Flüchtlinge - Lutherisch in Nordhorn

lutherisch.in.nordhorn.de

Flüchtlinge - Lutherisch in Nordhorn

Aus dem Inhalt:

Heiner Hoymann

Flüchtlinge weltweit

und bei uns

Seite 4

Hildegard Nyboer

Auch ein Flüchtling

hört nicht auf,

Mensch zu sein

Seite 7

Thomas Kersten

Vom Umgang mit

Fremden - eine

eigene Erfahrung

Seite 8

Christa Olearius

Stammesvater mit

Migrationshintergrund

Seite 9

Simon de Vries

Patrick von Irland

Seite 10

Aus den Gemeinden

Seite 11

Simon de Vries

Andacht

Seite 28

Gemeindeblatt der ev.-luth. Gemeinden Nordhorns

Dezember 2010 / Januar 2011

Flüchtlinge


AKTUELLES

Verabschiedung von Friedrich Erdmann am

31. Oktober 2010 in der Kreuzkirche

hinten von links: Thomas Kersten, Giesecke von Bergh, Simon de Vries,

Christa Olearius, vorn: Friedrich Erdmann

Überreichung der Umweltplakette an die

Kreuzkirchengemeinde

Gemeindefest der Kreuzkirche am 26.09.2010

Christuskirche Seite 11 Kreuzkirche Seite 13 Martin-Luther-Kirche Seite 16

Impressum

Herausgeber: Die Kirchenvorstände

Redaktion: Claudia Harink (cs), Thomas Kersten (pt), Silke Kuck (sk), Ulrich Meyer-

Spethmann (ums), , Christa Olearius (co), Hartmut Schwartz (bl), Günter Vogel (gv),

Simon de Vries (sdv)

Redaktionsassistenz: Doris Hüls und Britta Peters

Druck: Gemeindebrief Druckerei, Groß Oesingen, Auflage: 6 050 Stück

von links: Jutta Over (NABU), Marianne Olthaus, Simon de Vries, Ullrich

Meyer-Spethmann, Thomas Krallmann (Leiter Umweltgruppe Gymnasium

Nordhorn), Christa Olearius

Die Konfirmandinnen backen Waffeln

Redaktionsschluss für

die nächste Brücke:

03.01.2011

Thema:

Diakonie

Verantwortlich:

Simon de Vries


Zu dieser „Brücke“

Liebe Leserin und lieber Leser!

Diese Ausgabe ist dem Thema

Flüchtlinge“ gewidmet.

Viele denken dabei wahrscheinlich

zunächst an die

Flucht und Vertreibung aus

den ehemaligen deutschen Ostgebieten – besteht

doch ein Großteil der Lutheraner in Nordhorn und

der Grafschaft Bentheim aus ihnen und ihren

Nachkommen. Ihnen ist also das bittere Los der

Flüchtlinge wohl vertraut.

Aber „Flüchtlinge“ sind kein Thema ausschließlich

vergangener Zeiten. Abermillionen Menschen

sind derzeit weltweit auf der Flucht. Einen (geringen)

Bruchteil davon können wir unmittelbar

wahrnehmen: Es sind die Flüchtlinge, die es nach

Deutschland geschafft haben und die hier einen

Asylantrag stellen. Über ihre Situation und die

weltweite Flüchtlingsproblematik informiert Heiner

Hoymann vom „Arbeitskreis Flüchtlingshilfe

e. V. Nordhorn“.

Den Arbeitskreis selbst und dessen Arbeit stellt

Hildegard Nyboer vor. Beiden sei für ihre Beiträge

in dieser „Brücke“ herzlich Dank gesagt!

Thomas Kersten berichtet über seine und seiner

Familie Erfahrung in Kanada, wo sie als zunächst

Fremde heimisch werden konnten.

Biblische Aspekte des Umgangs mit Flüchtlingen

und Fremden beleuchtet Christa Olearius, und Simon

de Vries stellt in seiner Andacht einige

Flüchtlinge aus der Bibel vor, wozu auch der kleine

Jesus mit seinen Eltern gehörte.

In der „Jugendbrücke“ wird ebenfalls auf Flüchtlinge

und Fremde eingegangen. Besonders beeindruckend

finde ich den Bericht Tessa Spethmanns

über ihren freiwilligen Dienst in Paris.

Bitte beachten Sie die zahlreichen Veranstaltungen

in den Gemeinden. Besonders zu nennen sind dabei

der Ökumenische Adventsweg (Christuskirche,

St. Marien, Neue Kirche I), der im jährlichen

Wechsel mit den Gemeinden der Blanke stattfindet,

und der Schenktag im Martin-Luther-Haus,

der zum ersten Mal durchgeführt wird.

Wir haben für unseren Kirchenkreis Emsland-

Bentheim einen neuen Superintendenten, Dr.

Bernd Brauer. Er stellt sich in dieser „Brücke“

selbst vor.

Seit dem 1. Oktober ist die Diakonin Inga Rohoff

ausschließlich für die lutherischen Gemeinden

Nordhorns zuständig und wird deshalb besonders

begrüßt.

Die Nachfolge Friedrich Erdmanns als Kirchenmusiker

tritt – wenn auch mit sehr eingeschränktem

Stundenumfang – Jens Peitzmeier an, der

ebenfalls vorgestellt wird.

Wir informieren ferner über das diesjährige Projekt

von „Brot für die Welt“, verbunden mit der

Hoffnung auf große Spendenbereitschaft!

Beginnend mit dieser Ausgabe werden bei Geburtstagen

und Amtshandlungen keine Anschriften

und nähere Daten mehr veröffentlicht.

Eine Erklärung dazu finden Sie auf der

Geburtstagsseite.

Nun wünsche ich Ihnen eine möglichst stressfreie

und besinnliche Adventszeit, ein frohes und gesegnetes

Weihnachtsfest und einen guten Übergang in

das Jahr 2011!

Ihr Günter Vogel

Neues aus den Gemeinden

Folgende gemeinsame lutherische Gottesdienste

sind vorgesehen:

24. Dezember: Feier der Christmette um

23.00 Uhr (Kreuzkirche)

25. Dezember: Festgottesdienst mit

Abendmahl, Mitwirkung

des Posaunenchores

(Christuskirche)

26. Dezember: „Sing“-Gottesdienst,

Mitwirkung der Luth.

Kantorei

(Martin-Luther-Kirche)

Bitte melden Sie sich in den Gemeindebüros,

wenn Sie eine Mitfahrgelegenheit brauchen.

3


4

FLÜCHTLINGE

Flüchtlinge weltweit

und bei uns

Heiner Hoymann

Arbeitskreis Flüchtlingshilfe

e.V. Nordhorn

Im Jahr 2008 waren weltweit

insgesamt 42 Millionen Menschen

auf der Flucht vor Verfolgung, gewaltsamen

Konflikten, Krieg und Menschenrechtsverletzungen.

Diese Zahlen veröffentlicht der Hochkommissar

für das Flüchtlingswesen der Vereinten Nationen

(UNHCR). Aber nicht all diese Menschen

werden als Flüchtlinge angesehen.

Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention definiert

einen Flüchtling als Person, die „… aus der

begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer

Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu

einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer

politischen Überzeugung sich außerhalb des

Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie

besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch

nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen

nicht in Anspruch nehmen will …“ Abkommen

über die Rechtsstellung der Flüchtlinge

von 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention).

Im internationalen Recht wird ein Flüchtling also

als eine Person definiert, die aus begründeter

Furcht, wegen eines Krieges oder eines innerstaatlichen

Konflikts aus ihrem Land geflohen ist. Ihre

Zahl wird auf 16 Millionen geschätzt. Davon werden

10,5 Mio., die den Status „Flüchtling“ tragen,

von der UNHCR unterstützt.

Die sechs Hauptherkunftsländer mit den zahlenmäßig

größten Flüchtlingszahlen

Die Konvention legt klar fest, wer ein Flüchtling

Hauptherkunftsland Anzahl

Afghanistan 2,8 Millionen

Irak 1,9 Millionen

Somalia 561.000

Sudan 419.000

Kolumbien 374.000

Dem.Rep.Kongo 368.000

Quelle: UNHCR (2008)

ist und welchen rechtlichen Schutz, welche Hilfe

und welche sozialen Rechte sie oder er von den

Unterzeichnerstaaten erhalten sollte. Aber sie defi-

niert auch die Pflichten, die ein Flüchtling dem

Gastland gegenüber erfüllen muss, und schließt

bestimmte Gruppen – wie Kriegsverbrecher – vom

Flüchtlingsstatus aus.

Weitaus größer ist die Gruppe der Binnenvertriebenen

(26 Mio. weltweit)

Die Genfer Flüchtlingskonvention war zunächst

darauf beschränkt, hauptsächlich europäische

Flüchtlinge direkt nach dem Zweiten Weltkrieg zu

schützen. Als das Problem der Vertreibung globale

Ausmaße erreichte, wurde der Wirkungsbereich

der Konvention mit dem Protokoll von 1967 erweitert.

Einem oder beiden UN-Instrumenten sind

bisher insgesamt 147 Staaten beigetreten. Während

die zwischenstaatlichen Kriege immer seltener

werden, nimmt die Zahl der innerstaatlichen

Konflikte und Bürgerkriege zu. Binnenflüchtlinge

(engl.: Internally Displaced Persons – IDPs) sind

Menschen, die innerhalb ihres eigenen Landes

fliehen. Jahrzehntelang wurden sie kaum als eigenes

Phänomen anerkannt, obwohl sie eine der

größten Gruppen von schutzbedürftigen Menschen

sind. Sie fliehen aus denselben Gründen wie

Flüchtlinge. Doch selten erhalten sie rechtlichen

oder physischen Schutz. Es gibt keine speziellen

völkerrechtlichen Instrumente für Binnenvertriebene,

und allgemeine Übereinkommen wie die

Genfer Konventionen lassen sich in vielen Fällen

nur schwer anwenden.

Das Mandat des UN-Flüchtlingskommissariats

(UNHCR) sieht keine spezielle Zuständigkeit für

Binnenvertriebene vor. Häufig sind diese aber von

denselben Konflikten betroffen und haben dieselben

Probleme wie Flüchtlinge. Aufgrund seiner

Expertise unterstützt UNHCR seit Jahren einen

Teil der Binnenvertriebenen. Derzeit sind es etwa

14,4 Millionen der schätzungsweise 26 Millionen

Binnenvertriebenen weltweit.

Foto: Kubanischer Flüchtling © cllecr (Flickr)


Foto: © United Nations Photos(Flickr)

Größte Gruppen von Binnenvertriebenen auf

der Welt (2009)

Hauptherkunftsland Anzahl

Kolumbien 3,3 Millionen

D.R. Kongo 2,1 Millionen

Pakistan 1,9 Millionen

Irak 1,6 Millionen

Somalia 1,6 Millionen

Sudan 1.0 Millionen

Quelle: UNHCR (2010)

Die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge und

Vertriebenen lebt in Entwicklungsländern. Nur ein

kleiner Anteil schafft es bis nach Europa.

Sonderfall: Staatenlos

Staatenlos ist, wer keine Staatsbürgerschaft eines

Landes besitzt. Im Extremfall sind diese Menschen

offiziell nicht-existent. Weltweit wurden 5,8

Millionen Staatenlose identifiziert. Eine Gesamtzahl

lässt sich jedoch nur schwer abschätzen. Nach

neueren Untersuchungen geht man von 11 Millionen

Betroffenen weltweit aus.

Flüchtlinge in Deutschland

Die Zahl der Erstantragsteller in Deutschland ist

gegenüber dem Jahr 2009 (27.649 Anträge) gestiegen

und liegt für das Jahr 2010 (Jan. – Sept.) bei

27.670 Anträgen.

Die fünf zugangsstärksten Herkunftsländer sind in

2010 (01.01. – 30.09.) nach den Erstanträgen: Afghanistan

4.230, Irak 4.156, Serbien 1.948, Somalia

1.912, Iran 1.719, Kosovo 1.057, Syrien 1.050.

