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OM_02_2023_ePaper

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Oberneuland<br />

LANDLEBEN • GENUSS • LIFESTYLE • MENSCHEN • KULTUR<br />

Ländlich<br />

leben<br />

in Bremen<br />

Veggie & lecker!<br />

Rezepte,die<br />

begeistern<br />

REGIONALES<br />

MAGAZIN<br />

Februar · Nr. <strong>02</strong>|2<strong>02</strong>3 · 26. Jahrgang · € 3,-<br />

LÄNDLICH HEIRATEN<br />

Ja zur Liebe, Ja zum Leben<br />

25 JAHRE KÜSTER IN OBERNEULAND<br />

Andreas Wokurka<br />

GRUNDSCHULE OBERNEULAND<br />

Ein gutes Ende für alle<br />

FARBTREND 2<strong>02</strong>3<br />

Viva Magenta


INHALT<br />

20<br />

Ein gutes Ende für alle<br />

Grundschule Oberneuland<br />

Ja, zur Liebe, Ja zum Leben<br />

30 Ländlich heiraten<br />

Koch Dich glücklich: Bitter trifft süß<br />

42 Leckeres von Karo<br />

REGIONAL<br />

20 Ein gutes Ende für alle<br />

Grundschule Oberneuland<br />

23 Start im Frühjahr 2<strong>02</strong>3<br />

Teil-Neugestaltung auf dem Spielplatz Uppe Angst<br />

24 Medizin & Mobilität<br />

Büropark<br />

26 Mini ist MAXI gut!<br />

Modell-Eisenbahn-Club (MEC) Bremen e.V.<br />

28 Noch mehr Meter<br />

Oberneulander Hecke<br />

59 Oberneulanderin Kim Wedemeyer gewinnt Silber-Medaille<br />

Deutsche Schießsport-Meisterschaften<br />

60 Hand in Hand für Oberneuland!<br />

Bürgerverein Oberneuland e.V.<br />

66 Im Portrait: Florian Keller<br />

Bremer Hockey-Club<br />

68 Neue Schilder geben Auskunft<br />

Besucher-Hilfe<br />

Unsere Social-Media-Kanäle:<br />

www.facebook.com/oberneulandmagazin<br />

www.instagram.com/oberneuland_magazin<br />

LANDLEBEN<br />

30 Ja zur Liebe, Ja zum Leben<br />

Ländlich heiraten<br />

32 Fest versprochen!<br />

Hochzeitstrends 2<strong>02</strong>3<br />

36 Die Tradition des Ringes<br />

Der Ring als Zeichen der ewigen Liebe<br />

42 Koch Dich glücklich: Bitter trifft süß<br />

Leckeres von Karo<br />

44 Veggie und lecker!<br />

Rezepte, die begeistern<br />

50 Mit Plan zum Pflanzenglück<br />

Abwechslungsreich und stimmig<br />

54 Klimaheld Bambus<br />

Sichtschutz<br />

55 Grazil & Easy!<br />

Neuheit<br />

MENSCHEN<br />

56 Andreas Wokurka<br />

Viele gute Gründe für 25 Jahre Küster in Oberneuland<br />

4 OBERNEULAND


Andreas Wokurka<br />

56 Viele gute Gründe für 25 Jahre Küster in Oberneuland<br />

72<br />

Trendfarbe 2<strong>02</strong>3<br />

Viva Magenta<br />

82<br />

Moor-Magic<br />

An der Hamme<br />

LIFESTYLE<br />

72 Pulsierend, überschwänglich, elektrisierend<br />

Viva Magenta ist die neue Trendfarbe 2<strong>02</strong>3<br />

ERLEBE DEINE REGION<br />

82 Moor-Magic mit Kunst & Geschichte<br />

Lieblingsplätze in unserer Region: an der Hamme<br />

86 Zwischen Deutschland und Amerika<br />

Julius Frank – eine jüdische Fotografenfamilie<br />

RUBRIKEN<br />

6 Oberneulander Momente für die Seele<br />

8 Kompakt - Kurze Meldungen aus der Region<br />

16 Deichhörnchen & Teichhörnchen<br />

48 Made in Bremen & Bremer Genuss<br />

76 Immobilien & Wohnen<br />

90 Shops & more<br />

92 Fit durchs Jahr mit Marius<br />

94 Oberneuland bleibt gesund<br />

98 Hammel-Sprünge – von Winfried Hammelmann<br />

Titelfoto: Katrin Bürger<br />

OBERNEULAND 5


Oberneulander<br />

Momente für die Seele<br />

Eis-Zeit<br />

Foto: Birte Baraczewski<br />

6 OBERNEULAND


OBERNEULAND 7


Oberneulander<br />

Momente für die Seele<br />

Winter am Hodenberger Deich<br />

Foto: Hans-Heinrich Meyer<br />

Eis-Blau<br />

Foto: Anke Rösch<br />

8 OBERNEULAND


Foto: Sacha Gfeller<br />

Foto: Andree Winter<br />

Sonnen-Aufgang 1<br />

Foto: Brigitte von Engelbrechten<br />

Foto: Christa Entholt<br />

Sonnen-Aufgang 2<br />

Foto: Elisabeth Solte<br />

Foto: Hans Ebenhoch<br />

Sonnen-Aufgang 3<br />

Foto: Patrick Koppitz<br />

Foto: Sharon Dirks<br />

Foto: Helma Erichsen<br />

Foto: Annette von Salzen<br />

Endlose Wolken<br />

Foto: Klaus Naujocks<br />

Senden Sie uns Ihr Lieblingsfoto (Originalgröße) aus der Region an: foto@oberneuland.info<br />

OBERNEULAND 9


K<strong>OM</strong>PAKT<br />

DAMPFMÜHLE<br />

Eröffnung im<br />

alten Spar-Markt<br />

Gute Nachrichten von der Dampfmühle<br />

Behrens! Nachdem der Heizölhandel sofort<br />

nach dem Brand weiterlaufen konnte,<br />

ist seit Dezember auch ein Ladengeschäft<br />

für den Übergang gefunden worden.<br />

Im ehemaligen Spar-Markt schräg<br />

gegenüber der Dampfmühle sind wieder<br />

die gewohnten Produkte, wie z.B.<br />

Pferde- und Hundefutter erhältlich.<br />

Annemarie Behrens und Michael Klein<br />

sind sehr glücklich, dass es nun auch<br />

mit dem Ladengeschäft weitergeht: „Ein<br />

ganz großes Dankeschön für die überwältigende<br />

Anteilnahme, die konkreten<br />

Hilfsangebote, die zahlreichen Bekundungen<br />

weiterhin bei uns kaufen zu<br />

wollen und die Vermittlung der neuen<br />

Verkaufssituation durch Jürgen Maaß<br />

(EDEKA) sowie deren Realisierung und<br />

Unterstützung durch das Unternehmen<br />

Justus Grosse Immobilien Bremen!“<br />

Die gewohnten Öffnungszeiten sind beibehalten worden:<br />

Mo. - Fr. 9 - 13 und 15 - 18 Uhr, Sa. 9 - 13 Uhr<br />

Mittwochnachmittag geschlossen.<br />

Bestellungen bitte unter Telefon: 259<strong>02</strong>1 oder per<br />

E-Mail: michaelkleingreyhound@gmail.com<br />

10 OBERNEULAND<br />

BHC<br />

Silberner Stern des<br />

Sports<br />

Der Bremer HC freut sich sehr über<br />

den Silbernen Stern des Sports und<br />

die damit verbundenen 1.500 Euro<br />

Preisgeld!<br />

Mit den Sternen des Sports werden<br />

Vereine geehrt, die sich in besonderem<br />

Maße gesellschaftlich engagieren. Die<br />

von der Volksbank Bremen-Nord und<br />

dem DOSB verliehene Auszeichnung<br />

galt diesmal dem erfolgreichen<br />

BHC-Projekt „Bewegungstraining für<br />

Parkinson-Patienten“.<br />

PRO MÜHLENFELD<br />

Petition: Anhörung erreicht<br />

Über 1.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich an der Online-Petition zu einer<br />

zurückhaltenden Bebauung des Mühlenfeldes beteiligt. Die Bürgerinitiative<br />

„Pro Mühlenfeld“, die die Petition eingestellt hatte, nutzte die Zeichnungszeit von sechs<br />

Wochen Ende des vergangenen Jahres für eine Flyeraktion im OBERNEULAND MAGAZIN und<br />

auch die persönliche Präsenz, beispielsweise bei dem Oberneulander Adventtreff um für<br />

dieses wichtige Anliegen zu werben.<br />

Nun hat sich der Petitionsausschuss gemeldet und Mitglieder der Bürgerinitiative<br />

Mitte Februar zu einer Anhörung eingeladen.<br />

SPARKASSE BREMEN MACHT’S MÖGLICH<br />

KULTUR FüR KIDS – KOSTENLOS<br />

Eine besondere Zuwendung gibt es von der Sparkasse Bremen: Kinder und Jugendliche<br />

bekommen im neuen Jahr nicht nur weiterhin freien Eintritt in Bremer Museen – darunter<br />

die Kunsthalle Bremen, die botanika oder das Universum. Die Vielfalt des Angebots wird<br />

noch größer: Neu dabei sind jetzt auch das Wilhelm-Wagenfeld-Haus und das kek-<br />

Kindermuseum für Bremen.<br />

Vor dem Hintergrund der oft als mangelhaft<br />

bezeichneten Bildungs- und Sozialsituation<br />

vieler Heranwachsender in der<br />

Hansestadt engagiert sich das Finanzinstitut<br />

gemeinsam mit starken Partnern für Bildungs-<br />

, Sport-, Kultur- und Umweltprojekte, von<br />

denen junge Bremer profitieren – darunter<br />

auch der kostenlose Zugang zu Kultureinrichtungen.<br />

So soll wirklich allen jungen<br />

Neu dabei mit freiem Eintritt für Kinder und Jugendliche:<br />

das kek-Kindermuseum. Foto: Claudia Hoppens<br />

Henning Mühl und Laura Frank nahmen den<br />

Preis entgegen.<br />

Bremerinnen und Bremern bis 18 Jahre der<br />

Besuch von Museen und Kulturorten in<br />

unserer Hansestadt ermöglicht werden.<br />

Mit dabei sind: die Kunsthalle Bremen,<br />

das Focke-Museum, die Museen Böttcherstraße, die Weserburg<br />

| Museum für moderne Kunst, das Hafenmuseum<br />

Speicher XI, das Wilhelm-Wagenfeld-Haus. Der Besuch<br />

des Übersee-Museums ist für Bremer Schulklassen kostenlos.<br />

Das kek-Kindermuseum ist an allen Samstagen und<br />

Sonntagen sowie in den Schulferien für Kinder und<br />

Jugendliche eintrittsfrei.<br />

Jeden ersten Freitag im Monat ist der Eintritt im<br />

Universum Bremen frei. Schulklassen bitte vorab anmelden.<br />

Jeden ersten Samstag im Monat ist der Eintritt in die<br />

botanika frei.


K<strong>OM</strong>PAKT<br />

SATIRESAMMLUNG “HAMMELSPRÜNGE”<br />

Neue Termine für<br />

Lesungen stehen fest<br />

LC BREMER SCHLÜSSEL<br />

Wunschweihnachtsbaum-Aktion<br />

Auch in 2<strong>02</strong>2 fand eine Wunschweihnachtsbaumaktion<br />

statt. Ziel der Aktion<br />

ist es, Kinderwünsche besonders an<br />

Weihnachten zu erfüllen. Dazu wurden<br />

die besonderen Weihnachtsbäume u.a.<br />

auch beim Edeka-Markt Maaß in<br />

Bremen-Oberneuland aufgestellt.<br />

Auf den an den Bäumen aufgehängten<br />

Wunschzetteln standen jeweils der Vorname,<br />

das Alter und der Wunsch des<br />

Kindes. Jeder, der den Kleinen eine<br />

Freude machen wollte, konnte sich<br />

einen Zettel vom Baum nehmen, das<br />

Geschenk hübsch verpacken und im teilnehmenden<br />

Geschäft abgeben.<br />

Überreicht wurden die Geschenke dann<br />

im OTe-Saal Tenever und die Kinder<br />

bedankten sich dafür, indem sie Weihnachtslieder<br />

sangen. Dr. Johannes Grundmann<br />

Mit seinem neuen Buch “Hammelsprünge” ist unser<br />

Redakteur Winfried Hammelmann weiter auf Lesetour.<br />

Die bunte Satiresammlung sind quasi sieben Bücher in<br />

einem. Seine humorvollen Gedanken gießt der Autor in<br />

diesem Buch in sehr unterschiedliche Formen: Deutschlehrer<br />

privat, Brian Brain, Depri-Män, Meditieren mit mir.<br />

In seinen Storys geht es oft um nachvollziehbare Alltagssituationen,<br />

bei denen man denkt: Kenne ich. Die Leser<br />

dürfen sich auf skurrile Dialoge, auf Lachgeschichten auf<br />

„vehlerhafte“ Gespräche der Deutschlehrer und auf merkwürdig Meditatives freuen.<br />

Kurzum: Witziges aus Hammelmanns wirrer Welt.<br />

Das Buch ist es für 15,- Euro direkt beim OBERNEULAND MAGAZIN shop.pferdesportverlag.de oder im Buchhandel erhältlich.<br />

Winfried Hammelmann liest aus seinem neuen Buch:<br />

01.<strong>02</strong>.23, 19 Uhr Stadtbibliothek Bremen<br />

10.<strong>02</strong>.23, 19:30 Uhr Buchhandlung Buntentor, Bremen<br />

21.03.23, 19 Uhr Sparkasse Bremen, Stadtteilfiliale Horn<br />

23.03.23, 19 Uhr Olbers Planetarium, Bremen<br />

14.04.23, 19:30 Uhr Stadtbibliothek Cuxhaven, Bibliotheksgesellschaft<br />

25.05.23, 19.30 Uhr Kulturscheune Unterstedt, Schwedenkamp 33, Rotenburg/Wümme<br />

Dampfmühle OberneulanD<br />

Seit 1897<br />

Ihr persönlicher lieferant<br />

in Oberneuland und umzu!<br />

Dünger · Pflanzenschutz<br />

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Spezialfutter für Sport- und Zuchtpferde<br />

Kaminholz · Propangas<br />

- Fachberatung -<br />

HEIZÖL<br />

28355 Bremen-Oberneuland<br />

rockwinkeler heerstraße 13<br />

Telefon (0421) 25 90 21 / 25 98 06<br />

fax (0421) 257 53 23<br />

dampfmuehle.oberneuland@gmx.de<br />

DAT NE’E „PLATTHUUS“ IS NU<br />

IN DE SOCIAL MEDIA<br />

Platt oder Niederdeutsch ist die<br />

Sprache von Nähe, Direktheit<br />

und Verbundenheit. Das Institut<br />

für niederdeutsche Sprache<br />

(INS) macht mit seinen vielen<br />

Angeboten Plattdeutsch für alle<br />

zugänglich und ist ab sofort via<br />

Facebook und Instagram zu erreichen.<br />

Aktuelle Informationen,<br />

Storys über Land und Leute und<br />

Ankündigungen finden sich dort.<br />

Das INS in Bremen ist die zentrale<br />

Ansprechstation für die niederdeutsche<br />

Sprache und Kultur<br />

im norddeutschen Raum mit der<br />

größten Bibliothek für die Regionalsprache<br />

in Deutschland. Das<br />

Haus arbeitet wissenschaftlich<br />

und international. Es fördert Theater-, Film-, Literatur-, Kita- und Schul-Projekte. Ziel<br />

der INS-Arbeit ist die Stärkung der plattdeutschen Sprache im Alltagsgebrauch.<br />

Die Kanäle sind:<br />

https://www.facebook.com/platthuus/<br />

https://www.instagram.com/platthuus/<br />

12 OBERNEULAND


K<strong>OM</strong>PAKT<br />

HAMMEL<br />

FEBRUAR-<br />

WETTER<br />

nach dem Hundertjährigen Kalender<br />

01.-12. schön und luftig<br />

13.-18. Schnee und Wind<br />

19.-28. überaus kalt<br />

FRAGEN<br />

üBER<br />

FRAGEN<br />

Was unterscheidet eingetretene<br />

Pfade von ausgetretenen Pfaden?<br />

Wieso sprechen<br />

Leute manchmal<br />

lauter, wenn sie<br />

sich mit einem<br />

Sehbehinderten<br />

unterhalten?<br />

Findet man mehr<br />

Geldstücke auf<br />

der Straße, wenn<br />

man aktiv sucht?<br />

Würden Sie gegen die<br />

Spaltung der Gesellschaft<br />

auf die Straße<br />

gehen, wissend, dass<br />

ganz viele auch nicht<br />

auf die Straße gehen?<br />

Wie kam es zum<br />

weltweit ersten<br />

Bumerangwurf?<br />

Wie sinnvoll sind Benefizveranstaltungen,<br />

bei denen<br />

MEHR Geld zusammenkäme,<br />

wenn alle Beteiligten zu<br />

Hause bleiben und das Geld<br />

für Fahrt und Übernachtungen<br />

spenden würden?<br />

Wann werden die ersten Gehirne<br />

aus einem 3-D-Drucker kommen?<br />

Ist ein Leben ohne<br />

belgische Waffeln<br />

möglich?<br />

Von Winfried Hammelmann,<br />

Oberneulander, Redakteur und Autor<br />

Hammelmanns<br />

bunte, wirre<br />

Fragenwelt<br />

Ist die Freude über<br />

einen Lottogewinn in<br />

Höhe von vier Millionen<br />

Euro doppelt so groß<br />

wie bei einem Gewinn<br />

von zwei Millionen<br />

Euro?<br />

Was findet der,<br />

der die Sucht<br />

sucht?<br />

Warum ändert sich –<br />

bezogen auf Essen<br />

und Trinken –<br />

der Geschmack?<br />

Weshalb schaltet<br />

man das Jahr<br />

alle vier Jahre<br />

immer nur<br />

im Februar?<br />

Warum wollen Kinder so oft<br />

beides?<br />

Hätten Sie<br />

gewusst, dass<br />

man 2<strong>02</strong>3 nicht<br />

(glatt) durch<br />

3 teilen kann?<br />

Hätten Sie<br />

gewusst, dass<br />

man 2<strong>02</strong>3 (glatt)<br />

durch 7 und<br />

durch 289 teilen<br />

kann?<br />

Wie wichtig ist<br />

Teilen im Jahr<br />

2<strong>02</strong>3?<br />

NACHdenkLICHES<br />

VON PASTOR TH<strong>OM</strong>AS ZIAJA<br />

Gute Vorsätze<br />

Ein neues Jahr fängt an und ich überlege mir,<br />

was anders sein könnte. Es gäbe so viele Dinge:<br />

gesünder Essen, mehr Sport machen, Arbeit und Freizeit besser koordinieren, ein<br />

gutes Spendenprojekt aussuchen.<br />

Ich schaue in das neue Jahr und die Liste wird immer länger. Gute Ideen habe ich<br />

viele. Das liegt vor allem an zwei Dingen. Zum einen läuft so einiges nicht so, wie es<br />

sollte. Das gilt für mich persönlich, mein privates Umfeld, aber auch im Großen und<br />

Ganzen. Kurzum ist da Optimierungsbedarf. Zum anderen spüre ich einen gewissen<br />

Druck, es besser zu machen. Was das »es« genau ist, weiß ich nicht, aber es lässt sich<br />

gut füllen mit vielen Vorsätzen.<br />

Ich nehme mir gute Vorsätze, damit die Welt besser wird durch mein Handeln.<br />

Als ich das schreibe, ist das neue Jahr schon zwei Wochen alt und wenn ich ehrlich<br />

bin, ist alles beim Alten geblieben. Es ist, vielleicht noch, nicht zu der strahlenden<br />

Zukunft geworden, die ich gerne hätte. Die Farben gehen eher von Grau ins Pastell,<br />

manchmal mit knalligen Punkten, insgesamt eher »normal«.<br />

Diese Welt- und Selbstverbesserung steckt irgendwie in uns Menschen drin. Ich<br />

höre gerne auf dem Appell-Ohr, das sofort anspringt, wenn jemand etwas von mir<br />

will. »Es ist dunkel draußen«, sagt meine Frau. Ich springe vom Sofa und schalte das<br />

Licht ein. Das Ganze ist sogar so tief drin, dass ich Appelle höre, wo gar keine sind.<br />

Jesus sagt: »Niemand zündet eine Öllampe an und deckt sie mit einem Gefäß zu<br />

oder stellt sie unter ein Bett. Vielmehr stellt man sie auf einen Ständer. So können<br />

alle, die hereinkommen, das Licht sehen.« (Lukas 8,16) Und ich denke mir auf dem<br />

Appellohr: »Du musst so ein Licht sein. Sei freundlich zu den Menschen! Hilf ihnen,<br />

wo du kannst! Sei keine Tranfunzel! Sei ein Flutlicht wie im Stadion! Dreh bloß<br />

nicht am Dimmer! Gib alles, immer, für dich und für alle Menschen!«<br />

Für Jesus geht es nicht um mein Licht. Ich soll gar nicht leuchten. Wenn ich mich<br />

als dieses Licht sehe, das die Welt hell machen soll, ist das absolute Überheblichkeit.<br />

Das gilt genauso für mein eigenes Leben. Ich kann mich nicht wie Münchhausen an<br />

den eigenen Haaren aus dem Schlamassel ziehen. Das ist permanente Selbstüberforderung.<br />

Das Licht, von dem Jesus spricht, ist Gott. Ich betrachte mein Leben in diesem<br />

Licht und merke, wie sehr ich angewiesen bin auf andere. Ich habe mein Leben nicht<br />

in der Hand und erst recht nicht das neue Jahr. So viel, wie ich möchte, kann ich gar<br />

nicht bestimmen. Andere beeinflussen mich und meine Welt. Alle Sorgen und Zukunftsängste,<br />

die daraus entstehen, werden nicht kleiner, indem ich das Hamsterrad<br />

weiter drehe.<br />

Stattdessen sagt mir Jesus etwas anderes: »Vertrau dem Licht, das über dir<br />

scheint. Es tröstet und wärmt dich. Es gibt dir Kraft für diesen Tag und dann auch<br />

für den nächsten; nicht mehr, als du brauchst und auch nicht weniger. Du musst<br />

nicht leuchten und glänzen, Grau und Pastell reichen.«<br />

Mein Vorsatz für das neue Jahr: mehr lassen und vertrauen; mehr sonnen im<br />

Licht und weniger selber strahlen. Ich bin mir sicher, so wird das was mit dem neuen<br />

Jahr.<br />

BLUMEN 24/7<br />

Einen neuen Service bietet das Blumenhaus Marotzke in der Kopernikus-<br />

Straße 46. Ab sofort steht vor dem Geschäft ein Blumenautomat.<br />

Dort kann man sich jederzeit einen frischen Blumenstrauß & mehr<br />

besorgen. Bezahlung ist in bar und per Karte möglich.<br />

www.blumen-marotzke.de<br />

14 OBERNEULAND


K<strong>OM</strong>PAKT<br />

DEICHHÖRNCHEN &<br />

TEICHHÖRNCHEN<br />

Von Winfried Hammelmann, Oberneulander,<br />

Redakteur und Autor<br />

Die beiden Nager sind voll süß, voll niedlich und<br />

voller verrückter Ideen. Wenn sie auf Menschen<br />

treffen, denken sie: voll süß, voll niedlich, voll<br />

die verrückten Spinner.<br />

Ökobilanz der Säugetiere<br />

A: Sag mal, wie ist eigentlich unsere Ökobilanz?<br />

B: Puuuuuuh! Da fragst du was.<br />

A: Puuuuuuh! Dann sag doch was.<br />

B: Je größer das Tier, desto schlechter für die<br />

Umwelt, hab ich mal gehört.<br />

A: Das heißt?<br />

B: Na, Pferde belasten die Umwelt besonders.<br />

A: Dann sind Esel besser als Pferde.<br />

B: Und Katzen besser als Hunde.<br />

A: Und Kaninchen besser Katzen.<br />

B: Dann sind wir Eichhörnchen doch besonders<br />

gut für die Umwelt.<br />

A: Ja, aber die Menschen werden sagen:<br />

Viele Eichhörnchen ergeben ein Pferd.<br />

B: Dann kann man ja auch sagen:<br />

Viele Menschen ergeben einen Blauwal.<br />

A: Auf diese Idee kommen Menschen nicht.<br />

B: Die Öko-Bilanz von Menschen müsste doch<br />

zwischen der von Pferden und Eichhörnchen<br />

liegen.<br />

A: Da kommen die Menschen nicht drauf.<br />

B: Eigentlich müssten die Menschen aufhören,<br />

sich fortzupflanzen.<br />

A: Auch darauf kommen die Menschen nicht.<br />

B: Ich habe mal gelesen, dass bei einer Hauskatze<br />

die Umweltbelastung so groß ist wie<br />

jährlich 1.400 gefahrene Kilometer.<br />

A: Seltsam. Und das, wo Katzen gar nicht Auto<br />

fahren.<br />

B: Bei einem Pferd entspricht die Umweltbelastung<br />

sogar 21.500 Kilometer.<br />

A: Und das bei einem PS.<br />

B: Dann ist das bei einem Menschen etwa<br />

3.000 Kilometer.<br />

A: Boh! Ganz schön viel.<br />

B: Und dann kommt ja noch hinzu, dass sie im<br />

Durchschnitt 11.230 Kilometer jährlich<br />

tatsächlich fahren.<br />

A: Das bestätigt mir, was ich schon immer dachte.<br />

B: Was denn?<br />

A: Schaff Dir wirklich nie, nie …<br />

B: Ja?<br />

A: … nie einen Menschen an.<br />

EISWETTE<br />

Geschichte<br />

schreiben<br />

Mit den beiden Oberneulanderinnen<br />

Katrin Piepho und Kerstin Schwimmbeck<br />

beginnt eine völlig neue Ära bei einer der<br />

traditionellsten Vereinigungen Bremens –<br />

dem Eiswettverein von 1829. Die beiden<br />

Damen schreiben Geschichte, indem sie mit<br />

Die beiden Oberneulander Damen, die als erste einer weiteren Frau, Verena Grewe, als erste<br />

Novizinnen im Eiswettverein Geschichte schreiben: Novizinnen in den Kreis der bislang reinen<br />

Katrin Piepho (l.) und Kerstin Schwimmbeck (r.)<br />

Männerriege aufgenommen werden.<br />

und in ihrer Mitte Henning Mühl, 1. Vorsitzender des<br />

Bremer Hockey-Club. Foto: privat.<br />

Katrin Piepho ist Rechtsanwältin und<br />

Notarin bei der Kanzlei Trentmann und<br />

Kerstin Schwimmbeck Mitglied im Vorstand der OAS AG in Bremen. „Ich freue<br />

mich sehr, als eine der ersten Frauen in den Reihen der Eiswettnovizen an der Fortführung<br />

dieser Tradition mitwirken zu dürfen. Ich bin mir der damit zusammenhängenden<br />

Ehre und der Verantwortung bewusst“, so Katrin Piepho zu ihrer Ernennung.<br />

Kerstin Schwimmbeck sieht ihre Berufung als eine große Herausforderung,<br />

mit dieser Ehre umzugehen, freut sich aber gleichzeitig darauf, Bremen über die<br />

Grenzen hinaus vertreten zu dürfen. Kerstin Schwimmbeck ist gleichzeitig zu der<br />

Berufung als Novizin auch als Sprecherin des Novizenjahrgangs, dem neben den<br />

drei Damen noch fünf Herren angehören, ernannt worden.<br />

Zu den traditionellen Aktivitäten des Eiswettvereins gehört neben dem öffentlichen<br />

Auftritt des Schneiders am 6. Januar, der feststellt, ob die Weser „geiht oder<br />

steiht“, auch das traditionsreiche Grünkohlessen Ende Januar, dessen Spenden an die<br />

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger fließen. Zwei Jahre nach der<br />

Aufnahme in den Verein dürfen die ehemaligen Novizen auch Gäste zu einer der<br />

Traditionsveranstaltungen Bremens einladen. CB<br />

WIE SOLL DAS FUNKTIONIEREN?<br />

FREIE FAHRT FüR ALLE BREMER<br />

Im Land Bremen wird darüber diskutiert,<br />

alternative Finanzierungsinstrumente für den<br />

ÖPNV einzuführen und den öffentlichen Nahverkehr<br />

ticketfrei zu gestalten. Aus diesem<br />

Grund hatte Derik Eicke (SPD Oberneuland)<br />

zu einem Info-Talk ins Café von Edeka-Maaß<br />

eingeladen. Hier konnten Interessierte Informationen<br />

zum Konzept des „Bremen-Ticket“<br />

von Falk Wagner (MdBB und Vorsitzender der<br />

SPD Bremen-Stadt) erfahren.<br />

Falk Wagner (links) erklärt das „Bremen- Die Initiative „Einfach Einsteigen“ setzt sich<br />

Ticket“.<br />

für den Ausbau des Nahverkehrs als Teil einer<br />

umfassenden Verkehrswende ein und hat ein<br />

im Januar 2019 veröffentlichtes Basiskonzept für einen umlagefinanzierten<br />

Nahverkehr in der Stadt Bremen recherchiert.<br />

Die Bremer SPD bekannte sich 2<strong>02</strong>1 zum Ziel der Ticketfreiheit und griff eine Option<br />

aus der Studie auf, die bisher nicht im Fokus gestanden hatte: Eine Erhöhung der<br />

Grundsteuer soll einen ticketfreien ÖPNV in Bremen ermöglichen.<br />

Mit dem Mobilitätszuschlag auf die Grundsteuer will die SPD ihr „Bremen-Ticket“<br />

finanzieren. Alle Bremer können dann den gesamten ÖPNV im Stadtgebiet ticketfrei<br />

nutzen. Die wegfallenden Ticketeinnahmen im Umfang von circa 90 Millionen Euro<br />

sollen durch den Mobilitätszuschlag ausgeglichen werden. Entsprechend der Struktur<br />

der Gewerbesteuer würden die Eigentümer von Gewerbegebäuden rund 40 Prozent<br />

der Summe tragen; etwa 60 Prozent würden auf die Bürger entfallen. MM<br />

16 OBERNEULAND


K<strong>OM</strong>PAKT<br />

Europäischer Naturfotograf des Jahres 2<strong>02</strong>2: Hippo-<br />

Welt von Mike Korostelev, Russland.<br />

© GDT ENJ 2<strong>02</strong>2, Mike Korostelev<br />

DEUTSCHES PFERDEMUSEUM<br />

Europas beste<br />

Naturfotografien 2<strong>02</strong>2<br />

Als bundesweit erster Ausstellungsort<br />

präsentiert das Deutsche Pferdemuseum<br />

in Verden (Aller) die besten Fotografien<br />

des renommierten Wettbewerbs<br />

„Europäischer Naturfotograf des Jahres<br />

2<strong>02</strong>2“. 100 Bilder in 10 Kategorien und<br />

einer Sonderkategorie sind von der Jury<br />

ausgezeichnet worden.<br />

Die hochkarätige Ausstellung nimmt die<br />

Museumsgäste mit auf eine fotografische<br />

Reise um die Welt. Von ungesehenen<br />

Verhaltensweisen, seltenen Arten,<br />

intimen Tierportraits, verträumten<br />

Pflanzenbildern bis hin zur kritischen<br />

Auseinandersetzung mit den Belangen<br />

des Natur- und Artenschutzes.<br />

Bis zum 05.03.2<strong>02</strong>3, Di.-So. von 10 bis 17 Uhr<br />

HAUSÄRZTEVERSORGUNG IN OBERNEULAND<br />

Nicht hübsch genug?<br />

„Sie müssen sich hübsch machen“, so kommentiert der Abteilungsleiter Kommunikation<br />

der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen, Christoph Fox, den Wettbewerb<br />

um die Ansiedlung von Hausärzten oder auch Medizinern anderer Fachrichtungen<br />

in einem Stadtteil.<br />

Mit „hübsch machen“ meint er, welche attraktiven Praxisräume dem Mediziner<br />

geboten werden, ob eine ansprechende Wohnimmobilie verfügbar ist, ob für die<br />

Kinder Plätze in den Kitas oder Schulen zur Verfügung stehen oder ob für den<br />

Lebenspartner noch ein perfekter Job mitangeboten wird, um nur einige Beispiele<br />

aus dem breiten Wunschportfolio eines ausgebildeten Hausarztes zu nennen.<br />

In Oberneuland mit seinen etwa 13.000 Einwohnern gibt es gerade noch zwei<br />

Hausarztpraxen. Die eine liegt in der Mühlenfeldstraße und die andere ist eine<br />

Gemeinschaftspraxis mit mehreren Medizinern in der Oberneulander Heerstraße.<br />

Ansonsten müssen sich auch die Oberneulander von der Vorstellung des Hausarztes<br />

„um die Ecke“ verabschieden. „Dieses Modell gehört der Vergangenheit an“, erklärt<br />

Christoph Vox. Wer ein gesundheitliches Problem hat, ist inzwischen gezwungen,<br />

weite Wege auf sich zu nehmen, wenn er überhaupt noch eine Praxis findet, die neue<br />

Patienten aufnimmt.<br />

Als Gründe für diese Entwicklung nennt der Sprecher der Kassenärztlichen<br />

Vereinigung Bremens ein Versagen der Politik. Es gäbe schon lange nicht ausreichend<br />

Studienplätze und die wenigen Ärzte mit Abschluss suchten sich eben den besten<br />

Standort zur Niederlassung aus – eben dort, wo es am „hübschesten“ ist. Da die<br />

Bedarfsplanung für Bremen nicht auf Stadtteilebene stattfindet, sondern für zwei<br />

Kreise oder Planungsregionen geschieht – das eine ist Bremen, das andere<br />

Bremerhaven – muss der Patient nehmen, was er bekommt.<br />

Vor Kurzem erst hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in einer<br />

Fernsehsendung hervorgehoben, dass man etwa 5.000 zusätzliche Medizinstudienplätze<br />

brauche, was aber in der Hoheit der Länder liegt. Ein Studienplatz kostet etwa<br />

200.000 Euro. Nach Aussage von Lauterbach sieht er ein großes Problem bei der<br />

medizinischen Versorgung der Babyboomer- Generation, wenn nicht jetzt gehandelt<br />

wird, da eine Ausbildung etwa zehn Jahre dauert.<br />

Natürlich können auch die lokalen Protagonisten bei dem passenden Angebot für<br />

Ärzte ihren Beitrag leisten, indem sie „hübsche“ Offerten generieren, um so ein<br />

Versorgungsdefizit möglichst auszugleichen oder zu verhindern. CB<br />

rockwinkeler heerstr. 24<br />

28355 bremen<br />

Tel. 0421 / 25 08 08<br />

CASA VITA OBERNEULAND Termine<br />

Das Casa Vita an der Rockwinkeler Heerstraße 119 bietet allen Interessierten zum Jahresanfang<br />

abwechslungsreiche Termine an. Jeden Donnerstag gibt es ab 10.30 Uhr Sitzgymnastik<br />

für Senioren. Die Kosten betragen für 10 Gymnastikstunden 50,- Euro.<br />

Am Mittwoch, den 15. Februar, findet um 15 Uhr mit Pastor Frank Mühring eine Andacht mit<br />

Gesprächskreis statt. Diese Veranstaltung findet regelmäßig jeden 3. Mittwoch des Monats statt.<br />

Um jeweils vorherige Anmeldung wird gebeten unter Telefon: 566 3941.<br />

18 OBERNEULAND


GRUNDSCHULE OBERNEULAND<br />

EIN GUTES ENDE FüR ALLE<br />

Die Schule öffnet sich für alle Bürger – das ist wohl neben<br />

der Tatsache, dass endlich der Neubau an der Grundschule<br />

Oberneuland beschlossene Sache ist, eine der zentralen<br />

Aussagen der Schulleiterin Dagmar Sense.<br />

Hier,<br />

wo heute der<br />

Spielplatz und der<br />

Durchgang zur Turnhalle<br />

ist, wird nach Abschluss<br />

der Baumaßnahmen der<br />

Multifunktionsplatz seine<br />

neue „Heimat“<br />

finden.<br />

Die<br />

Außenfassade des<br />

alten Schulgebäudes<br />

soll „Muster“ für die Gestaltung<br />

des Neubaus werden.<br />

Das Gebäude rechts wird zu<br />

einem Musikhaus, das dann<br />

ganz diesem Unterrichtsfach<br />

gewidmet ist.<br />

Auf<br />

dieser Fläche,<br />

auf der sich im hinteren<br />

Teil der Multifunktionsplatz<br />

befindet, wird<br />

der Neubau für<br />

die Grundschule<br />

entstehen.<br />

20 OBERNEULAND


Die Mensa, die das Untergeschoss des<br />

neuen zweigeschossigen Gebäudes ausfüllen<br />

wird, wird nach Schulschluss ein<br />

Raum der Begegnung für alle Bürger –<br />

nicht nur für die Kinder, sondern für jedermann<br />

aus dem Stadtteil. Damit wird dann<br />

wohl auch beispielsweise die Suche nach<br />

einem geeigneten Platz für die Beiratssitzungen<br />

und andere Veranstaltungen ein<br />

glückliches Ende gefunden haben. Und –<br />

die Ausstattung des Raumes wird auch an<br />

die „großen“ Besucher angepasst.<br />

Auf den jetzt final beschlossenen Bau<br />

sowie die Neuausrichtung der Grundschule<br />

Oberneuland haben inzwischen drei<br />

bremische Bildungssenatorinnen Einfluss<br />

genommen – der ganze Prozess dauerte<br />

eben mal mehr als zehn Jahre. Begonnen<br />

hatte alles mit dem Wunsch, die Schule auf<br />

„Vierzügigkeit“ anwachsen zu lassen – alles<br />

wurde auf dieses Ziel hin geplant. Danach<br />

kam der Gedanke nach einer Ganztagsschule<br />

auf – es wurde entsprechend neu<br />

gedacht. Nun soll aber neben diesen beiden<br />

Anforderungen die Grundschule auch<br />

noch ein „Wahrnehmungs- und Entwicklungsförderung-Standort“<br />

werden – auch<br />

dies musste entsprechend mit einbezogen<br />

„Die Mensa wird ein<br />

Raum der Begegnung<br />

für alle Bürger.“<br />

Dagmar Sense, Schulleiterin<br />

werden. Doch nun endlich scheinen alle<br />

Anforderungen geplant und Hindernisse<br />

beseitigt und es kann losgehen.<br />

Zunächst wird auf dem heutigen Multifunktionsplatz<br />

ein Neubau für die Schule<br />

entstehen. Hierin werden unter anderem<br />

acht Klassenräume und zusätzliche Ausweichplätze<br />

für individuelles Arbeiten entstehen.<br />

Das Untergeschoss wird dann eben<br />

die multifunktional nutzbare Mensa beherbergen,<br />

zusammen mit der Küche und<br />

weiteren Logistikflächen. Das Konzept<br />

sieht vor, dass hier das Essen für die Jungen<br />

und Mädchen immer frisch gekocht wird –<br />

möglicherweise wird die Zufahrt zu diesem<br />

Bereich über die dann ausgebaute Brücke<br />

über das Fleet an der Oberneulander Landstraße<br />

führen. Von diesem täglich frischen<br />

Essen profitieren auch die Kinder des<br />

ebenfalls um ein großes neues Haus erweiterten<br />

Elefanten-Kinderkreises, die ihre<br />

Mahlzeiten auf kurzem Weg durch den<br />

Park geliefert bekommen.<br />

Musikhaus<br />

Der Multifunktionsplatz, der bisher sehr<br />

gut auch nach Schulschluss von den Kindern<br />

und Jugendlichen angenommen wird,<br />

wird dorthin verlegt, wo heute der Spielplatz<br />

liegt. Das heutige Schulgebäude an<br />

der Rockwinkeler Heerstraße neben dem<br />

ehemaligen Hausmeisterhaus wird zum<br />

ausschließlichen Musikhaus. Dort wird es<br />

im ersten Obergeschoss einen großen<br />

Raum zum Musizieren und vor allem auch<br />

zum Theaterspielen geben. Ebenso wie die<br />

Mensa wird auch er eine Bühne erhalten.<br />

Schon heute konzipiert die musikalische<br />

Leiterin der Schule, Monique Espitalier,<br />

zusammen mit ihrer Kollegin, was und wie<br />

angeschafft werden muss, um diesen „räumlichen<br />

Traum“ zum Klingen zu bringen.<br />

„Es war eine sehr lange Planungsphase,<br />

die manche Enttäuschung und auch Überraschung<br />

für uns alle brachte“, kommentiert<br />

Dagmar Sense. Umso zufriedener ist<br />

OBERNEULAND 21


die Schulleiterin jetzt, da sie und alle anderen<br />

Beteiligten merken, dass man ihre<br />

Wünsche und Ideen aufgegriffen hat – die<br />

Menschen also wirklich beteiligt wurden.<br />

Eben gänzlich anders als bei dem ersten<br />

Neubau parallel der Mühlenfeldstraße.<br />

Plan B<br />

Wenn im kommenden Jahr die Bauarbeiten<br />

beginnen werden, dann wird es<br />

sicher zu vielen Einschränkungen kommen<br />

– da sind sich alle sicher. Sollte die Zahl der<br />

angemeldeten Kinder dann wirklich eine<br />

Vierzügigkeit mit sich bringen, dann<br />

müsste für eine gewisse Zeit der Parkplatz<br />

der Lehrer weichen. Dort würden dann<br />

Klassenzimmer aus Containern entstehen<br />

– was aber aktuell nur als eine Ausweichlösung<br />

geplant ist.<br />

„Viele unserer Wünsche<br />

wurden berücksichtigt.“<br />

Dagmar Sense, Schulleiterin<br />

Die bisherige Turnhalle ist nicht in den<br />

Neubauplänen enthalten. Sie wird auch<br />

weiterhin genutzt werden müssen. Jedoch<br />

werden einige energetische Maßnahmen<br />

vorgenommen, aber der Weg durch den<br />

kleinen Gemeindepark wird auch weiterhin<br />

der Weg zur Turnstunde sein. Was sicher<br />

auch zu den Einschränkungen gehört:<br />

dass für den Neubau des Gebäudes des<br />

Elefanten-Kinderkreises die Baufahrzeuge<br />

über den Parkplatz des Ortsamtes neben<br />

der Freiwilligen Feuerwehr fahren müssen.<br />

Dieser Neubau schließt sich direkt an das<br />

bisherige Gebäude der Kita an und bietet<br />

auf zwei Ebenen viel neuen Platz und<br />

schöne neue Räume.<br />

Doch trotz aller Einschränkungen sind<br />

alle Beteiligten glücklich, dass in der<br />

Legislatur der inzwischen dritten Senatorin<br />

dieses Vorhaben ein positives Ende für die<br />

Schüler und vor allem auch für alle<br />

Oberneulander finden wird.<br />

Text: CB, Planzeichnungen Quelle: Senatorin für Kinder und Bildung<br />

22 OBERNEULAND


TEIL-NEUGESTALTUNG AUF DEM SPIELPLATZ UPPE ANGST<br />

START IM FRüHJAHR 2<strong>02</strong>3<br />

Das Areal des Spielplatzes Uppe Angst, direkt hinter der Oberschule<br />

Rockwinkel, soll saniert und das Spielangebot erweitert werden. Mehrere<br />

Spielgeräte mussten aus Sicherheitsgründen bereits abgebaut werden.<br />

In zwei Bauabschnitten wird die Neugestaltung<br />

des Spielplatzes Uppe Angst 2<strong>02</strong>3 und 2<strong>02</strong>4<br />

durchgeführt. Skizze: Dipl.-Ing. Jürgen Brodbeck<br />

Im Juni/Juli 2<strong>02</strong>2 wurde eine Befragung für Kinder, Eltern, Anwohner<br />

und Interessierte durchgeführt. Am 30.6. des vergangenen Jahres<br />

fand eine Planungsparty direkt auf dem Spielplatz statt. Hierbei<br />

wurden auch einige Modelle von den anwesenden Kindern gebastelt,<br />

die sehr kreative Ideen enthielten. Die vielen tollen Vorschläge sind<br />

nun ausgewertet worden.<br />

Aus den zahlreichen Anregungen wurde ein Planungsentwurf erstellt,<br />

der bei einem Planungszirkel im Dezember vorgestellt wurde und,<br />

zusammen mit der Auswertung der Fragebögen, online unter<br />

www.bplan-bremen.de einzusehen ist. Ansprechpartner für die<br />

Neugestaltung sind Olesya Golovan, zuständig für die Spielraumförderung<br />

beim Amt für Soziale Dienste, und Spielraumplaner<br />

Dipl.-Ing. Jürgen Brodbeck, der für die Neugestaltung des Spielplatzes<br />

Uppe Angst beauftragt wurde.<br />

Dieser war auch zur Vorstellung der Planung vor Ort erschienen,<br />

um den Interessierten alle Details zu erklären und ggf. weitere<br />

Anregungen mitzunehmen. Leider hatten sich nur wenige Familien<br />

auf dem Spielplatz versammelt.<br />

Die Zustimmung für die Planung des ersten Bauabschnitts ist aber<br />

durchaus positiv ausgefallen, da viele Wünsche und Anregungen aufgegriffen<br />

wurden, wie z.B. der Erhalt von Hügeln und Findlingen und der Hangrutsche.<br />

Erneuert werden sollen die morschen Holzpferde.<br />

Und ganz neu im Repertoire wird ein Kletterturm, eine Seilbahn und ein Hindernisparcours<br />

bzw. Balancierpfad sein. Nicht umgesetzt werden kann der Wunsch nach<br />

Wasserspielen auf dem Gelände, da die nötigen Anschlüsse fehlen.<br />

Im zweiten Bauabschnitt, der für 2<strong>02</strong>4 geplant ist, werden dann eine Karussellgruppe<br />

und der Kleinkinderbereich in Angriff genommen. Die bereits vorhandene Nestschaukel<br />

soll vorerst erhalten bleiben, könnte aber evtl. auch im zweiten Bauabschnitt<br />

durch eine neue ersetzt werden. Größtenteils werden für die Spielgeräte natürliche<br />

Materialien verwendet, so z.B. für die als erstes anstehende Kletteranlage, die aus<br />

Holztürmen und einer hölzernen Hängebrücke besteht.<br />

„Nun gilt es Angebote einzuholen und in der Folge die Aufträge zu vergeben, um dann<br />

möglichst schnell und sobald es das Wetter zulässt, mit der Neugestaltung zu<br />

beginnen“, so Jürgen Brodbeck zum Abschluss des Planungszirkels. MM


BÜROPARK<br />

MEDIZIN & MOBILITäT<br />

Zwei „M“ werden bald das „Tor“ in den Büro- und Wohnpark Oberneuland sein –<br />

ein Haus, in dem modernste Medizintechnik angesiedelt ist und ein sogenanntes<br />

Mobilitätshaus.<br />

So stellen sich die Planer das<br />

Gebäude des Medizinischen<br />

Labors Bremen vor. Quelle: kgb architekten<br />

Dort, wo 2015 noch die Zelte für die Geflüchteten am<br />

Eingang der Louis-Leitz-Straße standen, wird möglichst<br />

bald mit dem Bau der beiden Objekte begonnen werden.<br />

Auf einem Teilgrundstück wird die WWB Weser-<br />

Wohnbau Holding GmbH & Co. KG zusammen mit der<br />

Ute Schmiedeken<br />

28355 Bremen · Oberneulander Heerstr. 34<br />

Tel. 04 21/25 42 78 · Fax 04 21/2 57 47 40<br />

email: apo@eulen-apotheke.eu<br />

www.eulen-apotheke.eu<br />

Öffnungszeiten: Mo.-Fr.<br />

Sa.<br />

8.30 - 18.30 Uhr<br />

8.30 - 13.00 Uhr<br />

AUG. PRIEN Immobilien, Gesellschaft für Projektentwicklung<br />

mbH ein neues Büro- und Laborgebäude für das<br />

Medizinische Labor Bremen errichten. Auf dem anderen<br />

Teilgrundstück entsteht ein Mobilitätshaus, welches durch<br />

die Ruddat Grundbesitz GmbH realisiert wird.<br />

„Es handelt sich um wichtige, zukunftsorientierte<br />

Bauprojekte, die einerseits die nachhaltige Mobilität und<br />

andererseits die medizinische Versorgung der Bremer<br />

Bürgerinnen und Bürger gewährleisten und vorantreiben<br />

werden“, freut sich Andreas Heyer, Vorsitzender der<br />

Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen<br />

GmbH, die das Gesamtgrundstück vermarktet und den<br />

Verkauf abgewickelt hat.<br />

Das Medizinische Labor Bremen ist das größte im Land<br />

Bremen und versorgt als akkreditiertes Speziallabor mit<br />

einem Team aus Fachärztinnen und -ärzten, Naturwissenschaftlerinnen<br />

und -wissenschaftlern und insgesamt mehr<br />

als 300 Mitarbeitenden ein breites Spektrum hochwertiger<br />

labormedizinischer Untersuchungen.<br />

Die Projektentwickler planen, schnellstmöglich mit dem<br />

Bau des Gebäudes zu beginnen. „Wir hoffen, zeitnah mit<br />

der Bauausführung starten zu können, um auch in naher<br />

Zukunft die Ansprüche an eine moderne, schnelle und<br />

24 OBERNEULAND


qualitätsgesicherte medizinische Versorgung erfüllen zu<br />

können“, erläutert Dr. Matthias Zimmermann, CEO und<br />

Managing Partner der WWB.<br />

Mobilitätshaus<br />

Auf dem Teilgrundstück neben dem Medizinischen<br />

Labor plant die Ruddat Grundbesitz GmbH ein hochmodernes,<br />

nachhaltiges Mobilitätshaus mit insgesamt 493<br />

Stellplätzen. Das gesamte Bausystem des Mobilitätshauses<br />

stammt aus der Planung der Goldbeck Niederlassung<br />

Bremen. Neben mehreren Mobilitätsbausteinen wie zum<br />

Beispiel einer Fahrradstation, einer Fahrradreparaturstation,<br />

„Wir möchten dem Wohn- und Büropark<br />

sowie den Pendlerinnen und Pendlern aus<br />

dem Bremer Umland eine interessante,<br />

nachhaltige Parkalternative vor den Toren<br />

der Bremer Innenstadt bieten.“<br />

Saskia Würdemann, Projektleiterin bei der Ruddat Grundbesitz GmbH<br />

Stellplätzen für Lastenräder, einem E-Scooter-Verleih und<br />

Carsharing-Möglichkeiten sollen 50 ausgebaute und<br />

nutzerfertige E-Ladestationen in den Parkebenen zur Verfügung<br />

gestellt werden – so viele wie bislang in keinem<br />

Bremer Parkhaus.<br />

Dieses Mobilitätshaus soll Parkraum und mehr für<br />

die Menschen aus dem Büropark darstellen, aber<br />

auch Pendlern dienen. Quelle: FormFest.<br />

Weitere 115 Stellplätze werden für künftige E-Ladeplätze<br />

vorgerüstet. Auch für das Laden von E-Bikes wird gesorgt.<br />

Geplant sind unter anderem auch eine Dachbegrünung<br />

über das gesamte Mobilitätshausdach und eine Photovoltaikanlage.<br />

„Wir möchten dem Wohn- und Büropark<br />

sowie den Pendlerinnen und Pendlern aus dem Bremer<br />

Umland eine interessante, nachhaltige Parkalternative vor<br />

den Toren der Bremer Innenstadt bieten“, so Saskia<br />

Würdemann, Projektleiterin bei der Ruddat Grundbesitz<br />

GmbH. CB


MODELL-EISENBAHN-CLUB (MEC) BREMEN E.V.<br />

MINI IST MAXI GUT!<br />

Öffnet der Modell-Eisenbahn-Club e.V. seine Türen, kommen die<br />

Besucher zu Hunderten. An die 600 begeisterte H0-Fans waren es<br />

am letzten November- und ersten Dezember-Wochenende 2<strong>02</strong>2.<br />

Alle teilen eine Leidenschaft, die sie nicht loslässt: das Basteln an<br />

der schönen „kleinen“ Welt.<br />

Was aber ist so faszinierend am Modellbau<br />

und der Welt der Eisenbahn-<br />

Romantik im Kleinformat? So mitreißend<br />

und inspirierend, dass sich Menschen bis<br />

ins hohe Alter und gleichermaßen Kinder<br />

und Jugendliche damit vergnügen? „Es ist<br />

die Freude an den Gestaltungsmöglichkeiten<br />

und an der Technik – und natürlich<br />

an der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten“,<br />

sagen die Mitglieder des MEC Bremen.<br />

Einmal angefixt, könne man kaum loslassen.<br />

„Schon als Kind war ich von Modelleisenbahnen<br />

fasziniert. Die erste Anlage habe<br />

ich mit sieben Jahren von meinen Großeltern<br />

geschenkt bekommen“, so Louis<br />

Burow. Als junger Erwachsener sei dann<br />

die Begeisterung für den Modellbau und<br />

die Technik hinzugekommen. So oder ähnlich<br />

verläuft das Leben vieler Modelleisenbahner.<br />

Die meisten erinnern sich genau,<br />

wann sie das erste Mal eine Modelleisenbahn<br />

bestaunt haben.<br />

Tagelang leimen sie künstliche Bäume<br />

auf Hänge aus Pappmaché, bauen an<br />

historischen Kulissen oder aktualisieren<br />

Szenen möglichst realistisch. So auch<br />

Anna-Elisabeth Rolfs, die einzige Frau im<br />

Team des MEC Bremen. Sie ist es auch, die<br />

den jährlich im Januar stattfindenden<br />

Modellbau-Workshop leitet. An drei<br />

Wochenenden konnten die Teilnehmer<br />

auch in diesem Jahr wieder ihr eigenes<br />

30x50 cm großes Diorama in Spur H0 unter<br />

fachkundiger Anleitung erstellen. „Maximal<br />

können zehn bis zwölf Personen am<br />

Workshop teilnehmen“,<br />

sagt sie. Für<br />

viele Teilnehmer sei<br />

es ein schönes Gefühl,<br />

eine Welt zu<br />

Außer dem unverzichtbaren Schattenbahnhof<br />

mit 52 Gleisen gibt es eine<br />

unverkürzte Darstellung des Bahnhofs<br />

Bremen-Oberneuland im Zustand<br />

Mitte der 1960er Jahre.<br />

schaffen, die der realen möglichst nahekommt,<br />

so Anna-Elisabeth Rolfs. „Aber<br />

jeder Modellbauer ist natürlich auch ein<br />

begeisterter Techniker und Sammler“,<br />

bestätigen die MEC Bremen-Mitglieder<br />

rund um den Vorsitzenden Karsten Scholz.<br />

Derzeit hat der MEC Bremen gut 25<br />

Mitglieder zwischen 18 und ca. 75 Jahren.<br />

Interessierte sind stets willkommen!<br />

Jeden Donnerstag ab 17 Uhr treffen sich<br />

die Eisenbahnfreunde im Clubraum an der<br />

Rockwinkeler Heerstraße 123. Der erste<br />

Donnerstag im Monat ist „Fahrtag“!<br />

In dem 150 Quadratmeter großen<br />

Raum im ehemaligen Kuhstall des Klatte-<br />

Es gibt eine unverkürzte Darstellung<br />

des Bahnhofs Bremen-Oberneuland im<br />

Zustand Mitte der 1960er Jahre.<br />

26 OBERNEULAND


Zu den Modelleisenbahn-Fans<br />

gehören Menschen bis ins hohe<br />

Alter und gleichermaßen Kinder<br />

und Jugendliche.<br />

Anna-Elisabeth Rolfs und<br />

Louis Burow am Fahrstand<br />

der Anlage des MEC.<br />

An die 600 begeisterte H0-Fans<br />

waren zu den Tagen der offenen<br />

Tür des MEC gekommen.<br />

Hoff befindet sich eine 70 Quadratmeter<br />

große, durch eine Mittelkulisse geteilte<br />

U-förmige Anlage. Außer dem unverzichtbaren<br />

Schattenbahnhof mit 52 Gleisen gibt<br />

es eine unverkürzte Darstellung des Bahnhofs<br />

Bremen-Oberneuland im Zustand<br />

Mitte der 1960er Jahre, einige Streckenabschnitte<br />

sowie eine Abzweigstelle in<br />

landschaftlich interessanter Umgebung.<br />

Betriebsmittelpunkt der Anlage ist der<br />

Bahnhof „Petersberg (MEC) Hbf“. Hier ist<br />

ein Bahnhof entstanden, der mit seinem<br />

Dampf-BW inkl. Lokschuppen, Drehscheibe<br />

und den aufwendigen Weichenstraßen<br />

einen abwechslungsreichen und<br />

vielseitigen Fahrbetrieb ermöglicht. Von<br />

der zweigleisigen Hauptstrecke ist hier ein<br />

Übergang auf eine normalspurige Kleinbahn<br />

möglich. Von Petersberg geht die<br />

Hauptstrecke zum Abzweig Bietschtal.<br />

Danach teilt sie sich nach dem Überqueren<br />

der Bietschtalbrücke in zwei Strecken, die<br />

im weiteren Verlauf die beiden Köpfe<br />

des Bahnhofs Bremen-Oberneuland<br />

erreichen. Text und Fotos: Meike Müller<br />

INFO<br />

www.mecbremen.de<br />

Rockwinkeler Heerstraße 123<br />

(Klatte-Hoff), 28355 Bremen<br />

OBERNEULAND 27


Felix Eichner und Silke Müller mit<br />

Finn vertraten Derik Eicke.<br />

Foto Mitte: Joachim Schuster, seit<br />

2014 Mitglied des Europäischen<br />

Parlaments, kam extra zur<br />

Pflanzaktion.<br />

Hajo Kaemena<br />

brachte die erste<br />

Ladung an<br />

heimischen<br />

Gehölzen zur<br />

Wiese.<br />

Anwohner und<br />

Vertreter des<br />

Projekts<br />

„Oberneulander<br />

Hecke“ pflanzten<br />

gemeinsam 265<br />

Sträucher.<br />

28 OBERNEULAND


OBERNEULANDER HECKE<br />

NOCH MEHR METER<br />

Aktiver Vogel- und Insektenschutz in Oberneuland war das Ziel der 2<strong>02</strong>1<br />

vom Ortsverein der SPD Oberneuland, Sönke Hofmann vom NABU und<br />

Hajo Kaemena als Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufenen Spendenaktion<br />

„Einheimische Hecke“.<br />

enn wir jedes Jahr 50 Meter Hecken<br />

„Wpflanzen können, wäre das schon<br />

toll“, stellte Derik Eicke, Vorsitzender des<br />

SPD-Ortsvereins Oberneuland, anlässlich<br />

der Pflanzaktion bereits im vergangenen<br />

Jahr fest. Daran knüpfte nun die Pflanzaktion<br />

im kleinen Wäldchen im Ottenhof an.<br />

265 heimische Sträucher brachte Florian<br />

Scheiba vom NABU mit zur Aktion, um sie<br />

am Rande des kleinen Walds mit den Anwohnern<br />

des Klatte Hoffs in die Erde zu<br />

setzen. In der vom NABU empfohlenen<br />

Auswahl befanden sich Pflanzen, die als<br />

„echt bremisch“ gelten, dem Standort angemessen<br />

und in keinem Baumarkt und<br />

nur wenigen Gartencentern zu finden sind.<br />

Sie bieten Vögeln Nahrung und vielen<br />

Kleintieren Schutz. Arten aus Asien oder<br />

Amerika kommen in der Auswahl der<br />

Heckensträucher der Oberneulander<br />

Hecke nicht vor.<br />

Dem Aufruf, dem Aktionsbündnis geeignete<br />

Flächen für Pflanzaktionen mitzuteilen,<br />

kam Sonja Klein, Anwohnerin und<br />

Mitglied im Beirat des Klatte Hoff, nach<br />

Rücksprache in der Eigentümerversammlung<br />

nach. Ihre Idee war es, mithilfe der<br />

„Oberneulander Hecke“ das Wäldchen<br />

ökologisch aufzuwerten und durch heimische<br />

Obstgehölze und Heckensträucher die<br />

Artenvielfalt des Gemeinschaftsgeländes zu<br />

erhöhen. Damit alle Sträucher gut anwachsen<br />

konnten, war der Pflanztermin extra<br />

auf den Herbst gelegt worden. Als direkte<br />

Anrainerin will Sonja Klein ein besonderes<br />

Auge auf die Neuanpflanzungen haben.<br />

Auch die diesjährige Pflanzaktion speiste<br />

sich aus dem 2<strong>02</strong>1 gestarteten Spendenaufruf.<br />

„Es war so viel, dass wir daraus immer<br />

noch die Oberneulander Hecke finanzieren“,<br />

sagte Derik Eicke zufrieden. Noch ist der<br />

Spendentopf gefüllt, Eicke plant aber für<br />

das kommende Jahr einen weiteren<br />

Spendenaufruf. Angedacht sei, so Eicke,<br />

drei bis vier Lernpfade in Oberneuland<br />

einzurichten. Infotafeln sollen dort Auskunft<br />

über den ökologischen Wert und<br />

die Eigenschaften der Pflanzen geben.<br />

Die Pflanzaktion im Ottenhof war ein<br />

voller Erfolg, berichteten Sonja und<br />

Thomas Klein. Nicht nur pflanztechnisch<br />

und ökologisch, sondern es stellte sich als<br />

eine sehr gemeinschaftsstiftende Aktion<br />

unter Nachbarn heraus. Trotz frostiger<br />

Witterung beteiligten sich viele Anwohner<br />

an der Pflanzung der wurzelnackten Oberneulander<br />

Heckensträucher. Alle packten<br />

an und trugen damit zum Gelingen bei.<br />

Die Resonanz sei überwältigend gewesen,<br />

allen habe es Spaß gemacht, berichteten<br />

Thomas und Sonja Klein. Mit dem Plan,<br />

im Frühjahr das Wäldchen in einer ähnlichen<br />

Gemeinschaftsaktion von Brombeerranken<br />

zu befreien, klang die Pflanzung bei<br />

einem gemeinsamen Grillen aus. SvD


Ja<br />

JaZUM LEBEN<br />

LÄNDLICH HEIRATEN<br />

ZUR LIEBE,<br />

30 OBERNEULAND


Wer vor den Altar treten will, muss wieder früher anfangen<br />

zu planen. Das gilt für alle Heiratswilligen.<br />

ls wir im vergangenen Jahr heiraten<br />

„Awollten, mussten wir uns hinten anstellen“,<br />

sagt Mario Schmidt. Zunächst<br />

kamen all’ die verschobenen Hochzeiten<br />

dran. Dennoch klappte bei ihm und seiner<br />

Frau alles wie geplant und er konnte davon<br />

profitieren, dass manche gezögert haben.<br />

Jetzt sieht das schon wieder anders aus.<br />

Das Vertrauen, dass Veranstaltungen wie<br />

gewohnt stattfinden können, ist zurück.<br />

Oftmals sind die Gesellschaften zwar<br />

kleiner als vor 2019, aber die beliebtesten<br />

Wochenenden sind in den meisten<br />

Locations schon wieder frühzeitig ausgebucht.<br />

Das freut die Veranstalter und<br />

Gastronomen. Sie bemerken, dass jegliche<br />

Lockerungen der Pandemiemaßnahmen<br />

die Freiheit zurückbringt und die Partylaune<br />

steigt. Und damit sind nicht nur die<br />

Hochzeiten gemeint.<br />

„Die Samstage sind rar, schließlich gibt<br />

es neben Hochzeiten auch Geburtstage<br />

oder Jubiläen“, sagt Sascha Tietje-Wind<br />

von Momentis. Er ist verantwortlich für<br />

den Bahnhof Oberneuland Grand Central.<br />

Als Eventmanager weiß er, was bei den<br />

Heiratswilligen angesagt ist. „Im Trend ist<br />

eindeutig Individualität, sowohl beim<br />

Catering als auch bei den Gastgeschenken.<br />

Wir haben sogar schon eine Hüpfburg<br />

aufgebaut – natürlich in Weiß“, sagt er.<br />

Das hat auch Mario Schmidt festgestellt.<br />

Er hat im vergangenen Jahr nicht nur<br />

selbst geheiratet, sondern ist auch als<br />

Gastronomieleiter im Gut Altona Ansprechpartner<br />

für Veranstaltungen. „Wir<br />

haben festgestellt, dass es besonders die<br />

Städter in unsere ländliche Umgebung<br />

zieht und die viel Wert auf individuelle<br />

Die perfekte Location:<br />

Das Hochzeitsparadies<br />

im eigenen Garten oder<br />

im nahe gelegenen<br />

Lokal mit Außenbereich.<br />

Hochzeiten legen. Besonders bei dem Essen<br />

ist es gut, dass wir per se auf ein vegan,<br />

vegetarisches Publikum eingestellt sind, da<br />

die Gesellschaften vermehrt Unverträglichkeiten<br />

und Vorlieben beachtet wissen<br />

„Wir haben festgestellt,<br />

dass es besonders die<br />

Städter in unsere<br />

ländliche Umgebung<br />

zieht und die viel Wert<br />

auf individuelle<br />

Hochzeiten legen.”<br />

Mario Schmidt<br />

möchten. Selbst Urlaubserinnerungen der<br />

Paare beeinflussen die Speisenfolge“, sagt<br />

er. „Ich habe festgestellt, dass Paare gern<br />

den Tagesablauf ändern. So gibt es mittlerweile<br />

gern erst einen Fingerfood-Empfang<br />

und die Trauung erst zum Abend hin“, sagt<br />

Inessa Anodina, die im Nordenholzer Hof<br />

in Hude nicht nur für die Hochzeitsplanung<br />

verantwortlich ist, sondern auch<br />

gleichzeitig freie Traurednerin ist. Das hat<br />

den Vorteil, dass sie gemeinsam mit Braut<br />

und Bräutigam den schönsten Tag des<br />

Lebens planen kann.<br />

Für Rainer Sheikh, Herman’ Post,<br />

scheint sich seit der Pandemie das Verhältnis<br />

zum Essen bei Hochzeiten verändert zu<br />

haben. „Mir scheint, als seien die Paare bereit,<br />

mehr Geld in Qualität als in Quantität<br />

zu investieren. Frei nach dem Motto:<br />

Lieber nur zwei Sorten Fleisch und Fisch<br />

als vier, dafür hochwertiger.“<br />

Egal, ob sich die Paare für eine klassische<br />

Hochzeit in einem Saal oder im heimischen<br />

Garten, rustikal auf einem Hof oder direkt<br />

am See entscheiden: Für alle gilt, dass<br />

beliebte Locations oft anderthalb Jahre im<br />

Voraus gebucht werden müssen. „Ich rate<br />

den Paaren immer dazu, auch einen<br />

Freitag in Betracht zu ziehen“, sagt Sascha<br />

Tietje-Windt, „Das hat den Vorteil, dass<br />

man schon oft am Donnerstag schmücken<br />

kann. Samstags kann man erst ab Mittag in<br />

die Räumlichkeiten, da noch aufgeräumt<br />

werden muss.“<br />

Eine weitere spontane Alternative<br />

stellen tatsächlich Termine außerhalb der<br />

High-Season im Februar, März oder November<br />

dar. „Die Paare haben eine Top Ten<br />

der beliebtesten Orte für Hochzeitsfeiern,<br />

die werden meist gut 18 Monate im Voraus<br />

angeschaut und gebucht, die finale Abstimmung<br />

ist dann erst sechs bis acht Wochen<br />

vor dem eigentlichen Fest“, sind sich alle<br />

einig. Text: A. Scheinert, Foto: www.fraukeahrend.com<br />

OBERNEULAND 31


Weil auch der Hochzeitsanzug<br />

mindestens genauso wichtig ist<br />

wie das Kleid der Braut, bietet<br />

die Herrenabteilung von<br />

dodenhof auch alles für den<br />

Bräutigam – vom klassischen<br />

Anzug bis zum extravaganten<br />

und individuellen Look.<br />

HOCHZEITSTRENDS 2<strong>02</strong>3<br />

FEST<br />

VERSPROCHEN!<br />

32 OBERNEULAND


Vintage-Deko, Boho-Kleider, Traumfänger und Traubögen – die Trends des<br />

vergangenen Jahres werden auch 2<strong>02</strong>3 auf jeden Fall wieder aktuell sein.<br />

Sie haben uns alle so verzaubert, dass diese einfach weitergesponnen<br />

werden. Für alle, die dem Vintage-Boho-Trend entfliehen wollen, gibt es<br />

aber auch andere Stilrichtungen und Hingucker. Wir haben im Folgenden<br />

einige Trends für die nächste Saison zusammengestellt.<br />

Auch in Zukunft wird die Grüne-Outdoor-Hochzeit – im<br />

eigenen Garten, auf einer Blumenwiese, im Wald oder am<br />

Strand – auf viel Begeisterung stoßen. Das Stichwort lautet<br />

hier nämlich „Green Wedding“. Zudem zeigt sich, dass vielen<br />

Paaren das Wesentliche einer Hochzeit wichtiger denn je ist<br />

– die Familie, die Freunde und natürlich die Liebe. Somit geht<br />

der Trend des „Big-Wedding“ stärker zurück, und das Heiraten<br />

im kleinen Kreis wird immer beliebter. Stichwort „Micro-<br />

Wedding“, sprich 30 oder weniger Personen und dafür mit<br />

mehr Kontakt und an einem Ort, der eben vom eigenen Garten<br />

bis hin zum kleinen Lieblingslokal reichen kann. Elopement-<br />

Wedding (engl. Elopement = durchbrennen, abhauen) beschreibt<br />

einen der Hochzeitstrends 2<strong>02</strong>3, der noch minimalistischer<br />

ist: Das Brautpaar gibt sich allein oder mit einer Handvoll<br />

der allerengsten Liebsten das Ja-Wort.<br />

Bei den Brautkleidern wird es 2<strong>02</strong>3 sehr unterschiedlich<br />

werden, denn zum einen geht der Trend in Richtung schlichte<br />

Modelle ohne viel drumherum und elegant fließenden Stoffen.<br />

Dieser sogenannte Clean-Chic-Trend wird dann aufgepeppt<br />

mit auffälligen Accessoires. Auch hier ist Nachhaltigkeit erneut<br />

ein wichtiger Faktor, denn bei einigen Modellen kann auch im<br />

Nachhinein, auf einer Geburtstagsparty oder kombiniert mit<br />

lässigen Turnschuhen, im Alltag überzeugt<br />

werden. Im Gegensatz zum Clean Chic<br />

dodenhof Einkäuferin Antje von Alven<br />

weiß, worauf die Designer 2<strong>02</strong>3 setzen.<br />

Ob lang oder kurz, mit Spitze<br />

oder als Stulpe – Ärmel in<br />

allen Formen sind der Trend,<br />

der sich bei allen Kleiderformen<br />

und Stilen zeigt.<br />

Der Beinschlitz ist ein<br />

weiterer Mega-Trend.<br />

Angesagt ist die Corsagen-<br />

Optik im Oberteil, die oft wie<br />

eine „sexy Wäsche“ wirkt<br />

und teils mit viel Glitzer<br />

kombiniert wird.<br />

Auch die Einkäuferinnen und Verkaufsberaterinnen<br />

von dodenhof haben sich bereits intensiv<br />

mit den Neuheiten für 2<strong>02</strong>3 beschäftigt.<br />

Antje von Alven weiß daher genau, auf was die Designer in diesem<br />

Jahr setzen: „Ob lang oder kurz, mit Spitze oder als Stulpe – Ärmel in<br />

allen Formen sind der Trend, der sich bei allen Kleiderformen und<br />

Stilen zeigt.“ Ebenso angesagt ist die Corsagen-Optik, die oft wie<br />

eine „sexy Wäsche“ wirkt und teils mit viel Glitzer kombiniert wird.<br />

Für alle, die gerne Bein zeigen: Der Beinschlitz ist ein weiterer Mega-<br />

Trend. Und das gilt sowohl bei weit ausgestellten Kleidern als auch<br />

bei schmalen Vintage-Kleidern.<br />

Im dodenhof-Brautsalon in Posthausen begeistert nicht nur die Auswahl<br />

von ca. 2000 Brautkleidern in den Größen 32 bis 56, auch der<br />

Service ist besonders. Angefangen von der Online-Terminvereinbarung<br />

über den WhatsApp-Chat bis zur persönlichen Beratung und<br />

dem hauseigenen Atelier: Anpassungen können bereits beim Kauf<br />

besprochen werden und Wünsche wie zusätzliche Spitze, Ärmeländerungen<br />

und vieles mehr gleich vor Ort umgesetzt werden.<br />

Erfahrene Schneiderinnen sind immer an der Seite der Braut, bis<br />

das Kleid perfekt sitzt.<br />

Hochzeitskleider gesehen bei dodenhof, Posthausen 1, 28869 Ottersberg<br />

Anpassungen können bei<br />

dodenhof bereits beim Kauf<br />

besprochen werden und<br />

Wünsche gleich vor Ort<br />

umgesetzt werden.<br />

OBERNEULAND 33


Auffällige Accessoires können<br />

beim Auftritt der Braut oder<br />

beim Fotoshooting punkten.<br />

Glitzerelemente, Tüll oder Chiffon machen den<br />

„Prinzessinnen-Look“ perfekt.<br />

Hochzeitskleider<br />

gesehen bei<br />

MariLo Braut und<br />

Abendmode,<br />

Hauptstraße 26,<br />

28865 Lilienthal<br />

Luftig leichte Stoffe tragen zum<br />

Tragekomfort bei.<br />

Brautsträuße und Hochzeitsdeko lassen sich wunderbar<br />

in verschiedenen Stilen verwirklichen. Natürlich Rosen,<br />

aber auch der Jahreszeit entsprechende Blumen sowie<br />

Eukalyptus, Schilf oder Gräser sind weiterhin im Trend.<br />

Transparenz, Beinschlitz und bedeckte Arme sind<br />

bei vielen Bräuten sehr beliebt.<br />

Hingucker: Schlichte Silhouette<br />

mit transparentem Look im<br />

Bereich des Oberteils.<br />

Perfekte Location: das Hochzeitsparadies<br />

gibt es wortwörtlich<br />

direkt um die Ecke: im<br />

eigenen Garten oder im nahe<br />

gelegenen Lokal mit Außenbereich.<br />

Dies erlaubt höchste<br />

Individualität bei der Gestaltung,<br />

meist einfachere und<br />

günstigere Vorbereitungen und<br />

ein besonders persönliches,<br />

heimisches Ambiente.


überzeugt ein weiterer Trend mit Pünktchen, Tropfen oder<br />

Sternchen, gepaart mit Tüll oder Chiffon. Dieser Look wirkt<br />

gleichzeitig modern, verspielt und bringt ein Stück Märchen in<br />

die Hochzeit mit ein.<br />

Individuelle Beratung mit Herz bieten<br />

Maria Reiss und ihr Team bei MarieLo<br />

in Lilienthal.<br />

Mehr als 900 Kleider<br />

„Tatsächlich ist es so, dass der<br />

Boho-Style immer noch im Trend<br />

ist“, berichtet Maria Reiss von<br />

MariLo Braut und Abendmode in<br />

Lilienthal. „Aber immer größer wird der Wunsch der<br />

Bräute nach leichten Stoffen, viel Chiffon und Röcken, die interessante<br />

Glitzerelemente enthalten.“ Zudem erläutert die Expertin,<br />

dass Transparenz, ein V-Dekolleté und der Wunsch nach bedeckten<br />

Armen bei vielen im Vordergrund stehen. Eine große Auswahl an<br />

Modellen ist in den Größen 32 bis 52 zu erhalten. Aber auch<br />

Sonderwünsche können natürlich erfüllt werden. „Dank unseres<br />

Schneider-Ateliers ist es möglich, den Kundinnen individuelle<br />

Änderungen anzubieten oder allerlei Extras anzufertigen, damit der<br />

ganz persönliche Wohlfühlmoment und die Individualität nicht zu kurz<br />

kommt“, so Maria Reiss.<br />

Brautstrauß & Co.<br />

Sie dürfen auf keiner Hochzeit fehlen: Hübsch arrangierte<br />

Blumengestecke und der perfekte Brautstrauß geben dem<br />

schönsten Tag im Leben den perfekten Schliff und sorgen für<br />

ein wunderbares Ambiente. In Sachen Brautstrauß & Co. hilft<br />

es, nicht direkt von der eigenen Lieblingsblume auszugehen,<br />

sondern einen Blick auf die Jahreszeit zu werfen. Zwar haben<br />

die Floristen die Möglichkeit, die gewünschten Blumen auch<br />

außerhalb ihrer Blütezeit zu besorgen, dies kann jedoch nicht<br />

garantiert werden und ist wohl auch eine Kostenfrage. Der<br />

perfekte Strauß für den Frühling kann im Herbst eventuell<br />

nicht in gleicher Form gebunden werden. Und meistens<br />

variieren auch die Wünsche zwischen einer Sommerhochzeit<br />

und einer Feier im Winter stark.<br />

Je nach Jahreszeit und Stilrichtung passen unterschiedliche<br />

Formen und Blumenarten mehr oder weniger zur eigenen<br />

Hochzeit. Wenn z.B. eine Vintage-Hochzeit im Frühling gefeiert<br />

wird, passen eher helle, freundliche, dezente Blumen in den<br />

Brautstrauß. Wenn aber romantisch im Schnee im Winter<br />

gefeiert wird, eignen sich dunkle, dramatische Farbtöne super.<br />

Johannes Backhoff · Inh. Amelie Backhoff e.K.<br />

Rockwinkeler Heerstr. 19 · 28355 Bremen<br />

Tel. (0421) 259088 · Fax (0421) 2506<strong>02</strong><br />

apotheke.oberneuland@t-online.de<br />

www.apotheke-oberneuland-bremen.de<br />

Kleiner Tipp von Hochzeitsexpertin Sandra<br />

Schaffhäuser von interfleur in Oberneuland:<br />

„Der Brautstrauß ist etwas so Besonderes,<br />

dass sich manche Braut schwertut, diesen<br />

im Laufe des Abends zu werfen und sozusagen<br />

weiterzugeben. Aber es gibt auch eine<br />

Alternative: “Ein Wurfstrauß!“ Der Wurfstrauß<br />

ist eine kleinere Version des eigentlichen Brautstraußes, der vom<br />

Hochzeitsfloristen speziell für den Wurf erstellt wird. Dieser kann<br />

dann über die Schulter geworfen werden und die Empfängerin darf<br />

sich darüber gebührend freuen. Das gibt die Möglichkeit, diesen<br />

schönen Brauch wahrzunehmen und zugleich den richtigen Brautstrauß<br />

aufzubewahren.<br />

Text: Meike Müller, Fotos: Hersteller, dodenhof, interfleur, Meike Müller<br />

Rockwinkeler Heerstraße 32c • 28355 Bremen<br />

0421 - 27658888 • jochen.tirre@interfleur.de<br />

Öffnungszeiten: Mo - Sa: 8 - 18.30 Uhr<br />

OBERNEULAND 35


DIE TRADITION<br />

DES RINGES<br />

Der Ring gehört zu den Urformen des Schmuckes. Seit frühester Zeit werden ihm<br />

mystische und geheime Kräfte zugeschrieben. Der vierte Finger der linken Hand<br />

hatte bei den alten Ägyptern eine ganz besondere Bedeutung: Es war der Liebesfinger,<br />

an dem vor der Hochzeit immer der Liebesring getragen werden musste.<br />

Nach der historischen Anatomie führt eine Arterie von diesem Finger direkt zum<br />

Herzen, dem Zentrum aller Liebesgefühle.<br />

Foto: Thierfelder<br />

Wer heute seine Ehe feierlich besiegeln<br />

möchte, der verwendet in der Regel<br />

Trauringe – als Zeichen der ewigen Liebe!<br />

Axel Thierfelder von Juwelier ehlers dazu:<br />

„Der Trauring hat heute genauso<br />

viel Mystik und ‚geheime‘<br />

Kräfte wie schon zu früheren<br />

Zeiten, das Thema ist aktuell wie nie.“<br />

Als Material für<br />

Trauringe eignen sich<br />

entweder Gold oder Platin. Silber ist<br />

zu weich. Edelstahl kann man später nicht<br />

www.juwelier-ehlers.de<br />

36 OBERNEULAND


Eheschließung im Meta-Rödiger-Hochtiedshuus<br />

Foto: Thierfelder<br />

in der Weite verändern. Die Metalle werden<br />

aber nicht in der Reinform verarbeitet,<br />

sondern legiert. So bekommt man<br />

Legierungen in unterschiedlichen Farben<br />

(Weißgold, Gelbgold oder Gold in<br />

Roséfarbton), die durch ihre Härte den<br />

Alltagssituationen trotzen und selbst nach<br />

vielen Jahren noch top aussehen. Ganz<br />

nach dem Geschmack und den Wünschen<br />

der Kunden können Brillanten die Trauringe<br />

so verwandeln, dass sie passend zum<br />

bestehenden Schmuck eine ideale Ergänzung<br />

bilden. Mit einer persönlichen<br />

Gravur sind die Trauringe so individuell<br />

wie die frisch verliebten Ehepaare.<br />

• Sie bestimmen den Zeitpunkt<br />

• Sie Ihrer bestimmen Trauung; den auch Zeitpunkt am<br />

Ihrer Wochenende Trauung; auch und am an<br />

Wochenende Feiertagen an und 365 an Tagen Feier- im<br />

tagen Jahr. an 365 Tagen im Jahr.<br />

• Sie können sich Ihren Wunschstandesbeamten<br />

aussuchen, in<br />

• Sie haben Gelegenheit nach<br />

der Regel wird er / sie die<br />

der Trauung Trauung vornehmen. in unseren<br />

• Räumlichkeiten Falls gewünscht, direkt kann auf dem die<br />

Lür-Kropp-Hof Trauung auch in zu plattdeutscher feiern.<br />

Sprache durchgeführt werden.<br />

Informationen zu freien Terminen, zu zu den Kosten und und zum zum Ablauf Ablauf der der Organisation erhalten erhalten Sie unter Sie<br />

unter 0421/671258 evers@luer-kropp-service.de oder 0421/653 <strong>02</strong>68 oder oder besuchen besuchen Sie unsere Sie unsere Internetseite Internetseite www.luer-kropp-hof.de. www.luer-kropp-hof.de<br />

„Der Trauring hat heute<br />

genauso viel Mystik<br />

und ‚geheime‘ Kräfte<br />

wie schon zu<br />

früheren Zeiten.”<br />

Axel Thierfelder<br />

Wie kommt man nun zu Trauringen,<br />

die ein Leben lang gefallen, auf die man<br />

stolz ist, die den täglichen Gebrauch mitmachen<br />

und die den Wertvorstellungen<br />

entsprechen?<br />

Die endgültige Entscheidung für ein<br />

Ringpaar kann nur nach einer intensiven<br />

Beratung im Fachgeschäft getroffen werden.<br />

Weil nur „passende“ Ringe Freude<br />

bereiten und z.B. die Ringweite von vielen<br />

Faktoren wie Breite, Profil usw. abhängig<br />

sind, empfiehlt sich bereits aus diesem<br />

Grund der Juwelierbesuch. Sogar der<br />

Teint spielt eine<br />

Schlüsselrolle bei<br />

der Entscheidung<br />

über Goldfarben<br />

und Platin! Nur<br />

der zunächst unverbindliche<br />

Besuch<br />

beim Juwelier bewahrt vor der späteren<br />

Reue, nicht alle Möglichkeiten der Trauringgestaltung<br />

gesehen und erlebt zu<br />

haben.<br />

Spätestens in ein paar Jahren, wenn vielleicht<br />

eine Weitenänderung ansteht oder<br />

eine andere Service-Leistung erforderlich<br />

wird, zeigt sich, dass die Entscheidung für<br />

das Fachgeschäft richtig war.<br />

OBERNEULAND 37


MODE<br />

Jetzt neu<br />

bei uns:<br />

Last<br />

Chance<br />

Unsere Marken<br />

für Damen:<br />

Wer noch Mantel, Jacke, Pulli oder Schuhe für<br />

den Rest des Winters benötigt, sollte nun unbedingt<br />

zugreifen. Es lohnt sich jetzt ganz<br />

besonders einen Blick auf Angebote oder<br />

Einzelteile zu werfen, bevor schon die ersten<br />

Frühlingsmodelle die Regale füllen. Immerhin<br />

lässt sich so auch das ein oder andere<br />

Schnäppchen ergattern! Und außerdem …<br />

der Winter ist noch nicht vorbei und der<br />

nächste kommt bestimmt.<br />

Wir freuen<br />

uns auf Sie!<br />

Oberneulander<br />

Heerstraße 30<br />

28355 Bremen<br />

Telefon<br />

0421 / 95 800 138<br />

Mo-Fr 10-18 Uhr<br />

Sa 10-13 Uhr<br />

Für elegante, stilvolle Looks<br />

Die Hose von Cambio bietet eine modische Flared-<br />

Silhouette in Full Length und exklusiver Wolloptik.<br />

In den Trendfarben Creme und Grün erhältlich.<br />

Gesehen bei CoAllù’s Cinderella, Oberneulander Heerstraße 30,<br />

28355 Bremen, Telefon: 0421 95800138<br />

…voll im Trend…<br />

38 OBERNEULAND


Robuste Allrounder<br />

Große Hemden, wie von Riani, die<br />

auch leicht mal als Jacke getragen<br />

werden können, sind absolut<br />

angesagt. Ob offen getragen,<br />

über ein Shirt oder zur gut sitzenden<br />

Karottenhose von Riani –<br />

denn diese feiert ein Mode-Comeback<br />

– besticht das Hemd durch<br />

seine Lässigkeit.<br />

Gesehen bei a’riva,<br />

Borgfelder Heerstraße 42C,<br />

28357 Bremen, Telefon: 0421 8350066<br />

Kunterbunt<br />

Während eines langen kalten Winters<br />

sorgt farbenfrohe oder gemusterte<br />

Kleidung dafür, dass wir dennoch gute<br />

Laune bekommen. Die unterschiedlichen<br />

Farben, aber auch angenehme und<br />

wärmende Materialien können so positiv<br />

unser Wohlbefinden verbessern. Warme<br />

Töne empfinden wir als angenehm und<br />

anregend, vor allem Rot, Pink, Orange<br />

und Gelb sorgen für neue Energie.<br />

Eisblauer Hosenanzug<br />

Mit der gelungenen Kombination<br />

aus trendigem Design und geschmeidigem<br />

Scuba-Material avanciert die<br />

modische Kombi von Riani im<br />

Handumdrehen zum Love-Piece.<br />

Top Styling für jeden Tag!<br />

Gesehen bei a’riva, Borgfelder Heerstraße 42C,<br />

28357 Bremen, Telefon: 0421 8350066<br />

Klassischer Chic<br />

Ein Must-have für selbstbewusste, trendige<br />

Looks ist dieser stylishe Blazer von Riani.<br />

Modisch-modern, mit gebrochen steigendem<br />

Revers, zwei Pattentaschen und Drei-Knopf-<br />

Manschetten an den Ärmeln. Peppigen Chic<br />

verleiht ihm der Optical Check, der durch das<br />

hochwertige Baumwollmischgewebe zur<br />

Geltung kommt.<br />

Gesehen bei a’riva, Borgfelder Heerstraße 42C,<br />

28357 Bremen, Telefon: 0421 8350066<br />

Tasche aus Polytaft<br />

Ein Accessoire zum Verlieben! Aus<br />

herrlich weichem, voluminösem Outdoor<br />

Techno gearbeitet ist dieser große Shopper<br />

von Riani, der sich lässig über der<br />

Schulter oder in der Hand tragen lässt.<br />

Gesehen bei a’riva, Borgfelder Heerstraße 42C,<br />

28357 Bremen, Telefon: 0421 8350066<br />

BORGFELDER HEERSTRASSE 42 C<br />

28357 BREMEN<br />

AMERICAN VINTAGE | OPUS | 10DAYS AMSTERDAM<br />

MOS MOSH | COSTER COPENHAGEN | PENN&INK<br />

ESISTO | RIANI | GOLDGARN | RAFFAELLO ROSSI<br />

SUMMUM | C<strong>OM</strong>O NO1 | MILANO ITALY | S. MARLON<br />

OBERNEULAND 39


MODE<br />

Rollkragenpullover aus<br />

Alpaka-Woll-Mix<br />

Der Strickpullover von DRYKORN ist aus<br />

einem Material-Mix mit Woll-Anteil gefertigt<br />

und gerade geschnitten. Er zeigt sich im<br />

unifarbenen Design mit Stehkragen.<br />

Gesehen bei CoAllù’s Cinderella,<br />

Oberneulander Heerstraße 30, 28355 Bremen,<br />

Telefon: 0421 95800138<br />

Unsere Marken<br />

für Kinder:<br />

Steiff<br />

Joules<br />

Vingino<br />

Retour<br />

Weekend à la mer<br />

Feetje<br />

Bellybutton<br />

Rosemunde<br />

Noppies<br />

Sigikid<br />

Selecta<br />

Maximo<br />

Ewers u.v.m.<br />

Größen von 44-176<br />

Strahlend<br />

Auch im Winter kann Weiß toll aussehen.<br />

Kombinieren geht am besten mit unterschiedlichen<br />

Weiß- und hellen Cremetönen, etwa Eierschale zu<br />

Wollweiß. Tipp: Am besten nicht mehr als drei<br />

Nuancen wählen, sonst wirkt das Outfit unruhig.<br />

Weiß als Statement einsetzen? Dann sind Teile wie<br />

weiße Woll- oder Teddyfellmäntel oder Oversize-<br />

Pullover mit auffälligen Details oder Zopfmustern<br />

das Richtige. Dazu passen besonders gut neutrale<br />

Töne wie Beige oder Grau, aber auch in Kombination<br />

mit Schwarz wirkt Weiß zeitlos und schick.<br />

Basic für Business Looks<br />

Hose von Cambio in verkürzter Karotten-Silhouette.<br />

Die elegante Wolloptik, kombiniert mit besonders<br />

weichem Griff, macht die Hose zum neuen Liebling<br />

im Kleiderschrank. Erhältlich in Creme und Grau.<br />

Gesehen bei CoAllù’s Cinderella, Oberneulander Heerstraße 30,<br />

28355 Bremen, Telefon: 0421 95800138<br />

Strick für jede Jahreszeit<br />

Dieser lockere Pullover von i Heart aus einer<br />

Wolle-Kaschmir-Mischung ist ein wahrer Allrounder<br />

und besticht durch seine Rippenstruktur und<br />

die Raglanärmel. Lässig weite Passform, weicher<br />

Griff, eingestrickte Rippenmusterung, Rundhalsausschnitt<br />

mit breiter Rippe und Raglanärmel.<br />

Gesehen bei CoAllù’s Cinderella, Oberneulander Heerstraße 30,<br />

28355 Bremen, Telefon: 0421 95800138<br />

Wir freuen<br />

uns auf Sie!<br />

Oberneulander<br />

Heerstraße 30<br />

28355 Bremen<br />

Telefon<br />

0421 / 20 53 99 88<br />

Mo-Fr 10-13 Uhr<br />

und 15-18 Uhr<br />

Sa 10-13<br />

Elegante Kuscheloptik<br />

Pure Eleganz strahlt dieser luxuriöse Mantel von<br />

Sportalm aus. Das Key-Piece begeistert mit unterschiedlichen<br />

Teddy-Optiken. Eine verdeckte Druckknopfleiste<br />

sowie ein abgerundeter Hemdkragen<br />

prägen den Mantel, ergänzt durch Einfassungen mit<br />

Kunstleder.<br />

Gesehen bei CoAllù’s Cinderella, Oberneulander Heerstraße 30,<br />

28355 Bremen, Telefon: 0421 95800138<br />

Text und Fotos: MM / Hersteller<br />

40 OBERNEULAND


Zwei in Eins<br />

Kuschelige Wendejacke von Oui.<br />

Spannender Kontrast durch zwei<br />

unterschiedliche Oberstoffe.<br />

Locker geschnittener Hoodie-Style<br />

im dezenten oversized Fit. Überschnittene<br />

Schultern und Zwei-<br />

Wege-Metallreißverschluss.<br />

Großzügige Kapuze zum Einkuscheln<br />

mit Kordelverschluss.<br />

Gesehen bei Pantolina Oberneuland,<br />

Rockwinkeler Heerstraße 14, 28355 Bremen,<br />

Telefon: 0421 3498727<br />

Gut geschützt<br />

Der BLONDE NO.8 Parka passt zu<br />

jedem Anlass und zu jedem Look.<br />

Mit Teflon-Beschichtung, Daunenfüllung<br />

und Tunnelzug auf Taillenhöhe<br />

haben Nässe, Wind, Schmutz<br />

und Kälte keine Chance.<br />

Gesehen bei Pantolina Oberneuland,<br />

Rockwinkeler Heerstraße 14, 28355 Bremen,<br />

Telefon: 0421 3498727<br />

Black is beautiful<br />

Ob im Park, im Job, beim<br />

Shoppen oder in der Cocktailbar:<br />

Schwarz passt einfach<br />

immer. Die Farbe ist schick<br />

und elegant zugleich und<br />

lässt sich super mit bunten<br />

Teilen kombinieren. Doch Noir<br />

kann auch mit der gleichen<br />

Farbfamilie – also kühlen<br />

oder warmen Grautönen –<br />

kombiniert werden.<br />

30% 50 % 70 %<br />

Schnäppchentage<br />

und Second Hand<br />

Pantolina Oberneuland<br />

bis zum 11.<strong>02</strong>.2<strong>02</strong>3<br />

im Eis Molin<br />

Eingang Mühlenfeldstraße 1<br />

Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 10-18 Uhr, Sa. 10-13 Uhr<br />

Stylishes Piece für<br />

den Übergang<br />

Leichter Wollmantel von Narli,<br />

der den Übergang von Winter<br />

auf Frühling erleichtert.<br />

Der Mantel ist nicht gefüttert,<br />

wodurch er seine Leichtigkeit<br />

behält.<br />

Gesehen bei Laden 82, Rockwinkeler<br />

Heerstraße 32B, 28355 Bremen,<br />

Telefon: 0174 9279391<br />

Layering-Look<br />

Wohlig warm und gleichzeitig modebewusst wird es mit<br />

der Steppweste mit Kontrasten von Junge Danmark.<br />

Sie hat einen Reißverschluss sowie eine Kapuze mit<br />

Innenfutter. In den Reißverschlusstaschen lassen sich<br />

kleine Gegenstände sicher verstauen. Der Look wird<br />

mit Bändern abgerundet. Die Steppweste aus Webstoff<br />

liegt sehr leicht auf der Haut. Sie bietet Bewegungsfreiheit<br />

und eignet sich für einen stylishen Look.<br />

Gesehen bei Pantolina Oberneuland, Rockwinkeler Heerstraße 14,<br />

28355 Bremen, Telefon: 0421 3498727<br />

Kurz und gut<br />

Lässiger Strickpullover mit minimalistischen Details in<br />

Wollmischung von Oui. Weiche Woll-Modal-Mischung,<br />

glatt gestrickt, lässiger Fit mit eckiger Ärmeleinsatznaht.<br />

Naht im Vorder- und Rückteil, aufgesetzte<br />

Tasche mit Rippenabschluss im Vorderteil.<br />

Gesehen bei Pantolina Oberneuland, Rockwinkeler Heerstraße 14,<br />

28355 Bremen, Telefon: 0421 3498727<br />

OBERNEULAND 41


BITTER TRIFFT<br />

SüSS<br />

Koch dich<br />

glücklich!<br />

42 OBERNEULAND


LECKERES<br />

von Karo<br />

Karolina Lucht<br />

ist gelernte Hotelkauffrau, Ernährungsberaterin<br />

und leidenschaftliche Köchin und<br />

führt ihre eigene, kleine Kochschule im<br />

Stadskanaal 1 in Lilienthal. Bei ihren<br />

Kochveranstaltungen für Kinder und<br />

Erwachsene, setzt sie auf bunte, abwechslungsreiche<br />

und saisonale Gerichte.<br />

Infos: www.kochmitkaro.de<br />

FRUCHTIG<br />

MARINIERTER RADICCHIO<br />

mit Orangenfilets und Granatapfelkernen<br />

Zutaten<br />

1 kleiner Radicchio-Salatkopf<br />

1 Orange<br />

1/2 Granatapfel<br />

1 kleine rote Zwiebel<br />

Für die Marinade:<br />

30 g ganze Haselnusskerne<br />

2 Knoblauchzehen<br />

1 Scheibe altbackenes Weißbrot<br />

ca. 80 ml Weißwein<br />

1 Prise Safranpulver<br />

3 EL Olivenöl<br />

1 EL Honig, 1 TL Senf, Salz, Pfeffer<br />

1 Rolle Ziegenkäse plus etwas flüssiger Honig<br />

voller<br />

Vitamine!<br />

Zubereitung<br />

Den Radicchio vierteln und die Strunkstücke rausschneiden.<br />

Dann den Salat in feine Streifen hobeln oder schneiden und in<br />

eine große Schüssel legen.<br />

Für die Marinade die Haselnusskerne, den geschälten und in<br />

grobe Stücke geschnittenen Knoblauch und das in grobe Würfel<br />

geschnittene Weißbrot in einen hohen Mixbehälter geben.<br />

Weißwein und Safranpulver verrühren und mit in den Behälter<br />

gießen. Die Zutaten mit einem Pürierstab zu einer glatten Masse<br />

pürieren. In einer ausreichend großen Pfanne das Olivenöl erhitzen<br />

und die pürierte Masse darin anrösten. Sobald erste Röstaromen<br />

entstehen, den Herd ausstellen und nach und nach etwas<br />

Wasser dazugießen und verrühren, bis die Marinade schön dickflüssig<br />

und nicht mehr breiig ist. Vollständig auskühlen lassen<br />

und zum Schluss mit etwas Senf, Honig oder alternativ einer<br />

anderen Süße, Salz und Pfeffer abschmecken.<br />

Während die Marinade abkühlt, können die anderen Zutaten vorbereitet<br />

werden. Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine<br />

Spalten schneiden. Die Orange filetieren, dabei den Saft auffangen<br />

und zu dem Salat gießen. Den Granatapfel entkernen.<br />

Kurz vor dem Servieren wird der Radicchio vorsichtig mit der Marinade<br />

vermengt. Am besten esslöffelweise etwas davon dazugeben,<br />

nicht alles auf einmal. Die Zwiebelspalten ebenfalls unterheben.<br />

Die Orangenfilets und Granatapfelkerne werden obendrauf verteilt.<br />

Rezepte und Fotos: © Karolina Lucht<br />

Ganz zum Schluss wird noch der Ziegenkäse im Ofen gratiniert.<br />

Hierfür die Grillfunktion des Backofens auf 230-250 °C stellen,<br />

die Käserolle in acht Scheiben schneiden, mit etwas Honig beträufeln<br />

und für ca. fünf Minuten auf dem Backblech in den Ofen<br />

schieben. Sobald der Käse leicht gold-braun wird und anfängt zu<br />

schmelzen, ist er fertig und kann auf dem Salat verteilt werden.<br />

Wer keinen Ziegenkäse mag, kann auch Schafskäse nehmen oder<br />

den Käse ganz weglassen.<br />

Ein paar grob gehackte Haselnusskerne und frische, glatte Petersilienblättchen<br />

runden den Salat optisch ab. Guten Appetit!<br />

OBERNEULAND 43


REZEPTE, DIE BEGEISTERN<br />

VEGGIE & LECKER!<br />

VEGANES<br />

GEMÜSECURRY<br />

in pikanter Soße mit gerösteten Erdnüssen<br />

Zutaten für ca. 4 Portionen<br />

60 g Schalotten<br />

250 g gelbe Paprikaschoten<br />

250 g rote Paprikaschoten<br />

250 g Champignons weiße<br />

450 g Auberginen<br />

5 EL Olivenöl<br />

1 EL Tomatenmark<br />

Salz, frisch gemahlener Pfeffer<br />

400 ml cremige Kokosmilch<br />

150 g Dr. Oetker Creme VEGA<br />

125 g Currypaste z. B. Tikka-Masala-Paste<br />

etwa 100 g geröstete, gesalzene Erdnusskerne<br />

Zubereitung<br />

Schalotten abziehen und würfeln. Paprikaschoten putzen und in Streifen<br />

schneiden. Champignons putzen und in dicke Scheiben schneiden.<br />

Auberginen waschen, vierteln und in Scheiben schneiden.<br />

Öl in einem großen Topf erhitzen. Schalotten und Tomatenmark darin<br />

kurz dünsten. Paprika und Auberginen hinzufügen und weiterdünsten.<br />

Mit Salz, Pfeffer würzen und mit Kokosmilch ablöschen. Mit Deckel etwa<br />

5 Min. garen, dabei gelegentlich umrühren. Dann die Champignons<br />

zufügen und bis zur gewünschten Sämigkeit (etwa 5 Min.) garen. Creme<br />

VEGA unterrühren. Das Curry mit der Currypaste sowie Salz und Pfeffer<br />

abschmecken und mit den Erdnusskernen anrichten.<br />

Rezepte und Fotos: © Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG<br />

44 OBERNEULAND


Willkommen im Block Oberneuland<br />

WELT DER WUNDERBAREN VERANSTALTUNGEN<br />

MIT ATEMBERAUBENDEM BLICK INS GRÜNE…<br />

GESUNDER SNACK<br />

SÜSSKARTOFFELN MIT AVOCADO<br />

und einer veganen Orangensoße<br />

Zutaten<br />

Soße:<br />

1 Schalotte<br />

etwas Olivenöl<br />

200 ml Gemüsefond<br />

300 ml Orangensaft<br />

100 g Mandelmus weiß<br />

150 g Dr. Oetker Creme VEGA<br />

Salz<br />

frisch gemahlener weißer Pfeffer<br />

Cayennepfeffer<br />

2 reife Avocados<br />

600 g Süßkartoffeln<br />

etwas Olivenöl<br />

etwas Salz<br />

pikant &<br />

fruchtig!<br />

Zubereitung<br />

Für die Soße Schalotte abziehen und sehr fein würfeln. Öl in<br />

einem Topf erhitzen. Schalotte darin etwa 2 Min. dünsten. Mit<br />

Gemüsefond und Orangensaft ablöschen. Mandelmus hinzufügen<br />

und verrühren. Die Soße bei mittlerer Hitze so lange köcheln<br />

lassen, bis sie dickflüssig ist, dabei zwischendurch umrühren.<br />

Creme VEGA einrühren, mit den Gewürzen abschmecken und<br />

erkalten lassen.<br />

Avocados längs halbieren, den Kern entfernen, das Fruchtfleisch<br />

in kleine Würfel schneiden. Süßkartoffeln schälen und in etwa<br />

1/2 cm dicke Scheiben schneiden, am besten mit einer Aufschnittmaschine.<br />

Eine Seite mit etwas Öl bepinseln und mit Salz<br />

bestreuen. Mit dieser Seite in eine Grillpfanne legen und etwa 6<br />

Min. grillen. Dann die obere Seite der Scheiben mit Öl bepinseln,<br />

salzen, wenden und in etwa 6 Min. fertig grillen.<br />

Süßkartoffelscheiben jeweils mit etwas Soße bestreichen.<br />

Avocadowürfel darauf verteilen. Nach Belieben mit Kresse<br />

garnieren und übrige Soße dazu servieren.<br />

Vermutlich kennt jeder von Ihnen das Block Oberneuland und weiß, wie<br />

wunderbar es dort ist. Daher möchte ich Ihnen heute gar nicht so viel von unserem<br />

Clubhaus und Restaurant allgemein berichten. Das Block bietet seinen<br />

Gästen aber nicht nur eine kulinarische Vielfalt und regionale Spezialitäten,<br />

sondern einen individuellen Veranstaltungsservice.<br />

Ich bin Betül, bekannt auch als Betty und bin seit 1,5<br />

Jahren die Veranstaltungsleitung im Block.<br />

Ich habe in jungen Jahren Tourismusmanagement mit<br />

Schwerpunkt Eventmanagement studiert. Darauf folgte ein<br />

Masterstudium im Bereich Marketing und Vertrieb. Für reine<br />

Büroarbeit bin ich einfach nicht geschaffen. Mir macht es<br />

unheimlich Spaß, am Ort des Geschehens zu sein und die<br />

Kunden direkt zu betreuen. Genau das bietet mir das Block<br />

Oberneuland. Ich betreue meine Gäste von der Planung bis zur Durchführung<br />

Ihrer Veranstaltungen.<br />

Pauschalangebote? Gibt es bei uns nicht! Jeder Gast ist etwas ganz Besonderes<br />

und verdient es auch so behandelt zu werden. Veranstaltungen sind<br />

nie einfach von der Stange. Jeder Gast hat andere Vorlieben, Vorstellungen,<br />

Ideen und Bedürfnisse. Daher führe ich ein detailliertes Erstgespräch, bei<br />

dem wir gemeinsam aus einer Vielfalt an Möglichkeiten ein Menü inkl. Getränke<br />

zusammenstellen und das Programm, die Musik und die Dekoration<br />

abstimmen.<br />

Das Highlight meiner Arbeit ist aber der Veranstaltungstag selbst. Die aktive<br />

Betreuung der Gäste vor Ort steht ganz weit im Vordergrund. Ich bin dabei,<br />

wenn wir unsere Gäste empfangen und begleite sie bis alle Gäste und die<br />

Auftraggeber mit lachenden Augen verabschiedet worden sind.<br />

Kurz gesagt stelle ich sicher, dass wir schillernde Events durchführen und<br />

unsere Gäste rundum glücklich sind.<br />

Unser Lokal bietet Platz für bis zu 120 Personen und richtet momentan<br />

speziell Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, Einschulungen, Konfirmationen, Sommerfeste,<br />

Firmenfeste, Kohlfahrten, sowie Weihnachtsfeiern aus. Jedoch sind<br />

wir offen für jegliche Arten von Festen…..<br />

Daher freuen mein Team und ich uns auf eine gute Zusammenarbeit und<br />

ein erfolgreiches Event mit Ihnen!!!<br />

Block Oberneuland Gastronomie GbR / Golfclub Oberneuland<br />

Heinrich-Baden-Weg 23 / 28355 Bremen<br />

blockoberneuland@gmail.com / T. 0421-243666-10<br />

OBERNEULAND 45


VEGANE<br />

KARTOFFELSUPPE<br />

schmeckt nicht nur zur kalten<br />

Jahreszeit<br />

Zutaten<br />

150 g Zwiebeln<br />

1 kg mehligkochende Kartoffeln<br />

250 g Möhren oder Knollensellerie<br />

3 EL Speiseöl, z. B. Rapsöl<br />

etwa 700 ml Gemüsebrühe<br />

250 ml Dr. Oetker Cuisine VEGA<br />

Salz<br />

frisch gemahlener Pfeffer<br />

Außerdem:<br />

etwa 1 EL gehackte Petersilie<br />

... im Nu<br />

gekocht!<br />

Zubereitung<br />

Zwiebeln abziehen und in Würfel schneiden.<br />

Kartoffeln und Möhren oder Sellerie schälen und<br />

in kleine Würfel schneiden.<br />

Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel-,<br />

Kartoffel- und Möhrenwürfel dazugeben und bei<br />

mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren<br />

1-2 Min. andünsten. Gemüsebrühe aufgießen<br />

und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und<br />

15-20 Min. mit Deckel bei mittlerer Hitze gar<br />

kochen. Mit einem Pürierstab einen Teil des<br />

Gemüses grob pürieren oder zerkleinern.<br />

Cuisine VEGA unterrühren. Vegane Kartoffelsuppe<br />

mit Salz und Pfeffer abschmecken und<br />

mit Petersilie bestreut servieren.<br />

46 OBERNEULAND


SAFTIGES & GLUTENFREIES SUPERFOOD<br />

BUCHWEIZENBROT<br />

aus Buchweizenmehl, Haferflocken,<br />

Sonnenblumen- und Kürbiskernen,<br />

Chiasamen und Flohsamenschalen<br />

Zutaten für eine Kastenform (30 x 11 cm)<br />

etwas Fett<br />

etwa 3 EL glutenfreie Haferflocken<br />

Teig:<br />

100 g glutenfreie Haferflocken<br />

200 g Kürbiskerne<br />

400 g Buchweizenmehl<br />

200 g Sonnenblumenkerne<br />

50 g Chiasamen (Salvia hispanica)<br />

40 g Flohsamenschalen<br />

25 g Dr. Oetker gehackte Pistazien<br />

etwa 1 TL Salz<br />

650 ml Mineralwasser mit Kohlensäure<br />

2 EL Apfelessig<br />

2 EL Ahornsirup<br />

... auch lecker<br />

zur Suppe!<br />

Kohl<br />

und<br />

Pinkel<br />

Rezepte und Fotos: © Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG<br />

Zubereitung<br />

Kastenform fetten und mit Haferflocken ausstreuen. Die Haferflocken<br />

für den Teig fein mahlen. Die Kürbiskerne in einem<br />

Universalzerkleinerer grob zerkleinern.<br />

Alle trockenen Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit einem<br />

Rührlöffel mischen. Mineralwasser, Essig und Ahornsirup hinzufügen<br />

und gut mit den anderen Zutaten mit dem Rührlöffel vermengen.<br />

Den Teig in die Kastenform geben, abdecken und<br />

etwa 1 Std. quellen lassen.<br />

Backofen vorheizen.<br />

Ober-/Unterhitze etwa 180 °C, Heißluft etwa 160 °C<br />

Die Form auf dem Rost in den Backofen schieben.<br />

Einschub: unteres Drittel, Backzeit: etwa 60 Min.<br />

Das glutenfreie Buchweizenbrot aus der Form lösen und auf<br />

einem Kuchenrost erkalten lassen.<br />

Ente<br />

mit allen<br />

Beilagen<br />

außer Haus<br />

Oberneulander Landstr. 165 · 28355 Bremen<br />

Tel. 0421 - 25 17 37 · www.hermanpost.de<br />

Jetzt 40 Parkplätze hinter dem Haus<br />

OBERNEULAND 47


Meer für Männer<br />

Natürliche Meeresfrische für den Mann!<br />

Die „Men’s-Nature“-Serie des Herstellers<br />

Biomaris ist ganz speziell auf die Bedürfnisse<br />

von Männerhaut abgestimmt.<br />

Meerestiefwasser remineralisiert sie,<br />

Eismeeralgen-Extrakt schützt sie vor<br />

Stress und Kälte. Zur Serie gehören<br />

After-Shave-Tonic, After-Shave-Balsam,<br />

24h-Pflegecreme, 3-in1-Duschgel und<br />

24h-Deo.<br />

Preis: 9,90 Euro (Deo) bis 25,90 Euro (Pflegecreme)<br />

www.biomaris-partner.com<br />

Kunst auf Keramik<br />

Made<br />

inBremen<br />

Zitronen-Schale<br />

Die fröhlich leuchtende<br />

Frische und die intensive Farbkraft<br />

der Zitrone – die Bremer<br />

Keramikerin Tanja Möwis hat sie mit<br />

dieser Schale wunderbar eingefangen! Möwis stellt ihre<br />

Keramiken auf der Drehscheibe in ihrer Werkstatt im<br />

Ostertorviertel frei Hand her. Sie verwendet Westerwälder<br />

Steinzeugton, der bei 1.220 °C gebrannt wird.<br />

Preis: auf Anfrage<br />

http://bremen-keramik.de<br />

Kunstwerke auf handgemachter Keramik – die Spezialität des Designers<br />

Gregor Schöner, der die Marke „De Hoop“ (die Hoffnung)<br />

ins Leben gerufen hat. Auf seinen Fliesen im Delfter Stil präsentiert<br />

er mal mehr, mal weniger traditionelle Motive. Ein schönes<br />

Beispiel seiner Kunst ist der Golfer im Stil des 18. Jahrhunderts!<br />

Preis: 15 Euro (Golfer)<br />

http://h00p.de<br />

Lieblings-Pullover<br />

Wollqualitäten und Farben,<br />

Ausschnitt- und Bündchen-Varianten<br />

wählen – im Konfigurator<br />

des nachhaltigen Bremer Strickwaren-<br />

Labels my pulli lässt sich der ganz<br />

persönliche Lieblings-Pullover gestalten.<br />

Und das Lieblingsstück ist dann zugleich<br />

ein (wundervoll wärmendes) Unikat!<br />

Preis: ab 99 Euro<br />

www.mypulli.de<br />

Überall in Bremen und „umzu“ setzen<br />

Künstler, Designer und Konstrukteure<br />

einzigartige Ideen um, produzieren<br />

Werkstätten, Manufakturen und Fabriken<br />

Dinge, die es so sonst nicht gibt.<br />

In der neuen Rubrik stellt das<br />

OBERNEULAND MAGAZIN diese Schätze aus<br />

der Region vor – Ideen und Produkte,<br />

die unser Leben schöner machen!<br />

Nachhal-<br />

tigkeits-<br />

Tabs<br />

Nature en<br />

Vogue,<br />

Bremer Spezialist für nachhaltige<br />

Haushaltsmittel, denkt an alle Orte<br />

im Haus – und auch ans Örtchen.<br />

Die WC-Reiniger-Tabs von Nature<br />

en Vogue enthalten Natron,<br />

Zitronensäure und ätherisches Öl,<br />

aber keine zusätzlichen Füll-, Farb-,<br />

Duft- oder Konservierungsstoffe.<br />

Zudem sind sie frei von tierischen<br />

Fetten und Palmölen. Natur pur für<br />

Haushalt und Umwelt!<br />

Preis: 320 g 6 Euro<br />

www.natureenvogue.com<br />

Licht für<br />

Lesestunden<br />

Es werde Licht! Die<br />

minimalistische Stehleuchte<br />

No. 1 des<br />

Bremer Herstellers<br />

8 seasons design<br />

präsentiert sich<br />

dank ihrer puristischen geometrischen<br />

Formen und klaren Linien<br />

modern und elegant zugleich. Sie ist<br />

in acht verschiedenen Farben und<br />

drei Beleuchtungsarten als 160 cm<br />

hohe Stehlampe oder als 60 cm hohe<br />

Tischlampe erhältlich – perfekt für<br />

entspannte Lesestunden.<br />

Preis: ab 129,50 Euro<br />

https://8-seasons-design.de<br />

W-K-WINTERHOFF GMBH<br />

BÄDER KÜCHEN WOHNEN TREPPEN<br />

In den Freuen 90 · 28719 Bremen · Telefon 0421 / 64 20 61<br />

www.w-k-winterhoff.de<br />

(T)räume aus Stein


Proteine und Struktur<br />

Alternative zu Chili con Carne gesucht? Gibt es jetzt:<br />

Chili Con Grilli aus der Bremer Manufaktur EntoSus!<br />

Durch das eigens entwickelte texturierte Protein aus<br />

Erbsenmehl, Grillenmehl und Ackerbohne hat das Chili<br />

eine hackfleischähnliche Struktur. Chili Con Grilli zeichnet<br />

sich zudem durch eine milde Schärfe aus.<br />

Preis: 370 g 6,99 Euro<br />

www.entosus.de<br />

Süße und Schärfe<br />

Bei diesem Chai for Latte in Bioqualität der Bremer<br />

Tee-Experten von Althaus verleiht zerriebener Kokosblütenzucker<br />

dem Schwarzteepulver eine leichte<br />

Süße – und ist zugleich perfekter Gegenspieler für<br />

die angenehme Schärfe von Ingwer, Zimt und<br />

schwarzem Pfeffer. Kurkuma und Kardamom runden<br />

den Gewürztee ab.<br />

Preis: 250 g 26,90 Euro<br />

www.althaustea.de<br />

Knackig<br />

und<br />

köstlich<br />

Knackig,<br />

frisch und einfach köstlich<br />

– gebrannte Mandeln mit leckerem<br />

Kakao- und Vanillegeschmack sind immer<br />

eine Versuchung! Tom’s Funfood-Manufaktur<br />

in Bremerhaven liefert sie in wiederverschließbarer<br />

Frischetüte zu 100 Gramm<br />

oder im 300-Gramm-Glas. Da kann man<br />

nicht widerstehen…<br />

Preis: 100-g-Tüte 3,50 Euro; 300-g-Glas 8,90 Euro<br />

www.toms-funfood.shop<br />

Bremer<br />

Genuss<br />

Neue Ideen von<br />

Bremer Manufakturen<br />

Nussig und würzig<br />

Die Ölmanufaktur Pamath aus<br />

dem Bremer Norden bezieht die<br />

Schwarzkümmelsamen für ihr Bio-<br />

Schwarzkümmelöl ausschließlich<br />

aus Ägypten. Die vegane Spezialität<br />

in Rohkostqualität hat einen<br />

leicht nussigen, würzigen Geschmack.<br />

Die ätherischen Essenzen<br />

verleihen diesem Öl einen<br />

einzigartigen Charakter!<br />

Preis: 250 ml 18,50 Euro<br />

www.pamath.de<br />

Kräuter und Zitrone<br />

Text: Claudia Kuzaj, Fotos: Hersteller<br />

Klassiker aus Linsen<br />

Die Klassiker von der Wursttheke mal ohne<br />

Fleisch… die „Nix-Vurst“-Aufstriche von Tartex<br />

machen Wurstgeschmack ganz ohne Fleisch möglich:<br />

Nun gibt es Kult-Genüsse wie Krakauer und<br />

Sucuk und absolute Abendbrot-Klassiker wie Tee- und Leberwurst –<br />

aus Linsen! Gut für die Gesundheit, schonend für die Umwelt.<br />

Preis: 135 g ca. 2,70 Euro<br />

www.tartex.de<br />

Fruchtig, spritzig, lebendig – das<br />

Dampflok-Öl aus der Sulinger Ritterguts-<br />

Manufaktur kombiniert die Harmonie<br />

der in schonender, mehrere Wochen<br />

dauernder Mazeration gewonnenen Kräuterauszüge<br />

mit der Frische einer Zitrone. Das Ergebnis<br />

ist ein Premium-Kräuterlikör mit viel Schwung.<br />

Auch als Aperitif mit Prosecco ein Genuss!<br />

Preis: 70 cl 10,90 Euro<br />

www.rittergutsmanufaktur.de


50 OBERNEULAND


ABWECHSLUNGSREICH UND STIMMIG<br />

MIT PLAN ZUM<br />

PFLANZENGLüCK<br />

Ist ein Staudenbeet gut angelegt, strahlt es eine natürliche<br />

Selbstverständlichkeit aus. Farben, Wuchshöhen, Blühzeitpunkte<br />

– alles wirkt stimmig und so, als ob Mutter Natur<br />

selbst Hand angelegt hätte. Dabei steckt gerade hinter<br />

solch natürlich wirkenden Bildern meist ein professionelles<br />

Pflanzkonzept.<br />

Ein Plan – das klingt alles andere als<br />

sinnlich und scheint so gar nicht zu<br />

Pflanzen zu passen, deren Charme ja<br />

immer auch darin besteht, dass sie in ihrer<br />

Entwicklung nicht vollkommen berechenbar,<br />

also eher für den Faktor Zufall im Garten<br />

zuständig sind. Warum also nicht einfach<br />

lospflanzen und schauen, was passiert?<br />

Ganz einfach, weil das, was dabei herauskommt,<br />

meist nicht das ist, was der<br />

Gartenbesitzer erreichen wollte. Wer Staudenbeete,<br />

aber auch andere Pflanzungen<br />

anlegt, möchte möglichst lange Freude an<br />

ihnen haben, ein abwechslungsreiches und<br />

stimmiges Gartenbild erschaffen, vielleicht<br />

den Wechsel der Jahreszeiten sehen und<br />

auf jeden Fall stets auf gesunde, sich gut<br />

entwickelnde Pflanzen schauen können. All<br />

das funktioniert aber nur, wenn die Pflanzenauswahl<br />

passend zum Standort, den<br />

eigenen Vorlieben und mit Blick auf Bedürfnisse<br />

und Eigenheiten einer jeden Art<br />

getroffen wird. Da wird schnell klar: Um all<br />

das erreichen zu können, braucht es viel<br />

Wissen und Erfahrung, also am besten<br />

professionelle Unterstützung.<br />

Und da kommt der Plan wieder ins<br />

Spiel, denn Gartenprofis pflanzen stets<br />

nach Plan. „Eine dauerhaft schöne und<br />

stimmige Gartenbepflanzung braucht ein<br />

Konzept“, bringt es dann auch Andreas<br />

Leucht auf den Punkt. Er ist Gartengestalter<br />

und hat sich auf Planung, Anlage<br />

und Pflege individueller privater Gärten<br />

spezialisiert.<br />

Bevor er ein Pflanzkonzept entwickelt,<br />

sammelt Andreas Leucht erst einmal Informationen:<br />

„Wir loten die Wünsche der<br />

Gartenbesitzer in Bezug auf Farben und<br />

Formen, aber auch Texturen für den richtigen<br />

Raumklang aus und fragen, welche<br />

Atmosphäre die Pflanzung ausstrahlen soll.<br />

Danach geht es darum, was sich umsetzen<br />

lässt und was nicht.“<br />

Die Wünsche der Gartenbesitzer in Einklang<br />

mit den Gegebenheiten zu bringen,<br />

ist letztendlich das eigentliche Kunststück<br />

bei der Pflanzplanung, denn ein gutes Konzept<br />

muss sich in die Praxis umsetzen<br />

lassen. „Wenn die Pflanzen<br />

nicht zum Standort und den Bodenverhältnissen<br />

passen, ist der<br />

schönste Plan wertlos“, bringt es<br />

Andreas Leucht auf den Punkt.<br />

Was so nüchtern und pragmatisch<br />

klingt, ist für Andreas Leucht<br />

in Wahrheit eine hoch emotionale Sache:<br />

„Kein anderes Gestaltungselement für den<br />

Garten vermag es, bei seinem Betrachter<br />

derart viele positive Emotionen auszulösen<br />

wie die Pflanze. Sie steht für pralles Leben,<br />

bringt stetige Bewegung und Veränderung,<br />

aber auch unendliche Ruhe in den Garten,<br />

ist überraschend und verlässlich gleichermaßen.<br />

Pflanzen berühren den Betrachter<br />

und all das, was Menschen an ihren Gärten<br />

„Wenn die Pflanzen nicht<br />

zum Standort und den Bodenverhältnissen<br />

passen, ist der<br />

schönste Plan wertlos.“<br />

Andreas Leucht<br />

heute mehr denn je so lieben: ihre Bodenständigkeit,<br />

ihre Greifbarkeit, ihre Natürlichkeit“,<br />

lautet sein Plädoyer für mehr<br />

Fingerspitzengefühl bei der Pflanzenwahl.<br />

OBERNEULAND 51


52 OBERNEULAND<br />

Ein guter Pflanzplan ist so konzipiert, dass der<br />

Garten zu allen Jahreszeiten attraktiv ist.


Perspektiven aufzeigen<br />

Ein guter Pflanzplan sollte nicht nur<br />

ehrlich sein und zum jeweiligen Standort<br />

passen, sondern auch so konzipiert sein,<br />

dass der Garten zu allen Jahreszeiten<br />

attraktiv ist und die Pflanzung harmonisch<br />

wirkt. In den Worten von Pflanzennarr<br />

Leucht klingt das so: „Nach einem langen<br />

Winter überziehen die ersten Blattknospen<br />

die Sträucher mit zartgrünem Hauch.<br />

Frühblüher vertreiben mit ihren Farben<br />

den grauen Winterblues. Im Frühsommer<br />

brennen Stauden ihr groß angelegtes<br />

Blütenfeuerwerk ab. Dann folgt die Farbexplosion<br />

des Herbstlaubs, und selbst im<br />

Winter hält die Natur Verlockungen in<br />

Gestalt raureifüberzuckerter Fruchtstände<br />

und des einen oder anderen Winterblühers<br />

bereit. Die Welt der Pflanzen ist ein eigenes<br />

Universum mit einer schier unendlichen<br />

Fülle an Formen, Farben, Gerüchen und<br />

Geschmäckern.“<br />

Die Welt der Pflanzen<br />

ist ein eigenes<br />

Universum mit einer<br />

schier unendlichen<br />

Fülle an Formen,<br />

Farben, Gerüchen<br />

und Geschmäckern.<br />

Bei aller Poesie, die die feinfühlige<br />

Komposition eines Beetes versprühen<br />

kann, ist das Vorgehen bei seiner Planung<br />

ganz und gar pragmatisch: Gerüstpflanzen,<br />

die dem Garten eine Grundstruktur<br />

verleihen, werden zuerst in den Plan<br />

gezeichnet, dann folgen große und auffällige<br />

Leitstauden oder auch Gräser und<br />

Begleitstauden.<br />

Doch es geht nicht allein darum, einzuzeichnen,<br />

welche Arten und Sorten man in<br />

welchen Stückzahlen pflanzen möchte. Das<br />

Pflanzkonzept sollte immer auch einen<br />

Blick in die Zukunft ermöglichen, also das<br />

Wachstum jeder Pflanze berücksichtigen.<br />

Als Beispiel nennt Andreas Leucht einen<br />

Haselnussstrauch: „Der hat, wenn wir ihn<br />

pflanzen, vielleicht nur einen Durchmesser<br />

von einem halben Meter. In ein paar Jahren<br />

kann der aber gut und gern vier Meter<br />

betragen. Also muss ich ihn auch in dieser<br />

Größe einplanen.“ Geschieht das nicht,<br />

wird oft zu dicht gepflanzt und es kommt<br />

zu einem Verdrängungswettkampf im Beet;<br />

konkurrenzstarke Sorten unterdrücken<br />

schwächere und das Gesamtkonzept ist<br />

dahin.<br />

Eine durchdachte Pflege verhilft Pflanzen zu einer optimalen Entwicklung.<br />

Bilder im Wandel<br />

Bei dem Blick in die Zukunft muss auch<br />

berücksichtigt werden, dass jede Art unterschiedlich<br />

schnell wächst, sich die Proportionen<br />

innerhalb der Pflanzflächen im Laufe<br />

der Jahre also immer wieder verändern<br />

können. Ist die Bepflanzung schließlich angelegt,<br />

gehört eine durchdachte Pflege zum<br />

Pflichtprogramm, um nachhaltig Freude<br />

an seinen Pflanzkombinationen zu haben.<br />

„Hier geht es darum, jeder Pflanze durch<br />

pflegerische Maßnahmen zu einer optimalen<br />

Entwicklung zu verhelfen, aber auch,<br />

ein Auge darauf zu haben, ob sich alles<br />

wunschgemäß entwickelt, keine Art<br />

schwächelt oder zu expansiv wird. Wäre<br />

das der Fall, müsste man gegensteuern“,<br />

fasst Andreas Leucht zusammen.<br />

Allen Plänen zum Trotz wohnt aber<br />

jeder Pflanzung glücklicherweise immer<br />

noch eine gewisse natürliche Unwägbarkeit<br />

inne, das weiß und schätzt auch Gartenprofi<br />

Andreas Leucht.<br />

DER EXPERTE<br />

Andreas Leucht ist Gartengestalter<br />

und gehört mit seinem Betrieb Leucht<br />

Gärtner von Eden in Stuhr zu den<br />

Gärtnern von Eden.<br />

In dieser Genossenschaft haben sich<br />

rund 50 Top-Gartengestalter aus dem<br />

gesamten deutschsprachigen Raum<br />

zusammengetan.<br />

Sie alle sind spezialisiert auf Planung,<br />

Anlage und Pflege individueller privater<br />

Gärten.


Tipps vom Profi<br />

MEIN GARTEN<br />

UND ICH<br />

SICHTSCHUTZ<br />

KLIMAHELD<br />

BAMBUS<br />

Der Bambus ist hervorragend<br />

als Sichtschutz geeignet.<br />

Foto: Wisebear<br />

Das Thema Sichtschutz für Garten und Balkon ist im Sommer<br />

besonders aktuell. Pflanzen bieten eine umweltfreundliche<br />

und natürliche Alternative zu dem Gartenzaun, der Mauer<br />

und der Balkonverkleidung.<br />

Je nach Garten- und Balkonsituation kommen verschiedene<br />

Pflanzen infrage. Besonders gut macht sich der neue<br />

Bambus Wisebear. Er ist langlebig, stark wüchsig und<br />

immergrün und dazu noch ein echter Klimaheld. Mit dem<br />

neuen Bambus lässt sich der eigene CO 2 -Fußabdruck<br />

deutlich reduzieren.<br />

Über einen Zeitraum von zehn Jahren kann Wisebear bis zu<br />

500 Tonnen CO 2 pro Hektar aus der Luft binden. Dank seines<br />

schnellen Wuchses und dem ausgeprägten Wurzelwerk<br />

ist er im Vergleich zu anderen Nadel- und Laubbäumen in<br />

der Lage, langfristig mehr Kohlenstoffdioxid zu speichern.<br />

Unter den Bambussen hebt sich diese Fargesia nitida mit<br />

Der Bambus bildet schnell eine<br />

blickdichte Hecke und bildet<br />

keine lästigen Ausläufer.<br />

ihren dunklen Stielen und dunkelgrünen gesunden Blättern<br />

auch optisch hervor.<br />

Aufgrund des horstigen Wachstums entstehen viele eng aneinander<br />

stehende Halme und keine langen Wurzelausläufer.<br />

Er eignet sich mit einer Höhe von drei bis vier Metern hervorragend<br />

zur Heckenpflanzung oder im Kübel als Sicht-,<br />

Sonnen- oder Windschutz.<br />

Am besten wächst er in einem feuchten, nährstoffreichen<br />

Boden in der Sonne oder im Halbschatten.<br />

Zudem bietet er einen weiteren ökologischen Mehrwert:<br />

Er ist in der Lage, seine welkenden Blätter als eigene Nährstoffquelle<br />

zu nutzen, indem er sich von dem alten Blattwerk<br />

befreit und damit seinen eigenen Kreislauf bildet. Die gewonnenen<br />

Nährstoffe dienen den verbleibenden und neuen<br />

Blättern als Nahrungsquelle für einen äußerst gesunden<br />

Wuchs.<br />

54 OBERNEULAND


Jetzt pflanzen!<br />

FüR HOBBY-<br />

GäRTNER<br />

NEUHEIT<br />

GRAZIL<br />

& EASY!<br />

Die Neuheit ist besonders<br />

pflegeleicht und als<br />

Kübelpflanze geeignet.<br />

Foto: INKARHO®<br />

Die Besonderheit des neuen Rhododendrons steckt hier bereits im Namen: Grazil und Easy! Denn er für kalkhaltige<br />

Böden selektiert und wächst deshalb ganz EASY in unterschiedlichen Bodenverhältnissen. Die Neuheit<br />

begeistert aber nicht nur mit ihren starken Füßen, sondern vor allem mit ihren kräftigen purpuren Blüten und den<br />

einzigartigen, grazilen Blättern. Die veredelte Unterlage sorgt für einen kräftigen, robusten Rhododendron, der in der<br />

Handhabung einfach ist und kalten Wintern bis -24 Grad trotzt. Außerdem weist er einen kompakten und dichten Wuchs<br />

auf. Grazeasy eignet sich daher nicht nur als Solitärpflanze im Garten oder Kübel, sondern auch hervorragend als blühende<br />

Heckenpflanze. Der unkomplizierte und pflegeleichte Rhododendron ist für alle genau richtig, die nicht viel Zeit für die Pflege<br />

aufbringen können, sich aber an schönen Pflanzen erfreuen wollen. Es müssen nur wenige Aspekte beachtet werden, um der<br />

winterharten und immergrünen Neuheit Grazeasy zu ihrem großen Auftritt zu verhelfen. So fühlt sich der Rhododendron an einem<br />

sonnigen bis halbschattigen Standort am wohlsten. Gegossen werden darf er mäßig; Staunässe sollte in jedem Fall vermieden<br />

werden. Um alles weitere kümmert sich der winterharte Rhododendron dann ganz einfach selbst.


OBERNEULAND MENSCHEN<br />

VIELE GUTE GRÜNDE FÜR 25 JAHRE KÜSTER IN OBERNEULAND<br />

ANDREAS WOKURKA<br />

Häufig wird Andreas Wokurka gefragt, wie lange er denn schon in Oberneuland<br />

sei. Die Antwort erstaunt ihn und sein Gegenüber gleichermaßen: „Am<br />

1. Dezember waren es genau 25 Jahre.“ Für das OBERNEULAND MAGAZIN Grund genug,<br />

auf einen Streifzug durch 25 Jahre Küsterzeit in der Evangelischen Kirchengemeinde<br />

Oberneuland zu gehen.<br />

Viele Oberneulander werden sich noch an Willi Löffler<br />

erinnern, der am 1. Dezember 1997 seinen wohlverdienten<br />

Ruhestand antrat. Die Gemeindevertretung entschied sich für<br />

Wokurka als Nachfolger, er war zuvor bereits fünf Jahre Küster<br />

in Bremen-Kattenturm. Und so wurde es wieder etwas lebhafter<br />

im Küsterhaus, welches Wokurka mit Frau Susanne, den<br />

vier Kindern und einem Neufundländer bezog.<br />

Bereits während der Renovierungsarbeiten<br />

erhielt die Familie einen wunderbaren<br />

Willkommensgruß,<br />

als Hilde Schneider,<br />

damals Buchhalterin<br />

der Evangelischen<br />

Kirchengemeinde<br />

Oberneuland,<br />

einen<br />

großen<br />

Topf Grünkohl durchs Fenster reichte. Jedoch stehen Oberneulander<br />

Neuem und Unbekanntem manchmal skeptisch gegenüber,<br />

so auch dem neuen Küster, er musste zunächst etwas<br />

beäugt und in Oberneulander Gepflogenheiten eingeführt<br />

werden. Rückblickend erinnert sich Wokurka an eine Begebenheit<br />

mit Lür Kaars, viele werden sich an ihn erinnern. In<br />

seiner offenen, rustikalen Art rief er über den Parkplatz: „Bist<br />

du der neue Küster? Ich bin Lür und habe immer für Willi Vertretung<br />

gemacht, soll ich das für dich auch machen?“ Auf die<br />

knappe, zurückhaltende Antwort „Ja“ folgte eine Einladung<br />

oder eher Vorladung von Küster nebst Frau zu Kaars nach<br />

Hause, um bei gutem Essen und nicht wenigen Getränken<br />

das Ganze festzumachen.<br />

Während der 25 Jahre hat Andreas Wokurka mit<br />

vielen Küstervertretern zusammengearbeitet. Dass<br />

alle diesen Dienst ehrenamtlich verrichten, ist für<br />

ihn nicht selbstverständlich, darüber hinaus<br />

schätzt er die unkomplizierte Art jedes<br />

Einzelnen. Das erste von ihm organisierte<br />

Johannisfeuer ist Andreas<br />

Wokurka ebenfalls noch<br />

sehr gut in Erinnerung,<br />

kannte er doch derart zünftige<br />

Gemeindefeste bisher aus<br />

Kattenturm nicht. Dort herrschte<br />

striktes Alkoholverbot.<br />

Auf der Festwiese an der dicken<br />

Eiche wurde er auf seine Trinkfestigkeit<br />

geprüft, für viele Oberneulander die Gelegenheit,<br />

auf ein Du anzustoßen. Als<br />

Neulinge war es für das Ehepaar Wokurka<br />

eine schöne Gelegenheit, die Oberneulander<br />

und ihre großartigen Traditionen<br />

kennenzulernen. Dabei empfindet er<br />

alles, was sich mit Erntedank verbinden<br />

lässt, als besonders, hat es lieben und<br />

schätzen gelernt.<br />

Gerne erinnert er sich an die vielen<br />

gemütlichen Abende bei Landwirten in<br />

Oberneuland und umzu, wo jährlich das<br />

Erntekrone binden stattfindet. Jene Krone sollte<br />

für einigen Spaß beim Gottesdienst sorgen.<br />

Das Hochziehen der Erntekrone geht heute wie<br />

56 OBERNEULAND


von Geisterhand, doch war das nicht immer so. Während sich<br />

die Gemeinde über die auf und ab schwebende Erntekrone teils<br />

amüsierte, teils wunderte, kletterte Andreas Wokurka im feinen<br />

Zwirn auf den staubigen Kirchendachboden, um dem damaligen<br />

Zivi zu helfen, der verzweifelt versuchte, die wirklich<br />

schwere Erntekrone nach oben zu ziehen. Fortan mussten<br />

mindestens drei Familienmitglieder zur Verfügung stehen:<br />

zwei, um sich per Handy Signale zu geben und einer, der die<br />

Erntekrone mit nach oben zog.<br />

Die Oberneulander Kürbiswette soll an dieser Stelle nicht<br />

unerwähnt bleiben. Seit 20 Jahren richten die beiden Kollegen<br />

Andreas Wokurka und Wolfgang Frese dieses Erntefest seitens<br />

der Gemeinde aus, viel Arbeit und Organisation, jedoch auch<br />

Spaß und Freude sind damit verbunden. Die Nächte waren für<br />

den Küster dann sehr kurz, da es manche Besucher am Morgen<br />

fast zum Gottesdienst geschafft hätten.<br />

Auf die Frage, ob es für einen Küster auch besondere<br />

Herausforderungen gibt, antwortet Wokurka: „Oh ja, die Osterfrühgottesdienste<br />

um 5.00 Uhr. Seit ich mal einen dieser Gottesdienste<br />

verschlafen habe, werde ich jedes Jahr liebevoll von<br />

ein paar Mitwissenden erinnert, dass der Frühgottesdienst sehr<br />

früh beginnt.“ Zu seiner Ehrenrettung sei jedoch zu sagen, dass<br />

das frühe Osterfrühstück früh genug bereitet war. Seine Frau<br />

fügt hinzu, dass seither am Vorabend sämtliche Handys und<br />

verfügbaren Wecker gestellt werden.<br />

Andreas Wokurka empfindet alles,<br />

was sich mit Erntedank verbinden<br />

lässt, als besonders, hat es lieben<br />

und schätzen gelernt.<br />

- Parkett<br />

- Laminat<br />

- Teppich<br />

- Linoleum<br />

- Gardinen<br />

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- Balkonbespannung<br />

- Polsterarbeiten<br />

- Asbestsanierungen<br />

- Bettenreinigung<br />

- Rollläden<br />

- Federbettenherstellung<br />

Während der 25-jährigen Küstertätigkeit lernte er verschiedene<br />

Pastoren kennen und hat trotz derer Verschiedenheiten<br />

mit allen gleichermaßen gerne zusammengearbeitet. Darüber<br />

hinaus verbindet ihn ein großes freundschaftliches Verhältnis<br />

zu Pastor Michael Klingler a.D., wobei die Zusammenarbeit ihn<br />

das eine oder andere Mal vor große Herausforderungen stellte.<br />

Vor seinen spontanen Ideen zu Konfirmationen, Erntedankoder<br />

Weihnachtsfesten war sich der Küster bis zur letzten<br />

Sekunde nicht sicher.<br />

Um Mauern zu errichten, brachte er karrenweise Steine in<br />

die Kirche, legte ein echtes Beet mit Gemüse vor den Altarstufen<br />

an und mischte Zement, damit die Konfis ihre Handabdrücke<br />

hinterlassen konnten. Unvergesslich bleiben die<br />

Beamer-Übertragungen der Krippenspiele auf den Emporen<br />

und die gleichzeitige Steuerung von zehn Mikrofonen sowie<br />

das nächtliche Falten Hunderter Programmhefte, wobei die<br />

ganze Familie mithelfen musste.<br />

Ebenfalls große Herausforderungen sind die Radiogottesdienste<br />

als Liveübertragung bei Radio Bremen oder Deutschlandfunk.<br />

Die Anspannung ist hier für ihn besonders groß, neben<br />

seiner Tätigkeit als Küster spielte er mit den Bläsern der<br />

Evangelischen Kirchengemeinde Oberneuland Trompete oder<br />

Flügelhorn. Nach besonderen und schönen Ereignissen gefragt,<br />

erinnert er sich an seine beiden Fernsehauftritte. Als<br />

Werder Bremen 2004 in München Meister wurde, übertrug<br />

buten un binnen eine Trauung in der Kirche Oberneuland.<br />

Mit Werder-Schal um den Hals hielt Wokurka den jeweiligen<br />

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OBERNEULAND 57


OBERNEULAND MENSCHEN<br />

Als Werder Bremen 2004 in<br />

München Meister wurde,<br />

übertrug buten un binnen<br />

eine Trauung in der Kirche<br />

Oberneuland. Mit Werder-<br />

Schal um den Hals hielt<br />

Wokurka den jeweiligen<br />

Spielstand in die Höhe.<br />

Neben seiner Tätigkeit als<br />

Küster spielt er zu den<br />

verschiedensten Anlässen<br />

Flügelhorn oder Trompete.<br />

Andreas Wokurka mit seinem Kollegen<br />

Wolfgang Frese.<br />

Seine handwerkliche Begabung hilft ihm privat wie<br />

beruflich weiter.<br />

Während seiner Auszeiten genießt er es draußen in der<br />

Natur zu sein.<br />

Spielstand in die Höhe und wurde anschließend vor der Kirche<br />

interviewt. Am Abend war er deutschlandweit als Werder-<br />

Küster in der Sportschau zu sehen. I<br />

m Bremer Tatort „Requiem“ spielte er einen der sechs Sargträger<br />

auf dem Oberneulander Friedhof. Dass der Küster nicht<br />

nur im Film den Sarg trägt, ist dem Oberneuland Magazin bekannt.<br />

Auf die Frage, ob denn der Küster hier gleichzeitig auch<br />

Andreas Wokurka war deutschlandweit<br />

als Werder-Küster in der<br />

Sportschau zu sehen.<br />

Sargträger ist, antwortet Wokurka lächelnd: „Nein, in diesen<br />

ehrenwerten Kreis wird man nach eingehender Prüfung berufen.<br />

Für mich als nicht gebürtigen Oberneulander war das eine<br />

ganz besondere Ehre.“<br />

Doch auch Einprägsames hat Andreas Wokurka in der langen<br />

Zeit als Küster erlebt. Für ihn war es unvorstellbar, dass im<br />

Frühjahr 2<strong>02</strong>0 coronabedingt keine Gottesdienste stattfinden<br />

sollten. Er stand einige Male allein auf den Kirchenstufen, um<br />

auf seiner Trompete Choräle zu spielen. Die Dankbarkeit vieler<br />

Menschen hat ihn sehr berührt. In seiner langen Dienstzeit hat<br />

er Oberneuland und die Begegnungen mit den Menschen<br />

schätzen gelernt. „Der Gemeinschaftssinn wird im fast dörflichen<br />

Oberneuland großgeschrieben. Hier hilft man sich gegenseitig,<br />

z.B. beim Tannenbaum holen und aufstellen, feiert auch<br />

mal ausgelassen mit den Trägern oder veranstaltet ein Sommerfest<br />

mit den Bläsern im Küstergarten. Die Zusammenarbeit mit<br />

haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern schätze ich sehr, empfinde<br />

sie als freundschaftlich, erfrischend und bereichernd.“<br />

Keineswegs selbstverständlich ist für ihn das besondere Miteinander<br />

mit seinen langjährigen Kolleginnen Christina Meier<br />

und Katja Zerbst, seinem Kollegen Wolfgang Frese und den<br />

amtierenden Pastoren Frank Mühring und Thomas Ziaja. Seit<br />

vielen Jahren wählt das Team aus Kita und Gemeinde Andreas<br />

Wokurka zum Mitarbeitervertreter, wodurch er gegenseitige<br />

Wertschätzung erfährt.<br />

Nicht alles wurde hier berichtet, doch ist alles Grund genug,<br />

25 Jahre Küster in der Kirchengemeinde Oberneuland zu sein.<br />

Fotos: Susanne Wokurka<br />

58 OBERNEULAND


DEUTSCHE SCHIESSSPORT-MEISTERSCHAFTEN<br />

OBERNEULANDERIN KIM WEDEMEYER<br />

GEWINNT SILBER-MEDAILLE<br />

„Es war schon immer ein Traum von mir, bei den Deutschen Meisterschaften<br />

im Sportschießen dabei zu sein.“ Die 17-jährige Kim Wedemeyer aus<br />

Oberneuland hat sich diesen Traum erfüllt – und noch viel mehr: Sie hat bei<br />

den Deutschen Meisterschaften in München die Silbermedaille gewonnen!<br />

Die Auszubildende ist Sportschützin und<br />

blickt bereits auf eine langjährige Erfahrung<br />

in und mit ihrem Hobby zurück.<br />

Kein Wunder … denn ihre Familie hat<br />

diesen Sport praktisch in den Genen. Ihr<br />

Vater Cliff Wedemeyer, in Oberneuland<br />

aufgewachsen, hat mit zwölf Jahren damit<br />

angefangen. Sein Vater war ebenfalls Sportschütze.<br />

Und so interessierte sich auch Kim<br />

Wedemeyer schon früh für das Schießen.<br />

Sie ging noch zur Grundschule, damals<br />

war es zunächst Neugierde. Denn sie bekam<br />

es ja immer mit, wenn ihr Vater und<br />

ihr fünf Jahre älterer Bruder Tom zum<br />

Schießen in den Schützenverein gingen.<br />

Kim bekam ebenfalls Lust, es einmal auszuprobieren.<br />

Es hat ihr von Beginn an<br />

Spaß gemacht, auch die Gemeinschaft im<br />

Schützenverein.<br />

Cliff und Kim Wedemeyer in Heinekens Park –<br />

einem der Lieblingsorte in Oberneuland von Tochter<br />

und Vater. Foto: Claudia Kuzaj<br />

„Sportschießen ist<br />

genau wie Schach ein<br />

Kopfsport.“ Cliff Wedemeyer<br />

Kim begann zunächst mit dem Lichtpunktgewehr.<br />

Mit zwölf Jahren fing sie<br />

dann an, mit dem Luftgewehr zu schießen<br />

– und wechselte dann schnell zur Luftpistole.<br />

Das lag an ihrem Vater, denn:<br />

„Mein Vater ist selbst Pistolenschütze, hat<br />

in dieser Disziplin schon viele Wettbewerbe<br />

gewonnen“, berichtet Kim, die bei Mercedes<br />

eine Ausbildung zur Konstruktionsmechanikerin<br />

macht. Das Luftgewehr und die<br />

Luftpistole sind wichtig als Einstiegssportgeräte,<br />

erzählen Kim und ihr Vater.<br />

Wichtig, um die allgemeinen Abläufe des<br />

Schießsports zu lernen – alles, was wichtig<br />

ist für Schütze und Schützin: Haltung,<br />

Atmung, Visierung, Konzentration und<br />

Disziplin. Und nicht zuletzt, so Cliff<br />

Wedemeyer: „Rhythmus und Routine.“<br />

Nach und nach wechselte das generationenübergreifende<br />

Schützen-Team deshalb<br />

zum SV Hüttenbusch, dem Partnerverein<br />

des SV Oberneuland.<br />

Wenn Tochter und Vater vom Schießsport<br />

erzählen, dann fällt sofort ihre Begeisterung<br />

auf – beide brennen für ihren<br />

Sport, keine Frage. Entschlossen räumen sie<br />

auch mit Klischees auf: „Viele denken, wir<br />

ballern nur rum, aber das stimmt nicht.<br />

Man muss sich sehr konzentrieren, um<br />

erfolgreich zu sein.“ Das Schießen – eine<br />

Konzentrationsübung, jedes Mal aufs Neue.<br />

Kurzum: „Schießen ist ein Kopfsport – wie<br />

Schach.“ Und, so der Vater: „Schießsport ist<br />

Einzelsport. Man kämpft mit sich allein.“<br />

Für die Deutschen Meisterschaften hatte<br />

Kim sich für gleich vier Disziplinen qualifiziert.<br />

„Vier Starts bei einer Meisterschaft –<br />

„eine große Herausforderung“, sagt der Vater.<br />

Deshalb hatte das Vater-Tochter-Team<br />

vor dem Wettbewerb häufiger als üblich<br />

trainiert, zwei bis drei Mal in der Woche.<br />

Und dann München! Bei den Deutschen<br />

Meisterschaften war es dann natürlich doch<br />

noch etwas anders als beim Training – und<br />

auch anders als bei früheren Wettbewerben,<br />

denn: „Die Halle war sehr groß, es waren<br />

sehr viele Zuschauer da.“ Eltern und Trainer<br />

vieler Teilnehmer sorgten zudem für<br />

eine gewisse Lautstärke. Und damit zugleich<br />

für Atmosphäre, wie Kim betont.<br />

Ihre Silbermedaille gewann sie schließlich<br />

in der Disziplin „Mehrschüssige Luftpistole<br />

im 10-Meter-Standard Jugend“. Die junge<br />

Oberneulanderin hatte dabei 25 Konkurrenten<br />

im Alter zwischen 14 und 16 Jahren.<br />

Nach dem Medaillengewinn am Sonnabend<br />

sind die beiden dann noch abends<br />

nach Oberneuland zurückgefahren: „Ich<br />

wollte ja allen gleich davon erzählen“, sagt<br />

Kim.<br />

Und die Medaille? Hat einen Ehrenplatz!<br />

Wie die Medaillen von früheren<br />

Wettbewerben auch. Hinter der Tür ihres<br />

Zimmers hat die 17-Jährige eine kleine<br />

Kim Wedemeyer<br />

am Tag<br />

ihres Sieges<br />

in München.<br />

Foto: Wedemeyer<br />

Medaillenwand. Auch zwei Zeitungsartikel,<br />

die über Kim geschrieben wurden, hängen<br />

dort. „Dann kann ich sie sofort nach dem<br />

Aufstehen sehen…“<br />

Wenn sie einmal nicht mit ihrem Beruf<br />

oder mit dem Konzentrationssport<br />

Schießen beschäftigt ist, dann … reitet<br />

Kim. Schon seit Grundschulzeiten reitet sie,<br />

sagt Kim. Eben seit jener Zeit, in der auch<br />

ihre Begeisterung für den Schießsport geweckt<br />

wurde. Eine Begeisterung, die sie im<br />

Gespräch lebt und weitergibt. Text: Claudia Kuzaj<br />

OBERNEULAND 59


OBERNEULAND LEBEN<br />

BÜRGERVEREIN OBERNEULAND E.V.<br />

HAND IN HAND<br />

FüR OBERNEULAND!<br />

Oberneuland ist der Stadtteil der Vereine. Ausdrücklich<br />

wird dies in der seit 2003 bestehenden Oberneuland-<br />

Sammlung, in der 2. Etage des Ortsamtes an der<br />

Mühlenfeldstraße, deutlich. Zur Expo 2000 erstellte<br />

der Bürgerverein Oberneuland e.V., der die Sammlung<br />

betreut, erweitert und stetig aktualisiert, für den<br />

Bremer Expo-Stand eine Aufstellung aller im Stadtteil<br />

ansässigen Vereine. Der Bürgerverein Oberneuland<br />

selbst ist seit 1928 ein eingetragener Verein.<br />

Besonders die Digitalisierung der Dokumente<br />

liegt den Mitgliedern des Bürgervereins sehr<br />

am Herzen.<br />

„Kartenmaterial, Bilder, Filme, Bücher und<br />

sonstige Veröffentlichungen zu und über<br />

Oberneuland werden in der Oberneuland-<br />

Sammlung archiviert“, so Kay Entholt.<br />

Entwürfe des Oberneulander<br />

Künstlers Claus Homfeld.<br />

Neben dem eigenen Emblem sind die Wappen vieler weiterer<br />

Oberneulander Sport-, Förder- oder Gesangsvereine zu<br />

sehen, die eine lange und traditionsreiche Geschichte vorweisen<br />

können. Neben der Ausstellung einiger Exponate, u.a. historische<br />

Kleidung und ein kompletter Aussteuerschrank aus dem letzten<br />

Jahrhundert, ist es die Aufgabe der Sammlung, Dokumente,<br />

Kartenmaterial, Bilder, Filme, Bücher und sonstige Veröffentlichungen<br />

zu und über Oberneuland, des Ortsgeschehens und<br />

seiner Einwohner zu sammeln, systematisch zu ordnen und der<br />

Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sogar sämtliche Klassenbücher<br />

der Oberneulander Schule werden auch heute noch in<br />

der Sammlung archiviert! „Bei der Menge an Dokumenten ist<br />

besonders die Digitalisierung sehr wichtig“, so Kay Entholt. „Und<br />

dafür benötigen wir dringend Unterstützung. Wir würden uns<br />

sehr über einen Zuwachs an Mitgliedern freuen, die uns auf diesem<br />

Gebiet unterstützen könnten.“ Die Arbeit im Archiv ist ehrenamtlich.<br />

Neben dem Sichten des vorhandenen Materials steht<br />

die Archivierung im Vordergrund. Hinzu kommt die Einordnung<br />

neuer Presseartikel über das Geschehen in Oberneuland.<br />

Das Mitarbeiterteam ist<br />

immer am Dienstag ab 15<br />

Uhr im Archiv anzutreffen.<br />

„Wir sind zudem sehr daran<br />

interessiert, weitere Bilder<br />

zur Geschichte Oberneulands,<br />

zu seinen Familien<br />

und Häusern zu erhalten“,<br />

so Entholt. Wer etwas stiften<br />

Der Bürgerverein<br />

Oberneuland e.V.<br />

ist eine Initiative<br />

mitten aus der<br />

Nachbarschaft<br />

heraus.<br />

oder der Sammlung als Leihgabe zur Verfügung stellen möchte,<br />

wendet sich bitte an Ursula Beckröge, Tel. 0421-250795 oder an<br />

Kay Entholt, Tel. 0421-255861 bzw. kommt direkt ins Archiv.<br />

Die Sammlung zeigt, dass Oberneuland auf eine mehr als<br />

800 Jahre alte Historie zurückblicken kann. Den größten Teil<br />

seiner Geschichte war Oberneuland ein frei verwaltetes Dorf<br />

Bremens. Seine Grenzen umfassten einst weite Teile des Hollerlandes,<br />

so zum Beispiel auch Osterholz und Borgfeld (Katrepel),<br />

die erst später abgetrennt wurden. 1945 gab Oberneuland seine<br />

Selbstständigkeit auf und wurde ein Ortsteil Bremens.<br />

Rockwinkel, von der Fläche eigentlich der größere Part, ging in<br />

Oberneuland auf.<br />

Seit 2015 ist Oberneuland ein Stadtteil der Freien Hansestadt<br />

Bremen. Wunderschöne Parks, die historischen Anwesen<br />

60 OBERNEULAND


Eine Tradition,<br />

die schon seit<br />

vielen Schulkinder-Generationen<br />

Bestand hat: der<br />

Nikolaus vor der<br />

Oberneulander<br />

Schule.<br />

In direkter Nachbarschaft<br />

zu Claus<br />

Homfelds „Arno“<br />

wurde in der<br />

Vorweihnachtszeit<br />

vom Bürgerverein<br />

Oberneuland<br />

Glühwein für einen<br />

guten Zweck<br />

ausgeschenkt.<br />

und die zum Teil Jahrhunderte alten Bäume prägen noch heute<br />

das Ortsbild. Der Bürgerverein hat es sich zur Aufgabe gemacht,<br />

das kulturelle Erbe des ländlich geprägten Stadtteils zu<br />

pflegen und den einzigartigen, liebenswerten Charakter zu bewahren.<br />

Er setzt sich zudem dafür ein, dass bei der Ausweisung<br />

neuer Baugebiete und dem Ausbau von Straßen das Typische<br />

an Oberneuland erkennbar bleibt.<br />

In der Kommunalpolitik konnte der Verein rund um den<br />

Vorsitzenden Kay Entholt über die Jahrzehnte einige Erfolge erzielen<br />

und u.a. die Einrichtung des Bremer Zentralfriedhofs,<br />

den Bau eines 300 m hohen Sendemastes beim Hollerdeich<br />

oder die Aufstellung von Wohncontainern für Drogenabhängige<br />

verhindern.<br />

Aktuell ist es vor allem der Kampf gegen die zu enge Bebauung<br />

des Mühlenfeldes, die die Mitglieder des Vereins umtreibt.<br />

Die Bürgerinitiative Pro Mühlenfeld e.V. und der Bürgerverein<br />

Oberneuland fordern deshalb in einer Petition, deren Mitzeichnungsfrist<br />

am 20.12.2<strong>02</strong>2 endete, eine sensible Bebauung des<br />

Oberneulander Mühlenfeldes, die grundsätzlich als positiv bewertet<br />

wird. Wichtig ist aber die Planung einer funktionierenden<br />

Infrastruktur in allen Bereichen (Verkehr, Schallschutz,<br />

Naturschutz, Schule, ÖPNV etc.) und die Berücksichtigung des<br />

Kulturdenkmals Oberneulander Mühle. Die geplante „Überbebauung“<br />

dieser Fläche ist mit fast 200 Wohneinheiten zu hoch<br />

angesetzt und würde das Stadtteilbild zu seinem Nachteil verändern.<br />

Deshalb fordern der Bürgerverein Oberneuland und<br />

die Bürgerinitiative Pro Mühlenfeld den Senat und die Baubehörde<br />

auf, ein Wohnquartier zu schaffen, dessen Strahlkraft<br />

eine positive und förderliche Entwicklung für Bremen darstellt,<br />

anstatt Oberneuland unnötig zu überlasten und den Stadtteil<br />

seiner Identität zu berauben.<br />

Zu Vorhaben, die Oberneuland betreffen, bezieht der Verein<br />

in der Regel öffentlich Stellung.<br />

So auch zu den vielen maroden Straßen und Fahrradwegen,<br />

hier insbesondere die Mühlenfeldstraße, die dringend verkehrsgerecht<br />

ausgebaut werden müsste. Auch die Verlegung der<br />

Feuerwehr steht ganz oben auf der Liste der Themen, die der<br />

Bürgerverein zur Diskussion stellt.<br />

Mit der Arbeit des Bürgervereins soll aber vor allem die<br />

Gemeinschaft im Stadtteil gefördert werden. Ziel ist es, Bürger<br />

und Mitglieder der Vereine zusammen zu bringen, um so auch<br />

das soziale und kulturelle Engagement auf ein breites Fundament<br />

zu stellen. Aus diesem Grund gehören auch Aktivitäten<br />

wie z.B. der Besuch des Nikolaus für die jüngsten Oberneulander<br />

vor der Schule Oberneuland oder der Ausschank von<br />

Glühwein für den guten Zweck zu lieb gewonnenen vorweihnachtlichen<br />

Traditionen. Auch die Aufstellung der Pferde-<br />

Skulptur „Arno“ des 2019 verstorbenen Oberneulander Künstlers<br />

Claus Homfeld auf dem Gelände der Einkaufsmeile an der<br />

Mühlenfeldstraße geht auf das Engagement des Bürgervereins<br />

Oberneuland zurück.<br />

Für seine derzeit 220 Mitglieder organisiert der Verein ein<br />

abwechslungsreiches Programm. Dazu gehören Tagesausflüge,<br />

Besichtigungen von Kunstausstellungen sowie Besuche von<br />

kulturellen Veranstaltungen und Theateraufführungen. Auch<br />

gehören Radtouren, Torfkahnfahrten oder die Besichtigung der<br />

Bremischen Bürgerschaft zum Programm des Bürgerverein<br />

Oberneuland. Die Mitgliedschaft im Verein stellt einen Mehrwert<br />

für die Gemeinschaft der Oberneulander dar und hilft mit<br />

12 Euro Mindestbeitrag im Jahr den Stadtteil lebendig zu gestalten<br />

und Altes und Neues miteinander zu verbinden.<br />

Text und Fotos: MM / Bürgerverein Oberneuland e.V.<br />

INFO<br />

Kontakt:<br />

Bürgerverein Oberneuland e.V., bvoberneuland.de,<br />

info@bvoberneuland.de<br />

Die Oberneuland-Sammlung kann jeden ersten Sonntag<br />

des Monats, außer wenn es ein Feiertag ist,<br />

von 11 Uhr bis 13 Uhr besucht werden.<br />

OBERNEULAND 61


OBERNEULAND KULTUR<br />

(Foto: Verlag Schünemann)<br />

OBERNEULAND<br />

gestern<br />

heute<br />

Depkens Baumschulen<br />

Eine gefällige Zuwegung, gepflegter<br />

Rasen und viel Platz. So präsentieren<br />

sich Depkens Baumschulen auf der<br />

Postkarte von 1925. Auffällig ist das<br />

Windrad für die Pumpe zum Bewässern<br />

des Geländes. Viele junge<br />

Bäume sieht man zwar nicht, die<br />

mögen wohl eher im Hintergrund<br />

gewesen sein. Es war wohl eine der<br />

ersten Baumschulen in Rockwinkel,<br />

während Oberneuland eher noch<br />

landwirtschaftlich geprägt war. In<br />

der Oberneuland-Sammlung liegt eine<br />

großformatige Mappe mit zahlreichen<br />

handschriftlichen Eintragungen zu<br />

Depkens Baumschulen.<br />

Das Wohnhaus im sogenannten<br />

Schweizer Stil ist im Wesentlichen<br />

heute noch erhalten. Das Windrad<br />

freilich gibt es nicht mehr. Auf dem<br />

Foto von heute scheint das Haus<br />

näher an die Straße herangerückt zu<br />

sein. Vermutlich aber ist das alte Bild<br />

mit einem Weitwinkelobjektiv aufgenommen<br />

worden.<br />

Text: Eberhard Matzke<br />

62 OBERNEULAND


Ein Valentinstag<br />

für jeden<br />

Tragen Sie sich den 14. Februar in Ihrem Kalender ein<br />

und bereiten Sie für Ihre geliebten Menschen<br />

eine schöne Freude vor.<br />

Das Fest der Liebe und der Freundschaft gehört selbstverständlich<br />

nicht nur den Verliebten unter uns, sondern<br />

auch den Freunden und Familien. Besonders an diesem Tag<br />

sollte niemand alleine gelassen werden. Folglich sollten Sie<br />

sich die Menschen schnappen, die Sie zum Lachen bringen,<br />

auf die Sie sich verlassen können und die für Sie da sind,<br />

um einen unvergesslichen Tag mit viel Spaß und erfreulichen<br />

Momenten zu erleben.<br />

Nun stellen Sie sich eventuell die Frage: „Was kann ich<br />

denn alles am Valentinstag machen?“ Dafür haben wir für<br />

Sie viele tolle Ideen gesammelt. Probieren Sie die Vorschläge<br />

ruhig aus und zögern Sie nicht, einer geliebten<br />

Person Ihre Wertschätzung zu zeigen.<br />

Aktivitäten:<br />

Geschenke, die jedem ein<br />

Lächeln herzaubern:<br />

• eine selbst gemachte Karte<br />

• Blumen<br />

(rote Rosen: Liebe;<br />

gelbe Rosen:<br />

Freundschaft)<br />

Ein schöner<br />

Spaziergang<br />

• im Park Höpkens Ruh<br />

• im Rhododendron-Park<br />

• im Bürgerpark<br />

Anschließend noch ein kleines Picknick.<br />

Ein gemütlicher Filmabend<br />

Romantisch:<br />

• „Letztendlich sind wir dem Universum egal“<br />

• „Ein ganzes halbes Jahr“<br />

• „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“<br />

Freunde & Familie:<br />

• „Coco – Lebendiger als das Leben!“<br />

• „Luca“<br />

• „Knives Out – Mord ist Familiensache“<br />

Ein romantisches Dinner<br />

• in einem besonderen Restaurant<br />

• gemeinsam zuhause kochen<br />

Valentinstag-<br />

Leckereien:<br />

- Handgemachte Pralinen<br />

- Selbstgebackene Plätzchen<br />

- Edle Schokolade<br />

Text: Luis Begerow und Merve Kilinçer, Oberschule Rockwinkel<br />

OBERNEULAND 63


OBERNEULAND VEREINE<br />

RADBALL<br />

Neue Vereinsmeister<br />

Ende 2<strong>02</strong>2 konnten wieder offizielle Vereinsmeisterschaften des<br />

RV Schorf-Oberneuland im Radball ausgetragen werden.<br />

Im Dezember trafen sich die Sportler in der Halle der Oberschule<br />

Rockwinkel zum Wettkampf.<br />

Bei den Herren setzte sich Jörn Thranitz in der Finalrunde deutlich<br />

durch. Bei den jungen Damen in der Klasse U17 fiel die Entscheidung<br />

sehr knapp aus. Mit einem Punkt Vorsprung holte sich<br />

Valeria Reinhold als Titelverteidigerin die Vereinsmeisterschaft vor<br />

ihrer Mannschaftspartnerin Marlene Überück. In der Klasse U13<br />

lag Mia Marie Gambietz vorn.<br />

Vereinsvorsitzender Thomas Weßel zeigte sich sehr erfreut über<br />

die Fortschritte, die seine jungen Mädchen im letzten Jahr gemacht<br />

haben. Die Radballerinnen des RV Schorf-Oberneuland sind die<br />

einzigen weiblichen Sportlerinnen in dieser Radsportdisziplin in<br />

Norddeutschland. Text und Foto: Wilfried Gerken<br />

Spendenaktion: Charity Marmelade vom Bremer Hof Kaemena<br />

BREMER LADIES‘ CIRCLE 101<br />

MIT ERDBEERMARMELADE<br />

IN BREMEN UNTERWEGS<br />

Oben v.l.: Mark Weßel, Stephan Kupke, Kai von Dölln, Jörn Thranitz,<br />

Thomas Weßel; Mitte: Frieda Farwick, Jana Kiritschenko;<br />

Unten: Mia Marie Gambietz, Thea Kupke, Lotte Rose Lohmann,<br />

Marlene Überück und Valeria Reinhold.<br />

Dr. Just OHG<br />

Apotheker Dr. Hans-Dieter Just<br />

Apothekerin Daniela Just<br />

Ihr Ansprechpartner für Ihre Gesundheit:<br />

wochentags durchgehend von 8:30 bis 19 Uhr,<br />

samstags von 8:30 bis 14 Uhr<br />

Wilhelm-Röntgen-Straße 4 im Rewe-Markt<br />

28357 Bremen-Horn<br />

Tel.: (0421) 20 54 44 · Fax (0421) 205 44 55<br />

www.apomarkus.de<br />

Anfang des neuen Jahres ist für den Ladies‘ Circle 101<br />

Bremen Zeit, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.<br />

Was haben die Ladies in diesem Jahr geschafft, wo konnten sie<br />

helfen, was können sie noch schaffen? Nachdem sich nach dem<br />

Ämterwechsel im April alles zurecht geruckelt hatte, wurde es<br />

auch in diesem Sommer beerig in Bremen!<br />

Bereits zum dritten Mal waren die Bremer Ladies mit Erdbeermarmelade<br />

in Bremen unterwegs – im ersten Jahr mit<br />

leckerer Marmelade für Familie und Freunde, seit dem zweiten<br />

Jahr mit Charity Marmelade vom Bremer Hof Kaemena. Eine<br />

fruchtige Kooperation mit Hajo und Bea Kaemena haben sie<br />

auf die Beine gestellt! In diesem Jahr haben die Ladies sich dazu<br />

entschlossen, die Hälfte des Erlöses an den Ukraine-Konvoi zu<br />

spenden. Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen<br />

dem Ladies‘ Circle Deutschland und Round Table Deutschland.<br />

Per Lkw werden Hilfsgüter in die Ukraine gebracht. Eine tolle,<br />

mutige Aktion, welche die Bremerinnen gerne unterstützen.<br />

Die andere Hälfte des Erlöses aus dem Erdbeerprojekt werden<br />

die Ladies für Projekte mit Bezug zu Bremer Einrichtungen<br />

für Frauen und Kinder, nämlich die Bremer Frauenhäuser und<br />

das Hermann-Hildebrand-Haus, einsetzen. Gerade in der anstehenden<br />

Weihnachtszeit fällt ihnen einiges ein, mit dem sie<br />

den Frauen und Kindern eine Freude machen oder ihnen das<br />

Ankommen erleichtern können.<br />

Doch auch den Kindern in Osteuropa wollen die Ladies in<br />

diesem Jahr wieder eine Freude machen. So haben sie bereits<br />

Ende September mit den Bremer Tangents auf dem Borgfelder<br />

Flohmarkt Spenden für den Weihnachtspäckchen-Konvoi gesammelt.<br />

Anfang November werden die Spenden gemeinsam<br />

mit den Tangents in liebevolle Päckchen verpackt. Dabei werden<br />

auch Hajo und Bea Kaemena unterstützen! Side-by-side<br />

macht eben Spaß!<br />

Auch mit den Männern der zwei Bremer Round Table und<br />

dem Old Table haben die Frauen diesen Sommer gesellige<br />

Stunden verbracht. In Bremen ist halt immer was los!<br />

Text und Foto: Sonja Welzel<br />

64 OBERNEULAND


SINGKREIS VON‘N HEIMATVEREEN<br />

OBERNEELAND E.V.<br />

„VORWEIHNACHTLICHE STUNDE“<br />

Endlich konnte wieder ein Konzert des Singkreis stattfinden! Die Freude war<br />

groß, denn das letzte Konzert war bereits im Dezember 2019.<br />

Inzwischen hat der Singkreis einen neuen Chorleiter – Jannes Waterstrat –<br />

der mit intensiven Proben seit dem Herbst das Weihnachtskonzert vorbereitete.<br />

Barbara Matzick, langjähriges Chormitglied, übernahm die Funktion der Abteilungsleiterin<br />

des Singkreis und löste damit Gertrud Stadtlander ab, die dieses<br />

verantwortungsvolle Amt seit nunmehr 21 Jahren ausübte. Dafür gab es vom<br />

Verein ein ganz großes Dankeschön.<br />

Barbara Matzick begrüßte die Gäste und führte durch das Programm. Es erklangen<br />

Lieder nicht nur vom Chor gesungen, sondern das Publikum war gesanglich<br />

besonders eingebunden. Gastredner Dr. Reinhard Goltz, Vorstand des<br />

Instituts für niederdeutsche Sprache, trug plattdeutsche Geschichten norddeutscher<br />

Autoren vor. Gastsänger Klaus Kortland war mit dem Solo Die Könige von<br />

Peter Cornelius zu hören. Als Duo mit Barbara Matzick erklang „Ich steh an<br />

deiner Krippen hier“. Jannes Waterstrat spielte auf dem Keyboard die Arie aus<br />

den Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach BWV 988 und in einer<br />

eigenen Interpretation das Menuett in G-Dur von J.S. Bach BWV Anh. 114.<br />

Alles in allem verlebten die Besucher einen sehr abwechslungsreichen musikalischen<br />

Nachmittag in dem besonderen Ambiente auf der Diele des Klatte-<br />

Hoff. Dafür gab es sehr viel Beifall. Alle guten Wünsche für das Jahr 2<strong>02</strong>3 gingen<br />

an das Publikum – „Bleiben Sie gesund!“<br />

„Und dann auf ein Wiedersehen am 16. April 2<strong>02</strong>3 zu unserem Frühlingssingen<br />

an dieser Stelle“, schloss Barbara Matzick diesen schönen Nachmittag.<br />

Text: MG, Foto: Egon Wellbrock<br />

Bewegungs-Therapie<br />

für Long-/Post-Covid-Patienten im BHC<br />

Die Symptomatik von Long- und Post-Covid ist für Patienten<br />

bekannterweise sehr uneinheitlich und vielseitig. Bei den meisten<br />

Betroffenen stehen aber Herz-Kreislauf- und Lungen-Symptome –<br />

manchmal von Fatigue begleitet – im Vordergrund. Der Bremer<br />

Hockey-Club bietet hier allen Betroffenen ab Mitte Januar 2<strong>02</strong>3 am<br />

Donnerstagvormittag um 11 Uhr im Anschluss an die Stay Fit-<br />

Gruppe eine Bewegungs-Therapie für Long-/Post-Covid-Patienten an. Die Betreuung erfolgt durch<br />

den erfahrenen Internisten und Sportmediziner Dr. Horst Elbrecht und der Übungsleiterin im<br />

Herz- und Lungensport Ute Dreimann mit bereits erprobten medizinischen verlaufsdiagnostischen<br />

Maßnahmen wie der Messung von Puls, Blutdruck, O 2 -Sättigung sowie Belastungstests,<br />

EKG, Atemtests und krankheitsbezogenen Informationsspots.<br />

Offener Kurs: Geplant ist ein offener Kurs, für den man sich jeweils für 10 Stunden festlegt,<br />

aber beliebig verlängern kann. Offen heißt zudem, dass permanent jemand zusteigen kann.<br />

Zeit: Donnerstag 11 – 12 Uhr, Kosten: 150 Euro / Zehnerblock<br />

Anmeldung: info@bremerhockeyclub.de oder telefonisch unter 0421-230800<br />

OBERNEULAND 65


OBERNEULAND SPORT<br />

»<br />

»<br />

Chef-Trainer und<br />

sportlicher Leiter<br />

der Hockeysparte:<br />

Florian Keller<br />

Spross aus Hockeydynastie<br />

Florian Keller wurde am 3. Oktober<br />

1981 in Berlin geboren und ist damit „ein<br />

sogenanntes Vorwendekind“, wie er<br />

lachend sagt. Er wuchs als kleinstes von<br />

vier Geschwistern in West-Berlin auf. Von<br />

klein auf wurde er mit zum Hockeyplatz<br />

des Berliner Hockey-Clubs genommen,<br />

sodass er sich an gar keinen konkreten<br />

Beginn des Hockeyspielens erinnern kann.<br />

„Es war unausweichlich“, erzählt er<br />

lachend. Denn Florian Keller kommt aus<br />

DER deutschen Hockey-Familie schlechthin.<br />

Nirgendwo sonst findet sich so eine<br />

beeindruckende Ansammlung von Edelmetall:<br />

Neben Florian Keller können auch<br />

Großvater Erwin, Vater Carsten, Halbbruder<br />

Andreas und Schwester Natascha eine<br />

olympische Medaille vorweisen. Florian<br />

Keller hat ein enges Verhältnis zu seiner Familie.<br />

Und auch wenn er die Berichterstattung<br />

über seine Herkunft manchmal etwas<br />

redundant findet, ist er hauptsächlich extrem<br />

stolz, denn: „Es gibt keine andere Familie<br />

in keiner anderen Sportart, die in 70<br />

Jahren so erfolgreich bei Olympia war!“<br />

Versicherungskaufmann<br />

Schon als Gymnasiast war Kellers erklärtes<br />

Ziel die Teilnahme an Olympia<br />

2000. Er schaffte es auch in die Sportförderung,<br />

wurde jedoch schlussendlich nicht<br />

nominiert. Nach einem schmerzhaften<br />

Schlüsselbeinbruch musste er zunächst mit<br />

dem Leistungssport pausieren. Er absolvierte<br />

eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann<br />

und startete seine berufliche<br />

Karriere als Kundenberater bei der Funk-<br />

Gruppe. Als seine Schwester Natascha 2004<br />

»<br />

»<br />

mit einer Goldmedaille von Olympia<br />

zurückkehrte, leckte er wieder Blut und<br />

startete parallel zum beruflichen Alltag<br />

wieder mit dem Leistungshockey. Nach<br />

zwei Jahren im A-Kader der Nationalmannschaft<br />

erlitt er jedoch 2005 mit<br />

24 Jahren einen Bandscheibenvorfall und<br />

war wieder gezwungen zu pausieren.<br />

„Ich zweifelte damals, ob Job und Natio<br />

parallel vielleicht einfach zu viel sind“,<br />

erinnert er sich an diese harte Zeit.<br />

Olympiasieger<br />

2007 bekam Keller dann vom Bundestrainer<br />

Markus Weise einen Anruf mit der<br />

Nachfrage, ob er noch einmal in der Nationalmannschaft<br />

antreten wolle. Mit seinem<br />

Traum einer Olympiateilnahme vor der<br />

Nase ging er noch einmal all in und stieg<br />

diszipliniert ins Training ein. „Ich wurde<br />

unfassbar toll von meinem damaligen<br />

Arbeitgeber unterstützt, indem ich voll<br />

bezahlt wurde, jedoch zur Hälfte fürs<br />

Training freigestellt wurde“, erinnert er<br />

sich. Das sollte sich auszahlen: 2008<br />

gewann Florian Keller mit der Herren-<br />

Hockey-Nationalmannschaft die olympische<br />

Goldmedaille in Peking.<br />

Golf-Pro<br />

IM PORTRAIT<br />

FLORIAN<br />

KELLER<br />

Der Bremer HC holte Florian Keller zunächst als<br />

Chef-Trainer nach Bremen. Trainer und Club verstanden<br />

sich von Anfang an jedoch so gut, dass<br />

Keller nun schon nach zwei Monaten die sportliche<br />

Leitung der Hockeysparte übernimmt.<br />

Doch wer ist der sympathische Olympiasieger<br />

mit den schmunzelnden Augen?<br />

»<br />

»<br />

Nach weiteren fünf erfolgreichen<br />

Jahren in der Bundesliga<br />

beendete Keller seine aktive<br />

Hockeykarriere und startete im<br />

Golfsport durch. Innerhalb nur<br />

eines Jahres erreichte das sportliche Allroundtalent<br />

ein Handicap von 1. Keller<br />

wurde Golf-Pro und -Trainer. „Doch auf<br />

die Dauer fehlten mir beim Golf die Emotionen<br />

und der Team-Gedanke“, erklärt er.<br />

Trotzdem möchte er die Zeit nicht missen:<br />

„Da man beim Golf ja nur gegen sich selbst<br />

spielt, ist hier die Technik mindestens so<br />

wichtig wie die mentale Stärke. Ich habe<br />

hier vieles gelernt, was sich gut auf den<br />

Hockeysport übertragen lässt.“<br />

DHB-Trainer<br />

Die Kombination der Erfahrungen aus<br />

beiden Sportarten erwies sich als perfekte<br />

Grundlage für seine Hockeytrainer-Karriere.<br />

Nach fünf Jahren Bundesliga-Coaching<br />

trainierte er als DHB-Trainer die weibliche<br />

U18-Auswahl, bevor er Co-Trainer der<br />

Damen-Hockey-Nationalmannschaft und<br />

Olympiastützpunkttrainer in Berlin wurde.<br />

Damit erfüllte sich für ihn ein weiterer<br />

Traum: „Es war toll, nicht nur als Sportler,<br />

sondern auch als Trainer bei Olympia dabei<br />

gewesen zu sein!“<br />

Neu-Bremer<br />

Obwohl Keller als Stützpunkttrainer<br />

zwar Spaß am detaillierten Arbeiten mit<br />

einzelnen Kaderspielern hatte, fehlte ihm<br />

doch wieder das Teamwork. Als Martin<br />

Schultze ihn persönlich kontaktierte und<br />

ihn fragte, ob er nicht Interesse hätte, sein<br />

»Martin hatte gesagt, es sei mega<br />

hier beim BHC. Aber es ist noch so<br />

viel besser! Ich bin superhappy!<br />

Florian Keller<br />

»<br />

Nachfolger zu werden, fühlte er sich sehr<br />

geehrt. „Martin hat hier 17 Jahre sowohl<br />

sportlich als auch infrastrukturell etwas<br />

Tolles aufgebaut, und durch seinen Abgang<br />

66 OBERNEULAND


Oberneuland<br />

MAGAZIN<br />

Offizieller Medienpartner<br />

»<br />

zum DHB war eine Position freigeworden,<br />

die natürlich sehr reizvoll für jeden Trainer<br />

ist“, resümiert der 41-Jährige.<br />

„Martin hatte gesagt, es sei mega hier<br />

beim BHC. Aber es ist noch so viel besser!<br />

Ich bin superhappy!“<br />

Und wie es seine Art ist, ging Keller das<br />

neue Projekt voller Energie an: „Ich war von<br />

Anfang an die ganze Zeit fulltime beim<br />

BHC auf der Anlage und habe überall reingeschaut<br />

und alle Mannschaften und Leute<br />

kennengelernt. Ich wurde überall so herzlich<br />

aufgenommen und fühlte mich von Anfang<br />

an sehr wohl“, schwärmt der Berliner.<br />

„Florian Keller ist hier mit einer Leidenschaft,<br />

Engagement und Analytik dabei, das<br />

hat uns extrem gefreut“, bestätigt auch der<br />

1. Vorstandsvorsitzende Henning Mühl.<br />

Und so kam es, dass Florian Keller beim<br />

BHC bereits nach zwei Monaten befördert<br />

wurde und nun die gesamte sportliche<br />

Leitung für die Hockeysparte im BHC<br />

innehat.<br />

Trainer aus Leidenschaft<br />

„Hockeytrainer ist für mich nicht nur ein<br />

Job“, erklärt der Berliner mit leuchtenden<br />

Augen. „Es macht mir unglaublichen Spaß<br />

und ist meine absolute Leidenschaft. Die<br />

versuche ich weiterzugeben.“ Auf die Frage,<br />

wie er sich als Trainer beschreiben würde,<br />

antwortet Keller: „Ich bin eher der Kumpeltyp,<br />

aber trotzdem respektiert, und setze viel<br />

auf Gespräche und Interaktionen.“ Über die<br />

Jahre sei er ruhiger geworden als Trainer,<br />

aber am Spielfeldrand könne er trotzdem<br />

auch mal lauter werden. „Aber eher um die<br />

Spielerinnen zu puschen, niemals um sie zu<br />

bestrafen“, erklärt er. Das bestätigt auch<br />

Nationalspielerin Lena Frerichs: „Er gibt uns<br />

»<br />

sehr viel Selbstvertrauen und sagt<br />

uns immer, dass wir das können.<br />

Und auch wenn es mal nicht so<br />

läuft, bleibt er trotzdem ruhig.“<br />

Spielphilosophie<br />

Kreativität – Empowerment – Spaß – so<br />

lässt sich die Kellersche Spielphilosophie<br />

zusammenfassen. „Wir wollen als Team<br />

kreativ spielen“, erklärt der Hockeystratege.<br />

„Das erfordert viel Beweglichkeit und<br />

Laufaufwand.“ Sein Grundprinzip: Die<br />

Spielerinnen sollen im Spiel selbst Lösungen<br />

finden, durch eine gute Vorbereitung<br />

ganz genau wissen, was sie wann machen<br />

müssen. „Meine Traumvorstellung wäre es,<br />

»Florian Keller ist hier mit einer<br />

Leidenschaft, Engagement und<br />

Analytik dabei, das hat uns extrem<br />

gefreut. Henning Mühl, 1. Vorstandsvorsitzender<br />

DAS NEUE SPIELSYSTEM<br />

Johanna Mühl, Mannschaftsführerin<br />

der 1. Damen, über das neue Spielsystem<br />

dass ich während eines Spiels gar nichts<br />

weiter sagen muss, weil das Team alleine<br />

funktioniert“, umschreibt Keller sein Ziel.<br />

Gleichzeitig habe man einen großen<br />

Spielanspruch: „Wir wollen viel den Ball<br />

haben und dann was daraus machen, aber<br />

auch attraktiv für die Zuschauer spielen.“<br />

Besonderen Wert legt er darauf, dass die<br />

Basis stimmt: „Das Wichtigste ist, dass die<br />

Mädels Spaß am Hockey haben!“<br />

Obwohl gerade erst in die Bundesliga<br />

aufgestiegen, ist der erfahrene DHB-<br />

Trainer von der Qualität seiner Mannschaft<br />

überzeugt: „Die Qualität des Kaders ist<br />

enorm hoch – höher als bei jedem bisherigen<br />

Aufsteiger in der Liga! Wir sind ein<br />

Team, dass spielerisch mit den Spitzenmannschaften<br />

mithalten kann“, ist er sich<br />

sicher. Text: Anne Günter, Fotos: BHC/Axel Kaste<br />

„Beim Training und der Vorbereitung auf die Spiele bezieht Flo uns als Team<br />

immer mit ein. Dazu schauen wir uns gemeinsam Spielanalysen an und besprechen<br />

unsere Spielidee, die Flo gerne mal anhand vieler Symbole darstellt. Das Training<br />

besteht sowohl aus vielen Spielformen als auch aus gezieltem Techniktraining.<br />

Unser neues Spielsystem setzt auf deutlich mehr Dynamik und Bewegung und weniger auf<br />

einen statischen Aufbau, wie es in der 1. Bundesliga sonst oft vorkommt. Dadurch können<br />

wir unsere Gegner überraschen und auch als Aufsteiger aktiv das Spiel bestimmen.<br />

Wir haben uns mit Flo von Anfang an super verstanden und ihn als offene und lustige Person<br />

kennengelernt. Er ist dem Team gegenüber sehr motivierend und positiv eingestellt. Gleichzeitig<br />

ist er selber sehr engagiert und ambitioniert, weshalb wir uns auf eine erfolgreiche<br />

Zukunft mit ihm freuen.“<br />

»<br />

OBERNEULAND 67


REGION BORGFELD<br />

BESUCHER-HILFE<br />

NEUE SCHILDER GEBEN AUSKUNFT<br />

Drei neue Schilder stellte die Stiftung<br />

NordWest Natur in Kooperation mit<br />

dem Sportfischer-Verein Bremen am<br />

Rand des Naturschutzgebiets<br />

Borgfelder Wümmewiesen auf.<br />

Darauf sind die Wege gekennzeichnet,<br />

die zwischen dem 25. Juni und<br />

dem 31. Oktober als Spazierwege<br />

genutzt werden dürfen. Zudem<br />

weisen die Schilder deutlich auf<br />

ganzjähriges Betretungsverbot des<br />

Naturschutzgebiets hin.<br />

Es sei für viele Menschen, die am Deich<br />

spazieren gehen oder reiten, nicht nachvollziehbar,<br />

dass sie die Naturschutzflächen<br />

nicht betreten dürften, wenn sie an der<br />

Wümme Angler sitzen sehen, erklärte<br />

Rebekka Lemb. Als Grund nannte die Geschäftsführerin<br />

der Stiftung NordWest<br />

Natur die schon vor dem Zweiten Weltkrieg<br />

durch den Sportfischer-Verein<br />

Bremen erworbenen Fischereirechte vom<br />

Hexenberg bis ins Blockland. Nach der<br />

Renaturierung der Wümme „schenkten“ die<br />

Sportfischer der Stiftung NordWest Natur<br />

Gemeinsam stellten Alex Voth, Claus Lumma, Benno<br />

Hettwer, Rebekka Lemb und Björn Callegari die<br />

neuen Schilder am Hollerdeich auf.<br />

Mitte der 1990er Jahre Nord- und Mittelarm<br />

der Wümme, wie Claus Lumma als<br />

Referent für Gewässerschutz Sportfischer-<br />

Verein berichtete. Seitdem stehen diese Bereiche<br />

komplett unter Schutz und werden<br />

von den Anglern nicht mehr genutzt.<br />

68 OBERNEULAND


Drei neue Hinweisschilder installierten Angler und<br />

Naturschützer am Rand des Naturschutzgebiets<br />

Borgfelder Wümmewiesen.<br />

Blick auf den Rundweg am Hollerdeich.<br />

Sie seien seltener zum Angeln im Naturschutzgebiet<br />

als zur Kontrolle, machten die<br />

Angler Alex Voth und Claus Lumma deutlich.<br />

Lange schon ist der Begriff des Umweltschutzes<br />

wichtiger Bestandteil des<br />

Sportfischer-Vereins Bremen. Seit Mitte<br />

der 1990er Jahre gibt es im Vorstand des<br />

Vereins, der Mitglied im BUND Landesverband<br />

Bremen ist, den Posten des Naturschutzwarts.<br />

Aktiv tragen die Angler zum<br />

Erhalt eines guten Gewässerzustandes und<br />

der Randbereiche bei und betreiben ökologischen<br />

Rückbau im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie.<br />

Damit leisten sie einen<br />

wertvollen Beitrag zum Naturschutz. Für<br />

Angler sei es selbstverständlich, achtlos<br />

weggeworfenen Müll von Spaziergängern<br />

aufzusammeln, so Claus Lumma. Umweltfrevel<br />

allerdings bringen sie zur Anzeige.<br />

Ihnen sei aufgefallen, dass durch Hundebesitzer,<br />

die das Naturschutzgebiet betreten,<br />

zunehmend weniger Vögel in diesem<br />

Bereich auftreten. „Zu Coronazeiten<br />

hatten wir hier ganz wilde Zeiten“, berichteten<br />

Voth und Lumma. Mitten im Naturschutzgebiet<br />

wurde damals gegrillt und<br />

laute Musik gehört. Erst durch Erhöhung<br />

des Kontrolldrucks durch die Angler mit<br />

Androhung hoher Strafen änderte sich der<br />

Zustand. Vielen sei nicht klar, dass nach der<br />

bremischen Gebührenordnung ein Feuer<br />

im Naturschutzgebiet bis zu 2.500 Euro<br />

Strafe koste, ebenso wie das Führen eines<br />

Hundes ohne Leine, klärte der Referent für<br />

Gewässerschutz auf. Auch im Landschaftsschutzgebiet<br />

koste das Spazierengehen<br />

mit einem unangeleinten Hund bis zu<br />

1.500 Euro.<br />

Einladung zum Gespräch<br />

Die Stiftung NordWest Natur setzt bei<br />

der Thematik auf das Gespräch und hofft<br />

mithilfe der neuen Hinweisschilder für den<br />

Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten<br />

wie Brachvogel, Kiebitz, Wachtel und<br />

Wachtelkönig sowie Sumpfläusekraut zu<br />

sensibilisieren und aufklären zu können.<br />

Finanziert wurden die drei Schilder, die am<br />

Rundweg am Pumpenhaus am Hollerdeich<br />

sowie gegenüber des „Bartelswegs“ stehen,<br />

von der Senatorin für Klimaschutz,<br />

Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und<br />

Wohnungsbau. Der Druck lag in den<br />

Händen von Claus Lumma, um die Feuerverzinkung<br />

des Gerüsts kümmerte sich<br />

Fischereiaufseher Alexander Fieg.<br />

Text und Fotos: Sabine v.d. Decken<br />

OBERNEULAND 69


2<br />

…super<br />

kuschelig…<br />

4<br />

1<br />

3<br />

SCHöNES FüR DIE KLEINEN<br />

KINDER-<br />

GLüCK<br />

5<br />

5<br />

…zum Spielen<br />

und Liebhaben…<br />

70 OBERNEULAND


Das OBERNEULAND MAGAZIN hat einige Ideen<br />

für ein kuscheliges Kinderglück<br />

zusammengestellt...<br />

1. Zum Reinkuscheln<br />

Von Kopf bis Fuß gemütlich gewärmt geht es mit<br />

dem plüschig-weichen Einteiler aus cremefarbenem<br />

Teddy Fleece nach draußen. Die große<br />

Kapuze ist mit weichem und farblich passendem<br />

Jersey-Futter ausgestattet. Zwei parallel verlaufende<br />

Druckknopfreihen vorn bis zu den Füßchen<br />

helfen unterwegs beim Umziehen oder Wickeln.<br />

Klappbündchen an den Ärmeln dienen bei Bedarf<br />

als Handschuhe. Zum Reinkuscheln!<br />

Gesehen bei CoAllù Kids Fashion and more, Oberneulander<br />

Heerstr. 30, 28355 Bremen, Telefon: 0421 20539988<br />

2. Filzpantoffeln<br />

Diese supercoolen Hausschuhe von Tom Joule<br />

sind ein echtes Highlight. Sie sind kuschelig<br />

weich, und damit die Kleinen nicht ausrutschen,<br />

ist die Sohle mit einer rutschfesten Struktur<br />

bedruckt.<br />

Gesehen bei CoAllù Kids Fashion and more, Oberneulander<br />

Heerstr. 30, 28355 Bremen, Telefon: 0421 20539988<br />

3. Zum Kuscheln<br />

Diese einzigartigen Kuscheltierkissen von Flosinn<br />

sind Plüschtier und Kissen in einem: Geöffnet<br />

sind sie als Kopfkissen oder als kleine Decke zu<br />

verwenden. Wenn es mit den Bändern unter dem<br />

Bauch zusammengebunden wird, erhält es einen<br />

prallen Körper und wird zum Stofftier.<br />

Gesehen bei CoAllù Kids Fashion and more, Oberneulander<br />

Heerstr. 30, 28355 Bremen, Telefon: 0421 20539988<br />

4. Zum Träumen<br />

Das Kuschelkissen CLOUD von pad sollte in<br />

keinem Kinderzimmer fehlen. Die niedliche Wolke<br />

besteht aus robustem Polyester und ist die<br />

perfekte Unterlage für schöne Träumereien.<br />

Gesehen bei Ziegeler Living Home, Am Hang 2,<br />

27711 Osterholz-Scharmbeck, Telefon: 04791 96620<br />

Text und Fotos: Hersteller/MM<br />

5. Kinder-Wonderland<br />

Kinder lieben es, sich in fantasievolle Welten zu träumen<br />

und dabei immer in Begleitung ihrer liebsten<br />

Puppen oder Stofftiere zu sein. Die dänische<br />

Designmarke Maileg hat es sich daher zur Aufgabe<br />

gemacht, die Herzen der kleinen und größeren<br />

Kinder höherschlagen zu lassen. Seither begeistern<br />

die niedlichen, mit Liebe zum Detail hergestellten<br />

kleinen Puppen, Mäuse, Hasen und viele weitere<br />

Stofftiere von Maileg Klein und Groß und sind aus<br />

den Herzen nicht mehr wegzudenken.<br />

Gesehen bei Ziegeler Living Home, Am Hang 2,<br />

27711 Osterholz-Scharmbeck, Telefon: 04791 96620<br />

OBERNEULAND 71


VIVA MAGENTA IST DIE NEUE TRENDFARBE 2<strong>02</strong>3<br />

Pulsierend,<br />

überschwänglich, elektrisierend<br />

Viva Viva Magenta ist durchsetzungsstark,<br />

aber nicht dominant. Foto: Pantone-Institut<br />

72 OBERNEULAND


Das trendsetzende amerikanische Pantone-<br />

Institut hat gewählt: Viva Magenta heißt<br />

die neue Farbe des Jahres – vibrierend vor<br />

Elan, Esprit und Kraft. Die 2<strong>02</strong>3er Trendfarbe<br />

sei ein neues, lebhaftes Rot, das in<br />

purer Freude schwelge und zum Experimentieren<br />

ermutige, so die Farbexperten aus<br />

New Jersey. Wir haben uns die diesjährige<br />

Entscheidung zusammen mit einem Experten<br />

genauer angesehen und die schönsten<br />

Stücke in der temperamentvollen neuen<br />

Trendfarbe ausgewählt. Lassen Sie sich<br />

inspirieren!<br />

Einmal mehr schöpfen die US-Farbexperten, deren<br />

Entscheidung weltweit Wohn- und Lifestyletrends<br />

mitprägt, aus der Natur. Und wie in jedem Jahr<br />

kleiden die Experten ihre Wahl in farbig schillernde<br />

Worte. „Pantone 18-1750 Viva Magenta ist im Ursprünglichen<br />

verwurzelt und bringt uns wieder mit der<br />

ursprünglichen Materie in Verbindung“, wird die<br />

Pantone-Direktorin Leatrice Eiseman zitiert. „Viva<br />

Magenta beschwört die Kräfte der Natur herauf und<br />

belebt unseren Geist, indem es uns hilft, unsere innere<br />

Die Farbe hat eine intensive<br />

Kraft, die sich gezielt ein<br />

setzen lässt – als dramatisches<br />

Statement, aber auch als<br />

nuancierter Effekt.<br />

Stärke zu entwickeln.“ Es handele sich um einen<br />

„unkonventionellen Farbton für eine unkonventionelle<br />

Zeit“, heißt es im Institut.<br />

Ein unübersehbares Signal der Stärke aus der Familie<br />

der Rottöne. Pulsierend, überschwänglich, elektrisierend<br />

– all diese Eigenschaften werden mit Viva Magenta


Starker Akzent in der Wohnlandschaft:<br />

Ein Sofa in Viva Magenta. Foto: Brühl<br />

Pink-rote Akzente! Foto: Frohstoff Ein Hoch auf Viva Magenta! Foto: Villeroy & Boch Viva Magenta hat eine intensive Kraft. Foto: Villeroy & Boch<br />

5 Fragen an<br />

ROBIN SCHEWE, Geschäftsführer von casa di mobili in Worpswede<br />

Herr Schewe, die neue Trendfarbe Viva Magenta<br />

18-1750 vibriert laut Pantone-Institut vor<br />

Elan und Kraft. In welchen Räumen sollten wir<br />

sie deshalb verstärkt einziehen lassen?<br />

Robin Schewe: Elan und Kraft können in sämtlichen<br />

Wohnbereichen eingesetzt werden – mit<br />

Ausnahme des Schlafbereichs. Denn dort dominieren<br />

weiter eher die Mood-Töne. Im Wohnbereich<br />

darf hingegen gerne wild kombiniert werden,<br />

wie beispielsweise die Sitzlandschaft im lebhafttemperamentvollen<br />

Magenta mit dem strahlend<br />

blau gemusterten Sessel. Im Außenbereich sind<br />

es die Sonnenschirme oder Dekokissen, die im<br />

Farbfächer der neuen Trendfarbe bespielt werden<br />

dürfen.<br />

Mit welchen anderen Farben und Materialien<br />

harmoniert der Trendton des Jahres 2<strong>02</strong>3?<br />

Die Kombinationsmöglichkeiten mit Viva Magenta<br />

sind unendlich. Angefangen bei einem intensiven<br />

Rot über die Pflaumentöne bis hin zu einem kräftigen<br />

Marineblau – alles kann, nichts muss. Auch<br />

Materialien dürfen nach Lust und Laune kombiniert<br />

werden. Der Materialmix hat bereits seit<br />

geraumer Zeit seine Daseinsberechtigung.<br />

Und für welche Farb- und Materialkombinationen<br />

braucht es Mut?<br />

Man benötigt im Allgemeinen viel Mut, das<br />

Interior den Trendfarben anzupassen – da sich die<br />

Unser Trend-Experte<br />

Robin Schewe<br />

Geschäftsführer von casa di mobili<br />

in Worpswede<br />

Raumgestaltung ja ständig wandelt. Erfahrungsgemäß<br />

werden so eher die Wohnaccessoires<br />

einem neuen Trend angepasst.<br />

Im vergangenen Jahr waren die klassischdezenten<br />

Kombinationen von Holz- und Beigetönen<br />

Trend. Leitet Viva Magenta mit ihrer intensiven<br />

Strahlkraft nun einen Trend zu wieder<br />

mehr Farbe in unserem Interieur ein?<br />

Gerade aus dem Hause Pantone gab es in den<br />

letzten Jahren immer wieder kräftige Farbtrends.<br />

Diese wurden und werden auch weiterhin mit<br />

sanften Farben aus der Natur kombiniert.<br />

Welches Möbelstück oder welches Accessoires<br />

gefällt Ihnen persönlich im neuen Trendton<br />

besonders gut?<br />

Ein kräftig angezogenes Sofa in Viva Magenta<br />

setzt in der Wohnlandschaft einen starken Akzent.<br />

Wie oben beschrieben, wird sich der neue Trend-<br />

Farbton eher im Textilbereich wiederfinden.<br />

74 OBERNEULAND


verbunden. Eine Farbe, die im Wohnbereich starke<br />

Akzente setzen kann und die dabei zugleich auf unsere<br />

Sinne wirkt. Ein sinnlich wirkender Designton, wenn<br />

man so will. Die Farbe hat eine intensive Kraft, die sich<br />

gezielt einsetzen lässt – als dramatisches Statement, aber<br />

auch als nuancierter Effekt. Als Wandfarbe oder in der<br />

Couch- und Sitzlandschaft, aber eben auch im Rahmen<br />

eines Wandelements, als Blumen- und Vasen-Dekoration<br />

oder als Lichtelement, beispielsweise in Form einer<br />

Leuchte aus farbigem Muranoglas.<br />

Die Farbe des Jahres bringt dabei immer ein<br />

Wechselspiel von Wärme und Coolness mit, das ihr<br />

innewohnt und jene dramatische Spannung verleiht, in<br />

der sich unsere zwischen physischen und digitalen<br />

Elementen pendelnde Welt widerspiegelt. Dabei ist<br />

Viva Magenta durchsetzungsstark, aber eben nicht<br />

dominant; die Farbe wirkt dynamisch, aber nicht aufdringlich.<br />

Sie sei „wie eine Faust im Samthandschuh“,<br />

so beschreiben es die Farbexperten. „Die diesjährige<br />

Farbe des Jahres ist kraftvoll und ermächtigend.“<br />

Viva Magenta:<br />

Ein farbiges Statement also,<br />

wie geschaffen für Designer<br />

und (Raum-)Gestalter.<br />

Ein farbiges Statement also, wie geschaffen für Designer<br />

und (Raum-)Gestalter. Bei der Auswahl der aktuellen<br />

Farbe des Jahres stellten die Pantone-Experten eine gesteigerte<br />

Wertschätzung und ein größeres Bewusstsein<br />

für die Natur fest. Ein gesellschaftlicher Trend, der sich<br />

in etlichen Lifestyle-Trends wiederfindet. Etwa im<br />

Wohnbereich, wo wir uns wieder verstärkt mit lebenden<br />

Dingen umgeben, in unterschiedlicher Form wieder viel<br />

mehr Pflanzen integrieren – das gilt für Innen- wie<br />

Außenbereiche. Nachhaltigkeit zählt, Achtsamkeit und<br />

Wertschätzung ebenfalls. Das greifen wir in unseren<br />

Raumgestaltungen auf. Die Farbe des Jahres nimmt diese<br />

Trends auf und verstärkt sie durch ihre naturverbunden-akzentuierte<br />

Präsenz, durch ihre optimistischdynamische<br />

Kraft. Die Faust im Samthandschuh, sie<br />

kann zugreifen, aber auch die Seele streicheln.<br />

Das liegt an der durch und durch authentischen<br />

Kraft des Ursprünglichen, die in diesem Ton so deutlich<br />

zu spüren ist. Der biologische Ursprung von Viva<br />

Magenta geht auf die Cochenille-Laus zurück. Dieses<br />

Insekt produziert den Karminfarbstoff, einen der wertvollsten,<br />

stärksten und leuchtendsten natürlichen Farbstoffe.<br />

So bringt Viva Magenta die ursprüngliche Kraft<br />

der Natur wie einen sinnlichen Kontrapunkt in unsere<br />

digitalisierte Welt – und verbindet sich zugleich mit ihr,<br />

denn Viva Magenta wirkt auch integrativ. Sie konfrontiert<br />

nicht, sondern führt zusammen – durch die Kraft<br />

ihrer Wärme. Rottöne geben uns Kraft, sie feiern das<br />

Leben, sie wirken inspirierend. Viva Magenta lässt uns<br />

all dies spüren, wirkt dabei eigenständig und individuell<br />

und bringt buchstäblich einen neuen, lebendigen Ton in<br />

unseren Alltag. Text: Claudia Kuzaj<br />

OBERNEULAND 75


IMMOBILIEN + WOHNEN<br />

ENERGIE SPAREN: MODERNE WANDLÜFTER<br />

FRISCHE LUFT K<strong>OM</strong>MT<br />

REIN, DIE KäLTE<br />

BLEIBT DRAUSSEN<br />

Der kompakte Wandlüfter mit seinem dezenten Design<br />

macht sich an der Wand fast unsichtbar.<br />

Foto: djd/SIEGENIA-AUBI/stock.adobe.com - Photographee.eu<br />

Je kälter es draußen wird, desto<br />

mehr Zeit verbringen die Menschen<br />

in geschlossenen und<br />

geheizten Räumen. Umso<br />

wichtiger ist es dann, durch<br />

kontrolliertes Lüften dauerhaft<br />

für eine hohe Luftqualität zu<br />

sorgen. Wer gesunde Frischluft<br />

ins Haus holen möchte,<br />

ohne mit der Heizwärme auch<br />

das eigene Geld zum Fenster<br />

hinauszubefördern, sollte auf<br />

moderne Lüftungstechnik setzen.<br />

Moderne, energieeffiziente<br />

Wandlüfter sind<br />

im Winter Garanten<br />

für niedrige<br />

Heizkosten.<br />

Foto: djd/SIEGENIA-AUBI<br />

Zeitgemäße Wandlüfter beispielsweise<br />

sorgen für eine<br />

angenehme Luftzufuhr und<br />

eine wohltuende Luftfeuchtigkeit<br />

– bedarfsgerecht ganz<br />

von allein oder individuell<br />

per App gesteuert.<br />

Kompakte Wandlüfter für<br />

den nachträglichen Einbau<br />

Wandlüfter nutzen die Wärme der verbrauchten Abluft,<br />

um die einströmende Luft bei kalten Außentemperaturen<br />

vorzuwärmen. So bleibt der Sauerstoffgehalt<br />

hoch und es wird keine Energie verschwendet. Moderne<br />

Wandlüfter mit ihrer Mischung aus sparsamer Betriebs-<br />

76 OBERNEULAND


weise und hoher Wärmerückgewinnung sind sehr energieeffizient<br />

- und eignen sich auch für den nachträglichen Einbau.<br />

Über kompakte Abmessungen und eine Blende mit<br />

zeitlosem Design bieten einige Hersteller an. Die Montage<br />

ist ohne großen Aufwand möglich, denn auf die Verlegung<br />

von Kabeln zwischen den einzelnen Lüftern kann verzichtet<br />

werden. Mit einer integrierten Wärmerückgewinnung von<br />

bis zu 90 Prozent sorgt der Wandlüfter dafür, dass wertvolle<br />

Heizwärme im Raum bleibt. So macht sich die Investition<br />

bei steigenden Energiekosten schnell bezahlt.<br />

Intelligente Vernetzung, smarte Steuerung<br />

und bedarfsgerechte Varianten<br />

Mit einem serienmäßig integrierten WLAN-Modul lässt<br />

sich der kompakte Wandlüfter bequem über die dazugehörige<br />

App per Smartphone steuern und von unterwegs<br />

überwachen.<br />

Dazu kommen diverse Zusatzfunktionen wie die LED-<br />

Statusanzeige, eine Filterwechselanzeige und eine stufenlose<br />

Steuerung der Lüftungsintensität. Der Systemaufbau in<br />

mehreren Varianten erlaubt die flexible Anpassung der<br />

kontrollierten Lüftung an die jeweiligen Anforderungen.<br />

Eine Option des Wandlüfters gewährleistet beispielsweise<br />

über seinen Temperatur- und Feuchtigkeitsfühler die bedarfsgerechte<br />

Lüftung im Badezimmer und sorgt so dafür,<br />

dass Feuchtigkeit und Schimmel keine Chance haben.<br />

www.siegenia.com<br />

Kontrolliertes<br />

Lüften sorgt auch<br />

im Homeoffice<br />

dauerhaft für eine<br />

angenehme Luftqualität.<br />

Foto: djd/SIEGENIA-AUBI


IMMOBILIEN + WOHNEN<br />

Metalldachprofile<br />

für Dächer mit<br />

geringer Neigung<br />

Betondachsteine? Ziegel?<br />

Oder doch lieber Schiefer? Ausschlaggebend für die richtige<br />

Dacheindeckung ist nicht allein der persönliche Geschmack.<br />

Auch örtliche Bauvorschriften und die Dachneigung müssen<br />

berücksichtigt werden.<br />

Insbesondere Nebengebäude, Schuppen und Garagen, die in der<br />

Regel eine Dachneigung von unter 20 Grad haben, brauchen<br />

eine passende „Bedeckung“. Moderne Metalldachprofile dürfen<br />

schon ab einer Neigung von sieben Grad verlegt werden. Mit<br />

einer maximalen Länge von sieben Metern reichen sie i. d. R. in<br />

einem Stück von First bis Traufe. Dank ihres geringen Gewichts<br />

eignen sie sich zudem für die Sanierung sowie den Ausbau des<br />

Dachgeschosses.<br />

www.luxmetall.de<br />

Foto: epr/Luxmetall<br />

Bestandsgebäude clever erweitern<br />

Die Familie wächst, das Haus wird zu klein. Anbauen heißt da<br />

die Devise! Wie gut ein altes Haus aus Mauerwerk und ein<br />

neuer Pavillon aus Beton zusammenpassen, zeigt sich am<br />

Beispiel dieser Villa (siehe Foto).<br />

Das Gebäude aus den 30er-Jahren wurde saniert und um einen<br />

nahezu stützenlosen Stahlbetonbau ergänzt, der sich als<br />

eigenständiger Baukubus<br />

an die Rückseite des Altbaus<br />

anschließt und zum<br />

Garten hin öffnet. Der<br />

Quader umfasst mit 90<br />

Quadratmetern fast genauso<br />

viel Wohnfläche<br />

wie die dreigeschossige<br />

Villa, bietet dabei aber<br />

Foto: epr/Bonauer Bölling Partnerschaft von Architekten mbB<br />

alle Vorzüge moderner<br />

Architektur. Beispielsweise<br />

einen großzügigen Innenraum mit vollflächiger Glasfassade<br />

oder homogene Wandflächen und Decken aus Sichtbeton. Das<br />

sieht nicht nur toll aus, sondern bildet auch einen interessanten<br />

Kontrast zum Bestandsgebäude.<br />

www.beton.org<br />

Wohlfühlatmosphäre UND Strom sparen<br />

> Ohne Kabel, sauber installiert<br />

- 5 Jahre Garantie und Batteriehaltbarkeit<br />

> Einfach und komfortabel zu bedienen<br />

Rahmann e.K.<br />

Meisterbetrieb & Ingenieurbüro in 3. Generation<br />

Schwachhauser Heerstr. 1 · 28203 Bremen<br />

Wir beraten Sie gern! Kontaktieren Sie uns!<br />

Vertrauliche Beratung & Montage inhabergeführt unter:<br />

Telefon 04 21 - 7 18 41, E-mail: info@rahmann-hb.de<br />

www.rahmann-bremen.de<br />

Licht schafft Atmosphäre und beeinflusst<br />

die Stimmung. Besonders einfach lässt<br />

sich die gewünschte Lichtstimmung<br />

mithilfe von Dimmern erzeugen.<br />

Wichtig ist dabei, dass der Dimmer mit<br />

den verwendeten Leuchtmitteln kompatibel<br />

ist.<br />

Auch das Schalten und Dimmen von<br />

modernen LED- und Energiesparlampen<br />

funktioniert dann reibungslos und ohne<br />

unsteten Dimmverlauf. Kuschelig und<br />

gemütlich, strahlend hell oder als leuchtender<br />

Akzent im Raum – mit den richtigen<br />

Drehdimmern schafft man immer<br />

die passende Lichtstimmung zu Hause.<br />

www.jung.de<br />

Foto: epr/Jung.de<br />

78 OBERNEULAND


Barrieren aufheben<br />

durch innovative<br />

Technik<br />

Foto: epr/Winkhaus<br />

Besonders ältere und in ihrer<br />

Bewegungsfreiheit eingeschränkte<br />

Menschen wissen<br />

die Vorteile barrierefreien<br />

Wohnens zu schätzen.<br />

Um im Alltag maximalen Komfort<br />

gewährleisten zu können,<br />

ist innovative Technik gefragt – bspw. wenn es um das entspannte<br />

Handling von Fenstern und Fenstertüren geht. Hier kommen<br />

Fensterprofis mit seinen Beschlagsystemen ins Spiel, die hohen<br />

Bedienkomfort und Einbruchschutz bis RC2 bieten. Der mit<br />

barrierearmen Türschwellen kombinierbare Flügelheber etwa bewirkt,<br />

dass die großen, schweren Flügel von Fenstertüren ohne<br />

Kraftaufwand einschweben, während die dazu passenden<br />

Comfort Beschläge eine Parallelabstellung des Fensterflügels<br />

um bis zu 6 mm ermöglichen. Das erlaubt eine dauerhafte<br />

Frischluftzufuhr – ohne ungebetenen Gästen Zutritt zu gewähren.<br />

www.winkhaus.de<br />

Terrassenüberdachungen in<br />

individuellen Wunschformen<br />

Häufig steht beim Neubau die Gestaltung der<br />

Terrasse nicht unbedingt an erster Stelle der<br />

Prioritätenliste. Gerade bei der Terrassenüberdachung<br />

macht es aber Sinn, diese von<br />

Beginn an mit zu planen, damit sie sich<br />

Foto: epr/fledmex.com optimal an das äußere Erscheinungsbild des<br />

Hauses anpasst.<br />

Hersteller von Lamellendächern bieten Lösungen an, die<br />

bereits bei der Gebäudeplanung flexibel in eine vorhandene,<br />

bauseits erstellte Konstruktion einbauen lassen.<br />

Diese innovative Terrassenüberdachung bietet zuverlässigen<br />

Schutz vor Sonne, Regen, Wind und Schnee und sorgt dank<br />

stufenlos verstellbarer Lamellen für gute Lichtverhältnisse.<br />

Egal ob klassisch quadratisch, in Fächer- oder Trapezform<br />

oder über Eck – das individuelle Traum-Terrassendach passt<br />

stets wie angegossen.<br />

www.fledmex.com<br />

Moderne Entwässerungssysteme<br />

schützen vor nassen Füßen<br />

Von gepflasterten Flächen muss Regenwasser rasch abfließen –<br />

andernfalls drohen Schäden am Unterbau sowie an der Immobilie<br />

selbst. Die einfachste und umweltfreundlichste Lösung ist<br />

eine effektive Oberflächenentwässerung, welche das Wasser zur<br />

Versickerung in benachbarte Vegetationsflächen ableitet.<br />

Moderne Konzepte bieten hohe Effizienz, statische Belastbarkeit,<br />

ansprechende Designs sowie unterschiedliche Materialien<br />

und Farben. Einige Hersteller bieten Rinnensysteme, die von der<br />

Produktion über den Einbau bis hin zum Recycling<br />

mit purer Nachhaltigkeit punkten, über<br />

hochwertige Abdeckungsprogramme bis hin<br />

zu den facettenreichen Beschichtungen:<br />

Entwässerung und Umweltschutz gehen bei<br />

z.B. bei BIRCO Hand in Hand und es gibt viele<br />

individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.<br />

Foto: epr/BIRCO<br />

www.birco.de<br />

OBERNEULAND 79


IMMOBILIEN + WOHNEN<br />

Benjamin Klein (Mitte) mit den Mitarbeitern Jonas Krebs (links)<br />

und Alexander Wieting (rechts).<br />

L. & S. Howald · Dachdeckermeister GmbH & Co. KG<br />

Rockwinkeler Landstr. 81 · 28355 Bremen<br />

Tel. 0421 25 08 16 · Fax 0421 25 06 35 · info@howald.de<br />

www.howald.de<br />

Garagentore und Antriebe<br />

Zäune · Treppen · Geländer<br />

Balkone · Fenstergitter<br />

UVV Überprüfungen<br />

Reparaturen · Schweißarbeiten<br />

DAS TEAM DER BREMISCHE VOLKSBANK IMMOBILIEN<br />

WEISS, WORAUF ES BEIM IMMOBILIENVERKAUF<br />

ANK<strong>OM</strong>MT<br />

Mit Qualität, Sorgfalt und ganz viel<br />

Service zum Ziel<br />

„Engagement zahlt sich aus“, weiß Benjamin Klein. Natürlich<br />

nicht allein. Der Geschäftsführer der Bremische Volksbank<br />

Immobilien mit Sitz in der Oberneulander Heerstraße 25 und<br />

sein Team kennen den Immobilienmarkt in der Region genau<br />

und sind bestens vernetzt. „Wir verfügen über detaillierte<br />

Marktkenntnis und Fachkompetenz. Das sind gerade in der<br />

derzeitigen Situation entscheidende Vorteile für unsere<br />

Kundinnen und Kunden.“ Der Experte ist sich sicher, dass<br />

sich der Verkauf von Eigentumswohnungen, Einfamilien- und<br />

Mehrfamilienhäusern sowie Grundstücken nach wie vor<br />

lohnt. Wichtig sei, ein individuelles Vermarktungskonzept für<br />

die Immobilie bzw. das Grundstück zu entwickeln und die<br />

passenden Interessenten anzusprechen. Dabei profitiert das<br />

Haus unter anderem von der direkten Zusammenarbeit mit<br />

der Bremischen Volksbank.<br />

Seinen Kundinnen und Kunden bietet das Team einen Rundumservice<br />

– von der Marktanalyse und Bewertung, einer<br />

professionellen digitalen und analogen Präsentation der<br />

Immobilie über die Durchführung<br />

von Besichtigungen<br />

und der Bonitätsprüfung<br />

bis hin zur Vorberei-<br />

„Persönliche Nähe und<br />

fachliche Kompetenz<br />

tung der Verträge und der<br />

sind uns wichtig.“<br />

Begleitung zur Beurkundung<br />

beim Notar. „Per-<br />

Benjamin Klein<br />

sönliche Nähe und fachliche<br />

Kompetenz sind<br />

uns wichtig“, betont Klein. „Wir sind ein kleines, sehr engagiertes<br />

Team. Die Wege bei uns sind kurz und wir sind stets<br />

erreichbar. So können wir schnell und flexibel reagieren.“<br />

Diese Stärken kommen auch Kaufinteressenten zugute.<br />

Erfolg sei, wenn am Ende alle Beteiligten das bekommen,<br />

was sie sich wünschen, fasst Klein zusammen. „Es gibt<br />

immer den passenden Deckel und wir finden ihn.“<br />

Mehr erfahren auf: immobremen.de<br />

80 OBERNEULAND


UNIVERSUM® BREMEN<br />

Erfolgreiche Besuchsbilanz<br />

Genau 218.447 Besuche verzeichnete das Universum®<br />

Bremen im Jahr 2<strong>02</strong>2. Ein Blick auf die Herkunft der<br />

Besucher zeigt außerdem, wie wichtig das Science Center<br />

weiterhin als Tourismusmagnet für die Stadt Bremen ist.<br />

So kamen drei Viertel der Gäste von außerhalb Bremens.<br />

„Die vergangenen Jahre haben verdeutlicht, wie wichtig ein<br />

grundlegendes Verständnis von Wissenschaft und Forschung<br />

ist, um unsere Welt zu verstehen und mitzugestalten. Umso<br />

schöner, dass unsere Gäste weiterhin neugierig sind und wir<br />

so viele Menschen dabei begleiten konnten, ihren Wissensdurst<br />

zu stillen“, erklärt Herbert Münder, Geschäftsführer<br />

des Universum® Bremen. Neben der Dauerausstellung mit<br />

den Themenbereichen Technik, Mensch und Natur weckten<br />

Erfolgreiches Jahr für das Universum® Bremen: 218.447 Besuche<br />

verzeichnete das Science Center 2<strong>02</strong>2. Foto: Universum® Bremen<br />

vor allem die Wanderausstellung „Up to Space“ – die bis<br />

Ende April gezeigt wurde und inzwischen im Pariser Luft- und<br />

Raumfahrtmuseum „Musée de l’Air et de l’Espace“ gastiert<br />

– und die aktuelle Sonderausstellung „Wolkenkuckucksheim“<br />

das Interesse der Gäste. Noch bis Anfang September<br />

dieses Jahres lädt die Mitbau-Ausstellung dazu ein, die<br />

eigene Kreativität wachzukitzeln. Mit den verschiedensten<br />

Materialien können die Gäste alleine, zu zweit oder in Teams<br />

nach Herzenslust konstruieren, stapeln, zeichnen, falten und<br />

gestalten.<br />

Auch neue Begleitveranstaltungen wurden in den vergangenen<br />

Monaten ins Leben gerufen, um den Gästen immer<br />

neue Besuchsanlässe zu geben. Zum Beispiel können<br />

Kinder inzwischen viermal im Jahr im Rahmen der Veranstaltungsreihe<br />

„Juhuuu, Besuch!“ Menschen mit spannenden<br />

und ungewöhnlichen Berufen Löcher in den Bauch<br />

fragen. Auch etablierte Angebote wie die tägliche Science<br />

Show, der Talkabend mit Gesprächen über sinnstiftendes<br />

Leben und Arbeiten oder die Lagerfeuer-Gespräche, die Einblicke<br />

in aktuelle Themen der Wissenschaft und Forschung<br />

geben, werden im neuen Jahr fortgeführt.<br />

Mit einem mobilen „Wissenskiosk“ will das Universum®<br />

künftig zudem noch mehr Menschen die Teilhabe an wissenschaftlicher<br />

Bildung und Kultur ermöglichen. Dafür wird der<br />

„Wissenskiosk“ unterschiedliche Orte wie zum Beispiel<br />

Marktplätze, Stadtteilfeste und Schulhöfe ansteuern.<br />

OBERNEULAND 81


REGION ERLEBEN<br />

LIEBLINGSPLÄTZE IN UNSERER REGION: AN DER HAMME<br />

Moor-Magic<br />

mit Kunst & Geschichte<br />

Warum in die Ferne schweifen…<br />

in der Nähe gibt es so viel zu entdecken!<br />

Alles für die kleine Auszeit<br />

zwischendurch, den Kurzurlaub am<br />

Wochenende. Entdecken Sie mit<br />

dem OBERNEULAND MAGAZIN die<br />

Lieblingsplätze in unserer Region!<br />

82 OBERNEULAND


Sagenumwoben und voller Geheimnisse ist<br />

es, das Teufelsmoor. Und obendrein steckt<br />

es voller Kunstwerke! Die Kunst, sie ist<br />

heute ein Thema unserer Wanderung, die<br />

dort beginnt, wo die Kunst zu Hause ist – in<br />

Worpswede, dem Künstlerdorf mit Weltruf.<br />

Vor Worpswedes Rathaus steht die alte Dorfglocke, die erstmals 1699<br />

erwähnt und im Jahr 1982 neu aufgestellt wurde.<br />

Und in Worpswede wiederum beginnt unser<br />

Ausflug, der über eine Strecke von gut zehn<br />

Kilometern führt, nicht auf dem Weyerberg,<br />

sondern: am Rathaus. Es hat die schöne Adresse<br />

Bauernreihe 1. Untergebracht ist die Verwaltung hier<br />

durchaus mit einem gewissen Sinn für ländliche<br />

Romantik, sprich: in einem etwa 200 Jahre alten<br />

Bauernhaus, das praktisch im Kern Worpswedes liegt<br />

und ein eindrucksvolles Reetdach trägt. Bauerngarten<br />

und Bauerndiele sind ein beliebter Hochzeitsschauplatz.<br />

Mitte der 80er Jahre hatte der Gemeinderat den Entschluss<br />

gefasst, das denkmalgeschützte Nicolaus-<br />

Bötjer-Haus durch Sanierung und Umbau zu einem<br />

Rathaus vor dem drohenden Verfall zu retten. Und so<br />

entstand ein Schmuckstück, das Vergangenheit und<br />

Gegenwart verbindet – genau dort, wo das historische<br />

Herz Worpswedes schlägt. Dann der Schock! Durch einen<br />

Blitzeinschlag wurde das historische Bauwerk im<br />

Juni 1997 zerstört. In einer enormen Kraftanstrengung<br />

gelang es den Worpswedern anschließend,<br />

das Rathaus innerhalb von nur zehn<br />

Monaten ohne erkennbare Veränderungen<br />

wieder aufzubauen. Das Schmuckstück war<br />

gerettet! Vor dem Rathaus steht die alte Dorfglocke,<br />

erstmals anno 1699 erwähnt und im<br />

Jahr 1982 neu aufgestellt.<br />

Für uns geht es nun – an der Bötjer schen<br />

Scheune vorbei – weiter in Richtung Bahnhofstraße.<br />

Die Bötjer sche Scheune ist ein weiteres<br />

Kleinod aus der Frühzeit Worpswedes. Auch sie<br />

wurde (in der Regie der Stiftung Worpswede)<br />

mit großem Aufwand vor dem Verfall gerettet.<br />

Heute ist sie ein Veranstaltungszentrum. Dank<br />

Das Rathaus<br />

ist ein<br />

Schmuckstück,<br />

das<br />

Vergangenheit<br />

und<br />

Gegenwart<br />

verbindet.<br />

ihrer ausgezeichneten Akustik werden in der<br />

Bötjer’schen Scheune oft und gern Konzerte gegeben.<br />

Wo Bauernreihe und Bahnhofstraße einander begegnen,<br />

treffen wir nun auf einen Skulpturengarten und<br />

eine Ateliergemeinschaft, sprich: An der Bauernreihe 8b<br />

findet sich die Bildhauergemeinschaft von Gisela Eufe<br />

und Prof. Bernd Altenstein. Altenstein, 1943 in Ostpreußen<br />

geboren, lehrte mehr als 35 Jahre an der<br />

Hochschule für Künste in Bremen. Gemeinsam mit<br />

seinem Kollegen Waldemar Otto, dem Schöpfer des<br />

Neptunbrunnens auf dem Domshof, prägte er hier die<br />

zeitgenössische figürliche Bildhauerei, die „Bremer<br />

Bildhauerschule“. Zu Altensteins Arbeiten, die in<br />

Bremen im öffentlichen Raum zu sehen sind, gehören<br />

die Bronzeplastik „Das Ende“ (Wallanlagen, Höhe<br />

Bischofsnadel, 1978), das Bronze-Ensemble „Vier Jahreszeiten“<br />

am Hollersee im Bürgerpark (1991) sowie<br />

der Brunnen „Unser Planet“ auf dem Domshof (1996).<br />

Die Bildhauerin Gisela Eufe stellt die weibliche<br />

Figur in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Geboren<br />

in Carolinensiel, Ostfriesland, studierte sie ab<br />

1987 in Bremen bei Waldemar Otto und Bernd<br />

Altenstein. Eufe wurde Meisterschülerin Altensteins,<br />

1995 begann ihre Worpsweder Ateliergemeinschaft<br />

mit ihm. Beide haben wiederholt in<br />

der Oberneulander Galerie Mönch ausgestellt.<br />

Aber zurück nach Worpswede. In der Bauernreihe<br />

halten wir uns nun links und folgen<br />

Herzlich willkommen im Naturschutzgebiet<br />

Teufelsmoor und Hammeniederung.<br />

OBERNEULAND 83


REGION ERLEBEN<br />

Auf unserem Weg<br />

nach Neu-Helgoland<br />

kommen wir an der<br />

Worpsweder Mühle<br />

vorbei, die auf das Jahr<br />

1838 zurückgeht.<br />

Um den Namen „Neu-Helgoland“ ranken sich<br />

verschiedene Legenden. In einer von ihnen heißt<br />

es, dass die Hammehütte einst in der winterlich<br />

überfluteten Weite der Hammelandschaft vom<br />

Weyerberg aus an den aus dem Meer aufragenden<br />

Felsen Helgolands erinnert haben soll.<br />

Die Bötjer’sche Scheune ist ein Kleinod<br />

aus der Frühzeit Worpswedes und<br />

heute ein Veranstaltungszentrum.<br />

Die Hammehütte Neu-Helgoland<br />

diente in früheren Zeiten als<br />

Warenumschlagplatz. Heute ist sie<br />

ein weithin bekanntes Ausflugslokal<br />

im Teufelsmoor.<br />

Das Labyrinth am Rastplatz<br />

Bauernreihe hat eine klassische<br />

Kreisform.<br />

Der Weg über die Hammebrücke<br />

führt uns ins Teufelsmoor.<br />

An der Bauernreihe 8b findet<br />

sich die Bildhauergemeinschaft<br />

von Gisela Eufe und Prof. Bernd<br />

Altenstein mit ihrem schönen<br />

Skulpturengarten.<br />

84 OBERNEULAND


dem Walter-Bertelsmann-Weg, bis wir schließlich den<br />

Hammeweg erreichen, wo wir rechts abbiegen. Auf<br />

gehts zur Hammehütte Neu-Helgoland! Sie diente in<br />

früheren Zeiten als Warenumschlagplatz – einer von<br />

mehreren im Netz von Hamme und Wümme – und ist<br />

heute ein weithin bekanntes Ausflugslokal im Teufelsmoor;<br />

ein Lokal, das Fisch und etliche weitere Köstlichkeiten<br />

der norddeutschen Küche mit einem einmalig<br />

norddeutschen Ausblick auf Moor und Wasser verbindet.<br />

Um den Namen „Neu-Helgoland“ ranken sich verschiedene<br />

Legenden. Eine glaubwürdige Variante ist die<br />

Geschichte, dass die Hütte einst in der winterlich überfluteten<br />

Weite der Hammelandschaft vom Weyerberg<br />

aus an den aus dem Meer aufragenden Felsen Helgolands<br />

erinnert haben soll.<br />

Auf unserem Weg nach Neu-Helgoland passieren wir<br />

die Worpsweder Mühle, die auf das Jahr 1838 zurückgeht.<br />

Und noch einmal spüren wir das historische Herz<br />

Worpswedes schlagen. Die erste Mühle war hier anno<br />

1701 errichtet worden. Im 19. Jahrhundert galt sie als so<br />

veraltet, dass man sie abriss und 1838 durch einen Neubau<br />

ersetzte, der mehrmals grundlegend überholt wurde,<br />

so beispielsweise in den Jahren 1936, 1959 und 1995.<br />

Die Mühle gilt heute als ein Wahrzeichen Worpswedes;<br />

sie ist funktionstüchtig, ein Verein kümmert sich um<br />

die Pflege des schönen Bauwerks.<br />

Nachdem wir Neu-Helgoland und die Brücke über<br />

die Hamme passiert haben, bleiben wir auf der rechten<br />

Seite und folgen nun für etwa anderthalb Kilometer<br />

dem Lauf der Hamme. Tief durchatmen, Landschaft<br />

mit allen Sinnen genießen! In die Realität zurück holt<br />

uns eine Metallsperre, die den weiteren Weg an der<br />

Hamme für uns verstellt – sie soll Passanten aus dem<br />

Naturschutzgebiet heraushalten. Also wenden wir uns<br />

nach links – und das macht überhaupt nichts. Denn<br />

auch hier begegnet uns Natur, so weit das Auge reicht!<br />

Die Hamme, sie spielt eine bedeutende Rolle: Zwischen<br />

Osterholz-Scharmbeck und Worpswede entwässert sie<br />

das Teufelsmoor. Bei Ritterhude vereinigt sie sich mit<br />

der Wümme zur Lesum.<br />

Doch zurück auf unseren Rundweg. An einer<br />

T-förmigen Kreuzung biegen wir ein weiteres Mal nach<br />

links ab, aber nicht für lange, denn nach ungefähr<br />

100 Metern geht es nun rechts herum. Wir folgen diesem<br />

Weg, bis wir auf einen etwas breiter gefassten Fahrweg<br />

treffen, wo wir einmal mehr nach rechts abbiegen<br />

und bald einen See passieren, das Breite Wasser. Das<br />

Breite Wasser liegt nun zu unserer rechten Seite, linker<br />

Hand fließt der Fluss Beek. Nach etwa einem Kilometer<br />

kommt eine Gabelung.<br />

Hier halten wir uns weiter rechts, erreichen bald das<br />

„Melkhus zum Brinkhof“, das idyllisch an der Teufelsmoorstraße<br />

4 liegt. In der Sommersaison lässt sich hier<br />

eine köstliche Milchpause im Moor einlegen. Der<br />

Brinkhof übrigens wurde anno 1535 erstmals urkundlich<br />

erwähnt und ist seither durchgängig in Familienbesitz.<br />

Auf der denkmalgeschützten Hofanlage liegt das<br />

Melkhus stimmungsvoll unter historischem Eichenbestand.<br />

Moor-Magic pur!<br />

Nach unserer Milchpause gehts auf der Teufelsmoorstraße<br />

rechts weiter in Richtung Hüttenbusch und Neu<br />

St. Jürgen. Nach etwa einem Kilometer treffen wir auf<br />

Um den<br />

Namen Neu-<br />

Helgoland<br />

ranken<br />

sich verschiedene<br />

Legenden.<br />

den nicht befestigten Müssenweg, der rechts vom Fahrweg<br />

abgeht. Wir überqueren die Hamme, der Weg<br />

ändert seinen Namen, hier heißt er nun Umbeckweg,<br />

wodurch wir uns aber nicht beirren lassen, sondern ihm<br />

einfach weiter folgen – bis eine Kreuzung kommt. Hier<br />

biegen wir nach rechts auf die Straße Weyerdeelen ab.<br />

An der Kreuzung zwischen Rusch und Kattenpad folgen<br />

wir dann der Straße Im Rusch, die uns zur Bahnhofstraße<br />

führt. Und die wiederum bringt uns gut erholt<br />

und moorverzaubert zu unserem Ausgangspunkt<br />

zurück, zur Bauernreihe und dem Rathaus im<br />

historischen Herzen von Worpswede.<br />

Text und Fotos: Claudia Kuzaj<br />

OBERNEULAND 85


REGION ERLEBEN<br />

JULIUS FRANK – EINE JÜDISCHE FOTOGRAFENFAMILIE<br />

ZWISCHEN DEUTSCHLAND UND AMERIKA<br />

Selbstporträt Julius Frank<br />

Die Atelierräume in Lilienthal<br />

Winterabend in den USA<br />

The old chapel: Dieses Bild der Truper Kapelle<br />

wurde in den USA oft prämiert.<br />

Vor fast zwei Jahren beschrieb das<br />

OBERNEULAND MAGAZIN (Nr. 4/2<strong>02</strong>1) die Geschichte<br />

der Familie Frank aus Lilienthal.<br />

Harald Kühn und Peter Richter vom Heimatmuseum<br />

Lilienthal hatten vor 19 Jahren<br />

in ihrem Bestand einen Koffer des<br />

Lehrers Karl Lilienthal aufgearbeitet. Darin<br />

fanden sie Manuskripte und Tagebuchaufzeichnungen<br />

über die bis dahin fast vergessene<br />

Familie Frank, die von 1872 bis in die<br />

1930er Jahre dort ein sehr erfolgreiches<br />

und weithin anerkanntes Fotoatelier betrieb.<br />

Julius Frank, der Gründer des Geschäfts,<br />

starb 1906, sein Sohn Henry übernahm<br />

das Atelier und ließ es unter dem<br />

Namen seines Vaters weiterlaufen. Henry<br />

wurde durch seine Bilder und Publikationen<br />

unter den Berufsfotografen in ganz<br />

Deutschland bekannt. 1931 starb Henry<br />

Frank, sein Sohn Julius (benannt nach seinem<br />

Großvater) war 24 Jahre alt, als er mit<br />

Unterstützung seiner Mutter das Geschäft,<br />

nun bereits ein Traditionsunternehmen,<br />

weiter führte. Ein Jahr später legte er die<br />

Meisterprüfung ab. Den Franks wurden<br />

Prämien für hervorragende Leistungen in<br />

der Photographie zuteil. Eine russische und<br />

eine schwedische Staatsmedaille, fünf<br />

goldene, sechs silberne Medaillen und<br />

zahlreiche Ehrenpreise in Deutschland und<br />

Europa. Alles wäre wohl weiterhin gut<br />

gelaufen, aber: Sie waren Juden. Das machte<br />

sich 1933 ab dem 1. April durch Umsatzeinbußen<br />

bemerkbar. Die Nazis, nunmehr<br />

an der Macht, hatten zu einem Boykott<br />

jüdischer Geschäfte aufgerufen. Zwei Jahre<br />

später verboten die Nürnberger Gesetze<br />

den Kontakt zwischen Juden und sogenannten<br />

Ariern. Nur noch heimlich konnte<br />

sich Julius mit seiner Freundin Hildegard<br />

treffen. Schnell wurde ihm bewusst, dass<br />

dies nicht mehr lange gut gehen konnte. Er<br />

beantragte einen Reisepass und bot das<br />

Atelier mehrmals zum Verkauf an. Im<br />

Februar 1936 erhielt Julius Frank ein Einreisevisum<br />

in die USA, gültig bis Juli. In<br />

der knapp verbliebenen Zeit verkaufte er<br />

das Geschäft im Mai weit unter Wert an<br />

einen Bremer Fotografen.<br />

In den USA konnte Julius Frank, auch<br />

dank der Unterstützung seines Onkels,<br />

schnell Fuß fassen und in Detroit Arbeit in<br />

seinem Metier finden. Seine Mutter und<br />

seine Freundin Hilde (später seine Frau)<br />

folgten ihm in die Emigration. Gleich im<br />

Folgejahr wurden seine Aufnahmen auf<br />

Ausstellungen prämiert. In den 1940er Jahren<br />

arbeitete er als Werbefotograf, dann bei<br />

Julius Shulman, Amerikas bedeutendstem<br />

Architekturfotografen. Zwischendurch, gegen<br />

Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde er<br />

in die US-Armee eingezogen und nach<br />

86 OBERNEULAND


Frankreich geschickt. Im August 1959 wurde<br />

er zum Master of Photography ernannt.<br />

Kurz danach starb er an einem Herzinfarkt.<br />

Wie Julius Franks Werk nach<br />

Deutschland kam<br />

Harald Kühn und Peter Richter ließ der<br />

Inhalt des Koffers keine Ruhe. Sie erforschten<br />

mehr zur Geschichte des Ateliers und<br />

versuchten mit der Familie in den USA<br />

Kontakt aufzunehmen. Mit Erfolg. 2005 erschien<br />

ihr Buch „Als die Hoffnung starb...“.<br />

Im Jahr darauf folgte Hilde Frank – inzwischen<br />

91 Jahre alt – mit ihren Kindern<br />

Michel und Barbara einer Einladung der<br />

Gemeinde Lilienthal und kam besuchsweise<br />

nach Deutschland zurück. Vor dem einstigen<br />

Atelier wurden Stolpersteine zum<br />

Gedenken an Julius Frank und Ludwig<br />

(dessen Bruder) verlegt. Bereits 1985 hatte<br />

das Focke-Museum von Franks Nachfolger<br />

Ausstattungsstücke aus dem Lilienthaler<br />

Atelier bekommen mit dem Hinweis, dass<br />

die zum Teil noch von dem nach Amerika<br />

emigrierten Vorgänger stammen. „Das<br />

Museum ist sich zu diesem Zeitpunkt der<br />

Bedeutung dieser Aussage nicht bewusst“,<br />

heißt es dort. Erst als die Familie Frank<br />

auch das Focke-Museum besuchte, taten<br />

sich neue Perspektiven auf. 2018 wollte das<br />

Museum Objekte aus der Vorkriegs-Ausstattung<br />

des Ateliers an die Familie zurückgeben.<br />

Stattdessen kam Michel Frank noch<br />

einmal her und vereinbarte mit dem<br />

Focke-Museum und dem Heimatverein<br />

Lilienthal die Schenkung des gesamten<br />

Nachlasses der Familie. Im September 2<strong>02</strong>0<br />

traf eine zwei Kubikmeter große Kiste in<br />

Bremen ein. Man machte sich an die Aufarbeitung<br />

des umfangreichen Bestandes an<br />

Fotografien, Fotoalben, Korrespondenz,<br />

Fotoapparaten – ca 1.000 Inventarnummern.<br />

Nun werden tatsächlich 80 bis 100<br />

Jahre alte Originalabzüge von Henry und<br />

Julius Frank gezeigt. Zum Beispiel ein Bromölumdruck<br />

von 1929. Lichtempfindliche<br />

Bilder also, die, um sie zu erhalten, bei reduziertem<br />

Licht gezeigt werden. Sie sind<br />

Zeugen einer Zeit, als an digitale Fotografie<br />

noch nicht zu denken war. Als mit Negativen<br />

gearbeitet wurde, als Blende, Belichtungszeit<br />

und Entfernung bei jeder Aufnahme<br />

berechnet wurden. Somit ist jedes<br />

gelungene Foto ein Kunstwerk. Anfangs,<br />

noch in Deutschland, wurden die Landschaftsaufnahmen<br />

als Ansichtskarten vertrieben.<br />

Für zahlreiche Bilder, die uns gezeigt<br />

werden, erhielten die Franks hohe<br />

Auszeichnungen und Preise, vorwiegend in<br />

den USA. Julius Frank war dort sehr vielseitig<br />

unterwegs, sowohl als Landschaftsfotograf<br />

als auch für Werbefotos. Julius<br />

Shulman war in den 1940er Jahren einer<br />

der bedeutendsten Architekturfotografen<br />

in den USA. Mit ihm arbeitete Julius Frank<br />

viele Jahre zusammen.<br />

Zusätzlich zu den Fotos zeigt die Ausstellung<br />

im Focke-Museum großformatige<br />

Urkunden und sechs Medaillen, die den<br />

Franks zuteil wurden. Das älteste Stück ist<br />

wohl eine Tora der Familie mit Eintragungen<br />

von 1823 bis 1925. Man möge sich<br />

auch ruhig eine Viertelstunde Zeit lassen,<br />

die auf einem Tisch liegenden Kopien von<br />

Briefen und Korrespondenzen zu lesen.<br />

Wie Julius Frank öfter, fast verzweifelt, versucht<br />

hatte, das Geschäft zu verkaufen. Mit<br />

dem Hinweis, dass er als Nichtarier verkaufen<br />

und auswandern will. Zum Beispiel in<br />

einem dreiseitigen Brief an einen Interessenten<br />

in Bleckede. Akribisch beschreibt er<br />

sein Geschäft, seine Umgebung, seine<br />

Kundschaft, nennt einen Jahresumsatz von<br />

INFO<br />

Julius Frank – Eine jüdische Fotografenfamilie<br />

zwischen Deutschland und Amerika.<br />

Sonderausstellung des Focke-Museums<br />

noch bis zum 28. Februar 2<strong>02</strong>3,<br />

Schwachhauser Heerstraße 240,<br />

Telefon 0421/699 600 50.<br />

14.045 Reichsmark in 1935 und versucht,<br />

alles für 23.500 Reichsmark zu verkaufen.<br />

Noch aufschlussreicher freilich sind die<br />

vergeblichen Versuche der Familie und<br />

ihrer Anwälte, nach Kriegsende von Behörden<br />

der Bundesrepublik eine Entschädigung<br />

für berufliche und gesundheitliche<br />

Schäden durch die Nazis zu erlangen.<br />

Selbst amerikanische Behörden verweigerten<br />

ihre Hilfe.<br />

Um so bewundernswerter ist es, dass<br />

nunmehr der Nachlass des Ateliers dem<br />

Focke-Museum ausgehändigt wurde.<br />

Text: Eberhard Matzke, Fotos: Frank/Focke-Museum<br />

OBERNEULAND 87


REGION ERLEBEN<br />

Das Frühjahrssemester der Volkshochschule Lilienthal<br />

beginnt mit zwei Einzelveranstaltungen zum Schwerpunktthema<br />

„Gärten und Parks“.<br />

DIE VOLKSHOCHSCHULE IM FEBRUAR<br />

Semester-Eröffnung<br />

Claude Monet in Giverny<br />

Kein anderer Ort hat den Maler Claude Monet so sehr angeregt<br />

wie sein Grundstück in Giverny, einem kleinen Dorf in<br />

der Normandie. Die Hälfte seines Lebens verbrachte der<br />

Maler dort in einer ländlichen Umgebung, die er immer<br />

mehr nach seinen Vorstellungen in einen Garten verwandelte.<br />

Vortrag von Detlef Stein, begleitet von Julia Vera Rodatz am<br />

Klavier<br />

Freitag, 17. Februar, 19 Uhr bis 21.45 Uhr<br />

Schroetersaal, Murkens Hof, Klosterstr. 25, Lilienthal<br />

Anlage von Miyawaki-Wäldern (Tiny-Forests)<br />

Ein hilfreiches Instrument in Siedlungsgebieten<br />

Dr. Kai Behncke erläutert in seinem Vortrag, was darunter<br />

zu verstehen ist und welchen Nutzen diese Kleinwälder für<br />

eine Erhöhung der Artenvielfalt und gegen die Klimaerwärmung<br />

haben können. Einzelne Bürgerinnen und Bürger sind<br />

in der Lage, solche Kleinwälder zu errichten.<br />

Online-Vortrag in Kooperation mit der VHS Buxtehude.<br />

Anmeldung nur dort unter der Kursnummer 23F13110,<br />

www.vhs-buxtehude.de oder 04161-74340.<br />

Donnerstag, 16. Februar, 18.30 Uhr bis 20.45 Uhr<br />

Im Februar beginnen auch die Kurse zum<br />

Schwerpunkt-Thema mit Martin Koroscha:<br />

Aquarellmalen Gärten und Parks für Teilnehmende, die<br />

bereits Erfahrung in der Aquarellmalerei haben.<br />

10 Vormittage, beginnend am Montag, 6. Februar,<br />

8.45 Uhr bis 11 Uhr oder 10 Nachmittage, beginnend<br />

am Donnerstag, 9. Februar, 15.45 Uhr bis 18 Uhr<br />

Alte Schule Falkenberg, Falkenberger Landstr. 67, Lilienthal<br />

Kunstfrühstück. Einblicke: geschenkt, gesammelt<br />

Durch großzügige Schenkungen wurde die Sammlung der<br />

Lilienthaler Kunststiftung um Werke von Aline von Kapff,<br />

Elisabeth Noltenius, Luise Rudeloff und Karl Krummacher<br />

bereichert. Nach der Führung durch die Ausstellung schließt<br />

sich ein gemeinsames Frühstück für einen weiteren Austausch<br />

an. Mit Donata Holz.<br />

Sonntag, 26. Februar, 11 Uhr bis 12.30 Uhr<br />

Kunstschau der Kunststiftung Lilienthal, Trupe 6, Lilienthal<br />

Inflation und Globalisierung von 1850 bis heute<br />

Online-Vortrag von Prof. Dr. Harold James. Was ist der<br />

Motor der Globalisierung? Welche Rolle spielen dabei Preisentwicklung,<br />

Warenverknappung und Inflation?<br />

Sonntag, 12. Februar, 19.30 Uhr bis 21 Uhr<br />

Das komplette Programm kann im Internet unter<br />

www.vhs-lilienthal.de eingesehen werden.<br />

Infos zu Corona-Maßnahmen und Anmeldungen für alle<br />

Veranstaltungen im Büro der VHS, Murkens Hof,<br />

Klosterstraße 25, 28865 Lilienthal.<br />

Hier kann man auch die gedruckte Version des Herbst-/<br />

Winter-Semesters bekommen. Telefonischer Kontakt:<br />

04298/929 240, E-Mail: vhs@lilienthal.de<br />

EM<br />

12. FEBRUAR 2<strong>02</strong>3,<br />

9.30 UHR BIS 16 UHR<br />

WINTERLICHES BLüTENFEST<br />

IM PARK DER GäRTEN<br />

Der Park der Gärten beginnt in seinem Jubiläumsjahr (20<br />

Jahre!) mit einem ganz besonderen Termin: der „Winterblüte<br />

im Park“.<br />

Besonders prächtig zeigen sich alljährlich die Hamamelis<br />

im Park der Gärten. Im Rahmen dieser Sonderöffnung werden<br />

über 30 verschieden blühende Zaubernüsse (botanisch<br />

Hamamelis) sowie viele Duftheckenkirschen, Winterduftschneebälle<br />

und andere im Winter blühende Pflanzenschätze<br />

präsentiert. Außerdem gibt es ein großes Sortiment an<br />

Christrosen (botanisch Helleborus) mit Blüten in unterschiedlichsten<br />

Farben, Formen und Zeichnungen.<br />

An diesem Sonderöffnungstermin werden auch Pflanzen<br />

verkauft und es finden fachkundige Führungen zu den<br />

winterblühenden Pflanzenschönheiten statt.<br />

Der Eintritt beträgt an diesem Tag 9 Euro. Personen unter<br />

18 Jahren haben freien Eintritt. Für Gäste, die bereits eine<br />

Jahreskarte 2<strong>02</strong>3 des Parks besitzen, ist der Eintritt ebenfalls<br />

frei.<br />

www.park-der-gaerten.de<br />

3. UND 4. FEBRUAR 2<strong>02</strong>3<br />

SCHULRANZEN-BöRSE<br />

IN DER BERLINER FREIHEIT<br />

Am Freitag, 3. Februar, von 9 Uhr bis 19 Uhr sowie Sonnabend,<br />

4. Februar, von 9 Uhr bis 18 Uhr findet im Einkaufszentrum<br />

Berliner Freiheit in der Vahr eine Schulranzen-Börse<br />

statt. Die Verkaufsaktion von Tornister-Sets und Zubehör<br />

wird von einem attraktiven Rahmenprogramm begleitet.<br />

Noch dauert es eine Weile bis zum neuen Schuljahr, aber<br />

die „Schulranzen-Saison“ beginnt bereits am Jahresanfang.<br />

Auf der Schulranzen-Börse in der Berliner Freiheit wird eine<br />

große Auswahl an Tornistern nebst Zubehör vorgestellt und<br />

an diesen Tagen zu Sonderpreisen angeboten.<br />

Dazu gibt es ein vielseitiges Rahmenprogramm.<br />

Luftballonkünstler<br />

Mister Jack wird am Freitag<br />

von 14 Uhr bis 17 Uhr<br />

sowie am Sonnabend von<br />

11 Uhr bis 17 Uhr Figuren<br />

aus Ballons knoten, und<br />

am Glücksrad des Studienkreises gibt es attraktive Preise zu<br />

gewinnen. Außerdem gibt es Kinderschminken am Freitag<br />

von 14 Uhr bis 17 Uhr sowie am Sonnabend von<br />

11 Uhr bis 17 Uhr.<br />

Einkaufszentrum Berliner Freiheit, Berliner Freiheit 11, 28327 Bremen<br />

Eintritt frei<br />

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physiotherapie<br />

oberneuland<br />

Kühtmann + Brandt<br />

DAS<br />

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Telefon 0421 - 33 00 49 70<br />

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Dr. Stephanie Heemke-Wischer<br />

Am Hilgeskamp 2 · 28325 Bremen<br />

Tel.: (0421) 40 70 78<br />

praxis@kleintierpraxis-wischer.de<br />

www.kleintierpraxis-wischer.de<br />

Mo.-Sa. 9-11 Uhr · Mo. + Do. 15.30-19 Uhr<br />

Di. + Mi. + Fr. 15.30-18 Uhr<br />

Oberneuland<br />

MAGAZIN<br />

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26. Jahrgang<br />

Herausgeber:<br />

Marc Ehlers, Timo Ehlers<br />

Verlag und Herstellung:<br />

Pferdesport Verlag Ehlers GmbH<br />

Zeitschrift-Druck-Dienstleistungen<br />

Rockwinkeler Landstr. 20, 28355 Bremen<br />

Tel.: 0421 - 257 55 44<br />

E-Mail: magazin@oberneuland.info<br />

www.oberneuland.info<br />

Redaktion:<br />

Michael Blome, Dr. Angelika Breucha, Philipp Eggert,<br />

Gaby Engelsberger, Margrit Groll, Anne Günter,<br />

Winfried Hammelmann, Matthias Holthaus,<br />

Christina Klinghagen, Claudia Kuzaj, Eberhard Matzke,<br />

Meike Müller, Gabriele Pradel, Antje Scheinert,<br />

Alina Schönfeldt, Sabine v.d. Decken, Susanne Wokurka<br />

Jochen Mönch (Foto), R.E. van Beeck(†) (Grafik Wappen),<br />

Timo Ehlers (verantw. f. d. Inhalt)<br />

Anzeigen:<br />

Birte Baraczewski, Tel. 0421 - 257 55 44<br />

E-Mail: birte.baraczewski@pferdesportverlag.de<br />

Z.Zt. ist Anzeigenpreisliste Nr. 26 vom 1.1.2<strong>02</strong>3 gültig.<br />

Marc Ehlers (Anzeigenleitung)<br />

Creative Design:<br />

Alexandra Ehlers, Gonzo<br />

Erscheinungsweise:<br />

Monatlich, 10 Ausgaben pro Jahr<br />

(Doppelausgabe im Sommer und Winter).<br />

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EUR 30,- inkl. MwSt./Versand für 10 Ausgaben<br />

Stefanie Lüssen, Tel. 0421 - 257 55 44<br />

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Nachdruck oder Kopieren, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher<br />

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos übernehmen<br />

Verlag und Redaktion keine Gewähr. Namentlich gekennzeichnete<br />

Beiträge und Anzeigen müssen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion<br />

entsprechen. Manuskripte unterliegen der redaktionellen Bearbeitung.<br />

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Oberneuland<br />

MAGAZIN<br />

®<br />

Haus & Grund<br />

Bremen / Bremerhaven<br />

PFERDESPORT<br />

VERLAG EHLERS GMBH<br />

PFERDE<br />

fit & vital<br />

C<strong>OM</strong>PUTER<br />

GENEALOGIE<br />

OBERNEULAND 91


GESUNDHEIT<br />

FIT<br />

durchs<br />

IDer Februar hat es in sich: Die Tage werden wieder<br />

merklich länger, die Lebensfreude steigt und am<br />

14. Februar schlägt das Romantik-Barometer aus. Welch<br />

ein Glück, dass Sportphysiotherapeut Marius Brandt genau<br />

weiß, was all’ die Paare beachten sollten, die jetzt<br />

den Schritt zum Ja-Wort planen. „Wer seine Angetraute<br />

über die Schwelle tragen möchte, sollte früh genug mit<br />

dem Training anfangen“, verrät er. Neben den Vorbereitungen<br />

sollte ein Paar keinesfalls den Spaß vergessen<br />

und sich eine Dauerkarte im Schwimmbad gönnen.<br />

Denn dort, so ist sich Marius Brandt sicher, kann man<br />

den Dirty-Dancing-Flieger am besten üben. Und allen<br />

Lesern sei verraten, dass seine Kollegin Sonja Bösche<br />

und er viel Spaß beim Shooting hatten. „Die Übungen<br />

eignen sich übrigens auch für Paare, die schon auf viele<br />

gemeinsame Jahre blicken“, sagt Marius Brandt. AS<br />

Jahr<br />

mit Marius<br />

ÜBUNG 1<br />

KLATSCH AB<br />

Das Programm<br />

für Februar:<br />

Partner-<br />

Übungen<br />

„Klatsch ab“: Beide blicken sich im hohen Plank an: Die Handflächen liegen<br />

senkrecht unter den Schultern, der Körper bildet eine angespannte schiefe<br />

Ebene. Nun wird sich abwechselnd die Hand gereicht. Wer eine Steigerung<br />

möchte, kann zwischen dem Abklatschen jeweils einen Liegestütz machen.<br />

ÜBUNG 2<br />

BALANCE<br />

„Balance“: Ausgeglichen geht es besser. Egal, ob<br />

der DJ absagt, der Anzug nicht mehr passt oder<br />

es einfach keine passenden Schuhe gibt – tief<br />

durchatmen hilft. Gemeinsam geht es gleich<br />

besser. Anfänger nehmen die Hände in der Gebetshaltung<br />

vor die Brust, die Ellenbogen sind auf<br />

einer geraden Linie. Langsam schiebt sich der<br />

Fuß am Standbein nach oben – Ziel ist der Oberschenkel.<br />

Fünf bis zehn Atemzüge in dieser<br />

Position verharren und dann das Bein wechseln.<br />

Achtung: Der Fuß sollte nicht seitlich gegen das<br />

Kniegelenk drücken, dann lieber an der Wade verharren,<br />

bis der Stand so gefestigt ist, dass der<br />

Fuß entspannt über das Knie hinweg wandert.<br />

ÜBUNG 3<br />

„I’VE HAD<br />

THE TIME<br />

OF MY<br />

LIFE”<br />

Wer Dirty Dancing gesehen hat,<br />

weiß, dass man Hebefiguren sehr<br />

gut im Wasser üben kann. Sonja<br />

und Marius verzichten auf das<br />

kühle Nass (schließlich ist Marius<br />

bekannt für sein Eisbaden) und<br />

so schwebt Sonja in perfekter Haltung über Marius‘ Kopf. „Das braucht<br />

Übung, macht aber viel Spaß“, sind sie sich einig. Und Paare, die es<br />

schaffen, können ganze Hochzeitsgesellschaften verzücken.<br />

ÜBUNG 4<br />

ÜBER DIE<br />

SCHWELLE<br />

In großen Schritten über die Schwelle:<br />

Während sich Sonja an Heidi Klums<br />

„Schöne Füße“ erinnert, achtet<br />

Marius genau darauf, den Schritt<br />

hoch genug anzusetzen – schließlich<br />

möchte Mann ja nicht über die<br />

Schwelle stolpern.<br />

92 OBERNEULAND


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OBERNEULAND 93


GESUNDHEIT<br />

DOPAMIN KENNT KEINE MORAL<br />

ODER WARUM<br />

ESSE ICH SO,<br />

WIE ICH ESSE?<br />

DOPAMIN ist für vieles im Körper verantwortlich: Es ist Glückshormon,<br />

Belohnungshormon und Unglückshormon zugleich! Es beeinflusst<br />

Stress, Glück, Schlaf und natürlich unsere Gesundheit – und das alles<br />

beginnt im DARM …<br />

Erschöpfung, Dauermüdigkeit und die Frage: Warum nehme ich zu,<br />

obwohl ich gar nicht mehr esse? Auf diese und andere Fragen<br />

bekommen Sie hier die Antworten.<br />

Foto: Frank Neßlage<br />

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Blähungen, Durchfall<br />

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Passend zum Jahresanfang hat<br />

das Essen für viele eine neue<br />

Bedeutung. In den vorherigen<br />

Monaten ging es um Genuss, Geselligkeit,<br />

Spaß, Völlerei und alles<br />

mit dem kleinen Gedanken im<br />

Hinterkopf … ja, ab Januar, da<br />

esse ich wieder gesund und tue<br />

was für mich!<br />

Der Verstand sagt ganz klar,<br />

was zu tun ist. Aber wir tun es<br />

manchmal einfach gar nicht. Hier<br />

gibt es natürlich sehr, sehr viele<br />

Zusammenhänge, aber ich greife<br />

mir heute nur mal eine Möglichkeit<br />

heraus – und spreche über<br />

Hormone und dabei besonders<br />

über Dopamin. Es ist ein wichtiges<br />

Hormon. Wir kennen es alle<br />

und merken es sehr deutlich. Zum<br />

Beispiel, wenn wir verliebt sind<br />

oder uns auf irgendwas freuen,<br />

auf alles, was sehr euphorisch und<br />

fröhlich ist.<br />

Wir können Dopamin selber<br />

produzieren durch unsere<br />

Ernährung. Unser Gehirn zum<br />

Beispiel hat regelrecht „Hunger“<br />

nach Dopamin. Aber der wirkliche<br />

„Bestimmer“ in unserem Körper<br />

ist der Darm.<br />

Dopamin hat extreme Wirkung<br />

in den Bereichen: Aktivitäten,<br />

glücklich sein, positives<br />

Denken und es ist dafür zuständig,<br />

dass unsere Erwartungen<br />

hoch sind, diese positiven Gefühle<br />

zu erreichen. Mittlerweile ist es so,<br />

dass unsere Gesellschaft ja sehr<br />

getrieben und suchend nach<br />

Glück ist. Wir sind alle moderne<br />

Leistungsmenschen und unsere<br />

Motivation ist die Aussicht auf<br />

Belohnung, in welcher Form auch<br />

immer.<br />

Es gibt aber auch negative Wirkungen<br />

des Dopamins. Durch Belohnung<br />

in Form von Essen erhoffen<br />

wir uns, dieses Glücksgefühl<br />

zu erreichen. Und meistens<br />

wird das nur mit hochkalorischem<br />

wie Zucker und fettreichem Essen<br />

ermöglicht. Das ist leider die negative<br />

Wirkung des Dopamins,<br />

weil wir immer mehr benötigen,<br />

um dieses Gefühl zu erreichen.<br />

Dopamin wirkt als Botenstoff<br />

und wird im Gehirn und im<br />

Darmnervensystem genutzt. In<br />

der positiven Psychologie fallen<br />

hier nun Begriffe wie Hirnbelohnungszentrum.<br />

Ein kleines Beispiel zum Verständnis:<br />

Sie kommen von Ihrem<br />

Mittagessen. Sie sind satt und es<br />

geht Ihnen prima. Plötzlich<br />

kommt Ihnen der Duft von frisch<br />

gebackenen Waffeln in die Nase<br />

und Sie entdecken einen Stand, an<br />

dem es sie zu kaufen gibt. Ohne<br />

nachzudenken laufen Sie hin und<br />

besorgen sich die Waffeln. Dieser<br />

Duft hat das Hirnbelohnungszentrum<br />

getriggert! Das kann<br />

man gefühlstechnisch so vergleichen,<br />

als wenn Sie umarmt werden<br />

oder Ihnen ein Lächeln geschenkt<br />

wird. Das ist ein kurzer<br />

kleiner Moment. Das nächste Belohnungszentrum<br />

sitzt dann im<br />

Darm. Das möchte immer gefüttert<br />

werden, wenn es aus dem Lot<br />

geraten ist. Denn der Darm gibt<br />

hier dem Gehirn das Signal: „Bitte<br />

füttere mich“ – obwohl Sie eigentlich<br />

schon satt sind.<br />

Woran merke ich, dass meine<br />

Darm-Belohnung nicht mehr gut<br />

funktioniert?<br />

1. Ich wache nachts auf und bekomme<br />

regelrechten Heißhunger.<br />

2. Ich habe immer Heißhunger und<br />

empfinde kein Sättigungsgefühl<br />

mehr.<br />

3. Ich habe Kopfschmerzen und ich<br />

fühle mich matt und müde.<br />

4. Ich kann lange Zeit ohne Frühstück<br />

und ohne Essen sein, aber<br />

spätestens gegen 15 oder 16 Uhr<br />

überfällt mich ein regelrechter<br />

Heißhunger.<br />

5. Ich esse sehr schnell und hastig<br />

und kann kaum an mich halten.<br />

6. Ich kann den Süßigkeiten oder den<br />

sehr kalorienreichen Lebensmitteln<br />

kaum widerstehen.<br />

7. Ich nehme zu, obwohl ich gar nicht<br />

mehr esse!<br />

8. Ich habe keine Lust zu gar nichts!<br />

9. Ich halte vieles nicht mehr durch!<br />

94 OBERNEULAND


INFO<br />

Der Belohnungsreiz:<br />

1. Zunge: Erwartung, dass etwas Leckeres kommt. Dopaminausschüttung<br />

im ventralen Tegmentum (Hirnregionen).<br />

2. Magen: Dopaminausschüttung wird schon viel weniger.<br />

3. Darmbelohnung: Hier wird nun noch weniger ausgeschüttet<br />

als im Hirn erwartet, manchmal kommt gar kein Signal mehr<br />

im Darm an und somit gibt er wieder ein Signal ans Gehirn …<br />

es beginnt von vorne und Sie stecken im (Teufels-)Kreis!<br />

Es gibt noch zig Symptome, wenn die Darm-Belohnung nicht mehr<br />

gut funktioniert. Im Darm sinkt nach und nach die Toleranzgrenze.<br />

Wir benötigen immer mehr und essen uns regelrecht müde und<br />

erschöpft!<br />

Haben Sie Lust, aus diesem Kreis ein bisschen auszubrechen?<br />

Dann gibt es hier ein paar Tipps zum Dopaminfasten.<br />

Was kann ich jetzt sofort tun?<br />

1. Achten Sie darauf, genügend B-Vitamine als Komplex zu bekommen.<br />

Die stecken vor allem in Fleisch, Fisch, Eiern, Hülsenfrüchten<br />

und dem SUPERFOOD Brokkoli!<br />

2. Achten Sie auf Ihre Portionsgrößen auf dem Teller: 1 Handvoll<br />

Fleisch oder Fisch, 2 Handvoll Gemüse und 1 Handvoll Kartoffeln<br />

ist zum Beispiel eine super Portion, um die Darmbelohnung gut zu<br />

füttern.<br />

3. Kauen Sie, dann kommen mehr Signale im Darm an.<br />

4. Achten Sie auf BUNTE Teller. Mindestens drei Farben sollte eine<br />

Mahlzeit immer haben. Je farbenreicher, desto besser. Hier züchten<br />

Sie die Basis für die Darmgesundheit.<br />

5. Fasten Sie nachts: Frauen zwölf Stunden und Männer bitte dreizehn<br />

Stunden.<br />

6. Achten Sie darauf, genügend gutes Eiweiß zu essen. Zur Not nehmen<br />

Sie ab und zu ein Eiweißpulver ohne Zusätze und Zucker.<br />

7. Lassen Sie die Finger von Aromastoffen und hoch verarbeiteten<br />

Lebensmitteln. Alles, was mehr als fünf Zutaten auf der Liste hat,<br />

lassen Sie bitte liegen!<br />

HAPPY DAY mit viel Darm- und Hirnbelohnung<br />

Frühstück: Haferflocken mit Wasser, Eiweißpulver, Prise Pfeffer<br />

oder Chili, saurer Apfel und evtl. Kurkuma. Kauen Sie!<br />

Mittagessen: Gemüseteller mit Blumenkohl, Brokkoli, Möhren und<br />

2 Kartoffeln, dazu 1 Spiegelei. Kauen Sie!<br />

Abendbrot: Hier sollten Sie Kohlenhydrate reduzieren. Also kein Brot<br />

bitte! Salat aus zum Beispiel: grünem Gemüse, Wurzelgemüse<br />

(Möhren, Rote Bete usw.), Kräuter, frische und getrocknete Früchte<br />

(Feigen, Äpfel, Pflaumen usw.), Samen und Nüsse (Kürbiskerne, Sesamund<br />

Chiasamen, Mandeln, Pistazien, Walnüsse – bitte nicht geröstet,<br />

gesalzen oder gezuckert), Sprossen (Sojasprossen, Alfalfasprossen<br />

usw.), Fisch und Meeresfrüchte, Wasser, Oliven- oder Walnussöl.<br />

Extratipp: Dopamin-Entzug für mehr Glücksgefühle<br />

Es klingt zunächst paradox, doch durch einen Entzug von Dingen<br />

und Lebensmitteln, die normalerweise einen Dopaminanstieg bei<br />

Ihnen verursachen, können Sie den Körper darauf sensibilisieren,<br />

Dopamin wieder besser wahrzunehmen. Da sind Glücksgefühle vorprogrammiert<br />

und im gleichen Zuge können Sie sich von schlechten<br />

Gewohnheiten verabschieden.<br />

Fazit<br />

Ein gesunder DARM erhöht die Dopaminproduktion. Seien Sie es<br />

sich selbst wert, sich gesund zu ernähren und dann finden Sie Ihre<br />

eigenen Happymaker!<br />

Hinweis: Die Ernährungs- und Ergänzungsmaßnahmen sind Alternativen, die zur Unterstützung<br />

der Gesundheit eingesetzt werden können. Sie sind keine medizinische Anwendung.


GESUNDHEIT<br />

BEWEGLICH UND LEISTUNGSFÄHIG IN JEDEM ALTER<br />

Was Muskeln mögen<br />

Lachen, rennen, stehen, kauen, atmen: Ohne unsere Muskeln<br />

geht im Körper so gut wie nichts. Sie regulieren den Blutdruck,<br />

die Verdauung und sogar den Herzschlag. Allein mehr als<br />

600 Bewegungsmuskeln, die aktiv gesteuert werden können, hat<br />

der Mensch. Mit steigendem Alter allerdings nimmt sowohl bei<br />

Männern als auch bei Frauen die Muskelmasse ab. Ohne ein<br />

aktives Entgegenwirken würden sich bis zum 80. Lebensjahr bis zu<br />

50 Prozent der Muskelmasse zurückbilden. Langfristig führt dies<br />

zu geringerer körperlicher Leistungsfähigkeit, schlechterer Lebensqualität<br />

und erhöhtem Sturzrisiko.<br />

Gezielte Muskelstärkung zweimal pro Woche<br />

Um es nicht so weit kommen zu lassen, ist vor allem genügend<br />

Bewegung gefragt. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt<br />

mindestens 150 Minuten Bewegung in der Woche – außerdem<br />

an mindestens zwei Tagen pro Woche muskelstärkende Aktivitäten,<br />

die alle großen Muskelgruppen einbeziehen.<br />

Das unterstützt den Aufbau und wirkt<br />

zugleich dem Abbau entgegen. Regelmäßiges<br />

Training kräftigt den Herzmuskel, verbessert<br />

unter anderem die Sauerstoffversorgung<br />

der Muskeln und sorgt für mehr<br />

Schutz der Knochen sowie der Gelenke.<br />

Trotz aller guten Fürsorge können Muskeln<br />

Foto: djd/Murnauer Markenvertrieb/Shutterstock/stockfour<br />

Beschwerden machen – beispielsweise<br />

durch Verspannungen, Muskelkater, Krämpfe, Prellungen oder Zerrungen.<br />

Wärme und Kälte können dann auf natürliche Weise lindern,<br />

zum Beispiel in Form der pflegenden Muskel- und Gelenkgelen.<br />

Wärme oder Kälte gegen Beschwerden?<br />

Wärme ist vor allem bei Verspannungen oder chronischen Gelenkschmerzen<br />

hilfreich, Kälte hingegen kann bei akuten Beschwerden<br />

eingesetzt werden, um Schwellungen, Entzündungen und Schmerzen<br />

zu reduzieren. Neben Bewegung nimmt aber auch die<br />

Ernährung wesentlichen Einfluss auf die Qualität der Muskeln. Drei<br />

wesentliche Nährstoffgruppen spielen dabei entscheidende Rollen:<br />

Proteine (Eiweiße) sind essenziell für den Aufbau, den Erhalt und<br />

die Reparatur. Die Mikronährstoffe Magnesium, Kalium, Vitamin B1<br />

und Vitamin D sorgen fürs reibungslose Funktionieren und Kohlenhydrate<br />

liefern die Energie.<br />

MUNDHYGIENE<br />

NACHHALTIGKEIT BEI ZAHN-<br />

UND INTERDENTALBüRSTEN<br />

Mit der richtigen Pflege hat man lange Freude an seinen<br />

Zähnen. Eine gründliche Mundhygiene ist deshalb so wichtig,<br />

weil etwa saure Lebensmittel und Säuren, die in der Plaque<br />

entstehen, den Zahnschmelz beim Essen und Trinken angreifen<br />

und abgelagert zwischen den Zähnen einen optimalen<br />

Nährboden für Bakterien bilden. Diese tragen zur Entstehung<br />

von Zahnbelag und Zahnstein bei – und schließlich zu einem<br />

erhöhten Risiko für ernsthafte Erkrankungen wie Karies und<br />

Parodontitis. Zahnärzte empfehlen eine Kombination aus<br />

Zahn- und Interdentalbürste.<br />

1<br />

Die Zahnbürste<br />

Basis einer soliden Zahnhygiene ist das richtige Zähneputzen.<br />

Dabei ist es gar nicht entscheidend, in welchen Bewegungen<br />

die Zahnbürste geführt wird oder ob eine elektrische<br />

oder Handzahnbürste zum Einsatz kommt. Wichtig ist<br />

vielmehr, dass alle erreichbaren Flächen geputzt werden, vor<br />

allem auch die Innenseite der Zähne. Eine gute Putzsystematik<br />

ist wichtig. Die Zahnbürste sollte nicht zu fest aufgedrückt<br />

werden, um eine Verletzung des Zahnfleisches zu vermeiden,<br />

und spätestens nach drei Monaten gewechselt werden – denn<br />

mit der Zeit lässt ihre Reinigungswirkung nach, auf ihr<br />

können sich zudem Keime vermehren. Für einen Wechsel des<br />

Bürstenkopfes muss heute nicht mehr immer gleich die ganze<br />

Zahnbürste weggeworfen werden. Umweltfreundlicher ist es,<br />

auf eine Zahnbürste mit austauschbaren Bürstenköpfen zu<br />

setzen. Der Griff besteht z.B. aus FSC-zertifiziertem schwedischem<br />

Buchenholz und ist mit einem natürlichen Wachs beschichtet,<br />

um Feuchtigkeit zu widerstehen. Der Bürstenkopf<br />

wird aus nachwachsenden Rohstoffen produziert und auf den<br />

Fotos: djd/www.tepe.com<br />

96 OBERNEULAND


Oberneuland<br />

bleibt gesund!<br />

JAHRE<br />

Holzgriff stabil aufgeschraubt. Dank der austauschbaren<br />

Köpfe kann der Griff dreimal so lange verwendet werden<br />

wie bei einer konventionellen Zahnbürste.<br />

2<br />

Die Interdentalbürste<br />

Die Zahnbürste erreicht nur drei der fünf<br />

Seiten eines Zahnes, somit reinigt sie lediglich circa 60<br />

Prozent der Zahnflächen von bakterieller Plaque. Erst<br />

die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit<br />

Interdentalbürsten und – sollten auch die kleinsten Interdentalbürsten<br />

nicht passen – mit Zahnseide sorgt für<br />

eine vollständige Mundhygiene und damit auch für<br />

eine bessere Allgemeingesundheit. Interdentalraumbürsten<br />

gibt es in verschiedenen Größen. Die Interdentalbürsten<br />

einiger Hersteller werden in neun Größen<br />

mit nachwachsenden Rohstoffen und mit 100 Prozent<br />

Ökostrom gefertigt. Das erneuerbare Rohmaterial, das<br />

auch für den Griff und die Schutzkappe eingesetzt<br />

wird, ist Kiefernöl, ein Nebenprodukt der skandinavischen<br />

Papier- und Zellstoffindustrie. Die Verpackungen<br />

sind zudem komplett recycelbar.<br />

Für einen Wechsel des Bürstenkopfes muss heute nicht mehr<br />

immer gleich die ganze Zahnbürste weggeworfen werden.<br />

Umweltfreundlicher ist es, auf eine Zahnbürste mit austauschbaren<br />

Bürstenköpfen, z.B. von Tepe, zu setzen.<br />

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Foto: djd/Allianz/Halfpoint - stock.adobe.com<br />

Im Pflegefall muss die<br />

neue Lebenssituation<br />

nicht nur organisatorisch<br />

gemeistert werden,<br />

sondern auch finanziell.<br />

Vor allem bei der<br />

stationären Pflege steigt<br />

die sogenannte Pflegelücke<br />

Jahr für Jahr an.<br />

PFLEGEZUSATZVERSICHERUNG<br />

Für den Fall der Fälle vorsorgen<br />

Im Pflegefall muss die neue Lebenssituation nicht nur organisatorisch<br />

gemeistert werden, sondern auch finanziell. Vor allem bei<br />

der stationären Pflege steigt die sogenannte Pflegelücke Jahr für<br />

Jahr an: Der durchschnittliche Eigenanteil der Pflegeheimkosten<br />

beträgt bundesweit im ersten Jahr über 2.200 Euro monatlich.<br />

Mit privater Pflegevorsorge kann man sich und seine Angehörigen<br />

vor großen finanziellen Belastungen schützen. Dazu bieten Versicherungen<br />

maßgeschneiderte Lösungen, die sich bei Bedarf<br />

ohne weitere Gesundheitsprüfung nachträglich anpassen lassen.<br />

Die Versicherten erhalten im Pflegefall ein Tagegeld. Die Höhe<br />

hängt vom gewählten Tagessatz ab, dem jeweiligen Pflegegrad<br />

und davon, ob man ambulant oder stationär gepflegt wird.<br />

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OBERNEULAND 97


HAMMELSPRÜNGE<br />

JEDEN TAG EINE BLöDE TAT<br />

Die Überschrift könnte man falsch verstehen.<br />

Ich bin tatsächlich ein<br />

Freund der bekannten Devise ‚Jeden<br />

Tag eine gute Tat‘.<br />

Aber Teilen meines Gehirns scheint das<br />

nicht zu reichen. Und ich frage mich manchmal,<br />

ob das normal ist, dass mir in letzter<br />

Zeit (seit 2003) fast täglich irgendetwas<br />

Blödes passiert. Damit meine ich jetzt nicht<br />

so etwas wie mit dem Fuß umknicken, die<br />

Maske vergessen abzusetzen oder den<br />

falschen Senf zu kaufen.<br />

Obwohl: Die eben genannten Beispiele<br />

kommen ja – wenn man so will – noch oben<br />

drauf.<br />

Eigentlich geht es mir um echte Blödheiten.<br />

Ich hatte am 3. Januar dieses Jahres zwei<br />

meiner neuen Bücher an Kolleginnen in<br />

Köln verschickt, selbstverständlich mit persönlicher<br />

Widmung. Und dann habe ich sie<br />

aus Versehen in den Umschlag der jeweils<br />

anderen gesteckt und zum Postkasten gebracht.<br />

Falls Sie mich jetzt im Geiste<br />

bibbernd vor dem gelben Kasten der Post,<br />

in den ich die beiden Umschläge gesteckt<br />

habe, stehen sehen, um den Postabholmenschen<br />

abzupassen, dann liegen Sie<br />

goldrichtig. Leider musste ich feststellen,<br />

dass die Leerung schon früher war, als ich<br />

dachte. Die beiden gefütterten Umschläge<br />

waren weg. Zu spät.<br />

Am übernächsten Tag rief ich die eine Kollegin<br />

an, sprach ihr haarklein alles, was ich<br />

(falsch) gemacht hatte, auf ihren Anrufbeantworter.<br />

Dann rief ich die zweite Kollegin<br />

an, und noch bevor sie das Wort ergreifen<br />

konnte, plapperte ich drauflos, entschuldigte<br />

mich, versuchte mehr schlecht als recht,<br />

die Einmaligkeit der beiden Frauen herauszuarbeiten,<br />

um dann nach wenigen Minuten<br />

(etwa 20) von dieser zweiten Kollegin aus<br />

Köln zu erfahren, dass sie den Umschlag<br />

mit dem Buch und der richtigen Widmung<br />

bekommen hatte. Die Bücher waren gar<br />

nicht vertauscht.<br />

Das nennt man dann wohl verschlimmbessern.<br />

Ein Doppelfehler.<br />

Ich hätte einfach nicht anrufen sollen,<br />

und alles wäre gut gewesen.<br />

Am nächsten Tag dachte ich beim Streuen<br />

gegen die Glätte noch einmal über meinen<br />

Fauxpas nach. Aus Ermangelung an Streusalz<br />

hatte ich Zucker genommen, davon hatten<br />

wir gerade viel im Haus. Später schaute<br />

ich vom Küchenfenster noch mal in Richtung<br />

der gestreuten Bürgersteigflächen.<br />

Dort hatten sich mehrere Hundebesitzer getroffen.<br />

Vielleicht hatte es sich auch bei<br />

den Hunden rumgesprochen, und sie konnten<br />

ihre Halterinnen und Halter mit Händen<br />

und Füßen beziehungsweise mit Pfoten und<br />

Pfoten überzeugen, doch mal bei Hammelmanns<br />

vorbeizuschauen. Und nun standen<br />

ein Golden Retriever, ein mittelgroßer Mischling,<br />

ein Weimaraner und ein Australian<br />

Shepherd vor unserem Haus und leckten<br />

den Zucker vom Boden. Für einen Augenblick<br />

sah es so aus, als würde auch ein<br />

Hundebesitzer mitlecken. Aber der untersuchte<br />

wohl nur den Boden. Ich streifte mir<br />

einen Mantel über und kam freudestrahlend<br />

auf die Zwei- und Vierbeiner zu. Schon<br />

meckerte einer: „Legen Sie hier diese Giftköder<br />

aus?“ Und ein anderer giftete: „Sie<br />

wissen schon, dass das strafbar ist?“<br />

Ich versuchte, das Missverständnis aufzuklären.<br />

Nichts half. Es drang bei Frauchen<br />

und Herrchen auch nicht durch, dass ich<br />

selbst ein Hundebesitzer bin.<br />

Zuletzt versuchte ich zu erklären, dass ich<br />

aus der Not heraus Zucker statt Salz genommen<br />

hatte. Zu Demonstrationszwecken<br />

nahm ich mit einem Augenzwinkern ein Glas<br />

Von Winfried Hammelmann,<br />

Oberneulander,<br />

Redakteur und Autor<br />

unserer Zimt- und Zuckermischung. Das<br />

löste lediglich Augenzucken bei den zweibeinigen<br />

Passanten aus. Als alle Hunde und<br />

alle Menschen kopfschüttelnd weitergingen,<br />

purzelte spontan eine nächste Blödheit aus<br />

meinem Mund: „Gut, dass die Lynchjustiz in<br />

unserem Land nicht so gern gesehen ist.“<br />

Meine liebe Frau sagt in solchen Situationen<br />

gerne: „Lass mal gut sein, die Leute verstehen<br />

das nicht.“<br />

Ich nahm Blumenerde, um aus dem süßen<br />

klebrigen Gehweg einen braunen stumpfen<br />

Gehweg zu machen.<br />

Am Abend im Arbeitszimmer ließ ich den<br />

Hundezwischenfall noch mal Revue<br />

passieren. Dabei bemerkte ich, dass sich<br />

unter meinen Fingernägeln Blumenerde<br />

gesetzt hatte. Ich fand kein passendes<br />

Werkzeug im Zimmer und so tat ich das<br />

(bisher) Blödeste, was ich in diesem Jahr<br />

gemacht habe. Ich nahm einen Kugelschreiber,<br />

der sonst kaum schreiben wollte, und<br />

säuberte damit vorsichtig meine Fingernägel.<br />

Danach war ich mit anderen Dingen<br />

beschäftigt. Und erst am nächsten Morgen<br />

sah ich bei Tageslicht das Ergebnis.<br />

Die einen sehen schwarz. Das ist nicht gut.<br />

Die anderen sehen rot. Das ist erst recht<br />

nicht gut. Ich sehe blau. Das ist blöd.<br />

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98 OBERNEULAND

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