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E_1940_Zeitung_Nr.045

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Das vorliegende Werk enthält die Denkwürdigkeiten von zwei Schweizer Offizieren über den Marsch nach Moskau, den Rückzug und die Verteidigung der Beresin abrücken. Albrecht von Muralt nahm an dem Kriegszug im bayrischen Chevauxlegers-Regimenf Prinz Leiningen teil, das der Kavallerie Eugen Beauharnais", Vizekönigs von Italien, zugeteilt war, Thomas Legier im 1. Schweizerregiment der Division Merle, die unter dem Kommando des Marschalls Gouvion Saint-Cyr stand. Die dramatischen Schilderungen der beiden Offiziere erhalten eine wertvolle Ergänzung durch die genialen Illustrationen des damaligen Oberleutnants und späteren Generals von Faber du Faur, der den Feldzug mitmachte. In erschütternder Weise veranschaulichen diese Bilder die Tragik jener ungeheuren militärischen Katastrophe. Dieses schöne Buch umfasst 240 Seiten Text und 16 Bildtafeln. Preis in Ganzleinen Fr. 7.80. In der gleichen Reihe erschienen vor kurzem die Memoiren des Oberstleutnants der Schweizergarde in Frankreich: BARON von BESENVAL Unter dem Lilienbanner 312 Seiten, 16 Abbildungen auf Tafeln. Preis Fr. 8.80. Besenval hat durch seine hohe militärische Stellung und als ausgesprochener Günstling der Königin Mafie-Antoinette Gelegenheit gehabt, die Geschichte seiner Zeit, den Staat, die Armee, die Diplomatie, den Hof und das Volk gründlich kennenzulernen. Er nahm am Siebenjährigen Krieg teil, er erlebte, die lange, friedliche, für die Literatur und Künste so fruchtbare Zeit des Ancien Regime, und er spielte eine bedeutende, wenn auch nicht immer glückliche Rolle in der ausbrechenden Revolution. In jeder guten Buchhandlung erhältlich. VERLAG HALLWAG BERN Verlas, Druck und Cliches: HALLWAG A.-ü., Bern. F* Zu verkaufen "m 2/4-Tonnen- SAURER- DIESEL Typ 1 CRD, Dreiseitenkipper, fabrikneu, sofort lieferbar. Anfrag, unt. Chiffre Z6957 an d. Automobil-Revue, Bur. Zürich. 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BERN, Dienstag, 5. November 1940 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 45 Von Johanne Buri Das Foyer vom dritten Rang: die banalen Sessel und Tische sind in einer Ecke aufgestapelt. Auf dem Bartisch steht die Tanzmeisterin und schlägt auf dem Tambourin den Rhythmus zum... zum Morgentraining ihrer Ballerinnen. Acht verschlafene Wesen stehen den Wänden entlang: 1. Position: Vier «plies!» 2. Position; 3. — Sechzehn kleine Battements rondes de jambe — grosse Battements... Kaum ist man ausgeruht von der gestrigen Premiere! Aber nach der mühevollen Arbeit an der Ballettstange geht alles leichter, die Beine sind wieder warm und gelenkig. Zwei Minuten Pause! Die Meisterin springt vom hohen Platz herunter: «Musik!» Und aus den acht Wesen werden tanzende Mädchen; dem leuchtenden Vorbild folgend schreiten, hüpfen, springen, wirbeln und balancieren sie durch den Saal. Zwölf Stunden später: Acht Paar schlanke Beine schlenkern im hellen Rampensonnenlicht über die Bühne, acht frische, lachende Gesichter, wehendes Lockenhaar, kurze weisse Röcklein. Applaus — Verbeugung. Der Tanz muss wiederholt werden! Einmal, vor langer Zeit — vielleicht sind's bald zwei Wochen — ist diese Nummer nach der täglichen Trainingsstunde aus der Erde gestampft worden, dann stundenlang geübt, bis alle Beine im gleichen Augenblick die gleiche Höhe erreichten, bis die Reihe da war — dann kamen nicht endenwollende Bühnenproben; doch jetzt tanzen die acht, und alles andere ist vergessen — ernten wohlverdienten Beifall und gehen strahlend ab. Fünf Minuten später in der Garderobe. Ursel sitzt auf ihrer Tischecke und betrachtet nachdenklich die Kolleginnen: die lachenden Girls haben sich in italienische Bauernmädchen verwandelt, die alle brav an ihrem Platz im hellen Raum sitzen. — «Wir sind doch eine komische Rasse!» Erstaunte, fragende Gesichter. «Ich meine, wir Ballettmädchen sind doch ein ganz spezieller Typ. Sind gezwungen, immer achtzehnjährig auszusehen, schmal, sorglos und lebendig, und oft ist mir gar nicht darnach zumut!» Lotte blickte von ihrem geliebten Musset auf: «O ja. Wenn ich denke, wie gern ich ein paar Kinder hätte! Meine Mutter war in meinem Alter längst verheiratet und über jedes Jungmädchenproblem erhaben.» «Tanzen ist der allerschönste Beruf», erklärt Paulchen mit Bestimmtheit. Sie hat ihr Kreuzworträtsel aufgegeben und verfolgt mit Interesse die Diskussion der Grossen: «Das ist es ja! Einmal beim Theater, kommt man nicht mehr los.» «Sehnt sich ewig nach einem beschaulichen Leben ohne Existenzsorgen, und eines Tages kommt einer, bietet dir das alles und mehr — Resultat: du lehnst ab, seine schwer erkämpfte Selbständigkeit gibt man nicht wieder auf.» «Auf jeden Fall ein sonderbares Leben voller Abwechslung. Wisst ihr, dass wir nächstens im Schauspiel Medizinstudentinnen spielen?!» «Und wenn schlanke Pagen oder schöne Sklavinnen gebraucht werden, was macht man da: man nimmt das Ballett!» «Wisst ihr noch, wie wir, geharnischt mit Barten, römische Krieger darstellten?» «Und in allen Volksszenen wimmeln wir herum und schreien für fünfzig oder mehr Menschen !» «Und haben die kleinste Gage vom ganzen Theater und werden von vielen um unser sorgloses Dasein beneidet.» «Und sind in klassischer Literatur besser bewandert als mancher Bürger, verstehen sogar was von Musik und schwärmen für gotische Plastik.» «Ich sage es ja: eine komische Rasse voller Widersprüche! Kinder, es hat geklingelt!» Zur Freude des Publikums tanzen acht Mädchen eine rassige Tarantella: Inbegriff von südlichem Temperament und Grazie. Wann werden die acht Paar müdgetanzten Füsse zur Ruhe kommen? Bild links: Ballett-Exercice an der Stange. Bilder rechts von oben nach unten: Akrobatik, eine selbstverständliche Voraussetzung einer jeden Ballett-Tänzerin. — Umkleiden! Es muss rasch gehen und die Garderobiere im Hintergrund hat alle Hände voll zu tun. — Das Schminken ist eine Kunst, die eine geschickte Hand und viel Erfahrung erfordert. — Eine Tanzszene aus « Carmen ». Bild unten: Konzert-Tanz aus einer Matinee.