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E_1940_Zeitung_Nr.006

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IV AUTOMOBIL-REVUE

IV AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 6. FEBRU.AR 1940 — N° 6 An Stelle der Zahlen sind Buchstaben zu setzen, so dass sich Wörter folgender Bedeutung ergeben, wobei die ersten und die vierten Buchstaben — beide von oben nach unten gelesen — zwei schweizerische Winterspörtgrössen nennen: Die richtige Lösung zählt 4 Punkte. Einsendefrist bis 13. Februar. a) Veterinäre, b) Neigung, sich dem, was nützlich ist, anzubequemen, c) Drama von Henrik Ibsen, d) Verehrte Ueberreste (von Heiligen), e) Beschreibung, Kenntnis der alten Bildwerke, f) Stadt in Südfrankreich, g) Schwach leuchtende, wolkenartige Gebilde am Nachthimmel, h) Zutat Bestandteil. Auflösung des Silben-Kreuzworträtsels. waagrecht: Senkrecht: 3. Marseille. 5. Elite. 7. Oder. 8. Senegal. 10. 1. Leitseil. 2. Bali. 3. Marder. 4. Lese. 5. Egal. 6. Oebrigens hat da noch eine Nichte aus Samen Tenor. 12. Pisa. 13. Mantel. 14. Karo. 16. Heringe. Tete. 7. Osaka. 9. Negerin. 11. Normannen. 15. in gebundener Rede einen Protest erhoben gegen 18. Hennen. 19. Samara. 21. Ravenna 23. Modena. Rosa. 16. Hera. 17. Gera. 18. Henna. 20. Marode. 25. Irala. 27. Kader. 28. Beisar. 30. Made. 32. 22. Venderta. 23. Moder. 24. Nabe. 25. Isar. 26. Amme. 33. Nadel. 34. Leo. 36. Helena. 38. Pore. 39. Lama. 27. Kamele. 29. Libelle. 31. Denare. 35. Opa. Parabel. 41. Sevilla. 36. Hebel. 37. Nase. 38. Pola. 40. Rasen. 42. Villa. Richtige Lösungen des Silben-Kreuzworträtsels (Nr. 4). 4 Punkte. Frau tisa Amstutz, Meiringen; A. Bachofen, Glarüs; E. Benz jun., Goldach; Max Bertschmann, Basel; H. Boiler, Winterthur; Frl. Margrit Bossert, Lenzburg; C. Burgener, Rorschach; Frl. Margrif Epple, St. Gallen; Frau C. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau A. Heusser, St. Gallen; Frl. Dora Hitz, Buchs; Frau Julie Hopf, Bern; Komplizierte Unfälle. Die New Yorker Zeitschrift «The American Weekly» bringt eine groteske Zusammenstellung der kompliziertesten Unfälle. Es handelt sich dabei durchweg um Fälle, die von durchaus seriösen Zeugen verbürgt sind; einige dieser Tragikomödien sind so merkwürdig, dass wir sie hier wiedergeben wollen. In Lindon im amerikanischen Staat Utah geschah es, dass an einem der Vorderreifen am Auto eines Mr. Howard Harper plötzlich die Luft ausging. Das Auto karambolierte mit einem Mast der Hochspannungsleitung, der Mast stürzte um, die Drähte rissen, es gab einen Kurzschluss im Elektrizitätswerk, Benzindämpfe fingen Feuer, das ganze Werk flog in die Luft - und Lindon und Umgebung lagen in tiefster Finsternis. Die Feuerwehr rückte aus, löschte zuerst den Brand und suchte dann seine Ursache, wobei einige Bürger der Stadt tatkräftig mithalfen. Man fand den umgestürzten Mast, richtete ihn auf, reparierte die Leitung und setzte sie wieder unter ßätselNEcLe Zahlen-Rätsel E5 a 1 2 3 4 5 4 6 1 3 b 7 8 8 7 4 1 9 10 2 11 12 9 11 c 4 7 11 12 3 4 11 13 7 14 12 d) 4 3 14 2 15 9 2 3 10 e) 2 16 7 10 7 17 4 18 8 13 2 3 f) 18 19 2 17 10 7 10 g 10 3 20 3 14 21 14 3 22 16 3 h 2 .10 17 4 3 23 2 3 10 6 Frl. Nora Hurter, Allschwil; G. Laepple, Basel; Josef Leimer, Bettlach; Frau E. Lienhard, Töss; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti Ölten; Frl. Margrit Müller, Zofingen; Frau E. Ochsner, Schaff hausen; Bruno Rampinelli, Basel; Frau Lisette Rock, Basel; Frl. M. Ruf, Winterthur; Hans Seligeier, Lottstetten; Guido Schmezer, Thun; Frau Else Steinbömer, Schaan; Frl. Mathilde Tuor, Rothenburg; Fritz Wenger, Bern; Frl. E. Winteler, Glarus. Strom, der von einem Reservewerk geliefert wurde. Dann bestiegen die freiwilligen Helfer ihre Autos, um nach Hause zu fahren. Einer von ihnen vergass beim Anlassen, dass er den Rückwärtsgang eingeschaltet hatte; der Wahren sauste rücklings in den eben neu aufgerichteten Mast hinein, legte ihn glatt wieder um und erzeugte dadurch einen neuerlichen Kurzschluss, dank dem drei weitere Häuser in Lindon in Flammen aufgingen. Ein in der Nähe von Budapest wohnhafter Bienenzüchter hatte auf der Fahrt nach Budapest zwei Bienenschwärme in mit Papier verschlossenen Milchkannen unter seinen Sitz gestellt. Die Bienen schlüpften aus den Kannen heraus und in die Hosenbeine ihres Herrn hinein. Dieser schien auf einmal Krämpfe zu bekommen, bat die im Abteil befindlichen Damen flehentlich, ihn alleinzulassen, zog dann seine Hosen aus und begann sie zum Fenster hinaus auszuschütteln. In diesem Moment kam aus der Gegenrichtung ein Expresszug; die Hosen wurden dem Mann aus der Hand gerissen, flogen durch ein Fenster in den Express, die Bienen So also sieht die richtige Lösung des letzten Neujahrrätsels aus. Das zusammengesetzte Auto sei hier zur Beruhigung all der vielen Teilnehmer wiedergegeben, von denen vielleicht der eine oder andere doch noch im Zweifel war, ob er die Aufgabe richtig angepackt habe. das Gluschtrgmachen zu einer in der heutigen Zeit unmöglichen Fahrt. Dieser poetische Protest hört sich so hübsch an, dass ihn der Onkel seinen Nichten und Neffen nicht vorenthalten möchte, «Man soll uns nicht so gluschtig machen, Du, böser Onkel, hast gut lachen! Du denkst Dir eine Route aus, Sie war, bei Gott, ein Autlerschmaus. Doch der Gedanke ans Benzin Dich scheinbar nicht zu stören schien,- Elfhundertachzig Kilometer! Du lieber Himmel, das Gezeter, Das die Benzinbeherrscher machen, schwärmten aus, ein Passagier zog die Notbremse, der Bremsmechanismus brach, die Lokomotive geriet in Brand, und es dauerte über 3 Stunden, bis die Strecke wieder befahrbar wurde. Inzwischen wurde am Budapester Bahnhof der Mann ohne Hosen festgenommen, in eine Zwangsjacke gesteckt und in eine Irrenanstalt transportiert, von wo er erst drei Tage später wieder als «harmlos» entlassen wurde. In Blyth in Northumberland sah eine Mama sich veranlasst, ihrem ungezogenen Sprössling eine Tracht Prügel zu verabfolgen. «Es tut mir mehr weh als dir», sagte sie, holte aus und - konnte den Arm nicht mehr herunterbringen. Mit hoch erhobenem Arm musste sie ins Krankenhaus verbracht werden, wo man feststellte, dass sie sich ein Gelenk ausgekugelt hatte. Der Arm war zwar ohne allzu grosse Schwierigkeiten wieder in die richtige Lage zu bringen, aber der Sprössling wartet