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E_1940_Zeitung_Nr.004

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 23. JANUAR 1940 — N° 4 Sp»ov4 Die offizielle Alfa-Romeo-Mannschaft für 1940 setzt sich vorläufig aus Farina — dessen Kontrakt bereits erneuert ist — Biondetti und Pintacuda zusammen, bewährten Könnern, welche schon voriges Jahr die Farben der Mailänder Firma verteidigt haben. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sich übrigens noch Trossi zu ihnen gesellen, wenigstens für eine gewisse Zahl von Rennen. Anfang Februar wird die Equipe ihr Training und die Probefahrten aufnehmen. Dimensionen schwelgt auch der Parkplatz für die Autos den Rennbesucher, soll er doch für rund 10.000 Wagen berechnet sein. Tragischer Unglücksfall in Brasilien. Brasiliens bester Automobilrennfahrer, Souza, ist bei einer Probefahrt auf der neuen Rennstrecke bei Sao Paolo tödlich verunglückt. Der Wagen wurde aus einer Kurve herausgetragen und überschlug sich. Die neue Rennstrecke forderte also ein Todesopfer, ehe sie Schauplatz der ersten rennsportlichen Veranstaltung war. SEKTION BERN. Auf der Traktandenliste der Generalversammlung vom vergangenen Montag, die unter dem Vorsitz von Herrn Oberst Marbach stand, figurierte als Hauptgeschäft das Budget 1940. Ihm vorgängig hiess die Versammlung einen Antrag des Vorstandes gut, den Jahresbeitrag als solchen in der gegenwärtigen Höhe von Fr. 35.— zu belassen, für das laufende Jahr jedoch in Anbetracht der gegenwärtigen Zeit einen • Kriegsrabatt» von Fr. 10.— zu gewähren, währenddem die übrigen Beitragsquoten unverändert beibehalten bleiben. Ueber den Voranschlag selbst, der sich als «Kriegsbudget» präsentiert, entwarf Herr Dir. Rufener ein detailliertes Bild. Wenn der Vorstand auch angesichts des unvermeidlichen Einnahmenrückgangs auf der Ausgabenseite Abstriche vorgenommen hat, soweit es irgendwie anging — und wobei einzig die Posten Vorträge und für Propaganda eine Erhöhung erfahren haben — so bleibt per saldo doch ein nicht unbeträchtliches Defizit, für dessen Deckung das Clubvermögen herangezogen werden muss. Dem Vorstand ihr Vertrauen Occasionen Adler, Limousine, 4 Zyl., 5 PS, Modell 1936, Fr. 2200.— Wanderer, Limousine, 6 Zyl., 10 PS, Mod. 1933, Fr. 2500.— Triumph, Limous., 6 Zyl., 10 PS, Modell 1937, Fr. 4500.— Studebaker, Limousine, 8 Zyl., 20 PS, Mod. 1933, Fr. 1600.— Oldsmobile, Limousine, 6 Zyl., 20 PS, Mod. 1934, Fr. 2800.— Sämtliche Wagen sind kontrollbereit und können unverbindlich besichtigt u. probegefahren werden bei: Mercedes-Benz Automobil A.G., Zürich, Badenerstrasse 119. Tel. 5 16 93. Zu verkaufen A-C.S 1 CABRIOLET RENAULT Mod. 35, 16 PS, Schweizer Karosserie, Lederpolster, in einwandfreiem Zustd. und preiswert abzugeben. H. Graf-Meier, Chur. Telephon 572. 76744 \usland OPEL BLITZ Lastwagen 3 Tonnen in prima Zustand, 6 Zyl., 18 PS, sofort abzugeben. GEBR. MARTI, BERN, Eigerplatz 2. ACHTUNG! Billig zu verkaufen ein sehr gut erhaltener 20572 Lieferungswagen Marke OAKLAND, Brükkenlänge 2,40 m, mit abrüstbarer Viehtransportbänne, 15 PS, ev Tausch an Luxuswagen, 8-10 PS. Franz Jos. Scherer, Viehhandlung, Römerswil. Tel. 63.356. (4 Verlas, Druck und Cliches: HALLWAG A.-O, Bern. aussprechend, stimmte die Versammlung dem Budget nach kurzer Diskussion einmütig zu. In einer klaren, übersichtlichen Orientierung Hess darauf der Sekretär, Herr Haemiker, jene automobilistischen Probleme Revue passieren, die, in Zusammenhang mit Mobilisation und Kriegswirtschaft stehend, ihre Erledigung teilweise schon gefunden haben, wie Sonntagsfahrverbot, Benzinrationierung und Reduktion der Versicherungsprämien, teilweise aber auch heute noch weiter bestehen und als solche unter die vom Club zu lösenden Aufgaben, fallen, wie die Steuerrückvergütungen für requirierte Fahrzeuge, ein Kapitel, worin heute fast ein jeder Kanton andere Wege geht. Von einer befriedigenden Lösung sind wir, auch in der Frage der kantonalen Steuerreduktion noch weit entfernt, nicht zuletzt deshalb, weil in den Auffassungen und Das neue Autodrom von San Paulo, Forderungen der Verbände von Einigkeit nicht dessen Eröffnung am 19. November mit demeben viel zu verspüren ist. Seltsam muss die Haltung der bernischen kantonalen Behörden in der den 1. Donnerstag des Monats in der «Seerose> in BADEN : Die Chauffeurkollegen treffen sich je- Grossen Preis von S. Paulo stattfindet, stellt zweifellos die grösste und modernste Rennbahn Südamerikas dar. 20 km von der Stadt entfernt, wird Wenn sie nämlich den Standpunkt einnehmen, das Angelegenheit der neuen Steuervorlage berühren. Baden zur Versammlung. sie mit dieser durch eine neu angelegte, 25 mfix und fertig ausgearbeitete Projekt könne mit BIEL: Chauffeure und Transportarbeiter. Auch breite « Avenida > verbunden. Die Piste, deren Rücksicht auf die Mobilisation einstweilen nicht im neuen Jahr gilt die Parole: Versammlung jeden Breite 20 m beträgt und in den überhöhten Kurven auf 30 m wächst, ist in Alphalt ausgeführt über die Automobilisten die Meinung, dass der Ent- Volkshauses. Alle militärdienstfreien und beruflich zur Behandlung gelangen, so vertreten dem gegen- letzten Dienstag des Monats im Unionssaal des und 8 km lang, wobei die längste Gerade 1,5 km wurf gerade im Hinblick auf die Mobilisation sobald nicht verhinderten Kollegen erscheinen. misst. 15 Kurven sorgen für die nötige c Abwechslung », im übrigen hat man die Bahn so gebaut, müsse. Der Erledigung durch die Behörden harrt als möglich aus der Schublade hervorgeholt werden dass sie auch nur auf einer Länge von 2 km benutzt werden, z. B. für Motorradrennen. Auf den Benzinrationierungsscheine an die Clubmitglieder sodann das Gesuch der Sektion, die Abgabe der Tribünen sollen 200.000 Personen (? Red.) Platz durch das Sekretariat vornehmen zu lassen, um das finden, währenddem der ca. 1,5 m über der Piste lästige und zeitraubende Anstehen auf dem Strassenverkehrsamt zu vermeiden. Hand in. Hand da- liegende Stehplatzraum mehr als doppelt so viele Zuschauer zu fassen imstande ist. In ähnlichen mit ging übrigens auch der Vorschlag, die Zustellung der Rationierungsscheine gegen eine angemessene Gebühr durch die Post vornehmen zu lassen. Die allgemeine Diskussion zeitigte aueser * einigen Anfragen auch ein Dankeswort aus der Mitte der Versammlung an Vorstand und Sekretär. ORTSGRUPPE LANGENTHAL. Im Rahtnen ihrer freien Zusammenkünfte veranstaltet diese Ortsgruppe Donnerstag, den 25. Januar, 20.15 Uhr, im Hotel «Bären», einen Filmabend. Zur Vorführung gelangt der Nordamerika-Film von Dr. E. Mende, Zentralpräsident des ACS, der sich im Frühsommer 1939 in offizieller Mission in den Vereinigten Staaten aufgehalten hat: VHTJ. Kollegen in den Sektions- und Gruppenvorständen! "Wir Hessen Euch für die Mitarbeit an der «Automobil-Revue» ein ausführlich gehaltenes Merkblatt zukommen. Legt es nicht einfach in eine Eurer tiefgründigen Schubladen, sondern besprecht: seinen Inhalt in den Vorständen und Versammlungen. Besser ist noch, wenn Ihr alle einzelnen Punkte desselben befolgt, denn