zeitung - Volksoper Wien

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zeitung

Feb 13

März 13

„He, Geist!

Wo geht die Reise hin?”

Mihail Sosnovschi als Puck

in „Ein Sommernachtstraum”


Natürlich, es gibt auch

andere Klaviere.

Aber nur ein Blüthner klingt so einzigartig golden

wie ein Blüthner. Seit über 150 Jahren wachen wir

in Leipzig über den weltberühmten goldenen Klang

unserer Instrumente.

Auch in fünfter Generation verp ichtet sich unsere

Familie dem Geheimnis erlesenster Materialien und

bester deutscher Handarbeit - mit dem Ziel, die

besten Klaviere der Welt zu bauen.

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Gold wert.

Liebes Publikum,

Für viele haftet der Zahl Dreizehn ein schlechtes Omen an. Das Jahr 2013 jedoch

verspricht gerade Musiktheaterfreunden reines Glück, stehen doch die

Jubeltage zweier überragender Opernkomponisten an: Sowohl Richard

Wagner als auch Giuseppe Verdi wurden 1813 geboren, ihre 200. Geburtstage

werden in der ganzen Opernwelt ausgiebig begangen, und die

Volksoper feiert selbstverständlich mit.

Unser Haus ist den beiden Giganten verbunden, seit es den Opern­

Spielbetrieb aufgenommen hat. Verdi wurde erstmals im April 1905 („La

Traviata”), Wagner erstmals im November 1906 („Tannhäuser”) gespielt.

Die reiche Aufführungstradition der Werke Wagners und Verdis an der

Volksoper werden zwei Ausstellungen im Frühjahr bzw. Herbst 2013

widerspiegeln, und natürlich erklingen auch ihre Kompositionen.

Mit zwei Foyer­Aufführungen unter dem Titel „Der jiddische Wagner” haben

wir schon im Herbst 2012 den Reigen parodistisch eröffnet, im Juni 2013

wird Robert Meyer in dem gleichen Sinne, aber auf großer Bühne, wieder

seine umwerfende One­Man­Show „Tannhäuser in 80 Minuten” von Nestroy

und Binder spielen. Und zuvor noch kommt viermal „Wagners RING an

einem Abend” mit Orchester, Solistinnen und Solisten der Volksoper zur

Aufführung, ebenfalls mit Robert Meyer als Rezitator der vergnüglichen

Zwischentexte von Loriot.

Ab Herbst 2013 stehen dann die Verdi­Feierlichkeiten an. Da an dieser

Stelle keine Ankündigungen für die nächste Spielzeit getätigt werden

können, sei nur so viel verraten, dass die Volksoper, neben kleineren Veranstaltungen

sowie den beiden Repertoire­Opern „La Traviata” und

„Rigoletto”, auch ein – in Wien lange vermisstes – Hauptwerk des Italieners

neu produzieren wird.

Somit wünschen wir unserem Publikum ein schönes Jahr 2013, mit Wagner,

Verdi und vielen weiteren Höhepunkten an der Volksoper Wien!

Christoph Wagner­Trenkwitz

Chefdramaturg der Volksoper Wien

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Inhalt

04

Premiere „Die verkaufte Braut”

07

Damals …

Smetanas Opern an der Volksoper

08

Fragebogen

Jeffrey Treganza

09

„Die Hochzeit des Figaro”

im Spiegel der Kritik

10

Orchesterworkshops

14

Ballett: Premiere

„Ein Sommernachtstraum”

17

„Blaubarts Geheimnis”

im Spiegel der Kritik

18

Das neue Tonstudio

19

Heute im Foyer …

20

Rebecca Nelsen für L’Oréal Paris

22

Neu an der Volksoper

Impressum

Volksoper Wien, Saison 2012/13

Direktor: Robert Meyer, künstl. Geschäftsführer

Mag. Christoph Ladstätter, kaufm. Geschäftsführer

Zeitung Ausgabe 25, Februar/März 2013

Erscheinungsweise: zweimonatlich

Redaktionsschluss: 7. Dezember 2012

Herausgeber: Förderkreis der Volksoper Wien,

Währinger Straße 78, 1090 Wien;

Medieninhaber: Volksoper Wien,

Währinger Straße 78, 1090 Wien,

Österreichische Post AG / Sponsoring.Post: 12Z039235 S,

Verlagspostamt: 1090 Wien VolksoperOperZeitung

Nr.: 13, 2012/13

Redaktionsleitung: Helene Sommer und

Christoph Wagner-Trenkwitz

Redaktion: Jürgen Bauer, Felix Brachetka,

Eva Ehgartner-Ruprecht, Eva Koschuh, Nina Moebius,

Alfred Oberzaucher, Prisca Olbrich, Gerald C. Stocker,

Eva Wopmann

Gestaltung: Elisabeth Mayr

Hersteller: Druckerei Walla

Bildnachweise: Eric Antoniou, Dimo Dimov, Ernst

Fesseler, Holger Jacoby, Rudolf Klaban, Barbara Pálffy,

Michael Pöhn, Axel Zeininger, Agenturen, Archiv der

Volksoper Wien


Jeffrey Treganza und Matthias Klink

in der Scheune des Gasthauses zum Agnesbrünnl

„Völlig neue Offenbarungen,

einfach und natürlich”

Helmut Baumann inszeniert Bedˇrich Smetanas Oper „Die verkaufte Braut”

„Wenn ich geahnt hätte, was Smetana aus dieser

meiner ‚Operette’ machen wird, hätte ich mir mehr

Mühe gegeben und ihm ein besseres und inhaltvolleres

Libretto geschrieben”, bekannte der Textdichter

Karel Sabina nach der Uraufführung der „Verkauften

Braut”. Doch so kleinmütig dieses Bekenntnis klingt,

so unberechtigt ist es auch: Gemeinsam arbeiteten

Librettist und Komponist den ursprünglichen

Operetteneinakter zum zweiaktigen Libretto der

„Verkauften Braut” um. Doch auch das Resultat, das

am 30. Mai 1866 erstmals im Prager Interimstheater

zu sehen war, entsprach noch nicht dem, was heute als

Bedˇrich Smetanas beliebteste Oper gilt: Der berühmte

Springtanz beim Auftritt der Zirkustruppe fehlte, ebenso

die zweite Arie der Marie, und statt der Rezitative gab

es noch gesprochene Dialoge. Bis 1870 arbeitete der

Komponist das Werk mehrmals um.

„Tanz und Volksspiel, Jahrmarkt

und Clown, Trinklied und Liebe”

Die Liebesgeschichte von Marie und Hans könnte fast

ins Tragische abgleiten: Marie liebt Hans, soll aber

eine arrangierte Ehe mit Wenzel, dem Sohn des reichen

Grundbesitzers Micha, eingehen. Niemand weiß, dass

Hans ebenfalls Michas Sohn ist, der vor vielen Jahren

fortgejagt wurde. Ohne Marie einzuweihen, beginnt

Hans ein riskantes Spiel: Er gibt vor, gegen eine stattliche

Summe Geldes auf seine Braut zu verzichten,

um seinen Vater und den Heiratsvermittler Kecal am

Ende zu brüskieren, da er als Michas Sohn selbst der

rechtmäßige Bräutigam ist. Maries Vertrauen in ihren

Liebsten wird auf eine harte Probe gestellt. Doch auch

sie versucht ihr Schicksal in die Hand zu nehmen:

Sie gibt sich Wenzel gegenüber als eine Freundin der

unbekannten Braut aus, spielt all ihre weiblichen

Reize aus und überredet den Ahnungslosen, auf seine

Braut zu verzichten. Wenzel, durch sein Stottern ein

Außenseiter in der Dorfgemeinschaft, wird schließlich bei

den fahrenden Zirkusleuten sein Glück finden. So ringt

jede der Figuren auf ihre Weise um die Freiheit eines

selbstbestimmten Lebens.

