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STADTMAGAZIN Bremen Oktober 2020

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Oktober 2020

VON KOPF

BIS FUSS

Großes

Gesundheits

Spezial

Ischa anders!

Alles zum „Bremer Freipaak“

Smart und nachhaltig

Von Photovoltaik bis Wärmedämmung

Ida Nielson

Ehemalige Prince-Bassistin präsentiert neues Album

Laura Wontorra: Zwischen Bundesliga, „Ninja Warriors“ und „Grill den Henssler“

Die Allrounderin


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Ischa Freipaak!

Eigentlich gehört er wie die Stadtmusikanten und Werder zu

Bremen. Und bis im März eine Pandemie namens Corona

auch an der Weser ausbrach, war ein Jahr ohne Freimarkt

eigentlich unvorstellbar. Immer Mitte Oktober startete Nordeutschlands

größtes Volksfest und hielt sogar als fünfte Jahreszeit Einzug

in den innerstädtischen Kalender.

In diesem Jahr hätte die

Veranstaltung zum 985. Mal auf

der Bürgerweide stattgefunden.

Und irgendwie findet der Rummel,

übrigens im Gegensatz

zum „Oktoberfest“ in München

oder der „Cannstatter Wasen“

in Stuttgart, nun trotzdem,

wenn auch in veränderter Form,

tatsächlich statt. Immerhin

möchte man sagen. Als „Freipaak“

dürfen die Schausteller

Redaktionsleiter Martin Märtens.

Foto: S. Strangmann

ihre Fahrgeschäfte und Buden

aufbauen und vier Wochen betreiben,

dabei aber keinen Alkohol

ausschenken und maximal

6000 Besucher gleichzeitig empfangen. Ein Schritt Richtung

Normalität also? Könnte man meinen.

Denn so langsam geht es auch in den Theater- und Konzerthäusern

wieder los. Längst nicht in dem Ausmaß wie vor der Krise,

dafür aber in kleinen Schritten und stetig. Wann alles wieder

normal sein wird? Das könnte noch dauern. Zumindest wenn man

dem Bremer Virologen Andreas Dotzauer zuhört. Der prognos-

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tiziert, dass es wahrscheinlich erst ab Mitte kommenden Jahres

einen Impfstoff gegen das Virus geben wird. Bis dahin sollte man

weiterhin auf Abstand achten, Masken tragen, Lüften und sich regelmäßig

die Hände waschen sowie desinfizieren. Schließlich steht

ab Oktober in der Regel die Grippe vor der Tür.

Eine der deutschlandweit aktuell prominentesten Fernsehmoderatorinnen

kommt aus Bremen: Laura Wontorra. Obwohl erst 31

Jahre alt, hat sie bereits über mehrere Länderspiele berichtet und

moderiert die Kochshow „Grill den Henssler“, die „Ninja Warriors

Germany“ sowie die Sendung „100 Prozent Bundesliga“. Obwohl

mit einem Profi des Vf L Bochum verheiratet und mittlerweile in

Köln wohnend, drückt sie immer noch Werder Bremen die Daumen,

wie sie im Interview verrät.

Bleiben Sie gesund!

EDITORIAL

IMPRESSUM

Herausgeber & Verlag:

WESER-KURIER Mediengruppe

Magazinverlag Bremen GmbH

Martinistraße 43, 28195 Bremen

Telefon 04 21 / 36 71-49 90

E-Mail info@stadtmagazin-bremen.de

Redaktion: Martin Märtens (V.i.S.d.P.),

Kristina Wiede, Jennifer Fahrenholz

Autoren: Werner Schwarz, Dirk Böhling, Matthias Höllings,

Temi Tesfay, Michaela Schaffrath, Jonny Otten

Comic: Rolf Drechsler und Jannis Stoppe

Grafik/Layout: B.O. Beckmann

Lektorat: Kerstin Radtke

Anzeigen: Volker Schleich (verantwortlich),

Anja Höpfner, Anne Zeidler, Dieter Kück,

Per-Uwe Baad, Hermann Bruckmann

Anzeigenannahme: Tel 04 21 / 36 71-20 55 und -49 85

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG,

Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel

Urheberrechte: Der Nachdruck von Beiträgen ist nur mit

Genehmigung des Verlages und mit Quellenangabe gestattet.

Titelbild: Basti Sevastos

Verwendung personenbezogener Daten

Wenn Sie freiwillig an einem Gewinnspiel teilnehmen wollen, erheben und verarbeiten wir auf der Grundlage des Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes

Interesse) die hierzu von Ihnen zur Verfügung gestellten personenbezogenen Daten in dem Umfang, den die Teilnahme an dem Gewinnspiel erfordert.

Berechtigtes Interesse unsererseits ist die effiziente Durchführung der Aktion. Sofern wir die Aktion mit Kooperationspartnern durchführen, übermitteln

wir Ihre Daten auch zweckgebunden an diese. Nach der Gewinnspielteilnahme werden wir, nach Übermittlung der Daten der Gewinner an den Veranstalter,

Ihre diesbezüglichen Daten löschen. Das Mindestalter zur Teilnahme an Gewinnspielen beträgt 18 Jahre.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.stadtmagazin-bremen.de/datenschutz.

3


INHALT

TITELSTORY

„Keine geplante Fernsehkarriere“ 10

Moderatorin Laura Wontorra im Interview

LOKALES

Mit Abstand der beste Urlaub 8

„ReiseLust“ und „CARAVAN“ in der Messe Bremen

Familien im Fokus:

Freipaak auf der Bürgerweide

16

Ein Hotspot für Kreative 12

Zu Besuch in den Medienhäusern Böttcherstraße

BREMER PRODUKTE

Musik, Lesestoff und Prickelndes 14

Die Stadt im Einkaufskorb: Neues aus der Hansestadt

GASTRO

Der Gin des Lebens 23

Probierbox mit Schnäpsen aus der Region

Gegen alle Widerstände:

Bremens erfolgreiche Athleten

20

FAMILIE

Kindheit mit Hindernissen 41

Sonderausstellung „Junge Wilde“ im Übersee-Museum

KONZERTE

Musikalische Wegbegleiterin 44

Interview: Ex-Prince-Bassistin Ida Nielson

Fotos: KW, BettiniPhoto, J. Landsberg

„Imagine“:

Hymne für eine bessere Welt

47

THEATER

Spiegelzelttheater 46

Alternative Spielstätte für das Theaterschiff

DIVERSES

„Man passt aufeinander auf“ 48

Vom Mob zum GOP: Auf einen Kaffee mit Stachy.DJ

4

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RUBRIKEN

Editorial 3

Impressum 3

Kolumnen 6, 20, 21 und 22

Rätsel / Comic 50


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Wir lieben Theater,

aber nicht bei

Ihren Finanzen

Claudia Dikow

Finanzmanagerin Firmenkunden

Bremische Volksbank

Knut Schakinnis

Geschäftsführer & künstlerischer Leiter

Theaterschiff Bremen

5


6

KOLUMNE

BABY-BOOMER-BÖHLING

… die goldene Herbsteszeit

Lernen die Kinder in der Schule eigentlich heute noch Gedichte?

Also die alten Klassiker von Schiller, Fontane oder

Wilhelm Busch? In meinem Bücherregal stehen tatsächlich

noch fünf alte blaue Klett-Lesebücher aus meiner Schulzeit.

Die habe ich ordnungsgemäß erworben, als die Schulbücherei

dicht machte, weil Schulbücher nicht mehr weitergegeben

wurden … Schade eigentlich. In diesen Deutsch- oder Mathebüchern

konnte man immer genau erkennen, wo es bei den vorangegangenen

Generationen gehakt hatte. Eselsohren, wütende

Bleistiftunterstreichungen oder Spuren von ausgelaufenen Füllerpatronen

legten ein Zeugnis davon ab, was der Schülerschaft

in den vorherigen Klassen besonders zugesetzt hatte. Interessanterweise

halfen aber genau diese kleinen Hinterlassenschaften

besonders gut beim Auswendiglernen von Gedichten, weil

man sich eben diese Stellen besonders gut merken konnte.

Ich konnte mit dem Gedichtaufsagen jedenfalls so manche

mittelmäßige Zensur noch etwas nach oben korrigieren. Dabei

war es natürlich eine besondere Freude, dass die eher verschlossenen,

harten Jungs, die scheinbar ein kleines Geheimnis hatten

– also genau die, für die sich die Mädchen natürlich ganz

wahnsinnig interessierten, als Rezitatoren von „Bürgschaft“

oder „Glocke“ so gar nicht taugten. Da standen sie dann vor der

Klasse, nuschelten sich stotternd durch die deutsche Lyrik –

und ich erwischte mich bei einem innerlich breiten Grinsen von

der Sorte: „Siehste, sich mit dem Zirkel die Initialen von einem

Mädchen in den Arm ritzen, das kann er – aber drei gerade Reime

rausbringen …“

Das waren Momente meiner Schulzeit, in denen ich tatsächlich

auch mal brillieren konnte. Inbrünstig beschrieb ich die „…

goldene Herbsteszeit, und die Birnen leuchteten weit und breit“

aus Fontanes „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“. Da

kann man mich bis heute noch nachts wecken und ich kriege

den Text einigermaßen zusammen. Oder ich hatte die Frage:

„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?“ zu beantworten. Die

Leute von der Shiloh Ranch mögen darauf geantwortet haben:

„es ist der Cowboy, er sucht das Rind“, aber in der Schule lautete

die Antwort natürlich: „Der Erlkönig“.

Ich habe im Laufe meiner Schulkarriere so manches berühmte

Gedicht auswendig lernen müssen und so manche Zeile

kommt mir bis heute ganz unvermittelt in den Sinn. „Halb zog

sie ihn, halb sank er hin“ zum Beispiel oder: „… die ich rief, die

Geister, werd ich nun nicht los!“ – beides Goethe, wer sonst?

Aber auch meinen Lieblingsdichter, den ich nur vom „Fliegenden

Klassenzimmer“ und

„Emil und die Detektive“

kannte, lernte ich durch den

Deutschunterricht noch einmal

von einer ganz anderen

Seite kennen und lieben. Bis

heute gehört die „Sachliche

Romanze“ von Erich Kästner

zu meinen Lieblingsgedichten.

Manchmal ist es doch

Dirk Böhling, Jahrgang 1964, ist

Schauspieler, Regisseur, Moderator

und Autor. Im STADTMAGAZIN

wirft er einen Blick auf seine

Generation – und auf Bremen.

ganz gut, Dinge aufzubewahren,

so wie die alten Deutschbücher

aus meiner Schulzeit!

Die Mathebücher hab’ ich

übrigens weggeworfen – man

kann nicht alles behalten!

LOKALES

„Kulturgesichter0421“

Die Aktion #Ohneunsistsstill ist eine Initiative der deutschen

Veranstaltungsbranche, die seit Mitte März vom bestehenden

Veranstaltungsverbot betroffen ist. Mit „Kulturgesichter0421“

schließen sich auch die Bremer Veranstalter dieser gemeinsamen

Aktion an. Damit soll auf die vielen Schicksale hingewiesen

werden, die in Bremen hinter dem sechstgrößten

deutschen Wirtschaftszweig stehen. Dazu gehören Bremer

Technikdienstleister, Veranstalter, Spielstätten- und Clubbetreiber,

Künstler, Eventagenturen, DJs, Musiker, Caterer, Sicherheitsunternehmen

und Solo-Selbstständige, die hinter den

Shows, Konzerten, Partys, Clubs und Veranstaltungen stehen.

Stellvertretend für viele Tausend Mitarbeiter in Bremen zeigen

sich im Rahmen der Aktion einige von ihnen, um der Branche

wortwörtlich ein Gesicht zu geben. Sie treten in den Vordergrund,

um auf die andauernde und prekäre Lage aufmerksam

zu machen. Ihnen geht es dabei darum, Aufmerksamkeit für

ihre Branche zu erlangen, die durch die Pandemie existenziell

so stark bedroht ist wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig in

Deutschland, und die unter dem andauernden Veranstaltungsverbot

weiterhin stark leidet.

Ein Statement von Kulturgesichter0421: „Wir waren die Ersten,

die ihre Betriebe schließen, alle bestehenden Veranstaltungen,

Projekte, Jobs absagen und verschieben mussten und die ihren

Beruf – von heute auf morgen – nicht mehr ausüben durften.

Wir sind diejenigen, die noch immer im ‚Lockdown‘ sind und

erst dann und als allerletzte Branche, irgendwann einmal, wieder

ihre Tätigkeiten und Berufe ausüben dürfen. Wir wollen den

betroffenen Existenzen ein Gesicht geben, denn wir sind keine

anonyme Branche, wir sind die Menschen, denen niemand

sagen kann, wann es für sie wieder weitergeht. (SM)

Foto: Kulturgesichter0421


Wer hat an der Uhr gedreht ?

Am 25. Oktober wird auf Winterzeit umgestellt

Foto: brebau

Lieblingsraum gesucht

Brebau veranstaltet Gewinnspiel auf Instagram

Wie lange es die Zeitumstellung in unseren Breitengraden noch geben

wird, ist immer noch ungeklärt. Klar ist hingegen, dass sich alle

Langschläfer auf die Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag,

25. Oktober freuen dürfen. Denn am Sonntagmorgen wird die Uhr

von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt – wir haben also eine Stunde mehr

zum Ausschlafen. Unsere Winterzeit entspricht im Übrigen der

normalen mitteleuropäischen Zeit. Zeitlich gesehen ist ab dann

also alles wieder im Lot. Zumindest bis zum 28. März kommenden

Jahres – dann beginnt die Sommerzeit von Neuem. (SM)

Ob das gemütliche Schlafzimmer, die Wellness-Oase im

Badezimmer oder das ganz individuelle Hobby-Zimmer:

Fast jeder Mensch hat zu Hause einen Raum, in dem er

sich am liebsten aufhält, einen Lieblingsraum eben. Diesen Fakt

nimmt auch die Wohnungsgesellschaft Brebau als Anlass für ein

Gewinnspiel. Auf Instagram ruft sie Nutzerinnen und Nutzer auf,

Bilder ihres persönlichen Lieblingsraumes zu teilen und mit etwas

Glück einen Sofagutschein im Wert von 1000 Euro für das Möbelhaus

Meyerhoff in Osterholz-Scharmbeck zu gewinnen. Mitmachen

können Interessierte wie folgt: Einfach ein Foto mit einem

passenden Spruch in der Instagram-Story posten und die Brebau

(@Brebau.bremen) sowie das Möbelhaus Meyerhoff (@moebelhausmeyerhoff)

verlinken. Wichtig ist, dass der Account öffentlich

ist, damit die Story geteilt werden kann. Wer gewonnen hat, wird

am Montag, 12. Oktober, auf der Plattform bekanntgegeben. (JF)

Nicht vergessen: Ende Oktober beginnt die Winterzeit.

Foto: Adobe Stock

Ins Museum?

Never.

Alle unter 18 gehen KOSTENLOS

ins Museum. Ermöglicht durch:

Kunsthalle

Bremen

Übersee-Museum

Universum

Focke-Museum

Hafen museum

botanika

Museen

Böttcherstraße

Weserburg

Mehr unter: www.sparkasse-bremen.de/vorteile

7


8

LOKALES

Mit Abstand der beste Urlaub

„ReiseLust“ und „CARAVAN“ in der Messe Bremen

Ob eine Fahrradreise entlang der polnischen Ostseeküste,

ein Erlebnisurlaub auf den Spuren von „Game of Thrones“

in Irland oder eine Wohnmobil-Tour quer durch Deutschland:

Bei der „ReiseLust“ und „CARAVAN“ ist für jeden etwas dabei.

Das Messeduo findet von Freitag bis Sonntag, 6. bis 8. November,

in der Messe Bremen statt – natürlich samt Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen.

„Wir freuen uns, dass es weitergeht und wir unseren Ausstellern

und Besuchern wieder die gewohnte Plattform für persönliche

Beratung bieten können“, sagt Kerstin Renken, Bereichsleiterin

für Publikumsmessen. So bekommen Familien, Paare und Singles

Informationen zu Reisen in zahlreiche Länder der Welt. Für einen

Urlaub um die Ecke hält ihr zufolge selbst Deutschland Unentdecktes

bereit – und das zeitgemäß mit Rücksicht auf die Umwelt.

Abenteuerlich wird es in den Hausbooten auf Brandenburgs

Gewässern oder auf den Wanderrouten in Süddeutschland. „Auch

für den Harz, der bei uns norddeutschen

Wanderfans vor allem

durch die Nähe punktet,

gibt es tolle Angebote“ weiß

Messe-Projektleiterin Ulrike

Harth. Wer das Reisen in den

eigenen vier Wänden bevorzugt,

der findet bei der CA-

RAVAN eine große Auswahl

an Wohnwagen und Reisemobilen

sowie das passende Exund

Interieur.

Für die Sicherheit ist

ebenfalls gesorgt: Neben der

Pflicht zum Tragen eines

Mund-Nasen-Schutzes gibt es

auf der vergrößerten Veranstaltungsfläche

breitere Gänge

und Wartebereiche. Kontaktflächen

werden regelmäßig gereinigt und Desinfektionsspender aufgestellt.

Der Ticketverkauf samt Registrierung erfolgt ausschließlich

online und im Vorfeld der Messen. (SM)

„ReiseLust“ und „CARAVAN“ von Freitag bis Sonntag, 6. bis 8. November,

in den Messehallen.

Mehr Infos: www.reiselust-bremen.de und www.caravan-bremen.de.

Fotos: M3B GmbH / Jan Rathke

Kundencentrum nach

Umbau wieder geöffnet

Sparkassen-Standort in der Bahnhofstraße

Das neue, deutlich vergrößerte Kundencentrum der Sparkasse

Bremen ist nach rund zehn Monaten Bauzeit planmäßig fertiggestellt

worden und wurde Ende September eröffnet. Im Dezember

2019 hatte die umfangreiche Modernisierung des Standorts an

der Bahnhofstraße begonnen. Die beteiligten Firmen haben den

organisatorischen Kraftakt sehr gut gemeistert: Sie haben zum

Beispiel mehr als sechs Tonnen Stahl eingezogen und 115 Fenster

eingebaut. Nun erstrahlt das Gebäude von außen in neuem Glanz,

von innen überzeugt es mit modernster Technik und wohnlichem

Ambiente.

Besonders hervorzuheben sind die neun Beratungskuben, die

ruhige, diskrete Gespräche ermöglichen, sowie zwei offene Kurzberatungsplätze.

Die Kuben sind unterschiedlich eingerichtet, die

meisten sind mit modernen Sitzmöbeln für die Gäste ausgestattet.

Verschiebbare, hinterleuchtete Vorhänge und Bildschirme mit

wechselnden Motiven laden zu entspannten Gesprächen ein.

„Gern hätten wir die Eröffnung groß mit allen Bremerinnen

und Bremen gefeiert. Leider ist dies coronabedingt aber derzeit

nicht möglich“, sagt Thomas Fürst, Vorstandsmitglied der Sparkasse

Bremen, bei einem Rundgang durch die neuen Räume. (SM)

Bremen macht Helden“

Sparkasse fördert Projekte für Kids mit 100.000 Euro

Kinder und Jugendliche stark machen – das ist das Ziel des Wettbewerbs

Bremen macht Helden“. Wie in den Vorjahren stellt die

Sparkasse Bremen dafür eine finanzielle Förderung in Höhe von

100.000 Euro zur Verfügung. Interessierte Vereine, Institutionen,

Initiatoren oder Einzelpersonen können sich ab sofort bis zum

31. Oktober bewerben.

Mit der Ausschreibung werden Ideen gesucht, die Kinder und

Jugendliche stark machen. Jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet

hat, kann sich um eine Förderung bewerben. Die Sparkasse Bremen

bietet dabei allen dieselbe Chance, zu gewinnen. Das Projekt

muss lediglich aus einem der folgenden Bereiche stammen: Bildung

und Wissenschaft, Kunst und Kultur, Sport, Umwelt oder Soziales.

Projekte in Verbindung mit einer kommerziellen Vermarktung

sind vom Wettbewerb ausgeschlossen. (SM)

Informationen unter www.sparkasse-bremen.de.

Foto: M. Bahlo


Foto: J. Reith/Eissporthalle Bremen

Start der Eislaufsaison

Eissporthalle Paradice öffnet Anfang Oktober

Fans des gefrorenen Wassers kommen ab Anfang Oktober wieder

auf ihre Kosten – mit dem Start der Eislaufsaison 2020/2021 in

der Eissporthalle Paradice am Samstag, 3. Oktober. Der Erwerb

von Eintrittskarten ist im Webshop, eine Weiterleitung gibt es auf

www.eissporthalle-paradice.de, im Bremer Bäder-Shop bei Karstadt

Sports sowie zu ausgewählten Zeiten im Westbad möglich.

Dass in einigen Bereichen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes

verpflichtend ist, die Abstände zu anderen Personen einzuhalten

sind und die Eishalle wie die Schwimmbäder der Bremer

Bäder GmbH in verschiedenen Zeitzonen öffnet, sind weitere,

durch das Corona-Virus bedingte Veränderungen. Alle zurzeit

gültigen Verhaltens-, Abstands- und Hygieneregeln sind auch auf

den aushängenden Plakaten nachzulesen. (SM)

Infos: www.eissporthalle-paradice.de

Kurztörns Richtung Nordsee

Dreimaster „Atlantis“ bietet wieder Touren an

Sie kommt wieder! Weil die Fahrten mit dem Dreimaster „Atlantis“

im September so großes Interesse geweckt haben, wurde der Segler

von der Erlebnis Bremerhaven GmbH erneut erfolgreich für die

Herbstferien angefragt.

Buchbar sind also

ab sofort Sonnenuntergangstörns

am Freitag

und Samstag. Wer lieber

bei Tage an der modernen

Skyline von Bremerhaven

und dem längsten Container-Terminal

Europas

hinaus Richtung Nordsee

fahren möchte, kann dies

sonntags tun.

Im Neuen Hafen liegt

die „Atlantis“ ab dem

8. Oktober. Das sehenswerte Innere ist bis zum 18. Oktober im

Rahmen von „Open Ship“ dienstags bis donnerstags kostenfrei zu

besichtigen. (SM)

Zu buchen sind die Wesertörns mit dem knapp 60 Meter langen Schiff

im Internet bei der Erlebnis Bremerhaven GmbH unter

www.bremerhaven.de/Atlantis.

Foto: Tall Ship Company

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Deine Urlaubs-Messe

6. – 8. Nov.

MESSE BREMEN

VERANSTALTER: MEDIENPARTNER:

9


LOKALES

„Ich drücke

meinen Bremern

ganz fest die

Daumen!“

Moderatorin Laura Wontorra im

STADTMAGAZIN-Interview

Sie moderiert für RTL die Länderspiele

der Deutschen Nationalmannschaft,

ist als Moderatorin der

Counterpart für Steffen Henssler in seiner

Kochshow, geht mit der TV Sendung „Ninja

Warriors“ ins fünfte Jahr und hat zudem mit

„100 Prozent Bundesliga“ eine Fußballshow

auf RTL Nitro – und das mit gerade einmal

31 Jahren. Die gebürtige Bremerin Laura

Wontorra hat es in ihrem Beruf sehr schnell

sehr weit gebracht. Und das, ohne dabei von

ihrem prominenten Vater zu profitieren.

Ihre Eltern haben beide in der Medienbranche

gearbeitet. War es dadurch

schnell klar, dass Sie einen ähnlichen Weg

einschlagen?

Eigentlich nicht. Ich hatte im Alter von 16,

17 Jahren eine sehr rebellische Phase, in der

ich gerade nicht alles so wie meine Eltern

machen wollte. Dennoch war für mich relativ

schnell klar, dass ich nach meinem

Abitur etwas, das mit Sport zu tun hat, aussuchen

würde. Zu dem Zeitpunkt wollte

ich unbedingt Pressesprecherin bei Werder

Bremen werden.

Warum hat das nicht geklappt?

Ich habe damals zunächst PR und Öffentlichkeitsarbeit

studiert. Während des Studiums

habe ich mich gefühlt tausendmal

bei Werder auf ein Praktikum beworben

und bin immer abgelehnt worden. Wahrscheinlich

haben sich die Verantwortlichen

gedacht, dass man sich besser keine Wontorra

ins Haus holt, da ich dann ja viel zu

viel mitbekommen würde. Stattdessen bin

ich beim 1. FC Köln gelandet. Damals ging

es gerade mit den Vereins-TV-Sendern los,

ich habe dafür Interviews und Berichte gemacht

und schnell gemerkt, dass mir doch

ein gewisses Talent mit in die Wiege gelegt

worden ist.

Wie ging es dann weiter?

Ich habe anschließend ein Volontariat als

Sportredakteurin bei Sky begonnen und

wurde dort relativ schnell vor die Kamera

gestellt. So nahm alles plötzlich seinen

Lauf. Es war keine geplante Fernsehkarriere

– ich habe vielmehr oft die richtige

Abzweigung genommen.

Ihr prominenter Vater soll damals nicht so

begeistert von Ihrer Berufswahl gewesen

sein …

Es stimmt, er war nicht zu 100 Prozent davon

überzeugt, hat mir aber trotzdem mit

Rat und Tat zur Seite gestanden. Es spielte

wohl auch eine Rolle, dass ich früher immer

gemeckert habe, wenn er am Wochenende

arbeiten musste, während andere Kids mit

ihrem Vater etwas unternommen haben.

Ich habe ihm das damals immer vorgeworfen,

dass er so viel weg war. Deshalb hat er

anfangs auch nicht verstanden, dass ich genau

das gemacht habe, was ich ihm vorgeworfen

hatte. Mittlerweile ist er aber stolz

auf mich.

Die Fußballbundesliga ist auch im medialen

Bereich sehr von Männern geprägt.

Hatten Sie als Frau diesbezüglich mit Vorurteilen

zu kämpfen?

Das werde ich öfter gefragt. Für mich war

tatsächlich der Name Wontorra schwieriger.

Jeder kennt meinen Vater „Wonti“, fast

jeder hat in dem Bereich schon mit ihm zusammengearbeitet.

Und somit waren alle

Augen sehr streng auf mich gerichtet und

damit der Druck auch entsprechend groß.

Wie sind Sie mit dem Druck umgegangen?

Da ich ein sehr selbstbewusster Mensch

bin, kann ich so etwas in positive Dinge

umwandeln. Für mich habe ich daraus ein

„Jetzt erst recht!“ gezogen. Ich wollte allen

zeigen, dass ich es kann und nicht nur wegen

des Namens Wontorra dort stehe.

Die neue Bundesligasaison hat gerade

begonnen. Haben Sie sich darauf speziell

vorbereitet?

Vorbereitung ist bei uns im Job irgendwie

immer. Ähnlich wie die Fußballer, haben

wir Sportjournalisten unser Hobby zum

Beruf gemacht. Ich lese sowieso alles zum

Thema, was ich kriegen kann, und gucke

mir auch alles an.

Foto: B. Sevastos

10


Laura Wontorra mit Vater Jörg (links) und mit Steffen Henssler als Moderatorin in dessen Kochshow.

Fotos: B. Sevastos / TVNOW/Frank W. Hempel

Neben Ihrem Job als Sportberichterstatterin

moderieren Sie die Unterhaltungsformate

„Ninja Warriors Germany“ und

„Grill den Henssler“. Wie sind Sie dazu gekommen?

Für die „Ninja Warriors“ wurde eine frische,

junge Feld-Reporterin gesucht, die

ein bisschen Sporthintergrund hat. Da kam

man dann irgendwie auf mich. Dass die

Show ein solch großer Erfolg geworden ist,

freut mich sehr. Ab Anfang Oktober gehen

wir in unser fünftes Jahr.

Seit diesem Jahr gehören Sie zudem zum

„Grill den Henssler“-Team.

Ich war zuvor schon öfter als Gast in seiner

Sendung und es hat mir immer großen Spaß

gemacht. Als man eine neue Moderatorin

gesucht hat, ging es darum, eine Person zu

finden, die Steffen verbal ein bisschen Paroli

bieten kann.

Mussten Sie speziell trainieren, um ihm

Paroli bieten zu können?

Nein, das kam von ganz alleine. Er ist Hamburger,

ich bin Bremerin, da hat man gleich

einen ganz bestimmten Schnack zusammen.

Wir haben uns im Vorfeld bei ihm im

Restaurant getroffen und beide gleich gemerkt,

dass die Chemie stimmt. Eine schöne

Berufsbeziehung.

Sicher kommt es in so einer bremisch-hamburgischen

Berufsbeziehung

auch mal zu Frotzeleien, beispielsweise

über die ortsansässigen Fußballvereine?

Ja klar, er ist HSV-Fan, meine Farben sind

Grün-Weiß. Das gipfelte darin, dass Steffen

aufgrund einer verlorenen Wette, bei der es

um ein Risotto ging, in der zweiten Staffel

im Werder-Trikot in die Sendung kam.

Er hat das tatsächlich durchgezogen. Ein

Glück, dass ich nicht verloren habe, sonst

hätte ich nämlich im HSV-Dress moderieren

müssen …

Kochen Sie privat?

Nein, ich kann gar nicht kochen. Das habe

ich in der Sendung auch schon eindrucksvoll

unter Beweis gestellt.

Sie moderieren aktuell drei Sendungen im

TV und leben in Köln. Schaffen Sie es noch

ab und zu in die alte Heimat?

Ich besuche regelmäßig meinen Papa und

meine Freundinnen in Bremen. Am liebsten

natürlich, wenn ich das mit einem Werder-Spiel

verbinden kann. Zudem leben

meine Großmutter und mein Onkel in Bremerhaven.

Ich habe zwar gerade sehr viel

um die Ohren, aber ein paar Mal im Jahr

schaffe ich es noch in die alte Heimat.

Ist es ein Problem für Sie, als Werder-Fan

eine Fußballsendung zu moderieren?

Überhaupt nicht. Ich glaube eher, dass ich

gegenüber Werder gerade deshalb noch kritischer

bin. Vielmehr bin ich davon überzeugt,

dass jeder Fußballmoderator, Kommentator

oder Journalist eine gewisse Leidenschaft

für den Sport haben sollte und somit in der

Regel auch einen Lieblingsverein.

Im Februar haben Sie Ihren Ehemann Simon

Zoller, der für Bochum spielt, direkt

nach dem Zweitligaspiel gegen den Hamburger

SV interviewt. Es folgte ein sogenannter

Shitstorm im Internet …

Das stimmt, wobei ich den Shitstorm fast

noch heftiger erwartet hätte. Mir wurde

Unprofessionalität wegen des Interviews

mit meinem Ehemann vorgeworfen. Ich

kann dazu nur sagen, dass ich als Feldreporterin

im Stadion war, Simon ein tolles

Tor geschossen hatte und ich es als unprofessionell

empfunden hätte, ihn nicht zu

interviewen. Ich habe keine Fragen anders

gestellt, weil er mein Ehemann ist. Das Einzige,

was anders war, war, dass ich ihn geduzt

habe.

Sie moderierten in Bremen zusammen

mit Ihrem Vater die Wahl zum Bremer

Sportler des Jahres. Gibt es Pläne, im

Fernsehen mal etwas gemeinsam mit ihm

zu machen?

Wir haben das anfangs ganz bewusst nicht

gemacht, vor allem weil ich mich selbst erst

einmal alleine durchbeißen wollte. Wenn

aber jetzt jemand mit dem entsprechenden

Format zu uns kommen würde, würden wir

beide vermutlich nicht nein sagen.

Gibt es etwas, das Sie beruflich besonders

reizen würde?

Ich war 2008, nach dem Abitur, bei den

Olympischen Spielen in Peking und habe

im Deutschen Haus als Hostess gearbeitet.

Das gesamte olympische Gefühl hat mir

wahnsinnig gut gefallen. Es wäre schon

ein Traum, einmal direkt von den Olympischen

Spielen berichten zu dürfen. Zudem

bin ich ein Riesenfan der Talkshows in den

dritten Programmen. Ich glaube, das würde

ich auch gerne einmal machen.

Zum Abschluss: Wo landet Werder in der

aktuellen Saison?

Ich drücke meinen Bremern ganz fest die

Daumen! Ich finde allerdings, dass es an

Kreativität sowie einer Führungsfigur fehlt.

Man hat es aus meiner Sicht bis heute nicht

geschafft, den Abgang von Max Kruse zu

kompensieren. Ich hoffe, dass wir in diesem

Jahr früher gerettet sind und nicht erneut

den Umweg über die Relegation nehmen

müssen.

Das Interview führte Martin Märtens

11


LOKALES

Ein Hotspot für Kreative

Film, Text, Kommunikation und mehr: Zu Besuch in den Medienhäusern Böttcherstraße

Foto: Medienhäuser Böttcherstraße

12

Beeindruckende Architektur, Kunsthandwerk und kleine Geschäfte,

die ein Stück Nostalgie inmitten der pulsierenden

City versprühen: Wenn es um die Böttcherstraße geht, haben

viele Bremer eine gut besuchte Touristenattraktion vor Augen.

Falsch ist das keinesfalls. Was die wenigsten jedoch wissen: Hinter

den expressionistischen Mauern des Robinson-Crusoe-Hauses ist

die moderne Medienwelt zu Hause und macht die Böttcherstraße

zum Standort für Kreative und Geschichtenerzähler.

Lässig läuft Simon Wenkelewsky die breiten Treppenstufen herab.

