Gazette Charlottenburg Mai 2017

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Gazette für Charlottenburg und Westend

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Mai 2017

Charlottenburg

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Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

2017 ist ein besonderes Jahr –

500 Jahre Reformation. Der Thesenanschlag

Martin Luthers – so

die Legende – im Jahr 1517 bildete

den auftakt zur

Reformation,

einem Ereignis

von weltgeschichtlicher

Bedeutung.

500 Jahre danach

wird das

Reinhard Naumann Reformationsjubiläum

2017

in ganz Deutschland und vielen

anderen Ländern gefeiert.

1517 – 2017: 500 Jahre

Reformation und der

36. Kirchentag

Die internationale Ökumene, der

interreligiöse Dialog und der Blick

nach vorn sind die Themen des

Deutschen Evangelischen Kirchentags,

der mit der Losung „Du siehst

mich“ vom 24. bis 28. Mai in Berlin

und Wittenberg stattfindet. Es gibt

neben spirituellen Fragen auch ein

angebot von über 2.500 Veranstaltungen,

die sich der internationalen

Politik wie dem Zusammenleben

von Menschen in Familie und

Gesellschaft widmen.

auch in Charlottenburg-Wilmersdorf

beteiligen sich viele Gemeinden,

Einrichtungen und institutionen

und bieten private Quartiere

für Übernachtungen an.

So gibt es in der Evangelischen

Schule Charlottenburg (Guerickestraße

4) ein Gute-Nacht-Café,

das Schloss Charlottenburg (Spandauer

Damm 17) bietet ermäßigte

Führungen für Kirchentagteilnehmerinnen

an und unser Museum

Charlottenburg-Wilmersdorf in der

Villa Oppenheim (Schloßstraße 55

/ Otto-Grüneberg-Weg) zeigt die

WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | Mai | 52017 | | 3

Sonderausstellung „Zeig mir, was

du glaubst“ zur religiösen Vielfalt

im Bezirk und bietet kostenlose

Führungen an. Denn unser Bezirk

besitzt eine lange Tradition als ein

Ort, an dem unterschiedliche Glaubensrichtungen

und Konfessionen

sich begegnen. Sie alle prägen das

Bild eines Bezirks, der Heimat für

Menschen aus über 120 Ländern

ist, die mit unterschiedlichen kulturellen

und religiösen Wurzeln

hier friedlich gemeinsam leben.

in einer so interkulturellen Gesellschaft

spielt der Dialog eine entscheidende

Rolle für dieses friedliche

Miteinander. Deshalb wurde

am 1.12.2008 der erste interreligiöse

Dialog des Bezirkes veranstaltet.

Seither treffen sich die im

Bezirk vertretenen Religionsgemeinschaften

vier Mal jährlich zu

einer Dialogrunde. am 14.6.2012

wurde die Gemeinsame Erklärung

des interreligiösen Dialogs verabschiedet

(www. charlottenburgwilmersdorf.de).

Gedenken an Magnus Hirschfeld

ich lade ein zur Gedenkveranstaltung

zum 82. Todestag (zugleich

sein Geburtstag) von Dr. Magnus

Hirschfeld am 14. Mai um

11.30 Uhr an der Gedenkstele,

Otto-Suhr-allee 93, gegenüber

dem Rathaus Charlottenburg. Wir

gedenken gemeinsam mit der

2011 gegründeten Bundesstiftung

Magnus Hirschfeld (BMH), der

Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

e. V. (MHG) und dem Lesben- und

Schwulenverband Berlin-Brandenburg

(LSVD) des großen arztes und

Sexualwissenschaftlers, der hier in

Charlottenburg von 1896 bis 1910

gewirkt hat. am 14. Mai 1868 wurde

Magnus Hirschfeld in Kolberg

geboren, und an seinem Geburtstag

am 14. Mai 1935 starb er in Nizza

im Exil. in Charlottenburg hat er

als Gründer und Vorsitzender des

Wissenschaftlich-Humanitären Komitees

mit dem aufbau der ersten

deutschen Homosexuellen-Bewegung

begonnen. Von den Nationalsozialisten

wurde sie verboten

und verfolgt. Nach dem Zweiten

Weltkrieg hat es viel zu lange gedauert,

bis in Deutschland erfolgreich

die weitgehende rechtliche

Gleichstellung von Schwulen und

Lesben erkämpft werden konnte.

Erst kürzlich hat der Deutsche Bundestag

das Gesetz zur Rehabilitierung

verurteilter Homosexueller

beschlossen. Die Rechte von transsexuellen

Menschen sind immer

noch nicht vernünftig geregelt.

Bürgermedaille:

Vorschläge erwünscht

Seit 1988 wird vom Bezirksamt für

besondere Verdienste um den Bezirk

die Bürgermedaille verliehen.

Jede Bürgerin und jeder Bürger

kann Vorschläge machen und

Personen benennen, die für ihr

ehrenamtliches Engagement mit

einer Bürgermedaille geehrt werden

sollten. Ein überparteiliches

Gremium der BVV und des Bezirksamtes

wird über die Vorschläge

entscheiden. Die Bürgermedaillen

werden seit 2001 traditionell am

Bezirkstag am 19. Oktober verliehen.

Begründete Vorschläge können bis

zum 31. Mai dieses Jahres schriftlich

eingereicht werden an das

Büro des Bezirksbürgermeisters,

Otto-Suhr-allee 100, 10585 Berlin.

Nähere informationen, darunter

auch die Liste der bisher Geehrten,

sind im internet unter www.

buergermedaille.charlottenburgwilmersdorf.de

zu finden.

Kiezspaziergang

Zu unserem 185. Kiezspaziergang

treffen wir uns am Samstag, dem

13. Mai, um 14 Uhr am U-Bahnhof

Halemweg. Der 13. Mai ist auch

der Tag der Städtebauförderung

und so werden wir während des

Spaziergangs einen Teil von Charlottenburg-Nord

erkunden. am

U-Bahnhof Halemweg wird das

Planungsbüro Jahn, Mack & Partner

einen Einblick in die geplanten

Veränderungen für das areal

Halemweg / Heckerdamm / Heilmannring

geben.

im anschluss spazieren wir zur

Sühne-Christi-Kirche, wo uns ein

Vertreter der Gemeinde empfangen

wird. Von dort aus geht es

weiter durch die Toeplerstraße

zum Goebelplatz. Hier gibt es eine

unter Denkmalschutz stehende

Ladenpassage.

Über den Geißlerpfad mit einigen

Gebäuden von Fred Forbat und

Paul Rudolf Henning geht es in

den Volkspark Jungfernheide.

Der Kiezspaziergang endet im

neuen Familienzentrum am Heckerdamm

242, das sich noch im

Umbau befindet.

Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei.

alle interessierten sind

willkommen. informationen über

die bisherigen Kiezspaziergänge

finden Sie im internet unter www.

kiezspaziergaenge.de.

Für ihre anregungen, Lob und

Kritik bin ich für Sie erreichbar

unter naumann@charlottenburgwilmersdorf.de.

ihr

Reinhard Naumann


4 | Gazette Charlottenburg | Mai 2017

50 Jahre ROLLSTUHL-SPORT-CLUB BERLIN E.V.

Integrativer Verein begrüßt Menschen mit und ohne Beeinträchtigung

Als einer der ältesten Rollstuhlsportvereine

der Bundesrepublik

wurde der gemeinnützige

ROLLSTUHL-SPORT-CLUB BERLIN

E.V. (RSC Berlin e. V.) im März 1967

gegründet. Mit dem Ziel, den Rollstuhlsport

zu pflegen und ihn in

Berlin als Rehabilitationssport, zur

Erhaltung der Gesundheit und

zur Steigerung der Leistungsfähigkeit

zu fördern. Dazu sind bis

heute im Sinne des integrativen

Sports im Verein Menschen mit

und ohne Beeinträchtigung gleichermaßen

herzlich willkommen

zu gemeinsamem Sport und zu

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Veranstaltungen. Sich selbst

davon überzeugen können die

Gäste am 13. Mai 2017 in der

Sporthalle der Charlottenburger

Peter-Ustinov-Schule. Die sonst

für den Vereinssport seit nunmehr

16 Jahren kostenlos zu nutzende

Heimathalle des RSC Berlin, hat

der Verein für diesen besonderen

Tag gemietet und überlegt,

auch Bundesminister Wolfgang

Schäuble dazu einzuladen.

Der Sport macht´s

Einer der die letzten 13 Jahren

dabei ist, ist Tom Kowalzik, seit

zehn Jahren Abteilungsleiter des

Bereichs Tischtennis, seit drei

Jahren Vereinsvorsitzender und

Übungsleiter für REHA-Sport. Der

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Die geräumige Halle: mit und ohne Rollstuhl sportgerecht.

ehemalige Gleisbauer und Eisenbahner

kam aus Mecklenburg

nach Berlin.

Dienstag und Donnerstag ab

16 Uhr hat er sein Trainer-Auge

auf die Tischtennisgruppen gerichtet

und ist auch sonst Ansprechpartner

für kleine und größere

Probleme der Mitglieder. Mit

dem Rollstuhl ist er schnell zur

Stelle und weiß, dass viele immer

wiederkommen, weil er sie schon

lange kennt und persönlich begrüßt.

„Die Leute, die hierher

kommen, sind in Ordnung. Und

natürlich spiele ich mit ihnen und

nicht gegen sie“, erklärt er, der

selbst hier auch Badminton spielt

Tom Kowalzik (r.) auf Augenhöhe mit Breiten- und Leistungssportlern.

Jürgen Bolz

Atelier für

feinen Juwelen- und Goldschmuck

und mitentscheidet, wer in den

Verein aufgenommen wird, denn

er weiß, „die jeweilige Beeinträchtigung,

der Sport und die Leute

müssen zusammen passen.“

Weitere Sportangebote des Vereins

in der barrierefreien Halle,

die keiner mehr missen möchte,

sind Basketball, Zumba, E-Hockey

und E-Rollstuhlsport, mit dem

steten Ziel der Steigerung des

Leistungsniveaus im Rahmen

der individuellen Möglichkeiten

eines jeden. Breiten- und Leistungssport

mit erfolgreichem

nationalem und internationalem

Liga-Betrieb halten sich dabei die

Waage, und auch die Weiterführung

stationärer Rehabilitation

hat hier ihren Platz gefunden.

Regelmäßige Lehrgänge garantieren

Nähe zur aktuellen Entwicklung

rund um den Sport.

Dass der Spaß dabei immer im

Vordergrund steht, beweisen

die vielen fröhlichen Gesichter,

die einem an den Nachmittagen

begegnen. Sportrollstühle flitzen

da durch die Halle, elegante Wendungen

gelingen gut trainierten

Edelsteinfasser und

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Gazette Charlottenburg | Mai 2017 | 5

Menschen, deren meiste Kraft im

Oberkörper liegt, wie Tom´s kräftiger

Händedruck verrät.

Gemeinsam für eine

bessere Wahrnehmung

Beim Badminton sind Schnelligkeit und Kondition gefragt.

Rund 109 aktive und passive

Mitglieder zwischen 15 und

77 Jahren zählt der Verein, deren

Altersdurchschnitt bei 45 Jahren

liegt. Überwiegend Beeinträchtigungen

durch unfallbedingten

Querschnitt prägen das Bild,

Nichtbeeinträchtigte dürfen bedingt

an den Wettkämpfen teilnehmen

– wenn sie sich dazu in

den Sport-Rollstuhl begeben. Der

wird immer noch nicht von den

Krankenkassen getragen – auch

wenn er wichtiges Hilfsmittel ist,

um Menschen mit Beeinträchtigung

gleichberechtigte Lebensqualität

über den Sport zu

vermitteln. Die Mitgliedsbeiträge

orientieren sich am jeweiligen

Einkommen. Nach den Paralympics

in Tokio im Jahr 2020 wird die

Mitgliederzahl wieder steigen,

vermutet Tom, der Interessierte

zu den Sportnachmittagen in der

Halle herzlich einlädt.

1967 begann der Verein mit dem

Rollstuhlsport-Angebot Bogenschießen

und Tischtennis, damals

noch in wechselnden Hallen in

Tempelhof. Ein Gründungsmitglied

erinnert als Ehrenmitglied

noch heute daran: Wolfgang

Wenk.

Auch der ehemalige Berliner Innensenator

Ehrhart Körting ist

Ehrenmitglied des Vereins, in dem

seine Tochter Spielerin der Basketball-Rollstuhlmannschaft

ist.

Der RSC Berlin e. V. ist Mitglied des

Behinderten-Sportverband Berlin

e. V. und des Deutschen-Rollstuhl-Sportverband

e. V.

Derzeit kommen aus allen Bezirken

die Sportfreunde in die Halle

an der Kuno-Fischer-Straße und

nehmen die oft unbequemen

Anfahrten mit den öffentlichen

Verkehrsmitteln auf sich. Aus

Pankow kommen sie, aus Kreuzberg

und aus Schöneberg. – Nur

wenige sind aus der direkten

Umgebung in Charlottenburg.

Beim Sport treffen sie sich, private

Kontakte außerhalb der Halle sind

eher selten, wohnortbedingt.

„Aber am Herrentag oder einmal

monatlich beim gemeinsamen

Essen der Tischtennistruppe wird

es auch schon mal privater“, erzählt

Tom.

