Ausgabe 1 2012 - Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

caritas.recklinghausen.de

Ausgabe 1 2012 - Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Ausgabe Januar 2012

Ausgabe Januar 2012

Wir pflegen Menschlichkeit

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.


Impressum

Herausgeber:

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.,

Mühlenstr. 27, 45659 RE, Tel.: 0 23 61/58 90 - 0,

Geschäftsführer: Fred D. Kaufmann

Druck: Schützdruck GmbH, Oerweg 20, 45657 RE

© Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Termin: Die nächste Ausgabe erscheint am 15. April

2012. Redaktionsschluss ist am 16. März. Ihre Beiträge

schicken Sie bitte an: d.maiss@caritas-recklinghausen.de

(Zur flüssigeren Lesbarkeit wurde in vielen Fällen nicht zwischen

weiblicher u. männlicher Schreibweise unterschieden)

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Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Tag des Ehrenamtes -

Tasche, Kaffee, Musik

Danke sagen. Genau das möchte der Caritasverband

mit dem Tag des Ehrenamtes. Und so wurden

die vielen Freiwilligen auch in diesem Jahr

im Caritashaus St. Michael einen Nachmittag lang

richtig verwöhnt.

Kaffee, Kuchen, Caféhaus-Musik mit Sänger Peter Meißel

und Pianist Thomas András, den Ehrenamtlichen wurde

einiges geboten.

Zunächst aber bedankte

sich der Caritas-Vorstandsvorsitzende

Ludger

Twachtmann für das

tolle Engagement

der Anwesenden.

Im Anschluss stellten

sowohl Ralph

Leise (Gesetzliche Betreuung) als auch Ute Bömkes (Kinder-,

Jugend- und Familienhilfe) ihre jeweiligen Fachbereiche

vor.

Zudem gab es bei einem kleinen Basar jede Menge Handgefertigtes.

Die frisch erworbenen Sachen fanden dann

den Weg in die „Caritasche“, mit der sich der Verband

noch einmal ausdrücklich bei den vielen Ehrenamtlichen

bedankte.

Ingrid Schulz-vor der Wülbecke,

Koordinatorin, Tel. 0 23 61/58 90 180

Titelfoto:

Zeigt beispielhaft, wie Armut aussehen kann. Finanzielle

Engpässe können zu Verzweiflung, aber auch zu gesundheitlichen

Problemen führen. „Armut macht krank“ lautet

das Jahresthema der Caritas und ist damit auch Schwerpunktthema

dieser Ausgabe.

2 Caritas REport Januar 2012


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Schwerpunktthema

Auf ein Wort: Verband ist gut aufgestellt

Caritas-Geschäftsführer Fred D. Kaufmann blickt auf das Jahr 2011 zurück

Zum eben erst abgelaufenen Jahr 2011 sowie zu

dem gerade begonnenen 2012 richtet Geschäftsführer

Fred D. Kaufmann (Foto) einige Worte an

die Mitarbeiter des Caritasverbandes.

„Ich hoffe, dass Sie alle gut in das neue Jahr gekommen

sind und mit ihren Liebsten einige schöne Festtage verbracht

haben.

Nach den wirtschaftlich mageren Jahren 2008 und 2009

gab es 2010 einen deutlichen Aufschwung. Durch Tarif-

Erhöhungen und die zusätzliche Anpassung an den TVÖD

wurden wir zwar in 2011 ein wenig zurückgeworfen, sind

allerdings unter dem Strich immer noch gut aufgestellt.

Dafür danke ich allen Mitarbeitern von ganzem Herzen,

denn Sie waren es, die den Aufschwung 2010 überhaupt

möglich gemacht haben.

Caritas REport Januar 2012

Dennoch gibt es noch einige

„Baustellen“, an denen wir weiter

arbeiten müssen. Ich denke

aber, dass wir auf einem sehr

guten Weg sind.

Ganz konkrete Baustellen - im

wörtlichen Sinne - gibt es zum

Beispiel an unserem Caritashaus

St. Hedwig. Dort geht der Umbau

gut voran, obwohl alle Beteiligten

und natürlich auch die

Bewohner mit vielen kleineren

oder größeren Unannehmlichkeiten zu kämpfen haben.

Dennoch liegen wir dort im zeitlichen Soll und ich bin fest

davon überzeugt, dass wir den ursprünglichen Bauplan

auch einhalten können.

Eine weitere beispielhafte Baustelle befindet sich an unserem

Heiki, der Heilpädagogischen Tageseinrichtung in

Stuckenbusch. Hier wird künftig der Kindergarten „St.

Franziskus“ integriert. Eine große Aufgabe, obwohl es

sich hier nur um eine einzelne Gruppe handelt.

Zudem schreitet auch der Umbau im Bereich U3 gut voran.

Beide Maßnahmen dienen einer besseren Altersdurchmischung

der Einrichtung.

Diese und auch viele weitere Projekte werden uns auch

im kommenden Jahr begleiten. Ich möchte aber auch

einige Worte zum Caritas-Jahresthema 2012 verlieren:

„Armut macht krank.“ In dieser Ausgabe des CaritasReports

werden einige Kollegen auf die unterschiedlichsten

Facetten von Armut eingehen. Auch ich habe mir eine bestimmte

herausgesucht: die Zeit-Armut.

Diese betrifft viele unserer Mitarbeiter. Ob nun in den Sozialstationen

Nord und Süd, in unseren vier Caritashäusern

oder in den einzelnen Fachbereichen: Immer enger

werden Zeitpläne, immer schwieriger wird es, diese

einzuhalten.

Daher gebührt allen von dieser Zeit-Armut betroffenen

Mitarbeitern ein großes Lob. Sie haben trotz des enormen

Zeitdrucks ihre Arbeit im vergangenen Jahr sehr erfolgreich

verrichtet und haben aus ihrem teils immer knapper

werdenden Zeit-Budget das Bestmögliche herausgeholt.

Danke auch dafür.

All diese Aspekte zeigen, dass wir uns auf einem guten

Weg befinden, unseren Caritasverband Recklinghausen

in eine solide Zukunft zu führen und dass wir in allen Bereichen

sehr gut aufgestellt sind.

Abschließend wünsche ich allen Mitarbeitern ein gutes

und erfolgreiches Jahr 2012. Bleiben Sie dem Verband

treu, aber vor allem: Bleiben Sie gesund.“

WOLFGANG REITMAYER

Rechtsanwalt

Tätigkeitsschwerpunkte:

Allg. Vertragsrecht, Arbeitsrecht,

Familienrecht, Verkehrsrecht,

Sozialrecht

Fred D. Kaufmann

Geschäftsführer

Bockholter Str. 425 45659 Recklinghausen

Tel.: 02361/23444 Fax: 02361/24250

3


Schwerpunktthema

Jahresthema: Armut macht krank

Caritas-Initiative: Solidarität und Zusammenhalt 2012 bis 2014

Der Deutsche Caritasverband startet 2012 eine

über drei Jahre laufende Initiative für Solidarität

und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Solidarität fängt im Kleinen an, in der Familie, in Nachbarschaft,

Schule oder am Arbeitsplatz, so Peter Neher1 ,

Präsident des Deutschen Caritasverbandes.

