PDF - Download - SPD-Ratsfraktion Dortmund

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arbeiten für das neue dortmund 1

arbeiten für das

neue dortmund

- der leistungsbericht der spd-ratsfraktion

für die wahlperiode 1999 bis 2004 -


2 arbeiten für das neue dortmund

Inhaltsverzeichnis

1. arbeiten für dortmund – die

stadt im aufbruch ................................................3

2. dortmund bietet zukunftsweisende

beschäftigung .......................................................7

3. dortmund bietet ein

facettenreiches leben........................................14

4. dortmund bietet soziale wärme.....................19

5. dortmund bietet eine intakte umwelt ........ 28

6. dortmund – 86 vororte mit

besonderem reiz ................................................ 30


arbeiten für das neue dortmund 3

1. arbeiten für dortmund – die

stadt im aufbruch

Die SPD-Ratsfraktion legt mit diesem Bericht Rechenschaft

über ihre Arbeit für Dortmund in der

auslaufenden Wahlperiode ab. Diese Wahlperiode,

die sich über die markante Jahrtausendwende

erstreckte, fällt in eine Zeit tiefgreifender Umbrüche.

Immer deutlicher hat sich in den vergangenen

fünf Jahren herauskristallisiert, dass das

schlichte Weiter-so auf allen politischen Feldern

unweigerlich in eine Sackgasse führen muss.

Nach den Kommunalwahlen 1999 stand die SPD-

Ratsfraktion mithin vor einer grundsätzlichen

Neuorientierung. Während auf der einen Seite

der Problemdruck zunahm – beispielhaft ist

hier die Arbeitslosigkeit mit ihren gravierenden

Auswirkungen auf alle Teile des Lebens zu nennen

–, waren und sind die Grenzen der Ratsarbeit

stärker denn je von den engen finanzpolitischen

Rahmenbedingungen der öffentlichen Hand beschrieben.

Die Zeiten, so zeigte sich schnell, in denen

die Kommunen landauf landab Leistungen

und Einrichtungen gleichsam aus einem Füllhorn

realisieren können, sind endgültig vorbei.

Diese Erkenntnis war schmerzlich für Dortmund,

das sich als ehedem stolzer Montanstandort nach

wie vor in einem tiefgreifenden Strukturwandel

befindet und seine Chancen beherzt nutzt. Denn

gerade in dieser Wahlperiode hätte es weit über

den zur Verfügung stehenden Rahmen erheblicher

Finanzmittel bedurft, um den Aufbruch in

eine sichere Zukunft noch kraftvoller angehen

zu können.

Von vorn herein waren deshalb die Anstrengungen

der SPD-Ratsfraktion wie auch der SPD-Fraktionen

in den Bezirksvertretungen in ungezählten

Gesprächen, Gremiensitzungen und Antragsinitiativen

darauf ausgerichtet, die politische Handlungsfähigkeit

zu erhalten – ja, trotz schwierigster

Rahmenbedingungen Zug um Zug wieder auszubauen.

Das war um so schwieriger, weil die SPD

bei den Kommunalwahlen 1999 erstmals nach

langen Jahren ihre Mehrheit im Stadtrat verloren

hatte und fortan auf eine Zusammenarbeit

mit anderen Kräften angewiesen war. Dabei hat

sich die SPD-Ratsfraktion zum Motor und Initiator

zukunftsträchtiger Lösungen entwickelt, für

die im Rat der Stadt wie auch in der Öffentlichkeit

intensiv zu werben war. Eine dauerhafte Zusammenarbeit

hat es nicht gegeben. Wir haben

vielmehr mit wechselnden Mehrheiten ganz auf

unsere Überzeugungsfähigkeit gesetzt, ganz auf

Dortmund, das Beste für die Dortmunder. Dieser

Kurs hat sich bewährt.

von klaren prinzipien geleitet

Gerade schwierige Umbruchsituationen verlangen

danach, den Menschen Orientierung zu bieten

und keinesfalls in politische Beliebigkeit je

nach Tagesaktualität zu verfallen. Kurs halten,

konsequent und verlässlich für die Erneuerung

Dortmunds, war deshalb das oberste Ziel der SPD-

Ratsfraktion. Zugleich haben wir uns nach Kräften

darum bemüht, eine transparente Politik des Dialogs

mit allen Bevölkerungsgruppen zu betreiben.

Die SPD-Ratsfraktion hat die Anliegen der

Dortmunderinnen und Dortmunder aufgegriffen,

Ernst Prüsse

- Vorsitzender der SPD-

Fraktion im Rat der Stadt

Dortmund -


4 arbeiten für das neue dortmund

mit ihnen diskutiert, mit manchem auch um die

besten Lösungen gerungen.

Dabei haben wir uns von klaren Prinzipien leiten

lassen, wie wir sie in unserem Kommunalwahlprogramm

1999 in drei Obersätzen festgeschrieben

haben:

f Erstens: Wir haben gesagt, dass die wirtschaftliche

Leistungsfähigkeit unserer Stadt weiter

ausgebaut werden muss. Wir haben uns dabei

von der Überzeugung leiten lassen, dass Erfolge

nicht nur allein an Umsatzsteigerungen gemessen

werden können, sondern vor allem an

der Zahl neu geschaffener und zukunftsträchtiger

Arbeitsplätze für die Menschen.

f Zweitens: Wir waren uns aus der sozialdemokratischen

Tradition heraus bewusst, dass der

bestehende soziale Zusammenhalt erhalten

und gestärkt werden muss. Gerade in Zeiten

tiefgreifender Umbrüche kommt es darauf an,

alle Bevölkerungsgruppen mitzunehmen, ihnen

ein gutes Stück Sicherheit und Heimat zu

geben.

f Drittens: Wir haben unsere Politik auf Nachhaltigkeit

angelegt. Nachhaltigkeit war und

ist für uns mehr als ein ökologisches Anliegen.

Der Begriff umschreibt vielmehr auch unsere

Bemühungen, eine in sich stimmige, über die

Handlungsfelder hinweg abgestimmte und zuverlässige

Politik voranzutreiben.

Wir haben diese drei Ziele im Ringen um die Zukunft

unserer liebens- und lebenswerten Stadt

Dortmund stets als gleichrangig angesehen. Zu

ihrer Verwirklichung setzen wir auf einen breiten

Konsens. Diesen Weg haben wir nur verlassen,

wenn wir beobachten mussten, dass einzelne Bevölkerungsgruppen

mit ihren Interessen zu kurz

gekommen sind.

dortmund: die Stadt erlebt eine neue blüte

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist es

in den vergangenen fünf Jahren gelungen, Dortmund

in einen unvergleichlichen Aufbruch zu

führen. Die Stadt und die in ihr lebenden Menschen

erleben eine Dynamik, wie sie bislang allenfalls

mit den Gründerjahren zu Zeiten der Industrialisierung

oder während des Wiederaufbaus

nach dem Weltkrieg zu vergleichen ist. Um nur

drei gute Beispiele zu nennen:

f Wir haben die Aufbruchstimmung dazu genutzt,

die Dortmunder Wirtschaft zukunftsorientiert

um- und auszubauen. Besonders gefördert

haben wir – insbesondere im Rahmen

des dortmund-projects – die Ansiedlung von

Arbeitsplätzen in den Bereichen Informations-

und Kommunikationstechnologien, Mikrosystemtechnik,

Logistik und Dienstleistungen.

f Wir haben zielstrebig die Bildungseinrichtungen

fortentwickelt – gleichsam vom Kindergarten

bis zur Hochschule. Besonders stolz sind

wir gerade auf die Ganztagsangebote, die im

vorschulischen Bereich, in der Primarstufe sowie

an den weiterführenden Schulen entstanden

sind. Wir verstehen sie als wichtige Stütze

für die Familien in Dortmund.

f Wir haben den Handel gestärkt: Die Dortmunder

City ist einer umfassenden Erneuerung unterzogen

worden, aber auch die wohnortnahen

Angebote in den 86 Stadtteilen gestärkt. Da-


arbeiten für das neue dortmund 5

mit ist Dortmund nicht nur zu einem attraktiven

Standort für die Bevölkerung geworden,

sondern zu einem Magneten mit Einzugskraft

in einem weiten Umfeld.

Das schönste Ergebnis unserer Arbeit: Alle Indikatoren

belegen, dass die konsequente Politik der

Erneuerung greift. Trotz der schwierigen konjunkturellen

Rahmenbedingungen steigt die Zahl der

Unternehmen, ebenso das Arbeitsplatzangebot;

in aktuellen Umfragen bekunden rund 90 Prozent

der Dortmunderinnen und Dortmunder, dass sie

gerne in ihrer Stadt leben; immer mehr Menschen

wollen sich in Dortmund ansiedeln und haben

damit das Herz Westfalens zur größten Stadt im

Ruhrgebiet gemacht.

gute rahmenbedingungen geschaffen

Auf diese Ergebnisse unserer Anstrengungen blicken

wir mit großem Stolz. Wir sagen aber auch

ganz klar: Politik kann immer nur Anstöße geben,

kann gute Rahmenbedingungen schaffen.

Sie kann moderieren und die Menschen zusammenführen.

Handeln müssen die Dortmunderinnen

und Dortmunder letztlich selbst. Sie spüren

die Aufbruchstimmung, sie nehmen ihre Chancen

wahr.

Umgekehrt bedeutet das auch: Die SPD-Fraktion

hat mit vielen anderen auf dem Weg der Erneuerung

zusammen gewirkt. Wirtschaftsunternehmen,

Kammern, Verbände, Gewerkschaften,

Betriebsräte, Wohlfahrtsorganisationen, Vereine

und ungezählte einzelne Menschen waren unsere

Gesprächspartner. Wir haben ihre Vorstellungen

angehört, haben mit ihnen über Wege in und Kon-

zepte für die Zukunft gesprochen, haben gemeinsam

nach Möglichkeiten für die Realisierung ihrer

Vorstellungen geforscht und sie unterstützt.

Gleichzeitig haben die Frauen und Männer im Rat

der Stadt wie auch in den zwölf Bezirksvertretungen

immer wieder festgestellt, in welch starkem

Maße die Stadtverwaltung mit unserem Oberbürgermeister

Dr. Gerhard Langemeyer an der Spitze

den Kurs der Erneuerung mit gestaltet und mit

voran getrieben hat. Diese Stadtverwaltung ist

ebenso wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der kommunalen Gesellschaften ein Garant

dafür, dass die Interessen der Dortmunderinnen

und Dortmunder in guten Händen liegt.

Für den Kraftakt der vergangenen fünf Jahre danken

wir allen Beteiligten mit aller Herzlichkeit und

stellvertretend für die Gemeinschaft aller Dortmunder.

Er ist nicht selbstverständlich. Die Erfolge

bieten aber keinen Grund, sich selbstgefällig zurückzulehnen.

Ganz im Gegenteil: Bislang ist nur

ein Teil der Arbeit für das neue Dortmund getan,

der Kurs muss fortgesetzt werden.

Rechenschaft abzulegen bedeutet in diesem Sinne

auch: Wir fühlen uns auf unserem Weg bestätigt

und werden ihn nach Kräften kontinuierlich

und mit aller Konzentration auf neue Zukunftsaufgaben

beharrlich fortsetzen.

Mit einem Glückauf für Dortmund

Ernst Prüsse

- Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion und damit stellvertretend

für viele andere Köpfe, die sozialdemokratische Politik zum

Wohle Dortmunds vertreten -


6 arbeiten für das neue dortmund

Bahnhofsbebauung (l.),

Dortmunder U (u.).


arbeiten für das neue dortmund 7

2. dortmund bietet

zukunftsweisende beschäftigung

Wichtigste Aufgabe der SPD-Ratsfraktion war es

in dieser Wahlperiode, die Sicherung und Schaffung

von Arbeitsplätzen voranzutreiben. Aus gutem

Grund: Denn durch den Rückzug der früher

prägenden Montanindustrien sind in Dortmund

rund 80.000 Arbeitsplätze verloren gegangen.

Sie galt und gilt es nicht nur zu ersetzen, sondern

möglichst das Beschäftigungsangebot sogar

noch über diesen Stand hinaus auszubauen,

um den Wohlstand der Stadt, ja der Region und

ihrer Menschen zu mehren. Dies muss auf zwei

Ebenen geschehen: Auf der einen Seite gilt es

den Bestand zu pflegen, auf der anderen Seite

die Chancen für die Neuansiedlung von Branchen

und Unternehmen nachhaltig zu verbessern. Dies

ist vor allem auf den Kompetenzfeldern der Informations-

und Kommunikationstechnologien, der

Mikrostrukturtechnik, der Logistik sowie der höherwertigen

Dienstleistungen gelungen.

Von vornherein haben wir auf ein enges und

vertrauensvolles Zusammenwirken mit den

Wirtschaftsunternehmen, mit Kammern, Verbänden,

Gewerkschaften und Wissenschaftseinrichtungen

gesetzt. Denn Kommunalpolitik

kann letztlich nur gute Rahmenbedingungen für

den strukturellen Wandel beschreiben, nicht aber

selbst Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen.

Da steht die Wirtschaft in der Verantwortung.

Von vorn herein war deutlich, dass die Erneuerung

des Wirtschaftsstandortes Dortmund eine

gewaltige Herausforderung über den Tag hinaus

darstellt und nur über den Zeitraum von mindestens

einem Jahrzehnt zu bewältigen ist. Die ersten

Erfolge übertreffen jedoch heute schon alle

Erwartungen: Dortmund ist auf dem Weg zu einem

technisch hochqualifizierten Wirtschaftszentrum.

das dortmund-project

Die Initialzündung für die wirtschaftspolitische

Erneuerung der Stadt bietet das dortmund-project,

das die SPD-Ratsfraktion sofort nach Beginn

der jetzt auslaufenden Ratsperiode mit einer Fülle

von Anstrengungen unterstützt und begleitet

hat. Es resultiert eigentlich aus einem Schock:

dem vollständigen Rückzug der Stahlindustrie

von den Flächen in Dortmund in Folge der laufenden

Fusions- und Restrukturierungsanstrengungen,

der sich einreiht in Veränderungen wie

die Aufgabe des Bergbaus oder den Abbau der

einst stolzen Bierproduktion. Dieser Schock hat

die SPD-Ratsfraktion nicht erstarren lassen. Sie

hat vielmehr die Chance genutzt, den mehreren

hundert Hektar großen Industrieflächen ein ganz

neues Gesicht zu geben. Allein das dortmund-project

soll dazu beitragen, bis zum Jahr 2010 rund

60.000 Arbeitsplätze in neuen High-tech-Branchen

sowie weitere 10.000 Beschäftigungsverhältnisse

in bereits bestehenden Wirtschaftszweigen

zu schaffen.

Die gezielte Förderung von Technologie-Unternehmen

soll dazu führen, dass sich Dortmund

als das High-tech-Zentrum Europas etabliert.

Dabei kann die Stadt auf die hervorragenden

Entwicklungen der vergangenen Jahre als Basis


8 arbeiten für das neue dortmund

setzen: Bereits heute bietet die Stadt Tausende

Arbeitsplätze in zukunftssicheren Branchen.

Durch einen Ausbau der Ansiedlungsflächen

und der dazu gehörigen Infrastruktur leistet die

Stadt Dortmund einen Beitrag, ansiedlungswilligen

Unternehmen hervorragende Standortbedingungen

zu bieten. Sie profitieren zugleich von

den Angeboten an den Dortmunder Hochschulen

insbesondere in den Fachbereichen Informationstechnologie

und Mikrosystemtechnik.

Gerade das Vorhaben Phoenix-Ost, das bundesweit

Aufsehen durch die Anlegung eines Sees auf

dem bisherigen Industrieareal auslöst, trägt zugleich

zu einer Aufwertung der Lebens- und Freizeitqualität

bei. Es steht beispielhaft für die Anstrengungen

in verschiedenen Stadtbezirken, die

auf die Realisierung neuer Wohn- und Freizeitlandschaften

ebenso hinauslaufen wie auf eine

Stärkung von Natur und Umwelt. Die SPD-Ratsfraktion

lässt sich dabei von dem Grundgedanken

leiten, dass eine hervorragend ausgebaute

Infrastruktur für den persönlichen und familiären

Bedarf, dass hochwertige Kultur- und Freizeitangebote

dazu beitragen, die Attraktivität des Wirtschafts-

und Wohnstandortes Dortmund weiter

anzuheben und so die Entwicklungsdynamik der

Gesamtstadt weiter zu stärken.

ausbau von ansiedlungsflächen

Auf Initiative der SPD-Ratsfraktion ist in den

vergangenen fünf Jahren das Angebot der Ansiedlungsflächen

im gesamten Stadtgebiet weiter

ausgebaut worden. Besonderes Augenmerk

kam dabei der Umnutzung von bislang industri-

ell genutzten Brachen bzw. Konversionsflächen

zu, die gegenwärtig für höherwertige Nutzungen

und Dienstleistungen sowie für Freizeitangebote

hergerichtet werden. Auf diese Weise können

Eingriffe in die freie Landschaft weitgehend verhindert

werden, wird der Leitgedanke der Nachhaltigkeit

in besonders vorbildlicher Weise verfolgt.

