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Die Wirtschaft August 2015

Die Wirtschaft August

Branchen & Betriebe: Die Welt des guten Farbtons Seite 12/13 Geld & Geschäft: Schutz vor windiger Geldanlage Seite 17 Leben & Wissen: Im Takt der guten alten Zeit Seite 28/29 DIE WIRTSCHAFT Ausgabe 4/15 Münster | Münsterland www.die-wirtschaft-muensterland.de www.agravis.de Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG Soester Straße 13, 48155 Münster ZKZ 88690 PVST Preis: 2,00 Euro Achtung, Baustelle! Beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur mangelt es an Geld und gutem Willen Diskussionen über die chronisch unterfinanzierte Verkehrsinfrastruktur haben hin und wieder den Charakter eines Kartenspiels. Die Verantwortung für das Wohl und Weh eines Projekts wird wie der „Schwarze Peter“ hin- und hergeschoben. In jüngster Zeit besonders gut an den Schaukämpfen über die Verteilung von EU- und Bundeszuschüssen abzulesen. Das Ärgerliche: Auch im Münsterland wartet die Wirtschaft auf die Umsetzung mehrerer wichtiger Projekte. Die Schubladen der Planer fast leer, kaum baureife Straßenbauprojekte in NRW. Folge: Das Land werde im Ländervergleich abgehängt. So düster beschreibt der CDU-Verkehrspolitiker Klaus Voussem die Lage unter Rot-Grün und verweist darauf, dass vom 2,7 Milliarden Euro schweren Investitionspaket des Bundes nur 128 Millionen nach NRW tröpfeln. Stimmt alles nicht, hält Verkehrsminister Michael Groschek dagegen: NRW werde von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt absichtlich und mutwillig benachteiligt. Fortsetzung auf Seite 2 OFFEN GESAGT Los jetzt! Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist auf den Hund gekommen. Das muss man wohl so sagen. Straßen kaputt, Brücken marode und zu wenig Geld da für die Sanierung oder den nötigen Neubau. Das ist ein Trauerspiel. Mindestens genauso schlimm aber sind in diesem Kontext drei andere Aspekte. Da ist zum einen der Faktor Zeit, die mangelnde Kooperation und die Ebbe in der Projektmappe. Dass beispielsweise die Planungen für den Ausbau der B67n bis in das Jahr der ersten Mondlandung 1969 zurückgehen – und noch immer nichts passiert ist, zeugt nicht gerade von effektiver Arbeit. Dass beim sechsspurigen Ausbau der A1 zwischen dem Kamener Kreuz und dem Kreuz Lotte/ Osnabrück sowohl Bund als auch Land Ja sagen, bei der Frage des Wie jedoch an den entgegengesetzten Enden des Seiles ziehen ist widersinnig. Geradezu grotesk wird das Ganze, wenn in Berlin dann doch ein paar Milliarden für neue Verkehrsprojekte auf der hohen Kante liegen und NRW gerade keine planungsreifen Projekte in der Schublade hat. Also: Gas geben bei der Planung, Schulterschluss bei Vorhaben, die unstrittig sind – schließlich eignet sich das Thema Verkehrsinfrastruktur nicht für parteipolitisches Fingerhakeln – und endlich nicht nur auf Sicht, sondern vorausschauend fahren, heißt: frühzeitig für die Zukunft planen. All das darf man wohl erwarten. er Die besten Arbeitgeber Wettbewerb „Great Place to Work“ geht im Münsterland in eine neue Runde Sparkasse Münsterland Ost, Apetito, Zeb, Orderbase Consulting, Erdgas Münster Gruppe und WL Bank haben eines gemeinsam: Sie tragen jeweils die Auszeichnung „Great Place to Work“. 4 198869 002009 2 0 0 3 5 Auch in diesem Jahr können sich Unternehmen wieder an der Initiative „Beste Arbeitgeber im Aünsterland“ M beteiligen. Ziel der 2012 ins Leben gerufenen Initiative ist es, Unternehmen und Arbeitgeber der Region nachhaltig darin zu unterstützen, ihre Arbeitgeberattraktivität auf Basis zuverlässiger Standards zu messen, zu vergleichen und weiterzuentwickeln. Zugleich soll das Münsterland als attraktiver Arbeits- und Wirtschaftsstandort gestärkt werden. Denn: Aus Mitarbeitersicht nachweislich sehr gute Arbeitgeber haben engagiertere Beschäftigte und sind damit leistungsfähiger und innovativer. Sie zeigen durchschnittlich eine um bis zu 50 Prozent geringere Zahl an Krankheitstagen, eine nur halb so hohe Fluktuationsrate und eine signifikant bessere Wirtschaftlichkeit. Zugleich haben attraktive Arbeitgeber deutliche Vorteile bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Münsterland e.V. und der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) sind Partner der Initiative. Die Teilnehmer profitieren von der Analyse und der Entwicklungsunterstützung. Die besten Arbeitgeber der Region zeichnet das internationale Forschungs- und Beratungsinstitut mit dem international anerkannten „Great Place to Work“-Qualitätssiegel aus, welches die Preisträger automatisch für den Landeswettbewerb „Beste Arbeitgeber in NRW“ qualifiziert. Mitmachen können große, mittlere und kleine Unternehmen (ab zehn Beschäftigten) sowie Non-Profit-Organisationen, öffentliche Einrichtungen und weitere Arbeitgeber aller Art. Informationen unter www.greatplacetowork.de/münsterland. Die Teilnahme an einer Benchmark- Befragung „Beste Arbeitgeber im Münsterland“ ist auch ohne Wettbewerbsteilnahme möglich. Ansprechpartner ist Georg Reckersdrees, Telefon 0221/ 93 33 5 - 147, E-Mail: greckerdrees@greatplacetowork.de Wir helfen wachsen.