KÄNGURU Mai 2020

kaenguru

Krisenbewältigung: Locals mit guten Ideen
Einkaufen: Hofläden und Wochenmärkte
Raus ins Netz: Online-Angebote für Kita, Grundschule und Ab-10-Jährige
Grüne Oasen: Gärtnern in der Stadt
Kochen mit Karla: Pancakes

Mai 2020

www.kaenguru–online.de kostenfrei

208

STADTMAGAZIN FÜR FAMILIEN IN KÖLN BONN

IN DIESER AUSGABE:

KRISENBEWÄLTIGUNG

Locals mit guten Ideen

EINKAUFEN

Hofläden und Wochenmärkte


Bunter Sommer trotz

Wolkenhimmel?

Ein Traum. IKEA.

© Inter IKEA Systems B.V. 2020

1

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IKEA – Niederlassung Köln-Godorf,

Godorfer Hauptstraße 171, 50997 Köln

Mehr Infos und Angebote sowie unsere

Öffnungszeiten findest du unter IKEA.de/Köln

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Untertassen, Milchkaffeebecher, Milchkännchen und Zuckerdose

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INHALT/EDITORIAL 05 I 20

3

EDITORIAL

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

aufregende und aufreibende Wochen liegen

hinter uns … und bestimmt haben wir

auch noch einige davon vor uns. Was es

heißt, von einer Woche auf die nächste

alle gewohnten Abläufe und Routinen im

Beruf und in der Familie umzuschmeißen,

durchzumischen und neu aufzustellen,

das haben wir auch hier im Verlag erlebt.

Kurzarbeit, Home-Office, Home-Schooling

und Home-Entertainment statt Büro,

Schule, Kita und Wochenende. Jeder Tag fühlt sich an wie ein

Freitag oder Montag, Samstag … egal. Einkaufen wird zum Akt, für

den man sich in langen Schlangen anstellen muss und für den eine

Schutzmaske „dringend empfohlen“ wird. Bizarr, die Konzentration

auf Toilettenpapier, Nudeln und Mehl in der öffentlichen Diskussion.

Verwunderlich, welches Faktenwissen sich manche Leute

über Viren und deren Verbreitung aneignen. Erstaunlich, wie

schnell neue Online-Formate erfunden wurden. Erschlagend, wie

viele Informationen über alle Kanäle zu fast jeder Uhrzeit verbreitet

werden.

© Hanna Witte

Dazwischen die Kinder, die ebenso aus ihrem vertrauten Alltag

gerissen worden sind wie wir Erwachsenen. Irgendwas an diesen

Tagen ohne Schule und Kita erinnert vielleicht an Ferien, aber etwas

ganz Wesentliches fehlt: die Unbeschwertheit. In vielen Familien

herrschen plötzlich erdrückende Geldsorgen. Ein Computer ist

nötig, um an Online-Spaßformaten und Lernangeboten überhaupt

teilnehmen zu können. Der oft so wichtige Kontakt zu Lehrer*innen,

Erzieher*innen, Leuten aus der offenen Jugendarbeit fällt der

Kontaktsperre zum Opfer. Basteltipps sind ja gut und schön, aber

auch nur, wenn das passende Material zuhause bereit liegt. Und

bei Mama oder Papa nicht die Nerven blank liegen und sie mitbasteln,

vorlesen, spazieren gehen. Viele Kinder haben in den letzten

Wochen einiges durchgemacht und ihnen gilt unsere Solidarität

und Fürsorge.

Auch wenn sich in den letzten Tagen ein sehr behutsamer Weg

„zurück in die Normalität“ abzeichnet, wird uns das Thema Corona

sicher noch sehr lange begleiten und unseren Alltag bestimmen.

Flohmärkte, Theater, Führungen und andere Veranstaltungen fallen

weiterhin aus. Aus diesem Grund enthält die aktuelle Ausgabe von

KÄNGURU zum ersten Mal in über 20 Jahren Verlagsgeschichte

keinen Veranstaltungskalender und auch keinen Kleinanzeigenteil.

Online und in unseren Newslettern halten wir euch über alles auf

dem Laufenden, was uns wichtig erscheint – auch über neue digitale

Formate für eure Freizeitgestaltung. Schaut doch mal rein:

www.kaenguru-online.de.

Wir lesen uns!

PETRA HOFFMANN UND DAS KÄNGURU-TEAM

INHALT

NEUES AUS DER REGION

04 Starthilfe fürs Klima

Ideen für zu Hause

Kurz notiert Köln

05 Film: Ostwind

KÄNGURU digital: Newsletter

06 Stadtbibliothek für zu Hause

10 Bonner Museen digital

Kurz notiert Bonn

FAMILIENLEBEN

07 Frau Karlis Kolumne

08 Familien in der Corona-Krise

12 Viren: winzig klein und überall

14 Bildung: Wenn Kinder zu Hause lernen

16 Raus ins Netz: Online-Angebote für

Kita, Grundschule und ab 10 Jahren

26 Kochen mit Karla: Pancakes

29 Kolumne Grüner leben

STADTLEBEN

20 Krisenbewältigung: Locals mit guten

Ideen

28 Einkaufen: Hofläden und

Wochenmärkte

30 Grüne Oasen: Gärtnern in der Stadt

34 Grüne Seiten: Buchtipps

SERVICE

35 Impressum

Krisenbewältigung: Locals mit guten Ideen

30

20

Grüne Oasen: Gärtnern in der Stadt

© Rawpixel.com – stock.adobe.com © Marina Zlochin – stock.adobe.com


4 NEUES AUS DER REGION

© Monkey Business – stock.adobe.com

© www.frausonnenberg.de

Atelier Tana Ribeiro

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Die Kieferorthopädie

Dr. Julia Neuschulz

Telefon 0221.58 9105 55

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50933 Köln

praxis@diekfo.de

www.diekfo.de

STARTHILFE FÜRS KLIMA

Jetzt Projekte einreichen beim Förderprogramm

RheinStart. Mit kleinen Projekten lässt

sich viel erreichen, um unseren Alltag nachhaltiger

und klimafreundlicher zu gestalten. Immer

mehr Menschen in Köln und der rheinischen Region

möchten in diesem Bereich mit guten Ideen

Akzente setzen. Oft fehlt ihnen aber die nötige

Anschubfinanzierung, damit aus einer guten

Idee ein konkretes Projekt werden kann. Starthilfe

von bis zu 3.000 Euro gibt hier das Förderprogramm

„RheinStart“. Die Voting-Plattform

ist Teil des RheinEnergie-Programms „Energie

[&] Klima 2030“ und richtet sich speziell an

Bildungseinrichtungen, gemeinwohlorientierte

Initiativen und eingetragene Vereine.

Interessenten können ihre Projektideen bis

zum 3. Juni 2020 unter www.rheinstart.org

einreichen. Dabei ist es wichtig, dass sich die

Projekte an mindestens einem von fünf ausgewählten

Nachhaltigkeitszielen der Vereinten

Nationen orientieren. Diese lauten: „Sauberes

Wasser“, „Bezahlbare und saubere Energie“,

„Nachhaltige Städte und Gemeinden“ sowie

„Nachhaltige(r) Konsum und Produktion“ und

„Maßnahmen zum Klimaschutz“. Ab 8. Juni

können Unterstützer zwei Wochen lang auf der

Plattform für ihr Lieblingsprojekt voten. (ph)

Info: www.rheinstart.org

IDEEN FÜR ZU HAUSE

Spielesammlungen zum Downloaden. In Zeiten,

in denen man am besten in den eigenen

vier Wänden bleibt, kann einem schnell mal

die Decke auf den Kopf fallen. Damit das nicht

passiert, ist Beschäftigung angesagt. Da gibt

es viele Möglichkeiten – Lesen, Filme schauen,

Basteln, Brettspiele spielen, Backen und mehr.

Damit euch aber nicht doch irgendwann die

Ideen ausgehen oder falls ihr nach Abwechslung

sucht, haben wir gemeinsam mit der Stadt

Köln jede Menge Tipps für euch gesammelt,

was ihr mit euren Kindern zu Hause unternehmen

könnt.

In insgesamt drei Downloads findet ihr verschiedene

Anregungen für Spiele ganz ohne

Material, Bewegungsspiele für Drinnen, zum

Bauen und Konstruieren sowie zum Basteln

von eigenen Spielen und zu anderen Bereichen.

Ihr könnt euch zum Beispiel ein eigenes Memory

basteln oder ein kleines Theater bauen.

Sortiert und in bunte Form gebracht wurden

die „Spiele und Ideen für zu Hause“ dabei von

unserer Karla-Illustratorin Frau Sonnenberg.

Die Spielesammlungen stehen euch auf der

Internetseite der Stadt Köln als PDF-Dateien

zur Verfügung. Ihr könnt sie euch dort ganz

einfach und kostenlos herunterladen. (id)

Info: www.stadt-koeln.de

DAS KOCHBUCH

23 kinderleichte Rezepte

für den Familienalltag

Kochen

mit

Karla

23

Rezepte

www.kaenguru-online.de/

kochbuch

KÖLNER FAHRRADQUIZ

Das Fahrradquiz der Stadt Köln läuft

wieder! Es will zum einen Kenntnisse

über die Verkehrsregeln verbessern,

zum anderen das Verständnis zwischen

den einzelnen Verkehrsgruppen fördern

und den Blick für kritische Situationen

im Straßenverkehr schärfen. Wer bis

zum 31. Mai alle Fragen richtig beantwortet,

nimmt an einer Verlosung teil.

Interessierte Schulklassen können zusätzlich

Geldpreise gewinnen, müssen

sich jedoch vorab anmelden unter Tel.

0221 – 0221-278 16. www.stadt-koeln.

de/fahrradquiz

DEINE MIGRATIONSGESCHICHTE

Ahnenforschung im eigenen Wohnzimmer:

Mithilfe eines Fragebogens, den

man auf der Homepage des Erlebnismuseums

Deutsches Auswandererhaus

Bremerhaven herunterladen kann,

kommen Kinder ins Gespräch mit ihren

Eltern und Großeltern und machen sich

so auf die Suche nach der eigenen Familiengeschichte

– inklusive Gestaltung

einer Ahnengalerie. Alle vollständig ausgefüllten

Fragebögen, die bis zum 3. Mai

im Museum eingehen, nehmen außerdem

an einem Gewinnspiel teil.

www.dah-bremerhaven.de/wanderroute


NEUES AUS DER REGION KÄNGURU 05 I 20

5

OSTWIND –

DER GROSSE ORKAN

Letztes Kino-Abenteuer der Pferdereihe. Mit einem heftigen

Sommersturm zieht eine reisende Zirkus-Pferde-Show in Kaltenbach

ein. Dort hat sich Ari inzwischen gut eingelebt und ist begeistert

von dem Können der Kunstreiter. Gemeinsam mit Ostwind und

dem Zirkusjungen Carlo möchte sie einem alten Showpferd helfen,

aber der fiese Zirkusdirektor Yiri erfährt von ihrem Plan. Jetzt ist

Ostwind in Gefahr. Wie gut, dass Mika gerade noch rechtzeitig aus

Kanada zurückkehrt. Gemeinsam machen sich Ari und Mika daran,

ihren Ostwind zu retten.

Mit „Ostwind – Der große Orkan“ könnt ihr das letzte Abenteuer

der Pferdereihe auf der Kinoleinwand erleben. Für diesen Abschluss

wurde der Regiestuhl der Drehbuch- und Romanautorin

Lea Schmidbauer überlassen – schließlich kennt niemand Ostwind,

Mika und Ari besser als sie. Neben den bekannten wiederkehrenden

Schauspielerinnen und Schauspielern werden Ostwind-Fans

auch ein paar neue Gesichter kennenlernen, wie zum Beispiel den

Newcomer Matteo Miska als Zirkusjunge Carlo.

Wann genau Ostwind zum letzten Mal über die Leinwand galoppiert,

ist leider noch nicht bekannt. Der ursprüngliche Kinostart am

21. Mai musste verschoben werden. Ein neuer Starttermin wird gesucht

und sobald wie möglich bekannt gegeben. (id)

Info: Starttermin noch nicht bekannt, FSK 0

© 2019 Constantin Film Verleih GmbH /SamFilm GmbH/Marc Reimann

+++ DU HAST POST! +++

Tipps, Termine und Ideen per Newsletter: Auch in Corona-

Zeiten arbeiten wir an unseren Newslettern und stellen darin

Vorschläge und Empfehlungen für Familien zusammen.

In unserem regulären +++ Newsletter +++, den

wir jeden Donnerstag verschicken, tummeln sich

normalerweise Veranstaltungs- und Ausflugstipps.

Da aber derzeit Veranstaltungen und Ausflüge

gar nicht oder nur bedingt möglich sind, haben wir unseren

Fokus verschoben und schauen dafür umso mehr nach Ideen für

eure Zeit zu Hause. Wir zeigen euch zum Beispiel, wie ihr Museen

oder Theater auch vom Sofa aus besuchen könnt.

Neu in unserem Programm ist der +++ Kreativ-

Newsletter +++ am Samstagmorgen. Bloggerin

und zweifache Mutter Anna hat einige kreative

Asse im Ärmel und zeigt euch jede Woche kunterbunte

Ideen für den Alltag mit jüngeren Kindern – darunter

Bastelvorschläge, Backempfehlungen und Bewegungsangebote

mit Spaßgarantie.

Außerdem flattert weiterhin jeden ersten Mittwoch

im Monat unser +++ Baby-Newsletter

+++ in euer E-Mail-Postfach. Dieser richtet sich

speziell an Eltern mit Babys und Kleinkindern

und enthält viele Neuigkeiten aus der Region sowie Buchtipps,

Infos zu Kursen und anderen Angeboten. (id)

Info: www.kaenguru-online.de/newsletter

MEDIKAMENTE FÜR KINDER

YOURBASE

KAMMEROPER KÖLN

#KIDSPAINTCORONA

Was tun bei Husten, Kopfläusen oder

Durchfall? Das neue Buch der Stiftung

Warentest „Medikamente für Kinder“ gibt

Eltern in übersichtlichen Tabellen Informationen

zu häufig verwendeten Medikamenten

und deren Eignung für Kinder. Ein

anschauliches Ampelsystem bietet einen

schnellen Überblick über die Wirksamkeit

der unterschiedlichen Inhaltsstoffe.

Zusätzlich wird ein umfangreiches Hintergrundwissen

zu den meistverbreiteten

Kinderkrankheiten vermittelt.

www.test.de/medikamente-kinder

Die offene Jugendberatungsstelle im Bürgerzentrum

Ehrenfeld (BüzE) ist auch in

Zeiten von Corona für Jugendliche da. Wer

Sorgen hat und ein offenes Ohr braucht

oder in Schwierigkeiten steckt und Unterstützung

beim Finden einer Lösung benötigt,

der kann sich beim YourBase-Team

melden. Dienstags bis donnerstags werden

von 10 bis 15 Uhr offene Sprechzeiten angeboten.

Es ist aber auch möglich, außerhalb

dieser Zeiten Termine zum Telefonieren

zu vereinbaren. yourbase@bueze.de,

Tel. 0176 – 36 30 39 05

Die Unsicherheit, ob die Kammeroper

Köln weiterhin ihr zu Hause in Pulheim

findet, ist nun vom Tisch – die Verlängerung

des Mietvertrags mit dem Walzwerk

ist bis Juli 2021 gesichert. Trotz dieser

Planungssicherheit ist die Kammeroper

aufgrund der Corona-Krise mehr denn je

auf die Unterstützung der Bevölkerung

angewiesen. Die Möglichkeiten der finanziellen

Unterstützung sind vielfältig – ob

einmalige Spende, Stuhlpate oder Fördervereinsmitglied

– allesamt sind mehr als

willkommen.

www.kammeroper-koeln.de

DIE ZEIT ruft gemeinsam mit dem Internationalen

Kinderkunstmuseum in Oslo

zu einem weltweiten Kinderkunstprojekt

auf: Unter dem Motto „kids paint corona“

sollen Kinder ihre Erlebnisse während der

Pandemie in Bildern festhalten: Was sind

die Hoffnungen der Jüngsten, welche ihre

Ängste und ihre Momente der Freude?

