Gemeindeblatt - Reformierte Kirchgemeinde Solothurn

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Gemeindeblatt - Reformierte Kirchgemeinde Solothurn

Gemeindeblatt

der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn • www.solothurnref.ch • Nr. 2 • Februar 2013

Jahresthema: Die Psalmen

ist der Gott der liebe

auch ein Gott der Rache?

Eine Annäherung an unbekannte, dunkle Psalmen.

Schon lange steht das Buch «Ein Gott der Rache?» von Erich Zenger, mit dem Untertitel

«Feindpsalmen verstehen», ungelesen in meinem Büchergestell. Noch nie habe ich über

einen solchen Bibeltext gepredigt. Die gewaltvolle Bildsprache hat mich bis jetzt davon

abgehalten. Nun habe ich mich an dieses Thema herangewagt und spannende wie auch

befreiende Entdeckungen gemacht!

Oft wird das 1. Testament als

nur gewalttätig erlebt, das durch

das 2. Testament mit dem Liebesgebot

abgelöst wird. (Ich schreibe

vom «Ersten» Testament, wie

es heutzutage in der Theologie

üblich ist. Die herkömmliche Bezeichnung

von Altem und Neuem

Testament würde gerade dieses

Vorurteil unterstützen.) Manche

stellen sich deshalb ernsthaft die

Frage, ob man das 1. Testament

Kirche im Wandel

Ist die Kirche eine emotionale

Tankstelle? S. 3

aus diesem Grunde nicht aus unserer

christlichen Bibel verbannen

sollte.

Doch eine statistische Untersuchung

ergab: Die Nennung des

Wortes «Rache» und damit verwandte

Wörter ist im 1.Testament

häufiger, weil es umfangreicher

ist als das 2.Testament. Prozentual

zum Umfang der beiden Testamente

ist das Vorkommen etwa

gleich! Also auch das 2. Testament

schreckt nicht vor Rachetexten zurück.

Ein Beispiel dazu: «Geschehen

wird es, wenn Jesus, der Herr,

vom Himmel her erscheint mit den

Engeln seiner Macht, in loderndem

Feuer. Dann wird er Vergeltung

üben an denen, die Gott nicht kennen

und die dem Evangelium Jesu

unseres Herrn, nicht gehorchen.»

(2. Thessalonicher 1,7b-8). Ein anderes

Beispiel: Lukas 21, 20ff. Dazu

kommt, dass es für das Wort «Ra-

«Ohne Land kein Brot»: Kampagne bfa/fo 2013

Verschiedene Projekte wenden sich gegen den legalisierten Landraub

und damit gegen einen neuen Kolonialismus. S. 4/5

Foto: clip.de

che» und damit verwandte Wörter

80 Belege im 1. Testament gibt.

Für das Wort «Liebe» und damit

verwandte Wörter gibt es jedoch

mehr als dreimal so viele Belege!

Auch das jesuanische Liebesgebot

«Liebe deinen Nächsten wie dich

selbst» ist ein Zitat aus dem 1.Testament

(3.Mose 19,18)!

Gerade in den Psalmen ist vermehrt

von Feinden, Rache und

vom Zorn Gottes auf erschrecken- >

Theres Flückiger

Sie geht nach fast 20 Jahren auf

der Verwaltung in Pension. S. 6


Gemeindeleben +

Psalmen

de Weise die Rede. Dies hat mich

bisher dazu veranlasst, diese Psalmen

mit einer «Schere» zu behandeln

und die unangenehmen Verse

beim Lesen im Gottesdienst wegzulassen.

Doch damit werde ich

den Texten nicht gerecht. Wichtige

Aussagen gehen verloren. Ein typisches

Beispiel ist Psalm 139, welcher

von einer intensiven Nähe

und Vertrautheit Gottes mit den

Menschen spricht. Die Verse 19-

22 sprechen aber eine andere Sprache:

«Wolltest du, Gott, doch den

Frevler töten! Ihr Mörder, weicht

von mir. Sie sprechen von dir voller

Tücke, es erheben sich deine

Feinde im Wahn. Sollte ich nicht

hassen, Herr, die dich hassen, sollten

mich nicht ekeln, die sich gegen

dich auflehnen?» Selbst im

Psalm 23 «Der Herr ist mein Hirte«,

ein Psalm, der Geborgenheit,

Schutz und Begleitung ausstrahlt,

sind die Feinde gegenwärtig: «Du

deckst mir den Tisch im Angesicht

meiner Feinde.» Psalm 23 beschreibt

eben gerade keine Idylle,

sondern zeigt auf, dass wir trotz Bedrohung,

angstfrei und in Ruhe an

seinem Tisch essen können.

Wer schreit nach Rache?

Die sogenannten Feind- oder Rachepsalmen

sind Gebete, die den

Unterdrückten, Notleidenden, Armen

und Schwachen eine Stimme

verleihen. Fast ausnahmslos richtet

sich der Betende des Psalms mit

seiner ganzen Not und seiner Klage

an Gott. Es handelt sich dabei

nicht um Konflikte, die der Betende

mit Nächstenliebe lösen könnte.

Oft ist es strukturelle Gewalt,

Unrecht, an dem der Betende leidet

und nicht dagegen ankommt. Die

Feinde scheinen in der Übermacht

zu sein. Die Frevelnden verspotten

nicht nur die Betenden, sondern

auch Gott selbst.

Gewaltvolle Bilder

Was mit den Feinden und Frevlenden

geschehen soll, wird in gewaltvollen

Bildern beschrieben:

«Gott zerbrich ihnen die Zähne

im Mund, zerschlage, Herr, das

Löwengebiss. Wie Wasser, das ver-

rinnt, sollen sie zergehen, verdorren

wie Gras auf dem Weg, wie

eine Schnecke, die in Schleim zerfliesst,

wie eine Fehlgeburt, die nie

die Sonne schaut.» (Ps 58,7-9)

Weitere reine Rachepsalmen

sind: Psalm 5; 79; 94; 137.

Gott als Rächer

durchbricht Gewaltspirale

Den Gewaltfantasien sind keine

Grenzen gesetzt. Oft sollen die

Angeklagten durch ihre eigenen

Mittel gerächt werden. Doch Gott

soll richten und Rache üben, denn

schliesslich heisst es in 5. Mose

32,35: «Mein ist die Rache, ich will

vergelten.» Mit dem Herausschreien

seiner Not delegiert der Betende

die Rache an Gott, verzichtet dabei

auf die eigene Rache und auf

eigene Gewalt. Dadurch wird die

Gewaltspirale durchbrochen, die

sonst noch mehr Gewalt hervorrufen

würde.

Nicht gottgegeben

Der Betende macht aber auch

deutlich, dass er sich nicht mit den

gegebenen Verhältnissen abfindet

oder sie als gottgegeben betrachtet.

Somit sind diese Anklagen Aufrufe

zur Veränderung, zur Wiederherstellung

von Recht und Gerechtigkeit.

Unter Rache stellen wir uns

meist eine willkürliche, blutrünstige

Reaktion vor. Doch Gottes

Rache versteht sich als Unterbrechung

des Unrechts und Wiederherstellung

von Recht und Gerechtigkeit.

Gott der Richter hat immer

noch die Wahl, Gnade zu walten,

wie es im Buch Jona erzählt wird.

(Wie es Jona vorhergesehen hat, erbarmt

sich Gott über Ninive, weil

die drohende Vernichtung die

Menschen wieder zur Umkehr auf

den rechten Weg führte.)

Bedeutung heute

Unrecht geschieht auch heute:

Zum Beispiel in den Ländern auf

der südlichen Halbkugel, wo der

Landbevölkerung das Landwirtschaftsland

weggenommen wird,

um Viehfutter oder Treibstoff für

den Norden herzustellen (Kampagne

von Brot für alle!). Zum Bei-

spiel in Ländern, von denen uns

die christliche Organisation ACAT

immer wieder berichtet, wo regimekritische

Menschen in Gefängnissen

verschwinden, misshandelt

und gefoltert werden und

kein Recht auf Verteidigung erhalten.

Zum Beispiel in Solothurn,

wo sich ältere Menschen nachts

nicht mehr auf die Strasse trauen,

weil sie Angst haben, überfallen

zu werden. Ich ärgere mich darüber,

dass Menschen am Rande unserer

Wohlstandsgesellschaft leben

und keine andere Möglichkeit

sehen, als schwächere Menschen

auszurauben.

Gefühle zulassen

Ärger, Wut, Zorn sind natürliche

Gefühle, die darauf aufmerksam

machen, dass etwas nicht

stimmt, dass Unrecht geschieht.

Auch als Christinnen und Christen

dürfen wir diese Gefühle zulassen

und müssen sie nicht verstecken,

obwohl uns Nächsten- und

Feindesliebe geboten ist. Entscheidend

ist, was wir mit unseren Rachegedanken

machen. Ich empfinde

es als sehr befreiend, dass wir zu

unseren Gefühlen stehen dürfen,

aber die Ausführung Gott überlassen

können!

Psychohygiene

Das konsequente Leben mit

diesen Rachepsalmen ist ein Programm

für Psychohygiene, welche

Therapien erspart, und für den gewaltlosen

Umgang mit Konflikten.

Diese Psalmen ermutigen mich

auch, eine direktere Sprache zum

Beispiel in den Fürbitten im Gottesdienst

zu sprechen, wo Gott als

ein liebender, eifernder Gott angerufen

wird, der das Unrecht sieht

und für die Schwachen und Unterdrückten

einsteht.

Herzliche

Grüsse,

Pfarrerin

Elsbeth Hirschi

Glanzmann

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

Inhalt

Aktive Chinderchile Bellach

S. 7

Danken: Musik und Worte

S. 8

Aus den Gemeindekreisen

S. 9–12

Adressen S. 13

Veranstaltungen S. 14–15

Gottesdienste S. 15–16

Impressum

Herausgeberin:

Reformierte Kirchgemeinde

Solothurn, Baselstrasse 12

Postfach 1455

4502 Solothurn

Tel. 032 626 30 30

verwaltung@solothurnref.ch

www.solothurnref.ch

www.orgel-stadtkirche.org

www.kantorei-so.ch

Redaktion und Layout:

Angelica Schorre (sch)

Tel. 032 622 33 68

Angelica.Schorre@solothurnref.ch,

angelica.schorre@gawnet.ch

Urs Scheidegger (us, Stv.)

urs.scheidegger.4542@bluewin.ch

Lektorat: Peter Bürgi

Redaktionsschluss für die

März-Ausgabe:

1. Februar 2013

Adressänderungen:

Tel. 032 626 30 30

verwaltung@solothurnref.ch

Druck und Versand:

Vogt-Schild Druck AG

4552 Derendingen

Auflage:

7100 Exemplare, erscheint monatlich

2 2/2013


Gemeindeleben +

Kirche im Wandel

2/2013

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

Zwischen liegenschaft und leidenschaft

Die Reformierte Kirchgemeinde

Solothurn ist im Wandel. In den

vergangenen Jahren hat sie grundlegende

Änderungen vorgenommen.

Die Änderungen stehen immer

im Dienst ihrer Mitglieder. Die

Reformierte Kirchgemeinde will

da aktiv sein, wo Menschen leben,

wo Menschen Hilfe brauchen, wo

Menschen Orientierung benötigen

in einer komplexen Zeit.

Die Gemeinde wandelt sich

Auch die Zusammensetzung der

Gemeinde wandelt sich. In Solothurn

und in den Dörfern des Leberbergs

gibt es viele Neuzuzüger.

Viele von ihnen sind erfolgreich im

Beruf, jedoch noch wenig vertraut

mit den örtlichen Traditionen und

Verhältnissen.

Der Gottesdienst am Sonntagmorgen

ist bei den jungen Familien

nicht mehr ein zentrales Anliegen.

Er passt nicht mehr in den

Wochenplan, der meistens vollgestopft

ist mit vielen Verpflichtungen.

Der Sonntagvormittag

ist mehr und mehr zu einem

Familienmorgen geworden. Hier

ist die Kirche gefordert, gemeinsam

mit ihren Mitgliedern eine

Möglichkeit der Andacht zu finden,

die zu den modernen Lebensgewohnheiten

passt.

Schutz unter dem Schirm

Im vergangenen Jahr gab es eine

Umfrage «über den Glauben» der

Schweizer und Schweizerinnen.

Die Menschen wurden dabei nach

ihren Erwartungen an die Kirche

gefragt. Mehr als zwei Drittel gaben

an, dass sie von der Kirche erwarteten,

sich in schweren Situationen

um Menschen zu kümmern.

Diese Erfahrung mache auch ich

immer wieder: Menschen jeden

Alters kommen zu mir, bitten um

ein Gespräch. Sie sind in einer Umbruchsituation,

wissen nicht weiter.

Sie möchten, dass ich ihnen

vorurteilsfrei zuhöre, dass ich ihnen

helfe, den nächsten Schritt zu

tun. Menschen möchten Hilfe und

Schutz finden unter einem Schirm.

Emotionale Tankstelle

Menschen haben ein grosses Bedürfnis,

das Leben zu feiern. In der

Trauung und in der Taufe kommt

dies am besten zum Ausdruck. Es

besteht ein grosses Bedürfnis nach

einer Feier in der Familie, bei der

sich alle beteiligen können. Dabei

verliert die Kirche als Haus,

um das Leben zu feiern, an Bedeutung.

Mehr und mehr erhalte ich

Anfragen nach Taufen und Trauungen

an besonderen Orten: in der

Verenaschlucht, auf dem «Berg»,

an einem Waldrand. Die Kirche

mit ihren Handlungen wird so zur

emotionalen Tankstelle. Sie schafft

wichtige Momente für die Identität

der Familien.

Gottesdienstmodelle

Wie reagiert unsere Kirchgemeinde?

Am deutlichsten ist der

Wandel der Kirche zu sehen am

Gottesdienst. Mit viel Phantasie

und Engagement haben einzelne

Kirchenkreise neue Gottesdienstmodelle

entwickelt. In Selzach

(Pfarrer Stephan Hagenow) zum

Beispiel finden sich am Samstagabend

Menschen ein zu einer Stunde

unter dem Titel «Anders feiern».

Im Unteren Leberberg laufen

im Winter seit zwei Jahren erfolgreich

die Filmandachten um «18.18

Uhr».

Die Kirche benötigt Häuser und

Räume für ihr Wirken. Sie benötigt

Liegenschaften. Doch nicht

nur. Menschen haben heute kaum

noch eine emotionale Beziehung

zu ihrer Kirche als einem Gebäude.

Menschen haben jedoch eine

emotionale Bindung zu den Gesichtern

der Kirche, zu den Menschen,

die in der Kirche arbeiten:

den Pfarrpersonen, den JugendarbeiterInnen,

den Katechetinnen,

den Freiwilligen. Die Leidenschaft,

mit der die Verkündigung

stattfindet, rückt in den Mittel-

Kirche als Schirm, der für einen bestimmten Zeitabschnitt Schutz und Sicherheit

bietet. «Schirmträgerin» auf dem Foto ist Eriona.

punkt. Die Liegenschaft verliert

an Bedeutung. Aus diesem Grund

ist es für unsere Kirchgemeinde angebracht,

sich auch hier auf einen

Wandel einzustellen. Hier müssen

wir Visionen entwickeln. Wir

müssen uns fragen: welche Liegenschaften

benötigen wir in Zukunft

noch? Wo können wir unsere Ressourcen

konzentrieren, wo können

wir sparen? Auch punkto Liegenschaften

muss die Kirche der Zukunft

in «grösseren Räumen» denken.

Schirm im Fokus

Die Immobilie als Haus wird ihre

Bedeutung immer mehr verlieren.

In den Blick kommt der Schirm,

Nicht nur sonntags:

Abendmeditationen, ökumenische

Abendgebete, Wochenschlussfeiern,

Segnungsfeiern,

Taizé-Abendgebete, Taste-the-

Spirit, Fiire mit de Chliine, ökumenische

Frauengottesdienste

und vieles mehr. Siehe Gottesdienstplan

im «Gemeindeblatt».

Foto: Samuel Stucki.

der für einen bestimmten Zeitabschnitt

Schutz und Sicherheit vermittelt.

Die Menschen suchen in

der Kirche nicht eine Liegenschaft,

sondern Leidenschaft!

Es sind jetzt Entscheide gefragt.

Entscheide, die für die Gegenwart

tragbar sind, die jedoch auch die

Zukunft nicht verbauen.

Melden Sie sich bei mir, wenn

Sie bei diesen Prozessen mitdenken

wollen.

Unterwegs zu den Menschen

Die Kirche ist im Wandel. Dabei

geht es nicht nur um den hier skizzierten,

strukturellen Wandel. Dieser

liegt in den Verhältnissen der

Zeit begründet. Nein, es geht immer

auch darum, dass die Kirche

sich wandelt hin zu Christus. Im

Brennpunkt steht die entschiedene

Umkehr zu ihm, zu seinen Verheissungen

und seiner Art, das Leben

aus den Händen des Vaters anzunehmen.

Kirche heisst demnach

immer: verwurzelt in Gott – unterwegs

zu den Menschen.

Pfarrer Samuel Stucki

3


Gemeindeleben +

Kampagne Brot für alle/Fastenopfer 2013

Wem gehört das Land,

von dem wir leben?

«Niemandsland»

Eine Predigtreihe über

Haben und Sein.

Ab dem 17. Februar bis

Ostern jeden Sonntag in

der Stadtkirche.

Zur Aktion

Fastenopfer/Brot für alle:

Ohne Land

kein Brot

Projekt Sierra Leone

Foto: André Flury-Schölch

Das Schweizer Unternehmen Addax

Bioenergy investiert in Sierra

Leone gross ins Geschäft mit

Agrotreibstoff. Die Bevölkerung

und ihre Vertretung SiLNoRF Addax

beobachten das Vorgehen

genau.

Addax Bioenergy aus Genf baut

im westafrikanischen Sierra Leone

Zuckerrohr an, um Agrotreibstoff

für den europäischen Markt

herzustellen. Nahe der Provinzhauptstadt

Makeni wurden 57 000

Hektar Land auf fünfzig Jahre gepachtet.

Die Firma präsentiert sich

selber als Musterunternehmen,

während die Kritiker von legalisiertem

Landraub sprechen. Gebündelt

wird diese Kritik von der von

Brot für alle unterstützten SiLNoRF

(Sierra Leone Network on the Right

to Food). Im Projektgebiet leben

13 000 Menschen. Die Investition

von Addax übersteigt 300 Millionen

Franken. Den Investoren werden

15 Prozent Rendite versprochen

– und der Bevölkerung ein

umfassender Entwicklungsschub.

Ob die Rechnung zuletzt für beide

Seiten aufgeht, muss sich weisen.

Erste positive Veränderungen

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

Landraub

Die ökumenische Kampagne 2013 von Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein wendet sich gegen legalisierten

Landraub und setzt sich für das Recht auf Nahrung der lokalen Bevölkerungen ein.

Der Zugang zu Land ist ein entscheidender Faktor, wenn es um die Ernährungssicherheit von Menschen geht.

Land wird weltweit allerdings zunehmend als Investitionsobjekt betrachtet. Staatliche oder private Unternehmen

aus den wohlhabenden Ländern und aus den Schwellenländern raffen in den ärmeren Regionen dieser

Welt Land für ihre eigenen Interessen zusammen, oftmals auf Kosten der lokalen Bevölkerung. Diese wird

vertrieben oder verliert ihre Lebensgrundlage.

Besonders von Enteignung bedroht sind indigene Gemeinschaften mit kollektiven Landrechten und umweltschonenden

Anbaumethoden. Auch haben Frauen oftmals das Nachsehen in Landfragen, weil sie nur selten

über Landrechte verfügen. Die kleinbäuerliche Landwirtschaft gerät durch Monokulturen der Agroindustrie

unter Druck. Dabei sind es die Kleinbauern, die die Grundversorgung der Gemeinschaften langfristig sichern

und für das nötige Grundeinkommen sorgen.

Die Bildungs- und Informationsangebote der ökumenischen Kampagne 2013 weisen auch auf den Zusammenhang

zwischen Landraub und unseren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten hin. Die Kampagne soll

zeigen, wie sich die Landnahme auf die lokale Bevölkerung und ihre Ernährungssicherheit auswirkt. Ackerland

soll nicht die Kassen der Investoren, sondern die Bäuche der Menschen füllen – kurz gesagt: «Ohne Land kein

Brot».

investitionen von addax haben Folgen

Bagger in

Sierra Leone.

lassen sich sehen: 1250 Arbeitsplätze

sind entstanden, die Löhne

liegen über der Mindestgrenze,

der Pachtzins wird für die ganze

gepachtete Fläche bezahlt, auch

wenn erst 14 000 ha genutzt werden,

ein landwirtschaftliches Entwicklungsprogramm

stärkt die

Grundversorgung. So gab es Kredite

von den Entwicklungsbanken,

den mit öffentlichen Geldern auch

aus der Schweiz ausgestatteten internationalen

Kreditinstitutionen.

Dort präsentiert Addax das Projekt

als modellhaft für nachhaltige und

sozial verträgliche Investitionen in

einem Entwicklungsland.

Monokultur nicht nachhaltig

Sierra Leone ist auch zehn Jahre

nach dem brutalen Bürgerkrieg

extrem arm. Da ist jede

Investition willkommen. Kritische

Stimmen weisen dennoch

auf Nachteile und Risiken des

Grossprojektes hin: Fünfzig Jah-

re Monokultur mit Zuckerrohr

ist schwerlich «ökologisch nachhaltig».

Addax verfügt auch über

die Wassernutzungsrechte. Da

ist zumindest in der Trockenzeit

Wasserknappheit zu erwarten.

Korruption droht, und von den

Pachtverträgen profitieren die lokale

Elite und die traditionellen

Oberhäupter, was zu Interessenkonflikten

führt. Dagegen erhalten

Frauen keine Entschädigungen,

weil sie in der traditionellen

4 2/2013

Foto: bfa

>


Gemeindeleben +

Kampagne Brot für alle/Fastenopfer 2013

Fotos: bfa

Gesellschaftsstruktur nicht als

Landeigentümerinnen gelten.