Mit Schwung stößt er die schwere Glastür des Robinson-Crusoe-Hauses

auf. „Willkommen in den Medienhäusern Böttcherstraße“,

sagt er gut gelaunt und fügt als Erklärung hinzu: „So

nennen wir uns selbst.“ Simon Wenkelewsky ist Filmemacher. Seit

1998 in der Branche, gründete er 2011 die Filmproduktion „Image

in Motion“, ein Unternehmen, das sich die gesamte Bandbreite von

Bewegtbildern auf die Fahnen geschrieben hat. Imagefilme, Kinospots,

aber auch Eventdokus, Erklärfilme und Musikvideos gehören

zum Portfolio. Nach beruflichen Anfängen in der Neustadt zog

das Unternehmen 2017 in die Böttcherstraße. Laut Wenkelewsky

war es die beste Entscheidung, die er treffen konnte. „Ich komme

jeden Morgen gerne zur Arbeit“, macht er deutlich. „Wenn ich mich

an den Touristen vorbeidrängle und die vielen Menschen sehe, die

staunend die Böttcherstraße bewundern, bin ich dankbar dafür,

hier arbeiten zu dürfen.“

Doch es ist nicht nur das Wo, das den Standort auszeichnet.

In nahezu jedem Raum, durch den Wenkelewsky uns bei unserem

Besuch führt, sitzen Menschen konzentriert am Computer, telefonieren,

diskutieren. Seit einigen Jahren ist die Böttcherstraße mit

den Hausnummer 1 bis 3 ein gemeinsamer Arbeitsplatz verschiedener

Medienschaffender. Hier, in den Etagen zwei bis vier, wird

geschrieben und vertont, geschnitten und produziert. „Ein Hotspot

für Kreative“, bringt es Wenkelewsky auf den Punkt. Neben „Image

in Motion“ dürfen beispielsweise die Agentur Feinschreiber und

das Team Nawrot als Experten für Kommunikationsdesign die

Böttcherstraße ihr berufliches Zuhause nennen. Eine besondere

Rolle in dem kreativen Gefüge nimmt die Kinoscope GmbH ein,

allen voran ihr Gründer. „Matthias Greving ist quasi der Urvater

der Medienhäuser“, macht Wenkelewsky klar. Als er das Büro der

Produktionsfirma betritt, blicken alle von ihren Bildschirmen auf

und grüßen herzlich. Es wird deutlich: Man mag sich. 2015 zog

Matthias Greving mit seinem Team ins Robinson-Crusoe-Haus

und begann Räumlichkeiten an weitere Firmen und Freischaffende

zu vermieten. „So sind wir nach und nach gewachsen“, erklärt er

selbst. Grevings Unternehmen, das sich auf Spielfilme, Dokumentationen

und Serien spezialisiert hat, ist in verschiedenen Städten

präsent. In der Hansestadt hat die Firma ihren Hauptsitz. Ein klares

Bekenntnis für Bremen? „Definitiv“, macht Greving deutlich.

„Im Vergleich zu anderen Großstädten sind filmische Produktionen

und Dreharbeiten in Bremen selten.“ Entsprechend aufgeschlossen

seien die Menschen, denen man begegne. „Das sind wirklich gute

Arbeitsbedingungen“, ergänzt er.

Simon Wenkelewsky (Mitte) und seine Kollegen von „Image in Motion“ bei

einem Dreheinsatz.

Foto: Image in Motion


Eindrücke vom „Böttcherstraßenfest“ 2019: Simon Wenkelewsky mit Ulf Nawrot und Matthias Greve (v.l.n.r.) sowie einigen Protagonisten der Medienhäuser.

Fotos: Medienhäuser Böttcherstraße

Jedes der Unternehmen, die im Haus beheimatet sind, verfügt über

eigene Räumlichkeiten, es gibt darüber hinaus Co-Working-Flächen

und Zimmer, die von allen benutzt werden können. Was beim

Rundgang auffällt: Viele Zimmer sind erreichbar, indem andere

durchquert werden. Tagtäglich haben die Medienschaffenden also

miteinander zu tun – eine Interaktion, die Synergien hervorbringt.

„Wir bündeln unsere Ressourcen regelmäßig“, erzählt Simon Wenkelewsky.

„Austauschen, netzwerken, zusammenarbeiten – dafür

stehen wir.“ Schon oft hätten die Firmen miteinander kooperiert,

dabei seien spannende Projekte entstanden. Das wahrscheinlich

prominenteste Beispiel ist das „Böttcherstraßenfest“. „Jedes Jahr

laden wir im Sommer verschiedene Vertreter der Medienwirtschaft

zu uns ein“, erläutert der Filmemacher, während er durch das

Atelier in der ersten Etage läuft. „Es geht darum, miteinander ins

Gespräch zu kommen und einfach einen guten Abend gemeinsam

zu verbringen.“ Alle Räumlichkeiten der Medienhäuser stünden an

diesem Abend offen. „Schade, dass das Fest in diesem Jahr ausfallen

muss. Wir hoffen auf 2021“, sagt er.

Das Atelier ist die letzte Station, die Wenkelewsky auf seinem

Rundgang vorstellt. Sein Blick wandert durch den Raum, der still

und verlassen ist. Diesen Zustand möchte er zeitnah ändern. „Da

Kinoscope in die dritte Etage zieht und die Agentur Feinschreiber

bald den Standort wechselt, sind die ersten zwei Etagen frei“,

erklärt er. „Ich möchte diese Flächen gern neu vermieten.“ Willkommen

seien sowohl Einzelpersonen als auch Agenturen aus der

Kreativwirtschaft. Besondere Auflagen gebe es nicht. Nur eine Sache

sei ihm bei seinen Mietern und Kollegen wichtig: „Sie müssen

einfach Bock auf die Böttcherstraße haben!“ (JF)

RAUM

NERDSFÜR

13


BREMER NEUHEITEN

Die Stadt im Einkaufskorb

Produzenten stellen vor: Was gibt es Neues aus der Hansestadt?

Musik, Lesestoff, Nahrungsmittel und vieles mehr – Bremens

Kreativszene, Unternehmer und Erzeuger sind einfallsreich und

stärken mit ihren lokalen Produkten die Region. Ihre Angebote

haben aber noch einen weiteren Vorteil: Wer lokal einkauft, vermeidet

lange Transportwege und hilft so, wertvolle Rohstoffe und

Energie einzusparen. In unserer Rubrik „Bremer Neuheiten“ stellen

wir jeden Monat lokale Besonderheiten im Einkaufskorb vor.

Hinweise auf innovative Produkte nehmen wir entgegen unter

info@stadtmagazin-bremen.de.

Des Viertels wilde Zeiten

Historische Spaziergänge durch die Östliche Vorstadt

Foto: KellnerVerlag

Die Östliche Vorstadt gehört aufgrund ihrer historisch geprägten Vergangenheit zu

den interessantesten Orten in Bremen. Verschiedenste Kulturepochen haben dort

im Laufe der Zeit ihre Spuren hinterlassen. Bei vielen Bremerinnen und Bremern

ist der Stadtteil als „Viertel“ bekannt und beliebt.

Horst Pilster offenbart in einem neuen Stadtführer, welche aufrüttelnden Ereignisse

sich hinter den teils unscheinbaren, teils schmucken Fassaden verbergen,

und beeindruckt mit detailliertem Fachwissen. Auf sechs verschiedenen Touren,

die sich am besten zu Fuß durchführen lassen, erzählt er unter anderem die durch

Krieg und Zerstörung geprägte Geschichte des Ostertors, die Nachwirkungen der

NS-Zeit und wie sich die Jugendproteste aus den 1960er und 1970er Jahren entwickelt

haben. Er nimmt Interessierte mit auf vielseitige Reisen durch die Vergangenheit

und zeigt, was das Viertel so einzigartig macht.

Das Buch ist eine Kombination aus Stadtführer und Nachschlagewerk und

bietet viele Fotos und Karten für eigene Erkundungen – interessant für Einheimische

und Touristen gleichermaßen. (SM)

Erschienen im Kellner Verlag, 312 Seiten mit farbigen Fotos. Preis: 16,90 Euro.

14

Okkulter Krimi spielt in Bremen

Sonderermittler Richard Winter auf der Spur eines Dämons

Wenn es kalt, düster und mysteriös wird, muss Sonderermittler Richard Winter

ran. Doch sein neuer Fall ist kniffliger als erwartet. Wer verbirgt sich hinter der

ledernen Pestmaske?

Der Autor Thomas Vaucher hat sich auf packende Thriller spezialisiert und mit

„Der Incubus“ eine Geschichte geschrieben, die im okkulten Reich des Bösen und

in der kalten Jahreszeit in Bremen spielt. Der Plot: Eine kopflose, männliche Leiche

wird gefunden, dann noch eine. Als die Witwen nachts von ihren verstorbenen Ehemännern

besucht werden, ist die Polizei ratlos. Der Sonderermittler Richard Winter

wird hinzugerufen. Der Ex-Kommissar gilt als Experte für okkulte Kriminalfälle.

Schon bald stößt er auf den Mythos des Dämons Incubus. Doch kann es sich bei

den Ereignissen wirklich um solch ein übernatürliches Phänomen handeln? Was

hat es mit dem Quecksilber auf sich, mit dem die Leichen eingestrichen waren?

Und welche Rolle spielt der geheimnisvolle Mann, der stets auftaucht, nachdem

ein Mord geschah? Als ein früherer Kollege umgebracht und eine Freundin entführt

wird, merkt Winter: Das Blatt hat sich gewendet. Seine Ermittlungen haben

ihn dem Bösen nah gebracht. Nun scheint er selbst in Gefahr.

Der Autor hat mit „Die Akte Harlekin“ und „Blutmond“ bereits zwei erfolgreiche

Werke in selber Richtung vorgelegt. (SM)

Erschienen im Riverfield-Verlag, 320 Seiten. Preis: 17,90 Euro.

Foto: Riverfield-Verlag


Die Kunst des Loslassens

Unternehmensnachfolgte: Nils Koerber gibt Wissen und Erfahrungen weiter

Foto: Vandenhoeck & Ruprecht Verlage

An den freiwilligen Rückzug aus dem eigenen Unternehmen zu denken, fällt Firmeninhabern

nicht leicht. Es kostet Überwindung, sich von seinem Lebenswerk zu lösen und seinen Platz

einem anderen zu überlassen. Der Unternehmensnachfolge-Experte Nils Koerber kennt das aus

seiner langjährigen Beratertätigkeit und auch persönlicher Erfahrung. Wie das Loslassen funktionieren

kann, beschreibt er in seinem Buch zum Thema Unternehmensnachfolge. Anders als

Fachbücher, die vor allem die rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte dieses Themas beleuchten,

stellt Jens Koerber inhaltlich die persönliche Identifikation der Unternehmer mit ihrem

Lebenswerk in den Fokus. Entstanden ist ein inspirierender Leitfaden mit vielen konkreten

Beispielen und Ideen. Wer selbst eine Unternehmensnachfolge plant oder Betroffene bei ihren

Entscheidungen unterstützen möchte, findet hier viele

nützliche Ratschläge. (SM)

VERLOSUNG

Erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht Verlage, 236 Seiten

mit 29 farbigen Abbildungen. Preis: 23,99 Euro.

Wir verlosen 3 × 1 Exemplar unter

www.stadtmagazin-bremen.de.

Eine prickelnde Hommage

an die Hansestadt

Küstenprickler: Seccos mit maritimem Touch

Die Wahlbremerin Christa Roewer hat zusammen mit dem Winzer

Markus Fries aus ihrer moselländischen Heimat zwei neue Seccos entwickelt.

Die „Küstenprickler“ in Weiß und Rosé bringen Weinleidenschaft

in den Norden und sind als Hommage an Bremen und die Nordsee zu verstehen.

Bei den Seccos mit maritimem Touch handelt es sich um Qualitätsperlweine

von der Mosel. Die weiße Variante ist ein ökozertifizierter Riesling/

Weißburgunder (12,5 % vol.), der Secco Rosé ein Spätburgunder/Dornfelder

(11 % vol.). (SM)

Erhältlich sind die Seccos in der Weinhandlung Julius Kalbhenn, Am Schüsselkorb 12,

sowie in Kürze online unter www.SchoppenQueen.de.

Preis: ab 7,95 Euro.

Fotos: Christopher Arnoldi

Foto: Humboldt Verlag

Ratgeber für Leute von heute

Gabriela Meyer: Moderne Umgangsformen für jede Lebenslage

Wir sind heute in zwei Welten zu Hause – in der analogen und in der digitalen. Wer sich in

beiden Welten souverän bewegt, dem sind Sympathien, Erfolg und Aufmerksamkeit gewiss.

Wie das funktionieren kann, erklärt Gabriela Meyer, Trainerin für moderne Umgangsformen

und Lehrbeauftragte für Public Relations, in ihrem Ratgeber „Modern-Life-Etikette:

Moderne Umgangsformen, erfolgreiche Selbstpräsentation und digitale Etikette“. Die in

Oyten lebende Autorin hilft ihren Lesern dabei, zeitgemäße Umgangsformen sicher einzusetzen.

Neben wertvollen Tipps ist das Buch gespickt mit Anekdoten und amüsanten

Beobachtungen. So ist es eine Inspirationsquelle für alle, die sympathisch und überzeugend

auftreten möchten. Ob auf Karriereplattformen im Internet, beim Small Talk, im

Co-Working-Space oder am Tisch eines Sternerestaurants – kenntnisreich und humorvoll

zeigt Gabriela Meyer, wo die kleinen und großen Stolperfallen unseres modernen

Lebens lauern und welche Benimmregeln für ein gutes Miteinander gelten. (SM)

Erschienen im Humboldt Verlag, 288 Seiten, Preis: 19,90 Euro.

15


LOKALES

Das Familien-Kult-Karussell

Ischa anders!

„Freipaak“ auf der Bremer Bürgerweide

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FREIPAAK

Der exklusive Greiferspaß

für die ganze Familie

Neben dem

BREAK DANCER

Vier Wochen lang Karussells, Imbisse und Buden auf der Bremer

Bürgerweide: Ab Freitag, 2. Oktober, heißt es ‚Ischa Freipaak‘.

In Anlehnung an das traditionelle Volksfest, den Bremer

Freimarkt, der seine Gäste jährlich willkommen heißt, organisiert

die Veranstaltungsgesellschaft Bremer Schausteller (VBS)

einen temporären Freizeitpark. Der „Freipaak“ ist montags bis

samstags, 13 bis 22 Uhr, und sonntags, 12 bis 21 Uhr geöffnet. Bis

einschließlich Sonntag, 1. November laden mehr als 100 Schausteller

mit ihren Angeboten zu einer vergnüglichen Zeit ein.

Jahrmarkt-Freunde können sich auf Klassiker wie „Break

Dancer“ und „Wilde Maus“ freuen, eine Runde im Kettenkarussell

drehen oder sich vergnügt in der Geisterbahn gruseln. Auch Riesenrad,

Wildwasserbahn und Autoscooter sind mit von der Partie.

Sieben Kinderkarussells ergänzen das Angebot. Kulinarisch besteht

ebenfalls eine große Auswahl: Neben Eis, Mandeln und

Zuckerwaren aller Art gibt es Bratwurst, Fischbrötchen, Maiskolben

und vieles mehr.

Foto: KW

Registrierungsformular zum Download

Auf Manitus Spuren

mit der Wildwasser 2

Liebevolle Details begeistern bei Tag und am Abend!

Heitmann Schneider, Münster

Um einen temporären Freizeitpark in Pandemie-Zeiten durchführen

zu können, muss darauf geachtet werden, dass alle Gäste

sich an die notwendigen Einlassregularien halten. Zwei Eingänge

– an der Theodor-Heuss-Allee gegenüber dem Hauptbahnhof

sowie der Findorff-Seite – ermöglichen den Zutritt zum

„Freipaak“. Das Veranstaltungsgelände wird komplett eingezäunt.

Voraussetzung für den Bummel durch den „Freipaak“ ist

die Hinterlegung der Kontaktdaten für eine mögliche Nachverfolgung,

sollte sich das Infektionsgeschehen verstärken. Das Registrierungsformular

wird als PDF zum Download im Internet

zur Verfügung gestellt, sodass es schon ausgefüllt zum Einlass

mitgebracht werden kann. Interessierte Gäste sollten beachten,

dass es in zweifacher Ausführung ausgefüllt werden muss. Eine

Seite wird beim Einlass abgegeben, die zweite beim Verlassen

des Geländes. Zudem besteht vor Ort die Möglichkeit, sich zu

registrieren.

Insgesamt dürfen sich 6000 Besucherinnen und Besucher

zeitgleich auf dem Gelände des „Freipaak“ aufhalten. Die Mitnahme

eines Mund-Nasen-Schutzes ist wichtig, da in den Wartebereichen

sowie an den Ein- und Ausgängen Maskenpflicht

besteht. (SM)

16


Öffnungszeiten:

Mo. - Sa. 13 - 22 Uhr

So. 12 - 21 Uhr

www.ischa-freipaak.de

HYGIENEKONZEPT

siehe www.ischa-freipaak.de

17


LOKALES

Foto: JF

„Jawoll, wir sind noch da!“

Bremer Schausteller: Bettina Robrahn-Böker und

Rudolf Robrahn über den bevorstehenden „Freipaak“

Freipaak statt Freimarkt

– dass Bremens fünfte Jahreszeit

2020 anders abläuft

als gewohnt, ist bekannt. Warum

die Stimmung unter den Schaustellern

dennoch gut ist und

worauf sich Besucher einstellen

müssen – darüber haben wir mit

Bettina Robrahn-Böker und Rudolf

Robrahn, Chef des Bremer

Schaustellerverbandes, während

der Aufbauarbeiten gesprochen.

Wie ist der Stand der Dinge?

Robrahn-Böker: Wir haben

etwa 120 Schaustellerbetriebe,

die aktuell nach und nach mit

den Aufbauarbeiten beginnen.

Das Angebot richtet sich hauptsächlich

an Familien. Sie stehen

in diesem Jahr im Fokus. Organisatorisch

sind wir in den letzten

Zügen und gut dabei.

Wie kann man sich den Gang

über den „Freipaark“ vorstellen?

Robrahn: Wir haben die Reihen

extra breiter gestaltet als sonst,

sodass Besucher pendeln und

die Richtung nach Bedarf ändern

kann. Aus Erfahrung können

wir jedoch sagen, dass es

grundsätzlich immer einen Lauf

nach rechts gibt.

Robrahn-Böker: Was für uns als

Kirmesmacher dagegen wirklich

neu ist, ist die Eingangssituation.

Uns ist bewusst, dass

wir diesbezüglich von unseren

Gästen viel erwarten. Sie müssen

sich registrieren, Eintritt

bezahlen und werden dann in

einer Schleuse gezählt. So können

wir gewährleisten, dass die

maximale Besucherzahl von

6000 auf dem Gelände nicht

überschritten wird. Gerade die

Abwicklung der Registrierung

war für uns eine ganz bewusste

Entscheidung.

Wie meinen Sie das?

Robrahn-Böker: Wir haben uns

für eine manuelle Registrierung

und gegen Apps und QR-Codes

entschieden und uns dabei an

den Erfahrungen orientiert, die

andere temporäre Freizeitparks

gemacht haben. Es wird ein Registrierungszelt

geben, wo man

das Formular – jeweils eins pro

Haushalt – ausfüllen kann. Es

gibt aber auch die Möglichkeit,

den Registrierungsbogen im

Vorfeld online herunterzuladen

und ausgefüllt mitzubringen.

Robrahn: Wir müssen unsere

Zielgruppe einfach im Blick haben.

Mit Zettel und Stift sprechen

wir auch Senioren an, die

mit ihren Enkelkindern kommen

und technisch vielleicht

nicht so bewandert sind. Das

Einfachste ist oftmals das Beste.

Wie ist die Stimmung im

Schaustellerverband?

Robrahn: Wir freuen uns, eine

Alternative zu haben, und setzen

alles daran, diese Veranstaltung

durchführen zu können.

Robrahn-Böker: Es hat natürlich

auch eine sehr emotionale

Komponente. Für alle Schausteller

ist es großartig, ihre Attraktionen

wieder aufbauen zu

dürfen. Für uns geht es darum,

zu zeigen: Jawoll, wir sind noch

da! Wir sind uns darüber bewusst,

dass der „Freipaak“ eine

Bewährungsprobe ist. Es ist

wichtig, dass wir alle einen guten

Job machen. (JF)

Messe Bremen

24

22

Gustav-Deetjen-Allee

2 3

Findorffstraße

P

Eingang /

Ausgang

1

15

29

31

14

28

13

16

12

27

30

4

17

21

11

23

20

5

6

25

9

7

18

19

26

10

Theodor-Heuss-Allee

8

Eingang /

Ausgang

Fahrgeschäfte

1 Riesenrad

2 Wildwasserbahn

3 Happy Sailor

4 Top In Autoscooter

5 Wilde Maus

6 Hurricane

7 Geisterbahn

8 Sky Dance

9 Troika

10 Break Dancer

11 Octopussy

12 Pool Party

13 Jekyll & Hyde

14 Wellenflug

Kinderfahrgeschäfte

15 Ballonfahrt

16 Highway Ralley

17 Kinderkarussell

18 Tom der Tiger

19 Kinderkarussell

20 Kinderrutsche

21 Kinderkarussell

22 Happy Family

23 Car for Kids

30 Kinderkarussell

31 Magic House

Ausschankbetriebe

24 Friesendiele

25 Elchbar

26 Ausschank

27 Die Scheune

28 Ausschank

29 Karussellbar

www.ischa-freipaak.de

18


Zu neuer Liquidität im Alter gelangen

wertfaktor Immobilien GmbH: Finanzielle Freiheit durch Immobilien-Teilverkauf

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Mit dem Eintritt in den Ruhestand steht vielen Senioren ein

besonderes Kapitel bevor. Schließlich beginnt nun jener

Lebensabschnitt, der Zeit für die schönen Dinge des Lebens

bereithält – so zum Beispiel für die Realisierung lang gehegter

Wohnträume. Ob eine eigene Sauna im Garten, ein Wohnmobil

für die große Rundreise: Für Immobilien-Eigentümer ist der Ruhestand

ein guter Zeitpunkt, um einen Teil der Immobilie in liquide

Mittel umzuwandeln.

Realisieren lässt sich diese Möglichkeit durch das Modell des

Immobilien-Teilverkaufs, angeboten von der wertfaktor Immobilien

GmbH. Die Idee: Der Verkäufer entscheidet zunächst, wie

hoch die Summe sein soll, die er aus seinem Eigenheim herauslösen

möchte. Daraufhin erstellt ein neutraler Sachverständiger

ein aktuelles Verkehrswert-Gutachten, aus welchem sich der prozentuale

Anteil ergibt, den wertfaktor aufkauft. Dieser beläuft sich

auf maximal 50 Prozent. Die Verkäufer bleiben also nicht nur mit

mindestens der Hälfte ihrer Immobilie an einer Wertsteigerung

beteiligt, sondern erhalten darüber hinaus auf den veräußerten Teil

ein lebenslanges Nießbrauchrecht. Dies ermöglicht es ihnen, das

Eigenheim weiterhin wie gewohnt zu nutzen und allein darüber zu

entscheiden. Für den Eigentumsanteil, den wertfaktor nicht nutzt,

wird ein monatliches Nutzungsentgelt fällig, welches aktuell pro

Jahr 2,9 Prozent des Auszahlungsbetrags beträgt.

Foto: Kniel Synnatzschke

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19


BOULEVARD

Jonny blickt auf Werder

20

Jonny Otten, Jahrgang 1961, machte

von 1979 bis 1992 insgesamt

349 Spiele für Werder Bremen, in

denen er drei Tore erzielte. Zudem

brachte er es auf sechs Einsätze

für die Nationalmannschaft. Im

STADTMAGAZIN wirft der ehemalige

Linksverteidiger einen

monatlichen Blick auf Werder.

Kämpfen und mutig sein!

Ganz ehrlich: nach dem ersten Spiel gegen Hertha BSC

und der 1:4-Heimniederlage wäre meine Saisonprognose

sicherlich ganz anders ausgefallen, als nach

dem 3:1-Auswärtssieg auf Schalke. Trainer Florian Kohfeldt

und sein Team haben sich damit am eigenen Schopf aus dem

Sumpf gezogen. Ich habe mir nach dem zweiten Spieltag die

Mannschaft einmal genauer angeguckt.

Torwart: Jiri Pavlenka hatte in der vergangenen Saison sicherlich

nicht seine beste Spielzeit in Grün-Weiß. Dennoch

ist er ein überdurchschnittlicher Bundesliga-Torwart. Wenn

er es schafft, seinen Fünf-Meter-Raum besser zu beherrschen

und sich auch fußballerisch noch etwas zu steigern, gehört er

für mich sogar zu den Top-3-Keepern. Mit Stefanos Kapino

steht zudem ein erstklassiger Ersatz parat.

Abwehr: Für mich ist die Innenverteidigung das Sorgenkind.

Vor allem, da es gehörig an Geschwindigkeit fehlt. Die bringt

im Prinzip zwar Ömer Toprak mit, doch der ist schon wieder

verletzt. Dafür sind beide Außenverteidigerposten gut bis

sehr gut und zudem doppelt besetzt.

Mittelfeld: Mit Patrick Erras wurde zwar ein Sechser verpflichtet,

doch stand der in den ersten beiden Bundesligaspielen

nicht auf dem Platz. Hier besteht ebenso Nachholbedarf

wie im kreativen Bereich. Spielerisch hinkt Werder seit dem

Kruse-Abgang den eigenen Ansprüchen hinterher. Absolut

positiv überrascht hat mich Jean-Manuel Mbom beim Spiel

in Gelsenkirchen. Der 20-Jährige, der in der Vorbereitung

vermehrt als rechter Verteidiger aufgelaufen war, machte ein

bärenstarkes Spiel, war sehr viel unterwegs und hat auch mal

kräftig hingelangt. Das war super, gerne mehr davon! Zumal

mit Romano Schmid und Nick Woltemade weitere vielversprechende

Talente in der Hinterhand warten.

Sturm: Wohl in keinem anderen Mannschaftsteil ist Werder

so gut besetzt. Niclas Füllkrug hat auf Schalke einmal mehr

seine Wichtigkeit für die Mannschaft nachgewiesen – nicht

nur als dreifacher Torschütze, sondern vor allem als Leader

auf dem Platz. Dahinter ist man mit Davie Selke, Josh Sargent,

Johannes Eggestein, Tatih Chong und vielleicht ja auch

Milot Rashica überdurchschnittlich gut aufgestellt.

Trainer: Ich finde es zeugt von Stärke, dass Kohfeldt nach

dem desolaten Auftakt gegen Schalke Pressing hat spielen

lassen und somit die Schwächen des Gegners offenlegte.

Auch die Personalentscheidung pro Mbom war ein Volltreffer.

Dass noch nicht der von ihm prognostizierte offensive

Werder-Fußball gespielt wird, ist zu verschmerzen.

Prognose: Normalerweise müsste bei dem Kader mindestens

Platz zehn drin sein. Aber das hatten wir vergangene Saison

auch gedacht. Also heißt es: Kämpfen und mutig sein, dann

klappt es mit dem einstelligen Tabellenplatz.

Fotos: Behrens (2), BORA-hansgrohe/Bettiniphoto (6)

Partystimmung nach der Vize-Europameisterschaft:

Kim Behrens (links) und Cinja Tillmann.

Gegen alle Widerstände –

über die Berge und an der Ostsee

Bremens erfolgreiche Athleten

VON MARTIN MÄRTENS

Vizeeuropameisterin im Beachvolleyball

Im Ostseebad Jurmala gelang der gebürtigen Bremerin Kim Behrens

der größte Erfolg ihrer bisherigen Karriere: An der Seite von

Partnerin Cinja Tillmann wurde sie im Beachvolleyball Vizeeuropameisterin

– und das, obwohl das Duo erst nach dem Verzicht

eines Nationalteams in den EM-Kader nachgerückt war. Im Finale

musste man sich denkbar knapp dem Schweizer Duo nach 16:18

im dritten Satz geschlagen geben. Kurz nach dem Erfolg sprach das

STADTMAGAZIN mit Kim Behrens.

Herzlichen Glückwunsch, wie fühlt es sich an, Vize-Europameister

und damit bestes deutsches Beachvolleyball-Team zu sein?

Das Gefühl ist aktuell noch total komplex. Diese ganzen Glückwünsche

und dieser Zuspruch. Diese Medaille in den Händen zu

haben und der Gedanke an die Siegerehrung. Die ganzen Presseberichte

und Bilder von uns überall. Ich bin total stolz auf unser Team

und begeistert, welchen Saisonabschluss wir hier hingelegt haben.

Ist der Erfolg nach den Problemen mit dem Deutschen Volleyball

Verband (DVV) auch ein Stück weit Genugtuung für Sie?

Ich möchte unseren Erfolg gar nicht in einen direkten Bezug zum

DVV sehen. Ich spiele Beachvolleyball für mich und ich wusste von

Anfang an, dass das, was der DVV mit uns macht, zu keinem Zeitpunkt

richtig ist. Also ändert die Silbermedaille jetzt nichts Ausschlaggebendes.

Es ist ein weiterer Beweis für etwas, was mir von

Anfang an klar war.


Singen verbieten?

KOLUMNE

… TV-Star Guido

Maria Kretschmer.

Was hat die Corona-Pandemie für Sie als Sportlerin bedeutet?

Eine große Ungewissheit und Herausforderung. Das Maß zu finden,

wie viel man nun weiter trainiert oder nicht, war eine große

Frage. Es wurde direkt die ganze deutsche Tour abgesagt und nur

Timmendorf blieb als letzte Hoffnung. Man sieht damit wie schnell

sich alles ändern kann. Und ich hoffe einfach, dass der Sport daraus

irgendwie gestärkt hervorgehen wird.

Bester Deutscher und Etappensieger

Siegte auf der

16. Etappe der

„Tour de France“:

Der Bremer

Lennard Kämna.

Eigentlich war er am 29. August als Helfer für Teamkapitän Emanuel

Buchmann in die 107. Tour gestartet. Doch am Ende war

Lennard Kämna als 33. in der Gesamtwertung bester Deutscher

und ebenso einziger deutscher Etappensieger bei der diesjährigen

„Tour de France“. Und das, obwohl der aus Fischerhude stammende

und mittlerweile in Bremen lebende Radrennfahrer zu Beginn der

Rundfahrt gleich mehrfach schwer stürzte. „Ich fahre jeden Tag am

Daueranschlag. Ich kann nicht die Leistung abrufen, wie ich es gerne

würde“, hatte Kämna noch in der ersten Woche gesagt. Doch mit

jedem Tag wurde die Beine des 24-Jährigen von Tag zu Tag besser.

Nachdem er zuvor einmal knapp geschlagen war, folgte der große

Triumph auf der 16. Etappe. „Es fühlt sich toll an. Ein einzigartiger

Tag, ein großer Kampf von Beginn an. Ich wusste, dass ich es

bis zum Ziel durchdrücken muss. Etwas ganz Großes für mich. Ich

kann es immer noch nicht wirklich glauben“, sagte Kämna direkt

nach seinem Sieg am 15. September auf dem 164 Kilometer langen

Teilstück von La Tour-du-Pin nach Villard-de-Lans. „Ich bin auf

der Bergkuppe ,all in‘ gegangen und es hat geklappt.“

Kämna will in dieser Saison noch vier Klassiker-Rennen bestreiten

und sich anschließend wieder Richtung bremische Heimat

begeben. Ob man ihn dann auch wieder auf der Blocklandrunde

sehen werde, hatte der WESER-KURIER in einem Interview unlängst

gefragt. „Wenn ich mal wieder in Bremen oder Fischerhude

bin, werde ich sie auf jeden Fall fahren“, so Kämnas Antwort.

Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“ sang 1974

schon Tina York, die jüngere Schwester von Mary

Roos, in der ZDF-Hitparade von Dieter Thomas

Heck. Singen im Chor ging damals noch, heute ist es unerwünscht.

Coronabedingt sollte allein gesungen werden.

Das können die Japaner mit Karaoke besonders gut, zumal sie

ja auch als das Land der Alleinstehenden gelten, also über die

meisten Singles verfügen. Mit Karaoke geben sie ein Stück

ihrer inneren Zurückhaltung auf, übertreiben jedoch häufig,

in dem sie sich grölend mit mehreren Sangesschwestern und

-brüdern in stickige, kleine Kabinen quetschen, statt ihrem

Singledasein zum Beispiel mit Fangesängen wie „You’ll never

walk alone“ an frischer Luft zu frönen. Aber gemeinsam

draußen singen ist derzeit auch unerwünscht. Immer alles

nur mit Maske. Gut für die Japaner, die das ja schon von Geburt

an kennen. Doch beim Karaoke hört für sie der Spaß auf.

Da möchten sie sich ihren Schmerz der Zurückhaltung aus

der Seele brüllen und haben einen Heidenspaß daran, sich

beim Singen zu blamieren. So jedenfalls sehen das die Europäer,

die Karaoke nicht wirklich verstanden haben und stets

versuchen, die ursprüngliche Melodie so gut wie möglich zu

treffen. Die Programme waren bis jetzt allerdings so konzipiert,

dass die höchste Punktzahl nicht beim „Schönsingen“,

sondern mit der Lautstärke erreicht wird. Schreien war also

Pflicht. Und jetzt müssen alle – auch die Japaner – eine Maske

dabei tragen? Doch jetzt naht Hilfe:

Eine Firma namens „Joysound“ hat ein neues Programm

entwickelt, bei dem man nicht mehr zu schreien braucht und

auch noch mit Maske alles perfekt zu verstehen ist. Vorausgesetzt,

man kann Japanisch. Und wer beschwert sich als

Erster? Ein Bluessänger aus Tokio (wie klingt eigentlich japanischer

Blues?) Motockney Nuquee meint, dass Karaoke

Stressabbau sei. Und damit der richtig funktioniert, müsse

man laut schreien. Aha, bis heute wusste ich gar nicht, dass

meine singenden Entsetzensschreie unter der Dusche bei zu

heißem Wasser auch Bluesgesang sein könnten. Dieser Tokiomann

will jedenfalls nicht mit Maske singen, weil zu Karaoke

für ihn auch der Gesichtsausdruck dazu gehört.

Meinen Gesichtsausdruck unter der Dusche kenne nicht

mal ich, egal, ob mit oder ohne Maske, da ich mich im beschlagenen

Badeszimmerspiegel eh nicht mehr erkenne.