Mehr Zuschauer wünscht er sich

bei den Wettkämpfen, mehr Aufmerksamkeit

für Seinesgleichen,

denn auf die Anfrage bei 80

Schulen nach Sport-Nachwuchs

für den Verein, kam gerade mal

eine Antwort…

Zukünftig noch mehr Projekte

machen zu können, mit Organisationen

wie AKTION MENSCH und

anderen Einrichtungen, hängt –

wie in vielen Vereinen – auch hier

am Geld.

Dass das Budget nicht zu knapp

wird, dafür sorgen die Mitgliedsbeiträge

– und Sponsoren und

Spender vom Juristen bis zum

Gesundheitszentrum, die mit

dazu beitragen, dass sich Menschen

im RSC Berlin e. V. sportlich

betätigen und aktiv in eine Gemeinschaft

Gleichgesinnter einbringen

können. Dass dies auch

die nächsten 50 Jahre so bleibt

und sich hin zu einer besseren

Wahrnehmung der Menschen

mit Beeinträchtigung weiterentwickelt,

wünschen sich nicht nur

die Vereinsmitglieder.

Weitere Informationen und Termine

unter www.rscberlin.de

Spendenkonto:

Kontoinhaber: RSC Berlin e. V.

Kreditinstitut: Deutsche Postbank AG

IBAN: DE45 1001 0010 0014 0951 03

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6 | Gazette Charlottenburg | Mai 2017

Teezeremonie in Charlottenburg

Asiatische Kostbarkeiten im Keramik-Museum

Die Schalen in den Vitrinen wirken

fast unscheinbar – und doch

stehen sie in einer uralten Tradition,

die fasziniert. Von China aus

breitete sich der Tee über den

ganzen fernen Osten aus und gelangte

im 9. Jahrhundert n. Chr.

auch nach Japan. Dort wird überwiegend

Grüner Tee getrunken,

der deshalb auch als „Japanischer

Tee“ bezeichnet wird. Wenn die

Schalen und andere Gegenstände

rund um den Tee, die in den

Vitrinen zu sehen sind, Geschichten

erzählen könnten, würden

diese von den sanften Hängen

der Teeplantagen, von Teepflückern

und dem Wind über den

Blättern handeln. Doch auch von

der Teezeremonie, in Japan auch

der Teeweg genannt. Dieses Ritual

wird vor allem in Japan, China,

aber auch in Tibet gepflegt. Die

japanische Teezeremonie entspringt

unterschiedlichen Schulen,

jede davon hat ihre eigenen

streng festgelegten Regeln. Die

Teedose (chaire), Chosen-Karatsu, Japan, Momoyama- bis frühe Edo-

Zeit (16./17. Jahrhundert), Leihgabe aus Privatbesitz. Foto: Heinz-J. Theis

Gerätschaften sind die Behälter

für das verwendete Teepulver,

der Teebesen, der Bambuslöffel,

der eiserne Wasserkessel, ein Behälter

mit Frischwasser und ein

Behälter für Brauchwasser. Jeder

Gegenstand hat seinen bestimmten

Platz und wird mit genau

vorgeschriebenen Handgriffen

benutzt. Im umfangreichen Rahmenprogramm

der Ausstellung

haben Sie die Möglichkeit, eine

Teezeremonie mitzuerleben.

Im Keramik-Museum sind über

100 Objekte aus dem alten und

neuen Japan zu sehen. Ergänzt

wird die Ausstellung mit Keramik

von Stephan Dunsbach, Martin

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Oskar Kramer und Thomas Riedinger

aus Berlin, die den Teeweg

praktizieren und mit ihren Arbeiten

in der Tradition der in Japan

hochgeschätzten Laien-Keramik

stehen. Die Keramik-Tradition in

Japan zählt zu den ältesten der

Welt und begann im 12. Jahrhundert.

Begleitend zur Ausstellung

gibt es Führungen, Teezeremonien,

Vorträge und Workshops. Alle

Informationen finden Sie unter

www.keramik-museum-berlin.de.

Die Ausstellung im Keramik-Museum

Berlin, Schustehrusstraße

13, 10585 Berlin wird bis zum

7. August gezeigt. Öffnungszeiten

sind montags, freitags, samstags

und sonntags von 13 – 17 Uhr.

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Gazette Charlottenburg | Mai 2017 | 7

Feuerschlucker Gilbert begeisterte

das Publikum.

Viele Besucher feierten das Frühlingserwachen in Westend. Fotos: Family and Friends e. V. Auch in diesem Jahr lockt ein

vielseitiges Bühnenprogramm.

Frühlingserwachen in Westend

Feiern mit Kunst und Kultur

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Das Mai-Highlight in Charlottenburg:

Der Verein Familiy and Friends

e. V. lädt zum Frühlingsfest

in der Preußenallee. Am 13. und

14. Mai jeweils ab 12 Uhr wird eines

der schönsten Straßenfeste

der Stadt gefeiert.

Originelles und Originales gehören

hier zum Konzept. An den

vielen Ständen stellen wieder

zahlreiche Kunsthandwerker

ihre Werke nicht nur aus, sondern

verkaufen sie auch. Ungewöhnlicher

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wechselt hier den Besitzer. Man

kommt ins Gespräch und erfährt

so, wer die Ideen zu den schönen

Dingen hatte.

Selbstverständlich kommt auch

das leibliche Wohl nicht zu kurz

und die Ohren werden ebenfalls

verwöhnt: Mehrere Schülerbands

aus dem Bezirk stellen sich vor,

außerdem lassen „Krüger Rockt!“

mit Roch’n’Roll aus Heidelberg

und „Rupert’s Kitchen Orchestra“

mit Street Funk Kennerherzen

höher schlagen. Schirmherr des

Frühlingsfests ist Bezirksbürgermeister

Reinhard Naumann.

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8 | Gazette Charlottenburg | Mai 2017

Tennis für Jedermann

Wie in den Vorjahren stehen auch

in diesem Jahr die in der Harbigstraße

34, 14055 Berlin, zwischen

Waldschulallee und Maikäferpfad

gelegenen Tennisplätze der Bevölkerung

für eine unentgeltliche

Nutzung zur Verfügung. Abhängig

von der Witterung können vier

Plätze bespielt werden. Die Tennisanlage

hat Umkleidekabinen, Waschgelegenheiten

und Toiletten.

Aufgrund des Internationalen

Deutschen Turnfestes Berlin 2017

bleiben die Tennisplätze von Montag,

dem 15. Mai bis Freitag, dem

30. Juni geschlossen. Anmeldungen

sind jeweils dienstags von 8

E-Ladesäule im Klausenerplatz-Kiez

Königlicher Besuch in Charlottenburg-Wilmersdorf

Bezirksbürgermeister Reinhard

Naumann begrüßte am 22. April

den schwedischen König Carl XVI.