Obwohl es für die Flüchtlinge in den vergangenen

Jahren immer schwerer wurde, bis nach Deutschland

zu gelangen, nahm die Zahl der Flüchtlinge

zu.

Die sogenannte Dublin-II-Verordnung der EU re-

FLÜCHTLINGE

gelt, dass – vereinfacht gesagt – derjenige EU-

Staat (gilt auch für die Schweiz und Norwegen)

für das Asylverfahren zuständig ist, der als erstes

betreten wird bzw. die Einreise gestattet (etwa

durch Visum-Erteilung). Damit wird es sehr

schwierig, auf dem Landweg nach Deutschland zu

kommen, um hier Asyl zu beantragen. Außerdem

werden die Kontrollen der Außengrenzen der EU

in den letzten Jahren deutlich verstärkt. Diese

Kontrollmaßnahmen werden von Menschenrechtsgruppen

heftig kritisiert, denn hier wird eine Abschottung

praktiziert, die vor toten Flüchtlingen

nicht zurückschreckt und die auch die Zusammenarbeit

mit Diktatoren als vertrauenswürdige Vertragspartner

vorsieht. (Das Googeln mit den Stichworten

„Frontex pro asyl“ führt direkt hinein in

die Diskussion.)

Das Asylverfahren in Deutschland

Antragstellung

Nach Art. 16a Grundgesetz haben politisch Verfolgte

in der Bundesrepublik Deutschland einen

Anspruch auf Anerkennung als Asylberechtigte.

Wer dieses Recht in Anspruch nehmen will, muss

sich einem Anerkennungsverfahren unterziehen.

Der Ablauf eines Asylverfahrens ist im Asylverfahrensgesetz

(AsylVfG) geregelt.

Die gesetzlich vorgeschriebene Anhörung des

Asylbewerbers erfolgt durch einen Sachbearbeiter

des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

unter Hinzuziehung eines Dolmetschers. Ziel der

Anhörung ist es, die Fluchtgründe zu klären. Der

Asylantragsteller schildert also seine Verfolgungsgründe

und legt vorhandene Urkunden und andere

Belege vor.

Anerkennung

Wird der Antragsteller

als

Asylberechtigter

anerkannt, erhält

er eine auf

längstens drei

Jahre befristete

Aufenthaltserlaubnis.

Er genießt

im Bundesgebiet

die

Rechtsstellung

nach der Genfer

Konvention sowie

zahlreiche

arbeits-, berufs-

und sozialrecht-

5


6

FLÜCHTLINGE

liegen.

Foto:© Janchan (Flickr)

liche Vergünstigungen.

Nach drei Jahren

besteht ein

Anspruch auf

Erteilung einer

unbefristeten

N i e d e r l a s -

sungserlaubnis,

wenn das

B u n d e s a m t

bescheinigt,

dass keine

Gründe für

den Widerruf

oder die Rücknahme

der positivenEntscheidungvor-

Allerdings wurden 2006 nur 0,8% der Asylanträge

als berechtigt anerkannt. Und auch in den vergangenen

Jahren lag dieser Anteil selten über 3 % bis

4 %. Vor Abschiebung geschützt waren 2006 insgesamt

weitere 5,6 % der Antragsteller (z. B. aus

gesundheitlichen Gründen oder wenn die Sicherheitslage

im Herkunftsland eine Rückkehr verbietet).

57,8 % der Anträge wurden abgelehnt und

weitere 35,8 % erledigten sich auf andere Weise

(etwa weil das Verfahren eingestellt wurde oder

weil das Dublin-Verfahren griff). Diese restriktive

Handhabe der Anerkennung wird von Flüchtlingsorganisationen

seit jeher heftig kritisiert, weil die

Entscheider an enge Weisungen des Innenministers

gebunden sind.

Ablehnung des Antrages

Wird der Antrag als unbegründet oder offensichtlich

unbegründet abgelehnt, prüft der Sachbearbeiter,

ob auf Grund der Situation im Heimatland

eine Abschiebung nicht verantwortet werden

kann. Dies kann der Fall sein bei: drohender Folter,

Todesstrafe, unmenschlicher oder erniedrigender

Strafe oder Behandlung und anderen erheblichen

konkreten Gefahren für Leib, Leben oder

Freiheit.

Ist dies nicht der Fall, fertigt der Sachbearbeiter

einen Ablehnungsbescheid und erlässt, wenn der

Asylbewerber keinen Aufenthaltstitel besitzt, eine

Ausreiseaufforderung mit Abschiebungsandrohung.

Hiergegen steht dem Asylbewerber der Weg

zu den Verwaltungsgerichten offen; rd. 80 % der

Asylbewerber, deren Asylantrag abgelehnt wird,

machen von dieser Möglichkeit Gebrauch und erhalten

in nicht wenigen Fällen recht.

Was geschieht bei Ablehnung?

Bei einer Ablehnung werden die Antragsteller aufgefordert,

Deutschland zu verlassen. In der Regel

haben sie dafür einen Monat Zeit – manchmal aber

auch weniger. Reisen sie nicht freiwillig aus, droht

ihnen die Abschiebung.

Einige Flüchtlinge versuchen, sich vor der Abschiebung

zu verstecken und führen ein Leben in

der Illegalität. Andere setzen sich bei der Abschiebung

körperlich zu Wehr. Dann werden Abschiebungen

mit Polizeibegleitung durchgeführt.

Um eine Abschiebung sicherstellen zu können,

werden manche Menschen in Abschiebehaft genommen.

Diese Haft kann bis zu 18 Monate dauern.

Zudem gibt es in vielen Bundesländern so genannte

Ausreisezentren. Dort werden diejenigen eingewiesen,

die nach Meinung der Behörden nicht ausreichend

zur Klärung ihrer Identität beigetragen

haben und wegen der fehlenden Papiere nicht abgeschoben

werden können. Sie sollen hier mittels

einer „Rückkehrorientierten Beratung und Betreuung“

zur Ausreise bewegt werden. Die Ausreisezentren

sind heftiger Kritik ausgesetzt, denn die

„Rückkehrorientierte Beratung“ kann auch ganz

einfach als „staatlich verordnetes Mobben“ bezeichnet

werden.

Was bedeutet es geduldet zu sein?

Die Duldung ist nach der Definition des Aufenthaltsrechts

eine „vorübergehende Aussetzung der

Abschiebung“ von ausreisepflichtigen Ausländern

und stellt damit keinen Aufenthaltstitel dar.

Die Duldung beinhaltet keine Arbeitserlaubnis,

was reguläre Lohnarbeit oder Selbständigkeit ausschließt.

Es kann aber ein nachrangiger Zugang

zum Arbeitsmarkt gewährt werden. Inhaber einer


Duldung dürfen

sich nur in

ihrem Bundesland

aufhalten;

der Aufenthalt

und die Wohnsitznahmekönnen

weiter beschränktwerden.

Nach dem neuen

§ 25 (5) des

Aufenthaltsgesetzes

kann die

Duldung nach

18 Monaten in

eine Aufenthaltserlaubnis

umgewandelt werden. Dies darf

aber nur geschehen, wenn der Ausländer nicht

selbst seine Ausreise behindert, etwa indem er es

versäumt, sich einen Pass zu beschaffen.

In der Praxis leben allerdings weiterhin annähernd

200 000 Geduldete in Deutschland, fast die Hälfte

davon ist schon seit mindestens 10 Jahren geduldet.

Da die Duldungen immer nur kurzfristig ausgesprochen

werden und so jederzeit mit baldiger

Abschiebung gerechnet werden muss, bedeutet

dieser Zustand eine erhebliche Belastung für die

Betroffenen. Entwicklung einer längerfristigen

Perspektive ist nicht möglich; betroffene Schulkinder

können zwar die allgemeinbildende Schule

besuchen, eine anschließende Berufsausbildung ist

allerdings nicht gestattet.

Am 13. März 2007 einigte sich die Große Koalition

nach jahrelangem Streit um das Bleiberecht

von rund 180.000 illegal zugewanderten Ausländern

oder bereits abgelehnten Asylbewerbern auf

einen Kompromiss. Demnach soll nun „geduldeten“

Ausländern, die mehr als sechs Jahre in

Deutschland leben, ein dauerhaftes Bleiberecht

eingeräumt werden, wenn sie bis 2009 eine Arbeitsstelle

nachweisen können. Dabei werden

durch den Kompromiss keine höheren Sozialleistungen

anfallen.

Abschiebungen ins Elend

Vor allem Abschiebungen von Roma in den Kosovo

werden in den letzten Monaten heftigst kritisiert,

selbst der Kreistag des Landkreises Grafschaft

Bentheim hat eine Resolution dagegen verfasst.

Dagegen ausgesprochen haben sich alle

Wohlfahrtsverbände, die Kirchen, der Menschenrechtsbeauftragte

des Europarats, die Gesellschaft

FLÜCHTLINGE

für bedrohte Völker und und und ... Menschen die

z. T. schon 20 Jahre in Deutschland leben, Kinder,

die hier geboren sind und die Schule besucht haben,

sind von Abschiebung bedroht. Ca. 10.000

Menschen sollen in den nächsten vier Jahren abgeschoben

werden. Im Kosovo erwartet sie die nackte

Armut und Diskriminierung. Es gibt keine Arbeit,

keine Wohnungen, Sozialhilfeunterstützung

nur unter ganz engen Voraussetzungen, die kaum

jemand erfüllen kann. 80 % der Kinder haben

nicht die Möglichkeit, die Schule zu besuchen. In

Deutschland geborene Kinder werden oft nicht

anerkannt als Staatsbürger des Kosovo, sind also

staatenlos und haben dadurch keinerlei Rechte.

Von diesen Protesten und den Situationsbeschreibungen

der Lebenssituation der Abgeschobenen

im Kosovo bleibt das zuständige Innenministerium

in Berlin bislang unbeeindruckt.

Quellen: www.unhcr.de; www.proasyl.org,

www.bamf.de, www.nds-fluerat.org

Auch ein Flüchtling

hört nicht auf,

Mensch zu sein.

Hildegard Nyboer

Vorstandsmitglied im Arbeitskreis

Flüchtlingshilfe

Vor zwanzig Jahren hat sich in der Stadt Nordhorn

der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe e. V. gegründet.

Er hat sich zur Aufgabe gemacht, Flüchtlingen als

Menschen zu begegnen.

Menschen begegnen sich. Eigentlich etwas Selbstverständliches.

Leider ist das in unserer Gesellschaft

nicht so. Sehr schnell werden Fremde, vor

allem Flüchtlinge und Asylbewerber, ausgegrenzt.

Zum Anderen hat sich die finanzielle Situation der

Flüchtlinge durch die mehrfache Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes

erheblich verschlechtert.

Flüchtlinge müssen von „Hilfe zum Lebensunterhalt“

leben, die ca. 35 % unter dem Niveau von Hartz IV

(SGB II) liegt. Darüber hinaus bekommen sie statt

Bargeld den größten Teil der Unterstützungsleistung

in Form von Gutscheinen. Es gibt zu viele Bereiche,

in denen die Bezahlung mit Gutscheinen nicht möglich

ist, wie z. B. bei der Post und Telefon, in den

Schulen oder auf dem Wochenmarkt. Ein Akt von

Solidarität ist der Tausch von Einkaufsgutscheinen.

Unsere Arbeit gestaltet sich nicht immer so einfach.

Wir kümmern uns um Menschen, die eigentlich

nicht hier sein sollten und die im Grunde auch

7


8

FLÜCHTLINGE

Foto: © Thomas Max Müller / PIXELIO

keiner haben will. Ein Flüchtling ist jedoch ein

Mensch wie wir – mit den gleichen physischen

und psychischen Grundbedürfnissen, nur mit dem

Unterschied, dass er auf der Schattenseite und wir

auf der Sonnenseite dieser Erde leben. Flüchtlinge

haben Schreckliches erlebt, sie fliehen nicht einfach

so. Sie stehen hier vor dem Nichts und wenn

sie nicht als politisch Verfolgte anerkannt werden,

in ihrem Heimatland auch wieder vor dem Nichts.