Wenn ich demnächst wieder allein laut unter meiner Dusche

„Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“ mit Maske

schmettere, werden sich meine Nachbarn freuen, dass ich

noch nicht über die neue japanische Technik verfüge und alles

ein wenig undeutlich klingt. Damit sie trotzdem alles verstehen,

singe ich natürlich bei geöffnetem Fenster. Oder darf

man das jetzt auch schon nicht mehr?

Matthias Höllings, ehemaliger

Pressesprecher der ÖVB-Arena,

wirft in seiner Kolumne

einen Blick auf die ältere und

jüngere Vergangenheit und

wagt dabei auch einen Blick

hinter die Kulissen.

Weitere Geschichten von ihm

gibt es unter www.das64er.de.

21


22

VERANSTALTUNGEN

KOLUMNE

VERANSTALTUNGEN

Michaela Schaffrath

Gemüsewerft –

ein „Sundowner“

der besonderen Art

Da fährt man als „Neu-Bremerin“ nichtsahnend mit

dem Fahrrad eine kleine Abkürzung über das ehemalige

Kellogg’s-Gelände in der Überseestadt und

geht völlig perplex in die Eisen, weil man seinen Augen nicht

traut. Ist das etwa Hopfen, der da angebaut wird?

In der Tat … und nicht nur das. Denn in der Gemüsewerft

direkt an der Weser wird nicht nur Hopfen angebaut – der

direkt vor Ort von der Bremer Braumanufaktur zu diversen

Craft-Biersorten verwandelt wird – in rund 400 Hochbeeten

wachsen zudem zahlreiche Gemüse, Kräuter und Beeren heran,

die man, täglich frisch geerntet, käuflich erwerben kann.

Es ist ein Paradies für Liebhaber der urbanen Landwirtschaft.

Sozusagen noch obendrauf kann man hier das Angenehme

mit dem Nützlichen verbinden: Der liebevoll angelegte Biergarten

mit den selbst gebauten Sitzgruppen und Emporen

zwischen Pflanzcontainern und Hopfen lädt zum Entspannen,

Verweilen und Träumen ein. Panoramablick auf die Weser

und Sonnenuntergang inklusive. Und falls es draußen mal

etwas Schattiger ist, dient ein ausrangierter Straßenbahnwaggon

als Gastraum.

Wer keine Lust auf ein kühles Blondes hat, beziehungsweise

aus fahrtechnischen Gründen darauf verzichten muss,

erhält selbstverständlich ein alternatives Erfrischungsgetränk.

Der Ausschank befindet sich im ehemaligen Pförtnerhäuschen,

zudem wird auch Kaffee und Kuchen serviert.

Ein weiterer guter Grund, die Gemüsewerft zu besuchen

und zu unterstützen sind die Mitarbeiter. Das Gartenbauprojekt

der Gesellschaft für integrative Beschäftigung (GiB)

beschäftigt dort nämlich Menschen mit psychischen Erkrankungen,

seelischen und geistigen Behinderungen. Und diese

Arbeit macht sie stolz und selbstbewusst. Ein wunderbarer

Gedanke, der dahintersteckt!

Ehrlich gesagt, hat mich die Schließung des Traditionsunternehmens

Kellogg‘s nach 50 Jahren anfangs traurig gestimmt,

aber das Gelände verkommt glücklicherweise nicht

zu einer Industriebrache. Es wird zwar noch viele Jahre dauern,

bis alle geplanten Projekte auf der „Überseeinsel“ fertiggestellt

sind, aber die Gemüsewerft mit ihrem Biergarten,

dem wundervollen Ausblick und dem sozialen Engagement

sind ein guter Anfang und ganz sicher einen Besuch wert!

Na dann, zum Wohl … und ich wünsche Ihnen einen

wahrhaft goldenen Oktober, vielleicht sogar mit einem Sundowner

der besonderen Art in einer urbanen Oase.

Michaela Schaffrath ist Schauspielerin,

Sprecherin und

Moderatorin.

In ihrer Kolumne entdeckt

die Neubremerin für das

STADTMAGAZIN Bremen die

besonderen, verborgenen und

weniger bekannten Orte der

Hansestadt.

GASTRO

Simon Frank (links) und Hendrik Kuo, die Betreiber des neuen Soulm8,

wollen die Gäste mit einem Mix aus asiatischen Tapas sowie dem Charme

der denkmalgeschützten Räumlichkeiten überzeugen.

Foto: MÄR

Asiatische Tapas in

historischer Kulisse

Neu: Das Soulm8 in der Katharinen-Passage

In den historischen Gemäuern des St. Katharinen-Klosters, wo

einst Mönche speisten und sich zuletzt der Stadtwirt befand, hat

heute das Soulm8 seine Heimat gefunden. Das besondere daran:

Den Gästen werden ganz unterschiedliche und zum Teil neu

interpretierte asiatische Gerichte im Tapas-Style kredenzt – von

Sommerrollen, über Ramen-Nudeln, Dim Sum und Sushi, bis

hin zu Reis- oder Tofu-Gerichten steht eine Vielzahl asiatischer

Kleingerichte zur Auswahl. „Wir möchten unseren Gästen ein Geschmackserlebnis

über den eigenen Tellerrand hinaus bieten und

ein neues Restauranterlebnis kultivieren, bei dem für jeden garantiert

etwas dabei ist – egal, ob Vegetarier, Veganer oder Fleischliebhaber“,

sagt Hendrik Kuo, einer der beiden Gründer vom Soulm8

und ehemaliger Manager des Restaurants „Dim Sum House“ in der

Nähe des Bremer Hauptbahnhofs.

Auch architektonisch hat das neue Restaurant einiges zu bieten.

Vom ehemaligen Dominikanerkloster sind einige Gewölbe des

Kreuzgangs und des alten Speisesaals erhalten geblieben – genau

dort befinden sich die Gasträume. „Die Location hat einen ganz

einmaligen Charme. Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden,

bei der Inneneinrichtung der denkmalgeschützten Räumlichkeiten

auf moderne Elemente und Leuchtmittel im Industriedesign

zu setzen, die einen interessanten Kontrast zu den Backsteingewölben

des alten Klosters bilden“, erklärt Simon Frank, der zweite

Gründer des Restaurants, das Designkonzept. (SM)

Soulm8, Katharinenklosterhof 7, 28195 Bremen, www.soulm8.de


Gin des Lebens

Probierbox mit fünf ausgewählten

Wachholderschnäpsen der Region

Foto: Julia Windhoff

Mitte des 17. Jahrhunderts soll der Arzt

Franciscus Sylvius den Genever als Heilmittel

in Holland erfunden haben. Dieser

Wachholderschnaps gilt als Vorläufer des

Gin. Und nachdem dieser lange Zeit gemeinhin

als britische Spezialität galt, gibt es

mittlerweile sehr gute Wacholderschnäpse

aus Bremen und der Region. Ein Grund für

das „Made in Bremen“-Team, eine Probierbox

mit fünf ausgezeichneten Spiritousen

aus der Region herauszubringen.

Norgin, TimGin, Winzerkind, Hausberg

und Piekfeine Brände haben jeweils eine

5cl-Flasche in „Kapitan Crusoes Gin Box

„gelegt. Jede Sorte wird ausgiebig beschrieben

und es gibt jeweils eine Tonic Empfehlung.

VERLOSUNG

Wir verlosen drei „Gin des Lebens“-Probierboxen im Internet unter www.stadtmagazin-bremen.de.

Erhältlich bei Weinhandel Julius Kalbhenn,

(Schüsselkorb 12), Distillery, Tastillery & Shop,

Hoerneckestraße 3 sowie im Whisky-Warehouse,

Tastillery & Shop, Holsteiner Str. 88 in Bremen.

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23


24

GASTRO

Zwei Dinge liebe ich am Oktober:

die Herbstferien und

die Muschel-Zeit. Dieses Jahr

hatte ich die wunderbare Gelegenheit,

mir von Gianni Ferrulli

aus dem Al Pappagallo

eines meiner absoluten Lieblingsgerichte

zeigen zu lassen:

Spaghetti Vongole. Ein italienischer

Klassiker, voll von

frischen und sommerlichen

Aromen, leicht wie schnell

nachzukochen – und ein Hit

bei jeder Dinner-Party!

Temis Töpfe

Temi Tesfay bezeichnet sich selbst

als absoluten Food-Junkie.

2016 rief er seinen Blog „Ein Bisschen

Bremen“ ins Leben und veröffentlicht

darin seine Erfahrungen

mit den Restaurants der Hansestadt.

Im STADTMAGAZIN Bremen

verrät er jeden Monat eines seiner

Lieblingsrezepte, die er zuvor mit

einem Bremer Koch zubereitet hat.

Spaghetti Vongole

Al Pappagallo

Zubereitung

1. Die Pasta in kochendem Salzwasser sehr al dente kochen, also

etwa zwei Minuten unter der empfohlenen Kochanweisung.

2. Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Anschließend die

Knoblauchscheiben und die frischen Chilis vorsichtig anbraten,

bis sie weich, aber nicht gefärbt sind.

3. Die Muscheln in die Pfanne geben, gefolgt vom Weißwein. Nun

die Hitze erhöhen und die Pfanne zudeckeln.

4. Die Pfanne alle 20 Sekunden durchschütteln. Die Muscheln

sollten nach circa zwei Minuten gekocht sein. Dann aus der

Pfanne nehmen.

5. Die fertigen Pasta in die Pfanne geben. Durch den Weißwein

und die Muschelsauce schwenken, bis sie gut überzogen sind.

Nun die Muscheln, gegebenenfalls auch etwas reserviertes

Kochwasser, hinzufügen und durchschwenken.

6. Schließlich frische Petersilie darüber streuen und ein oder zwei

Minuten in der Pasta einwirken lassen, um die Aromen aufzunehmen.

Zutaten für 4 Personen

400 g Vongole veraci, gereinigt

400 g Spaghetti (alternativ Linguine)

10 Esslöffel Olivenöl

2 Knoblauchzehen, fein geschnitten

1/2 rote Chili, fein geschnitten

80 ml Weißwein

eine halbe Handvoll frischer Petersilie, fein geschnitten

Salz und Pfeffer

wahlweise dazu: confierte Tomaten

Guten Appetit!

Freuen sich über das neue Gütesiegel: Detlef Pauls (links), Inhaber des

Ringhotel Munte und Landesverbandspräsident DEHOGA Bremen,

Nathalie Rübsteck, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bremen, und

Michael Maier, Geschäftsführer Gastro-Consulting SKM. Foto: E. Peters

„TOP-Ausbildungsbetrieb“

Qualitätssiegel in der Gastronomie/Hotellerie

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA)

hat in diesem Jahr ein neues bundesweites Qualitätssiegel

mit dem Titel „TOP-Ausbildungsbetrieb“ eingeführt. Damit

soll ein starkes Zeichen für die Ausbildungsqualität in der Branche

gesetzt werden. In Bremen haben das Ringhotel Munte am Stadtwald

und der Chilli Club Bremen in der Überseestadt als erste Betriebe

die Auszeichnung erhalten.

Die teilnehmenden Unternehmen verpflichten sich, zwölf Leitsätze

einzuhalten und in der betrieblichen Praxis zu leben. Dazu

zählen unter anderem die Qualifizierung der Ausbilder sowie das

Arbeitsklima, das von Weltoffenheit, Fairness, Toleranz und Respekt

geprägt sein soll. Wichtig sind zudem Wertschätzung der

Persönlichkeit und Leistung der Auszubildenden sowie die betriebliche

Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Dies wird durch

die Maßnahmen im Betrieb (Betriebsbefragung) zu den jeweiligen

Leitsätzen konkretisiert und durch ein Punktesystem bewertet.

Kernelement und Voraussetzung für das Siegel ist die Einbindung

und Befragung der Auszubildenden zu den Maßnahmen im

Betrieb, abhängig von der Anzahl Azubis, erklärt Nathalie Rübsteck,

Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bremen. Sie ergänzt:

„Die als „TOP-Ausbildungsbetrieb“ zertifizierten Betriebe verbessern

mit ihrem Engagement die Reichweite und Glaubwürdigkeit

als attraktiver Ausbildungsbetrieb und sorgen für eine positive

Wahrnehmung durch die Azubis.“ Detlef Pauls, Inhaber des Ringhotels

Munte und Landesverbandspräsident DEHOGA Bremen

betont: „Insbesondere die anonymisierte Einbeziehung der Azubis

in den Zertifizierungsprozess hebt die teilnehmenden Betriebe von

anderen Mitbewerbern hervor. Denn zertifizierte Betriebe stehen

für eine Top-Ausbildung.“ Und das wird in diesem Fall von den

Azubis selbst bestätigt.

Mit der Initiative „TOP-Ausbildungsbetrieb“ schafft der

DEHOGA erstmals eine bundesweit einheitliche Zertifizierung für

einen hohen Ausbildungsstandard – und davon profitieren Bewerber

wie Betriebe in Hotellerie und Gastronomie.

„Den Betrieben, die sich als ‚TOP-Ausbildungsbetrieb‘ zertifizieren

lassen, bietet das neue Qualitätssiegel einen großen

Wettbewerbsvorteil und hebt diese als attraktive Ausbilder und

Arbeitgeber hervor“, sagt Michael Maier, Geschäftsführer Gastro-

Consulting SKM (Chilli Club) und stellvertretender DEHOGA-

Landesverbandspräsident.

Interessierte Betriebe können sich unter www.topausbildung.de

für das Qualitätssiegel bewerben. Auf der gleichen Seite erhalten

zukünftigte Auszubildende einen Überblick über die – je nach Beruf

– zertifizierten Betriebe. (SM)


Jede Woche ein Erlebnis

„Ein Bisschen Bremen“ jetzt mit 52 Gutscheinen

Bereits in den drei vergangenen Jahren hat Food-Junkie, Restaurantkritiker

und STADTMAGAZIN-Kolumnist Temi

Tesfay seine exklusive Gutscheinbox herausgebracht. Bei

der dritten Ausgabe, die ab dem 24. Oktober erhältlich ist, gibt es

jetzt eine Besonderheit: Statt wie bisher 25 sind darin dieses Mal

52 Gutscheine enthalten. Auf diese Weise kann man jede Woche

etwas besonderes erleben.

Bremen ist größer, breiter und bunter als man vielleicht auf

den ersten Blick denken mag. Das haben wir speziell im vergangenen

Jahr erlebt, das uns auf ganz besondere Weise mit unserer Heimat

verband. Reisen, die in der Ferne nicht möglich waren, wurden

durch Erkundungen und Trips in der Nähe ersetzt. Und was wir immer

wieder aufs Neue entdeckten, waren wunderbare Menschen

und Orte, die unsere Stadt mit ihren tollen Bisschen bereichern“,

sagt Tesfay. Der Macher hinter „Ein Bisschen Bremen“ geht noch

einen Schritt weiter: „Ein Bisschen Bremen ist eine Liebeserklärung

an unsere Stadt. Lange Zeit haben wir ihre leckersten Seiten

gezeigt. Und das macht nach wie vor Riesenspaß. Aber die Wahrheit

ist, dass es daneben auch viele andere schöne Seiten gibt“.

So sind neben den gastronomischen Angeboten wie Kleiner Ratskeller,

Der Kuhhirte, Zio Manu di Napoli auch andere Highlights

wie SaunaHuus, Bootscharter Bremen, Atlantic Hotel und weitere

als Gutscheindeals aus Bremen und der Umgebung zu entdecken.

Foto: T. Tesfay

Angebot für STADTMAGAZIN-Leser

Die neue Ausgabe des exklusiven Gutscheinmagazins „Ein Bisschen

Bremen“ ist ab dem 24. Oktober erhältlich. STADTMAGAZIN-

Leser erhalten unter www.einbisschenbremen.de mit dem Code

„einbisschenvorfreude“ bis zum 31. Oktober 5 Euro Rabatt. (SM)

VERLOSUNG

Wir verlosen 3 x1 Gutscheinbox unter www.stadtmagazin-bremen.de.

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25


MODE

Minimalistisch durch die goldene Jahreszeit

dodenhof: Experten liefern modische Ausblicke auf den diesjährigen Herbst

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Fotos: Jens Schmidt

Wenn es um die neuen Trends im Herbst geht, fällt das Urteil

der Experten der dodenhof ModeWelt klar aus: Minimalismus

bestimmt die Wahl der Garderobe. Dabei geht es um

den harmonischen Dreiklang aus Schlicht, Modern und Einfarbig.

Laut modischer Einschätzung aus Posthausen wird der minimalistische

Look am liebsten in einer Farbfamilie getragen. Neben

schwarz eignen sich am besten Grautöne und neutrale Farben. Für

Akzente sorgen Drucke oder ein Mix aus Lagen, Materialien und

Volumen innerhalb eines Outfits. Wichtiges Key-Piece: ein lässiger

und lang geschnittener Blazermantel. Auch Strickpullover werden

diesem Trend gerecht und lassen sich idealerweise mit einer Mütze

oder einem kuschligen Schal aus Kaschmir kombinieren. Dazu

noch klassische, meist spitze Stiefeletten mit Absatz oder weiße

Sneaker, eine Umhängetasche in Beutelform – und der minimalistische

Herbstlook ist kreiert.

Die Männer haben es in dieser Saison besonders simpel: Im

Bereich Herrenmode gibt es laut den Experten keinen bindenden

Dresscode. Vielmehr gehe es um einen unkonventionellen Lifestyle,

der sich modisch wiederspiegelt. dodenhof empfiehlt: Sakkos

und Anzüge lässig mit Strick oder T-Shirts und Sweatshirts

kombinieren. Auch Cord ist gern gesehen, ebenso wie Karomuster

und Streifen auf Wollhosen und Mänteln, die das Outfit zusätzlich

aufpimpen. Als Key-Piece bleibt die Weste weiterhin ebenso unverzichtbar

wie die klassische schwarze Lederjacke.

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ilka@bleibtreubybauermann.de

Mode mit Wohlfühlfaktor

„Bleibtreu by Bauermann“ in Leeste eröffnet

Um während der anhaltenden Pandemie ein Modegeschäft zu eröffnen,

braucht es eine gehörige Portion Mut. Den hat Ilka Schulz

bewiesen: Vor wenigen Wochen wagte sie mit der Boutique

„Bleibtreu by Bauermann“ den Schritt in die Selbstständigkeit.

Als Kundin war die Leesterin selbst gerne bei Bauermann,

einem Modegeschäft in Bremen, einkaufen. Damit führt die

53-Jährige fort, was in Bremen im vergangenen Jahr endete. Das

Geschäft Bauermann, wo Schulz selbst viele Jahre gearbeitet hat,

schloss. Das brachte die Modebegeisterte Leesterin auf die Idee,

eine eigene Boutique in ihrer Heimat zu eröffnen. Der Name

„Bleibtreu by Bauermann“ soll an das damalige Bremer Geschäft

erinnern und Stammkunden

ansprechen, doch die

Zielgruppe des neuen Modegeschäftes

sei auch bunt

gemischt. „Vor Kurzem war

eine Familie hier – Mutter,

Tochter und Enkelin – alle

drei Generationen haben

etwas gefunden“, berichtet

Schulz.

In Sachen Damenmode

setzt Schulz auf zeitlose

Mode mit guter Qualität und

Wohlfühlfaktor. Zum Sortiment

zählen zudem Wohnaccessoires

– von Kuscheldecke

bis Windlicht. (SM)

Boutique-Inhaberin Ilka Schulz.


Foto: Bleibtreu by Bauermann


KOPF BIS FUSS

GESUNDHEITSMAGAZIN FÜR BREMEN UND UMGEBUNG

VON

2020

Aktuell: Corona und Grippe

Vorsorge-Ordner: Alles geregelt

Ausprobiert: In der Beautylounge

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EDITORIAL · INHALT

3

Gesund und ausgeglichen

Das Jahr 2020 hat unser aller Wohlbefinden in bisher ungeahnter

Weise auf die Probe gestellt. Seit die Pandemie den Alltag bestimmt,

wird einmal mehr deutlich: Die Gesundheit ist unser kostbarstes

Gut und es obliegt uns als Gemeinschaft, sie zu schützen.

Was jeder Einzelne für sich und zum Schutz anderer dazu beitragen

kann, hat uns der Bremer Virologe Andreas Dotzauer im Interview

erklärt und rät insbesondere Risikogruppen, sich gegen die Grippe

impfen zu lassen.

Corona und seine Auswirkungen auf unsere Gesundheit ist nur

eines der Themen, dem sich die folgenden Seiten widmen. Denn

die Welt steht nicht still. Während die einen mit einem angeschlagenen

Immunsystem zu kämpfen haben, suchen Menschen mit

chronischen Leiden und altersbedingten Beschwerden Hilfe bei

den jeweiligen Experten.

Wie Sie stressige Situationen besser durchstehen und verarbeiten

können, ist ein weiterer Schwerpunkt in diesem Heft. Körperlicher

und nervlicher Anspannung rücken Sie am wirkungsvollsten mit

sportlicher Betätigung, entspannenden Wellness-Anwendungen

und Hilfsmitteln aus der Natur zuleibe. Auch für diesen Themenbereich

haben wir auf den folgenden Seiten einige Anregungen zusammengestellt.

Vorsorge ist besser als Nachsehen, so sagt es der Volksmund. Unsere

Gesellschaft wird dank des medizinischen Fortschritts immer

älter und die Versorgung im Alter sollte frühzeitig geklärt werden.

Die wichtigsten Dokumente griffbereit haben jene, die frühzeitig

einen Vorsorge-Ordner anlegen, den wir Ihnen gemeinsam mit

unseren Kooperationspartnern präsentieren.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und vor allem Gesundheit!

IMPRESSUM

Eine Anzeigen-Sonderveröffentlichung der

WESER-KURIER Mediengruppe

Magazinverlag Bremen GmbH

Martinistraße 43, 28195 Bremen

Telefon 04 21 / 36 71-49 90

E-Mail info@stadtmagazin-bremen.de

Redaktion: Martin Märtens (V.i.S.d.P.),

Kristina Wiede, Jennifer Fahrenholz

Grafik/Layout: B.O. Beckmann

Lektorat: Kerstin Radtke

Anzeigen: Volker Schleich (verantwortlich),

Anja Höpfner, Anne Zeidler, Per-Uwe Baad

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG,

Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel

Urheberrechte: Der Nachdruck von Beiträgen ist nur mit

Genehmigung des Verlages und mit Quellenangabe gestattet.

Titelbild: AdobeStock

Corona und Grippe 4

Der Bremer Virologe Andreas Dotzauer im Interview

Neues Gesundheitsportal online 6

Das Bundesministerium informiert

Bewegungsmedizin 12

Diagnostik und Therapie im SporThep

Mission Fußgesundheit 15

Orthopädieschuhtechnik von Hüneke & Jahns

Alles geregelt für den Notfall 18

Neuer Vorsorge-Ordner für Bremen und die Region

Herausforderungen in der Pflege 23

Die Arbeitnehmerkammer informiert

Sauna und Corona 25

Was nach der Wiederöffnung zu beachten ist

Legaler Wirkstoff aus Hanf 28

Erster CanaLine-Shop in der Bremer City

Ausprobiert! 30

Zu Besuch in der Beautylounge

Editorial 3

Impressum 3

Foto: Pixabay


4 VON KOPF BIS FUSS

waren. Aber die Leute sind pandemiemüde.

Es wird nicht mehr im notwendigen

Maße auf die geachtet – also Abstand halten,

Masken tragen, Hände waschen. Es

wurde aus meiner Sicht auch ein bisschen

verpasst, die Leute über das Verhalten von

Viren weiter aufzuklären. Wir müssen aber

jetzt wieder über striktere Maßnahmen

nachdenken. Das muss nicht zu einem totalen

Lockdown führen, aber wir müssen

die momentane Situation annehmen und

darauf reagieren.

Wie könnten striktere Maßnahmen aussehen?

Man muss sich Gedanken machen, wo man

regulierend eingreift. Das passiert auch gerade,

es wird ja darüber diskutiert, ob und

wo es bundeseinheitliche Vorgaben geben

wird. Aber man muss natürlich weiterhin

auf die Situation vor Ort gucken. In Mecklenburg-Vorpommern,

wo es wenige Fälle

gibt, können sicherlich andere Maßnahmen

als in Bayern getroffen werden.

Foto: C. Kuhaupt

„Die Leute sind

pandemiemüde“

Der Virologe Andreas Dotzauer im Interview über Corona und Grippe

Herbst und Winter stehen vor der Tür.

Welche Auswirkungen wird das aus Ihrer

Sicht auf die Pandemie haben?

Die Menschen werden sich wieder vermehrt

drinnen treffen. Genau an diesem

Punkt ist es wichtig, sich noch einmal mehr

an die Regeln zu halten und vor allem regelmäßig

zu lüften. Zudem werden weitere

Erkältungskrankheiten hinzukommen. Das

heißt, es wird vermehrt gehustet und geniest.

Wenn in einem solchen Fall eine zusätzliche

Coronainfektion vorliegt, haben

wir nicht nur das Problem der Aerosole,

sondern zudem vermehrt die Gefahr der

Schmierinfektion, die wir bisher kaum gesehen

haben.

Professor Dr. Andreas Dotzauer leitet

an der Bremer Universität das

Laboratorium für Virusforschung.

Im Interview spricht der Virologe über

steigende Corona-Infektionszahlen, die

Wichtigkeit von Grippeimpfungen sowie

persönliche Maßnahmen zum Schutz vor

Ansteckungen.

Kommt die zweite Corona-Welle oder

sind wir schon drin?

Ich rede ungern von einer zweiten Welle,

meiner Meinung befinden wir uns immer

noch in der gleichen wie zu Beginn der Pandemie

– schließlich gab es fortwährend Infektionen.

Diese wurden zunächst weniger

und steigen jetzt wieder deutlich. Die Welle

ist also nach einer Abflachung wieder deutlich

höher, aber keine zweite.

Wie ist die Situation in Bremen aus Ihrer

Sicht?

Bremen ist nicht abgekoppelt vom Rest

Deutschlands. Wenn wir nur auf Bremen

gucken, schauen wir dabei auf einen sehr

engen Bezirk. Insgesamt hängt Bremen

dem Trend immer etwas nach, aber auch

wir befinden uns momentan, Ende September,

in einem Bereich, wie zuletzt im April.

Der Unterschied ist allerdings, dass es damals

gewisse Hotspots wie beispielsweise

die Pflegeheime gab. Die aktuelle Situation

ist eine andere. Momentan geht es eher um

private Veranstaltungen, wie Geburtstage

oder Hochzeiten. Von dort werden die Infektionen

nach „außen“ getragen, in andere

Bereiche. Mir scheint die Situation dadurch

eher gefährlicher als zuvor.

Worauf führen Sie die vermehrten Infektionen

zurück?

Wir befinden uns in einer Phase von großen

Lockerungen – die, als die Infektionszahlen

sehr niedrig waren, auch völlig in Ordnung

Es droht eine Grippewelle. Sollte man sich

aus Ihrer Sicht impfen lassen?

Ja, da man so die Gefahr zusätzlicher Virenerkrankungen

neben Corona zumindest

stark reduziert. Es gibt allerdings keine

Daten dazu, wie gerade bei Risikogruppen

der Verlauf einer Doppelinfektion wäre. Es

ist zu befürchten, dass sich die Symptome

und der Verlauf stark verschlimmern könnten,

da von beiden Erkrankungen das gleiche

Zielgebiet betroffen wäre.

Sind wir in Bremen gut für den Herbst

vorbereitet?

Allein durch die Symptome, die auch bei

der Grippe und anderen Erkältungskrankheiten

auftreten, werden die Testungen zunehmen.

Momentan sehe ich unsere Labore

aber soweit gut aufgestellt. Wenn zusätzlich

wieder mehr Menschen intensiv behandelt

werden müssen, so gehe ich davon aus, dass

das genau beobachtet und man entspre-


5

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SIND SIE

VORBEREITET?

Mit dem

Vorsorge-Ordner

sind Sie auf der

sicheren Seite!

B R E M E N

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DER REGION.

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Andreas Dotzauer rät zum Tragen von Masken sowie vor allem Risikopatienten

zur Grippeimpfung.

Fotos: Pixabay

chend reagieren wird. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass es uns

jetzt gelingt, die Infektionszahlen wieder zu senken oder sie zumindest

stabil zu halten und so ein exponenzielles Wachstum an

Infizierten zu verhindern.

Ist absehbar, wann es einen Corona-Impfstoff geben wird?

Ich gehe davon aus, dass wir Ende dieses beziehungsweise Anfang

kommenden Jahres zwei bis drei gute Kandidaten haben werden.

Das heißt allerdings nicht, dass uns dieser Impfstoff dann sofort

zur Verfügung steht. Das Ganze ist abhängig vom Wirkprinzip des

Impfstoffes und der damit verbundenen Dauer für die Herstellung.

Ich gehe davon aus, dass uns nicht vor Sommer, eventuell

Herbst 2021 ein Impfstoff für die breite Masse zur Verfügung stehen

wird.

Haben Sie eine Empfehlung für unsere Leser?

Wir müssen uns vor allem darüber bewusst werden, dass alles etwas

mehr Zeit braucht und nicht so weitergehen kann wie zuvor.

Jeder sollte regelmäßig lüften und sich nach Möglichkeit nicht in

Räumen mit vielen Menschen aufhalten. Zudem gilt weiterhin:

Abstand halten, Masken tragen und vermehrtes Händewaschen

und diese, wenn möglich, auch desinfizieren. Ich kann jedem zusätzlich

empfehlen, sich gesund und vitaminreich zu ernähren,

um so das Immunsystem zu stärken. Und man sollte sich nach

Möglichkeit viel an der frischen Luft bewegen, Spaziergänge machen

oder mit dem Fahrrad fahren. (MÄR)

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6 KOPF BIS FUSS

Neues Gesundheitsportal ist online

Bundesministerium für Gesundheit informiert nutzerfreundlich und barrierefrei über aktuelle Themen

Foto: www.gesund.bunde.de

Am 1. September startete das Bundesministerium für

Gesundheit ein Nationales Gesundheitsportal: Unter

www.gesund.bund.de können sich Bürgerinnen und

Bürger künftig schnell, zentral, verlässlich, werbefrei

und gut verständlich über alle Themen rund um Gesundheit und

Pflege informieren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Gerade

die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig seriöse Gesundheitsinformationen

sind. Nur wer informiert ist, kann sich und andere

schützen. Mit dem Nationalen Gesundheitsportal wollen wir Bürgerinnen

und Bürger aber auch jenseits von Corona zu Fragen rund

um ihre Gesundheit informieren – schnell, benutzerfreundlich und

fundiert. Wer Gesundheit googelt, soll künftig auf dem Nationalen

Gesundheitsportal landen.“

Welche Informationen bietet das Portal?

Auf dem Nationalen Gesundheitsportal können sich interessierte

Bürgerinnen und Bürger ab heute über die häufigsten Krankheitsbilder

wie etwa Krebserkrankungen, Herzkreislauferkrankungen

oder Infektionserkrankungen informieren. Außerdem werden

zahlreiche Beiträge zu verbrauchernahen Themen wie Pflege, Prävention

und Digitalisierung angeboten.

der Inhalte klar beschrieben. So ist für den Nutzer nachvollziehbar,

wer den Beitrag fachlich geprüft hat, wie aktuell der Stand des

Artikels ist und auch welche Quellen den Inhalten zugrunde liegen.

Künftig sollen ausgewiesene Experten die Redaktion zu methodischen

Fragestellungen bei Erstellung von guten Gesundheitsinformationen

unterstützen. Um das Angebot nutzerfreundlich

weiterzuentwickeln, sollen fortlaufend Analysen zu zielgruppenorientierten

Interessen durchgeführt werden.

Wie funktioniert das Portal technisch?

Das Nationale Gesundheitsportal startet auf dem neuesten Stand

der Technik. Auch die Vorgaben zur Barrierefreiheit sowie das

Angebot der Gebärdensprache werden erfüllt. Alle Videos sind

untertitelt. Alle Server des Portals befinden sich in Deutschland

und entsprechen den Sicherheitskriterien des Bundesamts für

Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Es sind ausreichend

Serverkapazitäten vorhanden, so dass auch bei einer sehr hohen

Belastung durch viele Zugriffszahlen eine reibungslose Nutzung

gewährleistet werden kann.

Weitere Informationen: www.gesund.bund.de

Wer betreibt das Portal?

Das Nationale Gesundheitsportal wird in Verantwortung des Bundesministeriums

für Gesundheit (BMG) betrieben.

Mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

(IQWiG), dem Deutschen Krebsforschungszentrum

(DKFZ) und dem Robert Koch-Institut (RKI) standen dem

BMG renommierte Content-Partner zur Seite. Bei der Arzt- und

Krankenhaussuche wird das BMG außerdem durch die „Weiße

Liste“ der Bertelsmann-Stiftung sowie anerkannte Expertinnen

und Experten zu einzelnen Fachthemen unterstützt. Die Inhalte

basieren auf aktuellen Forschungsarbeiten und Meta-Studien.

Wer prüft die Qualität der Informationen?

Wenn es um gute Gesundheitsinformationen geht, ist Transparenz

und Qualität ganz wichtig. Daher sind alle Prozesse zur Erstellung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Foto: FR


7

Wie bitte?

Moderne Hörsysteme: Technikwunder für jedes Alter

Foto: AdobeStock

Foto: Adobe Stock

Menschen mit Hörverlust schätzen jene Alltagshelden, die

ihnen Tag für Tag gutes Hören und somit Lebensqualität

schenken: vom Hörakustiker individuell angepasste Hörsysteme.

Die schicken Geräte können aber auch für Normalhörende

in anderen Lebensbereichen eine große Hilfe sein.

Dass Hörsysteme mehr können, als „nur“ einen Hörverlust

auszugleichen, hat sich herumgesprochen. So nutzen auch Normalhörende

die Systeme, um beispielsweise Telefonate oder Musik

in bester Klangqualität ins Ohr zu übertragen. Via Bluetooth

lässt sich das Smartphone mit den Hörsystemen koppeln, sodass

Features wie Terminerinnerungen oder eine Fremdsprachenübersetzung

genutzt werden können.

Sicherheit im Alltag dank Sensortechnologie

Darüber hinaus können Hörakustiker moderne Systeme ganz individuell

für bestimmte Situationen programmieren. „Die Mikrofone

in den Hörsystemen erfassen permanent die Umgebungsgeräusche“,

erklärt Beate Gromke, Hörakustikmeisterin und Präsidentin

der Europäischen Union der Hörakustiker e. V. „Außerdem analysieren

Sensoren Bewegungsabläufe.“ Fährt ein Hörgeräteträger

beispielsweise des Öfteren mit dem Rad, kann das Hörsystem

anhand von Geräusch- und Bewegungsmustern erkennen, wann

der Nutzer auf dem Sattel sitzt – und wechselt selbsttätig in ein

optimales Programm, in dem unter anderem Windgeräusche

unterdrückt werden. Auch für Auto fahrten, Konzerte oder den

Lieblingssport können Einstellungen gespeichert werden. Diese

Möglichkeiten machen den Alltag für Hörsystemträger nicht nur

angenehmer, sondern auch sicherer. „Ein weiteres Thema beim

Einsatz der Sensortechnologie ist das Vermeiden von Stürzen“,

betont Gromke. Mediziner gehen davon aus, dass jeder dritte über

65-Jährige mindestens einmal im Jahr stürzt. Verletzungen und

Unsicherheit sind die Folgen. Die Hightech-Komponenten im

Hörsystem können erkennen, wenn der Nutzer fällt, und senden

eine Alarm-SMS an vorher festgelegte Kontakte.

Darüber hinaus kann der Hörakustiker Übungen im Gerät speichern,

bei denen mithilfe der Sensoren die Balance geschult wird

– und die zur Sturzprävention beitragen. „Die Experten in den Hörakustikfachgeschäften

informieren, beraten und begleiten bestmöglich

bei der Auswahl und Anpassung dieser hilfreichen Technikwunder“,

verspricht Beate Gromke. (AKZ-O)

• Meisterbetrieb

• Höranalyse & Tinnitusberatung

• Eigenes Otoplastiklabor

• Zubehör & Pflegeprodukte

• Gehörschutz

• Hausbesuche

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8 VON KOPF BIS FUSS

Arthrose:

Fakten-Check

Kälte, Fingerknacken und Gymnastik:Gerüchte und

Wahrheiten über die häufigste Gelenkerkrankung

Fotos: DJD/CH-Alpha-Forschung/Adobe Stock

Es ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung,

folglich gibt es viele

unterschiedliche Meinungen, Erfahrungen

und Tipps zu Arthrose.

Allerdings gibt es auch fast ebenso viele

Irrtümer. Grund genug, einige der kursierenden

Mythen unter die Lupe zu nehmen.

Gerade jetzt in der kühlen Jahreszeit hört

man beispielsweise immer wieder, dass

Kälte die Arthrose verschlimmere. Das

stimmt nur bedingt: Zwar können frostige

Temperaturen Verspannungen fördern und

so Beschwerden begünstigen, vielmehr ist

es aber der in den Wintermonaten weit verbreitete

Bewegungsmangel, der den Gelenken

zusetzt.

Gelenke schonen?

Damit ist gleich ein weiteres Gerücht ausgeräumt:

Von Arthrose betroffene Gelenke

soll man schonen. Falsch! Tatsächlich

sorgt moderates Training sogar dafür, dass

der angegriffene Knorpel gut mit lebenswichtigen

Nährstoffen versorgt wird. Was

wiederum die Nährstoffe angeht, hält sich

oft die Ansicht, dass diese gegen Gelenkverschleiß

wenig ausrichten können. Auch

das ist so nicht richtig. Wissenschaftliche

Untersuchungen zeigen andere Ergebnisse.

So können zum Beispiel bioaktive Kollagen-Peptide

und anti-entzündliche Pflanzenextrakte

positive Effekte erzielen.

Ein anderer Mythos dreht sich um Fingerknacken

und Co. Fast jeder hat schon erlebt,

dass manche Menschen auf Kommando

ihre Gelenke knacken lassen können. Dann

heißt es häufig: „Davon bekommt man Arthrose.“

Auch unwillkürliche Knackgeräusche

beim Aufstehen, Beugen oder Strecken

werden häufig als Vorboten oder Symptome

von Gelenkverschleiß interpretiert. Dafür

gibt es jedoch keine Belege. Laut einer Studie

der Universität von Kalifornien hatten

etwa „Fingerknacker“ nicht mehr Handprobleme,

Schmerzen oder Schwellungen als

„Nichtknacker“.

Der Arzt kann nicht helfen?

Einem Irrtum sollte allerdings möglichst

kein Arthrosepatient unterliegen: dass der

Arzt nicht helfen kann. Auch wenn fortgeschrittener

Gelenkverschleiß als nicht heilbar

gilt, gibt es doch viele ärztlich verordnungsfähige

Behandlungsmöglichkeiten,

um die Beschwerden zu lindern. So können

neben herkömmlichen Schmerzmitteln

auch konservative Therapien wie Krankengymnastik,

Einlagen, Orthesen sowie Kälteund

Wärmebehandlungen die Lebensqualität

verbessern. (DJD)


Was zahlt die Kasse?

Brillenverordnung: Zusätzliche Kosten beim Augenarzt

können trotz Brillenrezept anfallen

9

Kosten für die Brillenverordnung müssen wir Ihnen

extra berechnen.“ Diesen Satz hören viele gesetzlich Versicherte,

die sich bei ihrem Augenarzt ein sogenanntes

„Die

Brillenrezept ausstellen lassen. Unter welchen Bedingungen sie

die Kosten tatsächlich selbst tragen müssen, erklärt Dr. Johannes

Schenkel, ärztlicher Leiter der Unabhängigen Patientenberatung

Deutschland (UPD).

„Klagt der Versicherte über Sehbeschwerden, werden die Kosten

für die notwendigen Untersuchungen von der Krankenkasse

übernommen“, sagt Dr. Schenkel. Anders sieht es bei der Brillenverordnung

aus. „Diese bezahlt die Kasse nur dann, wenn auch

die Voraussetzungen für die anschließende Kostenübernahme der

Sehhilfe vorliegen. Allerdings wird eine solche Verordnung auch

nur dann benötigt.“ Eine solche Voraussetzung ist zum Beispiel

gegeben, wenn Sie aufgrund einer Kurz- oder Weitsichtigkeit eine

Brille mit mehr als plus oder minus sechs Dioptrien benötigen oder

bei einer Hornhautverkrümmung eine Sehschwäche mit mehr als

vier Dioptrien ausgeglichen werden muss. „In diesen und weiteren

Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Sehhilfen

in der Höhe vertraglich vereinbarter Preise. Auch die Kosten für

die Brillenverordnung sind darin enthalten.“ Nicht immer ist eine

Brillenverordnung notwendig, wenn Patienten eine neue Brille benötigen.

„Unerlässlich ist die Verordnung, wenn die Krankenkasse

die Kosten für eine Sehhilfe übernimmt“, sagt Dr. Schenkel. Nur

wenn der Patient eine spezielle Bescheinigung wünscht, muss er

diese privat bezahlen. (SPP-O)

Infos: www.patientenberatung.de

Foto: KatarzynaBialasiewicz/gettyimages.com/akz-o

Unsere Leistungen für Sie:

• Konservative

Augenheilkunde

• Lasertherapie

• Augenchirurgie

Das Beste für Ihre Augen

AugenZentrumBauer

Leitende Ärzte:

Dr. Lutz Bauer & Gabriele Bauer

Dr. Katharina Bauer-Melville

Jacqueline Piscol-Feindler

Dr. Regina Alhusen

Roland Ritzel

Dr. Patricia Liedtke

Leher Heerstraße 66

28359 Bremen

Tel.: 0421 - 24684 - 0

Fax: 0421 - 24684 - 10

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Wir sind für Sie da 0421 24 68 40 • rezeption@augen-zentrum-bauer.de • www.augen-zentrum-bauer.de

Wir sind für Sie da

Infoabend: Einmal im Monat bietet das AugenZentrumBauer einen Informationsabend zum Thema: „Gut sehen“ an.

0421 24 68 Termine 40 | rezeption@augen-zentrum-bauer.de für die nächsten Infoabende: 26.10.2020, | www.augen-zentrum-bauer.de

16.11.2020 und 07.12.2020 jeweils 18 Uhr.


10 VON KOPF BIS FUSS

Linsentrübung?

Grauer-Star-OP: Neue Generation

monofokaler Kunstlinsen bietet viele Vorteile

Foto: DJD/Mauritius Images/Cultura

Im Leben zählt jede Sekunde. Auch für unsere Augen. Wenige

Augenblicke genügen, um uns ein Bild von unserer Umgebung

zu machen. Gutes Sehen ist daher im Alltag unerlässlich. Doch

die Sehkraft lässt mit dem Alter nach und immer häufiger wird

die Diagnose „Grauer Star“ gestellt. Der Graue Star, auch Katarakt

genannt, ist ein natürlicher Alterungsprozess und befällt früher

oder später fast jeden Menschen über 60. Durch die schleichend

fortschreitende Linsentrübung lässt die Sehkraft immer mehr

nach, das Sehen wirkt unscharf, grau und verschleiert. Zudem werden

die einfallenden Lichtstrahlen durch die Katarakt gestreut, was

eine verstärkte Lichtempfindlichkeit zur Folge hat. Unbehandelt

kann die Augenerkrankung zur Erblindung führen. Die einzige Behandlungsoption

ist das Einsetzen von Kunstlinsen, sogenannten

Intraokularlinsen (IOL).

Linsenmodelle mit verschiedenen Sehoptionen

Heute zählt die Staroperation zu den häufigsten Operationen überhaupt,

sie erfolgt ambulant und dauert nur wenige Minuten. Das

Auge wird örtlich betäubt, die getrübte Linse wird entfernt und

durch eine künstliche ersetzt. Vor jeder Operation ist ein Gespräch

mit dem behandelnden Augenarzt beziehungsweise mit dem Augenchirurgen

wichtig, denn die ausgewählte Linse muss zum Patienten

und dessen individuellen Lebensstil passen. Man sollte beachten:

Linse ist nicht gleich Linse. Verschiedene Linsenmodelle

können verschiedene Sehoptionen bieten.

Besser sehen mit Monofokallinse

Die am häufigsten eingesetzte Linse bei Kataraktoperationen ist

die sogenannte Monofokallinse, die bisher jedoch einen Nachteil

hatte. Bislang mussten Katarakt-Patienten bei der Wahl einer

monofokalen Linse Abstriche in Kauf nehmen. Sie konnten eine

korrigierte Sicht für die Ferne haben, aber für Aktivitäten im Nahund

Zwischenbereich, zum Beispiel für die Arbeit am Computer

oder den Blick auf den Tachometer im Auto, benötigten sie eine

Brille. Inzwischen gibt es jedoch die nächste Generation monofokaler

Linsen. Diese bietet Betroffenen bei Tag und bei Nacht in

der Ferne und zusätzlich bis in den mittleren Sehbereich eine hohe

Sehqualität. Dies bedeutet eine wesentliche Verbesserung im täglichen

Leben von Patienten. Ob diese Linse eine passende Option

ist, sollte mit dem Augenarzt besprochen werden. (DJD)

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PD Dr. med. Silvia Bopp

11


12 VON KOPF BIS FUSS

Die ganze

Bandbreite der

Bewegungsmedizin

Diagnostik und Therapie im SporThep bei Dr. Götz Dimanski

Fotos: Adobe Stock / RehaZentrum Bremen

Im SporThep gilt das Prinzip der Gleichbehandlung: Alle Patienten

genießen die Vorteile einer Untersuchung nach sportmedizinischen

Prinzipien, ganz gleich, ob diese ihre körperlichen

Fähigkeiten auf hohem Niveau trainieren oder wenig aktiv sind.

Denn schmerzhafte Funktionsstörungen des Bewegungsapparats

können jeden treffen. Chefarzt der Privatpraxis im RehaZentrum

Bremen ist Dr. Götz Dimanski. Er und sein Ärzteteam kombinieren

den sportmedizinischen Ansatz mit der klassischen Physiotherapie,

um die Beschwerden ihrer Patienten möglichst schonend und effizient

zu beheben.

Wenn das Knie schmerzt, sich die Schulter versteift, Beschwerden

in der Leistengegend die Bewegung einschränken oder die

Bandscheibe drückt, ist ärztlicher Rat gefragt. Diesen finden sie

beim Team des SporThep, das vielfältige Fachgebiete bündelt. Das

Kompetenzzentrum für Orthopädie, Sportmedizin und Unfallchirurgie

ist auf eine ganzheitliche Diagnostik ausgelegt und setzt auf

funktionelle und konservative Therapiemethoden.

Von der exakten Diagnose zur passenden Therapie

Jeden Tag führt der Leidensweg von Patienten in die Privatpraxis,

die andernorts keine zufriedenstellende Hilfe gefunden haben. „Bei

uns stehen die Patienten im Mittelpunkt des Interesses, und wir

haben das Privileg, uns im Schnitt 25 bis 30 Minuten Zeit nehmen

zu können“, sagt Chefarzt Dr. Götz Dimanski. Und diese Zeit nutze

er, um eine andere exakte Diagnose stellen zu können, die den Ausgangspunkt

für eine angemessene Therapie bildet. Dafür stellt der

Arzt zunächst gezielte Fragen, dann folgt die körperliche Untersuchung.

High-Tech-Geräte werden dabei nicht primär verwendet,

vielmehr vertraut Dimanski auf seine langjährige Erfahrung. „Einschränkungen

in der Bewegung und der Muskelkraft lassen sich

mit bildgebenden Geräten nicht immer darstellen. Veränderungen

in der Gewebestruktur lassen sich aber von geschulten Händen sicher

ertasten“, erklärt der Mediziner seine Vorgehensweise.

Mehr als 20 Jahre lang betreute er als Mannschaftsarzt die Fußballer

bei Werder Bremen und hatte es während dieser Zeit vor

allem mit typischen Sportverletzungen zu tun. Im SporThep, das

damals noch am Weserstadion angesiedelt war, behandelte er dann

parallel die gesamte Bandbreite der Bewegungsmedizin und intensivierte

seinen Ansatz, Sportmedizin und Reha zu verbinden. Denn

im Profifußball ist die Rehabilitation nach Verletzungen von zentraler

Bedeutung: Geht ein Spieler nicht vollständig auskuriert wieder

aufs Feld, kann das fatale Folgen haben. Dem Sportmediziner wird

folglich ein besonders hohes Maß an Präzision abverlangt.

Bewährte Methoden der nicht-operativen Orthopädie

Heute profitieren die Patienten vom hohen Standard bezüglich Diagnostik

und Therapie. Letztere orientiert sich in erster Linie an bewährten

Methoden der Orthopädie, die auf den Londoner Mediziner James

Henry Cyriax zurückgehen. Einer seiner Schüler war Dr. Peter Hirschfeld,

Mitbegründer des SporThep, der die nicht-operative Orthopädie

in Bremen und ganz Deutschland prägte. Sein Nachfolger Dimanski

führt diese Methoden fort. Er hat sich als einer der führenden Sportmediziner

Deutschlands und Spezialist für Verletzungen sowie Funktionsstörungen

des Beckens und der Leiste einen Namen gemacht,

behandelt aber mit seinem Team das gesamte Spektrum an Beschwerden

des Bewegungsapparats. „Bevor wir zu operativen oder invasiven

Therapiemethoden greifen, versuchen wir auf natürliche Weise, wie

beispielsweise durch Physiotherapie, Chirotherapie, Fasziendistorsionsmodell

oder Akupunktur, die Ursache zu beheben,“ lautet die Philosophie.

So finden die Patienten auf möglichst schonende Weise ihren

Weg zurück in die Belastbarkeit – im Alltag und im Sport.

Infos: www.rehazentrum-bremen.de/sporthep

Dr. Götz Dimanski betreute 23

Jahre lang als Mannschaftsarzt

Werder Bremens Fußballer,

unter anderem während ihrer

Teilnahme an Europapokalspielen

und der Champions League.

Heute führt er die Geschäfte

des RehaZentrum Bremen und

praktiziert dort als Chefarzt

der Abteilung für Sportmedizin

und Physiotherapie. Seine

Tätigkeitsschwerpunkte sind

die nicht-operative Diagnostik

sowie die Therapie von Erkrankungen

und Verletzungen des

Bewegungsapparates.


AMBULANT. NICHT OPERATIV. SPORTMEDIZIN. ORTHOPÄDIE. KARDIOLOGIE.

13

Schmerzende Gelenke, Muskeln, Sehnen? Steifer Nacken? Hexenschuss?

Dr. Dimanski und sein Team! – Über 30 Jahre Erfahrung in Leistungssport und Praxis.

Chronischer Schmerz, Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel, Raucher? Erwerbsfähigkeit bedroht?

RehaZentrum Bremen! – Über 30 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Rehabilitation.

RehaZentrum Bremen GmbH | Senator-Weßling-Straße 1 | 28277 Bremen | Tel. +49 (0) 421 / 80 60 6 -3 | Fax +49 (0) 421 / 80 60 6 -459

info@rehazentrum-bremen.de | www.rehazentrum-bremen.de

Für Leistungssportler

und Freizeitaktivisten

Das SporThep ist aus dem medizinischen Leistungszentrum des SV Werder

Bremen entstanden und hat sich über die Jahrzehnte in der Region zu

dem führenden Kompetenzzentrum für Sportmedizin und Physiotherapie

entwickelt. Ob Leistungs- oder Freizeitsportler, ob akute Verletzung oder

chronische Schmerzen - im SporThep erwartet Sie eine ganzheitliche Behandlung

aus moderner Sportmedizin und funktionellen Therapieansätzen.

Das SporThep-Team unterstützt Sie bei:

● Sportverletzungen des Bewegungsapparats

● Akute und chronische Schmerzen

● Sportvereinsberatung auf medizinischer Ebene

● Sportlerbetreuung

● sportartspezifischen Tauglichkeitsuntersuchungen

● Wunsch auf eine zweite medizinische Meinung

RehaZentrum Bremen GmbH,

Zentrum für ambulante Rehabilitation,

physikalische Therapie und Sportmedizin

Senator-Weßling-Str. 1a · 28277 Bremen

Tel: +49 (0) 421 / 44 96 96

Email: info@sporthep.de

www.rehazentrum-bremen.de


14 VON KOPF BIS FUSS

Foto: Zinkevych/gettyimages.com/akz-o

Kreuzschmerzen?

Unnötige Maßnahmen vermeiden: Wann sind Röntgen, CT und MRT wirklich nötig?

Rund 85 Prozent der Erwachsenen

in Deutschland leiden mindestens

einmal in ihrem Leben an Rückenschmerzen.

„Bei der Versorgung kommen

in vielen Fällen unnötige Maßnahmen zum

Einsatz“, sagt Dr. Johannes Schenkel, ärztlicher

Leiter der Unabhängigen Patientenberatung

Deutschland (UPD). „Eine solche

Überversorgung kann Patienten schaden.“

Was verursacht den Schmerz?

Für Diagnose und Therapie ist es wichtig,

zwischen nicht-spezifischen und spezifischen

Rückenschmerzen zu unterscheiden.

Nicht-spezifische Rückenschmerzen lassen

sich in der Regel nicht auf eine einzelne

Ursache zurückführen und können durch

Faktoren wie Bewegungsmangel oder

Fehlbelastungen ausgelöst werden. Hinter

spezifischen Schmerzen können etwa ein

akuter Bandscheibenvorfall oder eine Verengung

des Wirbelkanals stecken.

Ob Hinweise auf spezifische Ursachen vorliegen,

kann der Arzt durch ein Gespräch

und eine körperliche Untersuchung feststellen.

„Finden sich darauf keine Warnhinweise,

sind Röntgen, Computertomografie

(CT) oder Magnetresonanztomografie

(MRT) vorerst nicht nötig.“

Risiken der Überversorgung

Bei unspezifischen Rückenschmerzen sollten

solche bildgebenden Verfahren erst

in Erwägung gezogen werden, wenn Beschwerden

trotz leitliniengerechter Therapie

nach vier bis sechs Wochen schlimmer

werden oder Patienten anhaltend in ihren

Aktivitäten einschränken. Studien zeigen

jedoch, dass diese Empfehlungen häufig

nicht umgesetzt werden. „Die Daten deuten

darauf hin, dass bei Rückenschmerzen zu

früh und zu häufig bildgebende Verfahren

angewandt werden. Hier liegt eine Überversorgung

vor“, sagt Dr. Schenkel.

Es besteht das Risiko, dass die Untersuchungen

einen vermeintlichen Grund für

die Kreuzschmerzen zeigen, der tatsächlich

gar nichts mit den Beschwerden zu tun

hat. Verschleißerscheinungen an Knochen

und Bandscheiben sind auch bei vielen

Menschen zu sehen, die keine Schmerzen

haben. Eine Überdiagnostik kann beim Patienten

Ängste auslösen und zu unnötigen

Behandlungen führen – bis hin zur Operation.

„Wenn Ihnen der Arzt bei Rückenschmerzen

Röntgen, CT oder MRT empfiehlt,

sollten Sie ihn nach den Gründen

fragen. Erkundigen Sie sich nach dem zu

erwartenden Nutzen im Vergleich zu möglichen

Risiken. Dies gilt nachfolgend auch

für empfohlene Therapien“, so Dr. Schenkel.

(AKZ-O)

Die Unabhängigen Patientenberatung

Deutschland berät kostenfrei und unabhängig

unter der Telefonnummer 0800/011 77 22 und

online unter www.patientenberatung.de.


Mission Fußgesundheit

Hüneke & Jahns: Der Spezialist für Orthopädieschuhtechnik

Im Laufe ihres Lebens leiden die meisten

Menschen an Beschwerden des Halte-

und Bewegungsapparates. In diesem

komplexen Zusammenspiel hat der Fuß

wortwörtlich eine tragende Funktion: Er ist

der Körperteil, der die größte Last des eigenen

Körpergewichtes trägt. Überlastungen,

die auf Fehlstellungen zurückgehen, können

zu Fußschmerzen führen, auf Dauer

sogar Deformitäten wie Verkürzungen, Versteifungen

und Lähmungen nach sich ziehen.

Stützende Einlagen, die ein Facharzt

für Orthopädie bei medizinischer Notwendigkeit

verordnen kann, können die Belastbarkeit

der Füße erhöhen.

Mobilität im Alltag

Als professioneller Partner rund um das

Thema Fußgesundheit steht das Team von

Hüneke & Jahns seinen Kunden mit kompetenter

Beratung zur Seite. Der Spezialist

für Orthopädieschuhtechnik verfolgt seit

1953 die Mission, mithilfe der Orthopädieschuhtechnik

für Fußgesundheit und Mobilität

im Alltag zu sorgen. Das Geschäft

bietet maßgefertigte Einlagen und dazu

passendes Schuhwerk bekannter Marken

wie Finn Comfort, Waldläufer, Berkemann,

Semler, Stadler sowie MBT und Joya. Auch

Diabeteseinlagen und entsprechende Therapieschuhe

zählen zum Portfolio sowie orthopädische

Maßschuhversorgungen, etwa

als Haus- und Straßenschuhe, Bade- und

Sportschuhe sowie Sicherheitsschuhe.

Passgenaue Strümpfe gegen müde Beine

Nach einem langen Tag auf den Beinen

oder während der Schwangerschaft sind

die Füße geschwollen? Dies kann ein erstes

Anzeichen sein für ein Venenleiden. Fachärzte

(z. B. Phlebologen) stellen bei Bedarf

ein Rezept für Kompressionsstrümpfe

aus, die in einem Fachgeschäft wie Hüneke

& Jahns sorgsam angepasst werden. Per

Infrarotscanner wird der Umfang der Beine

bis auf den Millimeter genau vermessen.

Sitzt der Kompressionsstrumpf passgenau

und wird er regelmäßig getragen, kann der

sanfte Druck die Funktion der Venenklappen

unterstützen und so eine weitere Verschlechterung

aufhalten.

www.www.hueneke-jahns-orthopaedie.de

15

Fotos: Waldläufer / Lugina Schuhfabrik

Orthopädieschuhtechnik


16 VON KOPF BIS FUSS

Früherkennung erhöht

Heilungschancen

Mammographie-Screening für Frauen

Das Mammographie-Screening ist ein Programm

zur Früherkennung von Brustkrebs bei Frauen zwischen

50 und 69 Jahren ohne Symptome. Die Mammographie

ist eine Röntgenuntersuchung der weiblichen

Brust, die von radiologischen Fachkräften an streng kontrollierten

digitalen Geräten durchgeführt wird. Sie eignet

sich zur Brustkrebsfrüherkennung, weil sie schon sehr kleine,

nicht tastbare Tumoren in einem frühen Stadium sichtbar

machen kann.

Warum ist die Teilnahme am Mammographie-Screening

wichtig?

Das Screening ist ein erfolgreiches Programm im Kampf

gegen Brustkrebs. Die Früherkennung ermöglicht schonende

Therapieformen und erhöht deutlich die Heilungschancen.

Was sind die Vorteile beim Mammographie-Screening?

Das Programm unterliegt einer regelmäßigen Qualitätssicherung

bezogen auf die Erstellung der Aufnahmen, die

modernste Technik der Geräte, die besondere Aus- und

Fortbildung der Ärzte und der radiologischen Fachkräfte.

Welche Ergebnisse gibt es inzwischen über das Programm?

Der medizinischen Qualität des Mammographie-Programms

wurde bei der europäischen Zertifizierung „Weltklasseniveau“

bescheinigt. Durch die Brustkrebsfrüherkennung

ist die Brustkrebssterblichkeit rückläufig und die

fortgeschrittenen Brustkrebserkrankungen sind dank des

Screenings um 25 Prozent gesunken.

Auch in der anspruchsvollen Corona-Zeit ist das Praxisteam weiterhin

für seine Patienten da. Infos: www.mammascreening-bremen.de

Fotos: Mammographie Screening Bremen


17

Zahnkorrekturen

im Erwachsenenalter

Durchsichtige Zahnschienen vom Kieferorthopäden

Foto: Adobe Stock

Ob im Berufs- oder Privatleben – in

vielen Situationen zählt der erste

Eindruck. Dazu gehört für gewöhnlich

auch ein freundliches Lächeln. Doch

manch einer verspürt aufgrund starker

Zahn- oder Kieferfehlstellungen Hemmungen,

seine Zähne offen zu zeigen. Die gute

Nachricht: Korrekturen von Zahnfehlstellungen

sind ein Leben lang möglich.

Dezent und herausnehmbar

Während bei Kindern und Jugendlichen

Zahnspangen oft als cool gelten, schrecken

Berufstätige meist vor deutlich sichtbaren

Brackets auf den Zähnen zurück. Daher

greifen Ärzte und Patienten in diesen Fällen

gerne zu unsichtbaren Lösungen.

Zur Korrektur von leichten und mittleren

Zahnfehlstellungen bietet sich die kaum

sichtbare Zahnschiene oder auch „Aligner“

an. „Dabei fertigen wir eine herausnehmbare

transparente Schiene, welche Patienten

mindestens 22 Stunden am Tag tragen“,

erklärt Dr. Knut Thedens, Kiefer orthopäde

in der Bremer SternKlinik.

Digitale Simulation am Bildschirm

Besonders spannend: Für die Herstellung

der Schiene muss kein Abdruck mehr gemacht

werden. „Mittels Scan-Technologie

machen wir ein exaktes Abbild der Zahnstellung

und simulieren in der Beratung das

zu erwartende Ergebnis der Zahnkorrektur

auf dem Bildschirm“, so Dr. Lotta Zernial,

Kieferorthopädin in der Praxis Schwachhausen

und Mitte. Diese Vorfreude hilft bei

der Entscheidungsfindung und ist zugleich

Motivation, die Schienen bis zum Ergebnis

über die individuelle Dauer von 6 bis 15

Monaten konsequent zu tragen. Die Kosten

für eine einfache Frontzahnkorrektur können

bereits ab etwa 1000 Euro starten und

erhöhen sich je nach Umfang und Aufwand

der Behandlung.

Expertise zählt

Wichtig für die Mediziner: Eine Zahnkorrektur

sollte von der Erstuntersuchung bis

zur regelmäßigen Behandlungskontrolle

von einem Kieferorthopäden durchgeführt

werden. Wer im Internet Zahnschienen

per Post bestellt, riskiert mit einer nicht

passenden Therapie seine Bisslage zu verschlechtern,

was mit langfristigen Zahnund

Kiefergelenksproblemen einhergehen

kann. Eine ausführliche Beratung und Aufklärung

vom Experten sind wie bei allem

das A und O.

Infos: www.sternklinik.net

Leher Heerstr.

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Claudia Miethe, Dres. Knut Thedens, Lotta Zernial und Peter Zernial freuen sich auf Sie!

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18 VON KOPF BIS FUSS

B R E M E N

WICHTIGE KONTAKTE

DER REGION.

DER-VORSORGEORDNER.DE

Vorbereitet für den Notfall

Neuer Vorsorge-Ordner für Bremen und die Region ab 21. Oktober

kann ich auch später noch erledigen.“

Ein Satz, den vielleicht jeder

schon einmal ausgesprochen

„Das

hat. Was aber pasist zu tun, wenn ein Horrorszenario

eintritt, ein schwerwiegender

Unfall passiert, mit dem so keiner gerechnet

hat? Plötzlich ist man selbst oder ein

Angehöriger nicht mehr in der Lage, eigene

Entscheidungen zu treffen. Wo sind die

wichtigen Unterlagen zu finden? Welche

Medikamente werden benötigt? Gibt es

eine Patientenverfügung? Wo ist das Testament?

Ein Vorsorge-Ordner kann in einer

solche Situation sehr nützlich sein. Er soll

bei der Regelung wichtiger Angelegenheiten

helfen, bei der Darstellung der Situation

zuverlässig begleiten und beim Zusammenstellen

aller wichtigen Informationen

zuverlässig unterstützen. Einige Antworten

auf die wichtiogsten Fragen:

Was genau ist der Vorsorge-Ordner?

Ein Vorsorge-Ordner bietet eine optimale

Hilfe, alles zu bedenken und nicht jedes

Thema einzeln in Angriff nehmen zu müssen.

Er unterstützt mit einer durchdachten

und strukturierten Übersicht aller wichtigen

Themen und beinhaltet Tipps, Vordrucke,

Checklisten und einen Notfallausweis,

den man immer bei sich tragen sollte. So

weiß jeder, wo im Fall der Fälle die wichtigsten

Unterlagen hinterlegt sind.

Alles in sechs Kapiteln zusammengefasst:

1) Persönliches

2) Finanzen

3) Vollmachten

4) Krankenhauseinweisung

5) Testament

6) Todesfall

01_Aufkleber-Bremen-Entwürfe.indd 1 21.09.20 18:14

Wozu benötigt man den Vorsorge-Ordner?

Auf einmal ist es so weit – ein Unfall oder

eine plötzliche Erkrankung reißt einen

Menschen aus dem Alltag. Von einem Moment

auf den nächsten ist er nicht mehr

ansprechbar und kann keine eigenen Entscheidungen

mehr treffen. Was muss jetzt

getan werden, was ist sein Wille, welche

Medikamente müssen regelmäßig eingenommen

werden? Um seine Angehörigen

mit diesen Fragen und Entscheidungen

nicht alleine zu lassen, kann man mit einfachen

Maßnahmen für den Vorsorge- und

Todesfall Vorkehrungen treffen. Diese werden

nicht nur den Wünschen des Betroffenen

gerecht, sondern helfen vor allem auch

den Angehörigen. Wichtig ist ein Überblick

über persönliche Daten, zudem ist eine

Finanzübersicht sinnvoll. Hinzu kommen

verschiedene Vollmachten, wie eine Kontooder

Generalvollmacht, eventuell eine Patientenverfügung

und Wünsche zur eigenen

medizinischen Versorgung in einem Notfall.

Nicht zu vergessen ist das Thema Testament

und der digitale Nachlass – was soll beispielsweise

mit dem Facebook-Profil oder

anderen digitalen Konten passieren? Wenn

man das Thema Vorsorge angeht, muss man

viel bedenken. Da kommen praktische Hilfen

wie der Vorsorge-Ordner gerade recht.

Ist der Ordner wichtig für mich oder für

meine Angehörigen?

Sowohl als auch. Statt sich über jedes Thema

einzeln informieren und Dokumente

selbst zusammenstellen zu müssen, kann

man mit dem Vorsorge-Ordner alles sehr

leicht organisieren. Von der Vorsorgevollmacht,

die Vertrauenspersonen ermächtigt,

Entscheidungen zu treffen, über das Testament,

bis hin zum Organspendeausweis:

All diese Themen sollten im Vorsorge-Ordner

hinterlegt sein, damit keine Fragen

mehr offenbleiben. Auch Anweisungen

zum Erbe sollten hierin ihren Platz finden.

So sind alle Wünsche und Anordnungen

an einer Stelle vermerkt. Diese Vorkehrung

erspart den Angehörigen viel Zeit, Ärger

und Kosten.

Was kann man machen, wenn man darüber

hinaus zusätzliche Papiere unterbringen

will?

Der praktische Ringbuchordner ist genau

darauf ausgelegt, alle wichtigen Dokumente,

die zu den einzelnen Kapiteln gehören,

direkt mit einzuheften. Hat man alles ausgefüllt

und die passenden Dokumente mit

ergänzt, ergibt sich das gute Gefühl, dass an

alles gedacht ist und bei Angehörigen keine

Fragen offenbleiben.

Was istzu tun, wenn sich zum Beispiel Gesetze

oder Formulare ändern?