Gustav und seine Frau, Königin Sylvia

von Schweden, im Garten des

Rudolf-Mosse-Stifts, Rudolf-Mosse-Str.

11, 14197 Berlin.

Das schwedische Königspaar hielt

sich zu einem privaten Besuch in

der Hauptstadt auf. Die Majestäten

kamen nach Wilmersdorf,

bis 10 Uhr, entweder direkt vor Ort

oder unter ☎ (030) 29 03 42 98 für

die jeweils laufende Woche und

höchstens zwei Wochen im Voraus

möglich. Die Belegungslisten

hängen dann auf der Tennisanlage

aus. Die Tennisplätze werden

auch vom Schwerhörigen-Sportclub,

TuS Makkabi, von Betriebssportgemeinschaften

und dem

Wald-Gymnasium genutzt.

Spielanmeldungen durch Sportvereine

für die jeweils laufende

Woche einschließlich des Wochenendes

müssen grundsätzlich

bis dienstags, 15 Uhr angemeldet

werden.

um sich über die Aktivitäten des

Rings deutscher Pfadfinderinnenund

Pfadfinderverbände (rdp) zu

informieren. Dazu hatten die Jugendverbände

ein gewaltiges Zelt

in den Garten des Mosse-Stifts gestellt.

In der sogenannten „Jurtenburg“

informierten die Jugendverbände

vor allem über Initiativen

zur Integration von Flüchtlingen

und anderen sozial Benachteiligten

sowie über internationale

Partnerschaften. Anlass des königlichen

Besuchs war ein Treffen

der Weltpfadfinderstiftung, der der

schwedische König als Schirmherr

vorsitzt. Die Stiftung lädt ihre Förderer

jedes Jahr in eine Metropole

ein, in diesem Jahr nach Berlin.

Die etwa 130 Förderinnen und Förderer

der Stiftung waren vor ihrem

Besuch im Mosse-Stift bereits im

Am 12. April übergab Umweltstadtrat

Oliver Schruoffeneger

offiziell in der Nehringstraße 4 die

erste E-Ladesäule, die auf private

Nachfrage und Antragstellung in

Berlin genehmigt und aufgestellt

wurde. Bereits im Dezember 2016

wurde die E-Ladesäule in Betrieb

genommen. Neu an dieser installierten

Ladesäule ist, dass bei der

Auswahl des Standorts die konkrete

Nutzung – in diesem Fall

durch die Fahrschule InnoM – im

Vordergrund stand.

Der Prozess wurde während der

gesamten Antragszeit vom Klimaschutzmanagement

Klausenerplatz

betreut und die Säule in Abstimmung

zwischen Bezirksamt

Charlottenburg-Wilmersdorf und

Allego aufgestellt. Sie ist somit

die erste Ladesäule berlinweit,

die nach Bedarf installiert wurde.

Besonders innovativ ist, dass

sich die Fahrschule auf dem Terrain

der E-Mobilität bewegt und

seine Fahrzeugflotte sowie das

Schulungsangebot darauf ausrichtet.

Damit schult Inno.M als

erste Berliner Fahrschule elektrisch

und bietet Fahrschüler an,

sie an die neue Technik und den

Umgang mit einem Elektroauto

heranzuführen.

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Roten Rathaus vom Regierenden

Bürgermeister Michael Müller und

im Bundestag von Bundestagsvizepräsidentin

Michaela Noll empfangen

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Ausgezeichnet vorbereitet

Nur acht Berliner Geburtskliniken sind bisher mit dem Siegel

„Babyfreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet worden.

RATGEBER

Weniger Babys in Berlin per Kaiserschnitt geboren

Im vergangenen Jahr wurden in

Berlin weniger Babys per Kaiserschnitt

geboren als im Jahr zuvor.

Das belegen die Versichertendaten

der KKH Kaufmännische

Krankenkasse. Demnach ist der

Anteil der Kaiserschnittentbindungen

bei der KKH in Berlin

von 27,3 auf 26,0 Prozent leicht

gesunken. Auch bundesweit ist

der Anteil der Kaiserschnittent-

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bindungen bei der KKH im Jahr

2016 auf 31,2 Prozent zurückgegangen.

Im Jahr 2013 lag der

Anteil noch bei 32,4 Prozent.

Ärzte, Hebammen und Schwangere

sind für die Problematik inzwischen

sensibilisiert. Dennoch

liegt die Rate weiterhin auf hohem

Niveau.

Deshalb wird der Ruf nach mehr

natürlichen Entbindungen immer

Gazette Charlottenburg | Mai 2017 | 9

lauter. Auch auf politischer Ebene

wird die Problematik jetzt diskutiert.

In einem aktuell vorliegenden

Positionspapier fordert die

Bundestagsfraktion von Bündnis

90/Die Grünen, Hebammen und

Klinikpersonal für Risikoschwangerschaften

stärker zu schulen

und das Vergütungssystem zu

verändern. Mehr Risikoschwangerschaften

und Personalengpässe

in den Geburtskliniken

gelten als Gründe für die gestiegene

Kaiserschnittrate. Auch

die verstärkte Nachfrage nach

einem sogenannten Wunschkaiserschnitt

hat die Quote in den

vergangenen Jahren erhöht.

Grundsätzlich ist die Kaiserschnittrate

in den neuen Bundesländern

traditionell niedriger als

in den alten Bundesländern.

Ausgezeichnete Geburtshilfe: das Hebammenteam des AVK

Dazu gehört die Geburtsklinik des

Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikums

in Schöneberg, die von der WHO und

unicef mit dem begehrten internationalen

Prädikat für ihren hohen

Betreuungsstandard ausgezeichnet

wurde. Dieser zeigt sich in dem hohen

Stellenwert, den das Krankenhaus

der engen Bindung zwischen Mutter,

Vater und Kind einräumt. Vielen

zukünftigen Eltern wird dies immer

wichtiger und sie legen bei der Auswahl

der idealen Klinik für die Geburt

ihres Babys hohe Maßstäbe an. Auch

das Bedürfnis nach menschlicher

Wärme, Geborgenheit und Herzlichkeit

während der Geburtsphase und

im Wochenbett ist der Wunsch vieler

Frauen – ohne dabei auf die Sicherheit

eines Krankenhauses zu verzichten.

Praktisches Hebammenwissen,

modernste technische Ausstattung,

tatkräftige Unterstützung und einfühlsame

Rücksichtnahme:

Die Auguste-Viktoria-Geburtsklinik

setzt sich täglich aufs Neue zum Ziel,

das alles in einer entspannten Atmosphäre

und vereint mit konsequenter

Sorgfalt zu bieten und belegt dies

durch beständige Geburtenzahlen

sowie sehr gute Umfragewerte.

