4. Gesellschaftsvertrag der GSP II EDELMETALLE GmbH & Co ... - L'or

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4. Gesellschaftsvertrag der GSP II EDELMETALLE GmbH & Co ... - L'or

Machen Sie Ihr Vermögen unvergänglich.

GSP II EDELMETALLE

Geschlossener Fonds für Edelmetalle WKN A1JM2D ISIN DE000A1JM2D9


Marcus Meyn

Vorstand der

L'or Aktiengesellschaft

VORWORT

Sehr geehrte Anlegerin,

sehr geehrter Anleger,

dass edles Metall zu den sichersten Kapitalanlagen gehört, weiß man spätestens

seit der jüngsten Finanzkrise. Doch scheinen die meisten Anleger nicht von spekulativen

Börsengeschäften lassen zu wollen. Warum auch? Selbst die großen, mit Steuergeldern

vor dem Ruin geretteten Banken und Finanzdienstleister sind wieder zur Tagesordnung

übergegangen. Versuchen, möglichst schnell möglichst hohe Profite zu erzielen – und

nehmen dafür auch das Risiko herber Verluste in Kauf. Ein Wagnis, das sie auf die

privaten Sparer und Anleger verteilen. Wie riskant aber diese Art der Vermögensbildung

ist, hat uns nicht erst die letzte Krise gezeigt. Seit über 250 Jahren kommt es immer

wieder zu Markt- und Börsencrashs. Das lässt nur einen Schluss zu: Krisen sind

systemimmanent, die auf stetes Wachstum bauende Weltwirtschaft produziert sie selbst.

Denn ihr Lebenselixier ist ein äußerst flüchtiges Element: das Geld.

Die Menge der weltweit umlaufenden papierenen Zahlungsmittel übersteigt

den Wert vorhandener Güter bei weitem. Es gibt zu wenig Sicherheiten, das finanzielle

Potenzial gezeichneter Papiere beruht immer mehr auf Spekulationen. Kein Wunder

also, wenn die Kaufkraft jedes Dollars, jedes Euros stetig abnimmt. Um dies zu

kompensieren, muss mehr Geld her – eine Spirale, die nur echte Reformen des

monetären Systems stoppen können. Bis dies gelingt, sollten Sie Ihr Vermögen vor

Verlusten schützen. Wer in Gold, Silber und Platin investiert, erhält für sein Geld einen

realen, langfristig steigenden Gegenwert, denn die Ressource Edelmetalle ist endlich

und begehrt. Das wissen auch die Investmentdienstleister. Bei den meisten hat der

Anleger aber kein physisches Edelmetall in der Hand, sondern wieder nur ein Stück

Papier, ein Zertifikat, eine Option. Der eigentliche Wertgegenstand bleibt ihm

vorenthalten.

Ein undurchsichtiger, unbefriedigender Zustand für Anleger. Wer sein Vermögen

absichern will, sollte sich darauf verlassen können, dass das Edelmetall gut

verwahrt in seiner Nähe ist und bleibt. Ein Vorzug, den die geschlossenen Fonds von

L’or bieten. Abgesehen von ihrer physischen Existenz: Dank unserer speziellen Anlageund

Einkaufsstrategie erwirtschaften unsere Kunden damit auch attraktive Zuwächse.

Sicherheit vor schnellem Profit: Das ist unser Gegenentwurf zum spekulativen

Geschäft mit künstlichen Werten. Die Marktprognosen bestätigen uns darin. In einer

Welt, in der Werte immer rasanter schwinden, geben Gold, Silber und Platin von L’or

Ihrem Vermögen Beständigkeit. Und Ihnen ein gutes Gefühl, das mit Geld nicht zu

bezahlen ist.

Willkommen in einer sicheren Zukunft. Willkommen bei L’or.

Marcus Meyn, MBA, Vorstand der L’or Aktiengesellschaft

GSP II Seite 2


INHALT

Vorwort 2

Inhalt 3

Kapitel A – Der Fonds 5

1. Beteiligung im Überblick 6

2. Prospektverantwortung 14

3. Risiken der Beteiligung 15

4. Ihr Partner – Kompetenz in Sachen Edelmetallanlagen 23

Kapitel B – Das Beteiligungsangebot 27

1. Nur physische Edelmetalle bieten maximale Sicherheit 28

2. Maximale Sicherheit: Edelmetalle von L’or 31

3. Das Unternehmen: Struktur, Know-how, Kundennähe 33

4. Alle Vorteile von L’or noch einmal im Überblick 35

Kapitel C – Die wirtschaftlichen Grundlagen 37

1. Mittelherkunfts- und Mittelverwendungsprognose 38

2. Planungsrechnung 2012 bis 2023 42

3. Prognostizierte Kapitalrückflussrechnung 46

4. Sensitivitätsanalysen (Abweichungen von der Prognose) 48

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin 51

6. Planzahlen zu Produktion, Investitionen, Umsätzen und Ergebnissen 56

Kapitel D – Die rechtlichen und steuerlichen Grundlagen 59

1. Übersicht der beteiligten Partner 60

2. Rechtliche Grundlagen 62

3. Steuerliche Grundlagen 89

4. Gesellschaftsvertrag der GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG 94

5. Treuhand- und Verwaltungsvertrag 108

6. Mittelverwendungskontrollvertrag 114

Kapitel E – Anhang 117

1. Leitfaden zur Zeichnung (mit GwG) 118

2. Haftungs- und Angabenvorbehalt 120

3. Verbraucherinformation für den Fernabsatz 121

Anhang 127

Handelsregistervollmacht 129

Beitrittserklärung 131

HINWEIS NACH § 2 ABS. 2 SATZ 2 VERMVERKPROSPV:

Die inhaltliche Richtigkeit der im Prospekt gemachten Angaben ist nicht Gegenstand

der Prüfung des Prospektes durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

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DER FONDS

1. Beteiligung im Überblick

Seite 6

2. Prospektverantwortung

Seite 14

3. Risiken der Beteiligung

Seite 15

4. Ihr Partner – Kompetenz in Sachen Edelmetallanlagen

Seite 23

GSP II Seite 5GSP

II Seite 5

Kapitel A


KAPITEL A · DER FONDS

1. Beteiligung im Überblick

FONDSGESELLSCHAFT:

GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG (GSP II)

ART DER VERMÖGENSANLAGE:

Kommanditanteile an einer GmbH & Co. KG. Unmittelbar oder mittelbar.

BETEILIGUNGSALTERNATIVEN:

Einmalanlage: Mindestzeichnungsbetrag 5.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio.

Spar: Mindestzeichnungsbetrag 6.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio; zahlbar durch eine

Einmalzahlung in Höhe von 10 Prozent des Zeichnungsbetrages (mindestens 600 Euro)

zzgl. 5 Prozent Agio auf den gesamten Zeichnungsbetrag sowie mindestens 108

monatliche Raten in Höhe von mindestens 50 Euro.

Die Einmalzahlung berechnet sich somit wie folgt:

12 x Laufzeit x monatliche Sparrate = Zeichnungsbetrag

10 Prozent auf Zeichnungsbetrag = x

5 Prozent Agio auf Zeichnungsbetrag = y

Einmalzahlung = x + y

Beispiel zur Berechnung der Einmalzahlung (10 Jahre Laufzeit, monatliche Sparrate in

Höhe von 50 Euro):

12 x 10 Jahre Laufzeit x 50 Euro = 6.000 Euro

10 Prozent auf Zeichnungsbetrag = 600 Euro

5 Prozent Agio auf Zeichnungsbetrag = 300 Euro

Einmalzahlung = 900 Euro

ANLAGEOBJEKTE:

Die Fondsgesellschaft investiert in Gold, Silber und Platin in Barrenform.

LAGERUNG:

Das erworbene Gold, Silber und Platin wird in dem fi rmeneigenen Tresor der L’or AG

(Initiatorin des Fonds) in Deutschland, Nienburg/Weser, eingelagert. Die Tresoranlage

gehörte früher der Deutschen Bundesbank und wurde von dieser für ihre Zwecke

genutzt. Die Tresoranlage genügt daher höchsten Sicherheitsansprüchen.

GSP II Seite 6


KAPITEL A · DER FONDS

Der Betrieb der Tresoranlage erfolgt in Kooperation mit der Sparkasse Nienburg. Die

Sparkasse Nienburg übernimmt hierbei die Rolle der Verwahrerin der Edelmetalle. Als

Verwahrerin hat die Sparkasse Nienburg einzig und allein die Schlüsselgewalt über die

Tresoranlage inne und übernimmt die Verantwortung für die ordnungsgemäße

Lagerung der Edelmetalle. Dieses besondere Lagerungskonzept im Vier-Augen-Prinzip

zwischen der L’or AG als Eigentümerin der Tresoranlage (ohne Schlüsselgewalt)

und der Sparkasse Nienburg als Verwahrerin der Edelmetalle (mit Schlüsselgewalt)

ermöglichen ein Höchstmaß an Sicherheit bei der Lagerung der Edelmetalle im

Sinne der Anleger. Darüber hinaus sind die eingelagerten Edelmetalle in Höhe des

Wiederbeschaffungswerts gegen Raub und Einbruchdiebstahl versichert.

LAUFZEIT:

Der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft ist auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Die Gesellschaft kann von dem Anleger nach Ablauf von 10 Jahren nach seiner ersten

Kapitaleinzahlung gekündigt werden. Nach Ablauf der 10 Jahre kann der Anleger seine

Beteiligung zum 20. eines jeden Monats mit Wirkung zum Monatsende kündigen.

Im Fall der Kündigung seiner Beteiligung kann der Anleger gemäß den Regelungen des

Gesellschaftsvertrages den Wert seiner Beteiligung auch in Edelmetallen ausgehändigt

bekommen. Anders als z. B. bei einer Lagerung der Edelmetalle in einem Zollfreilager

im Ausland, muss der Anleger bei Erhalt der Edelmetalle keine Umsatzsteuer oder

Einfuhrumsatzsteuer entrichten, da die Umsatzsteuer bereits beim Erwerb des Silbers

und Platins durch die Fondsgesellschaft angefallen ist.

ANGEBOTSDAUER:

Die Zeichnung der Vermögensanlage ist bis zum 31. Dezember 2013 möglich.

Die Geschäftsführung ist berechtigt, diese Frist bis zum 31. Dezember 2014 zu verlängern.

KOSTEN UND PROVISIONEN:

1.) Einmalig Agio: 5 Prozent auf die Zeichnungssumme

2.) Laufende Vergütungen

2,40 Prozent p. a.: Geschäftsführung

0,18 Prozent p. a.: Treuhänderin

0,06 Prozent p. a.: Komplementärin

2,64 Prozent gesamt

zzgl. etwaiger gesetzlicher Umsatzsteuer

Berechnungsgrundlage für die Höhe der Vergütungen ist der Depotwert der

Fondsgesellschaft vor Kosten. Zum Begriff des Depotwerts wird auf Seite 45 dieses

Prospektes verwiesen.

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KAPITEL A · DER FONDS

3.) Einmalige Vergütungen

10 Prozent (inkl. etwaiger gesetzlicher Umsatzsteuer) aller verbindlich gezeichneten

und eingezahlten Kommanditeinlagen für die Geschäftsführung für die Vermittlung

des Eigenkapitals;

100.000 Euro zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer für die Geschäftsführung für die

Übernahme der Prospektgestaltung und Drucklegung;

20.000 Euro zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer für den Mittelverwendungskontrolleur.

Zum Anspruch der Geschäftsführung auf eine weitere Vergütung für die

Vermittlung der Aufnahme weiterer Kommanditisten sowie im Falle des Verkaufs

von Edelmetallen wird auf den Abschnitt „Provisionen“ auf Seite 78 f. verwiesen.

Diese Emission bietet dem Anleger die Möglichkeit, sich direkt als Kommanditist

oder mittelbar als Treugeber an der Fondsgesellschaft GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

zu beteiligen. Die Fondsgesellschaft beabsichtigt, frühestens einen Tag nach der

Veröffentlichung des Verkaufsprospektes real existierende, zertifizierte Edelmetalle –

Gold, Silber und Platin in Barrenform – zu erwerben, zu halten, zu ver walten und zu

veräußern. Das geplante Gesamtinvestitionsvolumen bis zum 31. Dezember 2013 beträgt

dabei 10.521.000 Euro (inkl. Agio).

Die Geschäftstätigkeit der Fondsgesellschaft ist auf Investitionen in Gold, Silber und

Platin in real existierenden Barren beschränkt. Die Fondsgesellschaft soll die genannten

Edelmetalle wertmäßig zu gleichen Teilen erwerben, ist hierzu aber nicht zwingend

verpflichtet. Sofern nach Ansicht der Fondsgesellschaft günstige Konditionen und

Entwicklungen für ein bestimmtes Edelmetall zu erwarten sind, kann sie in das

entsprechende Edelmetall mehr Vermögen investieren als in die anderen Edelmetalle.

Hierzu kann die Fondsgesellschaft das Depot auch mittelfristig umschichten. Die

Fondsgesellschaft wird lediglich einen Anteil von maximal 10 Prozent der eingezahlten

Einlagen auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto halten, um Anleger auch ohne den

Verkauf von Edelmetallen auszahlen zu können und um Kosten für die Verwahrung

der Edelmetalle, die Verwaltung der Beteiligung und alle weiteren laufenden Kosten

abdecken zu können.

Dem Anleger stehen folgende Beteiligungsmöglichkeiten zur Verfügung:

GSP II Einmalzahlung (einmalige Einzahlung, Mindestbeteiligungssumme

5.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio),

GSP II Spar Mindestzeichnungsbetrag 6.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio; zahlbar

durch eine Einmalzahlung in Höhe von 10 Prozent des Zeichnungsbetrages

(mindestens 600 Euro) zzgl. 5 Prozent Agio auf den gesamten Zeichnungsbetrag

sowie mindestens 108 monatliche Raten in Höhe von mindestens 50 Euro.

Die Einmalzahlung berechnet sich somit wie folgt:

12 x Laufzeit x monatliche Sparrate = Zeichnungsbetrag

10 Prozent auf Zeichnungsbetrag = x

5 Prozent Agio auf Zeichnungsbetrag = y

Einmalzahlung = x + y

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KAPITEL A · DER FONDS

Beispiel zur Berechnung der Einmalzahlung (10 Jahre Laufzeit, monatliche Sparrate

in Höhe von 50 Euro):

12 x 10 Jahre Laufzeit x 50 Euro = 6.000 Euro

10 Prozent auf Zeichnungsbetrag = 600 Euro

5 Prozent Agio auf Zeichnungsbetrag = 300 Euro

Einmalzahlung = 900 Euro

INVESTITION

Das geplante Gesamtinvestitionsvolumen der Fondsgesellschaft bis zum 31. Dezember 2013

beträgt inkl. Agio 6.588.500 Euro. Dieser Betrag soll sich durch weitere Ratenzahlungen

der GSP II Spar Anleger nach Ablauf der Zeichnungsfrist bis zum Jahr 2022 auf

10.521.000 Euro inkl. Agio weiter erhöhen. Während der Investitionsphase fällt

prognosegemäß Agio in Höhe von 501.000 Euro an. Prognosegemäß stehen 8.869.864

Euro für den Erwerb der Edelmetalle Gold, Silber und Platin – einschließlich der

Liquiditätsreserve sowie den ausstehende Spareinlagen – zur Verfügung. Der

detaillierte prognostizierte Investitionsplan ist in dem Kapitel „Mittelherkunfts- und

Mittelverwendungsprognose“ abgebildet und erläutert, siehe Seite 38–40.

KOSTEN DER INVESTITIONSPHASE

Während der Investitionsphase bis zum 31. Dezember 2013 fallen prognosegemäß 19,61

Prozent fondsabhängige Kosten für Vergütungen – bezogen auf das bis dato eingezahlte

Kommanditkapital – an. Nachfolgend werden die komprimierten Kosten während der

Investitionsphase tabellarisch dargestellt. Im Übrigen wird auf die prognostizierte

Planungsrechnung für den Zeitraum vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2023

verwiesen, siehe Seite 42 f.

(PROGNOSE)

Kosten der Investitionsphase

in der Investitionsphase vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2013

(Prognose)

Aufwand für den Erwerb oder die Herstellung

des Anlageobjektes inkl. Nebenkosten

Vergütungen

Liquiditätsreserve

Gesamt

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Absolut

in Tsd. Euro

5 . 4 3 0

1.327

9

6.766

Prozent

der Summe

8 0 , 2 5 4 2

19,6128

0,1330

100

Prozent

des Eigenkapitals

(inkl. Agio)

8 0 , 2 5 4 2

19,6128

0,1330

100


KAPITEL A · DER FONDS

BEITRITT UND EINZAHLUNG

Beteiligungen können direkt oder treuhänderisch in der Emissionsphase erworben

werden. Treuhandkommanditistin ist die L’or capital trust admin GmbH. Während

der Fondslaufzeit können Treuhandverhältnisse in unmittelbare Beteiligungen

als Kommanditist umgewandelt werden. Die Einzahlung der Kapitaleinlage zzgl.

5 Prozent Agio für Anleger der Beteiligungsalternative GSP II Einmalanlage erfolgt

unmittelbar nach Annahme des Beitritts durch die Geschäftsführung auf das Konto

der Gesellschaft. Anleger der Beteiligungsalternative GSP II Spar leisten unmittelbar

nach Annahme des Beitritts durch die Geschäftsführung eine Einmalzahlung in Höhe

von 10 Prozent der vereinbarten Sparraten (Summe aller monatlichen Sparraten) zzgl.

5 Prozent Agio sowie in den Folgemonaten – jeweils zum ersten Werktag eines jeden

Monats – Raten in Höhe von mindestens 50 Euro auf das Konto der Gesellschaft.

Das Kommanditkapital erhöht sich gemäß der Planungsrechnung aufgrund der

monatlichen Zahlungen der Anleger der Beteiligungsalternative GSP II Spar bis Ende

2023 auf einen Betrag in Höhe von 10.020.000 Euro. Das Agio beträgt insgesamt

501.000 Euro.

ZIELGRUPPE

Das vorliegende Angebot richtet sich an natürliche Personen mit Wohnsitz/Sitz

in Deutschland, die ihr Kapital langfristig in einer unternehmerischen Beteiligung

anlegen möchten und die ihren Anteil an dem Fonds in ihren steuerlichen

Privatvermögen halten.

Bei der angebotenen Vermögensanlage handelt es sich um eine Beteiligung

an einer Personengesellschaft in Form einer GmbH & Co. KG nach deutschem Recht

mit einem langfristigen Anlagehorizont.

ZEICHNUNGSBETRAG

Der Erwerbspreis entspricht dem Zeichnungsbetrag. Der Zeichnungsbetrag beträgt für

die Beteiligungsalternative GSP II Einmalanlage 5.000 Euro oder einen höheren Betrag

- auf volle 100 Euro lautend - zzgl. 5 Agio.

Bei der Beteiligungsalternative GSP II Spar beträgt der Zeichnungsbetrag 6.000

Euro oder einen höheren Betrag - auf volle 100 Euro lautend – zzgl. 5 Prozent Agio;

zahlbar durch eine Einmalzahlung in von 10 Prozent des Zeichnungsbetrags

(mindestens 600 Euro) zzgl. 5 Agio auf den gesamten Zeichnungsbetrag sowie

mindestens 108 monatlicher Raten in Höhe von 50 Euro oder eines höheren Betrags,

der durch 10 teilbar sein muss. Die Einzahlungslaufzeit für die monatlichen Raten ist

nicht begrenzt.

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KAPITEL A · DER FONDS

Die Einmalzahlung berechnet sich somit wie folgt:

12 x Laufzeit x monatliche Sparrate = Zeichnungsbetrag

10 Prozent auf Zeichnungsbetrag = x

5 Prozent Agio auf Zeichnungsbetrag = y

Einmalzahlung = x + y

Beispiel zur Berechnung der Einmalzahlung (10 Jahre Laufzeit, monatliche Sparrate in

Höhe von 50 Euro):

12 x 10 Jahre Laufzeit x 50 Euro = 6.000 Euro

10 Prozent auf Zeichnungsbetrag = 600 Euro

5 Prozent Agio auf Zeichnungsbetrag = 300 Euro

Einmalzahlung = 900 Euro

ANZAHL UND GESAMTBETRAG DER ANGEBOTENEN

VERMÖGENSANLAGE

Der Gesamtbetrag der angebotenen Vermögensanlage beträgt 10.020.000 Euro. Aufgrund

der Mindestzeichnungssumme von 5.000 Euro können daher maximal 2.004

Kommanditanteile gezeichnet werden.

RECHTE AUS DER VERMÖGENSANLAGE

Nach dem Gesellschaftsvertrag verfügt jeder Anleger u. a. über folgende Rechte:

Auskunft über wesentliche Angelegenheiten;

Vorlage des Jahresabschlusses;

Teilnahme an Gesellschafterversammlungen;

Übertragung des Stimmrechts;

Beteiligung an Ergebnis und Vermögen der Gesellschaft;

Übertragung der Beteiligung mit Zustimmung der Geschäftsführung;

Kündigung der Beteiligung (erstmals zum 31. Dezember 2013).

Auf den Abschnitt „Mit der Vermögensanlage verbundene Rechte“ in diesem Prospekt

(Seite 73 f.) wird verwiesen. Treuhandbeteiligungen stehen direkt gehaltenen

Kommanditbeteiligungen gleich. Die Umwandlung der Treuhandbeteiligung in die

Stellung eines Kommanditisten ist frei möglich.

Die vorstehenden Rechte sind mit der Pflicht zur Erbringung der Kapitaleinlage

sowie Treuepflichten verbunden. Eine Rückübertragung von Kommanditanteilen an

die Gesellschaft ist nicht möglich.

GSP II Seite 11


KAPITEL A · DER FONDS

HAFTUNG

Die Haftung der Kommanditisten ist im Außenverhältnis auf die in das Handelsregister

eingetragene Haftsumme beschränkt. Diese beträgt hinsichtlich der weiteren

Kommanditisten 10 Prozent der übernommenen Pflichteinlage. Diese Haftung erlischt

erst mit der Leistung der Einlage, lebt jedoch in dem Umfang wieder auf, wie durch

Auszahlungen der Gesellschaft zu dem Zeitpunkt, zu welchem solchen Auszahlungen

keine Gewinne gegenüberstehen, die im Handelsregister eingetragene Haftsumme

unterschritten wird. Es besteht keine Nachschusspflicht der Kommanditisten. Weitere

Leistungen, insbesondere Zahlungen, haben die Anleger nicht zu erbringen. Auf den

Abschnitt „weitere Leistungen“ in diesem Prospekt auf Seite 77 wird verwiesen.

STEUERLICHE KONZEPTION

Die angebotene Vermögensanlage ist als vermögensverwaltender geschlossener

Edelmetallfonds konzipiert. Aufgrund der vermögensverwaltenden Tätigkeit der

Fondsgesellschaft erzielen die Anleger Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften

nach § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG in Verbindung mit § 22 EStG aus der Veräußerung der

Edelmetalle. Veräußerungsgewinne sind für Privatanleger gemäß § 23 Abs. 1 Nr. 2

EStG steuerfrei, sofern eine einjährige Spekulationsfrist eingehalten wird. Weiterhin

erzielen Anleger Einkünfte aus Kapitalvermögen aus der kurzfristigen Anlage der freien

Liquidität der Fondsgesellschaft nach § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG, die der Abgeltungsteuer

unterliegen. Im Erb- und Schenkungsfall werden für Zwecke der Erb- und

Schenkungsteuer die Vermögensgegenstände der Fondsgesellschaft und nicht die

Beteiligung als solche als dem Begünstigten zugeflossen betrachtet und bewertet.

Die Fondsgesellschaft ist keine Unternehmerin im Sinne von § 2 Abs. 1 UStG. Die

Fondsgesellschaft ist daher nicht berechtigt, die von Dritten in Rechnung gestellte

Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend zu machen. Im Übrigen wird auf die ausführliche

Darstellung der steuerlichen Grundlagen (Seite 89 ff.) verwiesen.

GSP II Seite 12


KAPITEL A · DER FONDS

2. Prospektverantwortung

ANBIETERIN UND PROSPEKTVERANTWORTLICHE

L’or Aktiengesellschaft

Sitz: Nienburg

Geschäftsanschrift: Hafenstraße 5, 31582 Nienburg

ERKLÄRUNG

Die Anbieterin und Prospektverantwortliche, die L’or Aktiengesellschaft,

Nienburg, vertreten durch den Vorstand Marcus Meyn, übernimmt gemäß § 3

Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung die Verantwortung für den Inhalt

des Prospektes und erklärt, dass ihres Wissens die Angaben in diesem Prospekt

richtig und keine wesentlichen Umstände ausgelassen sind.

Die Angaben und Zahlenbeispiele wurden nach gewissenhafter Prüfung und

mit großer Sorgfalt erstellt. Grundlage hierfür waren die gesetzlichen Vorschriften

und Verordnungen, Erlasse sowie vertragliche Vereinbarungen. Eine Haftung für den

Eintritt der Kosten- und Liquiditätsprognosen sowie für zukünftige Abweichungen

durch rechtliche, wirtschaftliche und steuerliche Änderungen kann, soweit gesetzlich

zulässig, nicht übernommen werden.

Dieser Beteiligungsprospekt wurde von der Anbieterin des Prospektes nach

Maßgabe des am 18. Mai 2006 verabschiedeten und am 15. Juli 2006 im WPg 2006,

S. 919 ff., Heft-Nr. 14/2006 veröffentlichten IDW-Standards „Grundsätze

ordnungsgemäßer Beurteilung von Prospekten über öffentlich angebotene

Kapitalanlagen (IDW S 4)“ erstellt.

Vertriebsbeauftragte, die die Platzierung des Kapitals vornehmen, sind

selbstständige Unternehmer. Sie sind nicht berechtigt, von diesem Prospekt

abweichende Auskünfte oder Zusicherungen zu geben. Die Prospektverantwortliche ist

nicht verantwortlich für die persönliche Beratung oder Vermittlung des Anlegers durch

selbstständig tätige Anlageberater oder -vermittler. Für diese und ihre Mitarbeiter wird

eine Haftung ausdrücklich ausgeschlossen. Von dem Inhalt dieses Prospektes

abweichende mündliche Vereinbarungen bedürfen für ihre Gültigkeit der schriftlichen

Bestätigung durch die L’or Aktiengesellschaft.

Die L’or Aktiengesellschaft übernimmt die Verantwortung für den Inhalt des

vorliegenden Prospektes (Prospektverantwortliche).

Datum der Prospektaufstellung: Nienburg, 15. November 2011

Marcus Meyn, MBA

Vorstand

L’or Aktiengesellschaft, Hafenstraße 5, 31582 Nienburg

GSP II Seite 14


KAPITEL A · DER FONDS

3. Risiken der Beteiligung

Bei dem vorliegenden Angebot handelt es sich um eine Beteiligung mit

fi nanziellen Risiken. Die zukünftige Entwicklung dieser Beteiligung hängt unmittelbar

von den Preisen von Gold, Silber und Platin auf den Weltmärkten ab und ist daher

nicht vorhersehbar. Bei einem negativen Preisverlauf bei Gold, Silber und Platin können

Verluste bei der Beteiligung entstehen, die bis zum Verlust des vom Anleger eingesetzten

Kapitals einschließlich des Agios führen können. Jeder Anleger sollte daher vor

einer Investitionsentscheidung selbst alle Risiken genau prüfen und sich, soweit

erforderlich, fachkundiger Berater bedienen. Die Vermögensanlage ist nicht für Anleger

geeignet, die kurzfristigen Liquiditätsbedarf haben oder die eine Kapitalanlage mit

einer garantierten Verzinsung suchen.

Die nachfolgende Darstellung der Risiken beschreibt die aus Sicht der Prospektverantwortlichen

und Anbietern wesentlichen tatsächlichen und rechtlichen Risiken.

Mögliche individuelle Risiken auf Ebene des einzelnen Anlegers werden nicht

berücksichtigt.

Die Entwicklung der Edelmetallpreise bei Gold, Silber und Platin in der

Vergangenheit kann lediglich als Indikation für zu erwartende Wertzuwächse angesehen

werden, ist aber keine Garantie dafür, dass diese auch in Zukunft realisiert werden

können.

Die hier aufgeführten Risiken werden im Einzelnen erläutert. Dabei wird hinsichtlich

der Auswirkungen zwischen den folgenden Risiken unterschieden:

Prognosegefährdende Risiken: Prognosegefährdende Risiken sind solche, die bei

ihrer Verwirklichung zu einer negativen Abweichung von den erwarteten

Einnahmen und Ausgaben führen. Prognosegefährdende Risiken bewirken ein

schwächeres als das prognostizierte Ergebnis der Beteiligung. Die Verwirklichung

der prognosegefährdenden Risiken kann dazu führen, dass es zu verminderten

Auszahlungen kommt.

Anlagegefährdende Risiken: Anlagegefährdende Risiken sind solche, die bei

ihrer Verwirklichung negative Auswirkungen auf die Anlageobjekte und die

gesamte Vermögensanlage haben und zu einem vollständigen Verlust der

Kapitaleinlage einschließlich des Agios des einzelnen Anlegers führen können.

Anlegergefährdende Risiken: Anlegergefährdende Risiken sind solche, die bei

ihrer Verwirklichung zu Verpfl ichtungen des Anlegers führen können, weitere

Zahlungen aus seinem sonstigen Vermögen leisten zu müssen.

Die Verstärkung eines Einzelrisikos durch Kumulation kann dazu führen, dass von

einem ursprünglich einer geringen Gefährdungskategorie zugeordneten Risiko eine

höhere Gefährdung ausgeht. Auch das Hinzutreten weiterer persönlicher Umstände,

von denen die Anbieterin keine Kenntnis besitzt, kann dazu führen, dass ein Risiko

ein höheres Gefährdungspotenzial als dargestellt entwickelt.

GSP II Seite 15


KAPITEL A · DER FONDS

DARSTELLUNG DER EINZELNEN RISIKEN

1. MAXIMALES RISIKO

Die Anbieterin des vorliegenden Beteiligungsangebotes rät ausdrücklich davon ab,

eine Beteiligung durch Aufnahme eines Darlehens zu fi nanzieren. Der außerplanmäßige

Verlauf der Beteiligung kann zum Verlust der geleisteten Einlage und des

Agios führen. Ferner ist es möglich, dass über den Verlust von Einlage und Agio

hinaus Zahlungspfl ichten des Anlegers, zum Beispiel aus der Aufnahme eines

Darlehens oder für Steuern, bestehen, welche dieser aus seinem übrigen Vermögen

zu erfüllen hat und die zur Zahlungsunfähigkeit – gegebenenfalls bis hin zur

Privatinsolvenz – des Anlegers führen können (maximales Risiko).

2. ALLGEMEINE RISIKEN

a) Wirtschaftliche Entwicklung

Der wirtschaftliche Erfolg der vorliegenden Beteiligung hängt maßgeblich von der

Entwicklung der Gold-, Silber- und Platinpreise auf den Weltmärkten ab. Als primäres

Risiko ist bei den durch die Fondsgesellschaft durchgeführten Geschäften ein Verlust

durch fallende Preise für Gold, Silber und Platin vorhanden. Falls sich dieses Risiko

realisiert, können bereits angeschaffte Edelmetalle nur mit Verlust verkauft werden,

was zu einer Verringerung des Abfi ndungsguthabens des Anlegers und zu einem

Totalausfall der Einlage einschließlich des Verlustes des Agios führen kann. Der

vorliegende Prospekt enthält eine Prognose der erwarteten Unternehmensentwicklung

der Fondsgesellschaft für die Jahre 2012 bis 2023. Diese Prognose basiert auf einer

Preissteigerungsrate der erworbenen Edelmetalle während dieses Zeitraums von 14,1

Prozent p. a. Künftige Entwicklungen der Gesamtwirtschaft oder einzelner Marktsegmente

lassen sich jedoch nicht vorhersehen. Von diesen Faktoren hängt die Entwicklung

des Marktpreises für Gold, Silber und Platin ganz erheblich ab. Weitere Entwicklungsrisiken

liegen im Einfl uss der internationalen Finanzmärkte, an denen der Preis für

Gold, Silber und Platin bestimmt wird. Auch bei einer gesamtwirtschaftlich positiven

Entwicklung und einer hohen Nachfrage nach Edelmetallen könnten die Preise für

Gold, Silber und Platin an den internationalen Finanzmärkten fallen. Diese Faktoren

könnten einen im Vergleich zur dargestellten Unternehmensprognose negativeren

wirtschaftlichen Verlauf der Vermögensanlage nach sich ziehen. Zusätzlich könnte es,

etwa durch neue synthetische Produkte, die in der Industrie als Ersatz für Edelmetalle

wie Silber und Platin dienen, zu einer sinkenden Nachfrage im industriellen Sektor

kommen, was einen Preisverfall der angeschafften Edelmetalle der Fondsgesellschaft

nach sich ziehen könnte. Silber könnte zudem in der industriellen Anwendung durch

Aluminium, Rhodium, Tantalum, aber auch Edelstahl ersetzt werden. Bei hohen

Silberpreisen könnten die Unternehmen, die Silber als Einsatzstoff verwenden,

daher auf diese Metalle ausweichen. Die der Unternehmensprognose zugrunde

liegenden Entwicklungen der Preise für Gold, Silber und Platin, die angestrebten

GSP II Seite 16


KAPITEL A · DER FONDS

Verwertungserlöse, die sonstigen Erträge sowie die Kosten könnten daher von der

dargestellten Unternehmensprognose negativ abweichen. Bei einer negativen Preisent-

wicklung für Gold, Silber und Platin könnte die Gesellschaft zu einem Verkauf von

Edelmetallen gezwungen sein, der deutlich unterhalb der Anschaffungspreise liegen

könnte, nämlich wenn die Barreserve bei niedrigen Edelmetallpreisen nicht ausreicht,

ausscheidende Gesellschafter abzufi nden oder die anfallenden Kosten zu bedienen.

(prognosegefährdendes, anlagegefährdendes Risiko)

b) Risiken aus einer Änderung der Rechtslage

Das vorliegende Beteiligungsangebot wurde auf der Grundlage der zum Zeitpunkt

der Prospektaufstellung geltenden Rechtslage konzipiert. Künftige Änderungen der

Rechtslage in Deutschland durch aktuelle regulatorische Entwicklungen auf EU- und

nationaler Ebene im Zuge der Finanzmarktkrise können unter anderem zusätzliche

Kosten verursachen und zu verminderten oder ausfallenden Auszahlungen an die

Anleger führen.

(prognosegefährdendes Risiko)

c) Haftung

Anleger, die sich direkt als Kommanditisten an der Gesellschaft beteiligen, haften

gemäß den gesetzlichen Bestimmungen für Gesellschaftsschulden beschränkt, d. h.

soweit die Einlage geleistet ist, ist die Haftung ausgeschlossen. Solange und soweit

der Saldo der Kapitalkonten in der Handelsbilanz durch Auszahlungen (Entnahmen/

Ausschüttungen) und Gewinn- und Verlustzurechnungen einen Betrag unter der

im Handelsregister eingetragenen Haftsumme (Kapitalkonto I) aufweist, lebt die

Haftung jedoch gemäß § 172 Abs. 4 HGB bis zur Höhe der Auszahlung (Entnahme/

Ausschüttung) wieder auf – dies gilt auch für Wiederanleger. Im Ergebnis gilt

dies ebenfalls für die sich als Treugeber an der Gesellschaft über die Treuhandkommanditistin

beteiligenden Anleger.

(anlegergefährdendes Risiko)

d) Währungsrisiko

Die Edelmetalle, welche die Fondsgesellschaft erwerben wird, unterliegen zurzeit

einer Preisbindung an den US-Dollar. Die Fondsgesellschaft erwirbt die Edelmetalle

zwar in Euro, doch besteht durch die Preisbindung an den US-Dollar ein direktes

Wechselkursrisiko. Auch bei steigenden oder konstanten Preisen von Gold, Silber und

Platin kann es daher zu Verlusten für den Anleger kommen. Dieses Risiko kann sich

realisieren, wenn der US-Dollar in der Bewertung gegenüber dem Euro stärker fällt als

der Preis der Edelmetalle in US-Dollar steigt. Darüber hinaus können sich Verluste

aus fallenden Edelmetallpreisen verstärken, wenn gleichzeitig der US-Dollar in der

Bewertung gegenüber dem Euro fällt. Dies kann den wirtschaftlichen Erfolg der

Vermögensanlage beeinträchtigen und in der Folge zu einer Verminderung der Kapitaleinlage

des Anlegers oder deren gänzlichem Ausfall einschließlich des Agios führen.

(prognosegefährdendes, anlagegefährdendes Risiko)

GSP II Seite 17


KAPITEL A · DER FONDS

e) Risiken aus der eingeschränkten Fungibilität der Beteiligung

Dem Engagement in einer unternehmerischen Beteiligung sollten stets langfristige

Aspekte zugrunde liegen. Der vorzeitige Verkauf von Beteiligungen an eine dritte Person

ist zulässig. Erforderlich hierfür ist nach den Regelungen des Gesellschaftsvertrages die

Zustimmung der Gesellschaft sowie die Übernahme eventuell noch bestehender

Einzahlungsverpfl ichtungen durch den Erwerber. Es wird jedoch darauf hingewiesen,

dass kein amtlicher oder institutionalisierter Markt existiert, an dem eine Beteiligung an

der Fondsgesellschaft gehandelt werden kann. Dies kann das wirtschaftliche Ergebnis

der Vermögensanlage mindern und kann zu verminderten oder ganz ausbleibenden

Zahlungen sowie zu einem Verlust des eingelegten Kapitals nebst Agio führen.

(prognosegefährdendes, anlagegefährdendes Risiko)

3. OBJEKTBEZOGENE RISIKEN

a) Schlüsselpersonen/Vertragspartner

Die wirtschaftliche Entwicklung der Fondsgesellschaft hängt auch von den unternehmerischen

Fähigkeiten und Erfahrungen der Geschäftsführung ab. Ein nachteiliger Effekt

auf die wirtschaftliche Entwicklung der Fondsgesellschaft könnte durch das Ausscheiden

einer bzw. mehrerer Personen der Geschäftsführung eintreten. Weiterhin müssten beim

Ausfall von Vertragspartnern für die sonstigen Dienstleistungsbereiche – z. B. die

Verwahrung der Edelmetalle – neue Vertragspartner gefunden werden. Daraus resultierende

Mehraufwendungen sind nicht auszuschließen. Dies kann zu geringeren oder ganz

ausbleibenden Auszahlungen bis hin zu einem vollständigen Verlust der Kapitaleinlage

einschließlich des Agios führen.

(prognosegefährdendes, anlagegefährdendes Risiko)

b) Interessenkonfl ikte

Sowohl die Anbieterin als auch die Geschäftsführung sind bereits für andere, vergleichbare

Vermögensanlagen tätig und planen, künftig auch weitere, vergleichbare Vermögensanlagen

aufzulegen und deren Geschäftsführung zu übernehmen. Es besteht daher das

Risiko, dass bei einem begrenzten Angebot von Ver- und Aufkäufern von Edelmetallen

die Geschäftsführung vorrangig für andere Vermögensanlagen handelt bzw. die

ertragreichsten Verkaufs- oder Aufkaufmöglichkeiten für andere Vermögensanlagen

wahrgenommen werden. Hierdurch kann der wirtschaftliche Verlauf der Vermögensanlage

negativ beeinfl usst werden.

Die Geschäftsführung ist berechtigt, Edelmetalle auch von Dritten zu erwerben

und an diese zu veräußern. Zu diesen Dritten gehören auch Schwestergesellschaften der

Fondsgesellschaft. Hierdurch kann es zu einem Interessenkonfl ikt kommen, der den

wirtschaftlichen Verlauf der Vermögensanlage negativ beeinfl usst. Dies kann für den

einzelnen Anleger negative wirtschaftliche Folgen haben, so dass auch eine verminderte

bzw. gänzlich unterbleibende Auszahlung oder Verlust des eingelegten Kapitals nebst

Agio erfolgen kann.

(prognosegefährdendes, anlagegefährdendes Risiko)

GSP II Seite 18


KAPITEL A · DER FONDS

c) Kostenrisiko

Die Fondsgesellschaft fi nanziert ihre Investitionen mit den von den Anlegern einzuzahlenden

Kommanditeinlagen. Diese Art der Kapitalbeschaffung durch die Aufnahme und

Verwaltung einer Vielzahl von Anlegern ist mit Kosten verbunden, die im Ergebnis

wirtschaftlich von den Anlegern zu tragen sind. Daneben gibt es aber auch der Höhe nach

feststehende Kosten (z. B. Kosten für die Prospektgestaltung in Höhe von 100.000 Euro

und den Mittelverwendungskontrolleur in Höhe von 20.000 Euro jeweils zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer), die auch dann in voller Höhe anfallen, wenn die Fondsgesellschaft mit

einem deutlich geringeren Investitionsvolumen schließen muss. Dies kann dazu führen,

dass der prozentuale Kostenanteil deutlich zunimmt. Weiter ist zu beachten, dass der weit

überwiegende Teil der laufenden Kosten prozentual an den stichtagsbezogenen Marktwert

der erworbenen Edelmetalle, also den Substanzwert gekoppelt ist. Der Marktwert der

erworbenen Edelmetalle kann dabei nicht durch Veräußerung realisierte Gewinne

widerspiegeln. Zudem können rein stichtagsbezogene Preissteigerungen auftreten, die dann

höhere Kosten verursachen. Dies kann den wirtschaftlichen Erfolg der Vermögensanlage

beeinträchtigen und in der Folge zu einer Verminderung der Kapitaleinlage des Anlegers

oder deren gänzlichem Ausfall einschließlich des Verlustes des Agios führen.

(prognosegefährdendes, anlagegefährdendes Risiko)

d) Verteilung auf GSP II Einmalanlage/Spar

Der Prognosrechnung für die wirtschaftliche Entwicklung der Fondsgesellschaft liegt die

Annahme zugrunde, dass sich anfänglich die Anleger mit 57,49 Prozent des gezeichneten

Kommanditkapitals an der Beteiligungsalternative GSP II Einmalanlage und zu 42,51 des

gezeichneten Kommanditkapitals an der Beteiligungsalternative GSP II Spar beteiligen

werden. Sollte sich diese Annahme nicht erfüllen und mehr Anleger die Beteiligungsalternative

GSP II Spar wählen, führt das dazu, dass die anfängliche Investitionsquote

deutlich sinkt. Können nicht genügend Anleger der Beteiligungsalternative GSP II

Einmalanlage eingeworben werden, steht der Gesellschaft in den ersten Jahren deutlich

weniger Kapital für Investitionen in Edelmetalle zur Verfügung, was sich nachteilig auf

den Rückfl uss der Anleger auswirkt. Dies kann neben einer verminderten Auszahlung

bis zu einem vollständigen Verlust der Kapitaleinlage einschließlich des Agios führen.

(prognosegefährdendes, anlagegefährdendes Risiko)

e) Majorisierung

Im Gesellschaftsvertrag ist vorgesehen, dass die Fondsgesellschaft für bestimmte

Maßnahmen eines Gesellschafterbeschlusses bedarf. Der Treuhandkommanditistin

stehen entsprechend ihrem eingezahlten Kapital Stimmrechte zu. Sofern die Treuhandkommanditistin

keine besondere Weisungen durch mittelbare Anleger erhält, wird sie

sich bei Gesellschafterbeschlüssen entsprechend der Stimme enthalten. Erfahrungsgemäß

nehmen häufi g nur wenige Anleger an Abstimmungen teil. Dies kann dazu

führen, dass Gesellschafterbeschlüsse von einer Minderheit der Gesellschafter gefasst

werden, die jedoch von allen Gesellschaftern getragen werden müssen. Dies kann zu

geringeren oder ganz ausbleibenden Zahlungen an den Anleger bis hin zu einem Verlust

der Kapitaleinlage sowie des Agios führen.

(prognosegefährdendes, anlagegefährdendes Risiko)

GSP II Seite 19


KAPITEL A · DER FONDS

f) Risiko bei kurzer Gesellschaftszugehörigkeit

Die Fondsgesellschaft ist als langfristige Vermögensanlage konzipiert. Die Edelmetalle

Gold, Silber und Platin werden von der Fondsgesellschaft wertmäßig im Drittelmix

erworben. Bei dem Ankauf der Edelmetalle Silber und Platin fällt jeweils Umsatzsteuer

in Höhe von derzeit 19 Prozent an. Die Fondsgesellschaft ist nicht zum Vorsteuerabzug

berechtigt. Die angefallene Umsatzsteuer wird daher nicht erstattet. Dies hat zur Folge,

dass Kurssteigerungen bei den erworbenen Edelmetallen erforderlich sind, um den

Betrag, der an Umsatzsteuer angefallen ist, auszugleichen. Insbesondere bei einer

kurzfristigen Gesellschaftszugehörigkeit des Anlegers ohne entsprechende Kurssteigerungen

bei den Edelmetallen kann es zu verringerten oder ausbleibenden Zahlungen

bis hin zu einem Verlust des angelegten Kapitals nebst Agio kommen.

(prognosegefährdendes, anlagegefährdendes Risiko)

g) Risiko der langfristigen Bindungsdauer

Mit der vorliegenden Vermögensanlage geht der Anleger eine langfristige vertragliche

Bindung ein. Laut Gesellschaftsvertrag beträgt die Mindestbeteiligungsdauer grundsätzlich

10 Jahre. Nur im Falle einer Notlage ist der Anleger gemäß § 15 Ziffer 2 des

Gesellschaftsvertrags zu einer vorzeitigen Kündigung berechtigt, wobei durch den

Anleger eine Entschädigung in Höhe von 2 Prozent für jedes angefangene und nicht

eingehaltene Jahr der 10-jährigen Beteiligung zu entrichten ist (im Extremfall also

20 Prozent der Beteiligungssumme). Das Agio wird nicht zurückgezahlt. Die Anleger

der Beteiligungsalternative GSP II Spar gehen die Verpfl ichtung ein, innerhalb des

Zeitraums von 10 Jahren die vereinbarten monatlichen Raten zu leisten. Es besteht eine

Einzahlungsverpfl ichtung und keine Kündigungsmöglichkeit, unabhängig von der

Entwicklung der Edelmetallpreise oder der persönlichen Verhältnisse des Anlegers

(ausgenommen bei einer Notlage). Bei Zahlungsverzug schuldet der Anleger der

Fondsgesellschaft Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz

gemäß § 247 BGB und die Fondsgesellschaft ist zum Ausschluss des Anlegers aus der

Fondsgesellschaft berechtigt.

(prognosegefährdendes, anlegergefährdendes Risiko)

h) Risiko bei stagnierenden Edelmetallpreisen

Die Initiatorin geht in ihrer Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung der Fondsgesellschaft

von steigenden Preisen für Gold, Silber und Platin aus. Die Kosten der

Fondsgesellschaft, wie z. B. der Geschäftsführung und für die Verwahrung der

Edelmetalle, werden aus dem Vermögen der Fondsgesellschaft bestritten. Auch bei

stagnierenden oder fallenden Edelmetallpreisen müssen diese Kosten bestritten werden,

so dass es zu einer Verminderung des Vermögens der Fondsgesellschaft kommen kann.

Dies kann zu verminderten Auszahlungen an den Anleger bis hin zum Verlust des

eingesetzten Kapitals nebst Agio führen.

(prognosegefährdendes, anlagegefährdendes Risiko)

GSP II Seite 20


KAPITEL A · DER FONDS

i) Liquiditätsrisiken

Die Fondsgesellschaft bestreitet ihre laufenden Kosten u. a. durch die monatlichen

Ratenzahlungen der Anleger der Beteiligungsalternative GSP II Spar. Der Prognoserechnung

liegt die Annahme zugrunde, dass die Anleger der Beteiligungsalternative

GSP II Spar in den Jahren 2014 bis 2022 insgesamt 3.611.500 Euro an Kommanditkapital

einzahlen werden. Sollte sich diese Annahme nicht bestätigen, ist es unter

Umständen notwendig, dass die Fondsgesellschaft zur Deckung ihrer laufenden Kosten

bereits erworbene Edelmetalle wieder verkaufen muss. Dies kann zu einer verminderten

Auszahlung oder einem vollständigen Verlust der Kapitaleinlage einschließlich des

Agios führen.

(Prognosegefährdendes, anlagegefährdendes Risiko)

j) Steuerliche Risiken

aa) Allgemeine steuerliche Risiken

Das vorliegende steuerliche Konzept basiert auf der geltenden Rechtslage, gegenwärtig

bekannten, einschlägigen Gerichtsurteilen sowie der Praxis der Finanzverwaltung. Eine

Änderung der gesetzlichen Grundlagen oder eine veränderte Rechtsprechung oder

Verwaltungspraxis kann Auswirkungen auf die prognostizierten Kapitalrückfl üsse

nach Steuern für den Anleger haben und zu einer steuerlichen Mehrbelastung für den

Anleger führen.

(prognosegefährdendes Risiko)

Die Erläuterungen zu den wesentlichen Grundlagen der steuerlichen Konzeption

beziehen sich auf natürliche Personen, die in Deutschland unbeschränkt steuerpfl

ichtig sind und die Beteiligung an der Fondsgesellschaft im Privatvermögen halten.

Sie stellen die wesentlichen steuerlichen Konsequenzen für den Anleger aus dem

Erwerb, dem Halten und der Veräußerung der Anteile an der Fondsgesellschaft dar.

Individuelle Besonderheiten des einzelnen Anlegers können hierbei mangels Kenntnis

der Prospektverantwortlichen und Anbieterin nicht berücksichtigt werden. Die

steuerlichen Folgen können daher für den einzelnen Anleger abweichen. Aus diesem

Grund kann die Darstellung eine fachkundige Beratung des Anlegers nicht ersetzen.

Letztlich befi ndet die zuständige Finanzverwaltung bzw. das zuständige Finanzgericht

über die Höhe des steuerlichen Ergebnisses. Dies kann zu einer höheren steuerlichen

Belastung des Anlegers führen. Es besteht auch das Risiko, dass Steuerzahlungen zu

leisten sind, die weder vorgesehen noch durch Kapitalauszahlungen aus der Fondsgesellschaft

gedeckt sind.

(anlegergefährdendes Risiko)

GSP II Seite 21


KAPITEL A · DER FONDS

bb) Risiken aus gewerblichen Einkünften

Das Konzept der Vermögensanlage sieht eine vermögensverwaltende Struktur vor,

da die Fondsgesellschaft lediglich eigenes Vermögen (die Edelmetalle Gold, Silber

und Platin) verwaltet. Sollte die Finanzverwaltung in der Tätigkeit eine gewerbliche

Betätigung der Fondsgesellschaft annehmen, würden alle Einkünfte der Gesellschaft

als Einkünfte aus Gewerbebetrieb dem Anleger zugerechnet werden. In diesem Fall

würden die Einkünfte zusätzlich mit der Gewerbesteuer belastet werden und mögliche

Veräußerungsgewinne wären in jedem Fall steuerpfl ichtig. Dies hätte zur Folge, dass

die Ergebnisse der Fondsgesellschaft negativ beeinfl usst würden und beim Anleger zu

einer höheren steuerlichen Belastung führen würden.

(prognosegefährdendes Risiko)

cc) Risiko der Steuerzahlung ohne Ausschüttung

Die Vermögensanlage ist darauf ausgerichtet, die Edelmetalle langfristig anzulegen.

Hierzu kann es jedoch notwendig sein, dass das Verhältnis der einzelnen Edelmetalle

zueinander wegen unterschiedlich prognostizierter künftiger Kursentwicklungen

einzelner Edelmetalle geändert wird. Hierzu würden Verkäufe von Teilen der Edelmetalle

notwendig sein. In diesem Fall der Vermögensumschichtung kann nicht ausgeschlossen

werden, dass auch Edelmetalle mit Gewinn veräußert werden, die noch

keine 12 Monate von der Gesellschaft gehalten wurden, oder dass einzelne Anleger ihre

Beteiligung noch keine 12 Monate halten. In diesen Fällen kann es zu einkommensteuerlich

relevanten Veräußerungsgewinnen kommen, die von dem jeweiligen Anleger –

unabhängig von einer Ausschüttung/Entnahme – im Rahmen der persönlichen

Einkommensteuererklärung zu versteuern wären.

(prognosegefährdendes, anlagegefährdendes, anlegergefährdendes Risiko)

SONSTIGE RISIKOANMERKUNGEN

Nach Kenntnis der Prospektverantwortlichen und Anbieterin existieren zum Zeitpunkt

der Prospektaufstellung über die zuvor genannten Risiken hinaus keine weiteren

wesentlichen, tatsächlichen und rechtlichen Risiken im Zusammenhang mit der

Vermögensanlage.

GSP II Seite 22


KAPITEL A · DER FONDS

4. Ihr Partner – Kompetenz

in Sachen Edelmetallanlagen

L’OR AKTIENGESELLSCHAFT

Die L’or AG ist die Anbieterin für Edelmetallfonds in Deutschland. Hierbei

konzentriert sich die L’or AG ausschließlich auf Edelmetalle, allen voran Gold, Silber

und Platin, in tatsächlicher, physisch vorhandener Form. Ihren Anlegern bietet die L’or

AG damit einen wichtigen Baustein zur dauerhaften Sicherung ihres Vermögens.

Mehr als 5.000 Anleger haben bereits in die sachwertbezogenen Anlagewerte

der L’or AG investiert. Die für diese Anleger mittlerweile erworbenen rund 50 Tonnen

Edelmetalle (Gold, Silber, Platin und auch Palladium) stellen vermutlich den zweitgrößten

Edelmetallbestand in Deutschland nach den Beständen der Bundesbank dar.

Gelagert werden die Edelmetalle in dem fi rmeneigenen Tresor in Nienburg, einem

ehemaligen Bundesbanktresor der höchsten Sicherheitsstufe. Um ihren Anlegern die

größtmögliche Sicherheit zu bieten, hat die L’or AG die Sparkasse Nienburg über einen

Verwahrvertrag mit der Verwahrung der eingelagerten Edelmetalle beauftragt. Der

Zugang zu den Edelmetallen erfolgt damit ausschließlich über die Sparkasse Nienburg

bzw. ihre Mitarbeiter. Mit der funktionalen Trennung der Bereiche Verwaltung der

Edelmetallfonds/Verwahrung der Edelmetalle wird der Faktor Sicherheit im Sinne der

Anleger weiter erhöht. Selbstverständlich sind die eingelagerten Edelmetalle vollständig

gegen Raub und Einbruchdiebstahl in Höhe des aktuellen Wiederbeschaffungswertes

versichert.

Die L’or Unternehmensgruppe wurde im Jahr 2004 gegründet. Das Grundkapital

der L’or AG beträgt 50.000 Euro. Aktionär ist Marcus Meyn. Vorsitzender des Aufsichtsrates

ist Hans-Jürgen Kasprich. Zu den weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrates

zählen Dr. Henning Hermann und Dr. Thomas Weigt. Vorstand der Gesellschaft ist

Marcus Meyn. Zu dessen berufl ichen Stationen und Kompetenzen erfahren Sie mehr

auf Seite 33 f.

ÜBERSICHT ÜBER DIE BISHER ANGEBOTENEN

EDELMETALLFONDS

Die L’or Unternehmensgruppe hat in der Vergangenheit bereits fünf geschlossene

Edelmetallfonds am Markt etabliert. Es handelt sich hierbei um die Vermögen Sicherung

Gemeinschaft GmbH & Co. KG, die Vermögen Sicherung Gemeinschaft Industrie

GmbH & Co. KG, die Vermögen Sicherung Gemeinschaft II GmbH & Co. KG, die GSP

Edelmetalle GmbH & Co. KG und die Vermögen Sicherung Gemeinschaft III GmbH &

Co. KG.

Der Platzierungsstand sowie weitere Daten im Vergleich zu den Angaben in den

Verkaufsprospekten stellen sich wie folgt dar:

GSP II Seite 23


KAPITEL A · DER FONDS

BISHERIGE PROJEKTE – STAND ZUM 31.12.2010

eingezahltes

Kommanditkapital Gesamtvermögen

Vermögen Sicherung Gemeinschaft GmbH & Co. KG in Euro in Euro

Soll 33.750.000 31.196.269,41

Ist

Vermögen Sicherung Gemeinschaft Industrie GmbH & Co. KG

27.671.403,30 39.014.370,95

Soll 16.875.000 16.464.909,64

Ist

Vermögen Sicherung Gemeinschaft II GmbH & Co. KG

3.402.613,05 4.332.802,31

Soll 22.000.000 21.656.945

Ist

Vermögen Sicherung Gemeinschaft III GmbH & Co. KG

20.618.723,05 29.902.443,64

Soll 7.036.000 7.097.000

Ist

GSP Edelmetalle GmbH & Co. KG

6.411.203,48 7.986.863,86

Soll 2.487.000 2.226.000

Ist 2.380.490,02 2.476.041,75

Konzeptionsgemäß hat es bei den fünf bisher aufgelegten Edelmetallfonds keine

Ausschüttungen gegeben. Entsprechend den Fondskonzeptionen wurde bei keiner der

Vermögensanlagen Fremdkapital aufgenommen.

GSP II Seite 24


GSP II I II

Seite SSeite

Se ite te 25

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DAS BETEILIGUNGSANGEBOT

1. Nur physische Edelmetalle bieten maximale Sicherheit

Seite 28

2. Maximale Sicherheit: Edelmetalle von L’or

Seite 31

3. Das Unternehmen: Struktur, Know-how, Kundennähe

Seite 33

4. Alle Vorteile von L’or noch einmal im Überblick

Seite 35

GSP II Seite 27

Kapitel B


KAPITEL B · DAS BETEILIGUNGSANGEBOT

1. Nur physische Edelmetalle

bieten maximale Sicherheit

GELD – EIN FLÜCHTIGER WERT

Die weltweite Finanzkrise der letzten Jahre hat wieder einmal gezeigt: Unser

Geldsystem ist ein Riese auf wackligen Beinen. Platzt nur ein Spekulationsgeschäft,

oder gerät ein Global Player in den Bankrott, kommt der Riese unweiger-

Wahre Werte statt Papiergeld

lich ins Straucheln. Und reißt vor allem die privaten Sparer mit in den

Abgrund, die ihr Vermögen in Geld angelegt haben – eine rein künstlich

geschaffene Größe. Man muss kein ausgemachter Wirtschaftsexperte sein, um den

fundamentalen Mangel unseres Geldsystems zu erkennen: Geld hat keinen Wert

an sich, es ist letztlich nur bedrucktes Papier. Übersteigt der Wert der umlaufenden

Geldmenge den Wert der veräußerbaren Reserven an physischen Sicherheiten wie etwa

Gold, hängt das Funktionieren der geldabhängigen Volkswirtschaften – und damit

unser Wohlstand – am seidenen Faden.

NICHTS DAZUGELERNT

Die jüngste Finanzkrise traf viele Banken, Unternehmen und private Anleger wie ein

Blitz aus heiterem Himmel. Und doch war sie nur ein Glied einer langen Kette von

Konjunkturdesastern, die stets auf mehr oder weniger stabile Wachstums-

Am Geldmarkt sind neue Krisen

phasen folgten. Wer weiter zurück schaut als nur bis zum letzten Dowvorprogrammiert

Jones-Höhenfl ug, erkennt ganz leicht, dass Krisen integraler, prinzipbedingter

Bestandteil unseres monetären, auf Wachstum konzentrierten

Systems sind. Darum wird es Krisen auch immer wieder geben. Und sie werden immer

wieder Opfer fordern – vor allem unter den privaten Sparern und Anlegern, die

auf menschengemachte, von Menschen mit künstlichem Wert versehene Währungen

vertrauen. Zwei Beispiele mögen das verdeutlichen.

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KAPITEL B · DAS BETEILIGUNGSANGEBOT

1. DER SCHWARZE FREITAG VON 1929

Der 25. Oktober 1929 markierte den Beginn des Zusammenbruchs der amerikanischen

Börse – Auslöser der Weltwirtschaftskrise. Viele Volkswirtschaften kollabierten ange -

sichts galoppierender Infl ation: Die Kaufkraft des Geldes sank ins Bodenlose, worauf-

hin die staatlichen Notenbanken immer mehr Geld druckten, dessen

Wert dadurch noch schneller verfi el. Durch Gold gedeckt war die

Geld hat seinen realen

ungeheure Geldmenge schon lange nicht mehr. Hart ersparte Guthaben Gegenwert längst verloren

auf den Bankkonten waren über Nacht nichts mehr wert, Millionen

Menschen ruiniert.

Wenngleich dieser Börsencrash auch die bis dahin schlimmsten Folgen nach

sich zog: Er war mitnichten der erste seiner Art. Bereits am 6. Dezember 1745 gab

es einen Schwarzen Freitag, und zwar in London. Damals führte die Angst vor einer

französischen Invasion und einer Restauration der Herrschaft der Stuarts zu einem

Zusammenbruch des Bankwesens und Wirtschaftslebens. Bis heute kam es in verschiedenen

Wirtschafts zentren der Welt immer wieder zu ähnlich schwarzen Tagen.

2. WÄHRUNGSREFORM 1948

Auch wenn dieser für die Entwicklung der Bundesrepublik so wichtige Markstein

zu nächst in einem positiven Licht erscheint: Er zeigt doch sehr deutlich die Flüchtigkeit

des Wertes monetärer Zahlungsmittel.

Am 16. und 17. Juni 1948 verteilten die westlichen Alliierten in

ihren Besatzungszonen insgesamt rund 10,7 Milliarden „Deutsche Mark“, Die Kaufkraft von Geld

die Nachfolge währung der Reichsmark. Gedruckt wurde in den USA. sinkt unaufhörlich

Das neue Geld sollte den wirtschaftlichen Wiederaufbau einleiten – und

den Tauschhandel, dessen heimliche – physische – Währung Zigaretten waren,

unterbinden.

Am 20. Juni erhielt jeder Deutsche 40 Deutsche Mark, einen Monat später noch

einmal 20. Alle Deutschen waren also – in Papiergeld gemessen – erst einmal gleich arm

oder reich. Wer tatsächlich noch Reichsmark hatte, konnte sie eintauschen – zu einem

Kurs von höchstens 10:1. Rücklagen waren also ihres Wertes weitestgehend beraubt.

Doch immerhin: Die Deutsche Mark entwickelte sich zu der stabilsten Währung der

Welt. So heißt es jedenfalls bis heute. Tatsache war jedoch, dass die ach so „harte“ Mark

bis 1998 über 70 Prozent ihrer Kaufkraft verlor. Der heutige Euro hat seit seiner

Einführung im Jahr 2002 bereits schon über 40 Prozent seiner Kaufkraft eingebüßt.

„GOLDENE ZEITEN“ – ENDGÜLTIG GESCHICHTE

Solche Beispiele für die Risiken geldbasierter Systeme ließen sich noch viele anführen.

Ihre Schwäche beruht oftmals auf der großen Diskrepanz im Verhältnis zwischen Geldmenge

und Gütern. In vergangenen Zeiten versuchten die Staatsbanken

noch, das Verhältnis von Geld und Gütern in einem Gleichgewicht zu Eine düstere Zukunft –

halten, etwa durch Gold- und Silberstandards. Diese sollten dem Geld Geld ohne Güter

etwas Werthaltiges, nicht beliebig Reproduzierbares gegenüberstellen.

GSP II Seite 29


KAPITEL B · DAS BETEILIGUNGSANGEBOT

Verkürzt ausgedrückt: Für jede ausgegebene Banknote war als Sicherheit Edelmetall

hinterlegt – für einen US-Dollar z. B. mindestens 25 Cent in reinem Gold. Anfang

der 1970er Jahre schließlich wurde der letzte weltweite Goldstandard abgeschafft.

Seither steigt die Menge an verfügbarem Geld weltweit viel stärker an als die Menge

der produzierten Güter. Eine Blase, die täglich platzen kann – ein kleiner Nadelstich

genügt.

RÜCKBESINNUNG AUF WAHRE WERTE

Anders als Geld, das eigentlich nur ein Stück Papier ist, haben Gold, Silber und Platin

einen Sachwert an sich. Weil die Vorkommen dieser Edelmetalle auf der Welt begrenzt

sind. Natürlich unterliegt auch ihr Marktpreis gewissen Schwankungen: Er sinkt, wenn

etwa ein großes Vorkommen erschlossen wird oder eine Notenbank einen

Gold besitzt einen stabilen Wert Teil ihres Goldes auf dem Weltmarkt veräußert. Die Preisschwankungen

an sich – und das schon seit Tausenden dürften sich allerdings in relativ engen Grenzen halten, da der Bedarf an

von Jahren

Edelmetallen kontinuierlich wächst. In den ver gangenen Jahren hat z. B.

die Nachfrage nach Gold das Angebot jährlich um ca. 900 bis 1.200

Tonnen übertroffen. Aus dem meisten Edelmetall entsteht nach wie vor Schmuck, aber

auch in der Hightechindustrie steigt der Bedarf an Gold, Silber und Platin.

Vor allem Gold wird zunehmend als Kapitalanlage interessant: Im Jahr 2003

wurden bereits ca. 600 Tonnen zur Kapitalanlage nachgefragt, Tendenz steigend.

Jenseits des fi nanziellen oder technischen Potenzials von Edelmetallen mag dies auch

an den Emotionen liegen, die Menschen insbesondere mit Gold verbinden. Gold war

nie nur reines Mittel zum Zweck des Werterhalts. Gold übte immer eine Faszination

auf Menschen aus, weil es Anmut, Sicherheit, Zukunft, Weisheit und Macht ausstrahlt.

Werte, die angesichts der Risiken in der Geldwirtschaft sicherlich eine Renaissance

erleben werden. Und damit dürfte sich wieder die Erkenntnis durchsetzen, dass Gold,

Silber und Platin mit zu den sichersten Mitteln gehören, privates Vermögen aufzubauen

und abzusichern. Auch wenn die Rendite kurzfristig geringer erscheinen mag als bei

manchem Zertifi kat oder Publikumsfonds, Edelmetalle haben einen entscheidenden

Vorteil: die Garantie eines langfristig sicheren, über die Kurzatmigkeit der Finanzmärkte

erhabenen Wertes. Und vielleicht macht Gold, Silber und Platin genau das so

kostbar: die Ruhe, die sie vermitteln. Die Ruhe, sich den wirklich wichtigen Dingen

im Leben widmen zu können – während das edle Metall im Tresor dem Anleger dazu

die nötige Sicherheit schenkt.

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KAPITEL B · DAS BETEILIGUNGSANGEBOT

2. Maximale Sicherheit:

Edelmetall von L’or

IST WIRKLICH ALLES GOLD, WAS GLÄNZT?

Gold, Silber und Platin sind schon seit Jahrhunderten als Kapitalanlage und

-sicherung attraktiv. Edelmetalle geben Anlegern einfach das gute Gefühl, gegen die

Schwankungen der Märkte und Geldsysteme gewappnet zu sein und bringen sie sicher

durch eine Finanzkrise. Doch oft kann dieses Gefühl auch trügerisch sein. Meist hält

man statt des Edelmetalls nur ein Stück Papier in der Hand, welches jedoch kein

physisches Eigentum doku mentiert, sondern lediglich eine Forderung legitimiert –

hinter der sich im besten Falle irgendwo auf der Welt hinter mehr oder weniger sicheren

Türen reales Gold, Silber oder Platin verbirgt. Einen direkten Zugriff auf „sein“ Gold

hat man daher nicht – auch nicht im seltenen Fall eines Krisenfalls. Bei L’or ist das

anders. Ganz anders:

WERTERHALT STATT SPEKULATION

Wer seinen Anlegern Sicherheit bieten will, sollte sich an Spekulationen

nicht beteiligen. Bei L'or erwirbt der Anleger keine Optionsscheine oder Wert erhalten:

Derivate, sondern er wird Gesellschafter einer Fondsgesellschaft, die

· physisch vorhandene Edelmetalle

Edelmetalle als physisches Eigentum erwirbt. Zudem befi ndet sich L’or · unabhängig vom Bankensystem

in privater Hand und ist damit nicht Teil des Bankensystems mit seinen · vermutlich zweitgrößte Goldreserve

weltweiten Verfl echtungen und Verstrickungen. Denn ein Kilogramm

Deutschlands

„anfassbares“ Gold, Silber oder Platin behält als Sachwert stets seinen

immanenten Wert, ganz und gar unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung.

Deshalb verfügt L’or nach der Deutschen Bundes bank vermutlich über die größten

Edelmetallreserven in Deutschland.

MEHR ALS SICHER VERWAHRT

Wer bei L’or Gold, Silber oder Platin erwirbt, weiß genau, wo es ist und bleibt: sicher

verwahrt im Tresorraum einer ehemaligen Niederlassung der Deutschen Bundesbank.

Dieser Tresorraum in Nienburg/Weser erfüllt die höchste Sicherheitsstufe

in Deutsch land und bietet einen entscheidenden Vorteil, den nicht einmal Absolut sicher:

die Goldreserven der Bundesrepublik Deutschland besitzen: er liegt

· Hochsicherheitstresor

auf deutschem Grund und Boden. Um seinen Anlegern noch mehr

· verwahrt in Deutschland

Sicherheit zu bieten, hat L’or diesen Hoch sicherheitstresor zudem an

· Kontrolle durch unabhängige

die Sparkasse Nienburg untervermietet und einen Verwahrvertrag mit

Sparkasse

dieser geschlossen. So können selbst L’or Mitarbeiter nur im Beisein von · zu 100 Prozent versichert

mindestens zwei Angestellten der Spar kasse Nienburg die Tresorräume

betreten. Und obwohl diese Sicherheitsmechanismen alleine schon ausreichen würden,

um Ihre Anlage zu 100 Prozent zu schützen, hat L’or die eingelagerten Edelmetalle

natürlich zu 100 Prozent versichert – und 100 Prozent heißt bei L’or auch 100 Prozent,

denn die Versicherungssumme wird ständig dem eingelagerten Wert angepasst.

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KAPITEL B · DAS BETEILIGUNGSANGEBOT

ALLER GUTEN DINGE SIND DREI

Bei L’or sind Gold, Silber und Platin nicht nur physisch vorhanden, der Anleger profi tiert

zusätzlich von einem Drittelmix, der wertmäßig zu gleichen Teilen aus den drei

Edelmetallen besteht. Gold ist dabei als klassische Form der Vermögenssicherung in

Form von Barren oder Schmuck interessant. Silber hingegen wird immer mehr zur

Herstellung von Alltagsgegenständen und High-Tech-Produkten „verbraucht“ und wird

deshalb immer begehrter. Und auch das extrem seltene und daher sehr teure Platin

gehört mittlerweile zu den Verbrauchsmaterialien der Industrie.

Das Metall wird also in Produkten wachstumsstarker Branchen

Wertschwankungen können durch verarbeitet, was ihm eine entsprechende Wertsteigerung bescheren

klugen Drittelmix vermieden werden dürfte.

Ein Drittelmix verschafft Ihrem Vermögen also optimale

Sicherheit. Denn während der Marktpreis des einen Metalls möglicherweise

vorübergehend sinkt, mag das andere gleichzeitig Zuwächse verzeichnen. So können

Preisschwankungen ausgeglichen werden und Ihr Vermögen kann beständig bleiben.

DARUM DIREKT BEI L’OR

Wer beim Einkauf von Edelmetallen lieber ganz auf Nummer sicher gehen möchte,

könnte sein Edelmetall zur Einmalanlage selbstverständlich auch in Eigenregie am Markt

einkaufen und zuhause verwahren. Es wäre somit die wichtige physische Existenz der

Metalle gegeben, wie auch das unmittelbare Eigentumsverhältnis. Ebenso wäre der

direkter Zugriff auf das Vermögen und eine schnelle Liquidität gewährleistet. Doch

ist das heimische Kopfkissen wirklich so sicher wie einer der sichersten Tresore in

Deutschland? Sicher nicht. Vor allem aber würde der Privatkäufer wesentliche Einkaufsvorteile

verschenken, die ihm L’or neben allen relevanten Sicherheitsaspekten bietet:

L’or kauft Edelmetalle quasi direkt ab Schmelze und nicht über entsprechende Broker,

die eine teure Provision ver langen. Zudem erwirbt L’or Edelmetalle

Günstiger und sicherer als der Kauf nur in kostenbewussten Einheiten (Kilo gramm-Barren).

in Eigenregie

Kleinstmengen für Privatanleger hingegen sind im Verhältnis sehr viel

teurer.

Kurz: Bei L’or bleiben also Vorteile des Direktkaufs erhalten, Nachteile und Wagnisse

werden vermieden. Der Anleger erhält quasi „mehr“ Gold für’s Geld.

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KAPITEL B · DAS BETEILIGUNGSANGEBOT

3. Das Unternehmen:

Struktur, Know-how, Kundennähe

Die wichtigsten Argumente für eine Partnerschaft mit L’or haben wir bereits

vorgestellt. Im Folgenden möchten wir Ihnen die Geschäftsstrukturen und -prinzipien

des Unternehmens näher erläutern, damit Sie sich von dessen Know-how in

sicherheitsorientiertem Sparen überzeugen können.

DIE MANAGEMENTKOMPETENZEN

Die L’or Unternehmensgruppe wurde im Jahr 2004 gegründet. Vorsitzender des

Aufsichtsrates ist Hans-Jürgen Kasprich, Hannover. Hans-Jürgen Kasprich ist seit mehr

als 40 Jahren erfolgreich als selbstständiger Unternehmer tätig. Zu den weiteren

Mitgliedern des Aufsichtsrates zählen Dr. Henning Hermann, Haan, und Dr. Thomas Weigt,

Walsrode. Dr. Hermann ist promovierter Historiker und ebenfalls selbstständig als

Unternehmer tätig. Dr. Weigt ist als promovierter Jurist von Beruf Rechtsanwalt und

führt seit Jahrzehnten eine eigene Rechtsanwaltskanzlei. Vorstand der Gesellschaft ist

Marcus Meyn.

Marcus Meyn ist seit Dezember 2005 für die Gesellschaft tätig. Nach seiner Ausbildung

zum Sparkassenkaufmann bei der Kreissparkasse Walsrode schloss er erfolgreich

den Studiengang zum Sparkassenbetriebswirt an der Sparkassenakademie Hannover

ab. Anschließend war er als Berater im privaten und gewerblichen Kreditgeschäft der

Kreissparkasse Walsrode sowie als Mitarbeiter in der Abteilung Organisation

tätig. In den Jahren 1995 bis 1996 studierte Marcus Meyn am Lehrinstitut L’or besitzt jahrzehntelange

der Deutschen Sparkassenakademie in Bonn und schloss das Studium mit Expertise im Edelmetallhandel

dem Abschluss „diplomierter Sparkassenbetriebswirt“ ab. Von September

1996 bis Juni 2003 war er Hauptabteilungsleiter Vorstandssekretariat / Zentrale Steuerung

der Kreissparkasse Walsrode mit Verantwortung für die Abteilungen Rechnungswesen /

Controlling, Marketing sowie Vermögensberatung im Wertpapiergeschäft. Daneben war

Marcus Meyn von 1996 bis 2006 Mitglied im Anlageausschuss für das Eigendepot der

Sparkasse Walsrode. Von Januar 2001 bis März 2006 war er stellvertretendes Vorstandsmitglied

der Kreissparkasse Walsrode. Von Juli 2003 bis März 2006 war er hierbei

Hauptabteilungsleiter des Zentralbereichs Privatkunden mit Gesamt verantwortung

für das Privatkundengeschäft der Sparkasse. Im Dezember 2005 wurde Marcus Meyn

in den Vorstand der Gesellschaft berufen, setzte daneben zunächst aber seine

Tätigkeit als stellvertretendes Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Walsrode L‘or agiert konservativ

fort. Seit April 2006 ist Marcus Meyn ausschließlich für die Gesellschaft und vertrauenswürdig

tätig. In den Jahren 2008/2009 absolvierte er ein nebenberufl iches MBA-

Executive-Programm in Banking & Management an der Executive Academy der

Wirtschaftsuniversität Wien und erwarb hierbei den Abschluss als MBA (Master of

Business Administration). Marcus Meyn ist nunmehr alleiniger Vorstand und Aktionär

des Emissionshauses L’or.

GSP II Seite 33


KAPITEL B · DAS BETEILIGUNGSANGEBOT

WETTBEWERBSSITUATION

Die Fondsgesellschaft steht faktisch mit allen im Wettbewerb, die Gold, Silber und Platin

am Markt nachfragen. Die Fondsgesellschaft tritt primär zwar als Nachfrager auf, kann

aber ebenso als Anbieter am Markt teilnehmen (z. B. bei Ausscheiden von Gesellschaftern

und dem Verkauf von Edelmetallen zur Bedienung eines Abfi ndungsanspruchs).

DER MARKTZUGANG

Das Angebot von L’or ist in seiner Die Fondsgesellschaft kann nicht selbstständig an den Edelmetallbör-

Gesamtheit einmalig in Deutschland sen auftreten, um dort Gold, Silber und Platin zu erwerben

oder zu verkaufen. Die Fondsgesellschaft hat jedoch direkten Zugang

zu den Scheideanstalten. Sie kauft und verkauft bei den zugelassenen

Scheideanstalten, wie z. B. der Firma Umicore. Ein Vorteil der Fondsgesellschaft: Sie

kauft Edelmetalle in großen Stückzahlen ab einer Barrengröße von einem Kilogramm

aufwärts. Durch die Vermeidung von Stückelungskosten, die beim Kauf von kleineren

Barren entstehen, erhält die Fondsgesellschaft – und damit jeder einzelne Anleger –

effektiv mehr Edelmetalle für einen bestimmen Geldeinsatz.

GSP II Seite 34


KAPITEL B · DAS BETEILIGUNGSANGEBOT

4. Alle Vorteile von L’or

noch einmal im Überblick

Wenn es darum geht, das Vermögen der Kunden zu erhalten, besitzt L’or

eine einmalige Strategie aus maximaler Sicherheit bei der Verwahrung und cleverer

Einkaufsstrategie.

Physisch vorhandene Edelmetalle statt Optionsscheine und Derivate

Die Fondsgesellschaft wird Eigentümerin und Besitzerin der Edelmetalle

Zwei Beteiligungsalternativen: Spar- und Einmalanlage

Günstigere Einkaufsmöglichkeiten aufgrund der Vermeidung von

Stückelungskosten

Verwahrung im firmeneigenen, ehemaligen Bundesbanktresor in Zusammenarbeit

mit der Sparkasse Nienburg

Keine Fremdfinanzierung durch die Fondsgesellschaft

Auf Wunsch können sich die Anleger im Falle der Kündigung den Wert ihrer

Beteiligung auch in Edelmetallen in Barrenform aushändigen lassen

Die Anleger erhalten jährlich einen Depotauszug

L’or veröffentlicht monatlich die Ausgabe- und Rücknahmepreise der

Fondsgesellschaft. Die Anleger haben so ständig Kenntnis über die Höhe ihres

Depotwerts

Durch Teilnahme und Beschlussfassung bei den Gesellschaftsversammlungen der

Fondsgesellschaft können die Anleger selbst Einfluss auf die Geschäftsführung der

Fondsgesellschaft nehmen

GSP II Seite 35


DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

1. Mittelherkunfts- und Mittelverwendungsprognose

Seite 38

2. Planungsrechnung 2012 bis 2023

Seite 42

3. Prognostizierte Kapitalrückfl ussrechnung

Seite 46

4. Sensitivitätsanalysen (Abweichungen von der Prognose)

Seite 48

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin

Seite 51

6. Planzahlen zu Produktion, Investitionen, Umsätzen und Ergebnissen

Seite 56

GSP II Seite 37

Kapitel C


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

1. Mittelherkunfts- und

Mittelverwendungsprognose der

GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

(PROGNOSE)

Mittelherkunft 1

in der Investitionsphase vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2013 2

(Prognose)

Gezeichnetes Kommanditkapital insgesamt

Gründungsgesellschafter

Anlegerkapital

davon eingezahlt in der Investitionsphase

Agio (Eigenkapitalvermittlung)

Gesamt

(PROGNOSE)

Mittelverwendung

in der Investitionsphase vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2013 3

(Prognose)

Edelmetallkauf*/Liquiditätsreserve/

ausstehende Spareinlagen

Einmalige Kosten

Eigenkapitalbeschaffung

Laufende Kosten

Geschäftsführung

Treuhänderin

Komplementärin

Agio (Eigenkapitalvermittlung)

Gesamt

1 Eine Fremdfi nanzierung ist nicht vorgesehen.

Absolut

in Euro

10.020.000

2.000

10.018.000

6.588.500

501.000

10.521.000

Absolut

in Euro

8.869.864

1.002.000

135.159

10.137

2.839

501.000

10.521.000

Prozent

des Kommanditkapitals

100,00

0,02

99,98

65,75

5,00

105,00

Prozent

des Kommanditkapitals

88,52

10,00

2 Die geschäftsführende Kommanditistin ist berechtigt, die Zeichnungsfrist bis zum 31.12.2014 zu verlängern. Sollte die

Zeichnungsfrist bis zum 31.12.2014 verlängert werden, verlängert sich die Mittelherkunft in der Investitionsphase bis

zum 31.12.2014.

3 Die geschäftsführende Kommanditistin ist berechtigt, die Zeichnungsfrist bis zum 31.12.2014 zu verlängern. Sollte die

Zeichnungsfrist bis zum 31.12.2014 verlängert werden, verlängert sich die Mittelverwendung in der Investitionsphase bis

zum 31.12.2014.

*Darin Umsatzsteuer für den Erwerb der Edelmetalle Silber und Platin enthalten.

GSP II Seite 38

1,35

0,10

0,03

5,00

105,00


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

ERLÄUTERUNGEN ZUR MITTELHERKUNFTS- UND

MITTELVERWENDUNGSPROGNOSE

VORBEMERKUNG

Die vorstehend aufgeführte tabellarische Aufstellung spiegelt die prognostizierte

Mittelherkunft und Mittelverwendung der Emittentin in der Investitionsphase bis

zum 31. Dezember 2013 wider. Das tatsächlich eingeworbene Kommanditkapital kann

sowohl nach oben als auch nach unten von den prospektierten Werten abweichen.

Entsprechend würden sich die Positionen „Agio“ für die Vermittlung des Zeichnungskapitals,

„Edelmetallkauf/Liquiditätsreserve/ausstehende Spareinlagen“, „Einmalige

Kosten“ sowie „Laufende Kosten“ ändern. Die kalkulierten Werte beruhen auf

den Erfahrungswerten der Initiatorin. Das Platzierungsende des Fonds ist für den

31. Dezember 2013 vorgesehen. Die geschäftsführende Kommanditistin ist berechtigt,

den Platzierungszeitraum bis zum 31. Dezember 2014 zu verlängern. Die aufgeführte

Position der Mittelverwendungsprognose versteht sich – sofern sie anfällt – inkl.

gesetzlicher Umsatzsteuer.

MITTELHERKUNFT

Emissionskapital

Das mit diesem Prospekt angebotene Emissionskapital hat unter Berücksichtigung der

Beteiligung der Gründungskommanditisten ein Zielvolumen von 10.020 Tsd. Euro.

Berücksichtigt sind hierbei auch die Ratenzahlungen der Anleger der Variante GSP II

Spar, die auch nach Ende der Zeichnungsfrist Kommanditkapital einzahlen. Bezogen

auf die Investitionsphase wird von einem prognostizierten eingezahlten Kommanditkapital

in Höhe von 6.589 Tsd. Euro ausgegangen.

Agio

Es wird ein Agio in Höhe von 5 Prozent auf die jeweilige Zeichnungssumme erhoben,

somit insgesamt 501 Tsd. Euro. Das Agio erhält die L’or AG als Vergütung für ihre

Tätigkeit für die Aufnahme weiterer Kommanditisten gemäß den Regelungen des

Gesellschaftsvertrages der Fondsgesellschaft.

Fremdkapital

Eine Aufnahme von Fremdkapital fi ndet nicht statt.

MITTELVERWENDUNG

Erwerb der Edelmetalle/Liquiditätsreserve/ausstehende Spareinlagen

Der Fondsgesellschaft stehen voraussichtlich insgesamt bis zu 8.870 Tsd. Euro des

eingeworbenen Kommanditkapitals für den Erwerb von Edelmetallen und als

Liquiditätsreserve zur Verfügung. Berücksichtigt sind hierbei auch die ausstehenden

Spareinlagen der Anleger der Beteiligungsalternative GSP II Spar. Mithin stehen der

GSP II Seite 39


KAPITEL B C · DIE DAS WIRTSCHAFTLICHEN BETEILIGUNGSANGEBOT GRUNDLAGEN

Fondsgesellschaft gemäß der Prognoserechnung 88,52 Prozent des in der Investitionsphase

eingeworbenen Kommanditkapitals zur Verfügung. Enthalten sind darin auch

die in der Investitionsphase nicht eingezahlten Einlagen der Anleger der Beteiligungsalternative

GSP II Spar. Für den Erwerb der Edelmetalle Silber und Platin fällt prognose-gemäß

Umsatzsteuer in Höhe von insgesamt 830 Tsd. Euro an.

Einmalige Kosten

Die L’or AG erhält für die Durchführung der Eigenkapitalvermittlung und aller damit

im Zusammenhang stehenden Aufgaben (Marketing/Vertrieb) eine einmalige Vergütung

in Höhe von 10 Prozent der gezeichneten Kommanditeinlagen. Prognosegemäß

erhält die L’or AG insgesamt eine Vergütung in Höhe von 1.002 Tsd. Euro.

Laufende Kosten

Die L’or AG ist als geschäftsführende Kommanditistin auf Grundlage der Regelungen

des Gesellschaftsvertrages der Fondsgesellschaft berechtigt und verpfl ichtet, die

Geschäfte der Fondsgesellschaft zu führen, die laufende Verwaltung der Einlagen zu

organisieren und insbesondere auch die Anleger mit den erforderlichen Informationen

zu bedienen. Für die Übernahme der Geschäftsführungsaufgaben erhält die L’or AG

eine monatliche Vergütung in Höhe von 1/12 von 2,4 Prozent des Depotwertes zum

letzten Tag des jeweiligen Monats vor Kosten zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Die L’or AG erhält auf Grundlage der prognostizierten Depotwerte bis zum

31. Dezember 2013 insgesamt eine laufende Vergütung von 135 Tsd. Euro inkl.

gesetzlicher Umsatzsteuer.

Anleger, die sich mittelbar an der Fondsgesellschaft beteiligen, schließen mit

der Treuhandkommanditistin, der L’or capital trust admin GmbH, einen Treuhandund

Verwaltungsvertrag. Die Treuhandkommanditistin wird danach im eigenen

Namen, aber auf Rechnung des jeweiligen Anlegers eine Kommanditbeteiligung an der

Fondsgesellschaft erwerben. Die Treuhandkommanditistin erhält nach den Regelungen

des Gesellschaftsvertrages der Fondsgesellschaft für ihre Tätigkeit eine monatliche

Vergütung in Höhe von 1/12 von 0,18 Prozent des Depotwertes zum letzten Tag des

jeweiligen Monats vor Kosten zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer. Auf Grundlage

der prognostizierten Depotwerte erhält die L’or capital trust admin GmbH bis zum

31. Dezember 2013 insgesamt eine Vergütung von 10 Tsd. Euro inkl. gesetzlicher

Umsatzsteuer. Für die Übernahme der Komplementärstellung erhält die Value

Verwaltungsgesellschaft mbH eine laufende monatliche Haftungsvergütung in

Höhe von 1/12 von 0,06 Prozent des Depotwertes zum letzten Tag des jeweiligen

Monats vor Kosten. Bis zum 31. Dezember 2013 erhält die Value Verwaltungsgesellschaft

auf Grundlage der prognostizierten Depotwerte damit eine Vergütung von

insgesamt 3 Tsd. Euro.

GSP II Seite 40


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

2. Planungsrechnung 01. Januar 2012 bis 31. Dezember 2023

(PROGNOSE)

(in Tsd. Euro) 2012 2013 2014

A Kommanditkapital

1 Gezeichnetes Kommanditkapital 3.540 6.480 0

2 Gezeichnetes Kommanditkapital gesamt 3.540 10.020 10.020

3 Eingezahltes Kommanditkapital 1.744 4.845 426

4 Eingezahltes Kommanditkapital gesamt 1.744 6.589 7.015

B Edelmetallkauf

5 Edelmetallkauf 1.360 4.070 109

davon Umsatzsteuer 145 433 12

davon Gold 453 1.357 36

davon Silber 381 1.140 30

davon Platin 381 1.140 30

6 Edelmetallkauf netto 1.215 3.637 97

7 Edelmetallkauf gesamt 1.215 4.852 4.949

C Wertentwicklung Edelmetallbestand

8 Wertsteigerung Edelmetall 51 333 747

Steigerung Gold 20 128 285

Steigerung Silber 21 136 309

Steigerung Platin 11 70 153

9 Verkauf Edelmetalle 0 0 0

10 Wert Edelmetallbestand 1.267 5.237 6.081

D Einmalige Kosten

11 Eigenkapitalbeschaffung 354 648

12 Prospekt 119

13 Mittelverwendungskontrolle 0 0 23

E Laufende Kosten

14 Geschäftsführung 26 110 168

15 Treuhänder 2 8 13

16 Komplementärin 1 2 4

17 Kosten gesamt 382 768 326

F Liquidität

18 Barreserve Vorjahr 0 2 9

19 zzgl. Kommanditkapital 1.744 4.845 426

20 abzgl. Edelmetallkauf 1.360 4.070 109

21 zzgl. Edelmetallverkauf 0 0 0

22 abzgl. Kosten 382 768 326

23 abzgl. erfolgsabhängige Vergütung* 0 0 0

24 Neue Barreserve 2 9 0

25 Depotwert nach Kosten 1.268 5.245 6.081

26 Preiszuwachs in Prozent -27,3 -20,4 -13,3

*aufgrund der Vermittlung von Kommanditisten und Treugebern

GSP II Seite 42


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023

0 0 0 0 0 0 0 0 0

10.020 10.020 10.020 10.020 10.020 10.020 10.020 10.020 10.020

426 426 426 426 426 426 333 117 0

7.441 7.867 8.293 8.719 9.145 9.571 9.903 10.020 10.020

213 168 47 0 0 0 0 0 0

23 18 5 0 0 0 0 0 0

71 56 16 0 0 0 0 0 0

60 47 13 0 0 0 0 0 0

60 47 13 0 0 0 0 0 0

190 150 42 0 0 0 0 0 0

5.139 5.290 5.331 5.331 5.331 5.331 5.331 5.331 5.331

877 1.035 1.209 1.399 1.614 1.857 2.129 2.425 2.731

334 392 455 522 598 682 775 875 975

372 451 540 641 758 893 1.050 1.225 1.417

171 193 215 236 258 281 304 325 338

0 0 0 0 51 117 270 540 720

7.148 8.334 9.585 10.984 12.547 14.287 16.146 18.031 20.041

0 0 0 0 0 0 0 0 0

193 227 263 302 345 394 446 500 557

15 17 20 23 26 30 33 38 42

4 5 6 6 7 8 9 11 12

212 248 289 331 379 431 489 549 611

0 1 2 1 4 1 1 0 2

426 426 426 426 426 426 333 117 0

213 168 47 0 0 0 0 0 0

0 0 0 0 51 117 270 540 720

212 248 289 331 379 431 489 549 611

0 8 92 92 102 112 114 107 111

1 2 1 4 1 1 0 2 1

7.149 8.336 9.586 10.988 12.548 14.288 16.146 18.033 20.042

-3,9 6,0 15,6 26 37,2 49,3 63 80 100

GSP II Seite 43


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

Die vorstehend abgebildete Planungsrechnung basiert u. a. auf den zuvor beschriebenen

Annahmen über die Emissionsphase der Fondsgesellschaft. Der Betrachtungszeitraum

erstreckt sich auf den Zeitraum vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2023. Die

wesentlichen Annahmen sind jeweils nachfolgend dargestellt. Die Annahmen stellen

hierbei lediglich Prognosen dar. Der Eintritt der der Planungsrechnung zugrunde

liegenden Annahmen kann somit nicht garantiert werden (vgl. Kapitel „Risiken der

Beteiligung“, Seite 15 ff.).

A. KOMMANDITKAPITAL

Wie bereits im Abschnitt „Mittelherkunfts- und Mittelverwendungsprognose“

dargestellt, wird davon ausgegangen, dass während des Emissionszeitraums insgesamt

6.589 Tsd. Euro an Kommanditkapital eingeworben werden. Ausgehend von der

Prämisse, dass sich die Anleger mit 42,51 Prozent des Kommanditkapitals an der

Beteiligungsalternative GSP II Spar an der Emission beteiligen und damit das

Kommanditkapital auch nach Ende des Emissionszeitraums durch die monatlichen

Ratenzahlungen weiter erhöhen, wird insoweit eine sukzessive Erhöhung des

eingezahlten Kommanditkapitals der Fondsgesellschaft bis auf 10.020 Tsd. Euro

im Jahr 2022 kalkuliert.

B. EDELMETALLKAUF

Unter Berücksichtigung der in der Mittelherkunfts- und Mittelverwendungsprognose

zugrunde gelegten Investitionsquoten wird unterstellt, dass die Fondsgesellschaft einen

Gesamtbetrag von 5.531 Tsd. Euro für den Ankauf der Edelmetalle investieren wird.

Der Erwerb der Edelmetalle Gold, Silber und Platin erfolgt hierbei wertmäßig zu

gleichen Teilen. Es wird unterstellt, dass die beim Ankauf von Silber und Platin

anfallende Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden kann. Der

Erwerb der Edelmetalle erfolgt prognosegemäß bis zum Jahr 2017.

Dem Anleger werden für das von ihm eingezahlte Kommanditkapital Gesellschaftsanteile

an der Fondsgesellschaft zugewiesen. Die Anzahl der Gesellschaftsanteile

bestimmt sich nach dem Ausgabepreis des Gesellschaftsanteils. Der Ausgabepreis ist

von den Einkaufspreisen der Edelmetalle Gold, Silber und Platin abhängig. Steigen

die Kurse bei Gold, Silber und Platin, werden somit weniger Gesellschaftsanteile

ausgegeben. Sind die Kurse bei Gold, Silber und Platin rückläufig, werden entsprechend

mehr Gesellschaftsanteile ausgegeben. Zur Bewertung des Ausgabepreises wird auf

§ 9 Ziffer 9 des Gesellschaftsvertrages der Fondsgesellschaft (Seite 98 f. des Verkaufsprospektes)

verwiesen.

C. WERTENTWICKLUNG DER ERWORBENEN EDELMETALLE

Diese Position gibt an, um wie viel sich der Wert der erworbenen Edelmetalle nach den

Prämissen der Planungsrechnung möglicherweise erhöht. Unter Berücksichtigung der

Preisentwicklung bei Gold, Silber und Platin in den vergangenen 10 Jahren werden

jährliche Preissteigerungen von 14,5 Prozent bei Gold, 18,3 Prozent bei Silber und

9,5 Prozent bei Platin kalkuliert.

GSP II Seite 44


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

D. EINMALIGE KOSTEN

Bei den Positionen „Eigenkapitalbeschaffung“, „Mittelverwendungskontrolleur“

und „Prospekt“ handelt es sich um einmalige und feste Kosten, die dem Gesellschaftsvertrag

entsprechend geschuldet sind. Verwiesen wird hierzu auf den Abschnitt

„Rechtliche Grundlagen“.

E. LAUFENDE KOSTEN

Die in dem Abschnitt „Rechtliche Grundlagen“ dargestellten kalkulierten Kosten

der Fondsgesellschaft sind in dieser Position wiedergegeben. Diese Kosten sind laut

Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft prozentual entsprechend dem Depotwert

(Depotwert = Menge der vorhandenen Edelmetalle multipliziert mit deren jeweils

aktuellen Börsenkursen [London Fixing] zzgl. der Barreserve) geschuldet.

Aufgrund des Bezugs zum Depotwert steigen die absoluten Kosten bei steigenden

Edelmetallpreisen. Prozentual verteilen sich die Kosten (jeweils zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer)jährlich wie folgt:

Geschäftsführung 2,40 Prozent

Treuhänder 0,18 Prozent

Komplementärin 0,06 Prozent

Gesamt 2,64 Prozent

F. LIQUIDITÄT

In dieser Position sind das von den Anlegern eingezahlte Kommanditkapital, die Kosten

für den Erwerb der Edelmetalle, Einnahmen aus dem Verkauf von Edelmetallen sowie

die Kosten und Vergütungen der Fondsgesellschaft wiedergegeben. Das eingezahlte

Kommanditkapital abzgl. der Kosten für den Kauf der Edelmetalle, zzgl. Einnahmen

aus der Veräußerung von Edelmetallen, abzgl. der Kosten, Vergütungen sowie der

erfolgsabhängigen Vergütung ergibt die Barreserve der Fondsgesellschaft. Gemäß den

Regelungen des Gesellschaftsvertrags der Fondsgesellschaft hat die Geschäftsführung bei

einer bestimmten Steigerung des Depotwerts aufgrund der Preisentwicklung bei den

Edelmetallen einen Anspruch auf eine erfolgsabhängige Vergütung für die Aufnahme der

Kommanditisten und Treugeber (siehe auch „Vergütungen für Geschäftsführung und

persönliche Haftung“ in dem Abschnitt „Rechtliche Grundlagen“ [Seite 65 f.]). Diese

zusätzliche Vergütung ist in der Zeile „erfolgsabhängige Vergütung“ wiedergegeben.

Bei der Zeile „Depotwert nach Kosten“ handelt es sich um den Preis, zu dem die

Fondsgesellschaft die Anteile des Anlegers zurücknehmen würde (Rücknahmepreis).

Im Jahr 2019 wird prognosegemäß erstmals der Verkauf von Edelmetallen zur Deckung

der Kosten und Vergütungen erforderlich sein. Diese Position ist in der Zeile

„Edelmetallverkauf“ wiedergegeben. Die Zeile „Preiszuwachs in Prozent“ stellt den

kalkulierten prozentualen Preiszuwachs der Edelmetalle dar, der sich aus dem

Verhältnis des eingezahlten Kommanditkapitals zum Depotwert nach Kosten ergibt.

GSP II Seite 45


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

3. Prognostizierte Kapitalrückfl ussrechnung

Die nachfolgend abgebildeten Tabellen geben die prognostizierten

Kapitalrückfl üsse auf Basis der in dem vorhergehenden Abschnitt dargestellten

Planungsrechnung wieder. Der Eintritt der der Planungsrechnung zugrunde liegenden

Annahmen kann nicht garantiert werden. Dargestellt werden zwei beispielhafte

Beteiligungen eines Anlegers: die Beteiligungsalternative GSP II Einmalanlage mit

einer Beteiligungssumme in Höhe von 100.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio und die

KAPITALRÜCKFLUSSRECHNUNG FÜR EINEN ANLEGER DER BETEILIGUNGSALTERNATIVE

GSP II EINMALANLAGE MIT 100.000 EURO ZEICHNUNGSSUMME ZZGL. 5 PROZENT AGIO

(PROGNOSE)

(in Euro) 2012 2013 2014 2015

A Gebundenes Kapital (Einlage + Agio) 0 105.000 105.000 105.000

B I. Gewinnausschüttung 0 0 0 0

II. Steuererstattung (+) 0 0 0 0

III. Steuerzahlung (-) 0 0 0 0

IV. Eigenkapitaleinzahlung (-) -105.000 0 0 0

V. Rückzahlung des gebundenen Kapitals (+) 0 0 0 0

Saldo der Zahlungsströme -105.000 0 0 0

C Haftungsvolumen 0 0 0 0

D Anteiliges Fremdkapital 0 0 0 0

E Gewinn

Gesamtrückzahlung in Prozent des

Eigenkapitals inkl. Agio

KAPITALRÜCKFLUSSRECHNUNG FÜR EINEN ANLEGER DER BETEILIGUNGSALTERNATIVE

GSP II SPAR MIT EINMALIGER BETEILIGUNGSSUMME VON 1.200 EURO UND MONATLICHEN RATEN

IN HÖHE VON 100 EURO ZZGL. 5 PROZENT AGIO

(PROGNOSE)

(in Euro) 2012 2013 2014 2015

A Gebundenes Kapital (Einlage + Agio) 0 2.900 4.100 5.300

B I. Gewinnausschüttung 0 0 0 0

II. Steuererstattung (+) 0 0 0 0

III. Steuerzahlung (-) 0 0 0 0

IV. Eigenkapitaleinzahlung (-) -2.900 -1.200 -1.200 -1.200

V. Rückzahlung des gebundenen Kapitals (+) 0 0 0 0

Saldo der Zahlungsströme -2.900 -1.200 -1.200 -1.200

C Haftungsvolumen 0 0 0 0

D Anteiliges Fremdkapital 0 0 0 0

E Gewinn

Gesamtrückzahlung in Prozent des

Eigenkapitals inkl. Agio

GSP II Seite 46


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

Beteiligungsalternative GSP II Spar mit einer Zeichnungssumme in Höhe von insgesamt

12.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio. Hier leistet der Anleger 10 Prozent der Zeichnungssumme,

d. h. 1.200 Euro, sowie 5 Prozent Agio auf die gesamte Beteiligungssumme

zu Beginn seiner Beteiligung sowie nachfolgend 108 monatliche Raten in Höhe von

100 Euro. Es wird jeweils vereinfacht unterstellt, dass der Anleger im Jahr 2012 der

Fondsgesellschaft beitritt und seine Beteiligung bis zum Ende des Jahres 2023 hält.

Weiterhin wird davon ausgegangen, dass keine Steuerzahlungen bzw. -erstattungen

anfallen. Die Rückfl üsse ergeben sich aus dem Depotwert nach Kosten zum Ende des

Jahres 2023 entsprechend der Planungsrechnung unter der Annahme, dass durch

Veräußerung des Depots Erlöse in entsprechender Höhe erzielt werden können.

2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Gesamt

105.000 105.000 105.000 105.000 105.000 105.000 105.000 105.000

0 0 0 0 0 0 0 154.366 154.366

0 0 0 0 0 0 0 0 0

0 0 0 0 0 0 0 0 0

0 0 0 0 0 0 0 0 -105.000

0 0 0 0 0 0 0 105.000 105.000

0 0 0 0 0 0 0 259.366 154.366

0 0 0 0 0 0 0 0 0

0 0 0 0 0 0 0 0 0

154.366

247,02

2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Gesamt

6.500 7.700 8.900 10.100 11.300 12.500 12.600 12.600

0 0 0 0 0 0 0 7.471 7.471

0 0 0 0 0 0 0 0 0

0 0 0 0 0 0 0 0 0

-1.200 -1.200 -1.200 -1.200 -1.200 -100 0 0 -12.600

0 0 0 0 0 0 0 12.600 12.600

-1.200 -1.200 -1.200 -1.200 -1.200 -100 0 20.071 7.471

0 0 0 0 0 0 0 0 0

0 0 0 0 0 0 0 0 0

7.471

GSP II Seite 47

159,29


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

4. Sensitivitätsanalysen

(Abweichungen von der Prognose)

Der wirtschaftliche Verlauf der Fondsgesellschaft hängt maßgeblich von der

zukünftigen Entwicklung der Edelmetallpreise sowie der Laufzeit der Fondsgesellschaft

ab. In diesem Abschnitt werden daher die Auswirkungen unterschiedlicher Edelmetallpreise

sowie unterschiedlicher Zeiträume, in denen der Anleger seine Beteiligung

hält, auf die zuvor dargestellten prognostizierten Kapitalrückfl üsse aufgezeigt. In den

Sensitivitätsanalysen werden wiederum zwei beispielhafte Beteiligungen eines Anlegers

dargestellt: die Beteiligungsalternative GSP II Einmalanlage mit einer Beteiligungssumme

in Höhe von 100.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio und die Beteiligungsalternative

GSP II Spar mit einer einmaligen Beteiligungssumme in Höhe von 1.200 Euro zzgl.

5 Prozent Agio auf die gesamte Zeichnungssumme und laufenden monatlichen Raten

in Höhe von 100 Euro.

Die nachfolgende Grafi k zeigt auf, wie hoch der Kapitalrückfl uss an einen Anleger der

Beteiligungsalternative GSP II Einmalzahlung ist, wenn die jährliche Preissteigerungsrate

der erworbenen Edelmetalle geringer als die prognostizierte Preissteigerungsrate von

14,1 Prozent p. a. ist. Dieser prognostizierten Preissteigerungsrate wurden die

Preissteigerungen bei Gold, Silber und Platin von Juli 2001 bis Juli 2011 zugrunde gelegt.

Das von dem Anleger eingezahlte Kommanditkapital in Höhe von 100.000 Euro zzgl.

5 Prozent Agio ist in der Grafi k mit der dunkelgrauen Linie dargestellt. Die goldfarbene

Linie zeigt die Höhe des Kapitalrückfl usses an den Anleger nach einer elfjährigen

Beteiligungsdauer bei durchschnittlichen Preissteigerungsraten bei den Edelmetallen

von 0 Prozent p. a. bist 14,1 Prozent p. a. an.

Abweichungen von der Prognose

Sensitivität für

270

GSP II Einmalanlage

250

nach Preissteigerung

230

Graue Linie:

Kommanditkapital

210

(100.000 Euro) zzgl.

190

5 Prozent Agio

170

Goldfarbene Linie:

150

Kapitalrückflusshöhe

130

nach elf Jahren und

110

durchschnittlichen

Preissteigerungsraten

90

70

bei den Edelmetallen

0,00 1,41 2,82 4,23 5,64 7,05 8,46 9,87 11,28 12,69 14,10

von 0 Prozent p. a. bis

Preissteigerungsrate der Edelmetalle in Prozent

14,1 Prozent p. a. GSP II Einmalzahlung eingezahltes Kapital inkl. Agio

in Tsd. Euro

GSP II Seite 48


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

Die nachfolgende Grafi k zeigt auf, wie hoch der Kapitalrückfl uss an einen Anleger der

Beteiligungsalternative GSP II Spar ist, wenn die Preissteigerungsrate der erworbenen

Edelmetalle geringer als die prognostizierte Preissteigerungsrate von 14,1 Prozent p. a.

ist. Das von dem Anleger während seiner elfjährigen Beteiligungsdauer insgesamt

eingezahlte Kommanditkapital in Höhe von 12.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio ist in der

Grafi k mit der dunkelgrauen Linie dargestellt. Die goldfarbene Linie zeigt die Höhe des

Kapitalrückfl usses an den Anleger nach einer elfjährigen Beteiligungsdauer bei

durchschnittlichen Preissteigerungsraten bei den Edelmetallen von 0 Prozent p. a. bis

14,1 Prozent p. a. an.

Abweichungen von der Prognose

Sensitivität für

GSP II Sparplan

nach Preissteigerung

Graue Linie:

Kommanditkapital

(12.000 Euro) zzgl.

5 Prozent Agio

Goldfarbene Linie:

Kapitalrückflusshöhe

nach elf Jahren und

durchschnittlichen

Die nachfolgende Grafi k zeigt auf, wie hoch der Kapitalrückfl uss an einen Anleger der

Beteiligungsalternative GSP II Einmalanlage ist, wenn er seine Beteiligung vor Ablauf

der elfjährigen Beteiligungsdauer kündigt. Der Berechnung sind die prognostizierten

Preissteigerungsraten bei Gold, Silber und Platin von durchschnittlich 14,1 Prozent p. a.

zugrunde gelegt. Das von dem Anleger eingezahlte Kommanditkapital in Höhe von

100.000 Euro zzgl. Agio ist in der Grafi k mit der dunkelgrauen Linie dargestellt. Die

goldfarbene Linie zeigt die Höhe des Kapitalrückfl usses an den Anleger nach einer

Beteiligungsdauer zwischen drei und elf Jahren an.

Abweichungen von der Prognose

Sensitivität für

GSP II Einmalanlage

nach Zeit

Graue Linie:

Kommanditkapital

(100.000 Euro) zzgl.

5 Prozent Agio

Goldfarbene Linie:

Kapitalrückflusshöhe

nach drei bis elf Jahren

Beteiligungsdauer

in Tsd. Euro

in Tsd. Euro

22

20

18

16

14

12

10

8

Preissteigerungsraten

6

bei den Edelmetallen

0,00 1,41 2,82 4,23 5,64 7,05 8,46 9,87 11,28 12,69 14,10

von 0 Prozent p. a. bis

Preissteigerungsrate der Edelmetalle in Prozent

14,1 Prozent p. a. GSP II Sparplan eingezahltes Kapital inkl. Agio

280

260

240

220

200

180

160

140

120

100

80

3 4 5 6 7 8 9

10

11

Laufzeit der Beteiligung in Jahren

GSP II Einmalzahlung eingezahltes Kapital inkl. Agio

GSP II Seite 49


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

Die nachfolgende Grafi k zeigt auf, wie hoch der Kapitalrückfl uss an einen Anleger der

Beteiligungsalternative GSP II Spar ist, wenn er seine Beteiligung vor Ablauf der

elfjährigen Beteiligungsdauer kündigt. Der Berechnung sind die prognostizierten

Preissteigerungsraten bei Gold, Silber und Platin von durchschnittlich 14,1 Prozent p. a.

zugrunde gelegt. Das von dem Anleger eingezahlte Kommanditkapital (1.200

Einmalzahlung und monatliche Raten von 100 Euro) zzgl. 5 Prozent Agio auf die

gesamte Beteiligungssumme ist in der Grafi k mit der dunkelgrauen Linie dargestellt.

Die goldfarbene Linie zeigt die Höhe des Kapitalrückfl usses an den Anleger nach einer

Beteiligungsdauer zwischen drei und elf Jahren an.

Abweichungen von der Prognose

Sensitivität für

GSP II Sparplan

nach Zeit

Graue Linie:

Kommanditkapital

(1.200 Euro

Einmalzahlung und

monatliche Raten von

100 Euro) zzgl.

5 Prozent Agio

Goldfarbene Linie:

Kapitalrückflusshöhe

nach drei bis elf Jahren

Beteiligungsdauer

in Tsd. Euro

22

20

18

16

14

12

10

8

6

4

3 4 5 6 7 8 9

10

11

Laufzeit der Beteiligung in Jahren

GSP II Sparplan eingezahltes Kapital inkl. Agio

Zu den Auswirkungen der Szenarien wird auf das damit verbundene Prognoserisiko

(Seite 15 ff.) verwiesen.

GSP II Seite 50


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

5. Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage der Emittentin

Die Fondsgesellschaft GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG wurde vor weniger

als 18 Monaten gegründet und hat noch keinen Jahresabschluss i. S. d. § 10 Abs. 1 Nr. 1

VermVerkProspV erstellt. Sie unterliegt demnach im Hinblick auf die Darstellung der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage den verringerten Prospektanforderungen gemäß

§ 15 VermVerkProspV. Folglich sind verringerte Angaben in Form einer Eröffnungsbilanz,

einer Zwischenübersicht der voraussichtlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

und bestimmter weiterer Planzahlen erforderlich. Dargestellt werden somit die

Eröffnungsbilanz zur Gründung der Emittentin zum 02. Januar 2011, eine Zwischenbilanz

zum Stichtag 30. September 2011 sowie die Prognosebilanzen der Geschäftsjahre

2011 bis 2013. Die prognostizierten Gewinn-und-Verlust-Rechnungen und die Finanzlage

der Geschäftsjahre 2012 bis 2014 sowie die Planzahlen der Geschäftsjahre 2012 bis

2015 werden ebenfalls in diesem Abschnitt abgebildet.

ERÖFFNUNGSBILANZ DER GSP II EDELMETALLE GMBH & CO. KG

ZUM 02.01.2011

Aktiva 02.01.2011

in Euro

Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

Forderungen aus ausstehenden

Einlagen 2.000

Summe AKTIVA 2.000

ZWISCHENÜBERSICHT DER GSP II EDELMETALLE GMBH & CO. KG

ZUM 30.09.2011

Aktiva 30.09.2011

in Euro

Guthaben bei

Kreditinstituten 2.000

Summe AKTIVA 2.000

GSP II Seite 51

Passiva 02.01.2011

in Euro

Eigenkapital

Kommanditkapital 2.000

Summe PASSIVA 2.000

Passiva 30.09.2011

in Euro

Eigenkapital

Kommanditkapital 2.000

Summe PASSIVA 2.000


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

ZWISCHEN-GUV DER DER GSP II EDELMETALLE GMBH & CO. KG

VOM 02.01. BIS ZUM 30.09.2011

in Euro

Sonstige betriebliche Aufwendungen 0

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 0

Jahresfehlbetrag 0

Ergebnisverwendung 0

Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0

Die Eröffnungsbilanz und die Zwischenübersicht wurden nicht durch den

Abschlussprüfer der Fondsgesellschaft überprüft.

GSP II Seite 52


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

ERLÄUTERUNG DER WESENTLICHEN ANNAHMEN UND

WIRKUNGSZUSAMMENHÄNGE ZUR VERMÖGENS-, FINANZ- UND

ERTRAGSLAGE SOWIE DER PLANZAHLEN DER

FONDSGESELLSCHAFT (PROGNOSE)

Im Rahmen der Darstellung der voraussichtlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

sowie der Planzahlen der Fondsgesellschaft wurde bei der Darstellung der Prognose davon

ausgegangen, dass das gezeichnete Kommanditkapital einschließlich Einlage der

Gründungs kommanditisten zum 31. Dezember 2013 10.020.000 Euro beträgt. Es wird

davon ausgegangen, dass während der Investitionsphase bis zum 31. Dezember 2013

6.655.500 Euro an Kommandit-kapital durch die Anleger eingezahlt wird. Hinzu kommt

das Agio in Höhe von 5 Prozent bis zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 501.000 Euro, das

unverzüglich nach Einzahlung an die mit dem Vertrieb beauftragte geschäftsführende

Kommanditistin ausgezahlt wird.

Auf Grundlage des prognostizierten eingezahlten Kommanditkapitals wird bis

zum 31. Dezember 2013 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 768.156 Euro

betragen. Hierunter fallen vor allem Kosten und Gebühren, die für die Verwaltung,

Mittelverwendungskontrolle, Prospekterstellung und Verwahrung der Edelmetalle

entstehen. Bei den prognostizierten Planzahlen der Fondsgesellschaft ist zu beachten, dass

eine Produktion im Sinne einer Herstellung oder Weiterverarbeitung von Gütern und

Dienstleistungen nicht Gegenstand des Unternehmens der Fondsgesellschaft ist. Die

Emittentin wird keinen Umsatz aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen

erzielen. Die Prognose der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Planzahlen

beruht auf einer Reihe von Annahmen. Jede dieser Annahmen ist mit gewissen

Unwägbarkeiten verbunden, so dass die unten stehenden Aufstellungen lediglich einen

möglichen Verlauf der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Fondsgesellschaft

darstellen. Die wesentlichen Annahmen sind jeweils nachfolgend dargestellt. Der Eintritt

der zugrunde liegenden Annahmen

kann nicht garantiert werden (vgl. auch Kapitel „Risiken der Beteiligung“, Seite 15 ff.).

Die Darstellung der voraussichtlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Fondsgesellschaft

in den ersten beiden Geschäftsjahren erfolgt nach den in Deutschland

geltenden handelsrechtlichen Grundsätzen auf Basis der in der Mittelherkunfts- und

Mittelverwendungsprognose (siehe Seite 38) sowie der Planungsrechnung von 2012 bis

2023 (Seite 42 f.) enthaltenen Angaben und Prognosewerte. Diese Prognosen basieren

auf Annahmen, die die Einschätzung zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung wiedergibt.

Wesentlicher Bestandteil dieser Annahmen ist, dass das Kommanditkapital der

Fondsgesellschaft zum 31. Dezember 2013 vollständig platziert ist.

GSP II Seite 53


2011 bis 2014 (Prognosen) der GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

Aktiva 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011

Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

Forderungen aus ausstehenden

Einlagen

KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

Plan-GuV 2011 bis 2014 (Prognosen) der GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

in Euro in Euro in Euro in Euro

3.005.500 3.431.500 1.796.500 0

Anlagevermögen

Sachanlagen

Andere Anlagen, Betriebsund

Geschäftsausstattung 5.538.360 5.429.730 1.359.930 0

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände 0 0 0 0

Guthaben bei Kreditinstituten 120 8.634 1.590 2.000

Summe AKTIVA 8.543.980 8.869.864 3.158.020 2.000

01.01.2014

bis 31.12.2014

01.01.2013

bis 31.12. 2013

01.01.2012

bis 31.12.2012

02.01.2011

bis 31.12. 2011

in Euro in Euro in Euro in Euro

Sonstige betriebliche Aufwendungen -325.884 -768.156 -381.980 0

Betriebsergebnis -325.884 -768.156 -381,980 0

Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit -325.884 -768.156 -381,980 0

Jahresfehlbetrag -325.884 -768.156 -381,980 0

Ergebnisverwendung -325.884 -768.156 -381.980 0

Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0 0 0 0

GSP II Seite 54


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

Passiva 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011

in Euro in Euro in Euro in Euro

Eigenkapital

Kommanditkapital 10.020.000 10.020.000 3.540.000 2.000

Verlustvortrag 1.150.136 381.980 0 0

Jahresfehlbetrag -325.884 -768.156 -381.980 0

Kapital der Kommanditisten 8.543.980 8.869.864 3.158.020 2.000

Summe PASSIVA 8.543.980 8.869.864 3.158.020 2.000

Liquiditätsentwicklung 2011 bis 2014 (Prognosen) der der GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

2014 2013 2012 2011

in Euro in Euro in Euro in Euro

Stand 31.12. des Vorjahres 8.634 1.590 2.000 0

Einlage 426.000 4.845.000 1.741.500 2.000

Bildung von Rücklagen 0 324.000 177.000 0

Aufl ösung von Rücklagen 0 -324.000 -177.000 0

Sonstige betriebliche Aufwendungen -325.884 -768.156 -381.980 0

Anlagevermögen -108.630 -4.069.800 -1.359.930 0

Stand 31.12. des Jahres 120 8.634 1.590 0

GSP II Seite 55


KAPITEL C · DIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN

6. Planzahlen zu Produktion, Investitionen,

Umsätzen und Ergebnissen

Hinsichtlich der Planzahlen zu Produktion, Investitionen, Umsätzen und

Ergebnissen sei an dieser Stelle auf die Anmerkungen zu der Planungsrechnung 2012

bis 2023 auf Seite 42 f. verwiesen. Die Emittentin wird keinen Umsatz aus dem Verkauf

von Waren oder Dienstleistungen erzielen. Eine Produktion im Sinne einer Herstellung

oder Weiterverarbeitung von Gütern und Dienstleistungen ist nicht Gegenstand des

Unternehmens. Die Investitionen stellen den Erwerb der Edelmetalle dar. Das Ergebnis

der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergibt sich auf der Grundlage der prognostizierten

handelsrechtlichen Erträge und Aufwendungen. Die tatsächlichen Werte können von

den prognostizierten Werten abweichen.

GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

2012 2013 2014 2015

Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro

Produktion - - - -

Umsatz - - - -

Investitionen 1.360 4.070 109 213

Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit -382 -768 -326 -212

GSP II Seite 56


GSP II Seite 57

GSP

GSP

GSP

GSP

GSP

S

GSP

GSP

GSP

GS

GSP

GSP

GS

GS

GS

GSP

GSP

GSP

GSP

GS

GSP

GSP

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GS II

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5

57

57


DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

1. Übersicht der beteiligten Partner

Seite 60

2. Rechtliche Grundlagen

Seite 62

3. Steuerliche Grundlagen

Seite 89

4. Gesellschaftsvertrag der GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

Seite 94

5. Treuhand- und Verwaltungsvertrag

Seite 108

6. Mittelverwendungskontrollvertrag

Seite 114

GSP II Seite 59

Kapitel D


Fondsgesellschaft/Emittentin

Firma

Sitz/Geschäftsanschrift

Handelsregister

Geschäftsführende Kommanditistin

Tag der 1. Eintragung

Gezeichnetes Kommanditkapital

Komplementärin

Kommanditisten

Funktion/Aufgabe

KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

1. Übersicht der beteiligten Partner

GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

Hafenstr. 5, 31582 Nienburg/Weser (Geschäftsanschrift)

Amtsgericht Walsrode, HRA 201485

L’or AG, Nienburg/Weser

Bei der Emittentin bestehen weder Aufsichtsgremien noch Beiräte

12.01.2011

Pfl ichteinlagen in Höhe von 2.000 Euro

Value Verwaltungsgesellschaft mbH, Nienburg/Weser

(nicht am Kapital beteiligt)

L’or AG, Nienburg/Weser (Pfl icht- und Hafteinlage 1.000 Euro)

L’or capital trust admin GmbH, Nienburg/Weser (Pfl icht- und

Hafteinlage 1.000 Euro)

Emittentin

Persönlich haftende Gesellschafterin der Emittentin

Firma

Value Verwaltungsgesellschaft mbH

Sitz/Geschäftsanschrift

Hafenstr. 5, 31582 Nienburg/Weser (Geschäftsanschrift)

Handelsregister

Amtsgericht Walsrode, HRB 201331

Tag der 1. Eintragung

06.10.2008

Stammkapital

25.200 Euro (voll eingezahlt)

Gesellschafter

L’or AG, Nienburg/Weser (100 Prozent der Gesellschaftsanteile)

Geschäftsführerin

Stephanie Meyn, Nienburg/Weser

Funktion/Aufgabe

Persönlich haftende Gesellschafterin der Emittentin und

Gründungskommanditistin

Personelle/kapitalmäßige Verfl echtungen

mit der Emittentin oder Anbieterin

Tochtergesellschaft der Anbieterin

Anbieterin/geschäftsführende Kommanditistin

Firma

L’or AG

Sitz/Geschäftsanschrift

Hafenstr. 5, 31582 Nienburg/Weser (Geschäftsanschrift)

Handelsregister

Amtsgericht Walsrode, HRB 203280

Tag der 1. Eintragung

27.09.2010, als aufnehmende Gesellschaft der früheren L’or AG

(HRB 5774, Amtsgericht Walsrode, die am 17.12.2004 in das

Handelsregister eingetragen wurde)

Grundkapital

50.000 Euro

Vorstand

Marcus Meyn, Nienburg/Weser

Aktionäre

Marcus Meyn (100 Prozent der Aktien)

Funktion/Aufgabe

Anbieterin, Prospektverantwortliche, Initiatorin, Gründungskommanditistin

und geschäftsführende Kommanditistin

GSP II Seite 60


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Treuhandkommanditistin

Firma

Sitz/Geschäftsanschrift

Handelsregister

Tag der 1. Eintragung

Stammkapital

Gesellschafter

Geschäftsführer

Prokurist

Funktion/Aufgabe

Personelle/kapitalmäßige Verfl echtungen

mit der Emittentin oder Anbieterin

Mittelverwendungskontrolleur

Firma

Sitz/Geschäftsanschrift

Funktion/Aufgabe

Personelle/kapitalmäßige

Verfl echtungen mit der Emittentin

oder Anbieterin

Verwahrerin der Edelmetalle

Firma

Sitz/Geschäftsanschrift

Vorstand

Funktion/Aufgabe

Personelle/kapitalmäßige

Verfl echtungen mit der Emittentin

oder Anbieterin

L’or capital trust admin GmbH

Hafenstr. 5, 31582 Nienburg/Weser (Geschäftsanschrift)

Amtsgericht Walsrode, HRB 201415

10.12.2008

25.000 Euro (voll eingezahlt)

L’or AG, Nienburg/Weser (100 Prozent der Gesellschaftsanteile)

Elmar Gerdes, Burgwedel

Marcus Meyn

Treuhänderische Übernahme und Verwaltung von Kommanditbeteiligungen

an der Emittentin

Tochtergesellschaft der Anbieterin

Steuerberater Rüdiger Frenzel

Neu Ripdorf 9, 29525 Uelzen

Mittelfreigabe- und Mittelverwendungskontrolle des Emissionskapitals

keine

Sparkasse Nienburg, Anstalt des öffentlichen Rechts

Goetheplatz 4, 31582 Nienburg/Weser

Wolfgang Knust

Hans-Georg Kanning

Winfried Schmierer

Verwahrerin der Edelmetalle

keine

GSP II Seite 61


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

2. Rechtliche Grundlagen

GESELLSCHAFTSVERTRAG DER FONDSGESELLSCHAFT

Im folgenden Abschnitt werden wichtige Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages

der Fondsgesellschaft beschrieben. Der komplette Gesellschaftsvertrag der

Fondsgesellschaft ist in diesem Verkaufsprospekt auf den Seiten 94–106 abgedruckt.

Einzelheiten können dort nachgelesen werden.

RECHTSFORM, FIRMA, SITZ, DAUER

Emittentin ist die Fondsgesellschaft „GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG.“ Die

Fondsgesellschaft ist eine Personengesellschaft deutschen Rechts in der Rechtsform der

GmbH und Co. KG. Sie führt die Firma „GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG“ und hat

ihren Sitz in Nienburg. Die Fondsgesellschaft läuft auf unbestimmte Zeit.

GEGENSTAND DER GESELLSCHAFT

Gegenstand der Fondsgesellschaft sind der Ankauf, das Halten und Verwalten sowie

der Verkauf von real existierenden, zertifi zierten Edelmetallen, nämlich Gold, Silber

und Platin, die in Barrenform erworben werden. Der Fondsgesellschaft ist die Durchführung

sämtlicher mit den vorstehenden Geschäften verbundenen Hilfsgeschäften

erlaubt, die geeignet sind, das Unternehmen zu löschen, sofern es sich nicht um

erlaubnispfl ichtige Tätigkeiten im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) oder solche

im Sinne des § 34 c Gewerbeordnung (GewO) handelt. Die Gesellschaft ist berechtigt,

freie Liquidität verzinslich anzulegen.

GESELLSCHAFTER, EINLAGEN, HAFTSUMME

Gesellschafter der Fondsgesellschaft sind die Value Verwaltungsgesellschaft mbH, die

L’or AG, die L’or capital trust admin GmbH sowie solche Anleger, die sich unmittelbar

an der Fondsgesellschaft beteiligen.

Persönlich haftende Gesellschafterin („Komplementärin“) ist die Value

Verwaltungsgesellschaft mbH. Die Komplementärin hat keine Einlage übernommen.

Sie ist am Ergebnis und am Vermögen der Fondsgesellschaft nicht beteiligt.

Beschränkt haftende Gesellschafter („Kommanditisten“) sind:

Die L’or AG („geschäftsführende Kommanditistin“) hat eine Einlage von 1.000 Euro

übernommen und geleistet.

Die L’or capital trust admin GmbH („Treuhandkommanditistin“) hat eine Einlage

von 1.000 Euro übernommen und geleistet. Sie ist berechtigt, ihren Kommanditanteil

zu erhöhen und für eine Vielzahl von Anlegern treuhänderisch zu halten.

Im Verhältnis zur Fondsgesellschaft und gegenüber Dritten hält sie jedoch einen

einheitlichen Anteil an der Fondsgesellschaft.

GSP II Seite 62


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Mögliche weitere Gesellschafter sind Anleger, die sich direkt als Kommanditist

an der Fondsgesellschaft beteiligen („weitere Kommanditisten“). Die Kommanditeinlage

eines weiteren Kommanditisten entspricht dem Nennbetrag seines beim

Beitritt übernommenen Kapitalanteils (exklusive Agio).

Die in das Handelsregister einzutragende Haftsumme der Treuhandkommanditistin

als Treuhänderin beträgt ab der ersten Kapitalerhöhung 10 Prozent der jeweiligen

Kapitaleinlage von Anlegern als Treugeber. Auch die weiteren Kommanditisten werden

mit einer Haftsumme von 10 Prozent ihrer jeweiligen Einlage im Handelsregister

eingetragen. Die im Handelsregister eingetragene Haftsumme der geschäftsführenden

Kommanditistin beträgt 1.000 Euro und damit 100 Prozent ihrer Kapitaleinlage.

BEITRITT DER ANLEGER

Anleger können der Fondsgesellschaft direkt als Kommanditisten oder mittelbar als

Treugeber bis zum 31. Dezember 2013 („Zeichnungsfrist“) beitreten. Die Geschäftsführung

ist dazu berechtigt, die Zeichnungsfrist nach freiem Ermessen bis zum

31. Dezember 2014 zu verlängern. Die Einzahlung der Kapitaleinlage in Höhe von

mindestens 5.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio für Anleger der Beteiligungsalternative

GSP II Einmalanlage erfolgt unmittelbar nach Annahme des Beitritts durch die

Geschäftsführung auf das Konto der Fondsgesellschaft. Anleger der Beteiligungsalternative

GSP II Spar leisten unmittelbar nach Annahme des Beitritts durch die

Geschäftsführung eine Einmalzahlung in Höhe von 10 Prozent der Summe aller

monatlichen Raten (mindestens 600 Euro) zzgl. 5 Prozent Agio auf die gesamte

Zeichnungssumme sowie in den Folgemonaten – jeweils zum ersten Werktag

eines jeden Monats – Raten in Höhe von mindestens 50 Euro auf das Konto der

Fondsgesellschaft. Die Beteiligung als Kommanditist beginnt im Innenverhältnis

der Gesellschafter untereinander mit Annahme der Beitrittserklärung durch die

Geschäftsführung bzw. für die Treugeber durch die Geschäftsführung und die

Treuhandkommanditistin und die Zahlung der vereinbarten Kapitaleinlage an die

Fondsgesellschaft für den ersten Werktag des folgenden Monats. Weitere Voraussetzung

für den Beginn der Beteiligung im Innenverhältnis ist für Kommanditisten, die

der Fondsgesellschaft direkt beitreten, die Vorlage der notariell beglaubigten

Handelsregistervollmacht (§ 5 Ziffer 2 des Gesellschaftsvertrages). Im Außenverhältnis

ist die Wirksamkeit aufschiebend bedingt durch die Eintragung in das Handelsregister.

Bis zur Eintragung in das Handelsregister werden Kommanditisten, die der

Fondsgesellschaft direkt beitreten, wie stille Gesellschafter behandelt, soweit

die vorstehenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Anleger, die sich mittelbar als Treugeber über die Treuhandkommanditistin

beteiligen, stehen nach Maßgabe des mit der Treuhandkommanditistin geschlossenen

Treuhandvertrages sowie des Gesellschaftsvertrages im Innenverhältnis zu den anderen

Gesellschaftern sowie im Verhältnis zueinander wirtschaftlich so, als seien sie direkt als

Kommanditisten an der Gesellschaft beteiligt. Soweit im Gesellschaftsvertrag Rechte

und Pfl ichten für „Kommanditisten“ oder „Gesellschafter“ begründet werden, treffen

GSP II Seite 63


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

diese Rechte und Pfl ichten im Innenverhältnis auch die mittelbar als Treugeber über

die Treuhandkommanditistin beteiligten Anleger. Dies gilt nicht, wenn sich aus dem

Zusammenhang ergibt, dass Rechte und Pfl ichten nur für die persönlich haftende

Gesellschafterin oder nur für die Treuhandkommanditistin begründet werden.

Diejenigen Anleger, die sich mittelbar als Treugeber über die Treuhandkommanditistin

an der Gesellschaft beteiligen, sind jedoch berechtigt, durch Übernahme der seitens

der Treuhandkommanditistin für sie jeweils anteilig gehaltenen Pfl ichteinlage

einschließlich der damit verbundenen Rechte und Pfl ichten anstelle der Treuhandkommanditistin

unmittelbar als Kommanditist in die Gesellschaft einzutreten.

Die Einlage des Anlegers ist mit der Annahme der Beitrittserklärung und

Aufforderung durch die Geschäftsführung zur Zahlung fällig. Erfüllt ein Anleger

die von ihm übernommene Zahlungsverpfl ichtung nicht fristgerecht, schuldet

er der Fondsgesellschaft Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem

Basiszinssatz; unabhängig davon ist die Fondsgesellschaft zum Ausschluss des

Anlegers aus der Fondsgesellschaft berechtigt.

WECHSEL IN DIREKTBETEILIGUNG

Die Treugeber können jederzeit von der Treuhandkommanditistin die Übertragung

ihres gesamten mittelbar gehaltenen Kapitalanteils verlangen und der Fondsgesellschaft

als weitere Kommanditisten beitreten. Zur Vermeidung einer unbegrenzten Haftung

gegenüber etwaigen Gläubigern der Fondsgesellschaft wird die direkte Beteiligung

der Anleger im Außenverhältnis erst mit Eintragung ihrer Haftsumme in das Handelsregister

wirksam. Darüber hinaus bedarf es für die Wirksamkeit eines Wechsels in die

Direktbeteiligung des Anlegers der Übergabe einer notariell beglaubigten Handelsregistervollmacht.

RECHTE DER TREUGEBER UND KOMMANDITISTEN

Die Treugeber und Kommanditisten haben neben den gesetzlichen Kontroll- und

Einsichtsrechten bestimmte Entscheidungsbefugnisse (siehe dazu unten „Gesellschafterbeschlüsse“).

Außerdem sind sie am Ergebnis und Vermögen der Fondsgesellschaft

beteiligt (siehe dazu unten „Ergebnisbeteiligung“). Auf den Abschnitt „Mit der

Vermögensanlage verbundene Rechte“ in diesem Prospekt (Seite 73 f.) wird verwiesen.

GESCHÄFTSFÜHRUNG UND VERTRETUNG

Zur Geschäftsführung und Vertretung der Fondsgesellschaft ist allein die geschäftsführende

Kommanditistin (die Geschäftsführung) berechtigt und verpfl ichtet. Die

Komplementärin ist, soweit dies gesetzlich zulässig ist, von der Geschäftsführung

ausgeschlossen. Die geschäftsführende Kommanditistin kann Teile ihrer Aufgaben auf

Dritte übertragen. Nicht zum gewöhnlichen Geschäftsbetrieb der Fondsgesellschaft

gehörende Rechtsgeschäfte und Maßnahmen darf die Geschäftsführung nur mit

Zustimmung der Gesellschafter vornehmen.

GSP II Seite 64


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

KEIN WETTBEWERBSVERBOT

Die Gesellschafter unterliegen keinem Wettbewerbsverbot.

HAFTUNG

Die persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) ist eine Gesellschaft mit

beschränkter Haftung. Ihr voll eingezahltes Stammkapital beträgt 25.200 Euro. Als

Kapitalgesellschaft haftet sie gegenüber etwaigen Gläubigern der Fondsgesellschaft nur

mit ihrem Gesellschaftsvermögen, obwohl der persönlich haftende Gesellschafter einer

Kommanditgesellschaft von Gesetzes wegen grundsätzlich unbeschränkt für die

Verbindlichkeiten der Gesellschaft einstehen muss.

Hinsichtlich der Haftung der Anleger in ihrer Eigenschaft als Kommanditisten

oder Treugeber wird auf die Ausführungen im Kapitel „Risiken der Beteiligung“ auf

Seite 17 verwiesen.

Die geschäftsführende Kommanditistin haftet im Innenverhältnis der

Fondsgesellschaft für ihre Handlungen im Rahmen der Geschäftsführung für Sachund

Vermögensschäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

VERGÜTUNGEN FÜR GESCHÄFTSFÜHRUNG UND

PERSÖNLICHE HAFTUNG

Die geschäftsführende Kommanditistin erhält für die Geschäftsführung der

Fondsgesellschaft eine laufende monatliche Vergütung in Höhe von 1/12 von 2,4

Prozent des zum letzten Tag des Monats ermittelten Depotwerts vor Kosten zzgl. der

zum Zeitpunkt der Rechnungstellung gültigen Umsatzsteuer. Weiterhin erhält die

geschäftsführende Kommanditistin für die Übernahme der Prospektgestaltung und

Drucklegung eine einmalige Vergütung in Höhe von 100.000 Euro zzgl. der zum

Zeitpunkt der Rechnungstellung gültigen Umsatzsteuer. Sollte die geschäftsführende

Kommanditistin im Falle des Verkaufs von Edelmetallen einen Verkaufspreis erzielen,

der höher als der aktuelle Marktpreis (Ankaufspreis der Scheideanstalt) ist, so steht ihr

50 Prozent der Differenz zwischen erzieltem Verkaufspreis und aktuellem Marktpreis

einschließlich Umsatzsteuer als Gewinnbeteiligung zu. Gleiches gilt für den Fall des

Ankaufs von Edelmetallen zu einem Preis, der niedriger ist als der aktuelle Marktpreis

(Verkaufspreis der Scheideanstalt). Auch hier steht der geschäftsführenden

Kommanditistin 50 Prozent der Differenz zwischen Kaufpreis und aktuellem

Marktpreis einschließlich Umsatzsteuer als Gewinnbeteiligung zu. Die Zahlung von

Vergütungen für die Vermittlung von Edelmetallkäufen oder -verkäufen ist zulässig,

solange und soweit die Fondsgesellschaft auch unter Berücksichtigung der gezahlten

Vergütungen einen höheren Verkaufspreis oder einen niedrigeren Einkaufspreis im

Vergleich zur Abwicklung zum aktuellen Marktpreis unter Berücksichtigung der

Umsatzsteuer am Kauf von Silber und Platin erzielen kann.

GSP II Seite 65


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Für ihre Tätigkeit im Zusammenhang mit der Eigenkapitalbeschaffung der Fondsgesell-

schaft und der Vermittlung der Aufnahme weiterer Kommanditisten oder Treugeber in

die Fondsgesellschaft erhält die geschäftsführende Kommanditistin einmalig 10 Prozent

des insgesamt rechtsverbindlich gezeichneten Kommanditkapitals sowie das tatsächlich

eingeworbene Agio auf das Beteiligungskapital. Sollte der Depotwert des Fonds nach

Kosten mehr als 105 Prozent der Summe der Kapitaleinzahlungen der Anleger

(ohne Agio) betragen, so hat die geschäftsführende Kommanditistin Anspruch auf

eine zusätzliche Vergütung für die erfolgte Vermittlung der Aufnahme weiterer

Kommanditisten und Treugeber in die Fondsgesellschaft. Diese beträgt 10 Prozent

des Betrages, über den der Depotwert des Fonds nach Kosten über 105 Prozent der

Kapitaleinzahlungen der Anleger (ohne Agio) hinausgeht. Weitere Vergütungen im

Zusammenhang mit der erfolgten Vermittlung der Aufnahme weiterer Kommanditisten

und Treugeber in die Fondsgesellschaft sind darüber hinaus geschuldet, wenn der

Depotwert des Fonds nach Kosten über den bisherigen höchsten Depotwert, der für

die Bemessung der erstmaligen zusätzlichen Vergütung für die Vermittlung von

Kommanditisten und Treugebern maßgeblich war, zzgl. 5 Prozent hinausgeht. Die

Vergütung beträgt in diesen Fällen 10 Prozent des Betrages zwischen dem bisherigen

Hoch zzgl. 5 Prozent und dem neuen Hoch (All-Time-High/High-Watermark-Prinzip).

Die Komplementärin erhält für die Übernahme der persönlichen Haftung eine

laufende monatliche Vergütung in Höhe von 1/12 von 0,06 Prozent des zum letzten Tag

des jeweiligen Monats ermittelten Depotwerts vor Kosten.

GESELLSCHAFTERBESCHLÜSSE

Die Gesellschafter beschließen unter anderem:

Feststellung und Prüfung des Jahresabschlusses,

außergewöhnliche Geschäftsführungsmaßnahmen,

Änderungen des Gesellschaftsvertrages,

Abberufung und Neubestellung der Geschäftsführung,

Auflösung oder Umwandlung der Fondsgesellschaft.

Jeder Gesellschafter hat für je einen Anteil auf dem Kapitalkonto II eine Stimme. Dabei

bestimmt sich das Stimmrecht von Anlegern der Beteiligungsalternative GSP II Spar

nach dem Stand ihres Kapitalkontos II zum Zeitpunkt des zu treffenden Gesellschafterbeschlusses.

Bezüglich der verschiedenen Kapitalkonten wird auf § 9 des Gesellschaftsvertrages

verwiesen (Seite 98 f.). Die Treuhandkommanditistin kann ihr Stimmrecht

entsprechend dem Kapitalanteil und den Weisungen ihrer Treugeber ausüben.

Beschlüsse werden grundsätzlich mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen

gefasst. Beschlüsse über Änderungen des Gesellschaftsvertrages, Aufl ösung oder

Umwandlung der Fondsgesellschaft, Veräußerung oder Verpachtung der Fondsgesellschaft

oder eines wesentlichen Teiles davon, die vollständige oder teilweise Einstellung des

Unternehmens, Aufnahme neuer und/oder Aufgabe bestehender Geschäftszweige,

Eingehung von Bürgschaften, Garantien und dergleichen, Begebung von Wechseln,

GSP II Seite 66


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Erwerb von Beteiligungen an anderen Unternehmen, den Ausschluss der persönlich

haftenden Gesellschafterin aus wichtigem Grund und die Bestellung einer neuen

geschäftsführenden Kommanditistin bedürfen einer Mehrheit von 75 Prozent der

abgegebenen stimmberechtigten Stimmen.

Die Geschäftsführung entscheidet nach freiem Ermessen, ob die Beschlüsse in

der Gesellschaftsversammlung oder im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden.

Gesellschafterbeschlüsse können nur innerhalb eines Monats nach Kenntniserlangung

durch Klage gegen die Fondsgesellschaft angefochten werden.

MITTELVERWENDUNGSKONTROLLE

Die Mittelverwendungskontrolle erfolgt durch Herrn Steuerberater Rüdiger Frenzel,

der für diese Tätigkeit eine Vergütung in Höhe von 20.000 Euro zzgl. der zum

Zeitpunkt der Rechnungstellung gültigen Umsatzsteuer erhält. Diese Vergütung ist

zum 01. Januar 2014 fällig. Hinsichtlich der Rechte und Pfl ichten aus diesem Vertrag wird

auf die Ausführungen zum Mittelverwendungskontrollvertrag auf Seite 71 f. verwiesen.

ERGEBNISBETEILIGUNG

Für die Ermittlung der Gewinn- und Verlustbeteiligung der einzelnen Kommanditisten/

Treugeber ist von dem Gewinn und Verlust auszugehen, der sich aus der jährlich

aufzustellenden und durch Gesellschafterbeschluss festgestellten Handelsbilanz

der Fondsgesellschaft unter Berücksichtigung der an die persönlich haftende

Gesellschafterin und die Treuhandkommanditistin vorab zu zahlenden Vergütungen

sowie unter Berücksichtigung der an die geschäftsführende Kommanditistin und die

anderen Vertragspartner zu zahlenden Vergütungen ergibt, die jeweils als Aufwand

gelten (vgl. hierzu auch die auf Seite 42 ff. im Abschnitt „Planungsrechnung 2012 bis

2023“ aufgeführten Kosten und Gebühren). Der im Jahresabschluss ausgewiesene

Gewinn oder Verlust eines Geschäftsjahres ist den Gesellschaftern entsprechend dem

Verhältnis ihrer Beteiligung, gerechnet nach dem Kapitalkonto II, voll zuzuweisen. Im

Falle der ratenweisen Einzahlung von Einlagen wird der Stand des Kapitalkontos III

zum jeweiligen 30. Juni eines jeden Geschäftsjahres zugrunde gelegt, soweit die Raten

vertragsgemäß gezahlt wurden. Ist dies nicht der Fall, so wird der Stand des

Kapitalkontos III zum 01. Januar des betreffenden Geschäftsjahres zugrunde gelegt.

Soweit Gesellschafter den fälligen Teil der Einlage ganz oder teilweise erst zu einem

späteren Zeitpunkt leisten, nehmen sie mit dem verspätet gezahlten Teil der Einlage

am Ergebnis der Gesellschaft erst in dem entsprechenden Jahr teil.

ÜBERTRAGUNG VON GESELLSCHAFTSANTEILEN

Jeder Gesellschafter kann seine Beteiligung übertragen, sofern seine Einlage bei der

Fondsgesellschaft eingezahlt oder sichergestellt ist, dass der Übernehmer die Einzahlung

leistet. Teilabtretungen sind nur zulässig, wenn die abgetretene Kommanditbeteiligung

(Kapitalkonto I) durch 100 ohne Rest teilbar ist und sowohl die Beteiligung des

GSP II Seite 67


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Abtretungsempfängers als auch die verbleibende Beteiligung des Abtretenden – bei

Ehegatten die zusammengerechneten Beteiligungen – noch einen Betrag von mindestens

5.000 Euro erreicht. Die Übertragung ist von der Zustimmung der Fondsgesellschaft,

vertreten durch die Geschäftsführung, abhängig. Die Zustimmung darf nur aus

wichtigem Grund versagt werden. Bei (Sicherheits-) Abtretungen eines Treugeberanteils

gilt Entsprechendes. Abtretungen können nur mit Wirkung zum Ende eines Monats

erfolgen; dies gilt nicht für Sicherungsabtretungen sowie für Übertragungen im Wege

der Schenkung. Bei der Abtretung der Beteiligung von Anlegern der Beteiligungsalternative

GSP II Spar verbleibt der Übertragende in der Zahlungsverpfl ichtung

gegenüber der Fondsgesellschaft hinsichtlich der nicht geleisteten Ratenzahlungen.

KÜNDIGUNG

Die Gesellschaft kann von jedem Kommanditisten/Treugeber frühestens nach Ablauf

von 120 Monaten (10 Jahre) nach seiner ersten Kapitaleinzahlung schriftlich gekündigt

werden. Nach Ablauf von 120 Monaten kann die Gesellschaft von jedem Gesellschafter

zum 20. eines jeden Monats, eingehend bei der Gesellschaft, mit Wirkung zum

Monatsende schriftlich gekündigt werden. Teilkündigungen von Gesellschaftern über

Anteile sind möglich, solange eine Mindestbeteiligung in Höhe eines nominalen

Kapitals (Kapitalkonto I) von 5.000 Euro verbleibt und der Rest durch 100 teilbar ist.

Das Recht auf eine außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grunde

bleibt unberührt.

Der geschäftsführenden Kommanditistin steht erstmals ein Kündigungsrecht

zum 31. Dezember 2028 zu. Das Recht auf eine außerordentliche fristlose Kündigung

aus wichtigem Grunde bleibt davon unberührt. Die Kündigung erfolgt durch Erklärung

gegenüber der Fondsgesellschaft, die sämtlichen Gesellschaftern schriftlich mitzuteilen

ist. Die Komplementärin ist zur ordentlichen Kündigung der Gesellschaft nicht

berechtigt.

Der Kommanditist/Treugeber kann die Gesellschaft vor Ablauf von 120

Monaten nach seiner ersten Kapitaleinzahlung kündigen, wenn er sich in einer

wirtschaftlichen Notlage befi ndet. Eine wirtschaftliche Notlage liegt vor, wenn bei

dem Kommanditisten/Treugeber aufgrund eines unvorhergesehenen Ereignisses

eine fi nanzielle Notlage eintritt, welche den Geldbedarf auslöst. Für diesen Fall der

Kündigung hat der Kommanditist/Treugeber eine Kündigungsgebühr von 2 Prozent

der Beteiligungssumme für jedes angefangene und nicht eingehaltene Jahr der

10-jährigen Beteiligungsdauer an die geschäftsführende Kommanditistin zu zahlen.

AUSSCHEIDEN, ABFINDUNG

Scheiden Gesellschafter aus der Fondsgesellschaft aus, so wird die Fondsgesellschaft

nicht aufgelöst, sondern unter den verbleibenden Gesellschaftern fortgesetzt. Gründe

für das Ausscheiden sind unter anderem:

Kündigung,

Ausschluss aus wichtigem Grund,

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KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Gesellschafters oder

dessen Ablehnung mangels Masse,

Pfändung von Gesellschafteransprüchen durch einen Gläubiger,

Verzug eines Anlegers der Beteiligungsalternative GSP II Spar mit mehr als vier

monatlichen Raten.

Der ausscheidende Gesellschafter/Treugeber hat Anspruch auf eine Abfi ndung,

deren Zusammensetzung und Ermittlung im Einzelnen in § 17 des Gesellschaftsvertrages

geregelt ist.

Im Fall der ordentlichen Kündigung erhält der Gesellschafter ein Entgelt in

Höhe des Verkehrswertes der eingezahlten Kommanditbeteiligung (Kapitalkonto II

abzgl. Verlustkonto/Kapitalkonto III) zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens des

Ausscheidens. Der so errechnete Betrag wird dem Gesellschafter in bar ausgezahlt.

Auf Verlangen eines Gesellschafters wird der Abfi ndungsbetrag durch Ausgabe von

Edelmetallen in Barrenform bedient. Der Fondsgesellschaft, vertreten durch die

Geschäftsführung, ist dabei die Zusammensetzung der Edelmetalle überlassen.

Erfüllungsort ist der Lagerort der verwahrten Edelmetalle. Der Gesellschafter trägt

eventuell anfallende Kosten, die für eine Abfi ndung durch Ausgabe von Edelmetallen

entstehen. Der Abfi ndungsanspruch ist auch ohne Zustimmung der Gesellschaft

abtretbar. Spitzenbeträge werden in bar ausgezahlt. Das Abfi ndungsguthaben in bar ist

zum letzten Werktag des Monats, welcher der Kündigung durch den Kommanditisten/

Treugeber folgt, fällig. Wählt der kündigende Gesellschafter die Abfi ndung in

Edelmetallen, so wird die Aushändigung zum letzten Werktag des übernächsten Monats

nach der Kündigung fällig. Kosten, die möglicherweise für die Aushändigung entstehen,

trägt der Anleger. Sollte der Wert der Beteiligung des Anlegers bei Ausscheiden nicht

dem Wert eines ganzen Barren entsprechen, so erhält der Anleger eine Abfi ndung in bar.

TOD EINES ANLEGERS

Verstirbt ein Anleger, so wird die Fondsgesellschaft mit dessen Erben oder Vermächtnisnehmern

fortgesetzt. Mehrere Erben oder Vermächtnisnehmer haben einen gemeinsamen

Bevollmächtigten zu benennen, der die Rechte aus der Beteiligung ausübt.

SCHLICHTUNGSVERFAHREN

Meinungsverschiedenheiten aus dem Gesellschaftsverhältnis sollen im Rahmen eines

Schlichtungsverfahrens vor der Ombudsstelle Geschlossene Fonds e. V. geklärt werden.

TREUHAND- UND VERWALTUNGSVERTRAG

Der Anleger kann bei Beitritt zur Fondsgesellschaft mit der L’or capital trust admin GmbH

(„Treuhandkommanditistin“) mit Sitz in Nienburg einen Treuhand- und

Verwaltungsvertrag („Treuhandvertrag“) abschließen. Die folgenden Ausführungen

beschränken sich auf die wesentlichen Vertragsregelungen. Der komplette

Treuhandvertrag kann auf den Seiten 108–113 nachgelesen werden.

GSP II Seite 69


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

VERTRAGSGEGENSTAND

Gegenstand des Vertrages sind die Übernahme, das Halten und die Verwaltung einer

Beteiligung an der Fondsgesellschaft im Namen des Treuhänders, jedoch im Auftrag

und für Rechnung des Anlegers („echte Treuhand“).

ECHTE TREUHAND

In dem Zeichnungsschein kann der Anleger die Treuhandkommanditistin beauftragen,

seine Beteiligung im Namen der Treuhandkommanditistin, jedoch auf Rechnung des

Anlegers („Treugeber“) zu erwerben. Die Treuhandkommanditistin wird für alle

Treugeber deren Beteiligung nach außen als einheitlichen Kapitalanteil halten und sich

als beschränkt haftende Gesellschafterin (Kommanditistin) mit 10 Prozent der von den

jeweiligen Treugebern übernommenen Einlagen im Handelsregister eintragen lassen.

Die Treuhandkommanditistin vermittelt dem Treugeber wirtschaftlich die Stellung

eines direkt an der Fondsgesellschaft beteiligten Kommanditisten. Sämtliche durch die

Beteiligung begründeten Gesellschafterrechte und -pfl ichten sind zugleich Rechte und

Pfl ichten des Treugebers.

Die Treuhandkommanditistin tritt sämtliche Vermögensansprüche, die im

Zusammenhang mit der Beteiligung stehen, an den Treugeber ab. Umgekehrt verpfl

ichtet sich der Treugeber, die Treuhandkommanditistin von allen Verbindlichkeiten

freizustellen, die im Zusammenhang mit seiner Beteiligung entstehen.

AUSÜBUNG VON RECHTEN UND PFLICHTEN

Der Anleger kann die mit seiner Beteiligung verbundenen Gesellschafterrechte

und -pfl ichten selbst wahrnehmen oder hiermit einen Dritten beauftragen. Er kann

aber auch der Treuhandkommanditistin für die Ausübung der Rechte und Pfl ichten

Weisungen erteilen. Das Weisungsrecht betrifft insbesondere die Ausübung des

Stimmrechts bei Gesellschafterbeschlüssen der Fondsgesellschaft. Verzichtet der

Anleger auf die vorgenannten Befugnisse, enthält sich die Treuhandkommanditistin

der auf diesen Anleger entfallenden Stimmrechte.

VERGÜTUNG

Die Treuhandkommanditistin erhält für ihre Leistungen aus dem Treuhandvertrag

von der Fondsgesellschaft eine Vergütung in Höhe von monatlich 1/12 von 0,18 Prozent

des zum letzten Tag des jeweiligen Monats ermittelten Depotwerts vor Kosten zzgl.

der zum Zeitpunkt der Rechnungstellung gültigen Umsatzsteuer. Ansprüche der

Treuhandkommanditistin auf Vergütung bestehen gegenüber den Treugebern nicht.

Allerdings ist der Treugeber zum Ersatz durch ihn verursachter Aufwendungen und

Kosten verpfl ichtet.

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KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

HAFTUNG, VERJÄHRUNG

Die Treuhandkommanditistin haftet gegenüber den Treugebern nur für Sach- und

Vermögensschäden aus grob fahrlässigen und vorsätzlichen Pfl ichtverletzungen.

Sie haftet nicht für den Inhalt der Emissionsunterlagen und für das Erreichen der

wirtschaftlichen Zielsetzungen. Haftungsansprüche sind auf die Höhe der jeweils

vom Anleger übernommenen Kapitaleinlage begrenzt.

Ersatzansprüche gegen die Treuhandkommanditistin verjähren nach zwölf

Monaten. Sofern es kürzere gesetzliche Verjährungsfristen gibt, gelten diese. Die

Verjährungsfrist beginnt mit der Möglichkeit der Kenntnisnahme des

haftungsbegründenden Sachverhalts.

ÜBERTRAGUNG DER BETEILIGUNG

Der Treugeber kann jederzeit die Rechte aus dem Treuhandverhältnis mit Zustimmung

der Treuhänderin nach Maßgabe der Regelungen aus dem Gesellschaftsvertrag auf

Dritte übertragen. Die Zustimmung darf nur aus wichtigem Grund verweigert werden.

TOD EINES TREUGEBERS

Verstirbt ein Treugeber, so endet das Treuhandverhältnis. Die Treuhandkommanditistin

hat bereits mit Abschluss des Treuhandvertrages das Treugut auf den Treugeber mit

Rechtswirkung zum Zeitpunkt des Todes des Treugebers übertragen. Der Treugeber hat

diese Übertragung mit Abschluss des Treuhandvertrages angenommen.

LAUFZEIT, KÜNDIGUNG

Der Treuhandvertrag kommt mit der Annahmeerklärung durch die Treuhänderin

zustande und läuft auf unbestimmte Zeit. Der Treugeber ist berechtigt, zu jeder Zeit die

Übertragung des anteilig von der Treuhänderin für ihn gehaltenen Kommanditanteils

einschließlich aller damit im Zusammenhang stehenden Rechte und Pfl ichten auf sich

zu verlangen. Zu diesem Zeitpunkt endet das Treuhandverhältnis im Außenverhältnis.

Im Übrigen endet der Treuhandvertrag, wenn der Treugeber den Gesellschaftsvertrag

der Fondsgesellschaft gemäß den Regelungen des Gesellschaftsvertrages kündigt.

Außerdem kann der Treuhandvertrag von beiden Vertragsparteien gekündigt

werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, also die Fortsetzung des Vertrages

unzumutbar ist.

MITTELVERWENDUNGSKONTROLLVERTRAG

Für die Sicherstellung einer durchgängigen Mittelverwendungskontrolle während

der Investitionsphase wurde mit Datum vom 20. September 2011 von der Emittentin

ein Mittelverwendungskontrollvertrag mit Herrn Steuerberater Rüdiger Frenzel

abgeschlossen.

GSP II Seite 71


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Die Kapitaleinlagen und Agio-Beträge der Kapitalanleger werden auf das Konto

der Fondsgesellschaft eingezahlt. Über dieses kann nur mit Zustimmung des

Mittelverwendungskontrolleurs verfügt werden. Der Mittelverwendungskontrolleur

stellt sicher, dass die von den Kapitalanlegern eingezahlten Einlagen nur entsprechend

den in diesem Prospekt gemachten Aussagen verwendet werden. Der Mittelverwendungskontrollvertrag

endet, wenn sämtliche eingeworbenen Gelder der Fondsgesellschaft

erstmalig freigegeben wurden, spätestens jedoch am 30. Juni 2015.

Die Haftung des Mittelverwendungskontrolleurs für die Verletzung seiner

vertraglichen Verpfl ichtungen ist auf 250.000 Euro begrenzt.

Der Mittelverwendungskontrolleur erhält für die Übernahme der beschriebenen

Tätigkeit eine Vergütung in Höhe von 20.000 Euro zzgl. der zum Zeitpunkt der

Rechnungstellung gültigen Umsatzsteuer. Diese Vergütung ist zum 01. Januar 2014 fällig.

VERWAHRVERTRAG

Im Rahmen eines Verwahrvertrages vom 13. April 2011 wurde die Sparkasse Nienburg,

Geschäftsanschrift: Goetheplatz 4, 31582 Nienburg, mit der Lagerung der Vermögenswerte

(Gold-, Silber- und Platinbarren) von der Fondsgesellschaft beauftragt. Die Sparkasse

Nienburg lagert die von der Fondsgesellschaft erworbenen Edelmetallbarren in Tresorräumen

getrennt von anderen Vermögensgütern Dritter.

Die Sparkasse Nienburg hat sich dabei insbesondere verpfl ichtet:

für einen ausreichenden Versicherungsschutz der Vermögenswerte der Fondsgesellschaft

gegen Einbruchdiebstahl und Raub Sorge zu tragen;

der Fondsgesellschaft mindestens einmal monatlich eine Übersicht über die aktuelle

Entwicklung und den Stand der verwahrten Edelmetalle zur Verfügung zu stellen.

Zu den von der Sparkasse Nienburg angemieteten Tresorräumen, in denen

die Edelmetalle der Fondsgesellschaft verwahrt werden, haben ausschließlich die

Mitarbeiter der Sparkasse Nienburg Zutritt.

ANGABEN ÜBER DIE VERMÖGENSANLAGE

ART DER ANGEBOTENEN VERMÖGENSANLAGE

(§ 4 ZIFFER 1 VermVerkProspV)

Bei der angebotenen Vermögensanlage handelt es sich um Kommanditanteile. Die

Anleger beteiligen sich an der GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG entweder

unmittelbar als Kommanditisten oder mittelbar als Treugeberkommanditisten über die

Treuhandkommanditistin, die L’or capital trust admin GmbH, mit den jeweils

vereinbarten Beteiligungsalternativen (GSP II Einmalanlage oder GSP II Spar).

GSP II Seite 72


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

ANZAHL UND GESAMTBETRAG DER ANGEBOTENEN

VERMÖGENSANLAGE (§ 4 ZIFFER 1 VermVerkProspV),

RÄUMLICHE BEGRENZUNG DES ANGEBOTES

Der Gesamtbetrag der angebotenen Vermögensanlage beträgt 10.020.000 Euro. Aufgrund

der Mindestzeichnungssumme in Höhe von 5.000 Euro können daher maximal 2.004

Kommanditanteile gezeichnet werden.

Die Vermögensanlage wird nur in der Bundesrepublik Deutschland angeboten.

MIT DER VERMÖGENSANLAGE VERBUNDENE RECHTE

(§ 4 ZIFFER 1 VermVerkProspV)

Die Anleger sind am Vermögen und am Ergebnis der Fondsgesellschaft im Verhältnis

ihrer jeweiligen Einlage zum Gesamtkapital der Fondsgesellschaft am Ende eines

Geschäftsjahres beteiligt.

Sie verfügen über die gesetzlichen Informations- und Kontrollrechte (Anspruch

auf Auskunft über wesentliche Angelegenheiten, Anspruch auf Vorlage des Jahresabschlusses,

Anspruch auf Teilnahme an Gesellschaftsversammlungen), wobei das

Widerspruchsrecht bei außergewöhnlichen Geschäftsführungsmaßnahmen ausgeschlossen

ist, soweit und sofern über solche Maßnahmen ein Gesellschafterbeschluss

gefasst worden ist oder wenn nach dem Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft

eine Beschlussfassung nicht erforderlich ist.

Die Anleger sind ferner berechtigt, bestimmte Angelegenheiten der Fondsgesellschaft

durch Gesellschafterbeschluss zu entscheiden. Der Beschlussfassung durch die

Gesellschafter unterliegen insbesondere nicht zum gewöhnlichen Geschäftsbetrieb der

Fondsgesellschaft gehörende Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, Änderungen des

Gesellschaftsvertrages, Aufl ösung oder Umwandlung des Unternehmens, Veräußerung

oder Verpachtung des Unternehmens oder eines wesentlichen Teiles davon, die

vollständige oder teilweise Einstellung des Unternehmens, Aufnahme neuer und/oder

Aufgabe bestehender Geschäftszweige, Eingehung von Bürgschaften, Garantien und

dergleichen, Begebung von Wechseln, Erwerb von Beteiligungen an anderen

Unternehmen, Ausschluss der persönlich haftenden Gesellschafterin aus wichtigem

Grund und die Bestellung einer neuen geschäftsführenden Kommanditistin. Das

Stimmgewicht der Anleger richtet sich nach der Höhe der eingezahlten Kapitaleinlagen.

Je ein Anteil auf dem Kapitalkonto II gewährt eine Stimme.

Der Anleger hat das Recht, seine Beteiligung mit Zustimmung der

Geschäftsführung zu übertragen, sofern seine Einlage eingezahlt oder sichergestellt ist,

dass der Übernehmer die Einzahlung leistet. Die Zustimmung zur Übertragung darf

nur aus wichtigem Grund versagt werden. Bei (Sicherheits-) Abtretungen eines

Treugeberanteils gilt Entsprechendes. Abtretungen können nur mit Wirkung zum Ende

eines Monats erfolgen; dies gilt nicht für Sicherungsabtretungen sowie für

Übertragungen im Wege der Schenkung.

GSP II Seite 73


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Die Anleger haben das Recht, selbst an den Gesellschafterversammlungen

teilzunehmen oder sich durch einen Dritten vertreten zu lassen. Die Vollmacht bedarf

der Schriftform. Außerdem können Treugeber der Treuhandkommanditistin für die

Stimmrechtsausübung Weisungen erteilen.

Die Anleger können ihre Beteiligung nach Ablauf von 120 Monaten (10

Jahre) nach ihrer ersten Kapitaleinzahlung schriftlich kündigen. Nach Ablauf von 120

Monaten können die Anleger ihre Beteiligung jeweils bis zum 20. eines jeden Monats,

eingehend bei der Fondsgesellschaft, mit Wirkung zum Monatsende ordentlich

kündigen. Sie haben jedoch jederzeit das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund.

Treuhandbeteiligungen stehen direkt gehaltene Kommanditbeteiligungen

gleich. Die Umwandlung der Treuhandbeteiligung in die Stellung eines

Kommanditisten ist frei möglich.

Die vorstehenden Rechte sind mit der Pfl icht zur Erbringung der Kapitalanlage

sowie Treuepfl ichten verbunden. Eine Rückübertragung von Kommanditanteilen an

die Gesellschaft ist nicht möglich.

WESENTLICHE GRUNDLAGEN DER STEUERLICHEN KONZEPTION

(§ 4 ZIFFER 2 VermVerkProspV)

Die wesentlichen Grundlagen der steuerlichen Konzeption der Vermögensanlage sind

ausführlich im Kapitel „Steuerliche Grundlagen“ (Seite 89–93) dargestellt.

ÜBERTRAGUNGSMÖGLICHKEITEN UND HANDELBARKEIT

(§ 4 ZIFFER 3 VermVerkProspV)

Die Vermögensanlage ist übertragbar. Als Kommanditisten können die Anleger

Mitgliedschaftsrechte an der Fondsgesellschaft im Wege der Abtretung übertragen

(§§ 398, 413 BGB). Als Treugeber können die Anleger ihre Beteiligungen im Wege einer

Über nahme des Treuhand- und Verwaltungsvertrages übertragen (§§ 414, 415 BGB analog).

Verstirbt ein Kommanditist, so geht seine Beteiligung ohne weitere

Rechtshandlungen auf den oder die Erben/Vermächtnisnehmer über.

Die freie Handelbarkeit der Vermögensanlage ist folgendermaßen eingeschränkt:

Verfügungen über die Vermögensanlage ist nur mit Zustimmung der

Geschäftsführung der Fondsgesellschaft möglich. Die Zustimmung darf nur

aus wichtigem Grund verweigert werden.

Die Kommanditbeteiligung muss bei der Fondsgesellschaft eingezahlt oder es muss

sichergestellt sein, dass der Übernehmer die Einzahlung leistet.

Die Verfügung über einen Teil der Beteiligung ist grundsätzlich nur zulässig, wenn

die abgetretene Beteiligung (Kapitalkonto I) durch 100 ohne Rest teilbar ist und

sowohl die Beteiligung des Abtretungsempfängers als auch die verbleibende

Beteiligung – bei Ehegatten die zusammengerechneten Beteiligungen – mindestens

5.000 Euro betragen.

GSP II Seite 74


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Im Übrigen ist ein Verkauf der Beteiligung im Rahmen des Zweitmarktes nur

eingeschränkt möglich, weil es keinen Markt für den Handel mit derartigen

Beteiligungen gibt.

ZAHLSTELLE (§ 4 ZIFFER 4 VermVerkProspV)

Zahlungen an die Anleger sowie die kostenlose Ausgabe dieses Verkaufsprospektes und

des Vermögensanlagen-Informationsblatts werden von folgender Zahlstelle ausgeführt:

GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

Hafenstraße 5

31582 Nienburg

ZAHLUNG DER EINLAGEN (§ 4 ZIFFER 5 VermVerkProspV)

Die Anleger haben den vollen Nennbetrag ihrer jeweiligen Zeichnungssumme wie folgt

zu leisten:

Anleger der Beteiligungsalternative GSP II Einmalanlage zahlen 100 Prozent der

Zeichnungssumme zzgl. 5 Prozent Agio hierauf unmittelbar nach Mitteilung über

die Annahme des Beitritts auf das Konto der Fondsgesellschaft bei der Sparkasse

Nienburg, BLZ 256 501 06, Kontonummer 36061430.

Anleger der Beteiligungsalternative GSP II Spar zahlen unmittelbar nach Mitteilung

über die Annahme des Beitritts eine Einmalzahlung in Höhe von 10 Prozent der

Zeichnungssumme (mindestens 600 Euro) zzgl. 5 Prozent Agio auf die gesamte

Zeichnungssumme auf das Konto der Fondsgesellschaft bei der Sparkasse

Nienburg, BLZ 256 501 06, Kontonummer 36061430. Die erste Ratenzahlung

entsprechend der Beitrittserklärung (mindestens 50 Euro) folgt zum ersten Werktag

des Monats nach Annahme der Beitrittserklärung. Die monatlichen Zahlungen

werden bei Vorliegen einer Einzugsermächtigung vom Konto des Anlegers

abgebucht.

STELLEN ZUR ENTGEGENNAHME VON WILLENSERKLÄRUNGEN

(§ 4 ZIFFER 6 VermVerkProspV)

Die Zeichnungsscheine sind ordnungsgemäß auszufüllen und an die geschäftsführende

Kommanditistin unter folgender Geschäftsadresse zu übersenden:

L’or AG

Hafenstraße 5

31582 Nienburg

Die Zeichnungen werden von der L’or AG im Namen der Fondsgesellschaft angenommen.

GSP II Seite 75


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

ZEICHNUNGSFRIST UND MÖGLICHKEITEN ZUR VORZEITIGEN

SCHLIESSUNG (§ 4 ZIFFER 7 VermVerkProspV)

Das öffentliche Angebot beginnt gemäß § 9 Absatz 1 VerkProspG frühestens einen Tag

nach Veröffentlichung des Verkaufsprospektes. Das Angebot endet am am 31. Dezember

2013. Die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft kann nach freiem Ermessen die

Angebotsperiode bis zum 31. Dezember 2014 verlängern. Es besteht keine Möglichkeit,

die Zeichnungsfrist vorzeitig zu schließen oder Zeichnungen, Anteile oder

Beteiligungen zu kürzen.

ERWERBSPREIS (§ 4 ZIFFER 9 VermVerkProspV)

Die Anleger haben für den Erwerb ihrer Anteile an der Fondsgesellschaft jeweils den

Nominalbetrag der in der Beitrittserklärung übernommenen Kapitaleinlage an die

Fondsgesellschaft zu zahlen. Der Erwerbspreis entspricht dem Zeichnungsbetrag und

dieser beträgt bei der Beteiligungsalternative GSP II Einmalanlage mindestens 5.000 Euro

oder einen höheren Betrag - auf volle 100 Euro lautend - und bei der Beteiligungsalternative

GSP II Spar mindestens 600 Euro einmalig oder einen höheren Betrag - auf volle 10 Euro

lautend - sowie mindestens 50 Euro monatlich oder einen höheren Betrag, der durch 10

teilbar sein muss.

WEITERE KOSTEN (§ 4 ZIFFER 10 VermVerkProspV)

Die Anleger haben ein Agio in Höhe von 5 Prozent ihrer jeweiligen

Zeichnungssumme zu erbringen.

Außerdem können den Anlegern zusätzliche Kosten für den Geldverkehr

(Überweisungs- und Lastschriftgebühren) entstehen.

Bei verspäteter Leistung der Einlage ist die Fondsgesellschaft zur

Geltendmachung von Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozent über dem Basiszinssatz

gemäß § 247 BGB berechtigt.

Sofern sich die Anleger als beschränkt haftende Gesellschafter direkt an der

Fondsgesellschaft beteiligen wollen, haben sie die Kosten für ihre Eintragung im

Handelsregister sowie für die notarielle Beglaubigung einer zu übergebenden

Handelsregistervollmacht zu tragen.

Den Anlegern können Verwaltungskosten (Porto, Telefonkosten,

Reisekosten, Kosten für einen Bevollmächtigten oder Sachverständigen) für die

Ausübung von Mitteilungspfl ichten oder Informations- und Kontrollrechten, für

die Teilnahme an Gesellschafterversammlungen der Fondsgesellschaft oder für die

Beschlussfassung im schriftlichen Umlaufverfahren sowie für die Erteilung von

Weisungen an die Treuhandkommanditistin entstehen.

Bei einer Übertragung einer Beteiligung und/oder für die Umwandlung einer

Treugeberbeteiligung in eine Beteiligung als Kommanditist haben die Anleger die

anfallenden Kosten zu tragen.

Die Anleger haben sämtliche Kosten zu ersetzen, die der Fondsgesellschaft

GSP II Seite 76


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

im Zusammenhang mit dem Ausschluss der Anleger aus wichtigem Grund oder

ihrem Ausscheiden wegen Insolvenz oder Pfändung der Beteiligung entstehen.

Weitere Kosten können im Erbfall für die Legitimation als Erbe bzw. Vermächtnisnehmer

entstehen oder – im Falle einer Erbengemeinschaft – für die Tätigkeit eines

zu bestellenden gemeinsamen Bevollmächtigten.

Kündigt der Anleger und wählt die physische Auslieferung der Edelmetalle,

so hat er spätestens drei Monate nach Aufforderung zur Abholung die Edelmetalle

abzuholen. Kommt der Anleger dieser Aufforderung nicht nach, ist die Anbieterin

berechtigt, Verwahrkosten in Höhe von 2 Prozent p. a. des Wertes der Edelmetalle,

mindestens aber 100 Euro je Monat in Rechnung zu stellen. Beim Abholen der

Edelmetalle können dem Anleger Fahrkosten entstehen.

Der Anleger kann die Gesellschaft vor Ablauf von 120 Monaten nach seiner

ersten Kapitaleinzahlung kündigen, wenn er sich in einer wirtschaftlichen Notlage

befi ndet. Eine wirtschaftliche Notlage liegt vor, wenn bei dem Anleger aufgrund

eines unvorhergesehenen Ereignisses eine fi nanzielle Notlage eintritt, welche den

Geldbedarf auslöst. Für diesen Fall der Kündigung hat der Anleger eine Kündigungs

gebühr von 2 Prozent der Beteiligungssumme für jedes angefangene und nicht

eingehaltene Jahr der 10-jährigen Beteiligungsdauer an die geschäftsführende

Kommanditistin zu zahlen.

Die vorgenannten Kostenpositionen sind zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

in ihrer exakten Höhe nicht defi nierbar. Darüber hinaus entstehen den Anlegern für

den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung der Vermögensanlage keine

weiteren Kosten.

WEITERE LEISTUNGEN (§ 4 ZIFFER 11 VermVerkProspG)

Die Haftung der Kommanditisten ist im Außenverhältnis auf die in das Handelsregister

eingetragene Haftsumme beschränkt. Diese beträgt 10 Prozent der

übernommenen Pfl ichteinlage. Diese Haftung erlischt erst mit der Leistung der

Einlage. Sollte der Saldo der Kapitalkonten in der Handelsbilanz durch Auszahlungen

oder Gewinn- und Verlustzurechnungen einen Nominalwert unter der im

Handelsregister eingetragenen Haftsumme (Kapitalkonto I) aufweisen, lebt die

Haftung jedoch gemäß § 172 Abs. 4 HGB bis zur Höhe der Auszahlung wieder

auf – dies gilt auch für Wiederanleger. Im Ergebnis gilt dies auch für die sich als

Treugeber an der Gesellschaft über die Treuhandkomman ditistin beteiligenden

Anleger. Auf die im Risikokapitel unter „Haftung“ auf Seite 17 beschriebenen

Haftungsrisiken der Kommanditisten wird verwiesen. Die Treugeber stellen

gemäß dem Treuhandvertrag die Treuhandkommanditistin anteilig bezüglich

des von dieser für sie gehaltenen Kommanditanteils von der vorstehend

dargestellten Kommanditistenhaftung frei. Es besteht keine Nachschusspfl icht

der Kommanditisten. Darüber hinaus bestehen keine Umstände, unter welchen

der Erwerber der Vermögensanlage verpfl ichtet ist, weitere Leistungen zu erbringen,

insbesondere weitere Zahlungen zu leisten.

GSP II Seite 77


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

PROVISIONEN (§ 4 ZIFFER 12 VermVerkProspV)

Die Gesamthöhe der Provisionen, insbesondere der Vermittlungsprovisionen

oder vergleichbarer Vergütungen, steht noch nicht fest, da diese von der Höhe des einzu-

werbenden Kommanditkapitals sowie des Depotwerts der Fondsgesellschaft abhängt.

Prognosegemäß wird davon ausgegangen, dass bis Ende 2022 Kommanditkapital in Höhe

von 10.020.000 Euro eingezahlt wird. Für die Vermittlung dieses Kommanditkapitals

fällt prognosegemäß ein Agio (Vermittlungsprovision) in Höhe von 501.000 Euro an.

Dies sind 5 Prozent des eingezahlten Kommanditkapitals. Für die Eigenkapitalvermittlung

und alle damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben fällt prognosegemäß

weiterhin eine Vergütung in Höhe von 1.002.000 Euro an. Dies sind 10 Prozent

des eingezahlten Kommanditkapitals.

Sollte der Depotwert der Fondsgesellschaft nach Kosten mehr als 105 Prozent der

Summe der Einzahlungen der Anleger (ohne Agio) betragen, so hat die geschäftsführende

Kommanditistin Anspruch auf eine weitere Vermittlungsprovision für die

erfolgte Vermittlung der Aufnahme weiterer Kommanditisten und Treugeber in die

Fondsgesellschaft. Diese beträgt 10 Prozent des Betrages, über den der Depotwert der

Fondsgesellschaft nach Kosten über 105 Prozent der Kapitaleinzahlungen der Anleger

(ohne Agio) hinausgeht. Weitere Vermittlungsprovisionen sind dann geschuldet, wenn

der Depotwert der Fondsgesellschaft nach Kosten über den bisherigen höchsten Depotwert,

der für die Bemessung der erstmaligen zusätzlichen Vermittlungsprovision maßgeblich

war, zzgl. 5 Prozent hinausgeht. Prognosegemäß wird davon ausgegangen, dass bis

Ende 2023 diese zusätzliche Vermittlungsprovision 736.533 Euro beträgt. Dies sind

7,4 Prozent des prognostizierten eingezahlten Kommanditkapitals.

Prognosegemäß beträgt bis Ende 2023 die Gesamthöhe der Provisionen

2.239.533 Euro. Dies sind 22,4 Prozent des prognostizierten eingezahlten

Kommanditkapitals von 10.020.000 Euro.

Weitere Provisionen, insbesondere Vermittlungsprovisionen oder vergleichbare

Vergütungen, fallen nicht an.

ANLAGEZIELE/ANLAGEPOLITIK

(§ 9 ABSATZ 1 VermVerkProspV)

Anlagepolitik und Anlageziel der Fondsgesellschaft ist das Erwerben, Halten, Verwalten

und Verkaufen von real existierenden, zertifi zierten Edelmetallen in Barrenform,

nämlich Gold, Silber und Platin. Von den Nettoeinnahmen wird die Fondsgesellschaft

die zertifi zierten Edelmetalle Gold, Silber und Platin in Barrenform erwerben. Aus den

Nettoeinnahmen wird zudem die Liquiditätsreserve der Fondsgesellschaft bestritten.

Hierzu wird auf den Abschnitt „Mittelherkunfts- und Mittelverwendungsprognose“

auf Seite 38 verwiesen. Aus der im Abschnitt „Mittelherkunfts- und

Mittelverwendungsprognose“ auf Seite 38 aufgeführten Liquiditätsreserve bestreitet die

Fondsgesellschaft u. a. ihre laufenden Kosten. Die Nettoeinnahmen werden nicht für

sonstige Zwecke genutzt. Die Nettoeinnahmen reichen für die Realisierung der

Anlageziele allein aus. Weitere Tätigkeitsbereiche der Fondsgesellschaft bestehen nicht.

Beabsichtigt ist, die Edelmetalle monetär jeweils im Drittelmix zu erwerben. Die

GSP II Seite 78


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Fondsgesellschaft darf bis zu 10 Prozent des eingezahlten Kommanditkapitals als

Barreserve auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto halten.

Die Edelmetalle werden in Tresorräumen durch Sparkassen oder Banken eingelagert.

Eine Möglichkeit zur Änderung der Anlageziele oder Anlagepolitik ist nur aufgrund

einer Änderung des Gesellschaftsvertrages durch Beschluss der Gesellschafterversammlung

möglich, der eine Mehrheit von 75 Prozent der abgegebenen stimmberechtigten Stimmen

erfordert. Gleiches gilt für den Einsatz von Termingeschäften oder Derivaten. Die

Fondsgesellschaft hat bislang nur mit der Sparkasse Nienburg einen Verwahrvertrag

über die Verwahrung der Edelmetalle geschlossen (siehe hierzu Seite 72). Bislang hat

die Fondsgesellschaft noch keine Projekte realisiert und noch keine Edelmetalle

erworben. Vorverträge für die Realisierung der Anlageziele und Anlagepolitik der

Fondsgesellschaft existieren nicht. Der Erwerb der Edelmetalle soll mit dem

eingezahlten Kommanditkapital der Anleger erfolgen.

BESCHREIBUNG DES ANLAGEOBJEKTS

(§ 9 ABSATZ 2 ZIFFER 1 VermVerkProspV)

Die Anleger erwerben unternehmerische Beteiligungen an der Fondsgesellschaft.

Anlageobjekt sind die Edelmetalle Gold, Silber und Platin in Barrenform. Die

Fondsgesellschaft hat direkten Zugang zu den Scheidenanstalten. Sie kauft und

verkauft die Edelmetalle Gold, Silber und Platin in Barrenform bei den zugelassenen

Scheideanstalten wie z. B. der Firma Umicore. Weiterhin ist die Fondsgesellschaft

berechtigt, die zertifi zierten Edelmetalle von nahestehenden Personen und anderen

Dritten zu einem Preis zu erwerben, der den üblichen Marktpreis (Verkaufspreis der

Scheideanstalt) nicht übersteigt. Im Falle des Verkaufs von Edelmetallen ist die

Fondsgesellschaft berechtigt, diese an Dritte zu einem Preis zu veräußern, der

mindestens dem üblichen Marktpreis (Ankaufspreis der Scheideanstalt) entspricht. Die

Edelmetalle werden in dem fi rmeneigenen Tresor der Anbieterin, einem ehemaligen

Bundesbanktresor der höchsten Sicherheitsstufe, verwahrt. Zur Verwahrung der

Edelmetalle hat sich hierbei die Sparkasse Nienburg in einem Verwahrvertrag

gegenüber der Fondsgesellschaft verpfl ichtet. Die Edelmetalle sind in Höhe des

aktuellen Wiederbeschaffungswertes gegen Raub und Einbruchdiebstahl versichert. Die

Edelmetalle werden von der Fondsgesellschaft gehalten, verwaltet und veräußert.

RECHTE BESTIMMTER PERSONEN AM ANLAGEOBJEKT

(§ 9 ABSATZ 2 ZIFFER 2 VermVerkProspV)

Der Prospektverantwortlichen, den Gründungsgesellschaftern der Emittentin, den

Mitgliedern der Geschäftsführung der Emittentin, den Mitgliedern des Aufsichtsrats

der geschäftsführenden Kommanditistin, dem Mittelverwendungskontrolleur oder

der Treuhänderin stand oder steht kein Eigentum am Anlageobjekt oder wesentlichen

Teilen desselben zu. Ihnen steht auch aus anderen Gründen keine dingliche

Berechtigung am Anlageobjekt zu.

GSP II Seite 79


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

DINGLICHE BELASTUNGEN DES ANLAGEOBJEKTS

(§ 9 ABSATZ 2 ZIFFER 3 VermVerkProspV)

Es bestehen keine dinglichen Belastungen am Anlageobjekt.

RECHTLICHE ODER TATSÄCHLICHE BESCHRÄNKUNGEN DER

VERWALTUNGSMÖGLICHKEIT DES ANLAGEOBJEKTES,

INSBESONDERE AUF DAS ANLAGEZIEL

(§ 9 ABSATZ 2 ZIFFER 4 VermVerkProspV)

Es bestehen keine rechtlichen oder tatsächlichen Beschränkungen der Verwendungsmöglichkeit

des Anlageobjekts, insbesondere in Hinsicht auf das Anlageziel.

BEHÖRDLICHE GENEHMIGUNGEN

(§ 9 ABSATZ 2 ZIFFER 5 VermVerkProspV)

Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung liegen alle zur Erreichung der Anlageziele

sowie für das Anlageobjekt erforderlichen behördlichen Genehmigungen vor.

VERTRÄGE ÜBER DIE ANSCHAFFUNG DES ANLAGEOBJEKTS

(§ 9 ABSATZ 2 ZIFFER 6 VermVerkProspV)

Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung hat die Emittentin noch keine Verträge über

die Anschaffung oder Herstellung des Anlageobjekts oder wesentlicher Teile davon

geschlossen.

BEWERTUNGSGUTACHTEN FÜR DAS ANLAGEOBJEKT

(§ 9 ABSATZ 2 ZIFFER 7 VermVerkProspV)

Es hat keine Person oder Gesellschaft ein Bewertungsgutachten für das Anlageobjekt

erstellt.

LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN BESTIMMTER PERSONEN

(§ 9 ABSATZ 2 ZIFFER 8 VermVerkProspV)

Nicht nur geringfügige Leistungen und Lieferungen werden von der Prospektverantwortlichen,

den Gründungsgesellschaftern der Emittentin, den Mitgliedern der Geschäftsführung

der Emittentin, den Mitgliedern des Aufsichtsrates der geschäftsführenden

Kommanditistin, der Treuhänderin und dem Mittelverwendungskontrolleur oder

sonstigen Personen nicht erbracht.

GSP II Seite 80


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

VORAUSSICHTLICHE GESAMTKOSTEN

(§ 9 ABSATZ 2 ZIFFER 9 VERMVERKPROSPV)

Die voraussichtlichen Gesamtkosten des Anlageobjekts fi nden sich in der Mittelherkunftsund

Mittelverwendungsprognose auf Seite 38. Die Finanzierung des Anlageobjekts erfolgt

ausschließlich durch Eigenkapital. Fremdkapital wurde und wird nicht aufgenommen.

Die Gewährung von Fremdkapital ist ebenfalls nicht zugesagt.

ANGABEN ÜBER DIE EMITTENTIN

FIRMA, SITZ, GESCHÄFTSANSCHRIFT

(§ 5 ZIFFER 1 VermVerkProspV)

Emittentin ist die Fondsgesellschaft „GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG“ mit Sitz in

Nienburg. Die Geschäftsanschrift lautet: Hafenstraße 5, 31582 Nienburg.

GRÜNDUNG, DAUER (§ 5 ZIFFER 2 VermVerkProspV)

Die Fondsgesellschaft wurde am 02. Januar 2011 gegründet und ist seit dem 12. Januar

2011 im Handelsregister eingetragen. Sie ist auf unbestimmte Zeit gegründet worden.

RECHTSORDNUNG, RECHTSFORM

(§ 5 ZIFFER 3 VermVerkProspV)

Die Fondsgesellschaft ist eine Kommanditgesellschaft und unterliegt dem deutschen

Recht.

STRUKTUR DES PERSÖNLICH HAFTENDEN GESELLSCHAFTERS

(§ 5 ZIFFER 3 VermVerkProspV)

Die persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der Fondsgesellschaft

ist die Value Verwaltungsgesellschaft mbH. Das voll eingezahlte Stammkapital

der Komplementärin beträgt 25.200 Euro. Geschäftsführerin der Komplementärin

ist Frau Stephanie Meyn. Die Komplementärin hat ihren Sitz in Nienburg. Ihre

Geschäftsanschrift lautet: Hafenstraße 5, 31582 Nienburg. Sie ist eingetragen im

Handelsregister Walsrode unter HRB 201331. Grundsätzlich haftet der persönlich

haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft unbeschränkt. Vorliegend ist

eine Kapitalgesellschaft die persönlich haftende Gesellschafterin und diese haftet

daher nur beschränkt auf ihr Gesellschaftsvermögen.

GSP II Seite 81


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

VON DER GESETZLICHEN REGELUNG ABWEICHENDE

BESTIMMUNGEN (§ 5 ZIFFER 3 VermVerkProspV)

Die Satzung der Komplementärin enthält keine von der gesetzlichen Regelung

abweichenden Bestimmungen. Der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft enthält

in Bezug auf die Komplementärin die folgende von der gesetzlichen Bestimmung

abweichende Regelung: Die Komplementärin ist, soweit dies gesetzlich zulässig ist,

von der Geschäftsführung ausgeschlossen (§ 7 des Gesellschaftsvertrags). Sie darf von

ihrer Vertretungsmacht keinen Gebrauch machen, soweit sie hierzu nicht zwingend

verpfl ichtet ist (§ 7 des Gesellschaftsvertrags). Außerdem ist die Komplementärin

nicht zur Leistung einer Einlage verpfl ichtet und sie ist am Ergebnis und Vermögen

der Fondsgesellschaft nicht beteiligt (§ 4 des Gesellschaftsvertrags). Ferner unterliegt

die Komplementärin keinem Wettbewerbsverbot (§ 5 des Gesellschaftsvertrags). Die

Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages der Fondsgesellschaft weichen darüber hinaus

folgenden Punkten von den gesetzlichen Bestimmungen ab: § 4 Gesellschafter und

Gesellschaftskapital, § 7 Geschäftsführung und Vertretung, § 9 Konten der Gesellschafter,

§ 11 Gesellschafter beschlüsse, § 12 Gesellschafterversammlung, schriftliche Beschlussfassung,

§ 13 Jahres abschluss, § 14 Gewinn-und-Verlust-Rechnung, § 15 Kündigung der

Gesellschaft und Ausscheiden von Gesellschaftern, § 16 Ausschluss von Gesellschaftern,

§ 17 Abfi ndung, § 18 Übertragung von Gesellschaftsanteilen und Erbfolge,

§ 20 Schlichtungsvereinbarung, Ombudsverfahren, § 21 Schriftform und Kosten der

Gesellschaftsgründung.

GEGENSTAND DES UNTERNEHMENS

(§ 5 ZIFFER 4 VermVerkProspV)

Gegenstand des Unternehmens ist der Ankauf, das Halten und Verwalten sowie der

Verkauf von real existierenden, zertifi zierten Edelmetallen, nämlich Gold, Silber und

Platin, die in Barrenform erworben werden. Der Gesellschaft ist die Durchführung

sämtlicher mit den vorstehenden Geschäften verbundenen Hilfsgeschäfte und

Dienstleistungen erlaubt, die geeignet sind, das Unternehmen zu fördern, sofern es sich

nicht um erlaubnispfl ichtige Tätigkeiten im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) oder

solche im Sinne des § 34c Gewerbeordnung (GewO) handelt. Die Gesellschaft ist

berechtigt, freie Liquidität verzinslich anzulegen.

REGISTERGERICHT, HANDELSREGISTERNUMMER

(§ 5 ZIFFER 5 VermVerkProspV)

Die Fondsgesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode unter der

Nummer HRA 201485 eingetragen.

GSP II Seite 82


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

EINORDNUNG IN DEN KONZERN

(§ 5 ZIFFER 6 VermVerkProspV)

Gründungsgesellschafter der Fondsgesellschafter sind die Value Verwaltungsgesellschaft

mbH (Komplementärin), die L’or AG (geschäftsführende Kommanditistin) sowie die

L’or captital trust admin GmbH (Treuhandkommanditistin). Alleinige Gesellschafterin

sowohl der Komplementärin als auch der Treuhandkommanditistin ist die L’or AG, die

auch Anbieterin dieses Beteiligungsangebotes ist. Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

ist die Fondsgesellschaft ein Konzernunternehmen der L’or AG im Sinne des § 18 AktG i. V.

m. § 296 HGB. Es ist vorgesehen, dass die Anleger die Mehrheit des Kommanditkapitals

übernehmen. Nach Beitritt der Anleger und Übernahme der Mehrheit des Kommanditkapitals

ist die Fondsgesellschaft kein Konzernunternehmen.

KAPITAL, HAUPTMERKMALE DER ANTEILE

(§ 6 VermVerkProspV)

Die Fondsgesellschaft verfügt zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung und vor der

Kapitalerhöhung, die Gegenstand dieses Beteiligungsangebotes ist, über ein

Kommanditkapital von 2.000 Euro (gezeichnetes Kapital). Von dem Kommanditkapital

haben die L’or AG (geschäftsführende Kommanditistin) und die L’or capital trust

admin GmbH (Treuhandkommanditistin) jeweils einen Kapitalanteil in Höhe von

1.000 Euro übernommen.

Die Haftsumme der geschäftsführenden Kommanditistin beträgt 100 Prozent

der übernommenen Einlage. Die Haftsumme der Treuhandkommanditistin beträgt vor

der ersten Kapitalerhöhung 100 Prozent der übernommenen Einlage. Die Komplementärin

verfügt über keine Stimmrechte. Die Hauptmerkmale der Anteile der geschäftsführenden

Kommanditistin und der Treuhandkommanditistin gewähren die gleichen Rechte, die

den übrigen, hinzutretenden Kommanditisten/Treugebern zustehen. Hinsichtlich der

Rechte der Anleger wird zudem auf die Ausführungen auf den Seiten 73 f. verwiesen. Es

bestehen bei der Emittentin keine ausstehenden Einlagen auf das Kapital.

Die Value Verwaltungsgesellschaft mbH (Komplementärin) hat keinen

Kapitalanteil übernommen und ist zur Leistung einer Einlage nicht verpfl ichtet. Sie ist

am Ergebnis und am Vermögen der Fondsgesellschaft nicht beteiligt.

Es wurden keinen Wertpapiere oder Vermögensanlagen im Sinne des § 8f des

Verkaufsprospektgesetzes ausgegeben.

GRÜNDUNGSGESELLSCHAFTER (§ 7 VermVerkProspV)

Gründungsgesellschafter der Fondsgesellschaft sowie Gesellschafter zum Zeitpunkt

der Aufstellung des Verkaufsprospektes sind die folgenden juristischen Personen:

Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin):

Value Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Nienburg

Beschränkt haftende Gesellschafterin (geschäftsführende Kommanditistin):

L’or AG mit Sitz in Nienburg

GSP II Seite 83


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Beschränkt haftende Gesellschafterin (Treuhandkommanditistin):

L’or capital trust admin GmbH mit Sitz in Nienburg

Von den Gründungsgesellschaftern haben die geschäftsführende Kommanditistin

und die Treuhandkommanditistin jeweils eine Pfl ichteinlage in Höhe von 1.000 Euro

übernommen und voll eingezahlt. Hieraus ergibt sich ein Gesamtbetrag der von den

Gründungsgesellschaftern insgesamt gezeichneten und eingezahlten Kommanditeinlagen

von 2.000 Euro zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung.

Die Komplementärin ist nicht am Gewinn der Fondsgesellschaft beteiligt. Die

Komplementärin erhält für die Übernahme der persönlichen Haftung eine laufende

monatliche Vergütung in Höhe von 1/12 von 0,06 Prozent des zum letzten Tag des

jeweiligen Monats ermittelten Depotwerts vor Kosten.

Die geschäftsführende Kommanditistin ist am Gewinn der Fondsgesellschaft

im Verhältnis ihrer Pfl ichteinlage zum Gesamtkapital der Fondsgesellschaft beteiligt.

Die geschäftsführende Kommanditistin erhält für die Geschäftsführung der

Fondsgesellschaft eine laufende monatliche Vergütung in Höhe von 1/12 von 2,4

Prozent des zum letzten Tag des jeweiligen Monats ermittelten Depotwerts vor Kosten

zzgl. der zum Zeitpunkt der Rechnungstellung gültigen Umsatzsteuer. Weiterhin erhält

die geschäftsführende Kommanditistin für die Übernahme der Prospektgestaltung und

Drucklegung eine einmalige Vergütung in Höhe von 100.000 Euro zzgl. der zum

Zeitpunkt der Rechnungstellung gültigen Umsatzsteuer. Des Weiteren erhält die

geschäftsführende Kommanditistin für die Durchführung der Eigenkapitalvermittlung

und aller damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben (Marketing/Vertrieb) eine

einmalige Vergütung in Höhe von 10 Prozent der gezeichneten Kommanditeinlagen.

Sollte die geschäftsführende Kommanditistin im Falle des Verkaufs von Edelmetallen

einen Verkaufspreis erzielen, der höher als der aktuelle Marktpreis (Ankaufspreis der

Scheideanstalt) ist, so stehen ihr 50 Prozent der Differenz zwischen erzieltem

Verkaufspreis und aktuellem Marktpreis als Gewinnbeteiligung zu. Gleiches gilt für

den Fall des Ankaufs von Edelmetallen zu einem Preis, der niedriger ist als der aktuelle

Marktpreis (Verkaufspreis der Scheideanstalt). Auch hier steht der geschäftsführenden

Kommanditistin 50 Prozent der Differenz zwischen Kaufpreis und aktuellem

Marktpreis einschließlich Umsatzsteuer als Gewinnbeteiligung zu. Die Zahlung von

Vergütungen für die Vermittlung von Edelmetallkäufen oder -verkäufen ist zulässig,

solange und soweit die Fondsgesellschaft auch unter Berücksichtigung der gezahlten

Vergütungen einen höheren Verkaufspreis oder einen niedrigeren Einkaufspreis

im Vergleich zur Abwicklung zum aktuellen Marktpreis unter Berücksichtigung der

Umsatzsteuer am Kauf von Silber und Platin erzielen kann. Für ihre Tätigkeit im

Zusammenhang mit der Vermittlung der Aufnahme weiterer Kommanditisten oder

Treugeber in die Fondsgesellschaft erhält die geschäftsführende Kommanditistin das

tatsächlich eingeworbene Agio auf das Beteiligungskapital. Sollte der Depotwert des

Fonds nach Kosten mehr als 105 Prozent der Summe der Kapitaleinzahlungen der Anleger

(ohne Agio) betragen, so hat die geschäftsführende Kommanditistin Anspruch auf eine

zusätzliche Vergütung für die erfolgte Vermittlung der Aufnahme weiterer Kommanditisten

und Treugeber in die Fondsgesellschaft. Diese beträgt 10 Prozent des Betrages, über den

der Depotwert des Fonds nach Kosten über 105 Prozent der Kapitaleinzahlungen der

GSP II Seite 84


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Anleger (ohne Agio) hinausgeht. Weitere Vergütungen im Zusammenhang mit der

erfolgten Vermittlung der Aufnahme weiterer Kommanditisten und Treugeber in die

Fondsgesellschaft sind darüber hinaus geschuldet, wenn der Depotwert des Fonds nach

Kosten über den bisherigen höchsten Depotwert, der für die Bemessung der erstmaligen

zusätzlichen Vergütung für die Vermittlung von Kommanditisten und Treugebern

maßgeblich war, zzgl. 5 Prozent hinausgeht. Die Vergütung beträgt in diesen Fällen

10 Prozent des Betrages zwischen dem bisherigen Hoch zzgl. 5 Prozent und dem neuen

Hoch (All-Time-High/High-Watermark-Prinzip).

Die Treuhandkommanditistin ist am Gewinn der Fondsgesellschaft im

Verhältnis ihrer Pfl ichteinlage zum Gesamtkapital der Fondsgesellschaft beteiligt. Die

Treuhandkommanditistin erhält für ihre Leistungen aus dem Treuhandvertrag von der

Fondsgesellschaft eine Vergütung in Höhe von monatlich 1/12 von 0,18 Prozent des

zum letzten Tag des jeweiligen Monats ermittelten Depotwerts vor Kosten zzgl. der

zum Zeitpunkt der Rechnungstellung gültigen Umsatzsteuer.

Über die zuvor dargestellten Vergütungen hinaus stehen den Gründungsgesellschaftern/Gesellschaftern

zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung keine weiteren

Gewinnbeteiligungen, Entnahmerechte, sonstige Gesamtbezüge, insbesondere

Gehälter, Gewinnbeteiligungen, Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte,

Provisionen und Nebenleistungen jeder Art innerhalb und außerhalb des

Gesellschaftsvertrages, zu.

Die Gründungsgesellschafter/Gesellschafter zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

halten weder unmittelbar noch mittelbar Beteiligungen an Unternehmen,

die mit dem Vertrieb der emittierten Vermögensanlage beauftragt sind, die der

Emittentin Fremdkapital zur Verfügung stellen oder die im Zusammenhang mit der

Herstellung oder Anschaffung des Anlageobjekts Lieferungen oder Leistungen erbringen.

Die Gründungsgesellschafter/Gesellschafter zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

sind zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung für derartige Unternehmen nicht tätig.

Die Gründungsgesellschafter/Gesellschafter zum Zeitpunkt der Prospekt aufstellung

sowie Mitglieder der Geschäftsführung oder des Vorstandes, Aufsichtsgremien

und Beiräte der Fondsgesellschaft, der Treuhänderin sowie sonstiger Personen haben

keine Eintragungen in Bezug auf eine Verurteilung wegen einer Straftat nach

den §§ 263 bis 283d des Strafgesetzbuchs,

§ 54 Kreditwesengesetzes,

§ 38 Wertpapierhandelsgesetz oder

§ 369 Abgabenordnung

in einem Führungszeugnis enthalten. Ebenfalls erfolgte auch keine ausländische

Verurteilung wegen einer Straftat, die mit den vorgenannten Straftaten vergleichbar ist.

Über das Vermögen eines Gründungsgesellschafters oder eines Gesellschafters

zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung wurde kein Insolvenzverfahren eröffnet oder

mangels Masse abgewiesen. Ein Gründungsgesellschafter oder Gesellschafter zum

Zeitpunkt der Prospektaufstellung war bei keiner Geschäftsführung einer Gesellschaft

tätig, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet oder mangels Masse

abgewiesen wurde.

GSP II Seite 85


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

DIE WICHTIGSTEN TÄTIGKEITSBEREICHE (§ 8 VERMVERKPROSPV)

Die wichtigsten Tätigkeitsbereiche der Fondsgesellschaft bestehen im Erwerben,

Halten, Verwalten und Verkaufen von real existierenden, zertifi zierten Edelmetallen in

Barrenform, nämlich Gold, Silber und Platin. Weitere Tätigkeitsbereiche der

Fondsgesellschaft bestehen nicht. Beabsichtigt ist, die Edelmetalle jeweils wertmäßig im

Drittelmix zu erwerben. Die Fondsgesellschaft darf bis zu 10 Prozent des eingezahlten

Kommanditkapitals als Barreserve auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto halten. Die

Edelmetalle werden zentral in Tresorräumen durch Sparkassen oder Banken eingelagert.

Die Fondsgesellschaft hat den im Kapitel „Planungsrechnung 01. Januar 2012

bis 31. Dezember 2023“ dargestellten Mittelverwendungskontrollvertrag geschlossen.

Weiterhin hat die Fondsgesellschaft mit der Sparkasse Nienburg einen Verwahrvertrag

über die Verwahrung der Edelmetalle geschlossen. Hierzu wird auf die Seiten 72 f. dieses

Prospektes verwiesen. Zur Umsetzung des Gesellschaftszweckes ist die Fondsgesellschaft

davon abhängig, dass diese Verträge erfüllt werden. Weitere Verträge wurden nicht

abgeschlossen.

Darüber hinaus ist die Fondsgesellschaft nicht von Patenten, Lizenzen, Verträgen

oder neuen Herstellungsverfahren abhängig.

Gerichts-, Schieds- oder Verwaltungsverfahren, die einen wesentlichen Einfl uss

auf die wirtschaftliche Lage der Fondsgesellschaft haben können, sind nicht anhängig.

Laufende Investitionen – auch in Finanzanlagen – der Fondsgesellschaft

bestehen nicht.

Die Tätigkeit der Fondsgesellschaft ist nicht durch außergewöhnliche Ereignisse

beeinfl usst worden.

MITGLIEDER DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DER

FONDSGESELLSCHAFT, MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

DER GESCHÄFTSFÜHRENDEN KOMMANDITISTIN

(§ 12 ABSATZ 1 UND 2 VermVerkProspV)

Die Mitglieder der Geschäftsführung der Emittentin sind Marcus Meyn, Vorstand der

geschäftsführenden Kommanditistin, sowie Stephanie Meyn, Geschäftsführerin der

Komplementärin. Die Komplementärin ist, soweit dies gesetzlich zulässig ist, von der

Geschäftsführung ausgeschlossen. Die Mitglieder der Geschäftsführung haben die

Geschäftsanschrift Hafenstraße 5, 31582 Nienburg.

Den Mitgliedern der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft, sowie den

Mitgliedern des Aufsichtsrats der geschäftsführenden Kommanditistin, sind keine

abgegrenzten Verantwortungs- und Aufgabenbereiche (Funktionen) zugeordnet.

Die Fondsgesellschaft verfügt weder über einen Aufsichtsrat noch einen

Beirat. Bei der geschäftsführenden Kommanditistin besteht ein Aufsichtsrat. Zu den

Mitgliedern des Aufsichtsrats zählen Hans-Jürgen Kasprich, Dr. Henning Hermann

und Dr. Thomas Weigt. Die Mitglieder haben die Geschäftsanschrift Hafenstraße 5,

31582 Nienburg.

Die Fondsgesellschaft wurde am 02. Januar 2011 gegründet. Für das letzte

abgeschlossene Geschäftsjahr wurde den Mitgliedern der Geschäftsführung der

GSP II Seite 86


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Fondsgesellschaft, Vorstand, Mitgliedern des Aufsichtsrats der geschäftsführenden

Kommanditistin keine Gesamtbezüge, insbesondere Gehälter, Gewinnbeteiligungen,

Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte, Provisionen und Nebenleistungen

jeder Art gewährt. Zur Höhe der vereinbarten Bezüge für die geschäftsführende

Kommanditistin wird auf den Abschnitt „Vergütungen für Geschäftsführung und

persönliche Haftung“ (Seite 65 f.) verwiesen.

Mitglieder der Geschäftsführung oder des Vorstandes sowie Mitglieder von

Aufsichtsgremien, Mitgliedern des Aufsichtsrats der geschäftsführenden Kommanditistin

oder Beiräte der Fondsgesellschaft der Anbieterin, die Prospektverantwortliche,

die Treuhänderin oder sonstige Personen sind nicht für Unternehmen tätig, die der

Fondsgesellschaft Fremdkapital gewähren oder im Zusammenhang mit der Herstellung

des Anlageobjekts nicht nur geringfügige Lieferungen oder Leistungen erbringen. Die

geschäftsführende Kommanditistin ist mit dem Vertrieb der Vermögensanlage beauftragt.

Insofern sind der Vorstand der geschäftsführenden Kommanditistin, Marcus Meyn,

als Mitglied der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft sowie die Mitglieder des

Aufsichtsrats der geschäftsführenden Kommanditistin, Hans-Jürgen Kasprich,

Dr. Henning Hermann und Dr. Thomas Weigt, für ein Unternehmen tätig, welches

mit dem Vertrieb der Vermögensanlage betraut ist. Darüber hinaus sind die Mitglieder

der Geschäftsführung oder des Vorstandes nicht für Unternehmen tätig, die mit dem

Vertrieb der angebotenen Vermögensanlage betraut sind.

TREUHANDKOMMANDITISTIN

(§ 12 ABSATZ 3 VermVerkProspV)

Die L’or capital trust admin GmbH mit Sitz in Nienburg ist Treuhandkommanditistin

der Fondsgesellschaft. Rechtsgrundlage für die Tätigkeit der Treuhandkommanditistin

ist der von den Anlegern mit der Treuhandkommanditistin zu schließende Treuhandund

Verwaltungsvertrag (siehe Seite 108 ff.) sowie der Gesellschaftsvertrag der

Fondsgesellschaft (siehe Seite 94 ff.).

Aufgabe der Treuhandkommanditistin ist es, ihren Kommanditanteil an der

Fondsgesellschaft im eigenen Namen, jedoch für Rechnung der mittelbar als Treugeber

beteiligten Anleger zu halten. Die Treuhandkommanditistin hat folgende wesentliche

Rechte und Pfl ichten: Die Treuhandkommanditistin übt die Verwaltung der Beteiligungen

im wirtschaftlichen Interesse und nach den Weisungen der Treugeber aus. Sie ist berechtigt,

das auf ihren Kommanditanteil entfallende Stimmrecht nach den Weisungen ihrer

Treugeber gespalten auszuüben.

Die Treuhandkommanditistin erhält von der Fondsgesellschaft für ihre Tätigkeit

eine Vergütung von monatlich 1/12 von 0,18 Prozent des zum letzten Tag des jeweiligen

Monats ermittelten Depotwerts vor Kosten zzgl. der zum Zeitpunkt der Rechnungstellung

gültigen Umsatzsteuer. Der Gesamtbetrag der für die Wahrnehmung der Aufgaben

vereinbarten Vergütung beträgt somit auf Grundlage der Prognoserechnung 270.522

Euro bis einschließlich 2023.

Die Treuhandkommanditistin übt ihre Tätigkeit als Treuhandkommanditistin

auch bei anderen, vergleichbaren Vermögensanlagen aus. Interessenkonfl ikte bestehen

deswegen nicht.

GSP II Seite 87


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Die Treuhandkommanditistin ist eine Tochtergesellschaft der L’or AG. Die L’or

AG ist zugleich geschäftsführende Kommanditistin der Fondsgesellschaft. Die L’or AG

hat bereits vergleichbare Edelmetallfonds aufgelegt und führt deren Geschäfte ebenfalls

als geschäftsführende Kommanditistin. Es bestehen keine Umstände oder Beziehungen, die

Interessenkonfl ikte der Treuhandkommanditistin begründen können.

MITTELVERWENDUNGSKONTROLLEUR

(§ 12 ABSATZ 4 VermVerkProspV)

Die Mittelverwendungskontrolle erfolgt durch Herrn Steuerberater Rüdiger Frenzel,

Geschäftsanschrift: Neu Ripdorf 9, 29525 Uelzen. Rechtsgrundlage für die Tätigkeit

als Mittelverwendungskontrolleur ist der Mittelverwendungskontrollvertrag vom

20. September 2011 (siehe Seite 114 f.).

Aufgabe des Mittelverwendungskontrolleurs ist die Sicherstellung einer

durchgängigen Mittelverwendungskontrolle während der Investitionsphase unter

Einhaltung der Investitionskriterien. Der Mittelverwendungskontrolleur hat folgende

wesentliche Rechte und Pfl ichten: Zahlungen von Anlegern erfolgen auf das Konto der

Fondsgesellschaft. Für die Freigabe von Zahlungsmitteln von dem Konto der

Fondsgesellschaft ist die Fondsgesellschaft nur zusammen mit dem

Mittelverwendungskontrolleur berechtigt. Über die Einlagen auf dem Konto der

Fondsgesellschaft darf der Mittelverwendungskontrolleur für Rechnung der

Fondsgesellschaft nur verfügen, wenn die Voraussetzungen des Investitionsplans dieses

Verkaufsprospektes erfüllt sind. Insbesondere hat der Mittelverwendungskontrolleur daher

sicherzustellen, dass die Einlagen der Anleger für den Kauf der Edelmetalle Gold, Silber

und Platin, werwendet werden.

Für seine Tätigkeit erhält der Mittelverwendungskontrolleur von der Fondsgesellschaft

einen Gesamtbetrag in Höhe von 20.000 Euro zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Der

Mittelverwendungskontrolleur übt seine Tätigkeit als Mittelverwendungs kontrolleur

auch bei anderen, vergleichbaren Vermögensanlagen aus.

Es bestehen keine Umstände oder Beziehungen, die Interessenkonfl ikte des

Mittelverwendungskontrolleurs begründen können.

SONSTIGE PERSONEN (§ 12 ABSATZ 4 IN VERBINDUNG

MIT § 12 ABSATZ 1 UND 2 VermVerkProspV)

Über die nach der VermVerkProspV angabepfl ichtigen Personen hinaus hat niemand

die Herausgabe oder den Inhalt dieses Prospektes oder die Abgabe oder den Inhalt des

Angebotes dieser Vermögensanlage wesentlich beeinfl usst.

ÜBERNOMMENE GEWÄHRLEISTUNG (§ 14 VermVerkProspV)

Für das Angebot der Vermögensanlage, für deren Verzinsung oder Rückzahlung hat

weder eine juristische Person oder Gesellschaft die Gewährleistung übernommen.

GSP II Seite 88


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

3. Steuerliche Grundlagen

ALLGEMEINE HINWEISE

In diesem Kapitel werden die wesentlichen Grundlagen der steuerlichen

Konzeption und Vermögensanlage dargestellt. Die Darstellung ist nicht allumfassend

bzw. abgeschlossen, da Aspekte, die sich aus der persönlichen Situation des Anlegers

ergeben könnten, nicht berücksichtigt werden können. Die nachfolgenden Erläuterungen

sollten daher nicht als alleinige Grundlage für die steuerliche Beurteilung einer Investitionsentscheidung

in die Fondsgesellschaft herangezogen werden.

Die Ausführungen beschränken sich auf eine allgemeine Darstellung möglicher steuerlicher

Auswirkungen in Deutschland und ersetzen keine individuelle Rechts- oder

Steuerberatung des Anlegers. Es wird den Anlegern daher empfohlen, die jeweiligen

Konsequenzen einer Beteiligung im Vorwege mit dem persönlichen steuerlichen

Berater zu besprechen.

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich nur auf in Deutschland unbeschränkt

steuerpfl ichtige natürliche Personen, die ihre Beteiligung an der Fonds gesellschaft

im Privatvermögen halten. Für gewerbliche Anleger, die ihre Beteiligung an der

Fondsgesellschaft im Betriebsvermögen halten, und für im Ausland ansässige Anleger

ergeben sich abweichende Konsequenzen bzw. Besteuerungsmerkmale, welche hier

nicht dargestellt werden. Es wird gewerblichen und im Ausland ansässigen Anlegern

daher empfohlen, steuerliche und rechtliche Beratung einzuholen.

Die nachfolgend dargestellten Steueraspekte basieren auf der zum Zeitpunkt

der Prospektaufstellung geltenden Rechtslage einschließlich weiterer rechtlicher

Vorschriften und rechtskräftiger Urteile sowie veröffentlichter Anweisungen und

Erlasse der deutschen Finanzverwaltung. Im Hinblick auf mögliche zukünftige

Gesetzesänderungen, Gerichtsurteile oder Änderungen der Verwaltungsansicht mit

möglicherweise negativen steuerlichen Auswirkungen für die Fondsgesellschaft und

ihre Anleger wird auf den Hinweis „Steuerliche Risiken“ im Abschnitt „Risiken der

Beteiligung“ dieses Verkaufsprospektes verwiesen.

STEUERRECHTLICHE BEHANDLUNG DER FONDSGESELLSCHAFT

Die Fondsgesellschaft ist weder Subjekt der Einkommensteuer noch der Körperschaftsteuer.

Sie ist als Kommanditgesellschaft eine Personengesellschaft im Sinne der §§ 161 ff.

HGB und für Zwecke der Ertragsbesteuerung transparent, so dass die von der Fondsgesellschaft

gehaltenen Wirtschaftsgüter den Fondsanlegern anteilig steuerlich zugerechnet

werden (§ 39 Abs. 2 Nr. 2 AO).

BETEILIGUNG

Die Anleger zeichnen Beteiligungen an der GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG und

halten ihre Beteiligungen direkt oder über die L’or capital trust admin GmbH als

Treuhandkommanditistin.

GSP II Seite 89


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Hinsichtlich der Treuhandkommanditistin ist zu beachten, dass zivilrechtlich

allein die Treuhänderin Gesellschafterin der Fondsgesellschaft wird. Steuerlich sind

Wirtschaftsgüter bei Treuhandverhältnissen dem Treugeber zuzurechnen (§ 39 Abs. 2

Nr. 1 Satz 2 AO). Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um eine Beteiligung an einer

vermögensverwaltenden oder an einer gewerblichen Personengesellschaft handelt.

Die Zwischenschaltung eines Treuhänders, der die Anteile an der Fondsgesellschaft

für einen Investor hält, ändert somit nichts an dessen Besteuerung. An dieser

Auffassung ändert auch die Beurteilung sogenannter Treuhandmodelle durch die

Finanzverwaltung nichts. Die nachfolgenden Ausführungen hinsichtlich der

steuerlichen Aspekte der Beteiligung werden daher für Treugeber und unmittelbar

beteiligte Kommanditisten einheitlich dargestellt.

Die L’or AG und die L’or capital trust admin GmbH werden als weitere

Kommanditistinnen und die Value Verwaltungsgesellschaft mbH als alleinige

Komplementärin (letztere ohne Einlage) beteiligt sein.

Einziger Geschäftsgegenstand der Fondsgesellschaft ist der Ankauf, das

Halten und Verwalten sowie der Verkauf von real existierenden Edelmetallen,

nämlich Gold, Silber und Platin, die in Barrenform erworben werden.

Entscheidend für die steuerliche Konzeption der Fondsgesellschaft ist, dass

diese als vermögensverwaltende Personengesellschaft und nicht als Gewerbebetrieb

angesehen wird. Eine Personengesellschaft kann als Gewerbebetrieb eingestuft

werden, wenn sie entweder „originär gewerblich tätig“, „gewerblich geprägt“ oder

„gewerblich infi ziert“ ist. Die Fondsgesellschaft wird als vermögensverwaltende

Personengesellschaft konzipiert, wie folgende Ausführungen darlegen:

1. ORIGINÄR GEWERBLICHE TÄTIGKEIT

Eine originär gewerbliche Tätigkeit der Fondsgesellschaft käme in Betracht, wenn diese

die Grenzen der privaten Vermögensverwaltung überschreiten würde.

Eine vermögensverwaltende Tätigkeit liegt vor, wenn sich die Betätigung noch

als Nutzung von Vermögen im Sinne einer Fruchtziehung aus zu erhaltenden

Substanzwerten darstellt und die Ausnutzung substanzieller Vermögenswerte durch

Umschichtung nicht entscheidend in den Vordergrund tritt (vgl. BFH-Urteile vom

04. März 1980, BStBl. III S. 389, und vom 29. Oktober 1998, BStBl. III, S. 448).

Ein Gewerbebetrieb liegt dagegen vor, wenn eine selbstständige nachhaltige

Betätigung mit Gewinnerzielungsabsicht unternommen wird, die sich als Beteiligung

am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt und über den Rahmen der

Vermögensverwaltung hinausgeht.

Nach Ansicht der Anbieterin ist davon auszugehen, dass die Fondsgesellschaft

nicht gewerblich tätig wird, da sie lediglich beabsichtigt, aus dem Substanzwert der zu

erwerbenden Edelmetalle einen Vermögenszuwachs zu erzielen.

2. GEWERBLICHE PRÄGUNG

Eine gewerbliche Prägung der Fondsgesellschaft liegt dann vor, wenn ausschließlich

GSP II Seite 90


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Kapitalgesellschaften oder gewerblich geprägte Personengesellschaften unbeschränkt

haftende Gesellschafter (Komplementäre) des Fonds sind und neben diesen keine

weiteren Gesellschafter (Kommanditisten) zur Geschäftsführung des Fonds berechtigt

und verpfl ichtet sind.

Die Komplementärin der Fondsgesellschaft ist zwar eine Kapitalgesellschaft,

nach dem Gesellschaftsvertrag ist diese aber von der Geschäftsführung ausgeschlossen.

Die Geschäftsführung obliegt ausschließlich der geschäftsführenden Kommanditistin.

Nach dieser rechtlichen Struktur ist die Fondsgesellschaft nicht gemäß § 15 Abs. 3 Nr. 2

EStG gewerblich geprägt.

3. GEWERBLICHE INFIZIERUNG

Die Fondsgesellschaft KG würde auch dann einen Gewerbebetrieb unterhalten, wenn

sie sich an einer gewerblich geprägten oder gewerblich tätigen Personengesellschaft

beteiligt. In diesem Fall führen die gewerblichen Einkünfte der Personengesellschaft,

die der Fondsgesellschaft zugerechnet werden, zur gewerblichen Infi zierung sämtlicher

Einkünfte der Fondsgesellschaft.

Eine Beteiligung an anderen Unternehmen durch die Fondsgesellschaft ist nicht

vorgesehen. Eine gewerbliche Infi zierung kommt daher nicht in Betracht.

Die Fondsgesellschaft ist mithin weder gewerblich tätig, noch gewerblich geprägt

oder gewerblich infi ziert. Durch Ankauf, Halten, Verwalten und Verkauf von Edelmetallen

unterhält die Fondsgesellschaft keinen Gewerbebetrieb. Vielmehr wird die

Fondsgesellschaft vermögensverwaltend tätig sein. Dies hat unter anderem zur Folge,

dass auf Ebene der Fondsgesellschaft keine Gewerbesteuer anfällt. Die Geschäftsführung

der Fondsgesellschaft wird, soweit möglich, die erforderlichen Maßnahmen

ergreifen, um die Kriterien für eine vermögensverwaltende Tätigkeit einzuhalten (vgl.

auch Risikohinweis, Seite 21 f.).

VERWIRKLICHUNG STEUERLICH RELEVANTER TATBESTÄNDE

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf Ebene der Fondsgesellschaft zu versteuernde

Einkünfte erzielt werden, die Fondsgesellschaft jedoch keine Liquidität

an die Anleger ausschüttet. Aufgrund der steuerlichen Transparenz der Personengesellschaft

ist ausschließlich maßgeblich, dass die Personengesellschaft Einkünfte

erzielt hat. In diesen Fällen kann es daher dazu kommen, dass die von der Fondsgesellschaft

erzielten Einkünfte vom Anleger zu versteuern sind, ohne dass bei ihm ein

entsprechender Liquiditätszufl uss stattgefunden hat (vgl. auch Risikohinweis, Seite 21 f.).

VERÄUSSERUNGSGEWINNE

Konzeptionsgemäß soll ein Anleger erst durch Veräußerung der Edelmetalle Gewinne

erzielen, die ihm auch erst im Falle seiner (Teil-)Kündigung ausgeschüttet werden.

Als Veräußerungsgewinn wird gemäß § 23 Abs. 3 EStG der Unterschied zwischen

Veräußerungspreis einerseits und den Anschaffungskosten zzgl. der Werbungskosten

andererseits qualifi ziert.

GSP II Seite 91


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Die Veräußerung des Anteils an einer Personengesellschaft durch den Gesellschafter

wird steuerlich wegen der Transparenz der Personengesellschaft wie die

anteilige Veräußerung der von der Personengesellschaft gehaltenen Wirtschaftsgüter

behandelt. Die Veräußerung des Anteils an der GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

durch den Anleger wird damit steuerlich wie die anteilige Veräußerung der durch

die Fondsgesellschaft erworbenen Edelmetalle behandelt.

Veräußerungsgewinne sind für Privatanleger gemäß § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG

steuerfrei, sofern eine einjährige Spekulationsfrist eingehalten wird. Die Spekulationsfrist

gemäß § 23 EStG wird dann eingehalten, wenn der Anleger seine veräußerte

Beteiligung an der Gesellschaft länger als zwölf Monate gehalten hat und auch die

Haltedauer des Edelmetalls durch die Gesellschaft länger als zwölf Monate betragen

hat. Veräußert ein Anleger seine Beteiligung vor Ablauf der Spekulationsfrist oder

veräußert die Emittentin vor Ablauf von zwölf Monaten ihrerseits Edelmetalle, sind

Einkünfte aus der Veräußerung als einkommensteuerpfl ichtiges privates Veräußerungs-

geschäft zu betrachten und unterliegen sodann in voller Höhe der persönlichen

Einkommensteuer des Anlegers.

Verwirklicht der Anleger ein privates Veräußerungsgeschäft innerhalb der

ein jährigen Spekulationsfrist, bleiben diese Gewinne steuerfrei, wenn der aus privaten

Veräußerungsgeschäften erzielte Gesamtgewinn im Veranlagungsjahr weniger als 600

Euro beträgt. Steuerpfl ichtige Gewinne unterliegen in Deutschland dem persönlichen

Steuersatz des Anlegers sowie dem Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls der Kirchensteuer.

Etwaige Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften können auch im Falle

des Verlustvortrages bzw. Verlustrückgangs nur mit Gewinnen aus privaten

Veräußerungsgeschäften verrechnet werden.

ABGELTUNGSTEUER AUF ZINSEINKÜNFTE

Zinseinkünfte der Fondsgesellschaft, die konzeptionsgemäß aus der kurzfristigen

Anlage freier Liquidität resultieren, unterliegen der Abgeltungsteuer für Einkünfte aus

Kapitalvermögen (§ 32d EStG) von 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag und etwaiger

Kirchensteuer. Für sämtliche Kapitalerträge des Anlegers kann der Sparerpauschbetrag

in Höhe von 801 Euro (bzw. 1.602 Euro bei zusammen veranlagten Steuerpfl ichtigen)

geltend gemacht werden. Der Abzug der tatsächlich angefallenen allgemeinen Werbungskosten

ist nach § 20 Abs. 9 S. 1 EStG ausgeschlossen. Die laufenden Kosten der Fondsgesellschaft

(z. B. die Fondsverwaltungsgebühr) können daher nicht ergebnismindernd

geltend gemacht werden. Sofern der persönliche Steuersatz eines Anlegers nach dem

allgemeinen progressiven Einkommensteuertarif niedriger ist als die Abgeltungsteuer,

kann der Anleger beantragen, dass die anteiligen laufenden Zinserträge aus der Anlage

freier Liquidität nicht mit der Abgeltungsteuer, sondern mit seinem persönlichen

Steuersatz versteuert werden (sogenannte Günstigerprüfung). Hierfür müssen sämtliche

Einkünfte aus Kapitalvermögen erklärt und dem allgemeinen Einkommensteuertarif

unterworfen werden.

GSP II Seite 92


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

UMSATZSTEUER

Die Fondsgesellschaft ist keine Unternehmerin im Sinne von § 2 Abs. 1 UStG, da ihre

Geschäftstätigkeit in der langfristigen Anlage von Vermögen besteht und nicht im

marktmäßigen Auftreten als Händlerin. Die langfristige Anlage von Vermögen erfüllt

nicht die Kriterien der gewerblichen und berufl ichen Tätigkeit, die Voraussetzung für

die Unternehmereigenschaft des § 2 Abs. 1 UStG sind.

Aufgrund der fehlenden Unternehmereigenschaft ist die Fondsgesellschaft nicht

berechtigt, die von Dritten in Rechnung gestellte Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend zu

machen. Diese Vorsteuer belastet als Aufwand das Ergebnis der Fondsgesellschaft bzw.

stellt beim Ankauf von Silber und Platin aktivierungspfl ichtige Anschaffungsnebenkosten

dar. Gleichzeitig unterliegt der Verkauf von Silber und Platin nicht der Umsatzsteuer.

Umsätze mit Anlagegold sind nach § 25c UStG von der Umsatzsteuer befreit.

ERBSCHAFT- UND SCHENKUNGSTEUER

Erfolgt eine Übertragung eines Anteils an der Fondsgesellschaft im Wege eines Erwerbs

von Todes wegen oder einer Schenkung, unterliegt dieser Vorgang nach § 1 Abs. 1 Nr. 1,

2 Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) der Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer. Die Ermittlung

der Höhe der jeweils anfallenden Steuer hängt in erster Linie von der Höhe der Vermögensübertragung,

dem Verwandtschaftsgrad zum Erblasser bzw. Schenker und der Höhe des

für den Erwerber anzuwendenden Freibetrages ab.

Der erbschaftsteuerliche (schenkungsteuerliche) maßgebliche Wert des Anteils

einer vermögensverwaltenden Personengesellschaft – als solche die Fondsgesellschaft

konzipiert ist – ist aufgrund der anteiligen Werte der von dieser Gesellschaft gehaltenen

Wirtschaftsgüter zu ermitteln. Die von der Fondsgesellschaft gehaltenen Wirtschaftsgüter,

die Edelmetalle Gold, Silber und Platin, sind grundsätzlich mit ihrem gemeinen Wert

zu bewerten. Der gemeine Wert ist der Verkehrswert, d. h. der Preis, der im gewöhnlichen

Geschäftsverkehr bei einer Veräußerung unter Berücksichtigung aller preisbildenden

Faktoren zu erzielen wäre. Bei den von der Fondsgesellschaft gehaltenen Edelmetallen

erfolgt die Ermittlung des Verkehrswertes aufgrund der Handelsnotierungen bei Gold,

Silber und Platin zum Zeitpunkt des Erbfalls bzw. Schenkung.

ÄNDERUNGEN DES STEUERRECHTS

Die vorstehenden Erläuterungen basieren auf dem bekannten Stand der Gesetzgebung

und der Rechtsprechung zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung. Für den Fall einer

abweichenden rechtlichen oder steuerlichen Beurteilung der Konzeption durch die

Finanzverwaltung oder für künftige Gesetzesänderungen kann keine Gewähr übernommen

werden. Auf die Angaben zu den steuerlichen Risiken wird verwiesen (Seite 21 f.).

ANGABEN GEMÄSS VERKAUFSPROSPEKTVERORDNUNG

Die Anbieterin übernimmt keine Zahlung von Steuern.

GSP II Seite 93


§ 1 FIRMA UND SITZ

1. Die Gesellschaft führt die Firma

GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG“.

2. Sitz der Gesellschaft ist Nienburg.

§ 2 GEGENSTAND DER GESELLSCHAFT

1. Gegenstand der Gesellschaft ist der Ankauf, das

Halten und Verwalten sowie der Verkauf von real

existierenden, zertifizierten Edelmetallen, nämlich

Gold, Silber und Platin, die in Barrenform erworben

werden.

2. Der Gesellschaft ist die Durchführung sämtlicher mit

den vorstehenden Geschäften verbundenen Hilfsgeschäfte

und Dienstleistungen erlaubt, die geeignet

sind, das Unternehmen zu fördern, sofern es sich

nicht um erlaubnispflichtige Tätigkeiten im Sinne

des Kreditwesengesetzes (KWG) oder solche im

Sinne des § 34c Gewerbeordnung (GewO) handelt.

Die Gesellschaft ist berechtigt, freie Liquidität

verzinslich anzulegen.

§ 3 DAUER, GESCHÄFTSJAHR

1. Die Gesellschaft wird auf unbestimmte Zeit

gegründet. Das Recht zur Kündigung besteht nur

in den Grenzen des § 15.

2. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste

Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr.

§ 4 GESELLSCHAFTER,

GESELLSCHAFTSKAPITAL,

KAPITALANTEILE

KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

4. Gesellschaftsvertrag der

GSP II EDELMETALLE GmbH & Co. KG

1. Gesellschafter sind:

a) als persönlich haftende Gesellschafterin die

Value Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in

Nienburg („Komplementärin“),

b) als beschränkt haftende Gesellschafterin mit

Geschäftsführungsbefugnis die L’or AG mit Sitz

in Nienburg („geschäftsführende Kommanditistin“),

c) als beschränkt haftende Gesellschafterin die

L’or capital trust admin GmbH mit Sitz in

Nienburg („Treuhandkommanditistin“).

Die geschäftsführende Kommanditistin,

die Treuhandkommanditistin, die weiteren

Kommanditisten sowie deren Rechtsnachfolger

werden im Folgenden gemeinsam als

„Kommanditisten“ bezeichnet.

2. Die Komplementärin ist zur Leistung einer Kapitaleinlage

nicht verpflichtet. Sie ist am Ergebnis und

Vermögen der Gesellschaft nicht beteiligt, erhält aber

eine Vergütung für die Übernahme der persönlichen

Haftung sowie Aufwendungsersatz nach Maßgabe

des § 10.

3. Die geschäftsführende Kommanditistin erbringt bei

Gründung der Gesellschaft eine Bar-Pflichteinlage in

Höhe von 1.000 Euro, die als Haftsumme in das

Handelsregister einzutragen ist.

4. Die Treuhandkommanditistin erbringt bei Gründung

der Gesellschaft eine Bar-Pflichteinlage in Höhe

von 1.000 Euro, die als Haftsumme in das Handelsregister

einzutragen ist. Die Treuhandkommanditistin

ist zur Erhöhung ihrer Einlage nach den Regelungen

des § 5 berechtigt.

5. Die geschäftsführende Kommanditistin und die

Treuhandkommanditistin sind berechtigt und

bevollmächtigt, das Kapital der Gesellschaft ohne

Zustimmung der anderen Gesellschafter nach

Maßgabe des § 5 zu erhöhen.

6. Die Kommanditisten sind gemäß § 14 am Ergebnis

und Vermögen der Gesellschaft beteiligt.

7. Ab der ersten Kapitalerhöhung gemäß § 5 beträgt

die Haftsumme der Treuhandkommanditistin

10 Prozent der Summe aller treuhänderisch von ihr

gehaltenen Kommanditbeteiligungen. Die in das

Handelsregister für weitere Kommanditisten

einzutragende Haftsumme beträgt ebenfalls

10 Prozent der jeweiligen Pflichteinlage (ohne

Agio) dieser weiteren Kommanditisten.

GSP II Seite 94


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

§ 5 ANLEGERBEITRITT,

KAPITALERHÖHUNG,

ZEICHNUNGSFRIST

1. Weitere Kapitalanleger können sich an der Gesellschaft

unmittelbar als Kommanditisten oder

mittelbar über die Treuhandkommanditistin als

Treugeber entsprechend dem Zeichnungsschein

(Beitrittserklärung) und den Bestimmungen dieses

Gesellschaftsvertrages mit den jeweils vereinbarten

Beteiligungsalternativen (GSP II Einmalanlage

und GSP II Spar) beteiligen.

a) GSP II Einmalanlage: Die Gesellschaft, vertreten

durch die geschäftsführende Kommanditistin,

darf weitere Kommanditisten und Treugeber

aufnehmen, die einen Mindestzeichnungsbetrag

in Höhe von 5.000 Euro oder einen höheren

Betrag – auf volle 100 Euro lautend – einzahlen

zzgl. eines Agios in Höhe von 5 Prozent auf den

gesamten Zeichnungsbetrag.

b) GSP II Spar: Die Gesellschaft, vertreten durch die

geschäftsführende Kommanditistin, darf weitere

Kommanditisten und Treugeber aufnehmen, die

einen Mindestzeichnungsbetrag in Höhe von

6.000 Euro oder einen höheren Betrag – auf volle

100 Euro lautend – zzgl. eines Agios in Höhe

von 5 Prozent über eine Laufzeit von mindestens

10 Jahren (120 Monate) einzahlen. Die Einzahlungen

erfolgen durch eine Einmalanlage in Höhe von

10 Prozent des Zeichnungsbetrages zzgl. 5 Prozent

Agio auf den gesamten Zeichnungsbetrag und

weiterer 108 monatlicher Raten von mindestens

50 Euro oder eines höheren Betrages, der durch

10 teilbar sein muss.

2. Die Wirksamkeit des Eintritts als Kommanditist ist

aufschiebend bedingt durch die Annahme der

Beitrittserklärung durch die geschäftsführende

Kommanditistin und die Eintragung in das

Handelsregister. Bis zu ihrer Eintragung in das

Handelsregister werden unmittelbar beitretende

Kommanditisten wie atypisch stille Gesellschafter

behandelt. Der Beitritt erfolgt frühestens jedoch

mit Leistung der Einlage (Wertstellung auf dem

Konto der Gesellschaft). Die Gesellschafter bevollmächtigen

hiermit, beziehungsweise mit ihrem

GSP II Seite 95

Beitritt, die geschäftsführende Kommanditistin,

in ihrem Namen alle Erklärungen abzugeben und

entgegenzunehmen, welche zur Aufnahme und

beim Ausscheiden von Kommanditisten erforderlich

sind. Der unmittelbar Beitretende verpflichtet sich,

der geschäftsführenden Kommanditistin eine

Handelsregistervollmacht auf seine Kosten in

notariell beglaubigter Form zu erteilen und zu

übersenden, die zu allen die Gesellschaft und die

Gesellschafterstellung des Anlegers betreffenden

Anmeldungen berechtigt.

3. Die Wirksamkeit des Eintritts als Treugeber ist

aufschiebend bedingt durch die Annahme der

Beitrittserklärung durch die Treuhandkommanditistin.

Der Beitritt erfolgt frühestens jedoch

mit Leistung der zum Beitrittszeitpunkt fälligen

Einlage (Wertstellung auf dem Konto der Gesellschaft).

Bei der Beteiligungsalternative GSP II

Einmalanlage setzt sich diese Einlage aus dem

vollständigen Zeichnungsbetrag zzgl. Agio, bei

der Beteiligungsalternative GSP II Spar aus dem

Einmalbetrag von 10 Prozent des Zeichnungsbetrages

zzgl. des Agios auf den gesamten Zeichnungsbetrag

zusammen. Die Gesellschafter bevollmächtigen

hiermit, beziehungsweise mit ihrem Beitritt, die

geschäftsführende Kommanditistin und die

Treuhandkommanditistin, in ihrem Namen alle

Erklärungen abzugeben und entgegenzunehmen,

welche zur Aufnahme und beim Ausscheiden von

Treugebern erforderlich sind.

4. Der Eintritt in die Gesellschaft erfolgt jeweils zum

Monatsanfang des Monats, der dem Zugang der

Annahmeerklärung durch die geschäftsführende

Kommanditistin und der Leistung der Einlage folgt.

Dabei ist der zum Monatsersten eines jeden Monats

errechnete Ausgabepreis für die Höhe der anteiligen

Beteiligung maßgebend (vergl. § 9 Ziffer 9).

5. Die Einlage des Anlegers ist mit Annahme der

Beitrittserklärung und Aufforderung durch die

geschäftsführende Kommanditistin zur Zahlung

fällig.

6. Die Treuhandkommanditistin erwirbt, hält und

verwaltet ihre Gesellschaftereinlage treuhänderisch

für die Treugeber, mit denen sie entsprechende

Treuhandverträge schließt. Die Treuhandkom-


manditistin wird ihre Gesellschafterrechte im

Interesse der Treugeber ausüben und dabei den

Weisungen der Treugeber Folge leisten.

7. Im Innenverhältnis der Gesellschafter untereinander

werden die Treugeber, für die die Treuhandkommanditistin

ihre Gesellschaftsbeteiligung anteilig

treuhänderisch hält, wie unmittelbar beteiligte

Gesellschafter behandelt. Dies gilt insbesondere für

die Beteiligung am Gesellschaftsvermögen, am

Gewinn und Verlust, an einem Auseinandersetzungsguthaben,

einem Liquidationserlös sowie die Ausübung

mitgliedschaftlicher Rechte.

8. Die Anzahl der Kommanditisten und Treugeber

ist nicht begrenzt. Eine Beteiligung ist bis zum

31. Dezember 2013 möglich („Zeichnungsfrist“).

Die geschäftsführende Kommanditistin ist ermächtigt,

die Zeichnungsfrist nach freiem Ermessen bis zum

31. Dezember 2014 zu verlängern. Anlegern der

Beteiligungsalternative GSP II Spar ist es auch über

die Zeichnungsfrist hinaus möglich, im Rahmen der

von ihnen vereinbarten Vertragslaufzeit die weiteren

Raten als Einlage in die Gesellschaft zu zahlen.

9. Die Gesellschafter unterliegen keinem Wettbewerbsverbot.

Insbesondere sind die Komplementärin und

deren Organe, die geschäftsführende Kommanditistin

und deren Organe sowie die Treuhandkommanditistin

und deren Organe berechtigt, sich in entsprechenden

Funktionen an anderen Gesellschaften zu beteiligen.

10. Erfüllt ein Anleger die von ihm übernommene

Zahlungsverpflichtung nicht fristgerecht, schuldet

er der Gesellschaft Verzugszinsen in Höhe von

5 Prozentpunkten über dem jeweils gültigen

Basiszinssatz der EZB, gerechnet vom Zeitpunkt

des Verzugsbeginns an. Die Geltendmachung

eines weiteren Schadens bleibt unberührt.

§ 6 KONTROLLRECHTE DER

KOMMANDITISTEN UND TREUGEBER

Den Kommanditisten und Treugebern stehen die

KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Informations- und Kontrollrechte nach §§ 164, 166 des

Handelsgesetzbuchs (HGB) zu. Sie können diese auf

eigene Kosten persönlich oder durch einen berufsmäßig

zur Verschwiegenheit verpfl ichteten Vertreter ausüben.

Das Widerspruchsrecht nach § 164 Satz 1 HGB bei über

den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb hinausgehenden

Maßnahmen ist jedoch ausgeschlossen, sofern und

soweit solche Maßnahmen Gegenstand der Beschlussfassung

durch die Gesellschafter waren oder nach dem

Gesellschaftsvertrag eine Beschlussfassung nicht

erforderlich ist.

§ 7 GESCHÄFTSFÜHRUNG UND

VERTRETUNG

1. Die Vertretung der Gesellschaft obliegt der Komplementärin.

Sie ermächtigt und bevollmächtigt

die geschäftsführende Kommanditistin mit der

Vertretung der Gesellschaft, soweit dies gesetzlich

zulässig ist. Die geschäftsführende Kommanditistin

und deren Organe sind von den Beschränkungen

des § 181 BGB befreit.

2. Zur Geschäftsführung der Gesellschaft ist nur die

geschäftsführende Kommanditistin (auch als die

„Geschäftsführung“ bezeichnet) berechtigt und

verpflichtet. Der geschäftsführenden Kommanditistin

wird hiermit rechtsgeschäftliche Vertretungsmacht

eingeräumt. Die Geschäftsführung und deren Organe

sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

3. Die Geschäftsführung und Vertretung erstreckt

sich auf die Vornahme aller Rechtsgeschäfte und

Maßnahmen im Rahmen des gewöhnlichen

Geschäftsbetriebs der Gesellschaft, insbesondere auf

solche Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, die mit

dem Ankauf, dem Halten und Verwalten sowie dem

Verkauf der Edelmetalle Gold, Silber und Platin der

Gesellschaft zusammenhängen, sowie sämtliche

hierfür erforderlichen Nebengeschäfte. Die Geschäftsführung

erwirbt die Edelmetalle nach freiem

Ermessen für die Gesellschaft zu den jeweils günstigstmöglichen

Konditionen. Maximal 10 Prozent des

eingezahlten Kommanditkapitals darf die Gesellschaft

in Euro auf dem Giro- bzw. einem Tagesgeldkonto

halten (die „Barreserve“). Die Barreserve dient zum

Ausgleich von Spitzenbeträgen, um jeweils in der

Lage zu sein, das Edelmetall in Form ganzer Barren

zu erwerben, zur Abfindung von ausscheidenden

Gesellschaftern oder zur Begleichung der Kosten der

Gesellschaft. Die Geschäftsführungsbefugnis erstreckt

sich auch auf die Aufnahme weiterer Gesellschafter.

GSP II Seite 96


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Die Geschäftsführung ist berechtigt, auf eigene

Kosten und auf eigenes Risiko Dritte mit einzelnen

ihr obliegenden Aufgaben zu betrauen. Die Übertragung

der Geschäftsführungsbefugnis auf Dritte ist

nicht zulässig. Jegliche andere Anlageform wird ausgeschlossen

und ist der Geschäftsführung untersagt.

4. Der Geschäftsführung ist ausdrücklich der Ankauf

der Edelmetalle von nahestehenden Personen und

anderen Dritten zu einem Preis, der den üblichen

Marktpreis nicht übersteigt, erlaubt. Die Geschäftsführung

ist im Falle des Verkaufs der Edelmetalle

ebenfalls berechtigt, diese zu einem Preis an Dritte

zu veräußern, der mindestens dem üblichen Marktpreis

entspricht.

5. Nicht zum gewöhnlichen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft

gehörende Rechtsgeschäfte und Maßnahmen

darf die Geschäftsführung nur mit Zustimmung der

Gesellschafter vornehmen. In Eilfällen, in denen die

vorherige Zustimmung der Gesellschafter nicht

eingeholt werden kann und der Gesellschaft bei

Zuwarten ein erheblicher Schaden droht, darf die

Geschäftsführung in Abstimmung mit der Treuhandkommanditistin

ohne die Zustimmung der übrigen

Gesellschafter handeln. Sie hat dann die übrigen

Gesellschafter unverzüglich über die vorgenommenen

Handlungen und den Grund der Eilbedürftigkeit zu

unterrichten. Als über den laufenden Geschäftsbetrieb

hinausgehend und damit zustimmungsbedürftig

gelten insbesondere, jedoch unbeschadet abweichender

Regelungen im Gesellschaftsvertrag:

a) die Auflösung oder Umwandlung des

Unternehmens,

b) die Veräußerung oder Verpachtung des Unternehmens

oder eines wesentlichen Unternehmensteiles,

c) die vollständige oder teilweise Einstellung des

Geschäftsbetriebes,

d) die Aufnahme neuer und/oder Aufgabe bestehender

Geschäftszweige,

e) die Eingehung von Bürgschaften, Garantien und

dergleichen,

f) die Begebung von Wechseln,

g) der Erwerb von Beteiligungen an anderen

Unternehmen,

h) die Bestellung einer neuen geschäftsführenden

Kommanditistin, unabhängig davon, ob diese

GSP II Seite 97

an die Stelle der bisherigen geschäftsführenden

Kommanditistin oder neben diese tritt.

6. Die Geschäftsführung führt die Geschäfte der

Gesellschaft mit der Sorgfalt eines ordentlichen

Kaufmanns.

7. Die Geschäftsführung ist verpflichtet, der Gesellschafterversammlung

auf deren Verlangen, mindestens

aber jährlich, über alle außerordentlichen Geschäftsvorfälle

zu berichten und mindestens einmal jährlich

einen Geschäftsbericht oder eine vergleichbare Aufstellung,

aus der sich die aktuellen Vermögensverhältnisse

der Gesellschaft ergeben, unaufgefordert zu

übersenden.

8. Die Befugnis zur Geschäftsführung und Vertretung

der Gesellschaft endet mit der Abberufung, mit Ausscheiden

aus der Gesellschaft sowie mit Liquidationsbeginn

der Gesellschaft.

9. Zur Wahrung der vermögensverwaltenden Qualifikation

der Gesellschaft können die Gesellschafter

die geschäftsführende Kommanditistin als Geschäftsführer

der Gesellschaft nur unter der Bedingung

abberufen, dass sie gleichzeitig mit der Abberufung

einen neuen Gesellschafter als geschäftsführenden

Kommanditisten aufnehmen oder aus ihrer Mitte

einen neuen geschäftsführenden Kommanditisten

bestimmen.

§ 8 HAFTUNG, VERJÄHRUNG

1. Die Geschäftsführung und ihre jeweiligen

Beauftragten haften gegenüber der Gesellschaft und

den Gesellschaftern für ihre Handlungen im

Rahmen der Geschäftsführung nur, soweit ihnen

oder ihren Erfüllungsgehilfen in Bezug auf Sach- und

Vermögensschäden Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit

zur Last gelegt wird.

2. Die Kommanditisten haften gegenüber der Gesellschaft

nur für die Erbringung ihrer Pflichteinlage.

Eine Nachschusspflicht besteht – vorbehaltlich des

nachstehenden Satzes 2 – auch dann nicht, wenn der

Kommanditist Liquidationsüberschüsse entnimmt,

obwohl der Stand seines Kapitalkontos durch

Verluste der Gesellschaft unter den Betrag seiner

Pflichteinlage sinkt. Gegenüber Gläubigern der


Gesellschaft haften die Kommanditisten bis zur

Höhe ihrer im Handelsregister eingetragenen

Haftsumme. Die Haftung ist ausgeschlossen, sofern

und soweit die Haftsumme geleistet und nicht

zurückgezahlt worden ist. Eine Rückzahlung liegt

auch dann vor, wenn der Kommanditist von der

Gesellschaft Leistungen erhält, ohne dass dem ein

entsprechender Gewinnanteil gegenübersteht.

3. Im Innenverhältnis der Gesellschaft verjähren

Schadensersatzansprüche gegen einen Gesellschafter

– gleich aus welchem Rechtsgrund – innerhalb von

drei Jahren nach Vornahme oder Unterlassung der

zum Schadensersatz verpflichtenden Handlung,

soweit die Ansprüche nicht kraft Gesetzes einer

kürzeren Verjährung unterliegen. Die Ansprüche

verjähren nach Ablauf eines Jahres nach Erörterung

des haftungsbegründenden Sachverhalts in der

Gesellschafterversammlung, wenn die Erörterung

den Gesellschaftern und Treugebern mit der

Einladung zur Gesellschafterversammlung form- und

fristgerecht mitgeteilt worden ist.

§ 9 KONTEN

KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

1. Sämtliche Vermögensgegenstände der Gesellschaft

werden auf ein gesamthänderisch gebundenes

Rücklagenkonto gebucht.

2. Für jeden Gesellschafter werden ein Gesellschafterkonto

(Kapitalkonto I), ein Anteilskonto (Kapitalkonto

II) und ein variables Konto (Kapitalkonto III)

geführt. Alle Konten sind unverzinslich.

3. Das Gesellschafterkonto (Kapitalkonto I) wird als

Festkonto für die Einlagen der Gesellschafter

geführt. Es verzeichnet das tatsächlich gezahlte

Nominalkapital (ohne Agio), mit dem der

Gesellschafter an der Gesellschaft beteiligt ist.

4. Die Anteile, die jeder Gesellschafter nach Maßgabe

des individuell zu berechnenden Ausgabepreises

(Ziffer 9) an der Gesellschaft erhält, werden auf dem

Kapitalkonto II verbucht. Nach den Anteilen bemisst

sich auch das Stimmrecht jedes Gesellschafters.

5. Auf dem variablen Konto (Kapitalkonto III) werden

Gewinne, Verluste und Entnahmen sowie Kosten

erfasst.

6. Soweit nicht in diesem Gesellschaftsvertrag etwas

Abweichendes geregelt ist, sind für die Beteiligung

der Gesellschafter am Vermögen, an Ausschüttungen,

am Gewinn und Verlust der Gesellschaft, den

Anspruch auf ein Abfindungsguthaben sowie für

die Wahrnehmung der Gesellschafterrechte allein die

Anteile gemäß Ziffer 9 des jeweiligen Gesellschafters

auf dem Kapitalkonto II im Verhältnis zu der Summe

der Anteile aller Gesellschafter am Ende eines

Geschäftsjahres maßgebend.

7. Bei einem Gesellschafterwechsel tritt der Rechtsnachfolger

hinsichtlich der Ergebnisverteilung in

die Rechtsposition seines Vorgängers ein und

übernimmt die Gesellschafterkonten seines

Rechtsvorgängers.

8. Jedem Gesellschafter ist mindestens jährlich eine

schriftliche Aufstellung über die Entwicklung seiner

Gesellschaftskonten zu übersenden. Auf Verlangen

ist einem Gesellschafter darüber hinaus jederzeit

Auskunft über seine Konten durch die geschäftsführende

Kommanditistin zu erteilen.

9. Die Gesellschaft, vertreten durch die

geschäftsführende Kommanditistin, berechnet zu

jedem ersten Werktag eines Monats (im Folgenden

der „Monatsbeginn“) den Ausgabepreis und zu

jedem letzten Werktag eines Monats (im Folgenden

das „Monatsende“) den Rücknahmepreis, der einem

Anteil der Gesellschaft entspricht.

Für eine Einlage (zur Höhe der Einlage, insbesondere

für Ratenanleger, vergleiche § 5 Ziffer 1) von

je 500 Euro erhält ein Kommanditist/Treugeber

daher den Bruchteil eines Anteils, der dem Verhältnis

von 500 zu dem jetzigen Wert eines Anteils über

500 Euro entspricht.

Der Bruchteil eines Anteils im Nominalwert von

500 Euro, den ein Kommanditist/Treugeber für eine

Einlage in Höhe von 500 Euro erhält, wird nach

folgender Formel errechnet: M = 500 : AGP

� �

Die Anzahl der Gesamtanteile zu nominal 500 Euro

der eingebrachten Einlage wird nach folgender

Formel errechnet: N = E : AGP


Der aktuelle Ausgabepreis kann dabei nicht im

Vorfeld bekanntgegeben werden, da er von den

jeweils geltenden Einkaufspreisen eines jeden

GSP II Seite 98


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Edelmetalls (Gold, Silber, Platin) abhängig ist. Bei

der Ermittlung des Ausgabepreises werden die am

01. Oktober 2011 gültigen Marktpreise bei Gold, Silber

und Platin zugrunde gelegt (Gold: 38.950 Euro/kg,

Silber: 770 Euro/kg, Platin: 37.000 Euro/kg). Die

Ermittlung des jeweiligen Ausgabepreises erfolgt

somit nach folgender Formel:

Dabei bezeichnet:

• M : den rechnerischen Anteil, den ein


Kommanditist/Treuhänder zum Zeitpunkt t

seiner Beteiligung an der Gesellschaft für

500 Euro Einlage erhält,

• AGP : den Ausgabepreis eines Anteils zum


Zeitpunkt t bei einem Umsatzsteuersatz von

19 Prozent,

• E:

die Gesamtsumme der Einlage des neuen

Kommanditisten oder Treugebers. Diese

wird dem Kapitalkonto I gutgeschrieben,

• N:

die Anteile, mit denen ein neuer

Kommanditist oder Treugeber an der

Gesellschaft für seine Gesamteinlage im

Zeitpunkt t seines Eintretens beteiligt ist.

Diese werden dem Kapitalkonto II

gutgeschrieben,

• at:

der Netto-Goldpreis des Kaufes in Euro/kg

zum Zeitpunkt t,

• bt:

der Netto-Silberpreis des Kaufes in Euro/kg

zum Zeitpunkt t,

• ct:

der Netto-Platinpreis des Kaufes i Euro/kg

zum Zeitpunkt t,

• T:

die Anzahl der Monate vom 01. Januar 2012

bis zum Zeitpunkt t.

Bei einer Änderung des gesetzlichen

Umsatzsteuersatzes wird der Ausgabepreis zum

Zeitpunkt des neuen Umsatzsteuersatzes um

folgende Formel ergänzt:

Steigen die Kurse bei Gold, Silber und Platin, werden

somit entsprechend weniger Anteile ausgeben. Sind

GSP II Seite 99

die Kurse bei Gold, Silber und Platin rückläufig,

werden entsprechend mehr Anteile ausgeben.

§ 10 VERGÜTUNGEN,

AUFWENDUNGSERSATZ

1. Für die Übernahme der persönlichen Haftung für

die Verbindlichkeiten der Gesellschaft erhält die

Komplementärin von der Gesellschaft eine monatliche

Vergütung in Höhe von 1/12 von 0,06 Prozent

des zum letzten Tag des jeweiligen Monats

ermittelten Depotwerts (Depotwert: Menge der

vorhandenen Edelmetalle multipliziert mit deren

jeweils aktuellen Börsenkursen [London Fixing]

zzgl. der Barreserve).

2. Die geschäftsführende Kommanditistin erhält für

ihre Tätigkeit im Zusammenhang mit der Vermittlung

der Aufnahme weiterer Kommanditisten und Treugeber

in die Fondsgesellschaft folgende Vergütungen:

a) Das tatsächlich eingeworbene Agio auf

das Beteiligungskapital. Das Agio beträgt

5 Prozent der Zeichnungssumme. Als weitere

einmalige Vergütung für die Vermittlung des

Eigenkapitals erhält die geschäftsführende

Kommanditistin eine Vergütung in Höhe

von 10 Prozent (inkl. etwaiger gesetzlicher

Umsatzsteuer) aller rechtsverbindlich

gezeichneten und eingezahlten Kommanditeinlagen.

Bei Kommanditisten/ Treugebern

der Anlageform GSP II Spar wird der

Vergütungsanspruch der geschäftsführenden

Kommanditistin einen Monat nach

Einzahlung der vom Kommanditisten/

Treugeber geschuldeten Einmalzahlung in

Höhe von 10 Prozent des Zeichnungsbetrages

fällig. Der Vergütungsanspruch der geschäftsführenden

Kommanditistin bezieht sich auch

bei Anlegern der Beteiligungsalternative

GSP II Spar auf die gesamte Zeichnungssumme,

auch wenn ein Teil der Zeichnungssumme erst

im Rahmen der Spareinlagen geleistet wird.

b) Sollte der Depotwert des Fonds nach Kosten

mehr als 105 Prozent der Summe der Kapital-


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

einzahlungen der Anleger (ohne Agio)

betragen, so hat die geschäftsführende

Kommanditistin Anspruch auf eine zusätzliche

Vergütung. Diese beträgt 10 Prozent des

Betrages, über den der Depotwert des Fonds

nach Kosten über 105 Prozent der Kapitaleinzahlungen

der Anleger (ohne Agio) hinausgeht.

Weitere Vergütungen im Zusammenhang mit

der Aufnahme weitere Kommanditisten und

Treugeber sind darüber hinaus geschuldet,

wenn der Depotwert des Fonds nach Kosten

über den bisherigen höchsten Depotwert, der

für die Bemessung der Vergütung gemäß dem

vorstehenden Satz maßgeblich war, zzgl.

5 Prozent hinausgeht. Die Vergütung beträgt

in diesen Fällen 10 Prozent des Betrages zwischen

dem bisherigen Hoch zzgl. 5 Prozent und dem

neuen Hoch (All-Time-High/High-Watermark-

Prinzip).

c) Für die Geschäftsführung der Gesellschaft erhält

die geschäftsführende Kommanditistin eine

laufende monatliche Vergütung in Höhe von 1/12

von 2,40 Prozent des zum letzten Tag des Monats

ermittelten Depotwerts vor Kosten zzgl. der

zum Zeitpunkt der Rechnungstellung gültigen

Umsatzsteuer. Die geschäftsführende

Kommanditistin erhält für die Übernahme der

Prospektgestaltung und Drucklegung eine

einmalige Vergütung in Höhe von 100.000 Euro

zzgl. der zum Zeitpunkt der Rechnungstellung

gültigen Umsatzsteuer. Die Vergütung für die

Übernahme der Prospektgestaltung und

Drucklegung wird ab dem 01. Januar 2014 fällig.

Sollte die geschäftsführende Kommanditistin im

Falle des Verkaufs von Edelmetallen einen

Verkaufspreis erzielen, der höher als der aktuelle

Marktpreis (Ankaufspreis der Scheideanstalt) ist,

so stehen ihr 50 Prozent der Differenz zwischen

erzieltem Verkaufspreis und aktuellem Marktpreis

einschließlich Umsatzsteuer als Gewinnbeteiligung

zu. Gleiches gilt für den Fall des Ankaufs von

Edelmetallen zu einem Preis, der niedriger ist

als der aktuelle Marktpreis (Verkaufspreis der

Scheideanstalt). Auch hier steht der geschäftsführenden

Kommanditistin 50 Prozent der

Differenz zwischen Kaufpreis und aktuellem

Marktpreis einschließlich Umsatzsteuer als

Gewinnbeteiligung zu. Die Zahlung von

Vergütungen für die Vermittlung von

Edelmetallkäufen oder -verkäufen ist zulässig,

solange und soweit die Fondsgesellschaft

auch unter Berücksichtigung der gezahlten

Vergütungen einen höheren Verkaufspreis oder

einen niedrigeren Einkaufspreis im Vergleich zur

Abwicklung zum aktuellen Marktpreis unter

Berücksichtigung der Umsatzsteuer am Kauf von

Silber und Platin erzielen kann. Durch diese

Vergütungen sind sämtliche Ansprüche der

geschäftsführenden Kommanditistin für die

Durchführung der laufenden Geschäfte und die

Anlegerbetreuung abgegolten, sofern nicht in

diesem Vertrag etwas anderes geregelt ist.

3. Auslagen, die der Geschäftsführung entstehen, sind

von der Gesellschaft zu ersetzen.

Dabei sind in der Vergütung insbesondere nicht

enthalten die Kosten

a) der Steuer- und Rechtsberatung der Gesellschaft

für Rechtsstreitigkeiten,

b) für sonstige außerordentliche Aufwendungen,

insbesondere solche, die unmittelbar der

Gesellschaft entstehen,

c) für etwa zukünftig neu eingeführte Steuern,

Gebühren und sonstige Abgaben, die im

Zusammenhang mit dem

Unternehmensgegenstand entstehen,

d) die im Zusammenhang mit der Durchführung

der Gesellschafterversammlungen entstehen,

e) für den Schriftverkehr mit den Kommanditisten/

Treugebern.

4. Die Geschäftsführung ist ermächtigt und

verpflichtet, einen Mittelverwendungskontrollvertrag

abzuschließen, wodurch der Gesellschaft Kosten für

die Vergütung des Mittelverwendungskontrolleurs

in Höhe von 20.000 Euro zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer entstehen. Die Vergütung des

Mittelverwendungskontrolleurs ist ab dem

01. Januar 2014 fällig.

5. Die Geschäftsführung ist ermächtigt und verpfl ichtet,

mit der Sparkasse Nienburg einen Verwahrvertrag über

die Verwahrung und Lagerung der Edelmetalle der

GSP II Seite 100


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Gesellschaft zu schließen. Die Kosten für die

Verwahrung und Lagerung der Edelmetalle durch

die Sparkasse Nienburg sind in der an die geschäftsführende

Kommanditistin zu zahlenden

laufenden monatlichen Vergütung (§ 10 Ziffer 3)

enthalten.

§ 11 GESELLSCHAFTERBESCHLÜSSE

1. Gesellschafterbeschlüsse, die die laufende Geschäftsführung

betreffen, werden, soweit dieser Vertrag

nicht etwas anderes bestimmt, mit einfacher Mehrheit

der abgegebenen und vertretenen stimmberechtigten

Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt ein

Antrag als abgelehnt. Treugeber sind berechtigt,

das Stimmrecht des Treuhandkommanditisten

entsprechend ihrem Anteil selbst in der Gesellschaftsversammlung

oder bei der schriftlichen Beschlussfassung

auszuüben.

2. Jeder Gesellschafter hat für je einen Anteil auf dem

Kapitalkonto II eine Stimme. Dabei bestimmt sich

das Stimmrecht von Anlegern der Beteiligungsalternative

GSP II Spar nach dem Stand ihres

Kapitalkontos II zum Zeitpunkt des zu treffenden

Gesellschafterbeschlusses. Für verbleibende Beträge

auf dem Kapitalkonto II, die nicht durch 1 teilbar

sind, erhält der Kommanditist oder Treugeber keine

anteiligen Stimmen, sondern bis zu einem Betrag von

0,49 keine Stimme; ab einem Betrag von 0,5 erhält

der Kommanditist eine weitere Stimme. Vertretung

durch Dritte ist möglich. Die geschäftsführende

Kommanditistin hat keine Stimmen, die unabhängig

von möglicherweise von ihr gehaltenem

Kommanditkapital sind.

3. Ist Gegenstand der Beschlussfassung

a) die Änderung des Gesellschaftsvertrages,

b) die Auflösung oder Umwandlung des

Unternehmens,

c) die Veräußerung oder Verpachtung des

Unternehmens oder eines wesentlichen Teiles

davon,

d) die vollständige oder teilweise Einstellung des

Unternehmens,

GSP II Seite 101

e) die Aufnahme neuer und/oder Aufgabe

bestehender Geschäftszweige,

f) die Eingehung von Bürgschaften, Garantien

und dergleichen,

g) die Begebung von Wechseln,

h) der Erwerb von Beteiligungen an anderen

Unternehmen,

i) der Ausschluss der persönlich haftenden

Gesellschafterin aus wichtigem Grund und die

Bestellung einer neuen geschäftsführenden

Kommanditistin, so bedarf der Gesellschafterbeschluss

einer Mehrheit von 75 Prozent der

abgegebenen stimmberechtigten Stimmen.

§ 12 GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG,

SCHRIFTLICHE BESCHLUSSFASSUNG

1. Gesellschafterbeschlüsse werden entweder im

Rahmen einer Gesellschafterversammlung oder im

schriftlichen Beschlussverfahren herbeigeführt.

Wird eine Gesellschafterversammlung einberufen,

so führt die Geschäftsführung oder eine von ihr

genannte Person den Vorsitz.

2. Gesellschafterversammlungen, beziehungsweise

schriftliche Beschlussfassungen, werden von der

Geschäftsführung einberufen beziehungsweise

durchgeführt und zwar mindestens einmal jährlich

zur Feststellung des Jahresabschlusses. Weiter finden

Gesellschafterversammlungen oder schriftliche

Beschlussfassungen in den vom Gesetz bestimmten

Fällen und dann statt, wenn das Interesse der

Gesellschaft dies erfordert beziehungsweise wenn

Gesellschafter, die zusammen mehr als 30 Prozent

des stimmberechtigten Kapitals repräsentieren, eine

Gesellschafterversammlung unter schriftlicher

Angabe der Gründe hierfür verlangen. Gesellschafterbeschlüsse

werden unter anderem über die

Genehmigung des Jahresabschlusses und die

Entlastung der Geschäftsführung durchgeführt.

3. Die Frist zur Einberufung von Gesellschafterversammlungen

beträgt 14 Tage. Die Einberufung

hat schriftlich an die der Gesellschaft zuletzt

mitgeteilte Anschrift zu erfolgen und muss die


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Tagesordnung sowie die Gegenstände, über die

Beschluss gefasst wird, enthalten. Entsprechendes

gilt für ein schriftliches Abstimmungsverfahren.

Die Frist zur Abgabe der Stimmen beträgt bei schriftlicher

Beschlussfassung 14 Tage ab Datum der

Mitteilung über die schriftliche Beschlussfassung.

Maßgeblich ist der Eingang bei der Gesellschaft.

4. Die Gesellschafterversammlung ist unabhängig

von der anwesenden Anzahl der Mitglieder stets

beschlussfähig. Wird festgestellt, dass die

Gesellschafter nicht ordnungsgemäß geladen

wurden, oder ist die Gesellschafterversammlung

aus anderem Grunde nicht beschlussfähig, so

ist die Gesellschafterversammlung innerhalb

von einem Monat mit einer Frist von 14 Tagen

erneut mit gleicher Tagesordnung einzuberufen.

Die Geschäftsführung kann stattdessen auch

schriftlich abstimmen lassen.

5. Bei schriftlicher Beschlussfassung ist die Beschlussfähigkeit

ebenfalls stets gegeben. Es entscheidet die

Mehrheit der abgegebenen stimmberechtigten

Stimmen beziehungsweise bei Beschlussfassungen

zu § 11 Ziffer 3 eine Mehrheit von 75 Prozent der

abgegebenen stimmberechtigten Stimmen.

6. Jeder Gesellschafter ist berechtigt, sich auf der

Gesellschafterversammlung von einem Dritten

vertreten zu lassen. Die Vollmacht ist schriftlich

zu erteilen und bei Beginn der Gesellschafterversammlung

vorzulegen.

7. Die Geschäftsführung ist berechtigt, im Interesse

der Gesellschaft auch andere Personen an Gesellschafterversammlungen

teilnehmen zu lassen,

deren Erscheinen sie für erforderlich hält.

8. Beschlüsse der Gesellschaft können nur binnen einer

Ausschlussfrist von einem Monat plus zwei Tagen

nach Absendedatum des Gesellschafterbeschlusses

angefochten werden. Maßgeblich ist der Eingang

bei der Gesellschaft.

9. Über die Gesellschafterversammlung ist ein

Protokoll zu führen, das von dem Versammlungsleiter

zu unterzeichnen ist. Entsprechend hat die

Geschäftsführung über Inhalt und Ergebnis von

schriftlichen Abstimmungen ein Schlussprotokoll zu

fertigen, zu unterzeichnen und den Gesellschaftern

zuzusenden.

10. Ein Widerspruch gegen den Inhalt des Protokolls

muss innerhalb von einem Monat plus zwei Tagen

nach Absendedatum der Gesellschaft schriftlich

angezeigt werden. Maßgeblich ist der Eingang bei der

Gesellschaft. Ansonsten gelten das Protokoll und die

darin enthaltenen Feststellungen als genehmigt.

§ 13 JAHRESABSCHLUSS

1. Die Geschäftsführung sendet die von einem

Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer bzw. einer

Steuerberatungs- oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

nach handelsrechtlichen Grundsätzen

erstellte Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung

den Gesellschaftern mit der Einberufung der jährlich

vorgesehenen ordentlichen Gesellschafterversammlung

oder zur Durchführung der schriftlichen Beschlussfassung

zu.

2. Einwendungen gegen den festgestellten Jahresabschluss

können nur innerhalb eines Monats nach Kenntnisnahme

des Feststellungsbeschlusses geltend gemacht

werden.

§ 14 GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

1. Der im Jahresabschluss ausgewiesene Gewinn oder

Verlust eines Geschäftsjahres ist den Gesellschaftern

entsprechend dem Verhältnis ihrer Beteiligung,

gerechnet nach dem Kapitalkonto II, voll zuzuweisen.

Im Falle der ratenweisen Einzahlung von Einlagen

wird der Stand des Kapitalkontos II zum jeweiligen

31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres zugrunde

gelegt, soweit die Raten vertragsgemäß gezahlt wurden.

Ist dies nicht der Fall, so wird der Stand des Kapitalkontos

II zum 1. Januar des betreffenden Geschäftsjahres

zugrunde gelegt. Soweit Gesellschafter den

fälligen Teil der Einlage ganz oder teilweise erst zu

einem späteren Zeitpunkt leisten, nehmen sie mit

dem verspätet gezahlten Teil der Einlage am Ergebnis

der Gesellschaft erst in dem entsprechenden Jahr

teil. Über die vertraglichen Vereinbarungen hinaus

eingezahltes Kapital wird nicht berücksichtigt. Diese

Einzahlungen werden bei der Zuweisung des im

Jahresabschluss ausgewiesenen Gewinns oder

Verlustes eines Geschäftsjahres entsprechend

GSP II Seite 102


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

berücksichtigt. Das eingezahlte Agio wird nicht

berücksichtigt. Bei der Gewinnermittlung gelten

die Vergütungen für die geschäftsführende

Kommanditistin gemäß § 10 Ziffer 2 und 3 als

Aufwand.

2. Der nach der vorstehenden Bestimmung zu verteilende

Gewinn wird an die Gesellschafter generell nicht

ausgeschüttet, sondern bleibt weiterhin entsprechend

dem Unternehmensgegenstand investiert, es sei

denn, dass die Gesellschafterversammlung etwas

Abweichendes beschließt.

§ 15 KÜNDIGUNG DER GESELLSCHAFT,

AUSSCHEIDEN VON GESELLSCHAFTERN

1. Die Gesellschaft kann von jedem Kommanditisten/

Treugeber frühestens nach Ablauf von 120 Monaten

(10 Jahre) nach seiner ersten Kapitaleinzahlung

schriftlich gekündigt werden. Nach Ablauf von

120 Monaten kann die Gesellschaft von jedem

Gesellschafter zum 20. eines jeden Monats,

eingehend bei der Gesellschaft, mit Wirkung zum

Monatsende schriftlich gekündigt werden.

Teilkündigungen von Gesellschaftern über Anteile

sind möglich, solange eine Mindestbeteiligung in

Höhe eines nominalen Kapitals (Kapitalkonto I)

von 5.000 Euro verbleibt und der Rest durch 100

teilbar ist. Das Recht auf eine außerordentliche

fristlose Kündigung aus wichtigem Grunde bleibt

unberührt. Der geschäftsführenden Kommanditistin

steht erstmals ein Kündigungsrecht zum 31. Dezember

2028 zu. Das Recht auf eine außerordentliche fristlose

Kündigung aus wichtigem Grunde bleibt davon

unberührt. Die Kündigung erfolgt durch Erklärung

gegenüber der Gesellschaft, die sämtlichen

Gesellschaftern schriftlich mitzuteilen ist. Die

Komplementärin ist zur ordentlichen Kündigung

der Gesellschaft nicht berechtigt.

2. Der Kommanditist/Treugeber kann die Gesellschaft

vor Ablauf von 120 Monaten nach seiner ersten

Kapitaleinzahlung kündigen, wenn er sich in einer

wirtschaftlichen Notlage befi ndet. Eine wirtschaftliche

Notlage liegt vor, wenn bei dem Kommanditisten/

Treugeber aufgrund eines unvorhergesehenen

GSP II Seite 103

Ereignisses eine fi nanzielle Notlage eintritt, welche den

Geldbedarf auslöst. Für diesen Fall der Kündigung hat

der Kommanditist/Treugeber eine Kündigungsgebühr

von 2 Prozent der Beteiligungssumme für jedes

angefangene und nicht eingehaltene Jahr der

10-jährigen Beteiligungsdauer an die geschäftsführende

Kommanditistin zu zahlen.

3. Die Kündigung ist an die Gesellschaft zu richten.

Maßgeblich für die Einhaltung der Kündigungsfrist

ist der Eingang der schriftlichen Kündigung bei der

Gesellschaft.

4. Scheidet die geschäftsführende Kommanditistin aus

wichtigem Grund oder durch Kündigung aus, so

können die Gesellschafter durch Mehrheitsbeschluss

eine neue geschäftsführende Kommanditistin bestellen,

die ohne Auseinandersetzung der Gesellschaft als

geschäftsführende Kommanditistin im Wege der

Sonderrechtsnachfolge in die Position der bisherigen

geschäftsführenden Kommanditistin eintritt, und

zwar mit denselben Rechten und Pflichten wie die

ausgeschiedene geschäftsführende Kommanditistin,

indem sie deren Kommanditanteil übernimmt.

Wird dieser Beschluss zur Fortsetzung der Gesellschaft

nicht gefasst, wird die Gesellschaft bei Ausscheiden

der geschäftsführenden Kommanditistin aufgelöst

und liquidiert. Bei Fortführung der Gesellschaft hat

die ausscheidende geschäftsführende Kommanditistin

keinen Anspruch auf Sicherheitsleistung für Verbindlichkeiten

der Gesellschaft.

5. Bei Kündigung durch die Komplementärin scheidet

diese aus der Gesellschaft aus, wenn die übrigen

Gesellschafter bis zum Wirksamwerden der Kündigung

einen neuen Gesellschafter als persönlich haftenden

Gesellschafter bestimmen. Anderenfalls wird die

Gesellschaft mit Wirksamwerden der Kündigung

der Komplementärin aufgelöst und liquidiert.

6. Ansonsten hat die Kündigung der Gesellschaft nicht

die Auflösung der Gesellschaft, sondern das

Ausscheiden des kündigenden Gesellschafters

zur Folge.


§ 16 AUSSCHLUSS VON

GESELLSCHAFTERN

KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

1. Ein Kommanditist/Treugeber kann aus der

Gesellschaft ausgeschlossen werden, wenn

a) ihm das Gesellschaftsverhältnis aus wichtigem

Grunde fristlos gekündigt werden kann,

b) er mit seinen Verpflichtungen aus § 5 Ziffer 1

bzw. in der Beteiligungsalternative GSP II Spar

mit der Zahlung seiner Raten in Verzug

gekommen ist. Befindet sich ein Kommanditist/

Treugeber, der eine Rateneinlage übernommen

hat, mit mehr als vier monatlichen Einlageraten

in Verzug, so ist die Geschäftsführung nach

vergeblicher Fristsetzung zur Ausschließung des

Kommanditisten/Treugebers berechtigt. Wird

das Ausschließungsrecht nicht ausgeübt, so sind

ab Verzug Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten

über dem jeweils gültigen Basiszinssatz

der EZB zu entrichten,

c) über sein Vermögen das Insolvenzverfahren

eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse

abgelehnt wird,

d) durch einen Gläubiger des betroffenen Kommanditisten/Treugebers

in dessen Gesellschaftsanteil

und/oder damit verbundene Rechte die

Zwangsvollstreckung betrieben wird und die

Vollstreckungsmaßnahme nicht innerhalb von

drei Monaten wieder aufgehoben worden ist.

2. Die Kündigung wird mit dem Zugang des Kündigungsschreibens

wirksam. Die Kommanditisten/Treugeber

beauftragen hiermit die Geschäftsführung im Falle

des Vorliegens eines wichtigen Grundes gemäß § 16

Ziffer 1, der zur Kündigung eines Kommanditisten

oder Treugebers berechtigt, zur Abgabe

entsprechender Kündigungserklärungen und zur

Erhebung von Ausschlussklagen.

3. Sämtliche Kosten und Belastungen, die der Gesellschaft

im Zusammenhang mit dem Ausscheiden im

Sinne dieses § 17 entstehen, insbesondere etwaige

steuerliche Mehrbelastungen, trägt der ausscheidende

Kommanditist/Treugeber.

§ 17 ABFINDUNG

1. Bei Ausscheiden oder Ausschluss des Kommanditisten/

Treugeber erhält der ausscheidende Kommanditist/

Treugeber eine Abfindung. Die Höhe der Abfindung

berechnet sich nach dem Wert seines Geschäftsanteils,

der sich aus den in § 9 aufgeführten

Gesellschafterkonten ergibt, zum letzten Werktag des

Kalendermonats, in dem die Kündigung wirksam

wird. Für die Berechnung der Abfindungshöhe

ist der jeweils letzte ermittelte Rücknahmepreis

maßgeblich.

Der Rücknahmepreis errechnet sich nach

folgender Formel:

Die Abfindung errechnet sich somit nach

folgender Formel:

Dabei bezeichnet:

A:

Höhe der Abfindung,

KKII:

Anteile des Ausscheidenden auf dem

Kapitalkonto II,

∑KKII:

Summe sämtlicher Kapitalkonten II der

Gesellschaft (alle Anteile der Gesellschaft),

RNP:

Rücknahmepreis eines Anteils zum Ende

eines Monats, der einem Anteil vom

Nominalwert 500 Euro zum Beginn der

Gesellschaft entspricht,

DW:

Depotwert nach Kosten

(Edelmetallbewertung + Barreserve – Kosten)

zum Ende eines Monats.

Bei zulässigen Teilkündigungen bestimmt sich der

Abfindungswert zudem nach dem Verhältnis des

gekündigten Anteils zum Gesamtbestand des

Kapitalkontos I des ausscheidenden Gesellschafters.

Ist unklar, wann dem Kommanditisten/Treugeber

oder der Gesellschaft die Kündigung zugegangen ist,

gilt sie am dritten Werktag nach der Aufgabe zur

Post als zugegangen, sofern nicht der Gesellschafter

nachweist, dass tatsächlicher Zugang später war oder

gar nicht zugestellt wurde.

GSP II Seite 104


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

2. Auf Wunsch des Kommanditisten/Treugebers ist

eine physische Auslieferung der Edelmetalle binnen

zwei Monaten möglich. Die Auslieferung kann nur in

ganzen Barren erfolgen. Spitzenbeträge werden in

bar ausgeglichen. Die Aufteilung der Metalle behält

sich die Geschäftsführung der Gesellschaft vor.

Der Auslieferungsort ist der Lagerort. Sofern die

physische Auslieferung der Edelmetalle erfolgen soll,

ist der Kommanditist verpflichtet, seine Edelmetalle

binnen drei Monaten nach Aufforderung durch die

Gesellschaft abzuholen. Folgt er dieser Aufforderung

nicht, ist die geschäftsführende Kommanditistin

berechtigt, dem Kommanditisten/Treugeber

Verwahrkosten von 2 Prozent p. a. des Wertes der

Edelmetalle, mindestens jedoch 100 Euro pro Monat

zu berechnen. Sollte der Wert der Beteiligung des

Anlegers bei Ausscheiden nicht dem Wert eines

ganzen Barren entsprechen, so erhält der Anleger

eine Abfindung in bar.

3. Bei Wahl der physischen Lieferung ist der

Kommanditist/Treugeber verpflichtet, der

Geschäftsführung die hierdurch entstehenden

Kosten der Auslieferung zu ersetzen. Diese können

von der Geschäftsführung bei der Berechnung der

Abfindungssumme von dem Abfindungsbetrag

abgezogen und einbehalten werden.

4. Der Abfindungsanspruch ist abtretbar.

§ 18 ÜBERTRAGUNG VON

GESELLSCHAFTSANTEILEN, ERBFOLGE

1. Jeder Kommanditist/Treugeber kann seine

Beteiligung übertragen, sofern seine Einlage bei

der Gesellschaft eingezahlt oder sichergestellt ist,

dass der Übernehmer die Einzahlung leistet.

Teilabtretungen sind nur zulässig, wenn die

abgetretene Kommanditbeteiligung (Kapitalkonto I)

durch 100 ohne Rest teilbar ist und sowohl die

Beteiligung des Abtretungsempfängers als auch die

verbleibende Beteiligung des Abtretenden – bei

Ehegatten die zusammengerechneten Beteiligungen –

noch einen Betrag von mindestens 5.000 Euro

erreicht. Die Übertragung ist von der Zustimmung

GSP II Seite 105

der Gesellschaft, vertreten durch die Geschäftsführung,

abhängig. Die Zustimmung darf nur

aus wichtigem Grund versagt werden. Bei

(Sicherheits-)Abtretungen eines Treugeberanteils

gilt Entsprechendes. Abtretungen können nur mit

Wirkung zum Ende eines Monats erfolgen; dies

gilt nicht für Sicherungsabtretungen sowie für

Übertragungen im Wege der Schenkung. Bei der

Abtretung der Beteiligung von Kommanditisten/

Treugebern der Beteiligungsalternative GSP II

Spar verbleibt der Übertragende in der Zahlungsverpflichtung

gegenüber der Gesellschaft hinsichtlich

der nicht geleisteten Ratenzahlungen.

2. Die Kosten für eine Übertragung der Beteiligung

trägt im Verhältnis zur Gesellschaft der neu

eintretende Kommanditist/Treugeber.

3. Gleiches gilt für die Übertragung der Beteiligung

im Wege der Schenkung.

4. Verstirbt ein Kommanditist/Treugeber, so wird

dadurch die Gesellschaft nicht aufgelöst. Die

Gesellschaft wird mit den Erben oder Vermächtnisnehmern

fortgesetzt.

5. Die Erben oder Vermächtnisnehmer eines

Kommanditisten/Treugebers haben sich gegenüber

der Geschäftsführung durch Vorlage von geeignet

erscheinenden Dokumenten, z. B. eines Erbscheins,

zu legitimieren. Mehrere Erben oder Vermächtnisnehmer

haben zur Wahrnehmung ihrer Rechte aus

der Beteiligung einen gemeinsamen Bevollmächtigten

zu bestellen. Bis zur Benennung des Bevollmächtigten

ruhen die Rechte aus der Beteiligung. Die Gesellschaft

ist bis zur Bestellung des Bevollmächtigten

berechtigt, Zustellungen an jeden betroffenen

Rechtsnachfolger mit Wirkung für und gegen die

anderen betroffenen Rechtsnachfolger vorzunehmen

und Zahlungen der Gesellschaft auf die von dem

verstorbenen Kommanditisten/Treugeber

angegebenen Konten zu leisten.

6. Sämtliche durch den Erbfall entstehenden Kosten,

insbesondere die mit dem Nachweis der Erbfolge

oder des Vermächtnisses sowie mit der Bestellung

eines gemeinsamen Bevollmächtigten verbundenen

Kosten, tragen die Erben oder Vermächtnisnehmer.


§ 19 ANSCHRIFT, BANKVERBINDUNG

Jeder Kommanditist/Treugeber hat gegenüber der

Geschäftsführung seine vollständige Anschrift und die

Bankverbindung für das Konto, auf das Zahlungen

geleistet werden sollen, sowie nachfolgende Änderungen

dieser Daten anzugeben. Die Geschäftsführung ist

ausdrücklich dazu berechtigt, Schriftwechsel mit

Kommanditisten/Treugebern an deren zuletzt

mitgeteilte Anschrift zu richten und Zahlungen auf

das jeweils zuletzt benannte Konto zu leisten.

Kommanditisten/Treugeber mit Wohnsitz oder

gewöhnlichem Aufenthaltsort im Ausland haben einen

inländischen Zustellungsbevollmächtigten zu benennen.

§ 20 SCHLICHTUNGSVEREINBARUNG,

OMBUDSVERFAHREN

1. Die Gesellschafter vereinbaren, bei allen

Meinungsverschiedenheiten aus oder im

Zusammenhang mit diesem Gesellschaftsvertrag

und dem begründeten Gesellschaftsverhältnis,

die sie untereinander nicht bereinigen können,

die Ombudsstelle Geschlossene Fonds e. V.

(www.ombudsstellegfonds.de) anzurufen.

Das Schlichtungsverfahren richtet sich nach den

geltenden Regelungen der Verfahrensordnung

Ombudsstelle Geschlossene Fonds e. V.

2. Geht eine Kommanditbeteiligung an der Fondsgesellschaft

im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf

einen neuen Gesellschafter über, so gelten die

Regelungen dieser Schlichtungsvereinbarung auch

für den neuen Gesellschafter. Ein ausscheidender

Gesellschafter soll nach Möglichkeit seinen Rechtsnachfolger

auf das Bestehen dieser Regelung hinweisen.

Nienburg, 02. Januar 2011

L’or AG,

als geschäftsführende Kommanditistin

und Anbieterin, durch Marcus Meyn

als Vorstand

KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Nienburg, 02. Januar 2011

Value Verwaltungsgesellschaft mbH,

als Komplementärin,

durch Stephanie Meyn als

Geschäftsführerin

§ 21 SCHLUSSBESTIMMUNGEN

1. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen

und Ergänzungen dieses Vertrages sind nur nach den

Vorschriften dieses Vertrages durch Gesellschafterbeschluss

möglich. Rechtsgeschäftliche Erklärungen,

die das Gesellschaftsverhältnis betreffen, bedürfen

zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform, auf die nicht

mündlich verzichtet werden kann.

2. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages

ungültig sein oder werden oder sollten sich einzelne

Bestimmungen als undurchführbar erweisen, so

wird dadurch die Wirksamkeit des Vertrages im

Übrigen nicht berührt. Vielmehr soll anstelle der

unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung

eine solche treten, die dem wirtschaftlichen Sinn der

unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung

möglichst nahekommt. Gleiches gilt, sofern der

Vertrag eine ergänzungsbedürftige Lücke haben sollte.

3. Dieser Vertrag unterliegt dem deutschen Recht.

Erfüllungsort und Gerichtsstand für sämtliche

Ansprüche aus und im Zusammenhang mit diesem

Vertrag ist, soweit dies zulässig vereinbart werden

kann, der Sitz der Gesellschaft.

4. Sämtliche mit Abschluss dieses Gesellschaftsvertrages

verbundenen Kosten trägt die Gesellschaft.

GSP II Seite 106

Nienburg, 02. Januar 2011

L'or capital trust admin GmbH,

als Treuhandkommanditistin,

durch Marcus Meyn als

Prokurist


PRÄAMBEL

Die in der Beitrittserklärung zu der GSP II

Edelmetalle GmbH & Co. KG (die „Fondsgesellschaft“)

genannten Personen (im Folgenden „Treugeber“ genannt)

bieten hiermit jeder für sich der L’or capital trust admin

GmbH (im Folgenden „Treuhänderin“ genannt) den

Abschluss des nachstehenden Treuhand- und

Verwaltungsvertrages (nachfolgend „Treuhandvertrag“

genannt) an. Die Beitrittserklärung ist Bestandteil des

Treuhandvertrages. Der Treugeber beteiligt sich über die

Treuhänderin an der der GSP II Edelmetalle GmbH & Co.

KG. Die Treuhänderin ist als Treuhandkommanditistin

an der Fondsgesellschaft nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages

beteiligt. Als solche ist sie berechtigt, neben

der für sich selbst eingegangenen Einlage weitere

Kommanditanteile im eigenen Namen für anteilige

Rechnung der Treugeber zu halten und unbeschränkt

zu erhöhen. Ferner ist die Treuhänderin berechtigt,

für direkt beteiligte Kommanditisten und für

Treugeber das Stimmrecht nach Maßgabe dieses

Vertrages auszuüben.

Die nachstehenden Vertragsbedingungen regeln

die Rechtsbeziehungen zwischen Treugeber und

Treuhänderin.

Nicht Bestandteil dieses Vertrages sind die vom

Treugeber verfolgten wirtschaftlichen und steuerlichen

Ziele.

§ 1 VERTRAGSGEGENSTAND

KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

5. Treuhand- und Verwaltungsvertrag

1. Der Vertrag kommt mit der Annahmeerklärung

durch die Treuhänderin oder die Gesellschaft auf der

Beitrittserklärung zu der Fondsgesellschaft zustande.

Des Zugangs der Annahmeerklärung beim Treugeber

bedarf es nicht.

Die Annahme kann von der Treuhänderin oder der

Gesellschaft verweigert werden, wenn begründete

Zweifel daran bestehen, dass der Treugeber seinen

Verpflichtungen, insbesondere seinen Zahlungsverpflichtungen,

nachkommen wird. Die

Treuhänderin nimmt für den mittelbar als

Treugeber an der Fondsgesellschaft Beteiligten die

Aufgaben in der Form wahr, dass sie als Treuhandkommanditistin

im eigenen Namen, aber für

anteilige Rechnung der Treugeber Kommandit.

anteile erwirbt bzw. ihre Kommanditeinlage erhöht.

Die Einzelheiten ergeben sich aus den nachstehenden

Regelungen.

2. Die Beteiligung der Treuhänderin als Treuhandkommanditistin

erfolgt nach Maßgabe des

Gesellschaftsvertrages der Fondsgesellschaft und

den Bestimmungen dieses Treuhandvertrages.

Der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft

ist in seiner jeweiligen Fassung Bestandteil des

vorliegenden Treuhandvertrages. Für das Verhältnis

zwischen der Treuhänderin und dem Treugeber

gelten die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages

der Fondsgesellschaft sinngemäß, sofern nicht in

diesem Treuhandvertrag abweichende Regelungen

getroffen sind.

3. Die Treuhänderin ist berechtigt, für weitere

Treugeber Kommanditanteile an der

Fondsgesellschaft zu erwerben und zu verwalten.

4. Der Treuhandvertrag ist mit einer entsprechenden

Vollmacht für die Treuhänderin verbunden.

§ 2 ZURECHNUNG DER BETEILIGUNG,

SICHERUNG DES TREUGEBERS

1. Die Treuhänderin hält ihren Kommanditanteil für

die Treugeber im Außenverhältnis als einheitlichen

Gesellschaftsanteil. Sie tritt nach außen im eigenen

Namen auf. Sie übt die den Treugeber betreffenden

Gesellschafterrechte und -pflichten gegenüber der

Fondsgesellschaft nach Maßgabe dieses Treuhandvertrages

und des Gesellschaftsvertrages aus.

Sie nimmt die Rechte des Treugebers in der

Gesellschafterversammlung und bei schriftlicher

Beschlussfassung wahr, soweit die Treugeber diese

nicht selbst oder durch bevollmächtigte Dritte ausüben.

Sie übt ihr Stimmrecht unter Berücksichtigung

der Weisungen und der Interessen des Treugebers

GSP II Seite 108


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

sowie unter Beachtung ihrer gesellschafterlichen

Treuepflicht gegenüber den übrigen Gesellschaftern

gespalten aus, unbeschadet § 7 Ziffer 1 vorletzter

Absatz.

2. Die Treuhänderin handelt im Innenverhältnis

ausschließlich im Auftrage und für Rechnung des

Treugebers. Wirtschaftlich ist der Treugeber

Kommanditist der Fondsgesellschaft.

3. Die Treuhänderin tritt hiermit die Ansprüche aus

dem treuhänderisch gehaltenen Kommanditanteil,

aus dem festzustellenden Jahresergebnis (Gewinn

bzw. Verlust) sowie dasjenige, was ihr im Falle ihres

Ausscheidens aus der Gesellschaft zusteht, an den

dies mit Unterzeichnung der Beitrittserklärung bei

Zustandekommen des Treuhandvertrages

annehmenden Treugeber in dem Umfang ab, wie

diese Ansprüche dem Treugeber nach Maßgabe

dieses Treuhandvertrages gebühren. Die

Treuhänderin ist ermächtigt, die an den Treugeber

abgetretenen Ansprüche aus dem Kommanditanteil

im eigenen Namen für Rechnung des Treugebers

einzuziehen.

4. Die Treuhänderin tritt bereits hiermit für den Fall

der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr

Vermögen bzw. der Ablehnung der Insolvenzeröffnung

mangels Masse den treuhänderisch

gehaltenen Kommanditanteil an den Treugeber

in Höhe des von diesem gezeichneten Kommanditanteils

mit allen damit verbundenen anteiligen

Rechten, Pflichten, Ansprüchen und Verbindlichkeiten

ab. Dieser nimmt die Abtretung mit Abschluss des

Treuhandvertrages an. Entsprechendes gilt für

den Fall, dass Maßnahmen der Einzelzwangsvollstreckung

von Privatgläubigern der Treuhänderin in

den treuhänderisch gehaltenen Kommanditanteil

erfolgen. In den vorgenannten Fällen endet der

Treuhandvertrag mit dem Wirksamwerden der

Übertragung auf die Treugeber.

§ 3 AUSFÜHRUNG DES

TREUHANDAUFTRAGES

1. Die Treuhänderin ist berechtigt, Kommanditkapital

zu zeichnen und dieses durch die Treuhandverträge

GSP II Seite 109

wirtschaftlich zu ersetzen. Bis zur Eintragung im

Handelsregister wird sie als atypisch stiller

Gesellschafter behandelt.

2. Die Treuhänderin haftet gemäß §§ 171 Abs. 1, 172

Abs. 1, 3, 4 HGB gegenüber Gesellschaftsgläubigern

der Fondsgesellschaft in Höhe der im Handelsregister

eingetragenen Haftsumme, die sie im

Auftrag des Treugebers übernommen hat.

Im Innenverhältnis zur Treuhänderin haftet der

Treugeber allein. Der Treugeber haftet nicht für die

Einzahlungsverpflichtungen anderer Treugeber.

Eine gesamtschuldnerische Haftung besteht nicht.

§ 4 EINZAHLUNG DER

ZEICHNUNGSSUMME

1. Die Einzahlung der auf der Beitrittserklärung vom

Treugeber übernommenen Zeichnungssumme

erfolgt dadurch, dass der Treugeber seine

Zeichnungssumme zzgl. des vereinbarten Agios auf

das Einzahlungskonto der Fondsgesellschaft gemäß

Gesellschaftsvertrag/Beitrittserklärung einzahlt.

Die Einzahlung auf ein anderes Konto der

Gesellschaft ist unschädlich.

2. Erfüllt ein Treugeber die von ihm übernommene

Zahlungsverpflichtung auf die Kommanditeinlage

nicht fristgerecht, ist die Treuhänderin berechtigt,

Verzugszinsen ab Fälligkeit in Höhe von 5

Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz

der EZB zu verlangen und diesen Anspruch an die

Fondsgesellschaft abzutreten. Die Geltendmachung

eines weiteren Schadens durch die Fondsgesellschaft

bzw. die Treuhänderin bleibt in beiden Fällen

hiervon unberührt. Die Regelungen des

Gesellschaftsvertrages gelten hierfür entsprechend.

3. Erbringt ein Treugeber seine Zeichnungssumme

trotz Mahnung und nach Fristsetzung nicht oder nur

teilweise, ist die Treuhänderin außerdem berechtigt,

von dem Treuhandvertrag bzw. dem Beitrittsvertrag

zurückzutreten und Schadensersatz wegen Nichterfüllung

zu verlangen.

Die mit der Beendigung des Treuhandverhältnisses

bzw. dem Rücktritt entstehenden Kosten, mindestens


jedoch einen Betrag in Höhe des Agios der von ihm

ursprünglich gezeichneten Beteiligung, trägt der

säumige Treugeber.

4. Die Treuhänderin wird die Einlage entsprechend

den Regelungen des Gesellschaftsvertrages auf die

Treugeberkonten verbuchen.

§ 5 FREISTELLUNG DER TREUHÄNDERIN

Die Treuhänderin hat Anspruch darauf, vom Treugeber

von allen Verbindlichkeiten freigestellt zu werden,

die für sie im Zusammenhang mit dem Erwerb und

der pfl ichtgemäßen treuhänderischen Verwaltung der

Beteiligung des Treugebers entstehen. Der Freistellungsanspruch

besteht gegenüber jedem Treugeber nur

bezogen auf die Höhe der für ihn gehaltenen anteiligen

Beteiligung. Eine gesamtschuldnerische Haftung der

Treugeber untereinander ist ausgeschlossen.

§ 6 SELBSTKONTRAHIEREN

KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Die Treuhänderin ist von den Beschränkungen des

§ 181 BGB befreit. Sie ist berechtigt, Untervollmacht

zu erteilen.

§ 7 VERSAMMLUNG DER TREUGEBER UND

BESONDERE BESCHLUSSGEGENSTÄNDE

1. Grundsätzlich werden Versammlungen der Treugeber

untereinander durch schriftliche Beschlussfassung

der Treugeber im Rahmen der Gesellschafterbeschlüsse

der Fondsgesellschaft ersetzt. Nur in

besonderen Fällen ist eine Treugeberversammlung,

jeweils in Verbindung mit einer entsprechenden

Gesellschafterversammlung der Fondsgesellschaft,

einzuberufen, wenn die geschäftsführende

Kommanditistin der Gesellschaft dies verlangt

oder es im Gesellschaftsvertrag vorgesehen ist,

insbesondere wenn Grundlagenbeschlüsse des

Gesellschaftsvertrages zu fassen sind.

Jeweils ein Anteil des Treugebers (vgl. § 11 Ziffer 2

des Gesellschaftsvertrags) gewährt eine Stimme

für den Treugeber. Die Treuhänderin übt ihre

Stimmrechte aus den treuhänderisch gehaltenen

Kommanditanteilen an der Fondsgesellschaft nach

den Weisungen der Treugeber aus. Zur Vermeidung

von Missverständnissen müssen Weisungen des

einzelnen Treugebers schriftlich erteilt werden.

Der Treugeber ist berechtigt, entsprechend seinem

anteiligen Kommanditanteil das Stimmrecht der

Treuhänderin in der Gesellschafterversammlung der

Emittentin unmittelbar selbst auszuüben oder von

einem Dritten ausüben zu lassen. Gleiches gilt für

Treugeberversammlungen.

Bei der schriftlichen Beschlussfassung ist der Text

des oder der zu fassenden Beschlüsse genau vorzugeben

und gesondert zu erläutern.

Für den Fall, dass Treugeber an der Beschlussfassung

nicht selbst oder durch Dritte teilnehmen und

auch keine Weisungen erteilt haben, wird sich die

Treuhänderin für die Treugeber der Stimme

enthalten.

Im Übrigen gelten, soweit in diesem Vertrag nichts

anderes bestimmt ist, für die Beschlussfassung und

die Stimmberechtigung die Regelungen des

Gesellschaftsvertrages der Fondsgesellschaft analog.

2. Die Treugeber beschließen auch über die Entlastung

der Treuhänderin.

3. Die Mehrheitsverhältnisse für einfache und besondere

Beschlussgegenstände sind auf der Ebene der

Fondsgesellschaft festzustellen. Beschlüsse der

Gesellschafterversammlung der Fondsgesellschaft

wirken für und gegen die Treugeber.

4. Ziffer 3 gilt nicht für Beschlüsse, die ausschließlich

die Treugeber/Treuhänderin betreffen, wie zum

Beispiel die gemäß Ziffer 2.

§ 8 TREUHANDVERWALTUNG

1. Die Treuhänderin verwaltet den treuhänderisch

gehaltenen Kommanditanteil gemäß diesem

Treuhandvertrag und den Bestimmungen des

Gesellschaftsvertrages der Fondsgesellschaft.

2. Die Treuhänderin hat das Treuhandvermögen

getrennt von ihrem sonstigen Vermögen zu halten

und zu verwalten.

3. Die Treuhänderin wird alles, was sie in Ausführung

dieses Treuhandvertrages erlangt hat, an den

Treugeber herausgeben, soweit ihm dies nach dem

GSP II Seite 110


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Treuhandvertrag gebührt und der Treugeber all

seinen Verpflichtungen nachgekommen ist.

§ 9 RECHENSCHAFTSBERICHT

1. Die Treuhänderin erstattet den Treugebern anhand

des Jahresabschlusses der Fondsgesellschaft einen

Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr.

Der Bericht hat Angaben über die wesentlichen

Geschäftsvorfälle und die im Jahr durchgeführten

Auszahlungen zu enthalten. Der Bericht kann durch

den Bericht der Fondsgesellschaft ersetzt werden.

2. Die Treuhänderin wird die Treugeber über alle

wesentlichen Geschäftsvorgänge informieren, die

ihr als Treuhandkommanditistin zugehen, soweit

dies nicht bereits durch den Bericht der geschäftsführenden

Kommanditistin der Fondsgesellschaft

geschieht.

3. Die Treuhänderin wird alle Auszahlungen und Zuflüsse

aus der Fondsgesellschaft umgehend an die Treugeber

anteilig entsprechend dem für jeden Treugeber

gehaltenen Kommanditanteil weiterleiten bzw.

veranlassen, dass eine direkte Zahlung erfolgt.

§ 10 TREUGEBERREGISTER/

DATENSCHUTZ

1. Die Treuhänderin führt alle Treugeber in einem

Register. Jeder Treugeber erhält nach Annahme

seiner Beitrittserklärung von der Treuhänderin eine

schriftliche Bestätigung über die Eintragung seiner

Beteiligung in dieses Register.

2. Der Treugeber hat keinen Anspruch darauf, dass

ihm die Treuhänderin Angaben über die übrigen

Treugeber macht. Anderen Personen als der

Geschäftsführung darf die Treuhänderin keine

Auskünfte über die Beteiligung und die Eintragung

im Register erteilen, es sei denn, der Treugeber hat

ausdrücklich zugestimmt, die Treuhänderin ist

hierzu gesetzlich verpflichtet oder die Offenlegung

erfolgt gegenüber dem zuständigen Finanzamt. Diese

Einschränkung gilt nicht gegenüber gesetzlich zur

Berufsverschwiegenheit verpflichteten Personen,

wenn diese als Berater der Fondsgesellschaft tätig

werden.

GSP II Seite 111

Die Treuhänderin ist jedoch verpflichtet, nach

Aufforderung durch einen oder mehrere Treugeber

Mitteilungen an die übrigen Treugeber weiterzuleiten,

vorausgesetzt, die dadurch entstehenden Kosten

werden von dem Treugeber, der dies verlangt, im

Vorwege an die Treuhänderin gezahlt.

3. Der Treugeber ist verpflichtet, Änderungen der Daten

zu seiner Person oder zur rechtlichen Inhaberschaft

der Gesellschafterbeteiligung mitzuteilen.

4. Der Treugeber nimmt zustimmend davon Kenntnis,

dass im Rahmen dieses Vertrages personenbezogene

Daten auf EDV-Anlagen gespeichert werden. Er ist

damit einverstanden, dass die in der Platzierung des

Eigenkapitals eingeschaltete Gesellschaft über die

Verhältnisse der Fondsgesellschaft informiert wird.

§ 11 HAFTUNG DER TREUHÄNDERIN

1. Die Treuhänderin hat ihre nach diesem Vertrag

geschuldeten Leistungen mit der Sorgfalt eines

ordentlichen Kaufmanns zu erbringen. Sie haftet

gegenüber den Treugebern hinsichtlich Sach- und

Vermögensschäden nur für grob fahrlässige und

vorsätzliche Verletzungen der ihr aufgrund dieses

Vertrages obliegenden Pflichten.

2. Die Treuhänderin hat weder die in den Emissionsunterlagen

enthaltenen Informationen noch die

darin enthaltenen Angaben zum Beteiligungsangebot

geprüft und übernimmt deshalb auch keine Haftung

für den Inhalt. Insbesondere wird keine Haftung für

die Werthaltigkeit der Beteiligung sowie der Ertragsfähigkeit

der Investitionsobjekte der Fondsgesellschaft,

der Einhaltung der geplanten Kosten sowie der

steuerlichen Auswirkungen übernommen.

Gleichermaßen haftet die Treuhänderin nicht für

das Erreichen der wirtschaftlichen Zielsetzungen

oder die rechtliche Beurteilung von Sachverhalten.

3. Etwaige Ersatzansprüche gegen die Treuhänderin

verjähren nach 12 Monaten, soweit nicht kürzere

gesetzliche Verjährungsfristen Anwendung finden.

Die Verjährungsfrist beginnt für alle Ersatzansprüche

gegen die Treuhänderin grundsätzlich

mit der Möglichkeit der Kenntnisnahme der

tatsächlichen Umstände, die eine Haftung der

Treuhänderin begründen. Spätestens mit dem


dritten Tag nach Absendung des jeweiligen

Geschäftsberichts und/oder des Berichts der

Treuhänderin an den Anleger beginnt die

Verjährungsfrist für Ansprüche, die während

des Geschäftsjahres der Fondsgesellschaft

entstanden sind, auf die sich der Geschäftsbericht

und/oder der Bericht der Treuhänderin beziehen.

4. In jedem Fall ist der Umfang der Haftung auf die

jeweilige Höhe der von dem Treugeber gezeichneten

Kapitalanlage begrenzt.

§ 12 ÜBERTRAGUNG DER BETEILIGUNG

1. Der Treugeber kann jederzeit die Rechte aus

dem Treuhandverhältnis mit Zustimmung der

Treuhänderin nach Maßgabe der Regelungen im

Gesellschaftsvertrag auf Dritte übertragen. Die

Zustimmung darf nur aus wichtigem Grund

versagt werden.

2. Der Treugeber hat die Übertragung seiner Beteiligung

schriftlich der Treuhänderin mitzuteilen und

dabei den Namen sowie die Anschrift des Dritten

bekannt zugeben.

3. Die Kosten für die Übertragung der Beteiligung

trägt im Verhältnis zur Fondsgesellschaft und zur

Treuhänderin der neu eingetretene Treugeber.

4. Die Treugeber erteilen der Treuhänderin über ihren

Ausscheidenszeitpunkt hinaus Vollmacht, steuerliche

Feststellungsbescheide mit Bekanntgabewirkung

auch gegen sie entgegenzunehmen. Die Treuhänderin

ist berechtigt, die Empfangsvollmacht auf einen

Dritten zu übertragen. Diese Vollmacht kann nur

durch einen Widerruf, der sowohl gegenüber der

Treuhänderin als auch gegenüber dem zuständigen

Finanzamt erklärt werden muss, widerrufen werden,

soweit die Vollmacht über den Ausscheidenszeitpunkt

hinaus gilt.

§ 13 ERBFOLGE

KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

1. Stirbt ein Treugeber, so wird die Treuhandschaft mit

dessen Erben bzw. Vermächtnisnehmern fortgesetzt.

2. Mehrere Erben oder Vermächtnisnehmer haben

einen gemeinsamen Bevollmächtigten zu bestimmen,

der die Rechte des Erblassers wahrzunehmen hat. Bis

zur Nennung eines Bevollmächtigten ruht das

Stimmrecht. Die Erbfolge ist durch Vorlage eines

Erbscheins oder einer beglaubigten Abschrift des

Testamentseröffnungsprotokolls mit beglaubigter

Abschrift des notariellen Testaments nachzuweisen.

§ 14 AUSSCHEIDEN DER

TREUHANDKOMMANDITISTIN

1. Scheidet die Treuhänderin in ihrer Eigenschaft als

Treuhandkommanditistin aus der Fondsgesellschaft

aus, können die Treugeber entsprechend den

Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages einen

neuen Treuhandkommanditisten bestellen oder

selbst Kommanditist in Höhe ihrer Beteiligung

mit den damit zusammenhängenden Rechten und

Pflichten werden. Der für die Benennung eines

neuen Treuhandkommanditisten erforderliche

Beschluss der Treugeber wird mit einfacher

Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst.

Das Treuhandverhältnis wird sodann mit

dem neu gewählten Treuhandkommanditisten

fortgesetzt, soweit die Treugeber nicht unmittelbar

Kommanditisten werden.

2. Die ausscheidende Treuhandkommanditistin führt

die Abstimmung durch. Ist dies nicht möglich, wird

die Abstimmung durch die geschäftsführende

Kommanditistin der Fondsgesellschaft durchgeführt.

§ 15 VERGÜTUNG DER TREUHÄNDERIN

1. Die Treuhänderin erhält für die Übernahme der

Treuhandschaft und dafür, dass sie der Gesellschaft

im Verhältnis zu den Treugebern die Tätigkeiten

abnimmt, die die Gesellschaft bei einer unmittelbaren

Beteiligung der Treugeber selbst durchzuführen

hätte, eine Vergütung gemäß den Regelungen

des Gesellschaftsvertrages.

2. Zusätzliche Leistungen der Treuhänderin zugunsten

eines einzelnen Treugebers werden darüber hinaus

diesem gesondert in Rechnung gestellt. Dies gilt

insbesondere für die Übertragung der Beteiligung

oder für den Eintritt des Treugebers in die Fondsgesellschaft

als Kommanditist. Die Regelungen des

Gesellschaftsvertrages gelten entsprechend.

GSP II Seite 112


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

§ 16 DAUER DES TREUHANDVERTRAGES/

KÜNDIGUNG

1. Der Treuhandvertrag wird für die Zeit der Beteiligung

der Treuhänderin als Treuhandkommanditistin an

der Fondsgesellschaft geschlossen. Eine Kündigung

des Treuhandvertrages durch den Treugeber kann

nur aus wichtigem Grunde oder nach Maßgabe der

im Gesellschaftsvertrag enthaltenen Kündigungsregelung

erfolgen. Unberührt bleibt Ziffer 5 dieser

Vereinbarung.

2. Die Treuhänderin kann das Treuhandverhältnis

aus wichtigem Grund kündigen. Im Übrigen richtet

sich die Kündigung des Treuhandvertrages durch

die Treuhänderin nach den Maßgaben der im

Gesellschaftsvertrag enthaltenen Kündigungsregelung

und deren Folgen.

3. Die Rechtsfolgen der Beendigung des Treuhandverhältnisses

ergeben sich insbesondere aus den

Bestimmungen des § 17 des Gesellschaftsvertrages.

4. Die Kündigung des Treuhandverhältnisses hat

schriftlich zu erfolgen.

5. Der Treugeber ist berechtigt, zu jeder Zeit die

Übertragung des anteilig von der Treuhänderin für

ihn gehaltenen Kommanditanteils einschließlich

aller damit im Zusammenhang stehenden Rechte

und Pflichten auf sich zu verlangen. Zu diesem

Zeitpunkt endet das Treuhandverhältnis im

Außenverhältnis.

Nienburg, 31.10.2011

L'or capital trust admin GmbH,

als Treuhänderin, durch Marcus Meyn

als Prokurist

GSP II Seite 113

§ 17 GESELLSCHAFT BÜRGERLICHEN

RECHTS

1. Mit Abschluss dieses Treuhand- und Verwaltungsvertrages

werden die Treugeber Mitglieder einer von

ihnen gebildeten Gesellschaft bürgerlichen Rechts,

die über kein eigenes Gesellschaftsvermögen verfügt

und nicht am Rechtsverkehr teilnimmt.

2. Zweck der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Innengesellschaft)

ist die gemeinsame Verpflichtung der

Treugeber, der gesellschaftsrechtlichen Treuepflicht

untereinander unterworfen zu sein, wie wenn sie

unmittelbare Gesellschafter wären.

§ 18 SCHLUSSBESTIMMUNGEN

1. Erfüllungsort für alle Verpflichtungen und Gerichtsstand

für Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der

Sitz der Treuhänderin, soweit dieser Gerichtsstand

gesetzlich zulässig vereinbart werden kann.

2. Mitteilungen an den Treugeber werden an die letzte

vom Treugeber übermittelte Anschrift übersandt.

Sie gelten spätestens nach Ablauf von 4 Werktagen

als zugegangen.

3. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam

oder der Vertrag lückenhaft sein, wird dadurch der

Vertrag in seinem übrigen Inhalt nicht berührt.

Die unwirksame Bestimmung oder lückenhafte

Regelung gilt vielmehr als durch eine solche

Vorschrift ersetzt oder ausgefüllt, die der von den

Parteien beabsichtigten Regelung in gesetzlich

zulässiger Weise am nächsten kommt.


6. Mittelverwendungskontrollvertrag

über die Verwendung von Kommanditeinlagen zwischen

der GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG, Hafenstr. 5, 31582 Nienburg/Weser

– nachfolgend „Fondsgesellschaft“ genannt –

und

§ 1 BESCHREIBUNG DER

FONDSGESELLSCHAFT

1. Die Beteiligungsgesellschaft lässt derzeit für sich

Kommanditanteile zu ihrer Finanzierung auf der

Grundlage des Verkaufsprospektes vom 15. November

2011 einwerben. Die einzuwerbenden Mittel setzen

sich zusammen aus den Kapitaleinlagen der Anleger

(nachfolgend „Nominalkapital“ genannt) zzgl.

5 Prozent Agio auf das gezeichnete Nominalkapital

(das Nominalkapital nebst Agio wird nachfolgend

„Gesamteinlagen“ genannt).

2. Die Fondsgesellschaft hat eine Laufzeit auf

unbestimmte Zeit. Die Schließung der Gesellschaft

für den Beitritt weiterer Anleger erfolgt jedoch nach

§ 5 Ziffer 8 des Gesellschaftsvertrags der

Fondsgesellschaft grundsätzlich zum 31. Dezember

2013. Die geschäftsführende Kommanditistin kann

nach eigenem Ermessen die Schließung der

Gesellschaft um ein Jahr, auf den 31. Dezember 2014,

verschieben.

3. Die Gesamteinlagen sind zugunsten der Fondsgesellschaft

nach Maßgabe der Regelungen des

Gesellschaftsvertrages der Fondsgesellschaft

zu verwenden.

§ 2 EINLAGENFÄLLIGKEIT,

GESELLSCHAFTSKONTO

1. Die Gesamteinlagen werden entsprechend den

Angaben in den Zeichnungsunterlagen

KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

Herrn Steuerberater Rüdiger Frenzel, Neu Ripdorf 9, 29525 Uelzen

– nachfolgend „Mittelverwendungskontrolleur“ genannt –

(Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft, Beitrittserklärungen,

Treuhandvertrag, Emissionsprospekt)

zur Zahlung fällig.

2. Alle Zahlungen der Anleger sind auf das Gesellschaftskonto

der Fondsgesellschaft, Kontonummer 36 061 430

bei der Sparkasse Nienburg (BLZ 256 501 06) [nachfolgend

„Gesellschaftskonto“ genannt], zu leisten.

Für die Freigabe von Zahlungsmitteln von dem

Gesellschaftskonto ist die Fondsgesellschaft nur

zusammen mit dem Mittelverwendungskontrolleur

berufen.

§3 MITTELFREIGABE,

MITTELVERWENDUNGSKONTROLLE

1. Über die Gesamteinlagen auf dem in § 2 genannten

Gesellschaftskonto darf der Mittelverwendungskontrolleur

für Rechnung der Fondsgesellschaft

nach Maßgabe des Investitionsplanes des Verkaufsprospektes

vom 15. November 2011 verfügen, wenn

dessen Voraussetzungen erfüllt sind.

2. Eine erstmalige Mittelfreigabe und damit eine

bestimmungsgemäße Weiterleitung des Kommanditkapitals

der Anleger kann unabhängig von der Höhe

des gezeichneten oder eingezahlten Kommanditkapitals

erfolgen. Insbesondere das Agio in Höhe

von 5 Prozent sowie die einmaligen Kosten für

Prospekt, Eigenkapitalbeschaffung und die

anfallenden Rechts-, Steuer- und sonstigen

Beratungskosten können in Abhängigkeit von der

Liquidität nach Einzahlung entnommen werden.

GSP II Seite 114


KAPITEL D DIE RECHTLICHEN UND STEUERLICHEN GRUNDLAGEN

3. Die Mittelverwendungskontrolle erstreckt sich nur

auf die in § 2 aufgeführten Gesellschaftsgelder auf

dem Gesellschaftskonto bei der Sparkasse Nienburg.

4. Der Mittelverwendungskontrollvertrag endet, wenn

sämtliche eingeworbenen Gelder des Beteiligungsfonds

erstmalig freigegeben wurden, spätestens

jedoch am 30. Juni 2014 bzw. bei Verlängerung der

Zeichnungsfrist gem. § 5 Ziffer 8 des Gesellschaftsvertrages

der Beteiligungsgesellschaft am

30. Juni 2015.

5. Die für den Nachweis erforderlichen Unterlagen

hat der Mittelverwender dem Mittelverwendungskontrolleur

per Fax, in Kopie oder in anderer

geeigneter Form zur Verfügung zu stellen. Evtl.

hierdurch entstehende Kosten gehen zu Lasten

der Beteiligungsgesellschaft.

§ 4 VERGÜTUNG DES

MITTELVERWENDUNGSKONTROLLEURS

1. Die Vergütung des Mittelverwendungskontrolleurs

beträgt 20.000 Euro zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer

für den Zeitraum der Mittelverwendungskontrolle.

Die Vergütung ist verdient und fällig mit Schließung

der Gesellschaft nach § 5 Ziffer 8 des Gesellschaftsvertrages

der Beteiligungsgesellschaft.

Vergütungsschuldnerin ist die Fondsgesellschaft.

2. Eine weitere Vergütung oder eine Erstattung von

Auslagen ist nicht geschuldet.

Nienburg, den 20. September 2011

GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

GSP II Seite 115

§ 5 HAFTUNGSBESCHRÄNKUNG

Der Mittelverwendungskontrolleur haftet für die

Verletzung seiner vertraglichen Verpfl ichtungen bis zu

einer Höhe von 250.000 Euro.

§ 6 SCHLUSSBESTIMMUNGEN

1. Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen.

Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages

bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für dieses

Schriftformerfordernis.

2. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages

unwirksam sein, wird hierdurch die Wirksamkeit des

Vertrages im Übrigen nicht berührt. An der Stelle

der unwirksamen oder undurchführbaren

Bestimmung soll eine Bestimmung treten, die

dem wirtschaftlichen Sinn der unwirksamen oder

undurchführbaren Bestimmung möglichst

nahekommt. Dies gilt auch für Lücken im Vertrag.

3. Für den Fall von Streitigkeiten zwischen den

Vertragsparteien aufgrund dieses oder im

Zusammenhang mit diesem Vertrag vereinbaren die

Vertragsparteien als Gerichtsstand Nienburg/Weser.

Uelzen, den 20. September 2011

Steuerberater Rüdiger Frenzel


GSP II Seite 116


ANHANG

1. Leitfaden zur Zeichnung (mit GwG)

Seite 118

2. Haftungs- und Angabenvorbehalt

Seite 120

3. Verbraucherinformation für den Fernabsatz

Seite 121

GSP II Seite 117 GSP II Seite 117

Kapitel E


KAPITEL E · ANHANG

1. Leitfaden zur Zeichnung (mit GwG)

BEITRITTSERKLÄRUNG

Senden Sie bitte über Ihren Vermittler das Original der vollständig in Druckschrift

oder mit Schreibmaschine ausgefüllten Beitrittserklärung nach Abtrennung

Ihrer Kopie und der Kopie für Ihren Vermittler an die dort in der Kopfzeile genannte

Adresse. Der Beitritt wird nach Annahme durch die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft

wirksam.

UNMITTELBARER BEITRITT ALS TREUGEBER

Der Anleger kann sich nach Maßgabe der Beitrittserklärung und des Gesellschaftsvertrages

unmittelbar als Kommanditist an der Fondsgesellschaft beteiligen, mit der

Folge, dass der Anleger selbst/direkt in das Handelsregister eingetragen wird. Diesem

Prospekt ist eine vorbereitete Handelsregistervollmacht beigefügt, die Sie bitte im Fall

des direkten Beitritts nach notariell beglaubigter Unterschrift an die Fondsgesellschaft

zurücksenden.

MITTELBARER BEITRITT ALS TREUGEBER

Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger sich treuhänderisch (mittelbar) an der

Fondsgesellschaft beteiligen kann. In diesem Fall erfolgt keine direkte Eintragung in

das Handelsregister. Der Beitritt erfolgt über die Treuhandkommanditistin L’or capital

trust admin GmbH.

IDENTIFIKATION

Seit Inkrafttreten des neuen Geldwäschegesetztes („GwG“) am 21. August 2008 sind

auch Zeichner geschlossener Fonds grundsätzlich gemäß dem GwG zu identifi zieren.

Vor diesem Hintergrund ist eine Annahme der Zeichnung nur möglich, wenn die

notwendige Identifi zierung des Anlegers erfolgt ist. Diese Identifi zierung erfolgt

bei persönlicher Anwesenheit über den von der L’or AG autorisierten Vermittler.

Eine Kopie des Personalausweises/Reisepasses des Anlegers ist der Beitrittserklärung

beizufügen.

ZAHLUNGSWEISE

Die Zahlung erfolgt durch Überweisung auf das in der Beitrittserklärung genannte

Konto der Fondsgesellschaft nach Aufforderung durch die Geschäftsführung der

Fondsgesellschaft. Etwaige Kosten der Überweisung sind vom Anleger zu leisten.

Anleger der Beteiligungsalternative GSP II Spar erteilen der Fondsgesellschaft eine

Ermächtigung, die monatlichen Raten von ihrem Konto einzuziehen.

GSP II Seite 118


KAPITEL E · ANHANG

EINZAHLUNGSTERMIN

Anleger der Beteiligungsalternative GSP II Einmalanlage zahlen die gesamte

Zeichnungssumme plus 5 Prozent Agio nach Beitritt und Aufforderung durch die

Geschäftsführung der Fondsgesellschaft.

Anleger der Beteiligungsalternative GSP II Spar leisten eine Einmalzahlung

in Höhe von 10 Prozent der Zeichnungssumme zzgl. 5 Prozent Agio auf die gesamte

Zeichnungssumme nach Beitritt und Aufforderung durch die Geschäftsführung der

Fondsgesellschaft. Darüber hinaus zahlen diese Anleger die erste vereinbarte

monatliche Rate zum ersten Werktag des Monats nach Annahme der

Beitrittserklärung.

VERTRIEBSHINWEIS

Das Kommanditkapital wird durch Vertriebsbeauftragte platziert, mit denen entsprechende

Vertriebsvereinbarungen getroffen werden. Die Vertriebsbeauftragten sind

selbstständige Unternehmer. Sie und ihre Mitarbeiter treten nicht als Repräsentanten

der im Prospekt genannten Gesellschaften auf.

GSP II Seite 119


KAPITEL E · ANHANG

2. Haftungs- und Angabenvorbehalt

HAFTUNGSVORBEHALT

Die Haftung der Fondsgesellschaft und ihrer Geschäftsführung einschließlich

deren Mitglieder sowie die Haftung der Prospektverantwortlichen, namentlich der

Gründer, Gestalter, Initiatoren sowie die Haftung der Vertriebsbeauftragten und

Anlageberater und der Treuhänderin für Vermögensschäden aufgrund der Verletzung

vertraglicher, vorvertraglicher oder gesetzlicher Pfl ichten – auch wenn und soweit sie

auf dem Verhalten von gesetzlichen Vertretern oder Erfüllungsgehilfen beruht – wird

ausgeschlossen, es sei denn, wesentliche Pfl ichten wurden fahrlässig verletzt oder es

handelt sich um vorsätzlich oder grob fahrlässig begangene Pfl ichtverletzungen.

Abweichend von dem vorstehenden Absatz wird die Haftung für Schäden gänzlich

ausgeschlossen, soweit es sich um Ansprüche aus dem Gebiet des Gesellschaftsrechts

handelt, es sei denn, es liegt vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten zugrunde.

Für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit von Erfüllungsgehilfen wird auch in diesem Fall

nicht gehaftet.

Eine Haftung für den Eintritt der mit einer Beteiligung verbundenen

wirtschaftlichen und steuerlichen Ziele und Vorstellungen beim einzelnen Anleger

wird vorbehaltlich der vorstehenden Absätze ausgeschlossen.

Gleiches gilt für eine Haftung für Abweichungen gegenüber den Prospektangaben

aufgrund von Änderungen der gesetzlichen Bestimmungen oder aufgrund

von Maßnahmen der Steuerbehörden oder Änderungen der Steuerrechtsprechung.

Die Haftung nach den §§ 13 Verkaufsprospektgesetz, 44 – 47 BörsG bleibt unberührt.

Unberührt bleibt auch die Haftung für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper

oder Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pfl ichtverletzung – auch

von gesetzlichen Vertretern oder Erfüllungsgehilfen – beruht.

ANGABENVORBEHALT

Die Angaben und Berechnungen beruhen auf dem Stand der Prospektaufstellung

(15. November 2011) sowie auf Grundlage der in diesem Beteiligungsangebot

erwähnten Verträge und der gegenwärtigen geltenden gesetzlichen Bestimmungen.

Niemand ist berechtigt, von diesem Prospekt abweichende Angaben zu machen.

Mündliche Nebenabreden haben nur Gültigkeit, wenn sie durch die Herausgeber

schriftlich bestätigt worden sind.

GSP II Seite 120


KAPITEL E · ANHANG

3. Verbraucherinformation

für den Fernabsatz

Besondere Informationen gemäß § 312c BGB i. V. m. Artikel 246 § 1

und § 2 EGBGB

I. ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZU DEN ANBIETERN UND

ANDEREN GEGENÜBER DEN ANLEGERN AUFTRETENDEN

PERSONEN

Fondsgesellschaft

GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG

Hafenstraße 5, 31582 Nienburg

Handelsregister

Amtsgericht Walsrode, HRA 201485

Tätigkeit

Gegenstand der Gesellschaft ist der Ankauf, das Halten und Verwalten sowie der

Verkauf von real existierenden, zertifi zierten Edelmetallen, nämlich Gold, Silber und

Platin, die in Barrenform erworben werden.

Weitere Angaben zu der Fondsgesellschaft

Persönlich haftende Gesellschafterin

Value Verwaltungsgesellschaft mbH, Nienburg

Handelsregister

Amtsgericht Walsrode, HRB 201331

Gesetzlicher Vertreter

Stephanie Meyn

Treuhänderin

L’or capital trust admin GmbH

Hafenstraße 5, 31582 Nienburg

Handelsregister

Amtsgericht Walsrode, HRB 201415

Gesetzlicher Vertreter

Elmar Gerdes

GSP II Seite 121


KAPITEL E · ANHANG

Tätigkeit

Sämtliche treuhänderische und verwaltungstechnische Arbeiten, die im

Zusammenhang mit geschlossenen Fonds anfallen.

Initiatorin des Beteiligungsangebotes

L’or Aktiengesellschaft

Hafenstraße 5, 31582 Nienburg

Handelsregister

Amtsgericht Walsrode, HRB 203280

Gesetzlicher Vertreter

Marcus Meyn

Tätigkeit

Erbringung von Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen zur Realisierung von

geschlossenen Fondsgesellschaften in der Rechtsform von Personengesellschaften.

Beteiligung und Führung der Geschäfte der vorgenannten Personengesellschaften,

sowie die Konzeption von geschlossenen Fondsprojekten. Erbringung von

Vertriebsdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Anteilen an

Personengesellschaften sowie aller mit dem Unternehmensgegenstand

zusammenhängender und hierfür förderlicher Geschäfte mit Ausnahme

erlaubnispfl ichtiger Geschäfte.

Aufsichtsbehörden

Keine.

II. INFORMATIONEN ZU DEN VERTRAGSVERHÄLTNISSEN

Der Prospekt zum Beteiligungsangebot GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG vom

15. November 2011 (nachfolgend „Prospekt“) sowie die Beitrittserklärung erhalten

detaillierte Beschreibungen der Vertragsverhältnisse. Wegen näherer Einzelheiten

wird nachfolgend auf diese Dokumente verwiesen.

1. WESENTLICHE LEISTUNGSMERKMALE

Der Anleger beteiligt sich entweder unmittelbar als Kommanditist oder auf Grundlage

des Treuhand- und Verwaltungsvertrages mittelbar über die L’or capital trust admin

GmbH an der Fondsgesellschaft. Der Anlagebetrag wird größtenteils zur Investition

in die Edelmetalle Gold, Silber und Platin verwendet. Der Anleger ist in Abhängigkeit

von seiner Beteiligungsquote nach Maßgabe der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages

am wirtschaftlichen Ergebnis der Fondsgesellschaft beteiligt. Die weiteren

Einzelheiten sind diesem Verkaufsprospekt zu entnehmen.

GSP II Seite 122


KAPITEL E · ANHANG

2. PREISE

Der Anleger hat seine Einlage (Zeichnungssumme) gemäß seiner Festlegung in der

Beitrittserklärung sowie ein Agio von 5 Prozent auf die vereinbarte Zeichnungssumme

zu leisten. Bei Anlegern der Beteiligungsalternative GSP II Einmalanlage

beträgt die Mindestzeichnungssumme 5.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio. Bei Anlegern

der Beteiligungsalternative GSP II Spar beträgt die geringste mögliche Ersteinlage

600 Euro zzgl. 5 Prozent Agio auf die gesamte Zeichnungssumme (Mindestzeichnungsbetrag

6.000 Euro) sowie monatliche Raten in Höhe von mindestens

50 Euro.

3. WEITERE VOM ANLEGER ZU ZAHLENDE STEUERN UND

KOSTEN, ZUSÄTZLICHE TELEKOMMUNIKATIONSKOSTEN

Liefer- und Versandkosten werden nicht in Rechnung gestellt. Als weitere Kosten

fallen Gebühren und Auslagen für die notarielle Beglaubigung der Handelsregistervollmacht

sowie die Anmeldung zum Handelsregister an. Eigene Kosten für

Telefon, Internet, Porti usw. hat der Anleger selbst zu tragen. Zu den steuerlichen

Auswirkungen der Beteiligung für den Anleger wird auf die Ausführungen im

Prospekt, insbesondere den Abschnitt „Steuerliche Grundlagen“ (Seite 89 ff. des

Prospektes), verwiesen.

4. ZAHLUNG UND ERFÜLLUNG DER VERTRÄGE,

WEITERE ZAHLUNGSBEDINGUNGEN

Der Anleger hat seine Einlage und das Agio von 5 Prozent auf die Zeichnungssumme

gemäß seiner Festlegung in der Beitrittserklärung nach Annahme der Beitrittserklärung

durch die geschäftsführende Kommanditistin zu zahlen. Bei nicht fristgerechter

Einzahlung ist die Fondsgesellschaft berechtigt, ab Fälligkeit Verzugszinsen zu verlangen

und/oder den Anleger aus der Gesellschaft auszuschließen.

5. LEISTUNGSVORBEHALTE

Nach Annahme der Angebote durch die L’or AG keine.

III. INFORMATIONEN ÜBER DIE BESONDERHEITEN DER

FERNABSATZVERTRÄGE

1. INFORMATION ZUM ZUSTANDEKOMMEN DER VERTRÄGE IM

FERNABSATZ

Durch Unterzeichnung und Übermittlung der ausgefüllten Beitrittserklärung gibt der

Anleger gegenüber der Fondsgesellschaft ein Angebot auf Beitritt ab.

GSP II Seite 123


KAPITEL E · ANHANG

Der Beitritt zur Fondsgesellschaft wird wirksam, wenn die Gesellschaft dieses Angebot

durch Gegenzeichnung der Beitrittserklärung annimmt.

Dem Anleger werden die Annahme seines Angebotes und der Beitritt schriftlich

bestätigt.

2. WIDERRUFSRECHT

Dem Anleger steht ein gesetzliches Widerrufsrecht nach § 355 BGB zu (siehe

Widerrufsbelehrung in der Beitrittserklärung).

3. MINDESTLAUFZEIT DER VERTRÄGE, VERTRAGLICHE

KÜNDIGUNGSREGELUNGEN

Die Fondsgesellschaft läuft auf unbestimmte Zeit. Die Anleger können ihre Beteiligung

frühestens nach Ablauf von 120 Monaten (10 Jahre) nach ihrer ersten Kapitaleinzahlung

schriftlich kündigen. Nach Ablauf von 120 Monaten können die Anleger ihre Beteiligung

zum 20. eines jeden Monats mit Wirkung zum Monatsende ordentlich kündigen.

Die Anleger können ihre Beteiligung vor Ablauf von 120 Monaten nach ihrer ersten

Kapitaleinzahlung kündigen, wenn sie sich in einer wirtschaftlichen Notlage befi nden.

Eine wirtschaftliche Notlage liegt vor, wenn bei dem Anleger aufgrund eines unvorhergesehenen

Ereignisses eine fi nanzielle Notlage eintritt, welche den Geldbedarf auslöst.

Für diesen Fall der Kündigung hat der Anleger eine Kündigungsgebühr von 2 Prozent

der Beteiligungssumme für jedes angefangene und nicht eingehaltene Jahr der 10-jährigen

Beteiligungsdauer an die geschäftsführende Kommanditistin zu zahlen. Der Anleger

kann die Beteiligung jedoch jederzeit kündigen, sofern ein wichtiger Grund vorliegt,

also wenn die Vertragsfortsetzung für ihn unzumutbar ist. Die Kündigung muss

schriftlich erfolgen.

4. RECHTSORDNUNG UND GERICHTSSTAND

Für vorvertragliche Schuldverhältnisse, für den Beitritt sowie die Rechtsbeziehung des

Anlegers unter dem Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft sowie dem Treuhandund

Verwaltungsvertrag mit der Treuhandkommanditistin fi ndet deutsches Recht

Anwendung.

Sofern der Anleger Verbraucher im Sinne von § 13 BGB ist, gelten für den

Gerichtsstand die gesetzlichen Regelungen. Ansonsten ist als Gerichtsstand für den

Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft und für den Treuhand- und Verwaltungsvertrag

der Sitz der Fondsgesellschaft, also Nienburg, vereinbart.

5. VERTRAGSSPRACHE

Die Vertragssprache ist Deutsch.

GSP II Seite 124


KAPITEL E · ANHANG

6. GÜLTIGKEIT DER ZUR VERFÜGUNG GESTELLTEN

INFORMATIONEN

Bis zur Mitteilung von Änderungen. Preisanpassungen sind nicht vorgesehen.

IV. WEITERER RECHTSBEHELF UND EINLAGENSICHERUNG

1. AUSSERGERICHTLICHE STREITSCHLICHTUNG

Für die Beilegung von Meinungsverschiedenheiten aus der Anwendung der Vor-

schriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs betreffend Fernabsatzverträge über

Finanzdienstleistungen besteht die Möglichkeit, die bei der Deutschen Bundesbank

eingerichtete Schlichtungsstelle anzurufen. Die Verfahrensordnung ist bei der

Deutschen Bundesbank erhältlich. Die Adresse lautet:

Deutsche Bundesbank

– Schlichtungsstelle –

Wilhelm-Epstein-Straße 14

60431 Frankfurt am Main

Bei Streitigkeiten, die das Rechtsverhältnis zur Initiatorin des Beteiligungsangebotes,

zu der Fondsgesellschaft und/oder zur Treuhänderin sowie alle mit der Verwaltung

Ihrer Beteiligung im Zusammenhang stehenden Sachverhalte betreffen, steht Ihnen

zudem ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren, eingerichtet bei der Ombudsstelle

Geschlossene Fonds, zur Verfügung. Ein Merkblatt sowie die Verfahrensordnung sind

bei der Ombudsstelle erhältlich. Die Adresse lautet:

Ombudsstelle Geschlossene Fonds e. V.

Postfach 64 02 22

10048 Berlin

Jeweilige Beschwerden sind schriftlich unter kurzer Schilderung des Sachverhalts und

Beifügung von Kopien der zum Verständnis der Beschwerde notwendigen Unterlagen

bei der zuständigen Schlichtungsstelle einzureichen. Der Anleger hat zu versichern,

dass er in der Streitigkeit noch kein Gericht, keine Streitschlichtungsstelle und keine

Gütestelle, die Streitbeilegung betreibt, angerufen und auch keinen außergerichtlichen

Vergleich abgeschlossen hat.

Keine.

2. HINWEIS ZUM BESTEHEN EINER EINLAGENSICHERUNG

GSP II Seite 125


ANHANG

Handelsregistervollmacht

Seite 129

Beitrittserklärung

Seite 131

GSP II Seite 127

Anhang


ANLAGEN · HANDELSREGISTERVOLLMACHT

Handelsregistervollmacht

Ich, der/die Unterzeichnende

Vorname, Name:

Straße, Hausnummer:

PLZ, Ort:

bin mit einer Kommanditeinlage in Höhe von .............................................. Euro Gesellschafter

der im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode unter HRA 201485 eingetragenen Firma

GSP II Edelmetalle GmbH & Co. KG (GSP II) geworden.

Ich bevollmächtige hiermit unter der Befreiung vom Verbot des Selbstkontrahierens

gemäß § 181 BGB den jeweiligen vertretungsberechtigten Gesellschafter der vorgenannten

Kommanditgesellschaft,

meinen Beitritt als Kommanditist in die vorgenannte Kommanditgesellschaft zur Eintragung

in das Handelsregister anzumelden;

alle Erklärungen abzugeben und entgegenzunehmen, welche zur Aufnahme und beim

Ausscheiden von Kommanditisten erforderlich sind;

sämtliche Anmeldungen zum Handelsregister vorzunehmen, die jetzt und künftig für die

vorgenannte Kommanditgesellschaft erforderlich sind oder werden. Dazu gehören auch die

Anmeldung eines etwaigen Ausscheidens des persönlich haftenden Gesellschafters mit oder

ohne Eintritt eines Nachfolgers, einer Erhöhung und Herabsetzung von Kommanditeinlagen

und des Beitritts oder des Ausscheidens von Kommanditisten.

Die Vollmacht ist unwiderrufl ich während der Dauer meiner Gesellschaftszugehörigkeit und

erlischt nicht durch meinen Tod. Der Bevollmächtigte ist zur Erteilung von Untervollmachten

zur Durchführung einzelner Aufgaben berechtigt.

Ort, Datum ..........................................................................................................................................

Unterschrift Vollmachtgeber ..................................................................(notariell zu beglaubigen)

GSP II Seite 129


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Hafenstraße 5

31582 Nienburg

Telefon: +49 (0)5021 889 889

Telefax: +49 (0)5021 889 880

E-Mail: info@lor-ag.com

Internet: www.lor-ag.com

GSP II Seite 131


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