AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

gemeindeseddinersee

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

19. Jahrgang Seddiner See, den den 19. 22. Januar Juni 2011 Nummer 61

„Festbesucher“ der Laubenpieperpuppenparty

zum 10. Jubiläum von Kulturscheune & Heimatstube

Puppengestaltung der Gruppe „Kunst am See“ in Kähnsdorf Foto: H. Kurjatschij


21 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Inhaltsverzeichnis

Öffentliche Bekanntmachungen

– Bekanntmachungen der Wahlleiterin ............................................................................................................................................. Seite 1

– Satzung über den Anschluss an die öffentliche Wasserversorgungseinrichtung und die Versorgung der Grundstücke

mit Wasser des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ ................................................................................................. Seite 3

– Satzung über die Schmutzwasserbeseitigung im Gebiet des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ ............................... Seite 4

– Satzung zur Erhebung von Gebühren im Bereich der Schmutzwasserbeseitigung

des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ ................................................................................................................. Seite 12

– Ergänzende Bedingungen des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ (WAZ „Nieplitz“)

zur AVB WasserV für die Wasserversorgung (Ergänzende Bedingungen Wasserversorgung – EB WV–) .......................................... Seite 15

– Entgeltregelungen des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“

für die Wasserversorgung (Entgeltregelungen Wasserversorgung) ................................................................................................ Seite 18

– Verwaltungsgebührensatzung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ ................................................................... Seite 21

– Geschäftsordnung der Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ ........................................... Seite 23

– Bekanntmachungsanordnung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ ................................................................... Seite 25

Informationen aus der Gemeindeverwaltung

– Herzliche Glückwünsche im August ............................................................................................................................................. Seite 26

– 10 Jahre Kulturscheune & Heimatstube ....................................................................................................................................... Seite 27

– Bericht des WAZ: Altanschließerproblematik ................................................................................................................................ Seite 29

1. Gemäß § 80 Abs. 1 BbgKWahIV (Brandenburgische Kommunalwahlverordnung

in der Fassung der Bekanntmachung vom 04.02.2008,

GVBI. I, S. 38) gebe ich bekannt, dass der Gemeindevertreter Dr. Peter

Herrmann auf sein Mandat für die Gemeindevertretung mit Wirkung

vom 09.05.2011 verzichtete und gem. § 59 Abs. 1 Nr. 1 BbgKWahIG

(Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz in der Fasssung der Bekanntmachung

vom 09.07.2008, GVBI. I, S. 326) seine Rechtsstellung als

Gemeindevertreter ab dem 09.05.2011 verliert. Dies stellte ich am

heutigen Tag gem. § 59 Abs. 3 Satz 1 i. V. m. Satz 2 BbgKWahIG fest.

Öffentliche Bekanntmachungen

Bekanntmachung der Wahlleiterin der Gemeinde Seddiner See vom 05.05.2011

Berufung einer Ersatzperson aus der Liste der UWGS

(Unabhängige Wählergruppe pro Gemeinde Seddiner See)

2. Auf der Grundlage von § 60 Abs. 6 Satz 2 i. V. m. Abs. 3 Satz 1

BbgKWahIG stellte ich ebenfalls am 05.05.2011 fest, dass Frau Manuela

Liebig auf der Liste der UWGS die nächste noch nicht für gewählt erklärte

und zu berücksichtigende Ersatzperson im Sinne des § 60 Abs. 1

BbgKWahIG ist, auf welche der Sitz von Herrn Dr. Peter Herrmann übergeht,

frühestens ab dem 09.05.2011.

Seddiner See, 05.05.2011

Dr. S. Weickert

Wahlleiterin

Bekanntmachung der Wahlleiterin der Gemeinde Seddiner See vom 18.05.2011

Berufung einer Ersatzperson aus der Liste der UWGS

(Unabhängige Wählergruppe pro Gemeinde Seddiner See)

in die Gemeindevertretung

Gemäß § 80 Abs. 1 BbgKWahIV (Brandenburgische Kommunalwahlverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 04.02.2008, GVBI. I, S. 38) gebe

ich bekannt, dass Frau Manuela Liebig am 11.05.2011 schriftlich erklärte, dass sie den Platz in der Gemeindevertretung annimmt. Der Platz des

ehemaligen Gemeindevertreters Dr. Peter Herrmann geht auf Manuela Liebig über. Sie ist damit gem. §§ 84 Abs. 1, 51 Abs. 3 Nr. 2 BbgKWahIG

(Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz in der Fasssung der Bekanntmachung vom 09.07.2008, GVBI. I, S. 326) ab dem 11.05.2011 Mitglied der

Gemeindevertretung Seddiner See.

Seddiner See, 18.05.2011

Dr. S. Weickert

Wahlleiterin


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 32

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Bekanntmachung der Wahlleiterin der Gemeinde Seddiner See

Berufung einer Ersatzperson aus der Liste der WGN

(Wählergruppe Neuseddin) im Ortsbeirat Neuseddin

1. Gemäß § 80 Abs. 1 BbgKWahIV (Brandenburgische Kommunalwahlverordnung

in der Fassung der Bekanntmachung vom 04.02.2008,

GVBI. I, S. 38) gebe ich bekannt, dass das Mitglied des Ortsbeirats

Neuseddin Dr. Peter Herrmann auf sein Mandat für den Ortsbeirat

Neuseddin mit Schreiben vom 04.05.2011 mit Wirkung ab dem

09.05.2011 verzichtete und gem. § 59 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. § 84 Abs. 1

BbgKWahIG (Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz in der Fassung

der Bekanntmachung vom 09.07.2008, GVBI. I, S. 326) seine Rechtsstellung

als Mitglied des Ortsbeirats Neuseddin ab dem 09.05.2011

verliert. Dies stellte der Wahlausschuss in seiner Sitzung am 10.05.2011

gem. § 59 Abs. 3 Satz 1 i. V. m. § 84 Abs. 1 BbgKWahIG fest.

2. Auf der Grundlage von §§ 60 Abs. 6 Satz 2, Abs. 3 Satz 1 i. V. m. § 84

Abs. 1 BbgKWahIG stellte ich am 11.05.2011 fest, dass Herr Günther

Glöhs auf der Liste der WGN die nächste noch nicht für gewählt erklärte

und zu berücksichtigende Ersatzperson im Sinne des §§ 60 Abs. 1,

84 Abs. 1 BbgKWahIG ist, auf welche der Sitz von Herrn Dr. Peter Herrmann

übergeht.

Mit Schreiben vom heutigen Tag informierte ich Herrn Günther Glöhs

über seine Berufung als Ersatzperson.

Seddiner See, 12.05.2011

Dr. S. Weickert

Wahlleiterin

Bekanntmachung der Wahlleiterin der Gemeinde Seddiner See vom 19.05.2011

Berufung einer Ersatzperson aus der Liste der WGN

(Wählergruppe Neuseddin) im Ortsbeirat Neuseddin

Gemäß § 80 Abs. 1 BbgKWahIV (Brandenburgische Kommunalwahlverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 04.02.2008, GVBI. I, S. 38)

gebe ich bekannt, dass Herr Günther Glöhs am 19.05.2011 schriftlich erklärte, dass er den Platz im Ortsbeirat Neuseddin annimmt. Der Platz des

ehemaligen Ortsbeiratsmitglieds Dr. Peter Herrmann geht auf Günther Glöhs über. Er ist damit gem. §§ 84 Abs. 1, 51 Abs. 3 Nr. 2 BbgKWahIG

(Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz in der Fasssung der Bekanntmachung vom 09.07.2008, GVBI. I, S. 326) ab dem 19.05.2011 Mitglied des

Ortsbeirats Neuseddin.

Seddiner See, 19.05.2011

Dr. S. Weickert

Wahlleiterin

Bekanntmachung der Wahlleiterin der Gemeinde Seddiner See

Berufung einer Ersatzperson aus der Wählergruppe Seddin im Ortsbeirat Seddin

1. Gemäß § 80 Abs. 1 BbgKWahIV (Brandenburgische Kommunalwahlverordnung

in der Fassung der Bekanntmachung vom 04.02.2008,

GVBI. I, S. 38) gebe ich bekannt, dass das Mitglied des Ortsbeirats

Seddin Annette Knodel auf ihr Mandat für den Ortsbeirat Seddin mit

Schreiben vom 16.05.2011, Posteingang am 17.05.2011, mit sofortiger

Wirkung verzichtete und gem. § 59 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. § 84 Abs. 1

BbgKWahIG (Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz in der Fassung

der Bekanntmachung vom 09.07.2008, GVBI. I, S. 326) ihre Rechtsstellung

als Mitglied des Ortsbeirats Seddin ab dem 17.05.2011 verliert.

Dies stellte ich am heutigen Tag gem. § 59 Abs. 3 Satz 1, Satz 2 i.

V. m. § 84 Abs. 1 BbgKWahIG fest.

2. Auf der Grundlage von §§ 60 Abs. 6 Satz 2, Abs. 3 Satz 1 i. V. m. § 84

Abs. 1 BbgKWahIG stellte ich ebenfalls am heutigen Tag fest, dass Herr

Eckhard Bald auf der Liste der Wählergruppe Seddin die nächste noch

nicht für gewählt erklärte und zu berücksichtigende Ersatzperson im

Sinne der §§ 60 Abs. 1, 84 Abs. 1 BbgKWahIG ist, auf welche der Sitz

von Frau Annette Knodel übergeht.

Mit Schreiben vom heutigen Tag informierte ich Herrn Eckhard Bald

über seine Berufung als Ersatzperson.

Seddiner See, 18.05.2011

Dr. S. Weickert

Wahlleiterin


43 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Bekanntmachung der Wahlleiterin der Gemeinde Seddiner See

Berufung einer Ersatzperson aus der Wählergruppe Seddin im Ortsbeirat Seddin

1. Herr Eckhard Bald hat die Mitgliedschaft im Ortsbeirat Seddin durch

schriftliche Erklärung form- und fristgerecht mit Wirkung vom

23.05.2011 nicht angenommen.

2. Am 24.05.2011 stellte ich auf der Grundlage von §§ 61 Abs. 1 und 4,

59 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. § 60 Abs. 6 Satz 2 i. V. m. Abs. 3 Satz 1 , § 84

Abs. 1 BbgKWahIG fest, dass Herr Dominik Kaufhold auf der Liste

der Wählergruppe Seddin die nächste noch nicht für gewählt erklärte

Auf der Grundlage der §§ 2 und 3 der Kommunalverfassung des Landes

Brandenburg (BbgKVerf) vom 18. Dezember 2007 (GVBl. I S. 286), zuletzt

geändert durch Artikel 15 des Gesetzes vom 23. September 2008 (GVBl. I

S.202), der §§ 8 Abs.4 und 15 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes über die kommunale

Gemeinschaftsarbeit im Land Brandenburg (GKG), in der Fassung der

Bekanntmachung vom 28. Mai 1999 (GVBl. I S. 194), zuletzt geändert durch

Artikel 8 des Gesetzes vom 23. September 2008 (GVBl. I S. 202) und des §

59 des Brandenburgischen Wassergesetzes (BbgWG) in der Fassung der

Bekanntmachung vom 08. Dezember 2004 (GVBl. I S. 50), zuletzt geändert

durch Artikel 2 des Gesetzes vom 15. Juli 2010 (GVBl. I/10. Nr.28) hat die

Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes

„Nieplitz“ in ihrer Sitzung am 04.05.2011 die folgende Satzung beschlossen:

§ 1

Allgemeines

(1) Der Wasser- und Abwasserzweckverband „Nieplitz“ betreibt die Wasserversorgung

in seinem Gebiet als öffentliche Einrichtung zur Versorgung

der Grundstücke. Art und Umfang der Wasserversorgung bestimmt

der Zweckverband.

(2) Der Zweckverband ist berechtigt, sich bei der Durchführung der Wasserversorgung

Dritter zu bedienen.

§ 2

Grundstücksbegriff – Grundstückseigentümer

(1) Grundstück im Sinne dieser Satzung ist, unabhängig von der Eintragung

im Liegenschaftskataster und im Grundbuch und ohne Rücksicht

auf die Grundstücksbezeichnung, jeder zusammenhängende Grundbesitz,

der eine selbständige wirtschaftliche Einheit bildet.

(2) Die in dieser Satzung für Grundstückseigentümer erlassenen Vorschriften

gelten auch für Erbbauberechtigte und ähnlich zur Nutzung eines

Grundstückes dinglich Berechtigte. Von mehreren dinglich Berechtigten

ist jeder berechtigt und verpflichtet; sie haften als Gesamtschuldner.

§ 3

Anschluss- und Benutzungsrecht

(1) Jeder Eigentümer eines im Gebiet des Zweckverbandes liegenden

Grundstückes ist berechtigt, den Anschluss seines Grundstückes an die

Wasserversorgungseinrichtung und die Belieferung mit Trinkwasser nach

Maßgabe dieser Satzung zu verlangen.

und zu berücksichtigende Ersatzperson im Sinne des § 60 Abs. 1, § 84

Abs. 1 BbgKWahIG ist, auf welche der Sitz von Frau Annette Knodel

übergeht.

Seddiner See, 25.05.2011

Dr. S. Weickert

Wahlleiterin

Satzung über den Anschluss an die öffentliche Wasserversorgungseinrichtung

und die Versorgung der Grundstücke mit Wasser

des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“

– Wasserversorgungssatzung –

(2) Das Anschluss- und Benutzungsrecht erstreckt sich nur auf solche Grundstücke,

die durch eine Versorgungsleitung erschlossen werden. Die

Grundstückseigentümer können nicht verlangen, dass eine neue

Versorgungsleitung hergestellt oder eine bestehende Versorgungsleitung

geändert wird.

(3) Der Anschluss eines Grundstückes an eine bestehende Versorgungsleitung

kann versagt werden, wenn die Wasserversorgung wegen der

Lage des Grundstücks oder aus sonstigen technischen oder betrieblichen

Gründen dem Zweckverband erhebliche Schwierigkeiten bereitet

oder besondere Maßnahmen erfordert.

(4) Das Anschluss- und Benutzungsrecht besteht auch in den Fällen der

Absätze 2 und 3, sofern der Grundstückseigentümer sich verpflichtet,

die mit dem Bau und Betrieb zusammenhängenden Mehrkosten zu

übernehmen und auf Verlangen Sicherheit zu leisten.

§ 4

Anschlusszwang

(1) Die Eigentümer von Grundstücken, auf denen Wasser verbraucht wird,

sind verpflichtet, diese Grundstücke an die öffentliche

Wasserversorgungseinrichtung anzuschließen, wenn sie an eine öffentliche

Straße (Weg, Platz) mit einer betriebsfertigen Versorgungsleitung

grenzen oder ihren unmittelbaren Zugang zu einer solchen Straße durch

einen Privatweg haben. Befinden sich auf einem Grundstück mehrere

Gebäude zum dauernden Aufenthalt von Menschen, so ist jedes Gebäude

anzuschließen.

(2) Die Herstellung des Anschlusses muss innerhalb eines Monats, nach

dem der Grundstückseigentümer schriftlich oder durch öffentliche Bekanntmachung

aufgefordert worden ist, beim Zweckverband beantragt

werden. Bei Neu- oder Umbauten ist der Anschluss ohne besondere

Aufforderung spätestens einen Monat vor Beginn der Bauarbeiten zu

beantragen.

§ 5

Befreiung von Anschlusszwang

Von der Verpflichtung zum Anschluss wird der Grundstückseigentümer auf

Antrag befreit, wenn der Anschluss ihm aus besonderen Gründen auch unter

Berücksichtigung der Erfordernisse des Gemeinwohls nicht zugemutet werden

kann. Der Antrag auf Befreiung ist unter Angabe der Gründe schriftlich

beim Zweckverband einzureichen.


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 54

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

§ 6

Benutzungszwang

Auf Grundstücken, die an die öffentliche Wasserversorgungseinrichtung

angeschlossen sind, ist der gesamte Bedarf an Wasser im Rahmen des

Benutzungsrechts (§ 3) ausschließlich aus dieser Einrichtung zu decken

(Benutzungszwang). Wasser, das ausschließlich der Bewässerung von Gärten

und Grünanlagen dient, unterliegt nicht dem Benutzungszwang. Verpflichtet

sind die Grundstückseigentümer und alle Benutzer der Grundstücke.

Der Grundstückseigentümer hat die erforderlichen Maßnahmen zur

Einhaltung dieser Vorschriften zu treffen.

§ 7

Befreiung vom Benutzungszwang

(1) Vom Benutzungszwang (§ 6) wird der Grundstückseigentümer auf Antrag

befreit, wenn die Benutzung ihm aus besonderen Gründen auch

unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Gemeinwohls nicht zugemutet

werden kann.

(2) Der Zweckverband räumt dem Grundstückseigentümer darüber hinaus

im Rahmen des ihm wirtschaftlich Zumutbaren auf Antrag die Möglichkeit

ein, den Bezug auf einen von ihm gewünschten Verbrauchszweck

oder auf einen Teilbedarf zu beschränken.

(3) Der Antrag auf Befreiung oder Teilbefreiung ist unter Angabe der Gründe

schriftlich beim Zweckverband zu stellen.

(4) Unbeschadet etwaiger Genehmigungserfordernisse und darauf folgender

Antrags- und Mitteilungspflichten hat der Grundstückseigentümer

den Zweckverband vor Errichtung einer Eigengewinnungsanlage zu

unterrichten. Er hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass

von seiner Eigengewinnungsanlage keine Rückwirkungen in das öffentliche

Wasserversorgungsnetz möglich sind. Hierüber sind gegenüber

dem Zweckverband die entsprechenden Nachweise zu erbringen

(auf DIN 1988 wird hingewiesen).

§ 8

Allgemeine Versorgungsbedingungen

(1) Für die Begründung, Ausgestaltung und Beendigung der Benutzungsverhältnisse

zwischen dem Zweckverband und den einzelnen Abnehmern

gelten im Übrigen die Verordnung über Allgemeine Bedingungen

für die Versorgung mit Wasser (AVBWasserV) vom 20. Juni 1980 einschließlich

der dazugehörigen Allgemeinen Bedingungen, Ergänzenden

Bestimmungen sowie der Allgemeinen Tarife für die Versorgung

mit Wasser des Zweckverbandes in ihrer jeweils gültigen Fassung.

Auf der Grundlage der §§ 2 und 3 der Kommunalverfassung des Landes

Brandenburg (BbgKVerf) vom 18. Dezember 2007 (GVBl. I S. 286), zuletzt

geändert durch Artikel 15 des Gesetzes vom 23. September 2008 (GVBl. I

S.202), der §§ 8 Abs.4 und 15 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes über die kommunale

Gemeinschaftsarbeit im Land Brandenburg (GKG), in der Fassung der

Bekanntmachung vom 28. Mai 1999 (GVBl. I S. 194), zuletzt geändert durch

Artikel 8 des Gesetzes vom 23. September 2008 (GVBl. I S. 202) und des §

66 des Brandenburgischen Wassergesetzes (BbgWG) in der Fassung der

Bekanntmachung vom 08. Dezember 2004 (GVBl. I S. 50), zuletzt geändert

durch Artikel 2 des Gesetzes vom 15. Juli 2010 (GVBl. I/10. Nr.28) hat die

Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes

„Nieplitz“ in ihrer Sitzung am 04.05.2011 folgende Satzung beschlossen:

(2) Die Allgemeinen Wasserversorgungsbedingungen einschließlich der Allgemeinen

Bedingungen, Ergänzenden Bestimmungen sowie der Allgemeinen

Tarife für die Versorgung mit Wasser werden nach § 16 der

Verbandssatzung des Zweckverbandes öffentlich bekannt gemacht und

auf Verlangen ausgehändigt.

§ 9

Ordnungswidrigkeiten

(1) Ordnungswidrig im Sinne dieser Satzung handelt, wer

a) entgegen § 4 Abs. 1 als Verpflichteter das Grundstück und alle auf

ihm befindlichen und zum dauernde Aufenthalt von Menschen bestimmten

Gebäude nicht an die öffentliche Wasserversorgungseinrichtung

anschließt,

b) entgegen § 4 Abs. 2 als Verpflichteter den Antrag auf Anschluss

nicht oder nicht rechtzeitig stellt,

c) entgegen § 6 Satz 1 und 2 als Verpflichteter nicht sämtlichen Bedarf

an Wasser des angeschlossenen Grundstücks aus der öffentlichen

Wasserversorgungseinrichtung deckt,

d) entgegen § 6 Satz 3 als Verpflichteter nicht die erforderlichen Maßnahmen

zur Einhaltung des Benutzungszwangs trifft.

e) entgegen § 7 Abs. 4 den Zweckverband nicht vor der Errichtung

einer Eigengewinnungsanlage informiert oder nicht oder nicht hinreichend

sicherstellt, dass von seiner Eigengewinnungsanlage keine

Rückwirkungen in das öffentliche Wasserversorgungsnetz möglich

sind.

(2) Ordnungswidrigkeiten im Sinne des Absatzes 1 können mit einem Bußgeld

von bis zu 1.000 Euro geahndet werden. Zuständige Verwaltungsbehörde

im Sinne von § 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten

(OWiG) vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), in seiner

jeweils geltenden Fassung, ist der Verbandsvorsteher.

§ 10

In-Kraft-Treten

Diese Satzung tritt rückwirkend zum 01.01.2011 in Kraft.

Beelitz, den 04.05.2011

Axel Zinke

Verbandsvorsteher

Satzung über die Schmutzwasserbeseitigung

im Gebiet des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“

– Schmutzwasserbeseitigungssatzung –

I. Allgemeine Bestimmungen

§ 1

Gegenstand der Satzung

(1) Der Wasser- und Abwasserzweckverband „Nieplitz“ (Zweckverband)

betreibt nach Maßgabe dieser Satzung zur Beseitigung des in seinem

Gebiet anfallenden Schmutzwassers eine rechtlich jeweils selbständige

Anlage

a) zur zentralen leitungsgebundenen Schmutzwasserbeseitigung und

b) zur dezentralen Beseitigung der aus Kleinkläranlagen und abflusslosen

Sammelgruben stammenden Schmutzwässer sowie nicht separierten

Fäkalschlämmen.

(2) Der Zweckverband kann sich zur Wahrnehmung der ihm obliegenden

Aufgaben der Schmutzwasserbeseitigung ganz oder teilweise Dritter

bedienen.


65 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

(3) Art, Lage und Umfang der öffentlichen Schmutzwasserbeseitigungsanlagen

sowie den Zeitpunkt ihrer Herstellung, Erweiterung und Erneuerung

bestimmt der Zweckverband.

§ 2

Begriffsbestimmungen

(1) Im Sinne dieser Satzung haben die nachstehenden Begriffe folgende

Bedeutung:

a) Schmutzwasser ist das durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen

oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften veränderte

und das bei Trockenwetter damit zusammen abfließende

und gesammelte Wasser. Als Schmutzwasser gelten auch die aus

Anlagen zum Behandeln, Lagern und Ablagern von Abfällen und

Futtermitteln austretenden und gesammelten Flüssigkeiten (§ 64

BbgWG).

b) Fäkalschlamm ist der Anteil des häuslichen oder in der Beschaffenheit

ähnlichen Schmutzwassers, der in der Grundstücksentwässerungsanlage

zurückgehalten wird und im Rahmen der

satzungsgemäßen öffentlichen Schmutzwasserbeseitigung in

Schmutzwasserbehandlungsanlagen eingeleitet oder eingebracht

werden soll.

c) Schmutzwasserbeseitigung im Sinne dieser Satzung umfasst das Sammeln,

Fortleiten, Behandeln, Einleiten, Versickern, Verregnen und Verrieseln

von Schmutzwasser sowie die Beseitigung des in Grundstücksentwässerungsanlagen

anfallenden nicht separierten Fäkalschlamms

und des dort gesammelten Schmutzwassers, soweit der Zweckverband

hierfür schmutzwasserbeseitigungspflichtig ist.

d) Grundstück ist – unabhängig von der Eintragung im Liegenschaftskataster

oder Grundbuch und ohne Rücksicht auf die Grundstücksbezeichnung

– jeder zusammenhängende Grundbesitz, der eine selbständige

wirtschaftliche Einheit bildet (wirtschaftlicher Grundstücksbegriff).

e) Grundstücksentwässerungsanlagen sind die Gesamtheit aller der

Schmutzwasserbeseitigung dienenden Einrichtungen (z. B. Reinigungs-

und Revisionsschacht, Hausanschlussleitung, abflusslose

Sammelgrube, Kleinkläranlage) auf einem Grundstück, soweit sie

nicht zur zentralen öffentlichen Schmutzwasserbeseitigungsanlage

zählen.

f) Zentrale leitungsgebundene Schmutzwasserbeseitigungsanlage ist

die Gesamtheit aller der öffentlichen Schmutzwasserbeseitigung dienenden

technischen Einrichtungen und Anlagen insbesondere

– das Leitungsnetz mit getrennten Leitungen für Schmutzwasser

und Niederschlagswasser (Trennverfahren),

die Grundstücksanschlüsse, zur allgemeinen Schmutzwasserbeseitigung

dienende Pumpstationen und Rückhaltebecken,

– alle Einrichtungen zur Behandlung des Schmutzwassers (z.B. Klärwerke

und ähnliche Anlagen), soweit sie im Eigentum des Zweckverbandes

oder des Dritten, dessen er sich zur Schmutzwasserbeseitigung

bedient, stehen sowie

– offene und verrohrte Gräben und Wasserläufe, wenn ihnen

wasserrechtlich die Gewässereigenschaft entzogen ist und sie

zur Aufnahme von Abwässern dienen.

Die zentrale leitungsgebundene Schmutzwasserbeseitigungsanlage

endet hinter dem Grundstücksanschluss.

g) Grundstücksanschluss ist die Leitung vom Hauptsammler in der Straße

zu dem zu entwässernden Grundstück. Der Grundstücksanschluss

gehört zur zentralen leitungsgebundenen Schmutzwasserbeseitigungsanlage

des Zweckverbandes. Er endet an der

Grundstücksgrenze des zu entwässernden Grundstückes. Abweichend

hiervon endet der Grundstücksanschluss bei Grundstücken,

deren Schmutzwasser mittels Druckentwässerungsverfahren vom

Grundstück geleitet wird, vor dem Hauspumpwerk (§ 11).

h) Dezentrale öffentliche Schmutzwasserbeseitigungsanlagen sind alle

Vorkehrungen und Einrichtungen für die Abfuhr und Behandlung

des aus abflusslosen Sammelgruben und Kleinkläranlagen stammenden

Schmutzwassers sowie nicht separierten Fäkalschlamms außerhalb

des zu entwässernden Grundstücks.

Bei Grundstücken, die nicht an die öffentliche Wasserversorgungsanlage

angeschlossen sind, gehört zur dezentralen öffentlichen

Schmutzwasserbeseitigungsanlage auch ein vom Zweckverband eingebauter

Wasserzähler an der grundstückseigenen Wasserversorgungsanlage

des Grundstückseigentümers (§ 17).

i) Kleinkläranlagen sind Schmutzwasserbehandlungsanlagen, die den

Anforderungen der jeweiligen Richtlinie des für Umweltschutz zuständigen

Ministeriums über den Einsatz von Kleinkläranlagen entsprechen.

(2) Die in dieser Satzung geregelten Rechte und Verpflichtungen des

Grundstückseigentümers treffen in dem Fall, dass für ein Grundstück

ein Erbbaurecht bestellt ist, den Erbbauberechtigten an Stelle des Eigentümers.

Besteht für das Grundstück ein Nutzungerecht nach

Sachenrechtsbereinigungsgesetz (SachenRBerG) vom 24. September

1994 (BGBl. I. S. 2457) oder ein dingliches Nutzungsrecht, so gelten

die Vorschriften dieser Satzung neben dem Grundstückseigentümer auch

für den Nutzer nach § 9 SachenRBerG bzw. den dinglich zur Nutzung

des Grundstücks Berechtigten. Auf sonstige schuldrechtlich zur Nutzung

eines Grundstücks Berechtigten (z.B. Mieter, Pächter) finden die

Vorschriften dieser Satzung zum Grundstückseigentümer Anwendung,

soweit sie eine Zulassung nach § 3 Abs. 3 dieser Satzung vom Zweckverband

erhalten haben.

§ 3

Anschluss- und Benutzungsrecht

(1) Jeder Grundstückseigentümer kann verlangen, dass sein Grundstück

nach Maßgabe dieser Satzung an die zentrale leitungsgebundene

Schmutzwasserbeseitigungsanlage angeschlossen wird (Anschlussrecht).

Das Anschlussrecht erstreckt sich nur auf solche Grundstücke,

die durch eine betriebsfertige zentrale leitungsgebundene

Schmutzwasserbeseitigungsanlage erschlossen sind.

