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Wirtschaftszeitung_24042017

Branchen &Betriebe: Ein Haus aus Modulen Seite 9/10 Geld &Geschäft: Sparkassen haben eine Präsidentin Seite 22 Leben &Wissen: Die älteste Druckerei der Welt Seite 32 DIE WIRTSCHAFT Münster |Münsterland www.agravis.de Aschendorf f Verlag GmbH &Co. KG Soester Straße 13, 48155 Münster ZKZ 88690 PVST Ausgabe 2/17 www.die-wirtschaft-muensterland.de Preis: 3,50 Euro Kopfarbeit im Münsterland Die Enabling-Projektpartner wollen mit Innovations-Pfründen stärker als inder Vergangenheit an die Öffentlichkeit gehen –ein Netzwerk über alle Branchen hinweg und mit den Hochschulen als Partner. Netzwerken, netzwerken, netzwerken. Revolutionär neue Antworten auf die ewig alte Frage nach regionaler Selbstbestimmung und Selbstbehauptung hat die Auftaktveranstaltung „Enabling Innovation Münsterland“, die kürzlich inMünster stattfand, nichtgeliefert. Doch immerhin das Strickmuster hat sich klar geändert: Genetzwerkt wird jetzt branchenübergreifend –unter stärkerer Einbeziehung der Hochschulen. Dabei wurde auch das Ziel klar definiert: Um einiges heller strahlen soll es, das Münsterland, mit seinen Innovations-Pfründen geradezu protzenund gegendas verstaubte Pättkestouren-Imageanstinken –deshalb haben die Enabling-Projektpartner aus Wirtschaftsförderungen und Hochschulen ein Jahr lang die Region „genauestens unter den Scanner gelegt“, wie Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V., betont. Von 5000 an regionale Unternehmen versandten Fragebögen hatte das Projektteam aber lediglich 200 Rückmeldungen, 170 davon waren verwertbar. Nichtsdestotrotz haben Projektleiter Bernd Büdding und seine Kollegen mit einer Manpower von sechs Vollzeitstellen, verteilt auf dreizehn Leute, Unternehmensbilanzen gewälzt, Patente analysiert und Expertengespräche mit kreativen Wirtschaftsvisionären geführt. Mit dem Ergebnis: „BesondersinnovativeUnternehmen sind immer Partner eines Netzwerkes“, resümiert Klaus Ehling. Bei einem Workshop hat sein Projektteam mit dem Wirtschafts-Professor Thomas Innovationen entstehen zumeist nicht im Alleingang. An einer neuen Idee wirken viele Beteiligte mit. Baaken, dem Geschäftsführer des Nanobioanalytischen Zentrums Münster Dr. Michael Weltering und Vertretern führender Unternehmen wie beispielsweise Apetito in Rheine fünf Innovationskompetenzfelder festgezurrt: Kommunikationsund Wirtschaftswissenschaftler Bernd Büdding (Münsterland e.V.) präzisiert diese schlummernden Potenziale, die eines regional geeinten Speedstarts bedürfen: Digital Solutions (digitale Lösungen), Life Sciences (Lebenswissenschaften),Engineering Pro(Ingenieursleistungen), Materials and Surfaces (Werkstoffe und Oberfl ächen) und Sustainable Eco (Nachhaltigkeit). In vielem leuchte das Foto: imago Münsterland bereits sehr weit, auch in Sachen Nachhaltigkeit: „Wieso sind Delegationen aus Fernost im beschaulichen Saerbeck praktisch zahlreicher als die aus der Region, um den Weg der 7200-Einwohner-Gemeinde zur Klimakommune zu bestaunen?“, fragt sich Büdding. ►Fortsetzung auf Seite 2/3 EDITORIAL Mehr Power Der Innovationsmotor des Münsterlandes, der immer schon wacker schnurrte, soll seine Drehzahl erhöhen. An Hubraum und PS mangelte es auch bisher nicht. Eher fehlte jemand, der das Gaspedal durchdrückte. Wenn die Aktion Münsterland, die schon lange mit am Steuer sitzt, diesen Part jetzt beherzter übernimmt, dürften sich die Räder endlich schneller in die richtige Richtung drehen. Um Blechschäden zu vermeiden, muss aber zuvor der Kurs definiert werden. Und jedem im Team, vom Piloten bis zum Monteur, sollte klar sein, wo die Ideallinie bei diesem Rennen verläuft. Dabei gilt: Der Wettstreit geht über viele Runden und wird gegen harte Gegner, ambitionierte Regionen aus Europa und der ganzen Welt, geführt. Für das Münsterland kann das nur heißen, dass alle Kräfte gebündelt werden. Kirchturmpolitik, Glucken über Herrschaftswissen und Konkurrenzdenken zwischen Kommunen und Betrieben –Fortschrittsbremsen, die längst noch nicht ausgemerzt sein dürften, müssen abgeworfen werden. Exzellente Forschung und mutiges Unternehmertum liefern einen stabilen Antrieb, um beim Wettbewerb vorne mitzufahren. Mehr Schub erhält das Triebwerk noch, wenn – wie beim Enabling-Prozess postuliert –beim kreativen Ideenschmieden die Grenzen zwischen Disziplinen und Branchen gesprengt werden. Maike Harhues Tecklenburg ist top Unternehmensumsätze haben sich 2015 in der Region unterschiedlich entwickelt Die Unternehmensumsätze der Münsterlandkreise und der Stadt Münster haben sich im Jahr 2015 unterschiedlich entwickelt. Während sie in Münster gegenüber 2014 um 3,3 und im Kreis Coesfeld um 0,3 Prozent zurückgingen, steigerten sie sich im Kreis Warendorf um2,3, im Kreis Borken um 3,0 und im Kreis Steinfurt sogar um 3,6 Prozent. Diese Zahlen gab jetzt das Statistische Landesamt IT.NRW bekannt. Die Spitzenreiter bei den Kommunen 4 198869 002009 2 0 0 1 7 liegen ebenfalls im Kreis Steinfurt: Tecklenburg verzeichnete bei den Unternehmensumsätzen ein Plus von 22,8, Ibbenbüren von 14,0 Prozent. Die negativsten Umsatzentwicklungen gab es in Beelen (-11,5 Prozent) und in Heek (-9,0 Prozent). Die Umsätze der Stadt Münster und der Münsterland-Kreise betrugen im Jahr 2016 zusammen mehr als 101 Milliarden Euro. Der größte Teil entfiel dabei mit knapp 30 Milliarden auf die Stadt Münster, danach folgen die Kreise Steinfurt, Borken, Warendorf und Coesfeld. Landesweit stiegen die Unternehmensumsätze von 2015 bis 2016 um 1,9Prozent. Erfasst wurden nachMitteilung des Landesamtes die Umsatzsteuervoranmeldungen solcher Unternehmen, die einen Jahresumsatz von mindestens 17 500 Euro erwirtschaften. Außer den Umsatzzahlen gabIT.NRW auch die Entwicklung der jeweiligen Anzahl der Unternehmen an, die die Kreise, Städte und Gemeinden aufwiesen. Daraus geht hervor, dass im Münsterland die Zahl der Unternehmen generell zugenommen hat, am deutlichsten mit jeweils über einem Prozent in den Kreisen Borken und Coesfeld. Die höchsteSteigerungsrate im Vergleich der Kommunen wies Lienen im Kreis Steinfurt auf, wo sich die Zahl der Unternehmen von 324 auf 343, also in einem Jahr um knapp sechs Prozent, erhöhte. Werweitergehende Zahlen sucht, kann bei IT.NRW die neue Broschüre „NRW (ge)zählt: Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen im Regionalvergleich“ anfordern. ausgezeichnet 2014–2016 Drei starke Partner an Ihrer Seite Unsere Expertise: • Steuerberatung • Gründung/Umwandlung • Wirtschaftsprüfung • Unternehmensnachfolge/ • betriebswirtschaftliche Erbschaften Beratung • Stiftungen/Vereine • FiBu/Lohn • internationales Steuerrecht Kanzlei Emsdetten Münsterstraße 6|48282Emsdetten Telefon +49 (0) 25 72/96052-0 Telefax +49 (0) 25 72/96052-44 E-Mail emsdetten@bbk-steuerberater.de Kanzlei Münster Weseler Straße 253 |48151 Münster Telefon +49 (0) 251 /21070 Telefax +49 (0) 251 /2107150 E-Mail muenster@bbk-steuerberater.de www.bbk-steuerberater.de