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Eine Koalition der Arbeitsverweigerer

Trotz steigender Rekordinflation verweigert Schwarz-Grün echte Entlastungsschritte

Trotz steigender Rekordinflation verweigert Schwarz-Grün echte Entlastungsschritte

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Nr. 30/31 . Donnerstag, 4. August 2022

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Neue Freie Zeitung (NFZ), Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a,

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ÖVP-Landeshauptmann lässt

die Salzburger im Stich

Zunächst hat ÖVP-Landeshauptmann Wilfried Haslauer die Erhöhung

der Förderungen für Photovoltaik und der Energieberatung

als Mittel gegen Preissteigerung angesehen. Jetzt „überlegt“

er weiter, statt das fertige FPÖ-Hilfspaket umzusetzen,

kritisiert FPÖ-Landeschefin Marlene Svazek. S. 13

Eine Koalition der

Foto: FPÖ Salzburg

Arbeitsverweigerer

Trotz steigender Rekordinflation verweigert Schwarz-Grün echte Entlastungsschritte

S. 2/3

Das Land ist reif für

einen Kurswechsel!

Foto: FPÖ/Alois Endl

Walter Rosenkranz im Interview und beim ersten Wahlkampfauftritt – S. 4/5

PARLAMENT

AUSSENPOLITIK

WIEN

MEDIEN

Asylkrise vor der Tür

Nur ein „Spardiktat“

Rotes Abzock-Modell

Schafft die GIS ab!

37.500 Asylanträge hat die

rot-schwarze Koalition 2016 als

machbare Obergrenze für Österreich

angesehen. Im August wird

diese Obergrenze heuer bereits

erreicht werden – und ÖVP-Innenminister

Karner wohl auch weiterhin

nur untätig zusehen. S. 7

Einen „Gas-Notfallplan“ wollte

die EU-Kommission vorlegen, weil

der organisierte „gemeinsame Einkauf“

nicht funktioniert. Herausgekommen

ist ein „Spar-Diktat“ mit

enormen Machtbefugnissen für

Brüssel, das die Mitgliedstaaten

abgelehnt haben. S. 8/9

Wie das SPÖ-„Entlastungsmodell“

funktioniert, zeigt sich in Wien.

Der Bürgermeister hat nicht nur

die Kommunalgebühren hinaufgeschnalzt

und Wohnen verteuert,

sondern auch die Preiserhöhungen

„seiner“ Energieversorger

durchgewunken. S. 11

In Frankreich hat das Parlament

die Rundfunkgebühr abgeschafft.

In Österreich soll hingegen dem

ORF mehr „Spielraum“ für die Ausweitung

der GIS gewährt werden.

Nur die Freiheitlichen sind klar dagegen

und fordern die Übernahme

des französischen Modells. S. 14


2 Innenpolitik

Neue Freie Zeitung

Foto: NFZ

Andreas Ruttinger

andreas.ruttinger@fpoe.at

AUS DER

REDAKTION

Würde unsere schwarz-grüne

Bundesregierung engagiert handeln,

statt in den diversen Kommissionen,

Gremien oder dem

„Krisenkabinett“ heiße Luft zu

produzieren, dann wären Coronaund

Teuerungskrise längst gemeistert

und die CO2-Reduktion locker

erreicht.

Geeint in Angst

Indem sie aber versucht, den

massiven Vertrauensverlust in der

Bevölkerung durch Dauer-Lobhudelei

über ihre „großartigen Maßnahmen“

zu reduzieren, erhöht sie

diesen nur. Sollten sich Schwarz-

Grün – und ihr Schutzpatron in der

Hofburg – geeint in Angst darauf

versteifen, diese Katastrophenvorstellung

bis zum Ende der Legislaturperiode

aussitzen zu wollen,

dann werden beide Parteien bei der

Wahl 2024 wohl um den Einzug in

den Nationalrat zittern müssen.

Aber vielleicht wird es gar nicht

so lange dauern. Wer weiß schon

heute sicher, wen die Österreicher

am 9. Oktober als Bundespräsidenten

in die Hofburg wählen?

Davor wird am 25. September

schon in Tirol gewählt, wo die

ÖVP derzeit in Umfragen erstmals

unter 30 Prozent liegt.

Da scheint es mehr als nur ein

Gerücht zu sein, dass in der ÖVP

bereits intensiv nach einem Nachfolger

für Karl Nehammer gesucht

wird, damit der ÖVP nicht der

Absturz droht, den die Umfragen

signalisieren.

Denn im kommenden Jahr wird

in einem weiteren schwarzen

Kernland gewählt, in Niederösterreich

– und dazu auch noch in

Kärnten und Salzburg.

Kurz war die türkise Schadenfreude

nach „Ibiza“, jetzt hat Blau

die reaktivierten Alt-Schwarzen

schon wieder überholt. Und wer

weiß, was am 9. Oktober passiert.

Alte Hüte und halbleere G

Krisengipfel ohne Ergebnis: Regierung lobt nur sich selbst und hofft, das

Keine spürbare Entlastung für die Bürger und erst halbgefüllte

Gasspeicher. Das ist das Ergebnis des „Krisengipfels“ im Bundeskanzleramt

am Montag Nachmittag. Währenddessen erreichte die

Inflation mit 9,2 Prozent im Juli den höchsten Wert seit 47 Jahren. Sie

wird noch weiter steigen – und die Koalition weiter untätig bleiben.

Knapp zwei Stunden dauerten

Gespräche des schwarz-grünen

„Krisenkabinetts“ mit Vertretern

der Opposition, der Länder, der

Sozialpartner und der Energiewirtschaft.

Aber Kanzler Nehammer,

Vizekanzler Kogler, Energieministerin

Gewessler, Finanzminister

Brunner und Wirtschaftsminister

Kocher lieferten lediglich

ein „mattes Ergebnis“ in Sachen

Energiesicherheit und Teuerungsentlastung

ab, erklärte FPÖ-Klubobmann-Stellvertreterin

Dagmar

Belakowitsch nach dem Treffen.

Viel heiße Luft, kaum Zählbares

Der Kanzler habe, so Belakowitsch,

nur wieder gebetsmühlenartig

die halbherzigen Entlastungs-Trippelschritte

der Koalition

aufgezählt und Gewessler eingestanden,

dass die Gasspeicher sich

nur sehr langsam füllen. Diese seien

derzeit wegen der reduzierten

Gaslieferungen aus Russland erst

zu knapp 50 Prozent gefüllt. Und

selbst davon gehört nicht alles heimischen

Energieversorgern, sondern

insgesamt 74 Speicherkunden.

Weitere Entlastungsschritte wie

etwa Preisdeckelungen bei Benzin

und Diesel lehnten der ÖVP-Kanzler

wie auch der grüne Vizekanzler

weiter dezidiert ab.

SPITZE FEDER

„Wie hoch muss die Inflation eigentlich

noch steigen, bis diese Regierung

echte Entlastungsschritte

setzt?“, fragte deshalb FPÖ-Bundesparteiobmann

Klubobmann

Herbert Kickl. Laut Schnellschätzung

der Statistik Austria ist die Inflationsrate

im Juli auf 9,2 Prozent

gestiegen, den höchsten Wert seit

1975.

Steuereinahmen auf Rekordhoch

Während immer mehr Österreicher

immer weiter in finanzielle

Bedrängnis geraten, kassiert

der ÖVP-Finanzminister ungeniert

munter ab, empörte sich Kickl: Bereits

im ersten Quartal 2022, als die

Inflationsrate erst halb so hoch gewesen

sei, seien die Steuereinnahmen

um 17,6 Prozent über jenen

des Vorjahres gelegen.

„Steigende Preise bedeuten höhere

Steuereinnahmen. Alles, womit

die Bundesregierung den Menschen

helfen will, bezahlen sich die

Bürger selbst. Das ist keine Entlastung,

sondern eine Farce“, warf der

FPÖ-Chef der Koalition vor. Die

Regierung habe bisher keine einzige

Maßnahme gesetzt, um den steigenden

Preisen entgegenwirken zu

können. Es brauche daher sofort das

Herabsetzen oder zeitlich befristete

gänzliche Streichen von Steu-

Einstimmung auf den Krisenwinter 2022/23.

Foto: BKA/Dragan Tatic

Nichts Neues vom schwarz-grünen „Kr

Weder bei der Bekämpfung der Teueru

ern auf Energie, Gas, Treibstoffe

und Grundnahrungsmittel, forderte

Kickl: „Das wären sofort spürbare

Entlastungen für die Menschen!“

Planlos und kaltherzig

Als eine „Show der Planungslosigkeit

und Kaltherzigkeit“ bezeichnete

FPÖ-Generalsekretär

Michael Schnedlitz das Ergebnis

des Krisengipfels im Kanzleramt.

Da alle anderen Parteien bis auf

Schwarz und Grün bereits vor mehr

als einem Jahr vor einer Teuerungslawine

gewarnt haben und von Anbeginn

an Konzepte vorgelegt hät-

IMPRESSUM

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz

Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber:

Freiheitlicher Parlamentsklub,

Dr. Karl Renner-Ring 3, 1017 Wien

Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen,

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Grundlegende Richtung: Informationsblatt der Freiheitlichen

Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen und

des Freiheitlichen Parlamentsklubs.


Nr. 30/31 Donnerstag, 4. August 2022

g

asspeicher

s Russland den Gashahn nicht ganz zudreht

KURZ UND BÜNDIG

Foto: NFZ

Jeden Anstand verloren

Innenpolitik 3

Die schleppende Prüfung der Auszahlungen

des Corona-Unterstützungsfonds durch

Vizekanzler Werner Kogler kritisierte der freiheitliche

Abgeordnete Christian Hafenecker

(Bild) als „grüne Steigbügelhalterei“ für den

angeschlagenen Koalitionspartner: „Dass die

ÖVP nicht schon längst diese zu Unrecht kassierten

Gelder zurückbezahlt und sich bei den

Bürgern entschuldigt hat, zeigt nur, dass dort

der letzte Funken an Rest-Anstand gegenüber

dieser an den Tag gelegten ,Aussackler-Mentalität´

verloren gegangen ist!“

isenkabinett“ bekam die Opposition beim Treffen im Kanzleramt zu hören.

ng noch bei der Gasspeicherung will Schwarz-Grün Tempo machen.

Volle Inflations-Anpassung

„Für uns ist das einzige akzeptable Ergebnis

der Pensionsverhandlungen, wenn

den Senioren in diesem Land die Inflation

voll abgeglichen wird“, erklärte FPÖ-Seniorensprecherin

Rosa Ecker (Bild). Der Warenkorb,

der zur Berechnung für die Pensionserhöhungen

herangezogen werde, müsse

dahingehend angepasst werden, dass es ein

dem Lebensalltag und den Einkaufsnotwendigkeiten

entsprechender Warenkorb dieser

Generation sei. „Ein ‚Pensionisten-Warenkorb‘

ist somit überfällig“, betonte Ecker.

Foto: Parlamentsdirektion/Simonis

ten, sei ganz klar ersichtlich, wer

hier Verantwortung trage, betonte

Schnedlitz: „Weiterhin auf eine

‚trotzige‘ Karte zu setzen und jeden

Vorschlag der Freiheitlichen

vom Tisch zu wischen, wird nicht

weiterhelfen und den leidgeplagten

Bürgern keine Linderung in dieser

schweren Zeit bringen.“

Wenn die Regierung in dieser Tonart

weitermache, dann könne sie

sehr bald den „Jahrestag des Tiefschlafs“

feiern, erklärte FPÖ-Sozialsprecherin

Belakowitsch: „Im

September des Vorjahres haben wir

Freiheitlichen im Parlament zum

ersten Mal einen Antrag auf Erstellung

eines steuerlich begünstigten

Covid-19-Warenkorbs eingebracht.“

Einen Monat später, im Oktober

2021, habe die FPÖ angesichts der

steigenden Strompreise zum ersten

Mal einen Antrag mit der Forderung

nach einem Preisdeckel eingebracht,

erinnerte Belakowitsch:

„Alleine daran ist ersichtlich, dass

die Kostenlawine schon seit dem

Herbst des Vorjahres durch das

Land rollt und nicht, wie der Kanzler

stets lamentiert, dass an allem

nur der Herr Putin schuld sei.“

Foto: NFZ

Verfassungswidrige Maßnahme

Der Verfassungsgerichtshof hat vergangenen

Dienstag der Bundesregierung eine weitere

Ohrfeige für ihre Einsperr-Politik verpasst:

Die Verfassungsrichter erklärten die

Sperre von Sportplätzen ebenso als verfassungswidrig

wie das monatelange Aussperren

von Ungeimpften von Friseur-Besuchen

während des „Lockdown für Ungeimpfte“.

„Diese Urteile sind Wasser auf die Mühlen

all jener, die sich – so wie die FPÖ – von

Beginn an gegen die Lockdown-Politik der

Bundesregierung gestellt und dagegen auch

auf der Straße ein starkes Zeichen gesetzt haben“,

erklärte FPÖ-Chef Herbert Kickl.

SPRUCH DER WOCHE

„Ich wünsche mir, insbesondere in der unruhigen

Zeit in der wir aktuell sind, dass durch entsprechendes

Arbeiten das Vertrauen in die Regierung

und auch in den Kanzler wieder

steigt, sodass ich diese Frage

nicht beantworten muss.“

Foto: Peter Lechner/HBF

Alexander Van der Bellen

19. Juli 2022

Nur noch 30 Prozent der Österreicher

vertrauen der Koalition.

Für den Bundespräsidenten

keine Grund, über Entlassung

der Regierung nachzudenken.

BILD DER WOCHE

Der Macher und der Bluffer: Während Ungarns

Premier Viktor Orbán seinen Worten auch Taten folgen lässt, bleibt

es bei Kanzler Karl Nehammer bei den Versprechen, siehe Asylpolitik.

Foto: BKA/ Dragan Tatic


4 Innenpolitik

Neue Freie Zeitung

„Es geht um die Freiheit, den Wohlstand und unsere

Souveränität: Holen wir uns unser Österreich zurück!“

Herr Rosenkranz, Sie treten mit

dem Motto „Holen wir uns unser

Österreich zurück!“ zur Bundespräsidentschaftswahl

an. Wie wollen

Sie das anstellen?

Rosenkranz: „Holen wir uns

unser Österreich zurück!“ heißt

für mich: Holen wir uns unsere

Freiheit zurück, holen wir uns unseren

Wohlstand zurück, und holen

wir uns unsere Neutralität zurück.

Denn in diesen drei Punkten

hat die derzeitige Bundesregierung

kläglich versagt. Konkret bedeutet

das zum einen die Aufhebung des

unseligen und eines freien Staates

unwürdigen Impfpflichtgesetzes

sowie auch des Covid-Maßnahmengesetzes,

das die Grundlage

für all die unverhältnismäßigen

Verordnungen der letzten Jahre

geboten hat und das noch immer

in Kraft ist. Zum anderen hat diese

Bundesregierung mit ihren Covid-Maßnahmen

und ihrer bedingungslosen

EU-Hörigkeit bei den

Sanktionen gegen Russland eine

Kostenlawine und Teuerungsspirale

losgetreten, die den Wohlstand

und die soziale Sicherheit der

Österreicher gefährdet.

Menschen, die ihr Leben

lang arbeiten oder

nach jahrzehntelanger

Arbeit den wohlverdienten

Ruhestand

genießen, sind nicht

mehr in der Lage, die

täglichen Kosten zu

stemmen. Eine Regierung,

die den

un-

Wohlstand

seres schönen

Österreich

wahren

will,

Foto: FPÖ/Alois Endl

hätte schon längst eingreifen müssen

– und zwar effektiv, wie es andere

Länder vorzeigen, und nicht

mit Placebo-Maßnahmen, die viel

zu spät ihre Wirkung entfalten sollen.

Die Menschen brauchen Hilfe

jetzt und nicht erst irgendwann im

kommenden Jahr. Und drittens hat

die aktuelle Regierung Österreich

in einen Wirtschaftskrieg nicht nur

hineingezogen, sondern sich sogar

als einer der Motoren und Anheizer

dessen betätigt. Das ist ein ungeheuerlicher

Sündenfall gegenüber

unserer erprobten immerwähren-

„Ich stehe fest an der Seite der Bürger.

Ich kämpfe für ihre Rechte, ihren

verdienten Wohlstand und für die Neutralität

und die Souveränität unseres Österreich.“

den Neutralität, die leichtfertig aus

der Hand gegeben und einer völlig

unangemessenen Kriegs-Rhetorik

geopfert wird, wie man sie von

österreichischen Politikern in der

Zweiten Republik

bis dahin nie

gehört

Das

hat.

alles

muss ein

Ende haben,

und

wir als

Österreicher

sollten

uns

als neutraler

Vermittler

für

Verhandlungen

anbieten.

Da hat

Österreich seine

glaubwürdige

Rolle mittlerweile

leider

verloren.

Bedeutet das, dass Sie als gewählter

Bundespräsident die Bundesregierung

entlassen oder den

Nationalrat auflösen und Neuwahlen

anordnen würden?

Rosenkranz: Die Regierung zu

entlassen ist eine Möglichkeit. Nur,

ich sehe das nicht als ersten Schritt

und notwendig. Ich möchte zuerst

einmal mit den Regierenden sprechen,

zumal nach aktuellen Umfragen

nicht einmal mehr ein Drittel

der Österreicher Türkis-Grün zutraut,

die aktuellen Krisen irgendwie

zu meistern und das Land in

eine bessere Zukunft zu führen.

Als direkt gewählter Volksvertreter

– das ist die Stärke des Bundespräsidenten

– hätte ich aber auch die

Macht, das Volk neu entscheiden zu

lassen, ob die Mehrheitsverhältnisse

noch passen. Denn der Bundespräsident

hat sich wie kein zweiter

Politiker in diesem Land der Bevölkerung

und ihrem Wohlergehen

verpflichtet. Das Band der direkten

Demokratie, das jeden einzelnen

Wähler mit dem Amt und der

Person des Bundespräsidenten verbindet,

ist ein rot-weiß-rotes Band.

Und es ist die direkteste und unmittelbarste

Verbindung zwischen der

Politik und dem Volk. Genau diese

Verbindung zwischen Politik und

Bürgern ist es, die in den letzten

Jahren in Österreich leider massiv

gelitten hat durch eine Politik der

Spaltung. Einer Spaltung der Bürger

durch die herrschende Politik.

Vor allem aber einer Abspaltung

der herrschenden Politiker von den

Bürgern. Ich stehe fest an der Seite

der Bürger. Ich kämpfe für ihr

Recht und ihren verdienten Wohlstand

und für die Neutralität und

die Souveränität unserer Heimat.

Ich kämpfe, weil ich, wie so viele

Bürger, unser Österreich zurückhaben

will, wie wir es lieben

gelernt haben.

Stichwort Souveränität: Die

Freiheitlichen kritisieren die

Aushöhlung der nationalstaatlichen

Souveränität zugunsten

der Europäischen Union, die jetzt

in der Ukraine-Krise weiter vorangetrieben

werden soll. Wie ist Ihre

Position: mehr europäische Integration

oder die Rückkehr zum Subsidiaritätsprinzip,

der Stärkung der

Nationalstaaten?

Rosenkranz: Es ist kein Geheimnis,

dass wir Freiheitlichen

und ich selbst mir mehr von dieser

direkten Verbindung durch direkte

Demokratie im eigenen Land wünschen.

Die Europäische Union reißt

aber immer mehr Kompetenzen an

sich. Und sie bricht dabei unverhohlen

mit ihren eigenen Prinzipien,

indem sie gemeinsame Schulden

aufnimmt oder einfach nach

Gutdünken der Kommission völlig

unvorbereitete Staaten wie die

Ukraine aufnehmen will. Von einer

österreichischen Regierung erwarte

ich, dass sie sich gegen diese

Entwicklungen stemmt und sie die

Souveränität Österreichs mit einer

Stimme verteidigt. Denn eine der

Folgen dieser Souveränitäts-Abgabe

bekommen die Österreicher

bei der illegalen Einwanderung zu

spüren. Nach 2015 rollt derzeit die

nächste Welle von illegalen Einwanderern

in unser Österreich. Die

Regierung tut auch diesmal nichts,

um die Sicherheit unserer Grenzen

zu garantieren, und Brüssel nichts,

um die Außengrenzen zu schützen.

Die Folgen treffen die Österreicher

in Form von importierter Kriminalität,

aber auch durch hohe Kosten

für unser Sozialsystem. Diese negativen

Entwicklungen treffen besonders

unsere Kinder und Jugendlichen.

Ihre Bildung hat bereits

unter den völlig überschießenden

Corona-Maßnahmen besonders

gelitten – und obendrein auch ihre

seelische Gesundheit. Die Politik

muss jetzt alles tun, um die Negativ-Spirale

zu stoppen und unseren

Kindern wieder eine positive Perspektive

zu geben in einem lebenswerten

Österreich. Wir sind in unserem

kleinen Österreich sehr gut

aufgehoben. Die Menschen haben

das Land über Jahrzehnte hinweg

sehr gut zusammen aufgebaut. Und

das steht jetzt leider auf dem Spiel,

beziehungsweise ist von der Politik

zum Teil schon kaputtgemacht

worden. Das will ich beenden. Daher

lade ich alle Österreicher ein,

sich in unsere Allianz einzugliedern:

Holen wir uns unser Österreich

zurück!


Nr. 30/31 Donnerstag, 4. August 2022

g

Innenpolitik 5

Fotos: FPÖ/Alois Endl

Foto: FPÖ/Alois Endl

Ein Richtungswechsel für Österreich

Der freiheitliche Bundespräsidentschaftskandidat Walter Rosenkranz im Wahlkampfeinsatz

Diese Woche erfolgte mit dem Besuch des Villacher Kirchtags am

Mittwoch der Startschuss zur „Holen wir uns unser Österreich

zurück“-Tour unseres Bundespräsidentschaftskandidaten Walter Rosenrkanz.

Zum Aufwärmen gabs am Dienstag ein „Landpartie“ beim

Buschenschank Trapl in St. Stefan ob Stainz in der Steiermark.

Auftakt war am Dienstag Nachmittag

in St. Stefan ob Stainz, dem

am Mittwoch der Besuch des Villacher

Kirchtags folgte. Am Donnerstag

geht es über Hüttenberg

(ab 15.30 Uhr) wieder zurück ins

steirische Scheifling (ab 19.00

Uhr). Am Sonntag wird Rosenkranz

in Oberösterreich bei einem

FPÖ-Mittagstisch in Taufkirchen

an der Pram (ab 10.30 Uhr) und bei

einem FPÖ-Grillfest in Münzkirchen

(ab 13.00 Uhr) zu Gast sein.

Sämtliche Termine finden Sie

auf der Webseite www.walter-rosenkranz.at/#termine

sowie auf

der Facebookseite www.facebook.

com/rosenkranzwalter

„Der Bundespräsident wird direkt

vom Volk gewählt. Das Gespräch

mit den Menschen ist daher

enorm wichtig, um ihre Wünsche,

Sorgen und Ängste zu kennen“,

erklärte Rosenkranz, der dazu auf

seine Erfahrung als Volksanwalt

verwies.

Er freue sich auf die vielen Gespräche

in den nächsten Wochen,

in denen er den Österreichern sich

persönlich und seine Auffassung

vom Amt des Bundespräsidenten

vorstellen werde. Nämlich die als

Interessenvertreter der Österreicher

und nicht als Beschützer der

Bundesregierung.

Zeit für einen Richtungswechsel

„Gemeinsam können wir es

schaffen, dem Kandidaten des po-

Walter Rosenkranz mit Organisator Werner

Gradwohl (BezPO FPÖ Deutschlandsberg,

links) und Trapl-Winzer Fabian Bayr.

litischen Systems entgegenzutreten

und einen Richtungswechsel in Österreich

herbeizuführen“, betonte

der freiheitliche Präsidentschaftskandidat

bei seinem ersten Auftritt

in der Steiermark.

„Wir Freiheitlichen sind am richtigen

Weg“, erklärte FPÖ-Bundesparteiobmann

Herbert Kickl anläßlich

des Wahlkampfauftakts von

Walter Rosenkranz. Während die

Koalitionsparteien über ihre Politik

der Untätigkeit täglich an Zuspruch

verlieren würden, steige die

FPÖ laut aktuellen Umfragewerten

in der Gunst der Wähler und liege

bereits gleichauf mit der Kanzlerpartei

ÖVP.

Dem freiheitlichen Kandidaten

traut Kickl zu, in einer Stichwahl

den amtierenden Bundespräsidenten

besiegen zu können. „Es ist

sehr, sehr viel passiert in diesen

letzten zwei Jahren“, erklärte der

FPÖ-Parteiobmann.

Ab dem 9. August 2022 muss jeder

Bewerber innerhalb von drei

Wochen mindestens 6.000 Unterstützungserklärungen

sammeln.

Als Service für die Unterstützer

unseres Walter Rosenkranz gibt

es das Unterstützungsformular als

Download auf der Webseite:

www.walter-rosenkranz.at


6 Parlament

Neue Freie Zeitung

Foto: NFZ

Norbert Nemeth

Klubdirektor der FPÖ

HOHES

HAUS

Die Nominierung unseres

Volksanwalts Walter Rosenkranz

zum Präsidentschaftskandidaten

hat gewaltige Unruhe in das politische

Establishment gebracht.

Das gilt nicht nur für das Team

des amtierenden Präsidenten, sondern

vor allem auch für die ÖVP.

Kurswechesel. Jetzt!

Die ist wieder einmal mehr

damit beschäftigt, den Kanzler

auszutauschen, als sich um das

höchste Amt im Staate zu bewerben.

Es bleibt abzuwarten,

wie sich die ÖVP-Spitze in diesem

Wahlkampf positionieren

wird. Viel mehr als ein betretenes

Schweigen oder eine opportunistische

Empfehlung für den Amtsinhaber

wird nicht zu erwarten

sein, was die Gräben in der Kanzlerpartei

weiter vertiefen wird.

Denn Walter Rosenkranz genießt

in der ÖVP hohe Sympathie.

Erinnern Sie sich noch an das Ergebnis

von Alexander Van der Bellen

im ersten Wahlgang 2016? 21,3

Prozent! Die entscheidende Frage

ist daher, ob es eine Stichwahl geben

wird. Ich bin überzeugt davon,

dass es möglich ist, Van der Bellen

in eine solche zu zwingen, zumal

der Frust auf die Politik jener Regierung,

die er zu verantworten hat,

täglich größer wird.

Es verwundert daher nicht, dass

im Lande eine Wechselstimmung

spürbar ist. Die Menschen erkennen

einmal mehr, dass die FPÖ

recht hatte: Unsere Warnungen

vor dem Euro, der Masseneinwanderung,

den Corona-Maßnahmen

und den Sanktionen haben sich allesamt

als richtig herausgestellt –

die Beschwichtigungen aller anderen

sind längst entlarvt. Mit Walter

Rosenkranz haben die Österreicher

die Chance, ein erstes Signal für

eine Kurskorrektur zu setzen.

Foto: NFZ

WIRTSCHAFTSPOLITIK

Kocher bremst unsere Betriebe aus

Als „nicht nachvollziehbar“ wertete FPÖ-Wirtschaftssprecher

Erwin Angerer (Bild) die Weigerung

von ÖVP-Wirtschaftsmninister Martin Kocher

zu Preisdeckeln und notwendigen Sofortmaßnahmen

zur Abfederung der Teuerungen: „Er kann doch

nicht die Augen davor verschließen, dass unsere Betriebe

am internationalen Wettbewerbsmarkt immer

mehr ins Hintertreffen geraten, da die Energiepreise

vorrangig in Europa so stark steigen.“

Foto: NFZ

GESUNDHEITSPOLITIK

Gegen Diskriminierung

Obwohl das Impfpflicht-Gesetz

abgeschafft wurde, besteht weiter

die Gefahr, dass nicht gegen Covid-19

geimpfte Menschen diskriminiert

werden. Verfassungssprecherin

Susanne Fürst und

Petitionensprecher Christian Ries

haben dagegen einen Gesetzesvorschlag

als Petition eingebracht.

Wieder nur heiße Luft,

statt mehr Geld fürs Heer

Wo bleibt die Heeresbudget-Aufstockung, Frau Ministerin Tanner?

Ö VP-Verteidigungsministerin

Klaudia Tanner schweigt

noch immer zu der „fix zugesagten“

Aufstockung des Heeresbudgets

auf 1,5 Prozent des BIP.

Die FPÖ fordert ihre Ablöse.

„Unser Bundesheer braucht nicht

nur einen neuen Generalstabschef,

sondern auch eine neue Führungsperson

im Verteidigungsressort,

die nicht beim Heer und damit

der Sicherheit unserer Heimat

den Sparstift ansetzt“, kritisierte

FPÖ-Wehrsprecher Reinhard E.

Bösch. Denn Verteidigungsministerin

Tanner lasse einen Ministerrat

nach dem anderen verstreichen,

statt die im Frühjahr versprochene

Aufstockung des Heeresbudgets

vorzustellen und sie danach im Parlament

beschließen zu können.

Aufgrund des Pflege-Fachkräftemangels

den Zugang zur „Rot-

Weiß-Rot-Card“ für Personen aus

Drittstaaten zu erleichtern, sei der

Bösch: Wo bleibt die versprochene Budget-Aufstockung für‘s Heer?

Zudem sei die Aussage Tanners,

dass anlässlich der Wiedereinführung

verpflichtender Milizübungen

keine Partei für eine Verlängerung

des Grundwehrdienstes eintrete,

vollkommen falsche Zugang von

ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher

zur Lösung des Problems,

kritisierte FPÖ-Sozialsprecherin

Dagmar Belakowitsch (Bild): „Wir

brauchen keine weitere unqualifizierte

Einwanderung in das Sozialsystem.

Die Zukunft von Pflege

und Betreuung muss in den Händen

unserer Jugend liegen – das predigen

wir seit Jahren.“

Denn Kocher will Pflegekräfte

aus Drittstaaten nun schon vor Ablegung

von ergänzenden Ausbildungen

ohne Aufsicht im jeweils

niederschwelligeren Pflegeberuf

arbeiten lassen.

nicht korrekt. „Wir fordern seit

Jahren die Rückkehr zum Modell

„6+2 Monate“, damit dem Heer das

nötige Personal für die Miliz zur

Verfügung steht“, betonte Bösch.

Mehr unqualifizierte Einwanderung?

Die Pflegemisere gebe es ja

nicht erst seit gestern, aber ÖVP

und Grüne würden es einfach nicht

schaffen, eine faire Bezahlung sicherzustellen,

die Pflege zu Hause

zu unterstützen und auch die Pflegelehre

nach Schweizer Vorbild

auf den Weg zu bringen, erläuterte

Belakowitsch: „So ist bei der

Pflegelehre die Finanzierung und

auch die Sozialversicherung der

Schüler noch immer nicht geregelt.

So wird schnell klar, warum die

schwarz-grüne Regierung diesen

Weg von Arbeitsminister Kocher

gehen möchte: nämlich, um billige

Arbeitskräfte zu holen.“

Foto: NFZ


Nr. 30/31 Donnerstag, 4. August 2022

g

Asyl-Obergrenze bereits überschritten!

Die Situation im Asylbereich eskaliert, aber der ÖVP-Innenminister bleibt weiter untätig

Österreich droht ein Asylwerber-Rekord wie zur Hochzeit der

„Willkommenspolitik“. Die von Rot-Schwarz 2016 festgelegte

Obergrenze ist bereits überschritten – ohne politische Konsequenzen.

Dabei hat der neue Integrationsbericht die Gefahren der unkontrollierten

Einwanderung einmal mehr aufgezeigt.

Parlament 7

Schon die rote-schwarze Koalition

hat 2016 eine Asyl-Obergrenze

festgelegt: Um die öffentliche Sicherheit

und den sozialen Frieden

zu gewährleisten, könnten maximal

37.500 Asylanträge pro Jahr angenommen

werden. Diese Grenze

wird jetzt im August bereits übertroffen

– ohne dass der amtierende

ÖVP-Innenminister Alarm geschlagen

hat oder tätig geworden ist.

„Die Situation im Asylbereich

eskaliert weiter, und der ÖVP-Innenminister

kommentiert in periodischen

Abständen medienwirksam

diese dramatische Entwicklung,

unternimmt aber nichts dagegen“,

kritisierte FPÖ-Sicherheitssprecher

Hannes Amesbauer.

Wie dramatisch es an der Grenze

mittlerweile zugeht, zeigt der

jüngste Vorfall im Burgenland, als

ein beim illegalen Grenzübertritt

aufgegriffener Afghane eine Bundesheersoldatin

krankenhausreif

prügelte.

„Das Asylrecht muss für Fremde,

die durch sichere Drittstaaten

nach Österreich einreisen, ausgesetzt

und Rückweisungen an unserer

Grenze legalisiert werden“,

forderte Amesbauer angesichts der

im ersten Halbjahr registrierten

31.050 Asylanträge.

Asylstopp jetzt, fordert die FPÖ nach bereits 31.050 Asylanträgen.

Zu viele Integrationsverweigerer

Wie überfordert der Staat mit der

unkontrollierten Einwanderung ist,

zeigte der letzte Woche präsentierte

„Integrationsbericht 2022“ auf.

27 Prozent aller Schüler sprechen

zuhause eine andere Umgangssprache

als Deutsch. Jugendliche mit

Migrationshintergrund waren 2021

doppelt so häufig weder erwerbstätig,

noch in Ausbildung als Österreicher.

Die Arbeitslosenquote in

Österreich ist bei Afghanen, Syrern

und Irakern weiter deutlich höher

als bei Einwanderern aus anderen

Staaten. Ausländische Staatsangehörige

machten, je nach Bundesland,

zwischen 45 und 61 Prozent

der Sozialhilfebezieher aus. „Es ist

höchste Zeit, dass ÖVP-Innenminister

Gerhard Karner mit den Ankündigungen

aufhört und ins Handeln

kommt“, fordert Amesbauer.

Foto: FPÖ Burgenland

Politische Bildung aktuell

Partei Parlament Publikationen Seminare Veranstaltungen

fbi-politikschule.at

Schulungen

Angebote des Freiheitlichen Bildungsinstituts

Das Freiheitliche Bildungsinstitut. Gesellschaft für Politik, Kultur und Meinungsfreiheit (FBI) ist die politische Akademie der Freiheitlichen

Partei Österreichs. Parteiakademien sind als Vereine organisiert. Der Vereinszweck besteht gemäß Gesetz in der Förderung der

staatsbürgerlichen, politischen und kulturellen Bildung sowie von Einsichten in politische, wirtschaftliche, rechtliche und gesellschaftliche

Zusammenhänge auf innerstaatlicher und internationaler Ebene im Sinne der Grundsätze der Bundesverfassung. Dementsprechend

bietet das Freiheitliche Bildungsinstitut eine Reihe von allgemein zugänglichen Serviceleistungen für alle interessierten Bürger an.

Präsenzbibliothek

Die Präsenzbibliothek des Freiheitlichen

Bildungsinstituts steht allen Interessenten

offen! Sie umfasst vorrangig ausgewählte

Werke der sozialhistorischen, politischen

und zeitgeschichtlichen Literatur.

Regelmäßig wird der Bestand sowohl mit

Büchern aus anderen Sammlungen als

auch mit aktuellen Büchern zu politikrelevanten

Themen erweitert. Sie finden zu

Neuerscheinungen unsere Buchempfehlungen

auf unserer Website. Hier stellen

wir Publikationen vor, die Einsichten in das

Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft,

Recht und Gesellschaft geben und das

Verständnis für Politik und gesellschaftlichen

Wandel fördern. Werte wie Freiheit,

Frieden, soziale Gerechtigkeit, Toleranz,

die Rechte von Minderheiten, Zivilcourage,

Demokratie und Menschenrechte werden

dabei unter anderem thematisiert.

Des Weiteren befinden sich in unserer Bibliothek

Publikationen, die die Akademie

der FPÖ im Laufe ihres Bestehens herausgegeben

hat – darunter zahlreiche Zeugnisse

freiheitlicher Ideengeschichte sowie

Festschriften von Partei- und Politikerjubiläen.

Der Besuch der Präsenzbibliothek ist

nur nach Terminvereinbarung

möglich.

Bitte um Anmeldung

unter petra.janaczek@fpoe.at

Machen Sie Gebrauch vom reichhaltigen

Angebot des Freiheitlichen

Bildungsinstituts!

FBI: Im Auftrag der staatsbürgerlichen Bildungsarbeit.

/FreiheitlichesBildungsinstitut


8 Außenpolitik

Neue Freie Zeitung

Foto: NFZ

Harald Vilimsky

Energiepolitik der EU

scheitert kapital

Orbàn: Der Westen hat

seine Werte aufgegeben

FÜR ÖSTERREICH IM EU-PARLAMENT

Die EU hat jetzt also einen

„Gas-Notfallplan“, weil damit

gerechnet wird, dass im kommenden

Winter frieren angesagt

ist. Dass sie einen solchen Plan

braucht, ist selbst verschuldet.

Die Embargo-Politik gegen

Russland, die die Sanktionierer

mehr trifft als den Sanktionierten,

die moralgetriebene Klima-Politik

und die Sonderrolle

Deutschlands haben dazu beigetragen,

dass die Bürger jetzt über

massiv gestiegene Energiepreise

und Versorgungsprobleme die

Zeche zahlen dürfen.

Foto: EU

Jetzt sollen EU-weit 15 Prozent

Gas eingespart werden.

Freiwillig zunächst. Dann folgt

der „Unions-Alarm“, wenn die

freiwilligen Maßnahmen nicht

ausreichen. Dabei hätte es noch

viel schlimmer kommen können.

Einmal mehr hat die EU-Kommission

in ihrem ersten Entwurf

versucht, sich als eine Art Zentralregierung

selbst zu ermächtigen.

Denn der „Unions-Alarm“

hätte im Alleingang durch die

Brüsseler Behörde ausgerufen

werden sollen – und so die Mitgliedsstaaten

einer Gas-Zwangsbewirtschaftung

unterworfen.

Deutschland bleibt indessen

weiter auf Energiewende-Kurs.

Man hofft offensichtlich darauf,

im Notfall auf das Gas anderer

EU-Länder zuzugreifen. Dafür

freuen sich die Energiekonzerne

über massive Gewinnsteigerungen.

Und Europas Konkurrenten

am Weltmarkt wie etwa China

kommen billig an russisches Öl

und Gas. Brüssels Energiepolitik

scheitert gerade kapital.

Nach seiner umstrittenen Äußerung

zu den Folgen der Einwanderung

aus islamischen Ländern, die

er ablehne, hat Ungarns Premierminister

Viktor Orbàn in einem Interview

mit dem Blog „Tichys Einblick“

nachgelegt: „Der Westen hat

sich aufgegeben. Infolge der massenhaften

Einwanderung wird der

Anteil von Menschen mit nichteuropäischer

Herkunft auf mehr als

50 Prozent ansteigen. Man kann

das auch Bevölkerungsaustausch

oder Überflutung nennen.“

Zuvor stellte er den umstrittenen

Ausspruch bei seiner Rede vor Vertretern

der ungarischen Minderheit

im rumänischen Balvanyos klar.

Er habe eigentlich vor einer „Vermischung

unterschiedlicher Kulturen“

warnen wollen und nicht der

Rassen. Orbán spricht von Europa

als „Post-Westen“, der unter dem

Einfluss der einwandernden Kulturen

Rationalität, seine christlichen

Wurzeln und die Aufklärung verloren

habe: „Der Westen im geistigen

Sinn ist nach Mitteleuropa umgezogen.

Der Westen ist hier und dort ist

nur noch der ,Post-Westen‘ geblieben,

und es tobt eine Schlacht zwischen

den beiden Hälften Europas.“

Zum Ukraine-Krieg warnt er vor

den Risken einer weiteren Einmischung

der EU und der NATO: Der

Westen könne diesen militärisch

nicht gewinnen, die Sanktionen hätten

nicht Russland destabilisiert,

sondern vielmehr Europa. Zudem

stünden China, Indien, Brasilien,

die arabische Welt und Afrika dabei

nicht hinter der EU und der Ukraine.

Orbàn: Europa gibt sich auf.

Foto: EU

Hoffen und Bangen

oder auf die Nachs

EU-Kommission scheiterte bei der Durchsetzung e

Trotz hektischer Telefonate konnte Kommissionsvize Frans Timmermans da

Brüssel organisierte „gemeinsame Gaseinkauf“ nicht funktioniert, sollen Eu

Moralisch hochtrabend, aber völlig undurchdacht: Als das erweisen

sich die Sanktionen der EU gegen Russland. Nachdem Moskau

den Gashahn gedrosselt hat, wollte die EU einen „Notfallplan“

präsentieren, falls überhaupt kein Gas mehr fließt. Heraus kam ein

Spardiktat, das von den Mitgliedsstaaten völlig zerpflückt wurde.

Um aus der Grube, die man sich

mit den Sanktionen gegen Russland

gegraben hat, wieder herauszukommen,

wollte die EU-Kommission

den Mitgliedsstaaten einen

Spar- und Beistandspakt aufzwingen.

Diese „Lex Deutschland“ war

für den Fall vorgesehen, dass Russland

die Gaslieferungen völlig

stoppt und die anderen Sanktionsbefürworter

deshalb ihre Gasspeicher

für die besonders betroffenen

Länder, also Deutschland und Österreich,

öffnen.

Frieren für Deutschland?

Doch es kam anders, weil sich

die Südeuropäer querlegten. Also

blieb es bei der Empfehlung ohne

Durchsetzungsgewalt für die blamierte

Kommissionspräsidentin

Ursula von der Leyen, die Berlin

die weitere Umsetzung der „Energiewende“

– auf Kosten der Nachbarländer

– ermöglichen wollte.

Die spanische Energieministerin

Teresa Ribera-Rodríguez bezeichnete

den abgespeckten Vorschlag

als ausgewogen, da die Solidarität

je nach Mitgliedsland unterschiedlich

ausfallen könne: „Die anderen

Länder wollen nicht für politische

Fehler Deutschlands bezahlen, das

sich in eine fatale Abhängigkeit

von russischem Gas begeben hat.“

„Man erwartet von 450 Millionen

Europäern nun, auf die kaum

noch leistbare Energie gänzlich

zu verzichten, obwohl man mitt-

Spaniens Energieministerin Ribera-Rod

Kollegen Habeck klar, dass Spanien ni


Nr. 30/31 Donnerstag, 4. August 2022

g

auf Solidarität

icht des Kreml

ines Spardiktats als „Gas-Notfallplan“

s „Spardiktat“ seiner Kommissionschefin nicht durchbringen. Weil der von

ropas Bürger für die Brüsseler Sanktionen gegen Russland frieren?

lerweile auch in Brüssel erkannt

haben muss, dass Russland von

der EU-Sanktionspolitik unbeeindruckt

weitermachen wird“, kritisierte

der FPÖ-Europaabgeordnete

Georg Mayer die Uneinsichtigkeit

der Kommission.

FPÖ fordert Aus für Sanktionen

Österreichs grüne Energieministerin

Eleonore Gewessler müsse

dem völlig jenseitigen Gas-Notfallplan

der EU-Kommission eine

klare Absage erteilen und sich

stattdessen für ein Aus der gescheiterten

Sanktionspolitik einsetzen,

riguez machte ihrem deutschen

cht für Deutschland frieren will.

Foto: EU

forderte FPÖ-Bundesparteiobmann

Herbert Kickl: „Die geplante Verpflichtung

der Mitgliedsländer zu

einer Reduktion des Gasverbrauchs

um 15 Prozent und die Möglichkeit,

eine solche anordnen zu können,

stellt einen inakzeptablen

Eingriff in die Energiewirtschaft

souveräner Staaten dar.“

In ihrem Eifer hatte die Kommission

übersehen, dass etwa Zypern,

Malta und Irland nicht direkt

mit dem Gasverbundnetz eines anderen

Mitgliedsstaats verbunden

sind. Deshalb sind für sie Ausnahmeregelungen

vorgesehen, genauso

wie für die baltischen Staaten,

deren Stromnetz nicht an das der

EU angeschlossen ist.

Ungarns Premier Viktor Orbàn

traf den Nagel auf den Kopf, als

er den Plan der EU als alarmierend

und als einen weiteren Schritt

in Richtung Kriegswirtschaft bezeichnete,

weil Brüssel die alleinige

Kompetenz an sich ziehen wolle,

Gas nach eigenem Gutdünken quer

durch Europa verteilen zu wollen.

Die Solidarität in der EU wird

bereits auf eine harte Probe gestellt.

Der russische Gaskonzern

Gazprom hat nämlich angekündigt,

die Lieferungen durch die Ostsee-Pipeline

„Nord Stream 1“ von

derzeit 40 auf 20 Prozent zu senken

– wegen „Wartungsarbeiten“.

KURZ UND BÜNDIG

Aus für Rundfunkgebühr

Außenpolitik 9

Nach der französischen Nationalversammlung

hat auch der Senat als zweite

Parlamentskammer für die Abschaffung der

Rundfunkgebühren votiert. Künftig soll der

öffentlich-rechtliche Rundfunk unter anderem

durch einen Teil der Mehrwertsteuer

finanziert werden. Der Senat will allerdings,

dass diese Regelung nur bis Ende 2024 gilt.

Die Regierung solle in der Übergangszeit

eine echte Reform des Sektors vorlegen, die

mit einer angemessenen Mittelzuweisung

einhergeht, hieß es in einem Änderungsantrag.

Die Rundfunkgebühr beträgt in Frankreich bisher 138 Euro pro Jahr,

in Österreich – je nach Bundesland – zwischen 270 und 340 Euro.

China fördert Verbrenner

Foto: France Télévisions

Nach einem Bericht der „Automobilwoche“

will das chinesische Finanzministerium

die Steuern auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor

halbieren. Die Förderung von E-Autos

läuft weiter, endet aber Anfang 2023. Die

Förderung für Verbrenner ist vorerst zeitlich

begrenzt bis 2023 und gilt nur für Modelle,

deren Hubraum 2,0 Liter nicht übersteigt.

Anlass für den Schwenk war der chinesische

Automarkt, der nach den Lockdowns zu Jahresbeginn

2022 erneut einbrach. In China ist

die Autoindustrie mit abertausenden Unternehmen und mehreren Millionen

Beschäftigen in allen 27 Provinzen zum Wachstumsmotor geworden.

Energiekrise ramponiert

die deutsche Wirtschaft

Der Deutsche Industrie- und

Handelskammertag (DIHK), die

Vereinigung der 79 deutschen Industrie-

und Handelskammern,

erwartet kein baldiges Ende der

Energiekrise – und gewaltige Veränderungen

zum Nachteil der deutschen

und der europäischen Wirtschaft.

In einem internen Schreiben

warnt DIHK-Hauptgeschäftsführer

Martin Wansleben vor einer Neuausrichtung

der Globalisierung

als Folge der EU-Sanktionen gegen

Russland, in der Europa keine

Führungsrolle mehr spiele. „Aktuell

verliert Deutschland. Die Energiepreise

explodieren, viele Rohstoffe

sind knapp, und wegen der

nachlaufenden Lieferschwierigkeiten

durch Corona haben wir es zusätzlich

mit Versorgungsengpässen

bei Halb- und Fertigwaren zu tun“,

zeichnet das Schreiben ein düsteres

Bild der deutschen Wirtschaft.

Als Beleg für den drohenden Abstieg

Deutschlands werden die erstmals

seit 2008 negative deutsche

Foto: DIHK

Handelsbilanz sowie der Wertverfall

des Euro gegenüber anderen

wichtigen Weltwährungen – auch

gegenüber dem russischen Rubel

(!) – angeführt. Die Warnung des

DIHK: „Der Wohlstand Deutschlands

steht auf dem Spiel.“

Daher müsse der Staat eingreifen

und die Hilfen für stromintensive

Betriebe auf weitere Branchen ausdehnen

– und die EU-Kommission

das zulassen: „Schließlich wird

die Energiepreiskrise nicht zum

31.12.2022 verschwunden sein.“

DIHK: Wohlstandsverlust droht.

Foto: chinaproduktion.com


10 Leserbriefe

Neue Freie Zeitung

Der Sündenfall der EU

Dank der unüberlegten und restriktiven

Sanktionspolitik der

EU-Bonzen in Brüssel gegen Russland

dreht sich die Inflationsspirale

unaufhaltsam weiter und hat im

Juli 2022 bereits 9,2 Prozent erreicht.

Je länger der Krieg in der

Ukraine andauert, desto mehr werden

die Preise für Energie und Lebensmittel

explodieren. Der interessierte

Österreicher fragt sich

daher, was kommt nach der Inflation?

Nachdem die Österreicher

die letzten Euro für diverse Anschaffungen

investiert haben, die

Ersparnisse – falls vorhanden –

aufgebraucht wurden, ist Ebbe im

Geldbeutel. Es werden zwar weiterhin

Konsumgüter angeboten, aber

niemand ist dann mehr in der Lage,

sie zu erwerben. Das hat zur Folge,

dass die Wirtschaft einbricht,

die Produktion darnieder liegt, Arbeitsplätze

verlorengehen und die

Arbeitslosigkeit dramatisch zunehmen

wird. Diese Entwicklung wird

als Deflation bezeichnet. Nachdem

die meisten Bürger in Österreich

und Europa ihr Vermögen

im Zuge von Inflation und Deflation

verloren haben, wird das böse

Erwachen über die Konsequenzen

einer verrückten und irrsinnigen

Sanktionspolitik von Kommissionspräsidentin

Ursula von der Leyen

beginnen. Zurück bleibt ein wirtschaftlich

ruiniertes Europa mit

bürgerkriegsähnlichen Zuständen,

aber Russland wird weiterhin existieren.

