MNR 2004-02.pdf - Missionswerk Mitternachtsruf

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MNR 2004-02.pdf - Missionswerk Mitternachtsruf

GrusswortInhalt 02/2004Biblische Botschaft4 Erstaunliche Vorausschau auf unsere ZeitIm Blickfeld10 Was Christen von Ameisen lernen können12 Mitten im Spott der letzten Tage14 Grausame Christenverfolgung15 Die Scharia des GrauensVon der Enge in die Weite18 Wie wichtig ist das Danken?Fragen – Antworten20 Fragen zur Endzeit21 Ein Lob für Untreue?Aus der Arbeit desMitternachtsruf21 Jahrzehntelange Treue – Nachfolgergesucht!3 Grusswort13 Aufgegriffen17 Streiflicht22 Dir kann nur Jesus helfen22 ImpressumAls wir entlang unserer neuen Grundstücksgrenze in Dübendorf einen Zaun aufstellenwollten, stellten wir fest, dass ein grosser alter Baum mitten auf der Grenze stand.Was sollten wir tun? Den Baum entfernen war nicht so ohne Weiteres möglich. Und dochwar eine durchgehende Abgrenzung nötig. Nach einer stürmischen Nacht bot sich unsein fast unglaubliches Bild: Der alte Baum war genau der Grenze entlang mitten entzweigeborsten! Die eine Hälfte des Baumes war auf das Nachbargrundstück gestürzt, dieandere lag auf unserem Land. Für die Erstellung unseres Drahtgefl echtzaunes bestandnun kein Hindernis mehr. Wie von unsichtbarer Hand war hier Präzisionsarbeit geleistetworden.Ohne Zweifel handelte der ewige Gott selbst und erwies uns Seine Barmherzigkeit –und dies genau zur richtigen Zeit. Der Baum hatte mehrere Jahrzehnte lang vielen Stürmengetrotzt. Aber exakt in der Nacht, wo uns am darauf folgenden Morgen Problemewegen des Baumes entstanden wären, geschah dieses Wunder.Die Geschichte des Volkes Israel ist voll von Wundern. Nicht immer waren sie sospektakulär wie der Durchzug durchs Rote Meer, aber Gott der Herr machte auf SeineWeise Bahn und griff immer rechtzeitig ein. Und das kann und tut Er heute noch. In Bezugauf Israel sprach Er: «Ich will sie Wunder sehen lassen gleichwie zur Zeit, da sie ausÄgyptenland zogen; dass es die Heiden sehen …» (Mi 7,15-16).Uns sollte bewusst sein, dass wir selbst auch ein Teil solcher Wunder sind. So stehtzum Beispiel in Jesaja 64,7: «… wir alle sind das Werk deiner Hände.» Und wenn wir imGlauben beten, haben wir Anteil an den Wundern Gottes, hat doch der Herr Jesus gesagt:«Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könntihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wirdnichts unmöglich sein» (Mt 17,20).Wir haben einen Herrn, der wunderbar zu helfen vermag. Der Schlüssel, um diese Hilfein Empfang zu nehmen, liegt im Glauben an Ihn und unseren Gebeten zu Ihm. LassenSie uns darin nicht nachlassen! «Darum lasset uns hinzutreten mit Freudigkeit zu demGnadenstuhl, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade fi nden auf die Zeit,wenn uns Hilfe Not sein wird» (Hebr 4,16). Möge es so sein, dass unsere Herzen mitFreudigkeit erfüllt werden, Ihn ernstlich zu suchen. Er kann helfen! Vielleicht haben wires in unserem persönlichen Leben auch mit solch alten verknorpelten Bäumen zu tun,die uns hindern, eine klare Grenze zu ziehen und aufs Ganze zu gehen. Ihm ist nichts zugross und nichts zu klein! Er entfernt solche Hindernisse, wenn wir uns bewusst gegendie Dinge dieser Welt abgrenzen wollen. «Darum lasset uns hinzutreten mit Freudigkeitzu dem Gnadenstuhl …» In der Vergangenheit durften wir sooft Seine Hilfe erfahren. Der Herr war gestern mit uns, Er istheute mit uns und Er wird auch in Zukunft mit uns sein!In herzlicher VerbundenheitEingedenk dessen, dass alle menschliche ErkenntnisStückwerk ist (1.Kor 13,9), legen die Autoreneigenverantwortlich ihre persönliche Sicht dar.Mitternachtsruf > Februar 20043


Biblische BotschaftErstaunliche Vorausschauauf unsere Zeit«Es ist einer der listigsten und erfolgreichsten Schachzüge des Teufels, für unsereVorstellung die antichristliche Herrschaft in die Zukunft zu rücken» (Jakob Landes).Wie der antichristliche Geist bereits heute Fuss fasst und sich ausbreitet, solldurch diesen Vortrag deutlich werden.■ NORBERT LIETHIm ersten Buch der Könige lesenwir: «Und der König David war alt,hochbetagt. Man bedeckte ihn mitKleidern, aber es wurde ihm nichtwarm. Da sagten seine Diener zuihm: Man suche meinem Herrn, demKönig, ein Mädchen, eine Jungfrau,dass sie vor dem König dienend steheund seine Pflegerin sei! Wenn sie dannin deinem Schoss liegt, wird meinemHerrn, dem König, warm werden. Undman suchte ein schönes Mädchen imganzen Gebiet Israels; und man fandAbischag, die Schunemiterin, und brachtesie zum König. Das Mädchen aber warüberaus schön, und sie wurde Pflegerindes Königs und bediente ihn; aber derKönig erkannte sie nicht. Adonija aber,der Sohn der Haggit, erhob sich undsagte: Ich bin es, der König wird! Under schaffte sich Wagen und Reiter an undfünfzig Mann, die vor ihm herliefen. …Da ging Batseba zum König hinein indas Gemach; der König aber war sehralt, und Abischag, die Schunemiterin,bediente den König» (1.Kön 1,1-5.15).Am Ende des Lebens Davids, kurzvor der Einsetzung des neuen KönigsSalomo (des Friedefürsten), gerietendie Umstände in Israel noch einmalin eine ganz entscheidende Phase.Vieles war in Bewegung, bereits langevorher festgelegte Ordnungen, dieSalomo als Nachfolger bestimmt hat-ten, gerieten plötzlich ins Wanken. Rundum die Geschichte des alten David undder Einsetzung Salomos als neuer Königspielten fünf Personen eine wesentlicheRolle: David, Abischag, Adonija, Batsebaund Salomo. Diese Geschichte erscheintbei näherer Betrachtung wie eine prophetischeVorausschau auf unsere Zeit.Bekanntlich geschieht ja nichts Neuesunter der Sonne. Der Prediger Salomosagt: «Geschieht etwas, von demman sagen könnte: ‹Sieh, das istneu›? Es ist längst vorher auchgeschehen in den Zeiten,die vor uns gewesen sind»(Pred 1,10). Denken wirnur an Saddam Hussein,den einstigen Herrscher4Mitternachtsruf > Februar 2004


des Irak, den man Ende letzten Jahresin einem Erdloch entdeckte und ihndort hervorholte. Da werden wir dochunwillkürlich an die Geschichte Nebukadnezarserinnert (vgl. Dan 4,25-30).Wenn wir das heutige Nahostgeschehenbetrachten, fällt eines auf: Israelkommt immer mehr unter Druck, dennder von Gott verheissene, wiederkommendeKönig Jesus Christus steht vorder Tür. Die Ereignisse in und um Israel,im ganzen Nahen Osten, spitzen sich zuund werden immer spannender.Betrachten wir nun einige Abschnitteaus der eingangs gelesenen Geschichteim Lichte der Prophetie und als eineerstaunliche Vorausschau auf unsereZeit.David – der Mann ohne WärmeREUTERSwie nie zuvor. Man «bedeckt es mitKleidern», aber es wird ihm nicht mehrwarm. Das ist ein treffendes Bild für diekläglichen Versuche des jüdischen Volkes,sich in dieser Welt zu wärmen.Israel ist kriegsmüde geworden. DiePionierjahre scheinen vorbei zu sein.Die Siege gehören der Geschichte an.Die Israelis haben mit Gottes Hilfe, wiedamals David, so viel erreicht und aufgebaut,doch jetzt scheinen sie alt undgebrechlich zu sein.Dass eine rechtsorientierte Likud-Regierung unter dem alt gewordenenHilfe noch Schutz – und das jüdischeVolk friert weiter.Abischag – die bessere HilfeAls die Bediensteten Davids sahen,dass die über ihn gelegten Kleiderihren König nicht erwärmten, «sagtenseine Diener zu ihm: Man suche meinemHerrn, dem König, ein Mädchen,eine Jungfrau, dass sie vor dem Königdienend stehe und seine Pflegerin sei!Wenn sie dann in deinem Schoss liegt,wird meinem Herrn, dem König, warmAls der König David sehr alt gewordenwar, heisst es: «Man bedeckte ihnmit Kleidern, aber es wurde ihm nichtwarm» (1.Kön 1,1).Der grosse Krieger David, der mitGottes Hilfe so viele Siege erfochtenund in Israel so viel aufgebaut hatte,war nun alt und kriegsmüde geworden.Er konnte sich nicht mehr gut bewegen,war schwach und ihm war kalt. Inder Vergangenheit hatte er zwar vieleSiege, aber keinen Frieden errungen.David hatte zeit seines Lebens, trotzvieler Errungenschaften, mit Auseinandersetzungenzu kämpfen. Der Bau desTempels und der Frieden sollten erstdurch Salomo verwirklicht werden.Betrachten wir David in diesemZusammenhang einmal als ein Bild fürIsrael, das die Verheissung auf Jesus undSein zukünftiges Königreich besitzt. InPsalm 89,4-5 lesen wir: «Einen Bundhabe ich mit meinem Auserwählten geschlossen,habe David, meinem Knecht,geschworen: ‹Bis in Ewigkeit will ichdeiner Nachkommenschaft Bestandgeben und für alle Geschlechter bauendeinen Thron.›» David herrschte überIsrael und Juda. Das jüdische Volk, dasheute wieder in Israel lebt, gehört zuden Nachkommen Davids. Und die Judensind darum wieder als Volk im Landgesammelt worden, weil dort der ewigeThron der Herrschaft Jesu als Messiasaufgerichtet werden soll (Jes 9,6; Hes37,25; Dan 2,44; Offb 11,15).Aber wie sieht es heute in Israel aus?– Wir stehen vor der Wiederkunft Jesuund Seinem Regierungsantritt. AberIsrael scheint seit 1948 alt, schwach,kalt und müde geworden zu sein. SeineBewegungsfreiheit ist eingeschränktDas Erdloch, in dem sich Saddam Hussein verkrochen hatteund einst so siegreichen General ArielScharon zum ersten Mal in Israels Geschichtefür einen Palästinenserstaatstimmte, indem er den Friedensfahrplanvon George W. Bush akzeptierte,ist für viele Kommentatoren und vielein Israel ein Zeichen von Müdigkeit undSchwäche.Israel friert und es will sich «mit Kleiderndieser Welt» zudecken, die es abernicht warm halten können. Ein Rabbinersagte treffend: «Nach fünf Kriegen,die wir alle mit Gottes Hilfe gewonnenhaben, wollen wir nun in Frieden leben:Die Kriege haben uns das Lebengerettet, doch keinen Frieden gebracht.Anstatt auf Gott zu vertrauen, vertrauenwir heute auf die Europäer, Amerikaner,Russland und die UNO.» 1Um Israel wird es immer kälter: Derantisemitische Hass und das Unverständnisin der Gesellschaft gegenüber diesemVolk nimmt zu. Der Terrorismus ist wieein eisiger Hauch aus der Finsterns.Dabei will sich Israel in die «Kleiderder Nationen» einhüllen, aber es wirddabei nicht warm; sie bieten ihm wederwerden. Und man suchte ein schönesMädchen im ganzen Gebiet Israels;und man fand Abischag, die Schunemiterin,und brachte sie zum König.Das Mädchen aber war überaus schön,und sie wurde Pflegerin des Königs undbediente ihn; aber der König erkanntesie nicht» (1.Kön 1,2-4). Abischag wareine schöne Jungfrau, die ohne vieleWorte zu machen David bediente, andessen Seite stand und ihn durch ihreGegenwart wärmte.In der Welt und deren «Kleidern»findet Israel keine wirkliche, wärmendeHilfe. Worin liegt nun aber die Hilfe fürdas alte Israel? In der Gemeinde Jesu.So möchte ich in diesem prophetischenAbriss Abischag als ein Bild fürdie Gemeinde Jesu beleuchten, die imzweiten Korintherbrief als eine, durchdas Blut des Lammes Gottes gewaschene,reine Jungfrau beschrieben wird:«… ich eifere um euch mit göttlichemEifer; denn ich habe euch verlobt miteinem einzigen Mann, damit ich Christuseine reine Jungfrau zuführte» (2.Kor11,2).Mitternachtsruf > Februar 20045


