Inside_1_2021

jekeli

EINHEIT IM PORTRÄT

Inside-Fragebogen:

Das Jägerbataillon 17

stellt sich von — S. 3

NACHGEFRAGT

Oberst Giselher Rath

von der Abteilung

Einsatzvorbereitung — S. 4

bundes

AUS DEN VERBÄNDEN

Neues von den

Bataillonen und

Dienststellen — S. 6

PERSONALNEWS

Kommandowechsel,

Auszeichnungen &

Beförderungen — S. 11

MILITÄR

AKTUELL

INSIDE 1|21

BEILAGE

INSIDE

HEER

Übungen, Termine & Neuigkeiten aus der Welt des Bundesheeres

KURZ NOTIERT

Auszeichnung für Robert

Kratky (1): Verteidigungsministerin

Klaudia Tanner zeichnete

den Radiomoderator und Gefreiten

des Reservestandes am 22.

Februar mit der „Militär-Anerkennungsmedaille“

aus. Ministerin

Tanner bedankte sich für sein

Engagement und den Einsatz im

Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit,

den er für das Bundesheer

in den zwei Videoserien „Tagwache

mit Kratky“ und „Heer

g’schaut“ gezeigt hat.

Erfolgsgeschichte: Von der ursprünglich

als fünfteilige Videoserie

geplanten Bundesheer-

Produktion „Fit aus dem

Lockdown“ (2) sind aufgrund

des großen Erfolgs mittlerweile

mehr als 30 Videos verfügbar.

Live über Facebook gestreamt,

führt Peter Ertl, Hauptlehroffizier

für Körperausbildung

im Heeressportzentrum, gemeinsam

mit ein oder zwei

anderen Trainern oder Spitzensportlern

des Heeres durch die

rund 30-minütigen Workouts.

Dabei werden die Schwerpunkte

vom Trainerteam immer unterschiedlich

gesetzt.

Milizaward für das Jägerbataillon

17 (3): Der Award

für die besten Werber von Milizsoldaten

des Jahres 2019 ging

kürzlich das zweite Jahr in Folge

in die Südsteiermark. (red)

Investitionsoffensive

beim Bundesheer

Fotos: Bundesheer/Trippolt, Bundesheer/Pusch, Bundesheer, Bundesheer/Gießauf

1

2

3

ÖSTERREICH

Verteidigungsministerin

Klaudia Tanner will

den eingeschlagenen

Erneuerungskurs auch

2021 fortführen.

Ziel sei es, den jahrzehntelangen

Investitionsstau sukzessive

abzubauen und das Heer zur Bewältigung

der sicherheitspolitischen

Herausforderungen des

21. Jahrhunderts „zukunftsfit“ zu

machen, wie Tanner im Rahmen

einer Pressekonferenz erklärte.

Bereits entschieden wurde im

vergangenen September der

Kauf von 18 Hubschraubern Leonardo

AW169M, die ab 2022

zulaufen sollen. Beginnend mit

heuer soll außerdem die Black

Hawk-Flotte um drei Maschinen

wachsen, die vorhandenen neun

Stück werden modernisiert.

Investiert wird auch in die Ausrüstung

der Soldaten: Der Tarnanzug

wird in den nächsten Jahren mit

rund 4.000 Stück pro Jahr verstärkt

zulaufen und den bisherigen

Kampfanzug ersetzen;

18.000 neue Helme werden vor

allem zur Ausstattung der Miliz

verwendet. Knapp 5.000 Stück

des Sturmgewehrs 77 werden

durch neue Optiken zeitgemäß

modernisiert; eine weitere Erhöhung

der Stückzahl ist beabsichtigt.

Zusätzlich befinden sich rund

2.000 Nachtsichtbrillen in der

Auslieferung. Alle 55.000 Soldaten

erhalten darüber hinaus neue

ABC-Schutzmasken sowie

Schutzbekleidung.

Für bessere Mobilität und den

Schutz der Soldaten wurde kürzlich

die Ausrüstung mit 30 neuen

Radpanzern Pandur Evolution

sowie 16 Allschutztransportfahrzeugen

Dingo 2 für den logistischen

Dienst in Auftrag gegeben.

Weiters beginnt 2021 die überfällige

Modernisierung der Kampfpanzer

Leopard 2A4 und der

Schützenpanzer Ulan. Für 2021

ist die Lieferung von 200 Lkw für

die Miliz vorgesehen; 200 Funktionsfahrzeuge

vom Typ eines militarisierten

Pick-up werden Ende

2021/2022 folgen. Dadurch

werden erstmals Teile der Miliz

wieder eine originäre Beweglichkeit

erhalten. Zur Unterstützung

der Panzertruppe werden ab

2021 außerdem alle drei modernen

70-Tonnen-Tiefladesysteme

bei der Truppe zum Einsatz kommen.

Weiters wurde eine erste

Tranche von 55 Fahrzeugen für

den Ersatz von Pinzgauern in

Auftrag gegeben und werden

in den nächsten Jahren bis zu 350

Heeresfahrzeuge durch neue

handelsübliche Kraftfahrzeuge ersetzt.

Die Flotte der MAN Reisebusse

für die Truppe wird 2021

von sechs auf zwölf Fahrzeuge

anwachsen. Zusätzlich werden

fünf neue Löschfahrzeuge für die

Übungsplätze und militärische

Flughäfen sowie zwei fernlenkbare

Löschroboter beschafft.

Im Sanitätsbereich sollen außerdem

40 handelsübliche und 21

geschützte Sanitäts- und Notarzt-/

Notfall-Transportfahrzeuge beschafft

werden. Bei den Pionieren

werden 72 leichte und 24 mittlere

leistungsfähige Bergefahrzeuge

sowie 35 Abschubsysteme und

vier leistungsfähige Pionier-/Bergepanzer

zulaufen. (red)

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AKTUELL

BUNDESHEER INSIDE

654 neue Unteroffiziere

für das Bundesheer

OBERÖSTERREICH

Am 26. Februar wurden

bei einem Festakt in der

Towarek-Schulkaserne

654 Soldaten mit ihrem

neuen Dienstgrad Wachtmeister

ausgemustert.

Die 654 Soldaten, davon

41 Frauen, haben mit der Ausmusterung

ihre insgesamt

18-monatige Ausbildung abgeschlossen.

Der Festakt für die

Berufs- und Milizsoldaten erfolgte

im Beisein von Verteidigungsministerin

Klaudia Tanner,

des Landtagspräsidenten von

Oberösterreich Wolfgang Stanek

und Generalstabschef Robert

Brieger auf dem Sportplatz

der Towarek-Schulkaserne in

Enns. Nach einer eineinhalbjährigen

Ausbildung übernehmen

die ausgemusterten Wachtmeister

Verantwortung für die

Truppe als Gruppenkommandanten

bei Einsätzen im In- und

Ausland oder um neue Rekruten

des Bundesheers auszubilden.

„Ich gratuliere den Soldatinnen

und Soldaten herzlich zum Abschluss

und somit zum Dienstgrad

Wachtmeister, den sie ab

heute tragen werden. Die

Soldatinnen und Soldaten des

Unteroffizierskorps sind die Stützen

im täglichen Dienstbetrieb,

bei Ausbildungen, Übungen

und vor allem bei den nationalen

und internationalen Einsätzen

des Österreichischen Bundesheeres.

Sie übernehmen ab

heute große Verantwortung für

ihre Einheit und sind das Vorbild

für alle zukünftigen Soldatinnen

und Soldaten des Heeres. Ab

heute können Sie zeigen und

anwenden, was Sie gelernt

haben und Führungsstärke

beweisen. Ich wünsche Ihnen

dabei alles Gute, viel Erfolg und

viel Soldatenglück!“, sprach

Verteidigungsministerin Tanner

in ihrer Rede.

553 Berufssoldaten und 101

Milizsoldaten musterten im heurigen

Jahr als Wachtmeister aus.

169 der Berufs- und Milizsoldaten

(davon zwölf Frauen) stammen

aus Niederösterreich, 89

Teilnehmer (davon fünf Frauen)

kommen aus dem Bundesland

Wien und 88 Soldaten, davon

sechs Frauen, aus der Steiermark.

Gefolgt von den Bundesländern

Kärnten mit 80

Teilnehmern (davon zwei

Frauen), Oberösterreich mit 72

Soldaten (sechs Frauen) und 58

Männer und fünf Frauen aus

Salzburg. Die restlichen Unteroffiziere

stammen aus Tirol (45

Soldaten, davon eine Frau), aus

dem Burgenland mit 25 Män-

nern und vier Frauen sowie

Vorarlberg mit 19 Männern.

Stellvertretend für den Lehrgang

werden fünf Lehrgangssprecher,

Frauenbeauftragte, Vertreter der

Miliz und der Lehrgangsbeste

befördert. Der gebürtige Oberösterreicher

Zugsführer Jonas

Kager vom Panzerstabsbataillon

4 aus Hörsching konnte mit

neun Auszeichnungen als Bester

seines Jahrganges seine Ausbildung

abschließen. Bundesministerin

Tanner zeichnete diese

herausragende Leistung mit

dem traditionellen Ehrenring

aus.

Der Jahrgangsname der Ausgemusterten

(Gendarmerieschule

OÖ II) geht übrigens zurück auf

den 7. September 1955, den

Tag der offiziellen Gründung

des Bundesheeres der Zweiten

Republik Österreich. Die Bewaffnete

Formation, die sogenannte

„B-Gendarmerie“ im Bundesministerium

für Inneres, entstand

aus den 1949 eingerichteten

Alarmformationen. Diese wurden

1952 in sechs „Gendarmerieschulen“

übergeführt. Eine

davon: die Gendarmerieschule

Oberösterreich II. Am 21. Juli

1955 wurden die Gendarmerieschulen

dem Amt für Landesverteidigung

unterstellt. Am 27. Juli

erfolgte die Umbenennung in

„Provisorische Grenzschutz-

Abteilungen“. (MilKdo OÖ)

AUSZEICHNUNG Verteidigungsministerin

Klaudia Tanner nahm an der Ausmusterung teil.

Die Veranstaltung fand auf dem Sportplatz der

Towarek-Schulkaserne in Enns statt.

Fotos: Bundesheer/Trippolt, Bundesheer/Weigl

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BUNDESHEER INSIDE

VERBAND IM PoRTRÄT

Das Jägerbataillon 17

stellt sich vor

An dieser Stelle geben wir in jeder Ausgabe

Verbänden die Chance, aus ihrer Perspektive über

ihre Aufgaben, ihre Ausrüstung und Neuerungen

zu berichten. Dieses Mal: das Jägerbataillon 17

aus dem südsteirischen Grenzort Straß.

Welche Aufgaben

nehmen wir wahr?

Neben der Ausbildung von Grundwehrdienern wird ein

großer Teil des Kadernachwuchses der Waffengattung Infanterie

im Rahmen der Kaderanwärterausbildung 1 und 2

in Straß ausgebildet. Abseits dieser Ausbildungen werden

derzeit durch Straßer Soldaten einerseits Teststraßen

für die Massentestung der Bevölkerung in der Südsteiermark

betrieben und andererseits die Exekutive bei der

Einreisekontrolle an der Grenze von Niederösterreich zu

Tschechien unterstützt. Gleichzeitig stellen wir für den EUgeführten

Auslandseinsatz in Bosnien und Herzegowina

weitere Kräfte ab. Man erkennt, dass die Aufgaben in

dieser besonderen Zeit für uns Straßer Soldaten

mannigfaltig sind.

koNTAkT Jägerbataillon 17, Erzherzog

Johann-Kaserne, Hauptstraße 75,

8472 Straß in der Steiermark,

jgb17@bmlv.gv.at,

Was gibt es bei uns Neues in

den kommenden Monaten?

Ab 1. Mai übernimmt das Jägerbataillon 17 bis Ende des Jahres die Führungsverantwortung

der Reaktionskräfte. Schwergewicht in der Ausbildung

ist der Einsatz der verbundenen Kräfte gegen subkonventionell

kämpfende Gegner im urbanen Raum. Das Trainieren der Gefechtstechniken,

um in einer Krisensituation richtig, schnell und rechtskonform zu

agieren, hat bei uns höchste Priorität. Um für den Ernstfall gewappnet zu

sein, erfolgt eine zweiwöchige Überprüfung dieser Reaktionskräfte. Zusätzlich

wird die Verfahrenserprobung des Mannschaftstransportpanzers

Pandur Evolution weitergeführt. Unter anderem wird im Zuge einer Ver -

ladeübung die Transportfähigkeit des Radpanzers in die C-130 Hercules

hergestellt. Das Jägerbataillon 17 hat auch die Möglichkeit, bei der Entwicklung

der nächsten 30 Pandur Evolution, die ab nächstem Jahr zum

Bundesheer zulaufen werden, aktiv mitzuarbeiten. Ebenso wird ein Verwundetenrettungssatz

(CASEVAC) entwickelt, der in die bestehenden

Mannschaftstransportpanzer eingebaut werden kann und den qualifizierten

Verwundetentransport am Gefechtsfeld ermöglicht.

INSIDE

LESERBEITRAG

Du willst selbst

auch einen Beitrag

veröffentlichen?

Text und Bilder an

redaktion@

militaeraktuell.at

Was zeichnet uns

besonders aus?

Der „Straßer Geist“ ist nicht nur innerhalb

des Österreichischen Bundesheeres

bekannt. Militärische

Kompetenz, Willensstärke und

konsequente Auftragserfüllung

sind nur einige Merkmale der Soldaten

des Jägerbataillons 17. Die

Ausbildung in Straß ist gefechtsnah

und erlebnisreich. Einsatzbezogenes

Denken und Handeln

wird gefordert und gefördert. Der

Leitspruch des Verbandes lautet:

„Wenn die Guten nicht fechten,

siegen die Schlechten“ (Plato).

Angehörige des Bataillons verwenden

den historischen Jägergruß

„Horridoh“.

Fotos: Bundesheer/Gießauf, Bundesheer/Trippolt

Welches Thema beschäftigt

uns aktuell am meisten?

Die Covid-19-Pandemie beherrscht natürlich seit Monaten

das Geschehen im Bundesheer. Abseits davon

liegt unser Hauptaugenmerk auf unserem ganzen

Stolz, dem Mannschaftstransportpanzer Pandur Evolution.

Um seine Verwendungsreife so schnell und qualitativ

hochwertig wie möglich zu gewährleisten, steckt

unser ganzes Herzblut in diesem Projekt. Diese Verfahrenserprobung

und Fähigkeitserweiterung ist für

uns „17er-Jäger“ eine große Herausforderung, die wir

mit viel Stolz angenommen haben. Diese Aufgabe

stärkt somit zusätzlich das „Kompetenzzentrum

Pandur“ im Süden Österreichs.

Wie sieht unsere Personalund

Ausrüstungssituation aus?

Im Jägerbataillon 17 sind insgesamt

250 Kadersoldaten, davon

knapp 100 Soldatinnen und

Soldaten in der Kaderpräsenz -

einheit, beschäftigt. Um für die

erforderlichen zukünftigen Aufgaben

im In- und Ausland bestens

gewappnet zu sein, die Einsatzbereitschaft

der Kaderpräsenz -

einheit aufrechtzuerhalten und

laufende Aufträge erfüllen zu können,

wird junges und motiviertes

Personal gesucht. Ob Militärperson

auf Zeit oder Berufsmilitärperson:

Wir haben sicherlich – nach

deinen Fähigkeiten und Stärken

abgestimmt – den richten Arbeitsplatz.

Neben allen herkömmlichen

Infanteriewaffen und Ausrüstungen

ist das Bataillon mit seinen

Mannschaftstransportpanzern

Pandur Evolution einer der sogenannten

„gehärteten Jägerverbände“

Österreichs. Mit ihm

verfügt das Jägerbataillon 17

über das modernste Gefechtsfahrzeug

im Bundesheer. Die

Auftragserfüllung wird dadurch,

unabhängig vom Gegner, in

jedem Infanteriegelände

ermöglicht.

Worauf sind wir

stolz?

Der Grenzort Straß ist seit fast 170

Jahren Garnison. Seine Soldaten

hatten schon immer einen besonderen

Ruf. Wir sind stets bemüht,

unser Bestes zu geben. Seit 1996

verfügt das Jägerbataillon 17 über

den Radpanzer Pandur. 2019

wurde das Bataillon mit dem neuen

Modell, dem von General Dynamics

European Land Systems-Steyr

(GDELS) entwickelten Mannschaftstransportpanzer

Pandur Evolution

ausgestattet. Durch diese jahrzehntelange

Erfahrung sehen wir uns zu

Recht als „Kompetenzzentrum Pandur“

innerhalb des Bundesheeres.

M I L I T Ä R A K T U E L L I N S I D E

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INTERVIEW

BUNDESHEER INSIDE

„Damit sind wir international einzigartig“

WIEN

Seit Corona gibt es

Experten wie Sand am

Meer. Beim Bundesheer

hat es sie (mit tatsächlichem

Fachwissen) immer

schon gegeben. In welchen

Bereichen und für

welche Aufgaben, das

verrät uns Oberst Giselher

Rath von der Abteilung

Einsatzvorbereitung

des Bundesministeriums

für Landesverteidigung.

Herr Oberst, seit wann gibt es

sogenannte Experten beim

Bundesheer?

Im Bundesheer hat es Experten

in der einen oder anderen Form

eigentlich schon immer gegeben.

Früher waren diese im

Beraterstab des Chefs des

Generalstabs oder im sogenannten

Expertenpool gebündelt.

Vor einigen Jahren wurde

das Expertenwesen dann mit

der Reform „BH2010“ in strukturierter

Form als „Expertenstäbe

im ÖBH“ abgebildet. Dabei

darf festgehalten werden, dass

Experten im Sinne des Verständnisses

im Bundesheer Personen

sind, deren – vor allem ziviles –

Expertenwissen im Bundesheer

genutzt werden kann. Dieser

Expertenstatus wird durch eine

hierzu bestimmte Leitstelle festgelegt.

Neben den „Militär-

Experten“ – die gemäß den

wehrgesetzlichen Bestimmungen

beordert werden – gibt es

auch sonstige Experten, die

jedoch in den „Expertenstäben

ZUR PERSON

Oberst Giselher Rath ist 1989

als Artillerieoffizier zum

Landwehrstammregiment

(LWSR) 52 ausgemustert.

Anschließend war er in verschiedenen

Verwendungen

auf Kompanie- und Bataillonsebene,

in der Mobil -

machungsabteilung/

Zentralstelle und mit der

Überleitung in den Führungsstab/BMLV

übernahm er das

Referat „Alarmierung und

Mobilmachung“ in der Einsatzvorbereitung/BMLV,

das sich mit der Grundwehr -

dienerkontingentierung und

mit Milizangelegenheiten

beschäftigt.