(2) Besteht für ein Grundstück ein Anschlussrecht nach Absatz 1, ist der

Grundstückseigentümer berechtigt, nach Maßgabe des § 8 dieser Satzung

sämtliches auf seinem Grundstück anfallende Schmutzwasser in

die zentrale leitungsgebundene Schmutzwasserbeseitigungsanlage einzuleiten

(zentrales Benutzungsrecht). Bei Grundstücken, auf die sich

das Anschlussrecht gemäß Absatz 1 Satz 2 nicht erstreckt, ist der

Grundstückseigentümer berechtigt, nach Maßgabe des § 16 dieser

Satzung sämtliches auf seinem Grundstück anfallende Schmutzwasser

durch die dezentrale öffentliche Schmutzwasserbeseitigungsanlage

beseitigen zu lassen (Benutzungsrecht dezentral).

(3) Der Zweckverband kann auf schriftlichen Antrag im Einzelfall auch den

schuldrechtlich zur Nutzung des Grundstücks Berechtigten zum Anschluss

und zur Benutzung des Grundstückes zulassen. Mit der Zulassung

ist der Antragsteller unter den Voraussetzungen der Absätze 1

und 2 zum Anschluss und zur Benutzung berechtigt

§ 4

Anschluss- und Benutzungszwang

(1) Die nach § 3 zum Anschluss Berechtigten sind verpflichtet, ihr Grundstück

an die zentrale leitungsgebundene Schmutzwasserbeseitigungsanlage

anzuschließen (Anschlusszwang), sobald auf dem Grundstück

auf Dauer Schmutzwasser anfällt. Dauernder Anfall von Schmutzwasser

ist insbesondere anzunehmen, sobald auf dem Grundstück mit der

Errichtung baulicher Anlagen begonnen wird, die für den dauernden

oder vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind oder

gewerblichen bzw. industriellen Zwecken dienen.

(2) Ist ein Grundstück an die zentrale leitungsgebundene Schmutzwasserbeseitigungsanlage

angeschlossen, so ist alles auf dem Grundstück

anfallende Schmutzwasser – sofern nicht Einleitungsbeschränkungen

nach § 8 dieser Satzung bestehen – der zentralen Schmutzwasser-


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 76

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

beseitigungsanlage zuzuführen (Benutzungszwang zentral). Bei allen

übrigen Grundstücken ist sämtliches auf dem jeweiligen Grundstück

anfallende Schmutzwasser (einschließlich des nicht separierten Fäkalschlammes)

dem Zweckverband zur Behandlung in der dezentralen

öffentlichen Schmutzwasserbehandlungsanlage anzudienen, soweit

nicht im Einzelfall Einleitungsbeschränkungen nach § 15 dieser Satzung

bestehen (Benutzungszwang dezentral). Die Verpflichtung nach

Satz 1 und 2 trifft den in § 2 Abs. 2 genannten Personenkreis sowie

jeden sonstigen Benutzer des Grundstückes.

(3) Werden auf Grundstücken, die nach der Schmutzwasserbeseitigungsplanung

des Zweckverbandes zum Anschluss an die zentrale leitungsgebundene

Schmutzwasserentsorgungsanlage vorgesehen sind, bauliche

Anlagen errichtet, die einer Schmutzwasserentsorgung bedürfen,

so sind auf Verlangen des Zweckverbandes durch den Grundstückseigentümer

alle baulichen und sonstigen Vorkehrungen für den späteren

Anschluss dieser Anlagen an die zentrale leitungsgebundene

Schmutzwasserentsorgungsanlage zu treffen.

(4) Der Zwang zum Anschluss (Absatz 1) und zur Benutzung (Absatz 2)

gilt nicht für Niederschlagswasser von Dachflächen, welches ohne Beeinträchtigung

des Wohls der Allgemeinheit versickert, verregnet, verrieselt

oder unmittelbar in ein Gewässer eingeleitet werden kann (64

Abs. 2 Nr. 3 BbgWG).

§ 5

Befreiung von Anschluss- und Benutzungszwang

(1) Von der Verpflichtung zum Anschluss (§ 4 Abs. 1) oder zur Benutzung

(§ 4 Abs. 2) kann der Zweckverband den Grundstückseigentümer auf

Antrag ganz oder teilweise befreien, wenn diesem der Anschluss oder

die Benutzung aus besonderen Gründen auch unter Berücksichtigung

der Erfordernisse des Gemeinwohls nicht zumutbar ist.

(2) Die Befreiung kann befristet, unter Bedingungen, Auflagen oder

Widerrufsvorbehalt erteilt werden.

§ 6

Entwässerungsgenehmigung

(1) Der Zweckverband erteilt nach den Bestimmungen dieser Satzung auf

Antrag (§ 7) eine Genehmigung zum Anschluss an die zentrale leitungsgebundene

Schmutzwasserbeseitigungsanlage und zur Einleitung von

Schmutzwasser (Entwässerungsgenehmigung). Bei Grundstücken, die

dem dezentralen Benutzungszwang nach § 4 Abs. 2 Satz 2 unterliegen,

umfasst die Entwässerungsgenehmigung das Recht, das Schmutzwasser

und den nicht separierten Fäkalschlamm in der dezentralen

öffentlichen Schmutzwasserbeseitigungsanlage beseitigen zu lassen.

Änderungen der Grundstücksentwässerungsanlage, der der

Entwässerungsgenehmigung zugrunde liegenden Schmutzwasserverhältnisse

oder des Anschlusses an die Schmutzwasseranlagen bedürfen

ebenfalls einer Entwässerungsgenehmigung.

(2) Der Zweckverband entscheidet, ob und in welcher Weise das Grundstück

anzuschließen ist. Er kann Untersuchungen der Schmutzwasserbeschaffenheit

sowie Begutachtungen der Grundstücksentwässerungsanlagen

durch Sachverständige verlangen, sofern das zur Entscheidung

über den Entwässerungsantrag erforderlich erscheint. Die Kosten hat

der Grundstückseigentümer zu tragen.

(3) Die Genehmigung wird ungeachtet Rechte Dritter erteilt und lässt diese

unberührt. Sie gilt auch für und gegen die Rechtsnachfolger des

Verpflichteten. Sie ersetzt nicht Erlaubnisse und Genehmigungen, die

für den Bau oder Betrieb der Grundstücksentwässerungsanlage nach

anderen Rechtsvorschriften erforderlich sein sollten.

(4) Der Zweckverband kann - abweichend von den Einleitungsbedingungen

des § 8 - die Genehmigung unter Bedingungen und Auflagen sowie

unter dem Vorbehalt des Widerrufs oder der nachträglichen Einschränkung

oder Änderung erteilen.

(5) Der Zweckverband kann dem Grundstückseigentümer die Selbstüberwachung

seiner Grundstücksentwässerungsanlage sowie die Ver-

pflichtung zur Vorlage der Untersuchungsergebnisse auferlegen. Er kann

ferner anordnen, dass der Grundstückseigentümer eine regelmäßige

Überwachung durch den Zweckverband zu dulden und die dadurch

bedingten Kosten zu erstatten hat.

(6) Vor der Erteilung der Entwässerungsgenehmigung darf mit der Herstellung

oder der Änderung der Grundstücksentwässerungsanlage nur

begonnen werden, wenn und soweit der Zweckverband sein Einverständnis

erteilt hat.

(7) Die Genehmigung erlischt, wenn innerhalb von zwei Jahren nach ihrer

Erteilung mit der Herstellung oder Änderung der Grundstücksentwässerungsanlage

nicht begonnen oder wenn die Ausführung zwei

Jahre unterbrochen worden ist. Die Frist kann auf Antrag um jeweils

höchstens zwei Jahre verlängert werden.

§ 7

Entwässerungsantrag

(1) Der Entwässerungsantrag ist vom Grundstückseigentümer beim Zweckverband

mit dem Antrag auf Baugenehmigung einzureichen, wenn die

Entwässerungsgenehmigung wegen eines genehmigungspflichtigen

Bauvorhabens erforderlich wird. In den übrigen Fällen ist der

Entwässerungsantrag spätestens einen Monat vor Beginn der Bauarbeiten

bzw. spätestens einen Monat nach Aufforderung zum Anschluss

zu stellen.

(2) Dem Antrag für den Anschluss an eine zentrale Schmutzwasseranlage

sind folgende Anlagen beizufügen:

a) Erläuterungsbericht mit

– einer Beschreibung des Vorhabens und seiner Nutzung,

b) Eine Beschreibung des gewerblichen Betriebes, dessen Schmutzwasser

eingeleitet werden soll, nach Art und Umfang der Produktion

und der Anzahl der Beschäftigten sowie des voraussichtlich anfallenden

Schmutzwassers nach Menge und Beschaffenheit.

c) Bei Grundstücksentwässerungsanlagen mit Vorbehandlungsanlagen

Angaben über

– Menge und Beschaffenheit des Schmutzwassers,

– Funktionsbeschreibung der Vorbehandlungsanlage,

– Behandlung und Verbleib von anfallenden Rückständen (z.B.

Schlämme, Feststoffe, Leichtstoffe),

– Anfallstelle des Schmutzwassers im Betrieb.

d) Einen mit Nordpfeil versehenen Lageplan des anzuschließenden

Grundstückes im Maßstab nicht kleiner als 1 : 500 mit folgenden

Angaben:

– Straße und Hausnummer

– vorhandene und geplante bauliche Anlagen auf dem Grundstück.

– Grundstücks- und Eigentumsgrenzen,

– Lage der Haupt- und Anschlusskanäle,

– in der Nähe der Schmutzwasserleitungen vorhandener Baumbestand.

e) Einen Schnittplan im Maßstab 1 : 100 durch die Fall- und Entlüftungsrohre

des Gebäudes mit den Entwässerungsprojekten. Einen Längsschnitt

durch die Grundleitung und die Revisionsschächte mit Angaben

der Höhenmaße des Grundstückes und der Sohlenhöhe im

Verhältnis zur Straße, bezogen auf NN.

f) Grundrisse des Kellers und der Geschosse im Maßstab 1 : 100 soweit

dies zur Darstellung der Grundstücksentwässerungsanlagen erforderlich

ist. Die Grundrisse müssen insbesondere die Bestimmung

der einzelnen Räume und sämtliche in Frage kommenden Einläufe

sowie die Ableitung unter Angabe der lichten Weite und des Materials

erkennen lassen, ferner die Entlüftung der Leitungen und die

Lage etwaiger Absperrschieber, Rückstauverschlüsse oder Hebeanlagen.

(3) Der Antrag, das Schmutzwasser und den nicht separierten Fäkalschlamm

in der dezentralen öffentlichen Schmutzwasserbeseitigungsanlage beseitigen

zu lassen (§ 6 Abs. 1 Satz 2), hat zu enthalten:


87 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

a) Angaben über Art und Bemessung der Grundstücksentwässerungsanlage,

b) Nachweis der wasserbehördlichen Einleitungserlaubnis für die

Grundstücksentwässerungsanlage,

c) Einen mit Nordpfeil versehenen Lageplan des anzuschließenden

Grundstückes im Maßstab nicht kleiner als 1 : 500 mit folgenden

Angaben:

– Straße und Hausnummer,

– vorhandene und geplante bauliche Anlagen auf dem Grundstück,

– Lage der Kleinkläranlage bzw. abflusslosen Sammelgrube,

– Lage der Entwässerungsleitungen außerhalb des Gebäudes mit

Schächten,

– Anfahr- und Entleerungsmöglichkeit für das Entsorgungsfahrzeug.

(4) Bei den Anträgen nach Absatz 2 und 3 sind Schmutzwasserleitungen

mit ausgezogenen Linien darzustellen. Später auszuführende Leitungen

sind zu punktieren. Dabei sind vorhandene Anlagen schwarz, neue

Anlagen rot und abzubrechende Anlagen gelb kenntlich zu machen.

Die für Prüfungsvermerke bestimmte grüne Farbe darf nicht verwendet

werden.

§ 8

Einleitungsbedingungen

(1) Für die Benutzung der öffentlichen Schmutzwasseranlagen gelten die

in Abs. 2 bis 13 geregelten Einleitungsbedingungen. Wenn eine Einleitung

nach der Indirekteinleiterverordnung genehmigt wird, treten die

in dieser Genehmigung bestimmten Werte an die Stelle der in den

nachfolgenden Absätzen festgelegten Einleitungsbedingungen. Eine

nach der Indirekteinleiterverordnung erteilte Einleitungsgenehmigung

ersetzt für ihren Geltungsumfang die Einleitungsgenehmigung nach

dieser Satzung.

(2) Sämtliches Schmutzwasser darf nur über die Grundstücksentwässerungsanlage

eingeleitet werden.

(3) In den nach dem Trennverfahren entwässerten Gebieten darf

Niederschlagswasser, Grund- und Dränwasser sowie unbelastetes Kühlwasser

nur in den Niederschlagswasserkanal, Schmutzwasser nur in

den Schmutzwasserkanal eingeleitet werden.

(4) In die öffentlichen Schmutzwasseranlagen dürfen solche Stoffe nicht

eingeleitet werden, die

die Kanalisation verstopfen oder zu Ablagerungen führen,

– giftige, übelriechende oder explosive Dämpfe oder Gase bilden,

– Bau- und Werkstoffe in stärkerem Maße angreifen sowie

die Schmutzwasserreinigung oder die Schlammbeseitigung erschweren.

Hierzu gehören insbesondere folgende Stoffe:

– Schutt, Steine, Klinker, Asche, Glas, Sand, Müll, Küchenabfälle, Treber,

Borsten, Lederreste u. ä.;

– Fasern, Kunststoffe, Textilien, grobes Papier u.ä. (auch nicht in zerkleinertem

Zustand);

– Kunstharz, Lacke, Latexreste, Zement, Kalkhydrat, Gips, Mörtel, flüssige

und später erhärtende Abfälle sowie Bitumen und Teer und

deren Emulsionen;

– Jauche, Gülle, Mist, Silagesickersaft, Blut und Molke;

– Kaltreiniger, die chlorierte Kohlenwasserstoffe enthalten oder die

Ölabscheidung verhindern;

– Benzin, Heizöl, Schmieröl, tierische und pflanzliche Öle und Fette

einschließlich des durch diese Stoffe verunreinigten Waschwassers;

– Säuren und Laugen (zulässiger pH-Bereich 6,5 bis 10), chlorierte

Kohlenwasserstoffe, Phosgen, Schwefelwasserstoff; Blausäure und

Stickstoffwasserstoffsäure sowie deren Salze; Carbide, die Acetylen

bilden;

– Medikamente;

– ausgesprochen toxische Stoffe.

Falls Stoffe dieser Art in stark verdünnter Form anfallen und dabei die

in Abs. 6 genannten Einleitungswerte nicht überschritten werden, gilt

das Einleitungsverbot nicht; das Verdünnungs- und Vermischungsverbot

nach Abs. 9 bleibt von dieser Regelung unberührt.

(5) Schmutzwasser mit radioaktiven Inhaltsstoffen darf nur eingeleitet werden,

wenn es der 2. Strahlenschutzverordnung vom 13. Oktober 1976

(BGBl. I S. 2905) , in der jeweils geltenden Fassung entspricht. Dies gilt

insbesondere für § 46 Abs. 3 der Strahlenschutzverordnung.

(6) Schmutzwasser – insbesondere aus Industrie- und Gewerbebetrieben

oder vergleichbaren Einrichtungen (z. B. Krankenhäuser) – darf, abgesehen

von den übrigen Begrenzungen des Benutzungsrechts, nur eingeleitet

werden, wenn es der Schmutzwasserverordnung in der Fassung

vom 15.10.2002 (BGBL I Nr. 74 S 4047), entspricht. Eine qualifizierte

Stichprobe nach Abs. 7 darf die in Anlage 1 zu dieser Satzung

aufgeführten Einleitungswerte nicht überschreiten.

(7) Bei der Einleitung von Schmutzwasser von gewerblich oder industriell

genutzten Grundstücken oder von anderem nicht häuslichen Schmutzwasser

in öffentliche Schmutzwasseranlagen ist eine qualifizierte Stichprobe

vorzusehen. Sie umfasst mindestens fünf Stichproben, die - in

einem Zeitraum von höchstens zwei Stunden im Abstand von nicht

weniger als zwei Minuten entnommen - gemischt werden. Die Mischprobe

ist nicht bei den Parametern Temperatur und pH-Wert anzuwenden.

Bei der Einleitung sind die in Anlage 1 zur Satzung genannten

Grenzwerte einzuhalten. Der Grenzwert gilt auch dann als eingehalten,

wenn die Ergebnisse der letzten fünf im Rahmen seines

Überwachungsrechts vom Zweckverband durchgeführten Überprüfungen

in vier Fällen den Grenzwert nicht überschreiten und kein Ergebnis

den Grenzwert um mehr als 100 % übersteigt. Dabei bleiben Überprüfungen,

die länger als drei Jahre zurückliegen, unberücksichtigt. Die

zur Ermittlung der physikalischen und chemischen Beschaffenheit der

Abwässer notwendigen Untersuchungen sind nach den Deutschen

Einheitsverfahren zur Wasser-, Schmutzwasser- und Schlammuntersuchung

in der jeweils gültigen Fassung oder den entsprechenden

DIN-Normen des Fachnormenausschusses Wasserwesen im Deutschen

Institut für Normung e.V., Berlin, auszuführen.

(8) Höhere Einleitungswerte können im Einzelfall - nur unter Vorbehalt

des jederzeitigen Widerrufes - zugelassen werden, wenn nach den Besonderheiten

des Falles die schädlichen Stoffe und Eigenschaften der

Abwässer innerhalb dieser Grenzen für die öffentlichen Schmutzwasseranlagen,

die bei ihnen beschäftigten Personen und die Schmutzwasserbehandlung

vertretbar sind. Niedrigere als die aufgeführten Einleitungswerte

und Frachtbegrenzungen können im Einzelfall festgesetzt und

die Einhaltung der geringeren Einleitungswerte kann angeordnet werden,

soweit dies nach den Umständen des Falles geboten erscheint,

um eine Gefährdung der öffentlichen Schmutzwasseranlagen oder der

bei den Anlagen beschäftigten Personen, die Beeinträchtigung der

Benutzbarkeit der Anlagen oder eine Erschwerung der Schmutzwasserbehandlung

sowie der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung zu

verhüten. Das Einleiten oder Einbringen von Stoffen, die die geringeren

Einleitungswerte überschreiten, fällt im Geltungsbereich der Anordnung

unter das Einleitungsverbot nach Absatz 6.

(9) Es ist unzulässig, entgegen den jeweils in Betracht kommenden Regeln

der Technik Schmutzwasser zu verdünnen oder zu vermischen, um Einleitungswerte

zu umgehen oder die Einleitungswerte zu erreichen. Dies

gilt nicht in Bezug auf den Parameter Temperatur.

(10) Ist damit zu rechnen, dass das anfallende Schmutzwasser nicht den

Anforderungen gemäß den vorstehenden Regelungen entspricht, so

sind geeignete Vorbehandlungsanlagen zu erstellen und geeignete

Rückhaltungsmaßnahmen zu ergreifen.

(11) Werden von dem Grundstück Stoffe oder Abwässer im Sinne der Abs. 4

bis 6 unzulässigerweise in die öffentlichen Schmutzwasseranlagen eingeleitet,

ist der Zweckverband berechtigt, auf Kosten des Grundstückseigentümers

die dadurch entstehenden Schäden in der Schmutzwasseranlage

zu beseitigen, Untersuchungen und Messungen des Schmutzwassers

vorzunehmen und selbsttätige Messgeräte mit den dafür

erforderlichen Kontrollschächten einbauen zu lassen.


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 98

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

(12) Der Zweckverband ist berechtigt, bei Schmutzwasser von Gewerbeund

Industriebetrieben zur Überwachung von Einleitungswerten auf

Kosten der Grundstückseigentümer Untersuchungen und Messungen

vorzunehmen sowie selbsttätige Messgeräte mit den erforderlichen

Kontrollschächten einbauen zu lassen.

II. Besondere Bestimmungen

für zentrale Schmutzwasseranlagen

§ 9

Grundstücksanschluss

(1) Jedes Grundstück muss einen eigenen, unmittelbaren Anschluss an die

öffentliche Schmutzwasseranlage haben. Die Lage und lichte Weite des

Grundstücksanschlusses und die Anordnung der Revisionsschächte

bestimmt der Zweckverband.

(2) Der Zweckverband kann ausnahmsweise den Anschluss mehrerer

Grundstücke an einen gemeinsamen Grundstücksanschluss zulassen.

Diese Ausnahme setzt voraus, dass die beteiligten Grundstückseigentümer

die Verlegung, Unterhaltung und Benutzung der

Grundstücksentwässerungsanlagen auf dem jeweils fremden Grundstück

durch Eintragung eines Geh-, Fahr- und Leitungsrechtes im Grundbuch

gesichert haben.

(3) Die Herstellung, Änderung oder Erneuerung des Grundstücksanschlusses

ist Aufgabe des Zweckverbandes.

(4) Ergeben sich bei der Ausführung des Grundstücksanschlusses

unvorhersehbare Schwierigkeiten, die auch ein Abweichen von dem

genehmigten Plan erfordern können, so hat der Grundstückseigentümer

den dadurch für die Anpassung seiner Grundstücksentwässerungsanlage

entstehenden Aufwand zu tragen. Ansprüche für Nachteile, Erschwernisse

und Aufwand, die durch solche Änderungen der Anschlusskanäle

beim Bau und beim Betrieb der Grundstücksentwässerungsanlage

entstehen, kann der Grundstückseigentümer gegen den

Zweckverband nicht geltend machen.

(5) Der Zweckverband hat den Grundstücksanschluss zu unterhalten und

bei Verstopfung zu reinigen. Die Kosten trägt der Grundstückseigentümer,

wenn die Reinigung und die Unterhaltung durch sein Verschulden

erforderlich geworden sind.

(6) Der Grundstückseigentümer darf den Grundstücksanschluss nicht verändern

oder verändern lassen.

§ 10

Grundstücksentwässerungsanlage

(1) Die Entwässerungsanlage auf dem anzuschließenden Grundstück ist

von dem Grundstückseigentümer nach den jeweils geltenden Regeln

der Technik, insbesondere gem. DIN 1986 und nach den Bestimmungen

dieser Satzung auf eigene Kosten zu errichten und zu betreiben.

Ist für das Ableiten der Schmutzwässer in den Kanalanschluss ein natürliches

Gefälle nicht vorhanden oder besteht Rückstaugefahr, die durch

eine Rückstaudoppelvorrichtung nicht sicher beseitigt werden kann,

so muss eine Schmutzwasserhebeanlage eingebaut werden.

(2) Die Herstellung des Revisionsschachtes und der Rohrgräben, das Verlegen

des Hausanschlusses bis zum Revisionsschacht sowie das Verfüllen

der Rohrgräben muss sach- und fachgerecht nach DIN 18300 und

DIN EN 1610 erfolgen.

(3) Die Grundstücksentwässerungsanlage darf erst nach ihrer Abnahme

durch den Zweckverband in Betrieb genommen werden. Bis zur Abnahme

dürfen Rohrgräben nicht verfüllt werden. Über das Prüfergebnis

wird ein Abnahmeschein ausgefertigt, soweit das Prüfergebnis die Inbetriebnahme

der Anlage erlaubt. Werden bei der Abnahme Mängel

festgestellt, so sind diese innerhalb einer vom Zweckverband zu stellenden

Frist zu beseitigen. Die Abnahme befreit den Grundstückseigentümer

nicht von seiner Haftung für den ordnungsgemäßen Zustand

der Grundstücksentwässerungsanlage.

(4) Die Grundstücksentwässerungsanlage ist stets in einem einwandfreien

und betriebsfähigen Zustand zu erhalten. Werden Mängel festgestellt,

so kann der Zweckverband fordern, dass die Grundstücksentwässerungsanlage

auf Kosten des Grundstückseigentümers in den

vorschriftsmäßigen Zustand gebracht wird.

(5) Entsprechen vorhandene Grundstücksentwässerungsanlagen nicht oder

nicht mehr den jeweils geltenden Bestimmungen im Sinne des Abs. 1,

so hat sie der Grundstückseigentümer auf Verlangen des Zweckverbandes

auf eigene Kosten entsprechend anzupassen. Für die Anpassung

ist dem Grundstückseigentümer eine angemessene Frist einzuräumen.

Der Grundstückseigentümer ist zur Anpassung auch dann

verpflichtet, wenn Änderungen an der öffentlichen Schmutzwasseranlage

das erforderlich machen. Die Anpassungsmaßnahmen bedürfen

der Genehmigung durch den Zweckverband. Die §§ 6 und 7 sind entsprechend

anwendbar.

§ 11

Hauspumpwerke im Druckentwässerungsverfahren

(1) Jedes über Druckentwässerungsverfahren zu entwässernde Grundstück

muss über ein eigenes Hauspumpwerk mit der zentralen leitungsgebundenen

Schmutzwasserbeseitigungsanlage verbunden sein. Die

Lage des Hauspumpwerkes bestimmt der Zweckverband. Das Hauspumpwerk

ist Bestandteil der Grundstücksentwässerungsanlage. Dies

gilt auch dann, wenn sich das Hauspumpwerk im Einzelfall außerhalb

des zu entwässernden Grundstückes befindet. Abweichend von § 10

wird das Hauspumpwerk für den Grundstückseigentümer durch den

Zweckverband hergestellt, erneuert, verändert, unterhalten und beseitigt.

Die Stromversorgung einschließlich deren Kosten für das Hauspumpwerk

ist von dem Grundstückseigentümer sicherzustellen.

(2) Der Zweckverband kann auf Antrag den Anschluss mehrerer Grundstücke

an ein Hauspumpwerk genehmigen. Die Erteilung der Genehmigung

setzt voraus, dass die beteiligten Grundstückseigentümer die

Verlegung, Unterhaltung und Benutzung des Hauspumpwerkes auf dem

jeweils fremden Grundstück durch Eintragung eines Geh-, Fahr- und

Leitungsrechtes im Grundbuch gesichert haben und Einvernehmen über

die Stromversorgung des Hauspumpwerkes erzielt haben.

§ 12

Überwachung der Grundstücksentwässerungsanlage

(1) Dem Zweckverband oder dem von ihm Beauftragten ist zur Prüfung

der Grundstücksentwässerungsanlage oder zur Beseitigung von Störungen

sofort und ungehindert Zutritt zu dieser Anlage, zu den

Schmutzwasservorbehandlungsanlagen und zu den Schmutzwasseranfallstellen

zu gewähren. Er ist berechtigt, notwendige Maßnahmen

anzuordnen, insbesondere das eingeleitete oder einzuleitende Schmutzwasser

zu überprüfen und Proben zu entnehmen.

(2) Alle Teile der Grundstücksentwässerungsanlage, insbesondere Vorbehandlungsanlagen,

Revisionsschächte, Rückstauverschlüsse sowie

Schmutzwasserbehandlungsanlagen müssen zugänglich sein.

(3) Der Grundstückseigentümer ist verpflichtet, alle zur Prüfung der

Grundstücksentwässerungsanlage geforderten Auskünfte zu erteilen.

§ 13

Sicherung gegen Rückstau

(1) Die Rückstauebene liegt über der Straßenoberfläche vor dem anzuschließenden

Grundstück. Unter dem Rückstau liegende Räume, Schächte,

Schmutzwasserabläufe usw. müssen nach den technischen Bestimmungen

für den Bau von Grundstücksentwässerungsanlagen gemäß

DIN 1986 gegen Rückstau gesichert sein. Die Sperrvorrichtungen sind

dauernd geschlossen zu halten und dürfen nur bei Bedarf geöffnet

werden.

(2) Wo die Absperrvorrichtung nicht dauernd geschlossen sein kann oder

die angrenzenden Räume unbedingt gegen Rückstau geschützt werden

müssen (z.B. Wohnungen, gewerbliche Räume, Lagerräume für


10 9 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Lebensmittel oder andere wertvolle Güter) ist das Schmutzwasser mit

einer automatisch arbeitenden Schmutzwasserhebeanlage bis über die

Rückstauebene zu heben und dann in die öffentliche Schmutzwasseranlage

zu leiten.

III. Besondere Vorschriften

für die dezentrale Schmutzwasserbeseitigungsanlage

§ 14

Bau, Betrieb und Überwachung

der Grundstücksentwässerungsanlagen

(1) Die Grundstücksentwässerungsanlagen (abflusslose Sammelgruben,

Kleinkläranlagen) sind von dem Grundstückseigentümer gem. DIN 1986

und DIN 4261 („Kleinkläranlagen, Anwendung, Bemessung, Ausführung

und Betrieb“) zu errichten und zu betreiben.

(2) Die Grundstücksentwässerungsanlagen sind so anzulegen, dass das

Entsorgungsfahrzeug ungehindert anfahren und die Grundstücksentwässerungsanlage

ohne weiteres entleert werden kann.

(3) Für die Überwachung gilt § 12 sinngemäß.

§ 15

Einbringungsverbote

In die Grundstücksentwässerungsanlage dürfen die in § 8 Abs. 4 aufgeführten

Stoffe nicht eingeleitet werden. § 8 Abs. 4 letzter Satz bleibt unberührt.

§ 16

Entleerung der Grundstücksentwässerungsanlagen

(1) Die Kleinkläranlagen und abflusslosen Sammelgruben werden vom

Zweckverband oder den von ihm Beauftragten regelmäßig entleert

bzw. entschlammt. Zu diesem Zweck ist dem Zweckverband oder seinen

Beauftragten ungehindert Zutritt zu der Anlage zu gewähren. Das

anfallende Schmutzwasser bzw. der Fäkalschlamm werden einer

Behandlungsanlage zugeführt.

(2) Im Einzelnen gilt für die Entleerungshäufigkeit:

a) Abflusslose Sammelgruben werden bei Bedarf, mindestens einmal

im Jahr, geleert. Der Grundstückseigentümer ist verpflichtet, rechtzeitig

- mindestens drei Werktage vorher - beim Zweckverband oder

bei den von ihm Beauftragten die Notwendigkeit einer Grubenentleerung

anzuzeigen.

b) Kleinkläranlagen werden, sofern sie nicht separierten Fäkalschlamm

erzeugen, bei Bedarf, mindestens einmal im Jahr entschlammt, wobei

in der Regel jedoch Mehrkammer-Absetzgruben einmal jährlich

und Mehrkammer-Ausfaulgruben in zweijährigem Abstand zu entschlammen

sind.

(3) Der Zweckverband oder seine Beauftragten können die Entsorgungstermine

bekannt geben. Die Bekanntgabe kann öffentlich geschehen.

Der Grundstückseigentümer ist verpflichtet, alle Vorkehrungen zu treffen,

damit die Entsorgung zum festgesetzten Zeitpunkt erfolgen kann.

§ 17

Einbau eines Wasserzählers

Bei Grundstücken, die mittels abflussloser Sammelgruben entsorgt werden

und über keinen Anschluss an die öffentliche Wasserversorgungsanlage

verfügen, hat der Eigentümer zur Messung des dem Grundstück durch eine

private Wasserversorgungsanlage aufgenommenen Wassers, dass nach dieser

Satzung zur Behandlung in der dezentralen Schmutzwasserbeseitigungsanlage

bestimmt ist, den Einbau eines geeichten und zugelassenen Wasserzählers

in die grundstückseigene private Wasserversorgungsanlage zu dulden.

Der Wasserzähler ist Bestandteil der dezentralen öffentlichen

Schmutzwasserbeseitigungsanlage (§ 2 Abs. 1 lit. h).

IV. Schlussvorschriften

§ 18

Maßnahmen an den öffentlichen Schmutzwasseranlagen

Die Einrichtungen der öffentlichen Schmutzwasseranlagen dürfen nur von

Beauftragten des Zweckverbandes oder mit Zustimmung des Zweckverbandes

betreten werden. Eingriffe an öffentlichen Schmutzwasseranlagen sind

unzulässig.

§ 19

Anzeigepflichten

(1) Der Grundstückseigentümer hat

a) den Wegfall der Voraussetzungen für den Anschlusszwang

(§ 4 Abs. 1),

b) den Eintritt gefährlicher oder schädlicher Stoffe in eine der öffentlichen

Schmutzwasseranlagen,

c) Betriebsstörungen oder Mängel am Grundstücksanschluss

unverzüglich dem Zweckverband mitzuteilen.

(2) Wechselt das Eigentum an einem Grundstück, so hat der bisherige

Eigentümer die Rechtsänderung dem Zweckverband unverzüglich

schriftlich mitzuteilen. In gleicher Weise ist auch der neue Eigentümer

verpflichtet.

(3) Ändern sich Art und Menge des Schmutzwassers erheblich (z. B. bei

Produktionsumstellungen), so hat der Grundstückseigentümer dies

unverzüglich dem Zweckverband mitzuteilen.

§ 20

Altanlagen

(1) Anlagen, die vor dem Anschluss an eine öffentliche Schmutzwasseranlage

der Beseitigung des auf dem Grundstück anfallenden Schmutzwassers

dienten und die nicht als Bestandteil der angeschlossenen

Grundstücksentwässerungsanlage genehmigt sind, hat der

Grundstückseigentümer innerhalb von drei Monaten auf seine Kosten

so herzurichten, dass sie für die Aufnahme oder Ableitung von Schmutzwasser

nicht mehr benutzt werden können.

(2) Ist ein Grundstück nicht mehr zu entwässern, schließt der Zweckverband

den Anschluss auf Kosten des Grundstückseigentümers.

§ 21

Vorhaben des Bundes und des Landes

Die Bestimmungen dieser Satzung gelten auch für Vorhaben des Bundes

und des Landes, soweit gesetzliche Regelungen nicht entgegenstehen.

§ 22

Befreiungen

(1) Der Zweckverband kann von den Bestimmungen in §§ 6 ff. dieser Satzung

über die nach diesen Vorschriften zulässigen Ausnahmen hinaus

Befreiung erteilen, wenn die Durchführung dieser Bestimmungen im

Einzelfall zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde

und die Befreiung mit den Belangen des öffentlichen Wohls vereinbar

ist.

(2) Die Befreiung kann unter Bedingungen und Auflagen sowie befristet

erteilt werden. Sie steht unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs.

§ 23

Haftung

(1) Für Schäden, die durch satzungswidrige Benutzung oder satzungswidriges

Handeln entstehen, haftet der Verursacher. Dies gilt

insbesondere, wenn entgegen dieser Satzung schädliche Schmutzwässer

oder sonstige Stoffe in die öffentlichen Schmutzwasseranlagen eingeleitet

werden. Der Verursacher hat den Zweckverband von allen Ersatzansprüchen

freizustellen, die Dritte in diesem Zusammenhang gegen

ihn geltend machen.


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 11 10

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

(2) Wer entgegen § 18 unbefugt Einrichtungen von Schmutzwasseranlagen

betritt oder Eingriffe an ihnen vornimmt, haftet für entstehende

Schäden.

(3) Der Grundstückseigentümer haftet außerdem für alle Schäden und

Nachteile, die dem Zweckverband durch den mangelhaften Zustand

der Grundstücksentwässerungsanlage, ihr vorschriftswidriges Benutzen

und ihr nicht sachgemäßes Bedienen entstehen.

(4) Wer durch Nichtbeachtung der Einleitungsbedingungen dieser Satzung

die Erhöhung der Schmutzwasserabgabe (§ 9 Abs. 5 AbwAG) verursacht,

hat dem Zweckverband den erhöhten Betrag der Schmutzwasserabgabe

zu erstatten.

(5) Mehrere Verursacher haften als Gesamtschuldner.

(6) Bei Überschwemmungsschäden als Folge von

a) Rückstau in der öffentlichen Schmutzwasseranlage, z. B. bei Hochwasser,

Wolkenbrüchen, Frostschäden oder Schneeschmelze;

b) Betriebsstörungen, z. B. bei Ausfall eines Pumpwerkes;

c) Behinderungen des Schmutzwasserabflusses, z. B. bei Kanalbruch

oder Verstopfung;

d) zeitweiliger Stilllegung der öffentlichen Schmutzwasseranlage, z. B.

bei Reinigungsarbeiten im Straßenkanal oder Ausführung von Anschlussarbeiten;

hat der Grundstückseigentümer einen Anspruch auf Schadenersatz nur,

soweit die eingetretenen Schäden vom Zweckverband oder seinen

Beauftragten schuldhaft verursacht worden sind.

(7) Wird bei dezentraler Entsorgung trotz erfolgter Anmeldung zur Entleerung

oder Entschlammung infolge höherer Gewalt, Streik, Betriebsstörungen

oder betriebsnotwendiger anderer Arbeiten die Entsorgung

erst verspätet durchgeführt oder muss sie eingeschränkt bzw. unterbrochen

werden, hat der Grundstückseigentümer keinen Anspruch auf

Ersatz dadurch bedingter Schäden.

§ 24

Ordnungswidrigkeiten

(1) Ordnungswidrig im Sinne der Gemeindeordnung handelt, wer vorsätzlich

oder fahrlässig entgegen

1. § 4 Abs. 1 sein Grundstück nicht rechtzeitig an die öffentliche

Schmutzwasseranlage anschließen lässt;

2. § 4 Abs. 2 das bei ihm anfallende Schmutzwasser nicht in die jeweilige

öffentliche Schmutzwasseranlage des Zweckverbandes ableitet;

3. dem nach § 6 genehmigten Entwässerungsantrag die Anlage ausführt;

4. § 7 den Anschluss seines Grundstückes an die öffentliche

Schmutzwasseranlage oder die Änderung der Entwässerungsgenehmigung

nicht oder nicht frist- oder formgerecht beantragt;

5. §§ 8 oder 15 Schmutzwasser einleitet, das einem Einleitungsverbot

unterliegt, oder Schmutzwasser einleitet, das nicht den Einleitungswerten

entspricht.

Anlage 1 (zu § 8 Abs. 6 der Schmutzwasserbeseitigungssatzung)

1. Allgemeine Parameter :

6. § 10 Abs. 3 die Grundstücksentwässerungsanlage oder auch Teile

hiervon vor der Abnahme in Betrieb nimmt oder Rohrgräben vor

der Abnahme verfüllt;

7. § 10 Abs. 4 die Entwässerungsanlage seines Grundstücks nicht

ordnungsgemäß betreibt;

8. § 12 Abs. 1 Beauftragten des Zweckverbandes nicht ungehindert

Zutritt zu allen Teilen der Grundstücksentwässerungsanlage gewährt;

9. § 16 Abs. 1 die Entleerung behindert;

10. § 16 Abs. 2 lit. a) die Anzeige der notwendigen Grubenentleerung

unterlässt;

11. § 18 die öffentliche Schmutzwasseranlage betritt oder sonstige

Maßnahmen an ihr vornimmt;

12. § 19 seine Anzeigepflichten nicht oder nicht unverzüglich erfüllt.

(2) Ordnungswidrigkeiten nach Abs 1 können mit einer mit einer Geldbuße

von mindestens 5 Euro bis höchstens 1.000 Euro (§ 17 des Gesetzes

über Ordnungswidrigkeiten vom 24. Mai 1968 (BGBI I 1968, 481),

neugefasst durch Bek. v. 19.2.1987 (BGBI I, 602); zuletzt geändert

durch Art. 2 Abs. 8 G v. 12.8.2005 (BGBI I, 2354) geahndet werden.

§ 25

Erhebung von Abgaben

Der Zweckverband erhebt im Rahmen der ihr obliegenden Schmutzwasserbeseitigungsaufgaben

Beiträge, Benutzungsgebühren und Kostenerstattungen

nach dem Kommunalabgabengesetz für das Land Brandenburg (KAG)

auf Basis gesonderter Satzungen.

§ 26

Übergangsregelung

(1) Die vor Inkrafttreten der Satzung eingeleiteten Genehmigungsverfahren

werden nach den Vorschriften dieser Satzung weitergeführt.

(2) Soweit mit dem In-Kraft-Treten dieser Satzung die Anschlussvoraussetzungen

gegeben sind und das Grundstück noch nicht an eine öffentliche

Schmutzwasseranlage angeschlossen ist, ist der Entwässerungsantrag

gemäß § 7 dieser Satzung spätestens zwei Monate nach dem

In-Kraft-Treten der Satzung einzureichen.

§ 27

In-Kraft-Treten

Diese Satzung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2011 in Kraft.

Beelitz, den 04.05.2011

Axel Zinke

Verbandsvorsteher

a) Temperatur: 35 Grad Celsius

b) pH-Wert: wenigstens 6,5 ; höchstens 10,0

c) Absetzbare Stoffe: nur soweit eine Schlammabscheidung

aus Gründen der ordnungsgemäßen Funktionsweise

der öffentlichen Schmutzwasseranlagen erforderlich ist: 1 ml/l, nach 0,5 Std. Absetzzeit

Zur Kontrolle anderer Parameter können auch niedrigere Werte

festgelegt werden, wie z. B. 0,3 ml/l für toxische Metallhydroxide.


12 11 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

2. Verseifbare Öle, Fette und Fettsäuren:

a) direkt abscheidbar (DIN 384109, Teil 19) 100 mg/l

b) soweit Menge u. Art des Abwassers bei Bemessung nach DIN 4040

zu Abscheideranlagen über Nenngröße 10 führen:

gesamt (DIN 38409, Teil 17) 250 mg/l

3. Kohlenwasserstoffe :

a) direkt abscheidbar (DIN 38409 Teil 19): 50 mg/l

DIN 1999 (Abscheider für Leichtflüssigkeiten) beachten.

b) gesamt (DIN 38409, Teil 18) 100 mg/l

c) soweit im Einzelfall eine weitergehende Entfernung

von Kohlenwasserstoffen erforderlich ist:

Kohlenwasserstoff gesamt: 20 mg/l

(gemäß DIN 38409 Teil 18)

4. Organische halogenierte Verbindungen

Mit Wasser ganz oder teilweise mischbar und Biologisch abbaubar.

a) AOX: 1 mg/l

b) LHKW: 0,5 mg/l

5. Organische halogenfreie Lösemittel

Mit Wasser ganz oder teilweise mischbar und biologisch abbaubar: Entsprechend spezieller Festlegung, jedoch Richtwert auf keinen Fall größer

als er der Löslichkeit entspricht oder als 5 g/l.

6. Anorganische Stoffe (gelöst und ungelöst) :

a) Arsen (As): 0,5 mg/l

b) Blei (Pb): 1 mg/l

c) Cadmium (Cd): 0,5 mg/l

d) Chrom (sechswertig) (Cr): 0,2 mg/l

e) Chrom (Cr): 1 mg/l

f) Kupfer (Cu): 1 mg/l

g) Nickel (Ni): 1 mg/l

h) Quecksilber (Hg): 0,1 mg/l

i) Selen (Se): 2 mg/l

j) Zink (Zn): 5 mg/l

k) Zinn (Sn): 5 mg/l

l) Kobalt (Co): 2 mg/l

m) Silber (Ag): 1 mg/l

7. Anorganische Stoffe (gelöst) :

a) Stickstoff aus Ammonium u. Ammoniak 100 mg/l < 5000 EG

(NH4-N+NH3-N) 200 mg/l > 5000 EG

b) Cyanid, gesamt (CN): 20 mg/l

c) Fluorid (F): 50 mg/l

d) Nitrit,falls größere Frachten anf. (NO2-N): 10 mg/l

e) Sulfat (SO4): 600 mg/l

f) Phasphatverbindungen (P): 50 mg/l

8. Organische Stoffe

a) wasserdampfflüchtige, halogenfreie Phenole (als C6H5OH) 100 mg/l

b) Farbstoffe Nur in einer so niedrigen Konzentration, dass der Vorfluter nach Einleitung

des Ablaufs einer mechanisch-biologischen Kläranlage visuell nicht mehr

gefärbt erscheint, z.B. für roten Farbstoff: Extinktion 0,05 cm-1

9. Spontan sauerstoffverbrauchende Stoffe

gemäß Deutschen Einheitsverfahren zur Wasser-, Schmutzwasser- und

Schlammuntersuchung 100 mg/l

„Bestimmung der spontanen Sauerstoffzehrung (G 24)“

17. Lieferung, 1986

Für vorstehend nicht aufgeführte Stoffe werden die Einleitungswerte im Bedarfsfall festgesetzt


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 13 12

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Satzung zur Erhebung von Gebühren im Bereich der Schmutzwasserbeseitigung

des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“

– Schmutzwassergebührensatzung –

Präambel

Aufgrund der §§ 2 und 3 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg

(BbgKVerf) vom 18. Dezember 2007 (GVBl. I S. 286), zuletzt geändert

durch Art. 15 des Gesetzes vom 23. September 2008 (GVBl. I S. 202), der

§§ 8 Abs. 4 und 15 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes über die Kommunale Gemeinschaftsarbeit

im Land Brandenburg (GKG) in der Fassung der Bekanntmachung

vom 28. Mai 1999 (GVBl. I S. 194), zuletzt geändert durch Art. 8 des

Gesetzes vom 23. September 2008 (GVBl. I S. 202) und der §§ 1, 2 und 6

des Kommunalabgabengesetzes für das Land Brandenburg (KAG) in der

Fassung der Bekanntmachung vom 31. März 2004 (GVBl. I S. 174), zuletzt

geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 27. Mai 2009 (GVBl. I S. 160) hat

die Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes

„Nieplitz“ in der Sitzung am 04.05.2011 folgende Satzung beschlossen:

§ 1

Schmutzwasserbeseitigung und Abgabenerhebung

(1) Der Zweckverband betreibt zur Beseitigung des in seinem Entsorgungsgebiet

anfallenden Schmutzwassers eine jeweils rechtlich selbständige

Anlage als öffentliche Einrichtung

a) zur zentralen leitungsgebundenen Schmutzwasserbeseitigung

b) zur dezentralen Schmutzwasserbeseitigung

nach Maßgabe der Satzung über die Schmutzwasserbeseitigung im

Gebiet des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“

(Schmutzwasserbeseitigungssatzung)

(2) Der Zweckverband erhebt nach Maßgabe dieser Satzung

a) Benutzungsgebühren für die Inanspruchnahme der zentralen

leitungsgebundenen Schmutzwasserbeseitigungsanlage

(Schmutzwassergebühren zentral), und

b) Benutzungsgebühren für die Inanspruchnahme der dezentralen

Schmutzwasserwasserbeseitigungsanlage (Schmutzwassergebühr

dezentral).

(3) Der Zweckverband kann sich im Rahmen des rechtlich Zulässigen bei

der Erhebung der Benutzungsgebühren Dritter bedienen.

§ 2

Grundsatz

Für die Inanspruchnahme der öffentlichen Schmutzwasserbeseitigungsanlagen

wird eine Benutzungsgebühr für die Grundstücke erhoben, die an die

öffentliche Schmutzwasserbeseitigungsanlagen angeschlossen sind oder in

diese entwässern. Die Benutzungsgebühr besteht aus einer Grundgebühr,

die der Deckung der mit der Vorhaltung der Schmutzwasserbeseitigungsanlagen

verbundenen Kosten dient, sowie einer verbrauchsabhängigen

Leistungsgebühr. Eine Grundgebühr wird nicht erhoben bei Grundstücken,

die mittels einer Kleinkläranlage entsorgt werden.

§ 3

Gebührenmaßstab für die leitungsgebundene Entsorgung

(1) Die Grundgebühr wird bei Grundstücken, die zu Wohn- oder Erholungszwecken

genutzt werden, nach der Anzahl der Wohneinheiten erhoben.

Wohneinheit im Sinne von Satz 1 ist eine Gesamtheit von Räumen,

die zur Führung eines selbständigen Haushaltes oder zum nicht

nur vorübergehenden Aufenthalt bestimmt ist. Jede Wohneinheit muss

von einer anderen Wohneinheit und fremden Räumen baulich abgeschlossen

sein und einen eigenen, abschließbaren Zugang unmittelbar

vom Freien, von einem Treppenraum, einem Flur oder einem anderen

Vorraum haben. Wohneinheiten in Gebäuden mit nicht mehr als zwei

Wohneinheiten brauchen nicht abgeschlossen zu sein.

(2) Bei Grundstücken, die nicht Wohn- oder Erholungszwecken dienen,

wird die Grundgebühr nach der Anzahl der Wirtschaftseinheiten erhoben.

Eine Wirtschaftseinheit wird nach der Anzahl der Einwohnergleichwerte

(EWG) ermittelt. Einwohnergleichwert im Sinne dieser Vorschrift

ist der auf einen Einwohner bezogene Umrechnungswert, der die zur

Behandlung und Beseitigung von gewerblichem, industriellem oder

sonstigem Schmutzwasser typischerweise notwendige Vorhalteleistung

bei der zentralen leitungsgebundenen Schmutzwasserbeseitigungsanlage

des Zweckverbandes im Verhältnis zu der Vorhalteleistung bei

häuslichem Schmutzwasser angibt. Die Ermittlung der Einwohnergleichwerte

erfolgt nach Maßgabe der Anlage 1, die Bestandteil dieser Satzung

ist. Je angefangene zweieinhalb Einwohnergleichwerte wird eine

Wirtschaftseinheit berechnet. Bestehen auf einem Grundstück mehrere

Nutzungsarten im Sinne der Anlage 1, so ist jede Nutzungsart bei

der Bemessung der Wirtschaftseinheiten einzeln zu berücksichtigen.

(3) Bei Grundstücken, die sowohl nach Absatz 1 als auch nach Absatz 2

genutzt werden, wird die Grundgebühr für die auf dem Grundstück

befindlichen Wohn- und Wirtschaftseinheiten gesondert berechnet. Absatz

1 Satz 4 findet entsprechende Anwendung. Eine gesonderte Berechnung

der Grundgebühr für die Wirtschaftseinheit nach Satz 1 in

Gebäuden, die ganz überwiegend zu Wohnzwecken dienen, erfolgt

nicht, wenn nach Lage des Einzelfalles durch die Wirtschaftseinheit

keine zusätzliche Vorhalteleistung bei der zentralen leitungsgebundenen

Schmutzwasserbeseitigungsanlage des Zweckverbandes ausgelöst wird.

(4) Bei der Ermittlung der Anzahl der Wohn- oder Wirtschaftseinheiten nach

den Absätzen 1 bis 3 sind die Nutzungsverhältnisse beim zu entwässernden

Grundstück zum Ende des Erhebungszeitraumes nach § 9 dieser

Satzung maßgeblich.

(5) Die verbrauchsabhängige Leistungsgebühr wird nach der Schmutzwassermenge

bemessen, die in die öffentliche Schmutzwasserbeseitigungsanlage

gelangt. Berechnungseinheit für die Gebühr ist

1 m³ Schmutzwasser.

(6) Als in die öffentliche Schmutzwasserbeseitigungsanlage gelangt gelten

a) die dem Grundstück aus öffentlichen und privaten Wasserversorgungsanlagen

zugeführte und durch Wasserzähler ermittelte

Wassermenge,

b) die auf dem Grundstück gewonnene und dem Grundstück sonst

zugeführte Wassermenge.

(7) Die Wassermengen nach Absatz 6 Buchstabe b hat der Gebührenpflichtige

dem Zweckverband nach Aufforderung durch öffentliche Information

oder Ablesung des Zweckverbandes, spätestens jedoch zum 05.01.

des Folgejahres, mitzuteilen. Sie sind durch geeichte und vom Zweckverband

zugelassene Wasserzähler, die der Gebührenpflichtige auf seine

Kosten einzubauen hat, nachzuweisen.

(8) Wassermengen, die nachweislich nicht in die öffentlichen Schmutzwasserbeseitigungsanlagen

gelangt sind, werden auf Antrag des Gebührenpflichtigen

abgesetzt. Der Nachweis der nicht in die öffentliche

Schmutzwasserbeseitigungsanlage gelangten Wassermengen obliegt

dem Gebührenpflichtigen und erfolgt durch geeichte und vom Zweckverband

zugelassene Zwischenzähler. Einbau und Unterhaltung der

Zwischenzähler obliegen dem Gebührenpflichtigen.

(9) Hat ein Wasserzähler nicht oder nicht richtig angezeigt oder ist ein

Wasserzähler nicht eingebaut, so wird die Wassermenge vom Zweckverband

unter Berücksichtigung aller Erkenntnisquellen sowie der begründeten

Angaben des Gebührenpflichtigen und des Wasserverbrauchs

des unmittelbar vorangegangenen Erhebungszeitraums geschätzt.


14 13 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

§ 4

Gebührensätze für die leitungsgebundene Entsorgung

(1) Die Grundgebühr beträgt je Wohn- bzw. Wirtschaftseinheit 9,50 Euro/

Monat.

(2) Die verbrauchsabhängige Leistungsgebühr beträgt 3,89 Euro/m³.

§ 5

Gebührenmaßstab für die dezentrale Entsorgung

(1) Die Grundgebühr für Grundstücke, die über abflusslose Sammelgruben

entsorgt werden, wird nach der Nenngröße (Qn) des Wasserzählers

(Trinkwassermesseinrichtung) an der öffentlichen oder privaten

Wasserversorgungseinrichtung bemessen.

(2) Die verbrauchsabhängige Leistungsgebühr für Grundstücke, die über

abflusslose Sammelgruben entsorgt werden, wird nach der Schmutzwassermenge

bemessen, die in die öffentliche dezentrale Schmutzwasserbeseitigungsanlage

gelangt.

(3) Als in die öffentliche dezentrale Schmutzwasserbeseitigungsanlage gelangt

gelten:

a) die dem Grundstück aus öffentlichen und privaten Wasserversorgungsanlagen

zugeführte und durch Wasserzähler ermittelte Wassermenge,

b) die auf dem Grundstück gewonnene und dem Grundstück sonst

zugeführte Wassermenge.

(4) Bei Grundstücken, die an die zentrale Wasserversorgungseinrichtung

des Zweckverbandes angeschlossen sind, sind die Wassermengen nach

Absatz 3 Buchstabe b) durch den Gebührenpflichtigen dem Zweckverband

für den abgelaufenen Erhebungszeitraum nach Aufforderung

durch öffentliche Information oder Ablesung des Zweckverbandes,

spätestens jedoch zum 05.01. des Folgejahres, mitzuteilen.

(5) Bei Grundstücken, die nicht an die zentrale Wasserversorgungseinrichtung

des Zweckverbandes angeschlossen sind, werden die Wassermengen

nach Absatz 3 Buchstabe b) durch die nach Maßgabe des §

17 der Schmutzwasserbeseitigungssatzung durch den Zweckverband

in die private Wasserversorgungsanlagen des Grundstückseigentümers

eingebauten Wasserzähler ermittelt und durch Beauftragte des Zweckverbandes

abgelesen.

(6) Für Wassermengen, die nachweislich nicht in die öffentliche dezentrale

Schmutzwasserbeseitigungsanlage gelangt sind, gelten die Vorschriften

des § 3 Abs. 8 entsprechend. Hat ein Wasserzähler nicht oder nicht

richtig angezeigt, oder ist ein Wasserzähler nicht eingebaut, so findet §

3 Abs. 9 entsprechende Anwendung.

(7) Die verbrauchsabhängige Leistungsgebühr für Grundstücke, die über

Kleinkläranlagen im Sinne der Schmutzwasserbeseitigungssatzung entsorgt

werden, wird nach der am Entsorgungsfahrzeug festgestellten

Menge des aus der Kleinkläranlage abgefahrenen Fäkalschlamms (einschließlich

Fäkalwasser und Spülwasser) bemessen. Berechnungseinheit

für die Gebühr ist je 1 m³ Fäkalschlamm.

§ 6

Gebührensätze für die dezentrale Entsorgung

(1) Die Grundgebühr beträgt für jeden auf dem Grundstück befindlichen

Wasserzähler im Sinne der Schmutzwasserbeseitigungssatzung

a) bis Zählernenngröße Qn 2,5 5,00 Euro/Monat

b) bis Zählernenngröße Qn 6,0 12,00 Euro/Monat

c) bis Zählernenngröße Qn 10,0 20,00 Euro/Monat

d) bis Zählernenngröße Qn 15,0 30,00 Euro/Monat

e) bis Zählernenngröße Qn 25,0 50,00 Euro/Monat

f) bis Zählernenngröße Qn 40,0 80,00 Euro/Monat

g) bis Zählernenngröße Qn 60,0 120,00 Euro/Monat

h) bis Zählernenngröße Qn 80,0 160,00 Euro/Monat

i) bis Zählernenngröße Qn 100,0 200,00 Euro/Monat

j) bis Zählernenngröße Qn 150,0 300,00 Euro/Monat

(2) Die verbrauchsabhängige Leistungsgebühr für Grundstücke, die mittels

abflussloser Gruben entsorgt werden, beträgt 5,27 Euro/m³

Schmutzwasser.

(3) Die verbrauchsabhängige Leistungsgebühr für Grundstücke, die mittels

Kleinkläranlage entsorgt werden, beträgt 51,26 Euro/m³ Fäkalschlamm.

(4) Soweit zur Entsorgung Schlauchlängen von mehr als 30 m erforderlich

sind, wird zu den verbrauchsabhängigen Leistungsgebühren ein

Gebührenzuschlag von 0,36 Euro je Meter Schlauchlänge erhoben.

(5) Für Mengen bis zu einschließlich 2,0 m³ / Abholung ist ein Kleinstmengenzuschlag

von 10,18 Euro pro abgefahrenem m³ zu zahlen.

Hierzu ergeht ein gesonderter Bescheid nach Durchführung der

Entsorgungsleistung.

(6) Für Abfuhren im Rahmen des Not- bzw. Havariedienstes ist eine Gebühr

von 29,75 Euro pro Abfuhr zu zahlen. Hierzu ergeht ein gesonderter

Bescheid nach Durchführung der Entsorgungsleistung. Not- bzw.

Havariedienst liegen auch vor, wenn der Gebührenpflichtige es versäumt

hat, die Abholung der Fäkalien rechtzeitig zu veranlassen und

zur Gefahrenabwehr eine kurzfristige Leerung der Grundstücksentwässerungsanlage

erforderlich wird.

§ 7

Gebührenpflichtige

(1) Gebührenpflichtig ist, wer im Zeitpunkt der Inanspruchnahme der öffentlichen

Schmutzwasserbeseitigungsanlage Eigentümer des Grundstücks

ist, von dem Schmutzwasser mittelbar oder unmittelbar in die

öffentliche Schmutzwasserbeseitigungsanlage eingeleitet wird. Ist das

Grundstück mit einem Erbbaurecht oder sonstigem dinglichen

Nutzungsrecht belastet, so tritt an die Stelle des Eigentümers der Erbbauberechtigte

bzw. der sonstige dinglich Berechtigte. Mehrere Gebührenpflichtige

für dieselbe Schuld haften als Gesamtschuldner.

