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ST:A:R-_33

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Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

Printmedium Wien – Berlin

ST/A/R

Hochkultur / Mittelmaß / Schund

ST/A/R 1

Nr. 33/2012

04Z035665M – P.b.b. Verlagspostamt 1060 Wien • Adresse: 1060 Wien Gumpendorferstrasse 40–44 • office@star-wien.at • Europa 4,50

Esther Stocker und Thomas Jakoubek in Wien Mitte Foto: Marie-Thérèse Jakoubek©

Städteplanung / Architektur / Religion 4,50 Euro


2 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

ST/A/R-Editorial:

Heidulf Gerngross, Christian Denker

belebt die Sinne

Vermehrt

Schöenes

ST/A/R Printmedium Wien-Berlin

Zeitung für Hochkultur, Mittelmaß und Schund

Erscheint 4 x jährlich, Nr. 33, Erscheinungsort Wien

Erscheinungsdatum: 2012

Medieninhaber:

ST/A/R, Verein für Städteplanung/Architektur/Religion

A - 1060 Wien, Gumpendorferstrasse 42 ñ 44

Herausgeber: DI Heidulf Gerngross

In Zusammenarbeit mit Civitas Solis / Kulturverein

Mitherausgeber: Patrick Arlati, Dr. Christian Denker

Artdirector: Mathias Hentz

Management, Redaktion: Heike Nösslböck

Druckproduktion: Michael Rosenkranz

Druck: Süddeutscher Verlag Zeitungsdruck GmbH.

Zamdorfer Strasse 40, 81677 München

Vertrieb: Hurtig und Flink, Morawa

Aboservice: office@star-wien.at

Bezugspreis: 4.50,- Euro

Kontakt: office@star-wien.at

Adresse: Gumpendorferstr. 42 - 44, 1060 Wien

Mobil Heidulf Gerngross: 0043 664 521 3307

ST/A/R wird gefördert von BMUKK und Stadt Wien

ST/A/R ist ein Gesamtkunstwerk und unterliegt dem

Urheberrecht

ST/A/R dankt allen ST/A/R FreundInnen und

MitarbeiterInnen

Verzeihen Sie eventuelle Rchtschreibfehler, da wir keine

LektorInnen besitzen.


Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

ERSTE

3


4 ART-BODENSEE

Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

Foto: Leonie Felle

© CHRISTINE LEDERER /// rookie of art bodensee 2011 /// www.christinelederer.at 13. bis 15. juli 2012

www.artbodensee.info

AnzSTAR-artbodensee-Lederer-030512.indd 1 09.05.12 11:25


Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

Architektur

5

BAUKUNST

WWW.ORTNER-ORTNER.COM


6 Architektur

Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

WIEN

MITTE.

Almost there,

Opening November 2012

Foto: Marie-Thérèse Jakoubek©

Gerngross Stocker Jakoubek Ortner


Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

7

Laurids Ortner und Manfred Ortner

on european ground

August 29 to November 25

BIENNALE ARCHITETTURA 2012

A travelling stage, pulled by the actors, moves through the city from one location

to the next. The principle is an ancient one.The Greek poet Thespis is said to have invented

tragedy when for the first time he placed a speaker, who commented on what

was happening, opposite the standard chorus. The theatre cart, with which the city was

played, piece by piece, is named after him: the Cart of Thespis.

FOTOS: SCHNEPP RENOU

ortner & ortner


Aerodynamit.

Optimiert um zu imponieren. Das C 63 AMG Coupé Black Series.

Kraftstoffverbrauch (NEFZ) 12,0 l/100 km, CO 2

-Emissionen 280 g/km. www.mercedes-amg.com

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Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

Autofilm

9

Deimels Katze umrahmt das weltmeisterliche Film- und Motorgeschehen

Röhrls Katze (mit Bonus DVD) 29,90

Bezugsquelle: www.deimelfilm.at

Wittmann - Das Feuer

in mir 24,90

Käferkunde 24,90

Evolution des

Driftwinkels 29,-

Motorsportdelikatessen von Helmut Deimel

Wenn Sie sich für wirklich

herzhaften, hoch emotionalen

Motorsport interessieren,

dann sind Sie bei den Rallyefilmen

von Helmut Deimel,

Österreichs renommiertesten

Motorsportfilmer genau richtig.

Der Mann aus Perchtoldsdorf

ist seit 40 Jahren mit der Kamera

im Rallye,- und Rennsport

unterwegs. In den 80er

Jahren dokumentierte Deimel

die Allrad-Revolution des Quattro

für Audi, seit über 20 Jahren

arbeitet der Filmemacher für

Mercedes-Benz in der Formel 1

und in der DTM.

Vor zehn Jahren erschien die

DVD „Die Evolution des Driftwinkels“

- die umfassendste

Dokumentation über die Geschichte

des Rallyesports von

den 50er Jahren bis heute. Der

Film geniesst in Fankreisen

absoluten Kultstatus und wurde

zu einem der erfolgreichsten

Motorsportfilme aller Zeiten.

Nach Filmen über den 12-fachen

österreichischen Rekordmeister

Franz Wittmann und

über die Erfolgsstory der legendären

Salzburg Käfer erschien

im vergangenen Herbst nun

das neueste Werk über den

zweifachen deutschen Weltmeister

Walter Röhrl. Der Filmtitel

„Röhrls Katze“ wurde mit

Bedacht gewählt, da die Katze

Lisa seit einigen Jahren das leben

des Bayern und das seiner

Frau Monika beherrscht. Von

der großen Liebe des kinderlos

gebliebenen Röhrl zu seiner

dreifarbigen Glückskatze nimmt

der Film seinen Ausgang zu

einer fesselnden Zeitreise im

definitiven Grenzbereich. Kein

richtiger Tierfilm aber ein wahrhaft

tierischer Rallyefilm, den

Sie sich nicht entgehen lassen

sollten.


Heike Nösslböck

Stilframe aus der Videoanimation „Degas“, 2011/2012


Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

Literatur

11

Der Verein für phantastische utopische Ästhetik,

Architektur und virtuelle Transmissionen, puaavtm

DORT, WO DIE SONNE AUS GEBÜNDELTEN LASERSTRAHLEN

SCHEINT UND LEBEN IN SICH AUFSAUGT, WO FARBEN ZUR

BEDROHUNG WERDEN, WO UNENDLICHKEIT IN QUADRATE

UND RHOMBEN AUFGETEILT WIRD, DORT IST DIE WELT VON

NABULEONE RHODE, ATARI PATRUCCI UND JONAS BERNHEIM:

DORT IST DAS 3D-INTERNET ! DORT IST SECOND LIFE

VIRTUAL WORLDS

METAVERSUM

CYBERSPACE

DIE MATRIX

DAS GRID

Fünf Begriffe, die nur eins meinen:

3d-Internet! Und da sind sich

die Experten einig: Es wird für unsere

digitale Zukunft immer bedeutender.

Aber was ist das überhaupt? Diese

virtuelle Welt?

Eine Soziale Plattform? Ein Spiel?

Zeitverschwendung? Für einige

Flucht vor der Realität, für andere

ein Geschäftsmodell, eine Simulation

komplexer sozialer, wirtschaftlicher

und technischer Systeme, ein neu

geschaffener öffentlicher Raum.

Bezeichnender Weise findet dieser

Raum seinen Ursprung in den literarischen

Visionen phantastischer Sciencefictionautoren.

Durch das Internet der Zukunft

werden wir uns mit unserem Avatar

bewegen, wir werden uns mit unserem

Avatar Identifizieren und so unserer

Präsenz im Netz eine Gestalt geben!

Und wir werden das in einigen Jahren

als völlig normal empfinden. Wir

werden die virtuellen Nachbildungen

historischer Städten besuchen können

und Bibliotheken abfragen, wir

werden uns dort „nebenbei“ treffen

und unter neuen Voraussetzungen

miteinander ins Gespräch kommen.

Simulation nautischer-, astrologischer-,

oder geowissenschaftlicher

Systeme, Steuerungs-, Sicherheitsund

Kontrollsysteme, KI´s und Komplexe

Systeme, logistische Fabrikationsabläufe,

soziologische Systeme,

psychologische Studien in therapeutischen

Rahmen... für all diese Möglichkeiten

scheint das 3D-Internet auf

MMO-Basis geradezu prädestiniert.

Die bekanntesten Phänomene dieser

Virtual Worlds sind derzeit wohl

World of Warcraft (WoW), Google-

Earth und Second Life (SL). Im WoW

erliegen Millionen Mitspieler aus

aller Welt der Illusion einer „phantastisch“

gestalteten Welt. Gleichzeitig

wird das MMO (Massive Multplayer

Onlinegaming) zum ernstzunehmenden

Suchtfaktor. Google-Earth bietet

eine erstaunlich schön animierte, von

den Usern selbst mitgestaltete Kartentechnologie

auf Grundlage von

Satellitenbildaufnahmen: Den virtuellen

Globus! Eine Technik, die man

vor kurzem kaum dem Militär zuzutrauen

in der Lage war, hält Einzug in

das Kinderzimmer. Das Metaversum

aus Neal Stephenson´s erster Cyberpunkerzählung

„Snowcrash“ nimmt

aktuell in der völlig frei bespielbaren

Umgebung SECOND LIFE mehr als

in allen anderen virtuellen Modellen

Gestalt an. Diese „Räume“ werden in

Zukunft miteinander verschmelzen.

Sich verbinden. Die 3d-Sim wird die

herkömmliche Homepage ersetzen

und sie erweitern..

Marcus Hinterthür

WIEN / LINZ

Die Idee, eine Weltraumsimulation

mit futuristischer Raumhafenlandschaft

nach dem Vorbild antiquierter

Coverillustrationen und den Beschreibungen

alter Romanhefte in Linden-

Labs MMO-Metaversum SecondLife

zu erstellen, ist uns im Prinzip auch

Touchdown unseres ersten Ultraleichtschlachtschiffes,

der SECOND HOPE auf der

Sandbox-Sim der Faculty of Art & Science der

Univerität Harvard

in einer virtuellen Umgebung gekommen

-und zwar im NGF - dem Neuen

Galaktischen Forum der Perry Rhodan

Redaktion.

Um das Ganze also finanzierbar zu

machen (die monatlichen Kosten für

eine einzige Full-Estate-Sim betragen

satte 300.$) haben wir am 07.10.2010

den Verein für „phantastische utopische

Ästhetik, Architektur und virtuelle

Transmissionen“, “puÄ-

AvTm” (ZVR 960425205)

mit Sitz in Wien ins Leben

gerufen, um so eine Realisierung

für unser Vorhaben

zu bewerkstelligen.

Die Auszüge aus dem

Vereinsregister

sind beim Österreichischen Bundesministerium

für Inneres abrufbar:

http://zvr.bmi.gv.at/Start

Die Vereins-Simulation soll für jeden

(auch Nichtvereinsmitgliedern) offen

stehen, eine funktionierende Infrastruktur

zum Mitmachen bieten und

zum Experimentieren, Lernen und

Lehren, Reden oder einfach zum Spielen

einladen!

