POPSCENE Juli 07/21

popscenemag

Das total umsonste Popkulturmagazin.

DAS TOTAL UMSONSTE POPKULTURMAGAZIN

07

21

INTERVIEWS

DAS

SZENE-MAG

FÜR DEN

SÜDWESTEN

Powerwolf

Gary Kemp

DAS GEHT

Termine, Tipps

und vieles mehr

popscene.club

Kulturkalender

jetzt mit noch mehr Kultur!


Wir sind

wieder da!

Kleines Land,

großes Kino!

Seit dem goldenen Kino-Zeitalter der 50er-Jahre

hat sich vieles verändert – doch die Liebe der

Saarländerinnen und Saarländer zum Kino vor

Ort ist auch heute so stark wie eh und je.

willkommen.saarland

kinoim.saarland


Der

Honig

fließt

Es ist, als ob man einen Stopfen aus einem proppenvollen

Behälter heraus zieht und goldener

Honig beginnt zu fließen. Dann verteilt man

die kostbare Klebe mit einem Messer auf einer

lecker Butterschmiere und beißt rein. Hmmm.

So lecker!!

So in etwa hat sich die Produktion dieser Ausgabe

angefühlt. Mit dem Honig sind natürlich

die Veranstaltungen gemeint, die aktuell angekündigt

werden. Und das Brot mit Butter das

sind wir alle.

Zugegeben: Nach einem Jahr Stille kommt der

Buzz mit einer ganz schönen Wucht und man

04 TITEL

Powerwolf

Gary Kemp

One Shot Filmfestival

16 SPECIAL

IBA

20 TRAVELS

Potsdam

24 BLICK ÜBER DER TELLERRAND

Industriemuseum Lauf

muss sich vielleicht nochmal an das normale

Leben etwas gewöhnen.

Aber wir brauchen die Begegnung, die Kultur,

die Veranstaltungen, den Sport, das Gespräch –

halt eben alles was zuletzt zu kurz gekommen

ist.

Oft weiß man vermeidlich selbstverständliche

Dinge erst zu wertschätzen, wenn sie mal weg

sind. Also gehen wir verantwortungsvoll mit der

neuen Freiheit um.

Wir freuen uns auf euch!

26 HEIMATMELODIEN

Regionale Musik

28 GENUSS

Gaumenfreuden

32 KARMA

Leben, Lust, Queer

34 JOBS

Arbeiten, Lernen, Studieren

Markus Brixius

38 TIPPS

Musik, Filme, Serien

44 LESELUST

Alles aus der Welt der Bücher

48 TERMINE

Kultur und Veranstaltungen

70 FIN

Comic & Impressum

3

EDITORIAL


Video im

E-Paper

POWERWOLF

DAS RUDEL IST WIEDER DA

4

TITEL


Innerhalb der deutschen Metal-Szene haben sie

Maßstäbe gesetzt und diese 2020 mit „Best Of

The Blessed“, ihrer Jubiläums-CD zum 15jährigen

Bestehen untermauert. Nur ein Jahr später

präsentiert das Quintett aus Saarbrücken mit

„Call Of The Wild“ sein achtes Studioalbum.

Gemeinsam mit Organist Falk Maria Schlegel

wagen wir den Blick hinter die Kulissen.

Ihr gehört zu den Top-Sellern des deutschen

Musikbusiness, wie seid ihr gesundheitlich

durch die Corona-Krise gekommen?

Zum Glück ist niemand innerhalb der Band

oder im näheren Umfeld erkrankt, so dass wir

keine Einschränkungen im Songwriting oder

Aufnahmeprozess hatten. Das ist ja nicht selbstverständlich.

Euer Line Up ist jetzt seit 10 Jahren konstant.

Wie motiviert ihr euch nach dem Top1 Charterfolg

„The Sacrament Of Sin“ (2018) der eigenen

Erwartungshaltung und der von Label

und Bookingagentur gerecht zu werden?

In der Tat sind wir seit über 10 Jahren in derselben

Besetzung unterwegs, die Basis ist einfach

eine tiefe Freundschaft, worüber ich sehr dankbar

bin. Ich möchte auch noch in 20 Jahren

mit den gleichen Leuten auf die Bühne gehen.

Die Frage zur Erwartungshaltung bekomme

ich sehr häufig gestellt. Wir müssen einfach

voll und ganz hinter den Songs stehen, die wir

schreiben. Natürlich steigt da von Album zu Album

der Anspruch an uns selbst. Ich denke, das

ist völlig normal, wenn man anfängt das achte

Studioalbum zu schreiben. Von außen redet

uns niemand rein und es sagt uns niemand, was

zu tun ist und das wird auch immer so bleiben.

Wo, wie lange und unter welchen Umständen

entstand „Call Of The Wild“?

Der ursprüngliche Plan war, dass wir direkt nach

unserer Südamerika Tour mit dem Songwriting

beginnen wollten. Wir spielten am 14.03.2020

unsere letzte Show in Mexico City und mussten

aufgrund der aktuellen Situation schauen, dass

wir rechtzeitig nach Deutschland zurückkommen

konnten. Das war in der Tat nicht einfach

noch einen Platz im Flieger zu bekommen und


wir hätten auch in Mexico stranden können.

Zum Glück ist dies nicht passiert und wir haben

recht schnell nach unserer Rückkehr angefangen

neue Songs zu schreiben, die wir Ende letzten

Jahres in den Sandlane Studios in Holland

aufgenommen haben. Gemixt wurde die Scheibe

wieder von Jens Bogren in Stockholm.

Wo genau liegt die Weiterentwicklung in

Sachen Texten und Musik im Vergleich zu

früheren Studioalben?

„Call of the Wild“ ist der nächste Schritt, und es

ist ein großer Schritt. „The Sacrament of Sin“ hat

uns gezeigt, dass noch viel mehr möglich ist, es

war seinerzeit ein wichtiger Schritt mit dem wir

unseren Horizont und unseren Sound erweitert

haben. Wir sind mit unserem typischen Sound

ins Songwriting gegangen und haben der Sache

freien Lauf gelassen. Am Ende sind wir Powerwolf

und haben eine sehr starke Identität, was

unsere Trademarks angeht. Genau deshalb können

wir auch mal unsere Wurzeln ein kleines

Stück weit verlassen ohne die Trademarks zu

verlieren. Es gibt schließlich nur einen Attila

Dorn, und der klingt unverkennbar. Auf „Call of

the Wild“ stehen so unterschiedliche Songs wie

„Dancing with the dead“, „Varcolac“ oder eine

reinrassige Ballade wie „Alive or undead“ nebeneinander

und es klingt zu jedem Moment wie

eben nur Powerwolf klingen können.

Textlich haben wir uns auf diesem Album

mehr mit Mythen und Legenden beschäftigt

und dabei auch immer wieder die Brücke zu

Religion bzw. Religionsgeschichte geschlagen.

Beide Themen sind nicht so weit voneinander

entfernt, im Gegenteil. Religion und Spiritualität

waren schon bei frühen Naturvölkern ein

Weg, um unerklärliche Phänomene der Natur

greifbar zu machen, und daran hat sich nicht

viel geändert. „Beast of Gévaudan“ etwa, eine

wahre Begebenheit, aus dem 18. Jahrhundert:

Damals hat eine mysteriöse Bestie im Süden

Frankreichs in kurzer Zeit bis zu hundert Menschen

getötet. Unter anderem wurde das von

der Kirche als eine Rache Gottes an den sündigen

Menschen der Region gedeutet. Solche

Geschichten faszinieren uns und darüber schreiben

wir.

6

Welche Bedeutung kommt dem schwedischen

Erfolgs-Techniker Jens Bogren zu?

Bei dieser Produktion war er in der Tat nur für

den Mix zuständig. Auf „Call of the Wild“ arbeiteten

wir schon ab der der ersten halbfertigen

Nummer mit Joost van den Broek von den

Sandlane Studios/Holland zusammen. Joost

zeigte sich für die Orchestrierungen und Chöre

verantwortlich und war somit schon frühzeitig

in die Produktion involviert.

Neben reichlich Uptempo-Nummern, gibt es

mit „Alive Or Undead“ auch eine Power-Ballade

zu hören. Für die Quote oder haben

Powerwolf auch daran großen Spaß?

Von welcher Quote sprichst du? Wir nehmen

uns nicht bewusst vor, eine Ballade, einen extrem

schnellen Song oder eine Midtempo-Nummer

zu schreiben. Kunst bzw. Musik passiert im

gemeinsamen Prozess. Das ist nicht planbar.

In der Tat wurde aber bei diesem Song recht

schnell deutlich, dass es nach „Where the wild

wolves have gone“ eine zweite Ballade wird.

Wir setzen uns selbst da auch keine Grenzen

und haben großen Spaß daran. Und dass eine

Ballade auch live gut passen kann, hat unsere

Show auf dem Wacken-Festival gezeigt, als

80.000 Fans ihr Handylicht anschalteten. Solche

Momente vergisst du nicht!

Auf der Tournee im Oktober präsentiert ihr

sicher wieder die gewohnte Metal-Messe.

Bisher ist aber kein Auftritt in der Heimat,

weder in Saarbrücken noch im Saarland geplant.

Warum?

Mal abwarten, ha, ha. Wir planen gerade wieder

etwas, so dass wir auch in unserer Heimat

wieder Station machen können. Die letzte

Show in der ausverkauften Saarlandhalle ist

unvergesslich!

Wer wie Du, bald wieder mit der Musik durch

die Welt reist, will wahrscheinlich zuhause

eher seine Ruhe genießen. Verfolgst Du in

Saarbrücken die lokale/regionale Musikszene

und wenn ja, welche Bands empfiehlst Du

da unserer Leserschaft?

Ich bin kein Mensch, der viel Ruhe braucht.

TITEL


Nach einer Tour bin ich durchaus eine Weile

mal zu Hause und brauche etwas „Einsamkeit“

aber dann zieht es mich wieder raus. Da

lasse ich mich gerne mal treiben und besuche

Konzerte im kleinen Club oder der Garage aber

auch gerne mal im “Zing“ und/oder „Kurzes

Eck“ im Nauwieser Viertel.

7

Text: Frank Keil | Bilder: Matteo Vdiva Fabbiani

TITEL

powerwolf.net


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Video

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E-Paper

E-Paper

GARY KEMP

LONDONER MULTITALENT

PRÄSENTIERT

ZWEITES SOLOALBUM

8

TITEL


Der 1959 geborene Engländer Gary Kemp ist

in Deutschland vor allem als Songwriter, Komponist

und Gitarrist der in den 1980er Jahren

weltweit erfolgreichen Band Spandau Ballet

bekannt geworden. Zudem ist er Schauspieler

und gehört seit einigen Jahren als Gitarrist und

Co-Sänger bei Nick Mason´s Saucerful Of Secrets

(Pink Floyd-Coverband) zum festen Line Up. 26

Jahre nach seinem Solodebüt „Little Bruises“

legt der in London wohnhafte Kemp mit „In

Solo“ einen anspruchsvollen Nachfolger vor.

Welche musikalischen Einflüsse haben Dich als

Jugendlichen inspiriert und dazu geführt, dass

Du 1976 The Makers gegründet hast, aus denen

1979 Spandau Ballet wurden?

Mein Bruder Martin, der Bassist von Spandau Ballet,

und ich liebten Glam Rock, vor allem Marc

Bolan, T. Rex und David Bowie. Martin nahm

mich damals auf viele Konzerte mit und „Waiting

for the Band“, mein Lieblingstitel auf „In Solo“,

ist eine Hommage an diese Zeit. Auf diesem

Stück musste Martin natürlich den Bass spielen.

Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre

war London eine Art Szene-Hotspot: Punk,

New Wave, New Romantic, um nur einige

Stile zu nennen. Mit New Pop habt ihr dann

euer eigenes, erfolgreiches Genre gegründet

und manifestiert, inklusive unzähliger Silber-,

Gold- und Platin-Auszeichnungen.

Vor allem, indem wir aus New Wave, Krautrock,

Synthiepop und Dancemusic schöpften,

aus den einzelnen Szenen und ihren Clubs.

Mit dem Album „True“ gelang uns 1983 eine

Top1-Chartplatzierung. Später hat uns dann

auch Soul in der weiteren Entwicklung maßgeblich

beeinflusst.

Singles wie „True“ und „Gold“ gelten bis

heute als Klassiker. Trotzdem kam es 1990

zum Split von Spandau Ballet, der aber

2009/2015 Reunions folgten. Geht ihr nach

wie vor gemeinsame Wege?

Nach 10 Jahren zusammen, war das Thema Spandau

Balett 1990 ausgereizt und alle Mitglieder

wollten eigene Ziele verfolgen. 2009 kehrten wir

mit dem Album „Once More“ und Auftritten zu-


ück, ebenso 2015. Sänger Tony Hadley verließ

die Band dann 2017 endgültig und alle haben

sich mittlerweile mit dem Aus arrangiert.

Auch als Film-, TV- und Theater-Schauspieler

konntest Du Dich mit Auszeiten seit 1971

etablieren, zum Beispiel mit „The Bodyguard“,

„The Krays“ und „The Kemps: All

True“. Ist das auch weiterhin aktuell?

Auf jeden Fall. Vor allem auf der Theaterbühne,

als Teil der Jamie Lloyd Company. Aber am

meisten Spaß macht mir nach wie vor die Musik.

Kommen wir also drauf zurück. Mit Guy Pratt

teilst Du Dir bei Nick Mason´s Saucerful Of Secrets

den Gesang. Aber euch verbindet noch

eine weitere Leidenschaft?

Genau. Wir sind die beiden Macher des Apple-Podcast

„The Rockonteurs“. Da blicken wir

mit Gästen hinter die Kulissen des Musikbusiness.

Lasse uns über Dein zweites Album „In Solo“

prechen, es erscheint ja mit 26 Jahren nach

dem Debüt recht spät. Passt es besser in die

heutige Zeit als „Little Bruises“ damals? Und

gibt es eine Art durchgehendes Thema für

die insgesamt 11 neuen Titel, die alle von Dir

geschrieben wurden?

„Little Bruises“ mag ich noch immer, aber

damals wollte keiner einen Typen aus den

1980er Jahren, es gab Brit-Pop mit den Eckpfeilern

Blur und Oasis. Das neue Album dreht sich

um zwei vorherrschende Themen: Das Paradoxon

der Einsamkeit in einer städtischen Umgebung,

in der Millionenstadt London. Es geht um

mich, weniger um andere und nicht um Politik.

„In Solo“ und „The Haunted“ sind gute Beispiele

dafür. Und meine wachsende Besessenheit, das

Leben in der Retrospektive zu betrachten und

zu beobachten, wie die Vergangenheit unsere

Gegenwart beeinflusst. Hier kann ich „I Remember

You“, „I am the past” und “Waiting for the

Band” nennen. Und dann gibt es Stücke, wie

die Uptempo-Nummer „A Rumour Of You“ oder

das kirchlich geprägte Abendlob „Our Light.“

Wann ist das Album denn entstanden, bereits

vor, oder erst während der Pandemie und

den Lockdowns?