Im Falle von Gesetzesänderungen

werden aktualisierte Formulare auf

www.der-vorsorgeordner.de kostenfrei

zum Download bereitgestellt. Hierzu gibt

es unter www.der-vorsorgeordner.de/

aktualisierungen auch einen Aktualisierungs-Service,

über den die Inhaber eines

Vorsorge-Ordners informiert werden, sobald

es eine Aktualisierung gibt. Kunden,

die den Ordner über den Webshop bestellen,

können sich bereits direkt im Bestellprozess

für diesen Service anmelden.

Der WESER-KURIER und das

STADTMAGAZIN Bremen bringen gemeinsam

mit VRS Media ab dem 21. Oktober

einen neuen Vorsorge-Ordner für Bremen und

die Region auf den Markt. Erhältlich in den

WESER-KURIER-Kundenzentren sowie unter

https://shop.weser-kurier.de.

Fotos: vrs media


„Im deutschen Alterssicherungssystem zählt jedes Jahr“

Rund um die Rente: Dr. Magnus Brosig über das deutsche Rentensystem und finanzielle Vorsorgemöglichkeiten

19

Bis zur Rente ist noch viel

Zeit: Diese Einstellung

scheinen viele Menschen

zu teilen. So kommt es laut Dr.

Magnus Brosig von der Arbeitnehmerkammer

nicht selten

vor, dass sich Betroffene erst

kurz vor Renteneintritt mit der

Frage der finanziellen Absicherung

auseinandersetzen. Im

Interview haben wir mit dem

Referenten für Sozialversicherungs-

und Steuerpolitik das

deutsche Rentensystem unter

die Lupe genommen.

Herr Brosig, wann sollten sich Dr. Magnus Brosig.

Arbeitnehmer erstmals mit

Foto: Stefan Schmidbauer

dem Thema Altersvorsorge

auseinandersetzen?

Am besten mit dem Berufseinstieg, bei einem absehbar späten

Einstieg ins Arbeitsleben – etwa durch ein langes Studium – auch

früher. Denn im deutschen Alterssicherungssystem zählt jedes

Jahr. Auf der anderen Seite sollte man bei diesem Thema auch

nichts übers Knie brechen, schließlich ist die Altersvorsorge nicht

nur kompliziert, sondern auch langfristig mit Kosten verbunden.

In jedem Fall sollte man sich Zeit für die Beschäftigung mit dem

Thema nehmen und sich gut und neutral beraten lassen.

Bei der Alterssicherung ist häufig vom „Mehrsäulensystem“ die

Rede. Inwiewiet trifft dieses Bild für Deutschland wirklich zu?

Das Bild von drei gleich starken Systemen mag in einigen Ländern

ansatzweise zutreffen, in Deutschland sicherlich nicht. Hier haben

wir aufgrund politischer Entscheidungen eine geschwächte gesetzliche

Rente, die den Lebensstandard nicht mehr überwiegend

selbst sichern kann. Sie wird für knapp 60 Prozent der Beschäftigten

durch betriebliche Vorsorge ergänzt, in der privaten Wirtschaft

sogar nur etwa für 50 Prozent, wobei es massive Unterschiede nach

Betriebsgrößen, Branchen und Einkommensklassen gibt. Man

kann sagen: Wer in einem industriellen Großbetrieb oder in generellen

Hochlohnbranchen gut verdient, hat mit recht hoher Wahrscheinlichkeit

auch Ansprüche auf betriebliche Altersversorgung,

während Problemgruppen des Arbeitsmarktes kaum darauf bauen

können. Auch die Möglichkeiten der zusätzlichen privaten Vorsorge

sind ziemlich ungleich verteilt.

Ein zusätzliches Modell der Altersvorsorge ist die von Ihnen erwähnte

betriebliche Altersvorsorge. Für wen ist sie attraktiv?

Klassischerweise ist die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland

vollständig arbeitgeberfinanziert. Das ist für Mitarbeitende in

der Regel sehr attraktiv und verdient die traditionelle Bezeichnung

als „betriebliche Altersversorgung“. Allerdings ist es nur noch in

einer Minderheit der Fälle das tatsächlich genutzte Modell. Häufig

müssen die Angestellten unmittelbar mitfinanzieren oder bestreiten

die angebliche betriebliche Vorsorge im Rahmen der „Entgeltumwandlung“

komplett selbst. Das ist eigentlich nicht betriebliche

Vorsorge, sondern private Vorsorge über den Betrieb und in vielen

Fällen kein Gewinn für die Beschäftigten, sondern sogar ein Verlustgeschäft.

Als Faustformel kann gelten: Wenn der Arbeitgeber

nicht mitfinanziert, lohnt sich betriebliche Vorsorge eher nicht.

Welche Formen der privaten Vorsorge gibt es?

Das Element der privaten Vorsorge ist sehr heterogen. Klassischerweise

haben viele Menschen kapitalbildende Lebensversicherungen

genutzt. Dieses Geschäft geht jedoch merklich zurück. Denkbar sind

zum Beispiel auch individuelle Sparpläne, deren Erträge man im Alter

„verrenten“ lässt. Oft wird auch der Erwerb einer selbstgenutzten

Immobilie dazugezählt, was aber nicht im engeren Sinne private Altersvorsorge

ist, sondern eigentlich ein vom jeweiligen Lebenstil beeinflusster

Vermögensaufbau.

Die Fragen stellte Jennifer Fahrenholz.

www.arbeitnehmerkammer.de

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Arbeitnehmerkammer

Bremen

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28195 Bremen


Mai 2020

August 2020

20 VON KOPF BIS FUSS

Mehr als nur Pflege

Ausbildungsangebote in der Aller-Weser-Klinik

Foto: www.rofoto.de

Abwechslungsreich und vielfältig: So beschrieben die

Azubis der Aller-Weser-Klinik gGmbH (AWK) ihre Ausbildung

in den Krankenhäusern in Achim und Verden.

Rund 50 junge Menschen lernen die Arbeitswelt eines

Krankenhauses in verschiedenen Ausbildungsbereichen kennen.

Ob Pflegefrauen und -männer, Medizinische Fachangestellte,

Operationstechnische Assistenten oder Hebammen im dualen

Studium – die Möglichkeiten sind zahlreich. Dank ihrer überschaubaren

Größe bietet die AWK ihren Auszubildenden eine intensive

und individuelle Betreuung. Die Vergütung beträgt rund

1140 Euro im ersten Lehrjahr. Neben einem Interesse an der Medizin

und Pflege erfordern alle Fachbereiche vor allem ein großes

Einfühlungsvermögen. Schließlich zeichnen sie sich vor allem

durch Tätigkeiten im Team aus, bei der jeder eine wichtige Rolle in

einer Kette von Abläufen einnimmt. Wer seinen Horizont zusätzlich

erweitern will, hat die Möglichkeit einen Auslandsaufenthalt

im Rahmen der Ausbildung zu bestreiten. Interessierte, die sich

zunächst ein eigenes Bild von der Branche machen möchten, können

sich für einen Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges

Soziales Jahr bewerben.

Infos und Bewerbung: www. aller-weser-klinik.de

Pflegefachfrau / Pflegefachmann*

Wir bilden aus!

(Start: 1. August)

Medizinischer Fachangestellter*

(Start: 1. August)

Operationstechnischer Assistent*

(Start: 1. April)

NEU: Hebamme* (Duales Studium)

(Start: 1. September)

* (m/w/d)

Informieren Sie sich über unsere Ausbildungsberufe auf unserer

Website oder rufen Sie Christine Schrader, Pflegedirektorin,

unter Tel. 04202 - 998-290 an.

Sie können sich direkt online für 2021 bewerben.

Wir freuen uns auf Sie!

Aller-Weser-Klinik gGmbH Eitzer Str. 20, 27283 Verden

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Dranbleiben

Zu Hause weiterbilden

Bremen hilft

Engagement in Krisenzeiten

Eisbären im Fokus

World Press Photo Award für Esther Horvath

Die Klimaforscherin

„Back to the Future“: AWI-Direktorin Antje Boetius im Interview

Hansehorst

Instagram-Star auf vier Pfoten

Urlaubszeit

Ferien- und Freizeittipps für den Norden

Autokino XXL

Neues Konzept mit Partys und Familienprogramm

Der Fußballflüsterer

Arnd Zeigler: Stadionsprecher, Moderator und begeisterter Fan

Saisonstart

Philharmoniker wo len wieder spielen

Hiergeblieben!

Tipps für Urlaub in der Region

Vorhang auf!


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Bremer Gastspiele im Metropol Theater

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Interviews, Reportagen, Porträts, Fotostorys,

Kolumnen und Berichte

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Bremen

Bürgermeister-Smidt-

Str. 29/31

27568 Bremerhaven

Telefon 0471 309779-0

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–13 Uhr, Mo, Di, Do 13.30–16 Uhr.

Telefonische Erreichbarkeit: Fr 13–16 Uhr

info@bremen-pfl egestuetzpunkt.de • www.bremen-pfl egestuetzpunkt.de

Juli 2020

Wir bitten

um telefonische

Terminvereinbarung


21

Genesung mitten in der Stadt

Reha-Klinik am Sendesaal in Schwachhausen bietet Patienten ambulante und stationäre Versorgung

Seit nunmehr neun Jahren ist die Reha-Klinik am Sendesaal

am Standort Schwachhausen beheimatet. Wo sich einst die

Hörfunkstudios von Radio Bremen befanden, öffnet heute

eine moderne Reha-Klinik ihre Türen. Hier werden Patienten geriatrisch,

kardiologisch oder orthopädisch von fachlich hoch qualifizierten

Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften behandelt und

versorgt – und zwar mitten in der Stadt.

Hybrid-Reha: im Stadtgebiet einzigartig

Mit 174 stationären und bis zu 70 ambulanten Plätzen ist die

Reha-Klinik am Sendesaal die erste und einzige Einrichtung im

Stadtgebiet, in der die Patienten sowohl stationär als auch ambulant

aufgenommen werden können.

Dadurch entsteht eine weitere Besonderheit der Reha-Klinik

am Sendesaal: die sogenannte „Hybrid-Reha“. Hierbei wechseln

Patienten entsprechend ihrer gesundheitlichen Genesung von

der stationären in die ambulante Behandlung. Diese Kombination

ermöglicht einen fließenden Übergang zwischen beiden Behandlungsformen,

ohne Arztwechsel und ohne Wechsel des vertrauten

therapeutischen Teams.

Infos: www.rehaklinik-sendesaal.de

Foto: fotografik-bremen.de

Reha-Klinik

am Sendesaal

Foto: Jens Rother/stock.adobe.com/spp-o

Schlafstörungen im Alter?

Rund die Hälfte aller Menschen über 65 Jahre klagt über

Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten. Können sich

Körper und Geist nachts nicht erholen, drohen auf Dauer

chronische Müdigkeit und Stimmungsschwankungen. Sogar

ernsthafte körperliche und psychische Erkrankungen wie

Depressionen und Bluthochdruck können die Folge sein.

Um abends müde ins Bett zu fallen, ist tagsüber Bewegung

an der frischen Luft ratsam. Wer dennoch unter Schlafstörungen

leidet, kann auf Arzeimittel zurückgreifen. Aber Vorsicht:

verschreibungspflichtige Schlafmittel machen schnell

abhängig. Im Interesse der eigenen Gesundheit lieber auf

schonende Wirkstoffe aus der Natur oder auf Entspannungstechniken

setzen. (SPP-O)

Fachklinik für

Geriatrie | Kardiologie | Orthopädie

Ihr stationäres und ambulantes Rehabilitationszentrum

im Herzen Bremens

Reha-Klinik am Sendesaal

Bürgermeister-Spitta-Allee 47, 28329 Bremen

Telefon (0421) 33 630-0

info@rehaklinik-sendesaal.de

www.rehaklinik-sendesaal.de


22 VON KOPF BIS FUSS

PFLEGE

WOHNEN

& BETREUUNG FÜR SUCHTKRANKE

EIN NEUES ZUHAUSE IN ABSTINENZ

Infektionsgefahr im Beruf

Grippeimpfung für medizinisches Personal ratsam

Für unsere Einrichtungen suchen wir für sofort oder später

Exam. Pflegefachkräfte (m/w/d)

Pflegekräfte (m/w/d)

in Vollzeit und Teilzeit

gerne auch Berufs- oder Wiedereinsteiger

Das Christliche Reha-Haus ist Träger eines Pflegeheimes für ältere suchtkranke

Menschen, die in unserer Einrichtung abstinent leben und versorgt werden.

Weiterhin bestehen ein Wohnheim sowie eine ambulante Betreuung für den v.

g. Personenkreis. Seit über 40 Jahren sind wir Wegbegleiter für diese Menschen.

Wir freuen uns, wenn Sie uns in der Betreuung und Begleitung dieser Menschen

unterstützen wollen.

Zu Ihren Aufgaben gehören:

Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs und Planung

der Pflege unser Bewohner/innen ~

Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses in

Zusammenarbeit mit Ihrer WBL

Durchführung und Dokumentation der Grund- und Behandlungspflege

inkl. ärztlich angeordneter Maßnahmen

Bedarfserhebung und Durchführung präventiver und gesundheitsfördernder

Maßnahmen

Erhaltung, Förderung, Aktivierung und Stabilisierung individueller

Fähigkeiten der zu pflegenden Menschen.

Unterstützung der Selbstständigkeit der zu pflegenden Menschen

und Beachtung des Rechts auf Selbstbestimmung

Anleitung, Beratung und Unterstützung von anderen Berufsgruppen

und Ehrenamtlichen

Kollegiale Zusammenarbeit mit den anderen Professionen der

Einrichtung

Einbindung ins betriebliche Qualitätsmanagement

Wenn Sie Freude am Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen haben

und ein wertschätzender, professioneller und respektvoller Umgang mit den

Bewohnern für Sie selbstverständlich ist, dann kommen Sie zu uns ins Team und

unterstützen unsere Bewohner in ihren Hilfebedarfen.

Wir sind ein mehrfach ausgezeichneter „Attraktiver Arbeitgeber in der Pflege“

und leben eine wertschätzende Zusammenarbeit.

Wir bieten unseren Mitarbeitern darüber hinaus:

Vergütung nach den AVB II des Paritätischen

Anerkennung von vorherigen Dienstzeiten auf die Eingruppierung

29 Tage Urlaub

Fortbildungen und Weiterbildungen intern und extern mit

Aufstiegsplanung

Betriebsausflüge

Betriebliches Gesundheitsmanagement einschließlich

kostenloser Rückenmassage und McFit-Vergünstigung

Möglichkeit zur betrieblichen Altersvorsorge

Intensive Einarbeitung für alle Berufsgruppen

Interesse geweckt?

Dann senden Sie ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen an

Christliches Reha-Haus Bremen e.V.

Kattenturmer Heerstr. 156, 28277 Bremen

Schriftlich oder als Mail (nur PDF-Anhänge) an: birgit.spuida@chr-reha-haus.de

Bei Rückfragen erreichen Sie die Pflegedienstleitung Herrn Köpnick-Kralt

unter der Telefonnummer: 0421-696725-331

Bitte beachten Sie, dass die übermittelten Unterlagen nach Abschluss des Verfahrens

gelöscht bzw. vernichtet werden.

Lehrer, Erzieherin, Busfahrer, Ärztin, Krankenpfleger, Friseurin

– Berufe, in denen man mit Menschen zu tun hat,

erfreuen sich im Allgemeinen großer Beliebtheit. Im Corona-Jahr

2020 zeigten sich aber auch die Nachteile: Abstand

zu wahren und sich effektiv vor Infektionen zu schützen, ist in

diesen Jobs schwierig. Enger Kontakt ist manchmal unvermeidlich

– wie etwa im medizinischen oder kosmetischen Bereich,

wo „direkt am Menschen“ gearbeitet wird.

Grippeschutz für sich und das Umfeld

Für alle, die unterrichten, erziehen, betreuen oder Dienst am

Kunden leisten, ist es deshalb wichtig, sich zusätzlich zu einem

angepassten Verhalten auch durch Impfungen so gut wie möglich

vor Erregern zu schützen. Zu diesen gehören zum Beispiel

Influenzaviren, die die echte Grippe auslösen. Denn diese ist

kein „Schnupfen“, sondern eine ernste Erkrankung, die jedes

Jahr zu zahlreichen Krankenhauseinweisungen und Todesfällen

führt. Die jährliche Grippeimpfung wird von der Ständigen

Impfkommission (STIKO) sowohl für medizinisches Personal

als auch für Personen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr

empfohlen. Durch sie wird nicht nur die eigene Erkrankung

beziehungsweise ein schwerer Verlauf mit großer Wahrscheinlichkeit

verhindert, sondern zusätzlich das Umfeld geschützt.

Verschiedene Infektionen vermeiden

Die erhöhte Ansteckungsgefahr bei der täglichen Arbeit mit

Kindern, Patienten und Kunden gilt natürlich auch für Covid-19.

Solange es gegen das neue Virus noch keine Impfmöglichkeit

gibt, kann durch die Immunisierung gegen Grippe und andere

Erreger wie Pneumokokken zumindest die Gefahr verringert

werden, sich einen gefährlichen Mix an Infektionen einzufangen.

Wer sich impfen lässt, wogegen es möglich ist, und ansonsten

die Hygienemaßnahmen wie Abstand, Händewaschen und

Masken tragen beachtet, leistet so einen wichtigen Beitrag, sich

selbst und andere zu schützen und somit auch zur allgemeinen

Gesundheitsvorsorge. (DJD)

Foto: DJD/Sanofithx


„Der Pflegeberuf fordert grundsätzlich stark“

Arbeitnehmerkammer: Carola Bury über Schwierigkeiten und Herausforderungen der Branche

23

Carola Bury von der Arbeitnehmerkammer.

Foto: Stefan Schmidbauer

Die Schwierigkeiten, mit

denen sich die Pflegebranche

konfrontiert

sieht, waren bereits vor Corona

bekannt. Nichtsdestotrotz hat

die Pandemie die Arbeitsbedingungen

der Beschäftigten stärker

in den Fokus gerückt und

eine Debatte über notwenige

Verbesserungen entfacht. Doch

womit sehen sich Pflegekräfte

täglich konkret konfrontiert?

Darüber haben wir mit Carola

Bury, Referentin für Gesundheitspolitik

bei der Arbeitnehmerkammer,

gesprochen.

Warum ist das so?

Das liegt an den Arbeitsbedingungen, die sich vor allem durch eine

sehr hohe Belastung und nicht angemessene Löhne auszeichnen.

Man muss hier auch nochmal zwischen den einzelnen Bereichen

differenzieren. Wir haben beispielsweise in der Altenpflege, der

sogenannten Langzeitpflege, im Land Bremen deutlich niedrigere

Löhne als in anderen Einsatzbereichen. Gibt es hohe Arbeitsbelastung,

wird häufig zu wenig eingestellt und nur jene Anzahl an

Stellen besetzt, die durch die sogenannte Fachkräftequote definiert

wird. Zusätzliche Personen würden Entlastung bringen, die Refinanzierung

jedoch schwierig gestalten. Das ist eine große Problematik,

die dazu führt, dass Beschäftigte ihre Bezahlung als unangemessen

empfinden gegenüber der Arbeit, die sie leisten, und der

Verantwortung die sie tragen – und das zu Recht.

Gibt es weitere Faktoren, welche die Arbeitsbedingungen negativ

beeinflussen?

Ja, die körperlichen Belastungen sind sehr hoch. In allen Bereichen

der Pflege gibt es Schichtsysteme. Das kann ein Vorteil, aber auch

eine Bürde für Beschäftigte sein, da sie nicht immer mit den individuellen

Lebensplanungen vereinbar sind. Hinzu kommt der hohe

Fachkräftemangel, der dafür sorgt, dass Angestellte einspringen

müssen, obwohl sie eigentlich frei hätten. Zusammenfassend kann

man also festhalten: Der Pflegeberuf fordert grundsätzlich stark

und gewinnt aufgrund der Aspekte Personal- und Fachkräftemangel

nochmal deutlich an Belastung.

Frau Bury, bekommen die Anliegen der Beschäftigten in derPflege

ausreichend Gehör?

Natürlich kann man sich immer wünschen, mehr Gehör zu bekommen

– und zwar Positives. Nichtdestotrotz denke ich, dass die Pflege

ein hohes Ansehen bei vielen Menschen hat. Sie gehört zu den

Berufsgruppen, denen viel Respekt entgegengebracht wird. Die

Diskrepanz, die wir allerdings feststellen, ist, dass viele Beschäftigte

den Beruf lieben, ihn aber nicht ihren Kindern weiterempfehlen

würden.

Was machen diese Belastungen mit den Beschäftigten?

Was wir tatsächlich feststellen, ist, dass es in der Pflegebranche

allgemein eine sehr hohe Teilzeitquote gibt. Laut Daten aus dem

Jahr 2017 sind es 79,3 Prozent in der ambulanten und 80,6 Prozent

in der stationären Pflege. Die Mehrheit der Beschäftigten setzt auf

dieses Modell, was auch auf die hohen Belastungen zurückzuführen

ist. Das ist natürlich ein deutliches Zeichen. Aber es gibt auch

unfreiwillige Teilzeit. Auf der anderen Seite wäre es falsch zu sagen,

dass alle Beschäftigten der Pflege den Rücken kehren wollen. Sie

haben sich schließlich aus gutem Grund für den Beruf entschieden.

Wie kann die Pflegebranche an Attraktivität gewinnen?

Wir haben zu diesem Thema eine interessante Studie gestartet.

Unter dem Titel „Ich pflege wieder, wenn ...“ befragen wir Beschäftigte

genau danach. Ich bin gespannt, was dabei rauskommt. Ich persönlich

bin der Meinung, dass sich der Respekt, den der Berufsstand

erfährt, auch ausdrücken muss: in adäquaten Löhnen, verlässlichen

Dienstplänen und Interessensvertretungen in allen Einrichtungen.

Die Fragen stellte Jennifer Fahrenholz.

www.arbeitnehmerkammer.de

Wissensdurstig?

Bildungshungrig?

Beruflich soll es

weitergehen – mit einer

Qualifizierung,

Aus- oder Weiterbildung?

Dann nutzen Sie:

unsere Weiterbildungs beratung

unsere Rechtsberatung für Auszubildende

das große Bildungs angebot der wisoak

die Beratung zur Anerkennung von

Berufsabschlüssen

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Weitere Informationen:

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Arbeitnehmerkammer

Bremen

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28195 Bremen


Foto: djd/APOSTEL KRÄUTER Naturprodukte

24 VON KOPF BIS FUSS

Innerer Unruhe Einhalt gebieten

Lavendel und Johanniskraut als natürliche Ruhebringer

Nervosität, Schlafschwierigkeiten, Überreiztheit: Viele kennen

Ausprägungen von mentalem Stress und Verspanntheit.

Wenn das Kopfkarussell nicht zur Ruhe kommt und

Hilfe nötig ist, um das angespannte Nervenkostüm zu beruhigen,

bieten natürliche Mittel auf Kräuterbasis eine sanfte Möglichkeit.

Zwei bewährte Heilpflanzen sind Lavendel und Johanniskraut.

Der aromatische Lavendel wird geschätzt für seine heilungsfördernde

Wirkung: „Man schreibt ihm entzündungshemmende

und antibakterielle Eigenschaften zu“, berichtet Susanne Ganzer

von Apostel Kräuter Naturprodukte. Sein sanfter Duft bewirke in

vielen Fällen innere Ruhe. So könne er ebenfalls beim Abschalten

helfen. Das macht Lavendel zu einem beliebten Inhaltsstoff für

entspannende Massageöle, Körperpflegeöle oder Blütenwasservarianten.

Wer mit leichten Hautproblemen zu kämpfen hat, greift

gern zu beruhigender Lavendelcreme. Sie pflegt sanft die zu Unreinheiten

und Rötungen neigende Haut.

Sanfte Einschlafhilfe

Johanniskraut ist ebenfalls seit Langem als effektives Naturheilmittel

bekannt. Das enthaltene Hypericin wird bei leichten depressiven

Verstimmungen als Stimmungsaufheller eingesetzt.

Johanniskrautöl kann – in Verbindung mit Lavendel – unter anderem

als „Schlaf-gut-Öl“ beim Einschlafen helfen. Dafür massiert

man das warme Öl sanft auf die Handinnenflächen, die Fußsohlen

sowie auf das Sonnengeflecht, also die Region zwischen Bauchnabel

und Brustbein, ein.

Für Massagen und nach dem Duschen

Für Massagen ist Johanniskrautöl bei Verspannungen und Muskelkater

wohltuend. Eine weitere Möglichkeit ist, das Öl nach dem

Duschen oder Baden auf der feuchten Haut zu verteilen. Es zieht

in wenigen Minuten ein und verleiht ein elastisches und weiches

Hautgefühl. Allerdings sollte man es nicht vor dem Sonnenbad

oder im Solarium verwenden, da es die Haut lichtempfindlicher

macht. (DJD)

PRINT 2.0.

wkmanufaktur.de

Pixel. Zeichen. Und Impulse.


Schwitzen ausdrücklich erlaubt

Wiedereröffnung der Saunaanlagen: Wichtige Informationen für Besucherinnen und Besucher

25

Foto: Adobe Stock

Es war eine Geduldsprobe für Schwitzfans: Von Mitte März

bis Anfang September mussten aufgrund der Corona-

Pandemie öffentliche Saunannlagen in Deutschland

schließen. Lediglich die rund 1,5 Millionen Haushalte

mit privatem Spa-Bereich konnten weiterhin in den Genuss der

wohltuenden Schwitzkur kommen. Seit dem 2. September dürfen

Sauna- und Wellnessanlagen auch in Bremen wieder Besucher

empfangen. Eine Möglichkeit, die laut Expertenrat in Anspruch

genommen werden sollte.

So betont beispielsweise TV-Arzt und Medizinkorrespondent

Dr. med. Christoph Specht: „Auch in Zeiten von Corona kann man

die Sauna empfehlen.“ Regelmäßiges Saunieren verbessere die

Thermoregulation und sorge für körperliches Wohlbefinden. „Und

schon das hat einen positiven Einfluss auf die Immunabwehr“, so

der 58-Jährige. Vor allem in Kombination mit Sport könne die Sauna

zu einer Stärkung der allgemeinen Immunabwehr beitragen.

Allerdings gelte: „Wer krank ist oder Fieber hat“, so der Mediziner,

„für den ist die Sauna Tabu.“

Schwitzen in Corona-Zeiten

Das Corona-Virus überträgt sich von Mensch zu Mensch durch die

sogenannte Tröpfcheninfektion, also durch Husten und Niesen.

Als seltener Übertragungsweg sind auch Schmierinfektionen bestätigt.

Was Saunafans beruhigen dürfte: Schweiß ist zwar ein Träger

von Keimen, im Verdacht das Virus zu übertragen, stehe er laut

Angaben des Deutschen Sauna-Bundes jedoch nicht.

Erhöhte Ansteckungsgefahr?

Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, gelten für öffentliche

Saunaanlagen grundsätzlich die gleichen Schutzmaßnahmen

wie für andere Einrichtungen des öffentlichen Raumes. Außerdem

müssen Saunabereiche besonders gründlich gereinigt und desinfiziert

werden. Diese Maßnahmen stehen laut Deutschem Sauna-Bund

einer ungehemmten Virusverbreitung in gewissem Maße

entgegen. Mit einer Temperatur zwischen 70 und 90 Grad hat die

heiße Saunaluft zwar einen positiven Effekt auf die Befeuchtung

der Schleimhäute und stärkt körpereigene Abwehrmöglichkeiten,

allerdings schließt sich die Institution klar dem Urteil des TV-Arztes

Dr. med. Specht an: Menschen mit ausgeprägten Erkältungssymptomen

sollten öffentliche Saunabäder meiden. Eine in diesem

Zusammenhang ebenso wichtige Info: Die Temperatur von bis

zu 90 Grad auf der obersten Bank des Saunaraums kann zwar zu

einer Virusverminderung führen. Allerdings ist der Saunabesuch

nicht grundsätzlich zur allgemeinen Virusreduzierung geeignet, da

Gäste auch Zeit in niedriger temperierten Bereichen, Ruheräumen,

Umkleiden und Duschen verbringen.

Aktuelle Informationen: www-sauna-bund.de


26 VON KOPF BIS FUSS

50 Jahre Wellness

Firmenjubiläum bei Klaus Schlenker

Foto: Klaus Schlenker GmbH

Den Traum von der privaten Wellnessoase erfüllen: Wenn es um

dieses Vorhaben geht, ist die Klaus Schlenker GmbH ein kompetenter

Ansprechpartner – und das seit fünf Jahrzehnten.

Seit 1970 aktiv, agiert die Firma seit 1988 als Generalagent des

schwedischen Unternehmens TylöHelo und vertreibt Wellnessprodukte

in Deutschland, Europa sowie weltweit. In diesem Jahr

feiert die Klaus Schenker GmbH ihr 50-jähriges Bestehen. Das

Wohlbefinden und die Gesundheit potenzieller Kunden stehen für

den Wellnessspezialisten an erster Stelle. Auf einer Fläche von 700

Quadratmetern präsentiert das Unternehmen ein großes Angebot

an Tylö Saunen, Dampfbäder und -duschen sowie Infrarotkabinen

für gewerbliche und private Kunden. Auch Sunshower Produkte,

Sonnenlicht- und Infrarotwärme in der Dusche gehören zum Portfolio.

Aktuelle Trends sind Farblicht, Musikanlage, verschiedene

Düfte für den Aufguss sowie die Softsauna als milde Art des Saunierens

mit einer Temperatur von 65 Grad und 45 Prozent Luftfeuchte.

Geschulte Mitarbeiter garantieren eine kompetente Fachberatung.

Zudem werden Saunen individuell nach Maß angefertigt

und individuellen baulichen Gegebenheiten angepasst.

Pure Entspannung

Wohlfühlmomente im SaunaHuus Ganderkesee

Das DaySpa im SaunaHuus Ganderkesee verwöhnt seine Gäste mit

wohltuenden Massagen und verschönernden Kosmetikanwendungen

in stilvollem Ambiente. Um die Wellness-Angebote zu genießen

ist kein Sauna-Eintritt nötig. So können Liebhaber der Entspannung

auch nur für eine kurze Massage vorbeischauen.

Die Kosmetikanwendungen

sind optimal auf die Haut

abgestimmt und versorgen

das Gesicht mit einer Extraportion

Frische. Gesichtsbehandlungen

für sie und ihn,

Augenbrauen und Wimpern

färben – im DaySpa ist fast

alles möglich. Alle Anwendungen

können im Onlineshop

bequem von zu Hause

aus reserviert werden. Das

gleiche gilt für Termine für Partneranwendungen und die Auszeit

speziell für ihn. Männer genießen die Behandlung mit den Pflegeprodukten

für Herren von Dr. Belter.

Und natürlich lässt sich der Besuch auch mit ein paar Saunagängen

verbinden: In fünf verschieden temperierten Saunen verbringen

Gäste einen entspannten Tag und genießen zwischen den

Saunagängen oder Anwendungen das gastronomische Angebot

- von marktfrischen Salaten über leckere Burger bis hin zu einem

reichhaltigen Frühstück.

Foto: SaunaHuus

Infos: www.saunahuus.de


Die ganze Vielfalt

des Wohlbefindens

OASE Wellness Welt: Saunieren und entspannen im Weserpark

27

Foto: Oase

Dem Alltagsstress entfliehen, zur

Ruhe kommen und neue Kraft

schöpfen: Das ermöglicht die OASE

Wellness Welt im Weserpark. Versammelt

unter dem großen Saunadom finden Gäste

dort das ganze Jahr über ein wetterunabhängiges

mediterranes Klima vor. Ein

vielfältiges Angebot aus Saunen, Behandlungen

und Zeremonien sorgt zudem für

einen Kurzurlaub von der Hektik des Alltags

und bietet Besuchern die Möglichkeit,

ihre Energiespeicher aufzufüllen.

So vereint die OASE insgesamt zehn

unterschiedlich temperierte Saunen sowie

mehrere Wärme- und Dampfbäder unter

ihrem Dach, unter denen sowohl regelmäßige

Saunagänger als auch Einsteiger ihren

idealen Ort zum Entspannen finden. Ein

besonderes Highlight: das nordische Saunadorf

mit einem sportlich angelegten Außenpool,

zahlreichen Liegezonen für Sonnenanbeter

und einem großen Hot-Whirl-Pool.

Dieser lockt mit angenehmen 37 Grad, die

an kalten Tagen wohlige Wärme bescheren,

und zahlreichen Sprudeldrüsen, die müden

Gelenken wieder auf die Sprünge helfen.

Als zusätzliches i-Tüpfelchen können

Gäste im Rahmen ihrer Auszeit vom Alltag

eine der verschiedenen Wellnessangebote

der OASE in Anspruch nehmen. Zur

Auswahl stehen beispielsweise die ayurvedische

Wellness-Massage, die türkische

Hamam-Massage sowie die amerikanische

La-Stone-Therapie, welche die Wirkung

der Heilsteine unter Beweis stellt. Authentische

Zeremonien aller Kontinente und

Beautyanwendungen gehören ebenfalls

zum Portfolio und komplettieren den Kurzurlaub.

Eine Terminreservierung wird für

alle Behandlungen empfohlen.

Infos: www.oase-weserpark.de

SPA(R) MAL WIEDER

Sie bezahlen den regulärenTarif, dann schenken wir

Ihrer Begleitperson den Eintritt frei dazu!

Coupon-Gutschein bitte am Empfang abgeben.

Gültig bis 30.11.2020

www.oase-weserpark.de


28 VON KOPF BIS FUSS

„Wir leisten Aufklärungsarbeit“

Shop-Eröffnung: CanaLine verkauft Öle und Kosmetika mit Wirkstoff Cannabidiol aus der Hanfpflanze

Fotos: KW

Vor wenigen Wochen eröffnete in

der Violenstraße eine CanaLine-

Filiale, wo Kunden cannabidiolhaltige

Öle und Kosmetik kaufen

können. Wir haben Key Account Manager

Timo Böß gefragt, was es mit dem aktuellen

Hype um den Cannabiswirkstoff auf sich hat.

