Altlandkreis Ausgabe September/Oktober 2016 - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel

tassilo2

Neue Funde an der Peitinger Villa Rustica / Auf der Roten Couch: Andreas Horber, der "Blasmusikator" / Das Schongauer Volksfest mit neuem Wirt / Überschwemmungen im Altlandkreis und Tipps vom Experten / Fingerhakeln - ein bayerischer Kult(ur)sport / Schüler des Welfengymnasiums überqueren die Alpen mit dem Mountainbike / Bürgerentscheid in Peiting / Die Wallfahrtskirche auf dem Hohen Peißenberg öffnet wieder / Dreieckmusi im Portrait / Das Freiwillige Soziale Jahr im Sport - eine echte Alternative / Damen in Männerberufen / Großes Thema Ausbildung / Heimaträtsel zum Haslacher See / Veranstaltungskalender September-Oktober 2016 / und vieles mehr . . .

Ausgabe 37 | September / Oktober 2016

Eine Produktion von

Titelbild: Mauritius Images, Martin Siepmann

Fohlenmarkt Rottenbuch

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Übern Tisch gezogen

Kult(ur)sport Fingerhakeln

Der Blasmusikator

Andreas Horber auf der Couch


2 | der altlandkreis


Suchen und Finden

Schon jetzt werben die Unternehmen

en und

Betriebe im Schongauer

Land

für

Ausbildungsplätze,

die sie im September 2017

besetzen en wollen. le Die Schulabgänger

des

kommenden

Jahres schreiben bald fleißig

Bewerbungen und hoffen auf ein

Vorstellungsgespräch. gesp

spräch

Doch

welcher er Beruf bietet jun-

gen Menschen eine befriedigende, e, im Idealfall sogar

erfüllende Perspektive? Umgekehrt stehen die Chefs

und Personalentscheider vor der Frage: Wer ist der

richtige Bewerber?

Eine schwierige Suche, für die die Berufe und Karrieren,

die wir in diesem Heft vorstellen, wie auch

Firmen und Werkstätten in der Region, vielleicht ein

paar Anregungen bereithalten: In Wildsteig stand ein

Mädchen ihren Mann in der Ausbildung zum Zimmerer,

die sie dem Ingenieursstudium „vorschaltete“.

Chef Stefan Hindelang war begeistert. Im Bestattungswesen

hat ein junger Peitinger berufliche Erfüllung

gefunden. An der Entstehung der „altlandkreis“-

Ausgaben arbeitet ein Auszubildender mit. Die drei

Berufseinsteiger erzählen von ihren Erfahrungen und

Zielen.

Perspektivenwechsel in die Firmen: In Peiting würde

Michael Jocher in seiner Werkstatt einen Orgelbauer

ausbilden und Hubert Schmid einen Blasinstrumentenmacher.

Die Bundeswehr ermöglicht, was nicht

unbedingt bekannt ist, auch Ausbildungsgänge in Zivilberufen.

Und für Menschen der Generation „Ü 40“

kann nötig werden, sich beruflich komplett neu zu

orientieren. Wir haben nachgefragt, welche Chancen

sie haben.

Allerdings ist ein Beruf sicher nicht alles im Leben,

sollte es nicht sein. Mindestens genauso wichtig ist

für junge Menschen, „ihren“ Platz in der Gesellschaft

und auf dem Weg dorthin die eigene Persönlichkeit zu

finden. Das Schongauer Land bietet hier eine nahezu

unüberschaubare Vielzahl an Möglichkeiten: Warum

etwa dem Berufs- oder Studienbeginn nicht ein Freiwilliges

Soziales Jahr im Sport voranstellen? Das ist

unter anderem beim TSV Steingaden möglich — und

macht hinterher Eindruck im Lebenslauf. Oder gerade

trotz Studium und Beruf auswärts gemeinsam in der

Heimat musizieren wie das Trio „Dreieckmusi“. Überhaupt

Musik: Auf unserer „Roten Couch“ plädiert der

oberste bayerische Laienmusik-Chef Andreas Horber

für noch mehr Engagement beim Heranführen von

Kindern an ein Instrument und an die Gemeinschaft

in Vereinen.

Auch die evangelisch-lutherische Gemeinde in Schongau

ist ein Beispiel dafür, was Menschen gemeinsam

bewegen können: Im September wird ihre Dreifaltigkeitskirche

100 Jahre alt. Eine Zeitspanne, in der sie

für unzählige Menschen ein Anlaufpunkt war, um Halt,

Trost, Zuversicht und nicht zuletzt das eigene Ich im

Glauben zu finden. Bei einem Fest am 16. Oktober will

die Gemeinde ihre Freude darüber mit vielen Gästen

teilen. Am gleichen Tag übrigens, an dem die Wallfahrtskirche

auf dem Hohen Peißenberg nach den Restaurierungsarbeiten

mit Kirchenzug, Festmesse und

Konzert auf der neuen Orgel wiedereröffnet wird.

Von vielfältigen Möglichkeiten in unserer Heimat war

oben die Rede. Am Ende dieser Zeilen lege ich Ihnen,

liebe Leserin, lieber Leser, die Vielzahl unserer Themen

auch in diesem „altlandkreis“ ans Herz. Wir sind sicher,

Sie finden wieder „Ihre“ Geschichte.

Tobias Schumacher

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Immer atemberaubender!

Die neuen Funde und Rätsel

an der Villa Rustica

Seite 9

Andreas Horber nimmt Platz.

Der „Blasmusikator“ im

Interview auf der Roten Couch

Seite 14

Mit neuem Wirt —

das Programm zum 156.

Schongauer Volksfest

Seite 20

Die sommerliche Flut:

Überschwemmungen quer

durch den Altlandkreis

Seite 30

Fingerhakeln, ein bayerischer

Kultursport — der Gau

Auerberg auf dem Vormarsch

Seite 32

Schüler des Welfen-

Gymnasiums überqueren die

Alpen mit dem Mountainbike

Seite 49

Peiting vor seinem nächsten

Bürgerentscheid: Nur wer

hingeht, gestaltet mit!

Seite 54

Das Puzzle auf dem

Hohen Peißenberg — die

Wallfahrtskirche öffnet wieder

Seite 60

„Horch a Moll“ mit Fabian,

Daniel und Uli. Zu Besuch bei

der „Dreieckmusi“

Seite 66

Das Freiwillige Soziale Jahr

im Sport, eine Alternative für

junge Menschen

Seite 71

Damen in sogenannten

Männerberufen? Jeder Lehrling

kann eine Frau sein!

Seite 76

Die Lehre zum Mediengestalter

beim „altlandkreis“ — Jonas

Desche berichtet

Seite 81

Wem gehört der See?

Badegutscheine im

Heimaträtsel zu gewinnen

Seite 83

Volles Programm im September

und Oktober: unsere

Veranstaltungstipps für Sie

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september / oktober 2016 | 3


Ausmaße der Villa Rustica immer atemberaubender

Neue Funde,

neue Rätsel

Rohbauarbeiten

Vollwärmeschutz

Landwirtschaftliches

Bauen

Sanierung/Umbau

Peiting | Ob mit heutigem Wissen

noch so viel Schaden an der

antiken Substanz angerichtet

würde? Straßenbauer und Energieversorger

müssten sich jedenfalls

Alternativen überlegen,

wie sie mit Erdgasleitung und

Umgehungsstraße das Areal der

Peitinger Villa Rustica tangieren —

oder ob überhaupt. Denn keine

der Bodenuntersuchungen in den

zurückliegenden 60 Jahren — seien

es archäologische Grabungen,

Notgrabungen wegen anstehender

Bauarbeiten oder dabei entdeckte

und ohne Dokumentation

umgehend zerstörte Mauerreste —

förderten ein derart umfassendes

Bild des römischen Gutshofes zutage,

wie die geomagnetischen

Prospektionen im Herbst vergangenen

Jahres.

Sie ergänzten geophysikalische

Untersuchungen des Bayerischen

Landesamts für Denkmalpflege

(BLfD), die schon 2002 zu überraschenden

Ergebnissen geführt

hatten. Damals waren Flächen

rings um das „Haupthaus“ mit

integriertem Badegebäude untersucht

worden, das der Schongauer

Wilfried Titze 1956 freigelegt,

nach der Funddokumentation aus

konservatorischen Gründen aber

wieder hatte verfüllen lassen. Der

Grundriss weist heute eine Breite

von annähernd 35 Metern und

eine Länge von 55 Metern auf. Die

Gebäudehöhe könnte bis zu 16

Metern betragen haben.

Eine der großen Villen in

der Provinz Raetien

Für Prof. Dr. C. Sebastian Sommer,

den obersten BLfD-Bodendenkmalpfleger,

gehört die Peitinger

Villa Rustica „sicher zu den

Jakob Leicher (l.) und Archäologiestudent

Thomas Albert bereiten

im Herbst 2015 ein circa 3000

Quadratmeter großes Areal für die

geomagnetische Untersuchung

vor. Dabei orientierten sie sich an

einer Satelliten-Vermessung des

Geländes.

großen Villen der Provinz Raetien“

— 2002 war ihre Ausdehnung

um annähernd das Dreifache

„gewachsen“. Die nun vom 1992

gegründeten „Förderverein Villa

Rustica e.V.“ in Auftrag gegebene,

4 | der altlandkreis


Ausstellung

von

Charly Walter

im

Ballenhaus

Schongau

Eine neue geomagnetische Vermessung des Grundstücks durch Dr. Carsten Mischka vom

Institut für Ur- und Frühgeschichte in Erlangen vervollständigte das Wissen über die

Anlage. Die im vergangenen Herbst neu entdeckten Mauerreste sind rot eingezeichnet.

erneute Untersuchung — 2015 auf

der gesamten Fläche von 2,5 Hektar

und darüber hinaus — führte

Dr. Carsten Mischka vom Institut

für Ur- und Frühgeschichte an

der Friedrich-Alexander-Universität

Erlangen-Nürnberg durch.

Seine Messmethode unterschied

sich von jener 2002: Ein sogenanntes

Vier-Sonden-Fluxgate-Gradiometer

maß das natürliche

Erdmagnetfeld. Im Boden verborgene

Mauerreste stören es, wodurch

sie aufgezeichnet werden

können, ohne graben zu müssen.

Das Wissen um die Anlage hat

sich erneut erweitert und präzisiert:

Im Osten wurden eine

Verlängerung der umfassenden

Hofmauer und neue Gebäudegrundrisse

verifiziert. Rätselhaft

ist dabei die Funktion eines Gebäudes

nordöstlich vom Haupthaus

mit einem kreisrunden

Mauerfundament von rund fünf

Metern Durchmesser. Im Norden

komplettierten sich bereits 2002

festgestellte Gebäudeteile. Fördervereinsvorstand

Jakob Leicher

berichtet, dass Archäologe Mischka

seine Prospektionsergebnisse

mit Bildern eines nicht in Bayern

liegenden römischen Landguts

mit ähnlichem Grundriss verglichen

habe. Dort schloss sich dem

ummauerten Villenbereich über

mehrere hundert Meter Länge ein

landwirtschaftlicher Gebäudekomplex

an. Einschlägiger Literatur

zufolge waren auf solch großen

Landgütern mehrere hundert

Menschen vor Ort beschäftigt,

Lohn-, Saison- oder Wanderarbeiter

deckten die zusätzlich anfallende

Arbeit ab, etwa bei der

Ernte. Mischka ist laut Leicher

überzeugt, dass auch die Peitinger

Anlage ähnliche Dimensionen

aufweisen könnte. Umfang, Lage

und Ort der Landwirtschaft blieben

allerdings Spekulation.

Nur neue Grabungen

könnten Antwort geben

Die Funktion der umliegenden

Gebäude könnten nur weitergehende

Forschungsgrabungen

klären. Aus finanziellen Gründen

sind sie nicht in Sicht. Der Förderverein,

der von 2000 bis 2012

weitgehend in Eigenregie und

31000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden

den Warmbadebereich

Die Reste der Hypocausten-Fußbodenheizung und antiken

Mauern im Badehaus der Villa Rustica, deren originale

Bausubstanz überdacht sind.

des zur Villa gehörenden Privatbades

freigelegt und darüber

das Schutzhaus errichte hatte,

tilgt noch die daher rührende

Schuldenlast. Weil interessierte

Besucher die Anlage kostenlos

betreten können, finanziert sich

der Förderverein durch Mitgliederbeiträge

und Spenden.

Ziel des Fördervereins ist trotzdem,

die weitere Erforschung

voranzutreiben. Wie auch die

Attraktivität der Anlage zu steigern.

In Arbeit sind derzeit eine

Parkplatzbefestigung und eine

dauerhafte Präsentation von Samen

und Samenständen aus dem

angegliederten, römischen Küchen-

und Heilkräuterlehrgarten.

> > > ZUM THEMA

Die Pflege der Anlage nimmt die

ehrenamtlichen Helfer ebenso in

Anspruch wie Führungen für Besucher

und Schulklassen.

Der immer wiederkehrenden

Frage „wann wird denn weitergegraben?“

erteilte Vorstand Leicher

für die nächsten Jahre eine

Absage: „Mitunter ist es sogar

besser, die antiken Mauerreste im

Boden zu belassen, da freigelegte

und der Witterung ausgesetzte

Bausubstanz ohne Schutz vor Regen

und Frost unwiederbringlich

zerfällt.“ Für sein ehrenamtliches

Engagement hat der Förderverein

2013 die Bezirksmedaille in Silber

des Bezirkes Oberbayern erhalten.

ts

Die Anlage der Peitinger Villa Rustica ist ganzjährig begehbar und

durch Informationsschilder umfassend erklärt. Die empfehlenswerten

Führungen am Schutzhaus bis Ende Oktober beginnen jeden

Samstag zwischen 14 und 16 Uhr, Gruppenführungen auch außerhalb

dieser Termine, Anmeldung bei der Tourist-Information Peiting, Tel.

08861 / 6535 oder per E-Mail (touristinfo.peiting@t-online.de). Der

Eintritt ist frei, Spenden zum Unterhalt der Anlage sind erwünscht,

die „Spendensäule“ steht links neben der Holztüre. ts

september / oktober 2016 | 5

Aquarellund

Acrylkunst

Ausstellung

29.+ 30. Okt.

2016

11-18 Uhr

Vernissage:

Freitag 28. Oktober, 19 Uhr

mit

musikalischen Einlagen von

Sean Mahner

12-jähriger

Shootingstar am Pianohimmel

Hans Enzensperger

Lokalmatador an der Klarinette

....und andere

Sie sind alle herzlichst willkommen


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unabhängig voneinander

beherrschen;

vorwärts, rückwärts,

seitwärts fliegen und in

der Luft stehen bleiben.

Wendiger und manövrierfähiger

als jedes

Frederic Sturm an seinem Arbeitsplatz. Mit „Sky

Magic“ bietet er Helikopter-Dienstleistungen an.

andere Fortbewegungsmittel,

und damit überall

starten und landen

das kann nur ein Helikopter.“

Worte, mit denen

Frederic Sturm seine

Begeisterung für das Fliegen

beschreibt. Dabei wurde dem

25-jährigen Münchner das Fliegen

quasi in die Wiege gelegt: Sein

Großvater Volkmar R. Kahlert, ein

erfolgreicher Unternehmer, gründete

einst eine Münchner Filmproduktion,

die auch gegenwärtig

noch von der Familie geführt wird.

Als Frederic drei Jahre alt war, erforderte

ein Filmprojekt des Opas

derart viele Flüge, dass das dafür

engagierte Helikopter-Unternehmen

einen Gratisflug spendierte.

Und so durfte er als Dreijähriger

erstmals vom Münchner Flughafen

zu einem Hof in Schwabniederhofen

fliegen, den die Familie

dort besitzt. Um den kleinen Jungen

war es damit geschehen. „Ich

werde Hubschrauberpilot!“, soll er

gerufen haben. Daran hat Frederic

bis heute festgehalten.

Besondere Glücksmomente

bei Sky Magic

Seine Pilotenausbildung begann

er bereits während des Abiturs.

Nach dem Schulabschluss zog es

ihn in die USA und nach England,

wo er laut eigener Aussage „eine

wunderschöne Zeit der

Ausbildung“ verbrachte.

Zurück in Deutschland

beendete er seine Fluglehrerausbildung

und

sammelt seither Erfahrung

in verschiedensten

fliegerischen Aufgaben.

Neben der Pilotentätigkeit

und seiner Arbeit in der

Filmproduktion baute er

2011 sein eigenes Geschäft

mit Helikopter-Dienstleistungen

auf: „Sky Magic

® “. Die Schwerpunkte

des Unternehmens liegen

im Filmflug, Personentransport

und in der Ausbildung zukünftiger

Helikopter-Piloten. Gemeinsam

mit seinem Team gibt Frederic die

Leidenschaft für das Hubschrauberfliegen

bei Rundflügen oder

beim Selberfliegen — auch das ist

möglich — an jeden weiter, der

das Abenteuer Luftfahrt einmal

hautnah erleben möchte. Nach

vier Jahren am Heimatstandort

Ingolstadt bietet Sky Magic mittlerweile

an 24 Orten in ganz Süddeutschland

seinen Kunden bei

Rundflügen und durch Helikopter-

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im eigenen, komfortablen und äußerst

zuverlässigen Turbinenhubschrauber

durchgeführt — in der

„Bell 206 JetRanger“, einem Hubschrauber

mit echtem Kultfaktor.

„Fliegen ist

wie tanzen“

Der Weg ins Cockpit sei indes

nicht immer ganz einfach, aber

„extrem erfüllend, wenn man

täglich das tun darf, was Freude

macht“, stellt Frederic fest. Den

Flugbetrieb zu optimieren und für

die Fluggäste und Auftraggeber

jeden Tag ein Stückchen sicherer,

komfortabler und effizienter zu

machen, darin sieht er die Herausforderung

für sich und sein

Team. „Hubschrauberfliegen ist

ein wenig wie tanzen, es erfordert

viel Übung und Koordination“,

vergleicht Frederic die Aufgabe,

alle Manöver absolut genau kontrolliert

durchführen zu können.

Ein wichtiger Aspekt sei auch die

enorme Verantwortung, die der

Pilot gegenüber den Passagieren,

der Crew und Technik trägt.

„Wenn mir ein Passagier oder

Flugschüler dieses Vertrauen

schenkt, und nach einer sicheren

Landung glücklich und als Schüler

mit einem neuen Erfolgserlebnis

aussteigt, ist das für mich das

allerschönste“, beschreibt er den

Suchtfaktor Fliegen.

Regionale

Beziehungen

Durch den Hof in Schwabniederhofen

knüpfte die Familie viele

regionale Bekanntschaften, was

dazu führte, dass sie längst alle

Bankgeschäfte zu den hiesigen

Sparkassen und Raiffeisenbanken

verlegt haben. Sky Magic ist

da keine Ausnahme.

„Auch wir haben die hervorragende

persönliche Betreuung

und die enge Zusammenarbeit

schätzen gelernt“, beschreibt

Frederic die Vorteile eines viel

persönlicheren Kontaktes als

etwa bei Münchner Großbanken.

Das ist extrem wertvoll und die

Basis für ein erfolgreiches Geschäft!“

Und auch wenn diesbezüglich

noch nichts spruchreif ist, wie

Frederic Sturm betont, sei ein

Standort im Landkreis Weilheim-

Schongau zumindest angedacht.

Damit auch die Menschen in der

Region in den Genuss der absoluten

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september / oktober 2016 | 7


Wärme, Strom & E-Mobilität als regionale Wertschöpfung

Autos tanken Zuhause

8 | der altlandkreis

Altlandkreis | Die „Energiewende

Oberland“ und das Garmischer

„Kompetenzzentrum Sport, Gesundheit,

Technologie GmbH“

wollen der Elektromobilität in den

Landkreisen Weilheim-Schongau,

Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-

Wolfratshausen und Miesbach

mittelfristig zum Durchbruch verhelfen.

Das unterstreichen Energiemanager

Andreas Scharli und

Ilkkan Karatas, E-Mobilitätsexperte

bei einem Modellprojekt in Garmisch.

Für das Jahr 2017 erwarten

sie „marktfähige“ Pkw-Modelle,

die auf entsprechend ausgerüsteten

Privat- oder Firmenparkplätzen

mit Photovoltaikanlagen (PV)

geladen werden können. Dadurch

würde eine private oder regionale

Solarstromerzeugung wieder

deutlich attraktiver. Aktuell sinken

die Einspeisevergütungen, günstigere

Technologien und eine private

Stromnutzung könnten das allerdings

aufwiegen.

„Wir können die Sektoren Wärme,

Strom und Mobilität zusammenbringen“,

betont Scharli. Nur ein

Aspekt sei, dass die drei Landkreise,

in denen die „Energiewende

Oberland“ aktiv ist, jährlich eine

Milliarde Euro für Energie aufwenden

müssen: „Wenn wir derzeitige

Kreisläufe durchbrechen

und den Bedarf mit regionalen

Energieprodukten decken, ist das

Wertschöpfung vor Ort — ein gigantisches

Wirtschaftsförderungsprogramm.“

Wie das in Privathaushalten bereits

funktionieren könnte, erklärten

Scharli und Karatas bei Wolfgang

Holzinger in Schongau. In den zurückliegenden

15 Jahren hat der

68-Jährige sein Wohnhaus energetisch

saniert und vom „Stromschlucker“

zum rechnerisch autarken

Energielieferanten umgebaut. Mit

drei Photovoltaikanlagen und einer

Wärmepumpe im Garten, die

die Gasheizung ebenso ersetzte

wie Kaminkehrer, Heizungsmonteur

und Lagerraum, deckt er seine

rund 7 000 Kilowattstunden Strom-

Eigenbedarf. Überdies speist er

mehr als 8 000 Kilowattstunden

ins öffentliche Netz. Fazit: „Ich

habe mit Freude in die Zukunft

investiert, mich reut kein Cent und

ich habe das gute Gefühl, ich verschmutze

die Umwelt nicht.“ Seine

CO 2 -Ersparnis beziffert er auf 80

Prozent.

Jüngster Clou des „Spezialrentners“:

ein Batteriespeicher im

Keller, nicht größer als ein Kleiderschrank

(Foto). Dank ihm kann

Holzinger 53 Prozent seines PV-

Stroms selbst nutzen — und könnte

darüber hinaus ein E-Mobil laden:

„Ich beobachte die technische

Entwicklung genau — eine Stromtankstelle

in der Garage wäre ein

nächster Schritt.“ Größtes Problem

auf dem Weg, energieautark zu

werden, war für den Schongauer,

einen Fachbetrieb zu finden, der

sowohl vom Batteriespeicherhersteller

als auch vom Netzbetreiber

autorisiert ist, die Technik zu installieren.

Zweiter Punkt: die Anschaffung eines

E-Pkw. Hier zeichnet sich laut

Karatas eine Technologiewende ab:

Der Preis für Lithium-Ionen-Akkus

werde deutlich fallen und sie hielten

immer länger. Die Deutsche

Post wolle ihre komplette Flotte

umrüsten und habe dazu mit mittelständischen

Unternehmen in

Nordrhein-Westfalen ein eigenes

E-Auto entwickelt. Daimler habe

dieses Jahr „durch die Blume“

den Abschied vom Diesel und ein

E-Fahrzeug mit 300 Kilometern

Reichweite angekündigt. BMW

lobte Karatas für den „i3“, Nissan

habe vom E-Modell „Leaf“ bereits

250000 Stück verkauft; ganz zu

schweigen davon, was von Tesla

komme.

Die Amerikaner nannte Energiemanager

Scharli auch als Pioniere

beim Aufbau einer Lade-Infrastruktur

und verwies auf die ständig

belegten Tesla-Steckdosen am

Autobahnhalt Irschenberg. „Die

Versorgung muss man tatsächlich

noch kritisch betrachten, die Infrastruktur

ist nicht da“, räumt Karatas

ein. Allerdings ist er optimistisch,

dass sich Strom als Kraftstoff

durchsetzen wird wie einstmals

Benzin: „Das hat man früher in der

Apotheke gekauft.“

ts


Auf der Roten Couch

Andreas Horber, der Blasmusikator

Andreas Horber mit seiner Bassklarinette, die

zu spielen er kaum Zeit hat, weil er ständig in

Sachen Musik unterwegs ist.

Foto: Johann Jilka

september / oktober 2016 | 9


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Denklingen | Er ist zuständig für

über 120 000 Blasmusiker in ganz

Bayern, kümmert sich jedes Jahr

um die Leistungsabzeichen für

10 000 Jungmusiker und ist Ansprechpartner

für alle Laien, die

in Bayern musikalisch unterwegs

sind: Die Rede ist von Andreas

Horber aus Denklingen, der als

Geschäftsführer von zwei Musikverbänden

die Geschicke der Blasmusik

lenkt und zugleich das Referat

Laienmusik im Bayerischen

Musikrat führt. „Die Akzeptanz

für die bayerische Blasmusik ist in

unserer Gesellschaft deutlich gestiegen“,

stellt der 47-Jährige eine

sehr positive Entwicklung für die

Musikvereine fest. Der „altlandkreis“

hat sich mit dem Denklinger

auf der „Roten Couch“ über seine

Ziele als führender bayerischer

Blasmusiker, die neue Wertschätzung

und den Stellenwert der

Blasmusik und über seine privaten

musikalischen Aktivitäten unterhalten.

Greifen wir zu Beginn ein aktuelles

Thema auf: Der Bayerische Rundfunk

(BR) hat die Volks- und Blasmusik

aus dem Radioprogramm

„Bayern Eins“ gestrichen. Was halten

Sie davon?

Der BR hat sie nicht gestrichen,

sondern in einem eigenen Sender

gebündelt. Für die Blasmusik

ist der „BR Heimat“-Sender ein

Gewinn, weil sie viel mehr Sendezeit

erhält. Allein die Sendung

mit Georg „Schorsch“ Ried wurde

auf zwei Stunden ausgeweitet.

Für die Volksmusik gilt das noch

viel mehr: Es kommen jetzt auch

verschiedene Stilrichtungen zur

Geltung, wie „Tradimix“ oder konzertante

Blasmusik.

Aber „BR Heimat“ ist nur über Digitalradio

zu empfangen, was die

wenigsten Volksmusik-Hörer besitzen

dürften ...

Wenn man sich einen Adapter an

seine Stereoanlage kauft, kann

man den ganzen Tag Volks- und

Blasmusik hören. Das ist doch wesentlich

besser, als die eine Stunde

am Abend. Ich habe sogar in

meinem Auto einen kleinen Adapter

und kann damit „BR-Heimat“

empfangen. Natürlich wäre es

mir lieber gewesen, die Blasmusiksendung

wäre zusätzlich auf

„Bayern Eins“ geblieben. Aber der

BR möchte mit seiner Programmumstellung

auch erreichen, dass

„BR-Heimat“ genutzt wird, und

deshalb empfehle ich jedem Liebhaber

traditioneller Musik, sich

auf die Neuerungen einzustellen.

Sie sind Geschäftsführer des Musikbundes

von Ober- und Niederbayern

(MON). Welche Aufgaben

haben Sie dort?

Meine primäre Aufgabe im MON

ist die Betreuung der Blaskapellen

im organisatorischen und im Verwaltungsbereich.

Das sind Fragen

zur GEMA, Versicherung, Beratung

im juristischen Bereich oder auch

Schulungen für Vorstände. Ein

zweiter Schwerpunkt ist die Organisation

und Durchführung von

Veranstaltungen, Konzerten und

Wettbewerben. Die Wertungsspiele

bei den Musikfesten betreuen

wir von der organisatorischen Seite,

das Musikalische macht unser

Verbandsdirigent.

Zusätzlich fungieren Sie als Geschäftsführer

des Bayerischen

Blasmusikverbandes. Was ist eigentlich

der Unterschied zwischen

den beiden Organisationen?

Der Bayerische Blasmusikverband

umfasst neun Verbände, einer davon

ist der Musikbund von Oberund

Niederbayern.

Und was sind Ihre bayernweiten

Aufgaben?

Als Geschäftsführer des Blasmusikverbandes

bin ich zuständig für

die einzelnen Verbände. Ich muss

politische Lobbyarbeit betreiben,

mich um Zuschüsse bemühen und

die gesamten Rahmenbedingungen

für die Musikvereine im Auge

behalten. Die besten Blaskapellen

aus den Wertungsspielen treffen

sich auf bayerischer Ebene, und

solche Wettbewerbe zu veranstalten

gehört ebenfalls zu meinen

Aufgaben. Bei Bedarf initiiere

ich auch ein bayerisches Projektorchester,

das seinerzeit zum Beispiel

bei den Weltausstellungen,

den „EXPOs“ in Hannover und

Mailand war oder nächstes Jahr

zu einem Festival nach Shanghai

fährt. Dabei kümmere ich mich

um die komplette Organisation

und auch die Finanzierung solcher

Projekte.

Dann fungieren Sie auch noch als

Leiter des Referates Laienmusik im

Bayerischen Musikrat. Was darf

man darunter verstehen?

Der Bayerische Musikrat ist ein

Verein, der alle musikalischen Institutionen

in Bayern vereint. Das

reicht von Hochschulen und Musikschulen

über Musikvereine bis

hin zu Chören. Mein Aufgabengebiet

ist die Laienmusik, und dabei

zählen die Blaskapellen mit etwa

2 500 Vereinen sowie die Chöre

mit etwa ebenso vielen Gruppierungen

zu den größten Vertretern.

Ein wichtiges Thema ist hier

derzeit die Entbürokratisierung,

wofür ich erst kürzlich zu einem

runden Tisch in die Staatskanzlei

eingeladen war. Natürlich gehören

hier ebenfalls die Organisation

von Veranstaltungen zu meinen

Aufgaben, wie etwa ein Orchesteroder

Chorwettbewerb. 2017 führen

wir beispielsweise die „Europatage

der Musik“ in Landsberg am

Lech durch.

Also Musik von früh bis spät, oder

ist es doch mehr ein Bürojob?

Beides! Es geht immer um Musik,

aber nie in praktizierender Weise,

nur vom Büro aus. Aber ich höre

viel Musik bei den Veranstaltungen,

die ich organisieren darf.

Bleibt da überhaupt noch Zeit zum

eigenen Musizieren?

10 | der altlandkreis


Andreas Horber im Gespräch mit den „altlandkreis“-Redakteuren Rosi Geiger und Tobias Schumacher.

Leider nein, das funktioniert einfach

nicht. Wenn man als Verbandsfunktionär

auf der Ehrentribüne

steht, kann man nicht

gleichzeitig mit der Blaskapelle

vorbei marschieren. Ich spiele

vielleicht noch zwei oder drei Mal

im Jahr selbst in der Öffentlichkeit

Musik, meist in der Adventszeit.

Aber Sie haben auch Ihren eigenen

musikalischen Werdegang, können

Sie uns den beschreiben?

Angefangen habe ich als Kind mit

Klarinettenunterricht in Denklingen.

Das waren damals 20 Kinder

in einer Gruppe, die verschiedenste

Instrumente erlernten und alle

von einem Lehrer unterrichtet wurden.

Als dann 1982 das Bezirksmusikfest

im Dorf war, bin ich zur

Blaskapelle gekommen. Ich habe

mich musikalisch weitergebildet

und habe selbst sieben Jahre lang

Klarinettenunterricht gegeben.

Was waren Ihre größten Herausforderungen

als Musiker?

Wenn ich ehrlich bin, dann war

für mich die größte Herausforderung

das Üben. Deshalb war ich

vielleicht auch ein beliebter Lehrer,

weil ich viel Verständnis für

die Kinder aufgebracht habe. Aber

Spaß bei Seite: Ein großer Meilenstein

war 1997 das Musikfest in

Denklingen, das ich mit 28 Jahren

als erster Vorstand federführend

organisiert habe. Dabei habe ich

meine heutigen Aufgaben gelernt

und den Spaß daran entdeckt.

Wie lange sind Sie schon für die

Blas- und Laienmusik hauptberuflich

im Einsatz?

1995 habe ich ehrenamtlich als

Geschäftsführer des MON angefangen,

dann kam im Jahr 2000

der Geschäftsführer des Bayerischen

Blasmusikverbandes hauptamtlich

dazu, und 2009 sind die

damit verbundenen Aufgaben in

das Amt im Referat für Laienmusik

sozusagen „reingewandert“. In

meiner Funktion im Musikrat darf

ich den Bayerischen Blasmusikverband

mit betreuen.

Wie sind Sie da genau „reingewandert“?

Eigentlich so, wie die Jungfrau

zum Kind kommt! Als Vorstand des

Denklinger Musikvereins war ich

bei einer Verbandsversammlung,

auf der erwähnt wurde, dass man

einen Geschäftsführer sucht, der

auch kaufmännische Kenntnisse

hat. Als gelernter Bankkaufmann

habe ich in der Versammlung

deshalb nachgefragt, was für

Aufgaben einen erwarten. Schon

eine Woche später war ich zu einer

Besprechung nach Weilheim

eingeladen. Meine Wege haben

sich auch immer wieder mit dem

CSU-Politiker Dr. Thomas Goppel

gekreuzt, der später Präsident des

MON wurde. Als er dann die Wahl

zum Präsidenten des Bayerischen

Blasmusikverbandes annahm,

war seine Bedingung, dass ein

hauptamtlicher Geschäftsführer

eingestellt wird, und diese Funktion

habe ich schließlich übernommen.

Jetzt ist er als Präsident des

Musikrates wieder mein Chef.

Was waren Ihre Höhepunkte als

Organisator der Bayerischen Blasmusiker?

Das Größte war das Deutsche Musikfest

2007 in Würzburg mit 400

Blaskapellen und 17 000 Musikern,

davon haben 6 000 in Gemeinschaftsunterkünften

übernachtet.

Höhepunkt war der Sonntag mit

dem Besuch von Bundespräsident

Horst Köhler und Ministerpräsidenten

Edmund Stoiber. Da waren

über zehn Bodyguards vor Ort,

und trotzdem sagte plötzlich der

Würzburger Polizeichef zu mir:

„Jetzt sind Sie für unsere Chefs

verantwortlich.“ Da wurde es mir

doch ein bisserl mulmig.

Viele Musikvereine in unserer Region

zeichnen sich durch ihre sehr

gute Jugendarbeit aus.

september / oktober 2016 | 11


Wie werden sie dabei von ihren

Verbänden unterstützt?

Für den Nachwuchs wird eine

Vielzahl von Fortbildungen angeboten.

Die umfangreichste ist das

Leistungsabzeichen, das man in

Bronze, Silber oder Gold absolvieren

kann und das in ganz Bayern

rund 10 000 Jungmusiker jedes

Jahr erhalten. Wir organisieren die

Schulungen und Prüfungen, erarbeiten

das Material — das derzeit

in Theorie und Praxis aktualisiert

wird. Wir vergeben aber auch Zuschüsse

für Instrumentenkäufe.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung,

die die Klangkörper während

Ihrer 20-jährigen Amtszeit gemacht

haben?

Die Entwicklung war gigantisch!

Die Ausbildung ist wesentlich besser

gewordendenken Sie daran,

wie ich damals angefangen habe

und wie die Kinder heute in Einzelunterricht

und in Bläserklassen

oder Jugendorchestern gefördert

werden. Auch die Dirigenten sind

heute wesentlich besser ausgebildet,

und man spielt auf ganz anderen

Instrumenten. Eine weitere

Entwicklung freut mich besonders:

Die Akzeptanz für die Blasmusik ist

in der Gesellschaft deutlich gestiegen.

Es gab Zeiten, in denen man

Eltern überreden musste, ihre

Kinder zu uns zu schicken. Heute

kommen sie auf die Blaskapellen

zu, um ihr Kind musikalisch ausbilden

zu lassen.

Wo wird die Bayerische Blasmusik

in 20 Jahren stehen?

Ich hätte diese Entwicklung vor

20 Jahren nicht für möglich gehalten,

und ehrlich gesagt glaube

ich nicht, dass es in diesen riesen

Schritten weiter geht. Es kommt

ein demographisches Problem

auf uns zu, denn es gibt immer

weniger Kinder. Derzeit haben

wir zwar noch viele in der Ausbildung,

aber es steigen immer

mehr wieder aus. Die Kinder sind

heute viel mehr von der Schule

beansprucht, und sie haben auch

wesentlich mehr Möglichkeiten

in der Freizeitgestaltung. Um ein

Instrument zu erlernen, braucht

es Zeit und Durchhaltevermögen,

was die Kinder oft nicht mehr aufbringen.

Welche Akzente möchten Sie in Ihrer

weiteren Arbeit setzen?

Da sehe ich zwei Dinge: Zum einen

müssen sich die Vereine mehr

vernetzen und besser zusammenarbeiten.

Warum müssen in einem

Dorf der Chor, der Theaterverein

und die Musik eine eigene Vorstandschaft

haben, wo es immer

schwieriger wird, jemanden zu

finden, der ein Ehrenamt übernehmen

möchte? Da sollte man

sich zusammentun zu einem

Kulturverein. Hier kommt mein

zweiter Ansatz: Man muss neue

Strukturen schaffen und mehr projektbezogen

arbeiten. Eine heutige

Blaskapelle absolviert vom

Bierzelt bis zum Konzertabend

eine enorme Bandbreite, was so

manchem jungen Musiker zu viel

wird. Man sollte das aufteilen in

mehrere kleine Orchester, denen

sich der einzelne Musiker je nach

seiner Neigung anschließen kann.

Sind es überhaupt noch bayerische

Blaskapellen, oder muss man sie

eher als Blasorchester mit internationalem

Repertoire bezeichnen,

in dem halt noch Lederhosen und

Dirndl getragen werden?

Es sind heute wieder mehr Blaskapellen

im eigentlichen Sinne,

als das vor einigen Jahren der

Fall war. Die traditionelle Blasmusik

liegt im Trend, die Jugend

geht heute zu den „Schwindligen

15“ oder zu „Schabernack“. Sogar

die Münchner Philharmoniker

haben Spaß daran, in einer Blasmusikbesetzung

zu spielen. Wenn

solche Top-Instrumentalisten bayerische

Blasmusik spielen, dann

erkennt man daran, dass sich in

der Gesellschaft etwas verändert

hat.

Was tun Sie, um die traditionelle

bayerische Blasmusik neben dem

riesigen internationalen Notenangebot

nicht untergehen zu lassen?

Da müssen wir Gott sei Dank gar

nicht so viel tun. Es gibt zahlreiche

Komponisten wie Karl Edelmann,

der im oberbayerischen Raum

viel macht, Alexander Pfluger im

Schwäbischen oder auch einen

Rudi Fischer in Franken — um nur

ein paar Namen zu nennen. Gerade

sind wir dabei, für die Bläserklassen

an den Schulen bayerisches

Notenmaterial arrangieren

zu lassen. Dieses System kommt

eigentlich aus den USA. Und damit

die Kinder nicht nur den „Old

McDonald“ spielen, stellen wir

Stücke wie das Rehragout oder die

Kreuzpolka in ganz einfachen Sätzen

kostenlos zur Verfügung. Und

siehe da, die Kinder haben riesen

Spaß, wenn sie dazu tanzen oder

im Dialekt mitsingen können.

Bleibt Ihnen bei all dem Engagement

für die Musik noch Zeit für andere

Hobbys?

Für Hobbys bleibt keine Zeit, ich

versuche meine Freizeit mit der

Familie zu verbringen. Mein Sohn

ist jetzt sieben Jahre alt, wir lernen

gerade Blockflöte und Schlagzeug

zusammen. Aber er hängt mich

schon fast ab, weil ich wieder

einmal nicht zum Üben komme

(lacht).

Im nächsten Jahr findet in Denklingen

das Bezirksmusikfest statt. Sind

Sie in die Vorbereitungen mit eingebunden?

Ja, ich bin als Berater im Festausschuss

und arbeite primär bei den

Themen Finanzen, Sponsoring und

dem Sicherheitskonzept mit.

Gerade in unserer ländlichen Gesellschaft

genießen die Blaskapellen

einen sehr hohen Stellenwert.

Auf was führen Sie das zurück?

In der immer globaleren Welt suchen

die Menschen nach Heimat,

und eine Blasmusik gehört zu diesem

Gefühl dazu. Die Jugend findet

das toll. Außerdem hat sich unser

boarisches Gwand mittlerweile

etabliert und wird nicht nur an

Festtagen, sondern auch einfach

so zum Weggehen getragen.

Was sagen Sie zu populärer Blasmusik,

wie sie beispielsweise von

„LaBrassBanda“ gespielt wird?

Sie waren die Wegbereiter für die

Popularität der Blasmusik. „La-

BrassBanda“ macht perfekte Musik

in verschiedensten Stilrichtungen

und steht dabei in der Lederhose

auf der Bühne. Sie haben die Blasmusik

cool gemacht, und deshalb

wird von der Jugend auch die traditionelle

Blasmusik als cool empfunden.

Ich war diesen Sommer

auf einem Festival, das man fast

als „Woodstock der Blasmusik“

bezeichnen konnte: Da waren ganz

traditionell gekleidete Musiker

genauso wie völlig abgefahrene

Typen, und alle hatten Spaß an

den verschiedenen Formen der

Blasmusik.

Was wünschen Sie sich von der Gesellschaft,

damit die „Musik im Dorf

bleibt“, oder anders ausgedrückt,

damit das musikalische Dorfleben

nicht verloren geht?

Ich wünsche mir, dass man den

Kindern wieder mehr Freiraum

gibt, damit Musik oder auch Sport

oder sonst eine Freizeitbeschäftigung

wieder möglich sind. Es

sollte nicht nur das Abitur als das

allein Seligmachende angesehen

werden, sondern auch andere

Werte, die man in der Gemeinschaft

eines Vereins lernt. rg/ts

12 | der altlandkreis


Eine Viertelmillion Euro für gemeinnützige Zwecke

Einfach Gutes tun:

Sparkasse Schongau hilft

Schongau | Das Engagement fürs

Gemeinwohl hat bei der Kreissparkasse

Schongau Tradition: „Unsere

Kulturstiftung engagiert sich seit

30 Jahren für kulturelle Projekte,

mit Spenden oder Sponsoring-

Maßnahmen unterstützen wir

vielfältige Projekte aus Sport, Heimat-,

Denkmal- und Naturschutz,

sozialen Bereichen, und, und,

und“, unterstreicht Vorstandsvorsitzender

Alexander Schmitz. In

den zurückliegenden fünf Jahren

seien über 600 000 Euro ausgeschüttet

worden, wobei möglichst

viele Anliegen unterstützt würden.

„Wir treten bewusst nirgends als

Hauptsponsor auf“, sagt Schmitz.

Dieser Tradition folgend wurde vor

fünf Jahren auch die Stiftergemeinschaft

gegründet. Unter ihrem Dach

können Bürger, Unternehmen,

Vereine oder Kommunen einfach,

schnell und mit relativ kleinen Beträgen

eigene Stiftungen gründen.

So unterstütze die Sparkasse Menschen,

die gezielt gemeinnützige,

mildtätige oder kirchliche Zwecke

nachhaltig fördern möchten. Das

„stolze Ergebnis“ von über einer

Viertelmillion Euro bei Kulturstiftung,

Bürgerstiftungen und Namensstiftungen

wertet die Sparkasse

als „sehr großen Erfolg“.

Fritz Lutzenberger, damals Vorstandsvorsitzender

der Kreissparkasse,

sein heutiger Nachfolger

Alexander Schmitz und Horst Ohlmann,

Vorstandsvorsitzender der

Deutschen Stiftungstreuhand AG

(DT), hatten 2011 die Errichtungsurkunde

unterzeichnet. Sie legten

so den Grundstein für das Errichten

und vor allem die laufende buchhalterisch-steuerliche

Bearbeitung

und rechtliche Begleitung von

Bürger-, Firmen-, Vereins- oder

privaten Namensstiftungen. Heute

gibt es in 16 der 18 Kommunen im

Schongauer Land Bürgerstiftungen.

Gemeinnützige Projekte in ihrer

Heimat zu unterstützen, liege vielen

Menschen am Herzen, was

das ehrenamtliche Engagement

in unterschiedlichsten Bereichen

zeige, heißt es seitens der Sparkasse.

Doch reiche tatkräftige Hilfe

oft nicht aus, finanzielle Förderung

sei gefragt. Neben gezielten Spenden

ermögliche eine Stiftung, ge-

Fritz Lutzenberger (r.), damals Vorstandsvorsitzender, und sein Nachfolger

Alexander Schmitz (l.) mit DT-Vorstandsvorsitzendem Horst Ohlsellschaftliche

Herausforderungen

anzugehen. In der Stiftergemeinschaft

mann beim Gründungsakt 2011.

können Stiftungen ab einer

Summe von 25 000 Euro errichtet unselbstständig und weist eine Namen fest, meist ist es der eigene.

und ohne eigenen Verwaltungsaufwand

Vielzahl von steuerbegünsti-

Vorteil ist, dass der Stifter den

geführt werden. genden Zwecken auf. „Um die Zweck ändern kann — bei recht-

„Genauso wichtig ist uns, über rechtlichen, steuerlichen, organisatorischen

lich selbstständigen Stiftungen

eine Bürgerstiftung in den Kommunen

und abwicklungstech-

ist das kaum möglich. Interessant

Bürgern die Möglichkeit nischen Details kümmern sich DT seien neuerdings Verbrauchsstiftungen,

zu geben, sich für die Heimat zu

engagieren“, betont Sparkassenund

Kreissparkasse — der Stifter

hat keinerlei zusätzlichen Aufwand“,

die Vermögen teilweise

oder vollständig in mindestens

erklärt Christine Schuster, Chef Schmitz. Auch mit kleinen

zehn Jahren verbrauchen kön-

Beträgen könne jeder die Gesellschaft

in nächster Umgebung fördern

— mit Spenden in beliebiger

Höhe, die kurzfristig wieder ausgeschüttet

Stiftungsbeauftragte der Sparkasse.

Sie informiert, berät und unterstützt

Stifter. Treuhänderischer

Verwalter ist die DT, die sich auch

nen, ergänzt Schuster. Kunden

wie Nichtkunden der Sparkasse

könnten sich so „dauerhaft, zielgerichtet

und nachhaltig für ganz

werden, oder ab 200 um mögliche steuerliche Vorteile individuell bestimmbare Bereiche

Euro als Zustiftung. Seit Gründung

der Stiftergemeinschaft seien rund

175000 Euro ausgeschüttet worden

sowie zusätzlich über 15 000

Euro von den einzelnen Stiftungen.

kümmert.

Ein Stifter errichtet seine Stiftungen

rechtlich als Unterstiftung

zur Stiftergemeinschaft mit seiner

Unterschrift. Er legt Gründungs-

aus Erziehung, Bildung, Gesundheit,

Wissenschaft, Forschung,

Seniorenhilfe, Tier-, Umwelt- und

Naturschutz, Heimatpflege oder

andere gesellschaftliche Aufgaben

Die Stiftergemeinschaft ist kapital, Zweck, Begünstigte und engagieren“.

ts

september / oktober 2016 | 13


Volksfest mit neuem Wirt aus der Lechstadt

Für die Schongauer

kräftig nachlegen

DIE AKTUELLE MODE

JETZT BEI UNS!

Schongau | Mit der Wiederbelebung

des Schongauer Volksfestes

im vergangenen Jahr hat er

ein hoffnungsvolles Pflänzchen

gesetzt. Dass es am letzten Ferienwochenende

unter dem Motto

„Tradition feiern und erleben“

weiter gedeiht, davon ist Ronny

Grubart überzeugt: „2015 ist schon

positiv ausgegangen, unsere Angebote

wurden von den Besuchern

sehr gut angenommen, man

hat gemerkt, dass die Schongauer

ihr Volksfest vermisst haben“,

sagt der Schausteller aus Isny. Im

Schulterschluss mit der Stadt will

er vom 8. bis 12. September die Erfolgsgeschichte

fortschreiben.

Austausch des

Festwirts

Ein neues und zugleich das wichtigste

Kapitel sei der Austausch

des Festwirts: „Letztes Jahr war

das nicht nach meinen Vorstellungen.“

Heuer wird mit Maximilian

Diegruber vom Hotel „Blaue

Traube“ ein Schongauer das

Festzelt betreiben. „Wir werden

kein 3000-Mann-Zelt aufstellen,

das die Atmosphäre auseinander

reißt“, sagt Grubart. Er plant mit

1200 Plätzen, größerer Bühne

und ausgelegtem Zeltboden; außerdem

am Volksfest-Eingang ein

neues Wein- und Cocktailzelt mit

100 Plätzen, in dem abends Programm

läuft und das nachmittags

als Café-Zelt „für alle eine Ruhe-

Insel bietet, denen es im Bierzelt

zu laut ist“.

Als zweite „super Sache“ kündigt

Grubart den kostenlosen Volksfest-Shuttlebus

an. Von der Bahn

hat er rote Busse gechartert, die

Freitag, Samstag und Sonntag

stündlich bis 23 Uhr nach Hohenfurch,

Schwabniederhofen,

Altenstadt und Peiting fahren.

Die Haltestelle wird direkt an der

Lechuferstraße eingerichtet. Der

Fahrplan ist im Internet

et

zu finden unter www.schon-

w.sc

gauer-volksfest.de.

Ein Volksfest

mit Tradition

Besonders wichtig ist Grubart,

„dass die Besucher sehen, es steckt

Tradition dahinter, es ist unser

Volksfest und nicht der Rummel

eines Isnyer Veranstalters“. Daher

bedauert er, dass es „Schongau

belebt“ dieses Jahr noch nicht

gelang, Vereine der Lechstadt für

einen Festzug zum Volksfestplatz

zu gewinnen. „Es wäre toll, wenn

die örtlichen Vereine beim Einzug

teilnehmen, um dieses tolle Volksfest

so zu eröffnen, wie es sich für

ein bayerisches Volksfest gehört“,

wünscht sich der Westallgäuer.

Bei den Fahrgeschäften nimmt

Grubart im Vergleich zum Vorjahr

Wechsel vor, „um der Attraktivität

einen weiteren Schub zu geben“.

Als „absolutes

Highlight“

ght“

kündigt er

das

„deutschlandweit einmalige

Looping-Karussell Phoenix“ an;

dazu den „Flugsimulator X3“, das

Bungee-Trampolin „Crazy Jump“

und die Berg- und Talbahn „Musikexpress“,

ein traditionelles Kettenkarussell,

Autoscooter, die Kinderkarussells

„Fantasy Karussell“

und „Happy Circus“ sowie Spielund

Gastronomiestände.

2. Bayerische

Olympiade

Am Samstag hält „Schongau belebt“

im Festzelt seinen „Weibsdeifi-Markt“

ab, den Flohmarkt

von Frauen für Frauen (Info: Beatrice

Amberg, Tel. 08861 / 9092132;

E-Mail: info@weibsdeifi-markt.

de). Im Außenbereich ist ein Kinderflohmarkt

geplant, bei dem bis

16 Jahre keine Platzgebühr anfällt

(Reservierung: Michaela Blakaj,

Tel. 0176 / 67438232; E-Mail:

micha-schongau@t-online.de).

Sonntag ist „Candy-Drive-Motor-

Day“ mit Modellauto-Rennstrecke

und Oldtimertreffen. Nachmittags

moderiert Tobias Kalbitzer die

„2. Bayerische Olympiade“ um

den Volksfestpokal für männliche

oder weibliche Viererteams. (Anmeldung:

bayerische.olympiade.

schongau@gmail.com).

ts

moden gmbh

Am Marienplatz

Schongau

14 | der altlandkreis

Tel. 08861-23390

Das Looping-Karussell „Phoenix“

gibt es in Deutschland nur einmal,

im September wird es in Schongau

für Nervenkitzel sorgen.


INFORMATION

Das Festprogramm

zum 156. Schongauer Volksfest

DONNERSTAG, 8. September

18.00 Uhr Festeinzug mit Kutsche, Stadtkapelle Schongau

und dem Trachtenverein

18.30 Uhr Fassanstich und Volksfesteröffnung durch

den 1. Bürgermeister Falk Sluyterman

19.00 Uhr Heimatabend mit der Stadtkapelle Schongau

FREITAG, 9. SEPTEMBER

14.00 Uhr Seniorennachmittag mit „Jaggl aus Oberammergau“

und buntem Programm

19.00 Uhr Stimmung mit dem „Oberdorf Express“ live (Festzelt)

20.00 Uhr 80er-Party mit DJ Dennis (Weinzelt)

22.00 Uhr Großes Musikhöhenfeuerwerk

SAMSTAG, 10. SEPTEMBER

10.00 Uhr Weißwurstfrühstück „All you can eat“

bis 16 Uhr Weibsdeifi-Markt und Kinderflohmarkt

10.30 Uhr Preisschafkopfen

13.00 Uhr Fitnessnachmittag vom Sportstudio Workoutwest,

Vorstellungen und Mitmach-Aktionen

15.00 Uhr Unterhaltung mit „Star Sound Express“, Festzelt

19.00 Uhr Dirndl- und Lederhosenparty

mit der Partyband „Manyana“, Festzelt

SONNTAG, 11. SEPTEMBER

10.00 Uhr Gottesdienst im Festzelt

10.30 Uhr Dixie-Frühschoppen der „Hot Bavarian Jazz Friends“

mit Hans Enzensberger

tagsüber „Candy-Drive-Motor-Day“, Modellauto-Strecke,

Oldtimertreffen

16.30 Uhr 2. Bayerischen Olympiade mit Tobias Kalbitzer

19.00 Uhr Big Band Schongau & Rock’n’Roller Peiting, Festzelt

19.00 Uhr Happy Sunday mit „Star Sound Express“, Weinzelt

MONTAG, 12. SEPTEMBER

13.30 Uhr Kindernachmittag mit stark ermäßigten Preisen

und Programm

14.00 Uhr Zauber & Illusionen

mit Zauberer Max Schneider, Festzelt

14.30 Uhr Kinder-UNO-Turnier, Weinzelt

15.00 Uhr Bürgermeistersprechstunde für Kinder

mit Falk Sluyterman, Festzelt

16.00 Uhr Zauber & Illusionen mit Zauberer Max Schneider

19.00 Uhr Tag der Nachbarschaft mit der Musikkapelle

Hohenfurch und den Goaßlschnalzern aus Peiting ts

Autohaus MAZDA RIESER

feiert Jubiläum

20 Jahre

Mazda-Partner

Innovativ, zuverlässig, kompetent, und das zu

einem vernünftigen Preis. Die Attribute, die

für die Marke Mazda stehen, treffen auch auf

das Autohaus Rieser zu. Der etablierte Familienbetrieb

kann sein 20-jähriges Jubiläum als Mazda-Partner

feiern.

Am Ort ansässig ist die Firma Rieser schon seit

rund 42 Jahren. Im August 1996 übernahm Firmengründer

Robert Rieser das Autohaus von

Otto Klischat. Dessen Tochter Sonja Klischat ist

noch heute im Autohaus Rieser beschäftigt.

1998 stieg Sohn Christian als KFZ-Meister und

Karin Rieser als Partnerin und kreative Seele

mit in den Betrieb ein. Im Jahr 2004 stieß Sohn

Richard dazu, der nach erfolgreicher Ausbildung

bei Mazda, nach und nach den Fahrzeugverkauf

übernahm. Der Betrieb wurde konsequent erweitert

und ausgebaut. So erwarb Robert Rieser 2011

die benachbarte Immobilie der ehemaligen „Südseite“,

wo heute ein Teile-Lager untergebracht

ist. 2012 folgte ein Werkstattanbau mit drei Arbeitsplätzen.

Dementsprechend

wuchs auch der Mitarbeiterstab

auf heute 15 Voll- und Teilzeitkräfte

an. Im Jahr 2014 übergab Robert

Rieser die Leitung des Betriebes

an die beiden Söhne Richard und

Christian. Ein wichtiger Baustein

zum Erfolg des Autohauses Rieser

ist die bewährte Zusammenarbeit

mit der Marke Mazda. Mazda hat

eine rasante Entwicklung gemacht,

nicht nur beim Design, das sich

heute innovativ und sportlich präsentiert,

sondern auch bei der Ausstattung

und der Technik, die sich

sehen lassen kann, so Richard Rieser.

Zudem zeichnen sich die neuen

Modelle, insbesondere das Sondermodell „Nakama“

durch den niedrigen Spritverbrauch, als auch

durch eine sehr hochwertige Ausstattung aus.

Stolz sind Richard und Christian Rieser auch auf

ihr stabiles und langjähriges Mitarbeiter-Team.

So feiert Bürokauffrau Sonja Klischat mit dem

Firmenjubiläum auch ihr 20-jähriges Mitarbeiter-Jubiläum.

KFZ-Mechaniker Klaus Schaffer ist

bereits seit über 25 Jahren Mitarbeiter der Firma

Rieser. Jörg Flemmig, ebenfalls KFZ-Mechaniker

seit fast 15 Jahren, Günter Heger, KFZ-Meister

seit fast 8 Jahren und Karin Hark (Büro-Reparaturannahme)

seit fast 6 Jahren. Wir bedanken

uns für die Treue und Zuverlässigkeit mit der die

hier aufgeführten Mitarbeiter mit uns gemeinsam

diesen Weg gegangen sind. Wir bedanken uns

auch bei allen Mitarbeitern, die hier nicht aufgeführt

sind. Sie alle haben dazu beigetragen, dass

wir heute so ein Unternehmen sind. Ein weiteres

Dankeschön des Autohauses Rieser geht an alle

unsere langjährigen Kunden aus nah und fern.

Wir sagen ein herzliches Vergelt‘s Gott für die

jahrelange Treue und Verbundenheit, die Sie uns

entgegenbringen! Auch den, über all die Jahre

hinweg verlässlichen Geschäftspartnern gilt der

Dank der Familie Rieser.

Das Team des Autohauses Rieser feiert 20-jähriges Jubiläum als

Mazda-Partner.

september / oktober 2016 | 15


Auf neuen Wegen — der Paradieshof in Forst

Kaffee, Kuchen, Kurse

und ganz viel Obst

Forst I Kaffee, Kuchen, Kräuter,

Obst — und das stete Lächeln von

Melanie Kleider und Norbert Weimann

erwartet Besucher auf dem

„Paradieshof“ bei Forst. Samstags

und sonntags von 14 bis 18 Uhr

und nach Voranmeldung zum

Frühstück an jedem ersten Sonntag

im Monat öffnet das Paar die

gute Stube im alten Bauernhaus

als Café. Ebenso die Terrasse und

vor allem den Bauerngarten, wo

unter Obstbäumen verstreut Sitzgruppen

arrangiert werden — vom

lauschigen Zweiertisch bis zur

großen Kaffeetafel. Es gibt sogar

ein „Picknick-Arrangement“ mit

Köstlichkeiten samt Decke für die

sonnige Wiese oder einen schattigen

Winkel. „Seele baumeln lassen“

lautet das Paradieshof-Motto.

Das Café haben die beiden im

April 2015 mit einer „Kursidee“

eröffnet: „Meine Vision war, Leute

zusammen- und ihnen gesunde

Ernährung beizubringen, ökologisch

und regional“, sagt Kleider.

Sie hat Landwirtschaft studiert, ist

Hauswirtschaftstechnikerin und

Garten-Erlebnisführerin. Kräuterwandern,

Beerenpflücken, vegane

oder vegetarische Kochkurse oder

wie Brot, Kuchen und Kleingebäck

auch mit Vollkorngetreide

schmackhaft gelingen — all das

zeigt sie Interessierten (Termine im

Veranstaltungskalender). An Gründonnerstag

gab sie einen Kurs für

grüne „Smoothies“.

Vom Kaffeegenuss

profitiert Afrika

Serviert wird ausschließlich fair

gehandelter Kaffee von einem

Röster in Bremen, der selbst aus

Kamerun stammt und ohne teure

Zwischenhändler direkt bei afrikanischen

Bauern einkauft. Die Kuchen

dazu backt Melanie Kleider

alle selbst, besonders beliebt sei

der Johannisbeer-Streusel oder

später im Sommer die Heidelbeer-Joghurt-Torte.

Es gibt „auch

deftige Sachen wie Gemüse-

Quiche oder -Lasagne, ich könnte

auf Wunsch sogar ein komplettes

Wildkräuter-Menü kredenzen“,

sagt die Paradiesbäuerin. Das Getreide,

darunter die Ursorte „Granat“,

Rotkornweizen und Dinkel,

stammt vom Hof ihres Vaters bei

Rothenburg ob der Tauber, wo die

34-Jährige einst aufwuchs.

Nahezu alles Obst wächst auf den

Flächen des ehemaligen Grünlandbetriebes

oberhalb der Straße

von Forst nach Paterzell. Den hat

das Paar seit Mai 2014 gepachtet.

Schon im ersten Jahr entstand auf

drei Hektar eine Mischkultur-Plantage

mit Beeren- und Obststräuchern,

Gewürzen, Küchen- und

Heilkräutern. Welcher Arbeitseifer

nötig war, drücken Zahlen aus:

Gepflanzt wurden 2 400 Himbeerund

500 Heidelbeerstauden, zig

Johannisbeerbüsche, 300 Stöcke

mit Tafeltrauben, 200 Obstbäume

in Buschform (wodurch sie schon

im zweiten Jahr trugen) — Kernund

Steinobst wie Birne, Zwetschge,

Quitte, Kornelkirsche, verschiedene

Apfelsorten, darunter

natürlich der Weilheimer Berleis.

300 Weißdornbüsche sollen später

für Marmelade oder medizinische

und kosmetische Zwecke

dienen.

Sind Beeren und Obst reif, können

Besucher selbst zum Pflücken

anrücken. Es kämen viele ältere

Menschen, vor allem Städter, die

sich noch aufs Einmachen verstünden.

Familien begleitet Kleider

oftmals, denn „manche Kinder

Blick auf den „Paradieshof“ von Osten,

rechts die Zufahrt von der Straße zwischen

Forst und Paterzell (vorne unten).

16 | der altlandkreis


Kurze Pause im Streuobst-Bauerngarten, wo Melanie Kleider und Norbert Weimann am Wochenende Gäste

ihres Cafés bewirten.

reißen die hellroten Himbeeren

ab, weil sie die so vom Joghurtbecher

kennen.“ Ihnen zeigt sie,

was wirklich gut schmeckt — das

nächste Mal auch beim „Beerenfest“

am 4. September.

Obstbau als Wagnis

mit globaler Erfahrung

Es sei „sicher ein Wagnis, auf 750

Metern Meereshöhe“ eine Landwirtschaft

auf Obst zu gründen,

räumen Kleider und Weimann

ein. Doch sie bringen entsprechende

Erfahrung mit: Die Hohenloherin

befasste sich im Studium

mit Sonderkulturen und

biologischem Wirtschaften. Und

der 50-jährige Dietmannsrieder

kam „schon als junger Bursch

und landwirtschaftlicher Quereinsteiger

ohne eigenen Hof“ in

viele Länder der Welt, arbeitete

in Skandinavien, der Schweiz,

in Amerika, Asien und Afrika.

Im erworbenen Wissen wurzelt

nun die Paradieshof-Plantage.

Die Pflanzen sind so angeordnet,

dass die Standorte Wachstum in

Nachbarschaft oder durch Beschattung

begünstigen. „Genannt

wird das Agroforst, den kenne ich

aus Frankreich und Afrika“, erzählt

Weimann. Nebenbei produziert

er übrigens Mikroorganismen,

die er quer durch Europa,

nach Indien, Sambia und in einige

arabische Länder exportiert.

Die 23 Hektar, die zur Hofstelle

„Wolfhof 7“ gehören, werden

im Süden, Westen

und Norden umrahmt

von einem prächtigen

Baumgürtel mit

um die 200 Jahre alten

Laubbäumen und

reichlich Buschwerk.

„Jeder meint, das sei

eine prächtige Oase

und sollte so erhalten

bleiben“, erzählt

Landwirtschaftsmeister

Weimann, der vom

„Flächen-Ausputzen“

sowieso nichts mehr

hält. Gerade hier

wüchsen die besten

Kräuter und Wildbeeren

für Kleiders Wildkräuterkurse.

Außerdem

schützen Bäume

und dichtes Gebüsch

das Land vor Wind und

bieten Vögeln, Wild

und Insekten einen

unberührten Lebensraum.

Wie auch so manchem

Paradieshof-

Besucher: Einmal sei

eine ältere Dame zum

Pflücken gekommen.

Als ihr Auto vier Stunden

später immer noch

am Hof stand, machte

man sich auf die Suche. Sie lag

im Gras und beantwortete die besorgte

Frage nach dem Wohlergehen

äußerst vergnügt: „Ich meditiere

mit dem Milan dort oben.“ ts

Melanie Kleider und Norbert Weimann auf

ihrer Beerenplantage hinter einer Heidelbeer-

Staude.

september / oktober 2016 | 17


Zukunftsweisende

und liebevolle Pflege

im AWO Seniorenzentrum Peiting

Expertentipps der Versicherungskammer Bayern

Wenn das Wasser

im Wohnzimmer steht

Spezialisiert auf die

Pflege und Betreuung

in Wohngruppen

Ein Stück Heimat.

Die Seniorenzentren der

AWO Oberbayern

AWO Seniorenzentrum Peiting

Bahnhofstraße 24 · Tel. 08861 2500-0 · www.awo-obb.de

Altlandkreis I „Hochwasser mit einer

Intensität, wie wir es bis heute

alle 50 Jahre erleben, können

zukünftig alle 25 Jahre eintreten“,

weiß Stefan Liebl, stellvertretender

Pressesprecher der Versicherungskammer

Bayern. Als ehemaliger

Monopolist in der Feuerversicherung

und heutiger Marktführer in

der Wohngebäudeversicherung

kennt die Versicherungskammer

den Gebäudebestand in Bayern

sehr gut und kann nahezu alle Gebäude

gegen sogenannte Elementarschäden

versichern. Doch die

unvorhersehbaren Naturereignisse

nehmen zu. Deshalb haben wir

mit dem Unternehmenssprecher

ein Gespräch geführt, wie man

sich davor schützen kann.

Anfang Juni waren wieder einige

Ortschaften im Pfaffenwinkel von

Überschwemmungen betroffen.

Können Sie mittlerweile abschätzen,

wie hoch der Schaden in unserer

Region ist, den dieser Starkregen

angerichtet hat?

Allein aus dem Landkreis Weilheim-Schongau

erreichten uns

knapp 100 Schadensmeldungen

nach den Unwetterereignissen im

Juni. In der Summe rechnen wir

mit einem Schadenvolumen von

einer halben Million Euro.

Die Versicherungskammer Bayern

war schon nach dem Jahrhundert-

Hochwasser 2013 in Weilheim vor

Ort, um die Situation einschätzen

zu können. Wie risikoreich beurteilen

Sie die Regionen in Südbayern?

In den Landkreisen Landsberg,

Weilheim-Schongau, Starnberg

und Garmisch-Partenkirchen

können wir 99,8 Prozent aller

Häuser problemlos gegen Elementarschäden

versichern. Nur

ganz wenige Bereiche, wie beispielsweise

die Wassersportsiedlung

in Starnberg, versichern wir

nur nach individueller Prüfung.

Diese Siedlung wurde für Olympia

direkt am Wasser angelegt und ist

mittlerweile dauerhaft bewohnt.

Hier muss man gezielt hinsehen

und verschiedene Präventionsmöglichkeiten

diskutieren.

Die Region insgesamt ist kein Risikobereich.

Der letzte Starkregen

hat aber gezeigt, dass man nicht

unbedingt an einem See oder am

Pollinger Bach wohnen muss, um

betroffen zu sein. Bei einem Starkregen

sucht sich das Wasser seinen

eigenen Weg und es kann zu

Überschwemmungen kommen,

wo man sie bisher nie vermutet

hätte. In Bayern sind aktuell rund

26 Prozent der Gebäude gegen

Elementarschäden versichert.

18 | der altlandkreis


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

Stefan Liebl von der Versicherungskammer

Bayern gibt wichtige

Tipps für Hausbesitzer.

Das ist, im Vergleich zu anderen

Bundesländern, noch sehr

wenig. Nach dem Jahrhundert-

Hochwasser 2013 waren wir auf

Info-Tour an verschiedenen Orten

in Bayern, unter anderem auch

in Weilheim. Das ist sehr gut angenommen

worden. Mittlerweile

werden in Neuabschlüssen der

Wohngebäudeversicherungen bei

45 Prozent die Elementargefahren

aufgenommen.

Müssen wir uns hier im vermeintlich

sicheren Oberbayern in Zukunft

tatsächlich auf mehr Hochwasser,

Überschwemmungen oder

Hagelschauer einstellen?

Eine bereits 2011 veröffentlichte

Studie von Versicherern und Klimaforschern

kommt zum Schluss,

dass Schäden durch Überschwemmung

und Hochwasser

zunehmen werden. Bis zum Ende

dieses Jahrhunderts könnte das

eine Verdoppelung — je nach Szenario

auch eine Verdreifachung —

der Schäden bedeuten. Aktuell

werden regionale Extremwetterereignisse

vom Deutschen

Wetterdienst und der Versicherungswirtschaft

im Rahmen eines

gemeinsamen Forschungsprojekts

näher analysiert. Erste wissenschaftliche

Ergebnisse werden

im Herbst präsentiert. Ich persönlich

bin der Meinung, dass eine

Zunahme von lokalen Extremwetterereignissen

nicht von der

Hand zu weisen ist, was eine vernünftige

Absicherung gegen die

Naturgefahren wichtiger denn je

macht.

Was raten Sie dem Hausbesitzer in

unserem Einzugsgebiet?

Wir raten dringend dazu, sich der

Verantwortung für das eigene

Hab und Gut zu stellen. Das Auto

ist des Deutschen liebstes Kind,

das versichert man Vollkasko.

Das eigene Haus ist jedoch viel

mehr wert; und hier wird oftmals

nur die Feuergefahr abgesichert.

Wir raten deshalb zu einer Wohngebäudeversicherung,

die auch

bei Feuer, Sturm und Hagel sowie

Leitungswasser greift, zuzüglich

einer Elementarschadenversicherung.

Diese sollte auch die Hausratversicherung

ergänzen. Selbst

der Präsident des bayerischen

Landkreistages, der Deggendorfer

Landrat Christian Bernreiter,

appelliert, dazu eine umfassende

Versicherung abzuschließen.

Denn manche Menschen leben in

dem Irrglauben, dass sie im Fall

des Falles auf staatliche Hilfen

bauen können.

Welche Kosten müssen für ein

durchschnittliches Einfamilienhaus

gerechnet werden?

Bei einem Wohngebäude mit

einem Wert von 350 000 Euro

kostet die Elementarabsicherung

weniger als 100 Euro im Jahr.

Auf der Internetseite der Versicherungskammer

Bayern kann

man einen Risiko-Check für sein

Gebäude durchführen und umgehend

den jährlichen Beitrag

ermitteln.

Nicht unerheblich ist auch der

Hausrat. Warum muss der separat

versichert sein?

Wenn das Wasser kommt, dringt

es nicht nur in den Keller. Denken

Sie an Ihre Möbel, die hochwertige

Einbauküche, elektronische

Geräte und dergleichen. All diese

Dinge sollten Sie neben dem

Haus ebenfalls gegen Elementarschäden

versichern.

Wie unterstützen Sie den betroffenen

Versicherungsnehmer im Schadensfall?

Zunächst müssen wir telefonisch

oder per E-Mail davon Kenntnis erhalten.

Wir empfehlen den Betroffenen

immer, Fotos vom Schaden

zu machen — und bitte bevor mit

dem Ausräumen begonnen wird.

Bei größeren Schäden schicken wir

einen Sachverständigen zur Begutachtung,

der alles weitere mit dem

Versicherungsnehmer bespricht.

Haben Sie noch weitere Tipps, wie

man sein Haus vor den steigenden

Unwettergefahren sichern kann?

Es gibt viele Möglichkeiten der

Vorsorge: Man kann die Kellerschächte

entsprechend präparieren,

den Übergang von der Straße

zum Grundstück zum Schutz vor

Wasser mit einem kleinen Absatz

versehen oder eine Verankerung

anbringen, in die bei Bedarf mobile

Wände eingesetzt werden

können. Das sind nur ein paar Beispiele

von baulichen Maßnahmen.

Unsere hauseigene Fachabteilung

berät die Hausbesitzer gerne. rg

„Hochwasser mit einer Intensität, wie wir es bis heute alle 50 Jahre erleben, können zukünftig alle 25 Jahre

eintreten", erklärt Stefan Liebl von der Versicherungskammer Bayern.

september / oktober 2016 | 19























Tel. 08861-2695




Sa. Beratung mit vorheriger Terminvereinbarung


Überschwemmungen quer durchs Schongauer Land

Die sommerliche Flut

Rottenbuch / Böbing / Apfeldorf | Ein

komischer Sommer ist das bis heute

gewesen, mit viel Starkregen,

der ganz punktuell Unmengen von

Wasser im Gepäck hatte. Ortschaften

wie Rottenbuch, Böbing oder

Apfeldorf hatten zwar auch in der

Vergangenheit manches Mal mit

Überschwemmungen zu kämpfen,

aber an diese Mengen von Wasser

innerhalb kürzester Zeit kann sich

niemand erinnern. Zeitgleich wurden

Häuser und Straßen überflutet,

die bisher noch nicht in Mitleidenschaft

gezogen wurden.

„So etwas noch

nie erlebt“

Um 17.21 Uhr ging bei Feuerwehrkommandant

Werner Herbst aus

Rottenbuch der erste Alarm ein.

Was in den folgenden Stunden des

Dienstag, 26. Juli, passierte, hatte

der erfahrene Floriansjünger bis

dato noch nie erlebt. Straßen waren

überflutet und mussten gesperrt

werden, auf der Echelsbacher Brücke

stand ein halber Meter Wasser

und 14 Keller mussten von der

Feuerwehr ausgepumpt werden.

„Einige Hausbesitzer haben uns

gar nicht alarmiert,

sondern gleich selbst

ausgepumpt“, ergänzt

Werner Herbst.

Mit Unterstützung der

Peitinger und Schönberger

Wehr sind

die Helfer dann alle

gefährdeten Häuser

systematisch durchgegangen.

In Mitleidenschaft

wurde auch

die Gemeindehalle

gezogen; hier stand

alles unter Wasser —

vom kompletten Keller,

den Toiletten über

den Trommlerraum

bis zur Gaststätte. „In Manche Straßen glichen einem reißenden Fluss.

Rottenbuch liegt die

Bebauung oftmals am Hang, da Ähnlich erging es den Böbingern,

kommt bei einem solchen Starkregen

extrem viel Wasser daher“, erklärt

Bürgermeister Markus Bader,

der darin die überwiegende Ursache

der Schäden sieht. Zahlreiche

Straßen wurden unterspült, deren

Schäden nun behoben werden

müssen. Weiter wird die Gemeinde

deren Bürgermeister in Personalunion

als Feuerwehrkommandant

an diesem Dienstagabend mit

seinen Männern zwölf Keller auspumpte.

Nach dem Hochwasser in

Simbach am Inn, das bayernweit in

der Presse war, sagte der Freistaat

Soforthilfen zu, was nun auch der

verschiedene Durchläufe und Landkreis Weilheim-Schongau für

Regenrückhaltebecken in nächster

Zeit ausbauen.

die Schäden vom 29. Mai bis 5.

Juni in Anspruch nehmen kann.

Der Starkregen am 26.

Juli zählt allerdings

nicht mehr dazu, sodass

die Rottenbucher

und Böbinger in Sachen

staatlicher Unterstützung

leer ausgehen

werden.

Apfeldorf wurde vom

Starkregen am 28. und

29. Mai getroffen, doch

die Gemeinde gehört

zum Landkreis Landsberg,

der keinen Katastrophenalarm

ausgelöst

hatte. So konnten auch

die Apfeldorfer keine

Soforthilfen des Staates

in Anspruch nehmen.

Das Hauptproblem

war das Wasser vom Feld; dafür

kann man eben keinen Kanal bauen“,

meint Bürgermeister Georg

Epple. Auch Apfeldorf hat viele

Hanglagen. Die Wassermassen, die

vom Berg östlich des Dorfes angerauscht

kamen, hat Epple sogar in

Fotos festgehalten. Zur Unterstützung

kamen die Feuerwehren aus

Kinsau, Reichling und Rott, wobei

die Rotter auch im eigenen Dorf

Probleme hatten.

Fast wären die Jubiläumsfeierlichkeiten

des Trachtenvereins Rott

abgesagt worden, nachdem das

Zelt durch das Unwetter überschwemmt

worden war.

Schnelle Hilfe

von den Nachbarn

Am schlimmsten betroffen war

Apfeldorfs Friseurmeister Helmut

Ehle; am Samstag hielt sein Damm

östlich des Hauses noch — und alles

war entspannt. Am Sonntag

kam das Wasser plötzlich neben

dem Damm auf das Grundstück

und überflutete innerhalb kürzester

Zeit den gesamten Keller bis

zur Decke. Das Lager seines Friseursalons,

Sportbekleidung der

drei Kinder, Weihnachtsdeko oder

die Instrumente des Musikervorstandes

— alles kaputt. Durch die

schnelle Hilfe von Nachbarn, Mitarbeiterinnen

und Handwerkern

konnte der Salon am Mittwoch

schon wieder geöffnet werden,

trotzdem schätzt Helmut Ehle seinen

Schaden auf über 10 000 Euro.

Jetzt wird er seine Lichtschächte

höher setzen, eine Schwelle an der

Kellertreppe anbringen und den

20 | der altlandkreis


Seien Sie der Flut

haushoch überlegen.

Mit unserer innovativen Wohngebäudeversicherung

können Sie sich auch in besonders hochwassergefähr

deten Gebieten gegen die finanziellen Folgen

eines Hochwasserschadens absichern. Das bieten

nur wenige Versicherer in Deutschland.

Hauptagentur

Petra Wittmann

Der Mühlbach am Rottenbucher Fohlenhof trat komplett über die Ufer.

Wall an der Nordseite des Hauses

verlängern. „Seit fast 30 Jahren

wohne ich hier, aber so etwas gab

es noch nie“, stellt Helmut Ehle

fest.

Das gleiche kann Werner Menhart

behaupten, der ebenfalls mit

den Wassermassen vom Hang

kämpfte und den gesamten Keller

unter Wasser hatte. Er hat

mittlerweile schon gehandelt

und einen Erdwall entlang seines

Grundstückes angebracht. Die Gemeinde

hat inzwischen den Erwerb

von zusätzlichen Pumpen beschlossen

und Bürgermeister Georg Epple

verspricht, bei künftigen Baumaßnahmen

dem Hochwasserschutz

mehr Beachtung zu schenken. „Ich

arbeite intensiv daran, das Wasser

bergauf laufen zu lassen“, so seine

süffisante Antwort zu der Tatsache,

dass sich dennoch vieles nicht verhindern

lassen werde.

rg

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voller verschlammtem Müll.

september / oktober 2016 | 21


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS

Radeln, lesen und einige Jubiläen

Literaturabend: Pörnbacher liest Britting

Lechbruck | Mit dem Schriftsteller Georg Britting setzt Dr. Karl

Pörnbacher (Foto) am 29. September seine Reihe „Bayerische Autoren“

im Flößermuseum Lechbruck fort. Hier hat der Germanist

und Historiker schon Werke von Ludwig Ganghofer, Wilhelm Diess,

Oskar Maria Graf, Lena Christ und Ludwig Thoma aufgeschlagen.

Nun erinnert er an den 1891 in Regensburg geborenen und von

1921 bis zu seinem Tod 1964 in München lebenden Britting anlässlich

dessen 125. Geburtstag mit ausgewählten Erzählungen. Seine

Geburtsstadt und das Donautal haben den Dichter und sein Schreiben

nicht weniger geprägt als später das bayerische Oberland

und Tirol. Er schrieb nie im Dialekt, gleichwohl ist seine Sprache

durchzogen von bayerischem Humor und den Eigenarten des süddeutschen

Idioms, von verdichteter Anschaulichkeit und präziser

Ausdruckskraft. Lesungen mit Pörnbacher sind für Literaturliebhaber

ein Erlebnis, weil er

nicht nur Werke vorträgt,

sondern auch viel über

die Autoren zu erzählen

weiß und sie so seinen

Zuhörern sachkundig

und unterhaltsam erschließt.

Der Literaturabend

in Lechbruck beginnt

um 19.30

Uhr bei freiem

Eintritt. ts

Gewinner der Glenn Miller Orchestra-CDs

Altlandkreis | Anfang August sorgte das Glenn Miller Orchestra

in der Peitinger Schloßberghalle für einen stimmungsvollen

Abend und präsentierte mit einem unverwechselbaren, harmonischen

Sound zahlreiche Welthits. Passend dazu verlosten wir

im letzten „altlandkreis“ fünf CDs des Glenn Miller Orchestras.

Ob unsere Gewinner auch beim Konzert dabei waren? Wir wissen

es nicht. Über jeweils eine Scheibe durften sich in jedem Fall

freuen: Martin Holzheu aus Schongau, Angelika Müller aus Lechbruck,

Ehrenharda Schorer aus Bernbeuren, Maria Baumann

aus Kinsau und Resi Striegl aus Peiting. Wir wünschen

viel Spaß beim Hören. Allen, die letztes Mal kein

Glück hatten, viel Erfolg diesmal!

tis

Altlandkreis | Es sind Musiker aus Rottenbuch,

Peiting, Böbing, Steingaden, Hohenfurch, Epfach

oder Westendorf dabei, und sie alle haben eine

Passion: die bayerische Blasmusik. Vor zehn Jahren

rief der Blasmusikbeauftragte im Lechgau-

Trachtenverband, Thomas Eiler, eine eigene Gaukapelle

ins Leben, der sich spontan 25 Musiker

anschlossen. „Es sind alles gute Musikanten, die in

ihren Blaskapellen auch eingespannt sind“, weiß

der Dirigent Thomas Eiler, und deshalb beschränkt

sich diese Kapelle auf maximal drei Auftritte pro

Jahr. Die Ausrichtung ist auch nach zehn Jahren

noch die gleiche: traditionelle, bayerische Blasmusik,

gespickt mit schönen böhmischen Polkas zu

spielen und zugleich gute Unterhaltung zu bieten.

Das Jubiläum soll nun mit einem Festabend am

Samstag, 29. Oktober im Epfacher „Haus der Vereine“

gefeiert werden. Der Böbinger Männerchor,

Zehn Jahre Lechgau-Kapelle

Ein Jahr „Weibsdeifi“-Markt

Schongau | Der Weibsteufel, im Dialekt „Weibsdeife“,

ist eine verführerische, schöne, aber auch unberechenbare

Frau. Für solche — und ganz normale

— hat Beatrice Amberg, Vorstand von „Schongau

belebt e.V.“, den „Weibsdeifi-Markt“ initiiert. Seit

einem Jahr läuft der Flohmarkt von Frauen für

Frauen: „Wer könnte besser wissen als Frauen,

was Frauen gerne mögen?“, fragt die Ideengeberin

und verrät zugleich das Erfolgsrezept. Vorausgesetzt,

es lassen sich passende Geschäftsräume

auftun, ist jeder erste Samstag im Monat Markttag.

Denn das war die zweite Idee: Leerstehenden

Ladengeschäften „vorübergehend Leben einzuhauchen

und sie mit Lachen und Geplauder zu erfüllen“,

sagt Amberg. Los ging es im Oktober 2015

in der Löwenstraße, wo gerade einmal fünf Verkaufsplätze

vergeben werden konnten. Das hängt

von der Ladengröße ab. In der Münzstraße gab

es auch schon 40 Anbieterinnen. Einer der Läden

wurde neu vermietet, was vielleicht daran liege,

das Peitinger Harfenduo, die Gaugruppe des Lechgaues

und die Epfacher Plattlergruppe werden ab

20 Uhr mit Musik und Tanz zum Geburtstag gratulieren.

In einem zweiten, geselligeren Teil wird

die Lechgau-Kapelle selbst in ihrer unverwechselbaren

Art für gute Unterhaltung sorgen.

rg

„dass Interessenten n

sich die Leerstände e

unkompliziert anschauen

können“,

vermutet Amberg.

Leerstände zu reduzieren,

ist ein

Hauptanliegen

von „Schongau

belebt“, und benachbarte

Ladeninhaber nhaber hätten bestätigt,

dass sie vom „Weibsdeifi“-Publikum ebenfalls

profitieren. Der nächste Markt am 10. September

steigt ausnahmsweise im Festzelt auf dem Volksfestplatz

mit kleinem Rahmenprogramm. Am

1. Oktober öffnet der Laden in der Münzstraße 25

von 10 bis 16 Uhr für einen Tag seine e Pforten. Wer

Räumlichkeiten zur Verfügung stellen

möchte, kann sie per E-Mail (post@

schongau-belebt.de) anbieten. ts

22 | der altlandkreis


Römisches Wagenrennen zum Museums-Jubiläum

Epfach | Ein Wagenrennen wie zu Römerzeiten

organisiert der historische Ausschuss am Sonntag,

11. September, rund um das „Museum Abodiacum“

in Epfach. Den römischen Streitwagen zieht allerdings

kein Pferdegespann, sondern jeweils vier

Vertreter aus den örtlichen Vereinen. Die Epfacher

sind stolz auf ihre römische Vergangenheit und

haben dies besonders

mit ihrer 2000-Jahrfeier

anno 1986 zum Ausdruck

gebracht. Aus deren Erlös

wurde dann 1991 ein

Museum im alten Feuerwehrhaus

geschaffen,

das seither einer Vielzahl

an Besuchern, Vereinsgruppen

oder Schulklassen

Aufschluss über die Zeit der Römer in Epfach

gab. Mit einem Festakt soll das 25-jährige Bestehen

des ehrenamtlich geführten Museums um 11

Uhr offiziell gewürdigt werden. Anschließend gibt

es eine Fotoausstellung sowie für Kinder verschiedene

römische Brettspiele in der benachbarten

Tenne des Gasthauses „Sonne“. Der Wirt tischt

dazu passend römische

Gerichte auf. Wie vor 25

Jahren treten ab 15 Uhr

die Epfacher Vereine zum

römischen Wagenrennen

an, diesmal allerdings

nicht in der Au, sondern

rund um

Gasthaus und

Museum. rg

Aktionstag im Gartenwinkel

Altlandkreis | Die Thementage des Netzwerks „Gartenwinkel-Pfaffenwinkel

erfreuen sich wachsender

Beliebtheit bei allen, denen ein Garten mehr bedeutet

als nur saisonal wechselnder Blumenschmuck.

Am 11. September öffnen von 10 bis 17 Uhr gut ein

halbes Dutzend Netzwerk-Mitglieder ihre Gärten.

„Füllhorn Gartenwinkel“ lautet das Motto passend

zum Erntemonat September. Sie bieten an, was

sie an regionalen Besonderheiten gesammelt und

was Fachkundige daraus zubereitet haben: Kräutertees,

Marmeladen, Salben, Duftsalze und mehr.

Am Böbinger „Bruggerhof“ gibt es Köstlichkeiten

von Gartenbäuerinnen, der Initiative „Slowfood

Pfaffenwinkel e.V.“, einer Buchhandlung und einem

Imker. Auf dem „Paradieshof“ bei Forst können der

Obstgarten besichtigt, Beeren, Kaffee und Kuchen

genossen werden. Der Wieshof Marnbach eröffnet

seinen „Karlsgarten“, im Schaugarten Seeshaupt

beantworten Gartenkundige Fragen. Absolventinnen

des Gartenbäuerin-Lehrgangs bieten in der

Landwirtschaftsschule Weilheim eigene Produkte

an, der Obst- und Gartenbauver-

ein Obereglfing lädt ein zu diver-

sen

Aktionen in den Schaugarten

„Krautacker Moosbrunnen“. Zudem

finden überall Führungen

statt, Infos im Internet

(www.gartenwinkel-

eltpfaffenwinkel.de).

Radeln für die Hoffnung

aufs Sehen

Schongau | Ein Leben mit letztem Sehrestvermögen,

im Dunkeln, in Isolation —

das ist für Menschen mit Netzhauterkrankungen

tägliche Realität. Noch gibt es

keine Therapien und Heilungschancen,

wohl aber Forschungsansätze für Heilverfahren.

Von dieser Hoffnung getragen, radeln

unter der Schirmherrschaft des Europäischen

Parlaments 17 Tandem-Teams — der

Pilot sehend, sein Co-Pilot blind oder sehbehindert

— und sieben Ersatzfahrer aus

fünf Ländern durch Deutschland, Frankreich,

die Schweiz und Österreich. Am 5.

September machen sie Station in Schongau,

2. Bürgermeister Tobias Kalbitzer

empfängt um 7.45 Uhr die Teams vor dem

Rathaus, die mit der Tour auf Menschen

mit altersabhängiger Makuladegeneration

(AMD) und Retinitis Pigmentosa (RP)

aufmerksam machen wollen. Das Projekt

unterstützen Politiker, renommierte

Unternehmen als Sponsoren und die

„Aktion Mensch“. Auf der Website von

„Pro Retina — Stiftung zur Verhütung

von Blindheit“ (www.pro-retinastiftung.de)

sind weitere Infortmationen

zu finden.

september / oktober 2016 | 23


Zu Besuch in der Krankenhaus-Küche

Nicht gekocht wurde nie!

Schongau | Lasagne mit Rinderhackfleisch

und Rohkostsalat,

Schweinsbratwurst mit Karottengemüse

und Kartoffelpüree, Penne

mit Basilikumrahmsoße und Salat

als vegetarische Alternative oder

nur eine Spargelsuppe, falls der

Hunger nicht allzu groß ist. Dazu

jeweils Milchreis als Dessert. Vier

Menüs unter denen die Patienten

der Krankenhäuser in Weilheim

und Schongau an diesem Mittwoch

wählen können.

Reichhaltiges

Speiseangebot

Die Qualität der Verpflegung hat

einen erheblichen Einfluss auf

den Genesungsprozess, weswegen

das Küchenteam der Krankenhaus

GmbH mit einem attraktiven

Speisenangebot, bestehend aus

schmackhaften, abwechslungsreichen

und ausgewogenen Mahlzeiten,

zum Wohlbefinden beitragen

will. Die Patienten können

wöchentlich in einem gedruckten

Plan ihre Speisen selbst wählen

und zusammenstellen. Mittags

werden, inklusive der Variante

für den kleinen Hunger“, vier

verschiedene Menüs angeboten,

abends drei. Morgens kann zudem

aus einem reichhaltigen Frühstücksangebot

gewählt werden.

Für rund 350 Essen pro Mahlzeit

wird in der geräumigen Küche

vorbereitet, geschnibbelt, gewürzt,

gebacken oder gekocht. Eine logistische

Meisterleistung, wie ein

Blick über die Schultern der 24

Mitarbeiter beweist. Schließlich

müssen in Krankenhäusern weitaus

mehr Aspekte bedacht werden

als in vergleichbaren Großküchen.

„Allergien,

Krankheiten wie Diabetes

oder Lebensmittel-Sperren

nach

Operationen“, listet

Roberto Hänsel nur

einige Schlagwörter

auf, die er und sein

Team während der

täglichen Arbeit beachten

müssen. Der

40-jährige gelernte

Unverträglichkeiten,

Koch und weitergebildete Küchenmeister

ist seit 2009 Leiter der

Krankenhausküche, in der er mittlerweile

16 Jahre arbeitet. „Nicht

gekocht wurde in unserer Küche

nie“, räumt er sogleich mit einem

gelegentlich geäußertem Vorurteil

auf. Ohne zu verschweigen, dass

„aus logistischen und selbstverständlich

auch Kostengründen natürlich

einige Produkte zugekauft

werden“. Der Großteil der Lebensmittel

wird von einem bewährten

Unternehmen aus Kempten bezogen.

Dreimal pro Woche wird die

Ware angeliefert, damit das Lager

überschaubar bleibt und alle Lebensmittel

frisch sind. Die hohen

Standards hinsichtlich der Hygiene

zeigen sich erstmals bei der Warenanlieferung.

Der Bereich für die

Lebensmittel ist baulich komplett

getrennt vom restlichen Anlieferbereich.

Unterschiedliche Fliesen

zeugen zudem von der Trennung

des Anlieferbereichs und dem

„sensiblen Bereich“. In Letzteren

darf nur, wer sich eine entsprechende

Schutzkleidung anlegt und

seine Hände desinfiziert. Hygieneschulungen

für das Personal stehen

regelmäßig auf der Tagesordnung.

Die verschiedenen Kühlräume

und Lager der Lebensmittel sind

nach Themen sortiert, die Räume

je nach Anforderung auf eine

bestimmte Temperatur gekühlt.

Molkerei-Produkte etwa dürfen nie

über sieben Grad haben. All diese

hohen Standards sind Teil der sogenannten

„guten Hygienepraxis“,

definierte Leitlinien im Rahmen

des HACCP-Konzepts, der Gefahrenanalyse

kritischer Lenkungspunkte,

nach der in der Krankenhausküche

gearbeitet wird.

Von „Cook and Serve“

zu „Cook and Chill“

Sonderveröffentlichung der

Küchenchef

Roberto Hänsel (links)

mit Projektleiter Till Döring

Ende 2014, Anfang 2015 wurden

die Räumlichkeiten, im Rahmen

der Eingliederung der Weilheimer

Küche ins Schongauer Krankenhaus,

umgebaut. Während der

halbjährigen Bauphase, die parallel

zum Tagesgeschäft lief, involvierte

man bereits das Gesundheitsamt,

um so alle Neuerungen

frühzeitig aufzuzeigen. Im Zuge

dieser Umstrukturierungen wurde

das Kochsystem von „Cook and

Serve“ — also Kochen und sofort

servieren — auf das sogenannte

„Cook and Chill“ umgestellt. Da-


DAS REZEPT VOM KÜCHENCHEF:

Der Sonntags-Zopf

Die Zutaten:

40 g Hefe

800 g Mehl

300 ml Milch

100 g Zucker

2 Pck. Vanillezucker

85 g Butter

4 Eier

10 g Salz

Abrieb von einer Bio-Zitrone

Rosinen nach Geschmack

1 Eigelb zum Bestreichen

Die Zubereitung:

Die Hefe mit etwas Mehl und Zucker sowie der lauwarmen Milch

verrühren und bei circa 35 Grad 15 Minuten gehen lassen. Nun

alle Zutaten (bis auf die Rosinen) circa 15 Minuten durchkneten.

Dann den Teig eine Stunde gehen lassen und ihn anschließend

mit den Rosinen zusammenkneten. Drei Stränge formen und diese

flechten. Nochmals den Zopf 30 Minuten

gehen lassen. Den Zopf mit dem

Eigelb (mit etwas Wasser

aufgeschlagen) bestreichen

und bei 160 Grad 45

Minuten backen.

mit ist ein Verfahren ren der Gemeinschaftsverpflegung

fl gemeint, bei

dem auf eine unmittelbare Ausgabe

einer Testphase, um das Brot, welches

etwa in Schongau von der Bä-

der Speisen im Gegensatz ckerei Michl kommt, direkt auf die

zur herkömmlichen Warmverpflegung

Stationen zu liefern. „Es ist zwar

verzichtet wird. Die warmen ein logistischer Mehraufwand,

Speisenkomponenten werden auf aber wir versuchen, ständig zu

herkömmliche Weise zubereitet

und gegart, dann aber innerhalb

von 90 Minuten auf eine Temperatur

optimieren“, versichert Till Döring,

Projektmanager bei der Dorfner

GmbH, die den gesamten Prozess

von unter vier Grad gekühlt. der Umstrukturierung begleitet

Die gekühlte Speise könnte bei und als erfahrenes Unternehmen

ununterbrochener Kühlkette bis vorangetrieben hat.

zu vier Tage ohne Qualitätsverlust

gelagert werden. Bei der Krankenhaus

GmbH wird immer für

Die Sache mit dem

Berliner Kennzeichen

den folgenden Tag frisch gekocht.

Nachdem die Speisen im „Chiller“

runtergekühlt und anschließend

Über ein induktives Heizverfahren

werden die Speisen aufgewärmt,

gelagert wurden, kommen sie in bevor sie auf die Stationen gebracht

einem baulich getrennten „Portionierraum“

auf die Teller. Um die

Kühlung nicht zu unterbrechen

ist der Raum ebenfalls auf sieben

Grad temperiert. „Das ist auch der

Grund, warum das Brot etwas kühler

ist, als man es vielleicht von daheim

gewöhnt ist“, erklärt Roberto

Hänsel. Derzeit befinde man sich in

werden. Seit der Umstrukturierung

wird in Schongau das Essen für die

beiden Krankenhäuser und das angegliederte

Altenheim gekocht und

vorbereitet. Nach Weilheim gelangen

die Speisen mit einem eigens

geleasten Kühl-Lastwagen. „Die

Firma, von der wir den Transporter

leasen, sitzt in Berlin — daher

das Kennzeichen“, erklärt Döring

schmunzelnd. Schließlich habe

er schon die wildesten Gerüchte

gehört, etwa, dass das Essen aus

der Hauptstadt komme. Alle vier

Wochen wiederholt sich der Speiseplan,

wenngleich er laufend

verbessert und abgeändert wird.

Neuerdings gibt es zwischendurch

Spezialitätenwochen mit verschiedenen

Themen wie „Griechenland“

oder „Fit und Vital“. Dass jemand

während seines Aufenthaltes häufiger

in den Genuss der gleichen

Mahlzeiten kommt, sei indes äußerst

selten. Die durchschnittliche

Verweildauer der Patienten bei

der Krankenhaus GmbH liegt unter

sechs Tagen. Verwunderlich ist die

Tatsache, dass die Geschmäcker in

Weilheim und Schongau ziemlich

unterschiedlich sein sollen, wie

uns Roberto Hänsel erklärt. Nochmal

ein wenig mehr Aufwand also

bei der täglichen Arbeit mit den

frischen Lebensmitteln.

tis

Roberto Hänsel

zeigt ein Tablett

mit der induktiven

Heiztechnik. Rechts

eine kleine Portion

Lasagane, die im

gekühlten und

baulich getrennten

Raum auf die Teller

wandert (unten)

Sogenannte

„Rückstellproben“ (Bild rechts):

Von jeder Mahlzeit werden zur Absicherung

und gegebenenfalls Überprüfung eine Woche

lang zwei Proben aufbewahrt.

september / oktober 2016 | 25


Dr. Peter Baumann — neuer Chefarzt in der Gefäß- und Endovaskularchirurgie

Wir brauchen das Messer

immer ein Stück weniger

Weilheim/Schongau | Seit

dem 1. August ist Dr. Peter

Baumann neuer Chefarzt in

der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie

in der Krankenhaus

GmbH Landkreis Weilheim-Schongau.

Der 45-Jährige

ist von der Deutschen Gesellschaft

für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin

zertifizierter endovaskulärer

Spezialist und mit den minimalinvasiven

Kathetertechniken zur

Behandlung von Gefäßkrankheiten

bestens vertraut. „Narkose

und Skalpell können wir heute

häufig durch eine örtliche Betäubung

und minimalinvasive Techniken

ersetzen. Mit modernster

Kathetertechnik können wir beispielsweise

von der Leiste aus verschlossene

Blutgefäße wiedereröffnen“,

so Dr. Peter Baumann. Im

„altlandkreis“-Interview spricht

der Mediziner der das Tauchen,

Klettern und Kochen — insbesondere

Sushi — zu seinen Hobbies

zählt, über seine ersten Eindrücke

bei der Krankenhaus GmbH, was

es noch zu tun gibt und wie wichtig

ihm der persönliche Kontakt zu

seinen Patienten ist.

Dr. Baumann, mit welchen beruflichen

Erfahrungen sind Sie zur

Krankenhaus GmbH gekommen?

Meine Ausbildung habe ich im

Klinikum Ingolstadt absolviert, wo

ich von 1998 bis 2009 zunächst die

komplette Chirurgie durchlaufen

habe, ehe ich mich vor rund elf

Jahren als Gefäßchirurg spezialisiert

habe. Ab 2009 war ich leitender

Oberarzt am Benedictus

Krankenhaus, wo ich half, die Gefäßchirurgie

mit aufzubauen.

Gibt es seit ihrem Antritt als Chefarzt

bereits Veränderungen in der

Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie?

Die Hauptveränderung ist sicherlich,

dass wir etwas den Standortschwerpunkt

der Gefäßchirurgie

und der endovaskulären Medizin

nach Weilheim verlagern. Hier

haben wir bessere technischen

Möglichkeiten und auch bessere

interdisziplinäre Voraussetzungen.

Als Gefäßchirurg kann man nicht

alleine arbeiten. Man braucht Internisten,

Radiologen, Neurologen

und, und, und. Der Erfolg hängt

davon ab, ob das Zusammenspiel

mit anderen Disziplinen klappt.

Allerdings wird es selbstverständlich

auch zukünftig Ansprechpartner

und Behandlungsmöglichkeiten

in Schongau geben.

Wo sehen Sie noch Probleme?

Wir optimieren ständig Abläufe.

Die Voraussetzungen und auch das

Equipment sind hier, um eine hervorragende

Gefäßchirurgie anbieten

zu können. Außerdem konnten

wir bereits einige neue Verfahren

etablieren. Zum Beispiel können

nun Gefäßablagerungen mittels

Katheterverfahren ausgeschält

werden, und wir bieten ein neues

nierenschonendes Verfahren

zur Gefäßdarstellung an, welches

ohne Röntgenkontrastmittel auskommt.

Was sind typische Krankheitsbilder

oder Symptome, mit denen Patienten

in die Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie

kommen?

Typisch sind die Schmerzen in den

Beinen bei Belastung, wie etwa

beim Gehen. In Ruhephasen ist

dann meist alles in Ordnung. Klar:

Unübersehbar sind auch nicht heilende

Wunden an Beinen, Zehen

oder Unterschenkel. Allerdings

sind typische Symptome mitunter

schwierig zu benennen, da Patienten

die Schmerzen oft auf die

Gelenke reduzieren und gar nicht

wissen, dass es mit den Gefäßen

zu tun hat. Daher sind regelmäßige

Vorsorgeuntersuchen ganz wichtig.

Diese dauern mit dem Ultraschall

Sonderveröffentlichung der

Nähe zu den Patienten t ist Chefarzt hf Dr. Peter Baumann ganz wichtig. i Eine Ultraschall-Vorsorgeuntersuchung dauert nur wenige Minuten.


vielleicht zehn Minuten und können

durch den Hausarzt erfolgen.

Können Sie uns den Weg durch

das Krankenhaus eines typischen

Gefäß-Patienten aufzeigen?

Der übliche Weg geht über den

Hausarzt. Die Kollegen in der Niederlassung

überweisen zu uns,

wenn Abklärungsbedarf besteht,

weitere Untersuchungen oder

womöglich eine OP ansteht. Wir

arbeiten hier vertrauensvoll zusammen.

Durch uns erfolgen dann

weitere Untersuchungen wie etwa

Ultraschall, CT und andere Verfahren.

Je nach Befund wird dann für

jeden Patienten eine individuelle

Therapiestrategie festgelegt.

Gibt es für Gefäßpatienten heutzutage

Alternativen zu einer Operation?

Selbstverständlich! Gehtraining

beispielsweise, damit die Sauerstoffleistung

des Muskels sich

verbessert. Das hört sich ziemlich

leicht an, ist es aber nicht. Schließlich

haben die Betroffenen ja starke

Schmerzen. Es muss nicht immer

gleich eine OP sein. Die Selbstdisziplin

ist entscheidend. Aber es ist

auch nicht jeder für alles geeignet.

Hat sich die Gefäßmedizin in den

letzten Jahren verändert?

Ja, heutzutage verlieren nur noch

ganz wenige ihr Bein. Die Amputationsrate

ist extrem gesunken. Da

hat sich in den letzten 20 Jahren

sehr vieles zum Positiven entwickelt

und es wird immer besser.

Deshalb ist es wichtig, immer auf

dem Laufenden zu bleiben. Ein Beispiel

sind die sogenannten „aufgezweigten

Stents“ zur Behandlung

der Bauchschlagader. Hier gibt es

nur eine handvoll Kliniken, die diese

Behandlung anbieten. Und seit

dem 1. August ein Haus mehr. (mit

einem Augenzwinkern)

Wen kann die Krankenhaus GmbH

behandeln?

Wir behandeln fast das komplette

Gefäß- und endovaskuläre Spektrum.

Hauptsächlich Durchblutungsstörungen,

Raucherbeine,

Schaufensterkrankheit, Venenleiden

wie Krampfadern, Offenes

Bein, Diabetischer Fuß und so weiter.

Ein großes Feld ist die Bauchschlagader.

Früher musste man

etwa nach einem Bauchschlagader-Aneurysma

zwei Wochen im

Krankenhaus bleiben. Heutzutage

bleiben die Patienten im Schnitt

fünf Tage. Wir brauchen das Messer

immer ein Stück weniger.

Unterscheidet sich die Medizin in

Schongau und Weilheim?

Die Standorte Schongau und Weilheim

gehören untrennbar zusammen.

Schongau wird weiterhin ein

Anlaufpunkt sein, und es werden

genauso Ansprechpartner wie in

Weilheim vor Ort sein. Einige Operationen

machen wir auch direkt

dort.

Schaufensterkrankheit

Der umgangssprachliche Name „Schaufensterkrankheit“ ist damit

zu erklären, dass Betroffene auf Grund von Durchblutungsstörungen

nach kurzer körperlicher Aktivität Schmerzen durch Sauerstoffmangel

(Ischämie) erleiden. Diese Schmerzen zwingen die Betroffenen, die

jeweilige Aktivität einzustellen. Damit die Beschwerden etwa beim

Einkaufen anderen Personen nicht auffallen, bleiben Betroffene oft

vor Schaufenstern stehen, bis die Schmerzen nachlassen. (Quelle: Wikipedia)

Was macht für Sie — nach solch

kurzer Zeit — die Krankenhaus

GmbH aus?

Der persönliche Umgang. Für mich

ist das ganz wichtig, dass Patienten

nicht nur irgendwelche Nummern

sind. Außerdem sind die Wege sehr

kurz. Ich weiß sofort, wen ich anrufen

muss, wenn etwas hakt. Das

Haus ist einfach super. Man hilft

mir überall, damit ich mich in der

neuen Position des Chefarztes auch

zurecht finde. Der neue Untersuchungsraum

etwa war nach drei

Tagen nach unseren Vorstellungen

eingerichtet. Und obwohl wir ein

relativ kleines Haus sind, gibt es

dennoch alles, um hervorragende

Medizin anzubieten.

Waren das die entscheidenden

Gründe, zur Krankenhaus GmbH zu

wechseln?

Absolut. Neben der Möglichkeit,

den nächsten Schritt in der beruflichen

Laufbahn zu machen,

stimmen hier einfach die Voraussetzungen,

um hochwertige Gefäßchirurgie

und endovaskuläre

Medizin zu betreiben.

tis

> > > KONTAKT

Klinik für Gefäßchirurgie

und Endovaskularchirurgie

Krankenhaus Weilheim

Telefon 0881-188-673

Telefax 0881-188-677

gefaesschirurgie@kh-gmbh-ws.de

Krankenhaus Schongau

Telefon 08861-215-292

Telefax: 08861-215-693

gefaesschirurgie@kh-gmbh-ws.de

september / oktober 2016 | 27


Kioskbetreiber als bayerische Kulturvermittler — zwei Porträts

Einmal König zum Mitnehmen, bitte!

Steingaden / Starnberg | Tassen und

Schmuckteller mit dem Konterfei

Ludwigs II., quietschbunte Postkartenmotive,

Shirts mit bajuwarischen

Erkennungszeichen —

und immer wieder Schloss Neuschwanstein:

Wenn sich Touristen

aus aller Welt ein Andenken aus

bayerischen Landen mit nach Hause

nehmen wollen, steht ihnen

eine schier unerschöpfliche Quelle

an Möglichkeiten zur Verfügung.

Hüter dieser Sinnbilder Bayerns

sind die Kioskbetreiber, die damit

nicht nur dafür sorgen, Erinnerungen

an die Urlaubszeit am Leben

zu erhalten, sondern auch das Bild

des Einheimischen an sich mitzugestalten.

Das ist mitunter keine

leichte Aufgabe, aber gleichzeitig

eine sehr befriedigende. Zwei

Betreiber haben sich in die (Post)-

karten blicken lassen.

Verständigung

mit Hand und Fuß

Beinahe wie der Eintritt in eine

geheime Höhle mutet es an, wenn

man sich den Verkaufsfenstern des

Kiosks an der Dampferanlegestelle

in Starnberg nähert. Dicht an dicht

hängen hier Stofftiere, Schmuckteller,

Aufkleber, Kühlschrankmagnete

oder Anstecknadeln, säumen

Postkartenständer den Weg, ist

jeder Zentimeter Ablagefläche mit

„Memorabilia Bavariae“ gefüllt.

Seit knapp 27 Jahren sorgen hier

Werner und Mirl Gschwendtner,

unterstützt durch Werners Schwester

Sonja und eine Mitarbeiterin,

für einen nie versiegenden Nachschub

an Mitbringseln, aber auch

für das leibliche Wohl ihrer Laufkundschaft.

365 Tage im Jahr hat

ihr Kiosk geöffnet, in sommerlichen

Spitzenzeiten auch gerne einmal

bis 22 Uhr; von früh morgens

an, wohlgemerkt! Nur ein einziges

Mal in dieser Zeit musste das

Paar den Kiosk geschlossen halten,

aber nicht aus Gründen fehlender

Kundschaft. Sturm „Wiebke“ war

schuld und machte es aufgrund

kräftiger Winde unmöglich, überhaupt

die Holzfensterladen zu öffnen.

Ansonsten sind die beiden vor

Ort, jeden Tag.

Der prominente Platz ihres Kiosks

am Beginn der Starnberger Seepromenade

sorgt für unablässigen

Kundenverkehr. Touristen aus aller

Welt seien schon vor ihren Fenstern

gestanden, erzählt Werner

Gschwendtner. Mexikaner, Asiaten,

aber auch

Amerikaner, Afrikaner, Neuseeländer,

Europäer sowieso. „Da unterhält

man sich schon manchmal mit

Händen und Füßen“, sagt Mirl, seine

Frau. Beide bilden eine Einheit,

deren Warmherzigkeit man schon

nach wenigen Minuten Gespräch

spüren kann. Vielleicht erklärt das

auch die Tatsache, dass beide trotz

des immensen Stundenpensums

immer noch Freude an ihrer Arbeit

haben. „Es kommt unglaublich viel

von den Menschen zurück“, bestätigt

denn auch Mirl Gschwendtner.

„Sonst könnten wir das gar nicht

leisten.“ Einen sichtbaren Beleg,

dass sich Touristen mit ihnen —

trotz der kurzen Verweildauer —

ebenso wohl fühlten, findet man

im Inneren des Kiosk: Hier zeugen

eine Vielzahl an Postkarten aus

aller Welt davon, dass Touristen

diese erfahrene Freundlichkeit zu

schätzen wussten — und mit einem

Gruß aus ihrer Heimat bestätigten.

„Wo ist denn das Schloss

Neuschwanstein?"

Die viele Arbeit eines Kioskbetreibers hat manches Mal auch einen romantischen

Kern: Werner und Mirl Gschwendtner halten das enorme

Pensum auch deshalb durch, weil sie einander haben.

Die Gschwendtners verkaufen

nicht nur Sehenswürdigkeiten

zum Mitnehmen, sie bieten Einblick,

wenn gewünscht, in geschichtliche

Hintergründe oder

geben Tipps für Ausflugsziele.

Manches Mal müssen sie

auch Enttäuschungen abfedern.

„Wo ist denn das Schloss Neuschwanstein?“,

fragen gerade asiatische

Touristen immer wieder.

„Wenn ich dann antworte, etwa

90 Kilometer von hier im Raum

Füssen, fallen die Gesichter nach

unten“, amüsiert sich Werner

Gschwendtner. Als eine Art Disneyland

auf einem fußläufigen

Areal stellen sich manche Touristen

die bayerische Denkmal- und

Schlösserlandschaft vor. Alles am

Ufer des Starnberger Sees. Das

wäre praktisch. Allerdings würde

dann wohl auch die Anzahl der

Besucher exorbitant nach oben

schnellen — und selbst für das

routinierte Betreiberpaar Geschwendtner

nicht mehr zu bewältigen

sein.

Praktisches aus

„Germany“

Für hiesige Ohren schnell zu erkennen:

Die Pächterin des Kiosks „Zum

Wiesherrle“ unterhalb der Wieskirche

in Steingaden kommt nicht

aus Bayern — „sondern

28 | der altlandkreis


aus der Steiermark“, wie Veronika

Fanta lachend bestätigt. Seit rund

acht Jahren steht sie gemeinsam

mit ihrem Ehemann als Souveniranlaufstelle,

Auskunftsgeber und

manchmal auch Seelentröster

den Besuchern des Barockjuwels

zur Verfügung. Beide sind in der

Gastronomie beruflich beheimatet,

und das hat sie damals nach

Bayern kommen lassen. Veronika

Fanta mag ihre Arbeit sehr, sonst

wäre wohl auch ihr Pensum nicht

zu schaffen. Glaubt man den Zahlen,

kommen rund eine Million

Menschen im Jahr hierher, um

die Wieskirche zu bestaunen. Das

verschafft, neben dem der Fantas,

drei weiteren Kiosks am Areal ein

Auskommen. Leidenschaft für ihre

Aufgabe bringe sie immer noch

mit, erklärt Fanta bestimmt. Und

das strahlt sie auch aus.

Stellen Produkte mit dem „Kini“

den Verkaufsschlager im Starnberger

Kiosk, sind die Kunden

Veronika Fantas auf ganz andere

Mitbringsel fixiert. Amerikaner

zum Beispiel wollen einen Beleg

ihres Aufenthalts, in sichtbarer

Form. „Das Wort Deutschland

oder Germany muss auf dem

Souvenir zu finden sein“, erklärt

die Betreiberin. Ein „Ich war hier“

in portabler Form, sozusagen.

Dauerbrenner, neben Postkarten

— „die gehen immer“ — sind

Bekleidungsteile. Auch hier lässt

sich fast eine Art Modifizierung

vergangener Souvenirtrends erkennen.

„Was zum Anziehen ist

eben praktisch, ob mit oder ohne

bayerischem Motiv“, sagt Veronika

Fanta. „Ein Staubfänger für

daheim ist nicht mehr so gefragt.“

Apropos gefragt: Natürlich gibt es

auch in Steingaden ein Motiv, das

sich immer verkaufen lässt; egal

in welcher Form. Veronika Fanta

beugt sich etwas vor, bis sie die

Wieskirche im Blickfeld hat. Dann

sagt sie: „Schloss Neuschwanstein

geht immer.“ Die gute Nachricht

für ihre asiatischen Touristen hat

denn auch einen geografischen

Kern. „Von hier aus ist es ja nicht

so weit dahin.“

rp

Veronika Fanta erfährt ebenso Wertschätzung von „ihren“ Touristen. So

bekommt auch sie Postkarten zurück aus aller Welt. Ihre Tochter folgte

jüngst sogar der Einladung eines Paares aus Australien.

september / oktober 2016 | 29


Der Gau Auerberg ist auf dem Vormarsch

Fingerhakeln — ein

bayerischer Kult(ur)sport

Bernbeuren | Seit Jahrzehnten

liefern sich die Fingerhakler vom

Gau Auerberg ein Kopf-an-Kopf-

Rennen mit dem Ammergau. In

den 1990er-Jahren waren die

Auerbergler vorn, in den letzten

zehn Jahren waren die Ammergauer

bei fast allen Mannschaftswertungen

siegreich. Mit der

bayerischen, der deutschen und

der alpenländischen Meisterschaft

gibt es jährlich drei große

Wettkämpfe; nun zeichnet sich

wieder eine Trendwende ab: Denn

die Hakler vom Auerberg und Umgebung

konnten die letzten beiden

Wettbewerbe in der Gesamtwertung

für sich entscheiden.

Am Kampftisch

gegenüber

Bei diesem Sport darf man seinen

Gegner mal so richtig über

den Tisch ziehen, und das nicht

nur im sprichwörtlichen Sinne.

Zwei Männer sitzen sich am

Kampftisch gegenüber, greifen

beide mit dem Mittelfinger in

einen Lederring und ziehen auf

Kommando. Unter kräftigen Anfeuerungsrufen

dauert der Kampf

meist nur wenige Sekunden. Die

Fingerhakler verkeilen sich richtig

am Tisch, plötzlich muss doch

einer nachgeben.

Was früher mehr eine Stammtisch-Gaudi

war, haben passionierte

Fingerhakler in den 1950er

Jahren zu einem strukturierten

Sport entwickelt. „Ich war beim

Viehmarkt in Peißenberg und

da bin ich zu dem Verein gestoßen“,

erinnert sich der Bernbeurer

Matthias Socher. Er hat dann

gleich bei einer Meisterschaft

im August 1961 in Schongau als

Neuling alle Gegner über den

Tisch gezogen. Einige Bernbeurer

Freunde hatten damals zugeschaut

und so wurde die Begeisterung

für das Fingerhakeln

auch am Auerberg geweckt. Man

gründete im Dezember 1961 eine

Ortsgruppe Bernbeuren, die zum

Ammergau gehörte. Innerhalb

weniger Jahre wurde diese Ortsgruppe

immer stärker und brachte

erstklassige Hakler hervor.

„Da hat uns der Ammergau beschränkt

und das haben wir uns

nicht gefallen lassen“, erinnert

sich das Hakler-Urgestein an das

Jahr 1964, als sie einen eigenen

Gau Auerberg ausriefen. 28 Jahre

lang fungierte Klaus Kimmerle

als Vorsitzender der Auerbergler

und war im Landesverband aktiv.

Zeitweise gehörten auch zwei

Ortsgruppen aus Obergünzburg

und Kaufbeuren zum Gau, doch

deren Aktivitäten sind wieder

eingeschlafen. Heute zählt der

Gau Auerberg 305 Mitglieder,

die nicht nur aus Bernbeuren

kommen, sondern auch aus Lechbruck,

Stötten, Roßhaupten oder

Steingaden, und diesen bayerischen

Kultursport mit Begeisterung

betreiben.

In der Bernbeurer Auerberghalle

besitzt der Gau ein kleines

Vereinsheim und einen Trainingsraum,

in dem jeden Dienstag

kräftig geschwitzt wird. Mit

Fitness-Geräten, Hanteln oder

einer Klimmzug-Stange wird

viel Krafttraining gemacht. Dann

müssen natürlich auch die Finger

Im Fitnessraum der Fingerhakler in Bernbeuren haben die jungen Burschen

Spaß am Training.

30 | der altlandkreis


Zwei Auerbergler am Kampftisch, links Markus Geisenhof, rechts Christoph Gast bei der bayerischen

Meisterschaft 2016.

Hermann Dreher wurde 2012 Deutscher Meister und dabei traditionell

von zwei seiner Vereinskameraden in die Höhe gestemmt.

entsprechend trainiert und am

Kampftisch die Technik ausgefeilt

werden. „Es gewinnt nicht der

stärkste Bulle, sondern der Hakler

mit der besten Technik“, weiß

Trainer Markus Geisenhof. Im

Trainingsraum treffen sich regelmäßig

zwischen 15 und 25 Nachwuchshakler,

die sichtlich Spaß

am gemeinsamen Kräftemessen

haben. „In meiner Familie hat

das Fingerhakeln Tradition und

mir gefällt auch die Gemeinschaft

hier“, erzählt Phillip Schuster, der

in der Juniorenklasse schon recht

erfolgreich ist. Alle im Bernbeurer

Trainingsraum schwärmen

von der familiären Atmosphäre,

die unter den Haklern in ganz

Bayern herrscht. „Am Tisch sind

wir Konkurrenten, danach wieder

gut Freund“, erklärt Trainer Markus

Geisenhof, der diesen Fingerhakler-Geist

auch an die Jugend

vermittelt.

In neun Gauverbänden

organisiert

In Bayern sind die Fingerhakler in

neun Gauverbänden organisiert,

die alljährlich ihre bayerische

Meisterschaft austragen. Die

nächste Instanz der deutschen

Meisterschaft birgt eigentlich

wenig Unterschied, da es in den

anderen Bundesländern keine

organisierten Hakler gibt. Dafür

existieren in Österreich drei weitere

Gauverbände, die sich alljährlich

bei der alpenländischen

Meisterschaft mit den Bayern

messen. „Früher nannte man das

die internationale Meisterschaft,

doch davon sind wir wieder abgekommen,

weil es unsere Tradition

bleiben soll“, erklärt der

Landesvorsitzende Anton Bader.

Denn es gab Zeiten, da versuchten

sogar Chinesen ihr Glück am

Kampftisch und das gefiel den

traditionsbewussten Fingerhaklern

eher weniger.

Weibliche Teilnehmer sind beim

Fingerhakeln ebenfalls nicht erwünscht;

trotzdem führt Monika

Arlt seit zwölf Jahren das Protokollbuch

der Bernbeurer. Aus ihren

detaillierten Niederschriften

kann sie die Matadoren benennen,

die den Gau Auerberg derzeit

so stark machen.

Die Matadoren

des Gaus Auerberg

Da ist ein Max Socher bei der

Jugend, ein Phillip Schuster bei

den Junioren, das Schwergewicht

Markus Geisenhof oder auch bei

den Senioren ein Hermann Dreher

sowie Hans-Peter Reichart,

die über viele Jahre konstante

Leistungen bringen. Es gibt neun

verschiedene Alters- und Gewichtsklassen

und nur die besten

sechs in jedem Wettbewerb sammeln

Punkte für die Gesamtwertung.

Mit einer Mannschaft von 30

bis 35 Haklern fährt Gauvorstand

Josef Hiltensberger zu den großen

Wettbewerben, die nach festem

Turnus in allen bayerischen Gauen

stattfinden. „2018 haben wir

die deutsche Meisterschaft bei

uns und das möchten wir in einem

großen Festzelt ausrichten“,

sagt Josef Hiltensberger und ist

sich dabei auch der Unterstützung

zahlreicher Auerbergler-Fans

sicher. Ihre Siegesserie wollen

sie bis dahin natürlich fortsetzen

und den Mannschaftssieg dann

hoffentlich auch im eigenen Gau

einfahren.

rg

lip-Flop und Hausschuhe nach Ma



Benjamin Schwarz







inlagen nach Ma








september / oktober 2016 | 31


Schüler des Welfen-Gymnasiums überqueren Alpen mit dem Mountainbike

„Nur noch 100 Höhenmeter“

Schongau | In der Mai/Juni-Ausgabe

berichtete „der altlandkreis“

über eine Gruppe von Schülern

des Welfengymnasiums, die

im Rahmen ihres sogenannten

Projekt-Seminars die Alpen von

Füssen bis zum Comer See in Italien

überqueren wollten; über die

intensive Vorbereitung, das harte

Training und die Schwierigkeiten,

mit denen die 13 Schüler im Vorfeld

zu kämpfen hatten. Ende Juli

haben sie nun ihr Vorhaben in die

Tat umgesetzt und sind zu ihrer

Tour aufgebrochen. Gleich vorweggenommen:

Die Strapazen

im Vorfeld haben sich gelohnt,

alle Teilnehmer haben das Ziel

am Comer See erreicht — mit einigen

Geschichten im Gepäck.

Vorbereitung

macht sich bezahlt

Start der Transalp-Tour war am

17. Juli in Füssen, wo das Gepäck

zunächst in einen eigens organisierten

Shuttle-Bus geladen wurde,

der die Gruppe während der

sechs Tagesetappen begleiten

sollte. Der Bus hatte den primären

Zweck, immer dann zur Stelle

zu sein, sollte jemand verletzungsbedingt

nicht weiterfahren

können. War während den Vorbereitungen

noch über die Notwendigkeit

eines solchen „Services“

diskutiert worden, sollte

sich die Begleitung später durchaus

bezahlt machen. Zwar liefen

die wenigen Stürze ausnahmslos

glimpflich ab, der Plan, die Alpen

komplett verletzungsfrei zu

überqueren, ging dennoch nicht

auf. Bereits auf der ersten Etappe

„lupfte“ es einen Schüler aus

dem Sattel, nachdem sein Vorderrad

im Schotter wegrutschte.

Leichte Verletzungen am Handgelenk

und eine Schürfwunde am

Ellenbogen waren die Folge. Der

Shuttle-Bus war zur Stelle und

fuhr den Verletzen vorsorglich

ins Krankenhaus. Glücklicherweise

ging die Tour für ihn am

nächsten Tag weiter. Die Weitsicht

im Rahmen

der fast ein Jahr andauernden

Planungen hatte sich also ausgezahlt,

ebenso wie bei den

abendlichen Ankünften in den im

Vorfeld gebuchten Unterkünften.

Nach jeder anstrengenden Etappe

wurden die Muskeln gedehnt

und massiert, kleinere „Wehwehchen“

versorgt, um so fi t für

den nächsten Tag zu sein. Auch

das wurde während der intensiven

Vorbereitung simuliert.

Lernen

fürs Leben

Insgesamt entpuppte sich die

Gruppe, die sich täglich mehr

oder weniger pünktlich um 9 Uhr

auf den Weg machte, als erstaunlich

homogen. Insbesondere

wenn man bedenkt, dass es für

die meisten Teilnehmer die erste

Tour diesen Ausmaßes war. „Die

Harmonie im Team war unglaublich,

nie hing jemand konditionell

hinterher, jeden Tag fuhr jemand

anderes voraus“, schwärmen die

Schüler unisono. o.

Das

harte Training

im Vorfeld hat sich in

jedem Fall gelohnt.

Die gesamte Tour wurde

von den Schülern eigen-

enständig

geplant. Routen

wurden organisiert, Strecken

ausgesucht, Hotels

gebucht, Sponsoren gefunden

und vieles mehr.

Der Lernerfolg war gerade

in den Bereichen

Organisation und Kooperation

enorm, wie

die Teilnehmer bestätigen

— das Ziel eines

Projekt-Seminars also

voll erfüllt. Die Fähigkeit

jedes einzelnen,

im Team zu arbeiten, sei definitiv

gestärkt worden. Egal ob

jemand

stürzte, einen Platten ten oder

eine andere Panne an seinem

Fahrrad hatte, sofort waren die

Kollegen zur Stelle. Unvergleichlich

für die 13 Schüler und ihre

Begleitpersonen war die einzigartige

Landschaft. Nach beschwerlichen

Bergfahrten und so

manchem m Schmerz im

Hintern,

„sieht der

Gipfel noch viel schö-

32 | der altlandkreis


ner aus“, wie Teilnehmer Thomas

die Schüler monieren. Aus „nur

Papas erklärt. Der Bernina-Pass

auf der Strecke von S’Charl nach

Livigno war eines der Highlights

der Tour. Mit 2 500 Metern erreichten

die Radler dort den

höchsten Punkt, inklusive einem

herrlichen Ausblick auf den 4 048

noch 100 Höhenmetern“ wurde

nicht selten das dreifache oder

auch mehr. Sämtliche Diskussionen

gipfelten in einer Wette auf

der letzten Etappe, die eigentlich

als entspannend galt. Die Lehrer

behaupteten, es seien noch 600

Meter hohen Piz Bernina, den Höhenmeter, die Schüler wetteten

höchsten Berg der Ostalpen.

dagegen.

Als nach rund 90 Kilometern

Der Running-Gag der Comer See erreicht wurde,

sprangen alle voller Freude und

wird zur Wette

samt Radlerhose ins Wasser und

Zu einer Art „Running Gag“ während

der Tour entwickelte sich die

tägliche Angabe der zu absolvierenden

Höhenmeter.

Die begleitenden Lehrer Tina Bek

und Richard Schwarz nahmen es

genossen, was sie vollbracht

hatten. Erstmals seit dem Start

in Füssen sollten die Lehrer im

Übrigen Recht behalten. Aber das

war nach fast einjähriger Vorbereitungen

in diesem Moment eigentlich

hier nicht sonderlich genau, wie

allen egal.

tis

september / oktober 2016 | 33


Ehrenamtliche Familienunterstützung in der Region

Ein Quantum Zeit

Altlandkreis I Ohne großen Aufwand

den Wocheneinkauf erledigen,

einen Arzttermin wahrnehmen

— oder einfach einmal wieder

in Ruhe mit der Freundin Kaffee

trinken gehen: Die Wünsche von

Müttern mit Kleinkindern unter

drei Jahren sind gar nicht so hoch,

aber eben nicht so ohne weiteres

in die Tat umzusetzen.

Nicht jede Familie verfügt über

Oma und Opa in nächster Nähe,

oder kann auf ein Netzwerk

zurückgreifen, wenn es um die sichere

Betreuung des Nachwuchses

geht. Noch schwerer ist die Situation

für Alleinerziehende oder Elternteile,

die nicht täglich auf den

Partner zur Unterstützung hoffen

können, weil vielleicht der berufliche

Alltag das in weiten Teilen

unmöglich macht.

Nicht selten gerät das Familienleben

dann aus der Harmonie,

werden Freiräume dadurch immer

kleiner — oder verschwinden ganz.

„Alles zuviel“,

könnte der

Überbegriff lauten,

der über dieser familiären

Situation schwebt.

Marinus Riedl vom Caritasverband

Weilheim-Schongau kennt die erklärt Marinus Riedl. „Der Pate

Problematik genau. Gemeinsam beschäftigt sich mit dem Kind, geht

mit dem Netzwerk Familienpaten

Bayern, KoKi (Netzwerk frühe

Kindheit) und weiteren Kooperationspartnern

(mehr unter www.

vielleicht mit ihm auf den Spielplatz

und entlastet damit die Mutter

bzw. die Eltern.“ Wichtig sei,

dass es sich dabei um eine Partnerschaft

familienpaten-bayern.de) wurde

auf Augehöhe handle,

das Ehrenamt „Familienpate“ sagt Riedl. Gleichberechtigt. „Ziel

ins Leben gerufen; Marinus Riedl

ist Koordinator für Familienpatenschaften

im Raum Weilheim-

Schongau.

ist die Entlastung der Familie, nicht

des Haushaltes. Der Pate kümmert

sich um die Kinder, damit die Mutter

einmal in Ruhe das Haus putzen

kann, nicht anders herum.“ Wer

Eine Partnerschaft sich für das Ehrenamt interessiert,

wird von Marinus Riedl zu einem

auf Augenhöhe

Kennenlerngespräch eingeladen.

Diese Form der familiären Unterstützung

Verläuft dieser Kontakt positiv, wird

kommt genau dort der zukünftige Pate im Rahmen

an, wo sie gebraucht wird. Dazu von Einführungsveranstaltungen

werden — vereinfacht dargestellt

— zwei Komponenten zusammengebracht,

die sich perfekt ergänzen:

auf der einen Seite Familien,

die Unterstützung im Alltag benötigen

und auf der anderen Seite

Ehrenamtliche, die eine erfüllende,

(drei Module à zwei Tage) auf seine

Aufgabe vorbereitet. Derzeit sind

im Landkreis fünf Patinnen im Einsatz,

vier durchlaufen gerade die

Module. „Um als Pate aktiv werden

zu können, brauche ich keine Vorkenntnisse“,

erklärt Marinus Riedl.

auf Zeit begrenzte Tätigkeit „Was mitgebracht werden sollte, ist

suchen. Wie die aussehen könnte, Lust auf Familie, die Bereitschaft,

sich an

Absprachen

mit

uns

und

den

Familien zu halten, Selbstreflexion

und ein festgelegtes gtes

Quantum

an Zeit.“

Der Zeitfaktor ist ein wichtiges

Element dieses Ehrenamtes, wie

Marinus Riedl bestätigt. „Der Einsatz

des Familienpaten wird in der

Regel auf ein Jahr festgesetzt, mit

einem Aufwand von zwei bis drei

Stunden pro Woche.“

Hilfestellung plus

Erfahrungsaustausch

Das habe den Vorteil, dass das

Ehrenamt leicht zu bewältigen

sei, die Patenschaft Anfang und

Ende habe — und eine zu große

Bindung an das oder die betreuten

Kinder nicht eintreten

könne. „Der Pate hat durch uns

einen festen Ansprechpartner

über den gesamten Zeitraum zur

Verfügung und bekommt Hilfestellung“,

unterstreicht Riedl. Erfahrungsaustausch

mit anderen

Paten ist ebenso Teil des Ehrenamtes,

Fortbildungsveranstaltungen

sowieso. „Wir freuen uns

34 | der altlandkreis


über Anfragen aus dem ganzen

Landkreis“, sagt Marinus Riedl,

„das gilt natürlich auch für Familien.“

Gibt es eine Altersstruktur

für das Amt des Familienpaten?

Nein, sagt der Ansprechpartner

des Caritasverbandes Weilheim-

Schongau. „Wir haben Paten zwischen

Mitte 40 und Anfang 60,

teilweise in den 70ern.“ Dass auch

Jüngeren die Tür zu diesem,nach

Aussage Riedls „sinnvollen, Freude

bringenden Engagement“

offen steht, kann er auch belegen.

„In Murnau ist derzeit eine

18-Jährige im Einsatz.“ Ehrenamt

ist also keine Frage des Alters,

sondern der inneren Einstellung.

Eine Alternative zum Modell des

Familienpaten bietet der Verein

Lichtschaukel in Peiting. Um

Raum für Erledigungen oder

einfach eine Auszeit zu haben,

können Eltern ihre Kleinen hier

in geschützte Obhut geben, unter

Aufsicht von erfahrenen und ausgebildeten

Erziehern.

Betreuung des Kindes

außerhalb der Familie

„Wir bieten die Möglichkeit,

mehrmals wöchentlich Kinder im

Alter von zwei bis vier Jahren in

einer altersgerechten Spielgruppe

zu betreuen“, fasst Sandra Zedelmaier,

Mitglied der Vereinsvorstandschaft,

zusammen.

Auch eine Krabbelgruppe für

die ganz Kleinen ist mit im Angebot.

Dabei muss keine Vereinsmitgliedschaft

zwingend

abgeschlossen werden; die Betreuungspauschalen

und mit ihr

auch alle Leistungen des Vereins

sind auf der Internetseite www.

lichtschaukel.de transparent dargestellt.

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www.altlandkreis.de

> > > KONTAKT

Caritasverband Weilheim-Schongau e.V.

Marinus Riedl

Schmiedstr. 15, 82362 Weilheim,

Tel. 0881 / 909590-13

Frauen- und Familienverein Lichtschaukel e.V.,

Münchener Str. 13, 86971 Peiting

Krabbelgruppe:

Karin Barnsteiner, Tel. 08861 / 693869

für Spielgruppen:

Birgit Gnahs, Tel. 08861 / 5638

september / oktober 2016 | 35


Charly Walters Ausstellung im Ballenhaus

Eine Symphonie

der Farben

Check und weg!

36 | der altlandkreis

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Schongau | Fast 40 Jahre lang war

Charly Walter für Hoerbiger als

Leiter für Unternehmenskommunikation

tätig und fungierte für die

Hoerbiger-Firmen im Altlandkreis

als Pressesprecher und Repräsentant.

Ein großes Anliegen war

ihm dabei der Kontakt zur Jugend,

schließlich war er es der es letztlich

ermöglichte, dass die Regionalwettbewerbe

von „Jugend forscht“

seit einigen Jahren im Altlandkreis

ausgetragen werden. Kreativität

und vor allem Farben bestimmen

seit jeher Charly Walters Leben.

Während der Schulzeit kolorierte

er die architektonischen Pläne des

Vaters, anschließend studierte er

Gebrauchsgrafik und Design. Grafiker,

Werbemanager und Leiter

Werbung und PR waren weitere

Stationen, ehe der Schongauer bei

Hoerbiger seine berufliche Heimat

fand. Vielen ist er darüberhinaus

in all den Jahren als Schlagzeuger

und Sänger bekannt.

Die Malerei,

insbesondere

Aquarell,

ließ ihn auch

während seiner

anspruchsvollen

Tätigkeit

nie los. Ab

1992 lehrte er

die Aquarellmalerei

an

verschiedenen Schongau im Licht

Hochschulen,

gab Kurse im eigenen Atelier in

Schongau und organisierte Malreisen

nach Italien, Tschechien

und durch Deutschland. Neben

zahlreichen Ausstellungen, unter

anderem in den USA, gesellten

sich auch einige Kunstpreise

und Auszeichnungen zu Charly

Walters Lebenslauf. Noch mehr

zur Person ist in seinem kürzlich

erschienenen Buch „Meine 3 ½

Leben“ zu erfahren.

(ISBN: 9783738611281)

Ende Oktober

im Ballenhaus

Heutzutage verschreibt

sich der Künstler und

ehemalige Kommunikationsmanager

nach

wie vor der Malerei.

Im Alter von 73 Jahren

zwingen ihn Parkinson

und Multiple Sklerose

mehr und mehr zu

sitzenden Tätigkeiten.

Eine davon ist eben

das Malen, womit er

sich „Staub und Schmerz von der

Seele wischt“ , wie er umschreibt.

Neben seinen bekannten Aquarellen

faszinieren vor allem seine

Werke in Acryl. „Ein harmonischer

Dialog zwischen changierenden

Lasuren und präzisen Strukturen,

zwischen strahlenden Farben und

mystischen Farbharmonien“, beschreibt

Charly Walter seine Bilder.

Kurzum: eine „Symphonie der

Farben“. Unter diesem Motto steht

auch seine neue Ausstellung vom

28. bis 30. Oktober im Ballenhaus

Schongau. Bei der Vernissage am

Freitag ab 19 Uhr werden obendrein

musikalische Leckerbissen

geboten: der zwölfjährige Nachwuchsmusiker

Sean Mahner am

Klavier, Klarinettist Hans Enzensperger

und weitere. Am darauffolgenden

Samstag und Sonntag ist

die Ausstellung jeweils von 11 bis

18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Dauerhaft sind Charly Walters

Aquarelle und Werke in Acryl im

Hotel „Blaue Traube“, bei „Heim

und Hobby“ und bei Lederwaren

„Wieser“ ausgestellt.

tis


Das Geheimnis des Schatzberges zu Dießen

Eine „sagenhafte“ Geschichte

Dießen | Er gehört zu Dießen wie

das Marienmünster oder der Ammersee:

Die Rede ist vom Schatzberg,

der sich südwestlich an die

Marktgemeinde schmiegt. Schon

sein Name klingt geheimnisvoll,

klingt nach prall gefüllten Kisten

voller Gold und Geschmeide, die

vielleicht noch irgendwo auf dem

Areal des Berges ihrer Entdeckung

harren. Vermutlich hat sich der

Name Schatzberg jedoch aus dem

Begriff „Schanzberg“ abgeleitet,

denn hier befand sich bis ins

17. Jahrhundert hinein eine Burganlage.

Man „verschanzte“ sich

damals hinter den Mauern der Dießener

Grafen, einem einst mächtigen

Adelsgeschlecht. Schöner —

und mystischer — ist dagegen die

Sage, die sich um den Berg rankt

und die von einem wahrhaftigen

Schatz erzählt. Er soll hier immer

noch vergraben liegen, heißt es,

vergraben vielleicht sogar von den

Dießener Grafen selbst. Die Sage

wiederum stellt drei Jungfrauen in

den Mittelpunkt. Da läge die Vermutung

nahe, der ursprüngliche

Name Dießens sei daraus geboren

worden. Denn „Dissen“ wurden

im Altgermanischen zauberkundige

Frauen genannt. Gleich den

Nornen der nordischen Mythologie,

bestimmten sie das Schicksal

der Menschen und Götter. Doch

mittlerweile weiß man, dass sich

Dießen aus dem Wort „tisen“

ableitet; damit ist das Tosen von

Wasser gemeint. Wer die am Ort

vorbeiführende Römerstraße benutzte,

musste den Tiefenbach

überqueren, gefüllt mit tosendem

Wasser. Doch nun zur Sage:

Drei wunderschöne

Jungfrauen

Drei wunderschöne Jungfrauen

lebten einst auf dieser Burg, umgeben

von einem dichten Wald, so

will es die Legende. Zwei von ihnen

waren rein und weiß, die dritte

pechschwarz. Ein Hirte, der auf

dem Schatzberg ein ausgebüxtes

Schäflein suchte, fand sich vor der

Burg wieder. Voller Furcht blickte

er in das Gesicht der schwarzen

Frau. Sie versprach ihm jedoch mit

freundlicher Stimme eine reiche

Belohnung, sollte er sie vom Fluch

ihres schwarzen Antlitzes befreien.

Die Aufgabe, die sie an ihn stellte,

setzte den Mut eines Mannes voraus:

Er solle in den Burgkeller gehen.

Dort fände er eine Kiste, gefüllt

mit Gold und Edelsteinen. Sie

würde ihm gehören, wenn er den

goldenen Schlüssel aus dem Maul

des schwarzen Hundes ergreife,

der die Truhe bewache. „Habe

keine Angst“, flüsterte sie, „lasse

dich nicht von der Erscheinung des

Höllentieres blenden“. Es gehe

keinerlei Gefahr von ihm aus. Bringe

er den Schlüssel zu ihr, wäre

die schwarze Jungfrau erlöst —

und er ein reicher Mann.

Mutigen Herzen machte sich der

Hirte auf den Weg hinab in den

Keller. Und erblickte ein entsetzliches

Untier, aus dessen Fell Funken

schlugen, dessen Augen feurig

waren. Sein Knurren klang so bedrohlich,

dass der junge Mann die

Beine in die Hand nahm, und auf

der Stelle davonlief. Die schwarze

Jungfrau lief ihm nach, doch vergebens.

Voll Zorn über die Feigheit

der Menschen, verfluchte sie

noch an dieser Stelle den Berg —

und mit ihm die Burg und den

Ort am Fuße des Berges. Daraufhin

zerbarst die Burg krachend

und eine gewaltige Flut überschwemmte

das Land. Mensch

und Tier wurden von den Wassermassen

mitgerissen. Übrig blieb

ein großer See — der heutige Ammersee.

Und so blieb der Schatz

im Berg verborgen. Und wenn sich

kein mutiger Geselle auf den Weg

macht, ihn zu heben, wird er für

immer dort ruhen.

Mystisch ist die Legende des

Schatzberges, und mystisch ist der

Berg auch heute noch. So gibt es

für den Spaziergänger vieles zu

entdecken. Passend zum Kult um

die eingangs beschriebenen „Dissen“,

also die drei Jungfrauen,

sprudelt hier heiliges Quellwasser

aus der Mechthildsquelle am Fuße

des Schatzberges. Es soll Heilkräfte

besitzen und Augenleiden lindern

— also „sehend“ machen. So

könnte eine Erkundung des Berges

den Blick auf die etwas anderen

Dinge des Lebens lenken. Oder

einfach der Erholung dienen. rp

september / oktober 2016 | 37


Der Bayerische Rundfunk und die digitale Technik

Abschied von der

Volksmusik auf UKW

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Altlandkreis | Am 11. Mai 2016 war

es vorbei; vorbei mit der Volksmusikstunde

am Abend und vorbei

mit der Blasmusik am Sonntagvormittag

in „Bayern 1“. Hörer

müssen seitdem auf den digitalen

Sender „BR-Heimat“ ausweichen,

der rund um die Uhr Volks- und

Blasmusik bringt. Ausgerechnet

die traditionellen Radiohörer werden

damit gezwungen sein, sich

auf die neue digitale Technik umzustellen.

Doch die Diskussionen

darüber sind noch immer nicht

abgeklungen, wie wir im Gespräch

mit namhaften Personen erfahren

haben.

Gespräche beim

Bayerischen Rundfunk

Als Vorsitzender des Bayerischen

Trachtenverbandes war Max Bertl

zusammen mit rund 60 weiteren

Vertretern aus der Blasmusik,

den Heimatverbänden, Gebirgsschützen

oder des Bayerischen

Landesvereins für Heimatpflege

im November 2015 zu einem Gespräch

beim Bayerischen Rundfunk

eingeladen worden. Ihnen

wurde das Konzept vorgestellt,

den Sender „Bayern 3“ mehr auf

die Jugend auszurichten und Hörern

mittleren Alters „Bayern 1“

als Alternative anzubieten. Dazu

solle das Programm durchgängiger

und nicht mehr mit dem abrupten

Wechsel zur Volks- oder

Blasmusik unterbrochen werden.

„Ich hatte das Gefühl, das war

alles längst beschlossen und uns

hatte man nur noch zur Rechtfertigung

eingeladen“, berichtet Max

Bertl von diesem Gespräch im BR.

Seine Forderung war dann, bis

Regina Kölbl (links) ist mit ihrer Schwester Silvia bei vielen Volksmusikveranstaltungen

als Zwoagsang unterwegs und hat nun Unterschriften

für den Erhalt der Volksmusik in „Bayern 1“ gesammelt.

zur Abschaltung der Volksmusik

in „Bayern 1“ wenigstens flächendeckend

für einen digitalen Empfang

zu sorgen, was vom BR auch

fest zugesagt wurde.

Im Januar 2016 fand dann eine

weitere Zusammenkunft statt,

wo den Vertretern der Kulturverbände

mitgeteilt wurde, dass der

Wechsel schon wesentlich früher,

nämlich Mitte Mai erfolgen solle.

Was der BR jedoch bis heute nicht

erfüllt hat, ist der flächendeckende

Empfang der digitalen Sender:

Es gibt in Bayern immer noch

weiße Flecken.

Bei diesem Gespräch im Januar

war der Landtagsabgeordnete Dr.

Thomas Goppel dabei, der auch

als Vorsitzender des Bayerischen

Blasmusikverbandes fungiert und

im Rundfunkrat des BR sitzt. Max

Bertl erhebt deshalb den Vorwurf

an Goppel, warum er als Rundfunkrat

nicht früher interveniert

habe. „Wir haben lange Diskussionen

mit dem Intendanten geführt,

aber leider keinen Einfluss

darauf“, entgegnet Thomas Goppel

und verweist darauf, dass der

Rundfunkrat als reines Kontrollorgan

fungiere. In seinem Büro

laufen immer noch Anfragen und

Beschwerden zur Abschaltung der

Volks- bzw. Blasmusik auf „Bayern

1“ ein. „Ich hab gekämpft wie

ein Löwe, aber das hat zu der Zeit

eigentlich niemanden interessiert“,

so der Politiker. Er bedauere

ebenso, dass die Einwände erst

jetzt kämen. Auch die gestarteten

Unterschriftenaktionen betrachtet

Goppel alle als zu spät. Eine


Der Vorsitzende des Bayerischen Trachtenverbandes Max Bertl hat sich

zuhause und im Auto mit Digitalradios ausgestattet.

fleißige Unterschriftensammlerin

war Regina Kölbl aus Apfeldorf,

die seit vielen Jahren Volksmusik

in verschiedenen Besetzungen

macht. „In einem bayerischen

Rundfunk sollte man auch was

Bayerisches hören, wenigstens

eine Stunde am Tag“, fordert sie

und betrachtet die Volksmusik als

abgeschoben in einen Nischensender.

Ein Befürworter des Wechsels

ist der Geschäftsführer des

Bayerischen Blasmusikverbandes

Andreas Horber,

der

in

dem digitalen Sender „BR-Heimat“

einen großen Gewinn für

die Volks- und Blasmusik sieht

(siehe auch Seiten 9 - 12).

Ständig steigende

Klicks im Internet

Aber auch ein Digitalsender könne

nur bestehen, wenn er ein

entsprechendes Hörerpotenzial

habe und deshalb ruft Horber

alle Volks- und Blasmusikfreunde

dazu auf, sich ein Digitalradio anzuschaffen.

Verlässliche slic

Zahlen, wie viele

Hörer r der digitale Sender „BR-

Heimat“ seit dem Wechsel vor

drei Monaten dazu gewonnen

hat, gibt es nicht. Das kann nur

durch teuere Medienanalysen

ermittelt werden. Dennoch kann

Evi Strehl, stellvertretende Chefredakteurin

bei „BR-Heimat“,

von stetig steigenden Klicks im

Internet und einer verstärkten

Hörerbeteiligung berichten. Sie

verweist außerdem auf das riesige

Archiv an Volksmusik, das

der BR durch Eigenaufnahmen in

vielen Jahrzehnten aufgebaut hat.

So stünden allein 30000 Titel in

der Rotation für das Programm

von „BR-Heimat“ zur Verfügung

und biete einen „musikalischen

Blumenstrauß“ aus traditioneller

Volksmusik, Tradimix, Blasmusik

oder Oberkrainer.

Einen wahren Boom im Verkauf

von Digitalradios nimmt Franz

Köpf vom gleichnamigen Euronics-Fachgeschäft

wahr. „Die

Zukunft ist digital“, meint der

Schongauer und verweist auf

viel mehr Sender-Auswahl und

auch einen besseren Empfang

als beim seit über 70 Jahren vorherrschenden

UKW. Die Möglichkeit,

mit einem Adapter an der

Stereoanlage auch die digitalen

Sender zu empfangen, empfindet

er als umständlich. Der Fachmann

empfiehlt deshalb besonders ers der

älteren Kundschaft ein

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Wer hinter den historischen Figurentänzen steckt

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Peißenberg | Kronentanz, Holzhacker

oder Bandltanz — das sind

schöne, alte Figurentänze, die von

Trachtenvereinen oder Jugendgruppen

bei festlichen Anlässen

gezeigt werden. Doch wo kommen

sie her? Vor allem der Peißenberger

Sepp Pfleger hat in den 1920er-

Jahren zwölf Heimattänze zusammengestellt

und gemeinsam mit

einem Weilheimer Fotohaus veröffentlicht.

Interessierte Gruppen

konnten die Bilder mit Tanzbeschreibungen

käuflich erwerben,

und so verbreiteten sich die Tänze

in der ganzen Welt.

Nach den Wirren des Ersten Weltkrieges

war das Bedürfnis nach

Geselligkeit, Tanz und Unterhaltung

groß. So entstanden etwa

die Hälfte aller bayerischen Trachtenvereine

in den Jahren von 1920

bis 1925. Ihren Anfang nahm die

Trachtenbewegung bereits 1883 in

Bayrischzell, doch die wenigen vor

dem Krieg gegründeten Vereine

wollten ihre Schätze an überlieferten

Tänzen oder Schuhplattlern

nicht so gerne an die neuen Trachtenkameraden

weiter geben. Da

trat Sepp Pfleger in Erscheinung,

der auf Trachtenfesten von München

bis Tirol unterwegs war, sich

viele Notizen von Figurentänzen

machte und zusammen mit dem

Fotograf Hans Hofer aus Weilheim

veröffentlichte.

Josef Pfleger wurde 1897 in der

Nähe von Aichach geboren. Da der

Vater im Peißenberger Bergwerk

Arbeit fand, kam bald die Familie

nach. Auch der Sepp arbeitete im

Kohlebergbau und legte trotz drei-

40 | der altlandkreis

jähriger Kriegsdienst-st-

Unterbrechung im

Jahr 1925 die Hauerprüfung

ab. Bereits

im Dezember 1918

trat er dem Gebirgs-

trachten-Erhaltungs--

Verein „Almrausch“

Sulz, dem heutigen

Volkstrachtenverein n

Peißenberg bei und

war ein sehr aktiver

Trachtler. Als er

1922 den Münchner

Schäfflertanz sah,

dargestellt vom Peißenberger

„Pfeiffenclub“,

kam ihm

die Idee, so etwas

Ähnliches auch für

die Trachtler zu

erschaffen. Fünf

Jahre der gedanklichen

Entwicklung

und zahllose

Proben mit den

Vereinskameraden

waren notwendig, bis der Kronentanz

entstanden war und bei

einem Trachtenfest 1927 in Hohenpeißenberg

zur Uraufführung kam.

Mühlrad, Holzhacker,

Dreisteyrer und weitere

Sepp Pfleger war inzwischen ein

versierter Kenner zahlreicher Figurentänze

und kam zusammen mit

dem Vereinskameraden Hans Hofer,

der in Weilheim ein Fotohaus

betrieb, auf die Idee, Figurentänze

zu veröffentlichen. Die Tanzgruppe

des Trachtenvereins „Almrausch“

Sepp Pfleger mit seiner Frau auf einer

Bildpostkarte zur Beschreibung des Zwoasteyrers.

Sulz zeigte jede einzelne Figur der

Tänze und wurde dabei von Hans

Hofer fotografiert. So entstanden

von Herbst 1924 bis ins Frühjahr

1925 die Tänze Mühlrad, Holzhacker,

Dreisteyrer, Bandl-, Achter-,

Sechser- und Leutaschtanz. Diese

historischen Tänze wurden in unterschiedlichsten

Varianten ausgeführt.

Sepp Pfleger scheute sich

nicht, die Tanzfolgen zu einem harmonischen

und aufführungsreifen

Ganzen zu verändern. Jede Tanzbeschreibung

bestand aus 10 bis 15

Bildpostkarten plus einer schriftlichen

Erläuterung und schon ab


Herbst 1924 inserierte das Fotohaus

Hofer in der „Bergheimat“, dem

früheren Verbandsorgan der Trachtenbewegung,

ihr Angebot. Damit

hatten die beiden Initiatoren offensichtlich

eine „Marktlücke“ entdeckt,

denn die vielen neu gegründeten

Trachtenvereine kamen so an

ausführliche Tanzbeschreibungen.

Im Laufe der Jahre gingen nicht nur

Bestellungen von Trachtenvereinen

ein. Auch Jugendgruppen, Heimatvereine

und dergleichen aus dem

In- und Ausland fragten nach historischen

Tänzen.

Eine Unterbrechung

der Tanz-Euphorie

Getragen von diesem Erfolg feilte

Sepp Pfleger weiter an seinem

Kronentanz und veröffentlichte ihn

1927 zusammen mit dem Zwoasteyrer

sowie dem Tiroler Steckentanz.

Das brachte auch den Weilheimer

Hartl Mayer auf die Idee, einen

Tanz zu gestalten. Er verwendete

statt der Rundbögen jedoch spitze

Bögen und nannte seinen Tanz

„Sterntanz“. Auch diese Neuschöpfung

wurde über das Fotohaus

Hofer als „historischer Volkstrachtentanz“

zum Kauf angeboten.

Der Zweite Weltkrieg unterbrach

die Tanz-Euphorie, doch danach

Auch der Holzhacker wurde von Sepp Pfleger zusammen mit den Burschen

des Peißenberger Trachtenvereins auf Bildpostkarten festgehalten.

blühte das Geschäft durch weitere

Vereinsgründungen wieder auf.

„So ein ewiges Hin und Her“, kritisierte

Sepp Pfleger den Sterntanz

seines Weilheimer Trachtenkameraden

Hartl Mayer und machte sich

daran, die Figuren zu verbessern,

den Ablauf zu straffen und 1952

eine neue Version des Sterntanzes

anzubieten. Um auch der Trachtenjugend

einen schönen Reigen

zu ermöglichen, entwarf er außerdem

1952 den Laubentanz, bei dem

zwei Kinder einen Bogen halten.

Über Jahrzehnte vertrieb das Weilheimer

Fotohaus die Tanzbeschreibungen

nach dem alten System.

Im Jahr 1999 konnte der Bayerische

Trachtenverband die Bildrechte

vom Nachfolger Fotohaus Fischer

erwerben und ein Buch „Vom

Achtertanz zum Zwoasteyrer“ mit

den zwölf Tanzbeschreibungen von

Sepp Pfleger herausgeben.

Der Peißenberger Bergmann hatte

seine Aufzeichnungen von Tänzen

so überarbeitet, dass sie aufführungsreif

waren und auch seine

Neuschaffungen Kronen-, Sternund

Laubentanz orientieren sich

an mittelalterlichen Reigentänzen,

so dass man getrost von historischen

Volkstrachtentänzen

sprechen kann.

Nach mittlerweile fast

100 Jahren haben sich

die Tänze vielseitig weiterentwickelt.

So stehen

nicht nur sechs oder

acht Paare sondern

mittlerweile zwölf, 16

oder mehr Tanzpaare

auf den Bühnen. rg

1927 veröffentlichte

Sepp Pfleger den von

ihm geschaffenen

Kronentanz, damals

machten die Peißenberger

ihn mit acht

Paaren.

september / oktober 2016 | 41


Lesung mit Jan-Phillip Sendker im Barnsteiner’s

Ein Abend

im Reich der Mitte

Peiting | Jan-Phillip Sendker, 1960

in Hamburg geboren, war viele

Jahre Amerika- und Asien-Korrespondent

des Stern. Nach einem

weiteren Amerika-Aufenthalt kehrte

er nach Deutschland zurück und

lebt mittlerweile mit seiner Familie

in Potsdam. 2000 erschien sein erster

Roman, die Porträtsammlung

„Risse in der Großen Mauer“. Der

Roman-Bestseller „Das Herzenhören“

(2002) und „Herzensstimmen“

(2012) folgten. Nach „Flüstern der

Schatten“ (2007) und „Drachenspiele“

(2009) ist sein neuer Roman

„Am anderen Ende der Nacht“

nun der Abschluss der China-Trilogie

von Jan-Philipp Sendker. Seine

Bücher sind in mehr als 30 Sprachen

übersetzt. Mit weltweit über

drei Millionen verkauften Büchern

ist er einer der aktuell erfolgreichsten

deutschsprachigen Autoren.

Ein Albtraum

in China

„Am anderen Ende der Nacht“ ist

eine bewegende Geschichte über

die Macht der Liebe, die Angst des

Verlustes und die Kraft der Menschlichkeit.

Auf einer Chinareise erleben

Paul und Christine einen

Albtraum: Ihr vierjähriger Sohn

wird entführt. Zwar gelangt David

durch glückliche Umstände wieder

zu ihnen, doch die Entführer geben

nicht auf, sie wollen ihn zurück.

Der einzig sichere Ort für die Familie

ist die amerikanische Botschaft

in Peking. Aber Bahnhöfe, Straßen

und Flughäfen werden überwacht.

Ohne Hilfe haben sie keine Chance,

dorthin zu gelangen. Wer ist bereit,

ihnen Unterschlupf zu gewähren

und dabei sein Leben aufs Spiel zu

setzen? Wem können

sie trauen? „Am anderen Ende der

Nacht“ erzählt von Menschen, die

nicht mehr viel zu verlieren haben

und sich gerade deshalb ihre

Menschlichkeit bewahren.

Ende September

zu Gast in Peiting

Am Donnerstag, 29. September,

ist der 56-jährige Autor zu Gast

in Peiting. Keine Frage, Asien,

insbesondere auch Burma (oder

Myanmar) haben es Jan-Philipp

Sendkern angetan. Deshalb wird

die Lesung auch unter dem Motto

„Ein Abend im Reich der Mitte“

stehen. Auf Einladung der

Buchhandlung am Bach wird der

grandiose Erzähler viel von seinen

Reisen nach China und Burma

berichten und nur passagenweise

aus seinem Buch lesen. Die Veranstaltung

beginnt um 19 Uhr im

Barnsteiner’s, Einlass ist um 18.30

Uhr. Der Eintritt beträgt inklusive

eines asiatischen Menüs 30 Euro.

Die Karten sind im Vorverkauf bei

der Buchhandlung am Bach unter

08861 / 66212 oder www.buchambach.de

erhältlich.

tis

42 | der altlandkreis


Stefan Hoferer, der „Kürbis-Schnitzer“

Ein Pumpkin kommt selten allein

Peißenberg | Bald gehören sie

wieder vielerorts zum Erscheinungsbild:

die großen Holzständer

und -kisten, prallgefüllt mit

Kürbissen aller Art. Für wenig

Geld kann man sich hier einen

„Pumpkin“ holen, wie der typische,

orange Kürbis in Amerika

genannt wird, und eine fleischige,

oft voluminöse Variante des

Cucurbita darstellt. Stefan Hoferer

aus Peißenberg macht das auch,

doch gibt er sich dabei nicht mit

einem einzigen Kürbis zufrieden.

Pünktlich zu Halloween, das laut

Irischem Volksbrauch mit dem

Vorabend zum Hochfest Allerheiligen

in der Nacht von 31. Oktober

auf 1. November beginnt, sind

jede Menge von ihnen rund um

den Eingangsbereich seines Hauses

versammelt, manchmal mehr

als ein Dutzend.

Was viele Fußgänger dann am

Gartenzaun stehen bleiben lässt,

ist allerdings nicht die Anzahl

dieser Pumpkins. Es sind die Gesichter,

die Stefan Hoferer in die

feste Kürbishaut schneidet; teils

sorgen Fratzen für leichtes Gruselgefühl,

aber es sind auch verschmitzte

und lustige Varianten

darunter zu finden. Mittlerweile

hat er eine richtige Fertigkeit

darin entwickelt, mithilfe eines

alten, sehr scharfen Brotzeitmessers

unglaubliche Kunstwerke

aus den Kürbissen zu gestalten.

„Anregungen kommen mir mittlerweile

von selbst“, erzählt der

Hobbyschnitzer, „das passiert

schon, während ich noch mit einem

Kürbis beschäftigt bin“. Geheimnisvolle

Wesen haben es ihn

angetan, Nachschub an kreativen

Ideen findet er auch im Internet.

Bevor Stefan Hoferer allerdings

sein Messer mit der schmalen

Klinge in die zentimeterdicke Haut

stößt, muss der Kürbis vorher ausgehöhlt

werden. Eine Arbeit, die

er zwischenzeitlich bei der Menge

an Material an Familienmitglieder

delegiert hat. „Das dauert schon

manchmal bis zu 30 Minuten, bis

ein Kürbis fertig ausgehöhlt ist“,

sagt er. Noch bevor er dann mit

dem Schnitzen beginnt, hat er

seine Ideen für Fratzen und lustige

Gesichter auf einem Papier

grob skizziert. Dann erst überträgt

er sie mittels eines Eddings auf

den Kürbis selbst. Schließlich geht

es an die diffizile Aufgabe des Herausschneidens.

Wichtig ist, sich

dabei Zeit zu nehmen und nicht

ablenken zu lassen.

Seine Fertigkeit im Kürbis-Schnitzen

hatte Stefan Hoferer vor geraumer

Zeit zum „Kürbisdekorateur“

der Rigi-Rutsch’n in Peißenberg

werden lassen. Im Rahmen der

Halloween-Themensauna bevölkerten

damals Dutzende seiner

Geschöpfe das Gelände — unter

großer Bewunderung der Saunenbesucher.

Auch zuhause, vor

der eigenen Türe, weiß er die

Kürbisse in Szene zu setzen. „Mit

Kerzen kann man unglaubliche

Stimmungen erzeugen, gerade,

wenn das Nebelwetter beginnt“,

erklärt er. Dass seine Kreaturen

keine lange Lebensdauer haben,

ist etwas, das Stefan Hoferer besonders

gefällt. „Ich erzeuge vergängliche

Kunst, die mir dadurch

immer wieder Raum gibt für neue

Ideen.“ Lediglich auf Bildern kann

er festhalten, was er pro Saison

so an Fabelwesen zaubert. Mit

seinem Hobby hat Stefan Hoferer

genau den Ausgleich gefunden,

den er zu seinem Beruf als

Buchmacher braucht. Und mit ein

wenig Glück und kühlen Temperaturen

halten seine Werke bis

zu drei Wochen, bevor sie ihrem

natürlichen Zersetzungsprozess

erliegen.

rp

september / oktober 2016 | 43


Erstmals 1907 kartiert vom Weilheimer Arzt Dr. Fritz Kollmann

Der Paterzeller Eibenwald —

eine natürliche Schönheit

Paterzell | Die Sonne kämpft sich

ihren Weg durch das Dickicht des

Waldes. Dort, wo sie ihr Ziel erreicht,

dampft der Boden. Die

Luft ist rein und duftet nach Holz,

vermoderndem Laub, nach Feuchtigkeit

und Frische. Geht der Wanderer

sehenden Auges durch den

Wald, zeigt sich ihm eine Vielfalt

an Gehölzen: Buchen, Eichen,

Fichten, Birken, Tannen — ja, und

jede Menge Eiben. Der Baum, der

dem Wald nahe Paterzell seinen

Namen gibt, ist hier in stattlicher

Zahl zu finden. So zählt der Paterzeller

Eibenwald mit seinen rund

2000 teils weit über 100 Jahre

alten Eiben zu einem der größten

zusammenhängenden Bestände

in Deutschland.

Der Eibenwald als

schützenswertes Gut

Das fiel Anfang des 20. Jahrhunderts

auch dem Weilheimer Arzt

Dr. Fritz Kollmann auf seinen

Streifzügen durch den Wald auf.

Der an Botanik interessierte Bezirksarzt

begann mit der Vermessung

und Kartierung des Areals.

Mithilfe einer Plattenkamera

machte er unzählige Aufnahmen —

etwas, was zur damaligen Zeit

sehr kostenaufwendig war. Nur

wenige konnten sich diese neue

Technik leisten.

Lehrreicher Einblick

in Fauna und Flora

Ein Glück für die Nachwelt: Seine

wunderbaren, detailreichen

Aufnahmen sorgten wohl damals

auch dafür, den Eibenwald

als schützenswert anzusehen. So

wurde er 1939 zum Naturschutzgebiet

erklärt und später unter

den Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes

gestellt.

Von ursprünglich rund 22 Hektar

in den 1930er-Jahren vergrößerte

sich der Eibenwald, der zum

Staatswaldrevier Wessobrunn gehört,

in den 1980er-Jahren auf etwa

88 Hektar. Er zieht sich weit von

Forst über Paterzell; wer von Richtung

Rott auf ihn zufährt, erkennt

schon von Weitem die wunderbare

Färbung des Mischwaldes.

Kurt Zeimentz sorgte etwa 20

Jahre lang als Revierleiter dafür,

die Einzigartigkeit des Waldes zu

bewahren. Unter seiner Mitarbeit

wurde 1995 ein Waldlehrpfad angelegt,

der auch heute noch existiert

und mit Schautafeln einen

lehrreichen Einblick in Fauna und

Flora des Waldes gibt. Studenten

der TU München waren damals

vor Ort, um die Trampelpfade quer

durch den Eibenwald zu kartieren.

In fruchtbarer Zusammenarbeit

entstand so der Eibenpfad. Später

ließ Zeimentz noch einen Parkplatz

anlegen. Die Befürchtung

vieler Naturschutzvereine, der

Wald würde unter der steigenden

Besucherzahl Schaden nehmen,

sollte sich nicht bewahrheiten.

Zwar kann für das Revier eine

Personendichte von rund 1 000 im

Jahr verzeichnet werden, hat sich

das jedoch eher positiv auf den

Eibenwald ausgewirkt. Eine große

Anzahl früherer Trampelpfade

hat sich die Natur quasi zurückerobert,

da Besucher den Eibenpfad

bevorzugen. Vielleicht ist es auch

der natürlichen Würde des Waldes

zu unterstellen, dass der Mensch

hier mit der Natur Hand in Hand

geht. Seine Schönheit, die Magie

haben sich mittlerweile auch in

der Esoterikszene herumgesprochen.

Seit 2009 ist der Eibenwald

in fachmännischer Hand des Revierleiters

Markus Resch, der die

Linie von Zeimentz konsequent

weiterführt. Und er hat viel zu tun,

denn das heimische Wild liebt die

Eibe; der Verbiss ist nach wie vor

stark.

Die Eibe — ein Baum,

der Widerständen trotzt

Der Eibenwald, seit rund 20 Jahren

im bildlichen Sinne sich selbst

überlassen, bietet dem Gros seiner

Besucher ein Flair von Wildnis

abseits der Urbanität. Gerade

Stadtmenschen schätzen die Atmosphäre

eines Stückes Natur, die

man in Ballungszentren vergeblich

sucht. „Die Dynamik des Waldes

ist einfach beeindruckend“,

erklärt Kurt Zeimentz, der immer

wieder mit der Kamera durch das

Gehölz streift und atemberaubende

Szenen auf seine Bilder

bannt. Als „kleines Betriebslabor“

bezeichnet der Altförster den Eibenwald.

Denn — wo kann man

schon auf eine rund 700-jährige

Geschichte zurückblicken, wie sie

dieser Wald erzählt. „Die Eibe

kann aufgrund des tuffreichen

Bodens nicht so tief wurzeln“,

sagt er, „so kippt sie immer mal

wieder um.“ Doch der Baum sei

nicht totzukriegen, wie Zeimentz

bestätigt. „Er kann aus jeder Stelle

erneut treiben, ist zäh. Auch

wenn er beschädigt ist, ist er dennoch

grün.“ Das lasse auch einen

Fachmann wie ihn nicht kalt. Kurt

Zeimentz: „Ein Försterleben ist relativ

kurz im Bezug auf die Langlebigkeit

des Waldes.“

rp

44 | der altlandkreis


Aus der Geschäftswelt

Zwei Firmen — ein Gebäude

NAGL OBERFLÄCHENTECHNIK UND NAGL FENSTER & TÜREN

Schongau | Seit 24 Jahren ist die Horst Nagl Fenster

und Türen GmbH ein zuverlässiger Fachbetrieb

rund um Fenster, Haustüren, Innentüren, Rollladen

sowie Außen- und Innenbeschattungen.

Zum 1. Juni dieses Jahres ist Geschäftsführer Horst

Nagel samt neu gestalteter Ausstellung, Lager und

seinen fünf Mitarbeitern in ein neues Gebäude am

Lerchenfeld umgezogen. Qualifizierte Beratung,

hochwertige Produkte aus Deutschland und Österreich,

gütegesicherte Montage und ein zuverlässiger

Service sollen das Fachgeschäft auch weiterhin

auszeichnen.

Grund für den Umzug war der Bau eines Gesamtkomplexes

von Sohn Daniel Nagl mit seiner Firma

Nagl Oberflächentechnik GmbH. Seit 2010 betrieb

er bereits eine kleine Lackiererei in Hohenpeißenberg

und arbeitete dort im Privatkunden- und Industriebereich.

Mit dem Neubau in Schongau wird

nun auf die immer höher werdenden Ansprüche

in der Lackierung reagiert. Mit qualifiziertem Personal

und modernen Anlagen sollen erstklassige

Ergebnisse garantiert werden. Das Motto: „Wir

lackieren fast alles!“ Seit 1. April ist er mit seinen

sieben Mitarbeitern am neuen Standort tätig. tis

Fairer Handel — Trekking — Schamanismus in den Anden

WELTLADEN SCHONGAU LÄDT ZUR MULTIVISIONSSHOW

Schongau | Am Samstag, 24. September, gastieren

Dr. Jutta Ulmer und Dr. Michael Wolfsteiner um

19.30 Uhr auf Einladung des Weltladens Schongau

im Pfarrzentrum Verklärung Christi. In ihrer Multivisionsshow

„Anden: Fairer Handel — Trekking —

Schamanismus“ zeigen sie eine Verbindung von

grandioser Berglandschaft, persönlichen Reiseerlebnissen

und Fairem Handel in den eisigen Höhen

der Anden. Gemeinsam besuchten sie dort Fair-

Trade-Produzenten, Schamanen und Sternengucker

und dokumentierten deren Lebens- und Arbeitswelt,

Sorgen und Freuden fotografisch mit Kameras.

In Folge von sieben Reisen nach Peru, Bolivien und

Chile ist eine stimmungsvolle Live-Reportage entstanden,

die ein erkenntnisreiches Vergnügen bereitet.

In der 105-minütigen Multivisionsshow (mit 15

Minuten Pause) werden beeindruckende Bilder,

etwa von den mystischen Inka-Ruinen und einer

kleinen Bauernfamilie gezeigt, die fair gehandelten

Kaffee produziert. In Boliviens abgelegener

Apolobamba-Region zelebrierte ein Kallawaya-Arzt

ein bewegendes Opferritual, und beim Besuch von

Aymarar-Indigenas erlebten Ulmer und Wolfsteiner,

dass der Faire Handel nicht nur Armut reduziert,

sondern auch uralte Traditionen bewahren kann.

Für 8 Euro können alle Besucher noch zahlreiche

weitere Eindrücke gewinnen. Karten gibt es im Vorverkauf

im Weltladen oder an der Abendkasse.

Bereits eine Woche früher, 17. September, lädt der

Weltladen zu einem „Fairen Frühstück“ in die Lechtorstraße

11 in Schongaus Altstadt. Hier können alle

Teilnehmer ein Frühstück mit vielen Köstlichkeiten

und fairem Kaffee genießen.

tis

september/ oktober 2016 | 45


Johannes Karrer weiß jede Menge über den Fluss



Das Unternehmen mit viel Wärme

Der Lech-Ranger

und seine Schätze


• Kamine

• Kachelöfen

• Wassergeführte Anlagen

fürs ganze Haus


Anlagen

• Serviceleistungen, Repara-


• Fliesenverlegung

Schongau | Woran denken Sie bei

der Bezeichnung „Rotes Waldvögelein“?

Sicher nicht an eine

Blume. Doch genau die gibt es,

am Lech. Wo, das weiß Johannes

Karrer. Seit Mai 2016 arbeitet der

28-Jährige für den „Lebensraum

Lechtal e.V.“ in Schongau als Lech-

Ranger. Der Landschaftsökologe

aus Erkheim im Unterallgäu ist fast

täglich zwischen Kinsau und Prem

unterwegs, um Naturfreunden das

Ökosystem und die Artenvielfalt

am Lech zu erklären. Kindergartenkinder

und Schulklassen hat er

schon geführt, Pfadfinder, Sportvereinsgruppen,

Senioren. Manche

hat er gezielt eingeladen, andere

haben ihn für Wanderungen gebucht

(Tel. 0177 / 2347667; E-Mail:

hotspot@lebensraumlechtal.de).

Als „wandelnde Infotafel“ ist Karrer

ein weiterer Kiesel im Mosaik

des Verbundprojektes

„Alpenflusslandschaften“.

Es bündelt unter Leitung

des WWF Deutschland

18 Partner aus Naturschutz, Politik,

Wirtschaft, Tourismus, um die

oberbayerischen Flüsse zu schützen.

Bis 2020 stehen 4,2 Millionen

Euro zur Verfügung, 3,5 Millionen

aus dem „Bundesprogramm Biologische

Vielfalt“, 700000 Euro

vom Bayerischen Naturschutzfonds.

Die Bevölkerung auf die Naturschätze

vor der Haustüre aufmerksam

zu machen, ist eine Aufgabe

von Karrer. Wanderer und Radfahrer

am Lech sind seine zweite

Zielgruppe. Umso mehr, seit am

5. Juli der neue, 85 Kilometer lange

„Lecherlebnisweg“ zwischen

Landsberg und Füssen eröffnet

wurde. An über 20 Punkten stehen

Tafeln mit Wissenswertem

zum Lech; teils sogar mit QR-

Codes, mit denen Interessierte

vor Ort weiterführende

Informationsquellen

anzapfen können.

„Besonderheit ist,

dass ein touristisches

Konzept mit Naturschutz-

Fördermitteln umgesetzt wurde“,

erläutert Susanne Lengger vom

Tourismusverband Pfaffenwinkel.

Wichtig ist ihr: „Beide Partner haben

an einem Strang gezogen, uns

ist sehr bewusst, dass die Natur

der Schatz ist, der unsere Region

ausmacht.“

Kernzone ist die

Litzauer Schleife

Lech-Ranger Karrer hütet ihn derweil.

Besonderes Augenmerk gilt

der „Kernzone“ Litzauer Schleife,

wo der Lech auf sieben Kilometern

noch frei fließt und viele seltene

Pflanzen- und Tierarten vorkommen,

die andernorts verschwunden

sind: eben das Rote Waldvögelein,

Frauenschuh, Sumpfgladiolen, Türkenbundlilien,

der Kies-Steinbrech.

Nahe Schongau hat er mit Helfern

ein Feuerlilienvorkommen gezählt.

Von Karrer ist zu erfahren, dass

durch Wasserbewirtschaftung die

TOBIAS SCHULZE

KACHELOFEN- & KAMINBAU

Holzlehen 5 - Forst

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willkommen@


Johannes Karrer in seiner „Kernzone“, der Litzauer Schleife.

Die Panoramabank hat die Gemeinde Burggen aufgestellt.

46 | der altlandkreis


Das rote Waldvögelein blüht ebenso im Juli wie Türkenbundlilie und die Sumpfgladiole am Lechufer (v.l.).

Lechleitenhänge nicht mehr unterspült

werden und abrutschen.

Einerseits brüten jetzt Uhus unter

den Nagelfluhfelsen. Andererseits

verdrängen Fichten die ursprünglichen

Schneeheidekiefern. Studenten

der Hochschule für nachhaltige

Entwicklung Eberswalde

haben die Kiefern kartiert. Zu ihrer

Computeranimation leitet einer der

QR-Codes. Und auch Kinder vor

Ort waren aktiv, erzählt Karrer. Die

Grundschule Burggen rückte aus,

um Kiefern zu fällen. Motto: „Biodiversität

— pack’ mer’s!“

Trotz freiem Flusslauf hat die

Litzauer Schleife ihr Gesicht verändert.

Mit dem Staubetrieb kommt

kein Geschiebe nach, Kiesbänke

verwalden: Waren es 1955 nur acht

Prozent, stehen heute auf 75 Prozent

der Flächen Bäume und Büsche,

weiß Karrer.

Seit 2015 versuchen „Lebensraum

Lechtal“ und der Botanische Garten

München, die Deutsche Tamariske,

ein einst hier heimisches,

heute verschwundenes Buschgewächs

wieder anzusiedeln. Nur eines

von zahlreichen Projekten, die

bis 2020 laufen. Auch die Fischer

sind eingebunden mit ihrem Bemühen,

den Huchen in der Litzauer

Schleife zu halten. Ohne Geschiebe

findet er kaum Laichplätze. Laut

Karrer hat der Großfisch den gleichen

„Gefährdungsstandart“ wie

Tiger oder Pandas.

Die Lechausflüge von Karrer sind

nicht immer erfreulich, es gibt

eine dritte Zielgruppe: Auf Kiesbänken

rasten Kanuten, die die

Litzauer Schleife befahren. Ihnen

musste er im Frühsommer erklären,

dass sie brütende Flussregenpfeifer

stören und deren Gelege

gefährden, weil die Eier von

Kieseln kaum zu unterscheiden

sind.

Motorradtraining im

Naturschutzgebiet

Am östlichen Lechufer fand er Motorradspuren,

die auf Trainingsrunden

mitten im Naturschutzgebiet

hindeuten. „Ich bin kein

Naturschutz-Polizist, der die Leut’

anzeigt“, sagt der Lech-Ranger.

Aber wenn nötig und möglich,

weist er Menschen auf „Betretungsregeln“

für die Schutzgebiete

hin. Um Abstechern in sensible

Gebiete vorzubeugen, bekam

auch der Lecherlebnisweg neue

Schilder, Wegeverläufe wurden

optimiert, ergänzt Lengger. Und

manche Stationen sollen das Bewusstsein

für das fragile Ökosystem

Lech einst und heute schärfen:

Bei Urspring erinnert eine

Skulptur des Steingadener Künstlers

Johannes Klein ans Schicksal

des Huchen. Karl Ranftl hat bei

Dessau ein „Litophon“ zum Musizieren

mit Kieseln aufgestellt.

Oberhalb der Litzauer Schleife

steht ein Kieselmobile. Und ein

neues Panoramafernrohr — den

Bergblick hindurch hat auch der

Unterallgäuer Johannes Karrer

schon genossen.

ts

Kieselmobile (rechts) und Panoramafernrohr gehören zum neuen Lecherlebnisweg

oberhalb der Litzauer Schleife, die Bank links zu den 2015

eröffneten Pfaffenwinkel-Pilgerwegen.

september / oktober 2016 | 47


48 | der altlandkreis

M. HASEITL


Peiting steht vor seinem nächsten Bürgerentscheid — am 16. Oktober

Nur wer hingeht, entscheidet!

Peiting | Die Peitinger wollen mitreden,

wenn es um die Entwicklung

ihres Ortes geht. Ob Mobilfunk

oder Verkehrsberuhigung

im Ortskern, zweimal haben sie

bereits ihre Sicht der Dinge per

Bürgerentscheid kund getan. Am

Sonntag, 16. Oktober, sind nun

erneut 9 000 Wahlberechtigte aufgerufen,

ihre Meinung — diesmal

zum Ausbau der Bahnhofstraße —

deutlich zum Ausdruck zu bringen.

„Eine für unseren Ort richtungsweisende

Abstimmung“, bringt es

Bürgermeister Michael Asam auf

den Punkt. Doch der Reihe nach:

In jeder Gemeinde werden Straßen

regelmäßig saniert und nach

den neuesten Anforderungen ausgebaut.

Der Peitinger Gemeinderat

schob den offensichtlich notwendigen

Ausbau der Bahnhofstraße

seit einigen Jahren vor sich her.

Dabei ist diese laut Gutachten mit

rund 4 000 Fahrzeugen pro Tag

eine der meistbefahrenen Straßen

im Ort. 2014 entschlossen sich die

Gemeindeoberen schließlich zum

Ausbau in drei Bauabschnitten.

Bis zur Beschlussfassung wurde

die Planung im Gemeinderat in

einer eigens einberufenen Klausursitzung

detailliert diskutiert.

Gesamtkostenpunkt: 3,5 Millionen

Euro. Ein erheblicher Teil davon

soll als Zuschuss der Regierung

von Oberbayern kommen, die Peitings

innerörtliche Entwicklung

damit aktiv fördern möchte.

ßen- und Wegegesetz in Art. 9,

Abs. 1 ergibt: „Beim Bau, als auch

beim Unterhalt der Straßen, sind

die Belange der älteren Menschen

und Kinder zu berücksichtigen

und der Naturhaushalt und das

Landschaftsbild zu schonen. Die

» „Eine für unseren Ort

richtungsweisende

Abstimmung“

Michael Asam, 1. Bürgermeister Peiting

Belange von Menschen mit Behinderung

und von Menschen mit

sonstigen Mobilitätsbeeinträchtigungen

werden berücksichtigt

mit dem Ziel, Barrierefreiheit... zu

ermöglichen, soweit nicht andere

Belange, insbesondere solche der

Verkehrssicherheit, entgegenstehen.“

Um diesen Satz dreht sich

schlussendlich nahezu alles in der

laufenden Diskussion. Hat sich der

Peitinger Gemeinderat doch in seinen

Planungen insbesondere die

Schaffung eines sicheren, durchgängigen

Gehwegs entlang der

Bahnhofstraße zum Ziel gesetzt —

neben dem generellen zeitgemäßen

Ausbau. Dieser hätte jedoch

die Fällung etlicher Bäume zur

Folge, da ein Gehweg ansonsten

nicht gebaut werden kann.

Allerdings ist der Bau dieses Fußgängerwegs

Voraussetzung, um

die Fördergelder in voller Höhe zu

erhalten. Um dem Naturhaushalt

und Landschaftsbild

gerecht zu

werden, beschloss der

Gemeinderat daher die

Neupflanzung von Bäumen

in größerer Stückzahl

an anderer Stelle

der Bahnhofstraße. Die

Tatsache, dass ohnehin eine Sanierung

von Kanal- und Wasserleitungen

ansteht, lässt den Eingriff

noch effektiver erscheinen,

schließlich ist so nur eine Grabung

notwendig. Eine runde Sache

also? Könnte man meinen.

Eine Rechnung, die das Peitinger

Gremium ohne die Initiatoren eines

Bürgerbegehrens zur Rettung

der besagten Bäume gemacht

hat. Innerhalb weniger Wochen

haben diese bei wahlberechtigten

Peitingern insgesamt 1 191 gültige

Unterschriften gesammelt. Mit

dem Ziel, einen Bürgerentscheid

zu erwirken, der die Planungen

des Gemeinderats stoppt und die

entsprechenden Bäume rettet.

Neben weiteren Auswirkungen

hätte dies den Verzicht auf die

Ausführungen des Bauabschnitts

III, sowohl bezüglich des Straßenbaus,

als auch der Schaffung eines

sicheren Gehweges zur Folge.

Per Brief oder im

Wahllokal abstimmen!

„Wichtig ist, dass möglichst viele

Peitinger ihr Recht zur Abstimmung

wahrnehmen, denn letztlich

entscheiden nur diejenigen,

die per Brief oder im Wahllokal

abstimmen“, erklärt Bürgermeister

Asam, der damit die Hoffnung

verbindet, dass der Großteil

der Bevölkerung seine Meinung

klar zum Ausdruck bringt. Um ihr

Anliegen der Baumrettung und

zugleich des Ausbaustopps zu realisieren,

benötigen die Initiatoren

am 16. Oktober eine Mehrheit

der Stimmen. Gültig ist das Votum

nur dann, wenn mindestens

20 Prozent der Wahlberechtigten

einer Meinung sind.

Die Mitglieder der Bürgervereinigung,

CSU und SPD im Peitinger

Marktgemeinderat haben sich

indes klar positioniert und bitten

die Bevölkerung ganz offen, zum

Bürgerentscheid zu gehen und

mit einem deutlichen „Nein“ zu

votieren. Nur so könne laut diesen

eine sichere Bahnhofstraße

realisiert und eine positive Entwicklung

in diesem Bereich auch

nachhaltig umgesetzt werden. In

jedem Fall bleibt es spannend in

Peiting. Jetzt entscheiden die Bürger.

tis

Eine Verpflichtung

für den Gemeinderat

Ein solch zeitgemäßer Ausbau

stellt im Übrigen eine Verpflichtung

für jeden Gemeinderat dar,

die sich aus dem Bayerischen Stra-

september / oktober 2016 | 49


Kulturherbst 2016 — Tickets zu gewinnen

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Wiederholungstäter

und Premieren

Schwabbruck | Der „Kuhstall“ in

Schwabbruck hat sich in der deutschen

Kleinkunstszene einen weithin

klingenden Namen erworben.

„Inzwischen kommen Künstler auf

mich zu, weil sie bei uns auftreten

wollen“, erzählt Schäferwirt Stephan

Kögl. So konnte das Kulturherbst-Programm

von September

bis November noch erlesener geraten,

und manche Gäste werden

zu Wiederholungstätern: Sechs

Künstler treten diesen Herbst

unter dem Motto „Back to the

Kuhstall“ auf, weil sie die intime

Atmosphäre im Tourneekalender

nicht mehr missen möchten. Eine

Schwabbruck-Premiere feiert zum

Auftakt allerdings am 2. September

Ottfried Fischer, der mit den

„Heimatlosen“ seine „Wandogo-

Filosofie“ ausbreitet. Was dahinter

steckt? Hingehen, zuhören, genießen!

Ein „langhaariger

Liederbombenleger“

Für die nachfolgenden fünf Abende

verlost der „altlandkreis“ je einmal

zwei Eintrittskarten: Zunächst für

den „langhaarigen Liederbombenleger“

Weiherer (Foto), der am 16.

September „a Liad, a Freiheit und

a Watsch’n“ unters Volk bringt, so

der Titel seiner inzwischen sechsten

CD. Der „niederbayerische

Wahlmünchner“ wurde für seine

„saukomischen Alltagsgeschichten“,

erzählt mit urbayerischem

Mundwerk und begleitet von seinem

feinen Gitarrenspiel Anfang

Juli beim legendären Festival

„Songs an einem Sommerabend“

auf Kloster Banz in Oberfranken

von der Hanns-Seidel-Stiftung mit

dem „Nachwuchs-Förderpreis für

junge Liedermacher“ ausgezeichnet

— obwohl er schon seit zwölf

Jahren auf der Bühne steht.

Heimspiel für die

„Harten Schwestern“

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

Tickets zu gewinnen gibt es auch

für das Fast-Heimspiel der „Harten

Schwestern“ aus Rettenbach am

Auerberg, die musikalisch echt,

jedes Mal anders, aber stets Allgäuerisch

am 7. Oktober auf der

Kuhstall-Bühne begeistern werden

— ebenfalls eine Wiederholungstat.

Zuvor gastieren am 22. September

die Geschwisterband „Dornrosen“

mit Schmäh und „Hits in der Hitz‘“

von ihrer „Weltscheibe in Vinyl“ in

Schwabbruck. Dies wiederum ist

eine Kuhstall-Premiere. Alle vorgenannten

Abende beginnen um

20 Uhr. Wogegen der Münchner

Liedermacher und Musikkabarettist

Michi Dietmayr am 9. Oktober

schon um 19.30 Uhr mit seinem

Programm „Solosdsislebn“ an der

Reihe ist.

Zum zweiten Mal nach Schwabbruck

kommt die belgische Band

„We Stood Like Kings“. Am 13. Oktober

peilen die Musiker ab 20 Uhr

eine Wiederholung ihres künstlerischen

Erfolgs vom Kulturfrühling

2016 an: Das Quartett begleitet live

einen weiteren Schatz der Stummfilm-Geschichte:

„Ein Sechstel der

Erde“ des russischen Regisseurs

Dziga Vertov, der im Jahr 1926 eine

cineastische Reise durch die junge

und ebenso riesige Sowjetunion

unternahm. Dazu spielen die Belgier

im Kuhstall ihren rockigen,

eigens komponierten Soundtrack.

Bei freiem Eintritt spielen schließlich

die „Burgles“ samt Vorband

am 21. Oktober ab 21 Uhr zum Jubiläum

„25 Jahre neuer Schäferwirt“,

und erstmals für Kinder betritt am

26. Oktober „Doctor Döblingers geschmackvolles

Kaspertheater“ um

15 Uhr die Bühne. ts

Wer für die fünf oben genannten „Kulturherbst“-Abende Eintrittskarten

gewinnen möchte, schickt eine Postkarte an „altlandkreis“,

Birkland 40, 86971 Peiting, oder eine E-Mail (info@altlandkreis.de)

mit dem Stichwort „Kulturherbst“. Einsendeschluss ist bereits der

10. September! Wunschabende e

können genannt, aber nicht garantiert

werden. Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

die Gewinner werden

schriftlich benachrichtigt. ts

50 | der altlandkreis


Der Waschbär — ein Problem im Altlandkreis?

Tierischer Neubürger mit Maske

Altlandkreis | Bis vor etwa 75 Jahren

gab es in Deutschland keine

Waschbären. Heute werden die

possierlichen Räuber zu Fernseh-

Stars, wenn ihnen Doku-Soap-

Kamerateams in Dachböden von

Einfamilienhäusern nachstellen.

Die ersten Pärchen wurden in den

1930er-Jahren im Gebiet um den

Edersee in Hessen ausgewildert.

Von dort breitete sich die zu den

Kleinbären gehörende Art aus und

hat inzwischen auch Bayern und

das Voralpenland erreicht: „Vor

rund zwei Jahren haben Wildkameras

in Maxlried-Oberhausen

einen Waschbär gefilmt (Bilder

rechts), und in den 1980er-Jahren

war er schon in Schöffau aufgetaucht,

aber sonst sehen wir ihn

nicht, weil er nachtaktiv ist“, sagt

Florian Pfütze, Vorsitzender des

Kreisjagdverbandes Weilheim. Die

Jäger befürchten, dass der Waschbär

nach Fuchs, Marder, streunenden

Hauskatzen und Greifvögeln zu

einer zusätzlichen Gefahr für das

Niederwild und Bodenbrüter werden

könnte. „Er hat sich etabliert,

obwohl wir ihn nicht brauchen“,

sagt Pfütze mit Blick auf den Nachwuchs

von Feldhase, Fasan oder

Rebhuhn, die unter anderem auf

dem Speiseplan der Waschbären

stehen. Größte Bedrohung ist für

sie gleichwohl eine intensivierte

Landwirtschaft.

Vor allem Hessen ist heute Waschbärland,

der Verbreitungsschwerpunkt

ist das Dreiländereck mit

Nordrheinwestfalen und Niedersachsen.

Auch in Brandenburg

gibt es eine isolierte Population,

seit im Zweiten Weltkrieg nach

einem Bombentreffer Waschbären

aus einem Gehege entkamen. In

Bayern kommt er in den unterfränkischen

Grenzgebieten zu Hessen

häufiger vor und tauchte erstmals

im Jagdjahr 1988/89 überhaupt in

den Streckenlisten auf. Darunter

verstehen die Jäger eine Auflistung

aller im Jagdjahr erlegten sowie

tot aufgefundenen Tiere — beim

Waschbär vor allem Verkehrsopfer.

Auf Dachböden

und in Mülltonnen

In Bayern wird der Waschbär allenfalls

sporadisch beobachtet,

meist mittels Fotofallen, was für

eine eher geringe Bestandsdichte

spricht, vor allem im Voralpenland.

Probleme mit Waschbären,

die nachts auf Dachböden rumoren

und geräuschvoll Mülltonnen

ausräumen, gibt es hier, anders als

beispielsweise in Hessen, bislang

nicht: „Bei uns ist er noch nicht in

den Häusern“, bestätigt Pfütze. Mit

seiner schwarzen Gesichtsmaske

und den Ringen am Schwanz ist

der Waschbär eindeutig identifizierbar,

als dämmerungs- und

nachtaktiver Waldbewohner allerdings

nahezu unsichtbar.

Sein Nahrungsspektrum

ist breit: Er frisst Insekten,

Regenwürmer und Mäuse,

als Wasserliebhaber

auch Frösche und Fische;

und als Kletterkünstler

Jungvögel und Vogeleier.

Auch pflanzliche

Kost wie Wildfrüchte,

Nüsse, Eicheln und

Bucheckern steht auf

dem Speiseplan. Zu

welcher Gefahr er wird

für ohnedies schon stark

gefährdete Arten wie am

Boden brütende Auerhühner

oder Brachvögel, muss

die Zukunft zeigen. Beim Nahrungserwerb

ist der Waschbär

mehr Sammler als Jäger. Er verfügt

über einen ausgezeichneten

Tastsinn, potenzielle Nahrung wird

ausgiebig befühlt und geprüft. Am

Wasser sieht das dann so aus, als

wüsche er seine Nahrung — daher

der Name des keineswegs reinlichen

oder gar putzwütigen Wasch-

Bären. Er ist vielmehr ein gründlicher

Tast-Bär.

ts

september / oktober 2016 | 51


Zivilberufliche Aus- & Weiterbildung bei der Bundeswehr

Wenn der Soldat

zum Techniker wird

HOF-FEST

5

Jahre

In Zusammenarbeit mit

dem Fischereiverein

Steingaden

17./18. Sept. 2016

Samstag, 17. Sept. ab 11.00 Uhr

Marktsonntag, 18. Sept. ab 11.00 Uhr

jeweils mit musikalischen

Überraschungen

Große

Hüpfburg

für Kinder

Ladenverkauf am Sonntag

nur von 13.00 –18.00 Uhr

Karpfenfilet

Steckerlfisch

Geräucherte Forellen

Fischsemmeln

Kässpatzen

Käsebrotzeiten

Karpfenchips, Pommes

Kaffee u. Kuchen

Guten Appetit!

Altlandkreis | Wer sich heute

als Zeitsoldat bei der Bundeswehr

verpflichtet, kann — je nach

Ausbildungsstand bei Eintritt,

Verpflichtungsdauer und dienstlichem

Bedarf — eine zivilberufliche

Aus- und Weiterbildung an

die militärfachliche Ausbildung

koppeln. So bekommt jeder länger

dienende Zeitsoldat (Verpflichtungsdauer

zwischen vier

und 20 Jahren), der bereits über

eine berufliche Qualifikation verfügt,

die Chance, diese über den

Zeitraum des Dienstes zu verbessern

und auszubauen. Und

selbst wer ohne abgeschlossene

Berufsausbildung eintritt, kann

eine Qualifikation erhalten. Sie

ist in jedem Falle abhängig vom

Schulabschluss.

In erster Linie helfen diese Ausund

Weiterbildungen dem Soldaten

dabei, seinen militärischen

Auftrag sicher und effektiv ausüben

zu können. Denn gerade

Unteroffiziere oder Feldwebel erwartet

ein komplexes Aufgabengebiet;

sie können sich — je nach

Einsatzgebiet — Berufsabschlüsse

auf Gesellen- oder Facharbeiterebene

erwerben.

Zahlreiche Abschluss-

Möglichkeiten

Soldaten auf Zeit können sich

andererseits dadurch auch auf

ein berufliches Leben jenseits

des Bundeswehrdienstes vorbereiten.

Neben der militärischen

stehen eine Vielzahl an zivilberuflichen

Ausbildungsmöglichkeiten

zur Auswahl, etwa in der

Bundeswehrverwaltung, bei der

Beschaffung oder im Bereich

Wehrtechnik.

Bereits mit erfüllter

Schulpflicht

hat man sich

zum Einstieg

in die Mannschaftslaufbahn

qualifiziert, der

Realschulabschluss wie auch

eine abgeschlossene Berufsausbildung

machen den Weg

frei für eine Feldwebellaufbahn;

Abiturienten schließlich können

Offiziersführungspositionen erreichen.

Auf Ebene von Geselle oder Facharbeiter

können Abschlüsse zum

Beton- und Stahlbetonbauer, Kfz-

Mechatroniker, Vermessungstechniker,

Fotograf, Berufskraftfahrer

oder Speditionskaufmann

erworben werden, um nur einige

Beispiele zu nennen. Auf Sanitätsebene

stehen unter anderem

die Ausbildung zum Rettungsassistenten,

Fachkrankenpfleger

oder

Medizinisch-technischen

Assistenten zur Auswahl,

Feldwebel können

sich Qualifizierungen

auf Meisterebene etwa

im Bereich Kraftfahrzeug-

oder Feinwerkme-

Großes Schauaquarium

Parken bei Blockhausbau Christa

Bei jeder Witterung (Zeltbetrieb)

www.boeglmueller.com

52 | der altlandkreis


chanikertechnik erwerben, als

Sportfachwirt, Meister der Elektrotechnik

oder Technischer Fachwirt

ausbilden lassen.

Um die Eignung für eine Soldatenlaufbahn

oder eine zivilberufliche

Aus- und Weiterbildung bei der

Bundeswehr bescheinigt zu bekommen,

müssen sich Interessierte

einem Eignungsauswahlverfahren

stellen — so wie es durchaus

auch in der freien Wirtschaft gefordert

wird. Dazu werden die als

geeignet eingestuften Kandidaten

in die bundeswehreigenen Karriere

Assessment Center eingeladen.

So ein Center für Mannschaften,

Unteroffiziere und Feldwebel befindet

sich in München; angehende

Offiziere werden im Assessment

Center für Führungskräfte

mit Sitz in Köln geprüft.

Umfassender Einblick

im Internet

Soldatenberufe erfordern in der

Regel physische und psychische

Belastbarkeit, dessen sollte man

sich bewusst sein.

Training und Fitness zeichnen den

Soldatenalltag aus. Ein Sporttest

im Rahmen des Auswahlverfahrens

muss ebenso absolviert werden

wie der sogenannte Intelligenztest

(Eignungstest); auch eine

ärztliche Untersuchung n sowie

ein

Vorstellungsgespräch gehören mit

zum Procedere.

Die Internetseite www.bundeswehrkarriere.de

gibt unter der

Rubrik „Berufefinder“ einen umfassenden

Einblick in die Qualifizierungsmöglichkeiten

der Bundeswehr.

Hier kann man über eine

Auswahl den eigenen Werdegang,

schulische Qualifikation und Interessen

filtern und so auf passende

Angebote treffen. „Bereit machen

zum Dienst“: Hinter der Rubrik

„Bewerbung“ verbergen sich die

Vorgehensweisen zu militärischer

wie auch ziviler Laufbahn. Letztlich

findet man hier auch Kontakt

zu direkten Ansprechpartnern. rp

september / oktober 2016 | 53


Wallfahrtskirche ab Oktober wieder zugänglich

Puzzle auf dem

Hohen Peißenberg

Hohenpeißenberg | Einen sechsstelligen

Spendenbetrag einzuwerben,

genauer gesagt 350 000

Euro für eine Kirchenorgel, kann

sich sehen lassen. Diese Summe

nämlich schultert der „Förderverein

Freunde der Wallfahrtskirche

Maria Himmelfahrt“ im

Zuge der Generalsanierung auf

dem Hohen Peißenberg für ein

neues Instrument. „Die Orgel

packt der Förderverein, er wird

die Summe meistern“, verspricht

Schatzmeister Rudi Hochenauer

im Vorfeld des 16. Oktobers. An

diesem Tag wird die Wallfahrtskirche

samt Festzug vom

Pröbstlberg ab 10.30 Uhr

mit einer feierlichen

Messe der Öffentlichkeit

wieder zugänglich gemacht.

Und Weihbischof

Wolfgang Bischof weiht

die neue Orgel.

Geplant und gebaut hat

das Instrument die Orgelmanufaktur

Vleugels

aus Hardheim. Seit Ende

Juli kamen verschiedene

Spezialisten des Familienbetriebs

im nordwürttembergischen

Neckar-

Odenwald-Kreis auf den

Bayerischen Rigi, um die

mechanische, zweimanualige

Orgel mit 18 Registern

behutsam in die

zweite Etage der Empore

der Wallfahrtskirche einzupassen.

Hauptaspekt

der auf sieben Wochen

angesetzten Arbeiten

war die Intonation: „Die

Pfeifen zu stimmen und an den

Kirchenraum anzupassen, ist

zeitintensiv — und wir brauchen

Ruhe in der Kirche“, sagt Orgelbaumeister

und Juniorchef

Johannes Vleugels, der die Arbeiten

leitete. Sprich: Wenn die

Orgel gestimmt wird, müssen alle

anderen Handwerker fertig sein.

Wie sie schlussendlich klingt, ist

am 16. Oktober ab 16 Uhr beim

Premierenkonzert mit Professor

Michael Hartmann aus München

zu hören.

Ein Blick auf die dreijährigen

Arbeiten, die in der Kirche nötig

Orgelbaumeister Johannes Vleugels (links), Geselle

Johannes Baas (oben in der Orgel) und Lehrling Gabriel

Miltner (an der Klaviatur)

waren und die Hochenauer bei

regelmäßigen Besuchen verfolgt

hat, verdeutlicht, wie in der Bauzeit

ein Rädchen ins andere griff:

Die Elektrik mit Licht, Heizung,

Leitungsnetz, Schaltschränken

und Stuhlheizungen wurde komplett

erneuert.

Deckengewölbe seit

400 Jahren ohne Risse

An Nord- und Südseite des Gotteshauses

wurde der Innenputz

abgeschlagen, das Mauerwerk

ausgetrocknet und neu verputzt.

„Anders als bei der Gnadenkapelle

ist der Dachstuhl

in Ordnung, das

Deckengewölbe ist seit

400 Jahren ohne Risse“,

schildert Hochenauer. So

waren außen nur Schadstellen

zu verputzen, die

Regen, Graupel und Hagel

hinterlassen haben.

Dafür waren innen diverse

Steinmetzarbeiten an

denden und Treppenreparaturen

fällig. Den

Deckenstuck reinigten

und kalkten Mitarbeiter

der Werkstätten Wiegerling

aus Gaißach. Drunter

wurden im Langhaus der

Kirche beidseitig die Bänke

ausgebaut, gereinigt,

restauriert, ergänzt und

neu eingelassen. Holzarbeiten

waren auch an

beiden Emporen nötig:

„Schadstellen wurden

ergänzt, Flächen gerei-

54 | der altlandkreis


In Millimeterarbeit haben die Vleugels-Mitarbeiter das barocke Originalgehäuse eingebaut und ergänzt.

nigt, Oberflächen eingelassen, die

Grautöne der verschmutzten Kanzel

in ihrer ursprünglichen Pracht

wiederhergestellt — immerhin

stammen die Einlegearbeiten heimischer

Künstler aus der Kirchenbauzeit

zwischen 1616 und 1619“,

weiß Hochenauer, der sich freut,

ab Oktober wieder Besuchergruppen

durch Maria Himmelfahrt führen

zu können. Zuletzt überarbeitete

Diplom-Restauratorin Anke

Rothe aus München das Hauptaltarbild

des Rottenbucher Kirchenmalers

Matthias Pusjäger aus dem

Jahr 1717, bevor sie Anfang August

auch die Seitenaltarbilder aufgehellt

und -gefrischt hatte.

Das Gehäuse wurde

dreimal vermessen

Da waren die Vleugels schon am

Werk. Zunächst bereiteten sie

das Gehäuse, den ursprünglichen

barocken Originalprospekt

aus der Anfangszeit der Kirche,

für die Restaurierung, die Ergänzung

der Schnitzarbeiten und den

marmorierten Anstrich vor. Eine

spezielle Herausforderung, wie

Johannes Vleugels unterstreicht:

„Wir haben das Gehäuse dreimal

vermessen und gezeichnet, vieles

war schief, manches bei der letzten

Reparatur 1923 verloren gegangen,

unser Schreinermeister

Jochen Brosch musste alles neu

ausrichten.“

Ende Juli folgte die technische

Montage von Orgeltisch und

Klaviatur, Luftkanälen, Lederbeschlägen,

elektrischem Gebläse,

Beleuchtung und als Besonderheit

ein integriertes Glockenspiel

— alles so angeordnet,

„dass wir für

Wartung und Reparatur

überall hinkommen,

das Instrument soll

schließlich die nächsten

100, 200 Jahre

halten“, sagt Vleugels.

Anfang August

folgten die 1 128 Pfeifen,

durch die die Orgel

ein Gewicht von mehreren

Tonnen erreichte.

Ein Statiker hat die

Tragfähigkeit der Emporen

errechnet. „Der

Aufbau der Orgel ist

wie ein Puzzle“, fasst

Vleugels zusammen.

Hochenauer nennt

sie „beeindruckend“,

hat aber eine Befürchtung:

„Der

Platz wird jetzt

knapp für den

Kirchenchor.“

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Vereins-Obstpressen im Altlandkreis

Saft aus eigenen Äpfeln

Altlandkreis I Er gilt als einer der

beliebtesten Saftsorten, ist gesund,

bietet vielfältigen Einsatz

— und schmeckt: der Apfelsaft.

Wenn er dann noch aus Äpfeln des

eigenen Baumes besteht, umso

besser. Zur Herstellung des fruchtigen

Saftes benötigt man jedoch

einiges an Hilfsmitteln: Neben

Obstmühle und -presse braucht

der Hobby-Kelterer Kochtöpfe zur

Safterhitzung auch hygienisch

saubere Flaschen mit Drehverschluss.

Einfacher gestaltet sich

da der Weg zu einer der vielen

örtlichen Vereinspressen. Sie bieten

eine qualitativ hochwertige

Verarbeitung des mitgebrachten

Obstes an, das dann in sogenannten

Bag-in-Box-Gebinden mit

nach Hause genommen werden

kann. Die Preise dafür sind moderat,

die Vorteile nicht von der

Hand zu weisen: So entsteht hier

schnell und günstig leckerer Saft,

ganz ohne Konservierungsstoffe,

in umweltfreundlicher, hygienischer

Verpackung. Ungeöffnet ist

der Haltbarkeit einer Saftkiste fast

Beate Berchtold und Hartl Socher an der Obstpresse in Birkland, die nur

für private Zwecke verwendet wird.

nichts in den Weg gelegt; etwa ein

Jahr lässt sich der Saft aus Obst

des eigenen Gartens lagern. Öffnet

man den Behälter, der über einen

tropfsicheren Ausguss verfügt, ist

der Inhalt mindestens zwei Monate

genießbar, auch ungekühlt.

Das macht das System Bag-in-Box

möglich: Sobald man Saft daraus

zapft, zieht sich der Beutel zusammen

und bleibt damit luftdicht.

Gebindegrößen sind in der Regel

möglich in fünf und zehn Litern.

Eine Auswahl an Vereinsobstpressen

gibt der

folgende Überblick;

die Preise für die

Gebinde variieren je nach Verarbeitung

(roh oder erhitzt) und

Litermenge.

Bernbeuren

Ab Anfang September bis Ende

Oktober können Interessierte

einen Termin vereinbaren; die

Obstpressung findet in der Auerberghalle

statt. Informationen

und Anmeldung bei Sabine Birk,

Tel. 08860 / 921354; Terminverein-

In der Obstpresse entsteht Saft,

ganz ohne Konservierungsstoffe.

56 | der altlandkreis


arung von Montag bis Freitag, 17

bis 19 Uhr, Samstag 9 bis 11 Uhr.

Hohenfurch

Zwar verfügt der Obst- und Gartenbauverein

Hohenfurch über

kein eigenes Presshaus, es kann

jedoch eine Obstpresse für Kleinverbraucher

ausgeliehen werden.

Zum Verleih gehören auch zwei

große Einwecktöpfe sowie das

Bag-in-Box-System zum Selbstabfüllen.

Ansprechpartner ist Michael

Kriesmair, Tel. 08861 / 4334.

Hohenpeißenberg

Georg Vogl ist Ansprechpartner

für Obstpressungen

in Hohenpeißenberg.

Im

Presshaus

in der Hauptstraße 84 steht

er für Termine von September

bis einschließlich Oktober zur

Verfügung. Zu erreichen ist er

telefonisch unter der Nummer

08805 / 8257.

Peiting

Eine über Jahrzehnte feste Anlaufstelle

für Obstpressung findet

man in der Marktgemeinde in der

Bahnhofstraße. Schon ab Mitte

August läuft die Maschine auf

Hochtouren, um Saft herzustellen.

Die Presstage sind jeweils

Montag und Dienstag (nach vorheriger

Vereinbarung). Die Terminvergabe

liegt in den Händen

von Richard Socher, Tel.

08861 / 6105 (nur sonntags zwischen

18 und 20 Uhr).

Steingaden

Ab September jeweils freitags,

samstags und dienstags (evtl.

auch mittwochs) öffnet die

Obstpresse des Obst- und Gartenbauvereins

Steingaden ihre

Türen. Informationen und Anmeldung

bei Mathilde Echtler,

Tel. 08862 / 6492 (täglich ab 17

Uhr).

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september / oktober 2016 | 57


Das BMX-Team Peißenberg

Ein Sport am Limit

Peißenberg | Die Anspannung ist

förmlich greifbar, sobald sich

die acht BMX-Fahrer am Starthügel

positionieren. Ein sogenanntes

„Gate“ hält die Sportler

noch zurück. Sie fokussieren sich

auf das Signal, darauf, dass das

Startgitter nach unten klappt.

Auf den ersten Metern versuchen

sie, mit einer möglichst hohen

Frequenz Tempo aufzunehmen.

Noch muss jeder auf seiner Linie

bleiben. Durch eine geschickte

Wahl der richtigen Spur schaffen

es einige Fahrer nach dem ersten

Abschnitt, sich vor die anderen

zu setzen. Aber immer mit fairen

Mitteln, schließlich werden

Unsportlichkeiten wie etwa absichtliche

Rempeleien streng geahndet.

Nach 320 Metern Stecke,

gespickt mit zahlreichen Hindernissen,

Sprüngen und ständigen

Positionskämpfen, kommen die

Fahrer völlig ausgepumpt ins

Ziel. Man merkt schnell: „BMX-

Race“ ist ein Sport am Limit.

Das Training

zahlt sich aus

Seit 1984 gibt es das BMX-Team

im Motorsportclub in Peißenberg,

der Bau der eigenen Bahn

folgte ein Jahr später. Seitdem

hat die Strecke schon einige Restaurierungen

und Optimierungen

hinter sich und zählt laut Wikipedia

immer noch zu den besten

Bahnen in ganz Deutschland.

Bis zu 40 aktive Fahrer im Alter

von vier bis 48 Jahren tummeln

sich während der Übungseinheiten

jeden Montag und Mittwoch

an der Alten Berghalde.

Von 17 bis 18.30 Uhr kümmern

sich die beiden Trainer Madita

Rinke und Gerhard Lengger jeweils

um die Anfängerklasse. Ein

Schnuppertraining für Interessierte

ist hier jederzeit möglich.

Leihräder in den gängigen Rahmengrößen

— 20 und 24 Zoll —

stehen ebenso wie andere Ausrüstungsutensilien

zur Verfügung.

Sollte sich der Spaß am

BMX-Sport nach einigen Probeeinheiten

eingestellt haben,

ist eine Anmeldung beim MC

Peißenberg aus versicherungstechnischen

Gründen zwingend

erforderlich. Bereits nach einigen

Trainings merkt man, wie

der Umgang mit dem BMX-Rad

immer sicherer wird, Geschwindigkeit

und Ehrgeiz steigen und

die zumeist glimpflichen Stürze

noch seltener werden. Am Gate

funktioniert das freie Stehen inzwischen

ohne Probleme, die

Jüngsten werden hier noch von

den Eltern gehalten. Dann können

die ersten Rennen kommen.

Wenn ein gewisses Alter erreicht

wurde und sich der sportliche Erfolg

eingestellt hat, steigt man in







> > > ZUM THEMA

Detaillierte Informationen zu

Reglement und Ausrüstung,

zur Anmeldung und zu den

Ansprechpartnern gibt es

auf der Homepage des BMX-

Teams im MC Peißenberg:

www.mc-peissenberg.de

tis




58 | der altlandkreis


die Lizenzklasse auf. Das Training

scheint ansprechend zu sein,

schließlich zieren eine Vielzahl

an Trophäen die Vitrine des BMX-

Teams. Im vergangenen Jahr

stellten die Peißenberger beispielsweise

eine Deutsche Meisterin

und eine Vizemeisterin.

Heimrennen

Anfang Oktober

Der Kalender ist das ganze

Jahr über gefüllt mit Rennen.

Die zehn bayerischen Vereine

treffen sich regelmäßig in der

Rennserie der Bayernliga. Hinzu

kommen, je nach Niveau der

Fahrer, Bundesligarennen oder

sogar Europa-Cups, die jedoch

einen erheblichen zeitlichen Aufwand

darstellen, schließlich sind

die Wettkämpfe in ganz Europa.

„Gerade in der Bayernliga ist es

jedesmal ein Wiedersehen mit

Freunden“, beschreibt Simone

Schaberl, Medienvertreterin

des BMX-Teams Peißenberg,

die meist zweitägigen Rennwochenenden.

Die Mutter zweier

talentierter Nachwuchsfahrer

ist längst vom „BMX-Virus“ infiziert

und lobt insbesondere den

Teamgeist in Peißenberg. „Auch

wenn jeder für sich fährt, wird

niemand allein gelassen“, spricht

sie den Zusammenhalt im gesamten

Verein an.

Dieser wird auch dann wieder

zu beobachten sein, wenn am

Wochenende des 8. und 9.

Oktober das Heimrennen der

Peißenberger an der Alten

Berghalde steigt. Da es der

letzte Wettkampf der Saison

ist, folgt im Anschluss an die

Rennen die Siegerehrung

in den verschiedenen

Altersklassen der Bayernliga,

was zusätzlich

Spannung verspricht.

Sofern das überhaupt

noch möglich ist bei diesem

rasanten Sport. tis






























september / oktober 2016 | 59


Dreieckmusi stellt erste CD vor

„Horch a Moll“ mit

Fabian, Daniel und Uli

Apfeldorf / Epfach / Reichling | Da

kommt was auf die Volksmusik-

Szene im Altlandkreis zu: Mit

Steirischer, Tuba und Gitarre sind

die drei Burschen Fabian Eglhofer,

Ulrich Linder und Daniel

Schmid vermeintlich traditionell,

und dennoch sehr experimentierfreudig

unterwegs. Eigentlich

spielen sie „nur“ Volksmusik,

aber inspiriert durch den Harmonika-Virtuosen

Herbert Pixner

auf sehr hohem Niveau. Nun stellen

sie im Happerger in Ludenhausen

ihre erste CD vor.

Der jüngste der Gruppe ist zugleich

der musikalische Vorreiter.

Wenn Fabian Eglhofer seine Steirische

spielt, schaut man gebannt

auf die fliegenden Finger und

das unscheinbare Instrument,

dem der 19-Jährige solch virtuose

Klänge entlockt. Der Epfacher

hat sich eine „Jamnik“ direkt aus

der Steiermark geholt, die zu den

besten steirischen Harmonikas

gehört. Schon dreimal war der

Schreinergeselle auf Lehrgängen

des Südtirolers Herbert Pixner,

der mit seiner Spielweise die

traditionelle Volksmusik revolutionierte.

Inspiriert von diesen

Seminaren hat Fabian Eglhofer

schon 15 Stücke selbst komponiert,

neun davon sind auf der

CD, die demnächst erscheint.


„Wir möchten bei der

klassischen Volksmusik

bleiben. Doch auch

da

kann man experimentieren eren

en

und

immer wieder etwas Neues es ausprobieren“,

stellt Fabian fest.

Eglhofer’sche

Eigenkompostionen

„Jetzt hat er tatsächlich einmal

ein Stück ohne Moll komponiert“,

scherzt Uli Linder und meint

damit die Tücken, die in den

Eglhofer’schen Eigenkompositionen

stecken. Denn die anspruchsvollen

Stücke existieren alle nur

im Kopf von Fabian Eglhofer.













Notenblätter tter

mit

ausgear-

arbeiteter

et

er Begleitung gibt

es

nicht. Das müssen sich Daniel

Schmid an der Gitarre und Uli

Linder mit Posaune oder Tuba

selbst erarbeiten. Doch Uli

Linder ist mit seinen 20 Jahren

schon ein erfahrener und viel

beschäftigter Musikant. Neben en

der Blaskapelle Hohenfurch

spielt er in mehreren kleineren en

Besetzungen, ab und zu im Hofbei

anderen Kapellen. Das gilt es mit

bräuhaus oder als Aushilfe dem Studium für Wirtschaftssingenieurwesen

nieu

eurw

esen

in Weihenste-

en

phan unter einen Hut zu bringen.

Trotzdem hat der Apfeldorfer immer

einen fl otten Spruch auf Lager,

so dass man ihn jetzt schon

als Lechrainer Original bezeichnen

kann.

Der dritte im Bunde ist Daniel

Schmid, der zwar als Kind Gitarrenunterricht

hatte, aber eigentlich

über das Schul-Musizieren

nie hinaus kam. 2014 lernte er

Fabian Eglhofer und Uli Linder

kennen, die bis dahin als Duo

unterwegs waren und nach einem

passenden Gitarristen Ausschau

hielten. Man verstand sich

sofort und so packte der Reichlinger

seine Gitarre wieder aus

und übte intensiv das Begleiten,

um in der Gruppe mitspielen zu

können. „Die Lederhose ist von

meinem Urgroßonkel und ist damals

schon vom Stöger in Peiting

angefertigt worden“, verkündet

60 | der altlandkreis


der 25-Jährige stolz und gibt damit

Einblick in seine traditionelle

Gesinnung. Gleichwohl hat er

gerade sein Lehramtsstudium in

Physik und Erdkunde abgeschlossen

und wartet nun auf seinen

ersten Einsatz als Referendar an

einem Gymnasium.

„Wenn es Spaß macht,

nimmt man sich Zeit!“

Der aufmerksame Leser fragt sich

nun, wann die drei denn überhaupt

proben? Doch dazu stellt

das Trio einhellig fest: Wenn etwas

Spaß macht, dann nimmt man

sich auch die Zeit dafür. Und bei

einem solchen Übungsabend sind

die Burschen dann auch auf ihren

Namen gekommen. Weil ihre

Heimatorte Apfeldorf, Epfach und

Reichling zu einem Dreieck verbunden

werden können, nennen

sie sich „Dreieckmusi“. Ihren ersten

Auftritt als Trio bestritten sie

2014 auf der „Oiden Wiesn“ und

nach diesem vollen Erfolg wurde

das Zusammenspiel fortgesetzt.

Inzwischen sind sie bei verschiedensten

Konzerten, Volksmusikveranstaltungen,

Familienfeiern,

ja sogar Hochzeiten im Einsatz und

haben so manchen Fan gewonnen,

der bisher eher weniger mit der

traditionellen Musik zu tun hatte.

Ein besonderer Unterstützer ist

Alfred Müller aus Ludenhausen,

der über den „Happerger Kulturförderverein“

nun die Aufnahme

einer CD ermöglichte. Der Ludenhausener

Förderverein hat die

kompletten Aufnahmekosten vorfinanziert.

Zugunsten des Vereins

gibt die Dreieckmusi deshalb am

Samstag, 17. September, ein Benefizkonzert

im Happerger. Dabei

wird auch die CD mit dem Titel

„Horch a Moll“ präsentiert; und

natürlich wäre schön, wenn der

Verkauf der 1000 Scheiben die

Kosten wieder ausgleichen würde.

Auf die Frage nach ihrem Erfolgsrezept

hat jeder von den dreien

seine eigene Erklärung. „Wir machen

das, was uns Spaß macht“,

meint Fabian Eglhofer und Daniel

Schmid ergänzt, „wir sind echt

und haben unsere Gaudi dabei“.

Uli Linder stellt fest: „Was wir machen,

entschleunigt und ist griabig.“

Mit diesem Konzept scheinen

sie voll ins Schwarze zu treffen —

in einer hektischen, globalen

Welt, die immer mehr nach ihren

Wurzeln sucht.

rg

> > > CD-VERLOSUNG

„Der altlandkreis“ verlost fünf Exemplare

der neuen CD „Horch a Moll“. Wer eine davon

gewinnen möchte, schickt eine Postkarte

an „der altlandkreis“, Birkland 40,

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@

altlandkreis.de. Das Stichwort lautet

„Dreieckmusi“. Einsendeschluss ist der

15. September. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

das Los entscheidet. tis

Dreieckmusi

Horch a Moll

Mit Fabian Eglhofer, Uli Linder und Daniel Schmid (von links)

als „Dreieckmusi“ kommt eine ganz neue Volksmusik auf uns zu.

september / oktober 2016 | 61


Seit 100 Jahren steht die Dreifaltigkeitskirche in Schongau

Eine engagierte Gemeinde

feiert ihr religiöses Zentrum

Schongau | Im September beginnt

die evangelische Pastorin Lydie

Nicoly Menezes ihren Dienst in

Schongau, und wenige Wochen

später, am Sonntag, 16. Oktober,

soll das 100-jährige Bestehen der

evangelischen Dreifaltigkeitskirche

groß gefeiert werden. „Die Kirche

ist sehr einladend und ansprechend“,

meint Menezes, „man

merkt, dass hier schon viele Generationen

ihre religiöse Heimat

hatten“.

Bis zum Antritt der neuen Pfarrerin

wurde die Kirchengemeinde

mit ihren 3 300 Gemeindemitgliedern,

verstreut von Schongau bis

Denklingen auf einer Fläche von

257 Quadratkilometern, nur von

Pfarrer Hartmuth Stamm betreut.

Er ist voll des Lobes für seine Gemeinde.

„Es ist ein Traum, wie sich

die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter

während der Vakanz eingebracht

haben.“ Pfarrer Stamm

Ein Blick ins Innere bei der Konfirmation 1951.

62 | der altlandkreis

bezeichnet die zukünftig erste

Schongauer Pfarrerin als „Hochkaräter“,

denn sie arbeitete bisher

als Referentin des Regionalbischofs

in Augsburg.

Fragt man die neue Pfarrerin,

warum sie sich für Schongau entschieden

hat, erklärt sie, dass sie

über die ansprechende Stellenausschreibung

des Kirchenvorstandes

gestolpert sei. Zum Bild eines

Schiffes fand sich dort folgender

Text, der wohl den Ausschlag für

eine Bewerbung der Pfarrerin gab:

„Wir rudern alle in die gleiche

Richtung und suchen jemanden,

der zu neuen Ufern steuert.“ Bis

zum Beginn des neuen Schuljahres

möchte sie mit ihrer Familie,

den drei Kindern, im Schongauer

Pfarrhaus einziehen, die pfarramtliche

Geschäftsführung übernehmen

und dann besonders die

schon gute Kinder- und Jugendarbeit

weiter entwickeln.

Engagierte Gemeindemitglieder

hatte die evangelisch-lutherische

Kirche in Schongau schon immer.

Schon vor über 100

Jahren Einsatz gezeigt

Erste Nachweise eines protestantischen

Lebens existieren aus dem

Jahr 1894, als sechs namhafte

Bürger den schriftlichen Antrag

an den Stadtmagistrat stellten, im

Ballenhaussaal vier Gottesdienste

im Jahr abhalten zu dürfen. Im

Jahrbuch des Historischen Vereins

„Der Welf“ aus dem Jahr 2015

beschreibt Harald Scharrer die

Entwicklung der evangelischen

Kirchengemeinde sehr detailliert

und nennt auch statistische Zahlen.

So hatte Schongau im Jahr

1895 genau 2 144 Einwohner, wovon

77 (3,6 Prozent) Protestanten

waren. Im ganzen Bezirk Schongau

lebten 19 002 Bürger; hier

lag der Anteil der Protestanten

mit 195 Personen nur bei einem

Prozent. Ein Reiseprediger kam

fortan regelmäßig nach Schongau

und hielt nicht nur einen,

sondern bis zu 15 Gottesdienste

pro Jahr ab. 1898 wurde ein

„Evangelischer Verein Schongau“

gegründet, der schon bei seiner

Gründung das Ziel einer eigenen

Kirche verfolgte. Zunächst suchte

man innerhalb der Stadtmauern

nach einer geeigneten Stelle,

doch dies wäre immer mit beengten

Platzverhältnissen verbunden

gewesen. Deshalb favorisierte der

Bezirksbaumeister Adam Stuhlfauth

einen Platz vor den Toren

Mit dem Bau der evangelischen

Dreifaltigkeitskirche wurde 1914 begonnen.

Die evangelische

Dreifaltigkeitskirche

ist heute mitten im

Stadtgebiet eingebettet.


Forster

Ihr Partner für:

seit

1952

Elektro Kälte Solare Wärme

Auf freiem Feld stand früher die evangelisch-lutherische Kirche.

der Stadt. Und so konnte 1907

vom Ehepaar Max und Johanna

Klapp der „Krautgarten bei der

Dreifaltigkeit“ erworben werden.

Adam Stuhlfauth zeichnete die

Pläne für eine schlichte, aber

ansprechende Kirche und 1914

wurde mit dem Bau begonnen.

Harald Scharrer resümiert in seinem

Beitrag im „Welf“ zum Abschluss:

„Zwar wurden sowohl

die Gemeindebildung als auch

der Kirchenbau von der Amtskirche

unterstützt, aber ohne die eigentliche

Initiative der Gläubigen

vor Ort wäre beides nicht möglich

gewesen.“

100 Jahre später ist die evangelische

Kirchengemeinde genauso

engagiert und lädt die Schongauer

Bevölkerung zum Jubiläum ihrer

Dreifaltigkeitskirche ein. Zum

Festgottesdienst am Sonntag, 16.

Oktober, um 10 Uhr wird die Regionalbischöfin

Susanne Breit-Keßler

erwartet. Der Stadtchor, Musikschüler

und ein Posaunenchor

tragen zur Gestaltung bei, und

hinterher werden die Gläubigen

auf dem Vorplatz von Alphornbläsern

empfangen. Alle Gäste

sind bei verschiedenen Aktionen

und Verpflegungen zum Verweilen

eingeladen; Harald Scharrer

wird im Pfarrsaal einen Vortrag

über die Entstehung der evangelischen

Gemeinde halten. Gegen

Spenden kann man sogar noch

einen Ziegelstein aus der Bauzeit

erwerben.

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Haldenbergerstr. 11 • 86956 Schongau

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Jubiläum mit der

Regionalbischöfin

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september / oktober 2016 | 63


Anfängerkurs beim TSV Peiting soll die Erfolgsgeschichte fortsetzen

Nachwuchs-Judokas gesucht

Peiting | Erfolge ziehen sich wie

ein roter Faden durch die mittlerweile

54-jährige Geschichte der

Judoabteilung des TSV Peiting.

Die Liste der Erfolge bei Einzelmeisterschaften

ist lang, geht bis

zur deutschen Meisterschaften

und darüber hinaus. Schließlich

erlernte einer der erfolgreichsten

deutschen Judokas aller Zeiten,

Günther Neureuther, einst den

Sport in der Peitinger Judoabteilung.

Damit auch zukünftig die erfolgreiche

Nachwuchsarbeit weitergeführt

werden kann, bietet der

TSV auch in diesem Herbst wieder

einen Anfängerkurs für Kinder ab

sechs Jahren an.

Kurs beginnt

am 27. September

Los geht es am Dienstag, 27. September.

Zwölf Trainingseinheiten

folgen jeweils dienstags von 18

bis 19.30 Uhr in der Judohalle bei

der Dreifachturnhalle in Peiting.

Die Gebühr für den Kurs, zu dem

lediglich eine Trainingshose und

T-Shirt mitzubringen sind, beträgt

25 Euro. Neben dem Erlernen der

Fallübungen, von Haltegriffen

(„Kesagatame“) und verschiedener

Würfe („O-goshi“), stehen

auch Aspekte im Mittelpunkt, die

auf das sportliche Verhalten abzielen.

Wie etwa der Umgang mit

und die Achtung vor dem Partner,

der Respekt den Trainern gegenüber

oder die Wichtigkeit des anständigen

Verlierens. Rituale, die

für die Entwicklung der Kinder

im Allgemeinen bedeutend sind,

bestimmen den Trainingsablauf

zudem mit. Die Einheiten sind

zum größten Teil spielerisch aufgebaut,

auch um das Selbstvertrauen

und die Selbstachtung der

jungen Sportler zu fördern. Nach

dem Ende des Kurses ist die Aufnahme

in die Judoabteilung beim

TSV Peiting möglich. Die Trainingsgruppe

wird dann bis Juli

2017, also bis zum Erlangen des

weiß-gelben Gürtels, fortgesetzt.

Zeltlager

mit Rafting-Tour

Über den Anfängerkurs hinaus

bietet die Judoabteilung eine

Reihe verschiedener Veranstaltungen

für seine Nachwuchssportler

an, abgesehen von den

Gürtelprüfung „weiß-gelb“ nach zehn Monaten mit Prüferin Barbara Fischer (links), Hilfstrainer Niklas Kroll

(4.v.l.) und Trainer Ulrich Tausch (rechts).

regulären Trainingseinheiten und

den zahlreichen Turnieren: Etwa

ein Übernachtungskino in der

Judohalle, Nikolausfeier, einen

Schnupperkurs im Zuge des Ferienprogramms

oder ein dreitägiges

Zeltlager, zu dem dieses Jahr

auch eine Rafting-Tour zählte.

Denn „Judo ist — in letzter Konsequenz

— der höchst wirksame

Gebrauch von Geist und Körper

zu dem Zweck, sich selbst zu

einer reifen Persönlichkeit zu

entwickeln und einen Beitrag

zum Wohlergehen der Welt zu

leisten“, wie bereits Jigoro Kano,

Begründer des Judos, einst erkannte.

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Das Freiwillige Soziale Jahr im Sport

Eine sportliche Alternative

Altlandkreis / Steingaden | Seit Juli

2011 ist die Pflicht zur Ableistung

des Grundwehrdienstes in

Deutschland ausgesetzt, was nicht

nur der Bundeswehr den garantierten

Nachwuchs (auf Zeit) entzieht,

sondern auch den vielen

sozialen Einrichtungen, die von

Zivildienstleistenden profitierten.

Dem direkten Einstieg ins Berufsleben

oder Studium steht mittlerweile

nichts mehr im Wege. Und

dennoch möchten sich zahlreiche

Absolventen nach Jahren hinter

der Schulbank zunächst erst einmal

orientieren und engagieren

sich nicht selten in verschiedenen

Freiwilligendiensten. Eine Möglichkeit

ist das Freiwillige Soziale

Jahr (FSJ) im

Sport, welches von der Bayerischen

Sportjugend (BSJ) angeboten

wird.

„Keinerlei negative

Erfahrungen!“

Generell hat jeder nach Ende der

Vollzeitschulpflicht — in Bayern

sind das neun Jahre — die Möglichkeit,

ein FSJ zu absolvieren.

Anders als etwa der Bundesfreiwilligendienst

steht das FSJ jedoch

nur jungen Menschen zur

Wahl und muss spätestens mit

dem 27. Geburtstag beendet sein.

Da die BSJ in den — in der Regel

— zwölf Monaten lediglich als Träger

fungiert, muss bei Interesse

zunächst eine Einsatzstelle gefunden

werden. Neben Sportvereinen

können das Kreis-, Bezirks-

und Fachsportverbände, soziale

Einrichtungen des Sports sowie

Schulen, Kindergärten oder Fördervereine

sein. Voraussetzung

ist eine gesicherte Anleitung des

Freiwilligen durch eine oder zwei

Personen aus der Einsatzstelle, die

die persönliche und sportfachliche

Betreuung übernehmen. Eine dieser

Einsatzstellen im Altlandkreis

ist der TSV Steingaden. „Wir haben

66 | der altlandkreis


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bisher keinerlei negative Erfahrungen

gemacht“, schwärmt TSV-

Vorstand Andreas Greinwald über

seine bisherigen „FSJler“, die er

in den vergangen sechs Jahren in

Steingraden begrüßen durfte. Die

Aufgaben der Freiwilligen können

äußerst vielfältig sein, wobei das

Haupttätigkeitsfeld die sportliche

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

umfasst und damit die Hälfte

der Arbeitszeit ausmachen muss —

also mindestens 19,5 der zu leistenden

38,5 Wochenstunden. Beim

TSV Steingaden unterstützen die

Teilnehmer die Vereinstrainer bei

der Betreuung der Jugendmannschaften,

während des Trainings

oder begleiten die Kinder und Jugendlichen

an Spieltagen. Zudem

verbringen die FSJler einige Vormittage

im Kindergarten, um den

Kleinsten die Freude an der Bewegung

zu vermitteln. „Auch die Zusammenarbeit

mit unserer Grundund

Mittelschule funktioniert sehr

gut“, freut sich Greinwald, dessen

Frau die Aufgabe der Anleiterin

übernimmt. „Dadurch fällt beispielsweise

der Schwimmunterricht

viel seltener aus“, ergänzt er.

Solche Kooperationen mit Partnern

wie Schulen, Kindergärten, Gemeinden

und sozialen Einrichtungen

sind von der BSJ angedacht

und helfen insbesondere kleineren

Vereinen, die Kostenpauschale von

450 Euro monatlich zu stemmen.

300 Euro

Taschengeld

300 Euro davon bekommen die

FSJler direkt als Taschengeld ausbezahlt.

Der Rest fließt in die Sozialversicherung,

in die Verwaltung,

welche komplett von der BSJ

übernommen wird, sowie in die

vorgeschriebenen Bildungsseminare

und die damit zusammenhängenden

Übernachtungs- und

Pflegekosten. 25 Bildungstage

müssen für einen erfolgreichen

Freiwilligendienst absolviert werden.

Beim FSJ im Sport ergeben

sich diese aus der Teilnahme an

den jeweils fünftägigen Seminaren

der BSJ: Einführungs-, Zwischen-

und Abschlussseminar.

Die restlichen zehn Tage werden

durch die ebenfalls von der

BSJ organisierte Übungsleiter-

C-Breitensportausbildung oder

durch zehn Tage selbstorganisierte

Fachübungsleiterausbildung

erbracht. „Leute zu finden, die

sich ehrenamtlich engagieren,

ist äußerst schwierig“, bedauert

Andreas Greinwald und freut sich

daher umso mehr, durch das FSJ

eine qualifizierte Vollzeitkraft im

Verein zu haben. Mit Vertragsabschluss

übernimmt die Einsatzstelle

die Arbeitgeberfunktion

und die daraus resultierenden

Bestimmungen, wie etwa einen

Einsatz der Teilnehmer gemäß

des Jugendfreiwilligengesetzes,

der richtigen Einteilung der Wochenarbeitszeit

und der 26 Tage

Urlaub, die jeder FSJler über das

Jahr hinweg hat.

Ein Projekt

mit Anreiz

Ein Projekt zum Abschluss ist

fester Bestandteil des FSJ. Die

Teilnehmer sollen dadurch die

Chance bekommen, Erfahrungen

zu sammeln, eigene Ideen in die

Praxis umzusetzen und Verantwortung

dafür zu übernehmen.

Als kleiner Anreiz werden pro Seminargruppe

zwei Sieger-Projekte

gekürt, die neben einem Artikel

im Bayernsport-Magazin auch auf

der Homepage und Facebook-Seite

der BSJ veröffentlicht werden.

„Ich bin sehr froh, dass es bei

uns so gut läuft“, spricht Andreas

Greinwald die „Win-Win-Situation“

beim TSV Steingaden an. Das

soll möglichst auch in den nächsten

Jahren so sein, schließlich ist

es laut den Erfahrungen des Vorstandes

für die jungen Menschen

auch „ein guter Türöffner, wenn

man sich später für einen Beruf

bewirbt“.

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september / oktober 2016 | 67


Führerschein — was ist zu tun?

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Ein „Lappen“

in Richtung Freiheit

Altlandkreis I Grau, dann Rosa die

Farbe, das gewachste Papier vom

Aufbewahren in Geldbeutel oder

Hosentasche ziemlich weich und

unansehlich geworden: Sprach

man in den Jahren vor der Einführung

der Scheckkarte 1999 vom

„Lappen“, war damit der Führerschein

gemeint. Kein Wunder,

musste das Dokument doch so

manchen Härtefall durchleben.

1909 wurde der erste Führerschein

für ganz Deutschland eingeführt;

die erste private Fahrschule 1904.

Im Laufe der Zeit hat sich aber

nicht nur die Optik der Fahrberechtigung

geändert, sondern

auch der Weg bis zum bestandenen

Führerschein.

Vorneweg — eine exakte Berechnung

der Führerscheinkosten im

Vorfeld ist kaum möglich. Schon

der Satz für eine praktische Fahrstunde

oder eine Sonderfahrt

kann von Fahrschule zu Fahrschule

variieren. Der Preis für die

Fahrerlaubnis setzt sich aber aus

weiteren Bausteinen zusammen:

Meldet man sich in der Fahrschule

seiner Wahl an, kommen zum

Grundbetrag die Kosten für die

theoretischen und praktischen

Stunden. Geht es zur Prüfung,

wird ein Anmeldebetrag hierfür

wie auch für die praktische und

theoretische Prüfung selbst fällig,

Gebühren für Erste-Hilfe-Kurs und

Sehtest, Kosten für Lernmaterial

und schließlich für die Erteilung

des Führerscheins von Amtes wegen

kommen dazu. Der Betrag,

den ein biometrisches Passbild

kostet, ist da eher marginal.

Pflichtstunden — gibt

es die wirklich?

Oft ist im Volksmund von Pflichtstunden

die Rede, die ein Fahrschüler

zu absolvieren habe. Das

ist so nicht ganz richtig. Es gibt

tatsächlich Stunden, die geleistet

werden müssen, doch sind damit

Sonderfahrten gemeint.

So sind für die angehenden Pkwund

Motorradfahrer mindestens

zwölf dieser Sonderfahrten Pflicht.

Darunter versteht man Überlandfahrten

auf Bundes- und Landstraßen,

auf Autobahnen, sowie

Fahrten bei Dämmerung und

Dunkelheit. Empfohlen wird, diese

Sonderfahrten an die regulären

Übungsfahrtstunden anzuhängen,

weil man sich dann schon etwas

Fahrpraxis „erfahren“ hat. Wie

viele allgemeine Übungsstunden

ein Fahrschüler benötigt, hängt

von dessen Fähigkeiten ab. Gute

Fahrlehrer geben Feedback nach

den geleisteten Stunden und

zeigen dem Lernenden eigene

Schwachstellen auf. Auch sollte

man sich empfehlen lassen, wie

viele praktische Fahrstunden bis

zur Prüfung noch notwendig seien

— und das dann auch beherzigen.

Gründe, warum man sich für einen

bestimmten Anbieter entscheidet,

sind bei vielen Fahranfängern

sehr unterschiedlich.

Da spielen die Automodelle, die

zum Fahrtraining zur Verfügung

stehen, eine Rolle; vielleicht sind

schon frühere Generationen der

eigenen Familie hier ausgebildet

worden und deshalb fällt die Entscheidung

pro Fahrschule. Primär

sollten nicht die Kosten entscheiden,

sondern eben der

qualitative

68 | der altlandkreis


Eindruck, den der Anbieter vermittelt.

Auch sollte die Chemie

zwischen Fahrlehrer und Schüler

stimmen.

Gute Ausbildung =

Sicherheit im Verkehr

Um sich selbst beim Erreichen des

Führerscheins zu unterstützen,

empfiehlt sich ein Training auch

außerhalb des Unterrichts. Damit

ist natürlich nicht das Schwarzfahren

gemeint, sondern der

theoretische Teil der Ausbildung.

Dazu findet sich mittlerweile viel

Übungsmaterial im Internet. So

kann man zusätzlich Wissen trainieren

und besser vorbereitet

an die nächste praktische Einheit

herangehen. Die Erfahrung

zeigt auch, dass geringe zeitliche

Unterbrechungen zwischen den

Fahrstunden deutlich helfen, Sicherheit

im Straßenverkehr zu

erlangen. Deshalb: nicht schleifen

lassen, durchziehen!

Sicher mögen die Kosten für einen

Führerschein auf den ersten Blick

nicht preiswert erscheinen. Dennoch

sollte man sich vor Augen

halten, dass eine qualitativ hochwertige

Ausbildung eben ihren

Preis hat. Es gilt schließlich, nicht

nur den Führerschein zu bestehen,

sondern danach sicher am Verkehr

teilzunehmen. Deshalb lohnt der

Weg zur günstigsten Fahrschule

im Vergleich nicht primär. Der Altlandkreis

Schongau verfügt über

eine flächendeckende Auswahl an

Anbietern. Ein transparentes Gespräch

über die Kosten gleich zu

Beginn eines Vertragsabschlusses

sollte auf alle Fälle möglich sein —

wie sie sich gestalten, bleibt aber

im Ermessen der Fahrschule. rp

september / oktober 2016 | 69


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70 | der altlandkreis


Damen in Männerberufen — Vroni Klöck ist Zimmerer

„Jeder Lehrling

kann eine Frau sein“

Wildsteig | Über Stefan Hindelangs

Gesicht huscht ein Schmunzeln:

„Ich war vor den Kopf gestoßen,

dass eine Dame bei uns anfangen

möchte“, gibt der Inhaber der

Zimmerei Bertl in Wildsteig unumwunden

zu. Vor drei Jahren

lag die Bewerbung von Vroni

Klöck auf seinem Schreibtisch. Ein

Mädchen, das Zimmerer werden

möchte! Der anfängliche Schreck

ist Begeisterung gewichen: „Meine

Bedenken waren völlig unbegründet,

das hat sich auf der Baustelle

schnell rausgestellt. Vroni

steht ihren Mann, sie arbeitet mit

wie ein Mann.“

Im Oktober beginnt

das Ingenieur-Studium

Das bestätigt sich vor Ort: Im Umgang

mit den Kollegen ist die Bad

Kohlgruberin so wenig auf den

Mund gefallen wie sie zuzupacken

versteht. Sie kontert Witzeleien

zum verbotenen Pausenbier, balanciert

sicher über Dächer, hat

den Stapler-Führerschein gemacht.

Ihr Chef charakterisiert sie

als „Kämpferin“. Und die 20-Jährige

„bleibt in einer Männerdomäne“.

Im Oktober beginnt sie an der

TU München ein Studium im Bauingenieurwesen.

„Ich will mich in

Richtung Statiker entwickeln, da

ist es gut, wenn ich im Beruf Praxiswissen

vorweisen kann“, sagt

die 20-Jährige. Dass sie in Ettal

Abitur gemacht hat, ist eine weitere

Besonderheit der Zimmerer-

Gesellin.

Die selbstbewusste Karriereplanung

habe gleich zu Anfang

festgestanden, erinnert sich Hindelang:

„Vroni hat das Berufsgrundschuljahr

weggelassen, ich

war positiv überrascht, dass sie so

gut mitkommt. Sie wusste, wie es

weitergeht, aber ihr war wichtig,

Vroni Klöck aus Bad Kohlgrub hat in Wildsteig Zimmerer gelernt als

Grundlage für ihr Ingenieursstudium, das sie im Oktober beginnt.

dass sie schon mal eine Baustelle

gesehen hat.“ Mit ihrer Zielstrebigkeit

hat sie nicht nur den Chef

überzeugt, sondern auch Luzia

Erhard aus Schönberg den Weg

geebnet: Die 17-jährige Realschülerin

ist die zweite „Azubine“ in

der Zimmerei, kommt ins zweite

Lehrjahr, „die Noten sind super, es

freut mich, wenn die Damen das

so durchziehen“, sagt Hindelang.

Vor Vroni Klöck hatte der 37-Jährige

eine weibliche Bewerberin

abgelehnt, „weil ich unsicher

war“. Nachdem er sich bei der

Zimmererinnung näher erkundigte

und auch der Erfolg von

Christa Blockhaus in Steingaden

unter weiblicher Führung habe

ihm „mehr Sicherheit“ gegeben.

Heute sagt Hindelang: „Bei mir

kann jeder zukünftige Lehrling

eine Frau sein.“ Mitarbeiter sucht

er sowieso.

Ein Praktikum ist

Voraussetzung

Voraussetzung ist ein Praktikum,

„in dem man sich kennenlernt,

schließlich verbringt man hinterher

viel Zeit miteinander“. Außerdem

sieht der Zimmerermeister,

ob die Handgriffe zu den vielfältigen

Aufgaben passen: Dachstühle,

landwirtschaftliche Bauten, Wintergärten,

Balkone. Oder Aufträge

der Bayerischen Staatsforsten: Von

Schwangau bis Elmau montierten

die Wildsteiger Brückengeländer

an Forststraßen. In der Einsamkeit

der Berge muss die Mitarbeiter-

Chemie besonders passen. ts

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Altlandkreis | Sie sind immer noch

eine Seltenheit, aber oft hochmotiviert

und leistungswillig: Auszubildende

jenseits der Vierzig. Wer

sich in diesem Alter noch einmal

auf den Weg in eine andere berufliche

Zukunft macht, tut das allerdings

nicht immer ganz freiwillig.

Oft spielen Krankheit oder der Verlust

des vorherigen Arbeitsplatzes

eine Rolle, eine längere Auszeit

aufgrund familiärer Bedingungen

oder einfach die Sehnsucht nach

einem Ausbruch aus der jahrelangen

Routine. Weiter ist der Schritt

zurück in die Ausbildung auch

mit Ängsten und Unsicherheiten

belegt. Schließlich gilt es auch

in dieser Zeit offene Rechnungen

und Lebensunterhalt bezahlen zu

können. Welche Möglichkeiten

und Anlaufstellen zum Thema

„Ausbildung ab 40“ zur Verfügung

stehen, hat sich der „altlandkreis“

einmal angesehen.

Beratung

ist das A und O

Hubert Schöffmann ist Leiter

der Abteilung Berufliche

Ausbildung bei der IHK München-Oberbayern

und damit

auch für die Region des

Altlandkreises Schongau

zuständig; Sitz der dafür

zuständigen Beratungsstelle

der IHK ist in Weilheim.

Dass eine Ausbildung jenseits

der Vierzig möglich

ist, kann er bestätigen, die

Regel ist es allerdings nicht.

„Wenn sich Betrieb und der

72 | der altlandkreis

erwachsene Auszubildende einig

sind, spricht nichts dagegen“,

erklärt er. „Berufsschulpflicht besteht

dann natürlich nicht mehr,

wird dem Altlehrling aber auch

nicht verwehrt.“ Schwierig werde

es allerdings bei dem Thema Ausbildungsvergütung,

sagt Schöffmann.

„Die kann zwar individuell

gestaltet werden“, erklärt der

Fachmann. „Doch besteht keine

Verpflichtung seitens des Arbeitgebers,

den erwachsenen Lehrling

auch wie einen erwachsenen

Mitarbeiter zu entlohnen.“ Wer

auf einen Verdienst angewiesen

sei, der den Lebensunterhalt decke,

hat eher schlechte Karten.

Hubert Schöffmann: „Ein durchschnittliches

Gehalt zu beziehen,

entspricht eben nicht der Intention

einer Ausbildung.“ Die Regel

laute deshalb: entweder Arbeitsverhältnis,

dann

Verdienst — oder Ausbildungsplatz

mit mehr oder weniger tariflich

orientiertem Lehrlingsgehalt.

Weitaus erfolgsversprechender

findet Hubert Schöffmann die

Möglichkeit, die eine Teilqualifikation

bietet. Hier absolvieren

Arbeitnehmer keine Vollausbildung,

sondern eignen sich Fachwissen

in modularen Einheiten

an, die dann auch neben der

regulären Arbeitszeit bewältigt

werden können. Davon können

gerade diejenigen profitieren, die

lange in einer Branche beschäftigt

sind, aber keinen Abschluss

in ihrem ausgeübten Beruf vorweisen

können. Genauso wichtig

empfindet der Fachmann aber

auch ein Hinterfragen der persönlichen

Situation. Warum ist man

unzufrieden im Unternehmen,

welche Zukunftsaussichten hätte

man nach Erreichen


der Wunschausbildung oder welche

Bedürfnisse befriedigt man

durch eine Um- oder Weiterschulung?

— All das sind Fragen, die

man sich im Vorfeld stellen sollte.

Sein Tipp lautet: „Innehalten und

eine Bestandsaufnahme machen!“

Eine Beratung bei der IHK sei da

auf jeden Fall sinnvoll, erklärt Hubert

Schöffmann. Sie kann klären,

ob eine Fort- und Weiterbildung

nicht ebenso Früchte tragen könne,

bevor ein kompletter Neustart

gewagt werden müsse.

Verlust des

Arbeitsplatzes

Differenzierter wird es, wenn erwachsene

Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz

aufgrund Betriebs- oder

Abteilungsschließung, durch Insolvenz

oder Kündigung verlieren

bzw. zu verlieren drohen. Wer in

einer Branche beschäftigt ist, die

eher für Personalabbau statt -aufbau

steht, hat gute Chancen auf

eine Umschulung, bekommt also

— bei Bewilligung durch die Agentur

für Arbeit — eine Alternative

bezahlt. Ein Beispiel: Sabine K.

hatte in jungen Jahren eine Ausbildung

zur Schreinerin gemacht,

aber nur wenige Gesellenjahre

vorzuweisen. In der Zwischenzeit

ist sie Mutter von zwei Kindern

geworden, die sie im Rahmen der

Elternzeit zuhause betreute. Über

Umwege fasste sie in einem grafischen

Betrieb Fuß, war dort über

lange Jahre für Druckfilme zuständig

und konnte sich Fachwissen

aneignen. Im Zuge der Digitalisierung

wurde ihr Arbeitsbereich

jedoch überflüssig; das Unternehmen

schloss diesen Zweig.

Der Weg zur Agentur für Arbeit

folgte. Sabine K. hatte Glück: Aufgrund

ihres Alters und der langen

Auszeit aus ihrem erlernten Beruf

wurde ihr eine Umschulung zur

Anwaltsgehilfin gewährt.

Wer sich darüber informieren

möchte, welche Möglichkeiten in

Frage kommen oder überhaupt realisierbar

wären, kann sich einen

Termin bei der Agentur für Arbeit

geben lassen. Unter einer Servicehotline

meldet man sich als „Beratungssuchender“

an. Wenige Tage

später meldet sich ein Callcenter,

das nicht nur ein Zeitfenster für

mögliche Termine festlegt, sondern

ebenso den kompletten Lebenslauf

des Beratungssuchenden

erfasst. Die Terminzusage selbst

bekommt man dann per Post ins

Haus. Sitzt der Suchende schließlich

vor dem Berater, liegen alle

relevanten Daten bereits vor und

die persönliche Situation kann sofort

beurteilt werden. In der Regel

dauert dieser Ablauf rund zehn

Tage — und der Ratsuchende hat

einen Überblick über seine Möglichkeiten.

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Weilheimer Aktivherbst

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finden Sie in der Veranstaltungsdatenbank im

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september / oktober 2016 | 73


Sabrina

Sabrina

Altmann

Altmann

Auszubildende im 1. Lehrjahr

Auszubildende im 1. Lehrjahr

> > > SAG’ MAL, DIESMAL MIT

Florian Rauch

aus Peiting

Ich arbeite

gern ...

sparkasse-schongau.de

Telefon-Filiale: 08861 216-888

Mo - Fr, 8:00 Uhr - 19:00 Uhr

... bei der Kreissparkasse. Hier erlebe ich das,

was für mich in der Ausbildung besonders

wichtig ist:

Peiting | „So blöd es klingt, aber

mich interessierte der Tod schon

als junger Erwachsener“, berichtet

Florian Rauch. Die Beisetzung seines

Großvaters war es, die bei ihm

das Interesse an der Arbeit eines

Bestatters zudem hat wachsen lassen.

Mittlerweile ist der 24-Jährige

selbst als Bestatter tätig. Nachdem

er sich beim Schongauer Bestattungsinstitut

Jehle beworben hatte,

wurde er zu einem Praktikum

eingeladen. Schnell merkte er,

dass es für ihn kein Problem ist,

ständig mit dem Tod konfrontiert

zu sein. Auch deshalb wurde

der Peitinger, der mittlerweile in

Peißenberg lebt, übernommen

und bereut seitdem keinen Tag,

„diesen Weg eingeschlagen zu

haben“, wie er betont. Dabei erging

es ihm einst wie so vielen

in diesem Alter. Nach dem qualifizierenden

Hauptschulabschluss

wusste er zunächst nicht genau,

worin seine berufliche Zukunft liegen

könnte. Im Interview mit dem

„altlandkreis“ spricht er über den

Ausbildungsweg zum Bestatter,

was ihn antreibt und wie er privat

für Ablenkung sorgt.

Sag’ mal Florian, wie kommt man

zu dem Beruf des Bestatters?

Anfangs war die Neugier ziemlich

groß, was ein Bestatter denn so

macht. Mittlerweile würde ich sogar

soweit gehen, zu sagen, dass

es Berufung ist.

Hast du gar keine Berührungsängste

mit dem Thema „Tod“?

Nein überhaupt nicht! Hätte ich

Berührungsängste, dann wäre es

schließlich auch der falsche Beruf.

Wie muss man sich die Ausbildung

zum Bestatter vorstellen?

Sehr umfangreich. Ein Großteil ist

„learning by doing“, wie man so

schön sagt. So wird einem etwa

der würdevolle Umgang mit den

Verstorbenen beigebracht. Auch

Trauergespräche werden geprobt,

damit man weiß, wie man sich zu

verhalten hat, bei dem sensiblen

Thema „Umgang mit Angehörigen“.

Kannst du etwas aus dem Berufsalltag

eines Bestatters erzählen?

Ehrlich gesagt nicht wirklich, da

der Tag eines Bestatters nie gleich

abläuft. Aber vom Trauergespräch

mit den Angehörigen, Überführung

des Verstorbenen bis hin zur

Trauerfeier müssen natürlich zahlreiche

Dinge erledigt werden.


selbstständiges Arbeiten.


Abläufe in den Fachabteilungen.


Ich fühl‘ mich einfach wohl bei meiner Arbeit.

Sabrina Altmann

Kreissparkasse

Schongau

74 | der altlandkreis


Was fasziniert dich am Berufsbild

des Bestatters?

„Faszination“ ist hier eindeutig

das falsche Wort. Für mich ist es

wichtig, dass die Angehörigen mit

meiner Arbeit zufrieden sind. Aber

auch den Verstorbenen selbst die

letzte Ehre zu erweisen, bedeutet

mir enorm viel.

Ist es mitunter eine psychische Belastung?

Und wie schaffst du einen

Ausgleich?

Die psychische Belastung spielt

natürlich eine Rolle in diesem Beruf.

Gerade wenn junge Menschen

oder sogar Kinder versterben,

schüttelt man das nicht so einfach

ab. Da ist ein Ausgleich

natürlich sehr wichtig. Bei

mir sind es — neben dem

Sport — meine Freunde.

e.

Generell hilft es mir,

unter

Leute zu gehen.

Ohne ins Detail zu

gehen: Angesichts

der psychischen

Belastung, fi ndest

du die Bezahlung

angemessen?

Ja.

Könntest du dir

vorstellen, nochmals

in eine andere

e

Branche zu wechseln?

Ich fange im Winter

nebenbei noch

ein Fernstudium

zum Grafik-Designer

an. Momentan habe

ich allerdings nicht

vor, etwas anderes es zu

machen. Aber ich bin

auch noch jung.

Musst du häufi ger mit

Vorurteilen

zurecht

kommen?

Gibt es vielleicht sogar

Vorbehalte, die Mitmenschen

dir gegen-

en

über äußern?

Selten. Natürlich gibt es ein paar

Menschen, die es unheimlich finden

oder meinen, ich wäre komisch.

Aber das stört mich nicht.

Was würdest du einem jungen

Menschen raten, der vorhat, den

Beruf des Bestatters zu ergreifen?

Ein Praktikum. Dabei merkt man

relativ schnell, ob man diesen Beruf

machen möchte und vor allem,

ob man psychisch und körperlich

dafür geeignet ist.

Welche Eigenschaften/Voraussetzungen

sollte man als Bestatter

mitbringen?

Starke Nerven und Einfühlungsvermögen

ge

n im sensiblen

Umgang mit Menschen.

Klischeebehaftet

h stellt

man sich unter einem Bestatter

tte jemanden

„Düsteres“

vor. Doch was

macht

ein

Bestatter tatsächlich

in

seiner Freizeit?

Eine

sehr

gute

Frage.

Ich kann da

nur für mich

sprechen, aber

in meiner Frei-

zeit

verbringe

ich am liebsten

Zeit mit Freun-

den oder gehe

ins

Fitnessstudio.

Außerdem

unternehme

e ich gerne

was

mit meiner

Freundin, Wandern

zum Beispiel. Es gibt

auch

Tage, an denen

ich auf dem Sofa

bleibe be und Playsta-

tion

spiele.

Wer ist für dich ein

Vorbild?

Bastian Schweinsteiger. Der lässt

sich nicht unterkriegen, das gefällt

mir.

Mit wem würdest du gerne für einen

Tag die Rollen tauschen?

Mit Robert Lewandowski, beim 5:1 -

Sieg gegen den VFL Wolfsburg

(lacht).

Welche Freundschaften sind dir

wichtig?

Freundschaften, bei denen man

sich ruhig auch mal die Meinung

sagen darf, ohne dass es einem

verübelt wird.

Auf welche Adresse im Internet

möchtest du nicht mehr verzichten?

YouTube. Ich schaue mir gerne

lustige „Fails“ an.

Was für Musik hörst du?

Ich kann gar nicht genau festlegen,

was mir so gefällt. Aber Helene

Fischer geht überhaupt nicht.

Welche drei Dinge nimmst du mit

auf eine einsame Insel?

Einen Ball, meinen iPod und eine

Angel.

Welches Talent möchtest du gerne

besitzen?

Ich würde gerne singen können.

Meine Freundin verdreht nämlich

immer die Augen, wenn ich unter

der Dusche damit anfange.

Was verbindest du mit aktuell mit

dem Begriff Altlandkreis?

Eine schöne, informative Zeitschrift

meiner Heimat.

Welches Buch oder welche CD hast

du dir zuletzt gekauft?

Die neue Platte von Volbeat.

Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Ich möchte mein Studium gut abschließen,

irgendwann eine Familie

gründen und ein Haus bauen.

Aber vor allem möchte ich natürlich

gesund bleiben!

tis

We love cosmetics.

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und expan dierendes Familien unter neh men mit Sitz in

Weilheim und Standorten in Peißenberg, Eislingen, der

Schweiz, Frankreich, Brasilien, China, Russland und

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september / oktober 2016 | 75


Jonas Desche über seine Lehre beim „altlandkreis“

Mediengestalter —

die „Handwerker am PC“

Altlandkreis | Der etwa 20 Jahre

alte Ausbildungsberuf des Mediengestalters

fasst einige traditionelle

Berufe aus dem Druckhandwerk

zusammen, unter anderem den

des Druckformherstellers, des

Schriftsetzers und des Reprografen.

Durch die voranschreitende

Digitalisierung und Globalisierung

wurden diese Berufsbilder zusammengeführt

und mit fachlichen

Schwerpunkten versehen. Seit 2015

absolviere ich bei der Werbeagentur

Ostenrieder Design & Marketing

eine Ausbildung zum Mediengestalter

Digital und Print. Ich habe

mich für diesen Beruf entschieden,

weil mich Werbung immer schon

fasziniert: was dahinter steckt, wie

sie die Menschen beeinflusst und

wie ansprechende Werbung entsteht.

Da mir das Sammeln praktischer

Berufserfahrung wichtig ist,

habe ich mich nach dem Abitur zunächst

gegen ein Studium und für

diese Ausbildung entschieden.

Spezialisierung auf

Gestaltung und Technik

„Irgendwas mit Medien ...“, viele

Jugendliche haben auf der Suche

nach dem richtigen Beruf ähnliche

Gedanken wie ich. Die Auswahl

des entsprechenden Fachbereichs

ist bereits vor der Bewerbung zu

beachten. Die Spezialisierung auf

„Gestaltung und Technik“ wird

zumeist von Werbeagenturen oder

Verlagen gesucht, da dort der

Schwerpunkt auf dem tatsächlichen

Gestalten, Konvertieren und

Aufbereiten von Druckprodukten

liegt. Insbesondere wegen der Arbeit

am „altlandkreis“ und meinem

Faible für die technische Seite des

Berufes wurde das auch meine

Wahl. Wichtig für die Bewerbung

sind zumeist ein mittlerer Schulabschluss

oder die Hochschulreife,

damit verbunden gute Deutsch-,

Mathe-, und Englischkenntnisse.

Auf das Erscheinungsbild der Bewerbungsunterlagen

wird logischerweise

mehr geachtet, als bei

anderen Berufsbildern.

Da der Kundenkontakt in einer

Werbeagentur eine große Rolle

spielt, sind kommunikative Fähigkeiten

unerlässlich. Damit rund

um das Magazin „altlandkreis“

alles reibungslos funktioniert, ist

zudem sorgfältiges Arbeiten elementar.

Jeder Fehler könnte sich

ja in 28 000 Heften rächen. Eine

gute Planung und Organisation

Hier entsteht

der neue

„altlandkreis“:

Jonas Desche

beim Erstellen

des Veranstaltungskalenders.

76 | der altlandkreis


Hier werden die Seiten des Regionalmagazins final geplant.

ist Voraussetzung, mitunter auch

Improvisationstalent, wenn etwa

Anzeigen kurzfristig getauscht oder

verändert werden müssen.

Berufsschule

in München

Die Lehre zum Mediengestalter

ist eine duale IHK-Ausbildung.

Während der Betrieb notwendige

Berufserfahrung und das Erlernen

der fachlichen Fertigkeiten

ermöglicht, vermittelt die Schule

die zugehörigen theoretischen

Kenntnisse, wenngleich sich das

oftmals überschneidet. Ich besuche

das Berufliche Schulzentrum Alois

Senefelder in München, eine von

sieben Schulen für Mediengestalter

in Bayern. Der Unterricht dort ist

sehr praxisorientiert und mit verschiedenen

und abwechslungsreichen

Aufgaben gefüllt. Unser bisher

größtes Projekt war der Aufbau

eines fiktiven Reisebüros, bei dem

Logo, Internetseite, Flyer, Slogan,

Alleinstellungsmerkmal und Philosophie

zu entwerfen und umzusetzen

waren.

Als Auszubildender bei der Agentur

Ostenrieder Design & Marketing

helfe ich während der Erstellung

des „altlandkreis“ in verschiedenen

Bereichen: beim Verarbeiten von

Texten und Bildern, bei der Anzeigengestaltung

und beim aufwendig

recherchierten Veranstaltungskalender.

Zudem bin ich es, der

gelegentlich „Glücksfee“ spielt und

Ihre Gewinnspiel-Einsendungen

verwaltet. In der Zeit „zwischen

den Magazinen“ erwarten mich

alltägliche Aufgaben einer Werbeagentur,

vorrangig die Gestaltung

verschiedener Printprodukte wie

Flyer, Plakate, Einladungen und

anderer Werbemittel. Generell

verantworte ich meine eigenen

Projekte, vom Entwurf bis zur Lieferung

— natürlich unter Anleitung

der Kollegen. Dabei muss vieles

beachtet werden, um Kundenwünsche

und Ästhetik in Einklang zu

bringen. Der Blick für das Gesamterscheinungsbild

ist essentiell,

kleine Details sind entscheidend —

eine Fähigkeit, die ich im Laufe der

Jahre sicher noch viel mehr ausweiten

muss. Hier spielt auch Erfahrung

eine wichtige Rolle.

„Zehnfingersystem“

sehr hilfreich

Schon durch ein Vorpraktikum bei

Ostenrieder Design & Marketing

hatte ich vor Ausbildungsbeginn

die Möglichkeit, unsere Firma, die

Abläufe und auch die entsprechende

Software kennenzulernen

Sehr überrascht hat mich die

Tatsache, dass auf das „Zehnfingersystem“,

das man auf dem

Gymnasium nicht explizit erlernt,

großer Wert gelegt wird. Beim

Schreiben von E-Mails und Texten

oder Einpflegen von Korrekturen

ist das Tippen ohne auf die Tastatur

zu schauen, sehr hilfreich.

Insbesondere, da bei der Arbeit

als Mediengestalter eigentlich immer

Zeitdruck herrscht; schließlich

möchten unsere Kunden ihre

Produkte termingerecht erhalten.

Auch deshalb kommt es nicht nur

darauf an, wie kreativ man ist,

sondern ob man seine Kreativität

auch ständig abrufen kann — eine

Erfahrung, die ich während meiner

Ausbildung bereits machen durfte.

Mittlerweile achte ich überall viel

genauer auf Werbung jeder Art

und stelle mir dazu Fragen: Wie

beeinflusst diese Werbung mich?

Welche Intention hatte der Ersteller

oder der Auftraggeber dabei?

Warum gefällt mir etwas (nicht)?

Inspiration für meinen nächsten

Auftrag gibt es schließlich überall

um uns herum.

jd

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september / oktober 2016 | 77


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Blasinstrumentenmacher Hubert Schmid

Vom Spieler zum

Handwerker

Peiting | Er hat ein abgeschlossenes

Musikstudium, spielte Oboe

beim Garmischer Gebirgsmusikkorps

— jetzt sitzt er in seiner

eigenen Werkstatt am Peitinger

Sonnenbichl und richtet Holzblasinstrumente.

Hubert Schmid hat

einen ungewöhnlichen beruflichen

Werdegang; mit dem eigenen

Gewerbe und seinem Ruf als

erstklassiger Instrumenten-Handwerker

ist er aber vollkommen im

Einklang.

Ausbildung als

logische Konsequenz

Der Peitinger hat schon während

seines Musikstudiums angefangen,

an Instrumenten herumzubasteln.

„Ich war ein eher fauler

Student und hatte deshalb das

Problem, dass die Finger nicht

wirklich gleichzeitig agierten“,

verrät Hubert Schmid.

Deshalb schraubte er für die

schnelleren Finger die Klappen

fester, für die langsameren leichter.

Später, beim Gebirgsmusikkorps

in Garmisch, war er für seine Musikerkollegen

gefragter Ansprechpartner,

wenn am Instrument

etwas klemmte. So fiel vor einem

Konzert einmal das Solo-Instrument

aus. Kurzerhand hat Hubert

Schmid mit einem Telefonbuchrücken

und Teflonband die Klappe

gerichtet - und das Konzert konnte

stattfinden.

Irgendwann war es die logische

Konsequenz, dass er eine Ausbildung

zum Instrumentenmacher

absolvierte und 1998 den Meisterbrief

anhängte. Derweil hatte der

Peitinger schon 1989 ein Gewerbe

Der Blasinstrumentenmacher Hubert Schmid arbeitet gern in seiner

Werkstatt am Peitinger Sonnenbichl.

angemeldet und

1995 den Laden am

Elternhaus eröffnet.

2007 folgte dann noch der Werkstattanbau,

in dem mittlerweile

fünf Personen beschäftigt sind,

plus eine Bürokraft.

Wer den Laden am Sonnenbichl

betritt, erkennt sofort, dass es

hier um Holzblasinstrumente,

also Klarinetten, Oboen, Fagotte,

Saxophone, Querflöten und dergleichen

geht. Seine eigene Oboe

spielt Schmid nur noch zum Spaß,

dafür ist er mittlerweile deutschlandweit

sowie im angrenzenden

Ausland bekannt als hervorragender

Oboen-Handwerker.

Gute Musiker und

handwerkliches Geschick

In seiner Werkstatt bildet er auch

aus, aber nur so viele, wie er

später auch beschäftigen kann.

„Es dauert lange, bis der Azubi

vernünftig arbeiten kann, dann

möchte ich ihn nicht weiterschicken“,

lautet die Strategie von

Hubert Schmid. Zwei Dinge stellt

er als Voraussetzungen an seine

Bewerber: Sie sollten gute Blasmusiker

sein und handwerkliches

Geschick haben.

Auf die Frage, ob er seinen beruflichen

Werdegang weg vom Profi-

Musiker und hin zum Handwerker

bereut, meint Hubert Schmid

schmunzelnd: „Hier am Sonnenbichl

mit Blick auf den Hohenpeißenberg

zu arbeiten, das ist doch

viel schöner als in irgendeinem

Orchestergraben zu sitzen“. rg

78 | der altlandkreis


Orgelbauer Michael Jocher

Ein vielseitiger und

kreativer Beruf

Peiting | „Ich würde gerne regelmäßig

ausbilden, wenn Interessenten

da wären“, verrät der Peitinger

Orgelbaumeister Michael

Jocher. Besonders die Frage nach

den Zukunftsaussichten als Orgelbauer

verunsichert in seinen

Augen viele Bewerber. Dabei wird

es allein mit Restaurierungen von

Orgeln immer Arbeit geben; auch

die Auftragsbücher des Peitingers

sind für die nächsten zwei Jahre

voll.

Ferienarbeit

als „Türöffner“

Aufgewachsen ist Michael Jocher

in Peiting, spielte im Schulorchester

Geige und in der Knappschaftskapelle

Horn. Da der Vater

Schreinermeister war, wollte auch

er etwas mit Holz machen, das

aber irgendwie mit Musik kombinieren.

Geigenbauer war zunächst

sein Berufswunsch, doch bei einer

Ferienarbeit in einer Weilheimer

Orgelbaufirma erkannte man sein

handwerkliches Geschick und

bot ihm gleich eine Lehrstelle

an. Nach einem Jahr Ausbildung

wechselte er in einen größeren

Betrieb nach Dillingen und arbeitete

dort auch nach der Lehrzeit

im Konstruktionsbüro. „Eigentlich

wollte ich lieber Orgeln bauen, als

im Büro die Zeichnungen anfertigen,

doch im Nachhinein war das

eine sehr gute Erfahrung“, berichtet

Michael Jocher. Es sollte sich

als optimale Vorbereitung auf die

Meisterprüfung entpuppen, die er

1996 abschloss. An der Fachschule

für Orgelbau in Ludwigsburg, wo

auch seine heutigen Azubis den

beruflichen Blockunterricht besuchen,

hat er in einem Jahr in Vollzeit

den Meister absolviert.

Seit 2000 in der

großzügigen Werkstatt

1998 hat sich Michael Jocher

selbständig gemacht und seit

2000 betreibt er eine großzügige

Werkstatt in der Peitinger Müllerstraße.

Zusammen mit einem angestellten

Schreinermeister, einer

Auszubildenden ubil

und seiner Frau,

die ihn als Verwaltungskraft raft

terstützt, tütz

tzt,

t, werden hier Orgeln aus

ganz

Deutschland restauriert,

rt,

un-

gepflegt gt oder gestimmt. mt

Derzeit

steht ein

neues

es Gehäuse

für eine historische Orgel

in der

Werkstatt, tt, und

natürlich werden

en

auch

neue Instrumente

te angefertigt.

t.

2014

erhielt elt beispielsweise

ise

die Peitinger

inge

Orgelbauer arbeiten sehr

vielseitig mit Holz, Metall

(wie bei den Orgelpfeifen),

Elektrik und Computertechnik.

Wallfahrtskirche eine neue Jocher-

Orgel. Von seinen Auszubildenden

wünscht sich Michael Jocher eine

gewisse Begeisterung für den Beruf,

technisches Verständnis und

handwerkliches Geschick. Denn

man arbeitet heute im Orgelbau

mit Holz, Metall, Elektrik und

Computertechnik. All diese Bereiche

werden in der dreieinhalbjährigen

Ausbildung vermittelt, so

dass ein Orgelbauer nicht nur ein

gut ausgebildeter Handwerker in

seinem Bereich ist, sondern sich

später auch in viele andere Richtungen

entwickeln kann.

rg

september / oktober 2016 | 79


Das Bildungsportal Oberland geht online

Wissen vereint

Oberland I Anfang Juli starteten

die beiden Landkreise Weilheim-

Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen

gemeinsam das Bildungsportal

Oberland. Auf dieser

Internetpräsenz präsentieren die

zwei Landkreise ab sofort ihr vielfältiges

Bildungsangebot. Sowohl

für den Bereich „Arbeit und Beruf“,

aber auch für das Thema „Freizeit“

bietet das Portal eine breite Palette

an Optionen. Regionale Angebote

werden darauf zusammengeführt

und sind für jeden zu jeder Zeit

abrufbar, wie von Projektleiterin

Christiane Manthey auf dem ersten

Bildungsgipfel in der Stadthalle

Weilheim im Juli präsentiert wurde.

Das Bildungsportal Oberland

bietet in übersichtlicher Anordnung

und Struktur Informationen

zu Veranstaltern, Ort der Veranstaltung,

Gebühren und Anmeldemodalitäten.

Zudem können Fakten zu

allen Anbietern abgerufen werden.

Eine Infothek hält Wissenswertes

für Bildungsinteressierte, inte

ssie

iert

rte,

Unternehmen,

en, Einrichtungen icht

n und Honorarkräfte

rkrä

räft

bereit. Träger des

Portals sind die beiden Landkreise

in ihrer Funktion als Bildungsregion

bzw. Bildungsstandort.

Zum Starttermin bereits

über 80 Anbieter gelistet

Das Bildungsangebot ist sehr vielfältig,

die Auswahl enorm groß wie

etwa Sprachkurse, EDV-Seminare

oder Fortbildungen. Dabei richten

sich die Angebote nicht an eine

spezielle Zielgruppe: Berufstätige,

Existenzgründer, Wiedereinsteigerinnen,

Betriebe, Schüler, Familien

oder Senioren — es ist für

jeden etwas dabei. Das System ist

überschaubar, leicht zu bedienen

und bietet dem Anwender auf

kurzem Weg einen Überblick zu

regionalen wie auch überregionalen

Bildungsangeboten in Bayern.

Neben den einschlägig bekannten

Schularten werden auch Lernorte

wie Museen, Klöster, Kirchen und

Forschungseinrichtungen aufgelis-

tet. t.

Das

Bildungsportal soll Nutzern

und

Anbietern

gleichermaßen Komfort und die

oftmals geforderte Transparenz

bieten. Die Angebote können dadurch

noch passgenauer konzipiert

werden. Ganz davon abgesehen,

dass das komplette Portfolio zweier

Landkreis vereint wird.

Bildungsportal kommt

zum richtigen Moment

Demographischer Wandel und

Fachkräftemangel, Globalisierung,

Digitalisierung, Inklusion, Integration

und Teilhabe haben unmittelbaren

Einfluss auf Gesellschaft,

Wirtschaft und soziale Netze. Um

die damit verbundenen Herausforderungen

zu bestehen, braucht

es laut Aussage der Initiatoren des

Portals Wissen, Know-how und

Werte — zusammengefasst: Bildung.

Die Internetseite ist in diesem

Zusammenhang ein wichtiger

Schritt in Richtung Überarbeitung

der Bildungsstrukturen, -inhalte

und -angebote.

e.

tis

80 | der altlandkreis


HEIMATRÄTSEL IM ALTLANDKREIS

Wem gehört der Haslacher See?

Altlandkreis | Der Haslacher See

ist ein alter Gletschersee, der sich

in Folge der letzten Eiszeit gebildet

hat. Der Rückzug der Gletscher

hinterließ ein großes Seebecken,

das über mehrere Ab- und Zuflüsse

verfügt. Die ursprüngliche

Wasserfläche ist auf etwa ein

Drittel des eigentlichen Bestands

geschrumpft, da einige Uferbereiche

mittlerweile vermoort sind.

Idyllisch liegt der See zwischen

Hügeln eingebettet, die Alpenkette

und der Auerberg im Hintergrund.

Mit rund 35 Hektar lockt der See

mit seinem Moorwasser Gäste

und Einheimische zum Baden

und auch Angeln an. Vor mehreren

Jahrhunderten wurde er vom

Kloster und Bistum Füssen für die

Fischzucht genutzt. Doch wem gehört

der Haslacher See heute?

Wer die richtige Antwort weiß,

schickt eine Postkarte mit dem

Stichwort „Heimaträtsel“ an „der

altlandkreis“, Birkland 40, 86971

Peiting. Oder eine E-Mail — ebenfalls

mit vollständiger Absenderadresse

— an info@altlandkreis.

de. Einsendeschluss ist der 15.

September. Wie immer entscheidet

das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Gewinner dürfen

sich mit der gesamten Familie

auf einen Badetag freuen. Nicht

am Haslacher See, schließlich ist

der Eintritt dort frei, sondern im

„Plantsch — Badespaß und Saunaland“.

Wir verlosen insgesamt fünf

Familien-Tageskarten.

tis

Des letzten Rätsels Lösung

In unserem letzten Heimaträtsel

fragten wir, seit wann in Peiting

das Bürgerfest gefeiert wird. Wenig

überraschend, dass unsere

Gewinner, Hans Perst, Lissy Fichtl,

Florian Schilcher, Herbert Lück und

Doris Unger, diesmal ausnahmslos

aus der Marktgemeinde stammen.

Sie alle wussten das Jahr, in welchem

rückblickend das erste Bürgerfest

stattfand: 1988. Einzig beim

Grund für das erste Bürgerfest oder

Hauptplatzfest, wie es einst hieß,

gingen die Meinungen etwas auseinander.

Ganz egal, wir nahmen

alle, die das korrekte Datum lieferten,

in die Verlosung. Der Anlass,

der in den meisten Einsendungen

auftauchte, waren die Feierlichkeiten

anlässlich des 550. Markterhebungsfestes

der Gemeinde.

Schließlich hatte Peiting 1438 das

Recht erlangt, Märkte abzuhalten.

Die Festwochen liefen vom 15. bis

24. Juli 1988 samt Festzeltbetrieb,

Gautrachtenfest am 17. Juli, Bayerisch-Schweizer-Abend,

Kindertag

und Tag der guten Nachbarschaft.

Der Bieranstich für das eigentliche

Hauptplatzfest war letztlich am

Freitag, 22. Juli 1988, durch die

Organisatoren des EC Peiting und

der „Königstreuen“. Im Rahmen

dieser Festlichkeiten wurde zudem

„Rosalinde“, die Moorleiche von

Peiting, ausgestellt. Peitings damaliger

Bürgermeister Klement Sesar

ließ gar seine Gattin als Pfand in

Neumünster, um „Rosalinde“ für

eine gewisse Zeit nach Peiting zurückzuholen.

In jedem Fall waren

die Erfahrungen des Festes derart

positiv, dass man vom 27. Juli bis

30. Juli 1989 bereits zum 2. Peitinger

Hauptplatzfest einlud. Und

auch wenn historisch gesehen die

Meinungen zumindest im Detail

etwas auseinandergehen, ist eines

doch gewiss: Gefeiert haben die

Peitinger immer schon gern. tis

> > > IMPRESSUM

„der altlandkreis“

„der altlandkreis“ ist ein Medium von

Birkland 40 in 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

Mail: info@altlandkreis.de

Stand bei Drucklegung im August 2016.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 28000 Exemplare

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie

Erscheinungstermine und weitere technische Angaben

finden Sie auf unserer Webseite

www.altlandkreis.de.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion:

Tobias Schumacher, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Regine Pätz, Rosi Geiger, Jonas Desche

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder,

Kurt Zarbock, Irmgard Gruber, Christian Lechner,

Jonas Desche, Jutta Kopf, Tim Schmid

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Str. 23,

84503 Altötting

Verteilservice:

KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise:

zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte

im Altlandkreis Schongau und einzelnen angrenzenden

Gemeinden

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe

November/Dezember 2016: Freitag, 28. Oktober 2016

(Anzeigenschluss: 10. Oktober 2016)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie

keine Erscheinungsgewähr übernommen.

Fotos: Mauritius Images, Johann Jilka, Peter Ostenrieder, Tobias Schumacher,

Regine Pätz, Rosi Geiger, Irmgard Gruber, Tim Schmid, Dokumentation Werner

Schmitt/Förderverein Villa Rustica e.V., BSE-AIRpix, Kreissparkasse Schongau,

Ronny Grubart, Gemeinde Polling, Versicherungskammer Bayern, Gemeinde

Apfeldorf, Helmut Ehle, Gemeinde Rottenbuch, Förderverein Flößermuseum

Lechbruck e.V., Schongau belebt e.V., AVC, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau,

Monika Arlt, Alexander Rochau, Helen Souza_pixelio, Lisa Schwarz_pixelio,

Charly Walter, Konrad Vogl, Frank Suffert, Stefan Hoferer, Kurt Zeimentz, Nagl

Oberflächen GmbH, lobOlmo, Nadine Lorenz, Thomas Kaiser, Sebastian Wilke,

Jane Schmidt, Rudolf Hochenauer, Obst- und Gartenbauverein Peiting, Heike

Grosser, BMX Peißenberg (im MC Peißenberg), Dreieckmusi, carolamichaela

fotografie, Archiv der evang.-lutherischen Kirchengemeinde, Judo-Abteilung

Peiting, Agentur für Arbeit, Florian Rauch, Bildungsportal Oberland, fotolia

september / oktober 2016 | 81


82 | der altlandkreis

/


Veranstaltungskalender

1. September bis 31. Oktober 2016

HOHENFURCH

DO 01.09.

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus

LECHBRUCK

9.30 Uhr

Kinderführung durch das Flößermuseum.

Treffpunkt am Flößermuseum.

Weitere Infos und Anmeldung

(bis Mi.) unter 08862 / 987830

17.00 Uhr

Führung durch Lechbruck mit der

Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 5 € / 3 € (Kinder). Weitere

Infos und Anmeldung (bis Mi., 12

Uhr) unter 08862 / 987830

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

20.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

Steingaden im Musikpavillon

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

BAD BAYERSOIEN

19.00 bis 22.00 Uhr

Luftgewehrschießen für Gäste im

Schützenhaus

SCHONGAU

FR 02.09.

16.00 bis 17.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

16.00 bis 18.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

im evang. Pfarrheim

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt auf dem Hauptplatz

11.00 Uhr

Politisches Weißwurstfrühstück

der CSU mit der Europaabgeordneten

Dr. Angelika Niebler im

Gasthof zum Buchberger

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Konzert „Ottfried Fischer und

die Heimatlosen — Wandogo-Filosofie“

im Kuhstall. Karten: 24 €.

VVK beim Schäferwirt, Schongauer

Nachrichten, Lechkurier, Süße

Hanni, Buchhandlung am Bach

und unter www.schaeferivent.de.

Weitere Infos auf Seite 50

21.00 Uhr

Beachparty des TSV am Sportgelände

LECHBRUCK

9.30 Uhr

Schlauchboot-Tour auf dem Lech.

Treffpunkt am Rathaus. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

10.00 Uhr

Familienwanderung „Auf den

Spuren der Flößer“ mit anschließendem

Besuch im Flößermuseum.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

4 €, Kinder bis 15 Jahren frei.

Weitere Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

ROTTENBUCH

8.00 Uhr

Deutschlands größter Kaltblut-

Fohlenmarkt am Fohlenmarktplatz

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

18.00 Uhr

Mountainbike-Tour des TSV für

Alle. Ca. 2,5 Stunden. Treffpunkt

am Postplatz. Weitere Infos unter

08867 / 8114

BAD BAYERSOIEN

17.30 bis 18.30 Uhr

Historische Tunnelführung

mit Josef Maier.Treffpunkt am

Lötschmüllerhof. Kosten: 2 €

SCHONGAU

SA 03.09.

19.00 Uhr

Weinfest der EA Schongau mit

Vorstellung der Bayernligamannschaft

im Eisstadion

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

WIES

19.00 Uhr

„Musik und Wort“ — Festkonzert

zum Schutzengelfest mit Musik

aus oberbayerischen Klöstern in

der Wieskirche. Eintritt frei, Spenden

erbeten

BAD BAYERSOIEN

18.00 bis 1.00 Uhr

Nachtfischen am Soier See. Kosten:

7,50 €

19.00 Uhr

Mehr-Generationenparty mit musikalischer

Zeitreise im Dorfstadl.

Karten: 12 €. VVK in der Kur- und

Tourist-Info

LUDENHAUSEN

8.00 bis 15.00 Uhr

Flohmarkt am Happerger

ALTENSTADT

SO 04.09.

16.00 Uhr

Führung in der Basilika. Kosten: 2 €

SCHWABSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Hammerschmiede-Museum

geöffnet. Eintritt frei

BERNBEUREN

7.00 Uhr

Traditionelles Hegefischen am

Haslacher See

WIES

10.00 Uhr

Schutzengel-Kirchweihfest in der

Wieskirche

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Führung durch die Pfarrkirche

BAD BAYERSOIEN

17.00 bis 20.00 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

20.00 bis 21.00 Uhr

Sonntagskonzert „Holz-Blech-

Chaoten“ auf dem Kirchplatz. Eintritt

frei. Bei schlechter Witterung

im Kurhaus

FORST

9.30 Uhr

Frühstück mit buntem Beerenfest

am Paradieshof. Weitere Infos und

Anmeldung unter 08809 / 2249879.

Siehe Seite 16 / 17

SCHONGAU

MO 05.09.

7.45 Uhr

„Radeln für die Hoffnung aufs Sehen“

– Empfang von 17 Tandem-

Teams am Rathaus. Weitere Infos

auf Seite 23

PEITING

15.00 bis 16.00

Vorlesenachmittag für Kinder in

der Bücherei

HOHENFURCH

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

SCHONGAU

DI 06.09.

14.00 bis 15.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS

Do, 8. Sept. 17.00 bis 20.00 Uhr Hohenpbg., Haus d. Vereine

Di, 20. Sept. 16.00 bis 20.00 Uhr Altenstadt, Grundschule

Fr, 23. Sept. 16.00 bis 20.00 Uhr Leeder, Mittelschule

september / oktober 2016 | 83


Gipsmühlweg 5 l 87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

LECHBRUCK

9.30 Uhr

Schlauchboot-Tour auf dem Lech.

Treffpunkt am Rathaus. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

18.00 Uhr

Outdoor-Fitness am Bootsverleih.

Weitere Infos und Anmeldung unter

0171 / 4587890

18.00 Uhr

Radltour mit dem Alpenverein.

Dauer ca. 1,5 Stunden. Gäste

willkommen. Treffpunkt am Gasthof

Holler

19.00 Uhr

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootsverleih

PREM

18.00 Uhr

Geführte Moorwanderung durch

das Premer Moor. Mit anschließendem

Grillabend. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

21.00 Uhr

Geführte Nachtwanderung „Verschollen

im Moor“. Anmeldung bis

11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Jetzt g’hörst der Katz“ —

ein Lustspiel in 3 Akten von Ulla

Kling im Kurhaus. Eintritt: 9 €

84 | der altlandkreis

SCHONGAU

MI 07.09.

17.00 bis 18.30 Uhr

Führung mit der „Henkerstochter“

durch die mitteralterliche Stadt.

Kosten: 10 €. Weitere Infos und

Anmeldung unter 08861 / 214181

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

ROTTENBUCH

9.30 Uhr

Führung entlang des „Pfaffenwinkler

Milchwegs“. Treffpunkt am

Parkplatz der Schönegger Käsealm.

Kosten: 5 € / 2,50 € (Kinder)

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

19.30 Uhr

Weisenblasen auf dem Soier See

SCHONGAU

DO 08.09.

18.00 Uhr

Volksfest — Festeinzug mit

Kutsche und der Stadtkapelle auf

dem Volksfestplatz. Weitere Infos

auf Seite 14 / 15

18.45 Uhr

Vortrag „Neue Zeiten, neue

Gesichter! Frauen, Generation

50+ und andere unterschätzte

Leistungsträger“ der Wirtschaftsförderung

Weilheim-Schongau

im Sparkassenforum. Weitere

Infos und Anmeldung unter www.

gobiz.de

HOHENPEISSENBERG

17.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Haus der Vereine

HOHENFURCH

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Führung durch Lechbruck mit der

Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 5 € / 3 € (Kinder). Weitere

Infos und Anmeldung (bis Mi., 12

Uhr) unter 08862 / 987830

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

unter 08862 / 987830

19.30 Uhr

Dämmerschoppen im Musikpavillon

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

FR 09.09.

14.00 Uhr

Volksfest — Seniorennachmittag

mit „Jaggl aus Oberammergau“

im Festzelt. Ab 19 Uhr Stimmung

mit „Oberdorf Express“ im Festzelt.

Ab 20 Uhr 80er Party im

Weinzelt. 22 Uhr großes Musikhöhenfeuerwerk.

Eintritt frei. Weitere

Infos auf Seite 14 / 15

16.00 bis 17.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

LECHBRUCK

9.30 Uhr

Schlauchboot-Tour auf dem Lech.

Treffpunkt am Rathaus. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

10.00 Uhr

Familienwanderung „Auf den

Spuren der Flößer“ mit anschließendem

Besuch im Flößermuseum.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

4 €, Kinder bis 15 Jahren frei.

Weitere Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

18.00 Uhr

Mountainbike-Tour des TSV für

Alle. Ca. 2,5 Stunden. Treffpunkt

am Postplatz. Weitere Infos unter

08867 / 8114

20.00 Uhr

Vereinsabend in der Gemeindehalle

SCHONGAU

SA 10.09.

10.00 Uhr

Volksfest — Weißwurstfrühstück,

Weibsdefi-Markt, Kinderflohmarkt,

und vieles mehr auf dem Volksfestplatz.

Ab 15 Uhr Unterhaltung

mit „Star Sound Express“ und ab

19 Uhr Dirndl- und Lederhosenparty

mit „Manyana“ im Bierzelt.

Eintritt frei. Weitere Infos unter

www.schongauer-volksfest.de und

auf Seite 14 / 15

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

SCHONGAU

SO 11.09.

10.00 Uhr

Volksfest — Festgottesdienst und

Dixie-Frühschoppen. Ab 16.30 Uhr

/


Bayrische Olympiade im Bierzelt.

Ab 19 Uhr Big Band Schongau

und Rock 'n' Roll Gruppe Peiting

im Bierzelt. Zeitgleich spielt

im Weinzelt der „Star Sound

Express“. Eintritt frei. Weitere Infos

unter www.schongauer-volksfest.de

und auf Seite 14 / 15

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Briefmarken- und Münztag der

Sammlerfreunde Peiting und

Umgebung e.V. in der Deckerhalle.

Spezial: Briefmarken und Ansichtskarten,

Motivmarken aller Welt

HOHENFURCH

10.00 bis 17.30 Uhr

Tag des offenen Denkmals mit

Führungen in der Ursula-Kapelle

SCHWABBRUCK

Abends

Serenade der Musikkapelle im Ort

STEINGADEN

10.00 bis 17.00 Uhr

Aktionstag „Gartenwinkel — Pfaffenwinkel

im Klostergarten und

im Garten der Familie Leimbach.

Weitere Infos auf Seite 23

14.00 Uhr

Tag des offenen Denkmals im

Welfenmünster. Eintritt frei

ROTTENBUCH

10.00 Uhr

Festgottesdienst, anschl. Frühschoppen

unter den Kastanien

19.30 Uhr

Andacht mit Lichterprozession in

der Pfarrkirche

BAD BAYERSOIEN

20.00 bis 21.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

auf dem Kirchplatz. Eintritt frei. Bei

schlechter Witterung im Kurhaus

EPFACH

11.00 Uhr

25 Jahre „Museum Abodiacum“ —

Festakt und Fotoaustellung rund

um das Museum. Weitere Infos auf

Seite 23

FORST

10.00 bis 17.00 Uhr

„Füllhorn Gartenwinkel“ mit

verschiedenen Aktionen im

Garten und der Beerenplantage

des Paradieshofs. Weitere Infos auf

Seite 16 / 17

SCHONGAU

MO 12.09.

13.30 Uhr

Volksfest — Kindernachmittag, mit

Zauberer, Kinder-UNO-Turnier

und Bürgermeistersprechstunde

auf dem Volksfestplatz. Ab 19 Uhr

Tag der Nachbarschaft im Bierzelt.

Eintritt frei. Weitere Infos unter

www.schongauer-volksfest.de und

auf Seite 14 / 15

HOHENFURCH

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus

SCHONGAU

DI 13.09.

14.00 bis 15.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

ALTENSTADT

13.30 Uhr

Treffen der Cartias e.V. Aktiv Senioren

am Basilika-Parkplatz

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

BERNBEUREN

14.30 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Radltour mit dem Alpenverein.

Dauer ca. 1,5 Stunden. Gäste

willkommen. Treffpunkt am Gasthof

Holler

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

18.00 Uhr

Outdoor-Fitness am Bootsverleih.

Weitere Infos und Anmeldung unter

0171 / 4587890

19.00 Uhr

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootsverleih

PREM

18.00 Uhr

Geführte Moorwanderung durch

das Premer Moor. Mit anschließendem

Grillabend. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

21.00 Uhr

Geführte Nachtwanderung „Verschollen

im Moor“. Anmeldung bis

11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Herkules der Musterstier“

— ein Lustspiel in drei Akten

von Marianne Santl im Kurhaus.

Eintritt: 9 €. VVK in der Kur- und

Tourist-Info

PEITING

MI 14.09.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

ROTTENBUCH

9.30 Uhr

Führung entlang des „Pfaffenwinkler

Milchwegs“. Treffpunkt am

Parkplatz der Schönegger Käsealm.

Kosten: 5 € / 2,50 € (Kinder)

BÖBING

15.00 Uhr

Stammtisch des VdK im Gasthof

Haslacher

WILDSTEIG

20.00 Uhr

Vortrag „Gentechnik — Monsanto,

Bayer, BASF und Syngenta machen

Druck, aber was haben die

Bürger, Landwirte und die Natur

davon?“ des Obst- und Gartenvereins

mit Walter Haefeker im

Gasthof zum Strauß

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

19.30 Uhr

Weisenblasen auf dem Soier See

HOHENFURCH

DO 15.09.

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

19.30 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

Prem im Musikpavillon

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

BAD BAYERSOIEN

19.00 bis 22.00 Uhr

Luftgewehrschießen für Gäste im

Schützenhaus

SCHONGAU

FR 16.09.

16.00 bis 17.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

17.30 bis 18.30 Uhr

Klamottenkiste in Verklärung

Christi. Verkauf für Schwangere

und Behinderte. Annahme der

Waren 15 - 16.30 Uhr. Infos unter

0178 / 9776514 und 0152/ 28770385

jeweils mittwochs und donnerstags

15 - 19 Uhr

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Solokonzert „Weiherer“ im

Kuhstall. Karten: 18 €. VVK beim

Schäferwirt, Schongauer Nachrichten,

Lechkurier, Süße Hanni,

Buchhandlung am Bach und unter

www.schaeferivent.de. Weitere

Infos auf Seite 50

september / oktober 2016 | 85


LECHBRUCK

BIRKLAND

LUDENHAUSEN

STEINGADEN

Direkt neben dem

berühmten Kloster Ettal

Ammergauer Alpen

www.gq-bayern.de

Schaukäserei-Laden

Gemü tliches Brotzeitstü berl

Kaffee und selbstgebackener

Käsekuchen

Präsentationen mit kleiner

Käseprobe

Die Produkte der Schaukäserei

sind handwerklich hergestellte

Regionalprodukte

enthalten die frische Milch von

Kühen aus den Ammergauer

Alpen

entsprechen den Kriterien von

UNSER LAND

Öffnungszeiten:

Täglich geöffnet von 10 bis 17 Uhr

November bis einschl. Mai:

Montag Ruhetag

Präsentationen an Werktagen um

11 Uhr bzw. nach Vereinbarung

Schaukäserei eG

Mandlweg 1 • 82488 Ettal

Tel. +49 (0) 88 22 / 92 39 26

www.Schaukaeserei-Ettal.de

hauk

cha

Sch

Sc

OHNE

Schaukäserei Ammergauer Alpen eG

GENTECHNIK

OHNEGE

OHNE GENTECHNIK

10.00 Uhr

Familienwanderung „Auf den

Spuren der Flößer“ mit anschließendem

Besuch im Flößermuseum.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

4 €, Kinder bis 15 Jahren frei.

Weitere Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

18.00 Uhr

Mountainbike-Tour des TSV für

Alle. Ca. 2,5 Stunden. Treffpunkt

am Postplatz. Weitere Infos unter

08867 / 8114

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Brauchtumsabend im Gasthof

Bayersoier Hof. Einlass ab 19 Uhr.

Eintritt frei

SCHWANGAU

19.00 bis 23.00 Uhr

Romantisches Vollmondschwimmen

in der Kristall-Therme

SCHONGAU

SA 17.09.

9.00 bis 12.00 Uhr

Klamottenkiste in Verklärung

Christi. Chiffre-Nummern werden

am 5.9. von 16.30 - 17 Uhr im

Teezimmer des Pfarrzentrums ausgegeben.

Infos unter 0178 / 9776514

und 0152/ 28770385 jeweils mittwochs

und donnerstags 15 - 19 Uhr

9.30 bis 12.30 Uhr

Faires Frühstück im Weltladen.

Weitere Infos auf Seite 45

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

18.00 bis 23.00 Uhr

Schießtag der Schützen im Neuwirt.

Eintritt frei, der Erlös geht an

das SOS-Kinderdorf in Dießen

ALTENSTADT

14.00 Uhr

Dorfschießen des Schützenvereins

für Alle im Schützenheim

BURGGEN

8.00 bis 11.00 Uhr

Altkleidersammlung „Aktion

Hoffnung“ im Pfarrhof

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Hoargarten mit dem Zitherclub

Gerlingen im Flößermuseum.

Eintritt frei

STEINGADEN

11.00 Uhr

Hoffest des Fischervereins mit

Zeltbetrieb und musikalischer

Unterhaltung am Fischerhaus.

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 52

ROTTENBUCH

18.00 Uhr

Weinfest im Fohlenhofgarten

WILDSTEIG

7.00 Uhr

Fußwallfahrt nach Füssen. Treffpunkt

an der Pfarrkirche

13.30 Uhr

Run & Bike an der Sportanlage.

Startnummernvergabe vor Ort.

Weitere Infos unter www.svwildsteig.de

21.00 Uhr

Raceparty im Bockstall

BAD BAYERSOIEN

18.00 bis 1.00 Uhr

Nachtfischen am Soier See. Kosten:

7,50 €

20.00 Uhr

Benefizkonzert „Dreieckmusi“ im

Happerger. Karten: 10 €. Weitere

Infos auf Seite 60 / 61

ROTT

21.00 Uhr

„End of Summer“-Party der Landjugend

am Seehäusl

SCHONGAU

SO 18.09.

13.00 bis 17.00 Uhr

Erlebniswanderung „Römer und

Welfen am Lech“ auf dem Erlebnisweg

zwischen Schongau und

Peiting. Treffpunkt am Parkplatz

des Lido. Kosten: 7 €. Anmeldung

unter 08861 / 214181

BIRKLAND

18.00 bis 23.00 Uhr

Schießtag der Schützen im Neuwirt.

Eintritt frei, der Erlös geht an

das SOS-Kinderdorf in Dießen

SCHWABSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Hammerschmiede-Museum geöffnet.

Eintritt frei

SCHWABBRUCK

19.00 Uhr

Serenade der Musikkapelle am

Dorfplatz

INGENRIED

9.45 Uhr

900 Jahr Huttenried. Festgottesdienst,

anschließend Dorffest mit

Mittagessen, nachmittags Kaffee

und Kuchen im Ort

RETTENBACH

11.00 Uhr

Feldmesse der Pfarreigemeinschaft

Auerberg auf dem

Weichberg

9.00 bis 17.00 Uhr

Herbstmarkt auf dem Marktplatz

11.00 Uhr

Hoffest des Fischervereins mit

Zeltbetrieb und musikalischer

Unterhaltung am Fischerhaus.

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 52

BAD BAYERSOIEN

13.00 bis 21.30 Uhr

Museumsfest im Bierlinghaus

20.00 bis 21.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

auf dem Kirchplatz. Eintritt frei. Bei

schlechter Witterung im Kurhaus

HOHENFURCH

MO 19.09.

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus

SCHONGAU

DI 20.09.

14.00 bis 15.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

ALTENSTADT

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Grundschule

/

86 | der altlandkreis


HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Radltour mit dem Alpenverein.

Dauer ca. 1,5 Stunden. Gäste willkommen.

Treff am Gasthof Holler

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

18.00 Uhr

Outdoor-Fitness am Bootsverleih.

Weitere Infos und Anmeldung unter

0171 / 4587890

19.00 Uhr

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootsverleih

PREM

18.00 Uhr

Geführte Moorwanderung durch

das Premer Moor. Mit anschließendem

Grillabend. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

21.00 Uhr

Geführte Nachtwanderung „Verschollen

im Moor“. Anmeldung bis

11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Jetzt g’hörst der Katz“ —

ein Lustspiel in 3 Akten von Ulla

Kling im Kurhaus. Eintritt: 9 €

www.boeglmueller.com

PEITING

MI 21.09.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

19.30 Uhr

Weisenblasen auf dem Soier See

HOHENFURCH

DO 22.09.

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Konzert „Dornrosen — Weltscheibn“

im Kuhstall. Karten: 18 €.

VVK beim Schäferwirt, Schongauer

Nachrichten, Lechkurier, Süße

Hanni, Buchhandlung am Bach

und unter www.schaeferivent.de.

Weitere Infos auf Seite 50

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

19.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

Germering im Musikpavillon

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

FR 23.09.

16.00 bis 17.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

PEITING

17.00 bis 19.00 Uhr

Walderlebnispfad am Kalvarienberg

mit sieben spannenden Stationen.

Treffpunkt ist am Parkplatz

vor dem Schützenhaus. Kosten:

2 € / 1 € (Kinder). Weitere Infos und

Anmeldung unter 08861 / 6535

19.30 Uhr

Preisschafkopfen der KAB Peiting

im Pfarrsaal

19.30 Uhr

Öffentliches Treffen der Heimatfreunde

im Gasthof Dragoner

HERZOGSÄGMÜHLE

19.30 Uhr

Musik und Kabarett mit „Monacobagage“

im Rainer-Endisch-Saal.

Karten: 14 € / 7 € (ermäßigt). VVK im

WerkstattLaden, Schreibwaren Seitz

und WerkstattLaden in Schongau

HOHENPEISSENBERG

19.00 bis 20.00 Uhr

Kinder-Kleider-Markt für

Schwangere im Haus der Vereine.

Bitte Mutterpass vorzeigen

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

18.00 Uhr

Mountainbike-Tour des TSV für

Alle. Ca. 2,5 Stunden. Treffpunkt

am Postplatz. Weitere Infos unter

08867 / 8114

19.00 Uhr

Irish-Folk-Session mit „John

Herb & Friends“ im Kunstcafé

am Tor. Reservierungen unter

08867 / 921040 oder info@

kunstcafe-rottenbuch.de

WILDSTEIG

21.00 Uhr

EinfachSo-Party mit DJ Nick Henkel

im Festzelt Morgenbach

APFELDORF

19.30 Uhr

Vortrag der Garten- und Naturfreunde

im Gasthaus Kölbl

LEEDER

LECHBRUCK

SCHONGAU

10.00 Uhr

Familienwanderung „Auf den

Spuren der Flößer“ mit anschließendem

Besuch im Flößermuseum.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

4 €, Kinder bis 15 Jahren frei.

Anmeldung unter 08862 / 987830

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Mittelschule

SA 24.09.

16.00 bis 17.30 Uhr

Führung durch die Stadt „Verborgenes,

Verschwundenes

und kleine Juwelen“. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 7 € (inkl.

Getränke)

19.30 Uhr

Vortrag „Anden: Fairer Handel-

Trekking-Schamanismus“ von

Dr. Jutta Ulmer und Dr. Michael

Wolfsteiner im Pfarrzentrum Verklärung

Christi. Siehe Seite 45

19.30 Uhr

Musikantenstammtisch für alle

Interessierten im Trachtenheim.

Eintritt frei

PEITING

10.00 bis 12.30 Uhr

Kinderkleiderbasar in der Schloßberghalle.

Weitere Infos unter

www.peitinger-kinderkleiderbasar.

beepworld.de

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

BIRKLAND

20.00 Uhr

125-jähriges Jubiläum der Schützen

mit den Birkländer Musikanten

im Neuwirt. Eintritt frei, Erlös

geht an SOS-Kinderdorf Dießen

Zauberhafte Momente mit besten Aussichten ...

Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. 0 88 62-98 77-0 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

september / oktober 2016 | 87


HOHENPEISSENBERG

9.00 bis 12.00 Uhr

Kinder-Kleider-Markt mit Kaffee

und Kuchen im Haus der Vereine.

Warenannahme 23.9. 14-17 Uhr.

Weitere Infos und Anmeldung (ab

10.9.) unter kleiderbasar-hpbg@

gmx.de und 0171 / 8261565

SCHWABSOIEN

11.00 Uhr

Schmankerl-, Kunst- und Krempelmarkt

auf dem Dorfplatz.

Bei schlechter Witterung in der

Gemeindehalle

INGENRIED

20.00 Uhr

Weinfest im Feuerwehrhaus

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Oktoberfest im Gasthof zum

weißen Rößl

STEINGADEN

9.30 bis 11.30 Uhr

Kinderkleider- und Spielzeugbasar

in der Turnhalle der Mittelschule.

Weitere Infos unter www.

kindergarten-steingaden.de

WILDSTEIG

20.00 Uhr

Weinfest mit „Blech und Schwefel“

im Festzelt Morgenbach

BAD BAYERSOIEN

10.00 bis 17.00 Uhr

Floh- und Trödelmarkt am Festplatz.

Aufbau ab 8 Uhr. Weitere

Infos unter 08822 / 229366

REICHLING

9.00 Uhr

Südbayerische Meisterschaft im

Motocross auf dem MSC Gelände

20.00 Uhr

Seefest der Landjugend in Mitschkes

Stadl Westerholz

ROTT

10.00 bis 14.00 Uhr

Herbstmarkt am Dorfplatz

FORST

9.00 Uhr

Brotbackkurs im Paradieshof.

Weitere Infos und Anmeldung unter

08809 / 2249879 und auf Seite 16 / 17

SCHONGAU

SO 25.09.

16.00 Uhr

Serenade der Reihe „Festlicher

Sommer in der Wies“ mit

Nachmittagsmusik „Telemann im

Herbst“ des Stadtorchesters im

Ballenhaus. Ab 15.30 Uhr Sektempfang.

Eintritt frei, Spenden erbeten

17.00 bis 18.30 Uhr

Führung mit der „Henkerstochter“

durch die mitteralterliche Stadt.

Kosten: 10 €. Weitere Infos und

Anmeldung unter 08861 / 214181

PEITING

17.30 Uhr

Michaeli-Standkonzert der

Knappschafts- und Trachtenkapelle

auf dem Hauptplatz

RETTENBACH

11.00 Uhr

Messe mit Blasmusik der Pfarreigemeinschaft

Baisweil auf dem

Weichberg

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Vogelkundliche Führung am Oberen

Lechsee mit Bernhard Kraus.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 2 € (Kinder 6 - 15 Jahre)

10.30 bis 14.00 Uhr

„Schlemmer“-Brunch im Hotel

Auf der Gsteig. Kosten: 27,50 €.

Reservierung unter 08862 / 98770

WILDSTEIG

10.00 Uhr

Frühschoppen im Festzelt Morgenbach

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert mit der Blaskapelle

Rottenbuch auf dem Kirchplatz.

Eintritt frei. Bei schlechter

Witterung im Kurhaus

REICHLING

9.00 Uhr

Südbayerische Meisterschaft im

Motocross auf dem MSC Gelände

HOHENFURCH

MO 26.09.

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus

SCHONGAU

DI 27.09.

14.00 bis 15.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

20.00 Uhr

Vortrag „Herausforderung

Vietnam & Kambodscha“ im

Ballenhaus. Eintritt: 12 €. VVK unter

www.dieweltenseher.de

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Radltour mit dem Alpenverein.

Dauer ca. 1,5 Stunden. Gäste

willkommen. Treffpunkt am Gasthof

Holler

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

18.00 Uhr

Outdoor-Fitness am Bootsverleih.

Weitere Infos und Anmeldung unter

0171 / 4587890

19.00 Uhr

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootsverleih

PREM

18.00 Uhr

Geführte Moorwanderung durch

das Premer Moor. Mit anschließendem

Grillabend. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

21.00 Uhr

Geführte Nachtwanderung „Verschollen

im Moor“. Anmeldung bis

11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Herkules der Musterstier“

— ein Lustspiel in drei Akten

von Marianne Santl im Kurhaus.

Eintritt: 9 €. VVK in der Kur- und

Tourist-Info

WEILHEIM

9.00 Uhr

Workshop „Der erste Eindruck

bekommt keine 2. Chance“ der

Agentur für Arbeit im Berufsinformationszentrum.

Die Teilnahme

ist kostenlos. Keine Anmeldung

erforderlich. Weitere Infos unter

www.arbeitsagentur.de

19.30 Uhr

Vortrag „Ehegattenunterhalt bei

Trennung und nach Scheidung“

von Caroline Kistler in der Waldwirtschaft

am Gögerl. Eintritt frei

PEITING

MI 28.09.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

17.00 bis 19.00 Uhr

Gesprächskreis für Angehörige

demenzerkrankter Menschen

im AWO-Seniorenzentrum. Infos

unter 08861 / 2500-82 (oder -81)

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

19.30 Uhr

Weisenblasen auf dem Soier See

PEITING

DO 29.09.

19.00 Uhr

Lesung „Ein Abend im Reich der

Mitte“ von Jan-Philipp Sendker

im Barnsteiner's. Einlass ab 18.30

Uhr. Eintritt: 30 € (inkl. asiatischem

Menü). VVK in Buch am Bach,

Weitere Infos auf Seite 42

HOHENFURCH

17.30 bis 18.30 Uhr

Bücherecke im Rathaus

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Infos und

Anmeldung unter 08862 / 987830

/

88 | der altlandkreis


17.00 Uhr

Führung durch Lechbruck mit der

Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 5 € / 3 € (Kinder). Weitere

Infos und Anmeldung (bis Mi., 12

Uhr) unter 08862 / 987830

19.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

im Musikpavillon

19.30 Uhr

Lesung von Dr. Karl Pörnbacher

aus Werken von Georg Britting

im Flößermuseum. Eintritt frei.

Weitere Infos auf Seite 22

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

BAD BAYERSOIEN

19.00 bis 22.00 Uhr

Luftgewehrschießen für Gäste im

Schützenhaus

WEILHEIM

9.00 Uhr

Workshop „Ich möchte gern

wieder einsteigen, aber...!“ der

Agentur für Arbeit im Berufsinformationszentrum.

Die Teilnahme

ist kostenlos. Keine Anmeldung

erforderlich. Weitere Infos unter

www.arbeitsagentur.de

SCHONGAU

FR 30.09.

16.00 bis 17.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

BURGGEN

19.30 Uhr

Ü-12 Party im Gemeindehaus

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Familienwanderung „Auf den

Spuren der Flößer“ mit anschließendem

Besuch im Flößermuseum.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

4 €, Kinder bis 15 Jahren frei.

Weitere Infos und Anmeldung unter

08862 / 987830

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

18.00 Uhr

Mountainbike-Tour des TSV für

Alle. Ca. 2,5 Stunden. Treffpunkt

am Postplatz. Weitere Infos unter

08867 / 8114

BERNBEUREN

SA 01.10.

11.00 bis 18.00 Uhr

Erlebnistag „Wunderwerk Holz“

mit spannendem Programm für

Alt und Jung, Infos rund ums Holz

und verschiedenen Holzkünstlern

auf Gut Kinsegg

BAD BAYERSOIEN

18.00 bis 1.00 Uhr

Nachtfischen am Soier See. Kosten:

7,50 €

REICHLING

19.30 Uhr

Erntedanksingen in der Pfarrkirche

KINSAU

20.00 Uhr

Herbstsingen und Musizieren in

der Mehrzweckhalle

SCHWANGAU

9.00 Uhr

Erntedankfest in der Kristall-

Therme

PEITING

SO 02.10.

13.00 bis 17.00 Uhr

Herbstmarkt auf dem Hauptplatz

ALTENSTADT

9.45 bis 18.45 Uhr

Minibrotverkauf der Landjugend

in der Basilika

BÖBING

20.00 Uhr

Herbfest des Männerchors im Ort

BAD BAYERSOIEN

11.00 bis 14.00 Uhr

Bayerischer Schmankerl Brunch

im Gasthof Zum Weißen Roß.

Kosten: 25 €

17.00 bis 20.00 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

20.00 bis 21.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

auf dem Kirchplatz. Eintritt frei. Bei

schlechter Witterung im Kurhaus

DENKLINGEN

10.00 Uhr

250-jähriges Kirchenjubiläum in

der Pfarrkirche

FORST

9.30 Uhr

Frühstück im Paradieshof.

Weitere Infos und Anmeldung

unter 08809 / 2249879 und auf

Seite 16 / 17

SCHWANGAU

9.00 Uhr

Erntedankfest in der Kristall-

Therme

BUCH

AM

BACH

präsentiert:

MO 03.10.

Tag der Deutschen Einheit

HERZOGSÄGMÜHLE

17.00 Uhr

Fest der Einheit der Kulturen in

der Deckerhalle

BURGGEN

8.30 Uhr

Dorfmeisterschaft der Stockschützen

bei der Stockhütte

WIES

17.00 Uhr

„Musik und Wort“ — Orgelmusik

zum Tag der Deutschen Einheit

in der Wieskirche. Eintritt frei,

Spenden erbeten

Donnerstag 29. September 2016

"Ein Abend im Reich der Mitte" mit Jan-Philipp Sendker

... wir bieten mehr

als worte

auf papier ...

Barnsteiner´s, | Zechenstraße 7

Beginn 19h | Einlass 18h30

Eintritt 30€ incl. asiatischem Menü

Meierstraße 2 | Peiting | 08861 66212 | www.buchambach.de

WILDSTEIG

10.00 Uhr

Frühschoppen des Krieger- und

Veteranenvereins im Gasthof zum

Strauß

DENKLINGEN

10.00 Uhr

„Ein Dorf bewegt sich“, eine

Aktion des VfL beim Sportheim

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

september / oktober 2016 | 89


HOHENFURCH

DI 04.10.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Radltour mit dem Alpenverein.

Dauer ca. 1,5 Stunden. Gäste

willkommen. Treffpunkt am Gasthof

Holler

18.00 Uhr

Outdoor-Fitness am Bootsverleih.

Weitere Infos und Anmeldung unter

0171 / 4587890

PREM

18.00 Uhr

Geführte Moorwanderung durch

das Premer Moor. Mit anschließendem

Grillabend. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

21.00 Uhr

Geführte Nachtwanderung „Verschollen

im Moor“. Anmeldung bis

11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Jetzt g’hörst der Katz“ —

ein Lustspiel in 3 Akten von Ulla

Kling im Kurhaus. Eintritt: 9 €

WEILHEIM

9.00 Uhr

Workshop „Social Recruiting am

Beispiel von XING“ der Agentur

für Arbeit im Berufsinformationszentrum.

Die Teilnahme ist

kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich.

Weitere Infos unter www.

arbeitsagentur.de

PEITING

MI 05.10.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

20.00 Uhr

Stammtisch der Oldtimerfreunde

im Gasthof Buchberger

ALTENSTADT

19.45 Uhr

Vortrag der KAB im Pfarrsaal

STEINGADEN

8.00 Uhr

Ausflug nach Eresing zu Isana

Naturfeinkost. Weitere Infos und

Anmeldung unter 08862 / 911020

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

DENKLINGEN

14.30 Uhr

Krankentag von Seniorenkreis und

Frauenbund im Pfarrheim

APFELDORF

16.00 Uhr

Kinderkino im Kindergarten

PEITING

DO 06.10.

17.00 Uhr

Führung über die Lechtalbrücke.

Weitere Infos und Anmeldung unter

08861 / 68168

ALTENSTADT

15.30 bis 17.00 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte bei Kaffee und Kuchen

zum Erfahrungsaustausch im

MIZ, Bürgerzentrum. Infos unter

08861 / 20358

HOHENFURCH

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Führung durch Lechbruck mit der

Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 5 € / 3 € (Kinder). Weitere

Infos und Anmeldung (bis Mo., 12

Uhr) unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

WEILHEIM

9.00 Uhr

Workshop „Das erwarte ich von

meiner neuen Mitarbeiterin“ der

Agentur für Arbeit im Berufsinformationszentrum.

Die Teilnahme

ist kostenlos. Keine Anmeldung

erforderlich. Weitere Infos unter

www.arbeitsagentur.de

SCHONGAU

FR 07.10.

16.00 bis 17.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

16.00 bis 18.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

im evang. Pfarrheim

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt auf dem Hauptplatz

15.00 bis 17.00 Uhr

Erwachsenen-Kleiderbörse in der

Schloßberghalle. Weitere Infos

unter www.kleiderboerse-peiting.de

ALTENSTADT

20.00 Uhr

Buchvorstellungsabend, Taschenwerkstatt

und Buffet im 4. Stock

der Bücherei

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Konzert „Harte Schwestern — Saure

Kuttla, Roate Rande und a Tafl

Schokolad“ im Kuhstall. Karten:

15 €. VVK beim Schäferwirt, Schongauer

Nachrichten, Lechkurier,

Süße Hanni, Buchhandlung am

Bach und unter www.schaeferivent.

de. Weitere Infos auf Seite 50

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

18.00 Uhr

Mountainbike-Tour des TSV für

Alle. Ca. 2,5 Stunden. Treffpunkt

am Postplatz. Weitere Infos unter

08867 / 8114

WILDSTEIG

19.30 Uhr

Rosenkranzfest in der Pfarrkirche

KINSAU

17.00 bis 19.30 Uhr

Herbstbasar in der Mehrzweckhalle

PEITING

SA 08.10.

8.30 Uhr

Wanderung mit Fini Schilcher und

dem Lech-Ranger Johannes Karrer

nach Hohenfurch. Weitere Infos zu

Treffpunkt, Strecke und Anmeldung

(bis Fr.) unter 08861 / 6535

HOHENFURCH

14.30 Uhr

Pflanzenflohmarkt und -tausch

mit Kaffee und Kuchen bei Michael

Kriesmair

RETTENBACH

9.00 bis 11.30 Uhr

Basar für Kinderartikel und

Tupperware in der Weichberghalle.

Warenannahme am 7.10. von

17 - 18.30 Uhr. Nummernvergabe

unter 08860 / 1454. Warenabholung

von 14.30 — 15 Uhr.

STEINGADEN

10.00 bis 11.00 Uhr

Herbst-Pflanzentauschbörse bei

Fam. Leimbach im Kindergartenweg

5

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Weinfest der Schützen im Schützenhaus

LUDENHAUSEN

20.00 Uhr

Kabarett „Drei Kritische“ im

Happerger. Karten: 18 €. VVK im

Happerger und Autohaus Ressle

ROTT

19.00 Uhr

Weinfest im Sportheim

/

DENKLINGEN

20.00 Uhr

110-jähriges Jubiläum des Schützenvereins

in der Mehrzweckhalle

90 | der altlandkreis


FORST

21.00 Uhr

Ballermann Party mit DJ Beatz by

Beatz im Festzelt

SCHWANGAU

9.00 Uhr

Oktoberfest mit Weißwurstfrühstück

und ganztägig bayrischen

Schmankerln in der Kristall-Therme

SO 09.10.

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Briefmarken- und Münztag der

Sammlerfreunde Peiting und

Umgebung e.V. in der Deckerhalle.

Spezial: Euro-Münzen

SCHWABBRUCK

19.30 Uhr

Solokonzert „Michi Dietmayr

— Solosdsislebn“ im Kuhstall.

Karten: 15 €. VVK beim Schäferwirt,

Schongauer Nachrichten, Lechkurier,

Süße Hanni, Buchhandlung

am Bach und unter www.schaeferivent.de.

Weitere Infos auf Seite 50

LECHBRUCK

10.30 bis 14.00 Uhr

„Goldener Oktober“-Brunch

im Hotel Auf der Gsteig. Kosten:

27,50 €. Reservierung unter

08862 / 98770

WIES

10.00 Uhr

Bruderschaftsfest in der Wieskirche

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Führung durch die Pfarrkirche

BAD BAYERSOIEN

20.00 bis 21.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

auf dem Kirchplatz. Eintritt frei. Bei

schlechter Witterung im Kurhaus

APFELDORF

10.00 Uhr

Einweihung der Haldenkapelle

mit Gottesdienst und Festtag an

der Kapelle

SCHWANGAU

9.00 Uhr

Oktoberfest mit Weißwurstfrühstück

und ganztägig bayrischen

Schmankerln in der Kristall-

Therme

PEITING

MO 10.10.

15.00 bis 16.00 Uhr

Vorlesenachmittag für Kinder in

der Bücherei

20.00 Uhr

Bürgerversammlung in der

Schloßberghalle

HOHENFURCH

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus

PEITING

DI 11.10.

18.30 Uhr

Seminar „Nichtraucher in 3 Stunden!“

mit Michael Bennhausen

im Sparkassensaal. Infos und Anmeldung

unter www.hypno-active.

com oder 08841 / 6082599. Siehe

Anzeige rechts

ALTENSTADT

13.30 Uhr

Treffen der Caritas Aktiv Senioren

auf dem Basilika-Parkplatz

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

BERNBEUREN

14.30 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

LECHBRUCK

18.00 Uhr

Outdoor-Fitness am Bootsverleih.

Weitere Infos und Anmeldung unter

0171 / 4587890

PREM

18.00 Uhr

Geführte Moorwanderung durch

das Premer Moor. Mit anschließendem

Grillabend. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

21.00 Uhr

Geführte Nachtwanderung „Verschollen

im Moor“. Anmeldung bis

11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Herkules der Musterstier“

— ein Lustspiel in drei Akten

von Marianne Santl im Kurhaus.

Eintritt: 9 €. VVK in der Kur- und

Tourist-Info

PEITING

MI 12.10.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

17.30 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht!“ mit Michael Bennhausen

im Sparkassensaal. Infos und

Anmeldung unter www.hypnoactive.com

oder 08841 / 6082599.

Siehe Anzeige rechts

BÖBING

15.00 Uhr

Stammtisch des VdK im Gasthof

Haslacher

september / oktober 2016 | 91


BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

DO 13.10.

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Konzert „We stood like Kings“ im

Kuhstall. Karten: 15 €. VVK beim

Schäferwirt, Schongauer Nachrichten,

Lechkurier, Süße Hanni,

Buchhandlung am Bach und unter

www.schaeferivent.de. Weitere

Infos auf Seite 50

STEINGADEN

15.00 Uhr

Vorlesestunde in der Bücherei im

Fohlenhof. Für Kinder bis 7 Jahre

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

FR 14.10.

16.00 bis 17.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

18.00 Uhr

Mountainbike-Tour des TSV für

Alle. Ca. 2,5 Stunden. Treffpunkt

am Postplatz. Weitere Infos unter

08867 / 8114

19.30 Uhr

Konzert der Liedermacher

„Wolfrum & Rumpf“ im Kunstcafé

am Tor. Reservierungen

unter 08867 / 921040 oder info@

kunstcafe-rottenbuch.de

PEITING

SA 15.10.

13.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Äpfel & Birnen“ mit

ca. 250 Sorten in der Schloßberghalle

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

HOHENPEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Viva Brass Vegas“ im

Haus der Vereine. Einlass ab 19.30

Uhr

BURGGEN

20.00 Uhr

Weinfest des Schützenvereins Tannenberg

im Schützenheim

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Konzert „Die Dissonanten“ mit

„Frech, Firvol, Nostalgisch“ —

einem Revue-Konzert der 20er

bis 40er Jahre im Flößermuseum.

Karten: 15 €. VVK bei der Tourist

Info unter 08862 / 987830

BÖBING

20.00 Uhr

Preisgrasobern in der Brombergalm

BAD BAYERSOIEN

15.00 bis 16.30 Uhr

Familienkonzert der Sternschnuppe

mit Margit Sarholz und Werner

Meier im Dorfstadl. Karten:

10 € / 8 € (Kinder). Einlass ab 14.15

Uhr. VVK in der Kur- und Touristinfo,

Konditorei Brandmeier und beim

Jugendförderverein

ROTT

20.00 Uhr

Blasmusik des Musikvereins im

Pfarrheim

DENKLINGEN

9.00 bis 12.00 Uhr

53. Klamottenkiste in der Turnhalle.

Warenannahme am Fr. 14-18

Uhr. Einlass für Schwangere ab

8.30 Uhr. Nummernvergabe am

6.10 und 7.10. von 9 — 12.30 Uhr

unter 08243 / 844 und von 13 — 17

Uhr unter 08243 / 960890

17.30 Uhr

Schlachtfest des Musikvereins

beim Feuerwehrhaus

WEILHEIM

20.00 Uhr

Theater „Die Frauen von Troja.

Der Untergang“ im Stadttheater.

VVK in der Touristinfo

PENZBERG

9.30 bis 13.30 Uhr

Tag der offenen Tür bei Roche

Diagnostics. Nonnenwald 2.

Weitere Infos auf Seite 70

SCHONGAU

SO 16.10.

8.45 Uhr

Pilgerwanderweg „Heilige

Landschaft“. Weitere Infos und

Anmeldung unter 08861 / 214181

10.00 Uhr

Festgottesdienst zum Kirchenjubiläum

100 Jahre Dreifaltigkeitskirche

mit Bischöfin Susanne

Breit-Keßler, anschl. Gemeindefest.

Siehe Seite 62 / 63

PEITING

Ganztags

Bürgerentscheid bzgl. des

Ausbaus der Bahnhofstraße.

Weitere Infos auf Seite 49

/

92 | der altlandkreis


10.00 bis 16.00 Uhr

Ausstellung „Äpfel & Birnen“ mit

ca. 250 Sorten in der Schloßberghalle

HOHENPEISSENBERG

10.30 Uhr

Feierliche Messe zur Neueröffnung

der Wallfahrtskirche mit

Kirchenzug vom Pröbstlberg. Ab

16 Uhr Orgelkonzert mit Prof.

Michael Hartmann.

Siehe Seite 54 / 55

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Vogelkundliche Führung am Oberen

Lechsee mit Bernhard Kraus.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 2 € (Kinder 6 — 15 Jahre)

9.45 Uhr

Wendelinsritt. Treffpunkt an der

St. Wendelins Kirche

BAD BAYERSOIEN

20.00 bis 21.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

auf dem Kirchplatz. Eintritt frei. Bei

schlechter Witterung im Kurhaus

ROTT

14.00 Uhr

„Kurchdaschura“ des Trachtenvereins

beim Posthalter

POLLING

11.00 Uhr

Matinee um Elf des Podium

musicale e.V., „Klaviermusik der

4 Elemente“ mit Daniela Dawn

Fietzek im Bibliotheksaal. Eintritt

frei, Spenden erbeten, Siehe Anzeige

rechts

WEILHEIM

18.00 Uhr

Theater „Die Frauen von Troja.

Der Untergang“ im Stadttheater.

VVK in der Touristinfo

SCHWANGAU

19.00 bis 23.00 Uhr

Romantisches Vollmondschwimmen

in der Kristall-Therme

ALTENSTADT

MO 17.10.

20.00 Uhr

Weinfest der Freiwilligen Feuerwehr

im Feuerwehrhaus

HOHENFURCH

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus

SCHWABSOIEN

12.00 Uhr

Kesselfleischessen im Zollhaus

STEINGADEN

14.00 Uhr

Kirchweihmontag-Hoagart mit

dem Quartett „Quetschblech“ im

Pfarrheim

KINSAU

14.30 Uhr

Kirchweih-Hoargart im Schützenheim

HOHENFURCH

DI 18.10.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal

LECHBRUCK

18.00 Uhr

Outdoor-Fitness am Bootsverleih.

Anmeldung unter 0171 / 4587890

PREM

18.00 Uhr

Geführte Moorwanderung durch

das Premer Moor. Mit anschließendem

Grillabend. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

21.00 Uhr

Geführte Nachtwanderung „Verschollen

im Moor“. Anmeldung bis

11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Jetzt g’hörst der Katz“ —

ein Lustspiel in 3 Akten von Ulla

Kling im Kurhaus. Eintritt: 9 €

WEILHEIM

18.30 Uhr

Seminar „Nichtraucher in 3 Stunden!“

mit Peter Phillip Koss in der

Stadthalle. Infos und Anmeldung

unter www.hypno-active.com oder

08841 / 6082599. Siehe Anzeige

Seite 91

PEITING

MI 19.10.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet. Eintritt

frei

ALTENSTADT

14.00 Uhr

Seniorennachmittag des Caritas

e.V. im Pfarrsaal

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

WEILHEIM

17.30 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht erreicht!“

mit Peter Phillip Koss in der

Stadthalle. Anm. unter www.hypnoactive.com

oder 08841 / 6082599.

Siehe Anzeige Seite 91

MATINEE UM ELF

www.podium-musicale.de

KLAVIERMUSIK

LISZT, DEBUSSY,

SKRJABIN U.A. DER 4 ELEMENTE

in Schongau und im Pfaffenwinkel

an der Romantischen Straße

Stadt-Führungen:

Mai – Oktober, Freitag, 16.00 Uhr

zusätzlich im Juli und September, Dienstag, 14.00 Uhr

Themen-Führungen:

- Mit der Henkerstochter durch das mittelalterliche Schongau

- Schongaus Stadt- und Lechgeschichten

- Neue Führung: Drunt’n beim Henker

Führungen im Pfaffenwinkel

Kinder-Führungen

Tourist Information Schongau . Tel. 08861 214-181 . www.schongau.de

> > > TIPP

Daniela Dawn Fietzek

So 16.10. 2016 | 11 Uhr

Bibliotheksaal Polling

PODIUM MUSICALE e.V.-Junge Künstler konzertieren

Schicken Sie uns Ihre Veranstaltung für November / Dezember bis

spätestens 10. Oktober an veranstaltungen@altlandkreis.de.

Oder tragen Sie Ihre Termine direkt über das Online-Formular auf

www.altlandkreis.de unter Veranstaltungskalender ein.

Bitte immer mit Datum, Uhrzeit, Veranstaltungsort und kurzer

Beschreibung. Bitte nur öffentliche Veranstaltungen!

september / oktober 2016 | 93


STEINGADEN

DO 20.10.

14.00 Uhr

Kirchweihnachmittag des Seniorenkreis

im Pfarrheim

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

FR 21.10.

16.00 bis 17.30 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4€

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der

Schönegger Käsealm

SCHWABBRUCK

21.00 Uhr

Jubiläumskonzert 25 Jahre „Neuer“

Schäferwirt mit „The Burgles“

im Kuhstall. Eintritt frei. Reservierung

erwünscht unter www.

schaeferivent.de. Weitere Infos auf

Seite 50

18.00 Uhr

Mountainbike-Tour des TSV für

Alle. Ca. 2,5 Stunden. Treffpunkt

am Postplatz. Weitere Infos unter

08867 / 8114

> > > PFERDESEGNUNGEN IN DER UMGEBUNG

Ritte & Fahrten 2016

Sonntag 9.10. 9.30 Uhr Colomansritt Schwangau

Sonntag 16.10 9.45 Uhr Wendelinsritt Lechbruck

Sonntag 23.10 10.30 Uhr Leonhardiritt Wildsteig

10.30 Uhr Leonhardifahrt Pähl

11.00 Uhr Wendelinsritt Schwabbruck

Sonntag 30.10. 9.30 Uhr Leonhardifahrt Peißenberg

9.45 Uhr Leonhardiritt Unterammergau

Samstag 05.11. 9.30 Uhr Leonhardiritt Reichling

10.00 Uhr Leonhardiritt Schongau

Sonntag 06.11. 9.00 Uhr Leonhardiritt Forst

9.00 Uhr Leonhardifahrt Murnau

9.00 Uhr Leonhardiritt Utting a. Ammersee

10.00 Uhr Leonhardiritt Rottenbuch

Montag 07.11. 9.00 Uhr Leonhardifahrt Bad Tölz

Sonntag 27.11. 10.15 Uhr Eligiusritt Burggen

WILDSTEIG

19.00 Uhr

Vortrag „Gesundes Bauen und

Wohnen mit Holz – Leben mit

Holz, Wald und Mond“ von Dr.

Erwin Thoma im Gasthof Post.

Weitere Infos und Anmeldung

unter 08867 / 324

EPFACH

21.00 Uhr

Halloweenparty im Landjugendheim

SCHONGAU

SA 22.10.

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung über „Stadt- und

Landgeschichten“. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 5 €. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08861 / 214181

LECHBRUCK

19.00 Uhr

Weinfest in der Lechhalle

STEINGADEN

19.00 Uhr

Weinfest am Feuerwehrgerätehaus

ROTTENBUCH

19.30 Uhr

Konzert der Band „Zwerge in

Flammen“ im Kunstcafé am Tor.

Reservierungen unter 08867 / 921040

oder info@kunstcafe-rottenbuch.de

BAD BAYERSOIEN

10.00 bis 17.00 Uhr

Floh- und Trödelmarkt am Festplatz.

Aufbau ab 8 Uhr. Weitere

Infos unter 08822 / 229366

SCHONGAU

SO 23.10.

10.00 bis 17.00 Uhr

Herbstmarkt auf dem Marienplatz.

zus. Marktsonntag von 13 bis 17 Uhr

15.00 Uhr

Kaffeehauskonzert der Stadtkapelle

im Jakob-Pfeiffer-Haus.

Einlass ab 14 Uhr. Eintritt frei

PEITING

12.00 Uhr

Entenessen im Kleingartenverein.

Anmeldung unter 08861 / 258635

SCHWABBRUCK

11.00 Uhr

Wendelinsritt mit Gottesdienst

und anschl. Umritt am Dorfplatz.

Nur bei guter Witterung

LECHBRUCK

10.30 bis 14.00 Uhr

„Herbst“-Brunch im Hotel Auf der

Gsteig. Kosten: 27,50 €. Reservierung

unter 08862 / 98770

STEINGADEN

19.30 Uhr

Kirchenkonzert des Musikvereins

im Welfenmünster

WILDSTEIG

10.30 Uhr

Leonhardiritt auf der Schulwiese

LUDENHAUSEN

17.00 Uhr

Chorkonzert des Landsberger

Gospelchors „the sweet 60s“ im

Happerger. Eintritt frei, Spenden

erbeten

WEILHEIM

HOHENFURCH

MO 24.10.

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus

HOHENFURCH

DI 25.10.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

LECHBRUCK

18.00 Uhr

Outdoor-Fitness am Bootsverleih.

Weitere Infos und Anmeldung unter

0171 / 4587890

PREM

18.00 Uhr

Geführte Moorwanderung durch

das Premer Moor. Mit anschließendem

Grillabend. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

21.00 Uhr

Geführte Nachtwanderung „Verschollen

im Moor“. Anmeldung bis

11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert mit der Blaskapelle

Rottenbuch auf dem Kirchplatz.

Eintritt frei. Bei schlechter

Witterung im Kurhaus

20.15 Uhr

Theater „Herkules der Musterstier“

— ein Lustspiel in drei Akten

von Marianne Santl im Kurhaus.

Eintritt: 9 €. VVK in der Kur- und

Tourist-Info

DENKLINGEN

18.00 Uhr

Theater „Die Frauen von Troja.

Der Untergang“ im Stadttheater.

VVK in der Touristinfo

19.00 Uhr

Kochen mit Dekan Grimm „Die

bayerische Küche“ im Pfarrheim

/

94 | der altlandkreis


PEITING

MI 26.10.

14.00 bis 17.00 Uhr

Klösterlemuseum geöffnet.

17.00 bis 19.00 Uhr

Gesprächskreis für Angehörige

demenzerkrankter Menschen

im AWO-Seniorenzentrum. Infos

unter 08861 / 2500-82 (oder -81)

ALTENSTADT

19.45 Uhr

Quizabend der KAB und der Landjugend

im Pfarrsaal

SCHWABBRUCK

15.00 Uhr

Theater „Kasperl und der Zwackilutschku“

mit Doctor Döblinger im

Kuhstall. Karten: 7,50 € / 5 € (ermäßigt).

VVK beim Schäferwirt, Schongauer

Nachrichten, Lechkurier,

Süße Hanni, Buchhandlung am

Bach und unter www.schaeferivent.

de. Weitere Infos auf Seite 50

STEINGADEN

20.00 Uhr

Vortrag über die Begegnung mit

Papst Franziskus von Prof. Erika

Rosenberg im Pfarrheim

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 15.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt: 2,50 €

APFELDORF

16.00 Uhr

Kinderkino im Kindergarten

PEITING

DO 27.10.

19.30 Uhr

VHS-Vortrag „Naturwälder im

Pfaffenwinkel“ mit Kurt Zeimentz

in der ehem. Mädchenschule,

Bachstraße. Anmeldung unter

08861 / 68168

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

FR 28.10.

HEUTE ERSCHEINT DER NEUE

SCHONGAU

16.00 bis 17.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

19.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung „Symphonie

der Farben“ von Charly

Walter im Ballenhaus. Weitere

Infos auf Seite 36

PEITING

19.30 Uhr

Öffentliches Treffen der Peitinger

Heimatfreunde im Gasthof

Dragoner

20.00 Uhr

Kabarett mit Harry G in der

Schloßberghalle. Einlass ab 19 Uhr.

Karten: 26,40 €. VVK in der Tourist

Info unter 08861 / 6535

HERZOGSÄGMÜHLE

19.30 Uhr

Theater „Gottes Gesinde(l)“ im

Rainer-Endisch-Saal

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

18.00 Uhr

Mountainbike-Tour des TSV für

Alle. Ca. 2,5 Stunden. Treffpunkt am

Postplatz. Infos unter 08867 / 8114

WEILHEIM

20.00 Uhr

Theater „Die Frauen von Troja.

Der Untergang“ im Stadttheater.

VVK in der Touristinfo

SCHONGAU

SA 29.10.

11.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Symphonie der

Farben“ von Charly Walter im Ballenhaus.

Weitere Infos auf Seite 36

20.00 Uhr

Weinfest mit der Stadtkapelle im

Helgoland

HERZOGSÄGMÜHLE

19.30 Uhr

Theater „Gottes Gesinde(l)“ im

Rainer-Endisch-Saal

INGENRIED

20.00 Uhr

Rockfete der kath. Landjugend in

der Mehrzweckhalle

LECHBRUCK

10.00 bis 12.00 Uhr

Skibasar in der Lechhalle

LUDENHAUSEN

21.00 Uhr

Nightclubbing im Happerger

EPFACH

20.00 Uhr

10 Jahre Lechgaukapelle im Haus

der Vereine. Weitere Infos auf

Seite 22

WEILHEIM

20.00 Uhr

Theater „Die Frauen von Troja.

Der Untergang“ im Stadttheater.

VVK in der Touristinfo

SCHONGAU

SO 30.10.

11.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Symphonie der

Farben“ von Charly Walter im Ballenhaus.

Weitere Infos auf Seite 36

HERZOGSÄGMÜHLE

19.30 Uhr

Theater „Gottes Gesinde(l)“ im

Rainer-Endisch-Saal

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Wanderetappe des Wandervereins

Wandern und Erleben e.V. über

den Auerberg bis zum Bahnhof

in Marktoberdorf. Treffpunkt am

Rathaus. Anmeldung unter www.

wandernunderleben-allgaeu.de

PEISSENBERG

9.30 Uhr

Leonhardifahrt durch den Ort.

Aufstellung um 9 Uhr. Pferdebenediktion

um 11 Uhr an der

Maria Aich Kirche. Anschließend

Rückmarsch zum Gasthof Post. Die

Wägen werden am Normaparkplatz

aufgereiht. Am Nachmittag

spielt im Gasthof zur Post eine

Musikkapelle

HOHENFURCH

MO 31.10.

18.00 bis 19.00 Uhr

Bücherecke im Rathaus

INGENRIED

19.30 Uhr

Vortrag „Sterben — was ist das?“

von Hildegard Mayr-Nerl in der

Mehrzweckhalle

BURGGEN

20.00 Uhr

Weinfest der Abt. Fußball im

Sportheim

Änderungen und Fehler vorbehalten

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

der altlandkreis

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de

Email

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 81

september / oktober 2016 | 95


Wohl fühlen im Alter und Leben in der Gemeinschaft

Kreisseniorenheime

des Landkreises Landsberg am Lech

Wohl fühlen im Alter und Leben in der Gemeinschaft

Kreisseniorenheime

des Landkreises Landsberg am Lech

Unser Unser Angebot für für Sie:

• Wohnen • Wohnen in in 1- 1- oder oder 2-Zimmer-Appartements

mit mit Balkon Balkon oder oder 2-Bett-Pflegezimmern mit

separater Nasszelle

• • Wohnbereich für für Demenzkranke im Kreisseniorenheim

Theresienbad mit 26 Plätzen.

• • Qualifizierte Grund- und Behandlungspflege

• Ärztliche • Ärztliche Versorgung durch niedergelassene

Ärzte Ärzte Ihrer Ihrer Wahl Wahl

• Beschäftigungstherapie

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• Veranstaltungsangebote im und außer Haus

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• Kurzzeitpflege in beiden Heimen möglich

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• NEU ab 1. Mai 2015

• NEU ab 1. Mai 2015

Tagespflege in beiden Heimen

Tagespflege möglich! in beiden Heimen

möglich!

Bei weiteren Fragen informieren und beraten wir Sie gerne persönlich.

Bitte wenden Sie sich an die Verwaltung „Ihres Heimes“. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

96 | der altlandkreis

Ausbildung zur/zum zur/zum Altenpfleger/in

Altenpfleger/in

• In In beiden beiden Kreisseniorenheimen

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Hauswirtschafter/in

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Bundesfreiwilligendienst

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Intensiv- && Beatmungspflege

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• EU-zugelassener Betrieb

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Kindergärten und Schulen

Kreisseniorenheim Theresienbad

Theresienbad 2

86926 Greifenberg

Tel. 08192/93 03-0

Fax 08192/93 03-66

greifenberg@kreisseniorenheim.de

Kreisseniorenheim Vilgertshofen

Ulrichstr. 2

86946 Vilgertshofen

Tel. 08194/93 05-0

Fax 08194/93 05-88

vilgertshofen@kshv.de

Internet: www.kreisseniorenheim.de

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