Ein guter Teil ist auf der 2020er-Tour mit Nick

Mason entstanden, vor allem Texte, der Rest

während des britischen Lockdowns in der Isolation

im Zentrum von London, wo ich lebe.

Kommen wir auf die vielfältige Produktion

zu sprechen, auf die bekannten Gäste. Was

gibt es dazu Wissenswertes zu erzählen?

Ich schreibe zunächst an Gitarre und Klavier

und programmiere in meinem eigenen Studio

vor. Dann hat mich final, bei der Produktion

und dem Mix von 10 der 11 Titel mein langjähriger

Freund Toby Chapman unterstützt. Für

die Streichinstrumente kam bei „In Solo“, „Waiting

For The Band“, „Too Much“ und „The Fastest

Man In The World“ noch Rob Taggart neben

weiteren Gästen wie Bryony James hinzu. Fast

alle Songs sind dann im RAK- und Metroplis-Studio

fertiggestellt worden. Zu den Gästen

zählten unter anderem Bassist Guy Pratt (Pink

Floyd), die Schlagzeuger Ash Soan (The Rolling

Stones) und Roger Taylor (Queen) sowie Saxophonist

Theo Travis (Soft Machine).

Du bist zum zweiten Mal verheiratet, Vater

und hast insgesamt vier Söhne. Haben sie

Dein Talent als Musiker geerbt?

Der älteste Sohn arbeitet bei Sony Music, die

anderen Drei sind richtig gute Musiker auf

unterschiedlichen Instrumenten. Mal sehen

welchen Weg sie einschlagen.

Wird man Dich in absehbarer Zeit live mit „In

Solo“ auf nationalen/internationalen Bühnen

sehen?

Zunächst mit Nick Mason´s Saucerful Of Secrets.

Da sind schon Termine für April und Mai 2022

in Großbritannien angesetzt. Und für „In Solo“

steht die Band bereits, Termine werden folgen.

Text: Frank Keil | Bilder: Joe Magowan

10

TITEL


garykemp.com

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TITEL


im im

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E-Paper

E-Paper

ONE SHOT

FILMFESTIVAL

MIT EINEM SHOT AUF

DIE GROSSE LEINWAND

12

TITEL


Großes entsteht bekanntlich im Kleinen:

Das One- Shot- Festival zeigt handerlesene

Kurzfilme mit regionalem Bezug. Schon im

vierten Jahr in Folge findet das Saarbrücker

One- Shot- Festival statt. Vom 14.Juni bis

zum 13. August können Teilnehmer einen

selbstgedrehten Kurzfilm einreichen. Eine

Reihe auserwählter Filme wird dann im

Saarbrücker Kino 8 ½ gezeigt, und am Ende

küren Jury und Publikum die Gewinner des

Abends. Mitgründer Roberto Cortes erzählt

uns heute von den Anfängen im Treppenhaus,

fehlende Vielfältigkeit in der Filmbranche und

wie das Festival Corona überstanden hat.

Erstmal herzlich willkommen lieber Roberto,

und vielen Dank, dass Sie heute hier sind

für unser kleines Interview. Wir sprechen

heute über das „One- Shot- Festival“ in

Saarbrücken, das Sie ja auch mitorganisieren.

Stellen Sie sich doch gerne kurz mal vor

und erzählen Sie, wie die Idee zum Festival

entstanden ist?

Das ist tatsächlich eine gute Frage, denn

eigentlich war das fast schon ein Zufall. Ich

hatte einen neuen Nachbarn in meinem Haus

und habe dann irgendwann einfach zu ihm

gesagt, dass es nächste Woche eine Reihe neue

Filme aus Lateinamerika zu sehen gibt und

dass er gerne kommen und sie sich anschauen

kann. Er war dann auch da, und gerade mal

eine Woche später hat er mich im Treppenhaus

gefragt, ob ich Lust hätte, ein Kurzfilmfestival

zu organisieren. Er hat mich auch dazu

inspiriert, denn er selbst kommt eigentlich aus

Mainz und dort gab es ein ähnliches Festival,

an dem er teilgenommen hat. Er war dann

neu in Saarbrücken und hat mich einfach

gefragt, ob ich nicht mitmachen will. Die Idee

ist danach auch relativ schnell entstanden.

Ich habe mich auch erst umgeschaut, welche

regionalen Kurzfilmfestivals es hier gibt, aber

es gab tatsächlich nicht so viele. Deshalb habe

ich auch mit anderen Leuten gesprochen und

alle waren total begeistert von der Idee- und

plötzlich waren wir schon mehr als fünf, sechs

Personen, die das machen wollten. Das war

jetzt genau vor vier Jahren, 2018, und in dem

13

Jahr haben wir auch schon das erste Festival

gestartet.

Also man sieht, eigentlich ist alles ganz

zufällig entstanden. Ich habe gesehen,

Sie arbeiten auch eng mit dem Kino 8 ½

zusammen. Wie ist es zu dieser Kooperation

gekommen?

Wir wollten einfach ein Festival, dass ein

bisschen anders ist, ein bisschen lockerer

und alternativer. Deshalb fanden wir, dass

ein kleines Kino wie das 8 ½ perfekt für unser

Festival wäre. Wir wollten außerdem ein Festival

für Amateurfilmer starten, sodass wirklich

jeder daran teilnehmen kann. Wir wollten

einfach „frisch und frech“ sein, und die beste

Möglichkeit dafür war eben das 8 ½. Wir haben

dann auch direkt mit dem Kino gesprochen

und sie waren begeistert von der Idee. Wir

sind wirklich sehr zufrieden, und es liegt auch

perfekt im Nauwieser Viertel, wo viele junge

Leute wohnen.

Das ist natürlich immer schön, wenn man aus

der Nachbarschaft Unterstützung bekommt.

Dieses Jahr haben Sie circa 30 Einsendungen

bekommen. Gibt es bei den Teilnehmern

vom Alter her Unterschiede, sind es eher

Studenten? Oder gibt es da bestimmt Regeln?

Also die einzige Regel ist, dass es keine Regel

gibt. Wir sind offen für alle Leute. In unserem

Team sind wir schon acht Leute, und wir

machen zu Beginn eine erste Auswahl von

den circa 20- 30 Filmen. Wir suchen uns dann

einen Tag aus, an dem wir uns alle Filme einmal

anschauen und entscheiden, welche Filme wir

im Kino zeigen werden. Dann gibt es aber noch

eine extra Jury, bestehend aus drei Personen,

und die wählt dann den besten Film des Tages.

Vom Alter her sind wir also offen für alle. Bis

jetzt hatten wir zwar noch kein Kind, aber

wir hatten zum Beispiel Filme von Schülern.

Bei unserem ersten Festival hatten wir zum

Beispiel ein Film vom Deutsch- französischen

Gymnasium. Oft sind es auch Jugendliche

im Alter von 16, 17 Jahren. Aber es ist so breit

gefächert, aber die meisten Filmemacher

die bei uns mitmachen sind zwischen 20

TITEL


und 30 Jahre alt. Letztes Jahr hat aber auch

zum Beispiel ein Teilnehmer gewonnen, der

bestimmt schon über 50 war. Super interessant

ist auch einfach diese Mischung von Thematik,

Format und Alter. Genau das versuchen wir zu

zeigen. Wir wollen keine Thematik festlegen,

es ist alles total frei. Deshalb suchen wir vor

allem sehr experimentelle Filme, die woanders

vielleicht keinen Platz finden.

Also ein Festival ohne Regeln und ohne

Grenzen sozusagen?

Nun ja, es gibt zwei wichtige Regeln: Erstens ist

es ein Kurzfilmfestival, das heißt der Film darf

maximal 15 Minuten dauern. Die zweite Regel

ist, es muss ein regionaler Film sein. Es muss

irgendwie ein Bezug zum Saarland vorhanden

sein. Entweder kommt der Regisseur aus dem

Saarland, oder der Schauspieler, vielleicht aber

auch der Drehbuchautor. Oder es wurde eben

hier gedreht. Irgendwie muss der Bezug da sein.

Wieso haben Sie sich gerade für den lokalen

Dreh entschieden, und macht das Filmen im

Saarland so besonders?

Wir wollten einfach einen Schwerpunkt finden,

und das war in unserem Fall das Regionale.

Letztes Mal haben wir zum Beispiel einen Film

aus München gezeigt, aber der Drehbuchautor

hat hier im Saarland studiert. Also es muss

eine Verbindung zum Saarland geben, aber

es muss nicht unbedingt hier gedreht werden.

Aber gleichzeitig wollen wir natürlich auch

erreichen, dass hier mehr Filme produziert

werden. Ich glaube das Saarland ist ein

kleines, aber sehr kreatives Land. Wir haben

hier in Saarbrücken viele Kinos, und auch

ein wichtiges Filmfestival, das Max- Ophüls-

Festival. Ich denke das Land hat eine wichtige

Kino- Tradition, aber es fehlen bisher einfach

die regionalen Filmfestivals. Deshalb zeigen

wir, was die Leute hier produzieren. Unser Logo

auf unserer Website ist außerdem „Denk global,

dreh lokal“. Genau das ist auch die Idee, es ist

vom Thema her alles offen, aber der Bezug zum

Saarland muss da sein.

14

Gerade im letzten Jahr war die Situation für

die Kinos besonders schwierig. Wie haben

Sie das Festival trotz der Corona- Krise

gemeistert?

Wir haben alles getan, was uns möglich war.

Wir wollten das Festival unbedingt durchziehen.

Es war zu dieser Zeit gerade vor dem zweiten

Lockdown, und wir haben uns mit allen Mitteln

auf Corona vorbereitet. Wir mussten mit Maske

im Kino sitzen, und natürlich mit Abstand. Das

war natürlich etwas schwierig, denn so konnten

nur wenige Leute im Saal bleiben. Wir haben uns

dann auch auf zwei Säle aufgeteilt, und haben

zusätzlich noch den Raum von Nauwieser 19

gemietet. Insgesamt waren wir circa 45 Leute.

Das war natürlich alles ein bisschen schwierig,

aber auch für dieses Jahr überlegen wir uns

diese Möglichkeit als Plan B, weil wir noch

nicht wissen, was auf uns zukommt. Ich denke

es wird jetzt etwas lockerer, aber wir haben

immer noch keine Sicherheit. Wir haben letztes

Jahr alles versucht um das Festival trotzdem

stattfinden zu lassen, und letztendlich hat es

auch gut geklappt. Wir waren super zufrieden,

und auch die Rezensionen waren gut. Dieses

Jahr wollen wir auf jeden Fall auch wieder

dabei sein, mit oder ohne Corona! Das ist auch

wichtig, denn gerade die Kulturindustrie hat

stark unter der Pandemie gelitten. Wir müssen

wirklich etwas unternehmen, die Kinos müssen

wieder öffnen und die Künstler müssen wieder

arbeiten können.

In Frankreich soll demnächst ein sogenannter

Kulturpass für junge Erwachsene eingeführt

werden. Wäre das in Deutschland auch

realisierbar? Was würde das gerade für die

kleinen Kulturkinos bedeuten?

Diesen Kulturpass finde ich sehr gut, denn wir

müssen unbedingt etwas machen. Ich glaube

in der Region wird noch zu wenig für die

Kultur gemacht. Unsere Künstler können so

nicht weiterleben. Das sind betrifft nicht nur

die Kinos, sondern auch die Theater oder die

Sänger und die Konzerte. Und auch generell

für die Leute ist es Zeit etwas zu machen, und

zwar je schneller, desto besser. Ich selbst habe

in letzter Zeit sehr viel online gearbeitet, aber

TITEL


so kann man auch nicht richtig leben. Wir leben

in einer Gesellschaft, und wir brauchen auch die

Kontakte mit den anderen. Ich hoffe sehr, dass

in der Region etwas gemacht wird, und wenn

das Saarland auch so etwas planen würde, wäre

das auf jeden Fall willkommen für alle.

Kommen wir nun zur letzten Frage. In den

Zeiten von Netflix und Amazon Prime, was

macht gerade den Kurzfilm so besonders?

Ich denke der Unterschied zwischen

beispielsweise Amazon und dem was wir

zeigen können, ist die Vielfalt von Themen

und Möglichkeiten. Wenn ich zum Beispiel

Netflix schaue, ist das am Anfang immer total

interessant denn es gibt so viel Möglichkeiten.

Nach einem Jahr Corona jedoch habe ich

gemerkt, dass die Themen am Ende doch immer

die gleichen sind. Wir leben heute in einer Zeit,

in der jeder einen kleinen Film drehen kann.

Das muss kein Film von zwei Stunden sein, es

15

kann schon ein Film von fünf Minuten oder

zehn Minuten sein. Theoretisch kann das jeder

machen, und genau das ist auch unsere Idee:

Wir wollen die technologischen Möglichkeiten

nutzen, um neue Themen zu finden. Ich denke

wir brauchen viel mehr Themen, denn wir leben

in einer vielfältigen Gesellschaft, aber die Filme,

die wir sehen repräsentieren diese Vielfalt nicht.

In unserem Fall kann aber jeder sein Thema

einbringen in Form seines Films. Ich finde es

wichtig, dass die Leute die Technik nutzen, um

zu filmen und Themen zu finden, die mehr mit

uns und unserem Leben zu tun haben.

Text : Hanna Michel | Bilder: One Shot

TITEL

one-shot-filmfestival.de

Preisverleihung: 17. September 2021

Kino 8 ½ Saarbrücken


« (MAIS) IL FAUT CULTIVER NOTRE JARDIN »

IBA SPECIAL

IBA-TOOL

Zum vierten Mal wollen wir hier über eine mögliche

Internationale Bauausstellung in der Großregion reden.

Wie beschrieben ist diese mehr als ein Show-Off aktueller

Architekturtendenzen. Es geht um grundsätzliche

Probleme der zukünftigen Entwicklung und um notwendige

Maßnahmen, also Projekte, die unsere Zukunft

besser machen können. Es geht um alles, was auf uns

in den nächsten Jahrzehnten hier in der sogenannten

Grenzregion zukommen könnte. Es geht um das Erkennen

von Gefahr, wir sind die "Danger Seekers". Aber

es geht auch um die Potentiale, die unsere Region zu

einer der besten aller Regionen macht.

Die dazu notwendigen Projekte, die von jedem Bürger

angeregt werden können, werden im IBA-Bureau, das

dem Prä-IBA-Labor folgen soll, evaluiert und dann als

IBA-Projekt initiiert. Diese Prozesse sind demokratisch

und partizipativ und die Entscheidung für die Durchführung

eines solchen obliegt transparenten Abläufen

und Kriterien. Daher sind IBA Projekte präqualifiziert

und können entsprechen gut gefördert werden.