In diesem Sinne versuchen wir als Arbeitskreis, diese

Menschen in schwierigen Situationen ein Stück des

Weges zu begleiten. Die Flüchtlinge benötigen in vielen

Bereichen, wie z. B. in Kindergärten und Schulen,

beim Arzt, bei den Behörden etc. unsere Unterstützung

und Begleitung. Einmal im Jahr gehen wir mit den

Flüchlingsfamilien als gemeinsame Aktion in den Tierpark.

Die Freude und Begeisterung dabei ist schön mit

anzusehen. Zu Weihnachten werden von den gespendeten

Geldern für die Kinder und Eltern Geschenke

besorgt und verteilt. Dabei das Lächeln der Kinder zu

sehen, ist immer wieder eine schöne Begegnung.

Unterstützen können aber nur Menschen wie du

und ich.

Foto: Flüchtlinge am St. Martin-Kanal, Paris © austinevan (Flickr)

Vom Umgang mit Fremden – eine

eigene Erfahrung

Thomas Kersten

Für sieben Jahre haben wir als Familie in einem

uns damals fremden Land, Kanada, gelebt. Hier ist

man willkommen, wenn man eine Arbeit nachweisen

kann und sich in der englischen Sprache einigermaßen

verständlich machen kann. Scheitert

man am sogenannten Punktesystem, welches dem

Einwanderungsbegehren zu Grunde gelegt wird,

kann man durch den Nachweis seiner nicht unerheblichen

Finanzkraft und der damit verbundenen

Tatsache, den Staat nicht unnötig zu belasten, auch

in das Land gelangen.

Wir mussten den ersten Weg wählen. Relativ

schnell war uns klar, dass ein Erlernen der Sprache

einer der Schlüssel ist, um „heimisch“ zu werden

und Kontakte mit den Menschen vor Ort zu knüpfen.

Meine erste Predigt in der englischen Sprache

wurde wohl kaum verstanden, wohl aber freute

man sich über den jungen Vikar, der mit einem

Arnold Schwarzenegger ähnlichen Akzent versuchte,

von der Liebe Gottes zu erzählen.

Als Familie empfinden wir es bis heute als einen

großen Segen, auf Menschen gestoßen zu sein, die

uns in dieser ersten Phase der Eingewöhnung

hilfsbereit zur Seite standen. Wir haben viel Ermunterung

erfahren und sind Menschen begegnet,

die sich für unser Leben und unsere Lebensgeschichte

interessiert haben. Selbstverständlich lag

es aber auch an uns, sich auf das Land und seine

Menschen einzulassen, ohne überall den „deutschen“

Maßstab anzulegen und zu vergleichen.

Nun ist Kanada in der Tat ein klassisches Einwanderungsland

und es wird viel Wert darauf gelegt,

dass bereits die Kinder bis zur Einschulung ein

solides Englisch sprechen. Gerade am sogenannten

Canada-Day, dem Nationalfeiertag am 1. Juli,

kann man erleben, dass kein Einwanderer seine

Herkunft leugnen muss, aber sich gleichzeitig mit

den Werten des Landes identifiziert und die

Rechtsgebung respektiert und achtet.

Ohne es in jedem Falle zu wissen, haben viele

Menschen in ihrem Verhalten gegenüber uns, die

wir erst einmal fremd waren, das gelebt, wovon im

Alten Testament zu lesen ist: „Wenn ein Fremdling

bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr

nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein

Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben

wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge ge-


Foto: © ruurmo (Flickr)

wesen in Ägyptenland. Ich bin der Herr, euer

Gott“. (3. Mose 19, 33-34).

Im Neuen Testament wird besonders auf das Überraschungsmoment

im Umgang mit Fremden Bezug

genommen: „Gastfrei zu sein, vergesst nicht;

denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel

beherbergt.“ (Hebräer 13,2).

Entscheidend scheint mir, dass Menschen in der

Nachfolge Jesu Christi einen Auftrag haben, sich

anderen Menschen zuzuwenden. In besonderer

Weise gilt dieses für den Fremden und die gelebte

Gastfreundschaft ist ein Weg, sich der Gegenwart

Gottes zu vergewissern. Es gilt der Satz von H.

Nouwen, dem Fremden und dem anderen überhaupt

„einen Freiraum zu gewähren, der ihm die

Möglichkeit bietet, bei uns einzutreten und zum

Freund zu werden anstatt zum Feind.“

Stammesvater mit Migrationshintergrund

Der biblische Umgang mit dem Flüchtling und

dem Fremden

Christa Olearius

Abraham – der Stammesvater des Volkes Israel –

ist der für die gesamte Bibel wichtigste Fremdling.

Aus dem Land Ur zog er, auf Gott vertrauend, ins

Gebiet des heutigen Israel. („Bleibe als Fremdling

in diesem Lande, und ich will dich segnen.“)

Und immer wieder berichtet die Bibel von Menschen,

die Erfahrungen der Flucht und Verfolgung

machen müssen: Isaak, Jakob, Mose, Naomi, David,

Jesus mit seinen Eltern, die ersten Christen.

Diese Erfahrungen gipfeln in der biblischen Erkenntnis,

dass der Mensch sein Leben lang ein

Fremdling, ein Gast auf Erden ist und bleibt.

FLÜCHTLINGE

Die Gesetzbücher Mose fordern aufgrund der eigenen

Erfahrungen des Volkes Israel, dass man mit

Fremdlingen gut umgehen soll: „Wenn ein Fremdling

bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr

nicht bedrücken“, heißt es in 3. Mose 19, 33. Auch

soll man alle drei Jahre ein Zehntel des Einkommens

an Fremde abgeben und die israelitischen

Landwirte werden aufgefordert, Ölbäume nur einmal

zu schütteln, was danach noch an den Bäumen

hängt, soll den Fremden zufallen, ebenso soll bei

der Weinlese verfahren werden. Allerdings gibt es

auch Einschränkungen, z. B bei Bankgeschäften.

(„Von dem Ausländer darfst du Zinsen nehmen.“)

Von den Fremden wird zudem erwartet, dass sie

die Sitten und religiösen Gebräuche der Landbewohner

respektieren. Sie können entweder mit

äußerem Respekt das Kultische „stehen lassen“

und sich nicht beteiligen oder sie können sich integrieren

und erhalten dann Anteil an vollen Rechten

und Pflichten. Ihre eigene Religion auszuüben,

war ihnen jedoch verboten.

Auch die Furcht vor Überfremdung – seit Thilo

Sarrazin bei uns ein öffentliches Thema – macht

der biblische Verfasser auf recht populistische

Weise zum Thema („Der Fremdling, der bei dir

ist, wird immer höher über sich emporsteigen, du

aber wirst immer tiefer heruntersinken.“ 5. Mose,

28, 43). Die Bibel gibt also ein sehr realistisches

Bild zwischen Furcht und Barmherzigkeit, eigenen

Erfahrungen und daraus folgenden Taten ab. Im

Neuen Testament gipfelt in der Erzählung vom

Weltgericht (Matthäus 25) die Bedeutung des Umgangs

mit dem Fremden: „Ich bin ein Fremder gewesen

und ihr habt mich nicht aufgenommen,“

sagt Jesus. Denn alles, was man Notleidenden und

Bedürftigen getan hat – egal ob gut oder böse –,

habe man letztlich Gott getan.

Bild: Wikipedia

9


10

GESTALTEN DER KIRCHENGESCHICHTE

Patrick von Irland

Es gibt Personen der Kirchengeschichte, deren Leben

und Ideen in späteren Zeiten auf einmal wieder

enorme Wichtigkeit bekommen. Der heilige

Patrick von Irland ist für mich solch eine Person,

von der wir heute wieder viel lernen können. Er

gilt als Nationalheiliger in Irland und Island und

zu seinem Gedenken wird der 17. März als „Saint

Patrick’s Day“ gefeiert. Besonders wirkungsvoll

war er zu seinen Lebzeiten im fünften Jahrhundert

insbesondere als Missionar.

Dazu muss man wissen, dass die keltische Art und

Weise, Mission zu betreiben, grundsätzlich anders

verlief als die römische Variante. Vereinfacht dargestellt

ging man im antiken Rom davon aus, dass

Völker zunächst ein gewisses Maß an Zivilisation

erreicht haben mussten, um sich dann zum Christentum

bekehren zu können. Anschließend sollten

sie dann möglichst schnell Latein lernen, um die

römische Form des Christentums leben zu können.

Ganz anders gingen die Kelten und mit ihnen Patrick

vor. Und dazu hatte sicherlich auch Patricks

Lebensgeschichte beigetragen:

Er war im heutigen Nordosten Englands aufgewachsen,

im Alter von 16 Jahren aber von irischen

Piraten zunächst gefangen genommen und dann

als Sklave nach Irland verkauft worden: Hier in

der Sklavenschaft ereigneten sich für Patrick ganz

entscheidende Dinge: Zum einen berichtet er, dass

er beim Schafehüten in der Einsamkeit Irlands

Gott fand – im Wind, in den Jahreszeiten, dem

Sternenhimmel und den Tieren. Er wurde Christ.

Zum anderen lernte er die irisch-keltische Kultur

mehr und mehr kennen. Und er begann, nicht nur

die Kultur, sondern auch diejenigen, die ihn gefangen

genommen hatten, zu lieben und für ihre Versöhnung

mit Gott zu hoffen.

Nachdem er inzwischen wieder nach England zurückgekehrt

war und dort als Priester gewirkt hatte,

träumte er im Alter von 48 Jahren einen Traum,

der sein Leben auf den Kopf stellen sollte: In diesem

Traum trug ihm ein Engel auf, zurück nach

Irland zu kommen. Geträumt, getan: Patrick machte

sich mit anderen Mitstreitern und mit dem Segen

der Bischöfe als Missionar auf den Weg. Dabei

kam ihm natürlich zugute, dass er die irische

Kultur inzwischen gut kannte.

Was machte seine Mission im Unterschied zur römischen

Mission aus? Zum einen verstand Patrick,

dass es nicht nur eine kulturelle Form des Christentums

gibt. Es entstand eine neue Art von Kirche,

die sowohl irisch als auch christlich war, aber

nicht eine Kopie von seiner Heimatkirche. Die

Kirche „inkulturierte“ sich neu. Für seine Zeit war

dies eine erstaunliche Erkenntnis, die sich leider in

den folgenden Jahrhunderten viele Christen nicht

zu eigen machten.

Für Patrick war wichtig: Wenn ich Menschen von

der guten Nachricht der Versöhnung Gottes mit

den Menschen erzählen möchte (und das war ihm

wichtig), dann muss ich mir zunächst das Recht

verdienen, auch sprechen zu dürfen. Ihm war daran

gelegen, zunächst ein Freund der Menschen zu

werden und selbst von der ihn umgebenden Kultur

zu lernen. Auch mussten Menschen bei ihm nicht

zuerst ein Glaubensbekenntnis unterschreiben, bevor

sie Teil der christlichen Gemeinschaft werden

konnten.

Zudem bemühte er sich, nicht nur mit dem Wort

zu predigen, sondern seine „Open-Air-

Veranstaltungen“ mit Geschichten, Gedichten,

Liedern, Symbolen und Theater auszugestalten.

Alle Sinne wurden angesprochen und so befand er

sich zu seiner Zeit in Sachen Kreativität zumindest

auf einem Niveau mit unseren heutigen Gottesdiensten.

Inkulturation, Lernfähigkeit, Kreativität – drei

Dinge, warum ich mich gerne an St. Patrick erinnere.

Nicht nur am 17. März.

Simon de Vries


Ansprechpartner aus der Gemeinde:

Neue Webseite

Die Internetseite

d e r C h r i s t u s -

Kirchengemeinde

hat vor kurzem ein

neues Gewand bekommen.

So sind

nun auf der Startseite

jeweils die

aktuellen Beiträge

über Veranstaltungen

in der Christuskirche mit großflächigen Bildern

prominent platziert. Über ein Menü sind darüber

hinaus auch Informationen über alle Angebo-

Pfarrbüro:

Britta Peters, Kamillenstraße 17, ℡ 6939 - Fax: 991891

Öffnungszeiten: Montag: 15.00 - 17.00 Uhr,

Dienstag: 09.00 - 12.00 Uhr, Mittwoch: 08.00 - 12.00 Uhr,

Donnerstag: 15.00 - 18.00 Uhr, Freitag geschlossen

Mail: KG.Christus.Nordhorn@evlka.de

Internet: www.christuskirche-nordhorn.de

Konto-Nr. 8002339, KSK Nordhorn, BLZ 267 500 01

Montagstreff für Frauen

(Auch für Frauen aus anderen Gemeinden!)

6. Dezember, Adventliches Beisammensein

Ort und Zeitpunkt werden noch genannt

Auskunft: Karin Pelzer, Tel. 7299972 oder

Bärbel Bühning-Würth, Tel. 723325

7. Februar um 20.00 Uhr im Gemeindehaus

Wir planen das Programm für 2011

Frauenrunde am Dienstag

14. Dezember 2010 um 18.00 Uhr, Kochen bei Frau

Eilts, Januar 2011 Jahresplanung

Handarbeitskreis

Jeden Dienstag um 19.00 Uhr im Gemeindehaus

Frauen-Tanzkreis

Jeden Mittwoch, jeweils um 9.30 Uhr im Gemeindehaus

Frauen-Seniorenkreis

Alle 14 Tage mittwochs, jeweils um 15.00 Uhr im

Gemeindehaus. 1. und 15. Dezember 2010, 12.

und 26. Januar sowie 9. Februar 2011

Frauen-Gesprächskreis

Jeden 1. Donnerstag im Monat um 15.00 Uhr im

Gemeindehaus, 9. Dezember 2010, 6. Januar und

3. Februar 2011

Veranstaltungen

AUS DEN GEMEINDEN - CHRISTUSKIRCHE

te und Gruppen in der Gemeinde zu erhalten.

Ebenfalls neu ist die Verknüpfung der Webseite

mit Angeboten der Gemeinde bei den sozialen

Netzwerken Facebook und Twitter.

sdv

Abendgebet im Dezember

Im Dezember findet das Abendgebet in der Christuskirche

nur an den Samstagen und Sonntagen bis

Weihnachten statt. An den übrigen Tagen des Advents

treffen wir uns zur selben Zeit auf dem ökumenischen

Adventsweg. Von Heiligabend an ist

dann Pause bis zum Start ins neue Jahr am 7. Januar

um 18.00 Uhr.

sdv

Pastor Simon de Vries, ℡ 6939,

Mail: Simon.deVries@evlka.de

stellv. Vorsitzende des Kirchenvorstandes:

Barbara Auer, �℡ 2663

Küsterin: Simone Schneuing, Dahlienstraße 64, ℡ 991606

Kindergarten: Frankenwaldstraße 2 a,

Leitung: Elke Müller, ℡ 15270, mail@christus-kiga.de

Internet: www.christus-kiga.de

Männerkreis

Jeden 2. Dienstag im Monat um 20.00 Uhr im Gemeindehaus,

14. Dezember 2010 und 11. Januar 2011

Offenes Frühstück

Jeweils am letzten Donnerstag im Monat im Gemeindehaus

unserer Christus-Kirchengemeinde.

Jede/Jeder ist herzlich eingeladen! Ein

Frühstücksbuffet für 3,50 € wird in der Zeit von

9.00 bis 11.00 Uhr angeboten. Wir wollen gemeinsam

frühstücken und klönen.

Nächster Termin: 27. Januar 2011

Andacht im Krokusheim

27. Januar, 16.00 Uhr, ev.-luth. mit Abendmahl,

Pastor de Vries

Eltern-Kind-Kreis

Jeden Dienstag, 9.30 - 11.00 Uhr, im Gemeindehaus.

Die Evangelische Erwachsenenbildung lädt

mit der Leitung des Eltern-Kind-Kreises an jedem 3.

Montag im Monat um 20.00 Uhr zu einem Gesprächsabend

ein

Treffen der ehrenamtlichen Spiele-Trainer

1. Freitag im Monat um 19.00 Uhr

11


12

AUS DEN GEMEINDEN - CHRISTUSKIRCHE

„Verbund der Tagesmütter“ seit einem

Jahr erfolgreich!

Auf Initiative des Kirchenvorstandes und der Kindergartenleitung

der Ev.-luth. Christuskirchengemeinde

wurde vor einem Jahr der „Verbund der

Tagesmütter“ gegründet. Die sechs qualifizierten

Tagesmütter betreuen Kinder im Alter von zwei

Monaten bis 10 Jahren in einer in den Kindergarten

integrierten Wohnung, die entsprechend der

neuen Nutzung eingerichtet und ausgestattet worden

ist. Zudem können die Räume des Kindergartens

und der Spielplatz mit genutzt werden.

Besonders starke Nachfrage besteht in den Zeiten,

die von den vorhandenen Tageseinrichtungen für

Kinder nicht abgedeckt werden können oder dann,

wenn keine Krippenplätze mehr zur Verfügung

stehen. Bisher sind Kinder aus 20 Familien betreut

worden. Da jede der Tagesmütter auch eine Vertretung

hat, ist die Betreuung jederzeit gewährleistet.

Beim Rückblick auf ein Jahr „Verbund der Tagesmütter“

wurde während einer Feier im Kindergarten

deutlich, wie schwer es für einige Familien ist,

Kinder, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Hier bringt passgenaue Betreuung, die

die Tagesmütter von Montag bis Samstag, von

5.30 Uhr bis 20.00 Uhr, anbieten, und die von

den Eltern für Stunden, Tage oder dauernd gebucht

werden kann, eine erhebliche Entlastung.

Darüber hinaus besteht eine Absprache zwischen

dem Verbund der Tagesmütter und der Euregio-

Klinik, so dass es deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

mit jungen Kindern möglich ist, zu den

wechselnden Arbeitszeiten tätig zu sein.

Ein Dank für die gute Zusammenarbeit und die

kompetente, fachliche Beratung geht an Frau Gervink-Pohl

und Frau Schrader vom Familienzentrum

der Stadt Nordhorn.

Die Tagesmütter sind telefonisch unter der Nummer

0170 9876126 zu erreichen.

em

Ökumenischer Adventsweg

Die katholische St. Mariengemeinde, die reformierte

Neue Kirche I und die Christus-Kirchengemeinde

veranstalten – wie vor zwei Jahren –

auch in diesem Advent den ökumenischen Adventsweg.

Dabei öffnet an jedem Wochentag im

Dezember bis Weihnachten eine Familie ihre

Haustür, um zu einer gemeinsamen Andacht mit

Liedern, Texten und Keksen einzuladen. Beginn

ist jeweils um 18.00 Uhr. In dieser Zeit findet das

Abendgebet in der Christuskirche nur am Samstag

und Sonntag statt – an den übrigen Wochentagen

treffen wir uns bei den entsprechenden Häusern.

01.12. Konfirmandengruppe,

Ev. ref. Gemeindehaus Neue Kirche,

Friedriedrich-Ebert-Straße

02.12. Frau Meinert, Denekamper Str. 107

03.12. Familie Schrader, Bienenweg 11

06.12. Familie Lödden, Poolweg 25

07.12 Kindergarten Sonnenwald,

Wilhelm-Raabe-Straße

08.12. Krokusheim, Krokusstraße

09.12. Familie Heidotting, Schlieperstr. 13

10.12. Kindertagesstätte St. Marien,

Dahlienstraße

13.12. Familie Thomas, Krokusstraße 8

14.12. Konradhaus kath. Gemeindehaus

Frau Behr, Dahlienstraße

15.12. Familie Kalischewski, Bremer Str. 47

16.12. Marienschule, Schlieperstraße 14

17.12. Christus-Kindergarten,

Frankenwaldstraße 2a

20.12. Frau Pelzer, Jenaer Straße 14

21.12. Familie Zellmer, Sauerlandstraße 39

22.12. Familie Schinz, Hindemithstraße 24

23.12. Frau Eismann, Leuchtkäferweg 36


Neue Gottesdienstzeiten in der

Christuskirche

Der Kirchenvorstand der Christuskirchengemeinde

hat in Absprache mit den lutherischen PastorInnen

Nordhorns beschlossen, die Gottesdienstzeiten in

der Christuskirche zu ändern.

Nachdem Pastor Wolfgang Siebrecht in den Ruhestand

gegangen war und seine Stelle zunächst unbesetzt

blieb, hatte man sich entschlossen, die Gottesdienstzeiten

so einzurichten, dass die beiden

Gottesdienste in der Christus- und Martin-Luther-

Kirche jeweils von einem Pastor gehalten werden

konnten. Anders konnte eine Versorgung der Gemeinden

nicht mehr bewerkstelligt werden. Dies

änderte sich auch nicht grundlegend mit der Wiederbesetzung

der Stelle durch Pastor Simon de

Vries, da er nur eine halbe Stelle seines Vorgängers

in der Christuskirche „erbte“.

Gleichzeitig zeigte sich schon bald, dass eine Reihe

von Gründen gegen das Modell mit einem Gottesdienst

um 9.00 Uhr sprachen. Die frühe Uhrzeit,

die es insbesondere älteren Menschen im Winter

beschwerlich macht, den Gottesdienst zu besuchen,

war nur einer von mehreren Aspekten.

Daneben wirkte es sich ungünstig aus, dass gerade

bei Gottesdiensten mit Taufen oder Abendmahl für

die PastorInnen immer ein enormer Zeitdruck bestand,

noch rechtzeitig den zweiten Gottesdienst

zu erreichen. Gespräche nach dem Gottesdienst

oder die Teilnahme am Kirchencafe waren für sie

grundsätzlich nicht möglich. Zudem entstand auch

dadurch Verwirrung, dass gemeinsame Gottesdienste

aller lutherischer Gemeinden und Familiengottesdienste

wiederum um 10.00 Uhr stattfanden.

Aus diesem Grund hat sich der Kirchenvorstand

nun zu folgender Lösung entschlossen:

AUS DEN GEMEINDEN - CHRISTUSKIRCHE / KREUZKIRCHE

1) Grundsätzlich finden beginnend mit dem 1.

Advent die Gottesdienste wieder um 10.00

Uhr am Sonntagmorgen statt.

2) Die Gottesdienste am ersten Sonntag im Monat

werden als Abendgottesdienste um 18.00

Uhr am Sonntagabend gefeiert.

Der Kirchenvorstand entspricht damit dem

Wunsch vieler Gemeindeglieder, die sich für eine

Rückkehr zum 10-Uhr-Termin ausgesprochen hatten.

Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit, ein

etwas verändertes Gottesdienstkonzept für den

Sonntagabend zu entwickeln und so die Vielfalt

unseres Gottesdienstangebots in der Stadt noch zu

erweitern.

sdv

Mit Jesaja in Bookholt unterwegs

Zu einer besonderen Adventsbesinnung laden die

reformierte Kirchengemeinde, die St. Josefskirche

und die Kreuzkirchengemeinde im Stadtteil Bookholt

ein.