(2) Beim Wechsel des Gebührenpflichtigen geht die Gebührenpflicht mit

dem Zeitpunkt der Rechtsnachfolge auf den neuen Gebührenpflichtigen

über.

§ 8

Entstehung und Beendigung der Gebührenpflicht

(1) Die Gebührenpflicht für die Grundgebühr für die leitungsgebundene

Entsorgung entsteht mit der betriebsfertigen Herstellung des Anschlusses

des Grundstücks an die Einrichtung zur zentralen leitungsgebundenen

Schmutzwasserbeseitigung (Herstellung der Grundstücksanschlussleitung

und der Grundstücksentwässerungsanlage).

(2) Die Gebührenpflicht für die Grundgebühr für die dezentrale Entsorgung

entsteht mit der Einleitung von Schmutzwasser in eine betriebsbereite

abflusslose Sammelgrube.

(3) Die Gebührenpflicht für die verbrauchsabhängige Leistungsgebühr für

die leitungsgebundene Entsorgung entsteht mit dem Tag, an dem

Schmutzwasser auf dem Grundstück anfällt und in die öffentliche Einrichtung

zur zentralen leitungsgebundenen Schmutzwasserbeseitigung

erstmals eingeleitet wird.

(4) Die Gebührenpflicht für die verbrauchsabhängige Leistungsgebühr für

die dezentrale Entsorgung entsteht erstmals mit der Entnahme von

Schmutzwasser aus der abflusslosen Sammelgrube.

(5) Die Gebührenpflicht für die Grundgebühr endet, sobald der Anschluss

an die Einrichtung zur zentralen leitungsgebundenen Schmutzwasserbeseitigung

beseitigt bzw. die abflusslose Sammelgrube außer Betrieb

genommen wird. Die Gebührenpflicht für die verbrauchsabhängige

Leistungsgebühr endet, sobald die Zuführung von Abwasser in die öffentliche

Einrichtung zur zentralen leitungsgebundenen Schmutzwasserbeseitigung

bzw. zur dezentralen Schmutzwasserbeseitigung auf Dauer

endet.


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 15 14

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

§ 9

Erhebungszeitraum

Erhebungszeitraum ist das Kalenderjahr.

§ 10

Entstehung der Gebührenschuld und Fälligkeit

(1) Die Gebührenschuld entsteht mit Ablauf des Erhebungszeitraums. Endet

ein Benutzungsverhältnis vor Ablauf des Erhebungszeitraums, entsteht

die Gebührenschuld mit diesem Zeitpunkt.

(2) Die Gebühren werden nach Entstehen der Gebührenschuld durch

Gebührenbescheid des Zweckverbandes festgesetzt und einen Monat

nach Bekanntgabe des Bescheides fällig.

(3) Auf die nach Ablauf des Erhebungszeitraums zu erwartende Gebühr

sind anteilig zum 25.02., 25.04., 25.06., 25.08, 25.10. und 25.12.

eines Jahres in Höhe von 1/6 Vorauszahlungen zu leisten. Die Vorauszahlungen

werden durch Bescheid auf der Grundlage der bisherigen

und der voraussichtlichen Inanspruchnahme der öffentlichen Einrichtung

festgesetzt.

(4) Entsteht die Gebührenpflicht erstmals im Laufe eines Kalenderjahres,

kann der Zweckverband die Vorauszahlungen abweichend von Absatz

3 durch einen gesonderten Bescheid festsetzen. Absatz 3 Satz 2 findet

entsprechende Anwendung.

(5) Ist in den Fällen der Absätze 3 und 4 ein Fälligkeitszeitpunkt mit Bekanntgabe

des Abgabenbescheides bereits überschritten, so wird der

auf diesen Fälligkeitszeitpunkt entfallende Betrag einen Monat nach

Bekanntgabe des Bescheides fällig.

(6) Ergibt sich bei der Jahresabrechnung, dass die geleisteten Vorauszahlungen

zur Abdeckung der Forderung nicht ausreichen, so ist der verbleibende

Restbetrag einen Monat nach Bekanntgabe der Jahresabrechnung

fällig. Übersteigen die geleisteten Vorauszahlungen die Jahresabrechnung,

so wird das Guthaben mit dem ersten Abschlag des neuen

Jahres verrechnet. Ein verbleibendes Guthaben wird bei Abbuchern dem

Abbuchungskonto gutgeschrieben. Hat der Kunde keinen Abbuchungsauftrag

erteilt, erfolgt die Auszahlung des verbleibenden Guthabens

auf Anforderung des Kunden auf das von ihm anzugebende Konto.

Ansonsten wird es mit den verbleibenden Abschlägen des Jahres verrechnet.

§ 11

Auskunfts- und Duldungspflichten

(1) Die Abgabenpflichtigen und ihre Vertreter haben dem Zweckverband

jede Auskunft zu erteilen, die für die Festsetzung und Erhebung der

Abgaben erforderlich ist.

(2) Der Zweckverband kann an Ort und Stelle ermitteln. Die nach Absatz 1

zur Auskunft Verpflichteten haben dies zu ermöglichen und in dem

erforderlichen Umfang zu helfen.

Anlage 1

(3) Soweit sich der Zweckverband bei der Schmutzwasserentsorgung eines

Dritten bedient, haben die Abgabenpflichtigen zu dulden, dass sich

der Zweckverband zur Feststellung der Schmutzwassermengen nach §

3 Abs. 6 Buchstabe a) die Verbrauchsdaten von dem Dritten mitteilen

bzw. über Datenträger übermitteln lässt.

§ 12

Anzeigepflicht

(1) Jeder Wechsel der Rechtsverhältnisse am Grundstück ist dem Zweckverband

sowohl vom Veräußerer als auch vom Erwerber innerhalb eines

Monats schriftlich anzuzeigen.

(2) Sind auf dem Grundstück Anlagen vorhanden, welche die Berechnung

der Abgaben beeinflussen, so hat der Abgabenpflichtige dies unverzüglich

dem Zweckverband schriftlich anzuzeigen. Dieselbe Verpflichtung

besteht für ihn, wenn solche Anlagen neu geschaffen, verändert

oder beseitigt werden.

(3) Ist zu erwarten, dass sich im Laufe des Kalenderjahres die von einem

Grundstück ausgehende Schmutzwassermenge um mehr als 50 v.H.

der Schmutzwassermenge des unmittelbar vorangegangenen Erhebungszeitraums

erhöhen oder ermäßigen wird, so hat der

Abgabenpflichtige hiervon dem Zweckverband unverzüglich Mitteilung

zu machen.

§ 13

Ordnungswidrigkeiten

(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

a) entgegen § 11 Abs. 1 Auskünfte, die für die Festsetzung und Erhebung

der Abgaben erforderlich sind, nicht erteilt;

b) entgegen § 12 Abs. 1 und 2 seinen Anzeigepflichten nicht oder

nicht rechtzeitig nachkommt;

c) entgegen § 12 Abs. 3 seiner Mitteilungspflicht nicht oder nicht rechtzeitig

nachkommt,

und es dadurch ermöglicht, Abgaben zur verkürzen oder nicht gerechtfertigte

Abgabenvorteile zu erlangen (Abgabengefährdung)

(2) Die Ordnungswidrigkeiten nach Absatz 1 können gemäß § 15 Abs. 3

KAG mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

§ 14

In-Kraft-Treten

Die Schmutzwassergebührensatzung tritt rückwirkend zum 01. Januar 2011

in Kraft

Beelitz, den 04.05.2011

Axel Zinke

Verbandsvorsteher

Lfd. Einwohner-

Nr. Art der Grundstücksnutzung Bemessungsgrundlage gleichwert (EWG)

1 Handwerksbetriebe je 6 Betriebsangehörige 1

2 Industrie-/Produktionsbetriebe je 2 Betriebsangehörige 1

3 Großhandelsunternehmen je 4 Beschäftigte 1

4 Einzelhandelsunternehmen, Verkaufseinrichtungen

(soweit nicht in der Tabelle gesondert aufgeführt) je 6 Beschäftigte 1

5 Gewerbebetriebe / Arbeitsstätten anderer Art

(soweit nicht in der Tabelle gesondert aufgeführt) je 6 Beschäftigte 1

6 Freiberufler (z.B. Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsberater,

Planungs- bzw. Ingenieurbüros, auch soweit in Rechtsform eines Unternehmens –

z.B. GmbH, GbR – tätig) je 6 Beschäftigte 1


16 15 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Lfd. Einwohner-

Nr. Art der Grundstücksnutzung Bemessungsgrundlage gleichwert (EWG)

7 Geldinstitute, Post, Versicherungen, Reisebüros, Krankenkassen, öffentliche Verwaltungen,

Fahrschulen, Verkehrsunternehmen, Bibliotheken, Museen und ähnliche Einrichtungen je 5 Beschäftigte 1

8 Forst- und landwirtschaftliche Unternehmen (einschließlich Spargelhof) je Unternehmen 5

9 Schlachtbetrieb / Fleischer Je Schlachtbetrieb / Fleischerei 4

10 Touristik- bzw. Reiseunternehmen

(soweit nicht lediglich Reisebüro nach Nr. 6), Speditionen je 15 Beschäftigte 1

11 Gaststätten, Restaurants, Imbissstuben und -stände, Eisdielen

(auch soweit in Betrieben nach Nr. 12) je 6 Besucherplätze 1

12 Hotels, Fremdenzimmer, Pensionen und sonstige Beherbergungsunternehmen

(zugehörige Restaurants etc., die auch für Nicht-Gäste zugänglich sind,

sowie Konferenz- und Tagungsräume werden nach Nr. 11 und 16 gesondert berechnet) je 5 Betten 1

13 Krankenhäuser, Sanatorien, Senioren-, Kinder- und Jugendheime,

Studenten- bzw. Ledigenheime je 4 Betten 1

14 Schulen, Kitas, Horte je 20 Plätze 1

15 Kasernen (weitere Nutzungen auf dem Grundstück – z.B. Gaststätten, Sportanlagen –

werden nicht gesondert berechnet, soweit sie ausschließlich

dem Kasernenbetrieb dienen) je 4 Betten 1

16 Versammlungsstätten (Jugend- und Seniorenclub, Bürger-, Dorf- und Gemeindehäuser,

Festsaal, Konferenz- und Tagungsräume in Betrieben nach Nr. 12) je 15 Sitz- bzw. Stehplätze

der Höchstkapazität 1

17 Sport- und Turnhallen, Sportplätze, Schwimmbäder Je 25 Besucher

der Höchstkapazität 1

18 Friedhöfe, Kirchen je Friedhof/Kirche 2

19 Discotheken und vergleichbare Betriebe je 4 Personen Höchstkapazität 1

20 Camping- und Zeltplätze je 2 Personen

der Höchstkapazität 1

21 Feuerwehrgebäude je Feuerwehrgebäude 2

22 Toilettenhaus je Toilettenhaus 3

23 Heizhaus je Heizhaus 2

Ergänzende Bedingungen

des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ (WAZ „Nieplitz“)

zur AVB WasserV für die Wasserversorgung

(Ergänzende Bedingungen Wasserversorgung – EB WV –)

1.

Vertragsabschluss

(zu § 2 AVB WasserV)

(1) Der Antrag nach § 4 Abs. 2 Wasserversorgungssatzung des WAZ

„Nieplitz“ muss auf einem besonderen Vordruck des Wasser- und Abwasserzweckverbandes

„Nieplitz“ gestellt werden. Dem Antrag sind

insbesondere folgende Unterlagen beizufügen, soweit sich die erforderlichen

Angaben nicht bereits aus dem Antrag selbst ergeben:

a) ein Lageplan nebst Beschreibung und Skizze der geplanten Anlage

des Grundstückseigentümers (Wasserverbrauchsanlage),

b) der Name des Vertragsinstallationsunternehmens, durch das die

Wasserverbrauchsanlage eingerichtet oder geändert werden soll,

c) eine nähere Beschreibung besonderer Einrichtungen (z.B. von Wohngebäuden,

Büro- und Verwaltungsgebäuden, SB-Märkten, Gewerbe-

und Industriebetrieben, Beherbergungsbetrieben usw.), für die

auf dem Grundstück Wasser verwendet werden soll, sowie die Angabe

des geschätzten Wasserbedarfs,

d) Angaben über eine etwaige Eigengewinnungsanlage (z.B. von Brunnen)

oder über die Nutzung von Dachablaufwasser,

e) Im Falle des § 3 Abs. 4 der Wasserversorgungssatzung des WAZ

„Nieplitz“ die Verpflichtungserklärung zur Übernahme der mit dem

Bau und dem Betrieb zusammenhängenden Mehrkosten.

(2) Der WAZ „Nieplitz“ schließt den Versorgungsvertrag mit dem Eigentümer

des anzuschließenden Grundstückes ab. Wenn ein Erbbaurecht

besteht, tritt an dessen Stelle der Erbbauberechtigte. In besonderen

Fällen (z.B. ungeklärte Eigentumsverhältnisse am Grundstück) kann

der Vertrag auch mit Pächtern, Mietern oder anderen zur Nutzung des

Grundstückes Berechtigten geschlossen werden. Die Entscheidung

behält sich der WAZ „Nieplitz“ für den Einzelfall vor.

(3) Tritt an die Stelle eines Hauseigentümers eine Gemeinschaft von

Wohnungseigentümern im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes, so

wird der Versorgungsvertrag mit der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer

abgeschlossen. Jeder Wohnungseigentümer haftet als Gesamtschuldner.

Die Wohnungseigentümerschaft verpflichtet sich, den

Verwalter oder eine andere Person zu bevollmächtigen, alle Rechtsgeschäfte,

aus dem Versorgungsvertrag für die Wohnungseigentümer mit

dem WAZ „Nieplitz“ wahrzunehmen und personelle Änderungen, die

die Haftung der Wohnungseigentümer berühren, dem WAZ „Nieplitz“

unverzüglich mitzuteilen. Wird ein Vertreter nicht benannt, so sind die

an einen Wohnungseigentümer abgegebenen Erklärungen des Zweckverbandes

auch für die übrigen Eigentümer rechtswirksam. Das Gleiche

gilt, wenn das Eigentum an dem versorgten Grundstück mehreren

Personen gemeinschaftlich zusteht (Gesamthandeigentum und Miteigentum

nach Bruchteilen).


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 17 16

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

(4) Wohnt ein Kunde nicht im Inland, so hat er einen Zustellungsbevollmächtigten

zu benennen.

2.

Bedarfsdeckung

(zu § 4 Abs. 4 AVB WasserV)

(1) Der Betrieb von eigenen Wasserversorgungsanlagen ist gegenüber dem

WAZ „Nieplitz“ melde- und abmeldepflichtig.

(2) Eine unmittelbare Verbindung zwischen einer eigenen Wasserversorgungsanlage

und dem öffentlichen Versorgungsnetz ist nicht

zulässig.

3.

Art der Versorgung

(zu § 4 Abs. 4 AVB WasserV)

(1) Die Maßnahmen des Kunden, z.B. Einbau von Druckerhöhungsanlagen,

Aufbereitungsanlagen usw., dürfen keine nachteiligen Auswirkungen

auf das Versorgungsnetz (Verteilungsnetz und Hausanschlüsse) haben.

(2) Der Betrieb solcher Anlagen ist meldepflichtig. Der WAZ „Nieplitz“ ist

berechtigt, den ordnungsgemäßen Einbau und den Betrieb der Anlage

zu kontrollieren und die Anlage ggf. zu verplomben.

4.

Grundstücksbenutzung

(zu § 8 AVB WasserV)

Der Grundstückseigentümer hat unentgeltlich zuzulassen, dass der WAZ

„Nieplitz“ Hinweisschilder für Hydranten, Absperrvorrichtungen usw. an

seinen Gebäuden oder an seiner Grundstücksumgrenzung anbringt.

5.

Baukostenzuschuss

(zu § 9 AVB WasserV)

(1) Der Anschlussnehmer zahlt dem Zweckverband bei Anschluss an das

Leitungsnetz oder bei einer Erhöhung seiner Leistungsanforderung und

dadurch erforderlich werdender Veränderung des Hausanschlusses einen

Zuschuss zu den Kosten der örtlichen Verteilungsanlagen (Baukostenzuschuss).

(2) Der Baukostenzuschuss errechnet sich aus den bei wirtschaftlicher Betriebsführung

notwendigen Kosten für die Erstellung und/oder Verstärkung

der örtlichen Verteilungsanlagen. Die örtlichen Verteilungsanlagen

sind die für die der Erschließung eines Versorgungsbereiches notwendigen

Hauptleitungen, Versorgungsleitungen, Behälter, Druckerhöhungsanlagen

und zugehörige Einrichtungen. Der Versorgungsbereich

wird nach versorgungstechnischen Gesichtspunkten vom Zweckverband

festgelegt.

(3) Als angemessener Baukostenzuschuss zu den auf die Tarifkunden entfallenden

Kosten für die Erstellung oder Verstärkung der örtlichen

Verteilungsanlagen gilt ein Anteil von 70 % dieser Kosten.

(4) Der Anschlussnehmer zahlt einen weiteren Baukostenzuschuss, wenn

er seine Leistungsanforderung erhöht und dadurch eine Veränderung

am Hausanschluss erforderlich wird. Als Veränderung gilt das durch die

Erhöhung der Leistungsanforderung erforderlich werdende Herstellen

eines neuen Hausanschlusses oder das Verstärken des Hausanschlussleitungsdurchmessers.

(5) Für die Berechnung des Baukostenzuschusses wird die Frontlänge der

Grenze des anzuschließenden Grundstücks zur Straße (Straßenfrontlänge),

in der sich die Verteilungsanlage befindet, zugrunde gelegt.

Dabei wird eine Mindeststraßenfrontlänge von 15 Metern zugrunde

gelegt (§ 9 Absatz 2 AVB WasserV). Für die Berechnung der Straßenfrontlänge

gilt Folgendes:

Bei abgeschrägten oder abgerundeten Grenzen von Grundstücken

ist die Straßenfrontlänge vom Schnittpunkt der Verlängerung der

geraden Grundstücksgrenzen zu bemessen.

Bei Grundstücken, die an zwei oder mehrere öffentliche Straßen

angrenzen, gilt als maßgebliche Straßenfrontlänge die Seite des

Grundstücks zur Straße, in der sich die Verteilungsanlage befindet,

von der der Anschluss erfolgt.

Bei Grundstücken, deren Straßenfrontlänge nicht parallel zu einer

Straße und einer Versorgungsleitung verläuft (z.B. Grundstücke im

Wendehammer), wird als Bemessungsgrundlage die Mindest-

Straßenfrontlänge von 15 m zugrunde gelegt.

Bei hintereinander gelegenen Grundstücken oder mehreren getrennt

anzuschließenden Gebäuden auf einem Grundstück wird die maßgebliche

Straßenfrontlänge zur Ermittlung des Baukostenzuschusses

durch die Anzahl der herzustellenden Anschlüsse geteilt.

6.

Hausanschluss

(zu § 10 AVB WasserV)

(1) Der Hausanschluss besteht aus der Verbindung des Verteilungsnetzes

mit der Kundenanlage. Er beginnt an der Abzweigstelle des Verteilungsnetzes

und endet mit der Hauptabsperrvorrichtung.

(2) Jedes Grundstück soll zur Sicherung der Wasserlieferung eine eigene

Hausanschlussleitung haben. Als Grundstück gilt ohne Rücksicht auf

die Grundbuchbezeichnung jeder zusammenhängende Grundbesitz, der

eine selbständige wirtschaftliche Einheit bildet. Befinden sich auf dem

Grundstück mehrere, zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmte

Gebäude, so kann der WAZ „Nieplitz“ für jedes dieser Gebäude

die für Grundstücke maßgeblichen Bedingungen anwenden.

(3) Widerruft der Grundstücksbesitzer eine nach § 8 Abs. 5 oder § 10 Abs.

8 AVB WasserV erteilte Zustimmung und verlangt er von dem WAZ

„Nieplitz“ die Beseitigung des Anschlusses, so gilt dies als eine Kündigung

des Versorgungsvertrages durch den Kunden. Die Kosten für die

Beseitigung des Anschlusses sind vom Kunden zu tragen.

(4) Beim Vorhandensein mehrerer Hausanschlussleitungen auf einem

Grundstück dürfen die dazugehörigen Verbrauchsleitungen nur mit Genehmigung

des WAZ „Nieplitz“ untereinander verbunden werden. In

diesem Falle sind zur Sicherung der wasserwerklichen Anlagen gegen

Gefährdungen z. B. rückflussverhindernde Armaturen oder Absperrorgane

vom Kunden auf seine Kosten in die Anschlussleitung einzubauen

und instand zu halten. Der WAZ „Nieplitz“ hat das Recht, diese

Sicherungsanlagen von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Die Absperrorgane

werden von dem WAZ „Nieplitz“ im geschlossenen Zustand plombiert.

Der WAZ „Nieplitz“ ist sofort zu benachrichtigen, wenn ein plombiertes

Absperrorgan geöffnet werden muss.

(5) Der Anschlussnehmer hat dem Zweckverband die bei wirtschaftlicher

Betriebsführung notwendigen Kosten für die Erstellung des Hausanschlusses

und die Veränderung des Hausanschlusses, die durch eine

Änderung oder Erweiterung seiner Anlage erforderlich oder aus anderen

Gründen von ihm veranlasst werden, zu erstatten.

Herstellung des Hausanschlusses ist

die erstmalige oder zusätzliche Verlegung eines Hausanschlusses

zur Versorgung eines neuen oder bestehenden Anschlussobjektes

bzw.

die erneute Verlegung eines Hausanschlusses zur Versorgung eines

neuen oder bestehenden Anschlussobjektes, wenn der ursprünglich

vorhandene Hausanschluss auftragsgemäß vom WAZ „Nieplitz“ abgetrennt

wurde und der Anschlussnehmer zu einem späteren Zeitpunkt

erneut angeschlossen und versorgt werden möchte bzw.

die Erneuerung von Hausanschlüssen, die durch den Anschlussnehmer

nicht entsprechend dem Stand der Technik errichtet wurden.

Veränderung eines Hausanschlusses ist

die Umlegung eines vorhandenen Hausanschlusses aus einem vom

Anschlussnehmer zu vertretenden Grund wegen Änderungen der

Kundenanlage oder Baumaßnahmen, die die Zugänglichkeit oder


18 17 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

den Bestand der Leitung beeinträchtigen. Gleiches gilt für

Umlegungen oder Änderungen, die aus sonstigen Gründen vom

Anschlussnehmer gewünscht werden.

der Ersatz des bisherigen Hausanschlusses durch einen größer dimensionierten

Anschluss auf Grund einer erhöhten Leistungsanforderung

des Anschlussnehmers in dem bestehenden oder einem

neuen Anschlussobjekt.

(6) Für den Betrieb und die Unterhaltung eines durch den Anschlussnehmer

nicht entsprechend dem Stand der Technik errichteten Hausanschlusses

ist im nicht öffentlichen Bereich der Anschlussnehmer auf eigene Kosten

verantwortlich.

7.

Messeinrichtungen an der Grundstücksgrenze

(zu § 11 AVB WasserV)

(1) Die Wasserzählerschächte müssen den Unfallverhütungsvorschriften,

den Normvorschriften sowie den Musterblättern und Vorschriften des

WAZ „Nieplitz“ entsprechen. Sie dürfen nur zu dem bestimmungsmäßigen

Zweck benutzt werden.

(2) Unverhältnismäßig lang im Sinne von § 11 Abs. 1 Nr. 2 AVB WasserV ist

die Anschlussleitung dann, wenn sie auf dem Privatgrundstück eine

Länge von 15 m überschreitet.

8.

Kundenanlage

(zu § 12 AVB WasserV)

Schäden innerhalb der Kundenanlage sind ohne Verzug zu beseitigen. Wenn

durch Schäden an der Kundenanlage oder aus einem anderen Grund Wasser

ungenutzt abläuft, hat der Kunde dieses durch die Messeinrichtung erfasste

Wasser zu bezahlen.

9.

Inbetriebsetzung der Kundenanlage

(zu § 13 AVB WasserV)

(1) Der Wasserzähler wird von dem WAZ „Nieplitz“ eingebaut und verplombt.

Ist der Kunde dabei anwesend, so erfolgt die Inbetriebsetzung

der Kundenanlage auf dessen Wunsch hin sofort. In allen anderen Fällen

bleibt die Absperrvorrichtung vor dem Wasserzähler (in Fließrichtung

des Wassers gesehen) geschlossen, und die Kundenanlage wird zu einem

späteren Zeitpunkt vom Kunden selbst in Betrieb gesetzt.

(2) Der Anschluss an das Verteilungsnetz und die Inbetriebsetzung der

Kundenanlage kann verweigert werden, solange der Kunde den Baukostenzuschuss

und die Hausanschlusskosten nicht vollständig gezahlt

hat.

10.

Zutrittsrechte

(zu § 16 AVB WasserV)

(1) Der Kunde gestattet dem mit einem Ausweis versehenen Beauftragten

des WAZ „Nieplitz“ den Zutritt zu seinen Räumen und zu den in § 11

AVB WasserV genannten Einrichtungen, soweit dies die Prüfung der

technischen Einrichtungen, zu Wahrnehmung sonstiger Rechte und

Pflichten nach der AVB WasserV oder zur Ermittlung preisrechtlicher

Bemessungsgrundlagen erforderlich ist.

(2) Bei nicht ständig bewohnten Grundstücken können die Grundstücksschlüssel

bei dem WAZ „Nieplitz“ hinterlegt werden. Der WAZ „Nieplitz“

übernimmt eine aus der Hinterlegung entstandene Haftung oder Schadenersatz

nicht.

(3) Kosten, die dem WAZ „Nieplitz“ dadurch entstehen, dass die in § 11

AVB WasserV genannten Anlagen nicht zugänglich sind, trägt der Kunde.

11.

Technische Anschlussbedingungen

(zu § 17 AVB WasserV)

(1) Anschluss- und Verbrauchsleitungen dürfen weder als Erdungs- noch

als Schutzleiter für Blitzableiter,- Erdungsleitungen und Starkstromanlagen

benutzt werden.

(2) Wenn ein Erdungsanschluss noch an der Anschlussleitung vorhanden

ist, bzw. die Wasserzähleranlage durch eine angebrachte Kupferleitung

überbrückt ist, so muss auf Veranlassung und auf Kosten des Kunden

durch einen eingetragenen Elektrofachmann diese Erdungseinrichtung

entfernt werden, wobei die Verbrauchsleitung bei der Herstellung eines

zwingend erforderlichen Hauptpotentialausgleiches als Schutzmaßnahme

mit einzubeziehen ist. Die Klemme für den Potentialausgleich

ist dabei mindestens 0,5 m von dem Ventil 2 bzw. Schieber 2, in

Fließrichtung gesehen, zu befestigen, um spätere Arbeiten an der

Wasserzähleranlage nicht zu beeinträchtigen.

12.

Messung

(zu § 18 AVB WasserV)

(1) Der Kunde stellt für die Messeinrichtungen einen geeigneten Platz zur

Verfügung.

(2) Die Messeinrichtungen umfassen die gesamte Wasserzählanlage, d. h.

den Wasserzähler, die Absperrarmaturen, die längenveränderlichen Einund

Ausbaustücke, Formstücke und ggf. Vorlaufstrecke und Rückflussverhinderer.

(3) Verlegungskosten nach § 18 Abs. 2 AVB WasserV sind nach dem tatsächlichen

Aufwand zu erstatten.

(4) Der Kunde muss die Messeinrichtung vor allen schädlichen Einflüssen

schützen, die die Messung beeinflussen oder die hygienische Sicherheit

der öffentlichen Trinkwasserversorgung gefährden können.

(5) Bei Hausanschlüssen, in die noch keine Messeinrichtungen installiert

wurden, werden die gelieferten Wassermengen rechnerisch ermittelt

oder geschätzt. Die tatsächlichen Verbrauchsverhältnisse sind angemessen

zu berücksichtigen.

(6) Für die Beregnung von Gärten und Grünanlagen kann durch den Kunden

je Hausanschluss ein ortsfester Gartenwasserzähler durch ein eingetragenes

Installateurunternehmen installiert werden. Der Gartenwasserzähler

ist dem WAZ „Nieplitz“ anzuzeigen und wird durch diesen

auf Kosten des Kunden abgenommen und plombiert.

13.

Nachprüfung von Messeinrichtungen

(zu § 19 AVB WasserV)

Die vom Kunden zu tragenden Kosten der Nachprüfung von Messeinrichtungen

umfassen auch die Kosten des Transportes sowie die des Einund

Ausbaus der Messeinrichtung.

14.

Verwendung des Wassers

(zu § 22 AVB WasserV)

(1) Standrohre mit geeichten Messeinrichtungen zur Abgabe von Bauwasser

oder für andere vorübergehende Zwecke können in beschränktem

Umfang nach Maßgabe der hierfür geltenden Bestimmungen befristet

an Antragsteller vermietet werden.

(2) Der Mieter von Standrohren haftet für Beschädigungen aller Art, sowohl

für Schäden am Mietgegenstand als auch für Schäden, die durch

Gebrauch des Standrohres an öffentlichen Hydranten, Leitungseinrichtungen

und Hydrantenschächten und auch durch Verunreinigungen

dem WAZ „Nieplitz“ oder dritten Personen entstehen.

(3) Der Mieter darf das gemietete Standrohr nur für den beantragten Zweck

und unter Beachtung der Bedienungsanleitung verwenden.

(4) Bei Verlust des Standrohres hat der Mieter vollen Ersatz zu leisten.


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 19 18

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

(5) Der WAZ „Nieplitz“ kann verlangen, dass bei der Vermietung eine Sicherheit

gestellt wird. Die Sicherheit wird nicht verzinst.

(6) Die Weitergabe des Standrohres an andere ist auch vorübergehend

dem Mieter nicht gestattet. Geschieht dies dennoch, ist der WAZ

„Nieplitz“ berechtigt, das Standrohr sofort einzuziehen.

(7) Die Entnahme von Wasser über Standrohre, die nicht vom WAZ

„Nieplitz“ gemietet wurden, ist unzulässig. Bei widerrechtlichen Entnahmen

wird mindestens eine Wasserentnahmemenge von 150 m³ in

Rechnung gestellt.

15.

Abrechnungen, Abschlagszahlungen

(zu §§ 24, 25 AVB WasserV)

(1) Abrechnungszeitraum ist das Kalenderjahr.

(2) Der WAZ „Nieplitz“ erhebt zweimonatliche Abschläge. Die Abschlagszahlungen

werden jeweils am 25.02., 25.04., 25.06., 25.08., 25.10.

und 25.12. fällig.

(3) Sind besondere Abrechnungen (z. B. bei Eigentumswechsel) erforderlich,

so trägt der Kunde die Kosten.

(4) Eine Änderung der Abrechnungszeiträume und der Anforderungen von

Abschlagszahlungen bleibt dem WAZ „Nieplitz“ vorbehalten.

16.

Verzug

(zu § 27 AVB WasserV)

Bei Zahlungsverzug des Kunden ist der WAZ „Nieplitz“ berechtigt, Verzugszinsen

zu erheben.

17.

Sicherheitsleistungen

(zu § 29 AVB WasserV)

Sicherheiten können dem Einlieferer der Empfangsbescheinigung ohne Prüfung

der Empfangsberechtigung zurückgegeben werden.

18.

Laufzeit des Versorgungsvertrages, Kündigung

(zu § 32 AVB WasserV)

Der WAZ „Nieplitz“ behält sich vor, zum hygienischen Schutz des Trinkwassers

nicht mehr bzw. wenig benutzte Hausanschlussleitungen nach einem

Jahr von den in Betrieb befindlichen örtlichen Verteilungsanlagen zu trennen

bzw. zu spülen. Die Kosten trägt der Kunde; auch die Spülwassermengen

gehen zu seinen Lasten.

19.

Umsatzsteuer

Zu den Entgelten, die der Kunde nach den Allgemeinen Bedingungen dem

WAZ „Nieplitz“ zu zahlen hat, tritt die Umsatzsteuer in der jeweils gesetzlich

bestimmten Höhe hinzu.

20.

Änderungen

Die Ergänzenden Bedingungen des WAZ „Nieplitz“ und die Tarifpreise können

durch den WAZ „Nieplitz“ mit Wirkung für alle Kunden geändert oder

ergänzt werden. Jede Änderung und Ergänzung ist öffentlich bekannt zu

machen.

Mit der öffentlichen Bekanntmachung gelten sie als jedem zugegangen.

Sie werden Vertragsinhalt, sofern der Kunde das Vertragsverhältnis nicht

nach § 32 AVB WasserV kündigt.

Beelitz, den 04.05.2011

Axel Zinke

Verbandsvorsteher

Die Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ hat am 04.05.2011 die Entgeltregelungen für die Versorgung mit

Wasser des WAZ „Nieplitz“ beschlossen:

Entgeltregelungen des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“

für die Wasserversorgung (Entgeltregelungen Wasserversorgung)

Der Wasser- und Abwasserzweckverband „Nieplitz“ (im Folgenden WAZ „Nieplitz“) erhebt von seinen Kunden aufgrund der Verordnung über die Allgemeinen

Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVB WasserV) in Verbindung mit den Ergänzenden Bedingungen des WAZ „Nieplitz“ zur AVB

WasserV (Ergänzende Bedingungen) Entgelte für die Wasserversorgung nach Maßgabe der nachstehenden Tarife.

1. Allgemeiner Tarif

Der Allgemeine Tarif für den Bezug von Wasser besteht aus dem Arbeitspreis und dem Grundpreis.

1.1. Der Arbeitspreis wird nach der Menge des bezogenen Wassers berechnet. Berechnungseinheit ist der m³ Wasser. Der Wasserverbrauch wird durch

Wasserzähler gemessen. Die so ermittelte Wassermenge wird auch dann der Tarifberechnung zugrunde gelegt, wenn sie ungenutzt, z. B. durch Rohrbruch

oder offen stehende Zapfstellen, hinter dem Wasserzähler verloren gegangen ist.

Bezeichnung Einheit Preis/Einheit (€) MwSt-Satz MwSt (€) Endbetrag (€)

Arbeitspreis Wasser m³ 1,23 7% 0,09 1,32

1.2. Der Grundpreis für die Bereitstellung und Vorhaltung der Wasserversorgungsanlage sowie für die Unterhaltung des Hausanschlusses beträgt für

Anschlüsse mit


20 19 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

1.2.1. einem Hauswasserzähler mit einer Kennzeichnung

Nenndurchfluss Qn m³/h €/Monat(netto) 7 % MwSt (€) €/Monat(brutto)

bis 2,5 3,11 0,22 3,33

bis 6 7,48 0,52 8,00

bis 10 12,46 0,87 13,33

1.2.2. einem Großwasserzähler mit einer Kennzeichnung

Nenndurchfluss Qn m³/h €/Monat(netto) 7 % MwSt (€) €/Monat(brutto)

bis 15 18,69 1,31 20,00

bis 25 31,15 2,18 33,33

bis 40 49,84 3,49 53,33

bis 60 74,77 5,23 80,00

bis 80 99,69 6,98 106,67

bis 100 124,61 8,72 133,33

über 150 186,92 13,08 200,00

2. Tarife für Standrohre

Bezeichnung Einheit Preis/Einheit (€) MwSt-Satz MwSt (€) Endbetrag (€)

2.1. Arbeitspreis bezogenes Wasser m³ 1,23 7% 0,09 1,32

2.2. Tagesmiete pro Tag und Standrohr 1,50 7% 0,11 1,61

2.3. Grundpreis pro Ausleihe 25,00 7% 1,75 26,75

2.4. Sicherheitsleistung:

Bei Aushändigung eines Standrohrzählers ist eine Sicherheitsleistung von 250,00 Euro beim Zweckverband in bar zu hinterlegen, die bei der Abrechnung

der Entgelte aufgerechnet wird.

3. Preis für die Inbetriebsetzung der Kundenanlage (Zähleranlage)

Die Inbetriebsetzung der Kundenanlage (Anschluss an das Verteilungsnetz, Zählereinbau und Verplombung, Registrierung) erfolgt durch den Zweckverband

bzw. dessen Beauftragte.

Ist die beantragte Inbetriebsetzung der Kundenanlage aufgrund festgestellter Mängel an der Kundenanlage nicht möglich, so trägt der Anschlussnehmer

hierfür sowie für alle etwaigen weiteren vergeblichen Versuche die Kosten.

Bezeichnung Einheit Preis/Einheit (€) MwSt-Satz MwSt (€) Endbetrag (€)

3.1. Erstmalige Inbetriebsetzung Inbetriebsetzung 50,00 7% 3,50 53,50

3.2. Vergeblicher Inbetriebsetzungsversuch je Versuch 20,00 7% 1,40 21,40

3.3. Inbetriebsetzung eines Bauwasseranschlusses Inbetriebsetzung 50,00 7% 3,50 53,50

3.4. Inbetriebsetzung der Kundenanlage

bei zuvor registriertem Bauwasseranschluss

(Umsetzung des Zählers) Inbetriebsetzung 35,00 7% 2,45 37,45

4. Kostenerstattung für Hausanschlüsse / Arbeiten am Hausanschluss

4.1. Der Anschlussnehmer trägt gem. Nr. 6 Abs. 5 der Ergänzenden Bedingungen die Kosten für die erstmalige Herstellung oder von ihm veranlasste

Veränderungen des Hausanschlusses, ausschließlich Wasserzähler.

Bezeichnung Einheit Preis/Einheit (€) MwSt-Satz MwSt (€) Endbetrag (€)

4.1.1. Erstmalige Herstellung des Hausanschlusses

bis Grundstücksgrenze Je Anschluss 850,00 7% 59,50 909,50

4.1.2. Erstmalige Herstellung des Hausanschlusses

ab Grundstücksgrenze bis einschließlich

Hauptabsperrvorrichtung Je Anschluss Nach Nach

tatsächlichem tatsächlichem

Aufwand 7% Aufwand

4.1.3. Veränderung des Hausanschlusses

auf Veranlassung des Anschlussnehmers Maßnahme Nach Nach

tatsächlichem tatsächlichem

Aufwand 7% Aufwand


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 21 20

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Bezeichnung

4.1.4. Vorübergehende Stilllegung

eines Hausanschlusses auf Veranlassung

Einheit Preis/Einheit (€) MwSt-Satz MwSt (€) Endbetrag (€)

des Anschlussnehmers (max. 12 Monate) Vorübergehende

4.1.5. Einstellung der Versorgung

Stilllegung 50,00 7% 3,50 53,50

(Trennung von der Versorgungsleitung) Einstellung

der Versorgung 50,00 7% 3,50 53,50

4.1.6. Die Erstellung und Verfüllung des Rohrgrabens für die Leistung gem. Nr. 4.1.2. kann vom Grundstückseigentümer in Eigenleistung erbracht werden,

soweit die fachgerechte Ausführung gewährleistet ist und vom beauftragten Fachbetrieb bestätigt wird.

4.1.7. Für die erneute Versorgung eines Grundstückes mit Trinkwasser ist nach Einstellung der Versorgung gem. Nr. 4.1.5. ein Antrag auf Neuanschluss zu

stellen. Hierfür wird eine erneute Kostenerstattung nach tatsächlichem Aufwand fällig.

4.2. Die Kostenerstattung für den Hausanschluss wird bei Fertigstellung der Anlage fällig. Auf die voraussichtlichen Baukosten kann unter den Voraussetzungen

von § 28 Abs. 1 AVB WasserV eine Vorauszahlung in Höhe von 50 % erhoben werden.

5. Baukostenzuschuss

5.1. Zur teilweisen Abdeckung der betriebsnotwendigen Kosten für die Erstellung oder Verstärkung der örtlichen Versorgung dienender Verteilungsanlagen

des Versorgungsbereiches zahlt der Anschlussnehmer an den WAZ „Nieplitz“ einen Baukostenzuschuss gem. § 9 AVB WasserV in Verbindung mit

Nr. 5 der Ergänzenden Bedingungen. Für die Berechnung des Baukostenzuschusses wird die Frontlänge der Grenze des anzuschließenden Grundstückes

zur Straße (Straßenfrontlänge), in der sich die Verteilungsanlage befindet, zu Grunde gelegt. Die Berechnungsvorschriften zur Ermittlung der Straßenfrontlänge

ergeben sich nach Nr. 5.5 der Ergänzenden Bedingungen.

5.2. Der Anschlussnehmer zahlt gem. Nr. 5.4 der Ergänzenden Bedingungen einen weiteren Baukostenzuschuss, wenn er seine Leistungsanforderung

erhöht und dadurch eine Veränderung am Hausanschluss erforderlich wird.

Bezeichnung Einheit Preis/Einheit (€) MwSt-Satz MwSt (€) Endbetrag (€)

Baukostenzuschuss gem. Nr. 5.1. Laufender Meter 28,56 7% 2,00 30,56

Baukostenzuschuss gem. Nr. 5.2. Laufender Meter 28,56 7% 2,00 30,56

6. Ersatz des Wasserzählers bei mechanischer Beschädigung oder Frostschaden, Erneuerung beschädigter oder entfernter Plomben,

Abnahme von Unterzählern zur Ermittlung von Abzugsmengen, zusätzliche Abrechnungen

Bezeichnung Einheit Preis/Einheit (€) MwSt-Satz MwSt (€) Endbetrag (€)

6.1. Arbeitsleistung Ersatz

eines beschädigten Wasserzählers (gem. Nr. 1.2.1.) Schadensfall 50,00 7% 3,50 53,50

6.2. Arbeitsleistung für den Ersatz

jedes weiteren beschädigten Wasserzählers

(gem. Nr. 1.2.1) im Zusammenhang mit Nr. 6.1. Schadensfall 15,00 7% 1,05 16,05

6.3. Ersatz eines beschädigten Großwasserzählers

gem. Nr. 1.2.2. Schadensfall Nach Nach

tatsächlichem tatsächlichem

Aufwand 7% Aufwand

6.4. Arbeitsleistung für den Ersatz

jedes weiteren beschädigten Großwasserzählers

gem. Nr. 1.2.2. im Zusammenhang mit Nr. 6.3. Schadensfall Nach Nach

tatsächlichem tatsächlichem

Aufwand 7% Aufwand

6.5. Ersatzbeschaffung für Nr. 6.1., 6.2., 6.3., 6.4. Zähler Nach Nach

tatsächlichem tatsächlichem

Aufwand 7% Aufwand

6.6. Erneuerung beschädigter oder entfernter Plombe Kundenbesuch

und erste Plombe 35,00 7% 2,45 37,45

6.7. Erneuerung weiterer Plomben

beim selben Kundenbesuch zu 6.6. Je weitere Plombe 2,50 7% 0,17 2,67

6.8. Erstabnahme, Verplombung und Registrierung

eines Unterzählers (z.B. Gartenwasserzähler) Je Unterzähler 35,00 7% 2,45 37,45

6.9. Weitere Erstabnahmen, Verplombungen,

Registrierungen von Unterzählern beim selben

Kundenbesuch auf dem selben Grundstück Je weiterer

Unterzähler 25,00 7% 1,75 26,75


22 21 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Bezeichnung

6.10. Abnahme eines neuen,

Einheit Preis/Einheit (€) MwSt-Satz MwSt (€) Endbetrag (€)

aber bereits registrierten Unterzählers

6.11. Abnahme weiterer neuer,

bereits registrierter Unterzähler

Je Unterzähler 20,00 7% 1,40 21,40

im Zusammenhang mit Nr. 6.10. Je weiterer

6.12 Unterjährige, zusätzliche Abrechnungen

Unterzähler 10,00 7% 0,70 10,70

auf Veranlassung des Kunden Je Abrechnung 5,00 7% 0,35 5,35

7. Ersatz von Verzugsschaden

Bezeichnung Einheit Preis/Einheit (€) MwSt-Satz MwSt (€) Endbetrag (€)

7.1. Mahnkosten Mahnung 2,50 2,50

7.2. Einstellung der Versorgung

gem. § 33 AVB WasserV mittels Absperrventil

im öffentlichen Bereich oder durch Ausbau und

Verplombung der Zähleranlage Einstellung 50,00 7% 3,50 53,50

7.3. Wiederinbetriebnahme

einer nach 7.2 gesperrten Anlage Wiederinbetriebnahme

50,00 7% 3,50 53,50

7.4. Einstellung der Versorgung

nach § 33 AVB WasserV durch Trennung

der Hausanschlussleitung Einstellung Nach Nach

tatsächlichem tatsächlichem

Aufwand 7% Aufwand

7.5. Wiederinbetriebnahme

einer nach 7.4. gesperrten Anlage Wiederinbetriebnahme

Nach Nach

tatsächlichem tatsächlichem

Aufwand 7% Aufwand

7.6. Bei Wiederinbetriebnahmen von gesperrten Anlagen außerhalb der Dienstzeiten erhöhen sich die Kosten um 25%.

8. In-Kraft-Treten

Die Entgeltregelung tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

Beelitz, den 04.05.2011

Axel Zinke

Verbandsvorsteher

Verwaltungsgebührensatzung

des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“

Aufgrund der §§ 2 und 3 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg

(BbgKVerf) vom 18. Dezember 2007 (GVBl. I S. 286), zuletzt geändert

durch Art. 15 des Gesetzes vom 23. September 2008 (GVBl. I S. 202), der

§§ 8 Abs. 4 und 15 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes über die Kommunale Gemeinschaftsarbeit

im Land Brandenburg (GKG) in der Fassung der Bekanntmachung

vom 28. Mai 1999 (GVBl. I S. 194), zuletzt geändert durch Art. 8 des

Gesetzes vom 23. September 2008 (GVBl. I S. 202) und der §§ 1, 2 und 5

des Kommunalabgabengesetzes für das Land Brandenburg (KAG) in der

Fassung der Bekanntmachung vom 31. März 2004 (GVBl. I S. 174), zuletzt

geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 27. Mai 2009 (GVBl. I S. 160) hat

die Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes

„Nieplitz“ in der Sitzung am 04.05.2011 folgende Satzung beschlossen:

§ 1

Gebührenpflichtige Amtshandlungen und sonstige Tätigkeiten

(1) Für Amtshandlungen oder sonstige Tätigkeiten der Verwaltung des

Zweckverbandes, die in dem anliegenden Gebührenverzeichnis aufgeführt

sind, werden Verwaltungsgebühren erhoben, wenn die Leistung

der Verwaltung von dem Beteiligten beantragt worden ist oder wenn

sie ihn unmittelbar begünstigt. Das Gebührenverzeichnis ist Bestandteil

dieser Satzung.

(2) Die gebührenpflichtigen Leistungen unterliegen der gesetzlichen Umsatzsteuer,

soweit es sich nicht um hoheitliche Amtshandlungen handelt.

(3) Die Erhebung von Gebühren aufgrund anderer Rechtsvorschriften bleibt

unberührt.


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 23 22

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

§ 2

Sachliche Gebührenfreiheit

Verwaltungsgebühren werden nicht erhoben:

1. für mündliche und einfache schriftliche Auskünfte;

2. bei Rücknahme eines Antrages, wenn mit der sachlichen Bearbeitung

noch nicht begonnen worden ist;

3. für die Bearbeitung von Eingaben und Beschwerden.

§ 3

Gebührenhöhe

(1) Die Höhe der Verwaltungsgebühr richtet sich nach dem anliegenden

Gebührenverzeichnis. Bei mehreren nebeneinander vorzunehmenden,

gebührenpflichtigen Handlungen werden die Gebühren einzeln nach

den in Betracht kommenden Tarifnummern des Gebührenverzeichnisses

erhoben.

(2) Sieht das Gebührenverzeichnis einen Rahmen vor, innerhalb dessen

die Verwaltungsgebühren nach pflichtgemäßem Ermessen zu bestimmen

sind, so sind hierbei der notwendige Verwaltungsaufwand sowie

der wirtschaftliche Wert oder sonstige Nutzen der Verwaltungstätigkeit

für den Gebührenschuldner zu berücksichtigen. Bei Gegenständen von

untergeordneter Bedeutung, bei denen die Sachbehandlung nur von

geringem Umfang ist und keine Schwierigkeiten bietet, ist die

Mindestgebühr des jeweils vorgesehenen Gebührenrahmens zu erheben.

Gebühren, für die das Gebührenverzeichnis einen Rahmen vorsieht,

sind auf volle Euro festzusetzen.

(3) Ist eine Gebühr nach dem Wert des Gegenstandes zu berechnen, so ist

der Wert zum Zeitpunkt der Beendigung der Amtshandlung oder sonstigen

Tätigkeit maßgebend, soweit das Gebührenverzeichnis nichts anderes

bestimmt.

(4) Für Widerspruchsbescheide wird eine Gebühr erhoben, wenn der

Verwaltungsakt, gegen den Widerspruch erhoben wird, gebührenpflichtig

ist und wenn oder soweit der Widerspruch zurückgewiesen wird.

Die Gebühr beträgt höchstens die Hälfte der für den angefochtenen

Verwaltungsakt festzusetzenden Gebühr.

§ 4

Gebührenschuldner

(1) Zur Zahlung der Gebühren ist verpflichtet, wer die Amtshandlung oder

sonstige Tätigkeit der Verwaltung beantragt hat oder durch sie unmittelbar

begünstigt wird.

(2) Mehrere Gebührenschuldner sind Gesamtschuldner.

§ 5

Fälligkeit der Gebühren und Form der Erhebung

(1) Die Gebührenschuld entsteht mit der Beendigung der gebührenpflichtigen

Amtshandlung oder sonstigen Tätigkeit oder mit der Rücknahme

des Antrages. Die Gebühren werden mit ihrer Bekanntgabe an den

Gebührenschuldner fällig, es sei denn, sie werden gesondert durch

schriftlichen Gebührenbescheid erhoben. Werden Gebühren durch

schriftlichen Gebührenbescheid erhoben, so werden diese 14 Tage nach

Bekanntgabe des Gebührenbescheides fällig.

(2) Die Gebühr kann vor Vornahme der Amtshandlung oder sonstigen Tätigkeit

gefordert werden.

§ 6

Auslagen

(1) Auslagen, die im Zusammenhang mit der Amtshandlung oder sonstigen

Tätigkeit stehen, sind zu ersetzen, auch wenn der Zahlungspflichtige

von der Entrichtung der Gebühr befreit ist.

(2) Für den Ersatz der Auslagen gelten die Vorschriften dieser Gebührensatzung

entsprechend.

§ 7

Härtefallregelung

Von der Erhebung von Verwaltungsgebühren und Auslagen kann auf Antrag

im Einzelfall ganz oder teilweise abgesehen werden, wenn dies zur

Vermeidung unbilliger Härten, insbesondere zur Vermeidung sozialer Härten,

geboten ist.

§ 8

In-Kraft-Treten

Diese Verwaltungsgebührensatzung tritt rückwirkend zum 01.01.2011 in

Kraft.

Beelitz, den 04.05.2011

Axel Zinke

Verbandsvorsteher

Anlage zur Verwaltungsgebührensatzung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“

– Gebührenverzeichnis –

Tarif- Gegenstand Gebührenhöhe

Nr. (EURO)

1. Abschriften, Kopien und andere Vervielfältigungen

1.1 Erstellung gemäß Vorlage bis zum Format A 4

für die erste Seite 0,75

jede weitere Seite 0,30

1.2 Erstellung gemäß Vorlage ab Format A 3

für die erste Seite 1,00

jede weitere Seite 0,50

1.3 Auszüge aus Akten, Registern, Rechnungen, Gebührenbescheiden u. ä.

je angefangene Seite A 4 2,50

je angefangene Seite A 3 3,00


24 23 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Tarif- Gegenstand Gebührenhöhe

Nr. (EURO)

2. Akteneinsicht

2.1 Die Einsicht in Akten, Karteien, Registern und dergleichen, soweit sie nicht zur Einsichtnahme öffentlich ausgelegt sind

und wenn in einer anderen Tarifnummer keine Kosten vorgesehen sind

für jede Einsichtnahme 10,00

3. Schriftliche Aufnahme eines Antrages oder einer Erklärung,

die von Privatpersonen zu deren Nutzung gewünscht wird

(die Niederschrift über die Erhebung von Rechtsbehelfen ist ausgenommen)

für die erste Seite 5,00

jede weitere Seite 2,50

4. Erteilung einer Genehmigung (einschl. Nachträge),

einer Erlaubnis, Ausnahmebewilligung u.ä.

4.1 zur Herstellung bzw. Änderung eines Wasserversorgungs- oder Schmutzwasserentsorgungshausanschlusses 20,00

4.2 zur Herstellung bzw. Änderung eines Wasserversorgungs- und Schmutzwasserentsorgungshausanschlusses 30,00

4.3 Befreiung vom Anschluss- und Benutzerzwang 20,00

4.4 Erlaubnis zur Einleitung von Schmutzwasser außergewöhnlicher Art in die Anlage des Zweckverbandes 150,00

5. Verwaltungstätigkeiten, die nach Art und Umfang nicht

näher beschrieben werden können, jedoch mit Aufwendungen

in jeglicher Form verbunden sind

je angefangene halbe Stunde 20,00

6. Abnahmen, Besichtigungen und sonstige Maßnahmen

6.1 Abnahme eines Schmutzwasserhausanschlusses zentraler leitungsgebundener Anschluss 40,00

dezentraler Anschluss (Grube/Kleinkläranlage) 40,00

6.2 Entnahme und Untersuchung von Schmutzwasserproben,

die durch satzungswidriges Handeln erforderlich werden 200,00

6.3 Laboruntersuchungen im Kundenauftrag sowie Aufwand gemäß Tarif-Nr. 5 tatsächl. Aufwand

6.4 Sonstige Prüfungsmaßnahmen

je angefangene halbe Stunde 20,00

7. Ausleihen von Akten

Eine Ausleihe von Akten und Unterlagen erfolgt nur in Ausnahmefällen,

wenn der Umfang der Kopien einen zu hohen Grad übersteigt.

7.1 für die Ausleihe bis 1 Tag 10,00

7.2 für die Ausleihe ab 2 Tage bis 14 Tage 15,00

7.3 für die Ausleihe über 14 Tage 30,00

7.4 Wird die Frist der Ausleihe überschritten, dann wird Überziehung berechnet, je Tag 5,00

Geschäftsordnung der Verbandsversammlung

des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“

Gemäß § 4 Abs. 1, § 7 und § 15 Abs. 1 Nr. 8 des Gesetzes über kommunale

Gemeinschaftsarbeit im Land Brandenburg (GKG) in der Fassung der Bekanntmachung

vom 28. Mai 1999 (GVBl. I S. 194), zuletzt geändert durch

Gesetz vom 23. September 2008 (GVBl. I S. 202, 206), hat die Verbandsversammlung

des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ am

04.05.2011 folgende Neufassung der Geschäftsordnung beschlossen:

§ 1

Einberufung der Verbandsversammlung

(1) Die Verbandsversammlung wird zu den Sitzungen von ihrem Vorsitzenden

schriftlich gem. § 7 der Verbandssatzung eingeladen. Eine Ladung,

die die Mitglieder der Verbandsversammlung nicht rechtzeitig im Sinne

des § 7 Abs. 5 der Verbandssatzung erreicht, gilt als rechtzeitig, wenn

die Ladungen am 12.Tag vor der Sitzung zur Post gegeben worden

sind. Ein Verstoß gegen die Einhaltung der Ladungsfrist gilt als geheilt,

wenn alle Mitglieder der Verbandsversammlung erschienen sind.

(2) Der Ladung sind neben der Tagesordnung die Vorlagen zu den einzelnen

Tagesordnungspunkten beizufügen; Vorlagen können in Einzelfällen

5 Werktage vor dem Sitzungstag übergeben oder in begründeten

Ausnahmefällen auch als Tischvorlage in der Sitzung überreicht werden.

(3) Dringlichkeit im Sinne des § 7 Abs. 5 Satz 3 der Verbandssitzung besteht

in Fällen, in denen nach § 68 der Gemeindeordnung zur Abwehr

einer Gefahr oder eines erheblichen Nachteils für den Zweckverband

eine Eilentscheidung getroffen werden müsste.

§ 2

Tagesordnung der Verbandsversammlung

Vorschläge eines Verbandsmitgliedes sind in die Tagesordnung der nächsten

Sitzung aufzunehmen, wenn sie mindestens bis zum Ablauf des 3. Tages

vor Beginn der Ladungsfrist nach § 7 Abs. 5 der Verbandssatzung dem

Vorsitzenden der Verbandsversammlung vorgelegt worden sind. Bei Über-


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 25 24

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

schreitung der Frist sind die Vorschläge in die Tagesordnung der folgenden

Sitzung aufzunehmen.

§ 3

Zuhörer

(1) An den öffentlichen Sitzungen der Verbandsversammlung können Zuhörer

im Rahmen der vorhandenen Plätze teilnehmen.

(2) Zuhörer sind nicht berechtigt, außerhalb der Einwohnerfragestunde

das Wort zu ergreifen oder sich an den Beratungen zu beteiligen. Sie

dürfen die Beratung nicht stören und keine Zeichen des Beifalls oder

Missfallens geben. Zuhörer, die die Ordnung stören, können vom Vorsitzenden

der Verbandsversammlung aus dem Sitzungssaal gewiesen

werden.

§ 4

Anfragen an die Verbandsversammlung

(1) Jeder, der im Verbandsgebiet wohnt, kann sich mit Fragen, Anregungen

und Hinweisen schriftlich an die Verbandsversammlung wenden.

Zulässig sind sachliche Fragen, Anregungen und Hinweise im Zusammenhang

mit der Tagesordnung und anderen Zweckverbandsangelegenheiten.

Zu Tagesordnungspunkten, die in nichtöffentlicher Sitzung

behandelt werden, sind Fragen nicht zulässig.

(2) Die Fragen, Anregungen und Hinweise sollen mindestens 3 Werktage

vor der Sitzung der Verbandsversammlung, in der sie beantwortet werden

sollen, schriftlich oder zur Niederschrift beim Verbandsvorsteher

eingereicht werden. Sie müssen kurz gehalten und sachlich sein.

(3) Die Fragen werden vom Verbandsvorsteher oder vom Geschäftsführer

des Zweckverbandes im öffentlichen Teil der Sitzung der Verbandsversammlung

beantwortet. Ist eine Antwort in der Sitzung nicht möglich,

ist sie spätestens in der nächsten öffentlichen Sitzung der Verbandsversammlung

zu erteilen, sofern sie zwischenzeitlich nicht schriftlich

erfolgt ist.

§ 5

Anfragen der Vertreter der Mitgliedsgemeinden

in der Verbandsversammlung

Anfragen der Vertreter der Mitgliedsgemeinden in der Verbandsversammlung

an den Verbandsvorsteher, die in der Sitzung der Verbandsversammlung

beantwortet werden sollen, sollen in der Regel kurz und sachlich abgefasst

sein. Ist die Beantwortung wegen der Kürze der Zeit nicht möglich, ist die

Anfrage in der folgenden Sitzung zu beantworten, sofern dies zwischenzeitlich

nicht schriftlich erfolgt ist.

§ 6

Sitzungsablauf

(1) Der Vorsitzende der Verbandsversammlung eröffnet, leitet und schließt

die Sitzungen der Verbandsversammlung. In den Sitzungen handhabt

er die Ordnung und übt das Hausrecht aus (§ 37 Abs. 1 BbgKVerf). Im

Falle seiner Verhinderung treten seine Vertreter in der Reihenfolge ihrer

Benennung als 1. oder 2. Vertreter an seine Stelle.

(2) Die Sitzungen der Verbandsversammlung sind grundsätzlich in folgender

Reihenfolge durchzuführen:

Öffentlicher Teil

a) Eröffnung der Sitzung

b) Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit

c) Feststellung der Tagesordnung

d) Beschlussfassung über die Niederschrift des öffentlichen Teils der

letzten Sitzung

e) Protokollkontrolle

f) Abwicklung der Tagesordnungspunkte des öffentlichen Teils der Sitzung

g) Bericht des Verbandsvorstehers

h) Anfragen von Vertretern der Mitgliedsgemeinden in der Verbandsversammlung

i) ggf. Einwohnerfragestunde

Nichtöffentlicher Teil

j) Beschlussfassung über die Niederschrift des nichtöffentlichen Teils

der letzten Sitzung

k) Abwicklung der Tagesordnungspunkte des nichtöffentlichen Teils der

Sitzung

l) Schließung der Sitzung.

§ 7

Beschlussfassung

(1) Die Behandlung eines Tagesordnungspunktes endet mit der Entscheidung

über den Beschlussvorschlag. Der Beschluss beinhaltet die

a) Entscheidung in der Sache (Annahme oder Ablehnung des Beschlussvorschlages),

b) Kenntnisnahme der Angelegenheit,

c) Vertagung zur erneuten Beratung.

(2) Über Anträge zur Geschäftsordnung ist sofort abzustimmen. Ein Antrag

auf Entscheidung in der Sache geht einem Vertagungsantrag vor.

Wird einem Antrag auf Abschluss der Rednerliste stattgegeben, sind

die bei der Antragstellung vorliegenden Wortmeldungen noch zuzulassen.

Wird der Schluss der Debatte beschlossen, wird zur sofortigen

Abstimmung in der Sache geschritten.

(3) Nach 22.30 Uhr werden keine weiteren Tagesordnungspunkte aufgerufen.

Der in der Beratung befindliche Tagesordnungspunkt wird abschließend

behandelt. Danach ist die Sitzung zu schließen. Die restlichen

Punkte sind in der nächsten Sitzung der Verbandsversammlung

an vorderer Stelle auf die Tagesordnung zu setzen.

§ 8

Redeordnung

(1) Reden darf nur, wer vom Vorsitzenden der Verbandsversammlung das

Wort erhalten hat. Wortmeldungen erfolgen durch Handaufheben.

(2) Der Vorsitzende erteilt das Wort nach der Reihenfolge der Wortmeldungen,

soweit nicht mit Zustimmung des Redeberechtigten hiervon

abgewichen wird.

(3) Eine Wortmeldung zur Geschäftsordnung ist vor dem nächsten Redner

zur Sache zu berücksichtigen. Sie darf sich nur auf die Behandlung des

in der Beratung befindlichen Tagesordnungspunkt beziehen. Zu Anträgen

zur Geschäftsordnung erhält ein Redner die Gelegenheit zur Gegenrede.

Eine Debatte zur Geschäftsordnung findet nicht statt. Spricht

niemand gegen einen Antrag zur Geschäftsordnung, wird wie beantragt

verfahren. Ein Antrag auf Schluss der Debatte darf von einem

Redner, der bereits zur Sache gesprochen hat, nicht gestellt werden.

(4) Dem Verbandsvorsteher und dem Geschäftsführer des Zweckverbandes

ist auch außerhalb der Reihe der Wortmeldungen jederzeit das

Wort zu erteilen.

§ 9

Sitzungsleitung

(1) Der Vorsitzende der Verbandsversammlung kann Redner, die vom

Verhandlungsgegenstand abweichen, zur Sache rufen.

(2) Ist ein Vertreter einer Mitgliedsgemeinde in einer Sitzung dreimal zur

Sache gerufen worden, so muss ihm der Vorsitzende das Wort entziehen

und darf es ihm in derselben Aussprache zum selben Gegenstand

nicht wieder erteilen.

(3) Der Vorsitzende der Verbandsversammlung kann Mitgliedern, die die

Ordnung in der Sitzung stören, zur Ordnung rufen.

(4) Ist ein Vertreter einer Mitgliedsgemeinde in einer Sitzung der Verbandsversammlung

dreimal zur Ordnung gerufen worden, kann ihm der Vorsitzende

für die Dauer der Sitzung das Wort entziehen oder ihn des

Raumes verweisen.


26 25 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

§ 10

Abstimmungen

(1) Die Stimmen der einzelnen Verbandsmitglieder können nur einheitlich

abgegeben werden. Stimmführer sind der Bürgermeister der Verbandsmitglieder

bzw. ihre allgemeinen Vertreter im Amt.

(2) Es wird offen durch Handzeichen der Stimmführer abgestimmt. Bei der

Abstimmung stellt der Vorsitzende der Verbandsversammlung die Anzahl

der Stimmen fest, die

a) dem Antrag zustimmen,

b) den Antrag ablehnen,

c) sich der Stimme enthalten.

(3) Wird das Abstimmungsergebnis sofort nach der Abstimmung angezweifelt,

so muss die Abstimmung vor Behandlung des nächsten

Tagesordnungspunktes wiederholt werden.

(4) Die Verbandsversammlung beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen

Stimmen, soweit nicht durch Gesetz oder die Verbandssatzung

eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Bei der Feststellung der Mehrheit

bleiben Stimmenthaltungen unberücksichtigt.

(5) Liegen zu einem Tagesordnungspunkt Änderungs- und Ergänzungsanträge

vor, wird über den weitestgehenden zuerst abgestimmt. Bei Änderungs-

und Ergänzungsanträgen mit finanziellen Auswirkungen hat

derjenige den Vorrang, der Mehrausgaben oder Mindereinnahmen

bewirkt. In Zweifelsfällen entscheidet der Vorsitzende der Verbandsversammlung.

(6) Auf Antrag ist über einzelne Teile einer Vorlage bzw. eines Antrages

gesondert abzustimmen. Über die Vorlage bzw. den Antrag ist danach

insgesamt zu beschließen.

(7) Anträge zur Geschäftsordnung haben jederzeit den Vorrang und müssen

vor Sachanträgen erledigt werden.

§ 11

Wahlen (§ 40 BbgKVerf)

(1) Für Wahlen gilt § 10 Absatz 1 entsprechend. Die Verbandsversammlung

kann beschließen, eine Wahl offen durchzuführen. Auf Antrag eines

Mitgliedes der Verbandsversammlung muss die Wahl verdeckt durchgeführt

werden.

(2) Es sind äußerlich gleiche Stimmzettel zu verwenden. Werden keine Umschläge

verwendet, so sind die Stimmzettel zu falten.

(3) Die Stimmzettel sind so vorzubereiten, dass sie nur noch mit einem

Kreuz zu kennzeichnen sind. Bei weiterer Beschriftung, Gestaltung und

fehlender Kennzeichnung des Stimmzettels ist die Stimme ungültig.

(4) Bei einer verdeckten Wahl hat die Stimmabgabe so zu erfolgen, dass

das Wahlgeheimnis gewahrt ist.

(5) Der Vorsitzende der Verbandsversammlung gibt das festgestellte Ergebnis

der Wahl bekannt. Gewählt ist, wer die nach § 40 BbgKVerf

erforderliche Mehrheit der Stimmen erreicht hat.

§ 12

Niederschriften (§ 42 BbgKVerf)

(1) Der Geschäftsführer des Zweckverbands ist für die Niederschrift verantwortlich.

Er bestimmt den Protokollführer.

(2) Die Sitzungsniederschrift muss enthalten:

a) Ort, Tag, Beginn und Ende der Sitzung

b) Namen der anwesenden und fehlenden Vertreter der Mitgliedsgemeinden

c) Namen der teilnehmenden Vertreter der Zweckverbandsverwaltung

und anderer zugelassener Personen

d) Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Ladung

e) Feststellung der Beschlussfähigkeit

f) Tagesordnung

g) Wortlaut der Anträge mit Namen der Antragsteller, dem wesentlichen

Inhalt der Beratung, die Beschlüsse und Ergebnisse der Abstimmungen

h) Ausschluss und Wiederherstellung der Öffentlichkeit

(3) Angelegenheiten, die in nichtöffentlicher Sitzung behandelt wurden,

sind gesondert zu protokollieren.

(4) Die Niederschrift ist vom Protokollführer und vom Vorsitzenden zu unterzeichnen.

Über Einwendungen gegen die Niederschrift entscheidet

die Verbandsversammlung in der folgenden Sitzung.

(5) Die Sitzungsniederschrift ist innerhalb von 14 Tagen den Vertretern der

Verbandsmitglieder zuzuleiten; in begründeten Ausnahmefällen kann

sie mit der Ladung zur nächsten Sitzung übersandt werden, insbesondere

wenn diese zeitnah zur Übersendungsfrist stattfindet.

(6) Soweit nicht im Einzelfall aus Gründen des öffentlichen Wohls oder zur

Wahrung von Rechten Dritter etwas anderes beschlossen wird, wird

die Öffentlichkeit über den wesentlichen Inhalt der Beschlüsse der

Verbandsversammlung unterrichtet. Dies erfolgt durch einen zusammenfassenden

Bericht, der an der für Satzungen des Zweckverbandes

durch die Verbandssatzung vorgesehenen Stelle bekannt zu machen

ist.

§ 13

In-Kraft-Treten

Diese Geschäftsordnung tritt rückwirkend zum 01.01.2011 in Kraft.

Beelitz, den 04.05.2011

Axel Zinke

Verbandsvorsteher

Öffentliche Bekanntmachung über die Veröffentlichung der Verbandssatzung

des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ vom 04.05.2011

Die Verbandssatzung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitz“ vom 04.05.2011 wurde entsprechend der Bekanntmachungsanordnung des

Landrates des Landkreises Potsdam-Mittelmark vom 26.05.2011 im Amtsblatt für den Landkreis Potsdam-Mittelmark, Ausgabe Mai 2011, öffentlich

bekannt gemacht.

Beelitz, den 26.05.2011

gez. Axel Zinke

Verbandsvorsteher


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 27 26

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Informationen aus der Gemeindeverwaltung

Gesundheit, Wohlergehen und viel Glück

Der Bürgermeister der Gemeinde Seddiner See

gratuliert im Juli herzlich zum Geburtstag und wünscht alles Gute

zum 86. Geburtstag Gertrud Zähle im Ortsteil Neuseddin

zum 86. Geburtstag Brunhilde Woltmann im Ortsteil Neuseddin

zum 86. Geburtstag Günther Skarupke im Ortsteil Neuseddin

zum 84. Geburtstag Lina Thiele im Ortsteil Seddin

zum 84. Geburtstag Dora Hene im Ortsteil Neuseddin

zum 84. Geburtstag Gertrud Schneider im Ortsteil Neuseddin

zum 83. Geburtstag Erwin Matthes im Ortsteil Seddin

zum 82. Geburtstag Waltraut Noelte im Ortsteil Neuseddin

zum 82. Geburtstag Lieselotte Heinrich im Ortsteil Neuseddin

zum 81. Geburtstag Ilse Falk im Ortsteil Seddin

zum 81. Geburtstag Gisela Jost im Ortsteil Neuseddin

zum 81. Geburtstag Theodor Freund im Ortsteil Neuseddin

zum 81. Geburtstag Konrad Heidrich im Ortsteil Neuseddin

zum 80. Geburtstag Karl Bode im Ortsteil Neuseddin

zum 80. Geburtstag Eberhard Harder im Ortsteil Neuseddin

zum 75. Geburtstag Brigitte Zepmeisel im Ortsteil Neuseddin

zum 75. Geburtstag Klaus Schumacher im Ortsteil Neuseddin

zum 75. Geburtstag Nobert Biester im Ortsteil Neuseddin

zum 75. Geburtstag Klaus Grunwald im Ortsteil Seddin

zum 75. Geburtstag Dieter Günzel im Ortsteil Seddin

zum 70. Geburtstag Margit Wiemann im Ortsteil Neuseddin

zum 70. Geburtstag Renate Stelling im Ortsteil Neuseddin

zum 70. Geburtstag Renate Brandt im Ortsteil Seddin

zum 70. Geburtstag Ingrid Ibendorf im Ortsteil Neuseddin

zum 70. Geburtstag Henri Weiß im Ortsteil Neuseddin

Es werden Glückwünsche zum 70., 75. und ab dem 80. Geburtstag veröffentlicht.


28 27 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Nachbetrachtung zur Festveranstaltung

„10 Jahre Kulturscheune & Heimatstube Kähnsdorf“

„Kinder, wie die Zeit vergeht!!“ 10 Jahre Kulturscheune & Heimatstube

Kähnsdorf! Kaum zu glauben, dass es schon 10 Jahre zurück liegt, dass

nach mehrjähriger Rekonstruktion der alten denkmalgeschützten Schule

und der dazu gehörenden Scheune die „Kulturscheune und Heimatstube

Kähnsdorf“ feierlich eröffnet und ihrer Bestimmung übergeben wurden.

Viele Bürger, vor allem aus Kähnsdorf und Seddin, haben damals mit ihren

Leihgaben und Spenden von historischen Gegenständen dazu beigetragen,

dass die Heimatstube bis heute ein interessantes kleines Museum ist,

das Einblick gibt, in das dörfliche Leben der einfachen Leute in früherer

Zeit.

Und wie oft waren Sponsoren und Helfer nötig, um die vielen Kleinigkeiten

oder auch größeren ergänzenden Projekte zu realisieren, bis sich dann auch

die Kulturscheune und das Außengelände fast perfekt den Besuchern präsentieren

konnten.

Ohne sie alle wäre unser Kulturzentrum nicht das, was es heute ist, nämlich

dieses „Kleinod“, um dass uns so viele Gäste beneiden. Rückblickend Ihnen

allen dafür nochmals Dank.

Besonders wichtig zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang aber auch

das Engagement von Bürgermeister und Gemeindevertretern für dieses Projekt.

Es ist durchaus nicht selbsverständlich, das eine Gemeinde ein solches Objekt

nicht nur aufbaut und ihr Eigen nennt, sondern es auch in jeder Beziehung

„am Leben erhält“. Dafür möchte ich mich im Namen aller Besucher

und Gäste an dieser Stelle besonders bedanken.

Aber auch die ehemaligen und heutigen Mitarbeiter der Kulturscheune und

Heimatstube haben einen Anteil am erfolgreichen Bestehen dieser Kultureinrichtung.

Nicht ohne Stolz blicken wir auf 10 Jahre engagierte und kontinuierliche

Arbeit zurück.

Mehr als 85 Ausstellungen, etwa 70 Konzerte oder Lesungen und

Vorträge, davon 20 Live-Konzerte , überwiegend mehr als nur „gut“

besucht mit einer Gesamtzahl von rund 12.000 Besuchern wuden

in dieser Zeit organisiert.

Ungebrochen ist auch das Interesse an der Heimatstube.

Nach wie vor ist z.B. die Heimatstube fester Bestandteil im Unterrichtsprogramm

von Schulen, kommen vor allem Tagestouristen und Besucher,

um zu schauen, wie frühere Generationen auf dem Lande so gelebt haben.

So haben sich in den vergangenen Jahren ca. 6.600 Leute, davon

ca. 1500 Kinder für die Heimatstube interessiert!

Alles in allem Grund genug, das Jubiläum zu feiern!

Zwischen 300 und 400 Gäste fanden sich am 8. Mai auf dem Festgelände

zur „Laubenpieperpuppenparty“ ein. Kuchen, Suppen, Imbiß und Getränke

fanden reißenden Absatz, die „Laubenpieper-Puppen“ samt „Laube“ und

die gleichnamige Schülerausstellung der Grundschule Wildenbruch wurden

ausgiebig bestaunt und bewundert, der „Musik-Express Beelitz“ sorgte für

stimmige Begleitmusik, viel Beifall bekam der „Frauenchor Beelitz“für sein

1-stündiges Programm und das „Montagsorchester Potsdam“ war wieder

einmal unübertroffen und begeisterte unsere Gäste ausnahmslos.

Alles in allem war es ein wirklich gelungenes Fest, das natürlich wie immer

nur deshalb so toll war, weil wieder viele Helfer zur Stelle waren.

Danke an alle, an die Bäckerinnen mit ihren vielen tollen Kuchen, die „Künstlerinnen“

und unermüdlichen Standbetreuerinnen der Gruppe „Kunst am

See“, die „Lauben-Aufbauer“ Waldemar Janke, Wolfgang Winterfeldt und

Dieter Fischer (in Doppelfunktion mit Küchendienst), an Bärbel Rohr, Gudrun

Hanisch und alle Helfer, die Pavillons und Zelte aufgebaut, Tische und Bänke

geschleppt und den Rasen gemäht haben, an Fam. Senft und die kleinen

fleißigen „Spendensammel-Kinder“ Catalina, Sofie und Kajetan und nicht

zuletzt an die Sekretärin des Bürgermeisters Birgit Gimbatschki und die

Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung für ihre geduldige und kooperative

Unterstützung bei der Vorbereitung der Veranstaltung.

Übrigens, die Puppen sind noch bis zum Saisonende in Kähnsdorf zu sehen.

In der Kulturscheune wurde am 5.Juni wieder eine neue Ausstellung mit

dem Titel „Idyllische Einsichten“eröffnet. Die Künstlerin Sylke Lindermann

zeigt ihre Arbeiten bis zum 7. August 2011.

Die Öffnungszeiten sind unverändert am Mittwoch, Donnerstag, Samstag

und Sonntag jeweils von 11:00 bis 16:00 Uhr

Im Juli findet in der Kulturscheune Kähnsdorf ein Literaturnachmittag

statt. Die bekannte Theater- und Filmschauspielerin Walfriede

Schmitt liest am 10. Juli aus ihrem Roman „Gott ist zu langsam“

Veranstaltungsbeginn ist 15:00 Uhr, Eintritt 5,00 €.

Platzreservierungen sind empfehlenswert und unter 64104 möglich.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

M.Herrmann


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 29

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

28


30 29 See-Kurier

Nr. 6 / Woche 25 22. Juni 2011

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

Wie viele andere Gemeinden und Gemeindeverbände im Land Brandenburg

gehört auch der WAZ „Nieplitz“ zu den Aufgabenträgern der Abwasserbeseitigung,

die von der so genannten Altanschließerproblematik betroffen

sind.

Um was geht es dabei? Gegenstand des Themas ist die Erhebung von Anschlussbeiträgen.

Aber zunächst muss einmal geklärt werden, wer überhaupt

die „Altanschließer“ sind.

Altangeschlossene Grundstücke werden nach dem Kommunalabgabengesetz

Brandenburg (KAG) als Grundstücke bestimmt, die zum 3.10.1990 bebaut

und an eine zentrale Abwasserbeseitigungsanlage angeschlossen waren.

Solche Grundstücke gibt es in unserem Verbandsgebiet nur im Ortsteil Beelitz,

und hier speziell in der historischen Altstadt und der Stadterweiterung hinter

der Bahn, und im Ortsteil Neuseddin.

Wie allgemein bekannt ist, wurde in der heutigen Stadt Beelitz und in der

Gemeinde Seddiner See nach der Wende eine leistungsfähige und umweltgerechte

Abwasserbeseitigung aufgebaut. Die alte Beelitzer Kläranlage und

die Kläranlage in Neuseddin wurden stillgelegt. Ihre Aufgaben übernahm

die Mitte der 1990er Jahre in Betrieb genommene neue Kläranlage Beelitz.

Die in den heutigen Ortsteilen Beelitz und Neuseddin bereits vor 1990 vorhandenen

öffentlichen Kanalisationen wurden an die neue Kläranlage angeschlossen

und bis heute in großen Teilen saniert und erneuert.

Für die meisten anderen Ortsteile der heutigen Stadt Beelitz und der Gemeinde

Seddiner See wurde der Anschluss an die zentrale Abwasserbeseitigung

nach der Wende erstmalig hergestellt. Das betraf Grundstücke

in Seddin, Schlunkendorf, Zauchwitz/Körzin, Elsholz, Wittbrietzen, Buchholz,

Beelitz-Heilstätten, Fichtenwalde, Busendorf/Kanin/Klaistow und bestimmte

Ortslagen in Beelitz (z.B. Herrman-Löns-Straße, Gewerbegebiet Süd,

Kiefernwald) und auch in Neuseddin (z.B. Lindenring). Viele dieser Grundstücke

waren am 3.10.1990 zwar bebaut, aber sie waren an eine zentrale

Abwasserbeseitigung weder angeschlossen noch anschließbar. Diese und

künftig noch anzuschließende Grundstücke können als „neuangeschlossene“

Grundstücke bezeichnet werden. Für die neuangeschlossenen Grundstücke

wurde nach 1990 ein Anschlussbeitrag gezahlt, dessen Höhe sich

nach Größe und baulicher Ausnutzbarkeit des Grundstückes richtete.

Nachdem im Land Brandenburg zunächst die Auffassung verbreitet war,

dass nur Neuanschließer für den Anschluss an die Abwasserentsorgung

einen Beitrag zu zahlen hätten, ist durch Gesetzgebung und Rechtsprechung

heute eindeutig geklärt, dass auch für altangeschlossene Grundstücke

ein Anschlussbeitrag erhoben werden muss, wenn eine Beitragssatzung

besteht, wie das in Beelitz und Seddiner See der Fall ist.

Auf Grund dieser Rechtslage ist der Zweckverband gezwungen, Anschlussbeiträge

auch für die altangeschlossenen Grundstücke in Beelitz und

Seddiner See zu erheben. Das wurde auf der erweiterten Dienstberatung

des Ministers des Innern des Landes Brandenburg mit den Kommunalaufsichten

und Aufgabenträgern am 13.04.2011 nochmals bekräftigt. Die

Durchführung wird von den Kommunalaufsichten kontrolliert.

Die Verbandsversammlung des WAZ „Nieplitz“ hat auf ihrer 15. Öffentlichen

Sitzung am 04. Mai 2011 hierzu zwei Grundsatzentscheidungen getroffen.

Erstens: Die Beitragspflicht wird für alle angeschlossenen oder anschließbaren

Grundstücke durch die erste wirksame Satzung aus dem Jahr 2011

ausgelöst. Dementsprechend hat die Verbandsversammlung beschlossen,

dass auf der Grundlage der in 2011 in Kraft getretenen Beitragssatzung die

Beitragserhebung bis zum 31.12.2015 durchzuführen ist. Bestandskräftige

Altanschließer in Beelitz und Seddiner See

Beitragsbescheide des Zweckverbandes sind hiervon grundsätzlich nicht

berührt, da sie mit dem wirksamen Beitragssatz ergangen sind.

Das bedeutet, dass spätestens bis zum 31.12.2015 an jedes betroffene

Grundstück ein Beitragsbescheid zugestellt sein muss. Das heißt nicht

zwangsläufig, dass bis zu diesem Zeitpunkt auch alle Beitragszahlungen

abgewickelt sein müssen. Das Kommunalabgabengesetz eröffnet den Aufgabenträgern

in Verbindung mit der Abgabenordnung Möglichkeiten, um

auf Grundlage entsprechender Anträge von Beitragspflichtigen auf besondere

Belastungen oder unbillige Härtefälle reagieren zu können.

Zweitens: Die 15. Öffentliche Verbandsversammlung hat weiterhin beschlossen,

dass der Zweckverband das vom Gesetzgeber mit der Änderung

des Kommunalabgabengesetzes vom 27.05.2009 eingeräumte Optionsmodell

anwendet.

Das so genannte Optionsmodell besagt: Nach § 8 Abs. 4a KAG kann der

Zweckverband als Aufgabenträger der Schmutzwasserentsorgung demnach

berücksichtigen, dass Grundstücke, die am 3. Oktober 1990 bereits bebaut

und an eine leitungsgebundene Einrichtung oder Anlage tatsächlich angeschlossen

waren, über einen höheren Gebrauchswert verfügten als Grundstücke,

die zu diesem Zeitpunkt unbebaut oder nicht tatsächlich angeschlossen

waren. Dementsprechend kann die Satzung vorsehen, dass für diese

Grundstücke der Anteil des Aufwands für die erstmalige Herstellung oder

Anschaffung unberücksichtigt bleibt, der ausschließlich auf die Grundstücke

entfällt, die am 03.10.1990 nicht angeschlossen waren.

Im Klartext bedeutet das, dass neben dem bestehenden Beitragssatz von

2,38 €/m² ein geminderter Beitragssatz für Altanschließer erhoben werden

kann. Ob das geschieht oder nicht, obliegt der Entscheidung der Verbandsversammlung.

Der geminderte Beitragssatz enthält ausschließlich die Kosten

der Anlagen und Einrichtungen, die von den Altanschließern tatsächlich

genutzt werden. Kosten der Anlagen und Einrichtungen, die ausschließlich

der Schmutzwasserentsorgung von neuangeschlossenen Grundstücken dienen,

bleiben in diesem ermäßigten Beitragssatz unberücksichtigt.

Die Verbandsversammlung hat am 04.05.2011 beschlossen, dass dieses

Optionsmodell angewandt werden soll und die Verwaltung des Zweckverbandes

beauftragt, eine entsprechende Satzungsänderung vorzubereiten

und den ermäßigten Beitragssatz zu kalkulieren, der nach vorläufigen Berechnungen

bei 1,37 €/m² lag.

Die Erhebung der Altanschließerbeiträge führt für den Zweckverband nicht

zu finanziellen Überschüssen oder gar zur „Bereicherung auf Kosten der

Bürger“, wie mitunter behauptet wird. Solche „Bereicherungen“ können

schon deshalb nicht entstehen, weil auf Grund des Kommunalabgabengesetzes

ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Beitrags- und

Gebührenerhebung existiert. Der Zweckverband ist verpflichtet, die Kosten

seiner Einrichtung über die Abgaben der Nutzer zu finanzieren. Das betrifft

die laufenden Kosten (z.B. Material- und Personalkosten) aber auch die so

genannten Kapitalkosten (kalkulatorische Abschreibungen und Zinsen). Nach

dem System werden entweder alle Kosten über Gebühren abgedeckt mit

der Folge, dass diese Gebühren in der Regel sehr hoch sind. Die zweite

Variante ist, dass sowohl Gebühren als auch Beiträge erhoben werden. Die

vereinnahmten Beiträge führen direkt zur Kürzung der Kapitalkosten mit

der Folge, dass die Gebühren entsprechend geringer ausfallen. Letzteres

trifft auf unseren Zweckverband zu. Mit anderen Worten: Die Erhöhung des

Beitragsaufkommens durch die Heranziehung der Altanschließer führt im

Gegenzug zu einer Absenkung der Gebühren. Für eine „Bereicherung auf

Kosten der Bürger“, „Abzocke“ oder Ähnliches ist hier kein Platz!

Es trifft auch nicht zu, dass Altanschließer für Anlagen erneut zahlen müssten,

für die sie vor 1990 bereits Beiträge geleistet hätten. Soweit Altan-


22. Juni 2011 Nr. 6 / Woche 25

See-Kurier 31 30

AMTSBLATT für die Gemeinde Seddiner See

lagen überhaupt noch genutzt werden, dürfen die vor 1990 angefallenen

Kosten in der Beitragskalkulation nicht berücksichtigt werden. Auch die

Altanschließer beteiligen sich damit ausschließlich an den Kosten für die

erstmalige Herstellung der neuen Anlage, bei Anwendung des Optionsmodells

allerdings mit dem Unterschied, dass sie ausschließlich Kosten für

Anlagen tragen, die sie auch selber nutzen.

Einige konkrete Zahlen zur Thematik:

Nach dem Regelbeitragssatz von 2,38 €/m² ergibt sich z.B. für ein 1000 m²

großes Grundstück, das im unbeplanten Innenbereich liegt und

zweigeschossig bebaubar ist, ein Anschlussbeitrag von 3.808,00 € (1.000

m² x 1,6 x 2,38 €/m²). Soweit es sich um ein altangeschlossenes Grundstück

handelt und die Satzung einen ermäßigten Beitragssatz von 1,37 €/

m² vorsieht, würde sich der Beitrag auf 2.192,00 € verringern (1.000 m² x

1,6 x 1,37 €/m²).

Die satzungsmäßige Festsetzung des ermäßigten Beitragssatzes steht derzeit

jedoch noch aus.

Es ist vorgesehen, sobald die satzungsrechtlichen Rahmenbedingungen

endgültig klar sind, die betroffenen Grundstückseigentümer über die im

Zweckverband vorliegenden Erhebungsdaten schriftlich zu informieren. Auf

dieser Basis können dann eventuelle Unstimmigkeiten noch ausgeräumt

werden, bevor die Beitragsbescheide den Grundstückseigentümern zugestellt

werden. Darüber hinaus hat natürlich jeder betroffene Bürger die

Möglichkeit, sich mit konkreten Fragen im Zusammenhang mit seinem Grundstück

an die Mitarbeiter des Zweckverbandes zu wenden.

Dr. Karl-Heinz Brügmann

Geschäftsführer WAZ „Nieplitz“

Ende des Amtsblattes


32 31

See-Kurier

Sieben Einsätze

im Mai für die

Kameraden

der Freiwilligen

Feuerwehr

Seddiner See

Gleich am 1. Mai wurden wir

zweimal alarmiert.

Um 12:34 Uhr wurden wir

vom Rettungsdienst in die

Hans-Beimler-Straße in

Neuseddin zur Unterstützung

als Tragehilfe gerufen.

Nur 2 Stunden später, um

14:41 Uhr, wurden wir zu einem

Verkehrsunfall auf der

Autobahn alarmiert. Dieser

Einsatz wurde von der

Leitstelle abgebrochen, weil

für die Feuerwehr kein Handlungsbedarf

bestand.

Am 5. Mai, um 18:23 Uhr,

wurden wir zu einem Ödlandbrand

neben der Autobahn

gerufen. Die ca. 100 m² konnten

wir in kurzer Zeit mit

4400 Liter Wasser löschen

und wieder ins Gerätehaus

zurückkehren.

In Neuseddin, Kunersdorfer

Straße/Ecke Waldstraße,

kam es am 6. Mai zu einem

Verkehrsunfall, bei dem wir

ausgelaufene Flüssigkeit aufnehmen

mussten.

Zu einem weiteren Brand sind

wir am 9. Mai ausgerückt. Auf

Höhe des Zentralstellwerkes

war es zu einem Böschungsbrand

gekommen.

Auf der B2 haben wir am 16.

Mai eine ca. 30 Meter lange

Ölspur aufgenommen.

Auf die Autobahn wurden wir

am 30. Mai, um 18:26 Uhr, zu

einem Verkehrsunfall gerufen.

An der Einsatzstelle reichten

aber dann die Kräfte aus,

die Feuerwehr Michendorf

war bereits vor Ort, und somit

konnten wir den Einsatz

beenden und ins Gerätehaus

zurück fahren.

Wir laden Sie herzlich ein zum 8.

Seddiner See Pokallauf mit

3. Bürgermeister Pokallauf

in Seddin auf dem Festplatz

Beelitzer Str. am 20. August.

Ablauf:

ab 13 Uhr

Die Feuerwehr Seddin informiert

Einladung zum Pokallauf am 20. August

Brandenburg gehört zu den

waldbrandgefährdeten Gebieten

in Europa.

Im Land Brandenburg gibt es

demnach 5 Gefährdungsstufen:

0 – keine Gefährdung

1 – geringe Gefahr

2 – mittlere Gefahr

3 – hohe Gefahr und

4 – sehr hohe Gefahr

Waldbrandwarnstufe I

Genehmigte Arbeiten sind

mindestens zwei Tage vorher

beim zuständigen Revierförster

anzumelden.

Das Befahren von Waldwegen

ist nur zur Durchführung genehmigter

Arbeiten, für die

Jagd und für Waldbesitzer

gestattet.

Schweißarbeiten sind nur mit

entsprechender Genehmigung

und bei Einhaltung aller

Sicherheitsbestimmungen gestattet.

Sprengarbeiten und das Ausbringen

leicht brennbarer

Substanzen sind verboten.

Zum Verbrennen von Schlagabraum

und Reisig ist eine Genehmigung

einzuholen.

Waldbrandwarnstufe II

Schlagabraum und Reisig dürfen

nicht mehr verbrannt werden,

eventuelle Genehmigungen

dafür werden automatisch

ungültig.

Austragung der Wettkämpfe

ca. 18 Uhr

Siegerehrung

ab 19 Uhr

Tanz im Festzelt für Jung und Alt

zusammen mit der Feuerwehr

Der Eintritt ist frei!!!

22. Juni 2011

Für Getränke und Essen wird

gesorgt sein.

Feuern Sie uns an!!!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!!!

Informationen zu den Waldbrandwarnstufen

Brände sofort unter 112 melden!

Waldbrandwarnstufe III

Schweißarbeiten sind generell

verboten, Ausnahme: zur

Behebung von Betriebsstörungen

an Eisenbahnschienen.

Besucher des Waldes dürfen

öffentliche Straßen und

Wege, auch Waldwege, nicht

verlassen.

Es können Parkplätze und

touristische Einrichtungen in

den Wäldern gesperrt werden.

Waldbrandwarnstufe IV

Das Betreten des Waldes ist

verboten. Es können Ausnahmen

zugelassen werden. Ausgenommen

von dieser Regelung

sind Waldbesitzer zur

Ausübung angewiesener

forstlicher Arbeiten und zur

Jagd.

Auf Straßen und Parkplätzen

in und an Wäldern besteht

Parkverbot.

Alle Waldbrandwarnstufen ab

Stufe II schließen die Maßnahmen

der niedrigeren Stufen automatisch

mit ein.

Auszüge aus dem

Waldgesetz des Landes

Brandenburg

§ 23

Umgang mit Feuer

Im Wald oder in einem Abstand

Gratulationen den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr

von weniger als 50 Meter vom

Waldrand ist das Anzünden oder

Unterhalten eines Feuers oder

der Umgang mit brennenden

oder glimmenden Gegenständen

sowie das Rauchen verboten.

§ 37

Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig handelt, wer

vorsätzlich oder fahrlässig den

Vorschriften des § 23 zuwiderhandelt.

Diese Ordnungswidrigkeiten

können mit einer Geldbuße

bis zu 20.000 Euro geahndet

werden.

Beachten Sie daher die Einschränkungen

durch die aktuellen

Waldbrandwarnstufen. Die

aktuellen Waldbrandwarnstufen

finden Sie an der Gemeindeverwaltung

Seddiner See, Hans-

Beimler-Str. 33a, sowie am

Gerätehaus der Freiwilligenen

Feuerwehr Seddin und

Neuseddin und am alten Gerätehaus

in Kähnsdorf.

Melden Sie Brände sofort

unter der EU-weiten

Notrufnummer 112!

Bringen Sie sich auf keinen Fall

durch eigene Löschversuche in

Gefahr, bitte beachten Sie immer

Ihren Eigenschutz.

Die Kameradinnen

und Kameraden

der Feuerwehr Seddiner See

Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag

Reinhard Böge FF Seddin

Henry Böge FF Seddin

Jörg Kaiser FF Seddin

Gemeindeverwaltung Seddiner See

Steffen Schmidt FF Seddin

Benjamin Gericke FF Neuseddin

Juliane Koebe Jugendfeuerwehr


22. Juni 2011 See-Kurier 33 32

Neuseddiner Ringer mit einem Turniersieg

Gutes Abschneiden beim Warnemünder Traditionsturnier

Seit über 30 Jahren laden die

Warnemünder Ringer zum alljährlichen

Ringer-Turnier ein. In

diesem Jahr waren 22 Vereine

mit insgesamt 147 Teilnehmern

aus Polen, Schweden und

Deutschland der Einladung gefolgt

– eine Rekordbeteiligung.

Der RSV Neuseddin e. V. war gut

vorbereitet mit 7 Teilnehmern

angereist.

Für die Neuseddiner Ringer-Jugend

(Freistil) gingen Luca

Bahlmann, Steven Penkert, Steven

Schüßler und Enrico

Wangorsch auf die Matten.

Michel Penkert gewann all seine

4 Kämpfe überlegen und wurde

verdient 1. in seiner Gewichtsklasse

(27 kg). Steven Schüßler

belegte in seiner Gewichtsklasse

(50 kg) den 3. Platz. Enrico

Wangorsch (38 kg) und Luca

Bahlmann (42 kg) erreichten 8.

bzw. 9. Platzierungen in ihren

Gewichtsklassen.

Die Neuseddiner Ringer-Senio-

ren (griechisch-römischer Stil)

wurden durch Erik Hahn, Karsten

Hocke und Dirk Thalmann

vertreten. Ein Comeback für

Karsten Hocke und Dirk

Thalmann. Sie kehrten nach

mehr als 10 Jahren „Wettkampfabstinenz“

auf die Matten zurück.

Karsten Hocke belegte in seiner

Gewichtsklasse (96 kg) den 3.

Platz. Erik Hahn (84 kg) und Dirk

Thalmann (66 kg) platzierten

sich in ihren Gewichtsklassen

jeweils auf dem 5. Rang.

Am Ende des Turniertages stand

fest: Die Teilnehmer und Betreuer

hatten ein sehr gut organisiertes

und eindrucksvolles Turnier

erlebt, die zahlreich erschienen

Zuschauer spannende Kämpfe –

eine rundherum gelungene Veranstaltung.

Ein Lob an die Veranstalter; sie

hatten sich wirklich alle Mühe

gegeben, dieses Turnier an historischer

Stätte zu einem Erlebnis

werden zu lassen.

Dieser Turniertag hätte so schön

zu Ende gehen können, wenn

sich nicht „Langfinger“ an einem

Fahrzeug der Neuseddiner zu

schaffen gemacht hätte. Sie hinterließen

das Fahrzeug beschädigt

und fahruntauglich.

An dieser Stelle ein großes DAN-

KESCHÖN an Herrn Peter Schade

von der Allianz-Vertretung,

der aus dem fernen Neuseddin

für umfassende Hilfe sorgte.

Lauf im Grünen

am 3. September

Am 3.September ist es wieder

soweit. Die Leichtathleten des

ESV Lok Seddin richten an diesem

Tag in Neuseddin den Lauf

im Grünen aus. Es ist nun bereits

die 16.Auflage.

Die Organisatoren haben

inzwischen ihre Arbeit aufgenommen.

In diesem Jahr soll die

Veranstaltung noch mehr Volkssportcharakter

(Teilnahme ist

alles) erhalten. Angestrebt wird

die Teilnahme vieler Bürger aus

der Gemeinde Seddiner See und

ihrer Vereine sowie aus den Orten

der näheren Umgebung. Auf

die ausgeschriebenen drei Strecken

und den Staffel-Wettbewerb

für Schüler werden wir in

der nächsten Ausgabe des See-

Kuriers noch näher eingehen.

Die Organisatoren bitten, den

Termin 3. SEPTEMBER schon

jetzt DICK in den Terminkalender

einzutragen.

Auch von den Sponsoren wird es

viel Unterstützung geben. Dadurch

können Kinder, Schüler,

Jugendliche und Arbeitslose auf

allen Strecken kostenlos starten.

Für alle anderen Teilnehmer beträgt

die Startgebühr zwei Euro.

Die Leichtathleten freuen sich

natürlich auch über viele Mitstreiter,

die sich als Helfer zur

Verfügung stellen.

Helge Ziems

Wartiner Str. 30, 13057 Berlin

helge.ziems@kabelmail.de


34 33 See-Kurier

Am 28. Mai fanden in Hanau die

Deutschen Einzelmeisterschaften

im Rope Skipping statt.

Unsere „Burning Ropes“ waren

mit 7 Teilnehmerinnen am Start.

Damit waren wir eines der starken

Teams.

Cheyenne Zorn, Emma Seehaus,

Florentine Saretzki, Leonie

Obereisenbuchner, Maria

Kramer in der Altersklasse 3 (12-

14 Jahre) sowie Luisa Kramer

und Sarah Baganz in der Altersklasse

2 (15-17 Jahre). Für

Cheyenne, Emma und Leonie

waren es die ersten Deutschen

Einzelmeisterschaften.

Schon am Freitag hatten wir die

Möglichkeit die Halle zu besuchen

und einen ersten Eindruck

wirken zu lassen. Solch große

Halle mit all den Fahnen, den

Jurytischen und der aufgezeichneten

Wettkampffläche, das ist

schon sehr beeindruckend. Eine

gewisse Anspannung war allen

auch sofort anzumerken. Dann

haben wir noch die ersten Freunde

aus anderen Vereinen getroffen.

Leider mussten wir aber

gleich ins Quartier. Dazu diente

uns eine Schule, mit all den „Annehmlichkeiten“

die eine Schule

eben zu bieten hat. Schlafsackplätze

am Fußboden usw.

Am nächsten Morgen war 7:00

Uhr wecken und Frühstück gab

es in der Sporthalle. Die Gastgeber

hatten da was Tolles gezaubert

und so ging es frisch gestärkt

Impressum

See-Kurier

Herausgeber und Verlag:

Heimatblatt Brandenburg Verlag GmbH,

Panoramastraße 1,

10178 Berlin

Telefon 0 30 / 28 09 93 45,

E-Mail: redaktion@heimatblatt.de

Verantwortlich für den Inhalt des

amtlichen Teils:

Gemeinde Seddiner See,

der Bürgermeister

Kiefernweg 5,

14554 Seddiner See,

Tel.: 03 32 05 / 5 36 10

Die nächste Ausgabe erscheint

am 20. Juli;

Anzeigenschluss ist am 7. Juli.

Erfolgreiche „Burning Ropes“

Gute Ergebnisse bei den Deutschen Einzelmeisterschaften

zur Erwärmung und dann in den

Wettkampf. Ein Rope Skipping

Wettkampf beginnt immer mit

den Speeddisziplinen, die noch

nicht unsere großen Spezialdisziplinen

sind. Aber wir konnten

im Wesentlichen unsere

Trainingsleistungen bestätigen

und haben auch einige persönliche

Bestleistungen aufgestellt.

Trotzdem konnte nach den

Speeddisziplinen nur Sarah um

einen Podestplatz springen. Bei

ihren Freestyles wollten die Mä-

Für alle, die es noch nicht wissen

oder kaum noch erwarten können,

möchten wir schon eine

kleine Vorinformation zum

Fischerfest geben.

Ja, das Fischerfest findet auch in

diesem Jahr wieder bei uns in der

Fischerei in Seddin statt. Nicht im

Vereinshaus des Spielmannszuges

Neuseddin, wie es schon

mehrfach im Seekurier stand

und worüber einige Leute doch

irritiert waren, wir übrigens

auch.

Denn dort treffen sich die Spiel-

dels noch einmal richtig zu punkten.

Dabei gelang Maria gleich

ein echter Paukenschlag. Ihre

Freestyle wurde am Ende die

Beste in ihrer Altersklasse und so

gelang ihr noch ein beachtenswerter

7. Platz. Sarah krönte mit

ihrer Freestyle dann unser Ergebnis.

Durch eine überragende Kür

gelang es ihr nach dem Deutschen

Jugendmeistertitel im

Team im März nun auch den

Deutschen Jugendmeistertitel

im Einzel zu gewinnen.

22. Juni 2011

Während der Veranstaltung wurde

die Gründung eines deutschen

Jump Rope All Star Teams

vollzogen. Die Verantworlichen

haben dafür Luisa Kramer und

Sarah Baganz eingeladen. Dieses

Team soll in den nächsten Jahren

den deutschen Rope Skipping

Sport präsentieren. Wir wünschen

den Verantwortlichen

beim Aufbau des Teams und den

Mitgliedern dabei viel Erfolg.

Als eine weitere Bestätigung unsere

Leistungen ist auch die Einladung

für Gabi Kahn in das

Technische Komitee „Rope

Skipping“ beim DTB zu bewerten.

Auch hierfür liebe Gabi viel

Kraft, Mut und Erfolg.

Allen Teilnehmern Herzlichen

Glückwunsch und natürlich ein

herzliches Dankeschön an die

mitgereisten Eltern und Betreuer.

Gern verweise ich zum Schluss

auf das bevorstehende Trainingscamp

mit unseren amerikanischen

Freunden, die wieder

Weltklasse SpringerInnen mitbringen.

Anmeldungen zum

Camp, auch Einsteiger, sind

weiterhin sehr willkommen. Die

Abschlußgala wird am 26. Juli

stattfinden. Alles weitere dazu

unter

www.ropeskippingbeelitz.de

Hanno Kramer

Fischerfest in der Fischerei lockt bereits

Einladung für den 23. und 24. Juli

mannszüge, die zum Anlass des

Fischerfestes kommen und natürlich

stimmen sie sich ein und

feiern auch.

Aber das eigentliche Fischerfest

findet in Seddin in der Fischerei

statt.

Also wer Lust hat mit uns zu feiern,

nimmt sich für den 23./24.

Juli ab 10:00 Uhr nichts anderes

vor und kommt mit all seinen

Freunden und guter Laune im

Gepäck nach Seddin.

Wie in jedem Jahr ist wieder für

reichlich Abwechslung an Dar-

bietungen gesorgt, das leibliche

Wohl bleibt natürlich auch nicht

auf der Strecke.

Auch unsere Kleinen werden in

diesem Jahr viel Spaß auf einer

großen Hopseburg haben (organisiert

vom Ortsbeirat).

Aber mehr möchten wir an dieser

Stelle nicht verraten. Bleibt

neugierig bis zum 23./24. Juli.

Wir freuen uns, euch wieder bei

uns begrüßen.

Petry Heil

Fischerfamilie Mannheim


22. Juni 2011 See-Kurier 35 34

In den Monaten Mai und Juni hat

sich wieder einiges auf dem Weg

zur Entwicklung des DORV-Zentrums

im ehemaligen REWE-

Gebäude in Seddin getan.

– Ermöglicht durch das überaus

positive Votum in der

Gemeindevertretersitzung

am 19. April erarbeitet das

Architektenbüro Paul &

Störmer nun Gestaltungsvarianten

des DORV-Zentrums

Seddin, um die Entscheidung

für eine optimale

Variante in Bezug auf

Nutzungsmöglichkeiten und

Kostenkontrolle vorzubereiten.

Im Rahmen der

Gemeindevertretersitzung

am 28. Juni sollen die Varianten

vorgestellt und eine Vorzugsvariante

beschlossen

werden, die dann für die

Einreichung des

Fördermittelantrages sowie

des Bauantrages verfolgt werden

soll.

– In der Bürgerversammlung

am 9. Mai stellte sich unser

junger Verein, der DORV-Club

Seddin (DCS), interessierten

Bürgern vor, erläuterte seine

Ziele und Vorhaben und beantwortete

Fragen. Das

Nutzungskonzept des DORV-

Zentrums wurde ausführlich

diskutiert, Herr Lehmann

stellte ein selbst angefertigtes

Modell eines möglichen Zentrums

vor und Boule-Kugeln

wurden herum gereicht, um

die Idee eines Boule-Platzes

neben dem Lesecafé transparent

zu machen.

– An diesem Abend konnten wir

die ersten neuen Mitglieder

werben. Seitdem läuft die

Mitgliederentwicklung überraschend

gut an. Wir möchten

auch Sie auf diesem Weg

dafür gewinnen, Mitglied in

unserem Verein DORV-Club

Seddin zu werden. Jedes neue

Mitglied ist Ausdruck der Unterstützung

für das Projekt,

ohne die eine Realisierung des

DORV-Zentrums Seddin im

nächsten Jahr kaum denkbar

ist.

– Antragsformulare für die

DCS-Mitgliedschaft erhalten

Sie bei Frau Janke, Hauptstraße

53 in Seddin, im Friseursalon

Süßmann, in der Gaststätte

„Drei Linden“ in Seddin

Der DORV-Club Seddin (DCS) informiert

Ideen für das Zentrum nehmen Gestalt an

oder unter dem Link

www.gemeinde-seddinersee.de

unter dem Button Leben

und Wohnen/DORV-Zentrum.

Unser Verein sowie das

künftige DORV-Zentrum stehen

selbstverständlich allen

Interessierten offen.

– Wir bedanken uns bei allen

fleißigen Helfern, die am 21.

Mai mit uns gemeinsam den

Vorgarten des leer stehenden

REWE-Gebäudes von Unkraut

befreit haben. Eine

mühselige Arbeit, die allen

aber sichtlich Freude bereitete

(siehe Bild). Ein besonderer

Dank gilt Leon und Luisa für

ihre Ausdauer. Während

draußen gearbeitet wurde,

führte Frau Janke interessierte

Bürger durch die Räume

des Gebäudes und erläuterte

im ehemaligen Laden, die Pläne

zur Umgestaltung. Bei Interesse

können wir dieses

Angebot gern wiederholen

(info@dorv-seddin.de oder

Telefon 45529, Frau E.

Janke).

– Die Mitglieder des Vereins

DCS treffen sich informell jeden

ersten Dienstag im Monat

um 19 Uhr in der Gaststätte

„Drei Linden“ zu einem Gedankenaustausch

und zur

Darstellung des aktuellen

Planungsstandes des DORV-

Projektes durch DCS-Vorstandsmitglieder.

Hierzu sind

alle willkommen, die sich für

das Projekt interessieren und

uns unterstützen möchten.

Am 9. Juli ab 15 Uhr „Drei

Linden“ DCS-Mitgliederversammlung

und Schnupper-Boule-Turnier

Am Samstag, dem 9. Juli findet

von 15:00 – 16:00h in

der Gaststätte „Drei Linden“

die erste außerordentliche

Mitgliederversammlung statt.

Im Anschluss daran laden wir

zum ersten Schnupper-

Boule-Turnier des DCS,

dem „Seddin Open 2011“

ein. Mannschaften zu je drei Personen

(Altersgruppe 10 bis 100

Jahre) können bis spätestens

zum 27. Juni telefonisch unter

Angabe des Teamnamens bei

Evelyn Janke (Tel.45529) oder

Ellen Krahnert (Tel. 64713 oder

info@dorv-seddin.de) gemeldet

werden. Die Teilname ist kostenlos.

Boule-Kugeln können beim

DCS für eine Leihgebühr von 2

€ pro Spieler (= 2 Kugeln) ausgeliehen

werden (Bedarf bitte

bei Anmeldung angeben). Am

Rande des Spielbetriebs werden

französischer Rotwein, Käse und

Baguette angeboten – mediterraner

Flair in Seddin. Wir freuen

uns auf Sie!

Ellen Krahnert

Vorstand DORV-Club Seddin


36 35 See-Kurier

In jedem Jahr findet ein thematischer

Wandertag statt. Für die

Klasse 6 stand im Rahmen des

Physikunterrichts eine Exkursion

ins Spectrum als Teil des technischen

Museums Berlin auf dem

Plan.

Im Unterricht wurden die zu lösenden

Aufgaben gut vorbereitet.

Im Internet besuchten die

Schüler schon das Spectrum und

verschafften sich einen Überblick

über die dort vorhandenen Angebote.

Am 20. Mai fuhren beide 6. Klassen

in Begleitung der Klassenlehrerinnen

Frau Bellin und Frau

Menz, sowie der Mütter Frau

Auch in diesem Jahr wurde seitens

unserer Grundschule

wieder ein Schulhoffest organisiert.

Viele Eltern und Gäste hatten uns

darum gebeten, da ihnen die

Veranstaltung im vergangenen

Jahr so sehr gefallen hatte. Gern

nahmen wir den Wunsch auf.

Unser Organisationsteam, bestehend

aus Frau Menz, Frau

Lapschies und Frau Röhr, begann

bereits im November 2010 mit

den Vorbereitungen.

Alle Klassen, die großartige Unterstützung

von unseren Eltern

erhielten, sowie auch einige

Kooperationspartner trugen

zum Gelingen bei.

So startete am 27. Mai um 15:00

Uhr zum Auftakt die Musikschule

„Fröhlich“ mit einem bunten

Programm. Nach einer kurzen

Begrüßung luden ein Kaffee-

Hexenhaus: Nichts für schwache Nerven

Exkursion ins Berliner Spectrum

Leistner und Frau Binnenbruck

nach Berlin Kreuzberg. Bei herrlichem

Sonnenschein kamen alle

gegen 9.30 Uhr an. Die Schülerinnen

und Schüler teilten sich in

kleine Gruppen auf. Jede hatte

eine Reihe von Aufgaben mithilfe

der Ausstellungen zu lösen.

Schon ging es los. Gleich am Eingang

konnte ein Nachbau des

Foucaultschen Pendels betrachtet

werden. Hiermit wurde schon

1851 im Pariser Pantheon die

Drehung der Erde nachgewiesen.

Im Erdgeschoss gab es verschiedene

Experimente zu optischen

Täuschungen.

Bemerkenswerte Dinge konnten

ausprobiert werden. Schwarzweiße

Scheiben, deren Farben

bei Drehung zu grau verschmolzen.

Auch in Zerrspiegeln konnten

die Schüler sich betrachten.

Da sahen einige schon ganz

schön kurios aus. In den drei Etagen

konnten die Schülerinnen

und Schüler erstaunliche Experimente

durchführen und auch

die passenden Erklärungen dazu

finden. Ob beim Flaschenzug

oder der Partnerschaukel, bei

den Rauschrohren oder Schallexperimenten,

Blitzerzeugung

oder Wärmebildkamera, alle

Teilbereiche der Physik wurden

Von Line-Dance bis Zirkusshow

Wundervolles Schulhoffest mit Dankeschön an die vielen Beteiligten

und Kuchenstand sowie ein Trödelmarkt

zum Verweilen ein,

welche die Klassen 6b, 3 und 4

anboten.

Das „Supertalent“ unserer

Grundschule versuchte die Klasse

6a zu ermitteln.

Eine Tänzergruppe aus der Klasse

5a mit Nicole S., Tobias S. und

Jonas S. erhielt diesen ehrenvollen

Titel.

Anschließend wurden die Sieger

des Lese- sowie Sängerwettstreites

und der Öko-Rallye

vom Umwelttag bekanntgegeben.

Sie erhielten eine Urkunde

sowie einen Buchpreis

bzw. Karten für eine Ballettaufführung.

In der Zwischenzeit wurden

durch Lehrkräfte und Erzieherinnen

des Hortes, die uns tatkräftig

unterstützten, kleine Stationen

angeboten.

Im zweiten Teil stellten sich einige

Kooperationspartner vor. Frau

Bräu zeigte mit den Kindern ihrer

AG, wie man mit einem Hund

umgeht, um ihn richtig zu erziehen.

Herr Giedke stand im Schulhaus

Rede und Antwort zu Fragen,

die die AG „Junge Aquarianer“

betrafen. Hier wurde auch

manch heimlicher Tipp für das

eigene Aquarium zu Hause mitgegeben.

Außerdem zeigte die

AG „Tanz“ mit Frau Pabst eine

Line-Dance-Vorführung. Toll

war, dass Frau Pabst und Frau

Schönherr-Bald mutig teilnahmen.

In der Tunhalle zeigte die

Zirkus-AG unter der Leitung von

Frau Bach ihr Können.

Unterstützt hat uns auch der ESV

Lok Seddin e.V. mit einem Geschicklichkeits-Parcours

und die

Polizeiwache Beelitz mit einem

Info-Stand.

22. Juni 2011

anschaulich und verständlich

dargestellt.

Besonderen Spaß hat es allen

bereitet, sich im „Hexenhaus“ zu

amüsieren. Von außen sieht es so

aus, als ob das gesamte Haus sich

dreht. Wenn man drinnen sitzt,

dreht sich das Haus um die darin

befindlichen Personen. Nichts

für schwache Nerven. Auch hier

stellten alle fest, wie leicht sich

doch unsere Augen täuschen lassen.

Für alle war dies ein sehr interessanter

Tag, bei dem den Schülern

ernsthafte Themen in einer

anderen Art und Weise nahegebracht

wurde.

Für das leibliche Wohl sorgte

auch in diesem Jahr wieder das

Rasthaus und Pension „Am

Fuchsbau“ mit Gegrilltem.

Als abschließender Höhepunkt

traf pünktlich um 18:00 Uhr der

Spielmannzug ein. Mit seinen

Musikern und Cheerleadern

zeigte er ein kleines Programm.

Danach führte er uns zur Freiwilligen

Feuerwehr Neuseddin, die

mit einer Feuershow und einem

Löscheinsatz den ereignisreichen

Tag zu Ende gehen ließ.

An alle Beteiligten hier an dieser

Stelle ein ganz großes DANKE-

SCHÖN !

Ohne Ihre Unterstützung wäre es

nicht so ein wundervoller Nachmittag

geworden.