16 IBA SPECIAL


Die IBA-Plant, Future Lab, Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Das erste Vor-Projekt der Prä-IBA-Großregion ist bereits

realisiert: Die IBA-Plant befindet sich im Future

Lab des Weltkulturerbe Völklinger Hütte und ist ein begeisternder

Ort der Diskussion, der Ausstellung

und der Pflanzung. Die Themen, die bisher diskutiert

wurden, waren Energie und Lebensmittelproduktion,

das neue Bauhaus in Europa, die Grenzräume zwischen

Lothringen, Saarland und Luxemburg, die Stadt und

die Landschaft. Noch im Juli geht es um die Postindustrielle

Landschaft ("Luise", am 7.7.) und um den ländlichen

Raum ("Land", am 16.7.). Abschließend wird es am

3.9. eine Finissage mit Bands aus der Großregion und

Tanzmucke geben.

Und was haben wir bisher gelernt? Dass alle vorgenannten

Themen in Kreisläufen zusammenhängen.

Unsere Welt aber wird von Spezialisten beherrscht.

17 IBA SPECIAL


Zukunftsvision: Stadtboulevard Saarbrücken, Niklas Wulff, Schule für Architektur Saar

Niemand mehr versteht die Dinge des täglichen Bedarfes,

vom An- und Ausschalten irgendeines Gerätes mal

abgesehen. Küchenmixer mit der technischen Komplexität

eines Flugzeuges, Motoren, die man nicht mehr

auseinanderschrauben kann, anonyme Musik aus dem

bedeutungslosen Nichts. Alles clean, alles perfekt, alles

glänzend, keine Kratzer. Wir leben in einer hoch technisierten

Welt, deren Abläufe und Prozesse kaum noch

von Einzelnen überschaut werden können.

Eine IBA hingegen ist, trotz der Komplexität ihrer

Themen und Zusammenhänge, analog. Eine IBA ist ein

Think-Tank, in dem Spezialisten zusammenkommen

und hochkomplexe Zukunftsfragen in Kreisläufen besprechen.

Dafür braucht man Moderation. Das können

Architekten, denn sie wurden dafür ausgebildet, als

Mediator zwischen den Spezialisten zu stehen. Und diese

für Nichtspezialisten zu übersetzen.

18 IBA SPECIAL


Zukunftsvision: Urbanes Dorf Luisenthal, Rojin Zerey, Schule für Architektur Saar

Eine IBA ist also ein Werkzeug, um Konflikte in Gemeinsamkeit

zu verwandeln, um aus dem ICH das WIR zu

machen. Das ist nicht immer leicht. Oftmals reicht Wissen,

Überzeugungsarbeit oder Argumention nicht aus.

Aber eine IBA kann auch eine Waffe sein, a Weapon of

Peace and Happiness. Niemand wird gezwungen werden,

an einer IBA teilzunehmen, die eigeninitiativ von

der öffentlichen Hand veranstaltet wird, weil diese ihr

Potential erkannt hat. Wer mitmacht, der macht mit.

Die nächsten beiden Veranstaltungen der IBA-Plant

können "live" besucht werden, die Hütte ist am 7.7. und

am 16.7. gemäß geltender Bestimmungen offen, Anmeldung

und Akkreditierung durch das Prä-IBA-Werkstattlabor

ist notwendig (info@iba-gr.eu).

Die Finisage findet am 3.9. mit Party und Livemusik

statt. Das "IBA-Export", extra für die IBA-Plant gebraut,

wartet auf uns. Mehr unter www.iba-gr.eu

19 IBA SPECIAL


TRAVELS

POTSDAM

ZWISCHEN WELTERBE UND INNOVATION

20

TRAVELS


Mit rund 180.000 Einwohnern ist das an der

Havel gelegene Potsdam die Hauptstadt des

Landes Brandenburg. Die Wissenschaftsstadt

positioniert sich als malerische Insel in

ausgedehnter Fluss- und Seenlandschaft in

direkter Nachbarschaft zu Berlin. Zu großen

Teilen UNESCO-Welterbe, lässt sich Potsdam

gut selbständig oder per GästeführerIn (in

meinem Fall durch die versierte Doris Grave-

Kotschate) auf facettenreichen Spaziergängen

entdecken. Zu den Top-Sehenswürdigkeiten

zählen: Die Historische Mitte mit Alter

Markt, Landtag, St. Nikolai und Garnisonskirche.

Weiterhin die Preußischen Schlösser

und Gärten mit Historischer Windmühle und

Schloss Cecilienhof (Potsdamer Abkommen),

die Altstadt mit Holländischem Viertel, der

Kulturstandort Schiffbauergasse mit Hans

Otto Theater, die Medienstadt und der Filmpark

Babelsberg. Alles gut zu entdecken mit

Tram und Bus. Weitere aktuelle Infos zu Unterkünften

und Gastronomie findet man auf

der Webseite: potsdamtourismus.de

Hotel und Apartmenthaus zum Hofmaler

Unmittelbar im holländischen Viertel in der

historischen Altstadt (Gutenbergstraße 73)

erwartet euch das 2007 fertiggestellte Hotel.

Das massive fünfachsige barocke Typenhaus

holländischer Machart, wurde in den Jahren

1740-1742 erbaut. In der Zeit um 1751 lebte

hier der Hofmaler Friedrich-Wilhelm Bock,

der unter anderem an der künstlerischen

Gestaltung des Schloss Belvedere beteiligt

war. Durch die zentrale Lage empfiehlt sich

das Hotel als idealer Ausgangspunkt um die

zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Das Hotel verfügt über 16 Doppelzimmer

und 2 Suiten, verteilt auf den modernen

Teil des Hauses und das Holländerhaus. Die

Altsubstanz und die moderne Architektur

ergänzen sich dabei perfekt und machet die

Einzigartigkeit dieses Hauses aus. Auch das

abwechslungsreiche Frühstücksbuffet (im

Sommer auf der Terrasse) lässt keine Wünsche

offen.

hofmaler-hotel-potsdam.de

Park und Schloss Sanssouci / Belvedere/

Pfingstberg und Museum Alexandrowka

Die große Vielfalt der Schlösser und Gärten

in Potsdam ist imposant. Der Park Sanssouci

bildet ein Ensemble von Schlössern und Gartenanlagen,

das im 18. Jahrhundert unter

Friedrich dem Großen begonnen und im 19.

Jahrhundert unter Friedrich Wilhelm IV. erweitert

wurde. Der Park ist Ausgangspunkt

für alle späteren Parkgestaltungen in Potsdam.

In seinem Mittelpunkt steht Schloss

Sanssouci, die Sommerresidenz Friedrichs

des Großen. Kein anderes Schloss ist so mit

ihm verbunden wie Sanssouci, erbaut nach

seinen Ideen und 1747 vollendet durch Georg

Wenzeslaus von Knobelsdorff. Empfehlenswert:

Die rund 30minütige Innenbesichtigung

mit Audioguide. spsg.de

21

TRAVELS


Romantisch, kultiviert, geheimnisvoll. So

präsentiert sich das von Friedrich Wilhelm IV.

in Auftrag gegebene und 1847-1863 erbaute

Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg. Potsdams

schönste Aussicht besteht aus einem

historischen Ensemble, zu dem neben dem

Schloss noch der Pomonatempel (von Schinkel

erbauter Teepavillon) und der Lenné-Park

gehören. Das Ensemble ist UNESCO-Welterbestätte.

pfingstberg.de

Nur wenige Gehminuten entfernt befindet

sich das Museum Alexandrowka. Die russische

Kolonie mit Obstgärten ließ König Friedrich

Wilhelm III. von Preußen in den Jahren

1826/27 für zwölf russischen Sänger eines

ehemals aus 62 Soldaten bestehenden Chores

anlegen. Heute sind noch 14 Blockhäuser vorhanden,

meistens in Privatbesitz.

alexandrowka.de

Filmmuseum Potsdam

Der Marstall in der Breiten Straße: Ein Muss

für alle, die Film und Kino lieben. Die Dauerausstellung

erzählt von der wechselvollen

Geschichte des Medienstandorts Babelsberg

(Ufa, DEFA, UFA GmbH) und davon, wie

Filme entstehen. 2021 blickt das Museum,

1981 gegründet, auf die eigene, 40jährige

Geschichte zurück. Die dargestellten Filme

spiegeln politische Konflikte, Lebensgefühl

und Alltag wider und vermitteln Zusammenhänge

zwischen Zeit- und Filmgeschichte.

Filmgespräche und Diskussionen im eigenen

Kino eröffnen weitere Perspektiven, das Foyer

wird ebenfalls zur Präsentation genutzt. Historiker,

Studenten und Autoren schätzen die

umfangreichen Filmmuseum-Sammlungen.

Covid-19 bedingt wurde die tolle Sonderausstellung

„Mit dem Sandmann auf Zeitreise“

verlängert. Die Hommage zum 60. Jubiläum

(2019) des einstigen DDR-Publikumslieblings

(später gesamtdeutsch) wird anhand von vier

Sets in 35 Vitrinen noch bis 31.12. perfekt präsentiert.

filmmuseum-potsdam.de

Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße

Demokratie statt Diktatur. Mitten im Potsdamer

Stadtzentrum gelegen steht die Gedenkstätte

Lindenstraße für die Geschichte

politischer Verfolgung und Gewalt in den

unterschiedlichsten Diktaturen des 20. Jahrhunderts

(Nationalsozialismus, sowjetisches

Geheimdienstgefängnis, Untersuchungsgefängnis

des DDR-Staatssicherheitsdienstes).

Nach der friedlichen Revolution wurde aus

dem Gebäudekomplex ein offener Lernort der

Geschichte. Besuche: Individuell oder im Rahmen

von Führungen, Zeitzeugengesprächen,

Projekttagen Sonderausstellungen und öffentlichen

Veranstaltungen. Besonders empfehlenswert:

Die nachhaltigen Zeitzeugengespräche

mit direkt Betroffenen, in meinem

Fall mit dem 1946 geborenen Erhard Neubert,

einem in der DDR 1964 wegen versuchtem

Fluchtversuch Verurteilten und Inhaftierten.

gedenkstaette-lindenstrasse.de

Kultur & Shopping

Es ist ein über Potsdam hinaus angesagter

Schallplattenladen mit vielfältigem CD- und

DVD-Sortiment: Silverspeed Records. Kompetent

geführt von Karsten Czok, der 1992

bereits mit einem Mailorder-Versand begann

und sich dann 2003 zusätzlich für ein überzeugendes

Fachgeschäft entschied. Vinyl-

Freaks kommen hier voll auf ihre Kosten,

inklusive der Ankaufsoption. fb.com/Silverspeed-Records-120763688077019

22

TRAVELS


Im Nostalgie Café versuchen Bärbel Ley und

Olaf Hölzell alten DDR-Charme mit Ost-Produkten,

Vintage-Möbeln und Kaltem Hund/

Karlsbader Schnitten wiederzubeleben.

Weckt Erinnerungen und regt vielfältige

Diskussionen hinsichtlich des Verkaufssortiments

an. Mehr ostdeutsche Produkte und

weniger Ausland würden dem Motto sicher

zugutekommen. nostalgiecafe-potsdam.de

360° Kultur: Das Waschhaus Potsdam hat

sich seit Anfang der 1990er Jahre vom besetzten

Haus zu einem der vielseitigsten

und besucherstärksten Kulturbetriebe des

Landes Brandenburg entwickelt. Mit seinem

bunten und facettenreichen Veranstaltungsprogramm

in den Bereichen Tanz, Bildende

Kunst, Clubkultur sowie Konzert- und Literaturveranstaltungen

erreicht das soziokulturelle

Zentrum über 130.000 Besucher im Jahr.

Zu den Veranstaltungs-Highlights im Juli zählen

neben dem Open Air-Kino unter anderem

die Konzerte von Giant Rooks (09.07.) und

Mighty Oaks (29.07). waschhaus.de

Nicht weniger bekannt und traditionsreich:

Die Kultureinrichtung Lindenpark in Babelsberg,

zu DDR-Zeiten ein staatliches Kulturhaus,

nach der Wende eine der bekanntesten

Konzertbühnen Ostdeutschlands. Seit 2009

ist es mit neuem Träger ein Jugendkultur- und

Familienzentrum mit einem Schwerpunkt auf

musikalische Bildung. August-Höhepunkt: 45

Jahre Karat (05.08.). lindenpark.de

Redaktions-Tipps für Potsdam & Umgebung

• events. Das Potsdamer Stadtmagazin seit

1997. Wissen, was los ist!

stadtmagazin-events.de

• Biosphäre Potsdam. Die geheimnisvolle

Tropenerlebniswelt mit Gastronomie.

biosphaere-potsdam.de

• Huckleberrys Floßstationen. Abenteuer-

Urlaub auf dem Wasser.

flossstationen.de

• Archiv Theodor Fontane. Bedeutender

Vertreter des deutschen Realismus.

fontanearchiv.de

• Museum Barberini. Kunstmuseum im

Zentrum mit Schwerpunkt Impressionismus

(Sammlung Hasso Plattner).

museum-barberini.de

• Potsdamer Rechenzentrum. Mosaik-Bauerbe

der DDR. Der Mensch bezwingt den

Kosmos. rz-potsdam.de

• Eisfrau. Eisdiele/Eismanufaktur. Potsdam-

West und Potsdam-Babelsberg.

fb.com/dieeisfrau

Die Presserecherche wurde unterstützt durch

die Potsdam Marketing und Service GmbH,

speziell von Frau Sophie Jäger.

Text: Frank Keil | Fotos: Frank Keil & PR

23

TRAVELS


BLICK ÜBER DEN TELLERRAND

INDUSTRIEMUSEUM LAUF

LEBEN & ARBEITEN IM INDUSTRIEZEITALTER -

LEBENDIGE WIRTSCHAFTSWUNDERZEIT

Die mittelfränkische Stadt Lauf a.d. Pegnitz

mit ihren knapp 28.000 Einwohnern gehört zur

Metropolregion Nürnberg. Die verkehrsgünstige

Lage an der bedeutenden Handelsstraße

von Nürnberg nach Böhmen und das starke Gefälle

der Pegnitz haben entscheidend zur wirtschaftlichen

Entwicklung von Lauf a. d. Pegnitz

24

seit dem 11. Jahrhundert beigetragen. Mühlen

und Hammerwerke spielten in der Geschichte

der Stadt eine bedeutende Rolle. Zu den Sehenswürdigkeiten

zählen heute vor allem das

Alte Rathaus, die Kaiserburg (Wenzelschloss),

die betriebsfähige Schleifmühle Reichel, die

Felsenkeller und das Industriemuseum.

BLICK ÜBER DEN TELLERRAND


Vor den Toren der Altstadt direkt an der Pegnitz,

lässt das Industriemuseum die Lebensund

Arbeitswelt städtischer Arbeiter und Handwerker

von etwa 1900-1970 lebendig werden. In

idyllischer Lage stehen 14 denkmalgeschützte

historische Betriebsgebäude am originalen

Standort mit größtenteils unverfälschter Ausstattung.

