hinnerk Februar / März 2020

blumediengruppe

FEBRUAR / MÄRZ 2020 І AUSGABE 309 І WWW.HINNERK.DE

HAMBURG

GESELLSCHAFT

Wie QUEER

wählt Hamburg?

KULTUR

Oma, Syrer,

Gummiboot.

Wie politisch

geht Schlager?

FILM

Wir sprachen

mit dem

„JUDY“-

Regisseur

INTERVIEWS: HARRY STYLES, JOEL VON LERBER, AJ MITCHELL

GESUNDHEITS-SPECIAL: CHRONISCHE SCHMERZEN – WIE SIE ENTSTEHEN UND WAS ZU TUN IST


DEINE STARKE

STIMME FÜR DIE

LSBTI* COMMUNITY

Farid

V.i.S.d.P.: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Hamburg, Silke Lipphardt, Burchardstr. 21, 20095 Hamburg --- Plakat: Aus 50% recycelten Kunststoff hergestellt und zu 100% in Kreislaufwirtschaft recycelbar

MÜLLER

DIE ZEIT IST JETZT.

Am 23.2. Farid wählen:

Landesliste Platz 60,

Wahlkreis Mitte Platz 1


INTRO 3

Inhalt

epaper.blu.fm

Alle Magazine online!

GESUNDHEIT

Frauen haben Migräne, Männer

Rückenschmerzen. Wie es

wirklich ist, erklärt Schmerzspezialistin

Frau Dr. Friederike

Taraz im Interview.

Kostenlos

Liebe Leser*innen,

MUSIK

Sein neues Album ist gerade

erschienen! Der 1991 in Basel

geborene Wahlberliner begeistert

an einem für die heutige

Zeit scheinbar ungewöhnlichen

Instrument: an der Harfe. Wir

trafen Joel von Lerber im Verlag

zum Interview.

BUCH

Riccardo Simonetti ist eine DER

bekanntesten queeren Persönlichkeiten

Deutschlands und hat

ein Kinderbuch am Start.

Wir fragten nach, warum und

warum so.

die letzten Wintermonate brechen an. Wobei:

Die älteren unter uns werden sich noch erinnern,

früher war mehr Winter. Womit wir beim dominierenden

Wahlkampfthema gelandet sind, das

auch die Bürgerschaftswahl am 23. Februar wie

ein roter Faden durchzieht. Denn egal, ob der neue

Senat die bevorstehenden Aufgaben im Verkehr,

Hafen, Wohnungsbau oder sogar bei der inneren

Sicherheit so oder so angeht, ein Hamburg in der

Nordsee spielt langfristig und immer realer bei den

Entscheidungen mit. Gut so. Auch gut, dass queere

Anliegen inzwischen ebenfalls Queerschnitts thema

aller bürgerlichen Fraktionen der Bürgerschaft sind.

Wir bringen euch auf den neuesten Stand und

haben auch für Politmüde ein tolles Heft zusammengestellt.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Deine hinnerk Redaktion

www.hinnerk.de

www.facebook.com/hinnerk.magazin

St.Georg


4 SZENE

Community

AUSGEZEICHNET!

Lutz Johannsen feierte erst

im vergangenen Jahr sein

30. Jahr bei der Aidshilfe

Hamburg und blickte im

hinnerk Interview auf sein

Wirken im Kampf gegen

HIV und Aids zurück. Nun

hat der Bundespräsident

dieses Wirken zum Anlass

genommen, ihm das

Bundesverdienstkreuz

1. Klasse zu verleihen. Es ist

bereits die zweite Würdigung

durch die Bundesrepublik

– schon 2002 wurde ihm

das Verdienstkreuz am

KIRCHE

Lesbisch, verheiratet und aufm Land

Bande verliehen, damals für

seinen Einsatz als Fundraiser

für AIDS-Hilfsprojekte.

Aufgehört hat Lutz mit

dieser Tätigkeit nie – im

Gegenteil, mit der 2014

gegründeten Hamburgischen

Regenbogenstiftung, ist das

Fundament für die Herausforderungen

der Zukunft

gelegt. Wir gratulieren Lutz

Johannsen von Herzen!

Ein homosexuelles Paar im Dorf

in der Provinz, das ist gelebte

Sichtbarkeit. Wenn es sich dann auch

noch um zwei Pastorinnen handelt, ist

das schon fast ein Paukenschlag. Im

Januar startete der YouTube-Kanal von

Ellen Radtke (35) und Steffi Radtke (34):

„Anders Amen“.

Was wird dort mittwochs um 19 Uhr

zu sehen sein? „Wir wollen eine Online-

Gemeinde für alle sein, denn die evangelische

Kirche braucht definitiv mehr Glitzer

in ihren Türmen“, verrät Steffi. Dass die

evangelische Kirche bunt und vielfältig ist,

das wollen sie zeigen. Und „dass sie auch

Menschen wie uns eine Heimat bietet“,

so Ellen.

Thematisch richten sich die beiden mit

Beiträgen zum Thema Kinderwunsch,

Coming-out, Landleben, (homosexuelle)

Liebe und Arbeit als evangelische Pastorinnen

an queere Menschen. Das kann ein

Gespräch im Studio sein oder auch ein

entspannter Plausch in einer Bar.

Schön zu wissen: Produziert wird das

Format von ekn (Evangelischer Kirchenfunk

Niedersachsen-Bremen GmbH), das

Projekt ist also ganz offiziell. Schön! *rä

www.andersamen.de,

Instagram: @andersamen


JUGENDFREIZEIT

Queerienprogramm

Kostenloses Ferienprogramm für queere*

Jugendliche ab 14 Jahren.

In der ersten Ferienwoche vom 2. bis 6.

März 2020 von 10 – 17 Uhr finden in den

Räumen der Jugendbildung Hamburg Kreativworkshops

zu den Themen Fotografie,

Musikproduktion, Drag, Queere Geschichte

& Empowerment statt. Zudem gibt es

Frühstück und Mittagessen, eine kleine

Chill Area sowie Besuche von Expert*innen

aus den verschiedenen Themenfeldern.

Im Kurs zum Thema Drag könnt ihr

Make-up Techniken erlernen, Kostüme

schneidern und Performances proben.

Im Fotografie-Kurs lernt ihr Grundlagen

für den perfekten Snapshot sowie den

Umgang mit professionellem Equipment

und bekommt Skills in der Bildbearbeitung.

Im Themengebiet Musikproduktion erlernt

ihr spielerisch den Umgang mit der gängigen

Technik und erstellt eure ganz eigenen

Beats. Im Workshop Queere Geschichte &

Empowerment geben euch Expert*innen

einen Einblick in die Entwicklung der

queeren Bewegung und stärken über

mentale und sportliche Übungen euren

Weg zur Selbstbehauptung. Anmelden

könnt Ihr euch ab sofort hier:

qp@jugendbildung-hamburg.de/

instagram.com/queerienprogramm

SZENE 5

INFORMATION

Wählen, so geht’s in Hamburg!

FOTO: J. SOLONINA / CC0

Am 23. Februar 2020 wird die

neue Bürgerschaft gewählt. Von

8 bis 18 Uhr kannst du im Wahllokal deines

Vertrauens oder davor in aller Ruhe

in der Küche, auf Sylt oder gleich ganz

bequem im Bett per Briefwahl deine

Stimme abgeben und damit darüber

entscheiden, wer Bürgermeister*in wird

und welche Parteien im Rathaus den

Ton angeben.

BESONDERS PERSÖNLICH –

HAMBURGS WAHLZETTEL

Achtung: Du hast insgesamt zehn Stimmen

zu vergeben, wobei fünf Stimmen

auf dem gelben Stimmzettel und fünf

Stimmen auf dem roten anzukreuzen

sind. Der gelbe Zettel entscheidet über

die Mehrheitsverhältnisse in der Bürgerschaft,

der rote über die Abgeordneten

aus den jeweiligen Wahlkreisen. Bei

beiden Zetteln darf dabei ein Kandidat

besonders mit allen fünf Kreuzen

bedacht werden, oder du verteilst die

Kreuze auf verschiedene Kandidaten.

Die von den Parteien vorgegebenen Listenplätze

können auf diese Weise vom

Wähler durcheinandergewirbelt werden:

Es könnte sein, dass Kandidaten trotz

eigentlich schlechter Listenplatzierung

in die Bürgerschaft einziehen, weil

sie sehr viele der jeweils fünf Kreuze

erhalten haben. Du hast die Wahl! *ck


6 SZENE

FOTO: ROMAN HOLST / INSTAGRAM.COM/ROMAN_HOLST

Peter Tschentscher oder Katharina Fegebank? Wer bekommt den Schlüssel zum Hamburger Rathaus?

BÜRGERSCHAFTSWAHL 2020

DIE QUEERE WAHL

Bei einer Wahlentscheidung

geht es um mehr, als die eigene

sexuelle Orientierung oder das

Geschlecht. Aber als queeres Stadtmagazin

fokussieren wir diesen Aspekt

trotzdem und stellen Themen

und einige queere Kandidat*innen

vor. Der Beitrag erhebt keinen

Anspruch auf Vollständigkeit oder

parteipolitische Ausgewogenheit.

Gutes Stichwort: Warum ein queerer

Kandidat kein Garant für gute

Queerpolitik sein muss, zeigen Personen

wie Alice Weidel oder Hans-

Christian Hansel beispielhaft. Was

die Parteien zu Gleichstellungspolitik,

HIV-Prävention, Gewaltprävention

und anderen queeren Themen

zu sagen haben, hat der LSVD

Hamburg in seinen Wahlprüfsteinen

ausführlich zusammengetragen, die

zu Erscheinen dieser Ausgabe unter

auf lsvd.hamburg.de und hinnerk.de

einsehbar sein werden.

SPD

Anders als beim Wechsel Ole von Beust

zu ... – wir mussten googlen – Christoph

Ahlhaus, der nur wenigen und auch nur

als Wahlschreck im Gedächtnis blieb, hat

sich Peter Tschentscher nach der Amtsübernahme

von Olaf Scholz als 1. Bürgermeister

einen guten bis hervorragenden

Ruf hart erarbeitet und dabei voll auf die

hanseatische Schiene gesetzt: Zurückhaltend

aber bestimmt im Auftreten, aber

auch bürgernah und vor allem wirklich

interessiert wirkt Tschentscher, wenn er

auf Presse, Verbände und Bürger trifft.

Simon Kuchinke

(Landesliste Platz

59). Queerpolitik

als Hauptgang.

Die SPD hat

diesmal einen

expliziten

Que(e)reinsteiger

vorgeschickt, um

LGBTIQ*-Wähler*innen ein Angebot zu

unterbreiten, das sich unterscheidet:

Simon ist wohl der einzige Kellner, der

fürs Rathaus kandidiert, sicher der einzige,

der im Gnosa gelernt hat und heute die

Leckereien von Tim Mälzer serviert. Genau

diesen Servicegedanken will er in der

Politik nutzen, denn er meint, Politik habe

sich besser zu erklären. Er will nah vor Ort

sein, direkt ansprechbar, plant monatliche

Veranstaltungen für die Community, wenn

er ins Rathaus kommt.

Außerdem schwul und für die SPD Altona

auf Listenplatz 8 am Start: Nils Kramar.

GRÜNE

Ebenfalls ein im städtischen Biotop

etwas anders gewachsener Verein als

der Bundesmutterbaum. Pragmatischer

und bereit, mit Ole von Beust die erste

schwarz-grüne Koalition auf Landesebene

einzugehen. Mit bitteren Kröten in Sachen

Umwelt und Soziales. Mit dem natürlichen

Partner SPD klappt’s besser, und mit Farid

Müller (Landeslistenplatz 60, Wahlkreis

Mitte Platz 1) profiliert voranschreitend,

hat die Hamburger Community eine verlässliche

Partner*in, die queerpolitisch im

bundesvergleich oft die Nase vorn hatte.

Ob es erstmals für eine Bürgermeister*in

reichen wird?

Adrian Hector (Landeslistenplatz

26).

Erster transsexueller

Mann in der

Bürgerschaft?

Adrian Hector,

trans* männlich,

schwul, ist bei den

Grünen Sprecher der

Landesarbeitsgemeinschaft QueerGrün

Hamburg und stellvertretender Sprecher

der Bundesarbeitsgemeinschaft

Schwulenpolitik. Von 2018 bis 2019 war

er geschäftsführender Vorstand des

Bundesverband Trans*.

CDU

Ole von Beust hat Geschichte geschrieben

und der CDU gezeigt, dass man auch

schrill und konservativ sein kann. Schrill

natürlich nur in der vorurteilsbehafteten

Blase der Bonner Republik, aus der sich


die Hamburger Adenauer-Nachfolger als erste befreien

konnten. Heute stimmt die CDU in der Bürgerschaft für

queere Projekte und hat mit ihrem Landesvorsitzenden

Roland Heintze (Landeslistenplatz 3), Dietrich Wersich

(Landeslistenplatz 6) und Jörg Meyer (Landeslistenplatz

14) drei schwule Kandidaten gesetzt. Aber damit nicht

genug.

Annette Etezadzadeh (Wahlkreis

Eppendorf Platz 2). Weiblich,

lesbisch, aufklärerisch.

Sie ist profilierte Kommunalpolitikerin

und Lehrerin.

Und sie ist an ihrer Schule

die einzige geoutete lesbische

Lehrkraft. Sie kämpft also an

vorderster Front gegen besorgte

Eltern und deren erzieherische Folgen.

Alerta

QueerFeminista!

Welche Rechte wir verteidigen müssen

und worüber wir hinaus gehen wollen

Diskussion mit den Bürgerschaswahlkandidatinnen

und der LAG queer von DIE

LINKE zu Feminismus und queerer Politik

SZENE 7

DIE LINKE

„Alerta Queerfeminista! Welche Rechte wir verteidigen

müssen und worüber wir hinaus gehen wollen“,

überschreiben die Hamburger Linken ihre zentrale

queerpolitische Wahlkampfveranstaltung mit Cansu

Özdemir (Landeslistenplatz 1, Wahlkreis 4 Platz 1)

Maya Klasen (Landeslisteplatz 17, Wahlkreis 3 Platz

6) und Lara Scheunemann (Landeslistenplatz 19 und

Wahlkreis 12 Platz 1) im MHC am 18. Februar. Die

LAG queer von DIE LINKE diskutiert mit euch dort

ihre Haltung und ihre Forderungen zu Feminismus

und queerer Politik und will einmal mehr beweisen,

dass Bürgerlichkeit und linke Politik zwar oft anecken,

aber besonders in einer Metropole wie Hamburg

zusammengehören.

FDP

Im Programm heißt es, die Gleichstellung der

Geschlechter sei eine Querschnittsaufgabe mit dem

Ziel, dass jede und jeder frei von Diskriminierung, Klischees

und eingestaubten Rollenbildern sein bzw. ihr

Leben selbstbestimmt gestalten kann. Die Diskriminierung

von Homo- und Transsexuellen genauso wie

Rassismus, Antisemitismus und Sexismus seien der

Boden, auf dem Ausgrenzung und Gewalt gedeihen.

Ewald Aukes (Landeslistenplatz 8,

Wahlkreis Mitte Platz 1)

Ewald Aukes ist leidenschaftlicher

Unternehmensberater

und Unternehmer. Diese

Sachkenntnis hat ihn zur

Politik und zur FDP gebracht,

für die er gerne auch in einer

neuen Bürgerschaft und eventuell

mit einem Koalitionspartner eintreten

will. Offen für neue Partnerschaften zu sein, ist eine

urliberale Idee, für Ewal Aukes jedenfalls politisch

selbstverständlich.

AFD

Wir haben das Programm gelesen. Noch jemand einen

Schnaps?

Mit

Cansu Özdemir

(Kandidatin)

Maya Klasen

(Kandidatin)

MHC, Borgweg 8

18.2. 20-22Uhr

WIR SIND WIE WIR SIND.

UND WÄHLBAR.

ANNETTE ETEZADZADEH

Platz 2_Wahlkreis Eppendorf – Winterhude

Zugewählte Bürgerin Bezirk Hamburg-Nord

Stellvertretende Landesvorsitzende LSU Hamburg

JÖRG MEYER

Platz 14_CDU-Landesliste

Bezirksversammlung Hamburg Wandsbek

Mitglied Landesvorstand LSU Hamburg

In der Zeit der CDU-Regierung in Hamburg hat die CDU viel

zur Gleichstellung von Lesben und Schwulen umgesetzt.

Der Hamburger CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg

gehört zu den Wilden 13 in der CDU/CSU Bundestagsfraktion –

jenen Abgeordneten, die sich erfolgreich für die

steuerliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaften

eingesetzt und auch durchgesetzt haben.

Wir wollen uns für Eure LSBTI*Themen einsetzen.

Lara Scheunemann

(Kandidatin)

Anna Rinne

(LAG DIE LINKE.queer Hamburg)

Moderation:

Kersten Artus

ROLAND HEINTZE

Platz 3_CDU-Landesliste

Landesvorsitzender der CDU Hamburg.

DIETRICH WERSICH

Platz 6_CDU-Landesliste

Vizepräsident der Hamburgischen

Bürgerschaft

ALLE

STIMMEN

CDU!

Wer trotz allem nicht so genau weiß, was er wählen

soll, dem kann vielleicht der Wahl-O-Mat unter

www.hamburg.de/wahl-o-mat eine Hilfestellung sein.

Nichtwählen ist keine Alternative! *ck

www.lsu-nord.de


8 SZENE

TIPP

NEUES SOFA?

AUSGEZEICHNETE WAHL!

Mit einer rauschenden Party feierte

DIE WÄSCHEREI ihre neueste Sofa-

Kreation Calypso.

Benannt nach der verführerischen

Meernymphe aus Homers Odyssee,

verbindet ein Meer aus gemütlichen Kissen

elegante Metall-Füße und eine geradlinige

Formsprache zu einem gelungenen Ganzen.

Der Signature-Stoff Chamäleon, ein

griffiger, strukturierter Samtstoff, schillert

in einem tiefgründigen Blau. Doch Vorsicht:

Auch Odysseus hatte so seine Probleme,

sich von der Nymphe Calypso zu trennen!

Dank des fabelhaften Sitzkomforts kann

man auf dem Sofa Calypso schnell den

einen oder anderen Sonntagnachmittag

verstreichen lassen. Zuviel Werbesprech?

Setzt euch doch einfach drauf, ein Besuch

in der City Nord lohnt eh immer.

Die letzte Sofakollektion mit charmanten

Retro-Details wird übrigens am 7. Februar

mit dem German Design Award 2020

ausgezeichnet. „Darauf sind wir natürlich

sehr stolz,“ so Wäscherei Geschäftsführer

Michael Eck. „Unsere Kunden und die

Fachwelt honorieren offenbar, dass wir

mutig sind, etwas schräger und anders

denken, als die doch sehr vorsichtigen und

eher risikoaversen Hersteller.“ Wie queer

kann ein Sofa sein? *ck

www.die-waescherei.de

FOTO: FREEPIC.COM

AUSBILDUNG

3-Tage Men only Workshop

Du bist zwischen 16 und 26 und denkst darüber nach, auf die Bühne

zu wollen? Vom 3.4. – 5.4. kannst du an der Stage School Hamburg

austesten, ob die Ausbildung zum Musicaldarsteller dein Ding ist.

Obwohl Männer in der Musicalbranche hervorragende Berufsaussichten

haben, gibt es zu wenige hochkarätig ausgebildete männliche

Bühnendarsteller. Die Auswahl ist deutlich geringer als bei den

Frauenrollen. Häufig müssen die Caster und Besetzer für ihre

Produktionen männlichen Hauptrollen mit Profis aus dem Ausland

besetzen. Die Stage School hat daher einen Workshop konzipiert,

der speziell auf Jungs ausgerichtet ist: „Wenn du also keine Lust

hast nur in Ballettschläppchen an der Stange zu stehen sondern

von den Dozenten der Stage School in Gesang, Schauspiel, Tanz

und Musical-Staging unterrichtet werden willst, bist du hier genau

richtig. Dabei spielt dein Vorbildungs-bzw. Kenntnisstand keine

Rolle.“

Anmeldung und Infos unter www.stageschool.de!


NACHGEFRAGT

Matthias von Weiden: „Ich bin das

original bayerische Taschenluder!“

SZENE 9

FOTO: M. RÄDEL

Fürwahr ein Hingucker. Der immer

vergnügte Promijäger aus dem oberpfälzischen

Weiden ist auf Events

von München bis Berlin anzutreffen

und ein Garant für lächelnde VIPs.

Wann und wie ging es los?

Ich bin seit über zehn Jahren im

deutschen Fernsehen zu sehen. Da

ich Handtaschen über alles liebe,

habe ich sie mit einem Online-Shop

und einem Showroom zu meinem

Hobby gemacht. Bekannt wurde ich,

als ich mit Lothar Matthäus in der

größten Tageszeitung Deutschlands

abgebildet wurde ... Auf einmal hat

sich RTL bei mir gemeldet und hat

aus mir das Taschenluder gemacht!

Wie ging es weiter?

Ich hatte dann eine Wochenserie bei

„Explosiv – Das Magazin“ zur besten

Sendezeit über das Thema „Wie ich

mich zum Oktoberfest vorbereite“.

Dann kam eins nach dem anderen,

ich moderierte die Eröffnung vom

Nobelklub P1 für Taff/ProSieben und

mehrere Berichte auf RTL II und Sat.1.

Und wie kamst du an Paris

Hilton?

Meine Mama hat auf Ibiza den

Schmuck von ihr gefunden – und wir

haben den anständigerweise abgegeben.

Darüber haben dann auch die

Zeitungen berichtet. Am krassesten

war, dass ich mit Sylvie Meis auf der

Titelseite der „Bild“ war, nachdem sie

uns am Strand auf Ibiza fotografiert

hatten. So wurde ich prominent ...

Und wie steht es mit der Privatperson,

dem Bagada Matthias?

Ich habe seit elf Jahren einen festen

Freund, den ich sehr liebe. Wir haben

uns verlobt und wollen nächstes Jahr

im Juni auf Ibiza heiraten.

*Interview: Michael Rädel

www.facebook.com/

bagada.matthias

pArTnErWeChSeL Im RaThAuS. MaCh mIt!

DIe MItT E L ebT.

Diskriminierung entgegentreten

– Wertschätzung für Vielfalt.

Blutspende-Verbot für

Homosexuelle aufheben.

Denkmal für sexuelle Vielfalt

in Hamburg errichten.

Ewald Aukes,

Direktkandidat Hamburg-Mitte

FDP-Landesliste. Platz 8

www.diemittelebt.hamburg

FDP Landesverband Hamburg (V.i.S.d.P.)


10

SZENE

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

Wöchentlich

SONNTAG

13:00 Dragon Sauna,

Nachtsauna, Ob

zum Vorglühen, zur

Afterhour oder fürs

ganze Wochenende,

die Dragon Sauna

hat für euch immer

von Freitag 13 Uhr

bis Sonntag 24 Uhr

durchgehend geöffnet.,

Pulverteich 37

14:00 Startschuss,

TransSport, (Kraft-/

Ausdauerübungen,

Spiele) Dress:

bequeme Sportkleidung.

