Fairnessbericht 2014

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Fairness

BERICHT 2014


Fairness

BERICHT 2014

Inhalt

Vorwort Seite 5

Geschäftsmodell Seite 6

Eigentümer Seite 8

Leitbild Seite 11

Faire Veranlagung Seite 13

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Seite 17

Soziale Verantwortung Seite 19

5 Jahres Feier Seite 22

Lagebericht Seite 24

Bilanz zum 31. Dezember 2014 Seite 32

Gewinn- und Verlustrechnung 2014 Seite 34

Anhang für das Geschäftsjahr 2014 Seite 36

Entwicklung des Anlagevermögens Seite 39

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk Seite 40

Bericht des Aufsichtsrates Seite 41

Auszeichnungen Seite 42

Mitgliedschaften Seite 42

Kunden über fair-finance Seite 43


Fairness

Laut Wikipedia bedeutet Fairness anständiges Verhalten

sowie eine gerechte und ehrliche Haltung gegenüber

anderen Menschen. In Spiel und Sport bedeutet es,

sich an die Spielregeln zu halten und ein anständiges,

gerechtes Spiel, ohne Doping und ohne Fouls zu führen.

Regeln der Fairness setzen auf einen Konsens unter

gleichberechtigten Menschen.


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Vorwort

Fairness ist anständiges Verhalten sowie eine gerechte und

ehrliche Haltung anderen gegenüber. Fairness gegenüber

Kundinnen und Kunden, gegenüber Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern und gegenüber allen Menschen insbesondere

auch gegenüber zukünftigen Generationen ist die Grundlage

und Basis von fair-finance.

Fairness ist kein weiteres Synonym für Nachhaltigkeit.

Fairness, so wie wir sie verstehen, geht über Nachhaltigkeit

hinaus. Selbst wenn man Nachhaltigkeit umfassend mit

einer ökologischen, sozialen und ökonomische Ausprägung

definiert, bleiben verschiedene Aspekte von Fairness ausgespart.

So bedeutet Fairness auch Engagement, das aktive

Bemühen über den eigenen Wirkungskreis auszudehnen.

Fairness bedeutet für uns auch freiwillige Fremdkontrolle

und eine ernsthafte und ehrliche Mitsprache der wesentlichen

Anspruchsgruppen. Fairness bedeutet gerade in Bezug

auf Finanzdienstleistungen eben auch eine transparente

Geschäftsgebarung, ein Aufzeigen von Risiken und Nachteilen

und vor allem eine gerechte Verteilung von Chancen und

Risiken.

Fairness ist nicht selbstverständlich und verlangt ein stetiges

Bemühen. Über unsere Bemühungen des letzten Jahres,

über unsere Erfolge und jene Bereiche, in denen wir unsere

Anstrengungen noch intensivieren wollen und müssen, geht

es in diesem Fairnessbericht. Neben den Zahlen und Fakten,

die es in einem Jahresbericht geben muss, stellen wir auch

unser Geschäftsmodell in seinen verschiedenen Ausprägungen

dar.

Das Highlight des Jahres 2014 ist sicherlich das Erreichen des

Break-Even. Bei rund 3 % Marktanteil ist es uns 2014 gelungen,

trotz günstiger Verwaltungsgebühren und somit vergleichsweise

geringen Erlösen und trotz Mehrleistungen vor allem in Form der

einzigartigen nur von fair-finance gebotenen Mindestzinsgarantie,

erstmals einen operativen Gewinn zu erwirtschaften. Genau

in der Zeitspanne, die wir uns bei Gründung in 2010 vorgenommen

haben. Auch wenn es noch einige Jahre dauert, bis auch ein

Bilanzgewinn erwirtschaftet wird, profitieren unsere Kundinnen

und Kunden bereits von dieser erfreulichen Entwicklung.

Ab 2015 wird den Konten aller Anwartschaftsberechtigten

eine Gewinnbeteiligung gutgeschrieben. Fairness, die man

spüren und auf den Kontonachrichten sehen kann.

Das Veranlagungsergebnis 2014 mit einer Performance von

5,95 % liegt abermals weit über dem Marktdurchschnitt. Ein

weiterer Grund zur Freude für alle unsere Anwartschaftsberechtigten.

Mit der konsequent auf nachhaltige Emittenten

ausgerichtete Titelselektion unterstützen wir nicht nur

Lenkungseffekte über den Kapitalmarkt, sondern können

nunmehr über fünf Jahre erfolgreiche Veranlagung zeigen,

dass Aktien und Anleihen von nachhaltigen und sozialen

Unternehmen auch mit guten Kursentwicklungen punkten.

Dies ist letztendlich auch nicht verwunderlich, wie anhand

einiger Beispiele leicht nachvollziehbar wird: Eine Reduktion

des Kohlendioxidausstoßes geht meist einher mit einer

kostensparenden Senkung des Energieverbrauchs. Ebenso

weist eine geringe Mitarbeiterfluktuation auf Organisationswissen,

auf höhere Motivation und somit eine bessere Effizienz

der Mitarbeitenden hin. Und die Kooperation mit NGOs

und Gewerkschaften reduziert die Wahrscheinlichkeit eines

Boykotts oder Streiks. Nachhaltige Unternehmensführung

lohnt sich.

Stolz sind wir auf den wiederholten Erhalt des Goldzertifikats

für Nachhaltigkeit 2014 durch die ÖGUT und natürlich

auf die Auszeichnung „Best Pensionfund in Austria – Vorsorgekasse“,

welche wir auf europäischer Ebene bereits zum dritten

Mail in Folge erhalten haben. Dankbar sind wir über das Vertrauen

unserer Kundinnen und Kunden, welches uns für 2015

abermals ein Wachstum von rund 25 % bescheren wird.

Vielen Dank – unser Erfolg ist Ihr Erfolg.

Ein Erfolg für Fairness!

Mag. Markus Zeilinger

Gründer und Vorstandsvorsitzender


6

Geschäftsmodell

fair-finance ist eine Betriebliche Vorsorgekasse (Abfertigung

Neu) und wurde im Jahr 2010 gegründet. Aktionäre von fairfinance

sind zu jeweils rund 20 % die GLS Gemeinschaftsbank

eG. in Bochum und der Concordia Versicherungsverein

in Hannover. Zur Concordia gehört der nachhaltige Anbieter

Concordia oeco Lebensversicherungs AG. GLS – steht für

Geben, Leihen und Schenken – ist die weltweit erste sozialverantwortliche

Universalbank, welche unter anderem im

Auftrag der deutschen Bundesregierung das staatliche

Mikrofinanzprogramm abwickelt. 60 % von fair-finance

werden von engagierten Privatpersonen rund um den

Gründer und Vorstandsvorsitzenden Mag. Markus Zeilinger

sowie die beiden Vorstandskollegen Mag. Dr. Erich Schiff und

Günter Hörweg gehalten.

Auf Basis dieser Eigentümerstruktur konnte fair-finance

ein faires Geschäftsmodell entwickeln, das nicht von kurzfristigem

Gewinnstreben getrieben ist, sondern vielmehr

als partnerschaftlich, stakeholderorientiert und sozialverantwortlich

zu sehen ist. So bieten wir ohne Mehrkosten als

einziger Anbieter unseren Kunden eine garantierte Mindestverzinsung,

eine Beteiligung am Betriebserfolg und weitreichende

Mitsprache und Kontrollrechte. Günstige Gebühren

und eine nachhaltige, zertifizierte Vermögensveranlagung

sind für uns selbstverständlich. Unsere Nachhaltigkeitskriterien

bei der Auswahl der Vermögenswerte werden von einem

30 Personen umfassenden Kundenbeirat erstellt. Zahlreiche

Zertifikate und Auszeichnungen der nachhaltigen Vermögensveranlagung

bestätigen auch 2014 die sehr engagierte

Arbeit des Kundenbeirates.


7

Mit Stolz können wir darauf verweisen, dass es uns seit unserer

Gründung in jedem Jahr gelungen ist, ein ausgezeichnetes

Veranlagungsergebnis zu erzielen. Dies trotz – oder vielleicht

eher aufgrund – der Einhaltung strenger nachhaltiger und

sozialverantwortlicher Ausschlusskriterien.

Als junges Unternehmen bemühen wir uns Vorbild zu sein und

sind Lehrbetrieb, Mitglied beim Klimabündnis und erhielten im

letzten Jahr mit dem audit berufundfamilie erstmals die staatliche

Auszeichnung für familienfreundliche Personalpolitik.

Neben unserer direkten Geschäftstätigkeit nehmen wir

gesellschaftliche Verantwortung wahr, indem wir bereits seit

sechs Jahren einen Preis für „Betriebliche Sozialleistungen“

organisieren und vergeben. Ziel des Betrieblichen Sozialpreises

ist es einerseits den Unternehmen und den handelnden

Personen Anerkennung für ihr Engagement zuteilwerden zu

lassen und andererseits anhand von best-practice Beispielen

andere Unternehmen zum Nachahmen und somit zu sozialen

Verbesserungen anzuregen.

Stolz sind wir auch auf unsere Kundinnen und Kunden.

Denn über 2 % der Auszahlungen 2014 haben den Vorschlag

einer Spende zu Gunsten des Projektes JUCA der Caritas

Wien genutzt. Mit der von fair-finance gebotenen und durch

Zuzahlungen geförderten Möglichkeit der Spende sollen

nicht nur Mittel für Sozialprojekte aufgebracht, sondern vor

allem Themenbereiche angesprochen werden, die in den

breiten Massenmedien keinen Raum finden. So wird mit dem

Projekt JUCA versucht, jungen obdachlosen Menschen Halt

zu geben.

fair-finance unterstützt Non-Profit Organisationen durch die

Mitgliedschaft und versucht als verantwortungsvolles Unternehmen

jeden Tag umweltbewusst, sozialgerecht und dem

Grundsatz der Nachhaltigkeit entsprechend zu agieren.

So erhalten beispielsweise alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

eine Jahreskarte der Wiener Linien.

Faires, nachhaltiges Agieren

Im Sinne eines Social-Business Modells werden alle

Entscheidungen nach sozialen, ökologischen und ökonomischen

Kriterien getroffen. Faires, nachhaltiges Agieren

anstelle reiner Gewinnmaximierung ist die Grundlage

unserer Arbeit.


Eigentümer

Private

20 %*

20 %*

fair-finance

Holding

60 %*

Achleitner Erich

Bernhard Erich

Binder Wolfgang

Cottogni Birgit

Eichert Helmut (AR-Vorsitzender)

Eichler Andreas

Gassauer-Fleissner Christian

Hafenscher Kurt

Hörweg Günter (Vorstand)

Huber Manfred

Just Werner

Ladentrog Rainer

Popovic Viktor

Puhr Johannes

Richling Joachim

Rohla Martin

Schiff Erich

Zeilinger Markus

(Gründer und Vorstandsvorsitzender)

Zukünftige

Geschäftsfelder

100 %

Nach dem erfolgreichen

Aufbau der Vorsorgekasse

sollen – der Vision von fairfinance

folgend – weitere

Geschäftsfelder im Bereich

Finanzdienstleistungen

erschlossen und weiterentwickelt

werden. Dabei

werden Kompetenz und

Erfahrung der Eigentümer

genutzt und Synergien

geschaffen.

fair-finance

Vorsorgekasse

* Beteiligungsverhältnisse gerundet


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GLS GEMEINSCHAFTSBANK eG – Auszeichnungen 2014:

VICTOR – unter 70 Bankinstituten wurde die GLS Bank im September 2014

mit dem Victor Preis in der Kategorie „nachhaltige Bank“ ausgezeichnet.

BANK DES JAHRES – Zum fünften Mal erhielt die GLS Bank 2014 vom

Nachrichtensender n-tv den Titel „Bank des Jahres“ verliehen.

EUROPEAN BUSINESS AWARD – Die GLS Bank wurde als einer der

National Champions im Rahmen des European Business Awards für

innovatives Unternehmertum mit ethischen Grundlagen ausgezeichnet.

Der im Dezember 2013 aufgelegte GLS Bank Aktienfonds wurde für seine

auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Anlagestrategie mit dem ECOreporter

Siegel für nachhaltige Finanzprodukte ausgezeichnet.

Die GLS – Bank ist die weltweit erste sozialverantwortliche Universalbank, welche unter anderem im Auftrag der deutschen

Bundesregierung das staatliche Mikrofinanzprogramm abwickelt. Gegründet wurde sie 1974. Eine Genossenschaftsbank mit

rund 37.000 Mitgliedern. Sie stellen durch ihre Mitgliedsanteile das notwendige Eigenkapital für die Vergabe von Krediten. Laut

Satzung der GLS ist das Ziel des Zusammenschlusses die gegenseitige Hilfe und nicht die Gewinnerzielung für das einzelne

Mitglied oder für die Genossenschaft. Gelder werden nur in sinnvolle, nachhaltige Unternehmen investiert, rein spekulative

Geschäfte sind ausgeschlossen. Die GLS Bank ist Mitglied in der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volksbanken

und Raiffeisenbanken.