Wenn man krank ist, braucht man aufmunternde Worte,

aber auch konkrete Unterstützung. Gerade in solchen Situationen

wird Solidarität von anderen besonders spürbar.

In diesem Jahr wird der Deutsche Caritasverband

herausstellen, dass selbst in Deutschland, wo jeder ein

Recht darauf hat, krankenversichert zu sein, der Zugang

zum Gesundheitswesen nicht jedem gelingt.

Solidarität reicht jedoch auch über unseren eigenen Lebenszusammenhang

hinaus, wie der nachfolgende Beitrag

von Björn Schmidt-Freistühler über die Kampagne

„Fairtrade-Towns“ 2 beschreibt. Im Grundgedanken des

„Global denken, lokal handeln“ findet sich auch das Anliegen

der Caritas als weltweit tätige kirchliche Organisation

wieder.

Doch was meint eigentlich Solidarität? Die ursprüng-

liche Bedeutung von Solidarität bezeichnet im juristischen

Sinne nicht die Zusammengehörigkeit einer bestimmten

Gruppe von Beteiligten, sondern, dass jeder

„in solidum“, das heißt für das Ganze, für die Gesamtsumme

haftet.

Im heutigen Recht wird der Begriff „Gesamtschuld“ dafür

verwendet. „Solidarität“ im Christentum zeichnet sich

im Unterschied zu einem abgrenzenden Solidaritätsverständnis

gerade dadurch aus, dass sie jedem Menschen

gilt und nicht nur auf die Menschen mit den gleichen In-

1 Neher, P. (2011), S.5

2 www.fairtrade-towns.de

Armutsdefinition der

europäischen Gemeinschaft:

„Personen, Familien, Gruppen sind arm, wenn sie über

so geringe (materielle, kulturelle und soziale) Mittel

verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen

sind, die dem Mitgliedsstaat in dem sie leben, als Minimum

annehmbar ist.“

Foto © Peter Ries / PIXELIO

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

teressen oder einer bestimmten Zusammengehörigkeit

beschränkt wird. So ist es nicht verantwortlich, andere,

schwächere Menschen auszunutzen – zum Beispiel durch

unfaire Wettbewerbsbedingungen mit Dumpingpreisen

für die Produzenten und hohe Gewinnspannen im internationalen

Handel.

Solidarisch handeln ist mehr als Almosen zu verteilen.

Es geht neben konkreter Hilfe vor allem darum, auf politischem

Weg die Mechanismen zu veränderten, die die

Selbstbereicherung einiger weniger fördern. Für den Psychoanalytiker

und Friedenaktivisten Horst-Eberhard Richter

steht weltweite Solidarität „nicht für eine Vereinigung

der Guten gegen das Böse (…) sondern (für die) Beherzigung

der Erkenntnis, dass die Menschen in aller Welt aufeinander

angewiesen und voneinander abhängig sind.“ 3

Die Caritas in einem unserer reicheren Nachbarländer

hat 2010 mit ihrer Kampagne „Armut in der Schweiz

verhindern“ 4 auf ein dort ebenfalls wachsendes Problem

hingewiesen, das staatlicherseits nicht mehr ignoriert

werden dürfe. Jede zehnte Person in der Schweiz muss

von einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze (s.

Armutsdefinition) leben.

In Deutschland waren es 2008 sogar 14 % der Gesamt-

bevölkerung. Mit dieser Lebenslage verbinden sich mangelnde

Zukunftsperspektiven, soziale Ausgrenzung und

eine kürzere Lebenserwartung.

Der Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert wies unlängst

darauf hin: „Armut bedeutet hier in Europa, in

3 www.fairness-stiftung.de/pdf/Richter.pdf

4 web.caritas.ch/media_features/gf/Positionspapier_Armutsbekaempfung_d.pdf

4 Caritas REport Januar 2012


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Schwerpunktthema

Deutschland nicht, dass ich auf Konsumgüter verzichte,

sondern Armut bedeutet, dass ich früher sterbe (…) dieser

Trend hat in letzter Zeit zugenommen“. 5 So lasse der knappe

Hartz IV-Regelsatz eine gesunde Ernährung nicht zu und

die Zuzahlungen durch die Gesundheitsreform erschweren

für viele Menschen den Zugang zum Gesundheitswesen.

Wer in Armut leben muss, wird mit vielen Schwierigkeiten

konfrontiert: mit knappen finanziellen Mitteln, mit beengten

Wohnverhältnissen und in Folge dessen häufig mit Spannungen

in der Beziehung und im Zusammenleben mit den

Kindern. Die Kinder wiederum starten mit einem erhöhten

Risiko, selbst als Erwachsene in Armut leben zu müssen.

In unseren reichen Gesellschaften macht Armut oft einsam.

So sind arme Menschen verletzbarer im wörtlichen Sinn:

Sie sind häufiger durch Krankheit bedroht, erleben Arbeitsund

Lebensbedingungen, die Gesundheit gefährdend sind.

Existenzsorgen und das Fehlen der Unterstützung im sozialen

Netz führen zum Anstieg bestimmter psychischer Erkrankungen,

wie Barbara Frank-Lammert6 im Grundsatzbeitrag

„Armut macht krank“ des Caritas-Jahrbuches 2012

ausführt.

Diese Zusammenhänge sind seit Jahrzehnten bekannt. So

hat der Caritasverband für die Diözese Münster mit dem

1987 erschienen „Arme haben keine Lobby. Caritas-Report

zur Armut“ die Erfahrungen der Menschen in Armutsverhältnissen,

die in Einrichtungen der Caritas im Bistum Münster

Hilfe suchten, zusammengetragen und ausgewertet. 7

Aktuell weist eine OECD-Studie8 vom Dezember 2011 darauf

hin, dass die Einkommenskluft zwischen Arm und Reich

in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten erheblich

stärker gewachsen ist als in den meisten anderen

Industrie-Nationen.

Die Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit

(OECD) beschreibt darin die schon lang beobachtete

Tendenz, dass die einzelnen Gesellschaften weltweit

immer weiter auseinander driften. Die Armen werden

ärmer, die Reichen werden reicher. Der OECD-Generalsekretär

Angel Gurría9 weist auf die wachsende, den gesellschaftlichen

Frieden gefährdende Ungleichheit hin: sie

schwäche die Wirtschaftskraft eines Landes, gefährde den

sozialen Zusammenhalt und schaffe politische Instabilität.

5 Von Riegen, M.-O.(2011)

6 Frank-Lammert, B. (2011), S.11ff

7 Caritasverband für die Diözese Münster (Hrsg.) (1987)

8 www.oecd.org/els/social/inequality

9 www.zeit.de/gesellschaft/2011-12/oecd-studie-einkommen

Caritas REport Januar 2012

Die Caritas-Initiative für Solidarität und gesellschaftlichen

Zusammenhalt ist also hochaktuell. Ab Januar 2012 sind

unter www.jeder-verdient-gesundheit.de weitere Informationen

zu finden.

Gabriela Schulz

Bereichsleitung Beratungsdienste/stv. Geschäftsführung

Literatur:










Caritasverband für die Diözese Münster (Hrsg.) (1987), Arme haben keine Lobby. Caritas-Re-

port zur Armut, Freiburg im Breisgau

Caritas Schweiz (2010), Armut in der Schweiz verhindern. Caritas-Positionspapier November

2010, www.web.caritas.ch/media_features/gf/Positionspapier_Armutsbekaempfung_d.pdf

TransFair, Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt“ e.V., Köln, www.

fairtrade-towns.de

Frank-Lammert, Barbara (2011) Armut macht krank in: Neue Caritas Jahrbuch 2012, S. 11-

17, Freiburg

Neher Peter (2011) Vorwort in: Neue Caritas Jahrbuch 2012, S.5, Freiburg

Von Riegen, Marc-Oliver (DPA) (2011), in Recklinghäuser Zeitung vom 13.12.2011, S. 2

Richter, Horst-Eberhard (2004), www.fairness-stiftung.de/pdf/Richter.pdf

Zeit-ONLINE vom 05.12.2011, Einkommensungleichheit in Deutschland wächst, www.zeit.de/

gesellschaft/2011-12/oecd-studie-einkommen

OECD, Divided We Stand: Why Inequality Keeps Rising, December 2011, www.oecd.org/els/

social/inequality

5


Schwerpunktthema

Fair geht vor

Fairer Handel ist den meisten Menschen in

Deutschland schon seit vielen Jahren bekannt.

Oftmals entstanden die Initiativen in Kirchengemeinden,

wo dann auch die Produkte nach dem

Gottesdienst verkauft wurden.

In den vergangenen Jahren jedoch hat sich sowohl das

Angebot als auch die Qualität erheblich verändert und

Produkte des fairen Handels halten immer mehr Einzug

auch in die Supermärkte.

„Das Vorurteil, dass fair gehandelte Waren gleich auch

viel teurer sind, stimmt so nicht mehr. Auch in diesem

Bereich gibt es mittlerweile einige preisgünstige Alternativen“,

betont Björn Schmidt-Freistühler, Leiter des Jugendtreffs

in Hillerheide.

Seit dem Sommer des vergangenen Jahres macht sich

auch Recklinghausen auf den Weg, eine Fairtrade-Stadt

zu werden. In Großbritannien ist diese Initiative entstanden

und mittlerweile tragen bereits 1000 Städte weltweit

diesen Titel.

In Deutschland dürfen sich insgesamt 60 Städte „Fair-

trade-Town“ nennen, mehr als 200 haben sich allerdings

- wie Recklinghausen auch - an die Erfüllung der Kriterien

gemacht. Im Kreis Recklinghausen sind mittlerweile

Castrop-Rauxel und Waltrop zur „Fairtrade-Town“ ernannt

worden.

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Recklinghausen soll Fairtrade-Town werden / Auch der Caritasverband beteiligt sich

In unserer Stadt hat sich ein Lenkungskreis gebildet, der

aus vielen unterschiedlichen Vereinen und Initiativen besteht.

Unter anderem ist auch die Gemeindecaritas in

diesem Gremium vertreten.

Die für die Auszeichnung notwendigen Kriterien sind fast

alle erfüllt. Nur bei Gastronomien, die faire Produkte verwenden,

gibt es noch eine Lücke.

So beteiligen sich erst acht Betriebe, elf sind allerdings

notwendig, um auch dieses Kriterium zu erfüllen.

„Der Bereich Gastronomie ist in jeder Stadt ein Problem“,

erläutert Björn Schmidt-Freistühler, der selbst Mitglied

des Lenkungskreises ist.

Auch eine vom Lenkungskreis organisierte Informations-

Veranstaltung führte nicht zu dem gewünschten Erfolg,

von den insgesamt 80 eingeladenen Gastronomen erschienen

lediglich zwei.

Als Vorreiter entschloss sich im Sommer 2011 die Stadt-

verwaltung zur Einführung fairer Produkte. Per Ratsbeschluss

entschied sich die Verwaltung dazu, nur noch fair

gehandelten Kaffee und Zucker anzubieten.

Der Kampagne folgten vier Vereine, zwei Kirchengemeinden

und vier Schulen. Mittlerweile vertreiben auch 22

Einzelhändler im Stadtgebiet fair gehandelte Waren.

Im November des vergangenen Jahres schloss sich auch

der Caritasverband Recklinghausen der Kampagne an, in

der dritten Etage der Zentrale, dem Haus der Caritas am

Prosper-Hospital, wird Gästen seitdem nur noch fair gehandelter

Kaffee sowie fair gehandelter Tee angeboten.

„Wir wollten damit ein Zeichen setzen und mit gutem Beispiel

voran gehen“, betont auch der Caritas-Vorstandsvorsitzende

Ludger Twachtmann.

Dass Deutschland im Bereich „Fairtrade“ auf einem gutem

Weg ist, erkennt auch Björn Schmidt-Freistühler. Dennoch

gibt er zu bedenken, dass „in unserem Land 4,15

Euro für fair gehandelte Waren pro Kopf pro Jahr ausgegeben

werden, in Irland oder Großbritannien sind das bis

zu 30 Euro.“

6 Caritas REport Januar 2012


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Schwerpunktthema

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Fairtrade ist eine Strategie zur Armutsbekämpfung.

Durch gerechtere Handelsbeziehungen soll die Situation

der benachteiligten Produzentenfamilien in

Afrika, Asien, Latein- und Südamerika verbessert,

die Binnenwirtschaft gestärkt und langfristig ungerechte

Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden.

Bauern in Afrika, Latein- und Südamerika und

Asien erhalten durch Fairtrade-Standards, die unter

anderem eine Fairtrade-Prämien vorschreiben,

die Möglichkeit, ihre Dörfer und Familien aus eigener

Kraft zu stärken und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen

nachhaltig zu verbessern.

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erhalten eine Stimme, werden wahrgenommen

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7


Caritas intern

Sterntaler soll ewig leuchten

Offizielle Gründung des Stiftungsfonds / Erst-Einlage beträgt 50 000 Euro

„Dass unser Traum so schnell wahr geworden ist,

damit konnte wirklich niemand rechnen.“ Sichtlich

bewegt und zurecht stolz auf das Geleistete

war Ludger Twachtmann bei der offiziellen Gründungsfeier

des Sterntaler-Siftungsfonds Anfang

November. Schließlich hatte der Vorstandsvorsitzende

des Caritasverbandes den Sterntaler von

Beginn an begleitet.

Bereits damals, vor nicht einmal drei Jahren, gab es ein

Ziel, allerdings erst einmal ein langfristiges. „Irgendwann

in fünf bis zehn Jahren, so dachten wir, können wir mal

über die Gründung eines Stiftungsfonds nachdenken“,

erinnerte sich Twachtmann in seiner Begrüßungsrede der

Feier Anfang November des vergangenen Jahres.

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Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Niemand konnte damals aber ahnen, wie groß die Spendenbereitschaft

für den Sterntaler sein würde. In nur

zweieinhalb Jahren kam ein so großer Betrag zusammen,

dass nun unter dem Dach der Caritas-Gemeinschaftsstiftung

für das Bistum Münster der Stiftungsfonds „Caritas-

Sterntaler – Sozialfonds für Kinder und Jugendliche in

Not“ gegründet werden konnte.

Der Diözesancaritasdirektior Heinz-Josef Kessmann (Foto

rechts) ließ es sich nicht nehmen, die Gründungs-Urkunde

vor Ort zusammen mit Ludger Twachtmann (l.) und

Cornelia Sindern (Caritas-Vorstand) zu unterzeichnen

und betonte dabei noch einmal die Wichtigkeit des Sterntalers.

Durch die nun eingebrachten 50.000 Euro und durch

weitere Spenden in den kommenden Jahren kann so gewährleistet

werden, dass auch weiterhin Recklinghäuser

Kindern und Jugendlichen in Not geholfen werden kann.

Im Idealfall sogar ewig, denn genau dieses Prädikat führen

Stiftungen.

Vorderster Zweck bleibt wie bisher die Hilfe im Einzelfall

für junge Recklinghäuser Menschen aus benachteiligten

Familien, die sich in einer akuten Notlage befinden und

wenn alle anderen Möglichkeiten zur Finanzierung ausgeschöpft

sind bzw. die gesetzlichen Ansprüche nicht mehr

greifen (bis zu einem Alter von 25 Jahren).

Zudem können jetzt aber auch Mittel, die nicht für die

Einzelfallhilfe verwendet werden, für Projekte der Kinderund

Jugendarbeit der Dienste und Einrichtungen des Caritasverbandes

beantragt werden.

Daniel Maiß

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

8 Caritas REport Januar 2012


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Caritas intern

Alltag im Alter

Caritas-Experten bieten Beratung an

„Altwerden in Deutschland“ ist ein Thema, das zunehmend

auch älter werdende Menschen und Angehörige

von Pflegebedürftigen mit Migrationshintergrund

betrifft und berührt.

Zu diesem Thema gab es Ende Oktober eine zweistündige

Beratungseinheit für interessierte Menschen mit Migrationshintergrund.

Elke Hoffmann, Pflegefachkraft der

Caritas-Sozialstation Nord erklärte den Teilnehmern,

wie verordnungsfähige Hilfsmittel eine Unterstützung in

der Alltagsbewältigung sein können, welche Ansprüche

und Unterstützung Pflegebedürftige bei Pflegekassenleistungen

erwarten können und stellte weitere unterstützende

Dienste und Gruppen vor.

Olga Peters, Mitarbeiterin der Migrationsberatungsstelle

des Caritasverbandes, stand bei Übersetzungen vom

Deutschen ins Russische und für Fragen der Teilnehmer

hilfreich zur Seite und unterstützte so bei den Teilnehmern

das Verstehen der oft vielfältigen bürokratischen

Abläufe bei Leistungen der Pflege- und Krankenkassen.

Caritas REport Januar 2012

Eine Migrantengruppe besucht schon seit zwei Jahren

den Sprachkurs für ältere Migranten und regelmäßige Infoveranstaltungen

der Migrations-Beratung für Erwachsene.

Die Themen im August und September waren „Neuerungen

in SGB II“ und „Hartz IV - Fragen und Antworten“.

Referiert hatte zu diesen Themen Lena Schäfer,

Leiterin des Ökumenischen Arbeitslosenzentrums Recklinghausen.

Weitere Termine auch mit anderen Migrationsgruppen

sind gemeinsam mit der Caritas-Sozialstation Nord und

der Migrationsberatungsstelle für dieses Jahr in Planung.

Elke Hoffmann,

Sozialstation Nord

9


Caritas intern

Kinder und Kerzen strahlen

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Solidaritätsaktion „Eine Million Sterne“ ist ein voller Erfolg / 12.200 Euro kommen zusammen

Am Ende strahlten alle. Die Kerzen vor St. Peter,

die Organisatoren, Propst Jürgen Quante und vor

allem die zahlreichen Besucher. Die Solidaritätsaktion

„Eine Million Sterne“ war auch in diesem

Jahr ein voller Erfolg.

Dabei war der Ablauf ein wenig anders als bei den Auflagen

der zurückliegenden Jahre. Zunächst startete der

Tag mit einem Wortgottesdienst in St. Peter. Dieser wurde

von Prost Jürgen Quante gemeinsam mit Kindern des

Familienzentrums St. Christophorus und der Heilpädagogischen

Tagesstätte „Mutter Teresa“ gestaltet.

Schon früh füllten sich die Reihen, am Ende gab es nur

noch Stehplätze.

Die musikalische Untermalung durch Sören Schwarz mit

seinem Chor „Chorios“, Sterntalergeschichten - vorgetragen

durch Mitarbeiter des Caritasverbandes -, ein kleiner

Martinsumzug durch die Kirche sowie Fürbitten des Familienzentrums

und der Heilpädagogischen Tageseinrichtung

rundeten einen gelungenen Gottesdienst ab.

Höhepunkt war allerdings der Lichtertanz, den einige Kinder

des Familienzentrums St. Christophorus gemeinsam

mit Marcel Kubik aufführten. Mit ihren Darbietungen zum

Lied „Wir sind am leben“ der Gruppe Rosenstolz zogen

die kleinen Tänzer ihr Publikum in den Bann und ernteten

dafür am Ende tosenden Applaus. Nach dem Gottesdienst

konnten die Besucher dann - wie in den vergangenen

Jahren auch - Kerzen als Zeichen ihrer Solidarität mit

Kindern und Jugendlichen in Notlagen entzünden

In Windeseile enstand eine „Kerzen-Schnecke“, an der

viele Menschen noch einige Zeit andächtig stehen blieben.

Zudem konnten sich die Besucher mit Glühwein,

Kinderpunsch und Martinsbrezeln stärken.

Hier und an vielen anderen Stellen halfen die Firmlinge

der Gemeinde Liebfrauen, denen ein ebenso großer Dank

gilt wie den zahlreichen Ehrenamtlichen, die diesen Tag

erst möglich machten. Allein durch die Kollekte, den Verkauf

vor Ort und zahlreiche kleinere Spenden an diesem

Abend kamen mehr als 1.300 Euro zusammen. Insgesamt

flossen rund um die Aktion 12.200 Euro in den

Sterntaler-Sozialsfonds.

Ein Teil des Erlöses geht in diesem Jahr auch an Caritas

International, hier werden behinderte Kinder in Bolivien

unterstützt.

Auf der letzen Seite dieses CaritasReports gibt es weitere

Foto-Impressionen dieses rundum gelungenen Tages, der

mit Sicherheit im kommenden Jahr wiederholt wird.

Daniel Maiß

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Foto: Jörg Gutzeit / Recklinghäuser Zeitung

10 Caritas REport Januar 2012


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Termine

TERMINE:

Sprechstunde für ehrenamtliche Betreuer

Beratung für Menschen, die sich im Rahmen eines Ehrenamtes

für die Übernahme einer gesetzlichen Betreuung

interessieren.

Fachleute informieren bei persönlichen, sozialen, recht-

lichen und medizinischen Fragestellungen im Rahmen der

gesetzlichen Betreuungsführung und geben Hilfestellung

und Beratung für ehrenamtliche gesetzliche Betreuer.

Am 2. und 4. Donnerstag im Monat, 9 bis 11 Uhr

im Haus der Caritas (Mühlenstraße 27)

Termine außerhalb dieser Zeiten können jederzeit

telefonisch vereinbart werden:

Ralph Leise: 58 90 340, Rosemarie Treppe: 90 77 51

Hebammensprechstunde

Die Hebammensprechstunde findet wöchentlich von 14 –

16 Uhr im Gruppenraum 2 im 1. Stock im Haus der Caritas

statt.

Infos: 58 90 590.

Vorsorge, Geburtsvorbereitung, Geburtsplanung. Darüber

hinaus besteht die Möglichkeit, die Begleitung einer

Hebamme des Prosper-Hospitals in Anspruch zu nehmen.

Die Beratung ist kostenfrei.

Angehörigen- u. Betroffenen-Café Demenz

Termin: 1. und 3. Mittwoch im Monat, 16.15 bis 18

Uhr in der geriatrischen Tagesklinik am Prosper-

Hospital

Information, Austausch, Menschen kennen lernen!

Die erkrankten Angehörigen werden in der Cafézeit von

einer Altentherapeutin und ehrenamtlichen Seniorenbegleitern

betreut. Info: Tanja Trümper, Tel. 58 90 320

Ein Angebot der Alzheimergesellschaft Vest RE in Kooperation

mit dem Caritasverband, dem Diakonischen Werk

und dem Prosper-Hospital.

Tanzcafé

Termin: 2. Mittwoch im Monat, 16.30 bis 18.30

Uhr in der geriatrischen Tagesklinik am Prosper-

Hospital - für Menschen, die an Demenz erkrankt sind,

deren Angehörige, Freunde und Bekannte.

Ein Angebot der Alzheimergesellschaft Vest RE in Kooperation

mit dem Caritasverband, dem Diakonischen Werk,

dem Prosper-Hospital und dem Beratungs- und Infocenter

Pflege der Stadt RE.

Caritas REport Januar 2012

Demenz-Selbsthilfetelefon

Selbsthilfetelefon für Angehörige von demenzkranken

Menschen und Betroffene selbst, mittwochs von 14 bis 17

Uhr unter der gebührenfreien Nummer 0800/2010020.

Die Aussprache mit geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

ermöglicht es, Probleme und Belastungen

zu thematisieren und Kontakt zu Menschen aufzunehmen,

die diese Lebenssituation aus eigenem Erleben

kennen.

Benefiz-Dinner

Im Februar lädt das Caritashaus Reginalda zu einem Benefizdinner

in die hauseigene Cafeteria ein. Die Gäste

werden vor Ort mit einem exklusiven Fünf-Gänge-Menü

verwöhnt. Zubereitet und

präsentiert wird es an diesem

Abend von ehrenamtlich

tätigen Helferinnen und

Helfern. Begleitet wird das

Menü von stimmungsvoller

Musik der 30er Jahre mit

Sänger Peter Meißel und Pianist

Thomas András sowie

einer Wein-Präsentation der Weinhandlung Molitor, die

an diesem Abend auch die passenden Weine zu den Gängen

anbieten wird.

Die Einnahmen des Abends fließen zur Hälfte in den

Neubau des Hospizes zum heiligen Franziskus, mit der

anderen Hälfte möchte das Caritashaus Reginalda seinen

Rollstuhlfahrern einen Ausflug ermöglichen. Hierfür

ist die Anmietung eines speziellen Fahrzeuges nötig.

11


Caritas intern

Caritas Süd - ein starkes Team!

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Beim Adventsmarkt gibt es Reibe-Plätzchen im Platzregen / Erstmals gemeinsam

Das Caritashaus Reginalda und die Sozialstation

Süd standen beim diesjährigen Süder Adventsmarkt

zum ersten Mal gemeinsam hinter der

Pfanne und haben dabei 80 Kilo Reibeplätzchen-

Teig verbraten.

Trotz Regenwetters hatten die Mitarbeiter beider Einrichtungen

immer gut zu tun – viele Kunden nutzten

die Gelegenheit vor Ort auch, sich mit Reibeplätzchen

für die „Lieben“ daheim oder für die nächsten Tage einzudecken.

Diese gemeinsame Aktion hat allen hauptamtlichen

und ehrenamtlichen Helfern viel Spaß gemacht. „Es

ist etwas ganz anderes zu unserem sonst üblichen Ar-

beitsalltag“, erklärte auch Angelika Rademacher,

Leiterin der Sozialstation Süd.

Und so einigten sich die Mitarbeiter beider Einrichtungen

darauf, dass es auch in 2012 gemeinsame

Aktionen geben solle.

Die nächste Veranstaltung ist schon fest geplant.

Am 18. Februar werden CH Reginalda und Sozialstation

Süd ihren Stand von 13.30 bis 19.30 Uhr

am Umspannwerk in Recklinghausen-Süd aufstellen.

Und natürlich wird es dort auch wieder die leckeren

Reibeplätzchen geben.