Infos: transsport@startschuss.

org, Pulverteich 21

1. So 16:30 Rote Flora,

Queer-Feministisches

Café, open

to all genders. We

should all be feminists!,

Achidi-John-

Platz 1

2. 4. So 15:30 mhc -

Magnus-Hirschfeld-

Centrum, Café

Laubfrosch - Treff

schwuler Senioren

bei Kaffee und

Kuchen, Bis 17:30

Uhr, Borgweg 8

MONTAG

10:00 Aids-Seelsorge

im IFZ, Frühstückangebot

der AIDS-

Seelsorge, Rostocker

Str. 7

Insta: @Queerienprogramm

qp@jugendbildung-hamburg.de

1. Mo 18:00 mhc -

Magnus-Hirschfeld-

Centrum, Bi-

Pan-Stammtisch,

Borgweg 8

2. Mo 19:30 ZEIT-Café,

Pride Salon, Diskussion,

Austausch,

Begegnung. Bis 21

Uhr, Speersort 1

DIENSTAG

17:00 Aids-Hilfe

Hamburg e.V., HIV-

Schnelltest und der

komplette PrEP-

Check, bis 19 Uhr,

Lange Reihe 30

18:30 mhc - Magnus-

Hirschfeld-Centrum,

Queerer Deutsch-

Gesprächskreis für

LGBT* Geflüchtete,

(Sprachbrücke

e.V. im mhc-Café)

Anmeldung: kontakt@sprachbruecke-hamburg.de,

Borgweg 8

MITTWOCH

1. 3. Mi 18:30 mhc -

Magnus-Hirschfeld-

Centrum, Queer

support for refugees,

Borgweg 8

19:00 Hein & Fiete,

Gaybo, schwule

Selbstbehauptung,

Pulverteich 21

19:00 mhc - Magnus-

Hirschfeld-Centrum,

Kostenlose

Rechtsberatung,

Mit RA Sven-Uwe

Blum, Anmeldung

erforderlich unter

0402790069, Borgweg

8

2. 3. 4. 5. Mi 12:30

Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Regenbogen-

Kantine - Kochen

und Essen in

Gemeinschaft, mit

Voranmeldung,

Lange Reihe 30

2. Mi 19:00 Brauhaus

Joh. Albrecht,

Stammtisch der

LSU-Hamburg,

Adolphsbrücke 7

3. Mi 19:30 M&V, SPDqueer-Stammtisch,

Lange Reihe 22

3. Mi 19:30 Hein &

Fiete, Gruppe:

HIV&POSITIV.leben,

Pulverteich 21

DONNERSTAG

FOTOGRAFIE

Kreatives Ferienprogramm 02. - 06.März 2020

DRAG für alle Geschlechter (Make-up, Kostüm)

MUSIKPRODUKTION

QUEERE GESCHICHTE UND EMPOWERMENT

16:00 Hein & Fiete, Test

& Beratung, Bis

20 Uhr. Anonym,

kostenlos, ohne

Anmeldung., Pulverteich

21

17:00 JBZ, Mixtapes,

Jugendgruppe,

Barmbeker Str. 71

20:00 Café International,

Regenbogen-

Café Leer, bis 24

Uhr, Kupenwarf 1

FREITAG

1. Fr 13:00 Dragon

Sauna, BIG, BIGGER,

BEAR – Bärensauna,

Ab 13 Uhr wird den

Bären und ihren

Freunden so richtig

eingeheizt! Eintritt:

20 Euro, Pulverteich

37

13:00 Dragon Sauna,

Nachtsauna, Ob

zum Vorglühen, zur

Afterhour oder fürs

ganze Wochenende,

die Dragon Sauna

hat für euch immer

von Freitag 13 Uhr

bis Sonntag 24 Uhr

durchgehend geöffnet.,

Pulverteich 37

3. Fr 19:00 Feinkost

Hafencity, Stammtisch

Nordbären, bis

01 Uhr, Am Kaiserkai

27

SAMSTAG

16:00 Hein & Fiete, Der

Männertreff, Offene

Gruppe für vielseitig

Interessierte, Pulverteich

21

2. 3. Sa 19:00 Pink

Channel, Magazin

auf Tide 96.0, http://

www.pinkchannel.

net

MO 3.2.

18:00 Hein & Fiete,

Kunstgruppe, Pulverteich

21

MI 5.2.

15:30 Aids-Seelsorge im

IFZ, PC & Internet –

Fragen und Antworten

mit René Rehse,

Rostocker Str. 7

19:00 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Gebärden AIDS-

Team, Beratung

für Menschen mit

Einschränkung des

Gehörsinns unter:

gebaerden-team@

aidshilfe-hamburg.

de. Bis 21 Uhr, Lange

Reihe 30

19:00 Schulz am Phoenix,

Queerbeet.

LesBiSchwuler Treff,

Elzer Str. 2

DO 6.2.

19:30 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Selbsthilfegruppe

„HIV &

Positiv.leben“, Lange

Reihe 30

FR 7.2.

18:00 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Selbsthilfegruppe

- Bunte Vielfalt,

Lange Reihe 30

MO 10.2.

18:00 Hein & Fiete,

Kunstgruppe, Pulverteich

21

DO 20.2.

10:00 Aids-Seelsorge im

IFZ, Frauenfrühstück

für positive Frauen,

Rostocker Str. 7

18:00 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Selbsthilfegruppe

- Bunte Vielfalt,

Lange Reihe 30

SO 23.2.

08:00 Bürgerschaftswahl

13:00 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Café Afrika,

Lange Reihe 30

MO 24.2.

13:00 Dragon Sauna,

HHero for a day,

Immer am letzten

Montag des Monats

gehen 3 EUR des

Eintrittspreises

direkt als Spende an

Hein & Fiete. Und

von 19 – 21 Uhr

gibt es das beliebte

Pastabüfett., Pulverteich

37

18:00 Hein & Fiete,

Kunstgruppe, Pulverteich

21

DI 25.2.

15:00 Aids-Seelsorge im

IFZ, Gesellschaftsspiele,

(IFZ), Rostocker

Str. 7

DO 27.2.

18:00 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Gesundheit

ist mehr: PrEP 2020,

So geht Prävention

heute, Christian

Giebel (AIDS-Hilfe

Hamburg), Lange

Reihe 30

FR 28.2.

11:00 Aids-Seelsorge

im IFZ, Veteranentreffen

- Frühstück

für langzeitpositive

Männer, Rostocker

Str. 7

SA 29.2.

15:00 Leben mit Behinderung,

Freizeitgruppe

„Mann liebt Mann“

- Kaffeeklatsch, bis

18 Uhr. Besuch von

der SelbsthilfegruppeSHG

schwul und

depressiv, Südring

36

MI 4.3.

15:30 Aids-Seelsorge im

IFZ, PC & Internet –

Fragen und Antworten

mit René Rehse,

Rostocker Str. 7

DO 19.3.

10:00 Aids-Seelsorge im

IFZ, Frauenfrühstück

für positive Frauen,

Rostocker Str. 7

FR 27.3.

11:00 Aids-Seelsorge

im IFZ, Veteranentreffen

- Frühstück

für langzeitpositive

Männer, Rostocker

Str. 7

SA 28.3.

15:00 Leben mit Behinderung,

Freizeitgruppe

„Mann liebt Mann“

- Kaffeeklatsch, bis

18 Uhr. Besuch von

PST Psychosoziale

Betreuung Hamburg,

Südring 36

MO 30.3.

13:00 Dragon Sauna,

HHero for a day,

Immer am letzten

Montag des Monats

gehen 3 EUR des

Eintrittspreises

direkt als Spende an

Hein & Fiete. Und

von 19 – 21 Uhr

gibt es das beliebte

Pastabüfett., Pulverteich

37

DI 31.3.

15:00 Aids-Seelsorge im

IFZ, Gesellschaftsspiele,

(IFZ), Rostocker

Str. 7


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TEAM 7 Münster, www.team7-muenster.com

TEAM 7 Stuttgart, www.team7-stuttgart.de

TEAM 7 München, www.team7-muenchen.de


12 KULTUR

INTERVIEW

WIE POLITISCH GEHT SCHLAGER,

HUBERTUS BORCK?

Mit „Zweimal um die Welt

- Oder wohin will Oma?“

präsentiert das First Stage Theater

seine erste Hausproduktion mit

den besten Schlagern der 70er &

80er Jahre. Hierfür konnte Hubertus

Borck, der Autor und kreative Kopf

des Hamburger Musik-Comedy

Duos Bo Doerek, das bis zu seiner

Trennung 2007 zum festen Bestandteil

der deutschen Comedyszene

gehörte, gewonnen werden. 2017

feierte das Duo im ausverkauften

Schmidt Theater die zehnjährige

Trennung als Bo Doerek und brachte

dadurch das Team des First Stage

Theaters auf die Idee einer künstlerischen

Zusammenarbeit. Hubertus

Borck ist verantwortlich für Buch

und Inszenierung. Der Titel entstand

übrigens vor der Umweltsau, schlägt

aber in eine ähnliche Kerbe.

Warum machst du (noch) eine

Schlagerrevue?

„Wie scheiße du Musicals findest, haben

wir gestern wieder gezeigt bekommen.

Kannst du dir vorstellen fürs First Stage

eine Schlagerrevue zu produzieren?“ So

sprach mich Thomas 2017 an. Ich habe

nur leise „tschüüüss“ gedacht und gesagt,

ich sei dafür der Falsche. Wenn die Welt

etwas nicht braucht, ist das noch eine

Prilblumen- und Schlagershow. Wir haben

als Bo Doerek in den 1990ern unsere

Pflicht Schuldigkeit diesbezüglich

mehr als getan. Nach

einem Monat des drauf

Rumdenkens habe ich

mich aber dann doch

anders entschieden.

Warum?

Weil ich die Chance

nutzen wollte, die

gesellschaftlichen

Spannungen in diesem

Format zu kommentieren.

Schon bei Bo Doerek sind es die

riskanteren Witze gewesen, die uns hinterhergetragen

wurden. „Björn Hocke und das

Mutterverdienstreuz“ war ein Witz unserer

Revivalshow im Schmidt Theater 2017. Da

kamen dann schon einige Kommentare

FOTO: HOWARD BANISTER

aus einer bestimmten politischen Ecke.

Das war aber gewollt. Und ich habe jetzt

halt noch etwas deutlicher zugeschlagen.

Außerdem wollte ich seit Jahren Diana

Böge und Alexandra Doerk zusammen auf

die Bühne bekommen.

Also. Wie politisch geht Schlager?

Du brauchst natürlich Uffta-Uffta,

damit so eine Show auch

richtig Spaß macht. Aber es

gibt so unglaublich viel

Material dieses Genres,

das auch künstlerisch

so hochwertig ist, dass

es die Stimmen der

Darsteller*innen fordert.

Die Schere im Kopf

erzeugen wir dadurch,

dass wir Texte in den

Kontext unserer Geschichte

stellen und sie dadurch eine völlig

andere Bedeutung bekommen. Es

schüttelt einen fast ein bisschen.

Das Gummiboot?

Zum Beispiel: Man geht nicht mit dem

knallroten Gummiboot auf die Flucht.


KULTUR 13

FOTOS: FIRST STAGE / DENNIS MUNDKOWSKI

Kann man darüber Witze machen?

Wir machen darüber keinen Witz. Es ist ein Moment

in der Show, der dazu führt, nachzudenken. Aus einer

Partystimmung heraus wird dir hoffentlich bewusst, dass

es keine Diskussion darüber geben kann, ob das Retten

von Menschenleben eine Straftat ist. Satire spielt mit der

Überhöhung, mit der Grenzüberschreitung. Niemand wird

denken, dass wir uns darüber lustig machen.

Und Oma Martha?

Erzählt in einer Szene von ihrer Flucht 1944 nach Hamburg.

Dem syrischen Krankenpfleger, der seine Geschichte

erzählt. Ich muss nicht den Zeigefinger erheben, um die

Parallelen bewusst zu machen. Das ergibt sich aus der

Story von alleine und mit viel Unterhaltungswert. Ich

verspreche, dass der Schlagerfan sich über die Musik und

den Gesang sehr freuen wird.

Trotzdem lockt ihr doch die Schlagerfans mit

unverdächtigem Layout?

Naja. Irgendwo haben wir glaube ich das Wort Satire

versteckt. Außerdem kennen mich die Leute ja wohl! Und

wenn nicht, kann ich das auch nicht ändern.

Was willst du den Leser*innen noch sagen?

Nachdem ich eigentlich gar nicht wollte, brenne ich

inzwischen für die Show. Ich glaube, es ist ein unfassbar

lustiger, gemeiner und sehr emotionaler Abend für jede

Generation geworden ist. Dreimal auf Holz geklopft.

*Interview: Christian Knuth

„Zweimal um die Welt - Oder wohin will Oma?“, First

Stage Theater, Thedestraße 15, Hamburg, Termine und

Karten unter www.zweimalumdiewelt.com

ECHTZEIT TOUR 2020

12.03.20 FULDA

13.03.20 RAVENSBURG

14.03.20 KARLSRUHE

20.03.20 HALLE

21.03.20 MÜNCHEN

22.03.20 FREIBURG

24.03.20 LUDWIGSBURG

25.03.20 ESSEN

26.03.20 OLDENBURG

27.03.20 OLDENBURG

28.03.20 WOLFSBURG

02.04.20 HANNOVER

03.04.20 BERLIN

04.04.20 JENA

05.04.20 AUGSBURG

06.04.20 REUTLINGEN

07.04.20 DARMSTADT

24.04.20 HAMBURG

25.04.20 LÜBECK

ZUSATZSHOW

AUSVERKAUFT

DAS NEUE ALBUM

„ECHTZEIT“

6. MÄRZ 2020

www.annadepenbusch.de

www.selectiveartists.com

Tickets über Eventim.de


14 KULTUR

„Gute und schlechte Musik aus

drei Jahrhunderten hilft dabei,

Emotionen zu bewältigen, die

noch nie ein Mensch zuvor für

einen anderen gefühlt hat!“

FOTO: MORRIS MAC MATZEN

THEATER

FOTO: INGO BOELTER

BESTE FREUNDSCHAFT!

Inhaltlich wollen wir über

„Bosom Buddies – Beste Freundschaft“

mit den queeren Szenesternen

Tante Woo unf Roman

Who? nicht viel mehr verraten, als der Titel

des ersten Streichs der neuen Schmidt-

Schmiede es eh vermuten lässt.

Es geht um Freundschaft. Genauer um

die reale Geschichte der Freundschaft

der beiden Protagonisten, die unter ihrem

Künstlernamen als Duo in der Hamburger

queeren Kleinkunstszene schon beliebt

und erfolgreich aktiv sind.

Schaut man sich die Reaktion von Regisseurin

Elke Winter im YouTube-Video aus

der Schmidt-Schmiede an, ahnt man, dass

wirklich nicht nur gelacht werden wird.

Eventuell erfahren die Zuschauer ja ganz

persönliche Hintergründe, warum Teile der

Einnahmen – wie bei jedem Engagement

des Duos an den Verein Künstlerhilfe e.V.

gehen.

MIT MUSIK GEHT ALLES LEICHTER

Die Musik der beiden ursprünglich

aus dem Opernbetrieb stammenden

Künstler kommt bei der im Schmidtchen

im Klubhaus St. Pauli laufenden Vorstellung

übrigens nicht vom Band. Die Mitglieder

der Band Die Chéries stehen mit auf der

Bühne.

25. – 28.3. „Bosom Buddies – Beste

Freundschaft“, Schmidtchen im Klubhaus

St. Pauli, Spielbudenplatz, Hamburg,

S Reeperbahn, www.tivoli.de

HINTERGRUND

SCHMIDT-SCHMIEDE

Die Schmidt-Schmiede ist die

neue Kaderschmiede vom Kiez:

Etablierte Schmidtstars nehmen

ausgewählte Newcomer unter ihre

kreativen Fittiche und teilen ihren

reichhaltigen Erfahrungsschatz. In

gemeinsamer Arbeit entsteht aus

dieser lebhaften Künstlerkollision

ein ganz neues Bühnenprogramm,

das schließlich im Schmidtchen

uraufgeführt wird. Neben

künstlerischer Expertise gibt es

im gesamten Prozess auch ganz

praktische Unterstützung vom

Theater, die von kostenfreien

Proberäumen bis zu technischem

Support reicht.

VERLOSUNG

Angie Stardust, DER SPIEGEL und viel Geschichte

Nicht erst seit RuPaul und Heidi Klum (haha!)

sind Dragqueens ein kleiner, aber wichtiger

Teil der Szene. Sie waren schon immer da

und kämpften an vorderster Front für

Gleichberechtigung und Akzeptanz.

Ein ganz wunderbarer cineastischer

„Beweis“ dafür ist auch dieser Film

von Rosa von Praunheim.

FOTO: MISSINGFILMS

Gedreht 1983, in dem Jahr, als in

Berlin die Aids-Hilfe gegründet

wurde (ein Jahr später folgte die

Hamburger), als das Magazin DER

SPIEGEL mit „Tödliche Seuche Aids“

Bewusstsein schuf, aber auch Angst

verbreitete, als Jimmy Somerville, Paul

Young und Madonna durchstarteten,

Michael Jackson mit „Thriller“ nicht nur

in den deutschen Charts punktete und Lech Wałęsa

den Friedensnobelpreis bekam.

Rosa von Praunheims Film „City of Lost Souls /

Stadt der verlorenen Seelen – Berlin Blues“ lässt

uns eine schillernde und bewusst obszöne Gruppe

von Transvestiten und Transsexuellen aus den USA

erleben, die in West-Berlin mit ihrer Kunst gehörig

Schwung in die durch die DDR isolierte Punker-Stadt

brachten. Mit dabei Angie Stardust (1939 – 2007),

die dann später an der Reeperbahn in Hamburg

mit „Angie’s Nightclub“ großes Queeres schuf, Tara

O’Hara (ermordet 1983) und Schauspielerin Lotti

Huber (1912 – 1998). Ein queerer Augenschmaus, ein

Stück Zeitgeschichte, Travestie mit Punk-Attitüde,

Diven ohne YouTube-Tutorials und szenige Kunst.

Wir verlosen drei DVDs! *rä

www.männer.media/gewinne


NACHGEFRAGT

10 Jahre meat

KULTUR 15

Wir chatteten mit dem Fotografen hinter

dem Buch-, Kalender-, Magazin-, Party und

Erotik-Konzept meat, das sich für Body Positivity

und gegen Bodyshaming positioniert: Adrian Lourie.

Ein ganzes Jahrzehnt, was ist deine schönste

Erinnerung?

Als damals die Leute wirklich begonnen haben, das

Magazin auch zu kaufen. Es war aufregend, zu sehen,

dass meine Sicht auf die Dinge und meine Standpunkte

ankamen. Dass man sich dafür interessierte!

Es geht um Body Positivity, richtig?

Ja, ich habe immer versucht, das Zine so vielfältig wie

möglich zu halten. Natürlich gibt es muskulöse Typen, aber

ich versuche, solche Typen auszusuchen, die wir alle in den

Bars oder auf den Apps sehen – und für heiß halten. Jede

Ausgabe ist im Grunde eine Ansammlung von Leuten, die

wir vögeln oder vögeln wollen!

Was sind deine Pläne für 2020?

In diesem Jahr wird es natürlich vier neue Ausgaben geben.

Die Letzte wird ziemlich speziell sein, aber ich denke noch

darüber nach. Zudem arbeite ich auch an einem Buch, das

hoffentlich im Herbst erscheinen wird. Es wird auch eine

Ausstellung geben und eine riesige Party. Oh, und für 2021

wird es auch einen anderen Aktkalender geben, für den ich

bereits rekrutiere.

*Interview: Michael Rädel

22.01.20

19 Uhr

27.02.20

18 Uhr

18.03.20

19 Uhr

15.04.20

19 Uhr

Neues aus der HIV-Welt

Dr. Thomas Buhk (HIV-Schwerpunktarzt)

PrEP 2020 -

So geht Prävention heute

Christian Giebel (AIDS-Hilfe Hamburg)

Safer Sex 3.0 für

trans*männlich Identifizierte

Florian Gastell (AIDS-Hilfe Hamburg)

Sicher und selbstbewusst

Daten für trans*männlich

Identifizierte

Sean Hennig (Trans*berater)

AIDS-Hilfe Hamburg e.V. | Lange Reihe 30 – 32 | 20099 Hamburg

www.aidshilfe-hamburg.de

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Nordanker

Rechtsanwalt

Nordanker

Steuerberater

Sven-Uwe Blum

Rechtsanwalt

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kanzlei-blum.de

Sven Partheil-Böhnke

Diplom-Betriebswirt,

Steuerberater

Fon 040 · 334 69 14-00

info@nordstb.de

nord-anker.de

Kleine Johannisstraße 10 · 20457 Hamburg


16 KULTUR

TINA!

MUSICAL

Ike & Tina Turner landeten

in den 1960ern und

1970ern Hits wie „River

Deep – Mountain High“ und „Nutbush

City Limits“, hatten aber auch viele

Rückschläge, die sich dann zu echten

Schlägen auf Sängerin Tina entwickelten.

Tina Turner tat das einzig Richtige

und trennte sich. Für das Album „Tina

Turns the Country On!“ wurde sie dann

gleich mit einem Grammy belohnt, der

weltweite Durchbruch kam aber zehn

Jahre später mit dem Album „Private

Dancer“ und dem Überhit „What's

Love Got to Do with It“. Es folgten bis

zum Rückzug 2004 große Hits, die bis

heute in der Szene und im Radio zu

hören sind, „Typical Male“, „GoldenEye“,

„When the Heartache Is Over“ und

„The Best“. Das Musical im Stage

Operettenhaus am Spielbudenplatz ist

eine musikalische Würdigung der Diva

und Ikone der Emanzipation! *rä

Tina – Das Tina Turner Musical,

Hamburg, Stage Operettenhaus,

Spielbudenplatz 1, U St. Pauli, bis

September 2020, www.musicals.de

TOUR

Mon dieu!

Der junge Franzose Kazy Lambist veröffentlichte

gerade seine neue Single

„Oh My God“. Und er kommt auf Tour.

„Oh My God“ ist eine durch und durch entspannte

Nummer, die sofort die Laune steigen

lässt. Musik, die sowohl beim Dinner, im Klub

oder auch zur Balkon- und Gartenparty passt.

Weil sie gut ist. Weil Kazy Lambist gekonnt

mit seinen Musikmaschinen umgeht. Weil „Oh

My God“ ein Lied, kein Track ist. Wer davon

nicht genug bekommen kann, der hat Grund

zur Freude: Im Februar erscheint

seine EP „Sky Kiss“, da gibt es

dieses starke Stück und weitere

Nummern mit sexy French Touch

und drolligem Nerd-Charme. Gut

zu wissen: Das Stück entstand

zusammen mit Jean-Benoit Dunckel

von AIR. Im März kommt er auf

Tour und macht in Köln, Hamburg,

Frankfurt und Berlin Station. *rä

www.facebook.com/kazylambistmusic

FOTO: DEVALENCE

KALENDER

Kisten à la #Schwarzwald

Und nicht nur die gibt es hier dank Black&White

Fotodesign. Zusammen mit dem Maler Frank Lorenz

entstand eine pop-artige queere Sache, die gefällt.

FOTOS: R. WEHRLE UND U. FRANK, MALEREI: F. LORENZ

„Aktfloral“ nennt sich das Projekt an dem die drei

Künstler gearbeitet haben. „Inspiriert durch die

weltbekannten Fotografen Man Ray, der 1929 durch

ein Laborunglück sich fortan die Solarisation zunutze

machte und Robert Mapplethorpe, der sich auch

dem empfindsamen Stillleben mit Blumen widmete,

entstand die Idee, diese Stile zu vereinen“, verraten

die Schwarzwälder Ralf Wehrle und Uwe Frank von

Black&White Fotodesign. „Die Blumenbilder von

Lorenz, so könnte man meinen, überziehen die

durchtrainierten Körper der nackten Männer wie ein

Tattoo“, fahren sie fort. Und diese Kunst kann man

kaufen, als Kalender. Oder einzeln, die Bilder hängen

noch bis Ende Februar in der Stuttgarter Galerie

Bovistra (freitags 14:30 – 18:30 Uhr, Ludwigstraße 66).

Hajawa, des passt! *rä

www.bovistra.com


18

KULTUR

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

SA 1.2.

120:00 Goldbekhaus

e.V., 18. Hamburger

Comedy Pokal:

Halbfinale, Moorfuhrtweg

9

SO 2.2.

19:30 Kino Abaton,

DARKROOM, D

2019; Gast: Rosa

von Praunheim,

Allende-Platz 3

MO 3.2.

19:30 First Stage Theater,

Zweimal um die

Welt -Oder wohin

will Oma?, Thedestr.

15

DI 4.2.

20:00 Thalia Theater,

Home.Run, grenzverletzende

Familiensaga

von & mit

Hartmut El Kurdi /

Regie Ulrike Willberg

@Nachtasyl,

Alstertor 1

MI 5.2.

20:00 Imperial Theater,

Rockin Burlesque

- Rock‘n‘Roll-

Burlesque-Revue,

Reeperbahn 5

DO 6.2.

19:30 Ohnsorg Theater,

Tratsch op de

Trepp, Heidi-Kabel-

Platz 1

FR 7.2.

15:00 First Stage

Theater, Grosse

Jubiläums Gala - 4

Jahre FIRST STAGE,

weitere Vorstellung

um: 19:30 Uhr, Thedestr.

15

23:59 Schmidt-Theater,

Kay Ray Late Night,

Spielbudenplatz 24

SA 8.2.

19:00 Thalia Theater,

Lange Nacht der

Weltreligionen

2020, Diskurs,

Szenische Lesung,

Konzert, Alstertor 1

SO 9.2.

14:30 Schmidts Tivoli,

Emmi & Willnowsky:

Tour 2020, weitere

Vorstellung um: 19

Uhr, Spielbudenplatz

27

MI 12.2.

19:30 Theater an der

Marschnerstraße,

Der 100-Minuten-

Shakespeare - The

Complete Works

of William Shakespeare

(Abridged),

The Hamburg

Players e.V., in

Englischer Sprache,

Marschnerstr. 46

FR 14.2.

19:00 Kampnagel, Queer

B-Cademy Tag 2,

u.a. mit dem Performancekünstler

Mamoru Iriguchi

& queeren BPoC-

Punkband The

Muslims [p1, kmh,

k4], Jarrestraße 20

SA 15.2.

11:00 Deichtorhallen,

Jetzt! Junge Malerei

In Deutschland,

Halle für aktuelle

Kunst. Bis

zum 24.05.2020,

Tägl. außer Mo.,

Deichtorstraße 1

SO 16.2.

18:00 Hansa Varieté

Theater, Tim

Fischer in CABA-

RET, Steindamm 17

MO 17.2.

21:15 Metropolis Kino,

Queerfilmnacht:

Taxi zum Klo, Kl.

Theaterstr. 10

DO 20.2.

20:00 Polittbüro, Jutta

Ditfurth: Haltung

und Widerstand,

Steindamm 45

SA 22.2.

19:30 Hamburger Engelsaal,

Was es ist -

Liebesbriefe großer

Männer und Frauen

CharStyle:Termine_

StadtplanSternch

en>•

mit Sarah Kattih,

Valentinskamp

40-42

FR 28.2.

19:00 Sasel-Haus e.V.,

Der Schimmelreiter,

Multimediale

Lesung mit Stefan

Hallberg, Saseler

Parkweg 3

SA 29.2.

22:30 Kampnagel, Kick-

Ass-Queereeoké

- Die heilige Zwiespalt

Trilogie Teil

2: Die 7 Epic Fails,

Queeres Mitsing-

Empowerment

[KMH], Jarrestraße

20

SO 1.3.

11:00 Bucerius Kunst

Forum, David

Hockney - Die

Tate zu Gast, Bis

10.05.2020, Tägl.

geöffnet, Alter

Wall 12

MO 2.3.

19:30 Schmidt-Theater,

Daphne de Luxe:

Artgerecht – Ein

tierisch menschliches

Programm,

Spielbudenplatz 24

MI 4.3.

19:00 Schmidts Tivoli,

Heiße Ecke, Spielbudenplatz

27

20:00 Schauspielhaus,

Der goldene Handschuh,

von Studio

Braun nach dem

Roman von Heinz

Strunk, Kirchenallee

39

DO 5.3.

19:00 Hamburger

Kunsthalle, Kunst

im interreligiösen

Dialog: Abschied

und Traer in Kunst

und Religionen,

Treffpunkt Foyer,

Glockengießerwall

5

20:00 Hamburger

Sprechwerk, Die

Zuckerschweine,

Improtheater,

Klaus-Groth-Str. 23

20:00 Altonaer Theater,

Er Ist wieder da,

nach dem Roman

von Timur Vermes,

Museumstr. 17

20:00 Thalia Theater,

Die Nacht der von

Neil Young Getöteten,

von Navid

Kermani / Regie

Sebastian Nübling,

Alstertor 1

FR 6.3.

19:30 Das Schiff, Bodil

Strutz & Axel Pätz:

Weine nicht, wenn

die Rebe fällt, Holzbrücke

2

19:30 Allee Theater, Die

Zauberflöte, von

W.A. Mozart, Max-

Brauer-Allee 76

19:30 Ohnsorg Theater,

Champagner to‘n

Fröhstück, Heidi-

Kabel-Platz 1

19:30 St. Pauli Theater,

Der Sohn, von Florian

Zeller, Spielbudenplatz

29-30

20:00 Alma Hoppes

Lustspielhaus, HG

Butzko: echt jetzt,

Ludolfstr. 53

20:00 Schmidts Tivoli,

Heiße Ecke, Spielbudenplatz

27

20:00 Imperial Theater,

Die Tür mit den 7

Schlössern, Reeperbahn

5

SA 7.3.

11:00 Deichtorhallen,

Jetzt! Junge Malerei

In Deutschland,

Halle für aktuelle

Kunst. Bis

zum 24.05.2020,

Tägl. außer Mo.,

Deichtorstraße 1

15:00 Schmidts Tivoli,

Heiße Ecke, weitere

Vorstellung um: 20

Uhr, Spielbudenplatz

27

SO 8.3.

20:00 St. Pauli Theater,

Juwelen im Morast

der Langeweile,

Livepodcast mit

Micky Beisenherz &

Oliver Polak, Spielbudenplatz

29-30

DO 12.3.

20:00 Roncalli Grand

Cafe, Kuno`s Music

Talk: Abi Wallenstein,

Mönckebergstraße

7

FR 13.3.

11:30 The English Theatre

of Hamburg,

Apologia - Matinee,

Weitere reguläre

Vorstellung um

19:30 Uhr, Lerchenfeld

14

SA 14.3.

19:30 St. Pauli Theater,

Volker Lechtenbrink:

Kommen Sie

ruhig rein, Spielbudenplatz

29-30

20:00 Hamburger

Sprechwerk, My

Way Ensemble:

SICHT.Weise#5,

Choreografie:

Gabriele Gierz,

Klaus-Groth-Str. 23

SO 15.3.

12:00 St. Pauli Theater,

Chor to go, Spielbudenplatz

29-30

MO 16.3.

20:00 Laeiszhalle, This

Is the Greatest

Show „Die größten

Musical Hits aller

Zeiten“, Johannes-

Brahms-Platz

DI 17.3.

20:00 Alma Hoppes

Lustspielhaus,

Django Asül:

Offenes Visier,

Ludolfstr. 53

MI 18.3.

20:00 Schauspielhaus,

Coolhaze, von Studio

Braun, Kirchenallee

39

FR 20.3.

20:00 Alma Hoppes

Lustspielhaus,

Jan-Peter Petersen:

Germany‘s

Next Ex-Model,

Ludolfstr. 53

SA 21.3.

19:30 Hamburger

Engelsaal, Marlene

Dietrich - Das

Hamburg-Konzert

1960, Valentinskamp

40-42

SO 22.3.

19:00 Schmidtchen,

Pornosüchtig - Die

Comedy-Show,

Spielbudenplatz

21/22

MO 23.3.

20:00 Laeiszhalle,

Annett Louisan:

Kleine große Liebe,

Johannes-Brahms-

Platz

SO 29.3.

19:00 Schmidtchen,

Helene Bockhorst:

Die fabelhafte Welt

der Therapie, Spielbudenplatz

21/22


20 SZENE

NACHGEFRAGT

FOTOS: ENRICO DATU

DJ PIMMELHOPSER?

Names, names, names,

darling! Berry E. ist einer der

gefragtesten DJs im Lande, wenn

es um die Großen der Szenepartys

wie Nina Queers Irrenhouse oder

seine G.A.Y. in Hamburg geht. Aber

auch in den kleinen Locations, in

denen es dann umso verschwitzter

um musikalische Exzesse geht, wie

zum Beispiel im Reineke Fuchs,

bucht man den brustbehaarten

Daddyboy, der in der zweiten

Dekade seiner Karriere alles auf

eine Karte – Verzeihung – auf einen

Namen setzt.

Du bist als DJ Berry E. vor über zehn

Jahren gestartet. Was verbindest du

mit Berry?

Berry bin ich in einer ungeschliffenen,

naiven und jungen Version. Ein Junge,

der als DJ und Veranstalter in der Gay-

Szene angefangen hat, ohne einen Plan

zu haben. Ich habe vorher schon lange

auf Hetero-Partys aufgelegt und bin dann

nach meinem Outing durch einen Zufall als

DJ in die Szene gerutscht. Über die Jahre

habe ich viel gelernt und viele Dinge haben

mich geprägt. Ich glaube, Berry ist heute so

mein privates Ich und Hollywood Tramp ist

meine öffentliche Persona.

„The DJ formely

known as Berry E.

and The Midnite

Monkey“

The Midnite Monkey kam als roughe,

technoidere Persona im vergangenen

Jahr dazu. War das nicht zu

vermitteln oder warum „stirbt“ der

Affe schon zum ersten Geburtstag?

Der Name DJ Berry E. war so sehr vom

Pop geprägt, dass ich eine andere Persona

brauchte, um beweisen zu können, dass ich

auch House kann. Das hat super geklappt

und ich habe sofort auf Festivals in ganz

Europa gespielt, und die Reaktionen waren

unglaublich. Gleichzeitig wurde ich aber

auch mit meinem Blog immer bekannter

und ich merkte, dass es langsam für die

Leute zu kompliziert wird. Somit habe ich

dann zum 1.1. – nach langer Beratung –

beschlossen, The Midnite Monkey und DJ

Berry E. unter dem Namen meines Blogs

Hollywood Tramp zu vereinen.

Also im Nachhinein eine nicht

schlüssige Entscheidung?

Auf lange Sicht war es sicherlich nicht

schlüssig. Doch es war ein wichtiger

Zwischenschritt oder auch Übergang,

um mich als DJ im House-Bereich

aufzustellen. Heute gibt es mich unter

dem Namen Hollywood Tramp mit dem

Zusatz „Pop“ oder „House“, und ich glaube,

das wäre nicht möglich gewesen, wenn ich

mir als The Midnite Monkey nicht einen

gewissen Ruf erspielt hätte. Das Problem

war aber eher, dass es am Ende ja wirklich

drei Namen waren, und das war dann doch

einfach zu viel.

Trotzdem möchtest du ja offensichtlich

mit Berry allein auch nicht

weitermachen ...

Ich glaube, für viele bleibe ich für immer

Berry. Privat nennen mich auch alle immer

noch so. Aber als Blogger und DJ ist es

absolut richtig, alles unter einem Namen

zu verknüpfen und für alles ein Profil

zu haben. Du glaubst ja gar nicht, wie

anstrengend es war, drei Facebook- und

drei Instagram-Profile mit derselben

Person zu führen. Die haben sich am Ende

untereinander nur noch gestritten. (lacht)

... oder ist es einfach nur eine Frage

von Marketing und Corporate ID?

„Hollywood Tramp“ ist ja genau

genommen auch der zweite Anlauf,

allerdings für deine Blogger-

Karriere. Zu Beginn hörte man viele


tuscheln: „Neuer Name, das wird

nix.“ Die haben sich gehörig geirrt.

Ich glaube, es ist einfach wichtig, einen

Namen und eine Anlaufstelle für die

Leute zu haben. Wenn der Inhalt qualitativ

gut ist, ist der Name am Ende egal. Ich

glaube, meine Follower wissen nach all

den Jahren, wofür mein Blog steht, wofür

meine Partys stehen und wofür ich als DJ

stehe. Ob ich mich nun „Pimmelhopser“

oder „Hollywood Tramp“ nenne … Ich

glaube, die Leute sind immer skeptisch,

wenn man etwas verändert oder neu

macht. Wie du schon sagst, haben nach

dem !Mono Magazin!, welches ich nach

einem Jahr beendet hatte, um Hollywood

Tramp zu starten, auch viele gesagt, dass

es nichts wird. Doch ich wusste damals,

dass ein Magazin nicht mein Weg ist,

sondern ein Blog, und heute wissen wir

alle, dass es die richtige Entscheidung war.

Also Butter bei die Fische, wie

der Norddeutsche schnackt: Wie

sollen wir dich im Magazin ab sofort

ankündigen? „The DJ-Blogger

Hollywood Tramp – formely known

as DJ Berry E., The Midnite Monkey

and Mono Magazin“?

Haha. Danke für den neuen tollen Namen.

Vielleicht nehme ich den auch direkt und

ändere wieder alles. Oder ich ändere jede

Woche meinen Namen? Auch eine Idee.

Nein, es bleibt im Grunde alles wie immer,

nur findet man mich ab jetzt unter dem

Namen Hollywood Tramp, und das sowohl

mit meinem Blog als auch als DJ.

Pop the Floor und G.A.Y. sind deine

beiden Renner. Daddysboy ist einer

der Neuzugänge. Interessiert hinnerk

als Magazin-Daddy brennend:

Was gibt’s da und wann wieder?

DADDYSBOY ist

praktisch meine erste

Queer-House-Party.

Denn was viele Leuten

heute gar nicht

wissen: Der Sound

entstand in den

1980er-Jahren in der

queeren schwarzen

Klubkultur von

New York und

Chicago. Die

Ballroom-Events

waren ein Weg für

homo- und transsexuelle

Schwarze

und Latinos, auf eine

Gesellschaft zu reagieren,

die ihren Lebensstil abwertete

SZENE 21

und versuchte, ihre Präsenz auszulöschen.

DADDYSBOY setzt genau hier an: Clubbing

als Kommentar auf Rasse, Klasse und

Geschlecht. Der Name der Eventreihe

beinhaltet genau das: vom maskulinen

Daddy bis zum tuntigen Boy. Oder ist der

Daddy im Kleid und der Boy der Hengst?

Fuck labels! Wir wollen ein Event, auf dem

jeder sein wahres Ich sein kann und jedes

Spektrum zum Teil des Events wird. So wie

damals, als die House-Szene aus unserer

Gay-Szene entsprang.

Ich hatte drei sehr erfolgreiche Ausgaben

in 2019 und bin am 18. Januar 2020 in

eine größere Location gezogen

(Ziegelsaal auf der Reeperbahn).

Somit soll

die DADDYSBOY in

Zukunft regelmäßig

stattfinden,

und bis die

Termine stehen,

sollte man

am besten

einfach „daddysboyparty“

auf Facebook

und Instagram

folgen.

*Christian Knuth


22 NACHTLEBEN

AFTER-SHOW-DINNER

mit RICARDO M. im

KLEINEN JACOB

FOTO: LOUIS C. JACOB

FOTO: LOUIS C. JACOB

Wie jedem hier bekannt sein dürfte, entpuppen sich

manchmal anfänglich kleine Dinge im Laufe des

Abends als ziemlich groß und lecker. So lasse ich

das durch Image und Bekanntheitsgrad riesengroße

Hotel Louis C. Jacobs mit seinen zwei Michelin-Sternen für

das Jacobs Restaurant links liegen und trete in den kleinen,

für Nienstedten sicherlich schon sehr rustikalen Ableger des

hanseatischen Klassikers an der Elbchaussee ein: das Kleine

Jacob direkt gegenüber. Holzdielen, glänzende Holztische, rotweiße

Stick-Kissen, gemütlicher Kerzenschein und dekorative

Wandbilder machen das Kleine Jacob zu einer Gaststube, wie es

sie wirklich nur hier draußen zwischen Blankenese, Nienstedten

und Bentley-Cabrio geben kann. Mein Eckplatz ist ideal: Blick

auf Elbchaussee, die Dame mit Fingerring mit Pelzbesatz am

Zweiertisch und den Männertisch in dunkelblauen Anzügen,

weißen, gestärkten Hemden und Pomade im Haar. Immer

wieder schnappe ich das Wort „Money“ auf. Ich schnappe nach

Luft und bestelle das Lütten Jacob-Menü!

Weinwirtschaft Kleines Jacob, Elbchaussee 404,

S Hochkamp, Hamburg, www.kleines-jacob.de

Zum vollständigen Testbericht von

Ricardo geht es auf hinnerk.de

RICARDO M. auf der Bühne

20.3., 20.3., Landhotel-BINGO!

mit RICARDO M., Landhotel Müller,

Lieserstraße 17, 54550 Daun,

www.ricardo-m.com

FOTO: ROMAN HOLST / INSTAGRAM.COM/ROMAN_HOLST

VARIETÉ

Palazzo-Star

Ariana Savalas

Gerade erst moderierte die Cabaret- und

Burlesque-Künstlerin auf der Varieté-Bühne

im Palazzo-Spiegelzelt, jetzt erscheint auch

schon am Valentinstag ihr neues Album

„The Dead Dance“. Die ehemalige Schülerin

einer katholischen Mädchenschule, die

später im „Crazy Horse“ und „Moulin Rouge“

arbeitete, präsentiert hier eine stimmige

Mischung aus Popmusik und Jazz – immer

mit einem Schuss Girlpower. Gelernt hat

sie ihr Handwerk übrigens an der Royal

Academy for Dramatic Arts in London. *rä

www.arianasavalas.com

FOTO: J. XANDER

TIPP

Küchen-Party

Wenn alle anderen die PERLE Hamburg

nach Ladenschluss verlassen

müssen, darfst du bei diesem

exklusiven After-Work-Event erst

richtig loslegen: Probier dich durch

die Küchen-Party-Specials der

Gastronomen der PERLE Hamburg,

DJ Sawis sorgt für den passenden

Soundteppich und nationale

Aussteller aus der Gastronomie

präsentieren ihre neuesten Trends.

Beim Live-Cooking bereitet Fabio

Haebel „The Seafood Chef“ seine

feinen Kreationen zu und freut sich

auf den Küchen-Schnack mit euch.

9.4., Küchen-Party, PERLE Hamburg,

Gerhart-Hauptmann-Platz

48a, U Mönckebergstraße, 19:30

– 21 Uhr, Karten und Infos unter

https://perle-passage.de


24 NACHTLEBEN

FOTO: FREEPIX.COM

UEBEL / GEFÄHRLICH

ONCE upon a time ...

... im hohen Norden der Republik,

machten sich die Veranstalter

der FAIRYTALE auf die

lange Reise um der schönsten

Stadt Deutschlands, Hamburg, eine

neue unvergessliche queere Partynacht

zu bescheren.

So beginnt die märchenhafte

Erzählung zu einem ganz besonders

queer-buntem Partyprojekt, das seit

Dezember winternachtstraumhaft

die sozialen Medien verzaubert.

Und am 29. Februar ist es nun

soweit: DJs aus der ganze Republik,

unter anderem DJ CK aus Köln, Paul

Paillette aus Berlin und Miss Delicious

aus Stuttgart sowie drei Hamburger

Feen und Kobolde (Matt Blue, Fabi B.

und Sirena Secret) drehen die Platten -

teller und die zauberhafte Jamie

Lee tanzt und singt live zu eurer

Unterhaltung! Lasst euch begeistern

und taucht für eine Nacht in die Welt

der Märchen und Fabelwesen.

29.2., Fairytale, Uebel & Gefährlich,

Feldstraße 66, Hamburg,

S Feldstraße, 23:55 Uhr,

www.fairytale-party.de

NACHTASYL

DARE mit dem Wolf tanzt!

Aua. Reim dir, oder ich fress dir. Aber der

Zweck heiligt die Mittel: Duran Durans „Hungry

Like The Wolf“ steht als Motto für die Februarausgabe

von Hamburgs erfolgreichster queerer

1980er-Party fest. Fest steht auch, dass dieser

Superlativ nicht übertrieben ist: „Nach dem

grandiosen Auftakt am Samstag verspricht es

ein tolles Partyjahr zu werden, die Gäste waren

ja kaum zu halten, wir mussten die Tür schon

vor Mitternacht zu machen,“ schrieb uns

Frankie und deswegen: Wer früh kommt, heult

und tanzt mit den Wölfen! *ck

8.2. + 7.3., DARE! @ Nachtasyl, Thalia

Theater, Hamburg, U Jungfernstieg/

Mönckebergstraße, 22:30 Uhr


CITYRADAR

DADDYSBOY

Die zweite queer house friday in der gößreren

Location mit Hollywood Tramp an den Reglern

und Daddys und Boys auf der Tanzfläche steigt

am Tag den es nur alle vier Jahre gibt.

29.2., Ziegelsaal – DOCKS, Spielbudenplatz 19,

Hamburg, S Reeperbahn, 23:59 Uhr

CAMP 77

FOTOS: T. ZURBRÜGGEN

Der Karneval steht mit seinen Masken, Verkleidungen

außerhalb aller Normen und auch außerhalb

jeder Zeit: Eine Welt für sich! Träume werden wahr

und manifestieren sich in Fleisch und Blut. Das

beste Outfit des Abends gewinnt einen Preis im

Wert von 100 Euro! Für die Musik sind DJ AleXio,

Marc Majewski und Arno von Dannen am Start.

1.2. Ex-Neidklub, Reeperbahn 25, Hamburg,

S Reeperbahn, 23 Uhr

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Ihren passenden

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26

NACHTLEBEN

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

Wöchentlich

SONNTAG

16:00 Generation Bar,

Cocktail Happy

Hour, 17 bis 21 Uhr,

Lange Reihe 81

20:00 Toms Saloon,

After Weekend

Club, Pulverteich 17

22:00 Wunderbar,

Weekend Closing,

Eine Nacht mit

René, Talstraße 14

MONTAG

16:00 Generation Bar,

Cocktail Happy

Hour, 17 bis 21 Uhr,

Lange Reihe 81

19:00 Eldorado Bar,

Queere Biere - it‘s

Mongäy, Wohlwillstraße

50

20:00 Extratour,

Georgs Stammtisch,

Offener

Stammtisch für

schwule Männer,

Zimmerpforte 1

20:00 Toms Saloon,

Two-4-One, bis 24

Uhr, Pulverteich 17

22:00 Wunderbar,

Monday Blues, Talstraße

14

1. 3. 4. 5. Do 20:00

AZ_Hinnerk_FEB2020_40x128neu:La Contact Bar, Open

House! Barabend,

Men only., Danziger

Str. 51

Trainer in der

Erwachsenen -

bildung mit

systemischer

Coachingkom -

petenz Basis

8 Monate 16.03.2020

Train the Trainer

Basic

5 Monate 16.03.2020

Systemischer

Coach Basis

5 Monate Juni 2020

Persönliches infogesPräch:

Tel.: 040 / 30 39 31-23

Gotenstraße 14 20097 Hamburg

www.gis-akademie.de

DIENSTAG

09:00 Erotixx, Bi-Day,

Hamburger Berg 36

16:00 Generation Bar,

20:00 Toms Saloon,

Tom want YOU!,

Pulverteich 17

MITTWOCH

20:00 Contact Bar, Die

Schnapsidee: Shot!,

Men only, Danziger

Str. 51

20:00 Toms Saloon,

Bergfest, Pulverteich

17

22:00 Wunderbar,

Mittwochs Feierei

- Wildes Wohnzimmer

St. Pauli,

Talstraße 14

DONNERSTAG

20:00 SLUTCLUB,

Sleazy & Easy Party,

Dresscode: Nackt,

ab 23 Uhr ohne

Dresscode, Rostocker

Straße 20

20:00 Generation Bar,

Blond am Donnerstag,

Stammtisch,

Lange Reihe 81

20:00 Toms Saloon,

Longdrink Night,

Pulverteich 17

FREITAG

20:00 Contact Bar,

NACKT! Naked-

Sexparty, Men only.

Ab 23:55 Uhr Bar-

Night., Danziger

Str. 51

20:00 Toms Saloon,

Crazy Friday, Pulverteich

17

21:00 Generation Bar,

Sounds on the floor,

mit den G-Bar-DJs,

Lange Reihe 81

22:00 SLUTCLUB,

Shooters Friday,

Kein Dresscode,

Rostocker Straße

20

22:00 Wunderbar,

Disko mit den DJs

der Wunderbar, Talstraße

14

SAMSTAG

21:00 Generation Bar,

City Night Beats,

mit den G-Bar-DJs,

Lange Reihe 81

22:00 Wunderbar,

Disko mit den DJs

der Wunderbar, Talstraße

14

1. 3. 4. Sa 22:00 SLUT-

CLUB, SlutClub

Non Stop, bis 5 Uhr,

strikter Dresscode,

Rostocker Straße

20

05:00 SLUTCLUB,

Insomnia Frühclub,

kein Dresscode,

Rostocker Straße

20

SA 1.2.

23:00 TwentyFive (Ex-

Neidclub), CAMP

77 „Beefy Carnival“,

Circuit, Electro,

House, R & B +

Black, Deep., Reeperbahn

25

23:00 Große Freiheit

36, Kaiserkeller:

SHAKESQUEER,

lesbischwul. queer.

we are here. DJ’s

Luise Bass & Frau

Wunderlich, Große

Freiheit 36

DO 6.2.

19:00 Wunderbar, Magnificks

Dragqueen

Bingo, Talstraße 14

FR 7.2.

23:59 Uebel&Gefährlich,

Kids Make Noise,

Queer Indie, Rock,

Alternative & Electro

Pop Party, Feldstr.

66

SA 8.2.

22:30 Thalia Theater,

DARE! - DURAN

DURAN „Hungry

Like A Wolf“, the

80s club for gays +

friends at Nachtasyl,

Alstertor 1

23:55 moondoo, 136° -

The Club - 12 Years

Birthday Bash,

(Basement), Reeperbahn

136

23:00 Fundbureau, MAN-

HATTAN - The Party

Goes On, DJs: Berkenkamp,

Tee Jay,

Fabi B. u.a., Stresemannstraße

114

MI 12.2.

20:00 SLUTCLUB, Cheap

& Sexy Wednesday

mit der Hein & Fiete

Info-Tour, 2-4-1

bis 23 Uhr, danach

regulärer Barbetrieb,

Rostocker Straße 20

SA 15.2.

23:55 Prinzenbar, Pop

The Floor - Pop

Extravaganza 2020,

Pop-Non-Stop by

DJ Berry E, Kastanienallee

20

23:59 Bahnhof Pauli,

BABYLON Clubbing,

Men Only!, Spielbudenplatz

21-22

SO 16.2.

15:00 kir, Sunday Tea

Dance, mit DJ Alan

Joe & DJ Redtom-

Cat, Langenfelder

Damm 94

FR 21.2.

23:45 Fundbureau,

Atmosphere x Fundbureau,

(mixed),

Stresemannstraße

114

SA 22.2.

20:00 Contact Bar,

Saturday Night

Fever!, Men only.

Party, flirten,

cruisen, Danziger

Str. 51

22:00 Uwe Reeperbahn,

Love Parasite, Synth

Wave Party, Spielbudenplatz

21

23:59 Fundbureau,

Smash Invaders,

(mixed), Stresemannstraße

114

FR 28.2.

23:59 Fundbureau,

DRUCK!, (mixed),

Stresemannstraße

114

SA 29.2.

17:30 SLUTCLUB,

Horse Fair Market

- regulärer Fickstutenmarkt,

Einlass

Stuten: 17:30 -

18:30 Uhr, Einlass

Hengste: 19:00

- 20:00 Uhr, Rostocker

Straße 20

23:55 Uebel&Gefährlich,

Fairytale - Grand

Opening + Jamie

Lee Kriewitz Live,

DJs: Paul Paillette,

Miss Delicious,

DJCK, Fabi B, Matt

Blue, Feldstr. 66

23:59 SLUTCLUB, Slut-

Club Non Stop, bis 5

Uhr, strikter Dresscode,

Rostocker

Straße 20

DO 5.3.

20:00 Rote Flora, FLTI*

Kneipe, Achidi-

John-Platz 1

SA 7.3.

22:30 Thalia Theater,

DARE!, the 80s club

for gays + friends at

Nachtasyl, Alstertor

1

23:00 Große Freiheit

36, Kaiserkeller:

SHEROES, queerfeministische

Frauenparty mit DJ

trust.the.girl, Große

Freiheit 36


TICKET INKL.

ALLER SPEISEN UND

GETRÄNKE

39 €

ZZGL. GEBÜHREN


28 NORDDEUTSCHLAND

BREMEN: NEUER

POLIZEILICHER

ANSPRECHPARTNER

Daniel Blida übernimmt die

Funktion als Ansprechpartner

für Lesben, Schwule,

Trans- und Interpersonen

(AP LSBTI). Seine Schwerpunkte

liegen auf der

Präventionsarbeit und der

Unterstützung und Beratung

von Opfern trans- oder

homophober Straftaten:

„Aus Angst vor Repressalien

wagen nicht alle queeren

Opfer den Weg zur Polizei

oder in die Öffentlichkeit

Nicht jede Gewalttat wird

angezeigt, daher wiegen sich

die Täter in Sicherheit und

können weitere Straftaten

ohne Angst vor Strafverfolgung

begehen.

FOTO: POLIZEI BREMEN

Community

Nicht zuletzt aus diesen

Gründen stellt die Polizei

Bremen der Community

und den Kolleg*innen bei

der Polizei weiterhin einen

fachlichen Ansprechpartner

zur Seite.“

Daniel Blida ist über lsbti@

polizei.bremen.de direkt

erreichbar oder über die Polizeizentrale

unter 04213620.

BREMEN (UND ANDERSWO)

Fußball und Homophobie:

It’s a long way

Auf dem aktuellen Album „Madame X“

setzt sich Madonna im Lied Batuka

mit der kolonialen Geschichte des Rassismus

auseinander.

Sie erzählt die Geschichte des Batuque, einer

Musikrichtung, die von schwarzen Frauen

der Insel Kap Verde geschaffen wurde. Es ist

gleichzeitig eine Geschichte des Feminismus

und eine Parabel für jede Minderheit, die

gleiche Rechte gegen herrschende Mächtige

und/oder gesellschaftliche Zustände erkämpfen

muss. „It’s a long way ...“ wird im Lied als

Mut machendes Mantra gebetsmühlenartig

wiederholt. Und darum jetzt auch einmal

mehr eine Sichtbarmachung derer, die gegen

Homo- und Transphobie sprichwörtlich auf

dem Patz stehen. Die Green Hot Spots -

Werder Bremen Queer Fans:

„Manchmal werden wir gefragt, warum es

uns gibt und warum es immer noch wichtig

ist, sichtbar zu sein. Nun, die Antwort

ist, weil es gebraucht wird. Wir erleben von

vielen Fangruppen und Einzelpersonen

im Stadion inzwischen einen großartigen

Support und Erlebnisse wie das Turnier in

Zürich geben uns das gute Gefühl, nicht

alleine zu sein. Wenn man jedoch sieht, wie

auf dem Instagramprofil „kurvebleibtstabil“

ein Foto aus Zürich kommentiert wird,

dann sprechen Aussagen wie „einfach

widerlich sollen sich alle am besten Aids

abholen“, „Juden HSV“ und Schmähungen

zu „Homo Fanutensilien“ und den

Regenbogen-Eckfahnen für sich. Solange

solche Menschen probieren den Fußball

und das Stadion für sich zu vereinnahmen,

so lange müssen wir auch mit friedlichen

und bunten Aktionen einen Gegenpart

gegen die braune Einfalt setzen.“

Auf facebook.com/greenhotspots.de

sind Screenshots und Links zu den

Ausfällen zu finden. Unterstützung hilft,

gemeinsam ist der lange Weg in die diskriminierungsfreie

Gesellschaft leichter zu

bewältigen. Das wussten schon die Frauen

von Kap Verde. Sie singen und trommeln

heute noch. *ck

FOTO: RAT UND TAT BREMEN

MICHAEL

§

LEIPOLD

RECHTSANWALT und

FACHANWALT für Familienrecht

• Familien- und Partnerschaftsrecht

• Strafrecht

• Ausländer- und Asylrecht

Steindamm 62 • 20099 Hamburg

Tel.: (040) 357 147 34

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www.kanzlei-leipold.de


BREMEN

Aus lesbisch-schwul wird queer.

Gesungen wird trotzdem!

NORDDEUTSCHLAND 29

Bremens erster lesbisch-schwuler Chor „Da Capo al

dente” heißt jetzt „queerer Chor“.

Die Begründung ist nicht – bevor der geneigte Leser (ohne

Sternchen und weibliche Form) gleich auf 180 ist – Schwule

schamvoll unsichtbar zu machen. Der Chor schreibt: „Der

moderne Begriff steht für ein zeitgemäßes Lebensgefühl,

denn „queer“ schließt alle Sexualitäten ein, steht für Offenheit.

Der neue Name ist damit beispielsweise auch eine Einladung

an hetero-, bi- oder transsexuelle Menschen zum Mitsingen.“

FOTO: M. RÄDEL

Der aus rund 30 Sängerinnen und Sängern bestehende Chor

trifft sich wöchentlich donnerstags in der Waller Musikschule

zur Probe und freut sich immer über Verstärkung. Chorerfahrung

und Notenlesen sind zwar wünschenswert, aber keine

Voraussetzung. Wichtiger sind die Freude am gemeinsamen

Singen, die Lust auf kleine choreografische Einsätze und

Spaß daran, das queere Kulturleben der Stadt mit den

Auftritten des Chors zu bereichern. Frei nach Loriot: Es wird

jetzt mehr gesungen! *ck

www.dacapoaldente.de

HANNOVER

Noch mehr Volume!

Zum zehnten Jubiläumsjahr der

VOLUME-Partyreihe gibt es eine

Sonderausgabe mit Elektro und

Darkroom am Schaltjahrestag

und das Bus-Shuttle ist ab sofort

im Eintrittspreis enthalten.

Am 29. Februar wird mit der

„Rude Edition“ ein neues Kapitel

der VOLUME aufgeschlagen. Mit

dem Einzug in die Kult-Location

Glocksee gibt es wird es erstmalig einen

Playroom/Darkroom geben. Katy Bähm aus Berlin, noch bekannter

durch „Queen of Drags“ legt zusammen mit Gloria Viagra auf.

Achtung: Es wird verschärft elektronischer als auf der VOLUME

XXL – passend zum industriellen Ambiente der Location.

Die nächste reguläre VOLUME XXL steigt schon am 14. März im

Funpark – das Motto ist hier DJ Battle. Es battlen sich Miss Mo.,

Coloured Beats und Miss Delicious. Wenn es gar nicht zusammen

geht, hat die VOLUME XXL aber ab sofort drei Tanzflächen.

Auf noch mehr VOLUME in 2020! *ck

29.2., VOLUME – Rude Edititon, Indiego und Glocksee,

Glockseestr. 35, Hannover, 23 Uhr

14.3., VOLUME XXL – DJ Battle, FUNPARK, Expo Plaza 9,

Hannover, 23 Uhr, www.volume-party.de

D

Freitags erhältst Du für jedes gekaufte Ticket einen Gutschein, mit dem Du

innerhalb von vier Wochen unsere Sauna am Freitag erneut besuchen kannst.

PrEP!

App!

Hurra!

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30

NORD

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

MI 5.2.

20:00 Alhambra,

FLIT-Kneipe, Hermannstraße

83,

Oldenburg

DO 6.2.

19:00 Anna´s alte

Liebe, Queerbeet-

Stammtisch Alfeld,

Am Klinsberg 1,

Alfeld

FR 7.2.

21:00 Schwule Sau,

Sau-Bar „Do.

Make. Sau. Think.“,

Schaufelder Str.

30a, Hannover

SA 8.2.

14:00 Vulkan-Sauna,

Bärensauna,

Eintritt 10 Eur

für Bären, Otto-

Brenner-Str. 15,

Hannover

23:00 Shagall, Gay-

Kiss - Neon Night,

Charts, Gayhouse

& Black mit DJ

Ceed & DJ Kremin,

Rembertiring 4,

Bremen

FR 14.2.

22:00 Schwule Sau,

Sau-Party „Liebesgrüße

aus Hollywood“,

Schaufelder

Str. 30a, Hannover

SA 15.2.

22:00 Alhambra, MännerFabrik,

men

only., Hermannstraße

83, Oldenburg

SO 16.2.

15:00 Schwule Sau, Torten

essen Torten,

Schaufelder Str.

30a, Hannover

16:00 Zone 283, Naked,

Kornstraße 283,

Bremen

MO 17.2.

20:15 Apollo Kino,

WoMonGay: Mom

+ Mom, Limmerstr.

50, Hannover

DI 18.2.

20:15 DESiMOs spezial

Club im Apollo,

DESIMO: Zaubershow,

Limmerstr.

50, Hannover

FR 21.2.

20:00 RAT & TAT,

KWEERdenker,

Das Kneipen-Quiz.

Anschließend:

Kneipenabend,

Theodor-Körner-

Str. 1, Bremen

MO 24.2.

20:00 Cine-k, Queer

Monday, Bahnhofstr.

11, Oldenburg

DI 25.2.

20:15 DESiMOs spezial

Club im Apollo,

René Steinberg:

Freuwillige vor -

wer lacht, macht

den Mund auf!,

Limmerstr. 50,

Hannover

FR 28.2.

14:00 K13 Sauna, Wellness

bei Kerzenschein,

ab 19:30

Uhr Themenaufgüsse,

Klävemannstr

13, Oldenburg

21:00 Zone 283, Men´s

Night, Kein Dresscode,

Kornstraße

283, Bremen

21:00 Schwule Sau,

Sau-Bar, Schaufelder

Str. 30a,

Hannover

SA 29.2.

23:00 Alhambra, Rosa

Disco, Dance,

Charts, House und

Klassiker, Hermannstraße

83,

Oldenburg

23:00 Indiego & Cafe

Glocksee, VOLUME

XXL - Rude Edition,

DJs: Katy Bähm

& Gloria Viagra,

Glockseestr. 35,

Hannover

MO 2.3.

20:15 DESiMOs spezial

Club im Apollo,

Simon & Jan: Alles

wird gut, Limmerstr.

50, Hannover

FR 6.3.

20:00 Marlene, Die

Bösen Schwestern:

VERFLIXT und

nachGELACHT,

Prinzenstr. 10,

Hannover

21:00 Zone 283, Men´s

Night, Kein Dresscode,

Kornstraße

283, Bremen

MO 9.3.

20:15 Apollo Kino,

MonGay: Als wir

tanzten, Limmerstr.

50, Hannover

MI 11.3.

19:00 Bootshaus des

Oldenburger Yacht

Club, Bären &

Kerle Stammtisch,

Sophie-Schütte-

Str. 22, Oldenburg

FR 13.3.

20:00 Kuppelsaal, Gregory

Porter, Theodor-Heuss-Platz

1-3, Hannover

SA 14.3.

14:00 K13 Sauna,

Schaumparty +

Youngster-Tag,

Schaum ab 22 Uhr

in der Fun-Area,

Klävemannstr 13,

Oldenburg

23:00 Funpark, VOLUME

XXL - DJ Battle

2020, DJs: Miss Mo.

vs. Coloured Beats

vs. Miss Delicious,

Expo Plaza 9, Hannover

FR 20.3.

20:00 e.novum, Improshow,

Steife Brise,

Munstermannskamp

1, Lüneburg

SA 21.3

20:00 Pavillon, Cody

Stone: Magic-Mix

zum Jubiläum!,

Lister Meile 4, Hannover

22:00 Zone 283, Leder,

Uniform, Breeches,

entsprechender

Dresscode, Kornstraße

283, Bremen

22:00 Alhambra,

MännerFabrik –

BärenErwachen,

men only., Hermannstraße

83,

Oldenburg

23:00 Kubik-Club, OS-

Gay-Night, Dammstr.

2, Osnabrück

SA 28.3.

Wöchentlich

SONNTAG

16:00 HuK, Sonntags

– Cafe, bis 18 Uhr,

Schuhstr. 4, Hannover

MONTAG

11:00 RAT & TAT,

Schwulen- und

Aidsberatung, (04

21) 70 41 70; Bis 13

Uhr, Theodor-Körner-Str.

1, Bremen

DIENSTAG

14:00 K13 Sauna,

Studenten-Tag,

kostenlosen Eintritt

für alle bis 24

Jahre,, Klävemannstr

13, Oldenburg

MITTWOCH

14:00 Vulkan-Sauna,

Youngster Day

(U30), bis 30 Jahre

nur 12 Eur, Otto-

Brenner-Str. 15,

Hannover

15:30 Andersraum,

LGBTQ Senior_

innen, bis 17:30

Uhr, Asternstr. 2,

Hannover

18:30 BDP Mädchen_kulturhaus,

Young+Queer

Gruppe, für alle

Jugendlichen und

jungen Erwachsenen

ab 14 Jahren.

Bis 20:30 Uhr,

Heinrichstr. 21,

Bremen

DONNERSTAG

15:00 HuK, Offene Tür

- Homosexuelle

und Kirche Hannover,

bis 18 Uhr,

Schuhstr. 4, Hannover

14:00 K13 Sauna, Wellness

bei Kerzenschein,

ab 19:30

Uhr Themenaufgüsse,

Klävemannstr

13, Oldenburg

17:00 Bowling World

Hannover, Rainbow

Cup 2020,

Anmeldeschluss:

20.03.2020, Osterstr.

42, Hannover

20:00 Location 25,

Queer Cinema: Girl,

Hartengrube 25,

Lübeck

FREITAG

10:30 Wilhelmshavener

AIDS-Hilfe e.V.,

Offenes Frühstück,

Paul-Hug-Str. 60,

Wilhelmshaven

18:00 Hempels –

Lesben- und

Schwulenzentrum,

Jugendgruppe Be

Different, (bis 25

Jahre), Ziegelhofstr.

83, Oldenburg

SA 28.3.

23:00 Alhambra, Rosa

Disco, Dance,

Charts, House und

Klassiker, Hermannstraße

83,

Oldenburg

18:00 RAT & TAT,

Jugendgruppe

Respekt, 16 - 25

Jahre. KWEER,

Theodor-Körner-

Str. 1, Bremen


31


32 GESUNDHEIT

FOTO: OLIVIER HAASE

AUFRUF

KEVIN AKA VANITY TRASH

ERZÄHLT

So macht Weihnachten keine Freude. Am 24. Dezember 2019,

nur einen Tag vor der großen „Santa CAMP Cums“-Party

schockte Host Vanity Trash mit einem aufrüttelnden Posting.

Alles ging ganz schnell: Einlieferung, OP und dann wenige Tage

später stand fest: Hodenkrebs. Kevin hat sich entschieden, den

Kampf gegen die Krankheit öffentlich zu führen. Ungeschminkt,

emotional und mit allen Höhen und Tiefen und Zweifeln. Kevin

ist damit einverstanden, dass wir hier sein Krebstagebuch

veröffentlichen. Und er hat eine Bitte: Geht zur Vorsorgeuntersuchung

oder tastet euch selbst oder euren Partner gelegentlich

ab. Früh entdeckt sind die Heilungschancen gut – aber frühes

Entdecken setzt frühes Wissen voraus. Feel your balls! (kann ja

sogar Spaß machen!) *ck

www.facebook.com/vanity.trash

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Lange Reihe 58 · 20099 Hamburg

Tel.: (040) 24 56 64 · Fax: (040) 24 44 26

Ihre Apotheke im

Öffnungszeiten:

Mo - Fr 8:30 bis 19:00 Uhr

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Inh.: Uta Capellen-Antz e.Kfr.

Tel.: (040) 24 56 64

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GESUNDHEIT

IN HAMBURG

33

ÄRZTE

■ Andreas Britz,

Dr. med.Praxisklinik am Rothenbaum,

Privatpraxis, Haut- und Geschlechtskrankheiten,

Lasertherapie,

Kosm.-ästhet. Behandlungen,

Allergologie,

Heimhuder Str. 38, & 44809812,

www.dr-britz.de

■ Elbpneumologie

Dres. med. Aries & Partner,

Lungenheilkunde, Allergologie,

Struenseehaus, Mörkenstr. 47,

& 3903534,

altona@elbpneumologie.de

■ Dammtorpraxis, Dr. Linnig,

Allgemeinmedizin, Reise-Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Damnmtorstr. 27, & 35715638,

www.dammtorpraxis.de

■ ICH Grindel,

Dr. med. Thomas Buhk,

Dr. med. Stefan Fenske,

Prof. Dr. med. Hans-Jürgen

Stellbrink,

All gemeine und Innere Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Grindelallee 35, & 4132 420,

www.ich-hamburg.de

■ ICH Stadtmitte,

Dr. med. Axel Adam,

Stefan Hansen,

PD Dr. med. Christian Hofmann,

Dr. med. Michael Sabranski,

Dr. med. Carl Knud Schewe,

Allgemeine und Innere Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Glockengießerwall 1,

& 28004200,

www.ich-hamburg.de

■ Medizinisches Versorgungszentrum

Hamburg,

Prof. Andreas Plettenberg,

Dr. Albrecht Stoehr,

Prof. Jörg Petersen,

Dr. Peter Buggisch,

HIV, Hepatitis, STD, Infek tiologie,

Lohmühlenstr. 5, Am AK St. Georg

Haus L, & 28407600,

www.ifi-medizin.de

■ Oliver Neubauer,

Facharzt für Urologie,

Herthastr. 12, & 64224500,

www.urologe-hamburg.com

■ Schwerpunktpraxis

Nerven-Psyche,

Dr. med. Hans Ramm,

Dr. med. Andrea Oster,

Neurologie, Psychiatrie,

Psychotherapie,

Kreuzweg 7, & 245464,

www.nervenarzt-hh.de

■ Dr. med. Martin Eichenlaub,

Facharzt für Neurologie,

Nervenheilkunde, Psychiatrie u.

Psychotherapie,

Elbgaustr. 112., & 841084,

www.nervenarzt-eichenlaub.de

■ Dr. med. Ulrich Reuters,

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie,

Plastische Operationen,

Rothenbaumchaussee 5, & 4800848

■ Ralf Siemen,

Praktischer Arzt,

Königstr. 1, & 314144

■ Josef Stuch,Dr.

All gemeinmedizin,

Ida-Ehre-Platz 12, & 37510060

■ Ambulanzzentrum des UKE,

Bereich Infektiologie:

Dr. med. Olaf Degen,

Dr. med. Sabine Jordan,

Dr. med. Sandra Hertling,

Dr. med. Stefan Schmiedel,

Dr. med. Anja Hüfner,

Fachärzte für Innere Medizin

/Allgemeinmedizin/Tropenmedizin,

HIV, STD,Infektion- & Tropenkrankheiten,

Hepatitis

Universitätsklinikum Eppendorf,

Martinistr. 52, &741052831,

infektionen@uke.de

■ Dr. med. Welf Prager & Partner,

Dermatologie,

ästhetische Dermatologie,

operative Dermatologie,

Allergologie, Phlebologie,

Lasermedizin,

Hemmingstedter Weg 168,

& 040 81 991 991

www.derma-hamburg.de

ZAHNÄRZTE

■ Dr. Dirk Ergenzinger & Martin Schuh,

Eidelstedter Platz 6a, & 5709385,

www.zahnaerzte-eidelstedt.de

■ Zahnarztpraxis Rainer Witt,

Holsteiner Chausee 267, & 55505962,

www.zahnaerzte-schnelsen.de

COACHING

■ Markus Bundschuh,

Gestalttherapeut-Psychotherapie

(HPG), Müggenkampstr. 29,

& (0179) 5270700,

www.therapie.de/psychotherapie/

bundschuh

■ Ruthemann Coaching,

Heilpraktiker f. Psychotherapie,

Professor-Brix-Weg 4, & 31171492

www.ruthemann-coaching.de

■ easylife Therapiezentrum,

einfach abnehmen Winterhuder,

Marktplatz 6-7, & 309875130,

www.easylife-hh.de

APOTHEKEN

■ Alexander Apotheke St. Georg,

Steindamm 81, & 28009922,

www.alexapo.de

■ Alexander Apotheke City-Süd,

Beim Strohhause 2, & 97078827,

www.alexapo.de

■ Apotheke am H auptbahnhof,

Steindamm 2, Ecke Adenauerallee,

& 241241

■ Apotheke Zum Ritter St. Georg,

Lange Reihe 39, & 245044

■ Epes Apotheke,

Lange Reihe 58, & 245664

PSYCHOTHERAPIE

■ Markus Bundschuh,

Gestalttherapeut-Psychotherapie

(HPG), Müggenkampstr. 29,

& (0179) 5270700,

www.therapie .de/psychotherapie/

bundschuh

■ Christian Perro, Dr. med.,

Psychiatrie, Eppendorfer Landstr. 37,

& 464554

■ Kurt Strobeck,

Dr. med. Facharzt Psychiatrie und

Psychotherapie, Ferdinandstr. 35,

& 32527214

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für Euch!

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34 GESUNDHEIT

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Zoo verstehen: Unter

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findest du ausführliche

Hintergrundinfos und

Interviews zum Thema!

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DU NIMMST CHEMS ZUM SEX? IN DER GRUPPE NOCH GEILER!

Wenn du zufrieden bist und alles läuft,

wollen wir dir nicht reinquatschen! Wenn

es doch nicht rundläuft, nicht mehr geil

ist und du was ändern willst, ist jetzt die

{quapsss} für dich da.

Für manche ist es schwierig Chems

zu reduzieren oder gar komplett aus

dem Leben zu streichen. Darum gibt es

jetzt die {quapsss}-Gruppe in Hamburg.

Mehrere Jahre haben Deutsche Aidshilfe

und die queeren Checkpoints zusammen

mit Drogenberatungsstellen an einem

zielgruppengerechten Beratungsangebot

für die Chemsex-Szene gewerkelt. Denn:

Es gab kein passendes. Chemsex-Nutzer

sind keine klassischen Drogensuchtkranken,

klassische Drogensuchtberatungen

nicht auf explizite Sexualberatung

eingestellt.

{quapsss} ist deswegen auch kein Entzug,

oder Aussteigerprogramm, sondern ein

Gruppenangebot für schwule Männer,

die mit Chemsex besser klarkommen

wollen oder damit aufhören möchten.

Die Hamburger Gruppe startet bei Hein

& Fiete, ist kostenlos und Infos sowie

Anmeldemöglichkeiten findest du bei

Christoph (christoph@heinfiete.de) und

Michael (Quapsss@therapiehilfe.de). *ck

IMPRESSUM

Herausgeber:

Christian Fischer (cf) & Michael Rädel (rä)

Chefredakteur:

Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)

Stellv. Chefredakteur:

Christian Knuth (ck)

BESUCHERADRESSE:

Berlin: Sophienstr. 8, 10178 Berlin,

T: 030 4431980, F: 030 44319877,

redaktion.berlin@blu.fm

Hamburg: T: 040 280081-76 /-77,

F: 040 28008178, redaktion@hinnerk.de

Frankfurt: T: 069 83044510 F: 069

83040990, redaktion@gab-magazin.de

Köln: T: 0221 29497538,

termine@rik-magazin.de,

c.lohrum@rik-magazin.de

München: T: 089 5529716-10,

Vertrieb: redaktion@leo-magazin.de

MITARBEITER:

Thomas Wassermann, Matthias Rätz (mr),

Ricardo M., Christian Lütjens,

Jonathan Fink, Christian K. L. Fischer (fis),

Leander Milbrecht (lm), Dagmar Leischow

Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke, www.sprachdesign.de

Art-Direktion: Janis Cimbulis

Grafik: Susan Kühner

Cover: Mode: Daniel, Foto: Hans Keller,

www.hanskeller.com

ANZEIGEN:

Berlin: Christian Fischer (cf):

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Am Busbahnhof 1,

24784 Westerrönfeld

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Identität. Wir freuen uns über eingesandte Beiträge,

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Gesellschafter sergej Medien und

Verlag GmbH:

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Am Treptower Park 45, 12435 Berlin


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GESUNDHEIT

FOTO: TEAM RH PHOTOGRAPHY / INSTAGRAM.COM/ROMAN_HOLST

SEXUALITÄT

STUDIE: SCHWULER SEX IN EUROPA UND

EMIS 2017 heißt die größte jemals durchgeführte europaweite Datenerhebung

zum Sexualleben und der sexuellen Gesundheit von Männern, die Sex mit

Männern haben (MSM).

EMIS steht für European Men-Who-

Have-Sex-WithMen Internet Survey. Die

Online-Befragung, zu der unter anderem in

unseren Magazinen und über die Datingplattform

ROMEO aufgerufen wurde, fand

vom 18. Oktober 2017 bis zum 31. Januar

2018 statt. Fast 128.000 Männer (99 Prozent

Cis-Männer, 1 Prozent Transmänner)

aus 50 Ländern nahmen teil. Die erst im

Spätsommer veröffentlichten Ergebnisse

liefern ein für Prävention und Politik

unglaublich umfangreiches Abbild über die

Lebenswirklichkeit homo- und bisexueller

Männer in Europa.

Deutschland, deine MSM

Rund 22.000 Teilnehmer von EMIS 2017

gaben an, in Deutschland zu wohnen.

Von ihnen gaben elf Prozent an, nicht

hier geboren zu sein, und zehn Prozent

ordneten sich einer ethnischen Minderheit

zu. 78 Prozent bezeichnen sich selbst

als schwul oder homosexuell und nur 24

Prozent leben ihre sexuelle Orientierung

komplett versteckt aus oder gaben an,

sich nur wenigen Menschen gegenüber

geoutet zu haben. 46 Prozent leben in

einer Partnerschaft. Diese gesellschaftlich

anscheinend relativ hohe Akzeptanz

drückt sich auch im Vergleich psychischer

Faktoren aus: Rund 23 Prozent der deutschen

Teilnehmer bezeichneten sich als

sexuell unzufrieden. Zufriedener mit ihrem

Sex waren die Männer aus den Niederlanden

(nur 11 % Unzufriedene), Island (15

%) und Spanien (16 %). Am schlechtesten

bewerten Männer aus Nordmazedonien

(37 % Unzufriedene), dem Libanon, aus

Albanien, dem Kosovo und Montenegro

(34 %) sowie Ungarn und Schweden (31

bzw. 30 %) ihr Sexualleben. Was bedeutet

das konkret?

Sex und sein Einfluss auf

die psychische Gesundheit

Es ist bekannt, dass Minderheiten häufiger

an Depressionen leiden oder sogar suizidgefährdet

sind. Auch die Zugehörigkeit

zu einer sexuellen Minderheit gehört zu

den Stressfaktoren, die sich diesbezüglich

negativ auswirken. Die Zahlen sind

alarmierend:

• 18 Prozent litten in den zwei Wochen

vor ihrer Teilnahme an EMIS 2017 von

mindestens mittelstarken nervösen

oder depressiven Zuständen

• 8 Prozent davon unter schweren

• Schwere Störungen des Wohlbefindens

traten überdurchschnittlich bei

den MSM auf, die im Jahr vor der Befragung

erfuhren, dass sie HIV-positiv

sind (14 Prozent)

• 21 Prozent der Teilnehmer haben in

den zwei Wochen vor der Befragung

sogar an Suizid oder Selbstverletzung

bzw. Schädigung gedacht

MSM aus dem Libanon, der Ukraine, Russland,

Montenegro, dem Kosovo, Albanien

und Nordmazedonien, haben mit 13 bis 16

Prozent besorgniserregenden hohe Werte

bei schweren nervösen oder depressiven

Zuständen. In Deutschland litten darunter

nur fünf Prozent der Teilnehmer. Allerdings

hatten hierzulande auch fast 16 Prozent

in den vergangenen zwei Wochen vor Befragung

Suizidgedanken oder wollten sich

selbst, zum Beispiel durch übermäßigen

Drogenkonsum oder riskantes Sexverhalten,

selbst schädigen. Auch hier überstieg

die Zahl der Menschen mit frischer HIV-

Diagnose die des Durchschnitts wieder

deutlich.

Dr. Dirk Sander, Schwulenreferent der

Deutschen AIDS-Hilfe, kommentierte dies

für das Magazin HIV & More so:

„Aus den Daten der EMIS-2017-Studie

stellen sich die Gesundheit und die

Krankheitsrisiken schwuler und bisexueller

Männer als vielschichtig und komplex dar.

Abwertungserfahrungen und Bewältigungsverhalten

zeigen sich als physische

und psychische Krankheitsmuster. Immerhin

23 Prozent der befragten deutschen

Männer, die Sex mit Männern haben,

finden sich am unteren Ende einer Skala

der sexuellen Zufriedenheit.“

Tripper, Syphilis und Co.

Wie gehen MSM mit sexuell übertragbaren

Krankheiten um, wie verbreitet sind sie?

Einige Kennzahlen.

• 4 Prozent hatten im Jahr vor der

Umfrage Syphilis, 5 Prozent Gonorrhö


GESUNDHEIT

SCHLAU ZU HIV

GEWICHTSZUNAHME DURCH

HIV-THERAPIE?

Während viele der älteren Generation beim Gedanken

an HIV noch das Bild ausgemergelter Körper und starken

Gewichtsverlusts im Kopf haben mögen, wird in der

Community über ungewollte Gewichtszunahme unter

antiretroviraler Therapie gesprochen. Wir fragten bei Professor

Dr. med. Hans-Jürgen Stellbrink vom Infektionsmedizinischen

Centrum Hamburg (ICH) nach, was es damit auf sich hat.

FOTO: ICH

DEUTSCHLAND

(Tripper), 5 Prozent Chlamydien

• 1 Prozent hat eine positive HIV-Diagnose

bekommen (insgesamt gaben 10 Prozent

der Teilnehemr an, HIV-positiv zu sein).

Deutschland liegt hier wieder genau im

Durchschnitt der Studie.

• 7 Prozent hatten eine Hepatitis A

• 6 Prozent hatten eine Hepatitis B

• 2 Prozent hatten schon einmal eine

Hepatitis-C

Mythos Truvada-Hure

Insgesamt ist die Testbereitschaft von MSM

(verglichen mit der Allgemeinbevölkerung) hoch:

Mehr als jeder zweite Befragte (56 Prozent) ließ

sich im Jahr vor EMIS 2017 auf HIV testen, 46

Prozent auf andere STI. Diese Werte führen direkt

zur Frage, wie es um das persönliche Wissen um

Ansteckungswege und die Präventionsstrategien

bestellt ist. Denn wie oft hört man besonders

in Bezug auf PrEP oder Schutz durch Therapie,

dass „die Schlampen“ verantwortungslose

Virenschleudern wären, was mit den Zahlen nicht

übereinstimmen kann, denn beide HIV-Präventionsmethoden

setzen regelmäßige Arztbesuche

und damit ein engmaschiges Screening auf STI

voraus. Anders formuliert: Würde jeder die PrEP

wie verordnet nehmen, hätten sich 100 Prozent

testen lassen.

Und tatsächlich: 85 Prozent der Befragten hatten

in den zwölf Monaten vor der Umfrage mindestens

einmal Analverkehr mit einem Mann und 61

Prozent mindestens einmal Analverkehr ohne

Kondom. Analverkehr ohne Kondom mit einem

Partner, dessen HIV-Status sie nicht kannten,

hatten rund 24 Prozent aller und 20 Prozent der

deutschen Befragten. Und das bei nur rund drei

Prozent PrEP-Nutzern, in Deutschland sogar nur

zwei Prozent. Soweit ein erster Überblick. EMIS

2017 hält noch viele weitere Zahlen parat. *ck

Was ist dran am Thema?

Am Phänomen der ungewollten Gewichtszunahme kann kein Zweifel

bestehen. Das Problem ist, dass es auch in der Allgemeinbevölkerung

vorhanden ist. Ein Teil davon ist sicherlich einfach Rückkehr zum

Normalzustand nach Kontrolle von HIV durch die ART. Es gibt zudem

besonders bei den älteren Medikamenten der ART einige, die bekanntermaßen

die Gewichtszunahme unterdrücken. Das hört sich vielleicht

erst einmal toll an, ist aber vielleicht eine nicht nur positive Nebenwirkung,

die wir bisher nicht erkannt haben. Als letzter Punkt muss

erwähnt werden, dass wir immer nur über eine mittlere Gewichtszunahme

sprechen, es gibt Patienten, die herausfallen und besonders stark

zunehmen. Das alles zusammengenommen, sehen wir bei den neuen

Medikamenten nur relativ mehr Gewichtszunahme als bei den alten. Wir

wissen aber noch nicht, ob das tatsächlich ein Medikamenteneffekt ist,

oder nur das Wegfallen der Nebenwirkungen der alten und der Effekt

sonstiger Einflüsse wie Rauchentwöhnung, Antidepressiva, Jobwechsel

mit sitzender Tätigkeit, kein Sport etc.

Wann ist eine Therapieumstellung medizinisch sinnvoll und

welche Alternativen gibt es dann?

Ich muss hier leider ein wenig enttäuschen: Wir setzen die neuen Medikamente

deswegen ein, weil sie weniger Nebenwirkungen auf Nieren,

Knochen oder anderes haben. Gegen eine Gewichtszunahme haben

wir ganz klassische und wirksame Methoden zum Leidwesen unserer

Patienten: Sport, ausgewogene Ernährung, Verzicht auf Genussmittel ...

Im Gegensatz dazu haben wir zur Zeit keinerlei Anhaltspunkte, dass ein

Therapiewechsel auf ein anderes modernes Regime überhaupt Einfluss

auf das Phänomen hätte. Wir beobachten das aber und werden selbstverständlich

handeln, sollte sich doch zeigen, dass Therapiewechsel das

Gewicht reduzieren können, ohne die Therapiewirkung zu gefährden.

*Interview: Christian Knuth

Ob wir es hier mit einer neuen Form der Lipodystrophie zu tun haben,

lest ihr im ganzen Interview auf www.männer.media/schlau-zu-hiv!


GESUNDHEIT

INTERVIEW

VOLKSKRANKHEIT

CHRONISCHE SCHMERZEN

Frauen haben Migräne, Männer Rückenschmerzen. Das sind die wohl

bekanntesten Formen von Schmerzerkrankungen mit ihrer klassischen

geschlechtlichen Zuordnung. Was gerne als „Zipperlein“ abgetan wird, ist in

der Realität ein wachsendes medizinisches und gesellschaftliches Problem.

Wenn aus dem vermeintlichen Zipperlein

chronische Leiden werden, hat dies unter

Umständen große Folgen für den Betroffenen,

sein privates und sogar berufliches

Umfeld. Die Tagesklinik für Schmerzmedizin

des Wenckebach-Klinikums in Berlin

bietet ein innovatives biopsychosoziales

Behandlungskonzept, das wir uns vor Ort

von Oberärztin Dr. Friederike Taraz für euch

erklären ließen.

Ist es richtig, von der

Volkskrankheit chronische

Schmerzen zu sprechen?

Die Krankheitstage wegen psychischer

Erkrankungen sind viel häufiger geworden.

Im Gegenzug sind die Krankheitstage

wegen körperlichen Beschwerden zurückgegangen.

Das liegt nicht daran, dass

Leute heutzutage körperlich gesünder

sind, sondern weil die Betrachtungsweise

eine andere geworden ist. Bei Rückenschmerzen

kann es z. B. eine psychische

Diagnose geben, also eine chronische

Schmerzstörung mit psychischen und

somatischen Faktoren. Unser Hirn ist

plastisch. Es ist veränderbar. Man weiß bei

chronischer Schmerzstörung gibt es eine

Sender-Empfänger-Störung. Der Auslöser

ist dann kein akutes Problem, sondern oft

die Erinnerung an alte Schmerzen und die

Angst vor erneuten Schmerzen. So wird

der Körper überströmt vom Gefühl chronischer

Schmerzen.

Ab wann ist meine Migräne

chronisch und ich wäre ein

Fall für diese Tagesklinik?

Eine chronische Schmerzstörung liegt

vor, wenn man mehr als sechs Monate

Schmerzen hat. Jemand hat eine

körperliche Ursache wie z. B. Arthrose,

Rheuma, die von Ihnen genannte Migräne,

Bandscheibenvorfall oder Hüftbeschwerden.

In der Folge kommt es dazu, dass die

alltäglichen Aufgaben nicht mehr so gut

bewältigt werden und die Stimmung sich

deshalb verschlechtert. Sozialer Rückzug


GESUNDHEIT

und die Entwicklung von Zukunftsängsten

können folgen: Wie soll es weitergehen

mit dem Geld und dem Job? Behalte ich

meine Stelle? Kann ich mich noch so um

die Kinder kümmern, wie ich das gern

möchte? Deshalb sprechen wir von einem

psychosomatischen Krankheitsbild. Ausgehend

vom Körper macht der Schmerz

etwas mit der Psyche und das

hat zusätzlich eine soziale

Dimension. Wir versuchen,

unseren Patient*innen ein biopsychosoziales

Krankheitsmodell

nahezubringen.

Also ist der Spruch

„Schatz ich hab

Migräne” doch ein

psychisches Problem?

Nein. Wie gesagt: Es liegt

eine körperliche Ursache vor.

Aber die Psyche hat darauf

Einfluss, wie der Körper damit

umgeht. Ein Beispiel: Jeder

von uns kennt das: Wenn

man wenig geschlafen hat,

sich ärgert und sich dann

den Fuß vertritt – das tut

viel mehr weh, als wenn man

gerade dabei ist, den Gipfel zu stürmen,

an einem sonnigen Tag und zusammen

mit den besten Freunden. Da merkt man

es kaum. Die Schmerzwahrnehmung ist

durch Stimmungen sehr beeinflussbar und

bei chronischen Schmerzen ist das sehr

komplex. Es sind viel mehr Menschen von

chronischen Schmerzen betroffen, als man

denkt. Diese kommen also nicht wegen der

Migräne hierher, sondern weil die Belastung

durch diese körperliche Erkrankung größer

ist, als bei anderen. Die daraus entstehende

Frage ist: Warum verselbstständigt sich der

Schmerz bei dem einen und bei dem anderen

nicht? Warum entsteht bei dem einen

aus Rheuma eine chronische Schmerzstörung

und der andere hat „nur“ mit Rheuma

zu kämpfen?

Welche Erklärungsansätze

haben Sie denn zum Beispiel?

Ein wichtiger Punkt ist die Kindheit, in

der der Mensch lernt, wie er mit Krankheiten

und körperlichen Empfindungen

und Bedürfnissen umgeht. Jeder wird in

seiner Familie und in seiner Zeit groß. Jeder

macht also individuelle Erfahrungen und

entwickelt Verhaltensmuster, nach denen

er mit körperlichen Störungen umgeht.

Mit diesen erlernten Mustern kommen

die meisten gut zurecht. Allerdings gibt es

auch Situationen, in denen neuartige Einflüsse

oder auch einfach zu viel gleichzeitig

zusammentrifft, sodass diese Muster

versagen. Dann schafft man es nicht mehr

und greift zum Beispiel zur vermeintlich

schnellen, medikamentösen Lösung nach

dem Prinzip ‚ist nicht so schlimm. Ich nehme

einfach noch eine Tablette und gut ist.‘

„Unser Ziel ist die Ermöglichung

von Entstressung

– durch Informationen,

Gespräche, gemeinsame

Erlebnisse, Entspannungs-

und Achtsamkeitsund

Bewegungsübungen,

Ernährungsumstellung

und ein besseres Verständnis

von sich selbst.“

Und was wäre besser?

Wir stellen uns mit unseren Patient*innen

die Frage, wie wir einen Paradigmenwechsel

erreichen können, wie die erlernten

Muster infrage gestellt und erweitert

werden können. Welche Verhaltens- und

Behandlungsmöglichkeiten gibt es noch?

Wir versuchen mit den Patient*innen hier in

der tagesklinischen Therapie einen neuen

Ressourcen-Rucksack zu packen. Keinen

Notfall-Koffer im Sinne von: Es ist zu spät,

das muss ich jetzt tun (die Schmerztablette

nehmen zum Beispiel), sondern ein Paket

von Maßnahmen, die ich einsetzen kann,

wenn erste Anzeichen dafür eintreten, dass

es schwierig werden kann. Ein Inhalt dieses

Rucksackes kann die Ernährung sein. Wie

könnte ich mich so ernähren, dass mein

Gewicht im Rahmen ist und mein Skelett

es tragen kann? Warum ist es sinnvoll, Obst

und Gemüse zu essen? Warum sollte ich

auf Koffein verzichten?

Sie kochen hier vegetarisch

sehe ich. Ist das medizinisch

besser?

Nein. Wir dürfen in diesem Bürogebäude

keine Fleischabfälle produzieren.

Bei der Ernährung ist uns wichtig, dass

die Patient*innen die Grundzüge einer

schmerzmodifizierenden Ernährungsweise

verstehen. Es ist sinnvoll, bei chronischen

Schmerzen regelmäßig zu essen – viel Obst,

viel Gemüse, Nüsse und sich den Kaffee

aufzusparen, wenn man Migräne hat. Koffein

ist ja ein gutes Therapeutikum und sollte

nicht genutzt werden, um sich vermeintlich

belastbarer zu machen.

Ich soll auf meinen Kaffee

verzichten?

Viele trinken viel Kaffee. Wir haben immer

wieder Patient*innen, die trinken morgens

einen Kaffee direkt nach dem Aufstehen,

und noch einen, wenn sie im Büro ankommen.

Im Laufe des Vormittags trinken sie

noch einen Kaffee und dann noch einen

im Laufe des Nachmittags

und einen

letzten Kaffee, wenn

sie dann nach Hause

kommen. Im Endeffekt

können sie aber

nicht oder schlecht

einschlafen, weil sie

zu dem Drittel der

Bevölkerung gehören,

die sehr koffeinsensibel

sind und bei denen

es bis zu 72 Stunden

dauern kann, bis das

Koffein abgebaut ist.

Was macht man dann?

Entweder man nimmt

eine Schlaftablette

oder trinke noch ein

Bier. Dadurch ist die

Schlafarchitektur

gestört. Und was hilft, wenn man am

nächsten Morgen zeitig aufstehen muss –

ein Kaffee. Wie oft putscht man sich also

mit Kaffee, obwohl der Körper eigentlich

sagt: „Es ist genug!“ Das heißt, wir

sprechen darüber, mal eine Woche keinen

Kaffee zu trinken. Oft bekommt man als

„Entzugserscheinung“ Kopfschmerzen,

aber dann hat man es meistens auch

schon überstanden. Die Idee ist, dass die

Patient*innen merken, wie oft sie Essen

und /Trinken als Stimmungsmodifikation

einsetzen.

FOTO: REGINA SABLOTNY

Neben Kaffee ist auch die

Schmerztablette selbstverständlicher

Alltagsbegleiter

vieler Menschen. Wie gehen

Sie damit um?

Wir sprechen darüber, wie mit Medikamenten

umgegangen wird und welche

Erwartungen der Einzelne diesen gegenüber

hat. ‚Wenn ich eine Paracetamol

nehme, bin ich den ganzen Tag schmerzfrei‘

– das ist unrealistisch. Viele nehmen

auch viel zu viele Schmerzmittel. Aus

Angst vor Schmerzen wird zum Beispiel

rein prophylaktisch zur Schmerztablette

gegriffen. Andere dagegen nehmen keine

Medikamente, obwohl es für sie hilfreich

wäre. Der Schlüssel ist das richtige Medikament,

in der richtigen Dosierung, zum

richtigen Zeitpunkt und mit den richtigen

Indikationen. Genauso kann aber auch

eine äußere Anwendung


GESUNDHEIT

FOTOS: REGINA SABLOTNY

hilfreich sein. Ob Kohlwickel bei einem

entzündeten Gelenk, Lavendel zum

Einschlafen oder Pfefferminz für die

Schläfen bei Kopfschmerzen – das hat

keine Nebenwirkungen und ist für viele

sehr hilfreich. Als Ärztin denke ich oft:

Wenn mein Patient mal nicht schlafen

kann, weil er nicht weiß wie er die Miete

bezahlen kann, dann braucht er einen

Wohngeldantrag und keine Schlaftabletten!

Wir haben auch eine fantastische

Sozialarbeiterin. Das ist eine der wichtigsten

Frauen im Team. Um das besser in

die Konzeption unserer tagesklinischen

Behandlung einzuordnen: Es gibt einen

Therapieplan und darin jeden Tag Bewegungstherapie

und auch Informations-,

Gesprächs- und Übungsgruppen von den

Psycholog*innen, Ärztinnen und den Gesundheits-

und Krankheitspflegerinnen.

Das ist wirklich umfangreich ...

… Ja. Ich versuche es weiter an Beispielen

begreifbar zu mache, damit Ihre

Leser*innen sich ein Bild machen können.

Wir sprachen ja bereits kurz über das

gemeinsame Kochen hier in der großen

offenen Küche. Das wird von Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen begleitet

und es werden Achtsamkeitsübungen

ausgeführt. Dabei beobachten wir ganz

viel: Wer hat schon nach der ersten Kartoffel

das Gefühl, das ist mir schon zu viel?

Wer schneidet alle Zwiebeln in Rekordzeit,

wer hilft überall mit, wer möchte keine

Entscheidung darüber fällen, ob etwas

durchgekocht ist oder nicht? Und wer

kann es genießen, wenn es gut schmeckt?

Erkennbar sind für uns Therapeut*innen

Unter- und Überforderungen und Interaktion.

Manche Patient*innen trauen sich

nach dieser Therapie auch mal wieder,

Leute zu bewirten wie z.B. Freunde oder

Familie. Sie haben dann auch ganz andere

Sachen zu erzählen, wenn sie wieder in der

Tagesklinik sind.

Warum ist dieses Haus nicht

zum Beispiel in der Innenstadt

im Vivantes?

Das ist ein großes Privileg. Dieses große

und unscheinbare Bürogebäude, direkt

am Teltowkanal mit Blick ins Grüne. Für

Patient*innen die mit Krankenhäusern

schlechte Gefühle verbinden, egal ob in

der Rettungsstelle, im OP, auf der Station

oder bei Ärzten ist es hilfreich, dass hier

nichts an ein Krankenhaus erinnert. Wir

arbeiten eng zusammen mit der somatischen

Abteilung bei Vivantes aber auch mit

den niedergelassenen Ärzt*innen. Es gibt

bei Vivantes ein MVZ für Schmerzmedizin,

das für Medikation unsere kompetenten

Ansprechpartner*innen besitzt. Außerdem

sind unsere Gesundheits- und Krankenpfleger

speziell geschult im Umgang mit

chronischen Schmerzpatient*innen. Wir

sehen uns als Wegabschnittsbegleiter und

wollen unsere Patient*innen nicht abhängig

machen von Massagen oder einzelnen

Therapeut*innen, sondern wir wollen, dass

sie sich selbst die besten Ärzt*innen sind.

Wir sind auch selbst ganz gespannt bei

wem, was hilfreich ist. Die Patient*innen

bleiben zwischen sechs und zwölf Wochen

in einer festen Gruppe in der Tagesklinik,

sodass sie sich gut austauschen und kennenlernen

können. Diese Vertrautheit ist

hilfreich. Derzeit sind unsere Patient*innen

zwischen 18 und 82 Jahre alt und aktuell

mehr Männer als Frauen. Normalerweise

ist es andersherum. Sie kommen aus allen

Schichten und aus allen Lebenskonstellationen.

Wie kann ich mich hier

anmelden?