Der Hauptsitz ist in Bochum, weitere Filialen gibt es in Berlin, Frankfurt, Freiburg, Hamburg,

München und Stuttgart.

Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2014 EUR 3,64 Milliarden, die Mitgliederzahl konnte 2014 um 15 %

auf 37.300 gesteigert werden. Auch die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich auf knapp 520.

www.gls.de

CONCORDIA VERSICHERUNG HOLDING AG

Die Concordia oeco Lebensversicherungs-AG ist im Jahr 2014 aus der Verschmelzung der Concordia Lebensversicherungs-AG

(gegründet 1975) und der oeco capital Lebensversicherung AG – dem ersten ökologischen Lebensversicherer Deutschlands

(gegründet 1995) – entstanden. Sie ist eine 100 % - ige Tochter der Concordia Versicherung Holding AG in Hannover und damit

Teil eines der ältesten deutschen Gegenseitigkeits-Versicherers, dessen Anfänge bis auf das Jahr 1864 zurückgehen.

In ihrer Satzung hat sich die Concordia oeco Lebensversicherungs-AG einer nachhaltigen Unternehmensführung verpflichtet –

insbesondere entsprechend dem Mandat ihrer Kundinnen und Kunden für einen Teil ihrer Kapitalanlagen zu einer nachhaltigen

Anlagepolitik. Diese Aktivitäten werden durch einen externen Nachhaltigkeits-Beirat überwacht.

www.oeco-capital.de


fair-finance wendet bei der Ausübung der Geschäfte soziale,

ökologische und ökonomische Kriterien im Sinne verantwortungsbewusster

und nachhaltiger Entscheidungen an

und lebt eine faire Partnerschaft mit Kundinnen und Kunden

sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wir lassen uns bei unserer täglichen Arbeit von

nachfolgenden Ideen, Grundlagen und Werten leiten:


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Leitbild

Wir sind FAIR

gegenüber Kundinnen und Kunden

Wir hören unseren Partnern gut zu und können so die Bedürfnisse

und Wünsche unserer Kundinnen und Kunden erfüllen.

Durch offene Kommunikation und konkrete Hilfestellungen

schaffen wir Vertrauen. Unser Angebot ist einfach verständlich

und enthält keine versteckten Klauseln. Wir weisen

nicht nur auf Vorteile hin, sondern stellen auch Risiken und

Nachteile dar. Bei allem was wir tun, zeigen wir Leistungsbereitschaft.

Wir handeln aufrichtig und glaubwürdig. Als zuverlässiger

Partner stehen wir zu unserem Wort. Wir wollen die

Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden auf höchstem

Niveau weiter verbessern.

Wir leben

gesellschaftliche VERANTWORTUNG

Wir sind der heutigen und zukünftigen Generationen gegenüber

verantwortlich und tragen zur Bewahrung und Verbesserung

ihrer Lebenschancen bei. Offen für alle, deren Ziel

eine sozial gerechtere Gesellschaft und eine lebenswerte

Umwelt ist, wollen wir gemeinsam die Welt verbessern und

treten aktiv für unsere Werte ein. Wir bringen jeder Person,

ungeachtet ihrer Herkunft, Religion und Weltanschauung,

Respekt und Wertschätzung entgegen.

Wir schätzen und fördern

unsere MITARBEITERINNEN

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen ihre außerordentlichen

fachlichen, persönlichen und sozialen Fähigkeiten

ein und entwickeln diese ständig weiter. Ideenreichtum,

Eigenverantwortung, unternehmerisches Denken und Handeln

werden durch einen offenen, teamorientierten und kooperativen

Führungsstil unterstützt. Wir fordern Einsatz und fördern

die Potenziale jeder und jedes Einzelnen. Wir sehen uns als Teil

des Ganzen, denn nur gemeinsam kommen wir ans Ziel.

Wir sind VORBILD

und suchen neue LÖSUNGEN

Wir geben Impulse für einen strukturellen Wandel. Im

Rahmen unserer Organisation wägen wir jede Entscheidung

nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien ab

und gewichten im Sinne unserer Grundlagen und Werte. Wir

schaffen und betreiben professionell Finanzdienstleistung.

Wir nutzen Geld als soziales Gestaltungsmittel, engagieren

uns und fördern eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung.

Wir suchen Chancen und neue Lösungen und wollen wachsen,

da unser Erfolg den Markt im Sinne unserer Werte

positiv verändert. Wir schaffen Transparenz, stellen uns

konstruktiver Kritik und versuchen laufend besser zu werden.

Wir streben nach wirtschaftlichem

ERFOLG und UNABHÄNGIGKEIT

Unser Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist Garant dafür,

den in uns gesetzten Erwartungen und den übernommenen

Verpflichtungen dauerhaft gerecht zu werden. Wir treffen

alle Entscheidungen im Sinne unserer Werte unabhängig

von Konzernen oder Einzelinteressen. Diese Unabhängigkeit

ist Grundlage für unser Handeln und die Voraussetzung für

unseren Erfolg, an dem auch unsere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter und unsere Kundinnen und Kunden Anteil haben.

Erfolg macht uns stark.


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Faire, unabhängige Veranlagung

Die Unabhängigkeit von Vorgaben etwaiger Konzernmütter

ermöglicht es fair-finance die besten Partner zu günstigen

Konditionen auszuwählen und rasch Entscheidungen

zu treffen.

Geld führt als soziales Gestaltungsmittel zu

Lenkungseffekten am Finanzmarkt.


13

Faire Veranlagung

Grundzüge der Veranlagungspolitik

Die Veranlagung von fair-finance ist auf Sicherheit und

Rentabilität ausgerichtet. Diesem Grundsatz entsprechen

die Veranlagungsvorschriften des BMSVG (Betriebliches

Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz), sowie die

von der FMA (Finanzmarktaufsichtsbehörde) bewilligten

Veranlagungsbestimmungen. Die Erste Bank der österreichischen

Sparkassen AG ist zur Depotbank bestellt und führt

das Wertpapierdepot. fair-finance ist Mitglied der Einlagensicherungseinrichtung

der Banken & Bankiers, welche

gemäß BWG (Bankwesengesetz) Ansprüche bis max.

EUR 20.000,- pro Anwartschaft absichert.

Wir trachten danach, das uns anvertraute Vermögen zum

größtmöglichen Kundennutzen, kostengünstig, ertragreich

und risikobewusst zu investieren. Asset Management und

Risikomanagement sind unsere Kernkompetenzen. Ziel

ist es, zumindest marktadäquate Veranlagungsergebnisse

zu erzielen und eine jährliche Ertragsuntergrenze nicht zu

unterschreiten. Diese Zielsetzung konnte seit Gründung der

Gesellschaft in 2010 jährlich erfüllt, ja sogar übertroffen

werden.

performance fair-finance ø - Markt

Jahresperformance 2011 9,67 % 0,20 %

Jahresperformance 2012 6,23 % 4,27 %

Jahresperformance 2013 3,33 % 2,80 %

Jahresperformance 2014 5,95 % 3,98 %

3-Jahresperformance p.a. 5,16 % 3,68 %

5-Jahresperformance p.a. 6,15 % 2,76 %

Die Freiheit, Veranlagungsentscheidungen unabhängig von

Konzernmüttern zu treffen, führt nicht nur zu einer Kostenoptimierung,

sondern ermöglicht auch eine schnelle und

marktbasierte Entscheidungsfindung. Das pragmatische und

zugleich innovative Veranlagungskonzept von fair-finance

verfolgt einfach und bestechend nur ein Ziel: Mit Sicherheit

gute Renditen. Die ansehnliche Performance spricht für sich.

Die Vermögenveranlagung vor fair-finance wurde wiederholt

prämiert und 2014 zum dritten Mal in Folge mit der Auszeichnung

„Best Pensionsfund in Austria – Vorsorgekasse“

durch Investment & Pensions Europe (IPE) gekrönt.

schaubild faire veranlagung

53 Auszahlungen

mit Zinsgarantie.

30

Performance fair-finance

Mindestzinsgarantie je Beitragsjahr

Ertragsuntergrenze

20

10

0

Durch das Risikomanagement

von fair-finance wird sichergestellt,

dass die Performance die

ERTRAGSUNTERGRENZE nicht

unterschreitet.

Veranlagungsbeginn

31.12.2010

31.12.2011

31.12.2012

31.12.2013

31.12.2014


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Ausschlusskriterien bei der Auswahl von Investments Stand 28.10.2014

Kriterium

Ausgeschlossen werden

Unternehmen

Alkohol

Arbeitsrechte

Atomenergie

Ausbeuterische

Kinderarbeit

Bilanzfälschung

Biozide

Verbrauchende

Embryonenforschung

Glücksspiel

Grüne Gentechnik

Korruption

Menschenrechte

Pornographie

Tabak

Tierversuche

Kontroverses

Umweltverhalten

Waffen und Rüstung

Länder

Arbeitsrechte

Atomenergie

Ausbeuterische

Kinderarbeit

Geldwäsche

Klimaschutz

Konflikte und Kriege

Korruption

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Rüstungsbudget

Todesstrafe

Totalitäre Regimes

Unterdrückung

Immobilien

Mikrofinanzinvestitionen

Produktion und Handel von hochprozentigen alkoholhaltigen Getränken ab 5 % Umsatzanteil.

Massive Verletzung mindestens eines der vier grundlegenden Prinzipien der ILO Declaration on Fundamental

Principles and Rights at Work (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Zwangsarbeit, Kinderarbeit,

Diskriminierung), sowie systematische Umgehung von Mindestarbeitsstandards (z.B. in den Bereichen Sicherheit

& Gesundheit, Bezahlung, Arbeitszeit).

Errichtung bzw. Produktion von Grundkomponenten von Kernkraftwerken, Gewinnung von Uran und Produktion

von Atomstrom. Nicht “dual use-Produkte“.

Ausbeuterische Kinderarbeit entsprechend der Definition von UNICEF oder ILO durch das Unternehmen oder

durch Zulieferer/Subunternehmer.

Erwiesene Bilanzfälschung sowie Beilhilfe zur Bilanzfälschung.

Produktion von Bioziden, die laut Einstufung durch die WHO "extremely or highly hazardous" sind.

Nachweislich auf verbrauchende Forschung am menschlichen Embryo bzw. an entsprechenden embryonalen

Stammzellen spezialisierte Unternehmen bzw. Spezialisierung auf diese Technologie ist wahrscheinlich.

Glücksspielaktivitäten und -produkte ab 5 % Umsatzanteil. Nicht Lotterien oder Gewinnspielbetreiber.

Vornahme gentechnischer Veränderungen am Erbgut und Produktion entsprechenden Saatguts oder Tiere.

Sowie Verwender und Händler ab 5 % Umsatzanteil.

Annahme oder Forderung von Bestechungsgeldern oder entsprechenden geldwerten Vorteilen sowie

Bestechung oder der Bestechungsversuch Dritter.

Massive Verletzung von international anerkannten Normen, wie z.B. der UN Universal Declaration of Human

Rights, durch das Unternehmen selbst oder durch Zulieferer/Subunternehmer.

Produktion von verunglimpfenden und erniedrigenden Darstellungen von Individuen bzw. von sexuellen

Handlungen. Ferner der Handel ab 5 % Umsatzanteil.

Produktion von allen Arten von Tabakprodukten. Ferner der Handel ab 5 % Umsatzanteil. Nicht Produktion und

Handel von Bestandteilen und Zubehör.

Zu Forschungszwecken durchgeführte Tests von Konsumgütern (z.B. Kosmetika, Waschmittel) mit lebenden Tieren,

die das Risiko beinhalten, den Tieren Schaden bzw. Leid zuzufügen, sofern nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Massive Missachtung von Umweltgesetzen oder allgemein anerkannten ökologischen Mindeststandards durch

das Unternehmen selbst oder durch deren Zulieferer/Subunternehmer. Insbesondere Errichter, Betreiber und

spezialisierte Finanzierungsgesellschaften von kontroversen Projekten.

Produktion von und Handel mit nach dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofes geächteten

Waffen (-systemen) sowie sonstigen Rüstungsgütern. Nicht “dual use-Produkte“.

