NATURZYT – Das Schweizer Naturmagazin – Ausgabe Dezember 2016

NATURZYT

Natur ERFAHREN und mehr über unsere Wildtiere und -pflanzen lernen. Natur ERLEBEN und die Artenvielfalt der Flora und Fauna entdecken. Natur BEWAHREN und rücksichtsvoller mit ihr umgehen. Das ist NATURZYT.
NATURZYT schreibt nicht nur über unsere Natur, wir unterstützen Sie auch mit einem Teil der Abo-Erlösen. Aus Liebe zur Natur. Jetzt abonnieren und unterstützten – 4 Ausgaben für nur CHF 29.50.

Aus Liebe zur Natur.

Nr. 15 | Dezember 16 Februar 17 | CHF 7.90

Natur erfahren

So weiss

wie Schnee

Natur bewahren

Eine Zwiebel

schreibt Geschichte

Natur erleben

Winterzauber

Natur erleben

Still fällt der Schnee

ins Tal der Kander

Natur erleben

Sieh die Dinge,

wie sie sind

Natur erleben

Hinter dem Mond ins

Schneeschuhland


SPECIAL EDITION

EVOLUTION WHITE CHRISTMAS

13 Functions, 85 mm, Swiss Made

MAKERS OF THE ORIGINAL SWISS ARMY KNIFE | ESTABLISHED 1884


EDITORIAL

Impressum

NATURZYT 4. Jahrgang

Knaus Marketing- & Verlagsservice

Burgstrasse 11

8604 Volketswil

Redaktion

Telefon 043 542 72 91

redaktion@naturzyt.ch

Anzeigen

Michael Knaus

Telefon 043 542 72 91

michael.knaus@kmvs.ch

Freie und ständige Mitarbeiter

Virginia Knaus, Michael Knaus, Philippe

Elsener, Claudia Ebling, Daniel Fleuti,

Ernestine Astecker, Claudia Wartmann,

Tobias Ryser

Grafik & Produktion

Swissprinters Premedia, Zofingen

Einfach mal Zeit nehmen bei Mutter Natur.

Zeit nehmen

Titelbild

Tobias Ryser

Druck / Korrektorat

Swissprinters AG, 4800 Zofingen

Abonnementspreise

4 Ausgaben CHF 29.50 (inkl. 2.5% MwSt.),

8 Ausgaben CHF 56.50 (inkl. 2.5% MwSt.).

Auslandabonnemente auf Anfrage.

Abonnementsdienst

Knaus Marketing & Verlagsservice

Burgstrasse 11, 8604 Volketswil

Telefon 043 542 72 91, abo@NATURZYT.ch

www.NATURZYT.ch/abonnieren

ISSN-Nummer 2296-2859

© Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

aus drücklicher Genehmigung des Verlages.

Das Magazin wird in der Schweiz auf 100%

Recycling papier gedruckt.

Liebe Leserin, lieber Leser

Die Bäume haben ihre Blätter

verloren, die Tiere haben sich zurückgezogen

und leben auf Sparflamme.

Die Natur beginnt mit ihrer natürlichen

Ruhephase.

Ruhephase? Zeit nehmen? Dies

täte uns auch gut, doch wir haben

emsiges Treiben. Überall Weihnachtsmärkte

mit leuchtenden Bäumen und

Geschenke-Einkaufsstress. Und bald

schon stehen die Feiertage vor der Türe,

Weihnachten, Neujahr es bleibt uns

kaum Zeit zu verschnaufen.

Sich einfach mal hinlegen, auf

den Boden der Mutter Natur, sich Zeit

nehmen und darüber nachdenken,

was wir im Jahr 2016 gut und was wir

weniger gut gemacht haben. Und

auch wem wir wieder einmal aus vollen

Herzen so richtig Danke sagen möchten.

An dieser Stelle möchte ich das gleich

selbst machen und allen danken, die

unser NATURZYT im 2016 unterstützten.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser,

die unser Magazin nicht nur lesen,

sondern auch mit vielen positiven

Reaktionen und Ihrer Weiterempfehlung

an Freunde und Bekannte unterstützen.

Dies be merken wir an den steigenden

Abonnenten zahlen, was in einer Zeit,

in welcher andere Medien Abonnenten

und Leser verlieren, ein grosser Erfolg

ist und unserem Konzept «Aus Liebe

zur Natur» recht gibt. Vielen Dank dafür.

Herzlichen Dank auch unserem

NATURZYT Team, welches mit viel

Liebe über unsere schöne Natur schreibt.

Im speziellen an Ernestine Astecker

(Kräuterapotheke), Claudia Ebling

(Naturnaher Garten), Philippe Elsener

(Kraftorte), Daniel Fleuti (Wildwanderungen),

Virginia Knaus (Tierisch

gute Interviews), Tobias Ryser (Naturwärts)

und Claudia Wartmann

(Wildtiere).

Auch unseren Anzeigen- und

Vertriebspartnern, unserem Vorstufeund

Druckpartner gilt grosser Dank.

Sie alle haben uns geholfen, NATURZYT

zum Wachsen zu bringen, und ich freue

mich, mit Ihnen im 2017 weiter zuwachsen.

Ich wünsche Ihnen nun eine fried ­

volle Weihnachtszeit im Kreise Ihrer

Lieben und ein spannendes, positives

neues Jahr. Kommen Sie gut durch

die Winterzeit. Und vor allem: Nehmen

Sie sich Zeit.

Ihr Michael Knaus

NATURZYT 3


Seite 10

So weiss

wie Schnee

Seite 30

Sieh die Dinge,

wie sie sind

Inhalt

3 Editorial/Impressum

4 Inhaltsverzeichnis

7 Wissenswertes

Der Hirschkäfer hat zwei grosse Zangen.

Ist er gefährlich? Und ist der Fischotter wasserdicht?

8 Entdeckt & Fair

Bunte Girlanden aus alten Zeitungen sichern Überleben.

Isolationsjacken aus wiederverwerteter Merinowolle

und rezykliertem Polyester.

46 Zu guter Letzt

Gewinnen Sie 6 Sommer­Tageskarten für das Aussichtsund

Wanderparadies Morschach­Stoos.

Natur erfahren

10 So weiss wie Schnee

Der Winter steht vor der Tür. Für Tiere, die im Gebirge

leben, eine schwierige Herausforderung. Denn um

unter den extrem unwirtlichen Bedingungen überleben

zu können, sind spezielle Anpassungsstrategien gefragt.

Der Schneehase zeigt, wie’s gemacht wird, denn er

lebt bei uns in den Alpen oberhalb von 1300 Meter ü. M.

16 Weisstanne Weihnachtsbaum und Hustenmittel

Als immergrüner Baum symbolisiert die Weisstanne

Lebenskraft, Unsterblichkeit und Wiedergeburt. Die

Königin des Waldes hilft bei Erkältungserkrankungen und

stärkt die Nerven. Wir finden sie in unseren Wäldern bis

auf 1500 m Höhe. Sie kann bis 70 Meter hoch werden und

gräbt ihre Wurzeln tief in den Boden. Ihre Nadeln wachsen

nur nach zwei Seiten und sind auf der Unterseite weiss.

4 NATURZYT


INHALT

Seite 34

Hinter dem Mond

ins Schneeschuhland

Seite 38

Winterzauber

Seite 42

Still fällt der Schnee

ins Tal der Kander

Natur bewahren

20 Tierisch gute Interviews

Robin Rotkehlchen der heimliche Nationalvogel

Englands und Wächter energiereicher Plätze im

Gespräch mit NATURZYT.

24 Claudias naturnaher Garten

Was wissen Sie über Tulpenzwiebeln?

Woher kommt sie, was ist ihre Geschichte und wie

kommt sie überhaupt zur ihrem (Tulpen)Namen?

28 Fruchtiges Saison­Rezept

NATURZYT präsentiert ein herzhaft fruchtiges

3­Gang­Wintermenü. Als Vorspeise ein fruchtiger

Lauch­Linsensalat, zum Hauptgang Poulet an einer

Senf­Baumnusssauce und zum Dessert ein Birnen­

Baumnusskuchen. En Guete.

Natur erleben

30 Sieh die Dinge, wie sie sind

Wie die Begegnung mit einer Adlerdame und deren

Falkner die Wahrnehmung der Natur und unserer

Welt erweitern kann.

34 Hinter dem Mond ins Schneeschuhland

Kann man hinter dem Mond Schneeschuh laufen?

Kann man, sofern man sich links hält.

38 Naturwärts: Winterzauber

In der Bergwelt herrscht eisige Kälte, ein gnadenloser Ort,

und doch voller Schönheit. Der Winterzauber ist garantiert.

42 Still fällt der Schnee ins Tal der Kander

Der Schnee liegt auf Wald, Felsen und Wiesen. Die Natur

versinkt im Winterschlaf still wird es im Tal der Kander.

NATURZYT 5


Frisch

aufgegabelt


WISSEN

Wissenswertes

IST DER FISCHOTTER WASSERDICHT?

Der Fischotter gehört zur Gattung

der Marder, sein Körper ist lang gezogen

und ge schmeidig und damit ideal zum

Schwimmen. Der Schädel ist flach und strom -

linienförmig. Mit seinem etwa 40 Zentimeter

langen Schwanz kann er optimal steuern.

Die vier Pfoten des Otters haben neben den

Krallen auch Schwimm häute. Somit ist

er optimal vorbereit für das Wasser, aber

auch schnell auf dem Land. Die Ohren sind

klein und rund und können wie die Nasen -

löcher unter Wasser verschlossen werden.

Sein kurzes und mit gut 50 000 Haaren pro

Quadratzentimeter dichtes Fell schützt

ihn vor Kälte und Feuchtig keit. Zwischen

den Haaren bilden sich kleine Luft kammern,

welche verhindern, dass Wasser an die Haut

gelangen kann.

Ja, somit darf gesagt werden: Der Fisch -

otter ist wasserdicht. Er ernährt sich, wie

der Name schon erkennen lässt, haupt sächlich

von Fischen, besonders von solchen, die am

Boden der Gewässer leben, wie zum Beispiel

der Aal. Aber auch Frösche, Fluss krebse,

Ratten, Mäuse und Wasser vögel gehören

auf seinen Speiseplan.

IST DER HIRSCHKÄFER GEFÄHRLICH?

Der Hirschkäfer hat einen Oberkiefer,

der wie zwei Zangen ausgebildet ist

und sehr gefährlich aussieht. Mit diesen

Oberkiefern, die fast wie Geweihe

wirken, kämpfen zwei rivalisierende

Männchen um die Gunst eines Weibchens.

Er kann damit aber nicht fest zu kneifen,

und des halb endet ein Kampf immer

unblutig, sogar wenn er uns kneifen würde.

Wie bereits an gedeutet, hat der Hirsch -

käfer seinen Namen erhalten, weil sein

Oberkiefer wie ein Hirschgeweih aussieht.

Hirsch käfer findet man häufig in Eichen -

wäldern. Sie ernähren sich vom Saft, der

an verletzten Bäumen austritt. Das Männchen

hat braune Deckflügel und braune Ober -

kiefer. Die Weibchen können ganz schwarz

sein. Männchen werden bis 75 Millimeter,

Weibchen bis maximal 40 Millimeter lang.

Die Lebens erwartung der erwachsenen

Käfer ist nur gerade drei bis acht Wochen.

Nach der Paarung legen sie die Eier

in kranke oder bereits tote Bäume. Die aus -

ge schlüpften Larven ernähren sich dann

von verrotten dem Holz. Da in unseren

Wäldern immer weniger Totholz vorhanden

ist, ist der Hirsch käfer in der Schweiz

stark gefährdet.

Text Michael Knaus Fotos Fotolia

NATURZYT 7


Entdeckt & Fair

Bunte Girlanden aus alten Zeitungen

Im Atelier Miis'Art'Dines im

madagassischen Antananarivo

werden alte Zeitungen zu

bemalten Girlanden verarbeitet.

Die bunten Fische, Sterne oder auch

Perlhühner werden von Menschen

hergestellt, die in Madagaskar zu

den Ärmsten der Armen gehören.

Im Atelier von Miisa, einer jungen

Madagassin, haben sie die Möglich keit,

ein paar zusätzliche Ariary zu ihrem

sonstigen Einkommen als Wäscherinnen

oder Hausmädchen dazuzuverdienen.

Viele von ihnen sind Analphabetinnen.

Seit 2008 bietet das Projekt

seinen Mitarbeiterinnen die Möglich -

keit, das Handwerk zu erlernen.