Na Bravo! Österreichs Politiker

haben im vorauseilenden

Gehorsam gegenüber Brüssel bei

dieser verrückten und irrsinnigen

Sanktionspolitik ohne Wenn und

Aber mitgemacht.

Franz Vorderwinkler, Ferschnitz

LESER AM WORT

ten-Gehilfin Gewessler fordern uns

auf schrillste Weise auf, Strom zu

sparen, um nicht im Winter frieren

zu müssen. Man kann schon auf

vielen Zeitungsseiten lesen, welche

Städte Maßnahmen ergreifen.

Was man aber nicht zu lesen und

zu hören bekommt, ist, wie viel gespart

wird. Es kann nur gespart

werden, wenn weniger produziert

wird, da der Strom bekanntlich aus

der Steckdose kommt und immer

zur Verfügung stehen muss. Daher

ist es notwendig, immer eine

bestimmte Strommenge zu erzeugen,

um alle Bedürfnisse zu erfüllen.

Also wird nicht weniger Strom

produziert, wenn ich das Licht abschalte,

sondern es wird gespart,

wenn zu bestimmten Zeiten weniger

Strom erzeugt wird. Das ist abhängig

vom Wasserstand der Flüsse,

ob der Wind bläst und die Sonne

scheint. Die Gaskraftwerke sind

dazu da, um Differenzen auszugleichen.

Hier wird das Bild des Sparens

völlig verfälscht, damit die Politik

ihre Fehler vertuschen kann.

Was wird als nächstes kommen? Inflation

und Geldentwertung haben

wir schon – und einen Krieg noch

dazu.

Frank Christian, Aurolzmünster

Orbàn ist beliebter

Dass Ungarns Premierminister

Viktor Orbàn auch bei uns viel beliebter

ist als Bundeskanzler Karl

Nehammer, ist ein offenes Ge-

heimnis. Mit einer Ausnahme: die

EU-Hörigen und ihre System-Medien.

Die hetzen gegen Orbàn, weil

der sich erlaubt, die Interessen des

eigenen Volkes über die Interessen

der EU, der Kriegstreiber und der

US-Waffenindustrie zu stellen. Uns

ginge es viel besser, wenn unser

Bundeskanzler wie Viktor Orbàn

regieren würde, statt immer nur

vor dem US-Präsidenten, der EU,

der Europäischen Zentralbank, der

NATO oder dem Herrn Selinskyj zu

buckeln.

Stephan Pestitschek, Strasshof

Demokratische Legitimation

Wenn man unsere System-Medien

liest oder anschaut, dann fällt

eines auf: Eine Demonstration gegen

einen vernünftigen Politiker

wie Ungarns Regierungschef Viktor

Orbàn ist demokratisch legitimiert.

Wenn man aber gegen unsere

miese Bundesregierung oder den

Heuchler in der Hofburg demonstriert,

dann ist es extremistisch und

antidemokratisch. Man kann nur

Ich bestelle die Wochenzeitung „Neue Freie Zeitung“ zum (zutreffendes bitte ankreuzen):

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Foto: BKA/Florian Schrötter

noch hoffen und beten, dass Herr

Van der Bellen abgewählt wird und

die FPÖ in die nächste Regierung

hineinkommt.

Ernst Pitlik, Wien

So sind wir nicht

Wir Österreicher sollten stolz

auf unsere 1955 beschlossene immerwährende

Neutralität sein, die

von weitblickenden Politikern in

äußerst schwierigen Zeiten der

Besetzung durch die Siegermächte

zustande gebracht wurde. Sie

darf niemals situativ ausgehebelt

werden. Es stellt sich aber eine

zusätzliche Frage: Welche „Wertedemokratie“

ist in Gefahr, Herr

Bundespräsident? Ihre hochnäsig

einseitige Weltanschauung

„So sind wir nicht“? Unsere heilige

Verfassung, auch in Bezug auf

unsere Neutralität? Oder ist doch

nur die schützenswerte Blasen-Elite-Demokratie

eigener Auslegung,

doktrinär mit weiterer Angst- und

zwangsgeschürter Coronapolitik

geschürt? „Doppelbödig-weltoffen“

ohne ehrlicher Empathie, kalt

und herzlos gegenüber seiner eigenen

Bevölkerung, um seine rein

ideologischen Machtbestrebungen

zu festigen. Das passt genau

ins Bild, wie abgehoben derzeit

die steueraufkommende „Dienerschaft“

in unerträglicher Weise

auch von ihnen behandelt wird.

Alois Neudorfer, Vöcklabruck

Weshalb Strom sparen?

Wie wird das mit der Einsparung

von Strom berechnet? Der

deutsche Minister Habek, der versucht,

mit seiner Sanktionspolitik

sein Land nicht in eine Rezession

zu führen, und seine Windschat-

Foto: NFZ

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Nr. 30/31 Donnerstag, 4. August 2022

g

WIEN

FPÖ: „Schutzschirm“ gegen

Betriebskostenerhöhungen!

Nepp: Wiener Modell ist eine gefährliche Drohung für alle Österreicher

Wien 11

WIENER SPAZIERGÄNGE

von Hannes Wolff

Wiens FPÖ-Chef Dominik

Nepp warnte vor der Umlegung

des Wiener SPÖ-Modells,

also die Erhöhung aller Gebühren

und der Energiepreise, auf ganz

Österreich. Er forderte einen

Schutzschirm gegen die erwartete

Betriebskostenerhöhungen.

„Wir haben in Wien einen

SPÖ-Bürgermeister, der die Bürger

abzockt und sie in die Armut treibt.

Und das trotz Milliardengewinnen

der SPÖ-nahen Landesenergieversorger.

Dieser Irrsinn, den Ludwig

und die SPÖ ganz Österreich auferlegen

und das Land in einen noch

schlimmeren Teuerungs-Wahnsinn

treiben wollen, muss mit allen Mitteln

verhindert werden“, warnte der

Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp.

Nepp: Wiener brauchen einen Schutzschirm gegen die Preisexplosion!

Dramatische Nachzahlungen

Weil durch die Teuerungswelle

auch mittelfristig wesentlich höhere

Betriebskosten auf die Wiener

zukommen werden, forderte Nepp

einen wirksamen Schutzschirm,

um die Menschen abzusichern. Der

stellvertretende Obmann des „Österreichischen

Verbandes gemeinnütziger

Bauvereinigungen“ habe

bereits vor „dramatischen Nachzahlungen“

bei den Betriebskosten

wegen der anhaltenden Teuerungswelle

gewarnt.

„SPÖ-Bürgermeister Michael

Ludwig muss hier endlich reagieren.

Bisher agierte die SPÖ wohnpolitisch

leider als Beschleuniger

der Teuerungswelle“, betonte Nepp.

Er forderte erneut, die Verwaltung

aller Gemeindebauten an Wiener

gemeinnützige Bauvereinigungen

zu übertragen, um die skandalöse,

preistreibende Misswirtschaft bei

Wiener Wohnen zu beenden.

Foto: NFZ

Ein herrlicher Sommertag hat

mich in den Lainzer Tiergarten

gelockt. Dort bin ich eine Weile

die Tiergartenmauer entlanggewandert,

und da sind mir einige

Mauern dieser Welt eingefallen.

Mauern

Die berühmteste Mauer ist sicherlich

die chinesische, da war

ich noch nicht. Die Berliner Mauer

gibt’s ja gottlob nicht mehr.

Aber ganz aktuell ist derzeit

die Klagemauer in Jerusalem.

Im Vergleich zur Lainzer Tiergartenmauer

hat sie ganz andere

Maße. Die Lainzer Mauer ist 24

Kilometer lang und zweieinhalb

Meter hoch, die Jerusalemer ist

nur 48 Meter lang, dafür aber 18

Meter hoch.

Das Bemerkenswerteste an ihr

ist, dass Herr Nehammer vor geraumer

Zeit an ihr gebetet und einen

Zettel in ihre Ritzen gesteckt

hat. Was drauf steht, werden wir

nie erfahren, denn selbst wenn dort

die Zettel herausfallen, werden sie

nicht gelesen, sondern begraben.

Vermutlich stehen auf Nehammers

Zettel Wünsche nach ewiger

ÖVP-Herrschaft, nach Erleuchtung

seiner Gattin und seiner selber,

nach einem Ideenblitz, was

die Energieversorgung betrifft.

Des Kanzlers Wünsche begraben?

Wie’s ausschaut, ja. So gesehen

hätte er im Lande bleiben

und sie, für uns billiger, in ein Sackerl

reden und vors Lainzer Tor

stellen können.


12 Länder

Neue Freie Zeitung

BURGENLAND

Rote Misswirtschaft

Die Reiselust boomt, aber

nicht im Burgenland, bemerkte

FPÖ-Landsparteichef Alexander

Petschnig angesichts der niederschmetternden

Zahlen für das erste

Halbjahr 2022. Aber was machten

der SPÖ-Landeshauptmann und

sein oberster Tourismusmanager:

Sie feierten das Minus von 8,5

Prozent im Vergleich zum Jahr

2019 als Erfolg. Und das, obwohl

im Vergleich zu 2019 rund 1.000

zusätzliche Betten geschaffen wurden.

„Statt des erhofften Booms

feiern die Genossen jetzt fröhlich

den Absturz“, kritisierte Petschnig.

OBERÖSTERREICH

Grenzen dichtmachen!

Nachdem innerhalb

weniger Tage drei Polizeibedienstete

und

eine Soldatin durch

Asylwerber bzw. die

Familie eines

mutmaßlichen

IS-Sympathisanten

im Michael Gruber

Dienst verletzt wurden, habe er

kein Verständnis mehr für diese

Asylpolitik, kritisierte Oberösterreichs

Landesparteisekretär Michael

Gruber: „Wann werden endlich

die Grenzen dichtgemacht?“

TIROL

„Problemwölfe“

„Der Schutz der Menschen vor

Wolfsangriffen muss einfach im

Vordergrund stehen. Es geht aber

nicht um die offene Jagd auf Wölfe,

sondern darum, Menschen und

auch Weidetiere auf den Almen vor

diesen räuberischen Attacken zu

schützen“, kommentierte der freiheitliche

Nationalratsabgeordnete

Gerald Hauser Berichte, wonach

es auf der Lavanter Alm in Osttirol

in nur drei Wochen sechs Wolf-Angriffe

auf Schafe und Ziegen gegeben

hat. Wenn die traditionelle

Almwirtschaft in Österreich für

die nächsten Generationen erhalten

werden solle, brauche es ein ordentliches

Wolfs-Management, forderte

Hauser: „Überdies müssen endlich

die notwendigen Voraussetzungen

zur Entnahme von Problemwölfen

geschaffen werden. Dazu haben

wir Freiheitlichen mehrere Anträge

im Parlament eingebracht.“

Foto: FPö Oberösterreich

ÖVP-Rabatt für EVN-Stromkunden

ist reine Augenauswischerei

Wer Strom nicht von der EVN bezieht, schaut derzeit durch die Finger

Zu spät, zu wenig und unüberlegt

wertete Niederösterreichs

FPÖ-Chef Udo Landbauer den

Strom-Rabatt nur für Kunden des

Landesenergieversorgers EVN.

Die ÖVP samt Landeshauptfrau

Johanna Mikl-Leitner sei seit zehn

Monaten untätig und zeige mit der

nunmehrigen „Hauruck-Aktion“,

dass es ihnen nicht um die Menschen

im Land gehe, sondern nur

darum, die schlechten Umfragewerte

kurz vor der Landtagswahl

einzufangen, betonte Landbauer:

„Alle Niederösterreicher, die ihren

Strom nicht von der EVN beziehen,

schauen durch die Finger. Es

gibt keine Zusage anderer Anbieter,

dass sie den Zuschuss in der Höhe

von elf Cent pro Kilowattstunde

ebenfalls weitergeben werden.“

Foto: FPÖ Kärnten

KÄRNTEN

NIEDERÖSTERREICH

Weitere Preiserhöhung folgt

Aber auch die EVN-Kunden dürfen

sich verschaukelt fühlen, bemerkte

Landbauer, denn es stehe

bereits fest, dass die EVN die Preise

ab 1. September um bis zu 200

Prozent erhöhen werde: „Die ÖVP

kann nicht ernsthaft glauben, dass

die Menschen dann etwas von den

elf Cent Zuschuss spüren werden.

Koalition der Vertuscher“

Angerer: SPÖ-Kaiser will eine

Koalition der Vertuscher“.

Foto: FPÖ Niederösterreich

Landbauer: Wann kommt eine ernsthafte Entlastung?

