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E_1939_Zeitung_Nr.005

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8 befestigen lässt tmd

8 befestigen lässt tmd grosse Scfaneemengen abzuräumen vermag. Damit wrd der Traktor zu einer idealen Mehrzweckmaschine für Wintersportplätze. -fw. « Schwingmetall» als Federungselement. Erstmalige Verwendung Im Personenwagenbau beim neuen Hanomag 1,3-Liter. Gummi spielte bisher im Aufbau der Abfederungssysteme der Automobile keine sehr grosse Rolle. Nur ganz langsam vermochte er sich für mehr oder weniger untergeordnete Zwecke wie etwa als Zwischenlage der Federblätter, als Federunterlage oder Konstruktionsmaterial für Silentblocs da und dort einzuführen. Die hauptsächliche Federarbeit jedoch leistete seit jeher irgend eine Art von Stahlfedern. Einzig eine französische Firma, die kleine Serien von leichten Sportwagen baut, wagte es, noch einen Schritt weiterzugehen und an Stelle von Stahlfedern eine Gummifederung zu verwenden, die ähnlich gewissen Federungen im Flugzeug-Fahrwerksbau Gummischlingen als Federelement benützt. Diese Konstruktion vermochte sich jedoch bisher, abgesehen von der erwähnten Marke, nicht weiter einzuführen. Ansicht der Schwingmetall-Vorderradabfederung des neuen Hanomag-1,3-Liter-Wagens. Eine neue Art von Gummiabfederung wurde schon vor längerer Zeit in Deutschland unter dem Namen «Schwingmetall > entwickelt und hat jetzt beim neuen Hanomag 1,3-Liter wagen *) erstmals Eingang in den Serienbau gefunden. In diesem neuartigen Federelement, das an die Stelle eines Torsionsstabes treten kann, wird der Gummi auf Scherung beansprucht. Ein dickwandiger Zylinder aus ölfreiem Gummi ist zwischen zwei konzentrische Rohre einvulkanisiert. Spannt man das äussere fest ein, so ist das innere gegen Verdrehung abgefedert. Man kann also daran ähnlich wie am verdrehbaren Ende eines Torsionsstabes die Achse eines zur Radfiihrung dienenden Schwinghebels angreifen lassen und erhält dadurch eine angenehme, progressive Federwirkung. Zur Fixierung der Schwinghebelachse besitzt das innere, dünne Rohr des ungefähr faustdicken und 20 cm langen « Schwingmetall »-Blocks eine Innenverzahnung. -b- *) Vierzylinderwagen mit Stromlinien-Karosserie. Leistung 32 PS bei 3600 U/Min. Antrieb auf die starre Hinterachse Vorderräder durch « Schwingmetall» einzeln abgefedert. Vierganggetriebe. Gewicht fahrfertig zirka 970 ke. Ted»n. fpvechsaal Frage 13.699. Holzgasbetrieb von Traktoren. Eignet sich ein Holzgasgenerator zum Einbau auf einen Traktor und wie stellt sich der Verbrauch gegenüber dem Betrieb mit Petrol ? Können im eigenen Betrieb anfallende Holzabfälle verbraucht werden, oder muss eine ganz bestimmte Holzart als Betriebsstoff dienen? Wie gross ist der Leistungsverlust gegenüber dem Betrieb mit Petrolvergaser? Kann dieser Verlust durph Erhöhung der Kompression ausgeglichen werden? Wie hoch darf man mit der Kompression gehen? Auf welche andern Arten (Polieren der Ansaugkanäle etc.) kann die Leistung erhöht werden? Wie beantworten sich die gleichen Fragen für den Betrieb mit Holzkohlengas-Genorator? J B. in Z. Antwort: Unseres Wissens stehen schon vielfach Traktoren mit Gas-Generatoren im Betrieb. Gegenüber Petrol- oder Benzinbetrieb verbraucht der Motor bei Verwendung fester Brennstoffe etwa 1,3 kg Holzkohle oder 2,2 kg Holz an Stelle von 1 Liter flüssigem Brennstoff. Nicht alle Arten von Holzabfällen eignen sich zur Herstellung von Generatorholz. Dünne Aeste oder Zweige, ebenso wie Rinde, sind ungeeignet. Das Generatorholz muss lufttrocken sein, soll neben Tannenholz auch einen gewissen Anteil an Buchenholz enthalten und muss ausserdem in die geeignete Stückgrösse geschnitten werden. Beim Uebergang zu Holzgasbetrieb sollte zwecKs Vermeidung eines übermässigen Leistungsverlustes die Kompression stets ganz wesentlich erhöht werden. Wird ein älterer Benzinmotor auf Holzgas umgebaut, so geht man mit dem Kompressionsverhältnis auf ca. 1 :7. Bei Verwendung eines Dieselmotors darf dank der kräftigen Ausbildung der Triebwerksteile das Verdichtungsverhältnis bei Holzgas oder Holzkohlengas auf 1 : 8 bis 1 :9 getrieben werden. Bei einem Kompressionsverhältnis von 1:7 ist mit einem ca. 30prozentigen Leistungsverlust zu rechnen, bei einer solchen von 1 :9 mit einer 20- prozentigen Einbusse an Leistung. Praktische Versuche an der Technischen Hochschule Dresden ergaben demgegenüber bei einem bestimmten Lastwagenmotor, der mit einer Drehzahl Ton nur 1000 D/Min, lief, bloss einen Leistungsabfall von 5,6% (Verdichtungsverhältnis 1 : 8,3). Durch Zusatz von Alkohol zum Gemisch konnte sogar eine Leistungssteigerung gegenüber Benzinbetrieb von 22% erzielt werden. Wir können Ihnen nicht empfehlen, einen Traktormotor zu «frisieren», wie man die Massnahmen zur Leistungssteigerung auch nennt. Im wesentlichen zielen diese Abänderungen doch auf eine Drehzahlsteigerung hin, die hier gar nicht erwünscht wäre. -h- Schriftliche Antworten: Frage 1023. Womit kann Ich das Einrosten verhindern? Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir ein schweizerisches Produkt angeben wollten, das das Einrosten von Schrauben. Nieten und dergleichen an Automobilen und andern Fahrzeugen zu verhindern erlaubt. M. in G. Frage 1024. Pneuriller, Patent Suter. Können Sie mir die Adresse des Vertreters der Pneuriller, Pat. Suter, bekanntgeben? W. in R. Frage 1025. Chofoto-Heizung. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir die Adresse der Bezugsquelle für Chofoto-Heizapparate wollten. bekanntgeben F. in H. Frage 1026. Ususgtmässe Preisreduktionen. Welche Preisreduktionen werden gewöhnlich durch die Automobilhändler auf den alten Modellen kurz vor Eintreffen der neuen gewährt? H. R. in W. Frage 1027. Jährliche Abschreibung. Wie gross muss nach üblichen Usanzen die jährliche Abschreibung auf den neuen Wagen berechnet werden? R. in W. Fraae 1028. Spezialkarosserien für Wagen mit selbsttragendem Wagenkasten. Wie steht es mit dem Bau von Spezialkarosserien bei jenen Wagen, wo Chassis und Karosserie als einheitliches Ganzes hergestellt werden? B. in Z. Frage 1029. Wer vertritt I. G.-Farbindustrie? Wer vertritt die von der I. G.-Farbindustrie erzeugten Farben in der Schweiz? B. in B. Frage 1030. Vertretung von Tempo. Wer vertritt in der Schweiz die Tempo-Lieferwagen? D. in O. Frage 1031. Reifenschutz-Apparat. Wer vertritt den von Ihnen unlängst beschriebenen Reifenschutzapparat? B. in L. Frage 1032. Wagendaten gewünscht. Können Sie mir die genauen technischen Angaben über das Modell O.K. bekanntgeben? A. in M. \nlasse Ein Interessante Filmvorführung. Die Firma Lumina AG., Shell Produkte, Zollikofen, lud auf Sonntag, den 15. Januar, vormittags, zu einer Filmvorführung ins Kino Metropol in Bern ein. Den zahlreich erschienen Gästen wurde ein interessantes und vielseitiges Programm, bestehend au« -Wochenschau sowie drei verschiedenen Kurz-Tonfilmen über Erdölbohrungen, Arbeits- Weise des Benzinmotors und Wirkung des Schmierfilms, geboten. Zur leichtverständlichen Erklärung aller möglichen Vorgänge wurde teüweise der Trickfilm herangezogen, der sich für Lehr- und Demonstrationszwecke ausgezeichnet eignet. So konnte damit in einfachster Weise die Entstehung der Erdöllager, das Sondjeren und Bohren von Oelquellen verständlich gemacht werden, während anderseits authentische Aufnahmen von allen Arbeitsphasen des Bohrens nach Erdöl dem ersten Film das nötige Relief verliehen. Das Verständnis für die Arbeitsweise des Benzin- und Dieselmotors sowie die Bedeutung der Klopffestigkeit der Brennstoffe wurde an Hand von Aufnahmen im Betrieb befindlicher Schnittmodelle geweckt, die mit Trickaufnahmen abwechselten. Alles in allem eine lehrreiche und interessante Vorführung, die bestimmt allen Anwesenden etwas zu bieten vermochte. *. c. s. ORTSGRUPPE LANGENTHAL, Donnerstag, den 19. Januar, hat die Ortsgruppe Langenthai Herrn Dr. E. Mende, Zentralpräsident des A.C.S., zu Gast. Herr Dr Mende hat sich in freundlicher Weise bereit erklärt, seinen schon in der Sektion Bern gehaltenen Vortrag über Skandinavien in Langenthai zu wiederholen und zwar in vollständiger Fassung. Es handelt sich um einen Film- und Bildbericht über eine Autofahrt nach Skandinavien, die im Verlaufe des Sommers 1938 über Kopenhagen. Malmö, Stockholm, Karlstad nach Oslo führte. Film und Diapositive sind zum Teil auch nach dem neuen Farbenverfahren aufgenommen. Der Vortrag ist offen für Clubmitglieder, ihre Angehörige und weitere Freunde des A.C.S. Beginn: 20 15 Uhr im Hotel Bären, LangenthaL ACS-Fundliste. Es wurde gefunden: am in Gegenstand 15. Okt.: Basel, b. Qpalentor: Autoverdeck-Hülle, Segeltuch. 17. Okt.: Basel, Bachlettenstrasse: Schraubenschlüssel. 22. Okt.; Basel, Feldbergstrasse, Wagenplache, rot eingefasst. 22. Okt.: Basel, Amerbachstrasse: Lederhauie für Motorradfahrer. 11. Nov.: Basel. Oetlingerstrasse: Radteller für Diff erentialgetrieb e. 16. Nov.: Basel, Zürcherstrasse: Wagen-Plache. 16. Nov.: Basel, beim Eglisee: 5 Auto-Lager (Kugellager). 22. Nov.: Basel, Birsstrasse: Auto-Kurbel für Lastwagen. 28. Nov.; Basel, Viaduktstrasse: Triebriemen aus Gummi für Autokühler. 7. Dez.. Basel. Zürcherstrasse: AutonHeber. 20. Dez.; Basel, am Steinentorberg: Schneekette. 20 Dez.; Basel, Marktplatz: Schneekette. 21. Dez.: Basel, Reinacherstrasse: Schneekette. 21. Dez.: Basel, Spitalstrasse: Schneekette. 24. Dez.; Basel: Münchensteinerstrasse: Schneekette. 24. Dez.: Basel, Dorfstrasse: Schneekette. 27.JDez.; Basel, bei der Handelsbank: Sehneekette. 27. Dez.; Basel, Zürcherstrasse: Schneekette. 29. Dez.: Basel, am Steinenberg: Schneekette. 29. Dez.; Basel, Güterstrasse: Wolldecke, grau. 30. Dez.: Basel, Neubadstrasse: Deckelteil für Autoreserverad. 12. NOT.: zwischen Pierrebot und Neuchätel: Autopneu mit Schlauch «Goodrich». AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 17. JANUAR Iffi» - N°5 Variante Nr. 5 für eine neue Strassenverbindung mit Graubünden Elm-Vättfs, also eine Sardonastrasse. In der c Thurgauer Zeitung » regt ein Einsender, anknüpfend an das kürzlich zur Kenntnis der Öffentlichkeit gelangte Projekt einer Strassenverbindung nach Graubünden durch das Maderanertal und das Val Rusein noch eine weitere, fünfte Variante an, für welche er mit folgenden Argumenten plädiert : « Was will man eigentlich? Man will doch, speziell mit dem Hintergrund militärischer Notwendigkeiten, die volkreichen Teile der Ost- und Zentralschweiz durch eine zweite, das ganze Jahr fahrbare und sichere Strasse verbinden mit dem Kanton Graubünden, und zwar mit dem Teil des Kantons Graubünden, der des Grenzschutzes bedarf. Dieser Teil von Graubünden ist zweifellos nur zugänglich von der Basis Sargans—Reichenau aus. Die Bernhardinroute, die in Reichenau von der Oberalpronte abzweigt, bedeutet doch die Westbegrenzung der exponierten Teile Graubündens. Also haben wir gewiss alle wichtigen Transporte, Menschen und Güter, zu dieser Basis heran zu bringen, Und woher kommen diese Transporte? In erster Linie aus den volkreichen Teilen der Ostschweiz, also dem Gebiet östlich der Linie Luzern—Basel, somit entweder vom Zugersee oder vom Zürichsee aus. Die vorgeschlagene Variante Amsteg—Disentis verstösst gegen diese Grundlage; denn sie führt ihre Generalstab einleuchten. Der linke Ausgan? ist Transporte zuerst noch ein gutes Stück auf derhochwichtig für das Befestigungsgebiet Sargan«, schon reichlich belasteten Gotthardroute aufwärts da von ihm aus abzweigend, auf die leichteste und bringt sie ziemlich weit ab von der Basis Sargans—Reichenau ins Bündner Oberland, wo somit werke, rechterhand am Pizalun, linkerhand am Weise die wichtigen zukünftigen Verteidteungs- noch eine recht erhebliche seitliche Verschiebung Wangserberg erreicht und versorgt werden können. notwendig wird. Wenn man diese Gründe für wichtig ansieht, und sie werden es wohl sein, so fragt pasa ist ebenso wichtig, führt er doch gerade zur Der rechte Ausgang von Vättis über den Kunkels- man sich sofort, warum dann nicht eine Segnesstrasse? Sie würde vom Glarnerland. das mit der Reichenau und von dort sowohl nach Chur als nach Hauptschlagader des Kantons Graubünden nach absolut sicher kommenden Prageistrasse und dem Thusis. Die Strecke Sardonaalp—Vättis lieet zwischen himmelhohen Bergen in einem engen Tal, ist Eingang von Ziegelbrücke von der Zentralschweiz und vom Kanton Zürich her leicht erreichbar ist, also ganz verborgen und gegen Fliegerangriffe in theoretisch kürzester Linie auf das Plateau von Flims führen. Dieses Plateau von Flims ist wie eine natürliche Festung über dem Reichenauer Eingang ins Bündnerland. Der Abstieg vom Segnespass nach Reichenau scheint aber dem Generalstab zu exponiert, wenigstens werden militärische Gesichtspunkte als Ablehnungsgrund für die Segnesstrasse angegeben. Weiterhin stehen Panixerpass und Kistenpass in Diskussion. Beiden Projekten, von denen das letzte zur Zeit im Vordergrund steht, haftet meines Erachtens der Mangel an, das« sie wieder zu weit oben im Vorderrheintal einmünden und wohl 29. Dez.: Strasse Sissach—Hingen: Schneekette für Lastauto. 24. Okt.: Thürnen: Balle Fiber, 50 kg, Zeichen: «Brasill W. 0. 62» Die Verlierer sind gebeten, sich bei der Zentralverwaltung des Automobil-Clubs der Schweiz, Laupenstrasse 2, Bern, zu melden unter genauer Bezeichnung der verlorenen Gegenstände. Gefunden auf der Strecke Bern-Ostermundigen- Stettlen ein Bailot (Paket), das aus einem fahrenden Auto (wahrscheinlich mit Zürcher Nummer) gefallen ist. Der Verlierer wolle sich melden bei Ed. Hintermann, elektr. Anlagen, Oetermundigen. \us den Verbänden CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Generalversammlung: Samstag, den 21. Januar 1939, punkt 20 Uhr. im Clublokal. Traktanden: 1. Begrüssung durch den Präsidenten. 2. Wahl der Stimmenzähler. 3. Verlesen des Protokolle der letzten Versammlung. 4. Mutationen. 5. Jahresbericht. 6. Kassabericht, Bericht der Kassarevisoren. 7. Wahl des Tagespräsidenten. 8. Wahl des Vorstandes und event. anderer Funktionäre. 9 Jahresprogramm. 10. Verschiedenes (Rechtsschutz-Versicherung). Mit der Einladung zur diesjährigen Generalversammlung verbinden wir die Erwartung, dass in Anbetracht der wichtigen Traktanden alle unsere Mitglieder pünktlich und vollzählig erscheinen werden. Der Vorstand. FREIE BERUFS-CHAUFFEURE ZÜRICH. Gemütliche Zusammenkunft bei unserm Pässivmitglied Bär, Rest. Schmidstube, Dorfstrasse, Wipkingen, am Samstagabend, 21. Januar. Der Vorstand. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Vorgängig der Einladung durch Zirkulare zur Generalversammlung am 5. Februar 1939, nachmittags 2 Uhr, im «Du Pont», geben wir hier statutengemäss die Traktandenliste bekannt und bitten alle Mitglieder, sie zu studieren und ev. Anträge bis spätestens am 21. Januar an den Präeidenten zu richten: 1. Präsenzkontrolle, 2. Bezug der Gebühren und Couponstreifen für 1939, 3. Wahl der Stimmenzähler, 4. Abnahme der Protokolle (letzte Monats- und Generalversammlung), 5. Mutationen, 6. Jahresbericht, 7. Jahresrechnung, 8. Bericht der Revisoren, 9. Festsetzung der Vereinsgebühren und Vereinslokale, 10. Erneuerung des Vereinsorgans «Automobil-Revue», 11. Wahl des Gesamtvorstandes, 12. Jahresprogramm 1939, 13. Anträge, Ernennungen, Statutenrevision, 14. Diverses. Mitglieder, reserviert den 5. Februar dem Chauffeur-Verein Zürichl Der Vorstand. auch recht beträchtliche Steigungen und winterliche Schwierigkeiten mit sich bringen. Der Einsender kennt alle diese Uebergänge, überhaupt die ganze Bergkette von Sargans bis zum Oberalpstock, aus eigener Anschauung und glaubt daher noch einen neuen Vorschlag zur Diskussion bringen zu dürfen, der nicht bloss auf Kartenstudium, sondern auf praktischer Anschauung beruht. Letzten Endes haben hier tatsächlich die militärischen Notwendigkeiten das entscheidende Wort, da •wohl niemand das Bedürfnis einer solchen Strasse für blossen Touristen- oder Friedensverkehr einsieht, wenn einmal die Walensee- und die Unterrheintalstrasse so ausgebaut sind, dass sie jedem Verkehr gewachsen sind. Die neue Alpenstrasse wird sein, was jetzt zum Beispiel der Klausenpass, eine reine Vergnügungsroute — aber mit wichtigem militärischem Hintergrund. Ausgehend von dem Gedanken, dass die militärisch wichtigen Transporte unbedingt auf die Basis Sargans-Reichenau zustreben, schlage ich nun eine Strasse Elm—Vättis vor, also eine Sardonastrasse. Ein Pass besteht hier nicht, aber jedem, der Karten lesen kann, leuchtet es sofort ein. dass von einem etwa 1700 Meter hohen Punkt des Foopasses auf der Eimerseite abzweigend, ein Strassentunnel in ziemlich genau östlicher Richtung nnd mit weniger als vier Kilometer Länge auf den ebenfalls rund 1700 Meter hoch gelegenen Sordonaalpboden herausführen kann. Von da würde die Strasse der Tamina folgen und schon weit oherhalb Vättis auf jetzt schon fahrbare Weee treffen. In Vättis gabelt sich die Strasse, nach links mm Ausgang in Ragaz, nach rechts über den KunkelsT>ass nach Reichenau. Einem Schweizer, der das «Niinimal» kennt, leuchtet der Doppelausgang als Figge und Mühle ohne weiteres ein. Er wird auch dem denkbar gut geschützt. Unsere landeskundigen Flieger würden sich vor einem Flug in jenem Gebiete bei unsichtigem Wetter bekreuzigen; denn es ist eine wahre Mausefalle. Links die wilden Gipfel der Grauen Hörner, rechts die noch wildere Kette Piz Segnes-Ringelspitz, geradeaus die Calanda-Wand. Hinter dieser Wand läge die neue Strasse gebettet wie der Laufgraben einer Festungsanlage; einen bessern Schutz für sie kann man sich gar nicht denken. Besonders auch der Ausgang nach Reichenau darf als ideal gesichert angesehen werden. Auf der St. Galler- und Bündnerseite, also von Ragaz bis Vättis und von Reichenau bis zur Kunkelspasshöhe, sind die Strassen schon in dem Zustand, dasa ihr Ausbau nicht mehr kostspielig ist; die Strasse Vättis^Sardonaalp erlaubt einen langsamen Anstieg; der Aufstieg von Elm entwickelt sich auf einer früh apern Südflanke, und endlich werden 1700 Meter Höhe kaum überschritten. Die Baukosten dürften deshalb, soweit ich als Laie es beurteilen kann, kaum weit von denen der schon diskutierten Projekte abweichen.» VEREINIGUNG STAATL. GEPR. AUTOFAHRLEHRER DER SCHWEIZ (V.A.S.) Einladung rar Zentralvorstandssitzung, Donnerstag, den 19. Januar 1939, Bern, Hotel «Wächter», 13.00 Uhr. Zur Zentralvorstandssitzung haben zu erscheinen: aus Bern: die Herren Spoerry und Kiesinger; aus Zürich: die Herren Meier, Gfeller und Weber; aus Basel: Herr Heiber; aus Lausanne: Herr Seiler. Gäste, welche den Sektionen der V.A.S. angehören, haben zur Sitzung Zutritt (ohne Stimmrecht). AARGAUISCHER MILITÄR - MOTORFAHRER- VERBAND. Bekanntmachung. Der Vorstand des Aarg. Militär-Motorfahrer-Verbandes teilt nach Einsichtnahme der in Nrn. 3 und 4 der « Automobil- Revue » erschienenen Bekanntmachungen eines gewissen Herrn E. Schiees in Aarau den Interessenten mit: 1. dass Herr E. Schiess den Namn unseres Verbandes eigenmächtig, ohne Wissen des Vorstände«, benützte, trotz früheren, ernsten Mahnungen; 2. das Schiess zwischen seinen obgenannten Bekanntmachungen am Donnerstag den 12. Januar 1939 vom gesamten Vorstand vor weitern Machinationen neuerdings gewarnt wurde: 3. dass unsere Generalversammlung nicht am 28. Januar und nicht in Aarau stattfindet, sondern in Brugg im Restaurant Cardinal. . Für den Vorstand des Aarg. M ; litär-Motorfahrer-Verbandea: Der Präsident: J. G. Horlacher. GESELLSCHAFT DER MIL1TÄR-MOTORFAH- RER DES KANTONS ZÜRICH. Samstag, den 21. Januar 1939, 19.30 Uhr, im Rest. Urania, Zürich, im 1. Stock: 1. ordentliche Quartalsversammlung mit Filmvorführungen des M.W.D. Referent: Adj. U. 0. Bruni. Thun. Wir erachten es als Ehrenpflicht aller Kameraden, unserm Appell unbedingt Folge zu leisten. Der Vorstand der G.M.M.Z. Handel u. Indastvie Super-Raffination von Quaker State Oel. Um die Qualitäten ihrer Produkte auf einen noch höheren Stand zu bringen, benützen die meisten Oelfirmen von Weltruf irgend ein Feinraffinations- < verfahren. Die Hersteller von Quaker State-Oel verwenden als Besonderheit zur Veredlung ihrer Erzeugnisse die sogenannte Super-Raffination. Hiebei werden dem Oel die für die Schmierung moderner Motoren weniger wertvollen, dünnflüssigeren Anteile, die leicht 25—30% ausmachen, entzogen. Im Endprodukt verbleiben nur die für die Schmierung besonders geeigneten Bestandteile. Dieser qualitative Vorzug des Quaker State-Oels bewirkt, dass man es länger im Motor lassen darf und weniger rasch ein« Nachfüllung notwendig wird. Dies sind die wichtigsten Gründe für die Beliebtheit, deren sich dieses Markenöl in den Vereinigten Staaten erfreut, und die ihm sicher auch bei uns die Wege ebnen wird.

„Atitomobn-Revnt" — Hr. 5 BERN, Dienstag, 17. Januar 1939 Es ist noch nicht sehr lange her, dass die kleinste Firma in der bescheidensten Empfehlungskarte unter keinen Umständen auf die Erwähnung des «Service» verzichtet hätte. Kein Bäcker, kein Velo-Reparateur und natürlich auch keine Garage, die nur das Gerinste auf sich hielten, Hessen irgendwelche Gelegenheiten vorbeigehen, ohne mit Nachdruck auf den «Service» hinzuweisen, den sie ihrer Kundschaft zu bieten hatten, — Als das Wort durch die ständig wiederholte Verwendung seiner ursprünglichen strahlenden Suggestionskraft beraubt war, verschwand es je länger je mehr aus Inseraten, Werbebriefen und was der Reklamemittel noch mehr sein mögen. Schliesslich blieb seine Verwendung auf die engere Bedeutung beschränkt, wie sie im Automobilfach gang und gab ist. Um von Anfang an mögliche Missverständnisse zu vermeiden! Das Wort «Service» hat einen doppelten Sinn, Einmal umfasst es alle Arbeiten, die im Automobilgewerbe (und analog auch in andern Gebieten) an Unterhalt und Pflege des Wagens geleistet wird. Im weiteren Sinn versteht man darunter jedoch auch — diesem Umstände verdankte es seine Popularität für Reklamezwecke — den «Dienst am Kunden» im allgemeinen. Schon die Tatsache, dass der Ausdruck «Service» sich zu einem zügigen Schlagwort bei der Kundenwerbung entwickeln konnte, zeigt, dass dahinter ein werbekräftiger Begriff steckt, der geeignet ist, auf das Publikum einen nachhaltigen Eindruck zu machen. Anderseits liefert seine modische Hochkonjunktur und sein relativ schnelles Verschwinden aus dem Sprachschatz der Propagandisten den Beweis, dass es so lange missbräuchlich verwendet worden war, bis sein Klang nur noch ein schales und fades Empfinden hervorzurufen vermochte. — Zeichnet sich aber die Mode nicht gerade dadurch aus, dass sie etwas an sich Gutes, Vorteilhaftes und Schönes im Uebermass verwendet, bis es den Augen, Ohren und Nerven der Allgemeinheit nichts mehr zu sagen hat? Was jedoch keineswegs heissen will, dass darüber das Gute und Schöne der Sache selbst irgendwie vergessen oder verleugnet werden soll. Das Schlagwort vom «Service» ist uns nicht umsonst aus Amerika zugekommen. Drüben überm grossen Teich kennt man in geschäftlichen Dingen nicht nur weniger Hemmungen und Rücksichten, sondern auch weniger Minderwertigkeitsgefühle und übersteigerte Sentimentalitäten. Dort hatten es gewisse gerissene Geschäftsleute schon seit langem heraus, dass sie den Verkauf durch den Eindruck fördern können, als läge ihnen das Interesse der Kundschaft vor allen übrigen Dingen am Herzen und als bestände für sie das grösste Vergnügen darin, ihr nicht nur nützlich zu sein, sondern auch nach besten Kräften zu dienen. Mochten solche Geschäftsmethoden auch nach unseren Begriffen eine unwürdige Liebedienerei darstellen, so zeigte der Erfolg dieser Propagandamethoden doch, dass jene Unternehmer nicht nur richtig spekuliert hatten, sondern — vielleicht ganz ungewollt — auf etwas gestossen waren, das wir nur zögernd und mit Widerwillen bekennen. Das Wirtschaftsleben hat wohl noch nie besondere Rücksichten auf Menschen gehabt, denen aus einem weichen Herzen heraus das Wohl der andern näher lag als das eigene (diese Feststellung erfolgt, es sei ausdrücklich bemerkt, ausschliesslich vom Gesichtspunkt des finanziellen Erfolges aus). — Je schärfer 'der Kampf und je beschränkter die Verdienstmöglichkeiten werden, desto schlimmer sind auch die Aussichten für jene, welche als selbständig Erwerbende ihren eigenen Standpunkt nicht zu verteidigen wissen. Damit wollen wir aber keineswegs sagen, dass nur eine machtvolle Vertretung der eigenen Interessen, d. h. ein möglichst nachdrücklich betonter Egoismus geeignet sei, den ersehnten geldlichen Erfolg herbeizuführen. Je enger sich das Arbeitsgebiet des einzelnen gestaltet, desto intensiver müssen die Räder des wirtschaftlichen Betriebes ineinandergreifen. Seit der Mensch aufgehört hat, für seine gesamten Ansprüche zu sorgen, ist er zu einem Glied in einer ständig wachsenden und komplizierter werdenden Maschinerie geworden, die um so mehr hervorzubringen vermag, je besser der einzelne Teil die ihm zugewiesenen Aufgaben erfüllt. Wenn nun das Individuum als ein solches Glied sich zu einer maximalen Leistung aufraffen soll, so besteht der beste Und nachhaltigste Ansporn ohne Zweifel darin, dass ihm als Kompensation vermehrte Mittel in Aussicht gestellt werden, durch die er sich Von Verkäufern hören wir immer wieder, wie eine ihrer grössten Schwierigkeiten darin besteht, die erste Kontaktnahme mit der Kundschaft erfolgreich zu gestalten. Es handelt sich bei diesen Leuten keineswegs um die Unerfahrenen und Naiven, die es in jeder Branche gibt. Im Gegenteil: Weil sie ihre eigene Arbeit und Leistung systematisch nach allen Richtungen überprüfen und objektiv beurteilen, wissen sie über ihre Schwächen Bescheid und beweisen durch diese Selbstkritik, dass sie einen überdurchschnittlioh strengen Maßstab an sich selbst legen. Die erste Kontaktnahme gehört unbedingt zu jenen Problemen der Verkaufskunst, die am schwierigsten zu lösen sind. — Der Verkäufer, der an sich selbst arbeitet, wird im Laufe der Zeit mit den meisten Fragen fertig. Er weiss, mit welchen Argumenten er beim eiligen Geschäftsmann am ehesten zum Ziel kommt, wie er bei einer beschaulichen Matrone auftreten muss, was für einen Phlegmatiker angemessen ist und welche Anforderungen eine repräsentative Persönlichkeit an ihren Wagen stellt. Seine Routine ermöglicht ihm, das Tagesprogramm gleichsam « aus dem Aermel zu schütteln », und zwar in einer Weise, wie es zweckmässiger nicht geschehen könnte. Er weiss Auskunft über die Möglichkeiten der Finanzierung und kennt alle gesetzlichen Formalitäten wie seine eigene Westentasche. Darüber hinaus ist er vertraut mit den Fragen, welche die Kundschaft in technischer oder touristischer Hinsicht stellt — kurz, er hat sich dank seiner Erfahrung und einer nachdenklichen Selbstschulung einen hübschen Vorrat nützlicher Kenntnisse angelegt. Aber all dieses Wissen und Können ist zwecklos, solange ihm der Kunde nicht jenes Vertrauen entgegenbringt, das einen verkaufsfördernden Gedankenaustausch ermöglicht und das in unserer vielgestaltigen Welt nun einmal nicht ohne weiteres vorhanden ist. Kann man dem Automobilverkäufer, der verschiedene tausend Franken auslegen soll, gram sein, wenn er nicht gewillt ist, einem Unbekannten auf das erste Wort zu glauben ? Es müsste auf der Welt nicht menschlich her- und zugehen, wenn Jeder restlos auf einen Jeden bauen könnte. Ein gewisses Mass von Misstrauen muss darum bei jedem Käufer schon zum vorneherein angenommen werden. Die Schwierigkeit der ersten Kontaktnahme besteht nun für den Verkäufer einen vermehrten Lebensgenuss verschaffen kann. Unser Erwerbsleben entwickelt sich darum je länger je stärker zu einer gegenseitigen Dienstleistung oder einem «Service am andern». Allerdings unterscheidet sich dieser von der humanitären Selbstlosigkeit dadurch, dass nicht die Liebe zu den Mitmenschen, sondern das eigene egoistische Interesse die Triebfeder bildet und bleibt. Diese Feststellung tut aber der Tatsache keinerlei Abbruch, dass die «Arbeit für den andern» Grundlage und Richtschnur jeder Weiterentwicklung sind und bleiben müssen. Ein solcher «Service» erschöpft sich selbstredend nicht in einer einwandfreien Schmierung des Wagens oder einer andern beliebigen routinemässigen Handreichung. Er setzt vielmehr eine gewisse geistige Einstellung, oder vielleicht noch etwas präziser gesagt, ein bestimmtes Wollen voraus, das auf alle Gelegenheiten, die sich bieten, erpicht ist. Ja, wir sind sogar der Ueberzeugung, dass nur dieses Wollen zum Dienst am Kunden ermöglicht, das einzelne Unternehmen wie die Allgemeinheit aus der krisenhaften Stagnation herauszuführen. Es gibt in der Geschichte der Wirtschaft wenig Fälle, wo eine erfreuliche Vorwärtsentwicklung eintrat, ohne, dass damit eine Nutzleistung zugunsten der Kundschaft verbunden gewesen wäre. Wenn auch das Wort «Service» durch seine konstante Benützung den zauberhaften Klang verloren hat, der ihm von Natur eigen ist, so bleibt der Begriff doch die solideste Grundlage, auf den der Geschäftserfolg aufgebaut werden kann. Dass die Leistung weder aus Liebedienerei noch aus Mitleidsgefühl heraus erfolgt, die im Geschäftsleben nun einmal keinen Platz haben, ändert nichts an der Gültigkeit des Grundsatzes, .den wir an dieser Stelle immer wieder verteidigen: das Möglichste zu leisten und dafür einen angemessenen Lohn zu verlangen. :—: Der erste Kontakt gerade darin, einen Unbekannten dazu zu veranlassen, ihm das notwendige Vertrauen entgegenzubringen. Eigentlich stellt diese Forderung eine Selbstverständlichkeit dar, die scheinbar keine weitere Begründung verlangt. Wer jedoch einen Einblick in die Praxis hat, wird ohne weiteres zugeben, dass in dieser Hinsicht noch viel gesündigt werd. Solange ein Verkäufer bei einem ihm unbekannten Automobilisten versucht, gleich von Anfang an mit einem Wortschwall durchzukommen, oder irgend einen Haken in seine Taktik einzuschmuggeln, solange hat er die Bedeutung des Problems nicht erfasst und wird in gar zu vielen Fällen gegen eine Mauer anrennen, deren Vorhandensein er sich nicht zu erklären vermag. Selbstredend ist es von grossem Vorteil, wenn er von Anfang an über gewisse Mittel verfügt, die ihm den Weg zum Vertrauen des Kunden ebnen, sei es, dass er sich auf gemeinsame Bekannte beziehen kann, sei es, dass einer seiner früheren Kunden sich als Referenz verwenden lässt usw. Nicht immer stehen ihm diese jedoch zur Verfügung, so dass er oft darauf angewiesen ist, den ersten Kontakt auf anderem Wege zum Erfolg zu gestalten. Selbstredend lassen sich bei der Verschiedenheit der menschlichen Naturen über die beste Methode keine exakten Formeln aufstellen; sie werden sich im Gegenteil nach der Denk- und Empfindungsweise des Kunden richten müssen. Es gibt aber eine allgemeine Regel, die mit unfehlbarer Sicherheit den richtigen Weg weist und an die zu halten sich noch immer gelohnt hat: Der Verkäufer mache es sich zur Pflicht, alles zu tun, um gleich von Anfang an eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich der Kunde wohl fühlt. Vielleicht Ist das, was wir mit dieser Formulierung sagen wollen, noch etwas deutlicher gekennzeichnet durch den französischen Ausdruck « mettre le Client ä l'aise ». Wenn erreicht wird, dass der Interessent die Unterhaltung auf seine Probleme, Sorgen und Wünsche einstellen und seine individuelle Denkweise zur Geltung bringen kann, dann wird sich bei ihm das Misstrauen viel weniger regen. Und hat er erst einmal die Qewissheit, dass er nicht überzeugt wer- T>vt qute&Ui(aM, Manch ein Geschäftsmann hat die ehrliche Absicht, seinen Betrieb zum « besten von allen» zn machen, schiebt aber die notwendigen Schritte hinaus, unter dem Vorwand, er möchte zuwarten, bis ihm eine « besonders gnte Idee » einfalle. Mit den sog. «guten Einfällen» ist es ähnlich wie mit den guten Vorsätzen. Sie bilden ein ideales Pflaster auf dem Weg in die unteren Regionen. — Einfälle sind, wie nicht nur die Erfahrung, sondern auch die praktische Psychologie mit aller wünschbaren Deutlichkeit nachgewiesen hat, zn 95 °/o das Ergebnis eines bewussten Suchens, der Erfolg aber das Resultat einer unbeugsamen Kraft zur Ausführung. Es gibt in unserer Wirtschaft manche kranken Geschäfte, die viel weniger einen Arzt benötigen, der Diagnose stellt, als eine energische Krankenschwester, die dafür sorgt, dass die Medikamente inklusive Karlsbadersalz wirklich auch genommen werden... 0 Ist das möglich? Der Redaktor der «Kleinen Revue» ist « umgeschmissen ». Ihm ist etwas passiert, das er in seiner Naivität nicht für möglich gehalten hat. Er war nämlich bis heute der sicher verzeihlichen Meinung, dass die Zeiten auch den letzten selbständigen Geschäftsmann gelehrt hätten, jede sich bietende Gelegenheit auszunützen. Aber er hat sich getäuscht. Vor einigen Wochen wurde ihm seitens eines Lesers der «Automobil-Revue» die Frage gestellt, wo ein bestimmter Artikel bezogen werden könnte. Sogleich setzte er sich ans Telephon und hatte auch bald heraus, dass die Firma X (der Name sei mit dem Mantel der christlichen Nächstenliebe zuge deckt) in Frage komme. Mit der Absicht, noch ein weiteres zur Vermittlung des Geschäfts zu tun, bat er nun um Zustellung eines Prospektes, was ihm auch versprochen wurde. Als nach einigen Tagen noch nichts eingetroffen war, ersuchte er nochmals in höflicher Manier um Zustellung, worauf ihm geantwortet wurde : «Ich bin sowieso der einzige in der Schweiz, der diesen Artikel liefern kann; also pressiert die Sache au! keinen Fall; Ihr Fragesteller wird wohl noch etwas warten können. > Wie gesagt, der Redaktor der « Kleinen Revue » ist « umgeschmissen ». Er sieht ein, dass ihm für das Verständnis der Lage die ausreichende Lebenserfahrung noch fehlt und lässt seinen Kopf beschämt sinken... = den, sondern sich selbst eine Meinung bilden soll, dann ist das grösste Hinderniss aus der Welt geschafft. Gewiss, es handelt sich dabei nur um einen allgemein gültigen Grundsatz. Wenn sich aber ein Verkäufer bemüht, ihn in jedem Fall einzuhalten, so wird er ohne weiteres feststellen, dass sich die erste Kontaktnahme viel erfolgreicher gestaltet, als wenn er sich bloss auf seine routinenmässigen Kenntnisse verlässt.