Massive Verletzung mindestens eines der vier grundlegenden Prinzipien der ILO Declaration on Fundamental

Principles and Rights at Work (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Zwangsarbeit, Kinderarbeit,

Diskriminierung) bleibt unbestraft. Mindestarbeitsstandards (z.B. in den Bereichen Sicherheit & Gesundheit,

Bezahlung, Arbeitszeit) fehlen oder werden systematisch ungeahndet umgangen.

Anteil von Atomenergie an der gesamten Energieerzeugung über 10 % bzw. kein Beschluss für einen

Atomausstieg. Ausgenommen Länder mit einem Anteil von max. 30 %, sofern Senkung des Anteils von

mind. 1 % p.a. über einen Zeitraum von 3 Jahren vorliegt.

Ausbeuterische Kinderarbeit bleibt entsprechend der Definition der UNICEF oder ILO unbestraft.

Keine ausreichenden Standards gegen Geldwäsche laut FATF (Financial Action Task Force on Money Laundring).

Kyoto Protocol to the United Nations Framework Convention on Climate Change ist nicht ratifiziert.

Land befindet sich im „Krieg“ oder „eingeschränkten Krieg“.

Der Wert des Heritage Freedom from Corruption-Index < 70. Ausgenommen Länder mit Indexwert mind. 50,

sofern sich Indexwert über 3 Jahren in Summe verbessert hat.

Massive Verletzung von international anerkannten Normen, wie z.B. der UN Universal Declaration of Human

Rights bleibt unbestraft.

Religiöse Freiheit wird deutlich eingeschränkt.

Rüstungsbudget > 2,5 % des BIP (Brutto Inlands Produkt).

Verhängung oder Ausübung der Todesstrafe zulässig.

Freiheitsstatus von Freedom House schlechter als mit Wert 1 (Bestnote) bewertet.

Laut Freedom House als "nicht frei" eingestuft.

Produktions- oder Geschäftsstandorte von Unternehmen oder Institutionen, die gemäß den Ausschlusskriterien

für Unternehmen ausgeschlossen sind.

Fonds ohne nachvollziehbare transparente Geschäftsgebarung mit unangemessen hoher Vergebührung.


15

Nachhaltige Veranlagung

Bei der Auswahl der Investments nimmt fair-finance eine

besondere Verantwortung wahr. Alle Veranlagungsentscheidungen

werden anhand der ökonomischen Dimension

der Nachhaltigkeit, ausgedrückt in Sicherheit, Ertragskraft

und Liquidität des Investments ebenso wie anhand der

ökologischen und insbesondere der sozialen Dimension

getroffen. Die vom fair-finance Kundenbeirat entwickelte

„Grundsätzliche Richtlinie nachhaltiger Vermögensveranlagung“

beinhaltet detaillierte Positiv- und Negativkriterien für

Investitionsentscheidungen und regelt deren Anwendung für

Direktinvestitionen, Mandatsvergaben (fair-finance Fonds)

und für die Auswahl von Publikumsfonds (Fremdfonds). Geld

wird durch die bewusste Investitionsentscheidung zum sozialen

und ökologischen Gestaltungsmittel. Lenkungseffekte

müssen nicht nur durch Verbote und gesetzliche Regelungen

erzielt werden, sondern entstehen aufgrund von Angebot und

Nachfrage am Kapitalmarkt. Im gesamten Veranlagungsprozess

trachtet fair-finance danach, den Einfluss als Investor

im Sinne der Richtlinien geltend zu machen (Engagement).

Das Nachhaltigkeitskonzept und dessen Umsetzung wurden

von der ÖGUT (Österreichische Gesellschaft für Umwelt und

Technik) geprüft und auch 2014 wieder mit dem Gold-Zertifikat

ausgezeichnet.

Kundenbeirat

Im Investmentprozess kommen dem Kundenbeirat zwei

wesentliche Funktionen zu. Einerseits gibt der Kundenbeirat

die Positiv- und Negativkriterien für die Auswahl der Emittenten

vor und definiert die Rahmenbedingungen für die

Vermögensveranlagung. Andererseits kontrolliert der Beirat

auch die Umsetzung und kann entsprechende Gutachten zur

Nachhaltigkeit einzelner Emittenten in Auftrag geben. Sollte

der Kundenbeirat mit den Entscheidungen des Vorstandes

nicht einverstanden sein, stehen ihm gemäß Geschäftsordnung

wesentliche Rechte, wie das Recht der Einbringung

von Tagesordnungspunkten in den Aufsichtsrat, zu. Die

ausgezeichneten Veranlagungsergebnisse und die erhaltenen

Auszeichnungen geben auch Zeugnis über die gute Arbeit

und die Bedeutung des Kundenbeirats.

Mindest zinsgarantie

Um das Risiko einer möglichen Negativ- oder Minderperformance

für die Anspruchsberechtigten durch Kapitalmarktschwankungen

zu vermeiden, gewährt fair-finance die

einzigartige Mindestzinsgarantie. Eventuelle Garantieleistungen

sind im Businessplan von fair-finance ebenso wie

Personal- oder Sachkosten berücksichtigt und gehen somit

nicht zu Lasten der Kundinnen und Kunden. Diese Form der

erhöhten Risikotragung ist einzigartig in der Branche und

steht im Widerspruch zu den Intentionen der Finanzbranche,

jegliche Risiken auf die Kunden abzuwälzen. Zur Absicherung

der im Garantiefall eintretenden Zahlungsverpflichtungen

bildet fair-finance eine bilanzielle Rücklage. Dieser zusätzliche

Kapitalpolster dient zweckgebunden der Sicherung der

Kundenansprüche.

Portfolio

Wesentliche Charakteristika des Portfolios von fair-finance sind:

π eine 100 % nachhaltige Veranlagung, die ein wesentlicher Treiber für die ausgezeichnete Performance ist. Die Auswahlentscheidung

anhand der Nachhaltigkeitskriterien führt zu einer intensiven Analyse der einzelnen Emittenten, Manager oder

Fonds und somit zu einer qualitativen Verbesserung in Bezug auf das Risiko- und Ertragsprofil.

π ein stärkeres Wachstum des Kundenvermögens, verglichen mit allen anderen Vorsorgekassen, das eine bessere Chancennutzung

bei gleichzeitiger Risikoreduktion ermöglicht.

π ein vergleichsweise hoher Anteil von nach dem Held to Maturity – Prinzip (HtM) bewerteter Anleihen. Diese gesetzlich vorgesehene

Bewertungsmöglichkeit führt dazu, dass entsprechend gewidmete Wertpapiere keinen Kursschwankungen unterliegen.

Wesentlich bei der Auswahl von HtM-Papieren ist die Bonität des Emittenten und die Rendite, die sich aus dem Kupon,

dem Kaufkurs und der Restlaufzeit der Anleihe ergibt.

π die Berücksichtigung von Assetklassen mit geringer Korrelation zu Aktien und Anleihen, insbesondere Wandelanleihen,

Mikrofinanzinvestitionen und Immobilien.

π die Unabhängigkeit von Vorgaben etwaiger Konzernmütter, die nicht nur ein rasches Agieren und Reagieren auf Marktentwicklungen

ermöglicht, sondern auch die Auswahl der jeweils besten Fondsmanager und Publikumsfonds fördert.


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43 % aller Aufsichtsratsmitglieder sind Frauen

47 % aller Mitarbeiter sind Frauen

25 % aller Führungskräfte sind Frauen

7 % Lehrlingsanteil

19 % aller MitarbeiterInnen sind 50 +


17

Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

Einer der fair-finance Leitsätze lautet: "Wir schätzen und

fördern unsere MITARBEITERINNEN“. Denn nur als Team können

wir die Vision fair-finance mit Leben erfüllen und realisieren.

Am 13.11.2014 wurden wir mit dem staatlichen Gütezeichen

als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet!

Besonderen Wert legen wir darauf, dass die individuellen

Familiensituationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

berücksichtigt werden, um eine bestmögliche Verschränkung

von beruflichen und privaten Lebensbereichen zu gewährleisten.

Die damit verbundenen flexibleren Arbeitszeiten werden

ebenso wir das Heimarbeitsplatz-Angebot entsprechend

genutzt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten eine

Jahreskarte der Wiener Linien.

VERTRAUENSARBEITSZEIT

Ein klares Bekenntnis von fair-finance ist es, Fairness in allen

Unternehmensbereichen zu verankern und zu leben. Dazu

zählt selbstverständlich auch der Bereich Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Aus diesem Grund wurde Vertrauensarbeitszeit

als Bestandteil einer eigenen Betriebsvereinbarung

geregelt. Vertrauen, das Zufriedenheit und Motivation der

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht.

WEITERBILDUNG

Die internen Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen werden

im Bedarfsfall durch externe Trainer und Spezialisten

erweitert, die fachspezifisches Know How vermitteln. Weiterbildungs-

und Teambuildingseminare sind fixer Bestandteil

der jährlichen Planung und verstärken den Zusammenhalt

unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Team-

Gedanken.

GESUNDHEIT

fair-finance fördert die Gesundheit seiner Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. So wird jeden Montag ein großzügig dimensionierter

Obstkorb bestellt und der Besuch eines Fitnesscenters

finanziell unterstützt.

ALTERSSTRUKTUR

Die Auswahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt

nach unterschiedlichen Qualitäten und Qualifizierungen,

umfasst ein breites Altersspektrum – vom Lehrling bis 50

plus – und fördert ein verständnisvolles und bereicherndes

Arbeitsklima.

POLITIK DER OFFENEN TÜREN

Transparenz ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens.

Kunden vertrauen den Vorteilen eines fairen

Geschäftsmodells. Vorteilen, die offen und ehrlich am Tisch

liegen. Ebenso wie die offen geführte und transparente Kommunikation

– vom Lehrling bis zum Chef, die für Vertrauen

und Sicherheit sorgt.


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Soziale Verantwortung

Neben unserer direkten Geschäftstätigkeit nehmen wir

gesellschaftliche Verantwortung wahr, indem wir bereits seit

sechs Jahren einen Preis für „Betriebliche Sozialleistungen“

organisieren und vergeben. Ziel des Betrieblichen Sozialpreises

ist es einerseits den Unternehmen und den handelnden

Personen Anerkennung für ihr Engagement zuteilwerden zu

lassen und andererseits anhand von best-practice Beispielen

andere Unternehmen zum Nachahmen und somit zu sozialen

Verbesserungen anzuregen.

Unterstützt wird die Initiative von

Die Schirmherrschaft für dieses Projekt hat Sozialminister

Rudolf Hundstorfer übernommen.

Wir leben gesellschaftliche VERANTWORTUNG

So lautet einer der Leitsätze

unserer Betrieblichen Vorsorgekasse.


20

Die Preisverleihung am 21.10.2014

im Dachsaal der Urania Wien

BM Rudolf Hundstorfer inmitten der stolzen

Preisträger

1. Platz: Platz Kühne + Nagel

(v.l.n.r.) BM Rudolf Hundstorfer, Mag. Klaudija

Ziegler, Julia Gottlieb, Florian Bohata, Corina

Muhr, Lukas Ritzinger, Maria Malli, Hilde

Ganitzer (alle Kühne und Nagel),

Mag. Markus Zeilinger, fair-finance

2. Platz: Grüne Erde

(v.l.n.r.) BM Rudolf Hundstorfer, Renate Kaiser, Betriebsleiterin Terra Verde, Reinhard

Kepplinger, Geschäftsführer Grüne Erde, Mag. Markus Zeilinger, fair-finance

Rudolf Hundstorfer

Bundesminister für Soziales

Bereits zum sechsten Mal wurde heuer der Betriebliche

Sozialpreis vergeben. Seit 2010 ist das Sozialministerium in

der Jury vertreten und mir ist es ein persönliches Anliegen,

diese Initiative zu unterstützen.

Corporate Social Responsibility als nachhaltige Unternehmensstrategie

kann einen wesentlichen Beitrag zu sozialem

Ausgleich leisten. Die vorgestellten Projekte stellen ganz in

diesem Sinne nicht nur Einzelengagement dar, sondern sind

wichtige und wirkungsvolle Bausteine sozialer Nachhaltigkeit.

Die Auszeichnung holt Unternehmen und Organisationen

vor den Vorhang, die gesellschaftliche Verantwortung leben

und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv einbinden,

begleiten und unterstützen.

Auch dieses Jahr zeichnen sich die nominierten Projekte

durch herausragendes soziales Engagement in den unterschiedlichsten

Bereichen aus. So geht es beispielsweise um

die Verankerung von sozialer Verantwortung in der Lehrlingsausbildung,

die Integration von Menschen mit Benachteiligungen

in die Arbeitswelt, Mediation und die Förderung

von Menschen, die nach einer längeren krankheitsbedingten

Abwesenheit wieder in ihren Beruf zurückkehren.