Am Freitag, den 10.12.2010, um 18.30 Uhr treffen

wir uns zu einem Spaziergang im Jochen-Klepper

Haus. Texte aus dem Jesaja-Buch werden uns an

unseren anderen Haltestationen begleiten. Im Anschluss

an unseren Weg wird herzlich zu einer

Tasse Tee in das Gemeindehaus der St. Josefskirche

eingeladen.

pt

Die besondere Advents-Andacht in

Klausheide

In ökumenischer Verbundenheit feiern wir seit

mehreren Jahren eine besondere Andacht in der

Michaeliskirche in Klausheide. Zur „Klausheider

Adventsstille“ treffen wir uns jeweils am Donnerstag,

den 2., 9. und 16. Dezember von 19.40 bis

20.00 Uhr.

Gemeinsam und in andächtiger Stille versuchen

wir, uns der Botschaft vom Kommen Gottes in

unserer Welt zu öffnen und dabei inneren Frieden

in dieser für so viele Menschen auch hektischen

und geschäftigen Zeit zu finden. Seien Sie herzlich

eingeladen !

pt

13


14

AUS DEN GEMEINDEN - KREUZKIRCHE

Kinderkirche im Advent

Die Adventszeit ist

für die Kinder unserer

Kinderkirche im

Jochen-Klepper-

Haus immer eine

besondere und von

Freude geprägte

Zeit. Herzlich einladen

möchten wir

zum gemeinsamen

Backen am Samstag,

den 11. Dezember, von 10.00 bis 12.00 Uhr.

Am Sonntag, den 12. Dezember, um 15.00 Uhr

treffen wir uns dann mit den Eltern und Großeltern

zu einer „aktiven“ Adventsfeier, wo das Singen

und Basteln im Mittelpunkt stehen soll. Bitte melden

Sie sich dazu bis zum 07.12.2010 im Gemeindebüro

(Tel. 34651) oder bei Pastor Kersten direkt

an.

pt

Familien-Gottesdienst in der

Michaeliskirche Klausheide

Am Samstag, den 18. Dezember 2010, findet ein

Gottesdienst für Kleine und Große um 16 Uhr in

der Michaeliskirche statt. Zum Thema „Frieden

auf der Erde“ wird es vielleicht ein Weihnachtsspiel

geben, das Klausheider Kinder mit Diakon

Martin Mehrkens proben. Anschließend gibt es für

alle mitwirkenden Kinder eine kleine Weihnachtsfeier

mit einem Ü-Päckchen.

Bei Drucklegung stand noch nicht fest, ob es eine

Gruppe von Kindern gibt, die Spaß am Üben und

Aufführen hat. Alle Kinder von ca. 5 bis 14 Jahren

sind zum Mitmachen herzlich eingeladen. Beim

Stück geht es um Streit zwischen Kindern. Mehr

wird nicht verraten!

Kinder und Erwachsene, die diesen Familien-

Gottesdienst mitgestalten möchten, sind zu den

Proben während der Kindergottesdienst-Zeiten

herzlich willkommen! Denn: Ohne Euch läuft gar

nichts!

Kigo-Zeiten: Immer freitags von 15.30 - 17.00

Uhr in der Michaeliskirche. Infos bei Diakon

Mehrkens unter 05921 1791154.

Martin Mehrkens

Vertriebene und Flüchtlinge in

Nordhorn

Flüchtlingswohnlager in Nordhorn, Gildehauser Weg

Quelle: Landkreis Grafschaft Bentheim, Foto: Richard Zahn

1945 und in den Folgejahren wurden etwa 9,5 Millionen

Deutsche aus den Ostgebieten und deutschen

Sprachinseln im Osten in das restliche Deutsche

Reich vertrieben oder flohen vor den anrückenden

Truppen. Eines der Hauptaufnahmegebiete

war Niedersachsen, damit auch die Grafschaft

Bentheim.

Die Bevölkerung stieg von 1939 bis Ende 1945

um 14 % an. Die Stadt Nordhorn nahm bis 1947

5 503 Flüchtlinge und 2 197 Umquartierte auf.

Unter schlechtesten Bedingungen mussten sich die

Neubürger und Einheimischen miteinander einleben.

Neben allem Leid brachten die „Neuen“ aber

auch vielfältige Lebenserfahrungen, eigene konfessionelle

Religiosität und kulturelle Besonderheiten

mit, von denen die eingesessene Bevölkerung

profitierte.

In einem Projekt wollen wir näher beleuchten, wie

der Prozess der sozialen und kirchlichen Integration

in Nordhorn ablief. Jeder, der Erfahrungen und

Erlebnisse, Gegenstände und Fotos aus dieser Zeit

beitragen möchte, melde sich bei Pastorin Christa

Olearius (Tel.: 26 27).

co


Ansprechpartner in der Gemeinde

Pfarrbüro:

Britta Peters, van-Delden-Str. 21, ℡ 34651 - Fax: 37123

Öffnungszeiten:

Montag, Donnerstag und Freitag: 09.00 - 12.00 Uhr

Dienstag und Mittwoch: 15.00 - 17.00 Uhr

Mail: KG.Kreuz.Nordhorn-I@evlka.de

Internet: www.kreuzkirche-nordhorn.de

Konto-Nr. 4721, KSK Nordhorn, BLZ 267 500 01

Jugend- und Gemeindehaus: ℡ 781701

Jochen-Klepper-Haus: ℡ 38335

Vorsitzende des Kirchenvorstandes:

Uta Hillner, ℡ 76661

Kreuzkirche/Jugend– und Gemeindehaus

Pfadfindergruppe (6 bis 10 Jahre)

Jeden Montag um 16.30 Uhr

Musikzwerge (Krabbelgruppe)

Jeden Freitag um 9.30 Uhr

Literaturkreis

Jeden 2. Dienstag im Monat um 20.00 Uhr

14. Dezember 2010 und 18. Januar 2011

Glaubenskurs „Dietrich Bonhoeffer“

Jeden 3. Mittwoch im Monat um 20.00 Uhr

15. Dezember 2010 und 19. Januar 2011

Besuchsdienstkreis

Jeden 2. Donnerstag im Monat um 16.00 Uhr

und/oder nach Vereinbarung

Frauen-Bastel- und Frauen-Handarbeitskreis

Jeden 2. Dienstag um 15.00 Uhr, 7. und 14. Dezember

2010, 11. und 25. Januar sowie 8. Februar 2011

Frauen-Abendkreis

Jeden 1. Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr

1. Dezember 2010 und 12. Januar 2011

Frauenkreis

Jeden letzten Donnerstag im Monat um 15.00 Uhr

27. Januar 2011

Paar-Tanzgruppe

Jeden Freitag um 15.30 Uhr

Bei Rückfragen Tel. 7139065 Frau Hensel!

Posaunenchor

Jeden Mittwoch um 19.00 Uhr

Lutherische Kantorei

Jeden Donnerstag um 20.00 Uhr

Adventsandachten im Jugend- und Gemeindehaus

2., 9. und 16. Dezember 2010, jeweils um 18.00 Uhr

Gestaltet von Inga Rohoff

Veranstaltungen

AUS DEN GEMEINDEN - KREUZKIRCHE

Pfarramtsbezirk I:

Pastorin Christa Olearius, ℡ 2627,

Mail: christa.olearius@kreuzkirche-nordhorn.de

Pastor Simon de Vries, ℡ 6939

Mail: Simon.de Vries@evlka.de

Küsterin: Ute Sawitzki, ℡ 32417

Pfarramtsbezirk II:

Pastor Thomas Kersten, ℡ 34916

Mail: thomas.kersten@kreuzkirche-nordhorn.de

Küsterinnen:

Ursula Bartschat (Bookholt), ℡ 979672

Wera Gapinski (Klausheide), ℡ 38499

Kindergarten: Berglandstr. 10,

Leitung: Renate Fryling, ℡ 33605, kiga-bergland@gmx.de

Michaeliskirche in Klausheide

Frauenkreis

Jeden 2. Montag im Monat um 19.30 Uhr

6. Dezember 2010 und 10. Januar 2011

Biblischer Arbeitskreis

Jeden letzten Montag im Monat um 19.30 Uhr,

31. Januar 2011

Frauenfrühstück

Jeden 3. Dienstag im Monat um 9.00 Uhr

21. Dezember 2010 und 18. Januar 2011

Singkreis

Jeden Donnerstag um 18.30 Uhr

Krabbelgruppe (0 bis 3 Jahre)

Jeden Dienstag, 10.00 - 12.00 Uhr im Kühlhaus

Bei Rückfrage Tel. 991969, Frau Stotyn

Spiel- und Bastelkreis

Jeden Donnerstag 14.00 Uhr

Klausheider Adventsstille

Donnerstag, 2., 9. und 16. Dezember 2010, 19.40 Uhr

Jochen-Klepper-Haus in Bookholt

Frauen-Bastel- und Frauen-Handarbeitskreis

Jeden 2. Dienstag um 19.30 Uhr, 7. und 21. Dezember

2010, 4. und 18. Januar 2011

Ökumenisches Friedensgebet

Jeden 1. Dienstag im Monat um 18.30 Uhr

7. Dezember 2010 und 11. Januar 2011

Frauenkreis

Jeden 1. Donnerstag im Monat um 15.00 Uhr

6. Januar 2011

Bookholter Adventsweg

Freitag, 10. Dezember 2010 um 18.30 Uhr

Namen und Telefonnummern der Gruppenleiter können Sie im Pfarrbüro erfragen!

15


16

AUS DEN GEMEINDEN - MARTIN-LUTHER-KIRCHE

KV-Klausur-Wochenende vom 29.

bis 31. Oktober 2010 in Wahlde/

Neuenkirchen-Vörden

An diesem Wochenende hatte sich der Kirchenvorstand

in die Abgeschiedenheit des Ortsteils

Wahlde der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden zurückgezogen.

In der gleichnamigen Pension ergaben

sich ideale Arbeitsmöglichkeiten. Ohne Zeitdruck

und Ablenkung konnte der KV alle Bereiche

der Gemeinde durchgehen und feststellen bzw.

überlegen, was „gut läuft“ und was verbessert werden

sollte.

Ein weiterer Schwerpunkt waren Gedanken über

das Verhältnis zu den anderen lutherischen Gemeinden

und die zukünftige Zusammenarbeit mit

ihnen.

gv

Ansprechpartner in der Gemeinde

Pfarrbüro:

Doris Hüls, Klarastraße 36 b, ℡ 809510 - Fax 809511

Öffnungszeiten:

Dienstag - Freitag: 10.00 - 12.00 Uhr

Mittwoch: 17.00 - 19.00 Uhr

Mail: KG.Martin-Luther.Nordhorn@evlka.de

Internet: www.martin-luther-nordhorn.de

Konto-Nr.: 7000979, KSK Nordhorn, BLZ 267 500 01

Schenktag –

DER BLANKE WAHNSINN

Sie haben zum Beispiel Kleidung, die noch richtig

gut in Ordnung ist, Kleinstmöbel, Küchengeräte,

die bestens funktionieren, Spielzeug usw. – kurz:

Sie haben etwas, das Sie nicht brauchen, für

das Sie sich aber einen Nachbesitzer wünschen,

dann bringen sie es am zweiten Advent, dem 12.

Dezember 2010, um 15.00 Uhr in das Martin-

Luther-Haus in der Klarastraße.

Wenn Sie etwas suchen, um anderen Menschen

oder auch sich selber eine Freude zu machen,

etwas, was auch noch kostenlos ist, dann kommen

Sie am zweiten Advent in das Martin-Luther-Haus

in der Klarastraße.

Wenn sie einfach einen freundlichen Nachmittag

mit netten Gesprächen, lecker Kaffee, Tee,

Keksen und Waffeln, mit frisch gebackenem

Steinofenbrot mit Schmalz und weiteren Angeboten,

auch für Ihre Kinder, um unseren

Schenktag herum verbringen wollen, dann kommen

Sie am zweiten Advent in das Martin-Luther-

Haus in der Klarastraße.

Schenktag – DER BLANKE WAHNSINN – am

2. Advent, dem 12. Dezember 2010, von 15.00 bis

17.00 Uhr, im Martin-Luther-Haus, Klarastraße.

Wenn Sie etwas mitgebracht haben, das wider Erwarten

doch keine Gegenliebe gefunden hat, dann nehmen Sie es

bitte wieder mit.