Das Material wird ihnen gratis zur

Ver fügung gestellt. Von den 70 bis

jetzt unter stützten Frauen konnten

einzelne genug Geld zusammensparen,

um ihre eigenen Projekte zu

ver wirklichen. Damit können sie ihr

Einkommen und auch ihren Lebensstandard

nach haltig verbessern.

Die Girlanden «Fantara» kosten

26 Franken und sind erhältlich

im Helvetas-Fairshop an der

Weinberg strasse 24 in Zürich oder

über www.fairshop.helvetas.ch.

Winterwandern und Schneeschuh-Erlebnisse

Winterwandern in der Surselva 22.01. bis 27.01.

Winterwandern im Appenzellerland 29.01. bis 03.02.

Auf Schneeschuhen im Val Müstair 29.01. bis 03.02.

Auf Schneeschuhen im Schwarzwald 05.02. bis 09.02.

Winterwandern St. Antönien 05.02. bis 10.02.

Auf Schneeschuhen im Puschlav 12.02. bis 18.02.

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Die Konturen des Schneehasen

lösen sich im weissen Schnee

praktisch auf.

So weiss

wie Schnee

Der Winter steht vor der Tür. Für Tiere, die

im Gebirge leben, eine schwierige Heraus forderung.

Denn um unter den extrem unwirtlichen Be ding ungen

überleben zu können, sind spezielle Anpassungsstrategien

gefragt. Der Schnee hase zeigt, wie’s

gemacht wird.

Lepus timidus so lautet

der zoologische Name

des Schneehasen. Lepus

bezeichnet die Gattung der

Echten Hasen, timidus bedeutet

«ängstlich, furchtsam». Mit anderen

Worten: Der Schneehase ist gemäss

seiner latei nischen Bezeichnung

eigentlich ein «Angsthase». Alles

andere als ein passender Name, denn

wer wie der Schneehase klirrender

Kälte und meterhohem Schnee trotzt,

ist wahrlich kein Angsthase. Vielleicht

müsste timidus eher mit «schüchtern»

oder scheu übersetzt werden, denn

der Schnee hase ist tatsächlich ein sehr

scheues Tier, das man kaum oder

höchst selten zu sehen bekommt.

SCHNEESCHUHE FÜR EINEN HASEN

Der Schneehase lebt bei uns in den

Alpen oberhalb 1300 Meter ü.M.

Allerdings besiedelt er auch Gebiete

in Skandinavien, Russland, Schottland

und Irland. In diesen Ländern ist

sein Lebensraum nicht gebirgig,

sondern geprägt durch Tundra und

Taiga. Wichtig ist in allen Fällen, dass

genügend Nahrung vorhanden ist und

der Lebensraum ausreichend Büsche,

Bäume und Fels blöcke zur Deckung

bietet. Ansonsten stellt der Schneehase

keine grossen Ansprüche, sondern

lebt sehr genüg sam. Als vorwiegend

nachtaktives Tier verlässt er sein Tagesversteck

in der Abend dämmerung, um

sich auf Nahrungssuche zu begeben.

10 NATURZYT


NATURZYT 11

NATUR ERFAHREN


Der Schneehase ist hervorragend

an seine Umgebung angepasst.

Auf diese Weise vermeidet er, mit

einem seiner Feinde zusammen -

zutreffen, denn der Steinadler jagt

seine Beute tagsüber. Fuchs und

Uhu hingegen sind ebenfalls nachts

unterwegs. Doch auch dem Fuchs

schlägt der Schneehase ein Schnippchen:

Da er seine Nahrung an stets

wechselnden Orten suchen muss, kann

der Fuchs den Schneehasen nicht

abpassen, weil er nie weiss, wo er ihn

antreffen könnte. Zudem läuft der

Schneehase gerne auf seiner eigenen

Spur zurück oder hoppelt in wildem

Zickzack durch den Schnee, was

seine Feinde völlig verwirrt. Wird der

Schneehase trotzdem mal von einem

Fuchs entdeckt, hat er immer noch

gute Chancen, ihm zu entkommen:

Die langen Zehen an seinen breiten,

kräftigen Hinterpfoten sind stark

behaart; werden sie gespreizt,

bieten die Hinterpfoten eine grosse

Auflage fläche und werden zu einer

Art Schneeschuhen, die das Einsinken

selbst im lockeren Pulverschnee

verhindern. So kann der Schneehase

im Winter schneller fliehen, während

der schwerere Fuchs mit seinen

kleineren Pfoten im tiefen Schnee

einsinkt.

GETARNT UND GEWÄRMT

IM WEISSEN WINTERFELL

Die «Schneeschuhe» sind nicht die

einzige Anpassung des Schneehasen an

den Winter im Gebirge. Auch der

Fellwechsel hilft dem Schneehasen, die

schwierige Zeit im Schnee zu überleben.

Der Wechsel zwischen Sommer- und

Winterfell ist im Tierreich an sich

nichts Aussergewöhnliches. Beim

Schneehasen aber wechselt nicht nur

die Dichte des Haarkleids, sondern

auch dessen Farbe: Im Sommer tragen

die Tiere ein dunkel- bis graubraunes

Sommerkleid, das im Herbst in ein

weisses Winterfell übergeht. Im Sommer

erfolgt dann die Rückfärbung vom

weissen Winter- ins braune Sommerkleid.

Dieser Farbwechsel des Fells sorgt

für eine hervorragende Tarnung. In

einer verschneiten Landschaft lösen sich

die Konturen des weissen Schneehasen

praktisch auf, sodass er kaum sichtbar

ist. Im Sommer hingegen wäre ein

weisses Fell mehr als hinderlich, denn

als weisser Fleck auf grünbraunen

Alpweiden wäre der Schneehase weit -

herum sichtbar, in seinem braunen

12 NATURZYT


Dank «Schneeschuhen» sinken

Schneehasen kaum im Schnee ein.

Typische Körperhaltung:

Ein Schneehase im Fellwechsel

streckt sich nach einer Ruhepause.

Sommerkleid aber fällt er nicht weiter

auf. Umgekehrt wäre ein brauner Hase

im weissen Schnee ein leichtes Opfer

für seine Fressfeinde. Die feine Unterwolle

des Fells sorgt während des

ganzen Jahres für eine gute Isolation.

In den weissen Grannenhaaren des

Winterfells werden die fehlenden

Farbstoffe raffinierterweise durch Luft

ersetzt. Diese Luft wirkt isolierend

und unterstützt den Schneehasen dabei,

in klirrender Kälte die Körpertemperatur

zu regulieren, sodass er weniger

Energie dafür aufwenden muss. Die

typischen Hasenohren sind kürzer als

etwa beim Feldhasen, was die Hautoberfläche

und damit den Wärmeverlust

deutlich reduziert. Bei Schneefall lässt

sich der Schneehase einfach in seinem

Lager einschneien. Diese Schneehöhle

wirkt isolierend wie ein Iglu. Die warme

Atemluft hält einen «Luftschacht» offen.

Die zusammengekauerte Körperhaltung

spart zusätzlich Energie.

KOSTBARER KOT

Energie ist in den rauen Bergwintern

das «A» und «O» des Überlebens. Denn

in der tief verschneiten Landschaft ist

das Nahrungsangebot knapp. Während

das Murmeltier Fettreserven anfrisst

und sich zum Winterschlaf zurück -

zieht, muss der Schneehase weiterhin

auf Futtersuche. Denn er hat sich keine

Fett reserven angelegt, von denen er

jetzt zehren könnte. Zwergsträucher,

Gräser und Kräuter seine bevor zugte

Nahrung im Sommer sind unter

der hohen Schneedecke nicht mehr zugänglich.

Also muss er im Winter seine

Ernährung umstellen auf das, was

trotz Schnee erreichbar ist: Rinden,

Zweige, Erlentriebe oder Fichtennadeln.

Die von der Schneelast herabgedrückten

Zweige sind für den Schneehasen gut

zu erreichen. Manchmal muss er sich

aber auch auf die Hinterläufe aufrichten,

um einen Zweig herab zuziehen. Nachdem

er ein Stück eines Zweigs abgebissen

hat, nagt er die Rinde und Knospen ab.

Diese holzige, faser reiche Nahrung ist

nicht besonders nährstoffreich. Deshalb

wird sie vom Schneehasen wiederverwertet:

Er frisst den Kot, der vom

Blinddarm aus geschieden wird, gleich

nochmals. So passiert die kostbare

Nahrung den Darm ein zweites Mal,

wodurch die wertvollen Vitamine

und Nährstoffe vom Körper effektiver

genutzt werden können.

NATURZYT 13


Je kälter der Lebensraum,

desto kürzer die Ohren.

Weg da! Auf den Hinterpfoten

stehend, wehrt sich ein Schneehase

gegen einen Artgenossen.

Die Aufnahme mit der Wärmebildkamera

zeigt, wie gut das Fell des

Schnee hasen gegen die Kälte isoliert:

Nur bei den Augen, der Nase und an

den Pfoten wird Wärme abgegeben

(Natur­ und Tierpark Goldau).

STRESS LASS NACH!

Kotkügelchen sind nicht nur

über lebenswichtig für Schneehasen,

sie gestatten es auch der Wissen -

schaft, wertvolle Informationen

daraus zu gewinnen. So hat der Forst -

wissen schafter und Wildtierökologe

Maik Rehnus von der Eidgenössischen

Forschungs anstalt WSL anhand

der Kotkügelchen herausgefunden,

dass Schneehasen in touristisch

stark genutzten Gebieten mehr Stresshormone

ausscheiden als in Gebieten

mit wenig oder keinen Touristen.

Wen wundert’s: Bewegen sich Freerider

ausserhalb der markierten Skipisten,

stören sie die Schneehasen in ihrer überlebenswichtigen

Ruhe phase. Die Tiere

werden aufgeschreckt und flüchten,

was für sie einen hohen Energieauf wand

bedeutet gestresste Schneehasen

benötigen nämlich etwa 20 Prozent mehr

Energie als ungestörte. Wildruhezonen

sollten deshalb unbedingt beachtet

werden, um den Schneehasen

und anderen Wildtieren das Leben

nicht noch schwerer zu machen,

als es im Winter ohnehin schon ist.

Gerade der Schneehase hat zusätzlich

noch mit einer anderen Gefahr

zu kämpfen der Klimaer wärmung.

Mildere Winter erlauben es den

grösseren Feldhasen, in den Lebensraum

des Schneehasen vor zudringen.

So könnte der Schnee hase aus den

Randbereichen der Alpen verdrängt

werden. Eine ungewisse Zukunft also

für eine aussergewöhn liche Tierart,

die sich wie wenige andere an die

harten winterlichen Bedingungen

im Gebirge angepasst hat.

Text Claudia Wartmann

Fotos Fotolia, Shutterock,

Natur­ und Tierpark Goldau

14 NATURZYT


Dies und das zum Schneehasen

• Feldhase oder Schneehase? Im

Sommer ist diese Frage nicht einfach

zu beantworten, denn beide tragen

ein braunes Fellkleid. Einen ersten

Aufschluss gibt die Höhe über

Meer: Schneehasen sind kaum unter

1300 Meter anzutreffen. Diese

Höhe bildet aber keine scharfe Grenze

zwischen den beiden Arten, denn

der Feldhase kann auch auf 1800 Meter

Höhe vorkommen. Eindeutigen

Aufschluss gibt der Schwanz: Er bleibt

beim Schneehasen das ganze Jahr über

weiss, während beim Feldhasen die

Schwanzoberseite schwarz gefärbt ist.

• Der Schneehase hinterlässt im frischen

Schnee deutliche Spuren. Sie haben

die Form eines «Y» mit zwei neben einanderstehenden

grossen Pfotenabdrücken

und zwei hintereinander liegenden

kleinen, runden

Pfoten ab drücken.

• Schneehasen live

zu sehen gibt es im

Natur- und Tierpark

Goldau. Einige der Tiere

sind im Bartgeier-Gehege

untergebracht. Doch keine

Angst: Die Hasen sind keineswegs

als Futter für die Bartgeier gedacht,

denn Bartgeier ernähren sich von

den Knochen toter Tiere.

• Noch bis zum 22. Januar 2017 ist

im Bündner Naturmuseum in

Chur eine Sonderausstellung zum

Thema «Überwintern 31 grossartige

Strategien» zu sehen. Die Ausstellung

stellt 31 Wege vor, wie Pflanzen, Tiere

und Pilze den Winter über stehen.

Selbstverständlich fehlen auch die

Gut erkennbar

sind hier die

breiten Pfoten des

Schneehasen.

vielfältigen Überlebensstrategien

des Schneehasen nicht.

