Feuerwehrreport_Ausgabe_2_2017

D.Freitag

Ausgabe 2/2017

Ankunftszeit „besser wie erwartet“

Einsatzkräfte üben Ernstfall an der Grundschule in Barnten

Wenn die sportliche Leistung gefragt ist

Über 230 Jugendliche versuchen die Leistungsspange zu erlangen


Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr neigt sich dem Ende. Wieder einmal haben die

neun Ortsfeuerwehren ein hohes Einsatzaufkommen abgearbeitet

und ihr Können mehr als einmal unter Beweis

gestellt. Aber auch zahlreiche Übungsstunden wurden

wieder geleistet und die ein oder andere Herausforderung

gemeistert. Nicht nur das Hochwasser hat die Gemeinde

und uns Feuerwehrleute tagelang in Atem gehalten.

Ende September kam der nächste Schock für die

Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde: Das Trinkwasser

war mit Keimen belastet und ein Abkochgebot wurde

durch das Gesundheitsamt erlassen. Über drei Wochen

musste das Trinkwasser für mehr als drei Minuten

aufgekocht werden. Damit sämtliche Haushalte darüber

informiert waren, unterstütze auch hier die Gemeindefeuerwehr

mit einer großangelegten Verteilaktion von

Flugblättern.

Das nächste Jahr 2018 steht nun kurz vor der Tür und

ich werde auch im nächsten Jahr wieder die zahlreichen

Übungen und Einsätze mit der Kamera für Sie begleiten,

um Ihnen einen bildlichen Eindruck unserer umfangreichen,

ehrenamtlichen Arbeit zu vermitteln. Ich danke

Ihnen für Ihr Interesse an dieser Onlineausgabe des FeuerwehrReports

und hoffe, dass Sie auch im kommenden

Jahr das Interesse an dieser etwas anderen Öffentlichkeitsarbeit

nicht verlieren!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine besinnliche

Adventszeit und einen guten Start ins neue Jahr.

Mögen am 01.01.2018 die Sirenen in den Orten

schweigen…

Ihr Daniel Freitag

Gemeindepressewart der Feuerwehr Nordstemmen

Impressum

Herausgeber:

Gemeinde Nordstemmen

Der Bürgermeister

Rathausstr. 3 , 31171 Nordstemmen

Kontaktdaten:

gemeinde@nordstemmen.de

Telefon: 05069 800-0

Fax: 05069 800-91

Redaktion:

Freiwillige Feuerwehr Nordstemmen

Pressewart Daniel Freitag

Gestaltung und Layout:

Daniel Freitag

Kontaktdaten: daniel.freitag@htp-tel.de

Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Redaktion gestattet.

Warenzeichen werden nicht in jedem Falle besonders kenntlich gemacht. Ebenso wird keine Haftung übernommen, ob Patente oder

Gebrauchsmuster vorliegen. Für den Inhalt ist der jeweilige Autor verantwortlich. Die Redaktion übernimmt keine Haftung im Falle von Falschaussagen,

Rechtschreibfehlern und eingesandtem Fotomaterial. Getroffene Aussagen von Fremdautoren spiegeln nicht zwangsläufig die

Meinung der Redaktion wieder.

Es gelten die Urheberrechte nach deutschem Recht (UrhG) §31 Nutzungsrechte und § 106 Unerlaubte Vervielfältigung


INHALT

6

Über

Wenn die sportliche

Leistung gefragt ist

230 Jugendliche versuchen die

Leistungsspange zu erlangen


20

Gemeinsame Sache

Nordstemmen und Burgstemmen üben

gemeinsam auf Bauernhof

16

Über die Grenze

Atemschutztraining in der

Region Hannover

12

Keime

14

Kein

im Trinkwasser

Feuerwehr unterstützt beim Verteilen von

Flugblättern

gewöhnlicher Garagenbrand

Plötzlich mit giftigem Pulver konfrontiert

10

Brandheiße Ausbildung

Förderverein ermöglicht Training

26

Großübung an

Grundschule

Einsatzkräfte üben in Barnten


Sportliche Höchstleistung

Über 230 Jugendliche kämpfen für höchste

Auszeichnung der Jugendfeuerwehr

Sie ist die höchste Auszeichnung in der Jugendfeuerwehr

und kann nur mit sportlichem Ehrgeiz erlangt

werden: Die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Knapp 230 Jugendliche kämpften nun in

Nordstemmen um die heiß begehrte Auszeichnung.

Doch im Vorfeld gab es bereits unerwartete Aufgaben,

welche die JF Nordstemmen forderte.


Nordstemmen- Gerade einmal 16 Grad und dazu noch

anhaltender Nieselregen, dies erwartete die rund

230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Abnahme

der „Leistungsspange“ der Deutschen Jugendfeuerwehr

auf dem Sportplatz in Nordstemmen. Dennoch boten

die Jugendlichen ihr ganzes sportliches Können auf, um

die begehrte und höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr

zu erlangen.

Die Leistungsspange zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen

in der Deutschen Jugendfeuerwehr. Sie erfordert

eine hohe Leistung von den Jugendlichen und ist in

einen sportlichen und feuerwehrtechnischen Teil gegliedert.

Während der Abnahme müssen die Gruppen, bestehend

aus neun Jugendlichen im Alter zwischen 15 bis

18 Jahren, mehrere Prüfungen erfolgreich absolvieren.

Dabei zählt nicht nur die sportliche Leistung der einzelnen

Bewerber, sondern auch der Teamgeist. Fünf Stationen

fordern dabei von den Jugendlichen ein hohes Maß

an sportlichem Geschick, Schnelligkeit, feuerwehrtechnischem

Wissen und die Teamfähigkeit. Erreichen die

Gruppen mindestens zehn Punkte, so ist die Abnahme

bestanden und die Anstecknadel gewiss.

Trotz Regen gaben die Jugendlichen ihr

Bestes

„Die Jugendlichen geben heute wirklich ihr Bestes, nur

der Wettergott meint es nicht gut mit uns“, kommentierte

Peter Hoffmeister den Verlauf der Leistungsspangenabnahme.

Der Gemeindejugendwart aus Nordstemmen,

zählte an diesem Tag zu den Hauptorganisatoren der Veranstaltung.

Dennoch war Hoffmeister erfreut, dass alle 26

Gruppen an den verschiedenen Disziplinen antraten und

so dem schlechten Wetter dennoch trotzen. Den knapp

230 Jugendlichen aus den Landkreisen Hildesheim, Celle,

Hameln-Pyrmont, Northeim und Schaumburg schien

Abb.1-3: Ob beim 1500 Meter Staffellauf (Bild vorherige Seite) oder bei der Schnelligkeitsübung, die knapp 230 Jugendlichen zeigten ihr

sportliches Können und technisches Geschick.


Abb. 4 u. 5: Beim sogenannten A-Teil sind

Feuerwehrgeschick und Teamgeist gefragt.

Diese Disziplin ähnelt den Wettkämpfen der JF


das schlechte Wetter auch nichts auszumachen, und so

schallten immer wieder die Anfeuerungsrufe über den

Sportplatz. Verbissen kämpften die künftigen Feuerwehrleute

um die notwendigen Punkte, damit die vorab

geleisteten zahlreichen Übungsstunden nicht vergebens

waren. Vier Gruppen blieb das begehrte Abzeichen an

diesem Tag jedoch verwehrt, da sie in mindestens einer

Disziplin nicht die geforderte Punktezahl erreicht hatten.

Den übrigen Jugendlichen sah man den Stolz ihrer

Leistung aber an, als sie erschöpft - aber glücklich - ihr

wertvolles Abzeichen bei der abschließenden Verleihung

entgegen nahmen.

Organisation klappte super

Auch die Organisatoren zeigten sich zufrieden mit dem

Ergebnis und lobten abschließend noch einmal die hervorragende

Organisation und Verpflegung. Doch der

Dank galt dabei insbesondere den einzelnen Ortsfeuerwehren,

die im Vorfeld bereits beim Aufbau geholfen

hatten, oder aber dringend benötigtes Material zur Verfügung

stellten. Vor Ort kümmerten sich dann freiwillige

Helfer aus der Ortsfeuerwehr Nordstemmen, und mehrere

Betreuer der Jugendfeuerwehren, um das leibliche

Wohl der zahlreichen Teilnehmer.


10

Abb. : Erschöpft ,aber glücklich, erhalten diese Teilnehmerinnen

die heiß begehrte Auszeichnung


Abb. 4 u. 5: 26 Gruppen warten gespannt auf die Verkündung der Sieger. Doch

für vier Gruppen endet hier vorerst der Traum von der Leistungsspange. Freude

hingegen bei der Gruppe aus Nordstemmen - Sie haben die Auszeichnung

erhalten (Bild unten)

Jugendfeuerwehren sorgten im Vorfeld für

Ordnung auf dem Sportplatz

Peter Hoffmeisters Dank galt jedoch nicht nur den Aktiven,

die an diesem Tag, die ohne Pause mithalfen,

sondern auch den zahlreichen Jugendlichen aus den

Ortsfeuerwehren der Gemeinde. Knapp 30 Jugendfeuerwehrmitglieder

hatten zuvor bereits dafür gesorgt, dass

die Aschebahn, auf der der spätere Staffellauf stattfand,

von Unkraut und sonstigem Unrat befreit wurde. Eigens

hierfür hatte man einen Arbeitstag angesetzt und mehrere

Stunden damit verbracht, Unkraut zu zupfen oder

die Aschebahn abzufegen.

Besonderer Dank für den Einsatz

Für ihren Einsatz dankten Peter Hoffmeister und Gemeindebrandmeister

Jan Riechelmann später auf einer

eigens einberufenen Zusammenkunft. Als Zeichen der

Anerkennung erhielten die Jugendlichen Kinogutscheine

und ein kleines Sparschwein mit Geld für ein gemeinsames

Pizzaessen. Auch Gemeindebrandmeister

Riechelmann dankte abschließend den Jugendlichen,

richtete seinen Dank dann aber auch noch einmal an

Peter Hoffmeister für sein unermüdliches Engagement.

Zusätzlich dankte er dem ASB Gronau. Sie waren an diesem

Tag mit einem Rettungswagen vor Ort, um kleinere

Blessuren fachmännisch zu versorgen. Pünktlich zur

Verleihung der Leistungsspange hörte man dann auch

wieder das monotone Brummen der „Einsatzdrohne“

des THW Elze. Der Quadrocopter überflog an dem Tag

mehrfach das Gelände und sorgte für spannende Aufnahmen

aus luftiger Höhe. Und so endete schließlich ein

erfolgreicher Tag für die zahlreichen Jugendlichen, mit

einem Abzeichen, das nun mit Stolz an der Uniformjacke

getragen werden kann.

Text und Fotos: Daniel Freitag

11


Keime im Trinkwasser

Feuerwehr unterstützt ÜWL beim Verteilen von Handzetteln

Am 21.09.2017 heulten gegen 18:30 Uhr vielerorts die

Sirenen. Doch nicht ein Großbrand war die Ursache für die

Alarmierung der Ortsfeuerwehren, sondern die

Verunreinigung des Trinkwassers. 90 Kameradinnen und

Kameraden verteilten im Rahmen der Amtshilfe Handzettel

an die über 6000 Haushalte in der Gemeinde

12


Trinkwasser zählt zu den streng überwachten Lebensmitteln

und kann bedenkenlos getrunken werden.

Doch genau dies war plötzlich nicht mehr der Fall. Über

6000 Haushalte waren betroffen und mussten durch den

Wasserversorger „ÜWL“ darüber informiert werden, dass

ihr Trinkwasser mit sogenannten „Coliformen Keimen“

belastet ist. Eine wahre Schreckensstunde für die über

12000 Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Nordstemmen.

Um kein unnötiges Risiko einzugehen, und

weil es die Gesetzeslage so fordert, entschied das zuständige

Gesundheitsamt, ein Abkochgebot zu erlassen.

Über drei Minuten waren die Bürgerinnen und Bürger

angehalten, ihr Trinkwasser vorläufig abzukochen. Wie

aber alle Haushalte darüber informieren? Die ÜWL trat

an die Gemeinde Nordstemmen und bat um amtliche

Hilfe. Als diese schließlich gewährt wurde, zog man nach

Absprache mit dem Gemeindebrandmeister die Freiwillige

Feuerwehren hinzu. Ausgerüstet mit Handzetteln,

zogen die über 90 Einsatzkräfte sodann durch die Straßen

der betroffenen Ortschaften und verteilten an jeden

Haushalt die überaus wichtige Information.

Was sind Coliforme Keime und wie gelangen

sie ins Trinkwasser

Coliforme Keime sind sogenannte umweltassozierte

Mikroorganismen, die keine direkte Gefahr für den

Menschen darstellen. Sie kommen in der Umwelt in

unbedenklicher Konzentration, z.B. im Boden, auf ganz

natürliche Weise vor. „Coliform“ ist dabei nur der Überbegriff

und stellt den Namen der Gattung dieser Keime

dar. In die Gruppe der Coliformen Keime findet man daher

auch das Escherichia Coli Bakterium, welches ausschließlich

durch fäkale Verunreinigungen vorkommt.

Coliforme Keime sind zunächst Indikatorkeime und

noch keine Krankheitserreger. Werden Coliforme Keime

im Wasser gefunden, lässt dies auf Probleme im natürlichen

„Schutzschild“ des Wassers schließen, was wiederum

die Belastung durch andere, deutlich gefährlichere,

Keime ermöglicht.

Welche Gefahr bestand in der Gemeinde?

Der Wasserversorger ÜWL warnte von Anfang an vor einer

allgemeinen Panikmache, denn bei der Routinekontrolle

wurde zwar eine Keimart der Coliformen Gattung

entdeckt, es handelte sich hierbei aber nicht um das

krankmachende Darmbakterium E-Coli. Lediglich ein erhöhtes

Vorkommen der oben genannten Keimgattung

konnte nachgewisen werden. Trotzdem, oder gerade

weil die Keimzahl erhöht war, musste dieses Ereignis -

gemäß der Trinkwasserverordnung- an das zuständige

Gesundheitsamt weitergeleitet werden. Und das Amt

reagierte nach den geltenden Vorgaben und veranlasste

ein sofortiges Abkochgebot.

Erst nach drei Wochen wieder Entwarnung

Bis die Ursache behoben und sämtliche Leitungsnetzte

durch den Wasserversorger gespült waren, vergingen jedoch

drei weitere Wochen. Erst nach mehreren Probenentnahmen

an verschiedenen Kontrollpunkten zeigte

sich nach und nach eine Verbesserung, bis das Abkochgebot

schließlich in den ersten Orten wieder aufgehoben

werden konnte. Für die Aufhebung des Abkochgebotes

wurden erneut Handzettel an jeden Haushalt verteilt.