Neokolonialismus

Mohamed Conteh*, nationaler

Koordinator von SiLNoRF, betont

noch einen tiefer liegenden Konflikt:

Es sei unerträglich und Ausdruck

von purem Neokolonialismus,

dass Addax den betroffenen

Bauernfamilien nun andere Anbauflächen

zuweise. «Warum sollte

ein fremder Mann aus der fernen

Schweiz mir Land in meinem eigenen

Land zuweisen. Und warum

sollte ich froh sein darüber, dass

er mir bei der Bearbeitung meines

eigenen Landes in den ersten drei

Jahren behilflich sein will?» Conteh

und SiLNoRF beobachten die

weiteren Auswirkungen des Projektes

auf die lokale Bevölkerung

genau. Ebenso prüfen sie, wie weit

Adddax ihre Versprechen einhält.

Siegfried Arends,

Yvan Maillard-Ardenti

Die beiden BFA-Mitarbeiter haben

Sierra Leone im Juni 2012 besucht.

*Mohamed Sorie Conteh ist BFA-

Kampagnengast 2013.

Er wird vom 3. bis 18. März 2013

in der Schweiz sein. Auskunft und

Kontakt: arends@bfa-ppp.ch,

Tel. 031 380 65 61. (Siehe Artikel

rechts.)

2/2013

Der Kampagnengast Mohamed

Conteh zeigt auf, wie die kleinbäuerliche

Landwirtschaft durch

Monokulturen der Agroindustrie

in Sierra Leone unter Druck gerät.

Conteh ist Koordinator der von

Brot für alle unterstützten Organisation

SiLNoRF (Sierra Leone Network

on the Right to Food) und

ein couragierter Kämpfer gegen

den Landraub. Er setzt sich besonders

dafür ein, dass die Rechte der

Bevölkerung in Sierra Leone auch

im Kontext des Grossprojekts der

Schweizer Firma Addax Bioenergy

gewahrt bleiben .

Urs Walter, bfa

Mohamed Conteh (40) ist ein

couragierter Kämpfer gegen den

Landraub in seinem Heimatland

Sierra Leone. Als nationaler Koordinator

der von Brot für alle unter-

stützten Organisation SiLNoRF (Sierra

Leone Network on the Right to

Food) setzt er sich dafür ein, dass

die Rechte der Bevölkerung auch in

dem von der Schweizer Firma Addax

Bioenergy betriebenen Grossprojekt

gewahrt bleiben. Siehe Seiten

4/5.)

Armut wird verschärft

Conteh verbindet persönliches

Engagement mit profunder Fachkenntnis

zu Fragen von Landrechten

und Landraub. «Ich möchte,

dass die Menschen in der Schweiz

die vielen Facetten von Landraub

kennen und verstehen», sagt Conteh.

Er weilt als Gast von Brot für

alle während der ökumenischen

Kampagne 2013 in der Schweiz.

Wichtig ist ihm, die negativen

Folgen für die ländliche Bevölkerung

in einem Entwicklungsland

wie Sierra Leone zu zeigen. «So werden

Afrika die letzten Reichtümer

entrissen. Das ist eine neue Form

von Kolonialismus.» Das Gerangel

um die Schätze Afrikas erreiche

mit dem Landraub eine neue

Dimension. «Das schafft und verschärft

die Not und die Armut in

Afrika», sorgt sich Conteh. Und er

befürchtet, dass nach hundert Jahren

politischer Unterdrückung Afrika

künftig wirtschaftlich kontrolliert

und unterdrückt werde.

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

Kampagnenzeit: Aschermittwoch,

13. Februar bis Ostersonntag,

31. März 2013.

Brotaktion: während der ganzen

Kampagnenzeit.

Rosenverkauf: Samstag, 9. März 2013.

Land Grabbing konkret: Mohamed Conteh aus Sierra Leone

Mohamed Conteh verbindet

sein Engagement für SiLNoRF mit

der Leitung der Nichtregierungsorganisation

MADAM, die Entwicklungsprojekte

im ländlichen Bereich

im Norden von Sierra Leone

betreibt.

Seit August 2012 verfolgt er

ein Aufbaustudium in Bochum/

Deutschland, unterstützt vom

Evangelischen Entwicklungsdienst

(EED). Zu Studienzwecken

hält Mohamed Conteh sich daher

regelmässig in Deutschland auf.

Zwei Wochen in der Schweiz

Mohamed Conteh weilt vom 3.

bis 18. März 2013 in der Schweiz. Er

steht gerne für Gespräche und Interviews

zu konkreten Auswirkungen

von Landnahmen zur Verfügung.

Kontakt: Christoph Rohrer,

rohrer@bfa-ppp.ch; 031 380 65 69.

Ein Video mit Conteh: www.oekumenischekampagne.ch/de/hintergrund/gaeste-und-fachleute/index.html

bfa

Die Empfehlungen der Evangelisch-reformiertenKirchgemeinde

Solothurn zur Unterstützung

von Projekten in anderen Ländern

mit vergleichbaren Problemen:

Siehe beigelegten Flyer.

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Gemeindeleben +

Theres Flückiger geht in Pension

Freundlich, hilfsbereit und immer ein offenes Ohr für andere: Üses The!

Nach fast 20 Jahren im Dienst

der Kirchgemeinde geht Theres

Flückiger nun in Pension. Ich erinnere

mich: Nach dem Tod von

Herta Hiermeier-Anderle wurde

die Stelle für Telefondienst, Rechnungszahlungen,

Kassa- und

Schalterdienst wieder ausgeschrieben

– von weit über 100 Bewerbungen

wählten wir Theres Flückiger

aus, die zuvor bei der damaligen

Handelsbank arbeitete. Geschätzt

wurden vor allem ihre Freundlichkeit

und Hilfsbereitschaft am Telefon

und am Schalter – ihr frohes

Gemüt mochten wir schon bald

nicht mehr missen.

Ein grosses Anliegen war ihr die

Abgabe von Mahlzeitencoupons:

dabei konnten ihr die Empfängerinnen

und Empfänger ihr Herz

ausschütten. Theres Flückiger war

sozusagen ihre Seelsorgerin und

Trösterin – auch nach Feierabend

in der Stadt. Ebenso an Weihnachten

dachte sie an die Hilfsbedürftigen

und schenkte allen eine Tafel

Schokolade. Mit fast allen Hilfsbedürftigen

war Theres Flückiger per

du und wusste um ihre Leidensgeschichten.

Auch die weiteren Auf-

gaben von Theres waren vielfältig:

So kontrollierte sie die Gräber unseres

Grabfonds und führte die Rodel

wie zum Beispiel das Geburts-,

Ehe- und Sterberegister. Was Theres

Flückiger aber gar nicht gerne

machte: Reklamieren! Wenn sie es

musste, lag es ihr schwer auf dem

Herzen, und sie brachte fast kein

Wort über die Lippen.

Und auch das gehört zu Theres:

So wie es vielfältige Telefonate

gibt, so viele unterschiedliche

Bleistifte und Kugelschreiber

hatte sie auf ihrem Pult – vom

Liebe Therese,

im Namen der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn danke ich Dir

herzlich für die vielen Jahre, welche Du hier bei uns in der Verwaltung

gearbeitet hast. Herzlichen Dank für Dein grosses Engagement und für

Deine Herzlichkeit – gerade auch zu allen Besuchern (ob Randständige

oder Pfarrpersonen). Du hast unserer Verwaltung am Telefon eine

liebevolle Stimme gegeben und Du hast mit beigetragen zum guten

Teamgeist unter den Mitarbeitenden.

Von Herzen wünschen wir Dir nun schöne, erfüllte Jahre mit neuen

Aufgaben und die nötige Kraft für die Umstellung in die neue Lebenssituation.

Wir wünschen Dir viele tolle Begegnungen und Erfahrungen,

sei es im Dorf oder bei Ausflügen und Reisen. Natürlich freuen wir uns,

Dich ab und zu auf der Verwaltung auf einen Kaffee begrüssen zu dürfen.

Und vor allem wünschen wir Dir Gottes Segen, der dich liebevoll

umgibt. Richard Hürzeler, Verwalter

stift und die

diversesten

Kugelschreiber.

Ebenso

war sie Herrin

verschiedenster

Blöckli,

Blöcke und Postits, um sich auf

ihnen – je nach Geschäft – Notizen

zu machen. Nun,

so wie uns das Jahr für

draussen verschiedene

Schuhe anzuziehen

gebietet, hatte

Theres im Büro verschiedene

«Finken», etwa sechs

bis acht Stück,

gelagert: Also

für jedes «Büroklima»

das passende

Paar …

Theres ist eine echte Frühaufsteherin:

Nach dem Frühstück

und dem Katzenfüttern machte sie

immer noch einen ausgedehnten

Spaziergang. Immer war sie eine

der ersten, die mir im Büro «Grüezi»

sagten. Manchmal ging die Bürotüre

auf und ein «Uhhhhhhh»

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

ertönte – dann wusste ich, dass es

zwischen Theres‘ Wohnung und

der Verwaltung eine Baustelle mit

Umleitung oder ein langweiliges

Rotlicht gegeben hatte.

Und nicht zu vergessen: Theres

liebt VW’s aller Art. Dies auch, weil

ihr Vater eine VW-Garage führte.

So rollte sie wahlweise mit einem

postgelben Chäfer oder einem uralten,

sonstigen dunkelgrünen VW

zur Arbeit. Und wenn die beiden alten

«Schwarten» nicht mehr liefen,

«hötterlete» sie mit einem noch älteren,

gemieteten Auto zur Arbeit.

Ihre liebe, anteilnehmende Art

wird allen in bester Erinnerung

bleiben, und wir wünschen ihr für

die neue Wegstrecke alles Gute!

Liebe Theres, es war schön, mit Dir

zusammenzuarbeiten!

Daniel Schifferle

«Stumpen» bis zum neuen Blei- Theres ist eine ausgesprochene

Teetrinkerin

«Üses The

trinkt gärn Tee

S’The

trinkt dä Tee

wie ne Fee.

Heit Dirs scho gseh

wies The

trinkt dä Tee?

Äs trinkt von däm The

immer meh

und immer meh

Üses The.

Das müesst Dir einisch gseh!

(Geburtstagsvärs vo mir fürs

The.)» Daniel Schifferle

6 2/2013


Gemeindeleben +

Chinderchile Bellach

Dezember 2012: Es gab viel zu tun, wir packten es an!

Bereits am 2. Dezember läutete der Familiengottesdienst mit den Konfirmanden

den Advent ein. Gilbert Schuppli und Hermann Gilomen

– mit den vielen Wünschen und Vorstellungen unserer Konfirmanden

versehen – führten uns durch den sehr gelungenen Gottesdienst. Das anschliessende

Apéro gab Gelegenheit zu vielen anregenden und aufschlussreichen

Gesprächen zwischen Jung und Alt. Nicht nur wir «Alten», nein,

auch die Jungen haben ihre Probleme.

Zwar nach dem Samichlaus, aber nur einen Tag später, herrschte in der

«Chinderchile- Bäckerei» Grossbetrieb: Viele kleine Hände und etwas

Grössere backten «Grittibänze». Eine Freude für Gross und Klein! Und gut

schmeckten sie auch noch, nicht nur in der Küche ...

Schon am 14. Dezember war die Backstube

wieder in Vollbetrieb. Fleissige «Weihnachts-Bäcker»

stellten die Guezli für die

«Leuenmatt» her, über die sich am 21. Dezember

unsere älteren Mitmenschen freuen

konnten. Mit viel Hingabe überbrachte der

«Stern von Betlehem» den Betagten das «Backprodukt» und verschönerte

mit einigen Weihnachtsliedern die Vorweihnachtsstimmung.

Am 16.

Dezember

war es

dann soweit:Kinderweihnacht!

Viele glänzendeKinder-

und

auch Erwachsenenaugen! Dorothea

Equago studierte in relativ

kurzer Zeit das für uns

immer wieder neue und spannende

Krippenspiel ein. Es ist

zwar immer wieder die gleiche

Geschichte, jedoch immer

wieder aufs Neue spannend:

Sie lädt uns zur Besinnung ein.

Was lernen wir eigentlich daraus?

Sind wir oft blind? Das anschliessende Zusammensein gab Raum für

ein besinnliches Gespräch.

24. Dezember: Die traditionelle, gut besuchte «Christnachtfeier» war

sehr eindrücklich.Die Weihnachtsgeschichte kennen wir, so meinen wir

wenigstens, zur Genüge. Doch wissen und begreifen wir, um was es in

Wirklichkeit geht? Umrahmt wurde der Gottesdienst durch das virtuose

Bratschen-Spiel von Frau Zehnder (Dirigentin des Seniorenorchester

Biel). Es war ein wahrer Ohrenschmaus, dem vollklingenden Instrument

zuzuhören. Die beiden Sonaten aus Werken von Corret und Marcello gingen

unter die Haut. Maja Herren, unsere Organistin, rundete den Abend

mit für den Anlass passender Orgelmusik ab.

Herzlichen Dank für die musikalische Begleitung! Herzlichen Dank

auch unserem Pfarrer Hermann Gilomen und Yvonne Schär für die passenden

Worte. Hoffen wir, dass es so geschieht, wie es geschrieben steht:

«Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden unter den Menschen seines

Wohlgefallens!» (Lk 2,14)

Peter Keller

2/2013

Fotos: Peter Kellerr

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

Delfin, Herz, Stern, Mond – voller Eifer werden Guetzli ausgestochen.

Fotos: Angelica Schorre

Nach der «Stern

von Bethlehem»

und «Oh du fröhliche»

wurden die

Guetzli übergeben

– passend

zum Znacht.

7


Gemeindeleben +

Musik und Worte zum neuen Jahr

Worte und Lieder zu Dank, Glaube, Hoffnung, Liebe

Abschluss und Neubeginn beim traditionellen «Musik und Worte zum

Jahresbeginn» zum Thema Danken. Wenn ein Jahr mit soviel Dank zu

Ende geht und das neue mit ebenso viel Hoffnung beginnt, so dürfen

wir sehr zuversichtlich sein. Der Bariton Carry Persson und Pfarrer Samuel

Stucki hielten uns in der Kirche Bellach den Spiegel vor mit Ge-

«Besinnung zum neuen Jahr kann uns lehren,

dass das Danken nicht selbstverständlich

ist. Wir müssen das Danken lernen.

Wer nicht dankbar sein kann, der wird

am Ende nicht nur konsumieren, er wird

selber zum Konsumierten. Dankbarkeit

ist das Gegenmittel zum stetigen Drang

nach mehr. Dankbarkeit heilt uns vom

Wahn des Immer-schneller, Immer-besser,

Immer-grösser.»

Samuel Stucki

sang und Wort. Samuel

Stucki mit Worten von Hermann

Hesse, dem Mystiker

Thomas von Kempen, Sonja

Balmer, Jeremias Gotthelf,

Joseph von Eichendorff und

Etty Hillesum. Alle haben

uns Worte zu Dank, Glaube,

Hoffnung und Liebe auf

einen Weg gegeben, den wir

im Moment noch nicht kennen.

Ein Höhepunkt des Abends war Carry Persson: zu Beginn und als Einstieg

die mächtige Stimme mit Orgelbegleitung «Danke Gott». Dass Danken

und Liebe zusammengehören, ist nicht für alle selbstverständlich,

doch Carry Persson lebte bzw. sang es uns vor in der Eigenkomposition

«Liebe ist …». Das schwedische Volkslied «Weit ist das Meer ...», das auch

bei uns bekannt ist, öffnete den Zuhörern und Zuhörerinnen alle Herzen.

Eine grosse Überraschung bot das Duett Carry/Petra Persson mit dem Lied

Es wandelt, was wir schauen,

Tag sinkt ins Abendrot,

Die Lust hat eignes Grauen,

Und alles hat den Tod.

Ins Leben schleicht das Leiden

Sich heimlich wie ein Dieb,

Wir alle müssen scheiden

Von allem, was uns lieb.

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

«Das Wort Danken steckt im Wort Ge-danken. Sich Gedanken machen und

danken gehören zusammen»: Pfarrer Samuel Stucki (rechts), Carry Persson..

«Tag für Tag». Hoffnung und Zuversicht für den Jahresweg gab uns das

Lied «Oh heller Morgen». Ein herzliches Dankeschön den Interpreten!

Peter Keller

Adventsnachmittag der Seniorinnen und Senioren im Wallierhof

Lüpfig, stimmungsvoll und besinnlich:

Die Geschwister Biberstein

brachten am adventlichen Nachmittag

für die Seniorinnen und Senioren

aus Riedholz und Niederwil festliche

Stimmung und gute Laune in den

Wallierhof. Klar rissen sie mit ihrem

Temperament und gesanglichem

Können die Anwesenden mit! sch

Was gäb' es doch auf Erden,

Wer hielt' den Jammer aus,

Wer möcht' geboren werden,

Hielt'st Du nicht droben Haus!

Du bist's, der, was wir bauen,

Mild über uns zerbricht,

Dass wir den Himmel schauen –

Darum so klag' ich nicht.

Eichendorff

8 2/2013


ReFoRmieRte KiRchGemeinde

SolothuRn

Aus den Gemeindekreisen

Solothurn-Rüttenen-Feldbrunnen

Fasnachtszeit! – Fastenzeit!

Liebe Gemeinde

Ich schreibe kurz nach Weihnachten

das kleine Grusswort für

den Stadtkreis zum Februargemeindeblatt.

Wie immer versuche

ich, mich in den betreffenden Monat

hineinzuversetzen und in die

Aktualitäten, die er mit sich bringen

wird. Und ich überlege, ob ich

etwas aus «meinen» beiden Dörfern,

aus Feldbrunnen oder Rüttenen

eigens hervorheben könnte.

Fasnachtszeit! – Fastenzeit!

Beides beginnt mit F und gehört

zum Monat Februar. Wenn

dem nicht so wäre, hätte ich etwas

komplizierter geschrieben: Im Februar

beginnt die Kampagne Brot

für alle, die in den Dörfern mit dem

seit Jahren gut besuchten ökumenischen

Suppentag mit Gottesdienst

und Warenverkauf im Kirchenzentrum

Rüttenen begangen

wird. Dieses Jahr am Sonntag, den

24. Februar um 10.30 Uhr, vgl.

Selzach-Lommiswil

Messias 2.1

Liebe Gemeindeglieder

Erinnern Sie sich noch, welche

Erwartungen vor vier Jahren mit

dem ersten Amtsantritt Präsident

Obamas verbunden waren? Die

Erwartungen trugen fast messianische

Züge und konnten eigentlich

nur enttäuscht werden. Und er

selbst hatte wohl durchaus das Gefühl,

als erster schwarzer Präsident

der USA eine neue Ära von Gerechtigkeit,

Gleichheit und Frieden einzuleiten.

Hier nochmal ein kurzer

Ausschnitt aus seiner religiös aufgeladenen

Antrittsrede:

«Wir sind noch immer eine junge

Nation, aber, um es mit den

Worten der Bibel zu sagen, es ist

die Zeit gekommen, kindischen

2/2013

Seite 4, 5, 16 sowie beiliegenden

Flyer.

Brot für alle: Das ist die ökumenische

Kampagne, die an die

weltweit ungerechte Verteilung

der Güter erinnert, das Umdenken

der Reichen anmahnt und die

Abkehr von der ausbeuterischen

Nutzung der Ressourcen, welche

Gottes schöne Natur zur Verfügung

hat.

Fasnachtszeit! – Fastenzeit!

Beides hat seine Berechtigung,

bestimmt! Über beides liesse sich

aus historischem, kirchlichem

und ortsgeschichtlichem Blick-

Streit hinter uns zu lassen. Es ist

an der Zeit, uns auf unsere Ideale

zu besinnen – und den Lauf der

Geschichte zu bestimmen, um das

wunderbare Geschenk, diese grossartige

Idee weiterzutragen, die von

Generation zu Generation weitergegeben

worden ist: das gottgegebene

Versprechen, dass alle Men-

winkel heraus manches erzählen.

Dafür reicht aber hier der Raum

nicht. Ausserdem: Ich bin in Bern

aufgewachsen und habe die Fasnacht

nur vom Zusehen oder Hörensagen

kennengelernt. (Wir

hatten in Bern als Ersatz den Zibelemärit).

Ich kenne inzwischen

jedoch viele gute Menschen, die

mit Leidenschaft Fasnacht feiern

und darum kann ich diesem

Brauch Sympathie entgegenbringen,

wie den Menschen auch. Was

ich sonst noch weiss: Die katholische

Fasnacht endet am Dienstag

vor Aschermittwoch. Die reformierte

beginnt danach, diejenige

Foto: dpa.

«Es ist die

Zeit gekommen,kindischen

Streit

hinter uns

zu lassen.»

schen gleich sind, frei sind – und

ein Recht darauf haben, ihr Glück

zu versuchen.»

Der Friedensnobelpreisträger

Obama wurde trotz seiner ernüchternden

ersten Amtszeit noch einmal

gewählt, und das heisst auch,

dass Menschen die Hoffnung auf

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

von Basel am Montag nach Aschermittwoch.

Und um am Fastentag

freitags doch etwas Feines essen zu

können, wurde Fisch statt Fleisch

erlaubt.

Gegen Ende der Fasnacht freue

ich mich jeweils, in der Zeitung die

Ausbeute der Basler Fasnachtssprüche

zu lesen: Kurz, bissig, mit Pointe

im letzten Wort. Bei Gesprächen

im Familienkreis vernahm ich

kürzlich zwei andere träfe Sprüche,

die ich als Einladung zum Nachdenken

hiermit weitergebe. Sie erinnern

an die sogenannte christliche

Doppelmoral:

«Der rechte Weg und der Weg

zum Recht sind verschieden

gepflastert.»

«Wer von Euch ohne Fehler

ist, der werfe übungshalber

mit Tennisbällen!»

Ich grüsse Sie herzlich mit den

Logos von Fisch (einst Geheimzeichen

der Christen) und Blatt der

Brot für alle/Fastenopfer-Kampagne.

Doris Wili, Pfarrerin

seine stark christlich geprägten

Ideale nicht aufgegeben haben.

Ich bin immer wieder fasziniert

davon, dass es letztlich glaubwürdige

Menschen mit Charisma und

der Macht des Wortes sind, die Veränderungen

ermöglichen können

(Yes, we can!). Nicht zuletzt deshalb

erinnern uns die Hilfswerke

mit ihrer Kampagne jedes Jahr

aufs Neue mit brennenden Worten

und verstörenden Bildern, wie viel

Ungleichheit und Ungerechtigkeit

noch auf dieser Welt herrschen –

nicht um uns zu demotivieren,

sondern damit wir uns erstens berühren

lassen von der Not anderer

und zweitens ermutigen lassen von

der Kraft zur Veränderung.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen

eine besinnliche und erfüllte

Passions- und Fastenzeit,

Ihr Pfarrer Stephan Hagenow

9


ReFoRmieRte KiRchGemeinde

SolothuRn

Aus den Gemeindekreisen

Unterer Leberberg

Was ist die erste Aufgabe

der Kirche?

Liebe Mitchristen,

liebe Mitchristinnen

Die vorösterliche Fastenzeit lädt

uns ein, der Wahrheit um den Zustand

der Welt ins Auge zu sehen.

Die Welt wälzt Probleme vor sich

hin, die global schnell negative

Auswirkungen haben können:

Schuldenkrise in Europa, Budgetprobleme

in den USA. Umweltsünden

mit globalen Dimensionen.

Eine Milliarde Menschen, die

hungrig schlafen geht.

Was kann ich als Christ tun?

Evangelisch denken und glauben

heisst: die Zeichen der Zeit erkennen

und benennen, und dabei

nicht stehen bleiben. In den Evangelien

entdecke ich immer wieder,

dass sie zwar vor Schreckenszeiten

warnen. Viel wichtiger ist mir jedoch,

dass sie warnen, sich vor den

drohenden Gefahren allzu sehr

lähmen zu lassen. Im Lukasevangelium

ruft Jesus seinen Jüngern

zu: «Erschreckt nicht!» Er tut dies

mit voller Überzeugung. Dies ist

seine Botschaft. Dies ist sein Credo,

das sich durch das ganze Evangelium

zieht: Lasst euch nicht

lähmen von den schwierigen Um-

ständen, in die ihr hineingeworfen

und hineingestellt seid! Setzt

ihnen vielmehr euren belebenden,

befreienden, von Gott gegebenen

Geist entgegen. Ändert diese Welt

von innen her. Dieser Ruf ermutigt

mich, darauf zu vertrauen, dass

sich unsere Welt verändern lässt.

Von innen her! In Zeiten mit Problemen

globalen Ausmasses sollte

die Kirche Christi sich nach dem

ausstrecken, was sie eint! Nicht was

sie trennt. An erster Stelle sollte die

gemeinsame Absicht sein, die Welt

Kirchliche Handlungen im November/Dezember 2012

Taufen

Jara Meister, Hubersdorf (Hubersdorf)

Laura Lenhard, Wiedlisbach (Langendorf)

Fabrice Mann, Langendorf (Langendorf)

Elin Schüpbach, Solothurn (Solothurn)

Laura Angelina Schneider, Bellach (Bellach)

Lars Noel Frei, Bellach (Bellach)

Colin Fischer, Oberdorf (Langendorf)

Bäuerin in

Burkina Faso.

und ihre Bewohner zu schützen

und zu bewahren! Jedes Jahr lädt

die ökumenische Kampagne genau

zu dem ein: Sehen, wo die Not ist,

und handeln.

Das Ziel auch der aktuellen

Kampagne ist es, die Menschen

zu sensibilisieren für die weltweite

Ungerechtigkeit, dass rund

1.000.000.000 (!!!) Menschen an

Hunger leiden. Jeden Tag. Die Kampagne

zeigt die Realität auf und bietet

allen Möglichkeiten an, selber

aktiv zu werden. Die diesjährige

Predigtserie: Dieselben Wurzeln,

derselbe Stamm. Ökumene jetzt!

Was verbindet uns: Katholiken und Reformierte? Dieser Frage will ich

zusammen mit Siegfried Wiedemann (Hubersdorf) nachgehen. Wir

gestalten zusammen drei Gottesdienste, in denen wir das Verbindende

beider Konfessionen herausarbeiten wollen. Gottesdienste am: 27.

Januar, 24. Februar und 21. April um 10.00 Uhr in der Kapelle Hubersdorf.

Seien Sie herzlich willkommen!

Ökumenisches Kirchenkaffee inbegriffen ...!

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

ökumenische Kampagne verdient

unsere Aufmerksamkeit. Nein,

nicht was die Konfessionen angeblich

trennt, darf weiter im Vordergrund

sein. Wer jetzt noch dogmatische

Rechthaberei betont, der ist

zynisch und arrogant. Wir sollten

uns zusammenraufen. Ärmel und

Soutane nach hinten krempeln

und anpacken. Alle unsere Energie

darauf verwenden, den Hungernden

zu helfen. Wer Hunger hat, der

braucht kein Dogma. Für dogmatische

Rechthaberei haben wir keine

Zeit mehr. Die Kirche zeigt sich

ihrer Aufgabe würdig, wenn sie als

ökumenische Kirche alles daran

setzt, den Hunger auf der Welt auszurotten.

Um der Menschen willen!

Um Gottes Willen!

Am Sonnenrain 10

Wir trauern um meinen Vater. Er

ist in den Adventstagen verstorben,

nach kurzer Krankheit. – Vater war

sehr naturverbunden. Er hatte ein

sehr feines Gespür für die Abläufe

in der Natur, und ein grosses Wissen

über die Zusammenhänge der

Jahreszeiten und des Wetters. Er

war sehr präsent in Haus, Hof und

Feld. Ach ja, und, was im Unteren

Leberberg lief oder nicht lief, das

interessierte ihn ganz besonders.

Seit 1998.

Mit Gottes Segen

für die Fastenzeit,

Pfarrer Samuel Stucki

10 2/2013

Foto: bfa.

Bestattungen

Martha Käch-Beutler, Bellach 18.01.1924–06.12.2012

Rosmarie Schori, Langendorf 31.03.1941–16.08.2012

Ilse Zutter-Neuber, Langendorf 23.07.1929–05.11.2012

Fritz Fichtner, Solothurn 11.10.1929–19.11.2012

Lisbeth Fasnacht-Gehring 26.12.1940–29.11.2012

Martha Käch-Beutler, Bellach 18.01.1924–06.12.2012

Hedwig Widmer-Lehmann, Solothurn 15.11.1922–07.12.2012

Verena Baumann, Bellach 01.09.1926–07.12.2012

Hans Walter Geiser-Zehnder, Solothurn 05.07.1930–11.12.2012

Gertrud Stucki-Tschanz, Langendorf 31.08.1930–13.12.2012

Kurt Jäggi-Tschannen, Solothurn 10.09.1940–18.12.2012

Marie Leuenberger-Kramer, Bellach 27.12.1931–28.12.2012


ReFoRmieRte KiRchGemeinde

SolothuRn

Aus den Gemeindekreisen

Bellach

Liebe Gemeinde

«Nomen ist omen» – der Name

ist Vorbote – so sagt man. Auf der

Ebene der Geschlechtsnamen ist

in der Schweiz jetzt ein neues Namensrecht

eingeführt worden mit

dem Prinzip, jede Person solle ihren

Namen von der Wiege bis zur

Bahre behalten können. So weit so

gut. Da jedoch die meisten Menschen

nicht allein leben, kann das

zu Problemen bei der Familienidentifikation

führen. Hoffen wir,

dass das Chaos nicht allzu gross

wird, und auch, dass unserem Namensgedächtnis

künftig nicht zuviel

zugemutet wird.

Doch auch die Vornamen sind

wichtig. Bis vor kurzem gab es bei

uns die Tradition, dass der älteste

Sohn den Vornamen des Vaters

Langendorf-Oberdorf

Liebe Gemeinde

Drei Tage nach Weihnachten

wirkte meine Tochter etwas genervt:

«Die ganze Weihnachtsausstellung

im Laden muss geräumt

werden. Jetzt kommen die Frühlingsblumen;

der ganze Laden wird

auf den Kopf gestellt – das ist ein

Riesenaufwand!» … Frühlingsblumen?

– dachte ich erstaunt. Und

das drei Tage nach Weihnachten?!

Gerade noch war ich seit Wochen

umgeben von Tannengrün in allen

möglichen Formen, jetzt sollten

bereits die Frühlingsblumen

kommen? Und tatsächlich lese ich

gestern (einen Tag nach dem Dreikönigstag)

in der Stadt an der Türe

eines Blumengeschäftes etwas irritiert:

die neuen Frühlingsblumen

sind eingetroffen – Ranunkeln, Tulpen,

Osterglocken …

Am Abend lief ich dann – wie gewohnt

– mit unserem Hund zwischen

den Kirchen des Ökumenischen

Zentrums hindurch und war

erneut verunsichert. Irgendetwas

2/2013

übernimmt. So war es übrigens

auch in unserer Familie. Der Name

war ein wichtiges Symbol der Kontinuitätswahrung.

Dass diese Tradition

weitgehend verschwunden

ist, hat auch seine positiven Seiten.

Es ist ein Zeichen, dass unsere

Kinder ihr Leben vermehrt frei

gestalten können, ohne allzu sehr

in die Spur der Vorfahren gedrängt

zu werden. Wobei wir uns bewusst

fehlte, irgendetwas war anders als

gewohnt … Ja richtig, der Stern war

fort; der Stern, der mich jetzt wochenlang

begleitet hatte. Gestern

noch hatten wir den Stern als Boten

des göttlichen Lichts im Gottesdienst

ausgiebig gefeiert; heute

ist er fort. Die Nächte sind nach

wie vor dunkel; der Winter ist noch

lange nicht zu Ende.

Meine Beobachtungen führen

mich zu der Frage: Wie gehen wir

in unserem Leben mit Übergängen

um? Mein Gefühl signalisiert mir

immer wieder, dass alles zu schnell

geht: Kaum ist das Weihnachtsgeschäft

vorüber, da leuchten bereits

schon wieder die Osterglocken; wir

leben mitten im Winter und werden

bereits mit den Frühlingsblumen

eingedeckt … Meine Seele

sein müssen, dass wir in unserem

Leben durch mehr Mächte vorgeprägt

sind, als uns lieb sein mag. In

diesem Zusammenhang bekommt

auch die viel gescholtene Erbsündenlehre

wieder einiges Gewicht.

Aber, um zur Namensfrage zurückzukehren,

manchmal braucht es

neue Namen, damit etwas Neues

entstehen kann. Ob allerdings

aktuelle und deshalb vergängli-

braucht mehr Zeit für Abschiede,

für Übergänge, um anzukommen.

In der heutigen Zeit geht mir häufig

so vieles zu schnell. Wie mögen

das erst ältere Menschen empfinden?

Ausserdem scheint mir vieles

auch nicht zeitgemäss: Osterglocken

gehören nun einmal nicht in

den Januar, genauso wie die Lebkuchen

nicht in den Oktober gehören


In dieser Woche sitze ich an der

Vorbereitung für die Abendmeditation

«Musik & Worte zum neuen

Jahr» mit Marlis Walter. Den

Moment geniessen, den Augenblick

feiern, den Tag nutzen – «carpe

diem» – ist das Thema dieses

Gottesdienstes. Darüber predige

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

che Film- und Popstars immer die

richtigen Namensgeber sind, ist

eine andere Frage. Als Pfarrer erlebt

man bei Taufgesprächen manchmal,

dass die Eltern ihre Kinder da

mit einigem belasten. In der Namensgebung

liegt eine grosse Verantwortung,

denn der Name wird

dem Kind und später Erwachsenen

ein ständiger Begleiter auf seinem

ganzen Lebensweg sein, der nicht

so leicht abgestreift werden kann.

Da ist manchmal etwas mehr kluge

Voraussicht durchaus angebracht.

In der Hoffnung, dass der

Monat Februar für Sie unter

gutem Vorzeichen steht,

grüsse ich Sie herzlich

Ihr Pfarrer Hermann Gilomen

Pfarrer Herman Gilomen hat

Ferien vom 4.–11. Februar.

(Vertretung: Pfarrerin Sabine

Palm, Langendorf,

Tel. 032 623 93 77).

ich; den Moment leben – das will

ich. Wie aber gelange ich dorthin,

wenn ich (wie alle anderen

auch) angetrieben werde von der

Schnelllebigkeit dieser Zeit? Und

in der Stille beschliesse ich, neben

die offizielle Jahreslosung noch

eine ganz persönliche zu stellen –

eine, die mir den Weg weisen soll

durch das Jahr; eine, die mich erinnern

soll an den Augenblick, der

zählt. «Erinnere dich an die Vergangenheit;

träume von der Zukunft,

aber lebe heute!» Sören Kirkegaard

(1813–1855)

Ich wünsche auch Ihnen ein

Jahr mit vielen gelingenden

Heute-Momenten!

Ihre Pfarrerin Sabine Palm

11


Gemeindeleben +

Aus den Gemeindekreisen

Paroisse de la Plaine de l'Aar

Un job pour la retraite

On dit que l’Eglise orthodoxe

russe a survécu à septante ans de

persécutions en tout genre grâce

aux grands-mères. Bien sûr qu’elles

ne pouvaient pas remplacer le clergé,

les moines et moniales interdits

de fonction, ni les catéchètes;

la seule liberté que personne n’a

pu leur ravir a été la prière. Par une

fidélité qu’on ne peut mesurer,

elles ont maintenu leur foi, se sont

nourries des éléments de la liturgie

qu’elles savaient par cœur, ont

parfois fait baptiser leurs petits-enfants

en cachette et ont inlassablement

prié.

Chez nous, pas de persécution.

Chacun peut croire ou ne pas

croire ce qu’il veut. Mais l’Eglise

est atteinte d’une maladie amnésique

: l’indifférence. Elle est désertée,

son message est négligé et

ceux qui restent sont moroses et

se demandent ce qu’elle va devenir.

Alors on travaille à son image,

on veut la redevancier par toutes

sortes de moyens que la science

de la communication moderne

a inventé. Et cette science est terriblement

efficace. Alors pourquoi

s’en priver? Sauf que les lois

du Royaume ne sont pas celles du

monde. Et que s’il y manque l’élément

principal, le souffle de l’Esprit,

nous risquons de nous retrou-

ver avec un bel édifice tape à l’œil

et rien dedans, comme l’ont été les

palais édifiés par Ceaucescu.

Dans la crise que nous vivons, les

personnes à la retraite ont un rôle

fondamental à jouer : c’est celui de

prier. Car pour Dieu, il n’y a pas de

retraite. Nous n’avons pas besoin

d’être en forme pour être à son service.

Une des lois les plus désopilantes

de son royaume, c’est que

l’efficacité n’est pas atteinte par la

force, mais dans la faiblesse, dans

l’humilité, dans le laisser faire. Le

grand saint Paul en a fait l’expérience,

lui qui se plaignait de ses limites.

Voici la réponse cinglantes

qu’il a reçu de la part de Dieu : ma

grâce te suffit ; ma puissance donne

toute sa mesure dans la faiblesse.

(2Cor. 12, 9). La prière, ce n’est pas

de commander à Dieu ce qu’il doit

faire, c’est porter devant lui, dans

un acte d’amour, ceux et celles qui

en ont besoin.

Et puisque beaucoup d’entre

vous le font déjà pour vos proches,

pourquoi ne pas y inclure l’Eglise et

ses graves difficultés, comme l’ont

fait les grands-mères de Russie.

Vous n’en verrez peut-être pas les

fruits de votre vivant. Mais je crois

que Dieu aime son Eglise et qu’il va

répondre à nos prières à la mesure

de notre amour pour elle.

Ursula Tissot

Ausblick

Horizonte-Kurs:

Schöne neue App-Welt

Smartphones und Apps sind die

Taktgeber der neuen Kommunikation.

Eigenheiten, aber auch Faszination

dieser persönlichen Begleiter

mit zahlreichen Tipps zum

täglichen Umgang und sicheren

Gebrauch, Kursleiter: Christian

Seiler, Lommiswil, Ort: Peridea AG,

Grabackerstr. 6, Solothurn, Mittwoch,

20. Februar oder Donnerstag,

21. Februar 2013. 19.00 Uhr bis

21.30 Uhr, www.horizonte-so.ch

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

Selbsthilfe Schweiz – das Dach der Selbsthilfe

«Lose – Lache – Stuune»:

Liebe auf Mundart

E i n

Abend mit

Paul Niederhauser

und Werner

Aeschbacher mit seinem Schwyzerörgeli.

Hören Sie! Staunen Sie! Schmunzeln

Sie! Einleitung: Pfarrer

Samuel Stucki.

Freitag, 22. 2., 20.00 Uhr, Kirchgemeindehaus

Günsberg.

Für die 19 Kontaktstellen bietet Selbsthilfe Schweiz das Dach, sei es mit

Unterleistungsverträgen zu BSV-Leistungen (Bundesamt für Sozialversicherung),

als Anbieterin von überregionalen Weiterbildungsangeboten

(Denk Quer) oder als Hüterin der Qualitätsstandards, um nur einige Beispiele

zu nennen.

In gemeinsamen Fachkommissionen wird inhaltlich am Netzwerk der

Selbsthilfe gearbeitet und die Methode der Selbsthilfe weiterentwickelt

und gefördert. Selbsthilfe Schweiz stellt sich auch die Aufgabe, die Anerkennung

der gemeinschaftlichen Selbsthilfe zu stärken. Sie wirkt als Lobbyistin

an der Gestaltung von Gesetzvorlagen mit und strebt eine enge

Zusammenarbeit mit wichtigen Gesundheitsligen, Selbsthilfeorganisationen

und Allianzen an.

Der neue Auftritt ist zukunftsweisend und stärkt hoffentlich die Interessen

der Selbsthilfe auf regionaler sowie schweizweiter Ebene. Mit einer

neuen Webseite hat Selbsthilfe Schweiz den Puls der Zeit aufgenommen

und präsentiert sich heute kundenorientiert und selbstbewusst. Für das

Herzstück der Webseite «Selbsthilfe gesucht» wird aktuell die dafür nötige

Datenbank gefüllt. Über verschiedene benutzerfreundliche Suchoptionen

können künftig alle Selbsthilfegruppen landesweit gesucht und

einfach gefunden werden: Ein weiterer Meilenstein in der schweizweiten

Selbsthilfeförderung.

www.selbsthilfeschweiz.ch

Gospelprojekt «WeGeSo»-Chor 2013

Seit 13 Jahren organisiert die Weggemeinschaft Landes- und Freikirchen

Solothurn (WeGeSo) am Sonntag des Märetfestes einen Gospelgottesdienst.

Wie im Jahr 2011 wird ein Chor aus den verschiedenen

Landes- und Freikirchen den Gottesdienst am 23. Juni 2013 musikalisch

gestalten. Der Chor wird von Urs Rickenbacher, Pfarrer der evangelischmethodistischen

Kirche (EMK) geleitet, und die Proben finden jeweils

am Donnerstagabend von 20:00–22:00 Uhr in der EMK (Bielstrasse 26)

statt. Sie starten am 21. Februar, und am 25. und 26. Mai gibt es ein

Probewochenende. Wer Gospelmusik liebt, Freude am Singen und eine

gute Stimme hat, ist herzlich eingeladen, an diesem spannenden Projekt

teilzunehmen. Sie können sich bis am 31. Januar bei Urs Rickenbacher,

EMK-Pfarrer, anmelden. Falls Sie noch Fragen haben, können Sie

sich auch direkt bei ihm melden. (Urs Rickenbacher, 032 622 27 06;

rickenbacher@emk-solothurn.ch; Bielstrasse 26, 4500 Solothurn.)

Pfarrer Koen De Bruycker, Vertreter unserer Gemeinde bei der WeGeSo

12 2/2013


ReFoRmieRte KiRchGemeinde

SolothuRn

Adressen

Gesamtkirchgemeinde

Kirchgemeindepräsidentin:

Barbara Fankhauser, Solothurn,

Tel. 032 622 25 65,

b.fankhauser@bluewin.ch

Vizepräsident: Robert Scheidegger,

Oberdorf, Tel. 032 622 30 68

Verwalter:

Richard Hürzeler, Tel. 032 626 30 30,

richard.huerzeler@solothurnref.ch

Jugendarbeit (Koordination):

Matthias Weber, M 079 424 93 30,

maetthu@plugin2.ch,

www.plugin2.ch

Rektorat für Unterricht:

Dr. Klaus Wloemer, Rektor,

Tel. 032 623 93 75, Baselstrasse 12,

4502 Solothurn

Öffentlichkeitsbeauftragte:

Angelica Schorre, Oberdorf,

Tel. 032 622 33 68,

angelica.schorre@solothurnref.ch,

angelica.schorre@gawnet.ch

Verwaltung: Baselstrasse 12,

Postfach 1455, 4502 Solothurn,

Tel. 032 626 30 30, Fax 032 626 30 50

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag,

8 bis 11.45 Uhr und 14 bis 16.45 Uhr,

oder nach Vereinbarung,

verwaltung@solothurnref.ch,

www.solothurnref.ch

Solothurn-Rüttenen-

Feldbrunnen

Kiko-Co-Präsidium: Cornelia Müller,

Solothurn, Tel. 032 623 53 51,

cornelia.mueller@solothurnref.ch,

Denise Weibel-Dubois, Solothurn, Tel.

032 621 64 70, dwei@gmx.ch

Kinderkleiderbörse in der

ref. Kirche Langendorf

Annahme: Di, 26.2., 18:00–

19:00 Uhr; Mi, 27.2., 08:30–

10:00 Uhr. Vorverkauf: Mi, 27.2.,

13:15–14:00 Uhr. Verkauf: Mi,

27.2., 14:00–16:00, 18:00–20:00

Uhr. Auszahlung und Rückgabe:

Do, 28.2., 18:00–19:00 Uhr. Es

werden keine Plüschtiere, Videokassetten,

Kinderbetten mehr

angenommen. Neue Helferinnen

werden noch immer gesucht:

Info: Sigrun Scholz, Tel.

032 618 20 40, sigrun.scholz@

bluewin.ch, www.kindex.ch

2/2013

Süd/Ost: Pfarrerin Elsbeth Hirschi

Glanzmann, Baselstrasse 12,

4502 Solothurn, Tel. 032 623 93 71,

elsbeth.hirschi@solothurnref.ch

West: Pfarrer Koen De Bruycker,

Bourbakistrasse 31, 4500 Solothurn,

Tel. 032 623 93 72,

koen.debruycker@solothurnref.ch

Nord: Pfarrerin Alexandra Flury-

Schölch, Baselstrasse 12,

4502 Solothurn,

Tel. 032 623 93 73,

alexandra.flury-schoelch@

solothurnref.ch

Rüttenen und Feldbrunnen:

Pfarrerin Doris Wili,

Baselstrasse 12, 4502 Solothurn,

Tel. 032 623 93 76, doris.wili@solothurnref.ch

Paroisse de langue française de

la vallée de L'Ar: Président Eric de

Bernardini, Soleure. Pasteure Ursula

Tissot, Fontaines, téléphone

032 331 80 17, mobile 079 502 90 06,

ursula.tissot@bluewin.ch

Jugendarbeit: Matthias Weber,

Tel. 032 623 93 74,

M 079 424 93 30,

maetthu@plugin2.ch,

www.plugin2.ch

Sigrist: Heinz Däppen, Solothurn,

Tel. 032 623 93 70,

Fax 032 623 60 82,

staki.solothurn@so.ref.ch

Organist: Urs Aeberhard, Jegenstorf,

Tel. 031 761 22 69,

suaeberhard@bluewin.ch

Kirchgemeindehaus Weststadt,

Areggerstrasse 12, Solothurn,

Tel. 032 623 93 69

Unsere Kollekten im Februar

3. Februar

Mit der Unterstützung der

Schweizer Kirchen im Ausland will

der Synodalrat bei Errichtung

und Erhalt von Pfarr- und Diakonie-Ämtern

in diversen Ländern

mithelfen.

10. Februar

Der Einsatz Freiwilliger und

Entlastungsdienst ist für diverse

wertvolle Arbeiten da, u.a.

für Familien, die ihre behinderten

Angehörigen zu Hause betreuen,

Von Samstagmorgen bis Montagabend

übernimmt jeweils ein

Pfarrer/eine Pfarrerin den Seelsorgedienst.

Pfarramtsnummern werden

auf ein Natel umgeleitet!

Selzach-Lommiswil

Kiko-Co-Präsidentin: Anna Schreiber,

Selzach, Tel. 032 641 21 59,

schreiber.anna@sunrise.ch;

Ariane Zellweger, Lommiswil,

Tel. 032 641 26 33, famzellweger@

sunrise.ch

Pfarrer: Stephan Hagenow-Bardet,

Gänsbrühlweg 10, 2545 Selzach,

Tel. 032 641 20 75, Fax 032 641 20 29,

stephan.hagenow@solothurnref.ch

Jugendarbeit: Yvonne Schär,

M 076 528 66 90, yvonne@plugin2.ch

Sigristin (Selzach): Sandra Bur,

Selzach, Tel. 032 641 06 45,

sandra.bur@gmx.net

Sigristin (Lommiswil): Madeleine

Marti, Selzach, Tel. 032 641 21 45,

M 079 424 81 45

Kirchgemeindehaus Schänzli,

Gänsbrühlweg 10 a, Selzach,

Tel. 032 641 20 76.

Kirchgemeindehaus Lommiswil,

Erlenweg 10, Tel. 032 641 20 78

Organistin: Zsuzsanna Eöry,

Tel. 032 530 07 75

Bellach

Kiko-Präsident: Peter Keller,

Tel. 032 618 27 00

Pfarrer: Hermann Gilomen,

Kirchstrasse 2, 4512 Bellach,

Tel. 032 618 14 04,

hermann.gilomen@solothurnref.ch

einerseits für die direkte Behindertenbetreuung,

anderseits zur Übernahme

von Haushaltsarbeiten.

17. und 24. Februar

An diesen beiden Fastensonntagen

legen wir die Kollekte für

Brot für alle für folgende Projekte

zusammen: Ernährungssicherung

für Bauernfamilien in

Bangladesch; Unterstützung für

Selbstvertrauen und wirtschaftliche

Unabhängigkeit von Frauen

in Peru; Betreuung von Waisenkindern,

die ihre Eltern durch Aids

verloren haben, in Tansania. hgb

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

Jugendarbeit: Yvonne Schär,

M 076 528 66 90,

yvonne@plugin2.ch

Sigristin: Ursula Kammermann,

Tel. 032 618 28 37

Sigrist: Harry Ruetsch,

Tel. 032 677 10 44

Organistin: Maya Herren,

Tel. 032 622 36 41

Langendorf-Oberdorf

Kiko-Präsidentin: Corinne Winistörfer,

Tel. 032 621 42 59,

corinnewinistoerfer@bluewin.ch

Pfarrerin: Sabine Palm,

Stöcklimattstrasse 26,

4513 Langendorf, Tel. 032 623 93 77,

sabine.palm@solothurnref.ch

Jugendarbeit: Christina Mäder,

Tel. 032 623 93 78, M 079 783 78 26,

christina@plugin2.ch

Sigristin: Veronika Müller,

Tel. 032 622 67 70

Organistin: Evelyne Hostettler,

Tel. 032 622 69 65

Unterer Leberberg

Kiko-Präsidentin: Verena Weyermann,

Flumenthal, Tel. 032 637 26 16

Pfarrer: Samuel Stucki-Benz,

Sonnenrainstrasse 10, 4533 Riedholz,

Tel. 032 623 93 80,

samuel.stucki@solothurnref.ch

Jugendarbeit: Christina Mäder,

Tel. 032 623 93 78, M 079 783 78 26,

christina@plugin2.ch

Sigrist: Kurt Schlatter,

Tel. 032 621 15 79, M 079 222 53 05

Kirchgemeindehaus Günsberg,

Gewerbestrasse 2, Tel. 032 637 04 40

Seniorenkino:

«Before Sunrise»

Der Amerikaner Jesse und die

Französin Celine lernen sich auf

einer Zugfahrt von Budapest

nach Paris kennen. Jesse, der am

nächsten Tag einen Flug nach

Amerika nehmen will, überredet

Celine, die Bahnfahrt mit ihm in

Wien zu unterbrechen, damit sie

mehr Zeit miteinander verbringen

können ... Ein leichter, ungewöhnlicher

Liebesfilm.

(Richard Linklater, USA 1995.)

Donnerstag, 21.2., 14:30 Uhr,

Kino Capitol, Solothurn.

13


ReFoRmieRte KiRchGemeinde

SolothuRn

Februar 2013

Veranstaltungen

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

Gesamtkirchgemeinde

Dienstags Roundabout Moving Girls Plugin2: Streetdance für Girls von 12-20 Jahren (ausser Ferien).

Stadtkirche, Submarine. 19:00–20:15

Freitags Probe der Kantorei Info: Mathias Rickenbacher, Tel. 032 621 67 36.

Stadtkirche, Johannessaal. (Ausser Ferien.) 18:15–19:45

Mi, 20.02./Do, 21.02. Horizonte-Kurs Schöne neue App-Welt. Solothurn, Peridea AG, Grabackerstr. 6. 19:00–21:30

Fr, 22.02. Plugin2: Philo-Sofa Im gemütlichen Beisammensein über Gott und die Welt

diskutieren. Stadtkirche, Submarine. 19:00

Sa, 23.02. Plugin2: STEP-Ausbildung Für alle Jugendlichen, die in der Kirchgemeinde

leiten wollen … Stadtkirche, Submarine 19:00

Sa, 23.02. Theaterstück Peter Bichsels Kindergeschichten oder das Spiel mit der Sprache.

Ein musikalisches Theaterstück für Jung und Alt von Andreas Schibler.

Solothurn, Kirchgemeindehaus Weststadt. 20:00

So, 24.02. Theaterstück Peter Bichsels Kindergeschichten oder das Spiel mit der Sprache.

Ein musikalisches Theaterstück für Jung und Alt von Andreas Schibler.

Solothurn, Kirchgemeindehaus Weststadt. 17:00

Fr, 01.03. Weltgebetstag «Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen.» Eine farbige Liturgie aus

Frankreich. Diverse Anlässe, vgl. Gottesdienstplan S. 15/16.

Bellach

Dienstags Chorprobe Kirchenchor Selzach / Singkreis Bellach. Neue Sänger/-innen sind willkommen.

N.V. Selzach oder Bellach (ausser Ferien). 20:15

Freitags Chinder-Chile-Träff Für Mädchen und Buben zwischen 5 und 10 Jahren.

Info: Peter Keller, Tel. 032 618 27 00 (ausser Ferien). KGH. 17:00–19:00

Freitags Jugendtreff Info: www.jubs.ch. Oberstufe, 2 bis 3 Mal im Monat (ausser Ferien).

Kaselfeldschulhaus. 19:00–22:30

Mittwochs Schüler/-innentreff 5. bis 6. Klasse (ausser Ferien). Kaselfeldschulhaus. 13:30–17:00

Mittwochs Turnen für Senioren Info: Lotti Flury, Tel. 032 618 36 92 (ausser Ferien). Kaselfeldschulhaus. 14:00–15:00

Mi, 06.02. Senioren Fasnacht und Mittagessen. Turbensaal. 12:30

Do, 07.02./Do, 21.02. Wandergruppe Seerose Auskunft beim Wanderleiter Anton Cotting, Tel. 032 618 10 78. n. V. n. V.

Fr, 22.02. Ökum. Abendgebet «Herr, nimm mich mir und gib mich dir.» Reformierte Kirche. 19:00–19:30

So, 24.02. Mittagstisch Für Alleinstehende und Paare. Restaurant Rössli.

Anmeldung: Tel. 032 618 11 15. 12:00

Di, 26.02. Frauengruppe Gemeindesaal. 14:00

Langendorf-Oberdorf

Mi, 06.02. Handarbeitsgruppe Im Unterrichtszimmer der reformierten Kirche Langendorf. 19:00

Mo, 11.02. Einpacken! Das Material von Brot für alle und Fastenopfer wird in gemütlicher Runde

eingepackt. Für Kaffee und Gipfeli ist gesorgt. Wir freuen uns über jede Hilfe.

Im unteren Raum der Kaplanei Oberdorf. 09:00

Stoffreste gesucht!

Für ein Projekt der Konfgruppen am Mitenandtag suchen wir

grössere Stoffreste, (eher) unifarben.

Verpackt abgeben bis 20. Februar an Pfarrerin Alexandra Flury-Schölch,

Baselstr. 12 (zu Öffnungszeiten der Verwaltung).

Peter Bichsels Kindergeschichten oder das Spiel mit der Sprache

– Ein musikalisches Theaterstück von Andreas Schibler

Ist die Erde wirklich rund? Warum ist ein Tisch ein Tisch? Warum behaupten

wir, dass wir etwas wissen, wenn wir es doch nur vom Hören-Sagen

wissen können? Peter Bichsel ist diesen und anderen typischen Kinderfragen

in seinem Buch «Kindergeschichten» nachgegangen. Diese Geschichten

sind tragisch und lustig zugleich und für Jung und Alt leicht

verständlich. Nach musikalischen Theaterstücken hat Andreas Schibler

aus Bichsels literarischer Vorlage ein weiteres Stück geschrieben, das

nun mit der Theatergruppe Colombina 012 in Solothurn zur Aufführung

kommt. Regie führt der Profi-Regisseur Alexander Muheim, es spielen

acht Laien-SchauspielerInnen mit. Aufführungsdaten: Solothurn, Reformiertes

Kirchgemeindehaus Weststadt, Sa, 23. Februar, 20.00 Uhr, So,

24. Februar, 17.00 Uhr. Eintrittspreise: Erwachsene: Fr. 25.-, Lehrlinge/

Studenten: Fr. 20.-, Kinder: Fr. 15,-. Reservationen: Tel. 077 483 81 09,

andreas.schibler@bluewin.ch, www.theatercolombina.ch.

14 2/2013


ReFoRmieRte KiRchGemeinde

SolothuRn

Februar 2013

Veranstaltungen

Gottesdienste

2/2013

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

Do, 21.02. Mittagstisch Mittagstisch für Seniorinnen und Senioren. Die ökumenische

Vorbereitungsgruppe lädt ein. APH Ischimatt. 11:45

Selzach-Lommiswil

Dienstags Chorprobe Kirchenchor Selzach / Singkreis Bellach. Neue Sänger/-innen sind willkommen.