Biblische BotschaftDer grosse Krieger David war nun alt, schwach und ihm war kaltWie Abischag dem David, so soll dieGemeinde Jesu dem Volk Israel unteranderem pflegend und dienend zurSeite stehen. Wir sollen uns mit demjüdischen Volk, was die VerheissungenGottes angeht, solidarisieren und für eseinstehen. Wir sollen Israel die Wärmegeben, die es in dieser Welt nicht bekommt.Wir haben auch die Aufgabe,uns schützend vor Israel zu stellen, fürdieses Volk zu beten und die Verheissungenseiner Zukunft hochzuhalten.Dabei gilt es, nicht das Böse in Israelzu tolerieren, sich weder als Israel-Fansaufzuspielen noch frömmer sein zuwollen als Gott.Niemand steht näher an der SeiteIsraels als die wahre, wiedergeboreneGemeinde Jesu. Sie dient und pfl egtIsrael als wahre Jungfrau. Ich möchtehier an den selbstlosen jahrzehntelangenDienst unserer Geschwister imBeth-Shalom in Haifa/Israel erinnern,aber auch an andere Werke, die Israeldienend zur Seite stehen und das jüdischeVolk, ohne viele Worte zu machen,pflegen und wärmen.Oft sind unsere Geschwister inIsrael abgeschreckt und enttäuschtworden. Sie haben Wärme gegeben,aber nur Kälte empfangen. Sie hättensich vielleicht manchmal fragen können:«Lohnt sich unser Dienst an und in Israelüberhaupt noch? Sollten wir nichteinfach wieder zurückgehen? Alles istso zäh und unbeweglich hier. Überallwird uns unsere Arbeit erschwert undman macht uns immer neue Auflagen.»Doch sie sind geblieben, dienen, pflegenund wärmen das jüdische Volk weiter,einfach deshalb, weil sie sich von Gottan die Seite Israels gerufen wissen.Darüber hinaus dürfen wir nichtvergessen, dass die Gemeinde Jesuaus den Nationen in Israels Schuldsteht: «… auch sind sie ihreSchuldner. Denn wenn dieNationen ihrer geistlichenGüter teilhaftig gewordensind, so sind sie verpflichtet,ihnen auch in den leiblichenzu dienen» (Röm 15,27). Ineiner immer kälter werdendenWelt ist der unermüdlicheHinweis darauf, dass Israelin dem Messias eine vonGott verheissene Zukunfthat, so notwendig wie eineWärmflasche für kalte Füsse.Vielleicht ist die GemeindeJesu die «Wärmflasche» Israels.Wir liegen diesem Volkaber nicht in fanatischerund ungeistlicher Weise zuFüssen, sondern stehen ihmzur Seite.Von David heisst es inBezug auf Abischag: «… aber der Königerkannte sie nicht» (1.Kön 1,4). Dasheisst, dass David keinen ehelichenUmgang mit Abischag hatte. Geistlichauf die Gemeinde Jesu übertragen, könnenwir sagen: Die Gemeinde Jesu dientIsrael, sie steht ihm zur Seite, aber siewird von den Juden nicht erkannt bzw.anerkannt. Ja von einem Grossteil derreligiösen Juden wird die Gemeinde Jesusogar abgelehnt; ihr Dienst wird nichtverstanden.Das hat schon der Gründer und langjährigeLeiter unseres Missionwerkes,Wim Malgo, in mancherlei Hinsichtzu spüren bekommen und unsere Geschwisterim Beth-Shalom ebenfalls.Solange der Grossteil des Volkes IsraelJesus nicht versteht, verstehen sie auchdie Gemeinde nicht. Was das geistlichbedeutet, hat Paulus so ausgedrückt:«… weil sie die Gerechtigkeit Gottesnicht erkennen und ihre eigeneGerechtigkeit aufzurichten trachten,sind sie der Gerechtigkeit Gottes nichtuntertan. Denn Christus ist des GesetzesEnde …» (Röm 10,3-4). – Als PeterMalgo und ich auf einer Flugreise einemneben uns sitzenden orthodoxen Judenfroh erzählten, dass wir Christen sindund auch Israel unterstützen würden,wandte er sich missmutig von uns ab.Der bald erscheinende Film von MelGibson über die Passion Jesu wird vonden Israelis schon im Vorfeld als Antisemitismuskommentiert. Sogar Paulusgilt in jüdisch orthodoxen Kreisen alsAntisemit. Sie «erkennen die GerechtigkeitGottes nicht.»Erst wenn das jüdische Volk bei derWiederkunft Jesu Den erkennt, der ihnenam meisten gedient hat und wennsie ihre Gerechtigkeit in Ihm erkennen,werden sie auch die Gemeinde Jesu verstehen.Weil sie Ihn aber bis dahin nichterkennen, werden sie zuerst einem anderenKönig den Vorrang geben.Adonija – der falsche KönigVon ihm steht geschrieben: «Adonijaaber, der Sohn der Haggit, erhob sichund sagte: Ich bin es, der König wird!Und er schaffte sich Wagen und Reiteran und fünfzig Mann, die vor ihm herliefen»(1.Kön 1,5).Adonija stellte sich in einem letztenAufbegehren vor Salomo, den verheissenenKönig Israels.Salomo (= der «Friedreiche», «Mannder Ruhe»), der König des Friedens, istein Bild für den wiederkommendenAnzeichen von Müdigkeit und Schwäche: derehemals so siegreiche General Ariel SharonHerrn Jesus und Sein Friedensreich;Jesus ist der Friedefürst (Jes 9,5).Adonija wollte die Königsherrschaftan sich reissen, kurz bevor Salomo auftrat.Somit wird Adonija zu einem Bild6Mitternachtsruf > Februar 2004


es ganz durchsäuert war» (Mt 13,33).Könnten diese drei Mass Mehl, die mitdem Sauerteig durchsäuert sind, nichtauf die drei grossen Kirchen hinweisen,die sich im Laufe der Zeit entwickelthaben: auf die römisch-katholische, diegriechisch-orthodoxe und die evangelisch-reformierteKirche?Salomo – der König derVerheissungVon der Einsetzung Salomos zumKönig von Israel lesen wir: «So zogender Priester Zadok und der ProphetNathan und Benaja, der Sohn Jojadas,und die Kreter und Pleter hinab undliessen Salomo auf der Mauleselin desKönigs David reiten und führten ihn zumGihon. Und der Priester Zadok holte dasÖlhorn aus dem Zelt und salbte Salomo;und sie stiessen ins Horn, und alles Volksprach: Es lebe der König Salomo! Undalles Volk zog hinauf hinter ihm her;und das Volk blies auf Flöten, und sieUrsprünglich stand die Kirche auf biblischem Boden. Doch schonwenige Jahrhunderte nach Christus driftete sie abfreuten sich mit grosser Freude, sodassdie Erde fast von ihrem Geschrei barst»(1.Kön 1,38-40).Salomo ist ein Bild für den wiederkommendenKönig der Gerechtigkeitund des Friedens: Jesus Christus. WennEr kommt, wird die Erde erzittern underbeben: «Berstend zerbirst die Erde,brechend zerbricht die Erde, wankendwankt die Erde» (Jes 24,19). In Offenbarung1,7 heisst es: «Siehe, er kommtmit den Wolken, und jedes Auge wirdihn sehen, auch die, welche ihn durchstochenhaben, und wehklagen werdenseinetwegen alle Stämme der Erde. Ja,Amen.» Und in Hebräer 12,26 lesen wir:«Dessen Stimme erschütterte damals dieErde; jetzt aber hat er verheissen undgesagt: ‹Noch einmal werde ich nichtnur die Erde bewegen, sondern auchden Himmel.›»Nach seinem Regierungsantritt richteteSalomo seine Feinde und verstiess die,welche ihm die Treue gebrochen hatten.Er ging nicht auf die Bitte Batsebas, seinereigenen Mutter, ein, bewahrte aberAbischag, sodass sie nicht in die HändeAdonijas fiel, ihn selbst aber liess Salomotöten (vgl. 1.Kön 2,22ff.). Später hatteSalomo in seinem Reich grossen Frieden,wie noch nie zuvor in der GeschichteIsraels.In derselben Art und Weise wird derHerr Jesus auftreten, Recht und Gerechtigkeitüben (Er wird die verurteilen,die sich dem antichristlichen Reichhingaben) und Sein TausendjährigesFriedensreich aufrichten.Persönliche ErmahnungenSalomo ging also selbst seiner Muttergegenüber keinen Kompromiss ein.Wie viel weniger wirdder Herr Jesus eine«Mutter-Kirche» oderChristenheit tolerieren,die sich vom Feindgebrauchen lässt!Lassen wir uns vomGegenspieler Gottesnicht für seine Zweckemissbrauchen! Achtenwir darauf, dass wirkeine christlichenWerkzeuge in der HandSatans werden! In Römer12,1-2 werden wiraufgefordert, unsere«Leiber darzustellenals ein lebendiges,heiliges, Gott wohlgefälligesOpfer, was euervernünftiger Gottesdienst ist. Undseid nicht gleichförmig dieser Welt,sondern werdet verwandelt durch dieErneuerung des Sinnes, dass ihr prüfenmögt, was der Wille Gottes ist: das Guteund Wohlgefällige und Vollkommene.»Obschon das auch für den einzelnenGläubigen gilt, können wir es insbesondereauf die Gemeinde Jesu legenbzw. die Versammlungen. Demnachgibt es neben dem vernünftigen aucheinen unvernünftigen, unnüchternenGottesdienst. Die Ältesten in den lokalenGemeinden sind aufgerufen, dieGottesdienste «vernünftig» zu gestalten,nicht so, wie es die Welt machen würde(«nicht gleichförmig dieser Welt»). A.W.Tozer sagte: «Es ist beinahe unmöglich,einen Versammlungsort zu finden, desseneinzige Attraktion Gott ist!»Durch Kompromisse, Liberalismus,Inkonsequenz, halbherzige Hingabeund laue Nachfolge werden wir zu einerChristenheit, die die Wahrheit des WortesGottes in die Hände Satans spielt.Eine Namenschristenheit ist bereits zumHandlanger des Teufels geworden, derein antichristliches und rein religiösesReich aufrichten will. Jesus aber gehtkeinerlei Toleranz ein!Die Jungfrau Abischag durfte unterkeinen Umständen in die Hand Adonijasgelangen. Salomo bewahrte siedavor, indem er rechtzeitig eingriff undAdonija richtete. Die Pforten des Hadesbzw. Totenreichs werden die wahreGemeinde nicht überwältigen können(Mt 16,18). Aber wie sieht es mit denvielen Unentschiedenen innerhalb derGemeinde Jesu aus? Sie werden entwederzu Batsebas oder aber sie bleibenAbischags.Darf ich Sie fragen, wem Sie zur Zeitdienen? Dienen Sie der Welt, die vomTeufel gesteuert wird, oder Christus?Wessen Werkzeug sind Sie? Wollen Sieeine Abischag oder eine Batseba sein?Entscheiden Sie sich heute, jetzt, wemSie dienen wollen!■1nai Newsletter, 5.6.20032SWR 1, 4.6.20033Zeit-Ruf, Nr. 2/2003; vgl. Focus, 7.6.2003, S. 1884William MacDonald, Nichts für schwache Nerven– ein Blick in die Zukunft, S. 32Diese aktuelle Botschaftvon Norbert Lieth ist aufKassette oder CD erhältlich:Erstaunliche Vorausschau aufunsere ZeitMC: Bestell-Nr. 12709 (CHF 7.50, EUR 5.–)CD: Bestell-Nr. 13000 (CHF 7.50, EUR 5.–)Mitternachtsruf > Februar 20049


Im BlickfeldWas Christen vonAmeisen lernen könnenIn Sprüche 6,6 steht das denkwürdige Wort: «Geh hin zur Ameise, du Fauler,sieh ihre Wege an und werde weise!»Die Bibel ist uns durch den Schöpferaller Dinge gegeben. In ihr stehtkein überflüssiges oder sinnlosesWort. Sollte es deshalb möglich sein,dass wir von Ameisen lernen können?Einem Wochenmagazin 1 entnehmenwir dazu folgenden Beitrag:«Dauerlauf in den Tod. Rätselhafterschien Forschern bisher das Verhaltenvon Treiberameisen, die von derPheromon-Spur ihres Volkes getrenntwerden. Statt sich auf die Suche nach derverlorenen Duftmarkierung zu begeben,organisieren sich die isolierten Tiere undlaufen hintereinander so lange im Kreis,bis sie erschöpft sterben. Der tödlicheRundenlauf ist offenbar der Preis für einehöchst erfolgreiche Überlebensstrategie,so die These von Frédéric Delsuc, Wissenschaftleran der Universität im neuseeländischenPalmerston North: Erstdie Jagd in einer Gruppe ermöglichees den Treiberameisen, auch grössereBeutestücke zu überwältigenundzu transportieren. Die Evolution habedie Tiere deshalb schon vor mehr alshundert Millionen Jahren ins Kollektivgezwungen – und dafür gesorgt, dasssich jede einzelne Treiberameise bedingungslosam Verhalten ihrer Artgenossenorientiert. Solange die Pheromon-Spurintakt ist, die den Tieren Aufgabe undRichtung übermittelt, funktioniert dieGruppendynamik. Fallen die wegweisendenBotenstoffe dagegen weg, wirdder evolutionäre Überlebenstrick zurFalle: Die Ameisen suchen sich einenVordermann und laufen diesem einfachnach, bis sie sterben.»Nicht die Evolution hat das Volkder Treiberameisen dazu geschaffen,sich im Kollektiv zu bewegen undsich bedingungslos am Verhalten derArtgenossen zu orientieren, sondernGott der Schöpfer. Und das sichernicht ohne Grund, denn Der, welchergesagt hat: «Geh hin zur Ameise, duFauler, sieh an ihr Tun undlerne vonihr!» hat in diesem kleinen Wesen einBeispiel für die Gemeinde gesetzt. Wasden Forschern rätselhaft erscheint, istein Lehrbeispiel Gottes für die Christenheit.Was können wir von der Ameiselernen?1. Die Gemeinde Jesu brauchtGemeinschaft. Sich von der Gemeindeisolierende Christen, die die Gemeinschaftverlassen und eigene Wege gehen,drehen sich oft nur noch um sich selbst.Sie laufen gleichsam im Kreis, sterbennicht selten geistlich ab, degenerieren,verfallen Irrlehren oder Sekten, werdenSonderlinge und kümmern geistlich vorsich hin.Jeder einzelne Christ ist als Gliedder Gemeinde in sie hineingeborenund benötigt deshalb unbedingt die Gemeinschaftmit anderen Gläubigen. DieseGemeinschaft dient zur gegenseitigenErbauung und geistlichen Lebenserhaltung.Über die erste Gemeinde heisstes daher nicht ohne Grund: «Die nunsein Wort aufnahmen, liessen sich taufen;und es wurden an jenem Tag etwadreitausend Seelen hinzugetan. Sie verharrtenaber in der Lehre der Apostelund in der Gemeinschaft, im Brechendes Brotes und in den Gebeten» (Apg2,41-42). Über der Endzeitgemeindesteht die Mahnung: «… lasst uns aufeinanderAcht haben, um uns zur Liebeund zu guten Werken anzureizen, indemwir unser Zusammenkommen nichtversäumen, wie es bei einigen Sitte ist,sondern einander ermuntern, unddas umso mehr, je mehr ihrden Tag herannahen seht!»(Hebr 10,24-25).2. Gemeinschaftgehörtzur Überlebensstrategie.In derGemeinde Jesubrauchen wireinander, umin einer vomTod umgebenenWelt überlebenzu können. Auf10Mitternachtsruf > Februar 2004


unserer Erde wird es mit zunehmenderEndzeit dunkler und damit auch kälter;hier müssen wir als wahre Christenzusammenrücken. Wo man sich vonden Grundfesten der Gemeinde löstund sich der Welt anpasst, kann mannicht überleben, da wird man von derWelt verschlungen. Das gilt sowohl demEinzelnen als auch lokalen Gemeinden.Darum finden wir im ersten Petrusbrieffolgende Anweisungen: «Es ist abernahe gekommen das Ende aller Dinge.Seid nun besonnen und seid nüchternzum Gebet! Vor allen Dingen aber habtuntereinander eine anhaltende Liebe!Denn die Liebe bedeckt eine Mengevon Sünden. Seid gastfrei gegeneinanderohne Murren! Wie jeder eineGnadengabe empfangen hat, so dientdamit einander als gute Verwalter derverschiedenartigen Gnade Gottes!»(1.Petr 4,7-10).3. Gemeinsam sind wir stark. Beiden Treiberameisen ist es die Jagd ineiner Gruppe, die sie befähigt, auchgrössere Beutestücke zu überwältigenund zu transportieren. Innerhalb derGemeinde Jesu ist es die Einheit, durchdie wir geistliche Siege erringen. DurchGebetsgemeinschaft können wir manchesbewegen. Lasten können gemeinsambesser getragen, Projekte besserangepackt, evangelistische Einsätzebesser durchgeführt und Menschenbesser gewonnen werden für das ReichChristi. Hierzu möchten wir einige Bibelversesprechen lassen:«Diese alle waren stets beieinandereinmütig im Gebet samt den Frauen undMaria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern»(Apg 1,14).«… sie waren täglich einmütig beieinanderim Tempel und brachen das Brothier und dort in den Häusern, hieltendie Mahlzeiten mit Freude und lauteremHerzen und lobten Gott und fandenWohlwollen beim ganzen Volk. Der Herraber fügte täglich zur Gemeinde hinzu,die gerettet wurden» (Apg 2,46-47).«Einer trage des anderen Lasten, undso werdet ihr das Gesetz des Christuserfüllen» (Gal 6,2).«So erfüllt meine Freude, dass ihrdieselbe Gesinnung und dieselbe Liebehabt, einmütig, eines Sinnes seid, nichtsaus Eigennutz oder eitler Ruhmsuchttut, sondern dass in der Demut einerden anderen höher achtet als sich selbst;ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondernein jeder auch auf das der anderen!Habt diese Gesinnung in euch, die auchin Christus Jesus war» (Phil 2,2-5).4. Die Gemeinde Jesu brauchtdie Leitlinien des Wortes Gottes.Auch die Gemeinde Jesu besitzt eine«Pheromon-Spur» bzw. eine «Duftmarkierung»,die ihre Leitlinie ist und ihrAufgabe und Richtung aufzeigt, damit siefunktionieren kann. Das Pheromon istein biologischer Wirkstoff, der auf andereIndividuen der gleichen Art Einflusshat. Welch ein treffendes Bild für dasWort Gottes! Die Bibel hat auf alle wiedergeborenenChristen (Gemeinde dergleichen Art) ihren Einfluss, lebt doch inihnen der Heilige Geist, der die Bibel inspirierthat. Das Wort Gottes vermitteltuns Leitlinien; es stellt uns vor geistlicheAufgaben und gibtuns die Richtungan. Wo der einzelneChrist oderGemeinschaftenden «wegweisendenBotenstoff»des Wortes Gottesverlassen,verlieren sie dieLeitlinien undverirren sich. Wodas Wort und dieLehre der Bibelnicht mehr Leitfadenist, verfallenChristen «Vordermännern»,dasheisst Führungspersönlichkeiten,denen sie einfachhinterherlaufen, die aber niemals dasersetzen können, was das Wort Gottes,eine Gemeinde mit biblischer Strukturund geistlich gegründeter Ältestenschaftzu geben vermögen. Deshalb ist die folgendeAufklärung und Ermahnung sehrangebracht:«Wenn jemand anders lehrt und sichnicht zuwendet den gesunden Wortenunseres Herrn Jesus Christus und derLehre, die gemäss der Gottseligkeit ist,so ist er aufgeblasen und weiss nichts,sondern ist krank an Streitfragen undWortgezänken. Aus ihnen entstehen:Neid, Streit, Lästerungen, böse Verdächtigungen,ständige Zänkereien vonMenschen, die in der Gesinnung verdorbenund der Wahrheit beraubt sind undmeinen, die Gottseligkeit sei ein Mittelzum Gewinn» (1.Tim 6,3-5).«Ich ermahne euch aber, ihr Brüder,kraft des Namens unsres Herrn JesusChristus, dass ihr alle einerlei Redeführet und nicht Spaltungen unter euchsein lasset, sondern zusammenhaltet inderselben Gesinnung und in derselbenMeinung» (1.Kor 1,10).«Ich ermahne euch aber,ihr Brüder, kraft des Namensunsres Herrn JesusChristus, dass ihr alleeinerlei Rede führet undnicht Spaltungen untereuch sein lasset, sondernzusammenhaltet in derselbenGesinnung und inderselben Meinung»(1.Kor 1,10)5. Die Gemeinde Jesu braucht Vorbilder.Die Treiberameisen orientierensich am Verhalten ihrer Artgenossen,solange der Botenstoff intakt ist. Auchdie Gemeinde Jesu lebt von Vorbildern,von Vätern und Müttern in Christo, vonLehrern und Ältesten, die sich ans WortGottes halten und dadurch ein Zeugnissind. Besonders für junge Christen istdas sehr wichtig. Dazu folgende Bibelstellen:«Gedenkt an eure Lehrer, die euchdas Wort Gottes gesagt haben; ihr Endeschaut an und folgt ihrem Glaubennach» (Hebr 13,7)..«Niemand verachte deine Jugend,vielmehr sei einVorbild der Gläubigenim Wort, imWandel, in Liebe,im Glauben, inKeuschheit!»(1.Tim 4,12).Wenn wirschon einmalbei kleinen Tierensind, dannwollen wir inSprüche 30,24-28 zur Ameisenoch drei anderehinzufügen undauch diese alsVergleich zurGemeinde betrachten: «Vier sind dieKleinen der Erde, und doch sind siewohlerfahrene Weise:• Die Ameisen, ein nicht starkes Volk,und doch bereiten sie im Sommer ihreSpeise …» Die Gemeinde Jesu ist keinstarkes Volk, sind doch ihre Kampfwaffennicht fleischlich (2.Kor 10,4); siebestehen nicht aus Bomben und Panzern.Auch ist die Gemeinde, wie dieAmeisen, ein eher übersehenes Volk,das oft mit Füssen getreten wird, weilsie unangenehm «sticht»; sie machtunaufhörlich aufmerksam auf die Wahrheitder Bibel, und das tut vielen weh.Dennoch ist das kleine Volk der Gemeinde(Lk 12,32) sehr fruchtbar undfährt dem Herrn der Ernte eine Ernteein, die Ihn loben und preisen soll. Wirwollen wirken, solange es «Sommer»ist, denn es kommt der «Winter», woman nicht mehr wirken kann.• «… die Klippdachse, ein nicht kräftigesVolk, und doch legen sie im Felsenihre Wohnungen an …» Die GemeindeJesu besteht vornehmlich aus Menschen,die in der Welt nichts zu sagenhaben, aber gerade sie ist gegründetMitternachtsruf > Februar 200411


Im Blickfeldauf den unerschütterlichen Felsen,der Jesus heisst: «… seht, eure Berufung,Brüder, dass es nicht viele Weisenach dem Fleisch, nicht viele Mächtige,nicht viele Edle sind; sondern dasTörichte der Welt hat Gott auserwählt,damit er die Weisen zuschanden mache;und das Schwache der Welt hatGott auserwählt, damit er das Starkezuschanden mache. Und das Unedleder Welt und das Verachtete hat Gottauserwählt, das, was nicht ist, damiter das, was ist, zunichte mache, dasssich vor Gott kein Fleisch rühme. Ausihm aber kommt es, dass ihr in ChristusJesus seid, der uns geworden istWeisheit von Gott und Gerechtigkeitund Heiligkeit und Erlösung» (1.Kor1,26-30).• «… die Heuschrecken haben keinenKönig, und doch ziehen sie allesamtaus in geordneten Scharen …» Diewahre Gemeinde Jesu hat auf dieserErde keinen irdischen König, keinenPapst und keinen Bischof. Sie wird geleitet,wie oben bereits bemerkt, durchdie Innewohnung des Heiligen Geistes,durch das Wort Gottes und einebiblische Ältestenschaft. In ihr wirktder Geist Gottes eine Einheit, die alleweltliche Einheit in den Schatten stellt.Die Gemeinde Gottes stammt aus vielenLändern, Nationen, Mentalitätenund Hautfarben, und doch zieht sie gemeinsam,unter denselben Richtliniendes Wortes Gottes, überall hin, um dasEvangelium allen Menschen zu bringen(Mk 16,15).• «… die Eidechse kannst du mitHänden fangen, und doch ist sie in Königspalästen.»Die Gemeinde Jesu wirdoft verfolgt, erniedrigt und verspottet,und doch geht es ihr besser als jedemnoch so einflussreichen und materiellbegüterten Menschen ohne Gott. Auchsind Christen überall zu finden, sei esin Regierungen, in der Industrie, imManagement, in Sportvereinen usw.Zur Gemeinde Jesu zu gehören ist dasWunderbarste, was es gibt, denn dieeinzelnen Gläubigen an Jesus werdeneinmal im unvergänglichen «Königspalast»des Himmels eine wunderschöneWohnung beziehen dürfen (Joh 14,2-3).Wenn Sie die Gemeinschaft derGläubigen verlassen haben und lieberganz allein den Glauben an Jesus lebenwollen, dann tun Sie Busse und kehrenSie schleunigst zurück!N.L.■1Der Spiegel, Nr. 48/2003Mitten im Spott derletzten Tage«Ihr aber, Geliebte, gedenkt der von den Aposteln unseres Herrn JesusChristus vorausgesagten Worte! Denn sie sagten euch, dass am Ende derZeit Spötter sein werden, die nach ihren gottlosen Begierden wandeln. Diesesind es, die Trennungen verursachen, irdisch gesinnte Menschen, die denGeist nicht haben» (Jud 17-19).Wir stehen am «Ende der Zeit».Demzufolge ist es nicht verwunderlich,dass der Spottimmer offensichtlicher, unverschämterund dreister wird. Im Folgenden einigeaktuelle Beispiele:• Ein Restaurant in Zürich mit demNamen «Zwölf Apostel» wirbt auf sehrspöttische Art für sein Geschäft: «Undder Koch sprach: Es werde Fleisch!Und es ward Fleisch! Fleisches-Lust imXII Apostel.» Auf einem anderen Plakat«...dass am Ende der Zeit Spötter sein werden, die nach ihren gottlosen Begierden wandeln. Diese sind es,die Trennungen verursachen, irdisch gesinnte Menschen, die den Geist nicht haben» (Jud 18-19).derselben Gaststätte hiess es: «Und derKellner sprach: Es werde Wein! Und esward Wein! Weines-Lust im XII Apostel.Restaurant, Bar, Abendmahl.»• Die Firma «Casio» macht in derSchweiz auf grossen Plakaten Werbungfür eine Uhr. Man sieht eine Darstellungvon Jesus mit der Uhr in der Handund darunter steht: «Pünktlich bis inalle Ewigkeit».• Im süddeutschen Raum bietet eineBrauerei ihr Bier an, indem sie einWort aus dem Mund Jesu zu einem Slogander Bierwerbung umfunktioniert:«Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.»• Regelmässig zur Weihnachtszeitbieten grosse Zeitschriften wie «DerSpiegel«, «Focus» und andere mehr ihrenLesern Geschichten über Jesus an,die Ihn total verunstalten. Da wird allesin Zweifel gezogen, was die biblischenAussagen über Jesus betreffen undumgekehrt das als wissenschaftlicheWahrheit dargestellt, was «moderneBibelforscher und Archäologen» angeblichherausgefunden haben. Sohiess die Titelgeschichte im «Focus»vom 20.12.2003: «Der Mensch Jesus.Sein Leben, Seine Jüngerinnen undJünger. Was Bibelforscher und Archäologenjetzt definitiv wissen.» Indieser Ausgabe, um nur ein Beispielherauszugreifen, wird behauptet: «Dieberühmte Weihnachtsgeschichte desEvangelisten Lukas, einer der Vorlese-12Mitternachtsruf > Februar 2004


Plakat in Zürich: «Gott stört.»Spannband in Dübendorf «Bis Ende Februar kochtder Teufel persönlich!»Bushaltestelle in Deutschland: «Der Mensch lebtnicht vom Brot allein.»Plakatwerbung in Zürich: «Pünktlich bis in alleEwigkeit.»Hits dieser Tage, weckt beim einentiefe religiöse Gefühle, für den anderenist sie die Story Fiktion – genauso wiedie drei Weisen aus dem Morgenlanddem Reich der Legenden entstammt.‹Es begab sich aber zu der Zeit, dassein Gebot von dem Kaiser Augustusausging, dass alle Welt geschätzt wurde›,berichtet Lukas. Eine reichsweiteSteuerschätzung unter Augustus gabes aber nicht. Und auch mit dem Geburtsortliegt der Evangelist falsch, wieBibelforscher überzeugt sind: Jesuswurde in Wirklichkeit in Nazarethgeboren. Lukas steht im Verdacht, dieKrippe verschoben zu haben, um mitden Prophezeiungen des Alten Testamentsin Übereinstimmung zu kommen.»Offensichtlich wissen diese «Bibelforscher»nicht, dass der Fund einer altenlateinischen Inschrift mit der Überschrift«Titulus Venetus» eine Volkszählung umdas Jahr 5-6 n.Chr. belegt, die in Syrienund Judäa stattgefunden hat. Diesewar offenbar typisch für die Zeit vonAugustus (23. v.Chr. bis 14. n.Chr.). Esgilt als historische Tatsache, dass Volkszählungenim römischen Kaiserreicheine gängige Praxis waren und speziellin Judäa durchgeführt wurden. Auchscheinen diese «Spezialisten» nicht zuwissen, dass es 330 alttestamentlicheProphezeiungen in der Bibel gibt, diesich nachweislich in der ersten AnkunftJesu als «Messias» erfüllt haben. Dabeifehlt es nicht an Beweisen, die belegen,dass das Alte Testament 400 Jahre vorder Geburt Jesu abgeschlossen wurde.Dazu gehört unter anderem die Erwähnungdes Geburtsortes Bethlehem durchden Propheten Micha (7. Jh. v.Chr., Mi5,1). Wer will diese 330 Details über dieerste Ankunft Jesu im Alten Testamentaufgespürt haben, um sie dann demNeuen Testament anzudichten?Des Weiteren sollte man beachten,dass diejenigen, die die Bibel schrieben,bereit waren, für diese Wahrheit verfolgtzu werden, Armut zu erleiden und wennnötig zu sterben. Hätten sie das wohl füreine Lüge getan oder für etwas, das siedem Jesusbild angedichtet hätten?Solche Autoren und Zeitschriften-Magazine haben eine grosse Verantwortung,wenn sie gerade um Zeitenwie Ostern oder Weihnachten ihre Artikelveröffentlichen und die Menschenverunsichern oder gar der Hoffnungberauben. Leider sind viele Leser zuleichtgläubig und übernehmen dieseüberbrachte Meinung, ohne die Aussagenselbst näher zu prüfen: «Na, wenndas ein Wissenschaftler oder Theologegesagt hat, dann muss es ja stimmen;also ist das alles doch nichts mit diesemJesus.»Über Monate hing im vergangenenSommer/Herbst in Zürich-Oberstrassein Doppel-Plakat aus, auf dem zu lesenwar: «Gott stört.» Hierdurch trittallerdings die wahre Gesinnung einesGrossteils der Bevölkerung zutage:Gott stört uns und alles, was an Ihnerinnert, muss beseitigt oder lächerlichAufgegriffenEin Zwist um den Standort einesSteinkreuzes auf dem Friedhof in Geisslingen(Kreis Waldshut) sorgte für Aufregung.Ein Anlieger hatte im Rathaus gegenden Standort Einspruch eingelegt. Es kamzum Lokaltermin. Rund 60 Bürger fandensich zum Protest für den Standort ein. DasSteinkreuz, das sich derzeit in Restaurierungbefi ndet, stammt aus dem Jahr 1868und wird auf Grund seines Alters als Kulturgutbezeichnet. Das 2,50 Meter hoheKreuz sollte auf dem kürzlich erweitertenFriedhof aufgestellt werden. Darüber ärgertesich ein Nachbar. Der Standort seifür ihn und seine Familie unerträglich.Überschattet von religiösen Spannungenhat die Türkei den 80. Jahrestag ihrerGründung als Republik gefeiert. PräsidentAhmet Necdet Sezer sorgte für einen Eklat,weil er die kopftuchtragenden Ehefrauenvon Abgeordneten und ranghohen Beamtenvon einem Staatsempfang ausschloss.In der säkularen Gesellschaft der Türkeigelten Kopftücher als Symbole einer radikalislamischenEinstellung und sind beioffi ziellen Anlässen, in Schulen, Universitätenund öffentlichen Büros verboten.«Die Menschen glauben alles, es darfnur nicht in der Bibel stehen.» (NapoleonI., 1769-1821).«Ich habe keine Probleme mit denStellen in der Bibel, die ich nicht verstehe– sondern vielmehr mit den Stellen, die ichverstehe!» (Mark Twain, 1835-1910).«Unser Pfarrer ist ein netter Kerl,aber sechs Tage in der Woche siehst duihn nicht – und am siebten Tag verstehstdu ihn nicht.»Die Scheidungszahlen in Europa steigenin Rekordhöhen. In Deutschland beispielsweisestiegen die Ehescheidungenvon 1992 135 000 bis 2002 auf 204 200.Waren es in der Schweiz 1990 noch13 183, so stieg die Zahl im Jahr 2002auf 15 778. Auch unter Christen nimmtdie Zahl der Ehen, die auseinandergehen,ständig zu.Mitternachtsruf > Februar 200413


Scheich Achmed Jassin, Gründer und Im Blickfeldgeistlicher Führer der Hamas-Terrororganisation,gab dem deutschen Nachrichtenmagazin«Der Spiegel» am 8. Dezember2003 ein Interview. Auf die Frage, ob esdenn überhaupt keinen Platz für einen jüdischenStaat geben würde, antwortete er:«Sie könnten einen Staat in Europa gründen.»Gleichzeitig wies er die Genfer Friedensinitiativezurück. «Der Plan ist schlimmerals Oslo, da er das Rückkehrrecht fürFlüchtlinge aufgibt.»11. Dezember 321: (Deutschland) Ineinem Schreiben an die römische Verwaltungin Köln weist Kaiser Konstantin dieBehörden an, von den ansässigen JudenSondersteuern für den Aufbau Konstantinopelszu erheben. Das Dokument ist dieerste erhalten gebliebene urkundliche Erwähnungvon Juden in der Rheingegend.Ausgrabungen lassen jedoch vermuten,dass sich bereits vor diesem Zeitpunkteine ansehnliche jüdische Gemeinde inKöln befand.Wahrsager landeten auch im Jahr2003 kaum Treffer. So sagten sie zumBeispiel voraus: Gesundheitsministerin UllaSchmidt werde zurücktreten, der Bundeskanzlerwerde Edmund Stoiber heissenund die Welt werde zerstört in denTiefen des Alls treiben. Alle diese Szenarienhaben Wahrsager und Astrologen fürdas Jahr 2003 «in den Sternen gelesen».Doch einer Überprüfung der Gesellschaftzur wissenschaftlichen Untersuchung vonParawissenschaften in Rossdorf bei Darmstadthielten die Prognosen der Wahrsagerauch im vergangenen Jahr nicht stand.Nicht einmal in der Welt der Prominentenlief alles rund für die Astrologen: Wederbei Schröder-Köpf noch bei Agassi-Grafgingen die Ehen auseinander.Jeden Monat verkaufen offenbar Dutzendeisraelische Jugendliche ihren Reisepassan kriminelle Organisationen im Iran.Als Gegenleistung dürfen sie ihren Aufenthaltin einem fernöstlichen Land verlängern– beliebt ist vor allem die japanischeHauptstadt Tokio.14 Mitternachtsruf > Februar 2004gemacht werden. Doch die Bibel sagtunmissverständlich: «Irrt euch nicht,Gott lässt sich nicht verspotten! Dennwas ein Mensch sät, das wird er auchernten» (Gal 6,7).Aber Gott lässt sich nicht stören, derSpott des Menschen kann Ihn nicht vomThron stossen. Eines Tages wird derHerr antworten und sich zu erkennengeben. Dann wird Er den Spiess umdrehenund die überheblichen Völkerverspotten: «Aber der im Himmel wohnt,lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer.Einst wird er mit ihnen reden in seinemZorn, und mit seinem Grimm wird ersie schrecken: ‹Ich aber habe meinenKönig eingesetzt auf meinem heiligenBerg Zion›» (Ps 2,4-6).Grausame ChristenverfolgungJesus Christus ist der wiederkommendeKönig. Gegen Ihn richtet sichder Hass einer Menschheit, die sichder Verantwortung gegenüber Gottnicht stellen will. Doch schon Henoch,der in einer der ersten Generationen derMenschheit lebte, hat das Ende gesehenund so beschrieben: «Es hat aber auchHenoch, der siebente von Adam an, vonihnen geweissagt und gesagt: ‹Siehe, derHerr ist gekommen mit seinen heiligenMyriaden, Gericht auszuüben gegen alleund alle Gottlosen zu überführen vonallen ihren Werken der Gottlosigkeit, diesie gottlos verübt haben, und von all denharten Worten, die gottlose Sünder gegenihn geredet haben›» (Jud 14-15).N.L.■In unseren Tagen gibt es Millionen verfolgter Christen. Wir Gläubigen in dennoch freien Ländern sind aufgerufen, insbesondere in treuer Fürbitte für sieeinzustehen: «Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und andie Misshandelten, weil ihr auch noch im Leibe lebt» (Hebr 13,3).Christenverfolgung ist eine dermeistverbreiteten Menschenrechtsverletzungender Welt. Sietrifft Millionen Menschen, die sichzu Christus bekennen. Von den zehnschlimmsten Christenverfolgerstaatenwerden sechs von einem islamischenRegime beherrscht: Saudi-Arabien,Turkmenistan, die vor Indien liegendeInselgruppe der Malediven, Pakistan,Afghanistan und Somalia. Insbesondereim Touristenparadies Malediven hat diemuslimische Gewalt gegen Christendrastisch zugenommen.Den traurigen ersten Platz auf derListe der Christenverfolgerstaaten nimmtnicht mehr das islamische Saudi-Arabien,sondern ein kommunistisches Land ein:Nordkorea. Ausser drei Vorzeigegemeindenin der Hauptstadt Pjöngjang gibt esdort offi ziell kein christliches Leben.Christen werden mit aller Härte verfolgt,inhaftiert und ohne Prozess ermordet.Weitere kommunistische Staaten unter«Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene,und an die Misshandelten, weil ihr auchnoch im Leibe lebt»


den ersten zehn sind Laos und Vietnam.In Saudi-Arabien, das die islamischeMission mit seinen Ölmilliarden weltweitfinanziert, ist christliche Missionunter den 22 Millionen Einwohnernstrengstens verboten. Nicht einmalausländische Christen dürfen sich zuGottesdiensten treffen. Der Übertritteines Muslims zum Christentum istlebensgefährlich. – Eltern und Kinderkönnen sich nicht mit anderen saudischenChristen treffen, denn niemandweiss, ob der andere wirklich Christoder eine Spion ist. Würde die Familieentlarvt, drohte den Eltern die Todesstrafedurch Enthauptung. Das geschiehtin Saudi-Arabien mit dem Schwert. DieFamilienmitglieder sind in den Augender Scharia, des islamischen Gesetzes,Abtrünnige (s. den nächsten Beitrag«Die Scharia des Grauens»). Wer sichvom Koran abwendet, muss getötetwerden. Das ist eine der vielen hartenStrafen des Islam in Saudi-Arabien.Nach China ist Indien das an Bevölkerungreichste Land der Welt (mehrals eine Milliarde Einwohner). Die Lageder Christen stellt sich in verschiedenenTeilen Indiens extrem unterschiedlichdar: Während im Bundesstaat Kerala imSüdwesten jeder Fünfte Christ ist, gibtes andere Regionen, wo eine verschwindendkleine Schar von Christen unterharter Verfolgung leidet.Dass auch der Buddhismus, der inwestlichen Breiten gerne als besondersfriedliche Religion dargestelltwird, einen menschenverachtendenUmgang mit Christen betreiben kann,zeigt das zwischen China und Indienliegende Land Bhutan. Jede öffentlicheVersammlung einer anderen Religionist dort gesetzlich verboten und wirdstreng verfolgt. Christliche Hilfswerkestehen unter absolutem Missionsverbot.Auch auf Sri Lanka (früher Ceylon) sehensich Christen vermehrt Angriffenmilitanter Buddhisten ausgesetzt. ZweiBeispiele aus Afrika: Am 13. Juni 2003rief in Kenia ein radikaler islamischerFührer einen «Heiligen Krieg» gegen dieörtlichen Christen aus, in dessen Folgeein muslimischer Mob fünf Kirchenniederbrannte. Am 27. und 28. Junizündeten rund 200 Muslims siebenKirchen in Malawi an.In einer ganzen Reihe von Ländernwerden zudem die einheimischenChristen völlig anders behandelt alschristliche Gäste und Touristen aus Europa.So gibt es im islamischen TunesienKirchen der verschiedensten Konfessionen,in denen ausländische Christengrosse Freiheit geniessen. Die tunesischenChristen können diese Kirchenjedoch nicht aufsuchen, ohne erheblicheRepressalien fürchten zu müssen. Dieheimischen Christen dürfen keine offiziellgenehmigten Gemeinden gründen,und sie werden durch den «Sicherheits»-Apparat des Landes überwacht. Die Lageder einheimischen Christen ist dabei inTunesien keineswegs die schlimmste inder arabischen Welt. 1■1Die aktuelle Analyse, Nr. 45/2003Die Scharia des GrauensWo die Scharia Einfl uss bekommt, wird in grausamer Härte alle Freiheitunterdrückt. Islamische Extremisten setzen alles daran, die Welt zu erobernund die Scharia als oberstes Gesetz einzuführen.Zur Christenverfolgung in Nigeria.Die Vertreibung von Christen ausmehrheitlich islamischen Gebietendauert an. Die Islamisten wollen das islamischeGesetz (Scharia) in ganz Nigeriaeinführen.‹Während meiner Studienzeit wurdeich Christ. Als ich nach Hause zurückkehrteund meine Erfahrungen mit demHerrn erzählte, wurde mein Vater wütend,weil er nichts vom Christentumwissen wollte. Er fesselte meine HändeDer Islam ist auf dem Vormarsch. Er breitet sich auf allen Kontinenten aus, und damit fasst auch dieScharia immer mehr Fuss. Wo die Scharia eingeführt wird, ist es mit der Freiheit vorbei.Mitternachtsruf > Februar 200415


Im Blickfeldhinter meinem Rücken zusammen undgab mir nichts zu essen. Dennoch bliebich standfest. Als sich mein körperlicherZustand zusehends verschlechterte, wurdeich schliesslich ins Spital gebracht.Doch es war zu spät: Meine beidenHände mussten amputiert werden.›Wie der Konvertit Nsikak Apkaidioksind Tausende weiterer Christen in Nigeriazu Opfern schlimmster Übergriffegeworden.Planmässige Säuberung. Die Islamistenwollen mit gezielten Angriffenauf Christen besonders in religiös gemischtenBundesstaaten im ZentrumNigerias wie Adamara, Plateau State undTaraba die Auswanderung von Christenerzwingen. Ende Februar 2003 griffenbewaffnete Muslime in Adamara Christenan. Bei den Auseinandersetzungenstarben mindestens 100 Menschen.Weitere 500 Personen wurden schwerverletzt, 130 Häuser und einige Kirchenniedergebrannt, über 21 000 Bewohnervertrieben. In Plateau State wurden imZeitraum zwischen September 2001und April 2003 mindestens 6 000Personen getötet und eine halbe MillionMenschen vertrieben! Unter denethnischen Gruppen Nigerias ist dasim Zentral- und Südnigeria lebende,mehrheitlich christliche Volk der Tivvon Angehörigen der muslimischenVolksgruppen der Hausa, Fulani undJukun vertrieben und mehrere Tausendsind ermordet worden. Immer wiederwerden solche Auseinandersetzungenvon schwer bewaffneten Muslims ausden benachbarten mehrheitlich islamischenStaaten Tschad, Niger und Maliangestiftet, und diese beteiligen sichauch an den Übergriffen.Einführung der Scharia. In den‹von Christen gesäuberten› und somitvorwiegend islamisch gewordenenBundesstaaten soll dann das islamischeGesetz eingeführt werden. HeuteIn eigener SacheKorrigenda – MNR 01-2004, Seite 8-9, Karte«Der 100-Stunden-Krieg». Er dauerte vom 24.bis 28. Februar 1991. Auch bei allen anderenDatenangaben auf dieser Karte muss es heissen:1991 (nicht: 03). Wir bitten Sie, dieses Versehenzu entschuldigen. Die Redaktionhaben bereits zwölf der 36 nigerianischenBundesstaaten die Scharia alsoberstes Gesetz ihres Bundesstaates.Kämen noch sieben Bundesstaatenhinzu, so hätte bereits eine Mehrheitaller Bundesstaaten Nigerias die Schariaeingeführt! Die ‹Scharia-Staaten› hättenin diesem Falle die Möglichkeit, durcheinen Mehrheitsentscheid im Parlamentdie Scharia in ganz Nigeria einzuführen.Auch wenn die dafür verantwortlichenMuslims ständig behaupten, die Einführungder Scharia fände nur auf die MuslimsAnwendung, spricht die Realität inden bereits zwölf ‹Scharia-Staaten› eineandere Sprache.Scharia für Christen. In den ‹Scharia-Staaten›dürfen kaum noch Kirchengebaut werden,da sie sich angeblichin zu grosserNähe von Moscheenbefi nden.Eheschliessungenzwischen Christenund Muslims sindnur dann erlaubt,wenn der EhemannMuslim ist;die Kinder geltenals Muslims undmüssen als solcheaufgezogen werden.Konversionenvon Muslimszum Christentumbleiben verboten.Wie in Pakistan können Christen vonMuslims willkürlich der ‹Blasphemie›gegen den Propheten Mohammed odergegen den Islam angeklagt werden.Christen müssen stets islamischen Arbeitgebernunterstehen. Schliesslich nehmenislamische Dorfbewohner in ‹Scharia-Staaten›immer wieder das islamischeGesetz in die eigene Hand, ohne dass dieBehörden dagegen einschreiten: Gemässführenden Menschenrechtlern kommt esoft vor, dass ohne Gerichtsurteil Diebendie Hände und Füsse abgehackt undAlkoholkonsumenten ausgepeitschtwerden. Doch es gibt auch Hoffnung:Von der Standhaftigkeit von Christenmitten in einer feindlichen Umwelt tiefbeeindruckt, haben in den letzten Jahreneinige Muslims sogar in mehrheitlichislamischen Provinzen wie Kano oderKaduna zu Jesus Christus gefunden.» 1Das Lexikon beschreibt die Schariawie folgt: «Scharia [arab.] (Scheriat),Pflichtenlehre und religiöses Rechtdes Islams. Sie umfasst die kultischenPflichten (Gebet, Fasten, Almosen,Pilgerfahrt), die ethischen Normenwie auch Rechtsgrundsätze für alleLebensbereiche, u.a. Ehe, Erbschaft,Vermögen, Wirtschaft, innere und äussereSicherheit der Gemeinschaft. Sie istaus der systematisierenden Arbeit derislamischen Gesetzesgelehrten des 7. bis10. Jh. hervorgegangen und beruht aufdem Koran, ergänzt durch die Sunna,das normative Handeln des ProphetenMohammed.»Der Islam ist auf dem Vormarsch. Erbreitet sich auf allen Kontinenten aus,und damit fasst auch die Scharia immermehr Fuss. Niemals würden sich Muslims,die dem islamischen Gesetz angehörenund verpflichtet wissen, einerwestlichen Demokratie beugen. Darumgestaltet es sichso schwierig,im Irak oder inAfghanistan eineDemokratie zuerrichten. Daswäre aufgrundder islamischenLehre überhauptnicht möglich,denn dann wäreder Islam nichtmehr Islam.Aber wehe denStaaten, in denensich die SchariaEheschliessungen zwischen Christen und Muslims durchsetzt! Obsind nur dann erlaubt, wenn der Ehemann Muslim ist das im mittlerenOsten, inAsien, Afrika oder in anderen Teilender Welt geschieht – wo die Schariaeingeführt wird, ist es mit der Freiheitvorbei. Denn unter der Scharia werdenMenschenrechte ignoriert, Menschendiskriminiert und kein anderer Glaubewird toleriert. In Saudi-Arabien, wo dieScharia Gesetzesgrundlage ist, wurdeerst kürzlich ein Selbstmordattentat aufeine Siedlung verübt, die unter anderemvon Ausländern bewohnt wird: dasgrausame Resultat waren elf Tote. Kaumjemand im Westen scheint es zu kümmern,dass Saudi-Arabien zu den Staatengehört, die die Familien von palästinensischenSelbstmordattentätern nach wievor mit Geld unterstützen. Die grössteTerrorismusgefahr geht heute von denals militant eingestuften Gruppierungender islamischen Welt aus, die sich aufdie Scharia stützen. Dazu gehören nicht16Mitternachtsruf > Februar 2004


nur die Hamas und Hisbollah oder dasNetzwerk der El Kaida, sondern auchTerroristen im Jemen, in Algerien unddie philippinische Abu Sayyaf. Die Wolkedes militanten Islam wird immer grösser,undurchsichtiger und undurchdringlicher,aber auch immer dunkler underschreckender. Ob das Israel in seinenAuseinandersetzungen mit terroristischenGruppierungen, die USA im Irakoder die Länder in Afrika betrifft – derWesten ist fast ohnmächtig, kann kaumetwas unternehmen und praktisch nurzuschauen. Wie und womit will manMenschen drohen oder sie von ihremTun abbringen, die so mit Hass gegenalle Andersdenkenden erfüllt sind, dasssie sich nicht einmal durch den eigenenTod aufhalten lassen, um ihr «Recht»durchzusetzen? Die Scharia ist zu einerGeissel der Menschen geworden, in derenLändern sie bereits regiert, und siescheint sich weiter den Weg zu bahnen,wobei sie auch vor dem Westen nichtHalt macht.Das Phänomen dieser Entwicklungist nur mit dem Begriff «Endzeit» zu erklären.Es ist Endzeit auf jedem Gebiet,auch auf dem religiösen. Der Abfall vonGott und Seinem Wort nimmt zu. Damitwird man aber auch immer mehr blindfür religiöse Gefahren und ihre Verführungen.Im zweiten Thessalonicherbrief heisstes: «Darum sendet ihnen Gott die Machtder Verführung, sodass sie der Lüge glauben,damit gerichtet werden alle, die derWahrheit nicht glaubten, sondern Lusthatten an der Ungerechtigkeit» (2.Thess2,11-12). Gerade in der christlich abendländischenWelt ist man dabei, das ehemalschristliche Kleid abzustreifen undalles, was an die biblische Wahrheit erinnert,abzulegen. Doch man merkt nicht,dass man zugleich in die Zwangsjackeanderer Einflüsse gesteckt wird. WoJesus Christus und Sein Wort an denRand gedrängt wird, nehmen religiöseVorstellungen anderer Art seinen Platzein, selbst wenn sie noch so brutal sind.Man muss sich nicht wundern, wennman von Gott in die Gefangenschaftvon Ideologien und Gewaltherrschaftengegeben wird, wenn man Seine Liebemit Füssen tritt. Wo man an der UngerechtigkeitLust hat, wird diese bald ihreHerrschaft aufrichten.«Höret zu, alle Völker; merket auf,alle, die in dieser Zeit leben» (Ps 49,2).N.L.■1Abendland, Nr. 242, 9/2003 (Quelle: ChristianSolidarity International, CSI)StreiflichtWeinen und Lachen hat seine Zeit«Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet über sie» (Ps 2,4).«Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hatseine Zeit» (Pred 3,4).Ob Gott auch Humor habe, ob Er lachen und weinen könne, das haben Menschen schon oftgefragt. Die Bibel bejaht es. Dass unser Herr Jesus am Grab Seines Freundes Lazarus weinte, istin Johannes 11,35 belegt. Nach Lukas 19,41 vergoss der Herr auch Tränen über die unbussfertigeStadt Jerusalem. Ob Er auch lachte, ist uns nicht überliefert, aber bei der Hochzeit zu Kanawird Er bestimmt auch fröhlich dabei gewesen sein.Dass Gott lachen kann, geht aus Psalm 2 hervor. Er führt uns vor Augen, wie lächerlich esist, sich gegen Ihn zu stellen und in eigener Regie zu wirken. Bei Gott ist es reinste Ironie, wenndie Fürsten und Herren dieser Welt sich einbilden, sie könnten Gott umgehen und selber Weltgeschichtemachen, wie es Psalm 2,2-4 sagt: «Es treten auf Könige der Erde, und Fürsten tun sichzusammen gegen den Herrn und seinen Gesalbten: ‹Lasst uns zerreissen ihre Bande und von unswerfen ihre Stricke!› Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet über sie.»Wie sollte Gott, der uns erschaffen hat, nicht auch selber über die ganze Stufenleiter der Gemütsregungenverfügen? Wie sollte Er denn nicht auch über Humor verfügen?! Aber bei Ihm gibtes nur reinen, göttlichen Humor, dem nichts Zweideutiges anhaftet. Denn Er ist ja die lautereWahrheit! Er will uns zeigen, wie verkehrt unser Tun ist, wenn wir Ihn bei unseren Unternehmungenausschalten. Wir manövrieren uns nur in Ausweglosigkeit hinein, wie die ganze Menschheitsgeschichtebis heute zur Genüge beweist. Nehmen wir Menschen uns wichtig, bilden wir uns etwasein auf unsere Intelligenz, kann Gott nur über uns lachen. Die Menschen von Babylon dünktensich weise, als sie mit ihrer Technologie den Bau eines himmelhohen Turms beschlossen, um damitGott zu überlisten. Es war Ihm ein Kleines, eine heillose Verwirrung in diesen menschlichen«Ameisenhaufen» zu bringen und ihr Unterfangen platzen zu lassen. Matthias Claudius sagte estreffend: «Wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel.»Ist es nicht zum Lachen, dass Gott eine sprechende Eselin brauchte, um den Wahrsager Bileamzur Vernunft zu bringen? Da kann man doch sagen: Gott verfügt tatsächlich über Humor.Der Trick, den die Hure Rahab anwendete (Jos 2), indem sie behauptete, die Kundschafternicht versteckt zu haben und sie dann heimlich über die Mauer in die Freiheit entliess, wurde ihrvon Gott nicht als Betrug angerechnet. Nein, Gott bestrafte sie nicht, sondern belohnte sie, weilihr aufrichtiges Herz für den wahren Gott Israels schlug. – Wiederum war es Gott, der SeinemVolk Israel mit einer List zum Sieg verhalf, indem Er ihnen gebot, einen Hinterhalt hinter der StadtAi zu legen, um Ai zu überlisten und zu gewinnen (Jos 8). – Gott bestrafte auch den ÜberlisterJakob nicht, weil er mit einem schlauen Trick zu seiner grossen Herde kam.Wir dürfen nicht Gottes Heiligkeit in die Profanität herunterziehen! Sein Humor ist nicht unserHumor. Aber es ist eine Facette Seiner Weisheit, die da aufl euchtet.Jesus sagte Seinen Jüngern: «Seid klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben» (Mt10,16). Er verbindet Klugheit und geistliche Einsicht mit göttlicher Lauterkeit und Wahrheit. Hierdas rechte Mittelmass zu fi nden, gelingt nur denen, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen. Erhat uns Menschen nicht nach einem Einheitsschema ausgestaltet, sondern mit einer individuellenseelischen Struktur. Wem eine Frohnatur geschenkt wurde, danke es Seinem Schöpfer! Dadurchkann er über Widerwärtigkeiten oder gar über sich selbst einmal lachen, wo der schwerblütigeund sensible Melancholiker in hilfl ose Aufregung gerät. Deswegen ist ein Mensch von eherschwerblütiger Art nicht ausgetrickst, wie es Fussballer gegenüber dem Gegner mit gerissenenTäuschungen gelegentlich tun. Mit Humor lassen sich nicht alle Probleme lösen. Der innerlichbesinnliche Mensch hält sich nahe zu Gott und rechnet mit Seiner Hilfe und erfährt sie auch inreichem Mass. Schliesslich zählt bei Gott immer noch die Einfalt, die auf Ihn ausgerichtet ist,am meisten. Matthias Claudius sagte: «Lass uns einfältig werden und vor Dir hier auf Erden wieKinder fromm und fröhlich sein.»B.V.■Mitternachtsruf > Februar 200417


Von der Enge in die WeiteWie wichtig ist das Danken?Es gibt so viele Ämter, wie Strassenverkehrsamt, Standesamt, Jugendamt usw. Aberhier in der Bibel wird das «Dankamt» erwähnt. Es ist merkwürdig, dass dieser Ausdruckin der ganzen Bibel nur einmal vorkommt.■ WIM MALGO (1922–1992)In Nehemia 12,8 lesen wir: «Matthanja– der hatte das Dankamt mitseinen Brüdern.» Von den aus Persienund Babel zurückgekehrten Männernhat Nehemia einen eingesetzt,der mit seinen Brüdern zusammen mitdem Dankamt betraut war. Wir wissen,dass danken ein Ausdruck des Glaubensist, aber wir ahnen kaum, wie sehr derHerr auf unser Danken wartet. Es istnämlich so, dass Gott der Herr sofort reagiert,und zwar sichtbar, spürbar undmachtvoll, wenn wir Ihm von ganzemHerzen danken, denn damit bezeugenwir Ihm, dass wir glauben. Alles Murrenund Klagen ist letzten Endes schnöderund frecher Unglaube, auch das Klagenüber Überbelastung, denn wir habeneine Kraftquelle, deren Kraftströme niemalsversiegen. Ich betone noch einmal,dass der Herr sofort reagiert und dass inder unsichtbaren Welt etwas geschieht,wenn wir in unserer Situation zu dankenbeginnen.Durch Danken und Loben wird dieMacht des Feindes gebrochenNehmen wir nur einmal das Beispielaus 2. Chronik 20. Als Jerusalem belagertwar und König Josaphat sich nicht mehrzu helfen wusste, weil die Ammoniterund Meuniter kamen, um gegen ihn zustreiten, bekennt er dem Herrn ganz ehrlichseine Furcht. Es war ihm nämlichgesagt worden: «Es kommt wider dicheine grosse Menge von jenseit des Meeres,von Syrien» (V 2). Eigentlich müssteman sagen: der Mann hat keinen grossenGlauben gehabt. Aber gerade hier liegtdas Geheimnis des Glaubens, nämlichdarin, dass wir dem Herrn schonungslosalles von uns selber sagen, ohne irgendetwaszu beschönigen. Josaphat bekenntzum Beispiel seine Kraftlosigkeit: «UnserGott, wirst du sie nicht richten? Denn inuns ist nicht Kraft gegen diesen grossenHaufen, der wider uns kommt» (V 12).Er bekennt auch seine Ratlosigkeit: «Wirwissen nicht, was wir tun sollen …»(V 12). Ja, was kann denn der Herr mitsolchen kraft- und ratlosen Leuten anfangen?Eines aber konnte Josaphat: beten!Er hat verstanden, zum Herrn zu beten,denn er sagt: «… sondern unsre Augensehen nach dir» (V 12). Er ringt sich zumGlauben durch, wirft die ganze Last derMeuniter, Ammoniter und die Armee vonHunderttausenden auf den Herrn, sodasser dem ganzen Volk verkündigen kann:«Glaubet an den Herrn, euren Gott, sowerdet ihr sicher sein …» (V 20). JosaphatsGlaube wirkt so ansteckend, dass eszu einer Glaubensbewegung kommt unddas ganze Volk seinem Glauben an denHerrn Ausdruck gibt. Israel sieht nichtmehr auf diese grosse Armee, die da sobedrohlich vor Jerusalem liegt, sondernglaubt an den unsichtbaren Herrn. Vondiesem siegreichen Glauben des Volkeslesen wir: «Und da sie anfingen mitDanken und Loben, liess der Herr einenHinterhalt kommen über die Kinder Ammonund Moab und die vom Gebirge Seir;die wider Juda gekommen waren, und siewurden geschlagen» (V 22). Israel konntenur noch zusehen, wie der Herr eingriff,denn die Feinde haben sich selbst vernichtet:«Da standen die Kinder Ammonund Moab wider die vom Gebirge Seir;sie zu verbannen und zu vertilgen. Undda sie die vom Gebirge Seir hatten alleaufgerieben, half einer dem andern zumVerderben» (V 23). Das Volk Israel musstealso gar nicht kämpfen, sondern nur einestun: danken und loben.Von der Enge in die WeiteDer Feind droht, bedrückt und quält,aber er ist auch in Ihrem Leben geschlagen,wenn Sie es wagen, sich zumDanken durchzuringen und dann dankenSie bis zur Erweckung hin. Kein Wunder,dass der Psalmist sagt: «Das ist einköstlich Ding, dem Herrn danken, undlobsingen deinem Namen, du Höchster»(Ps 92,2). Wieso? Wenn Sie aufgrund IhresGlaubens zu danken und zu lobenbeginnen, zumal Sie an den unsichtbarenHerrn glauben, hat Gott die Möglichkeit,Sie aus der Enge in die Weite zu führen.Dann nimmt Er Sie aus der BegrenztheitIhres Alltags und gibt Ihnen gewaltigePerspektiven.Wenn man zu danken beginnt, spürtman, wie engstirnig und kurzsichtigman ist. Man sieht nur den eigenenSchreibtisch, die eigene Küche, den eigenenAlltag, man spürt nur die eigenenSchmerzen. Es ist merkwürdig, aber immerwieder kann einem plötzlich etwasden Glaubensblick völlig verdunkeln,sodass man von den kleinen Dingen, dieeinen beschäftigen, gefangen ist. RingenSie sich aber zum Danken durch, dannbricht die Allmacht Gottes durch IhreSchwachheit hindurch und schlägt denFeind, und der Herr selbst öffnet Ihnenganz neue Horizonte, von denen Sie bisjetzt keine Ahnung hatten. Gerade daswill dieses bekannte Psalmwort aussagen:«Opfere Gott Dank. … Wer Dankopfert, der preiset mich; und da ist derWeg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes»(Ps 50, 14.23). Mit anderen Worten: Weres wagt, vom Bitten, Beten und Anbetenins Danken überzugehen, dem zeigt Gotteinen ganz neuen Weg. Um das nun einmalganz persönlich anzuwenden: WissenSie, was Gott Ihnen dann zeigt? Er18Mitternachtsruf > Februar 2004


zeigt Ihnen dann den Weg, für Dinge zudanken, für die Sie natürlicherweise garnicht gewillt wären zu danken, sonderndie Sie grundsätzlich ablehnen würden.Ich habe diesbezüglich schon viele Leutebeobachtet. Sie waren vergrämt, weil etwasan sie herangekommen war, das sieschmerzte, und daraufhin machten sie«den Laden dicht». Der Herr aber will,dass wir dafür danken.Wofür sollen wir denn danken?Eine klare Antwort darauf findenwir zum Beispiel in Psalm 118,21: «Ichdanke dir, dass du mich demütigst undhilfst mir.» Das ist meine persönliche Erfahrungund die Erfahrung aller Knechteund Mägde Gottes, dass sie mit Davidsagen können: «Du hast mich treulichgedemütigt» (Ps 119,75)Wenn Sie gedemütigt werden – sei esvon Ihrer Nachbarin, Ihrem Mitarbeiteroder Ihrer Mitarbeiterin, von den Behörden–, indem Ihnen Unrecht getan wirdund Sie in Ihrer Ehre, in Ihrer Persönlichkeitangetastet werden, dann solltenSie dafür danken. Wer das Wesen Gotteskennt, der kann auch wirklich dafür danken,zumal er bereits vorher zu dankenbegonnen hat. Wer dankt, dringt tiefer indas Wesen Gottes ein, und der Herr zeigtihm den Weg des Heils. Über die KinderIsrael musste der Herr klagen: «MeineWege haben sie nicht erkannt.» WennEr es nun zulässt, dass Sie von Ihrernächsten Umgebung verkannt und nochtiefer gedemütigt werden, dann knienSie nieder und beten Sie: «Ich danke Dirdafür, dass Du mich demütigst.» Davidsagt in Psalm 18,36: «… wenn du michdemütigst, machst du mich gross.» Dasist der Weg Gottes!Ein Zweites, wofür man dankensoll, sind die Geschwister im Herrn.Ich weiss, dass viele Gläubige ihre Gebetskraftverschleudern, indem sie demHerrn erzählen, wie schwer sie es mitdiesem und jenem Glaubensbruder odermit dieser und jener Glaubensschwesterhaben und dann alles Böse von ihnenaufzählen.Wenn Sie den Herrn aber im Dankenkennen lernen, dann danken Sie für alleGlaubensgeschwister. So sagt es Paulus,ein Mann, der nicht übertrieb, denner war sehr knapp mit seinen Worten.Er schreibt den Philippern: «lch dankemeinem Gott, so oft ich euer gedenke»(Kap 1,3). Die Gläubigen dieser örtlichenGemeinde waren ganz wunderbare, klarausgerichtete und treue Kinder Gottes,die zu Paulus hielten. Darum kann maneinwenden, er habe es leicht gehabt,für sie zu danken, nach dem Grundsatz:Bist du lieb zu mir, so bin ich auch liebzu dir. Es ist leicht, für die guten undfreundlichen Geschwister zu danken.Aber Paulus hat auch für die Schwierigenund Lästigen gedankt: «Ich dankemeinem Gott allezeit eurethalben für dieGnade Gottes, die euch gegeben ist inChristo Jesu» (1.Kor 1,4). Die Korinther-Christen waren in ihrem Glaubenslebennoch kaum gewachsen. Paulus hatte vielMühe mit ihnen und musste sie ernstlichermahnen. Aber er beginnt für siezu danken. Wofür konnte er denn danken?Es war doch so viel Streit, Zank,Eifersucht und Verleumdung in der Korinther-Gemeinde,und sie hatte Paulusangegriffen. Wofür also konnte er denndanken? Antwort: «... für die GnadeGottes, die euch gegeben ist in ChristoJesu.» Auch im allerschwierigstenGläubigen findet man immer noch dasAllerbeste: die Gnade Gottes. Man hatimmer Ursache, für das Vorrecht, dass erbegnadigt ist, zu danken, auch wenn manihm nachher die Wahrheit sagen muss.Darin liegt doch gerade die Vollmachtdes Paulus und der Grund, warum dieserMann trotz allem die Flinte nicht einfachins Korn geworfen hat, sondern unbeirrbarweitergegangen ist. Er war auchein Mensch aus Fleisch und Blut undhätte eines Tages sagen können: «Jetztreicht’s mir, jetzt kündige ich …» Aberer hat durchgehalten bis zum Ende, weiler allezeit betete. Das schreibt er denThessalonichern: «Wir danken Gott allezeitfür euch alle und gedenken euer inunserm Gebet ohne Unterlass» (1.Thess1,2). Hier haben wir schon wieder dieseKraftquelle des Dankens, und aus diesemDanken heraus wird dann die wirksameFürbitte geboren.Ist Ihnen in den letzten Tagenallerlei Widerwärtiges begegnet?Der Herr verlangt von uns, dass wirnicht nur für die guten Zeiten danken,sondern auch für die schlechten, für dasPositive und für das Negative. Wir lesendiesbezüglich in Epheser 5,20 etwas, dasfür den natürlichen Menschen unmöglichist: «Und saget Dank allezeit fiiralles Gott und dem Vater in dem Namenunsers Herrn Jesu Christi.» Wir sollen fürdie Nacht und für den Tag, für das Freudigeund das Betrübende danken. Wenn Siedas tun, dann dringen Sie immer mehrin das Wesen Gottes ein; der Herr öffnetIhnen eine Stufe nach der anderen vonSeiner Herrlichkeit und führt Sie in SeineSchatzkammern hinein. Er widerstrahltdie Freude der Ewigkeit in Ihnen, weilSie ein dankendes Kind Gottes gewordensind. Dann stehen Sie schon in der Erweckungdrin; dann ist die Erweckungin Ihrem Leben schon eine Tatsache. Daswirkt dann so ansteckend, dass Tausendedurch Sie mitgezogen werden.Noch einmal kurz zurück zu Josaphat:Erst war er klein, verzagt und niedergeschlagenund wusste nicht mehr, was ermachen sollte. Aber dann drang er imGebet zum Danken durch, weil er dasWort Gottes bekam. Das wirkte so ansteckend,dass ganz Jerusalem imstande war,der Masse der Feinde siegreich zu widerstehen,indem die Bewohner anfingen,dem Herrn zu danken und Ihn zu loben.Wollen wir es nicht ebenso machen? Wirhaben allen Grund dazu!■Mitternachtsruf > Februar 200419


Fragen – AntwortenFragen zur EndzeitFrage: Seit meiner Bekehrung steheich in der Erwartung der WiederkunftJesu. Aber ich bin mir einfachimmer noch nicht im Klaren, obdie Entrückung vor oder nach dergrossen Trübsal stattfi nden wird.Noch etwas anderes beschäftigtmich: Ich muss die Erfahrungmachen, dass Menschen, die sichGotteskinder nennen, weder mit derEntrückung rechnen (es stünde inder Bibel nur einmal etwas davon)noch mit dem Antichristen etwasanfangen können. Sie befassensich stattdessen mit einer grossenErweckung, die noch über dieganze Erde kommen soll, und derAusgiessung des Heiligen Geistes.Es wird auch sehr dafür gebetet,dass die Juden aus allen Nationenin ihr Land zurückkehren sollen,insbesondere dafür, dass sie ausAmerika heimkehren möchten, bevordort schwere Gerichte losbrechenwürden, und ebenso aus derehemaligen UdSSR.Ich glaube, dass die Entrückung derGemeinde Jesu vor den letzten siebenJahren Trübsalzeit stattfinden wird.Dies deshalb, weil die 70. Jahrwochein Daniel 9 zu den vorhergehenden 69Jahrwochen gehört. Und diese beziehensich ausdrücklich nur auf das Volk Israelund die Stadt Jerusalem (Dan 9,24). Siehaben alttestamentlichen Charakter,und zudem war die Gemeinde zu diesemZeitpunkt noch ein Geheimnis.Die Gemeinde ist später, in einer vollkommenneuen Heilszeit, der Zeit derGnade, eingeschoben worden. Wenn sieabgeschlossen ist, das heisst wenn dieGemeinde Jesu entrückt ist, schliesstsich die 70. Jahrwoche an die vorhergehenden69 Jahrwochen an. Darum sinddie Gerichte in den Kapiteln 6 bis 19 derOffenbarung auch eher alttestamentlicherNatur. Die Bibel sagt in 1. Thessalonicher1,10 und 5,9 unmissverständlichklar, dass die Gemeinde nicht zum ZornGottes gesetzt ist. Dieser Zorn Gottesaber beginnt bereits in Offenbarung 6.Vergleichen Sie bitte Offenbarung 6,15-17 mit Jesaja 2,19-21.Von einer endzeitlichen Erweckungspricht die Bibel nirgends. Ganz im Gegenteil,sie redet in Bezug auf die Zeitvor der Wiederkunft Jesu von zunehmendemAbfall. Ungerechtigkeit undSpott werden zunehmen und die Liebewird in vielen erkalten (Mt 14,12). Esist von gräulichen Zeiten die Rede, unddavon, dass die Menschen sich anderenGöttern (Religionen) zuwenden und sichLehrer aussuchen werden, «nach denenihnen die Ohrenjucken» (2.Tim4,3). Die Menschenwerdenimmer wenigerbereit sein, Bussezu tun, und siewerden sich vonder Liebe zurWahrheit abkehren.So schlimmdas klingt, aberdas ist es, wasdie Bibel überunsere Zeit lehrt!Alles andere istganz einfach unnüchtern.Sogar die Juden werden sichuntereinander verraten und sich gegenseitigüberliefern (Mk 13,9-13), und nurein kleiner Teil – die Bibel nennt ihnden Überrest – wird sich tatsächlichbekehren.Das jüdische Volk als Ganzes mussund wird nicht vor dieser grossenTrübsal aus allen Nationen in seineHeimat zurückkehren. Die meistenJuden werden es erst bei der WiederkunftJesu in Herrlichkeit tun. Das wirdaus vielen alttestamentlichen Stellendeutlich, zum Beispiel Hesekiel 36,9-10.24.33-38 und nicht zuletzt auchaus Matthäus 24,30. Danach wird derHerr Sein irdisches Friedensreich inIsrael aufrichten, Israel wird das Hauptder Völker sein. Damit hängt auch die«Denn es wird eine Zeitsein, da sie die heilsameLehre nicht leiden werden,sondern nach ihreneigenen Lüsten werdensie sich selbst Lehreraufladen, nach dem ihnendie Ohren jücken»(2. Tim 4,3)Ausgiessung des Heiligen Geistes aufalles Fleisch zusammen. Zuerst kommtder Herr in Israels Mitte und Israel wirdIhn erkennen (Joel 2,27). Erst «danach»,so heisst es ausdrücklich, wird der HerrSeinen Heiligen Geist auf alles Fleischausgiessen (Joel 3,1-2). Vorher aber, bevorder Herr selber erscheint, werdenWunderzeichen von Feuer und Rauchan Sonne und Mond geschehen (Trübsalzeit,Joel 3,3-5). Und dann wird ErSein Reich aufrichten. Die Juden werdenzuvor noch vom Antichristen und denNationen verfolgt werden, was unter anderemaus Offenbarung 12 ersichtlichwird. Sie sind es auch, die einen Bundmit dem europäischen Fürsten und demAntichristen eingehen und somit einenBund mit dem Scheol, dem Tode machen(Dan 9,26-27; Jes28,15). Dass essich beim Antichristenundfalschen Propheteneindeutig umPersonen handelt,wird nicht zuletztdadurch deutlich,dass sie in denFeuersee geworfenwerden (Offb20,10).Dass überdie Entrückungnur einmal gesprochenwird,stimmt nicht. Der Herr Jesus sprachschon in Johannes 14,1-6 davon. ImWeiteren spricht der Apostel Paulus amSchluss von 1. Korinther 15 über diesesGeheimnis und in 1. Thessalonicher 4ist ebenfalls die Rede davon. Aber selbstwenn es nur einmal geschrieben stünde,wäre das nicht Grund genug, demAllmächtigen zu glauben? Die Ursache,weshalb viele nicht an die Entrückungglauben, liegt darin, dass man vieles inder Heilsgeschichte durcheinander wirftund unnüchtern wird. In Römer 11,25-27 heisst es, dass der Herr sich, wenndie Vollzahl der Gemeinde eingegangenist, wieder Seinem jüdischen Volk zuwendenwird, um es zum Heil zu führen.Also wird die Entrückung zwangsläufigvorher sein.20Mitternachtsruf > Februar 2004


Kurz zusammengefasst: Nach meinerErkenntnis wird die Entrückungalso zuerst stattfinden. Sie bedarfkeiner Vorzeichen und kann jederzeitgeschehen. Danach wird ein Teil Israelseine Erweckung erleben und sich zumHerrn bekehren. Denken wir hierbeiauch an das Auftreten der 144 000 undder zwei Zeugen. Ein Grossteil Israelsaber wird abfallen und den Bund mitdem Antichristen eingehen. Am Endeder Trübsalszeit kommt Jesus sichtbarwieder. Dann wird Er den ÜberrestSeines Volkes retten und Sein Reichaufrichten!N.L.■Ein Lob fürUntreue?Frage: In Lukas 16,8-9 steht vomungetreuen Haushalter geschrieben:«Der Herr lobte den ungetreuenVerwalter, weil er klug gehandelthatte; denn die Kinder dieser Weltsind unter ihresgleichen klüger alsdie Kinder des Lichts. Und ich sageeuch: Macht euch Freunde mit demungerechten Mammon, damit, wenner zu Ende geht, sie euch aufnehmenin die ewigen Hütten.» Das versteheich nicht. Wie kann der Herr denungetreuen Haushalter wegen seinerKlugheit loben?Bei einem Gleichnis müssen wir unsimmer die Frage stellen, worauf dieBelehrung des Gleichnisses hinauswill. Konkret: «Was will mir Jesus mitSeinem Gleichnis für mein persönlichesLeben sagen?» Ein Gleichnis ist nichtdafür gedacht, es bis in die kleinsten Einzelheitenauszulegen. Vielmehr geht esdabei um eine Hauptaussage, die es zuerkennen gilt. Dieses Gleichnis scheintdarauf hinzudeuten, dass der entlasseneHausverwalter Vorkehrungen getroffenhatte, um nach seiner Entlassung einegesicherte Existenz zu haben. In dieserHinsicht war er klug: Er handelte fürdas «Danach».Das sollten wir – im übertragenenSinn – ebenfalls tun: Uns nicht nur umdas Diesseitige kümmern, sondern mitallem, was wir tun und haben an das Danachdenken! Deutlicher gesagt an denMoment, wo wir aus unserer irdischenHütte entlassen werden und diese Erdeverlassen.Dass der Herr den ungerechten Haushalterlobt, heisst auf gar keinen Fall,dass Er seinen Betrug gutgeheissen hat.Sonst hätte Er ihn ganz sicher nicht entlassen.Der Herr rühmt lediglich seineSchlauheit, und auch das hat uns etwaszu sagen. Es bedeutet nämlich, dass dieSöhne dieser Welt im Verwirklichen ihrerZiele und im Anwenden ihrer Methodenoft einfach klüger und konsequentersind als die Kinder des Lichtes für ihreAufgabe hier auf dieser Erde.Ich glaube daher, dass uns diesesGleichnis Folgendes lehren will: Wirsollen alle uns zur Verfügung stehendenMittel – sogar den ungerechten Mammon– im Blick auf das «Danach», für dieEwigkeit einsetzen und als Erstes nachAus der Arbeit des MitternachtsrufJahrzehntelange Treue – Nachfolgergesucht!Meistens dürfen wir in dieser Rubrik vonerfreulichen Ereignissen berichten. Heute istes etwas, was uns mit stiller Wehmut erfüllt:In letzter Zeit erhielten wir eine ganze Anzahlvon Abbestellungen unserer Zeitschriften mitdem Hinweis, dass man aus Altersgründen aufden Mitternachtsruf verzichten müsse. Beiden einen war es das Augenlicht, das nachgelassenhatte, bei anderen schwere Krankheit,die sie zu diesem Schritt veranlasste. DasBewegende: Manche dieser Freunde warennicht nur treue Leser gewesen, sondern hattenuns und unseren Dienst 20, 30 und mehrJahre begleitet und unterstützt! Darunter warauch jemand, der bezeugte, seinerzeit durchWim Malgo, den Gründer unseres Werkes,zum lebendigen Glauben an den Herrn JesusChristus gefunden zu haben.Einer der Leser, der fast von Anfang an(ab Jan. 1959) den Mitternachtsruf und späterauch rund drei Jahrzehnte die Nachrichtenaus Israel bezog, ist der heute knapp97-jährige Schweizer Albert Egli (Foto). DasBand der Verbundenheit mit unserem Werkwurde insbesondere durch eine Israelreise1971 fest geknüpft.dem Reich Gottes trachten. Wir sollendas anvertraute Gut loslassen, das wireinst sowieso verlieren werden. Wennunser Herz ganz dem Herrn gehört,dann wird Er uns über alles kostbar.Dann suchen und finden wir Wege undMöglichkeiten, die kurze Zeit hier aufdieser Erde mit allem, was wir sind undhaben, in die Ewigkeit zu investieren.N.L.■Wenn unser Herz ganz dem Herrn gehört, dann wirdEr uns über alles kostbarWir danken allen langjährigen Freundenund Förderern unseres Werkes sehr herzlichfür ihre Treue! Und gleichzeitig fragen wir:Wer tritt in die Fussstapfen derjenigen, diesich aus Altersgründen zurückziehen mussten?Wer hilft uns, das Werk des Herrn weitervoranzutreiben? Dass Treue in unsererschnelllebigen Zeit immer rarer wird, bekommenviele Werke, Gemeinden und Missionareschmerzlich zu spüren. Aber Treue ist einesder Kennzeichen der Gläubigen, denn nachGalater 5,22 ist sie eine Frucht des HeiligenGeistes! Lassen wir uns vom Herrn gebrauchen,denn es kommt die Nacht, da niemandwirken kann (Joh 9,4).E.V.■Albert Egli, seit 1959 Abonnent desMitternachtsrufsMitternachtsruf > Februar 200421


VorschauDie nächste Ausgabe erscheint am04.03.2004, mit u.a. diesem Thema*:«Die hohe Berufung der GemeindeJesu»*Änderungen vorbehaltenImpressumMissionswerk und Verlag Mitternachtsrufwww.mitternachtsruf.chGRÜNDER Wim Malgo (1922-1992)VORSTAND Peter Malgo, Norbert Lieth, Conno Malgo, JonathanMalgoSCHWEIZ Mitternachtsruf, Eichholzstr. 38, 8330 Pfäffi kon ZH, Tel.:(0041) 01 952 14 14DEUTSCHLAND Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V.,Kaltenbrunnenstr. 7, 79807 Lottstetten, Tel.: (0049) 07745 8001ORGAN Der «Mitternachtsruf» erscheint monatlich. Er istausserdem in englischer, französischer, holländischer, italienischer,portugiesischer, rumänischer, spanischer, tschechischer undungarischer Sprache erhältlich.REDAKTION (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 01 952 14 16,Fax: (0041) 1 952 14 05, E-Mail: redaktion@mnr.ch, Mitarbeiter:Brigitte Hahn, Friedgard Huber, Werner Huber, Elke Lieth, NorbertLieth, Conno Malgo (Ltg.), Elsbeth VetschLAYOUT (Adresse Schweiz) E-Mail: layout@mnr.ch, Mitarbeiter:Walter Dürr, Daniel Malgo, Gabriel Malgo, Jonathan Malgo, StephanNabulon, Fredy PeterSEELSORGERLICHE FRAGEN (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 01952 14 08, E-Mail: seelsorge@mnr.ch, Mitarbeiter: Werner Huber,Marcel Malgo, Samuel Rindlisbacher, Elsbeth Vetsch,VERLAG, ABONNEMENTE UND ADMINISTRATION (AdressenSchweiz und Deutschland siehe oben) Tel. Schweiz: 01 952 1415, Fax Schweiz: 01 952 14 11, Tel. 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Abonnemente laufen ein Jahr (beginnend jeweils Januar)und werden automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, wenn sienicht einen Monat vor Jahresende gekündigt werden.ZWEIGSTELLEN-VERZEICHNIS www.mitternachtsruf.ch/weltweitINITIALEN DER AUTOREN IN DIESER AUSGABEB.V. > Burkhard Vetsch; E.V. > Elsbeth Vetsch; K.T. > Kenneth Toms;N.L. > Norbert LiethDir kann nur Jesus helfenWarum sollten wir uns um Gott kümmern?Kein Radio, kein Fernsehapparat, kein Computer, keine Autos, keine Flugzeuge und kein Telefon– was für eine merkwürdige Welt wäre das! Und doch existierten vor rund 150 Jahren nochkeine dieser modernen Wunder.Heutzutage wissen die Menschen über so viele Dinge besser Bescheid als damals – über sichselbst, über den Planeten, auf dem wir leben, über das Universum. Und doch – etwas stimmtnicht!Im letzten Jahrhundert hat die Menschheit zwei grosse Weltkriege erlebt. Gewalttätigkeit, Unmoralund Zügellosigkeit haben die Welt mehr denn je überfl utet. Die Zunahme der Ehescheidungenist erschreckend. Und mitten in diesem Chaos von Erfolg und Niederlage fragen Junge undAlte: «Warum sollten wir uns um Gott kümmern?»Aus folgenden Gründen aber müssen wir uns um Gott kümmern:Er hat uns geschaffen! Unser Leben gehört gar nicht uns. Gott selber hat es uns geliehen. JederAtemzug, jeder Schritt, jeder Herzschlag – alles liegt in Seinen Händen. Wie wunderbar ist es,dass Gott uns nicht zu lebendigen Maschinen, sondern zu lebendigen Seelen gemacht hat. Gottmacht keine zweiten Aufl agen! Wir sind alle verschieden. Ein jeder von uns ist ein Original.Einer der überzeugendsten Beweise dafür, dass Gott uns erschaffen hat, ist die Tatsache,dass wir die Fähigkeit besitzen, unsere Herzen und Gedanken zu Ihm emporzuheben. Um einenbiblischen Ausdruck zu gebrauchen: Jeder von uns ist fähig, «den Herrn zu suchen».Die Tatsache, dass Gott uns geschaffen hat, ist schon ein genügender Grund dafür, SeinenWillen zu tun.Er liebt uns! Alles, was wir haben, kommt von Gott. Unsere Nahrung, unsere Kleider, sind vonIhm. Er sorgt täglich für alles, was wir bedürfen.Wir sind aber nicht nur lebendige Kreaturen, sondern nach der Heiligen Schrift hat uns Gottzu Seinem Ebenbild erschaffen. Der erste Mensch Adam wollte ohne seinen Schöpfer leben undverliess Gott – er nahm selber den Platz ein in seinem Leben, der Gott gebührt. Das ganze AlteTestament ist ein Bericht von Gottes Wirken, um Menschen wieder zurückzugewinnen. Er sandteBoten, die Propheten, doch wurde Seine Botschaft der Liebe zurückgewiesen. Zuletzt sandteGott Seinen eigenen Sohn. Wenn wir von Gottes Gnade sprechen, dann verstehen wir darunter,was Seine Liebe tat, ohne dass wir es verdienen.Er braucht uns! Gott hat uns geschaffen – Gott liebt uns – und Er braucht uns. Er will uns SeineLiebe in der herrlichsten Freundschaft, die es gibt, mitteilen. Er hat einen bestimmten Plan füruns. Vielleicht haben wir diesen Plan noch nicht entdeckt, dennoch aber ist er da. Was wir auchsind, ob Arzt, Bauer, Architekt, Hausfrau, Hilfsarbeiter, Krankenschwester oder Pfarrer, ob arbeitslosoder invalid – wenn wir nicht zuerst Raum für Jesus Christus in unserem Leben gemachtund Ihn als unseren persönlichen Heiland angenommen haben, werden wir versagen, denn:Wir brauchen Ihn!, und zwar in dreifacher Weise:1. Um mit unserer Sünde fertig zu werden. Wir können die Versuchung nicht überwinden, solangedie Sünde noch in uns herrscht und wir nicht zu Jesus Christus gekommen sind, damit Eruns reinige. «Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben inChristus Jesus, unserem Herrn» (Röm 6,23).2. Um uns den Weg zu zeigen. Ohne Ihn ist unser Weg dunkel und ungewiss. Wir brauchennicht nur einen Erlöser, sondern auch einen Führer, der uns leitet. Jesus selber hat gesagt: «Ichbin der Weg … Niemand kommt zum Vater als nur durch mich» (Joh 14,6).3. Um uns bis zuletzt zu bewahren. Aus eigener Kraft können wir niemals ein Gott gefälligesLeben führen. In Jesus Christus haben wir einen Heiland und Freund, der verspricht, uns auf diesemWeg zu bewahren. Ja, Er vermag uns «ohne Straucheln zu bewahren und vor seine Herrlichkeittadellos mit Jubel hinzustellen» (Jud 24).Fragen Sie immer noch: Warum sollten wir uns um Gott kümmern? Sie haben die Antwort gehört:Weil Er uns geschaffen hat, weil Er uns lieb hat und weil wir Ihn brauchen! K.T. ■22Mitternachtsruf > Februar 2004

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