Zur „Frühindustrie“ gehören Eisenhammerwerk

und Getreidemühle mit mächtigen

Wasserrädern. Die Abteilung „Städtisches

Handwerk und Gewerbe“ beherbergt selten

in Museen gezeigte Werkstätten (Schuster,

Flaschnerei, Hut- und Schirmmacherei) und

Ladeneinrichtungen (Friseursalon, Adler-Drogerie)

aus der Zeit von etwa 1900-1960. Im

Bereich „Wohnen“ wird mit den 1950er/1960er

Jahren die Wirtschaftswunderzeit anschaulich

dargestellt. „Zur Hochindustrie gehören

das Elektrizitätswerk, eine beeindruckende

Tandem-Dampfmaschine (23 Tonnen schwer)

sowie eine komplette Fabrik (Ventilfabrik Dietz

& Pfriem) aus den 1930er bis 1970er Jahren mit

Gesenkschmiede, Fertigungshalle, Versand,

Lagern und Sozialräumen. Einmalig in Bayern.

Aufgrund meiner persönlichen Sammelleidenschaft

mit Schwerpunkt 1950-1980, erwiesen

sich die komplett eingerichtete Wohnung,

der komplett eingerichtete Friseursalon sowie

die Ausstellung mit Alltagsgegenständen aus

der Wirtschaftswunderzeit als Besuchshöhepunkte.

Das Zeitalter der Nierentische, der

Tütenlampen, der Petticoats und verchromten

Musikboxen hat bis heute nichts von seiner Anziehungskraft

verloren. Die bunten und teils

skurrilen Alltagsstücke (wie der nierenförmige

Blumentisch aus farbigem Resopal) haben für

Ältere einen hohen Wiedererkennungswert

(zum Beispiel das Bett meiner Großeltern) und

wirken auch für Jüngere vorwiegend faszinierend.

Jugend, Kino, Konsum, Musik, Literatur

und die Sehnsucht nach Ferne (besonders Italien)

wird anschaulich dokumentiert.

Laut Peter Kraus (M.A., Stellvertretender Museumsleiter

und zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

steht im Industriemuseum

„soweit möglich, immer und überall das Selbst-

Erkunden und Ausprobieren im Vordergrund“.

Zudem bietet das Kulturdenkmal zahlreiche

Sonderveranstaltungen (Regionalmarkt,

Dampfmodelltage), Aktionen für Kinder und

vieles mehr an. Auch Führungen/Vorführungen

und museumspädagogische Aktionen sind

nach Voranmeldung für BesucherInnen jeder

Altersgruppe immer möglich. Auch ihr persönliches

Event, unterstreicht Herr Kraus: „Wir sagen

´Herzlich Willkommen´ und freuen uns auf

Ihre Anfrage – ob telefonisch oder per E-Mail.

Wir beraten Sie gerne und finden gemeinsam

Wege für eine gelungene Veranstaltung im Industriemuseum.

Text: Frank Keil

Bilder: Industriemuseum Lauf

INDUSTRIEMUSEUM-LAUF.DE

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Management, Label, Booking Agentur - mal

unter uns: Dir ist nicht oft langweilig, oder?

Nein, mir ist selten langweilig. Tatsächlich kommen

noch zwei Punkte hinzu. Zum einen bin ich

noch Editionär mit Roba zusammen, sprich im

Musikverlagswesen tätig, und habe da einige Autoren

gesignt, die Songs produzieren und schreiben.

Zum anderen habe ich mit Tiavo und Florian

Hennefarth die Merchandise-Vertriebsfirma

Hypecart Merchandise Service gegründet, um

für unsere Künstler eigenes Merchandising über

eigene Webseiten vertreiben zu können.

LUKAS ADAMIDIS

VOM MUSIKER ZUM

MACHER

Lukas Adamidis wurde vom Musiker zum Macher.

Heute ist er Musikmanager (Side By Side Mgmt),

Label-Mitinhaber (Modern Angst), Musikverleger

(zusammen mit der renommierten Firma Roba

Music Publishing in Hamburg) und noch einiges

mehr. Darüber sprachen wir mit dem sympathischen

Wahlsaarbrücker.

Lukas, Du managst Tiavo und Kaffkönig. Du

betreibst mit Florian Hennefarth, dem Kreativkopf

hinter Kaffkönig, das neugeborene

Label Modern Angst und mit ihm und Gloria

Robenek die Agentur Angst Booking. Habe

ich etwas vergessen?

Du hast nix vergessen.

26

Kannst Du skizzieren, wie Dein Werdegang im

Musikbusiness war?

Begonnen hat alles mit dem Schlagzeugspielen;

ich habe in einigen Bands gespielt und

auch Unterricht gegeben. Mit 14 habe ich mein

erstes Konzert veranstaltet. Das waren meine

ersten Schritte in der Musikszene. Dann merkte

ich, dass ich den organisatorischen Part besser

kann als den musikalischen Part und habe ich

beschlossen, an der Universität des Saarlandes

Musikmanagement zu studieren. Dabei habe ich

viele von den Leuten kennengelernt, mit denen

ich heute noch gut vernetzt bin. Im ersten

Studienjahr habe ich mich auch selbstständig

gemacht und einige Projekte mit Carmelo Lo

Porto (Ever Ever Music - d. Verf.) realisiert - u.a.

die Band 8Kids, mit denen wir einen Riesendeal

mit Napalm Records abgeschlossen hatten. Von

da an war ich immer selbstständig tätig, hab die

ersten Managementthemen alleine aufgebaut

und u.a. Fernsehkontakte zu „Circus HalliGalli“

geknüpft. Dann arbeitete ich bis März 2020 mit

Genetikk zusammen und habe jetzt ein neues

Kapitel begonnen.

Interview: Kai Florian Becker | Bild: Lukas Adamidis

MODERNANGST.DE

FB.COM/SIDEBYSIDEMANAGEMENT

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GENUSS

EIS

ZEIT FÜR KÜHLEN GENUSS

28

GENUSS


Sag mir, wie du dein Eis magst, und ich sage

dir, wer du bist: Das behauptet die italienische

Psychotherapeutin Marilena Menditto. Ihr zufolge

wählen kämpferische und wagemutige

Personen gerne üppige Eisbecher, wohingegen

besonnene und vorsichtige Zeitgenossen zu

schlichten Kombinationen neigen oder bei einer

Sorte bleiben. Wer es beim Eis gerne weich und

süß mag, fällt bei ihr in die Kategorie „unverbesserlicher

Träumer, der Verrücktheiten und

ein unkonventionelles Verhalten liebt“. Kreative

und fantasievolle Menschen seien immer auf der

Suche nach neuen Geschmacksrichtungen. Letztere

sind hierzulande offensichtlich in der Minderzahl.

Denn Schokolade, Vanille, Haselnuss,

Stracciatella und Erdbeer zählen seit Jahren zu

den beliebtesten Eissorten in Deutschland. Sie

führen auch die Liste an, die der Verband italienischer

Speiseeishersteller in Deutschland UNI-

TEIS im vergangenen Jahr präsentiert hat. Platz

6 bis 10 belegten Joghurt, Latte Macchiato, Sahne-Kirsch,

Mango und Maracuja.

Zurück zu Schokolade: Die Sorte gilt als eine

der ältesten der Welt, wie italienische Rezepte

von 1692 belegen. Sie enthalten außerdem Zimt,

Zucker, Salz, Zitronensaft, verschiedene Früchte

– und Schnee. Erfunden wurde das Eis bereits

in der Antike, wo sowohl in China als auch in

Griechenland Sorbet-ähnliche Süßspeisen genossen

wurden.

29

Ab dem 18. Jahrhundert wurde das Eis in Europa

beliebt. Es wurde erst in Kaffeehäusern,

dann auch auf der Straße angeboten. Die erste

deutsche Eisdiele öffnete 1799 in Hamburg. Bald

darauf kamen die ersten Eismaschinen auf, bei

denen die Masse mit einer Mischung aus Eis und

Salz heruntergekühlt und mithilfe einer Handkurbel

umgerührt wurde. Der große Durchbruch

erfolgte 1876, als der Bayer Carl von Linde den

Kühlschrank erfand.

8 Liter Eis isst jeder Deutsche pro Jahr. Gekauft

wird es vor allem im Supermarkt, seit der Corona-Pandemie

öfter als je zuvor. 2019 gab es

hierzulande rund 9000 Eisdielen. Die, die die

die Krise gut überstanden haben, haben für den

Sommer 2021 viel mehr als nur Schokolade, Vanille

und Haselnuss in ihren Theken. Superfood-

Eiscreme mit Matcha und Avocado liegen im

Trend, auch veganes, zuckerfreies und proteinreiche

Sorten werden zunehmend angeboten.

Herzhafte Geschmacksrichtungen wie Salami,

Zwiebel, Senf bleiben die Ausnahme, selbst

im Saarland haben sich Maggi- und Lyoner-Eis

nicht durchgesetzt. Doch auch diese Sorten

haben ihre Fans. Es wäre interessant zu wissen,

wie diese von Marilena Menditto charakterisiert

werden würden.

Text: Katharina Rolshausen | Bild: pexels.de

GENUSS


QUEER

LGBTQ AUF ALLEN KANÄLEN

JETZT EINSCHALTEN

In unseren Formar POPSCENE QUEER berichtet

unser freier Redakteur Marc Kirch regelmäßig

zu LGBTQ-relevanten Themen. POPSCENE

QUEER empfangt ihr als medienübergreifendes

Format, über all unsere Kanäle.

Hört rein und klickt euch durch die Beiträge

mit vielen interessanten Gesprächspartnern zu

spannenden Themen.

Zum Beispiel mit dem DFB-Beauftragten für

Vielfalt Christian Rudolph, den Fußballspieler*innen

Sarah Dederscheck und Nicu Burgheim

zum Thema LGBT im Fußball, dem LSVD

Saar zum Walk of Pride SaarLorLux oder dem

Musikjournalisten Falk Schacht zum Thema

Homosexualität im Rap sowie Stuart Cameron

dem Geschäftsführer und Organisator der

renommierten LGBTIQ-Jobmesse Sticks and

Stones. Bleibt bunt und nutzt unser vielfältiges

Programm!

Mehr zum Thema Queer

Jeden Samstag von 19 bis 20 Uhr auf

radio.popscene.club

podcast.popscene.club

auf allen gängigen Podcastplattormen

und auf POPSCENE Plus

plus.popscene.club

Text: Redaktion | Bild: pexels.com

30

QUEER


GENUSS

WINEBANK TRIER

NEUER TREFFPUNKT FÜR WEINBEGEISTERTE

32

Vier Privatkeller, zehn Tresore, 240 Fächer,

Platz für 22480 Flaschen: Unterhalb des Zentrums

der ältesten Stadt Deutschlands gibt es

seit Kurzem eine exklusive Location für Vinophile,

die wineBank Trier. „Der Club bietet ausreichend

Platz für ausschweifende Weinverkostungen,

diskrete Meetings und gute Gespräche

unter Weinfreunden“, bringt es Club Manager

Daniel Müller auf den Punkt. Die neue Weinwelt

befindet sich direkt unterhalb der Fuß-

GENUSS


gängerzone im historischen Gewölbekeller des

Alten Posthofs. Es ist der neunte Standort des

Private Members' Club, zu dem nur Mitglieder

und ihre Gäste Zutritt haben. Die Mitgliedsbeträge

beginnen bei 59 Euro im Monat.

Gegründet wurde die wineBANK 2003 in Eltville-Hattenheim

im Rheingau. Mittlerweile gibt

es Franchisepartner in Bühl (Baden), Frankfurt,

Hamburg, Köln, Wachenheim (Pfalz), Wien

und Washington D.C. In Kürze soll die wine-

BANK Sylt in Westerland eröffnen.

Mitglieder können in ihrer „Heimat wineBANK“

eigene Weine lagern und haben mit ihrer

Member’s Card darüber hinaus Zutritt zu allen

Standorten weltweit – meist sogar 24 Stunden

am Tag. Auch die wineBANK Trier ist rund um

die Uhr geöffnet. Das Interieur beeindruckt

mit seinem historischen Flair, den modern gestalteten

Weintresoren und einem perfekt darauf

abgestimmten Lichtkonzept. Im Tasting

Room finden regulär bis zu 25 Personen Platz.

Bei Bedarf lässt sich die Kapazität auf bis zu 50

Personen erhöhen. Zudem gibt es Kooperationen

mit dem Zigarren- & Pfeifenhaus C.Cigars

in Wittlich, der die Smoker’s Lounge betreut,

und mit lokalen Cateringpartnern.

Zum wineBANK-Konzept gehört auch das Ausschanksystem

„By the Glass“, das auf Knopfdruck

perfekt temperierte Weine ausschenkt.

„Neben einer regionalen Auswahl werden wir

unseren Mitgliedern auch eine Bandbreite an

Weinen aus der ganzen Welt anbieten. Das

Sortiment soll möglichst abwechslungsreich

sein. Besondere Highlights und Raritäten werden

natürlich auch dabei sein“, verrät Daniel

Müller, erfolgreicher Unternehmer, engagierter

Gastgeber sowie Experte für Feinkost, Spirituosen

und Wein ist. Er wird in der wineBANK

Trier auch zahlreiche attraktive Genussformate

anbieten, zum Beispiel extravagante Dinner

sowie Verkostungen mit Gastwinzern deutscher

Prestigeweingüter oder internationaler

Spitzenbetriebe.

Text: Katharina Rolshausen

Bilder: Winebank Trier

WINEBANK.DE/TRIER


JOBS

WAS IST

EIN KLEINBETRIEB?

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Das Kündigungsschutz gewährt sog. Kleinbetrieben

weitgehende Kündigungsfreiheit.

Daher ist es für Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen

wichtig zu wissen was denn ein

solcher Kleinbetrieb ist. Geregelt ist dieser in

§ 23 Kündigungsschutzgesetz (KSchG). Dieser

Paragraph führt in der Regel beim ersten

Durchlesen eher zu Verwirrung als zur Klarheit.

Anzahl der Arbeitnehmer*innen

Die Norm hat eine Regelung für sog. Alt-Arbeitnehmer,

also solche die einen Arbeitsvertrag

bis zum 31.12.2003 haben. Hier gilt ein Bestandschutz

soweit noch mind. mehr als 5 Alt-

Arbeitnehmer beschäftigt werden, greift das

KündigungsschutzgesetzFür Arbeitnehmer*innen

die einen Vertrag ab 2004 haben gilt, dass

im Betriebs mind. Mehr als 10 Arbeitnehmer*innen

beschäftigt sein müssen, damit das Kündigungsschutzgesetz

Anwendung findet.

Achtung keine Zählung pro Kopf

Hierbei ist zu beachten, das die Anzahl der Arbeitnehmer*innen

nicht pro Kopf zählt. Arbeitnehmer

mit einer regelmäßigen wöchentlichen

Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden mit

0,5 und nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 zu

berücksichtigt.

Weitere Voraussetzung

Weitere Voraussetzung, dass das Kündigungsschutzgesetz

Anwendung findet ist, dass der/

die Arbeitnehmer*in länger als sechs Monate

im Betrieb beschäftigt ist, vgl. § 1 KSchG.

ÜBER DIE AUTORIN:

Maria Dimartino ist Rechtsanwältin mit Tätigkeitsschwerpunkten

Arbeitsrecht und Beschäftigtendatenschutz. Sie ist als Rechtsanwältin

und Referentin bundesweit tätig. Mehr unter: jurvita.de

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BILLIE MARTEN

Großes, junges Talent

MUSIK-TIPP Ihre Karriere begann früh und auch

eher zufällig, weil ein Video, das ihre Mutter bei

YouTube hochgeladen hatte, schnell die Runde

machte. Von daher überrascht es nicht, dass die

britische Singer-Songwriterin Billie Marten mit

nur 21 Jahren bereits drei Alben auf dem Markt

hat. Ihr neuestes trägt den Titel „Flora Fauna“

und eröffnet mit dem brillanten Ohrwurm „Garden

Of Eden“, einem Song „über Wachstum und

den Wettbewerb, sich als Individuum in einer zunehmend

erstickenden und leeren Gesellschaft

weiterzuentwickeln“ (Marten), der minimalistisch

beginnt, um nach einer Minute groß aufzutischen.

Marten, die eigentlich Isabella Sophie

Tweddle heißt, hat sich von ihren Akustik-Folk-

Wurzeln etwas entfernt, Bass gelernt und laut eigener

Aussage Krautrock gehört. „Flora Fauna“

kann man ohne weiteres dem Indie/Alternative

Rock-Genre zuordnen. Das Erstaunlichste ist die

musikalische Reife der 21-Jährigen, die selbstbewusst

auftritt und ein wahnsinnig gutes Gespür

für eingängige Melodien und Harmonien hat.

Billie Marten „Flora Fauna“ (Virgin/Universal

Music) billiemarten.com

Text: Kai Florian Becker | Bild: Fiction Records

38

FLOTSAM & JETSAM

Noch nicht abzuschreiben

MUSIK-TIPP Flotsam & Jetsam waren im September

2019 zusammen mit Overkill und Destruction

in der Saarbrücker Garage zu Gast und unterstrichen,

dass die betagten Metaller noch nicht abzuschreiben

sind. Jetzt legen sie mit dem Album

„Blood In The Water“ nach, einem Riff- und Trommelfeuerwerk

par excellence. Die beiden Dienstältesten

in der Band, Sänger Eric „A.K.“ Knutson (seit

1983) und Gitarrist Michael Gilbert (erstmals 1985

dabei), sowie Gitarrist Steve Conley (2013), Bassist

Bill Bodily (2020) und Schlagzeuger Ken K. Mary

(2017) setzen alles daran, dass sich kein Staub auf

dem Erbe der legendären Thrash Metal-Band absetzt.

Mit Erfolg. Was wohl auch damit zusammenhängt,

dass sich die Band das Beste aus einer Reihe

Songs rauspicken konnte. In dem etwas ruhigeren

Song „The Walls“ verneigt sich Conley vor dem großen,

ehemaligen Ozzy Osbourne-Gitarristen Jake

E. Lee, dessen Gitarrenspiel diesen Song maßgeblich

beeinflusst haben soll. Auch in dem folgenden

„Cry For The Dead“ schlagen sie ruhigere Töne an,

aber auch nur da - keine Bange!

Flotsam & Jetsam „Blood In The Water“ (Soulfood)

fb.com/flotsamandjetsam.official

Text: Kai Florian Becker | Bild: AFM Records

TIPPS


K.I.Z.

Keine BILD-Fans

MUSIK-TIPP Gerade sind K.I.Z. mit ihrem sechsten

Album „Rap über Hass“ auf Platz eins der deutschen

Charts gelandet. Und das obwohl der physische

Vertrieb (CD und LP) ausschließlich über den

bandeigenen Shop organisiert wurde. Gratulation!

Im Internet fand sich auch ein Video, in dem

ein K.I.Z.-Mitglied höchst selbst eines der bestellten

Pakete packte und dafür sein (letztes?) Shirt

hergab. Die Ware ging sicherlich an eine/einen,

die/der „Mehr als nur ein Fan“ ist, wie ein Song

des Albums heißt. Zwinker, zwinker. K.I.Z. spielen

auf dem Album wieder mit den Worten und versteifen

sich nicht auf (satirische) Provokationen.

Dennoch tänzeln sie in ihren Texten gerne auf der

Grenze zur politischen Unkorrektheit. Dabei geht

es nicht immer um Hass. Apropos, der Albumtitel

bezieht sich auf den „Wir sind mehr“-Auftritt der

Band in Chemnitz, in dessen Nachgang Teile der

Presse die Überschrift „27 Minuten Hass auf Veranstaltung

gegen Hass“ verbreiteten. K.I.Z. waren

so angetan davon, dass sie obendrein noch den

Titelsong einem gewissen Julian Reichelt (BILD)

„widmeten“. Räusper.

K.I.Z. „Rap Über Hass“ (Universal Music)

k-i-z.com

Text: Kai Florian Becker | Bild: Vertigo

39

RED FANG

Ohne den letzten Kick

MUSIK-TIPP Normale Videos drehen, das können

die Stoner/Sludge Metaller Red Fang wohl nicht.

Aktuell werden mal mit einem Samurai-Schwert

u.a. Flaschen zerschlagen oder Würstchen in der

Pfanne angebraten („Arrows“), mal sehnt sich ein

„Raubtier“ nach Pizza („Why“). Früher fuhren sie

bereits mit einem Auto durch einen Berg Milchkanister.

Einfallsreich sind sie, die Herren Bryan

Giles (Gitarre, Gesang), Aaron Beam (Bass, Gesang),

David Sullivan (Gitarre) und John Sherman

(Schlagzeug). Ganz nebenbei machen sie auch

Musik. „Arrows“ ist das erste Album seit 2016 und

ihr nunmehr fünftes. Dieses Mal wollten sie machen,

worauf sie Lust hatten. Warum das nicht bei

jeder Band bei jeder Aufnahme Usus ist, das ist

die eine berechtigte Frage. Die andere ist, warum

der Band in fünf Jahren keine Songs mit richtigem

Punch eingefallen sind. „Arrows“ ist kein Reinfall,

doch fehlt den Songs der entscheidende Kick für

den Sprint auf der Zielgeraden, um sich in all den

aktuellen Veröffentlichungen deutlich hervorzuheben.

Das tun definitiv ihre Videos. Auf lange

Sicht hin sollten sie sich vielleicht nicht alleinig

darauf verlassen.

Red Fang „Arrows“ (Membran) redfang.net

Text: Kai Florian Becker | Bild: Relapse

TIPPS


WALTER WANDERLEY

Hommage an eine Bossa Nova-Größe

MUSIK-TIPP Der 1932 in Recife geborene und

1986 in San Francisco nach einer Krebserkrankung

verstorbene Walter Wanderley war ein

brasilianischer Organist und Pianist, der mit seiner

Latin- und Bossa-Nova-Musik bekannt wurde.

Wanderley war für seine stakkatoartige Spielart

und die Beherrschung der Hammond-B-3-Orgel

bekannt. Mit 46 aufgenommenen Soloalben in

seiner Diskographie (sowohl in Brasilien als auch

in den USA) erreichte er im September 1966 Platz

26 in den Billboard-Pop-Charts, was einen klaren

Weg für weiteren Erfolg eröffnete. Auf der CD

„The Swinging Sounds Of The Sixties with Walter

Wanderley – From Rio With Love” werden zwei

seiner besten Alben vorgestellt: „From Rio With

Love“ und „Balançando“, letzteres mit Sängerin/

Schauspielerin Neyde Fraga. Zudem wurden sieben

der größten Hits von Wanderley, darunter

„Samba Novo“ und „Melancolia“ der CD als Bonus

hinzugefügt, so dass eine beachtliche Spielzeit

von über 75min zusammenkommt.

Walter Wanderley „The Swinging Sounds Of

The Sixties With Walter Wanderley”

(inakustik/Aquarela do Brasil) in-akustik.de

Text: Frank Keil | Bild: PR

40

AMPARANOIA

Spanischer Mestizo.-Sound

MUSIK-TIPP Vor rund einem Jahr hat Amparanoia-Frontfrau

Amparo Sánchez mit der CD

„La Nina y el Lobo“ ihre leidvolle Autobiografie

schonungslos musikalisch aufgearbeitet. Jetzt

kehrt sie mit ihrer angestammten Formation für

das neue Album „Himnopsis Colectiva“ zurück.

Auch wenn es das erste Studio-Album der Band

seit 2006 ist (2018 erschien eine Best Of), hat

sich musikalisch kaum etwas geändert: Amparanoia

bleiben das tonangebende Aushängeschild

des Mestizo-Sound. Alle 10 Titel handeln textlich

vom besonderen Jahr 2020, sprühen musikalisch

voller Energie und folgen stets dem Band-Motto

„rebeldia y alegria“. Auch wenn Cumbia, Reggae

und Rumba dominieren, gibt es jede Menge weitere

Weltmusik-Einflüsse zu hören, die auf dem

bandeigenen Label Mamita Records veröffentlicht

werden. Mit Anspieltipps wie „Mi Genética“, „Yo te

Doy“ oder „Cumbia Perfecto“ unterstreicht das

Sextett, zu dem auch der kubanische Trompeter

Jose Alberto Varona gehört, seinen Stellenwert

über die Szene hinaus.

Amparanoia “Himnopsis Colectiva” (Mamita

Records/Galileo MC) amparanoia.com

Text: Frank Keil | Bild: PR

TIPPS


STEFANIE HEINZMANN

Druckvolles Pop-/Rock-Statement

MUSIK-TIPP Die sympathische Schweizer Sängerin

Stefanie Heinzmann ist seit ihrem erfolgreichen

Debütalbum „Masterplan“ (2008) eine

feste und ernstzunehmende Größe im deutschsprachigen

Raum. Ihr musikalisches Spektrum

reicht von Soul & Funk über Pop bis hin zu Rock

und elektrischen Ausflügen. Mit „Labyrinth“ hat

sie aktuell ihre sechste CD veröffentlicht, aus

der vorab vier Singles, darunter „Colors“ und

„Would You Still Love Me“ erschienen. Die 2020

mit dem Swiss Music Award ausgezeichnete

Künstlerin widmet sich thematisch erneut dem

facettenreichen Themenfeld Liebe und setzt die

insgesamt 10 Stücke äußerst tanzbar in gewohnter

Qualität um. Auch mit ihrem intensiven

Engagement für UNICEF Schweiz und die Deutsche

KinderhospizSTIFTUNG lässt sie nachhaltig

aufhorchen. Derzeit ist sie in der achten Staffel

von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“

beim TV-Sender VOX zu erleben, während sich

Anspieltipps wie „Believe“ in der Zwischenzeit

zu Hits entwickeln.

Stefanie Heinzmann „Labyrinth“ Universal Music

Group) stefanieheinzmann.de

Text: Frank Keil | Bild: PR

41

PAUL WELLER

Modern Power Pop

MUSIK-TIPP Paul Weller – der mittlerweile 63jährige

´Modfather´, der von den späten 1970er

Jahren bis zum Jahr 1990 die englische & europäische

Musikszene mit seinen Bands The Jam

und The Style Council maßgeblich prägte, legt

mit „Fat Pop (Volume 1)“ sein 16. Studioalbum

vor. Weller, der auch als eine Art Gründungsvater

des englischen Brit-Pop gilt, beweist damit

nachhaltig sein Talent als Songwriter, Sänger

und Musiker. Nachdem er wie viele KollegInnen

2020 seine gesamte Tour verschieben musste,

arbeitete der Londoner stattdessen an neuer

Musik. Sein Album mit den 12 neuen Titeln umfasst

treibende Synthesizer-Stücke, sinfonischen

Pop bis hin zu filigranen Balladen. Dabei sind

auch eine Reihe von Gaststars: Andy Fairweather

Low, Lia Metcalfe von The Mysterines sowie Wellers

Tochter Leah aus der Ehe mit Sängerin Dee

C Lee. Neben bedeutsamen Titeln Marke „That

Pleasure“ oder „Shades Of Blue“ überzeugt vor

allem die Iggy Pop-Hommage „Moving Canvas“.

Und Weller beweist einmal mehr, dass ihm die

Ideen nicht auszugehen scheinen.

Paul Weller „Fat Pop (Volume 1”)

Polydor/Universal paulweller.com

Text: Frank Keil | Bild: PR

TIPPS


DEAD PIXELS

Zwei verschiedene Leben/Welten

SERIEN-TIPP Wenn die Geschehnisse in dem fiktiven

Computer-Rollenspiel „Kingdom Scrolls“

wichtiger sind als das reale Leben... das erleben

die drei Freunde Meg (Alexa Davies), Nicky (Will

Merrick) und Usman (Sargon Yelda) in „Dead

Pixels“, einer britischen Sitcom aus dem Jahr

2019. Die erste Staffel umfasst sechs Folgen à

25 Minuten und zeigt, wie sie versuchen, zwischen

realer und virtueller Welt klarzukommen.

Wobei ihnen das in dem Spiel deutlich besser

gelingt. Dort treten sie selbstbewusst und

stark auf; abseits davon offenbaren sie einige

soziale Schwächen. Das ist aber nichts im Vergleich

zum tollpatschigen, kindischen Russell

(David Mumeni), dem Neuen auf Megs Arbeit,

der sich mit aller Macht mit ihr anfreunden und

Teil ihrer Gaming-Gang werden will. In eine verschworene

Gemeinschaft reinzukommen, das

erweist sich erwartungsgemäß als schwierig.

Während die Protagonisten zwei verschiedene

Leben führen - eins in der realen und das andere

in der Spielewelt -, sehen die Zuschauer auch

zwei Arten von Serien: eine klassische Sitcom

und eine Animationsserie.

„Dead Pixels: Staffel 1“ (Polyband)

Text: Kai Florian Becker | Bild: BBC

42

HUSS

Erste Staffel des „Irene Huss“-Ablegers

FILM-TIPP „Huss - Verbrechen Am Fjord“, der

Ableger der schwedischen TV-Serie „Irene Huss,

Kripo Göteborg“, könnte eine weitere qualitative

hochwertige skandinavische Krimiserie sein.

Aber dann bogen die Drehbuchautoren Jörgen

Bergmark, Peter Lindblom und Stefan Thunberg

irgendwo falsch ab und hatten die Idee, noch

einen ganzen Aktenschrank voller Klischees in

die Stories einzuarbeiten. Gewalt gegen Verdächtige,

Misstrauen und Machtmissbrauch

unter den Kollegen, Chauvinismus, gefälschte

(oder absichtlich geschönte) Einsatzprotokolle,

Blauäugigkeit, Sex mit einem Kollegen und eine

Polizeianwärterin, die ein Gewaltopfer heimlich

und spontan bei sich einquartiert. Die Liste

der Klischees, allein basierend auf den ersten

beiden Folgen, ist absurd lang. Weniger wäre

durchaus mehr gewesen. So muss die Hauptakteurin

Katarina Huss (Karin Franz Körlof),

Tochter der erfahrenen Polizisten Irene Huss

(Kajsa Ernst), zwischen all diesen Klischees und

Fettnäpfchen hektisch hin und her balancieren

und hat gar keine Zeit, das anzuwenden, was

sie hoffentlich auf der Polizeischule gelernt hat.

„Huss: Staffel 1“ (edel:motion)

Text: Kai Florian Becker | Bild: ZDF

TIPPS


MINARI

Wo wir Wurzeln schlagen

FILM-TIPP Als Jacob Yi und seine Frau Monica

mit ihren Kindern Anne und David aus Südkorea

nach Amerika immigrieren, leben sie zunächst in

Kalifornien, wo die Eltern in einer Geflügelfabrik

ein mageres Einkommen verdienen. Jacob will jedoch

mehr für seine Familie und träumt von einer

eigenen Farm. Die Familie zieht deshalb nach

Arkansas und lebt fortan in einem Wohnwagen,

dessen Vorbesitzer jedoch an dem Versuch, das

Land zu bewirtschaften, scheiterte. Doch Neuanfänge

sind immer eine Herausforderung und herauszufinden,

was das Beste für die Familie ist, geschweige

denn eine 50-Hektar-Farm zu gründen,

um koreanisches Obst und Gemüse anzubauen

und zu verkaufen, ist leichter gesagt als getan.

Aber inmitten von aufrichtigen Versprechungen,

kulturellem Unbehagen, flüchtigen Hoffnungen

und der allgegenwärtigen Bedrohung durch ein

finanzielles Desaster ist Jacob überzeugt, dass er

ihr eigenes Stückchen Eden in der reichhaltigen,

dunklen Erde von Arkansas gefunden hat. Regie:

Lee Isaac Chung.

„Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“

kommt am 15.07. in die Kinos. Genre: Drama

Text: Antonia Weber | Bild: Josh Ethan Johnson/

Prokino/ A24

43

GAZA MON AMOUR

Phallus und die Liebe

FILM-TIPP Gaza, heute. Der sechzigjährige Fischer

Issa lebt im Hafen von Gaza und ist heimlich

in die geschiedene Schneiderin Siham verliebt,

die gemeinsam mit ihrer Tochter Leila auf

dem Markt arbeitet. Als er eines Tages in seinen

Fischernetzen eine antike Phallusstatue des griechischen

Gottes Apollo entdeckt, versteckt Issa

sie zunächst, da er nicht weiß, was er mit diesem

geheimnisvollen und mächtigen Schatz anfangen

soll. Doch tief in seinem Inneren spürt er, dass

diese Entdeckung sein Leben für immer verändern

wird. Seltsamerweise beginnt sein Selbstvertrauen

zu wachsen und schließlich beschließt er, sich Siham

zu nähern und sie endlich anzusprechen. Als

die Hamas die Existenz dieses mysteriösen Fundes

entdeckt, beginnen für Issa die Probleme. Wird es

ihm gelingen, Siham seine Liebe zu gestehen? Regie:

Arab Nasser, Tarzan Nasser

„Gaza mon Amour“

kommt am 22.07. in die Kinos.

Genre: Komödie, Drama

Text: Antonia Weber | Bild: 2021 Alamodefilm

TIPPS


LESELUST

CHRISTIAN HANDEL

AUTOR UND PHANTASTIK-EXPERTE AUS BERLIN

44

LESELUST


Aus der Phantastik-Szene ist der frühere Blogger

Christian Handel seit Jahren nicht wegzudenken.

Seit 2017 schreibt er selbst – über märchenhaftes

und queeres.

„Rosen und Knochen“ ist 2017 im Drachenmond

Verlag erschienen. Um was geht es?

Mein Erstling ist ein Fantasy-Roman, der von den

düsteren, inzwischen oft vergessenen Wurzeln

der Grimm’schen Märchen inspiriert ist. Schneeweißchen

und Rosenrot sind hier die Decknamen

zweier Dämonenjägerinnen, die damit beauftragt

werden, den Geist der Hänsel & Gretel-Hexe

zu exorzieren. Bei mir sind die beiden keine

Schwestern, sondern ein lesbisches Liebespaar.

Das Buch transportiert die beiden Themen, die

Dir literarisch am Herzen liegen: märchenhafte

Motive und queere Figuren. Wie äußern sich

diese in Deinen anderen Büchern?

Diese Themen sind mir so wichtig, dass ich sie in

fast alle meine Werke einbinde. Mal offensichtlicher,

wie etwa bei Rowan & Ash. Einerseits ist das

ein phantastisches Abenteuer, in dem die Magie

eines Inselkönigreichs plötzlich zur Bedrohung

seiner Bewohner wird. Hauptsächlich erzählt

der Roman jedoch die Geschichte eines jungen

Herzogssohns, der zwar die Thronfolgerin des

Landes heiraten soll, sich aber in den Prinzen des

Nachbarlandes verliebt. In meinem Nearfuture-

Thriller Becoming Elektra / I am Elektra ist das

schon etwas komplizierter: Hektor, Elektras Bruder

und eine wichtige Nebenfigur, ist bisexuell.

Die Märchenanspielungen habe ich hier als Metapher

mit eingebaut.

Woher stammt unsere Faszination für Märchen?

Jede Generation deutet Märchen neu. Außerdem

wecken viele ikonische Bilder wie der giftige

Apfel oder die goldene Gans nostalgische

Gefühle. Wenn man diese Märchen, die in den

letzten Jahrzehnten immer stärker weichgespült

wurden, von ihrer dunklen, erwachsenen Seite

beleuchtet und literarisch hinterfragt, weshalb

Cinderellas Tanzschuh aus Glas ist oder wer den

Zauberspiegel erschaffen hat, übt das zusätzlichen

Reiz aus.

Warum schreibst Du queere Phantastik?

Weil mir diese Geschichten als Kind und Jugendlicher

gefehlt haben. Ich wollte jemanden wie mich

selbst als Protagonist von Abenteuern sehen.

Interview: Tanja Karmann | Bild: Damian Collard

CHRISTIANHANDEL.DE

Alles Rund um die Welt der Bücher

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FANTASTIK

ANJA BAGUS

STEAMPUNK-EXPERTIN AUS ESSEN

46

FANTASTIK


Schreiben allein ist für Anja Bagus zu wenig:

Mit ihren Steampunk-Romanen erschafft die

Autorin eine neue Welt, die von treuen Fans

zum Leben erweckt wird.

Mit dem „Amt für Ætherangelegenheiten“

sind Deine Bücher zum Leben erwacht. Wie

kam es dazu?

Ich habe meine ersten Bücher in der Steampunk-Szene

verschenkt und hatte schon ein

paar Monate später tatsächlich den ersten Cosplayer.

Das war schon ein großartiges Erlebnis.

Dann meldete sich jemand bei mir und meinte,

mein Roman wäre so visuell anregend, dass er

gerne einen Film dazu drehen würde. Ich dachte

erst so: jaja. Aber wir haben das tatsächlich

gemacht. Auf YouTube kann man sich "Heute

ist noch kein Amt" anschauen. Die kleine Gruppe,

die diesen Film zusammengedreht hat,

hatte dann auch Lust, auf der RPC einen Stand

zu buchen. Wir hatten diesen tollen Stand, den

mein Mann aus Schrankrückwänden und Tapete

geklöppelt hatte … Die Leute fanden das

toll. Nach ein paar solcher Auftritte verselbstständigte

sich das Ganze. Das Amt wurde eine

wirkliche Institution, mit mehr als 100 Beamten

und Außenstellen.

Wie definierst Du Steampunk?

Am besten ist es für mich eine Mischung aus

dem klassischen Abenteuerroman - also sowas

wie Indiana Jones - und dem wilden Mix aus

Retrodesign und Futuretech. Der moderne

Computer, der aussieht wie eine der liebevoll

gestalteten Maschinen des 19. Jahrhunderts.

Wichtig ist, dass die Menschen im Aufbruch

sind und es etwas Unbekanntes gibt, etwas erforscht

werden kann. Mich faszinieren weniger

die düsteren Dampfmaschinenvisionen, sondern

eher die gesellschaftlichen Auswirkungen

einer Welt, die im Wandel ist.

Was fasziniert Dich an Steampunk?

Vor allem die Möglichkeit, etwas völlig Abstruses

passieren zu lassen. Maschinen zu erfinden,

mit denen man Geister hören kann.

Einen Mannwolf Beamten werden zu lassen.

Eine Frau mit Superkräften zu einer schlichten

Straßenpolizistin zu degradieren. Das Abstruse

ist dann aber nicht das Wichtigste. Das Thema

ist eigentlich immer: Wie geht der Mensch mit

sich und den anderen um? Die Maschinen oder

die Veränderten sind nur Spiegel, Metall- oder

fleischgewordene Abbilder von tief innenliegenden

Charaktermerkmalen.

Interview: Tanja Karmann | Bild: Werner Kesting

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Kultur

kalender

UNTERSTÜTZT VON


POP GOES ON!

Konzertreihe des PopRates

Mitten im ersten Corona-Lockdown – hat der

PopRat zusammen mit der Oliver Elm Marketing

(O.E.M.) ein Konzept zur Soforthilfe für saarländische

Bands/Acts und zugleich für saarländische

Clubs und Spielstätten entwickelt. O.E.M.

hatte dafür 10.000 Euro Soforthilfe ausgelobt.

Das Motto: Gage sofort, Gig nach der Corona-

Krise. Die Oliver Elm Marketing GmbH (O.E.M.)

buchte zusammen mit dem PopRat Saarland

eine Konzertreihe saarländischer Bands in saarländischen

Spielstätten für unmittelbar nach der

Corona-Zeit. In der „Pop goes on“-Reihe werden

zahlreiche saarländische Bands und Musikacts in

saarländischen Clubs und Live-Spielstätten präsentiert.

Der Ticketerlös fließt direkt und unmittelbar

in die Kassen der Clubs und Spielstätten

und wird von den Clubs selbst organisiert.

Text: Redaktion | Bild: Veranstalter

49

Samstag, 17. Juli:

Kaysa, Mauerpfeiffer, Saarbrücken

Freitag, 3. September:

Mother, Garelly-Haus, Saarbrücken

Samstag, 4. September:

Trallskogen, Kurhaus Harschberg, St. Wendel

Freitag, 10. September:

4Fliegen, JUZ, Neunkirchen

Donnerstag, 17. September:

Indecent Behaviour, Studio 30, Saarbrücken

Donnerstag, 17. September:

Southern Caravan Breath, Inselgarten, Saarlouis

Freitag, 22. Oktober:

Helmut Eisel & Christina Theis, Zum Hirsch,

Saarbrücken

Samstag, 30. Oktober:

Final Heat Band, Kunstwerk, Saarbrücken

Freitag, 5. November:

Duo Realize, Gasthaus Elch, Riegelsberg

Samstag, 13. November:

Storky Bones, Bahnhof, Niederwürzbach

Samstag, 27. November:

Sonnhalter, Terminus, Saarbrücken

TERMINE


01. Juli // 18.00 Uhr & 02. Juli // 17.00 Uhr

Die Abenteuer des

Huckleberry Finn

>> Theater / Theatre

Theater Trier

Die beiden besten Freunde Huck und Jim begeben

sich mit einem Floß auf eine gefährliche

Reise auf dem Mississippi. Huck versteckt sich

vor seinem Vater und Sklave Jim ist gerade

aus seiner Gefangenschaft geflohen. Während

das Geld immer knapper wird und sie von zwei

Kopfgeldjägern gejagt werden, treffen sie auf

eine seltsame Theatergruppe…

03. Juli // 19.30 Uhr

Sommerserenaden

>> Musik / Musique

TiV im Innenhof des Theater Überzwerg

Grusel-Klassiker von Edgar Allen Poe. Gemeinsam

mit dem Erzähler untersucht Auguste

Dupin im Paris des 19. Jh. einen unerklärlichen

Mordfall mit zwei bestialisch zugerichteten

Leichen. Dank seines brillanten analytischen

Verstandes gelingt es Dupin, den Doppelmord

aufzuklären. Mit Eva Kammigan.

07. Juli // 20.00 Uhr

Alois

>> Musik / Musique

Kulturfabrik Luxemburg

Das Schweizer Synthie-Pop-Quintett ,,Alois‘‘ hat

seine eigene Welt des tanzorientierten Artpop

geschaffen. Das Songwriting kombiniert das,

was die Band grob Karibik-Disco nennt: alle

Arten karibischer und afrikanischer Musik mit

Elementen zeitgenössischer Electronica, 80er-

Synth-Wave, Balearen, Dub und einem Hauch

von Trap. Es ist ein hybridisierter Pop mit einer

starken Vorliebe für die Tanzfläche.

07. Juli // 19.30 Uhr

Martin Schmitt: Bässdoff

>> Comedy / Comédie

TUFA Trier (Innenhof)

Martin Schmitt präsentiert das Beste in Form einer

perfekten Melange aus eigenen bayrischen

Songs und Gedichten, Blues, Boogie Woogie

und Harlem Stride Piano. Das hat "Die Welt"

schon längst erkannt, als sie schrieb: "Improvisationsgenie

spielt mit Tasten wie mit Worten."

08. Juli // 20.00 Uhr

Melenas

>> Musik / Musique

Kulturfabrik Luxemburg

Die aus dem spanischen Pamplona stammende

Garagen-Rock-Band Melenas wird mit ihren flirrenden

Gitarren, süßen Melodien und eingängigen

Rhythmen mit einem Hauch von sonnigem

Psy, Fans von The Feelies, Stereolab und Jangle-

Pop-Fans zum Verlieben bringen.

09. Juli // 19.30 Uhr

So schön ist Isfahan

>> Musik / Musique

TiV im Innenhof des Theater Überzwerg

Wanderer zwischen den Welten, das sind

Moschgan Ebrahimi und Arash Talebi. Sie ist

1965 in Quierschied, er 1992 in Isfahan geboren.

Sie durfte in Freiheit aufwachsen. Er musste

flüchten. Mit Moschgan Ebrahimi und Arash

Talebi(Santur)

50

TERMINE


09. Juli // 19.30 Uhr

LUAH

>> Musik / Musique

TiV im Innenhof des Theater Überzwerg

Mal sanftmütig, dann wieder roh, mal schwebend,

dann wieder geerdet - authentisch und

verträumt: Die Band LUAH hat mit ihren Arrangements,

der ungewöhnlichen Instrumentierung

und der Symbiose von Jazz/Pop/Folk und

brasilianischer Musik „eine eigene Nische (…)

erarbeitet“ (Stefan Franzen, Jazzthing).