Zeitgleich mit Pietro Mascagnis „Cavalleria rusticana”

und Ruggero Leoncavallos „Der Bajazzo” etablierte sich

„Die verkaufte Braut” in den 1890er Jahren im Repertoire

internationaler Opernbühnen, und des Öfteren wurden

inhaltliche Analogien gesehen zwischen den Sujets

der italienischen Veristen und Smetanas Oper: „Schon

der dramatische Vorwurf an sich interessiert lebhaft,

wenn schon er nicht aufwühlt wie eine ‚Cavalleria’”,

schrieb Arthur Seidl um die Jahrhundertwende über

„Die verkaufte Braut”. „Im Übrigen finden wir alle die

alten, längst gar wohl vertrauten und stets bewährten,

um nicht zu sagen: verbrauchten Requisiten wieder:

Tanz und Volksspiel, Jahrmarkt und Clown, Trinklied

und Liebe, einen Bass-Buffo und einen Peter Damian.

Und doch berühren diese Typen hier fast wie völlig

neue Offenbarungen, so einfach und natürlich, (…) kurz,

hier haben wir den Leoncavallo’schen ‚Bajazzo’ und die

Schönthan’schen ‚Zirkusleute’ in einem beisammen,

alles und noch einiges Andere dazu!”

„Kaum minder überraschend

als ein indisches Flötenkonzert”

Erst ein Vierteljahrhundert nach der Uraufführung

war „Die verkaufte Braut” erstmals in Wien zu sehen.

„Tschechische Oper! Das Ding ist neu und für unsere

Theaterbesucher kaum minder überraschend als etwa

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Bedˇrich Smetana (1824–1884)

Die verkaufte Braut

Komisches Singspiel in drei Akten

Text von Karel Sabina

Deutsch von Kurt Honolka

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am Sonntag, 17. Februar 2013

Vorpremiere am 14. Februar 2013

Weitere Vorstellungen am 22., 24., 27. Februar,

3., 10., 13., 18. März, 4., 7., 13. April 2013

Dirigent: Enrico Dovico/Gerrit Prießnitz

Regie: Helmut Baumann

Bühnenbild und Licht: Mathias Fischer-Dieskau

Kostüme: Ingrid Erb

Choreographie: Bohdana Szivacz

Choreinstudierung: Thomas Böttcher

Kruschina, Bauer: Michael Kraus/Alexander Trauner

Ludmila, seine Frau: Regula Rosin/Renate Pitscheider

Marie, beider Tochter:

Caroline Melzer/Kristiane Kaiser/Ursula Pfitzner

Micha, Grundbesitzer:

Andreas Mitschke/Petar Naydenov

Háta, seine Frau: Alexandra Kloose/Sulie Girardi

Wenzel, beider Sohn: Jeffrey Treganza/Paul Schweinester

Hans: Matthias Klink/Mehrzad Montazeri

Kecal, Heiratsvermittler: Martin Winkler/Andreas Daum

Springer, Direktor einer Wandertruppe: Boris Eder

Esmeralda, Tänzerin: Anita Götz/Elisabeth Schwarz

Muff, ein Komödiant: Edgard Loibl/Heinz Fitzka

Caroline Melzer Martin Winkler


ein indisches Flötenkonzert”, behauptete die Allgemeine

Kunst-Chronik des Jahres 1892. Es war ein bedeutendes

Jahr in der Wiener Theatergeschichte: Von 7. Mai bis

9. November 1892 fand im Prater die groß angelegte

Internationale Ausstellung für Musik und Theaterwesen

statt. Sie umfasste eine Fachausstellung, eine Messe

diverser Gewerbe aus den Bereichen Musik und Theater

sowie zahlreiche Gastspiele von Orchestern, Sprech- und

Musiktheatern. Neben Österreich-Ungarn beteiligten sich

Deutschland, Italien, Spanien, Frank reich, Großbritannien

und Irland, die Niederlande, Schweden, Russland, Polen

und die USA an der beeindruckenden Leistungsschau.

Im Prater baute man eine Tonhalle mit über 2.000

Plätzen und ein temporäres Ausstellungstheater für

1.500 Zuschauer. – Der Entwurf des Theaters entstand

im einschlägig erfahrenen Architekturbüro Helmer &

Fellner, die künstlerische Leitung oblag Franz Jauner, der

zu dieser Zeit Ko-Direktor Alexandrine von Schönerers

am Theater an der Wien war. Die Ehrenpräsidentschaft

der Internationalen Ausstellung für Musik und Theaterwesen

übernahm keine Geringere als Fürstin Pauline

Metternich, Erzherzog Karl Ludwig fungierte als

Schirm herr. Die Ausstellung war zwar ein finanzieller

Misserfolg, konnte aber mit der stattlichen Zahl von

1,25 Millionen Besuchern auftrumpfen und erhielt

eine äußerst große Medienpräsenz. Im Rahmen eines

Gastspiels des Prager Nationaltheaters gelangte „Die

verkaufte Braut” in der ersten Juniwoche 1892 im

Ausstellungstheater viermal zur Aufführung.

„Einen ehrlichen und großen Erfolg”

„Dem ursprünglichen Reize der Smetana’schen Oper

konnte sich auch das nichtczechische Publikum nicht

entziehen, und so gab es einen ehrlichen und großen

Erfolg”, urteilte die Neue Freie Presse am 2. Juni 1892.

Der „ehrliche” Erfolg der „Verkauften Braut” ist

vor dem Hintergrund der politischen Differenzen

zwischen Österreich und Böhmen zu sehen: „Wir

bereiten eine Opposition gegen Wien vor, und ihr wollt

unseren Feinden eine Komödie spielen?” So lautete

der Tenor vor der Abreise zum Gastspiel nach Wien.

Zwei Jahre später kam es anlässlich eines Gastspiels

der Prager Theatergesellschaft im Theater in der

Josefstadt zu anti-böhmischen Krawallen, ausgelöst

durch deutschnationale Studentenverbindungen. Die

Demonstrationen bedrohten auch die 30. Aufführung

der „Verkauften Braut” in deutscher Übersetzung im

Mai 1893 im Theater an der Wien, die dank polizeilicher

Kontrollen aber störungsfrei stattfinden konnte.

Den Erfolg der „Verkauften Braut” auf den internationalen

Opernbühnen konnten die politischen

Differenzen jedoch nicht mehr aufhalten: Noch in den

1890er Jahren fanden Aufführungen an der Wiener

Hofoper, in Berlin und London statt. In den 1920er

Jahren brachten die New Yorker Metropolitan Opera

und die Pariser Oper Smetanas „The Bartered Bride”

bzw. „La Fiancée Vendue” auf die Bühne.

Für die Neuinszenierung an der Volksoper 2013 zeichnet

Helmut Baumann verantwortlich, an der Volksoper

bestens bekannt durch seine Inszenierungen von

„Orpheus in der Unterwelt” und „Die Blume von Hawaii”.

Die musikalische Leitung der Premiere liegt in den

Händen des Ersten Gastdirigenten der Volksoper, Enrico

Dovico.

Helene Sommer

Helmut Baumann Enrico Dovico

Nicht nur „Die verkaufte Braut”

Smetanas Opern an der Volksoper

Im Juli 1924 gaben Solisten und der Chor des Prager

Nationaltheaters ein mehrtägiges Gastspiel, in dem

u. a. auch Bedˇrich Smetanas „Der Kuss” und „Das

Geheimnis” vorgestellt wurden. Die „einfach-nationale”

Oper „Der Kuss” („Hubička”; UA 1876, Prag) spielt im

Milieu eines tschechischen Dorfes und beinhaltet

eine harmlos verwickelte Liebesgeschichte mit einem

Streitduett der „Liebenden” als einer der Höhepunkte.

Richard Kubla, geschätztes Ensemblemitglied an der

Volksoper, sang den Lukas. Seine

Bühnenpartnerin als Vendulka

war Kamila Ungrová, die auch als

Blaˇzenka in Smetanas vorletzter

Oper „Das Geheimnis” („Tajemství”:

UA 1878, Prag) auftrat. Die Oper

erzählt von zwei verfeindeten, sich

schließlich versöhnenden Familien.

In beiden Aufführungen dirigierte

Josef Winkler das Orchester der

Volksoper. Über den Umstand, dass

Smetana diese Opern bereits im

Stadium seiner Ertaubung komponierte

hatte, war in der Neuen

Freien Presse zu lesen: „Nichts

deutet in den beiden, in kurzer

Folge komponierten Opern auf

den trüben Gemütszustand ihres

Schöpfers und nirgends lässt die

meisterhafte Instrumentierung

vermuten, dass die akustische Kontrolle

den geistigen Klangvisionen

fehlte.” 1927 wurde „Der Kuss” von

Direktor Rainer Simons inszeniert.

Diesmal gaben Heinz Kroegler und Rosl Wagschal das

streitbare Paar. Bei einem Gastspiel 1935 hatte das

slowenische Nationaltheater Bratislava auch Smetanas

Freiheitsopern „Dalibor” (UA 1868, Prag) und „Libussa”

(UA 1881, Prag) im Gepäck. Dirigent war Karel Nedbal,

der Neffe des bekannten Operettenkomponisten Oskar

Nedbal. 1967 wurde „Dalibor” noch einmal in einem

Gastspiel des Staatstheaters Brünn gezeigt.

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Am 28. Dezember 1955 konnte die Volksoper mit der

Premiere der komischen Oper „Zwei Witwen” („Dvě

vdovy”; UA 1874, Prag) aufwarten. Smetana schwebte

vor, „einmal auch im veredelten Salonstil eine Oper zu

schreiben”, wie er selbst feststellte. (Durch die spätere

Hinzufügung der Rezitative entstand eine Art Konversationsoper,

an der Richard Strauss 1910 bei seinem Prager

Aufenthalt anlässlich der tschechischen „Elektra”-Erstaufführung

großen Gefallen fand. Dieser Eindruck sollte

sich in seiner späteren Oper „Capriccio” niederschlagen.)

„Zwei Witwen” wurde von Alfred Jerger inszeniert; am

Pult stand Berislav Klobučar. Ljuba

Sonja Mottl Welitsch als lebenslustige Karolina und

Sonja Mottl als tief trauernde Aneˇzka

(Bild links) verkörperten die titelgebenden

Frauen. Der Förster Mumlal (Oskar

Czerwenka) meldet, dass in den Wäldern

ein Wilderer sein Unwesen treibe. Doch

es handelt sich um Aneˇzkas Verehrer

Ladislav (Karl Terkal), der nun eine neue

Chance für sich sieht. Um den beiden

auf die Sprünge zu helfen, lässt Karolina

den Übeltäter zu einem Tag Hausarrest

verurteilen. Aneˇzka bleibt weiterhin

zurückhaltend, erst als Karolina ernsthaftes

Interesse an Ladislav vortäuscht,

gibt Aneˇzka nacht. Die Produktion wurde

positiv rezensiert, nach sechs Aufführungen

jedoch abgesetzt.

Die meistgespielte Smetana-Oper blieb

natürlich „Die verkaufte Braut” (über deren

Aufführungstradition an der Volksoper im

Programmheft berichtet werden wird). Sie

wurde – wie viele populäre Werke – auch

parodiert: 1933 brachte die Volksoper die Uraufführung

des Singspiels „Die Schönste im Dorf” von Wilhelm Sterk

nach Melodien des tschechischen Meisters. 1891 bot

aller dings das tschechische Theater bereits die Parodie

„Die verheiratete Braut” von Jaroslav Souček, die das

Liebespaar nach einigen Ehejahren zeigt …

fb


Jeffrey

Treganza

Der amerikanische Tenor arbeitete nach

seinem „Master of Music”-Abschluss

als Lehrer für Gesang an der Wright

State University in Dayton (Ohio) und am

Centre College in Danville (Kentucky). An

der Martin-Luther-Universität in Halle

hat er im Fach Gesangspädagogik promoviert.

Auftritte mit der Cincinnati Opera,

der Dayton Opera sowie mit Mitgliedern

des Baltimore Symphony Orchestra

ergänzten seine musikalische Laufbahn.

Seit 2001 lebt und arbeitet der Künstler in

Europa, wo er an den Theatern in Kassel,

Dortmund, Karlsruhe, Darmstadt, Bonn

und Wiesbaden über 60 Solopartien in

Oper, Operette und Musical gesungen hat.

Von 2004 bis 2010 war er Mitglied des

Staatstheaters Darmstadt und sang dort

u. a. Zsupán („Gräfin Mariza”), Pedrillo

(„Die Entführung aus dem Serail”), Wenzel

(„Die verkaufte Braut”) und David („Die

Meistersinger von Nürnberg”). Im Sommer

2008 gab er sein Wien-Debüt als Dr.

Blind („Die Fledermaus”) im Schlosstheater

Schönbrunn. Seit der Spielzeit 2010/11 ist er

fixes Ensemblemitglied der Volksoper Wien,

wo er u. a. als Dr. Blind in „Die Fledermaus”, Boni in der Neueinstudierung

von „Die Csárdásfürstin”, Monostatos in „Die Zauberflöte”, Xaver Zitterbart

in Kienzls „Der Evangelimann”, Ambrose Kemper und Cornelius Hackl in

„Hello, Dolly!”, Goro in „Madama Butterfly” und als Vanderdendur/Ragotzky

in der konzertanten Aufführung von „Candide” zu erleben war. In der

aktuellen Spielzeit wirkt er darüber hinaus in zwei Neuproduktionen mit:

als Hortensio in „Kiss me, Kate” und als Wenzel in „Die verkaufte Braut”.

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„Mozarts ‚Le nozze die Figaro’ kennt er in- und auswendig,

schließlich hatte der Regisseur und Bühnen ausstatter

Marco Arturo Marelli schon 1989 an der Volksoper einen

großen Erfolg damit und hat das Werk mittlerweile

mehrfach inszeniert. An der Volksoper brachte er mit

dem damaligen Direktor Eberhard Waechter die drei Da-

Ponte-Opern in deutscher Sprache heraus (…). Der jetzige

Volksoperndirektor Robert Meyer (…) lässt wiederum auf

Deutsch spielen, mit deutschen Übertiteln, es kann einem

gar nichts mehr entgehen an Sinn, Tiefsinn und Unsinn.

Nicht nur das kam beim Publikum gut an, die Premiere

der neuen Produktion wurde einhellig gut angenommen.

Man durfte sich blendend unterhalten fühlen, ein Abend

für Herz und Hirn.”

Salzburger Nachrichten

„Marelli ging in gewohnter Qualität ans Werk, entwarf

neue, einfachere Bühnenbilder und studierte eine

blitzsaubere Aufführung ein. Er folgt dabei seiner

Überzeugung, dass eine Modernisierung des Stückes nur

dessen Verständnis vom sozialen Gefüge der handelnden

Personen erschweren würde. Also hat er flink verschiebbare

Mauerelemente gebaut, die flugs immer wieder

neue Räume im Schloss von Graf Almaviva ergeben. Auf

diese Kulissen (…) hat er barocke Malerei übertragen

lassen: Einmal einen ‚Sturz der Giganten’ des Goya-

Schwagers Francisco Bayeu y Subías, der für den im

Stück thematisierten gesellschaftlichen Umbruch und

die dräuende Revolution steht. Außerdem ein Diana-

Fresko von Daniel Gran, wobei

Diana hier als Hüterin

der Jungfräulichkeit

gemeint ist.

Stichwort: Ius Primae Noctis, welches der Graf für

Susanna ein fordert. Das ideale Umfeld für Marellis fein

choreo grafierte, eingängige und auch mit manch draller

Pointe aufwartende Arbeit, zu der Dagmar Niefind die

barock inspirierten Kostüme lieferte.”

Die Presse

„Eine kultivierte Produktion mit viel Tempo, die wohl ein

‚Renner’ werden wird. Auf Tempo setzt auch Dirk Kaftan.

Ein ausgezeichneter junger Dirigent, der vom Anfang

an die sprudelnden Tempi angibt und das Orchester

ausgezeichnet führt. Ordentlich Tempo gibt er auch für

die Sänger vor. Ein junges, sympathisches Ensemble,

das Marellis Spielwitz ebenso wie Kaftans Intensität

trifft. Konstantin Wolff gefällt als Almaviva, der sich in

seinen Ränken verstrickt. Ein junger, kraftvoller Bariton.

Jacquelyn Wagner ist eine kultiviert leidende Gräfin voll

Sehnsucht, Rebecca Nelsen die quirlig hantige Susanna

– sehr nobel ihre ‚Rosenarie’.”

Kronen Zeitung

„Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg ist aber

einmal mehr eine exzellente Besetzung. (...) Eine

große Leistung erbringt Yasushi Hirano als Figaro.

Der japanische Wahlösterreicher gilt seit Jahren als

‚Geheimtipp’ am Währinger Gürtel – und erfüllt alle

Erwartungen. Spielfreudig, sympathisch und mit

einer Prachtstimme ausgestattet, gehört er zu den

Architekten des Premieren-Erfolgs. Hier bahnt sich eine

große Karriere an. Auch der Cherubin der ungarischen

Mezzosopranistin Dorottya Láng gehört auf die Haben-

Seite dieser Produktion. Nur wenn der Page des Grafen

über die nötige Erotik verfügt, kann es zu jenem ‚Tollen

Tag’ kommen, der nach wie vor Grundlage des Textes

ist. Dorottya Láng (…) bringt jedenfalls dafür alle

Voraussetzungen auf die Bühne. Köstlich auch das

Buffo-Paar Marcellina–Bartolo: Sulie Girardi und Stefan

Cerny werten die beiden Rollen wahrlich auf und

bringen sie auf Augenhöhe mit den anderen

Solisten.”

Der neue Merker

„Ein Abend für Herz und Hirn”

Die Premiere „Die Hochzeit des Figaro” im Spiegel der Kritik

Konstantin Wolff, Jacquelyn Wagner


Hau auf die

Pauke!

Orchesterworkshops der Volksoper für Kinder

20 engagierte Orchestermusiker, 40 musikbegeisterte Kinder und Jugendliche zwischen 8 und

14 Jahren und ein ambitionierter Dirigent – das ist die Zusammensetzung der erfolgreichen

Orchesterworkshops der Volksoper. Einen Nachmittag lang wird auf der Probebühne gemeinsam

musiziert, ausprobiert, getüftelt, dirigiert und das Ergebnis zum Schluss in einer öffentlichen

Probe präsentiert. Für Kinder, die ein Instrument lernen, ist es eine tolle Erfahrung, Teil eines

großen Orchesters zu sein. Für Kinder, die (noch) kein Instrument spielen und an Musik interessiert

sind, ist es eine perfekte Gelegenheit, die verschiedenen Stimmen des Orchesters kennenzulernen

und lautstark am Schlagwerk mitzuspielen. Langweilig ist hier niemandem! Seit Jahren schon

veranstaltet die Volksoper Workshops für Kinder, der Orchesterworkshop ist einer der beliebtesten.

Ich finde die

Orchester workshops toll, weil

sie jungen Nachwuchs musikern die

Möglichkeit bieten, einmal live und aktiv

in ein Berufsorchester hineinzuschnuppern.

Der persönliche Kontakt zwischen Schülern und

Musikern ist bei den Workshops sehr wichtig. Man

kann nicht früh genug damit anfangen, junge

Menschen für Kunst und Kultur zu interessieren

und hoffentlich auch zu begeistern.

(Roland Lindenthal,

Solocellist der Volksoper)

Als ich das erste

Mal teil genommen habe, war

ich totale Anfängerin. Das machte aber

gar nichts! Als dann alle Kinder zusammen

mit den Musikern spielten, war der Klang so

unglaublich schön – so etwas hatte ich noch nie erlebt!

Ich saß mitten in der Musik! Es ist auch toll, dass die

verschiedenen Instrumente vorgestellt werden. Ich

wusste zum Beispiel nicht, wie ein Fagott aussieht oder

wie wunderschön eine Harfe klingt. Ganz besonders

hat mir gefallen, dass wir das Dirigieren des

Orchesters ausprobieren durften.”

(Lia Kayser, Schülerin, 10 Jahre)

75 % Ermäßigung

auf Volksopernkarten

für Kinder bis 15 Jahre

Die Orchester workshops für Kinder

machen uns allen so viel Freude, weil

sie spielerisch und zugleich lehrreich,

unterhaltsam und zugleich interessant sind.

Für mich als Dirigent ist es eine wunderschöne

Gelegenheit, Kindern einen lebendigen Einblick

in die Welt des Orchesters zu geben.

(Gerrit Prießnitz, Dirigent)

Für mich ist das Nette an unseren

Workshops, dass wir es schaffen, mit

Kindern, die unterschiedlichste Niveaus mitbringen,

innerhalb von ein paar Stunden ein Orchester zu formen.

Und wenn ich dann in die Runde schaue, mit welchem

Eifer sie versuchen mitzuspielen, da geht mir das Herz auf.

Am Schluss habe ich immer das Gefühl, dass uns die Zeit zu

kurz wird und alle gern noch weitermachen würden. Das

ist der Grund, warum so viele Kinder schon mehrere Male

teilgenommen haben und auch die Motivation für uns, die

Workshops anzubieten.

(Bettina Gradinger, Konzertmeisterin der

Volksoper)

Die Orchester workshops machen

großen Spaß! Am besten gefällt mir

das Zusammenspielen am Schluss, wenn

alle Stimmen zusammenklingen. Ich war schon

viermal dabei, ich spiele Geige und es motiviert mich

zum Üben, damit ich die Stellen leichter und schneller

erlernen kann. Aber es sind eigentlich immer Stücke

ausgesucht worden, die mir nicht so schwer gefallen

sind. Was mich motiviert, ist zu sehen, wie lustig

es ist, im Orchester zu spielen.

(Marie Theissing, Schülerin,

12 Jahre)

Die nächsten

Kinderworkshops

Die verkaufte Braut

Samstag, 9. März 2013

Anmeldung am 1. und 2. Februar 2013

auf www.volksoper.at

Orchesterworkshop

Samstag, 13. April 2013

Anmeldung am 1. und 2. März 2013

auf www.volksoper.at

Mit erfrischender

Unterstützung von


Die Csárdásfürstin

Operette von Emmerich Kálmán

Dirigent: Rudolf Bibl/Guido Mancusi

Regie: Robert Herzl

Roman Martin, Sándor Németh, Annely Peebo, Thomas Sigwald

Vorstellungen am 21., 25. Februar, 21., 27. März, 16., 24., 29. April, 18. Mai, 1. Juni 2013


Schlag‘ nach bei

Shakespeare!

Irina Tsymbal, Gabor Oberegger

Wiener Staatsballett:

Premiere „Ein Sommernachtstraum”

Stücke von William Shakespeare (1564–1616) dienten

seit der Etablierung des Handlungsballetts – also seit

gut 250 Jahren – immer wieder als Inspirationsquelle

für Choreographen. Die um 1595 uraufgeführte

Komödie „Ein Sommernachtstraum” des englischen

Dramatikers soll als Ballettadaption erstmals 1798 in

München zu sehen gewesen sein.

Für Jorma Elo, den in den Niederlanden lebenden

finnischen Choreographen, der seit acht Jahren

Resident Choreographer des Boston Ballet ist und als

Gastchoreograph schon für herausragende europäische

und amerikanische Kompanien gearbeitet hat, war es

ein lang gehegter Wunsch, an sich selbst zu erproben,

wie Shakespeares Dichtung – bei größtmöglicher

Beibehaltung des Handlungsablaufes – allein kraft

körperlicher und emotionaler Bewegung auf die

Bühne gebracht werden kann. Dass er vor drei Jahren

für dieses Vorhaben das komplizierte, auf mehreren

ineinander verwobenen Ebenen laufende Verwirrspiel

einer Mittsommernacht für ein abendfüllendes

Handlungsballett gewählt hat, entsprang seiner Lust,

sich besonderen Aufgaben zu stellen.

Für das Wiener Ballett, das von 1986 an zehn Jahre lang

John Neumeiers Version des „Sommernachtstraum”

getanzt hat, eröffnete sich eine neue Herausforderung:

War es in der Deutung des Hamburger Ballettdirektors

ein Hineinschlüpfen in eine bereits vorhandene

Gestaltung, so stellte Elos Fassung eine Kreation für das

Wiener Ensemble dar. Wichtig war dem Choreographen

dabei, die Ausführenden in den Entstehungsprozess

einzubeziehen, ihnen also die Möglichkeit zu geben, ihre

eigene künstlerische Persönlichkeit einzubringen.

Das am 30. März 2010 in der Wiener Staatsoper

herausgebrachte Werk erlebte dort sechs umjubelte

Aufführungen. Ein Jahr später, im Mai 2011, durfte

Jorma Elo in Moskau für seine Produktion den „Oscar

der Ballettwelt”, den Prix Benois de la Danse, als bester

Choreograph entgegennehmen. Nun erstmals in der

Ära von Ballettdirektor Manuel Legris präsentiert,

feiert Jorma Elos „Ein Sommernachtstraum” am 16.

März in neuer Umgebung Premiere. Das Shakespeareerprobte

Haus am Währinger Gürtel, in dem vor 110

Jahren das „Original” des Dichters in der Regie des

damaligen Direktors Rainer Simons gegeben wurde, ist

nun Schauplatz der preisgekrönten Ballettversion. Nicht

unerwähnt soll bleiben, dass Shakespeares Personal aus

dem Athener Wald auch schon in musiktheatralischer

Form die Bühne der Volksoper eingenommen hat:

1981 hatte Henry Purcells an Shakespeares Dichtung

angelehnte „Masque” aus dem Jahr 1692, „Die Feenkönigin”,

in einer Aufführung Premiere, an deren Erfolg

das Ballett des Hauses maßgeblich beteiligt war. 1998

folgte Benjamin Brittens Oper „Ein Sommer nachtstraum”.


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Ein Sommernachtstraum

Ballett in zwei Akten von Jorma Elo

nach der Komödie von William Shakespeare

Choreographie: Jorma Elo

Musik: Felix Mendelssohn Bartholdy

Ouvertüre E-Dur op. 21 zu „Ein Sommernachtstraum”;

Musik zu „Ein Sommernachtstraum” op. 61;

Ouvertüre c-Moll op. 95 zu „Ruy Blas”;

Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90, „Italienische”;

Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64, 2. und 3. Satz

Öffentliche Generalprobe am 15. März 2013

Premiere am Samstag, 16. März 2013

Übernahme aus der Wiener Staatsoper

Weitere Vorstellungen am

19., 24. März, 3., 14., 19., 21. April 2013

Bühne und Kostüme: Sandra Woodall

Licht: Linus Fellbom

Choreographische Assistenz: Nancy Euverink

Dirigent: Andreas Schüller

Oberon, König der Elfen:

Kirill Kourlaev/Vladimir Shishov/Roman Lazik

Titania, Königin der Elfen:

Irina Tsymbal/Liudmila Konovalova

Puck, ein Elf: Mihail Sosnovschi/Richard Szabó

Theseus, Herzog von Athen: Ryan Booth/Igor Milos

Hippolyta, Königin der Amazonen:

Ketevan Papava/Dagmar Kronberger/Alena Klochkova

Hermia: Natalie Kusch/Prisca Zeisel

Lysander: Eno Peci/Greig Matthews

Helena: Rui Tamai/Ioanna Avraam

Demetrius: Dumitru Taran/András Lukács

Zettel/Pyramus: Gabor Oberegger/Andrey Teterin

Gesangssolistinnen: Claudia Goebl, Serena Gösch

Wiener Staatsballett

Studierende der Ballettschule der Wiener Staatsoper

wünscht einen zauberhaften Abend.


Zwingend für Jorma Elo:

Musik von Mendelssohn Bartholdy

Die Musikalität, die ganz offenbar nicht nur dem

„Sommernachtstraum”-Stoff, sondern auch dem

Text immanent ist, verleitete nicht nur schon Henry

Purcell, ein musiktheatralisches Spektakel zu schaffen,

sondern auch manches Produktionsteam, wie dies vor

der Mitte des 19. Jahrhunderts in Potsdam der Fall

war, Shakespeares Komödie insgesamt mit Musik zu

bereichern. Die von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–

Mihail Sosnovschi, Elevinnen

Jorma Elo

Choreographie

Jorma Elo, 1961 in Finnland

geboren, erhielt eine

Ballettausbildung an der

Schule des Finnischen

Nationalballetts und am

Leningrader Waganowa-

Institut. 1976 bekam er

sein erstes Engagement

als Tänzer im Finnischen

Nationalballett, dem er

sechs Jahre lang angehören

sollte. Ebenfalls sechs

Jahre war er Tänzer im

schwedischen Cullberg Ballett, das unter der Leitung

von Mats Ek stand. Noch während dieser Zeit hatte er

die erste Begegnung mit Jiˇrí Kylián, der ihn 1990 an das

Nederlands Dans Theater engagierte.

Erste Erfahrungen auf choreographischem Gebiet

konnte der in den Niederlanden sesshaft gewordene

Künstler in Workshop-Veranstaltungen dieser

Kompanie sammeln. Einen Wendepunkt in Elos Karriere

brachte das Jahr 2000. Mit seinen ersten, für ein

Projekt mit Tänzern des Pennsylvania Ballet und für

16_17

1847) für die deutsche Erstaufführung der Komödie

komponierte Schauspielmusik eröffnete ihrerseits eine

eigene Rezeptionslinie, in der vor allem Max Reinhardt

steht, der sich wiederholt dem Stück zuwandte. Nicht

nur er räumte dem Tanz einen wesentlichen Platz

ein – von seinen Elfen-Darstellerinnen sei nur Grete

Wiesenthal hervorgehoben –, die Zeit der Wende zum

20. Jahrhundert an sich sah den Einsatz des Tanzes im

Schauspiel als Mittel einer zusätzlichen körperlichen

Artikulation.

In die 1843 durch das Team Ludwig Tieck und

Mendelssohn Bartholdy initiierte Rezeptionslinie

fügte sich auch Jorma Elo mit seinem Wiener

„Sommernachtstraum” ein, wobei er in dem 400 Jahre

alten Stück und jener Musik, die die erste Hälfte des 19.

Jahrhunderts sich dazu dachte, nun das herauszufinden

suchte, was ihn und unsere Zeit bewegt.

Aufnahme in die Partitur des zweiaktigen Balletts

fanden weitere Werke des deutschen Komponisten: die

Ouvertüre c-Moll op. 95 zu „Ruy Blas”, die Sinfonie Nr. 4

A-Dur op. 90 „Italienische” sowie der 2. und 3. Satz aus

dem Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64.

In der balletterprobten Ausstatterin Sandra Woodall

fand Elo eine kongeniale Mitarbeiterin für seine Wiener

Kreation.

oz

das Alberta Ballet entstandenen Arbeiten begann die

nahezu beispiellose Erfolgsstory dieses Choreographen.

2002 und 2003 schon wirkte er als Choreograph für jene

Kompanien, denen er zuvor als Tänzer angehört hatte:

das Finnische Nationalballett und das Nederlands Dans

Theater. Auch die erste Arbeit für das Boston Ballet,

zu dessen Resident Choreographer er 2005 ernannt

wurde, datiert aus dieser Zeit. Von der Kritikerin der

New York Times, Anna Kisselgoff, als „talent to follow”

bezeichnet, wurden die führenden amerikanischen

Ballettkompanien auf ihn aufmerksam: 2005

verpflichtete ihn das New York City Ballet, 2006 das

American Ballet Theatre.

Bis heute hat Jorma Elo mehr als fünfzig Ballette für

über zwanzig Kompanien in Europa und Amerika

geschaffen, dazu kommt eine Reihe von Ensembles,

die seine für andere Kompanien kreierte Werke in ihr

Repertoire übernommen haben. Das Wiener Ballett

ensemble brachte 2008 sein für das American Ballet

Theatre entstandenes „Glow – Stop” heraus. Mit „Ein

Sommernachtstraum” reihte es sich 2010 unter jene

Kompanien, für die er eine Uraufführung gestaltete. Zu

den zahlreichen Auszeichnungen des Choreographen

zählt neben dem Prix Benois de la Danse der 2011

erstmals vergebene „Rudolf Nureyev Prize for New

Dance”.

„Labyrinth der Seele Blaubarts”

Stephan Thoss’ „Blaubarts Geheimnis” im Spiegel der Kritik

Neue Wege geht das Wiener Staatsballett mit „Blaubarts

Geheimnis” von Stephan Thoss in der Volksoper. Der

Compagnie ist ein wichtiger Schritt in Richtung zeitgenössischen

Tanzes gelungen.

Kurier, 17. 12. 2012

Stephan Thoss legte mit „Blaubarts Geheimnis” eine

Choreografie der Liebe vor, die im Vorjahr in Wiesbaden

uraufgeführt und im Anschluss für den „Faust”-

Theaterpreis nominiert wurde. Das Publikum zeigte

sich vom Metaphernreigen zur Musik von Henryk

Górecki und Philip Glass begeistert, wobei besonders

die beiden Solisten Kirill Kourlaev und Alice Firenze mit

großem Jubel bedacht wurden.

oe24, 16. 12. 2012

Die Premiere des Wiener Staatsballetts in der Volksoper

wurde zurecht mit großem Jubel aufgenommen. In

den Hauptrollen brillierten Dagmar Kronberger, Kirill

Kourlaev und Alice Firenze. Erika Kováčová, Kiyoka

Hashimoto und András Lukács, Maria Alati und Mihail

Sosnovschi sowie Liudmila Trayan sind die nicht als

Personen definierten SolistInnen, die die schwierige,

gestenreich verschlungene Choreografie ebenso

meistern wie das Corps de ballet. Das Gelingen dieses

aufwühlenden Abends lag auch in Händen des Dirigenten

Wolfgang Ott, der schon 2011 die Uraufführung des

Balletts in Wiesbaden dirigiert hat.

tanz.at, 16. 12. 2012

Kirill Kourlaev changiert in der schwierigen

Charakterrolle des Blaubart zwischen Psychose,

Brutalität und Verletzlichkeit. Alice Firenze stattet ihre

Judith mit intelligenter Neugier aus – zeigt sie als Frau,

die zwar unerfahren ist, aber stark genug, die Wahrheit

zu ertragen. Dagmar Kronberger erfüllt die düstere

Gestalt der Mutter mit eisiger Präsenz. Insgesamt bietet

das Ensemble in diesem herausfordernden Stück eine

hervorragende Leistung.

Die Presse, 17. 12. 2012

Dank der ambitionierten Darstellung von Kourlaev,

Firenze und Kronberger sowie der einfühlsamen

musikalischen Leitung von Wolfgang Ott wurde es ein

qualitativ hochwertiger Ballettabend.

Der Standard, 17. 12. 2012

Kirill Kourlaev (Blaubart) und Alice Firenze (Judith)

dringen eindrucksvoll in Blaubarts bruchstückhafte

Vergangenheit ein. Nicht nur technisch brilliert das

Ballettensemble, es erfreut das begeisterte Publikum

mit einer packenden Geschichte, subtilen Gesten,

Ausdrucksstärke. Das motivierte Volksopernorchester

unter Wolfgang Ott trug ihres zu einem unkonventionell

erfrischenden Abend bei.

Kronen Zeitung, 17. 12. 2012

Vorstellungen am 17., 29. Jänner,

1. Februar, 10., 20., 24. Juni 2013

Kirill Kourlaev, Alice Firenze


Aus einer staubigen Baustelle entstand ein

neues Tonstudio für die Volksoper

Als am 30. Juni 2012 mit dem „Sommerlichen Souper” das dritte Fundraising-Dinner auf der Bühne der Volksoper

Wien stattfand, hatte der Abriss des alten Volksopern-Tonstudios bereits begonnen. Dessen Neuaufbau sowie die

Anschaffung eines Aufnahmepultes im Sommer 2012 wurden durch die Einnahmen aus dem Dinner ermöglicht.

Die Hauptaufgabe der Akustik- und Multimediaabteilung

der Volksoper Wien ist die Herstellung und Zuspielung

verschiedener Klangeffekte, vom Glocken geläute bis

zur Meeresbrandung, sowie

das Sounddesign bei Musical-

Aufführungen. Zusätzlich zur

Beschallung im Rahmen von Vorstellungen

ist die Abteilung unter

ihrem Leiter DI Martin Lukesch

auch für Aufnahmen aller Art

zuständig. Seit dem Jahre 2000

wurden – dank sich verbessernder

Technik auf immer höherem

Qualitätsniveau – zahllose

Aufnahmen in Sendequalität an TV-

und Radiostationen geliefert und

zudem mehrere Ton- und Bildträger

produziert (darunter DVDs von

„Die Herzogin von Chicago”, „Der

Kuhhandel”, „Der Evangelimann”,

„Antonia und der Reißteufel” und

die CDs „Operette 1–3” und „South

Pacific”). Aber auch die klangliche

Basis für den preisgekrönten

„Carmina Burana”-Flashmob am

Wiener Westbahnhof wurde von

der Akustik der Volksoper geliefert.

Im September 2010 gab das

Mischpult überraschend seinen

Geist auf; während der Betrieb mit

Provisorien weiter ermöglicht wurde, fasste man den

Entschluss, die technische Ausstattung einer General-

Alexander Rot, Martin Lukesch, Andreas Hendler

freuen sich, dass aus dem „Bergwerk” (unten) ein

modernes Tonstudio geworden ist.

überholung zu unterziehen. Dazu zählte nicht nur die

Neuanschaffung eines Aufnahmepultes, sondern auch

der Bau eines Tonstudios, das als akustisch neutraler

Raum höchsten Anforderungen

genügen und die Volksoper zum

einzigen Theater Österreichs mit

dieser modernen Ausstattung

machen sollte. Die elektroakustische

Vorausplanung sowie die

Bauüberwachung und Verkabelung

im Sommer 2012 erfolgten durch

Martin Lukesch und sein Team,

für die bauliche Gestaltung des

Studios wurde der anerkannte

Bauakustiker Peter Willensdorfer

hinzugezogen. Pünktlich zu

Saison beginn 2012 (und ohne jede

Kostenüberschreitung in Planung

und Errichtung!) nahm das neue

Studio seinen Betrieb auf.

Die Investition wurde ermöglicht

durch: Familie Dr. Michel Piëch,

Almdudler (Familie Klein),

Coca-Cola / Römerquelle,

G4S Secure Solutions AG,

Hotel Regina (Familie Kremslehner),

Sektkellerei Kattus,

Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien

und SMART

TECH (DI Hansjörg Tengg). Wir

bedanken uns sehr herzlich bei diesen Förderern und bei

jenen, die nicht namentlich genannt werden wollen.

Heute im Foyer …

28. Jänner 2013

Liebhaber in allen Gestalten

Liederabend Andreas Daum

Der Bass aus dem Volksopern-Ensemble präsentiert

sich seinem Publikum (nach der Richard Strauss-Soiree

im Oktober 2011) zum zweiten Mal als Liedsänger. Der

„Liebhaber in allen Gestalten”, das Schubertlied auf

ein Gedicht Goethes, gibt das Motto vor, unter dem

neben Schubert, Brahms und Mozart auch Schumanns

Liederzyklus „Dichterliebe” zu hören sein wird.

11. Februar 2013

QuerFeldEin II

„Sommer der Liebe” – Lied & Lyrik

In ihrem zweiten ‚Hörspiel für die Seele’ erzählt die

Sopranistin Renée Schüttengruber, diesmal mit dem

Schauspieler Robert Kolar, die Geschichte einer großen

Liebe im Sommer des Lebens vor dem Hintergrund

des Ersten Weltkrieges. Zu hören sind Lieder von

Johannes Brahms, Gustav Mahler, Robert Schumann,

Franz Schubert, Arno Kleffel, Philipp zu Eulenburg

und Siegfried Ochs sowie Gedichte von Morgenstern,

Mörike, Rilke, Ringelnatz, Eichendorff, Georg Heym,

Peter Hacks, Hermann Allmers u. a.

Mit: Renée Schüttengruber (Gesang), Robert Kolar

(Rezitation), Midori Ortner (Klavier)

Renée Schüttengrubers erstes

Programm mit Lied und Lyrik ist

unter dem Titel „QuerFeldEin –

Zwischen Himmel und Erde” im

Dezember 2012 beim Label

homebase records erschienen.

4. und 5. März 2013

Oh, Donna Clara!

Fritz Löhner-Beda Abend

Er war eines der erstaunlichsten literarischen

Multitalente der Zwischenkriegszeit. Der Bogen

seines Schaffens spannt sich von sozialkritischen

Gedichten hin zu legendären Schlagertexten wie

„Ausgerechnet Bananen”, „Was machst du mit dem

Knie, lieber Hans” und „In der Bar zum Krokodil”, von

unsterblichen Wienerliedern wie „Drunt in der Lobau”

über Operetten klassiker wie „Dein ist mein ganzes Herz”

und „Freunde, das Leben ist lebenswert” bis hin zum

„Buchenwaldlied”. Cornelia Horak (Gesang), Boris Eder

(Gesang und Rezitation), Christoph Wagner-Trenkwitz

(Moderation und Gesang) und Alexander Kuchinka

(Gesang und Klavier) erinnern an Fritz Löhner-Beda

(1833–1942) und bringen auch mehrere, noch nie

gehörte Schöpfungen von ihm zur Aufführung.

Mit: Cornelia Horak, Boris Eder, Alexander Kuchinka

und Christoph Wagner-Trenkwitz

14. März 2013

Verdi (1813-2013)

Ensemblemitglieder der Volksoper singen Arien und

Duette von Giuseppe Verdi.

Mit: Otoniel Gonzaga, Morten Frank Larsen, Marco

Di Sapia, Vincent Schirrmacher u. a.


Eine ungemein sympathische Diva

Ensemblemitglied Rebecca Nelsen wird mit Produkten von L’Oréal Paris

für ein Konzert gestylt

Die texanische Sopranistin Rebecca Nelsen hat im vergangenen Herbst in der Titelrolle von Verdis „La Traviata” und als

Susanna in Mozarts „Hochzeit des Figaro” in der Volksoper wahre Triumphe gefeiert. Derzeit ist sie als Pamina in Mozarts

„Zauberflöte” und als Lauretta in Giacomo Puccinis „Gianni Schicchi” zu erleben (weitere Informationen auf der Homepage

der Sängerin: rebeccanelsen.eu). Bei diesem Fotoshooting in ihrer Garderobe in der Volksoper wird die wandlungsfähige

Darstellerin nicht in eine der vielen Opernfiguren verwandelt, die sie verkörpert, sondern für ein Konzert gestylt. Ihre Masken -

bildnerin ist Isabella Gonzalez-Barias. Die Abteilung Maske der Volksoper Wien wird unterstützt von L’Oréal Paris. Isabella

ist von den neuen Elnett Hitzeschutz-Sprays begeistert: „Im Theateralltag arbeiten wir gerne mit Elnett, aber auch beim

Selber-Stylen zu Hause kommt man gut damit zurecht.” Fotografin Barbara Pálffy begleitet Rebecca Nelsens Wandlung von

der bildhübschen, natürlichen jungen Frau in eine atemberaubende Diva.

1

| 1 | Alles ist bereit: Die neuen Hitzeschutz-Sprays von Elnett

schützen nicht nur die Haare vor Lockenstab, Glätteisen und

Föhn, sondern sorgen noch für zusätzliches Styling.

3

| 3 | Natürlich darf auch das Make-up für den perfekten

(Konzert-)Auftritt nicht fehlen.

2

| 2 | Es geht los. Rebecca und Isabella haben sichtlich Spaß dabei,

Rebecca auch optisch optimal auf ihren Auftritt vorzubereiten.

4

| 4 | Nachdem Rebeccas Haare mit dem Stylingspray speziell

für Locken vor der Hitzeeinwirkung geschützt wurden, dreht

Isabella sie mit Heißwicklern ein.

5

| 5 | Die Haare sind eingedreht,

nun hat Rebecca Zeit für einen

gemütlichen Kaffee, während

Isabella ihren Kopf noch einmal

mit dem Hitzeschutz-Spray

behandelt.

7

| 7 | Der Beweis: Rebeccas Haar verklebt nicht, trotz

Hitzeschutz und Haarspray. Im Hintergrund sind einige von

Rebeccas Kostümen zu sehen. Die drei Kleider links etwa trägt

die Sopranistin als Susanna in Mozarts „Hochzeit des Figaro”.

Entworfen hat sie die Kostümbildnerin Dagmar Niefind.

20_21

| 6 | Letztes Finish mit dem Elnett-

Haarspray für starken Halt und

besondere Leuchtkraft.

| 8 | Wunderschön: Rebecca Nelsen ist fertig gestylt und

trägt eine schwarze Robe, die Bettina Richter für ihre

Rolle als Julia de Weert in „Der Vetter aus Dingsda”

2008 entworfen hat. Gefertigt wurde das Kleid in den

Kostümwerkstätten von ART for ART.

6

8


Neu an der Volksoper

Lotte Ledl

Seit 30. Dezember 2012 und

bis Februar 2013 ist die bekannte

Künstlerin als Mutter

des Phonetikprofes sors

Henry Higgins in „My Fair

Lady” an der Volks oper zu

sehen. In Wien geboren,

er hielt sie ihre Ausbildung

am Max-Reinhardt-Seminar.

Ihr Debüt gab sie im Theater

am Parkring, um bald darauf

von Direktor Leon Epp an das Volkstheater engagiert zu

werden. Nach künstlerischen Erfahrungen am Residenz -

theater München und bei Film und TV wurde das Burgtheater

ihr künstlerischer Mittelpunkt. Sie ist dort in

Stücken österreichischer Autoren sowie in Werken von

Shakespeare, Goldoni, Lessing, Osborne, Albee, O’Casey

und Brecht aufgetreten. Gespielt hat sie nach Eigendefinition

„fast alles – von der Hure bis zur Heiligen”.

Von ihren umfangreichen Filmtätigkeiten seien „Der

junge Törless” (Regie: Volker Schlöndorff, 1965), „Der

Alpenkönig und Menschenfeind” (Lieschen; Regie: Rudolf

Steinboeck, 1965), „Ein fast perfekter Seitensprung” und

„Eine fast perfekte Scheidung” (Regie: Reinhard Schwabenitzky,

1995 und 1997) genannt. Im TV war sie u. a. in

der Unterhaltungsserie „Schloßhotel Orth” zu sehen.

Zuletzt trat sie als Fräulein Schneider in „Cabaret” an

den Wiener Kammerspielen und als Mrs. Higgins am

Stadttheater Klagenfurt auf.

Yitian Luan

Die junge chinesische Sopranistin

(ihre Mutter und zwei

ihrer Tanten waren Schauspielerinnen

der Peking-

Oper) wurde zunächst als

Klavier pädagogin an der

Shenyang Universität ausgebildet.

Ab 2003 studierte sie

an den Hochschulen für

Musik von Detmold und Köln

Gesang. Mehrfach trat sie

als Preisträgerin renommierter Wettbewerbe hervor.

2006 feierte Yitian Luan in der Titelpartie von „Lucia di

Lammermoor” am Landestheater Detmold ihr Bühnendebüt,

wo sie auch als Konstanze in „Die Entführung aus

dem Serail” und als Olympia in „Les contes d’Hoffmann”

auftreten ist. Weitere Auftritte hatte die Künstlerin als

Donna Anna in „Don Giovanni”, Liù in „Turandot”, Mimì

in „La Bohème” und Violetta in „La Traviata”. 2009 sang

sie im Mark gräflichen Opern haus Bayreuth die Alcina in

Händels gleichnamiger Oper. 2012 debütierte sie als

Gilda in „Rigoletto” an der Oper Köln. An der Berliner

Phil harmonie sang sie in Rossinis „Petite Messe

solennelle”, und am National Centre for the Performing

Arts in Peking wirkte sie in Mahlers Vierter Sinfonie mit.

Hausdebüt: 2. April 2013 Lauretta in „Gianni Schicchi”

Kristiina Poska

Die in Estland geborene

Dirigentin studierte ab 1998

an der Estnischen Musikakademie

und gründete noch

im selben Jahr den Chor

„Nimeta”. Von 2004 bis 2009

folgte an der Hoch schule für

Musik Hanns Eisler in

Berlin ein Studium für

Orchesterleitung. Als Chefdirigentin

des Symphonieorchesters

der Humboldt Universität in Berlin gastierte

sie regelmäßig im Konzerthaus Berlin. Nach der

Produktion „Ihre Bohème” 2008/09 an der Neuköllner

Oper Berlin erhielt Kristiina Poska Engagements an den

Theatern von Koblenz und Brandenburg. 2010 debütierte

die damalige Stipendiatin des Dirigentenforums mit „La

Traviata” an der Komischen Oper Berlin, worauf Offenbachs

„La Périchole” folgte. Im August 2012 wurde die

Künstlerin zur Ersten Kapell meisterin der Komischen

Oper berufen. Bereits im Februar des vorangegangenen

Jahres hatte Kristiina Poska mit dem Intendanten Barrie

Kosky die Produktion von Brechts „Die sieben Todsünden”

erarbeitet.

Ihr Hausdebüt gab sie mit „Hänsel und Gretel” im

Dezember 2011. Am 13. Februar 2013 kehrt sie mit „Der

Barbier von Sevilla” an die Volksoper zurück.

Wolfgang Hübsch

Der beliebte Schauspieler

absolvierte ein Studium am

Salzburger Mozarteum.

