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Gaudianerspiegel

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Vorwort der Redaktion

Liebe Leserinnen und Leser

unseres Gaudianerspiegels,

vermutlich hätte keiner von uns heute vor einem Jahr geglaubt,

dass wir nach einer faschingsfreien Saison aufgrund

der Corona-Pandemie noch ein zweites Jahr ohne unsere geliebte

fünfte Jahreszeit erleben müssen. Doch erneut haben

die Gaudianer – und alle anderen umliegenden Faschingsgesellschaften

– den Fasching absagen müssen. Freilich schweren

Herzens, denn das immense Engagement und die Leidenschaft

war bei den bereits gestarteten Trainings bereits

zu spüren und der Wunsch aller Aktiver, endlich wieder

einmal vor Publikum auf der Bühne zu stehen, war und ist

groß. Dennoch überwiegt in diesen Ausnahme-Zeiten das

Verantwortungsbewusstsein der Allgemeinheit gegenüber.

Aber dennoch haben wir es uns – wie schon im Vorjahr

– nicht nehmen lassen, erneut eine Faschingszeitung

zusammenzustellen, die Sie nun in Ihren Händen halten.

Wir Gaudianer haben uns erneut bewusst dazu entschlossen,

unseren treuen Leserinnen und Lesern, unseren Mitgliedern,

Freunden und Gönnern des Vereins trotz der zweiten

abgesagten Faschingssaison in Folge ihren gewohnten

Lesestoff zu bieten. Auch wollten wir als Verein mit dem

Gaudianerspiegel unseren treuen Anzeigenkunden erneut

eine Plattform und die bestmögliche Unterstützung durch

kostengünstige Werbung bieten, die uns möglich ist.

2021 gab es – auch wenn es oft den Anschein hat – nicht

nur Corona! Auch das zurückliegende Jahr hielt die eine oder

andere lustige Begebenheit bereit, die Anlass zum Schmunzeln

oder laut Auflachen geboten hat. Wir haben die witzigsten

Pleiten und Pannen wieder für Sie gesammelt und aufgeschrieben.

Und freilich haben wir auch die erste coronabedingt ausgefallene

närrische Zeit nicht ganz ohne Narrentum verbracht.

Einen Rückblick auf diverse Aktionen während

unserer „virtuellen Faschingssaison“ lesen Sie auf den Seiten

30 und 31.

Außerdem finden Sie in dieser Ausgabe auf den Seiten 44

bis 45 und 48 bis 49 erneut einen Briefwechsel zwischen dem

„Hatz-Loher Michl“ und der „Goaßinger Kathl“, die einige

Rückblicke auf diverse (politische) Geschehnisse in Ruhstorf

und Pocking geben und diese mit der nötigen Portion Humor,

aber durchaus auch mit Spott und Häme beleuchten.

Was Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, vielleicht auch

auffällt, wenn Sie durch die folgenden Seiten blättern: Unser

Verein hätte im Fasching 2021/2022 das ein oder andere Jubiläum

zu feiern gehabt. Das lassen wir selbstverständlich

nicht unter den Tisch fallen und berichten darüber, selbst

wenn wir die Feierlichkeiten dazu auch in diesem Jahr nicht

auf der Bühne und mit Ihnen als Gästen begehen können.

Und so bleibt uns an dieser Stelle – wie schon im Jahr zuvor

– wieder nur der Wunsch, dass wir Sie alle 2023 wieder

in unserem „zweiten Wohnzimmer“, der Niederbayernhalle,

begrüßen und fröhliche, unbeschwerte Stunden mit Ihnen

verbringen dürfen. Bis dahin stellen wir diese Ausgabe des

Gaudianerspiegels erneut unter das Motto „Lachen ist die

beste Medizin“. Nicht nur, aber insbesondere in Zeiten einer

weltweiten Pandemie.

Herzlichst,

Ihr Team Gaudianerspiegel

Carolin Federl Sepp Meier Thomas

Silbereisen

Martin Wagner Marleen

Uttenthaler

Simon

Engelhard

Fotos: Thomas Ammermüller

Der Dank des Gaudianerspiegel-Teams geht an alle fleißigen Geschichten-Schreiber, Fotografen, Kundenwerber,

Korrektur-Leser und Hans Nöbauer. Alle Fotos ohne Namensangabe sind privat. Bitte beachten Sie: Die

Gruppenfotos wurden unter Einhaltung der jeweiligen Corona-Bestimmungen gemacht.

Impressum:

Herausgeber: Faschingsgesellschaft Gaudianer e.V., Präsident Michael Hisch, Im Aufeld 7, 94099 Ruhstorf a.d.Rott

Tel.Nr.+49 8531 2482092, E-Mail: praesident@gaudianer.de, Internet: www.gaudianer.de

Eingetragen in das Vereinsregister beim Amtsgericht Passau unter VR 720, USt.Id.Nr.: DE210331905

Redaktion: Sepp Meier (Text und Werbung), Carolin Federl (Text), Thomas Silbereisen (Werbung), Martin Wagner (Werbung),

Marleen Uttenthaler (Text), Simon Engelhard (Bildbearbeitung)

Druck: Passavia Druckservice GmbH & Co KG, Medienstraße 5b, 94036 Passau

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Die Faschingszeitungs-Macher

Seit 20 Jahren kreieren Thomas Silbereisen

und Sepp Meier den Gaudianerspiegel

Von Carolin Federl

Ruhstorf. Als im November 2002 Michael Hisch

sen. bei Sepp Meier anruft, um ihn zu fragen, ob er

in Zukunft zusammen mit Thomas Silbereisen den

Gaudianerspiegel, die Faschingszeitung der Gaudianer

Ruhstorf, produzieren will, sagt Sepp noch am Telefon

spontan zu. Welche Arbeit ihn dabei künftig erwarten

wird, ahnt er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auch

nicht, dass er und Thomas die Zeitung 20 Jahre lang

gemeinsam verantworten werden. Dieses Jubiläum kann

und darf in dieser Ausgabe der Faschingszeitung natürlich

nicht verschwiegen werden und so erinnern sich die

beiden zu diesem Anlass an die Anfänge zurück.

Sepp Meier und Thomas Silbereisen mit den 20 von ihnen

produzierten Ausgaben

- Foto: Federl

„Wir haben quasi bei Null angefangen“, sagt Sepp

Meier. Unsere einzige Vorlage war der Gaudianerspiegel

des Vorjahres. Freilich war ihnen klar, dass die Zeitung

aus Inseraten und Texten über Pleiten, Pech und Pannen

aus Ruhstorf und Umgebung bestehen soll. „Die damals

228 Inserate haben wir uns aus der Vorjahres-Zeitung heraus

gescannt“, erzählt der 61-Jährige. „Das war brutal“,

erinnert sich auch Thomas Silbereisen. „Nächtelang haben

wir nichts anderes gemacht, als alles zu digitalisieren.“

Ein Umstand, den man sich heute kaum mehr vorstellen

kann.

Diese „Startschwierigkeiten“ machten sich auch in der

ersten fertigen Faschingszeitung der beiden Männer bemerkbar.

„Zum ersten Mal erschien der Gaudianerspiegel

damals in Vier-Farb-Druck. Dabei gab es Probleme mit

der Aufbereitung der Fotos. Alle Bilder sind am Ende

ganz pixelig geworden. Das war ein technischer Fehler.

Von uns kannte sich ja keiner aus. Aber daraus haben

wir gelernt“, berichtet Sepp Meier. Über die Tatsache,

dass er zu Anfang versucht hatte, den Gaudianerspiegel

am Computer mit Word zu erstellen, muss der 61-Jährige

heute noch lachen. „Das hab ich ganz schnell wieder

aufgegeben. Danach arbeiteten wir mit dem Programm

QuarkXpress, heute verwenden wir InDesign.“

„Wir haben wahnsinnig viel dazugelernt und eine große

Entwicklung gemacht in Sachen Technik, Herstellung

und Qualität der Zeitung. Das war richtig schön“, findet

auch der 48-jährige Thomas Silbereisen.

Auch die enge und sehr gute Zusammenarbeit untereinander

heben die beiden Ruhstorfer hervor. „Wir sind toll

zusammengewachsen und auch heute ist die Arbeit mit

dem erweiterten Team richtig schön“, sagt Silbereisen.

Zur über die vergangenen paar Jahre deutlich angewachsenen

Mannschaft des Gaudianerspiegels zählen aktuell

auch Carolin Federl, Martin Wagner, Simon Engelhard

und Marleen Uttenthaler.

Von Seiten des Vereins hatten Sepp Meier und Thomas

Silbereisen immer die volle Unterstützung „und auch die

volle Freiheit, welche Inhalte wir in die Faschingszeitung

tun. Es hat uns nie jemand beeinflusst. Wir hatten und

haben immer noch freie Hand. Es hieß nie ,das dürft

ihr nicht machen‘“, erinnern sich die beiden. Texte und

Inserate lieferten und liefern noch heute freilich auch

4


Die Faschingszeitungs-Macher

zahlreiche weitere Gaudianer-Mitglieder. „Aber die Entscheidung

wie wir etwas gestalten lag immer bei uns allein.“

Am meisten Spaß hatte Thomas stets bei der Gestaltung

der Titelseite. „Das hat mir am besten gefallen. Da

konnte man seinen Gedanken so richtig freien Lauf lassen

und sich austoben.“

Freilich war und ist es auch eine anstrengende Zeit. Ab

spätestens Oktober bis kurz vor Weihnachten sind die Gedanken

von Sepp und Thomas stets bei der Faschingszeitung.

„Es ist ein riesen Haufen Arbeit, die man der fertigen Zeitung

vielleicht gar nicht ansieht. Aber wir machen es immer

wieder gern für den Verein“, resümiert Thomas. „Um all

das zu bewältigen, braucht man ein super Team“, ergänzt

Sepp Meier. Einer alleine könne das nicht leisten. Wenn

der Gaudianerspiegel fertig ist und frisch aus der Druckerei

kommt, sei die Freude jedes Mal groß.

Ein Jahr wird den beiden Männern immer besonders in

Erinnerung bleiben. 2014 fiel Sepp während der Produktion

unerwartet aus. „An Heiligabend in der Nacht bekam

ich plötzlich starke Schmerzen“, erinnert er sich. Sein

Blinddarm stand kurz vor dem Durchbruch. Im Krankenhaus

in Passau wird er operiert, kommt fünf Tage später

wieder nach Hause. Doch die Schmerzen sind immer noch

da. Nur wenige Stunden nachdem er daheim angekommen

war, kehrt Sepp ins Krankenhaus zurück. Dort stellen sie

fest: Seine Galle macht Probleme. Es folgt eine zweite OP

und ein weiterer längerer Krankenhausaufenthalt. „Zum

Glück war die Faschingszeitung schon zu 99 Prozent fertig.

Meine Frau informierte Thomas, der setzte sich bei mir

daheim an den PC und vollendete den Gaudianerspiegel.

Bei ein paar Fragen musste ich ihn telefonisch vom Krankenbett

aus unterstützen. Aber wir haben es geschafft. Sogar

in dieser Ausnahmesituation. Wir haben uns immer toll

unterstützt“, fasst Sepp Meier zusammen.

Seit ihrem zweiten Jahr – beim ersten Mal war es aufgrund

der Einarbeitungsphase schlichtweg unmöglich – ist

es den beiden immer gelungen, dass der Gaudianerspiegel

pünktlich zum Hofball fertig war und auf den Tischen der

Ballgäste auslag. „Das war stets unser Ziel. Und irgendwie

haben wir es immer geschafft. Das ist richtig schön“, sagt

Thomas.

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Prinzenpaar 2022

Patricia I. und Martin II.

Auch wenn sie coronabedingt nun leider noch

eine Saison darauf warten müssen, bis sie offiziell

das Faschings-Zepter schwingen können, sind am

11.11.2021 die neuen Gaudianer-Regenten gekürt

worden: Das 54. Prinzenpaar sind Patricia I. und

Martin II. Über den Kinderhofstaat regieren Prinzessin

Matilda und Prinz Hannes.

Denn der neue Faschingsprinz ist der Waidmann

und langjährige Ordensmeister Martin Wagner aus

dem „Garten Eden“ oberhalb Pillham. Der 32-Jährige

arbeitet als Produktionstechnik-Ingenieur und

Projektleiter bei AKE-Technologies in Passau. Seine

Prinzessin ist die erfahrene Gardetänzerin und aktuelle

Marsch-Trainerin der Teeny-Garde, Patricia

Federl (28), angehende Fachlehrerin für Ernährung

und Versorgung an der Pfarrkirchner Berufsfachschule.

Die beiden sind auch privat seit zehn Jahren

ein Paar. Als der Anruf kommt, ob die beiden die

neuen Regenten werden wollen, ist der Prinz gerade

auf Geschäftsreise in den USA. Dennoch ist auch

über die vielen tausend Kilometer Luftlinie für beide

schnell klar: „Ja, das machen wir. Die Ehre, gefragt zu

werden, bekommt man so schnell nicht noch mal.“

In ihrer Freizeit reitet die Gaudianer-Prinzessin gerne

und steckt viel Herzblut in ihr kreatives Kleingewerbe

„Hoizmadl“. Prinz Martin zählt neben der

Jagd und der Beschäftigung mit seinem Hund Bonzo

auch das Engagement bei der Feuerwehr zu seinen

Hobbys. Darüber hinaus ist er Mitglied des Redaktions-Teams

des Gaudianerspiegels. Auch wenn

sie gerne schon 2022 das Zepter geschwungen hät-

„Boid gibt’s a Rehragout“ schallte beim

Faschingsauftakt durch den Würmseher-Stadl.

ten, „freuen wir uns umso mehr auf den kommenden

Fasching, den wir dann mit noch mehr Elan

hoffentlich wieder alle gemeinsam feiern können.“

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Kinderprinzenpaar 2022

Hannes und Matilda

Nur virtuell zugeschaltet waren am

11.11. die Kinder-Regenten Matilda Lüftl

und Hannes Bauhuber. Per Video stellten

sie sich den Gaudianern vor: Prinzessin

Matilda Lüftl (9) hat bereits

zwei Jahre lang leidenschaftlich in der

Kindergarde mitgetanzt. Dass sie einmal

für das Amt der Kinderprinzessin

vorgeschlagen werden könnte, hätte die

Neunjährige nie für möglich gehalten.

„Ich war erstmal völlig überrascht“, sagt

sie. Doch passenderweise war „Prinzessin“

auch schon vorher ihr Lieblings-

Kostüm im Fasching. „Mit einem Kleid

mit ganz viel Tüll!“ Das Lieblingsgericht

der Prinzessin ist Rindfleisch-Nudelsuppe.

Und in ihrer Freizeit spielt sie ansonsten

gerne Tennis. Prinz Hannes (11)

besucht die fünfte Klasse des Pockinger

Wilhelm-Diess-Gymnasiums. Seine Eltern

Margot und Andreas Bauhuber

schwangen im Jahr 2003 selbst bereits

das Gaudianer-Zepter. Nun tritt der

Nachwuchs in ihre Fußstapfen.

Kindergarten gegangen. Bis er zugesagt

hat, der neue Kinderprinz der Gaudianer

zu werden, brauchte es allerdings zwei

Anläufe. „Als mich der Papa zum ersten

Mal gefragt hat, hab ich gleich Nein

gesagt.“ Zum Glück hat Hannes es sich

aber doch noch anders überlegt. „Und

bis jetzt habe ich es noch nicht bereut.“

In seiner Freizeit spielt der Elfjährige

Seine Prinzessin kennt Hannes schon

lange, sie sind bereits zusammen in den

gerne Fußball und Tennis.

Quelle: PNP /Fotos: Ammermüller

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Faschingsauftakt 11.11.2021

Geisterfahrer kracht ins Auto der Faschingsprinzessin

Patricia Federl kommt mit einem gebrochenen Mittelhandknochen

und einem Riesenschrecken davon

Von Karin Seidl und Hans Nöbauer

Ruhstorf. „Um Himmels Willen! Wie böse hätte

das ausgehen können! Am Mittwochabend, 10.11.2021,

kommt es auf der Bundesstraße 12 bei Felding in Pocking

zu einem schlimmen Unfall. Ein „Geisterfahrer“ war in

ein entgegenkommendes Auto gekracht. Er wird schwer

verletzt, die Autofahrerin im Gegenverkehr bricht sich

den Mittelhandknochen und zieht sich diverse Rückenprellungen

zu. Tapfer lächelt Patricia Federl am Donnerstag,

11.11. um 11 Uhr 11, die Schmerzen weg. Die Vollblut-

Gaudianerin ist schließlich die neue Prinzessin Patricia I.

Wer das neue Faschingsprinzenpaar wird, ist jedes Jahr

ein großes Geheimnis. Bis auf den Vater der auserkorenen

Prinzessin und ihrem Onkel ist niemand in der Familie

eingeweiht, dass Patricia Federl zusammen mit ihrem

Partner Martin Wagner in der neuen närrischen Saison

den Ruhstorfer Hofstaat regieren wird. Als Patricia Federl

nach dem verhängnisvollen Crash zu Hause anruft, zieht

es ihrer Mama Brigitte und ihrer Schwester Carolin den

Boden unter ihren Füßen weg. „Ich habe eine gute und

eine schlechte Nachricht für Euch“ − mit diesen Worten

hat sich die 28-jährige Ruhstorferin gemeldet: „Die gute

ist: Ich bin die neue Faschingsprinzessin. Die schlechte:

Ich bin im Krankenhaus. Ich hatte einen Unfall.“

Ganz royal nimmt sie – lädiert wie Patricia ist – die

Proklamation des Faschingsprinzenpaares wahr. Aber der

Schrecken steckt ihr noch in den Gliedern. „Hätte alles

ganz anders ausgehen können“, erzählt sie am Tag nach

dem Faschingsauftakt der PNP. Wie der Unfall passiert

ist, hat sich ganz genau eingebrannt in ihrem Gedächtnis.

„Ich war ja danach nicht ohnmächtig.“ Patricia Federl

ist auf dem Heimweg von München nach Ruhstorf. Als

ihr auf Höhe Pocking plötzlich alle im Gegenverkehr wie

wild aufblenden, denkt sie zuerst, dass wohl irgendwo ein

Blitzer steht. „Dass mir auf meiner Seite ein Geisterfahrer

entgegenkommt, habe ich nicht gesehen, weil vor mir

auch ein Auto war.“ Genau das zieht aber plötzlich nach

links und kann noch ausweichen. „Ich hab nur noch die

Lichter gesehen und gedacht: Das schaffe ich jetzt nicht

mehr.“ Patricia Federl reißt das Lenkrad auch noch herum,

aber einen Frontalzusammenstoß kann sie nicht mehr

verhindern. Wie durch ein Wunder kann sie aus ihrem

Autowrack aussteigen. „Da habe ich nur gespürt, dass mir

Motto-Banner statt Bühnenmodell: Heiße Nächte verspricht die Leitidee „Bavaria Tropical“ allen Faschingsfreunden

zwischen Chiemsee- und Karibikstrand. Von rechts: Ehrenpräsident Jürgen Marks mit Ex-Prinzenpaar Matthias und

Sabrina Bründl (Show-Team), den Rentnerband-Vorarbeitern Georg Bremberger und Fredy Probsteder, den neuen

Ruhstorfer Faschings-Regenten Prinz Martin II. (Wagner) und Prinzessin Patricia I. (Federl), Malermeister Rudi Sommer,

Heike Stögbauer (Show-Team) sowie Präsident Michael Hisch.

- Foto: Nöbauer

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Faschingsauftakt 11.11.2021

die Hand etwas weh tut.“ Die Rettungsdienste bringen

sie und den „Geisterfahrer“ ins Krankenhaus.

Dass irgendetwas mit dem „Geisterfahrer“ nicht stimmen

konnte, hat unter den Unfallbeteiligten und Zeugen

nach PNP-Informationen schnell die Runde gemacht. Er

war wohl mit Schlangenlinien auf der Straße unterwegs.

Wie der Chef der Polizeistation Pocking, Martin Pöhls,

bestätigt, sind bei der Polizei tatsächlich Hinweise eingegangen,

dass mit einem Autofahrer etwas nicht stimmen

könnte. „Aber das ging so schnell - da ist der Unfall auch

schon passiert“, sagt Polizeichef Martin Pöhls.

Nach diesem Schrecken für alle wollen die Gaudianer

aber jetzt nach vorne blicken. Ihr Faschingsmotto ist

„boarisch-karibisch“: „Bavaria Tropical“. Die Faschingsprinzessin

hat die Gaudianer-Gene übrigens im Blut. Ihr

Opa, Erich Eder, war Mitbegründer der Rentnerband,

ihr Onkel, Erich Eder jun., war 1973 Faschingsprinz.

Und ihre Schwester Carolin war 2001 Kinderprinzessin.

Üblicherweise präsentiert Michael Worm sonst im

Würmseher-Stadl das neue Bühnen-Modell. Das ist heuer

ausgefallen. Die Vulkanausbrüche auf der Insel La Palma,

der Wahlheimat von Bühnenbildner Michael Worm,

hielten diesen leider auf der Insel fest. So zeigte stattdessen

Malermeister Rudi Sommer zusammen mit der

Rentnerband-Spitze sowie den Showteam-Vertretern der

Mitternachts-Revue ein Motiv-Banner, das nicht nur die

Maschkera-Fantasien, sondern vor allem auch Faschingsfreuden

wecken soll.

- Quelle: PNP

Der VW Polo der Ruhstorfer Faschingsprinzessin

war nach dem Frontalzusammenstoß schrottreif. Der

Unfallverursacher wurde schwer verletzt. Auch sein Auto

hat Totalschaden.

- Foto: Helmut Degenhart

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Faschingsauftakt 11.11.2021

Die große…

Am 11.11.2021 war es leider so, dass

die Gaudianer aufgrund der Corona-Auflagen

das Kinderprinzenpaar

nicht live im Würmseherstadl präsentieren

konnten und somit auch

die Elternpaare nicht anwesend

sein konnten. Also musste kurzerhand

improvisiert werden. Verena

Silbereisen, die sich jedes Jahr auf

die Suche nach einem geeigneten

Kinderprinzenpaar macht, organisierte

mit Hilfe von Fotograf Matthias

Seil und seiner Frau Melanie

einen Tag vor dem Faschingsauftakt

noch schnell ein Fotoshooting und

bereitete ein Präsentationsvideo vor.

Margot Bauhuber, Präsidiumsmitglied

und nichtsahnende Mutter

des Kinderprinzen, blieb mit ihrem

Mann Andi und den beiden Söhnen

Felix und (Prinz) Hannes an diesem

Tag schweren Herzens ebenfalls

zuhause.

Birgit Himmelsdorfer, Schatzmeisterin

und Freundin von Margot,

wurde ein paar Minuten vor der

Vorstellung der Kinder-Regenten

eingeweiht, über die Identität des

Kinderprinzen informiert und mit

einer wichtigen Aufgabe betraut:

Sie sollte mit einem Videoanruf per

Handy Margot an der Präsentation

teilhaben lassen. Witzigerweise hatten

die beiden Frauen genau dieses

Vorgehen vorab ohnehin schon geplant,

weil Margot wenigstens ein

bisschen was vom Faschingsauftakt

mitbekommen wollte. Was Margot

allerdings nicht wusste, war, dass

Thomas Silbereisen wiederum das

Videotelefonat zwischen Birgit und

Margot mit seinem Handy aufzeichnete,

um die Bilder der Prinzen-

Überraschung den Gästen nachträglich

nochmals über die Leinwand

präsentieren zu können. Die Bilder

sprechen für sich. Und diese Überraschung

war mehr als gelungen!

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Faschingsauftakt 11.11.2021

…Kinderprinzen-Überraschung!

Die frischgebackene Kinderprinzen-Mama

ist aus allen Wolken gefallen.

Ihrem Mann Andi und Prinz

Hannes war es aber zu verdanken,

dass das Geheimnis bis zum Schluss

vor Mama Margot verborgen geblieben

ist. Denn wenn jemand so

kontrolliert wird, wie die Bauhuber-Männer

von ihrer Margot – fast

schon wie bei der Stasi – da muss

man schon immer die richtigen Antworten

und Ausreden finden, um

über Wochen nicht aufzufliegen.

Die einzige Sorge, die Margot

hatte, nachdem sie erfuhr, dass alles

gefilmt und noch mal präsentiert

wurde war: „Mei, und i sitz da mit

nassen Haaren und bin gar ned hergerichtet!“.

Keine Sorge Margot – du

schaust auch so super aus!