Wer herkommen möchte, kann uns einfach

anrufen oder über unsere Homepage

einen Termin vereinbaren. Als Erstes

erfolgt das Vorgespräch. Wir möchten in

Erfahrung bringen, warum sich Menschen

genau jetzt bei uns melden. Was ist ihr

Anliegen? Gern erzählen wir, was unsere

Arbeit ausmacht und schauen, ob es für

beide Parteien passt. Nach dem Vorgespräch

folgt der physiotherapeutische

Befund. Unsere Bewegungstherapeutinnen

untersuchten die Patient*innen, um

körperliche Einschränkungen festzustellen.

Oft sind diese gar nicht da, wo es

wehtut. Das ist wie bei einer Lampe: Der

Lichtschalter ist nicht da, wo es leuchtet.

Wie sind die Erfolgsaussichten?

Wir laden unsere Patient*innen nach drei

Monaten noch mal ein, um zu sehen,

was sich tatsächlich verändert hat. Wir

wissen, Veränderungen brauchen 100

Tage. Bekannt ist, dass der Bereich im

Gehirn, der mit chronische Schmerzen eng

zusammenhängt, nahe dem Stresszentrum

ist. Unser Ziel ist die Ermöglichung

von Entstressung – durch Informationen,

Gespräche, gemeinsame Erlebnisse,

Entspannungs- und Achtsamkeits- und

Bewegungsübungen, Ernährungsumstellung

und ein besseres Verständnis von sich

selbst.

*Interview: Christian Knuth

Vivantes Wenckeback-Klinikum –

Tagesklinik für Schmerzmedizin,

Tel. 030 130194824, schmerzmedizin.

tk-wbk@vivantes.de, www.vivantes.de


Tu,

was

andere auch

tun

Es ist deine Entscheidung, mit einer

erfolgreichen Behandlung kannst du

leben, wie du es willst.

Nimm dein Leben in die Hand und erfahre

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Eine Initiative von

für ein positives Leben mit HIV.


GESUNDHEIT

FOTO: TEAM RH PHOTOGRAPHY / INSTAGRAM.COM/ROMAN_HOLST

HIV/STI

S.A.M MACHT`S DIR SICHER!

Seit mehreren Jahren steigen in Deutschland die Infektionen mit sexuell

übertragbaren Krankheiten (STI). Dies kann sowohl auf ein verändertes

Sexualverhalten im Zuge der geringeren Angst vor einem Tod durch Aids,

als auch besonders auf die Freiheiten einer offeneren Gesellschaft und die

Digitalisierung des Datings zurückgeführt werden.

Grund zur Panik besteht nicht. Die Zahlen

liegen immer noch weit unter denen der

Zeit vor Aufkommen von HIV und zudem

sind alle STI weiterhin gut behandelbar

bzw. vermeidbar (siehe Infos im letzten

Absatz). Dennoch ist es wichtig, dass sich

die Gesellschaft neue Wege ausdenkt, um

Sexualität im Sinne der Gesundheit möglichst

einfach sicher zu machen. Eine dieser

Maßnahmen ist S.A.M, ein Projekt von

Münchner Aids-Hilfe, Deutscher AIDS-Hilfe,

ViiV Healthcare und des Labors Lademannbogen

in Hamburg, dessen Testphase nach

Bayern nun schrittweise auf neun Bundesländer

ausgeweitet wird.

Was ist S.A.M?

In einem online- und handybasierten

Abosystem bekommst du für jeweils 32

Euro alle drei, sechs oder zwölf Monate

ein Testset für HIV, Syphilis, Chlamydien

und Gonokokken (Tripper) nach Hause

gesendet. Die Anwendung ist super einfach,

einmal durchgeführt wirfst du das Kit in den

nächsten Briefkasten und bekommst einige

Tage später die Ergebnisse auf dein Smartphone.

Ist ein Test positiv, wird dir dies von

einem fachlich befähigten Berater telefonisch

mitgeteilt und die weitere Vorgehensweise

direkt besprochen. Wir haben S.A.M

schon ausprobiert und sind begeistert. Es

ist wirklich einfach und unkompliziert.


GESUNDHEIT

Warum S.A.M?

Besonders für Menschen außerhalb

der Großstädte oder in Städten, in

denen die Tests unverhältnismäßig

teuer sind, schließt „S.A.M – Mein

Heimtest“ eine klaffende Versorgungslücke.

Auch für Nutzer der

PrEP, die diese nicht über die Krankenkasse

bekommen, oder Menschen,

die vielleicht gehemmt sind,

über ihr Sexualverhalten zu sprechen,

bietet sich S.A.M an. Und nicht zu

vergessen, bedeutet der Besuch

beim Arzt oder in der Beratungsstelle

individuelle Planung und Zeit, die

sich einige einfach sparen wollen

und deswegen bisher nicht zum Test

gingen. Zudem ist das Angebot mit

seinen 32 Euro unschlagbar günstig,

alleine der HIV-Test kostet regulär

zwischen 25 und 50 Euro.

Wie bekomme ich

S.A.M?

Über die Webseite www.samtest.de

meldest du dich an und musst

dich dann nur einmal in einem

persönlichen Gespräch bei einem

S.A.M-Partner-Checkpoint registrieren.

Dies ist bisher in München,

Regensburg und Nürnberg möglich,

neu dabei sind seit Dezember

2019 Bonn, Lingen, Frankfurt,

Dresden und Magdeburg. Zum

Redaktionsschluss dieses Beitrags

stehen die Starts in Hamburg,

Berlin, Hannover und Freiburg im

Januar bzw. Februar 2020 noch

nicht hundertprozentig fest, alle

Infos bekommst du dazu aber auf

der Website www.samtest.de.

Info STI

Neben den Möglichkeiten, die

S.A.M bietet, gilt weiterhin die

Regel, dass ein jährlicher STI-

Check-up beim Arzt oder in

einer Beratungsstelle für alle

Menschen empfohlen wird, die

sexuell aktiv sind. Kondome verringern

zwar das Ansteckungsrisiko,

allerdings bei Weitem nicht

so sicher, wie sie das bei HIV tun.

Im Allgemeinen reicht beim Arzt

der Hinweis, dass ein mögliches

Ansteckungsrisiko bestanden hat,

damit dieser die Untersuchungen

über die Krankenkasse abrechnen

kann. Gleiches gilt für die Impfung

gegen die STI, für die zurzeit keine

gute Therapie zur Verfügung steht:

Hepatitis A & B. Eine zehn Jahre

wirksame Impfung gegen eine

Ansteckung erhalten Männer, die

Sex mit Männern haben, wenn sie

dem Arzt offen erklären, Sex mit

Männern zu haben. Frauen und Heteros

erhalten den Schutz ebenfalls

als Kassenleistung, wenn sie ein

hohes Infektionsrisiko zum Beispiel

durch häufig wechselnde Geschlechtspartner

haben. Sollte dein

Arzt sich weigern, dir die Hepatitisimpfung

zu verschreiben, zeige

ihm diesbezügliche Informationen

aus dem Internet, zum Beispiel von

www.iwwit.de. *ck

Statement von der

Deutschen AIDS-Hilfe:

Pressesprecher

Holger Wicht zu

„S.A.M – Mein

Heimtest“:

„S.A.M wächst und

gedeiht. Die erste

Auswertung hat gezeigt:

Diese Möglichkeit,

sich checken zu

lassen, wird gut angenommen

und erreicht die Richtigen.

Sie motiviert Menschen zum

Test beziehungsweise dazu,

sich häufiger testen zu lassen.

Am Ende des Jahres 2019

haben wir ungefähr 1.000

Test-Ergebnisse mitgeteilt. Das

befristete Pilotprojekt liefert

uns wertvolle Erfahrungen.

Wir streben an, dass wir später

einmal ein solches Angebot bundesweit

aufbauen können. HIV

und andere Infektionen sollten so

schnell wie möglich behandelt

werden. Deswegen sind regelmäßige

Checks so wichtig.“

FOTO: DAH

So funktioniert S.A.M Mein Heimtest

Ein Test-Abonnement für HIV, Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien

Kostenloses Versenden

der Proben

Online-Registrierung unter

www.samtest.de

Wir beraten Dich in einer der S.A.M-

Beratungsstellen.

Du erhältst dein erstes Testkit vor Ort.

Entnahme der Proben zu

Hause

Ergebnismitteilung per

Telefon/SMS

Wir senden dir alle 3, 6 oder 12 Monate

automatisch ein S.A.M Testkit zu


GESUNDHEIT

NACHGEFRAGT

TIM UND JULIAN:

„... sich nicht darauf

zu verlassen, dass

das Gegenüber sagt,

es sei auf PrEP.“

FOTOS: BLESHPORN.COM

Als alle sagten, Pornografie sei tot, kamen diese beiden Wahl-Berliner auf die

Idee, Pornos zu drehen: Tim aus Bremen und Julian aus Hamburg. Ein Paar,

das sich seine Freiheiten lässt – und in Szene setzt.

Wie kommt man denn auf die

Idee, Pornos zu drehen, jetzt,

wo alle sagen, damit verdient

man nichts mehr?

Julian: Die Idee entstand, als wir Ende

2016 im Urlaub waren. Wir haben uns

ohnehin immer gerne beim Sex gefilmt

oder fotografiert. Im Urlaub in Barcelona

hat uns dann ein Fotograf angesprochen

und es entstanden schöne Bilder. Und wir

machten ohnehin wieder dabei Filmchen ...

Tim: Eigentlich für privat. Wir hatten

ein Sexdate, doch als wir das Material

anschauten, dachten wir: Das würde doch

gut passen. Ich sagte noch so lapidar, dass

ich mal in den nächsten sechs Monaten

nach einem Server schauen würde und

was das kosten würde ... Zu der Zeit hatten

wir Besuch von einem befreundeten

Webmaster. Der sagte: „Warum warten, wir

machen das jetzt!“

Julian: Und schon im November 2016

ging die Seite online. Wir haben uns

umgeschaut, was andere so anbieten, und

gedacht, dass das ja alles recht ähnlich

ist.

Tim: Wir machen das nicht fürs Geld.

Julian: Nein, wir haben unsere Jobs im

Hintergrund, bleshporn gehört mit zum

kreativen Teil unseres Lebens. Wir sind

Männer von nebenan, nichts muss sein.

Wir brauchen nicht drei Stellungen und

drei Szenen im Monat. Wir wollen Spaß.


Tim: Die Work-Life-Balance stimmt. Nur den

einen Job zu machen, wäre nichts für uns.

Eifersucht war nie ein Problem?

Tim: Nein, gar nicht. Beim Dreh achte ich nur

auf das Technische ...

Julian: Und privat reden wir ja immer VOR

einem Date drüber, wie sich der Chat mit dem

Sexpartner davor so entwickelt hat. Unsere

Beziehung ist auch nicht in dem Sinne offen,

dass jeder dauernd rumvögelt.

Tim: Aber es kann passieren. Meist sind es aber

Dreier.

Wie schaut es aus mit PrEP und

Safer Sex?

Julian: Wir sind beide auf PrEP und machen

bare Pornos. Wir versuchen unseren Models

aber auch immer beizubringen, sich nicht darauf

zu verlassen, dass das Gegenüber sagt, es

sei auf PrEP. Man muss sich auf seinen eigenen

Schutz konzentrieren und zu regelmäßigen

Checks gehen.

Tim: Es gibt auch Szenen ganz ohne Cumshot

oder ohne Ficken.

Julian: Wir gehen regelmäßig zum Check-up und

lassen uns untersuchen, denn die PrEP schützt vor

HIV, aber nicht vor Tripper und Hepatitis.

Tim: Wir klären unsere Models immer

umfassend auf.

Worauf freut ihr euch 2020?

Tim: Auf unsere Reisen. Geplant ist Florida ...

Julian: Da willst du hin. (lacht) Paris, Gran

Canaria ... In Budapest ist es immer schön.

Tim: Auch nach Warschau und Krakau wollen

wir wieder.

*Interview: Michael Rädel

www.bleshporn.com

twitter: bleshporn


DIVERSITY

NACHGEFRAGT

JENNY

FRIESE

„Mir selbst

sind Vorurteile

nicht ganz

unbekannt“

Das „LGBT*IQ Netzwerk Arco“ der Commerzbank ist mit seinem Gründungsjahr 2002 nicht nur eine der ältesten queeren

Vertretungen in einem deutschen börsennotierten Unternehmen, sondern auch eines der größten. Seit 2019 ist Jenny

Friese, Bereichsvorständin der Marktregionen Ost und Mitte und zuständig für das Privat- und Unternehmerkundengeschäft

mit über 3,4 Millionen Kunden, Schirmherrin von Arco. Zeit, sie in unserer Diversity-Reihe vorzustellen.

Banken. Das sind dem Klischee

nach immer noch Krawatte und

hochgeschlossene Bluse. Welche

Bedeutung hat die sexuelle Identität

am Arbeitsplatz? Ist das nicht

Privatsache?

Diese Vorstellung von „Privatsache“ birgt

Gefahren. Denn während zum Beispiel ein

heterosexueller Kollege das Bild seiner Frau

auf dem Schreibtisch stehen hat oder sie

bei Abendveranstaltungen mitbringt, bleibt

diese Normalität einem nicht geouteten

homosexuellen Mitarbeiter vorenthalten.

Zu einem menschlichen und positiven

Umfeld gehört es aber, auch offen über

sein Privatleben reden zu können.

Sie bezeichnen sich als „Straight

Ally“. Was hat Sie dazu bewogen,

sich für Arco einzusetzen?

Die Erfahrungen von Arco haben mir noch

mal verdeutlicht, dass es auch in unserem

Unternehmen noch Menschen gibt, die ihre

sexuelle Orientierung vor allem gegenüber

ihren Vorgesetzten nicht preisgeben. Trotz

der offenen Kultur fehlt es an Führungskräften,

die hier eine Vorbildfunktion übernehmen.

Als Bereichsvorständin habe ich

die Möglichkeit, für noch größere Aufmerksamkeit

zu sorgen. Mir selbst sind Vorurteile

nicht ganz unbekannt. Deshalb fühle ich

mich verpflichtet, für Offenheit und Toleranz

zu werben. Es muss zur Normalität

werden, dass heterosexuelle und homosexuelle

Menschen entspannt miteinander

umgehen – und zwar in beide Richtungen.


DIVERSITY

de mehr als 10.000 Mal geklickt. Das

ist für einen internen Beitrag schon

sehr viel. Und in den Kommentaren,

auch von einigen Vorstandskollegen,

wurde das Engagement durchweg

unterstützt. Das Gleiche gilt für

einen Beitrag von zwei Mitarbeitern,

die über ihr persönliches Coming-out

berichtet haben.

Wie dick waren und sind die Bretter noch

in der Männerwelt Topmanagement, wenn

dann auch noch „ausgerechnet eine Frau“

mit queeren Themen kommt? Gab es auch

negative Stimmen aus dem Vorstandsbereich

oder aus der Belegschaft, die gefragt

haben, was das soll?

Tatsächlich waren die Reaktionen sehr positiv.

Natürlich sind nicht immer alle begeistert und

fragen sich, ob ein solches Engagement nötig ist

und es nicht Wichtigeres gibt. Aber ein Interview

mit mir dazu im digitalen Mitarbeitermagazin wur-

FOTOS: COMMERZBANK

Sie haben die „Reise nach

Berlin“ ins Leben gerufen.

Was ist das?

Das ist als eine symbolische Reise

zu mehr Respekt und Akzeptanz

zu verstehen. Mit unterschiedlichen

Veranstaltungen haben wir Kunden

und Mitarbeiter eingeladen, etwas

zu entdecken, ihren Horizont zu

erweitern und so für ein besseres

Miteinander zu sorgen. Am Diversity-

Tag haben wir zum Beispiel eine

Podiumsdiskussion veranstaltet, bei

der Vertreter von Banken und aus der

Wirtschaft darüber diskutiert haben,

warum LGBTIQ*-Engagement ein

Erfolgsfaktor für Unternehmen ist. Im

Juli war die Commerzbank Gastgeber

des internationalen „RAHM-LGBT

Leadership Contest“, bei dem sich

LGBTIQ*-Führungskräfte in ihren

Fähigkeiten gemessen haben. Und am

Christopher Street Day (CSD) in Berlin

haben wir mit einem großen Truck

teilgenommen. Unter dem Motto „Alle

gelb – trotzdem bunt“ haben Kunden

und Mitarbeiter gemeinsam Flagge für

Vielfalt gezeigt.

In der CSD-Saison hat die

Commerzbank ihr Logo in

den Farben des Regenbogens

gefärbt. Wie waren die Reaktionen

der Belegschaft, wie die

von Kunden?

2018 hatte das Einfärben unseres

Logos noch zu einer sehr lebhaften

Diskussion geführt und gezeigt, dass

trotz allem noch viele Vorbehalte und

Unsicherheiten auch bei uns bestehen.

2019 war dies in vielen Teilen

schon selbstverständlicher. Dazu tragen

gemeinsame Veranstaltungen und

Maßnahmen wie in der „Reise nach

Berlin“ bei. Und gerade mit Blick auf

unsere Kunden gilt: Die Wahrnehmung

eines Unternehmens beeinflusst

immer mehr auch deren Entscheidungen.

Daher sollen sich queere

Menschen bei uns auch willkommen

fühlen.

Warum nicht einmal den Commerzbank-Tower

außerhalb der

CSD-Saison in den Farben des

Regenbogens leuchten lassen?

Den Commerzbank-Tower in Regenbogenfarben

leuchten zu lassen, war

ein enormer Aufwand. Wir haben uns

daher sehr gefreut, dass wir die Idee

2019 erstmals umsetzen konnten. Und

natürlich hatte dies insbesondere im

Kontext der CSD-Saison eine große

öffentliche Wahrnehmung. Mit Blick

nach vorn muss man neu entscheiden,

welche Maßnahmen und Aktionen dem

Anliegen am meisten nutzen.

Was muss sich in der Bankenund

Finanzwelt noch tun, damit

Diversität stärker gelebt werden

kann?

Wir haben sicher schon viel erreicht,

aber Vorurteile lassen sich oft auch

nicht von heute auf morgen abbauen.

Umso wichtiger ist es, dass sich vor

allem Führungskräfte trauen, das Thema

in der Öffentlichkeit sichtbar zu

machen. Je heterogener ein Team ist

und je offener einzelne Mitglieder mit

ihrer sexuellen Orientierung umgehen,

desto einfacher ist es sowohl für neue

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als

auch für solche, die schon lange dabei

sind, dem Beispiel zu folgen. Das zahlt

sich im Übrigen auch wirtschaftlich

aus, denn diverse Teams liefern auch

hervorragende Ergebnisse ab.

*C. Knuth / S. Ahlefeld


DIVERSITY

NACHGEFRAGT

FOTO: M. RÄDEL

ALLUCARD & DAN:

„Gemeinsame Wege“

Viele Paare ziehen sich etwas

aus der Szene zurück, wenn

es „ernst wird“. Nicht so Dan und

Allucard. Die beiden sind sogar

höchst erfolgreich in der Szene und

mit der Community. *rä

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Dan & Allucard: Unsere Blicke trafen sich,

als Allucard auf der Bühne im Bassy Club

stand und ich mir seine Show in Chantal’s

House of Shame anschaute.

Was liebst du an deinem Partner?

Dan: Er bringt mich zum Lachen.

Allucard: Seine himmelblauen Augen.

Wann habt ihr entschieden,

ein Paar zu sein?

Dan & Allucard: Es war keine Entscheidung,

sondern eine Bindung, die stets

stärker wurde – bis heute.

Was ist euch wichtig bei der

Beziehung?

Dan & Allucard: Ehrlichkeit und einander

zu vertrauen – und ein Gute-Nacht-Kuss

vor dem Einschlafen.

Ihr arbeitet auch zusammen auf

Partys ...

Dan & Allucard: Ja, wir arbeiten

zusammen auf Partys. Zwar beschränkt

sich inzwischen unsere

Präsenz in den Klubs nur noch auf

Arbeit, aber die Freude, unter Leuten

zu sein, bleibt selbstverständlich stets

dieselbe.

... und ihr habt einen Online-Shop.

Allucard: Yaaaasssss. Dazu kam es, da

mir in Berlin kein Verkäufer eine Britney-

Spears-Wig besorgen konnte. Ich habe

mich dann selber dazu bemüht, sie zu

finden. Und da ich schon immer Perücken

stylen konnte und so viele Queens meine

Wigs und deren Styling liebten, wurde es

ein riesiger Hit. Unsere Website geht 2020

online.

Worauf freut ihr euch in 2020?

Dan & Allucard: Weitere gemeinsame

Wege zu gehen!

#BichinWigs

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DIVERSITY

Wo lernt man(n) die

RICHTIGEN

MÄNNER

kennen?

Es ist DIE große Frage für alle suchenden Single-

Männer: Wo lernt man heute noch Männer kennen?

Die Antwort: Im Prinzip überall – sei es im Supermarkt,

beim Bäcker, im Waschsalon oder in der

Bücherei. Doch nicht jeder ist ein Meister der „Kalt-

Akquise“ in freier Wildbahn und nicht jeder Ort deckt

jede Such-Intention ab.

Club

Laut einer aktuellen Parship-Befragung, ist

„mehr Ausgehen“ immer noch der 1. Gedanke,

wenn es darum geht einen neuen

Partner zu finden. In lockerer Atmosphäre

lässt sich schnell per Augenkontakt ein Flirt

aufbauen, der auf der Tanzfläche fortgeführt

werden kann. Bestens geeignet für

Nachteulen, die es gerne spontan und

ohne große Erwartungshaltung mögen.

Sport und Freizeitaktivitäten

Sei es im Fitness-Studio, in der Kletterhalle

oder beim Joggen im Park. Viele Männer

nutzen den Sport, um jemanden kennenzulernen.

Über das eigene Hobby oder einfach

nur das Work-Out hat man schnell ein

Gesprächsthema, das verbindet. Und

viele Aktivitäten machen zu zweit auch

einfach mehr Spaß.

Social Media

Inzwischen nutzen viele Männer auch

ihre Social-Media-Kanäle, um aktiv auf

Partnersuche zu gehen. Ein Kommentar

auf ein Posting kann schnell zum Flirt

ausgeweitet werden. Auch Business-Apps

wie Xing oder LinkedIn werden mittlerweile

nicht mehr nur zum professionellen

Netzwerken genutzt.Berufliche Gemeinsamkeiten

können schließlich schnell eine

gemeinsame Interessenbasis schaffen.

Mobile Dating-Apps

Wer sich hier anmeldet, ist meist offen für

erotische Abenteuer und unverbindlichen

Sex. Hier können

Männer, die eher

zur lockeren Fraktion

gehören, schnell herausfinden,

wer in der Umgebung

gerade für ein Schäferstündchen

zur Verfügung steht.

Zwar kann bei dem schnelllebigen

Angebot auch mal Stress bei der

Suche nach dem passenden Match

entstehen, die Intention der Beteiligten

ist aber in der Regel unmissverständlich.

gayParship

Wer ernste Absichten hegt, ist bei

Partnervermittlungs-Portalen wie

gayParship besser aufgehoben. Die

Online-Partnersuche blendet rein oberflächliche

Elemente wie das Profilbild

zunächst aus und „matched“ Singles

auf Basis ihres Persönlichkeitsprofils.

Die Partnervorschlagsliste liefert schnell

geeignete Kandidaten mit ähnlichen Vorlieben

und Interessen. gayParship eignet

sich vor allem für Männer, die auf der

Suche nach einer langfristigen Partnerschaft

sind.

Egal, ob sich lockere oder ernste

Absichten hinter der Suche nach

dem geeigneten Partner verbergen,

in der Dating-Welt gibt es immer

noch viele Möglichkeiten Männer

kennenzulernen – und das rund um

die Uhr.


ENTDECKE GRUPPEN

In den Gruppen finden sich Menschen die sind wie du, man tut sich zusammen um

Spaß zu haben oder um miteinander zu diskutieren - du entscheidest.

Du kannst kostenlos einer Gruppe beitreten oder selbst eine gründen.

WEITERE INFOS

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MUSIK

NEWCOMER

AJ MITCHELL:

„Während sich meine Kumpel verliebten, war ich komplett

auf meine Karriere fokussiert“

Fast kann er einem ein bisschen

leidtun. AJ Mitchell muss

im hintersten Winkel der Berliner

Soho-House-Bar auftreten. Während

der blutjunge Amerikaner auf

der winzigen Bühne ein paar Lieder

seines Debütalbums „Skyview“

vorstellt, essen, trinken und quasseln

die meisten Mitglieder dieses

Privatklubs ununterbrochen weiter.

Einige Influencer versuchen, den

Auftritt zu filmen, was aufgrund der

schummerigen Beleuchtung gewiss

eine Herausforderung ist. Wohl dem,

der ein Smartphone mit einer guten

Kamera besitzt ...