Christel Zynga

Einrichtungsleiterin Haus Reginalda

Ein erster Schritt

Interkulturelle Öffnung

Auch der Caritasverband hat sich auf den Weg

der Interkulturellen Öffnung seiner Dienste

gemacht.

In einem ersten Schritt setzten sich die Mitarbeiterinnen

der Altenheime und der Sozialstationen mit

den Bedürfnissen von Menschen mit Migrationshintergrund

und der kultursensiblen Pflege auseinander.

Weitere Schulungen, auch in anderen Einrichtungen

und Beratungsdiensten, sollen folgen.

12 Caritas REport Januar 2012


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Caritas intern

Rosen für Jubilare

Ehrungen im Café Denk Mal

Eine Premiere feierte der Caritasverband Recklinghausen:

Zum ersten Mal wurden langjährige Mitglieder

des Verbandes bei Kaffee und Kuchen geehrt.

Im Café Denk Mal dankte der Vorstandsvorsitzende Ludger

Twachtmann (Foto rechts) den Jubilaren für ihre langjährige

Treue und betonte dabei seine große Wertschätzung

für die geleistete Arbeit.

Besonders geehrt wurden (Foto v.r.) Christiane Preis-

Schidelko (Raphael-Schule/25 Jahre), Fred D. Kaufmann

(Geschäftsführer/35 Jahre), Manfred Schlimbach (Caritashaus

St. Hedwig/25 Jahre), Martina Werfling (Raphael-

Schule/25 Jahre), Helga Manns (Raphael-Schule/25 Jahre)

und Alice Gawlik (Caritashaus St. Hedwig/25 Jahre).

Als kleine Aufmerksamkeit erhielten die Jubilare eine

Christrose und einen Bücher-Gutschein.

Besondere Ehrung

Insgesamt 102 Auszubildende hatten 2011 ihre Abschlussprüfungen

mit der Note „sehr gut“ bestanden.

Diese Auszubildenden

wurden von der Industrie-

und Handelskammer

besonders

ausgezeichnet, unter

ihnen auch Michael

Herrgesell aus der

Buchhaltung des Caritashauses

St. Hedwig. Er nahm die Glückwünsche von Dr.

Gudrun Bülow (l.), Vizepräsidentin der IHK NRW und Gladbecks

Bürgermeister Ulrich Roland (r.) entgegen.

Caritas REport Januar 2012

Der Rat wächst, die

Zahlen bessern sich

Delegiertenversammlung: Viel Positives

Die Delegiertenversammlung fand im vergangenen

November im Caritashaus St. Hedwig statt. Und

im Vergleich zur Versammlung 2010 gab es viel

Positives zu vermelden.

Den Anfang machte der Vorstandsvorsitzende Ludger

Twachtmann (Foto rechts), der Cornelia Sindern für ihre

mittlerweile zehnjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Caritas-Vorstand

ehrte.

Die Politikerin ist zusätzlich seit dem 7. Mai 2009 auch

stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes. Cornelia

Sindern erhielt eine Urkunde des Deutschen Caritasverbandes

und ein kleines Präsent des CV RE.

In seinem Wirtschaftsbericht konnte Caritas-Geschäftsführer

Fred D. Kaufmann deutlich freundlichere Zahlen

als noch im Vorjahr verkünden.

Neue Gesichter gibt es zudem im Caritasrat. Andreas Floringer

und Michael Stephan Kornau wurden einstimmig

gewählt.

Sie unterstützen ab sofort Christoph Kortenjann, Winfried

Hoff und Georg Liesenklas bei ihrer Arbeit.

Michael Stephan Kornau ist hauptberuflich bei der Spar-

kasse Vest RE für den Bereich „Private Banking“ zuständig

und bereits Vorstands-Mitglied im Hospiz zum heiligen

Franziskus. Andreas Floringer ist Pfarrer der Gemeinde

St. Pius und St. Michael.

13


DANKE!

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

KFD spendet 1000 Euro für den Sterntaler

Musiker spenden

Mit 500 Besuchern war das „5. Kurt-Oster-Beat-Revival“ in

der Hochlarmarker Vest Arena ein voller Erfolg. Die Organisatoren

um Elmar Habicht spendeten auch dieses Mal die

Einnahmen an karitative Zwecke. So gab es für den Sterntaler

800 Euro, die der Vorstandsvorsitzende Ludger Twachtmann

in Empfang nahm. Wir sagen DANKE!

Verein spendet erneut

Wie in den Jahren zuvor dachte der Verein für soziales

Handeln auch in 2011 an unseren Sterntaler und spendete

3000 Euro. Wir sagen DANKE!

Dekanat RE übergibt Scheck an CV

Zum Abschluss der Ausstellung „Kreuzweg der

Menschheit“ in der Propstei-Kirche St. Peter

hatte die KFD (Katholische Frauengemeinschaft

Deutschlands) eine ganz besondere Überraschung

parat.

Das Stadtdekanat hatte die einzelnen Ortsgruppen

zu einer Spende für den Caritas-Sterntaler aufgerufen.

Nach dem Gottesdienst mit Propst Jürgen Quante

überreichten Rita Krahn, Irmgard Schenk und Henriette

Kaufmann (v.r.) stellvertretend für alle KFD-Frauen

einen Scheck über 1000 Euro an Ingrid Schulz-vor der

Wülbecke (l./Gemeindecaritas). Wir sagen D A N K E !

Große Firmen-Spende

Die Firma Baumineral GmbH aus Herten sammelt in jedem

Jahr kurz vor Weihnachten für einen guten Zweck

und in diesem Jahr für den Caritas-Sterntaler. Und es

kam eine große Summe zusammen. 4500 Euro flossen

auf das Sterntaler-Konto. Wir sagen DANKE!

E.ON spendet Kettcars

Über neues Spielmaterial kann sich der Kinder- und Jugendtreff/Spielhof

Hillerheide freuen. Die E.ON Fernwärme

GmbH stellte der Einrichtung von Björn Schmidt-

Freistühler 1050 Euro zur Anschaffung von drei neuen

Kettcars zur Verfügung. Wir sagen DANKE!

Handwerker haben Spendierhosen an

Süder Stammtisch unterstützt Frühförderung

Über 400 Euro freute sich die Heilpädagogische

Tageseinrichtung „Mutter Teresa“ (Frühförderung).

Gesammelt hatte der Süder-Handwerker-

Stammtisch im vergangenen Jahr sowohl bei seinem

Sommerfest als auch beim verkaufsoffenen

Sonntag.

Der Spendenscheck wurde in der Teegalerie ANNO 1773

an der Bochumer Straße von Frank Sternberg im Namen

des Stammtisches an Peter Matuszewski (rechts) übergeben.