Die Projekte tragen dazu bei, ein diskriminierungsfreies, wertschätzendes

Arbeitsumfeld zu schaffen und zu erhalten und

somit auch die Zufriedenheit und Motivation der Beschäftigten

zu steigern. Sie schaffen damit die Rahmenbedingungen

für sinnstiftende Arbeit und gute Arbeitsbedingungen, die

nicht nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugutekommen,

sondern auch den Unternehmen und Organisationen

selbst.

Auch wenn – nicht zuletzt aufgrund der Vielzahl der vorbildlichen

Projekte – nicht alle nominierten Unternehmen

und Organisationen für ihre Projekte mit dem Betrieblichen

Sozialpreis ausgezeichnet werden können, so ist doch eines

sicher: Letztlich gewinnen alle!

3. Platz: Steiermärkischer Sparkasse

(v.l.n.r.): BM Rudolf Hundstorfer, Johann Mehrl, Leiter Personal Steiermärkische Sparkasse,

Mag. Markus Zeilinger, fair-finance

JUGENDHAUS DER CARITAS

Ganz bewusst suchen wir uns für unser weiteres soziales

Engagement jene Bereiche aus, denen medial weniger Aufmerksamkeit

geschenkt wird. In einem ersten Schritt wurde

daher in einer Kooperation mit der Caritas der Erzdiözese

Wien die Obdachlosigkeit in Wien thematisiert. Neben einem

signifikanten finanziellen Beitrag, den fair-finance leistet,

versuchen wir auch in der Kommunikation unseren Kunden gegenüber

auf dieses soziale Problem aufmerksam zu machen.

Mit Erfolg. Denn über 2 % der Auszahlungen 2014 haben

den Vorschlag einer Spende zu Gunsten des Projektes JUCA

der Caritas Wien genutzt. Mit der von fair-finance gebotenen

und durch Zuzahlungen geförderten Möglichkeit der Spende

sollen in Zukunft auch andere Projekte unterstützt werden.

Rudolf Hundstorfer

Bundesminister für Soziales

Mag. Markus Zeilinger, fair-finance

und MMag. Hannah Swoboda vor dem JUCA


21

2014 wurden folgende Projekte ausgezeichnet

Die Videos zu den Siegerprojekten werden – wie auch alle anderen Einreichungen –

auf www.sozialpreis.at zum „Nachahmen“ bereitgestellt.

Platz 1

Kühne+Nagel – Verankerung von sozialer Verantwortung in der Lehrlingsausbildung

Das Logistikunternehmen Kühne & Nagel hat die Ausarbeitung

und Umsetzung von Sozialprojekten als fixen Bestandteil

der Lehrlingsausbildung festgeschrieben.

Seit drei Jahren findet immer im Herbst ein Brainstorming

statt, in dem Lehrlinge Ideen für Sozialprojekte zusammentragen,

von denen dann zwei bis drei in die engere Auswahl

kommen und der Geschäftsführung präsentiert werden.

Eines davon wird dann ausgewählt.

Die soziale Kompetenz wird durch die einzigartige Erfahrung

solcher Projekte gestärkt und alle MitarbeiterInnen von

Kühne + Nagel können sich anschließen und die soziale Idee

unterstützen. So wird gesellschaftliche Verantwortung in der

Unternehmenskultur und der Lehrlingsausbildung verankert

und den Lehrlingen eine sehr praxisorientierte Projektmanagementausbildung

geboten.

Platz 2

GRÜNE ERDE – Integration von Menschen mit Benachteiligung

Terra Verde, ein Produktionsbetrieb für Grüne Erde, integriert

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Benachteiligungen ohne

die Förderquote zu beachten.

Wie Menschen an Herausforderungen wachsen, ist eindrucksvoll

am Fall jenes Mitarbeiters zu sehen, der ohne

Lesen und Schreiben zu können, von der Schule abgegangen

ist und mittlerweile bei Terra Verde u.a. dafür zuständig ist,

dass Rohstoffe vom Lager in die Verarbeitung kommen oder

dass Leergut an seinem Platz steht. Seine Aufträge bekommt

er schriftlich, denn Lesen und Schreiben hat er in den sieben

Jahren, seit denen er bei Terra Verde ist, gelernt. Menschen

eine Chance zu geben, die sonst am Arbeitsmarkt keine

haben, sei dem Unternehmen „einfach wichtig“.

Platz 3

Steiermärkische Sparkasse – Betriebliches Eingliederungsmanagement „Wiedereinstieg nach

einer längeren krankheitsbedingten Abwesenheit“

Die Steiermärkische Sparkasse hat einen langjährig erprobten

Prozess im Umgang mit Langzeiterkrankten nun festgeschrieben –

Prävention und Wiedereingliederung sind dabei Kernstücke.

Nach Rücksprache mit der Arbeitsmedizinerin können sehr flexible

Arbeitszeiten verhandelt werden, die beim Wiedereinstieg

nach langen Krankenständen oder auch bei Überlastung vorzeitig

als präventive Maßnahme helfen können. So kann z.B. eine

30 % -ige Arbeitszeit ausverhandelt und der Rest als Teilzeitkrankenstand

ausgewiesen werden. Ziel des Unternehmens ist eine

100 %-ige Wiedereingliederung nach Langzeitkrankenständen

(3 Monate und mehr), ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

gleich wieder zu überfordern. Der Arbeitgeber übernimmt die

Fehlzeiten bis zu einem Jahr lang bei vollem Lohnausgleich.


22

Jahre

fair-finance

5 Jahres Feier


23

5 Jahre Fairness, Unabhängigkeit, soziale

Verantwortung – ein Grund zum Feiern!

Am 9. März 2015, auf den Tag genau 5 Jahre nach Erhalt der

Bank-Konzession, versammelte der Gründer und Vorstandsvorsitzende

Mag. Markus Zeilinger, Kunden, Geschätspartner,

Interessenten und Freunde, um gemeinsam im Rahmen eines

Geburtstagsfestes, die Erfolgsgeschichte von fair-finance

gebührend zu feiern.

Das Studio 44 bildete als Green Event Lizenznehmer den

idealen Rahmen für das nachhaltig ausgerichtete und dem

Leitbild von fair-finance entsprechende Fest. Mit WineAid

unterstützte fair-finance im Rahmen einer Weinverkostung

ausgewählte österreichische Hilfsprojekte, um die Zukunftschancen

benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu verbessern.

Kulinarisch verwöhnt wurden die Gäste von CCB Catering

Company Brok, einem ebenfalls als “Green” zertifiziertes

Unternehmen.

Gabriela Schwarz, Programmchefin Radio ORF-Burgenland,

führte charmant durch den “offiziellen” Teil des Abends.

Dr. Jens-Uwe Meyer, „DER Top Management Berater für

Innovationskultur und disruptive Innovation“, schaffte es

mit seinem launigen Vortrag, “Warum kreativen Buchhaltern

die Zukunft gehört”, das Publikum zu überraschen und zu

begeistern.

In Ihrer Laudatio zollte Romy Faisst, Gründerin und geschäftsführende

Gesellschafterin von Business Circle und

fair-finance Kundin mit der Vertragsnummer 1, Mag. Markus

Zeilinger Respekt für seine Realität gewordene Vision eines

fairen, attraktiven und nachhaltigen Geschäftsmodells.

In der Podiumsdiskussion erörterten schließlich Romy

Faisst, Jens-Uwe Meyer, Franz Georg Brantner, der ZBR-

Vorsitzende von Herba Chemosan und Markus Zeilinger, in

wie weit kontrollierte Kreativität und damit einher gehende

Innovation Unternehmen weiterentwickeln kann.

Der Heimweg wurde den Gästen einerseits durch eine vom

fair-finance Kunden Sonnentor exklusiv zur 5-Jahres Feier

angelieferten Schokolade versüßt und andererseits informativ

gestaltet durch eine frisch gedruckte Ausgabe des Wirtschaftsblattes,

die bereits einen Bericht mit den Highlights

der vormittägigen Pressekonferenz enthielt.

Fairgnügen

fairbindet

AUSZUG REFERENZEN


24

Faires Ergebnis

2014 konnte fair-finance planmäßig bereits im vierten

Geschäftsjahr den Break-Even erreichen. Für das Jahr 2015

dürfen die Kundinnen und Kunden somit erstmalig eine

Gewinnbeteiligung als Kontogutschrift erwarten.

Lagebericht

des Vorstandes

Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wurde mit Notariatsakt am 9. März 2010

gegründet und am 23. März 2010 mit der Nummer FN 343404 g

im Firmenbuch eingetragen. Ebenfalls am 9. März 2010 wurde

der Antrag auf Erteilung einer Spezialbankenkonzession

von der Finanzmarktaufsicht (FMA) mit Bescheid GZ FMA-

BV27 1000/0030-ABS/2009 bewilligt und der fair-finance

Vorsorgekasse AG die Konzession zur Hereinnahme und

Veranlagung von Abfertigungsbeiträgen und Selbständigenvorsorgebeiträgen

gemäß § 1 Abs. 1 Z 21 BWG (Betriebliches

Vorsorgekassengeschäft gemäß Bankwesengesetz) erteilt.

Sämtliche Anteile an der Gesellschaft werden von der

fair-finance Holding AG (FN 304638 y) gehalten.

Die fair-finance Vorsorgekasse AG ist Mitglied der Einlagensicherungseinrichtung

der Banken & Bankiers, der Wirtschaftskammer

Wien und der als Verein organisierten Plattform

der Betrieblichen Vorsorgekassen, der Österreichischen

Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT), von respACT –

austrian business council for sustainable development, von

CRIC – Verein für ethisch orientierte Investoren, des NPO-

Instituts für interdisziplinäre Nonprofit Forschung an der

Wirtschaftsuniversität Wien und dem Klimabündnis Österreich.

Im Jahr 2014 erhielten wir mit dem audit berufundfamilie

erstmals die staatliche Auszeichnung für familienfreundliche

Personalpolitik.


25

Entwicklung der Branche

Das Gesamtvermögen der Branche beträgt per Ende 2014

EUR 7,32 Milliarden (VJ: EUR 6,22 Mrd.). Laut Statistik der

Plattform der Betrieblichen Vorsorgekassen wurden zum

Ultimo 2014 für über 3 Millionen (VJ: 2,9 Mio.) unselbständig

und selbständig Erwerbstätige laufende Beitragszahlungen

zur Abfertigung Neu geleistet. Die laufenden Beitragszahlungen

betragen EUR 1,20 Milliarden (VJ: EUR 1,12 Mrd.)

und die Auszahlungen EUR 351 Millionen (VJ: EUR 314 Mio.)

Die Steigerungsraten der angeführten Kennzahlen gegenüber

dem Vorjahr haben sich nicht zuletzt aufgrund der konjunkturellen

Situation und deren Auswirkung auf den Arbeitsmarkt

etwas verflacht. Grundsätzlich entspricht das Wachstum der

Branche der systemimmanenten Entwicklung des Modells

der Abfertigung Neu, welches für neue Dienstverhältnisse ab

Dienstbeginn in 2003 eingeführt wurde.

Unser Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2014 stellt das fünfte Geschäftsjahr unserer

Gesellschaft dar. Die größte Veränderung des Kundenbestandes

gegenüber 2013 erfolgte im März 2014, als das Vermögen

von rund 15.000 anspruchsberechtigten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern jener Neukunden, die sich 2013 für einen

Vertragswechsel zu unserer Gesellschaft entschieden haben,

an uns übertragen wurde.

Per Jahresultimo 2014 ist die Anzahl der Beitrittsverträge

mit Dienstgebern auf 1.410 (VJ: 946) und jene mit Selbständigen

auf 2.115 (VJ: 1.456) angewachsen. Die Beitragszahlungen

haben in 2014 EUR 70,59 Millionen (VJ: EUR 66,61 Mio.)

betragen. EUR 36,29 Millionen (VJ: EUR 23,8 Mio.) entfallen

auf laufende Beitragszahlungen, EUR 34,1 Millionen (VJ: EUR

42,63 Mio.) auf Übertragungen von anderen BV-Kassen und

EUR 0,16 Millionen (VJ: EUR 0,21 Mio.) auf Übertragungen

von Alt-Abfertigungsanwartschaften. Die Anzahl der beitragsfreien

Anspruchsberechtigten beträgt zum Ultimo 2014

47.307 (VJ: 27.414) und jene der beitragspflichtigen

Anspruchsberechtigten 81.218 (VJ: 62.366). EUR 9,02 Millionen

(VJ: EUR 3,91 Mio.) wurden an Leistungen ausbezahlt.