Zunächst einmal: Was genau ist CBD?

Hinter der Abkürzung steckt Canabidiol,

ein Wirkstoff der Hanfpflanze. Im Gegensatz

zum weitaus populäreren THC hat

CBD keine berauschende Wirkung, sondern

ihm werden beruhigende Eigenschaften zugesprochen.

Studien zeigen vielfältige gesundheitsfördernde

Wirkungen, insbesondere

auf nervlicher und muskulärer Ebene.

Was finden Kunden im CanaLine-Shop?

Unsere Kernprodukte sind CBD-Öle, in

denen das volle Spektrum der Hanfpflanze

enthalten ist. Darüber hinaus finden sich

diverse Bio-Kosmetik-Produkte in unserem

Sortiment, die ebenfalls CBD enthalten.

Für wen sind die Produkte interessant?

Unsere Kunden suchen häufig Linderung

von Schlafstörungen und innerer Unruhe.

Sie nutzen CBD-Öl als Alternative zur

klassischen Schulmedizin, denn unsere

Öle sind reine Naturprodukte, haben keine

Nebenwirkungen und man bleibt verkehrstüchtig.

Sie berichten: Es hilft ihnen, um

zu entspannen. Andere führt ein Schmerzleiden

zu uns. Diese können leichter Natur

sein, etwa Menstruationsbeschwerden

oder Muskelkater, oder aber auf schwerwiegende

Erkrankungen zurückgehen. Die

Bandbreite reicht von Migräne über Multiple

Sklerose bis hin zu Krebs.

Wie werden die Produkte hergestellt?

Das Besondere bei unserem Verfahren ist:

Die Pflanzen wachsen indoor, fernab von

äußeren Einflüssen wie etwa Pestiziden, die

unweigerlich die Qualität mindern würden.

Wir erhalten so zertifizierte Pflanzenextrakte

von besonders hoher Reinheit.

Wie schmecken die CBD-Öle?

Bei uns gibt es CBD mit Hanfsamenöl, das

deutlich nach der Pflanze schmeckt und eine

leicht bittere Note hat. Daneben haben wir

ein hochwertiges und geschmacklich dezentes

Kokosöl als Träger. Beide führen wir in

jeweils drei Varianten mit fünf, zehn und 15

Prozent CBD-Anteil. In unserem Shop können

Interessierte gern einen Geschmackstest

machen. Wir leisten Aufklärungsarbeit, um

zu zeigen: Unsere Hanfprodukte sind vollkommen

natürlich, geprüft und völlig legal.


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So köstlich is(s)t die Region

Die besten Tipps und exklusive Rezepte auf 160 Seiten

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Fragile Blüten

Die Dolden des Holunderoder

Fliederbeerbaums sind

zarte Gewächse. Sie müssen

schne l verarbeitet werden.

Dafür haben sie ein betörendes

Aroma.

Von der WG

zur Bäckerbande

Wie eine kleine

Steinofenbackstube in Hollen

zum 28-Mannbetrieb wurde.

TEXT MICHA BUSTIAN

FOTOS FABIAN WILKING

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Gutes aus Bremen

und umzu

So vielfältig schmeckt die Region:

Erleben Sie Produzenten mit

Leidenschaft und tollen Produkten

> Der kurze Weg aufs Land

> Rezepte für jede Saison

> Großer Adress- und Serviceteil

Toll im Saft

Aus frisch gepflückten

Holunderblüten

Sirup oder Sekt selbst

herstellen und damit

Limonade aufpeppen und

Aperitifs mischen.

TEXT CATRIN FRERICHS

UND CHRISTINA KLINGHAGEN

FOTOS EMMA JANSSEN, CATRIN FRERICHS,

UND CORA SUNDMACHER

E

r ist ein erfrischender, alkoholischer Cocktail

aus Prosecco, Zitronenmelisse­ oder

Holunderblüten­Sirup, versetzt mit frischer

Minze und Mineral­ oder Sodawasser

– und heißt Hugo. Natürlich kann man

a le Zutaten fertig kaufen. Wer ein bisschen Zeit investiert,

hat schne l einen sehr leckeren Sirup aus frischen

Holunderblüten selbst gekocht. Und dazu noch frische

Luft geschnappt.

Ein Rezept für den Sirup hat etwa Sönke Hofmann

vom Bremer Naturschutzbund (Nabu) parat.

„Holundersekt und Fliederbeersuppe mit Grießklößen

waren die Kracher meiner Kindheit“, hat der Nabu­

Geschäftsführer mal einer Redakteurin ve raten. Der

Schwarze Holunder ist in der Küche enorm vielfältig

einsetzbar. Unreife Früchte und a les Grüne des

Holunders seien aber leicht giftig. „Erhitzt man das

enthaltene 'Sambunigrin' über 80 Grad Celsius, wird

es unschädlich“, beruhigt der gelernte Förster. Für den

selbst gemachten „Hugo“ sei das jedoch egal.

Wer Hugo ansetzen möchte, benötigt drei Hände vo l

Blüten, also etwa 20 Stück, möglichst frisch nach

einem säubernden Regen direkt vom Baum gepflückt.

Zu Hause am besten die Blüten erst einmal ausbreiten,

Das neue Magazin

des WESER-KURIER

> Biohöfe, Züchter und Käsereien: Spannende

Reportagen über Produzenten mit Leidenschaft

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zu Limo und Bier

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regionale Zeitungshäuser

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30 VON KOPF BIS FUSS

Schönheitskur auf der Wolke

Ausprobiert: Ein Hydra-System-Peeling in der Beautylounge Bremen

Von Peeling und Needling über Toner und Serum bis hin zu

Lotion und Maske: Dass Hautpflege eine Wissenschaft für

sich ist, wird spätestens bei einem Blick in die sozialen

Medien klar. Neben einer breiten Produktpalette tauchen immer

wieder innovative Behandlungen auf, die versprechen, das Hautbild

zu revolutionieren. So auch das Hydra-System-Peeling, wie es

beispielsweise die Beautylounge Bremen anbietet. Unsere Redakteurin

Jennifer Fahrenholz hat es getestet.

„Wow, riecht das hier gut!“ Als ich den Empfangsbereich der

Beautylounge betrete, ist meine Begrüßungsetikette kurz vergessen.

Es ist ein frischer Duft, der die Wohlfühloase in der Obernstraße

erfüllt. Wenn Urlaub einen Geruch hätte, dann wäre es dieser.

„Das ist Zitronenmelisse“, klärt mich Barbara Kellner-Raphoz

auf. Die Kosmetikerin trägt einen Mundschutz – eine partikelfiltrierende

FFP-2-Maske, um genau zu sein. Ihre kleinen Augen

verraten mir jedoch, dass sie mich lächelnd begrüßt. Während sie

mir die Jacke abnimmt, blicke ich mich um. Die Wände sind hell

gestrichen, silberne Wohnaccessoires sorgen für einen modernen

Look. Barbara Kellner-Raphoz führt mich in den Behandlungsraum,

in dem sich mein Selbstversuch abspielen wird. Mein Blick

fällt auf ein Gerät. Neben zwei mit Flüssigkeit befüllten Behältern

befinden sich verschiedene verkabelte Aufsätze in einer Halterung.

Wie beim Zahnarzt, denke ich und schmunzele. Die Kosmetikerin

scheint meine Verwirrung zu bemerken und erklärt: „Das ist das

Gerät, mit dem ich die Behandlung heute durchführe.“

Behandlung mit System

Hydra-System-Peeling: So heißt die Anwendung, die ich gleich

kennenlernen werde und die verschiedene Behandlungsschritte

und Wirkstoffe kombiniert. Das Prinzip: Die Haut wird gepeelt

und anschließend mit Feuchtigkeit versorgt, alles wird an die individuellen

Bedürfnisse angepasst, so verrät es bereits der Name.

„Eine tolle Behandlung, welche die Haut strafft und von innen

erleuchtet“, sagt die Expertin. „Sie werden begeistert sein!“ Die-

„Wolke“ heißt die komfortable Liege in der Beautylounge (oben). Bei der Anwendung

werden verschiedene Aufsätze eines Gerätes verwendet. Fotos: KW


31

se Euphorie steckt an. Wie ein Wackel-Dackel nicke ich in Dauerschleife,

während die Kosmetikerin ihre Lobpreisung auf das

Hydra-System-Peeling fortsetzt. Adjektive wie prall, glatt und

strahlend schärfen meine Aufmerksamkeit. Barbara Kellner-

Raphoz deutet auf eine große Liege in der Mitte des Raumes und

bittet mich, Platz zu nehmen. „Wir nennen diese Liege liebevoll

Wolke“, sagt sie. Ich verstehe die Bezeichnung, als meine Wirbelsäule

den Stoff berührt. Ob ich mal über einen Matratzenwechsel

nachdenken sollte?

Der Mini-Staubsauger

Die Kosmetikerin beginnt die Behandlung mit einer milden Abreinigung.

Mit sanften, kreisenden Bewegungen verteilt sie ein Gel

auf meiner Haut, welches sie danach mithilfe einer heißen Kompresse

abnimmt. Make-up, Straßenstaub und Hautfett sollen auf

diese Weise entfernt werden. So weit, so gut, denke ich. Schließlich

kenne ich diesen Schritt bereits aus anderen kosmetischen Behandlungen.

Was danach folgt, ist jedoch völlig neu für mich. „Ich

beginne nun mit der Dermabrasion“, sagt die Hautexpertin. Ein leises

Motorgeräusch ertönt und eine kleine Oberfläche gleitet saugend

über meine Haut, vergleichbar mit einem Mini-Staubsauger.

Zugleich merke ich, wie eine Flüssigkeit verteilt wird: Fruchtsäure.

„Dadurch werden die Desmosomen, also die Zwischenzellstrukturen

geknackt.“ Simpel formuliert: Die oberste Hautschicht wird

abgetragen. An einigen Stellen ist die Anwendung etwas unangenehm,

von Schmerz zu sprechen, wäre jedoch überzogen.

Während Barbara Kellner-Raphoz zum nächsten Schritt übergeht

und einen Neutralisator zur Anpassung meines pH-Wertes

verteilt, kommen wir ins Plaudern. Seit etwa zehn Jahren ist

die Beautylounge in Bremen präsent und seit zwei Jahren in der

Obernstraße beheimatet. Das Kernanliegen des Unternehmens bestehe

darin, Kunden zu schöner Haut zu verhelfen. Das Hydra-System-Peeling

gehöre zu den beliebtesten Anwendungen, nicht zuletzt

wegen seiner Flexibilität. „Je nach Hautbeschaffenheit können

wir einzelne Schritte verkürzen oder intensivieren, ganz nach Bedarf“,

so die Kosmetikerin.

meine zuvor leicht prickelnde Haut entspannt. Die Hautexpertin

sorgt die ganze Zeit über für eine vertrauensvolle Atmosphäre.

Was mir besonders gut gefällt: Sie erklärt mir jeden Behandlungsschritt,

ohne mich mit Fachvokabular zu überfordern. Auch meine

Fragen beantwortet sie geduldig, etwa als meine geschlossenen

Augen nach einer kurzen Ultraschall-Behandlung und einer Eiswellen-Versiegelung

blaues Licht wahrnehmen. „Das ist das sogenannte

Kollagen-Finish“, sagt sie. Es tue der Haut nach den vielen

Behandlungsschritten gut und habe eine beruhigende Wirkung.

Nachdem sie mein Gesicht mit einem Lichtschutz versorgt, erklärt

sie die Behandlung für beendet.

Langsam fährt die „Wolke“ in

die Vertikale zurück. Während

mein Kreislauf noch gegen das

Ende der Ruhephase protestiert,

hält mir die Kosmetikerin

bereits den Spiegel entgegen.

Ich staune nicht schlecht. Trotz

leichter Rötungen wirkt meine

Haut wohlgenährt, glatter und

praller. Barbara Kellner-Raphoz

erzählt mir, dass sich eine Wiederholung

etwa in 28 Tagen anbiete,

entsprechend des Zellteilungszyklus.

Als sie mich fragt,

ob ich wiederkomme, nicke ich.

„Natürlich“, sage ich. „Nicht

zuletzt, um wieder Urlaub riechen

zu dürfen.“ (JF)

INTENSIV PFLEGE

Peeling

Faltenreduktion

Straffung

Belebend

kühlend

verjüngend

strahlend

schön

Die Gesichter der Beautylounge: Barbara Kellner-Raphoz (links) und ihre

Kollegin Anke Günther heißen Kunden willkommen.

Fotos: KW

Vertrauensvolle Atmoshphäre

Nachdem sie meine Haut mit Sauerstoff angeregt und feuchtigkeitsspendende

Aloe aufgetragen hat, folgt der für mich angenehmste

Schritt der Behandlung. Zwei Metallkugeln berühren mein Gesicht,

zunächst kühlend, dann erzeugen sie Wärme – ein angenehmes

und zugleich verrücktes Gefühl. „Ich arbeite mit Radiofrequenz“,

erklärt Kellner-Raphoz. „So kann die Aloe besser einziehen und

die Haut sich beruhigen.“ Tatsächlich – ich kann fühlen, wie sich

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Obernstraße 14 / 1.OG, 28195 Bremen Tel. 0421 – 222 98 368

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de Wiemsel

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Ruhe und Entspannung in einem der schönsten Hotelparks, 56 Zimmer & Suiten,

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im Künstlerstädtchen Ootmarsum, direkt an der deutsch-niederländischen Grenze.

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Die Blumeninsel im Atlantik

Madeira: Mit ReiseService Wohlfahrt die portugisische Insel erkunden

REISE

Individuelle Reisen

mit Reiseleitung von der

Abfahrt bis zur Rückkehr

Alles aus einer Hand:

• telefonische Reiseberatung

• persönliche Betreuung

• kleine Reisegruppen

• Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten

Foto: FR

Wintervergnügen

im Bayerischen Wald

Portugal gleich Wärme. Wärme gleich

Sommer. Sommer gleich Strand. Diese

bewährte Urlaubsrechnung scheint im

Fall der Insel Madeira nicht ganz aufzugehen.

Die Destination verfügt entgegen vieler Annahmen

über keine eigenen Strände. Nichtsdestotrotz

mag bereits der Beiname der Insel

ihren Charme zu verdeutlichen. So ist Madeira

auch als Blumeninsel inmitten des Atlantischen

Ozeans bekannt. Ein ganzjährig frühlingshaftes

Klima, eine satt-grüne Landschaft und tropische

Wälder dominieren die Kulisse und machen

Madeira bei Aktivurlaubern und Ruhesuchenden

gleichermaßen beliebt.

Das Unternehmen ReiseService Wohlfahrt

bietet Interessierten an, die Vielfalt der Insel

im Rahmen einer achttägigen Flugreise zu entdecken.

Nach der ersten Nacht im Hotel Four

Views Oasis in Canico de Baixo führt die Reiseteilnehmer

ein ganztägiger Ausflug in den

Nordwesten Madeiras. Entlang der Südküste

geht es zur Gabo Girao, der höchsten Steilklippe

Europas. Zudem steht ein Besuch der Ortes

Porto Moniz auf dem Plan, dessen natürliche

Meeresschwimmbecken eine wohltuende Abkühlung

bieten. In die bekannte Hauptstadt

Funchal geht es am Folgetag. Dort besuchen die

Urlauber beispielsweise den exotischen Markt

und lernen bei einer anschließenden Weinprobe

den sogenannten Madeira-Wein kennen.

Weitere Highlights der Reise: ein Besuch des

Nonnentals, die strohbedeckten Häuser von

Santana, sowie eine Korbschlittenfahrt als bekannte

touristische Attraktion. (JF)

23.01. – 30.01.2021:

mit Pferdeschlittenfahrt, Böhmerwald,

Salzkammergut u.v.m.

ab 899,–

Schneezauber

in Finnland

Foto: djd/OTM/Verena Brandt

Radeln rund um Oldenburg

Eine spannende Kombination aus Stadt und Land erleben

Radeln auf dem Lande und gleichzeitig die

quirlige Atmosphäre einer Stadt genießen: Auf

der „Route um Oldenburg“ kann man an einem

langen Wochenende die reizvolle Stadt an der

Grenze zu Ostfriesland sowie die abwechslungsreiche

grüne Region drumherum auf drei

Rundkursen erkunden.

Diese führen durch die Ammerländer Parklandschaft,

die Weiten der Wesermarsch und

den Naturpark Wildeshauser Geest. Dank mehrerer

zehn bis 15 Kilometer langer „Speichen“

als Verbindungen zwischen Stadt und Umland

kann man die gut beschilderten Rundkurse

auch auf Teilabschnitten erradeln und sich immer

wieder im Herzen der Innenstadt ausruhen.

Oldenburg selbst fasziniert mit einer vielseitigen

Architektur, kulturellen Aktivitäten und

Shoppingerlebnissen. (SM)

Nähere Informationen gibt es online unter:

www.route-um-oldenburg.de.

04.02. – 09.02.2021: mit Huskys und

Rentieren, Lahti, Helsinki

ab 1150,–

Lissabon – Flugreise

25.03. – 30.03.2021: mit Hieronymus-

Kloster, Torre de Belem, Queluz, Sintra,

Serra da Arrabica mit Weinprobe

ab 1399,–

Information und Buchung unter

04264 - 83 74 555 sowie unter

www.reiseservice-wohlfahrt.de

27


SCHÖNER ARBEITEN

Umgestaltung zum Ort der Zukunft

Neue Mieter und Kultureinrichtung: Aktuelle Entwicklungen lassen TABAKQUARTIER aufleben

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Es geht voran in Woltmershausen: Der Alte Tabakspeicher bietet moderne Bürolofts in einem Gebäude mit Geschichte.

Illustration: Justus Grosse

28

Das vielfältige Konzept des TABAK-

QUARTIERS geht auf: Das über

20 Hektar große ehemalige Fabrik-Areal

wandelt sich zusehends zu einem

neuen Ort für Arbeiten, Wohnen und Kultur.

Nachdem während der Sommermonate

erste Bürolofts bezogen, Events in der ehemaligen

Kesselhalle gefeiert und neue Gastronomie

eröffnet wurden, vermeldet die

Justus Grosse Projektentwicklung weitere

Neuigkeiten – vom Einzug einer Kindertagesstätte

über die neue Straßenbezeichnung

bis zur Baugenehmigung eines neuen

Theaters.

Freiräume für den Nachwuchs

Mit der Unterschrift des Mietvertrages ist

der Einzug einer Kindertagesstätte (Kita)

ins TABAKQUARTIER besiegelt. Bis zu 80

Kinder in vier flexiblen Gruppen sollen in

dem historischen Gebäude FABRIK auf

einer Fläche von 840 Quadratmetern betreut

werden. Hinzu kommt ein Außenbereich

von abermals 900 Quadratmetern, auf

dem der Nachwuchs an der frischen Luft

toben und spielen kann. Neben Kita-Plätzen

werden auch Krippen-Plätze an dem

Standort geschaffen. Betreiberin der Einrichtung

ist die Global Education gGmbH,

eine Tochtergesellschaft der pme Familienservice

GmbH. Eröffnet wird die neue Kita

voraussichtlich im Frühjahr 2021.

Wie das Quartier, so die Straße

Zu den sichtbaren Entwicklungen gehört

nun auch eine neue Straßenbezeichnung:

Ein Abschnitt des Hempenwegs wurde am

13. Juli 2020 umbenannt und trägt ab sofort

den Namen „Am Tabakquartier“. Ein

bedeutender Meilenstein für die Quartiersentwickler

Joachim Linnemann und

Clemens Paul, geschäftsführende Gesellschafter

von Justus Grosse: „Wir freuen

uns, gemeinsam mit der Stadt hier mit hoher

Dynamik einen Beitrag für vielfältiges

Wohnen und zukunftsgewandte Arbeitsplätze

umzusetzen.“

Die Kultur hält Einzug

Eine erfreuliche Nachricht für Kulturinteressierte:

Die Baugenehmigung für das

„Boulevard theater Bremen“ wurde vor wenigen

Wochen erteilt. Ein Teil der denkmalgeschützten

ehemaligen Lagerhalle der

Tabak- und Zigarettenfabrik Brinkmann

„Halle 1“ wird damit in den kommenden

Monaten zum Theater- und Komödienhaus

umgebaut. Es ist der zweite Standort des

seit 20 Jahren erfolgreichen Weyher Theaters,

das größte und erfolgreichste Privattheater

Niedersachsens. Mit dem weiteren

Standort im Bremer TABAKQUARTIER

entsteht eine neue Spielstätte mit knapp

400 Plätzen.

In den zweiten Teil der „Halle 1“ ziehen

ab Anfang 2022 die Bremer Philharmoniker

mit ihrem neuen Übungssaal. Die Fertigstellung

des Theaters planen die Projektentwickler

für Mai 2021. Ab September

2021 startet der Spielbetrieb.

Weitere Infos zum TABAKQUARTIER finden

Interessierte auf www.tabakquartier.com.

Gerne erteilt die Firma Justus Grosse telefonische

Auskünfte unter 0421 / 30 80 68 91 und

vereinbart individuelle Besichtigungstermine

in den wenigen noch verfügbaren Bürolofts des

„Alten Tabakspeichers“ und der FABRIK.


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Das Energielösungen-Komplettpaket

Von der Solaranlage bis zum Stromspeicher: ADLER SOLAR berät, plant und installiert

WOHNEN UND LEBEN

Wenn sich die Blätter an den Bäumen

im Herbst gelb, rot oder

braun verfärben, ist das der Beginn

für die kalte, dunkle Jahreszeit. Dann

vergehen nur wenige Wochen, bis leuchtende

Dekorationen die Vorweihnachtszeit erhellen.

Strom wird das Leben in den kommenden

Monaten noch stärker begleiten als

in den hellen und warmen Sommermonaten.

Mit Strom, der aus Sonnenstrahlen nachhaltig

und erneuerbar erzeugt wird, schonen

Verbraucher die Umwelt und sparen nebenbei

langfristig Geld. Solaranlagen sind somit

ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, der

sich noch dazu finanziell lohnt.

Experte auf dem Gebiet der Photovoltaik

mit über zwölf Jahren Erfahrung ist AD-

LER Solar. Das Bremer Unternehmen bietet

mit einer eigenen technischen Abteilung

sowie ausgebildeten und in der Praxis bewährten

Installateuren das komplette Angebot

für Solarstrom, Speicherlösungen.

Auch für die nötige Ladeinfrastruktur für

elektrisch betriebene Mobilität findet das

Expertenteam die passende Lösung. Somit

erhalten Kunden Solaranlagen aus einer

Hand vom Fachmann.

Die technischen Berater informieren

Kunden über die Varianten, die das jeweilige

Dach und der vorhandene Energieverbrauch

als Optionen eröffnen. Eine Solaranlage

rechnet sich vor allem dann, wenn

der erzeugte Strom direkt im Haushalt verbraucht

werden kann – in manchen Fällen

in Verbindung mit einem Speicher für die

elektrische Energie. Auf der Homepage von

Eine Solaranlage zahlt sich doppelt aus: Sie bringt „sauberen“ Strom und spart Kosten.Foto: ADLER Solar

ADLER Solar können sich Interessierte im

Vorfeld informieren und mit Angabe des

Stromverbrauchs und Bildern vom Dach ein

24-Stunden-Angebot anfordern.

Je nach Größe des Dachs und der baulichen

Möglichkeiten werden dann die

Fläche der Solaranlage mit dem Kunden

geplant und die technischen Formalitäten

erledigt. Am Ende des Prozesses wird die

Anlage vom Netzbetreiber angeschlossen.

Der Kunde hat inzwischen seine Auswahl

bezüglich Unterkonstruktion und Modultyp

getroffen, bevor der eigentliche Bau

startet. Dieser dauert selten länger als

einen Tag.

Bei den aktuell hohen Strompreisen

und den günstigen eigenen Erzeugungskosten

rechnet sich eine Solaranlage bei

fast allen Häusern, die über eine eigene

Dachfläche verfügen. Denn Sonnenstrahlen

kosten nichts und Solaranlagen leisten

einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Infos: www.adlersolar.de

Solarenergie Stromspeicher E-Mobility

EIGENER SOLARSTROM.

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Kostenfreier

Leitfaden für

Photovoltaik und

Stromspeicher

Der Leitfaden „Schritt für Schritt zur

eigenen Photovoltaikanlage“ richtet

sich an Hausbesitzer, Bauherren und

Gewerbebetriebe, die eine Photovoltaikanlage

mit oder ohne Stromspeicher

für den Eigenverbrauch planen.

Der umfangreich illustrierte Ratgeber

enthält auf 44 Seiten zahlreiche Beispiele,

Musterberechnungen, Checklisten,

Tipps, und eine Anleitung in

acht Schritten, wie man sein Hausdach

als Energiequelle nutzt. Die Broschüre

erleichtert Hausbesitzern den Einstieg

in die solare Eigenversorgung

und zeigt die vielen Möglichkeiten

des eigenen Solarkraftwerks auf, wie

viel Geld man langfristig einspart und

welchen Nutzen die Verwendung von

Solarstrom für die Umwelt hat. Strom

selber herstellen, speichern und verbrauchen

wird zudem vom Staat und

von den Bundesländern mit verschiedenen

Programmen und Möglichkeiten

gefördert. Fordern Sie Ihr Exemplar

ganz einfach an!

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Die Klimawende mitgestalten

Stromkosten abschaffen mit Energiesystemen von Enerix Bremen

Die Strompreise in Deutschland

steigen Jahr für Jahr. Mittlerweile

zahlen private Verbraucher zum

Teil über 30 Cent pro Kilowattstunde. Ein

durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt

mit einem Gesamtjahresverbrauch

von 4500 Kilowattstunden zahlt somit

rund 1350 Euro pro Jahr an den Stromkonzern

– Tendenz steigend. Strom kann man

aber als Hausbesitzer mit einer Photovoltaikanlage

auf dem Dach sehr viel günstiger

herstellen. Einmal installiert, liefern

diese Anlagen ihren Besitzern jahrzehntelang

preiswerte und saubere Energie.

Die Module auf dem Dach wandeln

Sonnenenergie in elektrische Energie

um. Sind elektrische Geräte im Haus angeschaltet,

werden diese automatisch

mit Solarstrom versorgt. Produziert die

PV-Anlage mehr Strom als aktuell benötigt,

wird der Strom im Speicher für die

sonnenarmen Stunden in der Nacht gespeichert.

Zudem kann überschüssiger

Strom ins öffentliche Netz eingespeist

werden. Nimmt man an einer sogenannten

Stromcloud teil, wird diese Energie

dem Stromkonto gutgeschrieben und

kann im Winter abgerufen werden. So

macht man sich unabhängig von zukünftigen

Strompreissteigerungen.

Wie das Ganze im Detail funktioniert,

erklärt der kostenfreie Photovoltaik-Leitfaden

„Schritt für Schritt zur eigenen

Photovoltaikanlage“ der Firma enerix, der

auf der Homepage der Firma zum Download

bereitsteht.

Im Rahmen der Abkehr von fossilen

Brennstoffen spielt zudem die Elektrifizierung

von Wärme und Mobilität eine

immer größere Rolle. In Kombination mit

Energiemanager

Steuert die Stromflüsse

im Haus

Solarmodule

Machen aus Sonnenenergie

elektrische Energie

dem durch die Photovoltaikanlage selbst

erzeugten Strom ist eine Wärmepumpe

für das Haus sowie eine Lademöglichkeit

für das Elektroauto eine hochprofitable

Investition. Neben den wirtschaftlichen

Aspekten spielt aber auch der Beitrag zum

Klimaschutz eine ganz wesentliche Rolle.

Die Bremer Bürgerschaft hat es zu

ihrem Ziel erklärt, Bremen und Bremerhaven

zu „Solar Cities“ umzugestalten.

Um dies und die vorgegebenen Klimaschutzziele

zu erreichen, gilt künftig eine

Pflicht für Photovoltaikanlagen auf Neubauten.

Hans-Jürgen Dost vom Photovoltaik

Fachbetrieb enerix Bremen sagt dazu:

„Das Thema Klimaschutz betrifft uns alle.

Mit diesem Beschluss hat die Bremer

Politik Maßstäbe gesetzt. Durch den erhöhten

Zubau wird in Zukunft ein erheblicher

Anteil des Bremer Stromverbrauchs

durch umweltfreundlichen Solarstrom abgedeckt.

Außerdem werden mit dem Ausbau

der Solarenergie Arbeits- und Ausbildungsplätze

im Land Bremen geschaffen.“

Enerix ist eine auf Photovoltaik und

Stromspeicher spezialisierte Fachbetriebskette

in ganz Deutschland. Die

TÜV-Rheinland qualifizierten Fachberater

für dezentrale Energiesysteme liefern

Hausbesitzern und Unternehmern eine

umfangreiche Beratung und schlüsselfertige

Anlagen. Enerix hat seit 2013 mehr als

600 Anlagen in Bremen und im niedersächsischen

Umland installiert.

Enerix Bremen, Dost Energietechnik GmbH,

Fahrenheitstraße 1, 28359 Bremen,

Tel. 0421 / 2208-135.

Infos: www.enerix.de

Stromcloud

Spart überschüssigen

Solarstrom an

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Fahrenheitstraße 1, 28359 Bremen

Tel. 0421 2208135, bremen@enerix.de

Verbraucher

Werden mit

Solarstrom betrieben

Wechselrichter

Wandelt den Gleichstrom

in Wechselstrom

Stromspeicher

Speichert den Solarstrom

für die Nacht

Wärmepumpe

Macht aus Solarstrom Wärme

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Lädt das Elektroauto

mit Solarstrom

Schaubild: Enerix


Foto: Antje Schimanke

Fürs Klima und den

eigenen Geldbeutel

Mängel vermeiden: Dämmvisite von energiekonsens

Sich frühzeitig um geplante Bau- und Sanierungsarbeiten

kümmern – das rät Heinfried Becker, Projektleiter der

gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens,

allen Eigentümern. Schließlich sei eine Terminvereinbarung

mit einem Handwerker oder einem Energieberater vor allem in

Corona-Zeiten häufig mit langen Wartezeiten verbunden. Eine

hilfreiche Maßnahme zur Vorbereitung entsprechender Arbeiten

ist beispielsweise die Dämmvisite. Die Firma energiekonsens

bietet sie allen Hausbesitzern im Land Bremen an.

Dabei handelt es sich um einen Wärmeschutzcheck, bei dem

Ein- oder Mehrfamilienhäuser mit bis zu zehn Wohneinheiten

von unabhängigen Energieberatern in Augenschein genommen

werden. Sie zeigen auf, wo sich Energielecks befinden, wie zum

Beispiel Wärmebrücken an Wänden oder undichte Fensterrahmen.

Dabei stellen die Experten verschiedene Wärmeschutzmöglichkeiten

vor, von Innen- und Fundamentdämmung über

Dach- und Dachbodendämmung bis hin zur Außendämmung

von Fassaden. Ein Besuch der Dämmvisiten-Profis zahle sich in

doppelter Weise aus: „Jeder, der sich mit dem Thema Wärmeschutz

beschäftigt, leistet einen Beitrag für den Klimaschutz“,

sagt Becker. So senke ein gedämmtes Haus den Heizbedarf, was

sowohl dem Geldbeutel schone als auch die C0 2 -Emmisionen

deutlich reduziere. Die Kosten für eine Dämmvisite durch die

Klimaschutzagentur betragen 30 Euro. (SM)

Infos: www.energiekonsens.de/daemmvisite

Fit für den Winter

Dollex dichtet Fenster und Türen ab

WOHNEN UND LEBEN

Die kalte Jahreszeit ist da. Wenn Fenster und

Türen jetzt undicht sind, bleibt die kuschelige

Wärme trotz aufgedrehter Heizung aus.

Wenn es zieht, steigen Energieverbrauch

und Heizkosten, mehr CO 2 gelangt in die Atmosphäre.

Wenn die Schalldichtigkeit nachgelassen

hat, dringen störende Geräusche

von draußen, wie etwa Straßenlärm, lauter

in unsere Ohren. Das muss nicht sein!

Kaum eine Baumaßnahme ist so einfach,

schnell und so kostengünstig wie ein

Dichtungswechsel oder das Nachrüsten mit Dichtungen. Die Ergebnisse

können sich wärme- und schallschutztechnisch sehen

lassen. Wer selbst Hand anlegt, kann zusätzlich sparen: Für so gut

wie jedes Fenster und jede Tür gibt es vollwertige Original- oder

Ersatzdichtungen. Diejenigen, die nicht selbst abdichten möchten,

finden Hilfe beim Fachmann. Anhand eines kleinen Musters der

alten Dichtung, genauer gesagt, deren Querschnitt, kann er schnell

das neue Profil ermitteln und wenn nötig, kann man mit einem

Muster die Passgenauigkeit testen. Das Nachrüsten mit Dichtungen

in alten Holzfenstern und -türen ganz ohne Gummi und Nut

sollte man übrigens in jedem Fall dem Profi überlassen. Dabei wird

eine Nut in den Fenster- oder Türfalz gefräst, in die dann eine spezielle

Dichtung montiert wird. (SM)

Infos: www.dollex.de

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Es zieht?

Alte Fenster??

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Klimahaus startet eigenen Öko-Strom

„KLIMAHAUSSTROM“ aus 100 Prozent regenerativer Energiequelle

Foto: Hannes Voigts

Im Juli dieses Jahres hat mit „KLIMAHAUSSTROM“ eine neue

Marke den deutschen Strommarkt betreten. In einem gemeinsamen

Projekt haben der Energieversorger Teutoburger Energie

Netzwerk eG und das Klimahaus in Bremerhaven ein innovatives

Stromprodukt entwickelt.

Unter der Bezeichnung „KLIMAHAUSSTROM“ wird Öko-

Strom voll und ganz aus regenerativer Energie produziert. Der

neue Strom entsteht durch Wasserkraft, die in einem südnorwegischen

Wasserkraftwerk in elektrische Energie umgewandelt wird.

