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Binnenschifffahrt April 2018

Binnenschifffahrt April 2018

Wasserstraßen | Häfen

Wasserstraßen | Häfen Binnenschifffahrt auf der Donau legt zu Auf dem österreichischen Teil der Donau wurden im vergangenen Jahr 9,6 Mio. t an Gütern befördert. Dies entsprach im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme des Transportaufkommens um 6 % oder 0,570 Mio. t 4.500.000 4.000.000 Güterumschlag in den österreichischen Donauhäfen 4.248.675 3.994.679 3.500.000 3.000.000 2016 2017 Umschlag in t 2.500.000 2.000.000 1.500.000 1.000.000 500.000 0 1.129.249 1.067.530 1.391.456 1.367.505 674.434 537.487 596.066 467.349 Hafen Wien Linzer Häfen Hafen Krems Hafen Enns Sonstige Häfen Foto: viadonau Mierka-Hafen heißt jetzt Rhenus Bereits im Oktober erfolgte der Namenswechsel: Der Mierka-Hafen Krems wurde zum Rhenus Donauhafen Krems. Denn Hubert Mierka, lange Jahre geschäftsführender Gesellschafter, scheidet in diesem Frühjahr aus. Zuvor hielt die Rhenus-Gruppe, ein weltweit operierender Logistikdienstleister mit einem Zwar war es im 1. Quartal 2017, bedingt durch mehrtägige Sperrungen aufgrund von Eisbildung zu einem deutlichen Beförderungseinbruch gekommen (-39,7% auf 1,6 Mio.t), in den folgenden Quartalen konnte dieser Rückgang jedoch wieder ausgeglichen werden. Für das 2. Quartal wurde ein Zuwachs um 26,3% auf 2,7 Mio. t verzeichnet, im 3. Quartal lag er bei 24,0% (2,9 Mio. t), im 4 Quartal bei 23,4% (2,5 Mio. t). Die gesamte Transportleistung erhöhte sich um 4,8% auf 9,7 Mrd. tkm. Die Anzahl der beladenen Fahrten stieg um 5,7% auf 8.448. Im grenzüberschreitenden Empfang legte das Transportaufkommen um 12,1% auf 4,8 Mio. t zu, im grenzüberschreitenden Versand um 20,5% auf 2,4 Mio. t. Zu einem Rückgang kam es hingegen im Transitverkehr (-7,3% auf 2 Mio.t) sowie beim wenig bedeutenden Inlandverkehr (-36,1% auf 0,4 Mio.t). »Erze und Metallabfälle« wurden 2017 mit einem Anteil von 26,8% (2,6 Mio. t) am häufigsten befördert. Güter der Gruppen »Land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse und lebende Tiere« erreichten einen Anteil von 17,3% (1,7 Mio.t), vor »Erdölerzeugnissen« (14,2% bzw. 1,4 Mio.t) sowie »Metallerzeugnissen« (12,9% bzw. 1,2 Mio.t). Der wasserseitige Umschlag der Häfen und Anlegestellen auf dem österreichischen Abschnitt der Donau erhöhte sich Jahresumsatz von 4,8 Mrd. € und mehr als 28.000 Beschäftigten an 580 Standorten, 51% der Anteile. Nun wurden auch die restlichen Anteile übernommen. Der trimodale Container Terminal in Krems wird seit Oktober 2012 von der Metrans betrieben, einer Tochter der Hamburger HHLA. M 2017 um 0,5 Mio.t bzw. 6,5% auf 8 Mio.t. Zunahmen wurden bei den Linzer Häfen mit 4,2 Mio.t (+6,4%), den Wiener Häfen mit 1,1 Mio.t (+5,8%), beim Hafen Enns mit 0,7 Mio.t (+13,1%) und im Hafen Krems mit 0,5 Mio.t (+15,0%) beobachtet. Alle übrigen Häfen und Anlegestellen (inklusive 0,2 Mio.t an Ausbaggerungen beziehungsweise Abladungen im Donaubecken) kamen zusammen auf 1,4 Mio.t, was einer leichten Zunahme um 1,8% gegenüber 2016 entspricht. An den neun österreichischen Schleu sen wurden im Jahr 2017 insgesamt 76.334 Güterschiffe (davon 26.946 leer; -0,7%) geschleust, was einer Zunahme von 1% gegenüber dem Vorjahr entsprach. Die Anzahl der Schleusungen von Personenschiffen erhöhte sich um 5,6% auf 44.020. 2016 betrug das Gesamttransportaufkommen aller Verkehrsträger in Österreich 670,8 Mio.t. Der größte Anteil entfiel dabei auf den Verkehrsträger Straße mit einer beförderten Tonnage von 488,0 Mio.t (72,8%). Die Bahn kam auf 99,8 Mio.t (14,9%), Rohrleitungen auf 73,7 Mio.t (11,0%). Die Transportmenge auf der Donau erreichte mit 9,1 Mio.t lediglich einen Anteil von 1,4%. M 70 Binnenschifffahrt – ZfB – 2018 – Nr. 4

Wasserstraßen | Häfen Gesellschaft soll Finowkanal betreiben Das vierte Finowkanal-Symposium am 28. März in Eberswalde stellte weitere Weichen für eine kommunale Arbeitsgemeinschaft, den Kanal mit Unterstützung des Bundes in eigene Regie zu übernehmen. Auch das Projekt E70 und weitere Kooperationen standen im Fokus Von Christian Knoll Prof. Hartmut Ginnow-Merkert, Vorsitzender der Initiative »Unser Finowkanal e.V.«, begrüßte Vertreter aus Polen und Litauen. Er hob hervor, dass Deutsche auf Urlaubsreisen jährlich 65 Mrd. € im Ausland ausgeben und dass Tourismus an zweiter Stelle der bedeutenden Branchen in Deutschland liege. In Vertretung des Schirmherrn Friedhelm Boginski, Vorsitzender der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Region Finowkanal (KAG), informierte der Bürgermeister von Liebenwalde, Jörn Lehmann, über den Stand der Gespräche mit dem Bund, den Kanal aus dessen Verantwortung zu gegebener Zeit zu entlassen und den Kanal ins Eigentum einer künftigen kommunalen Kanalgesellschaft zu überführen. Die meisten kanalanliegenden Kommunen hätten bereits zugesagt, sich an der Gesellschaft zu beteiligen. Der Bund werde das Projekt unterstützen. Intensiv beteiligt ist auch die Wassertourismus-Initiative Nordbrandenburg (WIN), unter deren Regie bereits der Anschluss des Werbellinkanals zum Finowkanal wieder hergestellt und der »Langer Trödel« genannte Abschnitt des Finowkanals von Liebenwalde bis Zerpenschleuse wieder schiffbar gemacht und die Zerpenschleuse neu gebaut hat. Das nächste WIN-Projekt ist der im vorigen Jahr mit der GDWS vereinbarte Neubau der Schleuse Friedenthal bei Oranienburg mit 50% Förderung des Bundes. Der Architekt Roland Poppensieker plädierte dafür, das Finowtal zu einer Marke zu entwickeln. Der Tourismus erfordere, die alten Industriebrachen am Kanal als historische Denkmäler wieder herzurichten. Auf das Projekt E 70 bezogen, das von Belgien bis Litauen reicht und auch noch fast durchgängig befahrbar ist, machte die Regionalentwicklerin Wasserstraßen der Wojewodschaft Kujawien Pommern, Zaneta Marciniak, vom Marschallamt Torun (Thorn), darauf aufmerksam, dass man von Torun aus über den Bromberger Kanal bis zur Mündung der Notec (Netze) in die Warthe und die Notec bergwärts und durch Kanäle bis zur Weichsel und diese talwärts bis Torun, eine Rundfahrt von 690 km machen könne. Besorgt äußerte sie sich darüber, wie es mit dem E 70-Projekt zwischen Oder und Weichsel weitergehe, wenn Polen den Ausbau der Wasserstraße für die Wasserstraßenklasse Va verwirkliche. Sie wünsche sich, dass alte Schleusen durch neue umgangen würden, um das Ambiente der Fluss- und Kanalgeschichte zu erhalten. Auch Prof. Dr. Vytautas Paulaskas vom NPPE-Schifffahrtsforschungsinstitut in Klaipeda (Memel) betonte, dass die wassertouristischen Möglichkeiten der E 70 auch in Litauen genutzt werden können. Auch die Durchfahrt durch die russische Enklave Kaliningrad ist möglich, aber durch die Bürokratie erschwert. Dr. Lorenzo Guendel, Geschäftsführer von PUUR Yachtcharter Zehdenick, stellte fest, dass die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern das größte, schönste und attraktivste zusammenhängende führerscheinfreie Wassersportrevier Europas beherbergen. Und der Wasserstourismus sei ein bedeutender Arbeitgeber in beiden Bundesländern. Ausbau und Unterhaltung könne man jedoch nicht nur Ländern und Kommunen überlassen. David Edwards May, Präsident von Inland Waterways International, lobte die Initiativen im E 70-Projekt und für den Finowkanal und zeigte am schottischen Beispiel, wie man Wassertourismus attraktiv gestalten kann. M Allianz Esa EuroShip GmbH ........................................ Titel Am Zehnhoff-Söns GmbH .............................................. 42 ATLAS Schiffahrt GmbH ................................................ 9 Bilgenentölungsgesellschaft mbH ..................................46, 49 Blommaert Scheepsluiken BV .......................................... 19 BRAUER Maschinentechnik AG ....................................... 38 CONTARGO GmbH & Co. KG ........................................ 40 duisport - Duisburger Hafen AG ........................................ 5 E&M Engel & Meier Schiffselektronik Duisburg GmbH ........... 39 EHG Ennshafen GmbH ................................................. 68 Evenementenhal Gorinchem ............................................35 Hegemann GmbH – Werft .............................................. 76 IEA Industrieelektronik und -automation GmbH ...................73 Knaack & Jahn Schiffbau GmbH ....................................... 20 Künz GmbH .............................................................. 67 L. Kluth & Co. Schiffsmakler GmbH & CoKG ........................ 6 Lux-Werft und Schifffahrt GmbH ..................................... 25 Martin Membrane Systems AG .........................................23 Maul Schifffahrt GmbH ................................................. 33 Inserentenverzeichnis | Index of Advertisers Maximilian Verlag GmbH & Co. KG ..............................U2, U4 Messe Kalkar ..............................................................55 METEC-TF-Motoren GmbH ............................................30 Mierka Donauhafen Krems .............................................66 NWB Nord- und Westdeutsche Bunker GmbH . .....................45 Podszuck GmbH .........................................................17 Pure-Liner GmbH ........................................................48 RheinCargo GmbH & Co. KG ..........................................43 Schiffswerft Bolle GmbH Derben ...................................... 77 Schiffswerft Hermann Barthel GmbH . ................................ 73 Sibau Genthin GmbH & Co. KG .......................................72 Stadtwerke Konstanz GmbH ............................................47 UHH Umschlag- und Handelsgesellschaft ...........................75 viadonau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft m.b.H. ..69 Volvo Penta Central Europe GmbH ...................................27 Werft Malz GmbH .........................................................6 Wessels GmbH . ...........................................................22 Wittig GmbH ...............................................................7 Zweckverband Donau-Hafen Deggendorf ............................63 Das Anzeigenverzeichnis dient der Leserorientierung. Es ist kein Bestandteil des An zeigen auftrags. Der Verlag übernimmt keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Binnenschifffahrt – ZfB – 2018 – Nr. 4 71