- Fotos: privat

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Werbung


Prinzengarde 2022

Foto: Nöbauer

Erste Reihe v.l.:

Antonia Himmelsdorfer, Johanna Dietl, Antonia Langguth, Sophia Freundshuber, Theresa Huber (Gardemajorin),

Matilda Lüftl (Kinderprinzessin), Julia Christ, Laura Zwicklbauer, Julia Huber, Juliane Gruber

Zweite Reihe v.l.:

Steffi Scheuschner (Betreuung), Rosi Ranzinger (Betreuung), Julia Noll, Alina Geisberger, Patricia Federl und Martin

Wagner (Prinzenpaar), Cellina Langguth, Sarah Liebl, Celine Rosani, Elfi Schöberl (Trainerin Showtanz)

Dritte Reihe v.l.:

Franz Ranzinger (Elferratsvorsitzender), Steffi Hausner (Trainerin Gardemarsch), Marie Schwarz, Jenny Kölbl,

Madeleine Schäck, Anja Steindl, Johanna Loose, Diana Hisch (Betreuung), Michael Hisch (Präsident)

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Teenygarde 2022

Foto: Nöbauer

Erste Reihe v.l.:

Julia Blum, Lena Freundshuber, Hannah Sommer (Majorin), Patricia Federl (Marschtrainerin und Prinzessin), Matilda

Lüftl (Kinderprinzessin), Martin Wagner (Prinz), Franziska Danner, Anna Schön

Zweite Reihe v.l.:

Verena Dötter (Betreuung), Julia Graml, Angelina Wiesmann, Lena Sperlich, Stefanie Domani, Verena Steinleitner,

Heidi Graml, Carina Neubauer, Birgit Hisch (Betreuung)

Dritte Reihe v.l.:

Uli Langguth (Betreuung), Heike Stögbauer (Trainerin Showtanz), Martin Bründl (Betreuung), Luisa Lindinger

(Betreuung), Lena Gruber (Betreuung)

Auf dem Bild fehlen: Angela Deiner, Sarah Faschingbauer, Lena Garmonov, Celina Heß, Carolina Niedermeier,

Luzia Petelski, Amy Walch

14


Teenygarde 2022

30 Jahre Teenygarde

Gruppe sollte nahtlosen Übergang zwischen

Kinder- und Prinzengarde schaffen

Von Hans Nöbauer

Ruhstorf. Wegen der Corona-Pandemie zwar erneut aufgeschoben,

aber deswegen keineswegs aufgehoben ist das

Jubiläum der Teenygarde der Gaudianer Ruhstorf. „Der

nächste Fasching kommt ganz bestimmt“, verleihen insgesamt

78 Tänzerinnen aller vier Gaudianer-Garden ihrer festen

Hoffnung Ausdruck, 2023 wieder auf der Bühne stehen

zu können. Speziell die Teeny-Showgirls fiebern ihrem 30.

Geburtstag entgegen, den sie eigentlich schon in der Saison

2022 hätten feiern wollen.

Vor exakt drei Jahrzehnten waren sie noch eher ein Faschings-Experiment

– heutzutage sind sie aus Ruhstorfs

fünfter Jahreszeit praktisch nicht mehr wegzudenken: Schon

seit 1992 zählen nämlich die temperamentvollen Teeny-

Showgirls zu den publikumswirksamen Gaudianer-Glanzlichtern.

„Wenn die tanzfreudigen Mädchen etwa mit zehn

bis zwölf Jahren für die Kindergarde zu groß geworden sind,

waren sie noch immer viel zu klein und vor allem zu jung für

die Prinzengarde“, umriss Präsident Michael Hisch junior

„unbefriedigende Altersstrukturen“ des früheren Garderegiments.

Denn: „Viele Tänzerinnen wollten einfach nicht jahrelang

auf ihre nächsten Auftritte warten, sondern unmittelbar

in eine nächsthöhere Gruppe überwechseln.“ Spontan

sei daher seinerzeit die Ruhstorfer Faschingsgesellschaft

dem „richtungsweisenden Impuls“ ihres damaligen Vizepräsidenten

Hans Nöbauer gefolgt, heranwachsende Mädchen

noch im Jugendalter mit altersgemäßen Pop-Rhythmen als

Teeny-Showgirls ins Bühnenprogramm zu integrieren, skizzierte

Michael Hisch den „Auftakt einer regelrechten Erfolgs-Karriere“.

So sah das vor 30 Jahren aus: Unter der Regie von

Choreografin Uli Langguth (l.), Betreuerin Ingrid

Bormann (r.) sowie Gardemeister Robert Schweikl legten

die feschen Mädchen 1992 erstmals eine kesse Sohle aufs

glatte Parkett.

Die Teenygarde, hier ein Bild aus dem Jahr 2016, zählt

längst zu den Glanzlichtern des Gaudianer-Programms.

Als „echten Glücksgriff“ bewertete der Gaudianer-Chef

gleichermaßen die damalige Choreografie-Premiere von Ex-

Gardistin Uli Langguth, die zusammen mit Betreuerin Ingrid

Bormann und Gardemeister Robert Schweikl ein temperamentvolles

Nachwuchs-Ballett geformt habe. Sei dabei

1992 zunächst nur ein Show-Tanz geprobt worden, so zähle

mittlerweile natürlich längst auch ein schneidiger Gardemarsch

zum Auftritts-Repertoire der Teenygarde, die

Präsident Hisch zu den stets „beifallumrauschten Aushängeschildern

des Ruhstorfer Faschings“ zählte.

- Quelle: PNP/Fotos: Nöbauer

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Hitkids 2022

Erste Reihe v.l.:

Lena Zaglauer, Lara Köckerandl, Emily Grübl,

Sophia Sommer, Michelle Heß, Julia Mäusbauer

Betreuer und Trainer

Zweite Reihe v.l.:

Celina Faschingbauer, Imogen Danner, Anna Kaiser, Hannah

Zaglauer, Pia Sperlich, Emely Scheuschner, Andrea Kaska

Dritte Reihe v.l.:

Leonie Reislhuber, Lena Senn, Felicitas Bauernfeind, Teresa

Silbereisen, Katharina Danner

Auf dem Bild fehlen: Laura Baumgartner, Hannah Deiner

von links:

Cellina Langguth, Tanja Danner, Lisa Loose,

Stefanie Maier, Marleen Uttenthaler

Fotos: Ammermüller

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Ein Vierteljahrhundert

Hitkids

Temperamentvolle Tanzgruppe schließt

Alterskluft zwischen

Kinder- und Teenygarde

Hitkids 2022

Von Hans Nöbauer

Ruhstorf. Eine wahre Schau, diese temperamentvollen

Show-Girls: Schon seit einem Vierteljahrhundert

legen die Gaudianer Hitkids beim Ruhstorfer Fasching

eine heiße Sohle auf die Bühnenbretter, die

ihnen während der fünften Jahreszeit die Welt bedeuten.

Auch sie hätten in der Saison 2022 ein Jubiläum

zu feiern gehabt. Wegen der coronabedingten Absage

des Faschings ist aber erst 2023 ein Geburtstagsfest

mit neuen fetzigen Tänzen live auf der Bühne möglich.

Bereits zu groß für die Allerkleinsten, aber noch

zu jung für die nächste Gardestufe: Während schon

1992 die neu gegründete Teenygarde eine Generationenlücke

zwischen Kinder- und Prinzengarde schließen

sollte, zeigte sich bereits fünf Jahre später, 1997,

dass erneut eine Anpassung nötig ist, da viele Mädchen,

die aus der Kindergarde ausschieden, unmittelbar

weitertanzen wollten und für die Teenygarde aber

noch ein paar Jahre zu jung waren. So stieß erneut

Hans Nöbauer, der schon die Teenygarde aus der Taufe

gehoben hatte, die Gründung einer weiteren Formation

an. Das war die Geburtsstunde der Hitkids.

Die temperamentvollen Schlager-Kätzchen im Jahr

2010 mit männlicher Verstärkung durch Simon Rieger.

So sah das 2018 aus: Im bunten Outfit legten die Hitkids

eine heiße Sohle auf das Parkett und begeisterten die Gäste.

Unter fachkundiger Regie von Stefanie Maier sowie

den beiden weiteren Betreuerinnen Tanja Danner

und Lisa Loose sammeln die tanzbegeisterten „Schlager-Kätzchen“

– so die „freie“ wörtliche Übersetzung

von Hitkids – zwischen zehn und 13 Jahren schon seit

einem Vierteljahrhundert grundlegende Bühnen-,

Auftritts- und Showerfahrung zu gängigen Pop- und

Rockrhythmen. Auf zackige Gardemärsche wird in

dieser Gruppe auch von den Showtanz-Trainerinnen

Cellina Langguth und Marleen Uttenthaler noch ganz

bewusst verzichtet.

„Gleich mehrere Tänzerinnen bilden beim nächsten

Fasching das beste Beispiel für eine lückenlose

Bühnen-Karriere schon ab dem Kindesalter“, nannte

Ehrenrat Hans Nöbauer gegenüber der heutigen

Vereins-Führungsspitze ein „charakteristisches Beispiel

für eine einzigartige Erfolgsgeschichte“. Die stark

besetzten Nachwuchs-Formationen bildeten damit

einen regelrechten Talentschuppen für die Prinzengarde

als „tänzerischem Aushängeschild der Ruhstorfer

Faschingsgesellschaft.“

- Quelle: PNP/Fotos: Nöbauer

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Kindergarde 2022 und Elferrat

Erste Reihe v.l.:

Foto: Ammermüller

Madlen Priester, Alexandra Danner, Isabel Bickert, Amelie Hösl, Miriam Gründl, Rosalia Wiland, Fanni

Seil

Zweite Reihe v.l.:

Johanna Steindl, Johanna Wiland, Teresa Ammer, Gardemajorin Juliane Bauer, Prinzessin Matilda Lüftl,

Prinz Hannes Bauhuber, Amelie Bachl, Anna Silbereisen, Marta Stipic

Dritte Reihe v.l.:

Josef Silbereisen, Philipp Kaiser, Johannes Reislhuber, Sebastian Genau, Miriam Steindl, Fabian Grübl,

Jonathan Bauernfeind, Maxi Eisenmann - auf dem Bild fehlen: Sophie Huber und Helena Windpassinger

Betreuer und Trainer

Erste Reihe v.l.: Selina Freis, Annika Lindinger,

Karlotta Kriegl, Hanna Mörtlbauer

Zweite Reihe v.l.: Konstantin Kriegl, Marlene

Lindinger, Finian Seil

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von links:

Julia Bachl, Verena Silbereisen, Leo Reislhuber, Steffi

Ammer, Ramona Kaiser

Fotos: Seil


Kindergarde 2022

Die Mutter der Kindergarde

Apothekerin Sommer initiierte

Nachwuchsballett – Tochter Barbara und

Enkelin Hannah später Garde-Majorinnenen

Von Hans Nöbauer

Ruhstorf. Im Jahr 1966 sind gut ein halbes Dutzend

„Ruastorfer Mannaleit“ keineswegs vom Corona-, sondern

vielmehr vom grassierenden „Faschings-Virus“ infiziert worden.

Eines der Symptome: Unbändige Freude für die tollen

Tage, die nach den regionalen Karnevals-Hochburgen Rotthalmünster,

Hartkirchen und Pocking endlich auch im führenden

Rottaler „Industrie-Dorf“ Fuß fassen sollten. Die „Männer

der ersten Maschkera-Stunden“, Otto Engel, Alfred Pospiech,

Sepp Winklhofer, Otto Wagner, Ernst Böhm, Manfred Köhler,

Dieter Mohr und Karl Pinzinger hoben am 11.11.1966 den

Ruhstorfer Fasching aus der Taufe. Zunächst unter dem Namen

„Faschingsgesellschaft Ruhstorf“ bekannt, fehlte dem völlig

neu formiertem Präsidiums- und Elferratsgremium jedoch

eine temperamentvolle Prinzengarde, weshalb für den ersten

Ruhstorfer Faschingszug noch die schneidige Hartkirchner

Garde verpflichtet wurde.

Als „Faschings-Frau der ersten Stunde“ war die Sportvereins-Vertreterin

und frisch gebackene Ruhstorfer „Marien-Apothekerin“,

Rosemarie Utz (später Sommer), zwar schon 1966

bei der Gründung des Ruhstorfer Faschings-Komitees beteiligt.

Ämter oder Elferratsposten waren damals − wie beim Vorbild

der „rheinischen Jecken“ − allerdings nur den Männern

vorbehalten. Dennoch nutzte Rosemarie Utz ihr Netzwerk

zur Aufstellung einer eigenen Prinzengarde, die mehrere Jahre

lang von Majorin Eva Mohr befehligt und trainiert wurden.

Neben ihrem bekannten Organisationstalent kamen der approbierten

Pharmazeutin dabei die schon vorher in ihrer Heimatstadt

Simbach gesammelten Betreuungs-Erfahrungen der dortigen

„Inntal-Garde“ zugute, die bereits vor 1966 im weitum

bekannten Greiner-Saal mit stürmisch gefeierten Auftritten für

Furore während der fünften Jahreszeit sorgte. Ins Rampenlicht

der Ruhstorfer Öffentlichkeit trat Rosemarie Sommer schließlich

1979 mit der Aufstellung und Betreuung einer der weitum

ersten Kindergarden samt eigenem Prinzenpaar Marc und

Ruth Maier. Auch den Kindergardemarsch verantwortete Sommer

als Trainerin. Als Majorin befehligte ihre Tochter, Barbara

Sommer, den Gaudianer-Nachwuchs, der beim Premieren-Auftritt

im hiesigen „Altennachmittag“ (später Seniorenball, heute

Ball für Jedermann) wahre Begeisterungsstürme erntete. Später

führte Barbara Sommer (mittlerweile gleichfalls Apothekerin)

von 1987 bis 1989 sogar noch als Majorin das Regiment der

Prinzengarde. In die tänzerischen Fußstapfen ihrer Mutter Barbara

tritt neuerdings deren Tochter Hannah, die zur aktuellen

Majorin der Teenygarde gekürt wurde. Bis zu sehnlichst erhofften

Bühnenauftritten in der Niederbayernhalle müssen Hannah

und alle anderen Gardemädchen allerdings noch ein Jahr warten,

bis dann hoffentlich 2023 die Faschingssaison unter dem

Motto „Bavaria Tropical“ gefeiert werden kann.

- Quelle: PNP/Fotos: Nöbauer

Hinter den Gaudianer-Kulissen nutzte Apothekerin

Rosemarie Sommer 1979 ihr Netzwerk zur Gründung der

ersten Ruhstorfer Kindergarde, die Töchterlein Barbara als

Majorin befehligte.

1980: Beifallsstürme für temperamentvolle

Tanzdarbietungen erntete das Nachwuchs-Ballett der

Ruhstorfer Gaudianer von der betagteren Generation

beim stets ausverkauften „Altennachmittag“ in der

Niederbayernhalle.

19


Ehrungen

Zusammenhalt − das Erfolgsrezept der Gaudianer

Präsidium würdigt beispielhaftes Engagement langjährig

aktiver Vereinsmitglieder

Von Hans Nöbauer

Ruhstorf. Die aktuelle Faschingssaison

haben die Gaudianer absagen

müssen. Die Planungen für die sehnlichst

erhofften übernächsten „tollen

Tage“ gehen trotzdem weiter. Darum

hat die Faschingsgesellschaft beim

Faschingsauftakt am 11.11.2021, der

unter den damals geltenden Corona-

Regeln intern gefeiert werden konnte,

in einer kleinen Feierstunde das langjährige

Bühnen-Engagement aktiver

Elferrats- und Garde-Mitglieder mit

Ehrennadeln und -urkunden ausgezeichnet.

Mit ansprechend gestalteten „Verdienst-

und Ehrenurkunden“ würdigte

Präsident Michael Hisch dabei den

beispielhaften Einsatzgeist der langjährigen

Gardetänzerin Steffi Hausner

(Ex-Majorin 2004) bei temperamentvollen

Showtänzen. Inzwischen

zeichnet sie für die Gardemärsche der

Prinzengarde verantwortlich. Vergoldet

wurde gleichermaßen die steile

Gaudianer-Karriere von Elferratsvorsitzendem

Franz Ranzinger (Hader),

der 2007 der 40. Faschingsprinz war

und seither das Vereinswesen in führender

Funktion kreativ bereichert

habe. Mit Gaudianer-Gold bedacht

wurden auch die beiden Ex-Prinzessinnen

Anna Hasenberger (2019/

Gardemajorin von 2011 bis 2014)

aus Haarbach und Steffi Lindinger

(2013) sowie nicht zuletzt Roswitha

Kubitschek als „langjährige Stütze

hinter den Gaudianer-Kulissen“.

„Versilbert“ wurde die hervorragende

Leistungsbilanz der Kinder-, Hitkids-

Teeny- und Prinzengarde-Tänzerin

Antonia Himmelsdorfer sowie

ganz speziell auch der langjährige Einsatz

von Theresa Huber − gleichzeitig

die frisch gebackene Majorin der

Prinzengarde. Ebenfalls mit der silbernen

Ehrennadel gewürdigt wurden

zwei weitere Prinzengarde-Tänzerinnen,

die bereits von Kindesbeinen an

in den verschiedenen Garden des Vereins

tanzten. „Antonia Langguth und

Johanna Loose zählen schon rund ein

Jahrzehnt lang zu den Stützen aller

Gaudianer-Ballettgruppen teilweise

sogar von der Kinder- bis zur Prinzengarde“,

honorierte Präsident Hisch ihr

Engagement.

„Basierend auf einem starken Fundament

von über 500 Mitgliedern kann

die Ruhstorfer Faschingsgesellschaft

ein riesiges Arbeitspensum auf viele

Schultern tatkräftiger Leute verteilen“,

erklärte Präsident Hisch

das Erfolgsgeheimnis. In den urigen

Würmseher-Stadel waren zum

Faschingsauftakt auch Ehrenmitglied

Hans Würmseher (bewährter Gastgeber,

Gründungs-Elferratsvorsitzender

und Gaudianer-Namensschöpfer),

Ehren-Präsident Jürgen Marks samt

Ehrenräten Hans Nöbauer und Fredy

Probsteder (Chef der Rentnerband)

sowie Ehrenelferratsvorsitzender Michael

Hisch senior gekommen. Zu

den langjährigen Gaudianer-Freunden

zählte Michael Hisch gleichermaßen

Dekan Monsignore Josef Tiefenböck,

die stellvertretenden Ruhstorfer

Langjährig aktive Gaudianer wurden mit Gold- und Silbernadeln ausgezeichnet: (vorne v.l. mit Urkunden)

Antonia Himmelsdorfer, Theresa Huber, Roswitha Kubitschek, Steffi Hausner, Elferratsvorsitzender Franz Ranzinger.

Dahinter (v.l.) 2. Bürgermeister Gerhard Kubitschek, Präsident Michael Hisch und der Neuhauser Bürgermeister Stephan

Dorn; (v.r.) Monsignore Dekan Josef Tiefenböck, 3. Bürgermeister Josef Hopper und Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer

mit dem neuen Ruhstorfer Prinzenpaar Martin II. (Wagner) und Patricia I. (Federl).

20


Ehrungen

Bürgermeister Gerhard Kubitschek (zugleich

langjähriger Faschingszug-Manager)

und Josef Hopper, die Markträte

Roswitha Nöbauer und Armin

Lüftl, geschäftsleitenden Marktbeamten

Manfred Weber, stellvertretende

Landrätin Cornelia Wasner-Sommer

und den Neuhauser Bürgermeister Stephan

Dorn. Eine tatkräftige Unterstützung

des Vereins bescheinigte der Präsident

neben Metzgermeister Josef Maier

(Weißwurst-Lieferant/Prinz 2011) und

dem Rottaler Bäcker-Kreisinnungsmeister

Günter Wagner (Hütting/Brezen-Sponsor)

auch dem weiteren Faschings-Mäzen,

Innenarchitekt Georg

Leeb. Kräftigen Applaus erntete auch

Faschings-Präsident Erwin Stadler

(Tettenweis), Sportvereins-Vorsitzender

Ludwig Grasmann sowie Frank Loose

mit dessen Amtsvorgänger Fritz Schöberl

(Tanzsportgemeinschaft Schwarz-

Gold Ruhstorf) samt weiterer Stellvertreterin

Angelika Lüftl.

Hoffnungen hegen die Gaudianer −

gerade angesichts der abgesagten Saison

2021/22 − auf den Fasching 22/23

und dann auf die Austragung des bereits

nach Ruhstorf vergebenen niederbayerischen

Gardetreffens. „In Absprache

mit dem Landesverband Ostbayern

(LVO) im Bund Deutscher Karneval

(BDK) als offizieller Ausrichter wurde

die für 13. Februar 2022 geplante

Großveranstaltung definitiv abgesagt“,

informierte Präsident Michael Hisch

die Führungs- und Vereinsmitglieder.

„Auf der nächsten LVO-Haupttagung

Ende April 2022 wirft die Ruhstorfer

Faschingsgesellschaft jedoch erneut

ihren (Bewerbungs-)Hut in den Ring

und sieht gute Zuschlags-Chancen für

ein Gardetreffen am Sonntag, 12. Februar

2023“, konkretisierte der Ober-

Gaudianer die Ruhstorfer Termin-Vorstellungen.

Mit dem bereits festgelegten Saison-

Motto „Bavaria Tropical“ erwarte die

Prinzengarden eines großen Einzugsbereichs

zwischen oberer Donau und

unterem Inn in der mit Abstand größten

Veranstaltungshalle sämtlicher teilnehmenden

Faschingsgesellschaften

einmal mehr ein „prächtig dekoriertes

Auftritts-Szenario, in dem die einstudierten

Garde- sowie vor allem auch

Showtänze vor großem Publikum entsprechend

wirkungsvoll zur Geltung

kommen“ würden, betrachtete Michael

Hisch „Ostbayerns größte Prinzengarde-Revue

als absolutes BDK-Highlight

ganz Niederbayerns in der gleichnamigen

Halle“.

- Quelle: PNP/Fotos: Nöbauer

Mit Gaudianer-Ehrennadeln in Silber honorierte die Faschingsgesellschaft

das tänzerische Engagement von Antonia Langguth (3.v.l.) und Johanna Loose

(r. daneben) in den Ruhstorfer Gaudianer-Garden. Von rechts Präsident Michael

Hisch mit Prinz Martin II. (Wagner), von links Elferratsvorsitzender Franz

Ranzinger, Prinzessin Patricia I. (Federl) und Nachwuchsregentin Matilda

(Lüftl/Sulzbach).

21


Geschichten

Wussten Sie schon, dass…

… der Kommandant der

Ruhstorfer Feuerwehr, Gerhard

„Hadde“ Kubitschek,

kein guter Scheitl-Knier ist? Sowohl

bei dem Abend des Festmutter-

und Festdamen-Bittens

anlässlich der Feier zum

150-jährigen Gründungsjubiläum

der Ruhstorfer Wehr im

Jahr 2022, als auch beim Abend

des Patenbittens beim Patenverein

der Feuerwehr Hütting,

versuchte Hadde das obligatorische

Scheitl-Knien zu umgehen.

Während er bei der ersten

Veranstaltung im August 2021

lediglich schummelte, indem er den zu einem Dreieck geschliffenen

Scheit umdrehte, um mehr Auflagefläche für seine

Knie zu haben, griff er beim

Abend des Patenbittens

im November 2021 gar zu

drastischen Methoden. So

holte er plötzlich eine Mini-Motorsäge

hervor, und

versuchte halbrunde Ausbuchtungen

in das Holz zu

schneiden, um erneut etwas

bequemer knien zu können.

Selbstredend, dass diese Sabotage-Versuche

jeweils sofort

unterbunden worden

sind und er als Strafe dafür

noch länger knien musste.

22

… man neuerdings in Mitterdorf (Gemeinde Ruhstorf)

Skifahren kann? Wir schreiben den 1. Januar 2021: Zwei

Skifahrer irren durch Mitterdorf. Bei den Nachbarn von

Gaudianer Gardemeisterin

Katja Steinhuber klingeln

sie schließlich. „Wo ist denn

hier die Skipiste?“ wollen sie

wissen. Die Antwort: Gut

70 Kilometer entfernt. Die

beiden Wintersportler haben

offensichtlich ihr Navigationssystem

nicht sorgfältig

genug programmiert

und sind statt im Skizentrum

Mitterdorf in Philippsreut

(Lkr. Freyung-

Grafenau) in Mitterdorf

(Gemeinde Ruhstorf, Lkr.

Passau) gelandet. Ob die

Betroffenen ihren Irrtum

sportlich genommen haben,

ist der Redaktion des

Gaudianerspiegels leider

nicht bekannt.


Geschichten

… Not erfinderisch

macht? Prinzengarde-

Tänzerin Julia Christ

zumindest ist im Winter

einmal sehr erfinderisch

geworden. Die

Wahrscheinlichkeit, dass

es im Winter kalt ist und

schneit, ist ja bekanntlich

sehr hoch. Doch

seit Wochen schon hatte

Julia vergessen, das

Scheibenwischwasser an

ihrem Auto aufzufüllen.

Eines Tages hatten es die

Streufahrzeuge nach 10 Minuten Schneefall mit dem Streusalz

mal wieder so richtig übertrieben und Julia, die gerade

unterwegs war, konnte durch die Salz-verschmierte Frontscheibe

so gut wie nichts mehr sehen. Eine schnelle Lösung

musste her. Wie praktisch, dass auf dem Beifahrersitz noch

eine Flasche Volvic-Wasser lag. Gefiltert durch Vulkanstein

ist Volvic das beste Mittel gegen hartnäckigen Schmutz und

Streusalz auf Autoscheiben. Ein Antrag, eine Flasche Volvic

als Grundausstattung für jedes Kfz aufzunehmen, ist beim

Bundesverkehrsministerium bereits eingereicht worden.

… Sie die vorangegangene Geschichte eigentlich schon

im vorigen Gaudianerspiegel hätten lesen sollen? Die Autorin

des Textes hatte die Geschichte fristgerecht eingereicht.

Doch der Gaudianerspiegel-Redakteurin Carolin

Federl ist leider ein kleiner Fauxpas passiert. An dem Tag,

an dem die Faschingszeitung in Druck ging, kam der große

Schreck: Beim Löschen sämtlicher verwendeter Texte

und Fotos bemerkte Carolin, dass das Foto von Julia

Christ und ihrer Wasserflasche samt zugehörigem Artikel

nicht im Gaudianerspiegel verbaut war. Die Fehlersuche begann.

Denn Carolin schwörte Stein und Bein, dass sie die

Geschichte bearbeitet hatte. Sogar an den genauen Wortlaut

einiger Formulierungen erinnerte sie sich noch genau. Hatte

also vielleicht ein technisches Problem beim Speichern der

Datei vorgelegen? Oder war vielleicht doch Carolins „Corona-Quarantäne-Delirium“

schuld an der Panne? Denn der

Großteil der Faschingszeitung des Vorjahres ist in den zwei

Wochen entstanden, in denen Carolin nach einem positiven

PCR-Test das Haus nicht verlassen durfte. Und nachdem

das böse C-Virus nun inzwischen schon der zweiten Faschingssaison

in Folge einen Riegel vorgeschoben hat, wäre

es ihm auch zuzutrauen, dass es Gaudianerspiegel-Geschichten

einfach „verschwinden“ lässt.