Wasserkraft ist eine der saubersten Energieformen, da Wasser sich

selbständig regeneriert. Die Umwandlung in Strom erfolgt mit

einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent.

Die Bedeutung des achten Längengrades

Das Besondere: Das Wasserkraftwerk Bøylefoss in der Kommune

Froland versorgt das Klimahaus schon seit Jahren mit Öko-Strom.

Der Ort der Entstehung des „KLIMAHAUSSTROMS“ liegt auf dem

achten Längengrad – genauso wie die beiden Initiatoren des Projekts,

die Teutoburger Energie Netzwerk eG als Genossenschaft

mit 100 Jahren Erfahrung in der Energieversorgung, und das Klimahaus

Bremerhaven selbst, das als Wissens- und Erlebniswelt

seine Besucher mit einer Reise entlang des achten Längengrads um

die Welt für den Klimaschutz sensibilisiert.

Aber nicht nur Besucher des Klimahauses können den neuen Strom

beziehen. Ab sofort kann sich jeder dieses klimafreundliche Stromprodukt

ins Haus holen und durch den Bezug von Ökostrom zum Klimaschutz

beitragen. Der Anbieterwechsel ist dabei ganz einfach. Auf

www.klimahausstrom.de hilft ein Tarifrechner Interessierten bei

der schnellen Findung des jeweils gültigen Tarifs. Außerdem werden

dort die wichtigen Daten abgefragt und schon wird der Anbieterwechsel

eingeleitet. Die Kündigung beim bisherigen Stromanbieter

wird Ihnen abgenommen. Sie müssen sich um nichts weiter

kümmern. Neben dem Bezug von regenerativ erzeugter Energie tun

Kunden des neuen Stroms automatisch noch etwas Gutes: 10 Euro

fließen bei jedem Vertragsabschluss an die Deutsche KlimaStiftung

in Bremerhaven.

Attraktive Wechselprämien

Auf die Kunden des „KLIMAHAUSSTROMS“ wartet zusätzlich ein

echtes Bonbon: Bei einem Wechsel zum neuen „KLIMAHAUS-

STROM“ können sie sich einen von insgesamt drei Wechselboni

sichern: Eine Große Familienkarte oder drei Einzeltickets fürs

Klimahaus, eine Erhöhung des Zehn-Euro-Spendenbeitrags auf

50 Euro für die Deutsche KlimaStiftung oder ein mit nachhaltigen

Artikeln gefülltes „Überraschungs-Klimahauspaket“ stehen zur

Auswahl.

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Nicht nur Sache der Politik

Benergie: Florian Schulz rät zu Naturstrom

Vorstandsmitglied Florian Schulz.

Foto: Benergie/ Boris Rostani-Rabet

Wenn es um die erfolgreiche

Nutzung von erneuerbaren

Energien im Bundesländervergleich

geht, rangiert Bremen

auf Platz 11 von 16. Ein

ernüchterndes Ergebnis, wie

Florian Schulz findet. „Das

ist weit entfernt vom Ziel

der Klimaneutralität“, sagt

das Vorstandsmitglied der

Bremer Energiehaus-Genossenschaft

Benergie. Die

Annahme, man könne die

Verantwortung für den Klimaschutz

allein den politischen Entscheidungsträgern überlassen,

hält er für verfehlt. „Man stelle sich vor, jeder Bremer

Haushalt würde Naturstrom beziehen – was das für einen Klimaschutz-Effekt

hätte!“ Ein Anbieterwechsel sei in Deutschland

sicher und einfach, da die Energieversorgung gesetzlich

garantiert werde. „Und mit Strom von Benergie“, so Schulz,

„unterstützt man ein regionales Unternehmen.“ Haushalte, die

zusätzlich das Benergie-Gas „ÖkoPlus“ beziehen, hätten sogar

einen vollständig klimaneutralen Energieverbrauch. „Wenn das

alle Haushalte Bremens täten, wären wir dem Ziel der klimaneutralen

Stadt auf einen Schlag schon sehr viel näher.“ (SM)

Feuerstätten fürs Eigenheim

Neu im Sortiment: Gaskamine bei Wehrhahn

Macht

Bremen

klimaneutral!

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Kombi. Die vollständigen Aktions- und Vertragsbedingungen finden Sie unter www.benergie.de/wechsel

Foto:Wehrhahn

Südlich von Bremen in Achim-Bierden, zwischen Wohn- und

Gewerbegebiet, hat Lars Wehrhahn den Standort für seinen Familienbetrieb

gewählt. Auf der rund 1.000 Quadratmeter großen

Ausstellungsfläche zeigt er, was im Ofen- und Schornsteinbau

möglich ist – und wie Feuerstätten zu einer schönen, warmen

und wohligen Wohnatmosphäre beitragen können. „Kamine und

Öfen bringen Wärme und stimmungsvolles Licht in die eigenen

vier Wände, doch sie können auch dekorative Design-Objekte

sein. “, weiß Lars Wehrhahn aus Erfahrung. Seit 2000 führt er die

Geschäfte des ältesten Kachelofenbaumeisterbetriebs im Bremer

Land. Auch wenn es auf Wunsch nach wie vor traditionelle Kachelöfen

mit echter Verkachelung gebe, dominieren inzwischen

weiß verputzte Flächen sowie farbliche Kontraste in Schwarz und

Dunkelbraun. Als neueste Wärmequelle bieten Wehrhahn und

seine Mitarbeiter zudem Gaskamine an. Zur Auswahl stehen Modelle

mit einfacher Frontscheibe sowie mit zwei- und dreiseitiger

Sichtscheibe. Ein moderner und zugleich gemütlicher Blickfang

im Wohnraum ist damit garantiert. (SM)

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GARTEN

Wärme zum Spartarif

Selbst Brennholz machen – so klappt es

Rasenpflege wie die Profis

Vier Schritte der Herbstpflege für ein schönes Grün

Das knisternde Flammenspiel im Kaminofen ist für viele der Inbegriff

purer Gemütlichkeit. Zugleich ist das Heizen mit dem

nachwachsenden Rohstoff Holz auch ökologisch sinnvoll und

preisgünstig. Gute Gründe also, die Heizung des Eigenheims durch

einen zusätzlichen Kamin zu entlasten. Und anstatt das Brennholz

ofenfertig geschnitten ins Haus liefern zu lassen, machen sich

immer mehr Kaminbesitzer aus Freude an der Bewegung an der

frischen Luft im Forst selbst ans Werk. Erforderlich hierfür ist zusätzlich

zum richtigen Werkzeug und der passenden Schutzausrüstung

die Teilnahme an einem Motorsägenkurs. Neben Theorie und

Praxis rund um die Arbeit mit einer Motorsäge stehen Spaß und

gute Tipps auf dem Programm – damit das Outdoor-Erlebnis zum

Erfolg auf der ganzen Linie wird. (DJD)


Foto: djd/EUROGREEN/CandyBox Images - stock.adobe.com

Im Herbst laufen die Hobbygärtner noch einmal zur Hochform

auf. Denn wer sich auch im nächsten Jahr an einem schönen

Garten erfreuen möchte, sollte jetzt die Vorbereitungen dafür

treffen. Das gilt insbesondere für den Rasen, der sich jetzt über

eine Jahresabschlusspflege freut.

Foto: djd/STIHL

Blätter entsorgen

Alle Blätter und sonstiger Unrat sollten vor dem Winter vom Rasen

entfernt werden. Bleibt das Laub liegen, nimmt es den Gräsern

Licht und Luft. Zudem bildet sich unter den Blättern ein

Kleinklima, das ein Nährboden für Schimmel und Pilze ist.

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Brennholz: jetzt ist die Zeit dafür gekommen

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Kalium als Stärkung für den Winter

Damit die Gräser gut über die kalte Jahreszeit kommen, benötigt

der Rasen spätestens Anfang Oktober eine Düngung mit

einem kaliumbetonten Dünger. Das Kalium schützt die Gräser

vor Frost und Krankheiten. Stickstoffbetonte Rasendünger, die

man im Frühjahr und Sommer verwendet hat, dürfen im Herbst

jedoch nicht mehr eingesetzt werden. Der hohe Stickstoffanteil

würde das Gräserwachstum noch einmal erheblich anregen

und die Halme würden weich und anfällig gegenüber Frost und

Krankheiten werden.

Nachsaaten und Neuanlagen

Noch hat der Boden die Temperaturen des Sommers gespeichert,

die Sonne brennt nicht mehr so lange und intensiv vom

Himmel. Das sollten Gärtner ausnutzen, um die Lücken im

Rasen nachzusäen oder eine Grünfläche ganz neu anzulegen.

Allerdings muss auf eine durchgehende Bewässerung geachtet

werden und die Bodentemperatur sollte nachts nicht unter zehn

Grad fallen.

34

Bergfeldstraße 9

28279 Bremen-Habenhausen

Telefon 0421/696384-0

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Der letzte Schnitt

Bevor der Rasenmäher sein Winterquartier im Gartenschuppen

bezieht, wird noch einmal gemäht. Wann der letzte Schnitt erfolgen

sollte, ist regional unterschiedlich. Man sollte so lange

mähen, bis der Rasen sein Wachstum eingestellt hat. Die Höheneinstellung,

die man im Jahr verwendet hat, sollte beibehalten

werden. Bei zu hohem Aufwuchs können Gräser faulen, bei

zu tiefem Schnitt kann der Boden stärker durchfrieren und die

Wurzeln werden geschädigt. (DJD)


Faire Leistungen und guter Service

ÖVB-Versicherungen weiten ihr Angebot aus / Wiederholte Auszeichnung als „Fairster Kfz-Versicherer“

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Maßgeschneiderte Versicherungslösungen

und faire Konditionen –

darauf setzen die ÖVB Versicherungen.

Seit 100 Jahren ist die Marke fest in

Bremen und Bremerhaven verwurzelt und

regionaler Marktführer in der Hansestadt.

Im Bereich der Kfz-Versicherung haben die

ÖVB ihr Angebot nun erweitert.

So profitieren Kfz-Kunden mit Schutzbrief

seit September 2020 von zusätzlichen

Leistungen in der KaskoPlus, die das Fahrzeug

noch umfangreicher absichern: Zum

einen wird die KaskoPlus um eine Autoinhaltsversicherung

ergänzt. Gegenstände,

die der Versicherungsnehmer in seinem

Fahrzeug transportiert, werden so gegen

Beschädigung, Zerstörung und Verlust geschützt.

Zudem sind die Versicherten in Sachen

Eigenschutz gut aufgestellt: Schäden

am eigenen Auto oder Gebäude werden

ebenfalls durch die KaskoPlus abgedeckt.

Dieser Schutz des Eigentums gilt auch,

wenn das Auto durch eine andere berechtigte

Person gesteuert wurde.

Vergünstigungen für junge Leute

Autofahrer ab 23 Jahre können weiterhin

von einem Basis-Tarif profitieren. Durch

diesen Tarif sichern sich Fahrer den bewährten

Service mit den wichtigsten

grundlegenden Leistungen einer Kfz-Versicherung

zum vergünstigten Preis. Denn seit

Januar können junge Menschen zwischen

18 und 30 Jahren zusätzlich sparen: Indem

sie gemeinsam mit einer Kfz-Versicherung

eine Privathaftpflicht-, Hausrat-, Unfall-,

oder Rechtsschutzversicherung abschließen,

wird ihnen eine Sondereinstufung in

die Schadenfreiheitsklasse 3 gewährt. Das

positive Resultat: ein finanzieller Nachlass

von rund 30 Prozent.

Warum die ÖVB fair ist

Für ihre maßgeschneiderten Leistungen

und ihr Engagement in der Kundeberatung

wurde die ÖVB erneut als „Fairster

Kfz-Versicherer“ vom Wirtschaftsmagazin

Focus Money ausgezeichnet. Fahranfänger,

Viel- und Wenigfahrer erhalten bei

der ÖVB Angebote, die ihren Bedürfnissen

entsprechen. Durch das dichte Vertriebsnetz

zeichnet sich das Unternehmen zudem

durch eine gute Erreichbarkeit aus.

Nähere Informationen erhalten Interessierte

bei den ÖVB Vertretungen vor Ort oder im

Internet unter: www.oevb.de/auto.

Foto: AdobeStock

Gut geschützt,

wenn’s knallt

Die Kfz-Versicherung der ÖVB

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AUTO

„Mach’s richtig, bleib freundlich“

#fahrrunter: ADAC und ADFC starten gemeinsame Initiative für mehr Rücksichtsnahme im Straßenverkehr

Foto: AdobeStock

Sie pöbeln und schimpfen, hupen und klingeln, missachten

Abstände und setzen zu waghalsigen Überholmanövern an:

Wenn es um den Alltag auf den Straßen geht, kommt es zwischen

Autofahrern, Fahrradfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern

oft zu unschönen Begegnungen. Um für mehr Rücksichtsnahme

im Straßenverkehr zu werben, haben der ADAC Weser-Ems,

ADFC Bremen und die Senatorin für Mobilität und Stadtentwicklung

eine gemeinsame Kampagne gestartet.

Die Initiative mit der Bezeichnung #fahrrunter soll aufzeigen,

wie ein entspanntes Miteinander im Straßenverkehr aussehen

kann. Im ersten Teil der Kampagne galt es, sogenannte „Aufreger“

als typische Negativbeispiele zu illustrieren. Dabei wurde online

gesammelt, wie impulsiv und aggressiv sowohl Fahrrad- als auch

Autofahrer oft reagieren, wenn sie im Straßenverkehr aufeinandertreffen.

Wie es besser, freundlicher und vor allem richtig geht, sollen

nun verschiedene Positivbeispiele als zweiter Teil der Initiative

aufzeigen. Kreativ und humorvoll illustrierte Kampagnenmotive

greifen erneut typische Fälle aus dem Straßenverkehr auf, mit dem

Unterschied, dass sie korrekte Verhaltensweisen und freundliche

Dialoge in den Mittelpunkt stellen. Interessierte, die die Kampagne

unterstützen wollen, haben die Möglichkeit in den sozialen Medien

unter dem Hashtag #fahrrunter mitzudiskutieren. (SM)

Nähere Infos: www.fahrrunter.de

Jo, jetzt passt´s

Büdde

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Mach´s richtig, bleib freundlich

So geht ein entspanntes Miteinander im Straßenverkehr:

#fahrrunter Willkommen bei fahrrunter.de

Eine gemeinsame

Initiative:

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Bewährter Service mit neuem Sitz

Nach Übernahme von Becker & Vit: Reifen & Off Road Center begrüßt Kunden an neuer Adresse

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Kfz-Spezialist Michael Freytag.

Foto: JF

Reifenhandel, Kfz-Meisterbetrieb, Klimaservice sowie alle

Leistungen rund ums Thema Felgen: Diese Angebote mag

bereits der Name des Reifen & Off Road Centers in Habenhausen

zu verheißen. Doch das Angebot geht weit über die Firmenbezeichnung

hinaus. Unter dem Motto „Service rund ums Auto“

bieten Inhaber Michael Freytag und sein Team seit fast 20 Jahren

ein Komplettpaket an Produkten und Dienstleistungen an. Nun hat

der Betrieb seinen Umzug bekanntgegeben.

So werden Michael Freytag und seine Mitarbeiter Kunden zukünftig

an einem neuen Standort in Empfang nehmen. Bergfeldstraße

4 lautet die neue Adresse, die unter Kennern eine bekannte

Anschrift sein dürfte. Zuvor befand sich an diesem Standort das

Autohaus Becker & Vit, das vom Reifen & Off Road Center übernommen

wurden. Kunden von SUZUKI und MITSUBISHI haben

weiterhin die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge zum Service und zur

Reparatur zu bringen, da alle Werkzeuge und Diagnosetester vom

alten Besitzer erhalten wurden. Zudem bieten Freytag und seine

Mitarbeiter alle Leistungen an, die auch am alten Firmensitz Teil

des Portfolios waren: Autoglas, TÜV-Rundumservice, Klimaservice,

Gebrauchtwagen An- und Verkauf und mehr. Auch Oldtimer

und Youngtimer sind weiterhin in guten und fachkundigen Händen.

Die neueste Erweiterung des Werkstattservices ist zudem

eine Getriebespülung für Automatik- und DSG-Getriebe aller

Fabrikate. Seit einem Monat ist auch der modernste Diagnosetester

bei den Autofachleuten eingetroffen. Durch das permanente

Nachrüsten der Werkstatttechnik ist es somit möglich, alle Autos

unabhängig vom Fabrikat und Baujahr bestmöglich zu versorgen.

Reifen- und Felgenfabrikate können in Habenhausen ebenfalls zu

besten Preisen erworben werden. Das Angebot reicht von namenhaften

Herstellern wie BROCK, RC Design über DBV bis hin zu

Schmidt und weiteren. Um allen Kunden gerecht zu werden, bietet

der Kfz-Meisterbetrieb neue Öffnungszeiten von montags bis donnerstags,

7.30 bis 18 Uhr, sowie freitags bis von 7.30 bis 16 Uhr an.

Nähere Informationen gibt es unter www.deinautoservice.de.

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37


AUTO

Ein knackiges Löwenbaby

Neuer Peugeot 208 mit optimiertem i-Cockpit

Markantes Design, fröhliche Farben und das unverwechselbare

und nochmals optimierte i-Cockpit – der neue Peugeot

208 überzeugt schon optisch auf den ersten Blick.

Mit diesem Kleinwagen ist den Franzosen wieder ein großer Wurf

gelungen, der sich perfekt in die Designlinie mit 308, 508 und ihren

Ablegern 3008 und 5008 einreiht.

Die tief liegende Silhouette mit der langen Motorhaube prägt

den charismatischen Look des neuen Löwenbabys, der wohl der

schickste Kleinwagen ist, den Peugeot jemals gebaut hat. So macht

Kleinwagen-Fahren Spaß, Bauerland denn 6, 28259 der frontgetriebene Bremen 208 lässt sich

mühelos durch Kurven und enge Gassen 58 00 lenken 19 und gibt sich dabei

sportlich-knackig, aber nicht unkomfortabel in der Fahrwerksabstimmung.

Im modern Siegfried designten und Buhl

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6, 28259

verarbeiteten

Bremen

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58 00 19

zieht das Lack aufregende • Karosserie 3D i-Cockpit • Mechanik der neuesten Generation die

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Wir wünschen

allen Teilnehmern

gut Schuss!

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Schadensabwicklung

ohne Fahrzeuglackierung Smart-Repair

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Blicke auf sich. Eine neue digitale Cockpit-Welt, die aber keine

großen Rätsel aufgibt. Das Kombiinstrument zeigt jetzt auch eine

3D-Ansicht und mit den mittig platzierten sieben so genannten

„Toggle Switches“ (Klaviertasten) werden die wichtigsten Funktionen

gesteuert. Dieses Cockpit macht ein Head-up-Display überflüssig.

Dank der LED-Ambientebeleuchtung in acht Farben lässt

sich der Innenraum je nach Geschmack personalisieren. Natürlich

hat er alle modernen Assistenzsysteme an Bord.

So, wie man das i-Cockpit nicht mehr missen möchte, so möchte

man nach den ersten Fahrerlebnissen auch nicht auf das neue

EAT8-Automatikgetriebe mit Quickshift-Technologie verzichten.

Dieses Getriebe ist nicht nur besonders effizient, sondern sorgt

aufgrund elektrischer Impulssteuerung auch für extrem schnelle

und flüssige Gangwechsel, von denen der Fahrer nichts spürt.

Wer den Wagen unbedingt besonders sportlich bewegen möchte,

muss für den 131-PS-Dreizylinder mit der 8-Gang-Automatik

ab 23.500 Euro zahlen. Der Motor ist jedoch für einen Kleinwagen

in der Praxis deutlich zu durstig. Da bewegt die Automatik den

kleinen Peugeot in der vollkommen ausreichenden 101 PS-Version

(ab 19.550 Euro) deutlich sparsamer. Er verbraucht in der Praxis

viereinhalb bis fünfeinhalb Liter.

Fazit: Der neue Peugeot 208 fällt nicht nur durch seine säbelzahnförmigen

LED-Tagleuchten auf. Das Design ist von vorne bis

hinter stimmig, das dreidimensionale Cockpit modern und praktisch,

und der 101-PS-Dreizylinder sparsam und laufruhig. Und in

der Stadt begeistert sein kleiner Wendekreis. (WS)

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Fotos: WS

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Der Elektro-Liebling

Renault ZOE: Deutschlands meistgekauftes E-Auto

Der Renault ZOE ist in der zweiten Hälfte des Jahres 2020

wieder Deutschlands meistgekauftes Elektroauto. Mit

12.127 Zulassungen in den ersten acht Monaten verkaufte

Renault bereits mehr ZOE als im gesamten Jahr 2019 (9431).

Allein im Monat August verzeichnet der elektrische Bestseller

2210 Zulassungen. Hinzu kommen den zweiten Monat in Folge

über 5000 Kaufanträge.

Am Start ist der neue Renault ZOE seit Ende 2019 und gewinnt

seitdem zusehends an Beliebtheit – denn das Thema

Elektromobilität ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Und der ZOE überzeugt: Das Fahrzeug schafft bis

zu 395 Kilometer Reichweite im Test und überzeugt mit zahlreichen

technischen Innovationen, neuem Interieur und aufgefrischtem

Design. Mit dem jüngst umfassend aktualisierten

ZOE unterstreicht Renault seine führende Rolle als Hersteller

von „Zero Emission”-Modellen. Mit dem ZOE verwirklichte

Renault wegweisende E-Technik-Innovationen in einem Großserienfahrzeug.

Hierzu zählen die energiesparende Klimatisierung

nach dem Prinzip einer Wärmepumpe und das patentierte

Ladesystem Chameloen Charger, das die Energieversorgung der

ZOE Batterie mit einer breiten Spanne von Ladeleistungen und

Stromstärken ermöglicht. Damit macht der Fünftürer Elektromobilität

für breite Kundenkreise zugänglich – ohne Abstriche

bei Komfort und Sicherheit.

Mit der neuen Z.E. 50 Batterie und dem neuen 100 kW/135

PS starken Elektromotor R135 als Topaggregat präsentiert sich

der ZOE seit Herbst 2019 noch attraktiver. Der neue Stromspeicher

mit einer Kapazität von 52 kWh lässt sich ebenso wie die

weiterhin verfügbare Z.E. 40 Batterie mit 41 kWh künftig optional

auch an Gleichstrom-Stationen mit einer Ladeleistung von

bis zu 50 kW „betanken”. Alternativ zum R135 Motor bietet Renault

für den ZOE das R110 Aggregat mit 80 kW/108 PS an. Die

Reichweite steigt auf bis zu 395 Kilometer je nach Batterie und

Motorisierung. (WS)

Seit mehr als 50 Jahren ist das Autohaus Keyssler an der Neuenlander

Straße lizenzierter Renault-Partner. Das Experten-Team des

Familienunternehmens berät in Sachen Mobilitätsmanagement und

vergibt auf Wunsch Termine für Probefahrten. Infos: www.keyssler.de

Sofort verfügbar:

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Fahrzeugpreis: 23.870,99 € (inkl. 3.900 € Renault-Anteil im Rahmen des

Elektrobonus)*, inkl. Antriebsbatterie. Bei Finanzierung: Nach Anzahlung

von 6.100,00 € (inkl. 6.100 €, beinhaltet 6.000 € Bundeszuschuss und 100

€ AVAS Förderung im Rahmen des Elektrobonus)*, Nettodarlehensbetrag

17.770,99 €, 48 Monate Laufzeit (23 Raten à 99,00 € und eine Schlussrate:

15.493,99 €), Gesamtlaufleistung 15.000 km, eff. Jahreszins 0,00 %,

Sollzinssatz (gebunden) 0,00 %, Gesamtbetrag der Raten 17.770,99 €.

Gesamtbetrag inkl. Anzahlung 6.100,00 €. Ein Finanzierungsangebot für

Privatkunden der Renault Bank, Geschäftsbereich der RCI Banque S.A.

Niederlassung Deutschland, Jagenbergstraße 1, 41468 Neuss. Angebot

gültig bei Zulassung bis 31.10.2020 als ADAC Mitglied.

• ECO-Modus • Online-Multimediasystem EASY Link mit 7”-

Touchscreen und Smartphone-Integration • E-Shifter mit B-Modus (Ein-

Pedal-Fahren) • LED-Scheinwerfer und -Heckleuchten • Licht- und

Regensensor

Renault ZOE LIFE, Elektro, 80 kW: Stromverbrauch kombiniert

(kWh/100 km): 17,2; CO 2-Emissionen: kombiniert 0 g/km; Effizienzklasse

A+, Renault ZOE: Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km):

17,7 - 17,2; CO 2-Emissionen: kombiniert 0 - 0 g/km; Effizienzklasse

A+ - A+ (Werte gemäß gesetzl. Messverfahren).

Abb. zeigt Renault ZOE INTENS mit Sonderausstattung.

Besuchen Sie uns im Autohaus. Wir freuen uns auf Sie.

AUTOHAUS KEYSSLER GMBH & CO KG

Renault Vertragspartner

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Tel. 0421-536940, Fax 0421-553060

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Überzeugende Elektromobilität: Der Renault ZOE.

Foto: Renault

*Der Elektrobonus i. H. v. insgesamt 10.000 € umfasst 6.000 €

Bundeszuschuss sowie 3.900 € Renault Anteil gemäß den

Förderrichtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

(BMWi) zum Absatz von elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Der

Elektrobonus enthält auch die Förderung des Bundesamts für

Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für den Einbau eines akustischen

Warnsystems (AVAS) bei neuen Elektrofahrzeugen in Höhe von 100 €,

www.bafa.de. Die Auszahlung des Bundeszuschusses und der AVAS-

Förderung erfolgt erst nach positivem Bescheid des von Ihnen

gestellten Antrags: Diese Beträge sind bereits in die Anzahlung

einkalkuliert. Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Nicht mit anderen

Aktionen kombinierbar.

39


Foto: GOP

FAMILIE

„Kids für Nix“

GOP Varieté-Theater Bremen verlängert Rabattaktion

Junge und quirlige Artisten, die durch ihre Bewegungen mit Instrumenten

und anderen Requisiten ein artistisches Konzert erzeugen:

Das ist das Konzept der neuen Show „Elektro“, die aktuell im

GOP Varieté-Theater Bremen

zu sehen ist. Noch bis zum 25.

Oktober steht das Ensemble auf

der Bühne am Weser-Terminal.

Bis zu diesem Termin dauert

auch die beliebte Rabattaktion

„Kids für Nix“, die das Theater

regelmäßig in den Schulferien

anbietet. Die Idee: In den gesamten

Herbstferien erhält jedes

Kind bis einschließlich 14

Jahren kostenlosen Eintritt in

die Show. Voraussetzung ist die

Begleitung durch einen regulär

zahlenden Erwachsenen. Als

Neuheit wurde zudem der sogenannte

Studententag ins Leben gerufen. Immer mittwochs sind

die Kartenpreise für Studenten und Schüler im Alter bis 27 Jahre

um 50 Prozent reduziert. (SM)

Nähere Infos zur aktuellen Show und den Spielzeiten: www.variete.de.

Magische Kräuter

und tierische Wesen

„Hexenhütte und Zauberwald“ in der botanika

Welches Getier kriecht durch den Zauberwald? Welche

Pflanzen wachsen neben der Hexenhütte? Und was

verbirgt sich eigentlich hinter dem Hexen-Begriff?

Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich die botanika in ihrer

neuen Sonderausstellung. „Hexenhütte und Zauberwald“ heißt

das Motto, unter dem Mystik und Wissensvermittlung miteinander

verschmelzen.

Die Ausstellung macht auf die Verknüpfung von Kräuterkunde

und Hexenglauben aufmerksam und lädt sowohl erwachsene

als auch junge Besucher ein, ihr Bild von der Sagengestalt Hexe zu

hinterfragen. So verrät ein Kräutergarten beispielsweise, welche

magische Wirkung einzelnen Pflanzen nachgesagt wird und welche

Eigenschaften reiner Aberglaube sind oder der Wahrheit entsprechen.

Zudem gibt es Tipps für die pflanzliche Hausapotheke

sowie manches geheimnisvolle Getier zu bestaunen. Das nächste

Highlight in der Entdeckerwelt lässt nicht lange auf sich warten:

„Winterlichter“ sorgen ab 31. Oktober jeweils ab 16.30 Uhr für eine

stimmungsvolle Atmosphäre in den Schaugewächshäusern und

setzen farbliche Akzente an ausgewählten Plätzen. (SM)

Foto: botanika

Die Ausstellung „Hexenhütte und Zauberwald“ ist von Samstag,

3. Oktober, bis Sonntag, 1. November, in der botanika zu sehen.

Infos: www.botanika-bremen.de

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JUNGE

WILDE

24.10.2020 – 11.4.2021

Tierisch erwachsen werden

www.uebersee-museum.de

Besonderheiten entdecken

Malkurs für Kinder im Bürgerpark

Im Bürgerpark und damit in der grünen Lunge Bremens findet ein

Malkurs für Kinder von sechs bis zwölf Jahren unter der Leitung von

Dipl. Kunst-Pädagogin Andrea Fanelsa im Schulungszentrum des

Bürgerparkvereins statt. Unter dem Motto „Wir entdecken gemeinsam

Besonderheiten im Bürgerpark“, werden im großen

Seminarraum mit ganz viel Platz dazu passende kreative Bilder

gemalt und ein spannendes Tagebuch angefertigt. Ein beispielhaftes

Thema ist der Bienenstock, der vom Imker gepflegt und

betreut wird. (SM)

Montag bis Freitag, 19. bis 23. Oktober , 10 bis 13 Uhr


Foto: Pixabay

Kindheit mit Hindernissen

„Junge Wilde – Tierisch erwachsen werden“ /

neue Sonderausstellung im Übersee-Museum

Was haben Löwenwelpen, ein neugeborenes Känguru und eine

Schmetterlingslarve mit einem Menschenbaby gemeinsam? Es

ist die Kindheit als Zeit des Aufwachsens, in der es darum geht,

die Welt zu erobern und täglich dazuzulernen – nicht zuletzt, um

die eigene Art zu erhalten. Diese

spannende Phase ist es, der

sich das Übersee-Museum nun

in einer eigenen Ausstellung

widmet. „Junge Wilde – Tierisch

erwachsen werden“ lautet

das Motto, unter dem Museumsbesucher

einen Einblick

in die Kindheit verschiedener

Tierarten erhalten. So können

Interessierte zum Beispiel entdecken,

auf welch vielfältige

Art Säugetiere, Reptilien und

Insekten ihren Nachwuchs zur

Welt bringen und aufziehen. Zugleich geht es darum, welche

Gefahren und Herausforderungen sie meistern müssen, um sich

erfolgreich fortzupflanzen und welche Strategien sie dazu entwickelt

haben. (SM)

Die Sonderausstellung „Junge Wilde – Tierisch erwachsen werden“ ist

ab Samstag, 24. Oktober, im Übersee-Museum zu sehen.

Ein Puzzlestück zum

Kinderglück.

Teil des großen

Ganzen sein.

Kindertagespflege

Eltern-Info:

PiB-Büro Mitte

Bahnhofstraße 28 - 31:

Do. 8. Oktober, 16 Uhr

Do. 22. Oktober, 16 Uhr

Do. 29. Oktober, 16 Uhr

Do. 5. November, 16 Uhr

PiB-Büro Vegesack

Zur Vegesacker Fähre 2 - 4:

Do. 15. Oktober, 9.30 Uhr

Berufs-Info:

PiB-Büro Mitte

Bahnhofstraße 28 - 31:

Fr. 9. Oktober, 9 Uhr

Fr. 23. Oktober, 9 Uhr

Anmeldung www.pib-bremen.de oder Tel. 0421 9588200

Forschen und experimentieren

Spielzeug entwickeln und Weltraum erforschen:

Veranstaltungen für Kinder im Universum Bremen

Wer mechanisches Spielzeug und Onlinespiele entwickeln

möchte oder von Weltraumthemen einfach nicht genug bekommen

kann, kommt aktuell im Universum Bremen auf seine Kosten.

Im Rahmen der Initiative „nordbord Bremen – Science Club

im Universum®“ können Kinder ab zehn Jahren mehrere Monate

lang mit Gleichgesinnten zu den Themen Spielentwicklung und

Weltallforschung experimentieren. Während beim Themenschwerpunkt

„Let’s play!“ technische und kreative Aspekte von

Spielzeug unter die Lupe genommen werden, beschäftigen sich

die Jungen und Mädchen unter dem Motto „Blick ins All“ mit

den Herausforderungen des Weltraums. Die Veranstaltungen zu

beiden Themenschwerpunkten finden bis Mitte Januar im wöchentliches

Wechsel immer mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr

statt. In den Bremer Schulferien finden keine Treffen statt. (SM)

ICH BIN EIN

BOTANIKA

PFLANZEN · TIERE · ASIEN

Anmeldungen sind möglich unter: www.nordbord.de.

Foto: Univesum Bremen

BREMENS GROSSE ENTDECKERWELT

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Um die ganze Welt in Bremerhaven

Ferientipps: Auf Entdeckungstour im Auswandererhaus, Zoo am Meer und Klimahaus Bremerhaven

Foto: Bernd Ohlthaver / Zoo am Meer Bremerhaven

Auswandern war im 19. und frühen 20. Jahrhundert „total normal“

– und doch oft eine der aufregendsten und manchmal gefährlichsten

Reisen, die die Schiffspassagiere in Bremerhaven

je antraten. Im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven begeben

sich kleine und große Geschichtsinteressierte auf die Spuren realer

Lebensgeschichten und folgen ihnen in die „Neue Welt“. Dabei tauchen

sie an Medienstationen zum Hören, Schauen und an originalgetreu rekonstruierten

Orten ein in die Geschichten. Sie erleben die kühle Luft

der Kaje und die Reise in den Schiffskabinen, zittern beim Einwanderungstest

auf Ellis Island und lernen – ganz nebenher – viel über

Europas Auswanderungsgeschichte. Diese Zeitreise ergänzt seit Kurzem

das digitale „Biografien-Portal“ mit persönlichen Erinnerungsobjekten

und Interviews. Wer nach eigenen Angehörigen sucht, für den

steht die „Familienrecherche“ mit zwei internationalen Datenbanken

offen, während Familien beim kostenfreien „Kinder-Quiz“ rätseln.

www.dah-bremerhaven.de

Eisbärenzwillinge Anna & Elsa

Tierbegegnungen auf Augenhöhe

Im Klimahaus Bremerhaven 8° Ost reisen abenteuerlustige Schüler

und Familien auch in den Herbstferien – mit Sicherheit – einmal um

die Welt. Entlang des 8. Längengrads führt die Tour von Bremerhaven

auf die Gletscher der Schweiz und nach Sardinien, wo die Reisenden

auf Insektengröße schrumpfen. Im Niger spüren sie den warmen Wüstensand,

in Kamerun entdecken sie den tropischen Regenwald. Bevor

es an den traumhaften Strand von Samoa geht, durchqueren die Weltenbummler

bei minus zehn Grad Celsius das ewige Eis der Antarktis.

Auf ihrem Weg begegnen ihnen Menschen, die direkt vom

Klimawandel betroffen sind und berichten, wie das Klima ihren Alltag

beeinflusst. Die aufwendig gestalteten Kulissen der Wissens- und Erlebniswelt

bilden klimarelevante Schauplätze auf unserem Planeten

mit allen Sinnen ab: Sehen, Fühlen, Hören, Riechen und Gänsehaut

bei über 30 Grad Celsius inklusive. Fünf Kontinente und neun Orte

bereisen, an nur einem Tag, das gibt es nur im Klimahaus Bremerhaven.

Tipp: Die aktuelle Sonderausstellung „Nordsee | Südsee –

Zwei Welten im Wandel“ ist noch bis 1. November 2020 geöffnet.

www.klimahaus-bremerhaven.de

Auf und davon

Zeitreise über den Ozean im Auswandererhaus

Auf der Suche nach Entspannung und neuen Eindrücken aus der

Tierwelt? Dann ist der kleine Zoo direkt am Weserdeich der perfekte

Ort. An der frischen Luft, jederzeit mit einem Blick auf das

„Meer“, können durch bodentiefe Scheiben Eisbären, Robben, Pinguine,

Pumas, Otter & Co. in ihrer naturgetreuen Umgebung beobachtet

werden.

Besucher können die Artenvielfalt im Lebensraum der nordischen

und wasserbezogenen Tiere kennenlernen: Die 2019 geborenen

Eisbärenzwillinge Anna & Elsa, die tobend durch das Gehege

sausen, Robben, die trotz Glasscheiben unter Wasser mit Besuchern

spielen, oder pfeilschnelle Pinguine, die durch das Wasser fliegen.

Das Nordsee-Aquarium ermöglicht Einblicke in eine faszinierende

Unterwasserwelt, in der jagende Katzenhaie, Seewölfe, die scheinbar

grimmig auf dem Boden lauern, kleinen Seepferdchen oder der

Oktopus mit seinem Farbspiel ihr Zuhause haben.

www.zoo-am-meer-bremerhaven.de

Mit Abstand die beste Reise!

Wetterunabhängig von Wüste bis Wattenmeer

Foto: Klimahaus Bremerhaven / Markus Schwarze Foto: Deutsches Auswandererhaus

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Aufgrund der Pandemie gilt es Änderungen zu beachten. Die Einrichtungen empfehlen, sich vor dem Besuch auf deren Websites zu informieren.


FAMILIE

Ausflugsziel Überseestadt

Innovative Stadtentwicklung und Freizeitangebote im alten Hafenquartier

Foto: Roland Scheitz

Die Überseestadt zählt zu den größten städtebaulichen Projekten

Europas. Das alte Hafenquartier rechts der Weser

wird bis 2025 systematisch zu einem „Standort der Möglichkeiten“

entwickelt und vereint einen Mix aus Dienstleistung, Bürobetrieb,

Gewerbe, Hafenwirtschaft und Logistik, Freizeit, Kultur und

Wohnen. Für den Nachwuchs sind dort Freizeitorte entstanden, die

jede Menge Abwechslung bringen und während der Herbstferien

keine Langeweile aufkommen lassen. So wurden beliebte Naherholungsgebiete

entwickelt wie die maritime Meile am Europahafen,

der Überseepark mit seiner Skateanlage sowie der drei Hektar

große Strandpark Waller Sand.

Über aktuelle und langfristige Entwicklung en im Quartier informiert

das Infocenter im Speicher XI. Kürzlich wurde das große

städtebauliche Modell der Überseestadt aktualisiert und zeigt den

neuesten Stant des Quartiers im Kleinformat. (SM)

Infos: www.ueberseestadt-bremen.de

Auspowern im Überseepark

Der im Sommer 2014 vom Sportgarten eröffnete Skatepark zieht

Tag für Tag Rollsport- und BMX-Fans aus der ganzen Stadt an und

steht kostenfrei zu Verfügung. Die Planung wurde vor allem von den

Wünschen der Jugendlichen, die sie im Rahmen eines umfassenden

Beteiligungsprozesses äußern konnten, beeinflusst. Er ist Teil des

insgesamt 2,5 Hektar großen Überseepark am Winterhafen.

Spiel und Spaß am Strand

Der weitläufige Strand ist ein beliebtes Ausflugsziel und dient

gleichzeitig dem Hochwasserschutz. Neben dem Strand gibt es

viele zusätzliche Attraktionen: zum Beispiel mit Kiefern, Strandgräsern

und Sanddorn bewachsene Dünen, einen Wasserspielplatz

und Volleyballfelder. Die drei ehemaligen Anlegerstege entlang des

Uferweges sind begehbar. Von dort haben Besucher – fast auf dem

Wasser stehend – eine grandiose Aussicht über das gesamte Wendebecken.

Ungeahnte Aussichten am Molenturm

Das Areal rund um den Molenturm ist nun noch attraktiver und

leichter zugänglich. So wurde der Weg erneuert, der nun von Ulmen

gesäumt den Leuchtturm an die Überseepromenade anbindet.

Zudem wurde eine aus alten Hafenmaterialen gefertigte Eisenholz-Kletterskulptur

am Leuchtfeuer platziert. Die Skulptur bietet

als Sitzfläche oder zu erkletternder Aussichtspunkt neue Perspektiven

auf den Strandpark.

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„Absolut magisch!“

Die ehemalige Prince-Bassistin Ida Nielsen stellt ihr neues Album vor

Die dänische Bassistin Ida Nielsen (links) mit ihrem Idol und Bandleader Prince auf der Bühne.

Foto: FR

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Ida Nielsens Leben wurde auf den Kopf

gestellt, als Musiklegende Prince sie im

August 2010 entdeckte. Kurz nachdem

sie zu seiner Band gestoßen war, tourte sie

mit ihm und „The New Power Generation“

sowie der vierköpfigen Powerhouse-Rockband

„3rdeyegirl“ und war bis zu seinem

frühen Tod im April 2016 Teil seiner Bands.

Mittlerweile gilt die 45-jährige Dänin als

eine der besten Bassistinnen überhaupt. Im

Metropol Theater präsentiert sie ihr fünftes

Studioalbum „02022020“ – eine Mischung

aus Funk, Reggae und Weltmusik.

Sie waren früher Klavierspielerin. Wie

sind Sie zur Bassistin geworden?

Das ist eine lange Geschichte. Ich besuchte

eine kleine Schule auf dem Land in Dänemark,

in der ein begeisterter Musiklehrer

unterrichtete. Ich habe im Schulchor gesungen,

doch eines Tages haben wir ein Schlagzeug

und einen E-Bass bekommen und jeder

durfte die Instrumente ausprobieren.

Eigentlich habe ich das Schlagzeug bevorzugt,

aber eines Tages fragte ein Mädchen

aus dem Chor, ob ich ihrer Band als Bassistin

beitreten wollte. Ich kannte nur den Namen

der Saiten und drei Noten, aber ich sagte:

„Okay, warum nicht.“ Bereits zwei Wochen

später sollten wir ein Konzert spielen. Bei

diesem Event spielte auch die lokale Funkband.

Als ich den Bassspieler sah und hörte,

wie er die Saiten anschlug, habe ich mich total

in den Stil und den Sound verliebt. Ich bin

dann nach Hause gegangen, und habe versucht

das nachzuspielen. Ich war damals 16

Jahre alt und seitdem spiele ich Bass.

Stimmt es, dass Sie alle Instrumente auf

Ihren Alben – mit Ausnahme des Schlagzeugs

– selbst einspielen?

Ja, zumindest auf meinen ersten drei Alben

war das größtenteils so. Ich spiele natürlich

selbst Bass und Rhythmusgitarre und

die basic keyes. Ich programmiere auch

viel, bin aber zu der Entscheidung gekommen,

dass der Old-School-Funk mit einem

echten Schlagzeuger viel besser klingt. Und

Patrick Dorcean, der Schlagzeuger in meiner

Band, ist ein viel besserer Schlagzeuger,

als ich eine gute Programmiererin bin. Seit

ich die großartige Band habe, bitte ich sie

immer öfter einzugreifen. Nicht jedes großartige

Gitarrensolo stammt beispielsweise

von mir und auf meinem neuesten Album

„02022020“ hat Phong Le einige der Tasten

gespielt. Und das hört man auch.

Warum haben Sie sich für Funk entschieden?

Ich würde sagen, der Funk hat sich für mich

entschieden. Das erste Mal hörte ich es – es

traf mich einfach und ich liebte es sofort.

Sie haben sechs Jahre, bis 2016, mit Prince

zusammen gespielt. Wie kam es dazu?

Eines Tages erhielt ich einen Anruf von seinem

damaligen Manager, der mich zu einem

Jam nach Minneapolis einlud. Um es kurz zu

machen: Als ich dort ankam, haben wir ungefähr

20 Minuten lang gejammt und dann

er hat mich auf Tour eingeladen. Das war

2010 und dann begann das Abenteuer.

Wie hat es sich angefühlt, mit ihm auf der

Bühne zu stehen?

Absolut magisch! Er konnte uns Musiker

genauso berühren wie das Publikum, und

er hat uns alle dazu gebracht, unser volles

Potenzial auszuschöpfen. Er war ein fantastischer

Lehrer, von dem ich sehr viel mitnehmen

konnte.

Welchen Einfluss hat Prince noch auf Ihre

aktuelle Musik?

Noch immer einen sehr großen. Sowohl stilistisch

als auch praktisch. Da ist zum Beispiel

die Art und Weise, wie ich meine Sets

mit Medleys arrangiere. Und wenn ich im

Studio bin, denke ich oft daran, wie er die

Dinge wohl angehen würde …

Was bedeutet es für Sie als Musikerin,

nach dem Lockdown wieder auf einer

Bühne vor Publikum gehen zu können?

Wir freuen uns alle, dass es wieder losgeht.

Als Tourmusiker lebst du davon, auf der

Bühne zu stehen. Aber ich habe auch versucht,

etwas Positives aus der Situation zu

ziehen. Die Pause war gut für mich, um mein

Stresslevel etwas zu reduzieren. Manchmal

schaffe ich es einfach nicht, mir eine Pause

zu nehmen. So war ich gezwungen dazu und

bin jetzt viel entspannter.

Das neue Album klingt ruhiger und intimer.

Warum haben Sie sich für diesen Weg

entschieden?

Ich fand das Datum „02022020“ so besonders,

dass ich unbedingt eine Veröffentlichung

machen wollte. Und ich wollte auch

mal eine etwas andere Seite von mir zeigen.

Die Leute erwarten in der Regel Funk von

mir, aber eigentlich schreibe ich immer in

verschiedenen Stilen. Ich denke auch, dass

es wichtig ist, sich nicht zu oft zu wiederholen.

(MÄR)

Freitag, 30. Oktober, Metropol Theater, 20 Uhr

VERLOSUNG

Wir verlosen 2 × 2 Eintrittskarten im Internet

unter www.stadtmagazin-bremen.de.


Mann auf dem Seil

Release-Konzert in zwei Etappen: Jon Flemming

Olsen mit dem Kammerensemble Konsonanz

KONZERTE

Foto: A. d. Wolff

Singer-Songwriter Olsen, der mit der von ihm gegründeten

Band Texas Lightning bereits gefeierter Popstar war und aus

dem TV bekannt ist durch seine Rolle als Imbisswirt Ingo in der

Kult-Serie „Dittsche“, wagt auf seinem dritten Solo-Album inhaltlich

und musikalisch einen Balanceakt. Mal fokussiert auf

den Weg, mal in den Abgrund blickend, mal traumtänzerisch

leicht – immer in dem Bewusstsein, dass nichts im Leben sicher

ist. Der plötzliche Ausbruch und die Folgen der Corona-Krise

sind dafür ein krasses Beispiel. Olsens intuitives Gespür für

eingängige Popmelodien ist hingegen eine feste Konstante.

Erstmals allerdings treibt ihn seine Lust und Neugier auf Neues

dazu, seine Songs musikalisch opulenter umzusetzen, um so

deren verschiedene Stimmungen zu verstärken. „Mann auf dem

Seil“ hat er live im Hamburger Schmidt Theater aufgenommen,

zusammen mit exquisiten Musikerinnen und Musikern des

Kammerensembles Konsonanz aus Bremen. (SM)

Das Konzert gibt es in zwei Slots à 60 Minuten, damit Corona-Regeln

gut eingehalten werden können. Am Freitag, 30. Oktober, 19.30

und 21.15 Uhr im Bürgerhaus Weserterrassen.

Aus Lust und Freude

The Three Tenors Of Swing im Metropoltheater

Angespornt durch ihre gemeinsame Vorliebe und Begeisterung für

den Swing-Jazz und aus Lust und Freude am gemeinsamen Musizieren

in dieser Tradition, haben sich drei der renommiertesten

Saxofonisten und Klarinettisten der europäischen Jazzszene zusammengetan:

Antti Sarpila aus Finnland, der Niederländer Frank

Roberscheuten und Engelbert Wrobel aus Deutschland. Mit viel

Power und Drive gestatten sie sich einen Blick zurück auf die große

Zeit des Swing und begeistern ihr Publikum mit gekonnten Arrangements,

vorwiegend aus eigener Feder, und mitreißenden Improvisationen.

(SM)

Freitag, 23. Oktober, Metropoltheater, 20 Uhr

METROPOL THEATER BREMEN

(ehemals Musical Theater) präsentiert:

Weiteres Programm:

12.11.20 - 20:00h

Les Papillons - Supernova

26.11.20 - 20:00h

Ilka Bessin

Foto: FR

Foto: S. Madej

Iberoamerikanische Musik

Lux Nova Duo & Gäste im Sendesaal

Das Duo Lux Nova wirft bei

diesem Konzert gemeinsam

mit Gästen seinen

Blick nach Lateinamerika

und die dortige Musik im

Wandel der Zeit. Es erklingt

die brandneue Komposition

des Grammy-Gewinners

Leo Brouwer: eine

spannende Fusion aus

deutscher Kompositionstradition,

kubanischen Rhythmen und avantgardistischen Elementen.

Ein weiteres Highlight ist die deutsche Erstaufführung

eines Gitarrenkonzertes von Pedro X. A. Tirado (1754 bis 1856),

welches vor Kurzem in einem peruanischen Kloster wiederentdeckt

wurde. (SM)

Freitag, 9. Oktober, Sendesaal, 19 und 21 Uhr

09.10.20 - 20:00h

Die zwölf Geschworenen

30.10.20 - 20:00h

Ida Nielsen & The Funkbots

15.12.20 - 20:00h

Golden Ace - Die Magier

23.10.20 - 20:00h

The Three Tenors of Swing

24.11.20 - 20:00h

Denis Fischer - Cat People

17.12. - 20.12.20

Ballettwoche

01.12.20 - 20:00h

Lisa Feller

06.12.20 - 15:00h

Die kleine Zauberflöte

08.12.20 - 20:00h

Johnny Cash - Ein Leben in Songs

10.12.20 - 20:00h

Ein Weihnachtstraum

11.-12.12.20 - 20:00h

Philharmonic Rock

13.12.20 - 14:00h

Der Zauberlehrling

21.12.20 - 20:00h

Tom Gaebel & his Orchestra

26. - 27.12.20

Mummenschanz

28.12.20 - 20:00h

New York Gospel Show

06.01.21 - 19:30h

Respect - Tribute to Aretha Franklin

08.01.21 - 20:00h

Romeo & Julia - Das Musical

und weitere...

Tickets (versandkostenfrei): www.metropol-theater-bremen.de

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THEATER

Fotos: FR

Spiegelzelttheater

Alternative Spielstätte für das Theaterschiff

Unbekannte Gewässer für das Theaterschiff Bremen: Weil

der Kulturbetrieb seine Saison an Bord nicht fortsetzen

kann, haben sich die Veranstalter eine Alternativlösung

überlegt. In einem Spiegelzelt auf der Bürgerweide sollen temporär

Theater, Gesang, Artistik und Comedy Einzug erhalten.

„Das klappt mit Corona einfach nicht.“ Wenn es um die Situation

des Theaterschiffes geht, findet Intendant Knut Schakinnis

klare Worte. Während viele Kulturbetriebe mittlerweile wieder

unter Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsauflagen Gäste

empfangen dürfen, ist die maritime Spielstätte weiterhin unbesucht.

Der Grund: Eine Fortsetzung wäre derzeit nicht profitabel.

„Wir dürften gemäß der aktuellen Bestimmungen nur 50 bis 60

Personen Zutritt gewähren“, so Schakinnis. Er ergänzt: „Wir spüren

allerdings den Druck, etwas machen zu müssen.“ Nachdem man

sich in der Vergangenheit um eine Ausgleichsidee bemüht habe,

steht nun das Ergebnis fest – und zwar in der Gestalt einer neuen

Location.

„Spiegelzelte haben eine lange Geschichte“, erzählt Schakinnis.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galten sie als besondere Höhepunkte

auf Jahrmärkten und dienten als mobile Tanzpaläste.

VERLOSUNG

Wir verlosen 2 × 2 Gutscheine unter

www.stadtmagazin-bremen.de.

Standort des Zeltes, das nach Originalbauplänen in Belgien rekonstruiert

wurde, wird die Bürgerweide sein. „Eine zentrale Lage

ist uns sehr wichtig“, sagt Schakinnis.

Programmatisch passt sich das sogenannte Spiegelzelttheater

Bremen vor allem der Jahreszeit an. Den Auftakt der rund fünfwöchigen

Spielzeit macht „Die Bremer Weihnachtsgeschichte“. Die

Produktion ist vom 19. November bis 27. Dezember zu sehen und

inszeniert den Charles-Dickens-Klassiker mit lokalem Bezug, Humor

und Artistik neu. Im Anschluss an die Weihnachtszeit präsentiert

die Show „Neujahr Total“ einen musikalischen Jahreswechsel

und nimmt Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch die vergangenen

Jahrzehnte. Los geht es am 30. Dezember. „Es herrscht eine

ganz andere Energie, die Künstlerinnen und Künstler sind voller

Vorfreude endlich wieder arbeiten zu dürfen“, sagt Schakinnis im

Hinblick auf das Programm. Aus diesem Grund habe man auch Externe

in den Spielplan integriert. Dennis Fischer singt beispielsweise

am 8. Dezember Lieder von Leonard Cohen. Zudem wird es

zwei Jazz-Abende geben, angelehnt an das Theaterschiff-Format

„Jazz on Board“. Alle Stücke und Shows werden ohne Pause gespielt.

Ein individuell ausgearbeitetes Hygienekonzept erlaubt insgesamt

196 Gästen Zutritt. „Neben Tischen werden wir auch Logen anbieten“,

so der Intendant. Sie seien für geschlossene Gruppen bis maximal

sechs Personen buchbar. (JF)

Vom 19. November bis 23. Januar. Infos: www.spiegelzelttheater.de.

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Vom Märchen auf die Bühne

Uraufführung: „Der Zinnsoldat und die Tänzerin“

Der Zinnsoldat und die Tänzerin aus dem Märchen treffen sich

nach langen Jahren zufällig wieder. Er ist Musiker geworden und

lebt von gelegentlichen Auftritten. Sie hat das Tanzen aufgegeben

und spielt Klavier. Sie erkennen sich und versuchen, endlich die

Liebe, die ihnen im Märchen nicht vergönnt war, zu verwirklichen.

Sie wollen sich aus den Verstrickungen ihres märchenhaften Daseins

zu befreien und hoffen, dass die Musik die Kraft hat, die Knoten

ihres Schicksals zu lösen und neu zu verbinden. (SM)

Uraufführung: Do., 15. Oktober, Theater am Leibnizplatz, 19.30 Uhr.

Foto: M. Menke


Die Hymne für

eine bessere Welt

„Imagine“ – Premiere des John Lennon-Liederabends

im Theater am Goetheplatz

SCHAUSPIEL

IN BED WITH

MADONNA

Foto: J. Landsberg

Ein Liederabend

Regie: Anne Sophie Domenz

Fr 2., Sa 3. und So 11. Oktober

im Theater am Goetheplatz

Nachdem sich der musikalische Leiter Yoel Gamzou und

Regisseur Tom Ryser bereits sehr erfolgreich an der Umsetzung

des David-Bowie-Musicals „Lazarus“ versuchten,

widmet man sich nun erneut einer der größten Ikonen der

Popmusik. In „Imagine“ dreht sich alles um – wie sollte es bei

dem Titel auch anders sein – Musikerlegende John Lennon.

„Yoel Gamzou und ich arbeiten schon sehr lange zusammen

und haben schon einiges zusammen gemacht. So was noch nie.

Ich freue mich auf dieses Abenteuer“, so Ryser zur erneuten Zusammenarbeit.

Im Zentrum steht dabei der Song „Imagine“, im

März 1971, während des Vietnamkrieges, entstanden. Er ist der

Protestsong, die Hymne für eine bessere Welt: „Imagine, there

is no heaven“ – „Stell dir vor, es gibt keinen Himmel, / das fällt

ganz leicht, wenn man es versucht, / unter uns keine Hölle, über

uns nur Luft“.

Aktuell befindet sich im Theater unten nur ein höllisch leerer

Orchestergraben, darüber der Schnürboden und der Bühnenhimmel,

in dem – wer weiß – vielleicht John Lennon sitzt

und zuschaut, wie drei Schauspieler und zwei Sänger, seine

Songs und seine Welt befragen: liebevoll, ein bisschen mit zeitgenössischer

Distanz und zugegebenermaßen ein wenig sentimental.

Schließlich ist John Lennon eines der größten Vorbilder

von Generalmusikdirektor Yoel Gamzou, und so möchte er ihm

gemeinsam mit Regisseur Tom Ryser ein Denkmal setzen – mit

eigenhändig arrangierten Songs für Gesang, Band, Orchester

und einer Bühnenwelt, die sich um den Kosmos Lennon dreht.

„Interessant, wie sie damals für den Zustand der Welt, für die

Werte gekämpft haben, die heute auch Thema sind, sein müssen.

Und wir können das Resultat sehen, wie viel erreicht, wie viel

nicht erreicht wurde – das ist schön und das ist tragisch gleichzeitig“,

sagt Ryser. (SM)

Premiere: Samstag, 17. Oktober, Theater am Goetheplatz

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Foto: FR

Foto: FR

DIVERSES

Szenische Lesung

„Die zwölf Geschworenen“

im Metropol Theater

Was passiert, wenn zwölf sich fremde Personen

über ein Menschenleben entscheiden

müssen, nachdem sie einer Gerichtsverhandlung

beigewohnt haben?

Unter der Leitung von Schauspieler und

Regisseur Dirk Böhling widmet sich das

theaterwerk Bremen dem Thema in einer

szenischen Lesung am 9. Oktober, 20 Uhr.

Das besondere daran ist, dass sich das Ensemble

aus Schauspielerinnen und Schauspielern

verschiedener Theater in Bremen

und der freien Szene zusammensetzt und

somit als Lebenszeichen der Bühnenschaffenden

nach den Corona-Beschränkungen

zu sehen ist. Mit dabei: Susanne Baum, Ulrike

Knospe, Franziska Schubert, Sabine

Urban, Martin Baum, Ibrahim Benedikt,

Denis Fischer, Mateng Pollkläsener, Marcus

Rudolph, Jens Asche, Marco Linke. (SM)

Zollhausboys 2

Songs, Poetry sowie Kabarett aus

Bremen, Aleppo und Kobani

Die Zollhausboys sind eine Gruppe von

drei jungen syrischen Bremer Neubürgern:

Ismaeel Foustok, Azad Kour, Shvan Sheikho,

der Berliner Sängerin Selin Demirkan,

dem Musiker Thomas Krizsan und dem

Schauspieler und Kabarettisten Pago Balke.

Auch ihr zweites abwechslungsreiches Programm

mit fast ausschließlich deutschen

Texten ist eine kulturelle Attacke gegen den

Rechtspopulismus und ein Baustein zum

Erfolg von Integration. (SM)

Freitag, 9. Oktober, Theater am Leibnizplatz,

17.30 und 20 Uhr

„Man passt aufeinander auf“

Auf einen Kaffee mit Stachy.DJ, musikalischer Leiter der GOP-Show „Elektro“

In den 90er Jahren revolutionierte er mit

den Hip-Hop-Punks von Fischmob den

deutschsprachigen Rap, anschließend

war er vor allem als Soundtüftler, DJ und

Produzent in Sachen Techno unterwegs.

Mittlerweile steht er als DJ bei einem ungewöhnlichen

Projekt im GOP auf der

Bühne. Dort trifft elektronische Musik auf

Lichtdesign und Artistik, bilden die Songs

von Kraftwerk, Jean Michelle Jarre, Anne

Clark oder auch Scooter den Rahmen für

Diabolo, Trapez und Cry Wheel. Und über

allem wacht Stachy.DJ an seinem Pult wie

ein Marionettenspieler, der die Fäden fest

in der Hand hält.

Wir trafen den knapp 50-Jährigen auf

einen Kaffee, um mit ihm über das Stück

zu sprechen.

Welchen Kaffee trinken Sie gern?

Heute mal Milchkaffee. Sonst gerne Latte

Macchiato, den aber nach Mokka-Machart.

Und was ich gar nicht mehr trinke, ist

Filterkaffee (lacht).

Vom Mob zum GOP. Wie kam es dazu?

Das ist eine längere Geschichte, ich versuche

es trotzdem kurz zu machen. Fischmob

war sehr intensiv und exzessiv. Nach

sieben Jahren Hamburg wollte ich zudem

etwas Neues machen. Ich bin nach Dresden

gezogen, habe eine Familie gegründet

und eigentlich immer Musik gemacht. Zunächst

noch viel als DJ unterwegs, habe ich

mich anschließend immer mehr aufs Produzieren

konzentriert. In der Regel arbeite

ich mittlerweile eher im Hintergrund,

habe aber zwischen Fischmob und dem

GOP auch schon als musikalischer Leiter

bei Stücken an Theatern gearbeitet. Als das

GOP dann für das Stück „Elektro“ jemand

suchte, der für das Livecontrolling auf der

Bühne zuständig sein kann und neben der

Musikproduktion das DJ-ing beherrscht

und außerdem nicht bühnenscheu ist, ist

man auf mich gestoßen.

Wie haben Sie die Entstehung des Stückes

erlebt?

Ich kam dazu, als die Show schon in der

Entstehungsphase war. Bei „Elektro“ gibt

es ein Zusammenspiel von Artistik, Licht

und Sound. Um diese drei Teile auf einen

Nenner zu bringen, muss man alles parallel

entwickeln. Zusammen mit der Cast

und dem Regisseur ist es uns zusammen

gelungen, am Ende das Stück innerhalb

von vier Wochen bühnenreif zu bekommen.

Früher bei Fischmob, jetzt im GOP: Stachy.DJ.


Foto: MÄR

Sie wirken auf der Bühne wie ein Dirigent,

der alles im Griff hat …

Es gehört für mich zur Show, dass ich alles

im Blick behalte. Das Timing ist das A

und das O und wird von der Musik mitbestimmt.

Es gibt aber auch Parts, wo die

Musik untergeordnet ist und man auf die

Artistik achten muss. Gleiches gilt für die

Videosequenzen. Wenn man nicht aufpasst,

kann viel danebengehen.

Können Sie während der Show reagieren?

Ja, wir performen alle live auf der Bühne.

Die Instrumente, die zu sehen sind, werden

live gespielt. Ich spiele sozusagen ein komplettes

Set und muss dabei auch auf die

Artisten reagieren können. Ich gucke, wo

auf der Bühne sie sich befinden. Dadurch

entwickelt sich eine Art Kommunikation

zwischen den Artisten und mir. Man passt

aufeinander auf. Es gibt eine sehr starke

Symbiose und Abhängigkeit. Es ist nicht

so, dass ich nur auf „Play“ drücke und der

Abend läuft. (MÄR)

„Elektro“ noch bis zum 25. Oktober im GOP.

Weitere Infos unter www.variete.de.

VERLOSUNG

Wir verlosen 2 × 2 Eintrittskarten für die

Vorstellung von „Elektro“ am 16. Oktober

unter www.stadtmagazin-bremen.de.


AUSSTELLUNGEN

Medienwelten

Sonderausstellung bis 31. Mai im Focke Museum

2020 ist ein wichtiges Jahr für die Mediengeschichte: Die

erste Rundfunkübertragung Deutschlands liegt 100 Jahre

zurück, vor 75 Jahren fiel der Startschuss für den Aufbau

eines unparteiischen und staatsfernen Rundfunks. Radio Bremen

ging am 23. Dezember 1945 auf Sendung. Anlässlich des

Jubiläums zeigt das Focke-Museum vom 26. September 2020

bis 31. Mai 2021 die Sonderausstellung „Medienwelten. 75 Jahre

Radio Bremen“.

Auszeichnung trifft Ausstellung

„Kunstpreis der Böttcherstraße“ in der Kunsthalle

Foto: Trevor Lloyd

Er zählt zu den anerkanntesten Auszeichnungen im Bereich der

zeitgenössischen Kunst im deutschsprachigen Raum: Der „Kunstpreis

der Böttcherstraße in Bremen.“ Bereits zum 47. Mal findet der

kreative Wettbewerb in diesem Jahr statt. Insgesamt zehn Künstlerinnen

und Künstler wurden im Vorfeld nominiert und haben

die Chance, die mit 30. 000 Euro dotierte Auszeichnung zu erhalten.

Eine fünfköpfige Jury ermittelt den Preisträger im Laufe einer

Wettbewerbsausstellung, die in der Kunsthalle Bremen gezeigt

wird. Bis einschließlich 1. November sind die Arbeiten aller zehn

Nominierten zu sehen, darunter beispielsweise die Werke von Bani

Abidi, Nevin Aladag, Jesse Darling und Ulrike Müller. Die Preisverleihung

findet am 27. Oktober statt. (JF)

Noch bis zum 1. November in der Kunsthalle Bremen.

Fotos: M. Luther / Focke-Museum

„Mit der Ausstellung möchten wir die Besucher zur Reflexion

ihres eigenen Medienhandelns anregen und die Aufgabe des

öffentlich-rechtlichen Rundfunks verdeutlichen. Beides tun wir

am Beispiel von Radio Bremen,“ so Dr. Doreen Franz aus dem

Kuratorenteam.

Inhaltlich geht es um das Leben in einer Mediengesellschaft.

Radio, Fernsehen und Internet gehören zum Alltag. Sieben

Stunden am Tag widmet man sich durchschnittlich diesen

Medien – zur Information und zur Unterhaltung. Wann und wie

Medien genutzt werden, unterscheidet sich dabei stark. Manche

starten pünktlich um 20:15 Uhr in den Fernsehabend, andere

streamen, wann und was ihnen gefällt.

Radio Bremen ist Teil dieser Medienlandschaft. Seit einem

Dreivierteljahrhundert sendet es für Bremen und Bremerhaven.

Es ist die kleinste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt

Deutschlands – mit großer Bedeutung für die Region. Radio

Bremen hat mit innovativen Formaten immer auch weit über

die Grenzen des Sendegebiets hinausgewirkt. Im Jubiläumsjahr

schaut das Focke-Museum auf Geschichte und Gegenwart des

Senders, fragt nach der Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

und der Bedeutung der Medien für die Gesellschaft. (SM)

BE

RUHR

END

19.9.2020–24.1.2021

PAULA MODERSOHN-BECKER

MUSEUM

.

„Medienwelten. 75 Jahre Radio Bremen“ bis 31. Mai im Focke-Museum.

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RÄTSEL/COMIC

Wo oder was bin ich? Ein Rätsel in Bildern

Herabfallende Blätter, sinkende Temperaturen und kürzere

Tage: Der Sommer ist für dieses Jahr passé. Die gute Nachricht:

Neben dem „Freipaak“ auf der Bremer Bürgerweide

finden im Oktober wieder einige Konzerte und Veranstaltungen –

wenn auch mit eingeschränkten Besucherzahlen – statt, die dem

Herbstblues den Kampf ansagen.



In diesem Monat verlosen wir in Kooperation mit dem Metropol

Theater 2 × 2 Tickets für das Konzert „The Three Tenors of Swing“

am Freitag, 23. Oktober, 20 Uhr.

Schicken Sie uns das Lösungswort mit Ihren Kontaktdaten

und dem Betreff „Swing“ per E-Mail bis zum 15. Oktober an

verlosung@stadtmagazin-bremen.de.



Fotos: SM





2 7 12 8

6 9 11 13

Lösungsbegriff:

5 4

10 3 1

Auflösung Bilderrätsel September:

1 MAEUSETURM

2 AIRPORT BREMEN

3 HARRIERSAND

4 SPARKASSE

Lösung: RADSPORT

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