Ab 10. Juli

Mosel Musikfestival

>> Musik / Musique

Verschiedene Spielstätten '

entlang der Mosel

Über zwanzig vollkommen verschiedene

Konzertveranstaltungen, mit erprobten Sicherheits-

und Hygienekonzepten, laden zu

Begegnungen mit Ausnahmemusikern wie Kit

Armstrong oder The Tallis Scholars ein, haben

Raum für Jazz und experimentelle digitale Formate

ohne Live-Musik, um in ganz besondere

Orte oder Stimmungen einzutauchen.

10. Juli // 19.30 Uhr

Zwischenhausen

Poetische Lieder und Texte

>> Musik / Musique

TiV im Innenhof des Theater Überzwerg

Ein Fundstück während eines Spaziergangs

durch das sommerlich heiße Marburg; eine kurze

Straße, mit langanhaltendem Abgang: zwischen

den Orten, den Zeiten, den Strömungen,

den Stühlen. Will auch heißen: Annäherung an

das Grande Finale, Rückbesinnung, Diesseitsdünke.

Mit Sigi Becker (Rezitation, Gesang,

Gituarre) und Karl-Heinz Heydecke (Giturarre,

Geige und mehr)

10. Juli // 19.30 Uhr

Ecological Anxiety

Disorder

>> Tanz // Danse

Kulturfabrik Luxemburg

Zwischen Reisebericht und Mythologie nimmt

"Ecological Anxiety Disorder" den Betrachter

mit auf eine Expedition mitten in die Ozeane,

mitten ins Herz des 7. Kontinents, dieses Plastikmonsters

unserer heutigen Gesellschaft. Die

Seeungeheuer treffen dann auf die Symptome

eines neuen Krankheitsbildes: ÖkoAngst. Eine

gut dokumentierte, poetische und verstörende

Odyssee, die dazu einlädt, die Tiefen des Meeres

und die Tiefen menschlicher Ängste zu erkunden…

11. Juli // 17.00 Uhr

Rilkes kontroverse

Jugenderzählung

>> Musik / Musique

Theater im Viertel

Innerhalb einer Nacht schrieb der 23jährige Rilke

die Geschehnisse um frühe Liebe und Tod des

Fähnrichs Christoph Rilke im Türkenkrieg von 1663

nieder. 1912 als Nr. 1 in der berühmten Insel-Reihe

veröffentlicht, wurde der Bestseller mit mehr

als einer Million Exemplaren Rilkes erfolgreichste

Buchveröffentlichung. Viktor Ullmanns Konzert-

Melodram für Sprecher und Klavier. Mit Ralf Peter

(Rezitation, Konzept) und Thomas Layes (Klavier).


16 Juli bis Samstag, 07 August

Echternach Summer

Concerts

>> Musik / Musique

Für die neue Eventserie Echternach Summer Concerts

vereinen sich mit dem Trifolion, dem den

Atelier und e-Lake die drei Größen der luxemburgischen

Kulturszene. Auf die Besucher warten

Live-Konzerte von nationalen und internationalen

Künstlern unterschiedlicher Musikrichtungen in

der einzigartigen historischen Kulisse der Abteistadt

Echternach.

16 - 19 Juli sowie 22 - 28 Juli: Echterlive Festival

20 - 31 Juli sowie 01 August: den Atelier

06 - 07 August: e-Lake Festival

16. Juli // 20.00 Uhr

Mutiny On The Bounty

>> Musik / Musique

Kulturfabrik Luxemburg

Groovige Rhythmen, Gitarrenakrobatik und wilde

Live-Shows sind nur einige der Wörter, die einem

in den Sinn kommen, wenn man an Mutiny On

The Bounty denkt. Seit über 15 Jahren präsentieren

die Besten Luxemburgs ihre einzigartigen

SoundTourneen mit Acts wie And So I Watch You

From Afar oder Biffy Clyro und festigen sich ihren

Status als eine der renommiertesten und originellsten

Bands.

17. Juli // 20.00 Uhr

The Wicker Man

>> Kino / Cinema

Kulturfabrik Luxemburg

Der Film, der das Folk-Horror-Genre ins Leben rief.

Ein Klassiker, den man auf keinen Fall verpassen

sollte. Alles an diesem Film, von Anfang bis Ende

(und was für ein Ende!), ist Psyche, schräg, exotisch,

und der Soundtrack (aus dem Genre 'weird

folk ') ist nicht der Rest.

22. Juli // 20.00 Uhr

JEALOUS

>> Musik / Musique

Kulturfabrik Luxemburg

Die Berliner Jealous sind bekannt für ihren

lauten und unscharfen Sound zusammen mit

chaotischen und energiegeladenen Live-Shows.

Das Trio; Paz, Adi und Uri haben sich vor Jahren

in der Underground-Szene von Tel Aviv kennengelernt.

Nun leben sie in Berlin und nehmen

aktiv an der lokalen Musikszene teil.

28. Juli // 19.30 Uhr

Eva Eiselt: Wenn Schubladen

denken könnten

>> Kabarett / Cabaret

TUFA Trier (Innenhof)

Eva und ihr wilder Mix aus Kabarett, Theater und

kreativem Wahnsinn sind eine Klasse für sich. Ein

Abend mit Eva Eiselt ist wie Kurzurlaub und hat

auf holidaycheck 98% Weiterempfehlungen.

Ihre Themen sind von zentraler Lage, ihre Ausstattung

hochwertig, absolut empfehlenswert.

NOCH MEHR KULTUR FINDEST DU AUF POPSCENE.CLUB

52

TERMINE


EXPERIMANCE

FESTIVAL

Erleben und Entdecken

Diesen Sommer findet zum ersten Mal das Experimance

Festival statt. Als Klangkunst Veranstaltung

2016 im Mauerpfeiffer gestartet, hat

sich das Projekt über die Jahre zu einer Institution

der jungen, freien Szene in Saarbrücken

entwickelt. Nun ist es an der Zeit das Ganze auf

eine größere Bühne zu bringen. Über mehrere

Locations in Saarbrücken verteilt, präsentieren

Experimance ein transdisziplinäres Festival

mit Ausstellungen, Performances, Konzerten,

Workshop und Vorträgen, welches durch seine

inhaltliche Gestaltung ein Alleinstellungsmerkmal

in der Region hat. Das Team des neu

gegründeten Prospektiv e.V. hat dazu Künstler*innen

aus der Region und verschiedenen

Nationen eingeladen. Von etabliert bis Newcomer

werden diverse künstlerische Positionen

aus den Bereichen Klangkunst, Experimentelle

Musik und Performance vertreten sein.

Donnerstag, 15. Juli bis Sonntag, 18. Juli

Saarbrücken verschiedene Spielstätten

experimance.de | prospektiv.org

Text: Redaktion | Bild: Veranstalter

SCHLOSSGARTEN

OPEN AIRS

Endlich Sommer - Endlich wieder Live!

Das Studio 30 präsentiert in Kooperation mit

dem Regionalverband Saarbrücken das zweite

Jahr in Folge die Konzertreihe "Schlossgarten

Open Airs". Nach dem großen Erfolg im

letzten Jahr stehen wieder junge Künstler aus

dem Saarland, sowie ausgewählte Bands und

Solo-Künstler aus Deutschland auf der Bühne

am Saarbrücker Schloss. Die Reihe beginnt am

mit Lumbematz und Leyf (Samstag, 14. August

18.00 Uhr). Als Support sind Leyf aus Mannheim

am Start. Das zweite Wochenende wird vom

Ausnahmetalent Lukas Schüssler, besser bekannt

als LUKE (Freitag, 20. August 18.30 Uhr)

eröffnet. Mit seinem unverwechselbaren Blues-

Pop Sound und einer hochkarätig besetzten

Band konnte er im Herbst 2019 im Studio 30 das

Publikum begeistern. Als Support spielt Citizen

Tim. John Allen ist (Samstag, 21. August 18.30

Uhr) ein Erlebnis, ganz egal ob als Fullband

Show mit seiner Band den Black Pages oder, wie

bei seinem Konzert bei den Schlossgarten Open

Airs, leise und intim, solo an der Akustikgitarre.

Als Support spielt Max Young aus Saarbrücken.

studio-30.de

Text: Redaktion | Bild: Lumbematz

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54

TERMINE


Kino Achteinhalb Saarbrücken

Filmhaus Saarbrücken

Passage-Kino Saarbrücken

Thalia Bous

Eden Cinehouse Homburg

Lichtspiele Losheim

Cinetower Neunkirchen

Capitol MovieWorld Saarlouis

Neues Regina St. Ingbert

Neues Theater St. Wendel

Lichtspiele Wadern

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07.2021

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PROVINZ

VORWEIHNACHTLICHES HIGHLIGHT

WE WERE PROMISED

JETPACKS

TOUR VERSCHORBEN, SINGLE DRAUSSEN

Mit gut Glück, könnte diese eine der ersten

Indoor-Touren in diesem Jahr sein. Die Rede

ist von den Newcomeern Provinz. Auf die Veröffentlichung

ihrer Debüt-EP „Reicht dir das“

folgten herausragende Kritiken, Festival- und

TV-Auftritte und zwei Shows auf dem Reeperbahn

Festival. Dann kam die erste Single „Augen

sind rot“, eine Hommage an die Freunde,

mit denen man aufwächst. Nach den Singles

„Wenn die Party vorbei ist“, „Verlier Dich / Nur

Freunde“ und „Diego Maradona“ erschien im

letzten Sommer endlich ihr Debütalbum „Wir

bauten uns Amerika“.

Provinz, das sind Vincent, Robin, Moritz und

Leon und kommen aus der Nähe von Ravensburg.

Sie machen bereits ihr halbes Leben

lang zusammen Musik. Anfangs spielten sie

noch für Rentner am Bodensee mit Cajón und

Rassel, jetzt sind sie die Indie-Newcomer der

Stunde. Im Dezember sind Provinz endlich live

in Saarbrücken zu erleben. Hoffentlich! Zum

einen muss Corona mitspielen, zum anderen

müsst ihr schnell genug sein, denn fast alle

anderen 2021er Shows sind längst ausverkauft.

Von daher: Sputet Euch!

Es war etwas still um die Schotten We Were

Promised Jetpacks, die sich 2003 in Edinburgh

gegründet hatten. Aber das heißt nicht, dass

nicht einiges passiert ist. Zum einen ist Gründungsmitglied

Michael Palmer längst von

Bord gegangen. Zum anderen führen seitdem

die verbleibenden Mitglieder die Band als Trio

weiter. Außerdem haben sie in dieser Formation

im Juni 2020 über Big Scary Monsters die

EP „Out Of Interest“ veröffentlicht. Danach

begaben sich We Were Promised Jetpacks ins

Studio, um ihr fünftes Album einzuspielen.

Das sollte Anfang 2021 erscheinen, doch erst

am 1. Januar war das Mastering abgeschlossen.

Wann die Platte kommt, wissen wir nicht;

aber mit der Single „If It Happens“ gibt es

bereits den ersten Vorboten. Der Song „sagt

dir, dass du das Glück zuzulassen kannst, und

andere dazu ermutigen kannst, es ebenso

zu tun. Mehr c‘est la vie!“, empfiehlt Sänger

Adam Thompson. Fest steht, dass die Tour erneut

um einige Monate nach hinten verschoben

wurde und die drei Schotten nunmehr

Mitte Februar des kommenden Jahres im Kleinen

Klub in Saarbrücken gastieren werden.

Garage, Saarbrücken

Mittwoch, 01. Dezember 2021 // ab 19 Uhr

provinzband.com

Kleiner Klub, Saarbrücken

Montag, 14. Februar 2022 // ab 19 Uhr

wewerepromisedjetpacks.com

Text: Peter Parker | Bilder: Tim Erdmann - Takeaseat, Euan Robertson

58

4PLUS1 // ANZEIGE


4 P L U S 1 K O N Z E R T E P R Ä S E N T I E R T :

A L L E U P D A T E S Z U V E R L E G U N G E N I M Z U S A M M E N H A N G

M I T C O V I D - 19 F I N D E T I H R U N T E R 4 P L U S 1 - KO N Z E R T E . D E

PROVINZ

01.12.21 GARAGE SAARBRÜCKEN

HOCHVERLEGT

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19.05.22 E WERK SAARBRÜCKEN

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19.02.22 E WERK SAARBRÜCKEN

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28.10.21 GARAGE SAARBRÜCKEN

VAN HOLZEN

25.11.21 STUDIO 30 SAARBRÜCKEN

WE WERE PROMISED

JETPACKS

14.02.22 KLEINER KLUB SAARBRÜCKEN

OLLI SCHULZ

15.02.22 GARAGE SAARBRÜCKEN

SMILE AND BURN

11.03.22 STUDIO 30 SAARBRÜCKEN

SDP

21.05.22 E WERK SAARBRÜCKEN

AUSVERKAUFT

HOCHVERLEGT

tickets an allen bekannten vorverkaufsstellen und bei tickets am markt

(St. Johanner Markt 37 | 66111 Saarbrücken | ticketsammarkt.de | 0681 68664231)


SINGER-SONGWRITER-ABEND

ENDLICH WIEDER LIVE-MUSIK

Wir alle sehnen uns nach Live-Musik! Am

24.Juli gibt es sie im Hirsch: handgemacht,

manchmal reduziert, immer ehrlich und detailverliebt.

Dazu kommen fünf saarländische

Singer-Songwriter auf die Bühne: Dominik

Monz (big fish radio), St. Gerold’s Different

Grey, Early Retirement (Sebastian Bungert),

Mike McSooner und James Maitland Boyle.

SAMSTAG, 24. JULI 2021 // 19.30 UHR

INFOS UND TICKETS:

CROWDTICKET.SAARLAND

ABSINTH

EINE ALKOHOLISCHE REISE IN DIE BELLE ÉPOQUE

„Absinthe has a wonderful color, green.

A glass of absinthe is as poetical as anything

in the world.“ (Oscar Wilde)

Die Gäste verkosten unter fachkundiger Anleitung

durch einen Kulturhistoriker und einen

DBU- Barkeeper drei verschiedene Sorten

Absinth, sowie zwei klassische Absinth-Cocktails.

Abgerundet wird der Abend durch zahlreiche

Anekdoten und amüsantes Fachwissen

über die Epoche und rund um das „verruchte“

Kultgetränk der Belle Époque, welches lange

Jahre völlig zu Unrecht einen eher zweifelhaften

Ruf genossen hat.

FREITAG, 30. JULI 2021 // 19.30 UHR

INFOS UND TICKETS:

CROWDTICKET.SAARLAND

Baker Street - Eventgastronomie im Hirsch

Saargemünder Str. 11, bakerstreetsb.de

66119 Saarbrücken facebook.com/BakerStreetSB

Text: Redaktion | Bilder: Veranstalter, Jochen Prang

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BAKER STREET // ANZEIGE


SO WIRD

’NE SHOW

DRAUS!

Crowdticket ist die erste Crowdfunding-Plattform speziell für den saarländischen Kultur- und

Eventmarkt. Crowdticket ermöglicht es Veranstaltern und Künstlern, dank einer risikofreien Vorfinanzierung

durch kultur- und eventbegeisterte Saarländer, wieder richtig durchzustarten!

WWW.CROWDTICKET.SAARLAND


ZWÖLF OPEN-AIR-KONZERTE

LIVEPROGRAMM AN DER STUMMSCHEN REITHALLE

Noch bis zum 25. Juli präsentiert die Neunkircher

Kulturgesellschaft zwölf Open-Air-Konzerte

an der Stummschen Reithalle in Neunkirchen.

Das Programm bietet jede Menge

musikalische Abwechslung und beinhaltet

eine bunte Mischung aus lokalen Musikern

und nationalen Acts.

Geschäftsführer Markus Müller freut sich: „Die

Open-Air-Reihe an der Stummschen Reithalle

bietet Konzerte von Pop über Rock bis Folk in

besonderer industriehistorischer Atmosphäre.

So sorgt das Team der Neunkircher Kulturgesellschaft

erstmals mit dieser Konzert Reihe

auch für eine Aufwertung des Alten Hüttenareals;

Industriekultur der besonderen Art

eben. Das Veranstaltungsteam um Klaus

Braße hat hier wieder ganze Arbeit geleistet.“

Die Konzerte beginnen jeweils um 19:30 Uhr

und finden unter Berücksichtigung der aktuellen

Corona-Schutz- und Hygienemaßnahmen

statt. Bei schlechtem Wetter besteht die Möglichkeit

die Konzerte in die Neue Gebläsehalle

zu verlegen.

nk-kultur.de

Text: Redaktion | Bilder: Rich Serra, Tobias Gölzer

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NK KULTUR // ANZEIGE


NEUNKIRCHER KULTURGESELLSCHAFT

REITHALLE NEUNKIRCHEN

25.06. HELMUT EISEL & JEM

26.06. ANDREAS KÜMMERT DUO

27.06. AMBY‘S JUST 4

02.07. BLUES NIGHT EG Blues Band

& The Vineyard Blues Duo

03.07. MANDOWAR

04.07. LIEDER DER POESIE

DEDA, MARX, SCHILLO

16.07. NU BREEZE PROJECT

17.07. SCHRENG SCHRENG

& LA LA + Gregor McEwan

Neustart

2021

Ticket-Hotline: 0651/97 90 777 www.nk-kultur.de

18.07. MYFUNKYSOULS

23.07. DANIEL BENYAMIN

Special Guest: Citizen Tim

24.07. STEINER & MADLAINA

25.07. TIM VANTOL

Special Guest: Max Young


JUPITER JONES

ZURÜCK IN UNSEREN HERZEN

NURA

ALLROUNDERIN

Die gute Nachricht ist nicht nur, dass Jupiter

Jones wieder zurück sind, sondern dass sie auch

wieder live spielen - etwa im luxemburgischen

Dudelange. Über ihr Comeback sagt die ultra-sympathische

Band Folgendes: „Wir sind

zurück. Viel zurücker, als ihr vielleicht ahnt. Wir

haben ein Album geschrieben, haben es - stets

allen Corona-Unwegsamkeiten trotzend - in

liebevoller Kleinstarbeit arrangiert und gerade

jetzt sind wir dabei, es zu produzieren. Nicht

immer im selben Raum, you know the deal, aber

mit demselben Ziel: Eine Platte herauszubringen,

die so klingt, wie Jupiter Jones 2021 klingt.

Immer auch ein bisschen wie früher, aber am

meisten so wie heute! Wir haben Superfreunde

mobilisiert, die uns an den Knöpfen, den Schaltern

und den Instrumenten helfen. (…)

Mit Believe haben wir einen tollen Vertrieb gefunden,

der uns helfen wird, unser neues Album

über unser eigenes Label Mathildas & Titus Tonträger

zu veröffentlichen - mit voller Kontrolle

über alles Aspekte - von den Songs, über den

Look, bis hin zur Nachhaltigkeit aller Produkte.“

Yes, willkommen zurück in unseren Herzen!

Nura Habib Omer, wie sie bürgerlich heißt, ist

Musikerin, Schauspielerin, Bestsellerautorin

und um es mit ihrer Doppelsingle zu sagen:

wieder da. Das Allroundtalent aus Berlin kündigte

vor einigen Wochen die Verschiebung

ihrer eigentlich für April geplanten Tour auf

das Frühjahr 2022 an. Sie geht aber bereits in

diesem Sommer auf Festivaltour und macht

einen Zwischenstopp im luxemburgischen

Dudelange. Nura gab nach dem Aus von SXTN

Ende 2017 mit der Single „Auf der Kippe“ ihr

Solo-Debüt und ist spätestens seit ihrem Song

„Chaya“ mit Trettmann jedem ein Begriff. Mit

neuem Sound überzeugt sie ihre Fans – weg

vom derben Rap mit provokanten Texten,

hin zu Trap und RnB. Kürzlich hat sich Nura

zurückgemeldet und veröffentlichte Anfang

Januar mit „Fotze Wieder Da/Hier Oben“

einen ersten Vorgeschmack auf ihr zweites

Soloalbum. Trotzdem war sie während ihrer

musikalischen Pause keineswegs untätig.

Im August 2020 erschien ihre Autobiografie

„Weißt du, was ich meine?“, sie spielte in verschiedenen

Serien mit und war in der TV-Sendung

„Sing meinen Song“ zu sehen.

Ënnert dem Waassertuerm, Dudelange

Freitag, 23. Juli 2021, ab 19 Uhr

ffm.bio/jupiterjones

Ënnert dem Waassertuerm, Dudelange

Dienstag, 3. August 2021, ab 19 Uhr

fb.com/nura030

Text: Peter Parker | Bilder: Tessa Meyer& Niclas Moos, Chris Schwarz

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DEN ATELIER // ANZEIGE


WE’RE B CK,

BABY.

A-GENDA SUMMER 2021

FRIDAY, 23.07

JUPITER JONES

“ËNNERT DEM WAASSERTUERM”, DUDELANGE

SATURDAY, 24.07

SELAH SUE

PARC THERMAL MONDORF-LES-BAINS

SATURDAY, 31.07

HOOVERPHONIC

ABTEIHOF ECHTERNACH

SUNDAY, 01.08

FRANCESCO TRISTANO

ABTEIHOF ECHTERNACH

TUESDAY, 03.08

NURA

“ËNNERT DEM WAASSERTUERM”, DUDELANGE

INFO & TICKETS on ATELIER.LU

SUNDAY, 05.09

WHITE LIES

POND ECLECTIC, PARC KIRCHBERG

MONDAY, 06.09

JOSÉ GONZALEZ

POND ECLECTIC, PARC KIRCHBERG

TUESDAY, 07.09

L’IMPÉRATRICE

POND ECLECTIC, PARC KIRCHBERG

WEDNESDAY, 08.09

OLLI SCHULZ

POND ECLECTIC, PARC KIRCHBERG


KATATONIA & SÓLSTAFIR

DOPPELPACK DES HOCHGENUSSES

DANKO JONES

LIVE MIT NEUEM ALBUM

Mit Katatonia und Sólstafir kommen im Zuge

der „Twilight Burials“-Co-Headlinertournee

zwei Meister der Melancholie nach Luxemburg.

Das Zusammentreffen dieser Schwergewichte

ist eine natürliche Entwicklung, denn

seit einem guten Vierteljahrhundert stellen

beide Bands die emotionale Verbindung ihrer

Musik über alles andere. In ihrer Welt kommt

Fortschritt von Innen. Dieser hat ihr musikalisches

Werk äußerlich in etwas verändert,

was kaum noch etwas mit dem extremen

Sound der Anfangstage zu tun hat. Katatonia

gehören zweifelsohne seit Jahren zu den

besten Gothic-Metal-Bands, während Sólstafir

hauptsächlich ihre Texte in der Sprache ihrer

mystischen isländischen Heimat verfassen,

sich von einer Black Metal Band zu einer sehr

variablen (Post-)Rock Band entwickelt haben

und sich bei jeder Veröffentlichung immer

wieder überraschend und leicht abweichend

vom Vorgänger präsentieren. Beide zusammen

live zu erleben, ist sicherlich ein metallischer

Hochgenuss.

Rockhal (Club), Esch-sur-Alzette

Donnerstag, 17. Februar 2022 // ab 18:30 Uhr

katatonia.com | solstafir.net

Mit „Power Trio“ feiern Danko Jones am 27. August

2021 nicht nur die Veröffentlichung ihres

mittlerweile zehnten Studioalbums, sondern

auch gleichzeitig ihr 25-jähriges Bandjubiläum.

Anlässlich des Bandgeburtstages gaben die Rocker

aus Toronto bekannt, dass sie im Frühsommer

2022 auf Tour kommen werden. Ursprünglich verankert

in der Garagen-Rock-Szene, sehen sich die

Kanadier auch heute noch eher vor Publikum als

vor Tonreglern: „Wir sind keine Studio-Band. Wir

gehören auf die Bühne“, so Band-Leader Danko

Jones. Auf „Power Trio“ präsentieren sie elf neue

Songs und zeigen sich thematisch vielseitig. Der

Vermutung, dass während der Quarantäne die

Inspiration fehlte, wenn es um das Texten der

Songs geht, widersprechen sie. „Die Tatsache,

allein zu Hause zu sitzen, eröffnet einem ganz

neue Perspektiven auf die Dinge, die um einen

herum geschehen“, so Danko Jones. Während

einige Tracks von der Isolation inspiriert sind,

bezieht sich „Raise Some Hell“ beispielsweise

auf die Ermordung von George Floyd und die

Proteste der Black Lives Matter-Bewegung. Entgegen

der thematischen Vielfalt auf dem Album

sind die Kanadier ihrem Stil treu geblieben.

Rockhal (Club), Esch-sur-Alzette

Sonntag, 29. Mai 2022 // ab 19:30 Uhr

dankojones.com

Text: Peter Parker | Bilder: Haftsteinn Vidar, Dustin Rabin

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ROCKHAL // ANZEIGE


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15

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MILKY CHANCE

PERFEKTER SOMMERSOUND

GIANT ROCKS

ERFOLGREICHE DEBUTANTEN

Es war ein hessisches Märchen: Die Geschichte,

wie aus Milky Chance, dem Do-it-Yourself-Projekt

zweier Kassler Abiturienten, Stück für Stück

ein globales Pop-Phänomen wurde, ist nicht nur

für den deutschen Pop beispiellos. Monatelang

tourten Rehbein und Dausch durch die USA,

standen auf Festivalbühnen in Australien und

Südafrika, sie spielten in der legendären Freilichtbühne

Red Rocks oder auf der Hauptbühne

des Coachella Festivals, waren bei Late-Night-

Talker Jimmy Kimmel zu Gast, wurden daheim

mit einem „Echo“ ausgezeichnet und mit Gold

für ihr Album Debüt „Sadnecessary“.

2015 gründen Sänger Frederik Rabe, Gitarrist

Finn Schwieters, Bassist Luca Göttner,

Keyboarder Jonathan Wischniowski und

Drummer Finn Thomas Giant Rooks. Die Das-

Haben-Wir-Erreicht-Liste der Giant Rooks ist

seitdem eindrucksvoll gewachsen: Sie haben

eine 1LIVE-Krone gewonnen, siebenstellige

monatliche Hörerzahlen bei Spotify, ausverkaufte

Konzerte von Rom, über Paris bis Manchester.

In Deutschland füllen sie schon jetzt

Venues, die andere Künstler*innen erst nach

15 Jahren Karriere auf den Tourneeplan setzen.

Die Giant Rooks verkaufen sie scheinbar

aus dem Handgelenk mit gerade einmal drei

veröffentlichten EPs aus.

Strandbad Losheim am See

21. August 2021 // 20.00 Uhr

milkychance.net

Strandbad Losheim am See

03. September 2021 // 20.00 Uhr

giant-rooks.com

Text: Peter Parker | Bilder: Anthony Molina, Joseph Kadow

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POPPCONCERTS // ANZEIGE


losheim am see

Strandbad

21.08. - milky chance

22.08. - deine freunde

26.08. - alvaro soler (vorerst ausverkauft)

02.09. - Jan Delay & Disko No.1

03.09. - giant rooks

04.09. - jupiter jones

05.09. - LEA

(2 Shows / Abendshow vorerst ausverkauft)

Tickets: WWW.Picknick-Konzerte.DE

Gefördert von:


IMPRESSUM

HERAUSGEBER UND REDAKTION

Markus Brixius

Dudweilerlandstraße 103-105

66123 Saarbrücken

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Web: in-szene.net

CHEFREDAKTEUR (V.I.S.D.P.)

Markus Brixius

VERTRIEB/MARKETING

redaktion@popscene.club

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Inszene Media GmbH

artwork.in-szene.net

COVER

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Joe Magowan

WIR DANKEN

Allen Mitarbeitern/Redakteuren,

unseren Familien und Freunden.

AUFLAGE

10.000 Stück saarlandweit,

Trier, Kaiserslautern, Freiburg,

Zweibrücken, Luxemburg;

ca. 700 Auslagen;

erscheint zum Monatsanfang

Auch als E-Paper abrufbar.

Reichweite 200.000 Aufrufe

pro Monat

Redaktions- und Anzeigenschluss:

Immer der 15. des Vormonats

Veröffentlichungen, die nicht ausdrücklich

als Stellungnahme des

Herausgebers und Verlages gekennzeichnet

sind, stellen die persönliche

Meinung des Verfassers dar. Für unverlangt

eingesendete Manuskripte

und Illustrationen kann keine Haftung

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Der Rechtsweg ist bei Verlosungen

ausgeschlossen. Bei Mehreinsendungen

entscheidet das Los. Einsendeschluss

ist der letzte Geltungstag der

Ausgabe. Gewinner werden schriftlich

benachrichtigt. Eine Gewähr

für die Richtigkeit der Termine kann

nicht übernommen werden. Änderungen

sind möglich.

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Popkulturmagazin, seit 2009

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Wie bitte?

Waaas?

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Metropole Berlin. Positiver Culture Clash.

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Sozialversicherungsrecht LL.B. mit Schwerpunkt Allgemeine

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Schöne Ferien!

Wir wünschen euch allen eine schöne Ferienzeit. Ganz gleich,

ob ihr in die Ferne schweift oder es euch hier gemütlich macht.

Genießt die Zeit und erholt euch gut.

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