Meret Arnold «wunderkammer – wahrnehmen, sammeln, ordnen, übersetzen, visualisieren»

ursarnold

Die «Wunderkammer – wahrnehmen,sammeln, ordnen, übersetzen, visualisieren» wurde von der Profes­sur Günther Vogt am Institut ­für Land­schaftsarchitektur der ETH Zürich ­entwickelt. Die Webplatt­form versteht sich als Wissensarchiv und Arbeitsinstrument für Architekturstudierende, die ­sich im Rahmen ihres Studiums mit Landschaftsarchitektur beschäftigen. Sie dreht sich um Fragen der Gestaltung ausgehend von landschaftsarchi­tektonischen Typen, Themen, Methoden und Werkzeugen. Der Inhalt wird in Form von kommentierten Bildern, Videos und Texten präsentiert. Die Studierenden verwenden die «Wunderkammer» für Recherchen, die sie als ausgedruckte Arbeitshefte in ihren Entwurfs­prozess integrieren.

kamme

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wunderkammer

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Die «Wunderkammer wahrnehmen,

sammeln, ordnen, übersetzen, visualisieren»

wurde von der Profes sur

Günther Vogt am Institut für Landschaftsarchitektur

der ETH Zürich

entwickelt. Die Webplatt form versteht

sich als Wissensarchiv und Arbeitsinstrument

für Architekturstudierende,

die sich im Rahmen ihres Studiums

mit Landschaftsarchitektur beschäftigen.

Sie dreht sich um Fragen

der Gestaltung ausgehend von landschaftsarchi

tektonischen Typen,

Themen, Methoden und Werkzeugen.

Der Inhalt wird in Form von kommentierten

Bildern, Videos und Texten

präsentiert. Die Studierenden verwenden

die «Wunderkammer» für

Recherchen, die sie als ausgedruckte

Arbeitshefte in ihren Entwurfsprozess

integrieren.


Der direkte Weg ist nur

eine Form der Navigation.

Eine andere ist das

Reisen ohne Karte und

Kompass. Diese wird

geleitet durch Inspiration.

Sie lässt uns Umwege

gehen oder bringt uns auf

Abwege. Dafür entdecken

wir Dinge, nach denen

wir nicht einmal zu suchen

gewusst hätten.


Vorwort

Mit der Wissensplattform «Wunderkammer wahrnehmen, sammeln,

ordnen, übersetzen, visualisieren» haben zwei langjährige Arbeitsfelder

der Professur Günther Vogt eine Form gefunden. Beim ersten

Projekt handelt es sich um einen Diskurs der Werkzeuge, in dem die

verschiedenen Entwurfswerkzeuge, etwa die Fotografie, das Modell

oder die Skizze, miteinander in Dialog treten, um ihre Eigenschaften

und Potenziale hervorzuheben. Ursprünglich fand diese Auseinandersetzung

in Input-Referaten und Gesprächen mit den Studierenden

statt. Ausserdem gab es Ideen für analoge Bildersammlungen zu

den verschiedenen Werkzeugen in Postkartengrösse oder als grossformatige

Karten, ähnlich faltbaren Landkarten. Das zweite Projekt

betraf die Idee eines Lexikons zur Landschaftsarchitektur, das die

wichtigsten Fragen der Architekturstudierenden zur Landschaft

aufnehmen und verhandeln würde. Die beiden Initiativen werden im

Gefäss der «Wunderkammer» sinnvoll zusammengeführt mit dem

Vorteil, dass sie damit nicht zu einem endgültigen Abschluss kommen,

sondern einen Motor erhalten, um sich nach Wunsch noch lange

weiterzuentwickeln.

Dass dieses Gefäss eine Webplattform sein würde, war bereits in

den Entwicklungsanfängen schnell klar. Mit den Möglichkeiten des

Online-Mediums liess sich ein Arbeitsinstrument entwickeln, das

Inhalte intelligent verknüpft und sich laufend erweitern und verdichten

kann. Es sollte kein Lehrbuch geben mit Best-Practice-Beispielen,

die von den Studierenden kopiert würden. Vielmehr bestand der Anspruch,

eine Wissensplattform zu schaffen, welche die Studierenden

zu einer neugierigen, offenen Denk- und Arbeitsweise inspirieren

würde. Zu Beginn verwendeten wir den Titel «Prozesskartografie»,

um die Ausrichtung der Inhalte und des Nutzens auf den Entwurfsprozess

der Architekturstudierenden zu betonen. Da wir aber einen

digitalen Raum schaffen wollten, suchten wir für den Namen nach

einer Raumtypologie und landeten bald bei der Wunderkammer, die

an der Professur aber auch im Landschaftsarchitekturbüro von

Günther Vogt ein lang erprobtes und gelebtes Modell ist.

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Das vorliegende Buch dokumentiert das inhaltliche und funktionale

Konzept der «Wunderkammer wahrnehmen, sammeln, ordnen, übersetzen,

visualisieren» anhand von zahlreichen Beispielen und Nutzerszenarien.

Es dokumentiert den Stand von Ende 2017, als die Entwicklungsarbeit

des Projekts zu einem offiziellen Abschluss kam und

ich als Projektleiterin die «Wunderkammer» dem Lehrstuhl übergab.

Ich danke allen, die an der Realisierung mitgewirkt haben: An erster

Stelle Prof. Günther Vogt für seine inhaltliche Begleitung und seine

anhaltende Unterstützung auch durch personelle Ressourcen; Anthon

Astrom und Lukas Zimmer des Design Studios Astrom / Zimmer, die

mit ihrem Entwicklergeist das Projekt über die ganze Zeit mitgeprägt

haben; Markus Joachim, Leiter der ETH-Bibliothek, der uns die Zusammenarbeit

mit dem Institut für Geschichte und Theorie der Architektur

gta vermittelte; Thomas Hänsli und Leo Zorc vom Institut gta,

an deren Projekte mit der Bilddatenbank-Software ConedaKor wir

uns anschliessen und von deren Erfahrung mit digitalen Plattformen

wir profitieren konnten; den Mitarbeitenden von Vogt Landschaftsarchitekten

AG und der Professur Günther Vogt, die mit ihrem Wissen

und ihren Leidenschaften die «Wunderkammer» unterstützt haben.

Auch bedanken möchte ich mich bei Urs Arnold und Zoe Arnold für

die Mithilfe an der Gestaltung und Umsetzung dieses Buches und

insbesondere bei Innovedum, dem Rektoratsfonds der ETH Zürich,

der innovative Lehrkonzepte unterstützt und der dieses Projekt

massgeblich gefördert hat.

Ich wünsche der «Wunderkammer» weiteren inspirierenden Zuwachs

und alles Gute für die Zukunft.

Meret Arnold

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Meret Arnold

Wunderkammer

wahrnehmen

sammeln

ordnen

übersetzen

visualisieren

Eine Initiative der Professur Günther Vogt

ETH Zürich, 20152017


Inhaltsverzeichnis

10 Vorwort

17 Wissensarchiv und Arbeitsinstrument

18 Diskurs der Werkzeuge

22 Fragen zur Landschaft

24 Konzept Wunderkammer

28 Multifunktionaler Baukasten

31 Elemente und Funktionen

32 Objekte

44 Filter und Glossar

46 Sammlungen und Fragen

48 Sammlungsverzeichnis

52 Individuelle Sammlungen und Arbeitshefte

56 Wissensvermittlung und Inspiration

58 Verschiedenheit der Dinge

60 Amuse-Bouches

62 Mehrfachbeleuchtungen

68 Szenario 01: Eine Wanderung durch Gewachsenes

und Präpariertes

70 Szenario 02: Ein Streifzug durch grafische

Abstraktionen

72 Digital Analog

76 Printausgaben: Arbeitshefte

78 Szenario 03: Eine Recherche rund um die Strasse

81 Die Wunderkammer im Atelier

106 Bildverzeichnis

110 Impressum

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16


Wissensarchiv und Arbeitsinstrument

17


Diskurs der Werkzeuge

Die Werkzeuge, mit denen die Studierenden arbeiten, bilden ein Themenbereich

der «Wunderkammer». Dazu gehören die Fotografie, das Modell,

die Skizze, die Collage und der Text sowie die damit verbundenen Metho den,

Strategien, Darstellungsformen und Bildtypen. Die Webplattform stellt die

Verwendung der Werkzeuge in verschiedenen Disziplinen vor: von Landschaftsarchitektur,

Architektur, Kunst und Naturwissenschaft bis Journalismus

und Grafikdesign. Die Beispiele fordern die Studierenden auf, die

Werkzeuge vielfältig und ihrem Potenzial entsprechend einzusetzen. Sie

regen dazu an, verschiedene methodische Ansätze auszuprobieren und

mit gestalterischen Strategien zu expe rimentieren. Nicht zuletzt inspirieren

sie und leiten die Studierenden an, persönliche Bildwelten zu schaffen

und eigene Aus drucks formen zu finden. Die «Wunderkammer» ergänzt die

Kurse des Lehrstuhls, in denen die Ver wen dung der Werkzeuge mit Input-

Referaten, Workshops und Auf gaben stellungen gefördert wird.