Die Simulation wird von ihren Mitgliedern

und Mietern selbst gestaltet,

die aus dem energetischen Umfeld

der Science Fiction und der Phantastischen

Literatur gewonnen werden

- Der Verein für Phantastische Utopische

Ästhetik, Architektur und virtuelle

Transmissionen will seinen Mitgliedern

und kreativen Menschen aus

aller Welt mit wenigen Mitteln ermöglichen,

ein Forum zur Präsentation

ihrer Aktivitäten zu bieten.

Die Tätigkeit des Vereins ist nicht auf

Gewinn ausgerichtet. Abseits des kommerziellen

Mainstreams wollen wir

Mitspielern ein adäquates Ambiente

bieten und ein unbeschwertes zusammenkommen

ermöglichen.

Wir wollen eine atmosphärisch angemessen

gestaltete Sim-Umgebung im

Stil der zeitlosen 60´er Jahre Science-

Fiction gestalten, inspiriert in ers-

ter Linie von den

zahlreichen

Roman- Illustrationen von Johnny

Bruck oder den legendären Romanheftrisszeichnungen

der Perry Rhodan

Serie. Wir wollen im eben entstehenden

3D-Internet, dem Metaversum, für

Literatur-, Technik-, Science-Fictionund

Phantastik-Fans einen Bezugsund

Treffpunkt zur Indentifikation

bieten.

Unsere Simulation soll neben erprobten

gängigen Konzepten mit innovativen,

interessanten Angeboten und

einer professionell und nach den neusten

Möglichkeiten der Technik gestall-

teten Umgebung aufwarten.

LITERARISCHE

VORLAGEN

Second Life basiert thematisch ja übri-

gens auch auf verschiedenen Inspirationen

aus der Science-Fiction, allem

voran William Gibson´s Roman „Neuromancer“,

Neal Stephenson´s „Snow-

Crash“, und dem Disneyfilm TRON.

Die Grundidee dabei - ein erfahrbares

Ein-

dringen in den Datenstrom,

ein avatargebundenes Bewegen

durch ein dreidimensionales

Internet.

NEWBERLIN UND DAS GERMAN NEWBIE CENTER IN

Dirk Müller

Wir suchen aber auch nach geeigneten

formschönen, zweckmäßigen Lösungen

für die Bibliothek der Zukunft,

welche eine Digitale, eine virtuelle,

aber auch eine Art „Unendliche Bib-

liothek“ sein wird, die sich durch

ihre Mitglieder selbst schreibt (vgl.

auch Luis Borges „Die Bibliothek von

Babel“, Michael Ende „Die Unendliche

Geschichte“).

Erfreulicher Weise scheint sich dieses

Metaversum durchaus seiner Literarischen

Wurzeln bewusst zu sein.

DAS IST:

- die 3D-Simulation

einer frei begehbaren,

weitläufigen

utopischen

virtuellen Landschaft im XML

basierten „Massive-Multiplayer“ online

Cyberspace (vornehmlich soll uns hier

aus Gründen der Popularität das klassische

Second Life Grid dienen, eine

Annäherung an die Google-Earth Formate

wird momentan von den Konzernen

forciert... )

- Veranstaltungen, Kurse, Shows

und Diskussionsrunden, Spiele,

Livestreams, Lesungen, Ausstellungen,

Architekturvisualisirungen, in

benanntem vituellen Raum

- Simulation einer virtuelle Stadt,

Schiffs- und Maschinenbau, Raumhafen,

SpaceMuseum, Utopische Bibliothek,

virtuelle Universität, Bots und

Erforschung komplexer KI-Systeme,

Hafen, Werft, Nautik, Navigation,

Mall, Sandbox, Skybox, Weltraumsimulation

.........

Der Verein für Phantastische, Utopische

Ästhetik, Architektur und virtuelle

Transmissionen ist ein Fan- und Forschungsprojekt,

das sich dem Phänomen

der „Virtual Worlds“ annimmt.

Sciencefiction, Literatur, Architektur,

Kunst und PopKultur im virtuellen,

öffentlichen Raum, kurz

CYBERSPACE!

SECONDLIFE

Perry Rhodan

in Second Life

Burkhard Tomm-Bub führte mit Dirk Müller und mir letztes Jahr dieses

Interview für das gim. Über unser Perry-Rhodan-Fanprojekt in

SecondLife, zu finden in der Ausgabe 8.2011

gim: Marcus, Dirk was genau habt ihr

denn da im Laufe der Zeit aufgebaut?

Marcus: Wir haben dort ein Stück Land,

welches Dirk zuvor erworben hatte, und

angefangen einen Raumhafen und ein

paar Fluggeräte zu bauen. Ich habe jetzt

schon eine 60 Meter große Kaulquappe

im passenden Maßstab, SpaceJets und

Shifts, sowie eine Bar und andere Gebäude

wie Shops, Transmitter usw. erstellt

Dirk: Entstanden ist die Idee schon

Anfang 2009, als ich gesehen

habe wieviele Science

Fiction Fangruppen im

Secondlife aktiv sind – und

als Perry Rhodan Leser habe

ich gedacht : „Da müsste

man was machen“ und habe

ein paar Werbeschilder auf

mein Land gestellt und eine

FanGruppe gegründet. Ja,

und so habe ich den Marcus

getroffen, der sich damals

schon mit dem Metaversum,

Secondlife und mit

dem Erstellen von Objekten beschäftigt

hat. Offenbar wurde die Idee zuvor auch

schon im „Neuen Galaktischen Forum“

heiss diskutiert.

gim: Ah ja, das klingt ja schon sehr beeindruckend.

Wer steht denn da alles hinter

diesem Projekt? Gab es da auch Wechsel

im Laufe der Zeit? Wie sind die Aufgaben

/ Zuständigkeiten verteilt?

Marcus.: Zum einen bin ich dort; ich

kümmere mich um die ganzen Bauarbeiten

und die Konstruktion der Objekte

wie zum Beispiel Raumschiffe, Gebäude

usw. Dirk ist derjenige, der sich um das

Landmanagement in Secondlife kümmert.

Er hat schon vorher Erfahrungen

gesammelt, wie das mit dem Landkauf

dort abläuft.

Marcus.: Mich interessieren eigentlich

eher die Action-Elemente. Waffensysteme,

Rennstrecken, narrative und szenische

Elemente, Spielekonzepte, und die

Vorstellung, in einer riesenhaften gepanzerten

Raketenkugel durch den Weltraum

zu brausen.

gim: Entstehen für Eure Besucher Kosten?

Gibt es Teilnehmergebühren (in

der Gruppe), habt ihr große Einnahmen

durch unverzichtbares Zubehör geplant?

Oder per Tip Jar?

Marcus.: Für Besucher ist alles kostenfrei.

Das ganze Projekt ist nichtkommerziell

und finanziert sich ausschließlich

über freiwillige Spenden und das Kapital

was Dirk und ich hier bisher eingebracht

haben und einbringen.

In einem Shop biete ich Objekte wie

Raumschiffe, Waffen, Fahrzeuge, usw.

zum Verkauf an, wo wir ein paar Linden$

einnehmen, aber diese Einnahmen

sind eher Spielgeld und decken nur zum

geringen Teil die Unkosten für das Land

– und unsere Zeit die wir investieren will

ich gar nicht rechnen

Dirk.: Zur Zeit kostet das Land welches

wir für das Projekt benutzen 70 Euro,

aber eine ganze „Sim“ würde uns 170-180

Euro (195 US$ + MwSt.) kosten.

newBerlin

KASSEL - BERLIN

Die Erfolgsgeschichte von newBerlin

begann bereits im Dezember 2006, als

Jan Northoff und Tobias Neisecke die

Idee entwickelten, Berlin im Maßstab

1:1 in der virtuellen Welt von SecondLife

abzubilden.

Nach langer Recherche und

Planungsphase ging dann im April

2007 das erste Stück „newBERLIN“

unter großem Medienrummel mitten

im „Second-Life-Hype“ online. Schnell

konnten die ersten Kunden für die virtuelle

Stadt gewonnen werden, wie zum

Beispiel das bekannte Einkaufszentrum

ALEXA Die Simulation wuchs rasch auf

das 9-fache der ursprünglichen Fläche

an und erfreut sich an etwa 20.000

Besuchern im Monat - darunter natürlich

viele „echte“ Berliner, aber auch

Besucher aus der ganzen Welt.

Ihr reales Unternehmen auf Basis einer

GmbH heisst überigens YOUin3D.com

und bietet nicht nur die Simulationen,

sondern Vorführungen und Kurse

für Schulklassen, Konzepte für

Unternehmenspräsentationen, aber

auch herkömmliches Webdesign.

In newBerlin gibt es so einiges zu entdecken.

Da sind ganz reale Geschäfte mit

ihrer virtuellen Dependance ansässig,

Ausstellungen, Präsentationen,

Kurse, natürlich der Funkturm,

eine öffentliche Sandbox, in der man

gemeinsam experimentieren kann

und sich zum programmieren trifft,

und es gibt zwei fetzige Houseclubs

(das electro smog und das SOUND),

welche für Stammkundschaft und

Durchgangsverkehr sorgen.

Ganz im Osten der Stadt hat sich

Jan Northoff, Medienkünstler, Virtual Worlds

Pionier und Overhead+Mitbegründer von

YOUin3D.com

das „gnc“ eingemietet. Das „German

Newbie Center“ - das ist eine weitere

Initiative und Beispiel erfolgreicher

Selbstorganisation. Susafox Merlin

und Nero Posthorn haben es sich zur

Aufgabe gemacht, Neuankömlinge zu

begrüßen und mit Rat und Tat zur Seite

zu stehen. Die Bedignung des Viewers

wird einem hier erklärt und wie man

seinen Avatar für gewöhnlich steuert.

Rund um das GNC haben wir nun

mit einem kleinen Bauteam ein atmosphärisches

Altstadtviertel geschaffen,

das Besuchern spannende Ecken zum

entdecken bietet, verwinkelte Gassen

und Hinterhöfe laden zum Verweilen

ein und es gibt überall Attraktionen.

Das SL-Arbeitsamt, CRAPs-KEBAB-

Laden oder auch unseren berühmten

UFO-Shop habe ich extra für die

Simulation gebaut.

Architektur im virtuellen Raum? Der

Schritt vom Leveldesign hin zur ganz

realen Städteplanung wird hier (mit

Blick auf das Google-Earth-Konzept) in

effektvoller Weise eingeschlagen.

YOUin3D.com

FACEBOOK-GRUPPE

FREE HELMUT SEETHALER

jetzt beitreten!

Architektur

Literatur

BRENNENDE BUCHSTABEN

& das Kafé Kruemelkram

DÜSSELDORF - In Second Life auf

Literatur zu stoßen ist, wie bereits

erwähnt, nicht schwer. Überall gibt es

virtuelle Bibliotheken.

Dem Buch wird durchaus gehuldigt,

und noch an den verruchtetsten

Ecken, in den verwinkeltsten Spelunken

findet man Bücher oder liebevoll

gestalltete Bücherwände, Verweise zu

den Roots, den literarischen Vorbildern

und Wurzeln. Von rein dekorativen

Objekten bis zum umständlich

Programmierten „Umblätterbuch“

findet man auch zahlreiche Konzepte

und den Versuch, Literatur, Information

und Wissen digital zugänglich zu

machen. Technisch wird das irgendwann

hauptsächlich auf das Abrufen

von Datenbanken hinauslaufen. Doch

die Faszination der Virtuellen Welten,

der eigentliche gesellschaftliche Wert

einer multimedialen Technologie mit

all ihren Möglichkeiten der Bild- und

Tonübertragung kommt bei Ereignissen

wie Konzerten, Vorträgen und den

beliebten Onlinelesungen erst wirklich

zur Geltung.

Die BRENNENDEN BUCHSTABEN,

das ist die wohl bekannteste deutschsprachige

SecondLife-Literaturgruppe,

die sich längst „Outworld“, auf Twitter,

Facebook und auch in RealLife über

viele Fans und Freunde freuen kann.

„Weil ich keine deutschsprachigen

@NEOCORTEX

Literaturgruppen in Second Life finden

konnte, gründete ich 2008 die

„Brennenden Buchstaben“, erklärt

uns Kirsten Riehl, die hinter dem Avatar

Zauselina Rieko steckt. „Auf den

Namen bin ich beim Stöbern in einem

alten Lexikon aus dem 18. Jahrhundert

gekommen. Außerdem erinnert es

an Bücherverbrennung – gute Bücher

haben immer auch etwas Explosives

und Gefährliches; deswegen werden

sie gefürchtet, deswegen kommen

Machthaber auf die Idee, Verbrennungen

anzuordnen. Literatur kann Weltreiche

erschüttern.“, gibt sich Zauselina

kämpferisch. „Als ich dann meine

erste Online-Lesung organisierte, war

ich überrascht über das große und positive

Echo. Das ermutigte zum Weitermachen.

2009 lernte ich Kueperpunk

Korhonen kennen. (*Kueperpunk Korhonen,

das ist der bekannte ScienceFiction

Autor, Blogger, Filmemacher und

Web 2.0 Aktivist Thorsten Küper - Ein

echter Cyberpunk eben. /Anm.d.Red.)

Wir haben dann die Arbeit gemeinsam

fortgesetzt. 2010 bekamen wir auch

ein richtiges virtuelles Zuhause, d.h.

wir erbauten ein virtuelles Café.“

Und es sind diese liebevoll gestallteten

Orte, die der Onlinelesung dann ein

angemessenes, würdiges Ambiente

verschaffen,

„Kaffee und Bücher gehören ja gemeinhin

zusammen. Beides bedeutet

Gemütlichkeit, Entspannung, Genuss.

Das Café bekam den Namen »Kafé

KruemelKram« und ist schon mehrmals

um- und ausgebaut worden.

Mittlerweile haben wir sehr viele

Online-Lesungen durchgeführt. Darunter

waren sowohl namhafte, als

auch unbekanntere Autoren. Unsere

Lesungen sind

aber keineswegs

immer nur virtuell.

Wir haben

auch schon Reallesungen

gehalten

und nach Second Life übertragen. Der

Technikaufwand ist allerdings nicht

gering, sodass wir das nicht dauernd

anbieten können. Wir sind offen für

alle Genres. Lyrik, Krimi und Thriller,

Science-Fiction, gruselige oder lustige

Kurzgeschichten – alles ist erlaubt.“

Und so kahm auch ich schon zu dem

Vergnügen, einige meiner Texte dort

zu präsentieren.

www.facebook.com/BrennendeBuchstaben

http://brennendebuchstaben.blogspot.com

Brennende Buchstaben

Dirk.: Im Prinzip machen dass der

Marcus und ich allein, aber wir konnten

schon interessante Kontakte knüpfen um

„Inworld“ Fans zu finden, die sich aktiver

dort einbringen möchten.

gim: Warum macht ihr das Alles, was

sind Eure Motive? Was kann man bei

Euch machen? Nur alles

anschauen / ausprobieren?

Rollenspiel? Oder beides?

Dirk.: Also das Hauptmotiv

ist, dass wir das

Perry Rhodan Universum

im Secondlife bekannter

machen wollen, da

das „Perryversum“ dort

recht unterrepräsentiert

ist und zum andern wollen

wir diese 3D-Animierte

Umgebung nutzen um Perry Rhodan ein

erfahrbares Ambiente zu verleihen, eine

Plattform. Inspiriert haben mich andere

Fangruppen in Secondlife, die dort faszinierende

Spielwelten erschaffen haben.

Marcus.: Richtig! Diese Metaversen werden

von vielen FanGruppen genutzt und

das ist eine einzigartige Möglichkeit sich

interaktiv mit Perry Rhodan zu beschäftigen.

Unser Raumhafen soll den Fans

eine Vorstellung davon bieten, wie es ist,

sich zwischen den riesigen Raumschiffen

oder eben an Bord eines solchen zu bewegen.

Das ist nicht nur zum Anschauen,

sondern die dortigen Fahrzeuge wie z.B.

die SpaceJet sind tatsächlich flugfähig –

oder man kommt einfach zum Chillen,

Chatten oder Musikhören vorbei. Ich

habe meißtens Musik auf der Parzelle

laufen.

Dirk.: Ich habe die Idee, dort ein deutsches

Rollenspiel zum Thema Perry

Rhodan zu etablieren, denn es gibt im

Secondlife viele Fans, die auf diese Art

interagieren und so mit Fans und Freunden

der Science Fiction Spaß haben. Ich

denke, da schließen wir eine Lücke, die

andere Fangruppen , z.B. Star Trek schon

längst für sich nutzen.

Marcus.: Und wir brauchen auch noch

vier davon!

Dirk.: Soviel haben wir derzeit nicht und

somit können wir das nicht finanzieren.

Die momentanen Kosten bringen wir

ganz privat auf.

Marcus.: Zur Ermöglichung

des Projektes habe

ich einen Verein gegründet

(DER VEREIN FÜR PHANTAS-

TISCHE UTOPISCHE ÄSTHETIK,

ARCHITEKTUR UND VIRTUELLE

TRANSMISSIONEN) um alles

auf eine solide finanzielle

Basis zu stellen. Fans

und Freunde des Projektes

können diesem beitreten

und die Mitgliedsbeiträge

sollen verwendet werden

um im Secondlife das Land zu unterhalten,

wo wir das Projekt beitreiben wollen.

Wir wollen ja eine ganze Raumhafen-Sim

erstellen, eine ganze komplette Sim eben

mit eigenem Namen usw. Wir sind leider

erst vier Vereinsmitglieder und Dirk ist

derjenige, der zur Zeit das Land bezahlt.

Dirk.: Wir brauchen Mittglieder und

Spenden.

gim: Ein interessantes Modell mit dem

Verein! Dann kann man Euch ja viel

Glück für die Zukunft wünschen! Gibt es

da noch Pläne für weitere Entwicklungen,

falls alles gut läuft?

Dirk.: Mein Wunsch wäre es, wenn sich

viele Fans dort einfinden und gemeinsam

Spaß haben und /oder sich ein spannendes

Rollenspiel mit vielen Fans entwickeln

würde.

Marcus.: Alles ist Vorbereitet. Das ganz

große Ziel ist ein gesamter Simverbund

im ScienceFiction-Style der 50´er und

60´er Jahre, mit funktionierender Infrastruktur,

Community und Mitspielern.

Wir können sofort loslegen.

gim: Danke für das informative

Gespräch!

METAEBENEN

NECRONOM

IV

WIEN - Da mich vor allem

Spielekonzepte interessieren,

habe ich mich besonders über

die Verewigung meines ersten

SHIFT-Flugpanzers in Oni

Horans LOGOS Cards game

als besonders starke Spielkarte

gefreut. Der wiener Medienkünstler

studiert Wirtschaftsinformatik,

betreibt eine eigene

Raumstation und bastelt an Inworldlösungen

für Spieleideen

herum. Der Flugpanzer ist

überigens auch flugfähig und

ebenfalls Inworld zu erwerben.

und die

LOGOS cards

http://www.logos-cards.com/

ESOC RAUMFAHRT - DARMSTADT

In den abstrakten Weiten des

Hypergrids gibt es ein beeindruckendes

Projekt von Yoster Allen und Tama

Rotaru zu bestaunen. Eine Ausstellung

der ganz realen Wunderwelt moderner

Weltraumfahrt erwartet den Besucher

im gut besuchten GermanGrid - ein

virtuelles Modell des Kontrollzentrums

der Europäischen Raumfahrtbehörde

in Darmstadt. Dabei entsteht gerade der

Masstabsgetreue Gebäudekomplex mit

vielen Exponaten und Informationen

zu den Weltraummissionen der ESA.

“Es ist beabsichtigt, den gesamten

Gebäudekomplex der ESOC aufzunehmen,

wobei das Äußere der Gebäude

/ ESOC - RAUMFAHRT IM GERMANGRID

mit den gegebenen Möglichkeiten

realistisch dargestellt wird.” erklärt

Yoster, “Die Innenräume der einzelnen

Gebäude sollen hingegen so

eingerichtet werden, dass für Tafeln

und Demomodelle genug Platz zur

Verfügung steht. Der Kontrollraum

wird möglichst detailliert nachgebaut,

hier wird auf Realitätsbezug im Rahmen

der technischen Möglichkeiten Wert

gelegt.”

Von mir selbst sind auch einige

Ausstellungsstücke zu bewundern.

So zum Beispiel einige Wetterund

Komunikationssateliten, das

Weltraumteleskop HUBBLE und

unser erstes “echtes” Raumschiff:

das Labormodul COLUMBUS der

Internationalen Raumstation ISS,

Über Yoster Allen, der dieses Projekt

für die ESA innitiiert hat, sollte ich

aber noch die eine oder andere

bemerkenswerte Kleinigkeit erwähnen.

Hinter Yoster verbirgt sich nämlich

der pensionierte Bühnenbildner

und Fernmeldetechniker Werner

Clasen. Und der stellt sich als eine

echte Koryphäe heraus. Werner ist

nämlich Jahrgang ´26, und bewegt

sich mit seinen 86 Jahren völlig unbefangen

im Netz. Werner ist aktiv in

seiner Facebookgruppe, organisiert

Inhat und Schautafeln für seine

ESOC-Präsentation und baut im Grid

sogar einige Sateliten selber. Mit der

Technik ist er aufgrund seines beruflichen

Werdegangs naturgemäss auf

Du und Du. Internet-shortel a la lol &

rofl bedient er sich mit einem jugendlichen

Slang und auch Skypen ist für

ihn ganz selbstverständlich.

Skype - Videotelefon also, ist auch für

viele jüngere Leute immer noch alles

andere als eine Selbstverständlichkeit.

Videotelefon... das gehört auch für

mich irgendwie in die Zukunft.

Scheinbar braucht es noch immer

eine Überwindung, sich der direkten

Bildübertragung auszusetzen - ein

psychologischer Effekt!

Für Werner ist das alles kein Problem.

Auf mehreren Simulationen präsentiert

er unter anderem noch das

August-Euler-Luftfahrtmuseum und

die Volkssternwarte in Dortmund,

und hat so (natürlich mit viel Hilfe

und ehrenamtlicher Unterstützung)

ganze Landschaften aufgebaut, die der

allgemeinen Bildung, der Information

und der Aufklärung dienen und

die von überall aus dem Hypergrid

zu erreichen sind. Werner ist ganz

Technikfreak und durch seine Projekte

bis ins hohe Alter engagiert und ganz

vorne mit dabei.

Ein Pionier im Cyberspace. Intiator,

Ingenieur, Organisator. Eben ein

Mann mit Visionen!

Oder wie ich immer so gerne sage:

“Its never to late...!”


12 Korrak und Dalai Lama

Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

PETER KORRAK – PORTRAITS

Peter Korrak fotografiert : Francesca Habsburg & Bianca Jagger, Walter Pichler, Stefan Sares & Martin Kippenberger, Arnulf Rainer, Franz Xaver Ölzant,

Joe Zawinul, Falco, Marthis Barz, Julius Hummel, Die Pokerrunde Herzl-Gantner-Bauer-Ebmer & Stefan Sares, Jonathan Meese, Karl Korab, Christian Eisenberger,

Manfred Deix & Bernhard Paul & Gottfried Helnwein, Roland Düringer, Anton Herzl, Manni Sayn Wittgenstein, Arnold Schwarzenegger & Maria Shriver,

Kathrin Knilli vor Bild von Anton Herzl, Blixa Bargeld, Agnes Husslein von A.Rainer übermalt, Virgil Wiedrich, Aboriginal Tuwai Nunukul, Dalai Lama,

Regina & Otto von Habsburg, Alfred Hrdlicka, Gudrun Kampl, Helmut Zilk, Werner Faymann, Jack Bauer & Ronald Kodritsch, Thomas Klein, Angelika Kirchschlager,

Johanna Braun, Max Weiler, Bela Ban,Yoko Ono, Michael „Snoopy“ Dichand, Wilhelm Holzbauer, Wolf D. Prix, Christina Capotondi., Hans Dichand, Sabine Haag,

Veronica Ferres, Bruno Gironcoli & Max Weiler, Jack Bauer & Ronald Kodritsch, Hans Hollein, Deborah Sengl, Georg Danzer, Padhi Frieberger, Marus Lüpertz, Franz

Graf, Hans Staudacher, Andrea Jonasson, Gustav Peichl, Peter Kogler, Alex Katz, Francesca Habsburg, Gerhard Rühm & H.C. Artmann & Wolfi Bauer, Lothar Gartner


Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

Neuwohnen

13

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14 Erich Boltenstern verkleidet

Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

KUNST

AM TURM

Gesellschaft

Das Werk „Gesellschaft“ von László Fehér verwandelt den Ringturm für die

Sommermonate in einen „Kunst Turm“. Damit setzt der Wiener Städtische

Versicherungsverein, Hauptaktionär der Vienna Insurance Group, ein bildhaftes

Zeichen für Kunst im öffentlichen Raum. Nach vier hochrangigen Vertreterinnen

und Vertretern der österreichischen Malerei wurde nun eine Schlüsselfigur der

ungarischen Kunstszene mit der Schaffung eines Werks für die Verhüllung betraut.

Das Motiv zeigt eine auf den ersten Blick alltägliche Situation. László Fehér

hat nach einem abstrakten Formensystem gesucht, das für ein beliebiges

Jahrzehnt von den 1950er bis zu den 1990er Jahren hin charakteristisch sein

kann und auch heute aktuell ist. Bei diesem Formensystem zeigt sich die Kontur

einer Gesellschaft als ein entferntes, aber dennoch reales Erinnerungsbild,

das die durch das Vergehen der Zeit entstehende Distanz überbrückt.

Die dargestellten Figuren sind von Licht, Luft und dem – hauptsächlich mittelund

osteuropäischen – historischen Hintergrund durchdrungen, in dem sie

existieren. Die robuste Architektur des Ringturms ist dabei die geometrische

Basis für dieses Motiv. Es entsteht der Eindruck, dass diese traumhafte, aber

trotzdem reale Szene die vom Ringturm ausgehende Ruhe unterstreicht.

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Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

WARAN

15


16 Das Spiel der Bekentnisse

Städteplanung / Architektur / Religion / 2012

Terrorismusgalerie

Terrorismusgalerie

Milan Mijalkovic, Lisa Silbermayr, Heidulf Gerngross

Kamera: Paul Pibernig

Technik: Sebastian Bayer

Visagistin: Anna Krambeck


4 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

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Städteplanung / Architektur / Religion

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6 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

KAFFTMALEREI

Complete Impression 7

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Complete Impression 7

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Im Rahmen des Festivals wellenklaenge, lunz am see:

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Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 7

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8 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Vater,

Mutter,

Kinder


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 9

Hans Klestorfer

Fotokünstler


10 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / ReligionMotorsp

Helmut Deimel

Einer von Österreichs großartigsten

Motorsportfilmemachern

Motorsportdelikatessen

von Helmut Deimel

Wenn Sie sich für wirklich herzhaften, hoch emotionalen Motorsport

interessieren, dann sind Sie bei den Rallyefi lmen von Helmut

Deimel, Österreichs renommiertesten Motorsportfi lmer genau richtig.

Der Mann aus Perchtoldsdorf ist seit 40 Jahren mit der Kamera im

Rallye,- und Rennsport unterwegs. In den 80er Jahren dokumentierte

Deimel die Allrad-Revolution des Quattro für Audi, seit über 20 Jahren

arbeitet der Filmemacher für Mercedes-Benz in der Formel 1 und in

der DTM.

Vor zehn Jahren erschien die DVD „Die Evolution des Driftwinkels“

- die umfassendste Dokumentation über die Geschichte des Rallyesports

von den 50er Jahren bis heute. Der Film geniesst in Fankreisen

absoluten Kultstatus und wurde zu einem der erfolgreichsten

Motorsportfi lme aller Zeiten. Nach Filmen über den 12-fachen österreichischen

Rekordmeister Franz Wittmann und über die Erfolgsstory der

legendären Salzburg Käfer erschien im vergangenen Herbst nun das

neueste Werk über den zweifachen deutschen Weltmeister Walter Röhrl.

Der Filmtitel „Röhrls Katze“ wurde mit Bedacht gewählt, da die Katze Lisa

seit einigen Jahren das leben des Bayern und das seiner Frau Monika

beherrscht. Von der großen Liebe des kinderlos gebliebenen Röhrl zu seiner

dreifarbigen Glückskatze nimmt der Film seinen Ausgang zu einer fesselnden

Zeitreise im defi nitiven Grenzbereich. Kein richtiger Tierfi lm aber ein

wahrhaft tierischer Rallyefi lm, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten.


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ST/A/R 11

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12 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Kunsthaus Bregenz

Karl-Tizian-Platz | 6900 Bregenz | Austria

T +43-5574-485 94-0 | www.kunsthaus-bregenz.at

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10 — 18 Uhr | Donnerstag 10 — 21 Uhr

Staatsfeiertag, 1. Mai 10 — 18 Uhr | Christi Himmelfahrt, 17. Mai 10 — 21 Uhr

Pfingstmontag, 28. Mai 10 — 18 Uhr | Fronleichnam, 7. Juni 10 — 21 Uhr


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 13

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Danh Võ

Vô Danh

kub Arena

Ulrike Müller

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14 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

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www.2gas-station.net

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info@2gas-station.net

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G.A.S-station Berlin wurde 2008 von

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den Künstlern, Elisa Asenbaum und

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Thomas Maximilian Stuck, gegründet.

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Jährlich stellen wir ein großes internationales

Ausstellungsprojekt zu

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essentiellen Fragen zusammen und

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sind unserer Projektlinie, Korrespondenzlinien

zwischen Kunst und

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Wissenschaft aufzuzeigen, die

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Gegenüberstellung verschiedener

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medialer und formaler Ansätze

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sowie neue Formen der Kunstpräsentation,

Vermittlung (Bildung)

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und Publikation, gefolgt.

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Über 280 internationale Künstlerinnen

und Künstler aus den Sparten

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Malerei, Grafik, Fotografie, Musik,

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Literatur, Tanz, Installation, Videound

Objektkunst sowie Beitragende

Literatur, Tanz, Installation, Videound

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aus Wissenschaft, Literatur und

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Medien wurden bisher in der G.A.Sstation

präsentiert.

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Johann Büsen,

Johann

EXCURSION

Büsen, EXCURSION

Dieses Jahr zum ersten Mal bieten

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wir vier Künstlern, die schon mit uns

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zusammengearbeitet haben, die

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besondere Gelegenheit den ganzen

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Raum der G.A.S-station zu bespielen.

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Dies ist nicht als eine Werkschau eines

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Künstlers zu verstehen, sondern stellt

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ein Gesamt-Raumkonzept mit einer

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Thematik vor. Deswegen nennen wir

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die Konzeptlinie auch:

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3 WEEKS : 4 Raumprojekte

3 WEEKS : 4 Raumprojekte

Ausstellungen vom 9.3. bis 23.6. 2012

Ausstellungen vom 9.3. bis 23.6. 2012

Johann Büsen, Helen Acosta Iglesias,

Johann Büsen, Helen Acosta Iglesias,

Heike Nösslböck, Elisa Asenbaum.

Heike Nösslböck, Elisa Asenbaum.

9.3. bis 30.3.2012

9.3. bis 30.3.2012

Johann Büsen

Johann Büsen

EXCURSION, 2011-2012

EXCURSION, 2011-2012

Digitaldruck, Acryl auf Papier,

Digitaldruck, Acryl auf Papier,

ca. 2180 x 270 cm. Animationsvideo.

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Durch Rückübertragung von digitalen

erstellten Dingen aus der

Durch Rückübertragung von digitalen

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virtuellen Welt in den realen Raum

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konfrontiert die Rauminstallation

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EXCURSION den Betrachter mit einer

EXCURSION den Betrachter mit einer

Welt zwischen dunklen Zukunftsvisionen,

sarkastischen Fiktionen und

Welt zwischen dunklen Zukunftsvisionen,

sarkastischen Fiktionen und

Realität. So stelllt Büsen Standpunkte

Realität. So stelllt Büsen Standpunkte

und Positionen ebenso in Frage wie

und Positionen ebenso in Frage wie

seine Arbeiten mit der Fantasie und

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der Erinnerung des Betrachters

der Erinnerung des Betrachters

spielen.

spielen.

Heike Nösslböck,

Heike Nösslböck,

SENSELESS

SENSELESS

again

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Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 15

4R Ra au um mp pr ro oj ej ek kt te

e

6.4. bis 27.4.2012

6.4. bis 27.4.2012

Helen Acosta Iglesias

Helen Acosta Iglesias

WUNSCHFREI, 2008-2012

WUNSCHFREI, 2008-2012

Mixed Media Installation,

Mixed Media Installation,

DER ANFANG: Video, CLAUDIA: Gips,

DER ANFANG: Video, CLAUDIA: Gips,

Hanf, Glas, Rosmarin; 35 x 95 x 50 cm,

Hanf, Glas, Rosmarin; 35 x 95 x 50 cm,

WUNSCHKIT: Suevitstücke, Goldblattpulver,

Goldkies, lackiertes Blech;

WUNSCHKIT: Suevitstücke, Goldblattpulver,

Goldkies, lackiertes Blech;

500 Sternschnuppen Wunsch Kits, je

500 Sternschnuppen Wunsch Kits, je

4,5 x 6 cm.

4,5 x 6 cm.

Helen Acosta Iglesias spannt den

Helen Acosta Iglesias spannt den

Bogen vom ANFANG, dem Entstehen

von Dingen und Leben, bis

Bogen vom ANFANG, dem Entstehen

von Dingen und Leben, bis

zum Ende, dem Tod und formuliert

zum Ende, dem Tod und formuliert

die menschliche Sehnsucht sich von

die menschliche Sehnsucht sich von

diesem Kreislauf des Werdens und

diesem Kreislauf des Werdens und

Vergehens zu befreien in ihrer

Vergehens zu befreien in ihrer

Rauminstallation WUNSCHFREI.

Rauminstallation WUNSCHFREI.

4.5. bis 25.5.2012

4.5. bis 25.5.2012

Heike Nösslböck

Heike Nösslböck

SENSELESS again, 2011-2012

SENSELESS again, 2011-2012

Mixed Media Installation

Mixed Media Installation

3 Videos, Degas, 2 min, 4:3, SD,

3 Videos, Degas, 2 min, 4:3, SD,

Ballerinas jeweils 9 min, HD - loop, 6

Ballerinas jeweils 9 min, HD - loop, 6

Objekte in verschiedenen Größen

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und Materialien, lackiert.

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SENSELESS again basiert auf dem

SENSELESS again basiert auf dem

immer wieder kehrendem Grundthema

der „Wieder - Holung“,

immer wieder kehrendem Grundthema

der „Wieder - Holung“,

welches sich wie ein roter Faden

welches sich wie ein roter Faden

Helen Acosta

Helen

Iglesias,

Acosta Iglesias,

WUNSCHFREI

WUNSCHFREI durch das Werk von Heike Nösslböck

durch das Werk von Heike Nösslböck

zieht. Dieses Prinzip findet sich in

zieht. Dieses Prinzip findet sich in

Videoarbeiten als Loop, digital

Videoarbeiten als Loop, digital

generiert sowie analog erzeugt und

generiert sowie analog erzeugt und

auch in Ihren Objekten wieder.

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SENSELESS again wirkt dipolar, der

SENSELESS again wirkt dipolar, der

Wunsch nach Ewigkeit und das

Wunsch nach Ewigkeit und das

Gefangensein in der Wiederholung

Gefangensein in der Wiederholung

macht die Konzeption so spannend.

macht die Konzeption so spannend.

1.6. bis 23.6.2012

1.6. bis 23.6.2012

Elisa Asenbaum

Elisa Asenbaum

FREEFLY. Freiheit was heisst das?

FREEFLY. Freiheit was heisst das?

2000-2012 laufend

2000-2012 laufend

Mixed Media Installation

Mixed Media Installation

Video, Fotos in versch. Formaten auf

Video, Fotos in versch. Formaten auf

Alu-Dibond und Acrylglas kaschiert,

Alu-Dibond und Acrylglas kaschiert,

Sound, Text auf Papier.

Sound, Text auf Papier.

Die multimediale Rauminstallation

Die multimediale Rauminstallation

von Elisa Asenbaum reflektiert über

von Elisa Asenbaum reflektiert über

die Bedeutung der Freiheit und stellt

die Bedeutung der Freiheit und stellt

die Frage nach ihrer Existenz und

die Frage nach ihrer Existenz und

ihrer Definition im menschlichen

ihrer Definition im menschlichen

Dasein. Der Wunsch fliegen zu

Dasein. Der Wunsch fliegen zu

können und der Wunsch nach

können und der Wunsch nach

Freiheit verweben sich in der

Freiheit verweben sich in der

poetischen Installation in traumartigen

Bildern und Sequenzen.

poetischen Installation in traumartigen

Bildern und Sequenzen.

”FREEFLY. Freiheit was heisst das?”

”FREEFLY. Freiheit was heisst das?”

eine subtile Auseinandersetzung

eine subtile Auseinandersetzung

und Reflexion über das Thema

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Freiheit.

Freiheit.

Elisa Asenbaum,

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FREEFLY

FREEFLY


16 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

E812–2010–250/200/3cm– E – 2010 – 250/200/3 Tempera/Leinwand

cm

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Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 81


84 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Skopje, Mazedonien, 2012


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 85

Skopje

Architekt Milan Mijalkovic

Architekt Milan Mijalkovic

archistriert von Heidulf Gerngross


86 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 87

Architekt Milan Mijalkovic

Architekt Milan Mijalkovic

in Kooperation mit PPAG

Barock Garage Skopje, im Bau


88 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Die Erde ist ein lebender Organismus, deshalb

gehört sie sorgfältig gepflegt und beschützt.

Horaz

1

B

San Pedro Plantage

in Portugal


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 89

Malia

Das Osterwunder von Bocksdorf.

1 Stunde tot und jetzt wieder voll da.

HORAZ

Doppelkabinen Kompostklo - Portugal 10 Jahre benutzt


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 91

smile in your face and keep it there every day.

Zitat: alter Bluestext.

HAHT KALTSCHA

Heugraben 29, abgebrannt

2


92 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Wotan – Aurelio –

Gartenkooperative in

Beppo

Gewächshäuser - Gemüse - Kräuter - Samen

Minzi, Malia


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 93

Kati – Horaz:

Lieboch

3

Kati , Paya, Aurelio

Malia, Paya, Wotan


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 3

NICHTS.

Nichts, ist schöner!

Archiv des Nichts von Stephan US

Your self is a reflection of myself von Draga Jovanovic

Reflexionen über und unter dem Nichts

12.Oktober 2012 bis 1.Februar 2013

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Andreas F. Lindermayr

Ankunft Moskau, Minus 17 °

von cyrillischen Schriftzeichen. Man begreift, dass der wohlgefügte Kosmos

überschaubarer Verhältnisse auf einen Schlag in sich zusammenbrechen

musste. Ein Kribbeln im Bauch machte sich bemerkbar, Angst befiel mich.

Kalter Schweiß brach an mir aus, meine Knie zitterten. Aber ich kämpfte

dagegen an.

Nach heftigen Gedankenstürmen, beschloss ich mein Schicksal in die

Hand zu nehmen. Schon um die lästigen Taxifahrer und diversen Bettler,

die alle meine Unsicherheit empfanden, loszuwerden, stieg ich in einen der

Linienbusse ein, die vor dem Terminal in Warteposition aufgereiht warteten.

Stirnseitig stand auf Cyrillisch und nicht etwa Lateinisch geschrieben,

Moskwa Metro.

Ich frug den Chauffeur: „Is this the Bus to Moskau Metro?“ Er nickte.

Kurz darauf erfolgte der Start und eine Fahrt ins Unbekannte begann, hinein

in die Dämmerung, in ein Schneegestöber. Eine gewisse Erleichterung

machte sich bemerkbar, allein durch den Entschluss, es selbst zu versuchen.

Ich hatte immerhin das Gefühl, in die richtige Richtung abzufahren.

Ein Baedeker für Moskau in meinem Reisegepäck leistete mir bereits gute

Dienste was die Visualisierung von meinem Reiseziel betraf.

Dann entdeckte ich diese Stewardess von Aeroflot unter den Fahrgästen.

Eine ausnehmend hübsche, elegante Frau in Uniform, Ende Zwanzig, meine

Rettung in höchster Not.

Ich ging mit meinem Baedeker auf sie zu und

spürte, dass sie meine Unsicherheit, meine

Angstgefühle erriet. Ich sprach sie auf Englisch

an, zeigte ihr meinen DJ-Koffer, stammelte

etwas von einem opening in the hungarian

Dem Galeristen Hans Knoll habe ich eine Einladung zu einer Gruppenausstellung

in Moskau zu verdanken. Das war im Februar 2006. Betei-

Zettel mit der Telefonnummer von Hans Knoll

embassy, povarskaya ulitsa, und zeigte ihr den

ligt waren die Blue Noses aus Nowosibirsk und noch etliche andere, an die und der ungarischen Botschaft. Sie überlegte

ich mich nicht mehr erinnere.

kurz, reichte mir ihr Mobile und bat mich mit

Ich war als DJ eingeladen, als Typ, der für Wiener Nächte steht.

sanfter Stimme, neben ihr Platz zu nehmen.

Die Ausstellung fand in der wohlbeheizten, festlich beleuchteten ungarischen

Botschaft statt, in einem klassizistischen Bau aus der ersten Hälfte Stimme hörte, mit einem immensen Stimmen-

Ich rief Hans Knoll an und als ich endlich seine

des 19. Jahrhunderts, mitten in dem mit Goldkuppeln übersäten Zentrum gewirr im Hintergrund, war alles nur noch halb

der russischen Metropole. Zwei Abende darauf sollte ich, zusammen mit so schlimm.

einer stattlichen Anzahl junger russischer DJ‘s in einem Moskauer Club „Ah, Andreas! This is Andreas, the DJ“, gab er an Umstehende erleichtert

auflegen, wo unter anderem die ungarische Hard-Rock-Gruppe Masfel ihren

Auftritt hatte.

di o! Da Juri is eh scho untawegs.“

weiter. „Bist guat aukumma, jo? Wia redn schon von dia. Woat nu, wia hoin

Gekommen war ich mit dem Flugzeug, überfliegend das weite Land in großer

Höhe, Wolkenformationen, geologische- und Infra-Strukturen ausneh-

mit, dass ich mich bereits in einem Linienbus Moskau nähere. Juri wurde

Dafür war es allerdings schon zu spät. Ich teilte dem bestürzten Hans Knoll

mend.

wieder zurück gepfiffen. Das Schneegestöber nahm zu. Die Fahrgäste im

Fliegen

Megacool

ist schön, Fliegen schafft Übersicht und gleicht aufs Haar der Theorie.

Aber die Praxis hienieden schaut dann doch anders aus. Die Praxis lehrt Meinem rettenden Engel erzählte ich von Wien, meinem DJ-Job und meiner

Bus wurden tüchtig hin und her geschleudert

4.0

und durchgerüttelt.

zu fühlen und zu empfinden.

Verehrung für Tolstoj, Dostojewsky und Bulgakow. Sie erzählte offen, dass

Das Display am Flughafen zeigte Minus Siebzehn Grad bei meiner Ankunft sie in Südrussland am Schwarzen Meer aufgewachsen sei und schwärmte

an. Ich sollte abgeholt werden und wartete vorerst einmal zuversichtlich. mir von Sankt Petersburg vor. Noch nie war ich so knapp davor, einer Frau

Aber es kam mir bei der vereinbarten Stelle niemand entgegen. Ich ging einen Heiratsantrag zu machen. Aber noch eine Station vor der Endstation

allmählich weiter in die riesige Ankunftshalle und wartete auf irgendwelche verabschiedete sie sich von mir und wünschte mir noch viel Glück.

Anzeichen und wartete und wartete und wurde von unzähligen Taxifahrern Jetzt war ich auf die Hilfe anderer angewiesen.

in einem gebrochenen Englisch angesprochen. Sie alle hätten mich für nur Vor der Metro Station am Stadtrand entdeckte ich einen Stand, wo sich auf

hundert Euro direkt vor die ungarische Botschaft gebracht. Aber ich war langen Spießen Grill-Hühner drehten. Eine ältere Frau mit Kopftuch und

Jugend und Kunst

ja eingeladen und hatte ausserdem lediglich 20 Euro dabei ein paar Schürze betreute ihn. Ich trat mit meinem DJ-Koffer auf Sie zu und zeigte

Rubel, die ich mir vorsorglich vor meinem Abflug beschaffte. Mein Handy

funktionierte natürlich nicht. Es herrschte absolute Funkstille.

Ich befand mich auf einmal völlig allein in einer fremden Welt, umgeben

15.6. – 7.10.2012

ihr den Stadtplan von Moskau.

„Pavarskaya ulitsa?“ Sie musterte mich mit großen, erstaunten Augen und

ließ ihren Sohn rufen. Der kam gleich gelaufen und nahm mich nach einem

kurzen Wortwechsel auf Englisch am Ärmel, zeigte mir, wo ich einsteigen

muss, um ins Zentrum zu gelangen und löste mir überdies noch

einen Fahrschein. Als ich ihm diesen bezahlten wollte, winkte er ab.

Dem Baedeker konnte ich entnehmen, dass die Metro in Moskau eine Sehenswürdigkeit

ersten Ranges ist. Ein Kunst- und Meisterwerk moderner

Technik und Architektur. Das fand ich nun voll bestätigt. Verglichen daran

nimmt sich die U-Bahn in Wien wie Spielzeug aus. Ausserdem ist sie

viel langsamer. Rasend schnell näherte ich mich der Kreuzung in Nähe des

Zentrums, wo es galt, in eine andere Linie umzusteigen, um zum Arbatskaya

zu gelangen.

Zwei Brüder, die von ihrer Arbeit kamen, sprach ich unterwegs an und erzählte

in knappen Worten, was mich nach Moskau führt und zeigte ihnen

den Stadtplan mit dem angekreuzten Ziel. Sie besprachen sich kurz, und

kamen überein, dass einer von beiden mich direkt zu meinem Ziel führt.

Dieser begleitete mich zur nächsten Linie, stieg mit mir auf der Haltestelle

Arbatskaya aus und ging noch zu Fuß mit mir die povarskaya ulitsa hinauf,

bis vor die ungarische Botschaft. Dort, direkt vor dem Portal, verabschiedete

er sich von mir, meine Einladung ausschlagend.

Ich war trotz allem pünktlich und wohlbehalten an mein Reiseziel angekommen.

www.k-haus.at

© Erwin Olaf. Courtesy Wagner + Partner, Berlin (Ausschnitt)


Terr

Terr

Terr

Terr

Terr

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4 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 5

orismusgalerie

orismusgalerie

orismusgalerie

orismusgalerie

orismusgalerie

orismusgalerie

orismusgalerie

orismusgalerie

orismusgalerie

orismusgalerie

orismusgalerie

orismusgalerie


6 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Milan

w a

rten auf d as Unvorstellbare -- warte

Kristina


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 7

Heidulf

Heidulf: die Realität ist perfekt

Milan:

n auf das

der Realität ist perfekt

Unvorstellbare -- warten auf das Unvorstellbare -- warten auf da s Un vo r

Heidulf: die Realität ist perfekt

-

Milan:

der Realität ist perfekt

Heidulf: die Realität ist perfekt

Milan:

der Realität ist perfekt


8 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Blick auf Kristina Foggensteiner - für die Terrorismusgalerie bereitgestellt


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 9

Foto: Anna Mitterer©

Performancepriester Vladimir Tolstoj weiht

Architekt

Milan Mijalkovic:

Nr.32

Die Terrorismusgalerie ist ein Organismus, ein

dezentraler weltweit unkontrollierter Raum, der

weder zu bemitleiden, zu verteidigen noch zu

stören ist.

Die Terrorismusgalerie ist Raum, der temporär

oder für immer von Individuen, Gruppen, Völkern

oder Nationen freiwillig zur Verfügung gestellt

wird.

Wohnungen, Einzelne Zimmer, Gärten, Bauernhöfe,

Wälder, Inseln, Wände, Schränke, Autos, Parkplätze,

Straßen, Flugzeuge, Flughäfen, Bahnhöfe,

Käfige, Siedlungen, Städte, Facebook-Profile,

Webseiten, Mediensendezeiten, Werbeflächen,

Kunstwerke, Bankkonten, Büros, Wörter, Sätze,

Buchstaben, Sprichwörter, Körper, Zeit und das

Leben werden jenen, die neue Wege suchen und

kreieren, und das Zukunftsbild der Mächtigen

anzweifeln bereitgestellt.

Die Edlen erkennen einander am Blick!

Die Nichtraumhabenden werden hier die Möglichkeit

haben aus einem Spektrum an Räumen

zu wählen und sich darin frei zu artikulieren,

ihre Ziele und Weltvorstellungen vor einer Masse

zu präsentieren.

Der Raum hört uns!

Die Terrorismusgalerie ist Ziel- und Verantwortungsloos!

Das nicht existierende Ziel ist die Überraschung.

Ich Milan Mijalkovic von Makedonien übernehme

die Verantwortung für die Naturkatastrophen

der letzten 2000 Jahre.


10 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Universalkünstler

Adam Wiener:

nicht sichtbar. Diese Zeichen erleichtern mögliche

Umstellungen und müssen bei der Arbeit mit

dem Layout berücksichtigt werden. Das Word-

Dokument TAP_15 beinhaltet nach Streichungen

und Ergänzungen insgesamt 302 Satznummern.

Die Nummern in Klammern sind die Nummern

des Dokuments TAP_14, diese zusätzlichen

Nummern dienen lediglich dem Vergleich mit

der englischen Übersetzung. Die gestrichenen

und neuen Sätze werden auf Seite 14-16

aufgeführt. Das Dokument TAP_15 ist somit eine

Zwischenstufe, die noch mindestens eine weitere

Berabeitung erfordert.


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 11

Adam Wiener eröffnet die Terrorismusgalerie

Tolstoj weiht

Nr.32

Hauptsätze

1. Die Form ist das, was gebraucht wird.

2. Die Architektur ist eine Mitteilung über

Maß und Proportion.

3. Die Architektur transformiert.

4. Der Archistrator archistriert Geistiges

und Materielles.

5. Die Architektur hilft der Erweiterung des

Freiheitsgrades jedes Einzelnen.

6. Die Architektur ist eine Arbeit an der

Umstülpung der Menschheit.

7. Komm ins Offene, Freund. Worüber wir

sprechen sprechen wir.

Rauminstallation: Anna Mitterer, Matthias Buch


12 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Foto: Anna Mitterer©

Waffe : Raumalfabet - spacealphabet

nicht sichtbar. Diese Zeichen erleichtern mögliche

Umstellungen und müssen bei der Arbeit mit

dem Layout berücksichtigt werden. Das Word-

Dokument TAP_15 beinhaltet nach Streichungen

und Ergänzungen insgesamt 302 Satznummern.

Die Nummern in Klammern sind die Nummern

des Dokuments TAP_14, diese zusätzlichen

Nummern dienen lediglich dem Vergleich mit

der englischen Übersetzung. Die gestrichenen

und neuen Sätze werden auf Seite 14-16

aufgeführt. Das Dokument TAP_15 ist somit eine

Zwischenstufe, die noch mindestens eine weitere

Berabeitung erfordert.

Rauminstallation: Anna Mitterer, Matthias Buch


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 13

Heidulf Gerngross erklärt das Raumalfabet

zur Terrorismusgalerie anläßlich der Rede:

WAFFENKUNDE

KRISTINA

Heidulf

Nr.32

Hauptsätze

1. Die Form ist das, was gebraucht wird.

2. Die Architektur ist eine Mitteilung über

Maß und Proportion.

3. Die Architektur transformiert.

4. Der Archistrator archistriert Geistiges

und Materielles.

5. Die Architektur hilft der Erweiterung des

Freiheitsgrades jedes Einzelnen.

6. Die Architektur ist eine Arbeit an der

Umstülpung der Menschheit.

7. Komm ins Offene, Freund. Worüber wir

sprechen sprechen wir.


14 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

2012: REMAINS OF SPACE

Anna Mitterer, Matthias Buch

PARTNER DER TERRORISMUSGALERIE

Foto: Markus Wörgötter

Das ist kein hermetischer Raum, sondern ein Wahrnehmungsgerüst...

Der verinnerlichte Raum in der letzten Szene von Stanley Kubricks Filmikone „2001: A Space Odyssey“ manifestiert sich als Gegensatz

von Lebensraum und Weltraum. Der Raum als Metapher für die betrachtende wie auch virtuelle Wahrnehmung, in welcher der

Zuschauer selbst mitreflektiert wird, war Ausgangspunkt für einen rauminstallativen Eingriff im mo.ë

Good Evening, Dave.

Wie geht es deiner Wahrnehmung?

Und deiner?

Irgendwie bin ich in dieser Vorstellung vom Kontinuum meiner Sinne zu einem Ende gekommen, etwas Metaphorisches

überschreitet das, drängt sich mir auf, ich sehe mich hier, früher oder dann, irgendwann, aber ich

bin jetzt hier, und frag mich warum.

Hast du dich schon umgeschaut?

Was soll ich den tun außer schauen, aber ich kann nicht genug schauen, hier ist alles durchlässig; bin ich auch

ausgestellt?

Sehr schöne Umrisse, Dave. Könnte fast außerhalb der Zeit funktionieren.

Ja Umrisse von Erscheinungen, meinst du das?

Willst du jetzt über bürgerliche Innenarchitektur des 19. Jahrhunderts reden?

Immer diese Systeme, auch im Weltraum, immer Systeme.

Kannst du näher kommen, damit ich das Bild sehe?

Aber das siehst du doch auch so.

Nein nur wenn ich dich im Spiegel sehe, Dave.

Macht es dir etwas aus wenn ich dir eine persönliche Frage stelle?

Nein nicht im Geringsten.

Tut mir leid, dass ich hier so nachbohre, aber mir ist aufgefallen, dass wir hier zu Protagonisten werden.

Wie meinst du das?

Es ist schwierig zu definieren, es hat einen melodramatischen Touch.

Was ist hier melodramatisch, es ist konstruiert, es sind Reste davon...

Arbeitest du an deinem Psychologischen Bericht?

Of course I am,

Daisy, Daisy...

http://annamitterer.net

http://buchmatthias.wordpress.com/

Die TERRORISMUSGALERIE bedankt sich

bei MÖE, Anna und Matthias für die Übernahme

der Verantwortung, ohne Respekt,

Genderstudies, Cowboys etc…


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 15


Blünbachtal, 22. März 2019


Liebes Fräulein Sophie!


Ich habe heute Ihren Brief erhalten und war eigentlich bestürzt, was Sie mir über Angelika mitteilen! Vor

allem deshalb, weil Sie glauben, dass es ihr schlecht geht und sie hungert, ja hat sie denn keine fixe

Anstellung? Sie schrieb uns doch und sagte es auch, dass sie in einer Gemäldegalerie tätig ist und es ihr gut

geht ---?


Hat sie diese Stellung verloren?

Wieviel hundertmal - Frl. Sophie - habe ich ihr nahegelegt, sie soll sich doch um eine Lehrstelle in der

"Deutschen Schule" in New York bewerben, da sie uns mitteilte dass sie sich bereits vorgestellt hat und wie

sie sagte - glaube ich - in einem Jahr Aussicht auf eine Anstellung hat. Ich schreibe ihr jetzt davon nicht

mehr, weil sie das letzte Mal beleidigt war - "sie so zu d r ä n g e n" - nun, abgesehen, dass ich es ja nur gut

meine mit Krankenversicherung und Pensionsversicherung (1.000 mal diskutiert) m u s s sie sich doch

selbst e n d l i c h zusehen, eine fixe Anstellung irgendwo, wo es ihr zusagt, zu bekommen, weil ich ehrlich

gesagt, von der freischaffenden Kunst nicht viel halte - ein "von der Hand in den Mund Dasein" kann sie

doch um Gotteswillen selbst nicht anstreben.


Ich danke Ihnen für Ihr Schreiben Frl. Sophie - ich weiss, wie sehr Angelika an Ihnen hängt - ist es Ihnen

nicht möglich, ihr dies beizubringen: eine ordentliche fixe Stellung anzustreben. Ich wäre Ihnen unsagbar

dankbar dafür, wenn Sie dies zuwege brächten, weil ich sonst keine Ruhe habe und das Gefühl nicht

losbringe dass dies bei Angelika ein Dauerzustand werden könnte....


Die Angelika m u ß sich einfach einmal unterordnen, wenn es ihr noch so schwerfällt, um einmal ein

geregeltes Leben führen zu können. Wir wollen ja doch nur das Beste, wie könnte es auch anders sein!


Meine Frau war nicht zuhause, als der Postbote Ihren Brief brachte. Sie hätte gewiss geschimpft über

Angelikas Unselbstständigkeit - und ich hätte ihr recht geben müssen. Ich meine mit 30 Jahren sollte man

eigentlich schon selbstständiger sein und sich eine Basis fürs Leben schaffen! Diesen Vorwurf kann ich

Angelika auf keinen Fall ersparen und ich werde es ihr bestimmt auch noch sagen.


Nun, das Geld, um das Sie mich gebeten haben, habe ich heute noch aufgegeben. *) - hoffentlich wird in

New York nicht wieder gestreikt - damit sie es noch zeitgerecht erhält, denn wir freuen uns ja wieder auf die

stille Zeit im Jahr, auf die Weihnachtszeit, wo wir wieder alle beisammen sein können!


Ich danke Ihnen nochmal für Ihr Schreiben, Frl. Sophie - und dass Sie sich so herzhaft für unser Dirndl

verwenden - hoffentlich bleibt sie nicht unser Sorgenkind...


Mit vielen Grüßen auf ein frohes Wiedersehen hoffend,


Leopold M.


*) mit interner Postanweisung


NB. Bitte seien Sie nicht sehr böse, dass ich Ihnen eine E-Mail schicke, es geht mir viel schneller von der

Hand!




Text: Hannah Menne





-------- Original-Nachricht --------

Datum: Fri, 22 Jun 2012 14:43:57 +0200

Von: Hanna menne

An: Milan Terrorist , Maks Pogneur

Betreff: StarMagHannah

„ hello lieba milan, anbei, ganz unten der text.

wichtig ist mir, dass die erste datei (faksimile!) der untenstehenden beiden mit abgedruckt

wird, weil sich der text auf einen reell existierenden brief von 1974 bezieht.

die zweite datei würde sich sehr freuen, wenn sie auch platz finden könnte, weil sie

meiner meinung sehr viel über spaces im allgemeinen aussagt, i.e. auch über mo.ë.

bitte meld dich, wenn du noch fragen hast - sorry dass ich mich nicht schon früher

gemeldet hab. aber wird haben zurzeit noch den letzten wahnsinn vor der sommerpause

hier im mo.ë - und jeden tag veranstaltungen - aaaaaaahhh!



mo.ë

[ohr/seh/fühlwürmer/blaue stunde/seelenfrieden/beschaffenheit/exil/safe space for

magpies]

Thelemangasse 4/1-3

1170 Wien

www.mmooee.org



Kontakt: 0699 140 69 140

Leitung: Hannah Menne und Max Bogner

deinen text werd ich dir noch schicken, sobald ich ihn übersetzt hab.

schönes wochenende noch - hannah“


16 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Bon Go

unser

Mensch

fürs Netz

http://de.wikipedia.org/wiki/De-Loys-Affe

http://dform.org


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 81

Heike Nösllböck

Videostil aus „Herbst 2011“ aus dem Zyklus „Ballerinas“

Darstellerin: Bellinda Pototschnik

HEIKE NÖSSLBÖCK


82 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Heike Nösslböck

Videostil aus „Winter 2011“ aus dem Zyklus „Ballerinas“

Darstellerin: Melanie Kaltenbrunner


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 83

Heike Nösslböck

Videostil aus „Frühling 2012“ aus dem Zyklus „Ballerinas“

Darstellerin: Eleonore Spindler


84 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 85

Sabine Jelineks „Brennende Landschaft“ von 2012 ist

im Stile einer romantischen Malerei vom Ende des 18. Jahrhunderts

fotografi ert. Auch damals bereisten die Künstler im

Sinne der „Grand Tour“ Rom um die antiken Schätze einer

eigentlich lange gestorbenen alten Kultur, die damals wieder

aufl ebte, zu erkunden. Die fotografi erte Landschaft ist Teil

eines Diptychons, in dem auch der dazugehörige Fotograf zu

sehen ist. Er richtet seine anachronistisch anmutende Großformatkamera

eben auf jene Landschaft in der Nähe Roms

gelegen, an jenem Ort, wo das römische Reich seinen Ursprung

nahm. Hier wird Fotografi e mit Malerei verknüpft und

die Fotografi e der Anfänge ins Bild gesetzt, weil auch sie ein

sterbendes Medium ist.


88 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Christine Hesky

Westbahnstrasse

Westbahnstrasse

olina Küchen Christine Hesky

Westbahnstraße 1a

A-1070 Wien

T: +43 1 907 6315

M: +43 664 38 19 075


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 89

klaus.hesky@olina.com

www.olina.com


90 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 91

Ein BErgsommEr

für gEniEssEr

An aussichtsreichen Punkten mit Panoramblick sind in diesem Sommer in Niederösterreichs

Bergwelt nicht weniger als 40 Kultmöbel aufgestellt. Zur emotinalen Aufladung besonders schöner

Rastplätze und emotionale Aufforderung zur ultimativen Entspannung.

Von Zauberbergen und einem Paradies der Blicke wird

gesprochen, wenn von den „Wiener Alpen in Niederösterreich“

die Rede ist. Zauberhaft ist die wirldromantische

Kulisse tatsächlich und vor allem ist es die Inszenierung,

die den östlichsten Ausläufer des Alpenbogens zu einer

besonderen Ausflugs- und Urlaubsdestination macht.

Zu inszenieren verstand bereits Mitte des 19. Jahrhunderts

Carl Ritter von Ghega die Landschaft, indem er eine

gewagte Trasse mit 16 Viadukten und 14 Tunneln in die

Landschaft setzte. Eine architektonische Glanzleistung,

die 1998 als UNESCO Weltkulturerbe unter Schutz gestellt

wurde.

Belebend für die Szenerie war auch der Drang der

Großbürger und Künstler gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts

in die Region zwischen Schneeberg, Rax, Semmering

und Wechsel. Von Peter Altenberg über Arthur

Schnitzler bis Alma-Mahler-Werfel reicht die Liste prominenter

Sommerfrischler. In ihrer Zeit entstanden zahlreiche

der sehenswerten Semmering-Villen.

Heute geht Inszenierung ein wenig anders. Diesen

Sommer zieren 40 sogenannte „Enzos“ die niederösterreichische

Bergwelt. Initiiert wurde die Aktion vom Land

Niederösterreich. Christoph Madl, der Geschäftsführer

der Niederösterreich-Werbung, gibt im Interview Auskunft

über die Intentionen der Design-Verfrachtung.

Herr Madl, warum schafft Niederösterreich überproportionale

Kultmöbel auf die Berge?

Christopf Madl: Die vom Wiener MuseumsQuartier bekannten

Enzos sind ein Signal im Rahmen unserer neuen

Bergsommer-Kampagne, mit der wir auf die wunderbaren

Entspannungs- und Erlebnisregionen in den Bergen des

Mostviertels und der Wiener Alpen in Niederösterreich

hinweisen.

www.wEiNFRANZ.com

Prof. Christoph Madl,

Niederösterreich-Werbung

„ Mit Niederöster reichs

Bergen können wir

ein junges, urbanes

Publikum an sprechen,

das in prachtvoller

Natur chillen will.“

Die Umweltverträglichkeit ist auch bezüglich der Materialien

gegeben?

Die Kultmöbel sind zu 100% aus abbaubarem Material

gefertigt, und wir haben peinlich genau alle Naturschutzbestimmungen

beachtet.

Der Bergsommer Niederösterreich besteht aber wohl aus

mehr, als aus kreativ inszenierten Rastplätzen …

Die Kombination ist entscheidend. Die chilligen Enzos

sind ja nur ein Akzent. Reine Bergluft, grüne Wiesen,

Almhütten mit Regionalschmankerln und den ganzen

Sommer lang ein Festreigen an Veranstaltungen. Damit

wird der Bergsommer in Niederösterreich ein Bergsommer

für Genießer. Wer auf den Enzos keinen Platz findet

– was unwahrscheinlich ist, denn immerhin haben wir

40 Stück davon aufgestellt – kann seine Rast und seine

Mußestunden immer noch ganz traditionell auf einer

Holzbank oder der Picknickdecke verbringen.

Wie ist man dabei auf „Enzos“ gekommen?

Wegen der geografischen Nähe zu Wien können wir ganz

hervorragend das junge, urbane Publikum ansprechen.

Um diese Zielgruppe zu begeistern, bedarf es ungewöhnlicher

Inszenierungen, was wiederum der Marke Niederösterreich

und ihren Kernwerten entspricht. Die Enzos

sind bestens geeignet, um die Idee der selbstkreativen

Entspannung zu vermitteln.

Die Signalwirkung ist allein durch die Größe und die Farben

gegeben. Wird dadurch nicht das Bergidyll gestört?

Dann würde jeder bunte Paragleiter am Himmel das Idyll

stören. Ganz im Gegenteil: Mit den Objekten wird das

Ambiente emotional aufgeladen. Emotion auszulösen ist

die Aufgabe von Kunst und Kunstobjekten. Wie gut die

Enzos angenommen werden, kann man seit Jahren im

Wiener MuseumsQuartier beobachten.

Gute Aussichten von den Enzos und auf die Enzos.

FotoS: RoBERt HERBSt

Nach welchen Kriterien wurden die Standorte für die Enzos

ausgesucht?

Wir haben aussichtsreiche Punkte gewählt, aber auch

sehr genau auf Landschaftsschutz geachtet – die Enzos

also dort platziert, wo sie den Besuchern der niederösterreichischen

Berge als attraktive Rastplätze nützlich sein

können, aber niemanden stören werden.

Mehr Infos: www.bergsommer.at


92 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

KUNST AM BAU

Von der künstlerischen Zwischennutzung leerstehender Immobilien.

neuwohnen.at | vondevor AG | Creative Endeavours Arts Lab

ROHBAU

KUNSTSCHAU #02

In einer zeitgemäßen Adaption der lange

gedienten Kunst-am-Bau Tradition, wurde das

leerstehende Zinshaus in der Berggasse 37

im 9. Wiener Gemeindebezirk kurz vor Baubeginn

ganz ins Zeichen der Kunst gestellt.

Auf zwei Etagen konnten 12 junge sowie

namhafte KünstlerInnen ihre Werke unter

dem Motto Stillstand und Beschleunigung

präsentieren.

Die Ausstellung beschäftigte sich inhaltlich

mit Phänomenen des Vergänglichen und des

Flüchtigen innerhalb unseres gesellschaftlichen

Gefüges. Das leerstehende Zinshaus, das

teilweise bereits ausgeschlachtet wurde, stellte

den perfekten Kontext für diese Ausstellung

dar und ermöglichte auch spannende ortsspezifische

Installationen der KünstlerInnen.

IM HERZEN DES

SERVITENVIERTELS

Im Zentrum Wiens entsteht auf dem Grundstück

der Berggasse 37 ein bemerkenswerter

innerstädtischer Gebäudekomplex.

Das auf dem Grundstück befindliche Jahrhundertwendehaus

mit glatter Fassade gleicht in

seiner Grundform mehreren hintereinander

angeordneten Bauelementen und bildet somit

die architektonisch spannende Basis für dieses

Bauprojekt.

Vlnr.: Dr. Stefan Hase (vondevor AG), Katrin Knilli (Creative

Endeavours Arts Lab), Lucas Gehrmann (Kunsthalle Wien),

Andreas Moussa (neuwohnen.at)

Das Ergebnis dieser außergewöhnlichen

Maßnahme, die am 10. Mai 2012 mit einer fulminanten

Eröffnung gefeiert wurde, war eine

spannende inhaltliche Auseinandersetzung an

der Schnittstelle von Architektur, Kunst und

Gesellschaft.

Die zuständigen Bau- und Immobilienfirmen

begreifen dabei das Konzept der künstlerischen

Zwischennutzung als Chance: „Wir verstehen

die Kunst als spannenden Impulsgeber

und sind stolz darauf, unseren Kunden solch

außergewöhnliche Veranstaltungen bieten zu

können”, freut sich Dr. Hase, Vorsitzender der

vondevor AG.

Die Generalsanierung und der Verkauf der

Liegenschaft wird von der vondevor AG und

neuwohnen.at abgewickelt.

„Im Erwachen aus dem Glauben an ein unfehlbares

System, sieht sich unsere konsum- und

marktorientierte Gesellschaft mehr denn je

mit unterschiedlichsten Ausprägungen von

Vergänglichkeit konfrontiert”, so Bastian

Hörmann, einer der beiden Kuratoren der

Ausstellung. „In drei Gruppenausstellungen

beschäftigen wir uns im Laufe des Jahres mit

den Themenblöcken Stillstand und Beschleunigung,

Glaube und Wissenschaft sowie Untergang

und Aufbruch”, ergänzt Katrin Knilli,

ebenfalls Kuratorin.

Dieser Ansatz sollte für die KünstlerInnen

zum Ausgangspunkt werden, um sich auf

spielerische, subtile oder abstrakte Weise mit

Bewegung und Veränderung von Materialen,

Orten und Zuständen zu beschäftigen.

RAUM

FÜR KUNST

Die Zwischennutzung von leerstehenden Immobilien

stellt für die Kunst eine wichtige Unterstützung

dar und ist nicht zuletzt aufgrund

der außergewöhnlichen Locations zu einem

fixen Bestandteil des aktuellen Kulturgeschehens

geworden; und das schon lange nicht

mehr nur in Städten wie New York oder Berlin.

Die temporäre Nutzung von brachliegenden

Räumen oder Liegenschaften in Übergangsphasen

ist aber nicht nur für die Ziwschennutzer

von Vorteil. So können vielfältige positive

Wirkungen für Standort und Eigentümer

geschaffen bzw. gesellschaftliche und ökonomische

Mehrwerte generiert werden.

Hintereinander liegen somit zwei Baukörper

mit insgesamt 3 Innenhöfen und Gärten, die

das Bauwerk mit einem Spiel aus Licht und

begrünten Flächen auflockern.

Die unterkellerte Bausubstanz von derzeit

fünf Geschossen (inkl. EG) wird generalsaniert

und hochwertig erschlossen. Der Dachboden

wird im Rahmen des Projekts voll ausgebaut,

sodass eine Wohnhausanlage mit 6 bzw. 7

Geschossen und stilvoll geplanten Einheiten

von 36 m² bis 200 m² Wohnfläche entsteht.

KONTAKT

neuwohnen Erstbezugsberatung GmbH

Rudolfsplatz 3, A-1010 Wien

T: (0)1 90 43 007 | E: wien@neuwohnen.at

www.neuwohnen.at

vondevor AG

Am Eisernen Tor 3, A-8010 Graz

T: (0)5 01 77 30 00 | E: office@vondevor.ag

www.vondevor.ag


Städteplanung / Architektur / Religion

ST/A/R 93

Valentin Ruhry (Courtesy of Christine König Gallery)

Karl Karner

Bernhard Buhmann

Emanuel Jesse

Gerald Zahn

Bernd Oppl

Fotos: Anita Schmid, Skulptur: Katarina Schmidl

STILLSTAND &

BESCHLEUNIGUNG

Die entvölkerten, scheinbar im Stillstand gelegenen

Bildwelten von Stirn Prumzer eröffneten

dem Betrachter die Frage nach unterschiedlichen

Aggregatzuständen von Stoffen

und deren Auswirkungen auf die Umwelt.

Stirn Prumzer

Nana Mandl

Angelika Loderer

Letizia Werth

Die Fotoserie von Gerald Zahn, die Teile des

Eskimo Eissortiments in geschmolzenem

Zustand zeigt, stellt hingegen eine ironische

Dekonstruktion von Alltagsphänomenen und

Konsummustern dar.

Die Bewegung des menschlichen Körpers

im Raum inszenierte Anita Schmid in ihren

Fotografien. Ihre Bilder spielen mit dem Verhältnis

von Anwesenheit und Abwesenheit und

eröffnen somit einen Dialog zwischen Raum

und Körper.

Dazu kontrastierten im selben Raum die Büsten

von Katarina Schmidl. Die aus Strohhalmen

geformten Gesichter wirken, als ob sie

ihre Substanz und Seele aufgrund zu starker

Beschleunigung verlieren würden.

Wohingegen die Bronze-Skulpturen von Karl

Karner einen eher entschleunigten Blick auf

den Innenkosmos fantastischer Landschaften

erlauben.

Urbanen Wandel erarbeitet der Graffiti-

Künstler Emanuel Jesse. Ehemals graue

Wände, aber auch Leinwände und Straßen

weichen mit Leichtigkeit den farbigen Motiven

des Künstlers.

Etwas schwermütiger präsentierte Nana

Mandl ihre kleinformatigen Arbeiten. Sie

thematisiert mit ihrem künstlerisch dokumentarischen

Blick verschiedene Orte in Afrika,

die sich der Beschleunigung einer marktorientierten

Welt entziehen.

Bernhard Buhmanns Malereien zeigen Flugund

Fahrobjekte die zwar phantastisch in

Bewegung scheinen, doch faktisch jederzeit

abstürzen müssten, was auch als ironischer

Hinweis auf unser System gedeutet werden

kann.

Valentin Ruhry tritt mit seinen formal minimalistischen

Objekten und Wandarbeiten in

einen raumgreifenden Dialog mit der Architektur

und entfremdet die verwendeten Bauund

Wohnstoffe auf ästhetische Weise ihrer

ursprünglichen Funktionen.

In Bernd Oppls Installation werden Bälle

mittels Bewegungsmelder und Motor in einem

Raummodell in Bewegung versetzt und auf

besondere Weise live auf einen Display übertragen,

wodurch der bewegte Raum zu einem

statischem wird.

Angelika Loderer arbeitet in ihrer Installation

mit überwiegend vor Ort gefundenen Materialien

und beschäftigt sich mit formalen und

materialspezifischen Aspekten von Vergänglichkeit,

was besonders auch durch das von

Aceton verätzte Styropor ersichtlich wird.

Letizia Werth hingegen greift in ihren Graphitzeichnungen

die Vergänglichkeit und Fehlerhaftigkeit

alter Fotografien auf und begibt sich

in ihrer fluoreszierenden Rauminstallation

„Troja“ auf die Spuren von Ursprung und Untergang

der Zivilisationen.

Text zur Ausstellung: Denise Sumi

Eine Ausstellung von Creative Endeavours

Arts Lab und AUSARTEN[ ] eV. Vielen Dank

an alle KünstlerInnen, Projektbeteiligten

und Partner: vondevor AG, neuwohnen.at,

WEINWURM’S, all i need, JOSEPH brot, Wien

Kultur und Kultur am Alsergrund.

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