Der Marktanteil unserer Gesellschaft beträgt zum 31.12.2014

somit 2,60 % (VJ: 1,93 %) auf Basis des Vermögens, 2,7 %

(VJ: 2,15 %) auf Basis der beitragspflichtigen Anspruchsberechtigten

und 3,02 % (VJ: 2,12 %) anhand der laufenden

Beitragszahlungen 2014.

Das Geschäftsjahr 2014 war abermals von intensiver vertrieblicher

Tätigkeit geprägt. Erfreulicherweise haben sich in

2014 wieder 209 (VJ: 146) Dienstgeber für unser einzigartiges

Angebot und für unser auf Fairness und soziale Verantwortung

ausgelegtes Unternehmenskonzept entschieden.

Auf Basis dieser neuen Vertragsabschlüsse erwarten wir im

März 2015 die Übertragung von etwa 20.000 Anspruchsberechtigten

mit einem Übertragungsbetrag von rund EUR 30

Millionen. Unser Marktanteil in 2015 beträgt aufgrund der

bereits abgeschlossenen Beitrittsverträge je nach Kennzahl

bis zu 3,5 %. Es ist uns somit gelungen die bislang an achter

Stelle gereihte Volksbanken Victoria Vorsorgekasse AG zu

überholen. Auf diesen Erfolg sind wir stolz und danken unseren

Kundinnen und Kunden für Ihr Vertrauen.

Das verwaltete Vermögen der Veranlagungsgemeinschaft ist

um 58 % angewachsen und beträgt zum Jahresende 2014

EUR 190,08 Millionen (VJ: EUR 119,96 Mio.).

Vermögensveranlagung

Die Veranlagungsstrategie von fair-finance war auch 2014

darauf ausgerichtet, langfristig eine zumindest marktdurchschnittliche

Performance zu erzielen. Bei der Auswahl der

Investments wurde unter Beachtung der „Grundsätzlichen

Richtlinie nachhaltiger Vermögensveranlagung“ die ökonomische

Dimension der Nachhaltigkeit, ausgedrückt in Sicherheit,

Ertragskraft und Liquidität des Investments ebenso

berücksichtigt, wie die ökologische und insbesondere die

soziale Dimension. Gemäß der Klasseneinteilung der ÖKB

(Österreichische Kontrollbank) wurde auch in 2014 weiterhin

die defensive (risikoarme) Veranlagungsstrategie beibehalten.

Das Veranlagungsjahr 2014 ist im Vergleich zum Ausblick

überraschend gut verlaufen. Das Veranlagungsergebnis 2014

liegt mit 5,95 % abermals deutlich über dem Marktdurchschnitt

von 3,98 %. Das gute Gesamtergebnis ist vor allem

den Anleihen, also unserer größten Asset Klasse, geschuldet.

Die anhaltend niedrigen Zinsen haben insbesondere bei

Titeln mit langer Laufzeit und bester Bonität zu beachtlichen

Kursgewinnen geführt. Die ganzjährige Übergewichtung dieser

Asset Klasse gegenüber der Zielallokation war letztendlich

eine richtige Entscheidung, wenngleich das zukünftige

Renditepotenzial von Anleihen nunmehr ausgereizt erscheint.

Entsprechend erfreulich war somit in 2014 die Entwicklung

des mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichneten

fair-finance bond Fonds, welcher bei einem Vermögen

von EUR 80 Mio. eine Jahresperformance von 9,1 % erzielen

konnte. In der Klasse der Anleihen Held to Maturity (HtM)

konnten signifikante Reserven für die Zukunft aufgebaut

werden. Neuinvestitionen in dieser Asset Klasse waren

aufgrund der niedrigen Einstiegsrenditen kaum möglich. Die

größte Performance wurde – getrieben durch das billige Geld


26

der Zentralbanken- mit globalen Aktien erzielt. Europäische

Aktienindices haben nur moderate Ergebnisse gezeigt.

Da die fundamentalen Wirtschaftsdaten, wie Arbeitslosigkeit

und Wirtschaftswachstum, zumindest in Europa hinter den

Erwartungen blieben, haben wir uns vorsichtig positioniert

und zu Gunsten von mehr Sicherheit ganz bewusst in Kauf

genommen, von positiven Aktienentwicklungen nicht in

vollem Umfang zu profitieren. Der globale MSCI World Index

in Euro konnte zwar stolze 20,2 % zulegen, allerdings war das

Risiko in Form von Kursschwankungen, bedingt durch den Ölpreisverfall

und die Russlandkrise, im 2. Halbjahr erkennbar

und Aktieninvestoren mussten froh sein, dass die Kurse in

den letzten Tagen des Jahres wieder Höchststände erreicht

haben. Die erstmalig ins Portfolio aufgenommene Asset

Klasse Immobilien hat die Erwartungen erfüllt und zur Stabilisierung

von Ertrag und Risiko beigetragen. Ebenso wurde

in 2014 eine Erstinvestition im Bereich Mikrofinanz getätigt.

Dieses Investment soll nicht nur bei geringer Korrelation zu

Aktien und Anleihen stabile Erträge bringen, sondern zeichnet

sich durch ein hohes Maß an Nachhaltigkeit und sozialer

Verantwortung aus. Als eine der wichtigsten Entscheidungen

und Maßnahmen des Geschäftsjahres im Bereich der Vermögensveranlagung

kann die Mandatsvergabe des fair-finance

real estate Fonds angeführt werden. Entsprechend der

Zielallokation sollen 10 Prozent unseres Vermögens zukünftig

auf Immobilien entfallen. Ein eigener Spezialfonds wurde

gewählt, weil der unkontrollierbare Mittelzu- und abfluss

durch Dritte in Publikumsfonds unangenehme Auswirkungen

für Investoren haben kann. Zudem ist die Einhaltung von

Nachhaltigkeitsgrundsätzen nur bei einem eigenen Mandat

zu gewährleisten. Erste Investitionen des fair-finance real

estate sind im 1. Quartal 2015 zu erwarten.

In Anbetracht der kontinuierlich guten Monatsergebnisse

wurde der garantierte Mindestzinssatz von 1,75 % p.a. in 2014

zu keinem Zeitpunkt unterschritten. Mindestzinsgarantieleistungen

wurden somit nicht erbracht. Die erhöhte Sicherheit

für Anspruchsberechtigte aufgrund der Mindestzinsgarantie

ist ein wesentliches Produktmerkmal von fair-finance und

bringt die Zielsetzung zum Ausdruck, Vorteile für Kunden zu

schaffen und jedenfalls nicht Risiken zum eigenen Vorteil an

die Kunden zu übertragen.

fair-finance wurde 2014 zum dritten Mal in Folge mit dem

IPE-Countryaward als „Best Pension Fund in Austria – Vorsorgekasse“

ausgezeichnet. Die Nachhaltigkeit der Veranlagung

von fair-finance wird von der ÖGUT (Österreichische

Gesellschaft für Umwelt und Technik) jährlich geprüft und

wurde auch 2014 wieder mit dem Zertifikat in Gold honoriert.

230

Aktive Anspruchsberechtigte

beitragsfreie Konten unberücksichtigt

Vermögen in Mio. EUR Marktanteile laufende Beiträge in %

2010

2011

102.000

190

3,54

2012

2013

2014

81.218

3,02

2015 März Ausblick

62.366

119,9

2,12

27.913

54,3

0,87

300

5.572

0,01

8,8

0,00

0,21

FAIR-FINANCE ZINSGARANTIE

π Garantien entsprechen dem wichtigsten Kundenbedürfnis nach Sicherheit

π fair-finance bietet als einziger Anbieter eine Mindestzinsgarantie

π Garantiehöhe seit 01.01.2014: 1,75 % p.a.

Jährliche Festlegung durch den steakholder-orientierten Aufsichtsrat

(nur drei von sieben Mitgliedern vertreten Eigentümerinteressen)

π Garantie als echte Mehrleistung

-> keine erhöhten Verwaltungskosten

-> keine Sicherungskosten, kein externes Sicherungskonzept

-> keine Minderperformance aufgrund marktadäquater Asset Allokation

Zinsgarantie = mehr Sicherheit


Asset Allokation zum 31.12.2014:

Mikrofinanz 3 %

Geldmarkt 3 %

Immobilien 7 %

Cash 3 %

Aktien nicht-EURO 4 %

Anleihen EURO

Held-to-Maturity (HtM)

29 %

Aktien EURO 2 %

Wandelanleihen 3 %

Anleihen

nicht-EURO 3 %

Anleihen

EURO Tageswert 43 %

Performance seit Beginn in %

30.6.2010

30.9.2010

31.12.2010

31.3.2011

30.6.2011

30.9.2011

31.12.2011

31.3.2012

30.6.2012

30.9.2012

31.12.2012

31.3.2013

30.6.2013

30.9.2013

31.12.2013

31.3.2014

30.6.2014

30.9.2014

31.12.2014


28

Personal und Organisation

Der Mitarbeiterstand beträgt zum Jahresultimo 7 (VJ: 6)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein Mitarbeiter hat zur

Jahresmitte die Ausbildung zum Bürokaufmann mit gutem

Erfolg abgeschlossen. Weitere 8 (VJ: 6) Personen sind bei

der Muttergesellschaft beschäftigt, waren aber im Rahmen

eines Dienstleistungsvertrages fast ausschließlich für unsere

Gesellschaft tätig.

Als Arbeitgeber baut fair-finance auf eine vertrauensvolle

und ergebnisorientierte Teamarbeit, welche in einem Modell

der Vertrauensarbeitszeit ohne individuelle Gehaltsanreizsysteme

Niederschlag gefunden hat. Ein partnerschaftliches

und faires Verhältnis mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

prägt die Unternehmenskultur. Im Sinne sozialer und

ökologischer Verantwortung werden die Kosten der städtischen

Verkehrsmittel ersetzt, fördert fair-finance die persönliche

und berufliche Aus- und Weiterbildung sowie die Fitness

und das körperliche Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter. Nach der Auszeichnung als Klimabündnis-Betrieb

hat fair-finance in 2014 für familienfreundliche Personalpolitik

die staatliche Auszeichnung „Beruf und Familie“ als

familienfreundliches Unternehmen erhalten. Es wurde auch

in Bezug auf Familienfreundlichkeit ein Maßnahmenkatalog

mit weiteren Verbesserungen erstellt, an dessen Umsetzung

konsequent gearbeitet wird.

Nachhaltigkeitsbericht

In Form einer freiwilligen Selbstverpflichtung hat sich fairfinance

in der Satzung der Gesellschaft zur Nachhaltigkeit

verpflichtet. Neben einem auf fairen Kundennutzen ausgerichteten

Produkt, einem auf soziale Verantwortung und

Partnerschaft ausgerichteten Umgang mit Kundinnen und

Kunden, mit Lieferanten und vor allem mit Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern, setzt fair-finance im Sinne gesellschaftlicher

unternehmerischer Verantwortung auf eine nachhaltige

Vermögensveranlagung und auf Nachhaltigkeit in den allgemeinen

unternehmerischen Entscheidungen.

Der Kundenbeirat als wesentliches Gremium der Mitgestaltung

und Kontrolle durch die Kundinnen und Kunden hat

im Geschäftsjahr 2014 zwei Mal (VJ: 3) getagt. Dieses 30

Personen umfassende Gremium ist verantwortlich für die

Weiterentwicklung der „Grundsätzliche Richtlinie nachhaltiger

Vermögensveranlagung“, welche die Grundlage für die Titelselektion

im Investmentprozess bildet. Der Kundenbeirat

wird im März 2015 erstmalig einen Kundenvertreter für den

Aufsichtsrat unserer Gesellschaft nominieren. Mit der Wahl

eines Kundenvertreters in den Aufsichtsrat ist das stakeholder-orientierte

Geschäftsmodell von fair-finance vollständig

umgesetzt. Keine andere Vorsorgekasse, vermutlich keine

andere Bank oder Versicherung in Österreich, kann auf eine

Mehrheit von Personen im Aufsichtsrat verweisen, die nicht

den Eigentümern zuzurechnen sind.

Diese Zusammensetzung des Aufsichtsrats stellt sicher, dass

die Vision von fair-finance, das partnerschaftliche Geschäftsmodell

und die sozialverantwortliche Ausrichtung auch langfristig

und unabhängig von den aktuell handelnden Personen

Bestand haben und nicht kurzfristigen einseitigen Interessen

geopfert werden können.

Die Nachhaltigkeit unserer Vermögensveranlagung wurde

2014 zum dritten Mal in Folge mit dem ÖGUT-Zertifikat

in Gold ausgezeichnet. Zudem wurde wieder eine externe

Portfolioprüfung durch oekom research, eine der führenden

Nachhaltigkeitsratingagenturen im deutschsprachigen

Raum, durchgeführt. Hinsichtlich der Nachhaltigkeit in den

allgemeinen unternehmerischen Entscheidungen kann fairfinance

auch in 2014 auf unterschiedliche, zum Teil ressourcensparende

Maßnahmen verweisen. Beispielsweise wurde

ein wöchentlicher Obstkorb, bestückt mit in erster Linie

regionalen Bio oder zumindest fair-trade Produkten für die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeführt und ein Großteil

der Leuchtmittel in den Büroräumlichkeiten auf LED umgestellt.

Auch der Anteil der Bahn bei Geschäftsreisen konnte

erhöht werden.

Am 21. Oktober 2014 fand in der Wiener Urania zum sechsten

Mal die Preisverleihung zum Betrieblichen Sozialpreis

durch Herrn BM Rudolf Hundstorfer statt. Die Zuhörer haben

nicht nur den Worten des Herrn Bundesministers gelauscht,

der erneut bekräftigt hat, dass ihm die Unterstützung dieser

Initiative ein persönliches Anliegen ist, sondern sind auch

den Ausführungen von Univ. Doz. Mag. Dr. Christine Jasch

zum Thema „Shared Value – CSR Berichterstattung und

Wirksamkeitsmessung“ mit großem Interesse gefolgt. Der

Betriebliche Sozialpreis wurde von fair-finance ins Leben

gerufen und soll nicht nur Anerkennung für die engagierten

Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

sein, sondern vielmehr eine Ideenbörse darstellen und somit

direkt zur Verbesserung der sozialen Situation in den Unternehmen

und darüber hinaus betragen. Das Projekt „Verankerung

von sozialer Verantwortung in der Lehrlingsausbildung“

der internationalen Spedition Kühne & Nagel wurde von der

Jury als Sieger ausgezeichnet.

Von 4.446 Auszahlungen in 2014 haben 112 Anspruchsberechtigte

die Möglichkeit einer Spende zu Gunsten des

Projektes JUCA der Caritas Wien genutzt. Mit der von

fair-finance gebotenen und durch Zuzahlungen geförderten

Möglichkeit der Spende im Zusammenhang mit einem Auszahlungsanspruch

sollen nicht nur Mittel für Sozialprojekte

aufgebracht, sondern vor allem Themen angesprochen werden,

die in den breiten Massenmedien keinen Raum finden.

So wird mit dem Projekt JUCA versucht, jungen obdachlosen

Menschen Halt zu geben.

Risikobericht

Die Summe der einer betrieblichen Vorsorgekasse zugeflossenen

Beiträge zuzüglich allfälliger übertragener Altabfertigungsanwartschaften

sowie allfälliger aus einer anderen

betrieblichen Vorsorgekasse übertragener Anwartschaften,

stellt einen gesetzlich garantierten Mindestanspruch der

Anspruchsberechtigten dar (Kapitalgarantie). Darüber hinaus

gewährt fair-finance eine Mindestzinsgarantie, welche vom

Aufsichtsrat mit 1,75 % p.a. für 2014 und auch für 2015 unverändert

mit demselben Prozentsatz festgelegt wurde.

In Anbetracht eines historisch niedrigen Zinsumfeldes –

der 3-Monatseuribor lag zum Jahreswechsel bei 0,08 %! –

erscheint das Mindestzinsversprechen von fair-finance wohl als

das wirtschaftlich wertvollste Asset der Kundenbeziehung.

Um die Steuerbarkeit des Portfolios weiter zu verbessern

wurde der gesamte Wertpapierbestand in eine sogenannte


29

Master-KAG eingebracht. Diese technische Lösung ermöglicht

jederzeit einen Onlinezugriff auf das Portfolio und

dessen Analyse anhand sämtlicher relevanter Steuerungsgrößen,

wie dem Value at Risk (VaR) oder der Volatilität.

Zudem wurden Stressszenarien definiert, deren Simulation

hilft, mögliche Auswirkungen von Ereignissen auf das

Portfolio besser einschätzen zu können. In Übereinstimmung

mit den nachhaltigen Auswahlkriterien wurde in fundamental

solide Staatsanleihen sowie in Bank- und Unternehmensanleihen

mit hoher Bonität und hoher Rendite investiert.

Risikomindernd wirkt der mit 29 % (VJ: 35 %) vergleichsweise

hohe Anteil Held-to-Maturity gewidmeter Wertpapiere (HtM)

im Portfolio.

fair-finance steuert das Veranlagungsrisiko durch Diversifikation

und eine taktische Veränderung der Veranlagungsstruktur.

Durch eine Reduktion volatiler, überbewerteter

Anlagesegmente kann das Anlagerisiko reduziert und

verändert werden. Trotz einer vorsichtigen und risikobewussten

Veranlagungsstrategie können allgemeine Kursrisiken,

die dem Geld- und Kapitalmarkt immanent sind, Verluste

verursachen. Zur Abdeckung des möglichen Verlustpotenzials

werden gesonderte Rücklagen dotiert. Die Zinsgarantierücklage

beträgt zum 31.12.2014 EUR 1,66 Millionen (VJ:

EUR 1,35 Mio.) und die Kapitalgarantierücklage EUR 0,32

Millionen (VJ: EUR 0,13 Mio.). Zur Dotierung der Rücklagen

wurde unserer Gesellschaft in 2014 Eigenkapital zugeführt.

Zum Ultimo 2014 werden somit EUR 3,58 Millionen (VJ: EUR

2,63 Mio.) an Eigenmitteln ausgewiesen.

Die operationellen, rechtlichen und technischen Risiken wurden

laufend beobachtet. Mit Maßnahmen wie der Mandatsvergabe

im Bereich Anleihemanagement sowie mit organisatorischen

Weichenstellungen wurden Risiken wie das

Schlüsselpersonenrisiko weiter reduziert. Im abgelaufenen

Geschäftsjahr sind keine Risiken zu Lasten der Anspruchsberechtigten

schlagend geworden.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach

dem Abschlussstichtag

Es ist über keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach

dem Abschlussstichtag zu berichten.

Voraussichtliche Entwicklung

Mit Beginn 2015 steigt der Kundenbestand auf über 150.000

Anspruchsberechtigte an. Ebenso steigt das verwaltete Vermögen

in Anbetracht der Übertragungen auf zumindest EUR

230 Millionen im März 2015 und wird gegen Ende des Jahres

etwa EUR 260 Millionen erreichen.

Für das Veranlagungsjahr 2015 erwarten wir ein herausforderndes

Marktumfeld. Wir teilen die Euphorie mancher

Medien und Asset Manager hinsichtlich einer anhaltenden

Aktienrally nicht und bleiben daher tendenziell bei Aktien

vorsichtig. Für 2015 erwarten wir noch keine steigenden

Zinsen, so dass mit Anleihen noch eine attraktive Rendite

zu erzielen sein sollte. Unser Hauptaufgabe wird es sein,

durch den Auf- und Ausbau nicht- oder gering korrelierender

Asset Klassen wie Immobilien, Mikrofinanz und natürlich von

HtM-gewidmeten Anleihen bester Bonität den absehbaren

Auswirkungen steigender Zinsen und sinkender Liquidität

entgegenzuwirken.

Risiken, die von Schwellenländern und Ländern an der

Peripherie ausgehen, sind für unser Portfolio von geringer

Relevanz. Mit einem Mindestzinsgarantiesatz von unverändert

1,75 % für das Jahr 2015 bieten wir für unsere Kundinnen

und Kunden eine attraktive Sicherheit, wie sie von kaum

einem Finanzprodukt und jedenfalls von keiner anderen

Betrieblichen Vorsorgekasse geboten wird.

Das Geschäftsjahr 2015 wird nochmals von einer intensiven

Beratungs- und Akquisitionstätigkeit geprägt sein, deren

Ergebnis entsprechend der Kündigungsfrist für Beitrittsverträge

erst im Folgejahr bestandwirksam wird. Aufbauend

auf dem zwischenzeitlich beachtlichen Track-Record in

Bezug auf das Veranlagungsergebnis und das Wachstum des

Kundenbestandes erwarten wir für 2015 ein signifikantes

Neugeschäft.

Das Ergebnis 2015 wird eine weitere Verbesserung gegenüber

2014 zeigen, so dass die Anspruchsberechtigten erstmals

eine Gewinnbeteiligung von 10 % des Betriebsergebnisses

erwarten dürfen. Auch wenn es sich um kleine Beträge

handelt, wird mit der Gewährung der vertraglich zugesagten

Gewinnbeteiligung an die Kundinnen und Kunden das partnerschaftliche

Geschäftsmodell von fair-finance vollständig

umgesetzt sein.

Jahresergebnis

Das Geschäftsjahr 2014 wird erstmals mit einem positiven

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR

11.257,44 (VJ: -275.428,59) abgeschlossen. Das Erreichen

des operativen Break-Even stellt neben der ausgezeichneten

Veranlagungsperformance wohl das Highlight des Geschäftsjahres

dar. Der Jahresverlust nach Steuern und Dotierung

der Rücklagen ist durch die Kapitalausstattung der Gesellschaft

gedeckt.

Der Bilanzverlust beläuft sich, nach Verrechnung mit dem

Partizipationskapital der Gesellschaft auf EUR 2.279.350,62

(VJ: TEUR 2.977). Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust

auf neue Rechnung vorzutragen.

Günter Hörweg

Mitglied des Vorstandes

Mag. Markus Zeilinger

Vorstandsvorsitzender

Mag.Dr. Erich Schiff

Mitglied des Vorstandes

Wien, am 03.03.2015


Bilanz

zum 31. Dezember 2014


32

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva 31.12.2014

in EUR

31.12.2013

in TEUR

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

1.

Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 102.323,38 109

II.

Finanzanlagen

1. Beteiligungen 70,00 0

2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.886.838,33 2.112

1.989.231,71 2.221

B. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderung gemäß § 26 Abs. 3 Z 2 BMSVG

2. Forderungen gegenüber der Veranlagungsgemeinschaft 4.836,99 0

3. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1.129.448,36 81

4. Sonstige Forderungen 5.546,43 3

II. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Banken 571.968,51 400

1.711.800,29 484

C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.678,00 25

D. Aktive der Veranlagungsgemeinschaft

I. Guthaben auf Euro lautend 2.661.882,39 185

II. Guthaben auf ausländische Währung lautend

III. Darlehen und Kredite auf Euro lautend

IV. Darlehen und Kredite auf ausländische Währung lautend

V. Forderungswertpapiere auf Euro lautend 3.615.000,00 56.928

VI. Forderungswertpapiere auf ausländische Währung lautend

VII. Beteiligungswertpapiere auf Euro lautend

VIII. Beteiligungswertpapiere auf ausländische Währung lautend

IX. Anteilscheine von Investmentfonds und AIF auf Euro lautend 183.748.480,67 50.573

X.

Anteilscheine von Investmentfonds und AIF auf ausländische

Währung lautend 10.960

XI.

XII.

Anteilscheine von Immobilienfonds auf Euro lautend

Anteilscheine von Immobilienfonds auf ausländische Währung

lautend

XIII. Forderungen 60.248,75 1.322

XIV. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

XV. Sonstige Aktiva 190.085.611,81 119.968

Total 193.826.321,81 122.698


33

Passiva 31.12.2014

in EUR

A. Eigenkapital

31.12.2013

in TEUR

I. Grundkapital 2.000.000,00 2.000

II. Partizipationskapital 881.674,00 1.127

III. Kapitalrücklagen

1. gebundene 1.000.000,00 1.000

IV. Gewinnrücklagen

V.

1

Rücklagen zur Erfüllung der Kapitalgarantie 316.215,59 127

VI. Rücklagen zur Erfüllung der Zinsgarantie 2 1.662.520,36 1.349

VII. Bilanzverlust 3 -2.279.350,62 -2.977

davon Verlustvortrag EUR 2.976.868,03 (VJ: TEUR 2.315)

3.581.059,33 2.626

B. Rückstellungen

1. Sonstige Rückstellungen 69.596,00 61

69.596,00 61

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 59.198,01 23

2. Sonstige Verbindlichkeiten 30.856,66 20

davon aus Steuern EUR 2.731,18 (VJ TEUR 3)

1

Kapitalgarantierücklagen

sind in

Höhe von 0,1 % des

Vermögens p.a. zu

bilden, bis 1 %

des Vermögens.

2

Zinsgarantierücklagen

sind in

Höhe des halben

Garantiezinssatzes

bezogen auf

das Vermögen zu

halten. fair-finance

bildet als einzige

Vorsorgekasse Zinsgarantierücklagen.

3

Verlustvortrag aus

den Anfangsjahren

kann voraussichtlich

beginnend mit

2016 abgebaut

werden.

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 5.430,32 (VJ: TEUR 5)

90.054,67 43

D. Passiva der Veranlagungsgemeinschaft

I. Abfertigungsanwartschaften 190.002.326,34 119.948

II. Verbindlichkeiten 83.285,47 20

III. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

IV. Sonstige Passiva

190.085.611,81 119.968

Total 193.826.321,81 122.698


34

Gewinn- und Verlustrec

A. Ergebnis der Veranlagungsgemeinschaft

I. Veranlagungserträge

II.

Garantien

1

Im Jahr 2013 wurden in

53 Fällen Zinsgarantieleistungen

erbracht.

Im Jahr 2014 wurden

keine Zinsgarantieleistungen

erbracht.

1. Kapitalgarantie

2. Zinsgarantie 1

III. Beiträge

IV. Kosten

V. Auszahlungen von Abfertigungsleistungen

VI.

VII.

Ergebnis der Veranlagungsgemeinschaft

Verwendung des Ergebnisses der Veranlagungsgemeinschaft

B. Erträge und Aufwendungen der Betrieblichen Vorsorgekasse

1. Verwaltungskosten

2. Betriebsaufwendungen

2

Die gemeinsamen

Personalaufwendungen

mit der fair-finace

Holding AG für 14

MitarbeiterInnen

betragen 2014 EUR

763.034.

a)

2

Personalaufwand

- Gehälter

- Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche

Vorsorgekassen

- Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie

vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge

- Sonstige Sozialaufwendungen

b) Abschreibungen auf das Anlagevermögen

c) Sonstige Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen

3. Finanzerträge

a)

Zinserträge und sonstige laufende Erträge aus der Veranlagung der Eigenmittel

und der nicht der Veranlagungsgemeinschaft zugeordneten Fremdmittel

4. Finanzaufwendungen

a)

Abschreibungen auf sonstige Finanzanlagen die nicht den Veranlagungsgemeinschaften

zugeordnet sind

b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

5. Sonstige Erträge

6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

7. Steuern vom Einkommen und Ertrag

8. Jahresüberschuss, Jahresfehlbetrag

9. Veränderung von Rücklagen

a) Auflösung der Kapitalrücklage

b) Auflösung der Kapitalgarantierücklage

c) Zuweisung zur Kapitalgarantierücklage

d) Zuweisung zur Zinsgarantierücklage

10. Verlustvortrag

11. Ergebnisanteil des Partizipationskapitals

12. Bilanzverlust


35

hnung 2014

1.1. – 31.12.2014

in EUR

1.1. – 31.12.2013

in TEUR

10.213.799,53 3.889

743,62 2

0,00 1

70.589.501,44 66.611

-1..729.206,43 -1.073

-9.020.425,28 -3.913

70.054.412,88 65.517

-70.054.412,88 -65.517

0,00 0

1.621.179,75 1.621.179,75 1.002 1.002

-170.453,37

-2.707,18

-50.595,91

-194,00

-151

-2

-45

0

-19.740,62 -18

-1.518.012,71 -1.761.703,79 -1.202 -1.418

155.085,66 144

-21.082,00 -12

-0,05 1

17.777,87 151.781,48 9 140

11.257,44 -276

-6.181,00 -5

5.076,44 -281

949.309,00 0

743,62 2

-190.002,32 -120

-313.106,33 446.943,97 -737 -855

-2.976.868,03 -2.315

245.497,00 474

-2.279.350,62 -2.977


36

Anhang für das

Geschäftsjahr 2014


37

Grundsätze

Der Jahresabschluss 2014 wurde nach den Bestimmungen

des Unternehmensgesetzbuches unter Berücksichtigung der

spezifischen Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) und

des Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbstständigenvorsorgegesetzes

(BMSVG) erstellt. Die Gliederung der Bilanz und

der Gewinn – und Verlustrechnung erfolgte nach den in der

Anlage 1 zu § 40 BMSVG enthaltenen Formblättern.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung des immateriellen Anlagevermögens erfolgt

zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer

Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen werden

Abschreibungssätze zwischen 10 % und 33,3 % zugrundegelegt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren

Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag

unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht

angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens

und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen

Posten sind in der Anlage 1 dargestellt.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten

angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen,

wenn nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind.

Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen

auf Wertpapiere vorgenommen. Die im Wertpapierbestand

enthaltenen stillen Reserven betragen EUR 15.911,47

(VJ: T€ 34).

Der Bestand am 31. Dezember 2014 setzt sich aus Renten

und Rentenfonds zusammen. In der Direktveranlagung werden

keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Die Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen

gegenüber verbundenen Unternehmen und aus sonstigen

Forderungen. Die sonstigen Forderungen beinhalten im

Wesentlichen abgegrenzte Wertpapierzinsen. Sämtliche

Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Guthaben bei Banken in der Höhe von EUR 570.803,74

(VJ: T€ 400) sind täglich fällig.

Aktiva der Veranlagungsgemeinschaft

Die Aktiva der Veranlagungsgemeinschaft wurden unter

Beachtung des § 30 BMSVG, sowie der besonderen Veranlagungsbestimmungen

des § 29 BMSVG, veranlagt.

Passiva

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom

28.11.2011 wurde der Vorstand ermächtigt, Partizipationskapital

gemäß §23 Abs. 4 und 5 BWG bis zur Nominale

EUR 3.000.000,00 (VJ: T€ 3.000) zu begeben.

Das nominelle Partizipationskapital beträgt zum Bilanzstichtag

EUR 1.950.000,00 (VJ: T€ 1.950).

Gemäß den Bedingungen für das Partizipationskapital der

fair-finance Vorsorgekasse AG nehmen die Inhaber der

Partizipationsscheine am Ergebnis des Geschäftsjahres der

Gesellschaft teil. Der anteilige Jahresverlust des Geschäftsjahres

2014, in Höhe von EUR 245.497,00 (VJ T€ 475) wurde

dem Partizipationskapital erfolgswirksam über die Gewinn-

und Verlustrechnung zugewiesen. Die Zuweisung des

anteiligen Verlustes erfolgte aufgrund des Verhältnisses des

Nominales des gesamten gewinnberechtigten nominellen

Partizipationskapitals zur Summe des gesamten nominellen

Gesamtkapitals und Partizipationskapitals zum Bilanzstichtag

31.12.2014.

Zum 31. Dezember 2014 werden EUR 1.000.000,00 (VJ:

T € 1.000) als gebundene Kapitalrücklage ausgewiesen. Der

gebundenen Kapitalrücklage wurde das bei der Aktienausgabe

erzielte Aufgeld zugewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen in der Höhe von EUR 69.596,00

(VJ: T€ 61) setzten sich im Wesentlichen aus Rückstellungen

für Prüfungs- und Beratungsaufwendungen in der Höhe von

EUR 28.500,00 (VJ T€ 21), davon EUR 19.000,00 (VJ: 19) für

die Abschlussprüfungstätigkeiten, EUR 3.500,00

(VJ T€ 1) für sonstige Beratungstätigkeit und EUR 7.000,00

(VJ: T€ 1) für Rechtsberatung, sowie Rückstellungen in der

Höhe von EUR 36.790,00 (VJ T€ 40) für Fremdleistungen

und der Rückstellungen für noch nicht konsumierte Urlaube

von EUR 4.306,00 (VJ T€ 1) zusammen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einem

Betrag von EUR 59.198,01 (VJ T€ 23) bestehen mit einer

Restlaufzeit von weniger als drei Monaten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen aus Verbindlichkeiten

an das Finanzamt und der Wiener GKK für Steuern

und Abgaben aus der Lohnverrechnung in der Höhe von EUR

8.161,50 (VJ T€ 8) und sonstigen Verbindlichkeiten in der

Höhe von EUR 22.695,16 (VJ T€ 6). Gegenüber der Veranlagungsgemeinschaft

besteht eine Verbindlichkeit aus der

laufenden Verrechnung in der Höhe von EUR 4.836,99 (VJ T€

7). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit

von weniger als drei Monaten.

Passiva der Veranlagungsgemeinschaft

Die Abfertigungsanwartschaft wird mit EUR 190.002.326,34

(VJ T€ 119.948) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten der Veranlagungsgemeinschaft bestehen

aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt EUR

83.285,47 (VJ T€ 20).

Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember

2014 beträgt EUR 2.000.000,00 (VJ: T€ 2.000) und ist in

2.000.000 Stückaktien zerlegt.


38

Erläuterungen zur

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Verwaltungskosten wurden entsprechend den vertraglichen

Vereinbarungen in Höhe von 1,7 % zzgl. 0,3 % Inkassogebühr

für die Sozialversicherungsträger aus den einbezahlten

laufenden Beträgen und in Höhe von 0,6 % aus dem

Vermögen der Veranlagungsgemeinschaft entnommen.

Die Betriebsaufwendungen bestehen aus Abschreibungen auf

das Anlagevermögen, Personalaufwendungen, Rechts- und

Beratungsaufwendungen, Aufwendungen für Wartungs- und

EDV-Arbeiten, Miet- und Betriebskostenaufwendungen, Kosten

für Fremdpersonal, Gebühren sowie anderen sonstigen

Aufwendungen. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer

betragen EUR 21.500,00 (VJ T€ 19) davon EUR 19.000,00

(VJ T€ 19) für die Abschlussprüfungstätigkeiten und EUR

2.500,00 (VJ T€ 1) für andere Bestätigungsleistungen.

Im Geschäftsjahr tätige Mitglieder des Vorstandes:

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt

zusammen:

Mag. Markus Zeilinger, Wien, Vorsitzender des Vorstandes

Günter Hörweg, Wien, Vorstandsmitglied

Mag. Dr. Erich Schiff, Wien, Vorstandsmitglied

Im Geschäftsjahr tätige Mitglieder

des Aufsichtsrates:

Die Zusammensetzung des fair-finance

Aufsichtsrates ist insofern besonders,

als nur drei der sieben fair-finance Aufsichtsräte

der Eigentümerseite zuzuordnen

sind, wodurch sich eine Stakeholder-

Mehrheit in diesem Gremium ergibt.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2014

folgende Mitglieder an:

Der überwiegende Teil der sonstigen Betriebs-, Verwaltungsund

Vertriebsaufwendungen von € 1.518.012,71 (VJ T€ 1.202)

entfällt auf die Verrechnung mit der Muttergesellschaft.

Gegenstand der Leistungen ist die Organisation und Ausführung,

der für den Betrieb der Vorsorgekasse erforderlichen

Tätigkeiten durch die Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur

(Büroräumlichkeiten, kaufmännische und technische

Betriebsausstattung etc.) und von Personalressourcen nach

Maßgabe der Anforderungen seitens der Vorsorgekasse. Der

Personalstand der Vorsorgekasse hat sich im Berichtszeitraum

von 6 auf 7 Mitarbeiter erhöht.

DI Mag. Dr. Helmut Eichert

Mag. Claudia Kral-Bast

Dipl. Ökonom Uwe Greff

Henning Mettler

Kerstin Schiefer

Josef Wild

Angela Latin

Mag. Rainer Ladentrog

Vorsitzender

Stellvertretende Vorsitzende

Aufsichtsratsmitglied

Aufsichtsratsmitglied

Aufsichtsratsmitglied

Aufsichtsratsmitglied

(bis 4.11.2014)

Aufsichtsratsmitglied

(Betriebsrätin bis 28.10.2014)

Aufsichtsratsmitglied

(Betriebsrat ab 28.10.2014)

Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Die Anteile an der fair-finance Vorsorgekasse Aktiengesellschaft

werden zu 100 % von der fair-finance Holding AG

gehalten. Der Jahresabschluss der fair-finance Vorsorgekasse

Aktiengesellschaft wird in den von der fair-finance Holding

AG mit Sitz in 1080 Wien, Alser Straße 21, gem. § 237 Z14

UGB zu erstellenden Konzernabschluss einbezogen.

Staatskommissäre:

Dr. Doris Brandtstätter

ADir. Klaus Horvath

Sonstige ergänzende Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2014 7 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Die Mitglieder des Aufsichtsrates

erhielten für ihre Tätigkeit für die Gesellschaft im Jahr 2014

keine Bezüge. Den Mitgliedern des Aufsichtsrates und des

Vorstandes wurden weder Vorschüsse noch Kredite gewährt.

Günter Hörweg

Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Erich Schiff

Mitglied des Vorstandes

Die Vorstände sind in der fair-finance Holding AG beschäftigt

und daher wurden ihnen im Geschäftsjahr 2014 keine Bezüge

vom geprüften Unternehmen ausbezahlt. Ein Handelsbuch

gemäß §64 Abs. 1 Z15 BWG wurde nicht geführt. Die Steuern

vom Einkommen und Ertrag entfallen ausschließlich auf das

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten.

Mag. Markus Zeilinge

Vorstandsvorsitzender

Wien, am 02. März 2015


39

Entwicklung

des Anlagevermögens

Anschaffungskosten

am

01.01.14

EUR

Zugänge

EUR

Abgänge

EUR

Anschaffungskosten

am

31.12.14

EUR

Abschreibungen

kumuliert

EUR

Abschreibungen

(Zuschreibungen)

des Jahres

EUR

Buchwert

am

31.12.14

EUR

Buchwert

am

01.01.14

EUR

I. Immaterielle

Vermögensgegenstände

1. Gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte und

Vorteile sowie daraus

abgeleitete Lizenzen 192.866,17 12.614,00 0,00 205.480,17 -103.156,79 -19.740,62 102.323,38 109.450,00

II. Sachanlagen

192.866,17 12.614,00 0,00 205.480,17 -103.156,79 -19.740,62 102.323,38 109.450,00

1. andere Anlagen,

Betriebs- und Geschäftsausstattung

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

III. Finanzanlagen

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

1. Beteiligungen 70,00 0,00 0,00 70,00 0,00 0,00 70,00 70,00

2. Wertpapiere 2.136.489,39 920.874,94 -1.124.800,00 1.932.564,33 -45.726,00 -21.082,00 1.886.838,33 2.111.845,39

2.136.559,39 920.874,94 -1.124.800,00 1.932.634,33 -45.726,00 -21.082,00 1.886.908,33 2.111.915,39

2.329.425,56 933.488,94 -1.124.800,00 2.138.114,50 -148.882,79 -40.822,62 1.989.231,71 2.221.365,39


40

Uneingeschränkter

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der fair-finance

Vorsorgekasse AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner

2014 bis zum 31. Dezember 2014 unter Einbeziehung der

Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die

Bilanz zum 31. Dezember 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung

für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr

sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die

Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses

verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild

der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in

Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensund

bankrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung

beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung

eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für

die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung

eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund

Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit

dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf

Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern;

die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die

unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen

angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von

Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils

zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage

unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung

der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und

Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt.

Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln

einhalten und die Prüfung so planen und durchführen,

dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber

bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen

Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen

zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich

der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die

Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen

Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung sei

ner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher

Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder

unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung

berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne

Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses

und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes

der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen

geeignete Prüfungshandlungen festzulegen,

nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der

internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung

umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der

von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen

Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage

des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir

ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt

haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere

Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung

den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst

getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft

zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage der

Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis

zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen

Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften

darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang

steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine

falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken.

Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu

enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in

Einklang steht. Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung

in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, am 3. März 2015

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Georg Weinberger

Wirtschaftsprüfer

ppa Mag. Alexander Knott

Wirtschaftsprüfer


41

Bericht des

Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres die ihm

nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Ihm wurde regelmäßig vom Vorstand über die

Geschäftslage sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle

mündlich und schriftlich berichtet. Im Geschäftsjahr 2014

fanden vier Sitzungen statt. Der Aufsichtsrat konnte sich

von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und des

Jahresabschlusses überzeugen.

Die Buchführung, der Jahresabschluss 2014 samt Anhang

sowie der Lagebericht wurden von der KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

geprüft und der darüber verfasste Prüfbericht dem Aufsichtsrat

vorgelegt. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden

Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben, weshalb

der Jahresabschluss 2014 mit dem uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk versehen wurde.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss

und den Lagebericht ebenfalls geprüft und sich

von deren Ordnungsmäßigkeit und sachlichen Unbedenklichkeit

überzeugt. Der Aufsichtsrat hat sich somit dem Ergebnis

der Abschlussprüfung angeschlossen und den Jahresabschluss

und den Lagebericht über das Geschäftsjahr 2014

einstimmig gebilligt. Der vorgelegte Jahresabschluss ist

damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat die Anlagen gem. § 63 Abs. 5 und 7

BWG zum Prüfungsbericht des Bank- und Abschlussprüfers

entgegengenommen und nach Einsicht festgestellt, dass

keine Beanstandungen vorliegen.

Den Mitgliedern des Vorstandes sowie den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat seinen Dank für

ihren Einsatz und die geleistete Arbeit aus.

Wien, im März 2015

Für den Aufsichtsrat

DI Mag. Dr. Helmut Eichert, Vorsitzender


42

Auszeichnungen

Nach 2011 und 2012 wurde fair-finance 2013 erneut mit

dem GOLD-Zertifikat der Österreichischen Gesellschaft

für Umwelt und Technik (ÖGUT) für die Nachhaltigkeit des

Portfolios ausgezeichnet.

fair-finance erhielt 2014 als familienfreundlicher

Arbeitgeber die staatliche Auszeichnung für

familienfreundliche Personalpolitik.

Mit dem Gewinn des IPE Country Awards 2014 wurde

fair-finance zum 3. Mal in Folge als „Best Pension Fund in

Austria – Vorsorgekasse“ ausgezeichnet.

Für die Durchführung ihrer 5-Jahres Feier am 9.3.2015

erhielt fair-finance das Österreichische Umweltzeichen

für Green Meetings.

Platz 1 im 3- und 5- jährigen Vergleich des internationalen

Versicherungsmaklers und Beraters GrECo (www.

greco.at.)

Umweltzeichen für den fair-finance bond Fonds.

Mitgliedschaften

KLIMABÜNDNIS ÖSTERREICH – Größtes kommunales Klimaschutz-Netzwerk in Europa.

ÖGUT – Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik

NPO – Institut für interdisziplinäre Nonprofit Forschung an der Wirtschaftsuniversität Wien (fair-finance ist förderndes Mitglied)

BVK – Plattform der Betrieblichen Vorsorgekassen

respACT – austrian business council for sustainable development

CRIC – Verein für ethisch orientierte Investoren


43

Kunden über fair-finance

fair-finance dankt allen Kundinnen und Kunden für das Vertrauen …

Der Grüne Erde Philosophie folgend,

muss auch bei der Betrieblichen

Vorsorge gesichert sein, dass es sich um nachhaltige und

ethisch korrekte Anlageformen handelt. Natürlich wollen wir

auch im Sinne unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das

Geld gut verwalten und sind daher sehr zufrieden mit der Zinsgarantie

von fair-finance und mit der in einem solchen Bereich

notwendigen, sehr persönlichen Betreuung. Wir sind froh, dass

wir in fair-finance einen Partner gefunden haben, der dieselbe

Sprache spricht, wie wir.

Mag. Kuno Haas, Geschäftsführer Grüne Erde

Fair handeln beginnt für SONNENTOR nicht nur

in den Entwicklungsländern oder der sogenannten

Dritten Welt. Jeder Biobauer, Mitarbeiter,

Vertriebspartner, Ladner und Konsument ist ein

wichtiger Teil des fairen Handels. Daher war es für uns wichtig,

auch im Bereich der Mitarbeitervorsorge auf einen fairen

Partner zu setzen. Mit fair-finance haben wir diesen Partner

gefunden. Denn der Ansatz von fair-finance, nicht den Gewinn,

sondern die Interessen der Kundinnen und Kunden in den

Mittelpunkt zu stellen, deren Gelder nachhaltig zu veranlagen

und dabei die gegenseitige Wertschätzung stets im Blick zu

haben, lässt die Freude auch bei uns wachsen…

Johannes Gutmann,

Geschäftsführer und Gründer von Sonnentor

Als Familienunternehmen mit einer knapp

200-jährigen Geschichte ist sich Getzner

Textil der Verantwortung für den Erhalt

einer lebenswerten Umwelt bewusst und möchte durch die

bluesign® Zertifizierung der Produkte mithelfen, eine sichere

und gesunde Umwelt zu erhalten. Daher legen wir auch bei unseren

Partnern großen Wert auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles

Handeln. fair-finance beweist, dass Sozialverantwortung,

Innovation und Nachhaltigkeit nicht im Widerspruch

zu wirtschaftlich erfolgreichem Arbeiten stehen. Nicht zuletzt

durch die neuerliche Auszeichnung mit dem IPE-Country

Award 2014, zu dem ich herzlich gratuliere.

Dr. Brigitte Birnleitner, Leitung Personalabteilung

Nach mehr als 10 Jahren Abfertigung Neu war

es unsere Verpflichtung, das Angebot der neuen

fair-finance Vorsorgekasse zu prüfen. Der von

fair-finance gelebte Ansatz „nachhaltiges wirtschaftliches

Agieren mit sozialem Engagement in Einklang zu

bringen“, deckt sich in hohem Maß mit unserem auf Vertrauen,

Respekt und Wertschätzung aufgebauten Handeln. Das erfrischend

partnerschaftliche Geschäftsmodell mit einzigartigen

Leistungen für Kunden, wie die Zinsgarantie oder eine Gewinnbeteiligung

unterscheidet fair-finance von den anderen Anbietern.

Wir sind überzeugt, mit einem Wechsel zu fair-finance die

richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Petra Grössl-Wechselberger, BRV Krankenhaus Schwaz

Die Fachhochschule Kärnten hat sich seit

ihrem Bestehen zu einer einzigartigen Bildungsinstitution

in Kärnten entwickelt.

Nachdem wir uns entschlossen hatten, die Auswahl der

MitarbeiterInnenvorsorgekasse für unsere rund 300 hauptberuflichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu evaluieren,

fiel uns die fair-finance Vorsorgekasse mit ihrer garantierten

Verzinsung auf. Die Performance der letzten Jahre und vor

allem die nachhaltige Veranlagungsstrategie gaben am Ende

den Ausschlag für einen Wechsel zu fair-finance. Da wir als

Hochschule soziale Verantwortung leben, passen auch Initiativen

von fair-finance, wie der betriebliche Sozialpreis, gut zu uns.

DI Siegfried Spanz, Geschäftsführer

und Betriebsratsvorsitzender Ing. Andreas Unterrieder

mit einem gemeinsam Statement

Grundwerte wie gegenseitige Wertschätzung

und Verantwortung sind bei Schirnhofer

von großer Bedeutung. Aus der Tradition eines Familienbetriebes

wissen wir um die Verantwortung für alle, die nach

uns kommen. Dieses Bewusstsein treibt mich dazu, in allen

Bereichen meines Unternehmens mehr zu tun, als die Gesetze

verlangen und mehr, als nach üblichen Maßstäben erforderlich

erscheint. fair-finance als verantwortungsvoll agierendes

Unternehmen passt da wunderbar dazu, übernimmt gesellschaftliche

Verantwortung und ist damit ein starker Partner.

Karl Schirnhofer

Als Weltmarktführer sind für ATOMIC zukünftige

Entwicklungen hinsichtlich Modernisierungen

und Verbesserungen in allen Bereichen

der Produktion ganz besonders wichtig.

Noch wichtiger sind aber unsere MitarbeiterInnen als wesentliche

Säule des Erfolges! Für sie wollen wir ein attraktiver

Arbeitgeber sein, der mit seiner Mannschaft zur „Skifabrik der

Zukunft“ wird. Dafür übernehmen wir gerne die Verantwortung.

So wie fair-finance, unser Partner im Bereich der Mitarbeiter-

Innen-Vorsorge, Verantwortung übernimmt. Für zukünftige

Generationen und für jeden einzelnen aus unserem Team.

Mit garantierter Mindestverzinsung, Gewinnbeteiligung und

nachhaltiger Veranlagung des Kundenvermögens.

Darin sehen wir die Zukunft.

Michael Mooslechner, Betriebsratsvorsitzender Atomic

Als gesetzliche Interessenvertretung

für über 450.000 niederösterreichische

Beschäftigte stehen wir im Spannungsfeld,

für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das umzusetzen,

wofür wir öffentlich eintreten. Mit fair-finance können wir

diese Anforderungen erfüllen. Wir schätzen bei fair-finance die

Transparenz und Klarheit, die wir auch als kritische Arbeitnehmer

Arbeitnehmervertretung einfordern.

Herbert Grurl, Vorsitzender des Betriebsrates AKNÖ


fair-finance Vorsorgekasse AG

Alser Straße 21, 1080 Wien

Telefon: +43 1 405 71 71 - 0

Fax: +43 1 405 71 71 - 71

E-Mail: office@fair-finance.at

www.fair-finance.at

www.sozialpreis.at

Österreichweiter Telefonservice

zum Ortstarif: 0810 810 061

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des Österreichischen Umweltzeichens

Druckerei Odysseus Stavros Vrachoritis GmbH, UW 830

PEFC zertifiziert

Das Papier dieses Produktes stammt

aus nachhaltig bewirtschafteten

Wäldern und kontrollierten Quellen

www.pefc.at

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