Ausgabe 24 – April 2013

neftenbach.ch

Ausgabe 24 – April 2013

Ausgabe 24 April 2013

Auen-Lind-Heer

Exkursion zu den Schlangen

Schlangen beobachten, füttern, halten und... als Halskette tragen...

Aufregend! (Seite 10)

Theater im Kindergarten

Iris Alder führt zum letzten Mal Regie (Seiten 8)

Wie Franz Hohler dichten

So lustig kann dichten sein (Seite 22)

Kinder lernen sich zu verteidigen

Die Elternmitwirkung organisierte tolle Selbstverteidigungskurse für

die Kinder (Seite 29)


Editorial

Liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Eltern

Sind Sie wintermüde? Wenn Sie

es erst vor kurzem geworden sind,

dann stossen Sie wohl bei niemandem

auf Unverständnis. Ich gehöre

zu den Menschen, welche die kalte

Jahreszeit nur in Zusammenhang

mit Schnee lieben. Diesbezüglich

sind wir ja vergangenen Winter

auch im Mittelland auf unsere Kosten

gekommen. Endlich mal wieder

Schnee, der länger als ein paar

Stunden liegen blieb! Die Kinder konnten an mehreren aufeinander

folgenden Tagen schlitteln gehen und sich im Schnee tummeln

und die zahlreichen kunstvollen Schneeskulpturen in den Gärten

schmolzen nicht nach einem Tag schon wieder dahin.

Auf der Exkursion zur Kyburg konnten Schülerinnen und Schüler

der Klasse 6c sich nicht nur als Burgdamen und herren kleiden,

sie erlebten unter anderem auch hautnah, wie es war, bei kalten

Temperaturen in diesen Mauern zu leben.-Wie sehr doch plötzlich

ein geheizter Raum geschätzt wird!

Ein paar Tage später, Leselektion im Schulhaus Heerenweg: Die

Kinder sonnen sich in der Märzsonne. Das tut gut! Ja, der Winter

war schön, mit richtig viel Schnee eben. Aber jetzt wird es Zeit für

den Frühling. Freuen wir uns über alles, was wieder spriesst! Die

wärmenden Strahlen der Sonne, die längeren Tage und das Erwachen

der Natur geben mir wieder neue Energie. Ich hoffe, dass es

vielen Leserinnen und Lesern auch so geht und die Frühjahrsmüdigkeit

noch in weiter Ferne ist…

Irene Oeggerli

3 Aus der Schule

3 Rope-Skipping Heerenweg

6 Heute schon gelacht?

7 6c auf der Kyburg

8 Strahlenperle

10 Gespaltene Zungen

13 Im schöne grüene Wald

14 Alexa Suter - Lernvikarin

15 Reise ins Universum

17 Lasst die Kugeln rollen

18 Meet the Orchestra

20 Rübi-Rübchen & Herr Jakob

22 Bibliothek

22 Dichten wie Franz Hohler

23 Forum

23 Kinderbetreuung

28 Wir von der Schule

28 Anita Brem stellt sich vor

29 Elternmitwirkung

29 Kids-Selbstverteidigungskurs

30 Schulpflege

30 Kochspass für Kinder

31 Schulleitung

31 Eltern-Taxi Schulstrasse

Letzte Seite

32 Impressum

2 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Rope-Skipping Schulmeisterschaft

Ein toller Erfolg für die Unterstufe im Heerenweg

Nach den Herbstferien fragte

uns Frau Berger, ob wir am Seilspringwettbewerb

mitmachen

wollten. Natürlich wollten wir

mitmachen!! Wir trainierten

in jeder Turnlektion etwa eine

Viertelstunde. Wir sprangen und

sprangen. Am Schluss lagen wir

jeweils erschöpft am Boden.

Unser Rekord war 8x57=456

Punkte. Wir haben mit diesem

Rekord gewonnen. Wir haben

eine Slackline bekommen. Die

Kinder der 1.Klasse gewannen

vier Flash Cups Sets.

Anna, 3. Klasse

Wir sind Seil gesprungen. Frau

Berger hat uns geholfen, dass

wir gewinnen können. Julian und

ich haben fotografiert. Die ganze

Unterstufe vom Heerenweg hat

in zwei Kategorien gewonnen.

Wir waren froh, dass wir so gut

waren. Hakim, 2. Klasse

Eines Tages im Turnen fragte

Frau Berger uns, ob wir an einem

Springturnier mitmachen wollen.

Alle riefen ja. Dann begannen

wir mit üben. Timo, Remo und

Alexander waren Schwinger.

Einmal kam Charlizes Mutter zum

Schwingen. Melanie und Alina

und ich haben einen Rekord gemacht.

Julian und Hakim haben

Fotos gemacht. Die Erstklasskinder

waren am Anfang ein bisschen

unsicher. Aber am Schluss

haben wir alle gewonnen!

Leandra, 2. Klasse

Nach den Herbstferien hatte

Frau Berger gefragt, ob wir beim

Wettkampf mitmachen wollen.

Natürlich riefen alle ja, ausser

die einen Knaben, die waren zu

faul. Aber sie mussten trotzdem

seilspringen. Die einen konnten

aber auch sehr gut schwingen.

Das erste Mal hatten wir 46 und

58 Die Punkte. Schüler Am vom Schluss Heerenweg hatten triumphierten!

wir

456! 456 ist unsere Glückszahl!

1. Winterthurer Rope Skipping Schulmeisterschaft

Mit diesem Resultat haben wir

gewonnen November = Springseilzeit und zwei Diplome

und Geschenke bekommen.

Disziplinen ihre Rekorde:

Lia, 3. Klasse

1. Winterthurer Rope Skipping

Schulmeisterschaft

November = Springseilzeit

Etwa 1000 Schülerinnen und

Schüler sprangen vom 1. bis 30.

Aus der Schule

November 2012 über das Seil

und verbesserten in drei Disziplinen

ihre Rekorde:

Auszug aus der Rangliste:

Wir gratulieren allen Klassen,

Gruppen und einzelnen Schüler/

innen zu Ihren Rekorden! Die

Lehrpersonen aller Gewinner

erhalten die Preise per Post oder

werden kontaktiert für eine Preisübergabe

in der Klasse.

Etwa 1000 Schülerinnen und Schüler sprangen vom 1. bis 30. November 2012 über das Seil und verbesserten in drei

Auszug aus der Rangliste:Rangliste

Wir gratulieren allen Klassen, Gruppen und einzelnen Schüler/innen zu Ihren Rekorden! Die Lehrpersonen aller

Gewinner erhalten die Preise per Post oder werden kontaktiert für eine Preisübergabe in der Klasse:

Gewinner Klassenrekord

Klasse Schulhaus Lehrperson Rekord

1.Kl. Heerenweg R. Berger 175

1.Kl. ab Gr.2 Guggenbühl N. Jenny 102

2c Tägelmoos Y. Mc Kinney 236

2b Auenrain S. Scheitlin 148

2./3. Kl. Heerenweg R. Berger 456

3. Kl. Kulle Ausserdorf OW B. Brunner 216

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 3


Aus der Schule

4 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Aus der Schule

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 5


Aus der Schule

Heute schon gelacht?

«Direkte Rede» einmal anders

Viel gelacht wurde in der Klasse

5b, denn in den Deutschstunden

erzählten wir uns regelmässig

unsere Lieblingswitze. Bedingung

war allerdings, dass in dem Witz

gesprochen wurde und diese

«direkte Rede» mit den korrekten

Satzzeichen versehen war.

Daraus ist nun eine Witzwand in

der Nähe des Schulhausbrunnens

entstanden, die Sie im Schulhaus

Auenrain auch zum Lachen bringen

soll. Besuchen Sie unsere

Witzwand! Viel Spass mit diesem

kleinen Vorgeschmack.

Der neugierige Lehrer will von seinem

Schüler Linus wissen: «Wie

ich höre, hast du eine Schwester

bekommen. Wie heisst denn die

Kleine?» Linus gibt zur Antwort:

«Das wissen wir noch nicht, sie

spricht so undeutlich.»

Die Lehrerin stellt David im Rechnen

die Frage: «Angenommen,

du hättest 5 Franken und du

würdest deine Mutter um weitere

4 Franken bitten, wie viel Geld

würdest du dann haben?» David

antwortet: «5 Franken!» Die

Lehrerin stöhnt: «Kannst du denn

immer noch nicht rechnen?» David

berichtigt: «Doch schon, aber

Sie kennen meine Mutter nicht.»

Im MU-Unterricht fragt der Lehrer:

«Auf welcher Seite des Menschen

befindet sich das Herz?»

Julius meldet sich und antwortet:

«Auf der Innenseite!»

Der Lehrer fragt im Rechnen in

der ersten Klasse: «Nehmen wir

einmal an, ich lege hier drei Eier

hin, nehme zwei wieder weg

und lege dann wieder vier auf

den Tisch. Wie viele Eier haben

wir dann?» Susanne ist sichtlich

beeindruckt:«Sie können wirklich

Eier legen?»

Heinz ist entsetzt: «Stell dir vor

Papi, unser Lehrer weiss nicht

einmal, was ein Schaf ist.» Der

Vater ist erstaunt: «Wie kommst

du denn auf so eine Idee?» Der

Sohn berichtet: «Na ja, ich habe

heute im Zeichenunterricht ein

Schaf gemalt und er hat gefragt,

was das ist.»

6 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Aus der Schule

Dill, Thymian, Minze und Rosmarin

Klasse 6c bekommt auf der Kyburg Eindrücke vom Leben im Mittelalter

Als wir mit dem Bus nach Winterthur

fuhren, war er schon

fünf Minuten zu spät dran. Wir

mussten uns sputen, damit wir

den Zug nicht verpassten, doch

der war schon abgefahren. Das

hiess so viel wie: eine halbe

Stunde warten und das bei eisiger

Kälte. Schlussendlich kamen

wir doch noch an und Frau Largardière

begrüsste uns. Es hatte

zirka 15 Zentimeter Schnee und

es war -10 Grad auf jeden Fall

fühlte es sich so an, da wir fast

die ganze Zeit draussen waren.

Wir freuten uns sehr, als wir ins

Innere der Burg durften, denn wir

hofften, dass es dort wärmer ist.

Aber Pustekuchen, dort war es

fast noch kälter.

Kurz vor Ende des Rundganges

gingen wir noch in den Estrich

der Burg. Und da stand sie also,

die «Eiserne Jungfrau». Sie gilt

als eine der brutalsten Mordwaffen

des Mittelalters. Mit ihren

spitzigen Zacken werden einem

die Augen ausg… Moment

zurück in die Realität: Die Freude

verging uns nämlich, als Frau

Largardière sagte, dass es diese

Waffe gar nie gab. Sie wurde

erst im 19. Jahrhundert

erfunden,

um den Menschen

Angst vor

dem Mittelalter

einzujagen. Um

zirka 12.45 Uhr

war der Rundgang

zu Ende und wir

gingen ins Burgkafi.

Das Highlight

des Tages

war, dass es dort

sogar eine Heizung gab. Spätestens

jetzt merkten wir, dass

wir wieder im 21. Jahrhundert

angekommen waren.

Luca und Sascha

Dort empfing uns eine Frau, die

uns vieles zeigte und erzählte.

Sie war wie jemand aus dem

Mittelalter gekleidet. Wir haben

erfahren, wie die Ritter so lebten

und was sie assen. Später

durften wir Kleider anprobieren

und Ritterrüstungen ansehen.

Die Frau teilte uns in Gruppen

ein. Die Gruppen hiessen Dill,

Thymian, Minze und Rosmarin.

Sie gab uns Aufgaben wie zum

Beispiel zu messen, wie tief der

Ziehbrunnen ist. Sie zeigte uns

auch die «Eiserne Jungfrau» und

sagte uns, dass sie gar nie gebraucht

wurde. Es war sehr kalt,

wir alle sind fast erfroren. Es war

aber trotzdem sehr toll und spannend.

Am Mittag konnten wir

an einem warmen Ort drinnen

essen. Danach gingen wir wieder

zurück zur Schule. Wir fuhren

auch mit Bus und Zug zurück.

Céline A. & Yanik V.

Alle haben sich auf die Reise

gefreut, aber es war eiskalt! Die

Hofmagd gab uns Gruppennamen

von Kräutern, wie zum

Beispiel Dill, Thymian, Rosmarin

oder Pfefferminze. Danach

zeigte sie uns den Dorfgraben.

Als wir zurück in der Burg waren,

gab uns die Hofmagd verschiedene

Aufgaben, wie den

Ziehbrunnen oder den Dorfgraben

auszumessen. Nach der

Führung durch die Gebäude

freuten sich alle auf das Mittagessen

in einem geheizten Raum.

Dominik, Corinne, Nathalie

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 7


Aus der Schule

Strahlenperle

Vorhang auf für die Kinder des Kindergartens von Frau Alder und Frau Erb

8 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Aus der Schule

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 9


Aus der Schule

Auf den Spuren der gespaltenen Zungen

Zwei 6. Klassen berichten von ihrem Besuch im Schlangenzoo Eschlikon

Die 6. Klassen behandelten

während einiger Wochen das

Thema Schlangen. Ein Highlight

war dabei der Besuch im

Schlangenzoo in Eschlikon.

Am 23.11.12 fuhr ich mit der

Klasse mit dem Bus und dem Zug

nach Eschlikon. Dort besuchten

wir einen Schlangenzoo. Es war

sehr spannend. Wir teilten uns

in zwei Gruppen auf. Als erstes

schaute ich die Klapperschlangen

an. Herr Müller (ein Mitarbeiter)

hat uns auch ein paar Rasseln von

Klapperschlangen gezeigt. Er hat

sogar mit einem Stab eine Klapperschlange

provoziert, damit sie

mit der Rassel rasselte (50mal pro

Sekunde). Danach provozierte er

auch noch eine Brillenschlange

(Kobra). Die hat richtig laut gefaucht.

Am Schluss durfte die

ganze Klasse zusammen eine

zwei Meter lange Tiger-Python

halten. Wenn ihr das nächste

Mal in einen Zoo gehen möchtet,

geht nicht in den Zürcher Zoo,

sondern in den Schlangenzoo in

Eschlikon. Lara

Wir haben die Brillenschlange

(Kobra) zum Fauchen gebracht

und dazu, dass sie uns ihre Brille

zeigte. Allerdings mussten wir

recht viel Abstand halten. Es gab

eine Netzpyton, die 4.80m lang

war. Herr Villars hat uns noch eine

Schlangenhaut gezeigt von einer

Netz-Python und Schlangenleder.

Die längste Schlange ist 9.80 m

die kleinste ist 10 cm lang.

Damian

Den Schlangenzoo in Eschlikon

zu besuchen war eine tolle Idee.

Als wir ankamen, begrüssten

uns zwei Experten (Herr Villars

und Herr Müller). Es gab sehr

viele Terrarien mit Schlangen.

Manchmal waren auch zwei

dieser interessanten Tiere in einem

Terrarium (was auch oft zu

Streitsituationen führt). Es hatte

auch noch Eidechsen. Die waren

allerdings alleine. Die meisten

Schlangen waren ungiftig, aber

es hatte auch ein paar giftige

dabei. Die längste Schlangenart,

die wir sahen, kann bis zu neun

Meter lang werden und würde

sogar Hunde fressen. Ich habe

dort auch noch erfahren, dass es

in der Schweiz acht Schlangenarten

gibt, vier davon sind ungiftig

und zwei giftig. Wir haben noch

ein sieben Meter langes Schlangenleder

gesehen (das darf man

nur mit Bewilligung besitzen).

Sascha K.

10 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Eigene Angst überwinden

Herr Villars zeigte uns, wie man

Schlangen hält. Ich habe mich

überwunden und eine Schlange

gehalten. Es war ein komisches

Gefühl. Er hat uns auch erklärt,

dass eine Schlange sterben muss

für ein Schlangenleder. Es gibt

Jäger, die Schlangen töten, um

das Schlangenleder weiter zu

verkaufen. In der Schweiz ist

der Besitz von Schlangenleder

ohne Bewilligung illegal. Herr

Villars hat uns gezeigt, wie eine

Klapperschlange klappert. Er

hat eine Brillenschlange (Kobra)

aufgeschreckt, damit sie ihr

Nackenschild zeigte. Er hat eine

Schlange gefüttert und wir konnten

zusehen. Er hat ihr eine tote

Maus gegeben. Es ging lange, bis

die Maus in der Schlange war. Die

fressende Schlange wollte immer

zu Yasin Gez gehen. Yanik

Es gab sehr viele Schlangen und

zwei Leiter namens Herr Müller

und Herr Villars. Wir konnten

Schlangen halten, um den Hals

nehmen und anschauen. Wir

konnten auch bei einer Fütterung

zuschauen. Aber das Beste fand

ich, als Herr Villars eine Kobra anstupste.

Dort sahen wir eine Brille

auf ihrem Nacken. Ich fand den

Schlangenzoo sehr cool und auf

einer Skala von eins bis zehn würde

ich ihm eine zehn geben.

Dominik

Ich fand es in dem Zoo sehr spannend,

weil ich viel über Schlangen

lernen konnten und das Beste

fand ich, dass man sie halten

durfte. Ich habe coole Schlangen

gesehen. Die Fütterung der

Schlangen fand ich auch spannend.

Ich wusste zuvor nicht so

viel über Schlangen, jetzt jedoch

mehr. Ich würde nicht auf einen

zweiten Besuch verzichten.

Cedric

Im Schlangenzoo war es supercool.

Als wir ankamen, gingen wir

in den oberen Stock. Wir durften

fragen, was wir wollten. Zum Beispiel

erfuhren wir, dass die längste

Schlange, die Netzpython, 9m

80cm lang ist und die schwerste

Schlange, die Grosse Anakonda,

245kg schwer werden kann. Die

Aus der Schule

giftigste Schlange der Welt ist

die Königskobra. Auf der Welt

gibt es 550 Giftschlangenarten.

Zwei davon leben in der Schweiz

(Kreuzotter, Aspisviper).

Als wir mit dem Rundgang begonnen

haben, durften wir zuerst

eine Kornnatter herausnehmen

und nachher eine Königspython.

Die Königspython durften wir

sogar um den Hals nehmen.

Das war auch sehr cool und

eine schöne Abkühlung, weil die

Schlange wechselwarm ist. Das

heisst, dass sie sich der Umgebungstemperatur

anpasst. Wenn

es draussen 35°C warm ist, ist

die Schlange auch 35°C warm.

Wenn es weniger als 15°C warm

ist, wird die Schlange träge und

verkriecht sich. Der Mensch hat

eine Temperatur von 37°C und

in dem Raum war es 25°C.

Jan Andrin

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 11


Aus der Schule

Fütterung

Im Schlangenzoo durften wir bei

der Fütterung von Zwei Schlangen

zuschauen. Wir standen

um einen grossen Tisch, auf

dem zwei Servietten lagen. Frau

Schmid brachte ein Tupperware

mit tiefgefrorenen Mäusen. Mit

einer Pinzette holte sie die Mäuse

aus dem Tupperware und legte

sie sofort auf den Tisch. Sofort

schossen die Schlangen heran

und würgten die Mäuse ca. zwei

Minuten lang. Danach begann die

eine Schlange zu essen. Schlangen

fangen immer am Kopf an zu

essen, weil das Fell von Kopf bis

Fuss in eine Richtung geht. Als die

eine Schlange etwa in der Hälfte

war begann die zweite zu essen.

Am Schluss hob Herr Müller eine

Schlange hoch, um zu zeigen,

wo die Maus im Körper steckte.

Dabei biss ihn eine der Würgeschlangen

in den Finger. Ilenia

Am 22.11.12. um 8.15

Uhr mussten wir an der

Bushaltestelle Alte Post in

Neftenbach sein. Von dort

aus ging es nach Winterthur.

Mit dem Zug ging

es weiter bis zum Schlangenzoo

in Eschlikon. In der

Behausung der Schlangen

stank es fürchterlich. Aber

mit der Zeit gewöhnte

man sich daran. Herr Villars

erzählte uns zuerst etwas

über Schlangen. Er zeigte uns das

Schlangenleder einer sechs Meter

langen Anakonda. Dann ging es

zu den lebendigen Schlangen.

Gruppe A ging mit Herr Müller

und Gruppe B mit Herr Villars.

Es gab viele Schlangen: Kobras,

Vipern, und viele andere mehr.

Jonathan

Wir waren an einem Tisch mit

ganz kleinen Terrarien. Frau

Schmid öffnete eine und holte

eine Babyschlange raus die ein

Monat alt war. Wir mussten

diese Schlange fest halten damit

sie nicht auf den Tisch plumpste

und wegkroch. Babyschlangen

waren eindeutig nervöser als ältere

Schlangen. Danach sahen wir

noch andere Babyschlangen, die

wir aber nicht halten durften weil

sie giftig sind. Dafür konnten wir

sie in den Terrarien anschauen.

Ilenia

12 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Im Wald, im schöne grüene Wald ...

Waldkindergarten-Impressionen

Aus der Schule

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 13


Aus der Schule

Alexa Suter - unsere Lernvikarin

Die Klasse 5a kam für kurze Zeit in den Genuss einer neuen Lehrerin

Unsere Zeit mit Frau Suter

Herr Rumpel ging an eine Weiterbildung.

Für diese Zeit bekamen

wir eine Vertretung. Am Anfang

wussten wir nur, dass es eine

Studentin namens Frau Suter sein

würde. Wir waren sehr neugierig,

da wir ja nichts über sie wussten.

Wir hofften, dass sie nett war.

Aber alle unsere Zweifel waren

unbegründet. Frau Suter war

eine tolle und sportliche Lehrerin.

Das Tanzen im Turnen mit ihr

hat riesigen Spass gemacht. Am

Schluss hat sie alle Tänze aufgenommen

und einen lustigen Film

daraus gemacht und ihn dann

bei der Ausstellung unserer Dino-

Collagen den Eltern gezeigt. Da

wir es mit Frau Suter so toll hatten

und viel gemacht haben, hatten

wir Herr Rumpel FAST vergessen.

Das wir uns am Anfang Sorgen

gemacht hatten, war total unnötig.

In M/U hatten wir das Thema

Dinosaurier. Dazu hatten wir

eine Werkstatt. Wir waren sehr

traurig, als Frau Suter ging. Aber

wir freuten uns auch auf Herrn

Rumpel. Wir wünschen Frau Suter

viel Glück bei ihren Prüfungen

und hoffen, dass sie mit uns ins

Klassenlager kommt.

Samira und Nada

Heisse Dinos

Als Frau Suter uns einmal besuchen

kam, stellte sie sich zuerst

einmal vor. In der ersten Woche

mit ihr war alles etwas anders.

Im Turnen tanzten wir Hip-Hop

und hatten am Schluss eine

Aufführung. Das fanden die

meisten sehr toll. Bei ihr hatten

wir das Thema Dinosaurier. Wir

arbeiteten an der Dino-Werkstatt

und mussten viele verschiedene

Posten ausführen. Für jede

gut gelaufene Lektion bekamen

wir einen Buchstaben, der den

Belohnungssatz „Wir backen Dinos!“

ergab. Das haben wir dann

auch wirklich gemacht! Die Zeit

mit Frau Suter war wirklich sehr,

sehr schön und wir würden uns

freuen, wenn sie uns mal wieder

besuchen würde.

Lisa und Anouk

Alles über Frau Suter

Ihr Name ist Alexa Suter, sie

ist noch Studentin. Im Sommer

ist sie es nicht mehr - dann ist

sie Lehrkraft. Sie hat Herr Rumpel

vertreten. Ihr Charakter ist

freundlich - sie ist nicht sehr

schnell reizbar. Sie spielt in ihrer

Freizeit Basketball und Handball.

Sie lachte ziemlich oft mit uns!

Am besten gefallen hat mir das

Tanzen: Das war mal etwas anderes!

Erik

14 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Reise ins Universum

Die Klasse 5b besucht die Sternwarte Eschenberg

Ein Besuch der Sternwarte

Eschenberg bildete den Abschluss

unseres mehrwöchigen

Themas «Astronomie». Immer

wieder staunten wir über die

immensen Distanzen und Dimensionen

in unserem Universum

und über die Winzigkeit von

uns Menschen und unserer Erde

(siehe Kasten). Herr Griesser, der

Leiter der Sternwarte Eschenberg

und ein Mitarbeiter erklärten uns

den Sternenhimmel und erzählten

über ihre Arbeit.

Beobachtungen auf dem

Sternwartendach

Ich fand es toll, dass das Sternbild

«Orion» so gut zu sehen

war. Ich wusste nicht, dass so

viele Sterne zu

diesem Sternbild

gehören, wie Herr

Griessers Kollege

erklärt hat. Das

Sternbild «Stier»

ist gerade neben

dem «Orion» zu

finden. Mit dem

ca. 1.50m grossen

Teleskop sah ich auch die

Plejaden (Siebengestirn) und den

grossen Orionnebel. Er erschien

weiss, blau. Ich fand ihn wunderschön.

Mit dem Teleskop konnte

man auch den Jupiter, das hellste

Objekt des Nachthimmels, mit

den vier Ringen beobachten. Sogar

seine weiss, braune Farbe war

zu erkennen. Um uns Sterne und

Sternbilder zu zeigen, benutzte

Herr Griesser einen Laserstrahl.

Er erzählte, dass man immer aufpassen

muss, wo man hinzündet,

denn dieser helle Strahl kann Piloten

über mehrere km blenden.

Anna M.

Als erstes schauten wir mit blossen

Augen zum

Jupiter. Wir sahen

nichts anderes

als einen hellen

Punkt. Danach

betrachteten

wir ihn mit dem

Fernrohr. Wir sahen

nun sogar

seine vier grossen

Monde Calisto,

Ganymed,

Io Europa. Leider

Aus der Schule

stand das grosse rote «Auge» auf

der anderen Seite des Jupiters.

Danach durften wir ein zweites

Mal hineingucken, jetzt zum

Sieben-Gestirn (Plejaden). Diese

Sterne waren mit dem Auge

ganz nah beisammen. Mit dem

Fernrohr standen sie aber ganz

weit auseinander. Florian H.

Wir sahen das Sternbild «Orion»

wunderbar. Ich fand es speziell,

dass in diesem Sterbild etwas

wie ein Sternennebel zu sehen

war, der Orionnebel. Durch das

Teleskop sah man auch, dass

dieser Nebel wirklich nicht ein

Punkt sondern leicht verschwommen

war. Mich hat auch der

Laserpointer beeindruckt, denn

der ging wie ein Strahl etwa 50

Kilometer weit in die Luft. Mit

diesem Instrument konnte er uns

auch prima die verschiedenen

Sterne zeigen. Wir sahen zum

Beispiel ganz, ganz fein den

Krebs. Marco W.

Ich fand es toll, dass jeder Einzelne

durch das Teleskop schauen

konnte. Bei dem «Nebel», der

wie eine Fledermaus aussehen

sollte, sah ich die Fledermaus

ganz gut. Dieser «Plejadenebel»

erschien für mich in Violetttönen.

Mir hat gefallen, wie sie mit dem

Laser den Orion gezeigt haben.

Ich wusste nicht, wie ich mir

beim Orion einen Gott vorstellen

sollte. Nach den Erklärungen sah

ich nun sein Schwert und die

Keule. Ich wusste gar nicht, dass

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 15


Aus der Schule

der hellste Punkt am Himmel der

angeleuchtete Jupiter ist. Mich

hat erstaunt, wie viel die beiden

gewusst haben. Ladina G.

Auf dem Weg zur Sternwarte

konnte ich im Dunkeln nur Umrisse

erkennen. Es führte nur ein

schmales Weglein dahin. Der

Himmel war zum Glück nicht

bewölkt. Herr Griesser zeigte uns

ein paar Sternbilder. Der grosse

Wagen war viel grösser, als ich

ihn mir vorgestellt hatte. Auch

das Sternbild Orion war riesig. Ich

hatte selbst ein Fernglas dabei.

Damit konnte ich längst nicht so

gut sehen wie mit dem Teleskop

der Sternwarte. Jara M.

Informationen im

Showraum

Im einzigen Raum der Sternwarte

standen viele Stühle bereit. Herr

Griesser zeigte uns zuerst eine

zehnminütige Eigenproduktion.

In diesem Video reisten wir bis

zu 12.9 Mia. Lichtjahre weg. Danach

zeigte uns Herr Griesser eine

eigene Power Point Präsentation

über seine Arbeit. Er erzählte, er

habe mehrere Kleinplaneten (Asteroiden)

entdeckt. Zwei davon

heissen «Winterthur» und «Helvetia».

Der Asteroid «Helvetia»

wurde sogar auf eine Briefmarke

gedruckt, die im Dunkeln leuchtet.

Alisha bekam eine Originalausgabe,

weil sie als Nächste

Geburtstag hat. Zum Abschied

schenkte uns Herr Griesser drei

Durchmesser Erde: 12‘000 km

Entfernung zum Mond: 384‘000 km

Entfernung zur Sonne: 150 Mio. km oder 8 Lichtminuten

Entfernung zum Neptun: (äusserster Planet unseres Sonnensystems)

4‘500 Mio. km oder ca. 4 Lichtstunden

Entfernung zu Proxima Centauri (nächst gelegener Stern): ca.

4.4 Lichtjahre

Durchmesser unserer Galaxie «Milchstrasse» (bestehend aus mehr

als 100 Mia. Sternen): ca. 100‘000 Lichtjahre

Abstand zur Nachbargalaxie «Andromeda»: ca. 2.5 Millionen

Lichtjahre

Unser Universum besteht aus einer Vielzahl von Galaxien und

wächst stetig...

Zahlen gerundet aus astronomie.info

Karten und wer wollte, konnte

ein Autogramm holen.

Sonam B.

Der Film zeigte eine Reise von

der Sonne zu den Planeten, von

den Planeten zum Sonnensystem,

von dem Sonnensystem zu der

Galaxie, von der Galaxie zu Galaxienhaufen

und von diesen in

das unendliche Universum. Herr

Griesser zeigte uns auch Bilder

von Meteoriteneinschlägen auf

der Erde. Er besitzt sogar selber

gefundene Asteroiden und Meteoriten.

Marius R.

16 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Lasst die Kugeln rollen!

Die etwas andere Werkenabeit

Im Heerenweg hatten die Fünft-

und Sechstklässler/innen vor

und nach den Sportferien eine

etwas spezielle Werkenarbeit. Wir

sollten «Chügelibahnen» bauen.

Dass wir das in Partner- oder

Gruppenarbeit machen konnten,

fand ich sehr gut. Alle Gruppen

bekamen eine grosse Kartonschachtel,

Kartonröhren, Wellkarton,

Leim und Papier. Aus dem

Papier faltete man Bahnstücke

oder man knickte Wellkartonstücke

so, dass sie auch als Bahnteile

verwendet werden konnten. Ich

denke, dass alle ziemlich gut in

den Gruppen arbeiten konnten.

Meine Gruppe baute sich zuerst

in die Höhe. Die Bahn beginnt

mit einem Tunnel, danach kommen

eine scharfe Rechtskurve

und eine lange, schnelle Gerade.

Dann geht‘s über den «Hundschopf».

Irgendwann hatte Remo

aus meiner Gruppe nämlich die

Idee, einen Teil der Bahn wie

Teile der Lauberhorn-Abfahrt zu

benennen, was wir auch taten.

Wir waren einverstanden. Zum

Schluss gaben wir allen Bahnen

Aus der Schule

eine Bewertung. Wir platzierten

uns mit unserer Bahn auf dem

4. oder zweitletztem Platz. Zu

unserer Verteidigung kann ich

nur sagen: Die Jury, bestehend

aus den anderen Schülerinnen

und Schülern, war sehr streng.

Zur besten Bahn wäre diejenige

von Herrn Läubli gekrönt worden,

doch er war ausser Konkurrenz.

Also gewannen Katharina, Celia

und Rahel. Jan, 6. Kl.

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 17


Aus der Schule

Meet the Orchestra

Begegnung mit Musik

Kinder der Klasse 2c berichten

von der Begegnung mit

dem Orchester des Musikkollegiums

Winterthur.

Wir waren im Orchester im

Stadthaus Winterthur. Es waren

auch noch andere Kinder

da. Zuerst kam der Dirigent

hervor. Er hatte einen Stock

mitgebracht zum Dirigieren.

Es hat ganz viele Instrumente

gehabt. Es hat zwei verschiedene

Geigen gehabt. Es hat drei

Kontrabässe gehabt. Es hat zwei

Querflöten gehabt. Wir konnten

auf die Bühne sitzen, während sie

spielten. Als sie fertig waren mit

allem gingen wir nach Hause mit

dem Zug und Bus.

Claudia und Celine

Wir waren im Orchester und

sie haben etwas vorgespielt.

Sie hatten viele Instrumente, zum

Beispiel eine Klarinette

und Cello

und ein Horn und

eine Geige und

eine Bratsche. Wir

durften in das Orchester

reinsitzen.

Der Bass ist ganz

laut! Es war lustig.

Kim

Wir waren mit

dem Postauto

nach Pfungen-

Bahnhof und dann

mit dem Zug nach

Winterthur gefahren.

Und dann waren

wir ins Stadthaus

gegangen.

Wir haben viele

Instrumente gesehen. Zum Beispiel

Trompete, Flöte, Geige,

Pauke, Bassgeige. Wir durften ins

Orchester sitzen währendem es

ein fröhliches Musikstück spielte.

Leo und Oliver

Wir waren im Orchester. Wir sind

mit dem Thurbo und mit dem

Postauto gefahren. Und dann

waren wir am Ziel. Wir haben

Geige, Kontrabass, Cello, Pauke

und Klarinette gehört. Es war

lustig.

Mika

Wir fuhren mit dem Postauto

zum Bahnhof. Nach der Zugfahrt

liefen wir, bis wir beim

Stadthaus waren. In dem Stadthaus

hatte es viele Kinder. Dann

sind wir in den Saal gegangen.

Es sind verschiedene Musiker-

Gruppen aufgetreten. Nachdem

alle ihre Instrumente vorgespielt

haben, haben dann alle miteinander

gespielt. Dann durften

wir auf die Bühne zwischen

18 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


die Instrumente sitzen. Und

dann haben sie uns noch etwas

vorgespielt. Der Dirigent hat uns

dirigieren gelehrt!

Robin und Andrin

Wir waren im Zug. Wir hatten

eine schöne Fahrt. Wir sind um

10.20 Uhr angekommen. Wir

haben zuerst die Blasinstrumente

gesehen. Nach den Blasinstrumenten

kamen Streichinstru-

mente dran. Wir waren auf der

Bühne. Der Dirigent hat uns das

Dirigieren gelehrt. Timo und Noe

Wir waren im Stadthaus beim

Orchester. Es hatte einen Dirigenten.

Die Musiker haben

schön gespielt. Sie sind immer als

Gruppe aufgetreten. Es hatte ein

Horn und Trompeten. Am Schluss

durften wir noch auf die Bühne

gehen, wo sie gespielt haben. Es

war schön.

Vanessa

Aus der Schule

Wir waren im Orchester. Wir

durften ins Orchester sitzen. Es

hatte viele Instrumente. Zum

Beispiel Oboen, Querflöten, Geigen,

Pauken, Trompeten, Cello,

Klarinetten, Fagott, Bratschen,

Hörner. Es hatte einen Flügel,

aber er wurde nicht gespielt.

Yara und Lorena

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 19


Aus der Schule

Geschichten schreiben macht Spass

Von Rübi-Rübchen und Herr Jakob und seinem Fifi

Das Mittelalter-Rübchen

Hallo, mein Name ist Rübi-Rübchen.

Mein Leben war schon seit

der ersten Sekunde eine reine

Katastrophe. Ich war Teil einer

Missernte. Alle meine Brüder und

meine einzige Schwester wurden

von einer riesigen Flutwelle mitgerissen

und gelten seither als

vermisst. Ich wurde als zehnter

Teil der Ernte meines Bauern vom

Dörfchen Kyburg dem Grafen

übergeben. Seither stecke ich in

einer Sandkiste im stinkenden

Weinkeller des Grafen von Kyburg

fest. Ich hatte schon viele

Frauen um mich herum. Doch seit

Rübina von der Magd der Gräfin

entführt wurde, gibt es keine

Frau mehr in meinem Leben.

Nun habe ich mich aber schon

seit längerem in die Mausfalle

verguckt. Sie wohnt einen Stock

über mir, neben den Äpfeln. Ich

traute mich aber nicht, sie um

ihre Hand zu bitten. Nun wird

es aber Zeit, es zu tun. Plötzlich

hallen schwere Schritte durch den

Keller und die Holztreppe knarrt

stöhnend. Ich sehe das grimmige

Gesicht der Magd. Sie hält einen

Korb und ein scharfes Küchenmesser

in der Hand. Ich weiss

nur zu gut, was das bedeutet. So

sind nämlich alle meine Frauen

entführt worden. Ich schaue mich

hektisch um und bemerke, dass

ich als einziges Rübchen übrig

geblieben bin. Schnell grabe ich

mich im Sand ein und hoffe, dass

sie mich nicht entdeckt. Laut

flucht die Magd: «Mist, die Rüben

sind alle!» «Uff, sie hat mich nicht

gesehen!», denke ich überglücklich.

Verhallende Schritte verraten

mir, dass die Magd zurück in die

Küche geht. Nun kann ich doch

noch die Mausefalle fragen, ob

sie meine Frau werden will. Ich

mache mich auf den Weg zu

ihr hinauf. Leider bemerke ich,

dass ich keine Leiter habe und so

nicht zu ihr hinauf klettern kann.

Deshalb brülle ich so laut ich

kann hinauf: «Mausefalle, willst

du meine Geliebte werden?» Sie

schreit zurück: «Ja, mein Liebster!

Wer bist du eigentlich?» - «

Ich bin das Mittelalter-Rübchen

namens Rübi!» - «Wann sollen

wir heiraten?» Ich überlege lange

und sehr sorgfältig, schliesslich

will ich meine zukünftige Frau

ja nicht gleich wegjagen. Ich

entscheide mich für einen sehr

riskanten Weg. Wir brennen

gemeinsam durch! Ich nehme

ein rollendes Brett und befehle

der Mausfalle rauf zu hüpfen.

Sie gehorcht mir sofort, denn zu

unserer Zeit gilt noch das Gesetz

«Frauen müssen sich dem Mann

unterwerfen». Ich hüpfe nach

und zusammen rollen wir durch

einen Spalt in der Mauer in die

Freiheit!

Nicole und Nadia, 6b

Endlich Samstag

Herr Jakob wachte auf und

streckte sich. «Endlich Samstag!»,

dachte er glücklich. Eine anstrengende

Arbeitswoche hatte er

hinter sich. Plötzlich rannte Fifi

um sein Bett. Müde schaute Herr

Jakob aus dem Fenster und sagte:

«Heute ist ein schöner Tag. Komm

Fifi, wir gehen spazieren.» Fifi

brachte sogar die Leine. Herr Jakob

dachte: «Heute kein Kaffee.»

Draussen zwitscherten die Vögel

und das Gras war noch feucht.

Nach einer Weile stutzte Herr

Jakob, da er ein Holzlager sah.

Er band Fifi an einen Pfosten,

dann kletterte er auf die Hölzer

und schlief langsam ein. Auch

Fifi döste.

Fifi spitzte ein Ohr und machte

das rechte Auge auf. Er sah einen

Hasen. «He, ein Spielkamerad!»,

dachte Fifi. Er sprang auf und

zog die Leine so fest, dass sich

der Pfosten löste. Fifi war frei. Er

sprang dem Hasen ganz schnell

nach.

Rumpeldipumpeldi! Der Holzstapel

rollte weg.

Und Herr Jakob?

Herr Jakob rollte auch auf den Boden.

Mit schmerzendem Knöchel

stand er auf. Und was machte

Herr Jakob den Rest des Tages?

Er suchte Fifi!!

Levin, 4. Kl. Heerenweg

20 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Ausmalbild

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 21


Bibliothek

Dichten wie Franz Hohler

Die Klasse 2b dichtete freche Gedichte im Stile ihres Vorbildes

Am 1.März konnte Franz Hohler seinen 70.Geburtstag feiern. Ursula Löffel hat ihrer Klasse

aus seinem Buch «Es war einmal ein Igel» vorgelesen. Die kurzen Gedichte sind sehr lustig

und in dieser Stunde wurde sehr viel gelacht. Dann haben die Schülerinnen und Schüler

versucht, selber solche Verse aufzuschreiben.

22 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Bibliothek

Wenn ihr Lust bekommen habt, ein Buch von Franz Hohler zu lesen, schaut doch in der Bibliothek

vorbei... Ursula Löffel

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 23


Forum

Kinderbetreuung im Wandel

Meinungen von Eltern, Grosseltern und Kindern

Aus der Sicht der Eltern

Früher als ich klein war, zog

meine Grossmutter zu uns. Sie

hütete mich während meine Eltern

arbeiten waren. Mit 3 Jahren

kam ich in den Kindergarten (in

Deutschland ist das so...), Dieser

begann um 7 Uhr und endete für

mich um 15 Uhr. Dort bekamen

wir Mittagessen und alle Kinder

hielten danach einen Mittagsschlaf.

Ich habe gute Erinnerungen

an diese Zeit.

Zu den Randzeiten war dann

meine Oma für mich da. Ich kann

mich auch nicht erinnern, dass

mich jemals mal eine Nachbarin

gehütet hätte. Ich glaube, es gehörte

nicht in diese Zeit, dass man

«Fremde» darum bat. Damals

waren einfach öfter Grossmütter

oder Tanten mit in den Haushalten

eingebunden.

Heute hingegen finde ich es einfacher

auf Nachbarn zuzugehen

und um Hilfe bitten oder Hilfe

anzubieten. Es ist alles offener

geworden. Da wir jetzt keine

Eltern in der näheren Umgebung

haben, die mal schnell hüten

können, sind wir ständig auf

Nachbarschaftshilfe angewiesen.

Da klappt prima, weil wir uns

gegenseitig immer wieder etwas

Gutes tun. Claudia Hirt

Wenn ich mich an meine eigene

Kindheit zurück erinnere, fällt mir

vor allem eines auf. Meine Eltern

haben beide gearbeitet, aber wir

wurden nicht fremdbetreut sondern

haben uns selber betreut.

Morgens, wenn meine zwei Geschwister

und ich in die Schule

gingen, musste mein acht Jahre

jüngerer Bruder im Laufgitter,

wo er dann ein Nickerchen hielt,

warten, bis meine Mutter von

ihrer Arbeit wieder nach Hause

kam. Als er dann im Alter von ca.

2 1/2 Jahren entdeckt hatte, dass

man über das Laufgitter hinaus

klettern kann, durfte er jeweils

meinen Vater, der Posthalter war,

auf dessen Zustelltour begleiten.

Da mein Vater seine Arbeit im

Dorf verrichten konnte, war er

ausser am Frühstückstisch immer

anwesend. Auch meine Mutter

konnte nicht mit uns frühstücken,

das habe ich vermisst. Deshalb

hatte das Mittag- und Abendessen

einen hohen Stellenwert bei

uns. Da konnten wir von unseren

Erlebnissen erzählen, und es war

dementsprechend bei sechs Personen

am Tisch etwas laut.

Damals habe ich mir keine grossen

Gedanken gemacht, dass

mein Bruder alleine zu Hause

bleiben musste. Es war einfach

so. Aber als ich selber Mutter

wurde, wusste ich, dass ich das

für meine Kinder nicht so wollte.

Als Tagesmutter und Mittagstisch-Anbieterin

habe ich für

mich die ideale Form gefunden,

einen «Zustupf» zu verdienen und

meine Kinder selber zu betreuen.

Auch bei uns geht es manchmal

hektisch und laut zu und her, aber

es ist auch sehr interessant und

spannend. Renate Fröhlich

Beim Frühstückstisch eröffne ich

meinen drei Jungs, dass heute ihr

Gromi kochen kommt. Mein Mann

ist zwar sonst immer zu Hause

am Freitag und übernimmt das,

aber diesen Freitag eben nicht....

Gromi=Grosmami=meine Mutter.

Der Jubel ist gross, meine Kinder

finden es toll, wenn ihr Gromi

kommt.

Ich denke zurück, als ich Kind

war. Meine Grossmutter mutterseits

hütete uns oft, sprang in

die Bresche, wenn Not an Frau

war. Auch über Nacht, auch in

den Ferien. Auf sie war Verlass,

sie war ein Goldstück.

Meine Mutter sagt mir oft, wie

dankbar sie über das Wirken ihrer

Mutter war.

Und ich bin dankbar, wie oft jetzt

meine Eltern das genauso tun.

Ich mag mich erinnern, dass es

in meiner Kindheit auch schon

einen Hort gab. Ich musste aber

nie dorthin, weiss auch gar nicht,

ob das was Schlimmes gewesen

wäre für mich. Ich verbrachte

regelmässig Zeit bei Freundinnen

und eben: bei meinem Grossmami.

Sie machte die weltbeste

Spaghettisauce!

Urteilen oder Werten, welche

Zeit denn besser ist bezüglich der

Kinderbetreuung, will ich nicht.

Als Eltern ist man doch einfach

nur froh, wenn Hilfe da ist. Wenn

diese Hilfe innerhalb der Familie

24 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


oder Nachbarschaft zu finden ist,

ist das toll.

Viele Eltern haben aber keine

Verwandten in der Nähe, die sie

in der Kinderbetreuung unterstützen

könnten, da ist es doch

nur fair, wenn die Betroffenen

andere Angebote nutzen dürfen.

Wenn diese Angebote noch

etwas geldbörsenfreundlicher

wären, könnten es sich auch nicht

so gut verdienende Eltern leisten,

was in meinen Augen der Sinn

der Sache wäre!

Meine Mutter erzählte mir, dass

es früher einfacher war mit den

Arbeitszeiten. Sie arbeitete in einem

Büro, konnte die Arbeitszeit

unserem Stundenplan anpassen,

Blockzeiten kannte sie nicht.

Ein solches Wunschprogramm ist

heute nur noch selten möglich,

womit wir wieder beim Thema

«lieber Grossmütter oder eben

Alternativen» angelangt sind.

Wie auch immer: Kinderbetreuung

ist heute leider ein Politikum,

ein Reizwort für viele.

Ich glaube, den meisten Eltern -

früher wie heute - ist es wichtig,

dass ihre Sprösslinge während

ihrer Abwesenheit einfach rundum

gut betreut sind.

Corinne Adam

Zum Glück konnte ich mich immer

auf meine Eltern verlassen.

Unkompliziert und problemlos.

Ich konnte immer fragen,

wenn ich eine Kinderbetreuung

braucht, und meistens konnte ich

mit einem Ja rechnen. Für mich

war es wichtig und auch sehr

gut, dass ich immer wusste, dass

meine Kinder gut aufgehoben

sind. Auch heute noch, die Kinder

sind älter geworden, schauen sie

gerne bei den Grosseltern vorbei.

Wenn sich der Besuch mit einem

feinen Mittagessen verbinden

lässt, der Schulweg dadurch kürzer

wird, umso besser!

Silvia Weidmann

Ich als alleinerziehende Mutter

finde den Hort gut und wichtig,

weil die Kinder dort gut aufgehoben

sind. Eigentlich hätte ich

für uns lieber eine andere Lösung

gehabt. Da die Kinder eine feste

Bezugsperson brauchen, mit der

sie auch ihre Probleme besprechen

können, hätte ich gern ein

«Ersatzgrosi» für meine Kinder

gehabt. Dann wäre die Situation

etwas familiärer gewesen.

Frau von Aesch

Ich bin in Belgien aufgewachsen

und damals wurden wir schon

ganz früh in die Schule geschickt!

(mit 3 Jahren gingen wir schon in

der Schule)

Die Betreuung bei uns wurde

durch ältere Frauen vom Dorf

gemacht, die von der Schule angestellt

waren. Nach der Schule

gab es nachschulische Betreuung.

Unsere beiden Söhne sind in der

Schweiz geboren. Ich bin froh,

dass ich sie selber betreuen konnte,

bis sie in die Schule gingen!

Forum

Betreuung in der Schweiz habe

ich nicht so gekannt!

In der Zeit, in der wir in Paris

lebten, habe ich die Kinder schon

manchmal in die Betreuung gebracht

und ich muss sagen, dass

ich viele positive Sachen erlebt

habe! So konnten wir sehen,

wie die Kinder viel voneinander

lernten. Da sie über Mittag auch

zum Essen blieben, lernten sie

beispielsweise auch mit anderen

Kindern am Tisch zu sitzen und

geduldig zu sein, bis alle fertig

waren mit essen.

Sie lernten mithelfen, aufräumen,

sich angemessen verhalten in

verschiedensten Situationen mit

anderen Kindern.

Die Betreuung in Paris war sehr

professionell, aber ich glaube,

das ist in der Schweiz sicher

auch so. Ich glaube, heutzutage

braucht es mehr Betreuungsangebote,

weil die Menschen

darauf angewiesen sind. (oft

arbeiten beide Elternteile) Ich

glaube auch, dass früher nur

wenige Leute Anspruch hatten

auf eine Fremdbetreuung ihrer

Kinder und dass man sich damals

mehr Zeit nahm, um mit den Kinder

zu spielen, sie zu umsorgen

mit viel Liebe und Herzlichkeit.

Heute nehmen mehr Eltern eine

Fremdbetreuung ihrer Kinder in

Anspruch und ich vermute, dass

in solchen Fällen punkto Spielen

und Zeit miteinander verbringen

innerhalb der Familie Abstriche

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 25


Forum

gemacht werden müssen und

das ist natürlich schade!

Doch glaube ich, eine kindergerechte

Betreuung kann viel

Positives mit sich bringen. Sehr

wichtig ist, dass die Personen,

die sich um die Kinder kümmern,

professionell sind.

Wenn ich mich so umhöre, ist

hier in der Schweiz viel Bedarf

nach Betreuung und im Vergleich

mit den anderen EU Ländern ist

sicher noch viel möglich, was die

Angebote betrifft. Ob es früher

besser war, ist schwierig zu sagen.

Fakt ist, dass heute mehr

Bedarf da ist, nur darf die Qualität

der Betreuung nicht darunter

leiden!

Ich glaube, ein guter Umgang

der Betreuungspersonen mit den

Kindern und der Kinder unter

sich hat viele gute Seiten! Aber

sicher ist auch der Kontakt mit

dem «Grosi» nicht zu vernachlässigen!

Eine Mischung von beiden

Betreuungsformen wäre fürs Kind

wohl das Beste! Inge Cielen

Ausserfamiliäre Betreuung ist

auch bei uns eine Realität und

sicher ein Bedürfnis vieler Eltern,

die davon profitieren können.

Nun gibt es wie bei allem ein Pro

und ein Contra. Kinderbetreuung

schafft für Kinder eine zusätzliche

Chance von anderen Kindern zu

lernen und mit ihnen zusammen

zu sein (soziale Gemeinschaft).

Nachteile gibt es dort, wo die

Betreuung schlecht geführt ist

oder unausgebildetes Personal

zur Verfügung steht. Wir können

nicht aus eigener Erfahrung

sprechen, weil wir die Betreuung

unserer vier Kinder, wenn es nötig

war, selber organisierten. Zum

Beispiel kamen dann die Grosseltern

oder sporadische Mittagstische

bei Götti oder Gotti waren

ein Thema.

France Spezzacatena

Aus der Sicht einer Grossmutter

In meiner Kindheit in den

40er/50er Jahren trafen wir Kinder

uns meistens auf der Strasse

zum Spielen, ohne abzumachen

und manchmal ohne Wissen der

Eltern. Keiner brachte uns hin

oder holte uns wieder ab. Wir

hatten auch keine Handys damals

und es gab noch kein Fernsehen.

Auch einen Telefonanschluss hatten

wir lange nicht.

Zur Schule gingen wir immer zu

Fuss. Schulbusse gab es nicht.

Wir spielten Schitliverbannis. Da

gab es hin und wieder Streit, wer

mitmachen durfte oder nicht.

Diejenigen, die nicht zugelassen

wurden, mussten es ertragen und

liefen nicht heulend heim. Die Eltern

hätten auch kein Verständnis

gehabt.

Wir hatten Freunde. Bei denen

durften wir manchmal zum Mittagessen

bleiben oder sie kamen

zu uns zum Essen. Ich war eher

schüchtern bei Erwachsenen und

bemühte mich, immer alles zu

essen, was vorgesetzt wurde.

Am liebsten spielte ich mit meinen

Freundinnen im Wald oder in

den Gärten. Unsere Eltern hatten,

soviel ich weiss, keine Angst um

uns. Wir mussten einfach zu einem

bestimmten Glockenschlag

wieder nach Hause gehen.

Die Kinder waren insgesamt

nicht überbehütet und konnten

sich meiner Meinung nach freier

entwickeln. Sie waren dafür auch

nicht belastet wie heute mit den

elektronischen Spielen und den

Einflüssen der vielen Medien.

Marianne Stahel

Seniorin im Kindergarten

Aus der Sicht der Kinder

Anita Sax (Betreuerin ) unterhält

sich mit den Kindern über den

Hort und den Mittagstisch.

Was gefällt euch im Hort? Was

gefällt euch nicht so gut?

Alina kommt gerne in den Hort,

aber nur wenn Fiona auch da ist.

Sie hat gar nicht gerne, wenn

herumgeschrien wird, eine Regel

sollte das verbieten.

Fiona ist gerne im Hort, vor allem

freut sie sich, wenn Gian-Carlo

da ist, dann möchte sie immer

in den Hort. Wenn sie jedoch

schlechte Laune hat oder wenn

sie die einzige aus ihrer Klasse

26 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


ist, dann möchte sie lieber zu

Hause sein und eine CD von Felix

hören. Fiona wünscht sich einen

«Gumpiraum». Beim Mittagstisch

gibt es zu oft Pommes.

Jasmin kommt immer gerne in

die Betreuung.

Celine gefällt’s in der Betreuung.

Nur das früh Aufstehen mag

sie nicht und wenn die andern

Kinder «nerven». Nick, Alessio

und Ron kommen gerne in die

Betreuung und haben keine

Verbesserungsvorschläge. Nick

wünscht sich Unihockey- Goals.

David gefällt es manchmal, nur

wenn es «cool» ist, wenn sie zum

Beispiel eine tolle Hütte bauen.

Tobias gefällt es fast immer,

nur als er einmal nicht draussen

spielen durfte, gefiel es ihm gar

nicht. Noch lieber hätte er eine

grössere Hütte!

Nina findet das Essen fein;

manchmal findet sie es beim

Essen zu laut. Sie kommt gerne

zum Mittagstisch, doch sie vermisst

ihre Schwester, wenn sie

nicht auch in den Mittagstisch

kommt. Lasse liebt das Essen und

möchte manchmal länger im Mittagstisch

bleiben, anstatt in die

Schule zu gehen. Wenn er etwas

nicht machen darf oder ihn die

andern Kinder «nerven», gefällt es

ihm nicht so gut. Claire liebt das

Essen und hat immer Appetit. Sie

findet, dass die Kinder beim Mittagstisch

besser zuhören sollten.

Martin gefallen die Spiele und die

farbigen Würfel in der Betreuung.

Beim Essen möchte er gern mehr

als nur ein Glas Sirup («Hahnenburger»

findet er nicht so fein!).

Florian möchte den Speiseplan

gerne im Voraus wissen und er

möchte selber bestimmen, wo

er sitzt. Von den Betreuerinnen

mag er Anna sehr gut. Martin

und Florian möchten gerne vor

Forum

13.15 Uhr zur Schule gehen.

Florian findet es schade, dass die

Kinder nicht mehr in der Turnhalle

«alle gegen alle» spielen können

und dass man nicht klettern darf.

In den Hort musste ich nur,

gehen weil meine Mutter am

Arbeiten war. Eigentlich bin ich

sehr gerne in den Hort gegangen!

Aber es ist halt nicht das

Zuhause. Man konnte spielen,

basteln und mit den Bauklötzen

etwas bauen, doch eines hat

mich gestört: man durfte nicht

rennen!!! Beim Mittagstisch ist

es immer mega voll. Da habe ich

mich nicht richtig wohl gefühlt,

aber jetzt, wo ich bei einer Frau

esse, ist es mir viel wohler, denn

es sind nicht so viele Kinder auf

einem Fleck. Manuel

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 27


Wir von der Schule

Verstärkung auf der Schulverwaltung

Die Schulverwalterin Anita Brem stellt sich vor

Ich heisse Anita Brem und arbeite

seit Anfang 2013 im Büro der

Schulverwaltung. An einem Halbtag

bin ich auch als Kindergärtnerin

tätig. Schon bevor ich damals

eingeschult worden war, spielte

die Schule in meinem Leben eine

wichtige Rolle, denn wir wohnten

in der Hauswartwohnung eines

100 jährigen Schulhauses. Das

«Schüelerlis»- Spielen in einem

der Schulzimmer war unsere

Lieblingsbeschäftigung gewesen.

Kurz nach meiner Lehre auf dem

Büro absolvierte ich zudem die

Ausbildung zur Kindergärtnerin.

Fast wäre ich auch noch Primarlehrerin

geworden. Da aber

während der Studienzeit unser

erstes Kind zur Welt gekommen

war, hatte ich mich entschieden,

Vollzeit-Mutter zu sein. Vor

meinem Studium reiste ich oft

und gerne, da ich mich sehr für

fremde Kulturen interessierte.

Es war faszinierend zu erleben,

dass Sitten und Bräuche, die bei

uns in der Schweiz als «normal»

galten, in fremden

Kulturkreisen u. U.

ganz anders gehandhabt

wurden

(bevor man z. B. in

Südkorea ein Restaurant

betrat, zog

man die Schuhe

aus). Seit letztem

Sommer ist nun

unser älteres Kind

in der 1. Klasse

und ich erlebe die

Schule auch von

der Elternseite her.

Hausaufgaben sind natürlich ein

grosses Thema. Wenn mal gar

nichts mehr geht, knobeln wir

zu zweit an einer Aufgabe herum

(seit meiner Schulzeit hat sich

vieles geändert, z. B. Vorgehensweisen

im Rechnen, Lautbilder

fürs Lesenlernen).

Ich mag Brett- und Kartenspiele

sehr und geniesse es, dass meine

Kinder inzwischen alt genug sind,

dass wir alle zusammen solche

Spiele machen können. Meine

anderen Hobbies haben momentan

ein bescheidenens Dasein,

da ich selten ruhige Momente

habe, um ein Buch zu lesen oder

bewusst Musik zu hören.

Die Arbeit auf der Schulverwaltung

erlebe ich als sehr ausgleichend

zum Familienalltag. Es ist

schön, in einem kleinen Team

mithelfen zu können, dass der

administrative Bereich der Schule

und der schulergänzenden Betreuung

möglichst «rund läuft».

28 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Selbstverteidigungskurs für Kinder

Eine äusserst positive Erfahrung

Die EMW Neftenbach hat im

November 2012 erstmals Kurse

zur Gewaltprävention für Kinder

vom ersten Kindergarten bis zur

6. Klasse, durchgeführt. Die Kurse

verliefen äusserst erfolgreich

und wir durften viele positive

Rückmeldungen von Kindern

und Eltern entgegennehmen.

Die Kinder waren an den drei

Samstagen mit viel Spass und

Konzentration bei der Sache. Es

wurde ein praxisnaher Selbstverteidigungskurs

angeboten.

Die Kinder haben altersgerecht

gelernt, wie sie reagieren können,

wenn sie ausgelacht, beleidigt

oder geschlagen werden. Auch

Teil des Kurses war, die neugierigen

Kursteilnehmerinnen

und Kursteilnehmer darauf zu

sensibilisieren, wenn eine unbekannte

Person sie anspricht und

fragt, ob sie mitgehen oder ins

Auto einsteigen möchten. Diese

Situationen und Verhaltensregeln

wurden in Rollenspielen und

Interaktionsübungen trainiert.

Die Kinder übten Konflikte ohne

Gewalt zu lösen, sich selbst zu

behaupten und zu schützen mit

einer verhältnismässigen Selbstverteidigung.

Die gelernten Abwehrtechniken

sind im Alltagsge-

Elternmitwirkung

schehen anwendbar und dienen

ausschliesslich dem Selbstschutz

und der Bildung von Selbstvertrauen

und Durchsetzungsvermögen.

Am letzten Kurstag hatten

die Kinder die Gelegenheit, das

Erlernte den Eltern vorzuführen.

Die Eltern ihrerseits hatten die

Möglichkeit, den beiden Kursleitern

Fragen zu stellen. Aufgrund

des unerwartet hohen Ansturms

von Anmeldungen streben wir

eine Wiederholung der Kurs im

Frühling 2013 an.

Susanne Wesselmann und Patrizia

Scaramuzza

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 29


Schulpflege

Kochspass unter 5. Klässlern

Die Kinder der 5. Klassen kochten und backten feine Köstlichkeiten

Seit vielen Jahren organisiert die

Schulpflege jährlich den beliebten

Kinderkochkurs für Schülerinnen

und Schüler der fünften Klassen.

Unter der Leitung einer erfahrenen

Hauswirtschaftslehrerin

erleben die Jungs und Mädels

einen etwas anderen Mittwochnachmittag

mit rüsten, hacken,

köcheln, brutzeln und backen.

Ich habe es mir nicht nehmen

lassen und stattete den Kochlehrlingen

einen Besuch ab.

Schon von weitem kam mir ein

unverkennbarer Schoggiduft

entgegen. Mmmmm ... erste

Muffins befanden sich schon im

Backofen und viele mehr waren

in Produktion!

Es war für mich schön zu sehen,

wie engagiert die Kinder bei der

Arbeit waren. Ich staunte auch

nicht schlecht, als ich im Backofen

- nebst den Schokoladen-

Bananen Muffins - auch lecker

duftende Gratins entdeckte.

Wow, die angehenden Köche

waren schon ganz fleissig gewesen.

Toll!

Ein Schmunzeln konnte ich mir

nicht verkneifen, als ich die Schülerinnen

und Schüler zwischendurch

beim Abwasch beobachtete.

Die Begeisterung dafür

hielt sich natürlich in Grenzen,

trotzdem wurde es erledigt und

dabei viel gelacht und gescherzt!

Liebe Köche, ich hoffe sehr, dass

es euch gefallen hat und wer

weiss, vielleicht kocht ihr das eine

oder andere Rezept zu Hause

nach und verwöhnt eure Familien

damit.

Schon heute viel Spass dabei!

Debora Zanon

Schulpflege Neftenbach

Ressort Dienste

30 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013


Eltern-Taxi über die Mittagszeit

Die Zeit scheint immer knapper

zu werden, da immer mehr unternommen

wird. Die Kinder wie

auch Sie als Eltern scheinen von

diesem Zeitgeist erfasst zu sein.

Dies hat zur Folge, dass mehr

erlebt und erreicht

werden

kann, viele

Kinder kommen

in den

Genuss vom

Instrumentalunterricht

und von anderenTätigkeiten

in der

Freizeit. Diese

Tatsache finde

ich grundsätzlich

gut und

lobenswert.

Die Kehrseite

der Medaille

ist aber, dass durch die erhöhte

Aktivitäten irgendwo wieder Zeit

«gespart», eingeholt werden

muss. Daher verstehe ich, dass

es nahe liegt, die Kinder über

den Mittag oder nach der Schule

abzuholen, wenn die Zeit knapp

wird.

Ich erkläre mir unter anderem mit

den genannten Argumenten das

erhöhte Verkehrsaufkommen besonders

um die Mittagszeit und

nach der Schule auf der Schulstrasse

in Neftenbach. Leider beobachtete

ich bereits prekäre Situationen,

in welchen dank guten

Reaktionszeiten der Schülerinnen

und Schüler ein Unfall verhindert

werden konnte. Ich mache mir

persönlich ernsthafte Sorgen

um verträumte Kindergärtner,

die die Strasse wechseln müssen,

oder noch schlimmer, über

den Kiesparkplatz laufen und

schlichtweg übersehen werden.

Die gefährlichsten Situationen

beobachte ich beim Zurücksetzen

der Autos; ein Kindergartenkind

kann unmöglich erkannt werden,

wenn es zu nahe steht.

Erschwerend kommt noch die

Tatsache hinzu, dass unsere

Schulbusfahrerin immer öfter

Schwierigkeiten hat, ihren engen

Zeitplan einzuhalten, da eine normale

Durchfahrt auf der Schulstrasse

nicht mehr möglich ist.

Die Schulstrasse wurde vor mehr

als einem Jahr in eine 30-Zone

umgebaut, mit den dazugehörenden

baulichen Massnahmen

zur Verkehrsberuhigung. Dies ist

eine begrüssenswerte Tatsache.

Aber nun entstehen Staus und

Schulleitung

daraus Ungeduld. Und mit dem

Zeitdruck nimmt die Konzentration,

wenn nicht sogar die

Rücksicht ab.

Mehr Sicherheit an der Schulstrasse

Der Schulweg

liegt nach wie

vor in der Verantwortung

der Eltern.

Die Verantwortung

für

einen Unfall

will aber sicher

niemand

auf sich nehmen

müssen.

In meiner Verantwortung

als Schulleiter

appelliere ich

an Sie, nach

Lösungen zu

suchen, wie die Schulstrasse auch

nach Schulschluss sicher bleibt.

Das Parkieren am Strassenrand

oder sogar auf dem Trottoir ist

kein haltbarer Zustand und erhöht

das Unfallrisiko unnötig. Ein

Ausweichen auf nahegelegene

Strassen liegt auf der Hand, der

Zwischenweg oder die Ebnistrasse

sind gute Ausweichmöglichkeiten.

Noch besser wäre der

Verzicht aufs Eltern-Taxi.

Bitte helfen Sie mit, die Schulstrasse

möglichst verkehrsarm zu

halten. Die Sicherheit aller Kinder,

nicht nur der eigenen, geht immer

vor. Herzlichen Dank.

David Sigos

Schulleiter

Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013 31


Impressum

Auflage: 570 Exemplare, erscheint 3× jährlich

Redaktion: Irene Oeggerli (Leitung), Heidi Bachmann,Raphael Leemann, Katrin Näf,

János Rumpel, David Sigos

Redaktionsadresse: De Auen-Lind-Heer, Schulhaus Auenrain, Schulstrasse 17

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Nächster Redaktionsschluss: Freitag, 07. Juni 2013 (Ausgabe Nr. 25)

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32 Auen-Lind-Heer Nr. 24/ 2013

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