Ihr erleichtert uns damit die Arbeit wesentlich. Beachtet bitte immer folgendes: 1. Alle Einsendungen gehen an das Zentralsekretariat V.H.T.L. in Zürich-Aussersihl, Postfach 304. Redaktionsschluss; Freitag abend, 2. Sämtliche Mutatio- 1 FIAT, Topolino, 1 FIAT, Baliila, 1 FIAT, Baliila, 1 FIAT, Baliila, 1 FIAT, Baliila, 1 FIAT, Balilla, 1 FIAT, Baliila, 1 FIAT 1500 1 CITROEN, Zu verkaufen Limousine, Limousine, Limousine, Allwetter, Limousine, Fourgon, Limous., 6pl., Limousine, Limousine, 1936, 1937, 1938, 1939, 1939, 1937, 1Ö39, 1939, 1935, Fr. 1500. Fr. 3100. Fr. 2700. Fr. 3400 Fr. 3700. Fr. 3100. Fr. 4400. Fr. 4500. Fr. 2100. Alle Wagen in tadellosem Zustande. >(4,5 SACAF, Agence Fiat, BIENNE 6—7 T. Tragkraft, Brücke, 4,5X2,10 m, mit WTRZ- Drei-Seiten-KIPPER, Doppelbereifung 36X8, Reserverad etc., wenig gefahren. Offerten unt. Chiffre C 1196 G an die Publicitas AG., St. Gallen. BERN 2.82.22 Zu verkaufen Sattelschlepp-Anhänger Auto-Mechaniker der mittlerem Betrieb selbständig vorstehen kann, per sofort gesucht. Sichere Existenz. (4 Eilofferten unter Chiffre 20584 an die i Automobil-Revue, Bern. ZÜRICH 3.97.43 die Nummern für Anfragen betreffend Inserate in der „Automobil- Revue" u. dem ..Auto-Magazin" nen ("Aufnahmen, Austritte, Ausschlüsse, Wohnortsiveränderungen) sollen immer unverzüglich dem Zentralsekretariat VJH.T.L. gemeldet werden. Die Mitglieder müssen in diesem Punkte den Vorständen ihre Arbeit erleichtern. Dies gilt besonder« bei Wohnortsveränderungen. 3. Alle Mitglieder sind darauf aufmerksam zu machen, dass die Beiträge in der 5. oder 6. Beitragsklasse entrichtet werden. Wichtig ist auch für jeden Chauffeur, dass er mit seiner Beitragsleistung nie im Rückstande sich befindet. Wenn die Zusammenarbeit klappt, wird das Euch und uns Freude bereiten. Das Zentralsekretariat. ARBON : Chauffeurgruppe. Versammlung jeden ersten Donnerstag im Monat, 20.15 Uhr, im «Weingarten». CHUR : Chauffeurgruppe. Unser neuer Postplatz mit der übersichtlichen Verkehrsregelung ist wirklich gut geraten. Wir freuen uns dessen und sind den Behörden dafür dankbar. Wir sind auch ein wenig stolz auf die von uns und der Beratungsstelle für Unfallverhütung in Bern geleistete Mitarbeit. Leider finden immer noch viele Fussgänger einen Weg, um neben den Fussgängerstreifen «durchzukommen». Eine, Verkehrserziehungswoche unserer Polizei würde Wunder wirken. EINSIEDELN.: Hallo ; Kollegen, unsere letzte Zusammenkunft war nicht gerade übertrieben gut besucht., Sozusagen die ganze Sektion befand sich — dank einem gütigen Geschick — zu Hause und nur die Kollegen Taxichauffeure waren beruflich verhindert, die Versammlung zu besuchen. Wir geben der Erwartung Ausdruck, dass unsere nächste Versammlung, wahrscheinlich ist es die Generalversammlung, besser besucht werde. Denn nebst der Erledigung der statutarischen Geschäfte gilt es, die Frage der Strassensignale in und um Einsiedeln wieder einmal gründlich zu prüfen. Da und dort stimmt nämlich nicht alles. Zwar ist das Problem Parkplatz im gegenwärtigen Moment nicht gerade übertrieben aktuell, was uns nicht hindern darf, die Diskussion mit den Behörden auch während der Mobilmachung einzuleiten. Die. Sache mit der besseren iKenntlichmachung der S.O.B.