ZUSÄTZLICHE EXPERTISE Das Bundesheer (im Bild Soldaten des Jagdkommandos) verfügt grundsätzlich über ausreichend Know-how und in den Bereichen, in denen es

über das eigene Personal hinaus Bedarf gibt, kann auf die Expertise von Experten zurückgegriffen werden.

des ÖBH“ derzeit noch keine

Berücksichtigung finden.

Was genau versteht man unter

einem Expertenstab?

Damit ist die strukturierte

Zusammenfassung von Militär-

Experten im Bundesheer gemeint

– wie in der Zentralstelle,

in den Kommanden der Streitkräfte

und Streitkräftebasis, den

Militärkommanden und manchen

Akademien und Schulen

abgebildet.

Wie kommen Experten zum

Heer? Muss man sich dafür bewerben

oder spricht das Heer

aktiv potenzielle Kandidaten an?

Grundsätzlich geht der Bedarf

an Expertise vom Bundesheer

aus. Grundlage des Handelns

ist der Einsatz. Potenzielle Kandidaten

werden einerseits vom

Bedarfsträger Bundesheer aktiv

angesprochen. Andererseits

führt ein weiterer Weg der

Bewerbung über das Internet.

Geeignete Kandidaten werden

zu einem persönlichen Gespräch

eingeladen, wobei eine

mögliche Zusammenarbeit in

den jeweiligen Expertenbereichen

abgeklärt wird. Eine besondere

Bedeutung kommt

auch den vorhandenen Netzwerken

der beorderten Experten

zu. Gerade die beorderten

Experten können oft die „richtigen“

Personen für eine Zusammenarbeit

mit dem Bundesheer

motivieren und für eine Aufgabe

im Bundesheer gewinnen.

Sie sprachen eingangs von der

Reform „BH2010“, im Zuge

Können Sie ein paar konkrete

Beispiele nennen?

Die Experten bringen Wissen

aus den unterschiedlichsten

zivilen Bereichen mit. So etwa

steuern Geologen ihr Knowhow

bei, Logistiker, Experten

im IKT-/Cyber-Bereich und aus

dem Kulturgüterschutz, Techniker

aus verschiedenen Bereichen

wie der Luftfahrttechnik,

Statiker, Chemiker, Bautechniker.

Außerdem Mediziner, Pharmazeuten,

Politikwissenschaftler,

Sprachmittler, Experten in

Rechtsangelegenheiten wie

dem Vergabewesen, Zollwederer

im Jahr 2006 die notwendigen

Maßnahmen für die Einführung

von Expertenstäben

eingeleitet wurden. Was hat

sich dadurch verändert?

Mit der Reform wurden die derzeit

rund 34.000 Wehrpflichtigen

des Milizstandes sowie

Frauen in Miliztätigkeit in verschiedenen

Organisationsformen

zusammengefasst:

Selbstständig strukturierte

Milizverbände und -einheiten,

Milizkräfte zur Auffüllung der

präsenten Einsatzorganisation

im Mobilmachungsfall und eben

die Expertenstäbe zur Nutzung

spezifischer Fachkenntnisse –

vor allem aus dem zivilen

Bereich. Die in den Experten -

stäben beorderten Wehrpflichtigen

des Milizstandes sowie

Frauen in Miliztätigkeit sind

somit – gemäß dem Wehrgesetz

2001 – Soldatinnen und

Soldaten.

Welche Aufgaben sollen Experten

erfüllen?

Grundsätzlich sind alle Aufgaben

im Bundesheer in erster

Linie durch Berufssoldaten,

zivile Ressortangehörige des

Bundesministeriums für Landesverteidigung,

beorderte Wehrpflichtige

des Milizstandes und

Frauen in Miliztätigkeit zu erfüllen.

Jedoch erfordert manche

Aufgabenstellung, insbesondere

für militärische Einsätze im

In- und Ausland, eine Expertise,

die innerhalb der präsenten

Einsatzorganisation nicht oder

nicht ausreichend zur Verfügung

steht. Diese Expertise erhalten

wir dann von sogenannten

beorderten Wehrpflichtigen

oder Frauen in Miliztätigkeit.

Grundsätzliche Voraussetzung

ist jedoch, dass sie eine akademische

Ausbildung abgeschlossen

haben und mehrere Jahre

Berufserfahrung in ihrem Metier

vorweisen können.

Wenn ich Sie richtig verstehe,

gibt es Experten, die beordert

sind und „sonstige Experten –

also nicht nur Soldaten und

Soldatinnen?

Ganz genau. Wie bereits ausgeführt,

gibt es im Bundesheer

eine Unterscheidung zwischen

„militärischen“ und „sonstigen“

Experten. Die Unterscheidung

besteht nicht in deren ziviler

Expertise, sondern in der

Beorderungsmöglichkeit als

Soldatin oder Soldat gemäß

den wehrgesetzlichen Bestimmungen.

In den „Expertenstäben

im ÖBH“ werden

ausschließlich „militärische“

Experten berücksichtigt.

sen, Wirtschaftsrecht und viele

mehr. Insgesamt sprechen wir

hier von mehr als 100 verschiedenen

Bereichen.

Wie viele Experten gibt es derzeit

und wo sind sie aktiv?

Derzeit sind 235 Experten in

62 Expertenbereiche beordert.

Sie hatten vorhin erwähnt, es

handle sich um mehr als 100

Bereiche …

Es ist nicht unbedingt das Ziel,

immer alle Expertenbereiche

gleichzeitig abzubilden, sondern

ausschließlich jene Personen

für eine Expertenfunktion zu

gewinnen, die einerseits eine

spezielle Expertise für das Bundesheer

mitbringen und andererseits

auch möglichst gut

vernetzt in Politik, Wirtschaft,

Gesellschaft oder Verwaltung

sind. Natürlich spielt auch die

Bereitschaft, Fähigkeit und Möglichkeit

zur aktiven Vertretung

der Interessen des Bundesheeres

eine Rolle.

Wie stark variiert die Zahl der

Experten von Jahr zu Jahr und

wie lange bleibt ein Experte

durchschnittlich beim Heer? Ist

das eine lebenslange Aufgabe

oder manchmal auch eine Angelegenheit

von wenigen Monaten

oder Jahren?

In den vergangenen 14 Jahren

haben sich mehr als 2.000 KandidatInnen

als Experten bewor-

INTERVIEW VON

CONNY DERDAK

Fotos: Bundesheer/Gorup, Privat

0 0 4 M I L I T Ä R A K T U E L L I N S I D E


BUNDESHEER INSIDE

INTERVIEW

ben. Bei knapp 450 wurde

durch eine Leitstelle ein Expertenstatus

im Sinne der gültigen

Weisungslage zuerkannt. 235

Experten sind in den diversen

Bereichen beordert. Sofern

keine Gründe einer Aberkennung

eines Expertenstatus

bestehen, bleibt der Expertenstatus

für immer bestehen.

Eine Beorderung als Experte

richtet sich grundsätzlich nach

dem Bedarf des Bundesheeres

und endet spätestens mit der

Beendigung der Wehrpflicht

gemäß Wehrgesetz 2001.

Wie kommen diese Experten nun

konkret zum Einsatz beziehungsweise

wie werden sie in den Bundesheeralltag

eingebunden?

Experten werden auf einen

Arbeitsplatz in der Einsatzorganisation

beordert und sind

somit „übungspflichtig“ beziehungsweise

müssen für einen

möglichen Einsatz im Inland –

und auf freiwilliger Basis auch

im Ausland – zur Verfügung

stehen.

AUSLANDSEINSATZ Die Experten des Bundesheeres können (auf freiwilliger

Basis) auch im Ausland zum Einsatz kommen.

Wie häufig werden sie dann

tatsächlich zu Einsätzen im Inund

Ausland beordert?

Einsätze im Sinne einer Mobilmachung

gab es bisher noch

keine. Wenn jedoch „Einsatz“ im

Sinne von „Tätigkeit im Rahmen

der Beorderung“ verstanden

wird, hängt das von der jeweiligen

Dienstgradgruppe ab. Für

Offiziere besteht eine Milizübungspflicht

im Höchstausmaß

von 150 Tagen und für Unteroffiziere

von 120 Tagen. Wehrpflichtige

des Milizstandes und

Frauen in Miliztätigkeit der Personengruppe

„Charge“ werden

ab Beorderung als Experte der

Personengruppe Unteroffizier

zugeordnet. Die beorderten Experten

absolvieren grundsätzlich

im Zeitraum von zwei Jahren insgesamt

13 Waffenübungstage.

Expertisen können darüber

hinaus auch im Rahmen von

freiwilligen Waffenübungen

oder freiwilliger Milizarbeit

geleistet werden.

Wir wissen nun, wie das Bundesheer

von Experten und deren

Wissen profitiert. Jetzt drehen wir

den Spieß mal um: Wie profitieren

denn die Experten selbst vom

Bundesheer?

Grundsätzlich haben Experten

die gleichen Ansprüche wie alle

sonstigen Wehrpflichtigen des

Milizstandes und Frauen in Miliztätigkeit.

Neben den finanziellen

Benefits besteht natürlich auch

der Anreiz, sich mit anderen

Experten auszutauschen und

dadurch auch die eigene berufliche

Qualifikation zu erweitern.