• Damit sich Schneesportlerinnen

und Schneesportler naturverträglich

verhalten und die Natur weiter hin

in vollen Zügen und ohne Konflikte

geniessen können, haben das

Bundesamt für Umwelt BAFU und

der Schweizer Alpen-Club SAC

die Kampagne «Respektiere deine

Grenzen» lanciert. Infos:

www.respektiere-deine-grenzen.ch

NATUR ERFAHREN

Naturzyt | deutsch | ProClima | Format 210 x 145 mm | DU: 04.11.2016 | Ersch.: 28.11.2016

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Ernestines Kräuterapotheke

Weisstanne

Weihnachtsbaum und

Als immergrüner Baum symbolisiert die Weisstanne Lebenskraft,

Unsterblichkeit und Wiedergeburt. Die Königin des Waldes hilft bei

Erkältungserkrankungen und stärkt die Nerven.

BEGEGNUNG MIT DER

WEISSTANNE IN DER NATUR

Wir finden die Weisstanne in den

europäischen Wäldern der Mittelgebirge

bis auf 1500 Meter Höhe. Als aufrecht

wachsender immergrüner Nadel baum

kann sie bis 70 Meter hoch werden.

Ihre Wurzeln reichen tief in den Boden.

Die Rinde ist anfangs glatt und braun,

später weisslich-grau (daher der Name).

Die Weisstanne unterscheidet sich

von der Fichte (Rottanne) dadurch, dass

die Nadeln an der Unterseite weisse

Streifen aufweisen und vom Zweig

nur nach zwei Seiten abstehen (nicht

rundherum). Die Zapfen der Weiss -

tanne stehen aufrecht. Findet man im

Wald Zapfen auf dem Boden, handelt

es sich nie um Weisstannen zapfen.

Diese zerfallen bereits auf dem Baum;

ihre Schuppen fallen dabei auf den

Boden, während die Zapfen spindel

auf dem Ast bleibt. Die Weiss tanne

kann bis zu 600 Jahre alt werden.

Sie gehört wie Fichte und Lärche zu

den Kiefern gewächsen (Pinaceae).

Ein Spaziergang im Tannen wald,

verbunden mit bewusstem Ein- und Ausatmen,

schenkt wärmende Kraft, und

der balsamische Duft wirkt belebend und

schützend. Als immer grüner Baum sym -

bolisiert die Tanne Lebenskraft, Unster b-

lich keit und die Wiedergeburt des Lichtes.

An Weihnachten bringen wir den Tannen -

baum ins Haus und schmücken ihn mit

Lichtern, Äpfeln, Nüssen und Lebkuchen.

16 NATURZYT


VIELFÄLTIGE WIRKUNGEN

Die Wirkung der Weisstanne ist vielfältig.

Sie hilft bei Erkältungs- und

Lungenerkrankungen, wirkt stärkend

nach längerer Krankheit, unterstützt

unser Nervenkostüm und heilt Wunden.

Das Harz wirkt ausserdem durchblutungsfördernd

und wird daher heute

noch in Rheumasalben verwendet.

NATUR ERFAHREN

WEISSTANNE HILFT BEI HUSTEN

Besonders ihre ätherischen Öle wirken

schleim lösend und auswurffördernd

bei Husten und lungenstärkend bei

Lungenschwäche. Hier hilft ein selbstzubereiteter

Hustensirup aus Tannenoder

Fichtentrieben.

WEISSTANNE STÄRKT DIE NERVEN

Neben ätherischen Ölen finden sich

in der Tanne Vitamin C, Vitamin A,

Harze und Mineralstoffe. Ein Tee aus

Tannen trieben zur Inhalation oder als

«Winterbad» wirkt wärmend, schützend

und stärkt das Nervenkostüm, z.B.

nach einem an strengen den Tag.

Hustenmittel

Der Bestand der Weisstanne

ist in den letzten 200 Jahren sehr

stark zurückgegangen. Gründe

sind öko nomische und öko logische

Einflüsse wie Umweltverschmutzung

(Indus trie abgase), Kahl schlag wirt -

schaft, Schäd linge, Über nutzung und

Bevor zugung der schnell wachsenden

Fichte.

WAS SAGEN DIE ALTEN

KRÄUTERKUNDIGEN?

In der Volksheilkunde hat man frische

Tannennadeln über Nacht ins Zimmer

gelegt, um die Raumluft zu verbessern

und das Atmen bei Erkältungsbeschwerden

zu erleichtern. Der den Tannen

entströmende Duft wirkt lungen stärkend.

Hildegard von Bingen (12. Jh.)

lobte die Tanne wegen ihrer stärkenden,

wärmenden und schützenden

Wirkung und ihrer Wundheilfähigkeit.

Unsere Vorfahren im Mittelalter

haben aus den Tannenzweigen ein

Vitamin-C-reiches Tannenbier gebraut

und so die heilende Wirkung genossen.

Aus dem balsamisch duftenden Tannen -

harz wurde der «Elsässer Terpentin»

gewonnen und bei vieler lei Erkrankungen

eingesetzt. Tannen harz war in vielen

Salben und Pflastern enthalten.

Paracelsus (16. Jh.) empfahl ein Bad

aus Tannentriebspitzen und Wacholder,

um Giftstoffe aus dem Körper zu

transportieren.

Auch Pfarrer Kneipp (19. Jh.) schätzte

die Heilkraft der Tanne und empfahl bei

Lungenleiden und Bronchitis anstelle der

Tannentriebe die noch grünen Tannenzapfen

als Arznei.

RÄUCHERN MIT WEISSTANNE

Räuchern mit Harz, Nadeln oder Samen

hat in der Räucherheilkunde eine sehr

lange Tradition. Lange bevor Weihrauch

und Myrrhe aus fernen Ländern zu uns

gelangten, wurden Weiss- und Rottanne

und andere Nadelhölzer als Räuchermittel

verwendet. Räucherungen dienen

zum Reinigen der Luft von Haus und

Hof sowie zur Desinfektion bei und

nach Krankheiten. Durch das Räuchern

lösen sich Fremdenergien auf, Stress

und Angespanntheit wandeln sich in

Ve rtrauen. Nerven und Konzen tration

werden gestärkt. Die Gedanken werden

hell und klar…

Text Ernestine Astecker, Apothekerin

und Homöopathin Foto Fotolia

Quellen und weiterführende

Literatur S. Fischer­Rizzi,

Blätter von Bäumen. J. Gruber &

E. Thoma, Bäume für die Seele.

S. Hirsch & F. Grünberger,

Die Kräuter in meinem Garten.

A. Huber, Die Heilkraft der Bäume.

A. Lingg, Bäume und die

heilende Kraft des Waldes.

R. Strassmann, Baumheilkunde.

NATURZYT 17


Weisstanne in der Kräuter­Apotheke

Die Nadeln der Weisstanne

stehen nur auf zwei Seiten und

haben auf der Nadelunterseite,

weisse Streifen im Gegensatz

zur Fichte (Rottanne vordere

kleine Tanne im Bild).

Die Tanne zählt heute zu den am

meisten vom Waldsterben betroffenen

Bäumen. Ist ihre Nutzung nicht erlaubt,

so kann man auf die Fichte (Rottanne)

aus weichen. Mit einer Einschränkung:

Bei Bronchial asthma und Krampf -

husten sollte das reine ätherische Öl der

Fichte nicht an ge wendet werden, da

die Krämpfe verstärkt werden können.

IN DER KRÄUTERKÜCHE

Junge Tannen- und Fichtenschösslinge

haben einen zitronenartigen und er -

frischenden Geschmack. Sie sind eine

auserlesene Zutat in Frühjahrs salaten

und liefern sehr viel Vitamin C.

TEE AUS DER WEISSTANNE

1 TL junge Tannentriebe in 1/4 l kaltes

Wasser geben, zugedeckt aufkochen

und abseihen.

3 x täglich 1 Tasse bei Atemwegsbeschwerden.

Der Tee hat auch

eine desinfizierende Wirkung auf

die ableitenden Harnwege.

TANNENTEE NACH PFARRER KNEIPP

3 grüne Tannenzapfen zerschneiden,

in einem halben Liter Wasser zugedeckt

ca. 10 Minuten kochen und abseihen.

Mehrmals täglich gurgeln.

WEISSTANNEN­BAD

2 Handvoll frische Tannenzweige

klein schneiden, in einen grossen

Topf füllen und mit Wasser bedecken.

20 Minuten auf kleiner Flamme

köcheln lassen, die Zweige abseihen

und den Sud in das Badewasser geben.

Das Weisstannenbad dient

zur Stärkung bei Erschöpfung und

Über müdung. Es wirkt wärmend

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Weil ein bisschen verwildern gut tut.

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Das Davoser Ferienvergnügen kennt keine Grenzen. Erkunden Sie zusammen mit

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und hilft ausserdem bei Erkältungs -

er krankungen. Bei Blasenentzündung

hat sich ein Sitzbad bewährt.

HUSTENSIRUP

Je eine Handvoll junge Tannenund

Fichtentriebe zerkleinern,

in einem halben Liter Wasser aufkochen,

eine halbe Stunde ziehen

lassen. Durch ein Baumwolltuch

abgiessen. Die Flüssigkeit mit

einem halben Kilo braunem Zucker

ver rühren. Nochmals erhitzen

und solange kochen, bis ein dick -

flüssiger Sirup entsteht. Abfüllen und

beschriften. Der Sirup kann mit

Tee getrunken werden und hilft bei

festsitzendem Husten.

Die Anwendung der angeführten

Rezepturen erfolgt auf eigene

Ver antwortung und ersetzt keinen

Arzt besuch. Eine Haftung der

Verfasserin bzw. der Redaktion

ist ausgeschlossen.

Junge Weiss­ und Rottannen suchen sich den Weg in die Höhe.

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Ernestine Astecker ist Apothekerin und Homöopathin und arbeitet in der eigenen

Gesundheitspraxis in Jonen AG. In Kräuterkursen und auf Kräuter rundgängen gibt

sie gerne ihre Begeisterung und ihr Wissen über Kräuter weiter. Die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer lernen in den Kursen Heilkräuter, Wirkungen, Anwendungsmöglichkeiten

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Tierisch gute Interviews

Interview mit

Robin Rotkehlchen

Wir sind nicht die einzigen Lebewesen auf diesem Planeten,

doch sehen wir die Dinge immer nur aus unserer Sicht.

Wie aber wäre es, wenn wir hören könnten, was unsere 4-, 8-

oder 111-beinigen Mitbewohner dieser Erde uns zu sagen haben.

Was würden sie wohl über uns Menschen denken, und wie

würden sie das Zusammenleben mit uns empfinden?

20 NATURZYT


Eine spannende Idee das Ganze einmal

aus ihrer Sicht zu sehen und zu hören,

was sie uns zu sagen haben. NATURZYT

hat sich deshalb entschlossen, neue Wege

auszuprobieren und sich darüber Gedanken zu

machen, was wäre, wenn sie wie wir sprächen

und wir sie einfach fragen könnten.

Er ist Englands heimlicher Nationalvogel

und beobachtet für Santa Claus die Kinder,

damit dieser an Weihnachten weiss, wer brav

und wer weniger brav war. Bei den Kelten

und Germanen galt er als Bote der Sonne. Wo

er nistete, glaubte man, dass der Gott Donar,

dem er auch zugeschrieben wurde, Haus und

Hof hütet und Glück bringt. Es handelt sich

hierbei um einen der lieblichsten Vertreter der

Sperlings vögel unser Rotkehlchen.

LIEBER ROBIN, VIELEN DANK, DASS DU

DICH BEREIT ERKLÄRT HAST, MIT MIR

DIESES GESPRÄCH ZU FÜHREN.

Das mache ich sehr gerne. Was möchtest

du denn gerne von mir wissen?

ICH WAR NEULICH IN ENGLAND UND HABE

DICH UND EINIGE DEINER ARTGENOSSEN

GETROFFEN. DORT SIEHT MAN ROTKEHLCHEN

FAST IN JEDEM GARTEN. WESHALB SIEHT

MAN EUCH HIER NICHT SO OFT?

Ich lebe in Gegenden, wo es tolle Büsche mit

Wurzeln und Unterholz hat. Hier habe ich eine

wunderbare Flora, die mir ein reichhaltiges

Nahrungsbuffet bietet. Wir leben aber auch in

Gärten, die Hecken und Unterholz zu bieten haben.

Weshalb man uns bei euch selten sieht, kann ich

nur raten. Vielleicht liegt es daran, dass eure

Gärten zu aufgeräumt sind, sodass nicht mehr viel

Nahrung geschweige denn Versteckmöglich keiten

zu finden sind. Naturnahe und naturbelassene

Gärten finden wir aber sehr toll und quartieren uns

auch gerne dort ein. Aber ich bin sicher, dass du

auch bei dir zu Hause ein Rotkehlchen finden wirst.

