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E_1940_Zeitung_Nr.039

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IV AUTOMOBIL-REVUE . 24.

IV AUTOMOBIL-REVUE . 24. SEPTEMRKR 10',O — MO 30 |fE|^|-r| | | | | I tzjzztztü Auflösung des Silben-Füllrätsels. 1. Aridermatt, 2. Bastille, 3. Romulus, 4. Kamerad, S. Arbeiter, 6. Panama, 1. Recherchen, 8. Aufseher, ». j_/erwiscn< 10. bezaubern, 11.] Kaliber, 12. Malaiin, 13. Gesellen Dez Barometermacher auf der Zauberinsel. Nun ist sie da! In buntem, reizvollem Reigen zieht auch die diesjährige Herbstmode an uns vorüber. Die Frau ist und bleibt Optimist; ihre frohe Laune und die Freude am Schönen schwimmen wie der Kork im Wasser immer wieder oben auf — und das ist gut so. Eine unverwüstliche Lebensfreude spricht aus diesem Drang, sich zu schmükken, zu gefallen und zu erfreuen. Und welche gut angezogene Frau wäre daher nicht neugierig auf die kommenden Ueberraschungen? Ein kleiner Ueberblick soll orientieren. Radikale Aenderungen haben wir weder erwartet, noch können sie uns erwünscht sein. Die Details aber, jene wichtigen Kleinigkeiten, die den Charme eines Kleides bestimmen, sind von einer pikanten, neuen Lebendigkeit. In eine Herbsfgarderobe gehört unbedingt ein schmeichelndes Jersey-Wollkleidchen. Seitdem uns in jeder Saison eine so vielseitige Auswahl zur Verfügung steht, können wir uns je nach Witterung, Zweck und Laune anziehen. Die einheimische Industrie ist äusserst vielseitig in ihren geschmackvollen Kollektionen. Dank der grossen Entwicklung in den letzten Jahren hat das klassische Trikotkleid einen hervorragenden Platz eingenommen. Wir werden auch diesen Herbst mit schönsten Farben überrascht werden: in den herrschenden Tönungen von reseda, olive, khaki, noisette bis zu den dunklen Nuancen in braun, ferner bischofsblau, auch grau und weinrot, sowie das unvermeidliche klassische Marine und Schwarz. Carreaustoffe, in biais geschnitten, geben eleganten Sitz und Schnitt. Graziöse Aermel, originelle Gürtel, Metallknöpfe und Spangen erhöhen die reizvolle Wirkung des Kleides. Kurbel- oder Soutachestickereien auf Taschen und Revers, ja sogar auf ganzen Jupeteilen, Bourrelets und Biesen geben besonders wirkungsvolle Note. Ganz en vogue ist das Kasak-Kleid mit zwei jupe. Farben kombiniert, zum Beispiel schwarz mit bischofsblau. Bemerkenswert ist auch das Deuxpieces: Kasak in khaki melange mit braunem Glockenjupe. Hier verzieren grosse abgesteppte Taschen Brust und Hüftenpartien und verraten diskret die militärische Beeinflussung des kommenden Modebildes. Reizvoll sind die beliebten Angora-Kleidchen, Jezjer Echtsilber t/ECHTällBEH. Bahnhofsir.18. Zürich COÜBVOISIEP Rätsel* Ercke &tgänzunQS=J{ätse Die bereits eingetragenen Wortfragmente sind so zu ergänzen, dass Wörter folgender Bedeutung entstehen: 1. Zwischengeschoss. 2. französische Münzen. 3. deutscher romantischer Dichter, 4. Bewohner einer Stadt in Norditalien, S. Brauch, studentische Sitte (Mehrzahl), 6. Abendland. 3 Punkte. Einsendetermin: 3. Oktober Richtige Lösungen des Silben-Füllrätsels (Nr. 37). 4 Punkte. A. Bachofen, Glarus; E. Benz jun., Goldach; Max Bertschmann, Basel; H. Boiler, Zürich; Frl. Margrit Bossert, Lenzburg; Trau C. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau Dr. J. Hopf, Bern; Frl. R. Klein, Schwyz; W. Kühnis, Oberriet; G. Laepple, Basel; Josef Leimer, Bettlach; Frau E. Lienhard, Töss; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; Frl. Ursula Oggero, Nebikon; Frau Lisette Rock, Basel; Frl. M. Ruf, Winterthur; Georges Spescha, Winterthur; Frau E. Steinbömer, Schaan; Frl. E. Winteler, Glarus, welche dank ihres weichen, flaumigen Charakters jedem Frauentyp zu schmeicheln vermögen. Sie zeigen Godets und Falten, die oftmals nur vorn oder hinten placiert sind und so die schlanke Linie noch erhöhen. Die Nachmittagskleider behalten ihre Weite; die Taille bleibt auf der normalen Höhe und ist stark betont. Der Oberteil ist anliegend oder blusig, der Jupe nach unten glockig. Einige Modelle konzentrieren ihre Fülle in der vorderen Mitte in Form eines eingesetzten, froncierten oder plissierten Teiles. Im Gesamtbild der Mode herrscht eine Vorliebe für Plisses: ganz plissierte Jupes in allen Variationen, plissierte Aermel und Oberteile, ganze Bahnen, vom Halsausschnitt nach unten eingesetzt, plissierte Taschenpartien und Vorstösse am Halsausschnitt, ja sogar als Schulterverbreiterung, geben ausserordentlichen Charme und Lebendigkeit. Für Tee und Gesellschaft werden vielfach matte Stoffe kunstvoll mit Satin, Spitzen oder Veloursapplikationen bereichert. Sehr duftig wirkt das Einsticken von Tüllmotiven an Koller und Aermel; besonders elegant die Tüll-Bordüre am glockigen Jupe. Das Taffetas- und MoirSkleid kommt wiede'r zu grossen Ehren. 7|l|*|fll| Empfehlenswerte £111 IVII Unterhaltungsstätten Stadttheater Ab ends 8 Uhr, Sonntag nachmittags 3 Uhr. Theaterkasse Tel. 2 69 22 und 4 67 00, 10—12.30 und 15.30—19 Uhr. Kuoni Tel. 3 3613, 8—18.30 Uhr. Mi, abend 25. Sept. La Traviata, von G. Verdi (Mi.- Ab. 2). DO, abend 26. Sept. Volfcsvorstcllung: Aida. Fr. abend 27. Sept. D 'e Siegerin, Operette von P. Tschaikowsky. Sa. abend 28. Sept. Premiere: Der Fliegende Holländer, von Richard Wagner. SO. nachm. 29.Sept. La Traviata. So. abend 29. Sept. Der liebe Augustin. Militär in Uniform bezahlt auf allen Plätzen die Hälfte. Schauspielhaus Abends ** r 1940 Kostüme. Tailleurs gibt es für jede Stunde des Tages. Das klassische Schneiderkostüm aus feinem Kammgarnstoff, uni, auch gestreift, hat auch diese Saison an Bedeutung nicht verloren. Die Jacken sind noch etwas länger geworden (zirka 68 cm); den Vorrang haben die Farben marine und schwarz, auch braun und dunkelgrau werden gezeigt. Das pelzbesetzte Kostüm ist mehr mit phantasievollen Taschen und Kragengarnituren bereichert, kombiniert mit einem flotten Glocken- oder Falten- Mäntel. Der beliebte, schlankanliegende Redingote ist Sieger geblieben. Die Weite darf sich nur nach unten ausbreiten. Pelzgarnituren (Nutria, Silberfuchs, Seal, Indischlamm, Persianer etc.) finden sehr reiche Verwendung, z. B. für Längsgarnituren, Taschenmotive, auch breite Borten als Abschluss der glockigen Weite. m^° tag nachm. Zy 3 Uhr. Abendkasse ab 18 Uhr (21111) Mi. abend 25. Sept. 20 Uhr: Maria Stuart. DO, abend 26. Sept. Premiere: Am hellichten Tag, Komödie von Paul Helwig. Fr. abend 27. Sept. 20 Uhr: Maria Stuart. Sa. abend 28. Sept. Am hellichten Tag. SO. nachm. 