-Uebergänge wird zwar noch, weil sich unser technischer Experte im Militärdienst befindet, einige Zeit auf sich warten lassen. Aber dafür wollen wir uns mit dem andern «Rattenschwanz» von Problemen (er ist reichlich lang) befassen. Die Nachricht, dass. im benachbarten Stande Zürich * die geheimen Geschwindigkeitskontrollen abgeschafft wurden, hat uns hier oben mächtig gefreut. Das nächste Mal also gefl. etwas mehr Rasse. Darauf freut sich Der Vorstand. GLARUS: Chauffeure. Nachdem unsere verschiedenen" öffentlichen Chauffeurversammlungen einen recht guten Besuch aufwiesen — an einer war auch die Behörde zahlreich vertreten — beabsichtigten "wirV den, Kollegen Nationalrat Leuenberger, der als Vertrauensmann der Chauffeure bekannt ist, über die Äutotransportordnung sprechen Gesucht guter Chauffeur- Mechaniker erfahrener Fahrer u. vertraut mit dem Unterhalt von mehreren Privatwagen. Perfekt Französisch erforderlich. Dauerstelle. Off. mit Bild u. guten Referenzen unter Chiffre 20542 an die (3,4 Automobil-Revue, Bern. Gesucht tüchtiger, junger (4,5 Auto- Mechaniker zu sofortigem Eintritt. Offerten mit Zeugnissen an Rigi-Garage, Küssnacht (Schwyz). 20564 meter-Zählern aller Systeme E.ö: BÄR BERN Fisdiertnätteliweg 18 I Telephon 35533 Gesucht auf Anfang Februar tüchtiger, selbständiger Auto- Mechaniker der mittlerem Betrieb vorstehen kann. Bei Zufriedenheit Dauerstelle. Schweiz. Industrie-Gesellschaft, Neuhausen am Rheinfall. (3,4) 20556 Offerten unter Chiffre 17081 an die Automobil-Revue, Bern. Lediger, zuverlässiger Chauffeur- Mechaniker sucht Stelle Spricht Deutsch u. Französisch. Prima Zeugnisse. Offerten unter Chiffre 20581 an die (4 eventuell mit Wohnung, gesucht per sofort oder später in Garage nach Bern. Ohne gute Referenzen und Erfahrung in diesem Fach sind Anmeldungen nutzlos. — Gefl. Offerten mit genauen Angaben sind zu richten unter Chiffre 17088 an die Gesucht 2—3 tüchtige Karosserie Spengler Lastwagen- Chauffeur auf Lastwagenzug oder Car Alpin. Nimmt auch auf Diesel-Ueberlandzug andere Arbeiten an. — bei gutem Lohn. (4,5 Offerten mit Zeugnisabschriften unter Chiffre 20570 an die Automobil-Revue, Bern. Wagenwascher u. Garagearbeiter Automobil-Revue, Bern. zu lassen. Dieser Plan ist der inzwischen eingetretenen Umstände halber ins Wasser gefallen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Sobald es die Verhältnisse erlauben, -wird der projektierte öffentliche Anlass durchgeführt. Bis dahin den zum Aktivdienst eingerückten Berufskameraden im Lande Fridolins freundschaftlichen Gruss. GRENCHEN : Unsere Chauffeurversammlungen finden einstweilen nicht statt, da sich die ganze Mitgliedschaft unter den Fahnen befindet. Event. Versammlungsankündigungen an dieser Stelle und in der Verbandspresse. ÖLTEN: Chauffeurgruppe. Die Mobilmachung hat auch uns einen dicken Strich durch den Versammlungskalender gemacht. Unsere Zusammenkünfte fallen deswegen vorderhand aus. Die Kollegen verfolgen aber trotzdem immer «Revue» und «Solidarität». ZÜRICH : Sektion Taxi-Chauffeure. Wir haben die Kollegen bereits auf die am Dienstag, den 30. Januar, - stattfindende Generalversammlung aufmerksam gemacht und möchten unsere Mitglieder nochmals ersuchen, diesen Abend unbedingt für unsere Hauptversammlung zu reservieren. Wir verzichten auf eine Wiedergabe der Traktandenliste an dieser Stelle, da dieselbe jedem Mitglied persönlich zugestellt wird. Wir gedenken auch dieses Jahr die Generalversammlung in einfachem Rahmen durchzuführen, da ohnehin verschiedene Kollegen sich im Militärdienst befinden. Immerhin soll den Anwesenden eine kleine Ueberraschung zuteil werden und wir hoffen auch aus djesem Grunde, dass alle den Weg in die «Urania» finden werden. Der Kameraden im Wehrkleid werden wir an unserer Generalversammlung in besonderer Art