… Lisa und Florian Berger in ihrem neu angelegten

Garten in ihrem Häuschen mitten in Ruhstorf eine Tomatenplantage

betreiben? Die Pflanzen gedeihen dort prächtig

und werden zu allerlei schmackhaften Delikatessen verarbeitet.

Wieso zweieinhalb Tomaten-Esser im Berger-Haushalt

allerdings weit mehr als 100 Pflanzen des roten Gemüses ihr

Eigen nennen, bleibt ein Rätsel.

23


Geschichten

Ein sehr exklusives

Tröpfchen

24

Es ist schon ein paar Jahre her,

aber diese Geschichte schreit förmlich

nach einer verspäteten Veröffentlichung.

Wolfram „Wiwi“

Hatz war mit Georg „Girgl“

Leeb in der Wachau unterwegs bei

einem Heurigen. Der Girgl und

seine Sigi sind schon etwas früher

angekommen, und haben es

sich schon mal gemütlich gemacht.

Kurz darauf kam auch schon der

Wiwi an, trat an den Tisch der beiden

und fragte den Girgl, wie das

denn hier so funktioniere. Der

Girgl: „Geh, du tust ja direkt so, als

ob du noch nie aus Ruhstorf rausgekommen

wärst. Du gehst rein an

die Theke und dann bestellst dir

was du magst, zahlst an der Kasse

und dann kommst wieder raus.“

Gesagt, getan. Als der Wiwi wieder

am Tisch saß, fragte er die anderen,

was denn die so für den

Wein gezahlt haben. Es komme

ihm schon sehr teuer vor, er hatte

nämlich für das Viertel Weißwein

28 Euro bezahlt. Daraufhin antwortete

Girgl: „Na, da täuschst du

dich ganz sicher, das gibt es nicht,

der kostet maximal zwei bis drei

Euro pro Viertel“ und alle mussten

recht lachen. Doch der Wiwi

war sich ganz sicher, dass er für das

Viertel 28 Euro bezahlt habe. „Den

muss i aber langsam trinken bei

dem Preis“ meinte er scherzhaft.

Eine halbe Stunde später kam eine

der Bedienungen in den Garten

heraus und fragt ganz vorsichtig

in die Runde, wer sich in der letzten

halben Stunde einen Wein geholt

habe. Der Wiwi und noch ein,

zwei andere Gäste hoben ganz vorsichtig

ihre Hand und gaben sich

zu erkennen. Die nette Dame kam

an den Tisch und entschuldigte

sich gleich ganz herzlich. Es war

nämlich der demente Großvater an

der Kasse zum Abkassieren. Dabei

verwechselte der Arme immer

noch den Euro mit den Schillingen.

Somit war klar, warum Wiwis

Wein so teuer war. Für alle

jüngeren Leser – Schillinge waren

die alte Währung in Österreich bis

zum 28. Februar 2002. Der Wechselkurs

war damals knapp 14 Schillinge

für einen Euro.


Geschichten

Der wievielte Geburtstag?

Im Juli 2021 hatte Martin „Himme“

Himmelsdorfer eine illustre Gäste-

Schar – darunter unter anderem die

Gruppe männlicher Jung-Gaudianer,

die weithin als „die Mostbuam“ bekannt

sind, samt Begleitung – zu sich

eingeladen, um seinen Geburtstag zu

feiern. Patricia Federl hatte sich um

das Geschenk gekümmert, von allen

Mit-Schenkenden das Geld eingesammelt

und eine Karte geschrieben. Lediglich

die Zahl, zum wievielten Geburtstag

die Freunde gratulieren, hatte sie auf

der Karte zunächst ausgelassen, weil sie

nicht ganz sicher war. Vor Ort fragte

sie dann Michi „Hase“ Lindinger, den

wievielten Geburtstag Martin denn nun

feiere. Der antwortete ihr gleich, wenn

auch selbst nicht ganz überzeugt: „Ja, 30

wird er, oder ned?“ Woraufhin Pati entgegnete:

„Hase, verarscht du mich grad?

Der Himme ist definitiv jünger als ich.

Das kann unmöglich sein 30. Geburtstag

sein.“ Hase, immer noch nicht sicher,

meinte: „Wirklich? Also ich dachte

der wird ganz sicher 30.“ Am Ende stellte

sich heraus, dass man den Himme zu

seinem 21. Wiegenfest beglückwünschen

durfte – und er damit definitiv noch wesentlich

näher am 20. als am 30. Geburtstag

dran ist.

Die neue Lesebrille

Eine jahrzehntelange glückliche Ehe

führen Günter „Günti“ Höpler, echter

„Tool-Time-Handwerker“ par excellence

(ausgestattet mit allerlei brauchbarem

Werkzeug, Geräten, Zubehör und Ausstattungsgegenständen,

die man sonst

nirgendwo mehr bekommt) und seine

liebste Gattin Helga Höpler. Widerworte

werden in ihrer Ehe nie verwendet,

Einstimmigkeit gilt als Grundprinzip

und Selbstverständlichkeit. Insider

wissen, wovon wir sprechen… An Güntis

Geburtstag voriges Jahr bemerkte er

zufälligerweise, dass seine Gattin eine

neue Lesebrille aufhat, die Helga, weil

sie sich noch nicht daran gewöhnt hatte,

mehrfach abnahm und wieder aufsetzte.

So beobachtete Günter die Situation

eine Zeit lang, bis er schließlich – nachdem

Helga die neue Lesebrille erneut abgenommen

und dann wieder aufgesetzt

hatte – ganz unaufgeregt kommentierte:

„Jetzt kennst dich scho ned aus, und seng

duasd a nix mehr“.

25


Wir gratulieren…

Zwei Sechziger unter sich

Fiktives Gespräch zwischen

den „Dorf-Oberhäuptern“

Von Carolin Federl

Ruhstorf. Es begab sich im Jahr 2021, dass die zwei

Ruhstorfer „Oberhäupter“, Bürgermeister Andreas Jakob

und Pfarrer Monsignore Josef Tiefenböck, jeweils ein rundes

Wiegenfest zu feiern hatten. Beide gehören jetzt dem „Club

der 60er“ an. Andreas Jakob

seit dem 25. Februar

2021, Josef Tiefenböck

seit dem 2. Juli 2021.

Anlass genug für den

Gaudianerspiegel, einmal

Mäuschen zu spielen,

und den beiden Herren

bei einem – freilich

frei erfundenen – Gespräch

zu lauschen. Karikatur: Isabell Uttentahler

Jakob: Servus Diafi! Jetzt bisd du a endlich sechzge, wia i.

Wie fühlst di denn so?

Tiefenböck: Ja mei, es gehd

scho. Iatz im Winta, wo´s so koid

is und in da Pfarrkirche imma

nu de Heizung kaputt is, friert

mi halt in da Kirch ollaweil glei

a so. Früher, als i nu den 5er vorn

ghobt hob, hob i des bei Weitem

ned aso gspürt. Aber des is zum

Glück mei oanzigs körperliches

Zipperlein. Dafür bin i psychisch

auch a bissl angeschlagen. I hab

jeds Moi Bammel, wenn i eingefleischte

FC-Bayern-Fans triff,

weil da derf i des nie zu laut sogn,

dass i jetzt a Sechzga bin. Sonst

gher i da Katz.

Jakob: Stimmt, da solltest du aufpassn! Aber wenigstens

hosd du im Sommer dein Jubeltag scho wieder einigermaßen

feiern kinna. Bei mir, im Februar, war ja nu Corona-Lockdown.

Außer mit meiner Familie und den Papp-Kameraden,

26


Wir gratulieren…

die mir meine Nachbarn von da „Mühlgäng“ vor d´Tür gstellt

ham, hob i ja ned wirklich feiern kinna. Ahja, und unsa Jungspund

von da CSU, da Heizöl-Bua, also da Kollmeier Simon,

der is als Vertreter vo da CSU kemma, damit da Nöbauer

Hans auf sei Loada hod steign kinna, zum Presse-Foto mocha.

Tiefenböck: Do is was Wahres dran. Früher hob

i eh ned so vui Sekt drunga. Des ham ma alles nur de

Gaudianer antrainiert, de oidn Bazis. Aber jetzt woas i zumindest,

warum dene erna Nam von „Gaudete – Freuet

euch“ kimmt. Weil mit oam oder zwoa Flascherl Sekt intus,

da wird ma einfach lustig und gfreit se. In diesem Sinne:

Prost!

Lieber Andreas Jakob, lieber Josef Tiefenböck: Nach diesem

kleinen spaßigen Dialog wollen wir Gaudianer euch

nun noch einmal ernsthaft zu euren runden Geburtstagen

gratulieren. Wir bedanken uns für die Treue zur und die

Unterstützung der Gaudianer-Familie und wünschen weiterhin

viel Lebensfreude und vor allem Gesundheit!

Tiefenböck: Und vors Rathaus hams da a eigenes Parkdaferl

higstellt zu deim Ehrentag, hob i ghert. Und a, dass jemand

a neie Corona-Mutation nach dir benannt hod. „Chef

Ortsvorsteher Verwaltungsleiter ILE-Vorsitzender Dienstherr

60“ soll auf am Plakat gstandn sei, hob i ma sogn lossn.

Aber über de Mutation, da brauchst da koane Gedanken machen.

Du bist ja eh sicher scho immun, du host ja den Virus

scho seiba ghobd. Deshalb muast da koane graua Haar wachsen

lassen vor lauter Angst. Wobei, des derfat bei deiner Glatze

eh schwierig wern.

Jakob: Ja, des is richtig. So wars. Und was de graua Haar

ageht: Guada Witz. Oba immerhin hatte i koane Probleme, als

die Frisöre ned aufsperrn ham derfa. Bei dir is ja am Geburtstag

scho recht lustig zuaganga, oder? Du konntest zwar ned

eine große Feier

veranstalten,

aber dafür

hosd so oft

in den unterschiedlichsten

kleinen Kreisen

feiern miasn.

A jeda woid di

hochleben lassn.

Ned zuletzt de

Gaudianer.

Tiefenböck: Da hast du Recht. I hob scho gscheid oft an

Sekt dringa miasn. Olle wollten mit mir anstoßen, weils immer

und überall hoaßt „Da Pfarrer is oana von uns“. Teilweise

kann des fei echt anstrengend sei.

Jakob: Allerdings, davon

hob i a gherd, wie anstrengend

des fia di war. Oa moi, da

sollst du ja sogar scho halb vo

da Bank obe gfoin sei, so schiaf

wie du da ghängt bist vor lauter

Sekt-Schlürfen. Da derfst

fei aufpassen, dassd da ned nu

was brichst. Wir zwoa san jetzt

schließlich in am kritischen Alter!

27


Jubiläum

Der Mann der Jubiläen feiert gleich drei Jubiläen

Ruhstorf. Es gibt wohl keinen

Mann, der so genau über sämtliche

Jubiläen in und um Ruhstorf Bescheid

weiß, wie er: Hans Nöbauer,

besser bekannt unter seinem Autoren-

Kürzel bei der Passauer Neuen Presse

„nö“. Der Mann der Jubiläen hatte

gleich drei Jubiläen zu feiern.

(v.l.) Michael Hisch, Birgit Himmelsdorfer, Hans Nöbauer, Margot Bauhuber

(v.l.) Altandrat Franz Meyer, Hans Nöbauer, Monsignore Dekan Josef Tiefenböck,

Roswitha Nöbauer, Tettenweiser Bürgermeister Robert Stiglmayr

(v.l.) MdL Walter Taubeneder, Bürgermeister Andreas Jakob, Michael Hisch,

Hans Nöbauer, Markus Gerauer, Ernst Fuchs, Altandrat Franz Meyer

28

Der erste Anlass zum Feiern: der

75. Geburtstag von Hans am 11. Juni

2021. Der ehemalige Haupt- und

Mittelschullehrer, Vizepräsident der

Gaudianer, Ex-Prinz, Faschingszug-

Moderator, überfachliche Jugendleiter

der hiesigen Sportvereinigung,

geprüfte Fußballtrainer mit „B-Lizenz“,

als Linksaußen Mitglied der

Ruhstorfer Meistermannschaft beim

Bezirksligaaufstieg und langjährige

Reporter für die Heimatzeitung

ist auf beruflichem, sportlichem und

gesellschaftlichem Gebiet stets gut

beschäftigt. Mit entsprechend vielen

Gästen konnte er im Sommer –

nach Lockerungen der Corona-Beschränkungen

– in geselliger Runde

mit einer ganzen Reihe langjähriger

Wegbegleiter seinen 75. Geburtstag

feiern. Neben einer Gaudianer-Delegation,

die mit einem üppigen Geschenkkorb

gekommen waren und

mit einem Glaserl Wein auf den „Nö“

anstießen, gaben sich unter anderem

auch der Tettenweiser Bürgermeister

Robert Stiglmayr, Monsignore Dekan

Josef Tiefenböck und Altlandrat

Franz Meyer die Ehre, dem umtriebigen

Jubilar zu gratulieren.

Gut einen Monat später folgte Jubiläum

Nummer zwei. Hans Nöbauer

wurde vom Chefredakteur der Passauer

Neuen Presse, Ernst Fuchs, sowie

dem Leiter der Pockinger Lokalredaktion,

Markus Gerauer, im Juli

2021 für seine mittlerweile 50 Jahre

währende Tätigkeit als freier Mitarbeiter

geehrt. Auch wenn es das

Kürzel „nö“ vielleicht andeuten könnte

– ein Nein, das gibt es von Hans

Nöbauer nur sehr selten. Ganz egal,

worum es geht: Hans Nöbauer ist zur

Stelle. Er rückt aus mit Stift, Block

und Kamera – und nicht selten auch

mit seiner weitum bekannten Staffelei,

die er für den perfekten Blickwinkel,

fürs perfekte Bildmotiv braucht. Sei


Jubiläum

es ein ohrenbetäubendes Rockkonzert

in der Niederbayernhalle, sei es ein hart

umkämpftes Fußball-Derby, bei dem er

kurz vorher noch selber auf dem Platz

stand, seien es Besuche hochrangiger

Politiker oder sei es ein Bericht aus dem

Gemeinderat, von einer Jahreshauptversammlung,

von diversen Faschingsbällen

oder auch von der Ruhstorfer Ortsentwicklung

– Hans Nöbauer hält das

alles fest für die PNP und deren Leser.

Seit nunmehr einem halben Jahrhundert.

Er wurde damit so ganz nebenbei

auch zum Chronisten nicht nur der

Ruhstorfer Entwicklung, sondern der

Entwicklung einer ganzen Region. Wie

PNP-Chefredakteur Ernst Fuchs bei

einer kleinen Feier anlässlich des Jubiläums

betonte, ist der pensionierte Lehrer

zu „einer echten Institution“ geworden.

Bei der Zusammenkunft auf der Terrasse

des Mitarbeiter-Jubilars ließen langjährige

Weggefährten in gemütlicher

Runde so manche Begegnung Revue

passieren, die ein oder andere Anekdote

wurde erzählt und selbstverständlich

bekam Hans Nöbauer für seinen Einsatz

für die PNP auch eine kleine Auszeichnung.

Chefredakteur Ernst Fuchs überreichte

ihm eine Urkunde, verbunden

mit dem Dank für eine halbes Jahrhundert

freie Mitarbeit und der Hoffnung

auf noch viele weitere Jahre der hervorragenden

Zusammenarbeit.

Das dritte Nöbauer`sche Jubiläum

fällt – zumindest was Live-Auftritte angeht

– leider ebenfalls Corona zum Opfer.

Hätte die Faschingssaison wegen der

Pandemie nicht erneut abgesagt bzw.

verschoben werden müssen, so hätten

Hans und Roswitha Nöbauer 2022 ihr

50. Bühnenjubiläum bei den Gaudianern

feiern können. Gewürdigt wird dieser

Anlass des „goldenen Jubiläums“ natürlich

trotzdem! „Ja mia san mit’n Radl do“:

so lautete exakt vor 50 Jahren – passend

zum gleichnamigen Schlager – beim Regentschafts-Jahr

von Prinz Hans II. und

seiner geliebten Prinzessin Roswitha I.

das Motto der Gaudianer. Was von den

jüngeren Vereins-Semestern heutzutage

längst niemand mehr weiß: Mit dem

Radl karikierten die stets von originellen

Ideen nur so strotzenden Gaudianer

damals nämlich die vier behördlich verordneten

„autofreien (Januar-)Sonntage“,

die während der damaligen Ölkrise

zur bundesweiten Benzin- und Dieseleinsparung

dienen sollten. Weil 1972 in

der Heimatzeitung grundsätzlich nur

über Ruhstorfer Großveranstaltungen

wie den Hof- und seinerzeitigen Loher-

Ball berichtet, aber die restlichen Faschings-Events

totgeschwiegen wurden,

griff Prinz Hans II. als frisch gebackener

freier PNP-Mitarbeiter übrigens kurzerhand

selbst zur Feder, um die vielfältigen

Faschingsveranstaltungen medienwirksam

Revue passieren zu lassen. So

schrieb Hans zum Beispiel damals über

den Rosenmontagsball des Sportvereins:

„Zu einem Bombenerfolg gestaltete

sich am Rosenmontag der Sportlerball.

Rund 1500 teils sehr originell

maskierte Ballbesucher erfreuten sich

an einer gelungenen Mischung aus

Tanz, Schunkeln und Unterhaltungsprogramm.

Trotz der enormen Ausmaße

der Niederbayernhalle mussten über

200 Personen zurückgewiesen werden,

da kein freier Stuhl mehr zu Verfügung

stand.“

Solch volles Haus und solche Erfolge

der Bälle erhoffen sich die Gaudianer

freilich auch wieder für die Zukunft.

Unserem „Nö“ gratulieren wir zu seinem

Dreifach-Jubiläum auf jeden Fall

mit einem dreifachen „Ruhstorf – Gaudi,

Gaudi!“. Zudem wünschen wir noch

einmal alles Beste zum Geburtstag, weiterhin

viel Lebensfreude und vor allem

Gesundheit und bedanken uns für die

jahrzehntelange Treue zu der Gaudianer-Familie!

- Quelle: PNP/Fotos: Nöbauer

29


Rückblick in die virtuelle Saison

Von Carolin Federl und Hans Nöbauer

Ruhstorf. Was macht ein rühriger Faschingsverein,

wenn der Fasching coronabedingt nicht stattfinden

kann? Ganz einfach: Die Mitglieder werden kreativ und

feiern eben virtuell. Über den virtuellen Faschingsauftakt

2020/2021 haben wir bereits in der letztjährigen Ausgabe

des Gaudianerspiegels berichtet. Doch dabei allein

ist es nicht geblieben. Auch der traditionelle Hofball der

Gaudianer sowie der „Do gehma hi“-Ball, der weitum

einer der beliebtesten Maskenbälle ist, sind virtuell gefeiert

worden. Ein Blick in die virtuelle Saison:

Virtueller Hofball

Ein originelles Unterhaltungs- und Revueprogramm

war beim virtuellen Hofball geboten. „Wir hatten stattliche

400 Follower an den PC-Monitoren. Die Zugkraft

ideenreich gestalteter Gaudianer-Events hält auch während

schwieriger Zeiten unvermindert an“, freute sich

Gaudianerpräsident Michael Hisch über den Erfolg des

virtuellen Hofballs.

Gaudianer-Quiz

Seit rund einem Vierteljahrhundert Urheber der stets

bewunderten Bühnenbilder bekundete auch Diplom-

Designer Michael Worm aus seiner fernen Wahlheimat

La Palma bei der Veranstaltung im Januar 2021 per Videobotschaft

seine freundschaftliche Verbundenheit und

gab schon einen Hinweis, dass sich die Mitglieder für die

nächste live stattfindende Faschingssaison auf ein „tolles

Faschingsmotto samt kreativer Bühnenkulisse“ freuen

dürfen. Elferratsvorsitzender Franz Ranzinger, zugleich

technischer Video-Konferenz-Leiter, freute sich, dass der

kurzweilige, faszinierende, unkonventionelle und trotzdem

traditionelle virtuelle Hofball bei den Teilnehmern

so gut angekommen ist. Spontane Rückmeldungen der

Zuschauer bescheinigten, dass die Veranstaltung ein voller

Erfolg war, auch wenn manche Videobilder, durch die

technische Übertragung bedingt, noch etwas geruckelt

und gezuckelt hätten.

30

Neben all den virtuellen

Veranstaltungen gab es auch

noch ein besonderes Schmankerl

für alle aktiven Gaudianer-Mitglieder.

Ein Team rund

um Wolfgang Wagner, Franz

Ranzinger, Christoph Huber,

Theresa Huber, Julia Christ

und Madeleine Schäck hatte

sich etwas einfallen lassen,

um bei den Gaudianern während

der faschingslosen Wochen dennoch ein bisschen

Faschings-Flair aufkommen zu lassen. So organisierten

sie ein Ratequiz. In den Wochen, in denen normalerweise

ein Auftritt den nächsten gejagt hätte, stellten sie den

Vereinsmitgliedern immer wieder Quizfragen mit Faschingsbezug.

Die Aufgaben reichten von: „Wer war die

Majorin der Kindergarde in der Saison 2013/2014?“ über

Schätzfragen wie zum Beispiel „Wie viele Besucher hatten

die Gaudianer beim Faschingsumzug 1975?“ bis hin zu

verschiedenen Smileys, die zusammengesetzt ein früheres

Faschingsmotto ergeben. Verlost wurden dabei jeweils

Gutscheine von Restaurants in der Umgebung, um auch

die gebeutelte Gastronomie zu unterstützen.


Rückblick in die virtuelle Saison

Um auch Nicht-Mitglieder einzubinden, gab es am

Ende sogar noch ein Quiz für die Öffentlichkeit. Hier

galt es Antworten zu finden auf die Frage nach dem aktuellen

Präsidenten, der Mitgliederanzahl des Vereins, die

Vervollständigung des Gaudianer-Schlachtrufs oder der

(alias Präsident Michael Hisch), die spontan als Co-Moderatorin

für einen vollauf gelungenen „Fasching dahoam“

verpflichtet wurde.

Zahl der Prinzenpaare, die Hofschneiderin Maria Hopper

schon eingekleidet hat. Auch hier beteiligten sich zahlreiche

Faschingsfreunde aus der Umgebung und freuten sich

am Ende über die tollen Preise.

Auch eine Kostüm-Prämierung durfte nicht fehlen. Dabei

räumte unter anderem Verena Dötter als kesser Gaudi-

Wurm ab. Auch mehrere originelle Corona-Kostüme waren

zu sehen

- Fotos: privat

Virtueller „Do gehma hi“-Ball

Unter dem Motto „total digital“ ist nach der gelungenen

Premiere des virtuellen Hofballs auch der „Do gehma

hi“-Ball via Videokonferenz inszeniert worden. Aus

Regensburg loggte sich Musiker Erwin (diesmal ohne seine

„Heckflossen“) mit ein und betätigte beschwingt seine

Keyboard-Tasten. Jubel, Trubel, Heiterkeit: Das geht auch

vor dem PC Monitor, lautete die Devise. Weitere musikalische

Highlights lieferte Familie Öller-Reislhuber aus

Eholfing, die in herrlichen Kostümen kurzerhand eine Familien-Band

zusammengestellt hatten und mit teils selbst

umgedichteten Song-Klassikern für Unterhaltung sorgten.

Ein großer Teil der virtuellen Gästeschar hatte sich kostümiert

vor dem Computer-Bildschirm eingefunden. Video-Showmaster

Franz Ranzinger entdeckte während des

Live-Streams sogar Hollywood-Ikone Marylin Monroe

31


Tanzsportgemeinschaft

2011

Kein Faschingszug

ohne TSG

Von Carolin Federl

2012

2013

2014

Ruhstorf. Auf „Faschingsentzug“ sind nun

schon die zweite Saison in Folge nicht nur die

Gaudianer. Auch andere Vereine aus Ruhstorf haben

eine enge Verbindung zum Fasching. So zum

Beispiel die Tanzsportgemeinschaft Schwarz Gold

Ruhstorf, kurz TSG. Für den Gaudianerspiegel hat

Vorstand Frank Loose ein bisschen in den Annalen

der TSG gekramt und erinnert sich, wie es dazu

kam, dass sich die Ruhstorfer Tänzer eifrig im Fasching

und speziell beim großen Faschingszug mit

einer stets wundervoll anzusehenden Fußgruppe

beteiligen.

Eine „Faschingslaune“ wie Frank Loose sagt, war

es übrigens auch, die überhaupt zur Gründung der

Gruppe führte, die heute als TSG in ganz Ruhstorf

bekannt ist. Es war im Fasching 1989/1990, als an

der Gaudianerbar in der Niederbayernhalle die

Idee zur Gründung einer Tanz-Gruppierung geboren

wurde. Beim Tanzen noch ein paar Schritte

mehr zu können und vielleicht auch etwas eleganter

übers Parkett zu schweben, das war der Wunsch,

der damals geäußert wurde. Nachdem die tanzbegeisterten

Paare einige Kurse beim Tanzclub des FC

Indling besucht hatten, war schnell klar: eine eigene

Gruppierung soll gegründet und der Tanzsport

nach Ruhstorf geholt werden. Gesagt, getan. Schon

im September 1990 trafen sich 15 Gründungspaare

beim Fischer Wirt zur Gründungsversammlung.

Nach Gesprächen mit der SVG Ruhstorf wurden

die Paare 1991 unter dem Namen Tanzsportgruppe

als 12. Sparte im Sportverein Ruhstorf aufgenommen.

Seit 2012 ist die TSG – nun unter dem

Namen „Tanzsportgemeinschaft“ – sogar ein eigener

Verein.

Kaum gegründet, engagierten sich die Tanzsportbegeisterten

damals auch sofort im Fasching.

Seit 1992 ist die TSG als Fußgruppe beim Umzug

mit dabei. Es wird jedes Jahr aufs Neue geplant,

gebastelt, genäht, geschweißt, gesägt und geschraubt.

Wären die vorige und die aktuelle Saison

nicht coronabedingt abgesagt worden, es wäre 2022

der 30. Faschingsumzug, bei dem die TSG mitgemacht

hätte. „Wir scheuen keine Mühe“, so Loose.

Neben einem stets passend gestalteten Autoanhänger

oder Fahrzeug werden vor allem die toll verkleideten

Mitwirkenden der TSG-Fußgruppe immer

sehr bewundert. Als großes Glück bezeichnet Loose

es dabei, dass Maler Rudi Sommer, der auch das

Logo der TSG gestaltet hat, dabei jedes Jahr den

Faschingswagen so perfekt künstlerisch gestaltet.

32


Tanzsportgemeinschaft

2015

„Und dann ist da natürlich noch unser Fritz“,

sagt Loose. Gemeint ist Fritz Schöberl, der 26 Jahre

lang Vorstand der TSG war, bevor er 2016 das Amt

an Frank Loose abgegeben hat. „Der Fritz ist einer

unserer eifrigsten Verkleidungskünstler. Er geht bei

unserer Fußgruppe stets voran, er ist stets am aufwendigsten

geschminkt und kniet sich immer voll

rein. Das ist wirklich toll“, schwärmt Loose. Häufig

fungierte Fritz Schöberl auch als Ideengeber

für die Mottos, zu denen sich die TSG-Mitglieder

dann passend verkleiden. „Drei Mal haben wir uns

auch schon an das Gaudianer-Motto angelehnt.

Beim Thema Dschungel, bei Kino und bei Österreich“,

erzählt Loose.

Ab September beginnen jeweils die Planungen

für den Faschingszug. An einen der Begleitwagen

der Fußgruppe erinnert sich der heutige

Vorsitzende noch besonders. „2018 haben wir

einen Flower-Power-Bulli selbst gebaut. Aus Holz.

Unten drunter war ein Kraka, so ein Fallschirmjäger-Fahrzeug

von der Bundeswehr.“ Weil die Fußgruppe

der TSG nach dem Ruhstorfer Faschingsumzug

auch immer noch beim Umzug in Pocking

mitgeht, musste besagter Bulli damals dann auch

nach Pocking hinüber gefahren werden. „Wir hatten

hinten in dem Bulli Gardinen hängen, aber natürlich

kein Fensterglas in dem Holzgestell. Als wir

dann nach Pocking gefahren sind, wehten während

der Fahrt hinten die Gardinen hinaus. Und so sind

wir an einer Polizeistreife vorbeigefahren. Die haben

sich totgelacht“, erinnert sich Frank Loose.

Nach dem Pockinger Umzug lassen die Tänzer den

Fasching dann traditionell zu Hause beim 1. Vorsitzenden

ausklingen. „Zum Glück sind wir alle Faschings-narrisch“,

sagt Loose und lacht. „Dort wo

ich herstamme, in einem Ort im Dreiländer-Eck

Deutschland, Polen, Tschechien, gibt es auch so

einen Fasching wie in Ruhstorf. Als wir kurz nach

unserem Umzug hierher das erste Mal auf einem

Gaudianerball waren, war mir sofort klar: Das ist

genau der richtige Ort für uns.“ In seiner Jugend

tanzte Loose sogar einmal in einem Männerballett.

Letztes Jahr, als wegen Corona kein Faschingszug

stattfinden konnte, sind Frank Loose, seine

Frau Ria und seine Töchter Lisa und Johanna zu

allen der rund 30 Mitglieder, die immer bei der

Fußgruppe mitmachen, hingefahren, und haben

„Faschingsentzugs-Päckchen“ verteilt. „Denn den

Faschingssamstag einfach so vorbeiziehen zu lassen,

ohne irgendetwas zu machen, das wollten wir

auch nicht.“ Also orderte er beim Bäcker zwei Paletten

Krapfen, packte sie zusammen mit kleinen

Sektflaschen in Tütchen und fuhr verkleidet von

einem Mitglied zum nächsten. „Das ist super angekommen.“

- bitte umblättern

2016

2017

2018

33


Tanzsportgemeinschaft

2019

Nun hofft Loose, dass die faschingsfreie

Zeit bald ein Ende hat, und auch

die TSG endlich wieder aktiv werden

kann. Die Kreativität, die die Tänzer

in ihre Teilnahme beim Faschingszug

stecken, vermisst er inzwischen

schon. Und natürlich auch die weiteren

Veranstaltungen in der närrischen

Zeit. Denn die erste TSG-Veranstaltung

eines jeden neuen Jahres hat – in

Nicht-Corona-Jahren – ebenfalls stets

mit dem Fasching zu tun. Der interne

TSG Faschingsball ist jedes Jahr ein

Highlight. „Sehr zu unserer Freude

nehmen sich die Gaudianer mit ihrem

Prinzenpaar und dem Hofstaat immer

Zeit, um uns mit Gastauftritten der

verschiedenen Garden zu unterhalten“,

sagt Frank Loose. Seit ein paar

Jahren sei es auch zur „schönen Tradition

geworden, dass die Trainer der

Tanzsportgemeinschaft, Judith und

Markus Linsmeier, für den Walzer

der Gaudianer Prinzenpaare verantwortlich

sein dürfen. Wir wären aber

nicht die TSG, wenn wir nicht sogar

unser eigenes Prinzenpaar hätten,

das zu gegebenem Anlass bei unserem

Faschingsball den Hausorden der

TSG verleiht.“Die Verzahnung zwischen

Tänzern und Fasching ist also

sehr eng – und könnte gerne noch enger

sein, wie Loose findet. Sehr freuen

würde es den Vorsitzenden, wenn

die TSG auch wieder einmal eine

Kindertanzgruppe auf die Beine stellen

könnte. „Aber das Problem dabei

ist: die Gaudianer nehmen uns immer

ein halbes Jahr die Kinder weg“, sagt

er und lacht. Eine enge Kooperation

zwischen Garde und TSG wäre deshalb

ideal, findet er.

2020

34


Tanzsportgemeinschaft

Fotos: Loose/TSG

35


Bühnenkulissen

Ein wichtiger Bestandteil im Fasching

für die Gaudianer-Veranstaltungen in

der Niederbayernhalle ist die Bühnenkulisse.

Von 1974 bis 2020 wurden 47 Bühnenkulissen

gebaut, davon 36 von der

Rentnerband. Seit 1985 zaubern die

Männer der Ruhstorfer Rentnerband alljährlich

Traumkulissen für den Gaudianer-Fasching

in die Niederbayernhalle

– noch dazu zum absoluten Nulltarif.

Präsident Michael Hisch bezeichnet deshalb

die Rentnerband als eine unverzichtbare

Gaudianer-Stütze. Ohne tatkräftige

Unterstützung der Rentnerband

wären außer Faschings- auch mehrere

weitere Großveranstaltungen wie etwa

die Rottaler Frühjahrsmesse kaum mehr

durchführbar“, umriss Ruhstorfs Bürgermeister

Andreas Jakob das zwischenzeitlich

erheblich erweiterte Aufgabenspektrum

einer „Ruhstorfer Institution,

deren Zuverlässigkeit, Einsatzfreude und

Kameradschaft das eigentliche Erfolgsgeheimnis

ebenso rüstiger wie tüchtiger

Aktiv-Senioren“ bilde.

Dafür sind sie bereits vor Jahren mit

dem „Ehrenbrief für beispielhaftes ehrenamtliches

Engagement“ ausgezeichnet

worden.

Bühnenbildner

24 x Michael Worm

15 x Arthur Kohl

5 x Franz Debold

2 x Rudolf Sommer/Harald Hajek/

Nikolaus Sanktjohanser

1 x Hans Meier

Auf den folgenden Seiten sind die Fotos

von den Bühnenkulissen von 1979 bis

1995 abgebildet. Leider haben wir keine

Fotos mehr aus den Jahren 1974 bis 1978.

Im nächsten Gaudianerspiegel 2023

folgt die Fortsetzung der Fotoreihe, hoffentlich

auch wieder mit einer aktuellen

Bühnenkulisse nach zwei Jahren coronabedingter

Pause. Wenn jemand Bilder

aus den Jahren 1974 bis 1978 hat, nehmen

wir diese gerne entgegen unter folgender

Email: praesident@gaudianer.de

1979 - C’est la vie

Bühnenbildner: Arthur Kohl

1980 - 10 Jahre Niederbayernhalle

Bühnenbildner: Arthur Kohl

36


Bühnenkulissen

1981 - 1001 Nacht

Bühnenbildner: Arthur Kohl

1982 - Wilder Westen

Bühnenbildner: Arthur Kohl

1983 - Hüttengaudi

Bühnenbildner: Arthur Kohl

37


Bühnenkulissen

1984 - Südseeträume

Bühnenbildner: Arthur Kohl

1985 - Eine Nacht in Venedig

Bühnenbildner: Arthur Kohl

1986 - Wie wär’s heut’ mit Revue?

Bühnenbildner: Arthur Kohl

38


Bühnenkulissen

1987 - Wien bleibt Wien

Bühnenbildner: Hans Meier

1988 - Gala-Festival

Bühnenbildner: Arthur Kohl

1989 - Griechischer Wein

Bühnenbildner: Arthur Kohl

39


Bühnenkulissen

1990 - Reise um die Welt

Bühnenbildner: Franz Debold

1991 - Die Goldenen Zwanziger

Bühnenbildner: Franz Debold

1992 - Wir machen Musik

Bühnenbildner: Franz Debold

40


Bühnenkulissen

1993 - Una notte fantastica

Bühnenbildner: Michael Worm

1994 - Traumschiff

Bühnenbildner: Michael Worm

1995 - Euro-Party

Bühnenbildner: Michael Worm

Fotos: Nöbauer

41


Geschichten

Wussten Sie schon, dass…

… in der Region manchmal ziemlich seltsame (Straßen-)

Schilder auftauchen? So konnte man zum Beispiel in Sulzbach

aufgrund der Bauarbeiten am dortigen Bahnübergang mehrere

Umleitungsschilder nach „Ruhdorf“ sichten. Ob diese

Neuschöpfung des Ortsnamens vielleicht daher rührt, dass

die Rottalbahn nur

sehr, sehr spärlich

frequentiert ist, und

deshalb in unserem

Dorf sehr viel Ruhe

herrscht? Auch über

ein weiteres Schild,

das in einem unbebauten

Grundstück

am Mühlgang, Ecke

Grafenspitz aufgestellt

war, konnte

sich so mancher Spaziergänger amüsieren. Hier betonte die

„Wohnungsgenossenschaft Bad Fassung eG“, dass das Betreten

des Grundstücks Unbefugten verboten ist. Eine intensive

Recherche ergab, dass kein Ort namens „Bad Fassung“

existiert. Hat hier jemand

vielleicht Europas

größten Kurort

„Bad Füssing“ gemeint?

Oder soll damit

zum Ausdruck

gebracht werden,

dass der Besitzer des

Grundstücks die Fassung

verliert, wenn

jemand unbefugt darauf

herumspaziert?

… der Sulzbacher Stockschütze Herrmann Stadlberger in

seiner Freizeit ein leidenschaftlicher Radfahrer und Spaziergänger

ist? Eines Nachmittags machte sich Herrmann wieder

einmal zu einer größeren Spazier-Runde auf. Er war schon gut

fünf Kilometer gegangen, als ihm aufgefallen ist, dass er nicht

rund läuft, sondern ein wenig hinkt und dass ein Fuß etwas

„kürzer“ war. Erst da bemerkte er, dass er zwei verschiedene

Schuhe anhatte: Einen mit einem etwas höheren Absatz und

einen flachen Schuh.

42

… Neu-Gaudianer Martin Bründl, Schwager von Ex-

Prinzessin Sabrina Bründl, zwar ein begabter Informatik-

Lehrer ist, dafür aber kein so guter Praktiker in Sachen Autoanhänger?

Dieses fehlende Talent zeigte sich im August 2021.

Nachdem die „Brass Wiesn“, das große Blasmusik Festival in

Eching bei München, auch im vergangenen Sommer pandemiebedingt

ausgefallen war, feierten einige Blasmusikfreunde

kurzerhand eine „Ersatz Brass Wiesn“ daheim. Zusammen

mit seinem Musikerkollegen Nick Unterberg holte Martin

dazu beim Getränke Degenhart in Pocking einen Kühlanhänger

ab. Aber den zwei Studierten fehlte wohl das nötige Geschick

beim Befestigen des Anhängers. Dieser war offensichtlich

nicht sachgemäß am Auto angebracht, so dass die beiden

Männer den Anhänger bereits im Kreisverkehr gleich nach

dem Parkplatz des Getränkemarkts verloren haben.


Wussten Sie schon, dass…

… Gaudianer-Schriftführerin Margot Bauhuber seit

dem vergangenen Sommer nicht mehr behaupten kann,

eine unfallfreie Autofahrerin zu sein? Bei einer der zahlreichen

„Gaudianer-DVD-Aus-und Erkundungsfahrten“ unserer

Margot führte einer der vielen Wege nach Hörgertsham

City zur Familie Kaiser. Margot, die ihrerseits ihrem Herzens-Ehemann

Andi immer vorschwärmt und vorbetet, dass

sie auf 30 Jahre unfallfreies Autofahren verweisen kann,

musste an diesem Tag allerdings zur Kenntnis nehmen, dass

es keine 31 Jahre mehr geben wird, sondern Margot mit der

Zählweise wieder von vorne beginnen darf. So war es dem

Briefkasten der Kaisers nicht vergönnt, ohne Delle zu bleiben,

nachdem der Außenspiegel von Andis Passat, mit dem

Margot unterwegs war, eben diesen sehr unwirsch rammte

und hierbei nicht nur der Briefkasten, sondern auch der

Außenspiegel deutliche Schadensspuren hatte. Diese Bagatelle

wollte Margot nicht weiter kommentieren, musste sich

aber eines Besseren belehren lassen, als ihr Andi die Rechnung

von 739 Euro servierte. Seither hat es des Öfteren den

Anschein, als wäre Margot seltener mit Andis Passat unterwegs.

… Vollblut-Radler Sven Scheuschner die Technik von

E-Bikes nicht so ganz im Griff hat? Er, der sonst mit dem

Radl zur Arbeit und wieder zurück fährt, war mit seinem

Filius Raphael unterwegs und begab sich mit E-Bike samt

Fahrrad-Anhänger auf Einkaufstour. In der Annahme, dass

er mit dem E-Bike ja ganz locker durch die Gegend radeln

würde, legte er ganz entspannt los. Allerdings bemerkte

Sven schon nach recht kurzer Zeit, dass das elektrische

Ding heute nicht so recht will und er musste – selbst bergab

– doch spürbar mehr Muskelkraft in die Pedale geben,

als ihm eigentlich lieb war. Nach den getätigten Einkäufen

ging es mit seinem Sohn im Fahrrad-Anhänger wieder gen

Ruhstorfer Höhenlage und so strampelte er mehr schlecht

als recht die Wasserfeldstrasse hinauf. Er ärgerte sich schon

mächtig und haderte in Gedanken bereits mit seiner Gattin

Steffi, die seiner Meinung nach sicherlich den Akku leer gefahren

hatte. Unmengen an Schimpftiraden sprudelten in

seinem Kopf und er legte sich bereits seine „Schimpfstrategie“

zurecht. Völlig ausgepumpt, verschwitzt und am Ende

seiner Kräfte kam er schließlich zu Hause in Ruhstorfs Höhen

an, musste aber zunächst nach Luft ringen, um seiner

Gattin eine Standpredigt halten zu können. Steffi allerdings

erkannte Svens Missgeschick sofort, drückte nur die entsprechenden

Knöpfe und schon schnurrte das E-Bike, das Sven

fast zur Verzweiflung gebracht hatte.

Geschichten

… unser Pfarrer, Dekan Josef Tiefenböck, eine ganz besondere

Lieblingsspeise hat – zumindest Kindermund zufolge?

Es war beim Gottesdienst anlässlich der Erstkommunion

in Ruhstorf. Pfarrer Tiefenböck sprach, kurz bevor er den

Erstkommunionkindern zum ersten Mal die geweihte Hostie

überreichte, über Lieblingsgerichte und fragte auch die

Kinder, was sie denn daheim gerne essen. Nachdem einige

Kinder geantwortet hatten, warf er die Frage in den Raum:

„Und was glaubt ihr, was der Pfarrer für eine Lieblingsspeise

hat?“ Ein Kind wusste sofort die passende Antwort und sagte

im Brustton der Überzeugung: „Na Götterspeise natürlich!“

43


Liebe Goaßinger Kathl!

grias di God, lang hamma scho widda nix foneinander gehört. Drumm hab i mir dacht,

i schreib da widda amoi. Hoffendlich bisd guad eine grudschd in 2022! A guads neis Joh

wünsch i da nu, a wenns gar koa so guads Joh wird, weil widda amoi da Fasching ausvoid.

Immer nu wega dem deppaden Corona.

Do hods ja de Mittarbeiter vo eurem Bogginga Rathaus a sauba dawischd. Glei 14 Beamde

ham se im Februar 2021 mit dem Virus inviziert, hob i in da Zeidung glesn. Aber wahrscheinlich

is des gar ned amoi so starck aufgfoin, weil so wahnsinnig vui arbatn Beamde ja

jetzt a widda ned, gell? Zumindest wenn man nach euerm „Ober-Beamdn“, also am Burgamoasta

Krah, gehd. Weil der hod offenbar so weng zum doa, dass er se sogar seine Hohr

seiba schneidn kann. Zumindest hod er des öffendlich vazäjd, als Ende Februar nach dem

deppaden Lockdaun die Frisöhre widda aufmocha ham derfa. Olle andern Burgamoasta in

da Umgebung ham se scho gfreid, weil a jeeda scho a sechane Mähne aufm Kopf ghobt hod.

Da oanzige, dem des völlig wuascht sei hod kinna, is unsa Ruaschdorffer Burgamoasta Andreas

Jakob gwen. Der braucht für sei Glatzn nähmlich koan Frisöhr.

Übahaubt hob i vorigs Joh so einige seltsame Sachan über Bogging in da Zeidung glesn.

Do habts ihr zum Beispui zwoa marode Brükken am Baggasee, über de koana mehr geh derf,

weils z´gfährlich is, und de wahrscheinlich zwoa Millionen Euro kostn, wenns nei baud wern

miasn. Oder des mit diesem Römerturm. Vor zwoa Joh war der eh dauernt in de Schlagzeilen,

weil zwoa so Saubähren do drom an Porno draahd ham. Und jetzt wui euer Stattrat des

dene Sittenhammeln nu leichda mocha, indem do auf dem Turm drom jetzt a Webcam insdalliert

wird. Ja is denn des zum glaum?

A bissal ebbs zum Streidn – oda song ma zum Disskudiern – hods freile ah widda gem, hob

i ghert. Zum Beispui mit de Nachwuchsbolitika von da „Jungen Liste“. De woidn, dass Bogging

eigene Seitn im Gsichts-Biachl, also in dem neimodischn Facebook, und in diesem Instagram

griagt. Und am Besdn a nu per WhatsApp a diregte Fabindung ins Rathaus. Weil vo

44


de andern Gemeinden in da Region machan des a vui. Wir in Ruaschdorff san do a überall

drin, song zumindest meine Enkel. Oba bei eich hams des obglehnt...wegam Datenschutz.

Und ned nur bei Sachan für de Junga gabs Unstimmigkeiten. A bei der Idee von da Seniorengemeinschaft,

an öffendlichen Büchaschrank eizurichdn, hobds a ganz scheens Tamtam

gmocht. Ins Rathaus-Foyer hädds so an Schrank stejn woin. Weils Angsd vor Wandalismus

ghob habds. Is ja grod guad, dass se am Ende de Meerheid durchgsezd hod, und der Büchaschrank

jetzt doch öffendlich zugänglich aufn Stodbloz kimmd. Und über de passenden Sitzmöbl,

de neba den Schrank hikemma soin, is a gredt wordn. Und do is da ganze Kas dann

widda vo vorn aganga. Widda ham eure Statträte disskudiert, wos fia Möbel es sei soin und

ob do dann ned a widda Wandalen wüten kanntn. Bunte Blastigg-Möbel soijns jetzt wern.

Als „Farbtubfa“ für d´Innenstod. I dad eich wünschn, dass ois klabbt und dass der Büchaschrank

einige Leid anlockt. Vielleicht is dann auf eierm Stodbloz endlich moi wieder meera

los. Und wie subba des mid so am Schrank funktioniert, des kinnts eich ja moi bei uns in

Ruaschdorff in da Wasserfeldstrasse aschaun. Do hamma mir sowas nämlich jetzt scho boid

a Joh lang. Ois vo privat organisiert. Echt topp!

Wos i dagegen dodal subba find, is eier Rikscha-Verein, der in dene „elektrischn Kinderwagl

für Senioren“ de ältere Generation durch d´Stod kutschiert. Sowas hätt i in Ruaschdorff

aa gern, dann dad i aa öfter moi außer Haus geh. Nur de Namen, de de zwoa Rikschas griagt

ham, de gengan ja gar ned! „Sissi“ und „Franz“ hoaßns. Is eich do nix bessas eigfoin?

Oda war do da Hintergedanke, dass widda a bissl meer „königliches“ beziehungsweise „kaiserliches“

Flair in d´Stod kimmd, iatz, wo scho widda koa Fasching is?

Naja, jetzt muas i oba Schluss mocha. I wünsch dir nochmahl an guadn Start ins neie Joh.

Und vielleicht losst di von da Sissi oder vom Franz ja moi zu mir nach Ruaschdorff kutschieren,

dann kimma amoi widda ausgiebig ratschn.

Dein Hatz-Loher Michl

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Lieber Hatz-Loher Michl!

i dang da rechd schee fia deine Zeilen und wünsch dir freile aa nu a guads neis Joh.

Ja, dass heia widda koan Fasching gem werd, is scho echt bleed. Wobei i ma gahr ned sicha

bin, ob des bei eich Ruaschdorffer übahaupt was worn waar. Weil in eirer Niddabayan-Halle habts

doch an neia Bohn eine braucht. Is der denn übahaupd scho ferdig? Weil ohne Bohn kann ma ja

schlecht danzn... Mit eire ganzn Bausteijn hob i sowieso scho an Übablik valorn. Do beim ehemaligen

Mathäser is ja a hoibe Ehwigkeit nix passierd. Erst iatz, in de letztn Wochn im oidn Joh, hod

ma moi a bissl an Vortschritt gseng. Da derfts fei aufbassn, dass des koa so Ewigkeits-Bausteij wird,

wie seinerzeit der Flughafen in Berlin. Vo 2006 bis 2020 hod des dauerd, bis der moi ferdig worn

is. Wenigstens is der Abriss von dem alten Wasner-Gebäude flott ganga. So schnell hod ma gar ned

schaun kinna, wia des weg war.

Wos de difersen Disskussionen vo unsam Stattrat ahgeht, do host natürlich ned unrecht, oba ihr

Ruaschdorffer, ihr mochtses uns Bogginga a ned grod leicht. Iatz hamma uns im Juni endlich

gfreit, dass widda a Stück vo da A94 ferdig worn is, und da damalige Bundesvakehrsminisda Andi

Scheuer do war. Weil de A94, de dauerd fasd nu länga, wia eier neie Midde beim Mathäser-Areal.

Auf jedn Foi: Wia da Scheuer Andi do gwen is, hod se unsa Burgamoasda dafia eigsetzt, dass

de künffdige Autobahnausfahrt beziehungsweise des Autobahnkreuz Bogging hoaßn soi. Weil de

vo da Gemeinde Neijhaus woin uns des nämlich streidig mocha. Wenns noch dene geht, soi des

in Zukunft „Autobahnkreuz Neuhaus/Schärding“ hoaßn. Angeblich, weil dreiviertel vo dem Kreuz

auf Neijhauser Gemeindegrund is und weil se da dortige Burgamoasda durch de Nennung in de

Vakehrsnachrichtn im Radio meehra Touristen erhofft. Dawei schlängelt se de A94 späda moi über

70 Quadrattkillometer Pockinger Stadtgebiet. Ja und dann kemmts in dem ganzen Streit mit Neijhaus

ihr Ruaschdorffer a nu daher, mischts eich ei und voids uns in Rükkn. Und eier CSU hoit am

Scheuer a numoi an Briaf unta d´Nosn, weils ihr moants, ihr miasts a nu berücksichdigd wern,

beim Nam vom Autobahnkreuz. Am End werds dann doch nu a so wern, dass koana vo unsre Orte

zum Zug kimmd, und der Knoten dann doch nu „Andi-Scheuer-Kreuz“ hoaßt. Und dann – des sog

i da vei glei – dann kimma uns olle des mit de meehra Touristn obschminkkn. Weil wer wui scho

wo Urlaub mocha, wo d´Autobahn wia da Ex-Skandal-Vakehrsminisda hoaßt?