Beispiel Methode: Den Entwurf in ein Plakat übersetzen

Am Ende des Semesters erhielten

die Studierenden die Aufgabe,

ihren Entwurf in ein Plakat zu übersetzen.

1) Sinn und Zweck der Übung

war es, mit den reduzierten Mitteln

des Mediums Plakat, die Aussage

des Entwurfs zu schärfen und auf

den Punkt zu bringen. Dazu mussten

sich die Studierenden mit

den gestalterischen und technischen

Eigenschaften des Plakats

auseinandersetzen. Die «Wunderkammer»

bot ihnen Anleitungen

zur Bedienung der vorhandenen

Druckmaschine 2) , Plakatreferenzen 3)

und Beispiele von anderen Studierenden.

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1

3

2

19


Beispiel Werkzeug: Die Fotografie in verschiedenen Disziplinen

Die «Wunderkammer» beleuchtet

anhand ausgewählter künstlerischer

1), 2) , journalistischer 3) oder

wissenschaftlicher 4), 5) Bilder die

Verwendung der Fotografie in

verschiedenen Disziplinen, zum

Beispiel als Modell- 2) oder Vermessungsbild

5) . Zugleich stellt sie die

Möglichkeiten des Mediums vor,

Verborgenes sichtbarzumachen,

Dinge zu vergleichen oder zu simulieren.

Ausserdem zeigt sie typische

Darstellungsformate, etwa den

Fotoessay 3) oder das fotografische

Tableau. So treffen die Studierenden

auf einen Fundus an gestalterischen

und konzeptuellen Möglichkeiten,

die sie für den Einsatz der Fotografie

in ihrer eigenen Entwurfsarbeit

fruchtbar machen können.

3

1

20


2

4

5

21


Fragen zur Landschaft

Ein zweiter Bereich der «Wunderkammer» betrifft landschaftsarchi

tektonisches Fachwissen. Die Landschaftsarchitektur ist im Zuge

der fortschreitenden Urbanisierung immer wichtiger geworden.

Fragen nach der Gestaltung des städtischen Freiraums, der Stadtentwicklung

und dem Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie

das Verständnis von Natur und Landschaft sind hochaktuelle

Themen. Die Architektur studierenden brauchen für ihre Entwürfe

und die interdisziplinäre Zu sammenarbeit in der Praxis zunehmend

landschaftsarchitektonisches Fachwissen. Da Landschaftsarchitektur

an der ETH Zürich Teil der Architekturausbildung ist, müssen

sich die Studierenden in kurzer Zeit mit der Materie vertraut machen.

Die «Wunderkammer» beantwortet die wichtigsten Fragen der

Studierenden zur Landschaft und bietet ihnen einen schnellen Zugang

zu entwurfsrelevantem Wissen. Dieses umfasst unter ande ­

rem die Erstellung eines Vegetationskonzepts, eine Typologie der

städtischen Freiräume und verschiedene techni sche Aspekte.

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siehe Screens Seite

9699

22


1. Wie wähle ich einen

Baum aus?

2. Was ist der Unterschied

zwischen

einem Park und

einem Garten?

3. Wie gross wird ein

Baum?

4. Wie pflanze ich

einen Baum?

5. Wie wähle ich einen

Bodenbelag aus?

23


Vegetationskarten, experimentelle Modelle, Fotoreportagen, geologische

Reliefs, künstlerische Logbücher, meteorologische Windskalen,

zoologische Präparate und dadaistische Collagen in der

«Wunderkammer» versammeln sich ungleichartige Objekte ohne

augenfällige Verbindung. Die Mitglieder der Professur Günther Vogt

haben sie zusammengestellt oder kreiert. Ihr gemeinsa mer Bezugsrahmen

ist die Disziplin Landschaftsarchitektur, wie sie an der

Professur gelehrt wird.

Der Typus der Wunderkammer steht dabei Modell für die Wahrnehmung

und Ge staltung von Landschaft. Wie die frühneuzeitlichen

Sammlungen, in denen Naturalien und Artefakte noch nicht getrennt

waren, ist die Landschaftsarchitektur ein Schmelztiegel der

Disziplinen. Gestalterisches, naturwissenschaftliches und historisches

Fachwissen fliesst ineinander. An der Professur Günther Vogt

beginnt denn auch jeder Entwurf mit der Aufmerksamkeit auf alle

sicht- und unsichtbaren Aspekte der Landschaft.

In den universal ange legten Wunderkammern wurden aus der Zusammenstellung

von Fragmenten Weltbilder geschaffen und dargestellt.

Es waren Assemblagen, in denen die Objekte in neue Bedeutungszusammenhänge

eingebunden wurden. Diese Vorgehensweise

ist verwandt mit der Methode des Mappings, wie sie am Lehrstuhl

sowohl für die Kartierung von Entwurfsprozessen als auch für die

Darstellung von vielschichtigen und komplexen Gegenständen wie

demjenigen der Landschaft praktiziert wird.

Die Wunderkammern waren geprägt von ihren Sammlern. Die Klassifizierung

der Objekte folgte keiner wissenschaftlichen Systematik,

sondern subjektiven Kriterien. Mit den Wunderkammern ver binden

sich somit auch Kreativität und Individualität. Das Sammeln und Ordnen

von Objekten ist ein Akt und eine Form der Weltaneignung. Die

Professur Günther Vogt ermuntert deshalb die Studierenden, selbst

Wunderkammern zu schaffen also persönliche Wissens archive

und Referenzwelten, um eine eigene Haltung in der Gestaltung von

Landschaft zu entwickeln.

24


Konzept Wunderkammer

25


26

Das «Case Studio VOGT» entwickelte eine mobile Wunderkammer.

Einblicke in die Ausstellung «Theater Objects: A Stage for Architecture and Art»,

LUMA Foundation, 2014.


27


Multifunktionaler Baukasten

Die «Wunderkammer» der Professur Günther Vogt adaptiert mehrere

Eigenschaften von Wunderkammern. Sie bringt ungleiche Objekte

zusammen und schafft zwischen ihnen vielfache Bezüge; ihr Inhalt

bringt die besondere Lehre der Professur, aber auch die individuellen

Interessen der Sammlerinnen und Sammler zum Ausdruck. Damit sie

ihre Funktion als Arbeitsinstrument erfüllen kann, ist sie im digitalen

Raum angesiedelt. Dadurch ist sie jederzeit zugänglich, sei es innerhalb

der Lehre oder für eigene Projekte. Nicht nur die Studierenden

nutzen sie, sondern auch die Mitarbeitenden des Lehrstuhls, welche

die Inhalte laufend aktualisieren und erweitern.

Die Möglichkeiten des Online-Mediums machen die «Wunderkammer»

zum digitalen Baukasten, in dem die Objekte in verschiedenen

Verbünden auftreten. So erscheinen sie im Kontext von Filterbegriffen

oder eines individuellen Suchbegriffs. Einzelne miteinander verwandte

Objekte werden direkt verlinkt. Eine Besonderheit ist, dass

Objekte aus der «Wunderkammer» in Sammlungen eingebunden

werden können, die in Form von redaktionellen Beiträgen spezifische

Themen besprechen. Diese Funktion wird auch dazu benutzt, um

konkrete Fragen der Studierenden zur Landschaft zielgerichtet zu

beantworten. Nicht zuletzt schaffen die Studierenden selber Bezüge,

indem sie Objekte in eigenen Sammlungen anordnen und diese als

Arbeitsheft ausdrucken.

p

siehe Screen Seite

82/83

28


Filterstruktur Suche Sammlungen

Individuelle

Sammlungen

Objekte im Kontext des Suchbegriffs oder Filters

Objekte im Kontext

von thematischen

Sammlungen

Objekte im Kontext

von Fragen zur

Landschaft

Objekte und

Sammlungen im

Kontext von eigenen

Recherchen

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Direktverbindungen

Direkte Links zwischen

Objekten

Arbeitshefte

Individuelle Sammlungen ausgedruckt,

gefaltet, geheftet

Titel Objekt 1

Titel Objekt 2

Titel Objekt 3

Titel Objekt 4

Titel Objekt 5

29


30


Elemente und Funktionen

31


Objekte

W

Die «Wunderkammer» beinhaltet hunderte von Objekten. Diese sind

nicht als neutrale Einheiten zu verstehen, sondern als Gefässe, die

bereits etwas beschreiben und eine didaktische Funktion im Gesamtkonzept

der «Wunderkammer» erfüllen. Jedes Objekt besteht aus

mehreren Bildern, einem beschreibenden Text und weiterführender

Literatur.

p

siehe Screen Seite

84/85

32


W

Ausgewähltes Objekt

Jedes Objekt erscheint

mit einem Blickfänger-Bild

in der «Wunderkammer».

Nach dem Öffnen kann

man sich durch die Bilder

des Objekts klicken.

Bilder

Text

Weiterführende Literatur

Links zu Sammlungen,

in denen das Objekt

verwendet wird

33


Beispiel 1: Typologie

Die «Wunderkammer» beinhaltet

Objekte spezifischer Parks oder

Gärten, die exemplarisch für einen

bestimmten Typ (Englischer Landschaftspark,

Volkspark, Privatgarten,

Lustgarten) stehen, beispielsweise

den Englischen Landschaftsgarten

«Stowe» 1) von William Kent, Derek

Jarmans «Prospect Cottage», 2)

die Josefwiese in Zürich 3) oder

den buddhistischen Lustgarten in

Sigiriya 4) . Weitere Objekte stehen

mit typolo gischen Fragen in Verbindung,

drehen sich aber stärker

um die Planung, Nutzung und

Ver waltung von Landschaft, so

zum Beispiel die Allmende 5) oder

der Grüngürtel 6) .

2

1

34


3

5

4

6

35


Beispiel 2: Werkzeuge

Wieder andere Objekte zeigen be ­

stimmte Arten von Modellen, Bildern,

Fotografien oder Texten innerhalb

der besprochenen Entwurfswerkzeuge:

zum Beispiel topografische

Reliefs, 1) Konzeptmodelle, 2) Notizbücher,

3) dadaistische Collagen 4)

oder experimentelle Fotogramme 5) .

1

36


3

2

5

4

37


Beispiel 3: Anleitungen

Einige Objekte sind Anleitungen

zu verschiedensten Themen. Die

Bandbreite reicht von der Erstellung

von Animationen in Photoshop, der

Darstellung von Oberflächen in der

Plangrafik 1) und Tutorials zu QGIS

(Software zum Arbeiten mit dem

geografischen Informationssystem

GIS) 2) über die Bedienung einer

Druckmaschine bis zur Baumbestimmung

oder zur Kartierung von

Bäumen 3) für die Identifikation des

Waldtypus’.

3

2

38


1

39


Beispiel 4: Methoden

Gewisse Objekte zeigen Methoden

und Strategien von Künstlerinnen

und Wissenschaftlern auf. Die Modell ­

bilder von Thomas Demand, 1) die

Chronofotografien von Eadweard

Muybridge, 2) Betonschalen von Heinz

Isler 3) oder der «Atlas» von Gerhard

Richter 4) sind Beispiele dafür.

Die Titel dieser Objekte benennen

bereits den Grund für ihren Platz

in der «Wunder kammer»: «Bilder von

Modellen von Bildern»,«Bewegungsstudien»,

«Experi mentelle Formfin

dung», «Atlas: Bildarchiv und Arbeitsinstrument».

4

40


3

2

1

41


Beispiel 5: Bibliothek

Ausgewählte Texte 1) und Bücher 2)

ergeben zusammen die «Wunderkammer»-Bibliothek.

1

42


2

43


1

Filter und Glossar

Die Anordnung der Objekte in der «Wunderkammer» ist alphabetisch

und folgt keinen inhaltlichen Kriterien. Die Professur Günther Vogt

gibt keine Ordnung vor; die Studierenden sollen ihren eigenen Weg

durch die «Wunderkammer» gehen und selber Verbindungen zwischen

den Inhalten herstellen. Das System, nach welchem die Objekte

ge sammelt und geschaffen wurden, wird in der Filterstruktur nach vollziehbar.

Sie verschafft einen Überblick über die «Wunderkammer»

und ermöglicht es, ihre Inhalte systematisch zu durchsuchen. Zu den

Filtern findet sich ein Glossar, das ausgewählte Begriffe beschreibt.

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siehe Screens Seite

8691

44


1

1

Die Inhalte gliedern sich in drei

grosse Bereiche: Landschaft, Typologie

und Gestaltung. Der Filterstrang

«Landschaft» bildet den Zu ­

gang zur Landschaft über die drei

Dis zi plinen Biologie, Geografie

und Geologie ab. Die «Typologie»

dreht sich um Freiräume, wobei mit

Ausnahme des Gartens städtische

Freiräume gemeint sind. Unter

«Gestaltung» finden sich verschiedene

Ent wurfswerkzeuge, Darstellungsformen

und lehrstuhlspezifische

Methoden des Entwerfens.

Über den Filter «Material/Technik»

gelangt man zur Ausführungsplanung

und zu den Techniken ver ­

schiedener Werkzeuge. Bei «Vegetationskonzept»

sind die relevanten

Faktoren für das Gestalten mit

Pflanzen aufgeführt.

Landschaft

Biologie der Landschaft

Geografie der Landschaft

Geologie der Landschaft

Typologie

Allmende | Friedhof | Garten | Hof |

Park | Platz | See | Strasse | Wald

Gestaltung

Entwurfswerkzeug |

Darstellungsform | Methode des

Entwerfens | Material/Technik |

Vegetationskonzept

2

Diese Filtergruppe bietet weitere

Zugänge zur «Wunder kammer»:

Der Filter «Ort» ist insbesondere

in Bezug auf Parks oder Gärten

interessant; «Disziplin» zeigt die

verschiedenen Disziplinen auf; mit

«Tätigkeit» kann über Verben wie

analysieren, experimentieren oder

reisen auf die Inhalte zuge griffen

werden. Bei «Objekttyp» kann

unter anderem nach Anleitungen,

Büchern, Texten oder Studenten­

Warbeiten gesucht werden.

3

Über den Filter «Bibliothek» werden

die Bücher und Texte der «Wunderkammer»

angezeigt.

Ort

Disziplin

Tätigkeit

Objekttyp

Bibliothek

45


Sammlungen und Fragen

Die Objekte bilden den Fundus der «Wunderkammer». 1) Daraus

erstellen Autoren und Autorinnen der Professur Günther Vogt

eigene Sammlungen man könnte auch sagen: kleine Ausstellun gen

zu einem bestimmten Thema. 2) Das Sammlungsthema wird in einem

Text besprochen, 3) der mit Bildern aus den Objekten illustriert ist. 2)

Der Besucher oder die Besucherin kann aus der Sammlung zu den

verknüpften Objekten und wieder zurück wechseln.

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siehe Screens Seite

9299

46


Objekte

Objekte werden in

Sammlungen eingebunden,

indem ein Bild eines

Objekts mit einer Sammlung

verknüpft wird.

Sammlung

Eingebundene Bilder aus

verschiedenen Objekten

Bilder der Sammlung Sammlungstext

47


Sammlungsverzeichnis

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siehe Screen Seite

92/93

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Common Ground

Entwurfshaltungen

und -methoden

Fotografie

Garten

The Pleasure Garden

Karte/Mapping

Modell

Park

Text

Hintergrund

Kriterien

Bastler Ingenieur Schlitzohr

Diskursives Entwerfen

Typus und Bild

Wissensarchive

Kreativitätstechniken

Fotografie in verschiedenen Disziplinen

Analoge und digitale Techniken

Serien

Zur Unterscheidung von Fotocollagen und -montagen

Formen und Funktionen der Karte

Mapping

Process Cartography

Modelle bauen

Modelle verwenden

Landschaft als 1:1-Modell

Französischer Barockgarten

Englischer Landschaftspark

Schutzpark

Deutscher Volkspark

Grüngürtel

Neue Parkformen

Schriftliche Praktiken ab

Schriftliche Praktiken fv

Vegetation

Habitat

Vegetationsbild

Habitus

Technische Aspekte

Pflanzenbestimmen

49


Beispiel Sammlung:

Typus und Bild

(Entwurfshaltungen und -methoden)

«Die Verwendung von Referenzen

stellt eine gängige Praxis im Entwurfs

prozess dar. Häufig kann eine

Auseinandersetzung mit Bei spielen

einer vergleichbaren Aufgabe oder

auch nur Teilaspekten davon zu

Erkenntnissen und Lösungsmöglichkeiten

führen. Dabei ist es von

enormer Wichtigkeit, nicht nur ein

Bild zu referenzieren, sondern Hintergründe,

Prozesse, Absichten und

Strategien zu verstehen und diese

entsprechend zu übertragen.

Dabei kann es hilfreich sein, einen

Typus oder eine Typologie generell

zu unter suchen wie beispielsweise

eine Recherche zu Friedhöfen

zu Beginn des Herbstsemesters

2013 im Wahlfach Pairi-daeza.

Andere Beispiele sind die Bestandsaufnahmen

des deutschen Fotografenpaars

Bernd und Hilla Becher,

eine Untersuchung zum Thema

Märkte oder eine Recherche zu

einem der Grund themen der Ar chitektur,

der mini malen Behausung

Statt einer direk ten Kopie eines

Bildes, die Ge fahr läuft essentielle

Aspekte ausser Acht zu lassen,

liefert eine gründliche Bildrech erche

Hintergründe und Wissen,

die in den eigenen Entwurf einfliessen

können. Eine fotogra fi sche

Auseinandersetzung kann auch

andere Formen annehmen, wie

bei spielsweise die Fotografische

Ortsanalyse oder die Arbeit

Die Strasse als Wahrnehmungs -

dis po si tiv zeigen. Hierbei lag

der Fokus auf einer subjektiven

Annähe rung an den Ort, mit dem

Ziel, das Chara kter istische der

Situation her aus zu schälen und zu

dokumentieren.»

Eintrag von: Andreas Klein

50


51


Individuelle Sammlungen und Arbeitshefte

Die Studierenden haben die Möglichkeit, ihre Recherchen in der

«Wunderkammer» in eigenen Sammlungen vorübergehend zu

speichern. Alle Objekte und Sammlungen sind mit einem Button

ver sehen, mit dem sie ausgewählt werden können. 1) Die Titel der

gesammelten Inhalte werden in einer Liste aufgeführt. 2) Zu je ­

dem Objekt können die Studierenden eigene Notizen hin zufügen.

Möchten sie ihre Recherche im Atelier dabeihaben und mit ihr

arbeiten, können sie diese mittels einer Druckfunktion ausdrucken.

Ein vorgegebenes Layout ordnet die Inhalte als Heft in A5-Format,

das mit Heftklammern schnell und einfach gebunden werden

kann. 3)

p

siehe Screens Seite

102105

52


1

Recherche

Recherchierte

Objekte, ausgewählt

für eine persönliche

Sammlung

2 3

Individuelle Sammlung

Liste der gesammelten

Objekte ergänzt mit eigenen

Anmerkungen

Arbeitsheft

Recherchierte Objekte

als Printausgaben

Titel Objekt 1

Titel Objekt 1

Titel Objekt 2

Titel Objekt 3

Titel Objekt 2

Titel Objekt 3

Quellenangaben

drucken, falten, heften

53


Beispiel Arbeitsheft:

Recherche zu Mauern

54


55


Die «Wunderkammer» verfolgt zwei Ziele: Wissensvermittlung und

Inspiration. Die Architekturstudierenden sollen schnell zu land schafts ­

architektonischem Fachwissen gelangen, das auf ihre Bedürfnisse

zugeschnitten ist. Verschiedene Elemente und Funktionen der Webplattform

sind darauf ausgelegt, dass die Studierenden auf direktem

Weg zur Antwort auf ihre Frage gelangen. Die häufigsten gestellten

Fragen sind kurz und effizient beantwortet. Die Filterstruktur bietet

einen schnellen Zugang zu landschaftsarchitektonischen Typologien,

Entwurfswerkzeugen und Methoden. Ein Glossar klärt die Begrifflichkeiten.

Der direkte Weg beschreibt jedoch nur eine Form der Navigation.

Eine andere ist das Reisen ohne Karte und Kompass. Sie wird geleitet

durch Inspiration. Eine Vielfalt ungleicher Objekte weckt das

Interesse, Bilder verführen und ein labyrinthisches Wegsystem zieht

in die «Wunderkammer» hinein.

In dieser Navigationsform liegt das didaktische Konzept der «Wunderkammer»,

die Studierenden abzulenken, sie Umwege gehen zu lassen

oder sie gar auf Abwege zu bringen. Aufgrund der vielfältigen Verknüpfungen

von Objekten und Sammlungen treffen sie immer wieder

auf verschiedene Wege, die sie einschlagen können. Die Verführungskraft

der Bilder, die Disparität der Objekte verleitet sie dazu, eine

andere Abzweigung als die geplante zu nehmen. Hier ergibt sich die

Route erst wäh rend des Gehens. Die Studierenden verlieren sich

und entdecken Dinge, nach denen sie nicht einmal zu suchen gewusst

hätten. Sie begegnen Ideen, Antworten und neuen Fragen, die ihre

gestaltersche Arbeit prägen.

In der Verbindung von Wissensvermittlung und Inspi ra tion versteckt

sich eine indirekte Entwurfslehre. Die Professur Günther Vogt sagt

den Studierenden nicht, wie das Entwerfen von Landschaft funktioniert.

Vielmehr stellt sie das relevante Wissen zur Verfügung und

ver mittelt eine Arbeitsweise und eine Haltung. Sie fordert die Studierenden

zum eigenständigen, vernetzten Denken und Handeln auf. Die

Maximen der «Wunderkammer» lauten: «Seid neugierig!» und «Probiert

es aus!».

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Wissensvermittlung und Inspiration

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Verschiedenheit der Dinge

Betreten die Studierenden die «Wunderkammer», werden sie mit

einer Vielfalt an Objekten konfrontiert. Diese weisen auf den ersten

Blick keine offensichtlichen Gemeinsamkeiten auf ihr Dasein in

diesem Verbund von Objekten ist rätselhaft. Doch genau daraus ziehen

sie ihre Energie. Sie werden interessant, weil sie verschieden sind.

Sie erhalten ihre Relevanz, indem sie die Studierenden inspirieren,

aufmerksam machen, unterrichten. Der kuratierte Raum der «Wunderkammer»

setzt einen Rahmen, innerhalb dessen die Studierenden

den Objekten Bedeutung verleihen und Verknüpfungen schaffen.

Ausgewählte Objekte Was haben diese Objekte

miteinander zu tun?

Studien zu geometrischen

Strukturen, 1) ein präparierter

Löwenzahn, 2) ein

Zettelkasten, 3) ein Wachsabdruck

der Fliessbe ­

wegung der Limmat, 4)

ein Schadensbild einer

Versicherung, 5) eine Nachtaufnahme

von Europa 6)

und das Wurzelsystem

eines Baumes 7) .

1 2

58


4 5

6

3

7

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Amuse-Bouches

Um den Appetit der Studierenden anzuregen, sind Amuse-Bouches

in die «Wunderkammer» eingestreut. Sie zeigen Kuriositäten,

beschreiben seltsame Phänomene oder erzählen interessante Geschichten.

Über diese exklusiven Objekte werden die Studierenden

animiert, sich auch mit allgemeineren Themen zu beschäftigen.

Ausgewählte Amuse-Bouches

Warum wachsen diese Wurzeln nicht

in den Boden hinein, sondern recken

aus ihm empor? 1) Was macht das

Edelweiss, die Schweizer Nationalblume,

auf einer rumäni schen Banknote?

2) Ist dieser Löwe lebendig

oder präpariert? 3)

1

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2

3

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Mehrfachbeleuchtungen

Eine Besonderheit der «Wunderkammer» ist die Einbindung von

Objekten in unterschiedliche Sammlungen. Dadurch können Objekte

in verschiedenen Kontexten betrachtet und dabei immer wieder

andere Aspekte beleuchtet werden. Dies zeigt, dass Objekte je nach

Blickwinkel eine andere Bedeutung erhalten. In der Gestaltung von

Landschaft ist dieser Perspektivenwechsel nicht nur inspirierend,

sondern geradezu notwendig, um die Entwurfsaufgabe zu begreifen

und zu meistern. Für die Navigation stellen diese vielfältigen Verknüpfungen

immer auch Weggabelungen dar, Abzweigungen in andere

Themengebiete, welche die Studierenden nehmen können.

Ein Objekt drei verschiedene Kontexte

Das Objekt «TaxonomischeTableaux»

zu Carl von LinnésTaxonomie

enthält ein Bild seines Klassifizierungs-Schrankes

1) mit 24 Fächern

und Abbildungen aus seinem Werk

Systema Naturae von 1735: eine

Tafel zur Ordnung des Pflanzenreichs,

2) ein Schema 3) und eine

1. Kontext: Vegetation

Sammlung Vegetation V: Pflanzenbestimmen

Zeichnung 4) zum Bestimmungsschlüssel

für die 24 Pflanzenklassen,

den Linné basierend auf

der Sexualität der Pflanzen entwickelte.

Das Objekt wird in drei verschiedenen

Sammlungen und Kontexten

verwendet.

2. Kontext: Methode

Sammlung Entwurfshaltungen und -methoden IV: Wissensarchive

3. Kontext: Werkzeug

Sammlung Text I: Schriftliche Praktiken ab

62


3

1

2 4

63


Ein Objekt zwei Perspektiven

Die Josefwiese 1), 2) in Zürich wird als

Beispiel eines Volksparks im Rahmen

der Parktypologien untersucht.

Aufgrund der vielfältigen Nutzung 3)

insbesondere auch für sportliche

Freizeitaktivitäten 4) wird dieser Park

auch in Bezug auf die Wahl des

Bodenbelags besprochen.

1. Perspektive: Typologie

Sammlung Park IV: Deutscher Volkspark

2. Perspektive: Technik

Frage 5: Wie wähle ich einen Bodenbelag aus?

3

64


4

2

1

65


Ein Objekt drei Aspekte

«Stowe» 1 6) wird als Beispiel eines

englischen Landschaftsparks

untersucht. Bei der Frage nach dem

Unterschied zwischen einem

Park und einem Garten wird die

Choreografie respektive die

Bewegung durch den Park wie

sie insbesondere in der Gestaltung

des englischen Landschaftsparks

eine wichtige Rolle spielte als

Unterscheidungskriterium aufgeführt.

Die Sichtachsen und -bezüge

werden wiederum in Zusammenhang

mit der Konzeptio nierung des

Vegetationsbilds besprochen.

1. Aspekt: Typologie

Sammlung Park II: Englischer Landschaftspark

2. Aspekt: Typologie

Frage 2: Was ist der Unterschied zwischen einem Park und einem Garten?

3. Aspekt: Gestaltung

Sammlung Vegetation II: Vegetationsbild

2 3 4

66


1

6

5

67


Szenario 01:

Eine Wanderung durch Gewachsenes

und Präpariertes

Eigentlich will die Studentin nur kurz nachschlagen, welche Bäume

sie für ihr Projekt verwenden kann. Nun fragt sie sich: Wann ist eine

Landschaft künstlich, wann natürlich? Und: Was ist eigentlich ein

Modell?

Edelweiss

is a Migrant

Sukzession

Rote Liste

Gefässpflanzen:

Gefährdete Arten

der Schweiz

Höhenstufe

Masoala-Halle

Karte der

natürlichen

Vegetation Europas

Die Tulpe

Habitat

Waldrand

Invasive

gebietsfremde

Pflanzen in

der Schweiz

Vegetationsbild

Baumgrösse

Habitus

Wurzeln und

Zweige

Pneumatophore

68


Wie wähle

ich einen

Baum aus?

Merkmale

von Bäumen

Landschaft als

1:1-Modell

Zoologische

Präparate

Eine Studentin sucht in der «Wunderkammer»

nach geeigneten Bäumen

für ihren Entwurf. Sie erhält eine

Liste mit den wichtigsten Merkmalen

der am häufigsten vertretenen

Baumarten der Schweiz. Durch

Links in verschiedene Sammlungen

wird sie indirekt aufgefordert, sich

vertieft mit den Kriterien für die

Baumauswahl zu beschäftigen. Sie

begreift, dass ihre Frage vegetationsspezifische

Aspekte wie den

Lebensraum und das pflanzliche

Erscheinungsbild betrifft, gleichzeitig

aber auch nicht unabhängig von

Typologie, Raumorientierung und

Choreografie beantwortet werden

kann. In der Sammlung, die das

Habitat von Pflanzen thematisiert,

zieht die Masoala-Halle des Zoos

Zürich das Interesse der Studentin

auf sich, da sie den Ort von eigenen

Besuchen her kennt. Die Regenwaldhalle

wird als Beispiel herangezogen,

wie mit künstlichen Mitteln

notwendige Standortbedingungen

geschaffen werden können.

Mehr über das Projekt erfährt die

Studentin, als sie in die Objektansicht

wechselt. Dort sieht sie, dass

sich auch eine Sammlung zum

Thema «Landschaft als 1:1-Modell»

mit der Masoala-Halle auseinandersetzt.

Sie wird zum Nachdenken

angeregt, was Modell, Künstlichkeit

und Natürlichkeit in Bezug auf

Landschaft bedeuten. Nicht zuletzt

erkennt sie, dass das Spiel mit Modell

und Realität eine Gestaltungsstrategie

sein kann.

Frage

Objekt

Sammlung

69


Szenario 02:

Ein Streifzug durch grafische Abstraktionen

Auf der Suche nach Darstellungslösungen für die Recherchen

seines Entwurfsprojekts durchstreift ein Student Diagramme, Karten

sowie digitale Mappings und landet schliesslich beim «Visual Reader».

Die Frage, die ihn am Ende aber vor allem umtreibt, lautet: Wie gestalte

ich mein persönliches Wissensarchiv?

Cartographic

Series

Comparative Mountains

and Rivers Charts

Fotografische

Enzyklopädie

der isländischen

Landschaft

Dufour- und

Siegfriedkarte

Formen und Funktionen

der Karte

Zettelkästen

Diorama Maps

Baumkataster

Projektionen

im GIS

Eine

Hillshade-

Karte in

QGIS

erstellen

Die Massstabsfrage

Mapping

Animationen:

Basics

in Photoshop

Was ist QGIS?

The Alps

as Common

Ground

20152100

Objekt

Sammlung

Filter

Glossar

Räumliche

Analysen

mit GIS

Europe

by Night

19922012

70


Taxonomische

Tableaux

Tableaux

Physiques

Statistische

Diagramme

Wissensarchive

Bordbuch

einer Möbeldesignerin

Bibliotheken

Vector versus Raster

Atlas:

Bildarchiv

und

Arbeitsinstrument

Wissensbäume

Mind-Map

Visuelle

Netzwerke

Diagramm

Visual Reader:

Text, Images and Data

in QGIS erstellen

What is a

Visual Reader?

Ein Student informiert sich im Glossar

über das Diagramm und setzt dort

den Filter. Von den angezeigten

Objekten ziehen ihn die diagrammatischen

Zeichnungen von Mark

Lombardi in ihren Bann, der seine

langjährigen Recherchen zu krimi nellen

Netzwerken in «narrative Strukturen»

übersetzte. Dem Studenten

gefällt die höchst abstrahierte

Art und Weise, eine Geschichte zu

erzählen. Dann folgt er einem

Link zu einem Zettelkasten-Objekt

und gelangt von da zu einer Sammlung,

die Wissensarchive als Entwurfsmethode

bespricht. Wie viel

von meinen täglichen Erfahrungen,

Gedanken und neu erworbenem

Wissen geht wieder verloren?, fragt

sich der Student und beschliesst,

mit der Erstellung eines eigenen

Archivs zu beginnen.

Zurück bei Lombardi entdeckt er,

dass dessen Werke in der «Wunderkammer»

auch in einer Sammlung

zu Formen und Funktionen von

Karten verwendet werden. Bis jetzt

hat der Student Karten noch nie

als Diagramme gelesen, vermutlich

weil ihm ihre Zeichensprache so

vertraut ist. In dem mit der Sammlung

verknüpften Objekt «Projektionen

im GIS» (Geoinformationssystem)

lernt er, wie relativ die Wahrnehmung

von Raum ist und wie stark

die Darstellungen kulturell geprägt

sind. Wie würde die Welt aus

seiner Sicht aussehen?

Ein Link führt den Studenten schliesslich

zur Software QGIS, mit der

er selber digitale Karten anfertigen

könnte. Als er die Ansicht schliesst,

wird ihm eine Reihe von Objekten

präsentiert, die mit GIS verwandt

sind. Der «Visual Reader» weckt

sein Interesse, da er ein komplexes

Thema mittels verschiedener

Medien darstellt.

Broschüre:

Input

Digitales

Mapping

71


Die «Wunderkammer» ist ein digitales Wissensarchiv, in dem Informationen

zu landschaftsarchitektonischen Themen aufbereitet

werden. Sie ver steht sich als digitalen Raum, den die Studierenden

besuchen können für Recherchen und zur Inspiration. Ein grosses

Anliegen der Professur Günther Vogt ist es jedoch, die Studierenden

wieder vom Bildschirm zu lösen. Sie sollen mit der Kamera, dem

Notiz- oder Skizzenbuch hinausgehen und die Landschaft selbst erfahren;

sie sollen Modelle bauen und sich dabei die Hände schmutzig

machen. Damit die «Wunderkammer» aktiver Teil des ganzen Entwurfsprozesses

sein kann, verfügt sie über eine Druckfunktion, die

sie in den analogen Raum erweitert.

72


Digital — Analog

73


Der Arbeitsplatz als Tatort.

Der Computer wird von

der Professur Günther Vogt

als ein Werkzeug unter

vielen verstanden. Er soll

sinnvoll eingesetzt werden,

die ana lo gen handwerklichen

Tätigkeiten jedoch

nicht verdrängen.

74


75


Printausgaben: Arbeitshefte

Mappings, Modellarten, Bodenbeläge, experimentelle Techniken,

Plangrafik, Mauern, GIS-Tutorials, Pärke und Vegetationsbilder: Jeder

Student und jede Studentin hat eigene Fragen, Interessen und Bedürfnisse.

Die individuellen Recherchen bündeln die Studierenden in

ausgedruckten Heften. Diese können sie jederzeit dabeihaben, um

mit ihnen zu arbeiten im Atelier, in der Werkstatt oder auf einem

Spaziergang.

Die Recherchen in der «Wunderkammer»

sind nur ein Schritt im

Entwurfsprozess. Danach werden

sie für die eigene Entwurfsarbeit

fruchtbar gemacht. Die Booklets

sind bewusst einfach gestaltet und

weisen genügend Weissraum auf,

der zum Notieren von weiteren

Überlegungen und zum Skizzieren

einlädt. Aufgrund ihres handlichen

Formats lassen sie sich überallhin

mitnehmen.

76


77


Szenario 03: Eine Recherche rund um

die Strasse

Für einen Field Trip müssen die Studierenden ein Werkzeug auswählen

und eine Strategie entwickeln, um ihre Eindrücke festzuhalten.

Eine Studentin beabsichtigt, die Landschaft ausgehend von der

Strasse durch die Fotokamera zu betrachten. Ihr Recherche heft

dient ihr dabei zur Vorbereitung ihrer Fotoarbeit und als gedankliche

Orientierungsstütze unterwegs.

78


Die Studentin blättert ihr Arbeitsheft zum Thema Strasse

durch: Balthasar Burkhards Luftansichten von Grossstädten,

Ed Ruschas Blick aus dem Auto auf den Sunset

Strip in Los Angeles und Boris Mikhailovs Nahaufnahmen

des Strassenlebens in ukrainischen Städten.

Sie notiert, sich zu informieren, wie sich die Gruppe

auf der Reise fortbewegen wird. Das Transportmittel

und die Pausen werden einen grossen Einfluss auf

ihre Fotoarbeit haben.

Bei Mikhailov stehen die Menschen und ihre Tätigkeiten

im Vordergrund, so auch bei Robert Franks «The Americans».

Bei Ruscha geht es um die Fassaden entlang

der Strassen. Aber warum haben Peter Fischli und

David Weiss in ihrem Buch «Siedlungen, Agglomeration»

keine Menschen abgebildet? Auch die Studentin muss

sich noch überlegen, wie sie mit dem Thema Mensch

umgehen will. Das wird von der Route abhängen und

davon, ob sie eine soziologische Herangehensweise

wählt.

Ein Kommilitone von ihr, dessen Arbeit sie in der

«Wunderkammer» gefunden hat, wählte eine konzeptuelle

Vorgehensweise. Er fotografierte die Strasse

immer aus der gleichen Perspektive. So wurde er nicht

von anderen Eindrücken abgelenkt, vermutet sie.

Wie Ruscha präsentierte der Student seine Fotografien

als Leporello. Diese Darstellungsform hat den Vorteil,

dass die Bilder nicht nur nacheinander, sondern auch

gleichzeitig betrachtet werden können, überlegt die

Studentin. Die einzelnen Aufnahmen lassen sich so

besser miteinander vergleichen. Das Buch «The Americans»

soll beim Durchblättern eine filmische Qualität

haben, liest die Studentin interessiert im Objektbeschrieb.

Frank verwendete viel Zeit darauf, die Bilder

in der Nachbereitung auszuwählen und zu kombinieren.

Das würde sie in der Wahl und der Inszenierung der

Motive freier machen.

Die Studentin hat in ihrem Arbeitsheft Anmerkungen

und eine Reihe von Fragen festgehalten, die sie im Vorfeld

der Reise klären muss. Sie blättert das Heft noch

einmal durch und wieder fällt ihr etwas auf. Mikhailov

inszeniert die Farbe, Frank das Schwarz-Weiss: Welche

Rolle wird die Farbe bei ihr spielen?

79


80


Die Wunderkammer im Atelier

81


Wunderkammer

82


f

siehe Seite

28

83


Objekt

f

siehe Seite

32

84


85


Filter

86


f

siehe Seite

44

87


Gefilterte Objekte

88


f

siehe Seite

44

89


Glossar

90


f

siehe Seite

44

91


Sammlungsverzeichnis

92


f

siehe Seite

48

93


Sammlung

94


f

siehe Seite

46

95


Verzeichnis der Fragen

f

siehe Seite

22

96


97


Frage

98


f

siehe Seite

46

99


Suche

f

siehe Seite

28

100


101


Individuelle Sammlung

f

siehe Seite

52

102


103


Arbeitsheft

104


f

siehe Seite

52

105


Bildverzeichnis

S. 49: Recherchewand; © Vogt Landschaftsarchitekten.

S. 19, Nr. 1: Plakat RAST PARK SEE RUINE

von Ivo Bucher aus dem Entwurfskurs «Process

Carto graphy», Herbstsemester 2015;

© ETH Zürich, Professur Günther Vogt.

S. 19, Nr. 2: Video eines Druck-Workshops

unter der Leitung von Dafi Kühne im Entwurfskurs

«Process Cartography», Herbstsemester

2015; © ETH Zürich, Professur

Günther Vogt.

S. 19, Nr. 3: Herbert Matter, «Für schöne

Autofahrten in die Schweiz», Tiefdruck farbig,

1935; Quelle: Schweizerische Stiftung

für die Photographie (Hg.), Herbert Matter.

Foto-Grafiker. Sehformen der Zeit. Das Werk

der zwanziger und dreissiger Jahre, Baden:

Verlag Lars Müller, 1995, S. 109; © Schweizerische

Stiftung für die Photographie.

S. 20, Nr. 1: Fotografie aus Peter Fischli,

David Weiss, Siedlungen, Agglomeration,

Zürich: Edition Patrick Frey, 1993, n. p.;

© Peter Fischli, David Weiss.

S. 21, Nr. 2: Thomas Demand, «Lichtung»,

2003, 192 x 496 cm; Quelle: Udo Kittelmann

(Hg.), Thomas Demand. Nationalgalerie.

Bildlegenden von Botho Strauss, Göttingen:

Steidl, 2009, n. p.; © Thomas Demand,

VG-Bild-Kunst, Bonn.

S. 20/21, Nr. 3: Brian Brake, «Monsoon»,

1972; Quelle: Time-Life: Photojournalismus,

Amsterdam: Time Life International, 1972,

S. 8789; © Time-Life, Brian Brake.

S. 21, Nr. 4: Harold Edgerton, «Milk Drop

Coronet», 1936; Quelle:

www.edgerton-digital-collections.org;

© 2018 MIT. Courtesy of MIT Museum.

106


S. 21, Nr. 5: Senkrechtaufnahme des Glacier

de Moming und des Zinalrothorns, 10. Okt.

1973; Quelle: www.e-pics.ethz.ch;

ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Stiftung

Luftbild Schweiz / Fotograf: Swissair Photo

AG / LBS_P1-736167 / CC BY-SA 4.0.

S. 2627: Mobile Wunderkammer, entwickelt

vom Case Studio VOGT, Aus stellungsansichten

aus «A Stage for Architecture

and Art», LUMA Foundation, 2014;

© Case Studio VOGT.

S. 34, Nr. 1: «Stowe», Hawkwell Field mit

dem gotischen Tempel im Hintergrund;

© Professur Günther Vogt, ETH Zürich.

S. 34, Nr. 2: Derek Jarman, «Prospect

Cottage», Dungeness, Kent; Quelle:

Derek Jarman‘s Garden, London: Thames &

Hudson, 1995, Howard Sooley.

S. 35, Nr. 3: Orthofoto der Josefwiese, 2012;

Quelle: Kanton Zürich GIS-Browser;

© Swisstopo.

S. 35, Nr. 4: Sigiriya, Sri Lanka, Quelle:

www.srilankaholidaystour.com/port folio/ancient-city-of-sigiriya/;

© unbekannt.

S. 35, Nr. 5: Johannes Wild, Historische

Karte der Stadt Zürich mit Zürichsee

als Allmende, um 1850; Quelle:

www.geolion.zh.ch.

S. 35, Nr. 6: Territorium Mailand mit umgebendem

Grüngürtel; Quelle:

www.geoportale.regione.lombardia.it;

© ETH Zürich, Professur Günther Vogt,

Datengrundlage GIS.

S. 36, Nr. 1: Eduard Imhof modelliert am

Reliefmodell der Berggruppe Grosse Windgälle.

Schaustück für die Schweizerische

Landesausstellung, 1939; Quelle:

www.e-pics.ethz.ch; ETH-Bibliothek Zürich,

Bildarchiv / Fotograf: unbekannt /

Portr_16280 / Public Domain Mark.

S. 37, Nr. 2: Konzeptmodell 1:20; Quelle:

Alice Foxley, Distance & Engagement.

Walking, Thinking and Making Landscape,

Vogt Landscape Architects, Baden:

Lars Müller Publishers, 2010, S. 111;

© Vogt Landschaftsarchitekten.

S. 37, Nr. 3: George Steinmann, Mindmaps

zu «From-To-Beyond», 19951996,

je 29,7 x 21 cm; Quelle: Beate Ermacora /

Helen Hirsch / Magdalena Holzhey (Hg.),

Die Kräfte hinter den Formen. Erdgeschichte,

Materie, Prozess in der zeitgenössischen

Kunst, Köln: Snoeck Verlagsgesellschaft,

2016, S. 208; © George Steinmann,

Pro Litteris, Zürich.

S. 37, Nr. 4: Raoul Hausmann, «ABCD»,

1923; Quelle: Hertha Wescher,

Die Geschichte der Collage. Vom Kubismus

bis zur Gegenwart, Köln: DuMont, 1980

(1968), Farbtafel 8; © Raoul Hausmann.

S. 37, Nr. 5: László Moholy-Nagy, Fotogramm,

Berlin, 1922; Quelle: László Moholy-

Nagy. Fotogramme 19221943, München/

Paris/London: Schirmer/Mosel 1996, S. 25;

© VG Bild-Kunst, Bonn / Museum Folkwang,

Essen. Inv.-Nr. 6/95.

S. 38, Nr. 2: Anleitung zur Herstellung einer

Hillshade-Karte in QGIS; © ETH Zürich,

Professur Günther Vogt / Roland Charles

Shaw.

S. 38, Nr. 3: Anleitung zur Baumkartierung;

© ETH Zürich, Professur Günther Vogt /

Gijs Rijnbeek, Oriane Spinnler.

S. 39, Nr. 1: Eine Auswahl von standardisier

ten Strukturen für die Darstellung von

Rasen, Chaussierung, Pflasterung, Klinker,

Asphalt, Hecken, Wasser, Gehölzen, Wald

und Bauten in unterschiedlichen Massstäben;

© Vogt Landschaftsarchitekten.

107


Bildverzeichnis

S. 40, Nr. 4: Bild aus dem «Atlas» von

Gerhard Richter; Quelle: Helmut Friedel (Hg.),

Gerhard Richter Atlas, Köln: Verlag der

Buchhandlung Walther König, 2006, S. 130;

© Gerhard Richter, VG-Bild-Kunst, Bonn.

S. 41, Nr. 1: siehe S. 21, Nr. 2.

S. 41, Nr. 2: Bewegungsablauf des Flugs

eines Geiers; Quelle: Hans Christian Adam

(Hg.), Eadweard Muybridge, The Human

and Animal Locomotion Photographs, Köln:

Taschen GmbH, 2010, S. 753;

© George Eastman House, Rochester, NY.

S. 41, Nr. 3: Heinz Isler, Experimente für

Schalenformen; Quelle: Ekkehard Ramm /

Eberhard Schunck (Hg.), Heinz Islers Schalen,

Zürich: vdf, Hochschulverlag an der

ETH Zürich, 3. erg. Aufl., 2002, S. 86;

© Heinz Isler.

S. 50, o. l.: Recherchekarte aus dem Wahlfach

Pairi-daeza, Herbstsemester 2013;

© ETH Zürich, Professur Günther Vogt.

S. 51, o. r.: Die Urhütte Vitruvs, Frontispiz

von Charles-Dominique Eisen in Marc-Antoine

Laugiers «Essai sur l‘architecture»,

Paris, 1755; Quelle: https://luigimonzo.files.

wordpress.com/2014/11/laugier_eisen_

essai_sur_larchitecture_frontispiece1.jpg; ©

Courtauld Institute of Art, London.

S. 50, m. l.: Bernd und Hilla Becher, «Kiesund

Schotterwerke», Deutschland, Schweiz,

19882001; Quelle: Susanne Lange, Was

wir tun, ist letztlich Geschichten erzählen...

Bernd und Hilla Becher. Einführung in Leben

und Werk, München: Schirmer/Mosel, 2005,

S. 129 (Tafel 25); © Bernd und Hilla Becher.

S. 51, m. m.: Bildanalyse des Zürichsees;

© ETH Zürich, Professur Günther Vogt.

S. 51, m. r.: Analysekarte aus dem Entwurfskurs

«Process Cartography», Herbstsemester

2013; © ETH Zürich, Professur Günther

Vogt / Marija Biuk.

S. 50, l. u.: Marktplatz Basel; Quelle:

www.kartenplanet.ch/media/image/9a/

c1/17/Basel-Rathaus-mit-Marktplatz-

1569e5a54188eb.jpg; © Wilhelm Frey, Basel.

S. 51, m. u.: Bildanalyse der Josefwiese;

© ETH Zürich, Professur Günther Vogt.

S. 51, r. u.: Die Strasse als Wahrnehmungsdis

positiv; Studentenarbeit aus dem Entwurfskurs

«Process Cartography», Herbstse

mester 2013; © ETH Zürich, Professur

Günther Vogt.

S. 58, Nr. 1: Olafur Eliasson, Einar Thorsteinn,

Papiermodelle aus dem Jahr 2000

für verschiedene grossformatige Arbeiten;

Quelle: www.olafureliasson.net; © Olafur

Eliasson, Einar Thorsteinn / Foto: Franz

Wamhof.

S. 58, Nr. 2: «Taraxacum officinale», Löwenzahn,

Kuhblume, Butterblume, Blütenknospe.

Quelle: Hans Christian Adam (Hg.),

Karl Blossfeldt 18651932. The Complete

Published Work, Köln: Taschen, 2014, S. 183.

S. 59, Nr. 3: Zettelkästen von Hans Blumenberg;

Quelle: Heike Gfrereis / Ellen Strittmatter

(Hg.), Zettelkästen. Maschinen der

Phantasie (Marbacher Kataloge), Marbach

am Neckar: Deutsche Schiller Gesellschaft,

2013; © Deutsche Schiller Gesellschaft.

S. 59, Nr. 4: Mapping der Limmat, Studentenarbeit;

© ETH Zürich, Professur Günther

Vogt / Patrick Meng.

108


S. 59, Nr. 5: Schadensbild; Quelle: Christoph

Keller (Hg.), Schweizer Landschaften, Archiv

Peter Piller nimmt Schaden, Zürich: JRP

Ringier Kunstverlag AG, 2007, n. p.;

© Bildarchiv Basler Versicherungen.

S. 59, Nr. 6: Night Lights in Europe, 2012;

Quelle: www.esa.int/Our_Activities/Observing_the_Earth/Earth_from_Space_Night_

lights; © NASA Night Lights Imagery.

S. 59, Nr. 7: Wurzelsystem; © ETH Zürich,

Professur Günther Vogt / Gijs Rijnbeek,

Oriane Spinnler.

S. 6667: Ansichten von «Stowe»; Nr. 1 und

35: © ETH Zürich, Professur Günther Vogt;

Nr. 2: Quelle: www.austenonly.com; © CC;

Nr. 6: Quelle: Wikipedia; © Nordisk familjebok,

Wikimedia Commons.

S. 74/75: Der Arbeitsplatz als Tatort;

© Vogt Landschaftsarchitekten.

S. 7679: Arbeitshefte in Gebrauch;

© ETH Zürich, Professur Günther Vogt.

S. 82105: Screens der «Wunderkammer»;

© ETH Zürich, Professur Günther Vogt.

S. 60, Nr. 1: Pneumatophore von einer

Echten Sumpfzypresse, «Taxodium distichum»

in Kornik, Poland; Quelle: Flickr;

© JR P, CC BY-NC 2.0.

S. 61, Nr. 2: Rumänische 50-Lei-Banknote

mit Edelweiss.

S. 61, Nr. 3: Balthasar Burkhard, «Der Löwe»,

1996; Quelle: Matthias Frehner (Hg.),

Balthasar Burkhard. Omania, Ausst.-Kat.

Kunstmuseum Bern, Zürich: Scalo Verlag

AG, 2004, S. 187; © Balthasar Burkhard.

S. 63, Nr. 1: Carl von Linnés Klassifizierungsschrank;

© unbekannt.

S. 63, Nr. 24: Bilder aus Carolus Linnaeus,

Systema Naturae, Facsimile of the first

edition 1735, Nieuwkoop: De Graaf, 1964, n.

p.; © unbekannt.

S. 64, Nr. 3 und S. 65, Nr. 4: Ansichten

der Josefwiese; © ETH Zürich, Professur

Günther Vogt.

S. 65, Nr. 1: siehe S. 35, Nr. 3.

S. 65, Nr. 2: Die Josefwiese im Stadtgefüge;

Quelle: www.schwarzplan.eu;

© CC BY-SA.

109


Impressum

«Wunderkammer wahrnehmen, sammeln, ordnen, übersetzen, visualisieren»

ist eine Initiative der Professur Günther Vogt, 20152017.

Webplattform

Projektleitung (20152017)

Meret Arnold,

wissenschaftliche Mitarbeiterin der

Professur Günther Vogt

Inhaltliche Mitarbeit

Meret Arnold (Kunstgeschichte),

David Jung (Architektur),

Andreas Klein (Architektur),

Gijs Rijnbeek (Landschaftsarchitektur),

Roland Charles Shaw (Architektur),

Oriane Spinnler (Landschaftsarchitektur),

Daia Stutz (Landschafts architektur,

Urban Design),

Ilkay Tanrisever (Architektur),

Günther Vogt (Landschafts architektur)

Weitere Unterstützung:

Thomas Kissling, Claudia Gebert,

Rebecca Bornhauser,

Hilfsassistierende der Professur

Günther Vogt (insbesondere Caroline

Tanner und Valentina Sieber)

Design und Umsetzung

Astrom / Zimmer GmbH

www.astromzimmer.com

Korrektorat

Claudia Gebert und Uta Fink

Dolumentation und Plakat

Konzept

Meret Arnold,

Wissenschaftliche Mitarbeiterin der

Professur Günther Vogt

Redaktion

Meret Arnold, www.meretarnold.ch

Lektorat

Zoe Arnold, www. www.zoearnold.ch

Gestaltung

Urs Arnold, www.arnoldurs.ch

Druck

Buch: BuBu AG, Mönchaltorf

Umschlagplakat: OK Haller AG, Zürich

Buchbindung und Ausrüstung

BuBu AG, Mönchaltorf

Papier

Munken Polar Rough

ISBN 978-3-033-07024-0

Die Dokumentation «Wunderkammer

wahrnehmen, sammeln, ordnen, übersetzen,

visualisieren» repräsentiert den Stand des

Projekts im Januar 2018.

Kooperationspartner

Coneda UG, www.coneda.net

Institut für Theorie und Geschichte der

Architektur, Digitale Kunstgeschichte

Thomas Hänsli (Leiter), Leo Zorc

(Wissenschaftlicher Mitarbeiter)

www.gta.arch.ethz.ch

Kontakt

ETH Zürich

Professur Günther Vogt

ONA J 25

Neunbrunnenstrasse 50

8050 Zürich

www.vogt.arch.ethz.ch

Vogt Landschaftsarchitekten

www.vogt-la.com

Das Projekt wurde grosszügig unterstützt

von Innovedum, dem Fonds des

ETH-Rektorats für innovative Lehre.

www.wunderkammer.arch.ethz.ch

Aus urheberrechtlichen Gründen ist die

Webplattform nur mit Login zugänglich.

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