Wie hat sich ihr Alltag verändert? Was

wünschen sie sich für die Zukunft? Aus

den Einsendungen entsteht eine virtuelle

Kinderkunst-Ausstellung.

Fotos oder Scans bitte bis 31. Mai an

kidspaintcorona@zeit.de schicken.


6 NEUES AUS DER REGION

STADTBIBLIOTHEK FÜR ZU HAUSE

Fotos: © Stadtbibliothek Köln

Wenn in Corona-Zeiten die Bibliotheken geschlossen

haben oder ihr Orten mit vielen Menschen lieber

fernbleiben möchtet, könnt ihr trotzdem in der Stadtbibliothek

Köln stöbern. E-Books, Video-Streaming,

Sprach-App – mit einem Smartphone oder Tablet sind

die digitalen Angebote überall nutzbar.

Von Inga Drews und Petra Hoffmann

Ihr sucht neuen Lese- oder Hörstoff und spannende Filme? Ihr

wollt spielen, eine Sprache lernen oder ein paar Matheübungen

für den Nachwuchs? Ihr braucht eine gute kreative Idee inklusive

Anleitung, um euch und euren Nachwuchs zu beschäftigen? Dann

besucht doch einmal die virtuelle Stadtbibliothek. Deren digitale

Angebote stehen in den Corona-Tagen allen Kölnerinnen und Kölnern

sogar kostenlos zur Verfügung – auch denen, die noch kein

Mitglied der Stadtbibliothek sind. Mit einer Nachricht über das

Kundenformular oder einer Mail an kundenservice@stbib-koeln.de

erhaltet ihr in kurzer Zeit ein Bibliotheks-Konto.

E-Book-Ausleihe

Über die „Onleihe-App“ habt ihr Zugang zu einer Riesenauswahl

an deutschsprachigen Büchern. Das Angebot reicht von Romanen

über Ratgeber bis hin zu Kinder- und Jugendbüchern. Mit der App

könnt ihr zusätzlich auf verschiedene eMagazine und ePapers zugreifen

sowie Hörbücher und Musik-Alben ausleihen. Ihr könnt

euch aussuchen, wie lange ihr die Medien ausleihen wollt – sofern

sie zur Verfügung stehen. Denn auch hier sind manche Titel bereits

ausgeliehen.

TigerBooks

Bei „TigerBooks“ handelt es sich um eine Kinderbuch-App mit

über 2.000 interaktiven E-Books und Hörbüchern. Um sie zu nutzen,

müsst ihr nur die App herunterladen und zum Einloggen die

Stadtbibliothek Köln auswählen. Dann könnt ihr „TigerBooks“ 21

Tage lang nutzen. Wenn diese Frist abgelaufen ist, müsst ihr euch

einfach wieder neu einloggen. Die Inhalte der App richten sich an

Kinder zwischen 2 und 10 Jahren; sie bietet auch eine Vorlesefunktion,

Lernspiele und Malbuchfunktionen.


Kolumne FAMILIENLEBEN KÄNGURU 05 I 20

7

Filmfriend

Es muss nicht immer ein Konto bei Netflix und Co. sein. Die

Video-on-Demand-Plattform „Filmfriend“ hält Filme, Dokus,

Arthouse-Kino und natürlich ein Kinderprogramm bereit. Es

werden stetig neue Filme und Serien in den abwechslungsreichen

Katalog aufgenommen. Meldet euch einfach im Internet-

Portal von „Filmfriend“ an oder ladet euch die App im Playstore

beziehungsweise App Store runter und klickt euch durch das

Angebot.

Weitere Angebote

Die Stadtbibliothek hat auch einige Weiterbildungsmöglichkeiten

im Programm. Mit der App „Rosetta Stone“ könnt ihr eine

von 30 Sprachen lernen und „Lynda Video-Tutorials“ bietet

professionelle E-Learning-Kurse zu verschiedenen Themenbereichen

wie IT oder Kreativität. „Medici.tv“ ist ein Video-Streaming-Dienst

für Klassische Musik, Oper und Tanz. Mit „Pressreader“

und „Nexis Uni“ habt ihr Zugang zu aktuellen Zeitungen

und Magazinen aus über 100 Ländern.

SONNTAGS

IN DIE BIBLIOTHEK

Nach der (Wieder-)Öffnung der Stadtbibliothek wartet ein weiteres

Angebot auf euch: In Zukunft könnt ihr euch auch sonntags

durch die Bücherregale in der Zentralbibliothek am Neumarkt

schmökern, und zwar von 13 bis 18 Uhr. Während dieser Zeit wird

regelmäßig ein breit gefächertes Programm geboten – von Vorlesestunden

bis hin zu digitalen Angeboten. Kinder und Familien

sollen dabei besonders im Fokus stehen, denn die Stadtbibliothek

möchte mit dem zusätzlichen Angebot einen weiteren Beitrag

zum städtischen Konzept „Kinderfreundliche Stadt“ leisten. Ziel

ist es, einen konsumfreien öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität

bereitzustellen.

UNSERE GROSSE KLAUSUR

Oder: Zurück auf Los

Im Bett unserer Sechsjährigen habe ich einen knittrigen Zettel gefunden.

Ich erinnerte mich: Am Abend zuvor hatte sie darauf herumgekritzelt.

Ärgerlich hatte ich geschimpft und ihr verboten, das

Einschlafen noch weiter hinauszuzögern. Und nun las ich, was unsere

Jüngste vor dem Einschlafen so beschäftigt hatte: „ich ben eine

forsherin. wen wir gros sint werden meine Shwesta unt ich Richtige

forsher. dan könen wir unsere Eltern versorgen wen sie arm sint.“ Bevor

ich das nächste Mal schimpfe, schaue ich genauer hin.

Auch wenn derzeit Nachrichten aus aller Welt auf uns einprasseln,

die Gefühle von Grauen und Ohnmacht heraufbeschwören: Gänzlich

ohne Macht sind wir, die wir in der sogenannten ersten Welt

leben, nun auch wieder nicht. Uns stehen mehr Technologien und

Tools, mehr Erfahrungsschätze und Möglichkeiten zur Verfügung

als jemals zuvor. Genau die Art Ressourcen, die wir brauchen, um

umfassendere Kurskorrekturen vorzunehmen – und den Lauf unserer

Geschichte umzuschreiben. Wenn wir unsere große Klausur

nutzen, um zu gesunden, selbstgenügsamen Geschöpfen zu werden,

die mit minimalen Mitteln auskommen, kann jedoch das globale

Wirtschaftssystem, wie wir es kennen, nicht überleben. Was ist

uns wichtiger? Wie sehr hängen wir beispielsweise an Systemen,

die sich von der Befriedigung künstlich erzeugter Bedürfnisse ernähren?

Und falls es sogar gelingen sollte, uns abzudocken: Welche

Alternativen streben wir an?

Ich bin nicht so romantisch verklärt zu glauben, dass nun alle in sich

kehren, zurück auf Los gehen, sich und die Welt neu erfinden. Es ist

gut möglich, dass wir alle diese einzigartige Chance verstreichen lassen,

reinen Tisch mit uns und unseren Schöpfungen zu machen und

etwas Neues aufzubauen. Es wäre geradezu typisch für uns, wenn

wir nicht auf unsere Forscher hören, auf den gesunden Menschenverstand,

auf unsere Herzen. Es sähe uns ähnlich, wenn auch weiterhin

ökonomische, taktische, machtpolitische und kurzfristige Ziele höher

gewichtet werden. Aber mir graut vor dem Tag, an dem wir unseren

Kindern in die Augen blicken und gestehen müssen, dass wir die Mittel

und Möglichkeiten, die wir jetzt noch haben, nicht nach bestem

Wissen und Gewissen genutzt haben. Und dass unsere Nachkommen

für diese Versäumnisse bezahlen müssen.

Mitgestaltung erwünscht

„Wir wollen sonntags nicht nur das Haus öffnen, sondern mit

vielfältigen Angeboten den Sonntag gestalten und wichtige Impulse

setzen“, sagt Hannelore Vogt, Direktorin der Stadtbibliothek.

Ausdrücklich seien auch die Besucher und Besucherinnen

zur Mitgestaltung und Eigeninitiative eingeladen. „Erwachsene,

Kinder und Jugendliche sind gefragt, ihre Ideen, Wünsche und

ihr Engagement mit uns zu teilen und selbst aktiv zu werden“,

so Vogt.

Info: Stadtbibliothek Köln, Josef-Haubrich-Hof 1 (Neumarkt),

50676 Köln, www.stbib-koeln.de

Herzlichst Ihre

Frau Karli lebt zusammen mit ihren beiden

Töchtern und ihrem Mann, der zugleich ihre

Jugendliebe ist, in freundlichen Verhältnissen

irgendwo im Raum Köln. Sie beherrscht das

gesamte Alphabet, hält herzlich wenig von

medialer Freizügigkeit und kann alle Familienmitglieder

am Duft ihrer Stirn erkennen.


8 NEUES AUS DER REGION

© fizkes – stock.adobe.com

FAMILIEN

IN DER

CORONA-

KRISE

Keine Kita, keine Schule, kein Büro – im Moment sind

Familien vielen Belastungen ausgesetzt. Das führt

manchmal zu Konflikten, die nicht allein in den eigenen

vier Wänden gelöst werden können. Wer jetzt

Unterstützung und Beratung braucht, muss diese

telefonisch oder online suchen.

Von Petra Hoffmann

FAMILIENBERATUNG ÜBERS TELEFON

Wer Rat sucht, kann sich an die Stadt Köln wenden. Die Familienberatungsstellen

der Stadt Köln haben für Eltern, Kinder und Jugendliche

von montags bis freitags jeweils von 10 bis 14 Uhr sowie

nach Vereinbarung eine telefonische Sprechzeit eingerichtet:

• Chorweiler und Nippes: Tel. 0221 – 88 87 77 30

• Ehrenfeld und Lindenthal: Tel. 0221 – 221-306 20

• Innenstadt, Nippes und Rodenkirchen: Tel. 0221 – 221-249 23

• Kalk und Porz: Tel. 0221 – 221-310 90

• Mülheim: Tel. 0221 – 221-294 80

Auch die Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Stadt Bonn

hat eine Beratungshotline für Familien unter der Telefonnummer

0228 – 77 45 62 eingerichtet. Die Schulpsychologie Bonn bietet

unter der Nummer 0228 – 77 45 63 allen Eltern Beratung an, die

Schwierigkeiten haben, ihre Kinder dabei zu unterstützen, ihre

schulischen Aufgaben zu Hause zu erfüllen. Schülerinnen und

Schüler können sich auch selbst zur Beratung melden, wenn es

ihnen nicht gelingt, selbstständig zu arbeiten und zu lernen. Beide

Beratungshotlines sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr

und freitags von 8 bis 13 Uhr erreichbar.

KRISEN-HOTLINE FÜR ALLEINERZIEHENDE

Generell können sich Betroffene mit ihren Fragen und Sorgen an

den Landesverband alleinerziehender Mütter und Väter NRW (www.

vamv-nrw.de) wenden. Seit dem 30. März hat der Verband eine

Krisen-Hotline eingerichtet, die vom NRW-Familienministerium


NEUES AUS DER REGION KÄNGURU 05 I 20

9

gefördert wird. „Alle Familien stehen gerade vor großen Herausforderungen“,

sagt Nicola Stroop, Vorstand des VAMV NRW.

„Aber Alleinerziehende können die Doppelbelastung aus Existenzsicherung

und Kinderbetreuung mit niemandem teilen. Sie müssen

viele familiäre Entscheidungen alleine treffen und meist auch

das alleinige Familieneinkommen stellen. Sie brauchen jetzt eine

zentrale Anlaufstelle für ihre Fragen und Sorgen.“ Unter der Telefonnummer

0201 – 827 74-799 erhalten Alleinerziehende eine

psychosoziale Beratung durch qualifizierte Ansprechpartner*innen.

Sie hören zu, nehmen Sorgen und Anliegen auf und loten

Handlungsoptionen aus.

BERATUNG DES KINDERSCHUTZBUNDES

Das Elterntelefon des Kinderschutzbundes (www.nummergegen

kummer.de) erreichen Mütter und Väter unter der Nummer 0800 –

111 0 550. Die Beratung findet hier von Montag bis Freitag zwischen

9 und 17 Uhr und Dienstag und Donnerstag zusätzlich bis 19 Uhr

statt. Für Kinder und Jugendliche gibt es eine gesonderte Hotline

des Kinderschutzbundes – die Nummer gegen Kummer. Die 116111

ist von Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr sowie Montag, Mittwoch

und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr erreichbar.

ONLINE-BERATUNG FÜR JUGENDLICHE

UND ELTERN

Die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) bietet professionelle

Beratungsangebote über das Internet an. Die Online-Beratung

ist wie die Beratung in den Erziehungs- und Familienberatungsstellen

kostenfrei. Auf bke-jugendberatung.de können sich

Jugendliche mit ihren Sorgen und Nöten einloggen. Für Eltern mit

Fragen und Problemen zur Erziehung ist die Website bke-eltern

beratung.de die richtige Adresse im Netz.

ONLINE-BERATUNG DER CARITAS

Die neue Online-Beratungsplattform der Caritas (www.caritas.de/

onlineberatung) ist erst im Oktober 2019 gestartet und hat in der

Corona-Krise ihre erste große Bewährungsprobe. 27 Caritas-Diözesanverbände

haben sich hier zusammengeschlossen und bieten

zu verschiedenen Themenbereichen Hilfe und Beratung.

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FRAUENBERATUNG

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ berät unter der 0 8000 116

016 rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen – an

365 Tagen im Jahr. Auch eine Online-Beratung (www.hilfetelefon.

de) wird angeboten sowie täglich zwischen 12 und 20 Uhr ein Sofort-Chat.

BERATUNG FÜR MÄDCHEN

Mädchen und junge Frauen können sich aktuell telefonisch oder

per E-Mail an die LOBBY FÜR MÄDCHEN wenden: Die Mädchenberatungsstelle

in Ehrenfeld ist von Montag bis Donnerstag unter

Tel. 0221 – 45 35 56 50 zu erreichen, die im Mädchenzentrum I in

Mülheim von Montag bis Freitag unter Tel. 0221 – 890 55 47. Infos

zur Online-Beratung gibt es auf www.lobby-fuer-maedchen.de

© 2020 by geobra Brandstätter Stiftung & Co. KG

® PLAYMOBIL pronounced: plāy-mō-bee — l

Licensed by BAVARIA SONOR LICENSING

Weitere Anlaufstellen für Familien in der Krise findet ihr unter

www.kaenguru-online.de.

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10 NEUES AUS DER REGION

BONNER MUSEEN DIGITAL

Museen sind beliebte Ausflugsziele für Groß und Klein.

Aber es gibt Zeiten wie diese, in denen Museen gar nicht

oder nur bedingt geöffnet haben. Dann lohnen sich ein

paar Klicks im Internet, auf Facebook oder bei Instagram,

denn viele Häuser bieten auch digital Einblicke in ihre

Ausstellungen, Archive und hinter die Kulissen.

Von Inga Drews

BUNDESKUNSTHALLE

BEETHOVEN-HAUS

© LanaSham –

stock.adobe.com

Im Beethoven-Jahr widmet die Bundeskunsthalle dem Bonner

Komponisten eine Ausstellung. Unter dem Titel „Beethoven – Welt.

Bürger.Musik“ dreht sie sich um sein Leben und seine Musik – und

ist außerdem virtuell verfügbar. In der digitalen Kunsthalle könnt

ihr euch durch die Ausstellung klicken und die Exponate anschauen.

Dazu gibt es Texte, Audio-Aufnahmen und natürlich Beethovens

Kompositionen als Hintergrundmusik.

digitalekunsthalle.zdf.de/beethoven/index.html

DEUTSCHES MUSEUM

Auf den Social-Media-Kanälen des Deutschen Museums – also auf

Facebook und Instagram – nimmt euch unter dem Motto „Ludwig

entdeckt“ eine grüne Beethoven-Skulptur mit auf Tour durch die

Ausstellungen. Dabei schaut sich Ludwig spannende Bereiche und

Exponate des Museums an und erklärt sie euch. Außerdem zeigen

euch die Museums-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in kurzen Videos

verschiedene wissenschaftliche Versuche und Experimente,

die ihr zu Hause nachmachen könnt.

www.facebook.com/DMBonn

www.instagram.com/deutschesmuseumbonn

HAUS DER GESCHICHTE

Unter dem Stichwort „Geschichte Online“ findet ihr auf der Internetseite

des Hauses der Geschichte eine ganze Reihe an digitalen

Angeboten. Im Video-Zeitzeugenportal könnt ihr euch zum Beispiel

mehr als 8.000 Videos anschauen. Über den AudioGuide, den ihr

auch von zu Hause aus benutzen könnt, erfahrt ihr Spannendes zu

den Museumsobjekten. Und das Lebendige Museum Online nimmt

euch mit Videos, Biografien und 360°-Objekten auf eine Reise

durch die deutsche Geschichte vom 19. Jahrhundert bis heute mit.

www.hdg.de/geschichte-online

Auch das Beethoven-Haus hält einige Entdeckungen für euch bereit.

Ihr könnt Touren durch verschiedene Online-Ausstellungen

unternehmen. Speziell für Kinder gibt es die Website „Hallo Beethoven“,

auf der sie in fünf verschiedenen Sprachen und interaktiv

Beethovens Leben entdecken können. Dabei stöbern sie in Beethovens

Arbeitszimmer und entdecken dort verschiedene Stationen –

wie den Flügel des Komponisten, wo sie sich einige seiner Stücke

vorspielen lassen können.

www.beethoven.de, hallo.beethoven.de

LVR-LANDESMUSEUM

Das LVR-LandesMuseum Bonn hat einen Museums-Blog erstellt,

mit dem ihr das Museum von eurem Sofa aus erkunden könnt.

Jeden Montag, Mittwoch und Samstag nimmt euch das Museums-Team

mit auf Entdeckungsreise in einen anderen Teil der Geschichte.

Dafür haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine

ganze Reihe von Videos, Tutorials und Geschichten zusammengestellt,

mit denen ihr Spannendes zu den Ausstellungen des Hauses

erfahrt. Jeden Beitrag gibt es dabei auch in einfacher Sprache.

lvrlandesmuseumbonn.wordpress.com/museum-fuer-zuhause

MUSEUM KOENIG

Virtuelle Führungen durch die Ausstellungsräume, Hörspiele und

Reportagen von und mit Kindern, Bastelanleitungen und Forschungsideen

für die ganze Familie – das und noch mehr hält das

Museum Koenig online für euch bereit. Die digitalen Angebote sind

sowohl für Kinder als auch für Erwachsene aufbereitet und bieten

Einblicke in die Ausstellungen, in verschiedene Tierwelten und die

wissenschaftliche Forschung des Museums. Die Angebote werden

kontinuierlich erweitert, also lohnt sich hier mehr als ein Besuch.

www.zfmk.de/de/zfmk/aktuelles/online-angebote

RADFAHREN

Der ADFC Bonn/Rhein-Sieg hat über 40

Radtouren auf seiner Webseite veröffentlicht,

die man allein, als Pärchen oder als

Familie in Coronazeiten nachfahren kann.

Dabei handelt es sich um Freizeittouren,

um kürzere Familientouren und um Pendlerrouten

für Leute, die zur Arbeit oder

zum Einkauf mit dem Rad fahren wollen.

Alle Touren sind in Karten eingezeichnet,

kurz beschrieben und können aufs eigene

Navi heruntergeladen werden. www.adfcnrw.de/kreisverbaende/kv-bonn/radtou

ren/tourenvorschlaege.html

KOMMUNE BEWEGT WELT

Städte, Landkreise und Gemeinden in

ganz Deutschland können sich ab sofort

für den Wettbewerb „Kommune bewegt

Welt“ bewerben. Dieser zeichnet Kommunen

aus, die sich mit migrantischen Organisationen

und Eine-Welt-Initiativen für

mehr Vielfalt in einer offenen und interkulturellen

Gesellschaft engagieren. Die

Gewinnerkommunen erhalten ein Preisgeld.

Einsendeschluss der schriftlichen

Bewerbung ist am 28. Juni.

Mehr Infos zum Wettbewerb findet ihr auf

skew.engagement-global.de.

NEUES ERLEBNISMUSEUM

Das Adenauerhaus Rhöndorf gehört jetzt

zu den Erlebnismuseen Rhein Ruhr. In

dem ehemaligen Wohnhaus des ersten

Bundeskanzlers können die Besucher

Spannendes über Adenauer als Politiker

und Mensch erfahren sowie über deutsche

Geschichte aus fünf Epochen. Die Ausstellung

„Konrad Adenauer 1876–1967. Rheinländer,

Deutscher, Europäer“ besteht

dabei nicht nur aus abwechslungsreichen

Objekten, sondern auch aus Multimediastationen.

www.erlebnismuseen.de,

www.adenauerhaus.de


ADVERTORIAL KÄNGURU 05 I 20

11

GEMEINSAM WERDEN WIR GROSS UND STARK

Was wäre Zauberlehrling Harry Potter ohne Ron Weasley?

Und wie wäre es um das Dschungelkind Mogli bestellt, wenn

Balu ihn nicht begleiten würde? Einfach ein gutes Gefühl, eine

verlässliche Partnerin oder einen verlässlichen Partner an

seiner Seite zu wissen. Den zu finden ist gar nicht so leicht –

oder doch?

Das Mitwachsende Konto der Sparkasse KölnBonn jedenfalls erfüllt

diese Rolle mit Bravour, entwickelt es sich doch Schritt für

Schritt gemeinsam mit seiner Inhaberin oder seinem Inhaber.

Kleine ganz groß

Krabbelnd die Welt erkunden, erste Freundinnen und Freunde

in Kindergarten und Grundschule finden – viel los in den ersten

Lebensjahren. Damit sich Ihr Kind früh mit dem Sparen vertraut

macht, ist das Konto bis zum Alter von zehn Jahren ein reines

Sparkonto. Neben den Zinsen gibt es Sparmarken für Einzahlungen

ab zehn Euro, die bei fleißigem Sammeln tolle Überraschungen

garantieren. Ihre erste Kontokarte im KNAX-Design

bekommen die Minis on top.

Gefahrenzone Pubertät

Wenn die Stimmung in Sekunden von himmelhochjauchzend in

zu Tode betrübt umschlägt, hat das in der Jugend oft einen speziellen

Grund: die Pubertät. Der Nachwuchs wird flügge, testet

Grenzen aus und entwickelt neue Bedürfnisse. Dann steht etwa

ein Kinobesuch mit Freundinnen und Freunden an, der bezahlt

werden will. Das Mitwachsende Konto macht das möglich: Ab elf

Jahren werden nämlich auch Funktionen wie Bargeldein- und

-auszahlungen, kontaktloses Bezahlen per SparkassenCard (Debitkarte)

und App sowie Online-Banking freigeschaltet.

Zukunft voraus

Mit achtzehn wird das Konto zum Rundum-Sorglos-Paket: Neben

den bekannten Funktionen stehen nun auch ein Dispositions- oder

KfW-Studienkredit als zusätzliche Möglichkeiten der Kontonutzung

zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der

Sparkasse beraten dazu gerne.

Mehr Informationen finden Sie online unter sparkasse-koelnbonn.

de/mein-konto

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Wachsen

ist

einfach.

Wenn das Konto einfach mitwächst:

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und bis zum 11. Geburtstag. Danach gilt der Zinssatz

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12 FAMILIENLEBEN XXXXXXXXX


FAMILIENLEBEN KÄNGURU 05 I 20

13

WIE FUNKTIONIERT UNSER KÖRPER?

App: Das ist mein Körper –

Anatomie für Kinder

Warum bekommen wir plötzlich Hunger?

Wieso klopft mein Herz? Und was machen

eigentlich die Nerven in meinem Körper?

Mit der bunten Lern-App „Das ist mein Körper

– Anatomie für Kinder“ könnt ihr spielerisch

auf Entdeckungsreise durch den menschlichen Körper

gehen. Tippen, drehen, ziehen … in allen Bereichen gibt es viel zu

entdecken und zu tun. Und für deine Neugier gibt es eine eigene

Urkunde! Im Bereich „Mein Wachstum“ kannst du eintragen, wie

du wächst, wie deine Füße größer werden und wie viele Wackelzähne

du schon verloren hast. (il)

Info: Ab 4 Jahren, für iOS, 3,49 Euro

Website: logo!-

Themenseite: Das

Corona-Virus

Wie könnte eine App

gegen Corona helfen?

Mundschutz tragen –

ja oder nein? Was genau

sind eigentlich Vorerkrankungen? Auf der logo!-Themenseite

zum Corona-Virus bekommen Kinder Antworten auf diese und

andere Fragen. Mit kurzen und kindgerechten Videos werden

Kinder hier auf den aktuellen Stand gebracht, was Entwicklungen

und Fragen zu dem Virus angeht, und sie bekommen Tipps

für ihren Corona-Alltag. Von hier aus könnt ihr außerdem auch

auf andere Sende-Formate von ZDFtivi zugreifen. (id)

Info: www.zdf.de/kinder/logo/wichtige-infos-zum-coronavirus-100.html

Serie: Es war einmal …

das Leben

Komm mit auf eine aufregende Reise

durch deinen Körper! Der kluge Maestro

mit dem langen Bart, die drei Blutkörperchen

Globus, Hemo und Globine

sowie die Freunde Pierrot und Dickie

zeigen dir in den einzelnen Folgen, wie

die Atmung funktioniert, was in einer

Zelle passiert oder wofür unsere Nieren

gut sind. Auf Motorrädern oder

im kleinen Raumschiff geht es durch

unseren Blutkreislauf und in die Organe. Und wenn plötzlich böse

Bakterien oder Viren in den Körper eindringen, starten heftige

Feuergefechte, bis die Gefahr gebannt ist! (il)

Info: 26-teilige französische Zeichentrickserie aus dem Jahr 1986.

Viele Folgen sind auf YouTube verfügbar. FSK: 0

Bildergeschichte: Darum bleiben

wir zu Hause

Diese Kurzgeschichte auf Instagram

erklärt einfach und verständlich, was

das Corona-Virus ist und warum Abstand

halten gerade so wichtig ist. Die

Erklärungen werden dabei von tollen

Illustrationen unterstützt. Die Bildergeschichte soll Eltern dabei

helfen, ihren Kindern die Situation und Maßnahmen rund um das

Virus verständlich zu machen, ohne sie mit zu vielen Infos zu

überfordern. (id)

Info: Bildergeschichte auf Instagram verfügbar, Kanal: vulvinchen,

Text: Agi Malach, Illustrationen: Lea Hillerzeder, ab 4 Jahren

Bilderbuch: Warum schlägt

mein Herz?

Kennst du eigentlich den Unterschied

zwischen Husten und Niesen? Weißt

du, wo deine Gedanken entstehen?

Oder wie gebrochene Knochen wieder

gesund werden? Unter den 60 schlauen

Antwortklappen in diesem großen

Bilderbuch kannst du viele Geheimnisse

rund um unseren Körper, unser Essen

und unsere Gesundheit lüften. (il)

Info: Katie Daynes und Marie-Eve Tremblay, Usborne 2014,

ab 4 Jahren, 12,95 Euro

Sachbuch: Der Körper

Aus diesem spannenden Sachbuch erfährst

du, wie großartig unser Körper

ist und welche unglaubliche Leistung

er jeden Tag erbringt. Es zeigt dir genau,

wie es im Gehirn, im Herz und in

der Lunge aussieht, und gibt dir einen

tollen Ausblick darauf, was die Medizin

in Zukunft vielleicht alles können wird.

Das kleine lilafarbene Chamäleon begleitet

dich durch das Buch und macht dich auf viele spannende

und lustige Details aufmerksam. Dazu gibt’s ein beidseitig bedrucktes

Poster zum Aufhängen in deinem Kinderzimmer. (il)

Info: memo Wissen entdecken – Der Körper, Dorling Kindersley 2018,

ab 8 Jahren, 9,95 Euro


14 FAMILIENLEBEN

WENN

KINDER

ZU HAUSE

LERNEN

© MNStudio – stock.adobe.com

Auf die Dosierung kommt es an: Wenn Kinder zu Hause

lernen, benötigen sie Unterstützung von ihren Eltern –

und zwar in der Form, dass Mütter und Väter ihrem

Nachwuchs den richtigen Raum zur Selbstständigkeit

geben.

Das Lernen für die Schule in den eigenen vier Wänden stellt Eltern

vor die große Frage, wie und wieviel sie ihr Kind unterstützen

können. Maresi Lassek, Vorsitzende des Grundschulverbands, erklärt

dazu: „Grundsätzlich muss bedacht sein, dass Eltern zu Hause

nicht den Schulunterricht ersetzen oder simulieren können. Sie haben

andere Beziehungen als Lehrkräfte zu den Kindern und sollten

authentisch in ihrer Rolle bleiben.“ Das bedeutet nicht, dass Eltern

keine Anregungen oder Vorschläge machen dürfen. Aber sie sollten

mit ihrem Kind gemeinsame Absprachen treffen und nicht in

eine Lehrerrolle verfallen. Konkret bedeutet das:

Lernzeiten vereinbaren

Feste Zeiten für das Lernen vereinbaren, aber nicht den Schulrhythmus

imitieren – das rät auch Schulexpertin Ilka Hoffmann

von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in einem

Ratgeberartikel auf der GEW-Webseite. Beispielsweise entspreche

der frühmorgendliche Schulanfang nicht dem Biorhythmus von

Jugendlichen.

Damit sich das Gelernte „setzen“ kann, brauchen Kinder zwischendurch

Phasen der Regeneration. Arbeitsphasen wechseln sich

somit mit Beschäftigungsphasen ab. Dabei gilt: Wie lange sich

ein Kind am Stück konzentrieren kann, ist individuell ganz unterschiedlich.

„Die Spanne der Arbeitsdauer ist keine Altersfrage,

sondern eine Frage der individuellen Entwicklung und zuweilen

auch der Stimmungslage des Kindes“, stellt der Grundschulverband

in einem Merkblatt für Eltern fest.

Selbstständigkeit fördern

Lernen funktioniert am besten, wenn es vom Interesse des Kindes

ausgeht. Deshalb sollten Eltern ihrem Nachwuchs Raum für

eigene Entscheidungen geben. Mit welchen Aufgaben beginne ich

heute? Welches Fach berücksichtige ich danach? Schulexpertin

Ilka Hoffmann legt Eltern nahe, vor allem ältere Kinder und Jugendliche

selbst über die Reihenfolge des Lernstoffs entscheiden

zu lassen und empfiehlt, lieber ein Wochen- statt ein Tagespensum

festzulegen.

Digitales Lernen mit Schulfreunden

Lernen in der Gruppe fördert die Motivation und ist anregender

als das Lernen im stillen Kämmerlein. Denn jeder bringt andere

Vorkenntnisse und Ideen mit – man wird buchstäblich auf neue

Gedanken gebracht. Bildungsexperten sprechen in diesem Zusammenhang

auch vom „kooperativen Lernen“ und schreiben diesem

Lernmodell große Vorteile zu. Im digitalen Zeitalter ist das Gruppenlernen

nicht mehr von Raum und Zeit abhängig. Durch Foren,

Chats und soziale Netzwerke können wir uns zu jeder Tages- und

Nachtzeit überall auf der Welt austauschen. So sollten Eltern Kindern

und Jugendlichen die Möglichkeit eröffnen, sich mit ihren

Schulkameraden auch auf digitalem Wege über den Schulstoff

auszutauschen und über Sachthemen zu diskutieren. Die GEW

empfiehlt in diesem Zusammenhang auch Online-Angebote wie

Planspiele. Generell eignen sich spielerische Lernformen vor allem

bei jüngeren Kindern besonders. Ein Vokabeltraining in Form eines

Memorys oder ein Domino-Rechenspiel sorgen für Abwechslung

und Lernen ohne Zwang und Drill.


FAMILIENLEBEN KÄNGURU 05 I 20

15

Medienkonsum beobachten

Digitale Lernformen steigern natürlich die Zeit, die Kinder und Jugendliche

vor dem Bildschirm verbringen. Wenn Computerspielen

sowieso schon das Lieblingshobby ist und dann auch noch am PC

gelernt wird, fragen sich Eltern zu Recht, ob weniger mehr wäre.

Eltern sollten hier Absprachen mit ihrem Nachwuchs treffen. Wieviel

Zeit am Smartphone, Computer und vor dem Fernseher pro Tag ist

okay? Wann wird es zu viel? Wichtig ist, dass Eltern sich bei Fachstellen

wie „Schau hin“ über die von Experten empfohlenen Bildschirmzeiten

für Kinder und Jugendliche informieren, den Überblick über

den Medienkonsum ihres Kindes behalten und Regeln aufstellen.

Regelmäßige Bewegung

Nur ein gut durchblutetes Gehirn kann neue Zusammenhänge verstehen

und Lerninhalte abspeichern. Deshalb ist regelmäßige Bewegung

– vor allem an der frischen Luft – eine Voraussetzung für erfolgreiches

Lernen. Fitnessübungen oder ein Spaziergang nach einer

Lerneinheit wirken Wunder und bieten Kindern und Jugendlichen

die nötige Auszeit, um das Gelernte verarbeiten zu können. Im Sinne

eines fächerübergreifenden Lernens lassen sich vor allem für jüngere

Kinder motivierende Lernangebote in Verbindung mit Bewegung kreieren:

Silbenhüpfen fördert die Motorik sowie das Lesen und Schreiben.

Auch Kopfrechnen lässt sich gut mit Bewegungsangeboten

verbinden. Generell können zu Hause interessante Verbindungen zwischen

verschiedenen Fächern hergestellt werden: Warum nicht einmal

ein Diktat zu einem Thema aus dem Geschichtsbuch schreiben?

ich fest? Der Eigenreflexion wird eine große Bedeutung zugeschrieben,

um das Lernen zu lernen.

TIPPS FÜR GRUNDSCHÜLER

Zu Hause gibt es vielfältige Möglichkeiten, über zwanglose und

spielerische Aktivitäten zu lernen:

• Lesen: Vom Bilderbuch über das Sachbuch bis hin zur Abenteuergeschichte

– lest Bücher, die das Interesse eures Kindes wecken.

Sowohl eigenständiges Lesen als auch gegenseitiges Vorlesen

fördern die Lesefähigkeit.

• Kopfrechnen: 10 bis 15 Minuten täglich sowohl Plus als auch Minus

im Zahlenraum 20, 100 und 1000 fördern die Rechenfähigkeit.

Lasst euch auch Aufgaben von euren Kindern stellen, damit

Spaß garantiert ist!

• Knobelaufgaben fördern das logische Denken.

• Künstlerische Tätigkeiten wie Malen und Basteln regen die Kreativität

an und fördern die Entspannung.

• Bei Ausflügen in die Natur lässt sich Bewegung mit Themen aus

dem Sachunterricht kombinieren. Warum nicht einmal im Lexikon

Pflanzen- und Tierarten nachschlagen?

SERVICE ZU HAUSE LERNEN

Lerntagebuch führen

Um die Selbstständigkeit zu fördern, setzen Bildungsexperten

auf das Lerntagebuch. Hier können Kinder und Jugendliche ihren

Lernprozess dokumentieren. Ist mir das Lernen heute leicht oder

schwer gefallen? Welche Fächer liegen mir besonders? Wo stecke

WMG_Anzeige_"Familienbande"_210x138_KÖLN/BONN_FOGRA_39.pdf 1 07.04.20 09:25

Grundschulverband e.V.

Merkblatt „Schulausfall wegen

Corona – Grundschuleltern haben

Fragen zum Lernen zu Hause –

Anregungen des Grundschulverbands“

(PDF)

www.grundschulverband.de

Gewerkschaft Erziehung und

Wissenschaft

„Coronavirus und Homeschooling –

Mit diesen 10 Tipps klappt das

Lernen zu Hause“ (Online-Artikel)

www.gew.de

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16 FAMILIENLEBEN XXXXXXXXX

RAUS

INS NETZ!

Wir sind viel drinnen gewesen in den letzten Wochen,

haben dort gelernt und gespielt, Sport gemacht und

uns die Zeit vertrieben. Dabei sind wir auf einige tolle

Online-Angebote für Kinder gestoßen, die wir euch

nicht vorenthalten wollen.

Von Golrokh Esmaili und Petra Hoffmann

© Dmitry Lobanov – stock.adobe.com


FAMILIENLEBEN KÄNGURU 05 I 20

17

© Rawpixel.com – stock.adobe.com

TIPPS FÜR KITA-KINDER

Spielen: „Fiete“ ist der Held der

gleichnamigen App. Der lustige

Seemann begleitet schon die

Jüngsten durch verschiedene Aufgaben

und Spiele, bei denen sie

erste Erfahrungen mit dem Tablet

sammeln können. Hier müssen

Zusammenhänge erkannt und

Objekte durch einfache Gesten

kombiniert werden. In insgesamt 19 Leveln können Kinder Brote

schmieren, Spiegeleier braten, Socken auf die Wäscheleine hängen,

Äpfel pflücken und vieles mehr. www.fiete-app.com

Lernen: In der wunderschön illustrierten

Erklär-App „Bloom“

erfahren Kinder, warum Bäume

leckere Früchte hervorbringen,

wie Beeren wachsen oder warum

der Löwenzahn den Wind seine

Saat verstreuen lässt. Sie verstehen,

was Pflanzen brauchen, um

zu wachsen und sich zu vermehren

– ohne Sprache. Nur mit Bildern und Musik. Diese App ist sehr

ruhig gesataltet, es gibt keine Werbung und keine In-App-Käufe.

Sie eignet sich deshalb schon für die jüngsten Kinder.

Bewegen: Mit der landesweiten

Initiative „Kibaz im Kinderzimmer“

hat die Sportjugend

NRW zusammen mit der AOK

Rheinland/Hamburg und der

AOK NORDWEST ein Internet-

Angebot mit sportlich-fröhlichen

Bewegungsideen für die

eigenen vier Wände konzipiert,

das sich an Familien mit Kindern – vor allem dem drei- bis sechsjährigen

Nachwuchs – richtet. Unter www.kibaz.de stehen attraktive

Spielvorschläge, auch thematisch passende Mal- oder Bastelvorlagen

zum Download bereit.

Kultur: Die Macher*innen der

Webseite www.wuselstunde.de

wollten Eltern in der Corona-

Krise unterstützen und haben

innerhalb kurzer Zeit ein tolles

Projekt aus dem Boden gestampft.

Zweimal am Tag lesen

sie Kindern vor – und schaffen damit zu Hause kurze Pausen für

alle. Eltern werden entlastet und gleichzeitig wird das Vorlesen

von Büchern wieder etabliert. Eine schöne Idee.


18 FAMILIENLEBEN

© Pixel-Shot – stock.adobe.com

TIPPS FÜR GRUNDSCHULKINDER

Spielen: Die App „Thinkrolls Space” ist ein Puzzle- und Rätselspiel

mit witzigen Aliens und Monstern, das auf sieben verschiedenen

Planeten spielt. Kinder müssen knifflige Aufgaben lösen,

kombinieren, experimentieren, logisch und kreativ denken ... und

können sich mit viel Spaß durch rund 200 Level spielen. Gut finden

wir, dass man sich so oft wie nötig an der Lösung eines Rätsels

versuchen kann. Es gibt keinen Zeitdruck und man fliegt nicht

raus. Außerdem kann die ganze Familie spielen, denn man kann

verschiedene Profile anlegen.

Lernen: „ANTON“ ist eine tolle, kostenlose Lern-

App für die Schule. Sie bietet mehr als 100.000 Aufgaben,

Lernspiele und interaktive Erklärungen aus

den Fächern Deutsch, Mathe, Sachunterricht, Biologie

und Musik für die Klassen 1–10. Lehrer*innen können

in der App Schulklassen anlegen, Aufgaben zuweisen und den

Lernfortschritt ihrer Schüler*innen verfolgen. Außerdem vergeben

sie Sterne und Pokale für gutes Lernen – eine gute Motivation.

Kultur: Von Martin Baltscheit über

Ralph Caspers bis zu Cornelia Funke

– in der wunderbaren Reihe „live

gelesen“ lesen bekannte Kinderbuchautor*innen

aus ihren Büchern

vor. Wer diese Termine verpasst hat,

findet die Videos auf der Seite www.

kindernetz.de und kann jederzeit

nachhören und die tollen Geschichten genießen.

Kultur: Auf der Webseite www.dringeblieben.de – vor Corona-Zeiten

noch www.rausgegangen.de – gibt es jede Menge Angebote für

Kinder aller Altersgruppen. Besonders beliebt ist die morgendliche

Kinderdisco mit DJ Cem & Bleibtreuboy. Aber auch Theater, Zaubershows

und Konzerte findet ihr hier für eure Kinder.

Bewegung: Die Mitmach-Initiative der Bundeszentrale

für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Kinder

stark machen“ ist normalerweise deutschlandweit

mit einem bunten Mitmachprogramm für die ganze

Familie unterwegs. Um auch jetzt Familien in Bewegung

zu bringen, hat die BZgA das Programm für zu Hause als

Filmreihe produziert. Auf YouTube lädt das spielpädagogische

Team der BZgA Kinder und Eltern zum Mittanzen und Mitturnen

ein und verwandelt Wohn- oder Kinderzimmer in eine Spielarena.

www.kinderstarkmachen.de

Zuhören: Den Kakadu-Podcast von Deutschlandfunk

Kultur für Kinder ab 6 Jahren möchten

wir euch ans Herz legen, denn darin geht

es um wichtige Fragen, die sich viele Kinder

stellen – und auf die Erwachsene nicht immer

gleich eine Antwort haben. Warum gibt

es Arme und Reiche? Was macht ein Bürgermeister?

Woher kommt mein Ohrwurm? Warum leben manche

Menschen auf der Straße? Das Kakadu-Team recherchiert, spricht

mit Expert*innen, fängt Atmosphäre und O-Töne gemeinsam mit

einem Kind als Co-Moderator ein. Sehr hörenswert!


FAMILIENLEBEN KÄNGURU 05 I 20

19

© Fabio Principe – stock.adobe.com

FÜR KINDER AB 10 JAHREN

Spielen: Die App „Old Man‘s Journey” ist

eine poetische Reise zu den wertvollen Momenten

des Lebens, zerplatzten Träumen und

geänderten Plänen. Wunderschöne Illustrationen

mit einer ruhigen Hintergrundmusik lassen

auch ältere Kinder abtauchen. Die Bilder

sind nicht überladen. Ein tolles, ruhiges Spiel,

in dem die Kinder einen alten Mann auf seiner

Reise begleiten und die Wege für ihn ebnen.

Die Herausforderungen, die Landschaft richtig

und in der passenden Reihenfolge zu verformen,

werden im Laufe des Spieles immer anspruchsvoller.

5,49 Euro

Bewegen: Der Basketball-

Club Alba Berlin hat für die

Dauer der Schul- und Kindergartenschließung

ein tägliches

Sportprogramm entwickelt.

Den verschiedenen

Altersgruppen entsprechend

zeigen die Jugendtrainer

Übungen zur Koordination und Bewegung und laden zum Mitmachen

ein. ALBAs tägliche Sportstunde bringt in Zeiten der Corona-Krise

Bewegung, Fitness und Wissenswertes für Kinder und

Jugendliche zum Ansehen und Mitmachen nach Hause.

Lernen: Auf der Webseite

„Kinderweltreise“ können

Kinder alle 194 von der

UNO anerkannten Staaten

virtuell bereisen. Außerdem

gibt es jede Menge

Rätsel, Spiele, Audiobeiträge

und Videos zu den

einzelnen Ländern und

Themen. Der Schwerpunkt liegt darauf, wie die Kinder in dem jeweiligen

Land leben. Die Themen Alltag, Schule, Essen, Spiele, Kleidung,

Musik, aber auch Probleme, Krieg, Flucht und Vertreibung

werden kindgerecht dargestellt.

Sonstiges: Jugendzentren on Air: Ab sofort sind auch die Jugendzentren

Köln digital und live unterwegs. Unter www.twitch.

tv/jugendzentrum_digital gibt es nun eine Plattform für Kölner

Jugendliche, auf der ein Stream dem anderen folgt. Hier wird gebastelt

was das Zeug hält, oder Musik gemacht, werden Games gespielt,

Bikes repariert oder die neuesten Tricks auf dem Scooter

gezeigt.


20 STADTLEBEN

LOCALS

MIT GUTEN IDEEN

Hier stellen wir euch ein paar Menschen vor, die wir in den

letzten Wochen kennengelernt haben und die uns mit ihren

Ideen und ihrer Tatkraft beeindruckt haben. Bestimmt gibt es

noch viele weitere Anpacker und Mutmacher*innen, von denen

wir noch nichts wissen. Schreibt uns gern ihre Geschichten:

redaktion@kaenguru-online.de

Von Golrokh Esmaili und Petra Hoffmann

Illustrationen © Marina Zlochin – stock.adobe.com


STADTLEBEN KÄNGURU 05 I 20

21

TIM VON RAUSGEGANGEN.DE

Das Team von rausgegangen versorgt Kölnerinnen und Kölner

seit einigen Jahren via App jeden Tag mit drei besonderen (R)

ausgehtipps. Aber was macht ein Unternehmen, das sich aufs

Rausgehen spezialisiert hat, in Zeiten von Kontaktbeschränkungen

und Veranstaltungsstopps? Tim Betzin – Geschäftsführer

von rausgegangen – und sein Team haben eine Lösung gefunden:

Sie haben die Plattform dringeblieben.de geschaffen und holen

die Kultur per Livestream ins Wohnzimmer.

Tim, wie ist die Idee für dringeblieben entstanden?

Bis es zur Corona-Pandemie und damit zur Unterlassung von Veranstaltungen

kam, haben wir von rausgegangen.de uns täglich mit

der kulturellen Szene auseinandergesetzt und unseren Lesern via

App, Website oder Newsletter empfohlen, wohin man denn heute

oder in den kommenden Tagen rausgehen kann. Als dann klar war,

dass Leute nicht mehr zur Kultur kommen können, haben wir uns

Gedanken gemacht, wie wir die Kultur dann in die Wohnzimmer bekommen.

So ist die Idee zur einer Livestreaming-Plattform für die

kreative Szene entstanden.

Welche Rückmeldungen bekommt ihr?

Wir hatten nun innerhalb der ersten vier Wochen über 950.000

Seitenaufrufe und konnten mehr als 100.000 Euro an Unterstützung

für Künstler und die kreative Szene einsammeln. Wir tragen

also ganz konkret einen kleinen Teil dazu bei, dass Künstler und

auch das Ökosystem hinter Veranstaltungen ein Stück weit weiter

existieren können. Des Weiteren habe ich tatsächlich konkret auch

sehr emotionale Nachrichten bekommen, dass unser Schritt verschiedenen

Menschen auch einfach Mut gemacht hat, dass es weitergeht

und dass wir uns als Branche auch von einem Virus nicht

unterkriegen lassen. Auch das ist natürlich sehr schön zu hören.

Was lernst du aus der Krise?

Ganz viel über Livestreaming (lacht). Dass wir ein Team haben, das

zur Not mit uns durch dick und dünn geht. Dass es tatsächlich Dinge

gibt, die wichtiger sind als Kultur, zum Beispiel Gesundheit. Dass wir

ganz viele großartige Personen in unserer Kölner Szene haben, die

auch in einer Krise nicht aufgeben, sondern weitermachen, und das

an einem Strang, und das ist etwas Besonderes und schön zu sehen.

Info: https://dringeblieben.de

JUSTUS UND SIMON VON KITTS E.V.

Die beiden Sportstudenten arbeiten neben ihrem Studium bei

Kitts e.V., einem Kölner Verein, der Bewegungsangebote für Kinder

von 2 bis 8 Jahren konzipiert und durchführt. Kitts steht

dabei für „Kinder“, „Toben“, „Turnen“ und „Spielen“, und die Angebote

reichen vom Fußballgarten über Spielegärten und Turnen

bis zum Feriencamp. Kitts e.V. hat ein großes Team an Kursleiter*innen,

Justus (links) und Simon (rechts) sind zwei davon. Die

beiden haben in den Corona-Tagen, nach einer im Büro entstandenen

Idee, mehrere Videos mit Bewegungsspielen aufgenommen

und online gestellt, die Eltern mit ihren Kindern zu Hause

leicht durchführen können.

Vom Sportplatz in die heimische Wohnung — was ist dabei

die größte Herausforderung?

Spiele zu finden, die man mit Dingen spielen kann, die jeder zu Hause

hat, die man auf engem Raum spielen und wenn die Eltern oder

Geschwister gerade keine Zeit haben auch alleine spielen kann.

Welche Rückmeldung bekommt ihr?

Bis jetzt nur positive. Ganz besonders habe ich mich über eine E-

Mail von einem Kind aus meinem Fußballgarten gefreut. Das Kind

war sehr glücklich, mich im Video zu sehen, und hat das Spiel den

ganzen Tag gespielt. Das finde ich echt super, denn genau das ist

es, was wir erreichen wollen.

Was lernt ihr aus der Krise?

Mit Zusammenhalt und Teamgeist kann man auch in Krisensituationen

eine Lösung schaffen.

Info: https://kitts-ev.de


22 STADTLEBEN

Vom Barista zum Kioskbetreiber – wie leicht ist dir die Wandlung

gefallen?

Erstaunlich leicht, denn ich war schon immer kreativ, ein Kämpfer

und ich habe einen langen Atem. Das St. Mocca ist und bleibt ein

„Begegnungsort“ – wenn die Welt in Deckung geht, dann müssen

wir als Christen stehen bleiben und uns den Sorgen und Nöten der

Bevölkerung stellen. Dann heißt es eben vorübergehend „alles ab

durchs Fenster“ anstatt Bedienung an den Tischen.

MARKUS VOM CAFÉ ST. MOCCA

Das Café ist ein Begegnungsort in Bickendorf, in dem es nicht nur

guten Schamong-Kaffee und leckeren Kuchen gibt, sondern auch

regelmäßige Carrerabahn-Rennen und Gespräche über Gott und

die Welt. Aber was macht man mit einem Café, wenn sich Menschen

nicht physisch begegnen sollen? Markus hat das St. Mocca

zum „Bickendorfer Büdchen” umfunktioniert und verkauft aus

dem Fenster – Kaffee, Kuchen und frisch gekochte Suppen für

die Menschen im Veedel. Segenswünsche und Unterstützung bei

Problemen gibt es auf Wunsch dazu. Gemeinsam mit KÄNGURU

hat Markus in den Corona-Tagen eine Kinderbuch-Tauschbörse

ins Leben gerufen.

Welche Rückmeldung bekommst du?

Ausnahmslos positive Rückmeldungen; für die Menschen im Viertel

sind wir sowas wie ein Leuchtfeuer, eine kleine Normalität des

Alltags. Außerdem sind viele unserer Gäste froh, mal ein persönliches

Wort auf der Straße wechseln zu können oder eine unserer

Spezialitäten „to go“ zu genießen. Die Brötchenvorbestellungen

fürs Wochenende von unserem Bäcker Valerien haben sich zum

„Krisenerfolg“ entwickelt: Brötchen werden vorbestellt, bei uns

abgepackt und dann Samstag- und Sonntagmorgen im 5-Sekunden-Takt

durchs Fenster gereicht … ohne Wartezeit.

Was lernst du aus der Krise?

Einen klaren und kühlen Kopf behalten und mich auf den zu verlassen,

an den ich glaube: Jesus Christus. Als St. Mocca stemmen

wir das im Team, d.h. jeder hat sich auf die Umstände mit eingestellt;

alleine ist sowas nicht zu schaffen. Egal, was in der Zukunft

kommen wird, wir werden das bewältigen, auch wenn wir unseren

gewohnten Tagesablauf verändern müssen. Was ich im Viertel beobachte,

ist ein verstärkter Zusammenhalt und viele

gegenseitige Hilfsangebote; so muss es sein!

Info: www.sankt-mocca.de

LISA VOM SPIELWERK

Spielwerk ist ein Geschäft mit einem bunten Mix aus Spielzeug,

Kleidung und sonstigen Accessoires für die ganze Familie.

Spielwerk gibt es zwei Mal in Köln: in Ehrenfeld und in Mülheim.

Lisa und ihrem Team war in den letzten Jahren immer ein persönlicher

Draht zu den Kunden wichtig und eine ebenso persönliche

Beratung. Durch die coronabedingten Schließungen war

das von einem Tag auf den anderen nicht mehr möglich. Zeit,

die lange gehegte Idee vom eigenen Online-Shop umzusetzen.

Lisa, hast du mit dem Online-Shop jetzt deinen dritten Laden

eröffnet?

Schon seit Jahren trage ich die Idee, meine Produkte auch online

anzubieten, mit mir herum. Aber letztendlich war ich dann doch

immer ausreichend beschäftigt mit dem Tagesgeschäft. Die Corona-Krise

hat bei mir viel Energie freigesetzt. Aufgeben war keine

Option. Und so habe ich in weniger als einer Woche den Online-

Shop realisiert. Das wäre ohne die Hilfe einiger toller Menschen

aber ehrlicherweise nicht möglich gewesen. Ich hatte viel Glück

und Unterstützung. Und ja! Jetzt ist der Shop der dritte Laden, den

ich nicht mehr missen möchte und den ich gerne weiter verbessern

und mit noch mehr Produkten füllen möchte.

Welche Rückmeldung bekommst du?

Wir haben viel positives Feedback bekommen. Unsere Kunden haben

schnell realisiert, dass sie mit ihrem Verhalten einen Einfluss

darauf haben, wie unsere Veedel nach der Krise aussehen werden.

Sie haben bewusst bei uns gekauft und die Ware kontaktlos abgeholt

oder sich liefern lassen. Das war zwar teilweise umständlicher,

als bei den Online-Riesen zu bestellen, aber es wurde trotzdem gemacht.

Der Zusammenhalt war toll und ich bin sehr dankbar dafür!

Was lernst du aus der

Krise?

Not setzt Kreativität frei. Und

Menschen sind flexibel. Schon

nach wenigen Wochen haben

sich die meisten mit der neuen

Situation arrangiert und

alle finden nach und nach zu

einem neuen Alltag. Ich hoffe,

dass wir alle ein bisschen Solidarität,

Flexibilität und Kreativität

mitnehmen in die Zeit

nach Corona.

Info: https://spielwerk-shop.de


STADTLEBEN KÄNGURU 05 I 20

23

RUTH VOM

KÖLNER

KÜNSTLER

THEATER

Ruth und Georg zum Kley lieben

die Bühne und ihr Theaterhaus

in Ehrenfeld. Sie schreiben

und spielen seit vielen Jahren

für Kinder und Jugendliche.

Im vergangenen Jahr haben

ungefähr 10.000 kleine und

größere Zuschauer*innen das

KKT besucht. Als ihr Publikum

wegen der Corona-Pandemie

nicht mehr ins Theater kommen

konnte, haben sie sich entschieden, mit dem „Zottel Mottel”

jeden Werktag morgens um 10 Uhr online zu gehen und über

die Plattform dringeblieben.de das Theater zu den Familien ins

Wohnzimmer zu bringen.

Was ist ein Zottel Mottel und was macht es vor der Kamera?

Das kleine Zottel Mottel ist ein einzigartiges Wesen, das alleine in

seiner Zottel-Welt lebt, bis es in Rüssel 4 (einer Rüsselbohne) einen

Freund findet. Vor der Kamera ist das Zottel Mottel ein „Streamer-Wesen“,

das viermal in der Woche online geht, um Kinder ab

3 Jahren mit Aktionen beim „Drinnenbleiben“ zu unterstützen. Die

Aktionen zum Mit- oder Nachmachen basieren teils auf den Wünschen

der jungen Zuschauer*innen. Mittwochs nimmt das Zottel

Mottel die Zuschauenden mit in seine Welt, in der es Geschichten

mit seinem Freund, Rüssel 4, erlebt.

Welche Rückmeldung bekommt ihr?

Die kleinen Zuschauer*innen und ihre Familien geben uns dankende

und bestärkende Rückmeldungen. Und sie schenken uns tolle

Ideen, was wir noch machen können. Das Zottel Mottel ist eine Figur,

die Kinder in dem Alter gut anspricht. Das merken wir auch

bei den Mehrfachbesuchern der Zottel-Mottel-Stücke und das spiegeln

die Rückmeldungen auf die Videos wider.

Was lernst du aus der Krise?

Aus der Krise lernen wir, unsere Bedürfnisse und Möglichkeiten

noch mal neu zu betrachten. Wir merken, wie wichtig uns Beziehungen

sind und dass diese sich neue, teils digitale Wege bahnen,

auch wenn das analoge Leben eingeschränkt ist. So ist das neue

Online-Format aus dem Bedürfnis entstanden, weiter mit unserem

Publikum in Kontakt zu sein. Und um uns weiterzuentwickeln in

dem, was wir tun. Und die Menschen, die uns zuschauen, teilen dieses

Bedürfnis nach Beständigkeit und Entwicklung.

Info: www.k-k-t.de

PREISAUSSCHREIBEN

„Wir zeigen offene Lebensmodelle,

in denen die Menschen füreinander da sind,

sich gegenseitig helfen, sich gegenseitig

fördern und demokratisch-liberal miteinander

umgehen.

Neue offene Lebensmodelle sind beispielsweise

Großfamilien, Mehrgenerationenhäuser,

Wohngemeinschaften, religiös-liberale

Einrichtungen zur Förderung von religiöser

Gleichstellung oder Gentlemen’s Clubs,die

Frauen als Mitglieder

willkommen heißen.“

Prof. Dr. Ulrike Detmers

Initiatorin Mestemacher Preis „GEMEINSAM LEBEN“

Ausschreibung des

Preisausschreibens 2020:

1. Januar 2020 - 31. August 2020

mehr Informationen finden Sie auf unserer

www.mestemacher.de/gleichstellungsaktivitaeten

/mestemacher-preis-gemeinsam-leben/

Mestemacher GmbH · 33254 Gütersloh

Telefon +49 (0) 5241 / 8709-68

www.mestemacher.de


24 STADTLEBEN

PFARRER MÖRTTER

AUS DER LUTHER-

KIRCHE

In der Lutherkirche werden

schon seit vielen Jahren nicht

nur Gottesdienste gefeiert.

Die evangelische Kirche ist darüber

hinaus ein Veedelstreff

und gut besuchter Kulturort in

der Kölner Südstadt. Hier finden Konzerte, Märkte, Vorträge und

Lesungen statt. „Türen auf und rein mit den Menschen” könnte

das Motto des Kirchengeschehens in normalen Zeiten sein. In

den Corona-Tagen müssen die Kirchentüren jedoch geschlossen

bleiben. Pfarrer Hans Mörtter erreicht die Menschen trotzdem.

Er geht online.

Herr Mörtter, wie sieht Ihr Alltag im Moment aus und wie

erreichen Sie Ihre Gemeinde?

Bei mir brennt es. Die Mailbox quillt völlig über. Statt „Pause“ habe

ich einen täglichen 15-Stunden-Arbeitstag. Schwerpunktmäßig

kriege ich die Not von alleinerziehenden Hartz-IV-Müttern mit, die

sich gerade in einer Katastrophe befinden. Sie sind für mich die

Heldinnen unserer Zeit, die nie ein Bundesverdienstkreuz bekommen

werden. Ich bin Pragmatiker und helfe und rette – aber das

geht auch sehr unter die Haut und manchmal kommen mir einfach

die Tränen. Die vergessene Würde der Mütter und ihrer Kinder

ist mir wichtig und dafür kämpfe ich. Ebenso die Künstler*innen,

Musiker*innen, denen gerade die Existenz wegbricht, die kleinen,

selbstständigen Geschäftsleute, die unsere Stadtteile so bereichern.

Wunderbar wäre, wenn wir wieder die Qualität des Lokalen

entdecken würden, statt den Ausverkauf bei Amazon.

Welche Rückmeldung bekommen Sie?

Hilfsbereitschaft und Solidarität sind fantastisch, da ist ein großer

Zusammenhalt. Gleichzeitig die Reaktion von armen Müttern und

Familien, denen die Tränen fließen, weil sie im Blick sind und nicht

alleingelassen werden und wieder atmen können, weil sie sich erstmal

nicht um die nächsten zwei Monate sorgen müssen. Auch von

Künstler*innen und Geschäftsleuten bekomme ich Danke für die

Unterstützung und Rettung, was mir sehr nahe geht.

Was lernen Sie aus der Krise?

Unsere Gesellschaft kann unglaublich stark sein im Zueinanderhalten,

Füreinander einstehen. Es entwickelt sich gerade eine

wunderbare Qualität des Menschseins, eine neue gelebte Nachbarschaft

und eine neue Achtsamkeit füreinander. Der Himmel ist

wieder blau, die Luft sauber, wir können wieder atmen und die Verlangsamung

tut uns gut. Wir schreiben persönliche Briefe mit der

Hand, schätzen wieder unsere kleinen Geschäfte, kaufen bei ihnen

ein und pfeifen auf Amazon … Die Situation gerade bestärkt mich

in meiner Haltung, dass wir ein bedingungsloses Grundeinkommen

brauchen, das Menschen ein würdevolles Leben ermöglicht und

Kindern alle Bildungsmöglichkeiten unabhängig vom Geld der Eltern

eröffnet.

Info: www.lutherkirche-koeln.de

DOROTHEE JUNCK

AUS DEM BUCH-

LADEN NEUSSER

STRASSE

Eine Bresche schlagen für das

gute Buch – das macht sich

der Buchladen Neusser Straße

im Kölner Stadtteil Nippes

nun bereits seit 40 Jahren zur

Aufgabe. Die Begeisterung fürs Buch ist hier genauso spürbar

wie die Begeisterung fürs Veedel, und das auch in Corona-Zeiten.

Im Moment wird hier über alle Kanäle beraten und verkauft,

und sogar ein eigener Fahrradkurier ist für die Buchhandlung

unterwegs.

Wie schaffen Sie und Ihr Team es in den letzten Wochen, nah

dran an den Menschen in Nippes zu bleiben?

Wir haben unseren Schreibtisch ins Fenster gerückt, um Blickkontakt

zu haben. Der Daumenhoch durchs Fenster, das nette Lächeln,

die Gesten sind für uns eine große Freude. Zur Mannschaft

gehören mittlerweile drei Fahrradkuriere, die den Kölner Norden

wunderbar versorgen.

© Max Grönert

Welche Rückmeldung bekommen Sie?

Viele anerkennende Bekundungen für den Service und die durch

das Telefon gereichten Buchtipps. Nur wenige sind unwirsch ob

der Maßnahmen und bekommen die Linie nicht ganz gezogen.

Was lernen Sie aus der Krise?

Manches wendet sich auch in der Krise zum Guten. Wir haben Anfang

des Jahres die Kündigung für unser Ladenlokal NEBENAN bekommen.

Da bin ich sehr froh, dass wir diese Mietbelastung nun

nicht mehr haben. Und ansonsten warten wir erst einmal auf das

Ende der Krise und waschen uns bis dahin die Hände.

Info: www.buchladen-nippes.de


Bezirksvertretung Ehrenfeld

STADTLEBEN KÄNGURU 05 I 20

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WERNER MASON –

PROJEKTLEITER DER

INTERNETPLATTFORM

SÜDSTADT-SHOPPING

Online shoppen im eigenen Veedel –

durch Corona hat diese Idee viele

Freunde gefunden. So auch Werner

Mason. Er leitet gemeinsam mit seiner

Frau die Geschäfte blickWERKE

Vintage & Interieur und ZEIT DER ROSEN (2nd Hand Mode), ist

gleichzeitig Händler und IT-Fachmann. Er hat mit einem Team

sehr schnell die Shopping-Plattform „Südstadt-Shopping“ ins

Leben gerufen, auf der kleine Südstadt-Läden ihre Waren anbieten.

Geliefert wird mit dem Fahrrad ins Veedel. Und da die Idee

so großen Anklang gefunden hat, wird aus Südstadt-Shopping

nun Veedels-Shopping.

Wir halten die Stellung

und sind für Sie da!

www.richmokids.de

Aus dem analogen Leben in die digitale​Welt​– was ist die größte

Herausforderung?

Die größte Herausforderung ist der gefühlte Kontrollverlust. Auf

einmal werden meine Waren im Internet gezeigt und ich kann nicht

mehr persönlich beraten und beschreiben, um die mit Sorgfalt und

Liebe zusammengestellten Artikel ins gebührende Licht zu rücken.

Man wird online mit anderen Händlern und den bekannten und

großen Online-Shops verglichen. Die Schutzmauern des eigenen

Geschäfts fallen weg.

Dieser Prozess ist aber längst im vollen Gange und bietet sogar

viele neue Chancen – auch und gerade um Menschen wieder vermehrt

davon zu überzeugen und zu begeistern, in die kleinen Geschäfte

zu kommen. Wir werden wieder sichtbarer und das Thema

„regional“ und „lokal“ erfährt durch die Corona-Krise einen weiteren

und extrem großen Schub. Wir werden digital. Alle zusammen

und auf einem Marktplatz.

Welche Rückmeldung bekommt ihr?

Es gibt eine überwältigende und unglaubliche Welle der Solidarität

der Menschen in der Südstadt und aus den anderen Veedeln. Sie

haben uns vom Start weg wahrgenommen, unsere Waren eingekauft

und so allen Händlern wieder Hoffnung gegeben. Zusätzlich

haben wir das „Schaufenster-Shopping“ ins Leben gerufen, d.h. die

Menschen können direkt vor unseren geschlossenen Geschäften

Ware bestellen und kaufen. Einfach den QR-Code im Schaufenster

mit dem Smartphone scannen, das Artikelfoto in die automatisch

erzeugte Email einfügen, noch den konkreten Namen des

Geschäfts angeben und schon ist der Einkauf erledigt. Auch dies

findet sehr großen Anklang. Dies alles ist ein riesiger Erfolg.

David gegen Goliath – glaubst du, ihr habt auch nach der Krise

eine reale Chance, gegen Amazon zu bestehen?

Wir haben eine Chance, davon bin ich ganz fest überzeugt. Wesentlich

wird dabei sein, dass wir es schaffen, möglichst alle Veedel

mit allen Einzelhändlern und Gewerbetreibenden in Köln zu vereinen.

Wir können eine große Aufmerksamkeit, Bedeutung und Relevanz

schaffen, wenn wir zusammenhalten, Grenzen aufbrechen

und über den eigenen Tellerrand hinausschauen.

Das gesamte Projekt ist zwar in der Corona-Krise geboren worden,

aber es wird uns in Zukunft die Möglichkeit geben, dass wir bestehen

und erfolgreich sein können. Wir wünschen uns dies für die

Lebendigkeit und Individualität aller Veedel, für alle Einzelhändler

und Gewerbetreibenden in Köln.

Info: www.veedel-shopping.de

Einfach Obst und Gemüse naschen

jetzt erst recht....

Familien mit kleinen Kindern schwören auf die praktischen

Frucht-Quetschen. Neu von HiPP gibt

es jetzt Frucht und Gemüse im Quetschbeutel

– natürlich in bester HiPP Bio Qualität und

perfekt für den Start ins Beikostalter. Der Mix

aus beliebten Obstsorten wie Apfel, Birne

und Banane wird durch kindgerechte Gemüsesorten

wie Kürbis und Rote Beete

ergänzt. Beide Rezepturen sind aus 100 %

Bio Frucht- und Gemüsepüree und schmecken

fruchtig mild mit feiner Gemüsenote.

www.hipp.de/beikost

wir gehen online!

Ehrenfeld 2020

live Streaming / Online Auktion und mehr

gebündelt am 8., 9. & 10. Mai 2020

Kunstroute

Köln Ehrenfeld

8., 9. & 10. Mai 2020

Weiterlesen könnt ihr auf www.kaenguru-online.de.

Kulturamt


26 FAMILIENLEBEN XXXXXXXXX

KarlaS Morgen

Frühstück

SALZ

KarlaS Morgen

Wie wäre es mit einem richtig schönen Frühstück zu Mutter- und/oder Vatertag?

Mit unseren Pancakes wird das Frühstück zum Fest. Oder ihr überrascht Mama oder

Papa und bringt ihnen das Frühstück ans Bett.

Zubereitung

Eigelb Eiweiß

Vanille

Muttertag

&

Vatertag

Pancakes

ZuTaten

2 Eier

1 Prise Salz

1 Tüte Vanillezucker

500 g Mehl

1 Tüte Backpulver

500 ml Milch

150 ml Wasser

Butter für die Pfanne

Beeren

Ahornsirup

1 Die Eier trennen. Nimm für das

Eiweiß am besten eine große

Schüssel. Schlag es zu Eischnee auf.

Er gelingt besonders gut, wenn du

eine Prise Salz dazugibst.

Illustration: www.frausonnenberg.de


XXXXXXXXX FAMILIENLEBEN KÄNGURU 05 I 20

27

2 Gib Mehl, Backpulver, Vanillezucker

sowie Milch und Wasser zum

Eigelb hinzu. Verrühre alles mit dem

Mixer zu einer cremigen Masse.

4

In einer heißen Pfanne lässt du etwas

Butter zergehen. Gib portionsweise

den Teig hinein.

Wenn du siehst, dass die Pancakes

nicht mehr flüssig sind, kannst du sie

wenden.

3 Den Eischnee hebst du

vorsichtig unter den Teig.

5 In der Zwischenzeit wäschst

du die Beeren. Arrangiere die

Pancakes zu kleinen Türmen und

verziere sie mit Ahornsirup und den

Beeren.

Orangensaft

ZuTaten

Zubereitung

1 kg Orangen (ergibt ca. 0,5 l Saft)

Zusätzlich:

1 Zitruspresse

Mit frisch gepresstem Orangensaft

wird ein Frühstück immer zu etwas

Besonderem.

Schneide die Orangen in der Mitte

durch und presse sie mithilfe der

Zitruspresse aus.

Tipp

Verziere deine Pancakes mit

Namensschildern!

Du kannst den Saft entweder

schon auf die Gläser verteilen,

oder du stellst ihn in einer

schönen Kanne auf den Tisch.

Karlchen

Mama Papa


28 STADTLEBEN

GERADE NOCH IN DER ERDE –

SCHON IM HOFLADEN

ODER AUF DEM WOCHENMARKT

Frischer geht’s nicht, findet die KÄNGURU-Redaktion

die Ausnahmeregelung – auch im Falle einer möglichen Ausgangssperre.

Lebensmittel sind lebensnotwendig, und der Weg zum Einkaufen

bleibt auch dann zulässig.

Einkaufen an der frischen Luft

Allein in Köln gibt es an knapp 40 Standorten über 60 verschiedene

Wochenmärkte. Über alle neun Stadtbezirke verteilt, lässt sich

an allen Wochentagen – außer sonntags – wunderbar unter freiem

Himmel einkaufen. Von Alt-Brück bis Zollstock bieten die Bauern

unserer Region alles an, was der Saisonkalender im Mai so hergibt –

von Spargel und Rhabarber über Bärlauch und Radieschen bis hin

zu den ersten heimischen Erdbeeren.

Logisch, wenn frisches Obst und Gemüse aus der Region stammen,

müssen sie nicht erst um die halbe Welt fliegen und lange Transportwege

mit dem LKW zurücklegen, bis sie auf unserem Teller

landen. Das schont vor allem die Nährstoffe und unsere Umwelt,

kurbelt aber auch die Wirtschaft vor Ort an. Mit jedem Einkauf unterstützt

ihr die kleinen, meist familiengeführten landwirtschaftlichen

Betriebe in unserer Region. Wichtig – nicht nur, aber ganz besonders

in Pandemie-Zeiten. Und das, was es dort zu kaufen gibt,

schmeckt meist auch einfach gut. Wenn Spargel, Eier und Kotelett

vom Hof um die Ecke stammen, bekommt das ganze Gericht auf

unserem Teller gleich einen anderen Stellenwert.

Hofläden und Wochenmärkte dürfen auch in Zeiten von Corona

geöffnet bleiben, denn als Lebensmittellieferanten fallen sie unter

© Viktor Pravdica – stock.adobe.com

Bauernregel: „Im Mai ein warmer Regen

bedeutet Früchtesegen“

Vorwiegend findet ihr frisches Gemüse, Kräuter und Obst in den

Auslagen der Hofläden und Wochenmärkte. Aber auch Fisch,

Fleisch, Backwaren, Milchprodukte und Pflanzen finden sich im

Angebot. Derzeit dürfen entsprechend der Corona-Schutzverordnung

des Landes NRW nur Lebensmittel sowie Topf- und Schnittblumen

auf den Märkten verkauft werden – Non-food-Produkte,

wie zum Beispiel Kleidung und Haushaltswaren, sind zur Zeit

nicht erlaubt.

Auch wenn die ungezwungene Marktatmosphäre zu einem

Schwätzchen verleiten mag, ausreichend Abstand sollte Ehrensache

sein. Mindestabstand in der Warteschlange und zu den Standmitarbeitern

sowie die allgemein bekannten Hygieneregeln gelten

auch im Hofladen sowie auf dem Markt.

Mit Körbchen im Ellenbogen, Sonnenbrille im Haar und bestenfalls

noch Flip-Flops an den Füßen fühlt man sich doch gleich ein bisschen

wie im Urlaub. Balsam für die Seele, in diesen unsicheren Zeiten.

Und wenn schon nicht Südfrankreich, Malle oder Italien, dann

doch wenigstens Urlaub im Veedel!

7. BERGISCHE WANDERWOCHE

21.5. bis 7.6.2020

120 geführte Wanderungen an 18 Tagen

• Eseltrekking

• Schnitzeljagd

• Draisinenfahrt

• Laternenwanderung

• und vieles mehr …

www.bergische-wanderwoche.de

© Cora Berndt-Stühmer


XXXXXXXXX FAMILIENLEBEN KÄNGURU 05 I 20

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SERVICEBOX

Eine gute Übersicht aller Wochenmärkte

bietet die Stadt Köln

auf ihrer Homepage www.stadtkoeln.de/wirtschaft/maerkte/

wochenmaerkte

Zwei Tipps aus der Redaktion:

Einer der schönsten Märkte, da

wunderbar im Grünen gelegen,

ist der Braunsfelder Markt im

Stadtwald. (Kitschburger Straße,

in Höhe der Friedrich-Schmidt-

Straße), Sa 7–13 Uhr

Wer auch montags nicht auf

das Marktvergnügen verzichten

möchte: Der einzige Montagsmarkt

in Köln findet in Nippes

auf dem Wilhelmplatz statt.

Täglich 7–13 Uhr, Sa 7–14.30 Uhr

Ökomarkt

www.oekomarkt.de

Frische Lebensmittel aus dem

Rheinland in zertifizierter Bio-

Qualität:

Südstadt, Severinskirchplatz

Di + Fr 10–18 Uhr

Innenstadt, Rudolfplatz

Mi 11–18, Sa 8–14 Uhr

Agnesviertel, Neusser Platz und

Rodenkirchen, Maternusplatz

Do 8–14 Uhr

Bonn, Innenstadt, Am Münster

Mi + Sa 8–14 Uhr

Bad Godesberg, Moltkeplatz

Fr 8–13 Uhr

Feierabendmarkt

meet & eat – der Wochenmarkt

mit Street-Food-Köstlichkeiten

am Abend

http://meet-and-eat.koeln

Innenstadt, Rudolfplatz

Do 16–21 Uhr – derzeit geschlossen

Ehrenfeld, Neptunplatz

Mi 16–21 Uhr – derzeit geschlossen

Achtung: Bei Redaktionsschluss

stand leider noch nicht fest, ab

wann die Feierabendmärkte aufgrund

der Corona-Krise wieder

öffnen dürfen.

Marktschwärmer

Ziel der Marktschwärmer ist

es, Erzeuger und Verbraucher

wieder näher zusammenzubringen.

Bestellt werden die

regionalen Produkte auf der

Online-Plattform https://markt

schwaermer.de/de, abgeholt

wird in Wohnortnähe, also bei der

nächsten Marktschwärmerei, die

einmal pro Woche in Ehrenfeld,

Nippes, Sülz, Mülheim und in der

Südstadt stattfindet. Wie’s genau

funktioniert, erklärt euch unsere

Kollegin Inga unter

www.kaenguru-online.de/

themen/familienleben/bauer-tothe-people

Eine Auflistung vieler Hofläden

und Erlebnisbauernhöfe unserer

Region findet ihr unter www.

kaenguru-online.de/themen/

ausflug/hoflaeden-underlebnisbauernhoefe

Einige Hofläden haben sogar

sonn- und feiertags geöffnet:

Hofladen Schuhmacher

Frenzenstr. 122

50374 Erftstadt

Tel. 02235 – 726 79

So 10–18 Uhr

Hallerhof

50129 Bergheim-Oberaußem

Tel. 02271 – 52 872

So/Feiertag 9–13 Uhr

Gertrudenhof

Lortzingstr. 160

50354 Hürth–Hermülheim

Tel. 02233 – 72 816

So/Feiertag 11–16 Uhr

Heinenhof

50259 Pulheim-Orr

Tel. 02238 – 67 33

So 10–14 Uhr

Andere bieten einen Lieferservice:

StadtLandGemüse

Senefelderstr. 3

50825 Köln-Ehrenfeld

www.stadtlandgemuese.de

Heinenhof

50259 Pulheim-Orr

www.heinenhof.de

Obsthof Cremerius

Gerhard-Boeden-Str. 1

53340 Meckenheim

www.obsthof-cremerius.de

Oder einen Online-Shop:

Krewelshof

www.shop.krewelshof.de

Gertrudenhof

www.shop.erlebnisbauernhofgertrudenhof.de

Und hier verraten wir euch noch,

wo unsere KÄNGURU-Magazine

zum Mitnehmen bereit liegen:

Der Kölner Bio-Bauer

Poll-Vingster-Str. 215

51105 Köln-Poll

Biohof Bursch

Weidenpeschweg 31

53332 Bornheim-Waldorf

Obstplantagen

Otto Schmitz-Hübsch

Bonn-Brühler-Str. 14

53332 Bornheim-Merten

Krewelshof

Krewelshof Lohmar

An der Burg Sülz 1

53797 Lohmar

Krewelshof Eifel

Enzener Straße (B266)

53894 Mechernich

NEU: Ihr bekommt KÄNGURU

ab sofort auf den Kölner

Wochenmärkten. Fragt bitte

an den Obst- und Gemüseständen

danach.

Bedenkt bitte, dass es aufgrund

der Ansteckungsgefahr auch

kurzfristig zu Änderungen der

Öffnungszeiten oder Schließungen

kommen kann.

GRÜNER

LEBEN

Dingminimierung

und Sinnmaximierung

Sind nachhaltige Themen wegen

Corona in den Hintergrund gerückt?

Ich denke nicht – auch wenn die Wahrnehmung vieler Menschen

gerade, zu Recht, auf andere Aspekte fokussiert. Vielleicht sind

Freunde oder Familienmitglieder erkrankt, die finanzielle Existenz

ist gefährdet oder als geringeres Übel gehen sich gerade zu Hause

(im erzwungenen Homeoffice) alle auf die Nerven.

Draußen sieht man vermehrt, was drinnen sonst so geschieht: Es

wird ausgemistet. In Pandemiezeiten lässt sich über die Sinnhaftigkeit

streiten, ob Dinge, die „zum Mitnehmen“ rausgestellt sind,

tatsächlich mitgenommen werden sollten. Dahinter steckt, wir

kennen es alle, dass wir von allem zu viel haben und vieles davon

zu gut zum Wegwerfen ist. Trotzdem bleibt: Wir brauchen es nicht,

und die anderen haben meistens auch schon alles.

In Vor-Corona-Zeiten hätten wir nun die Gedanken dazu kreisen

lassen, was den Unterschied zwischen „benötigen“, „brauchen“und

„haben wollen“ macht. „Haben wollen“ geht gerade nicht so gut.

Und vielleicht liegt darin eine Chance. Weg mit dem Plunder und

danach – wir haben für Übersicht in den Schränken gesorgt – einfach

mal nichts mehr dazu. Oder die Regel: Kommt was dazu,

kommt zuerst was weg. Das „Zuerst“ ist wichtig. Erst denken, dann

kaufen. Oder bewusst eine wertige Sache, statt mehrerer Billigartikel.

Wenn wir die Dinge kennen, die uns umgeben, können wir

sie schätzen und sie geraten nicht in Vergessenheit. Heutzutage

nennen wir das Achtsamkeit, früher war das mal selbstverständlich.

Wenn die Dinge einen Wert für uns besitzen, haben sie diesen

vielleicht auch für andere und wir können guten Gewissens Freunde

und Nachbarn fragen, ob sie für dieses und jenes Verwendung

haben. Nur am Rande: Ein durchschnittlicher deutscher Haushalt

beherbergt 10.000 Dinge. Wer kann da den Überblick behalten?

Und ja, es gibt auch bei uns immer Reibereien, was weg darf, soll

oder muss. Das gehört wohl dazu – ein Grund mehr, die Dingminimierung

und Sinnmaximierung voranzutreiben.

Autor Holger Müller lebt mit Frau und zwei

Töchtern in Köln. Als Familie versuchen

sie, das komplexe Thema Nachhaltigkeit

in ihrem Alltag zu leben. Holger arbeitet

als Studienkoordinator an der TH Köln und

lehrt an der Universität Duisburg-Essen, wie

Nachhaltigkeit und Zukunft zu gestalten sind.

© dimamoroz – stock.adobe.com


30 STADTLEBEN

GRÜNE

OASEN

© Hanker – stock.adobe.com

Über das Gärtnern

in der Stadt

Gartenarbeit erdet und fördert die Entwicklung. Doch

wie können Eltern in der Stadt ihren Kindern das Gärtnern

näherbringen? Autorin Janina Mogendorf hat

sich in Köln umgesehen und stellt Lösungen vor – vom

klassischen Schrebergarten bis hin zum Gartenlabor.

Kinder in der Natur sind absolut in ihrem Element und erkunden

ihre Umgebung mit allen Sinnen. Gerade, wenn Garten, Parks, Wiesen

und Wälder aus dem Winterschlaf erwachen, ist draußen so

viel zu sehen, zu hören, zu riechen und zu spüren. Bienen auf dem

Löwenzahn, bettelnde Amseljungen, duftende Blüten am Kirschbaum

und frühjahrsfrische Erde, in der man mit beiden Händen

nach Herzenslust wühlen kann.

Gartenarbeit erdet und fördert die Entwicklung

Die unbefangene Art, mit der Kinder sich die Natur erschließen,

nimmt mit der Zeit etwas ab. Während Vierjährige es noch lieben,

im Dreck rumzurutschen, zu buddeln und zu bauen, verliert die

frische Luft im Grundschulalter gerne mal gegen Tablet und Playstation.

Und das, obwohl der direkte Kontakt mit der Umwelt für

Menschen jeden Alters gesund und wichtig ist. Nicht umsonst boomen

Waldkindergärten und auch viele Schulklassen zieht es zur

Gartenarbeit nach draußen.

In der Waldorfpädagogik etwa ist der Gartenbau ein zentrales Element.

Die Kinder lernen, wie sie Natur gestalten können, Lebensräume

für Pflanzen und Tiere schaffen und eine Ernährungsgrundlage

für sich selbst. In einer Zeit, in der so manches Großstadtkind

glaubt, das Essen käme aus dem Supermarkt, sind das wichtige

Kompetenzen. Wir wissen nur noch wenig über den Herstellungsprozess

unserer Lebensmittel. Kein Wunder, denn heute arbeiten

nur noch 2 Prozent der Deutschen in der Landwirtschaft. Vor 120

Jahren waren es noch 38 Prozent.

Schon kleine Kinder haben Spaß daran, Verantwortung für eine

Pflanze zu übernehmen. Sie erleben, wie etwas unter ihren Händen

gedeiht, lernen aber auch, mit Misserfolgen umzugehen – wenn

eine Blume verwelkt oder der Himbeerstrauch nur spärlich trägt.

Die direkte Berührung mit der Natur lässt Menschen Empathie entwickeln,

für alles Lebendige um sie herum. Und sie lehrt, geduldig

zu sein, weil sich im Garten nichts beschleunigen lässt.

Nicht ganz einfach: Ein Garten für Stadtbewohner

Vor allem in Städteregionen bleibt das Einfamilienhaus mit angrenzendem

Garten für viele ein Wunschtraum. Zwei Drittel der

Menschen in Deutschland leben in einer Wohnung. So wie Shak,

Sabine und ihr achtjähriger Sohn Sam. Die drei wohnen im ersten

Stock eines hübschen Altbaus, jedoch ohne Balkon. Die nahegelegenen

Rheinanlagen locken die Familie zum täglichen Spaziergang

vor die Tür und auch im Hinterhof kann man frische Luft schnappen.

Aber irgendwie reicht das auf Dauer nicht aus.

„Ich habe vor 14 Jahren schon einmal mit dem Gedanken gespielt,

ein Grundstück von der Stadt zu pachten“, erzählt Vater Shak.

Allerdings scheiterte es damals an den hohen Abgaben. Ein Schrebergarten

ist ihm zu fremdbestimmt, denn die Vereine setzen

sehr genau fest, was und wie gepflanzt werden darf. Und so liegt

Shaks Traum auf Eis. Bis Sabine auf einen Aushang der Kirchengemeinde

aufmerksam wird: Vier Grundstücke sind zur Pacht ausgeschrieben.

„Ich habe dann sofort dort angerufen und erfahren, dass die Pacht

nur rund 10 Euro im Monat beträgt“, erzählt Shak begeistert. Die

Familie überlegt nicht lange und bewirbt sich. Eineinhalb Monate

müssen sich die drei noch gedulden, bis die Gemeinde ihnen

schließlich ein Grundstück zuteilt. 600 Quadratmeter Wiese und

Nadelbäume, etwa einen Kilometer von ihrer Wohnung entfernt,

an einem Hang gelegen. Eine grüne Oase, die nun darauf wartet,

umgestaltet und beackert zu werden.


STADTLEBEN KÄNGURU 05 I 20

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Umwelt schützen und gestalten

„Ich habe immer schon davon geträumt, eigene Kartoffeln anzupflanzen

und Gemüse zu essen, das ich selbst gezogen habe“,

freut sich Shak. Die Hälfte der Wiesenfläche will er deshalb in einen

Gemüsegarten umwandeln, die andere zum Blühen bringen. „Da

kommt einiges an Arbeit auf uns zu. Im Moment besteht die Wiese

fast nur aus Moos und die Erde ist wegen der Nadelbäume zu sauer

für den Gemüsebau.“

Das kann jedoch ihre Freude nicht trüben. „Wir sind einfach so begeistert

von unserer Ruheinsel, dort oben am Berg“, sagt Shak.

Rückzug vom stressigen Alltag, Selbstversorgung und die Nähe

zur Natur stehen für den Familienvater im Vordergrund. „Wir werden

ein Tipi dort aufstellen, so dass wir auch mal länger dort bleiben

können.“ Sein Sohn soll ein Baumhaus bekommen und sich

ansonsten frei austoben dürfen. Shak will ihm zeigen, wie man

Bäume beschneidet und die Beete in Schuss hält.

„Ich hoffe, dass Sam durch das Werkeln im Garten seine kindliche

Beziehung zur Natur erhält und sie noch weiter ausbaut. Denn nur

so lernt er, wie wichtig es ist, seine Umwelt zu schützen“, sagt Sabine.

Sie wünscht sich, dass ihr Sohn zwischen Bäumen und Beeten

zur Ruhe kommt, im wahrsten Sinne geerdet wird. „Es wäre schön,

wenn er entdeckt, wieviel Kraft man aus der Natur schöpfen kann

und das später auch im Erwachsenenleben für sich nutzen kann.“

Der Klassiker: ein Schrebergarten

Der Bedarf am Gärtnern ist gerade in großen Metropolen wie

Köln und Bonn hoch. Das haben auch die Städte erkannt und bieten

mittlerweile viele Möglichkeiten und Flächen, die Harke zu

schwingen. „Der Klassiker ist natürlich der Schrebergarten“, sagt

Joachim Bauer vom Grünflächenamt der Stadt Köln. Von diesen

Kleingärten gibt es im Stadtgebiet rund 13.000 Stück. „Oft haben

© Halfpoint – stock.adobe.com

sie eine Größe von 300 Quadratmetern und bestehen aus Wiese,

Beeten, Obstbäumen und einem Gartenhaus.“ Die Pacht liegt bei

300 Euro im Jahr, aber in der Regel wird zusätzlich eine Ablöse an

den Vorpächter fällig.

Gerade im Innenstadtbereich ist die Nachfrage nach solchen Gärten

sehr hoch und die Wartelisten sind lang. „Da könnten wir jeden

Garten fünf bis acht Mal verpachten“, ist Bauers Erfahrung. In den

Randbezirken sieht es schon besser aus, aber natürlich ist auch die

Entfernung zwischen Wohnung und Garten relevant. Wenn ich mit

Kind, Picknickkorb und Bollerwagen erst dreimal umsteigen muss,

bis ich die Gartenpforte erreiche, ist das gerade für Familien weniger

interessant. „Das Ideal ist natürlich, beim Kochen eben mal

kurz rüberzuspringen, um einen Bund Schnittlauch zu ernten.“

Im Trend: Urban Gardening

© Image‘in – stock.adobe.com

Wer nicht viel Zeit zum Gärtnern hat, sich aber an einer naturnahen

und gepflegten Umgebung erfreut, kann in Großstädten wie

Bonn und Köln auch Pate werden fürs urbane Grün. „Die kleinste

Patenschaft kann man für eine Baumscheibe vor der eigenen

Haustür übernehmen, sie sauber halten oder bepflanzen“, so Bauer.

Daneben gibt es auch Patenschaften für Kinderspielplätze oder

Grünstreifen. „Im Klettenbergpark haben wir einen Rosengarten,

um den sich zwanzig Anwohner gemeinsam kümmern.“

Sehr beliebt sind auch Gemeinschaftsgärten, die man in Köln und

auch in Bonn in nahezu allen Bezirken findet. Seit 2016 sind die

Kölner im „Netzwerk Gemeinschaftsgärten“ organisiert. Beim sogenannten

Urban Gardening bauen Gruppen gemeinsam Gemüse

an, häufig in Hochbeeten. Sie verwalten sich selbst und legen

Wert auf gemeinschaftliche soziale Aktionen, die über das reine

Gärtnern hinausgehen. Viele engagieren sich für den Klima- und

Umweltschutz, in der Kinder- und Jugendarbeit oder in der Stadtentwicklung.


32 STADTLEBEN

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Gartenlabore: Neue Ideen für grüne Städte

Ein sehr spannendes, neues Projekt hat die Stadt Köln im Mai

2019 gestartet. Im Rahmen des Programms „Essbare Stadt“ wurden

ehemalige Ackerflächen an der Olpener Straße in Kalk und an

der Gesamtschule Holweide in „Gartenlabore“ umgewandelt. Hier

kann in drei Varianten gegärtnert werden.

• In 300–500 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgärten können

Gruppen wie Hausgemeinschaften, aber auch Schulklassen,

Jugendgruppen oder Kindergärten Kräuter, Salat und Gemüse

ziehen.

• Im Stadtgarten sind auch Einzelpersonen oder Familien eingeladen,

auf Parzellen von 75, 100 oder 125 Quadratmetern Kartoffeln,

Möhren oder auch Obst anzubauen.

• Wer nur einen Sommer lang Gemüse pflegen, wässern und ernten

will, kann sich für eine Parzelle im Krautgarten bewerben. Dieser

besteht aus langen Reihen vorgesäter Gemüsesorten. Quer dazu

werden kleine Parzellen abgesteckt, so dass jeder Hobby-Gärtner

alle Sorten auf seinem Grundstück ernten kann.

Das Besondere: „Die Stadt vergibt alle Gartenlabor-Flächen kostenlos

und erhebt nur eine kleine Unkosten-Gebühr von etwa 50

Euro“, erklärt Joachim Bauer. Die gesamte Anlage ist öffentlich

zugänglich. Man wandert an Wiesen und Obstbäumen vorbei und

rechts und links des Weges liegen die einzelnen Gärten. „Das Gartenlabor

an der Olpener Straße ist schon rappelvoll, aber in Holweide

ist noch viel frei“, erklärt Joachim Bauer, der sich über Bewerbungen

freut (siehe Infokasten).

Wer Gemüse ziehen will, hat also viele Möglichkeiten. Wie aber

sieht es mit Bienenweiden aus? „Artenreiche Wiesen zu pflegen ist

nicht einfach, da braucht es Erfahrung“, sagt Bauer. „So darf nur

zweimal im Jahr gemäht werden und der Grünschnitt muss einige

Zeit liegenbleiben, damit Tiere flüchten und Samen rausfallen.“

Deshalb übernimmt das die Stadt selbst im Rahmen des Bundesprogramms

„Stadtgrün naturnah“. In Ehrenfeld und in Kalk sind

bereits große Wiesen angelegt, in allen weiteren Bezirken werden

bis 2022 jeweils zehn Hektar dazukommen.

Shak, Sabine und Sam haben derweil die ersten Frühlingstage genutzt,

um im Gemüsebeet Hand anzulegen. „Es ist mir wichtig, dass

unser Sohn lernt, wie man sein eigenes Essen anbaut“, macht Sabine

deutlich. Denn auch wenn es sich ein bisschen nach Endzeitszenario

anhört: „Wir wissen nicht, wie es mit unserer Welt weitergeht.

Und ich habe ein besseres Gefühl, wenn unser Sohn in 30

Jahren weiß, wie er sich selbst versorgen kann.“

INFO

Infos, Links und Adressen zum Gärtnern in der Stadt Köln:

www.stadt-koeln.de

Generalpächter der Kleingärten in Köln

www.kgv-koeln.de

Netzwerk Gemeinschaftsgärten Köln

www.gemeinschaftsgaerten-koeln.de

Gartenlabor Holweide

Amt für Landschaftspflege und Grünflächen

Joachim Bauer

E-Mail: joachim.bauer@stadt-koeln.de

Tel. 0221 – 22 12 60 36

Essbare Stadt Köln

www.essbare-stadt.koeln

Essbare Stadt und Gärtnern in der Stadt Bonn

www.bonnimwandel.de/gartnern-in-bonn

Bundesprogramm Stadtgrün naturnah

www.stadtgruen-naturnah.de

Straßenbaumspende Stiftung Kölner Grün

www.koelner-gruen.de/1000-baeume-fuer.koeln.aspx


STADTLEBEN KÄNGURU 05 I 20

33

TIPPS

FÜR DEN

BALKON

Auch auf einem Balkon können Familien sich eine

kleine grüne Oase schaffen. Inga aus der KÄNGURU-

Redaktion hat im Internet gestöbert und für euch ein

paar grüne Websites zusammengestellt, auf denen ihr

und eure Kinder Tipps und Ideen für die Bepflanzung,

Begrünung und Dekoration eures Balkons findet.

4.000qm

Sandstrand

BEETKIDS

Auf www.beetkids.de dreht sich alles um das Gärtnern mit Kindern

– im Garten, auf dem Balkon oder auch auf der Fensterbank.

Eltern bekommen hier tolle Anregungen, wie sie ihren Kindern das

Thema Garten und Natur spielerisch schmackhaft machen. Neben

informativen Beiträgen wie „Die 10 besten Pflanzen für das Gärtnern

mit Kindern“ oder „Ein Hochbeet für Kinder“ gibt es auch

Basteltipps, zum Beispiel, wie ihr mit eurem Nachwuchs bunte Blumenstecker

bastelt oder Saatbänder selber macht.

SPASS & ERHOLUNG AUF 20 HEKTAR

mit Wasserspielplatz, Piraten-Kletterschiff,

Flying Fox-Park, Riesen-Hüpfkissen, Aqua-Park u.v.m.

NATURSCHUTZBUND

Die meisten Tipps für die Bepflanzung eures Balkons bekommt

ihr auf www.nabu.de. Hier erfahrt ihr nicht nur, welche Pflanzen

sich eignen und wie der Balkon insekten- und vogelfreundlich wird,

sondern auch, wie ihr einen ganzen Garten in nur einem Topf anlegt

und wie ihr Nistkästen selber baut. Für Kinder eignet sich die

Website www.najuversum.de. Sie erfahren hier Spannendes über

Natur und Tiere und bekommen zum Beispiel Bauanleitungen für

ein Bambus-Büchsen-Hotel oder ein Hummelhaus.

KNAUBER

Auf der Ideen-Seite von www.knauber-freizeit.de findet ihr genau

das, was der Name verspricht – Ideen für Balkon und Terrasse sowie

Bau- und Bastelanleitungen für die Gestaltung eures Balkons.

Spannend finden wir den Vorschlag, auf dem Balkon Kartoffeln anzubauen.

Im Kreativ-Archiv könnt ihr euch dagegen anschauen, wie

man zum Beispiel Vogelfutterhäuser selber baut oder wie ihr bunte

Upcycling-Windspiele zur Verschönerung eures Balkons bastelt.

Infos unter: www.seepark-zuelpich.de

100 %

WACHS-MAL-KISTE

Der Klefhof im Bergischen Land ist ein kleiner, bunter Bioland-Hof

mit tollen Angeboten für Familien. Ganz neu sind die sogenannten

Wachs-mal-Kisten für den eigenen Balkon oder Garten. Es gibt sie

in drei verschiedenen Sortierungen: Die Naschkiste mit Nasch-Tomaten,

Snack-Paprika, Mexikanische Minigurke, Physalis. Bienenschmaus

verwöhnt Hummeln, Bienen & Schmetterlinge. Wildes

Wuchern verwandelt deinen Balkon in einen grünen Dschungel.

Bestellen könnt ihr sie unter www.klefhof.de

KLEINES GEWINNSPIEL

Unter www.kaenguru-online.de/gewinnspiel verlosen wir

jeweils eine Wachs-mal-Kiste.

©Gallo Römisches Museum

neanderthal.de


34 FAMILIENLEBEN XXXXXXXXX

GRÜNE SEITEN

Alles im Blick: Je nachdem, wie groß der

Garten ist, kann man schon mal den Überblick

verlieren. In diesem bunten Notizbuch

können Gärtner*innen alles rund um

den eigenen Garten aufschreiben. Woran

muss ich im Mai denken? Und wann habe

ich die Tomatenpflänzchen gesetzt?

Meine Gartennotizen, Moses,

ISBN 403-3-47787-119-0,

14,95 Euro

Gemeinschaftsgarten: Wie setzen wir unser

eigenes Gemeinschaftsgartenprojekt um?

Reichlich Tipps von der ersten Idee bis hin zum

Einrichten und Pflegen gibt es von Ben Raskin.

Im Anhang findet sich außerdem eine bunte

Übersicht zu den verschiedenen Pflanzen.

Community Gardening, Haupt,

ISBN 978-3-25808-035-2, 9,90 Euro

Für Regentage: Wenn

es draußen zu verregnet

für Wald- und Gartenspaß ist,

kann man den auch ins Kinderzimmer

holen. „Willkommen in der

Waldschule“ ist ein Hörspiel über Freundschaft,

das viel Waldstimmung durch die

Lautsprecher strömen lässt.

Willkommen in der Waldschule: Beste Freunde –

Pfote drauf, ab 5 J., Random House,

ASIN B07P5Y5SD2, 6,40 Euro

Zum Einstimmen: Wie fühlt sich eigentlich

so ein Blatt, das gerade frisch aus seiner

Hülle geschlüpft ist? Der Düsseldorfer

Autor Michael Stabenow hat sich dazu eine

kleine Gartengeschichte einfallen lassen. Mit

bunten Illustrationen und Mitmach-Teil zum

Selbstausmalen.

Theo – Eine kleine Lebensgeschichte, Epubli,

ISBN 978-3-74671-986-3, 21,99 Euro

Balkonprojekte: Wenig Platz, aber viel

Lust auf Grünes? Hier gibt es jede Menge

Tipps für den Stadtbalkon. Die richtigen

Behältnisse – aus Einkaufskisten

und anderen Alltagsgegenständen – finden

sich hier genauso wie die passenden

Balkonpflanzen.

Mein kreativer Stadtbalkon,

Edition Michael Fischer,

ISBN 978-3-96093-268-0, 20 Euro

Kostenlose Tipps: Welche Pflanzen und Materialien

sind gut fürs Gärtnern mit Kindern geeignet?

In diesem kostenlosen E-Book gibt es

jede Menge Tipps, die anschaulich mit reichlich

Fotos daherkommen.

Urban Gardening mit Kindern, kostenloses

E-Book, zu bestellen unter preis.de/urban-

gardening-mit-kindern/

Anzeige

Mach mit, wir bringen die Stadt zum Blühen!

Pfl anzaktion für Hummeln & Bienen:

wachs-mal-Kiste

Gutschein für eine Bienen-Futter-Pfl anze;

einzulösen bis Ende Mai!

Bio-Pflanzen für kleine & große Gärten

www.klefhof.de

Pfl anz dir dein kleines Schlaraffenland in Kasten, Kübel & Beet;

mit einer wachs-mal-Kiste vom Klefhof: tolle Bio-Gemüsepfl anzen,

Blumen & Kräuter; dazu gibts Beratung, Tipps & Tricks.

Verkauf in Köln und ab Hof: www.klefhof.de


208

35

SO GEHT BURGER:

KOCHEN MIT KARLA

KÄNGURU hat ein Kochbuch für Eltern und

Kinder herausgegeben. Viele Familien machen

jetzt viel mehr zusammen als im „normalen“

Alltag – zum Beispiel zusammen kochen,

den Tisch decken und nach dem Essen

wieder abräumen. Dazu liefert „Kochen mit

Karla“ 23 leckere Gerichte – von der Mandala-

Pizza über die Prinzessinnen-Nudeln bis hin

zum Zebra-Kuchen. Das Besondere daran:

Alle Rezepte laden Kinder dazu ein, tatkräftig

mitzukochen oder das Gericht, je nach Alter,

sogar komplett selbstständig zuzubereiten.

Jedes Rezept beginnt mit dem Foto des fertigen

Gerichts – so wissen alle, wohin die Reise

durch die Küche gehen soll. Illustratorin „Frau

Sonnenberg“ liefert mit übersichtlichen

Detailzeichnungen die Schritt-für-

Schritt-Anleitungen. Dafür hat

sie alle Gerichte mit ihren

Kochen

Karla

Kindern zubereitet, gekostet und für gut befunden

und weiß also bestens, worauf es

jeweils ankommt. Den lustigen (Veggie-)Burger-Bauplan

oder die Illustrationen von Rührschüssel,

Knoblauch und Pfeffermühle können

auch jüngere Kinder wunderbar „lesen“.

Kochbuch „Kochen mit Karla“, zusammengestellt

und illustriert von „Frau Sonnenberg“

Känguru Colonia Verlag Köln 2020,

12,90 Euro (inkl. Versand), Bestellung unter

www.kaenguru-online.de/kochbuch

mit

Kochen

Karla

mit

Kochen

Karla

23

Rezepte

mit

23

Rezepte

23

Rezepte

IMPRESSUM

Heft Mai 2020, 21. Jahrgang

verbreitete Auflage 30.000

Känguru Colonia Verlag GmbH

Hansemannstr. 17–21

50823 Köln

www.kaenguru–online.de

GESCHÄFTSFÜHRERINNEN

Sonja Bouchireb

Susanne Geiger–Krautmacher

Petra Hoffmann (v.i.S.d.P.)

ZENTRALE/MITNAHMEORTE/ABO

Mareike Krus

Tel. 0221 – 99 88 21–0

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REDAKTION

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hoffmann@kaenguru–online.de

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bouchireb@kaenguru–online.de

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david@kaenguru–online.de

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priggemeyer@kaenguru-online.de

Zurzeit gültige Preisliste Nr. 9

vom 30.6.2018

KLEINANZEIGEN

Mareike Krus

krus@kaenguru–online.de

VERANSTALTUNGSTERMINE

Bitte per E–Mail mit vollständiger

Veranstalteradresse bis zum

8. des Vormonats an: Petra Schulte

schulte@kaenguru–online.de

GRAFIK

Annette Süß

mail@annettesuess.de

DANK AN UNSERE NEUEN PARTNER!

MITARBEITER DIESER AUSGABE

Inga Drews, Laura Kuwawi, Frau Sonnenberg,

Holger Müller, Janina Mogendorf, Golrokh Esmaili

LEKTORAT REDAKTIONSTEIL

Katrin Höller

info@writehouse.de

Kitas und Grundschulen geschlossen, viele Läden,

Kulturorte und Ausflugsziele auch. Damit

fiel für uns ein großer Teil unserer üblichen Verteilstellen

weg. Dass ihr dieses KÄNGURU Magazin

trotzdem in Händen haltet, verdankt ihr

möglicherweise unseren neuen Mitnahmeorten,

Mai 2020 www.kaenguru–online.de kostenfrei

STADTMAGAZIN FÜR FAMILIEN IN KÖLN BONN

die wir in den letzten Wochen gewinnen konnten.

Dafür ein herzliches Dankeschön an rund

70 REWE-Märkte in Köln, Hürth, Erftstadt, Bergheim,

Pulheim und Kerpen! Obwohl sie alle in der

aktuellen Situation vor großen Herausforderungen

stehen, haben sich die Marktleiterinnen und

Marktleiter bereit erklärt, uns zu unterstützen

und das KÄNGURU über ihre Märkte an euch zu

verteilen. Das wissen wir sehr zu schätzen! Ein

ebenso herzliches Dankeschön geht an verschiedene

EDEKA-Filialen und Globus-Märkte sowie

an das Marktamt der Stadt Köln. Auch sie helfen

uns sehr bei der Verteilung des Magazins.

Eine vollständige Liste aller aktuellen

KÄNGURU-Mitnahmeorte findet ihr unter

www.kaenguru-online.de/mitnahmeorte.

Danke an das Libelle-Team für Text

und Illustration auf den Seiten 12/13!

Bildnachweise am Bild

KÄNGURU erscheint monatlich (10–mal im Jahr)

und liegt kostenlos aus. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte, Zeichnungen und Fotos

wird keine Haftung übernommen. KÄNGURU

veröffentlicht kostenlos Termine für Veranstaltungen.

Die Übereinstimmung des abgedruckten

Veranstaltungskalenders mit der Vorlage ist zwar

beabsichtigt, aber ohne Gewähr. Nachdruck, auch

auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung

des Verlages. Alle Urheberrechte für Beiträge,

Fotos und Anzeigen liegen bei der Herausgeberin

bzw. den Autoren. Erfüllungsort und Gerichtsstand

ist Köln.

ANZEIGENSCHLUSS FÜR

DIE JUNI 20-AUSGABE:

08. MAI 2020

DRUCK

Weiss-Druck Monschau

GX6

Dieses Druckerzeugnis ist mit dem

Blauen Engel zertifiziert.

IN DIESER AUSGABE:

KRISENBEWÄLTIGUNG

Locals mit guten Ideen

EINKAUFEN

Hofläden und Wochenmärkte

KÄNGURU ist Mitglied der „Familienbande”,

des bundesweiten Zusammenschlusses von

Eltern–Stadtmagazinen, Gesamtauflage 781.000,

Telefon 0431 – 220 73–0, www.familienban.de

KÄNGURU ist Mitglied im VDZ NRW, dem

Verband der Zeitschriftenverlage in NRW e. V.


36 NEUES AUS DER REGION

Grünes Licht für euer Projekt.

Mit einer guten Idee lässt

sich viel bewegen.

RheinStart unterstützt nachhaltige

Projekte von Vereinen, Bildungseinrichtungen

und Organisationen

mit bis zu 3.000 Euro.

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