N.V. Selzach oder Bellach (ausser Ferien). 20:15

Mo, 04.02./Mo, 18.02. Schänzli-Café Selzach, Schänzli. 14:00–16:00

Mittwochs Kafi-Treff Lommiswil, katholisches Pfarreiheim. (Ausser 20.02.) 09:00–11:00

Di, 12.02. Reformierte Frauen Selzach, Schänzli. 14:15

Mi, 20.02. Seniorennachmittag Lommiswi, Pfarreiheim. 14:00

Mi, 20.02. Seniorennachmittag Mit Lotto (tolle Preise!). Selzach, Schänzli. 14:30

Sa, 23.02. Ökumenischer Suppentag Selzach, Pfarreizentrum. 11:30

So, 24.02. Kinderkirche Wundersuppe Lommiswil, katholisches Pfarreiheim. 10:30

Di, 26.02. Frauenzmorge Selzach, Schänzli. 09:00

Solothurn-Rüttenen-Feldbrunnen

Mo, Di, Mi Bücherbörse ... zugunsten Partnerschaftsprojekt plugin2–Kuba. Zugänglich durch

Hintereingang Liftseite. (Ausser Schulferien.) Stadtkirche. 09:00–11:00

Donnerstags Ref. Frauenverein Miteinander stricken und Gedanken austauschen. Info: Heidi Zumstein,

Tel. 032 623 82 41. (Ausser Ferien.) Stadtkirche, Markussaal. 14:00–16:00

Donnerstags Kinderstunde (Ausser Schulferien.) Kirchgemeindehaus Weststadt, Zimmer West. 16:30–18:00

Di, 05.02. Seniorennachmittag Theateraufführung der Seniorenbühne Biberist. Zusammen mit den

Grauen Panthern. Solothurn, Kirchgemeindehaus Weststadt. 14:30–17:00

Fr, 22.02. Gesprächskreis Offene Bibel Wir lesen Texte aus dem Johannesevangelium. Pfarrerin Elsbeth Hirschi Glanzmann.

Solothurn, Büro Baselstrasse 12, 2. Stock. 15:30–17:00

Unterer Leberberg

Do, 14.02. Seniorenmittagstisch Restaurant Drei Tannen, Hubersdorf. 11:30

Fr, 22.02. Seniorenmittagstisch Restaurant Rebstock, Niederwil. 11:30

Fr, 22.02. «Lose – Lache – Stuune» Liebe auf Mundart. Ein Abend mit Paul Niederhauser und Werner Aeschbacher.

Siehe Agenda-Tip. Reformiertes Kirchgemeindehaus Günsberg. 20:00

Mi, 27.02. Seniorenmittagstisch Restaurant Neuhüsli, Flumenthal. 11:30

Bellach

Wer mit dem Auto zum Gottesdienst gebracht zu werden wünscht (inkl. Rückfahrt), melde sich am Vorabend bis 20.00 Uhr

bei Peter Keller, Tel. 032 618 27 00.

So 03.02. 09:30 Reformierte Kirche Abendmahlsgottesdienst. Pfarrer Hermann Gilomen.

So 17.02. 09:30 Reformierte Kirche Gottesdienst. Pfarrer Hermann Gilomen.

So 24.02. 19:00 Reformierte Kirche Abendgottesdienst. Pfarrer Hermann Gilomen.

Fr 01.03. 16:00 Zentrum Leuenmatt Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag. Team.

So 03.03. 10:30 Katholische Kirche Ökumenischer Gottesdienst. Eucharistie, anschliessend Suppentag im Turbensaal.

Diakon Markus Stalder, Pfarrer Hermann Gilomen (Predigt).

Langendorf-Oberdorf

Fr 01.02. 19:00 Langendorf, ref. Kirche Abendmeditation. Pfarrerin Sabine Palm.

Mi 06.02. 09:30 Oberdorf, APH Bellevue Gottesdienst mit Abendmahl. Pfarrerin Sabine Palm.

Mi 06.02. 10:30 Langendorf, APH Ischimatt Gottesdienst mit Abendmahl. Pfarrerin Sabine Palm.

So 10.02. 10:45 Oberdorf, Kaplanei Gottesdienst. Pfarrerin Sabine Palm.

Mi 20.02. 19:30 Verenaschlucht Andacht mit Konfirmanden. Pfarrerin Sabine Palm, Theologe Gilbert Schuppli.

Fr 22.02. 18:30 Oberdorf, katholische Kirche Ökumenisches Abendgebet. Pfarrer Agnell Rickenmann, Pfarrerin Sabine Palm, Team.

So 24.02. 09:30 Langendorf, kath. Kirche Ökumenischer Gottesdienst. Fastenopfer/ BFA mit Ökumenischer Drittweltgruppe.

Pfarrer Erich Richner und Pfarrerin Sabine Palm.

Fr 01.03. 09:00 Langendorf, ref. Kirche Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag. Reformiertes Frauen-Team Langendorf.

15


ReFoRmieRte KiRchGemeinde

SolothuRn

Februar 2013

Gottesdienste

Selzach-Lommiswil

So 03.02. 09:30 Selzach, Schänzli Gottesdienst. Pfarrer Stephan Hagenow. Ab 9 Uhr einsingen.

So 03.02. 11:00 Lommiswil, KGH Gottesdienst. Pfarrer Stephan Hagenow.

Gemeindeblatt der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn

So 17.02. 09:30 Selzach, Schänzli Abendmahlsgottesdienst. Pfarrer Stephan Hagenow. Ab 9 Uhr einsingen.

Do 21.02. 09:00 Selzach, Schänzli Ökumenischer Frauengottesdienst. Pfarrer Stephan Hagenow,

Gemeindeleiter Johannes Maier.

Fr 22.02. 15:15 Bettlach, APH Baumgarten Gottesdienst. Pfarrer Stephan Hagenow.

So 24.02. 10:30 Lommiswil, kath. Kirche Ökumenischer Gottesdienst. BFA/FO. Suppentag; Mitgestaltung durch Firmanten

und Konfirmanden. Pfarrer Stephan Hagenow, Gemeindeleiter Markus Stalder.

Fr 01.03. 14:30 Selzach, Schänzli Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag. Team.

So 03.03. 09:30 Selzach, katholische Kirche Ökumenischer Gottesdienst. BFA/FO. Suppentag; Mitgestaltung durch Firmanten

und Konfirmanden. Pfarrer Stephan Hagenow, Gemeindeleiter Johannes Maier.

Solothurn-Rüttenen-Feldbrunnen

Wem gehört das Land, von dem wir leben? «Niemandsland»: Eine Predigtreihe über Haben und Sein. Ab dem 17.2. bis Ostern

jeden Sonntag in der Stadtkirche. Zur Aktion Brot für alle/Fastenopfer: Ohne Land kein Brot.

Sa 02.02. 16:30 Stadtkirche, Kapelle Wochenschluss. Eine liturgische Feier mit Abendmahl. Pfarrerin Elsbeth Hirschi Glanzmann.

So 03.02. 10:00 Psych. Klinik, Kapelle Gottesdienst mit Abendmahl. Pfarrerin Claudia Leutschaft.

So 03.02. 10:00 Stadtkirche Gottesdienst. Pfarrerin Elsbeth Hirschi Glanzmann.

So 03.02. 10:00 Stadtkirche, Kapelle Culte en français, Sainte-Cène. Pasteur(e) Tissot.

So 03.02. 10:00 Spital, Kapelle Gottesdienst zum Tag der Kranken. Mit der Gottesdienstgruppe und Walter Friedrich.

So 10.02. 10:00 Stadtkirche Gottesdienst. Pfarrerin Doris Wili.

So 10.02. 10:00 Spital, Kapelle Gottesdienst. Priester Kuno Eggenschwiler.

So 17.02. 10:00 Psych. Klinik, Kapelle Gottesdienst mit Kommunion. Pfarrerin Brigitte Dudle.

So 17.02. 10:00 Stadtkirche Gottesdienst. Eröffnung der Predigtreihe «Niemandsland»: Wieviel Land braucht der

Mensch? (3. Mose 25) Pfarrer Koen De Bruycker.

So 17.02. 10:00 Spital, Kapelle Gottesdienst. Pfarrerin Susanne Kühlhorn.

Do 21.02. 10:15 Alterszentrum Wengistein Abendmahlsgottesdienst. Mit den Bewohnern/-innen des Alterszentrums.

Pfarrer Hermann Gilomen.

So 24.02. 10:00 Stadtkirche Gottesdienst mit Kinderkirche. Predigtreihe «Niemandsland»: Nur eine

Handvoll (Lukas 16,19ff). Bildmeditation zum neuen Hungertuch.

Pfarrerin Alexandra Flury-Schölch.

So 24.02. 10:00 Spital, Kapelle Gottesdienst. Pfarrer Markus Kissner.

So 24.02. 10:30 Rüttenen, Kirchenzentrum Ökumenischer Gottesdienst. Mit Suppentag. Pfarrerin Doris Wili, Diakon Karl-Heinz Scholz.

Do 28.02. 19:00 Stadtkirche, Kapelle Taizé-Abendgebet. Eine ökumenische Feier nach der Liturgie von Taizé. Team.

Fr 01.03. 19:00 Ev.-meth. Kirche Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag. «Ich war fremd und ihr habt mich

aufgenommen.» Liturgie aus Frankreich. Pfarrerin Alexandra Flury-Schölch und Team.

Sa 02.03. 16:30 Stadtkirche, Kapelle Wochenschluss. Eine liturgische Feier mit Abendmahl. Pfarrerin Elsbeth Hirschi Glanzmann.

So 03.03. 10:00 Stadtkirche, Kapelle Culte en français, Sainte-Cène. Pasteur(e) Tissot.

So 03.03. 10:00 Stadtkirche Gottesdienst. Predigtreihe «Niemandsland»: Wem gehört dies Stück Land?

(1 Kön 21 und Ex 20) Pfarrerin Elsbeth Hirschi Glanzmann.

So 03.03. 10:00 Spital, Kapelle Gottesdienst. Pfarrerin Susanne Kühlhorn oder Pfarrer Walter Friedrich.

So 03.03. 10:00 Psych. Klinik, Kapelle Gottesdienst mit Abendmahl. Pfarrerin Sibylle Kicherer Steiner.

Unterer Leberberg

So 10.02. 10:00 Flumenthal, Kirche Gottesdienst. Pfarrer Koen De Bruycker.

So 24.02. 10:00 Hubersdorf, Kapelle Gottesdienst zu: Die selben Wurzeln, der selbe Stamm: Gedanken zur Ökumene heute.

Mitwirkung des Jodlerchores Bärgblueme, Luterbach. Im Anschluss Kirchenkaffee.

Mit Siegfried Wiedemann, Hubersdorf. Predigtauto: Bis Samstag, 20.00 Uhr melden

bei Tel. 079 721 85 64.

Sa 02.03. 18:18 Riedholz, Pfarrsaal Der Hintergrund im Vordergrund. Filmandacht. Pfarrer Samuel Stucki, Christina Mäder.

So 03.03. 10:30 Riedholz, Wallierhof Ökumenischer Gottesdienst. Mit anschliessendem Suppentag. Pfarrer Samuel Stucki,

Gemeindeleiter Karl Heinz Scholz.

16 2/2013

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