heute noch auf seine Prügel. In Chicago wurde durch eine unterirdische Explosion ein Gullydeckel hoch in die Lüfte geschleudert. Er flog über das Dach eines fünfstöckigen Zur Lösung des Neujahrs-Rätsels Man spasst doch nicht mit solchen Sachen; Du weisst doch, was uns ward befohlen: Nicht zum Vergnügen rumkutschieren, Den Wagen höchstens mal probieren, Benzin nur deziweise kaufen Und wieder mehr per pedes laufen. Im S.B.Bähnli soll man fahren Und sparen — immer wieder sparen! Das sind so die beliebten Worte, Die man vernimmt am höhern Orte.» Und zum Schluss verdichtet sich dieser flammende Protest der freundlichen Nichte zu der Drohung: «Drum — lieber Onkel — nochmals: Mach' uns nie mehr gluschtig, Sonst gehst Du unserer Liebe Ganz bestimmt verlustig.> Das hätte den Onkel nahezu erschlagen, aber da es nur bei der Drohung blieb, hofft er. um gnädige Verzeihung. Warenhauses, fiel dort senkrecht herunter in einen Liftschacht und erschlug den Liftjungen A. C. Day auf der Stelle. Das kann man wohl raffiniertes Pech nennen! C. Pr. HUMOR «Man soll nie rachsüchtig sein, sondern stets seinen Feinden vergeben. Stell dir einmal vor, ein Junge käme und würde dich verprügeln. Was tätest du?» «Ja, hm? Wie groß ist denn der Junge?» Leisegang ist zum Essen eingeladen. «Na?» fragt der Gastgeber stolz, «was sagen Sie denn zu meinem Wein, Herr Leisegang?» «Aber, ich bitte Sie!» lächelt Leisegang höflich. «Ich werde doch nicht vergessen, dass ich bei Ihnen zu Gast bin!» nideman V*ArK-VERWALTUNG-SPRACHEN-GESCHÄFT-B\>> Immer neue Unterhaltung und Freude bietet Ihnen kQfk- r BaLüc- / Radio JIsti-Deitlinm wird nach der altbewährten „rnSthode champenoise" hergestellt. Seit über 60 Jahren ist er die bevorzugte Marke. Dieser feinste Moscateller-Traubensaft bringt festliche Stimmung und entspricht auch Ihrem" Geschmacke. Silber-Etikette ist demi-sec Gold-Etikette ist traubensüfj. In führenden Geschäften erhältlich. Arnold Dettling, Asti.Keiferei, Brunnen Seva-Ziehung 16. März - das Tagesgespräch! Im Tram, an der Strassenecke, rund um den Stammtisch, im Familienkreis, im Unterstand - allüberall begrüsst man diesen Tag, an dem 20,986 Treffer im Gesamtwert von Fr. 500,000.—, sowie 25 Treffer ä Fr. 1000.- extra ihre glücklichen Gewinner finden I Und dann der Reinertrag) Er wird auch vielen, vielen minderbemittelten Wehrmännern zugute kommen. Wen wird Frau Fortuna beschenken? Jene, die rechtzeitig 1 Los - besser noch eine 10-Los-Serie - zu riskieren verstehen und dabei denken: «Wenn ich auch nicht gewinne, habe ich doch ein gute» Werk getan il Also! Also, treten auch Sie in die Reihen - noch heute!!! Der 16. März ist so schnell dal Die 10-Los-Serie ist jetzt interessanter denn je, weil diesmal die 60 ordentlichen Treffer ä Fr. 1000.— in 20 Zügen ausgelost werden, weshalb eine geschlossene Serie auf einen Schlag dreimal Fr.1000.- gewinnen kann. Lospreis Fr. 5.» (10-Los-Serie Fr. 50.-) plus 40 Cts. für Porto ouf Postcheck III 10026. Adresse: Seva-Lotterie, Genfergasse 15, Bern. (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30 Cts. mehr.) Lose auch in bernischen Banken sowie Privatbahnstationen erhältlich.

— DIENSTAG, 6. FEBRUAR 1940 AUTOMOBIL-REVUE n wasserfallartig ein halbmeterlanger Schleier herabwallt, um unten entweder in einem glatten Rand zu endigen oder unregelmässig wellenförrhig ausgezackt zu werden. — Eine andere, vor allem für sportliche Zwecke und für die Ferien gedachte Kopfbedeckung wird, ein weisses, ziemlich engmaschiges Netz sein,' das straff über die Haare gespännt wird und nach hinten in einem farbigen, zum Kleid abgestimmten Knoten endet. Madeleine. cGrosse Frauen haben es gut», seufzte eine kleine Frau, als sie sich im Spiegel betrachtete und entdeckte, dass das schöne Cape, das sie sich ausgesucht hatte, nun gar nicht wirkte. cGrosse Frauen haben es gut, sie können alles tragen I» Gleichzeitig stand irgendwo anders eine grosse Frau vor dem Spiegel, besass das neue, längsgestreifte Wintermodell, das sie noch viel grösser machte, und seufzte: «Kleine Frauen haben es gut — ihnen passt immer alles. Sie bekommen stets die richtige Schuhgrösse, die Strümpfe sind lang § Ai4 die Jiqwt, kommt es xm~ enug und müssen nicht angewebt werden, jedes toffmuster passt zu einer kleinen Figur!> Grosse und kleine Frau — tröstet Euch, Ihr braucht Euch nicht gegenseitig zu beneiden. Wenn Ihr Euch richtig anzieht, dann seht Ihr beide gut aus. Nur müsst Ihr beide logisch sein, wenn mr Euch ein Modell aussuchtl Die Mode lässt nicht mit sich spassen! Für die kleine Frau verboten: Grosse Hüte mit weiter, geschwungener Krempe sind für die kleine Frau nicht vorteilhaft, denn sie drücken die Figur, und ein kleiner Mensch sieht unter einem grossen Hut wie ein Fliegenpilz ausl Es gibt aber eine so grosse Auswahl an hübschen kleinen Kappen und Hüten, dass man als kleine Frau bei der Auswahl nicht In Verlegenheit kommt. Grosse Capes machen die Figur ebenfalls gedrungener, das ist für eine kleine Frau unvorteilhaft. Grosse Muster dürfen nur von grossen Frauen getragen werden, kleine Frauen sehen lächerlich in grossen Karos oder Blumenmustern aus! Dreiviertellange Mäntel und Jacken sind nicht für die kleine Frau geeignet, viel vorteilhafter wirken kurze Jäckchen mit langem, passendem Rock, der die Figur streckt. Grosse Pelzkragen am Mantel machen die kleine Frau noch kleiner, auch rundgeschnittene Kutscherkragen sind nicht erlaubt. Flach anliegende Revers mit hochstehenden Ecken sind für kleine Figuren das Gegebene. Ausgearbeitete Schultern sind für die kleine Frau immer unvorteilhaft, weil sie die Linie verbreitern.. Volants an Abendkleidern sind nicht vorteilhaft, eine durchgehende Linie, lässt den Körper der kleinen Frau gestreckter erscheinen. Jede Unterbrechung der Linie macht kleiner! Die kommende Modefarbe: sonnengebleicht. Die von den Pariser Modehäusern für Frühjahr und Sommer dekretierten Farben weisen eine ganz eigentümliche Nuance auf: alle Farben sollen den Eindruck erwecken, als wenn sie von der Sonne «ausgezogen», ausgebleicht worden wären. Als Vorbild für die Farben hat man die Arbeitssanzüge der verschiedensten Berufe gewählt: die vom Wetter mitgenommenen Seemannskleider der normannischen Fischer, die jahrelang der südlichen Sonne ausgesetzten Kittel der Weinbauern, die abgeschabten Ueberwürfe der Bergleute — kurz, alle jene Stoffe, die schon längst ihre natürlichen frischen Farben eingebüsst haben. Da man natürlich mit lauter derart gedeckten Tönen nicht auskommt, hat die Haute Couture dazu noch ein ganz helles Himmelblau kreiert, das den Namen «Bleu de Finlande» erhalten hat; es wird- vor allem bei den leichten Sommerkleidern eine grossse Rolle spielen. Dagegen hat man sich an dem seit einigen Jahren dominierenden Schwarz etwas übergesehen und wird es gegebenenfalls durch dunkles Blau ersetzen. Das kriegerische Moment in der Mode hat sich zur Zeit in einen bescheidenen Winkel zurückgezogen: auf die Taschen- und Halstücher. Hier sieht man alle erdenklichen militärischen Motive und Mottos: Stahlhelme und Feldmützen, Anker und Kompasse, Kanonen und Flugzeuge — oder Für die grosse Frau: Längsstreifen am Kleid sind für die'grosse Frau unmöglich, denn sie lassen die Figur noch gestreckter und grösser erscheinen. Ebensowenig darf die grosse Frau auch Längssteppnähte nähen lassen I Kleine Kragen an Mänteln sehen bei der grossen Frau nicht gut aus, sie musss einen voluminösen Pelzkragen auf dem Mantel tragen, der die langgestreckte Figur zur Geltung kommen lässt. Kleine Kappen und Hüte müssen vermieden werden, vor allen Dingen, wenn die Krempe fehlt. Schleppen am Abendkleid sind eigentlich nur für kleinere Figuren kleidsam, denn grosse Frauen wirken in SchTeppkleidem zu mächtig. Für eine grosse Figur sind jedoch Volants und Teilungen besonders schön und kleidsam. auch grosse Herzen mit der Inschrift «Unterstand für 2» und ähnliche Sächelchen. Aber man stösst auch auf wesentlich ausgefallenere Ideen, beispielsweise auf ein rotes lippenstift-Tüchlein, das als einziges Muster einen Kalender für 1940 aufgedruckt hat! Madeleine. Die Hutmode des kommenden Sommers. Im Gegensatz zu der von der Pariser Haute Couture bisher beobachteten Tendenz, dfe Mode einigermassen der gedämpften Stimmung ^des Krieges anzupassen, kann man hinsichtlich der kommenden Frühjahrs- und Sommermode die Beobachtung machen, dass das Heitere, Leichtbeschwingte seine um diese Zeit gewohnten Herrschaftsrechte wieder anzutreten beginnt. Ganz besonders scheint dies auf die Hutmode zuzutreffen. Die Strohhütchen zeigen lustige und zierliche Formen, wobei man für die Behandlung des Materials einige neue Methoden gefunden hat, die dem Stroh besondere Geschmeidigkeit verleihen sollen. Anstelle der Stoff- und Ripsbänder sieht man vielfach geflochtene Strohbänder, die gleichsam aus dem Hutkopf herauszuwachsen scheinen und eine Art Geländer bilden. Besonders beliebt sind Matrosenhüte. Eine grosse Rolle werden in diesem Sommer Schleier spielen; vor allem sieht man ein ganz einfaches, sozusagen schachteiförmiges Hütchen, von welchem nach rückwärts Einem Talisman soll die Kraft innewohnen, denen, die Ihn tragen oder in ihrer Nähe aufbewahren, Schutz gegen Unfälle, Krankheit und Bezauberung zu gewähren: ja, er soll geradezu ein Glücksbringer sein. Diese magischen Gebilde waren besonders im alten Babylon und Ninive heimisch, woselbst — wie ons die Kulturgeschichte berichtet — keine Gebäude ohne Schutzbild wie Zwittergestalten, sei es von Göttern, Menschen oder Tieren, gebaut wurden. Auch in den arabischen Erzählungen, besonders in «Tausend und einer Nacht», spielt der Talisman eine grosse Rolle. - Die Skarabäen der Aegypter, die Gemmen der Gnostiker, das Fascinum der Römer — das Liktorenbündel war mehr als nur ein Symbol der. Amtsgewalt — der Allermannsharnisch des Mittelalters, neben Siegwurz, Alraun und andern Zwiebelarten, die Siegessteine der Wielandsage und die mit magischen Zeichen und Sprüchen beschriebenen Amulette waren nichts anderes als Talismane. -" Und eine'Reminiszenz an den Talisman stellt auch das Maskottchen des modernen Automobilislen dar: eine magische und mystische Ueberlieferung aus Urzeiten, ein liebenswürdiger, spielerischer «Aberglaube», welchen nur nüchterne Pedanterie und. pedantische Nüchternheit verurteilen mag. Der Dichter lächelt darüber und freut sich, cTass in unserer barbarisch materialistischen Zeit die btaue Blume der Romantik noch blüht, ' «Es gibt mehr Dinge zwischen 'Himmel' und Erde, Horatio, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt», heisst es in einem viel missdeuteten Zitat aus Shakespeares «Hamlet». Wie gut, dass auf unserer buckligen Welt nicht alles durch Vernunft erklärt und durch Statistik erfasst werden kann; wie gut, dass es noch Geheimnisse und Symbole gibt, die durch unsern Alltag weben. Das gute Buch: MASKOTTCHEN Von Johannes Vincent Venner. Das Leben erobert die Erde. Von Siegfried Martin Winter. Verlag Ernst Reinhardt in München. Der Gegenstand des Buches sind die Entstehung und die weiteren Schicksale des Lebens, Unter: einem einheitlichen Gesichtspunkt wird ein vollkommen neues Weltbild gezeichnet, dessen Grund-, lagen ausführlich erörtert und auf allen in Frage; kommenden Wissensgebieten eingehend geprüft werden. Der Grundgedanke des Werkes besteht in der Annahme, dass die Urheimat alles Lebens an den Polen der Erde gelegen hat. In den Polargebieten Wenn also ein Auto um die Ecke rollt und am Rückfenster ein Maskottchen baumelt, ein kleines, phantastisches Püppchen aus Nichts und seidenen Lappen, aus grotesker Farbigkeit und lustiger Unharmonie, so schüttle man nicht missbilligend den Kopf. Wenn Bonzo, der unschuldige Unheilstifter, der glatzköpfige Taugenichts und süsse Lausehund uns als Maskottchen zublinzelt, sollten wir im Gegenteil ein Hauch von Fallstaffs ewigem Humor verspüren. Aberglaube ist, wenn wir den dreizehnten eines Monats als Unglückstag betrachten, während etwa die Russen und viele Völker Asiens ihn,geradezu für einen Glückstag halten: Aberglaube ist, wenn der Neger eine Hasenpfote mit sich herumtragt, an deren Schutz er inbrünstig glaubt, während für uns der Hase den Inbegriff der Furchtsamkeit bedeutet. Aberglaube ist es, wenn wir nach dem Empfang eines wichtigen Briefes rasch und verstohlen ausspucken, bevor wir ihn öffnen oder, wenn wir uns brüsten, dies und jenes sei uns noch nicht passiert, und dabei sofort mit ängstlicher Besinnung «Unberufen» dreimal rasch hinter einander unter dem Tische anklopfen. ••-- Aberglaube ist, wenn viele leute.'Montags lieber nichts Neues anfangen: keine Reise_qntreten, einen Unfall befürchtend, keine Verträge unterzeichnen, weil sie übers Ohr gehauen werden und keinen Heiratsantrag machen, da ihnen bestimröt ein Korb bevorsteht. " , : Und diese gleichen Menschen lachen Ober die abergläubischen Wilden! " ' : ' u \ Maskottchen aber ist kein Aberglaube!,>, Ich sage es noch einmal: Maskottchen ist der zarte Rest einer phantasievolleren, poesiereicheren Zeit... sind aber nicht nur die ersten Lebewesen entstanden, sondern auch alle späteren grossen Neuerungen in der Geschichte der Lebewelt haben dort ihren Ursprung genommen: Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit der Tier- und Pflanzenwelt und der Frage nach der Herkunft des Lebens überhaupt. Der zweite Teil handelt von den Schicksalen der Menschenwelt, während ein kurzer dritter Teil die Geschichte aller Lebewesen unter ganz grossen Gesichtspunkten zusammenfasst. Das Werk ist nicht nur für den Fachgelehrten, sondern in erster Linie für den gebildeten Laien eine fesselnde Lektüre und eine Quelle reicher Aufklärung über die Entwicklung der lebenden Wesen unserer Erde, die ja auch heute noch in die Zukunft hinein fortschreitet. O PPe r t e n Garage-Kompressoren in verschiedenen Grossen Alle Zubehörden wie Ventile, Kupplungen, Pistolen für Luftservice, Farbspritzen etc. Garba Aktiengesellschaft BERN - ZÜRICH - BASEL MIT GERINGEN AUSLAGEN können Sie sich in jeder Ausgabe der «Kleinen Revue» vertreten und dadurch dem gesamten Automobilfach in empfehlende Erinnerung rufen lassen. Grösste Sparsamkeit im Automobilbetrieb erreichen Sie nur durch Einbau des Sohwelz. Metro-Vergasers. Lieferung von Geschwindigkeits- Regulatoren für sämtl. Motorenarten. Spezialvergaser für Petrol und andere schwere Kraftstoffe, sowie Motorräder. Atelier für vergaserbau Oba-Technik, Bern-Bümpliz Stöckackerstr. 62 Tel. 4 62 81