Zehlendorf Mitte Journal Nr. 2/2018

gazette

Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung - April/März 2018

Zehlendorf Mitte

Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung April / Mai · Nr. 2/2018

250

Jahre

Alte Dorfkirche


2

Zehlendorf Mitte Journal

ROLLSTÜHLE + PROTHETIK + REHAHILFEN + BRUSTEPITHESEN

BANDAGEN + KOMPRESSIONSTHERAPIE


Zehlendorfs Wahrzeichen

wird 250 Jahre alt

Umfangreiche Renovierungs arbeiten in

und um die Alte Dorfkirche

Blickfang und Zehlendorfer Wahrzeichen: Die Dorfkirche feiert

in diesem Jahr ihren 250. Geburtstag. Doch sie ist nicht

die erste Kirche an diesem Standort.

Alte Rechnungen aus den Zeiten vor der

heutigen Dorfkirche belegen, dass hier

schon früher ein Gottes haus stand.

Die Legende vom

preußischen König

Die Legende besagt, dass der preußische

König Friedrich der Große die neue Kirche

erbauen lassen wollte. Er kam auf

Beseitigung der Kriegsschäden

im Jahr 1952.

Zehlendorf Mitte Journal 3

Impressum

Zehlendorf Mitte Journal

6. Jahrgang

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH,

Badensche Str. 44, 10715 Berlin

☎ 030 / 407 555 47

Redaktion

Karl-Heinz Christ

journal@gazette-berlin.de

Anzeigen

Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54

d.gottschalk@gazette-berlin.de

Druck

SPPrint Media, 14089 Berlin

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Das Zehlendorf Mitte Journal erscheint alle

zwei Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und

1.12. eines Jahres.

Nächste Ausgabe Juni/Juli Nr. 3/2018

Anzeigen-/Redaktionsschluss: 04.05.2018

Erscheinung: 01.06.2018

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben

oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen

möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen.

Haben Sie eine Ausgabe verpasst?

Ältere Ausgaben finden Sie in unserem Online-

Archiv, unter www.gazette-berlin.de.

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Zehlendorf Mitte Journal

Benefizkonzert in der Dorfkirche im Jahr 2013.

seinem Weg von Potsdam nach

Berlin durch Zehlendorf und der

schlechte Zustand der Zehlendorfer

Kirche war ihm ein Dorn

im Auge. So soll er 6000 Taler –

für damalige Zeiten eine astronomische

Summe – für den Kirchenbau

gestiftet haben. Mit der

Anzahlung von 3000 Talern ging

der Bauleiter auf und davon. Mit

dem restlichen Geld wurde das

kleine, achteckige Kirchlein gebaut,

das bis heute an seinem

Platz steht. So interessant die

Geschichte, die der Schulleiter

Schäde aufschrieb auch klingt,

sie stimmt so nicht.

Von der Dorfkirche

zum Gemeindehaus

Die Anordnung zum Neubau

und der Reparatur von Kirchen,

die der König 1764 verfügte,

betraf zahlreiche Kirchen in

Brandenburg, nicht speziell die

Zehlendorfer Kirche. Auch eine

Zahlung des Königs ist nicht

nachgewiesen. Die kleine Kirche

hängt eher mit der Inflation um

1764 zusammen. Aus Kostengründen

hatte die Kirchenbehörde

beschlossen, dass keine

Dorfkirchen mit Turm mehr erbaut

werden sollten. Das betraf

auch die Zehlendorfer Kirche.

So kam es zu dem achteckigen

Gotteshaus, eine sehr seltene

Kirchenform in Brandenburg.

Für die Einwohner Zehlendorfs

war die Kirche groß genug. Zumindest

bis zur Gründerzeit. Als

die Bahn auch in Zehlendorf

hielt und wohlhabende Berliner

lieber im Grünen wohnen wollten

und zur Arbeit in die Stadt

fuhren, wuchs die Bevölkerung

schnell. Eine größere Kirche war

gefragt. Mäzenin Sidonie Scharfe

stiftete ein Grundstück und die

Pauluskirche wurde gebaut. Die

nunmehr Alte Dorfkirche bekam

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Zehlendorf Mitte Journal 5

neue Innenwände und wurde in

Räume aufgeteilt. Sie war jetzt

das Gemeindehaus.

Bauarbeiten und

Bohrkerne

Doch auch diese Funktion verlor

sie nach einiger Zeit, da die

Paulus-Gemeinde 1930 ihr Gemeindehaus

erbauen ließ. Jetzt

vermietete die Gemeinde die

kleinen Räume für Veranstaltungen,

darunter auch Treffen

vom Bund deutscher Mädel,

des weiblichen Pendants der

Hitlerjugend. Nach Kriegsende

diente das frühere Gotteshaus

ganz weltlich als Lagerraum. Es

gab für die Menschen in dieser

schweren Zeit wichtigeres, als

die Sanierung einer alten Kirche

und so verfiel sie zusehends. Erst

1953 konnte die Alte Dorfkirche

wieder aufgebaut werden. Ende

der 1970er-Jahre wurde sie erneut

umfangreich renoviert.

Doch der Zahn der Zeit nagt

wieder an der Kirche. So benötigt

sie Hilfe – allein für die Sanierung

der Kirche werden 400 000 Euro

benötig. Die Neugestaltung des

Innenraums wird ca. 80 000 Euro

kosten und für die Wiederherstellung

des Kirchhofs benötigt

Der historische Winkel in einer Aufnahme von 1909.

die Gemeinde 180 000 Euro.

Zahlreiche Persönlichkeiten machen

sich für die Alte Dorfkirche

stark, darunter Eckart von Hirschhausen,

der selbst in Zehlendorf

aufwuchs und Prof. Dr. Wolfgang

Huber, ev. Bischof im Ruhestand.

Beide sind Schirmherren der

Bauarbeiten und des Jubiläums

der Alten Dorfkirche.

Bei der Finanzierung werden

auch neue Wege beschritten.

Im Zuge der Bauarbeiten führte

man Bohrungen an den Wänden

des Gebäudes durch, damit

das Mauerwerk mit Stahlstangen

verstärkt werden konnte.

Die Bohrkerne, die in Teilen aus

Granit bestehen, sammelten

Gemeindemitglieder aus dem

Bauschutt. Die Steine wurden gesäubert

und mit Öl eingerieben.

Sie erstrahlten im neuen Glanz

und sollen im Frühjahr nach einer

Baustellenführung verkauft

werden. Der Erlös fließt in die

Neugestaltung des Innenraums

der Alten Dorfkirche.