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Übrigens, weil du gschrimm hosd, wir Bogginga fiachtn uns so vor de Wandalen: Eigendlich

brauchma uns mia da ned fiachtn, weil de san ja offenbar bei eich untawegs. Zerst brechans

im April bei eich ins Rathaus ei, und klauen an Dresor. Und des, obwoi do ned moi wirkle vui

drinna war. Und dann habts offenbar a nu an Weihnachts-Hasser im Ort, der in da Spokass

den scheena Wunschzettel-Baum mit de Wünsche von sozial schwächere Kinda vawüsded und

im ganzn Dorf d`Weihnachtsbeleuchdung zerstört. Vielleicht miasad ma mia eich moi a bor

vo unsere Sicherhaitswachtler schigga, für de ma mia in Bogging zeitweis belächelt worn san...

Apropos lächeln: Am meistn hob i über ganz ebbs andas lächeln miasn. Und zwar üba eier

neis „Dessous-Gschäffd“ in Ruaschdorff. Iatz werst wahrscheinle glei sogn: „Wos fia a Dessous-

Gschäffd?“ Oba des kann i da glei sogn, bass auf: Do hod iatz im Juli unsa Bogginga Bäcka

Karlstetter bei eich a neis Café eröffnet. In da Zeidung is damois gstandn: „Ein schickes, modernes

Café im Retro-Style, in dem man vorm großen Schaufenster beim Cappuccino schlürfen direkt

auf die Hauptstraße sehen und umgekehrt von dort aus gesehen werden kann.“ Und wia ma da

gseng wird! A Freindin hod ma iatz neilich vazäjd, dass ma do am Anfang Sachan gseng hod,

de ma vielleichd gar ned seng hätt meng. Zum Beispiel de Unterwäsch vo ältere Damen, de do

am Fenster gsessn san, und dene ma beim Vobeigeh untern Rock eini gseng hod. Wahrscheinle

is deswegen do a so selten ebba gsessn. Iatz inzwischen sois ja scho bessa sei, weils a so a halbhohe

milchige Sichtschutzfolie ans Glos anne babbt ham. Oba seitm Winta, seits draußn koid is,

hamses a bissl übadrimm. Iatz segd ma glei gar nimma eini oda auße, weil de ganze Scheim

vo om bis unt imma alauft. A so hättses a ned übatreim miasn, mim Sichtschutz!

So, iatz glangts oba mit da Schreibarei. Vielleicht kimm i di jo wirkle amoi mit unsana Senioren-Rikscha

bsuacha. Aber bisher hob i do damit nu ned fohn derffa. De erste Passagierin war

a 101-jährige Frau. Wahrscheinle bin i nu z´jung, dass i do midfohn derf. Aiso, bis boid!

Dei Goaßinger Kathl

49


Rentnerband

Ein weiteres Jahr „Kurzarbeit“ für die Rentnerband

Von Hans Nöbauer und Carolin Federl

Ruhstorf. Tatkraft und Zusammenhalt: Diese beiden

Markenzeichen prägen schon über dreieinhalb Jahrzehnte

lang die weitum bekannte Ruastorfer Rentnerband. Absolute

Meisterwerke der ehrenamtlich engagierten Truppe bilden

seit deren Einsatz-Premiere 1985 zum Faschingsmotto

„Eine Nacht in Venedig“ handwerklich perfekt geschreinerte

Bühnen-Bilder, denen erfahrene Kulissen-Maler den letzten

künstlerischen Schliff verleihen.

Vorige Saison bereits von Corona kurzfristig zur „Kurzarbeit“

verdonnert, stand das Auslastungs-Barometer für die

Rentnerband-Truppe mit ihren beiden Vorarbeitern Fredy

Probsteder und Georg Bremberger für dieses Jahr eigentlich

wieder auf „Vollbeschäftigung“. Mit einem „guten Bauchgefühl“

sah Michael Hisch noch im Sommer 2021 der Faschingssaison

2022 entgegen, wie der Gaudianer-Präsident der vollzählig

versammelten Rentnerband noch im Juni mitteilte,

die mit gebührendem Abstand im urigen Stadl von Ehrenmitglied

Hans Würmseher erstmals nach knapp einem Jahr

in geschlossener Runde und mit einer deftigen Grill-Brotzeit

von Marketender Georg Bremberger und Ehrenrat Bruno

Sedleczki Wiedersehen gefeiert hatte. Doch leider bremste

das Coronavirus einmal mehr den Tatendrang und beschert

durch den erneut abgesagten Fasching der Rentnerband nochmal

ein weiteres Jahr „Kurzarbeit“.

Anfang Oktober hielt die Rentnerband dann ihre Generalversammlung

im Würmseherstadl ab. Hierbei verkündete

Rentnerband-Präsident Jürgen Marks das altersbedingte

Ausscheiden der langjährigen Rentnerband-Mitglieder Manfred

Hüttl und Michael Frankenberger und dankte ihnen für

ihr beispielhaftes Engagement und ihren Einsatz im Dienste

der Rentnerband.

Des Weiteren erinnerte Marks an die Geburtstagskinder

aus den Reihen der Truppe (mehr dazu lesen Sie auch auf den

Seiten 52 bis 55). Freilich gratulierte er aber nicht nur den aktiven

Rentnerband-Männern, sondern auch deren Ehefrauen,

Lebensgefährtinnen oder Witfrauen verstorbener Mitglieder.

2021 durfte er Karin Pittroff zum 80. Geburtstag, Theresia

Wiprächtiger zum 70 sowie Emmi Wenzl und Helga Rahn

zum 75. Wiegenfest beglückwünschen.

Bei den turnusgemäßen Wahlen, die auf Beschluss wie im

„Haupt-Verein“ künftig nur noch alle zwei Jahre durchgeführt

werden, wurde Jürgen Marks in seinem Amt als Rentnerband-

Präsident bestätigt. Zum neuen Schatzmeister wurde Elmar

Seil berufen. Revue passieren ließ die Truppe zudem einige

Aktivitäten des zurückliegenden Jahres, darunter ein Ausflug

nach Regen auf Einladung des früheren Ruhstorfer Pfarrers,

Andreas Artinger, der nun im Bayerischen Wald wirkt.

Der aktuelle Ruhstorfer Pfarrer Josef Tiefenböck, der bei

der Versammlung der Rentnerband zu Gast war, gab im Rahmen

seines Grußworts auch noch ein Versprechen ab. Er sicherte

zu, dass er der erste Sponsor für ein Mittagessen während

der Bühnenbauarbeiten sein wird. Nachdem der Fasching

nun nochmal ein Jahr verschoben wurde, hat auch Tiefenböck

nochmal eine „Gnadenfrist“. Vergessen werden wird sein Versprechen

allerdings auf keinen Fall.

Noch im Sommer fieberte die Rentnerband voller Tatendrang der neuen Saison entgegen. Nun muss die Truppe

coronabedingt noch ein weiteres Jahr „Kurzarbeit“ hinnehmen, bevor sie für die nächste stattfindende Saison hoffentlich

wieder eine Traum-Kulisse zaubern kann.

- Foto: Nöbauer

51


Wir gratulieren…

... 70. Geburtstag Mike Hisch

Unserem Ehren-Elferratsvorsitzenden Mike Hisch stattete

gleich eine ganze Abordnung Gaudianer zu seinem großen

Jubelfeste am 28. Mai 2021 einen feuchtfröhlichen,

ausgedehnten Gratulations-Besuch ab. Die Präsidiumsmitglieder

Schriftführerin Margot Bauhuber, Elferratsvorsitzender

Franz Ranzinger und Präsident Michael Hisch,

überbrachten stellvertretend die Glückwünsche des Vereins.

Seit mittlerweile 44 Jahren begleiten Mike und seine

Frau Isolde den Verein und haben in unzähligen Stunden

äußerst viel Engagement, Leidenschaft und Lebenszeit für

die Gaudianer investiert. Unter anderem war Mike über 25

Jahre als Elferratsvorsitzender fester Ansprechpartner seitens

des Präsidiums für die vielen Aktiven und Elferräte, Zuhörer,

Spaßfaktor, „Tränen-Trockner“, „Beschrifter“, „Star Sister“,

„Tenöre“, „Bäuche“, „Al Bano“, „Zuppa Romana“ und

vieles, vieles mehr!

Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag und bedanken

uns für die jahrelange Treue zu der Gaudianer-Familie und

wünschen weiterhin viel Lebensfreude und vor allem Gesundheit!

... 85. Geburtstag Alfons Leeb

Ein Gaudianer-Urgestein, der Bäcka-Fonsi Alfons Leeb,

feierte am 16. Juli 2021 sein 85. Wiegenfest. Am 11.11.1967

taucht Alfons Leeb erstmals als Komitee-Mitglied in den Annalen

der Faschingsgesellschaft Ruhstorf auf. In der ersten

Ruhstorfer Faschings-Saison 1968, damals noch im Fischersaal,

wurde der Bäckermeister zusammen mit Erich Staiger

zum „Gardeführer“ berufen. Offiziell zum „Gardemeister“

gewählt wurde der Fonsi als Gaudianer-Elferrat schließlich

die beiden nächsten Jahre. Ausgerechnet als seine geliebte

Hanni 1971 beim ersten Fasching in der Niederbayernhalle

zur Gardemajorin gekürt wurde, gab Alfons Leeb den Job

als Gardemeister ab und übernahm für ein Jahr den damals

neu geschaffenen Elferrats-Posten des Musik-Meisters. Beruflich

als Bäckermeister ohnehin stark eingespannt, verzichtete

er danach auf eine weitere Gaudianer-Karriere, blieb

dem Faschingsverein jedoch mit regelmäßigen Spenden seiner

„weltberühmten Laugen-Brez‘n“ zum 11.11. noch viele

Jahre bis heute aufs Engste verbunden, auch wenn der Ofen

in seiner Backstube schon längst nicht mehr angeheizt wird.

Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag und bedanken

uns für die jahrelange Treue zu der Gaudianer-Familie und

wünschen weiterhin viel Lebensfreude und vor allem Gesundheit!

v.l. Michael Hisch junior, Georg Brunner, Franz

Ranzinger, Bruno Sedleczki, Michael Hisch senior, Gerhard

Kubitschek, Margot Bauhuber, Franz Scheingraber

v.l. Birgit Himmelsdorfer, Alfons Leeb,

Margot Bauhuber, Hannelore Leeb

52


Wir gratulieren…

... 70. Geburtstag Erich Eder

Heute haun`n wir auf die Pauke lautete schon 1973 das

Gaudianer-Motto, als Erich Eder damals als Faschingsprinz

das Regiment in Ruhstorf führte. Passend war dieses Motto

auch im vergangenen Sommer wieder, denn da konnte

Erich am 9. Juni 2021 seinen 70. Geburtstag feiern – nach

den Corona-Lockerungen sogar wieder im etwas erweiterten

Familien- und Freundeskreis. Auch die Gaudianer ließen es

sich nicht nehmen, dem früheren Prinzen ihre Glückwünsche

zu überbringen. Erich ist das Gaudianer-Faschings-Gen

quasi in die Wiege gelegt. Vater Erich sen. war einst Mitbegründer

der Rentnerband, Mutter Johanna sorgte bei vielen

Gelegenheiten mit vorgelesenen Geschichten oder kurzen

Sketchen für Unterhaltung. Und auch seine beiden Nichten

ereilte das Faschingsfieber: Während Carolin mitverantwortlich

für die Faschingszeitung zeichnet, ist Patricia als

Trainerin der Teenygarde aktiv und tritt aktuell als frischgebackene

Prinzessin sogar in die Fußstapfen ihres Onkels.

Die beiden waren es auch, die dafür gesorgt hatten, dass ihr

Onkel vorab nichts vom Überraschungs-Gratulationsbesuch

von Präsident Michael Hisch und Schriftführerin Margot

Bauhuber mitbekam. Umso größer war dadurch auch die

Überraschung und die Freude.

... 85. Geburtstag Helmut Giosele

Feste feiern die Gaudianer, wie sie fallen. So auch zum Jubiläum,

85 Jahre „Gio, der Italiener“. Eine große Gaudianer-

Besucherschar feierte an seinem Ehrentag am 23. September

2021 mit Helmut, und wie üblich durften harmonische, stets

charmante Sprüche nicht fehlen. Die Glückwünsche zum

Jubeltag überbrachte Ehrenpräsident Jürgen Marks mit den

beiden Rentnerband-Vorarbeitern Ehren-Gaudianer Freddy

Probsteder und Schos Bremberger, 2. Bürgermeister und

stv. Zugorganisator Gerhard Kubitschek, Präsident Michael

Hisch, Elferratsvorsitzender Franz Ranzinger sowie Sohn

Günther Giosele.

Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag und bedanken

uns für die jahrelange Treue zu der Gaudianer-Familie und

wünschen weiterhin viel Lebensfreude und vor allem Gesundheit!

Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag und bedanken

uns für die jahrelange Treue zu der Gaudianer-Familie und

wünschen weiterhin viel Lebensfreude und vor allem Gesundheit!

v.l. Günther Giosele, Michael Hisch, Helmut Giosele,

Jürgen Marks, Fredy Probsteder, Georg Bremberger,

Gerhard Kubitschek, Franz Ranzinger - Fotos: privat

v.l. Martin Wagner, Patricia Federl, Carolin Federl,

Erich Eder, Michael Hisch, Margot Bauhuber

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Wir gratulieren…

... 70. Geburtstag Georg Krallinger

Kurz nach Redaktionsschluss und vor Andruck der

Faschingszeitung gab es in den Reihen der Rentnerband

einen weiteren Jubilar: Georg Krallinger feierte am 27. Dezember

2021 seinen 70. Geburtstag. Die Geschichte zu diesen

Glückwünschen könnte auch an anderer Stelle dieser

Faschingszeitung stehen, denn: Gaudianerspiegel-Redakteurin

Carolin Federl, stets bemüht kein Geburtstagskind zu

vergessen, wandte sich am 15. Dezember an Georgs Lebensgefährtin

Wiltrud Mora und bat um ein Foto von Georgs

70. Geburtstag. Daraufhin rief Wiltrud sie an und sagte:

„So ein Foto kann ich dir leider nicht geben. Da bist du zu

früh dran. Sein 70. Geburtstag ist erst am 27.“ Tja, wer (Geburtstagslisten)

richtig lesen kann, ist klar im Vorteil.

Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag und bedanken

uns für die jahrelange Treue zu der Gaudianer-Familie und

wünschen weiterhin viel Lebensfreude und vor allem Gesundheit!

... 75. Geburtstag Heinz Wiprächtiger

Zum 75. Geburtstag unseres „Schweizers“ am 24. März

2021, überraschte Präsident Michael Hisch das Gaudianermitglied

und Mitglied der Rentnerband Heinz Wiprächtiger.

Interessante und aufschlussreiche Geschichten über seinen

„Kas“ wusste er zu berichten. Wir freuen uns alljährlich

über die heißen Kas-Brote seiner Gattin Theresia, die am 30.

Oktober ebenfalls einen Runden – nämlich ihren 70. Geburtstag

– feiern durfte. Sie versorgt beim Bad Füssinger

Umzugstreiben unsere aktive Mannschaft im „Außendienst“

immer kulinarisch. Neben dem besten Kas weit und

breit ist Heinz aber auch für seine musikalischen Darbietungen

mit dem Alphorn bei diversen Rentnerband-Ausflügen

und Feierlichkeiten bekannt.

Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag und bedanken

uns für die jahrelange Treue zu der Gaudianer-Familie und

wünschen weiterhin viel Lebensfreude und vor allem Gesundheit!

Michael Hisch, Heinz Wiprächtiger

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Wir gratulieren…

... 80. Geburtstag Renate Hallhuber

Zu ihrem 80. Geburtstag am 8. Dezember 2021 überraschten

Präsident Michael Hisch und Elferratsvorsitzender

Franz Ranzinger unsere langjährige Hoffriseurin Renate

Hallhuber an ihrem großen Jubeltag. Schöne Erinnerungen

an frühere Jahre wurden ausgetauscht und auch Wissenswertes

wussten Renate und Helmut Hallhuber zu berichten.

Renate zeichnete viele, viele Jahre für die wunderschönen,

prächtigen Frisuren unserer Prinzessinnen verantwortlich

und wusste sie geschickt und souverän in Szene zu setzen.

Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag und bedanken

uns für die jahrelange Treue zu der Gaudianer-Familie und

wünschen weiterhin viel Lebensfreude und vor allem Gesundheit!

... 75. Geburtstag Helmut Brummer

Nur wenige Tage bevor das Inselfest 2021 stattfand, feierte

ein weiteres Mitglied unserer Rentnerband Geburtstag. Helmut

Brummer wurde am 20. Juli 75 Jahre alt. Nachdem das

Inselfest nach einjähriger coronabedingter Pause im vorigen

Jahr glücklicherweise wieder gefeiert werden durfte, packten

die Gaudianer diese Gelegenheit beim Schopfe, um Helmut

noch nachträglich hochleben zu lassen. Den Geschenkkorb

überreichten dabei freilich die zwei charmanten Frauen

aus der Führungsriege der Gaudianer, Schatzmeisterin Birgit

Himmelsdorfer und Schriftführerin Margot Bauhuber.

Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag und bedanken

uns für die jahrelange Treue zu der Gaudianer-Familie und

wünschen weiterhin viel Lebensfreude und vor allem Gesundheit!

v.l. Michael Hisch, Renate Hallhuber,

Helmut Hallhuber, Franz Ranzinger

... 70. Geburtstag Josef Maier

v.l. Birgit Himmelsdorfer, Helmut Brummer,

Margot Bauhuber

- Fotos: privat

Wir Gaudianer gratulieren Josef Maier sen. recht herzlich

zu seinem 70. Geburtstag. Pandemiebedingt konnten

wir den „Kreuzer Metzger“ an seinem Ehrentag, dem 22.

November 2021, nicht persönlich besuchen, wir werden aber

gerne zu einem späteren Zeitpunkt unsere Glückwünsche

überbringen. Lieber Sepp, wir möchten es nicht versäumen,

uns für die jahrelange tatkräftige Unterstützung unseres

Vereins bei dir und deiner Familie zu bedanken und wünschen

dir weiterhin alles Gute, vor allem Gesundheit und

immer die ideale Wassertemperatur für deine kesselfrischen

Weißwürste.

Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag und bedanken

uns für die jahrelange Treue zu der Gaudianer-Familie und

wünschen weiterhin viel Lebensfreude und vor allem Gesundheit!

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Geschichten

Das verflixte Regal

Kleine Renovierung im Hause

Federl: Nachdem im Herbst der Zweitkühlschrank

– wohlgemerkt ein Fabrikat

ungefähr aus dem Jahr 1976 – in

ihrer Speisekammer kaputt gegangen

war, sollte nicht nur eine neue Kühl-

Gefrier-Kombination einziehen, sondern

auch der Raum bei dieser Gelegenheit

auf Vordermann gebracht werden.

Also wurden die Wände frisch gestrichen

und auch ein neues Vorrats-Regal

gekauft. Uli Federl fiel die Aufgabe

zu, das Regal aufzubauen – auch wenn

solche Heimwerker-Arbeiten nicht gerade

zu den Lieblingsbeschäftigungen

des leidenschaftlichen Stockschützen

zählen. Dennoch baute Uli das Regal

ordnungsgemäß zusammen. Aus Platzgründen

allerdings in seinem Hobbyraum

und nicht in der engen Speisekammer.

Nachdem der Fachmarkt des

Vertrauens den neuen Kühlschrank geliefert

hatte, wollten Uli und Ehefrau

Brigitte das Regal in die Speisekammer

an seinen neuen Platz tragen. Doch dabei

mussten die beiden dann feststellen,

dass es aufgrund seiner Maße von 70 x

70 Zentimetern leider nicht durch die

Tür passte, weil diese nur 68 Zentimeter

breit ist. Während sich Brigitte ärgerte,

dass ihr – die bei Renovierungen

im Haus normalerweise vorher alles penibel

mit dem Meterstab ausmisst – das

nicht vorher aufgefallen war, fluchte Uli

vor allem, weil er nun das Regal wieder

auseinandernehmen und erneut in der

engen Speisekammer aufbauen musste.

Musikmeister durch

und durch

Eine neue, schwierige Aufgabe hatte

Gaudianer-Musikmeister Christoph

Steinhuber zu meistern. Die beiden Hitkids-Trainerinnen

Cellina Langguth

und Marleen Uttenthaler kamen mit

etwas unklaren Vorstellungen bezüglich

der Tanzmusik zu ihm. Lediglich über

vier Lieder und zwei feste Zeitgrenzen

war man sich einig. Doch der Musikmeister

machte seinem Titel alle Ehre

und arbeitete so aktiv mit, dass spontan

ein Lied zum anderen führte und die

Musik schneller zusammengeschnitten

war, als gedacht. Durch Christophs perfektes

Gehör und seine Vorschläge, kam

den Mädels gemeinsam eine Blitzidee,

die prompt so umgesetzt wurde.

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Geschichten

Wenn die Prinzengarde zu tief

ins Glas schaut

An einem ganz normalen Freitag im Herbst hatte die

Prinzengarde wie üblich ihr Training. Anschließend war

vereinbart, dass sie gemeinsam mit der Teenygarde noch

zum Feiern nach Schärding gehen wollen. Aus diesem

Grund wurde nach dem Training schon vorgeglüht. Während

die Teenygarde schon auf dem Weg in den Club „Werkstatt“

war, sind Antonia Himmelsdorfer, Juliane Gruber,

Alina Geisberger, Celine Rosani sowie ihre Trainerinnen

Steffi Hausner und Elfi Schöberl noch „in da Halle

bigga blim“. Gegen Mitternacht machten sich Alina, Juliane,

Antonia und Celine doch auch endlich auf den Weg

nach Schärding. Dort angekommen, verspürten Alina und

Celine schon ein so dringendes Bedürfnis, dass sie noch direkt

auf dem Parkplatz bieseln mussten. Endlich im Club,

wurde gemeinsam mit den Teenygarde-Mädels ausgelassen

gefeiert. Da das Prinzengarde-Küken Alina zu diesem Zeitpunkt

noch nicht 18 Jahre alt war, musste Celine ihr immer

wieder Getränke spendieren, was freilich nur damit enden

konnte, dass es ihr und einigen anderen „den Schalter gelegt

hat“. Daher machten sich die Mädels um halb 2 Uhr

nachts wieder auf den Heimweg. Als ihr Taxi fungierte Juliane

Gruber, die gefühlt durch den halben Landkreis fahren

musste, um Alina, Antonia und Celine heil nach Hause

zu bringen. Am nächsten Tag waren die jungen Damen

entsprechend verkatert. Alina hat es gar so schlimm getroffen,

dass sie erst einmal fragen musste, was am Vortag denn

passiert sei, da sie sich an gar nichts mehr erinnern konnte.

Döner-Dilemma

Unsere stets umtriebige, dezent gesprächsaktive Ex-Prinzessin

und Schriftführerin Margot Bauhuber hatte es sich

zur Aufgabe gemacht, die Faschings-DVD´s der Saison

2019/2020 – soweit möglich – persönlich auszufahren und

so die Gaudianerinnen und Gaudianer mit einer persönlichen

Übergabe der DVD´s zu beglücken.

So fuhr sie eines Tages durch die „Ruhstorfer Gmoa“

und erkundete dabei auch die Gegend. Zuvor meldete sie

sich bei ihrer Familie brav ab mit dem Hinweis, „wenn ich

nach Hause komme, bringe ich für euch alle Döner zum

58


Geschichten

Abendessen mit. Ihr Weg führte Margot

auch nach Pillham zu den Familien

Silbereisen. Dort traf sie die

Silbereisen Maral. Und wia´s hoid

so is, und weil weder die Margot,

noch s`Maral gerne ratschn, hod´s

Maral auch gleich a Flascherl Sekt

aufg´macht. Weil für´s Ratschn war

koa Zeit, wegen den versprochenen

Dönern für ihre Männer, aber a Glaserl

Sekt geht oiwei. Irgendwann wars

aber dann doch so weit, und die Margot

spürte wieder verstärkt Döner-

Geruch in ihren Sinnen und verabschiedete

sich aus Pillham.

Am Döner-Stand in Ruhstorfs

Ortszentrum angekommen, musste

Margot feststellen, dass es bereits

kurz nach 20 Uhr war und der Döner-Stand

schon geschlossen hatte.

Davon ließ sich unsere Schriftführerin

aber nicht abschrecken, denn sie

hatte ihren Lieben zu Hause eben

Döner versprochen. Und wehe, die

Meute wird nicht ruhig gestellt… So

fuhr sie weiter nach Pocking ins Gewerbegebiet.

Dort wird der Döner-Laden schon

noch aufhaben, dachte sie sich. Aber

leider vergebens, denn auch da gingen

um 20 Uhr die Rollos herunter. Also

doch ab zu McDonalds? Nein, nein,

so schnell gebe ich nicht auf, sagte

sich Margot. Schnell nach Passau düsen?

Hm, mal überlegen. Wo gibt es

noch einen Döner-Laden? Natürlich!

Den beim EZP! Gesagt, getan. Und

schon ging es weiter vom Pockinger

Gewerbegebiet zum EZP. Dort wurde

sie erfolgreich nach ihren Wünschen

versorgt und konnte doch noch ihren

Männern zu Hause die versprochenen

Döner bringen.

Ein paar Tage später war es dann

wieder soweit und Margot wollte weitere

DVD´s an die Gaudianer-Aktiven

verteilen. Dies war ihrem Göttergatten

Andi aber zu heikel, da die

Margot wieder etwas von „Abendessen“

faselte. Andi wollte dieses Mal

lieber auf Nummer sicher gehen und

so setzte er seinen Sohn und den diesjährigen

Kinderprinzen Hannes zu

Margot ins Auto, damit seine Gattin

einigermaßen pünktlich wieder heimische

Gefilde erreichen würde und

zum Abendessen auch wieder nach

Hause kommt.

59


Geschichten

Beziehungs-Detektive

Dass Mädels untereinander gerne den

aktuellsten Klatsch und Tratsch austauschen,

ist ja nichts Neues. So auch Irina

Bachl und Patricia Federl. Die beiden

spekulierten im vorigen Sommer

schon längere Zeit, ob Irinas Schwager

Michael Bachl eine neue Freundin haben

könnte. Als Irina einmal zu Besuch

bei Patricia in der Haigramstraße war,

fuhr Michi zufällig mit seinem Auto

die Straße hinauf – was Pati in letzter

Zeit schon öfter aufgefallen war. Wieder

wurde aufs Heftigste diskutiert, ob die

vermutete Freundin vielleicht irgendwo

in der Nähe wohnen könnte. Einige

Zeit später kam das Thema wieder einmal

auf. Irina meldete sich bei Pati, um

ihr zu verkünden, sie wisse jetzt, wer Michis

Freundin sei: Und so berichtete Irina,

dass sie eines Morgens einmal ganz

früh aus dem Haus musste, als nebenan

gerade ein fremdes Auto aus der Einfahrt

von Michis Elternhaus fuhr. Irina,

ganz die Detektivin, zückte ihr Handy

und fotografierte das Auto samt Kennzeichen,

um weitere Nachforschungen

anstellen zu können. Sie schickte das

Bild an ihren Mann Thomas, der darüber

nur lachen konnte. Denn er wusste,

dass das Auto einer Freundin seiner

Mama gehört. Liebe Irina, das mit dem

Detektivspielen üben wir nochmal!

Geschwister-Paar?

Wir schreiben Donnerstag, den

11.11.2021. Das Prinzengardemädchen

Jenny Kölbl machte bei der Bekanntgabe

des neuen Prinzenpaars ein ziemlich

verblüfftes Gesicht. Denn bis dato

dachte sie, die neuen Regenten Patricia

und Martin seien ein Geschwisterpaar.

60


Geschichten

Schnell aber wurde sie aufgeklärt, dass

die beiden seit zehn Jahren ein Liebespaar

sind – und jetzt eben auch ein Prinzenpaar.

Das Spiegelei-Desaster

Verena Kinateder, eine Freundin aus

der Reiter-Gruppe der aktuellen Prinzessin

Patricia Federl, ist im Dezember

2020 nach Ruhstorf in ihre erste eigene

Wohnung gezogen und war ganz glücklich

darüber, dass sie jetzt einen Thermomix

– das Multifunktions-Küchengerät

schlechthin – hat, weil die Küche

in besagter Wohnung ziemlich winzig

ist. Einige Zeit später erzählte sie Patricia,

dass sie seit Wochen nur Fertiggerichte

isst, weil sie sich mit dem Thermomix

noch nicht so recht auskennt

und wegen Corona auch keine Vorführungen

sind. Weiter berichtete sie,

dass sie sich kürzlich ein Spiegelei braten

wollte. 30 Minuten (oder sogar noch

länger) wartete sie vor dem Herd. Doch

die Platte wollte und wollte nicht heiß

werden. Sie war schon kurz davor ihren

Vermieter zu fragen, was denn da los

sei. Weil offenbar auch die Zahlen auf

dem Drehrad, mit dem man die Hitze

der Herdplatte regelt, nicht mehr lesbar

waren, meinte Patricia, ob Verena vielleicht

versehentlich in die falsche Richtung

gedreht habe und der Herd deswegen

nicht heiß geworden sei. Eigentlich

könne sie sich das nicht vorstellen, antwortete

Verena, sie wollte es aber am

nächsten Tag noch einmal ausprobieren.

Tatsächlich erhitzte sich das Wasser

in dem Topf, den Verena tags drauf

aufsetzte, binnen kürzester Zeit. Sie hatte

bei ihrem Spiegelei-Desaster also tatsächlich

den Hitzeregler in die falsche

Richtung gedreht.

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Geschichten

Schnarchen unter

dieser nummer

Der Muina (Aigner)

Mane von den Schwaiger

Buam ist letztes Frühjahr

in der ruhigen Corona-Zeit

mit seinem Spezi

Franz Götzer aus Neuhaus

beisammen gesessen. Bei

einem Tragerl Hacklberger

haben sie waidmännisch gefachsimpelt.

Als Franz dann

nach Hause gegangen ist,

hat sich der Mane auf sein

Kanapee gelegt. um noch

etwas fernzusehen, und ist

langsam eingeschlafen. Da

klingelte auf einmal sein

Telefon – ein Anruf vom

Schreinermeister Christian

Schwenninger aus Fürstenzell,

dem er oft bei Montagearbeiten

hilft. Der Muina

ging ans Telefon und Christian

erklärte ihm die Pläne

für die folgenden Tage.

Am nächsten Morgen, als

sich die beiden wieder auf

der Baustelle trafen, meinte

Christian zum Muina:

„Wenn i di des nächste

Mal anruf, dann sagst es

bitte glei, wenn du müde

bist, dann brauch i mir ned

dei Geschnarche am Telefon

anhören!“ Tatsächlich

ist der Muina am Vorabend

während des Telefonats

eingeschlafen und hat zu

Schnarchen begonnen – das

kann er ja bekanntlich recht

gut. Tja Muina, vielleicht

verträgst des Hacklberger

Bier nicht? Probier doch

nächstes Mal des Bier von

der Löwenbrauerei Passau!

62


Geschichten

Die Hürden des Kopfrechnens

Wie einige Leute wissen, arbeitet Ex-Prinzengardemädchen

und aktuell eine der Festbräute der Feuerwehr Ruhstorf, Leonie

Brummer, nebenbei ziemlich erfolgreich und mit dem nötigen

Rechengeschick in einem Restaurant als Servicekraft.

Eines Abends war die fleißige Servicemaus selbst Gast, und

zwar in Begleitung von Cellina Langguth und Anna Geisberger.

Als es um die Rechnung ging, scherzte Leonie mit dem

Kellner des Lokals, der die jungen Frauen bereits ziemlich gut

kannte, herum, weil er die Rechnung mit dem Taschenrechner

auf die drei Freundinnen aufsplitten wollte. Leonie stichelte

scherzhaft, dass sie das alles im Kopf rechnen kann und so beschloss

sie kurzerhand, ihm unter die Arme zu greifen und die

Rechnung selbst zu teilen. Der Kellner vertraute Leonie und

kassierte jeweils den ausgerechneten

Betrag. Als Leonie,

Cellina und Anna dann noch

bei einem Schnaps zusammen

saßen, fiel ihnen auf, dass Leonie

sich verrechnet hatte und

Anna ganze zehn Euro zu viel

bezahlt hatte. So musste sich

Leonie leider eingestehen, dass

an diesem Abend ihr Gehirn

auch nicht mehr das frischeste

war. Die Rechnung wurde

natürlich berichtigt und zum

Abschluss gab es noch einen

weiteren Schnaps auf diese Rechenkünste.

63


Geschichten

64

Wussten Sie schon, dass…

… scheinbar kaputte Jacken manchmal gar nicht kaputt

sind? Das durfte zumindest Claudia Priller am 1. Dezember

2021 erfahren. Sie war an diesem Tag zu Schneiderin Anita

Linnek gegangen, um sich einen neuen Reißverschluss in ihre

sau teure, erst zwei Jahre alte Jack-Wolfskin-Jacke einarbeiten

zu lassen, „weil des Glump kaputt is“. Anita Linnek begutachtete

die Jacke, und wies Claudia darauf hin, dass der Reißverschluss

an der Jacke ein Zweiwege-Reißverschluss ist, und ein

Schieber fehlt. Also wurde der Schieber gesucht – und auch

gefunden: am oberen Ende des Reißverschlusses. Und kaum

war der Schieber wieder nach unten gefahren, war auch die Jacke

wieder repariert.

… viele Gaudianermitglieder den Fasching lieben, wie es

kaum jemand tut? So dachten sich zum Beispiel die beiden

früheren Gardemädchen Nicole „Nini“ Hahn und Alexandra

„Xsande“ Osterholzer am 11. Januar 2021 – dem Tag, an

dem ohne Corona normalerweise der Hofball der Gaudianer

stattgefunden hätte – sie feiern jedes Faschingsfest im kleinen

Kreise, komme was wolle. Der Abend nahm seinen Lauf und

es gesellte sich nach und nach auch die dazu gehörige Männerfraktion

zu Nini und Xsande. Zu später Stunde wurde auch

ein weiterer Gaudianer zu der illustren Runde eingeladen. Wagemutig

fand Christoph „Chrisse“ Huber seinen Weg von

daheim in Reiserfeld an den Bachanger. Chrisse nahm dabei

höchste Gefahren auf sich, denn zu dieser Zeit herrschte eine

strikte Ausgangssperre, und niemand konnte sicher sein, ob er

abends unterwegs nicht von der Polizei aufgehalten und nach

dem Grund seiner Fahrt gefragt wird. Aber risikofreudig wie

man den Chrisse kennt, hat er dieses Wagnis auf sich genommen

– und hatte dann sogar noch Gin und Shisha Tabak mit

an Bord.

… wahre Freundschaft

unbezahlbar ist? Das dachte

sich womöglich im Herbst

2021 auch Leonie Brummer,

aktuell Festdame der

Feuerwehr Ruhstorf zu deren

150-jährigen Gründungsjubiläum.

Leonie befand sich

im November nämlich in

häuslicher Corona-Quarantäne.

Damit sie aber nicht

völlig von der Außenwelt abgeschnitten

war, kam ihre

Freundin, die ehemalige

Karikatur: Isabell Uttenthaler

Prinzengarde-Tänzerin Verena

Dötter, zu Besuch, stellte kurzerhand einen Camping-

Klappstuhl in der Brummer´schen Einfahrt auf, und unterhielt

sich aus einer Entfernung von mehreren Metern mit

Leonie, die ihrerseits aus dem heimischen Wintergarten-Fenster

hervorlugte.

... der Berufsfeuerwehrler Thomas Bachl und sein Freund,

Trauzeuge und ehrenamtlicher freiwilliger Feuerwehrmann,

Martin Wagner, selbst im Urlaub nicht von Feueralarm verschont

bleiben? Thomas, seine Frau Irina und Töchterchen

Miriam sind im Juli 2021 gemeinsam mit Martin und seiner

Freundin Patricia Federl nach Lignano in den Urlaub gefahren.

Das Hotel war schön, das Wetter passte, sie verbrachten

viel Zeit am Strand und am Pool, Martin hatte nach kurzer

Zeit einen mords Sonnenbrand – kurzum ein gelungener

Urlaub. Doch eines Morgens wurden sie gegen dreiviertel

sechs unsanft aus den Federn gerissen. Im Hotel war der

Feueralarm losgegangen. Thomas, der vom Alarm schon geweckt

worden war, klopfte bei Patricia und Martin und gemeinsam

mit Irina und Miriam begaben sie sich alle nach

draußen vors Hotel. Als drinnen alles überprüft war, und die

Gäste wieder in ihre Zimmer konnten, bemerkte Irina, dass

sie in der Hektik nicht nur ihre Hose verkehrt herum angezogen

hatte, sondern auch die Zimmerkarten zum Aufschließen

der Tür in ihrem Zimmer vergessen hatten. So musste sie

sich an der Rezeption eine neue Karte machen lassen. Bei der

Rückgabe dieser Karte wurde Irina vom Rezeptionsmitarbeiter

dann gefragt, ob sie und Thomas irgendetwas geraucht hätten

oder ähnliches, da der Alarm offenbar von ihrem Zimmer

ausgegangen sein soll. Berufsfeuerwehrler Tom erklärte daraufhin,

dass das mit Sicherheit nicht so gewesen sein kann, da

ein Feuermelder, der Alarm schlägt, auch blinken würde – was

bei dem Melder in ihrem Zimmer nicht der Fall gewesen sei.

Bei der Kontrolle des Feuermelders durch die Hotelmitarbeiter

konnte dann auch tatsächlich nichts dergleichen festgestellt

werden. Woher der Alarm letztlich kam, und ob er vielleicht

ausgelöst worden war, damit sich die beiden Feuerwehrmänner

Martin und Tom im Urlaub nicht allzu sehr entspannen,

konnte leider nicht mehr in Erfahrung gebracht werden.


Geschichten

Wussten Sie schon, dass…

… auch Polizisten vor Irrtümern nicht gefeit sind? Ein

Polizist aus dem Gemeindegebiet Ruhstorf war im Frühjahr

mit einem Kollegen in ihrem Dienstauto auf der Autobahn

unterwegs. Rechts neben ihnen fuhr ein weiteres

Auto. Als sie beim Überholen nach rechts blickten sahen

sie, dass der Fahrer telefoniert. Als redliche Beamte konnten

sie diesen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung

natürlich nicht durchgehen lassen. So beschlossen sie, das

Fahrzeug anzuhalten. Bei der anschließenden Kontrolle

merkten sie allerdings schnell, welchem Irrtum sie aufgesessen

waren: Es handelte sich um ein Fahrzeug aus Großbritannien

– also um einen Rechtslenker. Der Mann, der

telefoniert hatte, war also der Beifahrer gewesen.

… ein Ausflug aufs Eis mitunter nicht ganz ungefährlich

sein kann? Das mussten im Winter 2021 auch Uli Federl

und Manfred Huber feststellen. Die beiden Stockschützen

wollten eines sonnigen Tages die kalten Temperaturen ausnutzen,

um auf dem Pockinger Baggersee endlich einmal

wieder auf Natureis ihrem Hobby nachzugehen. Mit der

Freude am Stockschießen wurde es allerdings nichts. Denn

kaum hatte Uli am Nordwestufer des Baggersees das Eis

betreten, krachte er auch schon durch die zu dünne Eisdecke

und stand bis über den Knöchel im kalten Wasser. Da

die beiden Männer am gegenüberliegenden Ufer zahlreiche

Menschen auf dem zugefrorenen See erspähen konnten,

hatten sich die Pechvögel wohl ausgerechnet die Stelle am

See ausgesucht, an der die Eisdecke nicht dick genug war.

… älter werden nicht immer ein Spaß ist? Das hat auch

Andreas Bauhuber, Ehemann der Gaudianer-Schriftführerin

Margot Bauhuber, zu spüren bekommen. Es war am

30.9.2021, Andis 51. Geburtstag, als Margot in ihrer Funktion

als Schriftführerin mit Gaudianer-Präsident Michael

Hisch zwecks der Jahreshauptversammlung korrespondierte.

Nachdem Michi Margot Grüße und Glückwünsche an

ihren Mann bestellt und sich erkundigt hatte, wie denn

gefeiert werde, antwortete Margot nur: „Feiern fällt aus.

Bandscheibenvorfall trifft Steißbeinbruch.“

… Prinzengarde-Betreuerin Rosi Ranzinger selbst im

Kindbett für die Faschingszeitung aktiv ist? Nur einen

Tag nach der Entbindung ihrer zweiten Tochter Theresa

war sie schon wieder

als „Paparazzi“

unterwegs, und lieferte

der Redaktion das

„Foto des Tages“ aus

Tettenweis. Sie beobachtete

nämlich den

anderen in Ruhstorf

und Umgebung weithin

bekannten Paparazzi,

Hans Nöbauer,

mit seiner Leiter, wie

er über die Kindergartenmauer

hinweg ein

Foto schoss.

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Geschichten

Der „Speib-Eimer“

Da der älteste Bauhuber-Spross Felix inzwischen flügge

geworden ist und auf Partys nicht mehr nur Spezi trinkt, erhielten

Margot und Andi hilfreiche Praxis-Tipps von Helga

Höpler, der Mutter der First-Lady Diana Hisch. Mit

drei Kindern, die Helga durch deren wilde Partyzeit brachte,

ist sie wirklich mit allen Wassern gewaschen, was Räusche

betrifft. Einzelheiten ersparen wir euch an dieser Stelle

(Diana, des kost di a Hoibe!). Als hilfreichstes Instrument

hat sich für Helga der „Speib-Eimer“ herauskristallisiert. Bei

richtiger Anwendung macht er zeitintensive Tätigkeiten wie

Flur, Treppe, oder

Badezimmer-Wischen

oder Kleidung-

und Bettwäsche-Waschen

überflüssig. Ob der

mitgegebene Speib-

Eimer eher ein Geschenk

für Felix

oder doch für seine

Mama Margot

war konnte von

der Redaktion des

Gaudianerspiegels

nicht geklärt werden.

Brille sucht Besitzer

Der Lenz Alfons ist jetzt auch nicht mehr der Allerjüngste

und braucht daher seit einiger Zeit „Augenglasl“. Er entschied

sich beim Brillenkauf für ein sportliches Metall-Gestell,

das sein jugendliches Aussehen unterstreichen soll.

Doch ganz angefreundet hat er sich noch nicht mit seinem

„Spekulier-Eisen“. Darum versucht er auch bei jeder Gelegenheit,

es loszuwerden und lässt es einfach unbemerkt irgendwo

liegen. So auch beim Faschingsauftakt am 11.11.2021

im Würmseher Stadl. Aber das Haus verliert bekanntlicherweise

nichts, und so wurde das gute Stück nach den Aufräumarbeiten

wieder zu seinem Besitzer zurückgebracht.

Also probiere er es erneut. Und zwar bei einem Besuch bei

Margot und Andi Bauhuber in Sulzbach. Und wieder lag

hier das Nasenfahrrad

noch am Tisch, nachdem

der Fonsi schon heimgefahren

war. Aber auch in

diesem Fall fand die Brille

wieder den Weg zu Alfons.

Fonsi, besorg dir

doch einfach Kontaktlinsen!

Die fallen nicht auf –

weder im Auge, noch am

Küchentisch, wenn du

wieder versuchst, sie loszuwerden.

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Geschichten

Ein „musialischer“ Fehler

Diese Geschichte liegt schon einige Jahre zurück, ist aber

zu schön, um verschwiegen zu werden. Beim Blick in die Vereinsgeschichte

entdeckte der Vorsitzende der Tanzsportgemeinschaft

TSG Ruhstorf, Frank Loose, die Begebenheit aus

dem Jahr 2013. Der damalige Faschingszug rückte näher. Der

Wagen der TSG war

gebaut, fertig gestrichen,

die Litfaßsäule

– passend zum Motto

„Best of Musical“

drehte sich. Alles war

perfekt. Am Vorabend

des Umzugs

bei der letzten Inspektion

des Wagens

fragte dann einer den

Erbauer, Rudi Sommer: „Wie ist das Thema vom Wagen in

diesem Jahr nochmal?“ Der Rudi antwortete: „Best of Musical“.

Darauf entgegnete der andere: „Und warum steht dann

oben ,Best of Musial‘“? Der Rudi wechselte die Gesichtsfarbe

von normal zu blass und antwortete selbstbewusst: „Aber

auf der anderen Seite, wo beim Faschingszug eh die meisten

Leute stehen, da hab ich es ja richtig geschrieben!“ Prüfenden

Blickes wanderten die Anwesenden einmal um den Hänger

herum. „Nein, da steht auch Musial“, mussten sie feststellen.

Wenn schon falsch geschrieben, dann wenigstens auf beiden

Seiten einheitlich, sagten sie anerkennend. Aus der Not machten

die TSG-Mitglieder schließlich eine Tugend. Rudi malte

ein C, das ausgeschnitten und mit Draht an der richtigen Stelle

im Wort unten dran gehängt wurde. Und weils niemand

gewusst hat, haben alle gedacht, es muss so sein!

Das falsche Auto

Prinzengardemädchen Antonia Langguth war eines schönen

Tages bei der Arbeit in ihrer Ausbildungsstätte mal wieder

in Gedanken versunken, was eine typische Eigenschaft für

die Spezies mit dem Namen Antonia zu sein scheint. Als sie

nach Feierabend ihren Arbeitsplatz verließ, steuerte sie zügig

auf die Stelle zu, an der sie immer ihr Auto parkt. Ihr Gefährt

ist außerdem ziemlich auffällig und leicht erkennbar mit

seinem schwarzen Dach bei ansonsten schneeweißer Lackierung.

Sie marschierte also auf ihr Auto zu, öffnete die Tür

und stieg ein. Dabei bemerkte sie allerdings schon, dass sie

das „Klick-Geräusch“ beim Aufsperren des Autos nicht gehört

hatte. Als sie dann auf dem Fahrersitz saß, schreckte Antonia

hoch, denn auf dem Beifahrersitz lag eine Flasche, die

ihr gar nicht gehörte und ihre Fußmatten waren nicht mehr

die Kunststoff-Fußmatten sondern auf einmal Teppiche. Und

auch die Mund-Nasen-Maske, die im Auto lag, war mit Sternen

bedeckt, obwohl Antonia eigentlich nur welche mit Blumenmuster

hat. Daraufhin nahm Antonia ganz schnell wieder

ihre Tasche und stieg schleunigst aus dem Auto aus. Während

der ganzen Zeit war sie bereits von einer Arbeitskollegin beobachtet

worden, die Antonia nun von oben bis unten musterte.

Ja, Antonia war tatsächlich

in ein falsches Auto mit Braunauer

Kennzeichen eingestiegen,

welches nicht zugesperrt war.

Und was lernen wir daraus? Immer

schön auf das Kennzeichen

schauen! Und liebe Leute: Achtet

darauf, immer euer Auto zuzusperren

wenn die Antonia in

der Nähe ist.

Karikatur: Marie Schwarz

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Geschichten

Weisswurst-Massaker

Der Hans

Hifinger organisiert

seit

einiger Zeit

einen Männer-

stammtisch-

Ausflug auf

den Feuerkogel.

Ein Highlight

für alle,

die dabei sein

dürfen. Die

Männer sorgen

selbst für

reichlich Verpflegung, damit es ihnen

an nichts fehlt. So auch im vergangenen

Jahr. Es sollte frische Weißwürste mit

aufgebackenen Brezen und Weißbier geben.

Thomas Silbereisen übernahm gerne

den Part, die Weißwürste aufzuwärmen.

Zwei große Töpfe auf den Herd,

Würste hinein und das Wasser kurz aufkochen

lassen. Da ist nicht viel dabei.

Doch irgendwie hat irgendwer im Anschluss

vergessen die Herdplatten abzudrehen,

so dass es die Weißwürste nicht

nur zerrissen hat, nein, die sind förmlich

explodiert!

Eine Kettensäge ist

keine Pizzaschaufel

Pizzabäcker und Eisguru Fabio Camellini,

wohnhaft bei Melanie Galba

im Bachanger, hat montags wegen dem

Ruhetag im „Eiscafé San Marco“ seines

Chefs Gino Blaco immer seinen freien

Tag. Da wird er natürlich auch zuhause

eingespannt. Bei Melanie im Garten

war einiges an altem Holz von diversen

Sträuchern und Bäumen zu zerkleinern.

Das ist ja für einen Kerl wie Fabio alles

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Geschichten

kein Problem. Er packte sich die Motorsäge,

und fing an zu schneiden. Als er bemerkte,

dass die Säge schon sehr stumpf

war, baute er diese auseinander und ging

damit zu Gregor Fischer, um sich die

Kette nachschärfen zu lassen. Als Fabio

die Kette nach einem langen Kampf wieder

in die Kettensäge eingebaut hatte,

konnte er die Motorsäge zwar starten,

aber die Kette wollte sich nicht mehr

drehen. Um Gregor nicht weiter aufzuhalten,

fuhr er mit der Kettensäge zu seinem

Freund, dem Priller Punschi. Fabio

dachte sich, der kann ihm sicherlich auch

weiterhelfen. Der Punschi schaute sich

das Gerät kurz an und bemerkte schnell,

dass eigentlich nur die Kettenbremse am

Schutzbügel ausgelöst wurde. Die Antwort

von Fabio war nur noch: „Ich muss

mich so schämen!“ Aber keine Sorge, lieber

Fabio, das brauchst du nicht! Es kann

schließlich auch nicht jeder so gut mit

dem Eislöffel oder der Pizzaschaufel umgehen!

Sicher ist sicher

Teresa Silbereisen, eifrige Nachwuchs-Gaudianerin,

musste am Morgen

nach dem Unsinnigen Donnerstag 2021

nach dem gemeinsamen Familien-Frühstück

wieder – wie alle Schüler zu der

Zeit – am Distanzunterricht teilnehmen.

Also ging sie brav auf ihr Zimmer, um

vom Homeschooling der Realschule Bad

Griesbach nichts zu versäumen. Mutter

Verena wünschte ihr noch viel Spaß

und fügte hinzu: „Pass auf“. Daraufhin

drehte sich Teresa fragend um und

meinte: „Wieso, pass auf‘? Was soll mir

denn beim Online-Unterricht schon passieren?“

Verena antwortete nur lachend:

„Du sollt beim Unterricht aufpassen, damit

du was lernst“.

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Geschichten

Klebt bombenfest

Sabine Kriegl, Ex-Prinzengarde-Majorin und Kindergardemädchen-Mama,

ist neuerdings großer Fan vom Teleshopping,

also Verkaufsshows im Fernsehen. Vor allem die pfiffigen

Produktpräsentationen haben es ihr angetan: Neulich

wurde ein doppelseitiges Klebeband gezeigt, welches man als

Schrauben- bzw. Nagel-Ersatz verwenden kann. Zur Demonstration

seiner Tragkraft wurde im Fernsehen damit eine Likörflasche

an eine rau verputzte

Hauswand geklebt. Sabine

war restlos überzeugt und orderte

das Produkt prompt! Als

es geliefert wurde, musste natürlich

auch der Rest der Familie

sofort von diesem Wunderprodukt

namens „Alien-Tape“

überzeugt werden und so klebte

sie daheim ebenfalls mit Hilfe

des Klebestreifens eine Flasche

fest an die Wand. Beim Entfernen

des „Demonstrations-Objekts“

jedoch musste Sabine feststellen, dass sich nicht nur die

Flasche, sondern auch ein halber Quadratmeter Putz von der

Mauer löste! Tipp: Sabine, häng ein schönes Bild über der

schadhaften Stelle auf – das hält mit „Alien-Tape“ auch ohne

Schrauben oder Nägeln bombenfest. Ganz bestimmt!

Post- und Telefon-Fauxpas

Als die liebe Reserl, Omi der Uttenthaler-Geschwister Isabell

und Marleen, Kleidung, die sie bestellt hatte, wieder

ans Versandhaus zurücksenden wollte, kam es zu einer kleinen

Verwirrung. Denn kurz nach dem Wegschicken kam erneut

ein Paket vom selben Modelabel an. Doch sie hatte gar

nichts Neues mehr bestellt. Schnell wurde klar, dass es dasselbe

Paket war, welches sie eigentlich hatte zurückschicken

wollen. Der Grund: Weil Omi Reserl ihre Adresse nicht überklebt

hat, schickte sie sich das Paket selbst wieder zu. Auch die

bessere Hälfte von Enkelin Marleen, Alessandro Di Filippo,

kontaktiert sich gerne mal selbst. So geschehen, als er mit

seinem Handy die Arbeits-Telefonnummer wählte und sich

wunderte, warum denn niemand abnimmt. Bis ihm auffiel,

dass er seine eigene Nummer gewählt hatte und er ja offensichtlich

nicht im Büro saß, verging einige Zeit.

Der mysteriöse Schnäppchenjäger

Im Hause Huber in Reiserfeld beobachteten die Bewohner

über längere Zeit, dass in jedem Werbeprospekt immer wieder

Schnäppchen fehlten. Das Fleckchen mit dem günstigsten

Angebot hat jemand einfach herausgerissen – aber wer? Ganz

mysteriös erschien es den Damen im Haus, als sie unter den

Backwarenangeboten ein Loch vorfanden. Über das Online-

Prospekt des Discounters wurde ermittelt welches Produkt

genau fehlte. Glücklicherweise kam man dem Schnäppchenjäger

auf die Schliche: Der den Beruf des Meisterkochs anstrebende

Christoph Huber benutzte die Prospekte als Einmerkerl

für Rezepte, die er in seinen zig Kochbüchern nachkochen

wollte. Er kauft also nicht fragwürdige, aber günstige Artikel

aus den umliegenden Märkten – außer natürlich es sind hochwertige

Kochutensilien!

Der doppelte Resch

Herbst 2021: Mariele Hösl, Franz und Waltraud Streicher

sowie Lorenz Huber und seine Frau, die Landwirtsfamilie

aus Eiching, hatten sich zum Essengehen verabredet.

Ihr Ziel war der Landgasthof Resch in Schönburg. Mariele

und die Streichers saßen bereits in Schönburg, doch die Hubers

tauchten einfach nicht auf. Wo waren sie abgeblieben?

Tja, sie waren kurzerhand nach Vornbach in den Landgasthof

Resch gefahren. Als sie dort aber Mariele und die Streichers

nicht antrafen, riefen sie beim Resch in Schönburg an,

um nachzufragen, ob sich die Gesuchten dort eingefunden

haben. Das wurde bejaht, und so fuhren schließlich auch die

Hubers nach Schönburg. Es ist aber auch ein Kreuz, mit dem

doppelten Resch…

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Geschichten

Hupen häkeln

Der Kreativladen Ruhstorf

rund um die Wollschwestern

Erika Schmidhuber-Schedina

und Marion Bachl baut demnächst

sein Programm für kreative

Hobby-Bastlerinnen und

Bastler aus Ruhstorf und Umgebung

aus. Der Kurs „Hupen

häkeln für Fortgeschrittene“

soll das umfangreiche Angebot

erweitern. Ob ergänzend auch

„Glocken gießen für Anfänger“

aufgenommen wird, ist noch

nicht final beschlossen. Interessierte

können sich bereits jetzt

einen Platz auf der Warteliste sichern.

Konfetti-Explosion

Martina Christ, Mama von Prinzengarde-Tänzerin

Julia Christ, hat sich im vergangenen Jahr für den Geburtstag

einer Freundin ein ganz besonderes Geschenk

ausgedacht. Voller Tatendrang machte sie sich an die Bastel-Arbeit.

Geplant war ein Luftballon, gefüllt mit ganz

viel Konfetti, damit die Überraschung beim Zerplatzen

des Ballons besonders groß wird. Also fing Martina an,

Konfetti in einen Luftballon zu stopfen. Als sie bemerkte,

dass das eine ganz schön mühselige Arbeit ist, dachte sie

sich, sie nimmt ab jetzt einen Trichter zum Einfüllen des

Konfetti. Doch auch das funktionierte irgendwie nicht so

gut. Nächster Versuch: Martina entschied sich, den Luftballon

ein kleines bisschen aufzublasen, und danach den

Trichter samt Konfetti wieder in den Ballon zu stecken,

damit das Konfetti hineinrutschen konnte. Was sie jedoch

nicht bedacht hatte: Die Luft, die sie zuvor schon in den

Ballon geblasen hatte, entwich durch den Trichter wieder.

Umso überraschter und geschockter war sie, als das

ganze Konfetti, das sich noch in dem Trichter befand, ihr

auf einmal explosionsartig entgegen geschossen kam, und

das ganze Wohnzimmer über und über mit den bunten

Schnipseln übersät war.

Die Zockerbraut

Ramona Kaiser wollte im vergangenen Schuljahr für

ihre Sprösslinge, das ehemalige Kinderprinzenpaar aus der

Saison 2019, Phillip und Anna, für das Homeschooling

an deren Computer das Konferenzprogramm „Teams“ installieren

und kam dabei gar nicht zurecht. Also rief sie

eine der Redaktion unbekannte Person an, um Hilfe zu

erhalten und das Problem zu beheben. Ramona fluchte ins

Telefon: „Mit dem sch*** Teams von Minecraft komm i

überhaupt ned zurecht“. Kurzes Gelächter auf der anderen

Seite der Telefonverbindung. Dann folgte die Berichtigung,

dass das Programm von Microsoft sei und nicht

von Minecraft. Letzteres wäre nämlich ein Computerspiel.

Aber nicht traurig sein, Ramona, solche Verwechslungen

können passieren.

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Geschichten

Weiterbildung

Die Zeit der Pandemie haben viele

Leute für eine Fort- oder Weiterbildung

genutzt. So auch Schatzmeisterin und

Ex-Prinzessin Birgit Himmelsdorfer.

Nach einer intensiven Schulung traut

Birgit sich nun schon, bei ihren Hühnern

daheim das „Oa obnemma“ selber

zu übernehmen. Sogar den Transport

von zehn Junghühnern – sicher verpackt

in fest verschlossen Kisten – führte

sie ganz ohne Hilfe durch. Aufgrund

der großen Erfolge liebäugelt sie jetzt

schon mit dem Fortgeschrittenen-Kurs

wie „Henhna ringaln“ und dem Profi-

Kurs „Kopf abschlag’n“. Wir wünschen

dir viel Erfolg bei deiner Weiterbildung,

Birgit!

Red Sensation –

Komm rot, geh blau

Im Sommer 2020 feierte Saskia

Steininger ihren 30ten Geburtstag gebührend

bei einer Gartenparty im heimischen

Garten im Zentrum Ruhstorfs

vis à vis der Sparkasse unter dem Motto

„Red Sensation – Komm rot, geh blau“.

Eingeladen waren natürlich alle engsten

Verwandten und Freunde, darunter

auch Melanie mit ihrem Gatten, Star-

Fotograf und Barkeeper Matthias Seil.

Für Matthias allerdings war das Motto

nicht so wirklich umsetzbar, da er absolut

alkoholfrei unterwegs ist. Böse

Zungen behaupten, er hätte sich für die

Heimreise ein blaues Poloshirt übergezogen.

Die Stripper sind da

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Auf derselben Party von Saskia

Steininger, nach vielen heiteren und

feuchtfröhlichen Stunden, kamen plötzlich

in den frühen Morgenstunden ein

paar neue, unerwartete Gäste hinzu –

allerdings nicht in rot, sondern in blauer

Uniform. Saskia sprang – leicht angeheitert

und wie immer gut drauf – hoch

und schrie erfreut: „ENDLICH kommen

die Stripper“! Zum Glück waren

diese im Dienst befindlichen Herren

der Polizei ganz brave Beamte, die

diesen scherzhaften Aufschrei mit Humor

gut aufgenommen haben. Sie waren

nämlich natürlich nicht als Stripper

gekommen, sondern nur angefordert

worden, um zu vermitteln, dass es um

4 Uhr morgens nicht mehr ganz so laut

sein müsse mitten im Ort.


Geschichten

Erfrischung für den

R asenmäher

Wolfgang Huber und seine Sabine

haben sich einen langersehnten Traum

erfüllt und ließen sich 2021 einen wunderschönen

Naturteich samt Gartenanlage

gestalten. Kein Tag verging im

Sommer, an dem die beiden nicht ein

Bad darin genossen hätten und in den

höchsten Tönen schwärmten. Kein

Wunder also, dass sich auch ihr Rasenmäher-Roboter

nach Erfrischung

sehnte und kurzerhand in das kühle

Nass eintauchte.

Die Einkaufsliste

Nachdem aufgrund der Corona-

Pandemie die Faschingssaison 2021

nicht stattfinden konnte, haben

die Gaudianer ihre Bälle, die unter

normalen Umständen mit zahlreichen

Gästen in der Niederbayernhalle

stattgefunden hätten, virtuell am

Computer gefeiert. Der Abend des

virtuellen Hofballs am 16. Januar 2021

nahm seinen Lauf und zu späterer

Stunde schalteten sich alle möglichen

Gaudianermitglieder zu der Online-

Veranstaltung dazu. Max Steinleitner

erklärte irgendwann, er schreibe gerade

seine Einkaufsliste, die er nach Vollendung

dann auch stolz in die Kamera

hielt. Was er dabei nicht bemerkte:

Der noch anwesende Zuschauerkreis

amüsierte sich frohen Herzens

über seinen Schreibfehler. Denn Max

hatte notiert, dass er am folgenden Tag

„500g Meeel“ kaufen müsse.

Kluges Bürschchen

Julian Apfel, siebenjähriger riesen

Strizi aus Karpfham, Sohn von

Julia („Bleamemadl“) und Matthias

Apfel, war zu Besuch bei der Verwandtschaft

Thomas und Verena

Silbereisen in Ruhstorf. Er bemerkte,

dass sein Onkel auch so ein sprachgesteuertes

Internetradio in der Küche

stehen hat. „Aber wie kann des

sein, die hört ja genau wie die unsere

daheim auf den Namen Alexa?“, fragte

Julian. Nach einiger Zeit, während

sich alle am Tisch den Kopf über diese

Frage zerbrachen, kam plötzlich und

unerwartet ein Aufschrei von Julian in

die Tischrunde „ I hab`s! Da is de oane

Alexa wahrscheinlich a Manderl und

de andere a Weiberl!“

73


Lass Bilder sprechen

Dazu ist nicht viel mehr zu sagen…

Die Nachfolge für unseren rasenden Reporter wäre geklärt...

Das Stockturnier der Ruhstorfer

muss ja wahnsinnig spannend gewesen

sein, wenn Manfred Lauber dabei

so gut schlafen kann.

Rudi hat das Bühnenmodell gefressen.

Beim Fotoshooting des Kinderprinzenpaares im Märchenwald von Holzhäuser

entdeckten Verena Silbereisen, Prinzessinnenmama Angelika Lüftl

und Fotograf Matthias mit Meli Seil zwei mysteriöse, zum Verwechseln

ähnliche, furchterregende Gestalten.

Die teuerste „Garage“ mitten in Ruhstorf.

Opa Günti (Höpler) im Einsatz: Mehr Sahne auf

Tisch und Frau als auf dem Kuchen.

74

Im Mai 2020 in der Münchner U-Bahn: Christoph

Huber, bist du´s?


Lass Bilder sprechen

Dezember-Fotoshooting im

Freien: Die Geschlechterunterschiede

in Sachen

„Frieren“ wurden mal

wieder bestätigt…

Welche Schürze darf´s heute sein?

Prinzen-Dasein in Corona-Zeiten:

Testen, statt

Hof halten.

Vui z´lang scho koa

Fasching mehr gwen…

Das mit dem Gugelhupf

müssen wir noch üben…

Seltsame Sachen verkauft sie

da, die Ramona Kaiser…

Neues Gaudianer-

Mitglied…

Wenn Männer im Schnee spielen...

Wenn kein Fasching ist und die Gaudianer Zeit haben…

Dem Profi mal bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Der Kollmeier Simon sollte doch eigentlich Heizöl fahren?!?

- Fotos: privat

75


Geschichten

Ablass für den

Christbaumspender?

In dem Pfarrbrief im Januar 2020 war

ein Dankesschreiben unseres Pfarrers Josef

Tiefenböck abgedruckt, bezüglich

der Christbaumspenden von der Familie

Hölzlwimmer in Kleeberg für die Kirchen

Hader, Tettenweis und die Marienkirche

Ruhstorf. Kurt Hölzlwimmer, der

großzügige Spender, meinte dazu, dass es

da für ihn doch mit Sicherheit einen Ablass

geben wird. Pfarrer Josef Tiefenböck

antwortete: „Höchstens ein Jahr Nachlass

für den Ort, wo es sehr heiß ist, wenn

man das irdische Leben verlässt!“

Ohne Schnitzel

keine Heizung

Der Gustl Huber, Tankstellen- und

Autohausbetreiber aus Pocking, ist auch

stolzer Besitzer eines schönen Sacherls in

Thalau (Gemeinde Bad Füssing). Nach

liebevollen Renovierungsarbeiten war es

dann soweit, dass die nagelneue Hackschnitzelheizung

vom Plinganser Heizungsbau

die Aufgabe bekam, das Gebäude

langsam aufzuheizen, damit der

Estrich austrocknen kann. Kurz drauf

kam es gleich zur ersten Störung. Ganz

aufgelöst rief der Gustl den Plinganser

Schose an, dass er sein Glump doch sofort

herrichten soll. Dieser kam auch

gleich ganz nervös an den kalten Ort des

Geschehens und überprüfte seine Hightech-Heizanlage.

Nach einer Weile war

das Problem gelöst: Eine Hackschnitzelheizung

kann nur funktionieren, wenn

sie mit Hackschnitzel gefüttert wird. Ein

leerer Bunker hilft da nicht viel.

Man lernt nie aus

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An der Parstinger Hütte mussten nach

vielen Jahren mal ein paar Erneuerungen

vorgenommen werden. Unter der Leitung

der Fochler Buam aus Buchet wurde

richtig was vorwärts bewegt. Beim

Betonieren des Fundamentes allerdings

bemerkten diese, dass die Hühner am

nächsten Tag den Beton ganz leicht aufkratzen

konnten. Die Jungs hatten nämlich

anstatt Zement den teureren Fertigbeton

im Sack in den Betonmischer

um Kies geschüttet – und zwar im selben

Verhältnis, in dem man normal reinen

Zement verwendet. So musste alles

nochmal erneut in den Mischer und richtig

mit Zement angerührt werden. Man

lernt nie aus!


Geschichten

Der „kaputte“

Gefrierschrank

Andreas Danner, Ehemann von

Hitkids Betreuerin Tanja Danner, ist

mit seinem Bruder in ein Elektrofachgeschäft

in den südlichen Landkreis gefahren,

um einen Gefrierschrank zu kaufen.

Nach einem langen Verkaufsgespräch

über Schubläden oder Fächer im Gefrierschrank

fiel endlich doch noch eine

Entscheidung, welches Gerät es werden

soll. Zuhause freute sich bereits Andreas

Mutter, Hermine Danner, sehr über

ihren neuen Gefrierschrank und räumte

diesen gleich ein. Zu späterer Stunde

kontrolliert der Senior des Hauses,

ob bei den eingefrorenen Lebensmitteln

auch alles in Ordnung ist. Doch,

oh Schreck! Der neue Gefrierschrank

ist kaputt! Alles taut auf! „Andi, komm

schnell, da stimmt was nicht!“ schrie

Hermine zu ihrem Sohn hinauf. Bei

genauerer Betrachtung wurde jedoch

schnell deutlich, was an der ganzen Sache

nicht stimmt. Ein Kühlschrank ist

eben kein Gefrierschrank! Ob Hermine

Danner dann doch noch zu einem neuen

Gefrierschrank gekommen ist, konnte

die Gaudianerspiegel-Redaktion leider

noch nicht in Erfahrung bringen.

Quadfahren für Anfänger

Familie Danner machte sich an einem

Sonntagabend nach einer Geburtstagsfeier

in Ruhstorf auf den Heimweg nach

Heigerting. Der Chef der Familie, Andreas

Danner, war der Meinung, dass

er mit seinem Quad schneller ist, als seine

Frau Tanja mit ihren drei Mädels mit

dem Auto. Andi schmiss sein Quad an

und fuhr zügig Richtung Heimat. Auf

halber Strecke ging der Motor aus und

er fuhr rechts ran. Tanja blieb mit ihrem

T5 Bus daneben stehen und fragte was

los sei. Ihr Gatte fluchte nur über das

„scheiß Teil“! Er suchte, wo der Fehler

sei, der sein Quad lahmgelegt hatte. Immer

mehr Bekannte fuhren lächelnd an

dem Gestrandeten vorbei. Schließlich

fand Andi den Fehler. Der Benzinhahn!

Naja, nach jahrelangem Bulldog- und

Autofahren ist Andi es nicht gewohnt,

dass der Benzinhahn aufgedreht werden

muss! Andis Damen bekamen darauf

einen Lachkrampf und suchten schnell

das Weite. Ob Andi, als er den Fehler

suchte, noch mehr am Quad beschädigt

hat, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

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Geschichten

Mit dem R ad zum R adler

Dass die privaten Feierlichkeiten der

ehemaligen Gardemädchen Alexandra

„Xsande“ Osterholzer und Nicole

„Nini“ Hahn meistens lustig enden, ist jedem

Gaudianermitglied mittlerweile bekannt.

Während eines warmen, lustigen

und feuchtfröhlichen (ein ganzes Glas

„Bowle“ puren Alkohols) Mädelsabends,

dachten sich die beiden, sie schwingen sich

aufs Rad und radln nach Kleeberg auf ein

Radler. Auf der ganzen Fahrt ins Gasthaus

Hölzlwimmer passierte trotz eines

schon gewissen Alkoholpegels nichts. Es

herrschte in Kleeberg und auf dem Heimweg

eine lustige Stimmung, bis die beiden

jungen Frauen kurz vor der eigenen Haustüre

der Übermut einholte. Xsande stürzte

mit vollem Karacho vom Rad. Das Ende

vom Lied wird hier nicht erwähnt, wäre

aber eine weitere legendäre Geschichte für

den Gaudianerspiegel.

Nächtliche Ruhestörung

Das Straßenfest im Bachanger in

Ruhstorf im Bereich des Bauhofes hatte

ja bereits im Jahr 2020 dank des bekannten

Duos Thomas Silbereisen und Nicole

Hahn schon für Aufmerksamkeit gesorgt.

Somit dachten sich Tom und Nini auch

2021, dass sie ihrem Namen und ihrem

Ruf wieder alle Ehre machen müssen. Die

beiden wollten nicht glauben, dass die liebe

Alexandra „Xsande“ Osterholzer

ohne eine Abmeldung diese Sause verpasst.

Daher überlegten sich die beiden, dass sie

Xsande einfach in ihren eigenen vier Wänden

überfallen und aufs Fest bringen. Also

klopften sie um 3 Uhr morgens so lange

an Xsandes gekipptem Schlafzimmerfenster,

bis endlich eine Rückmeldung kam.

Absolut genervt verscheuchte die schlafende

Xsande die Rasselbande mit einem bitteren

„losts ma mei Ruah“.

Der königliche

(Gips-)Handschuh

78

Dass die frisch gekürte Gaudianer-Prinzessin

Patricia Federl am Tag vor ihrer

offiziellen Vorstellung am 11.11.2021 unverschuldet

in einen Autounfall verwickelt

war und sich dabei die Hand gebrochen

hat, wissen inzwischen vermutlich die

meisten Ruhstorfer. Am 12.11., als die neuen

Faschings-Regenten auch in der Passauer

Neuen Presse mit Foto vorgestellt wurden,

ist von diesem Unfall jedoch noch

nicht berichtet worden, wenngleich man


Geschichten

auf dem Pressebild sehen konnte, dass

die linke Hand der Prinzessin eingegipst

war. Simone Kölbl, eine Freundin

der Prinzessin, hat sich am Nachmittag

daheim diesen Zeitungsbericht

noch durchgelesen, als ihre Mutter ihr

folgendes berichtete. Sie und Simones

Bruder hatten den Artikel am Morgen

bereits gelesen, woraufhin Stefan gesagt

hat: „Schau mal, was hat Patricia

denn da an der Hand? Hat die einen

Handschuh an? Das passt nicht wirklich

zu dem Dirndl-Gwand.“ Seine

Mutter antwortete: „Warum passt das

nicht? Als Prinzessin da braucht man

schon einen weißen Samt-Handschuh,

damit das auch königlich aussieht.“

Tochter Simone konnte – trotz der Tragik

der wahren Geschehnisse – unterdessen

ein Schmunzeln nicht unterdrücken

und klärte ihre Familie auf:

„Patricia hatte einen Autounfall, das ist

kein Handschuh, das ist ein Gips!“

Der selbstständige

Massagestuhl

Das Gemeinderatsmitglied und

Sulzbacher Feuerwehroberhaupt Armin

Lüftl ist voriges Jahr mit seiner

Frau Angelika zum Möbelhaus Weko

nach Pfarrkirchen gefahren. Dort

wollten sie die ultra-bequemen, elektrisch

bedienbaren „Senioren-Massage-

Sessel“ mit höhenverstellbarem Fußteil

fürs Wohnzimmer ausprobieren.

Schnell hatte sich Armin ein Exemplar

ausgesucht, setzte sich hinein und begab

sich auf die Suche nach der Fernbedienung,

um den Sessel zu steuern. Seine

Frau wählte kurzerhand den Stuhl

neben Armin. Kaum hatte sie sich darin

niedergelassen, spürte sie schon,

wie sich der Sessel bewegte. Sie dachte

sich: „Wie cool, die Sessel sind ja schon

voll Hightech heutzutage, die reagieren

auf Gewicht und beginnen schon

mit der Massage.“ Plötzlich fuhr auch

das Fußteil hoch und runter und langsam

wundert sich Angelika doch, wie

das denn alles sein kann, obwohl sie

selbst am Sessel überhaupt nichts bedient.

Ihr Mann ärgerte sich währenddessen,

dass sich bei seinem ausgewählten

Stuhl überhaupt nichts rührt und

schimpfte: „De Leid machen a immer

alles glei kaputt, nix kann man mehr

gscheid ausprobieren.“ Erst da stellte

Angelika fest: „Armin, du hast offensichtlich

die Fernbedienung für meinen

Stuhl in der Hand!“

79


Geschichten

DJ Alexa leicht verwirrt

Matthias Huber aus dem Wiesenweg

ist im vergangenen Jahr bei einem kleinen

Hausball bei Familie Silbereisen

zu Gast gewesen. Nach einigen Glaserln

Wein und sonstigen Kleinigkeiten war

die Stimmung schon so gut, dass sich

die in der Küche stehende Alexa-Musikbox

zum richtigen DJ etabliert hatte.

Kein Wunsch blieb unerfüllt. Bis auf

den einen, den Matthias zu später Stunde

noch hatte! „Alexa – spiele das beste

Lied von Wolfgang Amadeus Mozart!“,

wünschte er sich. Und Alexa spielte das

klassische Lied „die kleine Nachtmusik“.

Matthias meinte daraufhin, Alexa

hätte ihn missverstanden und äußerte

seinen Wunsch erneut: „Alexa

– spiele bitte das beste Lied von Wolfgang

Amadeus Mozart!“ Es kam erneut

„die kleine Nachtmusik“. Matthias wurde

schon ganz verrückt, weil Alexa das

Lied nicht kennt. Übrigens – alle anderen

im Raum wussten ebenfalls nicht,

was er denn gerne hören möchte. Ganz

aufgelöst und sichtlich lauter schrie er

nochmal auf Alexa ein: „Alexa! – spiele

bitte, bitte das Lied von Wolfgang Amadeus

Mozart, wo`s ums Skifahren geht!“

Plötzlich brachen alle in lautes Gelächter

aus, denn Matthias verwechselte

Wolfgang Amadeus Mozart mit Wolfgang

Ambros und seinem Partyknaller

„Schifoan“!

Wenn Fachmänner

am Werk sind

80

Martin Höpler, der Schwager

unseres Gaudianerpräsidenten Michael

Hisch, baut mit seiner Frau Verena in

der Blumenau gerade ein schmuckes

Eigenheim. Im Juni 2021 war der Präsi

einmal auf Baustellenbesuch. An diesem

Tag sollten die Dachrinnen ans Haus

angebracht werden, damit anschließend

das Dach eingedeckt werden kann. Das

Ausmessen, wie viele laufende Meter

Dachrinne denn benötigt werden, hat

Martin selbst übernommen, schließlich

arbeitet er schon seit seiner Lehrzeit

bei der Firma Gottlieb, die auf solche

Arbeiten spezialisiert ist. Bei seinem

eigenen Haus hat Martin jedoch

ziemlich schlampig gemessen, wie sich

herausstellte. Er hat nicht daran gedacht,

die Dachvorsprünge miteinzurechnen.

Ein Fehler, der einem Fachmann wie

ihm eigentlich nicht passieren dürfte. So

hat er durch diesen Fauxpas kurzzeitig


Geschichten

seine eigene Baustelle zum Stillstand

gebracht, weil er fünf Meter zu wenig

Dachrinne organisiert hat und die

weiteren Arbeiten erst einmal nicht

fortgesetzt werden konnten. Aber so ist

das halt, wenn Fachmänner am Werk

sind…

Der neue Pool

Bei Familie Ulrike, Thorsten, Cellina

und Antonia Langguth – im Volksmund

als Familie „Lang und Gut“ bekannt

– hatte voriges Jahr ebenfalls das

Zeitalter eines mobilen Pools im Garten

Einzug gehalten. Und dabei ließen

sich die Langguths nicht lumpen, es

durfte schon ein größeres Teil sein, in

dem man auch recht ordentlich plantschen

kann. So starteten die Langguths

nach einem ausgiebigen und aufwändigen

Aufbaumanöver auch damit,

das kühlende Nass einlaufen zu lassen.

Stundenlang plätscherte das Wasser

in den nigelnagelneuen Pool hinein

und die Vorfreude von Celli, Töni, Ulli

und Thorsten war enorm. Mit der Zeit,

nach stundenlangem Warten, wurde

aber die Ungeduld dann doch spürbar

mehr, denn der Wasserstand wollte

nicht wirklich kräftig steigen und die

Bikini´s wollten doch in Szene gesetzt

werden. So wurden die vier dann doch

irgendwann stutzig, warum denn der

Pool einfach nicht volllaufen wollte, bis

sie schließlich dann doch irgendwann

merkten, dass sie den „Stöpsel“ nicht

eingesteckt hatten.

Straubing? Landshut?

Hauptsache Niederbayern

Sven Scheuschner und sein Herzerl

die Steffi, sind voriges Jahr freudestrahlend

losgestartet, um das neue E-Auto

abzuholen und nach Hause zu bringen.

Mit dem Navi starteten sie auf der

Autobahn Richtung Norden und waren

nach einer Weile auf der A3 auch schon

in Straubing angekommen. Dort wollten

sie dann die genaue Adresse eingeben

und wurden immer verdutzter, da

das nicht funktionierte und die Straße

von ihrem Navigationsgerät nicht erkannt

wurde. Schließlich, nach längerem

Suchen, schauten beide dann doch

nochmal in den Unterlagen nach, ob sie

denn die richtige Straße und Anschrift

eingegeben hätten. Dem war auch so,

aber die Anschrift befand sich nicht in

Straubing, sondern in Landshut…

81


Geschichten

Der Josef-Jesus?

Es begab sich beim Ostersonntagsgottesdienst,

dass unser Ortspfarrer

Monsignore Josef Tiefenböck Folgendes

in der Kirche berichtete: Pfarrer

Josef war beim Gottesdienst in Hader

im Einsatz und eine Mutter wurde von

ihrem kleinen Sohn gefragt, wer denn

das sei. Woraufhin die Mutter dem

Söhnchen erklärte, dass das der „Josef“

ist. Zu Hause angekommen fragte

der Papa seinen Filius, wer denn da in

der Kirche gewesen sei und der Kleine

antwortete ganz freudestrahlend, „des

war der Jesus“!

Schwupp, schon war

die Augenbraue weg

Feuerwehrmann Ralf Aigriner hat

ein gutes Werk tun wollen, und sich

vorgenommen, den Grill der Feuerwehr

zu putzen. Allerdings hatte irgendjemand

davor die Gasflasche nicht

zugedreht. Als Ralf dann alle Flammen

am Grill eingeschaltet hat, loderte

eine Stichflamme in die Höhe und

brannte ihm die Augenbrauen und ein

paar Haare weg. So was kann auch nur

einem Feuerwehrler passieren…

Blind wie ein Maulwurf

82

Endlich im Kreise der Adeligen! Am

11.11.2021, als endlich das große Geheimnis

„geLüftelt“ werden konnte,

dass das diesjährige Kinderprinzenpaar

Mathilda Lüftl und Hannes

Bauhuber (beide aus Sulzbach am Inn)

sein werden, war die Freude riesig. Sofort

kamen auch aus allen Richtungen

über WhatsApp die Glückwünsche

auf die königlichen

Elternpaare

zu. So auch

bei Prinzen-Papa

Armin Lüftl,

der trotz maximaler

Schriftgröße

am Handy

(ein Buchstabe

ist ca. 1 cm groß)

ohne Brille, dafür

mit zwei Promille

„Sehstärke“,

überhaupt nichts

lesen konnte.


Geschichten

Man muss sich nur zu helfen wissen

Die 3. Gaudianer-Schatzmeisterin Lisa Berger hat Mac-

Gyver-Qualitäten. Bei einem Wirtshausbesuch im Tirol-

Urlaub rutschte ihr kleiner Sohn Jakob beim Essen mehrfach

durch den Hochstuhl. Lisa hat das Problem allerdings

schnell analysiert und souverän gelöst, indem sie kurzerhand

den Schnürsenkel aus ihrem Schuh entfernte und den

Kinderstuhl um eine Mittelstrebe ergänzte.

Das Kreuz mit der Couch

Cellina Langguth, aktive Prinzengarde-Tänzerin und

Hitkids-Trainerin, hat sich eine neue Couch bestellt und

wartete schon sehnsüchtig darauf. Eines schönen Wintertages

war es endlich soweit, und die Couch traf zuhause

ein. Cellina und Mama Ulrike waren sehr motiviert, die

Couch zu zweit und ohne fremde Hilfe aufzubauen. An

sich ist so etwas keine so wahnsinnig schwierige Sache, da

es sich lediglich um zwei Teile gehandelt hat. Als die beiden

Frauen die Couch

zusammengebaut hatten

und das erste Probesitzen

machten, ist

ihnen jedoch aufgefallen,

dass sich die Couch

nicht ausziehen lässt.

Als sie die Couch daraufhin

noch mal mühsam

auseinander bauten,

bemerkten sie, dass

da wohl noch ein Seil

war, das verhinderte

die Couch ausziehen zu

können. Also beschloss

Uli kurzerhand die besagte

Schnur durchzuschneiden.

Als das erledigt war, wurde die Couch erneut

zusammengebaut. Als sie fertig waren, bemerkten sie abermals,

dass beim Ausziehen der Couch das bewegliche Teil

jetzt komplett herausfällt und nicht mehr standfest ist. Der

Fehler war klar ersichtlich: Die besagte Schnur war nicht

zum Durchschneiden gedacht, sondern sehr wohl dazu,

um die Couch beisammen zu halten. Also mussten Mutter

und Tochter die Couch ein drittes Mal auseinander bauen

und die Schnur wieder mühevoll zusammenknoten –beziehungsweise

festtackern.

83


Geschichten

Wussten Sie schon, dass…

… das neu gekürte Prinzenpaar Patricia Federl und Martin Wagner etwas

mit dem britischen Prinz Charles gemeinsam hat? Nicht? Wir verraten es Ihnen:

Nachdem coronabedingt auch die Ballsaison 2022 nicht durchgeführt werden

kann, teilen Patricia und Martin das Schicksal, das Charles schon seit vielen, vielen

Jahre kennt: Sie warten darauf, endlich richtig die Regentschaft übernehmen zu

können. Die Gaudianerspiegel-Redaktion drückt euch die Daumen, dass das Warten

in der Faschingssaison 2023 belohnt wird! Aber wenn wir schon gerade bei den

Royals sind: Wussten Sie im Übrigen, dass Prinzessin Patricia auch noch eine Gemeinsamkeit

mit Herzogin Kate hat? Hier wollen wir allerdings nicht zu sehr ins

Detail gehen, um Prinz Martin nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Wir nennen

nur ein Stichwort: „Waity Katie“ . . .

… der Robert Gimpl, stolzer Besitzer eines

eigenen Wohnmobiles, im letzten Frühjahr einmal

sein Reserverad überprüfen wollte? Robert

musste das Wohnmobil dazu allerdings auf

Holzkeile fahren, damit es an Bodenfreiheit gewinnt.

Der Grund: die Ausprägungen des Besitzers,

also quasi sein Körpervolumen, war zu

groß, um unter das Wohnmobil zu kommen.

Karikatur: Marie Schwarz

… der Gaudianer-Elferratsvorsitzende Franz Ranzinger sein Handy unfreiwillig

zerstört hatte und notgedrungen mit einem Nothandy zurechtkommen musste?

Er ärgerte sich bei jeder Gelegenheit, da das Ersatzhandy einfach nicht leistungsfähig

war und seinen Ansprüchen nicht ansatzweise gerecht wurde. Unbestätigten

Gerüchten zufolge, war das Handy noch mit echten Tasten ausgestattet und war

selbst für WhatsApp nicht wirklich erreichbar. Der Präsident der Faschingsfreunde

Malching, Mario Nebauer, ein stets seriöser und aufgeschlossener Semi-Mini-

Golfer, Star-DJ und Wassermelonen-Kaltgetränk-Genießer, immer für eine spontane

Aktion zu gewinnen, versteht sich als Experte von mobilen Endgeräten. Und

so trafen die beiden im Hause Ranzinger in Hader-City zusammen, um sich wieder

mal sachlich und engagiert auszutauschen. Ganz nebenbei kam es auch, dass

aus einem spontanen Treffen, eine sehr euphorische und ausgelassene Zusammenkunft

wurde. So freute sich Franzi sehr, dass sein Handy nach der Reparatur endlich

wieder zurück geliefert worden war und er zeigte es gleich seinem Besucher

Mario. Dieser hielt, wie gewohnt sehr vorsichtig in der Handhabung, auch gleich

das „neue“ Teil in Händen, um es zu begutachten. Doch der Vorsicht war leider

nicht genüge getan, und so crashte das eben zurückbekommene Handy erneut,

und Franzi musste fortan wieder mit seinem „Tastentelefon“ hantieren.

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Geschichten

Wussten Sie schon, dass…

86

… beim Festbitten der Ruhstorfer Feuerwehr einige

Sachschäden und sogar Personenschäden zu beklagen waren?

Zunächst startete die vereinsinterne Feier recht amüsant.

Die Festdamen samt Festmutter wurden in einer

Limousine abgeholt und publikumswirksam im Schritttempo

durch Ruhstorf kutschiert. Beim Kegeln mit einem

Feuerwehrschlauch statt einer Kugel – nur eine der zahlreichen

Aufgaben, die die Festdamen den Feuerwehrlern

stellten – traf nur Kommandant Gerhard Kubitschek

alle Neune. Dafür nahm er es beim Scheitl-Knien nicht

so genau. Um nicht zu sagen, er nahm die Aufgabe nicht

ernst. Seine Ehefrau und gleichzeitig Festmutter Roswitha

Kubitschek hatte allerdings damit gerechnet, da das

zuhause nicht anders ist. Die Knie von Vertrauensmann

Gerd Danninger waren nach dem langen Scheitl-Knien

gar so lädiert, dass er ein paar Tage nicht mehr gehen konnte.

Vorstand Edith Graml hingegen hat das Scheitl-Knien

eiskalt durchgezogen und den Männer gezeigt, wo der

Bartl an Most holt.

Auch beim nächsten Spiel mussten sowohl die Mitglieder

der Feuerwehr als auch die Festdamen Federn lassen.

Bei dem Spiel „Familie Meier“, bei dem es vor allem um

Schnelligkeit geht, hätte niemand gedacht, dass Roswitha

Kubitschek soooo schnell ist. Um gegen sie und die

anderen Festdamen eine Chance zu haben, gab auch Daniel

Linnek sein Bestes und zerriss sich dabei seine nigelnagelneue

Hose. Noch mehr Einsatz zeigte 2. Kommandant

Christian Mann,

der während des Laufens

die Sohle seiner Schuhe

verlor. Wohlgemerkt

seiner Hochzeitsschuhe.

Doch das ist alles nichts,

gegen die Lädierungen

der Festdamen. So waren

Sarah Liebl und Anja

Kubitschek so eifrig bei

der Sache, dass sie sich jeweils

einen Zeh verletzt,

beziehungsweise gebrochen

haben. Verletzt hat

sich später auch René

Köpner. Und zwar am

Knöchel, weil er zu intensiv

getanzt hatte. Das

machte er jedoch einige

Wochen später, beim Patenbitten

im Gasthaus Taubeneder in Grund wieder wett,

wo er fast den ganzen Abend schlafend über dem Tisch

hing. Doch auch das schönste Fest geht einmal zu Ende.

Rochus Graml machte sich zu Fuß auf den Weg nach

Hause, weil ihn niemand heimfahren wollte. Auf halber

Strecke ist er allerdings wieder umgedreht, da ihm der Weg

zu weit war. Zumindest war Rochus dem Florian Domani

da schon einen Schritt voraus. Dieser war nämlich nach

dem Fest im Würmseherstadl „eingesperrt“. Dachte er zumindest,

denn er hätte den Stadl jederzeit aus eigener Kraft

verlassen können.


Geschichten

Wussten Sie schon, dass…

… Gaudianerpräsident

Michael Hisch neuerdings

auf seinen Spaziergängen

Stärkungs-Pausen

einlegen muss? Im Juni

2021 machte er sich vom

Aufeld aus in Richtung

Karl-von-Moreau-Straße

zu Familie Scheuschner.

Doch auf halbem Weg

war erst einmal „Tank

und Rast“ angesagt. Passenderweise in der Wasserfeldstrasse

bei Stefanie Scheuschners Mama Edith Bremberger.

Die kredenzte dem Präsi zur Kräftigung erst einmal ein

Rüscherl, bevor er seinen Weg fortsetzen konnte.

… Gaudianerpräsident Michael Hisch keinen grünen

Daumen hat? Damit die Pflanzen in seinem Büro im

KWA Stift Rottal in Bad Griesbach wenigstens eine kleine

Überlebenschance haben, hat die Hauswirtschaftsleitung

der Einrichtung dem Chef diesen Sommer eine kleine

grüne Gießkanne samt Anleitung auf den Schreibtisch gestellt.

Darauf befand sich ein gelber Klebezettel mit folgender

Aufschrift: „Pflegeanleitung neuer Pflanzen (brauchen

nicht viel): Ab und an

ein wenig Wasser, 1x

täglich ein Lächeln“.

Ob er diese beiden

Aufgaben bei seinem

stets vollen Tagesplan

noch in seinem Terminkalender

unterbringen

konnte, ist

der Redaktion leider

nicht bekannt.

… Navis manchmal echt ihre Tücken haben? Das hat im

Dezember auch Familie Federl feststellen müssen. Nach

dem Unfall von Patricia musste ein neues Auto für die Faschingsprinzessin

her. Fündig wurde Patricia bei einem Gebrauchtwagenhändler

in Nürnberg. Weil Patricia arbeiten

musste, sind ihre Eltern, Uli und Brigitte, samt Schwester

Carolin an einem Dienstag Anfang Dezember nach Nürnberg

gefahren, um Patricias neues Auto abzuholen. Vor der

Abfahrt tippten sie zu Hause das Ziel in ihr Navi ein, und

los gings die A3 hinauf Richtung Nürnberg. Doch schon

bald wurden die Nerven der Familie Federl gehörig auf die

Probe gestellt. Denn das Navi verkündete, kaum dass sich

das Fahrzeug auf der Autobahn befand, bei jeder – und

zwar wirklich bei JEDER – Autobahnausfahrt, dass sie dieselbe

verlassen sollten. Endlich in Nürnberg angekommen,

fragte Uli gleich den Autohändler um Rat, was das blöde

Navi denn für einen Fehler haben könnte, wenn es so blödsinnige

Ansagen macht. Der Mitarbeiter ließ sich kurz das

Problem schildern, tippte auf dem Navi herum, und hatte

den Fehler schnell gefunden: Bei dem Gerät war eingestellt,

dass bei der bevorzugten Routen-Auswahl Autobahnen vermieden

werden sollen.

87


Geschichten

Ausser Spesen nix gewesen…

Im Oktober 2021 hat sich Gaudianer-Präsident Michael

Hisch als Taxi für eine Fahrt nach Schärding zur Verfügung

gestellt. Bei dem Termin im Wirtshaus zur Bums’n

sollte mit den Bums’n-Chefs die Bewirtung der kommenden

Faschings-Saison besprochen werden. Zeitlich schon

knapp dran, holte Michi erst seine Schatzmeisterin Birgit

Himmelsdorfer in Rottersham ab, um anschließend noch

Schriftführerin Margot Bauhuber in Sulzbach „aufzulesen“.

Nach mehrmaligem Sturmklingeln bei Margot und

einem Anruf auf dem Handy stellte sich heraus, dass die sich

um eine Stunde vertan hatte und noch seelenruhig einen

Spaziergang machte. Da die Zeit nun drängte, fuhren Michi

und Birgit schon alleine voraus. Recht zügig ging es über

die alte Grenze und rasant am Burggraben entlang in Richtung

Bums’n, wo die Wirte Heli und Herbert bereits warteten.

Gemeinsam wurden die Rahmenbedingungen für die

Saison 2022 besprochen und alle freuten sich auf den kommenden

Fasching. Doch es sollte anders kommen: Im November

machte sich wieder mal Corona breit, sodass der Fasching

2022 leider abgesagt werden musste. Im Dezember

folgten weitere schlechte Nachrichten – allerdings nur für

Michi – per Einschreiben von der Bezirkshauptmannschaft

Schärding: Kleiner Tipp: Michi, mach’s beim nächsten Mal

einfach wie sonst auch immer und lass dich abholen!

Der vielbeschäftigte Rentner

88

Jahreshauptversammlung des Wirtschaftsfördervereins

Ruhstorf im Toniwirt: Der Ruhstorfer Haus- und Hofberichterstatter

Hans Nöbauer war bei diesem Termin selbstverständlich

als Pressevertreter anwesend. Am selben Tisch

saß auch sein Gaudianer-Kollege, Ehrenpräsident Jürgen

Marks. Der Hans bestellte sich, was für ihn eigentlich ungewöhnlich

ist, ein Viertel Veltliner. Als die Bedienung das

Getränk brachte, konnte Hans es nicht erwarten zu trinken.

Statt dem Weinglas nahm er jedoch die Karaffe, setzte

diese an die Lippen und trank daraus seinen Wein. Jürgen

machte ihn darauf aufmerksam,

dass er das falsche

Glas erwischt hat.

Das war dem Hans sehr

peinlich und er entschuldigte

das Versehen damit,

dass er zur Zeit wieder

jeden Tag um 6 Uhr

früh zu arbeiten beginnt,

weil er ja so viel zu tun

hat. Der Arme. Er ist ja

schließlich Rentner!


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Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung !

Auto & Verkehr & Transport

Auto Fuchs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Autolackiererei Gerhard Höchtl ........61

Danninger Spezial Transporte ........ 88

Haversath Kfz-Sachverständigenbüro. ...31

Hifinger Speditions GmbH .......... 68

HNT Huber Markus ...............80

Hutsteiner KFZ Prüfstelle ........... 89

Labitsch Thomas Handel & Transport. ..52

Meier Franz Landmaschinen ..........81

Schnellhammer Transporte .......... 84

Schuster Automobile. ............... 56

Urlhardt Josef Transporte Bagger .......71

Bauen & Wohnen

Artmeier Bau GmbH ............... 84

Berger Architekten BDA - BDB ....... 72

Bichlmeier Bau GmbH. .............66

Deisböck Baugeschäft. ...............61

Dietl Hermann Dipl.-Ing. (FH) ........21

Eichinger Johann Baggerbetrieb. ...... 68

Erbersdobler Ziegeltechnologie. ....... 78

Fischer Gregor Zimmerei ............ 65

fritz-küchen ... das Schöne leben. ...... 92

Gerauer Bodenst. Inh. Stefan Gruber. .. 72

Hösl Holz .........................13

Huber G. Zimmerei Kleeberg. .........53

Huber Thomas Möbeldesign ..........91

Immobilien Hallabrin. .............. 29

Jodlbauer Ingenieurbüro GmbH ...... 79

Kasberger .........................55

Leeb Georg Innenarchitekt. ...........59

Mörtlbauer Baumaschinen ........... 62

Orth Wintergarten .................80

Ramesberger Gerhard Zimmerei .......59

Renaltner Wintergartenbau ..........60

Spröba Alutechnik ..................17

Stadler Erwin Mietpark-Erdarbeiten ... 65

Steinleitner Max Baggerbetrieb ........ 5

Stoeckl Wohncreation. .............. 26

Wagmann Ing.-Büro. ............... 57

Wagner Möbelmanufaktur. ..........69

Würmseher Architekturbüro ......... 26

Zöls Kieswerk .....................64

Essen & Trinken

Bernauer Getränke .................60

Besenhart Gasthof ................. 78

Freudenstein Metzger ............... 73

Gasthaus Innblick. ................. 86

Gasthof Bauer. .................... 54

Göttlinger Gasthaus ................77

Gstöttl Getränke .................. 79

Hasenberger Gasthof ................81

Hölzwimmer Gasthaus Kleeberg .......53

Kreuzer Metzgerei ..................12

La Locanda Ristorante ...............85

Loher Gasthaus. ....................61

nahkauf HUFNAGL ............... 42

Ramsauer Thomas .................67

San Marco Eiscafe ................. 82

90

Steer Metzgerei .................... 84

Toni Wirt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Wagner Bäckerei-Konditorei-Cafe ..... 26

Winklhofer‘s Hofladen. ..............83

Wirtshaus zur Bums‘n ...............58

Gesellschaft & Soziales

AWO Kreisverband Passau Süd e.V. ..21

Haus Sonnengarten .............. 24

KWA Klinik Stift Rottal ......... 86

KWA Stift Rottal .................83

Gesundheit & Medizin

Auer Anna Physiotherapie ...........77

Dr. Andreas Michels Zahnarztpraxis ... 57

Fasching Robert Zahnarztpraxis ......70

Kaiser Claudia Praxis für Physioth. .....23

Krause Andrea Praxis phys. Therapie ... 65

Müller Augenoptik Uhren Schmuck ....59

Resch Korbinian. .................. 43

Sommer Barbara Marienapotheke ..... 57

Stang Sehkomfort. ................. 42

Therme Eins ...................... 50

Zahnarztpraxis Dr.Ulrich Resch .......59

Handel & Mode & Shopping

DEKO BETZ Party & Carneval ....... 2

Gottlieb Handel & Vertrieb ..........76

Hackschnitzel Fischer. .............. 89

Huber Markus .................... 82

Kratz & Renner Agrarhandel ..........81

Luna Katrin Apfel. ..................4

Prabatsch ........................ 34

Quebag Fachmarkt. ................ 87

RHG Rottal ......................77

Ruta-Toys ........................ 27

Schuhbar Schärding ................ 63

Seiler Moden Wiprächtiger. .......... 73

Handwerk & Elektro

Aigriner Fliesenlegermeisterbetrieb ....60

Bauer Hannes Heizung. ..............53

Brummer Hannelore Haar Atelier ..... 22

Brünninger Elektro. .................9

Buchinger Elektrotechnik. ........... 22

Deml Seifensiederei und Zimmerei .... 57

die frisörin ........................71

Ehgartner Heizung & Sanitär. ........76

Elektro Service Auer ................ 78

Faschingbauer Elektro ...............71

Förster Malermeister. ................52

Gerauer Stefan Elektrotechnik .........31

Graml Fliesenleger-Fachbetrieb ........23

Haarstudio Magarita Lier. ...........60

Harbeck Metallbau. .................81

Hausner Rudi Heizung. ............. 34

Kilbertus Haustechnik / Konrad Lang ...61

Kleinert Glaserei. ...................25

Konzept Floral Julia Silbereisen ........ 5

Lechner Montageservice. .............21

LTS - Licht- u. Tontechnik. .......... 65

Pimiskern Manfred Fliesenleger ........ 5

Priller Gärtnerei ................... 82

Probsteder Jens Haustechnik ..........71

Ruhstorfer-Metall-Manufaktur ........91

Salon Hairfashion Sabine Buzov ...... 43

Schärtl Elektro .................... 42

Seifert Maler- und Lackierermeister ....80

Silbereisen Michael/R. Karlstetter ..... 72

Stiglmeier GmbH .................. 26

Weiß Elektro ......................59

Werner Malerbetrieb Farbhandel ...... 63

Hersteller & Industrie

Ascentronic Gerätebau GmbH ........60

ESB Energie Südbayern ............. 87

Gimpl Brennstoffe ..................19

Hallhuber Sonja ................... 73

happy rain Würflingsdobler GmbH .... 62

inntal-kühlung Gerhart Schachinger ...69

MF Steuerungstechnik GmbH. ........15

OMV-Tankstelle. .................. 42

Praml GmbH ......................83

Rolls-Royce. .......................85

Recht & Geld & Versicherungen

Allianz Angelika Brummer. .......... 78

Allianz Thomas Gimpl e.K. . . . . . . . . . . .25

Kittel Willi Steuerberater ............. 5

Kompas-SD Versicherungsagentur .....76

Österreicher E. Versicherungen ....... 88

Peschl Versicherungs Büro ........... 34

Rottaler Raiffeisenbank eG ..........80

Sparkasse Passau. .................. 79

Reise & Übernachtung

Altmannsberger Busunternehmen ..... 63

Diendorfer Reisen. .................69

Service & Dienstleistung

Agrolohn. ........................ 56

Ammermüller Thomas Fotografie ......16

Anders Arbeiten von A bis Z. ......... 22

CB ADDATA GmbH. ...............14

Eichinger Druck & Werbetechnik ......23

Foto Studio Völkl Renate .............9

Gemeinde Ruhstorf .................35

Hahn - Photography. ................12

Heidenberger Industrieklettern ........9

Hirsch Städtereinigung. ............. 79

Huber Thomas Lotto ................61

IN(N) Motion .................... 68

Passavia Druckservice. .............. 43

Rottal Werbung ...................69

Seil Fotografie. .................... 84

Sühring Rainer design ...............23

Sport & Freizeit

Big Cash Spielhalle Tom Vegas. ....... 68

Kreativladen Schmidhuber-Schedina . . . 24

Müller Sport ...................... 27


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