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Arbeitsblätter Wiki - Foraus.de

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Info-Handout

Info-Handout Medienkompetenz Alles, was Recht ist … Wikis: Kooperative Wissensnetzwerke Wer bin ich? Vorsicht bei der Veröffentlichung persönlicher Informationen • Wie bei jeder Internet-Kommunikation ist auch im Blog auf eine kontrollierte Bekanntgabe von Informationen zu achten, die Auskunft über Ihre Person geben. Warum? Zum Beispiel weil Personalchefs nach Informationen über potentielle Bewerber auch im Internet suchen. Auch wenn Sie alte Seiten gelöscht haben, können über Links oder Zitate immer noch Dinge über Sie herausgefunden werden, von denen Sie dachten, sie seien Schnee von gestern. Betreiben Sie im Internet bewusst ein langfristiges und professionelles Identitätsmanagement. • Sie haben das Recht auf informationelle Selbstbestimmung: Veröffentlichen Sie Ihren Nachnamen und Telefonnummern oder weitergehende Infos nur dort, wo Vertrauen angebracht ist, also bei seriösen Internetseiten und/oder solchen mit einem Sicherheitssystem. Kriminalität ist leider auch unter Bloggern kein Fremdwort. Mehr Infos: https://www.datenschutzzentrum.de/projekte/idmanage/ Copy & Paste: Der Umgang mit Texten, Bildern, Videos & Musik Nicht alles, was im Internet steht, darf einfach so weiterverwendet werden. Bei vielen Texten, Bildern, Videos und Tönen ist der Schutz des Urheberrechts zu beachten. Doch welche Dokumente können Sie bedenkenlos weiterverwenden? Hier einige Tipps: • Grundsätzlich dürfen Sie Texte aller Autoren unter Angabe der Quelle zitieren. Zitieren heißt aber, dass die Texte nicht komplett angegeben werden dürfen. Einzige Ausnahme: Ein Text darf in ein wissenschaftliches oder populärwissenschaftliches Werk übernommen werden, wenn es der Erläuterung des Inhalts des Textes dient, z.B. bei einer Gedichtinterpretation: Wenn das Gedicht als Zitat in eine Interpretation eingebunden ist, dann dürfen Sie das Gedicht auch komplett aufführen und veröffentlichen. (§ 51 UrhG) • Dieses Zitatrecht gilt aber nicht für Musik! Wenn Sie Ihre Lieblings-Musik in eine Audio-Datei (Podcast) einbinden und diese dann im Internet veröffentlichen wollen, dann müssten Sie dafür Verwertungsrechte bei der GEMA beantragen und dafür bezahlen. Nutzen Sie lieber rechtefreie Musik von Künstlern, die noch bekannt werden wollen und ihre Musik daher kostenlos im Internet zum Download zur Verfügung stellen: http://www.podsafeaudio.com • Anders liegt der Fall bei der Verwendung von Musikstücken, wenn diese selbst interpretiert werden, also z.B. das Verhältnis zwischen Liedtext (Lyrics) und musikalischer Gestaltung. Dann besteht auch hier ein Zitatrecht. Nähere Infos unter: http://wiki.podcast.de/Rechtliches • Urheberrechtsschutz besteht auch bei Bildern, Grafiken und Fotos. Ausnahme: Communities wie flickr, wo Urheber ausdrücklich vermerken können, dass eine Weiterverwendung erlaubt ist. Ansonsten dürfen Sie Bilder nicht einfach in ein Wiki einbinden, v.a. nicht Bilder von kommerziellen Anbietern wie Fotografen oder Unternehmen. Hier reicht es auch nicht aus, die Quelle anzugeben, sondern Sie müssen eine Einverständniserklärung einholen. • Anders bei der Interpretation: Wenn das Bild nicht nur illustrierendes Beiwerk, sondern Gegenstand einer Interpretation ist, dürfen Sie es unter Angabe der Quelle auch zitieren. • Zur Verwendung freigegebene Bilder – z.B. wo die Rechte aufgrund der abgelaufenen 50jährigen Zeitfrist nach dem Tod des Urhebers schon erloschen sind – finden Sie etwa in der riesigen Bilddatenbank Commons bei Wikipedia: http://commons.wikimedia.org Interessant sind auch die kosten- und lizenzfreien Bild-Datenbanken http://www.pixelio.de und http://aboutpixel.de Das Recht am eigenen Bild • Auch wenn Sie eigene Fotos oder Filme im Internet veröffentlichen wollen, geht das nicht einfach so, weil Sie der Urheber sind. Dann nämlich, wenn Personen auf dem Medien sind, verfügen diese über das Recht am eigenen Bild und Sie müssen vor einer Veröffentlichung deren Einverständnis einholen – das unerlaubte Einstellen im Netz ist ein Straftatbestand und kann zu hohen Geldstrafen führen. • Mehr zum Recht am eigenen Bild: http://anwalt-im-netz.de/urheberrecht/recht-am-eigenen-bild.html Übrigens … • Nur zur Erinnerung: Das Knacken von Kopierschutz ist verboten und wird rechtlich verfolgt. Auch hier drohen hohe Geldstrafen! • Eigentlich selbstverständlich: Verleumdungen, Unterstellungen, Beschuldigungen und Beschimpfungen gehören grundsätzlich nicht ins Internet – auch hierfür kann man haftbar gemacht werden. • Zahlreiche Infos rund um Rechtsfragen in der digitalen Welt: http://www.irights.info Workshop © Dr. Stephanie Merkenich | Apple RTC am BK Rheinbach | Stephanie.Merkenich@bkrheinbach.de 18

Arbeitsblatt Medienkompetenz Alles, was Recht ist … � Situation Wikis: Kooperative Wissensnetzwerke Sie haben Ihr Material recherchiert und wollen Ihr Arbeitsergebnis präsentieren. Jetzt steht die Veröffentlichung im Internet an. � Arbeitsauftrag 1. Copy & Paste – nichts ist einfacher. Sicher recherchieren auch Sie im Web nach zusätzlichem Material, das Sie einbinden können. Doch bevor Sie loslegen eine Frage: Wie sieht das mit der Verwendung von fremdem geistigen Eigentum im Internet aus? Dürfen Sie Bilder, Filme und Texte einfach so nutzen? Informieren Sie sich über das Urheberrecht und erstellen Sie eine Checkliste. Hier ein Link als Hilfe für Ihre Recherche: http://www.irights.info 2. Sie haben einen tollen Text gefunden, den Sie nun in Ihrer Internet-Veröffentlichung komplett veröffentlichen wollen. Unter welchen Bedingungen geht das und unter welchen nicht? Checken Sie § 51 Urheberrechtsgesetz. 3. Wo erhalten Sie rechte- und lizenzfreie Bilder, die Sie problemlos im Internet veröffentlichen dürfen? Suchen Sie im Internet nach geeigneten Datenbanken und notieren Sie die URLs. (Mindestens zwei.) 4. Sie haben bei einer öffentlichen Veranstaltung selbst Fotos geschossen. Sie denken: Klar, ist ja selbst geschossen, die darf ich auch veröffentlichen. Stimmt das so? Welche Einschränkungen gibt es? Checken Sie Ihre Rechte hier: http://anwalt-im-netz.de/urheberrecht/recht-am-eigenen-bild.html 5. Podcasts leben von Musik. Aber dürfen Sie einfach Ihre Lieblingsmusik einbinden und den Podcast dann im Internet veröffentlichen? Machen Sie sich schlau und erstellen Sie eine Checkliste! Hier ein Link als Hilfe für Ihre Recherche: http://wiki.podcast.de/Rechtliches 6. Wo finden Sie rechtefreie Musik zur problemlosen Verwendung im Podcast? Suchen Sie im Internet nach einer geeigneten Datenbank und notieren Sie die URL. 7. Erst denken, dann posten! Bevor Sie im Internet Ihre Kommentare „in die Tasten hauen“: Überlegen Sie, wie Sie sich am besten verhalten. Was könnte im Zusammenhang mit Personal Publishing im Internet – dem Veröffentlichen persönlicher Texte – der Begriff des sog. „Identitätsmanagement“ bedeuten? Denken Sie dabei auch an die Folgen des Schreibens im Internet für Ihre persönliche Zukunft. Formulieren Sie einen „Kommunikations-Knigge“, also eine Verhaltens-Ratgeber im Internet. Hier ein Link als Hilfe für Ihre Recherche: https://www.datenschutzzentrum.de/projekte/idmanage/ 8. Sie haben sich hinreißen lassen, im Internet über das schlechte Essen in der Schulkantine herzuziehen und unterstellen dem Kantinen-Pächter alles Mögliche… Welche Konsequenzen könnte das für Sie haben? Nennen Sie die Rechtsgrundlagen. Infos finden Sie hier: http://www.internetrecht-im-netz.de � Zeitbudget Für die Bearbeitung dieser Fragen haben Sie anderthalb Zeitstunden zur Verfügung. Workshop © Dr. Stephanie Merkenich | Apple RTC am BK Rheinbach | Stephanie.Merkenich@bkrheinbach.de 19

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