In einem letzte Woche veröffentlichten

Interview mit der „Krone“

hat Kärntens SPÖ-Landeshauptmann

Peter Kaiser die Maske zu

den Schwärzungen im Hypo-Untersuchungsausschuss

und den roten

Koalitions-Präferenzen fallengelassen,

bemerkte FPÖ-Landesparteiobmann

Erwin Angerer: „Nachdem

Kaiser im Interview zugibt,

dass Akten zurückgehalten wurden,

was mittlerweile bereits bestätigt

ist, werden wir den Verfassungsgerichtshof

einschalten!“

Es deute alles auf eine organisierte

Vertuschungsaktion hin, betonte

Angerer. Es stellt sich nur

noch die Frage, ob die involvierten

Personen eigenmächtig gehandelt

haben, oder auf politische Weisung

von Landeshauptmann Kaiser

oder seiner Stellvertreterin Gabriele

Schaunig-Kandut.

Zudem habe Kaiser bereits vor

dem Wählerentscheid bei der Landtagswahl

angekündigt, dass sich

die SPÖ auch in Kärnten auf eine

Links-Regierung vorbereite und

eine Koalition aus SPÖ, Grünen

und Neos plane. „Das ist ein Szenario,

das ich mir lieber nicht vorstellen

möchte. Besonders, wenn

es dann in der Regierungsarbeit

so zugeht wie aktuell im Kärntner

Hypo-Untersuchungsausschuss“,

warnte der FPÖ-Landesobmann.

Foto: FPÖ Steiermark

Das ist ein Topfen!“ – Die ÖVP

solle sich endlich um die Ursachenbekämpfung

der Rekordteuerung

kümmern. „Die Russland-Sanktionen

sind ein Schuss ins eigene

Knie“, sagte der FPÖ-Landesparteiobmann.

STEIERMARK

Das Alexander-Götz-Haus

Vandalismus

der FPÖ-Gegner

Das Alexander-Götz-Haus, die

Landesgeschäftsstelle der FPÖ Steiermark,

wurde zum wiederholten

Male Ziel einer Attacke von Vandalen.

Diesmal wurde die Fassade

mit roter Farbe verunstaltet. „Dieser

erneute Angriff ist die Tat feiger

Antidemokraten, die ihrem blinden

FPÖ-Hass freien Lauf ließen. Wir

lassen uns dadurch nicht einschüchtern

und werden weiterhin für die

Menschen in diesem Land arbeiten

und patriotische Politik im Sinne

der Österreicher machen. Es ist zu

hoffen, dass die Vandalen gefasst

werden“, erklärte FPÖ-Landesparteisekretär

Stefan Hermann.


Nr. 30/31 Donnerstag, 4. August 2022

g

Länder 13

SALZBURG

Foto: FPÖ Salzburg

Nichts geht mehr im Lungau, weil die

„Stau-Flüchtlinge“ von der Tauernautobahn

auf die Katschbergstraße ausweichen.

Die Freiheitlichen fordern Abfahrtsperren

von der A10.

Verkehrslandesrat lässt den

Lungau im Stau ersticken!

FPÖ fordert Abfahrtssperren auf der Kärntner Seite des Katschbergs

Fahrverbote kontrollieren

Nicht nur die Bevölkerung leidet

unter dem Autobahn-Ausweichverkehr,

sondern auch die Straßenver-

Freiheitliche forderten vom

Verkehrslandesrat Antworten

für die Lungauer Stau-Misere

und legten einen lösungsorientierten

Antrag im Landtag vor.

„Aufgrund der Untätigkeit von

Verkehrslandesrat Stefan Schnöll

zum Autobahn-Ausweichverkehr

durch den Lungau zwingen wir ihn

mittels Landtagsantrag nun zum

Handeln“, erklärte der FPÖ-Landtagsabgeordnete

Ernst Lassacher.

Denn sobald im Katschberg- bzw.

Tauerntunnel die Blockabfertigung

aktiviert werde, fahren ganze Kolonnen

bei Rennweg oder Gmünd

ab und stauen über die Katschbergstraße

den Lungau zu. Mittlerweile

werde die Marktgemeinde St. Michael

vor der Mautstelle täglich zu

einem riesigen Parkplatz umfunktioniert.

Die Freiheitlichen fordern

daher den ÖVP-Verkehrslandesrat

auf, mit seinem Kärntner Kollegen

in Verhandlungen zu treten,

eine Autobahn-Abfahrtssperre bei

Rennweg bzw. Gmünd zu initiieren

und diese auch zu kontrollieren.

„Idiotie“ statt Entlastung?

Die entfachte Debatte um eine

allgemeine Tempo-Reduktion stellt

für den Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann

Markus Abwerzger eine

„Idiotie“ dar: „Denkt eigentlich in

der ÖVP und bei den notorischen

grünen Autohassern noch irgendwer

an die Situation der Pendler

in Tirol? Die phantasierten 80 statt

130 Stundenkilometer würden eine

weitere Ausdünnung des ländlichen

Raumes mit sich bringen!“

Die dort auf den Pkw angewiesenen

Bürger wolle man mit stundenlangen

Fahrten zum Arbeitsplatz

strafen. Und das nur, weil die

schwarz-grüne Landesregierung es

nicht schaffe, ein taugliches sektorales

Fahrverbot zu erlassen, damit

der Schwerverkehr endlich reduziert

werde, kritisierte Abwerzger:

„Die Landesregierung sollte sich

stattdessen für eine echte Entlastung

der Pendler an den Tanksäulen

einsetzen. Denn gerade die

Berufspendler können sich den

Treibstoff und damit die Sicherung

ihres Lebensunterhalts fast nicht

mehr leisten!“

kehrssicherheit. „Obwohl die B99

mit Wohnwägen nicht befahren

werden darf, ziehen ganze Kolonnen

davon über die enge Bergstrasse.

Schwere Unfälle wie vor

wenigen Wochen sind die Folge“,

erklärte Lassacher. Ebenso reichten

die Freiheitlichen eine Anfrage

an Schnöll betreffend sein Engagement

in dieser Causa ein.

„Wir lassen uns hier im Lungau

nicht weiter stiefmütterlich behandeln.

Es muss endlich eine Lösung

für den Stau geben. Und wir liefern

Schnöll diese Lösung auch noch

frei Haus. Er bräuchte sie nur noch

umzusetzen“, betonte Lassacher.

TIROL

Abwerzger: Wann denkt

Schwarz-Grün an die Pendler?

Foto: FPÖ Tirol

Foto: FPÖ Salzburg

LÄNDER-

SACHE

Marlene Svazek

FPÖ-Landesparteiobfrau Salzburg

Die Menschen fragen sich angesichts

exorbitanter Teuerungen

in allen Bereichen des Lebens,

wie lange ÖVP-Landeshauptmann

Wilfried Haslauer hinsichtlich eines

Entlastungspaketes noch zuwarten

will.

ÖVP wartet weiter zu

Eine berechtigte Kritik an Haslauer,

der mittlerweile wohl nicht

einmal selbst mehr an sein vor

einigen Wochen geschnürtes Maßnahmenpaket

gegen die Teuerung

glaubt. Zu offensichtlich kommt

ans Tageslicht, dass die Aufstockung

der Photovoltaik-Förderungen

oder der Energieberatung

kein probates Mittel gegen die immensen

Lebenserhaltungskosten

darstellt.

Echte und effektive Hilfe sieht

anders aus. Man hört lediglich Ankündigungen

aus dem Chiemseehof,

dass Entlastungen erarbeitet

und umgesetzt werden sollen. Frei

nach dem Motto: Nicht das Erreichte

zählt, sondern das Erzählte

reicht.

Worüber grübelt unser Landeshauptmann

so lange? Haslauer

braucht nicht extra herumtüfteln,

denn alles liegt bereits auf dem

Tisch und wurde von den Freiheitlichen

seit März in mehreren

Ausschüssen gefordert. Etwa das

Zehn-Punkte-Programm zum Teuerungsstopp,

die Halbierung der

Mehrwertsteuer auf Heizmittel

und Treibstoff oder die Schwerpunkte

zum Stopp der Kostenlawine.

Dies sind effiziente Soforthilfen,

die bei den Menschen

ankommen. Jedoch wurde jede

freiheitliche Initiative von der

Landeshauptmann-Partei ÖVP

niedergestimmt.

Es ist nicht zu akzeptieren, dass

die Regierung rasche, effektive

Hilfe ablehnt und stattdessen komplizierte

Gutscheine erarbeitet.


VON KLAUS KNITTELFELDER

wie vor unsicher“, so Kogler. Auch

auf der Tagesordnungstand die geplante

Strompreisbremse.

VON ANNA THALHAMMER

DY SK

ser Periode in das Kanzleramt eingezogen

ist.

Wahl wirft Scha ten voraus

im Zusammenspiel mit Ex-Familienministerin

Sophie Karmasin finanzie

lprofitiert haben so l.

Mi lionen fürden Boulevard

schlecht oder teils gar nicht geführtwurden.

Bundesregierung.

Ministerin Karoline Edtstadler.

Sommerlochdeba te“ handle.

Covid-Hilfen angeführt.

Sebastian Kurz geführt.

Wien. Am 25. September wird in

Malaun dazu.

stärker als Parteien.“

In drei Ländern gibt es

dem Jugendamt.

STEAMING SATELLITES –

KONZERT

Eine derbestenLive-Bands Öste reichs

live aufder Open AirKinoBühne.Der Sound

istkraftvo l,aber gleichzeitig leicht und

verspielt. Perfekt,umaneinem lauen

Sommerabendinden Sonnenuntergang

zu cruisen.

am 11.8.22, 20.30 Uhr,

Cinema Paradiso St.Pölten

Abwerzger

SF / Sandra Then

SPÖ Graz

14 Medien

Neue Freie Zeitung

GEZWITSCHER

Heimo Lepuschitz

@heimolepuschitz

Medien und Verlage auf demokratiepolitisch

katastrophaler

vorletzter Stelle im Vertrauensindex

von APA-OGM. Und wieder

wird es keinerlei Selbstreflexion

geben, sondern man wird sich

wohl weiter mit täglichen Journalistenpreisen

gegenseitig für

die „richtige Haltung“ abfeiern.

Raphael

@RA_Bavaria

30. Juli 2022 09:34

Wer Schwarz-Grün bejubelt,

stürzt ebenso ab, wie die beiden

Problemlösungsversager.

Hat jemand erhoben, wieviele

#Suizide durch den mit #Ausgrenzung,

Diffamierung und

indirekter #Impfpflicht erzeugten

seelischen Druck und durch zerstörte

Existenzen aufgrund der

#Lockdowns und #Maßnahmen

verschuldet wurden?

29. Juli 2022 19:28

Daran besteht leider genau so wenig

Interesse wie an Impfschäden.

TELEGRAM

GIS-Abschaffung wäre das erste

rasch wirkende Entlastungspaket

Je mehr Seher der ORF verliert, desto abstruser die Finanzierungsideen

Neos und Grüne fordern eine

Haushaltsabgabe, andere

gar eine Art „ORF-Steuer“ für

alle Österreicher. Die FPÖ will

dagegen die GIS abschaffen.

Seit Jahren sieht sich der ORF

mit einem Seherschwund konfrontiert,

aber einem immer größeren

Finanzierungsbedarf für seinen

Erhalt. Nach dem Urteil der Verfassungsrichter,

wonach der ORF

auch für die „Streaming“-Inhalte

auf seiner Webseite Entgelt verlangen

darf, sprießen die abstrusen

Ideen und Ansichten dazu. Neos

und Grüne fordern eine Haushaltsabgabe,

andere „Experten“ gar eine

Art „ORF-Steuer“ für alle, auch

wenn sie keine ORF-Sendungen

ansehen, weil sie „aus einer gesamtgesellschaftlichen

Betrachtung

von den Leistungen des ORF

profitieren“ würden.

FPÖ fordert Aus für die GIS und den Polit-Einfluss im ORF.

Neufinanzierung für ORF

„Das wäre zum ersten Mal in

der Geschichte der Fall, dass man

von etwas profitiert, was man

nicht konsumiert“, kommentierte

FPÖ-Mediensprecher Christian

Hafenecker diesen Vorschlag. Statt

alle Haushalte in kommunistischer

Manier zur Kasse zu bitten, fordert

er ein Ende der GIS-Gebühren, hin

zu einer soliden Finanzierung des

ORF durch mehrjährige Budget-

rahmen. Auch, um gegen den Einfluss

der Politik auf den Staatsfunk

vorzubeugen.

Das wäre in der anhaltenden

Teuerungswelle das erste rasch

wirkende Entlastungspaket, das

diese Regierung auf den Weg bringen

könnte, betonte der FPÖ-Mediensprecher.

Denn die Belastung

durch die GIS-Gebühr beträgt pro

Jahr – je nach Bundesland – zwischen

270 und 340 Euro.

Foto: NFZ

GEFÄLLT MIR

Herbert Kickl

1. August 2022

Das Kasperltheater geht weiter

und es wird immer klarer, dass die

ÖVP am Ende ist. Nehammers Zeit

ist vorbei.

FPÖ IN DEN MEDIEN

Der Aufwind für die Freiheitlichen

und der Absturz der ÖVP – in

manchen Umfragen bereits hinter

der FPÖ – sorgt

für Unmut in der

Volkspartei, berichtet

„Die Presse“.

So wurde aus

Nehammers Gipfelgetöse

am Montag

ein parteiinter-

Inland

DIENSTAG, 2. AUGUST 2022 7

Ein Gipfel und viele Querschüsse

ÖVP. Sind die Berichte

über Karl Nehammers

Ablöse mehr als

Gemurre vor den

drohenden Schlappen

bei Wahlen? Vorerst

nicht,sagen Insider.

Wien. Eigentlich hä te es ein verheißungsvo

ler Augustmontag für Karl

Nehammer werden so len: Für den

Nachmi tag lud der Kanzler eine

politisch hochkarätig besetzte Runde

zu sich, um die wohl größte a ler

gleichzeitigen Krisen, die Energieknappheit,

zu besprechen. Der

ÖVP-Chef versammelte dabei

Schlü selspieler seiner Regierung,

Experten, ranghohe Oppositionspolitiker

und Vertreter der Sozialpartner,

die Länder wurden durch

die Stadt Wien vertreten, weil diese

den Vorsitz der Landeshauptleute-

Konferenz innehat. Sinn dieser Sitzung

des außertourlich erweiterten

Krisenkabine ts war, wie etwa Vizekanzler

Werner Kogler (Grüne) im

Vorfeld erklärt ha te, die Vorbereitung

auf den Winter: „Denn wie

lang und wie viel ru sisches Gas

nach Europa geliefert wird, istnach

Doch just in der Nacht, bevor

Nehammer seinen Auftri t als

oberster Krisenmanager hinlegen

so lte, wurden die nächsten Querschü

se in seine Richtungabgefeuert

–und zwar aus den eigenen

Reihen. Das kam so: In erstaunlicher

zeitlicher Nähe, nämlich innerhalb

weniger Minuten, ste lten

„OE24“ und „Heute“ anonym verfa

steBerichte online,wonach Nehammers

Ablöse laut „hochrangigen

ÖVP-Politikern“ und „Strategen“

bloß noch eine Frageder Zeit

sei, in der ÖVP liege längst ein

„Geheimplan“ für die Nachfolge

Finanzministerium gab Millionen fürInserateaus

Umfragenaffäre. Ein der „Presse“ vorliegender Aktenvermerk zeigt, dass die Ausgaben und Budgets für

Ö fentlichkeitsarbeit seit 2016 massiv gestiegen sind und überreizt wurden. Hauptprofiteur war der Boulevard.

Wien. Die Wirtschafts- und Ko ruption

staatsanwaltschaft (WKStA)

untersucht im Zuge der Umfragena

färe Au fä ligkeiten bei den Budgets

für Ö fentlichkeitsarbeit im Finanzministerium

(BMF). Die Auswertung

von E-Mail-Postfächern

zeigt: Es wurden teils siebenstellige

Beträge zusätzlich beantragt.

Das war von oben abgesegnet.

Wurde dafür vom Boulevard gefällige

Berichtersta tung zugesichert?

Johannes Pasquali ist der ehemalige

Leiter der Ö fentlichkeitsarbeit

im Finanzministerium. Er ist

suspendiert und wird in der sogenannten

Umfrage-A färe als

Hauptbeschuldigter geführt, weil

er die Hoheit über die Budgets hatte.

Ihm wird vorgeworfen, Unsummen

für Umfragen ausgegeben zu

haben, die eigentlich gar nicht

dem Finanzministerium, sondern

eher der ÖVP zugutegekommen

sein so len. Die frisierten Ergebnisse

so len dann mit einem großen

Zwei Monatenach Karl NehammersWahl zum ÖVP-Chefberichten Medien, da sbereitsanseinem Se selgesägtwerde. [picturedesk.com]

vor. Die ÖVP „sägt am Se sel“ ihres

erst vor zweieinhalb Monaten gewählten

Chefs, stan da, mit Verweisen

auf das e ratisch vo lzogene

Quarantäne-Aus und die

schwachen Umfrageergebni se der

Kanzlerpartei, die teilweise sogar

hinter der FPÖ auf Platz drei eingeschätzt

wird. Auch „Der Standard“

berichtete über die angeblich

geplante Ablöse des bereits

dri ten ÖVP-Politikers, der in die-

Die Sache ist nur: Konkret deutet

wenig darauf hin, da sNehammer

tatsächlich a lzu bald „abgesägt“

wird. Selbst Parte insider, die nicht

unbedingt zu den bedingungslosen

Unterstützern des Kanzlers

zählen, halten die Ablösegerüchte

für übertrieben. Wohl aber ist al

das laut Parteikennern ein weiteres

Indiz für die schlechte Nachrede,

Inseratenvolumen in der Tageszeitung

„Öste reich“ ventiliert worden

sein. Das vermutet zumindest

die WKStA, und das unterstreichen

auch die Au sagen ihrer Kronzeugin

Sabine Beinschab –teilweise

zumindest. Ihre Au sagen sind allerdings

durchaus inkonsistent. Sie

ist jene Meinungsforscherin, die

Pasquali bestreitet, die Aufträge

auf eigene Faust erteilt zu haben.

Sein Vorgesetzter war Thomas

Schmid, damals Generalsekretär

im BMF, später Öbag-A leinvorstand,

er so l ihn dazu angewiesen

haben. Bisher konnte Pasquali diese

Behauptung nicht gut belegen:

Die interne Revision ste lte fest,

da sAkten über Vertragsvergaben

Die Auswertung zeigt, da s

Pasquali in etlichen Mails den zuständigen

Beamten für Budget-

Contro ling um Freigabe neuer

Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten.

die das türkise Spitzenpersonal in

den Ländern und an der Basis hat.

Wer sich dieser Tage mit ÖVP-Vertretern

unterhält, hört viel Unmut

über taktische Manöver der Partei

und immer wieder zutage tretende

kommunikative Turbulenzen der

Und vor den nächsten Landtagswahlen

lä st das die Nervosität

steigen: Es dürfte kein Zufa lsein,

da sdie internen Querschü se gen

Bundespartei ausgerechnet kurz

nach der Verö fentlichung einer

aus ÖVP-Sicht erschü ternden

Umfrage für die Tirol-Wahl Ende

September erfolgt sind. Unter 30

Prozentso l die dortige Landespartei

demnach liegen – das wären

rund 15 Prozentpunkteweniger als

bei der Landtagswahl im Jahr 2018.

In der Abgrenzung zur Bundespartei

scheint man ein Mi tel gegen

diesen Trend zu sehen. Auch in

Niederöste reich, wo nach Tirol

gewählt wird, prognostizieren

Geldmi tel für Kampagnen und Inserate

bi tet. Er nennt die Gründe

dafür und schreibt, da sdas mit

dem „HGS“ (He rn Generalsekretär)

und der zuständigen Sektion

abgestimmt sei. Auch Schmid

selbst ließ Mi tel aufstocken. Nur

wie wurden diese zusätzlichen

Mi tel dann verteilt? Den Löwenanteil

erhielt der Boulevard, wie

Transparenzdatenbanken zeigen.

Die Auswertung der WKStA

zeigt, da sdie geplanten Budgets

für Ö fentlichkeitsarbeit seit 2016

ma siv gestiegen sind – und gar

noch deutlich überschri ten wurden.

So betrug das Budget im Jahr

2015 noch 2,2 Mi lionen Euro (1,1

wurden ausgegeben), im Jahr 2017

waren 2,1 Mi lionen Euro geplant,

sechs Mi lionen wurden ausgegeben.

Im Jahr 2018 verdoppelte sich

das Budget auf 5,9 Mi lionen Euro,

ausgegeben wurden 10,2. Die

Summe kle terte bis 2020 auf 13

ner Beschwichtigungsgipfel des

Kanzlers, der die Ablöse-Querschüsse

natürlich dementierte.

Die Nervosität steige, so die

Zeitung, weil die Umfragen vor

der Landtagswahl in Tirol

katastrophal seien.

Mit diesen Umfrageergebnissen

lässt die Tageszeitung

„Österreich“ die

Freiheitlichen mit der SPÖ

um Platz 2 rittern, hinter der

Landes-ÖVP mit Neo-Lan-

Meinungsforscher kein a lzu gutes

Ergebnis: Rund 40 Prozent ergab

eine aktue le Umfrage –derzeit regiert

die ÖVP dort mit absoluter

Mehrheit. Vor der Wahl in Niederöste

reich, wo man zuletzt mit öffentlicher

Kritik und einem Vorpreschen

beim Strompreisraba t

der Bundesparte in die Parade gefahren

ist, dürft es für die türkise

Spitze also auch nicht gemütlicher

werden, sofern es in Tirol wirklich

die erwartete Schlappe gibt. Ob

das auch eine Ablöse bedeutet, ist

aber a les andere als fix –zumal

echte Alternativen rar sind, genanntwerden

a lenfa ls Finanzminister

Magnus Brunner und

Und was sagt der Kanzler

selbstdazu? Nach dem Gipfel –der

wi erwartet ohne neue Maßnahmen

zu Ende gegangen war–sagte

Nehammer, da sessich bei den

Gerüchten bloß um eine „mediale

Mi lionen. 2019 wurde als Grund

für die Werbemaßnahmen die Präsentation

der Steue reform angeführt.

Auch interne Kommunikation

wurde hier abgerechnet. Im

Jahr 2020 wurden als Grund für zusätzliche

Mi tel die Bewerbungder

Als Beitragstäter werden weitere

Beamte und auch Ex-Kanzler

ÖVP-Wahlkampf

am Ende ohne

Günther Platter

Tiroler Schwarze setzen auf

Neo-Obmann Anton Ma tle.

Tirol gewählt. Noch-Landeshauptmann

Günther Pla ter

(ÖVP) werde aber in der „heißen

Wahlkampfphase“ nicht

auftreten, erklärte Landesgeschäftsführer

und Wahlkampfleiter

Martin Malaun. „Es so l

nicht so au schauen, als mü ste

der He r Landeshauptmann

de neuen Kandidaten bei der

Hand nehmen“, erklärte Martin

Der in den vergangenen

Jahren zunehmend umstri tener

gewordene Pla ter hat im

Juni erklärt, nicht mehr kandidieren

zu wo len, er bleibt aber

bis zum Urnengang Landeshauptmann.

Die Tiroler ÖVP

führt seit Juli Landesrat Anton

Ma tle (59) an. Im Wahlkampf

wi l ihn die Partei bekannter

machen. Es so l ein „ganz auf

den Toni zugeschni tener

Wahlkampf“ werden, sagte Parteimanager

Malaun. „Denn die

Leute wählen Persönlichkeiten

Laut Umfragen drohen der

ÖVP bei der Landtagswahl

schwere Verluste. (red./APA)

Personalnot bei

Kinderhilfe

verschärft sich

„Gefährdungsmeldungen“.

Wien. In den Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen

gibt es

akute Personalnot. Besonders

betro fen sind aktue l Wien, die

Steiermark und Salzburg, wo

Gefährdungsmeldungen an die

Landesregierungen ergangen

sind. In Wien sind von 16 Krisenzentren

derzeit zwei komple

t geschlo sen. 40 Ste len

sind unbesetzt, heißt es aus

In der Steiermarkverhängte

das Kinderkrisenzentrum in

Kapfenberg nach Kündigungen

einen Aufnahmestopp, weil offene

Ste len nicht nachbesetzt

werden konnten. In Salzburg

so l ein Maßnahmenpaket die

Abwanderung von Personal in

andere Bereiche aufhalten. Im

ambulanten Bereich stehen

dort aktue l 30 Familien auf der

Warteliste. (APA)

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12

REgIoNal Extra

Tirol-Wahl:

FPÖ und SPÖ

rittern um Platz 2

TIROL: FPÖ­Spitzenkandidat zu möglichen Koalitionen

Zwei Monate vor der Tiroler

Landtagswahl bringen sich

Parteien in Position.

Tirol. Die Tiroler FPÖ hat

am Freitag die ersten zehn

Plätze auf der Landesliste

für die Landtagswahl am

25. September präsentiert.

Darunter zu finden sind

altbekannte Gesichter,

aber auch neue. Sieben

Männer und drei Frauen

sollen das blaue Rennen

machen. Spitzenkandidat

und Landesparteiobmann

Markus Abwerzger betonte

hinsichtlich Koalitionsvarianten,

dass es in

der ÖVP auch „vernünftige

Kräfte“ gebe und auch abseits

der ÖVP Mehrheiten

möglich seien.

Hinter Abwerzger kandidiert

an zweiter Stelle

Generalsekretär LAbg. Patrick

Haslwanter, auf ihn

folgt Bundesrat Christoph

Steiner. Ebenfalls wieder

eine gute Chance auf Einzug

in den Landtag hat

LAbg. Evelyn Achhorner

mit dem vierten Platz, wie

auch der neue Kramsacher

Bürgermeister Andreas

Gang. Für Abwerzger tritt

mit diesen Personen ein

Team an, das sich gegen

Teuerung, Lockdown,

Fulminanter

Start für

Villacher Kirtag

Impfpflicht, Massenmigration

und für eine umfassende

österreichische Neutralität

einsetzt. Dass das

Antreten der MFG die FPÖ

Stimmen kosten werde,

glaubt Abzwerzger nicht.

Umfrage: FPÖ liegt 0,4

Prozent vor den Roten

Knappes Rennen. Laut einer

aktuellen Umfrage

käme die seit Jahrzehnten

regierende ÖVP aktuell

auf lediglich 29,1 Prozent

Stimmenanteil – also um

15 % weniger als 2018. FPÖ

(15,7 %) und SPÖ (15,3 %) rittern

um Platz zwei.

deshauptmann

Anton Mattle, die

bereits auf unter 30

Prozent abgestürzt

ist. Dementsprechend

„koalitionsoffen“

gibt sich

FPÖ-Landeschef

Markus Abwerzger:

Es gebe in der

ÖVP auch „vernünftige Kräfte“,

aber auch ohne die Volkspartei seien

Mehrheiten möglich.

KÄRNTEN: Einen Tag so oft fahren, wie man will um 77,77 €

Auf der zwei Kilometer

langen Unterhaltungsmeile

gibt es keinen Eintritt.

Villach. Am Sonntagnachmittag

wurde nach

zweijähriger Corona­

Zwangspause der 77. Villacher

Kirtag eröffnet.

Bei Österreichs größtem

Brauchtumsfest gibt es

einen Vergnügungspark

mitten in der Altstadt. Das

gibt es sonst nirgendswo.

Dass das möglich ist, ist unter

anderem nur der Liebe

der Anrainer zum Villacher

Kirchtag und ihrer

großen Geduld zu verdanken.

„Am Villacher Kirtag

Auf der Fahrt mit Riesenrad

„Kokosbussalan“ essen.

muasst Kirchtagssupm

essn und Kokosbussalan

schnabulieren“, empfehlen

die Veranstalter für einen

Besuch bis Sonntag, 7. August.

Morgen starten die

Fahrgeschäfte um 17 Uhr

und das Vergnügen kann

beginnen.

Am Freitag und Samstag

dreht sich u. a. Europas

Dobermann im

Wachstum

Markus Abwerzger

mit Welpen.

Heuer Besucherrekord?

Zuletzt gab es

450.000 Besucher.

höchstes mobiles Kettenkarussell

„Around the

World“ bis zwei Uhr nachts.

Der Kinderkirchtag am

Hans­Gasser­Platz startet

täglich um 10 Uhr. Erstmals

wird es auch sogenannte

Tages­Armbänder

geben. Für 77,77 Euro kann

man am Tag des Kaufes mit

allen Fahrgeschäften, so

oft man will, fahren.

Der Villacher Kirtag

bringt der Stadt, samt Umsätzen

im Handel, der Gastronomie

und der Hotellerie,

eine Wertschöpfung

von rund 50 Millionen

Euro.

Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoekirchner - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten.

Inszenierung betont das Volkstheatrale und scheut keine Gags.

SALZBURG: Noch Tickets für zwei Abende

Salzburger Festspiele:

›Zauberflöte reloaded‹

Vi lacher Kirtag (2)

Die überarbeitete Produktion

von 2018 bri liert ohne

überbordendes Spektakel.

Salzburg. 2018 sorgte Lydia

Steier mit ihrer Inszenierung

von Mozarts Zauberflöte

bei den Salzburger

Festspielen für veritablen

Widerspruch, nicht zuletzt

dank einer überfrachteten

zirzensischen Ästhetik.

Erst vier Jahre ist das

her – und erscheint doch

wie aus einer anderen

Welt, vor Krieg, vor Pandemie.

Nun hat Festspiel­

Intendant Markus Hinterhäuser

Steier die Chance

gegeben, ihre Regie zu

überarbeiten. Und seit

Samstagabend ist klar: Es

hat sich gelohnt. Die Zauberflöte

wird noch sieben

Mal bis 27. August aufgeführt.

Nur die Vorstellungen

am 3. und 6. August

sind noch nicht ausverkauft.

Michael Ehmann (2. v. r.) übergibt Vorsitz geregelt im Herbst.

STEIERMARK: Ist seit 2016 Parteivorsitzender

Grazer SPÖ-Chef Ehmann

wirft das rote Handtuch

Zu möglichen Nachfolge-

Kandidaten hält sich Ehmann

noch bedeckt.

Graz. Der Grazer SPÖ­

Chef Michael Ehmann

wird im Herbst sein Amt

als Parteivorsitzender zurücklegen.

Ehmann bestätigte

dies am Sonntag auf

APA­Anfrage: „Ich habe

das von Beginn an so kommuniziert,

dass ich nach

den Verhandlungen der

Koalition den geordneten

Rückzug vorbereite“, sagte

Ehmann.

Sechs Jahre. Im Herbst

werde er erst den Vorsitz

geschäftsführend übergeben,

dann am Parteitag

nicht mehr antreten und

die Vorbereitungen treffen,

die Klubführung zu

übergeben. Ehmann hatte

das Amt des Parteivorsitzenden

2016 als Nachfolger

von Martina Schröck

übernommen.

4.284 Personen gefällt das.

Die alte ÖVP, das alte Spiel:

Kanzlerabsägen: Kommt bald der

vierte ÖVP-Kanzler seit 2019?


Nr. 30/31 Donnerstag, 4. August 2022

g

Verdis „Nebukadnezar“ im Steinbruch

Große Oper in St. Margarethen

Es wird langsam dunkel im

Steinbruch von Sankt Margarethen,

und es ist das Ende des ersten Aktes

von „Nabucco“. Warmes Wetter vorausgesetzt,

strömen jetzt die meisten

Zuschauer zu den Buffets, eine

halbe Stunde später geht’s weiter.

Aber schon jetzt ist man von der

Musik und dem Zauber dieser Oper

im Steinbruch gefangen. Die Kulisse

ist phantastisch gut in die Felsen

der Landschaft eingebettet, es wirkt

alles, als könne es gar nicht anders

sein.

Der Inhalt des Werkes ist kompliziert

und tut eigentlich nichts zur

Sache. Es geht darum, dass Jerusalem

von den Babyloniern belagert

wird, und dass der Hebräer Ismaele

als Gefangener verschleppt wird.

Die diversen Auftritte zeigen den

Kampf um den Vorrang und um die

rechte Religion. Und es geht um die

Freiheit und um zwei Königstöchter.

Blitz und Donner

Nabucco, den man auch als Nebukadnezar

kennt, ernennt sich

selber zum einzigen und wahren

Gott, doch ein gewaltiges Donnerwetter

mit Blitz und Donner trifft

den so unmäßigen König, der sofort

von Wahnsinn gezeichnet ist. Das

passiert im zweiten Akt, und hier

zeigen sich die Möglichkeiten dieser

Freilichtbühne so richtig, man

meint, bei schönster Witterung in

den irrwitzigen Trubel eines Unwetters

gelangt zu sein.

Große Bässe erklingen, Sopranstimmen

erfreuen das Ohr, nur ein

Mezzosopran schwelgt allzusehr in

Tremolos, die Kostüme sind prächtig.

In Akt Nummer drei kommt der

überwältigende Gefangenenchor

zur Aufführung. Hier in Sankt

Margarethen singt der ausgezeichnete

Philharmonia Chor Wien den

Beginn bewusst zurückhaltend,

steigert sich jedoch gegen Ende in

ein überzeugendes Fortissimo. Das

Piedra Festivalorchester, geleitet

von Alvise Casellati, meistert die

schwierige Aufgabe, ohne Sichtkontakt

zu den Sängern präzise zu

begleiten, bravourös.

Va, pensiero

Der Gefangenenchor ist ja für die

Italiener so etwas wie eine heimliche

Hymne, im Teatro La Fenice

in Venedig wird er bei besonderen

Foto: NFZ

Anlässen sogar unabhängig vom

gerade gespielten Werk zu Beginn

feierlich dargebracht, das Publikum

erhebt sich zu seinen Klängen von

den Sitzen.

Im vierten Akt findet in der historisch

nicht dokumentierten Handlung

das Happy End statt, Nabucco

erlangt seine geistigen Kräfte wieder,

Jehova ist der einzige Gott.

Ein verzichtbarer Einfall der Bühnenbildner

ist ein an einem Felsen

montierter Monitor, der zeitweise

vergrößerte Live-Ausschnitte zeigt,

Kultur 15

zeitweise aber idealisierte Darstellungen

einzelner Figuren bringt.

In Ermangelung einer zweiten Pause

begibt sich nach dem Ende der

Oper ein Großteil des Publikums

an die ebenfalls ausgezeichneten

Quellen von Speis und Trank. So

kann man den ärgsten Stau beim

Wegfahren meiden, wobei ein weiteres

Lob den vorbildlich Ordnung

ins Chaos der zu- und abfahrenden

Autofahrer bringenden Parkwächtern

und Polizisten gespendet sei.

Herbert Pirker

Anzeige

Fünf verließen Annahmestelle um 100.000 Euro reicher

Bei Brief- und Rubbellos weiß man sofort, ob und wie viel man gewonnen hat

Was das Spannende an Brieflos ist?

Man betritt die Annahmestelle und hat

die Chance, sie im Wissen, dass man

vielleicht sogar schon um 100.000 Euro

reicher ist, wieder zu verlassen. Auch

so manches Rubbellos bietet die Aussicht

auf sechsstellige Gewinne.

Fünf Spielteilnehmerinnen bzw. Spielteilnehmer

aus vier verschiedenen

Bundesländern waren heuer bereits in

dieser Situation: Zwei aus der Steiermark,

die jeweils ein Brieflos mit dem

Hauptgewinn von 100.000 Euro aufgerissen

hatten, sowie je ein Rubbellos-Fan

aus Tirol, Oberösterreich und

Niederösterreich, die sich ebenfalls

über je 100.000 Euro Gewinn freuen

durften.

Ein weiterer Niederösterreicher sowie ein Kärntner rubbelten jeweils 75.000 Euro auf, und über 50.000 Euro bzw.

30.000 Euro durften sich 15 weitere Rubbel-Fans aus Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol,

der Steiermark und Kärnten freuen.

Derzeit ganz aktuell und beliebt sind das Mega Brieflos „Tiger“ mit einem Hauptgewinn von 500.000 Euro, und

das Rubbellos „Schatzsuche“ mit der Aussicht, bis zu 30.000 Euro zu finden.

Mit der Lotterien App zum Millionen-Gewinn

Es gibt viele Möglichkeiten, an den Spielen der Österreichischen Lotterien teilzunehmen. Die Lotterien App ist dabei die

Lösung für alle Technikaffinen, die eine einfache und innovative Art des Spielens bevorzugen. Mobil gespielt werden

können Lotto, LottoPlus, Joker und EuroMillionen. Die integrierte „Glücksbörse“ ermöglicht das Aufladen und Auszahlen

von Guthaben und bietet einen Überblick über

gespielte Quittungen, Gewinne, Jackpots,

zusätzliche Gewinnspiele, Neuigkeiten und

vieles mehr.

Das Aufladen ist in allen Annahmestellen

möglich, wo man auch Prepaid-Guthaben in

Form eines EuroBons erhält. Ist die Glücksbörse

einmal in der Annahmestelle aktiviert,

ist auch das Aufladen mit Kreditkarte möglich.

Aus Spielerschutzgründen können pro Woche

maximal 100 Euro geladen werden.

Der bislang größte App-Erfolg gelang einem

Niederösterreicher, der einen Lotto Sechsfachjackpot

geknackt und mehr als 5 Millionen

Euro gewonnen hat. Und ein weiterer App-

User durfte sich vor kurzem bei EuroMillionen

über den Österreich Bonus und damit über

exakt 100.000 Euro freuen.


16 Blitzlicht

Neue Freie Zeitung

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