Entsprechend ist die Klinik konzipiert:

Die drei modernen Kreißsäle

und Vorwehenzimmer sind so gestaltet,

dass sie Geborgenheit vermitteln

und dadurch maßgeblich zu einem

stressfreien Verlauf der Entbindung

beitragen. Hebammen und Ärzte

verstehen sich als Team und unterstützen

in allen Entscheidungen den

Verlauf einer natürlichen Geburt

unter Berücksichtigung aller notwendigen

medizinischen Schritte.

Dahinter steht das leistungsfähige

Vivantes Netzwerk, das eine enge

Zusammenarbeit von Geburts- und

Kindermedizin gewährleistet.

Dieser Anspruch setzt sich auf der

modern eingerichteten und mit komfortablen

Familienzimmern ausgestatteten

Mutter-Kind-Station nahtlos

fort. Alle Prinzipien des Bondings –

der speziellen Verbindung zwischen

Eltern und Kind – werden hier konsequent

und liebevoll umgesetzt.

Zertifizierte Stillberaterinnen und

das Pflegeteam betreuen Mutter und

Kind und respektieren dabei nach

Möglichkeit ihre Privatsphäre.

Viele Vivantes-Hebammen sind zudem

in der Vor- und Nachsorge tätig,

sodass sich Schwangere oft für eine

Hebamme oder Beleghebamme aus

der Auguste-Viktoria-Klinik entscheiden.

Bei deren Vermittlung hilft die

Schwangerenambulanz, die darüber

hinaus für alle Fragen und Anliegen

rund um die Geburt zur Verfügung

steht und Auskunft zu den Kursangeboten

gibt.

Gut vorbereitet und informiert

werden künfige Eltern auch bei

den regelmäßig stattfindenden

Infoabenden, die einen Eindruck

von der Philosophie unseres Babyfreundlichen

Krankenhauses vermitteln.

Termine und Infos sind unter

www.vivantes.de/geburt/avk nachzulesen.

Wir wünschen Ihnen alles Gute

und freuen uns auf Sie.


10 | | Gazette Charlottenburg & Wilmersdorf

| Mai 2017

Sexistische Werbung verbieten?

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Tief ausgeschnittene Dekolletés und spärlich bekleidete Frauen – auf Werbeplakaten

keine Seltenheit. „Sex sells“ ist ein altbekannter Grundsatz der Branche.

Der anzüglichen Werbung möchte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg einen

Riegel vorschieben und hat sexistische Werbung auf bezirkseigenen Flächen

verboten. Soll das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf folgen? Lesen Sie

die Stellungnahme der BVV-Fraktionen.

Berlin SPD-Fraktion

Die SPD-Fraktion Charlottenburg-Wilmersdorf

begrüßt den Vorstoß aus Friedrichshain-Kreuzberg

und arbeitet gerne

mit anderen Fraktionen gemeinsam an

einem entsprechenden Antragsentwurf.

Holger Wuttig

CDU-Fraktion

Wer die ernsten Probleme nicht lösen

kann, sucht sich stattdessen neue. So

setzte 2014 die BVV Friedrichshain-Kreuzberg

die Thematik „Sexistische Werbung

im Bezirk verbieten“ weit oben auf die

Prioritätsliste. Das Ergebnis war ein Verbot

von ganzen vier bezirkseigenen Werbeflächen

mit der Hoffnung, dass auch

der Privatsektor sich daran ein Beispiel

nehmen würde – Fehlanzeige. Im Abgeordnetenhaus

stellten die Grünen einen

ähnlichen Antrag – abgelehnt. Dieser Antrag

folgte offenkundig nur der Intention

einer Umerziehung und Bevormundung

der Bürgerinnen und Bürger, notfalls

auch durch Verbote, wie wir es aktuell

maßgeblich durch den Berliner Senat

erleben. Sicherlich ist das Bewerben von

Produkten mithilfe sexistischer Inhalte

nicht mehr zeitgemäß. Das Problem liegt

in der Botschaft der Bilder, auf welchen

Frauen und Männer im alltäglichen Leben

klischeehaften Vergleichen unterworfen

werden. Doch hier hat weder der Staat,

noch die Politik das Recht, in den freien

Werbemarkt einzugreifen. Stattdessen

muss ein Umdenkprozess bei den Werbeagenturen

und Unternehmen stattfinden,

der auf gesellschaftlicher Ebene initiiert

wird. An dieser Stelle werden uns also

Verbote zweifellos nicht weiterhelfen!

Simon Hertel

B‘90/Grünen-Fraktion

Was ist sexistische Werbung? Wenn die

Dame in Unterwäsche nicht für den BH,

sondern für den Stuhl im Bild wirbt.

Werden Frauen schwach dargestellt, als

Dekoration und sexuell verfügbar, wird

es Mädchen und Frauen schwergemacht,

ein starkes Selbstbewusstsein aufzubauen.

Denn Werbung festigt Geschlechterrollenstereotype.

Seit 2014 wird von der

Bundesregierung gefordert, geschlechterdiskriminierende

Werbung gesetzlich

zu regulieren. Viel ist seitdem nicht passiert,

außer dass mehr Menschen über

Sexismus in der Werbung diskutieren.

Der Bezirk Friedrichshain geht mit positivem

Beispiel voran, wenn er sich für ein

zeitgemäß vermitteltes Frauenbild in der

Werbung einsetzt.

Dr. Zitha Poethe-Elevi

FDP-Fraktion

Im Straßenbild gibt es vieles, das uns aufregen

sollte: Vermüllte Parks und Plätze,

Auto- und Radfahrer, die sich an keinerlei

Regeln halten oder die steigende Kriminalitätsrate.

Für all dies brauchen wir

ein engagierteres staatliches Vorgehen

– aber nicht beim Kampf gegen vermeintlich

sexistische Werbung.

Werbung muss nicht jedem gefallen. Sollte

sie aber deshalb verboten werden? Natürlich

nicht. Wir können schlechte oder

provozierende – und ja, sogar sexistische

BVV-Termine

– Werbung aushalten. Für alles, das darüber

hinaus geht, Menschen herabwürdigt

oder schwer beleidigt, gibt es bereits ausreichende

Rechtsmittel. Es ist nicht die

Aufgabe der Politik die Bürgerinnen und

Bürger zu erziehen basierend auf dem,

was ein paar Personen für tugendhaft

halten. Wir müssen keine Plakatpolizei

durch die Straßen schicken und auch

nicht den Nannystaat einfordern. Früher

haben Linke gegen eine spießige

Sexualmoral gekämpft, heute geht es

gegen Plakatwände. Freie Demokraten

hingegen wollen Verbote verbieten und

setzen auf mündige Bürgerinnen und

Bürger. Werbung ist frei und durch die

grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit

geschützt. Beschädigen wir unsere

Freiheit nicht durch Symbolhandeln

ohne nachhaltige Wirkung.

Pascal Tschörtner

Alternative

für

Deutschland

BVV Charlottenburg-Wilmersdorf

Rathaus Charlottenburg

Otto-Suhr-Allee 100

10585 Berlin

Raum 226, 226a, 226b

Telefon: 9029-14900/01/02

E-Mail: bvv@charlottenburg-wilmersdorf.de

Internet: www.charlottenburg-wilmersdorf.de

Nächste Sitzung der BVV:

Donnerstag, 18. Mai, 17 Uhr

AfD-Fraktion

Geht es wirklich darum, Frauen vor Diskriminierung

durch bestimmte Werbung

im öffentlichen Raum zu schützen? Ist das

Ganze nicht bloß ein wohlfeiles Entrüstungsritual,

um darüber hinwegzutäuschen,

dass man die wirklich wichtigen

Themen nicht angeht? Wo sind denn die

aufgebrachten Stimmen gegen die Unterdrückung

der Frau im Islam – hier mitten

in unserem Land? Wie schützt man

Frauen vor immer häufiger werdenden

sexuellen Übergriffen – gerade auch

durch Zuwanderer? Genügt es, ihnen

zu raten, immer eine Armlänge Abstand

zu halten? Geht es den rot-grünen Belehrungs-

und Verbotsexperten nicht

vielmehr um Zensur? Stürzt man sich

heute auf „frauenfeindliche“ Werbung,

um dann morgen Literatur, Film und

Kunst „zu reinigen“? Und wer definiert

überhaupt, was „sexistisch“ ist und was

nicht? Sollen Freiheit und Freizügigkeit

(auch wenn diese manchmal an die

Schmerzgrenze geht), aus dem öffentlichen

Raum vertrieben werden? Sollen

unsere Lebensart und Kultur im Käfig der

Politischen Korrektheit verkümmern oder

gar passend gemacht werden für eine

religiöse Gesinnungsdiktatur, die nicht

zu Deutschland gehört?

Michael Seyfert

Linksfraktion

Wir alle kennen das: Nackte Frau, großer

Busen, kaltes Bier. Harmlos? Nein,

Sexismus! Ein Gewaltverhältnis, das in

unsere sozialen Geschlechtsidentitäten

eingeschrieben ist – direkt, wenn das

„Nein“ von Frauen* übergangen wird,

aber auch subtil, wenn die Arbeit von

Frauen* schlechter oder gar nicht bezahlt

wird und sie in Armut und Abhängigkeit

leben müssen. Sexismus drückt sich in

Darstellungen davon aus, wie Frauen*

sind oder angeblich zu sein haben. Schon

früh lernen Frauen* durch sexistische

Werbungen, dass sie nicht dünn, weiß

oder sexy genug aussehen. Geschlechterdiskriminierende

Werbung hat nicht

nur Auswirkungen auf das Bild, was wir

von anderen haben. Es beeinflusst auch,

wie wir andere behandeln und wirkt sich

auf die eigene körperliche Selbstwahrnehmung

und das Selbstwertgefühl aus.

Sexismus schadet der Gesundheit! Auf

allen bezirkseigenen Flächen muss die

Präsentation sexistischer Inhalte unterbunden

werden. Nur dort? Das Verbot

muss bundesweit, besser international

gelten. Auf allen (!) Flächen im öffentlichen

Raum müssen sexistische, rassistische

oder anders diskriminierende

Werbungen verboten werden – egal,

wem die Fläche gehört. Menschenwürde

steht vor Eigentum. Wir streiten weiter:

Feministisch-sozialistisch!

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Anregungen für das eigene Grün

Offene Gärten in Berlin und Brandenburg

Ob Naturfreunde oder Gartenbesitzer

– die Initiative Offene

Gärten wird gern genutzt, um

sich Anregungen für das eigene

Grün zu holen.

Unter den 119 Gärten im diesjährigen

Programmheft sind neben

langjährigen Teilnehmern auch

viele interessante neue Gärten

zu finden. Die offenen Gärten,

die seit April zu sehen sind, locken

zum Haupttermin am 20.

und 21. Mai mit besonderen Höhepunkten

und frühlingshafter

Blütenpracht. Blühende Beete

und ideenreiche Gestaltungen

in Gärten unterschiedlichster

Größe geben einen Eindruck von

den vielseitigen Möglichkeiten,

einen Garten anzulegen. Sowohl

Zier- als auch Nutzgärten sind im

Rahmen der offenen Gärten zu

besichtigen.

Sofort Bild Portrait

Ausstellung in der Kommunalen Galerie

Die ganz spezielle Ausstellung in

der Kommunalen Galerie am Hohenzollerndamm:

Erst nach und

nach füllen sich die Bilderrahmen,

in denen anfangs Leere herrscht:

Denn Sofort Bild Portrait von Oliver

Blohm verwandelt den Projektraum

in eine Portraitwerkstatt.

Und auch Ihr eigenes Portrait

kann schon bald hier hängen!

Die Besucherinnen und Besucher

können selbst einen Termin für

ein individuelles Portrait vereinbaren,

mit den Bildern wird die

Ausstellung schrittweise gefüllt.

Der Künstler Oliver Blohm, 1987

in Schwerin geboren, gehört zwar

selbst der digitalen Generation

Der barrierefreie Garten der Villa Donnersmarck in Zehlendorf nimmt

Teil an der Initiative der Offenen Gärten.

Die Initiative Offene Gärten bietet

in ihrem Jahresprogramm

eine Übersicht mit den Terminen

sämtlicher offener Gärten.

Gazette Charlottenburg | Mai 2017 | 11

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Mit dem Programm erhält man

einen Aufkleber mit einer Besucherplakette

für 3 Euro und kann

sich anhand der Öffnungszeiten

und der Anfahrtsbeschreibung

seine eigene Tour zusammenstellen.

Einen Überblick über die Vorverkaufsstellen

bietet die Website

www.offene-gaerten-berlinumland.de.

an, arbeitet aber bevorzugt mit

analogen Fotoprozessen. Insbesondere

Polaroid-Bilder, die

sich als Sofortbilder in wenigen

Minuten selbst entwickeln, werden

gern von ihm genutzt. Die

Ausstellung ist bis 4. Juni 2017

zu sehen.

Kommunale Galerie

Hohenzollerndamm 176,

10713 Berlin.

Öffnungszeiten Di – Fr 10 –

17 Uhr, Mi 10 – 19 Uhr, So 11 –

17 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

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können unter mail@oliverblohm.

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Probleme, schöne Damenschuhe

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Kinderschuhe. Ihre Begeisterung für das

Material Leder und die Überzeugung,

mit dem Schuhgrößenproblem nicht allein

zu sein, führten schließlich zur Eröffnung

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mit eleganten Schuhen für „normale“,

aber eben auch für kleine Füße. Das war

etwas ganz Neues in Berlin und hat sich

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Städten herumgesprochen. Um die eigenen

Ansprüche an Eleganz und Qualität

zu erfüllen, gab es keine Alternative

dazu, das Sortiment ausschließlich aus

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Der Schuhladen ist zwar nur drei

Gehminuten vom Kurfürstendamm und

Adenauerplatz entfernt, liegt aber in der

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Menschen zu besserer Gesundheit und

Lebensqualität zu verhelfen, diesen

Wunsch hegte Brigitta Tunkar schon in

ihrer Jugend. Sie begann eine Ausbildung

als Heilpraktikerin, schlug dann

aber den Weg zur Bio-Kosmetikerin ein,

den sie mit Diplom abschloss. Weitere

Diplom-Ausbildungen folgten – Shiatsu,

Sportmassage, Bindegewebsmassage

und Lymphdrainage nach Dr. Vodder,

die Brigitta Tunkar besonders faszinierte.

Die Lymphe versorgt Nervenbahnen

und Zellen im ganzen Körper. Daher ist

die Lymphdrainage auch nur dann effektiv,

wenn sie am gesamten Körper

durchgeführt wird. Sie regt nicht nur den

Lymphfluss an und beseitigt Stauungen,

Zigarren, Pfeifen, Single-Malt und vieles mehr

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im Herzen Charlottenburgs: Bernd Rohde

bietet bei „Kiwus... nur für Raucher“

einen begehbaren Humidor. Hier lagern

feinste lateinamerikanische Zigarren

und Premiummarken wie Cohiba und

Montecristo. Bei gleichbleibender

Luftfeuchtigkeit und Temperatur ist

ein Qualitätsverlust ausgeschlossen.

Doch nicht nur leidenschaftliche Zigarren-Raucher

kommen hier auf ihre

Kosten. Ein großes Sortiment an Pfeifen,

von schlichten Exemplaren bis hin zu

aufwändig handgefertigten Unikaten,

lässt das Herz jedes Pfeifenrauchers höher

schlagen. Die weitere Besonderheit

sind Tabakmischungen, die Bernd Rohde

exklusiv zusammenstellen lässt. Im

Zigarettenbereich umfasst die Auswahl

über 200 Sorten. Darunter Raritäten aus

fernen Ländern, Zigaretten mit Vanilleoder

Lemongeschmack und naturbelassene

Sorten, frei von Pestiziden und

Zusatzstoffen. Sämtliches Zubehör, wie

tragbare Humidore, exklusive Feuerzeuge

von Dupont und Dunhill oder elegante

Zigarettenspitzen, ist vorrätig. Zum

Angebot gehören ausgewählte Single-Malt-Whiskys

aus Schottland, denn

eine Zigarre und ein Glas guter Whisky

gehören für Bernd Rohde einfach zusammen.

Kau- und Schnupftabak sowie

elektronische Zigaretten sind in dem

Fachgeschäft ebenfalls vorrätig.

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Langjährige Erfahrung und fundierte

Ausbildung gemeinsam mit modernster

Ausstattung – das bieten

Manuela Romeike und ihr Team im

Studio AnimaMedCos&die Frisöre. Die

IHK-Ausbilderin ist seit 37 Jahren staatlich

anerkannte Masseurin und medizinische

Bademeisterin. Vor 20 Jahren

absolvierte Manuela Romeike zusätzlich

eine Ausbildung zur Kosmetikerin. Im

Kiez ist sie ein bekanntes Gesicht – erst

war sie in der Goethestraße und zog

dann in den alteingesessenen Salon

Lion, den sie vor drei Jahren übernahm.

Das Angebotsspektrum ist vielseitig –

Permanent Make-up gehört genauso

dazu wie klassische Behandlungen.

sondern erreicht die Energiebahnen und

kann für die Beseitigung von Blockaden

sorgen. Körper und Seele entspannen

bei der Lymphdrainage. Die Haut ist der

Spiegel der Seele und verbessert sich

durch seelisches Wohlbefinden. Nach

Unfällen und bei schweren Erkrankungen

ist Lymphdrainage eine hilfreiche,

zusätzliche Behandlung. Durch ihre

eigene Krebserkrankung machte Frau

Tunkar tiefgehende Erfahrungen mit

dieser Behandlungsform. Auch diejenigen,

die ihre Wohnung nicht verlassen

können, haben die Möglichkeit, von der

Lymphdrainage und Kosmetikbehandlung

zu profitieren, denn Brigitta Tunkar

bietet Hausbesuche an.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf

Anti-Aging. Sowohl Mesoporation als

auch Mikrodermabrasion sorgen für

eine frische, strahlende Haut. Ab dem

Sommer können Sie sich auf ColdPlasma,

die aktuellste Technik zur Stimulierung

der natürlichen Hautregeneration,

freuen. Alle verwendeten Geräte sind an

die medizinischen Standards angelehnt.

Für die Kosmetik wie auch für den Friseursalon

gilt, dass auf Verträglichkeit

aller Produkte größter Wert gelegt wird.

Hochmoderne, ammoniak-arme Colorationen

und japanische Kopfhaut rituale

sorgen für optimal gepflegtes Haar.

Kund/innen jeden Alters fühlen sich hier

wohl und sind herzlich willkommen!


Jubiläum an der Gedächtniskirche

1987 – 2017: 30 Jahre Gedenkhalle und Nagelkreuz

Zur 750-Jahr-Feier Berlins am

7. Januar 1987 konnte in der

Turmruine der Kaiser-Wilhelm-

Gedächtniskirche die Eingangshalle

wieder der Öffentlichkeit

übergeben werden. Mit einer

eigens konzipierten Ausstellung

hat sie seither Millionen von Besucherinnen

und Besuchern die

Bedeutung dieses Bauwerks als

Mahnmal für Frieden und Versöhnung

nahegebracht.

Um diese Bedeutung geistlich

hervorzuheben, wurde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

im Einweihungsgottesdienst ein

Nagelkreuz aus der Kathedrale

von Coventry übergeben. Seither

werden jede Woche Gäste

aus aller Welt eingeladen, das

Versöhnungsgebet von Coventry

in der Gedenkhalle mitzubeten.

Die Geschichte der Nagelkreuzzentren

begann im Zweiten

Weltkrieg. Nach dem Luftangriff

auf die englische Stadt Coventry

wurden drei große, mittelalterliche

Zimmermannsnägel aus den

Trümmern der zerstörten Kathedrale

geborgen. Domprobst

Richard Howard ließ die Nägel

zu einem Kreuz zusammensetzen.

Daraus entwickelte sich eine

Tradition – weitere Nagelkreuze

wurden nachgebildet und an

Kirchen übergeben, um die Versöhnungs-

und Friedensarbeit zu

stärken.

Ein Jahr später, zu Ostern 1988,

wurde dem Nagelkreuz ein Ikonenkreuz

zur Seite gestellt, als

Geschenk der Russisch-Orthodoxen

Kirche für die Evangelische

Kirche in Deutschland und ebenfalls

als ausdrückliches Zeichen

der Versöhnung.

Gazette Charlottenburg | Mai 2017 | 13

Neue

Fitnessanlage

Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger

und die Firma adidas

luden am 26. April zur Eröffnung

der neuen Fitnessanlage in den

Volkspark Wilmersdorf, Straße am

Schoelerpark, gegenüber Haus-

Nr. 30, ein.

Oliver Schruoffeneger: „Adidas

spendete anlässlich der Laufveranstaltung

„adidas Runners City

Night Run“ am 30. Juli 2016 diese

Outdoorsportanlage mit wartungsarmen

und technisch hochwertigen

Geräten. Die Firma hat

für jeden absolvierten Kilometer

jedes Teilnehmenden automatisch

einen Euro gespendet.

Alle Läuferinnen und Läufer konnten

über den Bauort der Anlage

mit entscheiden. Erfreulicherweise

fiel die Entscheidung zugunsten

des Volksparks aus. Sportbegeisterte

Parkbesucher können

sich so über ein weiteres attraktives

Angebot im Bezirk freuen“.

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Warum muss alles groß und noch größer

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Bücher und ganz ehrlich – wie viele

davon werden gelesen? Für eine schöne

Auswahl genügt auch ein kleiner

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Beratung und das mit viel Freude an

Büchern und Menschen! Das alles bietet

WunschBuch, die zauberhafte, gemütliche

Buchhandlung, in der man sich

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Alles begann, als ihr Arbeitgeber

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erfüllte sich den Traum vom eigenen

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Quadratmeter waren auf Dauer zu groß

und so zog WunschBuch 2002 nur einige

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Der Name ist Programm, denn Hella

Wunsch erfüllt Bücherwünsche, gibt

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Zecken im Garten –

das können Sie tun

Wärme und Niederschläge

begünstigen Zecken

Mit dem Voranschreiten des Frühlings

steigt nicht nur die Lust, sich

in der Natur zu bewegen, sondern

auch die Aktivität der Zecken.

Oftmals wird vergessen, dass die

Tiere auch das heimische Grün

besiedeln. Das Deutsche Grüne

Kreuz e. V. gibt Tipps, was Gärtner

dagegen tun können.

Der Monat März muss für die

zu den Spinnentieren gehörenden

Parasiten eigentlich ein

Wonnemonat gewesen sein:

Bei schon teilweise sommerlichen

Temperaturen gab es auch

noch zumindest in großen Teilen

Deutschlands ausreichende

Niederschläge, die den Parasiten

optimale Lebensbedingungen

boten. Derzeit sorgen Kälteeinbrüche

zwar für einen Rückgang

der Zeckenaktivität, den Tieren

Treffpunkt

gesundes Leben

Seit über

40 Jahren

schadet das aber nicht: Sie ziehen

sich in die Laubstreu zurück, und

sobald es wieder wärmer wird,

sind sie schnell wieder da. Dann

bringen sie sich an den Spitzen

der rasch wachsenden Gräser und

Stauden oder auf abgestorbenen

Gräsern des Vorjahres in Stellung.

Leider auch nicht selten im Garten.

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Besonders betroffen sind Gärten

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Gazette Charlottenburg · Mai Nr. 5/2017 · 35. Jahrgang

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Nächste Ausgabe Juni Nr. 6/2017

Anzeigen-/Redaktionsschluss 22.05.2017

Erscheinung 08.06.2017


RATGEBER

Gazette Charlottenburg | Mai 2017 | 15

und eine Fülle von Wirtstiere wie

Vögeln, Mäusen und anderen

Kleinsäugern.

Wirtstiere fernhalten

Eine Strategie gegen Zecken in

der grünen Oase ist es, potentielle

Wirtstiere fernzuhalten. Falls

Wildtiere wie Rehe oder Füchse

„zu Besuch kommen“, kann es

sinnvoll sein, das Gelände einzuzäunen.

Mäuse sind weniger

leicht rauszuhalten – außer natürlich,

man hält sich eine Katze.

Diese müssen übrigens, wie auch

Hunde, während der gesamten

Saison mit Zeckenmitteln behandelt

werden. Das schützt die

Tiere selbst vor Krankheiten und

verhindert, dass sich Zeckenweibchen

vollsaugen, im Garten fallen

lassen, auf der Erde Eier ablegen

und somit einer Durchseuchung

Vorschub leisten.

Zeckentest im Garten

durchführen


Wer wissen möchte, ob sein Garten

bereits mit Zecken besiedelt

ist, kann den Handtuch-Test machen.

Dieser Test macht sich die

Verhaltensweise der Spinnentiere

zu Nutze, die meist an exponierten

Stellen sitzen, beispielsweise

an Grashalmspitzen oder anderen

Pflanzenteilen, die aus der Vegetation

herausragen. Dort lauern

die Tiere auf einen Wirt, wobei das

erste Beinpaar mit Klauen ausgestreckt

wird. Mit diesen Krallen

bleiben Zecken an vorbeigehenden

Wirten hängen, sie werden

also ab gestreift. Für den Test

Foto: Marco2811 / Fotolia

wird ein großes weißes Tuch oder

Handtuch wie eine Fahne an einem

Stock befestigt. Das gesamte

Tuch wird nun über die Vegetation

gezogen. Zecken kommen an

Pflanzen bis in einer Höhe von

maximal 1,5 Meter vor. Auf den

Pflanzen lauernde Zecken verfangen

sich mit ihren Krallen in

dem Stoff. Da er weiß ist, erkennt

man die unterschiedlichen und

zum Teil winzigen Stadien der

Zecken relativ gut und kann sie

mit Hilfe einer Pinzette vom Tuch

absammeln.

Garten umgestalten

Wurden bei der Untersuchung

Zecken im Garten entdeckt, gilt

es, den Garten so zu gestalten,

dass er den Parasiten keine günstigen

Lebensbedingungen mehr

bietet. Feucht Refugien müssen

beseitigt und Sonnenlicht und

Luftbewegung in bodennahen

Bereichen gewährleistet werden.

In der Praxis bedeutet dies, dass

der Rasen regelmäßig geschnitten,

Gebüsch zumindest im Bodenbereich

stark gelichtet, und

Falllaub wie auch Bodendecker

(z. B. bodenwüchsiger Efeu) komplett

entfernt werden müssen.

Falls solche Maßnahmen nicht

infrage kommen, sollten sich

alle Gartennutzer vor Zeckenstichen

schützen. Dazu gehört das

Tragen von langer Kleidung, das

Auftragen wirksamer Zeckenschutzmittel

– zumindest bei der

Gartenarbeit – und das regelmäßige

Absuchen des Körpers nach

Zecken.

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