29.Sept.13.3O Uhr: Faust I. Teil, von Goethe. SO. abend 29. Sept. 17.45 Uhr: Faust II. Militär auf allen Plätzen halbe Preise. Als Stoffe für elegante Mäntel sind Duvetine, Angora boucle, Friselaine besonders hervorzuheben. Der Sport- und Reisemantel zeichnet sich durch seine weite Rückenlinie aus in Form von Glocken oder Falten. Sehr grosse, abgesteppte Taschen und Kapuzen erhöhen die reizvolle Wirkung der im Tragen ausserordentlich praktischen Schöpfungen. Das geeignetste Material für sportliche Mäntel sind schöne, mollige Double-face-Stoffe; speziell lanciert werden die flaumigen Lama-Woll-Alpaccastoffe, double-face und velours melangö. Trotz der Ungunst der Zeit ist die Auswahl in schönen Couturestoffen noch sehr gross. Alle modischen Gewebe des In- und Auslandes sind wie bisher in unseren Kollektionen reichhaltig vorhanden. Hüte. Nicht zujetzt gibt der Hut dem Ensemble der Dame den letzten Schliff. Anlehnend an die Kleidermode, sind alle extremen Auswüchse verbannt. Sehr beliebt ist nach wie vor der Canotier mit etwas grösserem Kopf und Rand. Im grossen und ganzen sind die sogenannten t Hütchen», die oben auf dem Kopf thronten, verschwunden und die Mode kommt zu normalen Formen, was die Frauenwelt sicher begrüssen wird. Sportlich und doch chic ist die Parole. Die unverwüstliche Cloche in vielen Varianten feiert Triumphe. Man sieht Hüte, die mit Soutaches künstlerische Verzierungen aufweisen, viele Stickereien an Kopf und Rändern, Leder, welches auf Filz eingesteppt ist, und aus Georgette eingesteppte Blumen und Blätter, Trauben aus Filz und hübsche Garnituren, die dem stumpfen Filz eine besondere Note geben. Eine grosse Rolle werden im Herbst der Pelzhut oder Hüte, die mit Pelz verarbeitet sind, spielen. Jede Dame, die einen Pelzmantel besitzt, wird sich einen solchen Hut zulegen müssen. Aus jeder Pelzart, wie Nutria, Feh, Indischlamm, Persianer, Breitschwanz, Silberfuchs, Seal etc. sind reizvolle Modelle entstanden, seien es nun Pelztoques, Tamburin- oder Russenmützen, welche ganz aus den oben erwähnten Pelzarten gearbeitet sind, oder grössere Hüte, nur mit etwas Pelz als Garnitur geschmückt. Für die Dame, die gern den randlosen Hut trägt, ist eine Kollektion sehr schöner Berets und Toques erschienen, die vorwiegend aus reichem, anschmiegendem Material gearbeitet sind und bei welchen der Schleier immer noch einen gern gesehenen Aufputz bildet. Schuhe. Was wäre dies alles ohne sie! Ist der Schuh richtig gewählt, so kann sich ein Kleid zum Ausdruck höchster Eleganz steigern. Variationen in Form und Farbe sind ja so gross! Der Lifty wird in extrem hohen, wie auch in niederen Formen gezeigt. Auch der neue Teacup oder Tankabsatz wird ebenfalls Liebhaber finden. Ausserdem bemerken wir wieder die elegante Carre'form. Die sogenannte Plateauform wird ebenfalls lanciert, doch wird sie kaum besonderen Anklang finden. Pumps spielen nach wie vor in der Schuhmode eine grosse Rolle, und zwar vom kräftigen, rahmengenähten Dress-Pump aus Boxcalf bis zum Wieder daheim bei der Mutter — oder bei Frau und Kind! Aber nur für kurze Zeit. Um so mehr gilt es also, an den Verdienst und die Existenz der Familie zu denken. Die tägliche Arbeit ist hierzu das sicherste Mittel. Die Seva dagegen bietet jedem — der Gelegenheiten am Schöpfe zu packen versteht — eine grosse zusatzl Chance! Seva 13 iche wird schon am 11. Oktobec 40 nicht weniger als 21370 Treffer im Gesamtwerte von Fr. 525 OOO ziehen. Haupttreffer Fr. 60 000! Elegantes Nachmittagskleid. Angora-laine, mit Tressen verarbeitet. Modell Jelmoli. eleganten Nachmittags-Decollete in Wildleder mit teilweise hohem, italienischem Absatz. Trotteurs mit und ohne Gummisohlen nehmen eine besonders bevorzugte Stellung ein. Als wiederkommende Neuheit sehen wir unseren