Crazy for you - Theater Kiel

theater.kiel.de

Crazy for you - Theater Kiel

SPIELZEIT

2010 | 2011


apple oper kiel

Giacomo Puccini

La Bohème

- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln -

Der Dichter Rodolfo, der Maler Marcello, der Philosoph Colline und der Musiker Schaunard sind echte Überlebenskünstler.

Ist ausnahmsweise einmal Geld vorhanden, teilen sie und hauen es gemeinsam auf den Kopf. Ist kein Geld vorhanden, teilen sie

ihr Elend. Am Weihnachtsabend lernt Rodolfo seine Nachbarin Mimi kennen und lieben. In die Clique aufgenommen, erlebt

sie erstaunt, wie Marcello und seine Ex-Geliebte Musetta wieder zueinander finden – jedenfalls vorübergehend. Vorübergehend

bleibt auch die Beziehung von Rodolfo und Mimi. Sie trennen sich, weil Mimi todkrank ist. Ihr letzter Gang führt Mimi

allerdings noch einmal zu Rodolfo.

La Bohème gehört weltweit zu den meistgespielten Opern: die Balance zwischen Konversationston und lyrischen Aufschwüngen

ist genauso perfekt wie die Mischung aus Komik und Ernst. Henri Murgers Roman „Szenen aus dem Pariser Künstlerleben“

bildete die ideale Vorlage für Puccini: „In dem Buch war alles, was ich suche und liebe: die Frische, die Jugend, die

Leidenschaft, die Fröhlichkeit, die schweigend vergossenen Tränen, die Liebe mit ihren Freuden und Leiden.“

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch

Regie: Daniel Karasek

Bühne: Norbert Ziermann

Kostüme: Claudia Spielmann

Premiere: 25. September 2010

Georg Friedrich Händel

Rinaldo

- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln -

Mit Rinaldo zeigen wir nach den erfolgreichen Inszenierungen von Alcina und Julius Cäsar die erste Oper, die Georg Friedrich

Händel für seine Wahlheimat London schrieb. 1711 machte er Furore mit dieser waghalsigen Mischung aus Zauberoper und

Kriegsdrama – und kreierte für die verblüfften Londoner ein Musikspektakel, mit dem sich der junge Sachse aus dem Nichts

einen Namen als angesagter Opernkomponist machte. Seine Musik atmet darin eine jugendliche Frische und Energie, wie er

sie selten wieder erreichen sollte.

Die Handlung basiert auf Torquato Tassos Epos „Das befreite Jerusalem“: Der Kreuzritter Rinaldo ist im Gefolge Gottfried

von Bouillons ins Heilige Land gezogen. Doch seine Geliebte Almirena gerät in Gefangenschaft der bösen Zauberin Armida

und wird zum Spielball der feindlichen Lager. Dass es ein überraschendes Happy End gibt, gehört zur Barockoper natürlich

ebenso dazu wie die atemberaubende Gesangsakrobatik, die nicht nur das Publikum der Barockzeit in Ekstase versetzt hat.

Musikalische Leitung: Rubén Dubrovsky

Regie: Thomas Enzinger

Ausstattung: Toto

Premiere: 9. Oktober 2010


George Gershwin

Crazy for you

Bobby Child, verwöhnter Sohn aus reicher New Yorker Bankiersfamilie, zeigt keinerlei Ambitionen, in die Fußstapfen seiner

Eltern zu treten – er will zum Broadway! Lange schon nervt er den berühmten Produzenten Bela Zangler, ihm ein Vorsprechen

zu gewähren, doch ohne Erfolg. Als seine Mutter ihn in das gottverlassene Nest Deadrock in Nevada schickt, um dort die

Pacht eines bankrotten kleinen Theaters aufzukündigen, wittert er seine Chance: Nun will er selbst den großen Produzenten

mimen und eine Show der Extraklasse auf die Beine stellen. Auf einmal ist in dem verschlafenen Nest der Broadway-Wahn

ausgebrochen, und als plötzlich auch noch der echte Bela Zangler, Bobbys anstrengende Verlobte Irene und seine Mutter in

Nevada auftauchen, geht es tatsächlich rund.

Mit George Gershwins Hits wie „Someone to watch over me“, „Shall We Dance“ oder „I got rhythm“ ist Crazy for you ein

großartiges Musik- und (Step-)Tanzerlebnis. Ken Ludwigs Neufassung des Gershwin-Musicals Girl Crazy von 1930 ist eine der

mitreißendsten musikalischen Broadway-Komödien der letzten Jahre.

Musikalische Leitung: Mariano Rivas

Regie: Olaf Strieb

Bühne: Norbert Ziermann

Premiere: 6. November 2010

Wolfgang Amadeus Mozart

Die Zauberflöte

Wem soll er denn nun glauben, der junge Tamino? Der Königin der Nacht, die „zum Leiden auserkoren“ ist, weil „ein Bösewicht“

ihre Tochter entführte? Oder dem Entführer Sarastro, der sich als Herrscher über „heilige Hallen“ entpuppt, in denen

„Klugheit und Arbeit und Künste“ weilen? Eines weiß Tamino aber genau: Er hat sich unsterblich in das Bild der entführten

Pamina verliebt - und deshalb muss er sie suchen! Die Liebe lässt ihn die drei zentralen Fragen des Lebens stellen: Wer bin

ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Seine Reise führt Tamino schließlich nicht nur zu der Geliebten, sondern auch zu

sich selbst!

Am 30. September 1791 ging Die Zauberflöte zum ersten Mal über die Bretter von Emanuel Schikaneders „Theater auf der

Wieden“. Theaterdirektor Schikaneder schrieb das Libretto und erteilte Mozart den Opernauftrag. Aller Streit über die Qualität

des Librettos hat das Publikum indes nie davon abgehalten, Mozarts letzte Oper zu lieben. Denn durch ihre geheimnisvolle

Mischung aus Märchen, Zauberoper und Freimaurermystik gibt es bei jeder Begegnung mit der Zauberflöte Neues zu

entdecken!

Musikalische Leitung: Johannes Willig

Regie und Ausstattung: Aniara Amos

Premiere: 11. Dezember 2010


Peter Maxwell Davies

Der Leuchtturm

- Oper im Schauspielhaus -

Ein Opern-Krimi ohne Leichen: Vor Gericht wird das Verschwinden dreier Leuchtturmwärter verhandelt. Drei Offiziere sollten

vor Ort nach Hinweisen suchen und werden nun befragt. Sie fanden: Nichts. Jedenfalls nichts Konkretes. Stattdessen wurden

sie auf jener Reise mit den dunklen Seiten ihrer eigenen Persönlichkeiten konfrontiert. In ihrer Erinnerung begeben sich

die Offiziere nochmals auf die geheimnisvolle Reise.

Der Komponist Sir Peter Maxwell Davies (* 1934) fand seine Wahlheimat auf den sturmumtosten Orkney-Inseln im Norden

Schottlands. Die zerstörerische Gewalt der Nordsee und das Leben von Fischern und Seeleuten hat er in vielen seiner Kompositionen

thematisiert. Der Leuchtturm wurde 1980 in Edinburgh uraufgeführt. Die Opernhandlung basiert auf einem wahren

Ereignis. Im Dezember 1900 fuhr das Leuchtturm- und Hafenversorgungsschiff „Hesperus“ zum Leuchtturm der Flannan

Inseln auf den äußeren Hebriden. Bei seiner Ankunft war der Leuchtturm leer, die drei Wärter hatten ihn offensichtlich in aller

Eile verlassen. Ihr Verschwinden blieb bis heute ungeklärt.

Musikalische Leitung: Mariano Rivas

Regie: Nele Tippelmann

Premiere: 12. Dezember 2010

Richard Strauss

Salome

Schon der Mond sieht seltsam aus an diesem Abend: Im Palast des Herodes ahnt der junge Page Schreckliches, denn Narraboth,

der Hauptmann der Palastwache, ist der Prinzessin Salome verfallen. Sie verlangt von ihm den gefangenen Propheten

Jochanaan zu sehen, den ihr Stiefvater Herodes in eine Zisterne sperren ließ. Jochanaan kündet von der Ankunft des Messias,

für Salomes verführerische Schönheit hat er scheinbar keinen Blick. Seine Ablehnung reizt Salomes Verlangen. Als Herodes

ihr für einen „Tanz der sieben Schleier“ jeden Wunsch erfüllen will, sieht Salome einen Weg, den ihr verweigerten Kuss zu

erzwingen.

Aus Oscar Wildes skandalumwitterter Salome schuf Richard Strauss mit seiner 1905 uraufgeführten Oper seinen ersten großen

Welterfolg. Für Wildes symbolistisch sinnlichen Text ging Strauss weit über die Grenzen der Musiksprache seiner Zeit hinaus

und schuf ein Werk, das die Exotik des Sujets und die psychologischen Extreme der dramatischen Vorlage in radikal neuartigen

Klängen ausdeutet und damit eine Initialzündung für die Oper des 20. Jahrhunderts war.

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch

Regie: Silvana Schröder

Ausstattung: Andreas Auerbach

Premiere: 22. Januar 2011


Antonín Dvořák

Rusalka

- in tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln -

Sie möchte unbedingt wie andere sein, lieben und geliebt werden und sich ganz als Frau fühlen. Dafür verzichtet sie sogar auf

ihre Stimme ohne sich über die Konsequenzen im Klaren zu sein, denn sie wird für diese Selbstverleugnung einen hohen Preis

zahlen!

Rusalka erzählt die Geschichte einer Meerjungfrau, die für einen geliebten Mann ihre Existenz aufgibt, ohne in der Menschenwelt

ihren Platz zu finden. Meerfrauen haben Menschen schon immer fasziniert. Ob sie nun Undine, Melusine, Sirene, Loreley

oder Rusalka (tschechisch: Nixe) heißen, eines bleibt in allen Ausformungen des Stoffes immer gleich: Die Beziehung zwischen

ihnen und den Menschen geht über kurz oder lang baden - im wahrsten Sinne des Wortes.

Für die beiden Welten und ihre Bewohner – Natur und Zivilisation, Geister und Menschen – fand Antonín Dvořák in seiner

1901 in Prag uraufgeführten, erfolgreichsten Oper unterschiedliche musikalische Sphären: impressionistisch-fließend bei den

Naturgeistern, scharf-akzentuiert bei den Menschen. Ineinander fließen sie, wenn die Menschen die Natur aufsuchen.

Musikalische Leitung: Johannes Willig

Regie: Roman Hovenbitzer

Bühne: Tilo Steffens

Kostüme: Henrike Bromber

Premiere: 12. März 2011

Volker David Kirchner

Ghetto-Trilogie / Savonarola

- Uraufführung -

Ein mittelalterlicher Glaubensfanatiker steht im Mittelpunkt von Volker David Kirchners neuem Musiktheater. Der Dominikanermönch

Girolamo Savonarola (1452-1498) rief im Florenz des ausgehenden 15. Jahrhunderts einen Gottesstaat aus.

Der neue Geist gipfelte in öffentlichen „Verbrennungen der Eitelkeiten“, die Papst Alexander VI. und die römisch-katholische

Kirche auf den Plan riefen: Am 23. Mai 1498 wurde Savonarola gehängt und dann verbrannt.

Der Uraufführung vorangestellt ist Kirchners Orchesterwerk Ghetto-Trilogie: Interpretiert vom Ballett greift es symbolhaft die

für Kirchner typischen Themen Macht, Willkür, Gewalt und Unrecht auf.

Volker David Kirchners (* 1942) Musik ergreift Partei, ist Klage oder Anklage. Seine erste Oper Die Trauung wurde 1975 in

Wiesbaden uraufgeführt und seitdem vielfach gespielt. Gilgamesh und Ahasver, 2000 in Hannover und 2001 Bielefeld uraufgeführt,

sollten eigentlich die letzten seiner insgesamt 10 Musiktheaterwerke bleiben. Glücklicherweise wurde er mit Savonarola

seinem Vorsatz untreu, denn nur so wurde diese Uraufführung in Kiel möglich!

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch

Regie und Ausstattung: Andrej Woron

Premiere: 30. April 2011


Jacques Offenbach

Hoffmanns Erzählungen

- in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln –

Nicht weniger als Jacques Offenbachs künstlerisches Vermächtnis stellt die „phantastische Oper“ Hoffmanns Erzählungen dar,

in der der Dichter E.T.A. Hoffmann in drei Erzählungen Abschied von seiner Geliebten Stella nimmt. In Olympia, der mechanischen

Puppe, führt er sich die Zerbrechlichkeit seiner jugendlichen Schwärmerei vor Augen, in Antonia, der jungen Sängerin,

deren mysteriöse Krankheit sie den Tod im Gesang finden lässt, macht er seine Hoffnung auf eine gereifte Liebe zunichte, und

von Giulietta, der kühlen Kurtisane, lässt er sich mit seinem Spiegelbild vollends seine Identität rauben. Doch Hoffmanns

Muse weiß, dass „man groß wird durch die Liebe, doch noch größer durch die Tränen ...“

Offenbachs unvollendetes Meisterwerk ist eines der faszinierendsten Rätsel der Operngeschichte: Das Fragment einer der

größten Opern des 19. Jahrhunderts fasziniert bis heute mit seiner Musik, deren chimärenhafte Vielgestaltigkeit zwischen

Operette und großer Oper schwankt, und die so viel mehr bereithält als nur die schillernd schöne Liebesnacht der berühmten

Barkarole.

Musikalische Leitung: Johannes Willig

Regie: Thomas Wünsch

Bühne: Norbert Ziermann

Premiere: 11. Juni 2011

WIEDERAUFNAHMEN

Charles Gounod

Faust

- in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln –

Zu Beginn steht ein Mann vor dem „Nichts!“. Kann ein Mensch an einem Endpunkt noch einmal von vorne anfangen? Gounods

Faust wagt den Versuch und lässt sich ein auf einen Pakt mit dem Teufel. Er will die Jugend und die Liebe neu erfahren,

vor allen Dingen will er sie, die Schöne, das Mädchen, das er in Mephistopheles’ Vision sah… Margarethe! Seine Begierde ruht

nicht, bis er sie verführt hat, doch treibt es ihn weiter fort, fort von Margarethe und fort von ihrem Kind. Fausts Versuch eines

Neubeginns scheitert an der Unüberwindlichkeit seines übergroßen Lebensanspruchs …

Goethes großes Gedankendrama wird von Gounod umgeformt zu einer musikalisch höchst effektvollen Liebestragödie zwischen

Faust und Margarethe. Mit seinem vielfältig-farbigen Melodienreichtum zeigt sich Gounod auf der Höhe seiner Kunst

und nötigte selbst seinem kritischen Kollegen Berlioz Respekt ab, der neidlos anerkannte: „Faust ist sicherlich der Erfolg der

Zukunft.“ Er hatte Recht!

Musikalische Leitung: Mariano Rivas

Regie: Georg Köhl

Bühne: Norbert Ziermann

Kostüme: Claudia Spielmann

Wiederaufnahme: 13. Oktober 2010


Engelbert Humperdinck

Hänsel und Gretel

Lebkuchen schmecken auch nach Weihnachten gut! Hänsel und Gretel können jedenfalls den Lebkuchen am Knusperhäuschen

der Hexe Rosina Leckermaul nicht widerstehen.

Ab 29. Dezember steht Jörg Diekneites Inszenierung von Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel wieder auf dem

Spielplan und lässt sich befreit von Termindruck und Geschenkzwang erst richtig genießen! Geeignet für Groß und Klein bietet

die Oper eine spannende Geschichte, große Stimmen, bekannte Melodien, ein farbenreiches Orchester und einen Lebkuchen-

Kinder-Chor. Mit anderen Worten: Alles, was das Herz begehrt und was zu einer „großen“ Oper gehört!

Musikalische Leitung: Johannes Willig | Regie: Jörg Diekneite | Bühne: Eckhard Reschat | Kostüme: Sabine Keil

Wiederaufnahme: 29. Dezember 2010

Richard Strauss

Der Rosenkavalier

„Rundum geglückt“ - „pralles Theater mit hintergründigem Tiefsinn“ – „Klangrausch um Liebe und Vergänglichkeit“ -

„Opernfest für Auge und Ohr“: Georg Köhls von Presse und Publikum gleichermaßen gefeierte Inszenierung des Rosenkavalier

kehrt ab 15. April in den Spielplan zurück.

Nach den musikalisch wie stofflich extremen, schockierenden Opern Salome und Elektra überraschte Richard Strauss die

Opernwelt mit seiner wienerisch angehauchten „Komödie für Musik“. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge

schauen Strauss und Hugo von Hofmannsthal im Rosenkavalier auf den „Lauf der Welt“: Eine Oper über Gefühle, die jeder

Mensch durchlebt, über Jugend und Alter, über Vergänglichkeit und Abschied. Mozartische Leichtigkeit und Wiener Walzer

lassen eine Vergangenheit lebendig werden, um von ihr Abschied zu nehmen.

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch | Regie: Georg Köhl | Bühne: Norbert Ziermann | Kostüme: Claudia Spielmann

Wiederaufnahme: 15. April 2011

apple ballett kiel

George Gershwin

Crazy for you

Premiere: 6. November 2010

Ballettabend

Premiere: 2. April 2011

Volker David Kirchner

Ghetto-Trilogie / Savonarola

- Uraufführung -

Premiere: 30. April 2011


apple Schauspiel Kiel

Ferenc Molnár

Liliom

Der Frauenschwarm Liliom ist Ausrufer auf dem Rummelplatz. Als er mit der Dienstmagd Juli anbändelt, weckt das den eifersüchtigen

Zorn seiner Chefin, die ihm kündigt. In einer schäbigen kleinen Bude will er mit seiner Geliebten ein neues Leben

beginnen. Doch zu stolz, um niedere Arbeit anzunehmen, wird er allmählich zum Herumtreiber, Trinker, Schläger und Spieler.

Als Juli schwanger wird, beschließt er mit dem Ganoven Ficsur, einen Geldboten zu überfallen. Doch der Plan misslingt und

Liliom kann sich der Bestrafung nur durch Selbstmord entziehen. Er kommt vors himmlische Gericht und wird, da er keinerlei

Reue zeigt, zu 16 Jahren Fegefeuer verurteilt. Erst danach soll er noch einmal auf die Erde zurückkehren, um ein gutes Werk

zu tun. Liliom stiehlt einen Stern und begegnet noch einmal seiner Familie.

Liliom ist das erfolgreichste Stück der ungarischen Dramatik. Molnár beschreibt seine heruntergekommene Jahrmarktswelt mit

großer poetischer Kraft. Hans Albers machte seine Interpretation des Frauenhelden mit dem Schlager „Komm auf die Schaukel,

Luise“ in ganz Deutschland berühmt.

Regie: Dariusch Yazdkhasti

Premiere: 2. Oktober 2010

Heinrich von Kleist

Der zerbrochne Krug

Als Dorfrichter Adam eines Morgens erwacht, sind die Spuren einer nächtlichen Eskapade klar erkennbar. Er hat eine deutlich

sichtbare Kopfwunde und seine Amtsperücke ist verschwunden. Gerne würde er den Vorfall auf sich beruhen lassen und sich

einfach wieder hinlegen, doch unglücklicherweise steht eine Gerichtsverhandlung an. Im Haus der Witwe Marthe Rull wurde

ein Krug zerschlagen. Der junge Ruprecht wird verdächtigt, ihn zerstört zu haben, als er sittenwidriger Weise in das Schlafzimmer

der jungen Eve, Marthes Tochter, eingestiegen sei. Zu allem Überfluss kündigt ausgerechnet an diesem Tag auch noch

Gerichtsrat Walter seinen Besuch an, der zu kontrollieren hat, ob die Rechtssprechung auf dem Dorf ordnungsgemäß abläuft.

Adam ist gezwungen, in einer für ihn höchst delikaten Situation Gerichtstag zu halten. Denn was wirklich passiert ist, wissen

nur zwei Personen ganz genau.

Kleists berühmtes Lustspiel ist eine Kriminalkomödie mit grandiosem Wortwitz und stellt gleichzeitig grundlegende Fragen

nach Gerechtigkeit und gesellschaftlicher (Schein-)Moral.

Regie: Michael Uhl

Ausstattung: Britta Langanke

Premiere: 10. Oktober 2010


Howard Ashman / Alan Menken

Der kleine Horrorladen

Der Blumenladen von Mr. Mushnik hat schon bessere Tage gesehen. Das Geschäft, das in einem schäbigen Vorstadtviertel

liegt, steht kurz vor der Pleite. Als letzten Versuch schlägt die naive Angestellte Audrey vor, die spektakuläre Pflanze, die der

verklemmte Verkäufer Seymour im Keller gezüchtet hat, ins Fenster zu stellen. Und tatsächlich: Das wundersame Gewächs

zieht haufenweise Kundschaft an und das Geschäft läuft besser denn je. Doch plötzlich hängen die Blätter der Pflanze leblos

herunter. Durch Zufall findet Seymour heraus, wie er sie „gießen“ muss: mit seinem eigenen Blut! Nun wird das vampirische

Grünzeug rasend schnell immer größer. Der Laden wird berühmt; Presse, Rundfunk und Fernsehen berichten. Als Seymour

das Blut ausgeht, überschlagen sich die irrwitzigen Ereignisse: Die Pflanze zeigt ihr wahres Gesicht und plötzlich kämpfen alle

ums blanke Überleben.

Das Comedy-Horror-Musical ist immer noch ein großer Broadway-Hit. In rockigen und rührenden Songs erzählt es vom täglichen

Überlebenskampf, über den Traum von der großen Liebe und die Sehnsucht nach einer besseren Zukunft.

Regie: Andreas Kloos

Ausstattung: Eckhard Reschat

Premiere: 27. November 2010

Tennessee Williams

Die Katze auf dem heißen Blechdach

Der Plantagenbesitzer und Millionär Big Daddy feiert seinen 65. Geburtstag. Er ist sterbenskrank, was seine Familie ihm aber

verheimlicht. Trotzdem versucht man ausgelassen zu feiern. Doch für Maggie, seine Schwiegertochter, ist die Situation schier

unerträglich. Sie fühlt sich wie eine Katze, die so lange auf dem heißen Blechdach steht, bis ihr die Pfoten verbrennen. Ihr Mann

Brick ist zum Trinker geworden und hält sie auf Distanz. Sein Bruder Gooper und dessen gebärfreudige Frau Mae versuchen

mit allem Mitteln, das Erbe von Big Daddy für sich zu gewinnen. Der jedoch möchte es viel lieber seinem Lieblingssohn Brick

vermachen, sieht jedoch die Gefahr, dass wegen dessen Kinderlosigkeit der Erhalt des Besitzes gefährdet ist. Schließlich kommt

es zur großen Abrechnung, in der niemand ungeschoren davon kommt.

Tennessee Williams erhielt für Die Katze auf dem heißen Blechdach 1955 den Pulitzerpreis. Er zeichnet darin das erschütternde

Psychogramm einer Familie, deren Lebenslügen sich verselbstständigt haben und die sich gegenseitig das Zusammenleben zur

Hölle gemacht hat.

Regie: Daniel Karasek

Premiere: 15. Januar 2011


Simon Stephens

Punk Rock

Stockport bei Manchester. Eine teure Privatschule. Hier bereiten sich gut situierte Jugendliche auf ihre Abschlussprüfungen

vor: Der hochbegabte Chadwick, der großmäulige Bennet und seine Freundin Cissy, die von ihren Eltern unter großen Leistungsdruck

gesetzt wird, der sportliche Lacrossespieler Nicholas und der zurückhaltende William. Als die 17jährige Lilly neu

an die Schule kommt, wird das ohnehin spannungsreiche Beziehungsgeflecht immer explosiver: Lilly verliebt sich in Nicholas,

sehr zum Ärger von William, der die neue Mitschülerin gern für sich hätte. Gleichzeitig wird der sensible Chadwick immer

mehr zum Opfer der zunehmend ungezügelten Mobbing-Attacken Bennets. Die Mischung aus wechselnden Allianzen und

querschießenden Hormonen entwickelt eine immer größere Eigendynamik, an deren Ende ein Amoklauf steht.

Der britische Dramatiker Simon Stephens, dessen Stücke Port und Am Strand der weiten Welt bereits mit großem Erfolg in Kiel

zu sehen waren, nähert sich präzise, ohne Scheu vor Widersprüchen und mit großer Intensität einem Thema, für das es keine

einfachen Erklärungsmuster geben kann.

Regie: Ulrike Maack

Premiere: 26. Februar 2011

Feridun Zaimoglu / Günter Senkel nach William Shakespeare

Julius Cäsar

- Uraufführung -

Rom im letzten Jahrhundert vor Christi Geburt. Es gehen Gerüchte um, dass der Senat den siegreich aus dem Bürgerkrieg

heimgekehrten Konsul Julius Cäsar zum alleinigen Herrscher ausrufen will. Daraufhin beschließt eine Gruppe um die Verschwörer

Cassius und Brutus, den mächtigen Feldherren zu töten. Brutus gelingt es zunächst, die Tat vor dem Volk als Tyrannenmord

zu rechtfertigen, doch Cäsars Mitkonsul Marcus Antonius wendet sich in einer Brandrede gegen die Verschwörer,

die daraufhin aus Rom fliehen müssen. Beide Parteien rüsten schließlich ein Heer und es kommt zur Schlacht.

Julius Cäsar ist eine der vielschichtigsten historischen Figuren – brillanter Politiker auf der einen Seite, rücksichtsloser Tyrann

auf der anderen. Mit dem Auftrag zur Bearbeitung der Shakespeare-Vorlage setzt das Schauspiel Kiel seine Zusammenarbeit

mit Feridun Zaimoglu und seinem Co-Autor Günter Senkel fort. Nach der Macht der Liebe in Romeo und Julia steht nun die

Macht des politischen Ränkespiels im Zentrum einer mit Sicherheit wieder sehr eigenen Interpretation des großen Stoffes.

Regie: Marc Lunghuß

Premiere: 9. April 2011


Choderlos de Laclos

Gefährliche Liebschaften

Die gesellschaftlich hoch angesehene Marquise de Merteuil wird von ihrem Liebhaber Comte Gercourt verlassen, weil er die

junge Cécile heiraten will. Um sich zu rächen, bittet Merteuil ihren Verflossenen, Vicomte de Valmont, Cécile zu verführen.

Hierfür bietet sie ihm eine gemeinsame Liebesnacht. Die Klosterschülerin Cécile ist für den berüchtigten Verführungskünstler

Valmont jedoch ... ein zu leichtes Opfer. Deshalb stellt er sich zusätzlich die schwierige Aufgabe, die verheiratete, strenggläubige

und hochmoralische Madame de Tourvel herumzukriegen. Hinter der arglosen Oberfläche spinnt Valmont ein perfides

Netz von Intrigen, gelangt an sein Ziel und fordert von Merteuil seine Belohnung. Doch die Marquise beginnt unbarmherzig

ein neues zerstörerisches Spiel.

Auf der Bühne wird der Briefroman von Choderlos de Laclos zu einem brillanten Konversationsstück der untergehenden upper

class. In dem ebenso abgründigen wie spannenden Verführungsspiel stürzen Merteuil und Valmont ihre Mitmenschen nur aus

einem einzigen Grund ins Verderben: weil sie es können.

Regie: Dariusch Yazdkhasti

Premiere: 21. Mai 2011

WEIHNACHTSMÄRCHEN

Hans Christian Andersen (Bühnenbearbeitung von Frank-Lorenz Engel)

Die kleine Meerjungfrau

- Uraufführung -

Mitten im weiten Ozean lebt die kleine Meerjungfrau, die schönste der sechs Töchter des Meerkönigs. So aufregend es in dem

heimischen Unterwasserreich auch ist, wird die kleine Nixe von Neugier geplagt. Angefeuert von Geschichten über beleuchtete

Städte und strahlende Sonnenuntergänge, will sie unbedingt die Welt der Menschen kennen lernen. Als sie ein Schiff entdeckt,

beobachtet sie immer wieder fasziniert die Matrosen und verliebt sich dabei ausgerechnet in einen Prinzen. In einem Sturm

rettet sie den Angebeteten, muss aber versteckt bleiben, denn mit einem Fischschwanz kann man nicht in die Menschenwelt gelangen.

So macht sich die kleine Meerjungfrau auf, die mächtige Meerhexe zu suchen und das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Die kleine Meerjungfrau ist das wohl bekannteste Märchen aus der Feder Hans Christian Andersens. Autor und Regisseur

Frank-Lorenz Engel hat aus der berühmten Vorlage ein kindgerechtes Bühnenstück voller Poesie und Musik und mit allerlei

liebenswerten Meeresbewohnern entwickelt, an dessen Ende sich Prinz und Seejungfrau tatsächlich in die Arme schließen

können.

Regie: Frank-Lorenz Engel

Premiere: 20. November 2010 (Opernhaus)


STUDIO SCHAUSPIELHAUS

lunatiks produktion

einsatz spuren

- Uraufführung -

Ein Rechercheprojekt zu Euripides’ „Die Troerinnen“

Der Krieg ist vorbei. Die Schlacht ist geschlagen, die Mission erfüllt, der Sold ausgezahlt. Sie kehren in die Heimat zurück, zu

Frau und Kindern. Doch in den Köpfen der Soldaten und in ihren Familien ist der Krieg noch lange nicht beendet. In seinem

Stück „Die Troerinnen“ stellt Euripides 415 v. Chr. die Frage, welche Auswirkungen die Erfahrung des Krieges auf die Beteiligten

haben. Er richtet den Blick nicht auf die Helden Achill und Odysseus, sondern schildert, wie die Frauen und Angehörigen

versuchen, mit dem Krieg fertig zu werden. Spätestens seit dem Selbstmordanschlag auf einen Bus mit deutschen Soldaten in

Afghanistan 2003 müssen auch die Familien in Deutschland wieder mit der Angst leben, dass ihre Angehörigen traumatisiert

oder gar im Zinksarg zurückkehren. Nach der Rückkehr ist vieles nicht mehr wie zuvor. Der Krieg ist in den Familien angekommen,

unsichtbar hinter Reihenhausfassaden und gepflegten Vorgärten. Ein ferner Krieg, der nahe rückt.

Das Berliner Performance- und Theaterkollektiv „lunatics produktion“ entwickelt seine Stücke stets selbst. Ausgangspunkt

sind umfangreiche Recherchen, Interviews und Archivarbeit. Erst aufgrund dieser Forschungen entstehen Texte, Spielregeln

und Gestalt der Aufführung. Nach Statisten des Skandals zur Barschel-Affäre arbeitet „lunatiks produktion“ nun zum zweiten

mal für das Schauspiel Kiel. Ausgehend vom antiken Theaterstück „Die Troerinnen“ recherchiert das neue Projekt, welche

Veränderungen und Verletzungen die Erfahrung des Krieges bei deutschen Soldaten und ihren Angehörigen hinterlassen.

Text / Regie: Tobias Rausch

Recherche: Tobias Graf

Premiere: 3. Oktober 2010

Roland Schimmelpfennig

Der goldene Drache

Ein Thai-China-Vietnam-Schnellrestaurant mit dem Namen „Der goldene Drache”, irgendwo in Europa. In der engen Küche

arbeitet ein junger Chinese ohne Aufenthaltsgenehmigung. Auf dem Balkon über dem Restaurant steht ein alter Mann mit

einem großen Wunsch, den ihm niemand erfüllen kann, auch seine Enkelin nicht. Dem jungen Liebespaar in der Dachwohnung

des Hauses passiert etwas, das auf keinen Fall passieren sollte. Eine Etage tiefer verlässt eine Frau ihren Mann. Der

benachbarte Lebensmittelhändler entdeckt ein ungeahnt lukratives Nebengeschäft. Eine Stewardess stößt in ihrer Thai-Suppe

auf etwas, was da nicht hinein gehört, und der Junge aus China findet auf einem anderen Weg in seine Heimat zurück, als er

sich gewünscht hat.

Der renommierte Gegenwartsdramatiker Roland Schimmelpfennig verleiht seinen Figuren und deren Verhalten durch einen

Kunstgriff andere Färbungen, denn die Männer sollen hier von den Frauen, die Frauen von den Männern, die Jungen von den

Alten und die Alten von den Jungen gespielt werden. Das Ergebnis ist poetisch, brutal, rätselhaft und berührend.

Premiere: 14. Januar 2011


Henning Mankell

Antilopen

Eine Villa irgendwo in Afrika. Von draußen hört man die Geräusche der Savanne, das Elefantengras reicht schon bis ins

Wohnzimmer des Hauses, das Ungeziefer kriecht durch die Fugen. Die Hitze ist unerträglich. Das Paar, das hier wohnt, ist auf

dem Sprung zurück nach Europa. Vierzehn Jahre lang war er als Brunnenbauer in der Entwicklungshilfe tätig. Nun warten

sie auf seinen Nachfolger. Die Stimmung ist seltsam nervös und angespannt. Denn das Paar ist nicht nur an seiner Aufgabe

gescheitert, sondern letztlich an sich selbst. Jetzt rechnen sie mit sich und ihrer Zeit in Afrika ab und manch totgeschwiegenes

Geheimnis erwacht wieder zum Leben.

„Die Hauptpersonen dieses Stückes sind die Schwarzen. Aber sie sind nicht zu sehen“, schreibt der Autor Henning Mankell

über sein Stück. Der berühmte schwedische Krimiautor und Regisseur verbringt einen großen Teil seines Lebens als Theaterleiter

in Mosambik und setzt sich immer wieder ebenso kenntnisreich wie kritisch mit der europäischen Haltung gegenüber

Afrika, aber auch mit dem inneren Zustand des schwarzen Kontinents auseinander.

Regie: Neele von Müller

Premiere: 25. Februar 2011

FESTIVALS

Flächenbrand

Neue Orte. Neue Stücke.

Flächenbrand ist zurück. Zum dritten Mal wird es ein Kieler Theaterfestival geben, das an alternativen Spielstätten Gegenwartstheater

zur Aufführung bringt.

Nach dem Startschuss im Jahr 2005 und der Schwester-Veranstaltung Feuertaufe im Jahr 2008, bei der zur Jubiläumsspielzeit

alle Sparten einbezogen waren, wird nun wieder ein theatraler Flächenbrand des Schauspiels entfacht.

Das Festival wird vom Schauspiel Kiel inhaltlich erarbeitet sowie künstlerisch und organisatorisch betreut: An alternativen

Spielorten überall in der Stadt entstehen nach einer etwa vierzehntägigen Probenzeit Werkstattinszenierungen von aktuellen

Stücken, die sich unter einem bestimmten Oberthema auf die verschiedensten Weisen reflektorisch-kritisch mit aktuellen Fragen

auseinandersetzen.

Gleichzeitig ist das Festival ein in dieser Weise einmaliges Forum für den Theaternachwuchs. Das Schauspiel Kiel kooperiert

dabei mit verschiedenen Ausbildungsinstitutionen: Regie-Studierende der Hamburger Theaterakademie übernehmen die Inszenierungen,

Studierende der Hochschule der Künste in Hamburg wiederum sind für Bühnenbilder und Kostüme verantwortlich.

Schließlich stehen Schauspielschülerinnen und -schüler gemeinsam mit Kieler Ensemblemitgliedern auf der Bühne.

Während des Festivals können die Zuschauer dann auf eine Reise zu den einzelnen Orten gehen, bei der sie mit unterschiedlichen

theatralen Sichtweisen und immer wieder neuen Raumkonzepten konfrontiert werden. Auf diese Weise entstehen ganz

besondere Theatererlebnisse in und für Kiel.

Termin: Mai 2011

Thespis - 7. Internationales Monodrama Festival

Vom 9. bis 14. November 2010 findet in Kiel zum 7. Mal das deutschlandweit einzige internationale Festival für Einpersonenstücke,

THESPIS, statt. Etwa 15 Aufführungen aus rund 13 Ländern (u.a. Israel, Armenien, Großbritannien) werden an

verschiedenen Spielstätten in Kiel, so auch im Schauspielhaus und im Theater im Werftpark, zum Großteil als deutsche Erstaufführungen

vorgestellt. Zusätzliche Workshops und Diskussionsveranstaltungen runden das Festival ab.

Das genaue Programm ist ab August 2010 unter www.thespisfestival.de einsehbar.


apple Theater im Werftpark

Alma Jongerius

Gute Nacht, mein Bär

Ein Einschlaftheater für Kinder und Erwachsene ab 3 Jahren

Wohl dem, der einen Kuschelbären hat, der einem nicht nur hilft, durchs Leben zu kommen, sondern auch allabendlich dafür

sorgt, dass man/frau/kind ohne Furcht und ohne Albträume einschläft. Das Mädchen Pom hat mit „Prinz Bär“ solch einen

Freund. Gut - er ist schon ordentlich abgeschrabbelt, aber das beweist umso mehr, für wie viele Abenteuer er schon gut war.

So werden die abendlichen Einschlafrituale zu intensiven Erlebnissen, wie sie jedes Kind kennt. Aus Alltäglichem entsteht ein

großer Kosmos für Kinder und ihre Erwachsenen.

Regie: Norbert Aust

Musik: Ture Rückwardt

Premiere: 26. September 2010

Jens Raschke

Jules Verne und die Geheimnisse von Kiel

Ein mysteriöser Kiel-Krimi für Kinder und Erwachsene ab 8 Jahren

- Uraufführung -

Am Abend des 17. Juni 1881 geht, fast unbemerkt, im Hafen von Kiel eine noble Dampfsegelyacht vor Anker. Ihr Besitzer, der

französische Bestsellerautor Jules Verne, befindet sich auf einer Urlaubsreise über den Eiderkanal nach Dänemark. So glaubte

man zumindest bislang. Irrtümlicherweise ...

Jens Raschke, Autor und Regisseur von Ich bin etwas schief ins Leben gebaut und Einstein setzt Segel, ist den wahren Gründen

für Jules Vernes 24-stündigen Besuch in der Fördestadt auf den Grund gegangen und dabei auf Unglaubliches gestoßen: Keineswegs

handelte es sich bei der Reise um einen harmlosen Erholungsurlaub, sondern um eine geheime Mission im Auftrag der

preußischen Regierung! Ein Verrückter droht damit, Kiel zu vernichten. Er nennt sich „Der Einzig Wahre Nemo“, nach der

Hauptfigur aus Jules Vernes Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“. Wer würde sich also besser für eine Verbrecherjagd

eignen als der Autor selbst? So hofft man zumindest in Kiel. Bis sich der frisch gebackene Detektiv auf Spurensuche begibt,

auf und unter der Erde, zu Wasser und in der Luft, und dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt. Wird es ihm dennoch

gelingen, den mysteriösen Unhold dingfest zu machen und den Geheimnissen von Kiel auf die Spur zu kommen ...

Regie: Jens Raschke

Ausstattung: Stefani Klie

Premiere: 3. Oktober 2010


Jens Raschke

Uns Siegfried

Ein rasantes Nibelungendestillat für Kinder und Erwachsene ab 8 Jahren

- Uraufführung -

Die Geschichte ist bekannt: Der wackere Recke Siegfried, wohlgestalter Königssohn aus Xanten am Niederrhein, begibt sich

auf die Suche nach Glanz, Gloria und heldentauglichen Abenteuern und findet dabei einen feuerspeienden Drachen, einen unermesslichen

Goldschatz und die Frau fürs Leben. Letzteres währt jedoch, wie man weiß, nicht allzu lange - zumindest, wenn

man der klassischen Nibelungensage Glauben schenken darf.

Was aber geschieht nun mit dem berühmtesten Germanenepos, wenn es in die Finger zweier Schauspieler gerät, die sich fest

vorgenommen haben, den ganzen Riemen binnen circa 60 Minuten nachzustellen? Und zwar ohne Bühnenbild, nur mit ein

paar Tüten voller Requisiten und Kostümteilen. Welche Probleme treten plötzlich auf, wenn man einen unsichtbaren Zwerg

spielen muss? Was wäre passiert, wenn Siegfried doch nicht von Hagens feiger Mörderhand getötet worden wäre? – Wohlan

denn, man mache sich gefasst auf einen tollkühnen und halsbrecherischen Freiflug durch den größten Mythos aller Deutschen,

ganz nach dem Motto: „Ich schau’ dir in die Augen, Epos!“

Regie: Jens Raschke

Ausstattung: Stefani Klie

Premiere: 31. Oktober 2010

Pamela Dürr

Saffran & Krump

Ein köstlicher Streit für Kinder und Erwachsene ab 5 Jahren

Der erdnahe Waldschrattel Krump fühlt sich von seinem Hügel verdrängt, als der feingeistige Saffran vom Stamm der Filousen

sich dort sesshaft machen will. Arglos schneidet Saffran einen Strauß Narzissen ab, nicht ahnend, dass es sich um Krumps

geliebteste Staude handelt. Der Streit ist da. Misstrauisch belauern sie sich, gebärden sich gefährlich, versuchen es mit geistigen

und handgreiflichen Argumenten. Saffran perlt melodiös, Krump blubbert hart. Sie wollen beide recht behalten, ihre sprachlichen

und kulturellen Eigenarten als einzig Wahre gegen den anderen verteidigen. Sie machen sich über Gewohnheiten des

anderen lustig, beleidigen sich, entschuldigen sich und verstehen sich schon wieder falsch. Als sie an der großen Katastrophe

gerade so vorbeigekommen und sich endlich losgeworden sind, fehlt ihnen was. Und wirklich nur ausnahmsweise fangen sie

an, sich umeinander zu bemühen.

Die beiden, auch sprachlich so verschiedenen, Phantasiegeschöpfe spielen hinreißend komisch durch, was in der Welt schnell

zu Kämpfen führt. Ob zwischen Kindern, Nachbarn oder Staaten.

Regie: Norbert Aust

Ausstattung: Stefani Klie

Premiere: 28. November 2010


Uwe Schwarz

Schuldenfalle

oder: Der unaufhaltsame wie permanente Auf- und Abstieg des Eike Ehrgeiz (Uraufführung)

- Uraufführung -

„Ich esse, was mir schmeckt!

Ich trage, was mir gefällt!

Ich habe den Überfluss entdeckt!

Ich kaufe mir die Welt!

Ich kaufe, also bin ich!

Shopocalypse, bitte nimm mich!

Ich kaufe mehr,

also bin ich wer!

Meine Kurve, die läuft steil!

Und außerdem:

Geiz ist gar nicht geil!“

Eine musikalische Revue, eine pekuniäre Tragikomödie, ein Finanzkrimi, eine coole Kohle-Farce über so beliebte Themen wie:

Werbung, Money, Kaufrausch, Konsum, Reichtum, Besitz, Machtgewinn..., unter Berücksichtigung weniger beliebter Themen

wie: Neid, Korruption, Schmiergeld, Machtmissbrauch, Pleite, Insolvenz, Machtverlust...

Uwe Schwarz, langjähriger Gastregisseur am Theater im Werftpark (Kasimir und Karoline, Isabella, drei Karavellen und ein

Scharlatan u.a.) und in der Oper Kiel, hat mit Schuldenfalle ein hochaktuelles Musical geschrieben, das in Kiel seine Uraufführung

feiern wird.

Regie: Uwe Schwarz

Musik: Tom Wolter

Ausstattung: Stefani Klie

Premiere: 25. Februar 2011


PREMIEREN 2010 | 2011

Oper Kiel Spielzeit 2010 | 2011

La Bohème (Giacomo Puccini), Premiere: 25.09.2010

Rinaldo (Georg Friedrich Händel), Premiere: 09.10.2010

Crazy for you (George Gershwin), Premiere: 06.11.2010

Die Zauberflöte (Wolfgang Amadeus Mozart), Premiere: 11.12.2010

Der Leuchtturm (Peter Maxwell Davies), Premiere: 12.12.2010

Salome (Richard Strauss), Premiere: 22.01.2011

Rusalka (Antonín Dvořák), Premiere: 12.03.2011

Ghetto-Trilogie / Savonarola (Volker David Kirchner), Premiere: 30.04.2011

Hoffmanns Erzählungen (Jacques Offenbach), Premiere: 11.06.2011

Ballett Kiel Spielzeit 2010 | 2011

Crazy for you (George Gershwin), Premiere: 06.11.2010

Ballettabend, Premiere: 02.04.2011

Ghetto-Trilogie / Savonarola (Volker David Kirchner), Premiere: 30.04.2011

Schauspiel Kiel 2010 | 2011

Liliom (Ferenc Molnár), Premiere: 02.10.2010

Der zerbrochene Krug (Heinrich von Kleist), Premiere: 10.10.2010

Der kleine Horrorladen (Howard Ashman / Alan Menken), Premiere: 27.11.2010

Die Katze auf dem heißen Blechdach (Tennessee Williams), Premiere: 15.01.2011

Punk Rock (Simon Stephens), Premiere: 26.02.2011

Julius Cäsar (Feridun Zaimoglu /Günter Senkel nach William Shakespeare), Premiere: 09.04.2011

Gefährliche Liebschaften (Choderlos de Laclos), Premiere: 21.05.2011

Weihnachtsmärchen: Die kleine Meerjungfrau (Hans Christian Andersen), Premiere: 20.11.2010

Studio Schauspielhaus 2010 | 2011

einsatz spuren (lunatiks produktion), Premiere: 03.10.2010

Der goldene Drache (Roland Schimmelpfennig), Premiere: 14.01.2011

Antilopen (Henning Mankell), Premiere: 25.02.2011

Festivals

Thespis, November 2010

Flächenbrand Neue Orte. Neue Stücke, Mai 2011

Theater im Werftpark 2010 | 2011

Gute Nacht, mein Bär (Alma Jongerius), Premiere: 26.09.2010

Jules Verne und die Geheimnisse von Kiel (Jens Raschke), Premiere: 03.10.2010

Uns Siegfried (Jens Raschke), Premiere: 31.10.2010

Saffran & Krump (Pamela Dürr), Premiere: 28.11.2010

Schuldenfalle (Uwe Schwarz), Premiere: 25.02.2011

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine