Auto-Praxistest-Report 27

dialogpresseweller

Neu im Test der Dacia Logan MCV Stepway. Lesen Sie, wie sich dieses geräumige, preiswerte Auto fahren lässt. Im leicht relaunchten Auto-Praxistest-Report gibt es ab jetzt auch "Autos von früher". Den Anfang macht der kraftvolle Mitsubishi Galant Turbo ECI aus den 1980ern. Bei den aktuellen Tests ist der Kia Sportage vertreten, außerdem geht es um das leidige Thema. Heute wird nicht selten vergessen, den Blinker zu setzen. Warum? Darauf kann man bei Presseweller auch keine Antwort geben. Aufwändig ist es jedenfalls nicht.

Pressewellers

Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 27 A u g u s t 2017 Jahrg. 55

Dacia

Logan MCV

Stepway Celebration

Themen

- Neue Serie „Früher“:

Mitsubishi Galant 80er

- Aktuell: Kia Sportage

- Aktuell: Blinken?!


Pressewellers

Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 27 August 2017 2

Der hat Größe: In

Adria-Blau glänzte

der Testwagen,

der Dacia Logan

MCV, Version

Stepway

Celebration. Man

sieht schon von

außen, dass der

MCV Passagieren

und Gepäck viel

Platz bietet.

Titelfoto: Allee in

Norddeutschland

(Fotos: presseweller)

Mit dem Dacia Logan MCV, Version Stepway Celebration, auf Tour

Großzügig im Platzangebot, aber klein im Preis

Siegen. 31. Juli 2017. In der

auffälligen, gut sichtbaren

Farbe Adria-Blau präsentierte

sich uns der Dacia Logan MCV.

Das große blaue Auto war auch

dem Nachbarn gleich

aufgefallen. Wir zeigten ihm

den Innenraum und den langen

ebenen Kofferraum. Er war

erstaunt: „Da passt ja jede

Menge rein!“ Recht hat er.

Noch überraschter war er, als er

den geringen Listenpreis für

diese geräumige Kombi-

Limousine, inklusive aller

Extras, hörte.

Im Juli 2017 fuhren wir den Dacia

Logan MCV Tce Start & Stop,in

der Ausstattungsversion „Stepway

Celebration“ plus einiger Extras. Er

ist richtig geräumig und preislich

auf Niedrig-Niveau. Aber nicht nur

das. Er war außerdem laufruhig und

ließ sich recht komfortabel und gut

fahren.

Angenehm und erstaunlich ist, dass

solch ein großes Auto mit der

ordentlichen Ausstattung des Testwagens,

sogar einschließlich Navi

und Co., zu einem so niedrigen

Preis, nach Liste 12.920 Euro,

gekauft werden kann. Gut! So

können sich auch diejenigen ein

Familienauto leisten, die es

finanziell nicht „so dicke“ haben

oder denen es darauf ankommt,

ohne hohe Anschaffungskosten mit

einem geräumigen Auto gut von A

nach B zu kommen. Wenn man

bedenkt, was bereits Fahrzeuge der

Kleinst- und Kleinwagenklasse

heute kosten, fällt der einfache

Vergleich positiv aus.

Raum ist gut genutzt

Der Logan MCV Stepway bringt

eine Länge und Breite von rund

4,53 mal 1,76 Meter ans Maßband

und ist gut 1,59 Meter hoch. Die

Insassen finden auf allen Plätzen

viel Knie-, Bein- und Kopffreiheit.

Das wird durch das große Ladeabteil

passend ergänzt: ab 573

Liter Fassungsvermögen und

durch die asymmetrisch geteilt

umlegbaren Rücksitze nochmals

deutlich erweiterbar. Platz satt!

Mit 17,4 Zentimetern …

…Fortsetzung S. 3

Aufgeräumt!

Jetzt mehr Platz für

Texte und Fotos

Neben der seit Ausgabe 25 geänderten

Titelgestaltung haben wir

nun auch innen etwas aufgeräumt.

Damit steht noch mehr Platz für

Texte und Fotos zur Verfügung.

Neu ab dieser Ausgabe stellen wir

von Zeit zu Zeit auch Fahrzeuge

aus früheren Zeiten vor. Mancher

wird sich erinnern oder das

jeweilige Modell als „älteres

Schätzchen“ eventuell noch heute

fahren. Lesen Sie „Früher“.


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 27 August 2017 3

Fortsetzung … Mit dem Dacia Logan MCV auf Tour

…Zentimetern … konnte sich auch

die Bodenfreiheit des Kandidaten

sehen lassen. Das ist in manchen

Fällen nützlich!

Dank des höhenverstellbaren

Fahrersitzes und der praktischen

Lehnenverstellung per Drehrad

statt mit Hebel war die passende

Fahrerposition schnell ausgemacht.

Mit den gut einsehbaren Anzeigeinstrumenten,

in der Hand ein

griffiges Lenkrad - im Testwagen

in Lederoptik mit Bediensatelliten

für Radio. Geschwindigkeitsregelanlage

und Tempopilot -

kann es nun auf Fahrt gehen.

Sicherheit und Komfort

Für den Logan MCV gibt es

mehrere Ausstattungsstufen. Die

Basisversion „Essentiell“ hat zum

Beispiel für die Sicherheit ABS mit

Bremsassistent, elektronisches Stabilitätsprogramm

(ESP) mit

Antriebsschlupfregelung (ASR) an

Das schluckt schon was, das große Ladeabteil des Logan MCV.

Bord sowie Front- und vordere

Seitenairbags, Dachreling, geteilt

umlegbare Rücksitze und mehr.

Den Antrieb übernimmt hier der

73-PS-Benzinmotor (54 kW) So ist

der MCV bereits ab 7990 Euro

(Listenpreis) zu haben. Wer mehr

Ausstattung haben will, wählt eine

höhere Version.

Da sind dann zum Beispiel auch

schon CD-/ MP3-Radio, elektrische

Fensterheber vorn und anderes

dabei.

Das Testauto, Version „Stepway

Celebration“, hatte beispielsweise

gut funktionierende Klimaanlage,

Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer,

elektrisch einstell- und

beheizbare Außenspiegel, SUV-

Look-Außenapplikationen, 16-Zoll-

Designräder, Nebelscheinwerfer,

Multimedia-System mit Navi sowie

akustische Einparkhilfe hinten

sowie durch die Sonderausstattung

Rückfahrkamera. Die ist immer

praktisch!

Griffiges Lenkrad und alle Instrumente gut im Blick.

Auf Schlüsseldreh los

Den Antrieb besorgte der „TCe-90

Start & Stop“-Motor. Die kleine

Dreizylindermaschine, Hubraum

… Fortsetzung S. 4


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 27 August 2017 4

Fortsetzung … Mit dem Dacia Logan MCV auf Tour

Man sitzt gut. Im Fond finden Passagiere ausreichend Bein- und

Kopffreiheit.

brauch bei 6,6 Litern/ 100 Kilometer,

einschließlich Ortsverkehr

und Beschleunigungstests stellten

sich als Gesamtschnitt 7,5 Liter ein.

Kurven ein Klacks

Die Straßenlage des Fronttrieblers,

vorne McPherson-Achse mit

Querlenker und Querstabi, ging in

Ordnung: ruhige Lage auf der

Autobahn, wenig Seitenneigung in

Kurven. Es hat uns überrascht, wie

der MCV auch schnell angegangene

enge Kurven problemlos weg-

Einige Technische Daten*

Motor/ Fahrleistungen: 898 ccm, 90 PS (66 kW)/ 5000 U; max.

Drehmoment: 140/ 2250 U;

0 – 100 km/h: 11,1 Sek.; Spitze 170 km/h

Verbrauchs-/ CO2 -Kombiwerte: 5,1 l/100 km; 115 g/km; Euro 6

Maße: Länge/ Breite/ Höhe: 4,528 x 1,762 x 1,591; Laderaum: 573 –

1680 Liter

*Laut Zulassungsschein und Dacia-Unterlagen

… Hubraum … rund 900

Kubikzentimeter, bringt bei 5000

Touren 90 PS ((66 kW) an die

Kupplung, hier verbunden mit

einem manuellem Fünfgang-

Schaltgetriebe. Das bei dieser

Motorengröße ordentliche maximale

Drehmoment setzt bei 2250

Touren ein.

Es war uns schon klar, dass wir hier

kein Sportauto unter das Gaspedal

nahmen, aber eines, das sowohl für

Überlandfahrten als auch für die

Urlaubsfahrt taugt. Wir fuhren den

Dacia auf der Autobahn bis an 170

km/h (angebenene Spitze), und

hielten ein Tempo von um die 150

km/h für gut. Angesichts vieler

Autobahn- Baustellen und Staus

geht selbst das längst nicht immer!

Im Testmittel für den 0-auf-100-

Sprint lagen wir mit 12,2 Sekunden

etwas höher als die Werksangabe.

Für den Zwischenspurt von 60 auf

100 km/h im dritten Gang waren

es vertretbare 8,6 Sekunden. Für

Überholdistanzen wie zwischen 80

und 120 km/h empfehlen wir eher

den vierten Gang. Der fünfte Gang

ist relativ lang übersetzt, sodass wir

im Ortsverkehr auch im vierten

mitgerollt sind. Meist haben wir

die Schaltanzeige genutzt. Man

kann auch einen Eco-Modus

einschalten.

Auf weiten Strecken lag der Versteckte.

Ein Lob. Das gilt

ebenfalls für den Komfort bei

Fahrten über schlechte Straßen.

Wir halten das Fahrwerk für gut

abgestimmt.

Fazit: Wer keine Ansprüche an

hohe Spitzengeschwindigkeiten

oder sportliches Fahren hat,

sondern gemütlich und mit

dennoch ausreichender Leistung

unterwegs sein will und viel Platz

für die Familie und Gepäck oder

gewerbliche Ausrüstung haben

will, ist mit diesem preiswerten,

geräumigen Auto gut bedient. Der

Dacia Logan MCV Stepway

Celebration war komfortabel und

laufruhig. Es stehen verschiedene

Versionen und Motorisierungen

zur Auswahl. Zu Details kann

man sich bei Händlern vor Ort

oder in der Region informieren

und eine Probefahrt machen. (jw)


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 27 August 2017 5

Dieses Mal: Das war ein „heißer Ofen“

Mitsubishi Galant Turbo ECI

Anfang der 1980er-Jahre hatten wir hier und da

bereits ein Auto japanischer Hersteller gefahren.

Sie überraschten mit ihrer Ausstattung, die

Fahrwerke hielten wir für unsere Verhältnisse

noch nicht immer für hundertprozentig

überzeugend. Im Jahr 1983 hatten wir ein

Sportwagenmodell von Mitsubishi, den Starion,

im Kurztest. Der sah schick aus und hatte für

damalige Verhältnisse Power unter der

Motorhaube. Straßen- und Kurvenlage des

Hecktrieblers waren in Ordnung, was uns aber so

richtig begeisterte, das war der kräftige

Vorwärtsdrang, wenn der Turbolader einsetzte.

Anfang der 1980er-Jahre holten wir uns den

Mitsubishi Galant Turbo ECI. Damit waren wir

auf vielen Strecken rasant unterwegs.

Seit etwa Mitte 1982 gab es auch

von der Limousine Galant der 4.

Generation die Turboversion. Das

viertürige Auto war für uns als

Familie praktischer als ein

Sportauto. Wir kauften es, und die

„galante“ Geschichte begann. Der

170-PS-Turbo (125 kW) sah in

Gold-Metallic gut aus und gefiel

auch vom schicken Interieur her.

Vor allem aber ließ er sich prima

fahren. Als wir ihn damals in

Trebur bei Mitsubishi abholten,

wies man uns darauf hin, dass wir

auf der Heimfahrt mit dem Tritt

aufs Gaspedal vorsichtig sein

sollten. Nun ja, wir kannten bereits

den Turboeffekt.

Das Auto brachte einfach nur

Fahrspaß, trotz oder wegen des

„Turbolochs“.

Fahrspaß pur

Im unteren Drehzahlbereich

schaufelt der Lader noch nicht

genug Luft in den Ansaugtrakt,

sodass es für ein paar Sekunden

relativ normal vorwärts ging.

Dann aber war der nötige Druck

aufgebaut, und es gab diesen

begeisternden Vorwärtsschub.

Diesen Effekt konnten wir überall

nutzen, ob auf Bergstraßen oder

der Autobahn. Einfach nur klasse!

Beim Anfahren sah es ein paar

Sekunden so aus, als kämen wir

nur langsam auf Ersttempo. Als

dann aber dieser kräftige Schub

kam, war alles vergessen. Tolles

Auto mit klasse Beschleunigung!

Auf der Bahn ging der Tacho bis

auf über 210 km/h (205 km/h laut

Papieren).

Mit Kulanz

Irgendwann bei um die 35.000

Kilometern gab der Lader seinen

Geist auf. Das Auto hatte noch

keinen Ladeluftkühler. Das wurde

in späteren Modellen mit

Wasserkühlung und schließlich

mit Ladeluftkühler verbessert. Mit

den hohen Drehzahlen des Laders

entsteht Hitze. Wird sie nicht

abgeleitet oder gekühlt, kann es

nach und nach zu Schäden

kommen. Wir ließen dann im

Fachbetrieb in der Nähe einen

neuen Turbolader einbauen.

Wegen der geringen Laufleistung

beteiligte sich Mitsubishi an den

Kosten. Danach schien der Galant

noch eine Spur flotter zu sein. Was

wir dann auch kurze Zeit später

auf langen Autobahnrouten und

der Fahrt über den St. Gotthard zu

schätzen wussten.

Normaler Verbrauch

Nachdem sich die Ladertechnik

für Benziner-PKW etwas

ausgebreitet hatte, las man nach

und nach immer in Tests und

Tipps in der Presse, „Turbo gleich

Spritfresser“. Im Verhältnis zu den

vorigen Fahrzeugen war das bei

uns nicht so. Wir waren überrascht,

welche Verbrauchswerte

bei Testberichten herauskamen,

wobei die Kollegen das sicher

richtig und sorgfältig ermittelt

haben. Sie gaben oft zwölf Liter

und sogar noch mehr, bis über 14,

an. Unser Schnitt bei Alltagsfahrten

und Reisen mit Autobahn-

Volldampf lag bei um die zehn

Liter pro 100 Kilometer. Angesichts

der Leistung zu damaliger

Zeit völlig in Ordnung! Keine

Nostalgie: Wir haben damals den

Verbrauch über 80.000 Kilometer

dokumentiert. Höhere Werte …

Fortsetzung S. 6


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 27 August 2017 6

Fortsetzung Galant Turbo ECI

… Höhere Werte … sind aber

erklärbar: Beim Galant gab es eine

Turboanzeige. Wer den Lader oft

und länger voll nutzt, zieht mehr

Kraftstoff durch. Das muss aber

nicht sein: Um zum Beispiel 190

km/h auf der Autobahn zu fahren,

muss ich den Lader nicht ständig

nutzen. Auf Tempo gebracht, lupft

man das Gas, und der Turbo ist gar

nicht oder nur im unteren Bereich

aktiv. In der Stadt und auf

Landstraßen ist es ähnlich. So

konnte man sparsam fahren, auch

unterhalb von zehn Litern und

trotzdem flott. Dabei hatte man

noch Lader-Reserven für die

Beschleunigung. Völlig in

Ordnung und gut!

Das nächste Turbo-Modell

Beim nächsten Modell der 5.

Generation, dem etwas größeren

und laufruhigeren Galant Turbo

änderte sich nichts an der

Begeisterung.. Mit einer Länge

von rund 4,60 Meter war er ein

ausgewachsenes, schickes und

komfortables Auto, das als Turbo-

Version im Spätsommer 1985 auf

den Markt kam. Das wollten wir

haben, wenngleich es nur noch 150

PS (110 kW) hatte. Aber auch

damit konnten wir aus dem Vollen

schöpfen und flott unterwegs sein,

angegebene Spitze 200 km/h.

Für die Insassen gab es reichlich

Platz auf bequemen Sitzen und

dazu einen ordentlich großen Kofferraum.

Dieser Galant, bei uns in

leicht hellem Rot, hat ebenfalls

viel Fahrspaß gebracht. Als wir das

Auto verkauft hatten, sagte der

Käufer nach ein paar Wochen:

„Das ist jedes Mal ein richtiges

Erlebnis, wenn du unterwegs aufs

Gas trittst und das Auto mit dieser

Wucht losgeht.“ Das konnten wir

ihm bestätigen.

Beide Fahrzeuge haben wir über

100.000 Kilometer bewegt.

Gegenüber unseren vorigen Autos

war die Reparaturquote weitaus

geringer.

Mitsubishi hatte damals noch den

Lancer Turbo im Programm sowie

den kleineren Flitzer, den Colt

Turbo, den wir ebenfalls schon

gefahren haben. Da konnte man

gar nicht so schnell schalten, wie

dieses Auto auf Touren kam.

Spaßfaktor!

Lader-Verbesserungen

Turbolader neuerer Generationen

sprechen schneller an. Dadurch

wird das große „Turboloch“

weitestgehend vermieden. Aber

man spürt dennoch beim Einsetzen

den Vorwärtsdrang.

Haben Dieselmotoren - auch bei

LKW - schon sehr lange die Lader,

nutzt man sie seit Jahren auch

wieder bei PKW-Benzinern. Ein

T-GDI hat eben nicht nur die seit

Jahrzehnten gängige Einspritzanlage,

sondern auch den Turbo an

Bord. Diese und andere Techniken

werden auch beim „Downsizing“

genutzt: kleinere Motoren mit

geringerem Hubraum und

dennoch hoher Leistung - neben

anderem auch zur Verbesserung

des Spritverbrauchs. (jw)

Eine schicke

Limousine mit guten

Platzverhältnissen und

großem Kofferraum,

komfortabel und flott.

Der Mitsubishi Galant

Turbo ECI in den

1980er-Jahren mit

Zweiliter-Turbo-

Einspritzmotor. Der

ging gut zur Sache.


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 27 August 2017 7

Der Kia Sportage kann sich sehen lassen

Version 1,7 CRDI „Spirit“ zeigte sich flott, sehr geräumig und komfortabel

3. Juli 2017. Siegen. Der Kia

Sportage ist ein „strammer

Bursche“, der sich überall

sehen lassen kann. Das schicksportliche

Design gefiel uns

gleich, als er in der Farbe

„Carraraweiß“ vor der Tür

stand. Das Kompakt-SUV sieht

groß und dynamisch geformt

aus. Im Laufe der Testzeit

erkundigten sich einige bei uns

nach „diesem imposanten

Wagen“.

Wir fuhren den Kia Sportage in

der Version 1,7 CRDI mit

Siebengang-Automatik (DCT),

Ausstattung Spirit, im Juni 2017.

Das Auto hat uns gefallen. Lesen

Sie die Details.

Markant geschneidert

Mit seiner sportlich-dynamischen

Linienführung, markanter Frontpartie

und den großen in die

Seiten laufenden Rückleuchten

gibt der Sportage eine gute Figur

ab. Der Kandidat kam denn auch

noch auf 19-Zoll-Rädern mit 245/

45-er Reifen daher, was den

„Aufritt“ nochmals unterstrich.

Der Fahrersitz bietet

guten Seitenhalt. Der

gesamte

Vorderbereich ist

attraktiv gestaltet.

Wirkt dynamisch und markant, der Kia Sportage, hier in der

Ausstattungsverison „Spirit“. (Alle Fotos: presseweller)

Mit einer Länge und Breite von

4,48 mal knapp 1,86 Meter ist er

aber noch überschaubar und glänzt

gleichzeitig mit einem großzügigen

Innen- und Lade-Raum. In

Verbindung mit der

geschmackvollen Innenausstattung

und Laufruhe sind das gute Zutaten

für Langstreckentauglichkeit und

komfortabel-entspanntes Fahren.

Das Ladeabteil, das sich dank des

Unterflurfachs locker und eben

beladen ließ, bietet reichlich Platz

für Gepäck und Einkäufe. Das

Ladevolumen von ab 491 und je

nach Rücksitzumlage bis zu 1492

Litern kann sich sehen lassen.

Alles im Blick

Die Vordersitze boten guten Seitenhalt.

Die Instrumente liegen im

Blick, die Beschalterung ist eindeutig.

Das bestätigte uns auch ein

Fahrer, der schon länger mit

verschiedenen Kia-Modellen

unterwegs gewesen war.

Bereits in der Basisversion

„Attract“ ist in Sachen Sicherheit

„Attract“ Wichtiges und mehr an

Bord, vom elektronischen Stabilitätsprogramm

(ESC) mit Traktionskontrolle

und Gespannstabilisierung

über sechs Airbags,

aktives Bremslicht und Gegenlenkunterstützung

bis zur Berganfahr-

und Bergabfahrhilfe.

Auch die sonstige Ausstattung

im „Attract“ – ab 19.990 Euro in

der Preisliste zum Testzeitpunkt

– ist ordentlich. Serienmäßig

sind beispielsweise elektrische

Fensterheber, Zentralverriegelung

mit Fernbedienung, Bordcomputer,

CD-Radio und

Klimaanlage. Es gibt Ablagemöglichkeiten,

Becherhalter,

großes Handschuhfach sowie

… Forts. S. 8


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 27 August 2017 8

Fortsetzung Der Kia Sportage kann sich sehen lassen

… Handschuhfach sowie …

Mittelarmlehne mit Staufach.

Zur Ausstattung des Testwagens

der Version „Spirit“ mit Technik-

Paket gehörten beispielsweise

Klimaautomatik, Sitzheizung vorn

und hinten seitlich, Parksensoren

ringsum, Rückfahrkamera, und

Notbremsassistent sowie der gut

funktionierende Spurhalteassistent

mit optischem und akustischem

Hinweis. Ebenfalls inklusive

waren die direkt im Lenkrad

liegende gut bedienbare Geschwindigkeitsregelanlage,

Smart-

Key und Start-Stopp-Knopf, Xenon-Abblend-

und Fernlicht, Kia-

Kartennavigation und Soundsystem,

Verkehrszeichenerkennung

für Geschwindigkeitsbegrenzungen

und noch so vieles mehr.

Das automatische Stopp-Start-

System hätte beim Anhalten nach

unserem Geschmack auch etwas

zurückhaltender agieren können,

funktionierte aber ansonsten

tadellos. Praktisch war die elektrisch

gesteuerte, sanft öffnende

Griffiges multifunktionales Lenkrad. Der Fahrer hat alles

übersichtlich im Blick..

und schließende große

Laderaumklappe mit akustischem

Warnsignal.

Klar, dass man für diese Version

gegenüber dem Basismodell

schon ein paar Tausender mehr

hinblättern muss. Aber dafür

bietet sie eben auch mehr Komfort

und Annehmlichkeiten.

Für den Sportage stehen

unterschiedlichste Benzin- und

Dieselmotoren zur Auswahl. In

„unserem“ Kia arbeite der 1,7-

Liter-CRDI-Motor, ein kräftiger

Turbo-Diesel.

Forts. S. 9

Gute Platzverhältnisse für die Mitfahrer im Fond.

Schicke Felgen mit breiten Schluffen.


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 27 August 2017 9

Fortsetzung Der Kia Sportage kann sich sehen lassen

… ein Turbodiesel. …

Die Maschine leistet 141 PS (104

kW) und entwickelt ab 1750

Umdrehungen das satte Drehmoment

von 340 Newtonmetern

(Nm).

Kraftvoll mit Automatik

Die Siebengang-Automatik ging

wie Sahne durch die Schaltstufen.

Der Sprint von 0 auf 100 km/h war

im Testmittel in 10,8 Sekunden

(angegeben 11,5 Sekunden)

abgehakt, von 60 auf 100 km/h

ging's in 5,7 Sekunden und von 80

auf 120 km/h in nur 8,4 Sekunden.

Es ging zügig weiter auf Tempo,

wobei wir den Sportage sogar mit

gelupftem Gas mit – nach Tacho

– 180 km/h laufen lassen konnten.

Bei Gastritt legte er noch eine

Schippe drauf und zeigte an die

195 km/h an. Wegen hohen

Verkehrsaufkom-mens konnten

wir die Spitzen-geschwindigkeit

(angegeben 185 km/h) nicht

ausstoppen.

Als Testverbrauch bei gemischter

Fahrweise mit Stadt- und Tempostrecken

stellte sich ein Mittelwert

von rund 6,8 Liter Diesel/ 100

Kilometer ein.

Flitzt locker durch Kurven

Der Fronttriebler, vorne

Einzelradaufhängung mit

McPherson-Federbeinen, Stabi

und Co., hinten Mehrlenkerachse

mit Stabilisator,liegt auch bei

höherem Tempo ruhig auf der

Bahn. Er zeigt wenig

Seitenneigung. Schnell

angegangene Kurvenstrecken

absolvierte er souverän, ohne,

Der Sportage sieht von allen Seiten gut aus. Uns gefiel auch

die weiße Farbe.

dass wir oder die Helfer wie ESC

groß eingreifen mussten.

Alles lief problemlos und mit

sicherem Gefühl ab. Ob von

Antritt und Kurvenfreudigkeit

oder vom Komfort und der

Laufruhe her: Es machte Spaß,

dieses Auto zu fahren. Kein

Wunder, dass der Sportage im

Europageschäft bei Kia ein

Bestseller ist.

Auch vom Verbrauch her zeigt

sich, wie günstig es für eine zum

Beispiel vierköpfige Familie

allein von den Kraftstoffkosten

her ist, von A nach B zu kommen,

wie bei der Urlaubsfahrt.

Fazit: Allein vom optischen

Auftritt her ist der Kia Sportage

ein „strammer Bursche“. Im Test

überzeugte er uns durch sein

Platzangebot, die Laufruhe und

Leistung. Lange Garantien sind

ebenfalls ein Trumpf. Kia gewährt

eine siebenjährige – oder

150.000 Kilometer – Herstellergarantie

aufs Fahrzeug, verbunden

mit einer siebenjährigen

Kia-Mobilitätsgarantie und weiteres.

Den Sportage gibt es mit

verschiedenen Motorisierungen

und Ausstattungsversionen, jetzt

auch als „GT-Line“. Zu Details

solle man sich bei Händlern vor

Ort oder in der Region oder auf

www.kia.com informieren. Dort

erfährt man auch mehr zu den

aktuellen Preisen der verschiedenen

Versionen. (jw)

Einige Technische Daten*

Motor und Fahrwerte:

Hubraum 1685 ccm, 141 PS

(104 kW)/ 4000 U; höchstes

Drehmoment: 340 Nm bei

1750 – 2500 U; 0 – 100 km/ h

11,5 Sek.; Spitze: 185 km/ h

Verbrauch, Diesel/ CO2-

Austoß, komb.: 4,9 l/ 100

km, 129 g/ km; Effizienzklasse

A, Euro 6

Maße und Kofferraum:

Länge 4,48 m, Breite 1,885 m,

Höhe 1,635; Laderaum 491 –

1492 l

*Alle Angaben laut Kfz-

Papieren/ Kia-Unterlagen


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 27 August 2017 10

Achtsamkeit im Straßenverkehr

Richtiges Blinken ist wichtig

Irgendwie scheint das Blinken unterschätzt oder stark

vernachlässigt zu werden, und das bereits seit einigen

Jahren. Selbst abruptes Abbiegen wird längst nicht

immer angezeigt, beim Ranfahren an den rechten

Straßenrand zum Halten ist das ebenfalls so wie bei

völlig normalen Abbiegevorgängen. Im Auto

funktioniert das per Hebelbetätigung, auf dem

Motorrad meist durch Knopfdruck und auf dem

Fahrrad per Handzeichen. Blinken oder das Anzeigen

einer Richtungsänderung ist Teil des wichtigen Sicherheitsverhaltens

im Straßenverkehr!

Warum auch immer, scheint das Blinken bei nicht wenigen

Verkehrsrteilnehmern aus der Mode gekommen zu sein. In

einer Pressemeldung wies vor Kurzem auch der AvD, der

Automobilclub von Deutschland, wieder einmal auf das

Thema hin. Das betraf besonders die Blinkerregeln im

Kreisverkehr. Auch deren Beachtung liegt hin und wieder im

Argen: Weder beim Einfahren noch während des Umrundens

darf geblinkt werden, aber wenn man aus dem Kreisel

abbiegt, ist der Blinker zu setzen. Das Gegenteil ist ebenfalls

kritisch. Wird vergessen, den Blinker auszuschalten, wenn

nicht abgebogen oder eine Richtungsänderung vorgenommen

werden soll, kann es ebenfalls zum Crash kommen.

Nicht darauf verlassen

Schon oft haben wir bei der Kreiseleinfahrt als Wartende die

Erfahrung gemacht, dass ein Auto den Blinker vor unserer

Einfahrtsstraße nach rechts gesetzt hatte - warum auch immer.

Vielleicht wollte er bereits eine vorherige Ausfahrt nutzen

und hat den Blinker vergessen. Da er zügig unterwegs ist,

warten wir lieber. Gut so. Er verlässt dann den Kreisel erst

bei der nächsten Ausfahrt geradeaus. Richtig gedacht.

Ob Nachlässigkeit oder nicht: In der Fahrschule wird jeder

wohl das richtige Blinken gelernt haben!

Da isser doch, der Blinkhebel, weitaus

meist links unterhalb des Lenkrads.

Angesichts des umfangreichen Fahrschulunterrichts

und vieler Stunden gegenüber

unserer Zeit zweifeln wir nicht daran.

Es ist wichtiger Teil der Achtsamkeit und

der Sicherheit im Straßenverkehr, den

Blinker richtig zu gebrauchen. Schließlich

sollten sich die anderen Fahrer, die zum

Beispiel aus einer Nebenstraße in die

Hauptstraße oder in einen Kreisverkehr

einfahren sowie bei den heute häufigen

Rechts-vor-Links-Regelungen, sich darauf

verlassen können. Dem Rechtsempfinden

nach würde man das zumindest meinen:

Dennoch wird von dem Einfahrenden

selbst große Sorgfalt verlangt. Sieht es

tatsächlich, unabhängig vom Blinken, so

aus, als wolle der andere auch abbiegen?

Man darf sich eben nicht unbedingt darauf

verlassen, will man sich nicht gegebenenfalls

bei einem Unfall eine Mitschuld

anrechnen lassen. Passiert so etwas aber,

sollte man erforderlichenfalls Rechtsrat

einholen.

(DiaPrw)

Impressum und Hinweise: Pressewellers Auto-Praxistestreport erscheint bei Medienbüro + PR DialogPresseweller,

Jürgen Weller, Lessingstr. 8, D-57074 Siegen, T. 0271 33 46 40, E-Mail mail>at

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