Und auch hierfür konnten sich der Wasserversorger ÜWL

und die Verwaltung wieder auf die freiwillige Mitarbeit

der Ortsfeuerwehren verlassen, Gut, dass nun wieder

Wasser in Trinkqualität aus den heimischen Wasserhähnen

fließt.

Text und Fotos: Daniel Freitag

13


Garagenbrand mit Folgen

Einsatzkräfte sind plötzlich mit giftigem Pulver konfrontiert

Ein vermeintlicher Brandeinsatz in einer Hinterhofwerkstatt

stellt sich plötzlich als Gefahrguteinsatz heraus. Die

ersteingetroffene Ortsfeuerwehr steht vor einer Herausforderung,

da bereits eigene Feuerwehrkräfte mit einem

hochgiftigen Stoff in Berührung gekommen sein könnten.

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn niemand weiß,

wie gefährlich die unbekannte Substanz wirklich ist.

14


Rössing - Ein Wäschetrockner fängt in einer Hinterhofgarage

in Rössing plötzlich Feuer. Der Hausbesitzer

versucht den Brand eigenständig zu löschen, doch

die Rauchgase behindern die eigenen Löschversuche.

Bei der Flucht aus der als Werkstatt genutzten Garage,

stürzt der Anwohner und reißt dabei ein Regal um. Umstände,

die die anrückenden Erstkräfte der Feuerwehr

noch nicht kennen können. Dem Hausbesitzer kommt

zu diesem Zeitpunkt zugute, dass er vorab selbst den

Notruf getätigt hat. Doch die ortsansässige Feuerwehr

aus Rössing ist mit einem Paralleleinsatz beschäftigt. Nur

Minuten nach dem Notruf trifft dafür die Nachbarfeuerwehr

Barnten ein. Ein Trupp unter Atemschutz dringt in

die Garage vor, findet den Verunglückten und trägt ihn

ins Freie. Er ist nur bedingt ansprechbar und hat vermutlich

Rauchgase inhaliert. Den Einsatzkräften fällt auf, dass

an ihrer Einsatzkleidung feinste Staubrückstände haften.

Erst einmal wird dieser Entdeckung keine Beachtung gewidmet,

da nun die Brandbekämpfung im Vordergrund

steht. Doch beim erneuten Vorgehen in die verrauchte

Garage fällt dem Trupp ein wichtiges Detail auf. Dieses

Detail führt letztlich dazu, dass der vermeintliche Routineeinsatz

eine ganze Kette an Ereignissen auslösen

wird.

Unbekannter Stoff wird als Gefahrstoff

erkannt

Schnell entdeckt der Trupp, dass das Pulver aus einem

zerstörten Karton stammt, welcher mit einem Warnsymbol

und einer Nummer gekennzeichnet ist. Der Trupp

gibt seine Informationen an Tobias Trapp weiter. Trapp

ist an diesem Abend als Gruppenführer eingesetzt und

erkennt die Lage sofort. Es handelt sich nicht etwa um

Waschpulver, sondern um eine hochgiftige Substanz,

wie sie zum Beispiel in Fixierbädern bei der Entwicklung

von Fotos genutzt wird. Der Stoff nennt sich Natriumselenit

und ist hochgiftig, da er sich schnell in der gesamten

Umgebungsluft verteilt. Dies wird auch Tobias Trapp

nach kurzer Recherche schnell bewusst, sodass er den

kommunalen Gefahrgutzug über die Feuerwehrleitstelle

alarmieren lässt.

Gefahrgutzug rückt mit knapp 40 Einsatzkräften

an

Unter der Gesamteinsatzleitung von Gefahrgutzugführer

André Kirchner beginnt wenig später der Lauf gegen

die Zeit, denn die giftigen Dämpfe verteilen sich immer

weiter in der Garage. Doch noch sind nicht alle Vorbereitungen

abgeschlossen. Zelte müssen aufgebaut, ein

Dekontaminationsbereich eingerichtet und Feuerwehrtrupps

mit Chemikalienschutzanzügen ausgerüstet

werden. Nach einer halben Stunde geht der erste Trupp

in seiner Schutzausrüstung vor, löscht den restlichen

Schwelbrand und kümmert sich um die Aufnahme des

giftigen Pulvers. André Kirchner weiß, dass sich eine halbe

Stunde erst einmal lang anhört, doch so ein Gefahrguteinsatz

ist auch nicht innerhalb weniger Minuten abgearbeitet.

„Eine halbe Stunde ist eine völlig akzeptable

Zeit, schneller geht es kaum“, berichtet der Zugführer

während des Einsatzes. Um bereits Zeit und Ressourcen

einzusparen, hat sich Kirchner im Vorfeld dazu entschieden,

den großen Gerätewagen der Ortsfeuerwehr

Nordstemmen kurzerhand als „Ankleidebereich“ für die

Trupps zu nutzen. „Dadurch sparen wir den Aufbau eines

Zeltes ein, denn der Gerätewagen muss so oder so abgepackt

werden“, erklärt Kirchner.

