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April 2013 - Pfarrei Düdingen

April 2013 - Pfarrei Düdingen

EDITORIAL Liebe Leserin,

EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser Zu wunderbar – um es zu begreifen! Waren Sie im Leben auch schon einmal derart ergriffen, überwältigt, im Tiefsten Ihrer Exis tenz bewegt, so dass Sie eigentlich gar keine passenden Worte dafür fanden? Viel ­ leicht war es auch so, dass Sie von dieser Erfahrung schlicht niemandem erzählen konnten, weil Sie der Meinung waren, dass Sie dann für verrückt erklärt oder müde belächelt würden. Vor gut 2500 Jahren betete der Psalmist im Psalm 139 sinngemäss von einem solch überwältigenden Erlebnis: Herr, Du kennst meine Gedanken. Du bist vertraut mit all meinen Wegen. Du kennst meine Worte bevor ich sie ausspreche. Du umschliesst mich von allen Seiten. Zu wunderbar ist dies für mich – ich kann es nicht begreifen. Stiege ich in den Himmel, so bist du dort. Würde ich mich in der Unterwelt betten, so wärst du zugegen. Nähme ich Flügel des Morgenrots und liesse mich nieder am äus sersten Meer, auch dort würde deine Hand mich halten. Sonnenaufgang auf dem Ochsen Würde ich sagen: «Finsternis soll mich bedecken, statt Licht soll Nacht mich umgeben», auch diese Finsternis wäre für dich nicht finster, die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie Licht. An Ostern sind diese fast traumwandlerischen Worte aus dem Alten Testament für uns Christen zu einer lebendigen Realität geworden: Selbst die von Menschen gewollte Finsternis und Nacht durch das Leid, das sie einander und Jesus von Nazareth zugefügt haben, vermochten nicht Gottes Licht auszulöschen. Gott ist um fassender als all unsere himmlischen Weiten und dämonischen Abgründe. Duedingen_April.indd 2 12.03.13 11:31

EDITORIAL Jesus hatte ein radikales Urvertrauen in dieses unbegreifbare DU, das er Abba «Papa» nannte. Durch IHN wurde er in seinem Tod in eine neue Seinsweise erweckt mit alledem, was sein Leben im Tiefsten ausmachte. Seine Jüngerinnen und Jünger verstanden: Jesus lebt bei Gott und unter uns weiter. Jesu Worte und Taten lassen in uns Worte und Taten wachsen, so wie der Rebstock seine Reben hervorbringt. Mit der Auferstehung im Rücken, mit dem Vertrauen, dass Gottes Gegenwart die grössten Ab gründe um ­ fasst und die schwierigsten Seiten unseres Menschseins in ein neues Licht taucht, lässt es sich wagen. Diese österliche Botschaft der Auferstehung gibt uns Rücken wind um… … positiv in die Zukunft zu schauen, trotz allem … zu verzeihen, auch wenn wir Menschen unzulänglich bleiben … Aufbrüche im Leben zu wagen, auch wenn ich hin und wieder Rückschläge in Kauf nehmen muss … Menschen in Ohnmachtssituation beizustehen, auch wenn Erklärungen und die richtigen Worte fehlen. Sonnenuntergang in Murten Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, wird in Rom die Wahl unseres künftigen Papstes vorbereitet. Möge unser künftiger Papst erfüllt sein von diesem österlichen Licht und Gott vertrauen, das Johannes XXIII. erfüllt haben mag, als er das Zweite Vatikanische Konzil 1962 eröffnete. Jo hannes war bereits gezeichnet von seiner Krebserkrankung, dennoch sprach er in seiner Eröffnungsrede folgende Worte: «In der täglichen Ausübung unseres apostolischen Hirtenamtes geschieht es oft, dass bisweilen Stimmen solcher Personen unser Ohr betrüben, die zwar von religiösem Eifer brennen, aber nicht ... ein kluges Urteil walten lassen. Sie meinen nämlich in den heutigen Verhältnissen der menschlichen Gesellschaft nur Untergang und Unheil zu erkennen. Sie reden unablässig davon, dass unsere Zeit im Vergleich zur Vergangenheit dauernd zum Schlechteren abgeglitten sei. Sie benehmen sich so, als hätten sie nichts aus der Ge ­ schich te gelernt ... Wir aber sind völlig anderer Meinung als diese Unglückspropheten. ... In der gegenwärtigen Entwicklung der menschlichen Ereignisse muss man viel mehr einen verborgenen Plan der göttlichen Vorsehung anerkennen, ... der durch die Werke der Menschen und meist über ihre Erwartungen hinaus ... zum Heil der Kirche lenkt.» Ich wünsche Ihnen ein österliches Herz, das ergriffen ist vom Licht der Auferstehung. Ich wünsche Ihnen, dass durch Sie österliche Freude und Zuversicht auf ihre Mitmenschen ausstrahlt, damit wir gegenseitig in unseren Augen etwas von jenem Licht erkennen können, das uns einmal ganz umfassen wird. Ruedi Bischof Duedingen_April.indd 3 12.03.13 11:31

Mittelteil 175 Jahre Pfarrkirche - Pfarrei Düdingen
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