So gesehen hat der Sänger nicht den

besten Start in Deutschland. Er bleibt

trotzdem gelassen, nein, besser: Er lächelt

alle Widrigkeiten tapfer weg. Für den Song

„Slow Dance“, bei dem normalerweise Ava

Max seine Duettpartnerin ist, setzt er sich

an sein Keyboard. Diese reduzierte Version

zeigt, wo seine Stärke liegt – der 18-Jährige

hat eine markante Stimme, mal legt sie

sich über Popmelodien, mal über R ’n’ B.

Seine Plattenfirma preist ihn als neuen

Justin Timberlake, Kritiker nennen ihn in

einem Atemzug mit Justin Bieber oder

Shawn Mendes. All diese Vergleiche seien

durchaus schmeichelhaft, sagt er am

nächsten Morgen beim Interview: „Aber

letztlich bin ich einfach ich selbst.“ Wie

wichtig ihm Authentizität ist, betont er

während des Gesprächs wiederholt.

Obwohl er mit 15 nach Los Angeles zog,

verhehlt er nicht, dass er eigentlich aus

einer Kleinstadt stammt. Er wuchs im

ländlichen Illinois auf. Mit seinen Freunden

stromerte er gern draußen umher,

entweder radelten sie zu irgendwelchen

leer stehenden Häusern oder sie spielten

Basketball.

Parallel dazu entwickelte AJ Mitchell seine

Leidenschaft für Musik. „Bei uns zu Hause

stand ein ziemlich ramponiertes Klavier“,

erinnert er sich. „Die Kirchengemeinde hatte

es uns geschenkt.“ Auch wenn die Tastatur

nicht mehr komplett war, spielte er bereits

als Vierjähriger auf diesem Instrument.

Er nahm Unterricht, mit sechs begann er,

eigene Stücke zu schreiben. Die postete er

sieben Jahre später in seinem Instagram-

Account, nebst einigen Coverversionen:

„Ich wollte wissen, was andere

von meiner Musik hielten.“

Offensichtlich viel. Seine Fangemeinde

wuchs stetig. Zudem

wurde das YouTube-Kollektiv

Team 10 auf ihn aufmerksam,

es holte AJ Mitchell nach Los

Angeles: „Wir haben alle in

einem Haus gewohnt.“

Jedoch: Die Atmosphäre

war seltsam.

„Meistens saß jeder

in seiner Ecke

und ignorierte

die anderen“,

erzählt er.

„Bis die Kamera anging. Dann machten alle

plötzlich auf beste Freunde.“ Dieses ewige

Hin und Her schaffte ihn: „Für mich fühlte

sich das nicht echt an.“

Es war ein Segen, dass er seinen Manager

kennenlernte, der AJ Mitchell bei sich

aufnahm. Nachdem er seinen Plattenvertrag

unterschrieben hatte, holte er seine

gesamte Familie zu sich nach Kalifornien.

Mit der Midtempo-Nummer „All My Friends“

schaffte er den Sprung in die Top 20 der

US-Charts. Diese Fremdkomposition

spricht ihm aus der Seele: „Während sich

meine Kumpel verliebten, war ich komplett

auf meine Karriere fokussiert.“ Das kam

nicht bei jedem gut an. Mitten in einer

Songschreiber-Session kriegt AJ Mitchell

eine Textnachricht von einem Freund. Er

teilte ihm mit, einige Teenies an seiner

alten Schule würden über ihn

herziehen, nach dem Motto „AJ

hält sich nun für berühmt“.

Das traf ihn hart: „Ich fragte

mich, warum die Leute so

viel redeten.“ Aus dieser

Überlegung heraus

entstand das groovige

R ’n’ B-Stück

„Talk so much“:

„Das ist aber

kein wütendes

Lied. Ich habe

eher mit einem

Augenzwinkern

die Situation

analysiert.“

*Dagmar Leischow

FOTO: SONY MUSIK


MUSIK

VERLOSUNG

Dermot Kennedy

aus Irland

Wie von uns Anfang 2019 prophezeit,

startete der stimmstarke Kerl ganz groß

durch. Sein erstes Album „Without Fear“

schaffte es dank Hits wie „Power Over

Me“ und „Outnumbered“ auf Platz 1 der

UK-Charts, die Konzerte des Iren sind

begehrt. Wir verlosen sein Album auf

www.blu.fm/gewinne.

TIPP

Balbina:

„Punkt.“

Keine Konzerte mehr, keine Auftritte,

keine Plattenfirma mehr, vor der sie

jede kreative Entscheidung verteidigen

muss. Balbina hat sich eingeschlossen

und ist im Studio nur noch mit sich

selbst in den Ring gestiegen. Musikalisch,

sprachlich, vor allem aber auch

emotional. Das Ergebnis erscheint nun

auf ihrem eigenen Label Polkadot. Ihr

viertes Album heißt passenderweise

„Punkt.“. Schließlich hatte Balbina bei

der Albumproduktion nicht nur das erste,

sondern auch das letzte Wort. Und

das hört man. Erstmals nicht nur auf

Deutsch, sondern auch auf Englisch.

POP

Kesha:

„High Road“

Die Künstlerin, die uns Hits wie „Tik

Tok“, „Woman“, „Good Old Days“

(mit Macklemore), „Timber“ und

„We R Who We R“ brachte, hat viel

durchgemacht. Jahrelange Prozesse

mit der Plattenfirma und gegen ihren

womöglich sexuell übergriffigen

Ex-Produzenten. Trotzdem ist Kesha

bis heute ganz vorne mit dabei in

der Musikwelt – als Sängerin und

Komponistin. Ihr neues Album „High

Road“ ist ein Pop-Soul-Volltreffer!

Unsere Anspieltipps sind „Cowboy

Blues“ und „My Own Dance“. *rä

JAZZ

Erik Leuthäusers

Live-CD

Kennst du Irene Kral und Alan Broadbent?

Nein? So geht es den meisten. Dabei waren

die beiden Künstler in den 1970ern so

wichtig wie Tony Bennett und Bill Evans –

zumindest in Jazzkreisen. Das soll sich nun

ändern, deren Fangruppe soll wachsen! Der

Wahlberliner Sänger Erik Leuthäuser und

Jazzklavier-Prof Wolfgang Köhler möchten

mit ihrem Album „In the Land of Irene Kral

& Alan Broadbent – Live at A-Trane Berlin“

zwei „großartige Musiker ehren sowie ihre

eigene Blickweise auf das Repertoire von

Irene Kral und Alan Broadbent teilen“, verrät

Erik Leuthäuser. Hier ist er 2020 live zu

erleben: www.bar-jeder-vernunft.de. *rä

COMEBACK

La Roux

Die queere Sängerin von Hits

wie „In for the Kill“, „Uptight

Downtown“ und „Bulletproof“ meldet

sich zurück.

Im Februar soll ihr neues Album

„Supervision“ erscheinen, die neue

Single „International Woman of

Leisure“ erschien im Oktober 2019.

Zudem kündigt Elly Jackson alias La Roux

eine Welttournee wird es geben – auch ein

Konzert in Berlin steht an. So viele gute

Nachrichten für all die Fans! Fünf Jahre

nach ihrem letzten Album „Trouble in

Paradise“ (ein Top-10-Erfolg in UK)

und einige Jahre nach ihrem Mitwirken

bei so unterschiedlichen Projekten wie

dem „Absolutely Fabulous“-Kinofilm

und einem Album von Disco-Meister

Cerrone meldet sich die Künstlerin wahrlich

mit einem Paukenschlag zurück. *rä

www.facebook.com/laroux

FOTO: E. MILES


MUSIK

INTERVIEW

JOEL VON

LERBER:

„...durchaus etwas Mut ...“

Der 1991 in Basel geborene Wahlberliner

begeistert an einem für die heutige Zeit

scheinbar ungewöhnlichen Instrument: an der

Harfe. Wir trafen ihn zum Interview.

Wie kamst du eigentlich zur Musik?

Ich war tatsächlich vier Jahre alt, als ich zu meinen

Eltern sagte, dass ich Harfe spielen will. Die dachten

natürlich zuerst, das sei ein Witz und geht vorbei, aber

sie unterstützten mich sofort. Meine erste Harfe war

eine kleine irische oder auch keltische Harfe, wie du

sie von dieser Biermarke kennen kannst ...

FOTOS: DANIEL DOMINIK, LOCATION: PROVOCATEUR BERLIN

Aber wie kamst du denn auf dieses

Instrument?

Wir hatten keinen Fernseher, woher ich das haben

könnte. Aber irgendwas wird mich natürlich inspiriert

haben. Wie genau ich darauf kam, weiß ich bis heute

nicht. Auf jeden Fall bin ich diesem Instrument treu

geblieben – die Leidenschaft wuchs sogar von Jahr zu

Jahr. Mit 12 oder 13 bin ich auf die größere Doppelpedalharfe

umgestiegen.

Warst du ein Wunderkind?

Auf keinen Fall! (lacht) Ich bin dankbar dafür, dass ich

so früh zu dem Instrument gefunden habe, ab sechs

hatte ich schon Unterricht an der Harfe. Ich hatte

natürlich ein gewisses Talent ...

Hörst du es raus, wenn der Klang der Harfe

vom Computer kommt und nicht „echt“ ist?

Ich maße mir an, dass ich das mitunter kann.

Spielst du lieber im Orchester oder solo?

Ich spiele mehr Solokonzerte als im Orchester. Man

kann auf der Harfe unheimlich viele verschiedene

Stücke spielen, die Harfe ist ein sehr vielseitiges Instrument,

auch vom Klang her.

Deine erste CD erscheint dieser Tage ...

Ja, meine erste Solo-CD. Da hat durchaus etwas Mut

dazugehört, das via Crowdfunding zu stemmen. Aber

schon nach zwei Tagen hatte ich mein Ziel erreicht

und die CD konnte produziert werden! Im September

waren dann die letzten Aufnahmetage für meine

Debüt-CD.

*Interview: Michael Rädel

www.joelvonlerber.com

www.instagram.com/joelvonlerber

www.costarecords.com


MUSIK

FOTOS: T. WALKER

TIPP

SEX, DRUGS &

HARRY STYLES

Sie sind die Ausnahmen der

Regel und man kann sie an

einer Hand abzählen: Bobby Brown,

Robbie Williams, Justin Timberlake.

Doch auch Harry Styles ist nun

jemand, der in diesen exklusiven

Klub aufgenommen wurde und das

eigentlich Unmögliche geschafft

hat: aus einer Boyband heraus eine

Solokarriere zu starten.

Und das sogar auf eine Art und Weise, als

wäre es das Einfachste der Welt. Wenn

man aber auch, wie Harry, die neue Karriere

gleich mal im Frühling 2017 mit einem

sechsminütigen Pianosong als erste Single

startet und die dann frech „Sign Of The

Times“ nennt, um an niemand Geringeren

als Prince zu erinnern, dann hatte man

nicht eine Sekunde Zweifel daran gehabt,

dass man es verdient, auf eigenen Füßen

zu stehen und auch ganz alleine ein Star

zu sein. Das sahen seine alten One-Direction-Fans

dann offensichtlich genauso.

Und nicht nur die – denn sonst hätte

er es mit dem einfach nach sich selbst

benannten Debütalbum bestimmt nicht

in satten 55 Ländern auf die Nummer eins

geschafft. So weit, so gut, kann man also

sagen.

Mit dem neuen, zweiten Werk „Fine Line“

soll es nun selbstverständlich so weitergehen,

und dass Harry genau weiß, wem er

seinen anhaltenden Erfolg zu verdanken

hat, bewies schon die Listening Session

zum neuen Album in Berlin, bei der auch

gleich fünfzig Fans in die neuen Lieder

reinhören konnten. Die einzige Frage, die

danach noch blieb, war die nach „Eroda“ –

einer Insel, die in den Social-Media-Feeds

seiner Fans auftauchte und die irgendetwas

mit dem neuen Album zu tun hat,

obwohl sie gar nicht existiert. Oder doch?

Dass sich Harry eine Insel leisten könnte

und ihr auch den Namen seiner Wahl

geben dürfte, bezweifelt niemand, aber

die kleine Webseite, die Eroda und all ihre

Sehenswürdigkeiten anpreist, lässt einen

trotzdem nur raten, was das Ganze mit der

neuen Musik zu tun haben soll. „No Land

Quiet Like That“, behauptet die Onlinepräsenz.

Eine interessante Kampagne jedenfalls, die

man aber an sich gar nicht nötig gehabt

hätte, wenn die neuste Single schon gleich

„Watermelon Sugar“ heißt und damit (angeblich)

auf den männlichen Lusttropfen

anspielt – speziell bei Oralsex. Überhaupt

soll es in den Songs auf der neuen Platte

vor allem um Sex gehen … und darum, sich

traurig zu fühlen. Mmmh – es scheint, als

würde Harry da irgendetwas falsch

machen, und das, obwohl er sogar zugab,

dass er während der Entstehung der

Songs auch gerne zu psychoaktiven

Drogen gegriffen hat.

Zu weiteren Spekulationen lädt dann noch

der Veröffentlichungstermin des neuen

Albums ein – das ist nämlich der 13. Dezember,

ausgerechnet (und zufälligerweise?)

der Geburtstag seiner Ex-Freundin

Taylor Swift. Da kann jetzt jeder reininterpretieren,

was er will – von einer feinen

Stichelei bis hin zur Vermutung, dass sie

irgendwo am Album mitgewirkt hat. Aber

natürlich kann es auch nur Zufall sein,

denn es ist ja nicht so, dass Harry Hilfe

bräuchte, außer die seiner Freunde Kid

Harpoon (Florence + The Machine) und

Tyler Johnson (Sam Smith, Ed Sheeran),

mit denen er auch schon für das Debüt

zusammengearbeitet hat und die als Produzenten

und Songwriter wieder mit an

Bord waren. Zwölf Tracks sind es geworden

– und plötzlich ist all das Drumherum gar

nicht mehr so wichtig, denn endlich haben

wir die neue Musik. Und die lässt nur einen

Schluss zu: dass Solostar Harry Styles

gerade erst angefangen hat, seinen Weg zu

gehen. Wir werden ihn dabei noch ein paar

Meter begleiten … *fis


MUSIK

FOTO: P. FISK

TOUR

TRAUMWELT DER

KLEINTIERLADENJUNGS

Wow, sie kommen 2020 auf Tour!

Und wow, was für eine klasse

Zusammenarbeit!

Das legendäre schwule Synthiepop-Duo

trifft auf die derzeit angesagteste queere

Band. Vor Kurzem erschien ihre Single

„Dreamland“ aus dem neuen Album „Hotspot“,

die sie zusammen mit der queeren

Band Years & Years

aufgenommen

haben – thematisch

dreht es sich auch

irgendwie um den

Brexit, aber genauso

auch um das

PSB-Dauerthema

Sehnsuchtsorte als

Interpretationsraum

und Projektionsfläche

für queere

und verschiedenste

andere Zielgruppen.

Ein Erfolgsrezept.

Passend also, dass mit „Dreamland“ zeitgleich

die Tour „Dreamworld: The Greatest

Hits Live“ angekündigt wurde. Die erste

offizielle „Best of“-Konzertreihe in 39

Jahren Bandgeschichte.

Sie startet am 1. Mai (!) in der ehemals

geteilten Stadt Berlin, deren Spirit der

Wiedervereinigungsjahre Anfang der

1990er wohl einer der Hauptgründe für

den weltweiten Erfolg von „Go West“ war.

Das Cover von „Dreamland“ ist dann auch

eine Mauer, sogar eine Berliner Mauer.

Visuelle Symbolik ist den Herren Chris

Lowe (60) und Neil Tennant (65) ähnlich

wichtig wie das

Austüfteln von bis an

die Schmerzgrenze

gehenden, akustischen

Achterbahnfahrten für

ihre kleinen und großen

Liedermacherkunstwerke.

Da darf gerne

zwischen pathetische

Schnulzenstreicher,

synthetische Fanfaren,

sonore Engelsstimme,

russische Männerchöre

und minimalen

Elektro kein Seufzer

und keine Kuhglocke mehr passen. Dazu

ein völlig konträr abstraktes Foto, Outfit

oder Logo: Fertig ist der Welthit, der vom

Fußballfan bis zur queeren Diva mitgesungen

wird und aus dem sich oft erst in

der Rückschau und eingebettet in den

popkulturellen Gesamtkontext seiner

Entstehungszeit ein unerwartet tiefsinniges

und umfangreiches Kunstkonzept

ableiten lässt.

Als ihre erste Single 1984 „Opportunities“

(wurde erst 1985 als Remix ein Hit) relativ

erfolglos veröffentlicht wurde, dachte

niemand daran, dass sie mit der zweiten

Single „West End Girls“ gleich die Charts

anführen würden und auch Jahrzehnte

später ein Dauerabonnement für die

Charts besitzen. Wirklich niemand? PSB

sangen darin: „Oh, there’s a lot of opportunities

if you know when to take them ...“

*ck/rä

Pet Shop Boys „Dreamworld:

The Greatest Hits Live“

1.5. Berlin – Mercedes-Benz Arena,

2.5. Köln – Lanxess Arena,

8.5. Leipzig – Quaterback Immobilien Arena,

10.5. Stuttgart – Mercedes-Benz Arena,

19.5. München – Olympiahalle,

20.5. Frankfurt – Jahrhunderthalle,

22.5. Hamburg – Barclaycard Arena,

www.pesthopboys.co.uk/tour


POP

m people „Gold“

MIT BAND

Sie begannen 1991 und hörten 1999 auf, dazwischen

sorgten sie für jede Menge Hits in den Charts und Klubs: m

people. Jetzt erscheint eine chronologische und umfassende

Werkschau.

„Gold“ von m people

vereint auf der ersten

CD Hits wie „Open Your

Heart“, „Someday“,

„One Night in Heaven“

und „Just for You“, und

auf der zweiten CD

gibt es dann Albumstücke

(da jedes Album

vorderste Chartpositionen

erreichte, wurden

auch nicht veröffentlichte

Lieder populär, diese findet man hier). CD drei bringt

die Remixe, die in den Klubs abräumten, „Love Rendezvous

(K-Klass Klub Mix)“ zum Beispiel oder auch „Moving on Up

(Roger S Gospel Revival Mix)“. Sehr, sehr schön! *rä

AB 23.11.2020 AUF NEUER TOUR

27.11. Oberhausen, 01.12. Frankfurt a.M. , 02.12. Hamburg, 04.12. Berlin,

09.12. Stuttgart, 17.12. Köln und viele weitere Städte

TOUR 2021

AB 02.03.2021 AUF TOUR

02.03.21 Köln, 05.03.21 Kiel, 06.03.21 Hannover, 07.03.21 Hamburg,

09.03.21 Bremen, 10.03.21 Oberhausen, 11.03.21 München

MAITE KELLY

LIVE 2020!

DIE ZUSATZTOUR

LIEBE LOHNT SICH

Mit noch mehr Herz + neuen Überraschungen

AB 26.09.2020 AUF TOUR

26.09. Dortmund, 27.09. Hamburg, 01.10. Berlin, 05.10. Leipzig, 08.10. Köln,

12.10. Frankfurt a.M. und viele weitere Städte

FOTO: SONY MUSIC

DIE NEUE LIVE TOUR 2020

TOUR

Courage World Tour

Céline Marie Claudette Dion, am 30. März 1968 in Kanada

geboren, ist eine der erfolgreichsten Sängerinnen der Welt.

Sie ist die Stimme von „I’m Alive“, „Pour que tu m’aimes

encore“, „Falling Into You“, „The Power of Love“, „My Heart

Will Go On“, „Loved Me back to Life“, „Think Twice“ und „A

New Day Has Come“ sowie „Immortality“ mit den Bee Gees

... Jetzt kommt sie mit einem neuen Album – an dem auch

David Guetta mitmischte – auf Tour. Und wir verlosen Karten

auf www.blu.fm/gewinne! *rä

17.6.2020, München, Olympiahalle, 19.6.2020, Mannheim,

SAP Arena, 21.6.2020 Köln, LANXESS arena, 22.6.2020,

Hamburg, Barclaycard Arena, 22.7.2020 Berlin, Waldbühne,

www.celinedion.com

AB 04.11.2020 AUF TOUR

08.11. Mannheim, 16.11. Berlin, 20.11. Köln, 21.11. Hamburg,

29.11. Frankfurt a.M., 30.11. Stuttgart, 02.12. München und viele weitere Städte

SEMMEL CONCERTS AND

RCI GLOBAL PRESENT

www.eventim.de

EUROPE

TOUR 2021

AB 11.02.2021 AUF TOUR

11.02. Berlin, 17.02. München, 19.02. Köln, 25.02. Stuttgart, 20.03. Oberhausen,

22.03. Hamburg und viele weitere Städte


FILM

INTERVIEW

RUPERT GOOLD:

„JUDY“

Dieser Tage soll „Judy“ in den

Kinos anlaufen. In dem Film

spielt Oscar-Preisträgerin Renée

Zellweger Judy Garland, die Mutter

von Liza Minnelli. Das Mädchen, das

mit seiner Darstellung der Dorothy

in „Der Zauberer von Oz“ 1939

weltberühmt wurde und mit seiner

glockenklaren Stimme „Over the

Rainbow“ sang, ist die wohl erste

Szene-Ikone. Die Künstlerin war

schon zeitlebens ein Liebling der

Community, wichtig für alle Queers

wurde sie durch den am Tag ihrer

Beerdigung ausgelösten Stonewall-

Aufstand, der die Geburt des Christopher

Street Days darstellt. *rä

Mr. Goold, welchen persönlichen

Bezug hatten Sie zu Judy Garland,

bevor Sie mit der Arbeit an Ihrem

Film „Judy“ begannen?

Kennengelernt habe ich Judy natürlich,

wie sicherlich viele von uns, dank

„Der Zauberer von Oz“ und „Over the

Rainbow“. Da muss ich noch echt jung

gewesen sein. Auf jeden Fall erinnere ich

mich noch daran, dass Judy und der Film

mich danach noch monatelang in meinen

Träumen begleitet haben. Ich glaube, für

eine Weile dachte ich damals sogar, das

hätte ich alles nur geträumt, bis ich den

Film dann zwei Jahre später noch einmal

gesehen habe. Aber viel mehr Berührungspunkte

gab es dann erst einmal

nicht mehr.

Sie kannten keine anderen Garland-

Filme?

Sagen wir mal so: Es gab erschreckend

viele, die ich nicht gesehen hatte. Angefangen

von den „Andy Hardy“-Filmen,

die sie als Jugendliche gedreht hat, bis

hin zu „A Star Is Born“. Und auch mit der

Bedeutung, die Judy zum Beispiel für viele

Schwule oder Dragqueens hat, hatte ich

im Grunde nicht viel zu tun. Wobei mir die

wieder sehr konkret und auf wunderbare

Weise ins Bewusstsein gerufen wurde, als

der wunderbare Dragkünstler Dickie Beau

vor ein paar Jahren ein Gastspiel am von

mir geleiteten Almeida Theatre in London

hatte. Er weckte definitiv mein Interesse

an Judy Garland, nicht zuletzt an ihrer

theatralischen Seite.


FILM

Wo wir gerade bei der LGBTIQ*-

Community sind: In „Judy“ kommt

ein schwules Paar vor, das regelmäßig

in Garlands Londoner Show

kommt und sie eines Abends auch

persönlich kennenlernt. Sind die

beiden reine Fiktion oder gibt es eine

reale Vorlage?

Uns war immer klar, dass wir einen Weg

finden wollten, ihre schwulen Fans in die

Geschichte einzubinden, denn ihr Bezug

zu der Community ist ja ohne Frage ein

zentraler Teil ihrer Ikonografie. Zunächst

überlegten wir, ob es einen Weg gäbe, den

Film mit ihrem Tod enden zu lassen und

die Stonewall-Unruhen miteinzubeziehen.

Aber das passte einfach nicht.

Aber wie kamen Sie dann

auf dieses schwule Paar?

Irgendwann fiel dem Drehbuchautor

Tom Edge und mir

die Parallele auf zwischen Judy

gegen Lebensende allein in

London und dem „Zauberer

von Oz“. Weit weg der Heimat

versucht sie eigentlich nur,

nach Hause zu finden, und

macht dabei interessante

Zufallsbekanntschaften. Tom

zauberte dann den Einfall

aus der Tasche, dass sie die

beiden am Bühneneingang

kennenlernt, was 59,204 sich plötzlich mm

zu einer ganz neuen, geradezu magischen

Szene auswuchs. Nicht nur ein kleiner Moment,

sondern zehn Skriptseiten! Und in

die floss alles ein, was wir aus Gesprächen

mit besagtem Dickie Beau und anderen

schwulen Freunden über die Diskriminierung

und Unterdrückung von Homosexuellen

in der damaligen Zeit und eben Judy

Garlands Bedeutung für viele Schwule

wussten.

Glauben Sie, Garland wäre damals

tatsächlich mit zwei Fremden nach

Hause gegangen?

Ich halte es zumindest nicht für vollkommen

aus der Luft gegriffen. Sie hatte ja

wirklich eine enge Bindung an ihre schwule

Fangemeinschaft und war generell niemand,

der sich komplett abgeschottet hat.

Aber natürlich kommt da auch eine fiktive

Überhöhung mit ins Spiel. So eine Art magische

Wunscherfüllung à la „Notting Hill“.

War die Gratwanderung zwischen

historischen Fakten und Fiktion

schwierig?

Eigentlich nicht. Wir haben natürlich viel

recherchiert, aber es geht hier um einen

Spielfilm, und kein Mensch kann alle

Details von damals kennen oder weiß,

was Judy wann gesagt oder gedacht hat.

Trotzdem war es natürlich von zentraler

Bedeutung, dass die wichtigsten

Figuren alle real und wahrhaftig sind, von

ihrem letzten Ehemann Mickey Deans

bis zu Rosalyn Wilder, die in London ihre

Produktionsassistentin war. Letztere war

auch regelmäßig am Set und hat uns

beraten. Und wir haben viele Gespräche

mit Menschen geführt, die Judy in dieser

Zeit in London gesehen haben. Komplett

erfunden haben wir wirklich nur

das schwule Paar. Aber das heißt nicht,

dass wir damit Wahrhaftigkeit eingebüßt

haben.

Haben Sie auch Kontakt zu Garlands

Kindern aufgenommen?

Das habe ich den Produzenten überlassen.

Es war nicht so, dass wir ihren Segen

brauchten, schließlich ist Judy eine Person

des öffentlichen Lebens und weite Teile ihrer

Arbeit sind frei verfügbar. Natürlich habe ich

das Buch ihrer Tochter Lorna Luft gelesen

und auch das von Mickey Deans. Aber ich

hatte kein Interesse daran, Lorna oder ihren

Bruder persönlich zu treffen. Das hätte mir

für die Arbeit am Film nicht wirklich etwas

gebracht. Für Lorna haben wir dann später

auch ein Screening des Films arrangiert,

allerdings hatte ich da gerade Theaterproben

und konnte nicht dabei sein. Deswegen kann

ich Ihnen dazu gar nicht so viel sagen.

Ist „Judy“ für Sie eigentlich

auch ein Weg, dafür zu

sorgen, dass Judy Garland

heutzutage nicht in Vergessenheit

gerät?

Vielleicht, ja. Auf dem Weg zu

unserer Weltpremiere beim Filmfestival

im amerikanischen Telluride

saß ich auf dem Weg den

Berg hoch in einer Gondel mit

zwei jungen Frauen, die sicherlich

jünger als 25 Jahre waren und

noch nie von Judy Garland gehört

hatten. Das hat mich dann doch

fast überrascht. Wobei ich von

Beginn an immer sichergestellt

habe, dass wir einen Film drehen, der auch

für Menschen funktioniert, die nichts über

Judy, ihr Leben und ihre Arbeit wissen.

Deswegen war der Kern der Geschichte

also: Eine Frau arbeitet trotz körperlicher

Probleme bis zum Umfallen, um wieder zu

ihren Kindern zurückkehren zu können –

immer wichtiger als noch eine Anspielung

an Mickey Rooney. Unser Film sollte alle

zufriedenstellen, die Neulinge genauso wie

die Gay-Community oder Hardcore-Fans

wie meine Schwiegermutter.

*Interview: Patrick Heidmann


FILM

MÄNNER-

FREUNDSCHAFTEN

DVD

FOTOS: MISSINGFILMS

„Früher gab es aber nicht so

viele von euch ...“ – „Man hat

das Gefühl, man muss jetzt schwul

sein.“ – „Ich bin schwul, warum

muss ich mich jetzt queer nennen?“

Mann-männliche Gefühle sorgen

bis heute für jede Menge Gewalt,

Vorurteile, Repressalien, dumme

Äußerungen und Angst.

Dabei sollte es doch ganz egal sein, wer

wen liebt, solange keiner davon zu Schaden

kommt. Da hat sich keine Regierung

entzweiend und diskriminierend einzumischen,

kein Schulrat, kein Traditionalist,

kein religiöser Eiferer, kein Jugendhausleiter,

keine Verwandtschaft und schon gar

kein Depp in der U-Bahn, der damit halt

nicht klarkommt, weil „voll eklig, Alter“.

Es gibt heute zudem nicht mehr Menschen,

die gleichgeschlechtlich lieben, sie

trauen sich nur in mehr und mehr Staaten,

sich zu zeigen und gleiche Rechte einzufordern.

Und wie schnell diese in Gefahr

sind, zeigt ein Blick in die Programmbücher

der Lieblingspartei der besorgten Bürger.

Wie man sich nun definiert, sollte jedem

selbst überlassen sein, niemand wird

gezwungen, aus schwul queer zu machen.

Und wirklich kein Queer verlangt

von seinem Gegenüber, die Sexualität zu

wechseln. „Die Heten“ hingegen schon in

den meisten Ländern dieser Welt. Homosexuelle,

Trans* und Inter werden versteckt,

verfolgt, gedemütigt und umgebracht –

auch 2019.

Rosa von Praunheims aktueller Film

„Männerfreundschaften“ nähert sich dem

Thema der sexuellen Identität ebenso

leicht wie unterhaltsam und gehaltvoll.

Sein Film ist eine schwule Zeitreise durch

die Jahrhunderte und geht so mancher

Männerfreundschaft auf den Grund. Oder

auch Goethes Italienreise, in der der große

Wolfgang die Lust an jungen Männern

entdeckte ... „Queergelesene Inszenierungen

von Briefwechseln, Lyrik und

dramatischen Texten an den Orten ihres

Entstehens werden durch Interviews mit

Literaturwissenschaftlern und Historikerinnen

kommentiert“, verrät missingFILMs

dazu. „So entsteht ein schillernder, abwechslungsreicher

Film, der Genregrenzen

sprengt und auf unterhaltsame Weise die

Homoerotik und Homosexualität in der

Weimarer Klassik beleuchtet.“ *rä

KINO

Darkroom – Tödliche Tropfen

In seinem 2019er-Film verarbeitet

der LGBTIQ*-Aktivist Rosa

von Praunheim einen Todesfall

aus den letzten Jahren,

der aufgrund des Orts, einer

Darkroom-Bar, medial (Social

Media!) für viel Aufsehen sorgte.

„Darkroom – Tödliche Tropfen“

ist die Geschichte einer Liebe,

die auf die schiefe Bahn gerät.

Lars und Roland ziehen in Berlin

zusammen und führen eine

scheinbar glückliche Beziehung.

Was Roland nicht

weiß: Lars ist heimlich

nachts unterwegs und ist

gegenüber Drogen und

anderen Erfahrungen

mehr als offen ... Gut zu

wissen: Katy Karrenbauer

spielt mit! *rä

missingfilms.de

FOTO: MISSINGFILMS


AUSSTELLUNG

Der erste

schwule Film

FILM

Er erblickte 1919 das Licht der Welt – und

war natürlich ein Skandal: „Anders als

die anderen“ von Richard Oswald erzählt

die Geschichte einer Liebe, die damals

verboten war.

Der Paragraf 175 (der bis 1994 in ähnlicher

Form fortbestand!) sorgte damals für Leid,

Selbstmorde, Verleumdung, Folter und

Gefängnis. Im Zentrum des Films steht

der Violinist Paul Körner, der sich in einen

Studenten verliebt. Ihre Beziehung gerät

zum Skandal und der Film entwickelt sich

zur Tragödie. Sinnbildlich für unzählige

Schicksale! Seit Ende Oktober widmet sich

das Schwule Museum diesem so wichtigen

Film, der damals direkt verboten wurde –

obwohl als „sozialhygienisches Filmwerk“

zuerst erlaubt.

Die Originalfassung des Films ist nicht

mehr erhalten, obwohl Magnus Hirschfeld

sich dafür einsetzte. Es existiert aber eine

Version, die aus geretteten Teilen von

Conrad Veidt, um 1925, Foto: A. Binder, Berlin. Quelle: Deutsche Kinemathek-Fotoarchiv

Kopien zusammengeschnitten wurde und

ungefähr dem Original entspricht.

„Eingebettet ins Zeitgeschehen zeichnet

die Ausstellung die Lebensläufe der

Mitwirkenden nach, etwa von Richard

Oswald, Conrad Veidt, Anita Berber,

Magnus Hirschfeld und Karl Giese“, verrät

das Schwule Museum. Der Kurator ist

Wolfgang Theis, der das Museum 1984

mitgegründet hat und „diese Ausstellung

als seine allerletzte ankündigt. Auf der

Vernissage möchten wir ihn noch einmal

angemessen bejubeln.“ *rä

„Anders als die anderen“, die Ausstellung

läuft bis zum 21. Februar, Schwules

Museum, Lützowstr. 73, Berlin,

www.schwulesmuseum.de

KINO

Jean Paul Gaultier im Kino

FOTOS: STUDIOCANAL

ENTDECKEN SIE DIE GESCHICHTE

DER VERRÜCKTESTEN SHOW DER

WELT

„Ich glaube an Mode, die man jeden

Tag tragen kann und nicht nur auf dem

Laufsteg“, verriet das am 24. April 1952 geborene

Modegenie einmal. Und das, obwohl er ja

auch dadurch berühmt wurde, dass Madonna

sein BH-Korsagen-Outfit bei Konzerten und in

Talkshows trug. Etwas Mut verlangt der gute

Freund von Amanda Lear schon.

Im März 2020 läuft nun eine Dokumentation

von Regisseur Yann L'Hénoret zu Gaultiers

„Fashion Freak Show“ im Folies Bergère in den

Kinos an: „JEAN PAUL GAULTIER: FREAK &

CHIC“.

„Sein berühmter Teddybär trifft dabei auf die

großen Ikonen der Leinwand; Dance-Offs

zwischen Bauarbeitern und Voguern; Musik,

Unmengen von Glitzer und natürlich Dutzende

von legendären Looks – von Madonnas

konischen BH bis zu den Matrosenhemden,

die zu seinem Markenzeichen geworden sind“,

verrät das Studio dazu. „Gaultier lässt in seiner

Show 50 Jahre Popkultur Revue passieren und

geht dabei weit über die bloße Schilderung

der 1001 Leben des ewigen Enfant terrible der

Mode hinaus.“ Gut zu wissen: Nile Rodgers,

der schon mit Diana Ross, Sister Sledge, David

Bowie, Madonna, Chic und Daft Punk Musikgeschichte

geschrieben hat, entwarf den

Soundtrack für die „Fashion Freak Show“. *rä

www.jeanpaulgaultier.com

IM KINO


KUNST

Robin Rhode „PARADISE“ 2016

AUSSTELLUNG

FREIHEIT,

RASSISMUS

UND AIDS

Der aus Südafrika stammende

Wahlberliner Robin Rhode stellt im

Kunstmuseum Wolfsburg aus.

Rhodes von Street-Art der 1990er

und der Performance-Kunst der

1960er mitbeeinflussten Werke

sind geprägt von seinem Leben

und seinen Erfahrungen. Vom

28. September 2019 bis zum 9.

Februar 2020 zeigt sie das Kunstmuseum

Wolfsburg im Rahmen

der Ausstellung „Memory Is the

Weapon“ auf mehr als 800 Quadratmetern.

„Politische Kunst muss

kein Monument sein, um eine Wirkung

zu haben“, verrät der 1976

in Kapstadt geborene Schnauzbartträger

beim Presserundgang.

„Ich versuche, mit leichten Mitteln

Kunst zu erschaffen, die etwas

zu sagen hat“ – entstanden auch

mal innerhalb einer Stunde, egal

ob expressive Zeichnungen oder

energiegeladene Performances.

Sein Output kann ein mit Kreide

gemaltes Fahrrad sein, das er mittels

der Fotografie besteigt, oder

auch Nationalflaggen inszeniert

mit Mauersteinen – ebenfalls

liegend an einer Wand.

„Wertvolle Kunst muss beim Entstehen

nicht lange dauern“, darauf

legt er Wert, trotzdem steckt in

seinen Bildern und Fotografien,

die einen Menschen mit Motiven

an Mauern oder Gegenständen

interagieren lassen, viel Arbeit und

jede Menge Gedanken.

Seine Arbeiten beschäftigen sich

mit der Ausbeutung der kleinen

Leute, die für wenig Geld unter

schlechten Bedingungen für große

Konzerne arbeiten, sie führen

den Betrachter via Performance

den alltäglichen Rassismus und

das Versagen der Gesellschaft

in den Townships in Afrika vor

Augen. Es geht um Aids, Freiheit

und das Streben nach Glück und

Anerkennung. Eindringlich und

direkt. *rä

www.kuntsmuseum-wolfsburg.de

Robin Rhode „UNDER THE SUN“ 2017

FOTOS: M. RÄDEL


FOTOGRAFIE

SAM MORRIS’

homoerotische Kunst

Im Alter von 18 Jahren startete der britische

Wahl-Berliner Sam Morris mit der Kunst. Inzwischen

werden seine Fotos von Kritikern mit

dem Werk von Tom of Finland verglichen und

Sam hat Hunderttausende Follower.

Wert legt er auf Licht, Ästhetik und eine

entspannte Atmosphäre. Sam Morris versucht,

sich und seine Models so einzufangen, dass es

nicht nach einem Fotoshooting aussieht. Er

versucht, private – mitunter gar romantische

– Momente mit seiner Kamera zu kreieren, mit

einem sehr dicken Schuss (Voll-)Erotik. „Ich

kontaktiere keine Männer, um sie zu fotografieren,

ich warte ab, ob sie sich melden und

Lust auf ein Fotoshooting haben, so ist das

entspannter und die Balance stimmt für beide

Seiten, es entsteht kein Druck.“ Fun Fact:

Sam Morris besuchte die Sylvia Young Theatre

School in London. *rä

www.instagram.com/justsammorris

FOTOS: S. MORRIS

Ab 17.1. erhältlich


BUCH

NACHGEFRAGT

Riccardo

Simonetti:

„Raffi und sein pinkes Tutu“

Eine DER bekanntesten queeren Persönlichkeiten

Deutschlands hat ein Kinderbuch am Start.

Wir fragten nach, warum und warum so.

Queere Themen provozieren gerade viele, mehr

Sichtbarkeit bringt eben auch mehr Negatives. Was

entgegnest du „besorgten Eltern“?

Bei den Lesungen, ich trug ein Tutu, sind die Kinder komplett

vorurteilsfrei an die Sache rangegangen. Ihre Eltern und die Erzieher

auch! Aber viele Eltern im Internet fanden das schlimm

und behaupteten, dass dieses Buch schwul machen würde.

Ich bin erschrocken, wie viele Menschen immer noch unaufgeklärt

sind! Dieses Buch macht nicht schwul und ich auch

nicht. Abgesehen davon, dass das gar nicht ginge. Es ist nie zu

früh, Kinder zu sensibilisieren, dass Liebe auch für das eigene

Geschlecht empfunden werden kann. Das Buch soll positive

Werte und Stärke vermitteln. Und um Sexualität geht es hier ja

überhaupt nicht. Es geht um Anderssein, um Toleranz und eine

offenere Gesellschaft, spielerisch und kindgerecht verpackt.

Für wen ist dein Buch?

Für Kinder und natürlich auch für deren Eltern, denn die lesen

es ja vor. Menschen, die intolerant oder teils sogar homophob

sind, stören sich daran. Aber ich will darauf aufmerksam

machen. Und auch auf die negativen Reaktionen auf das Buch.

Das positive Feedback ist zum Glück sehr viel größer, ich könnte

das negative unter den Teppich kehren, will ich aber nicht.

Denn genau deshalb habe ich dieses Buch ja geschrieben.

Wie autobiografisch ist das Buch?

Es ist kein autobiografisches Buch, aber es hat einige autobiografische

Elemente. Wer mich kennt, erkennt mich vielleicht in

der ein oder anderen Szene.

Ist zu viel des Guten immer wundervoll?

Zuerst einmal soll jeder leben, wie er möchte. Wer bunt sein

möchte, soll bunt sein. Wer nicht, der nicht. Aber nein, man

kann nie zu bunt sein. Niemand sollte gezwungen sein, sich anzupassen.

Den Menschen, die auffallen und auch polarisieren,

haben wir es zu verdanken, dass wir frei schwul leben können.

Hand aufs Herz: Bist du schwul oder queer?

Ich sehe mich als queeren Mann. Das Wort queer ist für mich

politisch aufgeladen. Ich setze als queerer Mann ein Zeichen,

egal, wen ich treffe: die Bundeskanzlerin, Promis in einer

Entertainment-Show oder Fans auf der Straße. Ich strebe kein

heteronormatives Auftreten an, daher bin ich lieber queer.

FOTO: M. RÄDEL

*Interview: Michael Rädel

www.community-editions.de

www.instagram.com/riccardosimonetti


BUCH

KALENDER

YEY, WIE SÜSS!

Augen zum Dahinschmelzen und ein schönes Fell ...

Eigentlich setzt Promi-Fotograf Mike Ruiz sonst Größen wie

Kim Kardashian, Katy Perry, Nicki Minaj, Billy Porter und Nick

Jonas in Szene, jetzt bringt er einen recht ungewöhnlichen

Kalender zum Jahreswechsel auf den Markt: „Bullies & Biceps“.

Der hat nicht nur eine andere Geltungsdauer als seine

Mitbewerber, nämlich vom Dezember 2019 bis in den April

2020, mit dem Erlös wird dann auch noch Gutes getan! Die

hier abagelichteten Fitnessmodels posieren alle mit einem

New Yorker Pitbull. Diese – umstrittene – Hunderasse ist in

den USA recht verbreitet und hat es aber (dadurch) auch

ziemlich schwer. Falsch behandelt, ausgesetzt, gequält leben

sie zuweilen unter schrecklichen Bedingungen. Um ihnen

zu helfen, gibt es die New York Bully Crew. Die braucht

Geld – und das kommt im Idealfall mit diesem Kalender ins

Haus und in die Hundehütte. *rä

www.nybullycrew.org

FOTOS: M. RUIZ

ALTERN

Mann ist immer so alt, wie Mann sich fühlt

Im Zweifelsfall kann das bedeuten,

dass man je nach Tageslaune

mal 95, mal 25 und mal 45

ist. Alles kein Grund für Sorgen

und Drama oder Stress.

Älter werden wir alle. Unaufhaltsam.

Und dass Mann auch auf

sich achten muss, das wissen

alle, die mit Anfang vierzig

schon sehen, wie manch einer

im Freundeskreis ein alkoholgestütztes

Etwas ist, oder die

auch die ersten Herzinfarkte (in

Zusammenhang mit langjährigem Drogenkonsum) beweinen

mussten. Die berühmte, von mittlerweile immer mehr

Wissenschaftlern angezweifelte, Midlife-Crisis setzt ein zur

gefühlten Lebensmitte. Sie kommt, wenn man definitiv nicht

mehr jung an Jahren ist – so ab Mitte oder Ende dreißig kann

es schon losgehen. Da sind sie dann, die Zweifel, ob man denn

alles erreicht hat, was zu erreichen gewesen wäre. Soll man

hinschmeißen und etwas ganz Neues starten? Ist die Beziehung

die, die man sich erträumt hat? Passt der Freundeskreis

oder ist es eher eine oberflächliche Truppe aus Bekannten im

Disconebel oder im Sportklub? Und wie läuft es eigentlich mit

der Familie?

So viele Fragen in einer Lebensphase, in der man eigentlich

vor allem damit beschäftigt ist, Geld zu verdienen. Und dann

kommen noch die ersten Alterserscheinungen: Die Fältchen

werden mehr, die Haare mitunter weiß, der Bauch muss mit

viel mehr Sport bekämpft werden, und ab 3 Uhr morgens

schläft man im Klub ein – ohnehin zählt man dort zu dem

„alten“ Viertel der Besuchermassen.

Zum Thema Altern, nennen wir es lieber Reifen, hat auch

der Reporter Andreas Austilat ein äußerst amüsantes Buch

geschrieben: „Auch das geht vorbei“. Auf über 280 Seiten erzählt

er von einem Mann in der Mitte des Lebens, der „staunt

über diese seltsame Zeit, in der die einen schon Kur machen

(irgendwas mit Rücken) und die anderen neu durchstarten

und in Australien eine Surferbar eröffnen.“ Wunderbar. *rä


BUCH

KULT

Flash Gordon – neuer Comicband

Der Blonde gilt als einer der ersten

Superhelden des 20. Jahrhunderts.

Gerade erschien der zweite Teil der

kultigen Flash-Gordon-Buchreihe.

Der Zeichner und Autor Alex

Raymond schuf mit seinen Comics

eine fantastische Welt, die dann

mehrmals verfilmt – mit dem

Schwimmweltmeister Buster

Crabbe als Flash Gordon – und

immer wieder als Comic verlegt

wurde. 1980 kam der Film mit

einem Soundtrack von Queen

erneut in die Kinos. Und jetzt

erschien eben der Band „Flash

Gordon – Der Tyrann von Mongo“

neu, die Erstveröffentlichung

dieser Comics war 1937 bis 1941.

Hier schlägt er sich nicht nur mit

allerlei Ungeheuern rum, sondern,

der Buchtitel verrät es, mit einem

Bösewicht, wie er nur in den USA

des 20. Jahrhunderts kreiert werden

konnte ...

Große Science-Fiction-Kunst

einer vergangenen Zeit. Sollte man

haben, wenn man Comics mag. *rä

KINDERBUCH

„Bis bald, Opa!“

Mit der immer besser werdenden Gleichstellung

von LGBTIQ*s in Deutschland verändert

sich auch unser Gesellschaftsbild.

Nicht zuletzt ist mit der Ehe für alle die

Liebe zwischen zwei homosexuellen Menschen

immer mehr zur normalsten Sache

der Welt geworden. Auch die Gründungen

von sogenannten Regenbogenfamilien

nehmen zu und gehören mittlerweile zum

allgemeinen Gesellschaftsbild. In der Literatur,

gerade in der Kinderliteratur, ist dies

jedoch nur sehr selten zu finden.

Der deutsch-niederländische Schriftsteller,

Historiker und Pädagoge Lutz van Dijk will

nun Abhilfe schaffen. Mit seinem neuen

Kinderbuch „Bis bald, Opa!““ zeigt er die

Vielseitigkeit unserer Gesellschaft.

Die Hauptfigur des Buchs ist der zehnjährige

Daniel, der in einer bunten (diversen)

Welt lebt. Nach und nach wird der Leser in

die Patchworkfamilie von Daniel eingebunden:

Daniel und seine

Mutter sowie der neue

Freund der Mutter und

dessen Tochter. Drehund

Angelpunkt des

Buchs ist der Besuch

der beiden Opas von

Daniel. Was für andere

ungewöhnlich erscheint,

ist für Daniel

das Normalste auf der

Welt: zwei Opas, die

sich lieben.

Lutz van Dijk nimmt

den Leser mit auf eine Familienreise der

gesellschaftlichen und kulturellen Vielfalt.

Eine Reise, die zeigt, dass auch in einer

bunten Welt die ganz normalen familiären

Alltagsprobleme, Freuden und Sorgen zu

finden sind. So konfrontiert Lutz van Dijk

seine jungen Leser mit der Krebserkrankung

des einen Opas. Das Lutz van Dijk

hier eine Geschichte von

zwei schwulen Männern,

die in Kapstadt leben,

erzählt, kommt nicht von

irgendwoher. Der Autor

gibt mit dem Kinderbuch

„Bis bald, Opa!“ ein großes

Stück seiner eigenen Geschichte

preis. Lutz van

Dijk lebt seit fast zwanzig

Jahren in Kapstadt, wo

er mit seinem Mann

und Freunden aus dem

Township Maisphumelele

das HOKISA-Kinderhaus gegründet hat.

Es ist wohl das persönlichste Buch, das

Lutz van Dijk bisher geschrieben hat. Nicht

ohne Grund widmet er gerade dieses

Buch seinen beiden Kindern und den drei

Enkelkindern in Deutschland sowie seinen

Kindern und Enkelkindern in Südafrika und

seinem Mann Perry. *sea

FOTOS: A. LOURIE

KALENDER

Vielfalt

ist erotisch

Schwule Erotik, das ist mehr als glatte

Muskeln, Twinks und Lederträume.

meat hat auch für 2020 wieder ein

klasse Statement für Vielfalt in Sachen

Sexyness: „Zwölf ganz normale

Männer unterschiedlicher Form, Größe

und Altersgruppe haben sich ausgezogen,

um zu beweisen, dass echte

Männer es draufhaben“, verrät Fotograf

Adrian Lourie über den 2020er-Kalender

von meat. *rä

www.meatzine.com


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