Nach einer Stunde kann Entwarnung

gegeben werden

Gegen 20:30 Uhr verlässt der letzte Trupp die Garage. Zu

diesem Zeitpunkt ist das Pulver bereits aufgenommen

und stellt keine Gefahr mehr dar. Am Rand des Geschehens

steht ein sichtlich zufriedener Jens Bormann. Er

hatte sich von Anfang an im Hintergrund gehalten und

Notizen verfasst. Der Rössinger hatte sich Monate zuvor

bereits mit dieser Übung auseinandergesetzt. Richtig,

es war „nur“ eine Übung und doch war ein großer Erfolg

erkennbar. „Ein wichtiges Ziel war die Zusammenarbeit

mit einer Ortsfeuerwehr, die nicht dem Gefahrgutzug

angehört. Dies ist wichtig, denn wir über sonst immer

nur mit dem Gefahrgutzug“, erklärt der Übungsleiter. Er

wollte an diesem Abend aber realitätsnahe Bedingungen

schaffen. So trifft in der Regel immer erst die Ortsfeuerwehr

am Ort des Geschehens ein. Bei der Übung klappte

dies reibungslos, da schnell die geforderten „Spezialisten“

nachgeordert wurden. Auch André Kirchner, der

absichtlich nicht eingeweiht war, zeigte sich mit der

Leistung seiner Kameradinnen und Kameraden zufrieden.

„Es muss nicht immer der Tanklaster sein oder ein

Chemieunfall an der Zuckerfabrik“, meint der Gefahrgutzugführer.

„Kleine Einsätze, wie dieses Beispiel deutlich

zeigt, können ebenfalls zur Gefahr für Menschen und die

Umwelt werden, auch wenn man anfangs gar keine Gefahrstoffe

vermutet.“

Text und Fotos: Daniel Freitag

Abb. 2: Im Hinteren Teil erfolgt der Aufbau

des Dekontaminationsbereiches

15


16


Über die

Grenzen hinaus

Region Hannover ermöglicht

Atemschutztraining

für 25 Kameraden

Wer bei der Feuerwehr unter

Atemschutz in ein brennendes

Haus vorgehen will, braucht nicht

nur eine spezielle Ausbildung,

sondern muss seine Fitness

regelmäßig überprüfen. Seit dem

Hochwasser im Juli ist dies, an der

Feuerwehrtechnischen Zentrale

in Groß Düngen, jedoch kaum bis

gar nicht möglich. Was also tun,

damit die Kameradinnen und Kameraden

nicht ihre Tauglichkeit

verlieren? In Nordstemmen stand

man vor genau diesem Problem.

Doch hier hat man nach Lösungswegen

gesucht und diese schließlich

in der Region

Hannover gefunden.

17


18

Abb. 2: Dirk Engelmann in seinem Leitstand. von hier koordiniert er den Trainigsdurchgang

und überwacht den Ablauf.


Nordstemmen / Hannover - Ende Juli war in weiten

Teilen des Landkreises „Land unter“, nachdem

Tief „Alfred“ über Niedersachsen gezogen war. Bei dem

schlimmsten Hochwasser seit Jahrzehnten, war auch

die Feuerwehrtechnische Zentrale in Groß Düngen betroffen.

Seitdem müssen große Teile noch immer saniert

werden und die die Ausbildung läuft nur langsam wieder

an. Besonders die dringend benötigte Leistungsprüfung

für die zahlreichen Atemschutzgeräteträger, ist

nach wie vor auf Eis gelegt, da die Trainingsstrecke noch

immer nicht einsatzbereit ist. Ein Zustand, der so nicht

bleiben kann, denn nur mit Hilfe dieser „Atemschutztrainingsstrecke“

kann die Tauglichkeit der zahlreichen Feuerwehrkameraden

nachgewiesen werden.

67 Kameradinnen und Kameraden betroffen

In der Gemeinde Nordstemmen sind allein 67 Kameradinnen

und Kameraden davon betroffen. Kann ihre

Leistung nicht überprüft werden, droht der Verlust der

„Tauglichkeit“. Für einen realen Einsatz bedeutet dies,

dass gut 50% der Atemschutzgeräteträger in der Gemeinde

nicht mehr zur Verfügung stünden. Bei einem

größeren Brand wäre dies eine Katastrophe. Durch die

andauernden Sanierungsarbeiten in Groß Düngen, waren

feste Terminzusagen bislang jedoch nicht möglich.

„Wir wurden immer wieder vertröstet und erhielten

doch keine Termine“, erklärt Jan Riechelmann. Der Gemeindebrandmeister

von Nordstemmen musste jedoch

handeln und nahm deshalb die Planung für die Überprüfung

in die eigene Hand. „Ich muss die Einsatzbereitschaft

der Feuerwehren in der Gemeinde Nordstemmen

gewährleisten, und dazu zählen insbesondere die verfügbaren

Einsatzkräfte für den Atemschutzeinsatz“, so

Riechelmann weiter.

Letzte Rettung: Region Hannover

Zahlreiche Stunden verbrachte der Gemeindebrandmeister

mit der Organisation, führte Telefonate, schrieb

Emails und traf sich zu Gesprächen. In der Region Hannover

fand er letztendlich die Hilfe, auf die er wochenlang

gehofft hatte. Gemeinsam mit Dirk Engelmann,

organisierte Riechelmann einen Trainingstag an der

Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ronnenberg. Engelmann,

der als ehrenamtlicher stellvertretender Regionsausbildungsleiter

an der FTZ Ronnenberg tätig ist, öffnete

bereitwillig die Türen der Atemschutztrainigsstrecke.

„Wir sind ein Bundesland, also auch eine Feuerwehr. Da

spielen Landkreisgrenzen keine Rolle“, erklärt der Ausbildungsleiter.

Dirk Engelmann und seine beiden Ausbilderkollegen

Jens Beier und Thomas Linke koordinierten und bedienten

an diesem Samstag den Durchgang in der Atemschutzstrecke.

Übrigens eine Ausnahme für die Gemeinde

Nordstemmen, denn normalerweise findet die

Leistungsprüfung an abendlichen Wochentagen statt.

Es war aber dieses Entgegenkommen, das dazu beitrug,

dass nun wieder rund 25 Atemschutzgeräteträger ihre

Abb. 3: Vor und nach der eigentlichen Übungsstrecke erfolgt

ein Leistungstest an mehreren Geräten. Hier besteigen zwei

Kameraden gerade die Endlosleiter.

Tauglichkeit besitzen. „Wir sind dankbar, dass die Region

Hannover uns entgegenkam und so unkompliziert half“,

betont Gemeindebrandmeister Riechelmann. Für die

restlichen Einsatzkräfte hoffe man nun jedoch, dass die

Trainingstrecke in Groß Düngen schnellstmöglich wieder

zur Verfügung steht. Die ersten Termine sind schon

geplant. Ohne die überregionale Hilfe wäre es jedoch

unmöglich gewesen, die kompletten 67 Einsatzkräfte

vor Ablauf der Frist zu überprüfen. Und so zeigt dieser

Tag deutlich, dass man sich gerne untereinander hilft.

Auch über die Landkreisgrenzen hinaus.

Text und Fotos: Daniel Freitag

19


20


Gemeinsames Training

Nordstemmen und Burgstemmen arbeiten Hand in Hand

Eine enge Bebauung, verwinkelte Gebäudekomplexe und leicht brennbare

Materialien - auf einem landwirtschaftlichen Betrieb steht die Feuerwehr

vor großen Herausforderungen. Ein solches Objekt befindet sich auch in der

Tiestraße in Burgstemmen. Grund genug für die Ortsfeuerwehr, hier eine

realitätsnahe Übung im abendlichen Sonnenuntergang zu veranstalten.

21


Abb. 1 und 2: Im Rot der Abendsonne nährt sich das erste Einsatzfahrzeug der

Ortsfeuerwehr Burgstemmen (vorherige Seite) und platziert sich letztlich auf

dem Hof Lehrke, der an diesem Abend als Übungsobjekt dient.

22


Burgstemmen - Nicht immer muss man bei Übungen

gleich vom schlimmsten Szenario ausgehen,

doch hin und wieder sind auch Übungen auf einem

landwirtschaftlichen Betrieb notwendig. Dies weiß auch

Burgstemmens Ortsbrandmeister Torsten Kurka. Wenn

ein Brand in einer Scheune ausbricht, dann steht man

schnell vor zahlreichen Herausforderungen. Müssen

Tiere evakuiert werden? Gibt es vermisste Personen?

Wo grenzen die nächsten Gebäude an das Brandobjekt?

Und natürlich dürfen auch die restlichen Gefahren nicht

außer Acht gelassen werden. So können eingelagerte

Stroh oder Heuballen einem Brand die nötige „Nahrung“

bieten, damit sich dieser rasend schnell ausbreitet. Solche

Einsatzszenarien gilt es deshalb immer wieder zu

trainieren, weiß auch Torsten Kurka.

Zu diesem Zweck öffnete „Hof Lehrke“ nun seine Stalltüren.

„Das Objekt ist besonders riskant, da nur wenige

Zentimeter Zwischenraum bis zum nächsten Gebäude

herrschen“, so der Ortsbrandmeister. Und dieses nächste

Gebäude ist die Produktionswerkstatt der Firma Wolther

Planen. hohe Priorität hat.

Drei Personen vermisst

Gegen 18:11 Uhr heulten die Sirenen in Burgstemmen

und Nordstemmen und nur wenige Minuten später traf

das erste Fahrzeug aus Burgstemmen an der Hofstelle

ein. Schnell wurde die Lage erkundet, eine Wasserversorgung

aufgebaut und ein Trupp unter Atemschutz in

den Gebäudekomplex geschickt, denn es wurden drei

Personen als vermisst gemeldet. Doch der Trupp konnte

schnell die drei vermissten Personen, gespielt von

Jugendlichen der Jugendfeuerwehr, ausfindig machen

und ins Freie bringen. So war ein wichtiges Übungsziel

schnell erreicht.

Während der Erstmaßnahmen trafen auch die Kameradinnen

und Kameraden aus Nordstemmen ein. Sie nahmen

ebenfalls an der Übung mit teil. „Wir haben noch

nie in diesem Rahmen zusammengearbeitet, obwohl

uns nur zwei Kilometer trennen“, erläutert Torsten Kurka.

Da die Ortsfeuerwehren in sogenannte Einsatzzüge

unterteilt sind, kommt so etwas sonst nämlich nur sehr

selten vor. Dies sei auch der Grund gewesen, warum sich

die beiden Ortsbrandmeister Torsten Kurka und Patrick

Eisfelder (Nordstemmen) für diese gemeinsame Übung

entschieden haben.

250 Meter Schläuche verlegt

Eine besondere Herausforderung stellte an diesem

Abend die kontinuierliche Wasserversorgung dar. Frühzeitig

musste sich die Einsatzleitung hier Gedanken

machen. Kurzer Hand wurde die Leine als zuverlässige

Wasserquelle genutzt und eine über 250 Meter lange,

doppelte Schlauchleitung bis zu der Hofstelle verlegt.

Besonders dieser Einsatzabschnitt sorgte kurzzeitig für

staunende Gesichter bei den vorbeifahrenden Autofahrern,

denn die Schläuche wurden direkt an der Bundes-

23


Abb. 3: Auch die Kameradinnen und Kameraden aus Ortsfeuerwehr Nordstemmen

nehmen an der Übung teil. Ihre Aufgabe ist es, unter anderem den angrenzenden

Gebäudeteil -eine Firma für LKW Planen- zu schützen.

24


straße 1 verlegt. Hierfür nutzten die Einsatzkräfte den

großen Gerätewagen der Ortsfeuerwehr Nordstemmen,

auf dem genügend Schlauchmaterial vorhanden ist.

Gegen Ende der Übung konnte ein positives Fazit gezogen

werden, nicht nur, weil die Zusammenarbeit hervorragend

klappte. Auch die Einsatzlage konnte effektiv

abgearbeitet werden. Besonders hilfreich war an diesem

Abend jedoch die Erkenntnis, dass das Verlegen der

doppelten Schlauchleitung im Ernstfall sofort eingeleitet

werden muss. Dann jedoch mit mehr Einsatzkräften,

denn personell kamen die beiden Ortsfeuerwehren hier

schnell an ihre Grenzen. Doch glücklicherweise könne

man im Realeinsatz ja auf die umliegenden Ortsfeuerwehren

zurückgreifen, die dann tatkräftig mit zupacken,

weiß Patrick Eisfelder abschließend zu berichten. Bleibt

nur zu hoffen, dass dieser Fall so schnell nicht eintritt.

Text und Fotos: Daniel Freitag

25


Ankunftszeit „besser wie erwartet“

Einsatzkräfte üben Ernstfall an der Grundschule in Barnten

Wie schnell und mit welcher Stärke trifft die Feuerwehr an der Grundschule in

Barnten ein, sollte es hier einmal zu einem ungewollten Brandausbruch

kommen? Mit genau dieser Frage beschäftigten sich jetzt die Beteiligten der

Feuerwehr Nordstemmen auf einer umfangreichen Einsatzübung. Dabei

kamen die knapp 68 Einsatzkräfte, trotz kalter Außentemperaturen, mächtig

ins Schwitzen, denn es galt gut 800 Meter Schlauchleitung zu verlegen, um

genügend Löschwasser bereitzustellen.

26


27


28

Abb. 2 und 3: Auf dem Schulhof machen sich Trupps unter Atemschutz bereit, um die 10 Mitglieder der Jugendfeuerwehr

Rössing aus dem verqualmten Gebäudekomplex zu befreien (oben). Derweil kümmern sich

zahlreiche Einsatzkräfte um den Aufbau der Wasserleitungen


Barnten – „Feuer im Gebäude“ ist

glücklicherweise nur noch sehr selten

das Einsatzstichwort. Immer mehr

Hausbesitzer kümmern sich um den

hausinternen Brandschutz und beugen

effektiv mit Feuerlöschern und Rauchmeldern

vor. Kommt es doch einmal zu

einem Feuer, müssen die Einsatzkräfte

aber schnell vor Ort sein, um Schlimmeres

zu verhindern. Dabei geht es

manchmal nicht nur um den Faktor

Zeit, sondern auch um Menschenleben.

Besonders prekär wird die Lage,

wenn sich in einem Gebäude mehrere

Menschen gleichzeitig aufhalten. Dies

betrifft besonders öffentliche Gebäude

und Schulen, an denen tagsüber reger

Betrieb herrscht. Grund genug für die

Beteiligten der Feuerwehr, die Grundschule

in Barnten als Übungsobjekt ins

Auge zu fassen. Dabei stellte sich das

Organisationsteam nicht nur die Frage,

wie schnell die Hilfe vor Ort ankommt,

sondern auch wieviel Löschwasser im

Ernstfall benötigt wird.

