08.05.2015 Aufrufe

2015.03 F a c h m a g a z i n f ü r d e n B a u s t o f f f a c h h a n d e l & B a u m ä r k t e - Mächtiger geht’s nicht.

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P. b.b. 09Z037955M, Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt 1180

D E R Ö S T E R R E I C H I S C H E B A U S T O F F M A R K T

JG 45

Fachmagazin für den Baustofffachhandel & Baumärkte

3.2015

Mächtiger geht’s nicht.

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3 . 2 0 1 5 I N H A L T

8 26

A K T U E L L

Jubiläumsjahr 5

Der ÖBM im 45. Jahrgang

Die Renaissance des Steildaches 8

Einschätzungen von Bramac, Erlus und Tondach

Hör mal wer da hämmert! 12

Spechtschäden im Wärmedämmverbundsystem und ihre Bekämpfung

G R E M I E N &

V E R B Ä N D E

H A N D E L

Für immer Beton 18

Der VÖB Konjunkturbarometer

Gesamtlösungen und regionale Kundennähe 20

Quester 2015

Zwei Familien, ein gemeinsamer Nenner 25

ÖBAU Egger Klagenfurt wird Hornbach

3 . 2015 | 3


E D I T O R I A L

Was ist wahr?

Mag. Alois Fröstl

Chefredakteur

Wienerberger schreibt 170 Mio. EuroVerlust. Aus der geplanten Rückkehr

in die schwarzen Zahlen ist nichts geworden: Wienerberger hat für das

Geschäftsjahr 2014 einen Verlust von 170 Mio. Euro gemeldet. Dennoch

erhöhte der Ziegelkonzern die Gewinnausschüttung an die Aktionäre!

So die ORF.at-Katastrophen Meldung nach der Bilanzpräsentation des größten

Ziegelerzeugers der Welt.

Der schnelle Leser bleibt mit folgender „Wahrheit“ zurück: Oh Gott, wie schlecht

geht’s denen. Und dann verschleudern die das bisschen Geld auch noch an ihre

Aktionäre!

Nur wer sich Zeit zum Weiterlesen nimmt und ein wenig Sachverstand einbringt,

erfährt, dass in den ersten drei Quartalen 2014 positive Zahlen geschrieben wurden,

der operative Gewinn um fast 20 % auf über 300 Mio. Euro gestiegen ist und

dass der Wandel vom einstigen Nur-Ziegelproduzenten zum breit aufgestellten

Baustoffkonzern praktisch abgeschlossen ist.

Das wurde nämlich bei der Bilanzpressekonferenz auch ausführlich dargelegt. Nur

hören musste man es wollen. Und dann auch darüber schreiben wollen.

Selbst seriösen Tageszeitungen und Wirtschaftsblättern fällt es schwer, den Verlockungen

der „Bad news are good news“ zu widerstehen.

Die good news wären nämlich gewesen, dass die Wienerberger es sich 2014 leisten

konnte, Wertberichtigungen und Sonderabschreibungen für nicht mehr werthaltige

Vermögensteile zu verdauen und ordentlich abzuschreiben. Der Hypo Alpe Adria

und uns Steuerzahlern hätte das sehr gut getan.

Schade, dass die Aufmerksamkeit einer bad news-Schlagzeile wichtiger ist als die

korrekte Darstellung von Geschäftsfällen eines Weltkonzernes.

Wir Österreicher/innen könnten es nämlich von Zeit zu Zeit durchaus vertragen,

daran erinnert zu werden, dass es in unserem Land gute Unternehmen gibt, die zur

Weltspitze gehören. Selbst dann, wenn die Wahrheit in der Berichterstattung ein

bisschen Zeit und Nachdenken erfordert.

P.S.: Apropos erfolgreich: Welches Branchen-Spezialmedium ohne Presseförderung

und substantielle Unterstützung von Gremien und Verbänden,

kann über eine 45-jährige Geschichte berichten? Der ÖBM kann’s!

Keine schlechte Performance für ein vom ersten Tag an auf wirtschaftlichen Erfolg

angewiesenes Fachmagazin eines kommerziellen Verlages, der Monat für Monat gefordert

ist, eine Zeitschrift herauszugeben, die sich am Markt behaupten und fi nanzieren

kann. Durch Akzeptanz bei Handel und Industrie!

4

| 3 . 2015


4 5 JAH R E Ö B M

ÖBM vor 45 Jahren

Schulungen und Sitzungen 1971

Das Jahr 1971 beginnt mit

der Einführung des aktiven

und passiven Wahlrechts für

Frauen in der Schweiz und in Wien

kommt die „Konvention über psychotrope

Substanzen“ zustande, ein internationales

Abkommen mit dem Ziel, den

privaten Drogenkonsum einzudämmen.

Im Jänner 1971 wir der Assuan-Staudamm

eingeweiht und im Februar meldet

der britische Auto- und Triebwerkshersteller

Rolls-Royce Konkurs an. Die

Entwicklung des Strahltriebwerks Rolls-

Royce RB.211 überfordert die Finanzen

des Unternehmens. Queen Elisabeth

verleiht der Schriftstellerin Agatha Christie

den Titel „Dame Commander of the

British Empire“, DJ Ötzi wird geboren

und Peter Alexander hält sich mit „Hier

ist ein Mensch“ acht Wochen lang an

der Spitze der österreichischen Charts.

anorganische Mantelstein; seine Eigenschaften

und Anwendungen

• DI Wilhelm Wittmann: „Zement

und Beton – Wissenswertes für den

Baustoffhändler“

• Hans Gerhard Trautermann: „Gipsbauelemente“

• Ing. Christian Bachmann: „Ein neues

Verputzsystem – Fixit“

• Ing. Reinhard Winkler: „Kunststoffrohre

für Abflußleitungen in Haus

und Erde“

• Dkfm Wolfgang Purps: Kunststoffzusätze

für Mörtel und Beton“

• DI Herbert Moravec: „Weiterentwicklung

bewährter Baustoffe; Trends

in der Heraklithproduktion“

• Ing. Rudolf Schmitzer: „Anwendungsmöglichkeiten

für Steinzeug in

der Bauwirtschaft“

• DI Hans Kreiner: „Grundlagen für

die Tel-Wolle-Kundenberatung“

Und der österreichische Baustoffhandel

beschließt, das Weiterbildung unerlässlich

ist. Deshalb wurde im Jänner

1971 das Baustoffhandelsseminar

abgehalten, welches vom VBÖ in Zusammenarbeit

mit dem Zementhändlerverband

Österreichs und dem Landesgremium

Wien für den Handel mit

Baustoffen und Flachglas veranstaltet

wurde. Präsident Friedrich Fitz des

Zementhändlerverbandes begrüßte die

Seminarteilnehmer – insgesamt waren

170 Chefs und Mitarbeiter von Baustoffhandelsbetrieben

aus ganz Österreich

erschienen – und gab seiner Freude

über die rege Beteiligung Ausdruck. Die

Wirtschaft müsse trachten aus eigener

Kraft positiv weiterzuarbeiten, wenn die

ihr auferlegten Lasten oft auch als zu

schwer empfunden werden. Der Fachhandel

müsse technisch und kommerziell

auf dem Laufenden bleiben. Weiterbildung

sei für den Baustoffhandel

kein Schlagwort sondern notwendige

Realität.

Die Vortragenden:

• DI Dr Anton Steindl: „Perolit - der

3 . 2015 | 5


4 5 J A H R E Ö B M

Das anschließende Podiumsgespräch,

an welchem Dr. Norbert Beinkofer, Dr.

Inger Ehrlich, Günther Koch und Max

Kormann teilnahmen, befasste sich mit

dem Thema „Verlustquellen im Baustoffhandelslager“.

Als Ergebnis der Diskussion, an der

sich auch zahlreiche Seminarbesucher

beteiligten, kann festgehalten werden:

Die Beachtung des Ordnungsfaktors

und ein guter Teamgeist ist eine Grundvoraussetzung

für die Verlustquellenbeseitigung

auch am Lager, d.h. vom

richtigen Einkauf, der sachgemäßen Lagerung

bis hin zur Ausfolgung an die

Kundschaft. Die Lagergröße muß dem

Sortiment und der Umsatzhöhe entsprechen.

Die Mehrheit der Meinungen

spricht sich für eine Lagerkartei

oder fortgeschriebener Inventur aus.

Richtige Lagergeräte wie z.B. Stapler

gehören heute unabdingbar zum Baustoff-Sortimentshandel.

Die Frage der

Sortimentsbereinigung gemessen an der

Umschlagshäufigkeit wird zum Zentralproblem

werden, je mehr Baustoffe auf

den Markt kommen. Kooperationen an

einzelnen Plätzen zwischen den Kollegen

wäre hier empfehlenswert. Da die Rendite

im Baustoffhandel äußerst gering ist,

wird die Konstenkontrolle – tunlichst

monatlich – zu einer wichtigen Arbeit

der Betriebsleitung. Nur so können Gegenmaßnahmen

ergriffen werden, wenn

das Verhältnis der Kosten zum Umsatz

in die Gefahrenzone gerät.

Zum Abschluß des Seminars dankte

Präsident Fitz allen Vortragenden und

Mitwirkenden und gab der Hoffnung

Ausdruck, daß die Teilnehmer nutzbringende

Anregungen mitnehmen.

Ein gemeinsamer Abschlußabend gab

noch Gelegenheit zu manchem fachlichen

Gespräch und auch zur Vertiefung

der human-relations zwischen den

Teilnehmern.

Ausschussitzung des

Verbandes der

Baustoffhändler

Österreichs

Am 9. März fand in

Wien die Frühjahrssitzung

des Verbandsausschusses

des VBÖ statt. Präsident

Josef Jung gratulierte

eingangs in sehr

herzlichen Worten Frau Dr. Zartl zu ihrem

25jährigen Dienstjubiläum bei den

Verbänden und überreichte gemeinsam

mit dem Vizepräsidenten des Zementhändlerverbandes,

Hans Wessenthaler,

ein Ehrengeschenk.

Der Geschäftsführer des Verbandes, Dr.

R. Ossinger, wies in seinem Bericht zur

Marktlage besonders auf die vermehrten

Insolvenzen hin. Mit einzelnen Industrien

haben Gespräche über den Absatz

der Produkte über den Baustoffhandel

6 | 3 . 2015


4 5 JAH R E Ö B M

stattgefunden. Weitere Fühlungnahmen

stehen bevor. Mit den meisten Baustoffindustrien

besteht ein freundschaftliches

Verhältnis. Immer mehr Industrien

wissen die Funktionen des Handels

zu schätzen.

Bei dem Bericht über das Baustoffhandelsseminar

wurde festgestellt, daß die

Beurteilungen der Seminarteilnehmer

besonders gut ausgefallen war.

Der Ausschuß befasste sich weiters mit

organisatorischen Fragen. Komm.Rat

Robert Hutschinski, der dem Verband

der Baustoffhändler Österreichs neun

Jahre hindurch als Präsident vorstand

und insgesamt 21 Jahre im Verbandsausschuß

tätig war, teilte mit, daß er für

die kommende Funktionsperiode nicht

mehr kandidieren wolle. Er verabschiedete

sich aus dem Verbandsausschuß mit

einem eindringlichen Appell zur Kollegialität

und zu fairem Wettbewerb.

Bauvolumen 1970 fast

48 Mrd. Schilling

Das Bauvolumen Österreichs

hat 1970 rund 48

Mrd. Schilling betragen.

Hauptanteil daran hat der

Wohnbau mit 18,1 Mrd.

Schilling. Auf den Bund

entfielen 7,2 Mrd. Die

Gemeinden 5,2 und die

Bundesländer 5,1 Mrd.

Schilling. Pro Jahr werden in Österreich

50.000 bis 55.000 Wohnungen gebaut,

das sind rund 2 Prozent des Bestandes.

Bausparen wird

immer beliebter

Im Jahre 1970 konnten laut einem Bericht

der Nationalbank die Bausparkassen

ihre Geschäftstätigkeit stark ausweiten.

Es wurden im Berichtsjahr mehr als

158.000 neue Verträge abgeschlossen,

Bauwirtschaft 1970

mit Rekordumsatz –

Jahresumsatz stieg

um 19 Prozent

das ist um fast 35.000 mehr als 1969.

Die durchschnittliche Vertragssumme

war um nahezu 10.000 Schilling höher

als 1969 und betrug

156.000 Schilling. Bald

ein Drittel der für den

Wohnungsbau aufgewendeten

Summe, nämlich

27 Prozent, wurden von

den Bausparkassen aufgebracht.

Neuorganisation bei

Steinzeug

Auf Grund einer Neuorganisation der

Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft

wurde der Vertrieb und die

Produktion von Seinzeugwaren zusammengelegt.

Nunmehr betreut die Österreichische

Steinzeug-Gesellschaft

m.b.H. sowohl die Erzeugung als auch

den Vertrieb der Steinzeugprodukte.

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A K T U E L L

Trends am Dach

Die wachsende Beliebtheit steiler Dächer

Foto: Bramac

Steildächer treffen mehrheitlich den Geschmack der Österreicher. Wenn es

um die Wahl der Dachform und der verwendeten Materialien geht, zählen für

die Hausbauer vor allem Langlebigkeit, Investitionssicherheit und die bauliche

Tragfähigkeit der Dachkonstruktion.

STEILDACH. Bestandssicher, energieeffizeint, traditionell

Geneigte Dächer sind bei den

Österreichern nicht nur beliebt,

sondern sie gelten nach allen bauphysikalischen

Regeln als die witterungsbeständigste

und sicherste Form der Dachkonstruktion.

Die Kriterien Bestandssicherheit, Energieeffizienz

und Kosten spielen bei der

Dachauswahl der Österreicher natürlich

ebenfalls eine wichtige Rolle. „Zum einen

benötigen geneigte Dächer keine

weiteren Baumaßnahmen für einen optimalen

Solarertrag via Solar- und Photovoltaikanlagen.

Zum anderen besteht

die Möglichkeit, günstig Wohnraum zu

schaffen“, argumentiert Michael Utvary,

CEO von Bramac und Obmann der Initiative

„Pro Steildach“.

Bei Hausformen und Dächern sind

die Österreicher somit aus gutem Grund

traditionsbewusst, schließlich ist es eine

Entscheidung für Generationen. Doch

auch aus klimatischer Sicht, nicht nur in

alpinen Lagen, sprechen die Argumente

für ein Steildach eine deutliche Sprache:

Die Einsturzgefahr und Gewichtsbelastung

– wie zum Beispiel durch Schnee

– sind geringer. Geneigte Dächer können

wesentlich einfacher diffusionsoffen

ausgeführt werden. Auftretender Wasserdampf

diffundiert durch die Konstruktion

des Steildaches schlicht besser nach

außen. Regen- und Tauwasser werden

schneller abgeleitet, Feuchtigkeitsschäden

können dadurch besser vermieden

werden. Und in der warmen Jahreszeit

sorgt die fachgerechte Hinterlüftung

für den Abtransport von solarem Wärmeeintrag

sowie ein stets angenehmes

Wohnklima.

Die Besitzer eines Steildachs können

den Wohnraum nachträglich ausbauen

und auf Wunsch Energie gewinnen.

Dadurch wird der Wert des Hauses gesteigert

und das Leben im Einklang mit

Statement Erlus AG

Beim für Steildächer relevanten Bau von

Ein- und Zweifamilienhäusern gehen Prognosen

für das Baujahr 2015 von einem

stagnierenden Umsatz aus. Auch im

Sanierungsmarkt erwarten Experten kein

weiteres Wachstum. Mittelfristig werden

Hausbesitzer allerdings auch zurückgestellte

Sanierungsvorhaben umsetzen.

Mit seinen Vorzügen – wie etwa die

architektonische Gestaltungsvielfalt,

Regensicherheit und Langlebigkeit sowie

die Natürlichkeit des Tons – hat das mit

Tondachziegeln eingedeckte Steildach

nach wie vor großes Potential. Ein- und

Zweifamilienhäuser bleiben eine interessante,

inflationssichere Geldanlage.

Die Zinssätze sind auf einem historisch

niedrigen Niveau. Zudem steigt die

Bedeutung eines wetterfesten, widerstandsfähigen

Steildaches aufgrund des

Klimawandels und der zunehmenden

Intensität von Stürmen, Hagelschlag und

Schneelast.

der Natur Realität. Energie sparen und

wenn möglich auch selbst produzieren

sind beim eigenen Haus wesentliche

Trends, die sich bestimmt noch verstärken

werden.

Das steigende Bevölkerungswachstum

und die fortschreitende Urbanisierung

werden ebenfalls dazu beitragen,

dass ausgebaute Dachböden eine Renaissance

erleben. Ein Steildach überzeugt

sowohl auf rationaler als auch emotionaler

Ebene. Es bietet Wohlbefi nden,

Platz, Sicherheit und die niedrigsten Kosten

über den gesamten Lebenszyklus.

Das erklärt die wachsende Beliebtheit

geneigter Dächer bei Bauherren, Architekten

und Dachdeckern.


8 | 3 . 2015


A K T U E L L

Trends am Dach

Die wachsende Beliebtheit steiler Dächer

Foto: Bramac

Steildächer treffen mehrheitlich den Geschmack der Österreicher. Wenn es

um die Wahl der Dachform und der verwendeten Materialien geht, zählen für

die Hausbauer vor allem Langlebigkeit, Investitionssicherheit und die bauliche

Tragfähigkeit der Dachkonstruktion.

STEILDACH. Bestandssicher, energieeffizeint, traditionell

Geneigte Dächer sind bei den

Österreichern nicht nur beliebt,

sondern sie gelten nach allen bauphysikalischen

Regeln als die witterungsbeständigste

und sicherste Form der Dachkonstruktion.

Die Kriterien Bestandssicherheit, Energieeffizienz

und Kosten spielen bei der

Dachauswahl der Österreicher natürlich

ebenfalls eine wichtige Rolle. „Zum einen

benötigen geneigte Dächer keine

weiteren Baumaßnahmen für einen optimalen

Solarertrag via Solar- und Photovoltaikanlagen.

Zum anderen besteht

die Möglichkeit, günstig Wohnraum zu

schaffen“, argumentiert Michael Utvary,

CEO von Bramac und Obmann der Initiative

„Pro Steildach“.

Bei Hausformen und Dächern sind

die Österreicher somit aus gutem Grund

traditionsbewusst, schließlich ist es eine

Entscheidung für Generationen. Doch

auch aus klimatischer Sicht, nicht nur in

alpinen Lagen, sprechen die Argumente

für ein Steildach eine deutliche Sprache:

Die Einsturzgefahr und Gewichtsbelastung

– wie zum Beispiel durch Schnee

– sind geringer. Geneigte Dächer können

wesentlich einfacher diffusionsoffen

ausgeführt werden. Auftretender Wasserdampf

diffundiert durch die Konstruktion

des Steildaches schlicht besser nach

außen. Regen- und Tauwasser werden

schneller abgeleitet, Feuchtigkeitsschäden

können dadurch besser vermieden

werden. Und in der warmen Jahreszeit

sorgt die fachgerechte Hinterlüftung

für den Abtransport von solarem Wärmeeintrag

sowie ein stets angenehmes

Wohnklima.

Die Besitzer eines Steildachs können

den Wohnraum nachträglich ausbauen

und auf Wunsch Energie gewinnen.

Dadurch wird der Wert des Hauses gesteigert

und das Leben im Einklang mit

Statement Erlus AG

Beim für Steildächer relevanten Bau von

Ein- und Zweifamilienhäusern gehen Prognosen

für das Baujahr 2015 von einem

stagnierenden Umsatz aus. Auch im

Sanierungsmarkt erwarten Experten kein

weiteres Wachstum. Mittelfristig werden

Hausbesitzer allerdings auch zurückgestellte

Sanierungsvorhaben umsetzen.

Mit seinen Vorzügen – wie etwa die

architektonische Gestaltungsvielfalt,

Regensicherheit und Langlebigkeit sowie

die Natürlichkeit des Tons – hat das mit

Tondachziegeln eingedeckte Steildach

nach wie vor großes Potential. Ein- und

Zweifamilienhäuser bleiben eine interessante,

inflationssichere Geldanlage.

Die Zinssätze sind auf einem historisch

niedrigen Niveau. Zudem steigt die

Bedeutung eines wetterfesten, widerstandsfähigen

Steildaches aufgrund des

Klimawandels und der zunehmenden

Intensität von Stürmen, Hagelschlag und

Schneelast.

der Natur Realität. Energie sparen und

wenn möglich auch selbst produzieren

sind beim eigenen Haus wesentliche

Trends, die sich bestimmt noch verstärken

werden.

Das steigende Bevölkerungswachstum

und die fortschreitende Urbanisierung

werden ebenfalls dazu beitragen,

dass ausgebaute Dachböden eine Renaissance

erleben. Ein Steildach überzeugt

sowohl auf rationaler als auch emotionaler

Ebene. Es bietet Wohlbefi nden,

Platz, Sicherheit und die niedrigsten Kosten

über den gesamten Lebenszyklus.

Das erklärt die wachsende Beliebtheit

geneigter Dächer bei Bauherren, Architekten

und Dachdeckern.


8 | 3 . 2015


A K T U E L L

Studien und Forschung

Vorteile des

Steildaches

Österreich ist geprägt von

unterschiedlichen Dachformen – wird

ein Haus neu- oder umgebaut, so

wird zunächst überlegt, welche Form

das Haus und in weiterer Folge das

Dach haben sollte.

ÖKONOMISCH. Mittel- und langfrisitg betrachtet ist ein Steildach günstiger.

Fotos: Tondach

Wenn man an ein Haus denkt,

kommt einem zuerst in den

Sinn, wie Kinder Häuser zeichnen: Mit

einem Satteldach. Dieses Bild ist seit

Generationen tradiert und somit – neben

herstellungstechnischen Aspekten –

der Grund, warum geneigte Dächer in

unseren Breiten bevorzugt werden. Die

Beliebtheit von Satteldächern bestätigt

auch eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts

meinungsraum.at, die

im Sommer des Vorjahres durchgeführt

wurde.

IST DAS DACH GENEIGT SIND DIE

VORTEILE AUTOMATISCH INTE-

GRIERT

Das geneigte Dach passt sich optimal an

die Anforderungen der österreichischen

Klimazone an. Die Einsturzgefahr und

Gewichtsbelastung – wie zum Beispiel

durch Schnee – pro m 2 sind geringer.

Durch die Neigung selbst werden automatisch

Dachlasten abgefedert. Auch

Tau- und Regenwasser können besser

abfließen, damit wird Schäden durch

Wassereintritte ebenfalls automatisch

vorgebeugt. Für die sogenannten Häuslbauer

ist zudem ein Steildach sicherer

und hinsichtlich Bauphysik toleranter in

Bezug auf zukünftige Schäden

Die Vorteile eines steilen Daches

sind ja allseits bekannt, nur muss sich

der Häuslbauer den Nutzen wieder bewusster

machen.

Langlebigkeit, Energieeffizienz, sicherer

Wasserableitung, Klima- bzw.

Witterungs-Beständigkeit sind die Kriterien,

die den Österreichern beim Dach

am wichtigsten sind und das Steildach

automatisch mit sich bringt. Beobachtungen

in der Natur und Erfahrung sagen

dem Menschen, dass die Last von

Schnee und die stete Wirkung von Wasser,

das nicht gut abfließen kann, dem

Bauwerk auf Dauer schaden können.

ANPASSUNG. In

Österreich auf Grund der

Klimazone die geeignete

Dachform

Auch bauphysikalische Argumente

sprechen für das Steildach: Geneigte

Dächer können wesentlich einfacher

diffusionsoffen ausgeführt werden. Auftretender

Wasserdampf kann durch die

Konstruktion des Steildaches nach außen

diffundieren und im Bauteil keinen

Schaden verursachen. Regenwasser wird

auf schnellstem Wege abgeleitet und

Beschädigungen können besser vermieden

werden. Die Hinterlüftung sorgt im

Sommer zusätzlich für den Abtransport

von solarem Wärmeeintrag und wirkt

somit der Überhitzung entgegen.

Auch eine aktuelle Studie des Forschungsbereichs

für Industriebau und

interdisziplinäre Bauplanung der TU

Wien, durchgeführt von Dr. Iva Kovacic,

hat anhand einer Fallstudie drei

unterschiedliche Dachtypen – Flachdach,

unausgebautes und ausgebautes

Steildach – im Lebenszyklus verglichen.

Die Ergebnisse fallen teils überraschend

aus und belegen, dass das Steildach die

Geldbörse nicht so enorm belastet, wie

landläufig oft vermutet wird. Im Gegenteil:

Mittel- und langfristig betrachtet

erweist es sich sogar als günstiger als beispielsweise

ein Flachdach. Das Steildach

erzielt bei einer Lebenszyklus-Evaluierung

sowohl in ökonomischer als auch

in ökologischer Hinsicht ähnliche bzw.

sogar bessere Werte.


10 | 3 . 2015


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A K T U E L L

Schadensbekämpfung

Hör mal, wer da hämmert

Wärmedämm-Verbundsysteme sind eine feine Sache: Effektiv,

kostengünstig, dauerhaft. So richtig zum Anfreunden. Meint da oder dort

auch der Specht! Solange es WDVS als Fassadendämmung gibt, kennen wir

das Problem. Wer hat dafür die Lösung?

Nehmen wir Spechten ihren natürlichen Lebensraum indem wir Bäume roden

und Häuser bauen?

Im Gegenteil, es scheint, dass wir ihnen sogar eine bessere Plattform zum Ausleben

ihrer Instinkte, zur Brautwerbung oder zum akustischen Abgrenzen des Reviers

bieten. Es hallt viel voller und schöner, wenn sich der Specht an dem Wärmedämmverbundsystemen

versucht, als an der Borke der angrenzenden Bäume.

Sanierungsunternehmen berichten beim Verschluss von Spechtlöchern sogar von

verzweigten Höhlensystemen zwischen den Klebewulsten an der Dämmstoffrückseite.

Nicht selten befinden sich die Bruthöhlen in unmittelbarer

Nähe von Mücken und Spinnen, die am Reibputz die Sonnenwärme

während der kalten Jahreszeit genießen, wobei sie Fugen

und Ritzen zur Eiablage nützen.

SCHÄDEN. Der

Specht liebt

WDVS.

www.leurmans.dds.nl

IN STADT UND LAND

Eine Vorhersage, wann und wo Spechte aktiv werden, lässt sich

nicht treffen, außer, dass natürlich ein höherer Baumbestand

in der Nähe der Gebäude sein muss, das gilt für den Dorfrand

ebenso, wie für den Wiener Beser‘lpark. Hat ein Specht einmal

die Hauskante seiner Vorliebe gefunden, bleibt er meist auch dabei.

Ihn dauerhaft wieder los zu werden ist oftmals gar nicht so

einfach.

Mittlerweile 20 Jahre in der Sanierung von Spechtschäden und

in der Schadvogelabwehr tätig, kann die Wiener Firma Ecowork/

Öko Plan-Sanierung auf einen beträchtlichen Erfahrungsschatz

zurückblicken. Vieles wurde ausprobiert: Vernetzungen und

Spanndrähte sowie Krähen und Raubvögel aus Kunststoff, die

bald zur Gewöhnung führten.

UNHÖRBARER LÄRM

Als verlässlich erweisen sich die für das menschliche Ohr unhörbaren elektronisch

gesteuerten Schallsysteme. Sie sind seit langem bekannt und wurden von Ecowork/

ÖkoPlan in aufwendiger Entwicklungsarbeit zur parallelen Erzeugung von Infraschall

und Ultraschall für den Einsatz gegen Stadttauben modifiziert.

Das Ergebnis ist das Spechtabwehrgerät „Woody“, an dem 10 Jahren gearbeitet

und entwickelt wurde. Die Montage kann nun individuell nach einem Leitfaden

erfolgen und die Frequenz selbst in den gerade nicht mehr hörbaren Bereich hinein

justiert werden. Die Versorgung erfolgt über ein dünnes nahezu unsichtbares

Niedervoltkabel, welches falls notwendig verlängert werden kann und mit dem

mitgelieferten Akku an die passende Steckdose im Innenraum oder am Dachboden

angesteckt wird.

Für den Rundumschutz eines gesamten Einfamilienhauses werden mindestens

vier Abwehrgeräte benötigt, Detaillösungen müssen vor Ort oder zumindest mit

genauer Beschreibung der Situation erarbeitet werden.


Holzschutz im Wandel

Das Seminar „Holzschutz im Wandel - Neue

Wege im Holzschutz und deren Umsetzung in

der Baupraxis“ findet am 6. Mai in Steinhäusl

und am 7. Mai in Schladming statt.

Inhalt des Seminars ist die neue ÖNORM B

3802. Sie gibt den Rahmen vor, in dem die

baulichen und chemischen Holzschutzmaßnahmen

auszuwählen und umzusetzen sind.

Wie die Umsetzung der Maßnahmen im

Detail aussieht wird in diesem Praxisseminar

anhand zahlreicher Fallbeispiele erörtert und

mit den Teilnehmern diskutiert.

Termine:

06. 05. 2015 Steinhäusl

07. 05. 2015 Schladming

Weitere Informationen zum Programm und

zur Anmeldung unter

http://www.holzforschung.at/seminare.html

Termin-AVISO:

Bauphysik-Forum 2015/6. Internationaler

Holz[Bau]Physik-Kongress

16. - 17. April 2015

Anmeldung und weitere Informationen unter

www.holzforschung.at

BioUp-Fachtag 2015

22. April 2015 Wien

Anmeldung und weiter Informationen unter

www.bioup.at

Fenstereinbau NEU Basisseminare:

18. Mai 2015 Steinhäusl

19. Mai 2015 Ansfelden

20. Mai 2015 Schwaz

21. Mai 2015 Graz

Anmeldung und weitere Informationen unter

www.holzforschung.at

Fenstereinbau NEU Vertiefungsworkshop:

10. Juni 2015 Mondsee

Anmeldung und weitere Informationen unter

www.holzforschung.at

12 | 3 . 2015


A K T U E L L

Bauen mit Holz

Auf dem Holzweg?

Gerade im Garten fällt es schwer, sich dem Zauber des natürlichen Materials

Holz zu entziehen. Wenn da nicht das kleine Problem der Dauerhaftigkeit von

Holz im Freien wäre. Wer will schon alle paar Jahre Zäune, Palisaden, Stege,

Wege und Terrassen neu machen müssen? Das Problem lässt sich aber elegant

lösen:

Wie kaum sonst wo gilt nämlich

bei Holz der Grundsatz:

Das richtige Material am richtigen Ort

richtig verarbeiten! Mit entsprechenden

baulichen Schutzmaßnahmen und der

passenden Holzauswahl ist schon viel erreicht.

Sollte Holz aber wirklich nicht

mehr gehen, dann greift der informierte

Gartenkunde zu den gar nicht mehr so

neuen Compound-Produkten, die nicht

nur wie echtes Holz aussehen, sondern

auch viel echtes Holz enthalten. Die sind

dann (fast) für die Ewigkeit geeignet!

Der Baustoff-Fachhandel steht dabei allerdings

vor einer herausfordernden Beratungsaufgabe.

Die großen Qualitätsunterschiede

offenbaren sich nämlich

erst nach einigen Jahren, wenn sich dann

die anfänglich gleich aussehende Spreu

von Weizen trennt. Dabei ist es bei diesen

Kunstharz-Holzprodukten recht

einfach, Gutes von weniger Gutem zu

unterscheiden. Durch den Preis! Hochwertige

Rohstoffe und sorgfältige Produktion

kosten nun einmal mehr als

„Husch-Pfusch“ Artikel. Das Dumme

ist nur, sie sehen anfänglich alle gleich

gut aus. Ob eine daraus hergestellte Terrasse

nach permanenter UV-Bestrahlung

durch das Sonnenlicht und hunderter

Frost-Tau Wechsel nach vielen Jahren

noch immer Freude macht, sagt keines

der Produkte von sich aus, sondern nur

der sachkundige Fachberater.

Kann der Fachhandel und im speziellen

die Baumärkte da mithalten? Der ÖBM

ist der Sache auf den Grund gegangen

und hat sich in den Hagebaumärkten

umgehört, wie Holz und die daraus abgeleiteten

Werkstoffe im Wettbewerb

mit anderen Materialien schlagen. Das

Gespräch hat Alois Fröstl mit Clemens

Bauer, Leitung Niederlassung Österreich)

geführt.

ÖBM: Wie ist die Bedeutung von

Holz im Gesamtsortiment eines Baumarktes?

Wachsend? Fallend?

Fischer: Für die hagebau hat das Sortiment

Holz im Garten eine hohe und für

die hagebaumärkte eine leicht steigende

Bedeutung.

Macht Holz im Baumarkt mehr Freude

als Probleme? Auch ertragsmäßig!

Jeder gut sortierte Baumarkt führt das

Sortiment Holz im Garten. Noch dazu

bieten die hagebaumärkte eine große

Auswahl an Produkten, die zusätzlich

über Kataloge bestellt werden können.

Die Freude überwiegt bei diesem Sortiment,

vor allem weil Holz ein Naturprodukt

ist. Dieses hat aber, im Vergleich

zu anderen Verarbeitungsstoffen einen

höheren Pflegeaufwand.

Holz im Außenbereich? Haben WPC

–Produkte (woodpalsticcompounds)

gewachsenes Holz in bestimmten Einsatzbereichen

schon verdrängt? Wie

sieht es mit Schadens- oder Reklamationsfälle

bei Terrassen aus?

Unsere Kunden setzen dieses Sortiment

gerne in den Bereichen „Hochbeete“

(Neuheit) und „Kinderspielgeräte“ ein.

Diese Produkte umgibt ein Flair von

Natur, mit dem sich Konsumenten gerne

umgeben.

In den Bereichen Sichtschutz und Terrassenbau

legt der Kunde heute mehr

Wert auf „Pflegeleicht“, hier werden insbesondere

WPC Produkte nachgefragt.

MAG. CLEMENS BAUER

Ist Zuschnitt noch ein Thema?

Holzzuschnitt wird bei vielen hagebaumärkten

als Servicedienstleistung angeboten.

Haben sich die Kundenanforderungen

merklich geändert?

Wir bemerken, dass Produkte aus den

Preiseinstiegs-Sortimenten an Bedeutung

verlieren, hingegen Preis, Qualität

und Leistung für den Kunden bei der

Kaufentscheidung an Bedeutung gewinnen.

Zertifiziertes Holz aus nachhaltiger

Forstwirtschaft? Tropenholz? Interessiert

das die Kunden?

Der Einsatz von zertifiziertem Tropenholz

liegt vor allem im Gartenmöbelbereich.

Welche Bedeutung haben Zusatzverkäufe

durch Holzschutz- bzw-Pfl egeprodukte?

Ein wichtiger Teil ist die Komplettbetrachtung

der Kundenwünsche, in denen

Zusatzverkäufe von Holzschutzund

Pflegeprodukten den Kauf nicht

nur abrunden, sondern mit dem der

Kunde auch langfristig ein freudvolles

Kauferlebnis hat.


3 . 2015 | 13


A K T U E L L

Austrian Cooperative Research

Gibt es das beste energieeffiziente Haus?

Erstmals wurde für energieeffiziente Häuser ein Vergleich in dieser Form

angestellt. Das Ergebnis: Es gibt NICHT das beste Haus. Forschungsinstitute

der Austrian Cooperative Research (ACR) haben berechnet, welche Bauweise

und welche Haustechnik für Häuser langfristig am umweltverträglichsten und

wirtschaftlichsten sind. Untersucht wurden Niedrigenergiehaus, Sonnenhaus,

Passivhaus und Plusenergiehaus. Der Endbericht liegt jetzt vor. Keine

Gebäudevariante schneidet bei allen Öko-Indikatoren besser ab als die anderen.

Das Test-Einfamilienhaus steht –

fiktiv – in St. Pölten und hat

220 m 2 Gesamtfläche auf zwei Stockwerken.

Fünf Forschungsinstitute der Austrian

Cooperative Research (ACR) haben

dieses Haus genau untersucht – und

zwar als Niedrigenergiehaus, Sonnenhaus,

Passivhaus und Plusenergiehaus.

Aus der Kombination mit verschiedenen

Baustoffen (Beton, Holz, Ziegel, Holzfaserbeton)

und Haustechnikvarianten

(Wärmepumpe, Solarthermie, Photovoltaik,

Pelletheizung) entstanden 45

Gebäudevarianten. Für diese Varianten

wurden die Umweltwirkungen über 100

Jahre und die Lebenszykluskosten über

50 Jahre berechnet.

Zuerst wurden umfassende Daten erhoben,

dann die Umweltwirkungen und

Kosten über den gesamten Lebenszyklus

– das sind Kosten für Anschaffung, Errichtung,

Renovierungen, Nutzung und

Abbruch – berechnet und verglichen.

Für alle 45 Gebäudevarianten wurden

jeweils zehn Öko-Indikatoren ermittelt,

zum Beispiel das Treibhauspotenzial und

der Primärenergieverbrauch.

BAUSTOFFE HABEN KAUM EIN-

FLUSS

„Es gibt nicht die richtige Bauweise oder

den besten Energiestandard. Es wäre

nicht seriös, einen bestimmten Haustyp

zu empfehlen, der für jeden Häuslbauer

von Kitzbühel bis ins Wiener Becken der

Beste ist. Wenn wir einen Zeitraum von

50 Jahren betrachten, haben zum Bei-

spiel die verwendeten Baustoffe kaum

Einfluss auf die Gesamtkosten“, erklärt

Petra Johanna Sölkner, die den ACR-

Forschungsschwerpunkt Nachhaltiges

Bauen leitet.

Es gibt viele Aspekte, die im Zusammenhang

mit einem Hausbau zu beachten

sind. Zielführend ist nur eine Beurteilung

der Gesamtsituation: Standort,

Klima, Sonneneinstrahlung, Verschattung,

Sonnenstunden im Winter, Verfügbarkeit

erneuerbarer Energieträger,

Wohnverhalten der Hausbewohner.

Die Einzelergebnisse zeigen, dass kein

bestimmter Baustoff, kein Energiestandard

und somit keine Gebäudevariante

bei allen Öko-Indikatoren besser ist als

die anderen.

HEIZUNG ZURÜCKDREHEN HILFT

Nicht unbedingt neu, aber wie so vieles

jetzt endlich wissenschaftlich bewiesen:

Heizung zurückdrehen hilft wirklich!

Studien belegen, dass beim Energieverbrauch

die Nutzer selbst den größten

Einfluss haben. Das wirkt sich sowohl

auf die Kosten für das einzelne Haus aus,

als auch auf die Umweltverträglichkeit.

POLITIK DARF KEINE BAUWEISE BE-

VORZUGEN

Das Ergebnis für den Standort Österreich:

„Vielfalt und Differenzierung beim

Hausbau ist am besten. Es ist wichtig,

dass ein hoher Energie-Effi zienzstandard

gefördert wird und langfristiges Denken

und Handeln belohnt werden. Die Politik

darf – und das untermauern die

Ergebnisse der Studie – aber nicht eine

bestimmte Bauweise gegenüber einer

anderen bevorzugt fördern. Eine Verteilung

von Häusern in verschiedenen

energieeffizienten Bauweisen über Österreich

ist das Beste, denn so werden

Schwächen ausgeglichen und Stärken

genutzt“, so Sölkner.

PROJEKTDATEN

Das Projekt „Innovative Gebäudekonzepte

im ökologischen und ökonomischen

Vergleich über den Lebenszyklus“

wurde im Rahmen des Programms

„Haus der Zukunft Plus“ des BMVIT

abgewickelt.


Über die ACR

Die Austrian Cooperative Research

(ACR) wurde vor 60 Jahren als

Dachverband und Interessenvertretung

für kooperative Forschungsinstitute gegründet.

Forschungsschwerpunkte sind

Bauen, Umwelttechnik, Werkstoffe, Lebensmittel

und Wettbewerbsfähigkeit.

www.acr.ac.at

14 | 3 . 2015


G R E M I E N & V E R B Ä N D E

Architekturwettbewerb geht in die zweite Runde:

BAU.GENIAL sucht„Bildungsbauten der Zukunft“

In Österreich ist Bildung – im wahrsten Sinne des Wortes –

eine Baustelle. Der Bedarf nach Neubauten in den wachsenden

Großstädten steigt ständig. Zudem ist die Sanierung bestehender

Bildungsgebäude in naher Zukunft dringend notwendig. Erfolgreich

realisierte Projekte können Ideengeber für neue Bauvorhaben sein.

Deshalb stehen Bildungsbauten in Österreich im Mittelpunkt des

BAU.GENIAL Preis 2015.

Das gesellschaftspolitische Thema

Nummer 1 in Österreich ist die

Sanierung des österreichischen Bildungssystems.

Dazu zählt auch die moderne

Gestaltung von Bildungsgebäuden wie

Kindergärten, Tagesstätten, Horte, Schulen,

Bibliotheken, Hochschulen und Einrichtungen

des Tertiären Bildungssektors.

„Moderne Unterrichtsformen stellen

neue Voraussetzungen an ein Gebäude“,

betont Mag. Monika Döll, Präsidentin

von BAU.GENIAL. „Es macht einen Unterschied,

ob man Frontalunterricht führt

oder ob fünf Arbeitsgruppen gleichzeitig

getrennt voneinander in einem Raum arbeiten.

Derzeit befindet sich das österreichische

Bildungssystem in den Strukturen

der Zeit Maria Theresias – diese gilt

es aufzubrechen, auch baulich.“

PREIS

2015

Bildungsbauten

MODERNER BILDUNGSBAU IN ÖS-

TERREICH

Helle, flexible Raumgestaltung und

niedrige Lebenszykluskosten sind die

heutigen Anforderungen an ein modernes

und energieeffizientes Gebäude

im Bildungsbereich. Der Leichtbau mit

Holz- und Trockenbausystemen bietet

genau jene Eigenschaften, die moderne-

Bildungsgebäude für ihre Neubau- und

Umbauvorhaben so dringend brauchen.

Zugleich liefern sie eine beachtliche Energieeffizienz.

Multifunktionale Bildungseinrichtungen

sollen Kindergarten, Volksschule

und Freizeitpädagogik an einem gemeinsamen

Standort vereinen. Besonders in

den Ballungszentren wie Wien, Graz

oder Linz-Wels sind Gemeinden und

Bund gefordert, neue Bildungsgebäude

in sehr naher Zukunft zur Verfügung zu

stellen. Im Zuge des Schulerhaltungsund

-entwicklungsprogrammes des

Bundes werden Schulprojekte österreichweit

umgesetzt. Laut dem Wiener Bildungsstadtrat

Christian Oxonitsch wird

der Schulausbau in Wien auch in diesem

Jahr weiter forciert. Rund 58 Millionen

Euro fließen in die Sanierung von

180 Wiener Schulen. 76 Projekte sind

bereits fertig, bis Ende 2015 kommen

noch rund 20 hinzu.


Alle Informationen und die

Einreichungsformalitäten auf:

www.baugenial.at

INITIATOREN. Arch. Dip.-Ing. Gerhard Kopeinig,

ARCH + MORE Ziviltechniker GmbH und Juryvorsitzender

BAU.GENIAL Preis 2015, Mag. Monika

Döll, Präsidentin BAU.GENIAL, DI Karin Schwarz-

Viechtbauer, Direktorin des Österreichischen

Instituts für Schul- und Sportstättenbau ÖISS und

Mag. Andreas Bauer Vize Präsident BAU.GENIAL

• Gesucht werden Projekte aus dem

Bereich Bildung, die ab dem Jahr

2011 in Holz- oder Holzmischbauweise

umgesetzt worden sind.

• Projekte wie Schulen, Kindergärten,

Hochschulen, Bibliotheken, Studentenwohnheime,

Gebäude der

Erwachsenenbildung u.v.m.

• Einreichen können Bauherren, Architekten,

befugte Planer und ausführende

Unternehmen (gemeinsam).

• Die Einreichung erfolgt online auf

www.baugenial.at

• Beurteilt werden Architektur,

fachgerechter Holzeinsatz, benutzerorientierte

Funktionalität, konstruktive

Lösungen undNachhaltigkeit.

• Die Jury besteht aus Repräsentanten

der Bildung, Universitäten,

Architektur- und Planungsbüros und

Architekturkritikern.

• Die Einreichfrist endet am

30. Juni 2015.

• Die Preisverleihung findet im

November 2015 statt.

3 . 2015 | 15


G R E M I E N & V E R B Ä N D E

Fachverband der Stein- und keramischen Industrie

Baustoffindustrie 2014 leicht im Plus

Der Fachverband der Stein- und keramischen Industrie

hat kürzlich die alljährliche Konjunkturerhebung unter

seinen über 300 Mitgliedsunternehmen präsentiert.

Nach einem Umsatzrückgang von 0,91% im Jahr 2013,

gab es im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg

auf EUR 3,32 Mrd. (+1,53%). Trotz des schwierigen

Umfeldes gelang es, den Beschäftigtenstand mit

rund 14.000 stabil zu halten. Mittelfristig machen der

Branche vor allem realitätsferne EU-Ziele – wie eine

50% Einsparungsvorgabe bei Rohstoffen bis 2020 - zu

schaffen.

ZUVERSICHTLICH. Bernd Wolscher (stellvertretender Obmann des Fachverbandes

Stein – Keramik), Manfred Assamer (Obmann des Fachverbandes) und Andreas

Pfeiler (Fachverbandsgeschäftsführer) haben viel vor in diesem Jahr.

Besser als die Industriezulieferer

(Feinkeramik, Feuerfest, Schleifmittel),

dieein Minus von 0,40% hinnehmen

mussten, schnitten die Bauzulieferern

mit einem Plus von 2,05% ab.

Die größten Verluste mussten mit

-11,94% die Feinkeramische Industrie

und die Kalkindustrie mit -1,41%

hinnehmen. Zu den Gewinnern zählte

2014 die Naturwerksteinindustrie mit

+20,67%, die Schleifmittelindustrie mit

+6,86% und die Schotterindustrie mit

+4,9% ab.

Für das Wachstum bei den Bauzulieferern

waren in erster Linie einzelne

urbane Flächengestaltungsprojekte bzw.

Infrastrukturprojekte von ÖBB und AS-

FINAG verantwortlich.

„Viele der Projekte wurden in städtischen

Zentren verwirklicht oder sind

jetzt abgeschlossen. Ein Ost-West-Gefälle

zieht sich wie ein roter Faden durch

unsere Mitgliedsunternehmen. Da diese

überwiegend regional tätig sind, sind

sie ein verlässlicher Seismograph dafür,

wo dringende Investitionsschübe nötig

sind – im ländlichen Bereich“, so Fachverbandsgeschäftsführer

Andreas Pfeiler.

UNREALISTISCHE EINSPARUNGS-

ZIELE UND REGIONALITÄT

Auf EU-Ebene wird diskutiert, die

‚Raw Material Consumption‘ bis 2020

um 50% und bis 2050 sogar um 85%

reduzieren zu wollen. Der Bedarf soll

mit Rezyklaten gedeckt werden. Allein

in Österreich liegt der jährliche Bedarf

an mineralischen Rohstoffen bei 100

Mio. Tonnen, davon werden maximal

7% durch Rezyklate abgedeckt.warnt

Manfred Asamer, Obmann des Fachverbandes.

Als wichtige Zukunftsprojekte bezeichnete

Asamer den in Aussicht gestellten

Masterplan für den ländlichen

Raum, zu dem auch der Ausbau von

leistbarem Wohnraum und ein Investitionsschub

in der regionalen Verkehrsinfrastruktur

zählen.

Bernd Wolschner, stellvertretender

Obmann des Fachverbandes, regte in

diesem Zusammenhang an, bei der

Wohnbauförderung die Regionalität

von Baustoffen stärker zu berücksichtigen.

Denn regionale Baustoffe sind

auch nachhaltige Baustoffe. „Durch

kurze Transportwege werden jedes Jahr

große Mengen an CO 2

verhindert. Leider

wird dieses Faktum bei der Bewertung

von Nachhaltigkeit oft ignoriert“,

so Wolschner.

SCHWACHER START 2015

Die Auftragslage für die ersten beiden

Quartale 2015 kann mit den Vergleichszahlen

des Vorjahres nicht mithalten.

„Wenn wir in einem Jahr mit ähnlichen

Zahlen aufwarten können, sind wir noch

gut bedient. Für große Investitionen

wird es aber wieder nicht reichen“, so

Pfeiler.

Manfred Asamer erinnert abschließend,

dass die KMU der Branche faire

Wettbewerbschancen brauchen, um damit

eine fl ächendeckende Versorgung

mit heimischen Rohstoffen sicherstellen

zu können. „Wir können nicht, wie internationale

Großunternehmen, einfach

ins Ausland abwandern. Wir sind lokal

gebunden. Dadurch schaffen wir regionale

Wertschöpfung und Arbeitsplätze.

Das sichert den ländlichen Raum nachhaltig

ökonomisch ab. Die Politik ist

daher gefordert, Rahmenbedingungen

zu schaffen, die der Branche nicht den

Existenzteppich unter den Füßen wegziehen“,

schließt Asamer.


16 | 3 . 2015


G R E M I E N & V E R B Ä N D E

Baustoff-Ausbildungszentrum

Und schon wieder ein neues BAFA iphone 6

Das Österreichische Baustoff Ausbildungszentrum

hat im Rahmen

eines Gewinnspiels bei der BAFA

Lehrlings-Kampagne (www.bafa.at) neuerlich

ein iphone6 übergeben.

Die Überreichung erfolgte in Wien

bei der Firma Jung & Sohn.

FREUDE. Dieter Jung und der Gewinner

des BAFA iphone 6, S. Flöry.

Verband der österreichischen Estrichhersteller

VÖEH plant Estrich-College

Der Verband der österreichischen

Estrichhersteller (VÖEH)

nimmt sich für das neue Jahr viel vor.

Schwerpunkt ist die Planung eines Estrich-Colleges.

Den Auftakt dazu bildete

ein intensiver Meinungsaustausch beim

VÖEH Treffen in Leogang/Salzburg.

Die Grundzüge des Estrich-College

sehen vor, dass jeweils spezielle Module

für Planer und Bauleiter, Estrichhersteller

und für Haustechnikfirmen durchgeführt

werden. In diesen Modulen werden

die Planung für Fußbodenaufbauten,

Berücksichtigung der neuen Normen inklusive

der Vorbemerkungen, Gewährleistungen

und Prüfungsmethoden ausreichend

behandelt.

SPORTLICHER START

Um den Meinungsaustausch zu forcieren

und den Sportsgeist seiner Mitglieder

zu wecken, organisierte der Vorstand

des Estrichverbandes zum ersten

Mal einen Schi-Event für seine Mitglieder.

Mit der großzügigen Unterstützung

vieler Sponsoren aus Industrie

und Baustoffhandel ging es im Jänner

für 47 Teilnehmer nach Leogang, wo

das erste VÖEH-Skirennen ausgetragen

wurde. Im originellen Asitzbräu, dem

höchstgelegenen Brauhaus der Alpen auf

1.800 m, wurden anschließend die Sieger

geehrt: Werner Menneweger (WM

Estriche GmbH) konnte als Neumitglied

im VÖEH gleich den Sieg für sich

verbuchen, knapp gefolgt von Karl Schmid

(Schmid Estriche) und Jürgen Seebacher

(PCT-Austria).

Der VÖEH ist eine Vereinigung von

führenden Unternehmen auf dem Sektor

Estrich und Industriefußböden. Im

Vorjahr drehte sich seine Arbeit um die

neuen ÖNORMEN und deren Einhaltung

als Sicherheitsnetz, die verbesserte

Zusammenarbeit mit anderen Gewerken

zur Mängelvermeidung sowie um

die verstärkte Information über Fallen

auf der Baustelle.

„Die Zukunft der Estrichhersteller

liegt in der Ausbildung und Weitergabe

der Erkenntnisse sowie Bewältigung der

Problemstellungen in der Herstellung

des Fußbodenaufbaues, der im wahrsten

Sinne des Wortes „mit den Füßen

getreten wird“, gibt sich VÖEH Obfrau

Christa Pachler optimistisch.

SPORTLICH. Ski-Event für die Mitglieder des Estrichverbandes zur Team-Bildung und Meinungsaustausch

3 . 2015 | 17


G R E M I E N & V E R B Ä N D E

VÖB Konjunkturbarometer:

Für immer Beton

Laut aktuellem Konjunkturbarometer des Verbandes Österreichischer

Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) erwartet die Branche für 2015 leicht

sinkende Umsätze. Unsicherheiten gibt es vor allem im Gewerbe- und

Industriebau.

Der allgemeinen Verunsicherung

und sinkenden Investitionen

muss auf vielen Ebenen entgegengetreten

werden. Sichere Rahmenbedingungen,

steuerliche Entlastung und sinnvolle

Förderungen sind die wesentlichen Anreize

für optimistische Investitionsentscheidungen.

ERGEBNISSE IM DETAIL

2014 war ein herausforderndes und

höchst unterschiedliches Jahr für die

Unternehmen der Beton-Fertigteil-

Branche. Umsatzsteigerungen bei einigen

Unternehmen, standen Stagnation,

aber auch größere Rückgänge bei anderen

Unternehmen gegenüber. Hauptgründe

sind laut den Befragten die Wirtschaftssituation,

die Auftragslage und

die Ausschreibungssituation. Unternehmen

mit einem Umsatzplus führen das

auf Kundenzugewinne, den Ausbau des

Leistungs- und Produktportfolios und

neue Geschäftsfelder zurück. „Dieses

Ergebnis macht den ungebrochenen Innovationswillen

der heimischen Branche

deutlich, zeigt aber gleichzeitig, dass

die Unternehmen weiterhin mit einem

schwierigen Marktumfeld zu kämpfen

haben“, kommentiert VÖB Präsident

DI Dr. Bernd Wolschner die aktuellen

Zahlen.

AUSBLICK AUF 2015

Die Unternehmen gehen aufgrund wirtschaftspolitischer

Unsicherheit, der weiterhin

schwachen Konjunktur und der

nahenden, aber ungewissen Steuerreformvorhaben

mit stabilen bis negativen

Ausblicken in das neue Geschäftsjahr

2015: Die Hälfte der Mitgliedsbetriebe

rechnet mit einer „eher zufriedenstellenden“

(gleich bleibend

oder leicht steigenden)

Entwicklung ihres Unternehmens.

43% sehen für 2015

dagegen eine „weniger zufriedenstellende“

Entwicklung auf

sie zukommen. Diese Ambivalenz

schlägt sich auch auf die

abgefragten Mitarbeiterzahlen nieder.

Während der überwiegende Teil der Befragten

mit gleichbleibenden Mitarbeiterzahlen

rechnet, gibt ein Drittel an,

dass die Zahl ihrer Mitarbeiter sinken

wird. Die Einschätzungen über die Entwicklung

der gesamten Beton- und Fertigteilbranche

sind demgegenüber weitaus

negativer: Hierbei gibt die Hälfte der

Befragten an, dass sie mit Umsatzrückgängen

für die Branche rechnet. Im Vergleich

zum Jahr 2014 sehen sogar mehr

als die Hälfte (57%) eine „weniger zufriedenstellende“

Entwicklung auf die

gesamte Branche zukommen.

FEHLENDE POLITISCHE SIGNALE

ZUR ENTLASTUNG

VÖB Präsident Bernd Wolschner ortet

fehlende politische Signale als Ursache:

„An Stelle von Einsparungen in

der Verwaltung werden vermehrt notwendige

Investitionen in die Infrastruktur

zurückgefahren oder verzögert. Im

Privatbereich sind die Perspektiven im

Wohnbau ungewiss und durch die Verunsicherungen

über die wirtschaftspolitische

Entwicklung stellt sich im Industriebau

keine spürbare Erholung ein. Es

kommt hier sogar zu rückläufigen Entwicklungen,

die sich auch in unserer

Konjunkturumfrage widerspiegeln. Wir

Beton Kampagne 2015 – präsent in Österreich!

Seit 2012 sind wir aktiv in der TV-Werbung – mit großer Reichweite und positiver

Resonanz. Heuer wird die Maßnahme durch einen Radiospot und Online-Anzeigen

verstärkt.

Der BMÖ-Radiospot bringt unserem Baustoff regionale und nationale Aufmerksamkeit,

denn er läuft auf mehreren Sendern: österreichweit auf Ö3 und lokal

beim beliebten Privatsender Antenne. Die Sendezeiten sind exakt die, zu denen

nach Untersuchungen die meisten Menschen ihren Radios lauschen.

Stärker als je zuvor setzt das BMÖ im Jahr 2015 auf den Werbeträger Internet.

Auf häufig besuchten Seiten wie immonet.at, wohnnet.at oder orf.at wird der

TV-Spot großflächig geschaltet.Wir freuen uns auf eine große Resonanz!

Auch in der Printwerbung wird neben den bekannten Publikums- und Fachzeitschriften

neues Terrain erschlossen:

Erstmals schalten wir Anzeigen in einem der beliebtesten und am weitest

verbreiteten Magazine Österreichs – dem „Servus Magazin“, das auch mit einer

Spezial-Ausgabe zum Thema Garten glänzt – das „Servus Garten“ – unsere

Beton-Anzeigen, über die wir werbewirksam auf die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten

hinweisen:

• Heizen und Kühlen mit Beton

• Beton in der Fläche

• Beton als Design-Werkstoff

Zu den Anzeigen kommen wieder interessante PR-Berichte zu verschiedenen

Beton-Themen.

benötigen ein erfolgreiches Steuerreformpaket

mit spürbarer Entlastung,

damit ein Investitionsklima geschaffen

wird und Wirtschaftswachstum wieder

stimuliert werden kann.“

SICHERSTELLUNG DES FÖRDE-

RUNGSWESENS

Bereits Ende des letzten Jahres konnte

der VÖB mit seinem Engagement die

Förderungen im kommunalen Siedlungswasserbau

für die weitere Förderperiode

sicherstellen. „Anhand dieses

Beispiels sieht man die gewaltigen Steuerungsmöglichkeiten

der Politik: Durch

gezielte öffentliche Investitionen in die

Infrastruktur werden Konjunkturimpulse

gesetzt und das Klima für weitergehende

Investitionen geschaffen. Nur

durch ein erfolgreiches Steuerreformprogramm

mit spürbarer Entlastung der

Unternehmen und Arbeitnehmer wird

Wirtschaftswachstum wieder stimuliert,

Investitionen getätigt und nachhaltige

Beschäftigung geschaffen“, zeigt sich

Bernd Wolschner für das weitere Geschäftsjahr

energisch.


18 | 3 . 2015


Frömmel enttäuscht über die

Kürzung auf 80 Mio

Neuauflage Thermische

Sanierung

Die Bundesinnung Bau begrüßt die verkündete Neuauflage

des Schecks für Thermische Sanierungsmaßnahmen.

Damit wird eine erfolgreiche Förderaktion erneut

verlängert.

Jetzt anmelden und

12 Jahre Garantie sichern!

„Der Sanierungsscheck ist mittlerweile eine fixe Größe und

hat sich in jedem Jahr bewährt. Die Akzeptanz in der Bevölkerung

ist nach wie vor hoch und für den Staat rechnet sich die

Förderung allemal“, so Bundesinnungsmeister Hans-Werner

Frömmel.

HANS-WERNER

FRÖMMEL. Bundesinnungsmeister

Hinsichtlich der Kürzung von 100 Millionen auf 80 Millionen

kann Frömmel seine Enttäuschung nicht verhehlen: „Es ist

vollkommen unverständlich, dass gerade bei Modellen wie dem

Sanierungsscheck, bei welchen der Staat durch Einnahmen aus

Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sowie weniger Kosten

für Arbeitslosenunterstützung ein Vielfaches einnimmt, der

Rotstift angesetzt wird. Angesichts der nach wie vor aktuellen

Konjunkturschwäche besonders im Baugewerbe sind Impulse

dringend notwendig und wir hätten eher mit einer Aufstockung

als mit Kürzungen gerechnet“, so Frömmel.

Die Bundesinnung Bau konzentriert sich dabei auf Modelle,

die sich für die öffentliche Hand rechnen bzw. sogar Ertrag

bringen: seniorengerechte Wohnraumadaptierungen, eine

Wohnbauoffensive, der Handwerkerbonus oder Infrastruktur-

Investitionen sind Modelle mit großer Hebelwirkung.

„Es geht nicht an, dass für die Aufarbeitung des Bankendebakels

hunderte Millionen Euro ohne Weiteres genehmigt

werden, aber bei der dringend überfälligen Konjunkturoffensive

die Regierung ständig auf der Bremse steht“, ärgert sich

Frömmel.


PCI-System I Balkon / Terrasse

Garantierte

Sicherheit

Mit der Initiative für die sichere Verlegung von Fliesen

auf Balkonen / Terrassen bieten PCI und starke Industriepartner

zertifizierten Fachbetrieben einen besonderen

Service: 12 Jahre garantierte Ausführungssicherheit auf

Fliesenarbeiten im Außenbereich. Lassen Sie sich in der

Verarbeitung des Systems I Balkon / Terrasse zertifizieren

und verbinden Sie mehr Geschäft mit mehr Sicherheit.

Alle Informationen unter www.pci-austria.at

3 . 2015 |


H A N D E L

BauProfi Quester 2015

Gesamtlösungen und regionale Kundennähe

BauProfi QUESTER setzt den im Jubiläumsjahr eingeschlagenen Weg fort und

verstärkt den Fokus auf regionale Kundennähe. Spezialisierungspakete wie der

Trockenbau werden weiter ausgebaut, und besonderes Augenmerk wird auf

das Segment Keramik gelegt. Bei den Privatkunden dreht sich alles um den

gesteigerten Wohnkomfort.

Das Jubiläumsjahr 2014 war bei

BauProfi Quester erfolgreich,

und die Ziele konnten erreicht werden.

Paulmann: „Schwerpunkte verschieben

sich, Ziele müssen erreicht, aber die

Wege dahin den äußeren Umständen

angepasst werden. Verbesserungspotential

gibt es überall da, wo man sich in

der Komfortzone befindet!“ Als Beispiel

nennt Paulmann das grüne Q!: „Das

grüne Q! ist ein stetiger Prozess. Entgegen

allen Unkenrufen ist ein ehrliches

Engagement in Richtung Umwelt nicht

nur gern gesehen, sondern wird auch

vermehrt angenommen. Natürlich bedarf

es größter Anstrengung, sich nicht

zurückzulehnen und sich mit dem bereits

Erreichten zufriedenzugeben.“

Dementsprechend definiert man bei

Quester für 2015 ganz klare Vorgaben.

Im Fokus steht die Verstärkung der Regional-Verkaufsleiter.

Damit unterstreicht

Quester seine Präsenz und Marktnähe

in den Regionen. Paulmann: „Jede

unserer Filialen soll exzellenter Partner

unserer Kunden in der Region sein, daher

gewinnt auch das Key Account Management

immer mehr an Bedeutung.“

Die vor einigen Jahren ins Leben gerufenen

Spezialisierungspakete wie Trockenbau

werden weiter ausgebaut, und

besonderes Augenmerk wird auf das Segment

Keramik gelegt. Die diesbezüglichen

Ausstellungen werden erneuert,

und die Berater sind angehalten, ihren

Fokus im Verkauf dahingehend zu verstärken.

Für 2015 hat sich Quester auch in Sachen

Dienstleistungen und Kundenservice

also viel vorgenommen. Denn diese

machen den großen Unterschied zwischen

Baumärkten oder Online-Portalen

GEMEINSAM. Peter Leditznig (GF Rigips Austria) und Ulrich Paulmann (GF Quester) präsentierten Neuigkeiten

am Quester-Stand bei der Messe Wohnen & Interieur in Wien

und eben dem Baustofffachhandel aus.

Dazu braucht man Mitarbeiter, die fi t

in Sachen Norm und Technik sind, und

die private Bauherren ebenso kompetent

beraten können wie den Fachmann. Das

bedarf laufender Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen.

Quester wird in den nächsten Jahren

auch einige Standorte erneuern bzw. renovieren,

und im Bedarfsfall werden besondere

Entwicklungen, wie beispielsweise

die Initiativen Trockenbau und

Fliese, zu Symbiosen führen, die ein verstärktes

Engagement nach sich ziehen.

BEREICH FLIESE

Einen wesentlichen Teil dazu trägt das

Segment Fliesen bei. Immerhin macht

es bei Quester rund 20 % des Gesamtumsatzes

aus.

Eine Marktstudie des italienischen

Fliesenverbandes Confindustria hat den

Marktanteil der Fliese gegenüber anderen

Materialien im Bodenbereich erhoben.

Die Hochburgen bilden Spanien

und Italien mit einem Anteil von über

70 %. Österreich reiht sich mit 42 Mio.

m² verlegten Böden, davon 36 % Fliesen,

knapp vor der Schweiz, am fünften

Platz ein.

BauProfi Quester hält mit ca.

1.800.000 m 2 verkauften Fliesen österreichweit

einen Marktanteil von rund

12 %. Die Kunden holen sich ihre Ware

entweder aus dem Quester Fliesenzen-

20 | 3 . 2015


H A N D E L

trallager, wo durchschnittlich 7.000 Paletten

lagern, oder direkt aus den 24 Filialen

und Abhollagern.

BESONDERE TENDENZEN WOHN-

KOMFORT.

Im Vorjahr wurde das Procasa Wunschbad

ins Leben gerufen. Dieses Komplettbad

besteht aus hochwertigen Einzelteilen

namhafter Erzeuger und punktet

nicht nur mit trendigen Designs, sondern

auch mit einem vernünftigen Preis-

Leistungs-Verhältnis. Die darin enthaltenen

Markenprodukte garantieren, dass

man auch noch jahrelang eventuell benötigte

Ersatzteile, wie beispielsweise

Dichtungen, erhält.

TROCKENBAU BEI QUESTER

Innovative, leistungsstarke Trockenbausysteme

sind aus dem modernen Wohnbau

nicht mehr wegzudenken und

gewinnen auch aufgrund ihrer Nachhaltigkeit

zunehmend mehr Anteile.

Ing. Peter Leditznig, Geschäftsführer

Saint-Gobain Rigips Austria: „Es ist

wichtig und zählt zu unserer Führungsrolle

am Markt, dass wir nicht nur permanent

unsere Produkte und den damit

erzielten „Komfort“ weiterentwickeln,

sondern auch vermehrt in Service und

Beratung investieren. Nur so ist sichergestellt,

dass der Mehrwert, der mit unseren

geprüften Systemen erzielbar ist,

auch beim Endkunden ankommt!“

So fokussiert der Themenkreis Trockenbau

auch auf den Komfort in den

eigenen vier Wänden. Um seinen Kunden

möglichst praktikable Lösungen anbieten

zu können, arbeitet Quester eng

mit der jeweiligen Industrie zusammen.

SCHLANKER SCHALLSCHUTZ

Da Ruhe für unsere Gesundheit und unser

Wohlbefinden eine besondere Bedeutung

hat, wurde die RIGIPS Duo’Tech

entwickelt. Ein spezieller Kleber zwischen

dem aus 2 x 12,5 mm RIGIPS

Platten bestehenden Sandwich-Element

dämpft die auftreffende Schallenergie

und minimiert das Eigenschwingverhalten.

So wird der wahrgenommene Lärm

mehr als halbiert.

WENIGER SCHADSTOFFE

Da wir 90 % unserer Zeit indoor verbringen,

ist ein belastungsfreies Raumklima

enorm wichtig, um Gesundheitsrisiken

vorzubeugen und uns wohl zu

fühlen. Diverse Schadstoffe in Innenräumen

können im Zusammenhang mit

Symptomen wie Kopfschmerzen, gereizte

Schleimhäute, Konzentrationsprobleme,

Asthma oder Allergien stehen.

Das gilt vor allem auch für das bekannte

Formaldehyd, das z. B. in Klebern oder

Zigarettenrauch enthalten ist. Genau

dagegen wurde die Gipsfaserplatte Rigidur

H mit luftreinigender Activ’Air ® -

Technologie entwickelt.

GESUNDE RAUMATMOSPHÄRE

In unserer hochtechnologischen Zeit

kann eine Reduktion künstlicher elektromagnetischer

Wellen in den eigenen

vier Wänden auch für Komfort sorgen.

Dieser Elektrosmog, der beispielsweise

durch Mobilfunk oder Radar entsteht,

kann durch gezielte Abschirmung deutlich

verringert werden. Wenn Bauherren

zu Climafit Protekto greifen, können sie

sicher sein, dass der überwiegende Teil

dieser Wellen abgeschirmt wird. Diese

natürliche Funktionsweise basiert auf

nicht brennbarerem, elektrisch leitfähigem

Grafit im Kern der Gipsplatte.

Dieser absorbiert und refl ektiert elektromagnetische

Wellen.

NATÜRLICHES RAUMTEMPERATUR-

MANAGEMENT

Energieeffizientes Bauen und maximalen

Raumkomfort sichern sich Sanierer und

Bauherren mit den neuen Alba ® balance

Gipsbauplatten aus dem Hause Rigips.

Alba ® balance Gipsbauplatten mit PCM-

Mikrokapseln sorgen jederzeit für eine

ausgeglichene Raumtemperatur – im

Sommer ebenso wie im Winter. Das

macht sie zum Beispiel ideal im Einsatz

im Dachgeschoß, wo es im Sommer gern

besonders heiß wird. Weil diese Vollgipsplatten

nicht nur den Komfort erhöhen,

sondern auch Heiz- bzw. Kühlkosten

senken, sind sie eine lohnende Investition

in die Lebensqualität, den Umweltschutz

und die Wirtschaftlichkeit von

Gebäuden. Je nach Bauweise und technischer

Ausrüstung der Gebäude können

mit Alba ® balance Gipsbauplatten

bis zu 50 % der Kü hlenergie eingespart

sowie die Heizkosten spürbar reduziert

werden.


EINLADUNG. Quester zeigte ausgewählten Fachjournalisten

seinen Messestand und die ausgestellten

Neuheiten.

3 . 2015 | 21


hagebau mit überdurchschnittlicher Bonität

im Branchenvergleich

hagebau erhält Top-Rating

von Euler Hermes

Die hagebau Handelsgesellschaft für Baustoffe mbH & Co. KG erhielt für ihre

ausgezeichnete Bonität vom größten Warenkredit-Versicherer der Welt, Euler

Hermes, das Top-Rating 2 in einer zehnstufigen Bewertungsskala. Diese

weltweit nach gleichen Maßstäben durchgeführte Bewertung erhielt die

hagebau zum zehnten Mal in Folge.

Wir freuen uns sehr über diese hervorragende Bewertung und sehen damit die

konsequent umgesetzte Finanzstrategie der hagebau bestätigt“, sagte Heribert

Gondert, Sprecher der Geschäftsführung der hagebau. „Das sehr gute Rating ist

für die Lieferanten der hagebau von großer Bedeutung, denn es bestätigt die Solidität

unserer Finanzierungspolitik und damit die Verlässlichkeit als Geschäftspartner.

Die attestierte Finanzstabilität der hagebau ermöglicht deutlich bessere Spielräume

und finanzielle Rahmenbedingungen – ein klarer Vorteil für die hagebau Gruppe

und ihre Gesellschafter.“

Das sehr gute Rating der hagebau sei das Resultat ihrer auf Nachhaltigkeit angelegten

Bilanzierungsgrundsätze und einer stetigen Stärkung des Eigenkapitals, so

Gondert weiter. Nachhaltigkeit hätte für die hagebau ganz generell einen sehr hohen

Stellenwert, bei ihrer Finanzierungspolitik sei sie oberste Priorität.

Mit einer Eigenkapitalquote von über 20 Prozent bei einem Umsatz von 6,1 Milliarden

Euro ist die hagebau Gruppe gut aufgestellt. Dies bestätigen ihr regelmäßig

zahlreiche Kreditinstitute. Die aktuelle Bewertung der Euler Hermes zeigt dies exemplarisch.

RÖFIX CalceClima ®

Das natürliche Kalkputzsystem

für Innen und Außen

Mit Hilfe der Natur schafft RÖFIX CalceClima ®

ein gesundes Raumklima. Luftschadstoffe und

überschüssiges Kohlendioxid werden durch

das natürliche Kalkputzsystem aufgenommen

und abgebaut. So sorgt eine CalceClima ® -


Raumklima.

roefix.com

„Wir betrachten die aktuelle Bewertung von Euler Hermes als Auszeichnung für

das bisher Erreichte und nehmen es zugleich als Ansporn, diesen Weg einer soliden

und nachhaltigen Finanzierung der hagebau konsequent fortzusetzen“, so Gondert

weiter. „Zum Erhalt dieser Beurteilung werden wir auch weiter konzentriert an einer

starken Eigenkapitalquote arbeiten.“


RATING. v.l.: Heribert Gondert,

Sprecher der hagebau

Geschäftsführung, und Sven

Grobrügge, Bereichsleiter Recht

und Finanzen der hagebau,

nehmen die Auszeichnung

entgegen.

Fotos: hagebau

Bauen mit System

| 3 . 2015


H A N D E L

New in Graz

Teubl eröffnet Baustoffhandelsstandort in

Graz mit Österreichs erster Betontankstelle

Teubl Baustoffe, Teil der oststeirischen Teubl Gruppe, expandiert und

eröffnete am 20. März 2015 den ersten Baustoffhandelsstandort in der

steirischen Landeshauptstadt Graz.

Auf 5.985,9m 2 Gesamtfläche wurden

knapp 4 Millionen Euro

investiert, um einen Baustoff-Profi für

den gewerblichen wie auch den privaten

Kunden zu errichten, welcher Artikel

rund ums Bauen, Sanieren und Gestalten

bietet. Zu den zahlreichen Serviceund

Logistikleistungen gehört insbesondere

Österreichs einzige Micromix

Betontankstelle, an der Kunden Frischbeton

selbst zapfen können.

ERSTMALS IN ÖSTERREICH: FRISCH-

BETON ZUM SELBERZAPFEN

„Mit der Expansion unseres Baustoffhandels

nach Graz führen wir den Teubl-Erfolgskurs

der letzten Jahre fort und

setzen neue Maßstäbe bei Qualität, Service

und Innovation“, so Oliver Werinos,

Geschäftsführer der Teubl Gruppe.

„Besonders stolz am Grazer Standort

sind wir auf die in Österreich einzigartige

Micromix Betontankstelle, an

der Profis wie Heimwerker kostengünstig

und zeitsparend Beton selbst zapfen

können.“ Zur Auswahl stehen acht

unterschiedliche Betonsorten für unbewehrte

Betonteile. Bezogen werden

können diese bereits in Kleinmengen

von 0,15 bis 2 m 3 . Die Anlage zeichnet

PLUS. Familie Werinos mit dem grünen

Plus von Teubl Graz

sich vor allem durch ihre kurze

Mischdauer von etwa drei Minuten

sowie ihre einfache Bedienung

aus.

GESICHERTE WARENABHOLUNG

RUND UM DIE UHR UND TAXIZU-

STELLUNG IM GROSSRAUM GRAZ

Der neue Teubl Standort Graz überzeugt

mit vielen Serviceleistungen: Dank

frostsicherer Kommissionsboxen haben

Kunden die Möglichkeit, bestellte Waren

rund um die Uhr mit individuellem

Pincode abzuholen. Für die rasche, bequeme

und kostensparende Taxizustellung

von Kleinmaterialien und -mengen

im Großraum Graz stehen Transportpartner

zur Verfügung. Logistik auf

höchstem Niveau garantiert der Einsatz

eines state-of-the-art Comblift Staplers

vor Ort sowie die Zustellung von Waren

durch moderne Kranwägen.

ÜBER TEUBL BAUSTOFFE:

Der Baustoffhandel der Teubl Gruppe

mit Sitz in St Johann in der Haide

steht gewerblichen wie privaten Kunden

in allen Anliegen rund ums Bauen,

Sanieren und Gestalten zur Seite.

Ein moderner Fuhrpark mit versiertem

Fahrerpersonal, spezialisierte Mitarbeiter

im Verkauf- und Lagerbereich sowie

verschiedenste Serviceangebote machen

Teubl Baustoffe in diesem Segment zu

einem der wichtigsten Partner in der

Region.


MICROMIX. Die erste Betontankstelle Österreichs

steht in Graz

TEUBL GRAZ. Kommissionsboxen und Taxizustellung garantieren Service rund um die

Uhr

3 . 2015 | 23


H A N D E L

Aus ÖBAU Egger Klagenfurt wird ein Hornbach Bau- und Gartenmarkt

Zwei Familien, ein gemeinsamer Nenner

Die Hornbach-Baumarkt-AG ist einer der größten Betreiber von Bau- und

Gartenmärkten in Europa und in Österreich bislang mit elf Filialen vertreten.

Der zwölfte Standort wird im März in Regau (OÖ) eröffnet. Die Premiere im

Bundesland Kärnten ist für den Herbst 2015 geplant: In Klagenfurt kommt es

zu einer Übernahme von ÖBAU Egger, einem von drei Baumärkten der ÖBAU

Egger Gruppe.

Sowohl Egger als auch Hornbach

sind Familienunternehmen. Das

eine ist nun schon seit 70 Jahren als

mittelständischer Familienbetrieb in

Kärnten tätig und daher als kompetenter

Partner für Baumeister, Handwerker,

Häuselbauer, Heimwerker, Hobbygärtner

und kreative Bastler bekannt. Das

andere ist eine börsennotierte AG mit

einer über 130-jährigen Tradition und

aktuell mehr als 16.500 Mitarbeitern

an 146 Standorten. Die Eigenständigkeit

des Unternehmens sichert die Familie

Hornbach inzwischen in der fünften

Generation. Sowohl der Vorstandsvorsitzende

als auch der Aufsichtsratsvorsitzende

der Hornbach-Baumarkt-AG

stammen aus der Gründerfamilie und

führen den Namen Hornbach.

„Es gab von Anfang an einen sehr

starken Schulterschluss und wir haben

uns im Laufe der Gespräche über die

Möglichkeit einer Ansiedlung Hornbachs

in Klagenfurt sehr freundschaftlich

und kooperativ angenähert“, erklärt

ÖBAU Egger GF Siegfried Egger

jun. „Wir hatten sehr rasch die gemeinsame

Vision, eine für beide Unternehmen

sinnvolle Lösung zu entwickeln, die

eine Gefährdung des Standortes durch

den mittelfristig absehbaren deutlich höheren

Wettbewerbsdruck vermeidet und

zugleich für den Handelsmarkt Klagenfurt

sowie für unsere teils langjährigen

Mitarbeiter am Standort nachhaltig und

zukunftsorientiert ist. Aus dieser Vision

ist nun Wirklichkeit geworden“, freut

sich ÖBAU Egger GF Carlo Egger.

Hornbach wird nicht nur das Baumarktgeschäft

übernehmen, sondern

DEAL. Bild v.l.n.r.: Siegfried Egger (GF ÖBAU

Egger), Alexandra Klima (Einkaufsleitung Hornbach

Baumarkt GmbH Österreich), Wolfger Ketzler (Mitglied

des Vorstands, Hornbach-Baumarkt-AG), Carlo

Egger (GF ÖBAU Egger), Stefan Goldschwendt

(GF Hornbach Baumarkt GmbH Österreich)

auch sämtliche dort beschäftigten

Mitarbeiter.

„Wir freuen uns, ein so

gut qualifiziertes und

eingespieltes Team zu

gewinnen und ihm eine

langfristige Perspektive

mit vielfältigen Möglichkeiten

zu Aufstieg

und Weiterbildung in

einem international tätigen

Unternehmen anbieten

zu können“, sagt

Wolfger Ketzler, Mitglied

des Vorstands der Hornbach-Baumarkt-

AG. Den Mitarbeitern des ÖBAU Egger

Baustoff-Fachhandels, der nicht Teil der

Übernahme ist, will der Kärntner Familienbetrieb

Beschäftigungsperspektiven

bieten, beispielsweise in den beiden anderen

ÖBAU Egger Filialen.

Umbau und Vergrößerung in Klagenfurt

ÖBAU Egger wird in den nächsten

Monaten rund 3 Mio. Euro in den

Standort investieren, um eine Strukturverbesserung

sowie eine Vergrößerung

des Bau- und Gartencenters in Klagenfurt

auf 13.000 Quadratmeter zu realisieren.

Dieses Umbauvolumen kommt

insbesondere der heimischen Wirtschaft

zugute. Nach dem Abschluss dieser

Umbauarbeiten wird der Markt langfristig

an Hornbach vermietet. Die offizielle

Übergabe der Immobilie erfolgt

voraussichtlich Mitte des Jahres. Hornbach

investiert dann nochmals rund 2

Mio. Euro in die Einrichtung und wird

den neuen Bau- und Gartenmarkt im

3. Quartal 2015 eröffnen. „Im Zuge unserer

Expansionsbemühungen hatten wir

stets auch Kärnten im Auge, da wir von

der wirtschaftlichen Attraktivität dieses

Bundeslandes überzeugt sind. Dass wir

jetzt zu dieser Lösung gefunden haben,

freut uns sehr“, bekennt Stefan Goldschwendt,

Landesgeschäftsführer der

Hornbach Baumarkt GmbH Österreich.

Die Verantwortlichen von ÖBAU Egger

setzen künftig einen noch stärkeren

Fokus auf die Stammkunden aus dem

Bauhauptgewerbe und konzentrieren

sich auf die beiden ebenfalls sehr erfolgreichen

Standorte in Wolfsberg und

Feldkirchen. Insbesondere letztgenannter

wird ausgebaut und um ein großes

Gartencenter erweitert. „Die Konzentration

eröffnet uns noch mehr Möglichkeiten,

in punkto Sortiment und Service

auf lokale Bedürfnisse einzugehen und

die jeweiligen regionalen Märkte und

Nischen sowie spezifische Kundengruppen,

wie jene aus dem Baugewerbe, noch

punktgenauer bedienen zu können“, erklärt

Siegfried Egger jun.


Foto: Fotostudio Jost & Bayer

24 | 3 . 2015


M E N S C H E N

Neuer Geschäftsführer bei Weber

Roman Lackner, der dem Konzern bereits

mehr als 25 Jahre angehört, folgt Alfred Hörner

nach, der sich nun auf den Vorsitz der

Geschäftsführung bei Saint-Gobain Weber

Deutschland konzentriert.

In seiner neuen Position kann Lackner seine

mehrjährigen Kenntnisse im Vertrieb von

Österreich und Deutschland sowie seine unternehmerischen

Erfahrungen bestens einsetzen,

um die Marktstellung von Saint-Gobain

Weber in Österreich zu sichern und weiter

auszubauen. Um das zu erreichen, werden

einerseits innovative Produkte konsequent

weiterentwickelt und andererseits zusammen

mit den Kunden Strategien entworfen, um

gemeinsam mit ihnen zu wachsen. Lackner:

„Saint-Gobain Weber ist international in 49

Ländern tätig, und wir haben weltweit 180

Produktions- und Vertriebsstandorte – auf

diese internationale Erfahrung sowie auf das

große Produktportfolio können und müssen

wir zurückgreifen, um auch in Österreich weiter

zu wachsen!“


Neue Position „Bausystemmanager –

Wandbaustoffe“ wurde geschaffen

Lafarge Österreich erweitert sein Marketing

& Innovation Team mit Ing. Harald Sommer,

bisher Technischer Verkaufsberater bei Lafarge.

Harald Sommer (37), ist seit 1. Februar

2015 für den von Lafarge neu geschaffenen

Bereich „Bausystemmanagement – Wandbaustoffe“

in Österreich zuständig.

„100% mineralische Wandlösungen sind

zentrale Forderungen der Bauwirtschaft. Ing.

Harald Sommer hat in seiner berufl ichen

Laufbahn viel Erfahrung, insbesondere mit

Leichtbeton gesammelt. Dieses Know-how

kann er nun einsetzen, um gemeinsam mit

Kunden an innovativen Produkten zu arbeiten“,

erklärt DI Gernot Tritthart, Director

Marketing & Innovation bei Lafarge den neu

gewählten Schwerpunkt.

„Mineralische Wandsysteme bringen im

Wohnbau viele Vorteile wie thermischen

Komfort, Schallschutz, Brandschutz und keinen

Schimmel. Nageln und bohren ist bei

diesen Wänden kein Problem und am Ende

des Lebenszyklus des Gebäudes, kann der

Baustoff recycelt werden. Unser Ziel ist es

deshalb, die Weiterentwicklung von mineralischen

Anwendungen voranzutreiben. Um

das zu erreichen, setzen wir unser weltweites

Know-how ein und arbeiten in einem engen

Netzwerk mit Experten und Anwendern. Wir

sind gefordert innovative Lösungen und maßgeschneiderte

Produkte für die Baubranche

der Gegenwart sowie der Zukunft zu bieten“,

erklärt Ing. Harald Sommer, Bausystemmanager

– Wandbaustoffe bei Lafarge.

Ing. Harald Sommer hat die Ausbildung

Bautechnik-Umwelttechnik an der HTL

Mödling absolviert. Er war von 1997-2004

bei Liapor Österreich als Anwendungstechniker

tätig und ist seit 2004 bei Lafarge.

3 . 2015 | 25


BAU E N & E N E R G I E W I E N

Baumit Branchentreff

Hart.Stark.Schön

400 Baustoffhändler, Verarbeiter

und Planer kamen am 12.Februar

zum Baumit Branchentreff auf

die Bauen- und Energiemesse in Wien.

Im Mittelpunkt des Interesses stand der

Baumit Messestand unter dem Motto

„Hart.Stark.Schön“. Dabei steht „Hart“

für die Baumit HardTop, die Designerfassadenplatte

für Vollwärmeschutzsysteme.

„Stark“ für die Topinnovation

Baumit PowerContact, die neue extrem

harte und elastische Kraftklebespachtel,

die wie ein Schutzschild für Fassaden

gegen mechanische Beanspruchungen

und Unwetter wirkt. Und „Schön“ für

den selbstreinigen mineralischen Fassadenputz

Baumit Nanopor mit photokat.

Die Stimmung am Baumit-Stand war

ausgezeichnet - die gesamte Baubranche

war versammelt und feierte mit bunten

Cocktails bis in die späten Abendstunden.


FULLHOUSE. Gut besuchter Branchentreff im Rahmen der Messe Bauen & Energie

GOLDIES. Helmut Brunnsteiner, Eva Brunnsteiner und Leo Fetter JUNG. Martina Fuchs (Zehetner) und

Florian Weißhaar (Koch)

BRANCHE. Christian Weinhapl (Wienerberger) und

Andreas Fetter

GESPRÄCH. Roland Buder (Spartenleiter

Baustoffe Sochor) und Friedrich Mürner (Bereichsleiter

Baustoffe Fetter Baustoffe)

GÄSTE. Robert Schmid (Ursa), Christian Greicha (Fischer)

und Thomas Grohs (WeGo)

HANDEL. Günther Klingbacher (Einkauf Baustoffgroßhandel

Koch GmbH) Prok. Peter Kröpfl (Einkauf

Quester) und Ulrich Paulmann, (GF Quester)

WEIN. Christa Berger (Baumit) und Thomas

Schenk (wineaid)

TEAM. Georg Bursik (GF Baumit Wopfinger), Martin

Messerschmidt (MixFix) und Manfred Tisch (GF Baumit

Wopfi nger)

26 | 3 . 2015


BAU E N & E N E R G I E W I E N

Zahlen, Daten, Fakten

Baumit Rück- und Ausblick

BAUMIT INTERNATIONAL 2014

Baumit ist es 2014 erneut gelungen,

trotz schwieriger ökonomischer Rahmenbedingungen

und in vieler Hinsicht

vollkommen unvorhersehbarer Entwicklungen,

beim Umsatz zuzulegen. So

konnte Baumit-International gegenüber

2013 den Umsatz um 5% auf 910 Mio.

Euro steigern. „Dieses Wachstum ist rein

organisch. Wir verdanken das zum einen

der zunehmenden Bautätigkeit in

Ländern wie Deutschland, Polen, Tschechien,

Slowakei und Ungarn, zum anderen

der Markenstärke, Produktqualität

und Innovationskraft von Baumit,“ zieht

Mag. Robert Schmid, Geschäftsführer

der Baumit Beteiligungen GmbH, Bilanz

zum abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die Mitarbeiterzahl von rund 2.800

konnte in den 30 Ländern, in denen

Baumit vertreten ist, konstant gehalten

werden.

ERSTES WERK IN CHINA NIMMT BE-

TRIEB AUF

In Pingwang, 80 Kilometer von Shanghai

entfernt, ging 2014 das erste Baumit

Trockenmörtelwerk in China in Betrieb.

Der Standort gehört zum District Suzhou,

der im Umkreis von 200 km über

vier Großstädte und mehr als 40 Mio.

Einwohner verfügt. Die Anlage - Jahreskapazität

100.000 Tonnen/Investitionsvolumen

rund 6 Mio. Euro - stellt

Trockenmörtelprodukte für Wärmedämmverbundsysteme,

die Fliesenverlegung

und Putze her.

FLÄCHENDECKEND IN DEUTSCH-

LAND

In Wittenborn, nördlich von Hamburg

gelegen, konnte kurz vor Jahresende

2014 ein weiteres Trockenmörtelwerk

für Baumit Deutschland übernommen

werden. Damit wird die verstärkte Belieferung

des norddeutschen Raumes bis an

die Grenze Dänemarks möglich. Baumit

ist nunmehr mit neun Werken im deutschen

Bundesgebiet nahezu fl ächendeckend

vertreten.

WOPFINGER BAUSTOFFINDUSTRIE

2014

Die Wopfinger Baustoffindustrie GmbH

konnte, nach einem witterungsbedingt

guten Start in das Jahr 2014, mit 400

Beschäftigten einen Umsatz von 157

Mio. Euro erwirtschaften. Das entspricht

einem Plus von 4 %. „So gut im

ersten Halbjahr die Geschäfte anliefen,

so schnell kamen sie, nicht zuletzt durch

den verregneten Sommer, in der zweiten

Jahreshälfte 2014, wieder ins Stottern.

Unterm Strich ging sich aber dennoch

ein Zuwachs aus,“ so Mag. Georg Bursik,

Geschäftsführer der Wopfinger Baustoffindustrie

GmbH.

ZUVERSICHT UND HOFFNUNG FÜR

2015

Österreichs Bevölkerung wächst seit Jahren

und wird das – dank Zuzug – auch

weiter tun. Das haben die Sozialpartner

und Regierungs-Parteien erkannt. Sie

wollen gemeinsam mit Wohnbaugenossenschaften

und Banken mehr in leistbare

Wohnungen investieren. „Das gibt

Hoffnung, dass ohne zusätzliche Belastung

des Budgets endlich ein Investitionsprogramm

für den Bau umgesetzt

wird“, zeigt sich Georg Bursik optimistisch.

THERMISCHE SANIERUNG IST MO-

TOR FÜR DIE BAUWIRTSCHAFT

Auch eine verstärkte thermische Sanierung

des Altbestandes lässt auf Impulse

für die Bauwirtschaft hoffen. Georg Bursik:

„Im Sinne einer Energie-Unabhängigkeit

Österreichs ist die beste Energie

immer noch die, die man gar nicht

erst braucht. Unser Finanzminister kann

kein gesteigertes Interesse an weiteren

CO 2

-Strafzahlungen nach Brüssel haben,

wenn er mit gezielten Fördermaßnahmen

à la „Sanierscheck“ die Wirtschaft

beleben und Energie einsparen

kann. Die Errichtung von Vollwärmeschutzfassaden

ist Personal-intensiv: 1

Quadratmeter schafft in etwa 1 Mannstunde

Arbeit.“


GASTGEBER. Robert Schmid (GF Baumit Beteiligungen

GmbH) und Leopold Fetter (Obmann-Stellvertreter WKO

Baustoffe)

TALK. Martin Messerschmidt (Geschäftsführer Mixfix Fassadensysteme)

und Georg Bursik (GF Baumit Wopfinger)

3 . 2015 | 27


BAU E N & E N E R G I E W I E N

Weissenböck

Neue Platten und Mauersteine

Innovative Platten und Mauersteine

in Natursteinoptik, neue Oberflächen

und Formate sowie verbesserte

Materialien für den Außenbereich erstrahlen

im neuen Lichtsystem. Die Erweiterung

des Weissenböck Sortiments

2015 zeigt neue Wege der Freiraumgestaltung

für individuelle Lösungen im

privaten und im öffentlichen Raum.

CARMA TIN, CARMA DIELEN, CAR-

MA GEO

Carma Tin für Terrassen, Gartenwege

und Sitzplätze in der Optik dem Naturstein

Travertin nachempfunden, in der

Qualität aus hochwertigem Betonstein

mit griffiger fußfreundlicher Oberfläche,

rundum frost-tausalzbeständig und mit

passendem Universalstein für Mauern,

Stufen, Einfassungen u.v.m.

Carma Dielen aus Betonstein mit Rillenoptik

sind verwerfungs-, quell- und

schwindfrei, unbrennbar, rundum frosttausalzbeständig,

feuchtigkeitsunempfindlich

und stets geruchsneutral, da

der Aufbau ohne hinterlüftete Unterkonstruktion

möglich ist.

AUSSEN. Karl und Stefan Weissenböck freuen sich

über die vielen Interessenten am Messestand

Carma Geo sind aufgrund der „gelederten“

Oberfläche und der großzügigen,

klaren, geometrischen Längsformate optimal

für den Halb-, Drittel- oder unregelmäßigen

Reihenverband auf Terrassen

und Pergolen, in Wintergärten oder auf

Fußgängerwegen ebenso wie als Sitzfläche,

Mauerabdeckung oder Stufenplatte.

HOLZOPTIK

Die neuen FSZ-Dielen in der einmaligen

Holzoptik mit authentischer Farbschattierung

und Holzmaserung sind

mit 20 mm Dicke für Außen und Innen

geeignet. Sie sind schieferfrei, feuchte-

und fettunempfindlich, farbstabil,

griffig, quell- und schwindfrei, beständig

gegen Chemikalien gemäß EN ISO

10545-13 und unbrennbar.

HELL- UND DUNKELZONEN

Mit Licht im Garten wird die Magie von

Hell- und Dunkelzonen bewusst eingesetzt,

um einzelne Elemente hervorzuheben

und Akzente zu setzen. Die neuen

LED-Spots können als Aufbau- oder als

Einbaustrahler verwendet werden, sind

aus Edelstahl, extrem robust und bis

5 m wasserfest (Schutzklasse IP68).

GARAGENPROGRAMM

Die Fertiggarage von Weissenböck wurde

auch dieses Jahr wieder mit dem Spezial-LKW

in der Messehalle aufgestellt

PROST. Bieranstich bei Weissenböck auf der

Wiener Messe

und ganz natürlich in den Gartenbereich

des Messestandes integriert. Neu zu sehen

war die eingebaute Lichtkuppel und

die neue weiße Dachabdichtung.

Optimal als Gartenhütte oder Geräteschuppen

ist die XS-Garage, die seit

Herbst im Weissenböck Garagenprogramm

verfügbar ist. In NÖ kann diese

beispielsweise als erstes Nebengebäude

bewilligungsfrei errichtet werden und

bietet somit rasch einen sicheren Stauraum

für Gartengeräte, Motorräder,

Fahrräder u.v.m.

BIER ZUM AUSKLANG

Der traditionelle Bieranstich am Donnerstag

war wieder ein großer Erfolg.

Kunden, Händler und Verleger genossen

den erfrischenden Gerstensaft, Bierwürste

und Laugenbrezen im eigens für die

Messe aufgebauten Gartenbereich der

Firma Weissenböck. Eine Outdoor-Bar,

Hochbeete und gemütliche Sitzecken luden

die Messebesucher zum

Verweilen ein und gaben den

Rahmen für ein gemütliches

Zusammensein.

CARMA TIN. Natursteinoptik aus

hochwertigen Betonstein.

28 | 3 . 2015


BAU E N & E N E R G I E W I E N

Murexin

Premiere in Wien

Der Messeauftritt von Murexin

AG bei der diesjährigen „Bauen

& Energie Wien“ war ein großer Erfolg.

Im Mittelpunkt standen neben den Produktneuheiten

aus der Sparte Fliesenverlegetechnik

auch Produkte aus den

Bereichen Beschichtungstechnik sowie

Farb- und Anstrichtechnik.

PREMIERE

Für Murexin AG war dies der erste Auftritt

bei der größten Baumesse Ostösterreichs.

Peter Reischer (Verkaufsleitung,

Murexin AG) zieht Bilanz: „Besonders

am Donnerstag, am Tag des Gewerbeabends,

konnten wir viele Interessenten

auf unserem Messestand begrüßen. Das

Publikum war durchwegs gemischt. Sowohl

private Endkunden als auch Händler

oder Objektbetreuer interessierten

sich für unsere Produkte. In Gesprächen

wurde deutlich, dass Produkte, die einen

Mehrwert bieten, wie dies Murexin

Produkte leisten, besonders gut ankommen.“

KOOPERATION. Der Austausch mit Kunden,

Fachleuten und Branchenkollegen ist ein fester

Bestandteil eines Messeauftritts. Murexin AG ging

zusätzlich den Weg einer Kooperation mit dem

Fliesenleger- und Hafnerbetrieb Ullrich & Sohn

GesmbH aus Mannersdorf mit einem gemeinsamen

Messestand. Durch diese Synergie konnten vor

allem Endkunden angesprochen werden und die

Marke Murexin auch außerhalb des Gewerbes und

der Verarbeiter bekannter gemacht werden.

GROSSES INTERESSE AN DEM MU-

REXIN NATURSTEINTEPPICH

Murexin Natursteinteppich ist ein dekorativer

Bodenbelag für Boutiquen und

Geschäftsräume, Hotelhallen und Autosalons,

Hallenbäder und Kaffeehäuser,

Loggien, Balkone u.v.a.m. Der Natursteinteppich

ist umweltfreundlich, da

er lösemittelfrei ist. Zudem ist er frostsicher,

rutschhemmend, weitgehend

chemikalienbeständig und auf mineralischen

Untergründen verlegbar.

BESCHICHTUNG

Im Bereich Beschichtungstechnik war

dieses neue Produkt der Star: Die neue

Polyurethanbeschichtung PU 400 ist

eine elastische, trittschallmindernde

und vergilbungsstabile Bodenbeschichtung.

Sie erfüllt hohe optische Anforderungen

im Innen- und Außenbereich

und garantiert eine lange Lebensdauer.

Besonders im Innenbereich bei immer

häufiger eingesetzten bodengleichen

Fenstern ist die UV-Beständigkeit und

die damit langanhaltende Farbstabilität

ein wesentliches Kriterium. Somit eröffnen

sich neue Einsatzmöglichkeiten der

BEGEISTERT. Peter Reischer, Verkaufsleiter

Murexin, war über den Besucheranstrom

mehr als zufrieden

transparenten Beschichtung von Estrichen

und Betonoberflächen – dem Zeitgeist

auf der Spur.

FARBKONZEPT

Große Beachtung fand das erfolgreiche

Farbkonzept „Essence of Colours“.

Aufbauend auf der Welt der fünf chinesischen

Elemente Holz, Feuer, Erde,

Metall und Wasser kreierten Murexin

Farbprofis für Innenanstriche den neuen

Trend-Farbfächer „Essence of Colours

– der Weg zur Mitte“.

MESSESTAND. Von Natursteinteppich bis Farbkonzept. Murexin

zeigte seine vielfältige Produktpalette.

3 . 2015 | 29


E N E R G I E S PAR M E S S E W E L S

Integration der Haustechnik in die Planung

Die Trends 2015

Auf der Energiesparmesse wurden

zahlreiche Produkt-Innovationen

präsentiert und technische Neuerungen

vorgestellt. Ein klarer Trend

wurde sowohl seitens der Bauwirtschaft

als auch der Haustechnik-Experten betont:

die immer stärkere Integration der

beiden Themen bereits von Beginn eines

Bauprojektes an. Dadurch werden Energiekennzahlen

kostengünstiger und effizienter

erreicht. „Das Konzept der Energiesparmesse

ist bestens bewährt und

bleibt einzigartig. Nirgendwo sonst fi n-

det man diese Bandbreite, diese Expertise

und diese Qualität“, betont Messedirektor

Mag. Robert Schneider.

Mit der Frage „Neubau oder Sanierung?“

stellen sich die Experten auf der

Energiesparmesse weiteren Trends: der

Einbeziehung von neuen und zusätzlichen

Beurteilungskriterien, etwa dem

Flächenverbrauch, der Nutzung von spezifischen

Produktinnovationen zur Lösung

von Sanierungsproblemen und der

Entwicklung von neuen Dämmstoffen

und -materialien.

„Wir schließen die Energiesparmesse

höchst erfolgreich mit einem Besucherplus

von 5,5 Prozent ab. Vor dem Hintergrund

der schwierigen Konjunktur

ein sensationelles Ergebnis. Die Branchenvertreter

versicherten bereits, dass

die Messe spürbare positive Impulse

gesetzt hat. Das kann die Wirtschaft

brauchen und das nutzt auch den Sanierern

und Häuslbauern, die wertvolle

Informationen mit nach Hause nehmen

konnten“, resümiert Schneider.

ERFOLGSMODELL BAUARENA UND

BAUBOX

Mit der BauArena schuf die Messe Wels

eine weitere Messe-Innovation. Experten

berieten in einem Speed-Coaching Besucher,

die ein Hausbau- oder Sanierungsprojekt

angehen. Schneider: „Die Resonanz

war überwältigend: Wir konnten

über 400 Beratungsgespräche mit den

Experten abhalten. Dabei zeigte sich,

dass die Besucher mit einem konkreten

Projekt kommen und ganz gezielt neutrale

Information suchen – die perfekte

Ergänzung zu den Ausstellern, die ihre

Produkte und Dienstleistungen anbieten“.

Nach erfolgter Beratung nahmen die

Besucher nicht nur wertvolle Informationen

mit nach Hause sondern auch

die begehrte BauBox, bestückt mit nützlichen

Dingen für den Bauherrn.

Was sagen Aussteller

Rudi Ecklmayr, Geschäftsführer Zieglerverband

„Die Neuerungen in der dreigeteilten Werbung haben sich sehr gut ausgewirkt. Das Besucherinteresse ist gegenüber den letzten Jahren

wieder gewachsen. Die Schaffung der BauArena hat alle Erwartungen übertroffen. Das Interesse einerseits bei den Vorträgen und andererseits

bei den Beratungen war kaum bewältigbar und zeigt, dass dieses Angebot ausgebaut werden soll. Die Einführung der „Langen

Nacht des Baus“ hat sich bestens bewährt und sollte im kommenden Jahr seine Wiederholung finden. Insgesamt sind wir von der Ziegelindustrie

sehr zufrieden mit den Neuerungen und auch mit dem hohen Interesse der Besucher. “

Gerhard Enzenberger, Geschäftsführer Firmengruppe Synthesa, Capatect, Glemadur

„Uns als Firma Capatect ist die Positionierung der Energiesparmesse als Baumesse sehr wichtig. Die Messe Wels hat hier im Messekonzept

neue wichtige Schritte gesetzt. Unser Unternehmen setzt auf Ökologie und nachhaltige Produkte und daher ist für uns die

Ausrichtung einer Messe ausschlaggebend. Der Fachbesuchertag – u.a. als Treffpunkt für Fassadenbau – war sehr gut besucht und der

neu installierte Branchenabend „Lange Nacht des Baus“ wurde sehr gut angenommen. In Summe sind wir sehr zufrieden und wir konnten

unsere neue Hanfdämmung durch die gute Frequenz sehr gut präsentieren.“

Wilhelm Struber, Geschäftsführer Baumit Baustoffe GmbH

„Die Energiesparmesse ist für uns eine der wichtigsten Plattformen, um unsere Innovationen einem breiten Publikum zu zeigen. Die klare

Positionierung der Messe auf die einzelnen Schwerpunkte merkten wir durch mehr qualitative Besucher die Bauen und Sanieren im

kommenden Jahr vorhaben. Baumit hat mit dem Schwerpunkt Hart, Stark, Schön das Thema rund um die Fassade genau getroffen und

am neuen Messestand waren vor allem die 888 Baumit Life Naturfarbmuster zum Angreifen ein richtiger Hit. Die neu geschaffene lange

Nacht des Baues war ein voller Erfolg wo sich viele Planer, Baustoffhändler, Baufirmen und Verarbeiter getroffen haben. Sehr gut wurde

auch die neue BauArena angenommen. Wir wünschen der Messe viele kreative Ideen für die nächste Energiesparmesse.“

30 | 3 . 2015


E N E R G I E S P A R M E S S E WE L S

5. QG Talk auf der Energiesparmesse Wels

Gekommen um zu sparen – Bauen mit Qualität!

Foto: Bernhard Wolf

Dass Produkte am Bau ordentlich verarbeitet werden, liegt im Interesse aller

Beteiligten: der Bauherren, Planer, Architekten, ausführenden Betriebe und

Arbeiter. Was neben Sachlichkeit und Sachverstand für qualitätsbewusstes

Bauen notwendig ist, wurde beim fünften QG Talk der Qualitätsgruppe

Wärmedämmsysteme (QG WDS) erarbeitet. Die Ergebnisse der Diskussion auf

der Energiesparmesse Wels zeigten, dass mit Ausbildung und entsprechender

Kommunikation die besten Erfolge zu erzielen sind.

Österreichs Bauwirtschaft arbeitet

allgemein auf hohem Niveau.

Auch wenn Pfusch am Bau hierzulande

eine Randerscheinung darstellt, ist jeder

Fall ein Fall zu viel. Denn die Folgekosten

zur Behebung von Bauschäden und

-mängeln, wie sie durch fehlerhaftes Arbeiten

oder den Einsatz falscher Materialien

entstehen, sind oftmals eklatant.

Die Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme

hat daher – in Kooperation mit

den BAUAkademien Österreichs – u.a.

die Ausbildung zum zertifizierten Fachverarbeiter

für WDVS ins Leben gerufen.

Doch welche Maßnahmen sind

zusätzlich notwendig? Dazu nahmen ExpertInnen

Stellung.

SACHVERSTAND UND REGELWERKE

Qualität muss nicht teuer sein! Das Maß

aller Dinge ist für den gerichtlich beeideten

Sachverständigen Benno Auböck

gut ausgebildetes Personal. Sach- und

Hausverstand seien unabdingbar:

„Hausverstand hat etwas mit Vernunft

zu tun. Und Sachverstand ist die Ver-

QG TALKS v.l.n.r.: Clemens

Hecht, Bettina Brunner, Harald

Kopececk, Benno Auböck, Moderator

Klaus Obereder

nunft des technisch richtigen

Verarbeitens, um

schadensfrei am Bau die

Gewerke zusammenzubringen.“

Normative Regelwerke stellen dabei

eine wichtige Basis dar, spiegeln den

Stand der Technik sowie qualitative

Mindestvorgaben wider.

RÜSTZEUG FÜR BETRIEBE

Dass qualitätsbewusstes Bauen ein umfassendes

Thema ist, betonte Architektin

Bettina Brunner (x architekten). Es gäbe

unterschiedliche Qualitäten: Erscheinung,

Technik, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit.

Würden Förderungen an

Kriterien gekoppelt, müsste zunächst die

Art der Qualität bestimmt werden. Unverzichtbar

für jedes Bauprojekt seien

ein guter Architekt und Baufachleute.

„Wesentlich ist, dass Betriebe das

Rüstzeug haben. Im Bereich von Wärmedämmverbundsystemen

gibt es noch

viel Luft nach oben“, meinte Brunner

und verwies auf die Unart der Auftragsauslagerung

an Subunternehmer. Zudem

sei der Reparaturaufwand im Fall

von Mängeln enorm und habe nichts

mit Wirtschaftlichkeit zu tun.

DER NAME IST PROGRAMM

Es sei besser, bereits im Vorfeld kalkulierte

Kosten zu haben, als im Nachhinein

höhere, ist ein Ratschlag vom Sprecher

der QG WDS Clemens Hecht. Da

beim Applizieren von WDVS viele Fehler

passieren könnten, sei es ratsam, auf

das Personal zu achten. Die speziellen

Schulungen für Fachverarbeiter, Bauleiter

und Techniker könnten die Verbindung

von einzelnen Gewerken garantieren.

„Ein Anfang wäre, wenn mindestens

ein zertifizierter Fachverarbeiter pro Partie

werkt“, so Hecht. Er verweist darauf,

dass der Name Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme

Programm sei. Wichtig

sei außerdem, dass die Kommunikation

im ganzen Kreis der am Bau Beteiligten

zunimmt.

AUSBILDUNG LOHNT SICH

Ausbildung solle für Betriebe selbstverständlich

sein, forderte Harald Kopececk,

Leiter der BAUAkademie

Oberösterreich. „Betriebe, die ihre Mitarbeiter

nicht in die Ausbildung schicken,

können nicht die Qualität bieten“,

stellt er deutlich hervor. Eine Zertifizierung

solle auch vonseiten der Auftraggeber

gewünscht sein. Jedoch gehe es nicht

um das Wort Zertifizierung, sondern um

die Ausbildung an sich. Seine Aufgabe

sei es, den Betrieben die Vorteile der

Qualifizierung als Zukunftsinvestition

schmackhaft zu machen.

BEI DER BASIS BEGINNEN

Auch wenn sich die Schäden bei einer

jährlichen Verarbeitung von zwölf Millionen

Quadratmeter WDVS in Österreich

im Promillebereich bewegen, waren

sich die Diskutanten einig, dass es viel

zu tun gebe. Immerhin habe jeder am

Bau Interesse daran, dass die Produkte

ordentlich verarbeitet würden. Betriebe

dürften keine Ausbildungskosten scheuen.

Anreize dazu könnten geschaffen

werden, indem die Anforderung, qualifiziertes

Personal zu beschäftigen, sich

auch in Ausschreibungen wiederfinde.

3 . 2015 | 31


E N E R G I E S PAR M E S S E W E L S

Wienerberger

Hoher Besuch und glückliche Gewinner

Doppelt groß war die Freude am

Stand der Wienerberger Ziegelindustrie

GmbH, die – wie jedes Jahr

– ihr innovatives Lösungs- und Produktspektrum

auch heuer auf der Energiesparmesse

Wels präsentierte: Gleich

zwei Minister beehrten den Messestand,

um sich persönlich ein Bild vom umfangreichen

Leistungsrahmen des österreichischen

Marktführers zu machen.

Sowohl Vizekanzler Reinhold Mitterlehner

als auch Umweltminister Andrä

Rupprechter zeigten sich von Innovationsfähigkeit

und Lösungskompetenz

Wienerbergers „Made in Austria“ begeistert.

Aber nicht nur die Wienerberger-Vertreter

vor Ort hatten Grund zur Freude:

Denn mit ein wenig Glück und

handwerklichem Geschick konnten

künftige Bauherren auf der Energiesparmesse

Wels Ziegel von Wienerberger

gewinnen: Im Zuge des bereits im

Vorjahr eingeführten und beliebten Gewinnspiels

vergibt der Marktführer unter

den heimischen Ziegelproduzenten

Ziegel der Porotherm W.i Produktlinie

für den Rohbau eines Einfamilienhauses

im Wert von 18.000 Euro. Diese Chance

nutzte Christian Schrattenholzer

aus Ried/Riedmark, Marktgemeinde in

HOHER BESUCH. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner als auch Umweltminister Andrä Rupprechter

zeigten sich vom umfangreichen Leistungsspektrum und den innovativen Produkten – alles „Made in

Austria“ – begeistert. Im Bild v.l.n.r: Landeshauptmann-Stellvertreter von OÖ, Franz Hiesl, Vizekanzler

Reinhold Mitterlehner, Wienerberger-Verkaufsleiter (Region Nord-West) Niklaus Deutsch, BM Andrä

Rupprechter und die Präsidentin der Messe Wels, Doris Schulz.

Oberösterreich im Bezirk Perg im Mühlviertel

– im Finale am letzten Messetag

setzte er sich gegen seine Konkurrenten

durch.

DREI FINALISTEN KÄMPFTEN UM

DEN SIEG

Hausbauen im Miniaturformat – darum

ging es beim Wienerberger Messe-Gewinnspiel.

Wer mit möglichst

viel Geschickt und Tempo ein Modellhaus

aus Miniaturziegeln nach vorgegebenem

Plan als erster fertigstellen

konnte, schaffte den Einzug ins große

Finale. So ritterten am letzten Messetag

der diesjährigen Energiesparmesse

Wels die drei Gewinner der Vortage um

Hightech-Ziegel im Wert von 18.000

Fotos: Wienerberger Ziegelindustrie GmbH

SIEG. Die Vorfreude auf das gemeinsame Traumhaus aus Wienerberger Ziegeln ist groß: Christian und Elisabeth Schrattenholzer sowie die beiden

Söhne Daniel und Leon aus Ried/Riedmark in Oberösterreich freuen sich mit Niklaus Deutsch, Verkaufsleiter der Region Nord-West bei der Wienerberger Ziegelindustrie,

über Porotherm W.i-Ziegel im Gesamtwert von 18.000 Euro.

32 | 3 . 2015


E N E R G I E S P A R M E S S E WE L S

VERANSTALTER. Niklaus Deutsch (Verkaufsleiter der Region Nord-West

Wienerberger Ziegelindustrie), Mag. Robert Schneider (GF Welser Messe)

und Reinhard Böcskör (Marketingleiter Wienerberger Ziegelindustrie)

GÄSTE. Michael Schinagl (Außendienstmitarbeiter der Region Nord-

West Wienerberger Ziegelindustrie), Bmst. Lorenz André, GF Pichler

Florian, Engelbogen Uwe (alle von BM Weixelbaumer Wels)

Euro. Christian Schrattenholzer zeigte,

angefeuert von seiner Gattin Elisabeth

Schrattenholzer und den beiden Söhnen

Daniel und Leon, vollen Einsatz – und

bewies sich in Bestzeit eindrucksvoll als

Modellbaumeister.

ENERGIESPAREND UND WOHNGE-

SUND BAUEN MIT ZIEGEL

Christian und Elisabeth Schrattenholzer

können sich nun über das Top-Produkt

im Ziegelmassivbau freuen: Beim innovativen

Porotherm W.i von Wienerberger

ist dank werkseitig integrierten

Mineralwolle-Pads die Wärmedämmung

bereits inklusive. Die Verbindung von

porosiertem Ziegel und

einer hochwertigen mineralischen

Dämmung eignet

sich optimal für einschalige

Außenwände von

ökologischen Niedrigenergie-,

Passiv- und Sonnenhäusern.

Eine zusätzliche

Wärmedämmung

ist nicht erforderlich. Das

macht den Porotherm

W.i zum optimalen Baustoff

für wohngesundes,

energieeffizientes und

wertbeständiges Bauen.

BESUCH. Ulrich Paulmann (Geschäftsführer Quester), Gerhard Staudinger

(Verkaufsleiter Wienerberger Ziegelindustrie), Peter Kröpfl (Category

Manager / Zentraler Einkauf Quester), Niklaus Deutsch (Verkaufsleiter

der Region Nord-West Wienerberger Ziegelindustrie)

Energiesparmesse Wels

Baumit HardTop – Die DesignFassade

Unter dem Motto „Hart. Stark.

Schön.“ präsentiert Baumit

auch auf der Energiesparmesse in Wels

Produktinnovationen für einen erfolgreichen

Start in die Bausaison 2015.

Baumit HardTop ist die perfekte Kombination

aus reduzierter Formgebung

und erstklassigen Dämmwerten. Baumit

HardTop betont dabei jeden gewünschten

Teil der Fassade oder unterteilt Gebäudeabschnitte

in eigene Bereiche.

Prägnante Bauteile werden so in Szene

gesetzt. Die Gestaltungsmöglichkeiten

mit Baumit HardTop sind praktisch

unbegrenzt und erstmals wirklich leistbar.

Im Gegensatz zu den aufwändigen,

vorgehängten Plattensystemen, werden

die Baumit HardTop Boards direkt

auf das Wärmedämmverbundsystem

(WDVS) aufgeklebt. Top ist auch, was

sich unter dem Baumit HardTop Board

befindet. Die verwendete Baumit FassadenDämmplatte

EPS-F plus mit Protect-Beschichtung

sorgt für optimalen

Schutz gegen Hitze und Kälte. Baumit

HardTop vereint Wärmedämmung und

Fassadengestaltung in einem, ist stark im

Design und ermöglicht so die „besondere

Fassade“.


BERATUNG. Wilhelm Struber, Geschäftsführer

der Baumit Baustoffe GmbH, erläutert die Baumit

Innavotionen des Jahres 2015.

Foto: Baumit/Franz Neumayr

3 . 2015 | 33


A K T U E L L

Saint-Gobain Weber

Systematisch besser an der Fassade

Gerade im Übergangsbereich zwischen

Fassade und Bauwerksabdichtung

kommt es immer wieder zu

Problemen aufgrund von Feuchtigkeit.

Saint-Gobain Weber entwickelt daher

seine Produkte laufend weiter und

bringt rechtzeitig zum Baubeginn gleich

zwei Innovationen auf den Markt.

Die vierte Expertenbefragung „Zukunft

Bauen“*) im Jahr 2014 zeigt klar

auf: Baufehler und daraus resultierende

Mängel und Schäden sind die größte

Herausforderung für die Baubranche.

Dieses Thema überholte alle anderen

zur Diskussion gestellten Fragen, denn

die Liste der bisher 16 vorgegebenen

„Fragen, vor denen die Baubranche

steht“ wurde im Vorjahr erstmals um

„Bauschäden vermeiden/minimieren“

erweitert. Für das eigene Unternehmen

in den nächsten fünf Jahren am bedeutendsten

– nach „Bauschäden vermeiden“

– sind „Vermeidung sommerlicher

Überhitzung“, „Energieausweis“, „Nutzung

erneuerbarer Energie“. Auch im

Bereich rund um die Fassade gibt es eine

Menge Gefahrenquellen für derartige

Schäden. Da dieses Produktsegment

einen wichtigen

Schwerpunkt bei Saint-Gobain

Weber darstellt, werden diese

Lösungen dementsprechend

ständig weiterentwickelt und

den neuesten Erkenntnissen

angepasst.

WÄRMEDÄMMUNG TRIFFT

BAUWERKSABDICHTUNG

Dort, wo die Fassade in den

Sockelbereich und unter Niveau

übergeht, entstehen immer

wieder Probleme aufgrund

von Feuchtigkeit.

Sichtbar werden solche Schäden

an Bauwerken in

Form von Feuchtehorizonten,

Salzausblühungen

und Putzzerstörungen

– vom Absanden bis zum

flächigen Abplatzen. Doch

diese Folgen können verhindert

werden.

Die Basis eines trockenen

Baukörpers bildet ein dauerhaft

abgedichteter Sockelbereich.

Der Sockel ist

hochbelastet durch Temperaturschwankungen,

Spritzwasser,

Salze und Frost-und

Tauwechsel. Grundsätzlich

ist daher darauf zu achten,

dass zwischen Sockelabdichtung

und Bauwerksabdichtung keine

Lücke entsteht.

Nur so kann das System effektiv vor

Feuchtigkeitseintritt geschützt werden.

Um eine homogene Abdichtung herzustellen

und Spätschäden vorzubeugen,

ist es deshalb entscheidend, wie dieser

Übergang ausgeführt wird. Martin

Horvath, Export- und Produktmanager

Saint-Gobain Weber Österreich: „Unabhängig

vom Fassadensystem werden zum

Schutz des Sockels heutzutage moderne,

hochflexible, bitumenfreie und einfach

zu verarbeitende Produkte verwendet.

Um Planer und vor allem auch Verarbeiter

zu unterstützen, haben wir mit dem

weber.therm Wärmedämmverbundsystem

und weber.tec Superflex eine

ideale Anwendungskombination von

Fassaden- und Abdichtungsprodukten

entwickelt.“ Damit haben sowohl der

Wärmedämmverbundsystem-Fachverarbeiter

als auch der „Abdichter“ nun eine

einfache und sichere Lösung aus einer

Hand. Allerdings weist Horvath darauf

hin, dass auch die besten Industrieprodukte

nur dann wirklich perfekt funktionieren,

wenn sie fachmännisch verarbeitet

werden. Horvath: „Wir können es

nicht oft genug sagen: Zuerst muss man

die Schadensursache feststellen, deren

Ursache beheben und erst danach die

entstandenen Schäden nachhaltig und

fachgerecht sanieren.“

WEITER IM SYSTEM

Um die Systeme an der Fassade weiter zu

perfektionieren, wurde der weber.therm

Schlagdübel SD-5 ins Produktportfolio

aufgenommen. Jede einzelne Eigenschaft

wurde in der Festkörper-Simulation

nach der Finite-Elemente-Methode

durchleuchtet und für den Baustellenalltag

perfektioniert. Horvath: „Mit diesem

Dübel können WDVS-Fachverarbeiter

leichter, schneller und präziser arbeiten.

Er ermöglicht ein kräfteschonendes Setzen

mit nur zwei Schlägen, hat ein perfektes

Setzbild und optimale Putzhaftung.“

Die kompakte und schmale Box

passiert die Durchstiege auf Gerüsten

problemlos und lässt ausreichend Bewegungsfreiheit

auf dem Gerüst. Eine

seitlich ausklappbare Schüttvorrichtung

erleichtert die Dübelentnahme. Darüber

hinaus verhindert die sechseckige Form

des Dübels sein Wegrollen.

*) Die Expertenbefragung „Zukunft Bauen“ findet

jährlich statt und begleitet den Prozess der Einführung

der EU-Gebäuderichtlinie EPBD, die vorgibt,

das ab 2020 nur noch „Nearly Zero Energy Buildings“

gebaut werden. Sie richtet sich an Experten

entlang der gesamten Wertschöpfungskette Bau.

34 | 3 . 2015


A K T U E L L

Knauf Insulation

Beidseitig beschichtete Steinwolle-WDVS Putzträgerplatten

„versüßen“ Verarbeitern das (K)Leben

Mit der aktuellen Kampagne

„Die süßen Seiten des (K)lebens“

macht Dämmstoff-Experte Knauf

Insulation auf ein weiteres innovatives

Produkt aufmerksam. Ab sofort sind

die neuen Steinwolle-Putzträgerplatten

für das Wärmedämm-Verbundsystem

(WDVS) mit beidseitiger Haftbeschichtung

auf dem Österreichischen Dämmstoffmarkt

erhältlich. Der große Vorteil:

Der Kleber kann jetzt noch leichter und

schneller auf die Dämmplatte aufgetragen

werden!

ZEITERSPARNIS UND ARBEITSER-

LEICHTERUNG

Als Weiterentwicklung der bereits bestens

am Markt bewährten einseitig beschichteten

Putzträgerplatte FKD-S C1

gibt es nun die Putzträgerplatte FKD-S

C2 mit beidseitiger Haftbeschichtung

im gleichbleibenden Format 800 x 625

mm jeweils in den Dämmstärken 40 bis

220 mm.

Gänzlich neu - inklusive handlichem

Format - ist die beidseitig beschichtete

Putzträgerplatte FKD-T C2. Eine gute

Figur macht diese Platte nicht nur durch

ihre sehr hohe Dämmleistung (Wärmeleitfähigkeit

D = 0,034 W/mK), sondern

auch durch ihr schlankes Format

mit den Maßen 1200 x 400 mm. Die

FKD-T C2 ist ab Dämmstärke 80 mm

erhältlich. Beispielgebend für den Österreichischen

Markt: Die “Neue” ist sogar

bis Dicke 300 mm lieferbar.

IDEALE ERGÄNZUNG ZUM BE-

WÄHRTEN STEINWOLLE-WDVS

PROGRAMM

Während bei unbeschichteten Putzträgerplatten

zuerst der Kleber in einer

Pressspachtelung dünn vorgezogen

werden muss, kann bei beschichteten

Dämmplatten der Kleber gleich in der

Vorteile

• Sehr gute Wärmedämmung

• Optimaler Brandschutz, weil nicht

brennbar: Brennbarkeitsklasse A1

• Hervorragender Schallschutz

• Schnellere und angenehmere Verar-

beitung

• Geringere Staubentwicklung

• Diffusionsoffene Dämmung

Wulst-Punkt-Methode aufgetragen werden.

Eine beidseitige Haftbeschichtung

auf der Unterputz- und Armierungsseite

ermöglicht auch ein maschinelles

Auftragen des Unterputzes. Wählt man

eine versenkte Verdübelung, so vermeidet

man in jedem Fall Wärmebrücken

und Dübelabzeichnungen an der Fassade.


SÜSS. Beidseitige Haftbeschichtung für WDVS mit

Putzträgerplatte FKD-T C2

DAS

GRÜNEWUNDER

VON BOTAMENT

BOTAMENT ® RD2THE GREEN 1

Schnelle,multifunktionale Reaktivabdichtung

✔ Schnelle Bauwerksabdichtung

in Sanierung und Neubau

✔ Ohne Grundierung

✔ Hoch flexibel

✔ UV-beständig

✔ Hoch ergiebig

•OPTISCHE DURCH-

TROCKNUNGSKONTROLLE

•NACH 3STUNDEN

REGENBELASTBAR


A K T U E L L

Integriertes Managementsystem

Pipelife Austria setzt auf Umweltschutz

und Arbeitssicherheit

Vor rund einem Jahr wurde Pipelife

Austria für 20 Jahre durchgängig

erfolgreiche ISO 9001 Zertifi zierung

von Quality Austria als Qualitäts-Pionier

ausgezeichnet. Mit der nunmehrigen

Zertifizierung nach ISO 14001

und OHSAS 18001 zeigt der größte österreichische

Kunststoffrohrproduzent,

dass ihm auch die Bereiche Umwelt und

Sicherheit sehr wichtig sind. Aus dem

Qualitätsmanagementsystem nach ISO

9001 wurde damit ein umfangreiches

„Integriertes Managementsystem“.

„Wir nehmen unsere Verantwortung

für den Umgang mit der Umwelt, den

Mitmenschen und unseren Mitarbeitern

ernst. Deshalb sind wir bestrebt,

den betrieblichen Umwelt- und Arbeitsschutz

kontinuierlich zu verbessern. Für

uns war die Zertifizierung ein logischer

Schritt, um die vielen Schritte und Maßnahmen,

die wir in den letzten Jahren in

diese Richtung gesetzt haben, auch ent-

sprechend dokumentieren und

nach außen darstellen zu können“,

betont Pipelife Austria-Geschäftsführer

Karl Aigner.

Die von Quality Austria ausgestellten

Zertifikate bescheinigen, dass

Pipelife Austria alle Vorkehrungen für

umweltgerechtes Arbeiten getroffen hat

und den betrieblichen Umweltschutz

kontinuierlich verbessert. Ein ausgereiftes

Arbeitssicherheitsmanagement

soll die betriebliche Sicherheit der Beschäftigten

gewährleisten und ein hohes

Sicherheitsdenken fördern.

Ziel des Umweltmanagements nach

ISO 14001 ist die Förderung des Umweltschutzes

und die Verhütung von

Umweltbelastungen im Einklang mit

sozioökonomischen Erfordernissen.

Ein Sicherheitsmanagementsystem

OHSAS 18001 hat zum Ziel, Mitarbeiter

und deren Umfeld vor gesundheitsgefährdenden

Ereignissen zu schützen.

VERANTWORTUNGSVOLL. Die Geschäftsleitung

von Pipelife Austria mit dem Qualitätsmanager und

den Auditoren Wolfgang Pölz (3.v.l.) und Manfred

Haselbacher (3.v.r.)

Die ISO 9001 gibt weltweit Organisationen

die Möglichkeit, ihre Fähigkeit

zur Lieferung anforderungsgerechter

Produkte und Dienstleistungen nach

dem internationalen Stand der Technik

nachzuweisen. Dokumentierte Qualitätsmanagementsysteme

dienen auch

dazu, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen

und die internen Prozesse zu verbessern.

Pipelife Austria erlangte bereits

im Jahr 1993 als erster österreichischer

Kunststoffrohrhersteller die Zertifizierung

nach ISO 9001.


Bild: Pipelife Austria

PCI Periplan Multi

Multitalent mit hoher Belastbarkeit

Das jüngste Mitglied der bewährten

PCI Periplan-Produktfamilie

ist ein Multitalent: Es dient

nicht nur – so wie alle PCI Periplan-

Produkte – als Ausgleich unter Oberbelägen,

sondern ist

auch als direkt nutzbarer

Boden geeignet.

Gerade bei dieser

Anwendung kommt

ein weiterer Pluspunkt

zum Tragen:

die hohe Druckfestigkeit.

Diese macht

PCI Periplan Multi

widerstandsfähig gegen

hohe mechanische

Belastungen. „Gerade

in Fahrzeughallen, Garagen und Werkstätten

entsteht hoher Druck durch das

Anfahren und Bremsen mit Vollgummireifen.

PCI Periplan Multi hält diesen

Belastungen stand und ist daher der

ideale Untergrund für solche Bereiche“,

sagt Andreas Pelz, Produktmanager PCI-

Bodentechnik.

EINFACHE VERARBEITUNG

Ein weiterer Vorteil von PCI Periplan

Multi ist die gute Verarbeitbarkeit. Das

Material verläuft leicht auf der auszugleichenden

Fläche und kann auf größeren

Flächen auch mit einer Pumpe

eingebracht werden. Dabei ist der Bodenausgleich

einkomponentig und muss

nur mit Wasser gemischt werden.

Das angemischte Material wird auf

den vorbereiteten und mit PCI Gisogrund

404 grundierten Untergrund ausgegossen

und mit einer Rakel in der gewünschten

Schichtdicke zwischen drei

und 40 Millimetern verteilt. Egalisiert

und entlüftet wird PCI Periplan Multi

mit einer geeigneten Stachelwalze. Der

Bodenausgleich ist nach dem Einbau

nach etwa vier Stunden begehbar; falls

gewünscht, kann der Boden nach 24

Stunden mit einer Versiegelung überarbeitet

werden. Seine volle Belastbarkeit

erreicht PCI Periplan Multi nach etwa

sieben Tagen. Der Boden entspricht

dann der Estrichklasse CT-C40-F6-

AR0,5 nach DIN EN 13813.

36 | 3 . 2015


A K T U E L L

Ardex

Sehen und Staunen

Das Ardex Technik & Designforum

präsentierte neben Coop-

Himmelb(l)au-Stargast Wolf D. Prix

Branchenhighlights und visionäre Architektur

auf 1.200m 2 .

Rund 200 Architekten, Planer, Raumgestalter,

Bauträger und Immobilienentwickler

nutzten Mitte März die Gelegenheit,

sich im Rahmen des Ardex

Technik- und Designforums von Top-

Referenten sowie einem umfangreichen

Rahmenprogramm inspirieren zu lassen.

Die speziell für diesen Anlass adaptierten

Werkshallen in Loosdorf zeigten

Produkt-Highlights aus dem Hause Ardex,

es wurde begutachtet und erklärt,

gefachsimpelt und angeregt diskutiert.

Gleich neben der „Inspiration Hall“

galt die Aufmerksamkeit in stimmigem

Ambiente ganz den Vorträgen des Tages.

Dabei konnte das Team Ardex einen

Architekten von Weltruf für die Veranstaltung

gewinnen: Prof. Wolf D. Prix,

vielfach ausgezeichneter Visionär und

Gründer von Coop Himmelb(l)au, verwies

in seinen Ausführungen vor allem

auf die technischen und materiellen

Grundlagen jedes Bauerfolges. Nur eine

Architektur von gegenwartsinspirierter

Relevanz und höchstem Qualitätsanspruch

könne dem Test der Zeit standhalten

– eine Überzeugung, die nicht

zuletzt im Vertrauen auf Spezialbaustoffe

von Ardex in der Vergangenheit wiederholt

zum Ausdruck kam.

Das von Ardex perfekt in Szene gesetzte

Event fand in den späten Abendstunden

mit kulinarischen Gustostücken

und Wein aus der nahen Wachau einen

FORUM. Anton Reithner, Geschäftsführer Ardex,

präsentierte ein umfangreiches und interessantes

Programm.

würdigen Ausklang. Dem eigenen Anspruch,

stets für beste Verbindungen zu

sorgen, wurde dabei nachweislich Genüge

getan ...


Mapei Austria GmbH

Große Ziele

Mit Anfang dieses Jahres kam es

bei Mapei zu einer Umfi rmierung

in Mapei Austria GmbH. Dieser

Schritt soll eine größere Abgrenzung zu

Mapei Deutschland aufzeigen und die

Autonomie beider Unternehmen unterstreichen.

Mapei Austria bedient den

Markt vor allem mit Erzeugnissen aus

der eigenen Produktionsstätte in Nußdorf

ob Traisen, sowie Produkten, die in

anderen Werken des global agierenden

Mapei-Konzernes produziert wurden.

Die Laboratorien dieses Konzern forschen

ständig, um neue Produkte und

Technologien auf den Markt zu bringen.

So wurde in den USA nun die neue

FastTrack Ready Technologie entwickelt.

Sie kennzeichnet alle Produkte, die im

Vergleich zur traditionellen Technologie,

weniger Arbeitsschritte erfordern oder

die eine schnellere Verarbeitung ermög-

lichen. Diese Technologie kommt vor

allem im Bereich der Fliesen- und Fußbodenverlegung

zum tragen. Ebenso neu

und einzigartig ist Mapefloor I 320 SL

Concept, eine lösemittelfreie, zweikomponentige

Beschichtung auf Basis von

Epoxidharzen für anspruchsvolle Oberflächen

im Innenbereich von Industrieund

öffentlichen Bauten.

Gerade auf den Bereich der Beschichtung,

aber auch der Betontechnik wird

in den nächsten Jahren der Fokus gelegt.

„Im Zuge unserer Vorwärtsstrategie

haben wir vor in den nächsten 5-6

Jahren unseren Umsatz zu verdoppeln,“

so Mag. Andreas Wolf, Geschäftsführer

von Mapei Austria. „Gerade der Bereich

der Beschichtung hat hierfür Potential.

Da ist Mapei in Österreich eher klein,

und deshalb besonders ausbaufähig. Im

Moment liegt der Hauptfokus auf der

Fliesentechnik, hier sehen wir für uns

kein wesentlichesWachstumspotential

mehr.“


Prouktpalette Mapei

Gelbe Linie:

Fliesentechnik (Uralite S1 Quick,

Mapelastic Turbo mit FastTrack Ready

Technologie)

Rote Linie: Fußbodentechnik

Grüne Linie: Bauwerkserhaltung

(Mape-Antique Produkte), Beschichtungen

Violette Linie: Betontechnik (Dynamo

RC Linie bietet maßgeschneiderte

Fließmittel für Transportbeton).

3 . 2015 | 37


W E B G U I D E

ABDICHTUNGEN

Avenarius-Agro GmbH

www.avenarius-agro.at

Soudal AT gmbH

www.soudal.com

www.fixall.eu

Ursa Dämmsysteme

Austria GmbH

www.ursa.at

www.uralita.com

BAUSTOFFE

Büsscher & Hoffmann

Gesellschaft mbH

Dach- und

Abdichtungssysteme

www.bueho.at

Ardex Baustoff GmbH

www. ardex.at

Baumit

www.baumit.com

Capatect Baustoffindustrie

GmbH

www.capatect.at

Fermacell GmbH

www.fermacell.at

Profibaustoffe Austria

GmbH

www.profibaustoffe.com

RÖFIX AG

www.roefix.com

DÄMMSTOFFE

Saint Gobain Weber

Terranova GmbH

www.weber-terranova.at

Austrotherm GmbH

www.austrotherm.com

Karl Bachl Ges.m.b.H.

www.bachl.at

puren gmbh

www.puren.com

Saint-Gobain

ISOVER Austria

www.isover.at

Steinbacher Dämmstoffe

GmbH

www.steinbacher.at

Rockwool

Handelsges.m.b.H.

www.rockwool.at

Unsere Preisliste für Ihr

Smartphone auf:

www.rockwool-preisliste.at

FENSTER/TÜREN

KAMIN

GARTEN

Schiedel GmbH

www.schiedel.at

Semmelrock Stein + Design

GmbH & CoKG

www.semmelrock.com

WASSERVER-/ENTSORGUNG

ZIEGEL

Internorm Fenster GmbH

www.internorm.at

ACO GmbH

www.aco.co.at

Pipelife Austria

GmbH & Co KG

www.pipelife.at

Wienerberger

Ziegelindustrie GmbH

www.wienerberger.at

Sopro Bauchemie GmbH

www.sopro.at

Impressum

Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Mag. Alexandra Lehrer, 1180 Wien, Witthauergasse 6, Telefon: 01/478 81 70, Fax: 01/478 81 70-10, E-Mail:

baustoff@impactmedia.at, www.impactmedia.at; Chefredaktion: Mag. Alois Fröstl; Redaktion und Satz: Mag. Alexandra Lehrer; Redaktionelle Mitarbeit:

Monika Caban; Maximilian Lehrer; Dipl. Ing. Tom Cervinka; Anzeigenleitung: Silvia Baar, s.baar@impactmedia.at; Abonnementverwaltung: Daniela Brany,

d.brany@impactmedia.at Druck: Druckerei Robitschek, 1050 Wien; Jahresabonnement: Inland: EUR 82,80; Ausland: EUR 94,80. Das Abonnement ist jeweils

einen Monat vor Jahresende kündbar, sonst gilt die Bestellung für das folgende Jahr weiter. Erscheinungsweise: 10 x jährlich. Nachdruck nur mit Genehmigung

des Verlegers gestattet. Unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder werden nicht zurückgeschickt. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen

stammen, unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion, ihre Wiedergabe besagt nicht, dass sie die Meinung der Redaktion oder eine Empfehlung

darstellen. Bezahlte Einschaltungen sind mit + oder p. r. gekennzeichnet.

38 | 3 . 2015


Kabelschutzsysteme

PIPES FOR LIFE

© Österreich Werbung /Pigneter

Trinkwasserversorgungssysteme

Kanalsysteme

Hausabfluss-Systeme

PIPELIFE-ROHRSYSTEME.

DIE UNSICHTBAREN VERSORGUNGSNETZWERKE.

FÜR IHREN SICHTBAREN ERFOLG.

Bei der Versorgung mit Wasser oder Energie und bei der

Entsorgung von Abwässern kann man sich in unserem Land

auf die Pipelife-Netzwerke verlassen: Technisch ausgereifte

Qualitäts-Rohrsysteme sichern als starke Lebensadern hohen

Lebensstandard und saubere Umwelt.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei die professionelle

Partnerschaft zwischen Pipelife und Großhändlern. Sie sorgt

dafür, dass Professionisten und Händler in ganz Österreich auf

kürzestem Weg mit Pipelife-Qualitätsprodukten beliefert werden.

Pipelife vernetzt höchste Produktqualität mit Beratungskompetenz

und erstklassiger professioneller Leistung. Und alle profitieren davon.

Die Großhändler und ihre Kunden durch mehr Vertrauen und

den Imagegewinn einer starken Marke. Und Land und Leute

durch das gute Gefühl, mit Pipelife auf der zukunftssicheren

Seite zu sein.

Dränagesysteme

Pipelife-Produkte sind im

Baustoff-Fachhandel erhältlich.

Pipelife Austria GmbH & Co KG · 2355 Wr. Neudorf · Postfach 54 · IZ NÖ-Süd · Straße 1 · Objekt 27

Tel. 02236/67 02- 0 · Fax DW -670 · office@pipelife.at · www.pipelife.at


Und – was haben Sie verwendet?

Knauf empfiehlt Readyfix!

Systemkompetenz heißt für Knauf:

Knauf Spachtelmassen der neuen Generation

sind sehr verarbeitungsfreundlich und wirtschaftlich.

Mit dem Knauf Readyfix System setzen Sie Ihre Wand- und Deckenfl ächen

in nur vier einfachen Arbeitsschritten perfekt in Szene.

Knauf Kundenservice:

050 567 567

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