alten, bewährten halbhohen Kragenstiefel in verfeinerter Ausführung aus der Asche steigen. Der neue Bottillon oder Bootee in Boxcalf, Seehundsfell, Schaffell mit Leder- oder Crepegummisohlen wird sehr grossen Anklang finden. Wildleder wird als meistbegehrtes Material an erster Stelle stehen, daneben folgen Babycalf, auch Lackleder und Chevreau. Diese Herbstmode ist von einer zeitbedingten Schlichtheit und passt sich praktisch und in einer unaufdringlichen Weise den veränderten Bedürfnissen an. Sie bringt uns was wir brauchen und was jede kultivierte Frau mit Spannung erwartet. Und dann: Die Seva ist gemeinnützig, stellt sich auch grosszügig in den Dienst der Soldatenfürsorge. Nehmen Sie doch gerade eine 1O-Los-Serie mit einigen Freunden gemeinsam. Sie enthält mindestens einen sichern Treffer und 9 übrige Chancen. Beeilen Sie sich aber, denn der Losvorrat geht jetzt schnell zur Neige! 1 Los Fr. 5.- (10-Los-Serie Fr. 50.—) plus 40 Cts. Porto auf Postcheck III 1OO26. Adresse: SEVA-Lotterie, Marktgasse 28, Bern. (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30 Cts. mehr.) Lose auch bei den bernischen Banken sowie Privatbahnstationen erhältlich. SEVA-ZIEHUNG 11. OKT.

N° 39 — DIENSTAG, 24. SEPTEMBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE 11 Georg Binkert f Direktor und Verwaltungsrat der AG. für Automobile, Zürich. unerwartet kam am letzten Samstag die Kunde vom Hinschied Georg Binkerts, des Direktors der AG. für Automobile in Zürich. Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke in diesem Unternehmen, dem der Verstorbene ein vorbildlicher Leiter •war; das Personal verehrte in ihm einen gütigen Chef, dessen Menschlichkeit ihm überall aufrichtige Sympathien erwarb. 1880 in Neuhausen geboren, kam Georg Binkert als Dreijähriger nach Budapest, wo er eine glückliche Jugend- und Schulzeit verlebte. Nach der Handelsschulprüfung kehrte er in die Schweiz zurück, um in Wolhusen bei seinem Schwager die kaufmännische Lehre zu absolvieren. Dann aber lockte die Fremde: in Antwerpen fand er bei einer Kunstdüngerfirma eine Stelle und erweiterte dort -während einigen Jahren seine Kenntnisse. Wieder in Budapest zurück, verheiratete er sich mit seiner Jugendgefährtin, um sodann in Wien sein junges Heim zu gründen. In der Donaustadt arbeitete Georg Binkert während drei Jahren in einer Kunstdüngerfabrik, deren Cheif seine vielseitigen Fähigkeiten sehr bald erkannte und ihn schon nach wenigen Wochen mit der Prokura betraute. 1908 nahm er das Angebot eines früheren Geschäftsfreundes an, übersiedelte mit seiner Familie nach Zürich und trat in die Uto-Garage ein. Damit begann sein Wirken in der Automobilbnache. Nach dem Weltkrieg, im Jahre 1919, bot sich Georg Binkert Gelegenheit, sich an der Gründung der AG. für Automobile zu beteiligen, die ihn zum Direktor und Verwaltungsrat ernannte. Unter seiner umsichtigen, klugen Führung gedieh das Geschäft zu seinem heutigen Ansehen. In treuer Pflichterfüllung 1 und nie erlahmender Energie setzte er sich bis zu seinem Tode für das Geschäft ein. Seine reichen Erfahrungen stellte er aber nicht nur der AG. für Automobile zur Verfügung, sondern dem ganzen schweizerischem Autogewerbe. Daneben beklagt die Zürichbergihahn-Gesellschaft im Verstorbenen ihren Präsidenten und Verwalhmgsrat, der dem Unternehmen mit grosser Anteilnahme und Interesse über zwanzig Jahre grosse Dienste geleistet hat. Stfi*«ass4&nv«&B*l