Wer sich ebenfalls finanziell beteiligen

möchte: Förderverein

Alte Dorfkirche e. V., IBAN DE85

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GENODEF1EK1, die Freunde der

Alten Dorfkirche freuen sich über

jeden Beitrag. Mehr Informationen

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Die Jubiläumsfeier findet am

Sonntag, den 14. Oktober in der

Alten Dorfkirche statt. ◾

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6

Zehlendorf Mitte Journal

Schätze aus dem Depot

Heimatmuseum zeigt Exponate aus dem Archiv

Licht gerückt“ ist der

Titel der aktuellen Ausstellung

im Heimatmu-

„Ins

seum Zehlendorf. Der Name

kommt nicht von ungefähr –

die Exponate schlummerten im

Dunkel des großen Depots und

bilden die Vielfalt ab, die das

Heimatmuseum abdeckt. Blickfang

ist ein überdimensionales

Gemälde des Künstlers Otto

Soltau, auf dem sich der Mensch

dem Licht entgegenstreckt.

Eine Fotokiste mit historischen

Bildern lädt die Besucher zum

Stöbern ein. Sie können in Erinnerungen

schwelgen und

gern auch Hinweise geben,

wenn sie Menschen auf den

Fotos kennen. Aber auch an

dunkle Zeiten wird erinnert.

Feldgraue Spielfiguren sollten Kindern das

Soldatenleben näherbringen.

Der Erste Weltkrieg machte vor

den Kinderzimmern nicht Halt

und vor allem Jungen sollten

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– vom Offizier bis über

den Landser bis zur Krankenschwester

– spielten die Kinder

das Geschehen auf den

Schlachtfeldern nach. Als die

Siegmeldungen ausblieben,

verschwand das Kriegsspielzeug

allerdings auch schnell aus der

Werbung und den Geschäften.

Care-Pakete, die den Hunger

der deutschen Bevölkerung

nach dem Zweiten Weltkrieg

linderten, gehören ebenfalls zu

den Ausstellungsstücken. Unter

dem Motto „Meals for Millions“

spendete die amerikanische

Bevölkerung für die Versorgung

der früheren Feinde.

Besonders Technikfans werden

sich für die alten Röhren-Radios

Stöbern im Fotoschatz des Heimatvereins. Wer kennt die Namen von Menschen auf den

Bildern?

Fotos: Matthias Aettner / HVZ

Zehlendorf Mitte Journal 7

CARE-Paket: Ein aufschlussreicher Karton findet sich im Depot des Heimatmuseums:

Eigentlich ganz unscheinbar, aber durch seine Aufschrift wird er zur historischen Rarität:

„THE QUAKER OATS COMPANY CHICAGO, U.S.A. PACKED 1945 ROLLED OATS“. Zu Deutsch: ein

ganzer Karton mit Haferflocken, gespendet von den Quäkern aus Chicago. Was muss dieses

Paket damals für eine Freude bei den Empfängern ausgelöst haben!

begeistern. Der Volksempfänger

– eines der wichtigsten Propagandainstrumente

im Nationalsozialismus

– wird genauso

gezeigt wie tragbare Transistorradios,

die Mitte der 1950er-

Jahre zu den Rennern gehörten.

Die vielseitige Ausstellung zeigt

einen Ausschnitt des gut gefüllten

Depots. Eine Zeitreise durch

die jüngere Vergangenheit, bei

der sich vieles entdecken lässt!

Die Ausstellung ist bis zum

29. Juni 2018 im Heimatmuseum

Zehlendorf an der Clayallee/Ecke

Potsdamer Straße zu

sehen. Öffnungszeiten: Montag

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Zehlendorf Mitte Journal

Wannsee-Radroute statt Partymeile

1. Tourismusforum Berlin Südwest setzt auf Kultur,

Grün und Seeblick

wollen kein Außenbezirk

mit

„Wir

Partymeile sein,

sondern beliebtes Tourismusziel

mit Kultur- und Naturerlebnis

jenseits von Mitte“, erklärte

die Bezirksbürgermeisterin von

Steglitz-Zehlendorf Cerstin

Richter-Kotowski anlässlich der

„Premiere“ des Tourismusforum

Berlin Südwest im Steglitzer

Rathaus, das Branchenkundige

und -interessierte Anfang März

im Vortrag und Gespräch zusammenbrachte.

Zu der ebenso informativen wie

visionsreichen Veranstaltung

hatte – auch im Namen der

Wirtschaftsförderung Steglitz-

Zehlendorf und des Regionalmanagement

Berlin Südwest

– die EBC Hochschule Berlin

eingeladen, welche die gemeinsamen

Bemühungen im Berliner

Südwesten um nachhaltige Fitness

hin zum angesagten Tou-

Pedale statt Partymeile wünscht sich Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski für

ihren Bezirk.

rismusziel am Rande der Stadt

unterstützt.

Damit geht auch das 2016 ebenfalls

gemeinsam entwickelte

Tourismuskonzept an den Start

und erfährt nun seine schrittweise

Umsetzung. Steglitz-

Zehlendorf setzt dabei auf seine

natürlichen Vorteile wie Wasser

und Natur, aber auch auf sein

vielfältiges Kulturangebot, das

von AlliiertenMuseum über Museumsdorf

Düppel bis Schlosspark

Theater reicht.

Außenbezirk hat´s

Diese durchaus zugkräftigen

Lockmittel – tiefgrüner Wald,

begeisternde Seen- und Wasserlandschaft

und ein spannendes

Kulturangebot – sollten gerade

dem zum wiederholten Male

unsere Stadt besuchenden Touristen

Appetit auf den Bezirk jenseits

der überfüllten Innenstadt

machen.

Doch schaut man sich die Übernachtungszahlen

des vergangenen

Jahres an, sagen die anderes:

Lediglich 200.000 Gäste

und 480.000 Übernachtungen

konnte Steglitz-Zehlendorf da

zählen, während in Berlin-Mitte

rund 13 Millionen Übernachtungen

bei 5,5 Millionen Gästen

gebucht wurden. Damit liegt der

Bezirk im Tourismusbereich gerade

noch vor Marzahn-Hellersdorf

auf vorletztem Platz. Sind daran

die nur 3.000 Betten schuld, die

Steglitz-Zehlendorf bietet?

Entschieden „nein“ sagt dazu

Alexander Stolle, Marketingchef

des an der Schloßstraße gelegenen

„Hotel International Steglitz

Berlin“ und Mitbegründer des

„Wirtschaftsstammtisch Berlin


Zehlendorf Mitte Journal 9

Machen sich gemeinsam für den Tourismus im Bezirk stark: Vertreter aus

Wirtschaftsförderung, Regionalmanagement, VisitBerlin, EBC Hochschule Berlin und

Senatsverwaltung.