Eine Weiterbildung im Bereich

der Expertise ist nicht vorgesehen,

jedoch kann jeder Einzelne

die militärische Ausbildung

fortsetzen. Experten mit abgeschlossenem

Hochschulstudium

und festgelegten sonstigen

Voraussetzungen können auf

freiwilliger Basis und bei Bedarf

auch für eine Verwendung als

VERWENDUNGSABZEICHEN

Zur Stärkung des Zugehörigkeitsgedankens, zur zusätzlichen

Motivation und als sichtbares Zeichen tragen militärische Experten

eigene Abzeichen, die im Zuge einer Online-Abstimmung unter

mehreren Entwürfen ausgewählt wurden. Je nach Anzugsordnung

tragen Experten ein Verwendungsabzeichen in Verbindung mit

dem Dienstgradabzeichen (zusätzliche Aufschiebeschlaufe über

dem Dienstgrad), ein Verwendungsabzeichen für den Ausgangsund

Gesellschaftsanzug oder eine Anstecknadel für Zivilbekleidung.

Erhältlich sind die Abzeichen über die jeweiligen mobverantwortlichen

Kommanden.

Offizier des höheren Dienstes

(Verwendungsgruppe O1/Fachrichtung

„Expertendienst“)

überstellt werden. Aus meiner

Sicht entsteht jedenfalls eine

Win-win-Situation zwischen

dem Bundesheer und den

Experten – und letztendlich

profitiert davon auch der zivile

Arbeitgeber.

Gibt es ein dem Bundesheer

ähnliches Expertenwesen auch

in anderen Streitkräften?

Ja, auch andere Streitkräfte

machen sich zivile Experten

zunutze und tauschen sich

gegenseitig aus. In diversen

Bereichen, insbesondere im

IKT-Bereich, in der Luftfahrt,

aber auch im Pionierwesen wird

eine solche Expertise genutzt.

Jedoch in einer so konzentrierten

Art und Weise, wie Österreich

es praktiziert, ist das eher

einzigartig.

Fotos: Bundesheer/Wukoschitz, Bundesheer

M I L I T Ä R A K T U E L L I N S I D E

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INFRASTRUKTUR & GERÄT

BUNDESHEER INSIDE

PANDUR-ZULAUF

30 Fahrzeuge bestellt Das Verteidigungsministerium

und General Dynamics

European Land Systems-Steyr haben sich

auf die Lieferung von 30 weiteren gepanzerten

Pandur Evolution (Evo) geeinigt.

Die neuen Fahrzeuge sind als gepanzerte

Mannschaftstransporter konzipiert und

können aufgrund ihres modularen Aufbaus

schnell für andere Aufgaben wie

CASEVAC (Transport von Verletzten)

umgewandelt werden. In Kombination

mit den 34 im Jahr 2016 beschafften

und bis Ende 2020 zugelaufenen

Fahrzeugen, die im Pandur Evolution-

Kompetenzzentrum beim Jägerbataillon

17 in der Steiermark stationiert sind

(siehe auch Bericht auf Seite 3), betreiben

die österreichischen Streitkräfte

damit zukünftig eine Flotte von insgesamt

64 Pandur Evolution. Die Lieferung

der nun bestellten Fahrzeuge erfolgt in

den Jahren 2022 und 2023, der Auftragswert

liegt bei rund 106 Millionen

Euro. (red)

HEERESTRUPPENSCHULE

Investition in Gefechtstaktik und

-technik Das Bundesheer beschafft

beim schwedischen Rüstungskonzern

Saab weitere 100 Duellsimulationssysteme

für die elektronisch fernbedienbare

Waffenstation auf den gepanzerten

Mannschaftstransportfahrzeugen Pandur,

Dingo, Husar und Hägglunds (Bild).

Den entsprechenden Vertrag unterschrieb

Verteidigungsministerin Klaudia

Tanner im Rahmen eines Besuchs an der

Heerestruppenschule. Die Investitionssumme

beträgt rund zehn Millionen

Euro, der Zulauf der Geräte beginnt mit

2022. Die Duellsimulatoren werden auf

dem originären Gerät aufgebaut und

simulieren unter Verwendung von Laser

die Wirkung des eigenen Waffensystems

auf ein anderes Waffensystem und umgekehrt.

So wird die Waffenwirkung analog

zum scharfen Schuss dargestellt, wobei

alle Bedienungs- und Handlungsabläufe

inklusive Notbetrieb durch die Waffen-/

Systembedienung durchgeführt werden

müssen. Sämtliche Bewegungen, Vorgänge

und Tätigkeiten werden elek -

tronisch aufgezeichnet und in Echtzeitauswertung

dargestellt. Das ermöglicht

eine kontinuierliche Verbesserung von

Gefechtstaktik und -technik. (red)

MILITÄRHUNDEZENTRUM

Neues Welpenhaus für den Hundenachwuchs Verteidigungsministerin

Klaudia Tanner besuchte Ende Jänner das

Militärhundezentrum des Bundesheeres in Kaisersteinbruch

und eröffnete dort nach einer kurzen Einweisung durch den

Kommandanten Oberst Otto Koppitsch das neu erbaute Welpenhaus.

Aus hygienischen und veterinärmedizinischen Gründen

mussten die bestehenden Wurfzwinger dringend ersetzt

werden. Die Entwürfe der Neuerrichtung wurden gemeinsam

vom Militärhundezentrum, dem Veterinärdienst des Bundesheeres

sowie dem Militärservicezentrum ausgearbeitet; die

Umsetzung von regionalen Unternehmen ausgeführt. Die

neuen Räumlichkeiten umfassen einen Geräteraum und drei

Zwingeranlagen mit jeweils einem Wurfraum mit Wurfbox

sowie einem Auslauf. Die Baukosten betrugen insgesamt

150.000 Euro. (ÖBH)

Große Investitionen geplant Im Rahmen eines

Besuchs bei den Salzburger Pionieren kündigte

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner Ende

Jänner Investitionen in die Pioniertruppe von mehr

als 100 Millionen Euro an. „Es sind Investitionen

in Transportfahrzeuge, Pionierpanzer und die Brückenlegekapazität

bei den drei Pionierbataillonen

geplant; davon werden auch die Salzburger

PIONIERTRUPPE

Pioniere stark profitieren“, so Ministerin Tanner.

„Wir investieren aber auch in die Infrastruktur. Im

Bundesland Salzburg sind für heuer 13,6 Millionen

und für 2022 sogar 16,8 Millionen Euro als Investment

in Baumaßnahmen beim Bundesheer

vorgesehen. Zusätzlich werden 9 Millionen

Euro für Maßnahmen im Rahmen der Kasernen-

Autarkie im Bundesland verwendet.“ (red)

Fotos: Bundesheer/Pusch, Bundesheer/Trippolt

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M I L I T Ä R A K T U E L L I N S I D E

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AUS DEN VERBÄNDEN

BUNDESHEER INSIDE

JÄGERBATAILLON 25 & 7. JÄGERBRIGADE

Üben für den Ernstfall Ende Jänner

absolvierten Soldaten des Jägerbataillons

25 und der 7. Jägerbrigade in der

Khevenhüller Kaserne gemeinsam eine

Ausbildung der „SERE Bravo“ (englisch

Survival, Evasion, Resistance and Escape).

Dabei geht es um das Überleben

mit wenigen bis gar keinen Hilfsmitteln.

Ausbildungsinhalte waren beispiels -

weise das Errichten einer Unterkunft,

das Orientieren im Gelände, die

Wasseraufbereitung und die Nahrungsbeschaffung

aus Pflanzen und Tieren.

Weiters wurde auch das korrekte

Verhalten bei Gefangennahme durch

Feindkräfte trainiert. (ÖBH)

MILITÄRMUSIK BURGENLAND

PIONIERBATAILLON 1

Grundwehrdiener gesucht Die Militärmusik Burgenland

sucht junge Musiker für den Einrückungstermin September

2021. Ein Vorspieltermin ist jederzeit nach Vereinbarung möglich.

Kontakt: 0664/622 83 11 oder 050201/15-43 971.

(ÖBH)

ENTMINUNGSDIENST

Kampf gegen die Schneemassen Anfang

Jänner standen etwa 130 Soldatinnen und Soldaten

der Villacher Pioniere aus Kärnten im Assistenzeinsatz,

um örtliche Behörden im Kampf gegen die

Schneemassen zu unterstützen. Dabei befreiten sie

in den Gemeinden Lesachtal, Kötschach-Mauthen,

Dellach und Kirchbach zahlreiche öffentliche Gebäude

wie Schulen, Kindergärten und Gemeindegebäude

sowie das Landeskrankenhaus in

Kötschach-Mauthen von der Schneelast. Da es

sich dabei um gefährliche Arbeiten handelte,

wurden die Soldaten gesichert und angeseilt.

„Neben den zahlreichen Coronaeinsätzen ist unser

Bundesheer trotz allem bei Unwetterkatastrophen

für die Bevölkerung jederzeit und schnell zur

Hilfe vor Ort“, sagte Verteidigungsministerin Klaudia

Tanner. „Unsere Soldatinnen und Soldaten stehen

seit November für Schnee- und Lawineneinsätze,

wie es auch in Kärnten notwendig war, bereit.

Ich möchte mich bei den zivilen Einsatzorganisationen,

den zivilen Helfern und bei allen eingesetzten

Soldaten sehr herzlich für ihren Einsatz bedanken.

Nur die gute Zusammenarbeit aller ermöglicht

eine rasche Hilfe für die Bevölkerung.” (red)

Starke Bilanz Im Jahr 2020 wurden dem Entminungsdienst

1.267 Fund- beziehungsweise Wahrnehmungsmeldungen von

Kriegsmaterialien verschiedenster Art und aller Gefährlichkeitsgrade

übermittelt. Unter den gemeldeten Kriegsmaterialien

befanden sich unter anderem auch 30 Streubomben sowie

13 Anti-Personen-Minen. (ÖBH)

Fotos: Bundesheer, Bundesheer/Debalek

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BUNDESHEER INSIDE

AUS DEN VERBÄNDEN

BUNDESHEER

PIONIERBATAILLON 2

Brückenbau in Ganz Mehr als

40 Pioniere der Pionierbaukompanie

aus Salzburg haben Anfang

Februar innerhalb weniger Tage

eine 9,15 Meter lange Behelfsbrücke

nahe Matrei in Osttirol

errichtet. Bereits im Dezember

letzten Jahres riss eine Lawine bei

Ganz die einzige Zufahrtsbrücke

zu hoch gelegenen Bauernhäusern

und einer Tischlerei mit sich.

Die betroffenen Anrainer konnten

über den Lawinenkegel im Bereich

der ehemaligen Brücke

zwar weiterhin zu ihren Häusern

zufahren, im Hinblick auf die steigenden

Temperaturen hat die

Gemeinde aber beim Bundesheer

einen Assistenzeinsatz angefordert.

Die Soldaten verwendeten

für die Behelfsbrücke einen

Teil des insgesamt 108,5 Meter

langen sogenannten D-Brückensystems.

Dieses System für den

Einsatz bei Katastrophen in Tirol

wird in der Pontlatz-Kaserne in

Landeck gelagert und gewartet.

(red)

Gemeinsame Übung

Die Hundeführer des Roten

Kreuz Salzburg trainierten

Ende Jänner gemeinsam mit

ihren Vierbeinern mit Unterstützung

einer Alouette III

des Bundesheeres den

Transport im Hubschrauber:

das Auf- und Absitzen sowie

das Zu- und Absteigen mittels

Seilwinde. „Die Hunde

müssen sich erst einmal an

die neue Situation, den Lärm

und Wind des Hubschraubers

gewöhnen. Für manche

bedeutet das Stress und

eine große Überwindung

bei den ersten Flügen“,

erklärt der Übungsleiter.

Für Einsätze ist die Zusammenarbeit

mit den Hubschraubern

aber von großer

Bedeutung.

Auch für die Piloten sind solche

Einsatzübungen nicht

alltäglich und müssen immer

wieder trainiert werden. „Du

musst zu hundert Prozent

konzentriert sein. Bei Seilwindenbergungen

oder

Außenlasttransporten kann

jeder kleine Fehler gefährlich

werden“, erklärt einer

der Hubschrauberpiloten.

(MilKdo Sbg)

Nachtschießen Am 15. Dezember 2020 führte der Bataillonsstab

ein Nachtschießen durch. Dabei kamen das Taktische Laser-Licht-

Modul sowie das Nachtsichtgerät Lucie für das Sturmgewehr 77A1

und die Pistole 80 zum Einsatz. (PiB 2)

MILITÄRKOMMANDO

VORARLBERG

Fotos: Bundesheer/Hörl, Archiv Pionierbataillon 2/Johann Zaunbauer, Bundesheer/Koppitz, Bundesheer/Riedelsperger

Danksagung Anfang Fe -

bruar wurden rund 90 Soldaten

des Militärkommandos

Vorarlberg, welche die Landesregierung

im Rahmen der

Covid-19-Maßnahmen unterstützten,

mit der Einsatzmedaille

des Österreichischen

Bundesheeres ausgezeichnet.

Die Soldaten des Pionierzuges,

der Militärmusik

und des Unterstützungszuges

des Hochgebirgs-Jägerbataillons

23 waren unter

dem Kommando der Stabskompanie

des Militärkommandos

Vorarlberg beim

Contact Tracing, bei den

Flächentestungen und bei

Transportaufgaben eingesetzt.

Zusätzlich standen die

Soldaten während der starken

Schneefälle als Lawineneinsatzzug

bereit. (ÖBH)

Richtschützenkurs Insgesamt

sieben Teilnehmer besuchten in

den Kalenderwochen 47 bis 49

einen von der Pionierkampfunterstützungskompanie

abgehaltenen

Richtschützenkurs an der EFWS

(elektrisch fernbedienbaren Waffenstation)

am geschützten Mehrzweckfahrzeug

Husar sowie am

Universalgeländefahrzeug BvS10

AUT.

Panzerappell In der Kalenderwoche 51 des vergangenen Jahres

führte die Pionierkampfunterstützungskompanie einen sogenannten

Panzerappell mit den gepanzerten Kampf- und Gefechtsfahrzeugen,

Pionierpanzer, Bergepanzer, Mehrzweckfahrzeug Husar sowie

dem Universalgeländefahrzeug BvS10 AUT und die Pionierkompanie

(gebirgsbeweglich) einen Appell der Räderfahrzeuge durch.

Dabei wurden alle Fahrzeuge auf den technischen Zustand und

die materielle Einsatzbereitschaft geprüft. (PiB 2)

Zunächst erfolgte eine vorgestaffelte,

allgemeine Waffenausbildung

am überschweren Maschinengewehr

M2. Dabei erlernten

die Soldaten beispielsweise das

Prüfen der Sicherheit, Auseinandernehmen

und Zusammensetzen

sowie das Einstellen von

Verschlussabstand und Zündzeitpunkt.

Schwergewicht des Richtschützenkurses

war dann aber

die richtige Handhabgung der

EFWS. Dazu gehören unter anderem

die richtige In- und Außer -

betriebnahme, Funktionen der

EFWS in Menü- und Gefechtsbildschirm,

das Ausrüsten des

Trägerfahrzeuges mit der Bordsprechanlage

und deren Bedienung.

Weiters die Funktionen

der Mehrfachwurfanlage, Richtübungen,

sowie Beobachten,

Feuerkampf und Verhalten am

Gefechtsfeld. (PiB 2)

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AUS DEN VERBÄNDEN

BUNDESHEER INSIDE

STABSBATAILLON 6

THERESIANISCHE MILITÄRAKADEMIE

Praxisnahe Aus- und

Fortbildung Der Retteund

Bergezug der ABC-Abwehrkompanie/Stabsbataillon

6 in Innsbruck konnten

Mitte Februar unter besonders

einsatzrealen Bedingungen

üben. Die Soldaten nutzten

ein Gebäude, welches in

Bälde abgerissen wird, um

Fähigkeiten wie beispielsweise

das Retten und Bergen aus

Höhen und Tiefen, das Bewegen

schwerer Lasten oder

auch den Brandschutzdienst

mit schwerem Atemschutz

weiter auszubauen. (ÖBH)

PANZERBATAILLON 14

Praxisnahe Aus- und

Fortbildung Wie schon

viele Rekruten zuvor übten

sich die Soldaten des Ein -

rückungstermines Jänner

2021 vom Panzerbataillon

14 Mitte Februar beim Leben

im Felde am Truppenübungsplatz

Allentsteig.

Dabei lernten sie wichtige

Überlebenstechniken sowie

militärische Fertigkeiten wie

etwa den Bau von Stellungen,

das Beobachten und

Melden oder das Errichten

eines Lagerplatzes. Natürlich

kamen dabei auch Gefechtsdienstthemen

wie Gefechtsformen,

gesicherter

Fußmarsch oder der Feuerkampf

nicht zu kurz. (ÖBH)

IMPRESSUM

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Fähnriche trainieren den Kampf im Gebirge Der 1. und der

2. Jahrgang sowie die Lehrgruppe Jäger des 3. Jahrganges der Theresianischen

Militärakademie absolvierten Anfang bis Mitte Februar

ihre Gebirgsausbildung am Truppenübungsplatz Hochfilzen.

Durchgeführt wurde der Lehrgang „Kommandant im Gebirge“ wie

jedes Jahr vom Gebirgskampfzentrum in zwei Teilen: Dem zweiwöchigen

Sommer- und dem einwöchigen Winterlehrgang. Aufbauend auf

die in der Kaderanwärterausbildung 2 durchzuführende Truppengebirgsausbildung

werden die Fähnriche durch den Lehrgang befähigt,

Aufträge unter schwierigen Bedingungen im Mittelgebirge zu erfüllen.

Die Ausbildung zielt dabei weniger auf das Erlernen alpintechnischer

Fertigkeiten als vielmehr auf die Förderung von Beurteilungs- und

Führungskompetenzen für Einsätze im Gebirge ab.

Der Jahrgang „Freiherr Lenk von Wolfsberg“ absolvierte den Winterteil

von 1. bis 5. Februar und schloss damit den Lehrgang „Kommandant

im Gebirge“ ab. Da für die Fähnriche des 1. Jahrganges die Truppengebirgsausbildung

während der Kaderanwärterausbildung 2 aufgrund

der Corona- Pandemie ausgefallen ist, hat der Jahrgang zwei

Wochen am Truppenübungsplatz Hochfilzen verbracht. In der ersten

Woche standen allgemeine Themen wie Bewegen mit Schneeschuhen,

Anschlagsarten im Winter und Biwakbau auf dem Programm.

Die zweite Woche war ganz der Erfüllung von militärischen Aufgaben

im winterlichen Gebirge gewidmet. Der Fokus lag dabei auf dem

„Leben/Überleben“. Die Fähnriche wurden aber auch psychischen

und physischen Belastungen ausgesetzt. Ungewissheit, häufige Lageänderungen

und subjektive Gefahren forderten. Vor allem aber der

abschließende Marsch unter gefechtsmäßigen Bedingungen vom

Truppenübungsplatz Hochfilzen über den Römersattel und die Vorderkaserklamm

nach Saalfelden führte viele an die Grenzen ihrer körperlichen

Leistungsfähigkeit, wird aber auch noch lange in Erinnerung

bleiben.

Die besondere Bedeutung des Gebirgskampfes zeigt sich auch darin,

dass drei Wochen der Ausbildung in der Waffengattung Jäger für diesen

Themenbereich verwendet werden. Ebenfalls durch die Experten

des Gebirgskampfzentrums vermittelt, erlernten die Fähnriche der

Lehrgruppe Jäger des Jahrganges „Dragonerregiment 7“ die Besonderheiten

des Einsatzes im Gebirge. „Überleben/Leben“ sowie „Bewegen“

und „Kämpfen“ – drei Bereiche, die es nicht nur zu kennen,

sondern auch zu beherrschen gilt. Neben der Förderung der Eigenbeweglichkeit

durch mehrere Touren im verschneiten Gebirge wurde die

Zusammenarbeit mit unterstützenden Elementen wie Hubschraubern

und Tragtieren trainiert. Die Besonderheiten des Schießens im Gebirge

wurden erlebt sowie zu berücksichtigende Faktoren bei der Planung

und Durchführung von Einsätzen im Gebirge erlernt. (MilAk)

Führungskräftefeedback Grundwehrdiener Seit 2013 werden

Grundwehrdiener zu mehreren Zeitpunkten zu unterschiedlichen

Themenbereichen befragt. Die kürzlich publizierten Ergebnisse

der 3. Befragung der Rekruten des Einrückungstermines Juli 2020

sind für die Militärakademie durchaus positiv: Mehr als 90 Prozent

gaben an, mit ihrer militärischen Unterkunft, den Sanitäranlagen sowie

den Aufenthaltsräumen zufrieden zu sein. Ebenfalls 90 Prozent

waren mit dem Freizeitangebot und 80 Prozent mit der Verpflegung

zufrieden. 87 Prozent der Befragten gaben an, ihren unmittelbaren

Vorgesetzen zu vertrauen und fühlten sich respektvoll sowie korrekt

behandelt. In der Gruppe mit ihren Kameraden und Kameradinnen

fühlen sich 97 Prozent wohl. Es gibt aber auch Bereiche, die zu Änderungen

in der Ausbildung führen müssen: 30 Prozent fühlen sich

nicht zur sicheren und erforderlichenfalls wirksamen Handhabung

ihrer Waffe befähigt. Des Weiteren fühlen sich 80 Prozent der Rekruten

für einen militärischen Einsatz nicht gut vorbereitet. (MilAk)

Neue Aula „Internationale Einsätze“ Angesichts 60 Jahre

Auslandseinsätze im Bundesheer und der hohen Bedeutung der

Aufgabenstellungen im Ausland für die Inhalte und Abläufe der Offiziersaus-

und -weiterbildung wurde Ende 2020 die Aula im 2. Stock

der Südstiege der Theresianischen Militärakademie umgestaltet und

eine Aula „Internationale Einsätze“ geschaffen. Mit insgesamt neun

Stelen werden die Einsätze des Bundesheeres dargestellt. Die erste

Stele gibt einen Überblick über die Teilnahme an Friedensoperationen

sowie Katastrophen- und humanitären Hilfseinsätzen. Auf den

restlichen acht Stelen werden mittels zahlreicher Fotos Eindrücke

von den Einsätze in Mali, im Tschad, im Libanon, auf Zypern, im

Kosovo, in Afghanistan, in Bosnien und Herzegowina sowie auf dem

Golan vermittelt. Um auch künftige Einsätze darstellen zu können,

wurde auch Platz für zwei weitere Stelen vorgesehen. (MilAk)

Fotos: Bundesheer/Trippolt, Bundesheer/Wilhelm M., Panzerbataillon 14, Bundesheer/Lampersberger, Bundesheer/Hammler

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BUNDESHEER INSIDE

PERSONAL

INSIDE ZITATE

„DAS BUNDESHEER IST

DIE BEWAFFNETE MACHT

DER REPUBLIK. UNSER

AUFTRAG IST, DANN ZU

SCHÜTZEN, WENN ALLE

ANDEREN NICHT MEHR

KÖNNEN. IN SOLCHEN

SITUATIONEN KÖNNEN

PANZER SEHR WICHTIG

SEIN. ES IST NICHT DIE

FRAGE, OB WIR CYBER-

SOLDATEN ODER SCHWERE

WAFFEN BENÖTIGEN. IN

UNSICHEREN ZEITEN SIND

ALLE WAFFENGATTUNGEN

ERFORDERLICH.“

Große Auszeichnung für

Bundesheer-General Vor

wenigen Wochen wurde Generalmajor

Friedrich Schrötter mit

dem Ehrenkreuz der Bundeswehr

in Gold ausgezeichnet.

Als Vertreter der Bundesrepublik

Deutschland überreichte Verteidungsattaché

Oberstleutnant

i. G. Frank Söhnholz unter Corona-Bedingungen

die hohe Auszeichnung.

„Durch den persönlichen

Einsatz von Generalmajor

Schrötter konnte die Kooperation

des Bundesheeres mit der

Bundeswehr gefördert und

weiter ausgebaut werden,

wobei sein Engagement zum

gegenseitigen Verständnis und

wesentlich zum Erfolg beitrug“,

so der Verteidigungsattaché.

Insbesondere die Zusammenarbeit

im Einsatz EUTM Mali, EU-

NAVFOR Op Sophia, Resolute

Support Afghanistan und bei

der EU Battle Group – mit den

notwendigen sicherheitspolitischen

Konsultationen mit

Deutschland – wurden vom

Deutschen Bundesministerium

der Verteidigung als Gründe für

die Auszeichnung angeführt.

Söhnholz: „Österreich ist ein

verlässlicher Partner für die Bundeswehr

und das wird durch

Führungspersönlichkeiten wie

Schrötter auf höchster Ebene

wesentlich gefestigt und das

soll auch sichtbar sein.“

BUNDESHEER

Das Ehrenkreuz der Bundeswehr

ist in fünf Stufen gegliedert. Die

Ausführung in Gold entspricht

der vierten Stufe und wird nur

durch das Ehrenkreuz für Tapferkeit

als letzte Stufe begrenzt. Die

Verleihung erfolgt durch die

Bundesministerin der Verteidigung

„als sichtbare Anerkennung

in Würdigung beispielhafter

soldatischer Pflichterfüllung“.

In Ausnahmefällen dürfen auch

Zivilpersonen und Soldaten

ausländischer Streitkräfte damit

geehrt werden. (red)

Brigadier Erich Cibulka,

Präsident der Österreichischen

Offiziersgesellschaft in einer

Aussendung der ÖOG.

------------------------------

„DIE SICHERHEITS-

SITUATION IST

CHARAKTERISIERT DURCH

RASCHE VERÄNDERUNGEN,

UNGEWISSHEITEN, KOM-

PLEXITÄT, SPANNUNGEN

UND SOGAR BEWAFFNETE

KONFLIKTE. ERWARTEN SIE

STETS DAS UNERWARTETE!“

Generalmajor Bruno Hofbauer,

Leiter der Gruppe

Grundsatzplanung, beim

Militärdoktrinenseminar der

OSZE Mitte Februar in Wien.

Wo kann der

Staat helfen,

und was

muss man

selber tun?

FUR DEN

FALL DER FALLE

Viele Tipps:

Geplantes

und richtiges

Bevorraten

statt wildem

„Hamstern“

Fotos: Bundesheer/Karlovits, Bundesheer/Fuss, Militär Aktuell/Geli Goldmann, Privat

------------------------------

„ICH BIN DEM BUNDESHEER

DANKBAR, DASS SIE BEIM

THEMA HOMOSEXUALITÄT

VORWÄRTSGERICHTET

UND EHRLICH DARAN

INTERESSIERT SIND ZU

ZEIGEN, DASS ALLE

MENSCHEN BEI IHNEN

WILLKOMMEN SIND.“

Regisseur David Wagner erzählt

im Gespräch mit Militär Aktuell

von seinem geplanten Film über

das Leben von Ausbildner und

Vizeleutnant Charles Eismayer,

der 2014 seinen Partner Hauptmann

Mario Falak heiratete.

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PERSONAL

EUFOR/ALTHEA

Personalwechsel im Kosovo Mitte

Jänner übernahm Generalmajor

Alexander Platzer das Kommando

über die EUFOR-Truppe in Bosnien und

Herzegowina. Er löst damit General -

major Reinhard Trischak in der Funktion

des EUFOR-Kommandanten ab.

Wie schon seine Vorgänger wird Platzer

für ein Jahr mehr als 600 Soldatinnen

und Soldaten aus 19 Ländern

führen. Österreich hat damit bereits

zum neunten Mal in Folge das

Kommando über die EU-Mission.

Die Kommandoübergabe erfolgte

durch den französischen General Brice

Houdet, Kommandant aller EU-Operationen

im Camp Butmir, Sarajevo.

„Österreich ist der größte Truppensteller

in der Mission EUFOR/ALTHEA. Unsere

Soldatinnen und Soldaten leisten

durch ihren Einsatz einen wesentlichen

Beitrag zur Sicherheit und Stabilität in

der Region und am Westbalkan, das

bedeutet gleichzeitig auch mehr Sicherheit

für Europa und seine Bürger. Seit

2009 wird die Mission durch einen

österreichischen Kommandanten geführt.

Das zeigt, dass Österreichs Engagement

und Erfahrung in der Europäischen

Union hoch anerkannt sind“, so

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Verteidigungsministerin Tanner bedankte

sich beim scheidenden Kommandanten:

„Ich möchte mich bei Generalmajor

Reinhard Trischak für sein Engagement

und seinen Einsatz in der Mission

EUFOR/ALTHEA bedanken. Er hat

seinen ausgezeichneten Führungsqualitäten

bewiesen und die Soldatinnen

und Soldaten aller 19 Nationen sicher

durch sehr herausfordernde Zeiten

geführt. Gleichzeitig möchte ich aber

auch dem künftigen Kommandanten

Generalmajor Alexander Platzer gratulieren

und ihm für seine neue Funktion

viel Erfolg und Soldatenglück wünschen.“

Generalmajor Alexander Platzer bringt

umfangreiche Truppen- und Führungserfahrung

mit. Der geborene Salzburger

war 1999 „Chief Operations“ und

Kontingentskommandant der österreichischen

UN-Truppen auf Zypern, er

absolvierte Ausbildungen an der Führungsakademie

der deutschen Bundeswehr

und am US-George-Marshall-

Center, von 1991 bis 1994 absolvierte

er den österreichischen Generalstabslehrgang.

Unter anderem führte Generalmajor

Platzer die 1. Jägerbrigade, war

Stabschef im Ministerkabinett und im

Kommando Landstreitkräfte und hatte

auch das Kommando der Streitkräftebasis

inne. Zuletzt war Generalmajor Platzer

in der Generalstabsdirektion im Verteidigungsministerium

eingesetzt. (red)

Neuer Kommandant Am 28. Jänner

fand die Kommandoübergabe des Jägerbataillons

19 in Form eines militärischen

Festaktes statt. Oberst des Generalstabsdienstes

Markus Höfler (rechts

im Bild) übernahm das Kommando über

das Jägerbataillon 19 offiziell bereits am

1. Jänner und wurde für ein Jahr mit der

Führung der Soldaten und Soldatinnen

in der Montecuccoli-Kaserne betraut. Im

Zuge des Festakts übernahm er offiziell

SANITÄTSZENTRUM SÜD

Held der Ausgabe Am 4. Februar

2020 war Oberwachtmeister Kevin

Brunnader einer jungen Mutter, die auf

offener Straße niedergestochen wurde,

selbstlos zu Hilfe geeilt. Nun wurde er für

sein beherztes Eingreifen mit der „Goldenen

Medaille am Roten Bande für Verdienste

um die Republik Österreich“ ausgezeichnet.

Der Milizsoldat des Sanitätszentrums

Süd konnte bei dem Vorfall in

Graz-St.Peter den Angreifer mit Hilfe von

BUNDESHEER INSIDE

JÄGERBATAILLON 19

die Insignien und somit die Führung des

Bataillons. Oberst des Generalstabsdienstes

Markus Höfler bedankte sich bei der

militärischen Führung, allen voran bei

Brigadekommandant Brigadier Christian

Habersatter (Bildmitte), für das ihm entgegengebrachte

Vertrauen und bei seinem

Vorgänger Oberst Thomas Erkinger (links)

für die umfangreiche und ordnungsge -

mäße Übergabe und das ausgezeichnete

„Standing“ des Bataillons. (ÖBH)

militärischen Nahkampftechniken außer

Gefecht setzen. In Folge hat er als Ersthelfer

und nach Eintreffen weiterer Rettungskräfte

als Einsatzleiter vor Ort agiert. Bundesministerin

Klaudia Tanner zeigte sich

in ihrer Laudatio beeindruckt von Kevin

Brunnader: „Ich danke Ihnen für Ihre Leistungen,

Ihren Mut, Ihre rasche Reaktion,

Ihre beherzte Führung vor Ort und das

Umsetzen von erlernten Fähigkeiten und

von soldatischen Tugenden.“ (red)

AUSZEICHNUNGEN, BEFÖRDERUNGEN & VERABSCHIEDUNGEN

Mitte Februar wurde Generalvikar

Peter Papst (1) durch Bischof Werner

Freistetter offiziell zum Konsistorialrat ernannt.

Papst führte die Amtsgeschäfte bereits

seit vergangenem Sommer und löste

den in Ruhestand gegangenen Leszek

Ryzka ab. Oberst Karl Kastenhofer wurde

außerdem zum Geistlichen Rat ernannt.

Neben ihren sportlichen Erfolgen konnten

Korporal Marlene Pribitzer und

Zugsführer Bernhard Pickl (2) im

vergangenen Herbst ihr Bachelorstudium

Sport und Eventmanagment an der

Privatuniversität Seeburg erfolgreich

abschließen. Marlenes Ziel war es, sich

„Die duale Rolle von Eltern als TrainerInnen

im Spitzensport am Beispiel Sportschießen“

unter die Lupe zu nehmen.

Bernhard, als Heeresleistungssportler in

Rif stationiert, wählte die „Aktion ,Jugend

zum Sport‘ – eine Effektivitäts- und Effizienzanalyse

am Beispiel Sportschießen.“

Neuer Kommandant: Oberst Klaus

Zweiker (3) übernahm Ende 2020 die

Führung des Truppenübungsplatzes Lizum/Walchen.

Sein Vorgänger, Oberst

Johann Zagajsek, trat in den Ruhestand.

Das Rodel-Duo Zugsführer Thomas

Steu und Zugsführer Lorenz Koller

1 2 3 4

(4) aus dem Heeres-Sportzentrum darf

sich über den Gesamtweltcupsieg freuen.

Exakt ein Jahr nach dem Schienbeinund

Wadenbeinbruch von Thomas Steu

legte das Duo eine Comeback Saison

nach Maß hin.

Vielen Dank an unsere Leser für die

Hinweise in dieser Rubrik. Eigene

Kurzmeldungen einsenden:

redaktion@militaeraktuell.at

Fotos: Bundesheer/Pusch, Bundesheer/Schabhüttl, Bundesheer/Zaazou, Katholische Militärseelsorge, Bundesheer/Hörl, Gepa Pictures

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SONSTIGES

BUNDESHEER INSIDE

50 JAHRE SAAB 105OE: TIME TO SAY GOODBYE

Offizielle Verabschiedung Am

11. Dezember 2020 fand im Beisein von

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner

und hochrangigen Vertretern des Bundesheeres

am Fliegerhorst Vogler in

Hörsching das „Fly-out“, die offizielle

Verabschiedung der Saab 105OE, statt.

Mit mehr als 156.500 Flugstunden und

fast 254.000 Einsätzen zur Sicherheit

der Bevölkerung beendet das Flugzeug

nach 50 Jahren seinen aktiven Dienst mit

Jahresende. Im Rahmen des „Fly-out“

enthüllte Verteidigungsministerin Tanner

eine Saab 105OE mit einer speziellen

Tiger-Sonderlackierung „50 Jahre im

Dienste Österreichs“. Tanner hob in ihrer

Ansprache neben den vielschichtigen

Aufgaben der Saab 105OE besonders

die Leistungen des Personals hervor.

„Das ist das Ende einer beeindruckenden

Ära. Nur durch die herausragenden

Leistungen unserer Techniker und der

Piloten, die diesen Jet bis zur Perfektion

beherrschen, war ein so langer und sicherer

Flugbetrieb möglich. Gerade am

kritischen Ende einer Systemlaufzeit hat

ihr Engagement den reibungslosen und

vor allem sicheren und unfallfreien Flugbetrieb

garantiert“, so Ministerin Tanner

in ihrer Ansprache.

Im Jahr 1968 wurden zwanzig Maschinen

aus Schweden bestellt und die

Order im April 1969 um zwanzig

weitere Maschinen aufgestockt. In

den österreichischen Luftstreitkräften

begann die Erfolgsgeschichte der

Saab mit der Landung der ersten drei

Maschinen in Hörsching am 2. Juli 1970.

Aufgeteilt wurden die Jets auf drei

Staffeln, stationiert in Hörsching und

Graz-Thalerhof.

Die Aufgaben der Saab 105OE waren

breit gefächert: von der Aufklärung und

Feuerunterstützung der Bodentruppen

über VIP-Transporte und Spüraufgaben

zur Detektion radioaktiver Verseuchung

oder der Ausbreitung von Asche oder

Giftwolken bis hin zur Luftraumüberwachung.

Besonders zu erwähnen ist das

Abfangen einer türkischen Transall Transportmaschine

im August 1973 und der

darauffolgende Landezwang am Flughafen

Innsbruck. Darüber hinaus spielte die

Saab 105OE auch in der Pilotenausbildung

eine wichtige Rolle. Sie wurde als

Trainer eingesetzt, um Piloten im Einsatzflugbetrieb

in allen benötigten Fertigkeiten

wie Luftkampf, Luftraumüberwachung,

Luftspüreinsätzen und Feuerunterstützung

zu schulen. Bei der Teilnahme

an zahlreichen Luftfahrtveranstaltungen

konnten die österreichischen Piloten ihre

außergewöhnlichen Fähigkeiten im Vergleich

mit Kameraden anderer Luftwaffen

unter Beweis stellen. Besonders international

und national geschätzt waren

die Kunstflugstaffel „Karo As” und das

Kunstflugteam „Silver Birds“ Mitte der

1970er-Jahre.

Im Jahr 1991 übernahm die Saab 105OE

neben dem Draken eine wesentliche

Rolle im Sicherungseinsatz an der Südgrenze

Österreichs im Zuge der Jugoslawienkrise.

Insgesamt waren in dieser Krise

bis zu 14 Saab 105OE im Einsatz und

flogen Patrouillen und Überwachungsflüge

entlang der Staatsgrenze. Im September

1993 flog dann die erste Maschine in

einer „Tigerlackierung“ – angelehnt an

das Staffelabzeichen. 2013 wurde die

Tigerstaffel dann auch Mitglied in der

„NATO Tiger Association“ im Rahmen

der Partnerschaft für den Frieden. Auch

hier wurde die Saab 105OE als wertvolles

Asset geschätzt und in anspruchsvollen

Übungsszenarien eingesetzt. Die

Piloten konnten dabei auch Erfahrungen

in der Zusammenarbeit mit anderen Luftstreitkräften

sammeln, die in Österreich

so nicht möglich gewesen wären.

Im Laufe der 50 Einsatzjahre haben die

Luftstreitkräfte übrigens zwölf Saab

105OE durch Flugunfälle verloren; 14

Piloten und Techniker gaben bei diesen

Einsätzen ihr Leben. Der letzte Flugunfall

fand am 17. April 2003 bei einem Trainingsflug

über dem Truppenübungsplatz

Allentsteig statt. Der Pilot konnte sich damals

glücklicherweise mittels Schleudersitz

aus dem Flugzeug retten und unversehrt

am Truppenübungsplatz landen. In

den letzten 17 Jahren verlief der Flugbetrieb

der Saab 105OE dann unfallfrei.

Der letzte Flug der Jubiläumsmaschine

„Golden Tiger“ führte sie dann Mitte Jänner

auf Einladung der „Flying Bulls“ nach

Salzburg zum Hangar-7. Die Maschine

wird dort voraussichtlich bis Jahresmitte

ausgestellt bleiben und der breiten Öffentlichkeit

– abhängig von den Covid-

Maßnahmen – im Rahmen der Ausstellung

zugänglich sein. Im Cockpit der

Maschine saß Brigadier Gerfried Promberger

(siehe Bild unten, links im Bild),

Kommandant der Luftraumüberwachung.

(red)

Fotos: Bundesheer/Riedlsperger, Bundesheer/Steger, aviation-media.com/Alex Schwarz, Bundesheer/Tokunaga

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BUNDESHEER INSIDE

NEUERSCHEINUNG I

Neues Buch „Militärisches Boxen“ Militärisches

Training hat das Ziel, Soldaten auf

ihren Einsatz vorzubereiten. Das bedeutet, auf

das Gefecht und, in letzter Konsequenz, auf

den Kampf „Mann gegen Mann“. Um unerfahrenen

Soldaten das Nahkampftraining besser

zu vermitteln, hat Vizeleutnant Gerald Pelikan

das Militärische Boxen entwickelt. In seinem

neuen Buch „Militärisches Boxen“ gibt Pelikan

nun Einblicke in das Ausbildungssystem der

österreichischen Streitkräfte.

Dargestellt wird die modulartig aufgebaute

Ausbildung für die Selbstverteidigung, die Anwendung

unmittelbarer Zwangsgewalt und der

militärische Nahkampf. Erfahrungsberichte eines

Berufssoldaten im Nordkosovo, eines Türstehers,

eines Polizisten mit spezieller Einsatzerfahrung,

eines Fremdenlegionärs und Kampfsportlers

geben zusätzliche Einblicke in diese

Materie. Pelikan ist überzeugt, dass sich die

Ausbildung nicht nur alleine auf Technik und

Taktik beschränken darf. Ein wichtiger Teil muss

sich mit dem Kontakttraining „Mann gegen

Mann“ und den Grundlagen des „Kämpfens“

wie dem punktuellen Aggressionspotenzial,

der emotionalen Stabilität, dem Durchsetzungsvermögen

und der Entschlossenheit befassen.

Durch diese geistige Auseinandersetzung

sowie dem Erleben von Sieg und Niederlage in

einem geschützten Bereich entwickelt sich ein

verantwortungsvoller Soldat, der Rechtshandlungen

angemessen, kontrolliert und mit Übersicht

verhältnismäßig durchsetzen kann.

Vizeleutnant Gerald Pelikan ist Lehroffizier Körperausbildung

in der Lehrgruppe 2 im Heeresund

Sportzentrum. Neben vielfältiger Erfahrung

bei nationalen und internationalen Einsätzen,

als Nahkampftrainer, Fachsportler der Selbstverteidigung

sowie Wettkämpfer im zivilen

Bereich, A-Trainer im Olympischen Boxen ist

Pelikan Instruktor für Krav Maga Maor. Ein breites

Publikum kennt ihn aus der ATV-Serie „Teenager

Bootcamp“, wo er Jugendlichen die „härtesten

Wochen ihres Lebens“ bescherte.

Neues TD-Taschenbuch „Endkämpfe

im Alpenvorland 1945“

Ab dem Jahr 1944 wurden die „Alpenund

Donaureichsgaue“ zum Ziel der

alliierten Luftflotten und zum Schauplatz

des Bombenkrieges. Schließlich erreichten

im Frühjahr 1945 auch Bodentruppen

das Alpenvorland, das sich

zum Kampfgebiet und Tatort der Endphaseverbrechen

des NS-Regimes entwickelte.

Die Rote Armee stieß im Zuge

der „Wiener Operation“ aus dem Osten

an die Traisen vor, wo die Front in den

letzten Wochen des Krieges zum Stillstand

kam. Die U.S. Army überschritt

die österreichische Grenze Ende April

und ging zügig bis an die Enns vor. Zwischen

diesen beiden Flüssen kam es zu

den letzten Gefechten des Zweiten

Weltkrieges in Österreich und zu den

ersten Treffen von Soldaten der Alliierten

– womit der Zweite Weltkrieg nicht

nur faktisch, sondern auch symbolisch

zu Ende ging.

SONSTIGES

NEUERSCHEINUNG II

Das kürzlich erschiene Truppendienst-

Taschenbuch „Endkämpfe im Alpenvorland

1945. 35 Tage zwischen Wienerwald

und Enns.“ widmet sich diesen

letzten Gefechten und beleuchtet

neben den militärischen Ereignissen am

Boden auch den Bombenkrieg sowie

die Endphaseverbrechen in diesem

Raum. Es handelt sich dabei um eine

Zusammenfassung und gedruckte Umsetzung

der Truppendienst-Onlineserien

„Das Alpenvorland im Frühjahr

1945“ und „Die letzte Hauptkampf -

linie“ sowie zusätzlicher Online-Artikel

wie „Das letzte Gefecht in Oberösterreich“.

Es ist das Ergebnis einer mehrjährigen

intensiven Auseinandersetzung

mit diesem Thema, dem Studium der

verfügbaren Literatur (vor allem der

Standardwerke von Manfried Rauchensteiner

und Theo Rossiwall), dem Besuch

von Ausstellungen, Museen – vor

allem jedoch der Recherche vor Ort –,

zahlreicher Interviews mit Zeitzeugen

sowie des intensiven Austauschs mit

Experten und anderen Personen, die

sich mit dieser Thematik beschäftigen.

„Endkämpfe im Alpenvorland 1945.

35 Tage zwischen Wienerwald und

Enns.“ mit vielen Fotos, Karten,

Grafiken und Abbildungen.

ISBN 978-3-200-07261-9, 328 Seiten,

Deutsch, 13,90 Euro. (red)

KRIEG IN ÖSTERREICH Ein alliierter Bomber

während eines Einsatzes über dem Alpenland.

Im Bild links sind zerstörte und verlassene

Fahrzeuge am Bahnhof Amstetten zu sehen.

Fotos: Bernhard Faschauner, Verena Fuchs, Wolfgang Riedlsperger, Wolfgang Hontsch, HGM, Stadtarchiv Amstetten, Milizverlag, Truppendienst

„Militärisches Boxen.

Von Schafen, Wölfen

und Hütehunden.“

von Gerald Pelikan.

ISBN 978-3-901185-

79-3, 126 Seiten,

Deutsch, 20,00 Euro.

(red)

Inside-Top-Bilder: die Plätze 2 bis 5

INFORMATIONEN ZUM GEWINNSPIEL UND DAS SIEGERBILD FINDET IHR AUF DER NÄCHSTEN SEITE

PLATZ 2

BERNHARD FASCHAUNER

Eisige Temperaturen: Dieser Pandur wurde

2009 im Rahmen der Operational Reserve

Force bei KFOR im Kosovo aufgenommen.

PLATZ 3

WOLFGANG RIEDLSPERGER

Soldaten des Gebirgskampfzentrums Saalfelden

üben am Truppenübungsplatz Hochfilzen

den Kampf im Gebirge – im scharfen Schuss.

PLATZ 4

VERENA FUCHS

Noch einmal ein Pandur: Beim „Technischen

Halt” während einer Probefahrt nach erfolgter

Reparatur.

PLATZ 5

WOLFGANG HONTSCH

Whiteout: Eine AB212 während des

Hochgebirgslandekurses im Februar

2020 irgendwo in Tirol.

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TOP-BILD DER AUSGABE

BUNDESHEER INSIDE

Top-BILD Tauern

LoRENZ WoLF

Die Kaderanwärterausbildung als Herausforderung: Zu sehen ist ein Biwaklager in den Radstädter

– Ziel der Übung war es, das in der Winter-Alpinausbildung Erlernte in die praxis zu übertragen.

INSIDE

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jeder Ausgabe fünf Jahresabos von Militär Aktuell.

Das „Top-Bild der Ausgabe“ setzen wir jeweils auf der

letzten Seite groß in Szene, die weiteren vier „Top-Bilder“

findet ihr auf Seite 15 unten.

Eure Bilder schickt an gewinnspiel@militaeraktuell.at

Foto: Lorenz Wolf

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