Du wirst es bestimmt hören, noch bevor du es siehst.

DAS IST WOHL WAHR. ICH HABE JA AUCH DICH

ZUERST GEHÖRT, BEVOR ICH DICH GESEHEN

HABE, UND ES HAT MIR SEHR VIEL FREUDE

GEMACHT, DASS ICH DICH DANN AUS NÄCHSTER

NÄHE BETRACHTEN DURFTE. MIR SCHEINT, DU

BIST NICHT SEHR SCHEU. IST DAS BEI ALLEN

ROTKEHLCHEN SO?

Ja, das ist nicht nur bei mir so. Wir sind zwar

vorsichtig, aber wir haben eine sehr kurze

Flucht distanz. Wäre ja schade, wenn wir den

Wurm nicht erwischen würden, den ihr beim

Garten umgraben gerade freigelegt habt.

DANN ERNÄHRST DU DICH ALSO

NICHT VON SAMEN?

Nein, ich ziehe Insekten, Schnecken und

Würmer vor. Aber ich esse schon auch Früchte,

Mehlbeeren, weiche Seidelbastsamen und

anderes. Manchmal sogar kleine Steinchen.

Ist gut für die Verdauung. Im Winter mag ich

jedoch das Fettfutter aus dem Futterhäuschen

vom nahe gelegenen Hof sehr gerne.

EIN FREUND HAT AUCH SO EIN FUTTER­

HÄUSCHEN IM GARTEN UND ERZÄHLTE

MIR, DASS EIN ROTKEHLCHEN IMMER ZUM

FRESSEN KÄME. ER WAR ABER WENIGER

BEGEISTERT ALS ICH UND ERZÄHLTE MIR,

DASS DER FRECHE KERL ALLE ANDEREN

VÖGEL, DIE SICH AUCH BEDIENEN WOLLTEN,

EINFACH VERSCHEUCHT HABE. MACHST

DU DAS DENN AUCH?

Ja, auch ich verteidige mein auserkorenes

Futterhäuschen gegen jeden anderen. Unser

Revierverhalten ist sehr ausgeprägt. Kommt ein

Artgenosse nur auf der Futtersuche vorbei,

dulde ich ihn meistens, wenn genug Futter da ist.

Um die Brutzeit jedoch kann es schon mal zu

Aggressionen kommen, wenn ein anderer in mein

Revier einzudringen versucht. Dann versuche

ich ihn erst mal mit meinem Gesang zu verscheuchen,

und wenn das nichts nützt, drohe ich ihm mit

vor gestreckter Brust und erhobenem Schwanz.

Wenn auch das nichts nützt, kann es schon mal zu

Kämpfen kommen, die sehr böse enden können.

DAS HABE ICH NICHT GEWUSST. ICH HABE

IMMER GEDACHT, DASS IHR FRIEDLICH UND

IN GRUPPEN ZUSAMMENLEBT WIE MEISEN,

WELCHE JA AUCH ZUR GATTUNG DER

SPERLINGSVÖGEL GEHÖREN. WESHALB

UNTERSCHEIDET IHR EUCH DENN SO

VON IHNEN?

Weshalb unterscheiden sich denn die Engländer

von den Schweizern, sie gehören doch auch alle

der Gattung Mensch an?

DAS LIEGT VIELLEICHT AN DEN

UNTER SCHIED LICHEN SPRACHEN, AN

DER UNTERSCHIED LICHEN LEBENSWEISE,

DER ERZIEHUNG, DEM GLAUBEN ODER

AN WAS AUCH IMMER. ABER DU HAST

ABSOLUT RECHT. WESHALB SOLLTE DAS

BEI EUCH ANDERS SEIN.

Eben, siehst du. Wir mögen vielleicht anders

aussehen, riechen und uns anders ausdrücken,

aber wir sind nicht so viel anders als Menschen.

DA HAST DU WOHL RECHT. DU HAST HIER

EIN TOLLES REVIER. TEILST DU ES DENN

NATURZYT 21


AUCH MIT JEMANDEM?

Nein, momentan lebe ich hier noch alleine.

Nichtbrütende Männchen bilden zwar manchmal

Schlafgemeinschaften. Da es aber mehr männliche

als weibliche Rotkehlchen gibt, ist es wichtig, ein

gutes Revier zu besetzen. Da wir standorttreu

sind, müssen wir unser Revier auch gut verteidigen.

Sonst können wir uns nicht verpaaren.

BLEIBEN PAARE DANN ZUSAMMEN?

Ja, wir ziehen dann zusammen unsere

Jungen auf. Das Weibchen wählt den

Nistplatz aus. Meist in einem Dickicht am

Boden oder zwischen den Wurzeln eines

Baumes. Manchmal aber auch ein ausgedientes

Amselnest. Sie gestaltet es dann kuschelig

nach ihren Bedürfnissen, während ich über

ihr in einem Baum oder Strauch sitze und

singe. Die ersten zwei Wochen nach der Eiablage

bleibt das Weibchen dann fest auf den Eiern

sitzen. Während ihrer Brutpausen füttere ich sie,

und auch wenn die Jungen geschlüpft sind,

bringe ich meiner Lady noch eine Weile Futter,

damit sie unsere Kleinen füttern kann. Später

füttere ich die Jungen dann auch direkt.

HABT IHR NUR 1 MAL IM JAHR JUNGE,

UND WIE VIELE KÖNNEN ES WERDEN?

Nein wir haben 2 bis 3 Mal im Jahr Junge, und es

können schon so 5 bis 7 Eier pro Gelege sein.

Im Gespräch mit NATURZYT

Robin Rotkehlchen verteidigt sein Revier erfolgreich gegen Eindringlinge,

singt gerne bis in die Nacht hinein und ist einer der Hüter der Holy

Island Lindisfarne.

DANN BIST DU ALSO NOCH AUF DER

SUCHE NACH EINEM WEIBCHEN?

Ich suche mir kein Weibchen. Bei uns ist es so,

dass das Weibchen sich seinen Partner sucht.

SEHR EMANZIPIERT, ABER WENN DU SO

AGGRESSIV AUF ANDERE ROTKEHLCHEN IN

DEINEM REVIER REAGIERST, IST ES DANN

FÜR EIN WEIBCHEN NICHT SEHR SCHWIERIG

MIT DIR ANZUBANDELN? ODER SIEHST DU

GLEICH DASS ES EIN WEIBCHEN IST?

Nein ansehen tu ich ihr das nicht. Aber ich

merke es an ihrem Verhalten. Wenn nämlich ein

Weibchen ins Revier kommt und ich versuche

es zu ver scheuchen, verhält sie sich plötzlich

wie ein Jung vogel. Zittert mit den Flügeln und

singt ganz leise. Damit beruhigt sie mich. Das

geht dann einige Tage so, bis ich sie akzeptiert

habe, und danach verteidigen wir unser

Revier gemeinsam.

DAS KLINGT NACH VIEL ARBEIT. MACHT

IHR EUCH DENN KEINE SORGEN, OB IHR

GENUG FUTTER FÜR EURE JUNGEN FINDET

UND OB SIE SICHER SIND IN IHREM NEST?

Wieso sollten wir uns sorgen? Wir können

die Welt nicht ändern. Wir leben jeden Tag so,

wie wir es am besten können. Meine Lady baut

das Nest am bestmöglichen Platz im Revier und

wenn Feinde wie eine Katze oder Profiteure wie

der Kuckuck in die Nähe kommen, versuchen

wir vehement, sie wegzulotsen oder zu vertreiben.

Wir suchen Futter für die Kleinen und geben

unser Bestes für sie. Also wozu sollen wir uns

Sorgen machen. Wir schauen nicht zurück, denn

die Vergangenheit ist vorbei, und wir können

nicht in die Zukunft sehen, weshalb wir auch nicht

wissen, was kommt. Wir leben heute und geniessen

jeden Wurm, den wir finden, freuen uns, wenn

wir im Sonnenschein baden können, und singen

bis spät in die Nacht hinein unsere Lieder.

So soll das Leben doch sein, oder etwa nicht?

JA, ICH DENKE, DU HAST DAMIT

ABSOLUT RECHT. WIR MENSCHEN

MACHEN UNS EINFACH ZU VIELE SORGEN

UND VERGESSEN DABEI MANCHMAL ZU

LEBEN. WIR KÖNNTEN EINE MENGE VON

EUCH LERNEN, WENN WIR ETWAS GENAUER

HINHÖREN UND HINSEHEN WÜRDEN.

Es gibt doch Menschen, die das tun. Du

gehörst doch auch dazu, oder? Trag deine

Gedanken und Erfahrungen einfach weiter.

Das ist dann wie wenn ein Steinchen ins

Wasser fällt.

22 NATURZYT


DARF ICH DICH NOCH ETWAS FRAGEN,

ROBIN? MIR IST AUFGEFALLEN, DASS MAN

SEHR OFT AN HEILIGEN STÄTTEN UND

ENERGIEREICHEN ORTEN ROTKEHLCHEN

SIEHT. IN GLASTONBURY WAR EINES SOGAR

MITTEN IN EINER MENSCHENMENGE, DIE

DORT MEDITIERT HAT. DU LEBST HIER AUF

HOLY ISLAND, EINER ENERGIEVOLLEN UND

GESCHICHTSTRÄCHTIGEN INSEL. ICH HABE

MANCHMAL FAST SCHON DAS GEFÜHL,

AN DER SANTA­CLAUS­SAGE IST WAS DRAN,

DENN AUCH WENN ICH EUCH NICHT IMMER

GLEICH SEHE, SO WEISS ICH DOCH, DASS

IHR DA SEID, UND KANN EUCH MEIST AUCH

HÖREN. HABT IHR DA EINE AUFGABE,

ODER IST DAS PURER ZUFALL?

Es ist wirklich so, dass wir eine Aufgabe

haben. Wir sind die Wächter und Hüter heiliger

Stätten und energievoller Orte. Dort sieht und

hört uns nur, wer offenen Herzens hingeht. Auch

wenn wir klein an Gestalt sind, heisst das doch

noch lange nicht, dass wir nichts bewirken können.

Denn in den kleinsten Dingen schlummern oft

die grössten Kräfte, und Energie ist ja nicht

mit dem Auge messbar.

VOLLER SCHMERZEN, ER EINEN KLEINEN

BRAUNEN VOGEL WEINEN SAH. DER KLEINE

VOGEL FLOG ZU JESUS, UM IHM EINEN

DORN AUS DER KRONE ZU ZIEHEN, WORAUF

SEINE BRUST MIT JESUS' BLUT BENETZT

WURDE UND SICH ROT VERFÄRBTE. ES HEISST,

ER HÄTTE JESUS MIT SEINEM GESANG

GETRÖSTET. OB DA WOHL ETWAS WAHRES

DRAN IST?

Wer weiss, vielleicht ist es wahr, vielleicht auch

nicht. Vielleicht sind wir ja die Helfer von Santa

Claus, vielleicht aber auch nicht. Eine Antwort auf

diese Frage kann und will ich dir nicht geben, dass

musst du ganz alleine für dich selbst entscheiden.

ICH DANKE DIR, LIEBER ROBIN, DASS DU

DIR DIE ZEIT FÜR EIN GESPRÄCH MIT MIR

GENOMMEN HAST. ICH WÜNSCHE DIR

ALLES GUTE FÜR DEIN WEITERES LEBEN.

Ich habe das sehr gerne gemacht. Ich wünsche

dir für jeden Tag ein Lächeln. Und allen Lesern

wünsche ich eine gesegnete Weihnachtszeit.

Geniesst sie im Kreise eurer Lieben und denkt

auch an alle, die nicht ganz so viel Glück im

Leben haben, egal wie viele Beine sie haben.

NATUR BEWAHREN

WENN DAS SO IST, IST WOHL AUCH AN DER

CHRISTUS LEGENDE WAS DRAN. DIE BESAGT

NÄMLICH, DASS ALS JESUS AM KREUZ HING

Text Virginia Knaus Illustration Virginia Knaus

Foto Virginia Knaus

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Claudias naturnaher Garten

Eine (Tulpen)Zwiebel

macht Geschichte

Liebe garten­ und naturbegeisterte Leserinnen und Leser, beim Wort

Tulpenzwiebel schweben unsere Gedanken schon Richtung Frühling, Sonnenstrahlen

tauchen auf, die die bunten Frühblüher in bestes Licht tauchen.

Doch was wissen Sie über die Tulpenzwiebel? Woher kommt sie, was ist

ihre Geschichte und wie kommt sie überhaupt zu ihrem (Tulpen)Namen?

24 NATURZYT


Die Tulpenzwiebel hat

eine bewegte Vergangen -

heit hinter sich. So geht

man davon aus, dass

der latei nische Name Tulipa von der

heute nicht mehr getragenen, turbanähnlichen

Kopfbedeckung «dulband»

in Persien abgeleitet wurde. Dies

deutet auch schon auf den ursprünglichen

Lebensraum der Tulpe hin:

Zentral asien. Um 1500 kamen die

Tulpen erstmals als Handelsartikel

aus dem Osmanischen Reich nach

Konstantinopel. Dort begann man

dann ab 1520 mit der Züchtung. Der

Sultan Suleiman II. war sehr angetan

von den Tulpen und schmückte seinen

ganzen Palast damit. Sie waren sogar

als Ornamente auf Wandfliesen,

Vasen, Stoffen und sogar auf seinem

Herrscherwappen selbst vertreten.

In der Türkei herrschte zu dieser Zeit

ein wahrer Tulpenwahn. Es sollte

nicht der einzige bleiben. Auch heute

noch ist in der Türkei die Tulpe

die Nationalblume sowie Sinnbild

für Leben und Fruchtbarkeit.

VON DER TÜRKEI NACH

AMSTERDAM

Ein Habsburger Diplomat, der am

Hofe Suleimans II. tätig war, sandte

1554 eine Zwiebel nach Wien, von

wo sich die Tulpe schnell in ganz

Europa ver breitete. 1578 traf sie in

Grossbritannien ein. Der englische

Schriftsteller John Parkinson war

der erste, der in seinen Büchern die

Einteilung der Tulpen in früh-, mittelund

spätblühend vornahm. Diese

Einteilung gilt bis heute. Erst ungefähr

Ende des 16. Jahrhunderts kamen

die Tulpen nach Holland. Dort verliebte

sich ein holländischer Botaniker in

sie und begann mit ihrem Anbau

und ihrer Zucht. Dies war jedoch ein

schwieriges Unterfangen, da aufg rund

des Klimas und der Feuchtig keit die

Zwiebeln krankheitsanfällig wurden

und zu faulen begannen. Dies steigerte

jedoch nur ihre Ex klusiv ität. Besonders

begehrt waren die seltenen Arten

mit rotem und dunkel violettem Blüten -

muster auf weissem oder gelbem

Grund. Doch die Reproduktion dieser

Art Färbung war in der Regel nicht

erfolgreich. Aus mehr farbigen Mutterzwiebeln

brachte man nur einfarbige

Tulpen her vor, und aus einfarbigen

Tulpen entwickelten sich plötzlich

wieder mehrfarbige. Schuld daran war

ein Virus, das so genannte Tulpenmosaik

virus, über tragen von Blattläusen.

Dies fand man allerdings

erst viele Jahre später heraus.

TULPENHANDEL WIRD REGULIERT

Die Jagd nach diesen mehrfarbigen

Tulpen trieb viele in den Ruin.

Immer mehr Menschen setzten ihr

Vermögen aufs Spiel in der Hoffnung,

mit dem Tulpengeschäft schnell

reich zu werden. Die Preise für Tulpenzwiebeln

stiegen in astronomische

Höhen. Wer sich keine Tulpenzwiebeln

leisten konnte, liess sich eine in Öl

malen. Auch der Maler Rembrandt stieg

in den Zwiebelhandel ein und verlor

dabei sein ganzes Vermögen. Die Farben

der verschiedenfarbigen Tulpen sehen

aus wie mit einem Pinsel gemalt. Sie

waren weitaus die begehrtesten in der

damaligen Zeit und man benannte sie

nach dem Maler Rembrandt.

1637 fielen die Tulpenpreise plötzlich

zusammen, da das Angebot auf einmal

NATUR BEWAHREN

Claudias Veranstaltungstipps:

Auch 2017 gibt es wieder zahlreiche Anlässe und Kurse rund um den

naturnahen Garten:

• 4­teiliger Kurs «Achtsam gärtnern»:

je 1 Abend im Frühling, Sommer, Herbst und Winter

• 17.5.17: Vortrag Volkshochschule Brugg: «Erlebnis naturnaher Garten»

• 20.5.17: Exkursion zum Vortrag «Erlebnis naturnaher Garten»,

Volkshochschule Brugg

• 2­teiliger Wildbienenkurs: Lebensraum / Nistplätze und Nahrung

Mehr Infos dazu unter www.natur­im­garten.ch

NATURZYT 25


Die heutige Tulpeneinteilung ist:

Frühe Tulpen Klasse 1 und 2 Einfache und gefüllte frühe Tulpen

Mittlere Tulpen Klasse 3 und 4 Triumph- und Darwin-Hybrid-Tulpen

Späte Tulpen Klassen 5 bis 11 Einfache späte Tulpen, Lilienblütige

Tulpen, Gefranste Tulpen, Viridiflora-

Tulpen, Rembrandt-Tulpen, Papageien-

Tulpen, gefüllte späte Tulpen

Wildtulpen Klassen 12 bis 15 Kaufmannia-Tulpen, Fosteriana-Tulpen,

Greigii-Tulpen, andere Wildtulpen

grösser war als die Nachfrage.

Die Regierung Hollands begann das

Geschäft mit den Tulpen zu regu -

lieren, und von da an waren sie für

alle zu erschwinglichen Preisen zu

kaufen. Einige der historischen Tulpensorten

sind heute noch er hältlich.

Holland ist heute der grösste

Tulpenzwiebelproduzent mit rund

4,2 Millionen Zwiebeln pro Jahr. Auf

riesigen Feldern baut man dort die

Tulpe an, und zu ihren Ehren werden

im Frühling in ganz Holland Tulpen feste

organisiert. Ausgewanderte Holländer

haben oft ihre Liebe zur Tulpe und

diese gleich mitgenommen. So finden

wir Tulpenfeste zum Beispiel auch in

New York (früher New Amsterdam)

oder in Holland, Michigan.

Der Tulpenzuchtboom erreichte

etwa Ende des 19. Jahrhunderts

seinen Höhepunkt. Das Durch -

einan der bei weit über 3000 Sorten

war gross, und so begann man 1913

in Grossbritannien mit einer ersten

Klassifizierung, nicht zuletzt deshalb,

weil einzelne Sorten unter sechs

verschiedenen Bezeich nungen zu

finden waren. Diese Klassifizierung

wurde laufend über arbeitet und

ist seit den 1980er Jahren mehr oder

weniger konstant. (siehe Tabelle)

TULPEN FÜR DEN

NATURNAHEN GARTEN

Die Auswahl der Tulpen ist in erster

Linie Geschmacksache. Dennoch

gilt es für den naturnahen Garten

einige Dinge zu überlegen. Biologisch

prod uzierte Tulpen, denen wir im

natur nahen Garten den Vorzug geben,

benötigen ein Vielfaches weniger

an Chemie. Die konventionell angebauten

Sorten sind meist leicht vermehrbare

Massenware und oft nach einer Blütensaison

erschöpft. Die biologischen

hingegen sind robuster und langlebiger.

Gerade Tulpen der Gruppe «Frühblüher»

sind äusserst wertvoll für Insekten,

CH - 8253 Diessenhofen · Tel. 052 / 657 40 70 · www.wilder-garten.ch

Was haben ein Liedermacher, ein Bestatter, eine Kindergärtnerin, ein

Fotograf und eine Naturheilpraktikerin gemeinsam?

Sie alle haben eine spezielle Beziehung zu Bäumen.

Zwölf Personen erzählen, was Bäume und der Wald in ihrem Leben für

eine Rolle spielen und weshalb Bäume für uns Menschen so wichtig sind.

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da so früh im Jahr das Blütenangebot

noch gering ist. Hier wählt man

vorteilhafterweise eine ungefüllte Tulpe,

damit die Insekten vom Nektar und

Pollen profitieren können. Wildtulpen

sind zwar deutlich kleiner als Zuchtsorten,

sie sind aber unkompliziert,

robust und eignen sich hervorragend

zum Verwildern.

Tulpenzwiebeln können jetzt im

Dezember gerade noch gesetzt werden,

solange der Boden noch nicht gefroren

ist. Dazu die Zwiebeln mit der Spitze

nach oben ohne Düngerzugabe in

durchlässige Gartenerde doppelt so tief

in den Boden stecken wie die Zwiebel

hoch ist. Achten Sie auf genügend Sonne

und einen nicht zu nassen Standort,

sonst fängt die Zwiebel zu faulen an.

Tulpenzwiebeln kann man nach Lust und

Laune, mit oder ohne System, setzen.

Der Pflanzabstand ist so zu wählen,

dass die Pflanze genügend Platz für die

Entwicklung hat, aber nicht zu weit

auseinander, damit sie noch zur

Geltung kommt. Grundsätzlich ist es

so, dass der Tulpenzwiebeleffekt

grösser ist, wenn man mehrere Tulpen

auf kleinem Raum setzt als über den

ganzen Garten ein paar wenige verteilt.

Nach dem Verblühen werden,

ausser bei den Wildtulpen, nur die

Blüten köpfe abgeschnitten, Stängel

und Blätter bleiben stehen, damit

deren Saft und die Kraft daraus in die

Knolle zurückkehren können. Jetzt

kann man der Zwiebel auch noch ein

bisschen Kompost zugeben, der erhöht

die Nährstoff reserve in der Knolle

zu sätzlich. Verwelkte Tulpenblätter

können mit Nachbarstauden geschickt

verdeckt werden.

Bei den Wildtulpen lässt man

die verblühte Blüte stehen, damit sie

sich versamen kann. Es empfiehlt sich,

jeden Herbst aufs Neue Tulpen- oder

andere Zwiebelpflanzen zu setzen, denn

die Zwiebeln können im Jahresverlauf

Die Wildtulpen (Turkestanica) gehören

zur Tulpenklasse 12 bis 15.

verdorren, verfaulen, von Mäusen

gefressen werden oder schlicht ihre

Blühwilligkeit aufgeben.

Und mit einem solch schlummernden

Blütenschatz im Garten wünsche

ich Ihnen von Herzen ein frohes

Weihnachtsfest und ein gesundes,

naturnahes neues Jahr.

Herzlich

Claudia Ebling

www.natur-im-garten.ch

Text/Fotos Claudia Ebling

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Fruchtiges 3­Gang­Winter

FRUCHTIGER LAUCH­LINSENSALAT

Zutaten (für 4 Personen)

1½ TL Kreuzkümmel oder

Kreuzkümmelpulver

350 g Lauch

3 EL Olivenöl

ca. 5 dl Gemüsebouillon

250 g rote Linsen

250 g Äpfel

150 g Birnen

5 EL Zitronensaft

Salz, Pfeffer

Ganzen Kreuzkümmel in einer Pfanne

bei mittlerer Hitze leicht rösten, in

einem Mörser fein zerstossen oder

Kreuzkümmelpulver verwenden.

Lauch in ca. 3 mm dünne Ringe

schneiden. 1 Esslöffel Öl in einer

Pfanne erhitzen, Lauch bei guter Hitze

12 Minuten anbraten. Kreuzkümmel,

Bouillon und Linsen dazugeben,

ca. 10 Minuten köcheln.

Evtl. vorhandene Flüssigkeit

abgiessen und aufbewahren.

Äpfel und Birnen mit einer Gemüseraffel

in feine Streifen raffeln,

sofort mit Zitronensaft mischen.

Die leicht ausgekühlte Lauch­Linsenmischung

zum Obst geben.

Restliches Öl und Flüssigkeit nach

Belieben zu den Linsen geben, mit

Salz und Pfeffer abschmecken.

Salat lauwarm oder kalt servieren.

Rezepte und Fotos in Kooperation mit dem Schweizer Obst verband. Mehr fruchtige Rezepte auf www.swissfruit.ch

unikat

« Wenn es um eine

natürliche und

gesunde Ernährung

geht …»


NATURZYT kocht

­Menü

POULET AN SENF­BAUMNUSSSAUCE

Zutaten (für 4 Personen)

2 Lauchstängel

3 rote Äpfel

2 EL Butter

2 dl Bouillon

4 Bio­Pouletbrüstchen

Salz, Pfeffer

50 g Baumnüsse

23 EL grobkörniger Senf

1 Becher Saucenrahm (1,8 dl)

einige Majoranblättchen

Lauch in ca. 2 cm breite Streifen

schneiden. Äpfel vierteln, Kerngehäuse

entfernen und in Schnitze

schneiden. Butter in einer Bratpfanne

erwärmen. Lauch und Apfelschnitze

leicht anbraten.

Mit Bouillon ablöschen.

Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen.

Auf die Lauch­Apfelmischung legen

und zugedeckt 5 Minuten bei mittlerer

Hitze garen. Fleisch wenden und

in weiteren 5 Minuten fertig garen.

Fleisch, Lauch und Äpfel aus der

Pfanne heben, warm stellen.

Baumnüsse grob hacken. Mit Senf

und Saucenrahm in die Pfanne geben.

Kurz aufkochen und über das Fleisch

giessen. Mit Majoranblättchen

bestreuen.

BIRNEN­BAUMNUSSKUCHEN

Zutaten für eine Springform

von 26 cm Durchmesser

3 Birnen, ca. 500 g

3 EL Zitronensaft

200 g Baumnüsse

200 g dunkle Schokolade

200 g Butter, weich

4 Eier

100 g Zucker

1 Päckli Vanillezucker

200 g Mehl

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

4 EL Quittengelee

Puderzucker zum Bestreuen

Birnen schälen, halbieren und entkernen.

Birnenhälften fein einschneiden und mit

Zitronensaft beträufeln.

Die Hälfte der Baumnüsse grob hacken,

den Rest fein mahlen.

Schokolade grob hacken. Mit der Butter

in eine Schüssel geben. Im siedenden

Wasserbad schmelzen lassen.

Eier trennen. Eigelb und die Hälfte des

Zuckers mit dem Schwingbesen schaumig

schlagen. Schokolademischung, Baumnüsse

und Vanillezucker unterrühren.

Mehl und Backpulver dazurühren.

Eiweiss mit Salz steif schlagen, restlichen

Zucker beigeben, kurz weiterschlagen.

Sorgfältig unter die Masse ziehen.

Teig in eine ausgefettete Springform

füllen. Birnenhälften etwas flachdrücken

und auf den Teig legen. Im 180 Grad

heissen Ofen ca. 45 Minuten backen.

Quittengelee erwärmen und die heissen

Birnen damit bestreichen. Abkühlen

lassen, mit Puderzucker bestreuen.

« … schneiden

Schweizer Äpfel

sehr gut ab »


Schweizer Kraftorte

Sieh die Dinge,

wie sie sind!

Wie die Begegnung mit einer Adlerdame und deren

Falkner die Wahrnehmung der Natur und unserer Welt

erweitern kann.

30 NATURZYT


Der Titel meines Artikels

geht auf den Stauffer

Friedrich II. zurück.

Als ich diesen Satz zum

ersten Mal vernahm, stand ich hoch

über einem Talkessel, rund herum

die schönste Aussicht auf die Bergwelt,

über mir der weite Himmel. Paradiesisch

schön sollte man meinen. Dem sei

nicht so, wer hier überleben wolle,

müsse hart im Nehmen sein. Der

dies sagte, ist ein erfahrener Falkner.

Er sprach vom Lebensraum des

Steinadlers. Unter wegs mit ihm und

seiner reifen Adler dame lässt sich

vieles über das Leben in der freien,

wilden Natur erfahren.

IN DER BERGWELT

ÜBERLEBT NUR DIE ELITE

Der Überlebenskampf der Tier- und

Pflanzenwelt in einem Bereich, den

man gut und gerne als Steppe, gar als

Wüste bezeichnen könnte kurz:

unsere Alpenwelt um und über der

Baum grenze , entbehrt jeder Romantik.

Diese entspringt mehr unserer

eigenen Vorstellung als der Wirklichkeit

dieses Lebensraumes. Hier ist das Reich

der Murmeltiere, der Gämsen und

natürlich des Adlers. Wer hier überlebt,

ist Elite. Selbst die Menschen, die, es ist

noch gar nicht so lange her, auf der

Alp Jahr für Jahr für sich und ihr Vieh

ein Auskommen zu finden versuchten,

dürfen dazu gezählt werden. Wahrlich

keine schöne Welt für die, die hier

überleben wollen oder müssen. Dennoch,

mir als Besucher eröffnet sich ein

anderes Bild, ein Bild, welches das

andere überdeckt. Die Berge mit ihren

Klippen, Gräten, Abhängen, haben sie

nicht auch ihre eigene Schönheit?

Lange schon beobachtete ich

immer wieder, wie grosszügig die Natur

ist, welche Fülle sie Jahr für Jahr her -

vorbringt und welche schier unendliche

Vielfalt ihr entspringt. Und nun werde

ich mit etwas ganz anderem konfrontiert,

nämlich mit eben dieser Natur, die mit

annähernd ebensolcher Gross zügigkeit

das Leben wieder nimmt. Letztendlich

sind es nur noch wenige, die in dieser für

uns Wanderer wohl schönen, für alle

anderen jedoch weitaus wüsteren Welt

zu leben, ja zu über leben vermögen.

Der Wund­Klee blüht an karger Stelle und erfreut Herz und Gemüt.

Die Heuschrecke gehört auch zur Elite und erfreut uns mit ihrer Musik.

DER BEZUG ZUR

SEELENLANDSCHAFT

Eine inspirierende Parabel für unser

menschliches Tun und Lassen vielleicht?

Wir, die wir uns in die warme Stube

zurückziehen, uns ums Eck mit Lebensmitteln

eindecken können, finden wir

noch einen Bezug zu dieser Welt? Meist

sehen wir in ihr nur das Schöne. Aber

ist uns diese wilde Natur, die Realität

des Adlers tatsächlich so fremd? Um

zu überleben, muss er eine Intuition für

den passenden Wind, den richtigen

Moment entwickeln, achtsam mit seinen

Kräften umgehen. Und wir Menschen,

tun wir das auch? Kennen wir noch

einen massvollen Umgang mit der

Natur, dem Leben, Mutter Erde?

Noch wollen wir nicht sehen, was auf

uns zukommt, was sich in der Natur

zusammenbraut. Damit meine ich nicht

das Absterben einiger Bäume oder das

Sterben der Fische auf einigen Hundert

Metern Bach. Was ich meine, ist das

«Abbrennen ganzer Waldflächen» und

das «Vergiften der Bäche» in unserer

eigenen inneren Seelenlandschaft.

Einmal ausgebrannt Burn-out fällt

es uns oftmals schwer, uns zu erholen,

zu unserer einstigen Leistungsfähigkeit

NATURZYT 31


Die Wilde Karde gilt als Heilpflanze,

zeigt Dynamik und Ordnung.

Der Nebel durchstreift den Wald und manchmal auch unser Gemüt.

zurückzufinden. Eine kahle innere

Landschaft, ohne Dynamik, Vielfalt an

Gefühlen, Fantasien, im grauen Irgendwo

zwischen Leben und Lethargie.

Genauso wie in der grossen Landschaft,

bleiben auch hier Narben zurück.

Wer glaubt, unsere menschliche Natur

und die grosse freie Natur voneinander

trennen zu können, der wird eines

Besseren belehrt. Zu glauben, die eine

Natur hätte nichts mit der anderen zu

tun, ist ein grosser Irrtum, wie sich

mehr und mehr zeigt. Auch wenn die

Wahrscheinlichkeit anderes vermuten

lässt, so ist, wie ich meine, längst

nicht alles verloren.

Immer wieder darf ich mit meinen

Klienten erleben, wie schnell diese

sich in der freien Natur erholen, wenn

sie sich nur schon ihrer bewusst werden.

Plötzlich schaffen sie’s, inne zuhalten

und tief durchzuatmen. Und manchmal

schaut es aus, als würden sie sich

der sie umgebenden Natur überhaupt

erstmals gewahr. Und nicht nur sie.

Alljährlich bin ich mit

Burn-out-Prophylaxen-

Coaches in Ausbildung

unterwegs. Fällt es

ihnen anfangs

meist noch schwer

zu verstehen, was

genau es mit der Natur energetik auf

sich hat, berichten sie am Ende des Tages

von nie für möglich gehaltenen Erlebnissen

bei den Bäumen, am Bach und wo

sonst noch überall.

DIE NATUR HEILT HERZ UND GEMÜT

Allein schon eine schöne Blume zu

betrachten, erfreut Herz und Gemüt.

Wie schön ist es, am Bach zu verweilen,

sich vom Spiel des Wassers und seinen

Klängen einnehmen zu lassen und

den Bezug zur Zeit gänzlich zu verlieren.

Ein kräftiger Baum mag uns in seinen

Bann ziehen und stärken. So kann auch

der Aufenthalt an Kraft- und Heilplätzen

wesentlich zum eigenen Wohlbefinden

beitragen.

In diesem Zusammenhang möchte

ich auch auf die vielen Kleinode hinweisen,

deren wir uns kaum bewusst

und die dennoch sehr dazu angetan

sind, uns mit wohltuenden und aufbauenden

Qualitäten zu versorgen. Oftmals

werden wir sie übersehen. Gerade im

Herbst aber, wenn der Nebel die Sichtweite

einschränkt, werden wir uns

ihrer eher gewahr. Ein Spinnennetz im

Nebel, ein wunderschönes Ahornblatt

mit seinen warmen Farben, Bäume, die

sich nur noch schemenhaft abzeichnen

und uns eine ganz eigene Sicht der

Dinge zeigen. Überall werden wir

der natürlichen Ordnung der Welt

begegnen, wohltuend anders als

die unseres Alltages.

Mag die Welt in vielem nicht

schön sein, so ist sie dennoch ein Ort

voller wundersamer Plätze, freudiger

Gegebenheiten und beglückender

Begegnungen. Ein wichtiger Grund -

satz auch in der naturenergetischen

Begleitung ist, die Aufmerksamkeit

nicht auf die Ursachen, sondern

vielmehr auf die Lösung der Probleme

zu lenken. Unsere Lebensenergie

folgt unserer Beachtung. Mit jedem

Kleinod, dem wir unsere Aufmerksamkeit

schenken, machen wir uns selber ein

wunderbares Geschenk.

Damit möchte ich meine manchmal

etwas theorielastige Reihe von Artikeln

abschliessen. In den kommenden

Beiträgen werde ich Sie, werte Leserschaft,

wieder vermehrt auf wunder same

und besuchenswerte Plätze und die

Schätze, die es dort zu entdecken gibt,

hinweisen.

Herzlichst, Ihr Philippe Elsener

Text/Foto Philippe Elsener

Herbstliches

Ahornblatt in

seiner ganzen

Schönheit

Zum Autor Philippe Elsener

Philippe Elsener ist dipl. Lebens­Energie­Berater Neue Homöopathie,

EBOS­Praktiker, Naturenergetiker, Autor und Kursleiter.

An Kursen, Workshops und Lehraufträgen gibt er sein Wissen weiter.

Weitergehende Informationen: www.naturenergetik.ch

32 NATURZYT


Mehr Naturerlebnisse auf

www.NATURZYT.ch

Die Natur im Winter erleben

WINTERWANDERN

RUND UM DEN HÖHEPUNKT

In Sattel-Hochstuckli finden Sie

zwei wunderschöne Winterwander -

wege vor, welche Sie mit der ersten

Dreh gondelbahn der Welt bequem

erreichen. Die Wege führen über die

58 m hohe und 374 m lange, imposante

Fussgängerhängebrücke «Raiffeisen

Skywalk» ein schwindelerregender,

unvergesslicher Höhepunkt. Geniessen

Sie auf den schneebedeckten Wegen

einen wunderschönen Blick in die

Zentralschweizer Voralpen und über

die zauberhafte Winterlandschaft.

www.sattel-hochstuckli.ch

LANGLAUFERLEBNIS IM

NATURPARK DIEMTIGTAL

Durch Wälder, entlang vereister

Bergbäche und über verschneite

Matten führt die perfekt präparierte

Langlaufloipe Diemtigtal. Der 20 km

lange Rundkurs in der einmaligen

Naturlandschaft zwischen Schwenden

und Zwischenflüh eignet sich ideal

für klassisches Langlaufen und für

Skating. Nicht nur erfahrene Lang -

läufer sind willkommen, sondern auch

Anfänger. Ihnen werden spezielle

Lang laufkurse an ge boten. Informationen

zum vielseitigen Naturerlebnis:

www.diemtigtal.ch/langlauf

AUSSICHT AUF DEM STOCKHORN

Wenn es unten neblig und

kalt ist, scheint auf dem Stockhorn

im Simmental die Sonne. Mit

Aussicht auf die fantastische Berg -

kulisse können sie sich vom Alltag

befreien. Lassen Sie sich während

einer Wan derung am zugefrorenen

Hinter stockensee von der Stille

inspi rieren. Auch kulinarisch scheint

die Sonne: Geniessen Sie jeden

Sonntag einen ausgiebigen Brunch

mit Blick über die Bergkulisse.

Der RegioExpress Lötschberger

fährt stündlich aus dem Nebel.

www.bls.ch/stockhorn

NATUR ERLEBEN

DAS ABWECHSLUNGSREICHE

SCHNEESPORTGEBIET

Gross, vielfältig und schnee sicher das

Schneesportgebiet Gstaad Mountain

Rides bietet für alle etwas. 170 km

gemütliche Langlaufloipen in jeglichen

Schwierigkeitsgraden mit Blick auf

sanfte Hügellandschaften, 205 km gut

präparierte Winterwanderwege, die

durch stille unberührte Wälder führen.

Rasante Pisten ab fahrten, die in

charis matischen Schweizer Dörfern

enden. In das Ausflugsgebiet gelangen

Sie stündlich mit dem Regio Express

Lötschberger. www.bls.ch/gstaad

SPUREN IM UNTERENGADINER

SCHNEE

Wem gehören all diese Spuren auf der

Schneedecke? Woran erkennt man die

ehemalige Präsenz eines Gletschers?

Wie gut und auf welche Weise überleben

die vielen Tiere den harten Engadiner

Winter? Umweltnaturwissenschafterin

Regula Bollier liefert auf ihren Exkursionen

durch die verschneite Landschaft

spannende Antworten und hilft,

nebst Spuren auch andere tierische

Hinterlassenschaften zu deuten und den

Einfluss des Menschen auf die Natur

zu begreifen. www.engadin.com

WINTERBOOTSFAHRT IM

NATURPARK SCHAFFHAUSEN

Ein ganz besonderes Winternaturerlebnis

ist die Schlauchbootfahrt

mit Zvieri und Glühwein auf dem

Rhein. Erleben Sie die idyllische und

stille Winterlandschaft des Naturparks

Schaffhausen vom Wasser aus. Das

Begegnungszentrum Rüdlingen und

Rheintravel bieten dieses Erlebnis inkl.

Übernachtung und Fondueplausch am

Sa./So. 25./26.2.17 und 11./12.3.17 für

CHF 150. p.P. (Kinder 112.) an. Mehr

unter www.naturpark-schaffhausen.ch,

Tel. 044 867 09 02

NATURZYT 33


Hinter dem Mond links, in St. Antönien, da wartet

eine Märchenlandschaft auf Schneeschuhläufer.

Hinter dem Mond

ins Schneeschuhland

Kann man hinter dem Mond Schneeschuhlaufen?

Kann man, sofern man sich links hält. Man findet dort einen

märchenhaften Wald, eine weitläufige Alp und Aussicht bis zum

Abwinken. Auf geht's nach St. Antönien und die Alp Valpun.

34 NATURZYT


Tief verschneit präsentieren sich die Bäume am

Wegrand Richtung Valpun.

In der Wildruhezone Riedbüel teilt man sich den Weg mit den Wanderern.

dem Mond, links.»

Wer mit einem solchen Slogan

um Gäste wirbt, hat aus der

«Hinter

Not seiner Abgeschiedenheit eine

Tugend gemacht. Hinter dem Mond, links, da

liegt St. Antönien, zuhinterst in einem Seitental des

Prättigaus, auf halbem Weg zwischen Landquart

und Klosters, an der Grenze zum Montafon

und zu Österreich. Bei St. Antönien von einem

Dorf zu sprechen, wäre vermessen: Die Häuser und

Höfe verteilen sich über die steilen Hänge und

ver schwinden in den engen Tälchen. Die Walser, die

im 14. Jahrhundert in die Gegend zogen, legten

die für sie typische Streusiedlung an. Einzig um die

Kirche mit ihrem markanten Turm Spätgotik,

Baujahr 1493 ist eine Art Dorfzentrum entstanden.

Der Ortsteil heisst Platz und ist für die meisten

Ausflügler Ausgangspunkt ihrer Entdeckungen

hinter dem Mond links. Auch für uns.

16 KILOMETER LAWINENSCHUTZ

Mit unseren Schneeschuhen sind wir in St. Antönien

bestens aufgehoben. Der Ort setzt ganz auf nachhaltigen,

naturnahen Tourismus. Auf die Berge und

Alpen und in die vielen Seitentälchen kommt

man im Winter aus eigener Kraft zu Fuss, mit

Tourenskis oder mit Schneeschuhen. Obwohl: Einen

Skilift gönnt sich St. Antönien, den Skilift Junker.

Er schleppt seit über 40 Jahren kleine und grosse

Skifahrer von Platz nach Aschüel. Wir hingegen

müssen den Hang zu Fuss überwinden, durch tiefen

Schnee stapfend und schon bald in der Morgensonne

Weitläufig und das Rätikon im Blick: auf der Alp Valpun.

schmorend. Die Hänge sind steil um St. Antönien.

Und bedrohlich. Die zahlreichen Lawinenverbauungen

zeugen von der latenten Gefahr. Kein

Ort in der Schweiz hat so viele wie St. Antönien.

12 280 Meter Stahl und Beton wurden zwischen

1953 und 1977 verbaut, später kamen nochmals

4250 Meter dazu. Kosten: 22 Millionen Franken.

Ein gigantisches Werk, das die 350 Talbewohner

vor Schneeabgängen schützt.

PINK ZEIGT DEN WEG

Schnee hat es hier hinten reichlich; Bäume,

Sträucher, Brücken und Häuser sind in dickes Weiss

gepackt. Wir haben uns Valpun als Ziel vorgenommen,

eine weitläufige Alp mit Sicht über das Rätikon

NATURZYT 35


Eine traumhafte Alp: Valpun am Fusse des markanten Chrüz.

St. Antönien liegt lange im Schatten, doch mit den

Schneeschuhen ist man schnell an der Sonne.

und das Prättigau. Valpun ist einfach zu erreichen,

von der Sonne verwöhnt und im Winter von der

Welt beinahe vergessen. Beinahe, denn über die Alp

gelangt man aufs Chrüz, ein beliebter Gipfel für

Ski- und Schneeschuhtouren, wegen seiner Pyra miden -

form auch Rigi des Prättigaus genannt. Verfehlen

kann man den Weg nicht, dafür sorgt ein Heer

pink farbener Markierstangen. In St. Antönien und

in seinem Nachbarort Pany sind seit Anfang Jahr

16 Schneeschuhrouten markiert. Valpun wird

von mehreren Trails berührt; sie führen aufs Gafäll,

den Stelserberg oder einfach in einer weiten Runde

über die Alp. Markiert darf nicht verwechselt

werden mit gesichert, darauf wird entlang der Trails

mehr mals hin ge wiesen. Wer mit Schneeschuhen

unter wegs ist, muss sich mit Lawinen auskennen und

entsprechend schützen nicht nur in St. Antönien.

RUHE FÜR DIE TIERE

Der Einstieg zur Tour ist einfach. Die Spur führt

vom Dorfzentrum über den Michelshof und vorbei

am Skilift Junker und dem Parkplatz Aschüel zu

den ersten Bäumen des Riedbüelwaldes. Jetzt heisst

es, sich an den vorgegebenen Weg zu halten: Der

In der Gruppe hinter den Mond

Die Welt hinter dem Mond, links, kann man auch auf einer

geführten Schneeschuhtour entdecken. Der Tourenveranstalter

WildOut Naturerlebnisse bietet Schneeschuhwanderungen in

St. Antönien an. Nebst der kompetenten Leitung erwarten einen

viele Informationen zur Region, spannende Geschichten und

viel Spass in kleinen Gruppen. Alle Infos zu dieser und weiteren

Schneeschuhtouren auf www.wildout.ch oder über

Telefon 052 558 38 92.

Wald ist eine Wildruhezone, und die Wildhut ist

darauf bedacht, dass das Weggebot eingehalten

wird und die Tiere ihre Ruhe haben. Müssen nämlich

Fuchs, Hase, Gämse und Schneehuhn im Winter

wiederholt flüchten, benötigen sie sehr viel Energie,

und die ist in der kalten Jahreszeit Mangelware. Für

uns Schneeschuhwanderer ist der Riedbüelwald

purer Genuss, auch auf dem breiten Winterweg. Die

verschneiten Bäume gleichen riesigen Skulpturen,

von der Sonne gekonnt in Szene gesetzt. Fast schade,

steht man nach einer knappen halben Stunde bei

Grossried wieder auf freiem Feld; vor uns liegt die

weisse Weite der Alp Valpun.

PLATZ FÜR JEDEN

Die Alp ist eine einzige Einladung, sie in weiten

Schlaufen zu durchstreifen. Den Berg hoch geht

es zwar weiterhin, vor allem dann, wenn man

beim grossen Alpgebäude Mittagsrast halten will.

Das Gelände ist aber so weitläufig, dass man

sich nach Herzenslust vertun kann. Je höher

wir kommen, desto besser wird die Sicht auf die

Gipfel des Rätikons: Schesaplana, Drusen fluh,

Sulzfluh, Schijenflue und Schollberg geben sich

die Ehre. Zum Greifen nah ist auch das Chrüz,

auf den es heute einige Skitüreler zieht.

Wir bleiben auf der Alp Valpun, lassen uns von

der Sonne verwöhnen und gelangen in einem

Bogen über unberührte Hänge und vorbei an

wilden Tobeln zurück zum Riedbüelwald und

auf der Aufstiegs route nach Platz. Wer hätte

gedacht, dass die Welt hinter dem Mond links

so vielseitig ist.

Text / Foto Daniel Fleuti

Blick auf St. Antönien

Platz mit dem Schollberg

im Hintergrund.

36 NATURZYT


Die Natur im Winter erleben

Mehr Naturerlebnisse auf

www.NATURZYT.ch

WINTERRUHE IM SAFIENTAL

In der Region Safiental-Rheinschlucht

taucht man ein in eine bestechend

ursprüngliche und ruhige Winterlandschaft.

Das Tal überrascht aber auch

mit einem vielfältigen Wintersport -

angebot. Beim Skitourenfahren, Schneeschuhwandern,

Skifahren am ersten

Solarskilift wel tweit, Schlitteln, Langlaufen

oder Winter wandern kommt man in

den Genuss einer unverfälschten Natur.

Ankommen, eintauchen, den Alltag

vergessen und sich einfach dem Takt des

wildro man tischen Tals hingeben.

www.safiental.ch

WINTERWANDERWEG

FRONALPSTOCK­GIPFEL

Hoch über dem Nebelmeer, auf 1922

m.ü.M., liegt der präparierte Winterwanderweg

Fronalpstock-Gipfel.

Fuss gänger erreichen ihn bequem mit

der Stand seilbahn ab Schwyz und

an schliessend mit der gedeckten Komfort-Sesselbahn

ab dem Dorf Stoos. Auf

dem 1 km langen Spazierweg geniesst

man eine atemberaubende Aussicht auf

über 10 Schweizer Seen und unzählige

Alpen gipfel der Zentralschweiz. Anschliessend

geniesst man auf der Terrasse des

Gipfelrestaurants die Sonne. www.stoos.ch

EVENT­ UND ERLEBNISBERG

KERENZERBERG (GL)

Weit ab von Hektik und Stress bietet

das Naherholungsgebiet Kerenzerberg

fantastische Ausblicke und ein vielfältiges

Erlebnisangebot für Gross

und Klein. Die über 7 Kilometer lange

Schlitten-Abfahrt gilt unter Kennern

als Klassiker und bietet ein Schlittenvergnügen

par excellence. Alle Infor mationen

finden Sie auf unserer Website

www.kerenzerbergbahn.ch. Rahmenprogramme

und spassige Erlebnisse am

Berg buchen Sie bei der Eventagentur

Rafters www.rafters.ch

NATUR ERLEBEN

Natur­ und Wanderferien

DAS HOTEL POST IN BIVIO

Schneeschuhwandern im

schönen Parc Ela am Julierpass

mit dem Schneeschuh-Wanderleiter

Sep Antona Bergamin. Geführte

Skitouren wochen in Zusammenarbeit

mit ein heimischen Bergführern,

abwechslungsreiche Aufstiege, schöne

Abfahrten im Pulverschnee und

auf Firn. Mehr unter www.hotelpostbivio.ch.

Wir freuen uns auf Sie.

Bivio: klein und fein, nicht nur ein

grosses Skitouren gebiet, sondern auch

in ideales Familien-Skigebiet mit

breiten, übersichtlichen Pisten

bis ins Dorf.

NATURHOTEL WALDKLAUSE

EIN ORT ZUM WOHLFÜHLEN

UND BLEIBEN

In der alpinen Bergwelt des Ötztals

liegt unser Natur hotel mitten im

Wald und umgeben von einer einmaligen

Berg kulisse. Naturnahes Leben und

nachhaltiges Geniessen sind die Grundpfeiler

unserer Philosophie. Ein

Haus, das Geborgen heit und Wärme

aus strahlt. Eine Urlaubsoase aus Holz,

Glas und Stein. Ein Naturgenuss bereits

ab Euro 155 pro Person im Doppelzimmer

mit ¾-Verwöhnpension. Mehr

unter www.waldklause.at,

Tel. 0043 5253 5455.

GEMÜTLICHKEIT IM

BERNER OBERLAND

Im Jungfrau Hotel*** fühlen Sie

sich mindestens so wohl wie in

ihrem eigenen Zuhause. Hier finden Sie

modern eingerichtete Doppelzimmer

mit allen Annehmlichkeiten wie gratis

WLAN und direktem Blick auf das

Jungfrau-Massiv. Wir bieten Ihnen Ruhe

und Entspannung, gepaart mit den

vielfältigen Möglich keiten, die verschneite

Bergwelt zu erleben. Abends verwöhnt

Sie unsere Küchencrew mit feinsten

Goût-Mieux-Köstlichkeiten. Mehr Info

auf www.jungfrau-hotel.ch,

Tel. 033 845 85 00

NATURZYT 37


Nebelwelle am Mythen

in der Innerschweiz.

Naturwärts auf den Spuren der Natur

Winterzauber

Wenn die Tage deutlich

kürzer werden, die

Temperaturen fallen

und der erste Schnee

liegen bleibt, hat der Winter Einzug

gehalten. Die herbstlichen Farben sind

passé, Weiss- und Grautöne nehmen

überhand.

Während in den tieferen Lagen

infolge Schneemangels oft kein richtiges

Wintergefühl aufkommt, herrscht

in der Bergwelt eisige Kälte. Alles

liegt unter einer dicken Schneedecke

begraben. Ein an sich gnadenloser

Ort, und doch voller Schönheit: Spuren

im Schnee verraten die Anwesenheit

von Gämse, Fuchs und Schneehase,

allesamt wahre Überlebenskünstler!

Ich kämpfe mich durch den hüfthohen

Neuschnee, atme tief ein und

nehme meinen Pulsschlag im Hals

wahr. In dieser Welt aus Schnee und

Eis kommt der Mensch schnell an seine

Grenzen: Man friert, hat Hunger und

Durst, und jeder Schritt ist anstrengend.

Und doch: Ein solches Erlebnis

ist Balsam für Körper und Geist, die

Gedanken und Eindrücke sind stets

äusserst intensiv. Und wenn das Licht

noch mitspielt, ist der Winterzauber

garantiert!

Ihr Tobias Ryser

Text / Foto Tobias Ryser

38 NATURZYT


NATUR ERLEBEN

Erstes Licht auf den Berg ­

gipfeln im Gantrischgebiet.

NATURZYT 39


Sonnenaufgang am Chäserrugg

oberhalb des Walensees.

40 NATURZYT


Der Autor

Tobias Ryser arbeitet neben

seiner Tätigkeit als Ranger in

einem Auenschutzgebiet von

nationaler Bedeutung als selbstständiger

Fotograf mit Schwerpunkt

Natur­ und Landschaftsfotografie.

Der begeisterte

Alpinist unternimmt mehrtägige

Fototouren im Gebirge und über ­

nachtet dabei leidenschaftlich gern

inmitten der wilden Bergwelt. Auf

der Suche nach dem perfekten

Moment legt er grossen Wert

auf eine ästhetische Bildkomposition

und atemberaubendes

Licht. Mehr Informationen

unter: www.tobias­ryser.ch,

www.naturwaerts.ch

Sicht vom

Fronalpstock in

Richtung Innerschweizer

Alpen.

NATURZYT 41


Gänzlich unbeeindruckt vom

Wintereinbruch, gleitet die Ente

über den kühl­blauen See.

Stille Orte der Schweiz

Still fällt der Schnee

ins Tal der Kander

In der Stille zeigt die Welt sich von ihrer schönsten Seite.

Der Schnee liegt auf Wald, Felsen und Wiesen. Die Natur versinkt

im Winterschlaf still wird es im Tal der Kander.

42 NATURZYT


Es schneit. Klammheimlich

hat der Schnee sich über

Wald, Felsen und Wiesen

gelegt, drei, vier Zentimeter

dick. Leicht rieseln die Flocken auf

den Blausee, wirbeln durch den Schein

der Uferweg-Laternen, fallen auf die

Tannen und kleiden sie in dezentes

Weiss, während der kleine Bergsee

sich dank der Unterwasserstrahler in

leuchtendem Türkis zeigt grad, als

würde er aus tiefstem Innern glühen.

Der Wald am gegenüberliegenden Ufer

hüllt sich in tiefes Schweigen, und die

steilen Berge, die den See und dessen

Senke umrahmen, haben sich weit in

die Dunkelheit zurückgezogen.

Ich lehne am Balkongeländer und

sehe zu, wie der Winter kommt. Wie

die Welt sich wandelt, sich von der

Wirklichkeit löst und zu einem Traumgebilde

in Weiss wird. Genauso, wie

ich es mir vorgestellt hatte, als ich vor

einigen Tagen beschloss, am Blausee

auf den ersten Schnee zu warten. Und

so freue ich mich am Bild, das sich

mir bietet, und staune darüber, wie die

eigene Vorstellungskraft immer mal

wieder Wirklichkeit schafft.

DIE TRÄNEN IM SEE

Als meine Freundin und ich am Tag

zuvor im Kandertal ankamen, war

noch später Herbst. Der Wald um

den Blausee war rotgelb, feucht und

roch nach Moder, die Felsen waren

bemoost und die Wege durch das

dicht bewaldete Bergsturzgebiet mit

Laub bedeckt und glitschig. Einzig

die Gipfel der nahen Berge waren

schneebedeckt. Ich war etwas enttäuscht,

zugegeben, aber als dann

der See vor uns lag, dieses türkisblaue

Wunder, das selbst bei misslichem

Wetter ein heiteres Strahlen zeigt, und

das Hotel oberhalb des Ufers sich wie

ein Willkommensgruss vom tristen

Himmelsgrau abhob, wich die Enttäuschung

einer stillen Freude. Und als

ich etwas später auf dem Uferweg das

Seelein umrundete, mit den Schuhspitzen

durch das Laub pflügte, dann

und wann stehen blieb und den Enten

bei ihrem Tun zuschaute und den Blick

auf den sich langsam ausdehnenden

Ringen verweilen liess, die von hochspringenden

Forellen aufs Wasser

Wintergedicht. Weiss bestäubter Wald, und der Blausee schimmert

wie Gletschermilch.

Wenn abends die Lichter angehen, glüht der Blausee von innen.

gezeichnet wurden, dachte ich nicht

mehr daran, dass ich hier oben ursprünglich

den Herbst hatte verabschieden

wollen.

Am Abend beginnt es zu schneien.

Und am Morgen zeigt die Welt sich

in blendendem Weiss. Bloss der See

leuchtet noch immer in strahlendem

Türkis. Wie die Tränen aus den blauen

Augen des Mädchens, das hier zur

letzten Ruhe gefunden haben soll. Vor

langer Zeit, heisst es, lebte im oberen

Kandertal in der Nähe des Seeufers

ein Mädchen, das unsterblich in einen

Hirtenknaben verliebt war. Jeweils

nächtens, wenn das Mondlicht über

die Tannenwipfel sich in den See

ergoss, bestiegen die Liebenden ein

Boot und liessen sich auf dem See

treiben. Eines unseligen Tages jedoch

glitt der Hirtenjunge beim Wildheuen

aus und stürzte über eine Felswand

ins Verderben. Das Mädchen haderte

und weinte und ruderte oft in der Nacht

auf den See hinaus. Es suchte Trost und

Vergessen und fand den Tod. Eines

Morgens fand man das Schiff gekentert,

und die Schifferin lag auf dem Grund

des Sees. Seither zeigt das Wasser

des Sees sich in tiefem Blau es heisst,

es seien die Tränen des Mädchens.

Heute erinnert die am Seegrund

dösende Statue des Zürcher Künstlers

Raffael Fuchs an das tragische Ende

des traurigen Mädchens.

SCHNEE AUF DEN FLÜGELN

Über Nacht ist es Winter geworden.

Es ist kalt, und eine dicke Schneedecke

dämpft sämtliche Geräusche. Noch

NATURZYT 43


Der Winter hat die die auf 2000 Meter

gelegene Spittelmatte fest im Griff.

Der zugefrorene verschneite Oeschinensee am Fusse des imposanten

Blüemlisalp­Massiv.

immer hängen schwere Wolken tief

über dem Kandertal, doch ab und

zu rücken sie etwas beiseite, grad als

ob sie der Sonne einen Blick auf die

Winterlandschaft gewähren wollten.

Nebel steigt aus dem See, unter

den sich gegen das Wasser neigenden

Bäumen ziehen Enten in immer

gleichen Bahnen, und ihr Kielwasser

schlägt leichte Wellen. Ich spaziere

am See entlang, der Schnee knirscht

unter meinen Schuhen, und die Holzdielen

der kleinen Brücke knarren unter

meinem Gewicht. Ich blicke hinüber

zum Hotel, im Restaurant wird das

Frühstück serviert. Ich glaube, frischen

Kaffee riechen zu können, und mache

mich auf den Weg. Doch ein Abstecher

in den tief verschneiten Wald muss sein,

erste Spuren in den Schnee drücken,

sich unter den schwer beladenen Ästen

ducken, den Winterwald spüren.

«Ein Waldbad nehmen» nennen

die Japaner einen Spaziergang durch

den Forst und verweisen darauf, dass

das Eintauchen in die Natur der Seele

gut tue. Ich teile diese Meinung vor -

be halt los. Und freue mich darauf, im

Laufe des Tages noch weitere solche

Tauch gänge zu unternehmen. Der Kander

entlang hinauf nach Kander steg etwa.

Hinauf zu der mit Felsbrocken übersäten

Bilderbuchlandschaft am Oeschinensee,

STILLE ORTE

DER SCHWEIZ

BAND 3

VERSCHWIEGENE WÄLDER,

TRÄUMENDE SEEN

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«Stille Orte

der Schweiz,

Band 3»

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Ex. «Stille Orte der Schweiz, Band 3», ISBN 978-3-85932-788-7

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mail@weberag.ch


hinter dem die impo santen Berge

sich himmelwärts strecken. Oder

durch den Oeschiwald. Vielleicht auch

hinauf zur Spittelmatte und über

die arktisch anmutende Hochebene

Richtung Gemmipass. Und dann,

gegen Abend, auf den um Fels brocken

und Baumstämme mäandernden

Pfaden im verwunschenen Wald rund

um den Blausee. Wo Gnome und

Trolle leben und die Wirklichkeit im

Winter bis weilen zum Märchen wird.

Am Abend wird es wieder schneien.

Weiterer Schnee wird sich auf Wald

und Wiesen legen, und während wir

uns im Hotel am Kaminfeuer bei einem

heissen Getränk auf ein köstliches

Fischgericht freuen, wird die Stille sich

sacht über den See legen, und Schneeflocken

werden die Flügel der Enten

zieren.

Kandersteg Bern

Kandersteg liegt am Ende des

Kandertals inmitten einer imposanten

Bergwelt. Kanderstegs Umgebung ist

erschlossen mit einem gut aus gebauten

Netz von Loipen, Pisten, Schlittelbahnen

und Winterwander wegen.

Bei Mitholz, zwischen Kandersteg und

Frutigen, liegt der kleine Bergsee auf

887 Meter ü. M. inmitten eines 22 Hektar grossen Naturparks. Im Sommer ein

beliebtes Ausflugsziel, ist er im Winter eine Attraktion ganz besonderer Art.

Tipp: Immer in der letzten Januarwoche lässt Kandersteg die Zeit der Belle

Epoque auferstehen und das ganze Dorf, nicht nur Hotels und Restaurants,

macht mit bei den ebenso spannenden wie unterhaltenden kulinarischen und

historischen Anlässen.

Anreise: Mit dem Zug via Bern oder Brig, mit dem PW via A6 Richtung

Thun­Spiez, dann Nationalstrasse nach Kandersteg.

Mehr Informationen: Kandersteg Tourismus, Telefon 033 675 80 80,

www.kandersteg.ch, www.oeschinensee.ch, www.sunnbuel.ch, www.blausee.ch

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Text / Foto Heinz Storrer

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