Nach einer Verpflichtung als

Eleve am dortigen Landestheater

setzte er seine

künstle rische Tätigkeit am

Klagen furter Landestheater

fort. Ab 1966 spielte er am

Wiener Volkstheater zahlreiche

Haupt rollen in der

Regie von Gustav Manker. Nach zwei Saisonen am

Münchener Residenztheater holte ihn Gerhard Klingenberg

1972 ans Burgtheater. Dort wurden u. a. die vielschichtigen

Schnitzler-Figuren zu seiner besonderen

Spezialität. Seit 1988 als freier Schauspieler tätig,

gastierte Hübsch mehrmals bei den Festspielen

Reichenau und führte dort 1994 mit Schnitzlers

„Komödie der Worte” erstmals Regie. Er wirkte in

zahlreichen Film- und Fernseh produk tionen mit und

feierte am Volkstheater in Stücken Raimunds, Horváths,

Kleists, Ibsens und Bernhards große Erfolge.

Hausdebüt: 21. Februar 2013

Fürst Lippert-Weylersheim in „Die Csárdásfürstin”

Anton

Keremidtchiev

Der gebürtige Bulgare erhielt

am Staats konser vatorium

Sofia seine Gesangs aus bildung,

die er u. a. an der

Accademia Rossiniana in

Pesaro fortsetzte. Seine

Gesangs laufbahn begann er

als Bassist an der Staatsoper

Sofia, mit Gastspielen am

Teatro Verdi in Triest und

am Teatro Massimo Palermo. 1997 nahm er mit der

Partie des Jago in „Otello” einen erfolgreichen Wechsel

in das Bariton fach vor. Festengagements nahm er am

Theater Coburg und am Staatstheater Darmstadt an.

Seit 2003 ist Anton Keremidtchiev freischaffend tätig,

u. a. als Kurwenal („Tristan und Isolde”) an der Oper

Leipzig sowie beim Hongkong Festival, als Klingsor

(„Parsifal”) beim Richard Wagner Festival Wels, als

Telramund („Lohengrin”) in Dortmund, als Escamillo

(„Carmen”) an der Helsinki Opera, als Amonasro („Aida”)

in Kiel und Münster. Weiters sang er an der Komischen

Oper Berlin Macbeth in Verdis gleichnamiger Oper,

Germont („La Traviata”) und Don Pizarro („Fidelio”).

Hausdebüt: 28. Februar 2013 als Rigoletto

Eric Laporte

Der in Quebec geborene

Tenor debütierte an der

Opéra de Montréal als

Nemorino in „L’elisir

d’amore” und ging mit dieser

Produktion auf eine Kanada-

Tournee. 2000 gab er am

Landestheater Salzburg als

Tamino in „Die Zauberflöte”

sein euro päisches Debüt.

Von 2001 bis 2003 sang er

als Ensemblemitglied des Landestheaters Linz u. a.

Ernesto („Don Pasquale”) und Ferrando („Così fan tutte”).

Für zwei Spielzeiten war er an der Oper Bonn engagiert,

wo er u. a. als Don Ottavio („Don Giovanni”) und Almaviva

(„Il barbiere di Siviglia”) aufgetreten ist. Es folgten in

Köln und Kassel der Lindoro („L’italiana in Algeria”), an

22_23

der Niederländischen Nationalen Reisopera und der

National Scottish Opera der Belmonte („Die Entführung

aus dem Serail”) und an der Staatsoper Hannover der

Don Ramiro („La Cenerentola”). Weiters umfasst sein

Repertoire Partien wie Pylades in Glucks „Iphigénie en

Tauride”, Iopas in Berlioz’ „Les Troyens”, Alphonse in

Aubers „La Muette de Portici” und Calisis in Rameaus

„Les Boréades”. Im Wiener Konzerthaus sang Eric

Laporte 2007 unter Michel Plasson neben Thomas

Hampson und Renée Fleming den Nicias in einer

konzertanten Aufführung von Massenets „Thaïs”.

Hausdebüt: 15. Jänner 2013 Graf Almaviva in „Der

Barbier von Sevilla”

Andreas Mitschke

Der aus Hessen stammende

Bassist studierte an der

Musikhochschule Köln.

Neben Festengagements

beim Opera Forum Enschede

und am Vogtlandtheater

Plauen gastierte er u. a. an

den Theatern Osnabrück und

Lübeck, an den Städtischen

Bühnen Münster sowie an

der Staatsoper Hannover, wo

er u. a. als Don Alfonso in „Così fan tutte”, Komtur in

„Don Giovanni”, Ramphis in „Aida” und Köchin in „Die

Liebe zu den drei Orangen” aufgetreten ist. Als

Ensemblemitglied des Theaters Erfurt sang er ab 2004

u. a. den Ochs in „Der Rosenkavalier”, Sarastro in „Die

Zauberflöte”, Wassermann in „Rusalka” und den Old

Man in der Uraufführung von Philip Glass’ Oper

„Waiting for the Barbarians”. Gastspiele führten den

Künstler nach Görlitz (Zar in Rimski-Korsakovs

„Märchen vom Zar Saltan”), Koblenz (Kulygin in Péter

Eötvös „Drei Schwestern”), Cottbus und Hof (Kecal in

„Die verkaufte Braut”). Zuletzt ist Andreas Mitschke u. a.

am Theater Schwerin als Daland in „Der fliegende

Holländer” und Landgraf in „Tannhäuser” aufgetreten.

Hausdebüt: 15. Februar 2013 Sarastro in „Die

Zauberflöte”

Im November und Dezember 2013 wurden der

Posaunist Peter Gallaun und der Bratscher Roman

Trimmel, Betriebsräte des Volksopernorchesters,

sowie KS Ulrike Steinsky mit dem Berufstitel

Professor ausgezeichnet. Wir gratulieren!


Der ganze Februar für Senioren: -25 %

Auch 2013 steht der Februar wieder ganz im Zeichen unseres jung gebliebenen Publikums.

Seniorinnen und Senioren ab dem 60. Lebensjahr erhalten für alle Vorstellungen im Februar

25 % Ermäßigung!

Opernfans können unter anderem die Premiere

von Smetanas „Die verkaufte Braut” und die

Wiederaufnahme von Rossinis „Der Barbier von

Sevilla” genießen. Auch Mozarts „Die Zauberflöte”

und Verdis „Rigoletto” lassen die Herzen von

Musikliebhabern höher schlagen!

Liebhaber der leichten Muse haben die Möglichkeit,

Johann Strauß‘ „Die Fledermaus” und Kálmáns „Die

Csárdásfürstin” besonders günstig zu besuchen.

Sie lieben Broadwayunterhaltung? Mit „My Fair Lady”

steht auch im Februar ein Meisterwerk der Musicalwelt

auf dem Spielplan.

Außerdem zeigt das Wiener Staatsballett mit „Blaubarts

Geheimnis” sein Können. „Max und Moritz” treiben

wie im Kinderbuchklassiker von Wilhelm Busch ihren

Schabernack – Unterhaltung für die ganze Familie.

Das Oster-Abonnement: -50 %

So buchen Sie das Oster-Abonnement:

Erhältlich ab 1. Februar 2013 an allen Vorverkaufskassen,

bei telefonischem Kauf mit Kreditkarte

(01/513 1 513) sowie unter www.volksoper.at (im

Warenkorb mit Aktionscode: OSTERN)

So kommen Sie zu Ihren Karten:

Bei schriftlicher Bestellung:

Volksoper Wien, Stadtbüro, Goethegasse 2, 1010 Wien

Mail: tickets@volksoper.at,

Fax: 01/514 44-3669

An allen Vorverkaufskassen der Bundestheater

und im Internet unter www.volksoper.at bzw.

www.culturall.com

(der Vorverkauf für Februar beginnt am 1. Jänner.)

Bei telefonischem Kauf mit Kreditkarte:

01/513 1 513

(ab dem 2. Jänner für den gesamten Februar)

4 Karten für Vorstellungen Ihrer Wahl – 4-mal alleine oder 2-mal zu zweit in Operette,

Oper, Musical oder Ballett

24

Gültig für Vorstellungen von 22. bis 31. März 2013

Bei Fragen zum Oster-Abonnement wenden Sie sich

bitte an unsere Information: 01/514 44-3670.

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