Zum Test eine große Übung

Ende November war die Planung

der Großübung abgeschlossen und

konnte, Dank der Zustimmung der

Schulverwaltung und der Gemeinde, am 28.11.2017

durchgeführt werden. Unter der Leitung des stellv. Gemeindebrandmeisters

Patrick Eisfelder und dem Ortsbrandmeister

von Barnten Joachim Bauch, wurde ein

umfangreiches Übungsszenario erstellt. Dies sah einen

Brand in der angrenzenden Turnhalle der Grundschule

vor, welche die Organisatoren hierfür mit literweise „Disconebel“

verrauchten. Als zusätzliche Herausforderung,

versteckte Eisfelder insgesamt zehn Jugendliche der Jugendfeuerwehr

Rössing in dem verqualmten Gebäudekomplex.

„Dies wäre an einem normalen Schultag durchaus

denkbar“, erklärt Ortsbrandmeister Joachim Bauch

die mögliche Einsatzlage. Verständlich, dass deshalb ein

besonderes Augenmerk auf die Ankunftszeit der Einsatzkräfte

gelegt wurde.

Nach dem Alarm musste es schnell gehen

Kurz nachdem die letzte Sirene in den Orten aufgeheult

hatte, schauten die Übungsbeobachter auf die Uhr und

notierten sich Stichpunkte zu allen notwendigen Fragen.

Wann trifft das erste Fahrzeug ein? Welche Maßnahmen

werden durch den Einsatzleiter veranlasst? Wo werden

die Einsatzfahrzeuge taktisch klug positioniert? Ein weiterer

wichtiger Faktor stellte an diesem Abend die kontinuierliche

Wasserversorgung dar. Zwar steht um die

Grundschule herum ein ausreichendes Leitungsnetz

zur Verfügung, dennoch wurde eine mehr als 800 Meter

lange Schlauchleitung bis zum Rössinger Kreisel verlegt.

Im Ernstfall würden die verantwortlichen Führungskräfte

ebenfalls zu dieser Maßnahme greifen, denn dadurch

29


30


wird das Barntener Wassernetz entlastet und trotzdem

erhalten die Einsatzkräfte genügend Löschwasser. Ein

hierfür im Vorfeld erstellter Sonderalarmplan sieht diese

Strategie vor. Kenntnis darüber hatte auch Tobias Trapp.

Der Barntener leitete an diesem Abend den Übungseinsatz

und koordinierte mit mehreren Gruppenführern

den reibungslosen Ablauf. So wurde eigens der Einsatzabschnitt

„Wasserversorgung“ aufgestellt und, unter

Zuhilfenahme des Gerätewagens der Ortsfeuerwehr

Nordstemmen, die fast einen Kilometer lange Schlauchleitung

vorbereitet.

Weite Wege – aber dafür ausreichend

Wasser

Während der Übung war den Beteiligten schnell klar,

dass sich diese taktische Vorgehensweise auszahlte.

Zwar nahm das Verlegen der rund 40 Schläuche eine

gewisse Zeit in Anspruch, dafür konnte jedoch ausreichend

Löschwasser gefördert werden. Herrschte in den

Anfangsminuten noch eine geringfügige „Chaosphase“,

konnte sich Tobias Trapp jedoch nach einer gewissen

Zeit auf alle Einsatzkräfte verlassen. Insgesamt unterstützten

Trapp dabei 68 Kameradinnen und Kameraden

aus den Ortsfeuerwehren Barnten, Rössing, Groß und

Klein Escherde, Adensen-Hallerburg und Nordstemmen.

Positives Fazit zum Ende der Übung

Abb. 4 und 5: Einsatzleiter Tobias Trapp muss immer wieder per

Funk sämtliche Einsatzabschnitte koordinieren (Bild rechts oben).

Währenddessen kümmern sich die rund 68 Einsatzkräfte um die

800 Meter lange Schlauchleitung

Sichtlich zufrieden mit der Leistung der Einsatzkräfte,

zeigten sich auch Gemeindebrandmeister Jan Riechelmann

und sein Stellvertreter Patrick Eisfelder in der

Nachbesprechung. Die gezielte Alarmierung der benötigten

Einsatzmittel klappte ohne Probleme, und auch

die Ankunftszeiten waren besser wie erwartet. Dies sei

im Ernstfall ein nicht zu unterschätzender Vorteil, erklärte

Eisfelder. Auch das zügige Verlegen der langen Schlauchleitung

klappte an diesem Abend reibungslos. Nur der

neue Digitalfunk machte wieder einmal Probleme, doch

an diesem Punkt werde man nun akribisch arbeiten, versicherte

der stellvertretende Gemeindebrandmeister.

Text und Fotos: Daniel Freitag

31

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine