16. Jänner 2022

DerGrazer

- Plan: Lendplatz-Standl auch sonntags öffnen
- Umsatzrekord bei GrazGutscheinen
- Eine neue und eine naturgeschützte Allee
- Festival für Straßenmusiker gefordert
- AK-Präsident Josef Pesserl im Interview

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16. JÄNNER 2022, AUSGABE 3

Musikalisch

Grazer Straßenmusiker (im Bild „Streetman“

Stefan Kotter) fordern bessere Bedingungen

und ein eigenes Festival. 12/13

Solidarisch

Die Grazer investierten 2021 in regionale

Betriebe und kauften GrazGutscheine

um 12,6 Millionen Euro – Rekord! 6

Lendplatz:

Standl-Gaudi

soll es jetzt auch

sonntags geben

Ausweitung. Im März startet am Grazer Lendplatz ein Pilotprojekt: Bis November sollen die Gastronomie-Stände auch sonntags geöffnet haben.

Damit wird einer jahrelangen Forderung aus dem Bezirk nachgegangen. Der offizielle Beschluss soll demnächst im Stadtsenat gefasst werden. SEITEN 4/5

LUEF, KK, ACHTZIGZEHN, GRAZ TOURISMUS/SCHIFFNER


2 die seite zwei

www.grazer.at 16. JÄNNER 2022

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Das Christkind

weiß, woher

es kommt

V

iel Gutes hat uns die

Pandemie ja bislang

nicht gebracht. Die

Welt ist kleiner geworden, wir

werden auf uns zurückgeworfen

und nehmen zwangsläufig

unser nahes Umfeld stärker

wahr. In diesem Punkt hat

sich etwas durchaus Positives

entwickelt. Dies zeigen die

Ergebnisse des heurigen

Weihnachtskaufrausches. Die

Wirtschaftskammer hat

erhoben, dass 21 Prozent, also

mehr als jeder Fünfte, ganz

bewusst verstärkt in Geschäften

in der Umgebung einkaufen

wollte. Selbst Gutscheine

wurden mit regionalem

Anstrich verschenkt. Besonders

viele legten ihren Lieben

frei nach dem Slogan der

Holding „Graz als Geschenk“

unter den Christbaum. Allein

im Dezember wurden über

6,6 Millionen Euro an

GrazGutscheinen verkauft

und damit mehr als im

gesamten Jahr 2019 (siehe

auch Seite 6). So gesehen ist

es wohl kein Zufall, dass sich

die regionalen Bauernmärkte

derzeit ganz besonderer

Beliebtheit erfreuen und an

allen Ecken und Enden der

Stadt aus dem Boden sprießen.

Auf dem Lendplatz

sollen jetzt erstmals in der

Geschichte zumindest die

Gastro-Standln auch am

Sonntag geöffnet werden

(siehe Seiten 4/5). Damit folgt

man dem Trend zur Regionalität

und damit einer der rar

gesäten guten Seiten dieser

Zeit. Gut so!

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

Wenn es die

Zeit erlaubt,

gönnt sich

Simon

Koiner

gerne ein

ausgiebiges

Sonntagsfrühstück

– das hat

Tradition.


VL STMK

... Simon Koiner

Der neue Geschäftsführer der Volkskultur Steiermark über die Lebendigkeit

der Kultur, den Wert von Ritualen, Jugend und die Harmonika.

Herr Koiner, als Volkskultur-Geschäftsführer: Ist

das Sonntagsfrühstück für Sie eine wichtige kulturelle

Tradition?

Ich denke, ja – es ist in vielen Familien ein schönes

Ritual, wo man zusammenkommt, sich austauscht,

vielleicht auch die Woche Revue passieren lässt. Für

mich ist es, wenn es die Zeit hergibt, eine Gelegenheit,

die Zeitung etwas genauer zu durchforsten.

Und was kommt auf den Tisch?

Wenn ich Zeit habe, ein frisch gepresster Orangensaft,

kein Kaffee – eher Tee. Gerne mache ich ein

Omelette oder Spiegeleier, im Sommer mit viel Gemüse

aus dem Garten.

Was bedeutet Volkskultur für Sie selbst?

Volkskultur bedeutet für mich Identität, Traditionen

zu leben und Rituale zu schätzen. Das alles trägt zu

unserem Lebensgefühl, zur Steiermark, wie wir sie

kennen, bei und gibt den Menschen Halt – gerade in

einer Zeit, in der die Globalisierung voranschreitet

und für viele die Geschwindigkeit oft zu hoch ist.

Was fällt Ihnen beim Begriff „Volkskultur“ eigentlich

als Erstes ein?

Lebendigkeit – weil Volkskultur nichts Starres ist.

Was mir auch sofort einfällt, ist die Mischung aus

Jung und Alt, Bewährtem und Neuem – und die Offenheit,

die die Volkskultur für mich ausmacht.

Wie sehen Sie Sorgen einiger Menschen, dass bekannte

Bräuche aussterben und ersetzt werden?

Es gibt einen Spruch vom Volkskundler Hanns Koren:

„In erstarrten Formen lässt sich der lebendige

Inhalt nicht halten.“ Bräuche verändern sich. Das

merkt man, wenn man sie damit vergleicht, wie

sie vor 100 Jahren gelebt wurden. Das ist auch der

Grund, warum es sie noch gibt, denn wenn das Korsett

zu eng ist, passt ein Brauch irgendwann nicht

mehr in die Lebensrealität der Menschen.

Wie kamen Sie eigentlich zur Volkskultur?

Durch meine Arbeit im Büro von Landeshauptmann

Hermann Schützenhöfer. Da wurde ich

2016 damit betraut, die Volkskultur zu übernehmen.

Als Stadtkind habe ich die Volkskultur zwar gekannt,

bin mit gewissen Bräuchen aufgewachsen, war aber

nie wirklich aktiv. Ich habe mich im Thema aber

schnell wiedergefunden, habe die Personen und

Menschen in den Organisationen und Verbänden

kennen und schätzen gelernt – und hab dann auch

selbst angefangen, Harmonika zu lernen (lacht).

Was schwebt Ihnen in Ihrer Position vor?

Für mich ist klar, dass ich unsere Servicefunktion

für Verbände stärken möchte, dass wir da noch

präsenter werden müssen. Ein Schwerpunkt wird

auch auf dem Jugendthema liegen. Es gibt positive

Signale, dass sich wieder mehr junge Menschen für

die Volkskultur interessieren – und da will ich keine

Generation auslassen.

Neben dem Harmonikaspielen – welchen Dingen

gehen Sie privat gerne nach?

Da gibt es natürlich kulturelle Jahreshöhepunkte.

Das fängt an beim Neujahrskonzert der Blasmusik,

geht über diverse Musikantentreffen in den Regionen

bis hin zum Aufsteirern, das natürlich ein

Highlight in der Volkskultur ist. Hobbytechnisch

mache ich gerne Sport – momentan leider zu wenig

(lacht) – und verbringe Zeit in der Natur, sei es beim

Garteln oder beim Schifahren.

FABIAN KLEINDIENST

Simon Koiner wurde 1991 in Graz geboren. Er studier te

Rechtswissenschaften an der Universität Graz und war

ab 2015 als Referent im Büro von Landeshauptmann

Hermann Schützenhöfer tätig. Dort verantwortete er die

Bereiche „Kultur und Volkskultur“ und arbeitete mit der

Volkskultur Steiermark GmbH zusammen. Seit 1. Jänner

steht er dieser als Geschäftsführer vor. Koiner lebt in Graz.


graz

6 graz

www.grazer.at 16. JÄNNER 2022

4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Darüber haben wir nicht abgestimmt,

wollen Sie Landeshauptmann

werden?“

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer auf die Frage

eines Journalisten, ob er sein Amt 2022 abgibt LUEF

Stadt will Lendplatz

LH Hermann Schützenhöfer (r.)

und Vize Anton Lang LAND STEIERMARK

Die Pläne der

Landesregierung

■ Die Steiermärkische Landesregierung

präsentierte

am Mittwoch die Fortsetzung

ihrer „Agenda Weiß-Grün

21 plus“. Wegen der Corona-

Pandemie musste der erste

Entwurf ja eingebremst werden,

auch der eingeschlagene

Budgetpfad musste verlassen

werden. Schwerpunkte sind

die Themen Arbeitsmarkt und

Fachkräfte, Pflege, Digitalisierung,

Klimaschutz und Elementarpädagogik.

Die Energiekosten steigen, die

Stadt Graz unterstützt aber.

Zuschuss zu

Energiekosten

GETTY

■ Um Grazer Familien mit

geringem Einkommen zu

entlasten, wird der Energiekostenzuschuss

von 75 auf

100 Euro pro Haushalt erhöht.

Außerdem wird er, anders als

bisher, automatisch an Sozial-

Card-Besitzer ausbezahlt –

das gab die Koalition aus KPÖ,

Grünen und SPÖ heute bekannt.

Laut Bürgermeisterin

Elke Kahr will man „Haushalte

entlasten und ihnen gleichzeitig

unnötige bürokratische

Hürden ersparen“.

Stadtrat Kurt Hohensinner, der ehemalige Bezirksvorsteher Wolfgang Krainer und Bezirksrat Udo Eiselt (v. l.)

genießen die Sonne und eine Eierspeis am Lendplatz – dies soll künftig auch am Sonntag möglich sein. LUEF, VP GRAZ

derGrazer

Ist am Sonntag zu wenig los in Graz?

„Ja, ich finde

schon, ein paar

fette Partys im

Stadtpark oder

große Raves wären

doch eine

geile Sache.“

David Freudenthaler,

23, Angestellter

„Ja, schon, ich

würde mir

generell mehr

Frequenz in

der Innenstadt

wünschen, mehr

Passanten.“

Christa Endthaler,

58, Angestellte

„Eigentlich

nicht. Ich finde

es schön, wenn

zur Abwechslung

am Sonntag

einmal nicht

so viel los ist.“

David Tantscher,

16, Schüler

Blitzumfrage

„Die anderen

können machen,

was sie

wollen, aber

ich möchte am

Sonntag meine

Ruhe haben.“

Mia Bao, 17,

Schülerin

?

ALLE FOTOS: DER GRAZER

„Es wäre wichtig,

dass sonntags

mehr Kaffeehäuser

aufsperren.

Sonst flüchten

die Leute aufs

Land.“

Elisabeth Tuisel,

55, Selbstständige


16. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz 57


TOP

EVA HASIBA, STADT GRAZ

Bons für Corona-Mitarbeiter

Die Mitarbeiter des Grazer Covid-

Teams erhalten für ihre harte Arbeit

eine finanzielle Zulage.

Brandstiftung bei Sammelstellen

Diese Woche wurden gleich drei Christbaumsammelstellen

in Graz in Brand gesetzt.

Unnötige Arbeit für die Feuerwehr!

FLOP


am Sonntag öffnen

PILOT. Stadtrat Kurt

Hohensinner will die

Gastronomie-Standln

am Lendplatz von März

bis November auch am

Sonntag öffnen.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Der Lendplatz hat sich in

den letzten Jahren zum

wahren Szene-Hotspot

gemausert. Lediglich am Sonntag

herrscht nach wie vor „tote

Hose“. Damit soll es bald vorbei

sein, denn in der Stadt arbeitet

man bereits mit Hochdruck an

einer Öffnung der Gastro-Stände

am ganzen Wochenende.

Für die Öffnung der Gastrostände

am Sonntag gibt es ein

klares Votum des Bezirksrats,

der noch in der letzten Legislaturperiode

mit zwölf zu vier

Stimmen einem Antrag des

ehemaligen Bezirksvorstehers

von Lend, Wolfgang Krainer,

zugestimmt hat. Dieser Wunsch

wurde jetzt erneut an das Referat

für Lebensmittelsicherheit

und Märkte und den zuständigen

Stadtrat Kurt Hohensinner,

der in dieser Woche auch

den neuen Bauernmarkt Mariatrost

bei der Endhaltestelle

der Linie 1 eröffnete, herangetragen.

„Der Lendplatz mit seinem

Marktgebiet hat sich in den vergangenen

Jahren hervorragend

entwickelt“, weiß Hohensinner.

„Nicht nur viele Grazerinnen

und Grazer, sondern auch Touristen

genießen das einzigartigen

Flair und hervorragende

Kulinarik.“ Zudem könne man

auch einen wirtschaftlichen

Aufschwung erwarten. „Der

Lendplatz zeichnet sich durch

seine gastronomische Vielfalt

aus. In unmittelbarer Nähe sind

auch einige Hotels und Pensionen,

von welchen auch immer

wieder der Wunsch geäußert

wurde, ob die Stände nicht offen

halten könnten – insbesondere

in der warmen Jahreszeit“,

betont Hohensinner. „Ich freue

mich, dass wir den lang gehegten

Wunsch einer Öffnung der

Gastronomie auch am Sonntag

nun erfüllen können. Wir werden

das im Rahmen eines Pilotprojekts

im heurigen Jahr tun.“

Andere sollen folgen

Die temporäre Öffnung der

Gastronomiestände am Lendplatz

am Sonntag soll heuer

probeweise von 1. März bis 31.

Oktober gelten. „Um die umliegenden

Anrainer nicht weiter

zu belasten, wird es für die Öffnung

klare Richtlinien für die

Öffnungszeiten von 9 bis 18 Uhr

geben.“ Einen entsprechenden

Antrag wird Hohensinner gemeinsam

mit dem Marktreferat

im nächsten Stadtsenat einbringen.

Teil des Antrags wird auch

eine umfassende Evaluierung

nach der Pilotphase sein, in der

alle Auswirkungen betrachtet

werden sollen. „Diese Evaluierung

ist völlig ergebnisoffen

und wird dann darüber entscheiden,

ob eine solche Öffnung

weitergeführt, permanent

angedacht werden kann oder

auch eine Ausweitung auf andere

Plätze sinnvoll erscheint.“

Die Booster-Impfung schützt gut

vor der Omikron-Variante. KK

Fast jeder zweite

Steirer geboostert

■ Schon 46 Prozent der Steirer

wurden ein drittes Mal geimpft,

wie Impfkoordinator

Michael Koren beim 44. Impf-

Update des Landes am Freitag

informierte. Im Bundesländer-

Vergleich liegt die Steiermark

damit auf dem dritten Platz.

Insgesamt wurden steiermarkweit

schon mehr als 2,3 Millionen

Impfungen gesetzt. Infektiologe

Bernhard Haas von der

KAGes betonte: „Der Anstieg

des Schutzes durch den Booster

ist enorm.“ Daten aus Dänemark

würden zeigen, dass man

geboostert vor Infektionen

deutlich besser geschützt sei,

und Geimpfte scheiden weniger

lang Viren aus.


6 graz

www.grazer.at 16. JÄNNER 2022

K O M M E N T A R

von

Verena

Leitold

✏ verena.leitold@grazer.at

Bäume sind

in Graz ein

heißes Eisen

B

ei Bäumen kochen in

Graz die Gemüter hoch

– das haben wir letzte

Woche wieder gemerkt, als

unser Artikel zu einer Anfragebeantwortung

rund um die

Elisabethstraße und die dortige

Platanenallee sowie ihre

Sanierung zur Sicherung der

Baumstandorte unzählige

Leserbriefe und Diskussionen

auf Social-Media-Kanälen

ausgelöst hat. Und das ist auch

gut so! Jeder einzelne Baum

trägt zu einem besseren

Stadtklima bei – je größer und

älter er ist, desto mehr. Vielleicht

war der Titel „Eine Straße mit

toten Bäumen, nein, das ist

keine Allee“ – die Abänderung

eines bekannten Liedes – im

Nachhinein ein bisschen

unglücklich gewählt, letztlich

ging es aber auch im Artikel und

auch im Interesse aller vorkommenden

offiziellen Stellen um

den Erhalt der Baumstandorte,

denn die Bäume selbst werden

früher oder – hoffentlich – später

sterben und ersetzt werden

müssen – und darauf gilt es

vorbereitet zu sein. Niemand

möchte dort einen Baum fällen,

das steht von allen Seiten außer

Frage. Und das ist auch gar

nicht anders möglich, denn die

Elisabethstraße steht unter

Naturschutz. Da ist es umso

erfreulicher, dass jetzt eine

weitere sehr bekannte Grazer

Allee diesen Schutzstatus

bekommen soll (siehe Seite 8).

Dafür sollten wir auch in

weiteren Straßenzügen

kämpfen.

Günter Riegler

Der Umsatz der GrazGutscheine hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt.

Graz als „Geschenk“

UMSATZREKORD. Die Holding Graz fuhr mit 12,6 Millionen Euro an verkauften

GrazGutscheinen im vergangenen Jahr einen neuen Rekord ein.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

In Zeiten von Corona stellen

die Grazer ihr starkes Bewusstsein

für die prekäre

Lage der regionalen Wirtschaftstreibenden

immer wieder unter

Beweis. Dies zeigt sich jetzt auch

am Beispiel der GrazGutscheine.

Im vergangenen Jahr wurden

diese im Gesamtwert von

sagenhaften 12,6 Millionen Euro

gekauft – das ist absoluter Umsatzrekord.

„Regionales Einkaufen ist immer,

gerade aber in wirtschaftlich

herausfordernden Zeiten,

von besonderer Bedeutung, um

den heimischen Wirtschafts-

standort und vor allem die Arbeitsplätze

in Graz zu stärken“,

erklärt Wirtschaftsstadtrat Günter

Riegler. „Dass die über 700

Partnerbetriebe und ihr Angebot

großes Potenzial haben,

zeigt Jahr für Jahr die steigende

Beliebtheit der GrazGutscheine.

Die Rekordsumme von über

zwölf Millionen Euro kommt

nun unmittelbar den Betrieben

zugute. Die Eingliederung des

Citymanagements in die Holding

macht sich bezahlt.“

Nach der Neustrukturierung

und zentralen Steuerung des

Citymanagements durch das

Marketing der Holding Graz

im Herbst 2020 ist es bereits im

selben Jahr – trotz Corona-Pan-

GRAZ TOURISMUS/SCHIFFNER, ACHTZIGZEHN

demie und zweier Lockdowns –

gelungen, beim GrazGutschein-

Verkauf ein Allzeit-Hoch von

8,4 Millionen Euro zu erzielen.

Im Jahr 2019 lag der Umsatz

noch bei 5,9 Millionen Euro.

Holding-Marketingchef Richard

Peer: „Wir konnten mit gezielten

Vertriebskampagnen und

umfassenden Kommunikationsmaßnahmen

im Vorjahr einen

absoluten Umsatzrekord von

12,6 Millionen Euro erreichen

und damit das Ergebnis von 2019

sogar mehr als verdoppeln. Derzeit

arbeiten wir an der weiteren

Digitalisierung unserer Angebote,

kurzfristig geht es jetzt aber

darum, die Einlösung der Graz-

Gutscheine rasch anzukurbeln.“

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION:

Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6641) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80

666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Birgit Schweiger (Lektorat, 0650/2540976), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME:

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666 6895), Victoria Purkarthofer (0664 / 80 666 6528 ) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und

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8 graz

www.grazer.at 16. JÄNNER 2022

Die Eggenberger Allee wird unter Naturschutz gestellt. Und die Erna-Diez-

Straße in Straßgang (kl. Bild) ist kürzlich zur neuesten Allee geworden. STADT GRAZ, KK

Eine neue und eine

naturgeschützte Allee

BÄUME. Die Allee zum Schloss Eggenberg wird

unter Schutz gestellt. In Straßgang gibt’s eine neue.

Bislang brachten „Müllmänner“ die Abholpläne für Restmüll, Biomüll, Altpapier

und die Gelben Säcke in die Häuser. Heuer wurde dieser Service eingestellt. KK

„Ohne Abholpläne bleibt

Restmüll einfach liegen“

ÄRGER. Dass die Holding keine Müllabholpläne

ausschickt, verärgerte viele Grazer Bürger.

Von Verena Leitold & Valentina Gartner

redaktion@grazer.at

Letzte Woche sorgte unser Artikel

über die Sanierung der

Baumstandorte in der Elisabethstraße

für reichlich Aufregung.

Jetzt soll eine weitere Allee unter

Naturschutz gestellt werden: Konkret

geht es um die Platanen zum

Schloss Eggenberg. Das heißt, beginnend

ab der Karl-Morre-Straße

bis hin zum Schlosstor werden die

insgesamt 74 Bäume beidseitig in

Form eines Geschützten Landschaftsteiles

nach dem Naturschutzgesetz

2017 geschützt. Dazu

wird im Frühjahr vom Naturschutzbeauftragten

Wolfgang Windisch

ein Gutachten erstellt, das den

Wert und die Bedeutung dieser einmaligen

Allee dokumentiert, und

daraufhin kann unter Anhörung

betroffener Parteien der Schutz

seitens der Behörde (A17 – Naturschutz)

ausgesprochen werden.

Damit werden die Platanen vor

nachteiligen Einflüssen durch den

Menschen bewahrt. Alter und Art

der gärtnerischen Kulturform werden

im Gutachtensprozess erst ermittelt,

dürften jedoch vergleichbar

mit der Elisabeth-Allee sein.

„Der konsequente Schutz der

alten Bäume und Alleen ist mir

besonders wichtig. Es geht darum,

diesen Bestand so lange wie möglich

zu erhalten, denn die Wirkung

für den Klimaschutz, unser Wohlbefinden

und das Stadtbild ist unersetzbar“,

so die für Umwelt und

Grünraum zuständige Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner.