Pastor: Günter Vogel, ℡ 809510

Mail: guenter.vogel@evlka.de

Küster: Siegfried Sawitzki, ℡ 32417

Vorsitzender des Kirchenvorstandes:

Udo Sander, ℡ 723117

Kindergarten: Klarastraße 25

Leitung: Mechthild Sommerfeld, ℡ 809530

Mail: kts.martin-luther.nordhorn@evlka.de

Veranstaltungen im Martin-Luther-Haus

Altenbegegnung

Jeden Montag, Mittwoch und Freitag

jeweils von 14.00 - 17.00 Uhr

Jeden Freitag um 15.30 Uhr Andacht im Wechsel

zwischen kath., ref. und luth. Gemeinde

Kirchencafé

In der Regel jeden Sonntag nach dem Gottesdienst

Spielnachmittag für die ältere Generation

Jeden 1. Sonntag im Monat um 15.00 Uhr

Diakoniekreis

Jeden Dienstag um 15.00 Uhr

Frauenkreis

Jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat um 14.30 Uhr

Kindergruppe

Jeden Dienstag, 17.30 bis 18.30 Uhr


Erntedankfest im Martin-Luther-

Kindergarten

In diesem Jahr feierten wir unser Erntedankfest im

Kindergarten anstelle des sonst üblichen Gottesdienstes

in der Kirche. Hierzu brachten die Kinder

und Eltern Obst, Gemüse und Brot mit, so dass wir

einen Gabentisch herrichten konnten. Auch die

unter den Kindern beliebte Kirchenmaus „Lolo“,

die Handpuppe, hatte einen kurzen Auftritt und

konnte das Interesse der Kinder wecken.

Pastorin Silke Kuck übernahm die Gestaltung der

kleinen Erntedankfeier. Sie erzählte den Kindern,

was für eine gute Ernte wichtig ist – Sonne und

Regen. Silke Kuck verstand es u. a. anhand von

verschiedenen Getreidekörnern den Kindern zu

erklären, wie mithilfe von Weizen- und Roggenanbau

etc. Brot gewonnen wird. Anschließend teilten

die Kinder das Brot und durften es gemeinsam essen.

Das übrige Obst und Gemüse wurde für eine

schmackhafte Gemüsesuppe und für eine bunte

Obstplatte genutzt, die am nächsten Tag in großer

Runde verzehrt wurde.

Mechthild Sommerfeld

Weltkindertag

DIE EV.-LUTH. KINDERGÄRTEN

In diesem Jahr planten die Leiterinnen aller Tageseinrichtungen

für Kinder in Nordhorn eine gemeinsame

Aktion zum Weltkindertag am 20. September,

und auch unsere drei ev.–luth. Kindergärten

waren dabei.

Unter dem Motto: „Alle Kinder sind wichtig, ich

auch“ und „Die Zukunft sind wir“ wurden bereits

im Vorfeld Plakate vorbereitet und im Umfeld

der Einrichtungen verteilt, so dass sie in der

gesamten Stadt zu sehen waren.

Im Sternmarsch zogen die Kinder dann in Begleitung

von Eltern und Erzieherinnen zur „Alten Kirche

am Markt“.

Dort wurde noch einmal auf die Wichtigkeit von

Kindern in aller Welt hingewiesen. Zudem wurde

die große Menschenschar von einigen Kindern und

Erwachsenen aus verschiedenen Nationen, die

jetzt in Nordhorn leben, in der jeweiligen Landessprache

begrüßt. Mit einem Kinderkonzert wurde

diese Aktion fröhlich beendet.

Elke Müller

17


18

DIE EV.-LUTH. KINDERGÄRTEN

Kleine Künstler

Das Jahresmotto im Christus-Kindergarten lautet

in diesem Kindergartenjahr: „Das Jahr der kleinen

Künstler“. Wir wollen uns intensiv mit verschiedenen

künstlerischen Bereichen auseinandersetzen.

Begonnen haben wir mit dem für Kinder wohl einfachsten:

der Malerei.

Inzwischen liegt der Schwerpunkt auf der Bildhauerei,

die als eine der ältesten Künste gilt. So kommen

wir von den flächigen Bildern zu den dreidimensionalen

Kunstwerken. Zeitweise begleitet

uns dabei Frosch Bogumil, der Skulpturenforscher.

(Nach dem Buch: „Bogumil, der Skulpturen-

Forscher, auf den Kunstwegen in Nordhorn“ von

Elke Begalke).

Unser neues Projekt begann mit einem Skulpturenausflug

zum großen Findling am Konzert- und

Theatersaal, in dem eine Körperform eingemeißelt

ist. Ein weiterer Ausflug führte die Kinder in die

Dahlienstraße zum Haus der Familie Wieners. Ein

großer Sandsteinkopf und ein steinernes Paar zogen

die Blicke der Kinder auf sich. Zudem hatten

die Kinder noch Glück, denn sie trafen den Künstler

persönlich an. Von soviel Interesse begeistert,

lud er sie in seinen Garten ein und präsentierte

weitere Kunstwerke. Zudem

versprach er, sollte es seine

Zeit zulassen, später einmal in

unseren Kindergarten zu kommen

und den Kindern zu erklären,

wie man mit den entsprechenden

Werkzeugen und

dem Material umgeht.

Im Kindergarten sind nun bereits

die ersten Skulpturen entstanden, die mit viel

Phantasie und den unterschiedlichsten Materialien

hergestellt wurden. Hier wird es in den nächsten

Wochen noch viel zu bestaunen geben.

Holz, Gips, Salzteig, Steine u.v.a. mehr werden

sich unter den Händen der Kinder in Phantasievolles

verwandeln.

Elke Müller

Neues aus dem Berglandkindergarten

Zum Erntedankfest haben wir, neben der Andacht,

die wir mit Pastor Thomas Kersten gefeiert haben,

auch einen Herbstbasar veranstaltet. Die Kindergartenkinder

waren sehr fleißig, so dass wir viele

verschiedene Sachen anbieten konnten. Wir haben

Apfelmus gekocht, verschiedene Sorten Marmeladen

gemacht, Tischlaternen gebastelt, Herbstkränze

erstellt, Kürbisköpfe dekoriert und noch vieles

mehr.

An zwei Vormittagen haben die Kinder dann ihre

selbstgemachten Dinge sehr erfolgreich verkauft.

Von dem Erlös wollen wir für „unseren“ Esel Titus

aus dem Tierpark ein weiteres Jahr die Patenschaft

übernehmen.

Traditionell werden wir im November einen Laternenbastelabend

mit den Vätern veranstalten. Am

08.11. werden wir mit den Familien aus dem Kindergarten

dann ein Laternenfest feiern, bei dem

wir erst eine „Bookholter Runde“ laufen. Anschließend

werden wir, begleitet durch ein Keyboard,

noch einmal gemeinsam die Laternenlieder

singen, um zum Abschluss gemütlich gemeinsam

Kakao zu trinken und Würstchen zu essen.

Abschließend möchten wir Sie noch herzlich zum

Familiengottesdienst einladen, der am 12.12.2010

um 10.00 Uhr in der Kreuzkirche stattfindet. Dieser

wird gemeinsam von Pastor Thomas Kersten

und dem Kindergarten gestaltet.

Herzliche Grüße von Albina Rachmanin, Katharina

Heetlage, Renate Fryling und Sandra Wever

aus dem Berglandkindergarten


Der neue Superintendent,

Dr. Bernd Brauer, stellt

sich vor

Geboren bin ich zwar in Berlin,

aber den größten Teil meiner

Kindheit und Jugend bis zum

Abitur habe ich in Osnabrück

verbracht, bin verheiratet und habe zwei Kinder.

Seit mehr als 17 Jahren arbeite ich an unterschiedlichen

Stellen in der Gemeinde. Neben dem Vikariat

in Georgsmarienhütte gehört dazu auch ein

zehnmonatiges Intermezzo im Kirchenkreis im

Dienste eines Diakons in Bad Bentheim und Gildehaus.

Meine erste eigene Pfarrstelle war in

Weiz/Steiermark in Österreich. Dort bin ich in einer

Gustav-Adolph-Kirche ordiniert worden. Zurück

in Deutschland war ich zunächst in Rehden in

der Grafschaft Diepholz und seit fast neun Jahren

in Bad Fallingbostel und Bommelsen am südlichen

Rand der Lüneburger Heide tätig.

Meine Schwerpunkte waren neben dem Aufbau

einer Jugendarbeit die Zusammenarbeit mit dem

gemeindeeigenen Kindergarten und einem nahen

Seniorenzentrum sowie zahlreiche Amtshandlungen

und verschiedene Gottesdienstformen, vor allem

aber die Seelsorge. Im Kirchenkreis Walsrode

habe ich seit einigen Jahren im Kirchenkreistag,

dem Kirchenkreisvorstand sowie in verschiedenen

Ausschüssen gearbeitet.

Neben meiner Gemeindearbeit habe ich mich in

der Pfarrervertretung eingebracht, zuletzt als stellvertretender

Vorsitzender. Dort waren wichtige

Themen das Wohnen im Pfarrhaus, der Probedienst,

der Umgang mit dem „Burn out“ und die

Ausgestaltung des Dienstes für älter Werdende.

Die Arbeit als Superintendent im Kirchenkreis

Emsland-Bentheim ist sicher eine große Herausforderung.

Ich danke schon jetzt allen, die in der

Vakanzzeit dafür gesorgt haben, dass das Kirchenschiff

hier auf Kurs bleiben konnte.

Besonders reizt mich hier die Diasporasituation.

Diese sehe ich als Chance, mit Menschen zusammenzuarbeiten,

die eine klare Position und Vorstellung

davon haben oder entwickeln wollen, wie

lutherische Kirche hier in Freiheit und Verantwortung

gelebt werden kann. Zudem gibt es hier neben

einer stabilen Entwicklung der Bevölkerung

gut aufgestellte Ämter und Servicezentren.

Durch mein Leben als Pastor, als Mensch und

VERSCHIEDENES

Christ hat mich vor allem eine biblische Geschichte

begleitet: die vom Fischfang des Petrus, wie sie

Lukas überliefert. Daran war mir vor allem der

Satz wichtig: „Fahre hinaus, wo es tief ist, und

werft eure Netze zum Fang aus!“ (Lk 5,4) Meine

Arbeit als Theologe und Seelsorger verstehe ich

im Ansatz so wie eine Fahrt über die Tiefe des Lebens,

um dort (gemeinsam mit anderen) den Fang

des Lebens zu machen.

In meiner freien Zeit lese ich gerne, höre Musik

und mein Herz schlägt für Fußball.

In die neue Aufgabe als Superintendent und die

neue Umgebung im Emsland und der Grafschaft

Bentheim möchte ich mich erst einmal hineinfinden

und mir möglichst bald ein eigenes Bild von

der vielfältigen Arbeit in den Gemeinden und Einrichtungen

machen. Schön wäre es, wenn ich nach

einem Jahr sagen könnte, dass ich in jeder Gemeinde

und Einrichtung des Kirchenkreises persönlich

einmal gewesen bin.

Auf viele interessante Begegnungen und Gespräche

freue ich mich schon jetzt.

Herzlich Willkommen,

Inga Rohoff, in Nordhorn

Seit dem 1. Oktober arbeitet die

Diakonin Inga Rohoff nun ausschließlich

als Stadtdiakonin in

unseren Nordhorner Kirchengemeinden.

Zu ihren neuen Arbeitsschwerpunkten

gehört die Beratung und Begleitung in der Jugendarbeit,

die zukünftig noch besser vernetzt werden

soll, sowie die Planung und Durchführung von jugendgemäßen

Gottesdiensten, die wir ab dem

nächsten Jahr ganz regelmäßig feiern werden.

Eine Jugendgruppe für konfirmierte Jugendliche

soll aufgebaut und ausgebaut werden und besondere

Konfirmandenprojekte und Freizeiten werden

von der Diakonin angeboten. Die drei lutherischen

Nordhorner Gemeinden freuen sich auf die gemeinsame

Arbeit und wünschen Inga Rohoff Gottes

reichen Segen in ihrem neuen und spannenden

Aufgabenbereich.

Ihr Büro hat Inga Rohoff im Jochen-Klepper-

Haus, Veldhauser Str. 185, wo sie unter der Telefonnummer

7270979 oder der email-Adresse

inga@rohoff.com erreichbar ist.

pt

19


20

VERSCHIEDENES

Orgelmusik zum

Advent

Am Sonntag, den 12.12.2010,

um 17.00 Uhr wird sich unser

neuer Kirchenmusiker, Jens

Peitzmeier, den Gemeinden

mit einem Orgelkonzert in der

Christuskirche vorstellen. Es

werden viele meditative Stücke aus der späten Romantik

und der gemäßigten Moderne, teils sogar

aus dem Bereich des Jazz erklingen. Jens Peitzmeier

möchte damit besonders die ruhige und besinnliche

Seite der Adventszeit in den Vordergrund

stellen. Natürlich hören Sie auch festliche

Werke wie z. B. das Präludium in F BuxWV 145

von Dietrich Buxtehude und den ersten Satz aus

der 20. Orgelsonate op. 196 von Joseph Gabriel

Rheinberger, die den zur Vorweihnachtszeit sehr

passenden Beinamen „Zur Friedensfeier“ trägt.

Jens Peitzmeier erlernte das Orgelspiel bereits zu

Grundschulzeiten. Es folgte das C-Examen für nebenamtliche

Kirchenmusiker im Alter von 14 Jahren

an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford.

Er studiert zur Zeit Musik und Deutsch für

das Lehramt an Gymnasien an der Universität Osnabrück

mit den künstlerischen Fächern Orgel

(Wiltrud Fuchs, Carsten Zündorf), Gesang (Sigrid

Heidemann) und Horn (Heiko Maschmann). Chorleitungsunterricht

erhielt er acht Semester bei Joachim

Siegel. Zahlreiche Konzertreisen führten ihn

schon in jungen Jahren durch die nördliche Bundesrepublik.

Interpretations- und Meisterkurse besuchte

Jens Peitzmeier bei Harald Vogel, Wolfgang

Schäfer, Gerd-Peter Münden und Friederike

Woebcken. Er war weiterhin zwei Jahre künstlerischer

Leiter des Frauenchors der Universität Osnabrück.

Hilfswissenschaftliche Tätigkeiten am

Lehrstuhl für historische Musikwissenschaft und

Mitgestaltung der ensemble-pädagogischen Ausbildung

des Fachbereichs Musik rundeten sein Arbeitsfeld

an der Universität lange Jahre ab. Darüber

hinaus ist Jens Peitzmeier seit seiner Jugend

als Kirchenmusiker in unterschiedlichen Funktionen

tätig, seit dem 1. November hier in Nordhorn.

Lassen Sie sich von unserem neuen Musiker entführen

in eine vier Jahrhunderte umspannende

Reise durch die Musikgeschichte mit frohen, festlichen,

nachdenklichen und besinnlichen und auch

neuen und spannenden Orgelklängen. Der Eintritt

ist frei, um eine Kollekte wird gebeten.

co

Pflegefamilien gesucht für Kinder:

∗ die für einen kurzen oder längeren

Zeitraum nicht in ihrem Elternhaus

aufwachsen können

∗ aller Altersstufen (allein oder als

Geschwister)

∗ die meist noch Kontakt zu ihren Eltern oder anderen

Verwandten haben

∗ die wegen ihrer seelischen, geistigen oder körperlichen

Einschränkungen einer besonderen

Förderung bedürfen

Pflegeeltern sollten folgendes mitbringen :

∗ Einfühlungsvermögen, Verständnis, Offenheit,

Belastbarkeit und Toleranz

∗ Fähigkeit, eigenes erzieherisches Handeln zu

reflektieren

∗ Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Jugendamt

und der Herkunftsfamilie

∗ geordnete wirtschaftliche Verhältnisse und ausreichenden

Wohnraum

Der Pflegekinderdienst bietet Ihnen :

∗ Individuelle Vorbereitung und Qualifizierung

der Pflegeeltern in Form von Einzelgesprächen

und Bewerbergruppen.

∗ Betreuung und Beratung der Pflegefamilien

∗ Begleitung von Besuchskontakten zwischen

dem Pflegekind und leiblichen Eltern

∗ Gruppenabende für Pflegeeltern, Supervision

∗ Zahlung von Pflegegeld

Ansprechpartner:

Fachbereich „Soziales, Jugend, Sport, Ordnung

und Bürgerdienste“

∗ Adoptions- und Pflegekinderdienst –

∗ Stadthaus II, Büchereiplatz, 48529 Nordhorn

Frau Kuper, Tel.: 05921 878-331; Zimmer 2.22

e-mail: ida.kuper@nordhorn.de

Herr Collet, Tel. (05921) 878-324; Zimmer 2.16

e-mail: andreas.collet@nordhorn.de

Öffnungszeiten:

Mo. ,Mi., Fr. : 9.00 – 12.30 Uhr

Di.: 14.00 – 16:00 Uhr

Do.: 14.00 – 18:00 Uhr

und nach Vereinbarung


ALLIANZ-

GEBETSWOCHE

vom 9. bis 14. Januar 2011,

jeweils um 19.00 Uhr

Thema: „Gemeinsam beten und dienen...“

So. 9. Januar: … weil Jesus es will

Ev.-altreformierte Gemeinde

Paul-Gerhard-Straße 2

Albert Freese (Ev.-luth. Kreuzkirche)

Mo. 10. Januar … mit Respekt und Demut

Ev.-ref. Kirche Bookholt

Veldhauser Straße 212

Arthur Lieske (Baptistenkirche)

Di., 11. Januar … bleibt nicht ohne Folgen

Baptistenkirche

Kleine Gartenstraße 11

Simon de Vries (Ev.-luth. Christuskirche)

Mi., 12. Januar … weil wir nicht für uns selber

da sind

Ev.-luth. Christuskirche

Dahlienstraße

Jörg Düselder (Ev.-ref. Kirche)

Do., 13. Januar … weil wir einander brauchen

Ref. Gemeindehaus am Markt

Jan Alberts (Ev.-altref. Kirche)

Fr., 14. Januar … trotz Widerstand und Rückschlägen

Freie Christengemeinde

Lange Straße 60

Gottfried Peters (Ev.-ref. Kirche)

Wir suchen Mitglieder:

Werden Sie aktiv oder laden Sie andere musikalisch

Interessierte ein:

Die Lutherische Kantorei sucht neue Chorsängerinnen

und -sänger. Chorproben sind donnerstags

von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr im Jugend- und

Gemeindehaus der Kreuzkirche, Jahnstraße.

Ebenso sucht der Posaunenchor neue Bläserinnen

und Bläser, Er probt an jedem Mittwoch von

19.00 Uhr bis 20.30 Uhr ebenfalls dort. Blasinstrumente

zum Ausleihen sind vorhanden

Die Leitung beider Chöre hat unser neuer Kantor

Jens Peitzmeier.

VERANSTALTUNGEN

MALIBU - Eltern-Baby-Kurs

- Miteinander den Anfang liebevoll und individuell

begleiten und unterstützen -

In diesem Kurs, der von

der Evangelischen Erwachsenenbildungangeboten

wird, stehen die

Eltern im Mittelpunkt.

Sie haben Zeit zum

Durchatmen und können

neue Energie tanken.

„Wie war die letzte Woche

für Sie und das Baby?“

ist der Ausgangspunkt für den Austausch

miteinander. Während die Kinder von qualifizierten

Personen betreut werden, haben die Eltern Zeit

für Fragen nach Werten und Orientierung und bekommen

Informationen und Anregungen zur Entwicklung

und Förderung der Babys.

Eine Informationsveranstaltung findet am 19. Januar

2011 um 14.30 Uhr im Kindergarten der

Martin-Luther-Kirchengemeinde, Klarastraße,

statt. Der Kurs beginnt am 26. Januar 2011, 14.30

bis 16.00 Uhr unter Leitung von Mechthild Sommerfeld

und kostet 50,00 Euro für 10 Wochen.

Anmeldungen nimmt die EEB unter Tel.-Nr.

05921 880215 entgegen.

Vorankündigung:

Weltgebetstag der Frauen

Thema: „Wie viele Brote

habt ihr?“

Termin: Freitag, 4. März 2011

um 20.00 Uhr in der Ev.altreformierten

Kirche.

Im Jahr 2011 werden die Lieder

und Gebete des Weltgebetstages von Frauen

aus Chile vorbereitet.

Mehr Informationen und der Termin für das Vorbereitungstreffen

in Nordhorn werden in der

nächsten Brücke mitgeteilt.

21


22

GEBURTSTAGE

Aus Gründen des Datenschutzes können

wir die Geburtstage, die an dieser Stelle

in unserer Brücke stehen,

nicht veröffentlichen!


GEBURTSTAGE / AMTSHANDLUNGEN

Aus Gründen des Datenschutzes können

wir die Taufen, Trauung, Goldene Hochzeit

und Beerdigungen,

die an dieser Stelle in unserer Brücke stehen,

nicht veröffentlichen!

Die Trauer teilen

Treffpunkte für Trauernde der Hospiz Hilfe Grafschaft Bentheim e. V.

Gesprächskreis: Dienstag 14-tägig um 15.30 Uhr und jeden 2. und 4. Mittwoch

um 19.00 Uhr im Gemeindehaus am Markt. Nähere Informationen:

Emmy Wilmink, Tel.: 05921 6184

Trauercafé: Am 2. Montag im Monat um 15.00 Uhr im Jochen-Klepper-Haus.

Nähere Informationen: Marlies Damm, Tel.: 05942 2394 oder 0170 4756400

23


24

GOTTESDIENSTE

2. Advent

5. Dezember

(EG 954.2)

3. Advent

12. Dezember

(EG 954.3)

4. Advent

19. Dezember

(EG 954.4)

Heiligabend

24. Dezember

(EG 954.5)

1. Weihnachtstag

25. Dezember

(EG 954.7)

2. Weihnachtstag

26. Dezember

(EG 954.8)

Altjahresabend (Silvester)

31. Dezember

(EG 954.10)

2. Sonntag nach Weihnachten

2. Januar

(EG 954.12)

1. Sonntag nach Epiphanias

9. Januar

(EG 954.14)

2. Sonntag nach Epiphanias

16. Januar

(EG 954.15)

3. Sonntag nach Epiphanias

23. Januar

(EG 954.16)

4. Sonntag nach Epiphanias

30. Januar

(EG 954.17)

Kindergottesdienste

Die Ziffern (in Klammern) zeigen an,

wo die entsprechenden Bibeltexte und

das Wochenlied im Evangelischen

Gesangbuch (EG) zu finden sind.

Christuskirche Jochen-Klepper-Haus

18.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

(Traubensaft)

Pastor de Vries

10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

(Wein)

Pastor de Vries

10.00 Uhr Familiengottesdienst

Mitwirkung des Kindergartens

Pastor de Vries, Im Anschluss Kirchencafé

16.00 Uhr Gottesdienst zum Heiligen Abend

mit Krippenspiel / Pastor de Vries

18.00 Uhr Christvesper

Pastor de Vries

Mitwirkung Posaunenchor und

Luth. Kantorei

8.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Pastor de Vries

10.00 Uhr Familiengottesdienst in der Kreuzkirche,

Mitwirkung des Kindergartens

Pastor Kersten

8.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Pastorin Olearius

16.00 Uhr Gottesdienst zum Heiligen Abend

mit Krippenspiel

Diakonin Inga Rohoff und Team

23.00 Uhr Gemeinsame Feier der Christmette aller luth. Gemeinden

in der Kreuzkirche /Pastorin Olearius

10.00 Uhr Gemeinsamer Festgottesdienst aller luth. Gemeinden

mit Abendmahl in der Christuskirche, Mitwirkung des Posaunenchor

Pastor Kersten

10.00 Uhr Gemeinsamer „Sing“-Gottesdienst aller luth. Gemeinden

in der Martin-Luther-Kirche, Mitwirkung der Luth. Kantorei

Pastor Kersten, Kirchbus vom Wohnstift

18.00 Uhr Jahresabschlussgottesdienst

mit Abendmahl (Wein)

Pastor Vogel

18.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

(Wein)

Pastor de Vries

10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

(Traubensaft) / Pastor de Vries

Im Anschluss Gemeindeversammlung im

Rahmen eines Kirchencafés

10.00 Uhr Gottesdienst

Prädikant Jung

10.00 Uhr Gottesdienst

Pastor Kersten

10.00 Uhr Gottesdienst

Pastor de Vries

18.00 Uhr Jahresabschlussgottesdienst mit

Abendmahl in der Kreuzkirche, Mitwirkung

der Luth. Kantorei, Pastor de Vries

8.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Pastor de Vries

8.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Pastor Kersten

8.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Pastor Kersten

8.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Pastorin Olearius

8.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Pastor de Vries

Jeden ersten Samstag im Monat

10.00 Uhr - 12.00 Uhr Kinderkirche

8. Januar 2011

Es können evtl. bei den Gottesdiensten Änderungen vorgenommen werden!

Taufen im Gottesdienst nach vorheriger Absprache.


GOTTESDIENSTE

Kreuzkirche Martin-Luther-Kirche Michaeliskirche Klausheide

10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufe

Pastor de Vries, Mitwirkung der Luth.

Kantorei, Kirchbus vom Wohnstift

10.00 Uhr Familiengottesdienst

Mitwirkung des Kindergartens

Pastor Kersten

10.00 Uhr Gottesdienst / Pastorin Olearius

Mitwirkung von Johanna Dümpert

(Sopranistin), Kirchbus vom Wohnstift

11.00 Uhr Krabbelgottesdienst

Pastorin Olearius

16.00 Uhr Gottesdienst zum Heiligen

Abend mit Krippenspiel / Pastorin Olearius

18.00 Uhr Christvesper / Pastor Kersten

10.30 Uhr Gottesdienst

Pastor Vogel

10.30 Uhr Gottesdienst

Pastor Vogel

10.30 Uhr Gottesdienst

Prädikant Sander

16.00 Uhr Christvesper

Pastorin Kuck

18.00 Uhr Christvesper

Mitwirkung des JaPoRoGo-Chores

Pastor Vogel

23.00 Uhr Gemeinsame Feier der Christmette aller luth. Gemeinden

in der Kreuzkirche /Pastorin Olearius

10.00 Uhr Gemeinsamer Festgottesdienst aller luth. Gemeinden

mit Abendmahl in der Christuskirche, Mitwirkung des Posaunenchor

Pastor Kersten

10.00 Uhr Gemeinsamer „Sing“-Gottesdienst aller luth. Gemeinden

in der Martin-Luther-Kirche, Mitwirkung der Luth. Kantorei

Pastor Kersten, Kirchbus vom Wohnstift

18.00 Uhr Jahresabschlussgottesdienst mit

Abendmahl, Mitwirkung Luth. Kantorei

Pastor de Vries

10.00 Uhr Gottesdienst

Pastor de Vries

10.00 Uhr Gottesdienst

Pastor Kersten

Kirchbus vom Wohnstift

10.00 Uhr Gottesdienst

Diakonin Rohoff

und Team

10.00 Uhr Gottesdienst

Pastorin Olearius

Kirchbus vom Wohnstift

10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

Pastor Freese

Jeden Sonntag, 10.00 Uhr Kindergottesdienst

(parallel zum Hauptgottesdienst,

nicht in den Ferien)

17.00 Uhr Jahresabschlussgottesdienst

Pastor Vogel

10.30 Uhr Gottesdienst

Pastor Vogel

10.30 Uhr Gottesdienst

Pastor Vogel

10.30 Uhr Gottesdienst

Prädikantin Pradel

10.30 Uhr Gottesdienst

Pastor Vogel

10.30 Uhr Gottesdienst

Kreisjugenddiakon Kerstan

Jeden Sonntag

11.00 Uhr Kindergottesdienst

Es können bei den Gottesdiensten evtl. Änderungen vorgenommen werden!

Taufen im Gottesdienst nach vorheriger Absprache.

9.30 Uhr Gottesdienst (ref.)

9.00 Uhr Eucharistiefeier (rk)

9.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

(luth.)

Pastor Kersten

16.00 Uhr

Gottesdienst zum Heiligen Abend (ref.)

9.00 Uhr Eucharistiefeier (rk)

9.30 Uhr Wortgottesdienst (rk)

16.00 Uhr Jahresabschlussgottesdienst

Pastor Bergfried

9.30 Uhr Gottesdienst (ref.)

9.00 Uhr Eucharistiefeier (rk)

9.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

(luth.)

Pastor Kersten

9.30 Uhr Wortgottesdienst (luth.)

Lektor Hellweg

kein Gottesdienst

25


26

BROT FÜR DIE WELT

Kredite wecken Hoffnung!

Ein Beispiel für die Projektarbeit

von „Brot für die Welt“

Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Immer

wieder führen Dürren zu Hungersnöten. Die

„Brot für die Welt“-Partnerorganisation ADA unterstützt

die Menschen am Niger-Fluss – unter anderem

durch Kleinkredite, die ihnen den Aufbau

einer Existenz ermöglichen.

Die Welt von Moumouna Garraba steht Kopf: „Ich

bin ein Mann“, sagt die Mittvierzigerin, nimmt

einen Fisch von einem Haufen frisch geangelter

Karpfen und schuppt ihn mit einem kleinen Messer

ab. „Ich ernähre meine Kinder, kaufe ihnen

Kleider, zahle für die Schule. Ich unterstütze meine

Mutter, bringe das Geld für Hochzeitsgeschenke

auf und kaufe Medikamente. Die Männer von

heute sind Frauen!“ Moumouna Garraba, die

Fischhändlerin, ist heute in aller Frühe aufgestanden,

um einige Kilometer flussabwärts frischen

Karpfen zu kaufen. Jetzt frittiert sie Portion für

Portion und legt sie auf ein silberfarbenes Tablett.

Das reicht sie an ihre ältere Tochter weiter, die den

gebratenen Fisch nur ein paar Meter weiter an einem

Stand auf dem Markt verkauft. „So kommen

meine Familie und ich einigermaßen über die Runden.“

Ihr kleines Unternehmen hätte sie aus eige-

Kantor: Jens Christian Peitzmeier

℡ 8157470, jens.peitzmeier@googlemail.com

Diakone:

Jugenddiakonin: Inga Rohoff, ℡ 7270979

inga@rohoff.com

Arbeit mit Regionaldiakon Martin Mehrkens,

Kindern und ℡ 05922 990203 oder 05921 1791154

Familien: Martin.Mehrkens@evlka.de

ner Kraft nie aufbauen können. Es war die nigrische

Fischervereinigung ADA, die ihr die nötige

Starthilfe gab. Die von „Brot für die Welt“ unterstützte

Organisation hat einen Kreditverband ins

Leben gerufen, der Gruppen von 20 bis 25 Personen

Kleinkredite im Wert von umgerechnet 300

bis 3.000 Euro gewährt. Gleichzeitig vermittelt

ADA den Antragsstellenden das Einmaleins der

Betriebswirtschaft. Dies ist ein Beispiel der erfolgreichen

Arbeit von „Brot für die Welt“.

Träger

Association des Aquaculteurs (ADA)

Übergemeindliche Ansprechpartner:

Finanzierung (drei Jahre) „Brot für die Welt“: € 176.580,-

Was kostet wie viel?

250 Jungkarpfen zum Aufbau einer Fischzucht: € 10,-

Zwei Ziegen zum Start einer Kleintierzucht: € 50,-

Fünf Reissäcke für eine Getreidebank: € 100,-

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie im

Internet unter www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/ada

Unterstützen Sie die Arbeit mit Ihrer Spende!

Verwenden Sie die BROT FÜR DIE WELT–

Spendentüte und geben sie in den Gottesdiensten oder

Pfarrämtern ab (Spendenbescheinigungen können

ausgestellt werden).

Diakonisches Werk:

(Sozialberatung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung,

Suchtberatung, Kurvermittlung):

Sandra Hoppe, Maike Wagenaar, Sonja Monse

Bernhard-Niehues-Str. 5, ℡ 5428, www.diakonie-emsland.de

Soziale Dienste Nordhorn:

Diakonieverband Grafschaft Bentheim e.V.

Ootmarsumer Weg 77, 48527 Nordhorn

Telefon 05921 703-0, Fax 05921 703-264

sdn@sdn-nordhorn.de


Teenie-Freizeit vom 10. bis 16. Oktober 2010 in

List auf Sylt

AKTUELLES IN DEN GEMEINDEN

„Erntedank-Essen“ am 1. Oktober 2010 im

Martin-Luther-Kindergarten

27


Auf der Flucht

Für viele Menschen ist es überraschend, wenn sie

erfahren, dass Jesus auch eine Zeit seines Lebens

im Land Ägypten verbracht hat. Für Jesus selbst

war es vermutlich ebenso überraschend, als ihm

dies vielleicht eines Tages von seinen Eltern erzählt

worden ist. Denn eigene Erinnerungen an

diese Zeit wird er nicht gehabt haben. Dafür war er

noch zu jung. So berichtet es zumindest der Evangelist

Matthäus:

„Als [die Weisen] aber hinweg gezogen

waren, siehe, da erschien der Engel des

Herrn dem Josef im Traum und sprach:

Steh auf, nimm das Kindlein und seine

Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und

bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes

hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen.

Da stand er auf und nahm das

Kindlein und seine Mutter mit sich bei

Nacht und entwich nach Ägypten und blieb

dort bis nach dem Tod des Herodes, damit

erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten

gesagt hat, der da spricht (Hosea

11,1): Aus Ägypten habe ich meinen Sohn

gerufen.“

Eine Fluchtgeschichte. Ein Bericht über eine

Flüchtlingsfamilie. Anlass der Flucht ist eine Verfolgungssituation.

Aber nicht das erste Mal, dass eine Familie nach

Ägypten flieht. Im Alten Testament (1. Mose 42-

46) sind es zunächst die Söhne Jakobs und dann

Jakob selbst, die sich auf den Weg nach Ägypten

Foto: Horizon

machen. Anlass dieser Flucht war der Hunger.

Und das sind nicht die einzigen Parallelen zur Erzählung

vom Volk Israel. Von diesem Volk berichtet

die Bibel, dass es dann ja in der Folge Sklavendienste

in Ägypten zu leisten hat. Eine Legende

über die Geburt von Mose, die nicht in der Bibel

überliefert ist, aber durch den jüdischen Geschichtsschreiber

Josephus bekannt wurde, lautet

wie folgt:

Astrologen verkünden dem Pharao, dass

dem Volk Israel ein Befreier geboren werden

soll. Dieser reagiert und befiehlt die Tötung

aller männlichen Nachkommen der Israeliten.

Aber Gott warnt den Vater von Mose

vor der drohenden Gefahr und so kommt

es, dass Mose lebt und schließlich das Volk

aus der Sklavenschaft führen kann.

Beinahe dieselbe Abfolge der Ereignisse viele Jahre

später im Umfeld der Geburt Jesu. Dieses Mal

ist es Herodes, der den Kindermord befiehlt, um

dem Befreier das Leben zu nehmen. Die Botschaft,

die der Evangelist Matthäus vermitteln

möchte, ist ganz deutlich: Derjenige, der da in

Bethlehem geboren wurde, der steht unter ganz

besonderem Schutz. Er erfüllt das prophetische

Wort aus den alten Schriften. Und er ist derjenige,

der sein Volk aus der Gefangenschaft führen soll.

Erstaunlich, welche Ängste und Sorgen Säuglinge

von Flüchtlingsfamilien bei den Herrschern dieser

Welt auslösen können. Zurecht.

Simon de Vries

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine