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Muskel-Skelett-Spezial

Sitzen, gehen, bücken, heben: Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie sehr Mobilität Ihren Alltag bestimmt? Wie wichtig Bewegungsfreiheit und Beweglichkeit für Ihre Lebensqualität sind? Unser Körper ist ständig in Bewegung, selbst im Schlaf. „Sich (schmerzfrei) bewegen können“ hat eine existenzielle Bedeutung für Körper und Geist. Und: Ohne Bewegung können sich Skelett, Muskulatur und innere Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Wir nehmen Sie in diesem „Muskel-Skelett-Spezial“ mit auf eine Inspektion des menschlichen Antriebsmotors, zeigen Ihnen, wie er möglichst lange reibungslos funktioniert und wann es Zeit ist, eine „Werkstatt“ aufzusuchen, damit er möglichst schnell wieder rundläuft. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen – und ein mobiles Leben ohne Schmerzen.

Sitzen, gehen, bücken, heben: Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie sehr Mobilität Ihren Alltag bestimmt? Wie wichtig Bewegungsfreiheit und Beweglichkeit für Ihre Lebensqualität sind? Unser Körper ist ständig in Bewegung, selbst im Schlaf. „Sich (schmerzfrei) bewegen können“ hat eine existenzielle Bedeutung für Körper und Geist. Und: Ohne Bewegung können sich Skelett, Muskulatur und innere Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.

Wir nehmen Sie in diesem „Muskel-Skelett-Spezial“ mit auf eine Inspektion des menschlichen Antriebsmotors, zeigen Ihnen, wie er möglichst lange reibungslos funktioniert und wann es Zeit ist, eine „Werkstatt“ aufzusuchen, damit er möglichst schnell wieder rundläuft. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen – und ein mobiles Leben ohne Schmerzen.

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MUSKEL-SKELETT-<br />

SPEZIAL<br />

Gesund durch den Alltag<br />

Lesen Sie<br />

heute auch<br />

www.schmerzfrei-leben-info.de<br />

EINE PUBLIKATION DES REFLEX VERLAGES Dezember 2023


2<br />

<strong>Muskel</strong>-<strong>Skelett</strong>-<strong>Spezial</strong><br />

GRUSSWORT<br />

Ein elementares Grundbedürfnis<br />

Sitzen, gehen, bücken, heben: Haben Sie sich schon mal<br />

Gedanken darüber gemacht, wie sehr Mobilität Ihren Alltag<br />

bestimmt? Wie wichtig Bewegungsfreiheit und Beweglichkeit<br />

für Ihre Lebensqualität sind? Unser Körper ist ständig in<br />

Bewegung, selbst im Schlaf. „Sich (schmerzfrei) bewegen<br />

können“ hat eine existenzielle Bedeutung<br />

für Körper und Geist. Und: Ohne Bewegung<br />

können sich <strong>Skelett</strong>, Muskulatur und innere<br />

Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.<br />

Wir nehmen Sie in diesem „<strong>Muskel</strong>-<strong>Skelett</strong>-<strong>Spezial</strong>“<br />

mit auf eine Inspektion des menschlichen Antriebsmotors,<br />

zeigen Ihnen, wie er möglichst lange reibungslos funktioniert<br />

und wann es Zeit ist, eine „Werkstatt“ aufzusuchen,<br />

damit er möglichst schnell wieder rundläuft. Ich<br />

wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen – und ein<br />

mobiles Leben ohne Schmerzen.<br />

Nadine Effert<br />

Chefredakteurin<br />

INHALTSVERZEICHNIS<br />

LEITARTIKEL<br />

PATIENT STORY<br />

ARTHROSE<br />

KNOCHENMARK<br />

RÜCKENSCHMERZEN<br />

Für mehr Bewegungsfreiheit — 3<br />

„NMOSD hat unser Leben komplett verändert“ — 4<br />

Ein Spalt für Knorpelwachstum — 6<br />

Quelle unseres Lebenssaftes — 7<br />

Das ist die wichtigste Gesundheitsressource — 8<br />

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Das Papier dieser Reflex Verlag-Publikation<br />

stammt aus verantwortungsvollen Quellen.<br />

@reflexverlag


Für mehr Bewegungsfreiheit<br />

3<br />

LEITARTIKEL | VON NADINE EFFERT<br />

Erkrankungen, Beschwerden und Verletzungen<br />

des Haltungs- und Bewegungsapparates zählen<br />

zu den häufigsten Leiden. Neben Prävention ist<br />

es wichtig, Versorgungslücken zu schließen.<br />

Es trägt und hält wie ein Baugerüst, ist aber<br />

gleichzeitig äußerst beweglich: Die Rede ist vom<br />

menschlichen <strong>Skelett</strong>, das aus etwa 210 Knochen<br />

besteht. Fast alle sind dabei durch rund<br />

650 <strong>Muskel</strong>n, über 100 Gelenken, Knorpel und<br />

Bänder miteinander verbunden. Unser Bewegungsapparat<br />

ist ein wahres Wunderwerk<br />

der Anatomie. Er gibt dem menschlichen Körper<br />

Form, Halt und Beweglichkeit. Doch wehe,<br />

er macht Probleme oder erkrankt, dann sind<br />

Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und<br />

verminderte Lebensqualität in der Regel vorprogrammiert<br />

– vor allem wenn die Pein anhält.<br />

Belastende Folgen<br />

Unter chronischen Schmerzen leiden laut der<br />

Angabe der Deutschen Schmerzgesellschaft zwischen<br />

acht und 16 Millionen Deutsche. Vor allem<br />

der Rücken und der Nacken, aber auch Knie und<br />

Schultern sind betroffen. „Durch die dauerhafte<br />

Belastung und die damit einhergehenden Einschränkungen<br />

kommt es oft zu Schlafstörungen,<br />

Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Angstzuständen<br />

oder depressiven Episoden“, schreiben<br />

die Verfassenden des „Schmerzatlas 2023“<br />

vom Gesundheitsdienstleister Liebscher &<br />

Bracht, für den über 9.300 Menschen zu ihrer<br />

Schmerzhistorie befragt worden sind. Über 70<br />

Prozent der Umfrageteilnehmenden gaben an,<br />

ihre Schmerzen würden sich auf ihr Gemüt auswirken.<br />

64 Prozent bestätigten, ihre Bewegungsfreiheit<br />

sei durch die Schmerzen eingeschränkt.<br />

Fast fast jede zweite Person empfand, dass die<br />

Familie unter der Situation leide.<br />

Wichtig: Prävention<br />

Die Ausprägungen und Ursachen von Krankheiten<br />

des Bewegungsapparates – in der Fachsprache<br />

muskuloskelettalen Erkrankungen<br />

(MSE) – sind vielfältig, die meisten treten zunehmend<br />

im Alter auf. Nach WHO-Schätzungen<br />

wird sich angesichts der demografischen<br />

Entwicklung die Zahl der von Knochen- und<br />

Gelenkerkrankungen Betroffenen in den kommenden<br />

20 Jahren verdoppeln. Wichtig ist, auch<br />

mit Blick auf die gestiegene Lebenserwartung,<br />

den Bewegungsapparat möglichst fit und gesund<br />

zu halten. Sei es mit einem ergonomischen<br />

Arbeitsplatz, gesunder Ernährung zur Vermeidung<br />

von Übergewicht und regelmäßiger Bewegung,<br />

durch welche die <strong>Muskel</strong>n gestärkt, die<br />

Gelenke mobilisiert und die Durchblutung verbessert<br />

werden. Hingegen Gift für die Gelenke<br />

ist Tabakrauchen. Eine schwedische Studie<br />

der Universität in Lund fand heraus, dass Rauchende<br />

nicht nur häufiger als andere Menschen<br />

an Rheuma erkranken. Die Gelenkzerstörung<br />

schreitet bei ihnen auch schneller voran.<br />

Fehlzeiten und Krankheitskosten<br />

Ob Arthrose, Osteoporose, <strong>Muskel</strong>schwäche<br />

oder Rückenschmerzen: MSE – zählen zu den<br />

am häufigsten in der Bevölkerung verbreiteten<br />

Leiden und sind weltweit die führende Ursache<br />

von chronischen Schmerzen, körperlichen<br />

Funktionseinschränkungen und Verlust an<br />

Erkrankungen am<br />

Bewegungsapparat sind<br />

einer der meistverbreiteten<br />

Gründe für krankheitsbedingte<br />

Fehlzeiten.<br />

Lebensqualität. So auch in Deutschland – verbunden<br />

mit hohen Fehlzeiten und volkswirtschaftlichen<br />

Kosten. Die Krankheitskosten belaufen<br />

sich gemäß Statistischem Bundesamt<br />

(Destatis) auf jährlich 500 Euro je Einwohner<br />

(Stand: 2020) – Platz fünf im Ranking der teuersten<br />

Krankheiten. Laut „Gesundheitsreport<br />

2023“ der Techniker Krankenkasse entfielen im<br />

Jahr 2022 mit 2,59 Fehltagen je Erwerbsperson<br />

13,7 Prozent der gesamten Fehlzeiten auf MSE.<br />

In den meisten Fällen stecken<br />

harmlose <strong>Muskel</strong>verspannungen<br />

hinter Rückenschmerzen.<br />

Damit belegte diese Erkrankungsgruppe hinsichtlich<br />

der Fehlzeiten den dritten Rang unter<br />

den Krankheitsgruppen.<br />

Gezieltes Risikomanagement<br />

Umso wichtiger sind Prävention und eine optimale<br />

Behandlung. „Die Versorgung von Patientinnen<br />

und Patienten mit rheumatischen und<br />

muskuloskelettalen Erkrankungen ist in den<br />

letzten 15 Jahren stark verbessert worden“, ist<br />

in einer Mitteilung des Bundesministerium für<br />

Bildung und Forschung (BMBF) zu lesen. Dennoch<br />

würden längst nicht alle Patientengruppen<br />

eine ausreichende Versorgung erhalten, was<br />

ungünstige Behandlungsergebnisse zur Folge<br />

haben kann. Ein Grund hierfür: Da die Grunderkrankung<br />

häufig mit Begleiterkrankungen<br />

einhergeht, sind Betroffene oftmals bei verschiedenen<br />

Fachärztinnen und -ärzten in Behandlung<br />

und nehmen zum Teil viele Medikamente<br />

parallel ein. Welche Risikofaktoren<br />

konkret für eine Unter-, Über- und Fehlversorgung<br />

bei Krankheiten des Bewegungsapparates<br />

ursächlich sind, damit beschäftigen<br />

sich Forschende aus Berlin, Greifswald und<br />

Bremen im Konsortium TARISMA (Targeted<br />

Risk Management in Musculoskeletal Diseases)<br />

noch bis zum Jahresende. Das Ziel: neue<br />

Versorgungskonzepte zu erstellen und dafür zu<br />

sorgen, dass diese so rasch wie möglich den Patientinnen<br />

und Patienten zugutekommen. <br />

iStock / A. Gavrilovic<br />

Weitere Informationen unter www.schmerzfrei-leben-info.de<br />

Rückenfit im Alltag: Mehr als eine Frage der Haltung<br />

Werbebeitrag – Gütesiegelporträt<br />

Es gibt kaum einen Menschen, der Rückenbeschwerden<br />

nicht kennt. Entsprechend gibt es<br />

viele Gesundheitsangebote und Produkte auf<br />

dem Markt, die diese verhindern sollen. Die<br />

Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. bietet Verbrauchenden<br />

eine wertvolle Orientierungshilfe.<br />

Orthopädische Matratzen für zu Hause, Aktiv-Stühle<br />

und höhenverstellbare Schreibtische<br />

fürs Büro, ergonomische Kinder-Autositze<br />

und Schulranzen sowie rückenfreundliche<br />

Schuhe und Trainingsgeräte für die Freizeit: Im<br />

Dschungel der Angebote ist die Orientierung<br />

oft kompliziert. Eine Entscheidungshilfe bietet<br />

die Aktion Gesunder Rücken e. V. Der Verein<br />

informiert seit mehr als 25 Jahren zum Thema<br />

Rückengesundheit und zeichnet nach umfassender<br />

Prüfung rückenfreundliche Produkte mit<br />

dem AGR-Gütesiegel aus. Die unabhängige Prüfkommission<br />

besteht aus Ärztinnen und Ärzten<br />

sowie Therapierenden verschiedener Fachgebiete.<br />

Das AGR-Gütesiegel und der Prüfprozess<br />

wurden vom Amt der Europäischen Union für<br />

geistiges Eigentum (EUIPO) als seriös und vertrauenswürdig<br />

ausgezeichnet.<br />

Tag der Rückengesundheit<br />

Die AGR will Menschen dabei unterstützen, ihren<br />

persönlichen Weg zu einem gesunden Rücken zu<br />

finden. Für dieses Ziel organisiert sie unter anderem<br />

jährlich am 15. März den Tag der Rückengesundheit<br />

gemeinsam mit dem Bundesverband<br />

Das AGR-Gütesiegel „Geprüft & empfohlen“ kennzeichnet rückenfreundliche<br />

Produkte.<br />

deutscher Rückenschulen e. V. An diesem Tag<br />

finden bundesweit Veranstaltungen für Betroffene<br />

und Interessierte statt.<br />

www.agr-ev.de<br />

© AGR / Ergon, HTS BeSafe, Bellicon, Sedus


4<br />

<strong>Muskel</strong>-<strong>Skelett</strong>-<strong>Spezial</strong><br />

„NMOSD hat unser Leben<br />

komplett verändert“<br />

PATIENT STORY | VON TOBIAS LEMSER<br />

Bundesweit sind bis zu 2.000 Menschen von<br />

NMOSD betroffen, einer seltenen, schwerwiegenden<br />

Autoimmunerkrankung des zentralen<br />

Nervensystems. Das durchschnittliche<br />

Erkrankungsalter liegt bei 39 Jahren. Matthias<br />

Fuchs, selbst Betroffener, berichtet, wie er von<br />

der Diagnose erfahren hat und was ihm dabei<br />

hilft, mit der Erkrankung umzugehen.<br />

Als Matthias Fuchs im Jahr 2010<br />

mit seiner Frau Christine zur<br />

gemeinsamen Reise nach<br />

New York City aufbrach,<br />

ahnte er noch nicht, wie<br />

sich von diesem Urlaub<br />

an sein Leben verändern<br />

würde. „Ich stand auf dem<br />

hell erleuchteten, mit Blitzlichtern<br />

durchzogenen Times<br />

Square und spürte plötzlich<br />

einen starken Schmerz auf meinem<br />

linken Auge. Die Sicht wurde völlig verschwommen,<br />

als wäre Nebel davor.“<br />

Neurologe sorgte für Klarheit<br />

Zurück in München, suchte der damals 34-jährige<br />

Ingenieur schnellstmöglich einen Augenarzt auf,<br />

der ihn nach einigen Tests weiter zum Neurologen<br />

schickte. Diagnose: Sehnerventzündung, was,<br />

wie er damals noch nicht wusste, ein Zeichen<br />

für seine Erkrankung sein kann. Dank Steroidinfusionen<br />

konnte Matthias Fuchs sein Sehvermögen<br />

wiedererlangen. Doch dann der nächste<br />

Tiefschlag: „Zwei Jahre später konnte ich beim<br />

Wandern meinen linken Fuß nicht mehr richtig<br />

hochheben und stolperte über jeden Stein“, erinnert<br />

er sich.<br />

Nach umfangreichen Untersuchungen und<br />

zahlreichen Tests beim selben Neurologen und<br />

am Klinikum Großhadern war schließlich klar:<br />

Der Münchner hat NMO (engl. Neuromyelitis<br />

optica). Diese Erkrankung gehört zu der Gruppe<br />

von Autoimmunerkrankungen, die auch als<br />

Neuromyelitis-optica-Spektrum- Erkrankungen<br />

(NMOSD, engl. Neuromyelitis optica spectrum<br />

disorders) bezeichnet werden. Dabei wird durch<br />

fehlgeleitete Abwehrzellen des Immunsystems<br />

irrtümlich körpereigenes Gewebe angegriffen.<br />

Damit einhergehende Entzündungen betreffen<br />

vor allem das Rückenmark und die Sehnerven,<br />

jedoch auch in einigen Fällen das Gehirn. Schwere,<br />

sich wiederholende Schübe können zur Erblindung,<br />

Lähmung oder sehr selten sogar zum<br />

Tod führen. Das Komplexe bei NMOSD: Mit<br />

jedem Schub verschlimmert sich der Zustand<br />

der Betroffenen – mitunter sogar sehr schnell.<br />

Typische Beschwerden sind Sehstörungen,<br />

genauso wie Taubheit oder Kribbeln in den<br />

Extremitäten. Nicht wenige Betroffene haben<br />

Schwierigkeiten beim Gehen, so wie Matthias<br />

Fuchs, der sich nach der Diagnose immer<br />

schlechter bewegen konnte und zeitweise Mühe<br />

hatte, ganz allein vom Sofa aufzustehen. „Als ich<br />

2019 kaum noch 500 Meter laufen konnte, entschied<br />

ich mich für einen Rollstuhl.“<br />

Unaufhaltsame Reiselust<br />

Gerade wegen der drohenden Immobilität<br />

schlägt NMOSD vielen Betroffenen auf die Psyche.<br />

Genauso bei Matthias Fuchs: Auch wenn er<br />

noch immer damit kämpft, die Erkrankung zu<br />

akzeptieren, geht der Autofan weiterhin positiv<br />

durchs Leben: „Die Diagnose hat unser Leben<br />

komplett verändert. Aber nicht nur im Negativen.<br />

Unser Alltag ist überhaupt nicht traurig. Wir<br />

sind viel unterwegs gewesen und sind es immer<br />

noch. In den letzten Jahren haben wir die USA,<br />

Kanada, Hawaii, Afrika, Island und viele Destinationen<br />

in Europa bereist.“ Seit 2020 sind Matthias<br />

und Christine in Besitz eines Campervans,<br />

womit sie so oft wie möglich dem Alltagsstress<br />

entfliehen.<br />

Frühzeitige Therapie entscheidend<br />

Bis zur Antikörpertherapie hat es insgesamt sieben<br />

Jahre gedauert – was unter anderem daran<br />

lag, dass es bis zu diesem Zeitpunkt noch keine<br />

zugelassenen Medikamente für NMOSD gab. Das<br />

große Problem: die finanzielle Übernahme durch<br />

die Krankenkasse. Matthias Fuchs musste einen<br />

langen Weg über mehrere Instanzen gehen, bis<br />

die Krankenkasse schließlich einwilligte, die<br />

Kosten für eine sogenannte Off-Label-Therapie<br />

zu übernehmen. Für den Münchner ein großes<br />

Glück – auch weil die Diagnose nach kurzer Zeit<br />

in einem frühen Stadium gestellt wurde, was<br />

grundsätzlich bei allen an NMOSD-Erkrankten<br />

für eine gute Prognose zentral ist.<br />

Mit jedem Schub verschlimmert<br />

sich der Zustand.<br />

Doch es braucht neben der frühzeitigen Diagnose<br />

auch eine konsequente Behandlung mit dem<br />

obersten Ziel, neue Schübe zu verhindern. Zusätzlich<br />

zur medikamentösen Therapie kommen<br />

sowohl bei einem akuten Erkrankungsschub als<br />

auch im täglichen Leben ebenso der Physio- und<br />

Ergotherapie eine besondere Bedeutung zu.<br />

Ob NMOSD Matthias Fuchs als Mensch verändert<br />

hat, beantwortet der Münchner voller<br />

Überzeugung: „Absolut. Die eigene Situation zu<br />

überdenken, die Lebensperspektive zu ändern<br />

und Hilfe anderer anzunehmen kosteten zwar<br />

einiges an Anstrengung, kann aber wunderbare<br />

Möglichkeiten schaffen.“<br />

<br />

STECKBRIEF NMOSD<br />

Verlauf<br />

Meist schubförmig<br />

Symptome<br />

Meist Sehstörungen und/oder<br />

Sensibilitätsstörungen bis hin zur<br />

Lähmung in Armen und Beinen<br />

Beeinträchtigungen<br />

Symptome bilden sich zum Teil<br />

nach Schub schlecht zurück; Verschlechterung<br />

nur durch Schub<br />

Durchschnittliches Erkrankungsalter<br />

39 Jahre<br />

MRT<br />

Größere zusammenhängende Entzündungsherde<br />

meist in Sehnerven<br />

und Rückenmark<br />

Quelle: https://www.dmsg.de/news/detailansicht/<br />

multiple-sklerose-und-neuromyelitisoptica-spektrum-erkrankung-aehnlichesymptome-aber-unterschiedliche-erkrankungen;<br />

Zugriff: 27.11.2023


5<br />

Angriff auf das zentrale Nervensystem<br />

Werbebeitrag – Indikationsporträt<br />

Neuromyelitis-optica-Spektrum-<br />

Erkrankungen (NMOSD, engl.<br />

Neuromyelitis optica spectrum<br />

disorder) sind seltene Erkrankungen,<br />

bei denen das körpereigene<br />

Immunsystem Sehnerven und<br />

Rückenmark angreift. Aufgrund<br />

ihres zunächst ähnlichen, schubweisen<br />

Verlaufs wird eine NMOSD<br />

oft mit einer Multiplen Sklerose<br />

(MS) verwechselt. Doch NMOSD-<br />

Schübe sind oft schwerwiegender<br />

und führen häufig zu irreparablen<br />

Schäden und Behinderungen.<br />

Rund 1.500 bis 2.000 Menschen<br />

in Deutschland sind von NMOSD 1 ,<br />

genauer gesagt von plötzlichen<br />

Entzündungsschüben, die ihre<br />

Sehnerven und ihr Rückenmark<br />

angreifen, betroffen. Die Inzidenz<br />

bei Frauen ist neunmal höher als<br />

bei Männern. 2<br />

Zu den frühen Symptomen, mit<br />

denen sich Erkrankte erstmals<br />

bei einer Ärztin oder einem Arzt<br />

vorstellen, können plötzliche<br />

Taubheitsgefühle an Gliedmaßen<br />

gehören, ein Kribbeln im Körper,<br />

brennende Schmerzen im Rücken,<br />

Übelkeit, Inkontinenz, Geh- und<br />

Sehstörungen bis hin zu völliger<br />

Blindheit auf einem Auge oder sogar<br />

auf beiden Augen. 3 Anders als<br />

bei einer MS sind die häufig wiederkehrenden<br />

Schübe bei einer<br />

NMOSD allerdings schwerer und<br />

verlaufen attackenartig: Mit jedem<br />

neuen Schub können sich Symptome<br />

plötzlich verschlechtern<br />

oder neue auftreten. Zudem können<br />

nach einem durchgemachten<br />

Schub schnell weitere auftreten,<br />

denn die Schübe treten häufig in<br />

sogenannten Clustern auf. 90 Prozent<br />

aller Patienten erleben innerhalb<br />

von fünf Jahren nach dem ersten<br />

Schub weitere Schübe. 4<br />

„Wir sind davon überzeugt, dass<br />

Wissenschaft und Mitgefühl zusammen<br />

Leben verändern können.“<br />

Sebastian Herzig, Geschäftsführer von Horizon Therapeutics –<br />

ein Teil von Amgen<br />

ENGAGEMENT FÜR MENSCHEN MIT<br />

SELTENEN ERKRANKUNGEN<br />

Lebensqualität stark<br />

beeinträchtigt<br />

Fast zwei Drittel der Menschen<br />

mit NMOSD verlieren innerhalb<br />

von drei Jahren erheblich an Sehkraft,<br />

was im weiteren Verlauf zur<br />

vollständigen Erblindung führen<br />

kann. 5, 6 Drei Viertel der Erkrankten<br />

leiden an chronischen Schmerzen,<br />

für 40 Prozent gehören Depressionen<br />

zum Alltag. 7 Neben finanziellen<br />

Belastungen durch Behandlungskosten<br />

und Einschränkungen im<br />

Berufsleben klagen Betroffene zudem<br />

häufig über Blasen- und Darmprobleme<br />

sowie eine sexuelle Dysfunktion.<br />

3, 8 All diese Beschwerden<br />

beeinträchtigen die Lebensqualität<br />

deutlich. Und auch schwerste motorische<br />

Störungen mit Lähmungserscheinungen<br />

sind keine Seltenheit<br />

– in einigen Fällen sind sie so<br />

stark, dass die Patienten auf einen<br />

Rollstuhl angewiesen sind. 6 Wird<br />

die Erkrankung nicht erkannt oder<br />

behandelt, verstirbt jeder dritte<br />

Betroffene innerhalb von zehn<br />

Jahren. 9<br />

Um auf Krankheiten wie NMOSD aufmerksam zu machen, engagiere sich<br />

sein Unternehmen stark im Bereich der seltenen Erkrankungen, sagt der Geschäftsführer<br />

des Biotechnologieunternehmens Horizon Therapeutics – jetzt<br />

ein Teil von Amgen, Sebastian Herzig. „Wir wollen dazu beitragen, das Leben<br />

von Betroffenen, ihren Familien und ihrem sozialen Umfeld ein Stück weit<br />

zu verbessern.“ Dafür hat das Unternehmen unter anderem das Programm<br />

#RAREis ins Leben gerufen, mit dem zum Beispiel durch Zuschüsse Patientenorganisationen<br />

auf der ganzen Welt unterstützt werden, mit Schwerpunkt<br />

auf die wichtigsten Bedürfnisse von Menschen, die an seltenen Autoimmunund<br />

schweren Entzündungskrankheiten leiden.<br />

NMOSD oft mit MS verwechselt<br />

Lange Zeit wurde NMOSD als<br />

Variante der Multiplen Sklerose<br />

betrachtet. Erst 2004, mit der Entdeckung<br />

der sogenannten Aquaporin-4-Immunglobolin-G-Auto-<br />

antikörper (AQP4-IgG), wurde deutlich,<br />

dass es sich bei NMOSD um<br />

ein eigenständiges Krankheitsbild<br />

handelt. 10 Bis zur Einführung des<br />

Tests auf AQP4-IgG war die Unterscheidung<br />

von NMOSD und MS<br />

eine diagnostische Herausforderung,<br />

zumal die Symptome vor allem<br />

zu Beginn der Erkrankung nur<br />

schwach ausgeprägt sein können 11<br />

und die Beteiligung des zentralen<br />

Nervensystems auch zu einer MS<br />

passen könnte. Und so wird selbst<br />

heute noch in 41 Prozent der Fälle<br />

eine MS diagnostiziert, obwohl es<br />

sich eigentlich um eine NMOSD<br />

handelt. 3 Für die betroffenen Patienten<br />

hat das die Konsequenz,<br />

dass ihre NMOSD nicht behandelt<br />

wird und durch die MS-Therapie<br />

sogar verschlimmert werden kann. 12<br />

Deshalb ist es entscheidend, dass<br />

die Behandelnden die Unterschiede<br />

der beiden Erkrankungen<br />

kennen.<br />

Unterschiede zwischen<br />

NMOSD und MS<br />

Ein wichtiger Unterschied zwischen<br />

der MS und NMOSD ist das Erkrankungsalter:<br />

Eine NMOSD tritt vor<br />

allem um das 40. Lebensjahr herum<br />

auf – etwa elf Jahre später als<br />

MS. 11, 13 Im zentralen Nervensystem<br />

sind zudem andere Zellen betroffen<br />

14 und während es bei NMOSD<br />

relativ häufig zu Entzündungen des<br />

Sehnervs und langstreckigen Rückenmarksentzündungen<br />

kommt,<br />

sind solche Befunde bei der MS<br />

ungewöhnlich. 11 Ein weiterer Unterschied<br />

ist, dass sich Menschen mit<br />

MS häufig wieder von Krankheitsschüben<br />

erholen, was bei NMOSD<br />

nur selten der Fall ist. 15<br />

Klarheit durch Antikörpertest<br />

Der entscheidende Faktor bei<br />

der Unterscheidung von NMOSD<br />

und MS ist in den meisten Fällen<br />

ein Labortest: Während bei den<br />

NMOSD-Betroffenen Autoantikörper<br />

gegen das sogenannte Wasserkanalprotein<br />

Aquaporin-4 im<br />

Blutserum gefunden werden, sind<br />

diese bei einer MS nicht nachweisbar.<br />

16 Die Autoantikörper werden<br />

von speziellen weißen Blutkörperchen<br />

produziert, sogenannten Plasmablasen<br />

und Plasmazellen. Diese<br />

spielen eine zentrale Rolle bei der<br />

Entstehung der NMOSD und sind<br />

ein wichtiges Ziel bei der gezielten<br />

Behandlung. 16<br />

www.horizontherapeutics.de<br />

1<br />

Hemmer B et al., S2k-Leitlinie<br />

www.dgn.org/leitlinien (letzter Zugriff<br />

25.01.2023).<br />

2<br />

Wingerchuk DM et al., Neurol.<br />

2015;85(2):177-89.<br />

3<br />

Beekman J et al., Neurol<br />

Neuroimmunol Neuroinflamm.<br />

2019;6(4):e580.<br />

4<br />

Wingerchuk DM et al., Neurol.<br />

1999;53(5):1107-14.<br />

5<br />

Cabre P et al., J Neurol Neurosurg<br />

Psychiatry. 2009;80:1162-4.<br />

6<br />

Jiao Y et al., Neurol. 2013;81:1197-204.<br />

7<br />

Ayzenberg I et al., Neurol<br />

Neuroimmunol Neuroinflamm.<br />

2021;8(3):e985.<br />

8<br />

Eaneff S et al., Mult Scler Relat Disord.<br />

2017;17:116-22.<br />

9<br />

Huda S et al., Clin Med (Lond).<br />

2019;19(2):169-76.<br />

10<br />

Trebst J et al., J Neurol. 2014;261:1-16.<br />

11<br />

Kim SM et al., Ther Adv Neurol Disord.<br />

2017;10(7):265-89.<br />

12<br />

Jarius S et al., Clin Exp Immunol.<br />

2014;176:149-64.<br />

13<br />

Hor JY et al., Front Neurol. 2020;11:501.<br />

14<br />

Kawachi I, Lassmann H, J Neurol<br />

Neurosurg Psychiatry. 2017;88:137-45.<br />

15<br />

Jarius S et al., J Neuroinflamm.<br />

2012,9:14.<br />

16<br />

Borisow N et al., Front Neurol.<br />

2018;9(888):1-15.<br />

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung<br />

von Horizon Therapeutics, jetzt Teil von<br />

Amgen, erstellt.<br />

© Shutterstock (HTWE)<br />

DA-UNBR-DE-00063 12/23


6<br />

Ein Spalt für Knorpelwachstum<br />

<strong>Muskel</strong>-<strong>Skelett</strong>-<strong>Spezial</strong><br />

ARTHROSE | VON NADINE EFFERT<br />

Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen.<br />

Für Millionen von Menschen<br />

in Deutschland bedeutet dies zunehmende<br />

Schmerzen und eingeschränkte Bewegungsfreiheit.<br />

Wenngleich die Symptome relativ<br />

gut in den Griff zu bekommen sind, hoffen Betroffene<br />

auf neue Erkenntnisse aus der Forschung<br />

– und die kommen aus Utrecht.<br />

Geschwollene Gelenke, die morgens steif sind<br />

und bei jeder Bewegung schmerzen: Laut der<br />

Deutschen Arthrose-Hilfe leiden darunter rund<br />

fünf Millionen Menschen – vorrangig in Händen,<br />

Knie und Hüfte. Arthrose ist keine Erscheinung,<br />

die nur bei alten Menschen auftritt. Auch junge<br />

Menschen kann die chronisch-degenerative<br />

Gelenkerkrankung treffen – häufig durch intensive<br />

sportliche Belastung, aber auch als Spätfolge<br />

eines Unfalls, infolge von Überbelastungen durch<br />

SCHON GEWUSST?<br />

Bei den über 60-Jährigen sind knapp<br />

die Hälfte der Frauen und ein Drittel<br />

der Männer von Arthrose betroffen.<br />

Während eine Hüftgelenk-Arthrose bei<br />

beiden Geschlechtern gleichermaßen<br />

auftreten, leiden Frauen doppelt so<br />

häufig an einer Arthrose der Knie- und<br />

Fingergelenke. Über vier Millionen<br />

Menschen haben allein in Deutschland<br />

bereits ein künstliches Gelenk.<br />

Jährlich werden etwa 230.000 künstliche<br />

Hüftgelenke, 180.000 künstliche<br />

Kniegelenke sowie 24.000 künstliche<br />

Schultergelenke eingesetzt.<br />

Quelle: Deutsche Arthrose-Hilfe e. V.<br />

Übergewicht oder aufgrund einer angeborenen<br />

Schwäche oder Formstörung der Gelenke.<br />

Schmerzen lindern<br />

Trotz unterschiedlicher Ursachen liegt den entzündeten,<br />

geschwollenen und schmerzenden<br />

Gelenken stets eine zunehmende Abnutzung<br />

des als Stoßdämpfer dienenden Gelenkknorpels<br />

zugrunde. Die Folge: Der Gelenkspalt wird immer<br />

enger, bis die Knochenenden direkt aufeinander<br />

reiben. Auch der Knochen selbst verändert sich<br />

im Verlauf und bildet an den Rändern knöcherne<br />

Ausziehungen, sogenannte Osteophyten, die<br />

bei Bewegung ebenso Schmerzen auslösen. Bei<br />

fortschreitender Krankheit werden die Gelenke<br />

immer unbeweglicher und steifer. Hinzu kommen<br />

Schmerzen bei Ruhe. In einem frühen bis<br />

mittleren Stadium der Erkrankung stehen Betroffenen<br />

verschiedene konservative Therapien<br />

zur Verfügung, die das Voranschreiten des Verschleißes<br />

verlangsamen, die Schmerzen lindern<br />

und die Bewegungsfreiheit wiederherstellen<br />

können. Dazu zählen physikalische Therapie,<br />

Injektionen mit aufbereitetem Eigenblut oder<br />

Hyaluronsäure, Bewegung ohne Belastung sowie<br />

schmerzlindernde, entzündungshemmende<br />

Medikamente. Eine operative Behandlung, etwa<br />

in Form einer Gelenkspiegelung oder einem<br />

künstlichen Gelenkersatz, ist das letzte Glied in<br />

der Behandlungskette.<br />

Alternative zum Ersatz<br />

Bislang war es nicht möglich, eine Arthrose zu<br />

bremsen oder gar rückgängig zu machen. Das<br />

könnte sich, wenn es nach einem Forscherteam<br />

um Mylène Jansen vom University Medical<br />

Center Utrecht geht, in Zukunft ändern. Experimente<br />

an von starker Kniearthrose betroffenen<br />

Bei einer Kniearthrose wird die schützende<br />

Knorpelschicht im Gelenk dünner.<br />

Eine frühe Therapie kann die<br />

Beweglichkeit der Gelenke<br />

erhalten und verbessern.<br />

Menschen zeigte, dass mithilfe einer speziellen<br />

Apparatur ein Gelenkspalt erzeugt werden kann,<br />

wodurch der Knorpel Raum zum Nachwachsen<br />

hat. Bei vielen Studienteilnehmenden konnte<br />

die Maßnahme Erfolge verbuchen. Im Übersichtsartikel,<br />

erschienen im November in der<br />

Fachzeitschrift „Nature Reviews Rheumatology“,<br />

schreibt die Forscherin, dass es immer mehr Anzeichen<br />

dafür gebe, dass man den „Prozess des<br />

Gewebezerfalls bei Arthrose umkehren kann“.<br />

Vor allem aber kam es zu einer Linderung der<br />

Beschwerden, was zum Beispiel einen Gelenkersatz<br />

in jungen Jahren hinauszögert. Zudem<br />

könnten verbesserte Erkenntnisse über die der<br />

Gelenkreparatur zugrundeliegenden Mechanismen<br />

auch neue Anhaltspunkte für gezieltere Behandlungsmöglichkeiten<br />

liefern. <br />

<br />

iStock / L. Chernetska<br />

Ihr Blut kann Ihre Arthrose aktiv hemmen<br />

Werbebeitrag – Therapieporträt<br />

Blut ist ein wahrer Lebenssaft:<br />

Welche Rolle Thrombozyten<br />

bei der Behandlung von Arthrose<br />

spielen und wie dieser Blutbestandteil<br />

am effektivsten<br />

wirkt, wissen Norbert Laube und<br />

Christoph Wille von Regen Lab<br />

SA, Lausanne, Schweiz.<br />

Die unterschiedlich spezialisierten<br />

zellulären Bestandteile und<br />

das Blutplasma bilden in ihrem<br />

komplexen Zusammenspiel ein in<br />

vielen Millionen Jahren evolutionär<br />

entwickeltes flüssiges Organ, welches<br />

zahlreiche Vitalfunktionen<br />

übernimmt. Hierzu gehört auch<br />

die Vermittlung der natürlichen<br />

Prozesse zur Immunabwehr und<br />

Regeneration.<br />

Wirkung von PRP<br />

Für die Geweberegeneration besonders<br />

wichtig sind das nährstoffreiche<br />

Plasma und die<br />

Thrombozyten (Plättchen). Werden<br />

beide aus dem Blut separiert, erhält<br />

man sogenanntes „Plättchenreiches<br />

Plasma“ (PRP). Dabei müssen<br />

die störenden Blutbestandteile<br />

möglichst vollständig eliminiert<br />

werden, damit sich die komplexe<br />

Wirkung der von den Plättchen<br />

freigesetzten bioaktiven Substanzen<br />

voll entfalten kann. Wird in ein<br />

von Arthrose betroffenes Gelenk<br />

körpereigenes PRP injiziert, kann<br />

dieses das gestörte biologische<br />

Milieu im Gelenk normalisieren,<br />

Entzündungen lindern, die Knorpeldegeneration<br />

aufhalten und<br />

die Selbstregeneration des umgebenden<br />

Gewebes aktivieren. Das<br />

Fortschreiten der Arthrose wird<br />

so unter Einsatz konzentrierter<br />

Am Injektionsort aktiviert RegenPRP® die Hart- und Weichgeweberegeneration<br />

nachhaltig.<br />

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und die biologische Aktivität<br />

des gewonnenen PRPs.<br />

Bereits 15 Minuten nach der Entnahme<br />

von zehn Milliliter Blut wird<br />

das RegenPRP® in das erkrankte<br />

Gelenk injiziert. Klinische Studien<br />

zeigen, dass mit RegenPRP® meist<br />

zwei bis drei Behandlungen reichen,<br />

um eine überlegene nachhaltig<br />

lebensqualitätssteigernde<br />

Wirkung mit verbesserter Beweglichkeit<br />

zu erreichen.<br />

www.regenlab.de


Quelle unseres Lebenssaftes<br />

7<br />

KNOCHENMARK | VON TOBIAS LEMSER<br />

Wachstumsstörungen oder Schmerzen in<br />

Hüft- und Schultergelenken: Beschwerden<br />

des Bewegungsapparates, die auf das Innerste<br />

unserer Knochen, das Knochenmark, zurückzuführen<br />

sein können. Doch wie hängt zum Beispiel<br />

die Sichelzellenanämie oder Beta-Thalassämie<br />

damit zusammen?<br />

Regelmäßig Blut zu spenden ist für viele Menschen<br />

Herzenssache. Was gibt es Besseres, als<br />

damit Leben retten zu können? Ähnlich beim<br />

Knochenmark: Zwar braucht es für eine Spende<br />

ganz spezielle Übereinstimmungsmerkmale, die<br />

nur die wenigsten Spendewilligen erfüllen können.<br />

Doch passen die Blutwerte exakt auf die<br />

erkrankte Person, ist das Lebensglück etwa bei<br />

Heilung einer Leukämie umso größer.<br />

Ort der Blutbildung<br />

Doch was ist Knochenmark überhaupt, wo befindet<br />

es sich, und welche Bedeutung hat es?<br />

Fakt ist: Knochenmark – nicht mit Rückenmark<br />

zu verwechseln, das zum zentralen Nervensystem<br />

gehört – ist das wichtigste Organ für die<br />

Blutbildung. Die darin enthaltenen Stammzellen<br />

sind in der Lage, immer wieder neue lebensnotwendige<br />

Blutzellen herzustellen. Zu finden<br />

ist Knochenmark in allen größeren Knochen,<br />

vor allem in den langen Röhrenknochen und in<br />

den flachen Knochen wie Brustbein, Schulterblättern<br />

und Hüftknochen. Grundsätzlich wird<br />

es in gelbes und rotes Knochenmark unterteilt.<br />

Haben Neugeborene ausschließlich rotes<br />

Knochenmark, wird es im Laufe des Lebens zunehmend<br />

vom gelben Knochenmark verdrängt.<br />

Die rote Form dient vor allem der Neubildung<br />

von Blutzellen und enthält viele Stammzellen,<br />

welche sich wiederum zu verschiedenen Arten<br />

von Zellen weiterentwickeln. Neben den Blutplättchen<br />

(Thrombozyten) und weißen Blutkörperchen<br />

(Leukozyten) können auch rote Blutkörperchen<br />

(Erythrozyten) aus den Stammzellen<br />

entstehen. Erythrozyten, die scheibenförmig<br />

sind, enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin.<br />

Liegt jedoch eine Erbkrankheit vor, wie<br />

etwa eine Sichelzellenanämie, verformen sich die<br />

roten Blutkörperchen in krankhafte sichelförmige<br />

Zellen, die wegen ihrer Form die Blutgefäße im<br />

Körper verstopfen. Bei der Beta-Thalassämie<br />

hingegen wird zu wenig des roten Blutfarbstoffes<br />

(Hämoglobin) gebildet beziehungsweise gehen<br />

die roten Blutkörperchen vorzeitig zugrunde, sodass<br />

es zu einer Blutarmut kommt.<br />

Starke Gelenkschmerzen<br />

Etwa 3.000 bis 5.000 Menschen leben hierzulande<br />

mit einer Sichelzellenanämie. Laut Schätzungen<br />

der WHO kommen weltweit jährlich über<br />

300.000 Kinder damit zur Welt. Mögliche Folgen:<br />

Durchblutungsstörungen, Organschäden<br />

sowie starke Schmerzen in den Knochen sowie<br />

in den Hüft- und Schultergelenken. Ist von<br />

einer sogenannten Knochennekrose, die auf<br />

eine gestörte Blutzirkulation zurückzuführen<br />

ist, die Hüfte betroffen, gibt es inzwischen<br />

mehrere Therapieoptionen. Hierzu zählen im<br />

fortgeschrittenen Zustand das Anbohren des<br />

Hüftkopfes – mit dem Ziel, eine verbesserte<br />

Durchblutung und somit eine Ausheilung der<br />

Nekrose zu erreichen. Liegt bereits eine Zerstörung<br />

des Knochens vor, kann der Defekt<br />

mit transplantierten Knochen oder Platten<br />

überbrückt und stabilisiert werden. Anders bei<br />

einem Gelenkschaden: Hier kommt in der Regel<br />

einzig die Implantation eines künstlichen Gelenkes<br />

infrage.<br />

<br />

Anatomie eines Röhrenknochens<br />

proximale<br />

Epiphyse<br />

(rumpfnahes<br />

Endstück)<br />

Diaphyse<br />

(Knochenschaft)<br />

distale<br />

Epiphyse<br />

(rumpffernes<br />

Endstück)<br />

Quelle: iStock / Sakurra (bearbeitet), 2023<br />

schwammartiges<br />

Innengewebe<br />

Epiphysenfuge<br />

Markraum<br />

gelbes<br />

Knochenmark<br />

Endost<br />

(innere<br />

Knochenhaut)<br />

Substantia<br />

compacta<br />

(kompakter<br />

Teil des<br />

Knochens)<br />

Periost<br />

(Knochenhaut)<br />

Blutgefäße<br />

Gelenkknorpel<br />

Wie Beta-Thalassämie das<br />

Leben sabotiert<br />

Werbebeitrag – Therapieporträt<br />

Eine Beta-Thalassämie begleitet<br />

Betroffene ein Leben lang, denn<br />

die Bluterkrankung ist genetisch<br />

bedingt und damit angeboren.<br />

Kleine Kinder haben oft Wachstumsstörungen,<br />

weitere Folgen<br />

können Fehlbildungen am <strong>Skelett</strong><br />

und Knochenbrüche sein. Die Therapie<br />

ist heutzutage eine Herausforderung.<br />

Bereits Säuglinge, die an einer<br />

transfusionsabhängigen Beta-<br />

Thalassämie (TDT) erkrankt sind,<br />

leiden unter schwerer Blutarmut.<br />

Der Mangel an roten Blutkörperchen<br />

schwächt den Körper, sodass<br />

Betroffene ihr Leben lang auf Bluttransfusionen<br />

angewiesen sind.<br />

Starke Beeinträchtigungen<br />

Viele von ihnen brauchen alle zwei<br />

Wochen frisches Spenderblut<br />

– diese Mengen können langfristig<br />

zu schweren Schäden an Herz, Milz<br />

und Leber führen. Die Folge: Viele<br />

Patienntinnen und Patienten versterben<br />

vor ihrem 50. Lebensjahr.<br />

Die medizinische Versorgung von<br />

Menschen mit TDT stellt Betroffene<br />

und das Gesundheitssystem vor<br />

große Herausforderungen.<br />

Zusätzlich zu den Belastungen<br />

durch die Behandlung hat eine TDT<br />

auch Einfluss auf die Lebensqualität<br />

und den Alltag. Einige Betroffene<br />

leiden so sehr unter der Krankheit,<br />

dass Arbeiten unmöglich wird.<br />

Bedarf an neuen Therapien<br />

Bei milden Verlaufsformen kann<br />

eine medikamentöse Therapie<br />

helfen. Für schwer erkrankte Menschen<br />

besteht die einzige Chance<br />

auf kurative Therapie bislang in der<br />

Die angeborene Bluterkrankung Beta-Thalassämie stellt Patientinnen und Patienten<br />

sowie deren Familien vor große Herausforderungen.<br />

Stammzelltransplantation. Diese<br />

kommt aber nur für einen kleinen<br />

Teil der Betroffenen infrage. Somit<br />

ist medizinische Forschung gefragt:<br />

Es werden innovative Therapiemöglichkeiten<br />

benötigt, um<br />

Menschen mit Beta-Thalassämie<br />

in Zukunft besser zu helfen und ein<br />

normaleres Leben zu ermöglichen.<br />

Weitere Infos auf:<br />

www.findyourbetathalpath.de


8<br />

Das ist die wichtigste Gesundheitsressource<br />

<strong>Muskel</strong>-<strong>Skelett</strong>-<strong>Spezial</strong><br />

RÜCKENSCHMERZEN | VON NADINE EFFERT<br />

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten<br />

Gründen, eine Arztpraxis aufzusuchen, und<br />

verursachen jedes Jahr mehrere Milliarden<br />

Euro Krankheitskosten. Was ist Gift für den Rücken?<br />

Und mit welcher Maßnahme lassen sich<br />

Kreuzschmerzen am effektivsten vorzubeugen?<br />

Dass jemand heutzutage nicht über Kreuzschmerzen<br />

klagt, gilt schon fast als Rarität:<br />

Denn im Jahr 2021 waren 26,2 Millionen Menschen<br />

in Deutschland mit Rückenbeschwerden<br />

in ärztlicher Behandlung – also fast ein Drittel<br />

Jede dritte Person in<br />

Deutschland hat Rücken.<br />

der Bevölkerung. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsatlas<br />

des Wissenschaftlichen Instituts der<br />

AOK (WIdO), der im November vorgestellt wurde.<br />

„Damit sind Rückenschmerzen eines der häufigsten<br />

Gesundheitsprobleme in Deutschland“, sagt<br />

WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder. Die<br />

Rückenschmerzen in der deutschen Wohnbevölkerung<br />

Anzahl betroffener Frauen und Männer nach Altersgruppen<br />

1.400.000<br />

1.200.000<br />

1.000.000<br />

800.000<br />

600.000<br />

400.000<br />

200.000<br />

0<br />

Frauen<br />

Männer<br />

Krankheitshäufigkeit steigt mit dem Alter; Frauen<br />

sind häufiger betroffen. Jedoch haben auch<br />

jüngere Erwerbstätige Rückenbeschwerden: Im<br />

Alter zwischen 30 und 35 Jahren leiden bereits<br />

27 Prozent der Frauen und 22 Prozent der Männer<br />

darunter.<br />

Fokus Muskulatur<br />

In den meisten Fällen stecken harmlose<br />

Verspannungen der Nacken- und Rückenmuskulatur<br />

hinter den Beschwerden, die somit<br />

häufig spontan und ohne Behandlung nach einigen<br />

Tagen verschwinden. Wichtig: nicht in eine<br />

Schonhaltung verfallen, sondern in Bewegung<br />

bleiben. Wärmebehandlungen, Massagen und<br />

Akupunktur verhelfen zu einer schnelleren Linderung.<br />

Ursache für Rückenschmerzen können<br />

sowohl körperliche als auch psychische Faktoren<br />

sein. Dazu zählen unter anderem zu wenig Bewegung,<br />

falsche Haltung, einseitige Tätigkeiten,<br />

Übergewicht und Stress. Prof. Dr. Ingo Froböse,<br />

Professor für Prävention und Rehabilitation<br />

im Sport an der Deutschen Sporthochschule<br />

Köln, weist angesichts der Ergebnisse aus dem<br />

Gesundheitsatlas auf LinkedIn darauf hin, dass<br />

30–34 40–44 50–54 60–64 70–74 80–84 ab 90<br />

Quelle: Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO),<br />

Gesundheitsatlas Rückenschmerzen, 2023<br />

ZAHL ZUM STAUNEN<br />

96,7 Millionen<br />

So viele Arbeitsunfähigkeitstage<br />

aufgrund<br />

von Rückenschmerzen<br />

gab es im Jahr 2022<br />

unter den 34,4 Millionen<br />

sozialversicherungspflichtig<br />

Beschäftigten<br />

in Deutschland.<br />

Quelle: Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen<br />

Instituts der AOK (WIdO) – Rückenschmerzen,<br />

November 2023<br />

eine „gut ausgebildete Muskulatur die wohl wichtigste<br />

Gesundheitsressource“ gegen Rückenschmerzen<br />

sei. Bewegungsmangel würde diese<br />

hingegen „gravierend fördern“. Daher, so der<br />

Gesundheitsexperte, müsse sich präventives<br />

als auch therapeutisch angeleitetes <strong>Muskel</strong>training<br />

„als zentrale und primäre Intervention“<br />

etablieren.<br />

Chronifizierung vermeiden<br />

„Angesichts von zunehmend älter werdenden<br />

Belegschaften in Deutschland sollten Risikofaktoren,<br />

die mit der Entstehung oder Chronifizierung<br />

von Rückenschmerzen in Zusammenhang<br />

stehen, möglichst frühzeitig adressiert<br />

werden“, so Schröder. Schließlich seien auch<br />

die volkswirtschaftlichen Folgen beachtlich.<br />

Laut Krankheitskostenstatistik entfielen im<br />

Jahr 2022 11,6 Milliarden Euro auf Rückenleiden.<br />

Von einer Chronifizierung ist die Rede, wenn<br />

die Schmerzen länger als drei Monate anhalten.<br />

Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind 15,5 Prozent<br />

der Bevölkerung davon betroffen. Wichtig<br />

ist es, rechtzeitig eine Arztpraxis aufzusuchen,<br />

um den Übergang von zeitweisen zu dauerhaften<br />

Schmerzen zu vermeiden und die Wurzel des<br />

Übels ausfindig zu machen. Denn es können –<br />

wenn auch nur in etwa bis zu 30 Prozent der Fälle<br />

– ebenso ernsthafte Erkrankungen wie zum Beispiel<br />

Wirbelbrüche, Entzündungen oder Nervenschäden<br />

im Bereich der Wirbelsäule Auslöser für<br />

die Beschwerden sein. <br />

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1 Klopp, R. C., Niemer, W., & Schulz, J. (2013). Wirkungen einer physikalischen Stimulierung der spontanen<br />

arteriolären Vasomotion bei Rehabilitanden unterschiedlichen Alters. Journal of Complementary and Integrative<br />

Medicine, 10(Suppl), S15-S22.<br />

2 Bohn, W., Hess, L., & Burger, R. (2013). The effects of the “physical BEMER® vascular therapy”, a method<br />

for the physical stimulation of the vasomotion of precapillary microvessels in case of impaired microcirculation,<br />

on sleep, pain and quality of life of patients with different clinical pictures on the basis of three<br />

scientifically validated scales. Journal of Complementary and Integrative Medicine, 10(Suppl), S5-S12.


10<br />

<strong>Muskel</strong>-<strong>Skelett</strong>-<strong>Spezial</strong><br />

KOMMENTAR<br />

Betriebsdauer verlängern<br />

Wussten Sie, dass die Weichen für einen starken,<br />

gesunden Bewegungsapparat, zu dem <strong>Muskel</strong>n und<br />

<strong>Skelett</strong> gehören, schon von klein auf gestellt werden?<br />

Fakt ist: Je kräftiger die <strong>Muskel</strong>n des Kindes sind,<br />

desto stabiler werden die Knochen. In den<br />

ersten 20 Lebensjahren wird auf dem<br />

„Knochenkonto“, wie orthopädische<br />

Fachleute zu sagen pflegen, ein Guthaben<br />

angesammelt. Falls Sie Mutter<br />

oder Vater eines Kindes sind,<br />

sollten Sie dies im Hinterkopf behalten.<br />

Mit zunehmendem Lebensalter<br />

bauen nicht nur die <strong>Muskel</strong>n,<br />

sondern auch die Knochen ab, die Stabilität geht<br />

verloren. Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät, mit<br />

gezielten, regelmäßigen Kraftübungen anzufangen<br />

und somit die Gelenke bestmöglich zu schützen.<br />

Denn selbst im Alter reagiert Ihr Körper aufs<br />

<strong>Muskel</strong>training. Ohne Sport hingegen<br />

verlieren Sie bis zum 80. Lebensjahr<br />

bis zu 40 Prozent Ihrer <strong>Muskel</strong>masse<br />

– mit Gebrechlichkeit, Schwäche<br />

und Balancestörungen als mögliche<br />

Folgen. Also: Bleiben Sie aktiv – Ihr<br />

Antriebsmotor dankt es Ihnen mit<br />

Mobilität bis ins hohe Alter.<br />

Nadine Effert<br />

Chefredakteurin<br />

IMPRESSUM<br />

Projektmanagerin Anika Förster, anika.foerster@reflex-media.net Redaktion<br />

Nadine Effert, Tobias Lemser Layout Silke Schneider, grafik@reflex-media.net<br />

Fotos iStock / Getty Images, Coverbild iStock / yurok Druck BVZ Berliner<br />

Zeitungsdruck GmbH V.i.S.d.P. Redaktionelle Inhalte Nadine Effert, redaktion@<br />

reflex-media.net Weitere Informationen Pit Grundmann, pit.grundmann@<br />

reflex-media.net, Reflex Verlag GmbH, Hackescher Markt 2–3, D-10178 Berlin,<br />

T +49 (0)30 / 200 8949 0, www.reflex-media.net<br />

Diese Publikation des Reflex Verlages erscheint am 12. Dezember 2023 in der<br />

Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Reflex Verlag und die Frankfurter Allgemeine<br />

Zeitung GmbH sind rechtlich getrennte und redaktionell unabhängige Unternehmen.<br />

Inhalte von Werbebeiträgen wie Unternehmens- und Produktporträts,<br />

Interviews, Advertorials, Anzeigen sowie Gastbeiträgen und Fokusinterviews<br />

geben die Meinung der beteiligten Unternehmen beziehungsweise Personen<br />

wieder. Die Redaktion ist für die Richtigkeit der Beiträge nicht verantwortlich. Die<br />

rechtliche Haftung liegt bei den jeweiligen Unternehmen.<br />

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