Japanische Zelkoven

Eine neue Allee ziert die Erna-

Diez-Straße in Straßgang. Hier

hat die Gärtnerei Baumgartner im

Auftrag der Abteilung Grünraum

und Gewässer neun Stück Zelkova

serrata „Green Vase“ – Japanische

Zelkoven – gepflanzt. „Diese unseren

Ulmen verwandte Baumart

zeichnet sich besonders durch eine

wunderschöne intensive Herbstfärbung

von Grüngelb, Gelb bis

hin zu leuchtendem Rot aus und

gilt als zukunftsfähiger klimaresilienter

Stadtbaum. Sie kommt auch

mit verlängerten Trockenperioden

und Hitze besser zurecht und ist

ein sehr standfester Herzwurzler,

womit sie auch Sturm standhält“,

schwärmt Walter Wurm, Bezirksvorsteher

von Straßgang. Während

der ersten beiden Jahre kümmert

sich die Gärtnerei, danach übernimmt

die Holding.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Die Termine für die verschiedenen

Bereiche der Müllabfuhr

wie Restmüll, Biomüll,

Papier und Plastik mit den sogenannten

Gelben Säcken wurden

von der zuständigen Holding Graz

seit Jahren auf einem A4-Blatt von

den „Müllmännern“ bei den Haushalten

bzw. in den Häusern abgegeben.

Ohne Vorwarnung gab es

plötzlich dieses Service nicht mehr,

klagt der Obmann der Bürgerinitiative

Andritz (BIA) Erich Cagran.

Cagran wörtlich: „Es geht hier aber

um ältere Menschen, die keinen PC

oder Smartphone haben. Mehr als

ein Dutzend dieser Leute aus Andritz

haben mich gefragt/angerufen,

was hier los ist, warum sie keine Pläne

bekommen, ob ich welche habe

etc. Als Probe aufs Exempel habe

ich mich selbst davon überzeugt: In

der Früh war in unserer Gegend die

Abfuhr für Restmüll; alleine in meiner

Straße mit 27 Häusern hatten elf

Häuser keine Mülltonnen vor dem

Haus – sie wussten nicht, dass Entleerung

ist. Das kann ja nicht sein,

dass plötzlich der Auftragnehmer

– sprich: Dienstleister, der von mir

per Gebühr bezahlt wird – plötzlich

einseitig einen Teil seiner Leistung

einstellt, ohne darüber auch nur

informiert zu haben“, so der BIA Obmann.

Online nachschauen

Gerald Zaczek-Pichler, Holding-

Konzernsprecher: „Da Druck und

Transport bekanntlich die Umwelt

belasten, geht die Abfallwirtschaft

der Holding Graz heuer einen anderen

Weg und forciert das in den

vergangenen Jahren massiv ausgebaute

digitale Angebot für die

Kunden weiter: So können Grazer

Hausbesitzer online nachschauen,

wann die Müllabfuhr kommt. Der

digitale Abfuhrkalender kann in

der kostenlosen App ,Graz Abfall‘

tagesaktuell oder im Internet unter

holding-graz.at/abfuhrkalender

für jede Grazer Adresse abgerufen

werden – zum Ausdrucken zuhause

oder zur Integration in den persönlichen

digitalen Kalender.“

Damit gibt sich der BIA-Obmann

nicht zufrieden: „Ist es den älteren

Personen, die über keine Internet-

oder sonstigen elektronischen

Zugänge verfügen, zumutbar, sich

irgendwo um die Zustellpläne bemühen

zu müssen? Wo bleibt die

Bringschuld für die Grundlagen

bezahlter Dienstleistungen?“


graz

10 www.grazer.at 16. JÄNNER 2022

S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

Jakominiplatz begrünen

Zum Bericht vom 9. Jänner 2022

über einen Vortrag zur Fassadenbegrünung

und die Grünraumpläne

der Stadt Graz: Ich begrüße

den Fokus Grünraum der neuen

Stadtregierung sehr. Neben vieler

neuer Bäume (täglich ein neuer

Baum!) will die Stadtregierung

auch öffentliche Gebäude begrünen.

Dafür bietet sich der Jakominiplatz

direkt an, gleich im Zentrum

der Stadt mit einem aktiven

Beitrag zum Klimaschutz zu beginnen.

Das Rondeau zu begrünen wäre

wunderschön, und rund um diesen

Rundbau ist auch ausreichend

Platz für mehrere Schatten spendende

Bäume. Dann wäre dieser

Umsteigepunkt im Sommer auch

nicht mehr so aufgeheizt und die

Benutzung der Straßenbahn noch

attraktiver, wovon täglich tausende

Grazer profitieren könnten!

Gerald Hirzer, Graz

* * *

Achtung, Stolperfalle!

Ich möchte alle Fußgänger, die

sich in der Schlögelgasse bei den

Schrägparkplätzen bewegen,

warnen; dieser Tage geschah mir

ein Unglück, das mit einer gebrochenen

Nase wie auch mit zwei

Platzwunden an der Stirne endete.

Die Mitarbeiter der Kaiser-Josef-Apotheke

leisteten in liebevoller

Weise sofort Erste Hilfe, riefen

Park-Begrenzung erwies sich als

gefährliche Stolperfalle!

KK

die Rettung, die mich ins LKH

brachte. Ich musste an der Stirne

genäht werden, mein Gesicht ist

geschwollen und mit blauen Flecken

übersät.

Warum, frage ich mich, oder noch

besser, wer kam auf diese Idee,

solche Stolperfallen bei den Parkplätzen

anzubringen, die unter

den parkenden Autos seitlich ein

Stück hervorragen? Über eine solche

Falle stolperte ich und knallte

mit Nase und Stirne auf den Asphalt.

Müsste nicht eine schräg aufgemalte

Bodenmarkierung genügen?

Auch andere aufgemalte

Markierungen im Straßenverkehr

müssen gesetzlich ge- und beachtet

werden, warum ist es in der

Schlögelgasse nicht möglich? Eine

mir zu Hilfe eilende Passantin

meinte, hier stolpern viele Menschen

darüber.

Name liegt der Redaktion vor;

die Leserin bat, von einer

Nennung ihres Namens

Abstand zu nehmen

* * *

Es braucht die Kirche

Zum Bericht „Immer mehr Steirer

treten aus der Kirche aus“: Wer ist

die Kirche? Braucht es die Kirche

überhaupt? Die Geschichte sagt

klar: ja! „Die wollen doch nur

mein Geld!“ Stimmt nicht, die Kirche

will, dass du dich einbringst

und etwas aufbaust, das Halt und

Trost gibt – dafür aber nachhaltig

ist und Sinn spendet. Und trotz

aller Ablenkungen im Leben gibt

es noch Werte, die immer zählen

werden. Und wenn ich mir ansehe,

wie viel Geld für Esoterikkram

lockergemacht wird, dann ist die

Kirchensteuer ja wohl eindeutig

zu gering. Die Anzahl derer, die

Kirche sind, wird weiter schrumpfen,

aber wieder wachsen, wenn

die Zeit dafür reif ist.

Georg Nikolaus Reiser, Graz

* * *

Gegen Müll hilft Strafe

Zum Bericht „Immer mehr Müll

an öffentlichen Plätzen“: Die

Leute scheren sich einfach nichts

mehr, sorgen für Berge von achtlos

weggeworfenem Abfall. Das

wird immer mehr zu einem großen

Problem für die Gesellschaft.

Ärgerlich, wenn Müll neben Müllcontainern

am Boden sich türmt.

Hohe Strafen ändern das Verhalten.

Andrea Bauer, Graz

Bus-Terminal, neuer Marktplatz & Co:

Viele Projekte

INVESTITIONEN. In

Graz-Umgebung stehen

in diesem Jahr viele

spannende Projekte

an. Eine Auswahl.

Von F. Kleindienst & J. Bernögger

redaktion@grazer.at

In unserer letzten Ausgabe gaben

wir einen Überblick über

die größten Projekte in einigen

Gemeinden in Graz-Umgebung.

Wir haben weitergesammelt.

☞ Das wichtigste Projekt in

Semriach ist wohl der Beginn der

Marktplatzneugestaltung. Dabei

sollen die Nebenfahrbahn verbreitert,

eine Begegnungszone eingerichtet

und Parkmöglichkeiten

geschaffen werden, man setzt auf

Barrierefreiheit. Weiters werden

um rund 300.000 Euro Straßen saniert.

☞ In Gratkorn wiederum sind

2022 Investitionen in Höhe von

etwa 16 Millionen Euro geplant.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Errichtung

des neuen Volksschulzentrums

(wir berichteten), der

Rohbau soll im März fertig sein.

Weitere Schwerpunkte setzt man

auf die Straßeninfrastruktur – so

wird ein Teil der Felberstraße erneuert

– und auf den Hochwasserschutz.

Heuer sind die Projekte

„Dultbach“, „Am Hartboden“ und

„Schönblickstraße“ geplant. Gratkorn,

das sein 100-jähriges Bestehen

feiert, nimmt dafür rund 2,5

Millionen Euro in die Hand.

☞ In Übelbach will man es, so

Bürgermeister Markus Windisch,

ruhiger angehen, aufgrund großer

Projekte in Vorjahren seien „keine

größeren Vorhaben budgetär möglich“.

Investiert wird in Sanierungen,

beispielsweise der Umkleiden

im Volksschul-Turnsaal, und in die

Glasfaserinfrastruktur.

☞ In Nestelbach steckt man

500.000 Euro in Straßensanierungen,

die Erweiterung der Kläran-


16. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz 11

in GU geplant

In Semriach soll der Marktplatz heuer neu gestaltet werden.

GEMEINDE SEMRIACH

lagen im Ortsteil Edelsgrub und in

ein Vererdungsbecken in Langegg.

Außerdem möchte man um 90.000

Euro ein neues Kommunalfahrzeug

anschaffen. Die Freiwillige

Feuerwehr erhält um 100.000 Euro

ebenfalls ein neues Fahrzeug.

☞ Die Gemeinde Dobl-Zwaring

beschäftigt 2022 ein Um- und Zubau

bei der Freiwilligen Feuerwehr

und ein Lückenschluss im örtlichen

Radwege-Netz. Zudem gibt es

Umbauarbeiten in der öffentlichen

Musikschule.

☞ Die Gemeinde Kumberg errichtet

mit anderen Gemeinden

und dem Land Steiermark gemeinsam

ein Bus-Terminal am Fasslberg.

Die Kosten dafür betragen

rund 3,5 Millionen Euro. Zudem

wird die Busumkehre beim Friedhof

in diesem Jahr fertiggestellt.


szene

graz

14 www.grazer.at 16. JÄNNER 2022

12

Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Ich versuch beim Schreiben immer

an eine Grenze zu kommen, so wie

ein schlimmer Bua, der dann trotzdem

gelobt werden will zum Schluss.“

Josef Hader über sein neues Programm „Hader on Ice“ KK

Geburtstagstrommeln

■ Ismael Barrios ist einer der gefragtesten

lateinamerikanischen

Perkussionisten und bringt die

Grazer mit seiner „Salsa Explosion“

regelmäßig in Karibik-Stimmung.

Jetzt feierte der nunmehr 58-jährige

gebürtige Venezolaner, der seit

40 Jahren in Österreich lebt, seinen

Geburtstag in kleinem Rahmen.

Und was ist nach Monaten der

coronabedingten Entzugserschei-

Chris Watzik, Gastronom

Patrick

Artinian (Pierre’s

Café), Geburtstagskind

Ismael

Barrios und Kurt

René Plisnier

(Opus, v. l.) bei

der kleinen Feier


FOTO

nungen das schönste Geschenk für

einen wahren Bühnenmenschen?

Ein Auftritt! Damit machte das Geburtstagskind

nicht nur sich, sondern

auch den Gästen in Pierre’s

Café am Lendplatz eine Freude.

Zum Gratulieren kamen da etwa

auch die Musikerkollegen Chris

Watzik und Kurt René Plisnier

(Opus) sowie Gastro-Urgestein

Manfred Leitold.

Graz: Festival

Die Grazer Straßenmusiker werden der Stadtregierung eine lange Liste mit

Vorschlägen unterbreiten (rechts im Bild „The Streetman“ Stefan Kotter). KK

Jetzt App downloaden!

Vergangene Woche

im täglichen E-Paper

Neuer Bauernmarkt

■ Ein Polizist bekam diese Woche

9000 Euro Strafe, weil er einen betrunkenen

Unfall vertuschen wollte.

Vier Burschen standen vor Gericht,

weil sie mit Baggern eine Spritztour

unternahmen. Und bald startet ein

großer Prozess rund um Geldwäsche

und fast 70 Millionen Euro Schaden.

■ Gestern wurde der neueste

Grazer Bauernmarkt am Fuße der

Basilika Mariatrost eröffnet. Elf regionale

Produzenten versorgen die

zehn Stände mit Obst und Gemüse,

Fleisch und Fisch, Brot, Eiern

und Milchprodukten sowie Säften,

Schnäpsen, Marmeladen und Ölen.

Gerichts-Reportagen

Einblick

■ Der Gemeinderatssitzungssaal

ist fertig saniert: 2,2 Millionen Euro

wurden in optische Renovierungen,

die Modernisierung der Technik

und neue Möbel investiert. Der Einzug

der Mandatare ist aufgrund von

Corona aber nach wie vor ungewiss.

BÜRO STR HOHENSINNER, KK, STADT GRAZ/FISCHER


16. JÄNNER 2022 www.grazer.at

szene graz 15 13

MOMA, UMJ/J.J.KUCEK

Michael Schunko

Morgen feiert der Gastronom

(Freiblick, Kunsthauscafé) seinen

57. Geburtstag. Alles Gute!

GEBURTSTAGSKINDER

DER WOCHE

Happy Birthday!

Herbert Brandl

Der bekannte Maler wurde ebenfalls

am 17. Jänner geboren. Für ihn

ist es morgen der 63. Geburtstag.

für Straßenmusiker

MEHR MUSIK. Die Grazer

Straßenmusikszene wird

immer größer, die Qualität

immer höher. Die Szene

will bessere Bedingungen

und ein jährliches Festival.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Die Liste mit Vorschlägen

und Wünschen der Grazer

Straßenmusiker, die am

25. Jänner in einem kleinen „Musik-Gipfel“

Bürgermeisterin Elke

Kahr vorgelegt wird, ist lang und

ambitioniert. Noch nie gab es so

viele Straßenmusiker in Graz wie

jetzt und vor allem war noch nie

die Qualität der Musiker so hoch.

Der ausgezeichnete Saxophonist

und Komponist Anton Pyvovarov

hätte z. B. gerne ein jährliches

Festival der Straßenmusik in Graz.

Auf seiner Wunschliste an die

Grazer Bürgermeisterin steht u. a.

endlich die Erlaubnis für Musiker,

auch elektrische Verstärkungen

für klassische Gitarren und Keyboards

verwenden zu dürfen. Im

Sommer soll die Sperrstunde für

Straßenmusik bis 22 Uhr verlängert

werden. Stefan Kotter, „The

Streetman“, kann sich auch einen

Bewerb für Grazer Straßenmusiker,

ähnlich wie es der Steirische

Bandwettbewerb war, vorstellen.

Des Weiteren heißt es in den

Vorschlägen der Straßenmusiker

an Elke Kahr, dass Straßenmusik

auch am Lendplatz und Kaiser-

Josef-Platz, am Jakominiplatz,

Karmeliterplatz und am Schloßberg

möglich sein soll. Die Spielzeit

für die Straßenmusiker soll

auf 40 Minuten verlängert werden,

aktuell gilt 2 x 30 Minuten auf den

Plätzen. Sänger und Sängerinnen,

die derzeit kaum zu hören sind,

sollen über Mikrofon und Tonanlage

agieren können. Es soll Markierungen

nur für Straßenmusik

geben, jetzt verstellen auch Puppenspieler

und Statuen die besten

Plätze stundenlang. Die geltende

Abstandsregel zu den Schulen soll

in den Ferien aufgehoben werden,

das würde den Tummelplatz im

Sommer bespielbar machen. Das

Gespräch mit Bürgermeisterin

Kahr findet am 25. Jänner statt.

Bürgermeisterin Elke Kahr (l.)

mit Jesusleny Gomes STADT GRAZ/FISCHER

Italo-Feuer der

Freundschaft

■ Jesusleny Gomes, Botschafterin

des Automobilclubs

ACI Venezia, besuchte

auf ihrer Oldtimer-Tour mit

einem Fiat Zagato aus dem

Jahr 1953 auch die Stadt Graz

und übergab das symbolische

„Feuer der Freundschaft“ an

Bürgermeisterin Elke Kahr.

Grazer Promis sagten „Ja!“

SCHÖN. Musiker Paul

Pizzera und Model

Cheyenne Savannah

Ochsenknecht haben

sich kürzlich verlobt.

■ Erst im Oktober machte der Grazer

Kabarett-Musiker Paul Pizzera

seine Beziehung öffentlich: Bei

der Kinopremiere von „Klammer

– Chasing The Line“ ließ er sich erstmals

mit seiner neuen Freundin,

Schauspielerin Valerie Huber, blicken.

Und jetzt sind die beiden bereits

verlobt. Im Ö3-Podcast „Hawi

d’Ehre“ erzählte er von seinem Heiratsantrag.

Dieser kam ziemlich romantisch

an Hubers 26. Geburtstag

(4. Jänner) bei einer gemeinsamen

Heißluftballon-Safari in Kenia. Trotz

luftiger Höhen ging der 33-Jährige

auf die Knie – und sie sagte natürlich

Ja. „Zum Glück, sonst wäre die Fahrt

nach unten relativ unangenehm

geworden“, scherzte Pizzera. Dabei

hatte der Grazer Musiker und Kabarettist

just aus diesem Kenia-Urlaub

ein Kuss-Foto mit jemand ganz anderem

gepostet: nämlich mit EAV-

Legende Thomas Spitzer im Pool!

Das Paar hatte den Musikerkollegen

und seine Frau in Kenia besucht.

Ochsenknechthochzeit

Frisch verlobt ist seit dem Jahreswechsel

auch eine zugereiste

Neo-Grazerin: Model und Influencerin

Cheyenne Savannah Ochsenknecht

(Tochter der deutschen

Stars Uwe und Natascha Ochsenknecht)

hat Ja zum Vater ihrer Tochter

Mavie gesagt. Mit ihrem Nino

Paul Pizzera u. Thomas Spitzer, verlobt

ist er aber mit Valerie Huber. FACEBOOK, EPO FILM

Sifkovits wohnt die 21-Jährige ja seit

eineinhalb Jahren auf einem Chianina-Rinder-Hof

in Dobl in Graz-

Umgebung. Die Frage aller Fragen

kam zu Silvester allerdings im Urlaub

in Lissabon. „Ich hab zehnmal

Ja gesagt“, ließ sie ihre Fans auf Instagram

wissen. Dort kommentierte

übrigens auch Mama Natascha: „Da

hast du den Besten erwischt!“

In Zukunft wird Cheyenne Ochsenknecht

jedoch wohl öfters auch

in Köln sein: dort wird nämlich die

aktuelle Let’s-Dance-Staffel (das

deutsche Dancing Stars) gedreht,

an der sie teilnimmt. VENA

Cheyenne Savannah und Verlobter

Nino Sifkovits mit Tochter Mavie INSTAGRAM


16

eco

graz

www.grazer.at 16. JÄNNER 2022

Fabian Kleindienst

14 fabian.kleindienst@grazer.at

Wir mussten uns aus dieser Krise

hinausinvestieren.“

Vize-Landeshauptmann Anton Lang bei der Präsentation

der Pläne der Landesregierung über Ausgaben,

die nicht budgetiert, aber notwendig waren FREISINGER

AK-Präsident Pesserl zur Impfpflicht:

„In der Strategie ist ganz

viel danebengegangen”

AK-Präsident

Josef

Pesserl

sieht mehrere

große

Herausforderungen

im Jahr

2022.

AK STMK/GRAF-PUTZ

INTERVIEW. Arbeiterkammer-Steiermark-Präsident Josef Pesserl spricht im Interview über die Notwendigkeit,

2022 die Massenkaufkraft zu steigern, über die Bedeutung der Work-Life-Balance und die Impfpflicht.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Herr Pesserl, vor mehr als

einem Jahr sagten Sie im

„Grazer“-Interview, wir

müssten uns aus der Krise rausinvestieren.

Wie ist uns das Ihrer Ansicht

nach bisher gelungen?

Josef Pesserl: „Wenn man sich

die Entwicklung des Arbeitsmarktes

anschaut, haben wir als

Wirtschaftsstandort Österreich,

denke ich, keine so schlechte Performance

hingelegt. Im Zusammenhang

mit Beschäftigung haben

wir allerdings noch vor allem

eine große Herausforderung im

Jahr 2022 – das ist die Erhaltung

der Massenkaufkraft. Das heißt,

dass die Menschen sich etwas leisten,

etwas einkaufen können – davon

profitieren die Unternehmen,

und das schafft Arbeitsplätze.“

Wo könnte man da ansetzen?

Pesserl: „Wir müssen aufpassen,

dass uns die Preisentwicklung

nicht davongaloppiert, und die

Massenkaufkraft gleichzeitig durch

steuerliche Entlastung der Arbeitseinkommen

stärken. Wir haben

noch immer das Phänomen, dass

Einkommen aus Arbeit wesentlich

höher besteuert wird als Einkommen

aus Vermögen. Da muss man

ernsthaft versuchen, einen Ausgleich

herbeizuführen, damit die

Kaufkraft der Masse – und die bezieht

kein Einkommen aus Vermögen,

sondern aus eigener Hände

Arbeit – erhalten bleibt. Die zweite

Komponente sind unmittelbar die

Löhne und Gehälter. Das wird 2022

wieder eine große Herausforderung

sein, die Teuerungen einigermaßen

zu kompensieren.“

Eines der wohl größten Themen

am Arbeitsmarkt war zuletzt, dass

die Arbeitslosigkeit zurückgeht,

gleichzeitig aber viele Unternehmen

verzweifelt auf der Suche sind.