Südwest“. Übernachtungsangebote

gebe es genügend,

vielmehr seien dies die Früchte

einer falsch betriebenen Berliner

Tourismuspolitik, die sich jahrelang

auf innerstädtische Angebote

konzentrierte und für den

Touristen die Stadt Berlin – nicht

nur auf den angebotenen Stadtplänen

– am Bundesplatz enden

ließ. Reichlich spät falle den Verantwortlichen

nun ein, die Vermarktung

der Außenbezirke ins

Visier zu nehmen. Dabei gebe es

genügend Highlights im Bezirk,

angefangen an der Schloßstraße,

die Shoppingqueens ein

mindestens ebenso attraktives

Angebot wie in der Innenstadt

präsentiert.

Burkhard Kieker, Geschäftsführer

von VisitBerlin, schlägt da

eine andere Problemlösung

vor: „Es fehlen Übernachtungsmöglichkeiten.

Die Lösung wäre

hier der Bau eines Kongresszentrums,

woran berlinweit ein

Riesenbedarf besteht.“ Damit

würden auch neue Hotels entstehen.

Im Berliner Südwesten

kräftig in die

Pedale treten

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf

hat sich für 2018 drei tourismusfördernde

Ziele gesetzt:

So wird die Schiffsanlegestelle

an der Wannseer Ronneby-

Promenade einer umfassenden

Schönheitskur unterzogen,

außerdem wird im Sommer die

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10

Zehlendorf Mitte Journal

13 Kilometer umfassende und

etwa 1 ½ Stunden dauernde

Dahlem-Radroute als Teil eines

umfangreichen Radnetzes an

der Podbielskiallee an den Start

gehen, an deren Route viele

Museen und kulturelle Kleinode

liegen, wie die Domäne Dahlem

oder die Taut-Siedlung. Umgekehrt

führt die Route über den

Mexikoplatz vorbei am Haus am

Waldsee, an der FU Berlin und

am Botanischen Garten vorbei.

Als Fortsetzung in Planung steht

bereits die Wannsee-Radroute,

die dann den Bereich Wasser und

Seen verstärkt in seine Stationen

mit einbezieht.

Eine wichtige Aufgabe sehen Bezirk

und Fachberater auch darin,

„intelligente“ Stelen und Guides

entlang dieser Routen entstehen

zu lassen sowie ein ebenso werbeträchtiges

wie zeitgemäßes

Logo für den Berliner Südwesten

zu entwickeln.

Überwiegend hoffnungsvoll

blickt man im Bezirk auch auf

die Umsetzung des geplanten

Tourismus-Besucher-Zentrums

Am Glienicker Schloss im Tourismus-

Besucher-Zentrum erhalten Berlin-Gäste

bald wertvolle Tipps.

unweit der Glienicker Brücke, das

am Schloss Glienicke Besucher

auf das attraktive Angebot für

den Rad- und Wassertourismus

im Berliner Südwesten aufmerksam

machen will. – Auch wenn

kritische Stimmen den Standort

am Ende der Stadt nicht für den

günstigsten halten.

Derzeit wird außerdem ein neuer,

von der EBC-Hochschule Berlin

entwickelter Bezirks-Führer zu

Berlin Südwest in Magazin-Form

zur Druckreife überarbeitet.

Indessen wünscht sich nicht nur

die Bezirksbürgermeisterin, dass

bald der neugierige Besucher

Steglitz-Zehlendorf mit dem

Leihrad erkundet, nach dem

Motto:

Am Vormittag Rendezvous mit

dem Kunsthaus Dahlem und

dem Brücke Museum, nachmittags

Ahoi Ronneby-Promenade

und abends im Schlosspark Theater

Brecht oder Hallervorden

pur.



Jacqueline Lorenz


Aussteigen, absteigen und staunen

Ladenstraße Onkel Toms Hütte

mit neuer Großprojektion sehenswert

Wer in Zehlendorf aus

der U-3 am Bahnhof

Onkel Toms Hütte aussteigt

oder vom Rad steigt, um

einen Bummel durch die Ladenstraße

zu machen, wird staunen:

Im Außenbereich der Bahnhofs-

Vorhalle an der Riemeisterstraße

lädt in Form einer Großprojektion

– als sinnvolle Ergänzung

der im Dezember gestarteten

nahkauf-Schaufenster-Fotopräsentation

zur Geschichte der

Ladenstraße – die Ausstellung „

Sehenswert Onkel Toms Hütte“

seit dem 26. Januar zum Innehalten

und Schauen.

Täglich zwischen 6.00 und

22.00 Uhr erzählt sie im 40-Minuten-Takt

in beeindruckenden

Foto- und Filmsequenzen die seit

den 20er-Jahren währende Geschichte

der Waldsiedlung Onkel

Toms Hütte und ihrem Zentrum

mit U-Bahnhof und Ladenstraße.

Dabei werden berühmte Baumeister

mit klangvollen Namen

vor Augen geführt, die diese

architektonisch Besonderheit

zum Vorbild zeitgenössischer

Stadtplanung haben werden

lassen: An u. a. Bruno Taut, Hugo

Häring, Martin Wagner, Walter

Gropius und Hans Poelzig erinnert

die öffentliche Projektion

und bildet so das Kernstück im

Bezirks-Projekt „Zurück in die Zukunft,

touristische Infrastruktur

und Marketing für den Standort

Onkel Toms Hütte“. Gefördert aus

EFRE-Mitteln des Europäischen

Fonds und unterstützt durch die

Wirtschaftsförderung Steglitz-

Zehlendorf hat das Projekt zum

Ziel, das Wohnviertel Waldsiedlung

Zehlendorf mit seinem

Nahversorgungszentrum Ladenstraße

zu präsentieren und

Besucher und Touristen für diese

besondere Sehenswürdigkeit zu

sensibilisieren. So reiht sich Onkel

Toms Hütte mit seiner neuen

Dauerprojektion und der Ladenstraße

als wichtiges Glied in die

Zehlendorf Mitte Journal 11

Kette der touristischen Highlights

dieser zu erradelnden Route,

zu der das Kunsthaus Dahlem,

das Brücke Museum und das AlliiertenMuseum

ebenso zählen

wie das Niemöller-Haus, die FU

Berlin, die Domäne Dahlem oder

der Botanische Garten.

Als einzigartiger Ausgangspunkt

für eigene Erkundungen und

geführte Fahrrad-Touren durch

Zehlendorf-Dahlem bietet sich

die 1931 entstandene und wiederbelebte

Ladenstraße an. Mit


12

Zehlendorf Mitte Journal

ihren Einzelhändlern, Dienstleistungs-

und Handwerksangeboten,

mit ihrem jeden Donnerstag

stattfindenden regionalen

Wochenmarkt davor und nicht

zuletzt mithilfe des durch die

Ladenpassage ziehenden Duftes

frisch gebrannten Kaffees

weckt sie alle Sinne und macht

aufnahmefähig für das, was

der Ortsteil noch bietet. Für ihn

setzt sich bereits seit langem

der Verein Papageiensiedlung

ein, der durch die Siedlung und

den „Zukunftskiez Onkel Toms

Hütte“ geführte Touren sowie

einen Guide in Buchform anbietet.

Auch das Haus am Waldsee

hat Audio-Guides zu Onkel

Toms Hütte und Schlachtensee

in seinem Verleih-Angebot. Zur

Verbesserung der Infrastruktur

sollen im und um den Bahnhof

Onkel Toms Hütte öffentliche

Toiletten eingerichtet werden.

Der Bezirk mit der Wirtschaftsförderung

arbeitet derzeit im Rahmen

seines Tourismusprojektes

aktiv an der Entwicklung der

beschilderten Dahlem-Fahrradroute.

Auf bestem Weg zum

Weltkulturerbe?

Anwohner, Freunde des Ortsteils

und Vertreter der Politik,

Wirtschaftsförderung und BVG

sowie das Büro Bertsch Architekten,

das die Dauerprojektion realisiert

hat, kamen zur Eröffnung

der Projektions-Ausstellung

zusammen. Sie beweisen damit

einmal mehr, welch Erfolg sich

einstellt, wenn Engagierte unterschiedlichster

Wirkungsbereiche

miteinander anstatt gegeneinander

für „ihre“ gemeinsame

Sache Einsatz zeigen.

Heide Wohlers, Leiterin des Ladenstraßen-Projektes

und seit

Projektbeginn 2012 im Standortmanagement

dabei, lobte in

ihrer Rede den Nachbarschaftsgeist

der Beteiligten und prophezeite

optimistisch: „Mit der

Ausstellung wird heute ein weiterer

großer Schritt getan, um

über Berlin und Deutschland hinaus

Touristen aus aller Welt auf

das Potential an Sehenswürdigkeiten

dieses Ortsteils aufmerksam

zu machen.“

Bezirksbürgermeisterin Cerstin

Richter-Kotowski schloss sich in

ihrem Grußwort Heide Wohlers

an und begrüßte das über einen

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Zehlendorf Mitte Journal 13

Projekt(ions)freude: (v.l.n.r.) Steffen Adam, Alexander Bertsch, Heide Wohlers,

Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski, Michael Pawlik (Wifö).

verständliche Engagement von

Eigentümern, Geschäftsleuten,

Anwohnern, BVG und Wirtschaftsförderung,

die dazu beigetragen

haben, dass die schon

beinahe totgesagte Ladenstraße

nun bei Vollvermietung einen

zweiten Frühling erleben kann.

Diese so ganz besondere Kultur

des Ortsteils locke „jenseits der

Mitte“ schließlich die Berlin-

Besucher in den Südwesten,

die zum wiederholten Male die

Hauptstadt aufsuchten. Zukünftig

könnten sie diesen sehenswerten

Kieztreffpunkt mit in ihre

Dahlem-Fahrradroute integrieren.

Die Bezirksbürgermeisterin

sprach sich dabei auch für eine

Fahrradleihstation in der Ladenstraße

aus.

Christian Ansorge, Vorstandsvorsitzender

des Onkel Toms

Verein und Ladenstraßen-Besitzer,

gab zu bedenken, dass zur

Steigerung der Attraktivität des

U-Bahnhofes „noch viel Schweiß

und Geld fließen muss“. Er zählt

dabei auf weitere bezirkliche Unterstützung,

um die reichlich vorhandenen

guten Ideen verwirklichen

zu können. Dabei denkt

er auch an die Einrichtung eines

Bruno-Taut-Museums vor Ort.

Dem baulichen Bereich wandten

sich in ihren Worten dann

Manuela Damianakis von der

Deutschen Wohnen (ehemals

GEHAG) sowie der Architekt

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14

Zehlendorf Mitte Journal

Eine Schaufenster-Fotopräsentation neben „nahkauf“ informiert über die Geschichte der Ladenstraße.

und Bauhistoriker Steffen Adam

zu. Erstgenannte hob die bereits

geleisteten und noch bevorstehenden

denkmalgerechten Sanierungsleistungen

an der Waldsiedlung

Zehlendorf und ihrem

umgebenden Gartendenkmals

hervor, die dabei helfen, das

Areal auf den UNESCO-Welterbe-

Status zu erheben.

Steffen Adam vom Architektenteam,

das die Ausstellung initiierte,

betonte: „Die Ausstellung

über die Waldsiedlung Onkel

Toms Hütte soll den Anwohnern,

Freunden, Gästen und Touristen,

aber auch Fachleuten, Schülern

und Studierenden Freude bereiten

und sie in die Lage versetzen,

eine der wichtigsten

Siedlungen Berliner Moderne

stärker wert zu schätzen. Dabei

geht es in vier Kapiteln um die

Umsetzung wissenschaftlicher

Untersuchungen und baugeschichtlicher

Forschung in eine

Ausstellung, die allgemeinverständlich

und unterhaltsam jeden

anspricht. Es geht um den

Zwiespalt zwischen Neuem Bauen

und den Bauten Bruno Tauts.

Wie sieht es mit der heutigen

Baustruktur aus? Was können

wir von Baumeistern wie Taut in

unsere Zeit übernehmen?“ Steffen

Adam sieht dann auch die

Waldsiedlung Zehlendorf – wie

so viele an diesem Abend – als

Vorbild, das zum bestehenden

Weltkulturerbe „Siedlungen der

Berliner Moderne“ nachnominiert

werden sollte.

Auf den Punkt brachte es abschließend

Winfried Brenne,

der in der Architekturwerkstatt

Pitz-Brenne im Jahr 1987 die erste

umfassende bauhistorische

Dokumentation der Siedlung als

Grundlage für denkmalgerechte

Erneuerungs- und Instandsetzungsmaßnahmen

erstellt hat.

Er riet den Anwesenden: „Die

Ladenstraße weckt die Kraft der

Siedlung, die so voller Farbe

und Lebensfreude steckt, in sich

selbst zu ruhen. Mit dieser Ausstellung

haben wir eine Grundlage

gefunden, diese Erlebnissiedlung

wiederzuentdecken.

Möge sich Ihr Auge im Sommer

an den Farben der Siedlung erfreuen!“



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Zehlendorf Mitte Journal 15

U-Bahnlinie 3

wird verlängert

Ab Mai geht es von der Krummen Lanke

bis zur Warschauer Straße

Bekanntlich macht der Mai

alles neu. Für die Fahrgäste

auf einer der wichtigsten

Ost-West-Verbindungen im

U-Bahnnetz macht er nun aber

auch vieles besser. Voraussichtlich

ab dem 7. Mai erhöht die

BVG den Takt auf der Hochbahn

zwischen der westlichen City,

Kreuzberg und Friedrichshain

und schafft außerdem neue, attraktive

Direktverbindungen. Das

Land Berlin hat als Aufgabenträger

das neue Verkehrskonzept

bestellt.

Kernstück des neuen Konzeptes

ist eine Verlängerung der

Linie U3. Statt wie bisher am

Nollendorfplatz zu enden, fahren

die Züge von der Krummen

Lanke künftig tagsüber auf der

gleichen Strecke wie die U1 bis

zur Warschauer Straße. Auf dem

Hochbahn-Viadukt fährt die U-

Bahn dann alle drei bis vier Minuten

– und somit deutlich öfter

als bisher. Für viele Fahrgäste

entfällt damit außerdem das

Umsteigen am Nollendorf- oder

Wittenbergplatz. Insbesondere

viele Studierende der Freien Universität

profitieren von der neuen

Direktverbindung.

Die U3 fährt tagsüber montags

bis freitags auf der ganzen verlängerten

Linie im 5-Minuten-Takt.

Früh am Morgen und am späten

Abend sowie sonnabends und

sonntags sind die Züge alle zehn

Minuten unterwegs. Lediglich

frühmorgens (wochentags bis

ca. 6 Uhr, am Wochenende bis

10 Uhr), spätabends vor Betriebsschluss

und im durchgehenden

Nachtverkehr am Wochenende

fährt die U3 wegen der geringeren

Nachfrage wie bisher bis zum

Nollendorfplatz.

Bei der BVG laufen die Vorbereitungen

für das neue Konzept bereits

auf Hochtouren. Und das gilt

nicht nur für die Betriebsplanung

der U-Bahn, sondern auch für die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die sich um die Fahrgastinformation

kümmern – schließlich sollen

bis Mai auch die Liniennetzpläne,

Linienverlaufsgrafiken (die sogenannten

Perlschnüre), das Informations-

und Leitsystem auf den

U-Bahnhöfen, die Ansagen auf

Bahnsteigen, in den Zügen und

Aufzügen aktualisiert sein. ◾


16

Zehlendorf Mitte Journal

Round Midlife-Bigband Berlin:

Wo Eltern den Ton angeben

Seit 15 Jahren sind Swing, Rock und Pop Programm

Montag ist Probentag.

Während in der Aula

des Dahlemer Arndt-

Gymnasiums die Schülerinnen

und Schüler der United Big Band

jazzen und für ihre Auftritte proben,

swingt die Elterngeneration

im Wilmersdorfer Kulturzentrum

„Spirale“. Denn der Probenraum

im Gymnasium wird derzeit für

schulische Aktivitäten benötigt.

Als Round Midlife-Bigband Berlin

(RMBB) ist die Elternband,

deren Gründungsort das Arndt-

Gymnasium ist, immer wieder

gern gesehener Gast bei angesagten

Musikveranstaltungen

wie der Fête de la Musique, bei

Konzerten in Jazzclubs wie im

„Schlot“ oder beim Jazztreff

Berlin, bei Stadtteilfesten, Privatkonzerten

und natürlich am

Arndt-Gymnasium und Dahlemer

Tag. Diese Veranstaltung im

September 2003 war es auch,

welche vor rund 15 Jahren Eltern

zusammengeführt hat, die nun

mit Schlagzeug, Trompete, Klavier

und Gitarre in eigener Band

ihren musikalischen Kindern erfolgreich

nacheifern.

Von Swing bis Pop

„Mit dem Satz „Ich gründe eine

Elternband“ hat es Martin Burggaller

am Arndt-Gymnasium

damals geschafft, uns für diese

Band zu begeistern“, erinnert

sich Christa Schütt, die von Anfang

an dabei ist. Dr. Burggaller,

Musikdidaktiker, -pädagoge und

–profi, begleitete da bereits die


Schulbands am Arndt-Gymnasium.

In der neu gegründeten Elternband

spielte Christa zuerst noch

die Klarinette ihrer Tochter. Als

aber klar wurde, dass ein Saxophon

fehlt, sattelte sie musikalisch

um. Dazu kamen Musikbegeisterte

wie Hans-Peter Mohr

– ebenfalls Saxophonist in der

Band und heute ihr Sprecher –

Thomas Mertens (Gitarre) und

Frank Trautmann, der erzählt:

„Eigentlich wollte ich die vierte

Gitarre spielen, aber Burggaller

entschied: „Du spielst Trompete.“

Einige der Sprösslinge der

Round-Mitlifer haben United

Bigband-Erfahrung. Die setzt

sich aus jungen Musikern verschiedener

Oberschulen und

Gymnasien ebenso Arndtübergreifend

zusammen wie

Messer Vogel

Eigene Schleiferei

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Solinger Stahlwaren

die aktuell 19-köpfige Round

Midlife-Amateurband. Dazu

zählen inzwischen Musikerinnen

und Musiker unterschiedlichster

Berufe vom Architekten bis zum

Kameramann aus Steglitz, Zehlendorf,

Wilmersdorf und Charlottenburg

im Alter zwischen 30

und 75.

Zehlendorf Mitte Journal 17

Auftritt mit Swing, Pop und guter Laune: Die Round Midlife-Bigband Berlin.

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Foto: RMBB

Ihre Kinder finden´s immer noch

gut, dass ihre Eltern eine Band

gründeten. Längst sind die

meisten der Schule entwachsen,

doch auch heute springen sie

notfalls noch als Ersatz-Musiker

bei Round Midlife ein.

Voraussetzung, dort Mitglied zu

werden, ist nach wie vor, sich

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18

Zehlendorf Mitte Journal

Sängerin Ute trifft immer den richtigen Ton.

im „Elternstatus“ zu befinden.

Doch auch dabei gilt: Keine Regel

ohne Ausnahme.

Anfangs probten die Amateur-

Musiker nur alle sechs Wochen.

Doch die Band wuchs und damit

auch ihr Anspruch. Das Ergebnis

kann sich heute hören lassen

und ist durchaus mit Profi-Bigbands

vergleichbar.

Als Bandgründer Burggaller mit

dem Unterricht der Jugend-Ensemble

am Arndt-Gymnasium

ausgelastet war, übergab er

Round Midlife im Jahr 2009 an

Profimusiker und Drummer Michael

Rowalska. Unter seiner

Leitung erarbeitete sich die Bigband

ein abwechslungsreiches

Repertoire von Swing, Bossa,

Rock und Pop, das aktuell rund

140 Stücke umfasst. Weitere Instrumente

und eine Sängerin

kamen hinzu.

Auf regelmäßigen Band-Meetings

rückt die Gruppe näher

zusammen, sie erarbeitet neue

Stücke, lernt dazu und hat auf

jeden Fall eines: viel Spaß.

Professionelle

Amateurband

Derzeit gehören zur Bigband

fünf Saxophone, jeweils vier

Trompeten und Posaunen, Gitarre,

Bass, Klavier, Schlagzeug

und Percussion. Sechs Frauen

sind dabei, von denen eine ihre

Sängerin Ute Fischer-Kramps ist.

Vor vier Jahren kam sie dazu, als

die damalige Sängerin ausfiel.

Ihr Mann ist erster Trompeter

von Round Midlife. Sie betont:

„Mit der Auswahl der Stücke

wird eigentlich immer auf meinen

Stimmumfang Rücksicht

genommen.“

An diesem montäglichen Probenabend

nun, der nur wenige

Wochen vor dem nächsten

Auftritt liegt, wird konzentriert

gearbeitet, auch wenn die Frühjahrsgrippe

die Drummer und einen

Trompeter ans Bett gefesselt

hat. Dafür gibt Christiane an den

Congas ihr Bestes. Die Musikstücke

mit ihren jeweiligen musikalischen

„Klippen“ werden auch

an diesem Abend step by step

durchgespielt:

„Smooth operator“ geht in die

Beine, ein Rhythmus, bei dem

man mitmuss. Knut, Neuzugang

am Klavier, bekommt noch Hilfestellung

von Volker, der zukünftig

etwas kürzer treten will.

Bandleader Michael Rowalska

hat die Ohren überall: „Noch

mal Takt 40, besseren Übergang!

– Jetzt müssen wir es noch Konzertchic

machen!“ spornt er seine

Band an und weiß geschickt

zu motivieren.

Dann das nächste Stück, Stevie

Wonders “You are the sunshine

of my life”, aus dem Band-Repertoire

wiederbelebt. Sängerin

Ute lässt mit ihrer Stimme, die

erstaunliche Tiefe besitzt, die

Sonne aufgehen, Michael wippt

zufrieden mit.

Weiter geht´s unter sengender

Band-Sonne durch die Wüste mit

„Caravan“: Wüstenschiffe ziehen

zum Riq-Rhythmus mit wiegenden

Schritten am Horizont zur

nächsten Oase. Der Daddelbass

muss eine Extrarunde dreh´n –

dann ist Pause.

Entspannte Gesichter, Lächeln,

hier und da eine nett gemeinte

Neckerei. Und da ist er, stets präsent:

Der Spaß, den wohl alle hier

haben in ihrer Round Midlife-

Bigband, egal ob an Schlagzeug,

Trompete, Gitarre oder Gesangsmikrofon.

Übrigens: Am 21. Juni 2018 spielt

Round Midlife bei der Fête de la

Musique.

Weitere Termine und Kontaktadresse

unter www.round-midlife.

de



Jacqueline Lorenz


Fairtrade bis in die Kaffeetasse

Bezirk sensibilisiert Schüler in Workshops für fair gehandelte Ware

Mit seinem vermehrten

Engagement für fairen

Handel ist der Bezirk

Steglitz-Zehlendorf auf gutem

Weg, im Rahmen der deutschlandweit

zu diesem Thema laufenden

Kampagne „Fairtrade

Town“ zum „Fairtrade-Bezirk“

ernannt zu werden (siehe Beitrag

Juni/2017).

Dazu ist es wichtig, auch die jüngeren

Generationen zu sensibilisieren

und mit einzubeziehen

sowie Schulen und Bildungseinrichtungen

im Bezirk das Thema

fairer Handel verstärkt in ihren

Lehrplan einbauen zu lassen.

In von Mitarbeiter, Lehrern und

Zehlendorf Mitte Journal 19

Studenten der Botanikschule

erstellten Workshops lernen Bezirks-Schülerinnen

und -Schüler

nun, was unser täglicher Kaffeekonsum

für die in kaffeeanbauenden

Ländern lebenden Menschen

bedeutet.

Vom Kaffeeanbau über Ernte,

Handel bis hin zu Weiterverarbeitung

und Transport wird dabei

der Weg des „schwarzen Goldes“

vom Samen bis in unsere Tasse

aufgezeigt und die Notwendigkeit

des fairen Handels verdeutlicht.

Am Kaffeeparkour

alle Hürden nehmen

Workshop-Teilnehmer im Haus

der Botanikschule im Botanischen

Garten waren auch

24 Schülerinnen und Schüler der

8. Klasse der Lankwitzer Bröndby-Schule

mit ihrer Klassen- und

einer Erdkunde-Lehrerin:

Was ist eigentlich fairer Handel?

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20

Zehlendorf Mitte Journal

– Mit dieser Eröffnungsfrage des

„Kaffeeparkour“ wendet sich

Elke Anders, die als Lehrerin im

Auftrag der Senatsverwaltung

für Bildung, Jugend und Familie

an der Botanikschule arbeitet,

an die jungen Besucher. Die

Antwort kommt schnell aus

deren Reihen – bezogen auf

Kaffeeplantagen-Arbeiter: „Fairer

Handel ist, wenn Leute fair

behandelt werden und wenn

ihre Leistung gerecht bezahlt

wird.“ Auch, dass fair gehandelte

Ware – in diesem Fall Kaffee

aus Anbaugebieten Afrikas, Asiens

oder Südamerikas, in denen

auf diese Gerechtigkeit geachtet

wird – in vielen Verkaufsstellen

im Bezirk zu kaufen und am

Fairtrade-Siegel zu erkennen ist,

ist bereits vielen der Schüler klar.

Sven* lässt überzeugt verlauten:

Plakat aus der Kaffee-Ausstellung des

Botanischen Gartens (2013).

„Um´s Einkaufen kümmere ich

mich nicht, meine Mutter kauft

ein und nimmt bestimmt das

Richtige und Qualität.“

Dennoch hört er genau zu, als im

anschließenden Einführungsfilm

der Begriff „Fairtraide“ am Beispiel

„Kaffee“ verdeutlicht wird.

Ein Begriff, der aber u. a. auch auf

die Produkte Bananen, Honig,

Kakao, Schnittblumen, Reis und

Wein zutrifft.

Im vorgeführten Film ist dann die

Rede von nur geringer Bezahlung

der Plantagenbesitzer, von

Spekulationen am Finanzmarkt,

Kinderarmut und Ernteausfall.

Aber auch davon, dass dank der

Unterstützung und Kontrolle

durch Fairtrade-Organisationen

diesen Missstände entgegengewirkt

werden kann. Siegelzertifizierte

Kaffees stehen so

für bessere Arbeitsumstände,

keine Kinderarbeit, für die Beteiligung

kleiner Plantagenbauer

am Gewinn, für geringeren Wasserverbrauch

und besseres Mit-

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Zehlendorf Mitte Journal 21

„Kaffeepflückerinnen“ im Workshop.

spracherecht beim Aushandeln

eines kostendeckenden Ankaufpreises

im Herkunftsland. Dabei

wird der Rohkaffee erst vor Ort

im Ankunftsland ge röstet und

verpackt.

Viel Praxis-Wissen auf Augenhöhe

zum Thema Kaffeeanbauund

Ernte bringt Heike Kammer

mit. Die Referentin für Globales

Lernen und Friedensarbeit hat

in Südamerika gelebt und gearbeitet.

„Ich habe selbst Kaffee geerntet,

und irgendwann wurde

ich auch Kaffeetrinkerin“, verrät

sie den Schülern, von denen sich

erst wenige als Kaffeefreunde

bezeichnen. Auf Plakaten studieren

sie Informationen über

die kaffeeanbauenden Länder,

über Fairtrade-Produkte, -Marken

und Siegel, aber auch über

fairen Handel in Deutschland

und ein deutliches NEIN zur Kinderarbeit.

Um selbst ein Gefühl

für die Materie Kaffee zu bekommen,

dürfen die jungen Gäste

der Botanikschule nun selbst

aus einem Korb mit Erbsen den

Rohkaffee mühsam „herauspflücken“,

als Kaffeepflücker ihre Ernte

an den Händler verkaufen, als

Röster vom Händler kaufen und

schließlich die Bohnen auf einem

Kocher im Topf rösten, mahlen

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22

Zehlendorf Mitte Journal

Im Regenwald schwitzen, lernen und verstehen.

und für den Handel verpacken.

Bald durchzieht frischer Kaffeeduft

die Botanikschule und allen

ist klar geworden, wie viel Arbeit

aufgebracht werden muss, bis

der Kaffee in der Tasse dampft.

Spielerisch und im Quiz lernen

die Schüler an diesem Vormittag

außerdem Ernterisiken, drohende

Ausbeutung und Preisschwankungen

kennen, erfahren

sie, wie Angebot und Nachfrage

den Einkaufspreis beeinflussen,

sinkende Weltmarktpreise sich

existenz- und lebensbedrohend

auswirken. Im anschließenden

Quiz wird dieses Verständnis vertieft

und – je nach Erfolg – mit

Fairtrade gehandelten Schokoladentäfelchen

belohnt, denn

Kopfarbeit macht Appetit.

Den Schülern gefällt´s. „Die einzelnen

Stationen machen Spaß,

und außerdem wusste ich schon

vieles“, freut sich Ronja*, die einiges

Vorwissen über Fairtrade aus

dem Schulunterricht mitbringt.

Die den Workshop vor Ort begleitenden

Nachhaltigkeitsund

Qualitätsmanagement-

Studierenden der Hochschule

für Wirtschaft und Recht Berlin,

Campus Schöneberg haben den

Parkour mit viel Einfühlungsvermögen

mitentwickelt, man spürt

ihre Begeisterung für die Materie

sowie ihr Verständnis für die Jugendlichen.

„Bildung kennt kein Alter“, betont

Studentin Michelle. Und so

kann sie sich gut vorstellen, einen

ähnlichen Parkour auf Pflege-

und Senioreneinrichtungen

abgestimmt weiterzuentwickeln:

„Um auch dort eine größere Sen-

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Zehlendorf Mitte Ratgeber Journal 23

Jakob(r.) und Voigt haben das Geweihfarn entdeckt.

sibilisierung für Fairtrade und ein

geändertes Konsumverhalten

bewirken zu können.“ In diesem

Bereich gäbe es reichlich Aufklärungspotential.

Ihr Ziel sei, dazu

Seniorengruppen und Vertreter

der jeweiligen Einrichtungen anzusprechen.

Guter Kontakt diesbezüglich

bestehe bereits zu BVV

und Seniorenvertretung.

Mit allen Sinnen den

Regenwald erleben

Doch in welchem Verhältnis stehen

Regenwald und Kaffeeanbau

eigentlich zueinander? Wie wichtig

ist der Wald für die Menschen?

Elke Anders gibt eine kurze Einführung.

Die Schüler erfahren,

dass die selbstversorgende Kleinbauern

den Regenwald nutzen,

dort Angeln, Jagen und ihn als

Holzlieferant schätzen. Fairtradegesichertes

Einkommen dieser

Menschen vor Ort hilft, die tropischen

Regenwälder zu schützen,

die ihre eigentliche Lebensgrundlage

sind.

Um diesen schützenswerten Regenwald

mit allen Sinnen besser

verstehen zu lernen, geht es für

Schülerinnen und Schüler an

diesem Vormittag nun ins große

Tropenhaus des Botanischen Gartens.

– Für mache das erste Mal.

Schwül-warme Luft schlägt den

Jugendlichen entgegen, an die

man sich aber erstaunlich schnell

gewöhnt – auch wenn die jahreszeitbedingte

warme Kleidung

das erschwert. Seltsame Laute

und Riesenpflanzen schaffen

Regenwald-Feeling pur. Sogar

Wasser plätschert hier naturgetreu

und China-Wachteln sind

natürliche Schädlingsbekämpfer.

Urwaldtypische Pflanzen heißt

es zu entdecken, Hilfestellung

geben beschriftete Fotovorlagen.

Die Suche beginnt. Jakob

und Voigt werden schnell fündig:

Das bizzare Geweihfarn

schmiegt sich erhöht an einen


24

Zehlendorf Mitte Journal

Stamm. Als typische „Aufsitzerpflanze“

großer Regenwaldbäume

sucht sie die Sonne und

meidet so den unteren dunklen

Bereich des Regenwaldes. Mit

ihren dem Stamm aufsitzenden

großen Außenblättern bildet sie

ein Art Zisterne, in der sich lebenswichtiges

Tau- und Regenwasser

effizient speichern lässt,

ohne dabei dem Wirtsbaum zu

schaden. Jakob will noch Handyfotos

machen, der Regenwald

fasziniert nicht nur ihn.

Andere Aufsitzerpflanzen (Epiphyten)

wie Orchideen mit ihren

Luftwurzeln und das riesige, auf

Baumwurzeln wuchernde Nestfarn

mit seinem dicken Wurzelgeflecht

müssen etwas länger

warten, bis sie von den Schülern

entdeckt worden sind.

Da präsentiert sich der Kaffeestrauch

mit lediglich drei roten

Kaffeekirschen eher bescheiden

zwischen den Riesenpflanzen

des Regenwaldes.

Abschließend beim Quiz zwischen

Pflanzen und Tropenhaus-

Besuchern werden negative und

Kaffeestrauch im Botanischen Garten:

Erste reife Kirsche.

positive Wechselwirkungen

zwischen Kaffeeanbau und Regenwald

diskutiert, rückt wieder

der Fairtrade-Gedanke in den

Vordergrund.

Auch wenn aus Zeitgründen

das abschließende Rollenspiel

zum Thema entfallen muss: Den

jungen Botanikschul-Besuchern

hat es gefallen, wie sie am Ende

lauthals verkünden.

Und Sven erklärt, zukünftig seiner

Mutter beim Einkaufen doch

genauer auf die Finger zu sehen:

„Damit sie mehr Fairtrade kauft.“

Die Botanikschule

Seit 1987 gibt es sie im Botanischen

Garten als außerschulische

Einrichtung, an der Berliner

Schulen pädagogische

Beratung, Materialien und Fortbildungen

zum Thema Botanik,

Umweltbildung und Bildung für

nachhaltige Entwicklung finden.

Vor 31 Jahren nahm die Botanikschule

eine Vorreiterrolle auf die-

Berlin-Schlachtensee

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Zehlendorf Mitte Journal 25

Was ist was und warum ist es so? – Elke Anders schafft Klarheit.

sem Gebiet ein und gilt bis heute

als erfolgreiches Modell, das für

seine gemeinsame Bildungsarbeit

UNESCO-ausgezeichnet ist.

Als Kooperations-Einrichtung

mit der Berliner Senatsverwaltung

Bildung, Jugend und Familie

vermittelt die Schule Schülern

Zusammenhänge der Pflanzenwelt

und lässt nachhaltige Kontakte

zu ihr knüpfen.

Das kooperierende Fortbildungszentrum

für nachhaltige

Entwicklung (BNE-Zentrum), das

sich in den Räumlichkeiten der

Botanikschule befindet, versteht

sich als Ansprechpartner und

Unterstützer für Lehrkräfte und

Projekte sowie als Berater bei der

Teilnahme an Wettbewerben für

Gütesiegel.

Informationen zum „Fairtrade-

Bezirk Steglitz-Zehlendorf“ bei

Petra Margraf unter Telefon:

030 – 90299 5955 oder E-Mail:

petra.margraf@ba-sz.berlin.de

Berliner Einkaufsführer für fair

gehandelte Produkte unter

www.fairtradetown.berlin

Informationen zur Botanikschule

unter Telefon: 030 – 838 59 480

(AB) oder E-Mail: botanikschule@

yahoo.de


*Namen v.d. Redaktion geändert


Jacqueline Lorenz

Machnower Straße 13

14165 Berlin-Zehlendorf

Tel.: 0 30-84 50 79 87

www.lauer-teppiche.de

Mo-Fr 10.00-18.30 Uhr

Sa 10.00-13.30 Uhr


26

Zehlendorf Mitte Journal

„Neue Gärten“ in der Liebermann-Villa

Ausstellung: Gartenkunst zwischen Jugendstil und Moderne

Max Clarenbach: Aus meinem Garten, um 1912


Privatsammlung, courtesy Galerie Paffrath

Neue Gärten! – forderten Architekten, Künstler

und Landschaftsplaner zu Beginn des

20. Jahrhunderts. Nach dem Vorbild der

englischen Gartenreformbewegung sollte auch

in Deutschland eine Reform der bisherigen, von

den Ideen des englischen Landschaftsgartens geprägten

Praxis eingeleitet werden. An die Stelle

der Imitation von Landschaft mit sich schlängelnden

Wegen und anmutigen Gebüsch-Pflanzungen

sollte ein streng geometrischer Garten treten.

Gerade Wege und Hecken sind die Kennzeichen

dieses neuen Gartentyps.

Gärten als Motiv der Kunst

Kreative Köpfe des Reformgartens waren u. a. die

Architekten Josef Maria Olbrich und Peter Behrens,

der Direktor der Hamburger Kunsthalle,

Alfred Lichtwark, und der Gartenarchitekt Erwin

Barth, aber auch Künstler wie Leopold von Kalckreuth

und Max Liebermann, die ihre Gärten im

Sinne der neuen Ideen gestalten ließen und zum

Motiv ihrer Kunst machten. Besonders die viel beachteten

großen Gartenbauausstellungen in

Düsseldorf 1904, in Darmstadt 1905 und in

Mannheim 1907 boten die Möglichkeit, neue

Gartenkonzepte umzusetzen und die Ideen

des Reformgartens zu verbreiten.

Beispiele im Berliner Stadtbild

Auch in Berlin lassen sich im Stadtbild und

im Brandenburger Umland viele Beispiele

der neuen Gartengestaltungsideen erkennen.

Hier trat der spätere Stadtgartendirektor

von Groß-Berlin Erwin Albert Barth mit

seinen Entwürfen hervor. Er entwickelte

Pläne von Brandenburger Villencolonien

ebenso wie den Volkspark Jungfernheide,

den Dernburgplatz, den Kuno-Fischer-Platz

oder den Lietzenseepark in Charlottenburg.

Liebermann-Garten als Beispiel

Die Ausstellung „Neue Gärten – Gartenkunst

zwischen Jugendstil und Moderne“ in der

Liebermann-Villa zeigt die Ursprünge der

Gartenreformbewegung und ihre Auswirkung

auf die Gartenkunst um 1900. Mit ausgewählten

Gemälden, Plänen und Dokumenten

macht sie auch den Liebermann-Garten als herausragendes

Beispiel dieser Kunst erkennbar.

„Neue Gärten – Gartenkunst zwischen Jugendstil

und Moderne“ ist bis zum 25. Mai in der Liebermann-Villa,

Colomierstraße 3, 14109 Berlin zu

sehen.

Geöffnet ist täglich außer dienstags von 10 bis

18 Uhr. An allen Feiertagen geöffnet.

www. liebermann-villa.de


Schlaganfall frühzeitig erkennen

Ein typisches Anzeichen sind einseitige Lähmungen

oder ein Taubheitsgefühl

Besteht der Verdacht eines

Schlaganfalls, ist keine Zeit

zu verlieren. Ein typisches

Anzeichen sind einseitige Lähmungen

beziehungsweise ein

Taubheitsgefühl. Das äußert

sich beispielsweise durch einen

herabhängenden Mundwinkel,

einen eingeschlafenen Fuß oder

einen gelähmten Arm. Weiterhin

können Betroffene sehr starke

Kopfschmerzen haben. Dazu

können Sehstörungen in Form

von Doppelbildern vorkommen,

manchmal sogar ein kompletter

einseitiger Sehverlust. Die Patienten

reden zudem abgehackt,

verdrehen Buchstaben oder

Silben und können in schweren

Fällen überhaupt nicht mehr

sprechen. Zu all dem kommen

ein Schwindelgefühl sowie ein

unsicherer Gang.

Mit dem sogenannten FAST-

Test (Face, Arms, Speech, Time)

können selbst Laien in Sekundenschnelle

einen Schlaganfall

erkennen: Die betroffene Person


soll lächeln, gleichzeitig beide

Hände hochheben und einen

einfach Satz wie „Heute ist es

schön“ sagen. Hat der- oder diejenige

Probleme damit, ist unverzüglich

der Notruf unter der

Nummer 112 zu verständigen!

Gesundheit 27

Foto: Hywards / Fotolia

Wichtig ist es, am Telefon auf

den Schlaganfall hinzuweisen. Je

schneller der Patient die richtige

Behandlung erhält, desto besser

sind die Heilungschancen. ◾

Dr. Wolfgang Reuter,

Gesundheitsexperte der DKV


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