengen hochstieg. Die Nachricht davon rief einem wahren «Oelfieber», unter dessen Herrschaft bis 1860 um Titusville herum gegen 2000 Bohrtürme erstanden, gigantische Anlagen, die einige Jahre später einer Riesenfeuersbrunst zum Opfer fielen, wobei auch der Fluss, da die mit Oel gefüllten Barrels explodierten, in Brand geriet, um das Feuer viele Meilen weit auch über alle Ufer zu tragen und Barackenstädte in lodernde Glut zu setzen, während Hunderte von Menschen in den Flammen umkamen. Es ist eine höchst «romantische» Flüssigkeit, welche der Mensch 1 in* deinen Motoren verbrennt, im wahren Sinne des Wortes ein Stück Urgeschichte der Erde, in deren Tiefen sich immer noch geheimnisvolle, gewaltige Oelseen ausbreiten. Wie die Wissenschaft annimmt, ist das Erdöl organischen Ursprungs und das letzte Verwesungsprodukt von Billionen Fischen f " Muscheln und anderen Meertieren, die vor Jahrrnillionen starben und verdarben, gigantische Fischfriedhöfe hinterlassend. So hat Benzin, dieser wahrhaft ebenso besondere wie romantische Saft, eine weite Reise hinter sich: Ein Wanderer und Vagabund seit Jahrmillionen. • m. Plan des Nlveauübergangs von Meyrln. Die Skizze zeigt, dass der von Murten Kommende Zug bis zu den letzten Metern verdeckt bleibt In der Ecke: Profil der Strasse und der heimtückischen Art, wie sie das Geleise kreuzt. Weil die Schienen in einer überhöhten Kurve verlaufen, ergibt sich in der Fahrbahn ein brüsker, scharfer Knick. horcht ? ? ! — Sie haben das Zeichen zur Pantomime verpasst! Ich sollte Sie in Strafe nehmen. Statt dessen komme ich selbst und Sie — » « Ich finde Sie unglücklicherweise vor meiner Tür, während ich mich mit einer Dame unterhalte. Das ist ein peinlicher Zufall, Direktor! » < Für Sie, mein Lieber! Sie wissen gut, dass während der Vorstellung Besuche Fremder in den Garderoben streng verboten sind. > Aguillar zuckt nachlässig die Schultern. « Wir müssen die Unterhaltung jetzt beenden, Direktor. Die Pantomime ruft mich. Nur noch eins. Sollte ich Sie noch einmal in einer ähnlichen Lage antreffen, werde ich Ihnen nicht Gelegenheit geben, mir die Hausgesetze vorzutragen. Ich werde dann mit Ihnen unverzüglich eine kleine, private Pa»- tomime aufführen ! > Damit zieht der Dompteur die Garderobentür zu. Muriel hat er offenbar ganz vergessen. Dafür betrachtet sie Direktor Farroll mit um so grösserem Interesse. « Madame ! » flüstert er mit einem Blick der Huldigung, « verzeihen Sie diesen Auftritt. Ich bin schuldlos. Dieser Mensch hat kein Benehmen. > « Warum werfen Sie ihn nicht hinaus ? » fragt Muriel in einem etwas gequälten Französisch. « Weil ich flin brauche», antwortet Farroll galanterweise in fliessendem Englisch; «und ein bisschen auch Ihretwegen, Madame >, fügt er mit seltsamer Betonung und einem verzogenen Lächeln hinzu. Muriel d'Andrade blickt ihn verständnislos an. Sie ist froh, als sie wieder die dem Publikum zugänglichen Teile des Zirkus erreicht hat. Die Leute haben zum grössten Teil ihre Plätze bereits wieder eingenommen. Muriel bemerkt, dass sie statt auf der östlichen, jetzt auf der westlichen Seite des Gebäudes ist. Da sie nicht die mindeste Lust hat, um die ganze Manege herumzulaufen, öffnet sie aufs geratewohl die nächste Logentür. Zwei Her-- ren wenden sich nachlässig um und springen dann eilig von ihren Sitzen auf. Der Radscha lächelt verbindlich mit einem mokanten kleinen Seitenblick auf Major Law, der ein freudiges Aufblitzen seiner Augen nicht verbirgt. « Wie nett! > sagt Muriel d'Andrade und streckt den beiden eine kräftige, weisse Hand hin. « Wir treffen uns also doch noch, meine Herren.» « Ich bin wirklich entzückt», versichert Law und sein Ton verrät mehr als nur gesellschaftliche Höflichkeit, «dies ist Ihre richtige Loge Mistress d'Andrade. Sie hatten sich wohl vorhin verlaufen ? » «Ich habe mich jetzt eben geirrt», antwortet Muriel etwas erstaunt, < in der Tat ist mein Platz auf der andern Seite. Wie kommen Sie denn darauf, dass mein eigentlicher Platz hier sein sollte, Sir Andrew ? » Der Radscha, der Laws Verwirrung bemerkt, kommt ihm zu Hilfe. «Der Major meint», mischt er sich geschmeidig ein, «der richtige Platz einer schönen Frau sei immer zwischen ihren ergebenen Freunden.» « Sie sind so liebenswürdig, Hoheit >, Muriel strahlt den Inder an. « Hat Fürst Nikhil Ihre Ansicht richtig wiedergegeben, Sir Andrew ? » "« Durchaus !» bestätigt Major Law. « Allerdings hatte ich noch einen andern Grund. Ich glaubte, unser Hotelportier hätte nur Westplätze. Das ist gewöhnlich so.» « Schon möglich », meint Muriel und nimmt Platz, «aber ich habe doch meine Karte nicht im Hotel gekauft. Ich habe sie überhaupt nicht bezahlt. Ich habe ein feiltet de faveur.» Major Laws Gesicht verdüsterte sich. «Wenn es nicht indiskret ist — >, beginnt er. « Durchaus nicht», lächelt Muriel, € aber Sie werden enttäuscht sein, wenn Sie vielleicht hoffen, eine Quelle für Freibillets zu entdecken. Ich habe nämlich meins von Don Aguillar, dem Tigerdompteur. > c Von Mister Juan Aguillar ? » Wenn er: Vom Mann im Mond ? sagtr, könnte Sir Andrews Stimme nicht befremdeter klingen. Muriel d'Andrade quittiert das mit einem spöttischen Blick. < Ich komme eben aus seiner Garderobe », erzählt sie mit gespielter Harmlosigkeit, «und ich muss sagen, Don Aguillar enttäuscht auch in der Nähe nicht. Er ist interessant, gefährlich und geschmeidig wie seine Tiger.» (Fortsetzung folgtJ

-1 — DIENSTAG. 3. JANUAR 1939 AUTOMOBIL-REVUE 3 Die Rekord-Ausbeute des Jahres 1938 Distanz oder Zeit Start Datum Ort Pilot 1 Kilometer fliegend 16. 9.38 1 Meile fliegend 16. 9.33 Klasse A (über 8000 ccm.) 1 Kilometer fliegend 16. 9.38 Salt Beda Eyston Thunderbolt 1 Meile fliegend 16. 9.38 „ „ „ Klasse B (5001—8000 ccm). 1 Kilometer fliegend 28. 1.38 Reichsautobahn Caracoiola Mercedes-Benz Frankfurt-Darmstadt 1 Meile fliegend 28. 1. 38 „ „ „ 6 Kalometer 6 Meilen 10 Kilometer 10 Meilen 1 Meile 4000 Kilometer 3000 Meilen 5000 Kilometer 4000 Meilen 6000 Meilen 10000 Kilometer 2 Tage 3 Tage 5 Kilometer 5 Meilen 10 Kilometer 10 Meilen 50 Kilometer 50 Meilen 100 Kilometer 100 Meilen 200 Kilometer 200 Meilen j; 1 Stunde si 3 Stunden fliegend fliegend fliegend fliegend 1 Kilometer fliegend fliegend stehend stehend stehend stehend stehend stehend stehend stehend fliegend fliegend fliegend fliegend stehend stehend stehend stehend stehend stehend stehend stehend 25./29. 3. 38 25./29. 3. 38 2S./29. 3. 38 25./29. 3. 38 2S./29. 3. 38 2Ö./29. 3. 38 2S./29. 3. 38 14. 14. 14. 14. 23. 23. 23. 23. 23. 23. 23. 23. 5.38 5.38 5.38 5.38 5.38 5.38 5.38 5.38 5.38 5.38 5.38 5.38 A. Weltrekorde. Salt Beds Eyston B. Internationale Rekorde. Vergleichen wir die obige Tabelle mit den seinerzeit in der « Automobil-Revue » veröffentlichen Zusammenstellungen der in den Jahren 1936 und 1937 von der AIACR homologierten Rekorde, so fällt vor allem auf, dass in der vergangenen Berichtsperiode die Zahl der Weltrekorde ausserordentlich mager ausgefallen ist. Waren es 1936 deren 26 und 1937 gar 36, so registrierten wir im abgelaufenen Jahr nur 2 absolute Weltbestzeiten, die allerdings um so grösseres Gewicht haben, als es sich hier um die beiden phantastischen Leistungen Captain Eystons handelt, welcher seinen eigenen Weltrekord über len Kilometer mit fliegendem Start von 502,1 km/St, auf 575,1 km/St, und über die Meile mit fliegendem Start von 501,2 km/St, auf 575,3 km/St, hinaufschraubte. Demgegenüber fiel die Ernte in bezug auf die internationalen Klassenrekorde sehr reich aus. In 5 Klassen verzeichnen wir insgesamt »30 neue Bestzeiten, von denen wir die von Caracciola auf Mercedes-Benz in der Klasse B ausgestellten Rekorde über den fliegenden Kilometer mit 432,7 km/St, und über die fliegende Meile mit 432,4 km/St, besonders hervorheben wollen. Der dreimalige Europameister hat damit als erster Rennfahrer auf einer Autostrasse diese horrend hohe Geschwindigkeit erreicht. Das 20.000-km-Rennen von New York nach Buenos-Aires. In Nr. 88 der «Automobil-Revue» vom 1. November haben wir auf ein Automobilrennen hingewiesen, das im Jahre 1942 anlässlich der Feier der vor 450 Jahren erfolgten Entdeckung Amerikas durch 0 Columbus organisiert werden soll. Diesem Rennen, das zwischen New York und Buenos-Aires (20.000 km) ausgetragen und von der grössten Stadt der Welt via Washington, Indianapolis, Saint-Louis, Dallas, Mexiko, Guate- ••" i1 % San Salvador, Managua, San Jose di ..,, tarica, Panama, Bogota, Quito, Lima, La Paz, Tucuman, Cordoba nach der argentinischen Metropole führen wird, liegt keineswegs etwa eine durchgehende Autostrasse zugrunde. Rund zwei Drittel der ganzen Strecke, nämlich etwa 14.000 km, sind asphaltiert, bei weiteren 4000 km handelt es sich um Schotterstrassen, und 1500 km befinden sich zurzeit noch im Baustadium. Ueber eine Distanz von rund 500 km zieht sich das Rennen auf bisher unbefahrenen Strassen durch den Urwald hin. Klasse D (2001—3000 ccm.) 26.10. 38 Brooklands Staniland Multi-Union 20.10. 38 20. 10. 38 20.10. 38 Klasse Q (751—1100 ccm.) 9.11. 38 Reichsautobahn Gardner Prankfurt-Darmstadt 9.11.38 25.Z29. 3. 38 Montlhery Gauthier, Delaplace, Levy, Caron Fahrzeug Thunderbolt M. G. Klasse I (351—500 ccm.) JMonza Cecchini Fiat Simca-Fiat Zeit oder km/Std. Distanz 6,26 575,1 10,07 575,3 6,26 575,1 10,07 575,3 8,32 432,7 13,40 432,4 1:20,17 224,5 2:08,69 225,1 2:40,25 224,6 4:19,13 223,6 11,99 300,3 19,30 300,2 34:40:58,38 115,33 41:54:21,07 115,21 43:22:44,66 116,26 55:56:10,32 115,08 69:50:12,09 115,22 86:50:58,02 115,14 5533,229 km 115,28 8288,749 km 115,12 2:04,41 3:20,06 4:07,77 6:34,94 22:00,80 35:08,00 43:30,00 1:09:37,20 1:31:10,60 2:26:23,80 138,438 km 400,616 km 144,7 144,8 145,3 146,7 136,28 137,42 137,93 138,70 131,61 131,92 138,44 133,54 JUNKERöFERBER Nuvolari,-das Rennpferd... Wie wir über die deutsche Fachpresse erfahren, hat eine Tageszeitung in Pernambuco (Brasilien) ihren Lesern über den Sieg des Rennpferdes Nuvolari im «Grossen Preis von Donington » Bericht erstattet... i Vor den Rekordversuchen auf der Dessauer Rennstrecke. Die kürzlich angekündigten Rekordversuche auf dem Dessauer Abschnitt der Reichsautobahn Berlin-München werden nun also diesen Monat stattfinden. Während die Beteiligung der Auto-Union noch nicht feststeht, wird Mercedes-Benz mit Caradciola bestimmt antreten, um mit dem Qrand-Prix-Kompressor-Rennwagen Angriffe auf die internationalen Rekorde der Klasse D (2000—3000 ccm), und zwar auf die Kurzdistanz-Bestzeiten über 1—10 km und 1—10 Meilen mit fliegendem Start zu unternehmen. Ausserdem soll auch den Rekorden über 1 km und 1 Meile mit stehendem Start zu Leibe gerückt werden. Gegenwärtig sind diese Bestzeiten in der Rekordtabelle der AIACR wie folgt registriert : 1 flieg. Kilometer: Furmanik (Maserati) am 28. Janur 1936 mit 249,653 km/St. 1 flieg. Meile: Furmanik (Maserati) am 28. Januar 1936 mit 248,547 km/St. 5 flieg. Kilometer: Divo (Bugatti) am 10. März 1932 mit 210,872 km/St. 5 flieg. Meilen: Dunfee (Sunheam) am 6. Dezember 1930 mit 204,145 km/St. 10 flieg. Kilometer: Graf Billi-Peri (AJfa Romeo) am 28, September 1929 mit 223,325 km/St. 10 flieg. Meilen: Dunfee (Sunbeam) am 6. Dezember 1930 mit 203,549 km/St. 1 steh. Kilometer: Furmanik (Maserati) am 29. Januar 1936 mit 150,849 km/St. 1 steh. Meile: Furmanik (Maserati) am 29. Januar 1936 mit 165,532 km/St. Talbots Vorbereitungen für die kommende Rennsaison. An den Grand-Prix-Rennen des vergangenen Jahres ist Talbot bekanntlich nur einmal gegen die ausländische Konkurrenz angetreten, und zwar im Grossen Preis von Frankreich am X Juli, wo sich einer der gestarteten kompressorlosen 4,5-Liter-6-Zylinder- ÖoTiden mit Carriere am Steuer hinter dem Schweissungen von Zylinderblocken und schwierigen Gußstücken lind seit Jahren ein« Speunseret iiolilät Hauset K S e ine inne annung ren P en. Garantie iür IN DEUTSCHLAND Haltbarkeit ZÜRICH IN FRANKREICH geschlossenen Mercedes-Benz-Team mit 10 Runden Rückstand an vierter Stelle zu klassieren vermochte. Seither ist über die Arbeiten in der Talbof sehen Rennabteilung so gutwie nichts mehr in die Oeffentlichkeit gedrungen. Doch scheint man in Suresnes nicht untätig gewesen zu sein, verlautet doch neuestens, dass Talbot an sämtlichen nächstjährigen Grand-Prix-Veranstaltungen mit einer aus drei Piloten zusammengesetzten Fabrikmannschaft teilnehmen werde, wobei man die französischen Farben durch den Einsatz des aus dem Rennwagenfonds subventionierten 3-Liter-16-Zylinder-Kompressor-Boliden wirksam hofft verteidigen zu können. Die ersten Versuchsfahrten mit dieser Neukonstruktion wird man in Montlhery etwa auf Ende Januar erwarten dürfen. Sowohl der verdichtete 3-Liter-, wie auch der kqmpressorlose 4,5-Liter-6-Zylinder-Motor — in den hinein man übrigens noch einige zusätzliche PS zu zaubern verstanden hat — werden in ein Chassis vollkommen neuer Konzeption eingebaut, wie der Vewaltungsratsdelegierte Herr A. Lago einem französischen Pressemann gegenüber erklärte. In bezug auf die Mannschaft wäre zu sagen, dass sie sich auch 1939 aus Etancelin, Carriere und Lebegue zusammensetzt. Es ist ferner nicht ausgeschlossen, dass man im Laufe der Saison auch auf Chiron greift, doch wurden noch keine bindende Abmachungen getroffen. IN DER SCHWEIZ Grosser Preis der Schweizerischen Landesausstellung 1939. Preis von Zürich 1939. Provisorisches Rennprogramm. 