Im einzelnen werden gegenwärtig folgende Flächen

aufgewertet, denen zugleich Schwerpunkt-

Nutzungen zugewiesen sind:

f Stadtkrone-Ost (Innenstadt-Ost/Aplerbeck):

höherwertige Dienstleistungen

f Ellinghausen (Mengede): Logistik

f Fürst Hardenberg (Eving): Logistik

f Westfalenhütte (Eving, Innenstadt-Nord,

Scharnhorst): Logistik

f Hansa (Huckarde): zukunftsträchtiges Gewerbe

f Gneisenau (Scharnhorst): zukunftsträchtiges

Gewerbe

f Minister Stein: Service- und Gewerbepark

An diesen Standorten werden viele tausend Quadratmeter

Ansiedlungsfläche geschaffen, die jeweils

über eine hervorragende Verkehrsanbindung

verfügen und ansiedlungswilligen Unternehmen

eine ausgefeilte Infrastruktur bieten.

Ihre Realisierung ist in vielen Fällen erst durch

ein enges Zusammenwirken der öffentlichen

Hand mit Wirtschaftsunternehmen möglich geworden.

Weil heute bereits 75 Prozent aller Dortmunder

Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich angesiedelt

sind, entstehen neue Chancen für ein un-


arbeiten für das neue dortmund 9

mittelbares und verträgliches Nebeneinander unterschiedlicher

Nutzungen: Wohnen, Leben und

Arbeiten sind heute an vielen Stellen Tür an Tür

im Stadtgebiet möglich. Sie wird es möglich, auf

unnötige Anfahrtswege zu verzichten, den Weg

von und zum Arbeitsplatz mit einem attraktiven

Einkauf zu verbinden oder die Mittagspause mit

einem kurzen Besuch der Familie daheim zu verbinden.

kompetenzzentren unterstützen unternehmen

Gerade in der laufenden Wahlperiode ist es gelungen,

die heimischen Unternehmen durch den

Aufbau von Kompetenzzentren zu stärken. Besonders

die kleinen und mittelständischen Firmen

finden hier zum Teil attraktive Büro- und Werkstattflächen,

aber auch zahlreiche Beratungs-

und Dienstleistungsangebote. Diese Einrichtungen

werden bedarfsgerecht ausgebaut. Im einzelnen

handelt es sich um:

f Dienstleistungszentrum Wirtschaft in der

Verwaltung: Anlaufstelle für Unternehmen,

die bei zahlreichen behördlichen Angelegenheiten

hilft

f e-port-dortmund: Angebot im Dortmunder

Hafen an Existenzgründer, die insbesondere

aus dem Bereich Logistik kommen und die

Standortvorteile nutzen wollen

f Electronic Commerce Center: Hier engagieren

sich auf der Stadtkrone Ost Unternehmen, die

Lösungen in den Bereichen E-Shopping, Business-Portalen,

Online-Auktionen, Content-

Management-Systeme, Redaktions-Systeme,

Backend-Anbindungen, ISP sowie Call-Cen-

ter-Dienste, Geschäftsprozess-Management

und mobile marketing entwickeln.

f IT-Center Dortmund: Die International School

des IT-Centers Dortmund bietet Studieninteressierten

einen zielgerichteten Studiengang

zur Ausbildung als IT-Professionals an.

f MST.Factory: Sie bietet Spitzenequipment und

Know-how für die Entwicklung mikrotechnischer

Komponenten und Produkte.

f TechnologiePark Dortmund: für High-Tech-Firmen

mit der Nähe zur Universität

f TechnologieZentrum Dortmund: mit günstigen

Büroflächen, guten Kommunikationseinrichtungen

und Hilfe bei anfänglichen Personalengpässen

gerade für Start-ups sowie bedarfsgerechten

Dienstleistungen

f Bio-MedizinZentrum: Hier finden gerade die

innovativen Unternehmen aus dem Bereich

der Bio-Medizin beste Startbedingungen und

ergänzende Dienstleistungen

f WBF-Dortmund: Die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung

Dortmund steht als städtischer

Eigenbetrieb für alle Fragen der Wirtschafts-

und Beschäftigungsförderung bereit

f Berufskollegs: Nicht zuletzt bieten die derzeit

acht Dortmunder Berufskollegs eine nachfrageorientierte

Aus- und Weiterbildung. Mit der

Errichtung eines weiteren Berufskollegs für IT

und Medien wollen wir das Angebot für moderne

Berufsfelder weiter ergänzen

dortmund verfügt über erstklassige

verkehrsverbindungen

Jeder Standort ist heute nur noch so gut wie sei-


10 arbeiten für das neue dortmund

ne Erreichbarkeit. Deshalb sind leistungsfähige

Verkehrsnetze für die SPD-Ratsfraktion von entscheidender

Bedeutung für die Entwicklung Dortmunds.

Denn sie tragen dazu bei, in Zeiten eines

verschärften Standortwettbewerbs die Wirtschaft

in der Region zu stärken und der Bevölkerung

zugleich neue Perspektiven für ihre Freizeitgestaltung

zu bieten. Dies gilt um so mehr,

weil im Einzugsbereich von Dortmund rund acht

Millionen Menschen leben. Besonders hervorzuheben

sind an dieser Stelle der Ausbau des neuen

Flughafens Dortmund, die Anstrengungen für

eine grundlegende Modernisierung des Hauptbahnhofs

sowie die Sicherung und der Ausbau

des öffentlichen Nahverkehrs.

Nach zehnjähriger Planung und Realisierung

steht mit dem Flughafen Dortmund inzwischen

ein leistungsfähiges Drehkreuz für den Luftverkehr

zur Verfügung. Realisiert wurden insbesondere

das neue Abfertigungsgebäude, das Kapazitäten

von bis zu drei Millionen Fluggästen aufweist,

sowie die auf 2.000 Meter verlängerte

Start- und Landebahn. Investiert wurden allein

in dieses Projekt rund 200 Millionen Euro, die zu

großen Teilen auch der Dortmunder Wirtschaft

zugute gekommen sind.

Zweites zentrales Projekt ist die Aufwertung

des Dortmunder Hauptbahnhofs unter dem Titel

„3do“: Neben die grundsätzliche Erneuerung

der eigentlichen Bahn- und Abfertigungsanlagen

eines der wichtigsten deutschen Bahnknotenpunkte

mit seinen hervorragenden ICE-Verbindungen

tritt die geplante Realisierung eines

Shopping- und Entertainment-Centers. Das Inves-

titionsvolumen beläuft sich auf rund eine halbe

Milliarde Euro.

Neben diesen Großinvestitionen hat die SPD-

Ratsfraktion vielen Einzelprojekten den Weg geebnet,

die einer Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs

zugute kommen. Sie konzentrierten sich

in der Regel auf eine Modernisierung des Wagenparks,

auf die Modernisierung von neuen Haltestellen

sowie auf eine Erweiterung des Verkehrsnetzes

auf den zentralen Nord-Süd- und West-

Ost-Achsen. Die Einbindung der Ortsteile wurde

in der auslaufenden Wahlperiode durch das neue

Busnetz 2000 weiter optimiert.

Mit Blick auf das Straßennetz ist festzustellen:

Der sechsspurige Ausbau der Autobahnen A1 und

A2 läuft auf vollen Touren. Die Realisierung der

Ost-West-Verbindung OW IIIa/L663n schreitet in

Richtung Osten voran und wird zu einer nachhaltigen

Entlastung des Hellwegs führen. Die B 236n

- die Verbindung zwischen der A2 im Norden und

der A1 im Süden – ist inzwischen bis zur Schüruferstraße

für den Verkehr freigegeben und wird

bis zur Schwerter Stadtgrenze durchgeführt. Und

nicht zuletzt die B1/A40 findet eine fortlaufende

Optimierung – zuletzt mit der Beseitigung der

niveaugleichen Kreuzung im Bereich Stadtkrone-

Ost/Hauptfriedhof.

beschäftigungsförderung und qualifizierung

Sozialdemokratischer Ratspolitik war es in der

auslaufenden Ratsperiode ein besonderes Anliegen,

(Langzeit-) Arbeitslosen eine neue Perspektive

für ihr Leben zu geben. In diesem Zusammenhang

sind Beschäftigungsinitiativen ide-


arbeiten für das neue dortmund 11

ell und materiell in besonderer Weise ermuntert

und unterstützt worden: Insbesondere die städtischen

Dortmunder Dienste, aber auch andere

Träger haben dazu beigetragen, neue Angebote

zur Qualifizierung, Arbeitsvermittlung und Betreuung

von Arbeitslosen aufzubauen. Auf diesem

Weg ist es gelungen, mehreren tausend Dortmunderinnen

und Dortmundern ein Sprungbrett

zurück in den ersten Arbeitsmarkt zu bieten und

ihnen ein selbstständiges Leben außerhalb der

Sozialhilfe zu ermöglichen. Die Angebote kamen

in den vergangenen Jahren insgesamt 8.000 Menschen

zugute.

Besonderes Augenmerk lag dabei auf den Anstrengungen,

gerade jungen Menschen den Einstieg

ins Berufsleben zu erleichtern: Dies geschah

unter anderem mit Hilfe des städtischen Büros

Jugend und Arbeit, das finanzielle Mittel aus Landes-

und Bundesprogrammen zielgerecht auf außerbetriebliche

Ausbildungsangebote lenkte.

Angesichts der immer rasanteren technologischen

Entwicklungen bleiben die Qualifizierungsangebote

auch künftig von herausragender

Bedeutung. Bei ihrer Realisierung arbeitet

die Stadt Dortmund intensiv mit der heimischen

Wirtschaft, Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden

zusammen. Sie sind damit wichtige Partner

für den laufenden Strukturwandel.

Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebote

für Frauen hat die SPD-Ratsfraktion mit größter

Intensität initiiert und gefördert. Denn es bleibt

unser herausragendes Ziel, ihren Anteil an der

Erwerbstätigkeit nachhaltig zu fördern, ihnen

Hilfen bei der beruflichen Wiedereingliederung

zu bieten und ein familienfreundliches Arbeitsumfeld

aufzubauen, das sich nicht zuletzt durch

Ganztagsangebote im vorschulischen und im Primarbereich

auszeichnet.

anstrengungen für einen hervorragenden

hochschul- und wissenschaftsstandort

Die Bildung, so zeigt sich immer stärker, wird zum

zentralen Schlüssel für mehr Chancengleichheit.

Entsprechend sind die Hochschulen, staatliche

und private Institute sowie Forschungsabteilungen

privater Unternehmen und innovative Betriebe

Motoren für Innovation und Modernisierung

in der Region. Das gilt vor allem für Forschungsschwerpunkte,

die die heimische Wirtschaft in ihrer

Entwicklung unterstützen – so für die Informations-

und Kommunikationstechniken, Mikrostrukturtechnik,

Informatik, Logistik, Qualitätssicherung

sowie Energietechnik. Die SPD-Ratsfraktion

unterstützt sie in herausragender Weise.

Wir unterstützen die Universität Dortmund

und die örtliche Fachhochschule mit ihren rund

34.000 Studierenden und gut 2.500 Beschäftigten

sowie die Beschäftigten in rund 30 Forschungsinstituten

gerade bei den praxisorientierten Ausbildungsgängen

und dem intensiven Forschungstransfer

zur Stärkung des technologisch orientierten

Wirtschaftsstandortes.

öffentliche dienstleistungen

wirkungsvoll organisiert

Eine Vielzahl von Dienstleistungen insbesondere

in den Bereichen der Ver- und Entsorgung

hat die Stadt Dortmund in privatwirtschaftlich


12 arbeiten für das neue dortmund

organisierten Unternehmen konzentriert. Das

macht sie wettbewerbsfähig, unterstützt eine

effiziente und bürgernahe Aufgabenwahrnehmung.

Deshalb hat die SPD-Ratsfraktion diese

Unternehmen auch in den vergangenen fünf

Jahren in hervorragender Weise durch ihre Ratsarbeit

begleitet: Denn ein Höchstmaß an Ver- und

Entsorgungssicherheit sowie eine preisbewusste

Aufgabenwahrnehmung gewährleisten nach unserer

Überzeugung Unternehmen, die der öffentlichen

Kontrolle unterliegen. Der „Konzern Stadt

Dortmund“ trägt vor diesem Hintergrund nicht

zuletzt zu einer kontinuierlichen Verbesserung

der Lebensqualität in Dortmund bei – so zum

Ausbau und zur Beschleunigung des öffentlichen

Nahverkehrs durch die Dortmunder Stadtwerke,

zur umweltgerechten Abfallentsorgung und zum

Recycling mit Hilfe der EDG sowie zur Bereitstellung

eines hervorragenden Angebots im sozialen

Wohnungsbau durch die DOGEWO mit ihren rund

18.000 Wohnungen.

Der „Konzern Stadt Dortmund“ ist in vielen Bereichen

tätig – so zum Beispiel auf den Feldern:

f Verkehr

(z.B. Dortmunder Stadtwerke AG, Dortmunder

Hafen AG, Flughafen Dortmund GmbH)

f Versorgung

(z.B. RWE AG/DEW-GmbH)

f Entsorgung

(z.B. EDG - Entsorgung Dortmund GmbH)

f Wohnen

(z.B. DOGEWO mbH)

f Strukturentwicklung

(z.B. Stadtkrone Ost GmbH)

f Wirtschaftsförderung

(z.B. Technologiezentrum GmbH)

f Soziales

(z.B. Seniorenheime gGmbH)

f Service und Dienste

(z.B. DOKOM gmbH)

f Messehallen und Veranstaltungen

(z.B. Westfalenhallen Dortmund GmbH)

f Kultur und Freizeit

(z.B. Theater Dortmund, Konzerthaus)

f Geld- und Kreditdienstleistungen

(Sparkasse Dortmund)

f Gesundheit

(Klinikum Dortmund)

In den Aufsichtsgremien dieser Gesellschaften

haben die Vertreter der SPD-Ratsfraktion darauf

hingewirkt, dass alle Weichenstellungen an den

Interessen der Bevölkerung orientiert bleiben. Das

bedeutet auch, dass sich das Beschäftigungsangebot

und die anstehenden Investitionen stets

an dem Ziel orientierten, die Lebensqualität des

Wohn- und Wirtschaftsstandorts Dortmund zu

stärken und zugleich konjunkturelle Impulse zu

geben.

Gerade in Zeiten eines EU-weit verschärften

Wettbewerbsrechts kommt es vor diesem Hintergrund

immer mehr darauf an, die städtischen

Unternehmen in ihrer Leistungskraft zu stärken.

Sie müssen in der Lage sein, sich dem nationalen

und internationalen Wettbewerb zu stellen

und zugleich ihre Leistungsfähigkeit weiter zu

stärken.


arbeiten für das neue dortmund 13

Multiplex-Kino am Hauptbahnhof


14 arbeiten für das neue dortmund

3. dortmund bietet ein

facettenreiches leben

Das Leben in Dortmund hat für die Dortmunderinnen

und Dortmunder viele Facetten – dank der

kaum überschaubaren Fülle von Angeboten, die

in den vergangenen Jahren aufgebaut worden

sind. Egal ob in der City oder im Stadtteil: Die

Menschen fühlen sich wohl.

wohnen in dortmund: eine erfolgsgeschichte

Aufgrund der Anstrengungen in den vergangenen

Jahren ist es gelungen, das Wohnungsangebot

in der Stadt deutlich auszuweiten. Heute

stehen qualitativ und quantitativ ausreichend

Wohnungen zur Verfügung, rein statistisch teilen

sich weniger als zwei Menschen das sprichwörtliche

Dach über dem Kopf. An vielen Stellen

sind im Stadtgebiet in attraktiver Lage während

der vergangenen fünf Jahre neue Miet- und Eigentumswohnungen

sowie Eigenheime entstanden.

Die Menschen finden in aller Regel im direkten

Umfeld eine optimale Infrastruktur vor, die von

hervorragenden ÖPNV-Verbindungen bis hin zu

attraktiven Einkaufsmöglichkeiten reichen. Wohnungspolitik

in Dortmund ist vor diesem Hintergrund

regelrecht eine Erfolgsgeschichte.

Das war nur möglich, weil die SPD-Ratsfraktion

mit viel Fingerspitzengefühl dazu beigetragen

hat, eine zukunftsträchtige Wohnungspolitik voranzutreiben.

Ein solches Fingerspitzengefühl ist

vor allem auf diesem Politikfeld nötig: Denn der

Wohnungsbau steht stets in einem Spannungsfeld,

das sich aus Komponenten wie kosten- und

flächensparendem Bauen, Ansprüchen an den

Freiraum, Schaffung von leistungsfähiger Infrastruktur

und Einpassung in gewachsene Strukturen

zusammensetzt. Auf dieser Basis ist es gelungen,

deutlich mehr Bauland auszuweisen, den

sozialen Wohnungsbau fortzuführen und ein insgesamt

positives Investitionsklima zu erreichen.

Ziel der SPD-Ratsfraktion bleibt es, mit der Ausweisung

neuer Wohngebiete und konkreten Neubau-Vorhaben

zugleich Akzente im Stadtbild zu

setzen. Wir bauen auf städtebaulich herausragende

Qualitäten. Sie tragen dazu bei, ein auch

für das Auge wettbewerbsfähiges Stadtbild zu

schaffen.

Es ist feste Absicht, das Wohnungsangebot auch

künftig fortlaufend anzupassen, ohne dabei die

„grüne Stadt Dortmund zu beeinträchtigen“. Vorrangig

soll dabei die kostengünstige Schaffung

von Eigentum unterstützt werden, die nicht nur

zusätzliche Wachstumsimpulse für die Wirtschaft

und damit Arbeitsplätze verspricht, sondern die

auch ein gutes Stück privater Altersvorsorge darstellt.

einkaufen in Dortmund: pulsierendes leben

Die Attraktivität der Einkaufsstadt Dortmund

baut auf zwei Säulen: Auf der einen Seite steht

die City, die Kundenströme aus einem weiten

Umland anzieht und inzwischen zu einem absoluten

Besuchermagneten geworden ist. Auf

der anderen Seite benötigt die Bevölkerung eine

optimale Nahversorgung für den eigenen Wohnort

oder Arbeitsplatz. Auf beiden Feldern hat die

SPD-Ratsfraktion – fußend auf einem ausgefeil-


arbeiten für das neue dortmund 15

ten Citykonzept – in den vergangenen Jahren

entscheidende Akzente gesetzt, die zu einer optimalen

Angebotspalette führen. Ziel war es dabei,

sowohl den gewachsenen Anbieter-Bestand

zu pflegen als auch neue Handelsangebote in der

Stadt zu platzieren.

Der Wandel zum neuen Dortmund ist besonders

deutlich ablesbar an den Veränderungen in der

Innenstadt, die in ihrer Vitalität ohnegleichen

pulsiert und auf die viele andere Großstädte mit

größter Anerkennung blicken. Drei Beispiele für

eine gelungene Aufwertung in dieser Wahlperiode

sollen an dieser Stelle besonders hervorgehoben

werden:

f Der Bereich zwischen Hellweg und Rathaus,

rund um den Alten Markt und den Hansaplatz,

ist nachhaltig aufgewertet worden: Hier finden

die Menschen nicht nur eine Vielzahl von

leistungsfähigen Handelsanbietern, sondern

auch eine facettenreiche Gastronomie und

einen öffentlichen Raum, in dem sich die Besucher

einfach wohl fühlen. Die Runderneuerung

des Stadthauses haben wir Sozialdemokraten

genutzt, auch die Bürgerfreundlichkeit

der Verwaltung mit einer Vielzahl von gebündelten

Dienstleistungsangeboten aus einer

Hand zu betonen.

f Das Brückstraßen-Viertel ist in den vergangenen

fünf Jahren aus seinem Dornröschenschlaf

erwacht und soll sich weiter zu einem attraktiven

Szene-Mittelpunkt entwickeln. Das kommt

nicht nur in der Aufwertung des Straßenraumes

zum Ausdruck, sondern auch durch die Realisierung

des Konzerthauses: Es zählt nach der

Eröffnung zu den kulturellen Glanzlichtern des

Ruhrgebietes.

f Angelaufen ist zugleich die Erneuerung des

Bahnhofsumfeldes und der nach Norden hin

anschließenden Innenstadt: Äußeren Ausdruck

findet sie in der Ansiedlung des Multiplex-Kinos

CineStar und in der Fertigstellung der

neuen Stadt- und Landesbibliothek, die einen

wichtigen architektonischen Akzent in der Innenstadt

setzt.

Zwei weitere Projekte, die einen neuen Innovationsschub

versprechen und zur weiteren Attraktivitätssteigerung

in der City beitragen sollen, gehen

gegenwärtig in die Realisierungsphase:

f Da ist zum einen die Bahnhofsüberbauung mit

dem Multi-Themen-Center zu nennen („3do“).

Sie wird zu einer Aufwertung des Hauptbahnhofes

führen und ihn zu einem der modernsten

Verkehrsknotenpunkte in Europa machen.

f Zum anderen ist die Neugestaltung des bisherigen

Union-Brauereigeländes angelaufen: Auf

dem Gelände, auf dem im Herzen der denkmalgeschützte

Altbau mit dem markanten „Dortmunder

U“ erhalten bleibt, finden Wohn- und

Büroraum, einzelne Geschäfte, ausgefallene

gastronomische Angebote sowie eine Außenstelle

des aus allen Nähten platzenden Ostwall-Museums

ihren Platz.

freizeit in dortmund: erlebnisqualität pur

Eine wirklich attraktive Wohn- und Arbeitsstadt

lebt nicht zuletzt von ihren Freizeit- und Kultureinrichtungen.

Wir Sozialdemokraten sind stolz

darauf, in den vergangenen Jahren eine Atmos-


16 arbeiten für das neue dortmund

phäre geschaffen zu haben, die Kulturschaffende

und Freizeitangebote geradezu magisch anzieht.

Das ist nur möglich in einer Stadt, die auf

Weltläufigkeit, Offenheit und Erlebnisqualität

setzt, die nicht zuletzt den Mut zu Experimenten

aufbringt.

Das Angebot in der Stadt ist höchst facettenreich

und reicht von den Westfalenhallen, Theater,

Spielbank über das für rund 83.000 Fußballbegeisterte

ausgebaute Westfalenstadion, die

neue Stadt- und Landesbibliothek oder die weithin

beachteten Museen bis hin zu vielen kleinen

Bühnen, von (Stadtteil-) Büchereien, Volkshochschule,

Bezirkssportanlagen, Theater-, Rock- und

Jazzgruppen, Sport- und Kulturvereinen bis hin

zu abwechslungsreichen Freizeitmöglichkeiten –

auch in den Stadtbezirken. In der auslaufenden

Wahlperiode ist es der SPD-Ratsfraktion vor allem

darum gegangen, diesen Facettenreichtum

trotz wachsender finanzieller Engpässe nicht nur

zu erhalten, sondern auch die Arbeitsmöglichkeiten

im Detail weiter zu stärken.

Es ist ein besonderer Erfolg der Dortmunder Kulturpolitik,

trotz des Sparkurses die Förderung der

kulturellen Vereine, der Künstler und der freien

Kulturarbeit mit voller Kraft fortführen zu können.

Gleichzeitig haben wir darauf gesetzt, die

künstlerische Eigenverantwortung ausbauen zu

können und das Kostenbewusstsein der einzelnen

Anbieter zu stärken.

Was für die Kultur gilt, trifft in gleichem Maße

auf den Sport zu: Dortmund als Stadt des Sports

steht sowohl für den Spitzen- als auch den Breitensport.

Die Sportvereine finden bei der SPD-

Fraktion nicht nur ein offenes Ohr, sondern erfahren

auch handfeste Unterstützung in ihrer

Arbeit. Denn ihre Angebote sind ein zentraler

Bestandteil des breit angelegten Angebots. Sie

bieten zugleich ein gutes Stück Gemeinschaft, ja

den Menschen sogar eine Heimat.

Vorrangiges Ziel der SPD-Ratsfraktion war es auch

hier, einerseits den Bestand der Sporteinrichtungen

(und hier insbesondere des dezentralen Bäderangebots

durch eine Übertragung von einzelnen

Einrichtungen auf Trägervereine) finanziell abzusichern,

andererseits aber auch die Arbeit gerade

der Vereine durch eine Stärkung des Ehrenamts

zu unterstützen. Die von uns initiierte Freiwilligenagentur

leistet hier wertvolle Dienste.

Wunsch für die Zukunft bleibt es, den Menschen

in der Region auch mit nationalen und

internationalen Großsportereignissen Highlights

anzubieten. Vor diesem Hintergrund

sind unter anderem bereits umfangreiche

Vorplanungen für die Austragung der Fußball-

WM 2006 angelaufen, die Tausende Menschen

aus dem In- und Ausland nach Dortmund locken

wird.

bürgerservice in dortmund:

für die menschen da sein

Der Rat der Stadt und die Stadtverwaltung als

Partner der Dortmunderinnen und Dortmunder:

Das ist der Anspruch der SPD-Ratsfraktion.

Voraussetzung dafür ist der Aufbau eines hoch

modernen Dienstleistungsangebots, eine qualifizierte

und effiziente Aufgabenerfüllung sowie

eine Orientierung der unterbreiteten Angebote


arbeiten für das neue dortmund 17

an den Kundinnen und Kunden – eben an der

Bevölkerung.

Die SPD-Ratsfraktion hat vor diesem Hintergrund

die Initiative ergriffen und im Jahr 2003 eine umfassende

Initiative für die Modernisierung der

Ratsarbeit erarbeitet. Sie ist darauf ausgerichtet,

die politische Arbeit zu straffen, die Transparenz

der politischen Abläufe zu erhöhen, neue Wege

für den unmittelbaren Dialog zwischen Rat und

Bevölkerung auszuprobieren sowie die Möglichkeiten

der bürgerschaftlichen Partizipation nachhaltig

auszuweiten. Absicht ist es, das Vertrauensverhältnis

zwischen dem Rat der Stadt bzw.

den Bezirksvertretungen und ihren „Auftraggebern“,

eben den Bürgerinnen und Bürgern, durch

mehr Verständnis, Vertrauen und politische Mitwirkungsmöglichkeiten

zu stärken und zugleich

die Leistungsfähigkeit der politischen Gremien in

Zeiten wachsender Anforderungen an die kommunalpolitische

Arbeit zu erhöhen.

Seinen sinnfälligen Ausdruck findet dieser Kurs

bei der Stadtverwaltung auch in der Einrichtung

des Dienstleistungszentrums im runderneuerten

Stadthaus-Komplex, der im Jahr 2003 seiner

Bestimmung übergeben worden ist. Hier, in

und rund um die neue Berswordthalle sind viele,

einfach zu erledigende Aufgaben der Stadtverwaltung

mit dem Ziel konzentriert worden, den

Menschen eine einzige zentrale Anlaufstelle zu

schaffen. Damit werden Wartezeiten vermieden,

Bearbeitungszeiten verkürzt, Wege verkürzt (wie

z.B. bei der Dezentralisierung der Kfz-Zulassungen)

und der Service verbessert. Diesem vorbildlichen

Anspruch folgt auch die Organisation der

Verwaltungsstellen in den Stadtbezirken. Unnötige

Wartezeiten werden damit vermieden.

Zugleich ist es in der auslaufenden Wahlperiode

gelungen, die Verbindungen zwischen den Bürgerinnen

und Bürgern und der Verwaltung durch

den Einsatz zukunftsweisender Informations- und

Kommunikationstechnologien zu stärken. Zu nennen

sind insbesondere die Einrichtung eines zentralen

Call-Centers sowie das Internet, mit dessen

Hilfe nicht nur das städtische Leistungsspektrum

präsentiert wird, sondern über das auch Leistungen

direkt abgerufen werden können. Es hat sich

damit zu einer wichtigen Plattform für den Bürgerdialog

entwickelt.


18 arbeiten für das neue dortmund

Dortmund - die Stadt

mit viel Familiensinn.


arbeiten für das neue dortmund 19

4. dortmund bietet

soziale wärme

Die Sozialpolitik ist Kern sozialdemokratischer

Ratspolitik. Solidarität mit denjenigen, die die

Hilfe der Gemeinschaft benötigen, ist eine der

vornehmsten Aufgaben der kommunalen Familie.

Diese Solidarität kann nicht die Eigenverantwortung

des Einzelnen ersetzen, sie gleichwohl

aber nachhaltig überall da stärken, wo Hilfe benötigt

wird. In der auslaufenden Wahlperiode

hat die SPD-Ratsfraktion eine Fülle von Initiativen

ergriffen, um von der landläufigen „Mangelverwaltung“

wegzukommen und eine offensiven

Lösung sozialer Probleme in den Vordergrund zu

stellen. Das gilt nicht nur für die klassischen Felder

der Sozialpolitik, sondern beispielsweise auch

auf dem Feld der Behindertenpolitik oder in der

Drogenhilfe.

Ziel war und ist es, Menschen in schwierigen Lebenslagen

effektive, auf individuelle Lagen zugeschnittene

und hoch qualitative Lösungen anbieten

zu können. Das gilt insbesondere für die

Schaffung neuer Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebote,

für die Sicherung und Fortentwicklung

des sozialen Leistungsangebots sowie

für die Öffnung von Wegen aus der Sozialhilfe.

Unser besonderes Augenmerk gehört dabei der

Familie – und zwar in den vielfältigen Formen, die

der Begriff heute beschreibt. Sie in ihrer Funktion

zu stärken und damit nachwachsenden Generationen

neue Chancen zu eröffnen, ist ein besonderes

Anliegen sozialdemokratischer Ratspolitik. Wir

haben deshalb durch eine Vielzahl von Anstren-

gungen ein familien- und kindergerechtes Klima

in Dortmund geschaffen, das sich in der Schaffung

von Ganztagsangeboten im vorschulischen

und schulischen Bereich, in einer vorwärtsgewandten

Wohnungsbaupolitik, in vielen kleinen

Fragen der Stadtentwicklung, in der Verkehrspolitik,

in den Beratungsleistungen der Verwaltung

sowie in einer Vielzahl von städtischen Leistungsangeboten

und Einrichtungen ausdrückt. Daran

und beispielsweise auch an den familienpolitischen

Leitlinien wird deutlich: Wir verstehen Sozial-

und Familienpolitik als Querschnittsaufgabe.

Wir sind der Überzeugung, dass dieser Weg in

der Zukunft zielstrebig fortgesetzt werden muss

– auch und nicht zuletzt, um Familien in der Vereinbarkeit

von Erwerbstätigkeit und Erziehungsaufgaben

zu unterstützen.

kinder und jugendliche sind unsere zukunft

Nur wer dem Nachwuchs gute Zukunftschancen

bietet, die sie in freier Selbstbestimmung ausfüllen

können, wird dem Einzelnen gerecht und sichert

zugleich die Zukunft der Gemeinschaft. Ziel

der SPD-Ratsfraktion war es in der auslaufenden

Ratsperiode, auf diesem Weg Perspektivlosigkeit,

Angst vor Arbeitslosigkeit, Rechtsextremismus,

Gewalt, Ausländerfeindlichkeit, Drogenkonsum

und Kriminalität vorzubauen. Die Dortmunder

Kinder- und Jugendpolitik, darauf weisen alle Erfahrungen

hin, ist vorbildlich.

Wir haben unser Versprechen eingelöst, jedem

Dortmunder Kind einen Platz in einem Kindergarten

zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung dafür

ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenar-


20 arbeiten für das neue dortmund

beit mit allen beteiligten freien Trägern sowie ein

ausgefeiltes Kindergartenbauprogramm. Heute

stehen in Dortmund rund 17.600 Kindergartenplätze,

davon ein Großteil als familienfreundliches

Tagesangebot, zur Verfügung. Sie werden

ergänzt durch die Tagespflege als ergänzendes

Betreuungsangebot.

Darüber hinaus gibt es in allen Stadtbezirken eine

Vielzahl von Angeboten, mit denen Kinder und Jugendliche

zu einer sinnvollen und kreativen Freizeitgestaltung

angeleitet werden. Sie sind unverzichtbare

Grundlage unserer Sozial- und Familienpolitik.

Größten Wert legen wir darauf, dass diese

Einrichtungen unter altersgemäßer Beteiligung

der Kinder und Jugendliche fortentwickelt werden.

Das bietet die Garantie für passgenaue Angebote

und zugleich die Chance, den Nachwuchs

zu ersten Erfahrungen mit der demokratischen

Willensbildung hinzuführen. Auf dieser Grundlage

ist es gelungen, das Angebot der Spielplätze

als Spiel- und Lebensräume für Kinder Zug um

Zug zu erneuern und den Lebensbedingungen in

ihrem Umfeld anzupassen.

Mit großer Sorge haben wir in dieser Wahlperiode

beobachtet, wie Perspektivlosigkeit und die Angst

vor Arbeitslosigkeit gerade Jugendliche bedrängen.

Die SPD-Ratsfraktion setzt darauf, Jugendliche

in dieser Situation nicht allein zu lassen, sondern

ihnen konkrete und konstruktive Angebote

für ihre Bildung und für ihre Freizeitgestaltung

zu unterbreiten. Wesentliche Eckpunkte der Dortmunder

Jugendpolitik war es angesichts dessen

in den vergangenen fünf Jahren,

f Die Schulen mit einem Gesamt-Investitionsvo-

lumen von 260 Millionen Euro zu sanieren bzw.

zu modernisieren und sie großzügig mit neuer

Informations- und Kommunikationstechnik

auszustatten,

f Das Ausbildungsangebot in der Stadtverwaltung,

den städtischen Gesellschaften und Beteiligungen

mit mehr als 100 Ausbildungsplätzen

pro Jahr weit über den vorhandenen Bedarf

hinaus zu steigern,

f mehr berufsvorbereitende Maßnahmen denn

je zu schaffen,

f in einer engen Abstimmung mit den Trägern

der Jugendberufshilfe benachteiligten Jugendlichen

sinnvolle Ausbildungsplätze anzubieten,

f schulmüden Jugendlichen in geeigneten Einrichtungen

eine Zukunftsperspektive zu geben,

f das Angebot der zentralen und dezentralen

Freizeit- und Sporteinrichtungen zu erhalten

und zu qualifizieren,

f die Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit zu stärken

sowie

f die erzieherischen Hilfen zu optimieren.

Wertvolle und verlässliche Partner sind auf diesem

Weg für die SPD-Ratsfraktion die Wohlfahrts-

und Jugendverbände. Sie gilt es auch in Zukunft

in ihrer Aufgabenwahrnehmung zu unterstützen

und in ihrer Arbeit finanziell abzusichern.

schule und bildung bilden die basis für mehr

chancengleichheit

Bildung und Ausbildung bilden die Schlüssel für

die individuelle Zukunftsgestaltung sowie für


arbeiten für das neue dortmund 21

mehr Chancengleichheit in unserer Gesellschaft.

Die Anforderungen an junge Menschen nehmen

zu – und sie wechseln in immer schnelleren Zyklen.

Deshalb ist es Ziel der SPD-Ratsfraktion, eine

Qualifizierung auf hohem Niveau zu gewährleisten,

die Schlüsselqualifikationen zu verbreitern

und die Bildung enger mit dem erzieherischen

Auftrag zu verknüpfen. Deshalb versteht die SPD-

Ratsfraktion die Schulen auch als Ort, an dem der

Bildungsauftrag mit dem gesellschaftlichen Leben

im Stadtteil verknüpft wird, an dem Lernen,

aktive Freizeitgestaltung und soziales Miteinander

zusammentreffen.

In Dortmund befinden sich insgesamt 174 Schulen,

die sich in folgende Schulformen aufteilen:

f 93 Grundschulen

f 18 Hauptschulen

f 13 Realschulen

f 14 Gymnasien

f 9 Gesamtschulen

f 16 Sonderschulen

f 8 Berufskollegs

f 3 Weiterbildungskollegs

An diesen 174 Schulen sind zur Zeit insgesamt

83.944 Schülerinnen und Schüler angemeldet:

Schulen Schülerinnen Schüler gesamt

Grundschulen 11.585 12.028 23.613

Hauptschulen 2.657 3.332 5.989

Realschulen 4.542 4.321 8.863

Gymnasien 7.005 6.240 13.245

Gesamtschulen 4.094 4.596 8.690

Sonderschulen 839 1.663 2.502

Berufskollegs 8.813 10.996 19.809

Weiterbildungskollegs 613 620 1.233

Auf Initiative der SPD-Ratsfraktion sind erhebliche

Summen in die Modernisierung der Dortmunder

Schulen geflossen: seit 1999 die Summe

von 260 Millionen Euro. Damit ist es gelungen,

zahlreiche Klassen- und Fachräume

aufzuwerten sowie bedarfsgerechte Neu- und

Erweiterungsbauten in Angriff zu nehmen. Besonderen

Wert haben wir darauf gelegt, nicht

nur die baulichen Bedingungen nachhaltig zu

verbessern, sondern auch die technische und

(multi-) mediale Ausstattung. Denn die Förderung

von Medienkompetenz bleibt für uns ein

bildungspolitisches Ziel mit hoher Priorität.

Zugleich haben wir die Schulen inhaltlich gestärkt:

Beste Chancen bietet dazu das Projekt

Selbstständige Schule, das dazu beiträgt, den

einzelnen Schulen ein individuelles Leistungsprofil

zu geben und sie in ihrer Verantwortung

zu stärken. Mit der Einrichtung des Regionalen

Bildungsbüros im Jahr 2003 ist es gelungen, eine

zentrale Service- und Koordinierungsstelle einzurichten,

die sowohl die Selbstständige Schule als

auch Bildungspartnerschaften sowie schulische


22 arbeiten für das neue dortmund

Ganztagsangebote in ihrer Aufgabe nachhaltig

unterstützt.

Dank der Initiative der SPD-Ratsfraktion ist es zugleich

gelungen, die Ganztagsbetreuung an den

Schulen deutlich auszubauen. Rund 1.600 Ganztagsplätze

stehen bereits in diesem Schuljahr zur

Verfügung. Das Angebot soll auch in den kommenden

Jahren bedarfsgerecht weiter entwickelt

werden, um die Schüler gezielt fördern und die

Familien weiter stärken zu können.

gleichstellung von frau und mann – ein

selbstverständliches Anliegen

Die Dortmunder Sozialdemokraten setzen sich

von jeher dafür ein, dass sich Frauen und Männer

gleichberechtigt allen Bereichen des gesellschaftlichen

Lebens widmen können. Das ist ein

selbstverständliches Anliegen – aber auch ein

Auftrag, dem sich die SPD-Ratsfraktion in allen

Lebensbereichen verpflichtet fühlt.

Die Prinzipien des „Gender Planning“ beschreiben

dabei für uns den klaren Auftrag, bei allen Fragen

der Stadtentwicklung strikt die Auswirkungen auf

Männer und Frauen zu prüfen und mögliche Differenzen

im Sinne der Chancengleichheit auszugleichen.

Darin sieht die SPD die Chance, die Zufriedenheit

der Menschen und ihre Lebensqualität

zu erhöhen.

Zentrales Anliegen ist für uns Erwerbstätigkeit

in einer familienfreundlich gestalteten Arbeitswelt.

Sie bildet die Grundlage für eine unabhängige

und selbst bestimmte Lebensgestaltung. Eine

notwendige Konsequenz daraus war für uns insbesondere

der Ausbau der Betreuungsangebote

im vorschulischen und schulischen Bereich.

Bei unserem Eintreten für die Gleichstellung haben

uns viele Institutionen unterstützt, deren Arbeit

für die Dortmunderinnen und Dortmunder

heute unverzichtbar ist. Zu nennen sind an dieser

Stelle insbesondere das Frauenhaus mit seinen

Schutzangeboten vor Gewalt, der Verein „Frauen

helfen Frauen“ mit der Frauenberatungsstelle

sowie das städtische Frauenbüro mit der Regionalstelle

„Frau und Wirtschaft“. Ihnen gehörte in

den vergangenen fünf Jahren die ungeteilte Unterstützung

der SPD-Ratsfraktion.

Wir werden auch künftig fachübergreifend alle

Initiativen unterstützen, die zu mehr Gleichberechtigung

führen. Besonderes Augenmerk genießen

vor diesem Hintergrund der Städtebau, der

öffentliche Nahverkehr, die Bildungs- und Qualifizierungsangebote

sowie die Familienpolitik. Wir

freuen uns darüber, dass gerade die Dortmunder

Stadtverwaltung eine an der Gleichberechtigung

der Geschlechter strikt orientierte Personalpolitik

betreibt und damit eine Vorbildfunktion auch für

andere Arbeitgeber ausübt.

soziale integration ist eine

herzensangelegenheit

Mit der demographischen Entwicklung verändern

sich die Anforderungen an das Leben im

Alter nachhaltig. Veränderte Lebensbedingungen

bedeuten für viele auch neue Lebensinhalte.

Lebens- und Arbeitserfahrung der älteren Generation

sind für uns wertvoll. Der tiefgreifende

demografische Wandel erfordert ein altersübergreifendes

Handeln und das Zusammenführen


arbeiten für das neue dortmund 23

unterschiedlicher fachlicher und persönlicher

Kompetenzen. Wir verstehen Seniorenpolitik als

Querschnittsaufgabe, die alle Bereiche der Kommunalpolitik

berührt. Wir fördern und haben in

dieser Wahlperiode weiter intensiv das vielfältige

Angebot in den Begegnungsstätten und Seniorentreffs,

aber auch die Pflegeeinrichtungen

gefördert. Nicht zuletzt aufgrund unserer Initiativen

verfügt Dortmund heute über ein leistungsfähiges

und wohnortnahes Netz aus

f 36 stationären Pflegeheime,

f 13 betreutes Servicewohnanlagen,

f 18 Altenwohnanlagen sowie

f 8 Hospize und Palliativabteilungen an Kliniken.

Unser Ziel ist es freilich, dass alte Menschen auch

unter dem Eindruck von Krankheiten und Behinderungen

möglichst lange in ihrer gewohnten

Umgebung bleiben können. Die Plätze in Seniorenheimen,

Sozialstationen und Tagespflegeeinrichtungen

der Wohlfahrtsverbände sind erhöht,

die Standards gestärkt worden. Sie unterliegen einer

permanenten kritischen Überprüfung. Denn

wer aufgrund seines gesundheitlichen Zustands

seine gewohnte Umgebung verlassen und eine

Pflegeeinrichtung beziehen muss, soll sich weiter

in einer lebenswerten Umgebung wohlfühlen

können.

Wo immer möglich, fördern wir alle Bemühungen,

die Erfahrungen und die Kompetenz der älteren

Menschen zu nutzen. Sie können auch nach dem

Ausscheiden aus dem Berufsleben gesellschaftlich

wertvolle Aufgaben in Verbänden, Vereinen,

Selbsthilfegruppen und in der Nachbarschafts-

hilfe übernehmen. Wir haben unsere Seniorenpolitik

nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund

neu geordnet und offensiv gestaltet, weil wir auf

das veränderte Freizeitverhalten von älteren Menschen

eingehen und entsprechende Angebote unterbreiten

wollen.

Schwellen abbauen, die Integration von Menschen

mit Behinderungen abzubauen, ist für

uns Sozialdemokraten eine Herzensangelegenheit.

Wo immer möglich, haben wir dazu konkrete

Initiativen ergriffen: in der Städtebaupolitik

ebenso wie im öffentlichen Nahverkehr. Mit

dem Behindertenfahrdienst besteht in Sachen

Mobilität ein beispielhaftes Modell.

Die Integration behinderter Kinder in den Regeleinrichtungen

von Kindergarten und Schule wird

von uns weiterhin unterstützt. Wir fördern die berufliche

Integration behinderter Menschen nach

Kräften und haben mit den Anstrengungen gerade

der Stadtverwaltung an vielen Stellen vorbildliche

Projekte verwirklicht. Die SPD-Fraktion setzt

sich zudem für die uneingeschränkte Umsetzung

des neuen Gleichstellungsgesetzes für Menschen

mit Behinderungen in Dortmund ein.

das weltoffene dortmund lebt von der

gemeinschaft unterschiedlicher kulturen

Dortmund ist eine weltoffene Stadt, deren Gesicht

nicht zuletzt von den 75.000 Migrantinnen

und Migranten geprägt wird, die hier ein gutes

Zuhause gefunden haben. Wir schätzen sie als

Nachbarn, als Kollegen am Arbeitsplatz, als Mitstreiter

in den Vereinen. Wir haben deshalb in

dieser Wahlperiode alle Chancen zur Integration


24 arbeiten für das neue dortmund

ergriffen: Sie verstehen wir nicht als Anpassung

und Aufgabe der kulturellen Identität, sondern

als gleichberechtigte Teilhabe von Migrantinnen

und Migranten am gesellschaftlichen Leben

im Rahmen der bestehenden Gesetze und wünschen

uns eine aktive Beteiligung am kommunalen

Geschehen. Wir verstehen dies vor dem Hintergrund,

dass wir Integration fördern, aber die

Integrationsbereitschaft auch bei den Betroffenen

einfordern.

Auch wenn wir verstehen, dass Menschen aus

gleichen Kulturkreisen zusammen leben möchten,

wollen wir verhindern, dass es zu einer Ghettoisierung

kommt. Dazu ist es nötig, dass einheimische

und zugewanderte Dortmunderinnen und

Dortmunder gemeinsam einen verbindlichen Katalog

von Grundwerten akzeptieren und einhalten.

Nicht zuletzt das von uns initiierte Programm

zur Stadterneuerung trägt dazu bei, das Wohnumfeld

und die Lebenssituation auch und gerade

der zugewanderten Dortmunderinnen und Dortmunder

aufzuwerten.

Die Integration von Migrantinnen und Migrantinnen

wird in Dortmund nachhaltig gefördert gerade

im Bereich der Kinder und Jugendlichen. Weil

ausländische Kinder dieselben Bildungschancen

erhalten wie die deutschen Kinder, finden sie hervorragende

Startbedingungen. Wir wollen, dass

sich ausländische Kinder und Jugendliche in dieser

Stadt wohl fühlen und eine positive Lebensperspektive

aufgezeigt bekommen. Dazu haben

auch in den vergangenen fünf Jahren die Kindergärten

und schulen wertvolle Anstrengungen

entwickelt.

dortmund, die gesunde stadt

Dortmund ist eine Stadt mit gesunden Lebensbedingungen.

Das ist nicht selbstverständlich,

sondern das Ergebnis langjähriger Anstrengungen

sozialdemokratischer Politik. Dortmund verfügt

über ein gut ausgebautes und leistungsfähiges

gesundheitliches Versorgungssystem mit

den Komponenten

f vorbeugende Gesundheitserziehung,

f Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen,

f öffentlicher Gesundheitsschutz, Behandlung

und Betreuung von gesundheitlichen Risikogruppen,

f gemeindenahe Versorgung von chronisch

psychisch Kranken und Stärkung von Selbsthilfepotentialen,

sind in Verbindung mit vielen

Selbsthilfegruppen.

Dortmund verfügt allein über 24 Kliniken, die

mit ihren Fachabteilungen eine hervorragende

Arbeit leisten. Das Klinikum Dortmund ist dabei

das zweitgrößte kommunale Krankenhaus

Deutschlands, das wir einer gezielten Modernisierung

unterzogen haben. Es ist ein Haus der

Maximalversorgung mit 1783 Betten, in dem 23

Fachkliniken an drei Standorten zusammenarbeiten.

Knapp 4200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

sorgen für das Wohl und die Gesundheit der

Patienten. Das Klinikum behandelt jährlich über

197.000 Patienten, davon 55.000 stationär.

Die SPD-Ratsfraktion hat mit vielfältigen Anstrengungen

in dieser Wahlperiode dazu beigetragen,

die Gesundheitseinrichtungen in ihrem Versorgungsauftrag

zu stärken. Vorbeugende Angebote


arbeiten für das neue dortmund 25

sind dabei für uns von besonderem Stellenwert,

weil sie dazu beitragen, Folgeschäden entweder

zu verhindern oder in ihren Auswirkungen einzudämmen.

Wir haben uns bei unseren Anstrengungen

von der Überzeugung leiten lassen, dass

der Zugang zu Gesundheit keine finanzielle Frage

sein darf.

Ein Teil dieser Vorsorge ist auch die Teilnahme der

Stadt Dortmund an dem vom Bund geförderten

Modellprojekt „Region aktiv“. Es trägt dazu bei,

zielstrebig eine gesunde Lebensweise unter anderem

durch die Vermarktung von regionalen

landwirtschaftlichen Erzeugnissen mit besonderen

Anforderungsstandards zu fördern.

Die Dortmunder SPD-Ratsfraktion hat – auch

dies ein wichtiger Bestandteil Dortmunder Gesundheitspolitik

– sehr erfolgreich Konzepte zur

Drogen- und Suchtbekämpfung weiterentwickelt

und gefördert. Wir haben die erfolgreiche

Drogenhilfepolitik seit Beginn der 90-er Jahre

gezielt fortgesetzt und einer Szenebildung in

Dortmund entgegengewirkt. Durch die Einrichtung

eines Drogenkonsumraumes in Dortmund

konnte die Sterblichkeit von Drogenabhängigen

spürbar gesenkt werden.

sicherheit und ordnung sind gewahrt

Gut beleuchtete und saubere Plätze und Straßen,

Bahnhöfe und Haltestellen, Eindämmung von Kriminalität,

Drogenszene und Graffiti - Schmierereien

haben Dortmund in weiten Bereichen zu

einer sauberen und sicheren Stadt gemacht. Dies

ist das Ergebnis unseres Konzepts, das ordnungspolitische,

soziale und städtebauliche Maßnah-

men miteinander verknüpft. Wir bauen dabei

aber auch auf die Zivilcourage der Dortmunderinnen

und Dortmunder.

Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit

von Stadt und Polizei sowie die auf Initiative der

SPD-Ratsfraktion eingesetzten Ordnungspartnerschaften

tragen objektiv zu einem guten Sicherheitsgefühl

in Dortmund und damit einer

der größten Metropolen Deutschlands bei. Diese

Dienste sind auch in den Grünflächen und auf

Friedhöfen präsent, stehen den Menschen für

Anregungen und Fragen zur Verfügung. Kriminalpräventive

Räte und Sicherheitsforen tragen

dazu bei, auch in den Stadtbezirken ein Höchstmaß

an Sicherheit zu gewährleisten.

Äußeren Ausdruck finden die Anstregungen in

der neuen, im Jahr 2003 eröffneten gemeinsamen

Citywache von Ordnungsamt und Polizei.

Sie ist Anlaufstelle für die Bürgerschaft in der Innenstadt

und damit ein wesentlicher Baustein

des Dortmunder Sicherheitskonzeptes und gut

funktionierender Ordnungspartnerschaften. Hier

finden die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit,

sich rund um das Thema Sicherheit, Sauberkeit

und Ordnung zu informieren oder Hinweise zu

entsprechenden Sachverhalten zu geben. Die Citywache

ist gleichzeitig Anlaufpunkt für die im

Stadtzentrum eingesetzten ordnungspartnerschaftlichen

Fußstreifen.

Sicherheit ist nicht nur eine Frage objektiver

Zahlen und zukunftsweisender Einrichtungen,

sondern wird von der Bevölkerung auch subjektiv

empfunden: Der SPD-Ratsfraktion kommt es

darauf an, Dortmund als saubere Stadt zu prä-


26 arbeiten für das neue dortmund

sentieren. Wir legen

deshalb großen Wert

darauf, dass die EDG

ihre Aktion „Dortmund

- eine saubere Sache“

erfolgreich fortsetzt.

Es ist sehr erfreulich,

dass die Anstrengungen

fruchten und sowohl

die Innenstadt

als auch die Stadtteile

durch zusätzliche

Reinigungsmaßnahmen

heute ein „glänzendes

Bild“ abgeben.

Die Service- und Präsenzdienste

tragen

überdies dazu bei, das

Sicherheitsempfinden

der Menschen zu

stärken.

Sicherheit ist nicht zuletzt eine Frage auch der

Einsatzbereitschaft von Rettungsdiensten und

Feuerwehr: Mit der Sanierung und Modernisierung

ihrer Einrichtungen und Gerätschaften

werden sie in die Lage versetzt, ihren Auftrag

umfassend und im Interesse der Bevölkerung

zu erfüllen.