Christiane Wladimiroff

Schulleiterin


22. Juni 2011 See-Kurier 37 36

Seit Jahren steht der Sport in

unserer Schule an einer herausragenden

Stelle.

Neben den verschiedensten Turnieren,

Sportfesten und Ausscheiden

nehmen wir am jährlichen

Streetsoccerturnier des

Kreissportbundes Potsdam-

Mittelmark teil. 16 verschiedene

Grundschulen kämpfen um den

begehrten Pokal.

Wie der Name schon sagt, soll

hier ohne großen Aufwand Fußball

für jedermann möglich sein.

Damit alle die gleichen Chancen

erhalten, wird auf einem kleinen

Soccerfeld ohne typische

Fußballutensilien wie Schienbeinschoner

oder Fußballschuhe

gespielt. Fairness steht an oberster

Stelle.

In unserer Schule haben sich für

das Schulturnier 18 Mannschaften

angemeldet. Maximal 5 Spieler

stehen auf dem Feld. Gespielt

wird in den Altersklassen 1/2, 3/

4 und 5/6.

Es war eine ganze Reihe packender

Duelle zu sehen. Da

Mädchentore doppelt zählen,

gab es auch eine ganze Reihe

weiblicher Mitspielerinnen. Zum

Beispiel die „pink socs“, die schon

äußerlich durch ihre pinkfarbenen

Socken gut zu erken-

In diesem Jahr hat die Kita Seepferdchen

mal ganz was anderes!

Als morgendliche Überraschung

rollt für die rund 30 Kinder ein

knall bunt bemaltes Müllauto

vor. Nach einem leckeren hausgemachten

Frühstück sorgen

zwei nette Damen von der APM

Gelungenes Streetsoccerturnier

Fußball für jedermann und Fairness an oberster Stelle

nen waren. Am Ende standen die

diesjährigen Finalteilnehmer

fest: In der Altersklasse 1/2 siegten

die „Flitzer“, in der Altersklasse

3/4 die „Streetfighter“

und in der Altersklasse 5/6 die

„Drachentöter“.

In diesem Jahr steht das Finale in

Wust unter dem Zeichen der

Weltmeisterschaften im Frauenfußball.

Unsere Schule wird hier

Neuseeland darstellen.

Am Rand der Spiele wird aber

immer auch ein attraktives

Rahmenprogramm angeboten.

In den Spielpausen hat uns

zuerst die Tanzgruppe mit einem

flotten Cowboytanz und in der

zweiten Pause die Zirkustruppe

mit lustigen Clownerien unterhalten.

Aber auch auf der Außenfläche

war viel los. Vom Dreibeinlauf

über Gummistiefellauf und Pfeifballweitwurf

war für alle etwas

dabei. Ein besonderer Höhepunkt

war die Kletterwand, die

wieder viele junge Kletterkünstler

anzog.

Viel Spaß und sportliche Betätigung

für alle sind ein gutes Zeichen

für eine gelungene Veranstaltung.

Kindertag im Kindergarten „Seepferdchen“

Der Held war der Müllfahrer

nebst Müllautofahrer zwei Stunden

lang für ein buntes Programm

zum Anfassen und mitmachen.

Laut werden alle von den Seepferdchen

begrüßt und das nasskalte

Wetter ist schon vergessen.

In kleinen Gruppen können die

Kinder abwechselnd mal mit

dem Müllauto auf Tuchfühlung

gehen oder den Müll trennen lernen.

Das Müllauto steht gut zu

bestaunen am alten Rewe-Parkplatz

und der Müllfahrer zeigt

was er so drauf hat! Wer braucht

da noch Spider- oder Super man?

Die ganz Mutigen steigen ein

und nehmen die Sache selber in

die Hand. Viele Knöpfe und Hebel

und ein kleiner Fernseher

sogar. Das ist Technik die begeistert!

Begleitend wird die Geschichte

vom“ Müll man“ erzählt,

der immer aufpasst, dass niemand

seinen Müll einfach in den

Wald schmeißt. Beim Müllquizz

zeigen alle, was sie schon wissen.

Ein buntes Sammelsurium von

Dingen, die täglich von uns entsorgt

werden müssen, wird von

den Kinder in die richtigen Tonnen

einsortiert: Die rote Tonne,

die nur wenige kennen wird erklärt:“

...und dort kommen alle

gefährlichen Sachen rein, die für

uns giftig sind oder krank machen

können! Wer weiß denn

schon was das für ein Müll sein

könnte?“ Es ist still, alle legen die

Stirn in Runzeln und Denken

nach.“liichhü!“ rief es laut und

ungeduldig aus einem kleinen

bezopften Rotschopf mit Sommersprossen:

„Mein Charly hatte

mal ne Zecke! Die kann da

rein!“ Und im Prinzip hatte das

clevere Köpfchen nicht unrecht!

Natürlich sollten dort in allererster

Linie Flaschen mit Resten von

Flüssigkeiten und Ähnliches gesammelt

werden.

Aber seien wir doch mal ehrlich,

die Idee war doch gar nicht

schlecht! Fragt sich eben nur, wo

sie vielleicht ihren grünen Punkt

hinkriegen soll?


38 37 See-Kurier

Projektwoche:

„Kunst

hat viele

Gesichter“

Traditionell findet an der

Wildenbrucher Grundschule

jährlich eine einwöchige

Projektwoche statt, die immer

unter einem bestimmten Motto

steht.

Das aktuelle lautete: „Kunst

hat viele Gesichter“. Aus verschiedenen

Angeboten wählen

sich Schüler ein Thema,

welches sie interessiert. Unseres

lautete: „Kunst und Künstler

rund um den Seddiner

Sees“.

Klar, dass da ein Anlaufpunkt

der Findlingsgarten in

Kähnsdorf war. Mit dem Fahrrad

angekommen, nahmen

uns dort Herr Ruhnke und

Herr Vollstädt in Empfang.

Zuerst berichtete uns Herr

Ruhnke als Galerist, der im

Findlingsgarten Kunstobjekte

ausstellt, Wissenswertes über

einige Kunstwerke und beantwortete

alle neugierigen

Schülerfragen.

Besonders hat uns der Steinbutt

gefallen. Toll, was man

alles aus Steinen machen

kann!

Anschließend erklärte uns Pr.

Dr. Vollstädt, wie Findlinge

nach Seddin gelangten,

sprach über die Zusammensetzung

von Granit sowie anderer

Steine und verriet uns,

wie man künstliche Diamanten

herstellt.

Die Begeisterung kannte keine

Grenzen, als er jedem von

uns eine Karte mit einem kleinen

Industriediamanten

schenkte! Überhaupt, wären

wir nicht mit dem Fahrrad gekommen,

hätte so manch einer

von uns noch die ein oder

andere Natursteinplatte mitgenommen.

Auf jeden Fall haben

einige ihr Sammelinteresse

für Mineralien entdeckt.

Danke an Herrn Vollstädt und

Herrn Ruhnke für diesen sehr

interessanten und lehrreichen

Vormittag!

Die Projektgruppe und

Frau Burmeister

Trommelgeräusche, mal dumpf

und dann wieder hell. Sie empfangen

mich, als ich den Paul-

Gerhard-Saal betrete, dessen

Name nicht so ganz zu der Atmosphäre

passen will.

Tief im Rhythmus versunken

sitzt Elija Avital im Garten, seine

Gedanken sind fern von hier,

versunken in einer anderen Welt,

an Orten seiner Heimat Israel.

Kurze Zeit später gehen auch wir

mit ihm auf diese Reise.

Es ist heiß draußen, die Sonne

knallt, gefühlte Temperaturen

wie in der Wüste Negev.

Einer Karawane gleich pilgern

die Kinder in den Kirchenraum,

gespannt auf das, was sie heute

erwarten wird. Sie sitzen im

Kreis, auf Kissen auf dem Boden.

„Kommt näher“ spricht Herr

Avital. Seine Stimme ist wie ein

Wüstensturm, warm und gleichzeitig

rau, mit einem deutlichen

Akzent, der das ganze Geschehen

noch exotischer wirken lässt.

Seine Augen sind dunkel und

tief, wie ein Wüstenbrunnen. Sie

blicken einen an, durchdringen

einen, sind gleichzeitig beängstigend,

fremd aber auch freundlich.

Trommeln. Sein Körper wippt im

Takt hin und her. „Kommt, macht

mit!“ fordert er uns auf. Singt mit

mir in einer Sprache, die jeder

versteht.“

So beginnt unsere Reise, mit einem

einprägsamen Rhythmus,

der sich durch die ganze Geschichte

zieht. Er führt uns hinaus

aus unserem grauen Alltag in

22. Juni 2011

Ich möchte euch eine Geschichte erzählen...

Religionskindertag in Neuseddin

den goldenen Wüstensand.

Wenn ich die Augen schließe, bin

ich dort. Wenn ich sie wieder öffne,

blicke ich in die leuchtenden

Augen der Kinder und des großen

Mannes in Jeans und T-Shirt.

Er erzählt uns eine Geschichte,

sie handelt von Liebe, Verrat und

Abenteuern. Es ist eine Geschichte

aus der Bibel, aus dem Alten

Testament. Es ist die Geschichte

von Josef.

Man kann dieses Buch kritisieren,

aber spätestens seit diesem

Vormittag bin ich mir des Potentials

seiner Geschichten bewusst.

Man braucht nicht den neusten

Fernseher oder die aktuellste

Spielkonsole um die heutige Jugend

zu begeistern. Es reicht eine

super gemachte Geschichten-

Stunde wie aus alten Zeiten.

Man hängt an den Lippen von

Herrn Avital, möchte unbedingt

wissen, wie es mit Josef weitergeht.

Er bezieht sein Publikum in

seine Erzählung ein, quasi ein

interaktives Bibelerlebnis. Die

Begeisterung für seine eigene

Erzählung ist ihm anzumerken.

Seine Erläuterungen sind

bildlich und nachvollziehbar. Er

erklärt alles sehr genau,

manchmal vielleicht etwas zu

genau und gibt Einblicke in familiäre

sowie gesellschaftliche Hintergründe.

Warum wird Josef bevorzugt?

Warum wollen seine Brüder ihn

umbringen und taten es

schließlich doch nicht?

Ein Blick auf die Uhr. In einer

knappen Stunde hat Herr Avital

es nicht geschafft, die

Josefsgeschichte zu Ende zu erzählen,

es ist ja auch eine sehr

lange Geschichte. Er endet mit

Josefs Einzug in Ägypten. Fragen

werden laut.

„Wie geht es mit Josef weiter?“

Nicht alle weiterführenden Fragen

werden geklärt, aber einige.

Sei es durch knifflige Rätsel über

Josefs Leben oder durch ein klärendes

Gespräch mit dem Geschichtenerzähler

persönlich,

oder durch die Erfahrung in einem

(nachgebauten) Brunnen

zu sitzen oder das Leporello zu

lösen.

Die Zeit verfliegt. Es wird gelacht,

geschwatzt, gesungen und

gespielt. Keiner langweilt sich,

alle machen mit.

Die Josefsgeschichte bleibt im

Gedächtnis, genau wie die wunderschöne

Karawane, die alle

Kinder gemeinsam gebastelt haben.

Nach einer köstlichen Kartoffelsuppe

mit Wienerwürstchen, leckeren

Brötchen und viel Götterspeise

gab es noch eine leider viel

zu kurze Spielstunde und der 1.

Religionskindertag in Neuseddin

war zu Ende.

Die Kinder sagten später:

– Der Religionskindertag war

echt toll (Justine)

– Es war echt toll und nächstes

Jahr wollen alle nochmal.

(Lina)

– Der Geschichtenerzähler hat

uns die Josefsgeschichte auf

eine lustige Art erzählt.

(Jonas)

– Um 13.45 Uhr war leider der

Religionstag zu Ende. (Lea)

– Zu schnell war die Zeit vorbei

und wir mussten zurück.

(Lilly)

– Als wir los mussten, sagten

welche: „Ich will dort nächstes

Jahr wieder hin und wir

hatten alle sehr viel Spaß.“

(Bastian)

– Es war ein toller Tag (Larissa)

– Wir alle fanden es schön und

nächstes Jahr, wollen wir

wieder einen Religionstag

haben. (Tobias)

– Jeder, der mit bei war, ging

mit einem Lächeln im Gesicht

nach Hause. (Anna)

Praktikantin Elisabeth Fröhlich

und Ute Baaske


22. Juni 2011 See-Kurier 39 38


40 39 See-Kurier

Schon vor geraumer Zeit dachten

wir darüber nach, wie wir

unsere Kita nach außen hin mit

einem Logo bekanntmachen

könnten .Es wurden viele Ideen

gesammelt und Zeichnungen angefertigt.

Aber so richtig kamen wir nicht

voran.

22. Juni 2011

Kita „Waldsternchen“

Ein Logo ist gefunden

Wichtig war uns, dass mit dem

Logo der angrenzende Wald, die

Sternform des Hauses und natürlich

auch dass es sich um eine

Kindereinrichtung handelt, erkennbar

dargestellt wird.

Nach einigem Hin und Her gingen

unsere Überlegungen dahin

uns doch professionelle Hilfe zu

holen.

Uns war bekannt, dass Herr

Weiß, ein Vater aus unserer Kita,

im grafischen Bereich tätig ist.

Auf unsere Anfrage hin, sagte er

seine Hilfe sofort zu.

Er hörte und sah sich unsere bisherigen

Ergebnisse an. Danach

fertigte er mehrere Varianten an,

aus denen wir eine Vorauswahl

trafen.

Unsere beiden Favoriten wiederum

stellten wir den Kindern und

Eltern zur abschließenden Wahl

vor. Am 4. Mai war die endgültige

Entscheidung gefallen. 69

Familien hatten sich beteiligt.

Mit einer Mehrheit von 50 Stimmen

fiel die Wahl auf das abgebildete

Logo.

Ab sofort hat unsere Kita „Waldsternchen“

mit dem Eltern -Kind-

Zentrum ein gemeinsames Erkennungszeichen,

das z.B. auf

Elternbriefen und auch an unserem

Haus zu sehen sein wird.

Wir danken Herrn Weiß von der

Medienagentur „projektsteuerung

+ medienberatung weiß“

(Infos und Kontakt unter

www.cweissglut.de) für die tat-

kräftige und unentgeltliche Unterstützung

und für die Verwirklichung

unserer Ideen.

Herr Weiß hat uns auch für zukünftige

Projekte seine Hilfe angeboten,

die wir dankbar annehmen

werden.

Es ist schön zu wissen, dass es

Eltern gibt, die uns in unserer

Arbeit unterstützen.

Wir hoffen, dass unser neues

„Wahrzeichen“ von den Kindern,

den Eltern und allen anderen

Einwohnern von Seddiner See

angenommen wird und sie sich

damit identifizieren können.

Ihr Team der Kindertagesstätte

„Waldsternchen“

Nachtrag zum Artikel „Aufregung

in der Kita „Waldsternchen“

vom 20. April

Leider ist uns bei unserem letzten

Artikel (Tag der offenen Tür)

ein kleines Versäumnis unterlaufen.

Nachträglich möchten wir Herrn

Raulf für die schönen Fotos, von

denen einige veröffentlicht wurden,

danken.


22. Juni 2011 See-Kurier 41 40


42 41 See-Kurier

„Wenn unsere Senioren feiern,

scheint die Sonne“, meinte

Bernd Lehmann vom Seniorenbeirat

der Gemeinde Seddiner

See. Im Rahmen der 18.

Brandenburgischen Seniorenwoche

hatten der Seniorenbeirat

und die Gemeinde zu einem bunten

Nachmittag eingeladen.

Rund 40 Gäste genossen den

Nachmittag in der Kähnsdorfer

Sommer, Sonne, Theater und Gesang

Seniorentag am Seddiner See

Kulturscheune, schauten auf den

See, hörten sich die Gitarrenund

Gesangkompositionen von

Benja Weller aus Neuseddin an

und ließen sich Kaffee und Kuchen

schmecken. Die Senioren-

Theatergruppe „Runzelrübchen“

aus Teltow spielte mit viel Humor

vor, wie es sich so lebt mit den

kleinen Wehwehchen im Alter.

„Man ist nicht mehr dass, was

man mal war“ stellten sie fest.

Auch das Großmutterdasein

habe sich geändert. Das ist zum

Glück nicht wie es mal war. Die

Oma sitzt längst nicht mehr am

Ofen und strickt, nein, sie düst

im Flieger ans Mittelmeer, geht

Golfen, spielt Tennis, treibt eben

Sport oder ist den ganzen Tag

anderweitig beschäftigt und hat

stets einen vollen Terminkalender.

Nach dem Kaffee wurde es feierlich.

Für ihr ehrenamtliches Engagement

in der Seniorenarbeit

in der Gemeinde wurden Hanna

Bode, Renate Guthke, Bärbel

Rohr und Christina Thiele geehrt.

Und damit die unermüdlichen

ehrenamtlichen Helfer ihre

Blumen, die Urkunde und den

Sekt auch heil nach Hause bringen

konnten, hatte der Bürgermeister

Axel Zinke vorsichtshalber

noch einen hübschen Leinenbeutel

und einen knallroten

Schlüsselanhänger mit Seddiner

Motiven mitgeschickt.

22. Juni 2011

Mit Gitarrenmusik endete der

Nachmittag für die Senioren.

Stilvoll per Taxi geholt und gebracht

wurden einige Festgäste

aus Neuseddin. Für die Mitglieder

des Seniorenbeirates, das

Team von der Kulturscheune

und die spontanen Helferinnen

Angelika List, Giesela Gorski und

Evelyn Kühnicke, die mit dafür

sorgten, dass der Nachmittag ein

gelungenes Fest wurde, ging es

ans Aufräumen.

Einen anstrengenden Tag hatte

das Seniorenbeirats-Team Bernd

Lehmann als Organisator sowie

Ulla Hein und Brigitte Riedel mit

der Durchführung des Seniorentages

da bereits hinter sich.

„Es hat uns aber viel Freude bereitet“,

betonten die drei.

„Im nächsten Jahr scheint bei so

viel Einsatz zum Seniorentag in

der Gemeinde Seddiner See bestimmt

wieder die Sonne.“

Seniorenbeirat Seddiner See

Brigitte Riedel


22. Juni 2011 See-Kurier 43 42


44 43 See-Kurier

22. Juni 2011

Blutspendetermine

Neue Adresse, neue Öffnungszeiten!

01. Juli Potsdam-Babelsberg, Oberlinhaus (Mutterhaus),

Breitscheid-Str.24 15:30 bis 19:00 Uhr

07. Juli Potsdam, AOK, Friedrich-Ebert-Straße 113 15:00 bis 19:00 Uhr

07. Juli Kloster Lehnin,

Ev. Diakonissenhaus, Altenhilfezentr.,

Klosterkirchplatz 15:00 bis 19:00 Uhr

11. Juli Teltow, AOK, Potsdamer Str. 20 15:00 bis 19:00 Uhr

13. Juli Beelitz, Robert-Tiedemann-Haus,

Clara-Zetkin-Straße 16 14:30 bis 19:00 Uhr

19. Juli Werder (Havel), Schule,

Unter den Linden 11 15:00 bis 19:00 Uhr

25. Juli Potsdam-Am Stern,

Finanzamt, Haus 9, Steinstraße 104-106 09:00 bis 13:00 Uhr

25. Juli Fahrland, Jugendhaus, Ketziner Str. 20 16:00 bis 19:00 Uhr

Achtung: Neue Adresse und neue Öffnungszeiten in Potsdam!!!

Neue Öffnungszeiten im DRK-Blutspendeinstitut Potsdam,

Charlottenstr. 72, Haus I, Eingang Hebbelstr. 1, 14467 Potsdam

(neues Ärztehaus gegenüber der Poliklinik)

Montag und Freitag von 7 bis 12 Uhr und 15 bis 19 Uhr

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 12 bis 19 Uhr

jeden 1. Samstag im Monat von 9:00 bis 12:00 Uhr

Telefon-Nr.: 0331-2846-0

Der Seniorenbeirat Seddiner See

trauert um sein Gründungsmitglied

Helga Westland.

Nach langer Krankheit ist sie Ende Mai verstorben.

Ihr Engagement für die Senioren und ihr Mitwirken

im Seniorenbeirat bleibt ehrend in unserer Erinnerung.

Seniorenbeirat Seddiner See


22. Juni 2011 See-Kurier 45 44


46 45

See-Kurier

22. Juni 2011


22. Juni 2011 See-Kurier 47 46

Rücksicht bei Ausflügen

Die Natur als großer Wildtier-Kindergarten

Einer wahren Kinderstube

gleicht die märkische Natur in

dieser Jahreszeit für den Nachwuchs

vieler Vogel- und Wildtierarten.

Weil Störungen für Elterntiere

und Junge aktuell

besonders belastend sind, bittet

Brandenburgs Agrarminister

Jörg Vogelsänger Ausflügler in

Wald und Flur um besondere

Rücksicht. Für Spaziergänger,

Jogger, Radfahrer und Reiter gilt

in den Monaten der Jungenaufzucht

umso mehr: Erholung ja,

Unruhe nein!

Wichtig für Ausflügler ist es vor

allem in den Morgen- und Abendstunden,

unbedingt auf den

Wegen zu bleiben und übermäßigen

Lärm zu vermeiden. Hunde

gehören in Wäldern grundsätzlich

an die Leine – dieses

Gebot gilt ohnehin für das gesamte

Jahr. Wer Jungtiere findet,

sollte sie keinesfalls berühren

und sich zügig und geräuschlos

„Der Spreewald mit seinem verzweigten

Wasserwegenetz und

das Ruppiner Land mit seiner kulturellen

Perle Schloss Rheinsberg

– das sind die ‚klassischen’ Zugpferde

des märkischen Tourismus.

Auch der Fläming mit dem einzigartigen

Radler- und Skater-Rundkurs

‚Flaeming-Skate’ hat sich international

einen Namen gemacht,

das Seenland Oder-Spree

mit seinen idyllischen Ecken wie

dem Schlaubetal ist ebenfalls weit

über die Grenzen der Mark hinaus

bekannt. Nicht zu vergessen

die Landeshauptstadt Potsdam

mit ihren architektonischen

Schätzen. In den ersten drei Monaten

2011 konnten allein diese

fünf Reisegebiete schon rund eine

Million Gästeübernachtungen

verbuchen.

Das zeigt: Brandenburg ist ein attraktives

Reiseziel.“

Das erklärte Wirtschafts- und

Europaminister Ralf Christoffers

zu den vom Amt für Statistik

Berlin-Brandenburg veröffentlichten

Zahlen für das erste Quartal

2011. Demnach buchten

599.400 Gäste 1.573.000 Übernachten.

Das entspricht einer

entfernen. In aller Regel halten

sich die Elterntiere in der Nähe

auf und kehren bald dorthin zurück.

Sollte es zu einer Begegnung

kommen, ist Vorsicht geboten,

denn gerade in der Phase der

Jungenaufzucht können Wildtiere

aggressiv werden. Wildschweine

zum Beispiel verstehen

keinen Spaß, wenn Men-schen

ihren Frischlingen zu nahe kommen.

Sie zögern nicht lange und

setzen sich gegenüber dem Eindringling

mitunter unmissverständlich

zur Wehr.

Auf eine gute Abstimmung zwischen

Landwirten und Jägern

setzt Agrarminister Vogelsänger

während der Setz- und Brutzeit

auch bei den anstehenden Feldund

Erntearbeiten. Insbesondere

vor dem ersten Grasschnitt zur

Heuernte ist Rück-sicht gefragt,

um Verletzungen von jungen

Wildtieren vorzubeugen.

Touristische Vielfalt

Schon mehr als 1,5 Millionen Übernachtungen

Steigerung um 7,9 Prozent bei

den Gästezahlen und um 4,1 Prozent

bei den Übernachtungen.

„Unsere starken Themen von Kultur-

und Naturtourismus bis hin

zu Wellness kommen bei den Urlaubern

gut an, ebenso wie die

Qualität der touristischen Angebote.

Für die nächsten Jahre stellt sich

die Herausforderung, die Qualität

in den touristischen Einrichtungen

zu sichern und auszubauen“,

sagte der Minister.

Spitzenreiter in der Beliebtheitsskala

ist in den ersten drei Monaten

2011 das Reisegebiet Seenland

Oder-Spree mit 99.400 Gästen,

gefolgt vom Dahme-

Seengebiet (76.900 Gäste) und

dem Fläming (73.100 Gäste). Bei

den Übernachtungszahlen führt

ebenfalls das Seenland Oder-

Spree die Hitliste an mit 312.000

Übernachtungen, gefolgt von

Spreewald (183.700) und dem

Ruppiner Land (183.400). Den

stärksten Zuwachs verzeichnet

das Dahme-Spree-Seengebiet mit

einem Plus von 30,9 Prozent bei

den Gästezahlen und 20,4 Prozent

bei den Übernachtungen.


Gemeindeverwaltung Seddiner See

Anschrift: Gemeindeverwaltung Seddiner See

Neuseddin,Kiefernweg 5, 14554 Seddiner See

Telefon: 033205/5360

Telefax: 033205/53627

E-Mail: info@seddiner-see.de

Internet: www.seddiner-see.de

Sprechzeiten in der Verwaltung

Montag 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Dienstag 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Mittwoch geschlossen

Donnerstag 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 15:30 Uhr

Freitag geschlossen

Telefonnummern der Verwaltung

Bereich App. Zimmer E-Mail

Bürgermeister 5360 01 Zinke@seddiner-see.de

Sekretariat

Sekretärin 53617 01 Birgit-Gimbatschki@seddiner-see.de

Sachbearbeiterin Hauptamt 53649 01 Roswitha-Marschner@seddiner-see.de

Hauptamt

Hauptamtsleiterin 53624 03 Sandy-Weickert@seddiner-see.de

Sachbearbeiterin Bildung/Erziehung 53625 14 Marina-Bengsch@seddiner-see.de

Sachbearbeiterin Personal 53618 07 Christiana-Altus@seddiner-see.de

Sachbearbeiterin Versicherung 53630 01

Kämmerei

Kämmerin 53615 05 Marina-Zinke@seddiner-see.de

Sachbearbeiterin Steuern 53616 06 Petra-Fuhrmann@seddiner-see.de

Sachbearbeiterin Steuern 53623 06 Liane-Naujoks@seddiner-see.de

Kassenverwalter 53614 04 Monika-Burkhardt@seddiner-see.de

Bau- und Ordnungsamt

Leiter des Bau- und Ordnungsamtes 53621 09 Bernd-Fuhrmann@seddiner-see.de

Sachbearbeiter Bau 53622 12 Detlef-Kloos@seddiner-see.de

Sachbearbeiterin Bau 53611 13 Ulrike-Urban@seddiner-see.de

Sachbearbeiterin 53628 08 Birgit-Hirsch@seddiner-see.de

Liegenschaften/Friedhofsangelegenheiten

Sachbearbeiterin 53620 10 Ilona-Danneberg@seddiner-see.de

Gewerbeangelegenheiten/Brandschutz

Sachbearbeiterin 53619 09 Iris-Preuss@seddiner-see.de

Allgem. Ordnungsrecht, Ruhender

Verkehr, Wohnungsvergabe

Sprechzeiten des Einwohnermeldeamtes Beelitz

Anschrift: Stadtverwaltung Beelitz, Berliner Straße 202, Tel.: 033204/391-84 oder 85

Montag 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr, Dienstag 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Mittwoch geschlossen, Donnerstag 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Freitag geschlossen

Impressum: Der „See-Kurier“ erscheint in der Regel monatlich. Auflage: 2400 Exemplare.

Herausgeber des See-Kuriers, Druck und Verlag: Heimatblatt Brandenburg Verlag, 10178 Berlin, Panoramastraße 1, www.heimatblatt.de

Herausgeber des Amtsblattes und verantwortlich: Gemeinde Seddiner See, der Bürgermeister, Kiefernweg 5, 14554 Seddiner See, Tel. 03 32 05/5 36 10.

Die Zustellung erfolgt kostenlos in den Ortsteilen Kähnsdorf, Neuseddin und Seddin an Haushalte, die über einen von der öffentlichen Straße aus

erreichbaren Briefkasten verfügen. Ein Rechtsanspruch auf kostenlose Zustellung besteht nicht. Personen, die von dieser Verteilung nicht erreicht

werden, können Exemplare in der Gemeindeverwaltung erhalten. Einzelbezug auf Anfrage möglich (Liefergebühr 2,05 EUR je Exemplar, inkl. Porto).

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie Druckfehler wird keine Haftung übernommen. Es besteht kein Anspruch

auf Veröffentlichung. Veröffentlichungen im nichtamtlichen Teil geben die Meinung und Absicht der jeweiligen Autoren wieder, nicht die des Herausgebers.

Redaktionsschluss: 03. Juni 2011

Abgabe von Beiträgen für die nächste Ausgabe bis zum 1. des Monats (1. Juli 2011) an sandy-weickert@seddiner-see.de

Anzeigenannahme: Herr Thieme, Tel.: 03 37 31 / 32 01 64, Mobil: 0178 / 7 16 90 05, E-Mail: thieme.noack@freenet.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine