Mauritiushof Naturmagazin Jänner 2018

mauritiushof

Hier finden Sie die Jännerausgabe 2018 von unserem Online Mauritiushof Naturmagazin

Mauritiushof

Das online

Naturmagazin

Ausgabe Jänner/2018

Offizielle News

der Österreichischen Gesellschaft

für Tiergestützte und Naturgestützte

Therapie ÖGTT


Editorial des Herausgebers

Nun stecken wir also wieder einmal mitten im Winter. Die üblichen Themen: funktionieren alle

Viehtränken? Ist eine Leitung durch den Frost zerborsten? Geht es allen Tieren im Freien gut?

Müssen die Rehe im Revier gefüttert werden?

Und jährlich grüßt das Murmeltier……

Im Lauf der Jahre gewinnt man aber immer mehr Erfahrung, löst eben die anstehenden

Probleme und erfreut sich, falls möglich, an sonnigen Wintertagen am immer spärlicher

werdenden Schnee. Nun, wir haben erst Mitte Jänner und die Kälte und der Schnee werden

erst kommen, doch die Tage werden schon wieder länger und die Hühner am Hof legen

wieder nach der Mauser im Spätherbst - das ist der Startschuss. Der Startschuss für ein

neues Lebensjahr für alle Bewohner am Mauritiushof ! Bald werden wir die ersten Saaten

noch im Haus vorziehen, die ersten zarten Pflänzchen werden dann unsere Fensterbänke

begrünen und ehe man´s glaubt werden sie im Gewächshaus den letzten Frösten trotzen. Am

Hof kreisen unsere Gedanken schon wieder um die kommende Vegetationsperiode 2018 für

Pflanzen, Tiere und Menschen. Auch neue vierbeinige Bewohner sind eingezogen:

Werner, Gudrun und Hildegard - drei freche Zwergziegen warten auch schon auf´s Frühjahr

und wir hoffen auf Nachwuchs im Ziegenstall…….

Bei so viel hoffnungsfroher Erwartung lassen sich die wohl noch kommenden frostigen Tage

auch noch gut aussitzen.

Herzlichst Ihr

Dr. Dieter Schaufler


Inhaltsverzeichnis

in unserer Jännerausgabe 2018 finden Sie folgende Beiträge:

Die Glücksschmiede

Jeder ist seines Glückes Schmied

Kräuter und Pflanzenwissen:

Kräuter ernten im Winter

Die Kraft der Pflanzen für den Hund

Bogenbauschule Wiltschko

Der Langbogen

Österreichische Gesellschaft für

Tiergestützte und Naturgestützte Therapie:

Im Winter tote Hose?

Veterinärmedizin:

Sind Meerschweinchen Kuscheltiere?

Aktuelle Kurse der ÖGTT am Mauritiushof

2018

Impressum -Offenlegung

Herausgeber, Eigentümer und Verleger:

Mauritiushof Dr.med. Dieter Schaufler, Rappoltschlag 13, 3914 Waldhausen

www.zentrum-mauritiushof.at, Tel 0043287720059

Chefredaktion: Dr.med. Dieter Schaufler

Grundsätze und Ziele: Mauritiushof Naturmagazin dient der Information über Natur, Pflanzen und

Tiere, weiters sollen altes Erfahrungswissen und neue innovative Ideen dem Leser näher gebracht

werden. Ein Teil informiert über die Aktivitäten der Österreichischen Gesellschaft für Tiergestützte

Therapie ÖGTT.

Kooperationspartner: Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte Therapie ÖGTT, www.oegtt.at

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die persönliche und/oder wissenschaftliche Meinung

des jeweiligen Autors wieder und fallen in den persönlichen Verantwortungsbereich des Verfassers.

Entgeltliche Einschaltungen fallen in den Verantwortungsbereich des jeweiligen Auftraggebers und

müssen nicht die Meinung von Herausgeber und Redaktion wiedergeben. Angaben über

Dosierungen, Applikationsformen und Einnahme angeführter Produkte, Lebensmittel und

pharmazeutischer Spezialitäten müssen vom jeweiligen Anwender auf ihre Richtigkeit überprüft

werden.Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen Herausgeber und Medieninhaber keinerlei Haftung

für drucktechnische und inhaltliche Fehler. Alle Rechte, insbesondere das Recht auf Vervielfältigung

und Verbreitung sowie der Übersetzung, liegen beim Eigentümer und Herausgeber.

Bezug: Gratisausgabe


Jeder ist seines Glückes Schmied…

…wem ist es nicht bekannt, dieses mittlerweile ca. 2000 Jahre alte Sprichwort – und sicher

hat es nicht an Aktualität verloren. Bei uns in der Glücksschmiede haben wir uns diesen

weisen Spruch zum Motto gemacht.

Aber was heißt es überhaupt, dieses Glück?

Für jeden bestimmt etwas Anderes, aber ich habe es in der Natur, mit den Tieren, im Hier und

Jetzt gefunden. Es wäre gelogen zu sagen, dass es bei mir immer gegenwärtig ist dieses

Glück – die nicht so glücklichen Momente gehören wohl dazu im Leben, aber es kommt ja

darauf an, was man daraus macht.

Lange Jahre habe ich mich entwurzelt gefühlt, nicht wissend, woher es kommt, dieses traurige

Gefühl. Ich war immer bestrebt, viel zu lernen, gute Noten zu schreiben, mein

Wirtschaftsstudium in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren. Eine Zusatzausbildung hier, ein

weiterer Kurs da. Aber was mir gefehlt hat, war der Boden unter den Füßen. Wörtlich.

Vielleicht hätte es mir damals schon geholfen, den Erdboden barfuß zu fühlen oder einfach

einmal bewusst mit offenen Augen in den Garten, in die Natur hinaus zu gehen.


Geändert hat sich das Ganze damit, dass ich den mindestens 230 Jahre alten Hof meiner

Großeltern bekommen habe – nur 20 Minuten von Wien Hütteldorf entfernt!

Nur ja keine Tiere nehmen habe ich gedacht – das macht zu viel Arbeit. Ich will ja nur ein

altes Haus herrichten, aber sicher nicht mehr. Mir ist schon bewusst, dass das ein großes

Geschenk war, aber es kommt ja tatsächlich darauf an, was man daraus macht:

Meine Meinung über die Tiere und das Potential des Hofes habe ich geändert, als mir Dr.

Dieter Schaufler, der mich schon seit meinem Studium als Arzt begleitet, vom Kurs zum

Personal Coach im Tiergestützten Setting (mittlerweile Lehrgang Tiergestützte

Interventionen) erzählt hat und wie ich den Hof meiner Großeltern nutzen könnte. Ich habe

mich angemeldet, damals noch nicht ahnend, was langsam über die Jahre entstehen sollte.

Manchmal muss man zum Glück auch geführt werden.

Schritt für Schritt sind dann doch Tiere auf unseren Hof eingezogen – mein Mann hat mich

anfangs zögerlich begleitet, mittlerweile sind ihm die Zwei- und Vierbeiner ans Herz

gewachsen. Als Team können wir gemeinsam die Glücksschmiede immer weiter ausbauen.

Die ersten waren die Meerschweinchen, danach kamen die Ziegen. Die Tiere wurden

immer größer, bis auch unsere Shettys vom Mauritiushof angekommen sind. Ich kann mich

genau an den Tag erinnern, als Dieter sie gebracht hat – es war der 1.11.2011 – für mich

ein nahezu geschichtsträchtiges Datum. Am Tag danach roch es im Stall nach Pferd. Was

mache ich nur mit ihnen, habe ich mich gefragt?

Jetzt begleiten sie mich bei den Kindergeburtstagsfeiern und beim Pony-Trekking.


Unsere Ziegen kommen auch bei den Feiern, bei Packziegen-Trekking und bei unseren

Kräuterwanderungen in Ziegenbegleitung zum Einsatz.

Hinaus zu gehen auf die Wiese und in den Wald macht doch viel mehr Spaß in 4-beiniger

Begleitung. Natürlich sind die Tiere (es sind ja noch Schafe, Hühner, Enten, Katzen und

Bienen dazu gekommen) viel Arbeit, für Veranstaltungen muss auch der Hof glänzen.

Aber wenn die Leute kommen und wir mit unseren Tieren hinausgehen, bin ich auch wieder

im Hier und Jetzt angekommen, kann die Natur genießen und den Alltag vergessen.

Und genau das machen auch unsere Besucher, sie hören gespannt zu, wenn ich von

unserem Leben mit den Tieren erzähle, davon, wie alt unser Hof ist und dass es bis 1932

hier bei uns die Dorfschmiede gegeben hat. Auch das ist natürlich ein Grund, warum der

Name Glücksschmiede so passend ist. Und die Steine, die man im alten Mauerwerk sehen

kann, stammen von der umliegenden Kloster- und Burgruine. Wie für die anderen ersten

Häuser in Ried dienten sie als Baumaterial.

Im Garten bewundern die Besucher unsere naturbelassene Blumenwiese, lassen die Seele

auf der Bank unter der schattigen Linde baumeln, lauschen dem Summen und Brummen

der Bienen. Die Ziegen beobachten dabei ganz neugierig die Besucher, die Schafe

versuchen, auch noch ein paar Streicheleinheiten zu ergattern.

Die Hühner laufen gackernd vorbei, und die Enten machen lautstark darauf aufmerksam,

wenn gerade kein Futter für sie ausgestreut ist.

Irgendwo im Garten lassen sich die Katzen die Sonne auf den Bauch scheinen und

beobachten die Besucher aus sicherer Entfernung.

Drüben auf der Weide grasen dann ganz gemütlich die Ponys oder sie galoppieren

lebensfroh quer durch den Garten.


Manchmal habe ich das Gefühl, sie möchten vor Freude Purzelbäume schlagen. Jaja, ich

weiß, das klingt jetzt unglaublich kitschig, aber wenn man sich einmal in Ruhe hinsetzt und

das alles wirken lässt, kann man es spüren.

Der Hof mit seinen meterdicken Mauern und der Garten mit dem plätschernden Bach

daneben sind ein schützender Rückzugsort, an dem man den Lärm der stressigen Welt da

draußen vergessen kann. Ich selbst habe hier einen Ausgleich zu meinem Beruf in der

Finanzabteilung einer Lebensmittelfirma gefunden. Ein Widerspruch, weil es so komplett

unterschiedliche Lebensbereiche sind?

Ich habe erkannt, dass es nicht ein entweder-oder sein muss – beide Bereiche gehören zu

meinem Leben dazu – ein sowohl - als auch ist ebenfalls möglich.

Bei uns am Hof lernen schon Kinder bei den Kindergeburtstagsfeiern den achtsamen

Umgang mit den Tieren, erfahren viel Interessantes über sie – und natürlich darf der Spaß

dabei nicht zu kurz kommen. Oft meinen die Leute im Gespräch, dass das mit den Tieren

ganz sicher toll ist für Kinder. Aber nicht nur für sie. Ich finde, dass es nötig ist, auch

Erwachsenen wieder die Möglichkeit für Natur-Erlebnisse zu bieten.

Deswegen werden wir im Frühjahr wieder in Ziegenbegleitung aufbrechen und uns auf die

Suche nach den Wildkräutern hier bei uns am Fuße des Wienerwaldes machen. Vielleicht

kommt beim Versuch, ein seltenes Kraut mit dem mitgebrachten Buch zu identifizieren,

wieder unser Ziegenbock Paul vorbei – ganz unauffällig und unschuldig – um ganz

nebenbei das Kraut genüsslich in seinem Maul verschwinden zu lassen.


Auch unser Packziegen-Trekking erfreut sich immer mehr an Beliebtheit, z. B. als

Geschenk für den Opa, der doch mit einer Ziege aufgewachsen ist und immer noch gerne

an diese Zeit zurück denkt.

Oder für die Tochter zur Sponsion, weil sie schon immer von diesen aufgeweckten Tieren

fasziniert war. Oder einfach um Zeit mit der Familie zu verbringen. Auch Schulklassen

haben uns schon für Ziegenwanderungen besucht.

Die Ziegen mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten nehmen uns in ihre Herde auf und

zeigen uns, wo unser Platz in der Herde ist. Daher sind die Wanderungen auch gut für

Team-Building Workshops geeignet.

Als Energetikerin habe ich mit der Natur-Energetik eine Möglichkeit gefunden, mein

Kräuterwissen, unseren Hof und unsere Tiere zu verbinden, um Menschen zu ihrem

energetischen Gleichgewicht zu verhelfen. Wer das Gefühl hat, aus dem Lot zu sein, kann

so wieder in seine Mitte finden. Dabei begleite ich meine KlientInnen gerne. Ich spüre es ja

selbst, wie energiegeladen und mit freiem Kopf ich beispielsweise von einer

Ziegenwanderung nach Hause komme.

In der kalten und dunklen Jahreszeit beschäftige ich mich gerne mit dem Räuchern.

Besucher können bei Räucherworkshops mehr über diese uralte Tradition und die Wirkung

der Kräuter beim Verräuchern erfahren. Zum Abschluss der Veranstaltung kann jeder

Teilnehmer seine ganz individuelle Räuchermischung passend zur aktuellen

Lebenssituation kreieren und mit nach Hause nehmen.


Die Glücksschmiede befindet sich einem ständigen Wandel, wie das Leben selbst. So

arbeite ich mit meinem Mann laufend am Ausbau des Angebotes.

Wer neugierig geworden ist und keine Neuigkeiten verpassen möchte, kann sich auf

www.die-gluecksschmiede.at gerne zum Newsletter anmelden.

Das Glücksschmiede-Team würde sich freuen, Sie bei einer Veranstaltung begrüßen zu

dürfen!


Redaktion/Autorin

Mag. Christine Kluger

Dipl. Personal Coach im Tiergestützten Setting

Dipl. Natur Kinesiologin

Zertifizierte Trainerin der ÖGTT

Zertifizierter Wildkräuterguide der ÖGTT

Sektionsleiterin Tiergestützte Aktivitäten der ÖGTT

https://www.die-gluecksschmiede.at


Kräuter sammeln im Winter

Winter ist die Zeit der Ruhe. Viele Prozesse in der Natur verlangsamen sich oder setzen

aus und beginnen erst im Frühjahr wieder anzulaufen. So ist es auch im Pflanzenreich.

Viele Pflanzen sind abgestorben. Man sieht vielfach lediglich die bräunlichen und dürren

Überbleibsel der grünen Pracht.

Ganz besonders bemerkenswert sind Kräuter, welche ihr strahlendes Grün auch in der

kalten Jahreszeit bewahren. Das eine oder andere Blättchen solcher Pflanzen kann auch

im Winter auf unsere Teller wandern.

Doch Vorsicht ist geboten. Kräuter sammeln im Winter ist durch das Fehlen von Blüten,

welche im Zweifelsfall ein wichtiges Bestimmungsmerkmal sind, etwas anspruchsvoller.

Außerdem können auch die Blätter durch Frost etwas anders erscheinen, als in den

Frühjahr- und Sommermonaten.


Nach der Lebensdauer ihrer Blätter können Pflanzen in folgende Kategorien eingeteilt werden:

• Sommergrün: Eine sommergrüne Pflanze hat eine Vegetationsperiode lang (in der

Regel von März-Oktober) grüne Blätter.

• Wintergrün: Eine wintergrüne Pflanze hat auch im Winter grüne Blätter. Diese sterben

dann in der darauffolgenden Vegetationsperiode ab.

• Immergrün: Immergrüne Blätter können die Pflanze ein bis fünf Jahre lang bekleiden.

Bemerkenswerte Rekordhalter findet man hier in der Welwitschie (Welwitschia mirabilis),

eine südafrikanische Wüstenpflanze, deren Blätter zwischen 20 und 40 Jahre lang leben

können, oder der Langlebigen Kiefer (Pinus logaeva), ein nordamerikanischer

Gebirgsbaum, deren Nadeln bis zu 45 Jahre alt werden.


Ein paar unserer heimischen Kräuter trotzen dem Winter und können auch in der kalten

Jahreszeit geerntet werden.

Wichtig ist hierbei zu beachten, dass bei der „Winterernte“ nur kleine Mengen aus der Natur

entnommen werden sollten. Das Wachstum und Regenerationsfähigkeit bei Pflanzen im

Winter deutlich eingeschränkt ist. Auch Mutter Natur braucht einmal Ruhe. Zudem sind wilde

Kräuter und Früchte eine wichtige Nahrungsgrundlage für Wildtiere.


Das Ernten von Kräutern im Winter dient also eher dem „Naschen“ als der großen

Bevorratung. Diese findet im Kräuterjahr laufend in der Vegetationsperiode, also Frühling,

Sommer und Herbst, statt.

Von den Blättern oder Früchten der folgenden 10 Pflanzen kann auch im Winter genascht

werden:

(Stellaria media L.)

Vogelmiere

Die Vogelmiere ist wintergrün. Sie wächst ganzjährig und samt sich während des Jahres

immer wieder selbst aus. Sie ist in nahezu jedem Garten, Hochbeet oder Blumentopf zu

finden. Außerdem bedeckt sie häufig auch Ackerböden im Winter. Ihre Blätter sind eiförmig bis

herzförmig. Ihr Stängel ist rund und hat einen behaarten Streifen. Die Vogelmiere ist eine

kriechende, bodennahe Pflanze, sie schützt die Erde vor dem Austrocknen.

Im Winter frisch gesammelte Vogelmiere passt gut in Salate, Suppen oder Aufstriche. Ihr

Geschmack erinnert an Erbsen. Sie ist reich an Vitamin C, A und B und liefert außerdem

wertvolle Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium.


(Glechoma hederacea L.)

Gundermann

Der Gundermann ist wintergrün. Er überwintert in Form von kleinen Pflänzchen mit zwei oder

Rosetten mit bis zu 10 Blättern. Er wächst bevorzugt in Gärten, an Komposthaufen, auf

nährstoffreichen Wiesen oder Waldrändern. Möchte man Gundermann im Winter

blättchenweise ernten, ist es ratsam, sich die Stelle, an der dieser wächst gut zu merken oder

mit einem in die Erde eingeschlagenen Stöckchen zu markieren. Auch der Gundermann

wächst bodennahe. Seine Blätter sind nierenförmig. Beim Zerreiben riechen diese stark

würzig und erdig. Genau so ist ihr Geschmack.

Der Gundermann ist ein beliebtes Wildkraut zum Würzen von Suppen. Klein geschnittene

Blättchen können zum Garnieren der Suppe verwendet werden. Sehr gut macht sich sein

Geschmack auch in Topfenaufstrichen.


(Plantago lancelota L.)

Spitzwegerich

Auch vom Spitzwegerich findet man in milden Wintern grüne Blätter. Seine feinen Wurzeln

ragen bis zu einem Meter tief in die Erde. Seine Blätter sind länglich und spitz zulaufend.

Sie sind in einer Blattrosette angeordnet, welche sich im Winter dicht an den Boden duckt.

Charakteristisch sind die ausgeprägten Blattnerven des Spitzwegerichs.

Sein Geschmack ist angenehm spinatig und leicht herb. Im Winter geerntete Blätter

frischen Blattsalate besonders auf.


(Urtica spp.)

Brennnessel

In milden Wintern sind unter abgestorbenen, ausgewachsenen Brennnesselpflanzen

frische kleine Triebe zu entdecken. Besonders die jungen Pflänzchen haben es in sich.

Sie brennen beim Sammeln sehr stark. Hin und wieder ein Brennnesselblättchen zu

verzehren zahlt sich aber aus. Brennnesseln sind sehr reich an Vitamin C und A, Eisen,

Magnesium und Kalzium.

Die im Winter gesammelten Brennnesselblätter können klein gehackt und in Suppen

gestreut werden. (Kurzes Aufkochen nimmt den Brennhaaren ihre Wirkung). Wer auch im

Winter gerne Smoothies trinkt, der hat in der Brennnessel eine stark kräftigende Zutat

gefunden.


(Rosa canina L.)

Hecken-Rose

Die feurig roten Früchte der Hecken-Rose lenken den Blick in der farblich oft etwas

eintönig anmutenden Winterlandschaft auf sich. Doch nicht nur der Mensch fühlt sich im

Winter von der leuchtenden Frucht angezogen. Für zirka 30 heimisch Vogelarten sind die

Hagebutten-Früchte eine willkommene Abwechslung im Speiseplan.

Hagebutten sind sehr reich an Vitamin C. Nach mehrmaligem Frost ist ihr Fruchtmark

herrlich sämig schmeckt angenehm säuerlich und süßlich. Ich nasche gerne zwei bis drei

Früchte beim Spazierengehen.

Dazu pflückt man die Hagebutte vorsichtig, ohne zu viel Druck von dem Zweig, so dass

die äußere Haut der Frucht nicht einreißt. An der Stelle, an der die Hagebutte mit dem

Zweig verbunden war, ist die äußere Haut offen. Durch diese kann man durch vorsichtigen

Druck auf die gepflückte Frucht das Fruchtmark drücken und so das kernfreie Mark

genießen.


(Geum urbanum L.)

Echte Nelkenwurz

Die Echte Nelkenwurz ist häufig in Gärten anzutreffen. Sie ist wintergrün und überwintert

mit einer dunkelgrünen Blattrosette. Die Blätter sind unterbrochen gefiedert und am Rand

gesägt. Zwischen den einzelnen Fiedern sitzen kleine Zwischenblättchen. Die Blätter der

Echten Nelkenwurz im Winter zu erkennen zählt eher zu einer Aufgabe für erfahrene

Kräutersammlerinnen und Kräutersammler. Am Auffälligsten ist der Samenstand der

Nelkenwurz, der verdürrt vereinzelt auch im Winter sichtbar ist.

Im Winter gesammelte Blätter der Nelkenwurz schmecken würzig-herb. Sie passen, wie

der Gundermann, fein gehackt gut in Suppen und Aufstriche.


(Galium album L.)

Weißes Labkraut

In milden Wintern kann man auch von frischen Trieben des Weißen Labkrautes naschen.

Abgestorbene, alte Triebe strecken sich oft aus der Schneedecke. Wenn man an so einer

Stelle den Schnee entfernt, findet man mit etwas Glück darunter die frischen Pflänzchen. Die

Blätter des Labkrautes sind nadelförmig, sie sind in einzelnen Quirlen auf dem aufrechten

Stängel angeordnet.

Der Geschmack des Weißen Labkrautes ist erdig und herb, es unterstützt den Stoffwechsel.

Fein geschnitten passt es gut in Suppen und Salaten.


(Salvia officinalis L.)

Echter Salbei

„Warum stirbt der Mensch, wenn doch Salbei in seinem Garten wächst?“. So ein altes

Sprichwort über den Salbei. In beinahe jedem Garten hat sich mittlerweile der Salbei

eingebürgert. Diese, ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze, ist

immergrün. Auch im Winter sind Salbeiblätter sehr aromatisch.

Für eine Tasse frischen Salbeitees pflückt man drei bis vier Blätter Salbei und übergießt diese

mit heißem Wasser. Nach 10 Minuten Ziehdauer kann man den beliebten Tee dieses

„Universalkräutleins“ genießen. Salbeitee ist ein Hausmittel bei Erkältungen und

Verdauungsbeschwerden.

Fein gehackte Salbeiblätter würzen viele Fleisch- und Gemüsegerichte, Ofenkartoffeln oder

Ofenkürbis sowie Topfenaufstriche und Dips wunderbar.


(Picea)

Fichtennadeln

Die aromatisch harzigen Fichtennadeln können frisch gesammelt und als Tee

aufgegossen werden. Beim Spaziergang im Wald kann man nach den spitzen Nadeln

Ausschau halten, welche die verholzten Ästchen an den Seiten und an der Oberseite

besetzen.

Für eine Tasse frischen Fichtennadel-Tee sammelt so viele Nadeln, die auf einem

Esslöffel Platz hätten. Diese werden dann mit heißem Wasser übergossen und zwischen 5

und 10 Minuten ziehen gelassen. Wenn man den Geschmack gerne etwas intensiver

mag, kann man die Nadeln vor dem Aufgießen mit einem Messer etwas zerkleinern.

Tee aus Fichtennadeln reinigt die Atemwege und unterstützt wunderbar bei Erkältungen

und Husten.


(Juniperus communis L.)

Wacholderbeeren

Der Wacholder ist in der freien Natur selten geworden. Umso größer ist die Freude, wenn man

einen Wacholder entdeckt. Von der Wuchshöhe können Wacholderstauden sehr

unterschiedlich sein. Es gibt Exemplare, die maximal einen halben Meter hoch werden (bei

Beschattung) und welche, die über 10 Meter hoch wachsen können. Die Nadeln des

Wacholderstrauches sind sehr spitz. Auf den dünnen Zweigen sitzen die Nadeln in Quirlen aus

je 3 Stück.

Das bevorzugte Sammelgut sind die reifen Wacholderbeeren. Reife Wacholderbeeren sind

bläulich-violett. Wenn man einen genauen Blick auf die Beeren wirft, kann man einen

dreistrahligen geschlossenen Spalt am Beerenscheitel erkennen. Eine Beere kann 2-3 Jahre

bis zur Reifung brauchen. Auf einem Wacholderstrauch sitzen immer reife und unreife Beeren.

Wacholderbeeren unterstützen bei Verdauungsbeschwerden und halten

Erkältungskrankheiten fern. Sie können als Tee aufgegossen (maximal 5 Beeren pro Tasse)

oder einfach gekaut werden.


Es wird davor gewarnt, es mit der Dosierung der Wacholderbeeren nicht zu übertreiben. Eine

lange Anwendung oder größere Mengen an Wacholderbeeren kann die Nieren reizen. Bei

Nierenleiden oder in der Schwangerschaft muss man auf Kuren mit Wacholderbeeren

verzichten!

Weitere Informationen zum Wacholder können Sie in der Ausgabe Jänner 2016 online

nachlesen.

Auch wenn die Kräuterernte im Winter dürftig ist, sie macht in jedem Fall Lust auf die

Kräuterfülle, die uns im Frühjahr wieder reich beschenkt.


Dipl. Kinesiologin

Dipl. Wildkräuterguide

Gerda Holzmann BSc

A-3920 Groß Gundholz 25

Tel.: +43 676 334 46 71

Mail:

praxis@gerdaholzmann.at

www.gruen-kraft.at


Die Kraft der Pflanzen für den Hund

Der Mensch bedient sich seit Anbeginn der Zeiten der heilenden Wirkung der Pflanzen. Sei es

als Bestandteil der Nahrung oder gezielt eingesetzt zum Lindern von „Leiden“.

Kräutermischungen wurden als Auflagen, Aufgüsse, Auszüge, Tinkturen oder als Bestandteil

von Salben sowie deren Duft verwendet.

Über die Jahrhunderte geriet das Wissen über die heilende Wirkung der Pflanzen immer mehr

in Vergessenheit. Die Pharmaindustrie wuchs. Chemisch hergestellte Antibiotika,

Antimykotika, Cortison und vieles andere mehr nahmen den Platz der Pflanzen ein.

Es zeigte sich nun in den letzen Jahren aber eine deutliche Trendwende zu mehr Natur im

Leben der Menschen. So bedienen sie sich wieder der natürlichen Apotheke, der

Naturkosmetik, achten auf die Erzeugung ihrer Lebensmittel und verwenden alternative

Heilmethoden. (Homöopathie, Akupunktur und TCM…)

Das Gute, das wir uns tun möchten, möchten wir natürlich auch unserem treusten Begleiter,

dem Hund, angedeihen lassen.


In Österreich wird die Zahl der Naturenergetiker, Aromatherapeuten und der alternativ

arbeitenden Tierärzte immer mehr.

Ich selbst bin seit vielen Jahren diplomierte Krankenschwester und verwende nun immer

mehr die Aromapflege für meine PatientInnen. Es ist wirklich erstaunlich was man mit

Aromapflege beim Menschen bewirken kann.

Die Anwendung der Pflanzenkraft zur Körper- und Wundpflege, die Anwendung im Geburtsund

Sterbeprozess oder die Anwendung bei Übelkeit, Schmerzen, Angst und Stress zeigt

große Erfolge und erzeugt sehr positive Resonanz bei den betreuten PatientInnen.

Warum soll das was uns Menschen gut tut nicht auch unserem vierbeinigen Freund gut

tun?

In den letzten Jahren boomt die Deklaration „Bio“. Eines sei aber dazu gesagt, nicht alles

wo Bio drauf steht ist auch wirklich Bio. Gemeint ist oft nur, dass sich der Erzeuger einer

Ware sich eines pflanzlichen Bestandteils (meist der Duft) bedient hat. Ob dieser „Bio“ ist

sei dahingestellt.

Sehen wir uns z.B. in der Parasitenbekämpfung um, so finden wir schon sehr viele

namhafte Hersteller von Floh- und Zeckenmitteln die sich zum Beispiel des Duftes der

Geranie, der Sumpfdotterblume oder des Teebaums bedienen und Sprays zur Fellpflege

die beispielsweise Kokosöl enthalten.


Der Geruchssinn – Wirkung des Dufts

Düfte sind allgegenwertig. Gerüche beeinflussen uns Menschen.

So können Gerüche Wohlbefinden oder Unbehagen auslösen, uns in ferne Welten

entführen, uns verführen, oder uns Geborgenheit vermitteln. Sie können körperliches und

seelisches Wohlbefinden herbeiführen.

Dieser Wirkung bedienen sich beispielsweise immer mehr Kaufhäuser. Der Käufer wird

durch eine Duftmischung aus verschieden wirkenden Düften in eine positive

Stimmungslage gebracht, um ihn dann zum Kaufen zu animieren.

Der Duft von Vanille, Orange, Zimt und Nelke erinnert uns an Weihnachten, an das Fest

des Friedens und der Freude und mich auch an geliebte Menschen…

Oder können Sie den Geruch ihrer Großeltern vielleicht auch mit Lavendel und Rose in

Verbindung bringen? Welches Gefühl wird dabei ausgelöst?

Der Mensch verfügt über bescheidene fünf Millionen Riechzellen. Ein Hund hingegen, je

nach Rasse, zwischen 125 und 220 Millionen Riechzellen.

So erklärt sich auch, dass Hunde mit ihrer Nase Dinge wahrnehmen, die uns Menschen

verborgen bleiben. Die feine Hundenase ist in der Lage, verschüttete Menschen zu finden,

Sprengstoff oder Drogen zu erschnüffeln, Krankheiten wie Diabetes oder Krebs zu

erkennen.


Anwendung von ätherischen Ölen und Pflanzenölen

So wie bei uns Menschen wirken Öle, seien es ätherische oder fette Pflanzenöle, auf der

Haut oder durch den Geruch. Auch beim Hund wird die Wirkung durch Haut, Fell und

Geruchssinn aufgenommen.

So können Öle äußerlich oder innerlich angewendet werden.

Sei es als Einreibung, Wickel, Auflagen, Kompressen, so auch zur Raumbeduftung,

Inhalation oder für die Aufnahme über Futter und Trinkwasser.

Auch die Beduftung des Liegeplatzes oder eines Spielzeugs kann zum Wohlbefinden und

zum Beispiel zur Trauerbewältigung eingesetzt werden.

Fallbeispiele

Das Betupfen von Wunden mit Käsepappeltee sowie die Wund- und Pfotenpflege mit

Ringelblumensalbe waren die ersten Tipps, die ich zu Beginn meiner Hundehaltung gehört

habe. Später habe ich mich immer mehr mit dem Thema beschäftigt und konnte noch viele

tolle Wirkungen und Anwendungen entdecken. Diese Beispiele und Beobachtungen

stammen von mir und unserem Hund:


• Unser Hund leidet nach Zeckenbissen immer wieder unter „Hot Spots“. Dies sind stark

juckende und nässende Ekzeme, die sich durch das Kratzen entzünden und immer

großflächiger werden. Dabei hat der Hund Schmerzen und ist in seinem Wohlbefinden

stark eingeschränkt. Ein Tierarztbesuch und der Einsatz von einem Antibiotikum waren für

uns immer unumgänglich. Bei der konventionellen Methode, also der Einsatz des

Antibiotikums, dauerte die Heilung immer mehrere Wochen.

• In der Kombination mit einer selbst hergestellten Heilsalbe aus Hanf- und Olivenöl,

Bienenwachs, Gänseblümchen, Kamille, Schafgabe mit dem Zusatz von ätherischen Ölen

(in diesem Fall Lavendel und Zypresse weil unter anderem auch juckreizstillend) konnten

wir nach 10 Tagen ein verheiltes Hautbild verbuchen!

• Auch Grasmilben machen seinen Schlappohren und uns häufig Probleme.

Ohrenreinigung mit chemischen Ohrentropfen und Antibiose waren hier immer wieder am

Programm und führten aber immer nur kurzfristig zum Erfolg.

• Durch die regelmäßige Pflege und Reinigung der Ohren mit Oliven- oder Kokosöl versetzt

mit Lavendel- und Teebaumöl, sowie die Verwendung von Rosenhydrolat hält uns die

Plagegeister vom Hals (Ohr) und wir hatten nun schon einige unbeschwerte Sommer.

• Silvester ist ein leidiges Thema für unseren Vierbeiner. Auch wir Menschen sind am

letzten Tag des Jahres noch gestresst. Ob nun alles eingekauft ist, alles bereit für die

Gäste ist, oder ob das Feuerwerk schon richtig platziert ist. Auch unser Hund leidet unter

der Aufregung massiv und wird zusätzlich von unserer Aufregung angesteckt. So habe ich

mich zur Raumbeduftung mit Lavendel, Rose und / oder Melisse entschlossen und zur

Unterstützung noch einige homöopathischen Globuli verabreicht.


Unser Hund verschlief Silvester und der positive Effekt der Raumbeduftung wirkte auch bei

uns Menschen entspannend und so hatten auch wir einen angenehmen stressfreien

Silvesterabend.

• Die Anwendung von Kokosöl: (hier wird die native Form verwendet!) Vor einem

Spaziergang auf das gesamte Fell aufgetragen hält es dem Hund bissige Plagegeister

wie Zecken vom Hals. Außerdem macht es das Fell seidig glatt und glänzend. Bei

regelmäßiger Anwendung im Futter kurbelt es den Stoffwechsel an und senkt

Cholesterinwerte. Gelegentlich als Leckerei zwischendurch kann appetitfördernd wirken.

Wichtiges zum Schluss

Überlegt man sich nun seinem vierbeinigen Freund in den Genuss einer solchen

Anwendung kommen zu lassen sollte einiges bedacht werden:

• Es sollten ausschließlich Bio – Öle verwendet werden. Hier unterscheidet man „kbA“ –

aus kontrolliertem biologischen Anbau oder die Form „Demeter“. Bei dieser Art handelt es

sich um Pflanzen aus biodynamischem Anbau und ganzheitlicher Wirtschaftsweise. Hier

werden z.B. die Mondphasen beachtet sowie die Bodenkultivierung und die

Fruchtfolge.Diese Produkte heben sich preislich natürlich auch sehr offensichtlich von

anderen Produkten ab. Aber Qualität hat einfach seinen Preis.


Duftöle sind meistens synthetisch erzeugt und dürfen niemals angewendet werden. (Es gibt

kein ätherisches Kokos- Schokoladen- oder Kirschblütenöl!)

• Nicht alle Öle sind für Hunde verträglich. So können manche Öle hautreizend oder sogar

organschädigend (giftig) auf das Tier wirken (z.B. Kampfer, Oreganoöl,…)

• Vorsicht bei der Anwendung bei Welpen, trächtigen oder säugenden Hündinnen, alten

und / oder geschwächten Tieren, oder Tieren mit Epilepsie und Atemwegserkrankungen.

• Die Anwendung erfolgt immer verdünnt, niemals unverdünnt auf die Haut oder

Schleimhaut auftragen.

• Wie Paracelsius bereits sagte: „Die Dosis macht das Gift“ trifft auch hier zu. Denn manche

Öle können bei übermäßiger unsachgemäßer Anwendung sogar stark negative Effekte

(wie z.B. Auslösen von Verhaltensstörungen) haben.

• Unwissenheit ist der größte Fehler: Ohne sich mit diesem Thema ausführlich beschäftigt

zu haben, sollte der Hundehalter nur auf bewährte Rezepturen zurückgreifen und keine

Experimente wagen. Hierzu gibt es genügend Rezeptideen in einschlägiger Literatur.

• Die Gesundheit und die Unversehrtheit des Hundes müssen immer im Vordergrund

stehen.


• Die Anwendungen ersetzen niemals den Besuch beim Tierarzt. Sie können lediglich

unterstützend durchgeführt werden.

Auch das Lesen diverser Literatur und der Besuch von Kursen und Seminaren können den

Hundehalter neue Horizonte eröffnen und ein gewinnbringendes Hobby für Hund und Halter

daraus machen. Vielleicht werden Sie auch noch zum Gärtner, um ihrer eigenen Kräuter

anzubauen und werden diese später in Form von Salben oder Tinkturen weiter verarbeiten

und anwenden.

Autorin:

Sonja Komar

DGKP

Heidegasse 17a, 2443 Loretto

Tel.: 0676 9489088

E-Mail Adresse: sonja.komar@aon.at


Der Langbogen

Als ich vor 10 Jahren mit dem Bogenbau begann, hatte ich noch keine Ahnung, dass es eine

Vielzahl an Hölzern gibt, aus denen man schnelle und haltbare Bogen bauen kann. Das

einzige Bogenholz war damals für mich die Eibe und der Langbogen die einzige Bogenform

die ich kannte.

Ich war beeindruckt von der eleganten Tillerform (Biegeform) und der Kraft der Englischen

Langbogen. Nachdem ich einiges an Bogenbauliteratur verschlungen hatte und ich noch

immer keine Eibe ergattern konnte, sprang ich sofort auf den Zug der Flachbogen auf. Ich

dachte, dass Hasel, Esche, Ulme und Robinie zu schwach für Langbogen seien und

verbrachte meine Bogenbauanfänge mit der Suche nach der besten Griffgestaltung,

Bogenlänge und Bogenbreite meiner Flachbogen.

Es bedarf einer Menge Arbeit den Griffbereich und die breiten, flachen Wurfarme

auszuarbeiten; Und trotz der vielen Stunden, die ich in meine Flachbogen steckte, war ich mit

deren Leistung nicht zufrieden.

Eines Winters, als ich versuchte einen Eschenstamm in 8 Teile zu spalten, erhielt ich einen

nur 3,5cm breiten Stave; Viel zu schmal für einen Flachbogen. Durch die geringe Holzmasse

trocknete der Rohling sehr schnell und schon nach 4 Wochen stand ich mit diesem Rohling

an der Werkbank und versuchte mich an meinem ersten Langbogen.


Es war ein ungewohntes Gefühl, nicht an einem ganzen Stammviertel, einige Stunden mit

dem Ziehmesser zu arbeiten, wie ich es vom Bau meiner Flachbogen gewohnt war. Nach

15 Minuten hatte ich das Bogendesign ausgearbeitet und die Dicke so weit verringert, dass

ich den Rohling schon leicht biegen konnte.

Ungläubig und nachdenklich stand ich vor der Werkbank. Was hatte mich so lange von

diesem elementaren und einfachen Bogendesign abgehalten? Ach ja, der Bogenbauch.

In meinen Bogenbauanfängen stand die Ästhetik meiner Bogen noch etwas vor deren

Leistung. Der Innbegriff der Formvollendung war für mich immer noch der Englische

Langbogen mit seinem gerundeten Bogenbauch. Durch diese Rundung liegt solch ein

Bogen perfekt in der Hand.

Ein Langbogen aus Hasel, Esche, Ulme und Robinie benötigt hingegen einen flachen

Bogenbauch damit die Druckkräfte über die größtmögliche Fläche gleichmäßig verteilt

werden. Bei einem gerundeten Bogenbauch konzentrieren sich die Druckkräfte am

höchsten Punkt der Wölbung und das würde bei diesen Hölzern zu Stauchbrüchen führen.

Der Querschnitt durch den Griff eines Langbogens mit flachem Bogenbauch ergibt ein

Rechteck mit gerundeten Kanten, das sich nicht gerade in die Hand eines Bogenschützen

einzuschmiegen weiß; Das dachte ich zumindest.


Langbogen im Schema und

mit Abmessungen


Aber erstmal widmete ich mich dem Biegeprofil meines Langbogens. Dank der schmalen

Wurfarme ging auch der Tiller so leicht von der Hand wie bei sonst keinem Bogen zuvor.

Innerhalb eines Nachmittages war mein Eschenlangbogen zum Einschießen bereit.

Mein neuer Bogen entsprach in seiner Länge meiner Körpergröße und ließ sich dadurch

weich und ohne Stacking ziehen. Die Pfeilgeschwindigkeit übertraf sogar die meiner

Flachbogen. Doch am meisten war ich von seiner Auszugscharakteristik beeindruckt. Durch

den leicht biegenden Griff konnte ich bei jedem Auszug die gespeicherte Energie des

Bogens direkt in meiner Hand spüren.

Dass der Griff etwas eckig war stand nun völlig im Hintergrund. Erst nach einigen Wochen

polsterte ich diesen mit Filz und Leder auf der Bauchseite. Je weniger nun meine Bogen an

Arbeitszeit verschlangen, desto mehr Freude hatte ich an ihnen.

Nach diesem einschneidenden Erlebnis befasste ich mich viele Jahre lang mit der

optimalen Tillerform meiner Langbogen, um ihnen noch mehr Leistung entlocken zu

können. Doch eines blieb immer gleich, das archaische Gefühl wenn ich einen Langbogen

auf Vollauszug bringe.

Baue deinen Langbogen in deiner Körpergröße. Eine Bogenbreite von 3,5cm reicht bei

Hasel, Esche, Ulme und Robinie, um sicher ein Zuggewicht von 40# zu erreichen. Soll dein

Bogen stärker werden, mach ihn einfach etwas länger. Ist dir der Griff zu klobig, kannst du

deinen Langbogen auch nur 3cm breit gestalten.


Eschenlangbogen im Querschnitt


Um trotzdem die nötige Fläche für die gleichmäßige Verteilung der Druckkräfte zu erhalten,

mach den Bogen 10cm länger als du groß bist.

Gestalte die Übergänge in der Wurfarmmitte fließend, damit das Bogendesign keine

abrupten Änderungen in der Breite aufweist.

Achte besonders darauf, dass du dein Bogenholz nicht unter 40% und über 55% rel.

Luftfeuchtigkeit bei Raumtemperatur lagerst. Zu trocken bricht das Holz, zu feucht gelagert

lässt die Leistung nach und der Bogen bekommt Set.

Kontrolliere vor dem Tillern unbedingt den Bogenrücken. Dieser darf auf keinen Fall

Werkzeugspuren aufweisen. Runde sorgfältig die Kanten auf der Rückenseite deines

Rohlings, dort entstehen sonst Spannungsspitzen die zum Bogenbruch führen können.

Während des Tillerns kannst du kleine Holzfehler am Bogenbauch mit dünnflüssigem

Sekundenkleber auffüllen. Stellen mit kleinen quer liegenden Ästen sollten sich etwas

weniger biegen als der Rest des Bogens. Liegt ein Holzfehler im Inneren des Wurfarmes

und ist gut verwachsen, hat so ein stabilisierter Riss meist keine Auswirkungen auf die

Haltbarkeit deines Bogens.


Bogenrücken eines

Langbogens


Holzfehler am Bogenbauch


Eibenlangbogen im Querschnitt


2008, mein erster Eschenlangbogen. Diese Tillerform ergibt einen langlebigen und

zuverlässigen Bogen. Laut der damaligen Ansicht tillerte ich diesen Bogen mit einem etwas

steiferen unteren Wurfarm (links). Auch der Druckpunkt befindet sich etwas weiter nach

unten (links) verschoben um die spätere Position der Bogenhand zu simulieren. Heute

tillere ich meine Langbogen immer komplett symmetrisch. Das erspart viel Aufwand und

belastet die Wurfarme schon während des Tillerns gleichmäßig.

Erst in den darauffolgenden Jahren und viele Bogen später fand ich die optimale Tillerform

für höchste Pfeilgeschwindigkeit und besten Schusskomfort. Auch lernte ich, dass je nach

verwendetem Bogenholz die Holzfeuchtigkeit angepasst werden muss, um die

höchstmögliche Leistung zu erzielen.

Viel Erfolg beim Bogenbau!


Langbogentiller


BSc Matthias Wiltschko

A 3920 Groß Gundholz 25

0664 793 77 07

www.bogenbau-wiltschko.at

office@bogenbau-wiltschko.at


Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte

und NaturgestützteTherapie ÖGTT

Tote Hose im Winter ?

Für uns ProfessionistInnen im Bereich der Tiergestützten und Naturgestützten Interventionen

ist der Winter nicht undedingt die Hauptsaison unserer Tätigkeiten. Das liegt naturgmäß an

der kalten Jahreszeit und den manchmal unfreundlichen Witterungsbedingungen die den

Ausseneinsatz erschweren.

Genau diese Zeit ist für Mensch, Tier und Pflanze eigentlich die Zeit der Einkehr und Ruhe.

Wir sind es heute nicht mehr gewohnt mit den Jahreszeiten zu leben. Wir kennen nurmehr

ganzjährigen Volldampf in all unseren Tätigkeiten privater wie beruflicher Natur. Ich muss mir

selbst eingestehen, dass das auch in meinem Leben bis vor kurzem so war. Allerdings habe

ich das schon jahrelang als nicht stimmig für mich selbst empfunden. Nun habe ich in meinem

Leben den Mut gefunden, mein Arbeitspensum und meine beruflichen Tätigkeiten etwas mehr

an den Winter und meinen damit verbundenen Biorhythmus anzupassen. Mit dem

Älterwerden bin ich wohl auch ein wenig gnädiger zu mir selbst geworden und vielleicht findet


Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte

und NaturgestützteTherapie ÖGTT

man auch mehr den Mut sich einzugestehen, dass das eigene Leistungsvermögen nicht

ständig gleich und nahezu unbegrenzt zur gefälligen Verfügung steht. Man lernt vielleicht

auch im Lauf der Jahre, dass gerade im Dienstleistungsgewerbe die Begegnung mit anderen

Menschen nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch Kraft und Energie erfordert, um als

qualitätvoll auf beiden Seiten erlebt zu werden.

Und genau das hat nicht nur eine persönliche und soziale, sondern auch eine gewaltige

wirtschaftliche Dimension. Wir müssen lernen, auf genau diese (Lebens)Energie zu achten,

wir verändern uns im Lauf eines Lebens, eines Jahres, eines Monats - ja eines Tages. In der

Medizin wird das Thema Biorhythmus schon seit Jahren intensiv beforscht, aber die

Konsequenzen daraus scheinen noch lange auf sich warten zu lassen.

Ich denke, dass gerade wir Dienstleister im Bereich der Tiergestützten und Naturgestützten

Therapie hier an vorderster Front einen Beitrag leisten sollten. Wir erleben doch den

Jahresrhythmus bei und mit unseren Tieren und Pflanzen intensiver und näher als viele

andere Menschen. Wir sehen doch, dass die Hühner erst mit dem Legen beginnen, wenn im

Laufe des Jänners die Tage länger werden, wir sehen doch, dass artgerecht ganzjährig im

Freiland gehaltene Grosstiere wie Pferde, Schafe und Rinder in den kalten und feuchten


Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte

und NaturgestützteTherapie ÖGTT

Zeiten nicht übermütig über die Weiden galoppieren, sondern ihre Kräfte schonen und nur

gezielt einsetzen. Von den Wildtieren ganz zu schweigen. Schon ein sinnloses Aufscheuchen

von Hirschen oder Schneehühnern im Hochgebirge kann die Kraftreserven so einschmelzen,

dass schwache Tiere den Winter nicht überleben.

All das wissen wir, sehen wir und erleben wir mit unseren tierischen Begleitern - also

orientieren wir uns doch selbst ein wenig an diesen biologischen Realitäten und geben diese

bitte auch an unsere PatientInnen, KlientInnen und KundInnen weiter.

Ich meine hier auch gar keine drastischen Einschnitte, sondern einfache Überlegungen und

sinnvolles Handeln. Der Winter war in früheren Zeiten eine Phase der gesellschaftlichen

Begegnung, des Gesprächs, des gemeinsam Musizierens, handwerklichen Schaffens und

Gestaltens im Inneren der Häuser. Man ging früher zu Bett und stand später auf als während

der hellen, sonnigen Monate.

Auch für unser Leben kann der Winter wieder eine Zeit der Planung, des Austauschs mit

anderen interessanten Menschen, der kreativen Ideen, der Vorbereitung neuer Projekte oder

auch des Aufarbeitens von Liegengebliebenem der hektischen Zeit sein.


Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte

und NaturgestützteTherapie ÖGTT

Ich möchte an dieser Stelle auch an einen alten weisen Spruch erinnern, der mich mein

ganzes Leben lang begleitet:

„Wer zu viel arbeitet, hat keine Zeit Geld zu verdienen“

Nicht nur in persönlicher, sondern auch gerade in wirtschftlicher Hinsicht brauchen wir Zeit für

neue Gedanken, Visionen, innere Reflexion und Erneuerung. In all den Jahren in denen ich

UnternehmerInnen und Führungskräfte begleiten durfte habe ich festgestellt, dass dies die

Basis für Erfolg in persönlicher wie beruflicher Hinsicht ist.

Wir dürfen in einer sehr spannenden Zeit leben, die viel Neues für uns bereithält - dafür

brauchen wir auch Zeit, um all die tollen Möglichkeiten für uns selbst, aber auch für unsere

Gegenüber zu erkennen und in weiterer Folge zu gestalten und zu formen.

In diesem wunderbar-uralten und doch wieder ganz neu-innovativen weiten Feld der

Naturgestützten und Tiergestützten Dienstleistung brauchen wir alle weise, kreative und

wegweisende neue Gedanken und Visionen, um diesen Weg gemeinsam zum Wohle von

Mensch, Tier und Natur weiter gehen zu können.


Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte

und NaturgestützteTherapie ÖGTT

Der Winter ist daher vielleicht gerade für uns die wichtigste Zeit im Jahr. Die Zeit der

Erneuerung.

Ich wünsche all unseren PatientInnen, KlientInnen, KundInen und uns selbst eine ideenreiche,

zukunftsweisende und auch ein wenig erholsame Winterzeit, um die Kraft für frischen, neuen

Wind im Frühjahr 2018 zu haben.

Dr.med. Dieter Schaufler

Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Tiergesützte und Naturgestützte Therapie

ÖGTT


Sind Meerschweinchen Kuscheltiere?

Vor 2 Wochen haben unsere zwei English Crested Meerschweinchen „Romy“ und „Lilly“ ihren

Einzug am Mauritiushof gehalten. Sie wurden von einem blutfremden Meerschweinchenbock

noch beim Züchter belegt und wir hoffen somit auf baldigen Nachwuchs.

In der freien Natur kommen Meerschweinchen in weiten Teilen Südamerikas, im Grasland und

in den Gebirgsregionen von über 4000 Metern Höhe vor. Zur der Familie der

Meerschweinchen zählen neben den Eigentlichen Meerschweinchen (Echte-Zwerg-und

Gelbzahnmeerschweinchen) auch die Capybara (Wasserschweine) und die Pampashasen.

Spanische Seefahrer brachten die Tiere übers Meer nach Europa (vermutlich

15./16.Jahrhundert), wo sie sich bald großer Beliebtheit als Haustiere erfreuten. Im

Ursprungsland werden die als „cuys“ bezeichneten Tiere als Fleischlieferanten genutzt. Diese

Riesenmeerschweinchen können bis zu 4 kg erreichen.

Als Nutztier werden Meerschweinchen schon seit 500 v. Chr gehalten.


Romy und Lilly


Meerschweinchen sind reine Pflanzenfresser, als Grundfutter ist gutes Heu in

ausreichender Menge für eine gute Verdauung erforderlich. Die Tiere müssen den ganzen

Tag über fressen können, denn sie besitzen einen sogenannten Stopfmagen, d.h. es muss

immer Nahrung aus dem Magen den Futterbrei im Darm weiterdrücken, sodass die

Peristaltik funktionieren kann.

Außerdem ist Heu wichtig für den täglichen Zahnabrieb. Meerschweinchenzähne wachsen

lebenslang und müssen mit der Nahrung abgerieben werden, wobei Heu mit dem hohen

Kieselsäurere - und Rohfaseranteil die dafür beste Nahrung ist.

Neben dem Grundfutter benötigen die Heimtiere, neben täglich frischem Wasser, auch

Grünfutter (Gras, Kräuter, …) und Saftfutter (täglich Gemüse und ab und zu Obst).

Wichtig ist wie bei jeder Tierart das langsame Anfüttern neuer Nahrung, sodass sich die

Verdauung einstellten kann.

Eine weitere Besonderheit bei der Fütterung ist vor allem in der kalten Jahreszeit der

unbedingt notwendige Ersatz von Vitamin C. Meerschweinchen können dieses wichtige

Vitamin nicht selbst herstellen und müssen es mit der Nahrung aufnehmen. In Südamerika

ist das ganze Jahr über grünes Gras zur Verfügung, in unseren Breiten nicht. Daher bitte

unbedingt auf eine ausreichende Ergänzung achten (z.B. mit Vitamin C angereichertes

handelsübliches Futter).


Meerschweinchen sind Rudeltiere, eine Einzelhaltung ist nach der Österreichischen

Tierhalteverordnung auch verboten!

Ebenso ist die Haltung von einem Meerschweinchen und einem Kaninchen verboten, da sie

sich nicht verständigen können und so maximal gemeinsam einsam sind.

Meerschweinchen unterhalten sich mit einer vielfältigen Lautsprache, Kaninchen eher mit

Körpersprache. Kaninchen kuscheln gerne miteinander, Meerschweinchen nur bei Kälte

und wenn sie Angst haben.

Meerschweinchen klappern mit den Zähnen als Warnzeichen, Kaninchen mahlen bei

Zufriedenheit mit den Zähnen usw.

Natürlich kann man mehrere Meerschweinchen und mehrere Kaninchen in einem

ausreichend großen Gehege mit viel Unterschlupfmöglichkeiten zusammen halten, dies

stellt auch bei uns am Mauritiushof kein Problem dar!

Zur Zeit leben drei Meerschweinchen und zwei Kaninchen gemeinsam ob Sommer oder

Winter in einer Außenvoliere mit ca. 6 m2.

Wichtig im Winter:

ein frostsicherer Tränker, dicke Einstreu (Stroh, Hobelspäne..), Versteckmöglichkeiten,

Isolierung,.. Natürlich müssen die Meerschweinchen an die Außenhaltung gewöhnt sein,

man kann kein Hausschweinchen plötzlich im Winter ins Außengehege setzen!


Ob unsere Romy und Lilly Nachwuchs bekommen, wird sich in den nächsten 2 Monaten

weisen.

Weibchen werden alle 14-18 Tage für 24 Stunden brünstig und die Trächtigkeit dauert 62

bis 72 Tage, meist kommen 2 bis 4 fix fertige Jungtiere problemlos auf die Welt.

Sie nehmen sofort Futter auf, werden aber trotzdem 3 - 4 Wochen gesäugt und können mit

einem Mindestalter von 4 Wochen abgegeben werden. Böckchen muss man mit ca. 3

Wochen von der Mutter trennen, da diese schon geschlechtsreif werden und decken

können!

Falls kein weiterer Nachwuchs geplant ist, muss man auch wissen, dass das

Meerschweichenweibchen am Tag der Geburt wieder empfängnisbereit ist. Dies ist eine

geniale Arterhaltungsstrategie der meisten Nagetiere!

Obwohl Meerschweinchen sehr niedlich aussehen und viel über sich ergehen lassen ohne

zu beissen, sind die kleinen Nager keine Kuscheltiere.

Aus dem Gehege nehmen und streicheln stellt für die meisten Tiere enormen Stress dar.

Irgendwann fallen sie während des Einfangens, der Übermacht Mensch bewußt, in

Streckstarre und lassen Streicheleinheiten über sich ergehen. Oft schlagen die

Meerschweinchen auch ihren Kopf gegen die streichelnde Hand, was aber bedeutet, dass

sie in Ruhe gelassen werden wollen. Dies wird oft fehlinterpretiert.


Wie schon erwähnt gehört Kuscheln nicht zum natürlichen Verhalten der Meerschweinchen,

eine liebevolle Geste untereinander ist das Lecken hinter den Ohren.

Es gibt daher auch Exemplare, die sich vom Besitzer im Gehege gerne hinter den Ohren

kraulen lassen.

Falls die Tiere zwecks Kontrolle, oder für das Ausmisten doch gefangen werden müssen,

eignet sich eine Rolle, in die sie sich flüchten, so können sie problemlos und stressfreier

hochgehoben werden.

Wenn man das natürliche Verhalten der Meerschweinchen akzeptiert, werden

Meerschweinchen meist ihrem Besitzer gegenüber doch sehr zahm. Man kann sie füttern,

kraulen, beobachten und ihren besonderen Lautäußerungen zuhören, ja sie kommunizieren

sogar mit ihren Menschen, wenn sie Futter erwarten.

Falls ein Kuscheltier gesucht wird, haben aber Hund und Katze sicher mehr Freude mit

Streicheleinheiten!


Autorin:

Dr.med.vet Andrea Schaufler

Praktische Tierärztin

Jubiläumstr 42

31340 Herzogenburg

www.tierarzt-schaufler.jimdo.com


Heilkräuterlehrgang

Mauritiushof NaturAkademie

Kommen Sie mit uns in die wunderbare Welt der Wild- und Heilkräuter


Die Geschichte dieses Lehrgangs

Seit mehr als einem einem Viertel Jahrhundert arbeite ich nun schon als Arzt und

bereits beim Medizinstudium haben mich die Heilkräuter fasziniert und in ihren Bann

gezogen. So war es wenig verwunderlich, dass ich auch in der eigenen Ordination von

Beginn an mit diesen wunderbaren Arzneien Menschen behandelt habe.

Immer wieder war ich beeindruckt von der hohen Wirksamkeit dieser Behandlungsform

und vor allem von den geringen Nebenwirkungen. Durch die eigene ärztlichen

Hausapotheke begann ich zusätzlich auf die Qualität der gelieferten Kräuterdrogen zu

achten und kann die Erfahrung der alten Kräuterkundigen nur bestätigen, dass man

getrocknete Heilkräuter nur eine Saison lang verwenden sollte, denn sonst verlieren sie

viel von ihrer Wirkkraft.

Für meine Familie und mich begann ich daher in der Natur meine Heilkräuter zu

suchen, denn mit frischen Kräutern erzielt man natürlich die beste Wirkung !


Übrigens kein leichter Weg, denn die Bestimmung war für mich damals auch nicht

einfach und ich hatte niemanden, der mir den Weg wies. Wildkräuter waren zu dieser

Zeit auch nicht wirklich populär und die „weisen, alten Krauterer“ waren meist schon

von dieser Welt gegangen. So war ich jahrelang mit botanischen Büchern und

Bestimmungsliteratur in der Natur unterwegs und fand so meine grünen Freunde auf

Wiesen, Rainen, Feldern und Wäldern wieder.

Immer wieder wurde ich nicht nur von PatientInnen auf die Heilkräuterkunde und deren

Vermittlung angesprochen und so begann ich vor etlichen Jahren bei uns am

Mauritiushof mit den ersten Heilkräuterkursen und Heilkräuterwanderungen. Meist

gemeinsam mit unseren Hoftieren als treue Begleiter.

Dem folgten jahrelang die zahlreichen WIFI Diplomlehrgänge „Ausbildung zum

Wildkräuterguide“, bei denen ich vielen Kräuterfreunden begegnen und schöne

gemeinsame Stunden erleben durfte.


Nun trage ich den neuen digitalen Medien

Rechnung und habe mich mit großem Eifer auf

ein modernes Update dieses Lehrgangs

gestürzt, damit ich vielen Menschen Kenntnisse

zu den Heilkräutern vermitteln kann, einfach,

flexibel und natürlich auch kostengünstig.

Als Präsident der Österreichischen

Gesellschaft für Tiergestützte und

Naturgestützte Therapie ÖGTT freut es mich

besonders, dass unsere Gesellschaft diesen

Lehrgang zertifiziert und den AbsolventInnen

bei Mitgliedschaft das Prädikat „ÖGTT

Zertifizierter Wildkräuterguide“ verleiht. Damit

kommen unsere AbsolventInnen neben dem

Diplom unserer Mauritiushof NaturAkademie

zusätzlich in den Genuss einer weiteren Anerkennung und Corporate Identity nach

außen hin.


Was ist anders bei diesem

Heilkräuterlehrgang ?

Ganz einfach !

Ein erfahrener Kräuterarzt und Kneipparzt erzählt über seine Erfahrungen bei der

Behandlung von Menschen mit Heilmitteln aus Mutter Natur. Dies macht diesen Kurs

so einzigartig.

Dieser Lehrgang soll allen Kräuterfreunden vor allem praktische Kenntnisse

vermitteln. Was nützen alle botanischen Beschreibungen, wenn wir aufgefundene

Wildpflanzen nicht im Alltag verwenden können ?

Was nützt auch alles Wissen um die Verwendung, wenn die jeweiligen Dosierungen

nicht vermittelt werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen ?


Was nützt Wissen um Dosierung, wenn ich nicht gelernt habe, verschiedene

Heilkräuter zu einem wirksamen Kräutertee zusammen zu mischen ?

Ich bin kein Botaniker oder Biologe,

sondern bin Arzt und arbeite täglich mit Heilkräutern zur Behandlung meiner

PatientInnen. Bei diesem Kurs geht es weniger um botanische Details, als um Einsatz

und Wirkung der wichtigsten Heil- und Wildkräuter.

Als Zertifizierter Kneipparzt folge ich den Spuren des großen Sebastian Kneipp und

anderer großer Kräuterkundiger und versuche dieses Wissen weiter zu vermitteln.


Aufbau des Heilkräuter Lehrgangs

Unser Lehrgang besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen.

1. Einem E-Learning Abschnitt der via Computer, Laptop, IPad, Tablet oder Handy

bequem abrufbar ist. Hier werden über 60 aus meiner Sicht wichtige Heilpflanzen,

die wir in der Natur später gemeinsam auffinden, vorgestellt. Ich führe Sie als

TeilnehmerIn ähnlich einer Live-Präsentation, aber eben aufgezeichnet, in Form von

Online Präsentationen und Videos durch die Welt der Heilkräuter und Sie lernen

effektiv, flexibel, wo und wann immer Sie wollen. Überprüfen Sie Ihren

Lernfortschritt laufend durch ein Wiederholungfs-Quiz, die Sie beliebig oft

wiederholen können, bis Sie das im Lehrgang angestrebte Lernziel erreicht haben.

2. Einem Praxisteil der bei uns anschließend an den E-Learning Abschnitt am

Zentrum Mauritiushof während der gesamte Kräutersaison stattfindet. Hier sind für


jede TeilnehmerIn jeweils drei Einzeltage vorgesehen, an denen wir gemeinsam als

Gruppe bei Kräuterwanderungen die Wildkräuter aufsuchen und noch einmal vor

Ort besprechen. Vor allem aber auch die Themen der korrekten Dosierung,

Verarbeitung, Mischung und Zubereitung gemeinsam erörtern.

Der erste Abschnitt vermittelt somit Ihr Grundlagenwissen und bildet die Voraussetzung

für den Praxisteil am Mauritiushof. Bitte beachten Sie, dass der gesamte E-Learning

Abschnitt erfolgreich absolviert sein muss, bevor Sie mit den Praxistagen starten

können.


Zielgruppe

Unser Heilkräuterlehrgang richtet sich grundsätzlich an alle Menschen, die Interesse an

Wild- und Heilkräutern haben.

Einsteiger in die Kräuterkunde werden ein profundes Wissen über unsere Kräuter

erlangen und viel Freude beim Einsatz unserer heimischen Wildkräuter als Hausmittel

für die gesamte Familie, als wunderbare Küchenkräuter und wertvolle Begleiter im

Alltag finden.

Dem bereits Kräuterkundigen werde ich doch noch das Eine oder Andere aus meiner

ärztlichen Erfahrung und damit Sinn und Wissensauffrischung bei der Teilnahme geben

können.

Anderen KollegInnen aus Heilberufen soll der Lehrgang Sicherheit beim Einsatz im

Berufsfeld und neue Impulse für die Behandlung unserer PatientInnen vermitteln.


Kosten

Es war und ist mir sehr wichtig, dass die Kosten für diesen Lehrgang sehr gering sein

sollten, damit sich die Welt unserer Heilkräuter vielen Menschen öffnet.

So belaufen sich die

Gesamtkosten auf 2 x 360,- Euro inklusive 20 % MWST

(Insgesamt somit 720,- Euro inkl 20% MWST)

Die erste Zahlung von 360,- Euro ist bei der verbindlichen Anmeldung zum Heilkräuter

Lehrgang Teil 1 über unseren Shop https://www.zentrum-mauritiushof.at/shop/ zu

bezahlen.

Die zweite Zahlung von 360,- Euro ist mit dem Teil 2 des E-Learning Abschnitts zu

bezahlen und beinhaltet damit auch gleichzeitig die Teilnahme an den drei Praxistagen.


Die Kursunterlagen finden Sie auf unserer Lernplattform, damit sind auch keine

weiteren Kosten für eventuelle Lernunterlagen notwendig.

Ich möchte noch sicherheitshalber darauf hinweisen, dass Ihre Verpflegung an den drei

Praxistagen nicht in den Kurskosten enthalten sind.

Üblicherweise gehen wir an den Praxistagen gemeinsam Mittagessen. Die Teilnahme/

Nichtteilnahme am Mittagesssen steht natürlich Jedem offen.

Anmeldung

Sie können sich ganzjährig laufend über unseren Shop auf unserer Website https://

www.zentrum-mauritiushof.at/shop/ zu diesem Heilkräuterlehrgang anmelden. Einfach


den 1. Teil des Kurses im Shop kaufen und am selben Tag erhalten Sie Ihren

persönlichen Zugang zu unserer Lernplattform und schon geht es los !

Im Shop können Sie mit Kreditkarte, Sofort Überweisung, Paypal oder Vorkasse

(Überweisung) zahlen. Sie erhalten dabei auch sofort Ihre Rechnung.

Technische Voraussetzungen der Teilnahme

Unsere Lernplattform erfordert keine besonderen technischen Voraussetzungen, die

über im Alltag eingesetzte PCs, Laptops, Tablets, Smartphones etc hinausgehen. Sie

benötigen eine stabile Internet Verbindung.

Die Praxistage finden am Mauritiushof im Waldviertel statt. Der Mauritiushof ist nicht mit

öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Sie müssen mit Privatautos anreisen.


Abschluss

Nach erfolgreicher Absolvenz beider Teile des Heilkräuterlehrgangs, also dem

absolvierten Abschnitten auf unserer Lernplattform und den drei Praxistagen am

Mauritiushof, haben Sie ja bereits viele Wiederholungs- Rallyes erfolgreich absolviert

und Ihr Wissen ausreichend dokumentiert.

Als Abschlussprojekt sollen unsere TeilnehmerInnen ein digitales oder echtes

Herbarium aus mindestens 40 Kräuterbildern oder getrockneten Wildkräutern gestalten.

Hilfestellung zur Gestaltung eines solchen Herbariums erhalten Sie während des

Lehrgangs. Auch die Praxistage sind natürlich dabei sehr

hilfreich !

Nach Einreichung dieses Herbariums erhalten Sie das

Diplom zum Wildkräuterguide

der Mauritiushof NaturAkademie


Mit aufrechter Mitgliedschaft bei der Österreichischen Gesellschaft für Tiergestützte

und Naturgestützte Therapie erhalten Sie außerdem das Prädikat „ÖGTT Zertifizierter

Wildkräuterguide“


Lehrgangsinhalte

Über 60 Wild- und Heilkräuter werden in diesem Lehrgang vorgestellt, beschrieben und

gut erkennbar charakterisiert.

Ihre Inhaltsstoffe und Wirkungen werden nach modernen wissenschaftlichen

Grundlagen dargestellt und erläutert. Daneben aber sollen besonders auch die großen

Kräuterkundigen mit ihren Anmerkungen zu diesen Pflanzen zu Wort kommen. Die

Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp, Johann Künzle, aber auch unseren Waldviertler

Kräuterpfarrer Hermann-Josef Weidinger möchte ich Ihnen vorstellen und ihr reiches

Wissen näher bringen. Aber auch Maria Treben, Richard Willfort, Hieronymus Bock,

Paracelsus, Leonhart Fuchs bis hin zu Plinius und Dioskurides werden wir erleben.

Natürlich soll gerade auch die Volksheilkunde nicht zu kurz kommen, denn sie liefert oft

wertvolle und erstaunliche Hinweise aus langer Tradition und Überlieferung. Zuletzt darf

ich auch meine bescheidenen Erfahrungen zu Gehör bringen, um die Präsentationen

abzurunden.


Viele Bilder und zahlreiche Videos werden uns die Heilkräuter beschreiben und klar

darstellen, damit wir sie in der Natur sicher erkennen und auffinden können.

Vieles möchte ich zu Zubereitungen, Mischungen, aber auch über die Herstellung von

Salben, Wickeln, Tinkturen, Kompressen, Wurzelbreis und dergleichen mehr erzählen,

damit Sie die Wildkräuter auch in Ihren Alltag integrieren können. Dazu werde ich auch

immer wieder kulinarische Tipps für den Einsatz in der Küche geben.

An den Praxistagen steht das sichere Auffinden der Kräuter an vorderster Stelle. Schon

der Standort wird uns vieles über das Wesen und die Wirkung der einzelnen

Heilpflanzen sagen und vieles werden wir gemeinsam zum Thema Einsatz, Dosierung,

Finden geeigneter Kräutermischungen etc erarbeiten.

Ich denke, wir werden wohl alle reichlich zu tun haben !


Wichtiger Hinweis !

Dieser Heilkräuter Lehrgang ist auch gleichzeitig der erste Teil der neuen Ausbildung

zur Natur-EnergetikerIn der Mauritiushof NaturAkademie.

Diese Ausbildung wird ebenso über unsere Lernplattform aufgebaut und setzt sich im

März 2018 mit weiteren Ausbildungsmodulen fort. Daneben gibt es natürlich wieder

Praxistage und Selbsterfahrung. Der Gesamtpreis dieser Ausbildung zur Natur-

EnergetikerIn inklusive dem Heilkräuter Lehrgang wird unter 2000,- Euro liegen und

soll neben den entsprechenden fachlichen und theoretischen Inhalten auch einen

wichtigen Abschnitt zum Thema Marketing und Aufbau der eigenen Energetikerpraxis

beinhalten.

Somit haben Sie mit unserem Heilkräuter Lehrgang nicht nur einen abgeschlossenen

profunden Heilkräuterkurs, sondern auch die Möglichkeit eine weiterführende

Ausbildung in Folge zu absolvieren.


Lehrgangsziele

A. Als Diplomierter Wildkräuterguide begleiten Sie später bei

Wildkräuterwanderungen an der Natur interessierte Menschen und vermitteln

nachhaltig das erworbene Kräuterwissen. Sie lernen die dargestellten Wildkräuter in

der Natur aufzufinden und für die Anwendungen in der Küche, in der Naturkosmetik

oder für den eigenen Gebrauch vorzustellen.

B. Sie erwerben jenes Wissen, um in eigenen Workshops Kräuter für die vielfältigen

Einsatzmöglichkeiten in der Küche, in der Naturkosmetik und als Hausmittel für die

eigene Familie vorstellen zu können.

C. Sie erlernen die Zubereitung von Kräutersalben, Kräutertinkturen, Naturkosmetika,

Breiumschlägen, Kräuterkissen, Kräuterlikören, Kräutertees, Kräuterölen,

Kräuteressigen, verschiedener Kräutergerichte und Kräutersalate für den eigenen

Gebrauch


D. Sie erlernen die Grundlagen dafür, in einer weiterführenden Ausbildung zur Natur-

EnergetikerIn Kräuteressenzen zur energetischen Harmonisierung Ihrer späteren

KundInnen/KlientInnen einzusetzen

E. Menschen aus Heilberufen erfahren sinnvolle Möglichkeiten zum Einsatz von

Heilkräutern im jeweiligen Berufsfeld.

F. Sie erhalten gute Tipps für den Aufbau Ihres eigenen Kräutergartens

Grundsätzlich gilt in Österreich: Medizinische Behandlungen von PatientInnen dürfen

aussschließlich von ÄrztInnen erbracht werden !


WIFI Diplomlehrgang

„Tiergestützte Interventionen“

Dieser Lehrgang ist zertifiziert durch die Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte

Therapie ÖGTT

Dieser Kurs richtet sich besonders an all jene Menschen, die eine berufliche Haupt - oder

Nebenselbständigkeit im Rahmen der Tiergestützten Intervention/Pädagogik/Sozialarbeit/

Therapie etc anstreben und soll Ihnen das dazu notwendige Know-how vermitteln.

Die Lehrgangsinhalte reichen von den theoretischen Grundlagen Tiergestützten und

Naturgestützten Arbeitens, über Themen der Tierhaltung, des Einsatzes und der Ethologie

vieler Haustierarten, Wildtierkunde- und -ökologie, über einen kleinen Exkurs zu Gartenbau

und Permakultur, Wald- und Wildkräuterkunde bis hin zum Aufbau der eigenen

Firmenhomepage, Arbeit mit digitalen Medien und Marketing. Es erwartet sie weiters ein

fünftägiger Intensivworkshop mit den Tieren und dem Landbau am Mauritiushof und viel

Selbsterfahrung an allen Lehrgangstagen.

Bitte informieren Sie sich bei unseren kostenlosen online Info - Webinaren über diesen

Lehrgang. Weitere Informationen erhalten Sie durch auf der unten angeführten Website

stehenden Videos und nach download der ebendort angeführten Lehrgangsbeschreibung.


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Nach Absolvenz des online Info-Webinars bitten wir um Ihren Lebenslauf und ein

Motivationsschreiben, warum Sie genau diese Ausbildung anstreben, anschließend freut

sich Fr Sandra Eisner vom WIFI NÖ unter Tel 02742 8902261 über Ihre Anmeldung zum

Lehrgang

WIFI Diplom Tiergestützte Interventionen

Start am 28.4.2018

Department für Tiergestützte Medizin Mauritiushof,

Rappoltschlag 13, 3914 Waldhausen

Teilnahmebeitrag: 4.980 Euro

alle Infos unter www.zentrum-mauritiushof.at Gratis Info Webinar buchen !


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WIFI Diplomlehrgang

„Diplom TiertrainerIn"

Mit Tieren professionell zu arbeiten und sie entsprechend auszubilden - für viele von uns ist

dies ein beruflicher Wunschtraum. Dieser Lehrgang richtet sich speziell an all jene Menschen,

die Freude an der Arbeit mit Tieren haben, selbst schon jahrelang Tiere besitzen und sich ein

neues Berufsfeld erarbeiten möchten. Gerade heute wächst der Bedarf an gut ausgebildeten

Tiertrainer/innen, die den überforderten Heimtierhalter/innen mit Rat und Tat zur artgerechten

Haltung und Ausbildung ihrer Tiere zur Verfügung stehen. Dabei benötigt man profundes

Wissen über viele Tierarten, vom Wellensittich bis zum Reitpferd, und Praxis im

tierschutzgerechten Umgang und Tiertraining. Unser Lehrgang soll aber auch die

Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit im zwischenmenschlichen Bereich stärken,

denn nur so können Probleme im Zusammenleben von Mensch und Tier richtig erkannt und

einer Lösung gemeinsam mit den Tierbesitzer/innen zugeführt werden. Gerade dieser

systemische Ansatz wird in diesem Lehrgang sehr betont und gemeinsam erarbeitet.

Dieser Lehrgang soll Ihnen praktische und theoretische Kenntnisse für die Arbeit mit vielen

Tierarten, rechtliche Grundlagen wie Tierhalteverordnung und Tierschutzgesetz, aber auch

alle Erfordernisse und Wissen zur Haltung und dem artspezifischen Verhalten der meisten

Haus- und Nutztiere vermitteln. Zusätzlich wollen wir die wichtigsten Aspekte zur eigenen

Firmengründung im haupt- oder nebenberuflichen Bereich vermitteln. Dabei auf das nötige

Marketing, Werbung und Grundlagen des Arbeitens mit digitalen Medien eingehen.


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Lehrgang zum Diplom-Tiertrainer

Termine: 24.3.2018 – 20.1.2019

Department für Tiergestützte Medizin Mauritiushof,

Rappoltschlag 13, 3914 Waldhausen

Teilnahmebeitrag: 2.900 Euro

alle Infos unter

www.zentrum-mauritiushof.at

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