Mit dem Geld sollen Kinderbücher und Spiele angeschafft

werden. DANKE!

14 Caritas REport Januar 2012


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. DANKE!

Dank an alle Spender !

Große Bereitschaft

Auch im vergangenen Jahr flossen viele kleine und große

Spenden an den Caritasverband für die Stadt Recklinghausen

e.V. An dieser Stelle möchte sich der komplette

Caritas-Vorstand, der Caritasrat, die Geschäftsführung,

aber auch alle anderen Mitarbeiter des Verbandes bei

den zahlreichen Spendern für ihren Einsatz bedanken.

Viele Mäuse gespendet

Zum 100-jährigen

Jubiläum der Reformationskirche

sammelten die

„Spielemäuse“ um

Birgit Schramm und

Monika Moschny

im Rahmen eines

Zirkusprojektes für

unseren Sterntaler.

30 Kinder konnten

am Ende stolz sein.

Insgesamt 118,86

Euro waren für unsere Aktion zusammen gekommen,

die Hendrik (5 Jahre) und Daniel (8) stellvertretend

übergaben. Wir sagen DANKE!

Dank an die vielen fleißigen Helfer

Die Solidaritäts-Aktion zu „Eine Million

Sterne“ ist ohne viele fleißige

Helfer nicht zu leisten. Ob es nun

die zahlreichen Ehrenamtlichen sind

oder die Firmlinge aus Liebfrauen,

denen wir hier stellvertretend danken

möchten.

Knapp 30 Firmlinge standen am 11. November

des vergangenen Jahres auf dem

Kirchplatz an St. Peter dem CV RE hilfreich

zur Seite und wurden von den Katecheten

unter Leitung von Anna Schleep schnell

aufgeteilt.

Ob nun beim Verkauf, bei der Verteilung

der Kerzen, im Gottesdienst oder beim Auf- und Abbau - die Firmlinge waren immer zur Stelle und halfen, wo es nur

ging.

Erschöpft, aber glücklich stellten sie sich dann am Ende eines ereignisreichen Abends noch einmal zum Gruppenbild zusammen.

DANKE für Euren Einsatz!

Caritas REport Januar 2012

Maristenschüler sammeln

Wie in jedem Jahr sammelten die Maristenschüler auch 2011 bei

ihrem Weihnachtsbasar für den guten Zweck. Insgesamt kam so

die stolze Summe von 5800 Euro zusammen. Die Hälfte, also 2900

Euro, spendeten die Maristenschüler an den Caritas-Sterntaler.

Zusammen mit dem stellvertretenden Schulleiter Michael Lammers

(hinten) übergaben einige Schüler die Spende an den Vorstandsvorsitzenden

Ludger Twachtmann. HERZLICHEN DANK!

15


Caritas Intern/Personalia

Theo Pötter erhält den

Hertener Klimapreis

Seit 25 Jahren beim CV Recklinghausen

Neben seinen vielfältigen Aufgaben im Bereich

des Technischen Dienstes widmet sich Theo Pötter

auch dem Klimaschutz. Sein Engagement im

Bereich „Solarer Wasserstoff“ wurde nun auch

von der Stadt Herten gewürdigt.

Theo Pötter erhielt unlängst für seine Internetseite www.

solarer-wasserstoff.de den Hertener Klimapreis 2011.

Die Auszeichnung, die mit 500 Euro dotiert ist, wurde

dem Diplom-Ingenieur bei den 1. Hertener Klimatagen

von Detlef Großjohann, Bereichsleiter Technischer Service

bei den Stadtwerken, überreicht.

Doch damit sind Theo Pötters Pläne noch lange nicht ausgeschöpft,

auch in diesem Jahr möchte er einige Vorträge

zur Thematik halten und weitere Projekte in diesem

Bereich starten, um damit möglichst viele Menschen über

die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten von Wasserstoff

zu informieren.

So sind Vorträge in Oer-Erkenschwick und an der Maristenschule

in Recklinghausen geplant.

Zum Ende des vergangenen Jahres initiierte der 54-Jährige

das Energieforum Wasserstoff Herten (EWH) und lud

zu einem ersten Informationsabend am 29. Dezember

ein. In diesem Jahr möchte sich Pötter auch um die Wei-

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

terentwicklung seiner Homepage kümmern, die er seit

2005 pflegt.

Zum Thema Wasserstoff kam der Diplom-Ingenieur im

November 2000, als er bei der damaligen Geburtstagsfeier

von Frank Bujinski, Hausmeister im Caritashaus St.

Hedwig, den ersten kleinen Vortrag zum Thema hielt.

Von da an hatte sich der 54-Jährige dem Wasserstoff verschrieben.

2012 feiert Theo Pötter aber auch ein Jubiläum, am 2.

Januar 1987 trat der 54-Jährige nämlich seinen Dienst

beim Caritasverband Recklinghausen an.

Zunächst arbeitete er teilweise im Caritashaus St. Hedwig

als Hausmeister und lebte dort auch zwei Jahre lang

in der Hausmeister-Wohnung. Zudem war er für die Altenwohnungen

zuständig.

Einen Großteil seiner Arbeit nahm allerdings die extra

neu entstandene Planstelle in der Zentrale am Börster

Weg ein - der heutige technische Dienst.

Dem Caritasverband Recklinghausen hält Theo Pötter

nun schon seit 25 Jahren die Treue. Glückwunsch auch

dazu!

Daniel Maiß

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Glückwünsche zur Geburt:

Silvana Ruddat, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

brachte am 16. Oktober 2011

ihren Sohn Emilio zur Welt!

Klaudia Klingberg, Altenpflegerin in der

Sozialstation Nord, brachte am 7. März 2011

ihre Tochter Luisa zur Welt!

Sandra Belitz, Altenpflegerin in der Sozialstation Nord,

brachte am 19. November 2011

ihren Sohn Ole zur Welt!

Eva-Maria Weimann, Erzieherin im Familienzentrum

St. Christophorus, brachte am 20. November 2011 ihre

Tochter Jordis Elli zur Welt.

Wir wünschen allen neuen Erdenbürgern einen guten

Start ins Leben und heißen sie herzlich willkommen!

16 Caritas REport Januar 2012


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Caritas Intern

Sprache öffnet

spannende Türen

Grundbaustein einer erfolgreichen Zukunft

Sprachentwicklung beginnt für alle Kinder von Anfang

an und öffnet spannende Türen, um sich in seinem

sozialen Umfeld und der Welt zurecht zu finden

und mitteilen zu können. Sprache ist wichtig, um mit

anderen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Kinder sind offen und neugierig und wollen die Welt entdecken.

Das heißt, sie möchten diese mit allen Sinnen (be)greifen,

um für sich ein inneres Bild entstehen zu lassen

und dieses Bild später in

Worte fassen zu können.

Foto: © Dieter Schütz / PIXELIO

Caritas REport Januar 2012

Deshalb sollten alle Bindungspersonen

(Familie,

Erzieher/innen usw.) ihnen

die Möglichkeit geben,

sich mit Themen

auseinander zu setzen,

die für sie von besonderer

Bedeutung sind. Jeder Gedanke,

den ein Kind nicht

denkt, ist ein Wort, das es

nicht spricht.

Besonders für Kinder, die auch schon in den ersten drei

Lebensjahren außerhalb der Familie betreut werden, ist

die Kooperation zwischen Eltern und Erziehern von großer

Wichtigkeit. Gemeinsam tragen sie die Verantwortung für

die sprachliche Kommunikationsfähigkeit von Kindern und

deren emotionaler, sozialer und kognitiver Entwicklung.

Ebenfalls in diesem Zusammenhang sind die anderen Bildungsbereiche

für die Weiterentwicklung des Kindes von

Bedeutung.

Aus diesem Grunde sollte jedem Kind, egal welcher sozialen

Herkunft, ein chancengerechtes Aufwachsen ermöglicht

werden, um seine Fähigkeiten zu entdecken, zu nutzen

und weiter zu entwickeln.

Ute Bartling-Schönknecht /Sprachförderkraft

Brigitte Formella /Sprachförderkraft

Familienzentrum St. Christophorus

Heilpädagogische Kindertagesstätte „Mutter Teresa“

Ausgezeichnetes

Tanzprojekt

„All for one“ an der Raphael-Schule

Anfang Oktober füllte die Raphael-Schule das

Ruhrfestspielhaus Recklinghausen mit 900 Besuchern

fast bis zum letzten Platz. Mit dem Tanz-

Projekt „All for one“ feierte die Schule einen Riesen-Erfolg.

Nun wurde das Projekt, das

maßgeblich von Margot Lohkemper

organisiert wurde, von

der Caritas GemeinschaftsStiftung

im Bistum Münster gewürdigt.

Beim Teilhabepreis 2011

„Inklusion konkret!“ reichte es

zwar nicht ganz unter die sechs

ausgezeichneten Projekte, „All

for one“ wurde aber noch einmal

ausführlich in einer kurzen Zusammenstellung

als vorbildlich gelobt.

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17


Caritas intern

Kessmann ehrt Kaufmann

Geschäftsführer des CV Recklinghausen ist seit 35 Jahren im Verband tätig

Seit 35 Jahren ist Fred D. Kaufmann,

Geschäftsführer des CV RE, im kirchlichen

Dienst tätig.

Daher erhielt er nun aus den Händen

des Diözesancaritasdirektors Heinz-Josef

Kessmann die Goldene Ehrennadel. Zunächst

stand Fred D. Kaufmann ab dem

1. September 1976 zweiundzwanzig Jah-

Seit dem 1. Mai ist durch die Novellierung des

Neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) eine Arbeitsrechtliche

Vorschrift in Kraft getreten, die

für alle Arbeitgeber ein betriebliches Eingliederungsmanagement

vorsieht.

Obwohl die Regelung im Neunten Sozialgesetzbuch

(SGB IX) zu finden ist, das primär die Rehabilitation

und Teilhabe behinderter Menschen regelt, muss § 84

Abs. 2 SGB IX bei allen Beschäftigungsverhältnissen

beachtet werden.

Der Paragraph § 84 Abs. 2 SGB IX besagt: Sind Beschäftigte

innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen

ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig,

klärt der Arbeitgeber mit der zuständigen Interessenvertretung

im Sinne des § 93, bei schwerbehinderten

Menschen außerdem mit der Schwerbehindertenvertretung,

mit Zustimmung und Beteiligung der betroffenen

Person die Möglichkeiten, wie die Arbeitsunfähigkeit

möglichst überwunden und mit welchen

Leistungen oder Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit

vorgebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann

(betriebliches Eingliederungsmanagement).

Lag früher die vorgeschriebene Interventionsschwelle

für den Arbeitgeber bei drei Monaten ununterbrochener

Arbeitsunfähigkeit, so ist diese Schwelle nunmehr

deutlich abgesenkt worden. Bereits nach sechs

Wochen Arbeitsunfähigkeit oder nach wiederholten Erkrankungen

muss der Arbeitgeber bei jedem Beschäftigten

intervenieren und zwar unabhängig davon, ob

re lang in Diensten der Bischöflichen Prüfungs-

und Beratungsgesellschaft Münster.

Geschäftsführer des CV RE ist er seit

dem 1.7.1998. Die Nadel wurde dem Jubilar

bei einer kleinen Feier im Haus der

Caritas übergeben, erste Gratulanten

waren der Vorstandsvorsitzende Ludger

Twachtmann sowie Mitglieder des Caritasrates.

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Betriebliches Eingliederungsmanagement

Die Mitarbeitervertretung des Caritasverbandes informiert: Pflicht für Arbeitgeber

bereits eine Behinderung vorliegt, bekannt ist oder

nicht.

Hintergrund ist, dass eine drohende Behinderung oder

Chronifizierung einer Erkrankung rechtzeitig erkannt

werden soll.

Vorerst muss allerdings die Zustimmung des betrof-

fenen Mitarbeiters eingeholt werden. Schwerbehindertenvertretung

oder Mitarbeitervertretung – sofern

der Beschäftigte nicht schwerbehindert Bzw. gleichgestellt

ist – sind einzuschalten. Bei Bedarf ist der Betriebsarzt

hinzuzuziehen. Gemeinsam soll geklärt werden,

mit welchen Maßnahmen – insbesondere auch

Leistungen und Hilfen von Rehabilitationsträgern und/

oder Integrationsamt – der Arbeitsplatz dauerhaft gesichert

werden kann.

Bei diesem Verfahren kommen Schwerbehindertenvertretung

und der Mitarbeitervertretung eine besondere

Verantwortung zu: Sie müssen überwachen und

kontrollieren, ob sich der Arbeitgeber an das Präventionsverfahren

hält.

Missachtet der Arbeitgeber die Präventionspflicht nach

§ 84 liegt ein Verstoß gegen geltendes Recht vor, der

bei einer arbeitgeberseitigen Kündigung zu beachten

ist. Einer Kündigung wegen Krankheit kann im Kündigungsschutzprozess

damit der Einwand des nicht versuchten

betrieblichen Wiedereingliederungsmanagements

wirksam entgegengehalten werden. Folge wäre

eine wohl unwirksame Kündigung.

18 Caritas REport Januar 2012


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Fotos Eine Million Sterne 2011

Caritas REport Januar 2012

Fotos: Jörg Gutzeit /

Recklinghäuser Zeitung

19


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