Pesserl: „Da gibt es sicher verschiedene

Gründe. In bestimmten

Bereichen sind tatsächlich die

Fachkräfte nicht vorhanden, in

anderen geht es aber klar darum,

dass Arbeitnehmer unter den Bedingungen,

unter denen sie bisher

gearbeitet haben, nicht mehr arbeiten

wollen. Das muss man auch

verstehen – da geht es nicht gegen

die Arbeitgeber, sondern darum,

Rahmenbedingungen zu schaffen,

die eine einigermaßen zumutbare

Arbeitserbringung ermöglichen.“

Erst diese Woche hat Billa eine

Studie veröffentlicht, nach welcher

Freizeit für das Wohlbefinden der

Österreicher immer wichtiger wird.

Ist also vielleicht auch das Thema

Work-Life-Balance in diesem Zusammenhang

entscheidend?

Pesserl: „Natürlich. Die Zeiten

haben sich geändert, es gibt ein

ganz großes Bedürfnis der Menschen,

nicht nur für die Arbeit da

zu sein, sondern auch zu leben. In

dem Zusammenhang spielt es eine

besondere Rolle, welche Arbeitszeiten

Mitarbeitern angeboten

werden, wie sich das mit ihren Aufgaben

für die Familie vereinbaren

lässt und wie es mit der gesundheitlichen

Belastung aussieht. Da

darf es nicht darum gehen, einander

auszuspielen, sondern darum,

über diese Herausforderungen gemeinsam

und völlig tabulos einen

Diskurs zu führen. Wenn die Leute

Arbeit haben, gesund bleiben, ein

gutes Einkommen haben – dann

profitieren alle davon.“

Eines der brennendsten Themen

aktuell ist die für Februar angekündigte

Impfpflicht – die ja auch für

Arbeitnehmer Fragen aufwirft. Bekommen

Sie bei der Arbeiterkammer

Anfragen von Menschen, die

sich um Ihre Jobs sorgen?

Pesserl: „Ja, natürlich, genügend.

Aber nach aktuellem Stand

ist es zumindest so, dass – sollte die

Impfpflicht tatsächlich beschlossen

werden – der Arbeitsplatz an

sich davon nicht unmittelbar betroffen

ist. Da gilt die 3-G-Regel.

Sorgen bereitet mir aber das Zwischenmenschliche.“

Wie sehen Sie die Maßnahme?

Pesserl: „Die Zahlen zeigen,

dass die Impfung zumindest den

Großteil der schweren Krankheitsverläufe

verhindert. Nun wäre es

die Aufgabe der Politik gewesen,

die Gesellschaft zusammenzuhalten,

auf die Leute zuzugehen und

positive Anreize zu setzen. Das

hat man leider verabsäumt, stattdessen

hat man die Gesellschaft

gespalten, indem man sie in die

Guten und die Bösen geteilt hat.

Jetzt setzt man noch die Impfpflicht

drauf. Also in der Strategie

ist da ganz, ganz vieles danebengegangen.

Ich glaube, es gäbe

immer noch die Chance, auf die

Menschen zuzugehen und Anreize

zu setzen – obwohl es natürlich

immer schwerer wird, weil man so

viele Möglichkeiten versäumt hat.

Trotzdem denke ich, dass es der

bessere Weg wäre.“


16. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz eco 15 17


TEURER

FOTO

Fleisch +2,9 %

Ein vegetarischer Neujahrsvorsatz

könnte Geld sparen. Denn: Fleisch

wurde etwas teurer.

Nachrichtenübermittlung –2,2 %

Gerade richtig zu Corona-Zeiten.

Die Kosten für Nachrichtenübermittlung

haben abgenommen.

BILLIGER


Bildung gegen Arbeitslosigkeit

INTERESSANT. Wie Daten des AMS belegen, gibt es im Raum Graz einen engen Zusammenhang zwischen

Arbeitslosigkeit und Bildungsgrad. Das AMS selbst bietet aber Qualifizierungsprogramme an.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Die Arbeitslosigkeit ging im

Jahr 2021 stark zurück, wie

die Jahresbilanz des AMS

zeigte (wir berichteten). Hauptgrund

war der wirtschaftliche

Aufschwung, aber auch diverse

Qualifizierungsprogramme trugen

dazu bei, so eröffnete auch das

AMS über das Qualifizierungsprogramm

„Corona-Joboffensive“

vielen Menschen „neue berufliche

Chancen in Zukunftsfeldern wie

Handwerk und Technik, Umwelt,

IT und Pflege“, wie Landesgeschäftsführer

Karl-Heinz Snobe

betont. Auch im heurigen Jahr

werde einen „das Thema der arbeitsplatznahen

Ausbildung von

Fachkräften intensiv beschäftigen“.

Bildung bleibt also Trumpf – das

zeigen auch die aktuellen Zahlen

aus dem Raum Graz. Auf den Bildungsgrad

heruntergebrochen,

machten Menschen mit Pflichtschulausbildung

den größten Teil

der arbeitslos gemeldeten Personen

aus: 9280 Menschen waren

hier als beschäftigungslos gemeldet

– immerhin ein klarer Rückgang

von 19,2 Prozent. Deutlich

besser sah es bei Menschen mit

Lehrausbildung aus: Hier waren

Ende des Jahres im Raum Graz 25,2

Die Arbeitslosigkeit geht zurück, Bildung

spielt aber eine große Rolle. GETTY

Prozent weniger arbeitslos gemeldet

als 2020, konkret 4416. 564 Personen

mit „mittlerer Ausbildung“

scheinen in der AMS-Statistik als

arbeitslos gemeldet auf (-27,0 Prozent),

1890 mit „höherer Ausbildung“

(-24,7 Prozent) und 1721 mit

„akademischer Ausbildung“.

W I R T S C H A F T

EcoNews

fabian.kleindienst@grazer.at

IBOBB Events

■ Das Grazer IBOBB-Café ist als

kostenlose Informationsdrehscheibe

DIE Anlaufstelle für Fragen

rund um Bildung und Beruf.

„Als Stadt wollen wir die Eltern Martina Kaufmann fordert weitere

bei diesen Entscheidungen bestmöglich

Ausbildungsangebote. PHOTO SIMONIS

beraten und begleiten“,

weiß Stadtrat Kurt Hohensinner.

In den kommenden Wochen

Lehr-Weiterbildung

warten spannende Online-Vorträge

■ Weil der Fachkräftemangel

zu den Themen Schulen, auch 2022 zum zentralen Thema

Lehre, Herausforderungen und wird, fordert die Grazer ÖVP-

Co. Termine auf www.graz.at. Nationalratsabgeordnete Martina

Kaufmann die „Entwicklung

neuer und höherqualifizierender

postsekundärer Ausbildungsangebote

im Rahmen der höheren

beruflichen Bildung und Weiterbildung,

für Personen, die über

eine berufliche Erstausbildung

(Lehrabschlussprüfung) verfügen“.

Es sollen also Weiterbildungen

Das Grazer IBOBB-Café bietet

laufend Online-Vorträge an. GETTY geschaffen werden, die auf der

Lehrabschlussprüfung aufbauen.


18 anzeige

www.grazer.at 16. JÄNNER 2022


16. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz 19


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www.grazer.at 16. JÄNNER 2022

2022 mit der perfekten Bildung

Es ist nie zu früh, sich über Zukunft und Chancen Gedanken zu machen. GETTY

Ob in der Schule

oder danach: Mit

der richtigen (Aus-)

Bildung stehen große

Karrieremöglichkeiten

offen. Die Steiermark

bietet viele Chancen.

Das Jahr 2022 ist noch

jung – und bietet die ideale

Gelegenheit, Schwung aufzunehmen,

durchzustarten oder

auch etwas Neues auszuprobieren.

Ein guter Moment also, um

sich mit der eigenen Zukunft zu

beschäftigen, mit all ihren Chancen

durch die richtige Ausbildung.

Beratung in allen Lagen

Natürlich kann es, gerade aufgrund

der unterschiedlichen Optionen,

unübersichtlich werden.

Die Arbeiterkammer bietet daher

eine umfassende und neutrale

Bildungsberatung an. Die AK-Bil-

dungsberatungsexperten unterstützen

während der gesamten

Schullaufbahn – ob in der Mittelschule,

AHS, Lehre oder anderen

Möglichkeiten. Auch nach der Matura

unterstützt man dabei, den

passenden Ausbildungsweg bzw.

das richtige Studium zu finden.

Mit einem Interessentest können

individuelle Neigungen festgestellt

werden, das ausführliche

Beratungsgespräch ist persönlich

zugeschnitten. Auch über mögliche

Förderungen wird informiert.

Fest im Sattel

In einer sich wandelnden Welt

bietet UNI for LIFE, die Weiterbildungsinstitution

der Uni Graz,

mit dem berufsbegleitenden

Masterlehrgang MBA Change Management

die genau richtige Ausbildung

für die Zukunft. Change

Management ist wie Fahrrad fahren.

Wer fest im Sattel sitzt und

gleichzeitig die Kompetenz besitzt,

jederzeit die Richtung zu ändern,

ist zukunftsfit. Wer sich jetzt

bei UNI for LIFE über den Studien-


16. JÄNNER 2022 www.grazer.at

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durchstarten

gang informiert, profitiert von 50

Prozent Onlinelehre binnen drei

Semestern. Am 18. Jänner findet

um 17.30 Uhr ein gratis Online-

Infoevent statt. Anmeldung: www.

uniforlife.at

Höchste Qualität

Schon über 6800 Absolventen

hat das Bildungsnetzwerk des

Studienzentrums Weiz gemeinsam

mit Ingenium Education seit

1999 hervorgebracht. Dass das

Netzwerk für eine hohe Ausbildungsqualität

steht, zeigt, dass

alle in Österreich angebotenen

Studienprogramme von unabhängigen

Akkreditierungsagenturen

akkreditiert sind. Mit Dezember

2021 konnte nun das Verfahren

zur Reakkreditierung von Studienzentrum

Weiz und Ingenium Education

bei ASIIN erfolgreich abgeschlossen

werden. Damit erhält

man das Systemsiegel erneut bis

2029, womit bestätigt wird, dass

die Rahmenbedingungen für gute

Lehre und erfolgreiches Lernen

gewährleistet sind. Das Studienzentrum

Weiz und Ingenium Education

bieten berufsbegleitende

Ausbildungen – zahlreiche Studiengänge

wie Wirtschaftsingenieurswesen,

Bauingenieurswesen,

Elektrotechnik und Maschinenbau

– an. Im Mittelpunkt der Studienidee

steht, den Fachkräftemangel

zu bekämpfen.

Nachhaltige Lehre

Attraktive Karrieren ermöglicht in

Österreich seit jeher eine Lehrausbildung.

Richtig durchstarten

kann man damit beispielsweise

bei Sappi Gratkorn, wo man eine

besondere Priorität auf die Nachhaltigkeit

des Unternehmens legt,

um einen wichtigen Beitrag zu

einer lebenswerten Zukunft zu

leisten. Wer an dieser Zukunft

mitarbeiten und spannende Innovationen

bei einem nachwachsenden

Rohstoff begleiten möchte,

hat hier die Möglichkeit dazu. Das

Unternehmen investiert bewusst

in Nachwuchstalente und deren

Ausbildung, um sie im Unternehmen

weiter nach vorne zu bringen.


22

viva

graz

www.grazer.at 16. JÄNNER 2022

Valentina Gartner

20 valentina.gartner@grazer.at

Vater zu sein kann eine ziemliche

Challenge sein.“

Jugend- und Familienstadtrat Kurt Hohensinner

plauderte bei der Präsentation des neuen Familien.

Kompetenz.Zentrum aus dem Nähkästchen. KK

Intime Einblicke in das

Franz Feichtner ist seit Jänner neuer

Direktor von Health. JOANNEUM RESEARCH

Neuer Direktor

für Health Graz

■ Franz Feichtner ist seit Anfang

Jänner 2022 der neue Direktor

von Health – Institut für

Biomedizin und Gesundheitswissenschaften

der Joanneum

Research. „Ich sehe vor allem

Digital Health, Echtweltdatenforschung

und den Einsatz von

Künstlicher Intelligenz zur digitalen

Biomarkerforschung als die

nächsten großen Zukunftsthemen

mit enormem Potenzial für

Health“, so Feichtner.

Nach der Frühgeburt geht es Noah

gut und er kann mit seinen Eltern

Wolfgang und Pia das Leben

genießen.

POSCH TV UND PIAMEDIA

Grazerin machte Kuscheln zu

BERÜHRUNG. Zum

Welt-Knuddeltag am 21.

Jänner spricht die Grazer

Kuscheltherapeutin Elena

Büloff über ihren außergewöhnlichen

Beruf.

Von Julian Bernögger

julian.bernoegger@grazer.at

Kuscheltherapeutin Elena Büloff (links) weiß, wie wichtig menschliche Berührungen für uns alle sind.

KSENIA LES

Frau Büloff, Kuscheltherapeutin

ist kein ganz alltäglicher

Beruf, wie kommt

man dazu?

Büloff: Ich kuschle supergerne

und bin auch sehr kontaktfreudig.

In meiner Jugendzeit

hatte ich oft das Bedürfnis nach

körperlicher Nähe, aber das gab

es nie ohne eine sexuelle Komponente.

Ich hätte mir aber immer

gewünscht, einfach mal so

in den Arm genommen zu werden.

2016 habe ich in einer Zeitung

gelesen, dass es den Beruf


16. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz viva 23 21


IN

GETTY (2)

Cut-outs

Minikleider mit Cut-outs sind der

letzte Schrei. Damit wird man zum

Hingucker, egal wo man ist.

Off-Shoulder

Off-Shoulder-Minikleider kommen

gegen diesen Modetrend nicht an –

sie wirken zu langweilig für 2022.

OUT


Leben einer Frühchen-Familie

BERÜHREND. In einer

Grazer Doku erzählen

Eltern und Ärzteteam die

ehrliche Geschichte einer

Frühgeburt. Ausstrahlung

ist am Mittwoch.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Normalerweise dauert eine

Schwangerschaft etwa 40

Wochen. In manchen Fällen

kann es zu Komplikationen

kommen und das Ungeborene

muss früher geholt werden – was

eine Gefahr für das Baby und für

die Mutter sein kann. In einer neu-

en Dokumentation geht es um

die wahre Geschichte einer Frühchen-Familie,

deren Sohn Noah

über drei Monate zu früh auf die

Welt kam. Das Team der Neonatologie

am LKH Graz hat alles getan,

um sein Leben zu retten.

Das Leben von Noah hing an einem

seidenen Faden. Die Fruchtblase

seiner Mutter Pia R. war viereinhalb

Monate vor der geplanten

Geburt geplatzt. Das Leben beider

stand auf dem Spiel. Die Doku

„UNSER WUNDER: Kind“ gibt intime

Einblicke in die Situation eines

Elternpaares, das, wie es sagt, um

hoffnungsvolle letzte Schwangerschaftsmonate

und glückselige erste

Lebenswochen betrogen wurde.

Der Film verschweigt nicht, dass

der Kampf ums Überleben eines

Frühchens einen Kampf auf vielen

Ebenen bedeutet.

Die Geschichte von Noah und

seiner Familie steht stellvertretend

für tausend Familien in Österreich,

die mit einer Frühgeburt konfrontiert

sind. Der Film soll deutlich

machen, welchen hohen Standard

die Neonatologie am LKH Graz

und das steirische Frühchen‐Versorgungskonzept

haben.

Ja, der kleine Noah hat es geschafft.

Er kam drei Monate vor

dem errechneten Geburtstermin

via Kaiserschnitt zur Welt. Noah ist

heute ein aufgewecktes fünfjähriges

Kind und altersgemäß entwickelt.

Die Erstausstrahlung ist am

kommenden Mittwoch, 19. Jänner,

um 22.30 Uhr auf ORF III.

Noah kam über

drei Monate

zu früh auf die

Welt.PIA UND WOLFGANG R.

ihrem Beruf

Kuscheltherapeutin gibt, dann

habe ich 2019 in Berlin die Ausbildung

gemacht.

Welche Menschen melden sich

bei Ihnen?

Büloff: Meistens Männer, die

zwischen 30 und 50 Jahre alt

sind. Viele wollen es einmal ausprobieren

oder einfach etwas

Entspannung.

Ist es ein komisches Gefühl, fremden

Menschen so nahe zu kommen?

Büloff: Es kommt auf die Situation

an. In so einer Kuschelsession

nicht, ich bin grundsätzlich

sehr offen. Ich achte immer sehr

stark darauf, wie die Menschen

sind. Man tastet sich langsam

heran.

Was macht denn richtig gutes

Kuscheln aus?

Büloff: Richtig gutes Kuscheln

ist, wenn man sich bewusst die

Zeit nimmt. Wenn wir kuscheln,

wird das oft nebenbei gemacht,

zum Beispiel, wenn man sich im

Fernsehen etwas anschaut. Aber

dieses tiefe Gefühl der Entspannung

gibt es nur, wenn man sich

bewusst Zeit nimmt. Wenn man

nichts anderes macht, als sich

aufeinander zu konzentrieren.

Was löst Kuscheln in uns Menschen

aus?

Büloff: Das ist ganz individuell

und sehr vielseitig. Es kann

dazu führen, dass man viel einfühlsamer

und mitfühlender

wird. Man kann beim Kuscheln

auch sein Herz öffnen und in

Verbindung mit anderen Menschen

gehen. Es kann Ängste

reduzieren und den ganzen Körper

entspannen.

Welchen Einfluss hat denn die

Pandemie auf Ihre Tätigkeit?

Büloff: In den Lockdowns

habe ich den Beruf nicht ausüben

können. Man sollte ja

Kontakte und Nähe vermeiden,

deswegen hatte das schon einen

großen Einfluss auf meine Tätigkeit.

Ich habe mich in dieser Zeit

vor allem auf meine Online-Präsenz

konzentriert.


22 viva

www.grazer.at 16. JÄNNER 2022

Red Bull serviert:

Ein Ausritt mit dem Schneemobil zählt mit Sicherheit zu den coolsten Erfahrungen, die der Winter zu bieten hat.


16. JÄNNER 2022 www.grazer.at viva

23

heiße Reifen auf Eis

SPASS. Am Red Bull

Ring in Spielberg kann

man auch im Winter

spektakulären Motorsport

auf Schnee und

Eis selbst erleben.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Wer denkt, am Red Bull

Ring in Spielberg sei im

Winter nichts los, der

hat falsch gedacht. Ganz im Gegenteil:

Motorsportfans können

es mit Schneemobilen, Buggys

und Jeeps auf Schnee und Eis so

richtig krachen lassen.

Für Offroad-Einsteiger und

-Profis geht es bei der Offroad Experience

im 4WD Test Track richtig

zur Sache. Auf einem eigens

eingerichteten Parcours durf-

ten wir unter der Anleitung des

ehemaligen Formel-1-Piloten

Patrick Friesacher die einmaligen

Qualitäten des Mitsubishi

L200 über Stock und über Stein

bei extremem Gefälle austesten

– ein faszinierendes Erlebnis im

Schneckentempo.

Wesentlich rasanter geht es

auf der flachen Schneepiste direkt

bei der Boxengasse zu. Auf

abgesteckten Kursen kann man

hier mit Winterbuggys nach Herzenslust

seine Geschicklichkeit

beweisen, ordentlich beschleunigen

und ein Gefühl für die Kurven

bekommen. Die Buggys wiegen

450 Kilogramm und haben

50 PS unter der Haube, da ist viel

Gefühl im Gasfuß gefragt, um die

Linie auf eisigem Untergrund

halten zu können. Wer stattdessen

lieber einfach nur aufs Gas

steigt und ziellos herumdriftet,

kann dies genauso tun. Einfach

ein Spaß für alle „Fahrertypen“!

Für die Schneemobile ist noch

mehr Gefühl und Gleichgewichtssinn

gefragt, denn die Flitzer

haben es in sich. Bei 220 Kilogramm

und 80 PS braucht es jede

Menge Feingefühl, um nicht unsanft

im Schnee zu landen. Wenn

man aber einmal heraußen hat,

wie die Geräte reagieren, erlebt

man Winter-Action pur.

Interessierte brauchen lediglich

einen Führerschein und eine

Voranmeldung; Helme sowie

Unterziehhauben erhält man

kostenfrei vor Ort. Einen Termin

kann man auf der Seite www.

projekt-spielberg.com vereinbaren.

Mit dem Buggy herumzudüsen, ist purer Winter-Fahrspaß.

PRIPFL, PROJEKT SPIELBERG


24 wohnen

www.grazer.at 16. JÄNNER 2022

Rätsel-Lösung vom 9. 1. 2022

K S A M K C

A M A Z O N L A G E R O

L O L S T A N D K L O

V O L T O U T S A K

K A N O N E N B A S T E I

R T A I E S S E G

I A A R U E D E A N R

W E T Z E L S D O R F H A

N E U K I R P R A E

B R O M A F A O F T

A R A H U P E S P I T Z

A U G A R T E N

E K L G H

Lösung:

S C H W U E L E

AMTSHAUS

K E N E A R

R E I S I G L T Lösung:

L U V G R A Z AMTSHAUS

Sudoku-Lösung

vom 16. 1. 2022

5 7 3 9 2 8 4 6 1

6 4 1 5 3 7 8 2 9

9 2 8 4 1 6 7 3 5

2 8 4 3 9 1 5 7 6

3 6 7 8 5 4 1 9 2

1 5 9 7 6 2 3 8 4

8 1 2 6 7 5 9 4 3

4 3 5 2 8 9 6 1 7

7 9 6 1 4 3 2 5 8

Baustart im

■ Im Park neben dem Styria Media

Center gegenüber der Stadthalle

im Bezirk Jakomini wurde

diese Woche zu bauen begonnen:

Unter dem Titel „Media Center

Living“ werden in den nächsten

zwei Jahren 190 Wohneinheiten

in drei Häusern aufgezogen. Die

einzelnen Einheiten sind durchschnittlich

63 Quadratmeter groß

und werden von einer Objektgesellschaft,

bestehend aus Grawe

(zwei Drittel) und Styria (ein

Drittel), verwirklicht. Die Gebäude

werden sechs bzw. sieben

Stockwerke hoch, dazu kommt

eine Tiefgarage mit 144 Parkplätzen.

Außerdem soll es großzügige

Fahrrad-Abstellplätze geben.

Die Pläne stammen vom Grazer


16. JÄNNER 2022 www.grazer.at wohnen

25

Styria Park

Architekturbüro Pentaplan. Gebaut

wird von der Porr.

Die Flachdächer sollen begrünt

und mit klimafreundlichen

Photovoltaikanlagen ausgestattet

werden, denn die

Bauherren streben ein Klimazertifikat

an. Außerdem ist es geplant,

möglichst viel Grünraum

zu sichern – nach Baustellen-

Ende sollen wieder Sträucher

und Bäume gepflanzt werden.

Das Areal ist auch nach Fertigstellung

Ende 2023 noch öffentlich

durchwegt.

Die Flächen im Besitz der Styria

wurden zuletzt von der Stadt

Graz gepachtet und als temporärer

Park betrieben. Im Flächenwidmungsplan

war das Gebiet

auch damals schon als Kerngebiet

ausgewiesen.

So soll das Projekt nach seiner Fertigstellung Ende 2023 aussehen.

PENTAPLAN


28

sport

graz

www.grazer.at 16. JÄNNER 2022 2021

Fabian Kleindienst

26 fabian.kleindienst@grazer.at

Abstieg, Europa, Kampf ums Leiberl:

Ich wünsche ihm das Beste und bin

überzeugt, dass er auch beim CFC Genua

regelmäßig seinen Espresso trinken wird.“

Sturm-Trainer Christian Ilzer gab zum Abschied einen kleinen

Einblick in Kelvin Yeboahs Kaffeetrink-Gewohnheiten. GEPA

Grazer Kick-Legionäre voll

Florian Kainz (l.) und Marcel Sabitzer steht ein spannendes Frühjahr bevor. GEPA (2)

SPANNEND. Für die

Grazer Fußball-Legionäre

steht im Frühjahr

einiges an. Von Champions

League bis zum

Abstiegskampf.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

In der heimischen Bundesliga

starteten die Vereine gerade

erst mit der Vorbereitung für

die Frühjahrssaison, auf internationalem

Parkett wird aber fleißig

gespielt. Mit dabei auch einige

Grazer Legionäre, die heuer

noch einiges erwartet.

Ex-Sturm-Kicker Florian

Kainz gehört beim 1. FC Köln

zum Stammpersonal – in 17 Ligaspielen

gelangen ihm, zumindest

bis zum gestrigen Spiel gegen

Meister Bayern, zwei Tore und

vier Assists. Vor diesem Spiel lag

man mit Rang sechs auf einem

internationalen Startplatz – auch

die Champions-League-Qualifikation

muss der Grazer noch

nicht abschreiben.

Keine Sorge um ein Ticket in

die Königsklasse muss sich Marcel

Sabitzer machen. Die Bayern

liegen klar auf Platz eins – für

Sabitzer selbst läuft es allerdings

noch nicht rund. Bisher kam er

in zwölf Ligapartien zum Einsatz,

Scorerpunkt gelang ihm noch

keiner – zuletzt kam er positions-

S P O R T

In Bewegung

fabian.kleindienst@grazer.at

Heeressportler

■ Die Projekt Spielberg Graz

Giants haben künftig gleich drei

Bundesheer-Leistungssportler in

ihren Reihen. Raphael Komeyli-

Birjandi, im Jahr 2020 immerhin

Youngster of the Year, Christoph

Pirer und Fabian Weissina können

künftig als Heeressportler vollkommen

auf den Sport fokussieren.

„Kommende Saison erwartet

uns Großartiges! Wir sind ein sehr

junges Team, jeder einzelne Spieler

ist topmotiviert“, so Weissina.

Raphael Komeyli-Birjandi ist einer von

drei Heeressportlern der Giants. GEPA

Paul-Friedrich Koller mit dem Sportlichen

Leiter des GAK, Dieter ElsnegGAK 1902

GAK-Transfers

■ Beim GAK 1902 tut sich kadertechnisch

einiges. So verpflichtete

man den 19-jährigen Innenverteidiger

Paul-Friedrich Koller. Der

Nachwuchs-Nationalspieler wird

vom FC Admira bis Saisonende mit

anschließender Kaufoption ausgeliehen.

Verabschieden müssen

sich Fans vom 23-jährigen Außenverteidiger

Josef Weberbauer, der

zum SV Ried wechselt – der erste

GAK-Spieler, der seit der Neugründung

den Sprung in die Bundesliga

schafft. Bitter: Kurz nach dieser

Transfer-Einigung verletzte sich

mit Philipp Seidl ein anderer Außenverteidiger

schwer.

Diese Woche kam es in Graz nach Kritik von Eissportlern zum großen Gipfel. MCG/KRUG

Grazer Eissportgipfel

■ Der Hilferuf von Grazer Eissportlern

im „Grazer“ sorgte für großes

Aufsehen. Vor allem zu teure Eiszeiten

und zu wenige freie Flächen

wurden bemängelt. Diese Woche

wurde nun zum großen 1. Eissportgipfel

geladen, mit dabei waren neben

den Vereinen, dem Leiter des

Sportstättenmanagements Gerald

Pototschnig und MCG-Vorständin

Barbara Muhr auch Sportstadtrat

Kurt Hohensinner und Beteiligungsreferent

Manfred Eber.

Laut Pototschnig wurde „gut und

konstruktiv diskutiert“. Muhr betont:

„Wir haben nicht nur die größeren

Wünsche, sondern jede kleine Idee

protokolliert, nehmen sie ernst und

werden für Lösungen sorgen.“

Ein zentrales Ergebnis des Gipfels

war der Bedarf der Eissportler

nach einem zweiten Standort mit

einer dritten Eishalle. Die vorhandenen

platzen aus allen Nähten.

Bei den Preisen liegt man laut Pototschnig

jedenfalls gleichauf mit

vergleichbaren Hallen mit ähnlicher

Infrastruktur in Österreich.


16. JÄNNER 2022 www.grazer.at

sport graz 29 27

OHA! ➜

GEPA (2),

Jantscher europäisch top

Die spielende Sturm-Legende liegt

(Stand Freitag) auf Platz fünf der besten

Scorer der Top-15-Ligen Europas.

Philipp Seidl mit Kreuzbandriss

Der GAK-Außenverteidiger zog sich im

Training diese Woche einen Kreuzbandriss

zu und fällt länger aus.

OJE!


im Einsatz

fremd als Außenverteidiger gegen

Borussia Mönchengladbach

zum Einsatz. Im Februar geht es

in der Champions League gegen

Ex-Club Salzburg.

Nach Verletzungspech im

Herbst kam Valentino Lazaro

bei Benfica Lissabon, wohin er

von Inter Mailand verliehen ist,

zumindest als Ergänzungsspieler

zum Einsatz. Wettbewerbsübergreifend

stehen 15 Saisonspiele

zu Buche. Immerhin: Lazaro

kann noch auf Einsätze in der

Königsklasse hoffen, im Februar

geht es gegen Ajax Amsterdam.

Stürmer Michael Gregoritsch

hat sich nach einem schwierigen

Saisonstart beim FC Augsburg

wieder in den Kader gekämpft,

zuletzt stand er in sechs Spielen

in Folge am Platz. Mit elf Ligaspielen

steht er bei drei Toren –

im Frühjahr wird es vor allem um

den Abstiegskampf gehen. Vor

dem heutigen Spiel gegen Eintracht

Frankfurt steht man auf

einem Abstiegsplatz.

Als feste Größe konnte sich

Sandi Lovric beim FC Lugano

in der Schweiz etablieren. Zwei

Tore und zwei Vorlagen erzielte

er in 17 Spielen in der Liga, vor

dem gestrigen Spiel gegen die

Young Boys lag man auf Rang

vier der Tabelle, Europa scheint

damit noch möglich.

Einen schweren Stand hat

Hannes Wolf bei Bayern-Schreck

Mönchengladbach. Seit Ende

Oktober gab es für den Mittelfeldspieler

keinen Einsatz mehr.

Kelvin Yeboah spült dem SK Sturm eine Transfersumme in luftiger Höhe in die Kasse. GEPA

Sturm-Rekordtransfer

■ Es war die große Meldung des

Winter-Transferfensters. Kelvin

Yeboah wechselte für über sechs

Millionen Euro in seine italienische

Heimat, zum CFC Genua. Damit

erzielte Sturm die höchste Transfersumme

der Vereinsgeschichte,

so überwiegt laut Sport-Geschäftsführer

Andreas Schicker „für alle

Seiten das Positive“. Den Markt

habe man genau im Auge.

Änderungen ergaben sich bei

Sturm zuletzt auch abseits des Kaders.

Aufgrund der Coronasituation

reiste man nicht zum Trainingslager

in die Türkei, stattdessen gibt

es mehrere Kurztrainingslager in

Slowenien.


grazer graz sonntag

30 28 www.grazer.at 16. 17. JÄNNER 2022 2021

SO ISST GRAZ

Das „San Pietro“ serviert uns köstliches

Das Wirtshaus „s’Biergartl“ präsentiert

heute ...

Garnelen-Risotto

... Bauern-

Cordon-Bleu

Lehrling Martin Pölderl kocht auf. KK (2)

Das Risotto ist ein norditalienisches

Breigericht, das

in verschiedenen Variationen

zubereitet wird. Nach echtem

italienischen Geheimrezept mit

Prosecco Rosé und gebratenen

und köstlichen Riesengarnelen

wird es im Kultrestaurant

San Pietro

serviert.

Richtig

gThomas e l eSonnleitner ­ mit dem sehr

sen: köstlichen Ein Cordon Bleu. KK (2)

klass

M

isches

itten in Graz liegt das gemütliche

Geheimnis Wirtshaus à „s’Biergartl“.

nonna Hier (Oma) gibt

la

wird es seit soeben vielen gelüftet. Buon

Appetito!

Jahren große

VALI

Portionen zu

fairen Preisen.

Zutaten

Auf der

für 4 Personen: 400

Karte g Risottoreis stehen (Carna roli oder

traditionelle

Arborio), 2 Stück Schalotten

(fein der gehackt), 1 Liter

Klassiker

steirischen Gemüsefond, Hausmannskost

wie Zwiebelrostbraten,

250 ml Prosecco

Backhendl

Rosé, 100

oder

g Butter,

Schweinefilet.

100 g Parmesan

(gerieben), Empfehlung Petersilie,

des Hauses

Eine

besondere

wird Knoblauch, heute präsentiert: 8 Stück das Riesengarnelen

Mit Speck, Käse

köstliche

Bauern-Cordon-Bleu.

und Pfefferoni gefüllt, ist es ein wahrer

Gaumenschmaus. Das perfekte Gericht

für Zubereitung: einen tollen Tag. Schalotten in JB

Olivenöl anschwitzen, Risottoreis

für dazugeben 4–6 Personen: und rösten.

Zutaten

4 Mit Stück Prosecco Schweinsschnitzel ablöschen vom und

Karree (ca. 250 g), 8 Scheiben Speck,

8

reduzieren,

Scheiben Emmentaler

immer

Käse,

wieder

Salz,

Pfeffer, mit heißem 4 scharfe Gemüsefond Pfefferoni (klein aufgießen,

bis 1 Zwiebel der (klein Reis ge-

innen

geschnitten),

schnitten), noch Biss 100 hat! g Mehl, Mit kalter 100 g Brösel, Butter 2

Eier, und eine Parmesan Portion Butterschmalz verfeinern. zum Mit

Herausbacken

Salz und Pfeffer würzen. Die

Zubereitung:

Garne len hautseitig in einer

Zuerst Pfanne die mit Schnitzel Olivenöl, klopfen, Petersilie,

Pfefferoni Knoblauch, und Zwiebel Salz und belegen Pf­

salzen

und pfeffern. Anschließend mit Speck,

Käse,

und effer zusammenklappen. glasig braten. Die Garnelen Cordon

Bleus auf das zuerst Risotto in Mehl, setzen dann in und den mit Eiern

Basilikum, und zum Schluss Parmesanspänen

in den Bröseln

wenden und Olivenöl und danach dekorieren! im Butterschmalz

goldbraun backen. Mahlzeit!

GRAZWORTRÄTSEL

Studentengästehaus

Jugend

Alpinist

mit

in nahe Graz der †

2006 TU Graz (2 W.)

Grazer

erste

Person

AUVA-

Krankenhaus

Plural

holländisch

runder

Datenträger

für

"eins"

Motto der

Aussichtswarte

am

TU Graz

("Wissen,

Technik,

Plabutsch

...")

Grazer

Stadttor

† 1884

auf sich

zukommen

sehen,

spüren

"Lebe

wohl!"

durchsichtiges

Material

Paarungsbereitschaft

französ.

für "in"

das Unsterbliche

im Menschen

Dörfer

und

die

Kleinstädte

Ewige

Stadt

Adresse

Verkehrsweg

beim

des

Grazer Mausoleums

Grazer

Stadtpark

74

5

german. Hauptschlagader

Gottheit

Hülle Keimzelle

eines

Hühnereis

männliches

chem.

Zeichen

für

Fürwort

Quecksilber

entmannte

Stiere

österr.

Gütesiegel

6

Fluss

durch

Kairo

an dem

röm. für

"eins A"

Urmeter

& Co.

angekommen,

am Ziel

10

Gedächtnisstütze

am

Grazer Zentralfriedhof

Abk. bevor für

Grazer "Basket-

Fußballer

ball- und

WM-Dritter Club" †

(sich) 17. Buchstabe

im

nicht

zusammennehmen

griech.

Alphabet Tipp

Kunstverein Straßenbahn

Graz in

"trocken" Initialen

von beim Freud Sekt†

2

Nebenfluss eingeschaltet

Arno des

aus Operationssaal

und

vorbei

natürlicher

Kopfschmuck

Abk. für

"rund"

engl. für

"Alter"

Profi-Tennis-Verband

"Exabyte"

Abk. für

KFZ-Kz. für Domäne für

Dänemark Afghanistan

8

"heilig"

in span.

Städtenamen

Haftstrafe,

Ge-

Mantelumhanfangenschaft

der

Araber

9

sowieso

Recht

sprechen

Abfolge,

Ablauf

sehr russ. ins Männername

fallend

Auge

Kern, Zeichen Sinn,

für Message Chlor

dergleichen

Initialen

Mandelas †

Zellkernsubstanz

Heldengedichte

11

Notruf

auf

hoher

See

Grazer Fahrradbauer


nordischer

Dämon

örtlich lateinisch

Gründer von für "Stadt"

Sturm Graz Gefäß zum

† 1958 (Karl) Anzapfen 7

1 2 3

4 5 6

7 8 9 10 11

Zeichen

für

"Kiloampere"

grafisches

Sinnbild

leicht

erreichbar,

nebenan

französ.

Nonagon Filmstar

(Brigitte)

Kurort in

ein Belgien Figaro

Nachbarbezirk

regelmäßige

Bewegung

von

Mariatrost

der See

rapide, KFZ-

Kennz. flott,

temporeich

für Zell

am See

italienischer

Artikel

Fluss

durch

Innsbruck

12

3

Länder-

eine

kennzei-

chen gesell-

für

Kapital-

Rumänien schaft

Büroleiter

der Grazer

Bürgermeisterin

engl. US- Kaufpreis Monument

Längenmaß

Soldat Grazer Nah-

a. Lendplatz

sich

hinziehen (91,44 cm)

erholungs-

gebiet

Vorsilbe

für "neu"

Grazer

Sportverein

† 1938

Strom

zum Milchkaffeein

Obbusen

Sibirien

Lösung der Vorwoche: Schloss Amtshaus Sankt Veit Rätsellösungen: S. S. 24 22

Aktuelles Lösungswort:

3 91

2 1

6 45 1 2 8 7 29

6 5 6 7 52

2 3

2

SUDOKU

3 6 7 4 16 9 1

4 7

6 2 8

8 5 7 5 4

32 5 5 6 7

8

nicht

einmal,

nicht

zweimal

9

englisch

für

"Löwe"

Rinderwahnsinn

Widersacher

also,

folglich

16 2 5 31114 1162

Gattin

Grazer

50-Meter-

Becken

6

Und so geht’s!

die

eigene

Person

engl. Rassehund

für die

Hasenjagd

Furche

Vorsilbe

für "gut"

latein. für

"das heißt"

Jede Ziffer darf in

jeder Reihe in je-

jedem

Quadrat nur

einmal vorkom-

vorkommen.

Bleistift

spitzen, los geht’s.

Viel Spaß!

Stadt in

Friaul

KFZ-Kz.

für Melk

mit Pech

anstreichen

4

Verschnaufpause

3

Honigwein

Abk. für

"Turbinenschiff"

Teil der

Uni zirka Graz

bei 735 der Watt Halbärthgasse

weiblicher

Vorname

Arbeitsraum

für

Angestellte

Arbeitsspeicher

schweiz.

Käsegericht

ein "Kopfjäger"

G E W I N N S P I E L

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Wie Wie lautet die die Lösung?

E-Mail mit mit Betreff „Rätsel“,

Lösung und und Telefonnummer an: an:

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn nicht

übertragbar. Einsendeschluss: 20. 19. 1. 2021. Gewinner

werden telefonisch verständigt und sind

mit der Veröffentlichung einverstanden.

5

1

Laut,

Mucks

1


16. JÄNNER 2022 www.grazer.at

grazer sonntag 29

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 16. JÄNNER

Musical Anatevka

Im Grazer Opernhaus wird heute

um 15 Uhr das Musical Anatevka

aufgeführt: Im Schtetl Anatevka

befolgt jeder die Tradition, und

jeder tänzelt ein bisschen wie ein

Fiedler auf dem Dach. So stellt sich

der Milchmann Tevje vor, wie es

denn wäre, wenn er einmal reich

wär’. Doch erst einmal sind die

ersten drei seiner insgesamt fünf

Töchter zu verheiraten. Zeitel, die

älteste, liebt allerdings den armen

Schneider Mottel und nicht den

reichen Fleischer Lazar Wolf. Wie

gut, dass sich aus dem Jenseits Tevjes

verstorbene Schwiegermutter

und Lazars erste Frau melden, um

Tevjes Gemahlin Golde umzustimmen.

Auch die weiteren Töchter

Tevjes wollen von den Vorschlägen

der Heiratsvermittlerin Jente nichts

wissen und folgen ihren Herzen.

Flohmärkte

Flohmarktfans haben auch heute

wieder die Möglichkeit, auf einen

der vielen Märkte in Graz und Umgebung

zu gehen und Ausschau

nach Raritäten und Schnäppchen

zu halten. Um 8 Uhr startet der

Markt beim Citypark, Schluss ist

um 15 Uhr. Frühaufsteher

können natürlich

auch schon

ab 6 Uhr zum

Flohmarkt beim

Interspar-Parkplatz

in der Wiener

Straße gehen, der

Markt geht bis 13

Uhr. Auch beim

Center West findet

am Vormittag ein

großer Flohmarkt

statt und am Markt

beim Dieselkino in

Lieboch kann man

heute von 7 bis 13

Uhr stöbern.

MUSICAL

15 Uhr

Oper Graz

Das Musical Anatevka wurde im Jahr 1964 am Broadway urauf-

geführt. Seither begeistert es die Zuschauer. NINA ORTNER, GETTY (2), WERNER KMETITSCH

Rundgang in der Altstadt

Bei einem geführten Rundgang

kann man heute die

Grazer Altstadt bewundern.

Treffpunkt ist um

14.30 Uhr beim Grazer Tourismusbüro,

eine Anmeldung

ist bis 13.30 erforderlich.

Kasperl und die Eisprinzessin

Im Grazer Orpheum begeistert

heute ein Kasperltheater

die kleinen Grazer. Das Stück

„Kasperl und die Eisprinzessin“

verspricht jede Menge

Spaß, Abenteuer und Unterhaltung.

Es gibt heute gleich

drei Vorstellungen. Eine um 11

WOHIN AM SONNTAG

Uhr, eine um 15 Uhr und eine um

16.30 Uhr.

Theater für Kinder

Im Frida & Fred Kindermuseum

wird heute das Stück „Gute Nacht“

aufgeführt. Schlafengehen! Loslassen

von all den schönen Dingen

des Tages, von den großen und

kleinen Sorgen, von der Aufregung,

von Ängsten. Das ist nicht

leicht. Und manchmal dauert es

eine Weile, bis es funktioniert.

„Gute Nacht“ ist ein Stück zum

Thema Schlafengehen mit allem,

was dazugehört. Die Vorstellung

beginnt um 16 Uhr. Regie führt

Martina Kolbinger-Reiner, Nora

Winkler steht als Schauspielerin

auf der Bühe.

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