8. OKTOBER 1939. 9 00 Uhr: Sperrimg der Rennstrecke. 9.80 Uhr: Bereitstellung der Motorräder 250 und 350 ccm. 9.40—10.40 Uhr: «Grosser Preis der Schweiz» für Motorräder 250 und 350 ccm. Distanz für 250 com: 20 Runden = 97.000 im, zu erwartender Durchschnitt 115 km/St., 50 Min.. Maximal-Fahrerzahl: 12. Distanz für350 ccm: 25 Runden = 121,250 km, zu erwartender Durchschnitt 120 km/St, 60 Minuten, Maximal-Fahrerzahl: 12. 10.50 Uhr- Bereitstellung der Rennwagen 1500 com. 11.00—12.20 Uhr: «Preis von Zürich» für Rennwagen 1500 Km. 35 Runden = 169,750 km, zu erwartender Durchschnitt 130 km/St., 80 Minuten. Maximal-Fahrerzahl; 15. 12.20—13.20 Uhr: Mittagspause. 13.20 Uhr: Bereitstellung der Motorräder 500 ccm. 13.30—14 30 Uhr: «Grosser Preis der Schweiz für Motorräder 500 ccm. 25 Runden = 121.250 km, zu erwartender Durchschnitt 125 km/St., 60 Minuten. Maximal-Fahrerzahl- 15—20. 14.45 Uhr: Bereitstellung der Rennwagen der internationalen Rennformel. 15.00—17.00 Uhr: «Grosser Preis der Schweiz. Landesausstellung für Rennwagen der internationalen Rennformel.» ,60 Runden = 291.000 km, zu erwartender Durchschnitt 145 km/St., * 120 Min., Maximal-Fahrerzahl: 12—15. Sitzung der nationalen Sportkommission. In ihrer von Dr. Napp (Basel) präsidierten Freitagsitzung, an der die Herren Baumgartner (Waadt), Geneux (Genf), Lumpert (St. Gallen), Meyer (Zürich), Pierrehumbert (Montagnes Neuchäteloises) und Zwahlen (Tessin) teilnahmen, während die Herren Lareida (Graubünden) und Huber (Bern) entschuldigt abwesend waren, beschäftigte sich die nationale Sportkommission mit den Sportreglementen. Das allgemeine Reglement, wie auch die Sonderreglemente wurden genehmigt und einzig die Bestimmungen zur Gelände- und Orientierungsfahrt zum weitern Studium zurückgelegt. Das Meisterschaftsreglement bildete einen weiteren Verhandlungsgegenstand: die Bewertung erfolgt inskünftig nach der Leistung und nicht mehr nach dem herausgefahrenen Platz. Zu studieren bleibt einzig noch die Art der Punktzuteihmg,, während das Reglement in seiner grossen Linie angenommen wurde. Als SPORTKOMMISSARE für die einzelnen Veranstaltungen wurden bestimmt: Internationale Sternfahrt für Autocars nach Montreux vom 15. Juli: HH. Huber und Zwahlen. Grosser Preis der Schweiz und Preis von Bern vom 20. August: HH. Lareida, Pierrehumbert und Zwahlen. Grosser Ausstellungspreis von Zürich und Preis von Zürich vom 8. Oktober: HH. Baumgartner, Geneux und Lumpert. Schneesternfahrt nach Genf vom 4. März: HH, Huber und Meyer. Bergrennen Valangin—Vue des Alpes vom 11. Juni: HH. Meyer und Zwahlen. Gelände- und Orientierungsfahrt/Auto-Ski-Meeting Gletsch vom 1./2. Juli: HH. Lumpert und Meyer. Bergrennen Rheineck—Walzenhausen—Lachen vom 9. Juli: HH. Baumgartner und Huber. Preis vom Bremgarten vom 19. August: HH. Lareida, Pierrehumbert und Zwahlen. Maloja-Bergrennen vom 3. September: HH. Geneux und Lumpert. Schweiz. Zuverlässigkeitsfahrt vom 23/24. September: Pierrehumbert und Geneux. Als ZEITMESSER-CHEFS werden die HH. Becker, Th. Beyer, W. Bretscher, G. Pedroni, A. Pellaton, D. Poulin, R. Straumann und E. Taddei funktionieren.