gedenken. Einen zahlreichen Besuch erwartet: Der Vorstand. Versammlungsanzeiger. BERN: Berufschauffeure. Jeden zweiten Samstag im Monat, um 20 Uhr, im Restaurant Viktoriahall. Alle Berufskollegen sind willkommen. Markenbezug daselbst sowie beim 1. Kassier, Steiner Ernst, Militärstrasse 14, beim 2. Kassier und den Einzügern. Postscheck Nr. HI/9946. Präs.: Sahli Hans, Tel. 20.822. BREMGARTEN (Aargau): Jeden zweiten Samstag im Monat um 20 Uhr 30 im Restaurant Rathaus in Bremgarten. INTERLAKEN: Chauffeure und Fuhrleute. Die Versammlung findet jeweils am zweiten Samstag des Monats um 20 Uhr 30 im Cafe Central statt. AMT KONOLFINGEN: Chauffeure. Unsere Versammlung findet jeden 2. Sonntag im Monat statt Ort und. Zeit wird durch die Verbandszeitung bekanntgegeben. ÖLTEN: Chauffeurgruppe. Die Kollegen wollen sich jeden 2. Samstag des Monats für die im Volkshaus stattfindende Versammlung freihalten. Beginn 20 Uhr. ZÜRICH: Berufs-Chauffeure,. Die Versammlung findet jeden 2. Samstag eines .Monats statt. Beginn punkt 20 Uhr im «Limmathaus», Zürich 5. ZÜRICH: Taxi-Chauffeure. Voranzeige. Wir mochten unsere Mitglieder ersuchen, den Tag der ordentlichen Generalversammlung heute schon zu reservieren und ihn im Kalender dick anzustreichen, damit er nicht vergessen wird. Es ist dies der Dienstag, den 30. Januar. Näheres folgt. an selbständiges, exaktes Arbeiten gewöhnt. Offert, mit Angaben über bisherige Tätigkeit und beigefügten Zeugniskop. sowie Bekanntgabe des frühest. Eintrittstermins erbet, an Gesucht tüchtiger, strassenkundig. Automobil-Revue, Bern. Gesucht tüchtiger Auto- Mechaniker Th. Distel!, Ing., Garage Central, Ölten. 76747 Junger, kräftiger Chauffeur mit roter Karte, sucht Anstellung auf Lastwagen. Antritt n. Uebereinkunft. E. Bucher, Thun, Hohmaad 17. Per sofort gesucht ein der Lehre entlassener (4 Auto- Mechaniker Offerten mit Zeugnissen an Glattal-Garage, Schaffhauserstrasse 519, Zürich. Telephon 6.91.54. 20565 Jungling, mit 3 Jahren Realschulbildung, der eine gute Lehre absolvieren u. zugleich die franz. Sprache erlernen möchte, sucht Lehrstelle als Automechaniker Offerten unter Chiffre 17084 an die Automobil-Revue, Bern. Gesucht per sofort junger Auto- Mechaniker od. AUTO-ELEKTRIKER. Offerten mit Gehaltsanspreüch. unt. Chiff. Z 6800 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. (4,5 WVWWWVVWWi Die Garage ROBERT, FORD-Vertretung, Neuenburg, (3-5 sucht per sofort erfahrenen Mechaniker Gefl. Offerten mit Referenzen.Altersangabe.Lohnansprüche etc. 20550 Für wirkungsvolle Inserate: Hailwag-Clichfe t

BERN, Dienstag, 23. Januar 1940 Automobil-Revue • II. Blatt, Nr. 4 Franz von Hoesslin dirigiert das Berner Stadtorcheeter. (Photo Bettina Müller.) Rauher oes ^/(onzerfs Die Namen Arturo Toscanini und Adolf Busch prangen in Riesenlettern auf den Plakatsäulen und stechen aus den Inseratenseiten der Zeitungen heraus: die Internationalen Musikwochen der Stadt Luzern haben ihren Höhepunkt erreicht. Ueber die Fest Stadt ist an diesem Hochsommerabend des Jahres 1939 ein heftiges Gewitter gerade in dem Augenblick herniedergegangen, da es Zeit für die Konzertbesucher ist, dem Kongressgebäude zuzustreben. Zu den vielen,, die ohnehin im eigenen Wagen hingefahren wären, gesellen sich nun auch noch alle andern, die trockenen Hauptes ans Ziel gelangen möchten. Und so wird der Betrachter zum Zeugen eines zauberhaften Bildes: die Fahrbahn der Seebrücke und des Bahnhofplatzes ist zum Reflektor geworden, in dem sich eine endlose, nur stockend vorankommende Autokolonne spiegelt, so dass ein fast gespensterhaftes Spiel von Licht und Schatten entsteht. Den Automobilen der verschiedensten Marken aus zahlreichen Ländern entsteigt eine illustre Gesellschaft, und ein geradezu babylonisches Sprachgewirr ist unter den Portalen und bei den Garderoben vernehmbar. In gewähltesten Toiletten die Damen, im Abendanzug die Herren, eilen sie dem grossen Saale zu, der bald bis zum hintersten Winkel besetzt ist. Plötzlich bricht das Summen der Stimmen ab. Energischen Schrittes betritt Maestro Toscanini das Podium, wird mit frenetischem Applaus begrüsst, dem alsbald' eine absolute Stille folgt. Völlig verwandelt ist in einem Augenblick die Gesellschaft. Um des einen Zweckes willen, von Dr. Hans Ehinger klassische Musik in vollendeter Interpretation sich anzuhören, ist sie in dem einen Räume der Fremdenstadt im Herzen der Schweiz zusammengekommen: Menschen der verschiedensten Nationalitäten, der verschiedensten Volksschichten, der verschiedensten geistigen Gesinnung. Für zwei Stunden, ist diese Vielheit zur Einheit, ja geradezu .zu einer Gemeinde geworden. Dank der Macht der Musik. Man wird einwenden, dass derartige Höhepunkte mit dem gewöhnlichen Konzertleben der Schweiz nur wenig gemeinsam habe, ja Skeptiker werden behaupten, dass solches nicht Eigengewächs, sondern streng genommen, fremde Importware sei. Dem ist entgegenzuhalten, dass zwar ein ausländischer Dirigent erst diese Musikwochen ermöglichte, dass es aber doch schweizerischer Initiative entsprang, was da gewagt wurde, und dass es schweizerischer Zähigkeit bedurfte, das kühne Unternehmen zu einem guten Ende zu führen. Und sassen in jenem Orchester, das von allen Kennern ein jeden Vergleich bestehendes Wunderensemble geheissen wurde, nicht fast ausnahmslos Musiker, die den Berufsorchestern, von Zürich, Basel, Bern, Genf, Winterthur angehören, deren Kern bilden und mit ihrem Können dafür einstehen, dass auch in den einzelnen Städten herrliche Musik geboten wird? Und haben diese Orchester in Ernest Ansermet, Volkmar Andreae, Fritz Brun, Hans Münch nicht Leiter der Spitze, die sich weit über die Landesgrenzen hinaus eines angesehenen Namens erfreuen? An der ihres Wirkens sind sie es, die etwa einem Dutzeq Sinfoniekonzerten die Richtung weis, indem aus dem unendlich reichen Born der sterwerke der Tonkunst die gültigsten ent selber darbieten oder sie durch hervorragend, ländische Kapellmeister darbieten lassen. Diesen Sinfoniekonzerten wohnt etwas Festliches inne. Meist legen die Besucher und namentlich die Besucherinnen, Wert darauf, gut gekleidet zu sein, und an sich schadet es gar nichts, wenn der oder jener sich ein Abonnement mehr aus Gründen der Repräsentation als aus Verlangen nach guter Musik erwirbt. Ihr Gegenstück finden die Orchesterkonzerte in den Darbietungen der grossen gemischten Chöre, wobei an Stelle der Sinfonie oder des Solistenkonzertes das Oratorium oder die Passion steht. Die Münster zu Basel und Bern geben dabei einen besonders feierlichen Rahmen ab. An eine wesentlich anders gerichtete Hörerschaft wendet sich das Konzert mit Kammermusik. Es verzichtet auf den Glanz eines reich besetzten Orchesters, stellt dagegen völlig auf ein paar Instrumente ab, ein Streichquartett oder ein Klaviertrio, die dann einzeln um so gewichtiger in Erscheinung treten. Vergleiche zwischen den Künsten sind immer gewagt. Und doch ist es reizvoll, das Sinfoniekonzert in dieselbe Ebene wie ein farbenprächtiges Gemälde, das Kammermusikkonzert in diejenige einer Holzschnittfolge zu rücken. Zwischen diesen beiden Ausdruckformen stehen'die' K am m e r o r c h e s t e r , die sich von den älteren Schwestern nicht bloss zahlenmässig unterscheiden. Als Schöpfungen der Zeit nach dem Weltkrieg entsprangen sie* den Bedürfnissen einer neuen Einstellung zur Kunst ganz allgemein: sie rücken bewusst ab von jener Gesinnung, die manchmal im äusseren Glanz den Hauptzweck des Unterfangens sieht und achten insbesondere darauf, jenen Schöpfungen zur Geltung zu verhelfen, die aus verständlichen Gründen sonst vernachlässigt blieben. Ihr Augenmerk gilt darum zur Hauptsache der Zeit bis zu Bach und Händel, mit gelegentlichen Vorstössen bis zu Haydn und Mozart; von Beethoven bis zu Reger und Debussy machen sie sodann einen Sprung, um sich mit um so grösserer Intensität dem Schaffen der Zeitgenossen zuzuwenden. In besonders vorbildlicher Art wirkt das von Paul Sacher gegründete Basler Kammerorchester, dem die ähnlich gesinnten Vereinigungen in Zürich, Bern, St. Gallen, Luzern und Solothurn eifrig nachstreben. . Das sind nur wenige Andeutungen über das erstaunlich vielgestaltige Konzertleben unseres kleinen Landes. Es fehlt, wir dürfen es ohne Selbstüberhebung sagen, bei uns nichts Wesentliches auf diesem Gebiet. Dabei sei nicht übergangen, dass auch die Musikpflege jene Gastfreundschaft kennt, die mit dem Namen der Schweiz wohl auf alle Zeiten verknüpft ist. Kaum ein Künstler von Rang, der nicht zeitweiliger oder ständiger Gast in unseren Konzertsälen wäre; und was die Programmgestaltung betrifft, so gilt die Nationalität nichts, die künstlerische Kraft dagegen alles. Eben konnte man es in den ersten Wochen des neuen Jahres erleben, wie in unmittelbarer Folge ein deutscher Sänger und ein französisches Streichquartett von zum Teil denselben Musikfreunden begeistert gefeiert wurden. Das ist Neutralität der Tat. * Was aber ist es, das den ganzen Winter übef allabendlich Hunderte, ja Tausende von Hörern in die Konzertsäle lockt? Die Frage stellen, heisst noch längst nicht, sie beantworten. Zwei Typen unter den Konzertbesuchern, ihrem Wesen nach einander völlig entgegengesetzt, scheiden für jede Ueberlegung aus: der Kenner und der Snob. Diesem bedeutet der Konzertbesuch eine rein äusserliche, nach der Mode wechselnde Angelegenheit, wobei für ihn einzig das Drum und Dran vielleicht interessant ist; jenem ist die Musik höchste geistige Offenbarung, für sein Innenleben eine Notwendigkeit. Aber all die andern, jene vielen, die wahrscheinlich nicht bis zur letzten Erkenntnis vordringen, dennoch von jeder Oberflächlichkeit freizusprechen sind? Gehören sie zu jenen, die eine Komposition weder rein verstandesmässig'sezieren, noch sie mit überbordendem Gefühlsaufwand bloss einschlürfen, wohl aber sie wachen Sinnes in sich aufnehmen, dann stellen sie unentbehrliche Kulturträger dar. Denn die Kunst, soll sie weiter beste- 1 hen, braucht den inneren und äusseren Widerhall, ganz besonders auch die Kunst der Töne, die auf dem Papier zu den allerwenigsten sprechen kann, ,die erst durch die Aufführung ihre wahre Wirkung ausübt. Dann freilich ist es ihr möglich, tiefstes Erleben auszulösen, womit sie in Zeiten, über denen so unendlich Schweres liegt, eine eigentliche Mission erfüllt. Es ist darum vielleicht erlaubt, den Slogan des Winters zur Körperpflege in einen Slogan zur Geistespflege umzuwandeln: erst recht in den Konzertsaal! Aufmerksam. lauschendes Publikum im grossen Casinosaal in Bern anlässlich eines Symphonie- Konzertes. (Photo Bettina Müller.) Jetzt