Zuhause für ältere Menschen.


arbeiten für das neue dortmund 27

5. dortmund bietet eine intakte

umwelt

Dortmund – das ist eine reizvolle Verbindung von

urbanem Leben und Natur. Eine Metropole, die

sich durch ihre reizvolle Einbettung in die Landschaft

auszeichnet und an vielen Stellen einen

beinahe dörflichen Charakter behalten hat: immer

dort, wo ausgedehnte Grünflächen, ja bisweilen

ursprüngliche Landschaft und urbanes Leben

verschmelzen. Nicht zuletzt diesen einzigartigen

Charakter zu stützen, ist Ziel der SPD-Ratspolitik

in dieser Wahlperiode gewesen.

der mensch und die natur

Die Freiräume zu erhalten, ist eines der wichtigsten

Ziele sozialdemokratischer Ratspolitik. Bilden

sie doch gleichsam das ökologische Rückgrat unserer

Stadt und zugleich unvergleichliche Erholungsräume

für den Menschen. Die SPD-Ratsfraktion

hat deshalb bei ihrer Politik großen

Wert darauf gelegt, dieses Rückgrat zu stärken.

Den Garanten dafür bieten die drei Dortmunder

Landschaftspläne. Sechzehn Naturschutzgebiete

weisen darauf hin, dass Dortmund eine Stadt mit

erlebbarer Umweltqualität ist. Das ist nicht zuletzt

ein gutes Stück aktiver Umweltpolitik.

Uns kam es darauf an, nicht nur den Status-quo

zu erhalten, sondern die Landschaft in ihrer natürlichen

Entwicklung auch zu stärken: Wo überall

möglich, haben wir deshalb mit Initiativen dazu

beigetragen, die freie Landschaft weiter aufzuwerten,

neue Naturschutzgebiete auszuweisen

und die vorhandenen in ihrer Qualität weiter

aufzuwerten.

Gerade weil der naturnahe Freiraum ein so bedeutsames

und ein schützenswertes Gut ist, haben

wir bei der Stadtentwicklung dafür gesorgt,

aufgelassene Industrie- und Konversionsflächen

zielstrebig aufzubereiten und für neue Wohn-,

Freizeit- und Gewerbenutzungen aufzubereiten.

Sinnfällige Beispiele dafür sind die Phoenix- und

Westfalenhütten-Flächen, die Stadtkrone Ost und

das ehemalige Militärgelände in Brackel. Der Bereich

„Buschei“ zwischen Brackel und Kurl wurde

früher als ziviler und militärischer Flughafen genutzt.

Hier haben wir uns dafür stark gemacht,

nennenswerte Flächen sogar in ein Natur- und

Landschaftsschutzgebiet zu verwandeln, für die

Ökologie also Raum zurück zu erobern.

mehr raum für die natur

Die frühere industrielle Entwicklung in Dortmund

hat an mancher Stelle zu Belastungen geführt. Das

städtische Altlastenkataster erfasst systematisch

Altstandorte und Altablagerungen. Es wird ständig

aktualisiert und bei allen Planungen als Grundlage

herangezogen. An vielen Stellen hat die SPD-Ratsfraktion

auf eine tatkräftige Sanierung gedrängt,

die inzwischen auch durchgeführt ist.

Der Natur Raum zurückgeben: Diesem Ziel folgt

auch die Renaturierung der Emscher und ihrer Zuflüsse.

In einem mehrjährigen Programm werden

sie gegenwärtig in einen naturnahen Zustand zurückversetzt.

Das verlangt auf der anderen Seite,

die Abwassertechnik konsequent zu modernisieren

und auszubauen.


28 arbeiten für das neue dortmund

Die Maßnahmen unseres kommunalen Klimaschutzkonzeptes

sollen die CO2 -Emissionen bis

zum Jahr 2005 um 25 Prozent (Basisjahr 1987) senken

helfen. Wesentliche Instrumente der Stadt

sind hierbei die Energieversorgung, die Bauleit-

und Gebäudeplanung sowie der Gebäudebestand.

Die SPD-Ratsfraktion hat sich in den vergangenen

Jahren dafür eingesetzt, die Umstellung

auf eine klimaverträgliche Energieversorgung

voranzutreiben. Rationelle Energienutzung,

das Energiesparen sowie die Energieerzeugung

aus erneuerbaren Energien sind dazu wesentliche

Bausteine, die wir gefördert haben. Große Potentiale

liegen darüber hinaus in zusätzlicher Wärmedämmung

und energietechnischer Sanierung

Natur und Erholung fließen

zusammen.

des Gebäudebestandes. Wir haben die Chancen,

mit diesen Mitteln den Energieverbrauch einzudämmen,

insbesondere bei der Modernisierung

städtischer Immobilien sowie bei städtischen

Neubauten zielstrebig genutzt.

Darüber hinaus haben wir dafür gesorgt, dass

heute private Bauherren und Wohnungsbaugesellschaften

gezielt über technische und finanzielle

Möglichkeiten im Zusammenhang mit Energiesparmaßnahmen

beraten werden. In der

Bauleit- und Gebäudeplanung legen wir überdies

Wert darauf, Investoren durch die Stadtverwaltung

offensiv zu beraten, damit zukunftsweisende

Baustandards einen Beitrag zum Klimaschutz

leisten.


arbeiten für das neue dortmund 29

6. dortmund – 86 vororte mit

besonderem reiz

Sozialdemokratische Positionen markieren nicht

nur den Kurs des Dortmunder Stadtrates, sondern

auch die Arbeit in den zwölf Bezirksvertretungen.

Zwischen Rat und Bezirksvertretungen existiert

innerhalb der SPD-Fraktion ein enges Zusammenspiel.

Es stellt sicher, dass die Dortmunder

Politik Bodenhaftung behält und aus einem Guss

geformt ist.

Die konsequente Fortentwicklung der Stadtbezirke

ist für die SPD-Ratsfraktion integraler Bestandteil

auf dem Weg hin zum neuen Dortmund.

Sie steht deshalb gleichberechtigt neben

den Anstrengungen etwa für die Aufwertung der

City. Die Standpunkte der SPD prägen über weite

Strecken die Integrierten StadtbezirksEntwicklungsKonzepte,

die Grundlage für den weiteren

Kurs sind.

Zu einer offenen und dialogorientierten Fraktionsarbeit

gehört es, nicht am sprichwörtlichen

grünen Ratstisch zu entscheiden, sondern sich

mit den Anliegen der Bürger unmittelbar vor Ort

auseinander zu setzen. Deshalb hat die SPD-Ratsfraktion

in der laufenden Wahlperiode eine Reihe

von Stadtbezirksbereisungen durchgeführt.

Sie tragen dazu bei, das Gespräch mit den Bürgern

und Gruppen vor Ort zu suchen, für die gesamte

Ratsfraktion die Probleme vor Ort sinnlich

erfahrbar zu machen und den Blick für die spannende

Entwicklung in den einzelnen Ortsteilen

in Dortmund zu öffnen.

stadtbezirk aplerbeck

Ausgediente Wohngebiete,

große Freiräume

und Wälder sowie ein

ausgeprägter Zusammenhalt:

Am südöstlichen

Stadtrand Dortmunds

gelegen, lebt

Aplerbeck von seinen

eigenständigen

und starken Partnern

Aplerbeck

Schüren, Berghofen,

Lichtendorf, Sölderholz und Sölde. Die SPD trug

maßgeblich dazu, dass diese Strukturen weiter

wachsen konnten. Bei einer Stadtbezirksbereisung

am 13. Oktober 2003 schauten sich die

SPD-Fraktionen in Rat und Bezirksvertretung die

Ergebnisse ihrer Arbeit an.

Für die weitere Entwicklung des Stadtbezirkes

trennte sich die SPD sogar von alten Beschlüssen:

Nach Kritik der Händler wurde in Aplerbeck

auf Initiative der Sozialdemokraten die Fußgängerzone

in eine Mischverkehrsfläche mit zusätzlichen

Kurzzeitparkplätzen umgewandelt

– Umfragen bestärkten die Fraktion zu diesem

bürgernahen Schritt. Darüber hinaus gibt es Bemühungen,

durch eine vorzeitige Gestaltung des

Marsbruchplatzes schnellstens eine Verbesserung

der Situation im Ortskern zu erreichen. Die Maßnahme

wird den Ortsteil zusätzlich beleben und

attraktivieren.

Kennzeichen einer vorausschauenden Verkehrspolitik

ist unter anderem der Weiterbau der B

236n bis zur Stadtgrenze Schwerte an die A 1.


30 arbeiten für das neue dortmund

Die Trasse wird die Ortsteile Schüren, Aplerbeck

und insbesondere Berghofen vom Straßenverkehr

entlasten. Der Weiterbau ist Teil des zukunftsträchtigen

Verkehrskonzeptes der SPD, mit dem

sie das Gebiet nachhaltig entlasten will. Hierzu

kümmerte sich die Fraktion auch um die Finanzierung.

Endgültig fertig gestellt sein wird das

Projekt im Jahre 2006.

Zahlreiche Neubaumaßnahmen stehen für die

Beliebtheit des Stadtbezirks. Die SPD setzte stets

darauf, dass sich die Bauvorhaben vor allem durch

Behutsamkeit auszeichnen: Bei der Modernisierung

und Entwicklung von Wohngebieten finden

ökologische Belange große Berücksichtigung, der

Erhalt von Grün- und Freiflächen zur Naherholung

steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie die

Nutzung regenerativer Energien. Das geschieht

selbstverständlich auch an der Stadtkrone Ost, wo

ein sowohl städtebaulich als auch architektonisch

gelungenes Projekt entsteht. Wichtige Aufgabe

für die Politik war es zudem, die Infrastruktur –

wie etwa Kindergärten und Spielplätze – kontinuierlich

der Wohnentwicklung anzupassen.

Zur Infrastruktur gehört auch die Schullandschaft.

So wurde vor einiger Zeit an der Emschertalgrundschule

die Ganztagsbetreuung eingeführt, eine

flächendeckende Betreeung für Schulkinder den

gesamten Tag über ist nach den Wünschen der

SPD auch in den übrigen Ortsteilen vorgesehen.

Am Schulzentrum an der Schweizer Allee werden

neben Skater- und Mountainbikeanlage weitere

Attraktionen sowie Sport- und Freizeitmöglichkeiten

für Kinder, Jugendliche und Familien entstehen.

stadtbezirk brackel

9.000 Meter am laufenden

Band: Die Vororte

im Stadtbezirk

liegen beiderseits des

Hellwegs. Nicht nur

die alte Handelsstraße

schafft Verbindungen,

sondern auch der

gut ausgebaute ÖPNV

mit Stadtbahn, S-Bahn

und zusätzlichen Busli- Brackel

nien. Der zweigleisige Ausbau in Asseln wird die

Attraktivität des Angebotes weiter steigern.

SPD-Fraktionen in Rat und Bezirksvertretungen

haben in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass

sich der Dortmunder Osten längst als beliebter

Wohnstandort etabliert hat. Die optimale Nutzung

von Ressourcen spiegelt sich auch in der

Wohnraumpolitik wider. Zum Beispiel bei den

ehemaligen Kasernengeländen „Alte Polizeikaserne“

in Wambel und in Zukunft auf dem „Alten

Flughafen“ in Brackel, bei dem der alte Baumbestand

weitgehend erhalten bleiben soll. Neben

attraktivem Wohnraum für junge Familien werden

größere Grundstücke für eine individuelle

Bebauung auf bauträgerfreien Grundstücken zur

Verfügung gestellt. Freizeit- und Sporteinrichtungen

komplettieren das Angebot. Für Wickede favorisiert

die SPD ein Konzept, welches am Ortsrand

individuellen Wohnungsbau auf bauträgerfreien

Grundstücken ermöglicht, unter besonderer

Berücksichtigung ökologischer Belange. Doch

es sind noch mehr Faktoren, die diesen Wohn-


arbeiten für das neue dortmund 31

standort so beliebt machen: Zahlreiche Grünflächen

laden zur Erholung ein, große Teile davon

werden als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Erhalt

und Pflege dieser Flächen ist den Sozialdemokraten

ein wichtiges Anliegen.

Ein wesentlicher Punkt sozialdemokratischer

Standortpolitik ist und war die Wirtschaftsförderung.

Im Stadtbezirk herrschen hierzu ideale

Voraussetzungen: In unmittelbarer Nähe zum

Flughafen befindet sich das Gewerbegebiet Wickede-Süd.

Zukunftsträchtige Unternehmen nutzen

diesen Stadtvorteil, viele Arbeitsplätze sind

dort in den vergangenen Jahren entstanden. Vor

allen Dingen gelang das durch unkomplizierte

Hilfestellungen: Kurze Wege erleichtern vielen

Unternehmen die Ansiedlung. Keine Frage,

die Gewerbegebiete sind Wachstumsmotoren

im Dortmunder Osten. Auch für eine attraktive

Nahversorgung auf dem Hellweg setzt sich die

SPD besonders ein.

Zum Zusammenleben gehört auch die Förderung

von Vereinsleben und Kulturarbeit. Wie erfolgreich

diese Politik ist, zeigt das Kulturzentrum

balou in Brackel: Gemeinsam mit VHS, Bibliothek

Brackel und der Bezirksvertretung befindet sich in

der ehemaligen Oberdorfschule der Mittelpunkt

des kulturellen Lebens im gesamten Stadtbezirk.

Hier bündeln sich Vereinsaktivitäten, hier treffen

sich Groß und Klein. Das balou ist zweifellos ein

wichtiger Integrations-Ort. Kennzeichen des

Stadtbezirks ist außerdem die flächendeckende

Versorgung mit Kindergartenplätzen; viele

Schulen haben bereits seit Jahren ihre Türen im

Rahmen der Ganztagsbetreuung geöffnet. Das

schafft Flexibilität und Unabhängigkeit. Für den

Wirtschaftsstandort sind das ganz entscheidende

Dinge.

Ebenso wichtig sind die Straßen. In der auslaufenden

Wahlperiode wurde der Teilabschnitt der

Brackeler Straße (L663n) bis Asseln in Betrieb

genommen. Dank intensiver Gespräche mit unseren

östlichen Nachbarn im Kreis Unna sind inzwischen

die Voraussetzungen für die Weiterführung

dieser Straße bis in das Straßennetz Unna

geschaffen.

stadtbezirk eving

Wenn es ein Spiegelbild

des dramatischen

Strukturwandels in

Dortmund gibt – der

Stadtbezirk Eving ist

es zweifellos. Sichtbarer

Ausdruck dieses

gelungenen Wandels

ist die „Neue Evinger

Mitte“ mit ihren mo- Eving

dernen Geschäften,

Supermärkten und Bürogebäuden, die in der

Nachbarschaft der gartenreichen Siedlungen

entstanden sind, die ehemalige Zeche „Minister

Stein“ ist als Arbeitgeber durch Wissenschaftsund

Serviceeinrichtungen abgelöst worden. Obwohl

Arbeitsplätze wegbrachen, blieben die Menschen:

Seit der Schließung der Zeche im Jahre 1987

entstanden im nördlichen Stadtbezirk rund 1.000

neue Eigenheime, zahlreiche neue Arbeitsplätze

ebenfalls. Eine Erfolgsgeschichte der besonderen


32 arbeiten für das neue dortmund

Art, über die sich die SPD-Fraktionen in Rat und

Bezirksvertretung unter anderem im Rahmen einer

Stadtbezirksbereisung an Ort und Stelle informierten.

Ganze Arbeit leisteten alle Beteiligten bei der Umsetzung

des Rahmenplanes „Evinger Mitte“, die

weiter vorangetrieben werden muss: Am Evinger

Platz sollen nach dem Willen der SPD ein Hotel,

Einzelhandel, Produktionsbetriebe sowie ein

Bürogebäude entstehen. Darüber hinaus sorgen

sich die Sozialdemokraten um den Leerstand vieler

Ladenlokale – ein runder Tisch hat sich auf Initiative

der Bezirksvertretung bereits zu diesem

Thema gegründet.

Ganz im Zeichen des Strukturwandels steht die

Flächennutzung der ehemaligen Zeche „Minister

Stein“ und der Kokerei. Hier sollen sich neue

Branchen und Technologien ansiedeln, um Arbeitsplätze

für die Menschen in der Region zu

schaffen. Die SPD-Fraktionen begleiteten und

begleiten den Prozess mit großem Engagement

und Interesse, schon früh forderten sie die Erstellung

von Nutzungskonzepten – so unter anderem

für den Bereich der Gasfeinreinigung. Regelmäßig

ließen sich die Fraktionen hierzu von der Projektgesellschaft

über die aktuellen Verhandlungen

mit potenziellen Interessenten informieren.

Schließlich sind Arbeitsplätze unerlässlich für

den Wohnstandort Eving. Nach dem Rückzug

des Bergbaus haben sich im nördlichen Teil Dortmunds

viele Logistikbetriebe angesiedelt, was für

die Region enorm wichtig ist. So etwa am Logistik-Standort

Fürst Hardenberg: Auf dem ehemaligen

Zechengelände werden zurzeit etwa 560

Mitarbeiter beschäftigt. Allerdings: Durch die

Schwerlastverkehre haben sich für die Anwohner

zusätzliche Belastungen ergeben. Die SPD

drängte hierzu insbesondere auf die zeitige Verlegung

der Lindenhorster Straße (Fürst-Hardenberg-Allee).

Hierdurch wird zudem die Voraussetzung

dafür geschaffen, dass sich östlich der

neuen Straßentrasse zusätzliche Gewerbebetriebe

ansiedeln können. Problematisch ist übrigens

auch die starke Verkehrsbelastung insbesondere

durch LKW im Bereich der Kreuzung Schulte Rödding.

Schon früh plädierte die SPD-Fraktion in der

Bezirksvertretung dafür, die Situation durch den

Springorumknoten zu entlasten.

Bei allen Bemühungen um die Schaffung neuer

Arbeitsplätze – die SPD behielt dabei stets im

Blick, dass den Interessen der Natur Rechnung getragen

wird. So etwa bei der Brechtener Niederung:

Die Fraktion in der Bezirksvertretung lehnte

das Gebiet, das sich auf der Stadtgebietesgrenze

von Dortmund und Lünen befindet, frühzeitig

als Suchgebiet für Gewerbeansiedlungen ab. Viele

Grünflächen stehen in Eving für den Erholungs-

und einen attraktiven Wohnstandort. So sind in

der Siedlung An den Teichen Eigenheime in holländischer

Bauweise entstanden, ebenso auf dem

Gelände der ehemaligen Eisfabrik. Positives Beispiel

einer hervorragenden Nahversorgung ist die

Bayerische Straße.

Einen wichtigen Stellenwert in der SPD-Politik

nahm und nimmt die Förderung und Erhaltung

des Sportangebots in Eving ein. So machten sich

die Fraktionen in Rat und Bezirksvertretung für

die Übergabe des Hallenbades an die Schwimm-


arbeiten für das neue dortmund 33

gemeinschaft stark, außerdem setzten sie sich

für den Ausbau und die Modernisierung des

Eckeystadions ein. Zum Hintergrund: Das betagte

Bergstadion soll abgerissen werden. Eine wichtige

Rolle nimmt beim Sport die Jugendarbeit ein – sie

sorgt dafür, dass Zusammenhalt schon in frühen

Jahren nicht nur eine Worthülse ist. Neben dem

Sport stand und steht auch die Kulturförderung

ganz oben auf der Aufgabenliste sozialdemokratischer

Kommunalpolitik: Insbesondere Vereine,

Chöre und Schulen prägen die kulturelle Szene.

stadtbezirk hörde

Einerseits zeichnen

ihn riesige Freiflächen

und Waldgebiete aus,

andererseits ist er Beispiel

für den erfolgreichen

Strukturwandel

einer einstigen Montanregion

hin zum

hochmodernen Wirtschaftsstandort:

Der Hörde

Stadtbezirk Hörde

steht für ein bedeutsames Kapitel Dortmunder

Erfolgsgeschichte.

Das Tor zum Sauerland hat es geschafft, die Zukunft

mit neuen Technologien zu erschließen.

Ausschlaggebend war eine Politik, die aus dem

Wechselspiel zwischen Tradition und Moderne

eine wegweisende Perspektive entwickelte. Eine

Perspektive, die sowohl den Anforderungen der

Wirtschaft als auch den Menschen vor Ort gerecht

wird. Beispiel Phoenix: Viele Jahre prägten

die gleichnamigen Stahlwerke das Bild Hördes.

Der Abschied von Kohle und Stahl hinterlässt kein

Loch, sondern Zukunft: Auf dem ehemaligen Gelände

entsteht ein Technologiepark, auf dem sich

nicht nur moderne und zukunftsorientierte Branchen,

sondern auch Arbeitsplätze ansiedeln werden

– im Schlepptau von Handel, Handwerk und

Dienstleistungen, die künftig das Gesicht des früheren

Stahlstandortes prägen werden. Möglich

machte das eine mutige und vorausschauende

Politik, wie sie von der SPD in Rat und Bezirksvertretung

betrieben wurde.

Doch wo Arbeitsplätze entstehen, müssen auch

Wohn- und Freizeitstätten geschaffen werden.

Das geschieht auf dem Gelände von Phoenix-

Ost: Wo noch bis April 2001 die Flammen glühten,

wird ab 2007 ein See Erholung bieten. Eine

attraktive Wohnbebauung und Freizeitmöglichkeiten

mit Entertainment werden dem Stadtbezirk

darüber hinaus neue Impulse verleihen. Gemeinsam

mit der Bürgerschaft brachte die SPD

dieses Projekt auf den Weg.

Zur Bilanz sozialdemokratischer Politik in Hörde

gehört auch die Erhaltung von Lebensqualität.

So setzten sich die SPD-Fraktionen in Rat

und Bezirksvertretung für den Erhalt von Freiflächen

und Waldgebieten ein, die Ausweisung des

Fürstenbergholzes im neuen Flächennutzungsplan

(FLNP) als Naturschutzgebiet ist ein erster

Schritt dazu. Die SPD gab zudem viele Vorstöße

zur Sicherung eines attraktiven und zeitgemäßen

Einzelhandels in den Orsteilen, um so die Nahversorgung

zu gewährleisten. Herauszuheben ist

auch der Neubau der Bezirksverwaltungsstelle in


34 arbeiten für das neue dortmund

Hörde. Kurze Wege waren schon immer das Ziel

langfristiger SPD-Politik.

Besonderes Augenmerk legte die SPD zudem auf

Förderung und Erhalt der Vereinsstrukturen sowie

des kulturellen Lebens. Vor allem in Höchsten,

Holzen und Wellinghofen prägen die Vereine viele

persönliche Kontakte. Hohensyburg ist nicht nur

durch die Spielbank geprägt, sondern auch ein beliebtes

Ausflugsziel für die ganze Familie.

Unter dem Motto „Hörde - der Zukunftsstandort

im Dortmunder Süden“ werden wir auch in den

nächsten Jahren den Strukturwandel im Stadtbezirk

unterstützen und voranbringen.

stadtbezirk hombruch

Platz für Hightech und

attraktive Wohngebiete:

Die maßgeblichen

Kennzeichen des

Stadtbezirks Hombruch

ergänzen sich

zu einer Lebens- und

Freizeitqualität, die

alle Ansprüche an einen

modernen Stadt-

Hombruch

teil erfüllt und von ihren

Menschen geschätzt wird. So haben die Universität

und der Technologiepark südlich der B1

als Standort für Forschung, Lehre und Dienstleistungen

eine hohe überregionale Bedeutung. Sie

stehen nicht nur für Zukunft und neue Arbeitsplätze,

sondern tragen in Verbindung mit dem

Zoo, dem Botanischen Garten sowie den großen

Freiraum- und Erholungsflächen erheblich zur

Imagebildung der Gesamtstadt bei. Charakteristisch

für den Stadtbezirk sind zudem die attraktiven

Stadtteile – insbesondere die Ortsteile Kirchhörde,

Lücklemberg, Bittermark, Löttringhausen,

Schnee/Schanze sowie Schönau.

Die positive Entwicklung in Homburch hat aber

auch ihre Kehrseite: Durch Ausbau und Ausweitung

der Universität, des Technologiezentrums,

die zukünftige Nutzung des Hoesch-Röhrengeländes

und diverser neuer Wohngebiete ist die

Verkehrssituation in Hombruch zunehmend kritischer

geworden. Auf dem Hoesch-Röhrenwerkgelände

entstand 2003 ein Lebensmittelmarkt

mit 400 Parkplätzen. Altenwohnungen und Geschäftsräume

werden an der Harkortstraße auf

dem Gelände errichtet. Die SPD in Rat und Bezirksvertretung

beschäftigte sich deshalb in der Vergangenheit

insbesondere mit der Entwicklung eines

neuen und vernünftigen Verkehrskonzeptes,

das alle Belange verträglich vereint. Hauptziele

dabei: Die Stärkung des Öffentlichen Personen-

Nahverkehrs (ÖPNV), die Verteilung des zunehmenden

Individualverkehrs auf viele Schultern

sowie die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Bei

einer Bereisung des Stadtbezirkes nahmen die

SPD-Vertreter in Rat und Bezirksvertretung die

einzelnen neuralgischen Punkte in Augenschein

und verschafften sich konkret ein Bild über die

jeweilige Situation.

Beispiel Universität und Technologiezentrum:

Im Technologiepark an der Uni sind in den vergangenen

Jahren 7.000 Arbeitsplätze entstanden,

die Verknüpfung von Wissenschaft und

Wirtschaft mit all ihrem Know-how ist wesentli-


arbeiten für das neue dortmund 35

cher Bestandteil des dortmund-projects. Dieser

Vorteil muss auch in Zukunft weiter ausgebaut

werden. Dazu gehört auch, dass die H-Bahn zum

Campus als innovatives öffentliches Verkehrsmittel

an Bedeutung gewinnt, so muss unter anderem

das Streckennetz erweitert werden, um die

Attraktivität des Standortes als Nebenzentrum

zu beleben. Ähnlich sieht es beim Technologiepark

aus: Die hohe Nachfrage nach Grundstücken

und Gewerbeimmobilien machen eine Erweiterung

über das „Weiße Feld“ hinaus sinnvoll,

auch die Freifläche zwischen Hauert und

Meitnerweg steht zur Verfügung. Allerdings: Da

es sich hier um ökologisch bedeutsame Flächen

handelt, setzte und setzt sich die SPD in den Gremien

für adäquate Ausgleichsmaßnahmen ein.

Der behutsame Umgang mit Grün- und Freiflächen

ist wesentlicher Bestandteil der Standortpolitik.

Eine wichtige Forderung der SPD-Politik

war es zudem, dem gestiegenen Verkehrsaufkommen

Rechnung zu tragen. Das Verkehrskonzept

für den Stadtbezirk Hombruch sieht hierfür

eine Entzerrung der Verkehre rund um das Uni-

Gelände vor, die zügig umgesetzt werden muss.

Um dies zu erreichen, sprachen sich die Sozialdemokraten

mehrfach für den Bau einer Straßenverbindung

vom Vogelpothsweg zur Stockumer

Straße aus (verlängerter Vogelpothsweg-Gardenkamp),

an die die vorhandene Universitätsstraße

(Südtangente) zweispurig angebunden wird.

Darüber hinaus mahnten sie unter anderem die

fehlenden Beleuchtungskörper auf der Universitätsstraße

in Richtung Hauert an. Positiv nahmen

die SPD-Fraktionen die Planung eines neuen Hal-

tepunktes Hauert für die S1-Bahnlinie zur Kenntnis.

Er macht Sinn, um den Technologiepark noch

besser an den ÖPNV anzuschließen.

Die Fraktionen sparten nicht mit Kritik: So mahnten

sie einen zügigen Ausbau der Straßen Am Gardenkamp

und Vogelpothsweg an, der sich bis in

dieses Jahr verzögerte. Sorgen machte darüber

hinaus die sehr schleppende Entwicklung und

Vermarktung des Baugebietes Menglinghausen

Süd. Die SPD forderte eine Verbesserung der Infrastruktur

sowie die Sicherung des Schulweges

zur Eichlinghofer Grundschule mit verkehrsberuhigenden

Maßnahmen.

Sorgen machen sich die SPD-Fraktionen um den

städtischen Saalbau „Parkhaus Barop“, der nicht

mehr von der BV-Hombruch finanzierbar ist. Das

Parkhaus-Barop ist die Kommunikations- und

Begegnungsstätte für Jung und Alt, für Vereine,

kurzum: das Kommunikationszentrum für jedermann.

Eine langfristige Option könnte sein, private

Investoren mit dem Ziel zu gewinnen, ähnliche

Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen, die den Bedürfnissen

der Bürger Rechnung tragen.– Durch

die neue Stadtbahn-station der U 42 unter der

Stockumer Straße und dem S 5-Haltepunkt nördlich

der Brücke „Stockumer Straße“ wird das Parkhaus

zudem eine noch zentralere Funktion einnehmen,

ins Spiel brachte die SPD eine Verbindung

mit der H-Bahn. Dringenden Handlungsbedarf

mahnten die Sozialdemokraten angesichts

der Verkehrssituation auf der Stockumer Straße

selbst an: Sie ist heillos überlastet. Da eine Lösung

der Problematik kurzfristig nicht in Sicht ist, muss

sich die Verwaltung mit diesem Bereich verstärkt


36 arbeiten für das neue dortmund

und unkonventionell beschäftigen.

Neben der Stockumer Straße ist die Hagener Straße

bis zur Stadtgrenze die am meisten befahrene

Straße des Stadtbezirks. Teilweise ist sie jedoch

immer noch wie eine Landstraße alter Prägung

ausgestattet, außerdem fehlt ihr der innerstädtische

Charakter. Die Sozialdemokraten sprachen

sich deshalb bereits in der Vergangenheit für eine

durchgehende Ausstattung mit Gehwegen und

Radspur aus. Auch für das Telekomlager forderte

die SPD eine schnell Lösung.

Seit vielen Jahren Gegenstand politischer Beratungen

ist die Verkehrsanbindung und die Parksituation

am Dortmunder Zoo. Die SPD machte

sich stark für ein Parkleitsystem, das die Zoobesucher

an allen wichtigen Zufahrtsstraßen über

die Parkplatzbelegung informiert, sowie für den

Bau eines Parkplatzes auf der Fläche der ehemaligen

Unterbringungseinrichtung. Ausdrücklich

begrüßt wurde die zusätzliche ÖPNV-Haltestelle

an der Mergelteichstraße.

Unterstützung bei der SPD findet die Entwicklung

der Fläche zwischen Hombrucher Hallenbad und

der Jugendfreizeitstätte: In einem ersten Bauabschnitt

im Rahmen des BIue-Box-Programms wurde

bereits eine Skateranlage errichtet. In einem

zweiten Bauabschnitt wurden ein Mountainbike-

Parcours und Kletterturm geschaffen.

stadtbezirk huckarde

Huckarde ist ein Stadtbezirk im Umbruch von

alten montanindustriellen Traditionen hin zu

einem modernen Mikrostandort, der seinen Be-

wohnern ein hohes

Maß an Lebensqualität

verspricht. Der SPD ist

es gelungen, in einem

engen Zusammenspiel

mit allen gesellschaftlich

relevanten

Gruppen am Ort die

Entwicklung voranzutreiben.

Huckarde

Die Bilanz der Anstrengungen

lässt sich sehen: Zentrales Ziel war dabei

in den vergangenen fünf Jahren die Stärkung des

gewachsenen Einzelhandels und die Füllung von

Versorgungslücken. Gleichzeitig wurde großer

Wert darauf gelegt, die Wohnlagen weiter aufzuwerten

und die Dortmunder Familienpolitik

in konkrete Maßnahmen umzusetzen – so beim

Ausbau der Infrastruktur durch die Erneuerung

der Hangeney-Grundschule in Kirchlinde und

der Hansa-Grundschule in Huckarde. Die Urbanus-Grundschule

ist vollständig, die Jungferntal-

Grundschule, die Alfred-Adler-Schule sowie das

Schulzentrum an der Bockenfelder Straße werden

umfassend renoviert. Insgesamt werden in

die Schulen des Stadtbezirks mehr als 40 Millionen

Euro investiert.

Im Bereich des Littgenlohs ist der bisherige Sportplatz-Standort

aufgegeben worden. Als Ersatz

wurde die neue, mit einem Investitionsaufwand

von zwei Millionen Euro veranschlagte Anlage im

Bereich der Straße Bärenbruch geplant, die neben

dem Sportfeld auch leichtathletische Anlagen

und Umkleideräume erhält. Zusätzlich entsteht


arbeiten für das neue dortmund 37

in unmittelbarer Nähe ein neues Schützenheim.

Beides ist in die Neugestaltung des Umfeldes der

Zeche Zollern integriert.

Der 8,6 Hektar große Gewerbepark Bärenbruch,

im Dreieck von Bärenbruch und Mallinckrodtstraße

gelegen, steht hauptsächlich dem neuen

Briefverteilzentrum der Deustchen Post zur Verfügung.

Kleinere Flächen werden darüber hinaus

mittelständischen Unternehmen zur Verfügung

gestellt – unter anderem finden hier Handelsanbieter

(Aldi-Markt, Drogerie, Autohaus etc.) ihren

Platz und tragen zu einer Verbesserung der Nahversorgung

bei. Die SPD-Fraktion hat großen Wert

auf eine dem Kirchlinder Umfeld angepasste Fassadengestaltung

gelegt.

Im Bereich der Frohlinder Straße soll ein weiterer

Versorgungsschwerpunkt entstehen, der vor allem

Handelsnutzungen aufnimmt. Bei der weiteren

Entwicklung soll großer Wert darauf gelegt

werden, durch die Neuansiedlungen auch die gewachsenen

Geschäfte im Ortskern von Kirchlinde

zu befruchten. Sowohl zum Ortskern als auch

zu den Ansiedlungen im Bereich des Bärenbruchs

beläuft sich die Entfernung nur auf wenige Gehminuten,

so dass insgesamt die Attraktivität des

Standortes gefestigt werden kann. Aus Sicht der

SPD-Fraktion ist eine städtebauliche Aufwertung

erforderlich, die auch die Westricher Grundschule

einbezieht.

Östlich des Jungferntales können nach Auffassung

der SPD-Fraktion Flächen für rund 100 neue

Wohneinheiten in Einfamilienhäusern bereitgestellt

werden. Die Fraktion spricht sich zugleich

dafür aus, die bestehenden Grabeland- und Klein-

gartenanlagen in ihrer Substanz zu erhalten. Der

vorgesehene Wohnungsbau trägt insbesondere

zu einer Versorgung der im Stadtbezirk lebenden

jungen Familien mit attraktiven Siedlungsflächen

bei.

Im Bereich der Zeppelinstraße sollen sowohl ein

neues Altenpflegeheim mit 80 Pflegeplätzen als

auch ein Komplex mit 11 Wohnungen für betreutes

Wohnen entstehen. Beides trägt der demographischen

Entwicklung Rechnung: Der älteren

Huckarder Bevölkerung sollen wohnortnahe Pflegeplätze

angeboten werden. Neben der Modernisierung

von Wohnungsaltbauten ist die Schaffung

von rund 30 Wohneinheiten in Einzel- und

Doppelhäusern vorgesehen.

Die rund 55 Hektar große Fläche der ehemaligen,

1996 stillgelegten Deponie, die sich bis zu 50 Metern

über dem umliegenden Gelände erhebt, ist

in den vergangenen Jahren renaturiert worden

und steht heute für Freizeitnutzungen zur Verfügung.

Mit ihren zahlreichen Wegen und Aussichtspunkten

ist sie sowohl für Spaziergänger als

auch für Mountainbiker oder Inline-Skater attraktiv

und wird heute besonders gut angenommen.

Die Renaturierung ist damit zu einer Erfolgsstory

für eine sinnvolle Erneuerung Dortmunds und seiner

Stadtbezirke geworden. Wünschenswert ist

aus Sicht der SPD-Fraktion, im Bereich des Dortmund-Ems-Kanals

eine Kanalaufweitung vorzunehmen

und hier eine offene Badestelle anzulegen.

Sie könnte gleich einem Brückenschlag als

eine Verbindung zwischen dem Deusenberg und

dem östlich an den Kanal anschließenden Fredenbaumpark

dienen.


38 arbeiten für das neue dortmund

Die Arrondierung des Gewerbeparks Hansa läuft

auf Hochtouren. Auf dem ehemaligen Zechengelände

werden kleine und mittelgroße Firmen angesiedelt.

Eine weitere Überplanung der Kokereigeländes

läuft, die insbesondere Freizeit-, Kultur-

und Büronutzungen vorsieht. Insgesamt sollen

auf dem Gelände möglichst viele der alten Industriegelände

erhalten und neu genutzt werden.

Darüber hinaus soll der Erlebnispfad „Natur

und Technik“ Besuchern einen Blick auf den

kontrollierten Verfall der übrigen Anlagen und die

Rückeroberung durch die Natur gewähren. Weitere

angedachte Projekte auf dem Gelände sind

die Realisierung einer Museumsstraßenbahn, die

Schaffung einer Kletterhalle für Trend- und Abenteuersportarten

sowie der Umbau der ehemaligen

Zechen-Lehrwerkstatt zu einem Archiv für

Architektur- und Ingenieurbaukunst NRW.

stadtbezirk innenstadt-west

Ein Stadtbezirk, der

von der City geprägt

wird: Kulturelle Einrichtungen,

die Kultur-

und Kneipenszene

direkt vor der Tür

sowie eine Vielzahl von

Dienstleistungen – die

westliche Innenstadt

hat viel von dem, was

Innenstadt-West

Dortmund ausmacht.

Hierzu gehören zweifellos auch die überregional

bedeutsamen Freizeit-, Veranstaltungs- und

Sportangebote im Bereich der Westfalenhallen,

die erheblich zur Imagebildung der Gesamtstadt

beitragen und das gesamte Jahr über mit hochkarätigen

Highlights zahlreiche Besucher anlocken.

Die attraktiven und innenstadtnahen Wohngebiete

Kreuzviertel und Weststadt prägen den

Stadtbezirk ebenso wie Dorstfeld. Für eine große

Anzahl an Arbeitsplätzen sorgen die zahlreichen

Gewerbeflächen sowie die westliche Stadtkrone

entlang der B 1 als überörtlicher Standort

für Dienstleistungen und Büronutzung.

So vielfältig die Kennzeichen für diesen Stadtbezirk

sind, so facettenreich sind auch die Herausforderungen,

die dieser Stadtbezirk an die

Kommunalpolitik stellt. Bei einer Stadtbezirksbereisung

machten sich die SPD-Fraktionen aus

Rat und Bezirksvertretung in der vergangenen

Legislaturperiode an Ort und Stelle ein Bild davon.

Beispiel Konzerthaus. Hier standen Busfahrer

in der Vergangenheit vor dem Problem, dass

der Wendepunkt an der Kuckelke für das Wenden

von Bussen nicht groß genug war. Die SPD-Fraktionen

reagierten: Sie schlugen bauliche Veränderungen

an der Wendeanlage vor und regten einen

zentralen Busparkplatz mit einer Anlaufstelle für

Busfahrer an. Ähnliche Verbesserungsvorschläge

machten sie für den Vinckeplatz, der sich bei der

Besichtigung in marodem Zustand präsentierte.

Hier regten die Politiker eine Begrünung von Trafostation

und Verkaufskiosk an. Darüber hinaus

schlugen die Vertreter der BV-Fraktion eine Umwandlung

des Platzes Orensteinstraße in eine

Grünanlage vor – etwa als Fläche für Aufenthalt

und Spiel. Zusätzlich könnten Stellplätze angelegt

werden.


arbeiten für das neue dortmund 39

Alternative Lösungen für den fehlenden Beschleunigungsstreifen

Zufahrt B1 / Lindemannstraße

sollen im Zuge des Umbaus der B 1 gefunden

werden. Das Thema „Sperrung der Planetenfeldstraße

für den Schwerverkehr“ gingen gleich

drei Stadtbezirke an: Gemeinsam mit den Nachbarn

Lütgendortmund und Hombruch stimmte

die BV-Fraktion für den Bereich ab. Zum Hintergrund:

Aufgrund des Gewerbegebietes Dorstfeld-

West wurden die Bewohner der Planetenfeldstraße

insbesondere nachts von Lkw gestört.

Den Sozialdemokraten brannten noch mehr Themen

unter den Nägeln. Sie besichtigten unter anderem

den Theaterraum des „Fletch Bizzels“ und

informierten sich über die Kulturarbeit der Einrichtung.

Die Fraktionen betonten, auch in finanziell

schwierigen Zeiten die Arbeit der freien Kulturzentren

zu unterstützen. Gleiches gilt für die

Jugendarbeit.

Die westliche Innenstadt entwickelt sich weiter,

zweifellos. So baute die DOGEWO auf dem Tremoniagelände

58 Eigentumswohnungen und 14

Stadthäuser, der Wohnstandort findet großen

Anklang. Nicht ganz so positiv sieht die Entwicklung

des Hannibals aus: Trotz seiner günstigen

Lage zu Uni und City hatte die DOGEWO in dem

Wohnkomplex große Leerstände zu verzeichnen.

Zudem war die Entwicklung des Heinengeländes

zu klären – zur Diskussion stand die Errichtung

von Altenwohnungen sowie einer stationären

Einrichtung.

Durchweg positiv indes ist die Entwicklung des

Schulzentrums Hallerey zu bewerten: Nach erfolgreich

durchgeführter Sanierung präsentiert

sich die Wilhelm-Busch-Realschule seit einiger

Zeit als modernes und den heutigen Ansprüchen

genügendes Schulgebäude. Der Umbau des Reinolduns-

und des Schiller-Gymnasiums sind ebenfalls

angelaufen

stadtbezirk innenstadt-nord

Attraktivität, Arbeit,

Vielfalt und Tradition:

Wer die Dortmunder

Nordstadt beschreiben

will, kommt an diesen

Schlagworten nicht

vorbei. Im Stadtbezirk

Innenstadt-Nord treffen

unterschiedliche

und bunte Bevölke-

Innenstadt-Nord

rungsgruppenzusammen, einige Quartiere der Nordstadt weisen die

größten Bevölkerungsdichten Dortmunds auf. Der

Ausländeranteil ist mit 40,8 Prozent der höchste

in Dortmund (Durchschnitt: 13,1 Prozent). Mit

rund 55.000 Menschen gehört der Stadtbezirk zu

den größten in Dortmund. Den SPD-Fraktionen in

Rat und Bezirksvertretung ist die Entwicklung des

Stadtbezirkes, die Schaffung neuer Arbeitsplätze

und die Stärkung eines lebens- und liebenswerten

Umfeldes schon lange ein ganz besonderes

Anliegen. Am 3. Februar 2003 reisten sie durch

den Stadtbezirk, um sich vor Ort ein Bild von den

anstehenden Aufgaben zu machen.

Der Stadtbezirk Innenstadt-Nord hat eine Gesamtfläche

von 1.444 ha. Er kann grob in drei Bereiche

gegliedert werden: die Westfalenhütte im


40 arbeiten für das neue dortmund

Osten, die Nordstadt als zentraler Wohnbereich in

der Mitte des Stadtbezirks und der Hafen mit seinen

Industrieanlagen und dem Kanal im Westen.

Alle drei Bereiche waren ursprünglich Industriestandorte

mit angrenzenden Arbeiterwohnsiedlungen;

seit einigen Jahren haben diese Stadtbezirksteile

jedoch eine eigenständige Entwicklung

genommen.

Die Nordstadt ist ein attraktiver Stadtbezirk. Damit

das auch in Zukunft so bleibt, ziehen die SPD-

Fraktionen in Rat und Bezirksvertretung an einem

Strang – so etwa bei der Zukunft des Hoeschparks.

Mit ihren jeweils zwei Rasen- und Tennisplätzen

ist die „Sportanlage Hoeschpark“ ein unersetzliches

Domizil für zahlreiche ballsporttreibende

Vereine. Nicht nur Fußballer, sondern auch American

Football, Boule- und Petanquevereine haben

in den vergangenen Jahren im Hoeschpark

eine Heimat gefunden. Die Freizeitanlage soll

mit Mitteln aus dem Urban II-Programm aufmöbelt

und neu gestaltet werden. Im gleichen Zug

soll auch die 460 ha große Industriebrache der

Westfalenhütte erworben werden, damit sie im

südwestlichen Teil begrünt und bebaut werden

kann. Die Thyssen Krupp Stahl AG und die Planungsverwaltung

stehen hierzu in einem engen

Abstimmungsprozess, um die verschiedenen Nutzungen

– Industrie, Freizeit und Wohnen – unter

einen Hut zu bekommen. Immerhin wird die

Hälfte der Fläche noch immer industriell und gewerblich

genutzt. Die SPD-Fraktionen setzten sich

insbesondere dafür ein, dass eine „Filetierung“

– sprich: die häppchenweise Vermarktung – des

Areals verhindert wird.

Wie Erlebnisorte in der Dortmunder Nordstadt

geschaffen werden können, verdeutlicht das Big

Tipi im Fredenbaumpark: Das mit 35 Metern Höhe

größte Indianerzelt der Welt, das bereits auf der

Expo zahlreiche Kinder und Jugendliche anzog,

ist ein Publikumsmagnet sondergleichen. Flächen

wie diese sollen gepflegt und weiter aufgewertet

werden. Dazu gehört übrigens auch

der Hafen: Die SPD setzt sich seit geraumer Zeit

für eine Freizeitnutzung an den alten Speicherhäusern

ein. Dass sich so ein Engagement lohnen

kann, zeigt das „Depot“ in der Immermannstraße:

Das ehemalige Straßenbahndepot wurde 1996

zu einem Zentrum für Handwerk, Kunst, Medien

und Nachbarschaft umgewandelt. Sehr wichtig

für die dringend notwendige Aufwertung der

nördlichen Fläche hinter dem Bahnhof ist die Gestaltung

des neuen Bahnhofes (3do), zu der auch

die Neukonzeption der Brücke und des Umfeldes

am Burgtor gehört.

Ein wichtiger Punkt für die SPD vor Ort war und

ist die Verkehrspolitik: Die Wohnsiedlungen müssen

entlastet, Schwerlast- und Schleichverkehre

auf die Hauptverkehrsstraßen verlagert werden.

Beispiel Borsigplatz: Hier soll ein von den Sozialdemokraten

gefordertes Verkehrskonzept Ruhe

auf die Straßen bringen. Ziel muss es sein, Brummis

aus dem Viertel und vor allem aus den Wohnstraßen

heraus zu halten. Wie Wohnqualität innerhalb

der Siedlungen gesteigert werden kann,

zeigt das Wohnquartier Eberstraße: Hier wurde

der Innenhof mieterfreundlich gestaltet.

Auf- und Umbruch – das setzt das Engagement

aller beteiligten Akteure im Stadtbezirk voraus.


arbeiten für das neue dortmund 41

Und den verantwortungsvollen Umgang mit sozialen

Brennpunkten wie etwa dem Nordmarkt:

Die Ansätze zur Entlastung dieses Gebietes von

sozialen Problemgruppen hatten großen Erfolg.

Während die illegale Drogenszene aufgelöst werden

konnte, wird nunmehr vom Diakonischen

Werk für alkoholkranke Menschen ein Zuverdienstprojekt

angeboten, das ihnen ermöglicht,

stundenweise leichte Arbeit zu verrichten. Nur

das enge Zusammenspiel aller örtlichen Vereine,

Gruppen, Institutionen und der Bürgerinnen

und Bürger macht es möglich, manchen Kraftakt

zu stemmen. Gleichzeitig machte sich die SPD dafür

stark, die öffentliche Infrastruktur auszubauen:

Die Schulen sind bereits jetzt auf einem guten

Weg bei der Ganztagsbetreuung. Es kommt

darauf an, dass sie ein klares Profil anbieten und

beispielsweise in der Dortmunder Nordstadt mit

ihrem hohen Ausländeranteil auch eine besondere

Sprachförderung im Fach Deutsch anbieten.

Gleiche Bildungschancen als Sprungbrett für die

persönliche Zukunft: Das ist zentrales Anliegen

der Nordstadt-SPD.

stadtbezirk innenstadt-ost

Ein Stadtbezirk voller Leben: Die Innenstadt-

Ost hat mit 47,3 EinwohnerInnen pro Hektar die

höchste Einwohnerdichte in Dortmund. Ein Zeichen

für die Beliebtheit: Der Stadtbezirk ist geprägt

von einer hohen Wohnqualität. Bestechend

die architektonische Bausubstanz, beeindruckend

das kulturelle Flair. Für die SPD-Fraktionen in Rat

und Bezirksvertretung ergab sich in der auslaufenden

Wahlperiode ein Aufgabenspektrum,

das vor allem durch

die Gestaltung und

Begleitung umfangreicherPlanungsprozesse

gekennzeichnet

war. Dazu gehörte es

auch, direkt vor Ort

die Projekte zu besprechen.

Am 24. Juni

2002 bereisten die Innenstadt-Ost

Fraktionen hierzu den

Stadtbezirk.

Mit rund 1.100 Hektar Fläche ist die Innenstadt-

Ost der kleinste Stadtbezirk Dortmunds, gleichzeitig

aber einer der einwohnerstärksten. Der

Bezirk kann grob in folgende Bereiche gegliedert

werden: Unmittelbar östlich an die City angrenzend

liegen die gründerzeitlichen Stadterweiterungsgebiete

um das Gerichtsviertel mit dem Einkaufsbreich

der Kaiserstraße. Hier befinden sich

attraktive Einkaufsmeilen in gemütlichem Ambiente;

Galerien, Kneipen, kleine Händler und

hohe Bäume geben dem Bezirk das Flair, das ihn

so beliebt macht. Im Osten schließt sich der Vorort

Körne mit seiner Geschäftslage, einem regen Vereinsleben

und den angrenzenden Wohngebieten

an. Weitere Wohngebiete im Stadtbezirk sind die

östlich und westlich der Märkischen Straße sowie

der Ruhrallee gelegenen Wohnquartiere sowie die

Gartenstadt, die sich mit ihren oftmals historischen

Stadtvillen beiderseits des Rheinlandammes

(B 1) erstreckt und den positiven Eindruck dieses

attraktiven citynahen Stadtteils verstärkt.

Wichtige Aufgabe für die Kommunalpolitik war


42 arbeiten für das neue dortmund

und ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Im

Stadtbezirk Innenstadt-Ost leistet hierzu die

Untertunnelung der B 1 einen entscheidenden

Beitrag. Wo zurzeit noch Staus und rote Ampeln

an den Nerven der Verkehrsteilnehmer zerren,

wird bald eine hochwertige Büromeile mit Alleecharakter

neue Beschäftigungsmöglichkeiten

schaffen. Insbesondere der Dienstleistungssektor

– und mit ihm vor allem die Versicherungen – findet

hier ein weiteres Zuhause in Dortmund. In gutem

Zustand präsentiert sich das Gewerbegebiet

Hannöversche Straße: Das Einzelhandelskonzept

konnte in diesem Bereich wie geplant umgesetzt

werden.

Ebenso hohe Bedeutung hat für die SPD die

Schaffung neuen Wohnraumes. Einen besonderen

Stellenwert nimmt die Bebauung des ehemaligen

Straßenbahndepots an der Kreuzung B 1 /

Ophoff ein, für das die Stadtwerke eigens einen

Architektenwettbewerb ausgeschrieben haben.

Unter dem Stichwort „Wohnen und arbeiten“ entstehen

hier Stadtvillen und Bürogebäude. Ebenfalls

unter Regie der Stadtwerke entsteht auf dem

DEW-Betriebsgelände an der Deggingstraße ein

innenstadtnahes Quartier mit anspruchsvoller

Wohnbebauung. Alein drei Büros wurden hierzu

mit einem Gutachterverfahren beauftragt. Autoarmer

Wohnungsbau mit Hofbebauung ist zudem

am Ostbahnhof geplant. Für die SPD ist klar:

Diese Projekte passen hervorragend in das hochwertige

städtische Umfeld von Gartenstadt und

Gerichtsviertel. Sie werden zweifellos positiv zur

Entwicklung der Stadt Dortmund und ihrer City

beitragen. Hervorragend ergänzt wird das Stadt-

bild zudem durch das Wohnprojekt der Harpen

AG an der Semerteichstraße, wo Einzel-, Doppel-

und Reihenhäuser entstehen. Hier mahnten die

Sozialdemokraten darüber hinaus den maroden

Zustand der Straße an und erklärten ihn zum vorrangigen

Verkehrsprojekt des Stadtbezirkes.

Auf der kommunalpolitischen Tagesordnung

standen indes noch viele weitere Punkte. So galt

es, die künftige Gestalt von Hoher Straße und

Kronengelände ebenso zu bestimmen wie die

Erweiterung des Radwegenetzes an der ehemaligen

Hoeschbahn. Darüber hinaus wurde die Haltestelle

der Stadtbahn Weißenburgerstraße wie

an der Rheinischen Straße in den Untergrund verlegt;

das Umfeld des Südbades wurde komplett

umgestaltet.

stadtbezirk lütgendortmund

Heterogene Ortsteile

sowie weite und bedeutsame

Freiräume

und Wälder – zwischen

dem hochmodernen

Dortmunder

Technopark und den

ausgedehnten Grünzonen

hin zur Bochumer

Stadtgrenze gelegen,

Lütgendortmund

bildet der Stadtbezirk

Lütgendortmund den Übergang zum mittleren

Ruhrgebiet. Geografisch relativ weit auseinandergezogene

Ortsteile, die geschichtlich und wirtschaftlich

eine sehr unterschiedliche Entwicklung

genommen haben, bestimmen die innere Struk-


arbeiten für das neue dortmund 43

tur; mit seiner Vielfalt stellt Lütgendortmund ein

Abbild des Ruhrgebietes im Kleinen dar und spiegelt

die Geschichte der Region insgesamt wider.

Die SPD-Fraktionen in Rat und Bezirksvertretung

tragen dieser Struktur mit ihrer Politik Rechnung.

Im Rahmen einer Stadtbezirksbereisung am 26.

Mai 2003 machten sie sich vor Ort ein konkretes

Bild. Die Bilanz der gemeinsamen Anstrengungen

aller Beteiligten fällt ordentlich aus: Eine ausgezeichnete

Nahversorgung prägt den Stadtbezirk

ebenso wie ein gutes Angebot an Schulen, Kindergärten

und Jugendfreizeitstätten. Junge Familien

finden unter anderem in Bövinghausen und Kley

neues Bauland; S-Bahn, Straßenbahn und Busse

gewährleisten erstklassige Nahverkehrsangebote

in alle Himmelsrichtungen.

Charakteristisch für den gesamten Stadtbezirk

sind die vielen attraktiven Volksgärten. Die Stadtteilsanierung

findet ihren krönenden Abschluss

mit dem „Park der Generationen“ – die Gestaltung

der drei Hektar großen Freifläche „Auf der

Hofstadt“ im Zentrum Lütgendortmunds ist die

letzte größere Maßnahme der Städtebausanierung

in diesem Bezirk. Der Park der Generationen

soll allen Altersgruppen Freizeit- und Erholungsangebote

anbieten. Hierzu gehören unter anderem

Streetball, ein Bouleplatz, Sand- und Ballspielflächen

sowie ein Skaterpark. Großen Wert

legte die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung

darauf, dass der Bereich mit sanitären Einrichtungen

und ausreichender Beleuchtung ausgestattet

wird. Die Planung einer Hundewiese in diesem Bereich

indes lehnte die Bezirksvertretung ab.

Seniorentreffs, Altenwohnungen und Pflegehei-

me geben älteren Menschen auch in Lütgendortmund

ein Zuhause sowie Sicherheit. Hierzu gehören

auch die Außenbereiche. Die Parkplatzsituation

in der Volksgartenstraße – insbesondere

in Höhe der Seniorenresidenz des Evangelischen

Krankenhauses – ist seit der Parkraumbewirtschaftung

durch das Krankenhaus teilweise chaotisch.

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung

bemüht sich seit geraumer Zeit, hierfür eine Lösung

zu finden. Mittlerweile sichergestellt ist

– trotz etlicher größerer Probleme und Verzögerungen

in der Bauausführung –, dass der im

benachbarten Volksgarten geplante Teich angelegt

wird.

Ein wichtiges Thema für die SPD-Fraktion in der

Bezirksvertretung ist die Zukunft Bövinghausens,

insbesondere der Hauptschule: Voraussichtlich im

August 2005 wird dort die schulische Nutzung

eingestellt. Eine Nachfolgenutzung steht bisher

nicht fest. Unabhängig davon wünscht die SPD-

Fraktion auch zukünftig eine Teilnutzung des Gebäudes

durch Kinder und Jugendliche; darüber hinaus

fordert sie den Erhalt der bestehenden Spielflächen.

Ebenso steht die Entwicklung der „Neuen

Mitte“ Bövinghausens ganz oben auf der lokalpolitischen

Agenda: Um etwa die Anbindung an

den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) zu

optimieren, wird der Haltepunkt Bövinghausen

auf der Nordseite der Bövinghauser Brücke neu

errichtet. Hierzu werden Außenbahnsteige mit

120 m Nutzlänge und 96 cm Höhe gebaut. Der

neue Haltepunkt ist barrierefrei über Zugänge

von Norden (Merklinde) und Süden zu erreichen;

westlich des Haltepunktes soll eine P+R-Anlage


44 arbeiten für das neue dortmund

mit ca. 70 Stellplätzen geschaffen werden. Die Zufahrt

erfolgt von der Bövinghauser Straße aus.

Hinsichtlich des Masterplanes Wohnen wird nach

den Vorstellungen der SPD-Fraktion zu ermitteln

sein, welche Bedürfnisse für ortskernnahes Wohnen

bestehen und wie ausreichende Wohnungsangebote

auch in Zusammenarbeit mit der DO-

GEWO geschaffen werden können.

Vor einem wichtigen Entwicklungsschritt steht

das Rhader Holz. Die SPD-Fraktion votiert für

eine angemessene Wohnbebauung auf gehobenem

Niveau (Ein- oder Zweifamilienhäuser) im

Bereich der Zufahrtsstrecke. Im neuen Flächennutzungsplan

soll der Bereich als Wohnfläche

ausgewiesen werden, städtebaulich zu entwickeln

ist er zu einem späteren Zeitpunkt.

In gutem Zustand befinden sich die Gebäude des

Hauses Dellwig, in die in den vergangenen Jahren

viele Fördermittel geflossen sind. Unverzichtbar

ist wegen ihrer ökologischen Bedeutung die Gartengestaltung;

sie ist von der Verwaltung dringend

anzugehen. Die Größe der landwirtschaftlichen

Nutzflächen indes darf nach den Vorstellungen

der SPD-Fraktion in Zukunft nicht mehr

verkleinert werden, da sonst die wirtschaftliche

Grundlage für den Pächter gefährdet wäre.

Im Ortsteil Oespel besteht Optimierungsbedarf

an der Schnittstelle S-Bahn und ÖPNV. Im Rahmen

der Umgestaltung dieses Bereiches sind bestehende

Angsträume unter der Brücke zu beseitigen,

der angrenzende Schulweg zu sichern, Aufzüge

für den S-Bahn-Halt zu installieren und der

P+R-Parkplatz neu zu gestalten. Besondere Aufmerksamkeit

ist der angespannten Verkehrssitua-

tion im und um den Indupark zu schenken: Hier ist

es auch in Zukunft notwendig, über weitere Entlastungsmaßnahmen

nachzudenken. Hinsichtlich

einer veränderten Ausschilderung und einer optimierten

Ampelregelung führten SPD-Vertreter

bereits Gespräche mit der Landesstraßenbauverwaltung.

Unterstützung findet bei der SPD-Fraktion

das ökologische bzw. nachhaltige Bauen am

Steinsweg: Eine Wohnbebauung an dieser Stelle

ist ausdrücklich erwünscht, in der Bezirksvertretung

ist sie einstimmig beschlossen worden.

stadtbezirk mengede

Als ein geeigneter Platz

für Familien mit einem

hervorragenden Schulsystem

– umgeben von

schöner Natur und unzähligenGewerbeansiedlungen

– zeichnet

sich der Stadtbezirk

Mengede aus.

Die Attraktivität von

Mengede

Dortmunds Nordwesten

ist das Ergebnis einer nachhaltigen Strukturpolitik,

die von den SPD-Fraktionen in Rat und Bezirksvertretung

maßgeblich gestaltet wurde. So

bietet Mengede den Familien überaus vielseitigen

Wohnraum. Am Schlossberg in Bodelschwingh

etwa sind die ersten Häuser bezogen worden,

die Bebauung des Erdbeerfeldes läuft auf Hochtouren.

Gut gerüstet für die Zukunft werden die

Kinder durch das hervorragende Schulsystem. In

Mengede sind alle Schultypen vorhanden, einige


arbeiten für das neue dortmund 45

Schulen haben ihre Türen auch ganztags geöffnet.

Eine Besonderheit ist die Gerüstbauerschule auf

der Fläche der ehemaligen Zeche Hansemann –

in der gesamten Bundesrepublik gibt es nur eine

weitere Schule dieses Typs.

Wo Familien leben, muss es auch Arbeitsplätze

geben. Die bieten die umliegenden Gewerbeansiedlungen

vom mittelständischen Handwerk

und Kleingewerbe bis hin zum Handel. Die

Wirtschaftsschaftsfördeung leistet hierzu ganze

Arbeit. Doch Mengede ist nicht nur durch seine

Familienfreundlichkeit geprägt, sondern auch

durch die idyllische Natur. Ob das erweiterte Naturschutzgebiet

im Siesack oder Mastbruch, der

Brunosee an der Grenze zu Castrop, die Spazier-

und Radwege entlang des Dortmund-Ems-Kanals

oder die neu gestaltete Kleingartenanlage in Bodelschwingh:

Alle Plätze bieten Naturerlebnisse

(fast) ohne Grenzen. Diese gilt es auch in Zukunft

zu bewahren.

Vor große Herausforderungen stellten die sozialen

Brennpunkte und der hohe Ausländeranteil in

Mengede die Politik. Integrative Maßnahmen halfen,

Menschen verschiedener Nationen zusammenzuführen

und ein gemeinsames Miteinander

zu entwickeln. Einen wichtigen Beitrag leisteten

hierbei die Vereine, insbesondere mit ihrer

Jugendarbeit. Das muss auch in Zukunft weiter

unterstützt werden.

Wesentlicher Bestandteil sozialdemokratischer

Politik vor Ort war die Wirtschaftspolitik, mit

der die Fraktionen die Weichen in Richtung Zukunft

gestellt haben. So hat sich IKEA bereits mit

einem Güterverteilzentrum auf der Landesent-

wicklungsplanfläche 6 niedergelassen, weitere

Unternehmen wollen kurzfristig nachziehen. Ein

weiterer Motor für den Stadtbezirk wird auch das

Gewerbegebiet sein, das auf Teilflächen des Kraftwerkgeländes

„Gustav Knepper“ entsteht.

stadtbezirk scharnhorst

Dortmunds Norden im

Wandel: Der Bergbau

hat sich längst verabschiedet,

neue Unternehmen

mit modernen

Arbeitsplätzen

entstehen. Der Stadtbezirk

Scharnhorst

mit den Stadtteilen

Scharnhorst, Husen- Scharnhorst

Kurl, Derne, Lanstrop,

Kirchderne, Hostedde und Grevel bildet den

nordöstlichen Bereich Dortmunds und ist durch

unterschiedliche Entwicklungen gekennzeichnet.

Zum einen ist der Stadtbezirk durch eine dörflichbäuerliche

Vergangenheit geprägt, wie sie sich in

alten Dorflagen wie Grevel oder Lanstrop niederschlägt.

Zum anderen prägen Zechensiedlungen

aus den 20er und 30er Jahren – wie die Müserund

die Grunewaldsiedlung – das Bild. Ganz im

Gegensatz hierzu steht die Großsiedlung Scharnhorst-Ost,

die in den 60er Jahren gebaut wurde.

Die SPD-Fraktionen in Rat und Bezirksvertretung

begleiten und gestalten den Wandel in Dortmunds

Nordosten seit Jahren mit einer durchdachten

und zukunftsweisenden Politik. Am 10.

März 2003 bereisten sie den Stadtbezirk, um sich


46 arbeiten für das neue dortmund

vor Ort ganz konkret ein Bild über die einzelnen

Entwicklungen zu machen. Schon die ersten Blicke

zeigten: Eingebettet in eine wunderschöne

Natur, eignet sich der Stadtbezirk insbesondere

auch als Wohnort. Beispiel „Neubaugebiet Kühlkamp“:

Die Wohnungsbaugesellschaften erstellen

hier 350 Wohneinheiten (Eigentum und öffentlich

geförderter Wohnungsbau) für rund 1.000 Menschen;

die geplante Brücke über den Körnebach

wurde von den SPD-Fraktionen nachdrücklich angemahnt.

Die Sozialdemokraten setzten sich auch

dafür ein, dass der vorgesehene Standard für den

angekündigten Kindergarten im Neubaugebiet

frühzeitig erreicht wurde – nicht zuletzt, um den

provisorisch eingerichteten Husener Kindergarten

zu entlasten. Darüber hinaus wird der Körnebach

gegenwärtig von Scharnhorst bis Kamen

naturnah umgestaltet. Weiterer Standort für eine

neue Wohnbebauung ist das Gebiet Am Brandhof

/ In der Liethe in Grevel: An beiden Seiten der

zwei Straßen sollen 50 bis 100 neue Wohneinheiten

entstehen. Die ursprünglich im Flächennutzungsplan

vorgesehenen Ausmaße der Bebauung

wurden bereits deutlich heruntergefahren, etwaigen

Befürchtungen der Bevölkerung mit Informationsveranstaltungen

entgegengewirkt.

Eine wichtige Funktion haben auch die Tradition

und Kultur – immerhin hat die Politik dem Stadtbezirk

mit dem „Haus Wenge“ und dem „Wasserturm“

in Lanstrop schon vor Jahren Denkmäler

gesetzt. Das Kulturdenkmal „Haus Kurl“ etwa

befindet sich in privatem Besitz und könnte nach

den Vorstellungen der SPD-Fraktionen zum Beispiel

hervorragend für eine Pflegeeinrichtung

ausgebaut werden. Nach Gesprächen mit den

Eigentümern scheint sich zur Zeit jedoch keine

Möglichkeit zu ergeben, das Haus anders zu nutzen.

Ein zukunftsfähiges Konzept regen die Sozialdemokraten

zudem für den Wasserturm, das so

genannte „Lanstroper Ei“ an: Das rund 100 Jahre

alte Bauwerk soll zu einer touristischen Attraktion

ausgebaut werden. Auf einen Umbau um jeden

Preis lassen sich die SPD-Fraktionen allerdings keineswegs

ein – das Nutzungskonzept muss insbesondere

auch unter ökologischen Aspekten tragfähig

sein. Das Leben im Dortmunder Nordosten

hat auch noch andere Vorteile: Nach der Einrichtung

der Albert-Einstein-Realschule sind im Stadtbezirk

alle Schulformen vertreten, die nötigen An-

und Umbauten werden nach der Schulbau-Prioritätenliste

bis 2005 weitgehend abgeschlossen

sein. Alle Schulen im Stadtbezierk sind dann übrigens

schadstofffrei. Ein weiterer Pluspunkt der

SPD-Politik ist darüber hinaus das Familienprojekt

„Offene Ganztagsgrundschule“, an dem sich die

Buschei Grundschule seit dem Schuljahr 2003/

2004 beteiligt.

Im Blick haben die SPD-Fraktionen auf jeden Fall

die Zukunft der Deponie Nord-Ost: Ab 2005 ist

dort die Ablagerung von unbehandeltem Müll

nicht mehr gestattet. Nach Abschluss der Deponie

sind dort Abdichtungs- und Rekultivierungsmaßnahmen

vorgesehen; mögliche Folgenutzungen

sind zurzeit noch in der Diskussion. Entlastung

verspricht im gleichen Bereich der Bau des

A 2-Anschlusses von Lünen – hierzu ist bereits

ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet worden.

Der Blick in die Zukunft verspricht ohnehin


arbeiten für das neue dortmund 47

eine verbesserte Verkehrssituation: Mit der OW

IIIa / L 665 entsteht eine West-Ost-Verbindung,

die schon jetzt bis Kurl reicht und in den Kreis

Unna weitergebaut werden soll.

Der Wandel des Stadtbezirkes zeigt sich insbesondere

am Gelände der ehemaligen Zeche

Gneisenau: Nachdem sich der Bergbau verabschiedet

hat, entstehen dort etwa 70.000 Quadratmeter

Gewerbefläche; im Bereich Gneisenau-Nord

realisiert die Montan Grundstücksgesellschaft

die „Neue Derner Mitte“. Eine gute Beratung

und Förderung helfen ansiedlungswilligen

Unternehmen, sich hier niederzulassen. Direkte

verkehrliche Auswirkungen auf die Stadtbezirke

Innenstadt-Nord, Eving und Scharnhorst wird die

Überplanung des Geländes der Westfalenhütte

haben: Um die Schwerlastverkehre aus den angrenzenden

Wohngebieten fernzuhalten, ist im

Bereich des ehemaligen Tores 4 auf Wunsch der

SPD ein Anschluss an die B 236n vorgesehen. Noch

viel Arbeit zu leisten ist im Bereich des Dahlwiesenbachs:

Ein fehlender Bebauungsplan hält die

Flächenentwicklung auf. Deshalb muss das Aufstellungsverfahren

möglichst rasch in Gang gebracht

werden; bei den Gesamtplanungen für den

Dahlwiesenbach ist das Gelände der ehemaligen

Shell-Tankstelle als Eingangsbereich zu Scharnhorst

zu berücksichtigen.


48 arbeiten für das neue dortmund

Sprechen Sie uns an:

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund

Rathaus • Friedensplatz 1 • 44122 Dortmund

Tel.: 0231-57 45 13 - 14

Internet: www.spd-fraktion-dortmund.de

eMail: fraktion@spd-fraktion-dortmund.de

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